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Skelett

Hauptartikel: Zytoskelett
Endothelzellen unter dem Mikroskop. Die Mikrotubuli sind grün, Aktinfilamente rot markiert worden. Die Zellkerne sind blau markiert.

Das Zytoskelett (altgriechischκύτος kýtos, deutschZelle, eigentlich „Gefäß, Wölbung“) dient der Stabilisierung und Formwahrung der Zellen. Weiterhin können sich Zellen mit dessen Hilfe bewegen und Stoffe in ihrem Inneren transportieren. Außerdem übernehmen Teile des Zytoskeletts auch Aufgaben in der Signalübertragung zwischen Zellen. Es besteht aus dünnen Proteinen, die die Zelle je nach Bedarf auf- und wieder abbauen kann. Diese werden als Mikrofilamente bezeichnet und verlaufen wie Fasern in alle Richtungen durch die Zelle. Bei Eukaryoten werden drei verschiedene Typen von Filamenten unterschieden: Aktinfilamente, Mikrotubuli und Intermediärfilamente. Die Filamente der Prokaryoten sind zwar homolog zu denen der Eukaryoten, besitzen jedoch einen anderen Aufbau.

Hauptartikel: Hydroskelett

Die einfachste Skelettform, die vor allem bei verschiedenen wirbellosen Tieren auftaucht, die als Würmer bezeichnet werden, ist das Hydroskelett, bei dem der äußere Hautmuskel wie ein Schlauch das Wasser im Inneren des Körpers zusammendrückt. Da Wasser kaum komprimierbar ist (d. h. sich nicht zusammendrücken lässt), wirkt der Körper relativ stabil.

Hauptartikel: Exoskelett
Kopf einer Ameise

Andere Tiere, vor allem die Gliederfüßer (gr: arthropoda), und hier besonders Insekten, Kieferklauenträger und Krebstiere, haben Exoskelette entwickelt. Da diese nur begrenzt mitwachsen können, finden in der Individualentwicklung meistens Häutungen statt, bei denen die während des Wachstums zu klein gewordene Hülle abgestreift wird.

Exoskelette können aus verschiedenen Materialien bestehen. Beispiele hierfür sind Chitin (bei Gliederfüßern), Kalziumverbindungen (bei Korallen, Weichtieren und einigen Vielborstern) oder Silikat (bei Kieselalgen und Strahlentierchen).

Das Exoskelett von Insekten dient nicht nur als Schutz, sondern auch als Oberfläche zum Muskelansatz, als wasserdichter Schutz vor Austrocknung und als Sinnesorgan zur Interaktion mit ihrer Umwelt. Es besteht aus mehreren Schichten mit vier funktionell unterschiedlichen Regionen: Epicuticula, Procuticula, Epidermis und Basallamina. Obwohl das Exoskelett der Gliederfüßer zum Großteil aus Chitin besteht, trifft dies nicht hundertprozentig zu.

Hauptartikel: Endoskelett

Vom Endoskelett spricht man, wenn die Stützstruktur der Tiere sich innerhalb des Körpers befindet. Diese Strukturen findet man etwa bei Chordatieren, Stachelhäutern und Schwämmen. Ein Endoskelett gibt dem Körper Halt und Stabilität und ermöglicht ihm die freie Bewegung. Echtes Endoskelett entstammt dem Mesoderm, diese Art von Skelett findet sich in den Chordatieren und den Stachelhäutern.

Schwämme

Spicula eines Pachastrelliden

Das Skelett der Schwämme besteht aus mikroskopisch kleinen kalk- oder siliciumdioxidhaltigen Skelettnadeln, den Spicula. Weiterer Bestandteil bei den Hornkieselschwämmen (Demospongiae) ist Spongin. Die Spicula werden von Skelerocyten, einer Zellart im Mesogloea (bindegewebsartige Mittelschicht) gebildet. Je nachdem, ob die Spicula aus Kalk oder Siliziumdioxid gebildet werden, spricht man von Kalk- oder Kieselschwämmen.

Stachelhäuter

Das Skelett der Stachelhäuter, zu denen unter anderem auch die Seesterne gehören, besteht aus Calcit und einem geringen Magnesiumoxidanteil. Es liegt unterhalb der Oberhaut (Epidermis) im Mesoderm und wird innerhalb von Zellverbänden von Skelettbildungszellen (Sclerocyten) gebildet. Dieses von den Sklerocyten geformte Gebilde (Stereom) ist porös und deshalb fest und zugleich leicht. Es verwächst zu Platten (Ossikeln), die in alle Richtungen wachsen können und somit auch den Verlust eines Körperteils ersetzen können. Gelenke, die einzelne Skelettteile verbinden, können durch die Muskulatur bewegt werden.

