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Unterstützungskommando (Bayern)

Das Unterstützungskommando (USK) zählt zu den Spezialkräften der bayerischen Polizei mit Sonderaufgaben und unterhält hier mehrere Standorte. 1987 vor allem zur Bekämpfung von schweren Ausschreitungen aufgestellt, wird das USK heute als geschlossene Einheit in vielen verschiedenen Bereichen eingesetzt.

Offizieller Anlass der Gründung waren die tödlichen Vorfälle an der Startbahn West am 2. November 1987. Ein Demonstrant hatte während einer gewalttätigen Demonstration zwei Polizeibeamte erschossen. Bereits vier Tage später kam es zur Aufstellung der Unterstützungskommandos. Diese Entscheidung wurde vor allem durch die Auseinandersetzung von Atomkraftgegnern mit der bayerischen Polizei in Wackersdorf mitgeprägt und auf Initiative des damaligen Innenstaatssekretärs Peter Gauweiler gefällt. Die Bayerische Staatsregierung holte Mitglieder der Berliner Sondereinheit EbLT (Einsatzbereitschaft für besondere Lagen und einsatzbezogenes Training) zu Hilfe. Nach deren Muster wurde das USK mit verändertem Konzept gegründet und bald darauf auch in Wackersdorf eingesetzt. Am 3. Februar 1988 präsentierte Gauweiler das USK das erste Mal der Presse. Hierfür ließ er Journalisten in polizeilichen VW-Bussen zum Flugplatz der Grenzschutzfliegerstaffel in Oberschleißheim anfahren, die bereits auf dem Weg dorthin durch – von Mitgliedern des USK dargestellte – „Demonstranten“ angegriffen wurden. Die falschen Demonstranten wurden anschließend von echten USK-Polizisten überwältigt.

Ähnlich dem USK sind die Beweissicherungs- und Festnahmeeinheiten (BFE) sowie das Überfallkommando in Frankfurt am Main.

USK am Münchner Marienplatz
Wappen (Greif) und taktisches Zeichen auf einem Einsatzfahrzeug

Die Aufgabenbereiche des USK sind breit gefächert, hauptsächlich handelt es sich um über den normalen Polizeidienst hinausgehende Sonderlagen.

Die Einsatzgebiete sind u. a.:

Das USK wird bei polizeilichen Lagen mit erhöhtem Gefährdungspotenzial auch außerhalb Bayerns eingesetzt.

Außerhalb der Sondereinsätze oder der Aus- und Fortbildung unterstützt das USK auch die örtlichen Dienststellen im täglichen Polizeidienst. Dabei sind die Beamten zwar teilweise in „normaler“ Uniform unterwegs, jedoch meist durch einen Aufnäher mit dem USK-Abzeichen bzw. -Aufkleber auf den Fahrzeugen als USK-Beamte zu erkennen. Das USK soll ein entschlossenes und kompromissloses Auftreten auszeichnen.

Das USK ist zu einem Teil an die bayerische Bereitschaftspolizei angegliedert:

  • Unterstützungskommando innerhalb der III. Bereitschaftspolizeiabteilung Würzburg
  • Unterstützungskommando innerhalb der 15. Einsatzhundertschaft der IV. Bereitschaftspolizeiabteilung Nürnberg
  • Unterstützungskommando innerhalb der 22. Einsatzhundertschaft der VI. Bereitschaftspolizeiabteilung Dachau

Der andere Teil des USK untersteht als Teil der Landespolizei den Polizeipräsidien München und Mittelfranken:

  • Unterstützungskommando innerhalb der 3. Einsatzhundertschaft bei der Polizeiinspektion Ergänzungsdienste des Polizeipräsidiums München
  • Unterstützungskommando innerhalb der Einsatzhundertschaft des Polizeipräsidiums Mittelfranken

Das USK ist in Hundertschaften aufgebaut. Eine Hundertschaft untersteht dem Hundertschaftsführer und seinem Stellvertreter. Eine Einsatzhundertschaft besteht aus mehreren Einsatzzügen, die wiederum untergliedert sind in Beweissicherungs- und Zugriffsgruppen. Jeder Einsatzzug hat einen Zugführer. Daneben gibt es noch einen etwas kleineren Hundertschaftstrupp, der für Versorgung und Ausrüstung zuständig ist. Die Einsatzwagen des USK tragen alle Bamberger Autokennzeichen, weil sich in Bamberg das Präsidium der Bereitschaftspolizei befindet.

Um sich beim USK bewerben zu können, muss man zuerst, wie bei allen anderen Einheiten auch, die normale Polizeiausbildung abschließen. Jedoch hat das USK neben den normalen Anforderungen für den Polizeidienst eigene, sehr hohe Aufnahmekriterien. So müssen die Beamten, die sich zum USK bewerben, körperlich und psychisch extrem leistungsfähig sein. Das Auswahlverfahren, bei dem sich regelmäßig um ein Vielfaches mehr Beamte bewerben, als Planstellen vorhanden sind, gliedert sich in zwei Teilbereiche, den Sporttest und ein psychologisches Gespräch. Der Sporttest muss von allen USK-Beamten einmal im Jahr erfolgreich absolviert werden, um in der Einheit bleiben zu dürfen. Sie müssen als Mindestleistung unter anderem 3000 Meter in weniger als 13:30 Minuten laufen, acht Klimmzüge machen und beim Bankdrücken achtmal 70 Prozent ihres Körpergewichts stemmen können.

Nach dem Auswahlverfahren wird eine Reihung der Bewerber erstellt, und die besten werden ins USK aufgenommen. Frauen sind beim USK eher die Ausnahme. Nach der Aufnahme ins USK durchlaufen die Neuzugänge zuerst einen sechsmonatigen Grundlehrgang. Die Ausbildungsinhalte, die auch im täglichen Dienst trainiert werden, sind u. a. Festnahmetaktik und -technik, Schieß- und Waffentraining, Rechtskunde, Psychologie, Täterverhalten, taktische Übungen, Einsatztaktik und schwerpunktmäßig Kampf- und Ausdauersport. Vor allem Ju-Jutsu, aber auch diverse andere Kampfkünste werden wie bei anderen Spezialeinheiten trainiert.

Beamte des USK haben ein weit größeres Schießpensum als reguläre Polizisten. Statt der üblicherweise vorgeschriebenen 50 Schuss pro Jahr sind es beim USK 2.500. Die Ausbilder des USK versuchen, das Schießtraining so realitätsnah wie möglich zu gestalten. Durch körperlichen und psychischen Stress sollen die Beamten auf den Einsatz des letzten Mittels vorbereitet werden. Neben den üblichen Zielscheiben werden Diaserien und Filme (sog. Schießkino) verwendet, die eine bestimmte Situation zeigen und in denen der Schütze in Sekundenbruchteilen entscheiden muss, ob er schießt.

