fbpx
Wikipedia

Spanien

Staatsgebiet

Spanien befindet sich, ebenso wie Portugal (im Westen) und das zum Vereinigten Königreich gehörende Gibraltar (im Süden), auf der Iberischen Halbinsel zwischen 36° und 43,5° nördlicher Breite und 9° westlicher und 3° östlicher Länge (ohne Balearen, Kanaren, Ceuta und Melilla). Spanien nimmt knapp sechs Siebtel der Iberischen Halbinsel ein. Im Nordosten, entlang des Gebirgszuges der Pyrenäen, grenzt Spanien an Frankreich und den Kleinstaat Andorra.

Außerdem gehören die im Mittelmeer gelegenen Balearen und die Kanaren im Atlantik sowie die an der nordafrikanischen Küste gelegenen Städte Ceuta und Melilla zum Staatsgebiet. In Frankreich besitzt Spanien die Exklave Llívia. Weiter gehören Spanien mehrere unmittelbar vor der marokkanischen Küste gelegene Inseln: Islas Chafarinas, Peñón de Alhucemas, Isla del Perejil, dazu die Halbinsel Peñón de Vélez de la Gomera. Die Isla de Alborán liegt 50 Kilometer nördlich der marokkanischen Küste. Eine weitere Gruppe kleiner Inseln und Felsen, die Islas Columbretes, liegt etwa 55 Kilometer östlich von Castellón de la Plana, auf demselben Breitengrad wie Mallorca.

Der nördlichste Punkt Spaniens ist die Estaca de Bares in Galicien, auf dem Festland sind der westlichste Punkt das Cabo Touriñán (ebenfalls in Galicien), der südlichste die Punta Marroquí bei Tarifa und der östlichste das Cap de Creus an der Costa Brava. Die größte Ausdehnung von Norden nach Süden beträgt 856 Kilometer und von Osten nach Westen 1020 Kilometer. Der westlichste (Punta de la Orchilla) und der südlichste (La Restinga) Punkt Gesamtspaniens liegen auf der kanarischen Insel El Hierro, der östlichste auf der Baleareninsel Menorca.

Das Staatsgebiet weist mit einer mittleren Höhe von ca.660 msnm einen der höchsten Werte Europas auf. Die räumliche Gliederung der Halbinsel wird wesentlich durch sechs große Gebirgssysteme bestimmt.

Gebirgssysteme

Teide, höchster Berg auf spanischem Staatsgebiet

Von den sechs großen Gebirgssystemen verlaufen fünf in West-Ost-Richtung.

  • Im Norden sind es die Pyrenäen (bis 3404 Meter), die die Begrenzung zum restlichen festländischen Europa bilden.
  • Westlich an die Pyrenäen schließt sich das parallel zur Nordküste verlaufende Kantabrische Gebirge an, mit den höchsten Erhebungen in den Picos de Europa bei 2600 Metern. Es fächert sich an seinem Westende in Galicien und im nördlichen Portugal in eine Vielzahl niederer Mittelgebirgszüge auf.
  • Ebenfalls in West-Ost-Richtung verläuft etwa in der Mitte der Halbinsel das Kastilische Scheidegebirge, das sich in verschiedene Blöcke gliedert und Höhen bis 2600 Metern aufweist. In Portugal setzt es sich mit der Serra da Estrela fort.
  • Weiter südlich trennt die niedrigere (bis 1300 Meter), ebenfalls von West nach Ost verlaufende Sierra Morena das zentrale Hochland von der Senke des Guadalquivir.
  • Im äußersten Süden schließlich verläuft die Betische Kordillere entlang der Mittelmeerküste von Gibraltar bis südlich von Valencia. Die Balearen sind geologisch ihre nordöstliche Fortsetzung. Auf der Betischen Kordillere befindet sich mit dem Mulhacén (3482 Meter) in der Sierra Nevada der höchste Punkt auf Spaniens Festland und der Iberischen Halbinsel. Der höchste Berg auf spanischem Staatsgebiet ist allerdings mit 3715 Metern Höhe der Pico del Teide auf der Kanaren-Insel Teneriffa.

Das Iberische Randgebirge mit Höhen bis zu 2300 Metern verläuft hingegen von Nordwesten nach Südosten etwa östlich einer Linie Burgos–Valencia.

Flüsse

Hauptartikel: Flusssysteme in Spanien

Zwischen den Gebirgsketten verlaufen die fünf großen Flusssysteme, von denen vier eine Ost-West-Orientierung aufweisen, in den Atlantik münden und ihren Ursprung im Iberischen Randgebirge, der großen Wasserscheide der Halbinsel, haben. Das Becken zwischen dem Kantabrischen Gebirge und dem Kastilischen Scheidegebirge wird durch den Duero entwässert. Weiter südlich verlaufen der Tajo und der Guadiana ebenfalls von Osten nach Westen. Das Gleiche gilt für den Guadalquivir südlich der Sierra Morena.

Die Senke zwischen dem Iberischen Randgebirge und den Pyrenäen hingegen wird durch den Ebro zum Mittelmeer entwässert. Dieser Strom entspringt im Kantabrischen Gebirge und verläuft von Nordwesten nach Südosten.

Zentrale Hochfläche

Im Zentrum der Iberischen Halbinsel befindet sich ein weitläufiges Hochplateau, das, je nach Quelle, Iberische Meseta oder Hochland von Kastilien, oft jedoch schlicht Meseta genannt wird. Es wird im Norden und Nordwesten vom Kantabrischen Gebirge und dessen Ausläufern, im Osten vom Iberischen Randgebirge und im Süden von der Sierra Morena umgrenzt. Im Südwesten geht sie in die etwas tiefer gelegene, aber nicht so ebene Extremadura über. Durch das Kastilische Scheidegebirge wird sie in zwei Hälften (die Nord- und die Südmeseta) geteilt, wobei die nördliche im Mittel etwas höher liegt als die südliche. Die großen Städte der Nordmeseta (Valladolid, León, Burgos, Salamanca) liegen auf einer Höhe von 700 bis 900 Metern, die der Südmeseta (Madrid, Toledo, Ciudad Real) auf 500 bis 700 Metern.

Küstenebenen und Senken

Wesentlich tiefer liegen die Senken, die vom Guadalquivir und vom Ebro durchflossen werden. Da die Gebirge fast überall bis nahe ans Meer herantreten, finden sich kaum ausgedehntere Küstenebenen.

Klima

Mediterraner Küstenabschnitt an der Costa Brava

Das Klima in Spanien kann grob in folgende Zonen gegliedert werden.

Klimadiagramme
Mittelmeerküste
Mittelmeerklima in Valencia
Mittelmeerklima in Ibiza (Balearen)
Mittelmeerklima in Málaga
Zentralspanien Nordküste Kanarische Inseln
Ozeanisch-kontinentales Klima in Madrid

Der in neuerer Zeit beschleunigte Klimawandel hat die bestehenden Umweltprobleme im gesamten Mittelmeerraum verschärft, so auch in Spanien. Für fünf weit gefasste und miteinander verbundene Wirkungsbereiche (Wasser, Ökosysteme, Ernährung, Gesundheit und Sicherheit) weisen aktuelle Veränderungen und Zukunftsszenarien konsequent auf substanzielle und zunehmende Risiken in den kommenden Jahrzehnten hin. Dies zeigt sich in Spanien in besonderem Maße. So fasst der britische Klimaökonom Nicholas Stern die Lage für Spanien im Rahmen der Klimakrise wie folgt zusammen: „Wenn die Temperatur über die Grenzen steigt, die wir im Pariser Abkommen festgelegt haben, dann gibt es ein klares Risiko, dass sich Spanien in Sahara-Wüste verwandeln wird.“ Modellrechnungen aus dem Jahr 2019 zeigen auf, dass das Klima in Madrid bereits im Jahr 2050 dem aktuellen Klima im marokkanischen Marrakesch ähnlicher sein wird als dem heutigen in Madrid. Bedroht ist aufgrund des Anstieg des Meeresspiegels auch der Tourismus; so wird der etwa 6.000 km lange Küstenstreifen aufgrund von Erosionen schmaler und Strände könnten dadurch auf Dauer überschwemmt werden.

Flora

Olivenhaine in den Bergen Andalusiens

Die Vegetation der Iberischen Halbinsel teilt sich in drei große Bereiche auf:

Intensiver Anbau von Kulturpflanzen erfordert Bewässerungsanbau. Große Flächen werden allerdings auch von Kulturpflanzen eingenommen, denen das trockene Klima zugutekommt, etwa Olivenbäume und Feigensträucher.

Fauna

Iberischer Wolf (Canis lupus signatus)

Die spanische Tierwelt ist äußerst reich an Arten. Aufgrund der verhältnismäßig dünnen Besiedelung konnten in Spanien Tierarten überleben, die im restlichen Westeuropa ausgerottet wurden. Zudem bildeten sich aufgrund der Abgrenzung der Iberischen Halbinsel durch die Pyrenäen einige endemische Arten.

In Nordwest- und Zentralspanien sowie vereinzelt in der Sierra Morena leben insgesamt rund 2500 Wölfe. Der Iberische Wolf (Canis lupus signatus) bildet damit die größte und stabilste Population Westeuropas. Etwa 200 Braunbären leben im Kantabrischen Gebirge sowie den Pyrenäen. Während die Population an Kantabrischen Bären als stabil gilt, sind die in den Pyrenäen beheimateten akut vom Aussterben bedroht. Der Pardelluchs ist eine nur in Spanien und Portugal beheimatete Luchsart, mit etwa 550 Wildtieren ist sie in der Gegenwart, trotz erfolgreicher Schutzmaßnahmen, immer noch stark gefährdet. Im Norden Spaniens befinden sich einige der letzten westeuropäischen Populationen des Europäischen Nerzes. Weitere charakteristische Säuger Spaniens sind die sonst nur in Afrika und Vorderasien beheimatete Kleinfleck-Ginsterkatze, der Ichneumon, der Iberiensteinbock oder die Pyrenäen-Gämse. Gleich drei Arten von Hasen sind in Spanien heimisch, der Feldhase sowie die endemischen Iberischen Hasen und Castroviejo-Hasen. Häufig sind Hirsche, Rehe, Eichhörnchen, Kaninchen, Wildschweine, Marder, Dachse und Füchse. Mufflons und Murmeltiere sind in Gebirgslagen anzutreffen, Wildkatzen in größeren Wäldern und Fischotter in Flussgebieten.

In den Pyrenäen und im Kantabrischen Gebirge sind Bartgeier heimisch, Mönchs-, Gänse- und Schmutzgeier sind in weiten Teilen des Landes zu finden. Weitere charakteristische Großvögel sind der Spanische Kaiseradler oder der Steinadler. Flamingos sind in Feuchtgebieten wie Coto de Doñana anzutreffen.

Zur Reptilienfauna Spaniens gehören zahlreiche Eidechsen, Geckos, Skinke, Schleichen, Schlangen, Land- und Meeresschildkröten, wie die Unechte Karettschildkröte. Charakteristische Echsenarten sind beispielsweise die Kanareneidechsen, insbesondere die El-Hierro-Rieseneidechse (Gallotia simonyi), die eine Körperlänge von bis zu 75 cm erreichen kann sowie die Perleidechse, die größte Eidechsenart Europas.

Bevölkerungsentwicklung

Bevölkerungsentwicklung in Millionen Einwohnern
Bevölkerungspyramide Spaniens 2016
Bevölkerungsdichte in Spanien 2018

Zwischen 1999 und 2009 stieg die Bevölkerung Spaniens sehr stark an, sowohl verglichen mit anderen europäischen Staaten als auch im Vergleich zu den Jahrzehnten davor. So stieg in den 1990er-Jahren die Bevölkerung Spaniens um 1,1 Millionen und im ersten Jahrzehnt des 21. Jahrhunderts um 7 Millionen. Ein Großteil des Bevölkerungswachstums ging auf Zuwanderung zurück. So stieg die ausländische Bevölkerung von 0,74 Millionen im Jahr 1999 auf 5,73 Millionen 2011. Hierbei ist noch zu beachten, dass es auch Einbürgerungen gab. Die Fruchtbarkeitsrate lag im Jahr 2016 in Spanien mit rund 1,34 Kindern pro Frau unter dem EU-Schnitt von 1,60. Im Jahre 2016 betrug das Durchschnittsalter in Spanien 43,1 Jahre.

Jahr Tsd. Einwohner Jahr Tsd. Einwohner Jahr Tsd. Einwohner Jahr Tsd. Einwohner Jahr Tsd. Einwohner
1999 40.202 2004 43.197 2009 46.745 2014 46.771 2019 47.100
2000 40.499 2005 44.108 2010 47.021 2015 46.624
2001 41.116 2006 44.708 2011 47.190 2016 46.557
2002 41.837 2007 45.200 2012 47.265 2017 46.572
2003 42.717 2008 46.157 2013 47.129 2018 46.722

Lebenserwartung

Die durchschnittliche Lebenserwartung der Spanier wurde im Jahr 2012 mit 82,5 Jahren ermittelt und erreichte damit in der Europäischen Union vor Italien (82,4) und Frankreich (82,1) den höchsten Wert. Die durchschnittliche Lebenserwartung der Männer betrug demnach 79,5 Jahre, die der Frauen 85,5 Jahre. Im Jahr 2007 waren 16,7 Prozent der Bevölkerung älter als 65 Jahre. Aufgrund der hohen Lebenserwartung in Verbindung mit der niedrigen Fertilität wird davon ausgegangen, dass Spanien in Zukunft eine der ältesten Gesellschaften der Welt werden wird.

Entwicklung der Lebenserwartung

Zeitraum Lebenserwartung in
Jahren
Zeitraum Lebenserwartung in
Jahren
1950–1955 64,6 1985–1990 76,9
1955–1960 67,8 1990–1995 77,6
1960–1965 69,9 1995–2000 78,8
1965–1970 71,4 2000–2005 79,9
1970–1975 72,7 2005–2010 81,2
1975–1980 74,4 2010–2015 82,5
1980–1985 76,1

Quelle: UN

Sprachen

Hauptartikel: Sprachen in Spanien
Ausbreitung der Sprachen auf der Iberischen Halbinsel vom 13. bis zum 21. Jahrhundert:

In Spanien wird überwiegend Spanisch, Katalanisch, Galicisch und Baskisch gesprochen. Spanisch ist im gesamten Staatsgebiet Amtssprache. Katalanisch ist in den Autonomen Gemeinschaften Katalonien, Valencia (dort als Valencianisch bezeichnet) und auf den Balearen, Baskisch im Baskenland und Teilen Navarras und Galicisch in Galicien neben Spanisch ebenfalls Amtssprache (lenguas co-oficiales). Im Val d’Aran hat Aranesisch, eine Varietät des Gascognischen, offiziellen Status.

Der Landesname Königreich Spanien in den Regionalsprachen lautet galicisch Reino de España, katalanisch Regne d’Espanya, asturisch Reinu d’España, baskisch Espainiako Erresuma, aranesisch Reialme d’Espanha und aragonesisch Reino d'Espanya.

Daneben existieren einige Sprachen, welche nur noch von einer geringen Anzahl von Menschen gesprochen werden und nicht den Status einer Amtssprache haben. Zu diesen zählen Asturleonesisch und Aragonesisch. Im Jálama-Tal (Provinz Cáceres) nahe der portugiesischen Grenze wird A Fala, ein Dialekt der galicisch-portugiesischen Sprache, gesprochen. In Melilla spricht die masirische Minderheit zudem Tamazight.

Während der Urlaubssaison arbeiten in den Tourismusregionen auch Saisonarbeiter aus Deutschland und Polen, vielfach auch Südamerikaner. In einigen Tourismusregionen wie der Costa Blanca oder der Costa del Sol sind vergleichsweise viele Deutsche und Engländer dauerhaft ansässig.

Als Fremdsprachen werden meist Englisch und Französisch gesprochen. Jüngere Spanier sprechen als Fremdsprache zumeist Englisch, Ältere eher Französisch. In der breiten Bevölkerung sind anwendbare Fremdsprachenkenntnisse aber nach wie vor nicht die Regel. Laut einer von Eurostat 2011 durchgeführten Erhebung beherrschen 49 % der erwachsenen Spanier (im Alter von 25 bis 64 Jahren) laut Selbsteinschätzung keine Fremdsprache. Im Gegensatz dazu lag im Jahr 2011 der Anteil der Schüler der Primarstufe, die eine Fremdsprache erlernten, für gewöhnlich Englisch, bereits bei 99 % und in der Sekundarstufe II bei 97 %, wobei 22 % zusätzlich eine zweite Fremdsprache erlernen, aufgrund der geografischen Nähe zu Frankreich überwiegend Französisch. In von Touristen gerne besuchten Gebieten, insbesondere am Mittelmeer und auf den Balearen, sind zum Teil Englisch und Deutsch gebräuchlich.

In Katalonien wird an den Schulen und Universitäten größtenteils auf Katalanisch gelehrt, Spanisch darf dort jedoch von allen Studierenden in Unterricht und Klausuren benutzt werden.

Minderheiten

Zu den Minderheiten des Landes zählen vor allem die „Gitanos“ (spanische Roma), die etwa seit dem 16. Jahrhundert nach Spanien einwanderten. Heute leben in Spanien etwa 600.000 bis 800.000 Gitanos. Die spanischen Roma sind vor allem in Großstädten wie Madrid, Barcelona, Valencia oder Sevilla beheimatet. Sie brachten einige weltbekannte Stars hervor, etwa den Sänger Camarón de la Isla oder den Fußballspieler José Antonio Reyes. Vor allem in der spanischen Musikszene, speziell dem Flamenco, sind viele Roma zu finden.

Einwanderer

Größte Migrantengruppen ohne spanische Staatsangehörigkeit (über 100.000 Pers.)
Rang Staat Bevölkerung
(1. Januar 2019)
1. Marokko Marokko 776.425
2. Rumänien Rumänien 583.795
3. Kolumbien Kolumbien 461.592
4. Ecuador Ecuador 414.283
5. Venezuela Venezuela 344.779
6. Vereinigtes Konigreich Vereinigtes Königreich 298.140
7. Argentinien Argentinien 283.284
8. Peru Peru 228.125
9. Frankreich Frankreich 213.950
10. Deutschland Deutschland 192.622
11. China Volksrepublik Volksrepublik China 173.291
12. Bolivien Bolivien 155.051
13. Italien Italien 152.851
14. Bulgarien Bulgarien 114.564
15. Kuba Kuba 108.686
16. Ukraine Ukraine 103.950
17. Portugal Portugal 103.467

Spanien wies lange Zeit nur geringe Zuwanderungszahlen auf. Erst Ende der 1980er Jahre wurde Spanien zum Hauptziel der lateinamerikanischen Emigration. Dies hat eine stark ansteigende Immigration zu einem Bevölkerungsanstieg von über fünf Millionen Einwohnern geführt. Im Jahr 2007 befanden sich knapp 1,8 Millionen Menschen mit lateinamerikanischem Migrationshintergrund in Spanien (Tedesco, 2008: 3). Die Zahl der in Spanien lebenden Ausländer liegt bei rund 5 Millionen (Januar 2019), was zwölf Prozent der Gesamtbevölkerung entspricht; davon sind gut 2 Millionen Staatsbürger anderer EU-Länder. Im Vergleich mit dem Rest der EU liegt Spanien in absoluten Zahlen auf Rang zwei hinter Deutschland (7,1 Millionen). Betrachtet man den Anteil an Staatsbürgern anderer Länder, so liegt Spanien hinter Luxemburg (43,0 %), Lettland (17,4 %), Zypern und Estland (je 15,9 %) auf dem fünften Platz. Unter den Mitgliedsstaaten mit mehr als drei Millionen Einwohnern ist Spaniens Ausländerquote von 12,3 % die Höchste, gefolgt von Österreich (10,5 %), Belgien (9,7 %) und Deutschland (8,7 %). Die meisten Einwanderer stammen aus Rumänien, den Staaten des Maghreb oder Lateinamerika, sowie aus dem Vereinigten Königreich und Deutschland, für die Spanien ein beliebter Altersruhesitz ist. Im Zeitraum von 2003 bis 2017 erwarben insgesamt 1.446.315 Personen die spanische Staatsangehörigkeit.

Spanier im Ausland

Spanier im Ausland (Nur Länder mit über 50.000 Pers.)
Land Anzahl (Jan. 2020)
Argentinien Argentinien 473.519
Frankreich Frankreich 273.290
Vereinigte Staaten Vereinigte Staaten 167.426
Deutschland Deutschland 167.151
Vereinigtes Konigreich Vereinigtes Königreich 152.291
Kuba Kuba 147.617
Mexiko Mexiko 144.553
Venezuela Venezuela 142.302
Brasilien Brasilien 133.188
Schweiz Schweiz 124.414
Uruguay Uruguay 67.414
Belgien Belgien 67.960
Chile Chile 66.399
Ecuador Ecuador 58.646

Die Zahl der im Ausland lebenden spanischen Staatsbürger liegt bei rund 2,6 Millionen (Januar 2020), 1.576.350 davon in Amerika und 945.027 in Europa. Während nur 20,6 Prozent der in Amerika lebenden Spanier in Spanien geboren wurden, liegt dieser Prozentsatz bei den in einem anderen europäischen Land Residierenden bei 49,7 Prozent. Dies liegt unter anderem daran, dass die größeren Auswanderungswellen von Mitte des 19. Jahrhunderts bis zum Spanischen Bürgerkrieg zumeist Süd- und Mittelamerika zum Ziel hatten, insbesondere Argentinien, Venezuela, Mexiko, Uruguay und Kuba, während mit dem Plan de Estabilización (1959) eine bis 1972 andauernde Emigrationswelle in europäische Länder wie Frankreich, Deutschland, die Schweiz, Belgien und das Vereinigte Königreich stattfand. Darüber hinaus verließen viele Immigranten aus südamerikanischen Staaten, die inzwischen die spanische Staatsangehörigkeit erworben hatten, im Zuge der Eurokrise Spanien und kehrten in ihre Heimatländer zurück.

Religionen und Weltanschauungen

Zwar gehörten 92 Prozent der Bevölkerung (Stand 2000) offiziell der römisch-katholischen Kirche an, jedoch sinkt die Anzahl derer, die aktiv am religiösen Leben teilnehmen. Im Rahmen einer Studie des staatlichen Meinungsforschungsinstitutes Centro de Investigaciones Sociológicas im Jahr 2015 gaben noch 68 Prozent der Befragten an, Katholiken zu sein. Finanziert wird die katholische Kirche vom spanischen Staat auf Grundlage eines Vertrages mit dem Heiligen Stuhl und nicht aus direkt entrichteten Kirchensteuern ihrer Mitglieder, weshalb ein Kirchenaustritt keine finanziellen Vorteile bringt. Seit 2007 müssen allerdings die Steuerzahler selbst entscheiden, ob 0,7 % der Lohn- beziehungsweise Einkommensteuer kirchlichen oder anderen sozialen oder kulturellen Zwecken zufließen sollen. Treffen sie keine Entscheidung, wird dieser obligatorische Steuerbetrag direkt den anderen Zwecken zugeleitet. Die seit 1979 existierende direkte staatliche Finanzierung wurde vollständig abgeschafft. Schon zwischen 1988 und 2007 konnten die Steuerzahler entscheiden, ob 0,5 % der Lohn- beziehungsweise Einkommensteuern kirchlichen oder anderen Zwecken zufließen sollen. Wurde damals allerdings ein Mindestbetrag unterschritten, kam der Staat dafür auf. Im Jahr 2008 wurden in 7.195.155 (34,31 %) Steuererklärungen diese 0,7 % der katholischen Kirche zukommen gelassen. Zwei Jahre zuvor waren es noch rund 711.975 weniger gewesen. Die Einnahmen aus Steuern stiegen somit seit der Neuregelung des Jahres 2007 von 173,8 Millionen Euro auf 252,7 Millionen Euro.

Es ist für Spaniens Katholiken nicht ohne weiteres möglich, sich von der Kirche offiziell loszusagen, da das spanische Recht den Akt des Kirchenaustritts nicht kennt und Spaniens katholische Kirche höchstrichterlich von der Pflicht entbunden wurde, die Daten ihrer Mitglieder auf deren Wunsch aus den Kirchenbüchern zu löschen. Zu dieser Entscheidung des obersten Gerichtshofes in Spanien kam es unter anderem, da sich „das als besonders konservativ geltende Erzbistum von Valencia weigerte, Tilgungen jeder Form vorzunehmen“. Das Erzbistum hatte sich auch nicht von Weisungen der spanischen Datenschutzbehörde (AEPD) beeindrucken lassen und strengte zahlreiche Rechtsverfahren an, wobei es vor der Entscheidung des obersten Gerichtshofes in 171 Fällen unterlag.

Eine größere Minderheit von 15,9 % der Bevölkerung bezeichnet sich laut genannter Untersuchung als nicht religiös und 9,5 % als Atheisten. Nach einer Studie des Pew Research Center bezeichnen sich 46 % der Spanier als „religiös“, 19 % als „sehr religiös“. Unter den 18- bis 39-jährigen ist gar nur eine Minderheit von 9 % sehr religiös; weltweit ist der Wert nur in Frankreich und Japan niedriger, wo zudem die Werte der 39- bis 59-jährigen nur unwesentlich höher sind. Laut einer repräsentativen Umfrage des Eurobarometers glaubten im Jahr 2005 59 % der Menschen in Spanien an Gott, weitere 21 % glaubten an eine andere spirituelle Kraft. 18 % Prozent der Befragten glaubten weder an einen Gott noch an eine andere spirituelle Kraft, 2 % der Befragten waren unentschlossen.

Muslime machen 4,13 % (Stand: Ende 2016), Protestanten 0,3 % und Zeugen Jehovas 0,25 % der Bevölkerung aus. In Spanien liegt der wichtige Wallfahrtsort Santiago de Compostela, das Ziel zahlreicher Pilger auf dem Jakobsweg.

Größte Städte

Zentrum von Madrid bei Nacht
Blick vom Parc Güell über Barcelona
Blick über Sevilla von der Giralda, der Kathedrale von Sevilla

In Spanien gibt es zwei Millionenstädte, Madrid und Barcelona. Das starke Wachstum der Städte in den letzten Jahren hat jedoch dazu geführt, dass Metropolregionen entstanden sind, die teils weit über die politisch-administrativen Grenzen der Stadtgemeinden hinausgehen. In den Großräumen Madrid und Barcelona leben so über sechs bzw. vier Millionen Menschen, in den Metropolregionen Valencia, Sevilla und Bilbao jeweils über eine Million.

Die zehn größten Städte (Stand: 1. Januar 2019)

Stadt Einwohner
Madrid 3.266.126
Barcelona 1.636.762
Valencia 794.288
Sevilla 688.592
Saragossa 674.997
Málaga 574.654
Murcia 453.258
Palma de Mallorca 416.065
Las Palmas de Gran Canaria 379.925
Bilbao 346.843

Autonome Gemeinschaften nach Einwohnern

Die insgesamt 17 Autonomen Gemeinschaften sind in ihrer Größe sehr heterogen. Während die Einwohnerzahlen Andalusiens, Kataloniens, der Autonomen Gemeinschaft Madrid und der Region Valencia zwischen rund 5 und 9 Millionen liegen, leben in den kleinsten Regionen Navarra, Kantabrien und La Rioja deutlich unter einer Million Menschen. (Stand: 1. Januar 2019)

Autonome Gemeinschaft Einwohner
Andalusien 8.410.002
Katalonien 7.672.699
Madrid 6.661.949
Valencia 5.000.868
Galicien 2.698.875
Kastilien und León 2.398.214
Baskenland 2.206.965
Kanarische Inseln 2.152.590
Kastilien-La Mancha 2.032.004
Region Murcia 1.493.530
Aragonien 1.318.453
Balearische Inseln 1.148.947
Extremadura 1.066.998
Asturien 1.022.670
Navarra 653.846
Kantabrien 580.964
La Rioja 316.551
Autonome Stadt Einwohner
Ceuta 84.777
Melilla 86.465
Hauptartikel: Geschichte Spaniens

In vor- und frühgeschichtlicher Zeit siedelten Iberer, Kelten und Basken auf der nach ersteren benannten Iberischen Halbinsel.

Im 11. Jahrhundert v. Chr. siedelten sich die Phönizier an der Südküste an; die berühmteste ihrer Kolonien war Cádiz (Gades). Der Name Spanien leitet sich von der römischen Bezeichnung Hispania ab (von phönizisch ishapan „Land der Klippschliefer“; was die Phönizier für Klippschliefer hielten, waren in Wirklichkeit Kaninchen). Im Zweiten Punischen Krieg gelangten erstmals römische Truppen auf die Halbinsel, die relativ schnell den Westen und Süden besetzten. Bis auch der Norden unter der Kontrolle der Römer war, vergingen 200 Jahre. In der Spätphase des Weströmischen Reiches zogen die Westgoten nach Gallien und gründeten dort das Westgotenreich, das auch weite Teile Iberiens umfasste. Nach einer schweren Niederlage gegen die Franken räumten die Westgoten Gallien weitgehend und verlagerten den Schwerpunkt ihres Reichs auf die Iberische Halbinsel. Diese zweite und letzte Phase des Westgotenreichs wird nach der neuen Hauptstadt Toledo als Toledanisches Reich bezeichnet.

Im frühen 8. Jahrhundert vernichteten die Mauren das Westgotenreich und eroberten die gesamte Iberische Halbinsel. Ihre jahrhundertelange Herrschaft prägte das Land. Das arabische Erbe schlug sich sowohl in der Architektur als auch in der Sprache nieder. Allerdings gelang es den Mauren nicht, sich auch in den nördlichen Randgebirgen der Halbinsel dauerhaft festzusetzen. Von dort aus nahm die „Rückeroberung“ (Reconquista) ihren Ausgang. In diesem sich über mehrere Jahrhunderte (722–1492) hinziehenden und nicht kontinuierlich verlaufenden Prozess wurde der maurische Herrschaftsbereich von den christlichen Reichen nach und nach zurückgedrängt, bis mit dem Fall Granadas 1492 auch das letzte maurische Staatsgebilde auf der Halbinsel verschwand. Auf das Ende der Reconquista folgte eine Verfolgung religiöser Minderheiten. Die „Katholischen KönigeIsabella I. von Kastilien und Ferdinand II. von Aragón wollten keine Nichtchristen mehr in ihrem Machtbereich dulden. Moslems und Juden wurden genötigt, sich taufen zu lassen. 1478 wurde die Spanische Inquisition eingerichtet, um nur äußerlich konvertierte „Ungläubige“, die insgeheim ihren früheren Glauben praktizierten, aufzuspüren und zu bestrafen. Am 31. März 1492 erließen Isabella I. und Ferdinand II. das Alhambra-Edikt, wonach alle nicht taufwilligen der 300.000 Juden das Königreich Kastilien und die Reiche der Krone von Aragonien zu verlassen hatten. (Sephardim). 1609 ließ Philipp III. sogar die Moriscos vertreiben, Nachfahren von zum Christentum übergetretenen Mauren.

Christoph Kolumbus (um 1451–1506): genuesischer Seefahrer in Diensten der spanischen Krone (Porträt von Ridolfo Ghirlandaio)

Im 16. Jahrhundert wurden die Herrschaftsgebiete von Kastilien und Aragonien unter einem Herrscher vereinigt. Aragonien war zu dieser Zeit schon lange eine wichtige Seemacht im Mittelmeer, Kastilien stand in Konkurrenz mit Portugal um die Vorherrschaft auf dem Atlantischen Ozean. Mit der Entdeckung Amerikas durch Christoph Kolumbus im Jahr 1492 stieg Spanien vorübergehend zu einer christlichen Weltmacht auf.

