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Tennis

Hauptartikel: Geschichte des Tennis
Jeu de Paume

Der französische Vorläufer des heutigen Spiels, Jeu de Paume, wurde zunächst in Klosterhöfen, später in Ballspielhäusern auf einem rechteckigen Feld gespielt. Die Spieler machten ihre Angabe, indem sie den Ball über das Netz gegen eine Wand schlugen, welche entlang des Feldes verlief. Die Zuschauer saßen an der Wand gegenüber. Linien teilten das Feld in vier fünfzehn Zoll (knapp vierzig Zentimeter) breite, parallel verlaufende Streifen zu beiden Netzseiten.

In Paris wurden zwischen 1500 und 1600 zahlreiche kommerzielle Tennisanlagen erbaut, in denen die Besitzer die für das Spiel nötige Ausrüstung verliehen oder verkauften. Die Anlagen wurden durch die verschiedensten Bevölkerungsschichten als Freizeiteinrichtung genutzt.

Der englische Major Walter Clopton Wingfield ließ sich 1874 seine Art von Tennis, das er Sphairistikè (griechisches Wort für Ballspiele) nannte, patentieren. Dabei wurden erstmals verbindliche Regeln definiert. Da es auf Rasen gespielt wurde, nannte man das Spiel auch Lawn Tennis (engl. für Rasentennis). Das bis heute übliche Tennis entstand mit neuen Regeln im Zuge der ersten Meisterschaften in Wimbledon (London) im Juli 1877.

Mit dem Aufkommen des Profitennis Mitte der 1920er Jahre wurden zu vielen großen Turnieren nur noch Amateure zugelassen. 1925 wurde Tennis aus dem olympischen Programm gestrichen. 1968 wurde die Beschränkung aufgehoben (siehe auch Open Era), wodurch große Turniere, wie zum Beispiel die US Open oder die French Open, erhebliche finanzielle Bedeutung erlangten. Seit 1988 ist Tennis wieder eine olympische Disziplin.

Der Ursprung des Wortes Tennis ist ungewiss. Für die wahrscheinlichste Etymologie hält Anatoly Liberman die auch von Walter W. Skeat favorisierte Theorie, dass es auf einen französischen oder vielmehr anglonormannischen Ausruf *tenez! zurückgehe, also den Imperativ Plural von tenir („halten“) mit der Bedeutung „Nehmt, haltet (den Ball)!“, der jedoch in dieser Form und Bedeutung nicht bezeugt ist. Für diese Theorie spricht, dass das Spiel ein Zeitvertreib der vorwiegend anglonormannisch sprechenden Aristokratie war, sowie der Umstand, dass das Wort im Mittelenglischen noch auf der zweiten Silbe betont wurde. Zudem ist der früheste Nachweis ein um das Jahr 1440 datiertes Manuskript eines Gedichtes von John Gower mit der Schreibung tenetz.

Andere Theorien leiten das Wort von deutsch Tenne oder Tanz, von lateinisch taenia („Kopfbinde“) oder vom französischen Ortsnamen Tennois ab. Erwähnung verdient außerdem die einfallsreiche Mutmaßung des Lexikographen Frank Chance, der enthauptete christliche Märtyrer Dionysius von Paris, französisch St. Denis, sei einst der Schutzpatron und Namenspate des Spiels gewesen: In der Ikonographie trägt er oftmals sein Haupt wie einen Ball in seinen Händen.

Tennisschläger und Bälle

Schläger

Hauptartikel: Tennisschläger

Ein Tennisschläger besteht aus einem mit einem Band umwickelten Griff, dem Schaft und dem Kopf, in den die aus Saiten bestehende Schlagfläche eingespannt ist. Früher wurden Tennisschläger ausschließlich aus Holz gefertigt. Nachdem in den 1960er Jahren kurzzeitig Metallrahmen aus Aluminium oder Stahl aufkamen, bestehen heutige Rahmen hauptsächlich aus kohlenstofffaserverstärktem Kunststoff, der ein geringes Gewicht in Verbindung mit einer hohen Steifigkeit gewährleistet. Tennissaiten bestehen meist aus Nylon oder Polyester, die eine längere Lebensdauer als die im modernen Profitennis nur noch selten verwendeten Naturdarmsaiten aufweisen. Ein Tennisschläger wiegt etwa 280 bis 350 Gramm. Nach den Regularien der ITF darf er maximal 27 Zoll (73,7 cm) lang und 12,5 Zoll (31,7 cm) breit sein. Bei der Schlägerfläche sind verschiedene Größen (von etwa 750 cm² bis zu 625 cm²) üblich; eine größere Schlägerfläche bietet einen größeren optimalen Treffpunkt (sweet spot) für den Ball und erlaubt eine weniger kraftintensive Spielweise, während eine kleinere Fläche die Ballkontrolle verbessert.

Bälle

Hauptartikel: Tennisball

Tennisbälle bestehen in der Regel aus einer mit Überdruck gefüllten Gummiblase, über die ein Filzüberzug gespannt ist. Sobald der Überdruck nach einer gewissen Zeit aus dem Ball entwichen ist, lässt die Sprungeigenschaft stark nach und der Ball muss ausgetauscht werden. Daneben existieren drucklose Bälle, deren Sprungeigenschaft auf der Verwendung verschiedener Gummischichten basiert. Bei offiziellen Turnieren wird fast ausschließlich mit Druckbällen gespielt. Während früher Tennisbälle in schwarz oder weiß üblich waren, setzten sich mit dem Aufkommen der Fernsehübertragungen von Tennisspielen in den 1970er Jahren hellgelbe Bälle durch, die auf Farbfernsehern besser zu erkennen sind. Bei den Wimbledon Championships wurde bis 1986 ausschließlich mit weißen Bällen gespielt.

Nach den offiziellen Regeln muss ein Tennisball zwischen 56,7 g und 58,5 g schwer sein und einen Durchmesser von 6,54 cm bis 6,86 cm besitzen.

Tennis-Spielfeld

Das Tennis-Spielfeld ist rechteckig und wird durch das Netz in zwei Hälften geteilt. Die Maße des Spielfeldes wurden ursprünglich in englischen Fuß (1 ft = 0,3048 m) definiert. Es ist 78 ft (23,77 m) lang und für das Einzelspiel 27 ft (8,23 m) breit, für das Doppelspiel 36 ft (10,97 m) breit. Das Spielfeld wird durch Linien begrenzt, die sogenannten Grundlinien (Baselines) und Seitenlinien (Sidelines). Die Linien sind Bestandteil des Spielfeldes; d. h. fällt der Ball (auch nur teilweise) auf eine der Linien, so ist er weiterhin im Spiel.

Die Grundlinien verlaufen parallel zum Netz, die Seitenlinien rechtwinklig dazu. Parallel zum Netz liegen auf beiden Seiten im Abstand von 21 ft (6,40 m) die Aufschlaglinien. In der Mitte des Feldes führt vom Netz zur Aufschlaglinie die Aufschlagmittellinie. Die Fläche zwischen Netz und Aufschlaglinien wird inoffiziell auch als T-Feld (Aufschlagmittellinie und Aufschlaglinie bilden den Buchstaben „T“) oder Halbfeld (Aufschlaglinie teilt die Spielhälfte in der Mitte) bezeichnet. Dementsprechend wird die Aufschlaglinie auch als T-Linie bezeichnet. Die zwei Flächen eines T-Feldes werden Aufschlagfelder genannt. Innerhalb dieser Aufschlagfelder wird insbesondere im Kinderbereich Kleinfeldtennis gespielt.

Das Netz soll in der Mitte 3 ft (0,914 m), an den Seitenenden 3,5 ft (1,07 m) hoch sein und auf beiden Seiten mindestens 3 ft (0,914 m) über das Spielfeld hinausragen. So ist das Netz bei Doppelspielen breiter als bei Einzelspielen. Einzelspiele können aber auch mit der breiteren Netzvariante durchgeführt werden.

Die Fläche zwischen Grundlinie und Einzäunung hat etwa eine Länge von 18 ft bis 21 ft (5,50 m bis 6,40 m). Die Breite der Fläche zwischen Seitenlinie und Einzäunung liegt etwa bei 10 ft bis 12 ft (3,04 m bis 3,66 m).

Die häufigsten Beläge von Tennisplätzen sind roter Sand (meist Ziegelmehl), Teppichboden, Kunststoffgranulat, Rasen oder Kunstrasen. Vor allem in nordamerikanischen Ländern ist der Hartplatz sehr verbreitet. Im Freien sind Sandplätze vorherrschend, in der Halle wird meist auf einem Hart-, Granulat- oder Teppichbodenplatz gespielt.

Wettkampfmäßig wird Tennis als Einzel, bei dem ein Spieler gegen einen anderen antritt, oder als Doppel, mit je zwei Spielern, gespielt. In den Verbänden haben sich dafür jeweils reine Herren- und Damen-Wettbewerbe, sowie das Gemischte Doppel (Mixed) mit je einem männlichen und weiblichen Spieler auf Seiten beider Gegner, etabliert.

Spielprinzip

Ein Amateurtennismatch

Zu Beginn eines Ballwechsels steht der Aufschlag. Beim Aufschlag muss der Ball in das diagonal gegenüberliegende kleinere Feld der gegnerischen Spielfeldhälfte, das Aufschlagfeld, gespielt werden. Sofern dies nicht beim ersten Versuch gelingt, hat der aufschlagende Spieler einen zweiten Versuch. Misslingt auch dieser, so erhält der Gegner einen Punkt; man spricht in diesem Fall von einem Doppelfehler. Falls der Ball beim Aufschlag das Netz berührt und danach im Aufschlagfeld aufkommt, wird der Aufschlag wiederholt. Der Aufschläger darf das Tennisfeld erst betreten, nachdem der Ball den Schläger berührt hat, sonst begeht er einen Fußfehler.

Nach dem Aufschlag besteht das Ziel des Tennisspiels darin, den vom Gegner in die eigene Spielfeldhälfte gespielten Tennisball immer wieder regelgerecht über das Netz in dessen Spielfeldhälfte zurückzuspielen. Regelgerecht bedeutet dabei, dass

  • der Spieler den Ball mit dem Schläger über das Netz spielt; seitlich am Netz vorbei ist auch regelgerecht;
  • der Ball maximal einmal den Boden berührt hat, bevor er gespielt wird, und danach nicht mehr in der eigenen Spielfeldhälfte aufkommt;
  • der Ball in der gegnerischen Spielfeldhälfte den Boden berührt, sofern ihn der Gegner nicht vorher spielt (Volley);
  • der Spieler den Ball nicht mit einem Körperteil berührt;
  • der Spieler das Netz nicht mit einem Körperteil oder dem Schläger berührt;
  • der Spieler den Ball nur einmal mit dem Schläger schlägt.

Derjenige Spieler, der den Ball zuletzt regelkonform spielt, erhält einen Punkt. Deshalb wird auch der Ballwechsel selbst als Punkt bezeichnet.

Gliederung und Zählweise

Ein Spiel besteht aus mehreren Ballwechseln, bei denen die Spieler Punkte erzielen müssen, wobei der erste Punktgewinn eines Spielers als 15, der zweite als 30 und der dritte als 40 gezählt wird (siehe Abschnitt Geschichte der Zählweise). Ein vierter Punktgewinn eines Spielers entscheidet das Spiel für ihn, falls er dann einen Vorsprung von mindestens zwei Punkten hat, also nach den Spielständen 40:0, 40:15 und 40:30 (bzw. umgekehrt). Bei einem Spielstand von 40:40 spricht man vom Einstand. Der darauf folgende Punkt wird als Vorteil bezeichnet. Gewinnt der Spieler, der den Vorteil erzielt hat, auch den nächsten Punkt, dann geht das Spiel an ihn. Gelingt es aber seinem Gegner, den Punkt für sich zu entscheiden, so ist der Spielstand erneut „Einstand“. Es wird dann so lange gespielt, bis ein Spieler, der „Vorteil hat“, auch den darauf folgenden Punkt erzielt, d. h., nach einem Einstand muss ein Spieler zwei Punkte unmittelbar hintereinander erzielen.