Jeder Angehörige des USK verfügt über eine persönliche Ausrüstung, die Streifenpolizisten nicht zur Verfügung steht. Dazu gehört eine Schutzweste, in die Polyethylenplatten eingeschoben werden können, um auch vor größerem Kaliber zu schützen. Außerdem verfügt sie über eine Stichschutzeinlage. Jeder Beamte hat einen kombinierten Schienbein-Knieschutz, sowie Schulter-, Arm- und Oberschenkelschützer aus Kunststoff, ähnlich den Eishockeyspielern, sowie einen Tiefschutz. Den Kopf schützt ein Helm mit durchsichtigem Kunststoffvisier, dazu kommt ein Goretex-Anzug. Die neuen nicht-brennbaren Schutzanzüge aus flammenhemmendem Aramid-Gewebe haben nach Auskunft des bayerischen Innenministeriums sowohl einen höheren Tragekomfort als auch eine wesentlich bessere Schutzwirkung als die alten Baumwoll-Anzüge. Seit 2005 sind die Beamten des USK mit neuen Overalls in der Farbe "Pariser Blau" (tiefdunkles blau) ausgestattet, die jedoch oft fälschlicherweise als Schwarz wahrgenommen und bezeichnet wird.

Die Beamten verfügen über Maschinenpistolen vom Typ MP5 in verschiedenen Ausführungen und über die Dienstpistole SFP9, zusätzlich wurden alle USKs mit einer Vielzahl von FN SCAR ausgestattet. Derzeit werden Taser erprobt. Außerdem hat jeder USK-Angehörige einen Mehrzweckeinsatzstock (umgangssprachlich: Schlagstock), ein Messer und ein Pfefferspray. Zum Fesseln von Festgenommenen führen die Polizisten Plastikhandfesseln, ähnlich Kabelbindern, und Handschellen mit sich. Um ständig untereinander in Funkverbindung zu stehen, hat jeder Beamte ein eigenes Funkgerät mit Freisprechgarnitur.

Polizeihauptkommissar Georg Rieger formulierte 1988 in einem Artikel über die Einsatztechnik: „Die Unterstützungskommandos wenden sich vom statischen Einsatz weitestgehend ab und gehen grundsätzlich offensiv vor; sie lassen sich nicht in defensive Positionen drängen. Angriff ist die beste Verteidigung!“ Nach eigener Aussage trainieren sie, bei Demonstrationen die gewaltbereiten Straftäter zu erkennen und dann festzunehmen, wenn eine Gefahr von ihnen ausgeht.

In mehreren Fällen wurde dem USK ein unverhältnismäßig hartes Einschreiten vorgeworfen. In diesem Zusammenhang war vor allem die fehlende Kennzeichnung und die dadurch hervorgerufenen Schwierigkeiten bei der juristischen Verfolgung unrechtmäßiger Gewalt durch Polizeikräfte ein Thema. Entsprechende Kritik wurde u. a. von Bündnis 90/Die Grünen, der Gewerkschaft ver.di, der Linken Mitgliedern der Piratenpartei und der FDP sowie Amnesty International geäußert.

