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Vokal

Vokale
vorne zentral hinten
geschlossen
iy
ɨʉ
ɯu
ɪʏ
ʊ
eø
ɘɵ
ɤo
ə
ɛœ
ɜɞ
ʌɔ
æ
ɐ
aɶ
ɑɒ
fast geschlossen
halbgeschlossen
mittel
halboffen
fast offen
offen
Bei Symbolpaaren (u • g) steht das linke Symbol für den
ungerundeten, das rechte Symbol für den gerundeten Vokal.

Zur Darstellung aller Vokale wird das sogenannte Vokaldreieck oder Vokaltrapez benutzt (siehe Abbildung). Darin sind die Vokale in der Senkrechten nach dem zu ihrer Bildung notwendigen Grad der Öffnung des Mundraums von offen (a-Laut) nach geschlossen (i-, u-Laut) angeordnet. In der Waagerechten werden sie in vorne (e-, i-Laute) oder hinten (o-, u-Laute) im Mundraum entstehend unterteilt. Sie heißen dementsprechend Vorderzungenvokale bzw. Hinterzungenvokale.

Grundsätzlich kann fast jeder Vokal auch mit Lippenrundung gerundet gebildet werden, was eine Änderung der Lautqualität herbeiführt: Aus einem gespannten i-Laut ​[⁠i⁠]​ wird durch Lippenrundung ein ü-Laut ​[⁠y⁠]​ und aus einem ungerundeten ​[⁠e⁠]​ ein ö-Laut ​[⁠ø⁠]​. Im Deutschen gibt es die gerundeten Vokale ü [y,ʏ], ö [ø,œ], o [o,ɔ] und u [u,ʊ] und die ungerundeten a ​[⁠a⁠]​, e [ɛ,e] und i [i,ɪ]. Weiterhin können durch Absenken des Gaumensegels Nasalvokale gebildet werden, wie das ​[⁠ɔ͂⁠]​ im französischenon‚man‘.

Vokale werden in vielen Sprachen nach ihrer Länge (Vokalquantität) in kurze oder lange Vokale unterteilt. Im Deutschen sind die kurzen Vokale ungespannt, z. B. das ​[⁠ɪ⁠]​ in Mitte. Die langen Vokale sind gespannt, z. B. das ​[⁠i:⁠]​ in Miete. Es gibt aber auch kurze gespannte Laute, wie das ​[⁠i⁠]​ in Musiker.

Die Hauptvokale im Bezug auf die Position der Zunge.
Vokal [i, u, ɑ]

Nach der Form der Schallwelle gehören Vokale also, im Gegensatz zu den meisten Konsonanten, zu den Klängen.

Vokale haben einen Primärklang. Dieser besteht aus einem Grundton der Grundfrequenz f0, der wiederum Obertöne bildet. Diese sind immer ganzzahlige Vielfache des Grundtons, d. h. wenn man den Grundton ändert, dann ändern sich auch immer die Obertöne.

Durch Resonanzen im Vokaltrakt (oder Ansatzrohr), d. h. in der Stimmritze, im Larynx- und Pharynxraum und im Mund- und Nasenraum, entstehen ausgeprägte Obertonbereiche, so dass sie gegenüber den anderen Teiltönen dominanter werden. Diese resonanzverstärkten Teiltöne heißen Formanten.

Bei Vokalen kann man vier bis fünf Formanten nachweisen: F1 und F2 (bei Vokalen die im vorderen Zungenbereich gebildet werden) sind für die Identifizierung der Vokale verantwortlich. Sie entscheiden also darüber, ob wir beispielsweise ein [] oder ein [] wahrnehmen.

Messung der Kenngrößen der Artikulation

Die Artikulation kann quantitativ mit drei Kenngrößen (Formanten) wiedergegeben werden: F1 gibt die Offenheit oder Zungenhöhe an, F2 die Zungenstellung von hinten nach vorn, und F3 die Lippenrundung. Ein ​[⁠i⁠]​ hat beispielsweise einen höheren F2-Wert als ein ​[⁠u⁠]​, aber einen weitaus geringeren F1-Wert als zum Beispiel ein ​[⁠a⁠]​.

Klassifiziert man Laute lediglich nach ihrer Artikulationsart, dann unterscheiden sich Vokale von Konsonanten allein dadurch, dass der Phonationsstrom bei Vokalen fast ungehindert durch das Ansatzrohr strömt (Genauer: Im Gegensatz zu Konsonanten ist die Konstriktion [Verengung] im Artikulationsraum nicht so stark, dass sie ein Geräusch erzeugte). Dieses Kriterium allein leistet jedoch noch keine Unterscheidung von Vokalen einerseits und halbvokalischen oder konsonantischen Approximanten andererseits.

Eine andere Möglichkeit ist die Klassifizierung nach akustischen Kriterien, vor allem nach ihrer Sonorität (Schallfülle). Danach sind die meisten Konsonanten Geräusche ohne Sonorität, während es sich bei Vokalen und einigen Konsonanten wie beispielsweise dem l-, m-, n-, ng- und (zum Teil) r-Laut um Klänge handelt. Diese sind also sonorant.

Sonorität bzw. Schallfülle ist eine wichtige Eigenschaft hinsichtlich der Funktion eines Lautes als Silbenträger: je sonorer ein Laut ist, desto deutlicher hebt er sich von den anderen ihn umgebenden Lauten ab. Sonorante Laute können deshalb Silbenträger sein.

