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Schweizerische Nationalbibliothek

Die Schweizerische Nationalbibliothek (NB) (französischBibliothèque nationale suisse (BN),italienischBiblioteca nazionale svizzera (BN),rätoromanisch?/i) befindet sich in Bern. Bis Ende 2006 lautete ihr deutscher Name Schweizerische Landesbibliothek (SLB). Die Schweizerische Nationalbibliothek ist eine Institution des Bundesamtes für Kultur (BAK) innerhalb des Eidgenössischen Departementes des Innern (EDI).

Schweizerische Nationalbibliothek

Aufnahme aus dem Jahr 2012

Gründung 1895
Bestand 5,6 Millionen Medieneinheiten
Bibliothekstyp Nationalbibliothek
Ort 3005 Bern, Hallwylstrasse 1546.9414447.449667Koordinaten:46° 56′ 29,2″ N,7° 26′ 58,8″ O;CH1903:600840 /198929
ISIL
Betreiber Schweizerische Eidgenossenschaft
Leitung Marie-Christine Doffey (seit 1. April 2005)
Website

Die Bibliothek hat den gesetzlichen Auftrag, alle Publikationen zu sammeln, zu erschliessen, zu erhalten und zu vermitteln, die in der Schweiz erscheinen, sich auf die Schweiz oder auf Personen mit schweizerischem Bürgerrecht oder Wohnsitz beziehen oder von schweizerischen oder mit der Schweiz verbundenen Autoren geschaffen oder mitgestaltet werden, und zwar unabhängig von der Sprache. Die Schweizerische Nationalbibliothek ist die erste Anlaufstelle für Helvetica. Seit 1992 betrifft dies nicht mehr nur gedruckte Werke, sondern auch andere Informationsträger. Ferner sammelt die NB Publikationen von internationalen Organisationen, die ihren Sitz in der Schweiz haben (bspw. UNO, WHO etc.) oder die NB vertraglich zur Depositarin in der Schweiz bestimmt haben.

Die Nationalbibliothek hat derzeit einen Bestand von 5,6 Millionen Medien, sie hat 120 Vollzeitstellen und ihr Budget betrug 2008 rund 32 Millionen Franken.

Inhaltsverzeichnis

Chronologie

Friedrich Dürrenmatt

Initiiert wurde die damalige Landesbibliothek vom Zürcher Dialektologen und Bibliothekar Friedrich Staub im Jahre 1891. 1894 genehmigten der Ständerat und der Nationalrat den Bundesbeschluss über die Gründung einer Schweizerischen Landesbibliothek. 1895 nahm diese ihre Tätigkeit auf. Der Umzug in neue Räumlichkeiten im Jahr 1899 ermöglichte der Bibliothek, die Sammlungen für das Publikum zu öffnen. 1901 erschien zum ersten Mal das Bibliographische Bulletin der Schweizerischen Landesbibliothek, welches aufgrund ihrer Neuzugänge von der Schweizerischen Landesbibliothek, herausgegeben wurde. Bereits in den ersten Jahren des Bestehens wurden neben Monografien und Periodika auch Handschriften, grafische Blätter und auch Fotografien gesammelt.

Eingang Publikumsräume

1911 wurde das Bundesgesetz betreffend die schweizerische Landesbibliothek im Bundesblatt der schweizerischen Eidgenossenschaft veröffentlicht. Im Jahr 1915 traf die Schweizerische Landesbibliothek ein Übereinkommen mit den Schweizer Verlegern, in dem diese der Bibliothek ein gratis Exemplar von jedem verlegten Titel zusicherten. Im Jahr 1928 wurde der Schweizerische Gesamtkatalog ins Leben gerufen, 60 Jahre später, im Jahr 1991 wurde das Schweizerische Literaturarchiv (SLA), das auf Anregung von Friedrich Dürrenmatt geschaffen wurde, eingeweiht. Neben dem Nachlass von Dürrenmatt bildete die Handschriften-Sammlung der Landesbibliothek den Grundstock des SLA. Es sammelt seit seiner Gründung literarische Nachlässe aus allen vier Sprachregionen und seit 2011 ausgewählte Verlagsarchive.