Chordatiere

Das Skelett der Wirbeltiere und der Schädellosen besteht aus festen Elementen, die über Skelettmuskeln gegeneinander bewegt werden können. Bei Menschen und generell bei den meisten Wirbeltiergruppen werden diese Elemente als Knochen bezeichnet. Weiterer wichtiger Baustein von Endoskeletten sind die Knorpel. Bei Säugetieren findet man sie überwiegend in Gelenken. Bei anderen Tieren, wie den Knorpelfischen, zu denen die Haie zählen, ist das Skelett gänzlich aus Knorpeln aufgebaut.

Während Knochen aus Osteozyten (spezifische Zellen des Knochens) besteht, die um sich herum eine Matrix aus Kollagenen aufbauen, in die in organische Elemente wie Hydroxyapatitkristalle (Ca5(PO4)3OH) eingelagert werden, besteht Knorpel aus Chondrozyten (spezifische Zellen der Knorpel), die um sich herum eine wasserreiche Matrix aus Proteoglycan und Glycoproteinen aufbauen. Anhand der Interzellulärmatrix wird zwischen hyalinem, elastischem und Faserknorpel unterschieden.

Knochen bilden neben ihrer Stützfunktion des Körpers und Schutzfunktion für die inneren Organe die mechanische Grundlage, die erst eine Bewegung ermöglicht. Außerdem dienen sie, auf zellulärer Ebene, als Calcium- und Phosphatspeicher.

Wirbeltiere

Dem Skelett der Wirbeltiere sind viele Gemeinsamkeiten ansehbar, trotzdem unterscheidet es sich, je nach Lebensraum und Anforderungen, teilweise erheblich. Mit diesen Gemeinsamkeiten und Unterschieden beschäftigt sich die Vergleichende Anatomie.

Das Skelett der Wirbeltiere wird in einen cranialen Teil (Cranium) und einen postcranialen Teil (Postcranium) unterschieden. Der craniale Teil umfasst nur den Schädel, während das Postcranium aus dem übrigen Teil des Skeletts besteht. Das Postcranium wird in das axiale und das appendikuläre Skelett unterteilt. Zum axialen Skelett (Achsenskelett) gehören der Rumpf mit Wirbelsäule, Kreuzbein, Rippen und Brustbein. Dem appendikulären Skelett (Appendikularskelett) werden die Gliedmaßen, der Schultergürtel sowie der Beckengürtel zugeordnet.

Fische

Das Skelett der Fische besteht entweder aus Knorpel (Knorpelfische) oder aus Knochen (Knochenfische). Die Hauptmerkmale der Fische, die Flossen, sind mit knöchernen Flossenstrahlen (Radien) verstärkt. Die Flossen, mit Ausnahme der Schwanzflosse, haben keine direkte Verbindung mit der Wirbelsäule, sie werden lediglich durch die an den Flossenträgern (Radiale) ansetzenden Muskeln gestützt. Die Rippen setzen an der Wirbelsäule an und umspannen auch den Bauchraum bis zum After. Ein Brustbein fehlt. Die Gräten bestehen aus verknöchertem Bindegewebe in den Muskelscheiden der Knochenfische.

Vögel

Um das Gewicht der Vögel möglichst gering zu halten, sind einige der Vogelknochen mit Luft gefüllt (Pneumatisation). Einige Knochen sind im Laufe der Evolution miteinander fusioniert, so dass das Vogelskelett aus weniger Knochen als das anderer Wirbeltiere besteht.

Meeressäuger
Walskelett

Um eine Fortbewegung der Meeressäuger im Wasser zu erleichtern bzw. zu ermöglichen, haben sich bei ihnen die Vorderextremitäten zu paddelartigen Flossen umentwickelt. Die Hinterbeine gingen entweder gänzlich verloren, wie z. B. bei den Walen und Seekühen oder vereinigten sich zu einer einheitlichen Schwanzflosse (wie z. B. bei Robben).

