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Schwangerschaft

Die Schwangerschaft (fachsprachlich auch Gestation oder Gravidität, lateinisch graviditas) ist der Zeitraum, in dem eine befruchtete Eizelle im Körper einer werdenden Mutter, genannt Schwangere, zu einem Kind heranreift. Die Schwangerschaft bei Menschen dauert bei normalem Verlauf von der Befruchtung bis zur Geburt durchschnittlich 38 Wochen, mit einer Schwankungsbreite von mehreren Wochen. In den ersten acht Wochen nach der Befruchtung der Eizelle wird das heranreifende Kind als Embryo bezeichnet. Nachdem die inneren Organe ausgebildet sind (ab der neunten Entwicklungswoche), wird die Bezeichnung Fötus (auch Fetus) verwendet.

Schwangere Frau
Entwicklungsstadien des Kindes während der Schwangerschaft
Eine Frau im achten Monat der Schwangerschaft

Inhaltsverzeichnis

Das Adjektiv schwanger (ahd. swangar, mhd. und mnd. swanger) ist in unveränderter Bedeutung seit dem 8. Jahrhundert nachweisbar, also schon in einigen der ältesten Zeugnisse der deutschen Sprache. Die weitere Herleitung ist nicht ganz klar. Eine exakte Entsprechung findet sich nur im niederländischen zwanger, das indes eine späte Entlehnung (16./17. Jh.) aus dem Deutschen darstellt. Sicher verwandt ist sonst nur das altenglische swongor, swangor, „schwer, schwerfällig, langsam, träge“, in dem sich wohl die ursprüngliche, auf indogermanisch su(e)nk (‚schwerfällig, schwanger, schwer sein‘) zurückführbare Bedeutung des Wortes (west- oder urgermanisch (?) *swangra) erhalten hat, anschließen lässt sich vielleicht auch litauisch sunkùs, „beschwerlich.“

Das Substantiv Schwangerschaft wird im Allgemeinen nur in Bezug auf Menschen gebraucht, bei anderen lebendgebärenden Säugetieren (Eutheria) spricht man von „Trächtigkeit“. In der Fachsprache der Medizin wird die Schwangerschaft auch mit den mit lateinischen Begriffen graviditas oder gestatio bezeichnet, eingedeutscht auch „Gravidität“ bzw. „Gestation“. Ereignisse, die während der Schwangerschaft eintreten, werden als „präpartal“, „antepartal“ oder „peripartal“ bezeichnet, so sie die Mutter betreffen (bspw. präpartale Blutung), hingegen als „pränatal“, „antenatal“ oder „perinatal“, so sie den Fötus betreffen (bspw. pränatale Wachstumsretardierung).

Redensartlich gibt es zahlreiche Umschreibungen für Schwangerschaft. Ein verbreiteter Euphemismus ist „in Umständen sein“ (auch in „anderen Umständen“ oder „besonderen Umständen“), ihm verdankt sich die Bezeichnung „Umstandskleidung“ für Kleidungsstücke, die dem „Babybauch“ schwangerer Frauen Rechnung tragen. Im Englischen entspricht ihm die Wendung interesting condition (wörtlich „interessanter Zustand“), der eine beträchtliche Rolle in der Deutung eines Werks der Weltliteratur zukommt: in William Makepeace Thackerays Roman Vanity Fair (1847/1848, dt. „Jahrmarkt der Eitelkeit“) bemerkt der Erzähler beiläufig, dass die Protagonistin Amelia Sedley – eine der keuschesten Jungfern der englischen Literatur – sich in einer most interesting situation befinde, dies allerdings schon im 26. Kapitel, also durchaus vor ihrer Hochzeit. „Ein Kind unter dem Herzen tragen“ geht auf Martin Luthers Bibelübersetzung zurück (Tob 4,4 und 2 Makk 7,27 ), wird aber ebenso wie „guter Hoffnung sein“ fast nur noch ironisch gebraucht. Veraltet sind „schweren Leibes“ oder auch „gesegneten Leibes sein/gehen“, und gehoben ausgedrückt „Mutterfreuden entgegensehen“. Ein derbes, aber weit verbreitetes Idiom ist „einen Braten in der Röhre haben.“ Neutral und allgemein gebräuchlich ist „ein Kind erwarten“, unverfänglich ist auch „werdende Mutter“ für „schwangere Frau“, ideologisch geladen ist jedoch die Bezeichnung „ungeborenes Kind“ und besonders stark aufgeladen „werdendes Leben“ für den Fötus, da sie in der gesellschaftlichen Debatte um den Schwangerschaftsabbruch vor allem von Abtreibungsgegnern (der „Lebensrechtsbewegung“) gebraucht wird, ihren Gegnern aber als Kampfbegriff gilt. In der Rechtswissenschaft wird an ihrer statt oft der zwar eigentlich gleichbedeutende, aber diskursiv neutrale lateinische Begriff Nasciturus („der geboren werden wird“) verwendet.

Positiver Schwangerschaftstest

Der Beginn der Schwangerschaft kann erst nach ein paar Tagen nach dem Geschlechtsverkehr auf verschiedene Art und Weise festgestellt werden. In der Abgrenzung zu Scheinschwangerschaften unterscheidet man zwischen unsicheren, wahrscheinlichen und sicheren Schwangerschaftszeichen. Das Ausbleiben der Monatsblutung, morgendliches Erbrechen und Übelkeit sind unsichere Schwangerschaftszeichen. Ein Schwangerschaftstest über die Messung der Konzentration des „Schwangerschaftshormons“ (hCG-Hormon) im Blut oder im Urin gilt als wahrscheinliches, jedoch nicht sicheres Schwangerschaftszeichen. Als sicher gilt der Nachweis eines Fötus, beispielsweise durch Sonografie, das Hören von Herztönen oder Fühlen von Kindsbewegungen.

Führt man die erste Ultraschalluntersuchung vor oder am Anfang der fünften Schwangerschaftswoche durch, kann trotz bestehender Schwangerschaft eine embryonale Anlage, insbesondere in der Nähe der Eileiter, zuweilen noch nicht dargestellt werden. Dies wird umgangssprachlich auch als Eckenhocker bezeichnet.

Hauptartikel: Schwangerschaftsdauer

Die Schwangerschaft dauert von der Befruchtung bis zur Geburt durchschnittlich 268 Tage. Üblicherweise wird die Dauer der Schwangerschaft jedoch ab dem ersten Tag der letzten Menstruation gerechnet, da dies für viele Frauen die einzig bekannte Bezugsgröße darstellt. Die Berechnung erfolgt mit der Naegele-Regel, in die außerdem die Dauer des Menstruationszyklus einfließt. Die Befruchtung findet nach dieser Rechenweise in der zweiten Schwangerschaftswoche (SSW) statt.

Die ab dem ersten Tag der letzten Menstruation gerechnete Schwangerschaft dauert durchschnittlich etwa 280 Tage oder 40 Wochen. Traditionell wird die Dauer der Schwangerschaft mit neun Monaten angegeben. Mediziner nehmen zur Vereinfachung jedoch Monate zu jeweils vier Wochen an (sogenannte Mondmonate, die ein bis zwei Tage kürzer als astronomische oder kalendarische Mondmonate sind, siehe Lunation); die Schwangerschaft dauert demnach zehn Mondmonate statt neun Kalendermonate.

Exakt am Tag des berechneten Termins kommen 4 Prozent der Kinder zur Welt, innerhalb von einer Woche (Termin ± 3 Tage) um den errechneten Geburtstermin herum 26 % und innerhalb von drei Wochen (= ± 10 d) um den errechneten Geburtstermin 66 %. Eine Geburt vor Vollendung der 37. Schwangerschaftswoche (–21 Tage) wird als Frühgeburt bezeichnet.

In Industrieländern wird, besonders in einem frühen Stadium der Schwangerschaft, der tatsächliche Fortschritt der Schwangerschaft anhand von Ultraschalluntersuchungen verifiziert.

Der Schwangerschaftsverlauf wird eingeteilt in drei Abschnitte zu drei Monaten (medizinisch Trimenon oder Trimester), beziehungsweise je 13 Schwangerschaftswochen. Die Bezeichnung Trimenon wurde von Ernst Moro eingeführt.

Das Alter der Schwangerschaft vom Tag der Empfängnis wird mit post conceptionem, p.c. bezeichnet. Da der Empfängnistermin (Syn. Konzeptionstermin) selten genau festgelegt werden kann, wird in der Medizin vom ersten Tag der letzten Menstruation an, post menstruationem (p.m.), gerechnet. Das Alter des Embryos/Fötus beträgt effektiv also etwa zwei Wochen weniger als die Schwangerschaftswoche (SSW). In der Folge wird, ohne weiteren Hinweis, die Schwangerschaftsdauer in SSW (p.m.) angegeben.