1993 führte die Schweizerische Landesbibliothek den ersten, mit der Bibliothekssoftware von VTLS informatisierte elektronischen Katalog, ein, ein Jahr später, im Jahr 1994, machte sie den Online-Katalog Helveticat öffentlich zugänglich. 1995 beteiligte sich die Schweizerische Landesbibliothek an der Gründung von Memoriav, dem Verein zur Erhaltung des audiovisuellen Kulturgutes der Schweiz. 2000 wurde das neugegründete Centre Dürrenmatt Neuchâtel (CDN) angegliedert.

1996 entstand auf Initiative der Graphischen Sammlung der Landesbibliothek der Schweizerische Plakatgesamtkatalog (CCSA, Catalogue collectif des affiches suisses). Er führt die wichtigsten Plakatbestände der Schweiz zu einer einzigen virtuellen Schweizer Plakatsammlung zusammen.

Im Jahr 2003 ging die Website SwissInfoDesk, eine kommentierte Liste von relevanten Links zu Schweizer Themen, online. Vier Jahre später, im Jahr 2005, begann die Schweizerische Landesbibliothek das Projekt Virtuelle Auskunft über die Schweiz, eine Partnerschaft von Bibliotheken in der Schweiz und im Ausland, die bereit sind, in ihrem jeweiligen Themenbereich Anfragen aus dem Publikum zu beantworten, welche die Partnerbibliotheken einander weiterleiten.

2007 erhielt die Bibliothek den heutigen Namen. 2008 wurde die online Archivdatenbank HelveticArchives freigeschaltet, die die Sammlungen des Schweizerischen Literaturarchivs und der Graphischen Sammlung erschliesst. Seit 2011 sind auch die elektronischen Sammlungen, die sogenannten eHelvetica, für Recherchen zugänglich. Die Strategie 2012–2019 der Schweizerischen Nationalbibliothek steht unter dem Motto Die Zukunft ist digital. Aber das Papier bleibt. Damit stellt sie sich auf die neue gesellschaftliche Entwicklungen ein, führt aber gleichzeitig ihre hergebrachten Aufgaben weiter.

Baugeschichte

Der Neubau ca. 1936
Der Haupteingang mit dem früheren Namen "Schweizerische Landesbibliothek"

Bereits zur Zeit der Helvetischen Republik um 1800 wurde ein Projekt für eine Schweizerische Nationalbibliothek entworfen, konnte aber nicht realisiert werden. Der erste Standort war 1895 eine Vierzimmerwohnung ohne elektrische Beleuchtung und ohne Telefonanschluss an der Christoffelgasse 7 in Bern. 1899 erfolgte der Umzug in das Gebäude des Bundesarchivs und 1931 an die heutige Adresse Hallwylstrasse 15 im Berner Kirchenfeldquartier.

An diesem Ort war nach landesweitem Wettbewerb 1927 in den Jahren 1929 bis 1931 nach den Plänen der Architekten Oeschger, Kaufmann und Hostettler ein Neubau, der als früher Vertreter der architektonischen Moderne («Neues Bauen») heute unter Denkmalschutz steht. Dabei sind die einzelnen Gebäudeteile im Sinne des Funktionalismus klar voneinander getrennt.

Das achtgeschossige Büchermagazin, konsequent als Hochhaus ausgebildet und auf dem Ausbauraster von 1,52 m aufgebaut, das gleichzeitig den Achsabstand der Regale wie der Fensterachsen entspricht, bildet gleichsam das Rückgrat des Gebäudes, angelagerte Verwaltungstrakte ergänzen die Figur zu einer Art Ehrenhof, die auf das gegenüberliegende Gymnasium reagiert. In der Mitte liegt der oberlichtbeleuchtete Lesesaal, der so ins eigentliche Zentrum der Anlage gerückt wird. Zwischen 1994 und 1997 wurde ein neues Büchermagazin, bestehend aus sieben unterirdischen Stockwerken, gebaut. 2001 bezog die Bibliothek wieder ihre alten Räumlichkeiten, nachdem diese durch Bauarbeiten bedeutend renoviert und vergrössert wurden. Ein zweites unterirdisches Magazin wurde im Jahr 2009 eröffnet. Dieses besteht aus vier Stockwerken. Zur Schweizerischen Nationalbibliothek gehört auch das im Jahr 2000 in Neuenburg eröffnete Centre Dürrenmatt Neuchâtel (CDN), das aus Dürrenmatts Privathaus nach Plänen von Mario Botta umgebaut wurde.

