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Sigma-Aldrich

Die Firma Sigma-Aldrich ist ein weltweit führender Hersteller und Händler von chemischen, biochemischen und pharmazeutischen Forschungsmaterialien und eine Tochtergesellschaft der deutschen Merck KGaA.

Sigma-Aldrich

Rechtsform Corporation
Gründung 1934 Sigma, 1951 Aldrich, 1976 Fusion
Sitz St. Louis, Missouri,Vereinigte Staaten Vereinigte Staaten
Leitung Udit Batra (CEO Merck Life Science)
Mitarbeiterzahl 9.000
Umsatz 2,704 Mrd. USD
Branche Chemikalienhandel
Website
Stand: 31. Dezember 2013

Inhaltsverzeichnis

Die Firma Aldrich war 1951 vom österreichischen Chemiker Alfred Bader in den USA gegründet worden. Das Startkapital stammte aus seiner Tätigkeit als Forschungschemiker bei PPG. Er belieferte Universitäten und Forschungseinrichtungen mit (hochspezialisierten) Chemikalien und Glasapparaturen. Der Hauptsitz des Konzerns befindet sich in St. Louis, Vereinigte Staaten. In Deutschland wurde von seiner Zentrale in Steinheim der europäische Markt beliefert. Seit 1968 erscheint die kostenlose Fachzeitschrift Aldrichimica Acta, um auf neue Aldrich-Produkte und deren besondere Bedeutung in der chemischen Forschung hinzuweisen.

Alfred Bader gründete 1962 mit der Firma Metal Hydrides Inc. die anorganische Spezialitätenfirma Alfa Inorganics – als 50:50 joint-venture. Aldrich fusionierte 1975 mit der amerikanischen Fa. Sigma, einem bekannten Hersteller für biochemische Materialien mit einer deutschen Zentrale in Taufkirchen. Sigma-Aldrich behielt aus strategischen Gründen die Einzelfirmennamen bei. 1989 übernahm Sigma-Aldrich den Schweizer Feinchemikalienhersteller Fluka in Buchs (St. Gallen). Fluka war 1950 von den Schweizer Pharmafirmen Ciba, Geigy und Hoffmann-La Roche gegründet worden. (1988 hatte sich die Hoechst-Tochtergesellschaft Riedel-de Haën AG vergeblich um eine Übernahme von Fluka bemüht).

1991 zog sich Alfred Bader von der Unternehmensleitung zurück. Gleichzeitig wurde ein von ihm persönlich betreuter kleiner Bereich „Alfred-Bader-Chemicals - Library of Rare Chemicals“ umbenannt in „Sigma-Aldrich - Library of Rare Chemicals.“

Die Firma Supelco, ein Hersteller für analytische und chromatografische Materialien, wurde 1991 übernommen. Ab diesem Zeitpunkt war die europäische Marktführerschaft (bei Laborchemikalien) von E. Merck Darmstadt gebrochen. Den Laborchemikalien-Bereich "Riedel-de Haen" übernahm Sigma-Aldrich 1996 von AlliedSignal Inc. (Bereits 1995 war Riedel-de Haen AG vom Hoechst-Konzern meistbietend als Ganzes ausgegliedert worden). 1998 ergänzte Sigma-Aldrich den präparativen Bereich um die Firma Carbolabs (Phosgenierungen). Mit 6000 Mitarbeitern erreichte Sigma-Aldrich im Jahre 2000 erstmals weltweit 1 Mrd. US$ Umsatz. Die Firma Isotec, ein führender Isotopenhersteller, wurde 2001 gekauft. Sigma-Aldrich überschritt 2007 die 2 Mrd. US$ Umsatzgrenze. Die Firma BioReliance wurde 2012 übernommen. Mit 8000 Mitarbeitern wurde 2013 ein Umsatz von 2,7 Milliarden US$ in 40 Ländern überschritten.

Am 22. September 2014 gab die Merck KGaA bekannt, Sigma-Aldrich für 17 Mrd. US$ (13,1 Mrd. Euro) übernehmen zu wollen. Die Übernahme aller Aktien zum Kurs von 140 US$/Aktie bedurfte der Zustimmung der Aktionäre von Sigma-Aldrich und der relevanten Aufsichtsbehörden. Nach Zustimmung der Aktionäre und der Aufsichtsbehörden schloss Merck am 18. November 2015 die Übernahme ab. Am 20. Oktober 2015 wurde Sigma-Aldrichs Europageschäft für Lösungsmittel und anorganische Stoffe an Honeywell verkauft.