Medial diskutierte Vorfälle

  • Während des G7-Gipfels in München 1992 versuchten am 6. Juli 1992 bis zu tausend G7-Gegner auf dem Max-Joseph-Platz den einzigen Auftritt der Gipfelteilnehmer unter freiem Himmel mit Trillerpfeifen und Buhrufen zu stören. Daraufhin wurden sie vom Ort des Geschehens abgedrängt, vor dem Kaffeehaus Dallmayr am Marienhof von USK-Beamten eingekesselt und über mehrere Stunden festgehalten. Später zog die Münchner Polizei ca. 480 Demonstranten gewaltsam aus dem Kessel. Bereits bei Vorbereitungstreffen der Gipfelkritiker war das USK eingesetzt worden.
  • Im Dezember 2006 berichtete die Süddeutsche Zeitung über Misshandlungen und Demütigungen von Kollegen untereinander, in deren Folge betroffene Mitglieder aus Gründen der Fürsorgepflicht aus der Einheit genommen wurden. Dabei handelte es sich um das gegenseitige Sprühen von Pfefferspray ins Gesicht, ein Kollege soll außerdem mit Kabelbindern an ein Treppengeländer gefesselt worden sein.
  • Während des traditionellen Gottesdienstes auf dem Hohen Brendten bei Mittenwald im Mai 2007 hatten Demonstranten ein Transparent mit der Aufschrift „Faschismus ist keine Meinung, sondern ein Verbrechen“ entrollt. Da das Stören von Gottesdiensten eine Straftat darstellt, wurden sie daraufhin von Beamten des USK in Gewahrsam genommen. Anschließend mussten sich die vorübergehend Festgenommenen einer Leibesvisitation unterziehen und sich laut VVN-Aktivist Jürgen Schuh dazu splitternackt vor den Beamten ausziehen. Das Amtsgericht Garmisch-Partenkirchen kam zu dem Ergebnis, „dass die polizeiliche Ingewahrsamnahme (...), sowie die anschließende Anordnung, sich im Rahmen der polizeilichen Durchsuchung vollständig zu entkleiden, rechtswidrig waren“. Das Gericht betonte aber auch, dass „man der Polizei nicht vorwerfen kann, dass sie sich in der Wahl der Mittel vergriffen hätte“, allerdings hätten die Ordnungskräfte „von verschiedenen Maßnahmen eine unverhältnismäßige gewählt“. Die Polizei erklärte, dass das Ausziehen eine gängige Handlung sei, da schon mehrfach Fälle aufgetreten waren, in denen Menschen Rasierklingen in Pobacken versteckt hätten.
  • Bei einem Fußballspiel des FC Bayern München gegen den TSV 1860 München am 9. Dezember 2007 gingen von USK-Beamten laut der Staatsanwaltschaft München „massive Aggressionshandlungen (…) mittels Schlagstöcken“ aus. Die Polizei verhängte, bevor das Spiel abgepfiffen wurde, eine sog. Blocksperre, um die Fangruppen auseinanderzuhalten. Nach Öffnung des Blocks entstand ein großer Andrang am Ausgang. Dabei sei es zu den Übergriffen durch die Beamten gekommen. Die Staatsanwaltschaft spricht in ihrem Bericht von Schlägen „in unverhältnismäßiger Weise und ohne rechtfertigenden Grund mittels Schlagstöcken auf unbeteiligte Besucher, zum Teil Kinder und Frauen.“ Als Reaktion auf Presseberichte wurde das zunächst eingestellte Verfahren wieder aufgenommen, im August 2009 jedoch erneut eingestellt. Mittlerweile wurden die Ermittlungen erneut wieder aufgenommen. Die Beschuldigten konnten auf Grund mangelnder Kennzeichnung der Beamten nicht identifiziert werden. Die Videoaufnahmen der USK-Einsatzes wurden erst ein Jahr nach den Vorfällen den ermittelnden Behörden zur Verfügung gestellt, sie wiesen allerdings an entscheidenden Stellen Lücken auf. Das Ermittlungsverfahren wurde 2011 von der Generalstaatsanwaltschaft eingestellt, da „keine zuordenbaren Schläge festzustellen“ gewesen wären. Der Europäische Gerichtshof für Menschenrechte sprach im Jahr 2017 zwei Männern, die verprügelt worden waren, je 2.000 Euro zu und wertete den Übergriff als Verstoß gegen das Folterverbot.
  • Während eines Fußballspieles am 10. Februar 2010 in der Münchner Allianz Arena zwischen dem FC Bayern München und der Spielvereinigung Greuther Fürth kam es zwischen Fans der Spielvereinigung und dem USK zu Auseinandersetzungen. 25 Personen wurden dabei festgenommen. Laut Polizei kamen drei Busse „mit stark alkoholisierten und aggressiven Fürther Ultra-Fans“ wegen Schneefalls zu spät in München an. Diese hätten dann bereits am Eingang „ohne erkennbaren Grund mit massiver körperlicher Gewalt“ Polizisten und später aus dem Block heraus Polizisten und Ordner angegriffen. Holger Schwiewagner aus der Geschäftsleitung des Vereins zufolge kam es dagegen zum Vorfall, da die Polizei die bereits kontrollierten Fans noch einmal kontrollieren wollte, als die Fans schnell in ihren Block wollten. Die Fürther Fans wurden daraufhin gegen die Beamten handgreiflich, worauf die Polizei „teilweise mit unangemessener Härte“ reagierte. Es sei zum überzogenen, teilweise rücksichtslosen Einsatz von körperlicher Gewalt, zum Schlagstock- und Pfeffersprayeinsatz auch gegen Unbeteiligte gekommen. In einer offiziellen Stellungnahme verurteilte die SpVgg Greuther Fürth den Einsatz: „Die Polizei ist mit unverhältnismäßigen Mitteln gegen die Zuschauer vorgegangen“, so Holger Schwiewagner, und weiter: „Das entspricht nicht unserem Verständnis von einem fairen Umgang. Selbst Vereinsvertreter, die versuchten, die Situation zu beruhigen, seien nach dem Spiel von Beamten des Münchener Unterstützungskommandos verbal und handgreiflich angegangen worden.“ Der Fürther SPD-Kreisvorsitzende und Landtagsabgeordnete Horst Arnold hat in diesem Zusammenhang Strafanzeige gegen Unbekannt wegen Körperverletzung im Amt gestellt. Die Polizei war anscheinend von dem ungewöhnlich aggressiven Auftreten der Fußballfans irritiert. So sagte ein Polizeisprecher, dass „man Ausschreitungen wie diese schon länger nicht mehr in der Allianz-Arena erlebt habe“. Etliche Ermittlungsverfahren liefen an, eine Beteiligte erklärte, sie sei vor der Toilette von einem USK-Beamten mit dem Schlagstock im Gesicht getroffen worden, eine andere Frau erzählte, ihre Töchter seien geschlagen worden; als sie protestiert habe, sei sie verhaftet worden. Zwei Polizeibeamte des USK wurden versetzt. Alle Strafverfahren wegen Körperverletzung im Amt wurden jedoch bis auf eines, bei dem die Staatsanwaltschaft einen Strafbefehl beantragte, eingestellt.
  • Bei dem Fußball-Bundesligaspiel des FC Augsburg gegen Greuther Fürth am 15. Dezember 2012 kam es vor, während und nach dem Spiel zu Übergriffen des USK auf Augsburger Fans. Die Vorfälle wurden vom Fanbeauftragten des FC Augsburg dokumentiert. Der Präsident des FC Augsburg äußerte in einem Brief an den bayrischen Innenminister die Vermutung, dass die Einsätze des USK bei Fußballspielen zu Ausbildungszwecken genutzt würden und Eskalationen zur Steigerung des Ausbildungsnutzens durch das USK auch gegen friedliche Fans herbeigeführt würden. Innenminister Herrmann forderte daraufhin eine Stellungnahme des Polizeipräsidiums Mittelfranken an, das die Vorwürfe nach Prüfung nicht bestätigen konnte. Nachdem der FCA-Präsident seine Vorwürfe erneuerte und durch Hinweise eines Insiders untermauert sah, bot der Innenminister an, sich mit FCA-Fans zu treffen, wies die Vorwürfe des FCA aber weiterhin zurück.
  • Im Mai 2014 wurde bei einem Fußballspiel durch Fans in einem USK-Fahrzeug eine Aufbewahrungsbox für Funkgeräte mit Aufklebern fotografiert, die vor allem in der rechten Szene verbreitet sind. Daraufhin leitete die Polizei interne Ermittlungen ein, um den Verantwortlichen zu finden. Auch wenn die Aufkleber nicht strafrechtlich verboten sind, erwartet den verantwortlichen Beamten eine Disziplinarstrafe, da das Neutralitätsgebot der Polizei verletzt wurde. In einer Stellungnahme der Polizei hieß es, es habe sich um einen 25-jährigen Polizisten gehandelt, der angab „gedankenlos gehandelt zu haben“. Die Staatsanwaltschaft stellte die Ermittlungen im Juni 2014 ein.
  • Im März 2015 sollen 15 Teilnehmer einer Anti-Pegida Demonstration in Nürnberg im U-Bahnhof Weißer Turm eingekesselt und anschließend einzeln fotografiert worden sein. Die Polizei widersprach hingegen einer Einkesselung und begründete die Kontrolle damit, dass 10 Personen aus der Gruppe im Verdacht standen, bei einer Demonstration einige Tage zuvor Straßenbahngleise blockiert zu haben. Die Landtagsabgeordnete Helga Schmitt-Bussinger kritisierte den Einsatz und möchte ihn im Innenausschuss des Bayerischen Landtags thematisieren.
  • Im Oktober 2015 schlug ein Beamter des USK einen Punk in Nürnberg so stark, dass dieser einen beidseitigen Kieferbruch erlitt. Der Beamte wurde nach Aussage eines Kollegen gegen ihn zu eineinhalb Jahren Haft auf Bewährung wegen gefährlicher Körperverletzung verurteilt.
  • Bei einer Gegendemonstration zu Pegida am 18. Juli 2016 hat ein Beamter des USK eine 18-jährige Schülerin mindestens zweimal in das Gesicht geschlagen. Das Landeskriminalamt nahm Ermittlungen auf. Der Polizist nahm einen Strafbefehl an. Er wurde zu 60 Tagessätzen verurteilt und musste mehrere tausend Euro zahlen.
  • Gegen 47 größtenteils dem USK angehörende Beamte wurde ab März 2019 unter anderem wegen Volksverhetzung und der Verwendung von Kennzeichen verfassungswidriger Organisationen ermittelt. Die Beamten wurden teilweise vom Dienst suspendiert und ihrer Dienststellung enthoben. Ebenso wurden Videos gefunden, auf denen sich die Beamten mit Tasern gegenseitig mutwillig verletzten. Mit den neuen Waffen waren die Beamten erst seit Sommer 2018 vereinzelt ausgestattet und geschult worden. Einer der Beamten wurde laut einem Bericht des Innenministeriums an den zuständigen Landtagsausschuss per Strafbefehl zu 3.500 Euro in 50 Tagessätzen verurteilt. Ein Beamter bat selbst um seine Entlassung.