Um eine Tennisbegegnung (auch Match oder Partie genannt) zu gewinnen, ist eine vorher festgelegte Anzahl von Sätzen für sich zu entscheiden. Meist wird auf zwei Gewinnsätze gespielt, im Herrentennis bei großen Turnieren (Grand Slam, Davis Cup sowie im Finale der Olympischen Sommerspiele bis 2016) auch auf drei. Ein Satz unterteilt sich in einzelne Spiele. Ein Spieler gewinnt einen Satz, wenn er 6 Spiele gewonnen und einen Vorsprung von mindestens zwei gewonnenen Spielen hat, z. B. bei Spielständen 6:4 oder 7:5. Haben beide Spieler 6 Spiele gewonnen, wird meistens ein Tie-Break gespielt, der den Satz entscheidet.

Das Recht auf den Aufschlag steht innerhalb eines Spieles nur einem Spieler zu; es wechselt im folgenden Spiel. Die Spielfeldseite, von der der Aufschlag auszuführen ist, wechselt nach jedem Punkt, wobei der erste Aufschlag von der aus Sicht des Aufschlägers rechten Seite ausgeführt werden muss. Man bezeichnet die rechte Seite der Spielfeldhälfte auch als Einstandseite, die linke als Vorteilseite.

Die Spieler wechseln die Seite des Spielfelds, wenn die Summe der im Satz gespielten Spiele ungerade ist.

Tie-Break

Bis 1970 konnte ein Satz grundsätzlich (auch ab dem Spielstand von 6:6) nur mit zwei Spielen Unterschied gewonnen werden. Da der aufschlagende Spieler innerhalb eines Spieles im Vorteil ist und nach jedem Spiel das Aufschlagrecht wechselt, konnte es relativ lange dauern, bis ein Satz gewonnen war. Dies machte insbesondere eine Live-Übertragung für Fernsehsender unkalkulierbar. Aus diesem Grund wurde 1970 der Tie-Break eingeführt. Beim Tie-Break wird jeder Fehler als Punkt gezählt; die Zählweise mit 15, 30, 40 Punkten entfällt. Ein Tie-Break ist dann gewonnen, wenn ein Spieler mindestens sieben Punkte gewinnt und mindestens zwei Punkte Vorsprung hat. Das Aufschlagrecht wechselt jeweils, wenn die Summe der gespielten Punkte ungerade ist. Nach jeweils sechs gespielten Punkten wechseln die Spieler die Seiten.

Match-Tie-Break

Seit einigen Jahren wird zur Abkürzung des Spiels der eventuell notwendig werdende dritte Satz im Doppel oder Mixed (teilweise auch im Einzel) als „Match-Tie-Break“ gespielt, analog wie der Tie-Break. Ein Match-Tie-Break ist dann gewonnen, wenn der Spieler mindestens zehn Punkte gewinnt und dabei mindestens zwei Punkte Vorsprung hat.

Schiedsrichter

Schiedsrichter auf einem Hochstuhl (Wimbledon 2010)

Im professionellen Tennis ist ein Stuhlschiedsrichter üblich, der auf einer Seite des Spielfelds auf einem Hochstuhl sitzt. Er wird von mehreren Linienrichtern unterstützt, die ein „Aus“ des Balls durch einen lauten Ausruf und einen seitlich ausgestreckten Arm anzeigen. Falls der Ball knapp innerhalb des Feldes aufkommt, so zeigt der Linienrichter dies an, indem er mit langgestreckten Armen den Buchstaben „V“ auf Kniehöhe bildet. Der Schiedsrichter hat allerdings die alleinige Entscheidungsgewalt und kann die Entscheidung eines Linienrichters überstimmen (englischOverrule).

Früher wurden darüber hinaus Netzrichter eingesetzt, die an beiden Enden des Netzes saßen und den Schiedsrichter auf eine Netzberührung des Balls beim Aufschlag hinwiesen. Durch die Einführung technischer Hilfsmittel werden Netzrichter heute nicht mehr benötigt.

Es gibt darüber hinaus einen Oberschiedsrichter, der sich nicht auf dem Platz befindet. Er kann von einem Spieler gerufen werden, wenn dieser der Meinung ist, dass eine Entscheidung des Schiedsrichters die Tennisregeln verletzt. Der Oberschiedsrichter darf nicht die Tatsachenentscheidung des Schiedsrichters überstimmen (z. B. ob ein Ball „aus“ war oder nicht), sondern nur die sich daraus aus den Tennisregeln ergebende Konsequenz für den weiteren Spielverlauf. Darüber hinaus wird er bei Verstößen gegen den Verhaltenskodex (Code Violation, s. u.) vom Schiedsrichter zu Rate gezogen, insbesondere, wenn diese eine Disqualifikation eines Spielers zur Folge haben.

Bei großen Turnieren wird, um Benachteiligungen der Spieler durch Fehlentscheidungen der Schieds- oder Linienrichter zu reduzieren, das Hawk-Eye-System verwendet. Dabei erhält jeder Spieler pro Satz eine feste Anzahl von sog. Challenges (von engl.to challenge sth. ‚etwas infrage stellen‘), die es ihm ermöglichen, eine Entscheidung durch das Hawk-Eye-System überprüfen zu lassen. Stellt sich dabei heraus, dass der Spieler recht hatte, so vergibt der Schiedsrichter je nach Eindeutigkeit der Spielsituation entweder direkt einen Punkt oder lässt den Ball wiederholen; die Anzahl der Challenges des Spielers bleibt in diesem Fall gleich. Wenn der Spieler in seiner Einschätzung falsch liegt, wird ihm eine Challenge abgezogen.

Je nach Turnier erhält ein Spieler pro Satz zwei bis drei Challenges; falls der Satz durch ein Tie-Break entschieden werden muss, erhält jeder Spieler eine Challenge zusätzlich. In Sätzen, in denen kein Tie-Break gespielt wird (sog. Advantage- bzw. Vorteilssätze), erhält jeder Spieler nach jeweils zwölf gespielten Spielen, somit beim Stand von 6:6, 12:12 usw., wieder die ursprüngliche Zahl von Challenges.

Ein Schiedsrichter kann einen Spieler bestrafen, falls dieser gegen den Verhaltenskodex (engl.:Code of Conduct) verstößt. Dieser verbietet unter anderem

  • Fluchen
  • Beleidigung des Schiedsrichters, Gegners oder des Publikums
  • unsportliches Verhalten
  • Spielverzögerung
  • Verlassen des Platzes ohne Genehmigung des Schiedsrichters

Beim ersten Verstoß (engl.:Code Violation) spricht der Schiedsrichter eine Verwarnung aus, beim nächsten erfolgt ein Punktverlust. Beim dritten Vergehen erfolgt ein Spielverlust. Ab dem vierten Verstoß kann der Schiedsrichter den Spieler disqualifizieren (Matchverlust) oder erneut einen Spielverlust verhängen. In besonders schweren Fällen kann der Schiedsrichter den Spieler auch bereits beim ersten Verstoß disqualifizieren.

Besonderheiten

  • Bei den Senioren und im Doppel wird häufig statt eines entscheidenden dritten Satzes ein Tie-Break gespielt. In manchen Verbänden des DTB (zum Beispiel in Baden-Württemberg und Bayern) wird auch in Verbandsspielen (Damen und Herren) kein dritter Satz gespielt. Stattdessen wird ein sogenannter Match-Tie-Break auf zehn Punkte (alternativ: sieben Punkte) gespielt. Ein Match-Tie-Break wird auch bei den US Open und seit 2007 bei den Australian Open im dritten Satz des Mixed-Wettbewerbs gespielt.
  • Bei den French Open, dem Davis Cup und bei den Olympischen Spielen wird im entscheidenden Satz kein Tie-Break gespielt, sondern es müssen zwei Spiele Vorsprung erlangt werden.
  • No-Ad- (kurz für „no advantage“) bzw. Deciding-Point-Regel: Sie kommt vor allem in Doppelkonkurrenzen zum Einsatz und dient der Abkürzung der einzelnen Aufschlagspiele. Wird der Deciding Point angewendet, so entscheidet bei Erreichen des Spielstands 40:40 der nächste Punkt über den Gewinn des Spiels. Es ist dann also nicht wie üblich ein Vorsprung von zwei Punkten zum Gewinn nötig. Eine weitere Besonderheit ist, dass die returnierende Partei beim Deciding Point die Wahl hat, von welcher Seite der Aufschläger serviert; vom Schiedsrichter wird dies auch mit „Deciding point, receiver’s choice“ angekündigt. Im Mixed gibt es kein „receiver’s choice“. Hier serviert immer Mann auf Mann und Frau auf Frau.
  • Das verlorene Spiel des Aufschlagenden wird Break genannt; der Aufschlagvorteil wurde „durchbrochen“. Ein Break stellt wegen der Bedeutung des Aufschlags einen besonderen Vorteil dar. Gewinnt der Spieler, der das Break hinnehmen musste, das folgende Aufschlagspiel seines Gegners, so wird dies als Rebreak bezeichnet.
  • Entscheidende Punkte werden als Breakball (falls der Gewinn zu einem Break führt), Satzball oder Matchball bezeichnet.
  • Ein ohne Verlustpunkt gespielter Satz (6:0, jeweils nach Spielgewinnen zu 0, demnach 24 in Folge gewonnene Punkte) wird als Golden Set bezeichnet. In der Geschichte des Profi-Tennis gelang dieser perfekte Satz bislang nur den Spielern Bill Scanlon (1983), Jaroslawa Schwedowa (2012), Julian Reister (2013) und Stefano Napolitano (2015).
  • Fast4 Tennis ist ein Format, das 2014 von Tennis Australia initiiert wurde und zu einem kürzeren Tennisspiel führt, bei dem im Vergleich zu den traditionellen Tennisregeln abweichende Regeln angewendet werden. Spiele im Einzel werden als best of three (3 Gewinnsätze), kurzen Sätzen (erste 4 gewonnene Spiele) mit einem kurzen Tie-Break bei 3:3 (erste 5 Punkte; sudden death, wenn beide 4 Punkte erreicht haben) gespielt.

Geschichte der Zählweise

Zur Geschichte der Zählweise gibt es zwei Erklärungen. Meist wird vermutet, dass die Zählweise auf Geldeinsätze und Spielwetten im 14. Jahrhundert in Frankreich zurückgeht. So setzte man zum Beispiel einen gros denier, der wiederum einen Wert von 15 denier hatte. In einem Satz, der damals oft aus vier Spielen bestand, wurden also 4 mal 15 „deniers“ gesetzt: 15 – 30 – 45 – 60.

Eine andere Erklärung bezieht sich auf die Linien auf dem Spielfeld. Jedes Mal, wenn ein Spieler beim jeu de paume einen Punkt machte, bewegte er sich einen Streifen weiter und kam so allmählich der Mitte des Feldes näher. Das Spiel begann an der 0-Zoll-Linie. Gewann ein Spieler einen Punkt, rückte er zur 15-Zoll-Linie vor, dann zur 30-Zoll-Linie und schließlich zur 45-Zoll-Linie. Dann erst hatte er das Spiel gewonnen. Da man fand, dass diese Linie dem Netz zu nahe war, wurde die letzte Angabe auf eine 40-Zoll-Linie zurückversetzt.

In beiden Fällen wurde im 16. Jahrhundert der kürzeren Aussprache wegen „45“ durch „40“ ersetzt.