In einigen Sprachen nehmen l, m, n, ng, aber auch r silbischen Charakter an und tragen den Hauptton, beispielsweise l in Plzeň auf Tschechisch und r in Krk auf Serbokroatisch.

Auch im Deutschen kommen die Laute l, m, n, ng silbisch vor, allerdings nur in unbetonter Silbe, so in der Standardaussprache bei den Endungen -em, -en und -el/-l nach Konsonanten (silbischer m-Laut: „großem“, „leben“, „Bremen“; silbischer n-Laut: „reden“, silbischer ng-Laut: „liegen“, silbischer l-Laut: „Apfel“, „Dirndl“).

Übersicht

Das Deutsche ist, was das Lautinventar im Sprachvergleich betrifft, verhältnismäßig reich an Vokalen. Zu den gesprochenen Vokalen (Monophthongen) des Standarddeutschen gehören:

wissenschaftliche Bezeichnung IPA-Zeichen Beispiele
lang kurz
in betonten
Silben
in betonten
Silben
in unbetonten
Silben
in Reduktions-
silben
Ungerundeter geschlossener Vorderzungenvokal [i], [i:] Lied wieso, direkt
Ungerundeter zentralisierter fast geschlossener Vorderzungenvokal [ɪ] frisch Ärztin
Ungerundeter halbgeschlossener Vorderzungenvokal [e], [e:] Schnee lebendig, Debatte
Ungerundeter halboffener Vorderzungenvokal [ɛ], [ɛ:] Mädchen nett verlieren
Ungerundeter offener Zentralvokal [a], [a:] Tal Blatt daheim, Banane
Mittlerer Zentralvokal (Schwa) [ə] Blume, gesagt, behalten
Fast offener Zentralvokal [ɐ] Leder
Gerundeter halbgeschlossener Hinterzungenvokal [o], [o:] Ton sodass, Rosine
Gerundeter halboffener Hinterzungenvokal [ɔ] Rost Kosmos
Gerundeter geschlossener Hinterzungenvokal [u], [u:] gut zuvor, kulant
Gerundeter zentralisierter fast geschlossener Hinterzungenvokal [ʊ] Mund Neigung
Gerundeter geschlossener Vorderzungenvokal [y], [y:] kühl Büro, Physik
Gerundeter zentralisierter fast geschlossener Vorderzungenvokal [ʏ] hübsch Abkürzung
Gerundeter halbgeschlossener Vorderzungenvokal [ø], [ø:] schön Ökonomie
Gerundeter halboffener Vorderzungenvokal [œ] löschen Esslöffel

Siehe auch: Diphthonge im Deutschen

Vokale in betonten Silben

In betonten Silben unterscheidet man im Deutschen zwischen zwei Typen von Vokalen:

  • Vokalen, die lang und geschlossen sind (z. B. [o:] wie in Ton) und
  • Vokalen, die kurz und offen sind (z. B. [ɔ] wie in Sonne).

Dieses Muster wird in zwei Fällen durchbrochen:

Einige weitere Vokale, die in der Tabelle nicht aufgeführt sind, erscheinen ausschließlich in Fremdwörtern. Besonders produktiv war und ist hier das Französische, dem das Deutsche die Nasalvokale [ɑ̃] (wie in Orange), [ɛ̃] (Teint, Mannequin), [õ] (Contenance), [ɔ̃] (Jargon) und [œ̃] (Parfum) sowie den Langvokal [œ:] (Œuvre) verdankt. Die Benutzung der Nasalvokale gilt teilweise als bildungssprachlich; auch die Aussprache mit gewöhnlichem, nicht-nasaliertem Vokal ‒ meist von [ŋ] gefolgt (z. B. Orange [oˈʀaŋʒə], Bonbon [bɔŋˈbɔŋ]) ‒ wird zunehmend als normgerecht empfunden.

Aus dem Englischen gelangte unter anderem der Langvokal [ɔː] (Smalltalk) ins Deutsche.

Vokale in unbetonten Silben

In den unbetonten Silben besitzt das Deutsche sieben weitere Vokale, die in ihrer Qualität dem korrespondierenden langen Vokal entsprechen, aber kürzer sind.

Beispiel: In betonten Silben entsprechen dem Graphem <e> die Allophone [e:] (wie in ledig) bzw. [ɛ] (nett). In unbetonten Silben ‒ z. B. in lebendig, Gewissen ‒ erscheint stattdessen oft (statt des unten erwähnten Schwa) der kurze Laut [e]. Obwohl diese Situation auch bei deutschen Wörtern vorkommt (z. B. daheim, wieso, sodass, zuvor), sind mehrheitlich Fremdwörter betroffen (z. B. direkt, Debatte, Physik, Ökonomie).

Zwei Laute kommen im Standarddeutschen ausschließlich in Affixen und Reduktionssilben vor: [ə], genannt Schwa (Blume), und [ɐ] (Leder). Sie werden oft nicht zu den Phonemen gerechnet und in den Darstellungen des deutschen Vokalbestandes darum hin und wieder vergessen.