Die Beamten des USK treten (auch) bei Demonstrationen teilweise mit Sturmhauben auf. Bei einem Einsatz in geschlossenen Einheiten erteilt anstelle des einzelnen Beamten (Ausweispflicht nach dem bayerischen Polizeiaufgabengesetz) laut der entsprechenden Dienstvorschrift nur der Einsatzleiter Auskünfte über die Identität der Beamten. Hauptsächlich aus taktischen Gründen sind die Beamten durch Symbole an der Uniform oder den Helmen (individuell) markiert.

Im Anschluss an die Vorfälle am 9. Dezember 2007, bei der mehrere vermummte USK-Beamte laut Zeugenaussagen wahllos auf Fußballfans einschlugen und freigesprochen wurden, weil sie nicht identifiziert werden konnten, beantragte der damalige Münchner Grünen-Stadtrat Siegfried Benker eine Kennzeichnung für USK-Beamte. Das Kreisverwaltungsreferat wies darauf hin, dass zum Beispiel Demonstranten und Fußballfans ebenfalls nicht gekennzeichnet seien und eine Kennzeichnung die Beamten einem erhöhten Risiko aussetze. Am 19. Februar 2009 stimmte eine Mehrheit des Münchner Stadtrats dafür, den Oberbürgermeister Christian Ude zu beauftragen, beim zuständigen Freistaat Bayern auf eine Kennzeichnungspflicht für Polizisten durch Nummern hinzuwirken.

Mittlerweile treten die Fraktionen Bündnis 90/Die Grünen Bayern und die SPD Bayern im Bayerischen Landtag für eine Kennzeichnungspflicht der Beamten ein. Im Jahr 2017 legte der Europäische Gerichtshof für Menschenrechte dem Freistaat Bayern nahe, geschlossene Einheiten im Einsatz eindeutig zu personalisieren und zu kennzeichnen.

Als Wappentier führt das Unterstützungskommando den (babylonischen) Greif, ein Mischwesen aus der Mythologie.

(siehe auch: Liste der Wappen mit dem Greif)