Im Gegensatz zu anderen Ländern wie Deutschland oder Frankreich ist die Abgabe eines Pflichtexemplars in der Schweiz nicht gesetzlich verankert. Die NB hat mit dem Schweizer Buchhändler- und Verleger-Verband (SBVV) und der Société des Libraires et Éditeurs de la Suisse romande (SLESR, heute ASDEL) eine Vereinbarung über die Abgabe eines Gratisexemplars getroffen. Schweizer Vereine, Firmen und andere Körperschaften sowie Schweizer Autoren sind gehalten, von ihren Publikationen, die ausserhalb des Verlags- und Buchhandels erscheinen (so genannte «Graue Literatur»), der NB ebenfalls ein Exemplar zur Verfügung zu stellen.

Lesesaal

Die Schweizerische Nationalbibliothek ist eine Mischung zwischen Leih- und Präsenzbibliothek. Medien, die sehr wertvoll oder älter als 50 Jahre sind, dürfen nur im Lesesaal benutzt werden. Die 1900 eröffnete Ausleihe ist für alle Benützer gratis. Einschreiben lassen kann sich, wer volljährig ist und festen Wohnsitz in der Schweiz hat.

Seit 2003 bietet die Bibliothek ihre diversen Recherchedienstleistungen unter dem Namen SwissInfoDesk an. Für die selbständige Suche hat sie eine Liste mit relevanten Links zum Thema Schweiz zusammengestellt, die laufend ergänzt und aktualisiert wird.

Seit 2006 informiert die Schweizerische Nationalbibliothek auf ihrer Webseite über die bestehenden kantonalen und regionalen schweizerischen Bibliografien und über die schweizerischen Fach- und Spezialbibliografien.

Helveticat ist der Online-Katalog (OPAC) der NB. Im Helveticat nachgewiesen sind alle Monografien, Musikalien, Mikroformen, Multimedia, Karten und Atlanten, hingegen nur ein Teil der Zeitungen und Zeitschriften, die sich in der NB befinden. Daneben enthält Helveticat auch Einträge zu Tondokumenten der Schweizer Nationalphonothek (FN) in Lugano. Das älteste gedruckte Buch, das im Helveticat verzeichnet ist, stammt aus dem Jahre 1465. Die Sacherschliessung erfolgt erst seit 1998 im Helveticat.

HelveticArchives ist die Archivdatenbank der NB. Sie ging am 23. Mai 2008, dem 100. Geburtstag von Annemarie Schwarzenbach, online. Nach und nach werden die gesamten Archivbestände der NB darin nachgewiesen; bereits verfügbar sind digitalisierte Fotos von Annemarie Schwarzenbach.

Unter dem Namen ISplus ist auch das Gesamtverzeichnis der Schweizer Gedächtnisinstitutionen in HelveticArchives integriert. ISplus dient zugleich als Schweizer ISIL-Verzeichnis. Ebenfalls integriert ist das Repertorium der handschriftlichen Nachlässe in Archiven und Bibliotheken der Schweiz.

Weitere Online-Findmittel der NB sind die Schweizer Plakatsammlung, der Schweizerische Zeitschriftengesamtkatalog RP/VZ (seit Mitte 2002 nicht mehr aktualisiert und durch das Schweizer Zeitschriftenportal ZSP ersetzt), die Schweizerische Nationalbibliografie Das Schweizer Buch und die Datenbank der Fachbibliografie zur Schweizer Geschichte.