In dem von Eva-Maria Krech u. a. herausgegebenen Großen Wörterbuch der deutschen Aussprache (1982) werden neben langen und kurzen auch halblange Vokale aufgeführt. Beispiele sind der a-Laut in Leda oder Oma; in Oma einen wirklich kurzen [und vorderen] a-Laut zu sprechen, wie es beispielsweise umgangssprachlich im Ruhrgebiet üblich ist, wird nicht als normgerecht empfunden. Weitere Beispiele sind der halblange e-Laut in Káffee (auf der ersten Silbe betont; betont man die zweite, so spricht man keinen halblangen, sondern einen wirklich langen e-Laut) oder in Meteorologe, demobilisieren, Regeneration, Deeskalation (jeweils der erste e-Laut; halbe Länge hier in allen Fällen mit mehr als zwei Silben zwischen sich und der Hauptbetonung); der halblange i-Laut in Wörtern wie Omi, Ami, Gabi; der halblange o-Laut in Wörtern wie Kino, Auto, Eskimo; der halblange u-Laut in Wörtern wie Akku oder Uhu (zweiter u-Laut; der erste besitzt volle Länge); der halblange ö-Laut in Fremdwörtern wie Ökologisierung; der halblange ü-Laut in Fremdwörtern wie Pyroelektrizität, Hyperboloid oder Hybridisation (auch hier in allen Fällen mit mehr als zwei Silben zwischen sich und der Hauptbetonung).

Problematik

Der deutsche Vokalbestand umfasst einige Eigentümlichkeiten, die sich einer simplen Kategorisierung entziehen. Einordnungsprobleme bietet bereits der Laut [ɐ] (wie in Leder), der eine Realisierungsvariante des konsonantischen [ʁ] darstellt.

Ein weiteres Problem ist das Verhältnis zwischen gespannten, unter Akzent langen Vokalen (wie in Ofen) und ungespannten kurzen Vokalen (wie in offen). Der Streit darüber, welches dieser Unterscheidungsmerkmale das primäre sei, hat zur Entstehung des Silbenschnittkonzepts geführt, eines silbenanalytischen Konzepts, das solche Minimalpaare alternativ erklärt:

Das Silbenschnittkonzept geht davon aus, dass für die Unterscheidung zwischen diesen beiden Vokalklassen weder die Quantität (Länge) noch die Qualität (Gespanntheit, „Geschlossenheit“) verantwortlich sei. Grundlage des Unterschiedes sei vielmehr der Silbenschnitt, ein prosodischer Kontrast am Silbenende, der in manchen Wörtern höher, in anderen geringer sei. Sanft laufe eine Silbe dann aus, wenn die Vokalbildung von der Artikulation eines eventuell nachfolgenden Konsonanten nicht beeinflusst wird. In solchen Silben stehen gespannte Langvokale; eventuelle postvokalische Konsonanten sind nur lose angeschlossen. In allen anderen Silben wird die Vokalbildung durch die vorgezogene Artikulation des nachfolgenden Konsonanten sozusagen scharf abgeschnitten; der Vokal ist dann kurz und ungespannt (offen); der postvokalische Konsonant ist fest angeschlossen.

IPA-Zeichen deutsch englisch
(BE)
französisch
Wortbeispiele
[iː] Igel speak
[i] direkt fille
[ɪ] frisch give
[eː] Schnee
[e] lebendig nez
[ə] Blume maiden fenêtre
[ɛː] Mädchen
[ɛ] nett tell mais
[ɛ̃] pain
[ɜ:] word
[æ] cat
[aː] Vater
[a] Katze patte
[ɐ] Bruder butter
[ɑ:] calm
[ɑ] pâte (selten)
[ɑ̃] avant
[ɒ] hot
[oː] Ton
[o] Rosine eau
[ɔ:] talk
[ɔ] Sonne porte
[ɔ̃] bon
[uː] gut moon
[u] kulant coup
[ʊ] Mund book
[yː] müde
[y] Büro nu
[ʏ] hübsch
[øː] König
[ø] Ökonomie feu
[œ] löschen fleur
[œ̃] un

Englisches [ɐ] wird am häufigsten /ʌ/ transkribiert.

Das Englische ist deutlich ärmer an Vokalphonen (nicht allerdings an Vokalphonemen) als das Deutsche, besitzt dafür aber mehr Diphthonge (take, go, night, flower, boy, here, there, sure).

Spanisch

In der spanischen Sprache, genauer dem Kastilischen, existieren nur die fünf Vokalphoneme /a e i o u/. Dies unterscheidet das Kastilische von den anderen iberoromanischen Sprachen Portugiesisch, Galicisch und Katalanisch (mit Valencianisch, wobei hier die Unterschiede zum Kastilischen geringer sind). Der a-Laut ähnelt dem deutschen kurzen (offenen) a, während i-Laut und u-Laut den langen (geschlossenen) Vokalen im Deutschen gleichen. Der e-Laut und der o-Laut des Spanischen haben eine mittlere Höhe und daher kein genaues Gegenstück im Hochdeutschen.

Französisch

Der ungespannte (mit weniger Muskelanspannung geformte) i-Laut (wie in Wind), der ungespannte ü-laut (wie in wünscht), der ungespannte u-Laut (wie in Wunsch) und der a-ähnliche, sogenannte tiefe Schwa-Laut (wie der -er geschriebene Vokal in Mutter) fehlen im Französischen. Ansonsten besitzt es die gleichen oralen (mit dem Mund geformten) Vokale wie das Deutsche plus vier Nasalvokale. Allerdings kennt das Französische nicht den systematischen bedeutungsverändernden Unterschied zwischen kurzen ungespannten und langen gespannten Vokalen, der für das Deutsche typisch ist (wie in Wahl/Wall, den/denn, ihn/in, Ole/Olle, pult/Pult, Tönchen/Tönnchen, Fühler/Füller).

Es werden unter Vokalen gemeinhin auch die Buchstaben verstanden, die derartige Laute repräsentieren. Um der verbreiteten Verwechslung bzw. Gleichsetzung von Lauten und Buchstaben vorzubeugen, ist es sinnvoll, die Begriffe Vokallaut und Vokalbuchstabe zu verwenden.