Im Englischen wird der Spielstand „0“ mit dem Wort love (Liebe) bezeichnet. Ein Spiel, bei dem der Gegner null Punkte erzielt, heißt daher auch love game. Der Ausdruck love für „keine Punkte“ ist ab 1742 nachweisbar. Er ergab sich aus der bereits in den 1670er Jahren gebräuchlichen Redewendung playing for love (für Liebe spielen, d. h. nicht für Geld spielen). Laut Duden wurde er aus der Redewendung to be love (umsonst sein) gekürzt.

Grundschlagarten

Die Grundschlagarten sind, wie auch bei anderen Rückschlagspielen, Vorhand, Rückhand und Aufschlag.

Vorhand

Bei der Vorhand (engl.forehand) wird der Ball auf der Seite der Schlaghand (bei einem Rechtshänder also rechts, bei einem Linkshänder links) gespielt. In der Regel wird der Vorhandschlag mit einer Ausholbewegung eingeleitet und der Ball idealerweise etwa hüfthoch seitlich vor dem Körper getroffen. Früher war auch der sogenannte Westerngriff verbreitet, bei dem der Ball weit vor dem Körper getroffen wird. In der Regel wird die Vorhand einhändig gespielt und auch so gelehrt. Zu den wenigen Spielern, welche die Vorhand beidhändig spielen, gehörten Monica Seles und Fabrice Santoro.

Rückhand

Bei der Rückhand (engl.backhand) wird der Ball auf der der Schlaghand gegenüberliegenden Seite (bei einem Rechtshänder also links, Linkshänder rechts) geschlagen. Ein Rückhandschlag kann sowohl einhändig als auch beidhändig ausgeführt werden. Die beidhändige Rückhand ist erst in den 1970er Jahren bekannt geworden. Anfängern wird diese häufig empfohlen, da die Durchführung einfacher zu erlernen ist als die einhändige Rückhand. Mittlerweile ist die beidhändige Rückhand auch unter Profispielern vorherrschend. Ausnahme ist der Rückhand-Slice, der meist einhändig geschlagen wird.

Aufschlag

Hauptartikel: Aufschlag

Der Aufschlag (engl.Service) leitet den Ballwechsel ein. Aus einer Position hinter der Grundlinie muss der Ball in das gegenüberliegende Aufschlagfeld geschlagen werden. Die Linien gehören zum Aufschlagfeld. Ein Überschreiten oder die Berührung der Grundlinie vor dem Treffen des Balls ist regelwidrig. Jeder Aufschläger hat zwei Versuche; nach erfolglosem zweiten Versuch gehört der Punkt dem Gegner. Nach einem Spiel wechselt das Aufschlagrecht. Der Aufschlag kann, wie bei einem Grundlinienschlag, je nach taktischer Auslegung mit unterschiedlicher Rotation gespielt werden. Man unterscheidet dabei zwischen einem flachen und schnellen Aufschlag mit nur geringem Vorwärtsdrall, einem Topspin- und einem Sliceaufschlag.

Den günstigsten Schlagwinkel und dadurch höchste Ballgeschwindigkeiten erreicht man, wenn der Ball über Kopfhöhe geworfen und am höchstmöglichen Punkt getroffen wird. Im modernen Herrentennis werden mit dem ersten Aufschlag oft Geschwindigkeiten über 200 km/h erreicht. Der Weltrekord wird vom Australier Sam Groth gehalten und beträgt 263 km/h.

Ballrotation

Während des Schlages kann der Spieler die Eigenrotation des Balles beeinflussen, die wiederum die Flugkurve und das Absprungverhalten des Balles bestimmt. Man unterscheidet hierbei Drive (kaum Eigenrotation), Topspin (Rotation in Flugrichtung) und Slice (Rotation entgegen der Flugrichtung).

Drive

Hauptartikel: Drive

Ein Drive (dt.: Treibschlag, Treibball) ist ein Grundschlag mit nur geringer Eigenrotation des Balles. Der Schlägerkopf trifft dabei den Ball in einem Winkel von ungefähr 90 Grad. Dieser bei Anfängern und Hobbyspielern übliche Schlag ist der intuitivste und kraftsparendste. Er hat durch seine flache Flugkurve allerdings den Nachteil, dass kraftvollere Schläge von der Grundlinie aus oft nicht mehr im gegnerischen Feld aufkommen und aus gehen. Ein Treibball ist für den Gegner am wenigsten problematisch, weil hier das Prinzip Einfallswinkel gleich Ausfallswinkel gilt, und der Gegner den Treffpunkt besser berechnen kann. Ein Vorteil des Treibballs ist seine maximale Fluggeschwindigkeit, die den Gegner zu extrem schnellen Reaktionen und Laufbewegungen zwingt.

Topspin

Hauptartikel: Topspin

Der Topspin ist inzwischen die häufigste Schlagvariante im modernen Tennis. Topspin beschreibt eine Vorwärtsrotation des Balles, die durch ein Überstreichen mit der Schlägerfläche auf der Oberseite ("Top") des Balles erzeugt wird. Die Schlägerfläche ist also im Treffpunkt leicht nach unten geneigt (weniger als 90 Grad). Dadurch entsteht Auftrieb. Dieser bewirkt eine stärkere, vertikale Krümmung der Flugkurve, die die Flugdauer des Balles verlängert. Topspinbälle sind also langsamer als Drivebälle. Zusätzlich haben Topspinbälle ein verändertes Absprungverhalten. Der Ball springt im Verhältnis zur Flugkurve flacher und zusätzlich schneller ab, was ihn unberechenbarer als einen Drive-Schlag macht. Lang gespielte Topspinbälle zwingen den Gegner dazu, entweder weiter hinter die Grundlinie zurück zu weichen oder alternativ den Ball weiter vorne in größerer Höhe über dem Boden zu treffen, was oft schwierig ist. Eine Spielweise mit Topspin erfordert neben guter Technik auch deutlich mehr Kraft. Die Gefahr, den Ball durch die nach vorne geneigte Schlägerfläche mit dem Schlägerahmen zu treffen, ist deutlich höher als beim Drive.

Slice

Hauptartikel: Slice

Beim Slice erfährt der Ball eine Rückwärtsrotation (engl.backspin). Dadurch kann der Ball sehr flach über das Netz fliegen und springt beim Auftreffen auf den Boden kaum mehr ab. Er kann einerseits als Vorbereitungsschlag für einen Netzangriff dienen, da er dem Spieler, bedingt durch den längeren Flug des Balles, mehr Zeit verschafft ans Netz vorzurücken. Andererseits kann der Slice dazu verwendet werden, sich aus einer Defensivsituation heraus Zeit zu verschaffen, etwa bei der Annahme eines harten Aufschlags. Zudem kann er für eine Variation des Spieltempos benutzt werden, um den Gegner aus dem Rhythmus zu bringen. Ein Slice kann meist nur langsam gespielt werden, da er durch die flache Flugkurve ansonsten ins Aus „segelt“.

Strategische Schläge

Return

Return (deutsche Bezeichnung Rückschlag) ist die Bezeichnung des Schlags, mit dem der Ball nach dem gegnerischen Aufschlag zurückgespielt – retourniert – wird. Neben dem Aufschlag, dem härtesten Schlag im Tennis, ist der Return von größter Bedeutung. Beide Schlagarten sind „Eröffnungsschläge“, mit denen der Ballwechsel eingeleitet wird. Ein schwacher Return erlaubt es dem Gegner, bereits mit dem Aufschlag Druck aufzubauen und den Ballwechsel zu bestimmen. Meist ist der Returnierende beim ersten Aufschlag nur in der Lage, den Schläger passiv, mit einer kurzen Ausholbewegung, hinzuhalten (zu „blocken“). Er versucht hierbei den Druck des gegnerischen Aufschlags mitzunehmen und dem Rückschlag die gewünschte Richtung zu geben. Der – in der Regel mit weniger Härte geschlagene – zweite Aufschlag kann dann vom retournierenden Spieler angegriffen werden.

Schmetterball (Smash)

Der Schmetterball ähnelt von der Bewegungsausführung der Aufschlagbewegung. Es handelt sich um einen Überkopfschlag mit hoher Geschwindigkeit. Er wird meist als Reaktion auf einen Lob-Versuch des Gegners gespielt und gilt als der kraftvollste Angriffsschlag.

Passierschlag

Als Passierschlag, auch Passierball genannt (Vorhand oder Rückhand), bezeichnet man einen Schlag, mit dem der Ball am in der Nähe des Netzes postierten Gegner für diesen unerreichbar seitlich vorbei gespielt wird.

Lob

Beim Lob versucht der Spieler, den an das Netz vorgedrungenen Gegner mittels eines hoch geschlagenen Balls zu überwinden. Ist der Schlag zu flach oder zu kurz geschlagen, kann der Gegner mit einem Schmetterschlag antworten. Gelegentlich bleibt – wenn der Lob zu hoch und zu langsam gespielt wird – auch noch genug Zeit zurückzulaufen und den Ball mit Vor- oder Rückhand zu schlagen. Höherklassige Spieler spielen den Lob deshalb mit Topspin. Hierdurch erreicht auch ein hoch als Lob gespielter Ball eine große Fluggeschwindigkeit und ist deshalb bei technisch sauberer Ausführung praktisch nicht mehr zu erlaufen. Der Topspinlob gehört zu den technisch schwierigsten Schlägen und ist deshalb im Amateurtennis kaum zu beobachten.

Der Lob ist ein Spezialfall des Mondballs, bei dem ein Ball absichtlich sehr hoch über das Netz gespielt wird, um Geschwindigkeit aus dem Ballwechseln zu nehmen und dem Spieler einen Neuaufbau zu erlauben.

Stoppball

Bei einem Stoppball (engl.drop shot) wird der Ball so gespielt, dass er kurz hinter dem Netz „herunterfällt“. Der Stoppball wird, ähnlich dem Slice, mit Rückwärtsdrall gespielt, wodurch er zum einen nach dem Auftreffen auf dem Boden kaum noch abspringt, und zum anderen nicht mehr vorwärts, sondern möglichst sogar rückwärts springt. Ein Stoppball wird meist benutzt, wenn sich der Gegner besonders weit hinter der Grundlinie befindet und kann aufgrund seiner überraschenden Wirkung sehr effektiv sein.

Volley

Volley (deutsche Bezeichnung: Flugball) bezeichnet einen Schlag, bei dem der Ball noch vor dessen Auftreffen auf dem Boden zurückgespielt wird. Üblicherweise wird dieser Schlag nahe dem Netz gespielt, sodass sich der Spieler schnell – meist durch einen Splitstep – in Position bringen muss. Es gibt verschiedene Sonderformen.

Der Drivevolley ist ein Volleyschlag, bei dem man den Ball nicht ins Feld „schiebt“, sondern – wie bei der Vorhand – mit hoher Geschwindigkeit und Spin durchzieht. Populär machten diesen Schlag vor allem Andre Agassi und die Williams-Schwestern Venus und Serena. Während der Drivevolley im Damentennis üblich ist, spielt er im modernen Herrentennis nur eine untergeordnete Rolle.

Ein Volleystop ist eine Schlagtechnik, bei der aus einem gegnerischen Schlag ein Stoppball wird. Die Schwierigkeit des Schlages besteht darin, dem Ball die Geschwindigkeit zu nehmen und ihn kurz hinter dem Netz zu platzieren.

Als Halbvolley oder Halbflugball wird ein Schlag bezeichnet, bei dem der Ball kurz nach dem Aufspringen getroffen wird. Dieser Schlag wird größtenteils nur in Notfällen verwendet, da mit diesem Schlag nur schwer Druck auf den Gegner ausgeübt werden kann.