Mit dem 1519 zum Kaiser gewählten Karl V. (als spanischer König: Carlos I), einem Enkel der Katholischen Könige, kamen 1516 die Habsburger auf den spanischen Thron. Bis zu ihrem Aussterben im Jahre 1700 stammten die spanischen Könige aus der spanischen Linie dieser Dynastie. Wegen der Frage der Nachfolge des letzten spanischen Habsburger-Königs Karl II. entbrannte der Spanische Erbfolgekrieg, in den die führenden europäischen Mächte verwickelt waren. Als dessen Ergebnis gelangte mit Philipp V. ein Zweig der Bourbonen auf den spanischen Thron.

Das spanische Kolonialreich erstreckte sich um 1600 über weite Teile Süd- und Mittelamerikas, den südlichen Teil der heutigen USA und die Philippinen. Als Engländer und Franzosen ebenfalls ihre Bemühungen um Kolonien verstärkten, verlor Spanien allmählich seine Vormachtstellung. Die Befreiungskriege der amerikanischen Staaten, insbesondere der Mexikanische und die Südamerikanischen Unabhängigkeitskriege Anfang des 19. Jahrhunderts, brachten den meisten Kolonien die Unabhängigkeit. 1898 gingen im Spanisch-Amerikanischen Krieg die letzten größeren Besitztümer an die Vereinigten Staaten verloren, was das Ende des Kolonialreiches bedeutete. Die später hinzugekommenen afrikanischen Kolonien (Spanisch-Marokko, Spanisch-Sahara und Äquatorialguinea) erlangten schließlich im 20. Jahrhundert ihre Unabhängigkeit.

Generalissimus Francisco Franco, von 1936/39 bis zu seinem Tod 1975 langjähriger Diktator Spaniens

Zu Beginn des 20. Jahrhunderts war Spanien größtenteils ein rückständiges Agrarland, geprägt von feudalen Eigentumsverhältnissen, die wenige vorhandene Industrie konzentrierte sich im Wesentlichen auf Katalonien und das Baskenland. Im Jahr 1923 übernahm General Miguel Primo de Rivera die Macht und installierte eine Militärdiktatur, diese konnte sich aber wegen der drängenden gesellschaftlichen Probleme nicht lange halten, und 1931 wurde Spanien zur Republik. Die ererbten politischen und sozialen Konflikte belasteten die Zweite Republik von Beginn an, bereits 1932 kam es zum ersten Putschversuch rechter Militärs unter Führung von General José Sanjurjo. Im Jahr 1934 ereignete sich eine Reihe von linken und anarchistischen Aufständen, die zum Teil sehr blutig niedergeschlagen wurden. Die politische Instabilität, die vor allem von den extremen Vertretern linker und rechter Positionen und ihren paramilitärischen Verbänden, aber auch von Mitgliedern regulärer Sicherheitskräfte geschürt wurde, verschärfte sich nach dem Sieg der Volksfront aus linksliberalen, sozialistischen und kommunistischen Parteien bei den Parlamentswahlen vom 17. Februar 1936.

Felipe VI. ist seit dem 19. Juni 2014 König von Spanien

Im Juli 1936 putschten Teile des Militärs unter Führung von Generalissimus Francisco Franco gegen die Regierung, der Putsch war nur in einigen Landesteilen erfolgreich und scheiterte in den wichtigen politischen und industriellen Zentren des Landes (u. a. Madrid, Katalonien, Baskenland). Es folgte der Spanische Bürgerkrieg, in dessen Verlauf die Putschisten wichtige Hilfe durch das faschistische Italien und das nationalsozialistische Deutschland erhielten, während die liberalen Demokratien Frankreich und Großbritannien eine Nichteinmischungspolitik praktizierten und damit den Sieg Francos begünstigten.

1939 endete der Krieg. Die Epoche der franquistischen Diktatur begann mit einer mehrjährigen Phase gewaltsamer Säuberungen und führte das Land in eine langanhaltende politische und gesellschaftliche Lethargie. Obwohl Franco im Bürgerkrieg Unterstützung von Deutschland und Italien erhalten hatte, unterstützte Spanien die Achsenmächte im Zweiten Weltkrieg nicht militärisch. Menschen, die aus NS-Deutschland geflohen waren, wurden allerdings zu einem Großteil in spanischen, bereits vor dem Weltkrieg eingerichteten Konzentrationslagern interniert.

Wie in anderen europäischen Ländern kam es auch in Spanien nach dem Zweiten Weltkrieg, aus dem Franco das Land heraushalten konnte, zu einem langen wirtschaftlichen Nachkriegsboom. 1947 restaurierte Franco die Monarchie und ernannte Juan Carlos I. 1969 als Staatsoberhaupt zu seinem Nachfolger. Dieser leitete nach dem Tod des Diktators am 20. November 1975 einen Demokratisierungsprozess (span. Transición) ein. Durch die Verabschiedung einer Verfassung wurde Spanien 1978 zu einer parlamentarischen Monarchie. In der Endphase der Diktatur Francos und besonders während der Transition kam es zu massiven Terroraktionen der ETA und anderer linker wie auch rechter Terrorgruppen. Im Jahr 1981 erfolgte noch einmal ein Putschversuch („23-F“) von rechten Militärs und Teilen der paramilitärischen Guardia Civil gegen die demokratische Regierung, der allerdings missglückte.

Die Transition endete 1982 mit der Regierungsübernahme durch die sozialdemokratische Partei von Felipe González (PSOE). Während der 1980er Jahre wurde Spanien Mitglied der NATO und der EU und erlebte einen erneuten wirtschaftlichen Aufschwung. Gleichzeitig wurde im Kampf gegen die ETA eine staatsterroristische Gruppe (GAL) aufgestellt, die mit Folter und Mord den baskischen Separatismus bekämpfte, diese Epoche ist in Spanien als „schmutziger Krieg“ (span. guerra sucia) bekannt. Der Skandal um die GAL-Verwicklungen hoher Regierungsmitglieder führte 1996 zu einer Wahlniederlage von PSOE. In der Folge wurde José María Aznar (Partido Popular, PP) neuer Ministerpräsident. Nach zwei Legislaturperioden, die von zahlreichen Skandalen und innenpolitischen Konflikten (Irakkrieg) geprägt waren, verlor PP, unter dem Eindruck der Madrider Zuganschläge vom 11. März 2004, die Parlamentswahlen (14. März 2004). Danach führte José Luis Rodríguez Zapatero (PSOE) in Madrid eine Minderheitsregierung. Mit den Wahlen im Dezember 2011 gelangte wieder die PP unter Mariano Rajoy an die Regierung, was damit nach 1982, 1996 und 2004 den insgesamt vierten Machtwechsel zwischen Konservativen und Sozialdemokraten seit dem Übergang zur Demokratie bedeutete.

Die Parlamentswahlen vom 20. Dezember 2015 führten zu deutlichen Stimmverlusten der beiden großen Parteien und einem Erstarken kleinerer Parteien wie Podemos und Ciudadanos. Aufgrund der komplizierten Mehrheitsverhältnisse gelang keine Regierungsbildung, und es folgten am 26. Juni 2016 Neuwahlen. Nachdem sich die Sitzverteilung nur wenig verändert hatte, fiel die Regierungsbildung erneut schwer. Schließlich wurde Mariano Rajoy am 29. Oktober 2016 als Ministerpräsident wiedergewählt und führte eine Minderheitsregierung, bis er am 1. Juni 2018 sein Amt durch ein Misstrauensvotum im Parlament gestürzt wurde. Sein Nachfolger als Ministerpräsident wurde der Sozialist Pedro Sánchez, dessen Partei aber nur über 84 Sitze im Parlament verfügt und daher als Minderheitsregierung auf die Duldung durch Unidos Podemos, PNV und verschiedene separatistische Parteien angewiesen ist.

Politische Parteien

Plenarsaal im spanischen Abgeordnetenhaus in Madrid

In Spanien gibt es vier im Kongress vertretene Parteien beziehungsweise Parteienbündnisse, die in ganz Spanien aktiv sind: Der rechts-konservative Partido Popular (PP), der sozialdemokratische PSOE und die linke Sammlungsbewegung Izquierda Unida (IU) und seit 2008 die neugegründete antiregionale-liberale Unión Progreso y Democracia (UPyD). Außerdem spielt die im März 2014 gegründete Protestpartei Podemos eine immer größere Rolle.

Regionale Parteien spielen, vor allem wegen der verschiedenen Nationalitäten in Spanien, eine entscheidende Rolle. Die wichtigsten im Kongress vertretenen Parteien sind das katalanische bürgerlich-nationalistische Parteienbündnis Convergència i Unió (CiU), die katalanischen Linksnationalisten Esquerra Republicana de Catalunya (ERC) und die baskisch-bürgerlichen Nationalisten Partido Nacionalista Vasco (PNV). Die meisten der regional organisierten Parteien treten für eine stärkere Autonomie ihrer Regionen ein, diese Forderungen gehen besonders bei den Basken und Katalanen bis hin zur staatlichen Unabhängigkeit, für dieses Ziel wird seit dem Ende des Franquismus wieder sehr massiv agiert (vgl. Plan Ibarretxe). Als größte Regionalpartei agiert die sozialdemokratische Partit dels Socialistes de Catalunya (PSC), die allerdings die fest verbundene Schwesterpartei von PSOE in Katalonien ist und somit nur formal eine Regionalpartei darstellt.

Der amtierende spanische Regierungspräsident Pedro Sánchez

Neben der politischen Ausrichtung einer Partei ist auch die nationale Ausrichtung ein entscheidendes politisches Kriterium in Spanien. Die Partido Popular, die an einem gesamtspanischen Nationalismus (Staatsdoktrin im Franquismus) festhält und die Einheit und Unteilbarkeit der spanischen Nation betont, schneidet daher in Katalonien und im Baskenland schwach ab.

Bei der Wahl zum Abgeordnetenhaus des spanischen Nationalparlaments am 20. Dezember 2015 erhielten die konservative Volkspartei (PP) 28,7 % der Stimmen und 123 der 350 Sitze, die Sozialisten (PSOE) 22,0 % und 90 Sitze, die neue, linksorientierte Podemos 20,7 % und 69 Sitze sowie die neue, liberale Partei der Ciudadanos (C’s) 13,9 % und 40 Sitze. Die übrigen 28 Sitze fielen an kleine, teils regionale Parteien. Damit hatte die PP nicht nur bei den Wählerstimmen, sondern – trotz des die größeren Parteien begünstigenden Wahlrechts – auch bei den Parlamentssitzen die absolute Mehrheit eingebüßt und Rajoy konnte ohne Koalitionspartner keine Regierung bilden. Das Wahlergebnis wird auch als historisch bezeichnet, weil durch den Erfolg von Podemos und Cuidadanos das bisherige Zwei-Parteien-System durch ein Mehrparteiensystem abgelöst wurde.

König Felipe beauftragte Rajoy mit der Bildung einer neuen Regierung. Die Ablehnung wurde am 22. Januar 2016 mitgeteilt, nachdem der König auch mit Vertretern von PSOE und Podemos gesprochen hatte. Nachdem PSOE nicht bereit war, mit Podemos und der Vereinigten Linken eine Koalition zu bilden, gelang es König Felipe VI. bis zum 2. Mai 2016 nicht, einen mehrheitsfähigen Kandidaten für das Amt des Ministerpräsidenten zu finden. Er musste das Parlament auflösen und Neuwahlen ansetzen, die am 26. Juni stattfanden. Bei dieser Parlamentswahl traten Podemos und Vereinigte Linke (Izquierda Unida) gemeinsam als „Unidos Podemos“ an. Die erneute Parlamentswahl brachte ebenfalls keinem der beiden Lager (PP/C’s bzw. PSOE/UP) eine Mehrheit. Nach dem Rücktritt von Pedro Sánchez am 1. Oktober beschloss die Sozialistische Arbeiterpartei (PSOE) am 23. Oktober 2016 in Madrid, eine weitere Amtszeit des konservativen geschäftsführenden Ministerpräsidenten Mariano Rajoy zu ermöglichen, wie Parteisprecher mitteilten. Am 1. Juni 2018 wurde Rajoy im Rahmen eines Misstrauensantrags seines Amts enthoben, neuer Regierungschef wurde Pedro Sánchez.

In diesem Artikel oder Abschnitt fehlen noch folgende wichtige Informationen:
Es gab nach 2018 weitere Wahlen (April 2019 und November 2019) die hier noch fehlen.
Hilf der Wikipedia, indem du sie recherchierst undeinfügst.

Politische Indizes

Von Nichtregierungsorganisationen herausgegebene politische Indizes
Name des Index Indexwert Weltweiter Rang Interpretationshilfe Jahr
Fragile States Index 40,4 von 120 146 von 178 Stabilität des Landes: stabiler
0 = sehr nachhaltig / 120 = sehr alarmierend
2020
Demokratieindex 8,12 von 10 22 von 167 Vollständige Demokratie
0 = autoritäres Regime / 10 = vollständige Demokratie
2020
Freedom in the World Index 92 von 100 Freiheitsstatus: frei
0 = unfrei / 100 = frei
2020
Rangliste der Pressefreiheit 20,44 von 100 29 von 180 Zufriedenstellende Lage für die Pressefreiheit
0 = gute Lage / 100 = sehr ernste Lage
2021
Korruptionswahrnehmungsindex (CPI) 62 von 100 32 von 180 0 = sehr korrupt / 100 = sehr sauber 2020

Politische Gliederung

Administrative Gliederung von Spanien

Spanien gliedert sich in 17 Autonome Gemeinschaften oder Regionen (Comunidades Autónomas). Diese verfügen nicht über Eigenstaatlichkeit (Spanien ist also kein Bundesstaat), aber dennoch über einen Kompetenzumfang, der dem der deutschen Länder vergleichbar ist. Von diesen bestehen sieben (Asturien, Kantabrien, Navarra, La Rioja, Madrid, Murcia, Balearen) nur aus einer Provinz, die übrigen aus mehreren Provinzen. Insgesamt gibt es 50 Provinzen. In den uniprovinzialen Autonomen Gemeinschaften nehmen diese gleichzeitig die der Provinz übertragenen Aufgaben wahr. Daneben existieren noch die zwei Autonomen Städte Ceuta und Melilla, die weder einer Autonomen Gemeinschaft, noch einer Provinz zugeordnet sind.

Die niedrigste Verwaltungsstufe sind die Gemeinden (municipios). In verschiedenen Autonomen Gemeinschaften existiert zwischen den Provinzen und den Gemeinden noch verschiedene Zwischenebenen. Diese Einheiten tragen verschiedene Bezeichnungen (comarcas, subcomarcas, veguerías, mancomunidades).

Seit langem gibt es ungelöste Konflikte um den Autonomiestatus des Baskenlandes und Kataloniens. Im Baskenland kämpft die ETA seit 1959 mit Gewalt und Terror für die Unabhängigkeit. Die explizit baskischen beziehungsweise katalanischen Parteien setzten sich dagegen auf rein politischem Weg für eine stark erweiterte Autonomie, „freie Angliederung an Spanien“ beziehungsweise Unabhängigkeit ihrer Regionen ein. Man beruft sich auf das Selbstbestimmungsrecht der Völker und will Volksabstimmungen durchführen, in denen die Bevölkerung der entsprechenden Region frei über den Status entscheiden kann. Vorbilder dafür sind unter anderem die Volksabstimmungen in Québec (1980, 1995) und Montenegro (2006). Die zentralspanischen Parteien PP und PSOE stehen diesen Plänen ablehnend gegenüber.

Polizei

Hauptartikel: Polizei (Spanien)
Streifenwagen der Policía Municipal de Madrid

Das Polizeisystem Spaniens ist aufgrund der politischen Gliederung Spaniens komplex. Es umfasst im Wesentlichen vier Arten von Polizeikörpern:

  1. die gleichermaßen dem Verteidigungs- und Innenministerium unterstehende und militärisch organisierte Guardia Civil,
  2. die gesamtstaatliche Nationalpolizei (Cuerpo Nacional de Policía – CNP) des Innenministeriums,
  3. die Polizeien der Autonomen Gemeinschaften (Policía Autonómica), die bislang im Baskenland (Ertzaintza), in Katalonien (Mossos d’Esquadra), in Navarra (Policía Foral) und auf den Kanaren (Policía Canaria) aufgestellt wurden,
  4. sowie die Gemeinde- und Stadtpolizeien (Guardia Urbana, Policía Local oder Policía Municipal genannt).

Geheimdienste

Das Centro Nacional de Inteligencia (CNI; deutsch Nationales Nachrichtendienstzentrum) ist der spanische Geheimdienst, der im November 2002 offiziell per Gesetz gegründet wurde. Er geht auf mehrere geheime staatliche Organisationen der Franco-Zeit zurück, die offiziell nicht bekannt waren und keinen Namen trugen.

Militär

Hauptartikel: Spanische Streitkräfte

Die Spanischen Streitkräfte (spanischFuerzas Armadas Españolas) gliedern sich in

Weitere unabhängige Einheiten sind die Königliche Garde (Guardia Real) und die direkt dem Oberkommando unterstellte Spanische Legion.

Spanien hat mit Stand 2014 etwa 123.000 Soldaten und 16.000 Reservisten. Das Rückgrat der Landstreitkräfte bilden 327 Kampfpanzer. Die spanische Marine verfügt über 46 Schiffe, darunter einen Flugzeugträger und die Luftwaffe besitzt über 500 Fluggeräte (inklusive 216 Kampfflugzeuge).

Oberbefehlshaber der Spanischen Streitkräfte ist der Spanische König, derzeit Felipe VI. Das Militärbudget Spaniens beträgt 12,8 Milliarden Euro (1,2 % des BIP). Seit 2000 ist es möglich, dass Männer und Frauen, die Spanisch als Muttersprache sprechen aber keine spanischen Staatsbürger sind, in die Spanischen Streitkräfte eintreten können. Die Wehrpflicht wurde 2001 abgeschafft.

Außen- und Europapolitik

Standorte der diplomatischen Vertretungen Spaniens

Die außenpolitischen Schwerpunkte Spaniens liegen auf der EU-Integration, den Beziehungen zu Lateinamerika, Nordafrika und Nahost, der Mittelmeerpolitik sowie den transatlantischen Beziehungen. Spanien ist seit 1955 Mitglied der Vereinten Nationen und war 2015–2016 nichtständiges Mitglied im Sicherheitsrat.

Zu den USA unterhält Spanien enge Beziehungen und ist bestrebt, diese weiter auszubauen. Besonders enge kulturelle und gesellschaftliche Bindungen, und darauf aufbauend ein dichter politischer und wirtschaftlicher Austausch, bestehen zu Lateinamerika und der Karibik. Die seit 1991 stattfindenden Gipfeltreffen der iberoamerikanischen Staats- und Regierungschefs sind hierfür eine wichtige multilaterale Plattform. Zuletzt fand das Treffen am 28. und 29. Oktober 2016 in Cartagena de Indias (Kolumbien) statt. Der Schwerpunkt der Entwicklungszusammenarbeit liegt auf Lateinamerika und Afrika.

Plenarsaal des Europäischen Parlaments in Brüssel. Spanien ist einer von 27 Mitgliedsstaaten der Europäischen Union.

Spanien ist Mitglied der Europäischen Union (EU) seit dem 1. Januar 1986 sowie der Eurozone. Spanien gehört kontinentalen Organisationen wie der Organisation für Sicherheit und Zusammenarbeit in Europa (OSZE), der Westeuropäischen Union (WEU) und der Europäischen Verteidigungsagentur (EVA) an. Spanien zieht eine außerordentlich positive Bilanz seiner über 30-jährigen EU-Mitgliedschaft. Ein Großteil der Spanier verbindet die EU mit der Demokratisierung, Modernisierung und dem wirtschaftlichen Wachstum des Landes.

Spanien hat viermal den Vorsitz der EU-Ratspräsidentschaft übernommen: in der ersten Hälfte des Jahres 1989, als die Verabschiedung des „Delors-Bericht“ genehmigt wurde; in der zweiten Hälfte des Jahres 1995, als der Name der künftigen europäischen Währung (dem Euro) angenommen wurde; in der ersten Hälfte des Jahres 2002, als die ersten Euro-Münzen in Umlauf gebracht wurden; und zuletzt in der ersten Hälfte des Jahres 2010 als der Vertrag von Lissabon und die Triopräsidentschaft eingeführt wurden.

Spanien hat mit seiner tendenziellen proeuropäischen Einstellung eine Schlüsselrolle in bestimmten Initiativen gespielt. Von allen sind besonders zu erwähnen: die Entwicklung eines sozialen Europas; das Europa der Bürger und die Einführung der Europäischen Bürgerinitiative; die Bekämpfung der internationalen organisierten Kriminalität; die Schaffung einer gemeinsamen Einwanderungspolitik und die Stärkung der Außengrenzen; der Ausbau der Zusammenarbeit mit den Ländern des Mittelmeerraums und Nordafrikas; die Förderung des Dialogs für den Frieden im Nahen Osten; eine gemeinsame Agrar- oder Fischereipolitik; und das eindeutige Bekenntnis zu wirksamen Strategien gegen geschlechtsspezifische Gewalt bzw. bei Organtransplantationen.

Seit dem Beitritt Spaniens zur Europäischen Union haben viele Spanier verantwortungsvolle Positionen und eine wichtige Aktivität in den Institutionen eingenommen.

Recht

Verfassungsrecht

Politisches System Spaniens

Gemäß der Verfassung vom 6. Dezember 1978 ist Spanien ein sozialer und demokratischer Rechtsstaat mit der Staatsform einer parlamentarischen Monarchie (Art. 1, Abs. 3 der spanischen Verfassung). Der Königstitel ist erblich. Der derzeitige König ist Felipe VI. Der König ist Staatsoberhaupt und Oberbefehlshaber der Streitkräfte. Wohnsitz der Königsfamilie ist der Palacio de la Zarzuela in Madrid.

Die Rolle der spanischen Krone wird in der Verfassung im Wesentlichen auf repräsentative Funktionen beschränkt. Darüber hinausgehende Funktionen des Königs sind die Bestätigung von Gesetzen und die Ernennung und Entlassung des Regierungschefs.

Das oberste Gesetzgebungsorgan in Spanien ist das Parlament, die Cortes Generales. Die Cortes unterteilen sich in zwei Kammern, das Abgeordnetenhaus (Congreso de los Diputados) und den Senat (Senado). Die 300 bis 400 Mitglieder des Abgeordnetenhauses werden per Direktwahl für vier Jahre gewählt. Der Senat hat 259 Mitglieder. Davon werden 208 Mitglieder direkt vom Volk gewählt und die restlichen 51 von den Parlamenten der Autonomen Gemeinschaften bestimmt. Senatoren werden für eine Amtszeit von vier Jahren ernannt.

Das allgemeine Wahlrecht für Männer war bereits 1868 eingeführt worden, Priester, Angehörige des Öffentlichen Dienstes und Frauen waren jedoch bis zu einem Gesetzesbeschluss vom 8. Mai 1931 vom passiven Wahlrecht für das nationale Parlament ausgeschlossen. Bei den Parlamentswahlen am 28. Juni 1931 wurden zum ersten Mal drei Frauen ins Spanische Parlament gewählt; Margarita Nelken, Victoria Kent und Clara Campoamor. Ironischerweise wurde Frauen jedoch immer noch das aktive Wahlrecht verweigert. Am 9. Dezember 1931 trat eine neue Verfassung in Kraft, deren Artikel 36 das allgemeine Stimmrecht für Frauen enthielt. Am 19. November 1933 fanden die ersten Wahlen unter der neuen Verfassung statt, an der erstmals Frauen aktiv teilnehmen konnten. Unter dem Franco-Regime wurde das allgemeine Wahlrecht unterdrückt. Frauen wurden nach und nach einige politische Rechte zugestanden: 1942 wurde eine Art Parlament ins Leben gerufen, in dem neben Abgeordneten der Falange-Partei und verschiedener staatlicher Organisationen auch hundert Familienrepräsentanten vorgesehen waren, die von Familienoberhäuptern und verheirateten Frauen gewählt werden sollten. Ab 1957 konnten dann verheiratete Frauen und solche, die Familienoberhäupter waren, sich an den Wahlen dieser hundert Abgeordneten beteiligen. Die ersten derartigen Wahlen wurden allerdings erst 1967 durchgeführt. Erst mit der Wiederherstellung der Demokratie Mitte der 1970er Jahre wurde das allgemeine Wahlrecht, und damit auch das Frauenwahlrecht, in vollem Umfang wiederhergestellt. Beim Referendum von 1976 und den Parlamentswahlen von 1977 stimmten Frauen mit ab, und das uneingeschränkte allgemeine Wahlrecht für Erwachsene wurde in der neuen Verfassung von 1978 garantiert.

Der Ministerpräsident (Presidente del Gobierno, wörtlich übersetzt „Regierungspräsident“) wird vom Abgeordnetenhaus gewählt. Die Minister werden auf Vorschlag des Ministerpräsidenten vom König ernannt. Amtssitz ist der Palacio de la Moncloa in Madrid.

Spanien ist seit Januar 1986 Mitglied der Europäischen Union.

Spaniens Infrastruktur ist aufgrund des jahrelangen Baubooms hervorragend ausgebaut. Auch der ansteigende Tourismus machte den Aufbau eines modernen Schienen-, Straßen und Luftverkehrsnetzes nötig. Allerdings konnten nach dem Platzen der Blase viele Bauprojekte nicht vollendet werden; sie stehen immer noch unvollendet in der Gegend.

Straßennetz

Spanische Autobahn

Von 2000 bis 2008 hat die Zahl der PKW in Spanien um etwa 12 % zugenommen. Im Jahr 2008 gab es hier 486 Kraftfahrzeuge pro 1000 Einwohner; infolge der Finanzkrise sank diese Quote wieder leicht ab (2009: 479). 78 % der Bevölkerung leben in Städten. In manchen Ballungsräumen wie Madrid oder Barcelona sind die Straßennetze gerade im Berufsverkehr örtlich überlastet. Zum Teil gibt es Verkehrsleitsysteme wie in Valencia.

Spanien verfügt über ein gut ausgebautes Straßen- und Autobahnnetz von 663.795 Kilometern Länge. Die Straßen sind zum allergrößten Teil befestigt. Das Fernstraßennetz umfasst Nationalstraßen, carreteras nacionales, und Autobahnen, die sogenannten autovías (gebührenfrei) und autopistas (mautpflichtig, de peaje). An den Zahlstellen der gebührenpflichtigen autopistas kann mit Bargeld oder Kreditkarte bezahlt werden. Außerdem kann mit der sogenannten Telepeaje bezahlt werden. Dabei führt man einen Sensor im Auto mit, der automatisch registriert, wenn an einer Mautstelle vorbeigefahren wird. Die Mautschranke öffnet sich anschließend automatisch.

Teilweise verlaufen gebührenpflichtige Autobahnabschnitte parallel zu gebührenfreien. Rund um Ballungszentren gibt es meist gebührenfreie autovías, viele Fernverbindungen sind gebührenpflichtig.

Die Höchstgeschwindigkeit beträgt innerhalb geschlossener Ortschaften 50 km/h, auf Landstraßen 90 km/h, falls ein Randstreifen von mindestens 1,5 m Breite oder eine zusätzliche Fahrspur vorhanden ist 100 km/h sowie auf Autobahnen 120 km/h. In geschlossenen Ortschaften muss nachts immer mit Abblendlicht gefahren werden.

Die Verwarnungsgelder sind in Spanien im Vergleich zu Deutschland wesentlich höher. Bezahlt man einen Strafzettel innerhalb von in der Regel 14 Tagen, hat dies einen 50-prozentigen Nachlass zur Folge. Auffällig ist die Tatsache, dass der Bürgersteig absolut frei von Fahrzeugen ist. Es dürfen dort weder Motorräder noch Autos auf dem Gehweg abgestellt werden, auch nicht einseitig. Ein (wenn auch nur teilweises) Abstellen auf dem Gehweg hat ein sofortiges Abschleppen zur Folge. Auf der anderen Seite wird das Parken vor Fußgängerüberwegen weniger streng geahndet als in Deutschland. Vielerorts herrscht auch wegen der engen Straßen eine akute Parkplatznot. Eine durchgezogene gelbe Linie am Fahrbahnrand weist auf ein Parkverbot hin. Die lokale Polizei besitzt oftmals eigene Abschleppwagen. Die Parkgebühren in Ballungsräumen liegen auf demselben Niveau wie in Metropolen im deutschsprachigen Raum.

Sehr hohe Geschwindigkeitsvergehen, gefährliches Rowdytum im Straßenverkehr oder Fahren unter erheblichem Alkoholeinfluss kann als Straftat gewertet werden und sogar Haftstrafen nach sich ziehen.

Seit Juli 2004 sind in Spanien Warnwesten gesetzlich vorgeschrieben. Diese müssen bei Unfällen und Pannen getragen werden. Reservelampen für die Fahrzeugbeleuchtung und zwei rote Warndreiecke müssen ebenso im Kraftfahrzeug mitgeführt werden. Grüne Versicherungskarten sind zwar nicht Pflicht, aber empfehlenswert, da die Polizei damit vertraut ist.

Der Straßenverkehr des Landes gilt als sehr sicher. 2013 kamen in Spanien insgesamt 3,7 Verkehrstote auf 100.000 Einwohner. Zum Vergleich: In Deutschland waren es im selben Jahr 4,3 Tote. Insgesamt kamen damit 1730 Personen im Straßenverkehr ums Leben. Das Land hat eine im weltweiten Vergleich hohe Motorisierungsrate. 2016 kamen im Land 611 Kraftfahrzeuge auf 1000 Einwohner (in Deutschland waren es 610 Fahrzeuge).

Fahrrad

Radfahren wird von den Spaniern zuerst als sportliche Betätigung aufgefasst; als Verkehrsmittel wird das Fahrrad erst in jüngerer Zeit zunehmend häufiger genutzt, wenn auch die spanische Fahrrad-Kultur der mitteleuropäischer Städte noch nachsteht. Radwege waren lange Zeit nur in touristisch attraktiven Regionen bekannt. In den letzten Jahren hat sich allerdings in den meisten größeren Städten Spaniens, neben einem parallel wachsenden Netz an Fahrradwegen, auch das Angebot und die Nutzung von städtischen Fahrradverleihsystemen, vergleichbar mit denen anderer Städte außerhalb Spaniens, verbreitet. So verfügen etwa Barcelona seit März 2007, Madrid (seit 2014), Girona, Alicante, Saragossa, Sevilla, Valencia, Burgos, Pamplona, Albacete, Salamanca über ein Radverleihsystem. Weitere Städte sollen folgen.

Die Nutzung des Fahrrads nicht nur als Sportgerät, sondern vor allem im Alltag ist dabei jedoch auch abhängig von den Höhenunterschieden und dem Klima innerhalb der Stadt. Auch der Individualfahrradverkehr (neben den Fahrradverleihsystemen) nimmt zu. Gerade in den großen Städten mit dichtem Kfz-Verkehr und überfüllten öffentlichen Verkehrsmitteln ist das Fahrrad eine schnelle und kostengünstige Alternative, zumal die Infrastruktur stellenweise sehr gut ausgebaut ist. Etwa in Barcelona, das über eine sehr ebene Stadtgeografie verfügt, wurden bis 2013 mehr als 182 km Fahrradwege gebaut.

Die Radwege sind mit Ampeln und, gerade auf dicht befahrenen Hauptstraßen, neben Trennlinien auch physisch mittels verankerter Trennsteine aus Gummi bzw. Kunststoff vom übrigen Verkehr getrennt.

Die bestehenden Netze werden in der Regel gut angenommen und erweitert. Im Großraum Madrid haben Autobahnen teilweise eine eigene Fahrradspur. Es fällt auf, dass in Spanien das Nebeneinanderfahren von zwei Radfahrern erlaubt ist.

Fernbusnetz

Aufgrund der geringen Eisenbahndichte verfügt Spanien über ein sehr gut ausgebautes Busnetz. In kleinen und großen Städten gibt es spezielle Busbahnhöfe. Das Busnetz verbindet insbesondere kleinere Städte und Dörfer, aber es gibt auch überregionale Linien und internationale Verbindungen. Busfahren ist in Spanien vergleichsweise billig.