  • auf münchen.tv
  • Das Unterstützungskommando der bayerischen Polizei – "Unverzichtbarer Bestandteil des bayerischen Sicherheitskonzepts" oder "paramilitärische Schlägertruppe"?
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Unterstützungskommando (Bayern)
unterstützungskommando, bayern, organisation, sprache, beobachten, bearbeiten, unterstützungskommando, zählt, spezialkräften, bayerischen, polizei, sonderaufgaben, unterhält, hier, mehrere, standorte, 1987, allem, bekämpfung, schweren, ausschreitungen, aufgest. Unterstutzungskommando Bayern Organisation Sprache Beobachten Bearbeiten Das Unterstutzungskommando USK zahlt zu den Spezialkraften der bayerischen Polizei mit Sonderaufgaben und unterhalt hier mehrere Standorte 1987 vor allem zur Bekampfung von schweren Ausschreitungen aufgestellt wird das USK heute als geschlossene Einheit in vielen verschiedenen Bereichen eingesetzt Emblem des USK Tatigkeitsabzeichen an der Uniform Inhaltsverzeichnis 1 Geschichte 2 Auftrag 3 Organisation 4 Rekrutierung und Ausbildung 5 Ausrustung 6 Einsatzkonzept 7 Kritik 7 1 Medial diskutierte Vorfalle 8 Identitat der USK Beamten 9 Sonstiges 10 Weblinks 11 EinzelnachweiseGeschichte BearbeitenOffizieller Anlass der Grundung waren die todlichen Vorfalle an der Startbahn West am 2 November 1987 Ein Demonstrant hatte wahrend einer gewalttatigen Demonstration zwei Polizeibeamte erschossen Bereits vier Tage spater kam es zur Aufstellung der Unterstutzungskommandos Diese Entscheidung wurde vor allem durch die Auseinandersetzung von Atomkraftgegnern mit der bayerischen Polizei in Wackersdorf mitgepragt 1 und auf Initiative des damaligen Innenstaatssekretars Peter Gauweiler gefallt 2 3 Die Bayerische Staatsregierung holte Mitglieder der Berliner Sondereinheit EbLT Einsatzbereitschaft fur besondere Lagen und einsatzbezogenes Training zu Hilfe Nach deren Muster wurde das USK mit verandertem Konzept gegrundet und bald darauf auch in Wackersdorf eingesetzt Am 3 Februar 1988 prasentierte Gauweiler das USK das erste Mal der Presse Hierfur liess er Journalisten in polizeilichen VW Bussen zum Flugplatz der Grenzschutzfliegerstaffel in Oberschleissheim anfahren die bereits auf dem Weg dorthin durch von Mitgliedern des USK dargestellte Demonstranten angegriffen wurden Die falschen Demonstranten wurden anschliessend von echten USK Polizisten uberwaltigt 4 Ahnlich dem USK sind die Beweissicherungs und Festnahmeeinheiten BFE sowie das Uberfallkommando in Frankfurt am Main Auftrag Bearbeiten USK am Munchner Marienplatz Wappen Greif und taktisches Zeichen auf einem Einsatzfahrzeug Die Aufgabenbereiche des USK sind breit gefachert hauptsachlich handelt es sich um uber den normalen Polizeidienst hinausgehende Sonderlagen Die Einsatzgebiete sind u a Demonstrationen bei denen schwere Ausschreitungen zu erwarten sind 5 6 7 8 9 sportliche Grossveranstaltungen wie z B Fussballspiele bei denen Ubergriffe zu erwarten sind 5 6 7 8 9 Bekampfung der organisierten Kriminalitat der Schwerkriminalitat und der Drogenkriminalitat Razzien Observationen Zugriffe etc 5 6 7 Fahndung und Festnahme von gefahrlichen evtl bewaffneten Straftatern auch nach Haftbefehl 5 6 7 Sturmen von Objekten Gebauden Wohnungen etc zum Zweck der Festnahme von gefahrlichen Straftatern 8 9 Durchfuhrung von Gefangenentransporten wenn mit Gefangenenbefreiung zu rechnen ist oder sehr gefahrliche Gefangene transportiert werden fruher vom SEK durchgefuhrt 7 Notzugriff bei Geiselnahmen oder Amoklagen bis zum Eintreffen des SEK 7 Das USK wird bei polizeilichen Lagen mit erhohtem Gefahrdungspotenzial auch ausserhalb Bayerns eingesetzt Ausserhalb der Sondereinsatze oder der Aus und Fortbildung unterstutzt das USK auch die ortlichen Dienststellen im taglichen Polizeidienst Dabei sind die Beamten zwar teilweise in normaler Uniform unterwegs jedoch meist durch einen Aufnaher mit dem USK Abzeichen bzw Aufkleber auf den Fahrzeugen als USK Beamte zu erkennen Das USK soll ein entschlossenes und kompromissloses Auftreten auszeichnen 10 Organisation BearbeitenDas USK ist zu einem Teil an die bayerische Bereitschaftspolizei angegliedert 11 Unterstutzungskommando innerhalb der III Bereitschaftspolizeiabteilung Wurzburg Unterstutzungskommando innerhalb der 15 Einsatzhundertschaft der IV Bereitschaftspolizeiabteilung Nurnberg Unterstutzungskommando innerhalb der 22 Einsatzhundertschaft der VI Bereitschaftspolizeiabteilung Dachau Der andere Teil des USK untersteht als Teil der Landespolizei den Polizeiprasidien Munchen und Mittelfranken Unterstutzungskommando innerhalb der 3 Einsatzhundertschaft bei der Polizeiinspektion Erganzungsdienste des Polizeiprasidiums Munchen Unterstutzungskommando innerhalb der Einsatzhundertschaft des Polizeiprasidiums Mittelfranken Das USK ist in Hundertschaften aufgebaut Eine Hundertschaft untersteht dem Hundertschaftsfuhrer und seinem Stellvertreter Eine Einsatzhundertschaft besteht aus mehreren Einsatzzugen die wiederum untergliedert sind in Beweissicherungs und Zugriffsgruppen Jeder Einsatzzug hat einen Zugfuhrer Daneben gibt es noch einen etwas kleineren Hundertschaftstrupp der fur Versorgung und Ausrustung zustandig ist Die Einsatzwagen des USK tragen alle Bamberger Autokennzeichen weil sich in Bamberg das Prasidium der Bereitschaftspolizei befindet 12 Rekrutierung und Ausbildung BearbeitenUm sich beim USK bewerben zu konnen muss man zuerst wie bei allen anderen Einheiten auch die normale Polizeiausbildung abschliessen Jedoch hat das USK neben den normalen Anforderungen fur den Polizeidienst eigene sehr hohe Aufnahmekriterien So mussen die Beamten die sich zum USK bewerben korperlich und psychisch extrem leistungsfahig sein Das Auswahlverfahren bei dem sich regelmassig um ein Vielfaches mehr Beamte bewerben als Planstellen vorhanden sind gliedert sich in zwei Teilbereiche den Sporttest und ein psychologisches Gesprach 13 Der Sporttest muss von allen USK Beamten einmal im Jahr erfolgreich absolviert werden um in der Einheit bleiben zu durfen Sie mussen als Mindestleistung unter anderem 3000 Meter in weniger als 13 30 Minuten laufen acht Klimmzuge machen und beim Bankdrucken achtmal 70 Prozent ihres Korpergewichts stemmen konnen 14 Nach dem Auswahlverfahren wird eine Reihung der Bewerber erstellt und die besten werden ins USK aufgenommen Frauen sind beim USK eher die Ausnahme 15 16 Nach der Aufnahme ins USK durchlaufen die Neuzugange zuerst einen sechsmonatigen Grundlehrgang Die Ausbildungsinhalte die auch im taglichen Dienst trainiert werden sind u a Festnahmetaktik und technik Schiess und Waffentraining Rechtskunde Psychologie Taterverhalten taktische Ubungen Einsatztaktik und schwerpunktmassig Kampf und Ausdauersport Vor allem Ju Jutsu aber auch diverse andere Kampfkunste werden wie bei anderen Spezialeinheiten trainiert 7 Beamte des USK haben ein weit grosseres Schiesspensum als regulare