Erstes Trimenon

Im ersten Trimenon entwickelt sich der Embryo besonders rasch. Für die Schwangere geht der Beginn der Schwangerschaft mit sehr großen hormonellen Umstellungen einher, was bei etwa 50 bis 90 % der Betroffenen zu teilweise sehr stark ausgeprägter Übelkeit, bei 25 bis 50 % auch zu Erbrechen führt, die sich aber im weiteren Verlauf der Schwangerschaft meist wieder legt. Ab der dritten Woche kann die Empfindlichkeit der Brust zunehmen, meist einhergehend mit einem Spannungsgefühl. Da die meisten Spontanaborte (Abgänge) bis zur zwölften SSW vorkommen, wird bis zu diesem Zeitpunkt oft auf eine Bekanntgabe der Schwangerschaft verzichtet.

Erster Monat

Schwangerschaftswoche 3–4: Befruchtung und Einnistung
Hauptartikel: Embryogenese und Embryologie

Die natürlicherweise beim Geschlechtsverkehr beziehungsweise bei der (u. U. auch künstlichen) Insemination in die Vagina gelangten Spermien wandern durch die Gebärmutter (Uterus) bis in die Ampulle des Eileiters. Dort treffen sie auf die nach der Ovulation (Eisprung) vom Fimbrientrichter aufgenommene Eizelle. Nach dem Eindringen (Imprägnation) kommt es zur zweiten Reifeteilung mit Verlust eines Polkörperchens. Die beiden Chromosomensätze von Eizelle und Spermium verschmelzen miteinander (Konjugation) und bilden nun eine entwicklungsfähige Zelle (Zygote), die innerhalb von drei Tagen unter hormoneller Steuerung in die Gebärmutter wandert. In dieser Zeit erfolgen die Zellteilungen über die Morula zur Keimblase oder Blastozyste. 24 Stunden nach der Befruchtung beginnt aus den Zellen der frühen Form der Plazenta (Mutterkuchen) – dem so genannten Synzytiotrophoblast – die Produktion des Hormons hCG. Dieses stimuliert im Gelbkörper im Eierstock die Ausschüttung eines weiteren Hormons, Progesteron, welches den Eierstöcken signalisiert, dass für die nächste Zeit keine Eisprünge notwendig sind – die Menstruation bleibt aus. Gleichzeitig haben diese Hormone für die Auflockerung der Gebärmutterschleimhaut gesorgt, um die Einnistung der Blastozyste zu erleichtern. Die Einnistung in der Gebärmutterwand beginnt circa am fünften Tag nach der Befruchtung und ist nach 14 Tagen abgeschlossen. Bis dahin ist die Zwillingsbildung möglich. Die Blastozyste teilt sich nun in ihre äußere Schicht, den Trophoblasten, woraus sich die Plazenta entwickelt, und den Embryoblasten, aus welchem der Embryo entsteht. Das die beiden Teile verbindende Gewebe wird zur Nabelschnur.

Zweiter Monat

Schwangerschaftswoche 5–8: Anlage der größeren Organe

Der Körper der Schwangeren stellt sich nun auf die Schwangerschaft ein. Dies ist sehr häufig mit Beschwerden wie morgendlicher Übelkeit, Brechreiz und Schwangerschaftserbrechen verbunden, die durch das Schwangerschaftshormon hCG ausgelöst werden. Darüber hinaus kommen oft starke Müdigkeit, Heißhungerattacken und Stimmungsschwankungen vor. Das erste Fruchtwasser beginnt sich zu bilden. Das Dehnen der Mutterbänder führt manchmal zu einem Ziehen in der Leistengegend.

Beim Embryo beginnt sich in der sechsten Woche allmählich die Wirbelsäule zu bilden. Das Neuralrohr, aus dem Gehirn und Rückenmark entstehen, schließt sich Ende der sechsten Woche. Im Ultraschall kann jetzt die Herzaktivität nachgewiesen werden. In der siebten Woche beginnen Kopf und Rumpf Form anzunehmen. Es sind kleine Knospen zu erkennen, aus denen sich später die Gliedmaßen entwickeln. Der Embryo misst jetzt ca. 3 bis 8 mm (Scheitel-Steiß-Länge). Ende der achten Woche sind an den Handplatten die Stellen erkennbar, wo sich später die Finger ausbilden werden. Augen- und Ohranlagen werden sichtbar. Allmählich werden alle Organe und Organsysteme angelegt. In der achten SSW misst der Embryo 9 bis 15 mm, sein Herz schlägt 140- bis 150-mal in der Minute.

Dritter Monat

Darstellung von Kindesbewegungen mit 3D-Ultraschall mit 12 Schwangerschaftswochen
Schwangerschaftswoche 9–12: Weitere Ausdifferenzierung

Die Blutmenge im mütterlichen Kreislauf erhöht sich von ca. 5 auf 6,5 l, um die Versorgung des Fötus zu gewährleisten. Aufgrund der größeren Blutmenge schlägt das Herz schneller, was die körperliche Leistungsfähigkeit herabsetzt. Als Folge der hormonellen Gefäßerweiterungen können Besenreiser oder Krampfadern auftreten. Gelegentlich kommt es auch zu einer verstopften Nase, Nasenbluten oder Zahnfleischbluten. Östrogene bewirken eine vermehrte Flüssigkeitseinlagerung im Gewebe. Das Hormon Progesteron führt zu einer Entspannung der Muskulatur. Da davon auch die Schließ-Muskulatur betroffen ist, ist oft ein erhöhter Harndrang zu bemerken. Dies wird verstärkt durch den erhöhten Stoffwechsel zwischen der Schwangeren und dem Embryo, auch durch die stetige Erneuerung des Fruchtwassers.

Ende der neunten Woche sind erste Ansätze für die Ausbildung von Zehen und Nase zu erkennen, in der zehnten Woche auch der Ohrmuscheln. Die Netzhaut pigmentiert sich. Das Augenpaar steht weit auseinander; die Augen sind zunächst offen, die Augenlider beginnen sich zu bilden. Erste Bewegungen sind möglich. Ende der zehnten SSW sind alle Organanlagen vorhanden. Die Knospen für die 20 Milchzähne werden ausgebildet. Der Embryo ist am Ende dieser Phase (Ende zwölfte Schwangerschaftswoche) 5 bis 6 cm groß und wiegt etwa 14 g. Die Embryonalperiode wird nun von der Fetogenese abgelöst.

Zweites Trimenon

Im zweiten Schwangerschaftsabschnitt verschwinden meist die anfänglichen Komplikationen wie Übelkeit. Deshalb, und weil das Risiko einer Fehlgeburt jetzt deutlich abgenommen hat, empfinden viele Frauen diese Zeit als sehr angenehm. Hatten manche im 1. Trimenon noch mit Wechselbädern der Gefühle zu kämpfen, ist dieses Trimenon meist gekennzeichnet von Ausgeglichenheit und Zufriedenheit. Aus diesen Gründen wird das zweite Trimenon von Hebammen als idealer Zeitraum für Reisen angesehen. Die ersten Bewegungen des Fötus werden jetzt spürbar.

Vierter Monat

Linea nigra
Schwangerschaftswoche 13–16: Kindsbewegungen

Die stabilere Phase der Schwangerschaft beginnt jetzt. Die Hormonproduktion aus dem Eierstock wird nicht mehr benötigt, da die Plazenta so weit ausgereift ist, dass sie die schwangerschaftserhaltenden Hormone selbst bilden kann. Deshalb ist die hCG-Konzentration ab der zwölften SSW weniger hoch, eine eventuell vorhandene morgendliche Übelkeit bessert sich jetzt in der Regel. Die Gewichtszunahme beträgt nach Faustregel ca. 1 bis 1,5 kg pro Monat, beziehungsweise ca. 250 g pro Woche. Rötliche oder bräunliche Schwangerschaftsstreifen können aufgrund der Dehnung des Bindegewebes auftreten. Häufig tritt eine dunkle Linie (Linea nigra) auf, die zwischen Bauchnabel und Schambein verläuft. Diese hormonbedingte Farbveränderung bildet sich in der Regel nach der Schwangerschaft zurück. Die vermehrten Wassereinlagerungen können zur Schwellung von Armen und Beinen beziehungsweise Händen und Füßen führen.

Beim Fötus setzt im vierten Monat ein rasches Wachstum ein, die Organe bilden sich weiter aus. Die Augenlider schließen sich und öffnen sich erst in drei Monaten wieder. Spontane Bewegungen von Kopf, Armen und Beinen setzen ein. Die Schluckmuskulatur entwickelt sich. Die Lunge und das Verdauungssystem entwickeln sich weiter, indem der Fötus durch Zusammenziehen und Ausdehnen des Zwerchfells Fruchtwasser „ein- und ausatmet“ respektive „trinkt“, er hat Schluckauf. Speicheldrüsen, Magen, Nieren und Darm arbeiten bereits. Das geschluckte Fruchtwasser wird als Urin wieder ins Fruchtwasser abgegeben, welches alle zehn bis zwölf Stunden durch Neuproduktion ausgetauscht wird. Über die Plazenta erhält der Fötus Nährstoffe und Antikörper, gleichzeitig werden Abfallstoffe ausgeschieden. Das sogenannte Woll- oder Lanugohaar bildet sich. Es bildet sich bis zur Geburt wieder nahezu zurück. Gegen Ende dieses Schwangerschaftsmonats entwickeln sich die Genitalien. Das Geschlecht kann bei günstiger Lage des Ungeborenen per Ultraschall festgestellt werden. Der Fötus ist in der 16. SSW ca. 10 cm groß und wiegt bis zu 100 g. Sein Kopfdurchmesser ist ca. 35 mm.