Sigma-Aldrich bedient heute alle Bereiche der chemischen Forschung und unterteilte daher seine Geschäftsfelder in

  • analytische Chemikalien und Chromatographie-Materialien
  • Biochemische Materialien
  • Laborchemikalien
  • Laborbedarf, wissenschaftliche Literatur und sonstiges Equipment
  • Bulk-Chemikalien und Auftragskleinproduktionen

Der Sigma-Katalog von 1998 enthielt den typischen Inhalt früherer Sigma-Kataloge, auf der Rückseite erschien der Hinweis auf die „Sigma-Aldrich-Firmengruppe“:

  • Biochemikalien

  • Organika und Anorganika

  • Spezialchemikalien

  • Laborchemikalien

  • Chromatographie-
    produkte

Das Unternehmen hat in Deutschland Verkaufsniederlassungen in Hamburg-Hausbruch, Schnelldorf, Steinheim am Albuch und Taufkirchen (bei München); in der Schweiz in Buchs und St. Gallen sowie in Wien in Österreich. Regelmäßig wird die Fachzeitschrift Material Matters herausgegeben.

Seit 1965 ist Sigma-Aldrich Corp. eine Aktiengesellschaft, deren Aktien von 1990 bis 2015 weltweit gehandelt wurden und im NASDAQ-100 Index notiert waren. Am 18. November 2015 erfolgte die Eingliederung in die Merck KGaA und am 31. Juli 2015 das Delisting im NASDAQ-100.

  1. (Memento vom 6. Januar 2016 im Internet Archive)
  2. heute
  3. (nicht zu verwechseln mit dem japanischen Hersteller Sigma von Objektiven, Digitalkameras und Blitzgeräten).
  4. (Memento vom 7. September 2015 im Internet Archive)
  5. Als Käufer trat der US-Konzern General Electric als "AlliedSignal" auf, die den umsatzstarken Industriechemikalien-Bereich behielten und den kleinen Laborchemikalien-Bereich an Sigma-Aldrich übereigneten.
  6. . -
  7. In: Handelsblatt. 10. November 2015, abgerufen am 10. Januar 2016.
  8. , 18. November 2015
  9. Archiviert vomOriginal am6. Januar 2016; abgerufen am 7. September 2016.