  • Olivier Bauermeister, Pierre Louis Surchat (Konzept und Red.): 1895–1995: das Buch zum Jubiläum. Schweizerische Landesbibliothek = le livre du centenaire : Bibliothèque nationale suisse = il libro del centenario : Biblioteca nazionale svizzera = il cudesch dal tschientenari : Biblioteca naziunala svizra : miscellanea. Schweizerische Landesbibliothek, Bern 1995.
  • Walther Fuchs: . In: Walther Fuchs, Susanne Bieri (Hrsg.): BIBLIOTHEKN BAUEN. Tradition und Vision – BUILDING FOR BOOKS. Traditions and Visions. Birkhäuser, Basel 2001, S. 305–375.
  • Pierre Surchat: In: Historisches Lexikon der Schweiz.
  • Monica Bilfinger: Die Schweizerische Landesbibliothek in Bern. (Schweizerische Kunstführer, Nr. 696 [i. e. 694], Serie 70). Hrsg. Gesellschaft für Schweizerische Kunstgeschichte GSK. Bern 2001, ISBN 3-85782-696-7.
  • Jean-Philippe Accart: Der Schweizerische Gesamtkatalog (GK). In: Arbido, 2005, Nr. 1–2 (Jan.–Feb.), S. 28–29 (Memento vom 28. November 2011 im Internet Archive).
  • Jean-Philippe Accart: Noch Fragen zur Schweiz? SwissInfoDesk. In: IFLA Annual Conference, Oslo, 2005 ().
  • Schweizerische Nationalbibliothek - 125 Jahre = Bibliothèque nationale suisse - 125 ans = Biblioteca nazionale svizzera - 125 anni = Biblioteca naziunala svizra - 125 onns / Herausgeberin: Schweizerische Nationalbibliothek ; Redaktion: Cathy Strahm (NB), Hannes Mangold (NB); Bern : Schweizerische Nationalbibliothek, 2020. ISBN 9783908189022
Commons: Schweizerische Nationalbibliothek – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien
  1. (Memento desOriginals vom 22. Mai 2012 im Internet Archive) Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe Original- und Archivlink gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.Vorlage:Webachiv/IABot/www.nb.admin.ch, abgerufen am 4. Oktober 2016.
  2. Aurel Schmidt: Abgerufen am 13. September 2016
  3. Das Werk, Bd. 14 (1927) Heft 11, S. XXVII: Ein erster Preis wurde nicht vergeben: Erstrangiert die Arbeit ‹Programm› der Gebrüder Oeschger, zweitrangiert ‹Mac Allan› von Josef Kaufmann, drittrangiert ‹Gutenberg› von Emil Hostettler.
  4. Die Schweizerische Landesbibliothek in Bern. In: Das Werk. Bd. 18 (1931) Heft 11. S. 321–351 ().
  5. Die Schweizerische Landesbibliothek in Bern. In: Schweizerische Bauzeitung. Bd. 99 (1931), Heft 1. S. 4–8, 4 Tafeln; Schweizerische Bauzeitung. Bd. 99 (1931), Heft 2. S. 16–17
Normdaten (Körperschaft): GND:(, ) | LCCN: | VIAF:

Schweizerische Nationalbibliothek
schweizerische, nationalbibliothek, sitz, bern, sprache, beobachten, bearbeiten, französisch, bibliothèque, nationale, suisse, italienisch, biblioteca, nazionale, svizzera, rätoromanisch, biblioteca, naziunala, svizra, befindet, sich, bern, ende, 2006, lautete. Schweizerische Nationalbibliothek Schweizerische Nationalbibliothek mit Sitz in Bern Sprache Beobachten Bearbeiten Die Schweizerische Nationalbibliothek NB franzosisch Bibliotheque nationale suisse BN italienisch Biblioteca nazionale svizzera BN ratoromanisch Biblioteca naziunala svizra BN i befindet sich in Bern Bis Ende 2006 lautete ihr deutscher Name Schweizerische Landesbibliothek SLB Die Schweizerische Nationalbibliothek ist eine Institution des Bundesamtes fur Kultur BAK innerhalb des Eidgenossischen Departementes des Innern EDI Schweizerische NationalbibliothekAufnahme aus dem Jahr 2012Grundung 1895Bestand 5 6 Millionen MedieneinheitenBibliothekstyp NationalbibliothekOrt 3005 Bern Hallwylstrasse 15 46 941444 7 449667 Koordinaten 46 56 29 2 N 7 26 58 8 O CH1903 600840 198929ISIL CH 000001 5Betreiber Schweizerische EidgenossenschaftLeitung Marie Christine Doffey seit 1 April 2005 Website https www nb admin ch Die Bibliothek hat den gesetzlichen Auftrag alle Publikationen zu sammeln zu erschliessen zu erhalten und zu vermitteln die in der Schweiz erscheinen sich auf die Schweiz oder auf Personen mit schweizerischem Burgerrecht oder Wohnsitz beziehen oder von schweizerischen oder mit der Schweiz verbundenen Autoren geschaffen oder mitgestaltet werden und zwar unabhangig von der Sprache Die Schweizerische Nationalbibliothek ist die erste Anlaufstelle fur Helvetica Seit 1992 betrifft dies nicht mehr nur gedruckte Werke sondern auch andere Informationstrager Ferner sammelt die NB Publikationen von internationalen Organisationen die ihren Sitz in der Schweiz haben bspw UNO WHO etc oder die NB vertraglich zur Depositarin in der Schweiz bestimmt haben Die Nationalbibliothek hat derzeit einen Bestand von 5 6 Millionen Medien 1 sie hat 120 Vollzeitstellen und ihr Budget betrug 2008 rund 32 Millionen Franken 2 Inhaltsverzeichnis 1 Geschichte 1 1 Chronologie 1 2 Baugeschichte 2 Erwerbung 3 Benutzung 4 Online Findmittel 5 Literatur 6 Siehe auch 7 Weblinks 8 EinzelnachweiseGeschichte BearbeitenChronologie Bearbeiten Logo Corporate Design Bund Friedrich Durrenmatt Initiiert wurde die damalige Landesbibliothek vom Zurcher Dialektologen und Bibliothekar Friedrich Staub im Jahre 1891 1894 genehmigten der Standerat und der Nationalrat den Bundesbeschluss uber die Grundung einer Schweizerischen Landesbibliothek 1895 nahm diese ihre Tatigkeit auf Der Umzug in neue Raumlichkeiten im Jahr 1899 ermoglichte der Bibliothek die Sammlungen fur das Publikum zu offnen 1901 erschien zum ersten Mal das Bibliographische Bulletin der Schweizerischen Landesbibliothek welches aufgrund ihrer Neuzugange von der Schweizerischen Landesbibliothek herausgegeben wurde Bereits in den ersten Jahren des Bestehens wurden neben Monografien und Periodika auch Handschriften grafische Blatter und auch Fotografien gesammelt Eingang Publikumsraume 1911 wurde das Bundesgesetz betreffend die schweizerische Landesbibliothek im Bundesblatt der schweizerischen Eidgenossenschaft veroffentlicht Im Jahr 1915 traf die Schweizerische Landesbibliothek ein Ubereinkommen mit den Schweizer Verlegern in dem diese der Bibliothek ein gratis Exemplar von jedem verlegten Titel zusicherten Im Jahr 1928 wurde der Schweizerische Gesamtkatalog ins Leben gerufen 60 Jahre spater im Jahr 1991 wurde das Schweizerische Literaturarchiv SLA das auf Anregung von Friedrich Durrenmatt geschaffen wurde eingeweiht Neben dem Nachlass von Durrenmatt bildete die Handschriften Sammlung der Landesbibliothek den Grundstock des SLA Es sammelt seit seiner Grundung literarische Nachlasse aus allen vier Sprachregionen und seit 2011 ausgewahlte Verlagsarchive 1993 fuhrte die Schweizerische Landesbibliothek den ersten mit der Bibliothekssoftware von VTLS informatisierte elektronischen Katalog ein ein Jahr spater im Jahr 1994 machte