Schifffahrt

Die größten Seehäfen sind in Algeciras, Barcelona, Valencia, Bilbao, Gijón und Santa Cruz de Tenerife. Zwischen der Iberischen Halbinsel und den Balearen sowie den Kanaren gibt es eine Reihe von Fährverbindungen.

Für die Binnenschifffahrt wurden im 18. und 19. Jahrhundert der Canal Imperial de Aragón und der Canal de Castilla gebaut. Inzwischen dienen diese jedoch nur noch dem Transport von Trinkwasser. Zum Zwecke der Wasser- und Energieversorgung wurden im 20. Jahrhundert in allen großen Flussläufen zahlreiche Talsperren errichtet, so dass die Flüsse des Landes nicht mehr schiffbar sind. Die einzige Ausnahme ist der Guadalquivir zwischen Sevilla und dem Atlantik. Dieser Abschnitt ist auch für Hochseeschiffe befahrbar. Die zahlreichen Stauseen im Landesinneren werden aber für den Wassersport genutzt. Im Rahmen der Expo 2008 wurde im Stadtgebiet von Saragossa ein Personenschiffsverkehr auf dem Ebro eingerichtet.

Eisenbahnnetz

Hochgeschwindigkeitszug der RENFE-Baureihe 730 auf dem Viaducto Martín Gil

Das Netz in Iberischer Breitspur (1668 mm) der staatlichen Eisenbahngesellschaft Red Nacional de los Ferrocarriles Españoles (RENFE) wird durch ein normalspuriges Hochgeschwindigkeitsnetz mit dem Namen Alta Velocidad Española (AVE) ergänzt, welches 2013 eine Länge von 2276 Kilometern hatte. Das Fernverkehrssystem wird Grandes Líneas genannt, der Hochgeschwindigkeitsverkehr ist hiervon ausgenommen. Die RENFE betreibt in den Ballungszentren lokale S-Bahn-Netze, die sogenannten Cercanías. In folgenden Regionen gibt es Cercanías-Netze: Asturias, Barcelona, Bilbao, Cádiz, Madrid, Málaga, Murcia/ Alicante, Santander, San Sebastián, Saragossa, Sevilla und Valencia. Schmalspurstrecken werden sowohl von den regionalen Gesellschaften SFM, EuskoTren, FGC und FGV, als auch von der staatlichen FEVE betrieben.

Die spanischen Fernverkehrszüge der Grandes Líneas werden in Tag- und Nachtzüge unterschieden. Tagzüge sind der Alaris, Altaria, Arco, Euromed, Talgo, Intercity und Diurno. Nachtzüge sind der Trenhotel und Estrella. Diese Zugtypen unterscheiden sich in ihrer Bauart und fahren auf festgelegten Strecken. Eine Klassifizierung nach der Zug-Geschwindigkeit und Haltepunktdichte wie im deutschen Sprachraum gibt es in Spanien nicht. Fahrkarten werden nicht für eine Strecke, sondern für ein Produkt verkauft.

Die Städte Barcelona, Bilbao, Madrid, Valencia, Sevilla, Palma und Málaga verfügen über U-Bahn- oder Metronetze. Einige Städte wie Alicante, Bilbao, Santa Cruz de Tenerife/La Laguna, Madrid und Barcelona besitzen neu eröffnete Straßenbahnnetze.

Flughäfen

Flughafen Madrid-Barajas: größter internationaler Verkehrsflughafen Spaniens

Etwa 40 spanische Städte verfügen über einen Flughafen für Verkehrsmaschinen. Die größten spanischen Fluggesellschaften sind Iberia, Air Europa und Vueling. Die Flughäfen von Madrid und Barcelona befinden sich – bezogen auf die Passagierzahlen – unter den zehn größten europäischen Flughäfen. Zwischen den Flughäfen Madrid und Barcelona gibt es eine Luftbrücke, puente aéreo: zwischen 7 und 23 Uhr starten in sehr kurzem Zeitabstand zahlreiche Flüge. 2007 gab es in Spanien ca. 61 Millionen Fluggäste (2013 nur noch ca. 46 Millionen).

Die puente aéreo wird von der spanischen Fluggesellschaft Iberia betrieben.

Internet

Im Jahr 2019 nutzten 91 Prozent der Einwohner Spaniens das Internet. Über DSL-Anschlüsse verfügten 2012 etwa 19 %, über Kabelanschluss ca. 5 % der Einwohner. Die Breitband-Internetgeschwindigkeit liegt zwischen 10 MBit/s und 50 MBit/s auf DOCSIS3-Basis bei Kabelanschlüssen bzw. 100 MBit/s bei den noch wenigen Glasfaseranschlüssen (ca. 1 %).

Hauptartikel: Wirtschaft Spaniens

Mit dem Plan de Estabilización 1959, dem demokratischen Wandel in der Zeit nach 1975, dem Beitritt zur Europäischen Gemeinschaft im Jahr 1986 und der Teilnahme an der Europäischen Wirtschafts- und Währungsunion hat Spanien die Grundlage für einen langanhaltenden wirtschaftlichen Aufschwung gelegt. Die Industrie des Landes wurde sukzessive liberalisiert und modernisiert. Hieraus sind einige international erfolgreich agierende Unternehmen hervorgegangen, zum Beispiel Iberia, Seat, Telefónica, Zara oder Endesa. Die Öffnung Spaniens für den internationalen Wettbewerb zog umfangreiche ausländische Direktinvestitionen nach sich.

Die Endmontage des Airbus A400M findet in Sevilla, Spanien statt.
Ein Modell des Seat Ibiza. Seat ist ein wichtiger industrieller Arbeitgeber in Spanien.

Der Preis dafür waren allerdings starke Schrumpfungsprozesse in traditionellen Branchen, z. B. im Baskenland. Auch lag die durchschnittliche Beschäftigtenzahl der spanischen Unternehmen im Jahr 2011 mit 10 Mitarbeitern weit unter dem EU-Durchschnitt von 17 (zum Vergleich: Griechenland 5, Deutschland 35). 80 % der Unternehmen des produzierenden Gewerbes haben weniger als 10 Mitarbeiter, was auf geringe Konkurrenzfähigkeit der im Durchschnitt wenig innovativen Industrie hindeutet. Die Reindustrialisierung nach der Krise 2009–2013, die zu einem starken Einbruch der Industrieproduktion führte, schreitet nur langsam voran, obwohl gerade der damit verbundene Beschäftigungsabbau die Produktivität erhöhte. 2014 wurde zum ersten Mal ein Zuwachs der industriellen Produktion von 1,1 % verzeichnet.

Die drei größten Verlagsgruppen sind Grupo Vocento, die italienische RCS MediaGroup und PRISA.

Mit 81.880 Mitarbeitern (Ende 2006) befindet sich die weltgrößte Genossenschaft im Land, die Mondragón Corporación Cooperativa.

Spanien war, laut einer Studie der Bank Credit Suisse aus dem Jahre 2017, das Land mit dem zwölft-größten nationalen Gesamtvermögen weltweit. Der Gesamtbesitz der Spanier an Immobilien, Aktien und Bargeld belief sich auf insgesamt 4.845 Milliarden US-Dollar. Das Vermögen pro erwachsene Person beträgt 129.578 Dollar im Durchschnitt und 63.369 Dollar im Median (Deutschland: 203.946 bzw. 47.091 Dollar). Der Gini-Koeffizient bei der Vermögensverteilung lag 2016 bei 68,0 was auf eine mittlere Vermögensungleichheit hindeutet. 2018 gab es in Spanien 25 Milliardäre. Reichste Person des Landes ist Amancio Ortega, der mit einem Vermögen von ca. 70 Mrd. US-Dollar zu den 10 reichsten Menschen der Welt gehört. Ortega ist Gründer des Textilunternehmens Inditex.

Die Schattenwirtschaft hat an der Wirtschaft einen Anteil von 21,5 % des BIP.

Die Verschuldung der öffentlichen Haushalte betrug im Jahre 2010 9,24 % des Bruttosozialproduktes. Damit wurde der von der Europäischen Union vorgegebene Grenzwert von 9,3 % geringfügig unterschritten.

Blick aufs nächtliche Benidorm. Tourismus spielt eine wesentliche Rolle in Spaniens Wirtschaft.

Das Wachstum der vergangenen Jahre wurde wesentlich durch einen Immobilienboom getragen, mit dem die durchschnittliche Verschuldung pro Person schon 2005 auf 125 Prozent des Jahreseinkommens anstieg, das war dreimal mehr als vor einer Dekade.

Die Immobilienblase platzte im Verlauf der Finanzkrise ab 2007. Da die spanischen Banken fast nur Darlehen mit variablem Zins vergaben, so das Zinsrisiko auf die Kreditnehmer abwälzten und die Banken durch strikte Regulierung kaum in den Verfall der forderungsbesicherten Wertpapiere verstrickt waren, galten die spanischen Banken lange als relativ gesund.

Da aber der Immobiliensektor fast ein Drittel des BIP erwirtschaftete, wirkte sich der Crash deutlich auf die Wirtschaft aus. Da gleichzeitig die Immobilienpreise stark gefallen sind, im ersten Quartal 2009 im Vergleich zum Vorjahresquartal um 6,8 %, sind sehr viele Haushalte überschuldet. So stiegen auch die Kreditausfälle um das Vierfache an, die Ausfallrate liegt nach offiziellen Angaben bei 5 %. In Spanien kostet eine Immobilie das 7,2fache des durchschnittlichen Jahreseinkommens eines Haushalts. In Großbritannien kosteten sie nur das 4,6fache und in den USA lediglich das Dreifache. Der spanische Markt gilt somit weiterhin als deutlich überteuert, so dass ein andauernder Preisverfall zu erwarten ist.

Gewächshäuser bei El Ejido

Im März 2009 musste die regionale Sparkasse Caja Castilla la Mancha mit einem Milliardenkredit von der Zentralbank gestützt werden. Das Institut soll bis zu neun Milliarden Euro an Liquiditätshilfen erhalten, für die die Regierung eine Garantie abgibt.

Am 25. Juni 2012 beantragte Wirtschaftsminister Luis de Guindos bei der Europäischen Union im Namen der spanischen Regierung finanzielle Hilfe für die Rekapitalisierung der spanischen Kreditinstitute. Pauschal hatten die Euro-Partner Spanien bereits 100 Milliarden Euro in Aussicht gestellt. Nach einer Entspannung der Lage im spanischen Finanzsektor verließ das Land im Januar 2014 den Euro-Rettungsschirm. Während der 18-monatigen Laufzeit der Hilfsmaßnahmen erhielt Spanien insgesamt 41,4 Milliarden Euro zur Unterstützung der Kreditinstitute.

Die Arbeitslosenquote betrug auf der Grundlage der Berechnung der Europäischen Union im November 2012 saisonbereinigt 26,6 %. 2006 hatte sie noch bei 7,6 % gelegen, im November 2008 bei 13,4 %. Damit erreichte die Arbeitslosenquote damals den höchsten Stand in der Europäischen Union. Gleichzeitig stieg auch die Arbeitslosenquote der unter 25-Jährigen auf 56,5 % (November 2012), hinter Griechenland der zweithöchste Stand in der Europäischen Union. Aufgrund des seit Ende 2013 einsetzenden Wirtschaftsaufschwungs sank die Arbeitslosenquote bis Januar 2016 auf 20,5 Prozent (4,68 Millionen Arbeitslose) und im Juni 2018 auf 15,2 %. Im Jahr 2017 betrug die Jugendarbeitslosigkeit 39,4 %. 2009 arbeiteten 4,2 % aller Arbeitskräfte in der Landwirtschaft, 24 % in der Industrie und 71,7 % im Dienstleistungssektor. Die Gesamtzahl der Beschäftigten wird für 2017 auf 22,75 Millionen geschätzt; davon sind 46,4 % Frauen. Im Global Competitiveness Index, der die Wettbewerbsfähigkeit eines Landes misst, belegt Spanien Platz 34 von 137 Ländern (Stand 2017–2018). Im Index für wirtschaftliche Freiheit belegt das Land 2017 Platz 69 von 180 Ländern.

Währung

Spanien ist Teil des Europäischen Binnenmarkts. Zusammen mit 18 weiteren EU-Mitgliedstaaten (blau) bildet es eine Währungsunion, die Eurozone.

Die Währung in Spanien ist seit dem 1. Januar 1999 der Euro, der wie in allen Ländern der Eurozone ab 2002 die bisherige landeseigene Währung (Peseta) auch als offizielles Zahlungsmittel ersetzte. Der Wechselkurs zur vorigen Währung, pesetas (Pts) oder singular (Pta), betrug: 1 € = 166,386 Pts beziehungsweise 1 Pts = 0,6010 €-Cent. Nach wie vor werden noch Preise in Peseten angegeben, gerade bei teuren Gütern, die nicht allzu häufig gekauft werden, wie Autos oder Wohnungen. Als großzügig abkürzende Größenordnung werden hierbei gerne Millionen Pts, Million Pesetas verwendet: so kostet eine Wohnung in der Umgangssprache 25 Mio. Pts oder ein Auto 2 Mio. Pts.

In Gesprächen wird gelegentlich noch die Währungseinheit Duro benutzt. Ein Duro entspricht 5 Peseten, also ungefähr 3 Cent. Um von Euro auf Duro umzurechnen, reicht es, den Eurobetrag durch 3 zu dividieren und anschließend zwei Nullen anzuhängen (oder mit 100 multiplizieren). Während der Umstellungsphase auf den Euro wurden die Spanier mit der eingängigen Devise Vom Duro zum Euro auf die neue Währung eingestimmt.

Bruttoinlandsprodukt

Nach Angaben des Internationalen Währungsfonds war Spanien im Jahr 2016 die vierzehntgrößte Volkswirtschaft weltweit. Im Rahmen der Finanzkrise 2009 schrumpfte die spanische Wirtschaftskraft um 3,58 %. Es folgten Jahre der Rezession und Stagnation. Die spanische Volkswirtschaft ließ diese langanhaltende Rezession im dritten Quartal 2013 mit 0,1 Prozent Wachstum nach neun rückläufigen Quartalen hinter sich. Das Wachstum des Bruttoinlandsproduktes (BIP) lag im Jahr 2014 bei 1,4 % und 2015 bei 3,2 %.

Das Bruttoinlandsprodukt Spaniens betrug 2016 ca. 1.113,8 Mrd. Euro Milliarden Euro. Das entsprach einem Wachstum im Vergleich zum Vorjahr von 3,2 %. Das BIP pro Kopf lag im selben Jahr bei 23.970 Euro.

Die Struktur der spanischen Wirtschaft weist eine für Industrienationen typische Verteilung auf:

  • 68 % Dienstleistungen,
  • 20 % verarbeitende Industrie,
  • 9 % Bauwirtschaft,
  • 3 % Landwirtschaft.

Wichtigste Wirtschaftszweige der spanischen Wirtschaft sind der Tourismus, das Bauwesen, die Kommunikations- und Informationstechnik, metallverarbeitende Industrie, Maschinenbau, Landwirtschaft und Petrochemie.

Spanien ist geprägt von großen wirtschaftlichen Unterschieden zwischen den einzelnen Autonomen Gemeinschaften. In stark industrialisierten Regionen wie dem Baskenland, Madrid, Navarra oder Katalonien, lag das BIP pro Kopf ausgedrückt in Kaufkraftstandards im Jahr 2014 zwischen 8 und 25 Prozent über dem Schnitt der Europäischen Union, während die eher landwirtschaftlich geprägten Regionen wie beispielsweise Extremadura, Kastilien-La Mancha oder Andalusien nur zwischen 63 und 72 Prozent des EU-Durchschnitts erreichten.

BIP pro Kopf nach Autonomer Gemeinschaft
Pos. Autonome Gemeinschaft BIP/Kopf, KKS, (EU28=100) (2014) BIP/Kopf in € (Nominal) (2017)
1. Madrid Madrid 123 33.809
2. Baskenland Baskenland 120 33.088
3. Navarra Navarra 112 30.914
4. Katalonien Katalonien 109 29.936
Europa EU-28 100 27.500
5. Aragonien Aragonien 97 27.403
6. La Rioja La Rioja 95 26.044
7. Balearische Inseln Balearische Inseln 94 25.772
Spanien Spanien 91 25.000
8. Kastilienleon Kastilien und León 86 23.555
9. Kantabrien Kantabrien 82 22.513
10. Galicien Galicien 82 22.497
11. Valencia Valencia 80 22.055
12. Asturien Asturien 80 22.046
13. Murcia Murcia 75 20.585
14. Kanarische Inseln Kanarische Inseln 74 20.425
15. Kastilienla Mancha Kastilien-La Mancha 72 19.681
16. Ceuta Ceuta 71 19.524
17. Andalusien Andalusien 67 18.470
18. Melilla Melilla 65 17.945
19. Extremadura Extremadura 63 17.262

Tourismus

Hauptartikel: Tourismus in Spanien
Spaniens Küsten
Badetourismus am Strand bei Villajoyosa
Die Sierra Nevada: Pico del Veleta

Spanien wurde im Jahr 2016 von 75,6 Millionen Touristen besucht, damit lag das Land nach Frankreich und den USA an der dritten Stelle in der weltweiten Reisestatistik. Zum Vergleich: Im Jahre 2005 waren es noch 55,6 Millionen ausländische Touristen. Im Rekordjahr 2016 sind 22,1 Millionen Touristen aus dem Vereinigten Königreich angereist, aus Frankreich kamen 15,2 Millionen und an dritter Stelle kamen Gäste aus Deutschland mit 11,4 Millionen. Die Kanarischen Inseln sind das wichtigste touristische Ziel in Spanien: 31,4 % aller Touristen sind dorthin gereist. Zweitwichtigstes Reiseziel ist Katalonien, es wurde von 24 Millionen Touristen besucht. Danach folgt Andalusien mit 12,5 sowie Madrid mit 10,6 Millionen Touristen. Der Tourismus brachte Spanien Einnahmen von über 60 Mrd. US-Dollar.

Spanien hatte 2017 laut dem Travel and Tourism Competitiveness Report des World Economic Forum den wettbewerbsfähigsten Tourismussektor der Welt.

Beliebte Reiseziele (mit viel besuchten Orten) sind :

Landwirtschaft

Oliven-Anbaugebiet bei Arenas del Rey in Andalusien

54 % der Landesfläche werden landwirtschaftlich genutzt, Bewässerungsfeldbau wird auf etwa 20,1 % der Anbaufläche betrieben. 144.000 Quadratkilometer der Landesfläche sind bewaldet. In Spanien werden folgende Agrarprodukte produziert: Getreide (vor allem Weizen und Mais), Gemüse, Oliven, Weintrauben, Zuckerrüben, Zitrusfrüchte wie Orangen und Zitronen, Fleisch (u. a. Schafe, Ziegen, Kaninchen und Geflügel), Milchprodukte (z. B. Manchego-Käse), Seefisch und Meeresfrüchte. Spanien ist zudem seit 2004 das einzige europäische Land mit einer signifikanten transgenen Anbaufläche (vor allem genveränderter Mais). Der Spanische Weinbau ist bedeutend, jedoch durch die Folgen der globalen Erwärmung stark gefährdet.

Wohnungen

Viele spanische Familien haben neben einer Wohnung in der Stadt ein Wochenendhaus auf dem Land oder am Meer. Nach Zahlen der Banco de España gab es Ende 2005 in Spanien rund 23,7 Millionen Wohnungen (spanisch Piso) und 15,39 Millionen Haushalte. Damit kommen auf einen spanischen Haushalt 1,54 Wohnungen, die höchste Rate der Welt. 85 % der spanischen Wohnungen werden von ihren Eigentümern bewohnt, 15 % vermietet.

Der spanische Durchschnittspreis für eine neue Wohnung beträgt 2510 €/m² (Dezember 2005). Die Wohnungspreise sind regional unterschiedlich.

Energiewirtschaft

Der Primärenergieverbrauch Spaniens erreichte 2007 sein Maximum, sank bis 2009 deutlich ab und war dann bis 2018 ungefähr gleichbleibend.

Primärenergieverbrauch nach Energieträgern

Die wichtigste Energiequelle Spaniens ist das Erdöl, welches 2018 44,3 % der Primärenergie lieferte. Insgesamt machen fossile Brennstoffe (Erdöl 44,3 %, Erdgas mit 20,9 % und Kohle mit 8,9 %) 74,1 % der verbrauchten Primärenergie aus. Im Jahr 2010 mussten 73,9 % der Primärenergiequellen importiert werden.

Energieträger 1994 (%) 2009 (%) 2010 (%) 2014 (%) 2018 (%)
Erdöl 53,5 48,8 47,3 42,8 44,3
Erdgas 6,7 23,8 23,5 20,0 20,9
Kernenergie 14,8 10,5 12,2 12,6 11,2
Erneuerbare Energie 6,5 9,3 11,1 14,6 13,8
Kohle 18,4 8,1 6,4 10,1 8,9
Außenhandelssaldo Strom 0,1 −0,5 −0,5 −0,25 0,7
Stromerzeugung

Elektrische Energie machte im Jahr 2009 21,5 % der verbrauchten Endenergie aus. Im Jahr 2010 wurden in Spanien 288.563 GWh Strom erzeugt. Der größten Anteil (23 %) davon wurde in Gas-und-Dampf-Kombikraftwerken produziert, weitere 7 % stammten aus Kohlekraftwerken. Die insgesamt sechs Kernkraftwerke lieferten 22 %, 16 % stammten aus Windkraftanlagen, weitere 16 % aus Wasserkraftwerken und 2 % aus Solaranlagen. Spanien war 2010 mit 43.692 GWh größter europäischer Erzeuger von elektrischer Energie aus Windenergie geworden und lag in diesem Jahr auch vor der Bundesrepublik Deutschland.

Energieart Anteil (%) 2010 Anteil (%) 2020
Gas-und-Dampf-Kombikraftwerk 23 17,8
Kernenergie 22 22,2
Wasserkraft 16 11,9
Windenergie 16 21,7
Kohle 7 2,0
Solarenergie 2 7,9
Erdöl, Erdgas 1 1,7
Rest 13 14,8

In Kraftwerken des Typs Gas-und-Dampf-Kombikraftwerk wird hauptsächlich Gas verwendet. Unter die restlichen Energiearten fallen weitere erneuerbare Energien (2 %) und sonstige Energieformen „energias cogenerativas“.

Kernenergie

In Spanien sind derzeit sechs Kernkraftwerke mit acht Reaktorblöcken und einer installierten Bruttoleistung von insgesamt 7716 MW am Netz.

1983 wurde ein Moratorium verabschiedet, das den Atomausstieg einleiten sollte. Auch nach 1983 wurden noch mehrere Reaktorblöcke fertiggestellt, jedoch wurden Neubaupläne verschoben und im Jahr 1994 endgültig verworfen. In dieser Legislaturperiode hat die Regierungspartei (sozialistische Partei) eine Kehrtwende vollzogen. Am 15. Februar 2011 hat das spanische Parlament eine Gesetzesänderung beschlossen, nach der die auf 40 Jahre festgesetzte Höchstbetriebsdauer der Kernkraftwerke aufgehoben wird.

In Spanien gibt es Gesetze, die den weiteren Ausbau der Kernenergie untersagen.

Erneuerbare Energien

Die Stromerzeugung aus erneuerbaren Energiequellen erlebte in Spanien einen leichten Aufschwung: Im Jahr 2010 stammten 35,4 % des erzeugten Stromes aus erneuerbarer Energie, 2020 waren es 43,6 %. Mit einer installierten Windenergiekapazität von 23.170 MW lag Spanien 2014 hinter China, den USA, Deutschland und Indien an fünfter Stelle weltweit. Ende 2020 waren die installierte Windleistung auf 27.264 MW gestiegen. Ebenfalls einen Aufschwung erlebt derzeit die Solarenergie, so liegt die installierte Kapazität aus Photovoltaikanlagen derzeit (Stand: Februar 2015) bei 4500 MW (2010: 3643 MW, 2007: ca. 900 MW). Ebenso befinden sich mit Andasol 1, 2 und 3 (je 50 MW) die derzeit (2012) größten Sonnenwärmekraftwerke Europas in Spanien. Im Jahr 2010 war eine Kapazität von 682 MW aus Sonnenwärmekraftwerken installiert.

Wirtschaftskennzahlen

Die wichtigen Wirtschaftskennzahlen Bruttoinlandsprodukt, Inflation, Haushaltssaldo und Außenhandel entwickelten sich in den letzten Jahren folgendermaßen:

Veränderung des Bruttoinlandsprodukts (BIP), real
in % gegenüber dem Vorjahr
Jahr 2009 2010 2011 2012 2013 2014 2015 2016 2017 2018
Veränderung
in % gg. Vj.
−3,6 0,0 −1 −2,6 −1,7 1,4 3,8 3,0 2,9 2,4
Quelle: Eurostat
Entwicklung des BIP (nominal)
absolut (in Mrd. Euro) je Einwohner (in Tsd. Euro)
Jahr 2014 2015 2016 2017 2018 Jahr 2014 2015 2016 2017 2018
BIP in Mrd. Euro 1032 1077 1114 1162 1202 BIP je Einw.
(in Tsd. Euro)
22.200 23.100 23.800 24.400 24.900
Quelle: Eurostat
Entwicklung der Inflationsrate Entwicklung des Haushaltssaldos
in % gegenüber dem Vorjahr in % des BIP
(„minus“ = Defizit im Staatshaushalt)
Jahr 2014 2015 2016 2017 2018 Jahr 2016 2017 2016 2017 2018
Inflationsrate −0,2 −0,6 −0,2 2,0 1,7 Haushalts-
saldo
−6,0 −5,3 −4,5 −3,1 −2,5
Quelle: Eurostat (Stand Sommer 2019)
Haupthandelspartner (2018)
Ausfuhr (in %) nach Einfuhr (in %) von
Frankreich Frankreich 15,1 Deutschland Deutschland 12,5
Deutschland Deutschland 10,8 Frankreich Frankreich 10,8
Italien Italien 8,0 China Volksrepublik Volksrepublik China 8,4
Portugal Portugal 7,4 Italien Italien 6,6
Vereinigtes Konigreich Vereinigtes Königreich 6,7 Vereinigte Staaten Vereinigte Staaten 4,1
Vereinigte Staaten Vereinigte Staaten 4,5 Niederlande Niederlande 4,0
Niederlande Niederlande 3,5 Vereinigtes Konigreich Vereinigtes Königreich 3,6
sonstige Länder 44,0 sonstige Länder 50,0
alle EU-Länder zusammen 67,1 alle EU-Länder zusammen 55,1
Quelle: gtai
Hauptprodukte des Außenhandels (2017)
Ausfuhrgüter (Anteil in %) Einfuhrgüter (Anteil in %)
Kfz und -Teile 17,3 Chemische Erzeugnisse 13,5
Nahrungsmittel 12,9 Kfz und -Teile 12,3
Chemische Erzeugnisse 12,8 Nahrungsmittel 8,6
Maschinen 7,8 Maschinen 7,9
Textilien/Bekleidung 5,9 Erdöl 7,3
Quelle: gtai
Entwicklung des Außenhandels
in Mrd. Euro und seine Veränderung gegenüber dem Vorjahr in %
2016 2017 2018
Mrd. Euro % gg. Vj. Mrd. Euro % gg. Vj. bMrd. Euro % gg.Vj.
Einfuhr 281,6 −0,1 312,2 10,8 329,0 5,4
Ausfuhr 261,2 2,9 282,4 8,1 292,2 3,4
Saldo −20,4 −29,8 −36,8
Quelle: gtai

Staatshaushalt

Der Staatshaushalt umfasste 2016 Ausgaben von 512 Mrd. Dollar dem standen Einnahmen von 461 Mrd. Dollar gegenüber. Daraus ergibt sich ein Haushaltsdefizit in Höhe von 51 Mrd. Dollar beziehungsweise 4,1 % des BIPs. Die Staatsverschuldung betrug 2014 99,3 % des BIP. Durch verschiedene Sparprogramme konnte das Haushaltsdefizit von 11,0 Prozent im Jahre 2009 auf 4,1 im Jahr 2016 gesenkt werden. Von der Ratingagentur Standard & Poor’s werden die Staatsanleihen des Landes mit der Note A− bewertet (Stand 2018). Durch das zurückgehende Haushaltsdefizit und die verbesserte Wirtschaftslage konnte der spanische Staat seine Kreditwürdigkeit wieder verbessern.

Jahr 2005 2006 2007 2008 2009 2010 2011 2012 2013 2014
Staatsverschuldung 42,3 % 38,9 % 35,5 % 39,4 % 52,7 % 60,1 % 69,5 % 85,4 % 93,7 % 100,4 %
Haushaltssaldo 1,2 % 2,2 % 2,0 % −4,4 % −11,0 % −9,4 % −9,5 % −10,4 % −6,9 % −5,9 %
Jahr 2015 2016 2017 2018
Staatsverschuldung 99,4 % 99,0 % 98,3 % 97,1 %
Haushaltssaldo −5,3 % −4,5 % −3,1 % −2,5 %
Quelle: Eurostat

Gewerkschaften

Die beiden größten Gewerkschaftsbünde

sind Mitglieder des Internationalen Gewerkschaftsbundes (IGB) und des Europäischen Gewerkschaftsbundes (EGB).

Die Zahl der Mitglieder in den zur UGT gehörenden Einzelgewerkschaften wird mit 880.000 Mitgliedern angegeben, für die CC:OO mit 800.000 (Stand: November 2017).

Miguel de Cervantes Saavedra (1547–1616) gilt als Nationaldichter Spaniens
Bekannte Kulturschaffende Spaniens
Spanische Kinospielfilmproduktion
Jahr 1975 1985 1995 2005 2015
Anzahl 110 77 59 142 255
Stierkampf

Ein typisch spanisches Spektakel ist der Stierkampf. Nach Meinung seiner Anhänger ist er als eine Kunst anzusehen, in der Eleganz und Ästhetik eine wichtige Rolle spielen. In den Augen vieler Kritiker stellt er eine archaische und brutale Tradition dar, die es aufgrund der mit ihr verbundenen Tierquälerei nicht wert sei, in ihrer heutigen Form fortgeführt zu werden. Sowohl auf den Kanarischen Inseln, als auch in Katalonien ist der Stierkampf mittlerweile verboten.

Medien

Spanischsprachige Medienszene

Hauptartikel: Zeitungen in Spanien

Die meisten überregionalen Tageszeitungen erscheinen in der Hauptstadt Madrid: El País (durchschnittliche Auflage im Jahr 2003 rund 561.000 Exemplare, gehört zur Mediengruppe PRISA), El Mundo (379.000), ABC (346.000) und La Razón (205.000). In Barcelona erscheinen La Vanguardia (240.000) und die wichtige regionale katalanische Zeitung El Periódic (221.000; auch spanischsprachig als El Periódico). Von Bedeutung sind auch täglich erscheinende Sport-Medien wie Marca (549.000) und As (303.000). Die meisten Spanier lesen Regionalzeitungen, fast jede größere Stadt im Land hat hier ein Angebot, beispielsweise Diario de Sevilla oder auch Diario de Mallorca.

Radiotelevisión Española (RTVE) ist die öffentlich-rechtliche Rundfunkanstalt Spaniens. Dazu gehört der Fernsehsender Televisión Española (TVE). Dieser betreibt die Programme La 1, La 2 und den AuslandsdienstTVE Internacional und einige weitere Spartensender. Der öffentlich-rechtliche Rundfunk (Fernsehen und Radio) wird staatlich subventioniert. Private Fernsehprogramme sind Antena 3, Telecinco sowie seit dem 7. November 2005 Cuatro und seit dem 27. März desselben Jahres LaSexta. Das Fernsehprogrammangebot wird durch regionale Fernsehsender abgerundet. Im Bereich des digitalen Fernsehens gibt es die Angebote Digital+ und Auna. Der ehemals teilweise frei empfangbare Sender Canal+, der durch Cuatro ersetzt wurde, ist in das Digital+-Angebot eingegangen.