Fünfter Monat

Schwangerschaftswoche 17–20: Kindsbewegungen meist spürbar

Die Gebärmutter ist jetzt etwa so groß wie eine Honigmelone und fast in Nabelhöhe. Ab der 18. bis 20. SSW sind für die Schwangere gewöhnlich die ersten Kindsbewegungen als feines, leichtes Kribbeln zu spüren. Ein relativ beschwerdefreier Schwangerschaftsabschnitt beginnt. In diesem Zeitraum können jedoch eventuell Veränderungen der Sehschärfe, Rückenschmerzen und Krämpfe in den Beinen auftreten.

Der Fötus misst am Ende des Monats 14 bis 16 cm und wiegt zwischen 150 und 300 g.

Sechster Monat

Schwangerschaftswoche 21–24: Kind beginnt, auf äußere Reize zu reagieren

Gegen Ende des Monats erreicht die Gebärmutter Nabelhöhe. Die Brüste vergrößern sich unter dem Einfluss der Hormone hCG, Östrogen und Progesteron. Eventuell kann Sodbrennen durch Lageveränderung des Magens auftreten.

Beim Fötus beginnt sich das Unterhautfettgewebe zu vermehren. Die Haut selbst wird von einer schützenden Fettschicht (Vernix caseosa, auch Käseschmiere) überzogen. Diese ermöglicht später ein leichteres Gleiten im Geburtskanal. Die Haut ist noch rötlich durchschimmernd, Finger- und Fußnägel sind fast vollständig entwickelt. Die Haare beginnen zu wachsen und die Verknöcherung des Skeletts schreitet voran. Ein rasches Wachstum des Gehirns setzt ein. Gegen Ende des Monats reagiert das werdende Kind auf akustische und optische Reize von außen (Stimmen, Schall, Licht). Ob zu diesem Zeitpunkt bereits Schmerzwahrnehmungen möglich sind, ist umstritten. Eine Analyse der vorhandenen Forschungsergebnisse kam zu dem Schluss, dass Schmerzempfindungen vor dem dritten Trimenon unwahrscheinlich sind. Am Ende des sechsten Monats ist der Fötus ca. 26 cm groß (vom Scheitel bis zur Sohle) und wiegt 500 g.

Drittes Trimenon

Im letzten Schwangerschaftsabschnitt reift der Fötus vollständig heran und der Körper der werdenden Mutter bereitet sich auf die Geburt vor. Für die Frau kann dieser Abschnitt hauptsächlich wegen des zusätzlichen Gewichts wieder unangenehmer sein, vor allem im Sommer. Durch eine intensivmedizinische Behandlung ist ein Überleben des Kindes bei einer Frühgeburt in diesem Zeitraum schon möglich.

Siebter Monat

Schwangere Frau in der 26. Woche
Schwangerschaftswoche 25–28: Öffnen der Augenlider

Bei der Schwangeren können die Wassereinlagerungen in Armen und Beinen aufgrund des hohen Austauschbedarfes an frischem Fruchtwasser zunehmen. Der sich ausbreitende Uterus drückt auf die Verdauungsorgane und die Lunge, die Folge sind Kurzatmigkeit und die Gefahr von Hämorrhoiden. Das zunehmende Gewicht kann im letzten Trimenon Rücken- und Fußschmerzen verursachen. Der Ausfluss aus den Brüsten (Kolostrum) kann einsetzen.

Gegen Ende des Monats öffnen sich die Augenlider des Fötus wieder. Er misst jetzt etwa 35 cm und wiegt etwa 1000 g. Ab ca. der 23. SSW hat das Kind bei einer Frühgeburt eine geringe Chance, außerhalb der Gebärmutter unter hohem intensivmedizinischem Aufwand zu überleben. Die Überlebenschancen in der 25. SSW betragen ca. 32 bis 43 %, in der 28. SSW 79 %. Je früher das Kind geboren wird, desto größer sind die Risiken bleibender gesundheitlicher Schäden. Vor Ende der 25. Woche liegt dieses Risiko bei 50 %.

Achter Monat

Schwangerschaftswoche 29–32: Erste Übungswehen

Jetzt können erste schmerzlose Kontraktionen (auch Senkwehen, Vorwehen, Übungswehen oder Vorbereitungswehen) auftreten. Der Bauch verhärtet sich durch rhythmisches Zusammenziehen der Gebärmutter. Eventuell werden jetzt auch Schließmuskel- und Blasenschwäche deutlich, was gegebenenfalls durch Training des Schließmuskels gelindert werden kann. Die größer werdende Gebärmutter verdrängt weiter die anderen im Bauchraum befindlichen Organe. Durch den gestörten pH-Wert der Vaginalschleimhaut können vermehrt Pilzinfektionen oder bakterielle Infektionen auftreten.

Bis auf die Lunge sind alle Organe des werdenden Kindes fast vollständig entwickelt. Am Ende des Monats misst es rund 40 cm und wiegt 1700 bis 2000 g.

Neunter Monat

Fötus in Schädellage
Schwangerschaftswoche 33–36: Senkung des Kindes

Die Schwangere hat im Durchschnitt 10–12 kg zugenommen. Gegen Ende der 36. SSW tritt der Kopf des Kindes in das kleine Becken ein, die Gebärmutter senkt sich etwas nach unten. Die Atmung fällt der Schwangeren so wieder leichter. Oft treten jetzt Schlafstörungen auf.

Ab der 35. SSW ist die Lungenreifung abgeschlossen. Die meisten ungeborenen Kinder (92 bis 93 %) liegen nun in der richtigen Geburtslage mit dem Kopf nach unten. Bis zur 37. SSW kann sich das Kind noch von einer Steißlage in die Schädellage drehen. Bewegungen sind dem Kind aber nur noch eingeschränkt möglich. Gegen Ende des Monats ist es ca. 45 cm groß und wiegt etwa 2800 g.

Zehnter Monat

Schwangerschaftswoche 37–40: Geburt steht bevor

Die durchschnittliche Gewichtszunahme der werdenden Mutter im Verlauf der Schwangerschaft beträgt ca. 10–15 kg. Das Gewicht stagniert bei vielen Schwangeren kurz vor der Geburt, kann sogar leicht abnehmen. Es können häufiger Vorwehen eintreten.

In den letzten Wochen nimmt das Kind vor allem an Gewicht zu. Über die Plazenta nimmt es Antikörper aus dem Blutkreislauf der Mutter auf. Das Baby misst bei der Geburt ca. 48 cm bis 54 cm und wiegt 2800 g bis 4000 g. Der Durchmesser des Kopfes liegt zwischen 9,5 cm und 10,5 cm.

Geburt

Hauptartikel: Geburt

Die Schwangerschaft endet in der Regel mit der Niederkunft der Mutter (der Geburt des Kindes). Sie kann sich durch folgende Symptome ankündigen:

  • durch das Einsetzen der Eröffnungswehen (Dauer ca. 30 bis 60 Sekunden, alle zehn Minuten über einen Zeitraum von ein bis zwei Stunden)
  • durch einen eventuell leicht blutigen Ausfluss infolge des sich lösenden Schleimpfropfes vom Muttermund (einige Tage vor der Geburt)
  • den Blasensprung (das Platzen der Fruchtblase)
  • Durchfall oder Erbrechen

Nach der Geburt beginnt die Schwangerschaftsrückbildung, also die Regeneration von Bauchdecke, Gebärmutter, Beckenbodenmuskulatur, Vaginalkanal, Vagina und Hormonhaushalt. Die Rückbildungsdauer ist individuell verschieden, dauert aber ungefähr so lange wie die Schwangerschaft.

Hauptartikel: Schwangerschaftsvorsorge

In Deutschland hat jede werdende Mutter einen Anspruch auf Betreuung durch eine Hebamme oder einen Arzt während der Schwangerschaft, bei der Geburt und einige Wochen nach der Geburt. Empfohlen sind, bei komplikationsloser Schwangerschaft, zunächst Besuche in einem Abstand von vier Wochen nach Bekanntwerden der Schwangerschaft, ab der 32. Schwangerschaftswoche in einem Abstand von zwei Wochen und bei Überschreitung des Geburtstermins schließlich alle zwei Tage. Alle Befunde werden in den Mutterpass (oder Mutter-Kind-Pass in Österreich) eingetragen.