Der Hechtvolley ist eine spezielle Sonderform des Volley, bei der versucht wird, einen Passierschlag des Gegners noch mit Hilfe eines Sprungs zur Seite zu erreichen und so den Ball noch ins Feld des Gegners zu bringen. Dieser Schlag wurde durch Boris Becker bekannt. Ursprünglich hatte ein Jugendtrainer Beckers diesen Schlag entwickelt, um die Reichweite von Nachwuchsspielern am Netz zu erhöhen. Becker behielt aber diesen Schlag in seinem Repertoire und setzte ihn zur Verblüffung seiner Gegner und der Zuschauer auch bei internationalen Turnieren (z. B. 1985 in Wimbledon) erfolgreich ein.

Cross

Ein cross (deutschquer) geschlagener Ball ist ein Ball, der in die jeweils diagonal gegenüber liegende Ecke des Platzes gespielt wird. Ein Rechtshänder spielt demnach eine cross geschlagene Vorhand einem rechtshändigen Gegner ebenfalls auf die Vorhand (bzw. Rückhand auf Rückhand). Da die Diagonale des Platzes länger ist als die Seitenlinie, können etwa härtere und damit weiter fliegende Bälle cross geschlagen werden.

Longline

Ein longline (dt. entlang der Linie) geschlagener Ball ist ein Ball, der in die jeweils gegenüber liegende Ecke des Platzes gespielt wird, d. h., der Ball fliegt parallel zur Seitenauslinie. Ein Rechtshänder spielt demnach eine longline geschlagene Vorhand einem ebenfalls rechtshändigen Gegner auf die Rückhand (bzw. Rückhand auf Vorhand). Befindet sich der ausführende Spieler seitlich außerhalb des Feldes, kann ein Longline-Schlag auch regelkonform seitlich am Netzpfosten vorbei gespielt werden.

Gewinnschläge und Fehler

Winner

Ein Winner (dt. auch Gewinnschlag) ist ein Ball, der so platziert gespielt wurde, dass der Gegner keine Möglichkeit hat, diesen zu retournieren.

Ass und Service Winner

Ein Ass ist ein Aufschlag ins Feld, der vom Gegner nicht einmal mehr berührt werden kann. Er zählt demnach auch automatisch als ein Winner. Führt der Aufschlag zu einem direkten Punkt, kann aber noch erreicht werden, nennt man dies Service Winner. Sowohl Talent als auch Erfahrung spielen eine gravierende Rolle, um ein Ass zu schlagen.

Nicht nur die Aufschlagsgeschwindigkeit ist hier von großer Bedeutung, sondern auch das Erkennen, in welche Richtung der Rückschläger sich bewegen könnte.

Außerdem spielen hier der Tennisplatz und sein Belag eine immense Rolle. Die optimale Grundlage für ein Ass ist ein Hartplatz. Die schlechteste Option wäre ein Sandplatz, da hier der Ball durch den Sand abgebremst wird und der Gegner dadurch mehr Zeit für seine Reaktion gewinnt. Die höchste Wahrscheinlichkeit ein Ass zu erzielen findet man beim Rasentennis.

Forced Error und Unforced Error

Als Unforced Error (dt. unerzwungener, vermeidbarer oder leichter Fehler oder Fehler ohne Not) wird ein Schlag bezeichnet, mit dem ein Spieler den Punkt auf Grund eines eigenen Fehlers verliert, ohne dass dies durch den vorangegangenen Schlag des Gegners erzwungen wurde. Kann er hingegen den Ball auf Grund eines vorhergegangenen harten, platzierten oder sonst schwer zu spielenden oder erreichenden Schlages des Gegners nicht regelgerecht retournieren, spricht man von einem Forced Error (dt. erzwungener Fehler). Die Übergänge zwischen vermeidbarem und erzwungenem Fehler können im Einzelfall fließend sein. Die Einteilung unterliegt damit häufig einem Beurteilungsspielraum des jeweiligen Statistikführenden bzw. Kommentators.

Doppelfehler

Hauptartikel: Doppelfehler

Als Doppelfehler (engl.double fault) wird ein Punktverlust des Aufschlagenden durch zwei regelwidrige Aufschläge bezeichnet. Ein Doppelfehler zählt zugleich als Unforced Error.

Serve and Volley

Beim Serve-and-Volley-Spiel folgt der Spieler seinem Aufschlag (Service), versucht möglichst weit zum Netz vorzudringen und den Ballwechsel mit einem Volley abzuschließen. Diese Strategie ist besonders auf schnellen Belägen, insbesondere auf Rasen, erfolgversprechend. Die Position des Angreifers dicht am Netz verkürzt die Reaktionszeit des Gegenspielers; häufig kann der angreifende Spieler bereits mit dem ersten Volley punkten. Für ein erfolgreiches Serve-and-Volley-Spiel sind zwei Grundvarianten des Aufschlagspiels möglich. Zum einen kann der Aufschlag mit großer Härte gespielt werden. Dem Gegner bleibt dann nur geringe Reaktionszeit, er kann den Aufschlag oft nur noch „blocken“, das heißt, er kann den Schläger nur passiv ohne eigene Ausholbewegung hinhalten. Der Ball wird dann nur noch mäßig kontrolliert und ohne Drall zurückgespielt, was dem Aufschläger ermöglicht, den Volley mit hohem Tempo und platziert zurückzuspielen. Nachteil der hohen Aufschlaghärte ist, dass auch dem Aufschläger verhältnismäßig wenig Zeit bleibt, Richtung Netz vorzurücken. Er muss den ersten Volley in der Regel in Höhe der T-Linie im sogenannten Halbfeld schlagen. Ist der Aufschlag gut platziert, so ist dies wegen der oft hohen Flugbahn des Returns unproblematisch. Erahnt der Rückschläger die Richtung des Aufschlags oder ist dieser schlecht platziert, so wird der Aufschläger oft zum Halbvolley gezwungen, da der Returnierende ihm den Ball mit Topspin „auf die Füße“ spielen kann. Typische Vertreter dieser Spielweise sind großgewachsene Spieler, wie es beispielsweise Boris Becker und Goran Ivanišević waren.

Als zweite Variante kann der Aufschlag mit weniger Tempo, aber hoher Genauigkeit und viel Schnitt gespielt werden. Der Druck auf den Gegner entfaltet sich dann durch die stärkeren Winkel; der Rückschläger hat größere Probleme, den Ball noch zu returnieren und wird häufig bereits mit dem Aufschlag aus der Platzmitte gedrängt. Wegen der geringeren Aufschlaggeschwindigkeit hat der Aufschläger mehr Zeit für den Weg zum Netz. Hierdurch erreicht er eine bessere Position für den ersten Volley, kann den Ball auch fast immer von oben nach unten spielen und wird nur selten zum Halbvolley gezwungen. Meist wird der Aufschlag mit Vorwärtsdrall (Kick) gespielt. Wegen des hohen Absprungs ist es zusätzlich schwer für den Returnierenden, den Ball flach zu halten, da er diesen von oben nach unten spielen muss. Nachteil dieser Variante ist, dass nur selten bereits mit dem Aufschlag gepunktet werden kann. Der Angreifer benötigt ein herausragendes Volleyspiel, um mit dem ersten Volley den Druck aufrechterhalten zu können. Typische Vertreter dieser Variante waren Stefan Edberg oder John McEnroe.

Früher wurde die Serve-and-Volley Taktik von vielen Weltklassespielern angewandt. Da die Spieler heutiger Zeit auch in der Lage sind, äußerst druckvoll von der Grundlinie zu spielen, hat diese Strategie zumindest im Einzelwettbewerb an Bedeutung verloren.

Grundlinienspiel

Beim Grundlinienspiel bleiben beide Spieler an der Grundlinie. Dabei versuchen sie, dadurch einen Vorteil zu erzielen, dass sie den Ball auf die vom Gegner weiter entfernte Seite oder gegen die Laufrichtung spielen. Mit dieser Taktik erzielt man meist erst dann einen Punktgewinn, wenn mehrere gut platzierte Schläge hintereinander gespielt werden. Dabei werden die Schläge überwiegend mit Topspin, seltener auch mit Slice gespielt.

Chip and Charge

Hierbei antwortet der Rückschläger auf den Aufschlag direkt mit einem Angriffsball (chip) und rückt anschließend sofort ans Netz auf (charge). Dort versucht er, per Volley den Ballwechsel zu entscheiden. Dieser Spielzug wird fast ausschließlich gegen den zweiten Aufschlag angewandt. Wird diese Schlagfolge taktisch klug eingesetzt, setzt sie den Gegner unter Druck, da dieser dazu veranlasst werden könnte, beim zweiten Aufschlag mehr zu riskieren.

Inside-Out-Schläge

Bei Inside-Out-Bällen (engl. für von innen nach außen) vermeidet der Spieler jeweils Vor- oder häufiger die Rückhand, indem er den Schlag „umläuft“. Der Ball wird, wenn die Rückhand umlaufen wird, von der Rückhandseite mit der Vorhand diagonal gespielt. Ziel ist es, mit der häufig druckvolleren Vorhand das Tempo hochzuhalten oder den unsichereren Schlag zu vermeiden. Seltener wird der Ball statt diagonal auch entlang der Seitenlinie gespielt. In diesem Fall spricht man von einem Inside-In-Schlag.

Das professionelle Tennis wird von internationalen Turnieren bestimmt, die das ganze Jahr über stattfinden und zumeist im K. o.-System ausgespielt werden. Die Dachorganisation für diese Turniere ist bei den Frauen die WTA und bei den Männern die ATP. Bei den Turnieren werden jeweils Punkte für die Tennisweltrangliste vergeben. Die Weltranglistenposition der Spieler wiederum entscheidet über die Teilnahmeberechtigung bzw. Setzposition bei den einzelnen Turnieren.

Die prestigeträchtigsten Turniere im Tennis sind die vier Grand-Slam-Turniere, die vom Tennisweltverband ITF ausgetragen werden, sowie die ATP World Tour Finals (Herren) bzw. die WTA Tour Championships (Damen) am Ende der Saison. Bei den Herren folgt als nächste Kategorie die ATP Masters Series mit neun Turnieren.

Grand-Slam-Turniere

Hauptartikel: Grand Slam

Mannschaftswettbewerbe

Profitour

Tennis-Verbände in Deutschland, Österreich und der Schweiz

In Deutschland wird der Tennissport vom DTB, dem Deutschen Tennis-Bund, organisiert, der sich jeweils in Landesverbände aufteilt. Er organisiert den Ligaspielbetrieb, die Turniere, das Nationalteam (Daviscup- bzw. Fed Cup-Team) und bildet auch Tennistrainer aus.

Von den Landesverbänden bzw. von den ihnen untergeordneten Bezirken werden in allen Altersklassen Mannschaftswettkämpfe, die sogenannten Medenspiele, organisiert. Dabei wird in Amateurligen von Kreisklassen für Freizeitsportler bis hinauf zu Verbands- bzw. Regionalligen um Auf- und Abstieg gerungen. Den Oberbau mit Ausrichtung zum Profitennis (bei den aktiven Herren und Damen) bilden die 1. und 2. Bundesligen, die vom DTB organisiert werden.

In Österreich ist der ÖTV (Österreichischer Tennis Verband) als Unterorganisation des ITF gemeldet.

In der Schweiz fungiert Swiss Tennis als nationaler Dachverband.