Deutschsprachige Medienszene

Für die Versorgung der zahlreichen deutschsprachigen Menschen, die sich langfristig (Residenten) oder kurzfristig (Touristen) in Spanien aufhalten, ist mittlerweile eine beachtliche eigenständige Medienszene entstanden. Zu den Publikationen gehören mehrere Wochenzeitungen mit Auflagen von über 20.000 Exemplaren sowie Gemeindebriefe, Germanistik-Fachzeitschriften oder Wirtschaftsmagazine. Namhafte Blätter sind beispielsweise das Mallorca-Magazin oder die Mallorca-Zeitung. Auf Mallorca, wo eine neue Minderheit mit dauerhaft ansässigen deutschstämmigen Menschen entsteht, gibt es mit Inselradio Mallorca auch das bekannteste deutschsprachige Vollzeit-Hörfunkprogramm. Für in Barcelona ansässige Deutsche, Österreicher und Schweizer erscheint der „TaschenSpiegel“. Spanien zählt neben Italien, den USA, Polen, Rumänien und Belgien zu den Staaten mit den meisten deutschsprachigen Medien außerhalb des geschlossenen deutschen Sprachraums.

Sport

Auch wenn organisierte Leibesübungen in Spanien seit der römischen Zeit praktiziert werden, so handelte es sich hierbei vor allem in der Franco-Ära um Spitzensport im Sinne von Brot und Spiele. Ernst nach Francos Tod breitete sich der Breiten- und Freizeitsport sehr aus.

Die spanische Fußballnationalmannschaft nach dem Gewinn der Europameisterschaft 2008

Fußball ist in Spanien der mit Abstand wichtigste Publikums- und auch ein viel betriebener Breitensport. Die bekanntesten Vereine sind Real Madrid und der FC Barcelona, die zu den erfolgreichsten Fußballklubs Europas gehören. Weitere bekannte Klubs sind der FC Valencia, Atlético Madrid, Athletic Bilbao, Real Saragossa oder der FC Sevilla. Die Nationalmannschaft konnte bislang drei Europameisterschaften für sich entscheiden, 1964 im eigenen Land, 2008 in Österreich und der Schweiz sowie 2012 in Polen und der Ukraine. Im Jahr 1920 gewann die spanische Fußballmannschaft bei den Olympischen Spielen in Antwerpen den zweiten Platz, was eine große Euphorie auslöste. 2010 wurde Spanien zum ersten Mal Fußballweltmeister.

Weitere beliebte Mannschaftssportarten sind Basketball, Handball, Hockey, Futsal, Volleyball und Wasserball, an den Universitäten erfreut sich außerdem Rugby großer Beliebtheit. Vor allem in den Regionen Katalonien und Galicien wird auch der Rollhockeysport zahlreich betrieben.

Die spanische Nationalmannschaft qualifizierte sich 1999 erstmals für eine Rugby-Union-Weltmeisterschaft, bei dem Turnier landete man in der Gruppenphase jedoch auf dem letzten Platz. Spanien ist einer der Teilnehmer bei der Rugby-Union-Europameisterschaft und trifft dort auf andere aufstrebende Nationalmannschaften. Als Heimatstadion dient das Estadio Nacional Universidad Complutense in Madrid.

Auch Motorsport ist in Spanien sehr beliebt. Beim Rennsport für Straßenmotorräder brachte das Land internationale Stars wie Ángel Nieto, Jorge Martínez “Aspar” oder Àlex Crivillé hervor. Die derzeit bekanntesten aktiven Fahrer sind Dani Pedrosa, Jorge Lorenzo, Álvaro Bautista, Toni Elías, Julián Simón, Marc Márquez und Nicolás Terol, die alle bereits Weltmeistertitel gewinnen konnten. Der spanische Motorradhersteller Derbi konnte zwölf Fahrerweltmeisterschaften und neun Konstrukteurswertungen für sich entscheiden, die Marke Bultaco errang vier Fahrer- und drei Konstrukteurswertungen. Weitere beliebte Motorsportarten sind Rallye, Rallye Raid und Motorrad-Trial.

Die Formel 1 führte in Spanien lange ein Schattendasein, dies änderte sich jedoch schlagartig durch die Erfolge von Fernando Alonso, der 2005 und 2006 die Weltmeisterschaft gewinnen konnte.

Radsport erfreut sich sowohl als Breiten- als auch als Profisport großer Beliebtheit. Mit Miguel Indurain, Federico Bahamontes, Luis Ocaña Pernía, Pedro Delgado, Óscar Pereiro, Alberto Contador und Carlos Sastre verfügt Spanien über sieben Tour-de-France-Sieger. Auch der mehrfache Weltmeister Óscar Freire ist ein Begriff. Ein großes Radsportereignis ist die Vuelta, weitere international beachtete Rennen sind die Baskenland-Rundfahrt, die Katalonien-Rundfahrt und das Clásica San Sebastián.

Der bedeutendste Individualsport ist Tennis. Zu den international bekanntesten Spielern zählen Manuel Santana, Carlos Moyá, Sergi Bruguera, Arantxa Sánchez Vicario, Conchita Martínez oder die noch aktiven Rafael Nadal und Garbiñe Muguruza. Den Davis Cup gewann Spanien bisher fünf Mal, den Fed Cup ebenso oft und den Hopman Cup vier Mal.

Auch beliebt ist Padel, ein relativ neues, dem Tennis ähnliches Spiel, und Golf, wo bekannte Profis wie Severiano Ballesteros, José María Olazábal oder Sergio García zu nennen sind. Im Nordosten Spaniens wird Pelota, der baskische Nationalsport, und in der Region Valencia Pilota Valenciana gespielt.

Neben dem Profisport hat der Amateursport in Spanien einen sehr hohen Stellenwert. Fast die Hälfte der Bevölkerung zwischen 15 und 75 Jahren betreibt aktiv eine Sportart. Dabei ist Fitnesstraining, wie zum Beispiel Jogging, vor Fußball und Schwimmen die beliebteste Sportart. Aber auch Radfahren und Walking werden in Spanien immer beliebter.

Nationale Feiertage

Angehörige der Guardia Civil in Paradeuniform am Nationalfeiertag

In Spanien werden für jedes Jahr 14 Feiertage definiert. Einige hiervon sind staatlich, einige werden von der Autonomen Gemeinschaft bestimmt, je ein Feiertag von der Provinz (in der Regel der Schutzpatron der Provinz) und ein Feiertag von der Gemeinde beziehungsweise vom Ort (in der Regel der Schutzpatron der Gemeinde). Die Feiertage werden jährlich für das Folgejahr von jeder Autonomen Gemeinschaft veröffentlicht und können variieren. Fällt ein Feiertag auf einen Sonntag, ist der darauf folgende Montag je nach Branche arbeitsfrei.

Folgende Tage sind in der Regel Feiertage, können aber je nach Jahr oder Autonomer Gemeinschaft ausfallen oder ersetzt werden:

Beispiel für regionale Feiertage:

  • Walther L. Bernecker (Hrsg.): Spanien-Handbuch. Geschichte und Gegenwart. Francke, Tübingen 2006, ISBN 3-8252-2827-4 (UTB 2827).
  • Walther L. Bernecker (Hrsg.): Spanien heute. Politik – Wirtschaft – Kultur. 5. Auflage. Vervuert, Frankfurt am Main 2008, ISBN 3-86527-418-8.
  • Toni Breuer: Iberische Halbinsel. Geographie, Geschichte, Wirtschaft, Politik. Wissenschaftliche Buchgesellschaft, Darmstadt 2008, ISBN 978-3-534-14785-4.
  • Fernando Diaz-Plaja: Spanien. Nyon 1976.
  • Alfonso Lowe: Spaniens Süden. München 1972.
  • René Alexander Marboe: Von Burgos nach Cuzco. Das Werden Spaniens 530–1530. Magnus, Essen 2006, ISBN 3-88400-601-0.
  • Henri Stierlin: Die Welt Spaniens. Gondrom, Bayreuth 1982, ISBN 3-8112-0301-0 (geschichtliche Darstellung mit dem zeitlichen Schwerpunkt vom klassischen Altertum bis zum Barock).
  • Sarah Mongourdin-Denoix: (PDF, 640,33 kB, 40 S.), Eurofound, 19. Januar 2010
  • James Morris: Spanien. Porträt eines stolzen Landes. Mit Fotografien von Evelyn Hofer. Droemer Knaur, München (= Knaur-Taschenbücher. Band 176).
Commons: Spanien – Sammlung von Bildern
Wikimedia-Atlas: Spanien – geographische und historische Karten
Wiktionary: Spanien – Bedeutungserklärungen, Wortherkunft, Synonyme, Übersetzungen
Wikinews: Spanien – in den Nachrichten
Wikisource: Spanien – Quellen und Volltexte
Wikivoyage: Spanien – Reiseführer

Offizielle Seiten aus Spanien

  • (Informationen über sämtliche spanische Gemeinden, Spanisch)
  • („Außenministerium“)

Über Spanien

  1. Europäische Union (Eurostat): , Stand 2014.
  2. In: World Economic Outlook Database. World Bank, 2020, abgerufen am 10. April 2021 (englisch).
  3. In: World Economic Outlook Database. World Bank, 2020, abgerufen am 10. April 2021 (englisch).
  4. In: World Economic Outlook Database. Internationaler Währungsfonds, 2021, abgerufen am 27. Juni 2021 (englisch).
  5. Table: Human Development Index and its components. In: Entwicklungsprogramm der Vereinten Nationen (Hrsg.): Human Development Report 2020. United Nations Development Programme, New York,S.343 ( [PDF]).
  6. Weltorganisation für Tourismus (Hrsg.): International Tourism Highlights 2020 Edition. Madrid 2021, ISBN 978-92-844-2245-6,S.8 (englisch, [PDF]).
  7. Cramer, W. et al. (2018). Climate change and interconnected risks to sustainable development in the Mediterranean. Nature Climate Change, 8, 972–980.
  8. J.-F. Bastin et al.: Understanding climate change from a global analysis of city analogues. In: PLoS One. Nr. 14(7), 2019, e0217592.
  9. In: El País. 17. Februar 2018, abgerufen am 18. Februar 2018.
  10. In: Population Division. United Nations, abgerufen am 31. Januar 2019 (englisch).
  11. In: Eurostat, abgerufen am 31. Januar 2019.
  12. In: Library. Central Intelligence Agency, abgerufen am 31. Januar 2019 (englisch).
  13. (Nicht mehr online verfügbar.) In: Tageblatt. 20. März 2014, archiviert vomOriginal am24. April 2014; abgerufen am 27. März 2014.
  14. (PDF; 50 kB) (Nicht mehr online verfügbar.) In: Eurostat. 19. März 2014, archiviert vomOriginal am26. März 2014; abgerufen am 27. März 2014.
  15. In: Eurostat. Abgerufen am 27. März 2014.
  16. Aumenta la esperanza de vida, que alcanza los 79,7 años. El Pais, 19. Juni 2007, abgerufen am 3. Mai 2011 (spanisch, Lebenserwartung in Spanien).
  17. Abgerufen am 15. Juli 2017.
  18. (PDF; 133 kB) (Nicht mehr online verfügbar.) In: Eurostat. 26. September 2013, archiviert vomOriginal am18. Januar 2014; abgerufen am 29. September 2013.
  19. , abgerufen am 12. Mai 2016.
  20. Heimatkunde.boell.de, abgerufen am 14. April 2019
  21. Instituto Nacional de Estadística: (PDF) In: Instituto Nacional de Estadística. Abgerufen am 20. Mai 2020 (spanisch).
  22. (PDF; 141 kB) (Nicht mehr online verfügbar.) In: Eurostat. Archiviert vomOriginal am17. Januar 2012; abgerufen am 17. Juli 2011 (englisch).
  23. (XLS; 5 MB) In: Spanisches Ministerium für Arbeit und Sozialversicherung. 29. Mai 2015, abgerufen am 8. Dezember 2015 (spanisch).
  24. In: Eurostat. 11. März 2019, abgerufen am 3. Mai 2019.
  25. Daten vom 1. Januar 2016
  26. (PDF; 90,2 kB) In: INE. 17. März 2016, abgerufen am 28. März 2016 (spanisch).
  27. In: El País. 22. April 2013, abgerufen am 5. April 2014 (spanisch).
  28. Jürgen Erbacher: (Memento vom 26. Mai 2007 im Internet Archive). heute.de. 7. Juli 2006.
  29. auf CIS, Juni 2015, abgerufen am 28. Juli 2015 (Spanisch)
  30. (PDF) (Nicht mehr online verfügbar.) In: Spanische Bischofskonferenz. Archiviert vomOriginal am31. März 2010; abgerufen am 17. Februar 2010 (spanisch).
  31. (Nicht mehr online verfügbar.) In: Spanische Bischofskonferenz. 17. Februar 2010, archiviert vomOriginal am26. Juli 2010; abgerufen am 17. Februar 2010 (spanisch).
  32. (PDF) (Nicht mehr online verfügbar.) In: Spanische Bischofskonferenz. 17. Februar 2010, archiviert vomOriginal am31. März 2010; abgerufen am 17. Februar 2010 (spanisch).
  33. (Memento vom 18. Juni 2009 im Internet Archive)
  34. In: sueddeutsche.de. 17. Mai 2010, abgerufen am 10. Dezember 2014.
  35. (Memento vom 31. März 2010 im Internet Archive)
  36. , Bundeszentrale für politische Bildung, zuletzt gesehen am 29. Oktober 2016.
  37. , zuletzt gesehen am 29. Oktober 2016 (PDF).
  38. (PDF) 31. Dezember 2016, abgerufen am 10. Januar 2018 (spanisch).
  39. (Nicht mehr online verfügbar.) In: Instituto Nacional de Estadística. Archiviert vomOriginal am14. Juni 2015; abgerufen am 22. Januar 2010 (englisch).
  40. Abgerufen am 31. Juli 2019.
  41. ; „(…) die zu dem Ausweisungsbefehl von 1492 führen. 300.000 Juden (nach anderen Quellen 800.000) haben in dreimonatiger Frist Spanien zu verlassen. Ein Drittel wendet sich nach Portugal, ein Drittel nach der Türkei, etwa 25.000 gehen nach den Niederlanden, ebenso viele dürften nach Nordafrika, vornehmlich nach Marokko, gegangen sein, der Rest verteilt sich auf Frankreich, Italien, Ägypten (…)“; Gallut Sfarad 2; Zugriff 11. August 2008
  42. Nicholas Crafts, Gianni Toniolo, Economic Growth in Europe Since 1945, Cambridge University Press, 1996, ISBN 978-0-521-49964-4, S. 123.
  43. Amnesty International:
  44. © dpa
  45. 1. Juni 2018, abgerufen am 1. Juni 2018.
  46. Fund for Peace, 2020, abgerufen am 10. April 2021 (englisch).
  47. The Economist Intelligence Unit, abgerufen am 10. April 2021 (englisch).
  48. Freedom House, 2020, abgerufen am 10. April 2021 (englisch).
  49. Reporter ohne Grenzen, 2021, abgerufen am 27. Juni 2021 (englisch).
  50. Transparency International (Hrsg.): Corruption Perceptions Index. Transparency International, Berlin 2021, ISBN 978-3-96076-157-0 (englisch, [PDF]).
  51. Globalfirepower, zuletzt gesehen am 10. Oktober 2015
  52. Abgerufen am 11. Juli 2017.
  53. (Memento vom 15. Mai 2013 im Internet Archive) (PDF; 197 kB)
  54. (Memento vom 22. Juni 2013 im Internet Archive)
  55. Blanca Rodríguez-Ruiz, Ruth Rubio-Marín: Introduction: Transition to Modernity, the Conquest of Female Suffrage and Women’s Citizenship. In: Blanca Rodríguez-Ruiz, Ruth Rubio-Marín: The Struggle for Female Suffrage in Europe. Voting to Become Citizens. Koninklijke Brill NV, Leiden und Boston 2012, ISBN 978-90-04-22425-4, S. 1–46, S. 46.
  56. June Hannam, Mitzi Auchterlonie, Katherine Holden: International Encyclopedia of Women’s Suffrage. ABC-Clio, SantaBarbara, Denver, Oxford 2000, ISBN 1-57607-064-6, S. 277–280.
  57. Mart Martin: The Almanac of Women and Minorities in World Politics. Westview Press Boulder, Colorado, 2000, S. 355.
  58. Jad Adams: Women and the Vote. A World History. Oxford University Press, Oxford 2014, ISBN 978-0-19-870684-7, Seite 306–308
  59. Infrastruktur: Spanien spart bei Staatsaufträgen. ( [abgerufen am 11. Juli 2017]).
  60. gerufen am 23. Mai 2015
  61. Abgerufen am 30. März 2018 (britisches Englisch).
  62. . Abgerufen am 22. Mai 2015.
  63. (PDF) Abgerufen am 26. Dezember 2018.
  64. , Abruf 23. Mai 2015
  65. Weltbank, abgerufen am 27. Juni 2021 (englisch).
  66. , abgerufen am 23. Mai 2015
  67. A. Mars: El pequeño tamaño lastra la carrera española por la reindustrializatión. In: El País, 16. Mai 2015.
  68. Global Wealth Report 2017. In: Credit Suisse. ( [abgerufen am 1. Januar 2018]).
  69. Abgerufen am 21. Juli 2018 (englisch).
  70. 20 Minutos, Mittwoch, 2. März 2011, Seite 10
  71. (PDF) Bank of Spain. Archiviert vomOriginal am 22. Juli 2011. Abgerufen am 13. August 2008.
  72. (Memento vom 4. August 2012 im Webarchiv archive.today)
  73. In: Spiegel Online. 25. Juni 2012, abgerufen am 10. Dezember 2014.
  74. (Nicht mehr online verfügbar.) In: bundesregierung.de. Archiviert vomOriginal am6. März 2016; abgerufen am 6. März 2016.
  75. (PDF; 131 kB) (Nicht mehr online verfügbar.) Eurostat Pressestelle, 8. Januar 2013, archiviert vomOriginal am23. Januar 2013; abgerufen am 24. Januar 2013.
  76. , 15. August 2008, OECD (englisch)
  77. (PDF; 205 kB) In: Eurostat. 1. März 2016, abgerufen am 6. März 2016.
  78. Abgerufen am 8. August 2018.
  79. Abgerufen am 8. August 2018 (amerikanisches Englisch).
  80. Abgerufen am 6. August 2018 (englisch).
  81. Country/Economy Profiles. In: Global Competitiveness Index 2017-2018. ( [abgerufen am 4. Dezember 2017]).
  82. El Punt, 12. April 2011, Seite 24
  83. , statista Das Statistik-Portal, zuletzt gesehen am 20. September 2015
  84. In: Europäische Kommission. 28. Februar 2016, abgerufen am 28. Februar 2016.
  85. , zuletzt gesehen am 3. September 2017.
  86. Abgerufen am 3. Januar 2010.
  87. (PDF; 337 kB) In: Eurostat. 26. Februar 2016,S. 5, abgerufen am 28. Februar 2016.
  88. PIB de las Comunidades Autónomas 2017. In: datosmacro.com. ( [abgerufen am 5. September 2018]).
  89. (PDF) In: INE.es. 11. Januar 2017, abgerufen am 31. Januar 2017.
  90. Abgerufen am 1. Juli 2017.
  91. Ignacio Morales-Castilla, Iñaki García de Cortázar-Atauri u. a.: Diversity buffers winegrowing regions from climate change losses. In: Proceedings of the National Academy of Sciences. 2020, doi:10.1073/pnas.1906731117.
  92. In: energia.gob.es. Ministerio para la Transición Ecológica y el Reto Demográfico (Ministerium für den ökologischen Wandel und die demographische Herausforderung), Madrid, 2020, abgerufen am 17. April 2021 (spanisch).
  93. (PDF) In: mityc.1es.S. 38–42, abgerufen am 5. Februar 2012 (spanisch).; (PDF) In: mityc.es.S. 24–29, abgerufen am 25. Januar 2016 (spanisch).
  94. (PDF) (Nicht mehr online verfügbar.) In: Red Eléctrica de España.S. 10, archiviert vomOriginal am26. Juni 2012; abgerufen am 22. Oktober 2011 (spanisch).
  95. In: www.ree.es. Grupo Red Eléctrica, abgerufen am 4. April 2021 (spanisch).
  96. La Vanguardia, 15. Februar 2011
  97. , abgerufen am 12. Oktober 2008.
  98. Sladjana Djunisic: In: renewablesnow.com. 21. Dezember 2020, abgerufen am 4. April 2021 (englisch).
  99. (PDF) Global Wind Energy Council. Abgerufen am 24. Februar 2018.
  100. Ivan Komusanac, Guy Brindley, Daniel Fraile, Lizet Ramirez, Rory O’Sullivan: In: windeurope.org. WindEurope, Brüssel, Februar 2021, abgerufen am 4. April 2021 (englisch).
  101. Abgerufen am 28. September 2019.
  102. Abgerufen am 28. September 2019.
  103. Abgerufen am 28. September 2019.
  104. Abgerufen am 28. September 2019.
  105. Abgerufen am 28. September 2019.
  106. (PDF; 214 kB) In: gtai.de. 12. November 2015, abgerufen am 28. September 2019.
  107. (Memento vom 29. November 2010 im Internet Archive) (PDF; 437 kB)
  108. Abgerufen am 28. November 2018.
  109. In: Eurostat. Abgerufen am 27. März 2016.
  110. (spanisch), abgerufen am 15. Juni 2018
  111. (spanisch), abgerufen am 15. Juni 2018
  112. , abgerufen am 15. Juni 2018
    Für die UGT abweichende Zahlen (1.057.700) bei Daniel Blackburn, Ciaran Cross: Trade unions of the world. International Centre for Trade Union Rights, London 2016, ISBN 978-0-9933556-0-8, S. 531–537, dort auch weiterführende Informationen
  113. (Memento vom 8. August 2007 im Internet Archive), Screen Digest, Juni 2006, S. 205–207 (eingesehen am 15. Juni 2007, PDF)
  114. Abgerufen am 30. Dezember 2018.
  115. La Vanguardia, 29. Juni 2011, Seite 11
  116. Arnd Krüger: Strength through joy. The culture of consent under fascism, Nazism and Francoism, in: James Riordan & Arnd Krüger (Hrsg.): The International Politics of Sport in the 20th Century. London: Spon 1999, S. 67–89.
  117. Teresa Gonzalez Aja, Patrick Stumm: Spain: James Riordan & Arnd Krüger (Hrsg.): European Cultures in Sport: Examining the Nations and Regions. Bristol: Intellect 2003, S. 123–138
  118. Kersten Knipp: Flamenco. Suhrkamp, Frankfurt am Main 2006, ISBN 3-518-45824-8, S. 130.
Politische Gliederung Europas

Mitgliedstaaten der Vereinten Nationen und Vatikanstadt
Albanien | Andorra | Belgien | Bosnien und Herzegowina | Bulgarien | Dänemark2 | Deutschland | Estland | Finnland | Frankreich2 | Griechenland | Irland | Island | Italien2 | Kasachstan1 | Kroatien | Lettland | Liechtenstein | Litauen | Luxemburg | Malta | Moldau | Monaco | Montenegro | Niederlande2 | Nordmazedonien | Norwegen2 | Österreich | Polen | Portugal2 | Rumänien | Russland1 | San Marino | Schweden | Schweiz | Serbien | Slowakei | Slowenien | Spanien2 | Tschechien | Türkei1 | Ukraine | Ungarn | Vatikanstadt | Vereinigtes Königreich2 | Weißrussland

Abhängige Gebiete
Färöer | Gibraltar | Guernsey | Isle of Man | Jersey

Umstrittene Gebiete
Kosovo | Transnistrien
1 Liegt größtenteils in Asien. 2 Hat zusätzliche Gebiete außerhalb Europas.

Teilnehmerstaaten:
Albanien | Andorra | Armenien | Aserbaidschan | Belgien | Bosnien und Herzegowina | Bulgarien | Dänemark | Deutschland | Estland | Finnland | Frankreich | Georgien | Griechenland | Irland | Island | Italien | Kanada | Kasachstan | Kirgisistan | Kroatien | Lettland | Liechtenstein | Litauen | Luxemburg | Malta | Moldau | Monaco | Mongolei | Montenegro | Niederlande | Nordmazedonien | Norwegen | Österreich | Polen | Portugal | Rumänien | Russland | San Marino | Schweden | Schweiz | Serbien | Slowakei | Slowenien | Spanien | Tadschikistan | Tschechien | Türkei | Turkmenistan | Ukraine | Ungarn | Usbekistan | Vatikanstadt | Vereinigtes Königreich | Vereinigte Staaten | Weißrussland | Zypern

Partnerstaaten:
Afghanistan | Australien | Ägypten | Algerien | Israel | Japan | Jordanien | Marokko | Tunesien | Südkorea | Thailand

39.926666666667-1.8016666666667Koordinaten:39° 56′ N,1° 48′ W

Normdaten (Geografikum): GND:(, ) | LCCN: | NDL: | VIAF:

Spanien
spanien, staat, iberischen, halbinsel, westeuropa, mittelmeer, atlantik, sprache, beobachten, bearbeiten, titel, dieses, artikels, mehrdeutig, weitere, bedeutungen, sind, unter, begriffsklärung, aufgeführt, spanisch, españa, esˈpaɲa, amtlich, königreich, spani. Spanien Staat auf der Iberischen Halbinsel in Westeuropa am Mittelmeer und Atlantik Sprache Beobachten Bearbeiten Der Titel dieses Artikels ist mehrdeutig Weitere Bedeutungen sind unter Spanien Begriffsklarung aufgefuhrt Spanien spanisch Espana i esˈpaɲa amtlich Konigreich Spanien spanisch Reino de Espana ˈrejno d e esˈpaɲa ist ein Staat auf der Iberischen Halbinsel im Sudwesten Europas mit den Balearischen Inseln im Mittelmeer den Kanarischen Inseln im Atlantik und zwei Exklaven in Nordafrika Reino de EspanaKonigreich SpanienFlagge WappenWahlspruch Plus Ultra lateinisch fur Daruber hinaus Amtssprache Spanisch1Hauptstadt MadridStaats und Regierungsform parlamentarische MonarchieStaatsoberhaupt Konig Felipe VI Regierungschef Regierungsprasident Pedro SanchezFlache 505 970 1 km Einwohnerzahl 47 1 Millionen 30 2019 Schatzung 2 Bevolkerungsdichte 94 Einwohner pro km Bevolkerungs entwicklung 0 6 Schatzung fur das Jahr 2019 3 Bruttoinlandsprodukt Total nominal Total KKP BIP Einw nom BIP Einw KKP 2020 4 1 3 Billionen USD 8 1 8 Billionen USD 15 27 132 USD 32 38 392 USD 34 Index der menschlichen Entwicklung 0 904 25 2019 5 Wahrung Euro EUR National hymne Marcha Real source source track Zeitzone UTC 1 MEZ UTC 2 MESZ Marz bis Oktober Kanarische Inseln UTC 0 UTC 1 Marz bis Oktober Kfz Kennzeichen EISO 3166 ES ESP 724Internet TLD esTelefonvorwahl 341 Als regionale Amtssprachen auch Aragonesisch Aranesisch Asturisch Baskisch Galicisch und Katalanisch Vorlage Infobox Staat Wartung NAME DEUTSCH Staatsform ist eine parlamentarische Erbmonarchie Spanien untergliedert sich in 17 autonome Gemeinschaften und zwei autonome Stadte spanisch ciudades autonomas Ceuta und Melilla Die Hauptstadt und grosste Metropole ist Madrid weitere Ballungszentren sind Barcelona Valencia Sevilla Bilbao Zaragoza und Malaga Spanien ist Mitglied der UNO der EU der OECD und der NATO Es zahlt zu den sehr hoch entwickelten Landern und zu den 20 grossten Export und Importnationen 2017 6 Spanien ist nach Frankreich das am zweithaufigsten besuchte Land der Welt 7 und auch nach diesem das flachenmassig zweitgrosste Land der EU Inhaltsverzeichnis 1 Geographie 1 1 Staatsgebiet 1 2 Gebirgssysteme 1 3 Flusse 1 4 Zentrale Hochflache 1 5 Kustenebenen und Senken 1 6 Klima 1 7 Flora 1 8 Fauna 2 Bevolkerung 2 1 Bevolkerungsentwicklung 2 2 Lebenserwartung 2 3 Sprachen 2 4 Minderheiten 2 5 Einwanderer 2 6 Spanier im Ausland 2 7 Religionen und Weltanschauungen 2 8 Grosste Stadte 2 9 Autonome Gemeinschaften nach Einwohnern 3 Geschichte 4 Politik 4 1 Politische Parteien 4 2 Politische Indizes 4 3 Politische Gliederung 4 4 Polizei 4 5 Geheimdienste 4 6 Militar 4 7 Aussen und Europapolitik 4 8 Recht 5 Infrastruktur 5 1 Strassennetz 5 2 Schifffahrt 5 3 Eisenbahnnetz 5 4 Flughafen 5 5 Internet 6 Wirtschaft 6 1 Wahrung 6 2 Bruttoinlandsprodukt 6 3 Tourismus 6 4 Landwirtschaft 6 5 Wohnungen 6 6 Energiewirtschaft 6 7 Wirtschaftskennzahlen 6 8 Staatshaushalt 6 9 Gewerkschaften 7 Kultur 7 1 Medien 7 2 Sport 7 3 Nationale Feiertage 8 Siehe auch 9 Literatur 10 Weblinks 11 EinzelnachweiseGeographieStaatsgebiet Madrid Sevilla Malaga Alicante Cordoba Vigo Saragossa Oviedo Palma Vitoria Gasteiz Merida Santiago de Compostela Santander Bilbao Toledo Valladolid Barcelona Logrono Murcia Pamplona Valencia Mulhacen Aneto PORTUGAL FRANKREICH ANDORRA ALGERIEN MAROKKO ATLANTIK MITTELMEER ALBORAN MEER BALEAREN MEER Golf von Biskaya Strasse von Gibraltar Ibiza Menorca Mallorca Spanien befindet sich ebenso wie Portugal im Westen und das zum Vereinigten Konigreich gehorende Gibraltar im Suden auf der Iberischen Halbinsel zwischen 36 und 43 5 nordlicher Breite und 9 westlicher und 3 ostlicher Lange ohne Balearen Kanaren Ceuta und Melilla Spanien nimmt knapp sechs Siebtel der Iberischen Halbinsel ein Im Nordosten entlang des Gebirgszuges der Pyrenaen grenzt Spanien an Frankreich und den Kleinstaat Andorra Ausserdem gehoren die im Mittelmeer gelegenen Balearen und die Kanaren im Atlantik sowie die an der nordafrikanischen Kuste gelegenen Stadte Ceuta und Melilla zum Staatsgebiet In Frankreich besitzt Spanien die Exklave Llivia Weiter gehoren Spanien mehrere unmittelbar vor der marokkanischen Kuste gelegene Inseln Islas Chafarinas Penon de Alhucemas Isla del Perejil dazu die Halbinsel Penon de Velez de la Gomera Die Isla de Alboran liegt 50 Kilometer nordlich der marokkanischen Kuste Eine weitere Gruppe kleiner Inseln und Felsen die Islas Columbretes liegt etwa 55 Kilometer ostlich von Castellon de la Plana auf demselben Breitengrad wie Mallorca Der nordlichste Punkt Spaniens ist die Estaca de Bares in Galicien auf dem Festland sind der westlichste Punkt das Cabo Tourinan ebenfalls in Galicien der sudlichste die Punta Marroqui bei Tarifa und der ostlichste das Cap de Creus an der Costa Brava Die grosste Ausdehnung von Norden nach Suden betragt 856 Kilometer und von Osten nach Westen 1020 Kilometer Der westlichste Punta de la Orchilla und der sudlichste La Restinga Punkt Gesamtspaniens liegen auf der kanarischen Insel El Hierro der ostlichste auf der Baleareninsel Menorca Das Staatsgebiet weist mit einer mittleren Hohe von ca 660 msnm einen der hochsten Werte Europas auf Die raumliche Gliederung der Halbinsel wird wesentlich durch sechs grosse Gebirgssysteme bestimmt Gebirgssysteme Teide hochster Berg auf spanischem Staatsgebiet Von den sechs grossen Gebirgssystemen verlaufen funf in West Ost Richtung Im Norden sind es die Pyrenaen bis 3404 Meter die die Begrenzung zum restlichen festlandischen Europa bilden Westlich an die Pyrenaen schliesst sich das parallel zur Nordkuste verlaufende Kantabrische Gebirge an mit den hochsten Erhebungen in den Picos de Europa bei 2600 Metern Es fachert sich an seinem Westende in Galicien und im nordlichen Portugal in eine Vielzahl niederer Mittelgebirgszuge auf Ebenfalls in West Ost Richtung verlauft etwa in der Mitte der Halbinsel das Kastilische Scheidegebirge das sich in verschiedene Blocke gliedert und Hohen bis 2600 Metern aufweist In Portugal setzt es sich mit der Serra da Estrela fort Weiter sudlich trennt die niedrigere bis 1300 Meter ebenfalls von West nach Ost verlaufende Sierra Morena das zentrale Hochland von der Senke des Guadalquivir Im aussersten Suden schliesslich verlauft die Betische Kordillere entlang der Mittelmeerkuste von Gibraltar bis sudlich von Valencia Die Balearen sind geologisch ihre nordostliche Fortsetzung Auf der Betischen Kordillere befindet sich mit dem Mulhacen 3482 Meter in der Sierra Nevada der hochste Punkt auf Spaniens Festland und der Iberischen Halbinsel Der hochste Berg auf spanischem Staatsgebiet ist allerdings mit 3715 Metern Hohe der Pico del Teide auf der Kanaren Insel Teneriffa Das Iberische Randgebirge mit Hohen bis zu 2300 Metern verlauft hingegen von Nordwesten nach Sudosten etwa ostlich einer Linie Burgos Valencia Flusse Hauptartikel Flusssysteme in Spanien Zwischen den Gebirgsketten verlaufen die funf grossen Flusssysteme von denen vier eine Ost West Orientierung aufweisen in den Atlantik munden und ihren Ursprung im Iberischen Randgebirge der grossen Wasserscheide der Halbinsel haben Das Becken zwischen dem Kantabrischen Gebirge und dem Kastilischen Scheidegebirge wird durch den Duero entwassert Weiter sudlich verlaufen der Tajo und der Guadiana ebenfalls von Osten nach Westen Das Gleiche gilt fur den Guadalquivir sudlich der Sierra Morena Die Senke zwischen dem Iberischen Randgebirge und den Pyrenaen hingegen wird durch den Ebro zum Mittelmeer entwassert Dieser Strom entspringt im Kantabrischen Gebirge und verlauft von Nordwesten nach Sudosten Zentrale Hochflache Im Zentrum der Iberischen Halbinsel befindet sich ein weitlaufiges Hochplateau das je nach Quelle Iberische Meseta oder Hochland von Kastilien oft jedoch schlicht Meseta genannt wird Es wird im Norden und Nordwesten vom Kantabrischen Gebirge und dessen Auslaufern im Osten vom Iberischen Randgebirge und im Suden von der Sierra Morena umgrenzt Im Sudwesten geht sie in die etwas tiefer gelegene aber nicht so ebene Extremadura uber Durch das Kastilische Scheidegebirge wird sie in zwei Halften die Nord und die Sudmeseta geteilt wobei die nordliche im Mittel etwas hoher liegt als die sudliche Die grossen Stadte der Nordmeseta Valladolid Leon Burgos Salamanca liegen auf einer Hohe von 700 bis 900 Metern die der Sudmeseta Madrid Toledo Ciudad Real auf 500 bis 700 Metern Kustenebenen und Senken Wesentlich tiefer liegen die Senken die vom Guadalquivir und vom Ebro durchflossen werden Da die Gebirge fast uberall bis nahe ans Meer herantreten finden sich kaum ausgedehntere Kustenebenen Klima Kantabrisches Gebirge Mediterraner Kustenabschnitt an der Costa Brava Das Klima in Spanien kann grob in folgende Zonen gegliedert werden Atlantisches Klima an der nordlichen Atlantikkuste Galicien Asturien Kantabrien Baskenland Navarra Norden Vor allem im Winter Niederschlage sehr milde Winter und Sommer siehe Klimadiagramm von Santander Ozeanisch kontinentales Klima im Zentrum der Iberischen Halbinsel Kastilien und Leon Madrid La Rioja Navarra Kastilien La Mancha Extremadura und Andalusien Sehr kalte Winter mit regelmassigen Schneefallen im Norden und heisse Sommer hauptsachlich im Winter Niederschlage Kontinentales Mittelmeerklima in Aragon Katalonien Valencia Hinterland Murcia Kastilien La Mancha und Andalusien Niederschlage vor allem in Fruhling und Herbst Heisse Sommer und kalte Winter die taglichen Temperaturschwankungen konnen 25 C betragen Mittelmeerklima in Katalonien auf den Balearen in Valencia Murcia und Andalusien Niederschlage fallen vor allem im Fruhjahr und Herbst zum Teil wolkenbruchartig erste Septemberwoche Durch die von Norden nach Suden abnehmende Niederschlagsmenge Barcelona 640 mm Tortosa 524 mm Valencia 454 mm Alicante 336 mm Almeria 196 mm kann das Mittelmeerklima in ein feuchtes und trockenes unterschieden werden Die Temperaturen sind im Winter mild im Sommer ist es heiss teilweise heiss feucht Subtropisches Klima auf den Kanaren Milde Temperaturen 18 bis 24 C fast uber das ganze Jahr einen Winter gibt es so gut wie nicht Durchschnittstemperaturen in Santa Cruz de Tenerife 17 9 C im Januar und 25 1 C im August Die Niederschlage auf den Kanaren variieren sehr stark in den einzelnen Regionen der Inseln Gebirgsklima in den Hohenlagen der Pyrenaen des Kantabrischen und Iberischen Gebirges des Kastilischen Scheidegebirges und der Betischen Kordillere Lange kalte Winter und kurze frische Sommer KlimadiagrammeMittelmeerkuste Mittelmeerklima in Barcelona Mittelmeerklima in Valencia Mittelmeerklima in Ibiza Balearen Mittelmeerklima in MalagaZentralspanien Nordkuste Kanarische Inseln Ozeanisch kontinentales Klima in Madrid Atlantisches Klima in Santander Subtropisches Klima in Santa Cruz de Tenerife Der in neuerer Zeit beschleunigte Klimawandel hat die bestehenden Umweltprobleme im gesamten Mittelmeerraum verscharft so auch in Spanien 8 Fur funf weit gefasste und miteinander verbundene Wirkungsbereiche Wasser Okosysteme Ernahrung Gesundheit und Sicherheit weisen aktuelle Veranderungen und Zukunftsszenarien konsequent auf substanzielle und zunehmende Risiken in den kommenden Jahrzehnten hin 8 Dies zeigt sich in Spanien in besonderem Masse So fasst der britische Klimaokonom Nicholas Stern die Lage fur Spanien im Rahmen der Klimakrise wie folgt zusammen Wenn die Temperatur uber die Grenzen steigt die wir im Pariser Abkommen festgelegt haben dann gibt es ein klares Risiko dass sich Spanien in Sahara Wuste verwandeln wird 9 Modellrechnungen aus dem Jahr 2019 zeigen auf dass das Klima in Madrid bereits im Jahr 2050 dem aktuellen Klima im marokkanischen Marrakesch ahnlicher sein wird als dem heutigen in Madrid 10 Bedroht ist aufgrund des Anstieg des Meeresspiegels auch der Tourismus so wird der etwa 6 000 km lange Kustenstreifen aufgrund von Erosionen schmaler und Strande konnten dadurch auf Dauer uberschwemmt werden 9 Flora Olivenhaine in den Bergen Andalusiens Die Vegetation der Iberischen Halbinsel teilt sich in drei grosse Bereiche auf Vegetation des feuchten Spanien Eichen Buchen Vegetation des trockenen Spanien immergrune Eichen Steineichen Korkeichen Pinien und Palmen Vegetation der Gebirge je nach Hohe Steineichen Korkeichen Eichen Edelkastanien Wiesen alpine Magerrasen Intensiver Anbau von Kulturpflanzen erfordert Bewasserungsanbau Grosse Flachen werden allerdings auch von Kulturpflanzen eingenommen denen das trockene Klima zugutekommt etwa Olivenbaume und Feigenstraucher Fauna Iberischer Wolf Canis lupus signatus Die spanische Tierwelt ist ausserst reich an Arten Aufgrund der verhaltnismassig dunnen Besiedelung konnten in Spanien Tierarten uberleben die im restlichen Westeuropa ausgerottet wurden Zudem bildeten sich aufgrund der Abgrenzung der Iberischen Halbinsel durch die Pyrenaen einige endemische Arten In Nordwest und Zentralspanien sowie vereinzelt in der Sierra Morena leben insgesamt rund 2500 Wolfe Der Iberische Wolf Canis lupus signatus bildet damit die grosste und stabilste Population Westeuropas Etwa 200 Braunbaren leben im Kantabrischen Gebirge sowie den Pyrenaen Wahrend die Population an Kantabrischen Baren als stabil gilt sind die in den Pyrenaen beheimateten akut vom Aussterben bedroht Der Pardelluchs ist eine nur in Spanien und Portugal beheimatete Luchsart mit etwa 550 Wildtieren ist sie in der Gegenwart trotz erfolgreicher Schutzmassnahmen immer noch stark gefahrdet 11 Im Norden Spaniens befinden sich einige der letzten westeuropaischen Populationen des Europaischen Nerzes Weitere charakteristische Sauger Spaniens sind die sonst nur in Afrika und Vorderasien beheimatete Kleinfleck Ginsterkatze der Ichneumon der Iberiensteinbock oder die Pyrenaen Gamse Gleich drei Arten von Hasen sind in Spanien heimisch der Feldhase sowie die endemischen Iberischen Hasen und Castroviejo Hasen Haufig sind Hirsche Rehe Eichhornchen Kaninchen Wildschweine Marder Dachse und Fuchse Mufflons und Murmeltiere sind in Gebirgslagen anzutreffen Wildkatzen in grosseren Waldern und Fischotter in Flussgebieten In den Pyrenaen und im Kantabrischen Gebirge sind Bartgeier heimisch Monchs Ganse und Schmutzgeier sind in weiten Teilen des Landes zu finden Weitere charakteristische Grossvogel sind der Spanische Kaiseradler oder der Steinadler Flamingos sind in Feuchtgebieten wie Coto de Donana anzutreffen Zur Reptilienfauna Spaniens gehoren zahlreiche Eidechsen Geckos Skinke Schleichen Schlangen Land und Meeresschildkroten wie die Unechte Karettschildkrote Charakteristische Echsenarten sind beispielsweise die Kanareneidechsen insbesondere die El Hierro Rieseneidechse Gallotia simonyi die eine Korperlange von bis zu 75 cm erreichen kann sowie die Perleidechse die grosste Eidechsenart Europas BevolkerungSiehe auch Demografie Spaniens Bevolkerungsentwicklung Bevolkerungsentwicklung in Millionen Einwohnern 12 Bevolkerungspyramide Spaniens 2016 Bevolkerungsdichte in Spanien 2018 Zwischen 1999 und 2009 stieg die Bevolkerung Spaniens sehr stark an sowohl verglichen mit anderen europaischen Staaten als auch im Vergleich zu den Jahrzehnten davor So stieg in den 1990er Jahren die Bevolkerung Spaniens um 1 1 Millionen und im ersten Jahrzehnt des 21 Jahrhunderts um 7 Millionen Ein Grossteil des Bevolkerungswachstums ging auf Zuwanderung zuruck So stieg die auslandische Bevolkerung von 0 74 Millionen im Jahr 1999 auf 5 73 Millionen 2011 Hierbei ist noch zu beachten dass es auch Einburgerungen gab Die Fruchtbarkeitsrate lag im Jahr 2016 in Spanien mit rund 1 34 Kindern pro Frau unter dem EU Schnitt von 1 60 13 Im Jahre 2016 betrug das Durchschnittsalter in Spanien 43 1 Jahre 14 Jahr Tsd Einwohner Jahr Tsd Einwohner Jahr Tsd Einwohner Jahr Tsd Einwohner Jahr Tsd Einwohner1999 40 202 2004 43 197 2009 46 745 2014 46 771 2019 47 1002000 40 499 2005 44 108 2010 47 021 2015 46 6242001 41 116 2006 44 708 2011 47 190 2016 46 5572002 41 837 2007 45 200 2012 47 265 2017 46 5722003 42 717 2008 46 157 2013 47 129 2018 46 722Lebenserwartung Die durchschnittliche Lebenserwartung der Spanier wurde im Jahr 2012 mit 82 5 Jahren ermittelt und erreichte damit in der Europaischen Union vor Italien 82 4 und Frankreich 82 1 den hochsten Wert 15 16 Die durchschnittliche Lebenserwartung der Manner betrug demnach 79 5 Jahre die der Frauen 85 5 Jahre 17 Im Jahr 2007 waren 16 7 Prozent der Bevolkerung alter als 65 Jahre 18 Aufgrund der hohen Lebenserwartung in Verbindung mit der niedrigen Fertilitat wird davon ausgegangen dass Spanien in Zukunft eine der altesten Gesellschaften der Welt werden wird Entwicklung der Lebenserwartung Zeitraum Lebenserwartung in Jahren Zeitraum Lebenserwartung in Jahren1950 1955 64 6 1985 1990 76 91955 1960 67 8 1990 1995 77 61960 1965 69 9 1995 2000 78 81965 1970 71 4 2000 2005 79 91970 1975 72 7 2005 2010 81 21975 1980 74 4 2010 2015 82 51980 1985 76 1 Quelle UN 19 Sprachen Hauptartikel Sprachen in Spanien Sprachen in Spanien nur Kastilisch Katalanisch Baskisch Galicisch Asturleonesisch Aragonesisch Aranesisch Ausbreitung der Sprachen auf der Iberischen Halbinsel vom 13 bis zum 21 Jahrhundert nur Kastilisch Katalanisch Aragonesisch Baskisch Asturleonesisch Galicisch Portugiesisch Arabisch In Spanien wird uberwiegend Spanisch Katalanisch Galicisch und Baskisch gesprochen Spanisch ist im gesamten Staatsgebiet Amtssprache Katalanisch ist in den Autonomen Gemeinschaften Katalonien Valencia dort als Valencianisch bezeichnet und auf den Balearen Baskisch im Baskenland und Teilen Navarras und Galicisch in Galicien neben Spanisch ebenfalls Amtssprache lenguas co oficiales Im Val d Aran hat Aranesisch eine Varietat des Gascognischen offiziellen Status Der Landesname Konigreich Spanien in den Regionalsprachen lautet galicisch Reino de Espana katalanisch Regne d Espanya asturisch Reinu d Espana baskisch Espainiako Erresuma aranesisch Reialme d Espanha und aragonesisch Reino d Espanya Daneben existieren einige Sprachen welche nur noch von einer geringen Anzahl von Menschen gesprochen werden und nicht den Status einer Amtssprache haben Zu diesen zahlen Asturleonesisch und Aragonesisch Im Jalama Tal Provinz Caceres nahe der portugiesischen Grenze wird A Fala ein Dialekt der galicisch portugiesischen Sprache gesprochen In Melilla spricht die masirische Minderheit zudem Tamazight Wahrend der Urlaubssaison arbeiten in den Tourismusregionen auch Saisonarbeiter aus Deutschland und Polen vielfach auch Sudamerikaner In einigen Tourismusregionen wie der Costa Blanca oder der Costa del Sol sind vergleichsweise viele Deutsche und Englander dauerhaft ansassig Als Fremdsprachen werden meist Englisch und Franzosisch gesprochen Jungere Spanier sprechen als Fremdsprache zumeist Englisch Altere eher Franzosisch In der breiten Bevolkerung sind anwendbare Fremdsprachenkenntnisse aber nach wie vor nicht die Regel Laut einer von Eurostat 2011 durchgefuhrten Erhebung beherrschen 49 der erwachsenen Spanier im Alter von 25 bis 64 Jahren laut Selbsteinschatzung keine Fremdsprache Im Gegensatz dazu lag im Jahr 2011 der Anteil der Schuler der Primarstufe die eine Fremdsprache erlernten fur gewohnlich Englisch bereits bei 99 und in der Sekundarstufe II bei 97 wobei 22 zusatzlich eine zweite Fremdsprache erlernen aufgrund der geografischen Nahe zu Frankreich uberwiegend Franzosisch 20 In von Touristen gerne besuchten Gebieten insbesondere am Mittelmeer und auf den Balearen sind zum Teil Englisch und Deutsch gebrauchlich In Katalonien wird an den Schulen und Universitaten grosstenteils auf Katalanisch gelehrt Spanisch darf dort jedoch von allen Studierenden in Unterricht und Klausuren benutzt werden Minderheiten Zu den Minderheiten des Landes zahlen vor allem die Gitanos spanische Roma die etwa seit dem 16 Jahrhundert nach Spanien einwanderten Heute leben in Spanien etwa 600 000 bis 800 000 Gitanos Die spanischen Roma sind vor allem in Grossstadten wie Madrid Barcelona Valencia oder Sevilla beheimatet Sie brachten einige weltbekannte Stars hervor etwa den Sanger Camaron de la Isla oder den Fussballspieler Jose Antonio Reyes Vor allem in der spanischen Musikszene speziell dem Flamenco sind viele Roma zu finden Einwanderer Grosste Migrantengruppen ohne spanische Staatsangehorigkeit uber 100 000 Pers 21 Rang Staat Bevolkerung 1 Januar 2019 1 Marokko Marokko 776 4252 Rumanien Rumanien 583 7953 Kolumbien Kolumbien 461 5924 Ecuador Ecuador 414 2835 Venezuela Venezuela 344 7796 Vereinigtes Konigreich Vereinigtes Konigreich 298 1407 Argentinien Argentinien 283 2848 Peru Peru 228 1259 Frankreich Frankreich 213 95010 Deutschland Deutschland 192 62211 China Volksrepublik Volksrepublik China 173 29112 Bolivien Bolivien 155 05113 Italien Italien 152 85114 Bulgarien Bulgarien 114 56415 Kuba Kuba 108 68616 Ukraine Ukraine 103 95017 Portugal Portugal 103 467 Spanien wies lange Zeit nur geringe Zuwanderungszahlen auf Erst Ende der 1980er Jahre wurde Spanien zum Hauptziel der lateinamerikanischen Emigration Dies hat eine stark ansteigende Immigration zu einem Bevolkerungsanstieg von uber funf Millionen Einwohnern gefuhrt Im Jahr 2007 befanden sich knapp 1 8 Millionen Menschen mit lateinamerikanischem Migrationshintergrund in Spanien Tedesco 2008 3 22 Die Zahl der in Spanien lebenden Auslander liegt bei rund 5 Millionen Januar 2019 was zwolf Prozent der Gesamtbevolkerung entspricht davon sind gut 2 Millionen Staatsburger anderer EU Lander 23 Im Vergleich mit dem Rest der EU liegt Spanien in absoluten Zahlen auf Rang zwei hinter Deutschland 7 1 Millionen Betrachtet man den Anteil an Staatsburgern anderer Lander so liegt Spanien hinter Luxemburg 43 0 Lettland 17 4 Zypern und Estland je 15 9 auf dem funften Platz Unter den Mitgliedsstaaten mit mehr als drei Millionen Einwohnern ist Spaniens Auslanderquote von 12 3 die Hochste gefolgt von Osterreich 10 5 Belgien 9 7 und Deutschland 8 7 24 Die meisten Einwanderer stammen aus Rumanien den Staaten des Maghreb oder Lateinamerika sowie aus dem Vereinigten Konigreich und Deutschland fur die Spanien ein beliebter Altersruhesitz ist Im Zeitraum von 2003 bis 2017 erwarben insgesamt 1 446 315 Personen die spanische Staatsangehorigkeit 25 26 Spanier im Ausland Spanier im Ausland Nur Lander mit uber 50 000 Pers 27 Land Anzahl Jan 2020 Argentinien Argentinien 473 519Frankreich Frankreich 273 290Vereinigte Staaten Vereinigte Staaten 167 426Deutschland Deutschland 167 151Vereinigtes Konigreich Vereinigtes Konigreich 152 291Kuba Kuba 147 617Mexiko Mexiko 144 553Venezuela Venezuela 142 302Brasilien Brasilien 133 188Schweiz Schweiz 124 414Uruguay Uruguay 67 414Belgien Belgien 67 960Chile Chile 66 399Ecuador Ecuador 58 646 Die Zahl der im Ausland lebenden spanischen Staatsburger liegt bei rund 2 6 Millionen Januar 2020 1 576 350 davon in Amerika und 945 027 in Europa Wahrend nur 20 6 Prozent der in Amerika lebenden Spanier in Spanien geboren wurden liegt dieser Prozentsatz bei den in einem anderen europaischen Land Residierenden bei 49 7 Prozent 28 Dies liegt unter anderem daran dass die grosseren Auswanderungswellen von Mitte des 19 Jahrhunderts bis zum Spanischen Burgerkrieg zumeist Sud und Mittelamerika zum Ziel hatten insbesondere Argentinien Venezuela Mexiko Uruguay und Kuba wahrend mit dem Plan de Estabilizacion 1959 eine bis 1972 andauernde Emigrationswelle in europaische Lander wie Frankreich Deutschland die Schweiz Belgien und das Vereinigte Konigreich stattfand Daruber hinaus verliessen viele Immigranten aus sudamerikanischen Staaten die inzwischen die spanische Staatsangehorigkeit erworben hatten im Zuge der Eurokrise Spanien und kehrten in ihre Heimatlander zuruck 29 Religionen und Weltanschauungen Die Kathedrale von Santiago de Compostela Ziel der Pilger des Jakobswegs Zwar gehorten 92 Prozent der Bevolkerung Stand 2000 offiziell der romisch katholischen Kirche an jedoch sinkt die Anzahl derer die aktiv am religiosen Leben teilnehmen 30 Im Rahmen einer Studie des staatlichen Meinungsforschungsinstitutes Centro de Investigaciones Sociologicas im Jahr 2015 gaben noch 68 Prozent der Befragten an Katholiken zu sein 31 Finanziert wird die katholische Kirche vom spanischen Staat auf Grundlage eines Vertrages mit dem Heiligen Stuhl und nicht aus direkt entrichteten Kirchensteuern ihrer Mitglieder weshalb ein Kirchenaustritt keine finanziellen Vorteile bringt Seit 2007 mussen allerdings die Steuerzahler selbst entscheiden ob 0 7 der Lohn beziehungsweise Einkommensteuer kirchlichen oder anderen sozialen oder kulturellen Zwecken zufliessen sollen Treffen sie keine Entscheidung wird dieser obligatorische Steuerbetrag direkt den anderen Zwecken zugeleitet Die seit 1979 existierende direkte staatliche Finanzierung wurde vollstandig abgeschafft 32 Schon zwischen 1988 und 2007 konnten die Steuerzahler entscheiden ob 0 5 der Lohn beziehungsweise Einkommensteuern kirchlichen oder anderen Zwecken zufliessen sollen Wurde damals allerdings ein Mindestbetrag unterschritten kam der Staat dafur auf Im Jahr 2008 wurden in 7 195 155 34 31 Steuererklarungen diese 0 7 der katholischen Kirche zukommen gelassen Zwei Jahre zuvor waren es noch rund 711 975 weniger gewesen Die Einnahmen aus Steuern stiegen somit seit der Neuregelung des Jahres 2007 von 173 8 Millionen Euro auf 252 7 Millionen Euro 33 34 Es ist fur Spaniens Katholiken nicht ohne weiteres moglich sich von der Kirche offiziell loszusagen da das spanische Recht den Akt des Kirchenaustritts nicht kennt und Spaniens katholische Kirche hochstrichterlich von der Pflicht entbunden wurde die Daten ihrer Mitglieder auf deren Wunsch aus den Kirchenbuchern zu loschen Zu dieser Entscheidung des obersten Gerichtshofes in Spanien kam es unter anderem da sich das als besonders konservativ geltende Erzbistum von Valencia weigerte Tilgungen jeder Form vorzunehmen Das Erzbistum hatte sich auch nicht von Weisungen der spanischen Datenschutzbehorde AEPD 35 beeindrucken lassen und strengte zahlreiche Rechtsverfahren an wobei es vor der Entscheidung des obersten Gerichtshofes in 171 Fallen unterlag 36 Eine grossere Minderheit von 15 9 der Bevolkerung bezeichnet sich laut genannter Untersuchung als nicht religios und 9 5 als Atheisten 31 Nach einer Studie des Pew Research Center bezeichnen sich 46 der Spanier als religios 19 als sehr religios Unter den 18 bis 39 jahrigen ist gar nur eine Minderheit von 9 sehr religios weltweit ist der Wert nur in Frankreich und Japan niedriger wo zudem die Werte der 39 bis 59 jahrigen nur unwesentlich hoher sind 37 Laut einer reprasentativen Umfrage des Eurobarometers glaubten im Jahr 2005 59 der Menschen in Spanien an Gott weitere 21 glaubten an eine andere spirituelle Kraft 18 Prozent der Befragten glaubten weder an einen Gott noch an eine andere spirituelle Kraft 2 der Befragten waren unentschlossen 38 39 Muslime machen 4 13 Stand Ende 2016 40 Protestanten 0 3 und Zeugen Jehovas 0 25 der Bevolkerung aus In Spanien liegt der wichtige Wallfahrtsort Santiago de Compostela das Ziel zahlreicher Pilger auf dem Jakobsweg Siehe auch Romisch katholische Kirche in Spanien Spanische Evangelische Kirche und Geschichte der Juden in Spanien Grosste Stadte Zentrum von Madrid bei Nacht Blick vom Parc Guell uber Barcelona Die Ciudad de las Artes y de las Ciencias das Wahrzeichen Valencias Blick uber Sevilla von der Giralda der Kathedrale von Sevilla Das Guggenheim Museum in Bilbao Hauptartikel Liste der Stadte in Spanien In Spanien gibt es zwei Millionenstadte Madrid und Barcelona Das starke Wachstum der Stadte in den letzten Jahren hat jedoch dazu gefuhrt dass Metropolregionen entstanden sind die teils weit uber die politisch administrativen Grenzen der Stadtgemeinden hinausgehen In den Grossraumen Madrid und Barcelona leben so uber sechs bzw vier Millionen Menschen in den Metropolregionen Valencia Sevilla und Bilbao jeweils uber eine Million Die zehn grossten Stadte Stand 1 Januar 2019 41 Stadt EinwohnerMadrid 3 266 126Barcelona 1 636 762Valencia 794 288Sevilla 688 592Saragossa 674 997Malaga 574 654Murcia 453 258Palma de Mallorca 416 065Las Palmas de Gran Canaria 379 925Bilbao 346 843Autonome Gemeinschaften