Menschen
Hauptartikel: Knochen des Menschen
Menschliches Skelett (Frontansicht)

Das menschliche Skelett hat einen Anteil von 12 Prozent am Gesamtgewicht, bei einem 75 Kilogramm schweren Menschen wiegen die Knochen also nur neun Kilogramm. Das Skelett eines erwachsenen Menschen besteht aus etwas über 200 Knochen (genaue Zahlen schwanken zwischen Individuen). Das menschliche Skelett braucht mehrere Jahre, bis es vollständig entwickelt ist. Obwohl der Oberarmknochen (lat. Humerus) bereits im Mutterleib (8. Woche) verknöchert (ossifiziert), ist das Skelett erst um das 20. Lebensjahr herum vollständig entwickelt.

Skelette und Skelettteile sowie deren Versteinerungen gehören zu den wichtigsten Hinterlassenschaften, die von Lebewesen fossil überliefert sind, oft sogar zu den einzigen, vor allem dann, wenn sie aus festeren Substanzen (Kalk, Silikat) bestehen. Sie bilden dadurch eine wichtige Quelle für das Studium ausgestorbener, aber auch noch lebender Arten. Weichere Skelettteile (etwa aus Knorpel) bleiben dagegen oft nur unter günstigen Bedingungen erhalten. So ist z. B. Dunkleosteus nur durch seinen Schädel- und Nackenpanzer fossil überliefert.

Aus solchen Fossilien werden z. T. weitreichende Schlüsse auf Anatomie, Physiologie, Lebensweise (Zusammenleben, Ernährung, Fortpflanzung etc.), Verbreitung und Ausbreitung, Entstehung und Aussterben oder Verwandtschaft zu anderen Arten gezogen. Dies kann problematisch sein, wenn keine weiteren Quellen zur Verfügung stehen. Beispielsweise können ähnliche Merkmale auf konvergenter Evolution beruhen. Zudem ist die fossile Überlieferung oft sehr lückenhaft.

Auch in der Archäologie spielen Skelettfunde eine wichtige Rolle. Das Fachgebiet der Archäozoologie setzt sich mit der tierartlichen Bestimmung von Skelettfunde aus archäologischen Ausgrabungen auseinander. Es werden dazu Daten unter ökologischen und ökonomischen Aspekten erhoben und ausgewertet. Die Ergebnisse erbringen Kenntnisse über die Jagdgewohnheiten, Domestikationsabläufe und Wirtschaftsweise vor- und frühgeschichtlicher Gesellschaften. Über die Artenzusammensetzung hinaus erbringen anthropogene Spuren an Knochen, Pathologien und die Isotopensignaturen der Skelettelemente weiterführende Daten zu Klimaverhältnissen, Nahrungsnetzen sowie Nahrungsnutzung und -zusammensetzung.

  • Milton Hildebrand, George E. Goslow: Vergleichende und funktionelle Anatomie der Wirbeltiere. Springer, Berlin 2003, ISBN 3-540-00757-1.
Wiktionary: Skelett – Bedeutungserklärungen, Wortherkunft, Synonyme, Übersetzungen
Commons: Skelett – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien
  1. Ulrich Lehmann: Paläontologisches Wörterbuch. 4. Auflage. Ferdinand Enke Verlag, Stuttgart 1996,S.221.
  2. NC State University
Normdaten (Sachbegriff): GND:4133111-4(OGND, AKS)