Portal: Tennis – Übersicht zu Wikipedia-Inhalten zum Thema Tennis
  • Burghard von Reznicek: Tennis. Das Spiel der Völker. Johann Grüneberg, Marburg 1932. (Vorwort von Wilhelm Schomburgk)
  • Theo Stemmler: Vom Jeu de paume zum Tennis. Eine Kurzgeschichte des Tennisspiels. Frankfurt/Main, Insel Verlag 1988, ISBN 3-458-19076-7 (Insel-Bücherei 1076/2)
Commons: Tennis – Album mit Bildern, Videos und Audiodateien
Wiktionary: Tennis – Bedeutungserklärungen, Wortherkunft, Synonyme, Übersetzungen
  • (deutsche Übersetzung des württembergischen Tennisverbandes; PDF-Datei)
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  11. Duden online:
Normdaten (Sachbegriff): GND:(, ) | LCCN:

Tennis
tennis, sportart, eines, rückschlag, spieles, sprache, beobachten, bearbeiten, titel, dieses, artikels, mehrdeutig, weitere, bedeutungen, sind, unter, begriffsklärung, aufgeführt, rückschlagspiel, spielball, spielern, speziellen, schlägern, wechselseitig, über. Tennis Sportart eines Ruckschlag Spieles Sprache Beobachten Bearbeiten Der Titel dieses Artikels ist mehrdeutig Weitere Bedeutungen sind unter Tennis Begriffsklarung aufgefuhrt Tennis ist ein Ruckschlagspiel bei dem der Spielball von den Spielern mit speziellen Schlagern wechselseitig uber ein Netz in die gegnerische Spielfeldhalfte geschlagen wird Dieser ursprunglich als eher elitar geltende Sport hat sich mit fortschreitender Zeit zum beliebten Breitensport entwickelt Nach einer ersten Phase von 1896 bis 1924 ist Tennis seit 1988 wieder eine olympische Sportart Szene aus einem Tennismatch Tennismatch im Doppel Inhaltsverzeichnis 1 Geschichte 2 Etymologie 3 Ausrustung 3 1 Schlager 3 2 Balle 4 Spielfeld 5 Spielvarianten 6 Regeln 6 1 Spielprinzip 6 2 Gliederung und Zahlweise 6 3 Tie Break 6 4 Match Tie Break 6 5 Schiedsrichter 6 6 Besonderheiten 6 7 Geschichte der Zahlweise 7 Schlagarten 7 1 Grundschlagarten 7 1 1 Vorhand 7 1 2 Ruckhand 7 1 3 Aufschlag 7 2 Ballrotation 7 2 1 Drive 7 2 2 Topspin 7 2 3 Slice 8 Weitere Schlagbezeichnungen 8 1 Strategische Schlage 8 1 1 Return 8 1 2 Schmetterball Smash 8 1 3 Passierschlag 8 1 4 Lob 8 1 5 Stoppball 8 1 6 Volley 8 1 7 Cross 8 1 8 Longline 8 2 Gewinnschlage und Fehler 8 2 1 Winner 8 2 2 Ass und Service Winner 8 2 3 Forced Error und Unforced Error 8 2 4 Doppelfehler 9 Spielstrategien 9 1 Serve and Volley 9 2 Grundlinienspiel 9 3 Chip and Charge 9 4 Inside Out Schlage 10 Turnierbetrieb 10 1 Grand Slam Turniere 10 2 Mannschaftswettbewerbe 10 3 Profitour 10 4 Tennis Verbande in Deutschland Osterreich und der Schweiz 11 Siehe auch 12 Literatur 13 Weblinks 14 EinzelnachweiseGeschichte Hauptartikel Geschichte des Tennis Jeu de Paume Der franzosische Vorlaufer des heutigen Spiels Jeu de Paume wurde zunachst in Klosterhofen spater in Ballspielhausern auf einem rechteckigen Feld gespielt Die Spieler machten ihre Angabe indem sie den Ball uber das Netz gegen eine Wand schlugen welche entlang des Feldes verlief Die Zuschauer sassen an der Wand gegenuber Linien teilten das Feld in vier funfzehn Zoll knapp vierzig Zentimeter breite parallel verlaufende Streifen zu beiden Netzseiten In Paris wurden zwischen 1500 und 1600 zahlreiche kommerzielle Tennisanlagen erbaut in denen die Besitzer die fur das Spiel notige Ausrustung verliehen oder verkauften Die Anlagen wurden durch die verschiedensten Bevolkerungsschichten als Freizeiteinrichtung genutzt 1 Der englische Major Walter Clopton Wingfield liess sich 1874 seine Art von Tennis das er Sphairistike griechisches Wort fur Ballspiele nannte patentieren Dabei wurden erstmals verbindliche Regeln definiert Da es auf Rasen gespielt wurde nannte man das Spiel auch Lawn Tennis engl fur Rasentennis Das bis heute ubliche Tennis entstand mit neuen Regeln im Zuge der ersten Meisterschaften in Wimbledon London im Juli 1877 Mit dem Aufkommen des Profitennis Mitte der 1920er Jahre 2 wurden zu vielen grossen Turnieren nur noch Amateure zugelassen 1925 wurde Tennis aus dem olympischen Programm gestrichen 1968 wurde die Beschrankung aufgehoben siehe auch Open Era wodurch grosse Turniere wie zum Beispiel die US Open oder die French Open erhebliche finanzielle Bedeutung erlangten Seit 1988 ist Tennis wieder eine olympische Disziplin EtymologieDer Ursprung des Wortes Tennis ist ungewiss Fur die wahrscheinlichste Etymologie halt Anatoly Liberman die auch von Walter W Skeat favorisierte Theorie dass es auf einen franzosischen oder vielmehr anglonormannischen Ausruf tenez zuruckgehe also den Imperativ Plural von tenir halten mit der Bedeutung Nehmt haltet den Ball der jedoch in dieser Form und Bedeutung nicht bezeugt ist Fur diese Theorie spricht dass das Spiel ein Zeitvertreib der vorwiegend anglonormannisch sprechenden Aristokratie war sowie der Umstand dass das Wort im Mittelenglischen noch auf der zweiten Silbe betont wurde Zudem ist der fruheste Nachweis ein um das Jahr 1440 datiertes Manuskript eines Gedichtes von John Gower mit der Schreibung tenetz 3 Andere Theorien leiten das Wort von deutsch Tenne oder Tanz von lateinisch taenia Kopfbinde oder vom franzosischen Ortsnamen Tennois ab Erwahnung verdient ausserdem die einfallsreiche Mutmassung des Lexikographen Frank Chance der enthauptete christliche Martyrer Dionysius von Paris franzosisch St Denis sei einst der Schutzpatron und Namenspate des Spiels gewesen In der Ikonographie tragt er oftmals sein Haupt wie einen Ball in seinen Handen 4 Ausrustung Tennisschlager und Balle Schlager Hauptartikel Tennisschlager Ein Tennisschlager besteht aus einem mit einem Band umwickelten Griff dem Schaft und dem Kopf in den die aus Saiten bestehende Schlagflache eingespannt ist Fruher wurden Tennisschlager ausschliesslich aus Holz gefertigt Nachdem in den 1960er Jahren kurzzeitig Metallrahmen aus Aluminium oder Stahl aufkamen bestehen heutige Rahmen hauptsachlich aus kohlenstofffaserverstarktem Kunststoff der ein geringes Gewicht in Verbindung mit einer hohen Steifigkeit gewahrleistet Tennissaiten bestehen meist aus Nylon oder Polyester die eine langere Lebensdauer als die im modernen Profitennis nur noch selten verwendeten Naturdarmsaiten aufweisen Ein Tennisschlager wiegt etwa 280 bis 350 Gramm Nach den Regularien der ITF darf er maximal 27 Zoll 73 7 cm lang und 12 5 Zoll 31 7 cm breit sein Bei der Schlagerflache sind verschiedene Grossen von etwa 750 cm bis zu 625 cm ublich eine grossere Schlagerflache bietet einen grosseren optimalen Treffpunkt sweet spot fur den Ball und erlaubt eine weniger kraftintensive Spielweise wahrend eine kleinere Flache die Ballkontrolle verbessert Balle Hauptartikel Tennisball Tennisballe bestehen in der Regel aus einer mit Uberdruck gefullten Gummiblase uber die ein Filzuberzug gespannt ist Sobald der Uberdruck nach einer gewissen Zeit aus dem Ball entwichen ist lasst die Sprungeigenschaft stark nach und der Ball muss ausgetauscht werden Daneben existieren drucklose Balle deren Sprungeigenschaft auf der Verwendung verschiedener Gummischichten basiert Bei offiziellen Turnieren wird fast ausschliesslich mit Druckballen gespielt Wahrend fruher Tennisballe in schwarz oder weiss ublich waren setzten sich mit dem Aufkommen der Fernsehubertragungen von Tennisspielen in den 1970er Jahren hellgelbe Balle durch die auf Farbfernsehern besser zu erkennen sind Bei den Wimbledon Championships wurde bis 1986 ausschliesslich mit weissen Ballen gespielt Nach den offiziellen Regeln muss ein Tennisball zwischen 56 7 g und 58 5 g schwer sein und einen Durchmesser von 6 54 cm bis 6 86 cm besitzen Spielfeld Tennis Spielfeld Das Tennis Spielfeld ist rechteckig und wird durch das Netz in zwei Halften geteilt Die Masse des Spielfeldes wurden ursprunglich in englischen Fuss 1 ft 0 3048 m definiert Es ist 78 ft 23 77 m lang und fur das Einzelspiel 27 ft 8 23 m breit fur das Doppelspiel 36 ft 10 97 m breit Das Spielfeld wird durch Linien begrenzt die sogenannten Grundlinien Baselines und Seitenlinien Sidelines Die Linien sind Bestandteil des Spielfeldes d h fallt der Ball auch nur teilweise auf eine der Linien so ist er weiterhin im Spiel Die Grundlinien verlaufen parallel zum Netz die Seitenlinien rechtwinklig dazu Parallel zum Netz liegen auf beiden Seiten im Abstand von 21 ft 6 40 m die Aufschlaglinien In der Mitte des Feldes fuhrt vom Netz zur Aufschlaglinie die Aufschlagmittellinie Die Flache zwischen Netz und Aufschlaglinien wird inoffiziell auch als T Feld Aufschlagmittellinie und Aufschlaglinie bilden den Buchstaben T oder Halbfeld Aufschlaglinie teilt die Spielhalfte in der Mitte bezeichnet Dementsprechend wird die Aufschlaglinie auch als T Linie bezeichnet Die zwei Flachen eines T Feldes werden Aufschlagfelder genannt Innerhalb dieser Aufschlagfelder wird insbesondere im Kinderbereich Kleinfeldtennis gespielt Das Netz soll in der Mitte 3 ft 0 914 m an den Seitenenden 3 5 ft 1 07 m hoch sein und auf beiden Seiten mindestens 3 ft 0 914 m uber das Spielfeld hinausragen So ist das Netz bei Doppelspielen breiter als bei Einzelspielen Einzelspiele konnen aber auch mit der breiteren Netzvariante durchgefuhrt werden Die Flache zwischen Grundlinie und Einzaunung hat etwa eine Lange von 18 ft bis 21 ft 5 50 m bis 6 40 m Die Breite der Flache zwischen Seitenlinie und Einzaunung liegt etwa bei 10 ft bis 12 ft 3 04 m bis 3 66 m Die haufigsten Belage von Tennisplatzen sind roter Sand meist Ziegelmehl Teppichboden Kunststoffgranulat Rasen oder Kunstrasen Vor allem in nordamerikanischen Landern ist der Hartplatz sehr verbreitet Im Freien sind Sandplatze vorherrschend in der Halle wird meist auf einem Hart Granulat oder Teppichbodenplatz gespielt SpielvariantenWettkampfmassig wird Tennis als Einzel bei dem ein Spieler gegen einen anderen antritt oder als Doppel mit je zwei Spielern gespielt In den Verbanden haben sich dafur jeweils reine Herren und Damen Wettbewerbe sowie das Gemischte Doppel Mixed mit je einem mannlichen und weiblichen Spieler auf Seiten beider Gegner etabliert RegelnSpielprinzip Ein Amateurtennismatch Zu Beginn eines Ballwechsels steht der Aufschlag Beim Aufschlag muss der Ball in das diagonal gegenuberliegende kleinere Feld der gegnerischen Spielfeldhalfte das Aufschlagfeld gespielt werden Sofern dies nicht beim ersten Versuch gelingt hat der aufschlagende Spieler einen zweiten