Sigma-Aldrich
sigma, aldrich, sprache, beobachten, bearbeiten, firma, weltweit, führender, hersteller, händler, chemischen, biochemischen, pharmazeutischen, forschungsmaterialien, eine, tochtergesellschaft, deutschen, merck, kgaa, rechtsform, corporationgründung, 1934, sigm. Sigma Aldrich Sprache Beobachten Bearbeiten Die Firma Sigma Aldrich ist ein weltweit fuhrender Hersteller und Handler von chemischen biochemischen und pharmazeutischen Forschungsmaterialien und eine Tochtergesellschaft der deutschen Merck KGaA Sigma AldrichRechtsform CorporationGrundung 1934 Sigma 1951 Aldrich 1976 FusionSitz St Louis Missouri Vereinigte Staaten Vereinigte StaatenLeitung Udit Batra CEO Merck Life Science 1 Mitarbeiterzahl 9 000 2 Umsatz 2 704 Mrd USD 2 Branche ChemikalienhandelWebsite www sigmaaldrich comStand 31 Dezember 2013 Inhaltsverzeichnis 1 Chronologie 2 Geschaftsbereiche 3 Aktien 4 Weblinks 5 EinzelnachweiseChronologie BearbeitenDie Firma Aldrich war 1951 vom osterreichischen Chemiker Alfred Bader in den USA gegrundet worden Das Startkapital stammte aus seiner Tatigkeit als Forschungschemiker bei PPG Er belieferte Universitaten und Forschungseinrichtungen mit hochspezialisierten Chemikalien und Glasapparaturen Der Hauptsitz des Konzerns befindet sich in St Louis Vereinigte Staaten In Deutschland wurde von seiner Zentrale in Steinheim der europaische Markt beliefert Seit 1968 erscheint die kostenlose Fachzeitschrift Aldrichimica Acta um auf neue Aldrich Produkte und deren besondere Bedeutung in der chemischen Forschung hinzuweisen Alfred Bader grundete 1962 mit der Firma Metal Hydrides Inc die anorganische Spezialitatenfirma Alfa Inorganics 3 als 50 50 joint venture Aldrich fusionierte 1975 mit der amerikanischen Fa Sigma 4 einem bekannten Hersteller fur biochemische Materialien mit einer deutschen Zentrale in Taufkirchen Sigma Aldrich behielt aus strategischen Grunden die Einzelfirmennamen bei 5 1989 ubernahm Sigma Aldrich den Schweizer Feinchemikalienhersteller Fluka in Buchs St Gallen Fluka war 1950 von den Schweizer Pharmafirmen Ciba Geigy und Hoffmann La Roche gegrundet worden 6 1988 hatte sich die Hoechst Tochtergesellschaft Riedel de Haen AG vergeblich um eine Ubernahme von Fluka bemuht 1991 zog sich Alfred Bader von der Unternehmensleitung zuruck Gleichzeitig wurde ein von ihm personlich betreuter kleiner Bereich Alfred Bader Chemicals Library of Rare Chemicals umbenannt in Sigma Aldrich Library of Rare Chemicals 7 Die Firma Supelco ein Hersteller fur analytische und chromatografische Materialien wurde 1991 ubernommen Ab diesem Zeitpunkt war die europaische Marktfuhrerschaft bei Laborchemikalien von E Merck Darmstadt gebrochen Den Laborchemikalien Bereich Riedel de Haen ubernahm Sigma Aldrich 1996 von AlliedSignal Inc Bereits 1995 war Riedel de Haen AG vom Hoechst Konzern meistbietend als Ganzes ausgegliedert 8 worden 1998 erganzte Sigma Aldrich den praparativen Bereich um die Firma Carbolabs Phosgenierungen Mit 6000 Mitarbeitern erreichte Sigma Aldrich im Jahre 2000 erstmals weltweit 1 Mrd US Umsatz Die Firma Isotec ein fuhrender Isotopenhersteller wurde 2001 gekauft Sigma Aldrich uberschritt 2007 die 2 Mrd US Umsatzgrenze Die Firma BioReliance wurde 2012 ubernommen Mit 8000 Mitarbeitern wurde 2013 ein Umsatz von 2 7 Milliarden US in 40 Landern uberschritten Am 22 September 2014 gab die Merck KGaA bekannt Sigma Aldrich fur 17 Mrd US 13 1 Mrd Euro ubernehmen zu wollen Die Ubernahme aller Aktien zum Kurs von 140 US Aktie bedurfte der Zustimmung der Aktionare von Sigma Aldrich und der relevanten Aufsichtsbehorden 9 Nach Zustimmung der Aktionare und der Aufsichtsbehorden schloss Merck am 18 November 2015 die Ubernahme ab 10 11 Am 20 Oktober 2015 wurde Sigma Aldrichs Europageschaft fur Losungsmittel und anorganische Stoffe an Honeywell verkauft 12 Geschaftsbereiche BearbeitenSigma Aldrich bedient heute alle Bereiche der chemischen Forschung und unterteilte daher seine Geschaftsfelder in analytische Chemikalien und Chromatographie Materialien Biochemische Materialien Laborchemikalien Laborbedarf wissenschaftliche Literatur und sonstiges Equipment Bulk Chemikalien und Auftragskleinproduktionen Der Sigma Katalog von 1998 enthielt den typischen Inhalt fruherer Sigma Kataloge auf der Ruckseite erschien der Hinweis auf die Sigma Aldrich Firmengruppe Biochemikalien Organika und Anorganika Spezialchemikalien Laborchemikalien Chromatographie produkte Das Unternehmen hat in Deutschland Verkaufsniederlassungen in Hamburg Hausbruch Schnelldorf Steinheim am Albuch und Taufkirchen bei Munchen in der Schweiz in Buchs und St Gallen sowie in Wien in Osterreich Regelmassig wird die Fachzeitschrift Material Matters herausgegeben 13 Aktien BearbeitenSeit 1965 ist Sigma Aldrich Corp eine Aktiengesellschaft deren Aktien von 1990 14 bis 2015 weltweit gehandelt wurden und im NASDAQ 100 Index notiert waren Am 18 November 2015 erfolgte die Eingliederung in die Merck KGaA und am 31 Juli 2015 das Delisting im NASDAQ 100 Weblinks BearbeitenOffizielle Homepage Geschichte der Unternehmen Aldrich und Sigma Memento vom 4 Februar 2013 im Internet Archive Einzelnachweise Bearbeiten Merck Udit Batra soll kombiniertes Life Science Geschaft leiten wenn Sigma Aldrich Ubernahme erfolgreich abgeschlossen ist Memento vom 6 Januar 2016 im Internet Archive a b Geschaftsbericht 2013 heute Alfa Aesar nicht zu verwechseln mit dem japanischen Hersteller Sigma von Objektiven Digitalkameras und Blitzgeraten Historie Aldrich Sigma Historie FLUKA Memento vom 7 September 2015 im Internet Archive Alfred Bader Chemie Glaube und Kunst Fundamente meines Lebens herausgegeben von Gerhard Botz Als Kaufer trat der US Konzern General Electric als AlliedSignal auf die den umsatzstarken Industriechemikalien Bereich behielten und den kleinen Laborchemikalien Bereich an Sigma Aldrich ubereigneten Pressemitteilung vom 22 September 2014 Merck com Merck Darmstadter durfen Sigma Aldrich fur 13 1 Milliarden Euro kaufen In Handelsblatt 10 November 2015 abgerufen am 10 Januar 2016 Merck Completes Sigma Aldrich Acquisition 18 November 2015 Merck Gruppe Archiviert vom Original am 6 Januar 2016 abgerufen am 7 September 2016 Material Matters WKN 863120 ISIN US8265521018 SIAL Abgerufen von https de wikipedia org w index php title Sigma Aldrich amp oldid 212074530, wikipedia, wiki, deutsches

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