Als Vokalbuchstaben gelten im Deutschen: A, Ä, E, I, O, Ö, U, Ü, Y.

Sie stehen den Konsonanten­buchstaben B, C, D, F, G, H, J, K, L, M, N, P, Q, R, S, , T, V, W, X, Z gegenüber.

Diese Zuordnung beruht auf den grundlegenden Buchstaben-Laut-Beziehungen (Graphem-Phonem-Korrespondenzen), die aufgrund verschiedener Kriterien ermittelt werden können (Häufigkeit, Kontextbedingtheit, Eindeutigkeit). Vokalbuchstaben können in bestimmten Kontexten auch die Funktion übernehmen, nicht-silbische Laute wiederzugeben, und (eher seltener) Konsonantenbuchstaben die Funktion, silbische Laute darzustellen. Je nach Definition und Abgrenzung zwischen Vokalen und Konsonanten (vgl. oben) und dem Status von Halbvokalen kann dann formuliert werden, Vokalbuchstaben stehen auch für Konsonanten und Konsonantenbuchstaben für Vokale.

Im Deutschen betrifft das vor allem die Vokalbuchstaben I, U und Y, sowie die Konsonantenbuchstaben R, J und W. Bei einer an der Sonorität orientierten Definition der Vokale kommen auch noch die Konsonantenbuchstaben L, N und M hinzu. Eine besondere Rolle bei der Darstellung von Vokalen nimmt auch der Konsonantenbuchstabe H ein, allerdings nur in Kombination mit Vokalbuchstaben, nicht für sich allein.

Beispiele für unsilbisch, halbvokalisch bzw. konsonantisch verwendete I, U und Y: Mai, Aktie, Union, Harpyie; Mauer, eventuell, Biskuit, Etui, Qualle; Bayern, Yak, Maya, daneben gelegentlich auch weitere Vokalbuchstaben, z. B. O: Kakao, Coiffeur.

Beispiele für zwar unsilbische, aber eher halbvokalisch verwendete Konsonantenbuchstaben: bei R im Silbenendrand, vor allem nach langen Vokalen (mehr, vier, rührt); bei J lässt sich ganz allgemein streiten, ob der repräsentierte Laut eher Halbvokal oder Konsonant ist; auch bei W kann die Aussprache Richtung Halbvokal gehen.

Beispiele für die selteneren Fälle, in denen R, J und W als silbische Vokale verwendet werden: Zentaur, Matrjoschka, Rwanda.

Außerdem können Konsonantenbuchstaben in bestimmten Kombinationen ihren konsonantischen Charakter verlieren: z. B. in der häufigen Endung -er, aber auch z. B. in der Namensendung -ow. Hierher gehört dann auch die vielfältige Funktion des stummen H nach Vokalbuchstaben (als Dehnungs-h, als silbentrennendes h, …).

  • Thomas Becker: Das Vokalsystem der deutschen Standardsprache. Lang, Frankfurt am Main 1998, ISBN 3-631-33460-5.
  • Alan T. Hall: Phonologie: eine Einführung. de Gruyter, Berlin/New York 2000, ISBN 3-11-015641-5.
  • Horst M. Müller (Hrsg.): Arbeitsbuch Linguistik. Schöningh, Paderborn [u. a.] 2002, ISBN 3-8252-2169-5.
  • Bernd Pompino-Marschall: Einführung in die Phonetik. de Gruyter, Berlin/New York 1995, ISBN 3-11-014763-7.
  • Günther Thomé: Deutsche Orthographie: historisch, systematisch, didaktisch. 2. Auflage 2019. Oldenburg: isb-Fachverlag, ISBN 978-3-942122245 (Leseprobe unter www.isb-oldenburg.de, alle 19 Vokale (mit 3 Diphthongen) des Deutschen auf der S. 89, nach einer 100.000-Auszählung von Phonem-Graphem-Korrespondenzen).
Wiktionary: Vokal – Bedeutungserklärungen, Wortherkunft, Synonyme, Übersetzungen
  1. „Vokal, der“, duden.de, Abruf 1. November 2017.
  2. vgl. Zellerhoff 2011, 275
  3. durch die Buchstabenkombination „er“ repräsentiert; im Unterschied zu Schreibung und Aussprache des Wortes „Leda“
  4. Ausnahmen von dieser Regel bilden z. B. die Präfixe vor-, ver-, er- und zer-.
  5. Eva-Maria Krech, Eduard Kurka, Helmut Stelzig u. a. (Hrsg.): Großes Wörterbuch der deutschen Aussprache. 1. Auflage. VEB Bibliographisches Institut Leipzig, Leipzig 1982, ISBN 3-323-00140-0.
  6. Krisztián Tronka: Die Vokale des Gegenwartsdeutschen, S. 3.
  7. Iggy Roca, Wyn Johnson: Course in Phonology. Blackwell Publishing, 1999 (englisch).
Normdaten (Sachbegriff): GND:4063778-5(OGND, AKS)