Versuch Misslingt auch dieser so erhalt der Gegner einen Punkt man spricht in diesem Fall von einem Doppelfehler Falls der Ball beim Aufschlag das Netz beruhrt und danach im Aufschlagfeld aufkommt wird der Aufschlag wiederholt Der Aufschlager darf das Tennisfeld erst betreten nachdem der Ball den Schlager beruhrt hat sonst begeht er einen Fussfehler Nach dem Aufschlag besteht das Ziel des Tennisspiels darin den vom Gegner in die eigene Spielfeldhalfte gespielten Tennisball immer wieder regelgerecht uber das Netz in dessen Spielfeldhalfte zuruckzuspielen Regelgerecht bedeutet dabei dass der Spieler den Ball mit dem Schlager uber das Netz spielt seitlich am Netz vorbei ist auch regelgerecht der Ball maximal einmal den Boden beruhrt hat bevor er gespielt wird und danach nicht mehr in der eigenen Spielfeldhalfte aufkommt der Ball in der gegnerischen Spielfeldhalfte den Boden beruhrt sofern ihn der Gegner nicht vorher spielt Volley der Spieler den Ball nicht mit einem Korperteil beruhrt der Spieler das Netz nicht mit einem Korperteil oder dem Schlager beruhrt der Spieler den Ball nur einmal mit dem Schlager schlagt Derjenige Spieler der den Ball zuletzt regelkonform spielt erhalt einen Punkt Deshalb wird auch der Ballwechsel selbst als Punkt bezeichnet Gliederung und Zahlweise Ein Spiel besteht aus mehreren Ballwechseln bei denen die Spieler Punkte erzielen mussen wobei der erste Punktgewinn eines Spielers als 15 der zweite als 30 und der dritte als 40 gezahlt wird siehe Abschnitt Geschichte der Zahlweise Ein vierter Punktgewinn eines Spielers entscheidet das Spiel fur ihn falls er dann einen Vorsprung von mindestens zwei Punkten hat also nach den Spielstanden 40 0 40 15 und 40 30 bzw umgekehrt Bei einem Spielstand von 40 40 spricht man vom Einstand Der darauf folgende Punkt wird als Vorteil bezeichnet Gewinnt der Spieler der den Vorteil erzielt hat auch den nachsten Punkt dann geht das Spiel an ihn Gelingt es aber seinem Gegner den Punkt fur sich zu entscheiden so ist der Spielstand erneut Einstand Es wird dann so lange gespielt bis ein Spieler der Vorteil hat auch den darauf folgenden Punkt erzielt d h nach einem Einstand muss ein Spieler zwei Punkte unmittelbar hintereinander erzielen Um eine Tennisbegegnung auch Match oder Partie genannt zu gewinnen ist eine vorher festgelegte Anzahl von Satzen fur sich zu entscheiden Meist wird auf zwei Gewinnsatze gespielt im Herrentennis bei grossen Turnieren Grand Slam Davis Cup sowie im Finale der Olympischen Sommerspiele bis 2016 5 6 auch auf drei Ein Satz unterteilt sich in einzelne Spiele Ein Spieler gewinnt einen Satz wenn er 6 Spiele gewonnen und einen Vorsprung von mindestens zwei gewonnenen Spielen hat z B bei Spielstanden 6 4 oder 7 5 Haben beide Spieler 6 Spiele gewonnen wird meistens ein Tie Break gespielt der den Satz entscheidet Das Recht auf den Aufschlag steht innerhalb eines Spieles nur einem Spieler zu es wechselt im folgenden Spiel Die Spielfeldseite von der der Aufschlag auszufuhren ist wechselt nach jedem Punkt wobei der erste Aufschlag von der aus Sicht des Aufschlagers rechten Seite ausgefuhrt werden muss Man bezeichnet die rechte Seite der Spielfeldhalfte auch als Einstandseite die linke als Vorteilseite Die Spieler wechseln die Seite des Spielfelds wenn die Summe der im Satz gespielten Spiele ungerade ist Tie Break Bis 1970 konnte ein Satz grundsatzlich auch ab dem Spielstand von 6 6 nur mit zwei Spielen Unterschied gewonnen werden Da der aufschlagende Spieler innerhalb eines Spieles im Vorteil ist und nach jedem Spiel das Aufschlagrecht wechselt konnte es relativ lange dauern bis ein Satz gewonnen war Dies machte insbesondere eine Live Ubertragung fur Fernsehsender unkalkulierbar Aus diesem Grund wurde 1970 der Tie Break eingefuhrt Beim Tie Break wird jeder Fehler als Punkt gezahlt die Zahlweise mit 15 30 40 Punkten entfallt Ein Tie Break ist dann gewonnen wenn ein Spieler mindestens sieben Punkte gewinnt und mindestens zwei Punkte Vorsprung hat Das Aufschlagrecht wechselt jeweils wenn die Summe der gespielten Punkte ungerade ist Nach jeweils sechs gespielten Punkten wechseln die Spieler die Seiten Match Tie Break Seit einigen Jahren wird zur Abkurzung des Spiels der eventuell notwendig werdende dritte Satz im Doppel oder Mixed teilweise auch im Einzel als Match Tie Break gespielt analog wie der Tie Break Ein Match Tie Break ist dann gewonnen wenn der Spieler mindestens zehn Punkte gewinnt und dabei mindestens zwei Punkte Vorsprung hat Schiedsrichter Schiedsrichter auf einem Hochstuhl Wimbledon 2010 Im professionellen Tennis ist ein Stuhlschiedsrichter ublich der auf einer Seite des Spielfelds auf einem Hochstuhl sitzt Er wird von mehreren Linienrichtern unterstutzt die ein Aus des Balls durch einen lauten Ausruf und einen seitlich ausgestreckten Arm anzeigen Falls der Ball knapp innerhalb des Feldes aufkommt so zeigt der Linienrichter dies an indem er mit langgestreckten Armen den Buchstaben V auf Kniehohe bildet Der Schiedsrichter hat allerdings die alleinige Entscheidungsgewalt und kann die Entscheidung eines Linienrichters uberstimmen englisch Overrule Fruher wurden daruber hinaus Netzrichter eingesetzt die an beiden Enden des Netzes sassen und den Schiedsrichter auf eine Netzberuhrung des Balls beim Aufschlag hinwiesen Durch die Einfuhrung technischer Hilfsmittel werden Netzrichter heute nicht mehr benotigt Es gibt daruber hinaus einen Oberschiedsrichter der sich nicht auf dem Platz befindet Er kann von einem Spieler gerufen werden wenn dieser der Meinung ist dass eine Entscheidung des Schiedsrichters die Tennisregeln verletzt Der Oberschiedsrichter darf nicht die Tatsachenentscheidung des Schiedsrichters uberstimmen z B ob ein Ball aus war oder nicht sondern nur die sich daraus aus den Tennisregeln ergebende Konsequenz fur den weiteren Spielverlauf Daruber hinaus wird er bei Verstossen gegen den Verhaltenskodex Code Violation s u vom Schiedsrichter zu Rate gezogen insbesondere wenn diese eine Disqualifikation eines Spielers zur Folge haben Bei grossen Turnieren wird um Benachteiligungen der Spieler durch Fehlentscheidungen der Schieds oder Linienrichter zu reduzieren das Hawk Eye System verwendet Dabei erhalt jeder Spieler pro Satz eine feste Anzahl von sog Challenges von engl to challenge sth etwas infrage stellen die es ihm ermoglichen eine Entscheidung durch das Hawk Eye System uberprufen zu lassen Stellt sich dabei heraus dass der Spieler recht hatte so vergibt der Schiedsrichter je nach Eindeutigkeit der Spielsituation entweder direkt einen Punkt oder lasst den Ball wiederholen die Anzahl der Challenges des Spielers bleibt in diesem Fall gleich Wenn der Spieler in seiner Einschatzung falsch liegt wird ihm eine Challenge abgezogen Je nach Turnier erhalt ein Spieler pro Satz zwei bis drei Challenges falls der Satz durch ein Tie Break entschieden werden muss erhalt jeder Spieler eine Challenge zusatzlich In Satzen in denen kein Tie Break gespielt wird sog Advantage bzw Vorteilssatze erhalt jeder Spieler nach jeweils zwolf gespielten Spielen somit beim Stand von 6 6 12 12 usw wieder die ursprungliche Zahl von Challenges Ein Schiedsrichter kann einen Spieler bestrafen falls dieser gegen den Verhaltenskodex 7 engl Code of Conduct verstosst Dieser verbietet unter anderem Fluchen Beleidigung des Schiedsrichters Gegners oder des Publikums unsportliches Verhalten Spielverzogerung Verlassen des Platzes ohne Genehmigung des Schiedsrichters Beim ersten Verstoss engl Code Violation spricht der Schiedsrichter eine Verwarnung aus beim nachsten erfolgt ein Punktverlust Beim dritten Vergehen erfolgt ein Spielverlust Ab dem vierten Verstoss kann der Schiedsrichter den Spieler disqualifizieren Matchverlust oder erneut einen Spielverlust verhangen In besonders schweren Fallen kann der Schiedsrichter den Spieler auch bereits beim ersten Verstoss disqualifizieren Besonderheiten Bei den Senioren und im Doppel wird haufig statt eines entscheidenden dritten Satzes ein Tie Break gespielt In manchen Verbanden des DTB zum Beispiel in Baden Wurttemberg und Bayern wird auch in Verbandsspielen Damen und Herren kein dritter Satz gespielt Stattdessen wird ein sogenannter Match Tie Break auf zehn Punkte alternativ sieben Punkte gespielt Ein Match Tie Break wird auch bei den US Open und seit 2007 bei den Australian Open im dritten Satz des Mixed Wettbewerbs gespielt Bei den French Open dem Davis Cup und bei den Olympischen Spielen wird im entscheidenden Satz kein Tie Break gespielt sondern es mussen zwei Spiele Vorsprung erlangt werden No Ad kurz fur no advantage bzw Deciding Point Regel Sie kommt vor allem in Doppelkonkurrenzen zum Einsatz und dient der Abkurzung der einzelnen Aufschlagspiele Wird der Deciding Point angewendet so entscheidet bei Erreichen des Spielstands 40 40 der nachste Punkt uber den Gewinn des Spiels Es ist dann also nicht wie ublich ein Vorsprung von zwei Punkten zum Gewinn notig Eine weitere Besonderheit ist dass die returnierende Partei beim Deciding Point die Wahl hat von welcher Seite der Aufschlager serviert vom Schiedsrichter wird dies auch mit Deciding point receiver s choice angekundigt Im Mixed gibt es kein receiver s choice Hier serviert immer Mann auf Mann und Frau auf Frau 8 Das verlorene Spiel des Aufschlagenden wird Break genannt der Aufschlagvorteil wurde durchbrochen Ein Break stellt wegen der Bedeutung des Aufschlags einen besonderen Vorteil dar Gewinnt der Spieler der das Break hinnehmen musste das folgende Aufschlagspiel seines Gegners so wird dies als Rebreak bezeichnet Entscheidende Punkte werden als Breakball falls der Gewinn zu einem Break fuhrt Satzball oder Matchball bezeichnet Ein ohne Verlustpunkt gespielter Satz 6 0 jeweils nach Spielgewinnen zu 0 demnach 24 in Folge gewonnene Punkte wird als Golden Set bezeichnet In der Geschichte des Profi Tennis gelang dieser perfekte Satz bislang nur den Spielern Bill Scanlon 1983 Jaroslawa Schwedowa 2012 Julian Reister 2013 und Stefano Napolitano 2015 Fast4 Tennis ist ein Format das 2014 von Tennis Australia 9 initiiert wurde und zu einem kurzeren Tennisspiel fuhrt bei dem im Vergleich zu den traditionellen Tennisregeln abweichende Regeln angewendet werden Spiele im Einzel werden als best of three 3 