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Valentin Gitermann

Valentin Gitermann (* 4. Juni 1900 in Uman (Ukraine); † 21. Juni 1965 in Zürich) war ein Schweizer Historiker, Staatsrechtslehrer, Geschichtslehrer, Redakteur, Politiker (SP) und Wirtschaftshistoriker.

Giterman war ukrainischer Herkunft und lebte ab 1907 in der Schweiz. Er war u. a. Redakteur der sozialistischen Monatshefte Rote Revue sowie ab 1943 Nationalratsmitglied.

Inhaltsverzeichnis

Er kam 1900 als Sohn des Lehrers Marcus Gitermann (1879–1935) und dessen Frau Chaja Mindlja Lwowna, geb. Seidmann – genannt Klara (1878–1945), in der Stadt Uman zur Welt. Sein Vater wurde als Sozialdemokrat im Zarenreich verfolgt. 1905 flüchtete die Familie zunächst nach Berlin, 1907 in die Schweiz. Gitermann besuchte Schulen in Zürich und studierte dann von 1919 bis 1923 Geschichte, Staatsrecht, Kunstgeschichte und Psychologie in Zürich, Berlin und Warschau. 1923 wurde er in Zürich zum Dr. phil. promoviert. Im Anschluss war er als Lehrer tätig, zunächst 1924 bis 1929 an der Handelsschule des Kaufmännischen Vereins und bis 1931 am Institut Minerva. Schließlich lehrte er von 1932 bis 1965 Geschichte und soziale Fragen an der Zürcher Töchterschule. Er hielt Vorträge zur Arbeiterbildung und gab Kurse an der Volkshochschule. 1930 trat er der SP bei, saß 1931 bis 1962 im Bildungsausschuss der SP Zürich und war 1946 bis 1952 Redakteur der Parteizeitschrift Rote Revue. Von 1944 bis 1965 vertrat er als Nachfolger von Ernst Nobs die SP im Nationalrat. Dort engagierte er sich in insgesamt 94 Kommissionen. Er beschäftigte sich in seiner politischen Arbeit vor allem mit kultur- und sozialpolitischen Fragestellungen. Zu seinen Forschungsthemen als Historiker gehörten unter anderem die Geschichte Russlands und der Schweiz, wobei er einen wirtschafts- und sozialgeschichtlichen Ansatz verfolgte.

Gitermann war dreimal verheiratet, ab 1925 mit Stefania Feigenbaum, ab 1934 mit Hedwig Oechsli und ab 1950 mit der Schauspielerin Lilian Westphal. Er ist der Vater der Schweizer Journalistin Isabel Baumberger.

Er fand seine letzte Ruhestätte auf dem Zürcher Friedhof Nordheim, an der Seite seiner Eltern. Das Grab besteht bis heute (Stand Februar 2017).

  • Die historische Tragik der sozialistischen Idee. Oprecht, Zürich 1939.
  • Geschichte der Schweiz. Augustin-Verlag, Thayngen-Schaffhausen 1941.
  • Und nach dem Krieg? : Internationale Probleme der Nachkriegszeit. Oprech, Zürich 1944.
  • Geschichte Russlands. 3 Bände, Büchergilde Gutenberg, Zürich 1944–1949.
  • Die russische Revolution. In: Golo Mann (Hrsg.): Propyläen Weltgeschichte. Band 9: Das zwanzigste Jahrhundert. Propyläen-Verlag, Berlin / Frankfurt am Main 1960, ISBN 3-549-05017-8.
  • Nachruf in: Volksrecht. 22. Juni 1965.
  • Nachruf in: Tages-Anzeiger. 26. Juni 1965.
  • in: Rote Revue. 1965, Nr. 7/8.
  • Hadrien Buclin: Entre culture du consensus et critique sociale. Les intellectuels de gauche dans la Suisse de l’après-guerre. Lausanne 2015 (Dissertation).
  • Bernadette Ilari-Kopp: Valentin Gitermann (1900–1965). Zürich 1986 (Lizenziatsarbeit; mit Werkverzeichnis).
  • Roland Aegerter: Die Entwicklung der historischen Osteuropakunde in der Schweiz bis 1971. Zürich 1988, S. 62–69 (Lizenziatsarbeit).
  1. Markus Bürgi: In: Historisches Lexikon der Schweiz.
  2. Gitermann, Valentin In: Fritz Hofer, Sonja Hägeli: Zürcher Personenlexikon. Artemis, Zürich 1986. Abgerufen per Deutsches Biographisches Archiv, S. 206.
  3. Robert Savary: In: Find a Grave. 24. Februar 2017, abgerufen am 28. April 2019 (englisch).
Normdaten (Person): GND:(, ) | VIAF: |Wikipedia-Personensuche
Personendaten
NAME Gitermann, Valentin
KURZBESCHREIBUNG Schweizer Lehrer, Historiker und Politiker (SP)
GEBURTSDATUM 4. Juni 1900
GEBURTSORT Uman (Ukraine)
STERBEDATUM 21. Juni 1965
STERBEORT Zürich