sie den Online Katalog Helveticat offentlich zuganglich 1995 beteiligte sich die Schweizerische Landesbibliothek an der Grundung von Memoriav dem Verein zur Erhaltung des audiovisuellen Kulturgutes der Schweiz 2000 wurde das neugegrundete Centre Durrenmatt Neuchatel CDN angegliedert 1996 entstand auf Initiative der Graphischen Sammlung der Landesbibliothek der Schweizerische Plakatgesamtkatalog CCSA Catalogue collectif des affiches suisses Er fuhrt die wichtigsten Plakatbestande der Schweiz zu einer einzigen virtuellen Schweizer Plakatsammlung zusammen Im Jahr 2003 ging die Website SwissInfoDesk eine kommentierte Liste von relevanten Links zu Schweizer Themen online Vier Jahre spater im Jahr 2005 begann die Schweizerische Landesbibliothek das Projekt Virtuelle Auskunft uber die Schweiz eine Partnerschaft von Bibliotheken in der Schweiz und im Ausland die bereit sind in ihrem jeweiligen Themenbereich Anfragen aus dem Publikum zu beantworten welche die Partnerbibliotheken einander weiterleiten 2007 erhielt die Bibliothek den heutigen Namen 2008 wurde die online Archivdatenbank HelveticArchives freigeschaltet die die Sammlungen des Schweizerischen Literaturarchivs und der Graphischen Sammlung erschliesst Seit 2011 sind auch die elektronischen Sammlungen die sogenannten eHelvetica fur Recherchen zuganglich Die Strategie 2012 2019 der Schweizerischen Nationalbibliothek steht unter dem Motto Die Zukunft ist digital Aber das Papier bleibt Damit stellt sie sich auf die neue gesellschaftliche Entwicklungen ein fuhrt aber gleichzeitig ihre hergebrachten Aufgaben weiter Baugeschichte Bearbeiten Der Neubau ca 1936 Der Haupteingang mit dem fruheren Namen Schweizerische Landesbibliothek Bereits zur Zeit der Helvetischen Republik um 1800 wurde ein Projekt fur eine Schweizerische Nationalbibliothek entworfen konnte aber nicht realisiert werden Der erste Standort war 1895 eine Vierzimmerwohnung ohne elektrische Beleuchtung und ohne Telefonanschluss an der Christoffelgasse 7 in Bern 1899 erfolgte der Umzug in das Gebaude des Bundesarchivs und 1931 an die heutige Adresse Hallwylstrasse 15 im Berner Kirchenfeldquartier An diesem Ort war nach landesweitem Wettbewerb 1927 3 in den Jahren 1929 bis 1931 nach den Planen der Architekten Oeschger Kaufmann und Hostettler ein Neubau der als fruher Vertreter der architektonischen Moderne Neues Bauen heute unter Denkmalschutz steht Dabei sind die einzelnen Gebaudeteile im Sinne des Funktionalismus klar voneinander getrennt Das achtgeschossige Buchermagazin konsequent als Hochhaus ausgebildet und auf dem Ausbauraster von 1 52 m aufgebaut das gleichzeitig den Achsabstand der Regale wie der Fensterachsen entspricht bildet gleichsam das Ruckgrat des Gebaudes angelagerte Verwaltungstrakte erganzen die Figur zu einer Art Ehrenhof die auf das gegenuberliegende Gymnasium reagiert In der Mitte liegt der oberlichtbeleuchtete Lesesaal der so ins eigentliche Zentrum der Anlage geruckt wird 4 5 Zwischen 1994 und 1997 wurde ein neues Buchermagazin bestehend aus sieben unterirdischen Stockwerken gebaut 2001 bezog die Bibliothek wieder ihre alten Raumlichkeiten nachdem diese durch Bauarbeiten bedeutend renoviert und vergrossert wurden Ein zweites unterirdisches Magazin wurde im Jahr 2009 eroffnet Dieses besteht aus vier Stockwerken Zur Schweizerischen Nationalbibliothek gehort auch das im Jahr 2000 in Neuenburg eroffnete Centre Durrenmatt Neuchatel CDN das aus Durrenmatts Privathaus nach Planen von Mario Botta umgebaut wurde Erwerbung BearbeitenIm Gegensatz zu anderen Landern wie Deutschland oder Frankreich ist die Abgabe eines Pflichtexemplars in der Schweiz nicht gesetzlich verankert Die NB hat mit dem Schweizer Buchhandler und Verleger Verband SBVV und der Societe des Libraires et Editeurs de la Suisse romande SLESR heute ASDEL eine Vereinbarung uber die Abgabe eines Gratisexemplars getroffen Schweizer Vereine Firmen und andere Korperschaften sowie Schweizer Autoren sind gehalten von ihren Publikationen die ausserhalb des Verlags und Buchhandels erscheinen so genannte Graue Literatur der NB ebenfalls ein Exemplar zur