Gewinnsatze kurzen Satzen erste 4 gewonnene Spiele mit einem kurzen Tie Break bei 3 3 erste 5 Punkte sudden death wenn beide 4 Punkte erreicht haben gespielt Geschichte der Zahlweise Zur Geschichte der Zahlweise gibt es zwei Erklarungen Meist wird vermutet dass die Zahlweise auf Geldeinsatze und Spielwetten im 14 Jahrhundert in Frankreich zuruckgeht So setzte man zum Beispiel einen gros denier der wiederum einen Wert von 15 denier hatte In einem Satz der damals oft aus vier Spielen bestand wurden also 4 mal 15 deniers gesetzt 15 30 45 60 Eine andere Erklarung bezieht sich auf die Linien auf dem Spielfeld Jedes Mal wenn ein Spieler beim jeu de paume einen Punkt machte bewegte er sich einen Streifen weiter und kam so allmahlich der Mitte des Feldes naher Das Spiel begann an der 0 Zoll Linie Gewann ein Spieler einen Punkt ruckte er zur 15 Zoll Linie vor dann zur 30 Zoll Linie und schliesslich zur 45 Zoll Linie Dann erst hatte er das Spiel gewonnen Da man fand dass diese Linie dem Netz zu nahe war wurde die letzte Angabe auf eine 40 Zoll Linie zuruckversetzt In beiden Fallen wurde im 16 Jahrhundert der kurzeren Aussprache wegen 45 durch 40 ersetzt Im Englischen wird der Spielstand 0 mit dem Wort love Liebe bezeichnet Ein Spiel bei dem der Gegner null Punkte erzielt heisst daher auch love game Der Ausdruck love fur keine Punkte ist ab 1742 nachweisbar 10 Er ergab sich aus der bereits in den 1670er Jahren gebrauchlichen Redewendung playing for love fur Liebe spielen d h nicht fur Geld spielen 10 Laut Duden wurde er aus der Redewendung to be love umsonst sein gekurzt 11 SchlagartenGrundschlagarten Die Grundschlagarten sind wie auch bei anderen Ruckschlagspielen Vorhand Ruckhand und Aufschlag Vorhand Bei der Vorhand engl forehand wird der Ball auf der Seite der Schlaghand bei einem Rechtshander also rechts bei einem Linkshander links gespielt In der Regel wird der Vorhandschlag mit einer Ausholbewegung eingeleitet und der Ball idealerweise etwa hufthoch seitlich vor dem Korper getroffen Fruher war auch der sogenannte Westerngriff verbreitet bei dem der Ball weit vor dem Korper getroffen wird In der Regel wird die Vorhand einhandig gespielt und auch so gelehrt Zu den wenigen Spielern welche die Vorhand beidhandig spielen gehorten Monica Seles und Fabrice Santoro Ruckhand Bei der Ruckhand engl backhand wird der Ball auf der der Schlaghand gegenuberliegenden Seite bei einem Rechtshander also links Linkshander rechts geschlagen Ein Ruckhandschlag kann sowohl einhandig als auch beidhandig ausgefuhrt werden Die beidhandige Ruckhand ist erst in den 1970er Jahren bekannt geworden Anfangern wird diese haufig empfohlen da die Durchfuhrung einfacher zu erlernen ist als die einhandige Ruckhand Mittlerweile ist die beidhandige Ruckhand auch unter Profispielern vorherrschend Ausnahme ist der Ruckhand Slice der meist einhandig geschlagen wird Aufschlag Hauptartikel Aufschlag Der Aufschlag engl Service leitet den Ballwechsel ein Aus einer Position hinter der Grundlinie muss der Ball in das gegenuberliegende Aufschlagfeld geschlagen werden Die Linien gehoren zum Aufschlagfeld Ein Uberschreiten oder die Beruhrung der Grundlinie vor dem Treffen des Balls ist regelwidrig Jeder Aufschlager hat zwei Versuche nach erfolglosem zweiten Versuch gehort der Punkt dem Gegner Nach einem Spiel wechselt das Aufschlagrecht Der Aufschlag kann wie bei einem Grundlinienschlag je nach taktischer Auslegung mit unterschiedlicher Rotation gespielt werden Man unterscheidet dabei zwischen einem flachen und schnellen Aufschlag mit nur geringem Vorwartsdrall einem Topspin und einem Sliceaufschlag Den gunstigsten Schlagwinkel und dadurch hochste Ballgeschwindigkeiten erreicht man wenn der Ball uber Kopfhohe geworfen und am hochstmoglichen Punkt getroffen wird Im modernen Herrentennis werden mit dem ersten Aufschlag oft Geschwindigkeiten uber 200 km h erreicht Der Weltrekord wird vom Australier Sam Groth gehalten und betragt 263 km h Ballrotation Wahrend des Schlages kann der Spieler die Eigenrotation des Balles beeinflussen die wiederum die Flugkurve und das Absprungverhalten des Balles bestimmt Man unterscheidet hierbei Drive kaum Eigenrotation Topspin Rotation in Flugrichtung und Slice Rotation entgegen der Flugrichtung Drive Hauptartikel Drive Ein Drive dt Treibschlag Treibball ist ein Grundschlag mit nur geringer Eigenrotation des Balles Der Schlagerkopf trifft dabei den Ball in einem Winkel von ungefahr 90 Grad Dieser bei Anfangern und Hobbyspielern ubliche Schlag ist der intuitivste und kraftsparendste Er hat durch seine flache Flugkurve allerdings den Nachteil dass kraftvollere Schlage von der Grundlinie aus oft nicht mehr im gegnerischen Feld aufkommen und aus gehen Ein Treibball ist fur den Gegner am wenigsten problematisch weil hier das Prinzip Einfallswinkel gleich Ausfallswinkel gilt und der Gegner den Treffpunkt besser berechnen kann Ein Vorteil des Treibballs ist seine maximale Fluggeschwindigkeit die den Gegner zu extrem schnellen Reaktionen und Laufbewegungen zwingt Topspin Hauptartikel Topspin Der Topspin ist inzwischen die haufigste Schlagvariante im modernen Tennis Topspin beschreibt eine Vorwartsrotation des Balles die durch ein Uberstreichen mit der Schlagerflache auf der Oberseite Top des Balles erzeugt wird Die Schlagerflache ist also im Treffpunkt leicht nach unten geneigt weniger als 90 Grad Dadurch entsteht Auftrieb Dieser bewirkt eine starkere vertikale Krummung der Flugkurve die die Flugdauer des Balles verlangert Topspinballe sind also langsamer als Driveballe Zusatzlich haben Topspinballe ein verandertes Absprungverhalten Der Ball springt im Verhaltnis zur Flugkurve flacher und zusatzlich schneller ab was ihn unberechenbarer als einen Drive Schlag macht Lang gespielte Topspinballe zwingen den Gegner dazu entweder weiter hinter die Grundlinie zuruck zu weichen oder alternativ den Ball weiter vorne in grosserer Hohe uber dem Boden zu treffen was oft schwierig ist Eine Spielweise mit Topspin erfordert neben guter Technik auch deutlich mehr Kraft Die Gefahr den Ball durch die nach vorne geneigte Schlagerflache mit dem Schlagerahmen zu treffen ist deutlich hoher als beim Drive Slice Hauptartikel Slice Beim Slice erfahrt der Ball eine Ruckwartsrotation engl backspin Dadurch kann der Ball sehr flach uber das Netz fliegen und springt beim Auftreffen auf den Boden kaum mehr ab Er kann einerseits als Vorbereitungsschlag fur einen Netzangriff dienen da er dem Spieler bedingt durch den langeren Flug des Balles mehr Zeit verschafft ans Netz vorzurucken Andererseits kann der Slice dazu verwendet werden sich aus einer Defensivsituation heraus Zeit zu verschaffen etwa bei der Annahme eines harten Aufschlags Zudem kann er fur eine Variation des Spieltempos benutzt werden um den Gegner aus dem Rhythmus zu bringen Ein Slice kann meist nur langsam gespielt werden da er durch die flache Flugkurve ansonsten ins Aus segelt Weitere SchlagbezeichnungenStrategische Schlage Return Return deutsche Bezeichnung Ruckschlag ist die Bezeichnung des Schlags mit dem der Ball nach dem gegnerischen Aufschlag zuruckgespielt retourniert wird Neben dem Aufschlag dem hartesten Schlag im Tennis ist der Return von grosster Bedeutung Beide Schlagarten sind Eroffnungsschlage mit denen der Ballwechsel eingeleitet wird Ein schwacher Return erlaubt es dem Gegner bereits mit dem Aufschlag Druck aufzubauen und den Ballwechsel zu bestimmen Meist ist der Returnierende beim ersten Aufschlag nur in der Lage den Schlager passiv mit einer kurzen Ausholbewegung hinzuhalten zu blocken Er versucht hierbei den Druck des gegnerischen Aufschlags mitzunehmen und dem Ruckschlag die gewunschte Richtung zu geben Der in der Regel mit weniger Harte geschlagene zweite Aufschlag kann dann vom retournierenden Spieler angegriffen werden Schmetterball Smash Der Schmetterball ahnelt von der Bewegungsausfuhrung der Aufschlagbewegung Es handelt sich um einen Uberkopfschlag mit hoher Geschwindigkeit Er wird meist als Reaktion auf einen Lob Versuch des Gegners gespielt und gilt als der kraftvollste Angriffsschlag Passierschlag Als Passierschlag auch Passierball genannt Vorhand oder Ruckhand bezeichnet man einen Schlag mit dem der Ball am in der Nahe des Netzes postierten Gegner fur diesen unerreichbar seitlich vorbei gespielt wird Lob Beim Lob versucht der Spieler den an das Netz vorgedrungenen Gegner mittels eines hoch geschlagenen Balls zu uberwinden Ist der Schlag zu flach oder zu kurz geschlagen kann der Gegner mit einem Schmetterschlag antworten Gelegentlich bleibt wenn der Lob zu hoch und zu langsam gespielt wird auch noch genug Zeit zuruckzulaufen und den Ball mit Vor oder Ruckhand zu schlagen Hoherklassige Spieler spielen den Lob deshalb mit Topspin Hierdurch erreicht auch ein hoch als Lob gespielter Ball eine grosse Fluggeschwindigkeit und ist deshalb bei technisch sauberer Ausfuhrung praktisch nicht mehr zu erlaufen Der Topspinlob gehort zu den technisch schwierigsten Schlagen und ist deshalb im Amateurtennis kaum zu beobachten Der Lob ist ein Spezialfall des Mondballs bei dem ein Ball absichtlich sehr hoch uber das Netz gespielt wird um Geschwindigkeit aus dem Ballwechseln zu nehmen und dem Spieler einen Neuaufbau zu erlauben Stoppball Bei einem Stoppball engl drop shot wird der Ball so gespielt dass er kurz hinter dem Netz herunterfallt Der Stoppball wird ahnlich dem Slice mit Ruckwartsdrall gespielt wodurch er zum einen nach dem Auftreffen auf dem Boden kaum noch abspringt und zum anderen nicht mehr vorwarts sondern moglichst sogar ruckwarts springt Ein Stoppball wird meist benutzt wenn sich der Gegner besonders weit hinter der Grundlinie befindet und kann aufgrund seiner uberraschenden Wirkung sehr effektiv sein Volley Volley deutsche Bezeichnung Flugball bezeichnet einen Schlag bei dem der Ball noch vor dessen Auftreffen auf dem Boden zuruckgespielt wird Ublicherweise wird dieser Schlag nahe dem Netz gespielt sodass sich der Spieler schnell meist durch einen Splitstep in Position bringen muss Es gibt verschiedene Sonderformen Der Drivevolley ist ein Volleyschlag bei dem man den Ball nicht ins Feld schiebt sondern wie bei der Vorhand mit hoher Geschwindigkeit und Spin durchzieht Popular machten diesen Schlag