Valentin Gitermann
valentin, gitermann, schweizer, lehrer, historiker, politiker, sprache, beobachten, bearbeiten, juni, 1900, uman, ukraine, juni, 1965, zürich, schweizer, historiker, staatsrechtslehrer, geschichtslehrer, redakteur, politiker, wirtschaftshistoriker, giterman, u. Valentin Gitermann Schweizer Lehrer Historiker und Politiker SP Sprache Beobachten Bearbeiten Valentin Gitermann 4 Juni 1900 in Uman Ukraine 21 Juni 1965 in Zurich war ein Schweizer Historiker Staatsrechtslehrer Geschichtslehrer Redakteur Politiker SP und Wirtschaftshistoriker Giterman war ukrainischer Herkunft und lebte ab 1907 in der Schweiz Er war u a Redakteur der sozialistischen Monatshefte Rote Revue sowie ab 1943 Nationalratsmitglied 1 Inhaltsverzeichnis 1 Leben und Wirken 2 Publikationen Auswahl 3 Literatur 4 Weblinks 5 EinzelnachweiseLeben und Wirken BearbeitenEr kam 1900 als Sohn des Lehrers Marcus Gitermann 1879 1935 und dessen Frau Chaja Mindlja Lwowna geb Seidmann genannt Klara 1878 1945 in der Stadt Uman zur Welt Sein Vater wurde als Sozialdemokrat im Zarenreich verfolgt 1905 fluchtete die Familie zunachst nach Berlin 1907 in die Schweiz Gitermann besuchte Schulen in Zurich und studierte dann von 1919 bis 1923 Geschichte Staatsrecht Kunstgeschichte und Psychologie in Zurich Berlin und Warschau 1923 wurde er in Zurich zum Dr phil promoviert Im Anschluss war er als Lehrer tatig zunachst 1924 bis 1929 an der Handelsschule des Kaufmannischen Vereins und bis 1931 am Institut Minerva Schliesslich lehrte er von 1932 bis 1965 Geschichte und soziale Fragen an der Zurcher Tochterschule Er hielt Vortrage zur Arbeiterbildung und gab Kurse an der Volkshochschule 1930 trat er der SP bei sass 1931 bis 1962 im Bildungsausschuss der SP Zurich und war 1946 bis 1952 Redakteur der Parteizeitschrift Rote Revue Von 1944 bis 1965 vertrat er als Nachfolger von Ernst Nobs die SP im Nationalrat Dort engagierte er sich in insgesamt 94 Kommissionen 2 Er beschaftigte sich in seiner politischen Arbeit vor allem mit kultur und sozialpolitischen Fragestellungen Zu seinen Forschungsthemen als Historiker gehorten unter anderem die Geschichte Russlands und der Schweiz wobei er einen wirtschafts und sozialgeschichtlichen Ansatz verfolgte 1 Gitermann war dreimal verheiratet ab 1925 mit Stefania Feigenbaum ab 1934 mit Hedwig Oechsli und ab 1950 mit der Schauspielerin Lilian Westphal Er ist der Vater der Schweizer Journalistin Isabel Baumberger Er fand seine letzte Ruhestatte auf dem Zurcher Friedhof Nordheim an der Seite seiner Eltern Das Grab besteht bis heute Stand Februar 2017 3 Publikationen Auswahl BearbeitenDie historische Tragik der sozialistischen Idee Oprecht Zurich 1939 Geschichte der Schweiz Augustin Verlag Thayngen Schaffhausen 1941 Und nach dem Krieg Internationale Probleme der Nachkriegszeit Oprech Zurich 1944 Geschichte Russlands 3 Bande Buchergilde Gutenberg Zurich 1944 1949 Die russische Revolution In Golo Mann Hrsg Propylaen Weltgeschichte Band 9 Das zwanzigste Jahrhundert Propylaen Verlag Berlin Frankfurt am Main 1960 ISBN 3 549 05017 8 Literatur BearbeitenNachruf in Volksrecht 22 Juni 1965 Nachruf in Tages Anzeiger 26 Juni 1965 Nachruf in Rote Revue 1965 Nr 7 8 Hadrien Buclin Entre culture du consensus et critique sociale Les intellectuels de gauche dans la Suisse de l apres guerre Lausanne 2015 Dissertation Bernadette Ilari Kopp Valentin Gitermann 1900 1965 Zurich 1986 Lizenziatsarbeit mit Werkverzeichnis Roland Aegerter Die Entwicklung der historischen Osteuropakunde in der Schweiz bis 1971 Zurich 1988 S 62 69 Lizenziatsarbeit Weblinks BearbeitenMarkus Burgi Valentin Gitermann In Historisches Lexikon der Schweiz Literatur von und uber Valentin Gitermann im Katalog der Deutschen Nationalbibliothek Literatur von und uber Valentin Gitermann im SUDOC Katalog Verbund franzosischer Universitatsbibliotheken Einzelnachweise Bearbeiten a b Markus Burgi Valentin Gitermann In Historisches Lexikon der Schweiz Gitermann Valentin In Fritz Hofer Sonja Hageli Zurcher Personenlexikon Artemis Zurich 1986 Abgerufen per Deutsches Biographisches Archiv S 206 Robert Savary Dr Valentin Gitermann In Find a Grave 24 Februar 2017 abgerufen am 28 April 2019 englisch Normdaten Person GND 116648708 OGND AKS VIAF 192175629 Wikipedia Personensuche PersonendatenNAME Gitermann ValentinKURZBESCHREIBUNG Schweizer Lehrer Historiker und Politiker SP GEBURTSDATUM 4 Juni 1900GEBURTSORT Uman Ukraine STERBEDATUM 21 Juni 1965STERBEORT ZurichAbgerufen von https de wikipedia org w index php title Valentin Gitermann amp oldid 210829764, wikipedia, wiki, deutsches

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