Ultraschalluntersuchungen

Hauptartikel: Sonografie

Die Sonografie, umgangssprachlich Ultraschall, ist ein bildgebendes Verfahren, das die medizinische Praxis der vorgeburtlichen Untersuchungen in den letzten Jahrzehnten sehr verändert hat. Sie ermöglicht unter anderem eine Überwachung der Entwicklung des Fötus, die Feststellung von Mehrlingsschwangerschaften und des Geschlechts. Ultraschalluntersuchungen gelten als unbedenklich für den Fötus.

Bei adipösen Schwangeren ist die Darstellung des Kindes mittels Ultraschall schwieriger oder nicht einwandfrei möglich. Da es besonders bei übergewichtigen Frauen oft zu Fehlbildungen des Kindes kommt, empfehlen Experten, die Untersuchung in sitzender Position von oben oder in seitlich liegender Position von der Flanke aus durchzuführen.

Im Rahmen der allgemeinen Schwangerschaftsvorsorge sehen die deutschen Mutterschafts-Richtlinien drei Ultraschall-Untersuchungen vor.

Pränataldiagnostik

Hauptartikel: Pränataldiagnostik

Das Ziel der Pränataldiagnostik ist es, Erkrankungen der werdenden Mutter und Krankheiten oder Behinderungen (z. B. Down-Syndrom/Trisomie 21) beim heranwachsenden Kind bereits frühzeitig festzustellen beziehungsweise eine individuelle Wahrscheinlichkeit zu errechnen. Eine positive Diagnose impliziert oft einen Schwangerschaftsabbruch aus medizinischer Indikation, da eine Behandlung im Mutterleib (Therapie in utero) nur in wenigen Fällen möglich ist. Daher sind viele Untersuchungen umstritten. Ethisch fragwürdig ist unter anderem, wie ein ungeborenes Leben als lebenswert oder unlebenswert beurteilt werden kann, zumal sichere Aussagen zur nachgeburtlichen Entwicklung des Kindes nur in vergleichsweise wenigen Fällen möglich sind. Insbesondere die nicht-invasiven Methoden der Pränataldiagnostik wie beispielsweise die Nackentransparenz-Messung, das Erst-Trimester-Screening oder der Triple-Test können die Eltern oft stark psychisch belasten, da sie nie ein sicheres Ergebnis, sondern lediglich Wahrscheinlichkeiten anhand statistischer Durchschnittswerte angeben, indem sie z. B. das Alter der Mutter, den Zustand des Embryos usw. berücksichtigen. Hingegen gibt ein DNA-Test anhand einer Blutprobe der Mutter ab der 9. Schwangerschaftswoche ein sicheres Ergebnis ab, da hierbei die fetale DNA selbst untersucht wird, die sich ab dieser Schwangerschaftsphase im mütterlichen Blut nachweisen lässt. Mit dieser Methode ist auch ein Vaterschaftstest beim Ungeborenen möglich.

Risikoschwangerschaft

Siehe auch: Risikogeburt

Wesentliches Ziel der ärztlichen Betreuung ist die Erkennung von möglichen oder bereits vorhandenen Risiken für Schwangere und ihr Kind. Im Jahre 1990 wurden in Deutschland 34 % aller Schwangerschaften als Risikoschwangerschaft klassifiziert. Die Bayerische Arbeitsgemeinschaft zur Qualitätskontrolle spricht für das Jahr 2002 von 65 % und in Niedersachsen von etwa 73 %.

Der Anteil der Risikoschwangerschaften unter allen Schwangerschaften stieg von 2001 bis 2010 von 68,5 auf 73,4 Prozent. Tatsächlich kommen jedoch 95 % der in Deutschland geborenen Kinder gesund zur Welt. Die hohe Anzahl von so genannten „Risikoschwangerschaften“ lässt sich unter anderem dadurch erklären, dass viele Paare heutzutage Kinder erst recht spät einplanen. Risikoschwangere erhalten als Konsequenz durch die Krankenkassen über die Standardleistungen hinaus weitere ärztliche Leistungen wie häufigere Kontrollen, Überweisungen an entsprechende Spezialisten, den Einsatz weiterer diagnostischer Mittel wie zum Beispiel Fruchtwasseruntersuchung, Hormonanalysen oder gegebenenfalls die Einweisung in ein Geburtshilfliches Zentrum mit intensivmedizinischer Betreuung.

Folgende Faktoren führen unter anderem zur Einstufung einer Risikoschwangerschaft:

Während einer Schwangerschaft kann es bei der Mutter zu Störungen beziehungsweise Beeinträchtigungen kommen, die nur während der Schwangerschaft auftreten (medizinisch Gestosen). Für andere Erkrankungen wie zum Beispiel die tiefe Beinvenenthrombose oder die sehr seltene Sinusthrombose stellt die Schwangerschaftssituation ein erhöhtes Risiko dar; das für eine tiefe Beinvenenthrombose ist um Faktor 5 erhöht und trifft 1–2 Schwangere pro Tausend. Manche chronische Erkrankungen machen sich während der Schwangerschaft weniger bemerkbar: so kann die Schubhäufigkeit bei Schwangeren mit Multipler Sklerose oder Rheumatoider Arthritis während der Schwangerschaft reduziert sein.

Jedes Jahr sterben weltweit ca. 600.000 Frauen und Mädchen an Komplikationen während der Schwangerschaft oder Geburt, davon 99 % in Entwicklungsländern. In Afrika südlich der Sahara stirbt eine von 16 Frauen an den Folgen einer Schwangerschaft oder Geburt, da die Mehrzahl der Geburten auch bei Komplikationen ohne medizinische Betreuung stattfindet. In Industrieländern beträgt das Risiko 1:2800.

Schwangerschaftsspezifische Erkrankungen

Hauptartikel: Gestose

Nach dem Zeitpunkt ihres Auftretens wird die Gestose unterteilt in Früh- (Erstes Trimenon) und Spätgestose (Drittes Trimenon). Hauptvertreter sind übermäßiges Schwangerschaftserbrechen (Hyperemesis gravidarum) und schwangerschaftsinduzierter Bluthochdruck (Schwangerschaftshypertonie). Bluthochdruck kann ein Zeichen einer beginnenden Präeklampsie sein, daher wird er in der Schwangerschaftsvorsorge regelmäßig gemessen. Weitere Symptome sind Wassereinlagerungen (Ödeme) und Eiweißausscheidung im Urin. Die Eklampsie ist die schwerste Form einer Gestose, Symptome sind Krämpfe und/oder Bewusstlosigkeit. Die Patientinnen hatten meist zuvor eine Präeklampsie. Selten kann es auch zu einer Osteoporose kommen.

Psychische Erkrankungen in der Schwangerschaft

Eine groß angelegte englische Studie berichtet über die Häufung von Depressionen in der Schwangerschaft (siehe auch Schwangerschaftsdepressionen), circa 10 % aller Frauen sind hiervon betroffen. Die Symptome können extrem unterschiedlich sein. Hauptsymptom ist eine herabgesetzte Stimmung, wobei dies nicht Trauer im engeren Sinn sein muss, sondern von den betroffenen Patientinnen auch oft mit Begriffen wie „innere Leere“, „Verzweiflung“ und „Gleichgültigkeit“ beschrieben wird. Es dominieren negative Zukunftsaussichten und das Gefühl der Hoffnungslosigkeit. Das Selbstwertgefühl ist niedrig. Die depressive Symptomatik in der Schwangerschaft wird oft von schwangerschaftstypischen „Themen“ beeinflusst. Dies können etwa Befürchtungen in Bezug auf die Mutterrolle oder die Gesundheit des Kindes sein. Das erstmalige Auftreten einer psychotischen Störung in der Schwangerschaft ist selten. Häufiger verschlimmern sich bestehende psychotische Erkrankungen. Dies liegt zum einen an der besonderen biologischen und seelischen Situation der Schwangeren, zum anderen kann es durch eine Reduzierung oder ein Absetzen antipsychotischer Medikamente verursacht sein. Zwangsstörungen können sich in der Schwangerschaft verschlimmern. Bei der Panikstörung ist dies ebenfalls der Fall. Bei einigen Patientinnen, die vorher nur leichte Symptome hatten, kann es während der Zeit der Schwangerschaft zu einer massiven Häufung von Panikattacken kommen.

Suchtmittel und Medikamente

Baby mit typischen Gesichtsmerkmalen des Fetalen Alkoholsyndroms (kleine Augen, glattes Philtrum, schmale Oberlippe), ausgelöst durch Alkoholkonsum in der Schwangerschaft
Psychotrope Substanzen

Alkoholkonsum und Rauchen sind schädlich für das ungeborene Kind.