Skelett
skelett, körperbestandteil, stützstruktur, eines, lebewesens, bildet, sprache, beobachten, bearbeiten, titel, dieses, artikels, mehrdeutig, weitere, bedeutungen, sind, unter, begriffsklärung, aufgeführt, fachsprachlich, auch, skelet, altgriechisch, σκελετός, s. Skelett Korperbestandteil der die Stutzstruktur eines Lebewesens bildet Sprache Beobachten Bearbeiten Der Titel dieses Artikels ist mehrdeutig Weitere Bedeutungen sind unter Skelett Begriffsklarung aufgefuhrt Das Skelett fachsprachlich auch Skelet altgriechisch skeletos skeletos deutsch ausgetrockneter Korper Mumie 1 ist in der Biologie bzw in der Anatomie der Korperbestandteil der die Stutzstruktur eines Lebewesens bildet Unterschieden werden zwei Skelettarten das Exoskelett als stabile aussere Hulle eines Organismus und das Endoskelett als Stutzstruktur im Inneren des Korpers bildet Inhaltsverzeichnis 1 Zytoskelett 2 Hydroskelett 3 Exoskelett 4 Endoskelett 4 1 Schwamme 4 2 Stachelhauter 4 3 Chordatiere 4 3 1 Wirbeltiere 4 3 1 1 Fische 4 3 1 2 Vogel 4 3 1 3 Meeressauger 4 3 1 4 Menschen 5 Fossilien 6 Archaozoologie 7 Literatur 8 Weblinks 9 EinzelnachweiseZytoskelett Bearbeiten Hauptartikel Zytoskelett Endothelzellen unter dem Mikroskop Die Mikrotubuli sind grun Aktinfilamente rot markiert worden Die Zellkerne sind blau markiert Das Zytoskelett altgriechisch kytos kytos deutsch Zelle eigentlich Gefass Wolbung dient der Stabilisierung und Formwahrung der Zellen Weiterhin konnen sich Zellen mit dessen Hilfe bewegen und Stoffe in ihrem Inneren transportieren Ausserdem ubernehmen Teile des Zytoskeletts auch Aufgaben in der Signalubertragung zwischen Zellen Es besteht aus dunnen Proteinen die die Zelle je nach Bedarf auf und wieder abbauen kann Diese werden als Mikrofilamente bezeichnet und verlaufen wie Fasern in alle Richtungen durch die Zelle Bei Eukaryoten werden drei verschiedene Typen von Filamenten unterschieden Aktinfilamente Mikrotubuli und Intermediarfilamente Die Filamente der Prokaryoten sind zwar homolog zu denen der Eukaryoten besitzen jedoch einen anderen Aufbau Hydroskelett Bearbeiten Hauptartikel Hydroskelett Die einfachste Skelettform die vor allem bei verschiedenen wirbellosen Tieren auftaucht die als Wurmer bezeichnet werden ist das Hydroskelett bei dem der aussere Hautmuskel wie ein Schlauch das Wasser im Inneren des Korpers zusammendruckt Da Wasser kaum komprimierbar ist d h sich nicht zusammendrucken lasst wirkt der Korper relativ stabil Exoskelett Bearbeiten Hauptartikel Exoskelett Kopf einer Ameise Andere Tiere vor allem die Gliederfusser gr arthropoda und hier besonders Insekten Kieferklauentrager und Krebstiere haben Exoskelette entwickelt Da diese nur begrenzt mitwachsen konnen finden in der Individualentwicklung meistens Hautungen statt bei denen die wahrend des Wachstums zu klein gewordene Hulle abgestreift wird Exoskelette konnen aus verschiedenen Materialien bestehen Beispiele hierfur sind Chitin bei Gliederfussern Kalziumverbindungen bei Korallen Weichtieren und einigen Vielborstern oder Silikat bei Kieselalgen und Strahlentierchen Das Exoskelett von Insekten dient nicht nur als Schutz sondern auch als Oberflache zum Muskelansatz als wasserdichter Schutz vor Austrocknung und als Sinnesorgan zur Interaktion mit ihrer Umwelt Es besteht aus mehreren Schichten mit vier funktionell unterschiedlichen Regionen Epicuticula Procuticula Epidermis und Basallamina 2 Obwohl das Exoskelett der Gliederfusser zum Grossteil aus Chitin besteht trifft dies nicht hundertprozentig zu Endoskelett Bearbeiten Hauptartikel Endoskelett Vom Endoskelett spricht man wenn die Stutzstruktur der Tiere sich innerhalb des Korpers befindet Diese Strukturen findet man etwa bei Chordatieren Stachelhautern und Schwammen Ein Endoskelett gibt dem Korper Halt und Stabilitat und ermoglicht ihm die freie Bewegung Echtes Endoskelett entstammt dem Mesoderm diese Art von Skelett findet sich in den Chordatieren und den Stachelhautern