Verfugung zu stellen Benutzung Bearbeiten Lesesaal Die Schweizerische Nationalbibliothek ist eine Mischung zwischen Leih und Prasenzbibliothek Medien die sehr wertvoll oder alter als 50 Jahre sind durfen nur im Lesesaal benutzt werden Die 1900 eroffnete Ausleihe ist fur alle Benutzer gratis Einschreiben lassen kann sich wer volljahrig ist und festen Wohnsitz in der Schweiz hat Seit 2003 bietet die Bibliothek ihre diversen Recherchedienstleistungen unter dem Namen SwissInfoDesk an Fur die selbstandige Suche hat sie eine Liste mit relevanten Links zum Thema Schweiz zusammengestellt die laufend erganzt und aktualisiert wird Seit 2006 informiert die Schweizerische Nationalbibliothek auf ihrer Webseite uber die bestehenden kantonalen und regionalen schweizerischen Bibliografien und uber die schweizerischen Fach und Spezialbibliografien Online Findmittel BearbeitenHelveticat ist der Online Katalog OPAC der NB Im Helveticat nachgewiesen sind alle Monografien Musikalien Mikroformen Multimedia Karten und Atlanten hingegen nur ein Teil der Zeitungen und Zeitschriften die sich in der NB befinden Daneben enthalt Helveticat auch Eintrage zu Tondokumenten der Schweizer Nationalphonothek FN in Lugano Das alteste gedruckte Buch das im Helveticat verzeichnet ist stammt aus dem Jahre 1465 Die Sacherschliessung erfolgt erst seit 1998 im Helveticat HelveticArchives ist die Archivdatenbank der NB Sie ging am 23 Mai 2008 dem 100 Geburtstag von Annemarie Schwarzenbach online Nach und nach werden die gesamten Archivbestande der NB darin nachgewiesen bereits verfugbar sind digitalisierte Fotos von Annemarie Schwarzenbach Unter dem Namen ISplus ist auch das Gesamtverzeichnis der Schweizer Gedachtnisinstitutionen in HelveticArchives integriert ISplus dient zugleich als Schweizer ISIL Verzeichnis Ebenfalls integriert ist das Repertorium der handschriftlichen Nachlasse in Archiven und Bibliotheken der Schweiz Weitere Online Findmittel der NB sind die Schweizer Plakatsammlung der Schweizerische Zeitschriftengesamtkatalog RP VZ seit Mitte 2002 nicht mehr aktualisiert und durch das Schweizer Zeitschriftenportal ZSP ersetzt die Schweizerische Nationalbibliografie Das Schweizer Buch und die Datenbank der Fachbibliografie zur Schweizer Geschichte Literatur BearbeitenOlivier Bauermeister Pierre Louis Surchat Konzept und Red 1895 1995 das Buch zum Jubilaum Schweizerische Landesbibliothek le livre du centenaire Bibliotheque nationale suisse il libro del centenario Biblioteca nazionale svizzera il cudesch dal tschientenari Biblioteca naziunala svizra miscellanea Schweizerische Landesbibliothek Bern 1995 Walther Fuchs Die Modernitat der Schweizerischen Landesbibliothek 1798 2001 In Walther Fuchs Susanne Bieri Hrsg BIBLIOTHEKN BAUEN Tradition und Vision BUILDING FOR BOOKS Traditions and Visions Birkhauser Basel 2001 S 305 375 Pierre Surchat Schweizerische Landesbibliothek SLB In Historisches Lexikon der Schweiz Monica Bilfinger Die Schweizerische Landesbibliothek in Bern Schweizerische Kunstfuhrer Nr 696 i e 694 Serie 70 Hrsg Gesellschaft fur Schweizerische Kunstgeschichte GSK Bern 2001 ISBN 3 85782 696 7 Jean Philippe Accart Der Schweizerische Gesamtkatalog GK In Arbido 2005 Nr 1 2 Jan Feb S 28 29 http www jpaccart ch publier les r seaux 2005 der schweizerische gesamtkatalog gk html Memento vom 28 November 2011 im Internet Archive Jean Philippe Accart Noch Fragen zur Schweiz SwissInfoDesk In IFLA Annual Conference Oslo 2005 PDF Schweizerische Nationalbibliothek 125 Jahre Bibliotheque nationale suisse 125 ans Biblioteca nazionale svizzera 125 anni Biblioteca naziunala svizra 125 onns Herausgeberin Schweizerische Nationalbibliothek Redaktion Cathy Strahm NB Hannes Mangold NB Bern Schweizerische Nationalbibliothek 2020 ISBN 9783908189022Siehe auch BearbeitenListe der Nachlasse in der Schweizerischen Nationalbibliothek Liste der Kulturguter in Bern im Stadtteil IV Kirchenfeld SchosshaldeWeblinks Bearbeiten Commons Schweizerische Nationalbibliothek Sammlung von Bildern Videos und Audiodateien Website der Schweizerischen 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