Alkoholkonsum

Eine englische Studie (2012), die etwa 4000 Schwangere umfasste, kam zu dem Ergebnis, dass sich auch kleine Mengen Alkohol auf die Intelligenz des Kindes negativ auswirken. Selbst geringer Alkoholkonsum während der Schwangerschaft kann zu alkoholbedingten Schädigungen (Fetal Alcohol Spectrum Disorder, FASD) führen; das Vollbild der Störung ist das fetale Alkoholsyndrom (FAS), eine Kombination schwerwiegender geistiger und körperlicher Schäden, die zu den häufigsten angeborenen Behinderungen in Deutschland zählt. Nach Schätzungen werden bundesweit jährlich 10.000 Babys mit FASD geboren, davon etwa 4000 mit FAS.

Rauchen

Rauchende Schwangere haben ein vermehrtes Risiko einer Fehlgeburt, eine Verdopplung der Häufigkeit einer Frühgeburt und weisen ein dreifach erhöhtes Risiko einer Totgeburt bzw. der perinatalen Mortalität auf. Das Risiko, dass das Kind eine Aufmerksamkeitsdefizit-/Hyperaktivitätsstörung (ADHS) aufweist, liegt bei Müttern, die während der Schwangerschaft rauchen, bei 16,5 %, sonst bei 4,6 % – es ist also 3,6 Mal höher als bei Nichtrauchenden. Rauchen während der Schwangerschaft erhöht ferner das Risiko für ein späteres kindliches Asthma und bewirkt ein deutlich niedrigeres Geburtsgewicht. Insbesondere kann es zum fetalen Tabaksyndrom führen.

Kokain und Heroin

Der Konsum von Kokain kann zu Fehlbildungen beim Kind und durch die gefäßverengende Wirkung zu Durchblutungsstörungen in unterschiedlichen Organen und zu Schwangerschaftskomplikationen führen, zum Beispiel zu vorzeitiger Plazentaablösung und Frühgeburt.

Plant eine drogenabhängige Frau schwanger zu werden, ist die Beendigung des Drogenkonsums vor dem Antritt der Schwangerschaft angezeigt, da die Wirkung der Drogen die Gesundheit des Fötus beeinträchtigt. Wird eine Heroin- (oder polytoxikoman-) abhängige Frau schwanger, ist die Aufnahme in ein Substitutionsprogramm angezeigt, da die regelhaft vorkommenden Schwankungen zwischen Sättigung/Überdosierung und Entzug eine Gefahr für die Schwangerschaft an sich und das ungeborene Kind im Besonderen darstellen. Der Nutzen einer Substitutionstherapie für Mutter und Kind übersteigt die Gefahren eines (möglichen) Entzugssyndroms des Neugeborenen, wenn die Mutter keinen Beikonsum betreibt. In einer Studie der TU Dresden wurde nachgewiesen, dass ca. 58,9 % der Personen, die an einem Substitutionsprogramm teilnehmen, Beikonsum betreiben. Die Substitution der Mutter hat Auswirkungen auf die Gesundheit und die Entwicklung des Fötus. Es gibt zahlreiche Gegenanzeigen der bei Schwangerschaft im Substitutionsprogramm verabreichten Medikamente. Diese sind in den jeweiligen Fach- und Gebrauchsinformationen und Beipackzetteln der Hersteller beschrieben und durch die Zulassung der Arzneimittel durch das BfArM beschrieben, wie zum Beispiel: Methadon.

Methadon

Methaddict: Es wurden neurologische Befunde mit Hörstörungen, geistigen und motorischen Entwicklungsverzögerungen, Augenanomalien und eine erhöhte Inzidenz von Otitis media beobachtet. Es wird empfohlen die Substitution mit Methadon vor der Geburt ausschleichend zu beenden. Wenn das Ausschleichen nicht möglich ist, muss der Entzug des Neugeborenen auf einer Kinderintensivstation durchgeführt werden.

L-Polamidon

L-Polamidon: Ein Zusammenhang zwischen dem Konsum von L-Polamidon und dem plötzlichen Kindstod wird angenommen. Es wurden neurologische Befunde mit Hörstörungen, geistige und motorische Entwicklungsverzögerungen und Augenanomalien und eine erhöhte Inzidenz von Otitis media beobachtet.

Subutex

Subutex: Es wurden Atemdepressionen bei Neugeborenen beobachtet, wenn gegen Ende der Schwangerschaft hohe Dosen Subutex (auch nach kurzer Dauer der Substitution) konsumiert wurden. Die Reproduktionstoxizität für Tiere wurde durch experimentelle Studien nachgewiesen. Bisher ist das potentielle Risiko in Bezug auf die Reproduktionstoxizität für die Schwangere und den Fötus unbekannt. Langzeitanwendung während der drei Monate vor der Geburt kann zum neonatalen Abstinenzsyndrom führen. Beobachtet wurden zum Beispiel Hypertonie, neonataler Tremor, neonatale Agitation, Myoklonus oder Krämpfe.

Ein hohes Risiko für die Gesundheit des Fötus stellt der Beikonsum, der zusätzlich zu der Teilnahme an einem Substitutionsprogramm ausgeführt werden kann, dar. Das Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte (BfArM) warnt „Ein missbräuchlicher nicht bestimmungsgemäßer Beikonsum von Drogen/Suchtstoffen/Arzneimitteln muss insbesondere in der Schwangerschaft und Stillzeit strikt vermieden werden.“ Der Beikonsum der Schwangeren während der Teilnahme an einem Substitutionsprogramm führt laut einer Studie von Ruthard Stachowske, die zwischen Oktober 1996 und Dezember 2006 in der Fachklinik und Jugendhilfeeinrichtung „Therapeutische Gemeinschaft Wilschenbruch“ in Lüneburg mit 100 untersuchten Schwangerschaften (von denen 24 Schwangerschaften unter Substitution mit Beikonsum stattfanden) durchgeführt wurde, zu folgenden Krankheiten: 22 von den geborenen Kindern litten unter neonatalem Abstinenzsyndrom bis zu 3 Monate nach dem Entzug; hatten Verhaltens- und emotionale Störungen. 21,7 % der befragten Mütter hatten eine Frühgeburt. Von 24 Müttern machten 21 Mütter falsche Angaben bei ihrem Substitutionsarzt, wie zum Beispiel gefälschte Drogentests. Weitere Krankheiten und Auffälligkeiten werden in der wissenschaftlichen Veröffentlichung der Forschungsarbeit beschrieben.

Naltrexon

Eine Naltrexon-Belastung (die Verabreichung eines Opioid-Gegenspielers) soll in der Schwangerschaft nicht vorhanden sein, da es dadurch zu Fehlgeburten und vorzeitigem Wehenbeginn kommen kann. Die vor- und nachgeburtliche Betreuung sollen der betreuende Gynäkologe und ein in Abhängigkeitsfragen geschulter Spezialist in Zusammenarbeit durchführen.

Marihuana

Zu Auswirkungen von Konsum von Marihuana während der Schwangerschaft sind die Daten inkonsistent. Sehr oft werden gleichzeitig andere Substanzen wie Zigaretten und Alkohol konsumiert; zudem könnten die Studienergebnisse durch soziodemographische Risikofaktoren verfälscht werden. Die verfügbaren Erkenntnisse lassen jedoch befürchten, dass das Wachstum des Fötus negativ beeinflusst wird.

Kokain und Crack

Werden während der Schwangerschaft Kokain und Crack konsumiert, erhöht sich das Risiko einer Frühgeburt. Auch das Risiko einer Plazentalösung steigt durch den Konsum dieser Drogen während der Schwangerschaft an. Des Weiteren erhöht Kokain die Wahrscheinlichkeit von Geburtsfehlern, neurologischen Problemen, Krämpfen und Entwicklungsproblemen.

Betäubungsmittel und Opiate

Findet während der Schwangerschaft ein erheblicher und dauerhafter Konsum von Betäubungsmitteln und Opiaten statt, hat dies schädigende Folgen für das Ungeborene. Es kann zu Wachstumsproblemen des Fötus, einer Frühgeburt, dauerhaften Schäden des Gehirns und einer unterdurchschnittlichen Kopfgröße kommen.

Amphetamine und Aufputschmittel

Es gibt wenig Informationen über jene Nebeneffekte, die durch den Konsum von Amphetaminen und Aufputschmitteln während einer Schwangerschaft auftreten. Es ist allerdings bekannt, dass diese Substanzen den Appetit zügeln, wodurch es zu einer Beeinträchtigung des Wachstums des Fötus kommen kann. Untersuchungen haben ergeben, dass ein erhöhtes Risiko von Wachstumsproblemen des Fötus, einschließlich einer kleinen Kopfgröße besteht. Zudem kann es zu einer Plazentalösung, dauerhaften Schäden des Gehirns des Fötus kommen. Der Konsum von Amphetaminen und Aufputschmitteln während einer Schwangerschaft kann dazu führen, dass der Fötus stirbt.