Schwamme Bearbeiten Spicula eines Pachastrelliden Das Skelett der Schwamme besteht aus mikroskopisch kleinen kalk oder siliciumdioxidhaltigen Skelettnadeln den Spicula Weiterer Bestandteil bei den Hornkieselschwammen Demospongiae ist Spongin Die Spicula werden von Skelerocyten einer Zellart im Mesogloea bindegewebsartige Mittelschicht gebildet Je nachdem ob die Spicula aus Kalk oder Siliziumdioxid gebildet werden spricht man von Kalk oder Kieselschwammen Stachelhauter Bearbeiten Das Skelett der Stachelhauter zu denen unter anderem auch die Seesterne gehoren besteht aus Calcit und einem geringen Magnesiumoxidanteil Es liegt unterhalb der Oberhaut Epidermis im Mesoderm und wird innerhalb von Zellverbanden von Skelettbildungszellen Sclerocyten gebildet Dieses von den Sklerocyten geformte Gebilde Stereom ist poros und deshalb fest und zugleich leicht Es verwachst zu Platten Ossikeln die in alle Richtungen wachsen konnen und somit auch den Verlust eines Korperteils ersetzen konnen Gelenke die einzelne Skelettteile verbinden konnen durch die Muskulatur bewegt werden Chordatiere Bearbeiten Saugetiere 1 Mensch 2 Schadel 3 Australopithecus 4 Neandertaler 5 Schimpanse 6 Pavian 7 Schlankaffe 8 Gorilla 9 Wildschwein 10 Hausrind 11 Lowe 12 Wolf 13 Pferd 14 Elefant 15 Hausziege 16 Flusspferd 17 Kamel 18 Kanguru 19 Antilope 20 Walross 21 Fledermaus 22 Wal Vogel 23 Adler 24 Papagei 25 Haushuhn weiblich 26 Haushuhn mannlich 27 Tukan 28 Kasuar 29 Pinguin 30 Kranich 31 Schleiereule Reptilien 32 Kobra 33 Grubenotter 34 Abgottschlange 35 Krokodil 36 Eidechse 37 Schildkrote Amphibien 38 Frosch 39 Schwanzlurch Fische 40 Barsch 41 Stor 42 Druckerfisch 43 Rochen 44 Flosselhecht Das Skelett der Wirbeltiere und der Schadellosen besteht aus festen Elementen die uber Skelettmuskeln gegeneinander bewegt werden konnen Bei Menschen und generell bei den meisten Wirbeltiergruppen werden diese Elemente als Knochen bezeichnet Weiterer wichtiger Baustein von Endoskeletten sind die Knorpel Bei Saugetieren findet man sie uberwiegend in Gelenken Bei anderen Tieren wie den Knorpelfischen zu denen die Haie zahlen ist das Skelett ganzlich aus Knorpeln aufgebaut Wahrend Knochen aus Osteozyten spezifische Zellen des Knochens besteht die um sich herum eine Matrix aus Kollagenen aufbauen in die in organische Elemente wie Hydroxyapatitkristalle Ca5 PO4 3OH eingelagert werden besteht Knorpel aus Chondrozyten spezifische Zellen der Knorpel die um sich herum eine wasserreiche Matrix aus Proteoglycan und Glycoproteinen aufbauen Anhand der Interzellularmatrix wird zwischen hyalinem elastischem und Faserknorpel unterschieden Knochen bilden neben ihrer Stutzfunktion des Korpers und Schutzfunktion fur die inneren Organe die mechanische Grundlage die erst eine Bewegung ermoglicht Ausserdem dienen sie auf zellularer Ebene als Calcium und Phosphatspeicher Wirbeltiere Bearbeiten Dem Skelett der Wirbeltiere sind viele Gemeinsamkeiten ansehbar trotzdem unterscheidet es sich je nach Lebensraum und Anforderungen teilweise erheblich Mit diesen Gemeinsamkeiten und Unterschieden beschaftigt sich die Vergleichende Anatomie Das Skelett der Wirbeltiere wird in einen cranialen Teil Cranium und einen postcranialen Teil Postcranium unterschieden Der craniale Teil umfasst nur den Schadel wahrend das Postcranium aus dem ubrigen Teil des Skeletts besteht Das Postcranium wird in das axiale und das appendikulare Skelett unterteilt Zum axialen Skelett Achsenskelett gehoren der Rumpf mit Wirbelsaule Kreuzbein Rippen und Brustbein Dem appendikularen Skelett Appendikularskelett werden die Gliedmassen der Schultergurtel sowie der Beckengurtel zugeordnet Fische Bearbeiten Das Skelett der Fische besteht entweder aus Knorpel Knorpelfische oder aus Knochen Knochenfische Die Hauptmerkmale der Fische die Flossen sind mit knochernen Flossenstrahlen Radien verstarkt Die Flossen mit Ausnahme der Schwanzflosse haben keine direkte Verbindung mit der Wirbelsaule sie werden