Vokal
vokal, laut, dessen, artikulation, phonationsstrom, stetig, durch, mund, ausströmen, kann, sprache, beobachten, bearbeiten, dieser, artikel, erläutert, sprachwissenschaften, siehe, auch, musik, für, eine, auflistung, buchstaben, siehe, buchstaben, lateinisch, . Vokal Laut bei dessen Artikulation der Phonationsstrom stetig durch den Mund ausstromen kann Sprache Beobachten Bearbeiten Dieser Artikel erlautert den Vokal der Sprachwissenschaften siehe auch Vokalmusik Fur eine Auflistung der Vokalbuchstaben siehe Vokalbuchstaben Ein Vokal von lateinisch litera littera vocalis tonender Buchstabe zu vox Stimme oder Selbstlaut ist ein Sprachlaut bei dessen Artikulation der Phonations strom weitgehend ungehindert durch den Mund ausstromen kann Vokale sind im Allgemeinen stimmhaft Vokale im genauen Sinne des Wortes sind vokalische Laute also Phone Einheiten der gesprochenen Sprache Buchstaben der geschriebenen Sprache wie A E I O U sind Vokalbuchstaben sie werden allgemeinsprachlich so auch im Duden 1 aber meist ebenfalls Vokale genannt Inhaltsverzeichnis 1 Vokale in der artikulatorischen Phonetik 2 Vokale in der akustischen Phonetik 3 Abgrenzung zu den Konsonanten 4 Vokale im Deutschen 4 1 Ubersicht 4 2 Vokale in betonten Silben 4 3 Vokale in unbetonten Silben 4 4 Problematik 5 Vokale im Sprachvergleich 5 1 Spanisch 5 2 Franzosisch 6 Vokalbuchstaben 7 Siehe auch 8 Literatur 9 Weblinks 10 Anmerkungen und EinzelnachweiseVokale in der artikulatorischen Phonetik BearbeitenVokale vorne zentral hinten geschlossen i y ɨ ʉ ɯ u ɪ ʏ ʊ e o ɘ ɵ ɤ o e ɛ œ ɜ ɞ ʌ ɔ ae ɐ a ɶ a ɑ ɒ fast geschlossen halbgeschlossen mittel halboffen fast offen offenBei Symbolpaaren u g steht das linke Symbol fur den ungerundeten das rechte Symbol fur den gerundeten Vokal Zur Darstellung aller Vokale wird das sogenannte Vokaldreieck oder Vokaltrapez benutzt siehe Abbildung Darin sind die Vokale in der Senkrechten nach dem zu ihrer Bildung notwendigen Grad der Offnung des Mundraums von offen a Laut nach geschlossen i u Laut angeordnet In der Waagerechten werden sie in vorne e i Laute oder hinten o u Laute im Mundraum entstehend unterteilt Sie heissen dementsprechend Vorderzungenvokale bzw Hinterzungenvokale Grundsatzlich kann fast jeder Vokal auch mit Lippenrundung gerundet gebildet werden was eine Anderung der Lautqualitat herbeifuhrt Aus einem gespannten i Laut i wird durch Lippenrundung ein u Laut y und aus einem ungerundeten e ein o Laut o Im Deutschen gibt es die gerundeten Vokale u y ʏ o o œ o o ɔ und u u ʊ und die ungerundeten a a e ɛ e und i i ɪ Weiterhin konnen durch Absenken des Gaumensegels Nasalvokale gebildet werden wie das ɔ im franzosischen on man Vokale werden in vielen Sprachen nach ihrer Lange Vokalquantitat in kurze oder lange Vokale unterteilt Im Deutschen sind die kurzen Vokale ungespannt z B das ɪ in Mitte Die langen Vokale sind gespannt z B das i in Miete Es gibt aber auch kurze gespannte Laute wie das i in Musiker 2 Die Hauptvokale im Bezug auf die Position der Zunge Vokale in der akustischen Phonetik Bearbeiten Vokal i u ɑ Nach der Form der Schallwelle gehoren Vokale also im Gegensatz zu den meisten Konsonanten zu den Klangen Vokale haben einen Primarklang Dieser besteht aus einem Grundton der Grundfrequenz f0 der wiederum Obertone bildet Diese sind immer ganzzahlige Vielfache des Grundtons d h wenn man den Grundton andert dann andern sich auch immer die Obertone Durch Resonanzen im Vokaltrakt oder Ansatzrohr d h in der Stimmritze im Larynx und Pharynxraum und im Mund und Nasenraum entstehen ausgepragte Obertonbereiche so dass sie gegenuber den anderen Teiltonen dominanter werden Diese resonanzverstarkten Teiltone heissen Formanten Bei Vokalen kann man vier bis funf Formanten nachweisen F1 und F2 bei Vokalen die im vorderen Zungenbereich gebildet werden sind fur die Identifizierung der Vokale verantwortlich Sie entscheiden also daruber ob wir beispielsweise ein iː oder ein uː wahrnehmen Messung der Kenngrossen der Artikulation Die Artikulation kann quantitativ mit drei Kenngrossen Formanten wiedergegeben werden F1 gibt die Offenheit oder Zungenhohe an F2 die Zungenstellung von hinten nach vorn und F3 die Lippenrundung Ein i hat beispielsweise einen hoheren F2 Wert als ein u aber einen weitaus geringeren F1 Wert als zum Beispiel ein a Abgrenzung zu den Konsonanten BearbeitenKlassifiziert man Laute lediglich nach ihrer Artikulationsart dann unterscheiden sich Vokale von Konsonanten allein dadurch dass der Phonationsstrom bei Vokalen fast ungehindert durch das Ansatzrohr stromt Genauer Im Gegensatz zu Konsonanten ist die Konstriktion Verengung im Artikulationsraum nicht so stark dass sie ein