vor allem Andre Agassi und die Williams Schwestern Venus und Serena Wahrend der Drivevolley im Damentennis ublich ist spielt er im modernen Herrentennis nur eine untergeordnete Rolle Ein Volleystop ist eine Schlagtechnik bei der aus einem gegnerischen Schlag ein Stoppball wird Die Schwierigkeit des Schlages besteht darin dem Ball die Geschwindigkeit zu nehmen und ihn kurz hinter dem Netz zu platzieren Als Halbvolley oder Halbflugball wird ein Schlag bezeichnet bei dem der Ball kurz nach dem Aufspringen getroffen wird Dieser Schlag wird grosstenteils nur in Notfallen verwendet da mit diesem Schlag nur schwer Druck auf den Gegner ausgeubt werden kann Der Hechtvolley ist eine spezielle Sonderform des Volley bei der versucht wird einen Passierschlag des Gegners noch mit Hilfe eines Sprungs zur Seite zu erreichen und so den Ball noch ins Feld des Gegners zu bringen Dieser Schlag wurde durch Boris Becker bekannt Ursprunglich hatte ein Jugendtrainer Beckers diesen Schlag entwickelt um die Reichweite von Nachwuchsspielern am Netz zu erhohen Becker behielt aber diesen Schlag in seinem Repertoire und setzte ihn zur Verbluffung seiner Gegner und der Zuschauer auch bei internationalen Turnieren z B 1985 in Wimbledon erfolgreich ein Cross Ein cross deutsch quer geschlagener Ball ist ein Ball der in die jeweils diagonal gegenuber liegende Ecke des Platzes gespielt wird Ein Rechtshander spielt demnach eine cross geschlagene Vorhand einem rechtshandigen Gegner ebenfalls auf die Vorhand bzw Ruckhand auf Ruckhand Da die Diagonale des Platzes langer ist als die Seitenlinie konnen etwa hartere und damit weiter fliegende Balle cross geschlagen werden Longline Ein longline dt entlang der Linie geschlagener Ball ist ein Ball der in die jeweils gegenuber liegende Ecke des Platzes gespielt wird d h der Ball fliegt parallel zur Seitenauslinie Ein Rechtshander spielt demnach eine longline geschlagene Vorhand einem ebenfalls rechtshandigen Gegner auf die Ruckhand bzw Ruckhand auf Vorhand Befindet sich der ausfuhrende Spieler seitlich ausserhalb des Feldes kann ein Longline Schlag auch regelkonform seitlich am Netzpfosten vorbei gespielt werden Gewinnschlage und Fehler Winner Ein Winner dt auch Gewinnschlag ist ein Ball der so platziert gespielt wurde dass der Gegner keine Moglichkeit hat diesen zu retournieren Ass und Service Winner Ein Ass ist ein Aufschlag ins Feld der vom Gegner nicht einmal mehr beruhrt werden kann Er zahlt demnach auch automatisch als ein Winner Fuhrt der Aufschlag zu einem direkten Punkt kann aber noch erreicht werden nennt man dies Service Winner Sowohl Talent als auch Erfahrung spielen eine gravierende Rolle um ein Ass zu schlagen Nicht nur die Aufschlagsgeschwindigkeit ist hier von grosser Bedeutung sondern auch das Erkennen in welche Richtung der Ruckschlager sich bewegen konnte Ausserdem spielen hier der Tennisplatz und sein Belag eine immense Rolle Die optimale Grundlage fur ein Ass ist ein Hartplatz Die schlechteste Option ware ein Sandplatz da hier der Ball durch den Sand abgebremst wird und der Gegner dadurch mehr Zeit fur seine Reaktion gewinnt Die hochste Wahrscheinlichkeit ein Ass zu erzielen findet man beim Rasentennis Forced Error und Unforced Error Als Unforced Error dt unerzwungener vermeidbarer oder leichter Fehler oder Fehler ohne Not wird ein Schlag bezeichnet mit dem ein Spieler den Punkt auf Grund eines eigenen Fehlers verliert ohne dass dies durch den vorangegangenen Schlag des Gegners erzwungen wurde Kann er hingegen den Ball auf Grund eines vorhergegangenen harten platzierten oder sonst schwer zu spielenden oder erreichenden Schlages des Gegners nicht regelgerecht retournieren spricht man von einem Forced Error dt erzwungener Fehler Die Ubergange zwischen vermeidbarem und erzwungenem Fehler konnen im Einzelfall fliessend sein Die Einteilung unterliegt damit haufig einem Beurteilungsspielraum des jeweiligen Statistikfuhrenden bzw Kommentators Doppelfehler Hauptartikel Doppelfehler Als Doppelfehler engl double fault wird ein Punktverlust des Aufschlagenden durch zwei regelwidrige Aufschlage bezeichnet Ein Doppelfehler zahlt zugleich als Unforced Error SpielstrategienServe and Volley Beim Serve and Volley Spiel folgt der Spieler seinem Aufschlag Service versucht moglichst weit zum Netz vorzudringen und den Ballwechsel mit einem Volley abzuschliessen Diese Strategie ist besonders auf schnellen Belagen insbesondere auf Rasen erfolgversprechend Die Position des Angreifers dicht am Netz verkurzt die Reaktionszeit des Gegenspielers haufig kann der angreifende Spieler bereits mit dem ersten Volley punkten Fur ein erfolgreiches Serve and Volley Spiel sind zwei Grundvarianten des Aufschlagspiels moglich Zum einen kann der Aufschlag mit grosser Harte gespielt werden Dem Gegner bleibt dann nur geringe Reaktionszeit er kann den Aufschlag oft nur noch blocken das heisst er kann den Schlager nur passiv ohne eigene Ausholbewegung hinhalten Der Ball wird dann nur noch massig kontrolliert und ohne Drall zuruckgespielt was dem Aufschlager ermoglicht den Volley mit hohem Tempo und platziert zuruckzuspielen Nachteil der hohen Aufschlagharte ist dass auch dem Aufschlager verhaltnismassig wenig Zeit bleibt Richtung Netz vorzurucken Er muss den ersten Volley in der Regel in Hohe der T Linie im sogenannten Halbfeld schlagen Ist der Aufschlag gut platziert so ist dies wegen der oft hohen Flugbahn des Returns unproblematisch Erahnt der Ruckschlager die Richtung des Aufschlags oder ist dieser schlecht platziert so wird der Aufschlager oft zum Halbvolley gezwungen da der Returnierende ihm den Ball mit Topspin auf die Fusse spielen kann Typische Vertreter dieser Spielweise sind grossgewachsene Spieler wie es beispielsweise Boris Becker und Goran Ivanisevic waren Als zweite Variante kann der Aufschlag mit weniger Tempo aber hoher Genauigkeit und viel Schnitt gespielt werden Der Druck auf den Gegner entfaltet sich dann durch die starkeren Winkel der Ruckschlager hat grossere Probleme den Ball noch zu returnieren und wird haufig bereits mit dem Aufschlag aus der Platzmitte gedrangt Wegen der geringeren Aufschlaggeschwindigkeit hat der Aufschlager mehr Zeit fur den Weg zum Netz Hierdurch erreicht er eine bessere Position fur den ersten Volley kann den Ball auch fast immer von oben nach unten spielen und wird nur selten zum Halbvolley gezwungen Meist wird der Aufschlag mit Vorwartsdrall Kick gespielt Wegen des hohen Absprungs ist es zusatzlich schwer fur den Returnierenden den Ball flach zu halten da er diesen von oben nach unten spielen muss Nachteil dieser Variante ist dass nur selten bereits mit dem Aufschlag gepunktet werden kann Der Angreifer benotigt ein herausragendes Volleyspiel um mit dem ersten Volley den Druck aufrechterhalten zu konnen Typische Vertreter dieser Variante waren Stefan Edberg oder John McEnroe Fruher wurde die Serve and Volley Taktik von vielen Weltklassespielern angewandt Da die Spieler heutiger Zeit auch in der Lage sind ausserst druckvoll von der Grundlinie zu spielen hat diese Strategie zumindest im Einzelwettbewerb an Bedeutung verloren Grundlinienspiel Beim Grundlinienspiel bleiben beide Spieler an der Grundlinie Dabei versuchen sie dadurch einen Vorteil zu erzielen dass sie den Ball auf die vom Gegner weiter entfernte Seite oder gegen die Laufrichtung spielen Mit dieser Taktik erzielt man meist erst dann einen Punktgewinn wenn mehrere gut platzierte Schlage hintereinander gespielt werden Dabei werden die Schlage uberwiegend mit Topspin seltener auch mit Slice gespielt Chip and Charge Hierbei antwortet der Ruckschlager auf den Aufschlag direkt mit einem Angriffsball chip und ruckt anschliessend sofort ans Netz auf charge Dort versucht er per Volley den Ballwechsel zu entscheiden Dieser Spielzug wird fast ausschliesslich gegen den zweiten Aufschlag angewandt Wird diese Schlagfolge taktisch klug eingesetzt setzt sie den Gegner unter Druck da dieser dazu veranlasst werden konnte beim zweiten Aufschlag mehr zu riskieren Inside Out Schlage Bei Inside Out Ballen engl fur von innen nach aussen vermeidet der Spieler jeweils Vor oder haufiger die Ruckhand indem er den Schlag umlauft Der Ball wird wenn die Ruckhand umlaufen wird von der Ruckhandseite mit der Vorhand diagonal gespielt Ziel ist es mit der haufig druckvolleren Vorhand das Tempo hochzuhalten oder den unsichereren Schlag zu vermeiden Seltener wird der Ball statt diagonal auch entlang der Seitenlinie gespielt In diesem Fall spricht man von einem Inside In Schlag TurnierbetriebDas professionelle Tennis wird von internationalen Turnieren bestimmt die das ganze Jahr uber stattfinden und zumeist im K o System ausgespielt werden Die Dachorganisation fur diese Turniere ist bei den Frauen die WTA und bei den Mannern die ATP Bei den Turnieren werden jeweils Punkte fur die Tennisweltrangliste vergeben Die Weltranglistenposition der Spieler wiederum entscheidet uber die Teilnahmeberechtigung bzw Setzposition bei den einzelnen Turnieren Die prestigetrachtigsten Turniere im Tennis sind die vier Grand Slam Turniere die vom Tennisweltverband ITF ausgetragen werden sowie die ATP World Tour Finals Herren bzw die WTA Tour Championships Damen am Ende der Saison Bei den Herren folgt als nachste Kategorie die ATP Masters Series mit neun Turnieren Grand Slam Turniere Hauptartikel Grand Slam Australian Open French Open Wimbledon US OpenMannschaftswettbewerbe Davis Cup World Team Cup Fed Cup Hopman Cup Laver CupProfitour Association of Tennis Professionals Women s Tennis AssociationTennis Verbande in Deutschland Osterreich und der Schweiz In Deutschland wird der Tennissport vom DTB dem Deutschen Tennis Bund organisiert der sich jeweils in Landesverbande aufteilt Er organisiert den Ligaspielbetrieb die Turniere das Nationalteam Daviscup bzw Fed Cup Team und bildet auch Tennistrainer aus Von den Landesverbanden bzw von den ihnen untergeordneten Bezirken werden in allen Altersklassen Mannschaftswettkampfe die sogenannten Medenspiele organisiert Dabei wird in Amateurligen von Kreisklassen fur Freizeitsportler bis hinauf zu Verbands bzw Regionalligen um Auf und Abstieg gerungen Den Oberbau mit Ausrichtung zum Profitennis bei den aktiven 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