nach Einwohnern Die insgesamt 17 Autonomen Gemeinschaften sind in ihrer Grosse sehr heterogen Wahrend die Einwohnerzahlen Andalusiens Kataloniens der Autonomen Gemeinschaft Madrid und der Region Valencia zwischen rund 5 und 9 Millionen liegen leben in den kleinsten Regionen Navarra Kantabrien und La Rioja deutlich unter einer Million Menschen Stand 1 Januar 2019 42 Autonome Gemeinschaft EinwohnerAndalusien 8 410 002Katalonien 7 672 699Madrid 6 661 949Valencia 5 000 868Galicien 2 698 875Kastilien und Leon 2 398 214Baskenland 2 206 965Kanarische Inseln 2 152 590Kastilien La Mancha 2 032 004Region Murcia 1 493 530Aragonien 1 318 453Balearische Inseln 1 148 947Extremadura 1 066 998Asturien 1 022 670Navarra 653 846Kantabrien 580 964La Rioja 316 551Autonome Stadt EinwohnerCeuta 84 777Melilla 86 465Geschichte Hauptartikel Geschichte Spaniens Romisches Theater in Merida In vor und fruhgeschichtlicher Zeit siedelten Iberer Kelten und Basken auf der nach ersteren benannten Iberischen Halbinsel Im 11 Jahrhundert v Chr siedelten sich die Phonizier an der Sudkuste an die beruhmteste ihrer Kolonien war Cadiz Gades Der Name Spanien leitet sich von der romischen Bezeichnung Hispania ab von phonizisch ishapan Land der Klippschliefer was die Phonizier fur Klippschliefer hielten waren in Wirklichkeit Kaninchen Im Zweiten Punischen Krieg gelangten erstmals romische Truppen auf die Halbinsel die relativ schnell den Westen und Suden besetzten Bis auch der Norden unter der Kontrolle der Romer war vergingen 200 Jahre In der Spatphase des Westromischen Reiches zogen die Westgoten nach Gallien und grundeten dort das Westgotenreich das auch weite Teile Iberiens umfasste Nach einer schweren Niederlage gegen die Franken raumten die Westgoten Gallien weitgehend und verlagerten den Schwerpunkt ihres Reichs auf die Iberische Halbinsel Diese zweite und letzte Phase des Westgotenreichs wird nach der neuen Hauptstadt Toledo als Toledanisches Reich bezeichnet Im fruhen 8 Jahrhundert vernichteten die Mauren das Westgotenreich und eroberten die gesamte Iberische Halbinsel Ihre jahrhundertelange Herrschaft pragte das Land Das arabische Erbe schlug sich sowohl in der Architektur als auch in der Sprache nieder Allerdings gelang es den Mauren nicht sich auch in den nordlichen Randgebirgen der Halbinsel dauerhaft festzusetzen Von dort aus nahm die Ruckeroberung Reconquista ihren Ausgang In diesem sich uber mehrere Jahrhunderte 722 1492 hinziehenden und nicht kontinuierlich verlaufenden Prozess wurde der maurische Herrschaftsbereich von den christlichen Reichen nach und nach zuruckgedrangt bis mit dem Fall Granadas 1492 auch das letzte maurische Staatsgebilde auf der Halbinsel verschwand Auf das Ende der Reconquista folgte eine Verfolgung religioser Minderheiten Die Katholischen Konige Isabella I von Kastilien und Ferdinand II von Aragon wollten keine Nichtchristen mehr in ihrem Machtbereich dulden Moslems und Juden wurden genotigt sich taufen zu lassen 1478 wurde die Spanische Inquisition eingerichtet um nur ausserlich konvertierte Unglaubige die insgeheim ihren fruheren Glauben praktizierten aufzuspuren und zu bestrafen Am 31 Marz 1492 erliessen Isabella I und Ferdinand II das Alhambra Edikt wonach alle nicht taufwilligen der 300 000 Juden 43 das Konigreich Kastilien und die Reiche der Krone von Aragonien zu verlassen hatten Sephardim 1609 liess Philipp III sogar die Moriscos vertreiben Nachfahren von zum Christentum ubergetretenen Mauren Christoph Kolumbus um 1451 1506 genuesischer Seefahrer in Diensten der spanischen Krone Portrat von Ridolfo Ghirlandaio Im 16 Jahrhundert wurden die Herrschaftsgebiete von Kastilien und Aragonien unter einem Herrscher vereinigt Aragonien war zu dieser Zeit schon lange eine wichtige Seemacht im Mittelmeer Kastilien stand in Konkurrenz mit Portugal um die Vorherrschaft auf dem Atlantischen Ozean Mit der Entdeckung Amerikas durch Christoph Kolumbus im Jahr 1492 stieg Spanien vorubergehend zu einer christlichen Weltmacht auf Mit dem 1519 zum Kaiser gewahlten Karl V als spanischer Konig Carlos I einem Enkel der Katholischen Konige kamen 1516 die Habsburger auf den spanischen Thron Bis zu ihrem Aussterben im Jahre 1700 stammten die spanischen Konige aus der spanischen Linie dieser Dynastie Wegen der Frage der Nachfolge des letzten spanischen Habsburger Konigs Karl II entbrannte der Spanische Erbfolgekrieg in den die fuhrenden europaischen Machte verwickelt waren Als dessen Ergebnis gelangte mit Philipp V ein Zweig der Bourbonen auf den spanischen Thron Das spanische Kolonialreich erstreckte sich um 1600 uber weite Teile Sud und Mittelamerikas den sudlichen Teil der heutigen USA und die Philippinen Als Englander und Franzosen ebenfalls ihre Bemuhungen um Kolonien verstarkten verlor Spanien allmahlich seine Vormachtstellung Die Befreiungskriege der amerikanischen Staaten insbesondere der Mexikanische und die Sudamerikanischen Unabhangigkeitskriege Anfang des 19 Jahrhunderts brachten den meisten Kolonien die Unabhangigkeit 1898 gingen im Spanisch Amerikanischen Krieg die letzten grosseren Besitztumer an die Vereinigten Staaten verloren was das Ende des Kolonialreiches bedeutete Die spater hinzugekommenen afrikanischen Kolonien Spanisch Marokko Spanisch Sahara und Aquatorialguinea erlangten schliesslich im 20 Jahrhundert ihre Unabhangigkeit Generalissimus Francisco Franco von 1936 39 bis zu seinem Tod 1975 langjahriger Diktator Spaniens Zu Beginn des 20 Jahrhunderts war Spanien grosstenteils ein ruckstandiges Agrarland gepragt von feudalen Eigentumsverhaltnissen die wenige vorhandene Industrie konzentrierte sich im Wesentlichen auf Katalonien und das Baskenland Im Jahr 1923 ubernahm General Miguel Primo de Rivera die Macht und installierte eine Militardiktatur diese konnte sich aber wegen der drangenden gesellschaftlichen Probleme nicht lange halten und 1931 wurde Spanien zur Republik Die ererbten politischen und sozialen Konflikte belasteten die Zweite Republik von Beginn an bereits 1932 kam es zum ersten Putschversuch rechter Militars unter Fuhrung von General Jose Sanjurjo Im Jahr 1934 ereignete sich eine Reihe von linken und anarchistischen Aufstanden die zum Teil sehr blutig niedergeschlagen wurden Die politische Instabilitat die vor allem von den extremen Vertretern linker und rechter Positionen und ihren paramilitarischen Verbanden aber auch von Mitgliedern regularer Sicherheitskrafte geschurt wurde verscharfte sich nach dem Sieg der Volksfront aus linksliberalen sozialistischen und kommunistischen Parteien bei den Parlamentswahlen vom 17 Februar 1936 Felipe VI ist seit dem 19 Juni 2014 Konig von Spanien Im Juli 1936 putschten Teile des Militars unter Fuhrung von Generalissimus Francisco Franco gegen die Regierung der Putsch war nur in einigen Landesteilen erfolgreich und scheiterte in den wichtigen politischen und industriellen Zentren des Landes u a Madrid Katalonien Baskenland Es folgte der Spanische Burgerkrieg in dessen Verlauf die Putschisten wichtige Hilfe durch das faschistische Italien und das nationalsozialistische Deutschland erhielten wahrend die liberalen Demokratien Frankreich und Grossbritannien eine Nichteinmischungspolitik praktizierten und damit den Sieg Francos begunstigten 1939 endete der Krieg Die Epoche der franquistischen Diktatur begann mit einer mehrjahrigen Phase gewaltsamer Sauberungen und fuhrte das Land in eine langanhaltende politische und gesellschaftliche Lethargie Obwohl Franco im Burgerkrieg Unterstutzung von Deutschland und Italien erhalten hatte unterstutzte Spanien die Achsenmachte im Zweiten Weltkrieg nicht militarisch Menschen die aus NS Deutschland geflohen waren wurden allerdings zu einem Grossteil in spanischen bereits vor dem Weltkrieg eingerichteten Konzentrationslagern interniert Wie in anderen europaischen Landern kam es auch in Spanien nach dem Zweiten Weltkrieg aus dem Franco das Land heraushalten konnte zu einem langen wirtschaftlichen Nachkriegsboom 44 1947 restaurierte Franco die Monarchie und ernannte Juan Carlos I 1969 als Staatsoberhaupt zu seinem Nachfolger Dieser leitete nach dem Tod des Diktators am 20 November 1975 einen Demokratisierungsprozess span Transicion ein Durch die Verabschiedung einer Verfassung wurde Spanien 1978 zu einer parlamentarischen Monarchie In der Endphase der Diktatur Francos und besonders wahrend der Transition kam es zu massiven Terroraktionen der ETA und anderer linker wie auch rechter Terrorgruppen Im Jahr 1981 erfolgte noch einmal ein Putschversuch 23 F von rechten Militars und Teilen der paramilitarischen Guardia Civil gegen die demokratische Regierung der allerdings missgluckte Die Transition endete 1982 mit der Regierungsubernahme durch die sozialdemokratische Partei von Felipe Gonzalez PSOE Wahrend der 1980er Jahre wurde Spanien Mitglied der NATO und der EU und erlebte einen erneuten wirtschaftlichen Aufschwung Gleichzeitig wurde im Kampf gegen die ETA eine staatsterroristische Gruppe GAL aufgestellt die mit Folter und Mord den baskischen Separatismus bekampfte diese Epoche ist in Spanien als schmutziger Krieg span guerra sucia bekannt 45 Der Skandal um die GAL Verwicklungen hoher Regierungsmitglieder fuhrte 1996 zu einer Wahlniederlage von PSOE In der Folge wurde Jose Maria Aznar Partido Popular PP neuer Ministerprasident Nach zwei Legislaturperioden die von zahlreichen Skandalen und innenpolitischen Konflikten Irakkrieg gepragt waren verlor PP unter dem Eindruck der Madrider Zuganschlage vom 11 Marz 2004 die Parlamentswahlen 14 Marz 2004 Danach fuhrte Jose Luis Rodriguez Zapatero PSOE in Madrid eine Minderheitsregierung Mit den Wahlen im Dezember 2011 gelangte wieder die PP unter Mariano Rajoy an die Regierung was damit nach 1982 1996 und 2004 den insgesamt vierten Machtwechsel zwischen Konservativen und Sozialdemokraten seit dem Ubergang zur Demokratie bedeutete Die Parlamentswahlen vom 20 Dezember 2015 fuhrten zu deutlichen Stimmverlusten der beiden grossen Parteien und einem Erstarken kleinerer Parteien wie Podemos und Ciudadanos Aufgrund der komplizierten Mehrheitsverhaltnisse gelang keine Regierungsbildung und es folgten am 26 Juni 2016 Neuwahlen Nachdem sich die Sitzverteilung nur wenig verandert hatte fiel die Regierungsbildung erneut schwer Schliesslich wurde Mariano Rajoy am 29 Oktober 2016 als Ministerprasident wiedergewahlt und fuhrte eine Minderheitsregierung bis er am 1 Juni 2018 sein Amt durch ein Misstrauensvotum im Parlament gesturzt wurde Sein Nachfolger als Ministerprasident wurde der Sozialist Pedro Sanchez dessen Partei aber nur uber 84 Sitze im Parlament verfugt und daher als Minderheitsregierung auf die Duldung durch Unidos Podemos PNV und verschiedene separatistische Parteien angewiesen ist PolitikPolitische Parteien Hauptartikel Politische Parteien in Spanien Plenarsaal im spanischen Abgeordnetenhaus in Madrid In Spanien gibt es vier im Kongress vertretene Parteien beziehungsweise Parteienbundnisse die in ganz Spanien aktiv sind Der rechts konservative Partido Popular PP der sozialdemokratische PSOE und die linke Sammlungsbewegung Izquierda Unida IU und seit 2008 die neugegrundete antiregionale liberale Union Progreso y Democracia UPyD Ausserdem spielt die im Marz 2014 gegrundete Protestpartei Podemos eine immer grossere Rolle Regionale Parteien spielen vor allem wegen der verschiedenen Nationalitaten in Spanien eine entscheidende Rolle Die wichtigsten im Kongress vertretenen Parteien sind das katalanische burgerlich nationalistische Parteienbundnis Convergencia i Unio CiU die katalanischen Linksnationalisten Esquerra Republicana de Catalunya ERC und die baskisch burgerlichen Nationalisten Partido Nacionalista Vasco PNV Die meisten der regional organisierten Parteien treten fur eine starkere Autonomie ihrer Regionen ein diese Forderungen gehen besonders bei den Basken und Katalanen bis hin zur staatlichen Unabhangigkeit fur dieses Ziel wird seit dem Ende des Franquismus wieder sehr massiv agiert vgl Plan Ibarretxe Als grosste Regionalpartei agiert die sozialdemokratische Partit dels Socialistes de Catalunya PSC die allerdings die fest verbundene Schwesterpartei von PSOE in Katalonien ist und somit nur formal eine Regionalpartei darstellt Der amtierende spanische Regierungsprasident Pedro Sanchez Neben der politischen Ausrichtung einer Partei ist auch die nationale Ausrichtung ein entscheidendes politisches Kriterium in Spanien Die Partido Popular die an einem gesamtspanischen Nationalismus Staatsdoktrin im Franquismus festhalt und die Einheit und Unteilbarkeit der spanischen Nation betont schneidet daher in Katalonien und im Baskenland schwach ab Bei der Wahl zum Abgeordnetenhaus des spanischen Nationalparlaments am 20 Dezember 2015 erhielten die konservative Volkspartei PP 28 7 der Stimmen und 123 der 350 Sitze die Sozialisten PSOE 22 0 und 90 Sitze die neue linksorientierte Podemos 20 7 und 69 Sitze sowie die neue liberale Partei der Ciudadanos C s 13 9 und 40 Sitze Die ubrigen 28 Sitze fielen an kleine teils regionale Parteien Damit hatte die PP nicht nur bei den Wahlerstimmen sondern trotz des die grosseren Parteien begunstigenden Wahlrechts auch bei den Parlamentssitzen die absolute Mehrheit eingebusst und Rajoy konnte ohne Koalitionspartner keine Regierung bilden 46 Das Wahlergebnis wird auch als historisch bezeichnet weil durch den Erfolg von Podemos und Cuidadanos das bisherige Zwei Parteien System durch ein Mehrparteiensystem abgelost wurde Konig Felipe beauftragte Rajoy mit der Bildung einer neuen Regierung Die Ablehnung wurde am 22 Januar 2016 mitgeteilt nachdem der Konig auch mit Vertretern von PSOE und Podemos gesprochen hatte Nachdem PSOE nicht bereit war mit Podemos und der Vereinigten Linken eine Koalition zu bilden gelang es Konig Felipe VI bis zum 2 Mai 2016 nicht einen mehrheitsfahigen Kandidaten fur das Amt des Ministerprasidenten zu finden Er musste das Parlament auflosen und Neuwahlen ansetzen die am 26 Juni stattfanden 47 Bei dieser Parlamentswahl traten Podemos und Vereinigte Linke Izquierda Unida gemeinsam als Unidos Podemos an 48 Die erneute Parlamentswahl brachte ebenfalls keinem der beiden Lager PP C s bzw PSOE UP eine Mehrheit Nach dem Rucktritt von Pedro Sanchez am 1 Oktober beschloss die Sozialistische Arbeiterpartei PSOE am 23 Oktober 2016 in Madrid eine weitere Amtszeit des konservativen geschaftsfuhrenden Ministerprasidenten Mariano Rajoy zu ermoglichen wie Parteisprecher mitteilten 49 Am 1 Juni 2018 wurde Rajoy im Rahmen eines Misstrauensantrags seines Amts enthoben neuer Regierungschef wurde Pedro Sanchez 50 In diesem Artikel oder Abschnitt fehlen noch folgende wichtige Informationen Es gab nach 2018 weitere Wahlen April 2019 und November 2019 die hier noch fehlen Hilf der Wikipedia indem du sie recherchierst und einfugst Politische Indizes Von Nichtregierungsorganisationen herausgegebene politische Indizes Name des Index Indexwert Weltweiter Rang Interpretationshilfe JahrFragile States Index 40 4 von 120 146 von 178 Stabilitat des Landes stabiler 0 sehr nachhaltig 120 sehr alarmierend 2020 51 Demokratieindex 8 12 von 10 22 von 167 Vollstandige Demokratie 0 autoritares Regime 10 vollstandige Demokratie 2020 52 Freedom in the World Index 92 von 100 Freiheitsstatus frei 0 unfrei 100 frei 2020 53 Rangliste der Pressefreiheit 20 44 von 100 29 von 180 Zufriedenstellende Lage fur die Pressefreiheit 0 gute Lage 100 sehr ernste Lage 2021 54 Korruptionswahrnehmungsindex CPI 62 von 100 32 von 180 0 sehr korrupt 100 sehr sauber 2020 55 Politische Gliederung Administrative Gliederung von Spanien Hauptartikel Entidad de caracter territorial Autonome Gemeinschaften Spaniens und Liste der Provinzen Spaniens Spanien gliedert sich in 17 Autonome Gemeinschaften oder Regionen Comunidades Autonomas Diese verfugen nicht uber Eigenstaatlichkeit Spanien ist also kein Bundesstaat aber dennoch uber einen Kompetenzumfang der dem der deutschen Lander vergleichbar ist Von diesen bestehen sieben Asturien Kantabrien Navarra La Rioja Madrid Murcia Balearen nur aus einer Provinz die ubrigen aus mehreren Provinzen Insgesamt gibt es 50 Provinzen In den uniprovinzialen Autonomen Gemeinschaften nehmen diese gleichzeitig die der Provinz ubertragenen Aufgaben wahr Daneben existieren noch die zwei Autonomen Stadte Ceuta und Melilla die weder einer Autonomen Gemeinschaft noch einer Provinz zugeordnet sind Die niedrigste Verwaltungsstufe sind die Gemeinden municipios In verschiedenen Autonomen Gemeinschaften existiert zwischen den Provinzen und den Gemeinden noch verschiedene Zwischenebenen Diese Einheiten tragen verschiedene Bezeichnungen comarcas subcomarcas veguerias mancomunidades Seit langem gibt es ungeloste Konflikte um den Autonomiestatus des Baskenlandes und Kataloniens Im Baskenland kampft die ETA seit 1959 mit Gewalt und Terror fur die Unabhangigkeit Die explizit baskischen beziehungsweise katalanischen Parteien setzten sich dagegen auf rein politischem Weg fur eine stark erweiterte Autonomie freie Angliederung an Spanien beziehungsweise Unabhangigkeit ihrer Regionen ein Man beruft sich auf das Selbstbestimmungsrecht der Volker und will Volksabstimmungen durchfuhren in denen die Bevolkerung der entsprechenden Region frei uber den Status entscheiden kann Vorbilder dafur sind unter anderem die Volksabstimmungen in Quebec 1980 1995 und Montenegro 2006 Die zentralspanischen Parteien PP und PSOE stehen diesen Planen ablehnend gegenuber Polizei Hauptartikel Polizei Spanien Streifenwagen der Policia Municipal de Madrid Das Polizeisystem Spaniens ist aufgrund der politischen Gliederung Spaniens komplex Es umfasst im Wesentlichen vier Arten von Polizeikorpern die gleichermassen dem Verteidigungs und Innenministerium unterstehende und militarisch organisierte Guardia Civil die gesamtstaatliche Nationalpolizei Cuerpo Nacional de Policia CNP des Innenministeriums die Polizeien der Autonomen Gemeinschaften Policia Autonomica die bislang im Baskenland Ertzaintza in Katalonien Mossos d Esquadra in Navarra Policia Foral und auf den Kanaren Policia Canaria aufgestellt wurden sowie die Gemeinde und Stadtpolizeien Guardia Urbana Policia Local oder Policia Municipal genannt Geheimdienste Hauptartikel Centro Nacional de Inteligencia Das Centro Nacional de Inteligencia CNI deutsch Nationales Nachrichtendienstzentrum ist der spanische Geheimdienst der im November 2002 offiziell per Gesetz gegrundet wurde Er geht auf mehrere geheime staatliche Organisationen der Franco Zeit zuruck die offiziell nicht bekannt waren und keinen Namen trugen Militar Hauptartikel Spanische Streitkrafte Die Spanischen Streitkrafte spanisch Fuerzas Armadas Espanolas gliedern sich in Heer Ejercito de Tierra Marine Armada Espanola mit der Marineinfanterie Infanteria de Marina Luftwaffe Ejercito del Aire sowie die paramilitarische Guardia Civil und die 2005 gegrundete Unidad Militar de Emergencias UME Militarische Notfalleinheit Weitere unabhangige Einheiten sind die Konigliche Garde Guardia Real und die direkt dem Oberkommando unterstellte Spanische Legion Spanien hat mit Stand 2014 etwa 123 000 Soldaten und 16 000 Reservisten Das Ruckgrat der Landstreitkrafte bilden 327 Kampfpanzer Die spanische Marine verfugt uber 46 Schiffe darunter einen Flugzeugtrager und die Luftwaffe besitzt uber 500 Fluggerate inklusive 216 Kampfflugzeuge 56 Oberbefehlshaber der Spanischen Streitkrafte ist der Spanische Konig derzeit Felipe VI Das Militarbudget Spaniens betragt 12 8 Milliarden Euro 1 2 des BIP Seit 2000 ist es moglich dass Manner und Frauen die Spanisch als Muttersprache sprechen aber keine spanischen Staatsburger sind in die Spanischen Streitkrafte eintreten konnen Die Wehrpflicht wurde 2001 abgeschafft Aussen und Europapolitik Standorte der diplomatischen Vertretungen Spaniens Die aussenpolitischen Schwerpunkte Spaniens liegen auf der EU Integration den Beziehungen zu Lateinamerika Nordafrika und Nahost der Mittelmeerpolitik sowie den transatlantischen Beziehungen Spanien ist seit 1955 Mitglied der Vereinten Nationen und war 2015 2016 nichtstandiges Mitglied im Sicherheitsrat Zu den USA unterhalt Spanien enge Beziehungen und ist bestrebt diese weiter auszubauen Besonders enge kulturelle und gesellschaftliche Bindungen und darauf aufbauend ein dichter politischer und wirtschaftlicher Austausch bestehen zu Lateinamerika und der Karibik Die seit 1991 stattfindenden Gipfeltreffen der iberoamerikanischen Staats und Regierungschefs sind hierfur eine wichtige multilaterale Plattform Zuletzt fand das Treffen am 28 und 29 Oktober 2016 in Cartagena de Indias Kolumbien statt Der Schwerpunkt der Entwicklungszusammenarbeit liegt auf Lateinamerika und Afrika 57 Plenarsaal des Europaischen Parlaments in Brussel Spanien ist einer von 27 Mitgliedsstaaten der Europaischen Union Spanien ist Mitglied der Europaischen Union EU seit dem 1 Januar 1986 sowie der Eurozone 58 Spanien gehort kontinentalen Organisationen wie der Organisation fur Sicherheit und Zusammenarbeit in Europa OSZE der Westeuropaischen Union WEU und der Europaischen Verteidigungsagentur EVA an Spanien zieht eine ausserordentlich positive Bilanz seiner uber 30 jahrigen EU Mitgliedschaft Ein Grossteil der Spanier verbindet die EU mit der Demokratisierung Modernisierung und dem wirtschaftlichen Wachstum des Landes Spanien hat viermal den Vorsitz der EU Ratsprasidentschaft ubernommen in der ersten Halfte des Jahres 1989 59 als die Verabschiedung des Delors Bericht genehmigt wurde in der zweiten Halfte des Jahres 1995 60 als der Name der kunftigen europaischen Wahrung dem Euro angenommen wurde in der ersten Halfte des Jahres 2002 61 als die ersten Euro Munzen in Umlauf gebracht wurden und zuletzt in der ersten Halfte des Jahres 2010 62 als der Vertrag von Lissabon und die Trioprasidentschaft eingefuhrt wurden Spanien hat mit seiner tendenziellen proeuropaischen Einstellung eine Schlusselrolle in bestimmten Initiativen gespielt Von allen sind besonders zu erwahnen die Entwicklung eines sozialen Europas 63 das Europa der Burger 64 und die Einfuhrung der Europaischen Burgerinitiative die Bekampfung der internationalen organisierten Kriminalitat die Schaffung einer gemeinsamen Einwanderungspolitik 65 und die Starkung der Aussengrenzen der Ausbau der Zusammenarbeit mit den Landern des Mittelmeerraums und Nordafrikas die Forderung des Dialogs fur den Frieden im Nahen Osten eine gemeinsame Agrar oder Fischereipolitik 66 und das eindeutige Bekenntnis zu wirksamen Strategien gegen geschlechtsspezifische Gewalt bzw bei Organtransplantationen Seit dem Beitritt Spaniens zur Europaischen Union haben viele Spanier verantwortungsvolle Positionen und eine wichtige Aktivitat in den Institutionen eingenommen 67 Recht Verfassungsrecht Politisches System Spaniens Gemass der Verfassung vom 6 Dezember 1978 ist Spanien ein sozialer und demokratischer Rechtsstaat mit der Staatsform einer parlamentarischen Monarchie Art 1 Abs 3 der spanischen Verfassung Der Konigstitel ist erblich Der derzeitige Konig ist Felipe VI Der Konig ist Staatsoberhaupt und Oberbefehlshaber der Streitkrafte Wohnsitz der Konigsfamilie ist der Palacio de la Zarzuela in Madrid Die Rolle der spanischen Krone wird in der Verfassung im Wesentlichen auf reprasentative Funktionen beschrankt Daruber hinausgehende Funktionen des Konigs sind die Bestatigung von Gesetzen und die Ernennung und Entlassung des Regierungschefs Das oberste Gesetzgebungsorgan in Spanien ist das Parlament die Cortes Generales Die Cortes unterteilen sich in zwei Kammern das Abgeordnetenhaus Congreso de los Diputados und den Senat Senado Die 300 bis 400 Mitglieder des Abgeordnetenhauses werden per Direktwahl fur vier Jahre gewahlt Der Senat hat 259 Mitglieder Davon werden 208 Mitglieder direkt vom Volk gewahlt und die restlichen 51 von den Parlamenten der Autonomen Gemeinschaften bestimmt Senatoren werden fur eine Amtszeit von vier Jahren ernannt Das allgemeine Wahlrecht fur Manner war bereits 1868 eingefuhrt worden 68 Priester Angehorige des Offentlichen Dienstes und Frauen waren jedoch bis zu einem Gesetzesbeschluss vom 8 Mai 1931 vom passiven Wahlrecht fur das nationale Parlament ausgeschlossen 69 Bei den Parlamentswahlen am 28 Juni 1931 wurden zum ersten Mal drei Frauen ins Spanische Parlament gewahlt Margarita Nelken Victoria Kent und Clara Campoamor Ironischerweise wurde Frauen jedoch immer noch das aktive Wahlrecht verweigert 69 Am 9 Dezember 1931 trat eine neue Verfassung in Kraft deren Artikel 36 das allgemeine Stimmrecht fur Frauen enthielt 69 70 Am 19 November 1933 fanden die ersten Wahlen unter der neuen Verfassung statt an der erstmals Frauen aktiv teilnehmen konnten 71 Unter dem Franco Regime wurde das allgemeine Wahlrecht unterdruckt 69 Frauen wurden nach und nach einige politische Rechte zugestanden 69 1942 wurde eine Art Parlament ins Leben gerufen in dem neben Abgeordneten der Falange Partei und verschiedener staatlicher Organisationen auch hundert Familienreprasentanten vorgesehen waren die von Familienoberhauptern und verheirateten Frauen gewahlt werden sollten 71 Ab 1957 konnten dann verheiratete Frauen und solche die Familienoberhaupter waren sich an den Wahlen dieser hundert Abgeordneten beteiligen 69 Die ersten derartigen Wahlen wurden allerdings erst 1967 durchgefuhrt 71 Erst mit der Wiederherstellung der Demokratie Mitte der 1970er Jahre wurde das allgemeine Wahlrecht und damit auch das Frauenwahlrecht in vollem Umfang wiederhergestellt 69 Beim Referendum von 1976 und den Parlamentswahlen von 1977 stimmten Frauen mit ab und das uneingeschrankte allgemeine Wahlrecht fur Erwachsene wurde in der neuen Verfassung von 1978 garantiert 69 Der Ministerprasident Presidente del Gobierno wortlich ubersetzt Regierungsprasident wird vom Abgeordnetenhaus gewahlt Die Minister werden auf Vorschlag des Ministerprasidenten vom Konig ernannt Amtssitz ist der Palacio de la Moncloa in Madrid Spanien ist seit Januar 1986 Mitglied der Europaischen Union Siehe auch Liste der Regierungsprasidenten von Spanien und Liste der Aussenminister SpaniensInfrastrukturSpaniens Infrastruktur ist aufgrund des jahrelangen Baubooms hervorragend ausgebaut Auch der ansteigende Tourismus machte den Aufbau eines modernen Schienen Strassen und Luftverkehrsnetzes notig Allerdings konnten nach dem Platzen der Blase viele Bauprojekte nicht vollendet werden sie stehen immer noch unvollendet in der Gegend 72 Strassennetz Spanische Autobahn Von 2000 bis 2008 hat die Zahl der PKW in Spanien um etwa 12 zugenommen Im Jahr 2008 gab es hier 486 Kraftfahrzeuge pro 1000 Einwohner infolge der Finanzkrise sank diese Quote wieder leicht ab 2009 479 73 78 der Bevolkerung leben in Stadten In manchen Ballungsraumen wie Madrid oder Barcelona sind die Strassennetze gerade im Berufsverkehr ortlich uberlastet Zum Teil gibt es Verkehrsleitsysteme wie in Valencia Spanien verfugt uber ein gut ausgebautes Strassen und Autobahnnetz von 663 795 Kilometern Lange Die Strassen sind zum allergrossten Teil befestigt Das Fernstrassennetz umfasst Nationalstrassen carreteras nacionales und Autobahnen die sogenannten autovias gebuhrenfrei und autopistas mautpflichtig de peaje An den Zahlstellen der gebuhrenpflichtigen autopistas kann mit Bargeld oder Kreditkarte bezahlt werden Ausserdem kann mit der sogenannten Telepeaje bezahlt werden Dabei fuhrt man einen Sensor im Auto mit der automatisch registriert wenn an einer Mautstelle vorbeigefahren wird Die Mautschranke offnet sich anschliessend automatisch Teilweise verlaufen gebuhrenpflichtige Autobahnabschnitte parallel zu gebuhrenfreien Rund um Ballungszentren gibt es meist gebuhrenfreie autovias viele Fernverbindungen sind gebuhrenpflichtig Die Hochstgeschwindigkeit betragt innerhalb geschlossener Ortschaften 50 km h auf Landstrassen 90 km h falls ein Randstreifen von mindestens 1 5 m Breite oder eine zusatzliche Fahrspur vorhanden ist 100 km h sowie auf Autobahnen 120 km h In geschlossenen Ortschaften muss nachts immer mit Abblendlicht gefahren werden Die Verwarnungsgelder sind in Spanien im Vergleich zu Deutschland wesentlich hoher Bezahlt man einen Strafzettel innerhalb von in der Regel 14 Tagen hat dies einen 50 prozentigen Nachlass zur Folge Auffallig ist die Tatsache dass der Burgersteig absolut frei von Fahrzeugen ist Es durfen dort weder Motorrader noch Autos auf dem Gehweg