Gerausch erzeugte Dieses Kriterium allein leistet jedoch noch keine Unterscheidung von Vokalen einerseits und halbvokalischen oder konsonantischen Approximanten andererseits Eine andere Moglichkeit ist die Klassifizierung nach akustischen Kriterien vor allem nach ihrer Sonoritat Schallfulle Danach sind die meisten Konsonanten Gerausche ohne Sonoritat wahrend es sich bei Vokalen und einigen Konsonanten wie beispielsweise dem l m n ng und zum Teil r Laut um Klange handelt Diese sind also sonorant Sonoritat bzw Schallfulle ist eine wichtige Eigenschaft hinsichtlich der Funktion eines Lautes als Silbentrager je sonorer ein Laut ist desto deutlicher hebt er sich von den anderen ihn umgebenden Lauten ab Sonorante Laute konnen deshalb Silbentrager sein In einigen Sprachen nehmen l m n ng aber auch r silbischen Charakter an und tragen den Hauptton beispielsweise l in Plzen auf Tschechisch und r in Krk auf Serbokroatisch Auch im Deutschen kommen die Laute l m n ng silbisch vor allerdings nur in unbetonter Silbe so in der Standardaussprache bei den Endungen em en und el l nach Konsonanten silbischer m Laut grossem leben Bremen silbischer n Laut reden silbischer ng Laut liegen silbischer l Laut Apfel Dirndl Vokale im Deutschen BearbeitenUbersicht Bearbeiten Das Deutsche ist was das Lautinventar im Sprachvergleich betrifft verhaltnismassig reich an Vokalen Zu den gesprochenen Vokalen Monophthongen des Standarddeutschen gehoren wissenschaftliche Bezeichnung IPA Zeichen Beispielelang kurzin betonten Silben in betonten Silben in unbetonten Silben in Reduktions silbenUngerundeter geschlossener Vorderzungenvokal i i Lied wieso direkt Ungerundeter zentralisierter fast geschlossener Vorderzungenvokal ɪ frisch Arztin Ungerundeter halbgeschlossener Vorderzungenvokal e e Schnee lebendig Debatte Ungerundeter halboffener Vorderzungenvokal ɛ ɛ Madchen nett verlieren Ungerundeter offener Zentralvokal a a Tal Blatt daheim Banane Mittlerer Zentralvokal Schwa e Blume gesagt behaltenFast offener Zentralvokal ɐ Leder 3 Gerundeter halbgeschlossener Hinterzungenvokal o o Ton sodass Rosine Gerundeter halboffener Hinterzungenvokal ɔ Rost Kosmos Gerundeter geschlossener Hinterzungenvokal u u gut zuvor kulant Gerundeter zentralisierter fast geschlossener Hinterzungenvokal ʊ Mund Neigung Gerundeter geschlossener Vorderzungenvokal y y kuhl Buro Physik Gerundeter zentralisierter fast geschlossener Vorderzungenvokal ʏ hubsch Abkurzung Gerundeter halbgeschlossener Vorderzungenvokal o o schon Okonomie Gerundeter halboffener Vorderzungenvokal œ loschen Essloffel Siehe auch Diphthonge im Deutschen Vokale in betonten Silben Bearbeiten In betonten Silben unterscheidet man im Deutschen zwischen zwei Typen von Vokalen Vokalen die lang und geschlossen sind z B o wie in Ton und Vokalen die kurz und offen sind z B ɔ wie in Sonne Dieses Muster wird in zwei Fallen durchbrochen Der ungerundete offene Zentralvokal a erscheint zwar sowohl in der Lang als auch in der Kurzform Vokalquantitat wird aber stets offen gesprochen Vokalqualitat In manchen Regionalvarianten etwa in niederdeutsch beeinflussten werden die beiden Quantitaten jedoch in der Qualitat unterschieden so wird der Langvokal etwa als gerundeter Hinterzungenvokal ɒː und der Kurzvokal als ungerundeter Vorderzungenvokal a realisiert Mit dem kurzen ungerundeten halboffenen Vorderzungenvokal ɛ korrespondieren zwei Langformen 1 der ungerundete halbgeschlossene Vorderzungenvokal e und 2 die Langform ɛ wie in Madchen Dies gilt jedoch vor allem fur die Standardaussprache In vielen deutschen Dialekten wird das lange lt a gt wie e ausgesprochen Einige weitere Vokale die in der Tabelle nicht aufgefuhrt sind erscheinen ausschliesslich in Fremdwortern Besonders produktiv war und ist hier das Franzosische dem das Deutsche die Nasalvokale ɑ wie in Orange ɛ Teint Mannequin o Contenance ɔ Jargon und œ Parfum sowie den Langvokal œ Œuvre verdankt Die Benutzung der Nasalvokale gilt teilweise als bildungssprachlich auch die Aussprache mit gewohnlichem nicht nasaliertem Vokal meist von ŋ gefolgt z B Orange oˈʀaŋʒe Bonbon bɔŋˈbɔŋ wird zunehmend als normgerecht empfunden Aus dem Englischen gelangte unter anderem der Langvokal ɔː Smalltalk ins Deutsche Vokale in unbetonten Silben Bearbeiten In den unbetonten Silben besitzt das Deutsche sieben weitere Vokale die in ihrer Qualitat dem korrespondierenden langen Vokal entsprechen aber kurzer sind Beispiel In betonten Silben entsprechen dem Graphem lt e gt die Allophone e wie in ledig bzw ɛ nett In unbetonten Silben z B in lebendig Gewissen erscheint stattdessen oft statt des unten erwahnten Schwa der kurze Laut e 4 Obwohl diese Situation auch