Medikamente

Fast alle Medikamente, auch nicht apothekenpflichtige, können auch auf das werdende Kind besondere Auswirkungen haben. Daher wird die Einnahme in der Regel mit dem behandelnden Arzt abgesprochen. Umfassende Übersichten zur Arzneimittelanwendung während Schwangerschaft und Stillzeit liegen vor; das deutsche Bundesministerium für Gesundheit bietet seit 2008 die Datenbank www.arzneimittel-in-der-schwangerschaft.de. Einige Medikamente haben teratogene Wirkung (beispielsweise Thalidomid (Contergan®)), das heißt, ihre Einnahme kann zu Fehlbildungen führen. Arzneimittel (auch rezeptfreie und pflanzliche) sollen während der Schwangerschaft nur nach Rücksprache mit einem Arzt oder Apotheker eingenommen werden.

Infektionen während der Schwangerschaft

Infektionen können zu Fehlgeburten führen und auf das ungeborene bzw. während der Geburt auf das neugeborene Kind übertragen werden und schwere Erkrankungen, bleibende Schäden und den Tod zur Folge haben. Da es bisher für wenige Infektionskrankheiten Impfungen gibt, sollte der Impfschutz der zukünftigen Mutter schon bei Kinderwunsch während der Familienplanung überprüft und ggf. ergänzt werden. Zum Beispiel können die in der Folge genannten Erreger in der Schwangerschaft gefährlich werden.

Bakterien:

Protozoen:

Viren:

Impfungen

Fällige Impfungen mit Totimpfstoffen können den werdenden Müttern nach aktuellen Empfehlungen des in Deutschland dafür zuständigen Robert Koch-Instituts im zweiten und dritten Drittel der Schwangerschaft bedenkenlos verabreicht werden; im ersten Drittel sollten dagegen nur dringend durchzuführende Totstoff-Impfungen vorgenommen werden. Vor einer Schwangerschaft erfolgte Totstoff-Impfungen sind kein Grund zum Aufschub einer Schwangerschaft. Kontraindiziert sind Impfungen mit Lebendimpfstoffen (wie gegen Masern, Mumps und Röteln) ab drei Monaten vor einer und während der gesamten Schwangerschaft. In der anschließenden Stillzeit sind Impfungen generell ohne Beschränkungen möglich.

Zur Impfung gegen COVID-19 siehe auch: COVID-19-Impfung in Deutschland#Impfung von Schwangeren und Stillenden

Allogene immunologische Komplikationen

Hat die Schwangere bestimmte Merkmale auf ihren Blutzellen nicht, die aber vom Vater auf das Kind im Mutterleib vererbt wurden, kann die Mutter diese Merkmale als fremd erkennen. Dann bildet die Mutter Antikörper gegen diese. Die Antikörper können in das Kind eindringen und dort die Merkmal-tragenden Blutzellen zerstören. Man spricht bei den Erythrozyten (roten Blutkörperchen) von Rhesus-Inkompatibilität, bei den Thrombozyten (Blutplättchen) von fetaler oder (nach der Geburt) neonataler Alloimmun-Thrombozytopenie und bei den neutrophilen Granulozyten (weiße Blutkörperchen) von fetaler bzw. neonataler Alloimmun-Neutropenie (FAIN bzw. NAIN).

Fehlgeburten

Hauptartikel: Fehlgeburt

In den ersten drei Monaten der Schwangerschaft ist das Risiko, eine Fehlgeburt zu erleiden, relativ groß. Schätzungsweise ein Viertel aller Schwangerschaften enden in den ersten zwölf Wochen (Frühabort). Es wird davon ausgegangen, dass bis zu 50 % der sich in der Gebärmutter einnistenden Eizellen als Frühabort enden. Diese Fehlgeburt wird als verspätete Monatsblutung angesehen und bleibt meist unbemerkt. Eine bewusst wahrgenommene Fehlgeburt kann ein stark traumatisches Erlebnis für eine Frau sein. Um eventuellen Enttäuschungen und dem sozialen Druck zu begegnen, ist es verbreitet, bis zum Ende der zwölften Schwangerschaftswoche mit der offiziellen Verkündung der Schwangerschaft zu warten.

Schwangerschaftsabbruch aus medizinischen Gründen

Hauptartikel: Schwangerschaftsabbruch

Im Gegensatz zu Früh- und Fehlgeburten wird bei einer Abtreibung die Schwangerschaft willentlich abgebrochen. Als medizinischer Grund wird eine gesundheitliche Gefährdung der Schwangeren oder eine ihr psychisch nicht zumutbare schwere Behinderung des Fötus angesehen. Abtreibungen aus medizinischen Gründen sind allerdings recht selten. In Deutschland wurden im Jahr 2007 insgesamt 116.871 Schwangerschaften abgebrochen, d. h. 17 pro 100 Geburten. 2014 waren es 99.700 Schwangerschaftsabbrüche, lediglich 4 % der Fälle erfolgten durch medizinische und kriminologische Indikationen.

Sonstige Beeinträchtigungen

Schwangerschaftsstreifen (Striae gravidarum) werden sichtbarer nach der Geburt durch Rückbildung des Bauches

Vor, während oder nach einer Schwangerschaft kann es zu weiteren Beeinträchtigungen kommen. Siehe hierzu:

Etwa 35 bis 50 % aller Schwangeren bekommen während ihrer Schwangerschaft eine Gingivitis.

Die Atmung der Mutter verändert sich in der Schwangerschaft: Eine erhöhte Atemfrequenz und tiefere Atemzüge erhöhen die Aufnahme von zusätzlichem Sauerstoff für das Kind. Weil dabei Kohlendioxid vermehrt ausgeatmet wird, kommt es zu einer leichten respiratorischen Alkalose des Blutes. Der mütterliche Kohlendioxidwert im arteriellen Blut wird mit 32mmHg als üblicher Wert angegeben. Gleichzeitig ist die Menge von Bikarbonat im Blut erniedrigt, so dass bei mangelnder Pufferkapazität Schwangere z. B. bei Atmungsproblemen schneller eine Azidose entwickeln.

Sodbrennen in der Schwangerschaft

Neben den bekannten Erscheinungen während einer Schwangerschaft wie Übelkeit und Rückenschmerzen kann Sodbrennen zu einem Problem werden. Eine Studie hat ergeben, dass mehr als 70 Prozent der Frauen während der Schwangerschaft unter anhaltendem Sodbrennen leiden, diese Beschwerden also mit zu den häufigsten während der Schwangerschaft zählen. Bei vielen Frauen tritt das Sodbrennen erst im letzten Drittel der Schwangerschaft auf und verschwindet nach der Geburt wieder. Für das Sodbrennen während der Schwangerschaft sind zwei Faktoren verantwortlich. Während der Schwangerschaft erzeugt der Mutterkuchen das Hormon Progesteron. Es bewirkt eine Entspannung des Uterusmuskels. Gleichzeitig wird der Schließmuskel, der zwischen der Speiseröhre und dem Magen liegt, mitentspannt. Die Magensäure kann somit in die Speiseröhre aufsteigen. Die Speiseröhre wird durch die Magensäure gereizt und es entsteht Sodbrennen. Außerdem wird durch das Hormon Progesteron die Verdauung der Frau verlangsamt, und das Kind ist am Ende der Schwangerschaft so weit herangewachsen, dass es den größten Teil des Bauchraums in Anspruch nimmt; dadurch wird der Magen nach oben gedrückt, gleichzeitig wird auch die Magensäure mit nach oben befördert. Das Aufsteigen der Magensäure wird durch diese Position des Magens begünstigt. Durch häufiges Hinlegen wird der Rückfluss der Magensäure ebenfalls erleichtert. Die typischen Symptome für Sodbrennen sind ein brennender Magen, eine brennende Speiseröhre und saures Aufstoßen. Bei anhaltendem Sodbrennen kann es dazu kommen, dass ein Übelkeitsgefühl auftritt. Laut Wissenschaftlern und Ärzten ist das Sodbrennen für Mutter und Kind nicht schädlich. Frauen, die unter schwangerschaftsbedingtem Sodbrennen leiden, sollten die klassischen Auslöser meiden. Wissenschaftler haben festgestellt, dass in 60 Prozent der Fälle die Ernährung während der Schwangerschaft das Sodbrennen auslöst. Schwangere sollten fettiges und reichliches Essen meiden, auch zu scharfes Essen ist ein guter Nährboden für Sodbrennen. Außerdem sollte man Stress verhindern. Um Sodbrennen in der Schwangerschaft zu verhindern, sollte die Schwangere enge Kleidung vermeiden. Sollte das Sodbrennen für die Schwangere zu unangenehm werden, raten Ärzte dazu einen Termin beim Frauenarzt wahrzunehmen, um über eine eventuelle medikamentöse Behandlung zu sprechen. Man kann Sodbrennen aber auch mit Hausmitteln wie Milch, Wasser oder Bananen entgegenwirken.