lediglich durch die an den Flossentragern Radiale ansetzenden Muskeln gestutzt Die Rippen setzen an der Wirbelsaule an und umspannen auch den Bauchraum bis zum After Ein Brustbein fehlt Die Graten bestehen aus verknochertem Bindegewebe in den Muskelscheiden der Knochenfische Vogel Bearbeiten Um das Gewicht der Vogel moglichst gering zu halten sind einige der Vogelknochen mit Luft gefullt Pneumatisation Einige Knochen sind im Laufe der Evolution miteinander fusioniert so dass das Vogelskelett aus weniger Knochen als das anderer Wirbeltiere besteht Meeressauger Bearbeiten Walskelett Um eine Fortbewegung der Meeressauger im Wasser zu erleichtern bzw zu ermoglichen haben sich bei ihnen die Vorderextremitaten zu paddelartigen Flossen umentwickelt Die Hinterbeine gingen entweder ganzlich verloren wie z B bei den Walen und Seekuhen oder vereinigten sich zu einer einheitlichen Schwanzflosse wie z B bei Robben Menschen Bearbeiten Hauptartikel Knochen des Menschen Menschliches Skelett Frontansicht Das menschliche Skelett hat einen Anteil von 12 Prozent am Gesamtgewicht bei einem 75 Kilogramm schweren Menschen wiegen die Knochen also nur neun Kilogramm Das Skelett eines erwachsenen Menschen besteht aus etwas uber 200 Knochen genaue Zahlen schwanken zwischen Individuen Das menschliche Skelett braucht mehrere Jahre bis es vollstandig entwickelt ist Obwohl der Oberarmknochen lat Humerus bereits im Mutterleib 8 Woche verknochert ossifiziert ist das Skelett erst um das 20 Lebensjahr herum vollstandig entwickelt Fossilien BearbeitenSkelette und Skelettteile sowie deren Versteinerungen gehoren zu den wichtigsten Hinterlassenschaften die von Lebewesen fossil uberliefert sind oft sogar zu den einzigen vor allem dann wenn sie aus festeren Substanzen Kalk Silikat bestehen Sie bilden dadurch eine wichtige Quelle fur das Studium ausgestorbener aber auch noch lebender Arten Weichere Skelettteile etwa aus Knorpel bleiben dagegen oft nur unter gunstigen Bedingungen erhalten So ist z B Dunkleosteus nur durch seinen Schadel und Nackenpanzer fossil uberliefert Aus solchen Fossilien werden z T weitreichende Schlusse auf Anatomie Physiologie Lebensweise Zusammenleben Ernahrung Fortpflanzung etc Verbreitung und Ausbreitung Entstehung und Aussterben oder Verwandtschaft zu anderen Arten gezogen Dies kann problematisch sein wenn keine weiteren Quellen zur Verfugung stehen Beispielsweise konnen ahnliche Merkmale auf konvergenter Evolution beruhen Zudem ist die fossile Uberlieferung oft sehr luckenhaft Archaozoologie BearbeitenAuch in der Archaologie spielen Skelettfunde eine wichtige Rolle Das Fachgebiet der Archaozoologie setzt sich mit der tierartlichen Bestimmung von Skelettfunde aus archaologischen Ausgrabungen auseinander Es werden dazu Daten unter okologischen und okonomischen Aspekten erhoben und ausgewertet Die Ergebnisse erbringen Kenntnisse uber die Jagdgewohnheiten Domestikationsablaufe und Wirtschaftsweise vor und fruhgeschichtlicher Gesellschaften Uber die Artenzusammensetzung hinaus erbringen anthropogene Spuren an Knochen Pathologien und die Isotopensignaturen der Skelettelemente weiterfuhrende Daten zu Klimaverhaltnissen Nahrungsnetzen sowie Nahrungsnutzung und zusammensetzung Literatur BearbeitenMilton Hildebrand George E Goslow Vergleichende und funktionelle Anatomie der Wirbeltiere Springer Berlin 2003 ISBN 3 540 00757 1 Weblinks Bearbeiten Wiktionary Skelett Bedeutungserklarungen Wortherkunft Synonyme Ubersetzungen Commons Skelett Sammlung von Bildern Videos und Audiodateien Lehrer Online Unterrichtsmaterial fur den Deutsch oder EnglischunterrichtEinzelnachweise Bearbeiten Ulrich Lehmann Palaontologisches Worterbuch 4 Auflage Ferdinand Enke Verlag Stuttgart 1996 S 221 NC State UniversityNormdaten Sachbegriff GND 4133111 4 OGND AKS Abgerufen von https de wikipedia org w index php title Skelett amp oldid 217390058, wikipedia, wiki, deutsches

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