abgestellt werden auch nicht einseitig Ein wenn auch nur teilweises Abstellen auf dem Gehweg hat ein sofortiges Abschleppen zur Folge Auf der anderen Seite wird das Parken vor Fussgangeruberwegen weniger streng geahndet als in Deutschland Vielerorts herrscht auch wegen der engen Strassen eine akute Parkplatznot Eine durchgezogene gelbe Linie am Fahrbahnrand weist auf ein Parkverbot hin Die lokale Polizei besitzt oftmals eigene Abschleppwagen Die Parkgebuhren in Ballungsraumen liegen auf demselben Niveau wie in Metropolen im deutschsprachigen Raum Sehr hohe Geschwindigkeitsvergehen gefahrliches Rowdytum im Strassenverkehr oder Fahren unter erheblichem Alkoholeinfluss kann als Straftat gewertet werden und sogar Haftstrafen nach sich ziehen Seit Juli 2004 sind in Spanien Warnwesten gesetzlich vorgeschrieben Diese mussen bei Unfallen und Pannen getragen werden Reservelampen fur die Fahrzeugbeleuchtung und zwei rote Warndreiecke mussen ebenso im Kraftfahrzeug mitgefuhrt werden Grune Versicherungskarten sind zwar nicht Pflicht aber empfehlenswert da die Polizei damit vertraut ist Der Strassenverkehr des Landes gilt als sehr sicher 2013 kamen in Spanien insgesamt 3 7 Verkehrstote auf 100 000 Einwohner Zum Vergleich In Deutschland waren es im selben Jahr 4 3 Tote Insgesamt kamen damit 1730 Personen im Strassenverkehr ums Leben Das Land hat eine im weltweiten Vergleich hohe Motorisierungsrate 2016 kamen im Land 611 Kraftfahrzeuge auf 1000 Einwohner in Deutschland waren es 610 Fahrzeuge 74 Siehe auch Liste der Autobahnen in Spanien Fahrrad Radfahren wird von den Spaniern zuerst als sportliche Betatigung aufgefasst als Verkehrsmittel wird das Fahrrad erst in jungerer Zeit zunehmend haufiger genutzt wenn auch die spanische Fahrrad Kultur der mitteleuropaischer Stadte noch nachsteht Radwege waren lange Zeit nur in touristisch attraktiven Regionen bekannt In den letzten Jahren hat sich allerdings in den meisten grosseren Stadten Spaniens neben einem parallel wachsenden Netz an Fahrradwegen auch das Angebot und die Nutzung von stadtischen Fahrradverleihsystemen vergleichbar mit denen anderer Stadte ausserhalb Spaniens verbreitet So verfugen etwa Barcelona seit Marz 2007 Madrid seit 2014 Girona Alicante Saragossa Sevilla Valencia Burgos Pamplona Albacete Salamanca uber ein Radverleihsystem Weitere Stadte sollen folgen Die Nutzung des Fahrrads nicht nur als Sportgerat sondern vor allem im Alltag ist dabei jedoch auch abhangig von den Hohenunterschieden und dem Klima innerhalb der Stadt Auch der Individualfahrradverkehr neben den Fahrradverleihsystemen nimmt zu Gerade in den grossen Stadten mit dichtem Kfz Verkehr und uberfullten offentlichen Verkehrsmitteln ist das Fahrrad eine schnelle und kostengunstige Alternative zumal die Infrastruktur stellenweise sehr gut ausgebaut ist Etwa in Barcelona das uber eine sehr ebene Stadtgeografie verfugt wurden bis 2013 mehr als 182 km Fahrradwege gebaut 75 Die Radwege sind mit Ampeln und gerade auf dicht befahrenen Hauptstrassen neben Trennlinien auch physisch mittels verankerter Trennsteine aus Gummi bzw Kunststoff vom ubrigen Verkehr getrennt Die bestehenden Netze werden in der Regel gut angenommen und erweitert Im Grossraum Madrid haben Autobahnen teilweise eine eigene Fahrradspur Es fallt auf dass in Spanien das Nebeneinanderfahren von zwei Radfahrern erlaubt ist Fernbusnetz Aufgrund der geringen Eisenbahndichte verfugt Spanien uber ein sehr gut ausgebautes Busnetz In kleinen und grossen Stadten gibt es spezielle Busbahnhofe Das Busnetz verbindet insbesondere kleinere Stadte und Dorfer aber es gibt auch uberregionale Linien und internationale Verbindungen Busfahren ist in Spanien vergleichsweise billig Schifffahrt Die grossten Seehafen sind in Algeciras Barcelona Valencia Bilbao Gijon und Santa Cruz de Tenerife Zwischen der Iberischen Halbinsel und den Balearen sowie den Kanaren gibt es eine Reihe von Fahrverbindungen Fur die Binnenschifffahrt wurden im 18 und 19 Jahrhundert der Canal Imperial de Aragon und der Canal de Castilla gebaut Inzwischen dienen diese jedoch nur noch dem Transport von Trinkwasser Zum Zwecke der Wasser und Energieversorgung wurden im 20 Jahrhundert in allen grossen Flusslaufen zahlreiche Talsperren errichtet so dass die Flusse des Landes nicht mehr schiffbar sind Die einzige Ausnahme ist der Guadalquivir zwischen Sevilla und dem Atlantik Dieser Abschnitt ist auch fur Hochseeschiffe befahrbar Die zahlreichen Stauseen im Landesinneren werden aber fur den Wassersport genutzt Im Rahmen der Expo 2008 wurde im Stadtgebiet von Saragossa ein Personenschiffsverkehr auf dem Ebro eingerichtet 76 Eisenbahnnetz Hochgeschwindigkeitszug der RENFE Baureihe 730 auf dem Viaducto Martin Gil Das Netz in Iberischer Breitspur 1668 mm der staatlichen Eisenbahngesellschaft Red Nacional de los Ferrocarriles Espanoles RENFE wird durch ein normalspuriges Hochgeschwindigkeitsnetz mit dem Namen Alta Velocidad Espanola AVE erganzt welches 2013 eine Lange von 2276 Kilometern hatte 77 Das Fernverkehrssystem wird Grandes Lineas genannt der Hochgeschwindigkeitsverkehr ist hiervon ausgenommen Die RENFE betreibt in den Ballungszentren lokale S Bahn Netze die sogenannten Cercanias In folgenden Regionen gibt es Cercanias Netze Asturias Barcelona Bilbao Cadiz Madrid Malaga Murcia Alicante Santander San Sebastian Saragossa Sevilla und Valencia Schmalspurstrecken werden sowohl von den regionalen Gesellschaften SFM EuskoTren FGC und FGV als auch von der staatlichen FEVE betrieben Die spanischen Fernverkehrszuge der Grandes Lineas werden in Tag und Nachtzuge unterschieden Tagzuge sind der Alaris Altaria Arco Euromed Talgo Intercity und Diurno Nachtzuge sind der Trenhotel und Estrella Diese Zugtypen unterscheiden sich in ihrer Bauart und fahren auf festgelegten Strecken Eine Klassifizierung nach der Zug Geschwindigkeit und Haltepunktdichte wie im deutschen Sprachraum gibt es in Spanien nicht Fahrkarten werden nicht fur eine Strecke sondern fur ein Produkt verkauft Die Stadte Barcelona Bilbao Madrid Valencia Sevilla Palma und Malaga verfugen uber U Bahn oder Metronetze Einige Stadte wie Alicante Bilbao Santa Cruz de Tenerife La Laguna Madrid und Barcelona besitzen neu eroffnete Strassenbahnnetze Flughafen Flughafen Madrid Barajas grosster internationaler Verkehrsflughafen Spaniens Etwa 40 spanische Stadte verfugen uber einen Flughafen fur Verkehrsmaschinen Die grossten spanischen Fluggesellschaften sind Iberia Air Europa und Vueling Die Flughafen von Madrid und Barcelona befinden sich bezogen auf die Passagierzahlen unter den zehn grossten europaischen Flughafen Zwischen den Flughafen Madrid und Barcelona gibt es eine Luftbrucke puente aereo zwischen 7 und 23 Uhr starten in sehr kurzem Zeitabstand zahlreiche Fluge 2007 gab es in Spanien ca 61 Millionen Fluggaste 2013 nur noch ca 46 Millionen 78 Die puente aereo wird von der spanischen Fluggesellschaft Iberia betrieben Siehe auch Liste der Flughafen in Spanien Internet Im Jahr 2019 nutzten 91 Prozent der Einwohner Spaniens das Internet 79 Uber DSL Anschlusse verfugten 2012 etwa 19 uber Kabelanschluss ca 5 der Einwohner Die Breitband Internetgeschwindigkeit liegt zwischen 10 MBit s und 50 MBit s auf DOCSIS3 Basis bei Kabelanschlussen bzw 100 MBit s bei den noch wenigen Glasfaseranschlussen ca 1 80 Wirtschaft Hauptartikel Wirtschaft Spaniens Mit dem Plan de Estabilizacion 1959 dem demokratischen Wandel in der Zeit nach 1975 dem Beitritt zur Europaischen Gemeinschaft im Jahr 1986 und der Teilnahme an der Europaischen Wirtschafts und Wahrungsunion hat Spanien die Grundlage fur einen langanhaltenden wirtschaftlichen Aufschwung gelegt Die Industrie des Landes wurde sukzessive liberalisiert und modernisiert Hieraus sind einige international erfolgreich agierende Unternehmen hervorgegangen zum Beispiel Iberia Seat Telefonica Zara oder Endesa Die Offnung Spaniens fur den internationalen Wettbewerb zog umfangreiche auslandische Direktinvestitionen nach sich Die Endmontage des Airbus A400M findet in Sevilla Spanien statt Ein Modell des Seat Ibiza Seat ist ein wichtiger industrieller Arbeitgeber in Spanien Der Preis dafur waren allerdings starke Schrumpfungsprozesse in traditionellen Branchen z B im Baskenland Auch lag die durchschnittliche Beschaftigtenzahl der spanischen Unternehmen im Jahr 2011 mit 10 Mitarbeitern weit unter dem EU Durchschnitt von 17 zum Vergleich Griechenland 5 Deutschland 35 80 der Unternehmen des produzierenden Gewerbes haben weniger als 10 Mitarbeiter was auf geringe Konkurrenzfahigkeit der im Durchschnitt wenig innovativen Industrie hindeutet Die Reindustrialisierung nach der Krise 2009 2013 die zu einem starken Einbruch der Industrieproduktion fuhrte schreitet nur langsam voran obwohl gerade der damit verbundene Beschaftigungsabbau die Produktivitat erhohte 2014 wurde zum ersten Mal ein Zuwachs der industriellen Produktion von 1 1 verzeichnet 81 Die drei grossten Verlagsgruppen sind Grupo Vocento die italienische RCS MediaGroup und PRISA Mit 81 880 Mitarbeitern Ende 2006 befindet sich die weltgrosste Genossenschaft im Land die Mondragon Corporacion Cooperativa Spanien war laut einer Studie der Bank Credit Suisse aus dem Jahre 2017 das Land mit dem zwolft grossten nationalen Gesamtvermogen weltweit Der Gesamtbesitz der Spanier an Immobilien Aktien und Bargeld belief sich auf insgesamt 4 845 Milliarden US Dollar Das Vermogen pro erwachsene Person betragt 129 578 Dollar im Durchschnitt und 63 369 Dollar im Median Deutschland 203 946 bzw 47 091 Dollar Der Gini Koeffizient bei der Vermogensverteilung lag 2016 bei 68 0 was auf eine mittlere Vermogensungleichheit hindeutet 82 2018 gab es in Spanien 25 Milliardare Reichste Person des Landes ist Amancio Ortega der mit einem Vermogen von ca 70 Mrd US Dollar zu den 10 reichsten Menschen der Welt gehort Ortega ist Grunder des Textilunternehmens Inditex 83 Die Schattenwirtschaft hat an der Wirtschaft einen Anteil von 21 5 des BIP 84 Die Verschuldung der offentlichen Haushalte betrug im Jahre 2010 9 24 des Bruttosozialproduktes Damit wurde der von der Europaischen Union vorgegebene Grenzwert von 9 3 geringfugig unterschritten 85 Blick aufs nachtliche Benidorm Tourismus spielt eine wesentliche Rolle in Spaniens Wirtschaft Das Wachstum der vergangenen Jahre wurde wesentlich durch einen Immobilienboom getragen mit dem die durchschnittliche Verschuldung pro Person schon 2005 auf 125 Prozent des Jahreseinkommens anstieg das war dreimal mehr als vor einer Dekade 86 Die Immobilienblase platzte im Verlauf der Finanzkrise ab 2007 Da die spanischen Banken fast nur Darlehen mit variablem Zins vergaben so das Zinsrisiko auf die Kreditnehmer abwalzten und die Banken durch strikte Regulierung kaum in den Verfall der forderungsbesicherten Wertpapiere verstrickt waren galten die spanischen Banken lange als relativ gesund Da aber der Immobiliensektor fast ein Drittel des BIP erwirtschaftete wirkte sich der Crash deutlich auf die Wirtschaft aus Da gleichzeitig die Immobilienpreise stark gefallen sind im ersten Quartal 2009 im Vergleich zum Vorjahresquartal um 6 8 87 sind sehr viele Haushalte uberschuldet So stiegen auch die Kreditausfalle um das Vierfache an die Ausfallrate liegt nach offiziellen Angaben bei 5 In Spanien kostet eine Immobilie das 7 2fache des durchschnittlichen Jahreseinkommens eines Haushalts In Grossbritannien kosteten sie nur das 4 6fache und in den USA lediglich das Dreifache Der spanische Markt gilt somit weiterhin als deutlich uberteuert so dass ein andauernder Preisverfall zu erwarten ist Gewachshauser bei El Ejido Im Marz 2009 musste die regionale Sparkasse Caja Castilla la Mancha mit einem Milliardenkredit von der Zentralbank gestutzt werden Das Institut soll bis zu neun Milliarden Euro an Liquiditatshilfen erhalten fur die die Regierung eine Garantie abgibt 88 Am 25 Juni 2012 beantragte Wirtschaftsminister Luis de Guindos bei der Europaischen Union im Namen der spanischen Regierung finanzielle Hilfe fur die Rekapitalisierung der spanischen Kreditinstitute Pauschal hatten die Euro Partner Spanien bereits 100 Milliarden Euro in Aussicht gestellt 89 Nach einer Entspannung der Lage im spanischen Finanzsektor verliess das Land im Januar 2014 den Euro Rettungsschirm Wahrend der 18 monatigen Laufzeit der Hilfsmassnahmen erhielt Spanien insgesamt 41 4 Milliarden Euro zur Unterstutzung der Kreditinstitute 90 Die Arbeitslosenquote betrug auf der Grundlage der Berechnung der Europaischen Union im November 2012 saisonbereinigt 26 6 91 2006 hatte sie noch bei 7 6 gelegen 92 im November 2008 bei 13 4 Damit erreichte die Arbeitslosenquote damals den hochsten Stand in der Europaischen Union Gleichzeitig stieg auch die Arbeitslosenquote der unter 25 Jahrigen auf 56 5 November 2012 hinter Griechenland der zweithochste Stand in der Europaischen Union 91 Aufgrund des seit Ende 2013 einsetzenden Wirtschaftsaufschwungs sank die Arbeitslosenquote bis Januar 2016 auf 20 5 Prozent 4 68 Millionen Arbeitslose 93 und im Juni 2018 auf 15 2 94 Im Jahr 2017 betrug die Jugendarbeitslosigkeit 39 4 95 2009 arbeiteten 4 2 aller Arbeitskrafte in der Landwirtschaft 24 in der Industrie und 71 7 im Dienstleistungssektor Die Gesamtzahl der Beschaftigten wird fur 2017 auf 22 75 Millionen geschatzt davon sind 46 4 Frauen 96 Im Global Competitiveness Index der die Wettbewerbsfahigkeit eines Landes misst belegt Spanien Platz 34 von 137 Landern Stand 2017 2018 97 Im Index fur wirtschaftliche Freiheit belegt das Land 2017 Platz 69 von 180 Landern 98 Wahrung Spanien ist Teil des Europaischen Binnenmarkts Zusammen mit 18 weiteren EU Mitgliedstaaten blau bildet es eine Wahrungsunion die Eurozone Die Wahrung in Spanien ist seit dem 1 Januar 1999 der Euro der wie in allen Landern der Eurozone ab 2002 die bisherige landeseigene Wahrung Peseta auch als offizielles Zahlungsmittel ersetzte Der Wechselkurs zur vorigen Wahrung pesetas Pts oder singular Pta betrug 1 166 386 Pts beziehungsweise 1 Pts 0 6010 Cent Nach wie vor werden noch Preise in Peseten angegeben gerade bei teuren Gutern die nicht allzu haufig gekauft werden wie Autos oder Wohnungen Als grosszugig abkurzende Grossenordnung werden hierbei gerne Millionen Pts Million Pesetas verwendet so kostet eine Wohnung in der Umgangssprache 25 Mio Pts oder ein Auto 2 Mio Pts In Gesprachen wird gelegentlich noch die Wahrungseinheit Duro benutzt Ein Duro entspricht 5 Peseten also ungefahr 3 Cent Um von Euro auf Duro umzurechnen reicht es den Eurobetrag durch 3 zu dividieren und anschliessend zwei Nullen anzuhangen oder mit 100 multiplizieren Wahrend der Umstellungsphase auf den Euro wurden die Spanier mit der eingangigen Devise Vom Duro zum Euro auf die neue Wahrung eingestimmt Bruttoinlandsprodukt Nach Angaben des Internationalen Wahrungsfonds war Spanien im Jahr 2016 die vierzehntgrosste Volkswirtschaft weltweit 99 Im Rahmen der Finanzkrise 2009 schrumpfte die spanische Wirtschaftskraft um 3 58 Es folgten Jahre der Rezession und Stagnation 100 Die spanische Volkswirtschaft liess diese langanhaltende Rezession im dritten Quartal 2013 mit 0 1 Prozent Wachstum nach neun rucklaufigen Quartalen hinter sich Das Wachstum des Bruttoinlandsproduktes BIP lag im Jahr 2014 bei 1 4 und 2015 bei 3 2 101 Das Bruttoinlandsprodukt Spaniens betrug 2016 ca 1 113 8 Mrd Euro Milliarden Euro Das entsprach einem Wachstum im Vergleich zum Vorjahr von 3 2 Das BIP pro Kopf lag im selben Jahr bei 23 970 Euro 102 103 Die Struktur der spanischen Wirtschaft weist eine fur Industrienationen typische Verteilung auf 68 Dienstleistungen 20 verarbeitende Industrie 9 Bauwirtschaft 3 Landwirtschaft Wichtigste Wirtschaftszweige der spanischen Wirtschaft sind der Tourismus das Bauwesen die Kommunikations und Informationstechnik metallverarbeitende Industrie Maschinenbau Landwirtschaft und Petrochemie Spanien ist gepragt von grossen wirtschaftlichen Unterschieden zwischen den einzelnen Autonomen Gemeinschaften In stark industrialisierten Regionen wie dem Baskenland Madrid Navarra oder Katalonien lag das BIP pro Kopf ausgedruckt in Kaufkraftstandards im Jahr 2014 zwischen 8 und 25 Prozent uber dem Schnitt der Europaischen Union wahrend die eher landwirtschaftlich gepragten Regionen wie beispielsweise Extremadura Kastilien La Mancha oder Andalusien nur zwischen 63 und 72 Prozent des EU Durchschnitts erreichten 104 BIP pro Kopf nach Autonomer Gemeinschaft Pos Autonome Gemeinschaft BIP Kopf KKS EU28 100 2014 BIP Kopf in Nominal 2017 1 Madrid Madrid 123 33 8092 Baskenland Baskenland 120 33 0883 Navarra Navarra 112 30 9144 Katalonien Katalonien 109 29 936 Europa EU 28 100 27 5005 Aragonien Aragonien 97 27 4036 La Rioja La Rioja 95 26 0447 Balearische Inseln Balearische Inseln 94 25 772 Spanien Spanien 91 25 0008 Kastilienleon Kastilien und Leon 86 23 5559 Kantabrien Kantabrien 82 22 51310 Galicien Galicien 82 22 49711 Valencia Valencia 80 22 05512 Asturien Asturien 80 22 04613 Murcia Murcia 75 20 58514 Kanarische Inseln Kanarische Inseln 74 20 42515 Kastilienla Mancha Kastilien La Mancha 72 19 68116 Ceuta Ceuta 71 19 52417 Andalusien Andalusien 67 18 47018 Melilla Melilla 65 17 94519 Extremadura Extremadura 63 17 262 105 Tourismus Hauptartikel Tourismus in Spanien Spaniens Kusten Badetourismus am Strand bei Villajoyosa Die Sierra Nevada Pico del Veleta Spanien wurde im Jahr 2016 von 75 6 Millionen Touristen besucht damit lag das Land nach Frankreich und den USA an der dritten Stelle in der weltweiten Reisestatistik Zum Vergleich Im Jahre 2005 waren es noch 55 6 Millionen auslandische Touristen Im Rekordjahr 2016 sind 22 1 Millionen Touristen aus dem Vereinigten Konigreich angereist aus Frankreich kamen 15 2 Millionen und an dritter Stelle kamen Gaste aus Deutschland mit 11 4 Millionen Die Kanarischen Inseln sind das wichtigste touristische Ziel in Spanien 31 4 aller Touristen sind dorthin gereist Zweitwichtigstes Reiseziel ist Katalonien es wurde von 24 Millionen Touristen besucht Danach folgt Andalusien mit 12 5 sowie Madrid mit 10 6 Millionen Touristen Der Tourismus brachte Spanien Einnahmen von uber 60 Mrd US Dollar 106 Spanien hatte 2017 laut dem Travel and Tourism Competitiveness Report des World Economic Forum den wettbewerbsfahigsten Tourismussektor der Welt 107 Beliebte Reiseziele mit viel besuchten Orten sind Pyrenaen Balearen Kanarische Inseln Teneriffa Costa Brava Barcelona Girona spanisch Gerona Lloret de Mar Roses spanisch Rosas Costa Daurada spanisch Costa Dorada Salou Costa del Sol Costa de la Luz Costa Blanca Benidorm Denia Sierra Nevada Costa VerdeLandwirtschaft Oliven Anbaugebiet bei Arenas del Rey in Andalusien 54 der Landesflache werden landwirtschaftlich genutzt Bewasserungsfeldbau wird auf etwa 20 1 der Anbauflache betrieben 144 000 Quadratkilometer der Landesflache sind bewaldet In Spanien werden folgende Agrarprodukte produziert Getreide vor allem Weizen und Mais Gemuse Oliven Weintrauben Zuckerruben Zitrusfruchte wie Orangen und Zitronen Fleisch u a Schafe Ziegen Kaninchen und Geflugel Milchprodukte z B Manchego Kase Seefisch und Meeresfruchte Spanien ist zudem seit 2004 das einzige europaische Land mit einer signifikanten transgenen Anbauflache vor allem genveranderter Mais Der Spanische Weinbau ist bedeutend jedoch durch die Folgen der globalen Erwarmung stark gefahrdet 108 Wohnungen Viele spanische Familien haben neben einer Wohnung in der Stadt ein Wochenendhaus auf dem Land oder am Meer Nach Zahlen der Banco de Espana gab es Ende 2005 in Spanien rund 23 7 Millionen Wohnungen spanisch Piso und 15 39 Millionen Haushalte Damit kommen auf einen spanischen Haushalt 1 54 Wohnungen die hochste Rate der Welt 85 der spanischen Wohnungen werden von ihren Eigentumern bewohnt 15 vermietet Der spanische Durchschnittspreis fur eine neue Wohnung betragt 2510 m Dezember 2005 Die Wohnungspreise sind regional unterschiedlich Energiewirtschaft Der Primarenergieverbrauch Spaniens erreichte 2007 sein Maximum sank bis 2009 deutlich ab und war dann bis 2018 ungefahr gleichbleibend 109 Primarenergieverbrauch nach Energietragern Die wichtigste Energiequelle Spaniens ist das Erdol welches 2018 44 3 der Primarenergie lieferte 109 Insgesamt machen fossile Brennstoffe Erdol 44 3 Erdgas mit 20 9 und Kohle mit 8 9 74 1 der verbrauchten Primarenergie aus 109 Im Jahr 2010 mussten 73 9 der Primarenergiequellen importiert werden 110 Energietrager 1994 2009 2010 2014 2018 109 Erdol 53 5 48 8 47 3 42 8 44 3Erdgas 6 7 23 8 23 5 20 0 20 9Kernenergie 14 8 10 5 12 2 12 6 11 2Erneuerbare Energie 6 5 9 3 11 1 14 6 13 8Kohle 18 4 8 1 6 4 10 1 8 9Aussenhandelssaldo Strom 0 1 0 5 0 5 0 25 0 7Stromerzeugung Elektrische Energie machte im Jahr 2009 21 5 der verbrauchten Endenergie aus Im Jahr 2010 wurden in Spanien 288 563 GWh Strom erzeugt Der grossten Anteil 23 davon wurde in Gas und Dampf Kombikraftwerken produziert weitere 7 stammten aus Kohlekraftwerken Die insgesamt sechs Kernkraftwerke lieferten 22 16 stammten aus Windkraftanlagen weitere 16 aus Wasserkraftwerken und 2 aus Solaranlagen 111 Spanien war 2010 mit 43 692 GWh grosster europaischer Erzeuger von elektrischer Energie aus Windenergie geworden und lag in diesem Jahr auch vor der Bundesrepublik Deutschland 111 Energieart Anteil 2010 Anteil 2020 112 Gas und Dampf Kombikraftwerk 23 17 8Kernenergie 22 22 2Wasserkraft 16 11 9Windenergie 16 21 7Kohle 7 2 0Solarenergie 2 7 9Erdol Erdgas 1 1 7Rest 13 14 8 In Kraftwerken des Typs Gas und Dampf Kombikraftwerk wird hauptsachlich Gas verwendet Unter die restlichen Energiearten fallen weitere erneuerbare Energien 2 und sonstige Energieformen energias cogenerativas 111 Kernenergie Siehe auch Liste der kerntechnischen Anlagen in Spanien In Spanien sind derzeit sechs Kernkraftwerke mit acht Reaktorblocken und einer installierten Bruttoleistung von insgesamt 7716 MW am Netz 1983 wurde ein Moratorium verabschiedet das den Atomausstieg einleiten sollte Auch nach 1983 wurden noch mehrere Reaktorblocke fertiggestellt jedoch wurden Neubauplane verschoben und im Jahr 1994 endgultig verworfen In dieser Legislaturperiode hat die Regierungspartei sozialistische Partei eine Kehrtwende vollzogen Am 15 Februar 2011 hat das spanische Parlament eine Gesetzesanderung beschlossen nach der die auf 40 Jahre festgesetzte Hochstbetriebsdauer der Kernkraftwerke aufgehoben wird 113 In Spanien gibt es Gesetze die den weiteren Ausbau der Kernenergie untersagen 114 Erneuerbare Energien Hauptartikel Spanien im Artikel Energiewende nach Staaten Die Stromerzeugung aus erneuerbaren Energiequellen erlebte in Spanien einen leichten Aufschwung Im Jahr 2010 stammten 35 4 des erzeugten Stromes aus erneuerbarer Energie 2020 waren es 43 6 115 Mit einer installierten Windenergiekapazitat von 23 170 MW lag Spanien 2014 hinter China den USA Deutschland und Indien an funfter Stelle weltweit 116 Ende 2020 waren die installierte Windleistung auf 27 264 MW gestiegen 117 Ebenfalls einen Aufschwung erlebt derzeit die Solarenergie so liegt die installierte Kapazitat aus Photovoltaikanlagen derzeit Stand Februar 2015 bei 4500 MW 2010 3643 MW 2007 ca 900 MW Ebenso befinden sich mit Andasol 1 2 und 3 je 50 MW die derzeit 2012 grossten Sonnenwarmekraftwerke Europas in Spanien Im Jahr 2010 war eine Kapazitat von 682 MW aus Sonnenwarmekraftwerken installiert 111 Wirtschaftskennzahlen Die wichtigen Wirtschaftskennzahlen Bruttoinlandsprodukt Inflation Haushaltssaldo und Aussenhandel entwickelten sich in den letzten Jahren folgendermassen Veranderung des Bruttoinlandsprodukts BIP realin gegenuber dem VorjahrJahr 2009 2010 2011 2012 2013 2014 2015 2016 2017 2018Veranderung in gg Vj 3 6 0 0 1 2 6 1 7 1 4 3 8 3 0 2 9 2 4Quelle Eurostat 118 Entwicklung des BIP nominal absolut in Mrd Euro je Einwohner in Tsd Euro Jahr 2014 2015 2016 2017 2018 Jahr 2014 2015 2016 2017 2018BIP in Mrd Euro 1032 1077 1114 1162 1202 BIP je Einw in Tsd Euro 22 200 23 100 23 800 24 400 24 900Quelle Eurostat 119 120 Entwicklung der Inflationsrate Entwicklung des Haushaltssaldosin gegenuber dem Vorjahr in des BIP minus Defizit im Staatshaushalt Jahr 2014 2015 2016 2017 2018 Jahr 2016 2017 2016 2017 2018Inflationsrate 0 2 0 6 0 2 2 0 1 7 Haushalts saldo 6 0 5 3 4 5 3 1 2 5Quelle Eurostat 121 122 Stand Sommer 2019 Haupthandelspartner 2018 Ausfuhr in nach Einfuhr in vonFrankreich Frankreich 15 1 Deutschland Deutschland 12 5Deutschland Deutschland 10 8 Frankreich Frankreich 10 8Italien Italien 8 0 China Volksrepublik Volksrepublik China 8 4Portugal Portugal 7 4 Italien Italien 6 6Vereinigtes Konigreich Vereinigtes Konigreich 6 7 Vereinigte Staaten Vereinigte Staaten 4 1Vereinigte Staaten Vereinigte Staaten 4 5 Niederlande Niederlande 4 0Niederlande Niederlande 3 5 Vereinigtes Konigreich Vereinigtes Konigreich 3 6sonstige Lander 44 0 sonstige Lander 50 0alle EU Lander zusammen 67 1 alle EU Lander zusammen 55 1Quelle gtai 123 Hauptprodukte des Aussenhandels 2017 Ausfuhrguter Anteil in Einfuhrguter Anteil in Kfz und Teile 17 3 Chemische Erzeugnisse 13 5Nahrungsmittel 12 9 Kfz und Teile 12 3Chemische Erzeugnisse 12 8 Nahrungsmittel 8 6Maschinen 7 8 Maschinen 7 9Textilien Bekleidung 5 9 Erdol 7 3Quelle gtai 123 Entwicklung des Aussenhandelsin Mrd Euro und seine Veranderung gegenuber dem Vorjahr in 2016 2017 2018Mrd Euro gg Vj Mrd Euro gg Vj bMrd Euro gg Vj Einfuhr 281 6 0 1 312 2 10 8 329 0 5 4Ausfuhr 261 2 2 9 282 4 8 1 292 2 3 4Saldo 20 4 29 8 36 8Quelle gtai 123 Staatshaushalt Der Staatshaushalt umfasste 2016 Ausgaben von 512 Mrd Dollar dem standen Einnahmen von 461 Mrd Dollar gegenuber Daraus ergibt sich ein Haushaltsdefizit in Hohe von 51 Mrd Dollar beziehungsweise 4 1 des BIPs 124 Die Staatsverschuldung betrug 2014 99 3 des BIP 124 Durch verschiedene Sparprogramme konnte das Haushaltsdefizit von 11 0 Prozent im Jahre 2009 auf 4 1 im Jahr 2016 gesenkt werden Von der Ratingagentur Standard amp Poor s werden die Staatsanleihen des Landes mit der Note A bewertet Stand 2018 Durch das zuruckgehende Haushaltsdefizit und die verbesserte Wirtschaftslage konnte der spanische Staat seine Kreditwurdigkeit wieder verbessern 125 Jahr 2005 2006 2007 2008 2009 2010 2011 2012 2013 2014Staatsverschuldung 42 3 38 9 35 5 39 4 52 7 60 1 69 5 85 4 93 7 100 4 Haushaltssaldo 1 2 2 2 2 0 4 4 11 0 9 4 9 5 10 4 6 9 5 9 Jahr 2015 2016 2017 2018Staatsverschuldung 99 4 99 0 98 3 97 1 Haushaltssaldo 5 3 4 5 3 1 2 5 Quelle Eurostat 126 Gewerkschaften Die beiden grossten Gewerkschaftsbunde Union General de Trabajadores UGT 127 und Confederacion Sindical de Comisiones Obreras CC OO 128 sind Mitglieder des Internationalen Gewerkschaftsbundes IGB und des Europaischen Gewerkschaftsbundes EGB Die Zahl der Mitglieder in den zur UGT gehorenden Einzelgewerkschaften wird mit 880 000 Mitgliedern angegeben fur die CC OO mit 800 000 Stand November 2017 129 Kultur Miguel de Cervantes Saavedra 1547 1616 gilt als Nationaldichter Spaniens Bekannte Kulturschaffende SpaniensLiteratur Miguel de Cervantes Tirso de Molina Lope de Vega Pedro Calderon de la Barca Francisco de Quevedo Baltasar Gracian Rosalia do Castro Jose Zorrilla Federico Garcia Lorca Camilo Jose Cela Musik Tomas Luis de Victoria Antonio de Cabezon Flamenco Isaac Albeniz Manuel de Falla Andres Segovia Paco de Lucia Joaquin Rodrigo Ernesto Halffter Film Luis Bunuel Carlos Saura Pedro Almodovar Fernando Trueba Alejandro Amenabar Juan Antonio Bardem Malerei Francisco de Zurbaran Diego Velazquez Bartolome Esteban Murillo Alonso Cano Francisco de Goya Joaquin Sorolla y Bastida Pablo Picasso Salvador Dali Antoni Tapies Bildhauerei Joan Miro Eduardo Chillida Jose Alvarez Cubero Julio Gonzalez Architektur Antoni Gaudi Santiago Calatrava Cesar Manrique Ricardo Bofill Juan Bautista de Toledo Rafael Moneo Mode und Kleidung Cristobal Balenciaga Manolo Blahnik Amaya Arzuaga Custo Dalmau Paco Rabanne Mantilla Spanische KucheSpanische Kinospielfilmproduktion 130 131 Jahr 1975 1985 1995 2005 2015Anzahl 110 77 59 142 255Stierkampf Ein typisch spanisches Spektakel ist der Stierkampf Nach Meinung seiner Anhanger ist er als eine Kunst anzusehen in der Eleganz und Asthetik eine wichtige Rolle spielen In den Augen vieler Kritiker stellt er eine archaische und brutale Tradition dar die es aufgrund der mit ihr verbundenen Tierqualerei nicht wert sei in ihrer heutigen Form fortgefuhrt zu werden Sowohl auf den Kanarischen Inseln als auch in Katalonien