Gesunde und ausgewogene Ernährung ist wichtig für die Entwicklung des ungeborenen Kindes. Da viele Frauen während der Schwangerschaft zu Obstipation neigen, ist noch mehr als sonst auf eine ballaststoffreiche Mischkost zu achten. Diese sollte außerdem hochwertige Proteine enthalten (etwa 15 %), ausreichend Kohlenhydrate (55 %, möglichst keine schnell resorbierbaren, wegen herabgesetzter Glukosetoleranz) und Fette mit überwiegend ungesättigten Fettsäuren (30 %). Der durchschnittliche Energiebedarf einer Schwangeren beträgt ungefähr 2000 bis 2200 kcal/d, nach dem vierten Monat liegt er bei 2200 bis 2500 kcal/d.

Übergewicht der Mutter führt häufig zu gesundheitlichen Problemen, Geburtsstörungen und Entwicklungsstörungen des Kindes (→ Perinatale Übergewichtsprävention). Die Ernährung spielt nicht nur während der Schwangerschaft, sondern bereits vor der Befruchtung eine wichtige Rolle. So haben schlanke Frauen, die vor und während der Schwangerschaft mindestens dreimal täglich Obst verzehren, weniger Probleme in der Schwangerschaft als andere.

Es wird empfohlen, während der Schwangerschaft auf rohe Lebensmittel vom Tier weitestgehend zu verzichten. Hierzu zählen unter anderem:

  • Rohmilch und Rohmilchprodukte wie zum Beispiel Weichkäse aus Rohmilch,
  • rohes Fleisch wie zum Beispiel Mett und Tatar sowie Rohwurst wie zum Beispiel Salami oder Teewurst,
  • roher Fisch und geräucherter Fisch sowie Fischerzeugnisse aus dem Kühlregal.

Diese Lebensmittel bergen Infektionsgefahren, vor allem durch Listerien und Toxoplasmose. Das gleiche gilt für ungewaschenes Obst und Gemüse.

Vegetarierinnen und Veganerinnen sollten besonders auf eine ausreichende Vitamin-B12-Zufuhr achten und dies eventuell ärztlich kontrollieren lassen.

Darüber hinaus gibt es die folgenden speziellen Bedürfnisse während der Schwangerschaft:

Folsäure

Folsäure (auch Vitamin B9 genannt) wird besonders zu Beginn der Schwangerschaft in ausreichender Menge benötigt, und damit in einem Zeitraum, in dem die Schwangere möglicherweise von ihrer Schwangerschaft noch gar nicht weiß oder nur einen Kinderwunsch hat.

Folsäure dient dazu, einem Neuralrohrdefekt vorzubeugen. Das Risiko einer schweren Missbildung kann minimiert werden durch Einnahme von Folsäure als Nahrungsergänzungsmittel. Folsäure ist enthalten in Vollkornprodukten, grünem Blattgemüse, Spinat, Brokkoli, Karotten, Spargel, Rosenkohl, Tomaten, Eigelb, Nüssen und Leber. Wobei auf Leber während der Schwangerschaft verzichtet werden soll, weil die hohe Konzentration von Vitamin A toxisch wirken könnte und die Möglichkeit einer Übertragung von in der Leber gespeicherten Schadstoffen besteht. In mehreren Ländern, darunter der Schweiz, Kanada und den USA, wird Folsäure künstlich Lebensmitteln zugesetzt.

Calcium, Eisen und Vitamin D

Calcium und Eisen werden vom schnell wachsenden Fötus in einem besonders hohen Maße benötigt. Calcium ist in besonders hohen Konzentrationen in Hartkäse und anderen Milchprodukten enthalten; Eisen ist besonders reichhaltig in Fleisch, Hülsenfrüchten und Vollkornbrot enthalten. Leber enthält zwar viel Eisen, jedoch ist der Vitamin-A-Gehalt so hoch, dass er das Kind schädigen kann. Bei drohendem Eisenmangel (Anämie) können auch Eisenpräparate eingenommen werden. Da Calcium nur bei Vorhandensein von Vitamin D aufgenommen wird, und dieses durch Sonnenlicht gebildet wird, sollte auf einen ausreichenden Aufenthalt im Freien geachtet werden. Auch fettes Fischfleisch (beispielsweise Lachs) ist eine Quelle von Vitamin D. Die Supplementation von Vitamin D in der Schwangerschaft kann unzureichend sein. Defizite fanden Lisa Bodnar und Kollegen in einer Studie bei 80 % der Afroamerikanerinnen und knapp der Hälfte der weißen US-amerikanischen Frauen, und dies obwohl neun von zehn der insgesamt 400 Schwangeren eine Vitamin-Supplementation betrieben.

Fluor

Fluorid wird nicht nur als wichtig für die Härtung des Zahnschmelzes, sondern auch für das Knochenwachstum angesehen. Lebensmittel mit reichlichem Fluoridgehalt sind Seefische, schwarzer Tee und viele Mineralwässer (solche mit einem Fluoridgehalt von mehr als 1,5 mg je Liter müssen mit dem Warnhinweis „fluoridhaltig“ versehen werden). In vielen Regionen kann die als „täglicher Bedarf“ bezeichnete Menge von ca. 1 Milligramm Fluor (als Fluorid) nicht durch die Ernährung gedeckt werden. Im Handel ist deshalb fluoridiertes Speisesalz und fluoridierte Zahnpasta erhältlich. In manchen Ländern wird dem Trinkwasser Fluorid beigefügt, was zu besseren Zähnen führen soll.

Omega-3-Fettsäuren

Omega-3-Fettsäuren können vom Körper nicht selbst gebildet werden. Aus der Omega-3-Fettsäure Eicosapentaensäure werden hormonähnliche Substanzen gebildet, die Einfluss auf die Dauer der Schwangerschaft haben, während eine andere Omega-3-Fettsäure, Docosahexaensäure, für Aufbau und Funktion von Hirn und Auge (z. B. Bildung von Neuronal-Membranen) wichtig ist. Besonders Seefische wie Lachs, Sardelle, Sardine, Makrele oder Thunfisch liefern die beiden langkettigen Omega-3-Fettsäuren Eicosapentaen- und Docosahexaensäure. Langlebige Raubfische wie Thun- oder Schwertfisch weisen jedoch häufig einen relativ hohen Quecksilberanteil auf, so dass sie für Schwangere wenig geeignet sind. Roher Fisch sollte vermieden werden. In Lein-, Hanf-, Walnuss- und Rapsöl ist die pflanzliche Omega-3-Fettsäure alpha-Linolensäure enthalten, die bei unseren Ernährungsgewohnheiten nur unzureichend zu Eicosapentaen- und zu Docosahexaensäure verwandelt wird.

In der Plazenta sitzt ein Protein, das die Versorgung des heranwachsenden Kindes vor allem mit Docosahexaensäure sicherstellt – auf Kosten der Mutter. Ist die Versorgung der Mutter mit Omega-3-Fettsäuren besonders gut, dann treten weniger Frühgeburtsbestrebungen auf, die Schwangerschaft wird etwas länger (plus 1,6 bis 2,6 Tage), und es treten weniger Wochenbettdepressionen auf. Beim Kind entwickeln sich die Funktionen von Auge und Hirn besser (z. B. um vier Punkte höherer Intelligenzquotient beim Vierjährigen). Deshalb wurden von den wesentlichen Fachgesellschaften neue Empfehlungen für Schwangere erarbeitet. Während der Schwangerschaft sollten mindestens 200 mg DHA/Tag eingenommen werden, wobei darauf hingewiesen wurde, dass bis 2,7 g/Tag Omega-3-Fettsäuren in wissenschaftlichen Studien ohne bedeutende Nebenwirkungen vertragen wurden. Früh in der Schwangerschaft sollten Mängel in der Ernährung erkannt werden. Hierzu eignet sich der Omega-3-Index (Gehalt an Omega-3-Fettsäuren im Langzeitspeicher, den roten Blutkörperchen).

Jod

Jodmangel in der Schwangerschaft kann Ursache für eine Kropfbildung beim Ungeborenen sein, aber auch Auslöser für mangelhaftes Wachstum, eine Störung der Gehirnentwicklung oder Fehl- und Totgeburten sein. Die Deutsche Gesellschaft für Ernährung empfiehlt regelmäßig Milch und Milchprodukte zu essen sowie ausschließlich jodiertes Speisesalz zu verwenden. Häufig ist eine zusätzliche Einnahme von Jodidtabletten notwendig.

Nüsse

Nüsse gelten als wichtiger Bestandteil einer guten und ausgewogenen Ernährung (→ Wirkung von Nüssen auf die Gesundheit). Früher wurde empfohlen, während der Schwangerschaft keine Erdnüsse und andere Nüsse zu essen. Das könne beim Kind in der Zukunft zu einer Unverträglichkeit oder Allergie führen. Eine 2014 erschienene Studie hat gezeigt, dass gerade die frühzeitige Konfrontation mit Allergenen spätere Allergien verhindern kann. Demnach ist ein Verzehr von Nüssen in Maßen zu empfehlen.