Polizisten Statt der ublicherweise vorgeschriebenen 50 Schuss pro Jahr sind es beim USK 2 500 Die Ausbilder des USK versuchen das Schiesstraining so realitatsnah wie moglich zu gestalten Durch korperlichen und psychischen Stress sollen die Beamten auf den Einsatz des letzten Mittels vorbereitet werden Neben den ublichen Zielscheiben werden Diaserien und Filme sog Schiesskino verwendet die eine bestimmte Situation zeigen und in denen der Schutze in Sekundenbruchteilen entscheiden muss ob er schiesst 7 Ausrustung BearbeitenJeder Angehorige des USK verfugt uber eine personliche Ausrustung die Streifenpolizisten nicht zur Verfugung steht Dazu gehort eine Schutzweste in die Polyethylenplatten eingeschoben werden konnen um auch vor grosserem Kaliber zu schutzen Ausserdem verfugt sie uber eine Stichschutzeinlage Jeder Beamte hat einen kombinierten Schienbein Knieschutz sowie Schulter Arm und Oberschenkelschutzer aus Kunststoff ahnlich den Eishockeyspielern sowie einen Tiefschutz Den Kopf schutzt ein Helm mit durchsichtigem Kunststoffvisier dazu kommt ein Goretex Anzug Die neuen nicht brennbaren Schutzanzuge aus flammenhemmendem Aramid Gewebe haben nach Auskunft des bayerischen Innenministeriums sowohl einen hoheren Tragekomfort als auch eine wesentlich bessere Schutzwirkung als die alten Baumwoll Anzuge 7 17 Seit 2005 sind die Beamten des USK mit neuen Overalls in der Farbe Pariser Blau tiefdunkles blau ausgestattet die jedoch oft falschlicherweise als Schwarz wahrgenommen und bezeichnet wird 14 Die Beamten verfugen uber Maschinenpistolen vom Typ MP5 in verschiedenen Ausfuhrungen und uber die Dienstpistole SFP9 zusatzlich wurden alle USKs mit einer Vielzahl von FN SCAR ausgestattet 18 Derzeit werden Taser erprobt Ausserdem hat jeder USK Angehorige einen Mehrzweckeinsatzstock umgangssprachlich Schlagstock ein Messer und ein Pfefferspray Zum Fesseln von Festgenommenen fuhren die Polizisten Plastikhandfesseln ahnlich Kabelbindern und Handschellen mit sich Um standig untereinander in Funkverbindung zu stehen hat jeder Beamte ein eigenes Funkgerat mit Freisprechgarnitur 7 Einsatzkonzept BearbeitenPolizeihauptkommissar Georg Rieger formulierte 1988 in einem Artikel uber die Einsatztechnik Die Unterstutzungskommandos wenden sich vom statischen Einsatz weitestgehend ab und gehen grundsatzlich offensiv vor sie lassen sich nicht in defensive Positionen drangen Angriff ist die beste Verteidigung Nach eigener Aussage trainieren sie bei Demonstrationen die gewaltbereiten Straftater zu erkennen und dann festzunehmen wenn eine Gefahr von ihnen ausgeht Kritik BearbeitenIn mehreren Fallen wurde dem USK ein unverhaltnismassig hartes Einschreiten vorgeworfen In diesem Zusammenhang war vor allem die fehlende Kennzeichnung und die dadurch hervorgerufenen Schwierigkeiten bei der juristischen Verfolgung unrechtmassiger Gewalt durch Polizeikrafte ein Thema 19 Entsprechende Kritik wurde u a von Bundnis 90 Die Grunen 20 der Gewerkschaft ver di 21 der Linken 22 Mitgliedern der Piratenpartei und der FDP 23 sowie Amnesty International geaussert 24 25 Medial diskutierte Vorfalle Bearbeiten Wahrend des G7 Gipfels in Munchen 1992 versuchten am 6 Juli 1992 bis zu tausend G7 Gegner auf dem Max Joseph Platz den einzigen Auftritt der Gipfelteilnehmer unter freiem Himmel mit Trillerpfeifen und Buhrufen zu storen Daraufhin wurden sie vom Ort des Geschehens abgedrangt vor dem Kaffeehaus Dallmayr am Marienhof von USK Beamten eingekesselt und uber mehrere Stunden festgehalten 26 Spater zog die Munchner Polizei ca 480 Demonstranten gewaltsam aus dem Kessel 27 28 29 30 Bereits bei Vorbereitungstreffen der Gipfelkritiker war das USK eingesetzt worden 31 Im Dezember 2006 berichtete die Suddeutsche Zeitung uber Misshandlungen und Demutigungen von Kollegen untereinander in deren Folge betroffene Mitglieder aus Grunden der Fursorgepflicht aus der Einheit genommen wurden Dabei handelte es sich um das gegenseitige Spruhen von Pfefferspray ins Gesicht ein Kollege soll ausserdem mit Kabelbindern an ein Treppengelander gefesselt worden sein 32 Wahrend des traditionellen Gottesdienstes auf dem Hohen Brendten bei Mittenwald im Mai 2007 hatten Demonstranten ein Transparent mit der Aufschrift Faschismus ist keine Meinung sondern ein Verbrechen entrollt Da das Storen von Gottesdiensten eine Straftat darstellt wurden sie daraufhin von Beamten des USK in Gewahrsam genommen Anschliessend mussten sich die vorubergehend Festgenommenen einer Leibesvisitation unterziehen und sich laut VVN Aktivist Jurgen Schuh dazu splitternackt vor den Beamten ausziehen Das Amtsgericht Garmisch Partenkirchen kam zu dem Ergebnis dass die polizeiliche Ingewahrsamnahme sowie die anschliessende Anordnung sich im Rahmen der polizeilichen Durchsuchung vollstandig zu entkleiden rechtswidrig waren Das Gericht betonte aber auch dass man der Polizei nicht vorwerfen kann dass sie sich in der Wahl der Mittel vergriffen hatte allerdings hatten die Ordnungskrafte von verschiedenen Massnahmen eine unverhaltnismassige gewahlt Die Polizei erklarte dass das Ausziehen eine gangige Handlung sei da schon mehrfach Falle aufgetreten waren in denen Menschen Rasierklingen in Pobacken versteckt hatten 33 Bei einem Fussballspiel des FC Bayern Munchen gegen den TSV 1860 Munchen am 9 Dezember 2007 gingen von USK Beamten laut der Staatsanwaltschaft Munchen massive Aggressionshandlungen mittels Schlagstocken 34 aus Die Polizei verhangte bevor das Spiel abgepfiffen wurde eine sog Blocksperre um die Fangruppen auseinanderzuhalten Nach Offnung des Blocks entstand ein grosser Andrang am Ausgang Dabei sei es zu den Ubergriffen durch die Beamten gekommen Die Staatsanwaltschaft spricht in ihrem Bericht von Schlagen in unverhaltnismassiger Weise und ohne rechtfertigenden Grund mittels Schlagstocken auf unbeteiligte Besucher zum Teil Kinder und Frauen 34 Als Reaktion auf Presseberichte wurde das zunachst eingestellte Verfahren wieder aufgenommen im August 2009 jedoch erneut eingestellt Mittlerweile wurden die Ermittlungen erneut wieder aufgenommen Die Beschuldigten konnten auf Grund mangelnder Kennzeichnung der Beamten nicht identifiziert werden Die Videoaufnahmen der USK Einsatzes wurden erst ein Jahr nach den Vorfallen den ermittelnden Behorden zur Verfugung gestellt sie wiesen allerdings an entscheidenden Stellen Lucken auf 35 36 Das Ermittlungsverfahren wurde 2011 von der Generalstaatsanwaltschaft eingestellt da keine zuordenbaren Schlage festzustellen gewesen waren 37 Der Europaische Gerichtshof fur Menschenrechte sprach im Jahr 2017 zwei Mannern die verprugelt worden waren je 2 000 Euro zu und wertete den Ubergriff als Verstoss gegen das Folterverbot 38 Wahrend eines Fussballspieles am 10 Februar 2010 in der Munchner Allianz Arena zwischen dem FC Bayern Munchen und der Spielvereinigung Greuther Furth kam es zwischen Fans der Spielvereinigung und dem