bei deutschen Wortern vorkommt z B daheim wieso sodass zuvor sind mehrheitlich Fremdworter betroffen z B direkt Debatte Physik Okonomie Zwei Laute kommen im Standarddeutschen ausschliesslich in Affixen und Reduktionssilben vor e genannt Schwa Blume und ɐ Leder Sie werden oft nicht zu den Phonemen gerechnet und in den Darstellungen des deutschen Vokalbestandes darum hin und wieder vergessen In dem von Eva Maria Krech u a herausgegebenen Grossen Worterbuch der deutschen Aussprache 1982 werden neben langen und kurzen auch halblange Vokale aufgefuhrt Beispiele sind der a Laut in Leda oder Oma in Oma einen wirklich kurzen und vorderen a Laut zu sprechen wie es beispielsweise umgangssprachlich im Ruhrgebiet ublich ist wird nicht als normgerecht empfunden Weitere Beispiele sind der halblange e Laut in Kaffee auf der ersten Silbe betont betont man die zweite so spricht man keinen halblangen sondern einen wirklich langen e Laut oder in Meteorologe demobilisieren Regeneration Deeskalation jeweils der erste e Laut halbe Lange hier in allen Fallen mit mehr als zwei Silben zwischen sich und der Hauptbetonung der halblange i Laut in Wortern wie Omi Ami Gabi der halblange o Laut in Wortern wie Kino Auto Eskimo der halblange u Laut in Wortern wie Akku oder Uhu zweiter u Laut der erste besitzt volle Lange der halblange o Laut in Fremdwortern wie Okologisierung der halblange u Laut in Fremdwortern wie Pyroelektrizitat Hyperboloid oder Hybridisation auch hier in allen Fallen mit mehr als zwei Silben zwischen sich und der Hauptbetonung 5 Problematik Bearbeiten Der deutsche Vokalbestand umfasst einige Eigentumlichkeiten die sich einer simplen Kategorisierung entziehen Einordnungsprobleme bietet bereits der Laut ɐ wie in Leder der eine Realisierungsvariante des konsonantischen ʁ darstellt Ein weiteres Problem ist das Verhaltnis zwischen gespannten unter Akzent langen Vokalen wie in Ofen und ungespannten kurzen Vokalen wie in offen Der Streit daruber welches dieser Unterscheidungsmerkmale das primare sei hat zur Entstehung des Silbenschnittkonzepts gefuhrt eines silbenanalytischen Konzepts das solche Minimalpaare alternativ erklart Das Silbenschnittkonzept geht davon aus dass fur die Unterscheidung zwischen diesen beiden Vokalklassen weder die Quantitat Lange noch die Qualitat Gespanntheit Geschlossenheit verantwortlich sei Grundlage des Unterschiedes sei vielmehr der Silbenschnitt ein prosodischer Kontrast am Silbenende der in manchen Wortern hoher in anderen geringer sei Sanft laufe eine Silbe dann aus wenn die Vokalbildung von der Artikulation eines eventuell nachfolgenden Konsonanten nicht beeinflusst wird In solchen Silben stehen gespannte Langvokale eventuelle postvokalische Konsonanten sind nur lose angeschlossen In allen anderen Silben wird die Vokalbildung durch die vorgezogene Artikulation des nachfolgenden Konsonanten sozusagen scharf abgeschnitten der Vokal ist dann kurz und ungespannt offen der postvokalische Konsonant ist fest angeschlossen 6 Vokale im Sprachvergleich BearbeitenIPA Zeichen deutsch englisch BE franzosischWortbeispiele iː Igel speak i direkt fille ɪ frisch give eː Schnee e lebendig nez e Blume maiden fenetre ɛː Madchen ɛ nett tell mais ɛ pain ɜ word ae cat aː Vater a Katze patte ɐ Bruder butter ɑ calm ɑ pate selten ɑ avant ɒ hot oː Ton o Rosine eau ɔ talk ɔ Sonne porte ɔ bon uː gut moon u kulant coup ʊ Mund book yː mude y Buro nu ʏ hubsch oː Konig o Okonomie feu œ loschen fleur œ un Englisches ɐ wird am haufigsten ʌ transkribiert 7 Das Englische ist deutlich armer an Vokalphonen nicht allerdings an Vokalphonemen als das Deutsche besitzt dafur aber mehr Diphthonge take go night flower boy here there sure Spanisch Bearbeiten In der spanischen Sprache genauer dem Kastilischen existieren nur die funf Vokalphoneme a e i o u Dies unterscheidet das Kastilische von den anderen iberoromanischen Sprachen Portugiesisch Galicisch und Katalanisch mit Valencianisch wobei hier die Unterschiede zum Kastilischen geringer sind Der a Laut ahnelt dem deutschen kurzen offenen a wahrend i Laut und u Laut den langen geschlossenen Vokalen im Deutschen gleichen Der e Laut und der o Laut des Spanischen haben eine mittlere Hohe und daher kein genaues Gegenstuck im Hochdeutschen Franzosisch Bearbeiten Der ungespannte mit weniger Muskelanspannung geformte i Laut wie in Wind der ungespannte u laut wie in wunscht der ungespannte u Laut wie in Wunsch und der a ahnliche sogenannte tiefe Schwa Laut wie der er geschriebene Vokal in Mutter fehlen im Franzosischen Ansonsten besitzt es die gleichen oralen mit dem Mund geformten Vokale wie das Deutsche plus vier Nasalvokale Allerdings kennt das Franzosische