ist der Stierkampf mittlerweile verboten Siehe auch Spanische Literatur und Liste von Corrales de comedias in Spanien Medien Spanischsprachige Medienszene Hauptartikel Zeitungen in Spanien Die meisten uberregionalen Tageszeitungen erscheinen in der Hauptstadt Madrid El Pais durchschnittliche Auflage im Jahr 2003 rund 561 000 Exemplare gehort zur Mediengruppe PRISA El Mundo 379 000 ABC 346 000 und La Razon 205 000 In Barcelona erscheinen La Vanguardia 240 000 und die wichtige regionale katalanische Zeitung El Periodic 221 000 auch spanischsprachig als El Periodico Von Bedeutung sind auch taglich erscheinende Sport Medien wie Marca 549 000 und As 303 000 Die meisten Spanier lesen Regionalzeitungen fast jede grossere Stadt im Land hat hier ein Angebot beispielsweise Diario de Sevilla oder auch Diario de Mallorca Radiotelevision Espanola RTVE ist die offentlich rechtliche Rundfunkanstalt Spaniens Dazu gehort der Fernsehsender Television Espanola TVE Dieser betreibt die Programme La 1 La 2 und den AuslandsdienstTVE Internacional und einige weitere Spartensender Der offentlich rechtliche Rundfunk Fernsehen und Radio wird staatlich subventioniert 132 Private Fernsehprogramme sind Antena 3 Telecinco sowie seit dem 7 November 2005 Cuatro und seit dem 27 Marz desselben Jahres LaSexta Das Fernsehprogrammangebot wird durch regionale Fernsehsender abgerundet Im Bereich des digitalen Fernsehens gibt es die Angebote Digital und Auna Der ehemals teilweise frei empfangbare Sender Canal der durch Cuatro ersetzt wurde ist in das Digital Angebot eingegangen Siehe auch Horfunk in Spanien Deutschsprachige Medienszene Hauptartikel Deutschsprachige Auslandsmedien Fur die Versorgung der zahlreichen deutschsprachigen Menschen die sich langfristig Residenten oder kurzfristig Touristen in Spanien aufhalten ist mittlerweile eine beachtliche eigenstandige Medienszene entstanden Zu den Publikationen gehoren mehrere Wochenzeitungen mit Auflagen von uber 20 000 Exemplaren sowie Gemeindebriefe Germanistik Fachzeitschriften oder Wirtschaftsmagazine Namhafte Blatter sind beispielsweise das Mallorca Magazin oder die Mallorca Zeitung Auf Mallorca wo eine neue Minderheit mit dauerhaft ansassigen deutschstammigen Menschen entsteht gibt es mit Inselradio Mallorca auch das bekannteste deutschsprachige Vollzeit Horfunkprogramm Fur in Barcelona ansassige Deutsche Osterreicher und Schweizer erscheint der TaschenSpiegel Spanien zahlt neben Italien den USA Polen Rumanien und Belgien zu den Staaten mit den meisten deutschsprachigen Medien ausserhalb des geschlossenen deutschen Sprachraums Sport Auch wenn organisierte Leibesubungen in Spanien seit der romischen Zeit praktiziert werden so handelte es sich hierbei vor allem in der Franco Ara um Spitzensport im Sinne von Brot und Spiele 133 Ernst nach Francos Tod breitete sich der Breiten und Freizeitsport sehr aus 134 Die spanische Fussballnationalmannschaft nach dem Gewinn der Europameisterschaft 2008 Fussball ist in Spanien der mit Abstand wichtigste Publikums und auch ein viel betriebener Breitensport Die bekanntesten Vereine sind Real Madrid und der FC Barcelona die zu den erfolgreichsten Fussballklubs Europas gehoren Weitere bekannte Klubs sind der FC Valencia Atletico Madrid Athletic Bilbao Real Saragossa oder der FC Sevilla Die Nationalmannschaft konnte bislang drei Europameisterschaften fur sich entscheiden 1964 im eigenen Land 2008 in Osterreich und der Schweiz sowie 2012 in Polen und der Ukraine Im Jahr 1920 gewann die spanische Fussballmannschaft bei den Olympischen Spielen in Antwerpen den zweiten Platz was eine grosse Euphorie ausloste 135 2010 wurde Spanien zum ersten Mal Fussballweltmeister Weitere beliebte Mannschaftssportarten sind Basketball Handball Hockey Futsal Volleyball und Wasserball an den Universitaten erfreut sich ausserdem Rugby grosser Beliebtheit Vor allem in den Regionen Katalonien und Galicien wird auch der Rollhockeysport zahlreich betrieben Die spanische Rugby Union Nationalmannschaft 2009 Die spanische Nationalmannschaft qualifizierte sich 1999 erstmals fur eine Rugby Union Weltmeisterschaft bei dem Turnier landete man in der Gruppenphase jedoch auf dem letzten Platz Spanien ist einer der Teilnehmer bei der Rugby Union Europameisterschaft und trifft dort auf andere aufstrebende Nationalmannschaften Als Heimatstadion dient das Estadio Nacional Universidad Complutense in Madrid Auch Motorsport ist in Spanien sehr beliebt Beim Rennsport fur Strassenmotorrader brachte das Land internationale Stars wie Angel Nieto Jorge Martinez Aspar oder Alex Criville hervor Die derzeit bekanntesten aktiven Fahrer sind Dani Pedrosa Jorge Lorenzo Alvaro Bautista Toni Elias Julian Simon Marc Marquez und Nicolas Terol die alle bereits Weltmeistertitel gewinnen konnten Der spanische Motorradhersteller Derbi konnte zwolf Fahrerweltmeisterschaften und neun Konstrukteurswertungen fur sich entscheiden die Marke Bultaco errang vier Fahrer und drei Konstrukteurswertungen Weitere beliebte Motorsportarten sind Rallye Rallye Raid und Motorrad Trial Die Formel 1 fuhrte in Spanien lange ein Schattendasein dies anderte sich jedoch schlagartig durch die Erfolge von Fernando Alonso der 2005 und 2006 die Weltmeisterschaft gewinnen konnte Radsport erfreut sich sowohl als Breiten als auch als Profisport grosser Beliebtheit Mit Miguel Indurain Federico Bahamontes Luis Ocana Pernia Pedro Delgado oscar Pereiro Alberto Contador und Carlos Sastre verfugt Spanien uber sieben Tour de France Sieger Auch der mehrfache Weltmeister oscar Freire ist ein Begriff Ein grosses Radsportereignis ist die Vuelta weitere international beachtete Rennen sind die Baskenland Rundfahrt die Katalonien Rundfahrt und das Clasica San Sebastian Der bedeutendste Individualsport ist Tennis Zu den international bekanntesten Spielern zahlen Manuel Santana Carlos Moya Sergi Bruguera Arantxa Sanchez Vicario Conchita Martinez oder die noch aktiven Rafael Nadal und Garbine Muguruza Den Davis Cup gewann Spanien bisher funf Mal den Fed Cup ebenso oft und den Hopman Cup vier Mal Auch beliebt ist Padel ein relativ neues dem Tennis ahnliches Spiel und Golf wo bekannte Profis wie Severiano Ballesteros Jose Maria Olazabal oder Sergio Garcia zu nennen sind Im Nordosten Spaniens wird Pelota der baskische Nationalsport und in der Region Valencia Pilota Valenciana gespielt Neben dem Profisport hat der Amateursport in Spanien einen sehr hohen Stellenwert Fast die Halfte der Bevolkerung zwischen 15 und 75 Jahren betreibt aktiv eine Sportart Dabei ist Fitnesstraining wie zum Beispiel Jogging vor Fussball und Schwimmen die beliebteste Sportart Aber auch Radfahren und Walking werden in Spanien immer beliebter 136 Nationale Feiertage Angehorige der Guardia Civil in Paradeuniform am Nationalfeiertag In Spanien werden fur jedes Jahr 14 Feiertage definiert Einige hiervon sind staatlich einige werden von der Autonomen Gemeinschaft bestimmt je ein Feiertag von der Provinz in der Regel der Schutzpatron der Provinz und ein Feiertag von der Gemeinde beziehungsweise vom Ort in der Regel der Schutzpatron der Gemeinde Die Feiertage werden jahrlich fur das Folgejahr von jeder Autonomen Gemeinschaft veroffentlicht und konnen variieren Fallt ein Feiertag auf einen Sonntag ist der darauf folgende Montag je nach Branche arbeitsfrei Folgende Tage sind in der Regel Feiertage konnen aber je nach Jahr oder Autonomer Gemeinschaft ausfallen oder ersetzt werden 1 Januar Neujahr Ano Nuevo 6 Januar Heilige Drei Konige Epiphanias Epifania 19 Marz Josefstag San Jose Marz April Palmsonntag am Sonntag vor Ostern beginnt in Spanien die Semana Santa Marz April Grundonnerstag Jueves Santo Marz April Karfreitag Viernes Santo Marz April Ostersonntag Domingo de Pascua 1 Mai Tag der Arbeit Primero de Mayo 25 Juli St Jakobus der Altere Schutzpatron Spaniens Santiago 15 August Maria Himmelfahrt Fiesta de la Asuncion 12 Oktober Nationalfeiertag Dia de la Hispanidad El Pilar anlasslich der Entdeckung Amerikas durch Christoph Kolumbus 1 November Allerheiligen Todos los Santos 6 Dezember Tag der Verfassung Dia de la Constitucion anlasslich der Annahme der Verfassung im Jahr 1978 8 Dezember Unbefleckte Empfangnis Inmaculada Concepcion 25 Dezember Weihnachten Navidad Beispiel fur regionale Feiertage Marz April Ostermontag Lunes de Pascua zum Beispiel im Baskenland 2 Mai Feiertag nur in der Madrider Region Aufstand des Volkes von Madrid gegen die franzosische Besatzung 1808 28 April San Prudencio in der Provinz Alava Schutzpatron der Provinz 15 Mai San Isidro in der Stadt Madrid Schutzpatron der Stadt 30 Mai Dia de Canarias nur Kanarische Inseln 24 Juni St Johannes Tag Revetlla de Sant Joan Feiertag nur in Katalonien in ganz Spanien werden am Johannistag allerdings die Johannisfeuer entfacht 9 Oktober nur in der Comunidad Valencia Erinnerung an die Befreiung aus der Maurenherrschaft 26 Dezember St Stephans Tag Sant Esteve nur in KatalonienSiehe auch Portal Spanien Ubersicht zu Wikipedia Inhalten zum Thema Spanien Spanischer Name Postleitzahl Spanien Regional und Kommunalwahlen in Spanien 2015LiteraturWalther L Bernecker Hrsg Spanien Handbuch Geschichte und Gegenwart Francke Tubingen 2006 ISBN 3 8252 2827 4 UTB 2827 Walther L Bernecker Hrsg Spanien heute Politik Wirtschaft Kultur 5 Auflage Vervuert Frankfurt am Main 2008 ISBN 3 86527 418 8 Toni Breuer Iberische Halbinsel Geographie Geschichte Wirtschaft Politik Wissenschaftliche Buchgesellschaft Darmstadt 2008 ISBN 978 3 534 14785 4 Fernando Diaz Plaja Spanien Nyon 1976 Alfonso Lowe Spaniens Suden Munchen 1972 Rene Alexander Marboe Von Burgos nach Cuzco Das Werden Spaniens 530 1530 Magnus Essen 2006 ISBN 3 88400 601 0 Henri Stierlin Die Welt Spaniens Gondrom Bayreuth 1982 ISBN 3 8112 0301 0 geschichtliche Darstellung mit dem zeitlichen Schwerpunkt vom klassischen Altertum bis zum Barock Sarah Mongourdin Denoix Spain a country profile PDF 640 33 kB 40 S Eurofound 19 Januar 2010 James Morris Spanien Portrat eines stolzen Landes Mit Fotografien von Evelyn Hofer Droemer Knaur Munchen Knaur Taschenbucher Band 176 Weblinks Commons Spanien Sammlung von Bildern Wikimedia Atlas Spanien geographische und historische Karten Wikiquote Spanische Sprichworter Zitate Wiktionary Spanien Bedeutungserklarungen Wortherkunft Synonyme Ubersetzungen Wikinews Spanien in den Nachrichten Wikisource Spanien Quellen und Volltexte Wikivoyage Spanien Reisefuhrer Offizielle Seiten aus Spanien casareal es ccape es Deutsche Handelskammer fur Spanien congreso es Congreso de los Diputados guiadeayuntamientos info Informationen uber samtliche spanische Gemeinden Spanisch mae es Ministerio de Asuntos Exteriores y de Cooperacion de Espana Aussenministerium madrid diplo de Deutsche Botschaft Madrid senado es El Senado de Espana spanischebotschaft de Spanische Botschaft in Deutschland Uber Spanien Datenbank inhaltlich erschlossener Literatur zur gesellschaftlichen politischen und wirtschaftlichen Situation in Spanien cibera de Virtuelle Fachbibliothek Ibero Amerika Spanien Portugal Landerprofil des Statistischen Bundesamtes Deutschlandfunk de Das Feature 20 Oktober 2015 Barbara Eisenmann Made with love in Spain Vom politischen Umbruch in Spanien diplo de Lander und Reiseinformationen des Auswartigen Amtes geotoura com Spanien Lexikon und aktuelle Kulturtipps Deutsch saz aktuell com Spaniens Allgemeine Zeitung Deutsch spanien bilder com Spanien Bilder und News Deutsch strandgazette com Nachrichten aus Spanien Deutsch Einzelnachweise Europaische Union Eurostat Spanien Landerinfo Stand 2014 Population total In World Economic Outlook Database World Bank 2020 abgerufen am 10 April 2021 englisch Population growth annual In World Economic Outlook Database World Bank 2020 abgerufen am 10 April 2021 englisch World Economic Outlook Database April 2021 In World Economic Outlook Database Internationaler Wahrungsfonds 2021 abgerufen am 27 Juni 2021 englisch Table Human Development Index and its components In Entwicklungsprogramm der Vereinten Nationen Hrsg Human Development Report 2020 United Nations Development Programme New York S 343 undp org PDF de statista com Weltorganisation fur Tourismus Hrsg International Tourism Highlights 2020 Edition Madrid 2021 ISBN 978 92 844 2245 6 S 8 englisch e unwto org PDF a b Cramer W et al 2018 Climate change and interconnected risks to sustainable development in the Mediterranean Nature Climate Change 8 972 980 https doi org 10 1038 s41558 018 0299 2 a b dw com J F Bastin et al Understanding climate change from a global analysis of city analogues In PLoS One Nr 14 7 2019 e0217592 https doi org 10 1371 journal pone 0217592 Asi se salvo al lince iberico de su desaparicion In El Pais 17 Februar 2018 abgerufen am 18 Februar 2018 World Population Prospects 2017 In Population Division United Nations abgerufen am 31 Januar 2019 englisch Gesamtfruchtbarkeitsrate In Eurostat abgerufen am 31 Januar 2019 The World Factbook In Library Central Intelligence Agency abgerufen am 31 Januar 2019 englisch Luxemburg platzt vor Gluck Nicht mehr online verfugbar In Tageblatt 20 Marz 2014 archiviert vom Original am 24 April 2014 abgerufen am 27 Marz 2014 Messung der Lebensqualitat in der EU PDF 50 kB Nicht mehr online verfugbar In Eurostat 19 Marz 2014 archiviert vom Original am 26 Marz 2014 abgerufen am 27 Marz 2014 Gesunde Lebensjahre und Lebenserwartung bei der Geburt nach Geschlecht In Eurostat Abgerufen am 27 Marz 2014 La poblacion mayor de 80 anos crecio un 66 en los ultimos 15 anos y suma dos millones de personas Aumenta la esperanza de vida que alcanza los 79 7 anos El Pais 19 Juni 2007 abgerufen am 3 Mai 2011 spanisch Lebenserwartung in Spanien World Population Prospects Population Division United Nations Abgerufen am 15 Juli 2017 Zwei Drittel der Erwachsenen im erwerbsfahigen Alter in der EU28 gaben im Jahr 2011 an eine Fremdsprache zu beherrschen PDF 133 kB Nicht mehr online verfugbar In Eurostat 26 September 2013 archiviert vom Original am 18 Januar 2014 abgerufen am 29 September 2013 Instituto Nacional de Estadistica abgerufen am 12 Mai 2016 Kolonialitat Dekolonialitat und Decolonial Aesthetics Heimatkunde boell de abgerufen am 14 April 2019 Instituto Nacional de Estadistica Cifras de Poblacion CP a 1 de julio de 2019 PDF In Instituto Nacional de Estadistica Abgerufen am 20 Mai 2020 spanisch Auslandische Staatsangehorige machten 6 5 der EU27 Bevolkerung im Jahr 2010 aus PDF 141 kB Nicht mehr online verfugbar In Eurostat Archiviert vom Original am 17 Januar 2012 abgerufen am 17 Juli 2011 englisch Concesiones de nacionalidad espanola por residencia XLS 5 MB In Spanisches Ministerium fur Arbeit und Sozialversicherung 29 Mai 2015 abgerufen am 8 Dezember 2015 spanisch Erwerb der Staatsangehorigkeit nach Geschlecht Altersklasse und fruherer Staatsangehorigkeit In Eurostat 11 Marz 2019 abgerufen am 3 Mai 2019 Daten vom 1 Januar 2016 Estadistica del Padron de Espanoles Residentes en el Extranjero a 1 de enero de 2016 PDF 90 2 kB In INE 17 Marz 2016 abgerufen am 28 Marz 2016 spanisch Espana ya no es El Dorado In El Pais 22 April 2013 abgerufen am 5 April 2014 spanisch Jurgen Erbacher Schwere Mission im katholischen Spanien Memento vom 26 Mai 2007 imInternet Archive heute de 7 Juli 2006 a b Barometro Juni 2015 auf CIS Juni 2015 abgerufen am 28 Juli 2015 Spanisch El nuevo sistema de asignacion tributaria en favor de la iglesia catolica PDF Nicht mehr online verfugbar In Spanische Bischofskonferenz Archiviert vom Original am 31 Marz 2010 abgerufen am 17 Februar 2010 spanisch El numero de declaraciones a favor de la Iglesia Catolica vuelve a aumentar en 2009 Nicht mehr online verfugbar In Spanische Bischofskonferenz 17 Februar 2010 archiviert vom Original am 26 Juli 2010 abgerufen am 17 Februar 2010 spanisch Asignacion tributaria Declaracion de la Renta 2009 PDF Nicht mehr online verfugbar In Spanische Bischofskonferenz 17 Februar 2010 archiviert vom Original am 31 Marz 2010 abgerufen am 17 Februar 2010 spanisch www agpd es Memento vom 18 Juni 2009 im Internet Archive Spanien Katholisch bis in alle Ewigkeit In sueddeutsche de 17 Mai 2010 abgerufen am 10 Dezember 2014 pewglobal org Memento vom 31 Marz 2010 im Internet Archive Religioser und spiritueller Glaube Bundeszentrale fur politische Bildung zuletzt gesehen am 29 Oktober 2016 Special Eurobarometer pdf zuletzt gesehen am 29 Oktober 2016 PDF Estudio demografico de la poblacion musulmana PDF 31 Dezember 2016 abgerufen am 10 Januar 2018 spanisch Statistische Auswertung Nicht mehr online verfugbar In Instituto Nacional de Estadistica Archiviert vom Original am 14 Juni 2015 abgerufen am 22 Januar 2010 englisch Instituto Nacional de Estadistica Spanish Statistical Office Abgerufen am 31 Juli 2019 Die Juden in der Welt Spanien Gallut Sfarad 2 die zu dem Ausweisungsbefehl von 1492 fuhren 300 000 Juden nach anderen Quellen 800 000 haben in dreimonatiger Frist Spanien zu verlassen Ein Drittel wendet sich nach Portugal ein Drittel nach der Turkei etwa 25 000 gehen nach den Niederlanden ebenso viele durften nach Nordafrika vornehmlich nach Marokko gegangen sein der Rest verteilt sich auf Frankreich Italien Agypten Gallut Sfarad 2 Zugriff 11 August 2008 Nicholas Crafts Gianni Toniolo Economic Growth in Europe Since 1945 Cambridge University Press 1996 ISBN 978 0 521 49964 4 S 123 Amnesty International Jahresbericht 1998 Spanien derstandard at faz net derstandard at c dpa Spanisches Parlament sturzt Ministerprasident Rajoy 1 Juni 2018 abgerufen am 1 Juni 2018 Fragile States Index Global Data Fund for Peace 2020 abgerufen am 10 April 2021 englisch The Economist Intelligence Unit s Democracy Index The Economist Intelligence Unit abgerufen am 10 April 2021 englisch Countries and Territories Freedom House 2020 abgerufen am 10 April 2021 englisch 2021 World Press Freedom Index Reporter ohne Grenzen 2021 abgerufen am 27 Juni 2021 englisch Transparency International Hrsg Corruption Perceptions Index Transparency International Berlin 2021 ISBN 978 3 96076 157 0 englisch transparencycdn org PDF Spain Military Strength Globalfirepower zuletzt gesehen am 10 Oktober 2015 Aussenpolitik Abgerufen am 11 Juli 2017 Beitritt zur EU Erste EU Ratsprasidentschaft Zweite EU Ratsprasidentschaft Dritte EU Ratsprasidentschaft Memento vom 15 Mai 2013 im Internet Archive PDF 197 kB Vierte EU Ratsprasidentschaft Soziales Europa Das Europa der Burger Einwanderungspolitik Fischereipolitik Europaabgeordneten Memento vom 22 Juni 2013 im Internet Archive Blanca Rodriguez Ruiz Ruth Rubio Marin Introduction Transition to Modernity the Conquest of Female Suffrage and Women s Citizenship In Blanca Rodriguez Ruiz Ruth Rubio Marin The Struggle for Female Suffrage in Europe Voting to Become Citizens Koninklijke Brill NV Leiden und Boston 2012 ISBN 978 90 04 22425 4 S 1 46 S 46 a b c d e f g h June Hannam Mitzi Auchterlonie Katherine Holden International Encyclopedia of Women s Suffrage ABC Clio SantaBarbara Denver Oxford 2000 ISBN 1 57607 064 6 S 277 280 Mart Martin The Almanac of Women and Minorities in World Politics Westview Press Boulder Colorado 2000 S 355 a b c Jad Adams Women and the Vote A World History Oxford University Press Oxford 2014 ISBN 978 0 19 870684 7 Seite 306 308 Infrastruktur Spanien spart bei Staatsauftragen handelsblatt com abgerufen am 11 Juli 2017 The Global Economy gerufen am 23 Mai 2015 Global status report on road safety 2015 Abgerufen am 30 Marz 2018 britisches Englisch Diaro de Sevilla Abgerufen am 22 Mai 2015 www turismoebrofluvial es HIGH SPEED LINES IN THE WORLD Summary PDF Abgerufen am 26 Dezember 2018 The Global Economy Abruf 23 Mai 2015 Individuals using the Internet of population Weltbank abgerufen am 27 Juni 2021 englisch Internetanbieter in der EU abgerufen am 23 Mai 2015 A Mars El pequeno tamano lastra la carrera espanola por la reindustrialization In El Pais 16 Mai 2015 Global Wealth Report 2017 In Credit Suisse credit suisse com abgerufen am 1 Januar 2018 The World s Billionaires 2018 Abgerufen am 21 Juli 2018 englisch www elperiodico cat 20 Minutos Mittwoch 2 Marz 2011 Seite 10 Bank of Spain Economic Bulletin 07 2005 PDF Bank of Spain Archiviert vom Original am 22 Juli 2011 Abgerufen am 13 August 2008 Reuters Immobilienpreise in Spanien im 1 Quartal im Rekordtempo gefallen FTD Spanien muss erste Bank stutzen Memento vom 4 August 2012 im Webarchiv archive today Spanien beantragt Finanzhilfen bei Euro Partnern In Spiegel Online 25 Juni 2012 abgerufen am 10 Dezember 2014 Spanien hat Rettungsschirm verlassen Nicht mehr online verfugbar In bundesregierung de Archiviert vom Original am 6 Marz 2016 abgerufen am 6 Marz 2016 a b Arbeitslosenquote des Euroraums bei 11 8 PDF 131 kB Nicht mehr online verfugbar Eurostat Pressestelle 8 Januar 2013 archiviert vom Original am 23 Januar 2013 abgerufen am 24 Januar 2013 Spain s Economy Closing the Gap 15 August 2008 OECD englisch Arbeitslosenquote im Euroraum bei 10 3 PDF 205 kB In Eurostat 1 Marz 2016 abgerufen am 6 Marz 2016 Home Eurostat Abgerufen am 8 August 2018 Unemployment youth total of total labor force ages 15 24 modeled ILO estimate Data Abgerufen am 8 August 2018 amerikanisches Englisch The World Factbook Central Intelligence Agency Abgerufen am 6 August 2018 englisch Country Economy Profiles In Global Competitiveness Index 2017 2018 weforum org abgerufen am 4 Dezember 2017 heritage org El Punt 12 April 2011 Seite 24 Spanien Wachstum des realen Bruttoinlandsprodukts BIP von 2004 bis 2015 gegenuber dem Vorjahr statista Das Statistik Portal zuletzt gesehen am 20 September 2015 Spain In Europaische Kommission 28 Februar 2016 abgerufen am 28 Februar 2016 Auswartiges Amt Spanien Ubersicht zuletzt gesehen am 3 September 2017 Report for Selected Countries and Subjects Abgerufen am 3 Januar 2010 BIP pro Kopf im Jahr 2014 in 276 Regionen der EU PDF 337 kB In Eurostat 26 Februar 2016 S 5 abgerufen am 28 Februar 2016 PIB de las Comunidades Autonomas 2017 In datosmacro com expansion com abgerufen am 5 September 2018 Estadistica de Movimientos Turisticos en Fronteras FRONTUR PDF In INE es 11 Januar 2017 abgerufen am 31 Januar 2017 The Travel amp Tourism Competitiveness Report 2017 Abgerufen am 1 Juli 2017 Ignacio Morales Castilla Inaki Garcia de Cortazar Atauri u a Diversity buffers winegrowing regions from climate change losses In Proceedings of the National Academy of Sciences 2020 doi 10 1073 pnas 1906731117 a b c d La energia en Espana 2018 Energie in Spanien 2018 In energia gob es Ministerio para la Transicion Ecologica y el Reto Demografico Ministerium fur den okologischen Wandel und die demographische Herausforderung Madrid 2020 abgerufen am 17 April 2021 spanisch La energia en Espana 2010 PDF In mityc 1es S 38 42 abgerufen am 5 Februar 2012 spanisch La energia en Espana 2014 PDF In mityc es S 24 29 abgerufen am 25 Januar 2016 spanisch a b c d El sistema electrico espanol informe 2010 PDF Nicht mehr online verfugbar In Red Electrica de Espana S 10 archiviert vom Original am 26 Juni 2012 abgerufen am 22 Oktober 2011 spanisch El sistema electrico espanol Prevision de cierre 2020 Red Electrica de Espana In www ree es Grupo Red Electrica abgerufen am 4 April 2021 spanisch La Vanguardia 15 Februar 2011 Die Vorzuge der Kernenergie liegen auf der Hand sciencegarden Magazin fur junge Forschung abgerufen am 12 Oktober 2008 Sladjana Djunisic Spain generates 43 6 of power from renewables in 2020 In renewablesnow com 21 Dezember 2020 abgerufen am 4 April 2021 englisch Global Wind Statistics 2017 PDF Global Wind Energy Council Abgerufen am 24 Februar 2018 Ivan Komusanac Guy Brindley Daniel Fraile Lizet Ramirez Rory O Sullivan Wind energy in Europe 2020 Statistics and the outlook for 2021 2025 In windeurope org WindEurope Brussel Februar 2021 abgerufen am 4 April 2021 englisch BIP Wachstum Abgerufen am 28 September 2019 Bruttoinlandsprodukt Abgerufen am 28 September 2019 Bruttoinlandsprodukt pro Kopf Abgerufen am 28 September 2019 Inflationsrate Abgerufen am 28 September 2019 General government deficit and surplus annual data Abgerufen am 28 September 2019 a b c Wirtschaftsdaten kompakt Spanien PDF 214 kB In gtai de 12 November 2015 abgerufen am 28 September 2019 a b Bereitstellung der Daten zu Defizit und Verschuldung 2009 Memento vom 29 November 2010 im Internet Archive PDF 437 kB Credit Rating Countries List Abgerufen am 28 November 2018 Bruttoverschuldung des Staates jahrliche Daten In Eurostat Abgerufen am 27 Marz 2016 web Seite des UGT spanisch abgerufen am 15 Juni 2018 web Seite der CC OO spanisch abgerufen am 15 Juni 2018 Mitgliederliste des IGB Stand November 2017 abgerufen am 15 Juni 2018 Fur die UGT abweichende Zahlen 1 057 700 bei Daniel Blackburn Ciaran Cross Trade unions of the world International Centre for Trade Union Rights London 2016 ISBN 978 0 9933556 0 8 S 531 537 dort auch weiterfuhrende Informationen Weltfilmproduktionsbericht Auszug Memento vom 8 August 2007 im Internet Archive Screen Digest Juni 2006 S 205 207 eingesehen am 15 Juni 2007 PDF UIS Statistics Abgerufen am 30 Dezember 2018 La Vanguardia 29 Juni 2011 Seite 11 Arnd Kruger Strength through joy The culture of consent under fascism Nazism and Francoism in James Riordan amp Arnd Kruger Hrsg The International Politics of Sport in the 20th Century London Spon 1999 S 67 89 Teresa Gonzalez Aja Patrick Stumm Spain James Riordan amp Arnd Kruger Hrsg European Cultures in Sport Examining the Nations and Regions Bristol Intellect 2003 S 123 138 Kersten Knipp Flamenco Suhrkamp Frankfurt am Main 2006 ISBN 3 518 45824 8 S 130 Die zehn beliebtesten Sportarten in Spanien Politische Gliederung Europas Mitgliedstaaten der Vereinten Nationen und Vatikanstadt Albanien Andorra Belgien Bosnien und Herzegowina Bulgarien Danemark2 Deutschland Estland Finnland Frankreich2 Griechenland Irland Island Italien2 Kasachstan1 Kroatien Lettland Liechtenstein Litauen Luxemburg Malta Moldau Monaco Montenegro Niederlande2 Nordmazedonien Norwegen2 Osterreich Polen Portugal2 Rumanien Russland1 San Marino Schweden Schweiz Serbien Slowakei Slowenien Spanien2 Tschechien Turkei1 Ukraine Ungarn Vatikanstadt Vereinigtes Konigreich2 Weissrussland Abhangige Gebiete Faroer Gibraltar Guernsey Isle of Man Jersey Umstrittene Gebiete Kosovo Transnistrien 1 Liegt grosstenteils in Asien 2 Hat zusatzliche Gebiete ausserhalb Europas Mitgliedstaaten der Europaischen Union Belgien Bulgarien Danemark Deutschland Estland Finnland Frankreich Griechenland Irland Italien Kroatien Lettland Litauen Luxemburg Malta Niederlande Osterreich Polen Portugal Rumanien Schweden Slowakei Slowenien Spanien Tschechien Ungarn ZypernMitgliedstaaten der Organisation fur wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung Australien Belgien Chile Costa Rica Danemark Deutschland Estland Finnland Frankreich Griechenland Irland Island Israel Italien Japan Kanada Kolumbien Lettland Litauen Luxemburg Mexiko Neuseeland Niederlande Norwegen Osterreich Polen Portugal Schweden Schweiz Sudkorea Slowakei Slowenien Spanien Tschechien Turkei Ungarn Vereinigte Staaten Vereinigtes KonigreichTeilnehmerstaaten der Organisation fur Sicherheit und Zusammenarbeit in Europa Teilnehmerstaaten Albanien Andorra Armenien Aserbaidschan Belgien Bosnien und Herzegowina Bulgarien Danemark Deutschland Estland Finnland Frankreich Georgien Griechenland Irland Island Italien Kanada Kasachstan Kirgisistan Kroatien Lettland Liechtenstein Litauen Luxemburg Malta Moldau Monaco Mongolei Montenegro Niederlande Nordmazedonien Norwegen Osterreich Polen Portugal Rumanien Russland San Marino Schweden Schweiz Serbien Slowakei Slowenien Spanien Tadschikistan Tschechien Turkei Turkmenistan Ukraine Ungarn Usbekistan Vatikanstadt Vereinigtes Konigreich Vereinigte Staaten Weissrussland Zypern Partnerstaaten Afghanistan Australien Agypten Algerien Israel Japan Jordanien Marokko Tunesien Sudkorea Thailand 39 926666666667 1 8016666666667 Koordinaten 39 56 N 1 48 W Normdaten Geografikum GND 4055964 6 OGND AKS LCCN n79006971 NDL 00571694 VIAF 235029321Abgerufen von https de wikipedia org w index php title Spanien amp oldid 214104233, wikipedia, wiki, deutsches

deutschland

buch, bücher, bibliothek

artikel

lesen, herunterladen

kostenlos

kostenloser herunterladen, MP3, Video, MP4, 3GP, JPG, JPEG, GIF, PNG, Bild, Musik, Lied, Film, Buch, Spiel, Spiele