USK zu Auseinandersetzungen 25 Personen wurden dabei festgenommen Laut Polizei kamen drei Busse mit stark alkoholisierten und aggressiven Further Ultra Fans wegen Schneefalls zu spat in Munchen an Diese hatten dann bereits am Eingang ohne erkennbaren Grund mit massiver korperlicher Gewalt Polizisten und spater aus dem Block heraus Polizisten und Ordner angegriffen Holger Schwiewagner aus der Geschaftsleitung des Vereins zufolge kam es dagegen zum Vorfall da die Polizei die bereits kontrollierten Fans noch einmal kontrollieren wollte als die Fans schnell in ihren Block wollten Die Further Fans wurden daraufhin gegen die Beamten handgreiflich worauf die Polizei teilweise mit unangemessener Harte reagierte Es sei zum uberzogenen teilweise rucksichtslosen Einsatz von korperlicher Gewalt zum Schlagstock und Pfeffersprayeinsatz auch gegen Unbeteiligte gekommen In einer offiziellen Stellungnahme verurteilte die SpVgg Greuther Furth den Einsatz Die Polizei ist mit unverhaltnismassigen Mitteln gegen die Zuschauer vorgegangen so Holger Schwiewagner und weiter Das entspricht nicht unserem Verstandnis von einem fairen Umgang Selbst Vereinsvertreter die versuchten die Situation zu beruhigen seien nach dem Spiel von Beamten des Munchener Unterstutzungskommandos verbal und handgreiflich angegangen worden Der Further SPD Kreisvorsitzende und Landtagsabgeordnete Horst Arnold hat in diesem Zusammenhang Strafanzeige gegen Unbekannt wegen Korperverletzung im Amt gestellt Die Polizei war anscheinend von dem ungewohnlich aggressiven Auftreten der Fussballfans irritiert So sagte ein Polizeisprecher dass man Ausschreitungen wie diese schon langer nicht mehr in der Allianz Arena erlebt habe 39 Etliche Ermittlungsverfahren liefen an eine Beteiligte erklarte sie sei vor der Toilette von einem USK Beamten mit dem Schlagstock im Gesicht getroffen worden eine andere Frau erzahlte ihre Tochter seien geschlagen worden als sie protestiert habe sei sie verhaftet worden Zwei Polizeibeamte des USK wurden versetzt 40 Alle Strafverfahren wegen Korperverletzung im Amt wurden jedoch bis auf eines bei dem die Staatsanwaltschaft einen Strafbefehl beantragte eingestellt 41 Bei dem Fussball Bundesligaspiel des FC Augsburg gegen Greuther Furth am 15 Dezember 2012 kam es vor wahrend und nach dem Spiel zu Ubergriffen des USK auf Augsburger Fans Die Vorfalle wurden vom Fanbeauftragten des FC Augsburg dokumentiert Der Prasident des FC Augsburg ausserte in einem Brief an den bayrischen Innenminister die Vermutung dass die Einsatze des USK bei Fussballspielen zu Ausbildungszwecken genutzt wurden und Eskalationen zur Steigerung des Ausbildungsnutzens durch das USK auch gegen friedliche Fans herbeigefuhrt wurden 42 Innenminister Herrmann forderte daraufhin eine Stellungnahme des Polizeiprasidiums Mittelfranken an das die Vorwurfe nach Prufung nicht bestatigen konnte 43 Nachdem der FCA Prasident seine Vorwurfe erneuerte und durch Hinweise eines Insiders untermauert sah 44 bot der Innenminister an sich mit FCA Fans zu treffen wies die Vorwurfe des FCA aber weiterhin zuruck 43 Im Mai 2014 wurde bei einem Fussballspiel durch Fans in einem USK Fahrzeug eine Aufbewahrungsbox fur Funkgerate mit Aufklebern fotografiert die vor allem in der rechten Szene verbreitet sind Daraufhin leitete die Polizei interne Ermittlungen ein um den Verantwortlichen zu finden Auch wenn die Aufkleber nicht strafrechtlich verboten sind erwartet den verantwortlichen Beamten eine Disziplinarstrafe da das Neutralitatsgebot der Polizei verletzt wurde In einer Stellungnahme der Polizei hiess es es habe sich um einen 25 jahrigen Polizisten gehandelt der angab gedankenlos gehandelt zu haben 45 Die Staatsanwaltschaft stellte die Ermittlungen im Juni 2014 ein 46 Im Marz 2015 sollen 15 Teilnehmer einer Anti Pegida Demonstration in Nurnberg im U Bahnhof Weisser Turm eingekesselt und anschliessend einzeln fotografiert worden sein Die Polizei widersprach hingegen einer Einkesselung und begrundete die Kontrolle damit dass 10 Personen aus der Gruppe im Verdacht standen bei einer Demonstration einige Tage zuvor Strassenbahngleise blockiert zu haben Die Landtagsabgeordnete Helga Schmitt Bussinger kritisierte den Einsatz und mochte ihn im Innenausschuss des Bayerischen Landtags thematisieren 47 Im Oktober 2015 schlug ein Beamter des USK einen Punk in Nurnberg so stark dass dieser einen beidseitigen Kieferbruch erlitt 48 Der Beamte wurde nach Aussage eines Kollegen gegen ihn zu eineinhalb Jahren Haft auf Bewahrung wegen gefahrlicher Korperverletzung verurteilt 49 Bei einer Gegendemonstration zu Pegida am 18 Juli 2016 hat ein Beamter des USK eine 18 jahrige Schulerin mindestens zweimal in das Gesicht geschlagen Das Landeskriminalamt nahm Ermittlungen auf 50 Der Polizist nahm einen Strafbefehl an Er wurde zu 60 Tagessatzen verurteilt und musste mehrere tausend Euro zahlen 51 Gegen 47 grosstenteils dem USK angehorende Beamte wurde ab Marz 2019 unter anderem wegen Volksverhetzung und der Verwendung von Kennzeichen verfassungswidriger Organisationen ermittelt Die Beamten wurden teilweise vom Dienst suspendiert und ihrer Dienststellung enthoben 52 Ebenso wurden Videos gefunden auf denen sich die Beamten mit Tasern gegenseitig mutwillig verletzten 53 54 Mit den neuen Waffen waren die Beamten erst seit Sommer 2018 vereinzelt ausgestattet und geschult worden 55 Einer der Beamten wurde laut einem Bericht des Innenministeriums an den zustandigen Landtagsausschuss per Strafbefehl zu 3 500 Euro in 50 Tagessatzen verurteilt 56 Ein Beamter bat selbst um seine Entlassung 57 Identitat der USK Beamten BearbeitenDie Beamten des USK treten auch bei Demonstrationen teilweise mit Sturmhauben auf Bei einem Einsatz in geschlossenen Einheiten erteilt anstelle des einzelnen Beamten Ausweispflicht nach dem bayerischen Polizeiaufgabengesetz laut der entsprechenden Dienstvorschrift nur der Einsatzleiter Auskunfte uber die Identitat der Beamten Hauptsachlich aus taktischen Grunden sind die Beamten durch Symbole an der Uniform oder den Helmen individuell markiert Im Anschluss an die Vorfalle am 9 Dezember 2007 bei der mehrere vermummte USK Beamte laut Zeugenaussagen wahllos auf Fussballfans einschlugen und freigesprochen wurden weil sie nicht identifiziert werden konnten beantragte der damalige Munchner Grunen Stadtrat Siegfried Benker eine Kennzeichnung fur USK Beamte Das Kreisverwaltungsreferat wies darauf hin dass zum Beispiel Demonstranten und Fussballfans ebenfalls nicht gekennzeichnet seien und eine Kennzeichnung die Beamten einem erhohten Risiko aussetze 34 Am 19 Februar 2009 stimmte eine Mehrheit des Munchner Stadtrats dafur den Oberburgermeister Christian Ude zu beauftragen beim zustandigen Freistaat Bayern auf eine Kennzeichnungspflicht fur Polizisten durch Nummern hinzuwirken 58 Mittlerweile treten die Fraktionen Bundnis 90 Die Grunen Bayern und