nicht den systematischen bedeutungsverandernden Unterschied zwischen kurzen ungespannten und langen gespannten Vokalen der fur das Deutsche typisch ist wie in Wahl Wall den denn ihn in Ole Olle pult Pult Tonchen Tonnchen Fuhler Fuller Vokalbuchstaben BearbeitenEs werden unter Vokalen gemeinhin auch die Buchstaben verstanden die derartige Laute reprasentieren Um der verbreiteten Verwechslung bzw Gleichsetzung von Lauten und Buchstaben vorzubeugen ist es sinnvoll die Begriffe Vokallaut und Vokalbuchstabe zu verwenden Als Vokalbuchstaben gelten im Deutschen A A E I O O U U Y Sie stehen den Konsonanten buchstaben B C D F G H J K L M N P Q R S ẞ T V W X Z gegenuber Diese Zuordnung beruht auf den grundlegenden Buchstaben Laut Beziehungen Graphem Phonem Korrespondenzen die aufgrund verschiedener Kriterien ermittelt werden konnen Haufigkeit Kontextbedingtheit Eindeutigkeit Vokalbuchstaben konnen in bestimmten Kontexten auch die Funktion ubernehmen nicht silbische Laute wiederzugeben und eher seltener Konsonantenbuchstaben die Funktion silbische Laute darzustellen Je nach Definition und Abgrenzung zwischen Vokalen und Konsonanten vgl oben und dem Status von Halbvokalen kann dann formuliert werden Vokalbuchstaben stehen auch fur Konsonanten und Konsonantenbuchstaben fur Vokale Im Deutschen betrifft das vor allem die Vokalbuchstaben I U und Y sowie die Konsonantenbuchstaben R J und W Bei einer an der Sonoritat orientierten Definition der Vokale kommen auch noch die Konsonantenbuchstaben L N und M hinzu Eine besondere Rolle bei der Darstellung von Vokalen nimmt auch der Konsonantenbuchstabe H ein allerdings nur in Kombination mit Vokalbuchstaben nicht fur sich allein Beispiele fur unsilbisch halbvokalisch bzw konsonantisch verwendete I U und Y Mai Aktie Union Harpyie Mauer eventuell Biskuit Etui Qualle Bayern Yak Maya daneben gelegentlich auch weitere Vokalbuchstaben z B O Kakao Coiffeur Beispiele fur zwar unsilbische aber eher halbvokalisch verwendete Konsonantenbuchstaben bei R im Silbenendrand vor allem nach langen Vokalen mehr vier ruhrt bei J lasst sich ganz allgemein streiten ob der reprasentierte Laut eher Halbvokal oder Konsonant ist auch bei W kann die Aussprache Richtung Halbvokal gehen Beispiele fur die selteneren Falle in denen R J und W als silbische Vokale verwendet werden Zentaur Matrjoschka Rwanda Ausserdem konnen Konsonantenbuchstaben in bestimmten Kombinationen ihren konsonantischen Charakter verlieren z B in der haufigen Endung er aber auch z B in der Namensendung ow Hierher gehort dann auch die vielfaltige Funktion des stummen H nach Vokalbuchstaben als Dehnungs h als silbentrennendes h Siehe auch BearbeitenAlphabet Aussprache der deutschen Sprache Internationales Phonetisches Alphabet Klangfarbe VokalfarbenleiterLiteratur BearbeitenThomas Becker Das Vokalsystem der deutschen Standardsprache Lang Frankfurt am Main 1998 ISBN 3 631 33460 5 Alan T Hall Phonologie eine Einfuhrung de Gruyter Berlin New York 2000 ISBN 3 11 015641 5 Horst M Muller Hrsg Arbeitsbuch Linguistik Schoningh Paderborn u a 2002 ISBN 3 8252 2169 5 Bernd Pompino Marschall Einfuhrung in die Phonetik de Gruyter Berlin New York 1995 ISBN 3 11 014763 7 Gunther Thome Deutsche Orthographie historisch systematisch didaktisch 2 Auflage 2019 Oldenburg isb Fachverlag ISBN 978 3 942122245 Leseprobe unter www isb oldenburg de alle 19 Vokale mit 3 Diphthongen des Deutschen auf der S 89 nach einer 100 000 Auszahlung von Phonem Graphem Korrespondenzen Weblinks Bearbeiten Wiktionary Vokal Bedeutungserklarungen Wortherkunft Synonyme Ubersetzungen Vokale Kapitel des Kurses in Phonetik und Phonologie von Christian Lehmann Vokaldreieck Frequenzlage der ersten beiden Vokal Formanten PDF Datei 230 kB Stimme Vokale Horbeispiele fur Vokale amp Konsonanten in spanisch englisch deutsch Akustik des Vokals Was sind Vokale LehrvideoAnmerkungen und Einzelnachweise Bearbeiten Vokal der duden de Abruf 1 November 2017 vgl Zellerhoff 2011 275 durch die Buchstabenkombination er reprasentiert im Unterschied zu Schreibung und Aussprache des Wortes Leda Ausnahmen von dieser Regel bilden z B die Prafixe vor ver er und zer Eva Maria Krech Eduard Kurka Helmut Stelzig u a Hrsg Grosses Worterbuch der deutschen Aussprache 1 Auflage VEB Bibliographisches Institut Leipzig Leipzig 1982 ISBN 3 323 00140 0 Krisztian Tronka Die Vokale des Gegenwartsdeutschen S 3 Iggy Roca Wyn Johnson Course in Phonology Blackwell Publishing 1999 englisch Normdaten Sachbegriff GND 4063778 5 OGND AKS Abgerufen von https de wikipedia org w index php title Vokal amp oldid 216323352, wikipedia, wiki, deutsches

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