die SPD Bayern im Bayerischen Landtag fur eine Kennzeichnungspflicht der Beamten ein 59 Im Jahr 2017 legte der Europaische Gerichtshof fur Menschenrechte dem Freistaat Bayern nahe geschlossene Einheiten im Einsatz eindeutig zu personalisieren und zu kennzeichnen 60 Sonstiges BearbeitenAls Wappentier fuhrt das Unterstutzungskommando den babylonischen Greif ein Mischwesen aus der Mythologie siehe auch Liste der Wappen mit dem Greif Weblinks BearbeitenUberblick uber Einsatz und Training des USK Das Unterstutzungskommando Munchen auf munchen tv Facharbeit aus dem Jahr 1995 Das Unterstutzungskommando der bayerischen Polizei Unverzichtbarer Bestandteil des bayerischen Sicherheitskonzepts oder paramilitarische Schlagertruppe Einzelnachweise Bearbeiten Neue Polizei abgerufen am 11 Januar 2013 vgl Winter Martin Politikum Polizei Macht und Funktion in der Bundesrepublik S 113 SPIEGEL ONLINE Hamburg Germany Polizei Wie die Freikorps DER SPIEGEL 29 1992 Abgerufen am 23 Marz 2017 Karl Stankiewitz Die Entstehung des bayerischen USK Gauweilers Wunderwaffen In Abendzeitung 19 Marz 2019 abgerufen am 15 Februar 2020 a b c d Nurnberger Nachrichten abgerufen am 4 Juli 2012 a b c d Neumarkter Nachrichten abgerufen am 4 Juli 2012 a b c d e f g h i j Spezialeinheit mit Zielfernrohr und Schutzschild abgerufen am 26 Januar 2013 a b c Suddeutsche Zeitung abgerufen am 4 Juli 2012 a b c Merkur Online abgerufen am 4 Juli 2012 Winter Martin Politikum Polizei Macht und Funktion der Polizei in der Bundesrepublik Deutschland S 113 abgerufen am 19 Januar 2013 Organigramm zur Gliederung der Bayerischen Bereitschaftspolizei PDF 29 kB Stand Juli 2011 mittelbayerische de Polizist Das hier ist ein Glucksfall In Mittelbayerische Zeitung mittelbayerische de abgerufen am 23 April 2017 Nachwuchs fur das Unterstutzungskommando abgerufen am 16 Marz 2013 a b Beherzter Sprung uber die Geschlechtergrenzen abgerufen am 27 April 2013 Nurnberger Nachrichten Allein unter Mannern Die einzige Frau beim USK abgerufen am 20 Januar 2013 Munchner Merkur Bei Demonstrationen und Krawallen mitten drin abgerufen am 20 Januar 2013 Feuerfeste Uniformen fur die Polizei abgerufen am 19 Juni 2011 1 Ermittlungsverfahren gegen USK Beamte Unter Prugelknaben Ruckblick auf die Woche vom 19 Juli bis 23 Juli 2010 Memento des Originals vom 8 April 2014 im Internet Archive Info Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht gepruft Bitte prufe Original und Archivlink gemass Anleitung und entferne dann diesen Hinweis 1 2 Vorlage Webachiv IABot www gruene fraktion bayern de auf der Seite der Fraktion Bundnis 90 Die Grunen im Bayerischen Landtag Abgerufen am 26 Januar 2013 Nordbayern de Scharfe Kritik am Verhalten der Polizei nordbayern de vom 2 August 2012 abgerufen am 26 Januar 2013 Mauern aus Vorurteilen erhoht und gefestig Schlimmer als Bote der Toleranz Memento des Originals vom 19 August 2014 im Internet Archive Info Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht gepruft Bitte prufe Original und Archivlink gemass Anleitung und entferne dann diesen Hinweis 1 2 Vorlage Webachiv IABot www dielinke ld de dielinke ld de vom 16 Marz 2013 Prugel auf Nazidemo presse piratenpartei bayern de vom 5 September 2013 Amnesty International Unverhaltnismassiger USK Einsatz in Munchen Suddeutsche Zeitung Amnesty kritisiert Polizeigewalt Munchner Kessel beim G7 Gipfel Prugeln auf bayerische Art in Suddeutsche Zeitung Online vom 6 Juni 2007 20 Jahre Munchner Kessel Hinlangen ist bayerische Art Memento vom 17 Februar 2013 im Webarchiv archive today SPIEGEL ONLINE Hamburg Germany Polizei Wie die Freikorps DER SPIEGEL 29 1992 Abgerufen am 23 Marz 2017 Saumagen und Munchner Kessel Memento vom 7 Juni 2015 im Internet Archive SPIEGEL ONLINE Hamburg Germany Polizei Wie die Freikorps DER SPIEGEL 29 1992 Abgerufen am 23 Marz 2017 Die bosen Spasse einer Sondereinheit Suddeutsche Zeitung Demonstranten mussten sich ausziehen Gericht ruffelt Vorgehen der Polizei Munchner Merkur a b c USK Beamte sollen anonym bleiben Suddeutsche Zeitung abgerufen am 19 Juni 2011 Wo sind die Originalaufnahmen Suddeutsche Zeitung Videobeweismittel plotzlich geloscht und weg Amnesty International Schlager bleiben unerkannt Suddeutsche Zeitung Susi Wimmer Eine richtige Watschn fur die Munchner Polizei Abgerufen am 17 November 2017 Jagdszenen in der Munchner Allianz Arena nordbayern de abgerufen am 18 Februar 2010 Ein Einsatz mit Nachspiel Suddeutsche Zeitung abgerufen am 19 Februar 2013 Polizeigewalt gegen Fussballfans Nie wieder Allianz Arena In Suddeutsche Zeitung vom 8 Marz 2012 abgerufen am 26 Januar 2013 Brief des Prasidenten des FC Augsburg Stellungnahme des Fanbeauftragten abgerufen am 27 November 2014 a b Innenminister will sich mit FCA Fans treffen Augsburger Allgemeine 8 Mai 2013 abgerufen am 27 November 2014 Polizeigewalt Walther Seinsch erneuert Kritik am USK Augsburger Allgemeine 16 April 2013 abgerufen am 27 November 2014 Junger Polizist soll fur Nazisticker verantwortlich sein auf blog zeit de vom 22 Mai 2014 Naziaufkleber im Polizeiwagen nicht strafbar auf blog zeit de vom 25 Juni 2014 Nach einer Anti Pegida Demo Polizeikessel im U Bahnhof auf sueddeutsche de vom 10 Marz 2015 Bayerischer Rundfunk Prugel Prozess in Nurnberg Polizist belastet Kollegen schwer BR de 2 Juni 2016 archiviert vom Original am 28 August 2016 abgerufen am 28 August 2016 Eineinhalb Jahre Haft auf Bewahrung Memento vom 15 September 2017 im Internet Archive auf br de vom 15 September 2016 Susi Wimmer Polizist soll Schulerin auf Demonstration geschlagen haben Suddeutsche Zeitung 20 Juli 2016 abgerufen am 23 Dezember 2016 Prugel Polizist nach Fausthieb gegen 18 Jahrige abgewatscht auf tz de vom 18 Februar 2017 Martin Bernstein Munchner Polizeiskandal Volksverhetzer in Uniform Abgerufen am 13 Juli 2020 Susi Wimmer Polizeiskandal in Munchen Suspendierungen bei Spezialeinheit In Suddeutschen Zeitung 15 Marz 2019 abgerufen am 15 Marz 2019 Julian Hans Neue Vorwurfe gegen die Polizei In sueddeutsche de 2019 ISSN 0174 4917 sueddeutsche de abgerufen am 22 Marz 2019 Bayerns Polizei bekommt mehr Taser Einsatz umstritten 28 Oktober 2018 abgerufen am 22 Marz 2019 deutsch Munchner USK Polizist Strafbefehl wegen Volksverhetzung 5 Marz 2020 abgerufen am 13 Juli 2020 Martin Bernstein Munchner Polizeiskandal Volksverhetzer in Uniform Abgerufen am 4 August 2020 Der namenlose Polizist In Suddeutsche Zeitung 17 Mai 2010 abgerufen am 19 Juni 2011 Polizist gib dich zu erkennen In Suddeutsche Zeitung 20 Januar 2013 abgerufen am 20 Januar 2013 Susi Wimmer Eine richtige Watschn fur die Munchner Polizei In sueddeutsche de 9 November 2017 ISSN 0174 4917 sueddeutsche de abgerufen am 17 November 2017 Abgerufen von https de wikipedia org w index php title Unterstutzungskommando Bayern amp oldid 213524886, wikipedia, wiki, deutsches

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