Positive Verhaltensweisen der Mutter auf das ungeborene Kind

Sport in der Schwangerschaft

Linda May hat die Auswirkungen von Sport in der Schwangerschaft auf die Gesundheit des kindlichen Herzens untersucht. Bei Frauen, die in der Schwangerschaft mindestens dreimal pro Woche Sport getrieben haben, war die Herzrate des Fötus langsamer und variabler. Dies gilt als ein Zeichen für ein gesundes Herz. Die Ungeborenen zeigen einen Trainingseffekt, obwohl in erster Linie die Mütter sich anstrengen. Die Untersuchung der Babys nach der Geburt zeigte, dass sich die Neugeborenen umso trainierter erwiesen, je mehr sich die Mütter während der Schwangerschaft bewegt hatten. May führt als mögliche Erklärung an, dass während des Sports Hormone ausgeschüttet werden und durch die Plazenta ins Babyblut gelangen. Dort sollen die Hormone das Herz des Ungeborenen stimulieren.

Überlastung sollte jedoch vermieden werden, da eine höhere Verletzungsgefahr durch gelockerte Bänder, Sehnen und Gelenke besteht. Auch eine Überhitzung durch Anstrengung vor allem zu Schwangerschaftsbeginn ist nicht gut für die Embryonalentwicklung.

Klassische Musik hören

Die Auswirkungen von klassischer Musik in der Schwangerschaft haben Völckers und Weisner untersucht. Unter Musikeinfluss scheint sich das Kind im Bauch weniger zu bewegen, die Herzfrequenz scheint zu sinken

Geburtsvorbereitungskurse

Hauptartikel: Geburtsvorbereitung

Zur Vorbereitung auf die Geburt können Schwangere zusammen mit dem Partner einen Geburtsvorbereitungskurs besuchen, der als regelmäßiger wöchentlicher Termin oder als Wochenendkurs von Hebammenpraxen, Geburts- und Krankenhäusern angeboten wird. Inhalte dieser Kurse sind unter anderem Aufstellen eines Geburtsplans (Wahl des Geburtsorts, Geburtspositionen), natürliche Schmerzverarbeitung, künstliche Schmerzmittel und Anästhesietechniken, Beckenbodentraining, Entspannungsübungen, psychologische und soziale Aspekte der Familiengründung, Stillen und Säuglingspflege. Eine Unterstützung zur Geburtsvorbereitung ist die Haptonomie.

Geburtsort

Bis 1950 war es in Deutschland selbstverständlich, zu Hause zu gebären. Seitdem sind die Hausgeburten stetig rückläufig und heute werden 97 % der Kinder in Krankenhäusern geboren, insbesondere bei Risikoschwangerschaften. Daneben gibt es die Alternativen einer Geburt im Geburtshaus. In Entwicklungsländern wird aufgrund der allgemein schlechten medizinischen Versorgung nur eine von zwei Geburten von einem Arzt oder einer Hebamme betreut (siehe Müttersterblichkeit).

Vorgeburtliche Kontaktaufnahme

Ungefähr ab der 18. Schwangerschaftswoche können Bewegungen des Fötus für die Schwangere spürbar sein. Frühestens ab der 23. Woche lässt sich der Herzschlag mit einem Stethoskop hören. Andere Personen können ab dem sechsten Monat Bewegungen des Ungeborenen durch die Bauchdecke spüren. Durch moderne medizinische Methoden (beispielsweise Sonografie) lässt sich nachweisen, dass der Fötus bereits im Mutterleib weit entwickelte Sinne besitzt und seine Außenwelt wahrnehmen kann (Stimme der Mutter, Musik, Bewegung).

Allgemeines

In den meisten Kulturkreisen besitzt die schwangere Frau einen besonderen gesellschaftlichen Status, und es wird ihr eine besondere (schonende) Behandlung zuteil. Gleichzeitig werden Erwartungen an sie gerichtet, die großen psychischen Druck auf sie ausüben können, beispielsweise Söhne als Stammhalter zu gebären (siehe Indien, China, Naher Osten). In vielen traditionellen Gesellschaften muss einer Schwangerschaft eine Ehe vorausgehen, anderenfalls hat dies die soziale Ächtung der werdenden Mutter und des unehelichen Kindes zur Folge.

Dem Bild einer Schwangeren wird oft als Fruchtbarkeitssymbol mystische Bedeutung zugemessen. Ein Hinweis auf einen Fruchtbarkeitskult in Mitteleuropa in prähistorischer Zeit ist die Venus von Willendorf, 25.000 v. Chr. mit ihren überzeichneten weiblichen Geschlechtsmerkmalen (große Brüste, üppiger Bauch, prominenter Venushügel).

Insgesamt begleiten zahlreiche, (zumeist von der Volkskunde und Ethnologie untersuchte) Bräuche die Schwangerschaft, etwa mit volksmedizinischem oder religiösem Hintergrund. Ein moderner Brauch ist die Babyparty. Der finnische Gesundheitsdienst schenkt werdenden Eltern, die an den vorgesehenen Vorsorgeuntersuchungen teilgenommen haben, nach der 22. Schwangerschaftswoche ein Mutterschaftspaket mit einer Babyausstattung für das erste Lebensjahr.

Auch in der Familiensoziologie ist die Schwangerschaft ein bedeutsames Thema, denn das kommende Kind wird in mannigfachen sozialen Rollen (z. B. als künftiger Erbe oder Sozialhilfeempfänger) schon vorab sozial platziert werden müssen (dies beschleunigt z. B. Hochzeiten), und das Verhältnis der Eltern zueinander und in ihrem sozialen Umfeld (etwa in der Ehe) wird gleichfalls vorab geändert (auffällig in Erbmonarchien).

Künstlerische Behandlung

In den Bildenden Künsten besteht infolge der Bedeutung der Muttergottes im Christentum eine lange Tradition von Darstellungen der Schwangeren. Moderne Künstlerinnen wie Vanessa Beecroft, Louise Bourgeois, Annegret Soltau oder Ron Mueck haben sich bemüht, die Schönheit der schwangeren Frau im Spannungsfeld von Biologie und Selbstbestimmung darzustellen. In der Kunstphilosophie ist dafür der schillernde Begriff „Wunderbauch“ geprägt worden.

In der Literatur ist auf zahlreiche Behandlungen hinzuweisen, vor allem auch im Zusammenhang einer unehelichen Schwangerschaft – ein klassisches Beispiel ist die „Gretchentragödie“ in Goethes Faust.

Demografie

Das Durchschnittsalter der Erstgebärenden ist in vielen europäischen Ländern angestiegen. In Westdeutschland lag es 1975 bei 24,8 Jahren, in Ostdeutschland bei 21,8 Jahren. Im Jahr 2000 betrug das durchschnittliche Alter westdeutscher Erstgebärender 29 Jahre, in Ostdeutschland 28,4 Jahre. In den meisten westlichen Industrieländern gibt es ein Geburtendefizit (siehe auch Demografie, Demografie Deutschlands).

Gewollte, ungewollte und erzwungene Schwangerschaften

Reproduktionsmedizin

Die Reproduktionsmedizin bietet heute ungewollt kinderlosen Paaren eine Reihe von möglichen Maßnahmen: Fertilitätsbehandlung, künstliche Befruchtung (Retortenbaby), Leihmutterschaft.

Erzwungene Schwangerschaften

Unter einer erzwungenen Schwangerschaft versteht man eine solche Schwangerschaft, die der Mutter aufgezwungen wurde, etwa im Rahmen von Sklaverei, einer Zwangsheirat oder eines Genozids. Erzwungene Schwangerschaften können im Völkerstrafrecht als Kriegsverbrechen, Verbrechen gegen die Menschlichkeit oder Völkermord strafbar sein.

Ungewollte Schwangerschaften

In den Jahren von 2015 bis 2019 wurden jedes Jahr durchschnittlich ca. 6 von 100 Frauen weltweit ungeplant schwanger (d. h. insgesamt 121 Millionen Schwangerschaften jährlich). Vor 30 Jahren (1990 bis 1994) hatten noch ca. 8 von 100 Frauen (im Alter von 15 bis 49 Jahren) eine ungewollte Schwangerschaft. Weltweit werden jedoch noch immer 61 Prozent der nicht geplanten Schwangerschaften abgebrochen.

Schwangerschaftsabbruch aus sozialen Gründen

Hauptartikel: Schwangerschaftsabbruch

Ein Versagen der Verhütung, ungenügende Empfängnisverhütung, schlechte Familienplanung oder auch Straftaten (Vergewaltigung) können zu ungewollten Schwangerschaften führen. Derzeit stellen die sozialen Gründe in Deutschland die Hauptmotive für Abtreibungen. Von den 110.694 Schwangerschaftsabbrüchen im Jahr 2009 waren nur 2,9 % medizinisch oder kriminologisch (bei Vorliegen dringender Gründe für die Annahme, dass die Schwangerschaft auf einem Sexualdelikt beruht) indiziert.

Vor einigen Jahrzehnten noch kriminalisiert, ist in den meisten westeuropäischen Staaten ein Schwangerschaftsabbruch in den ersten drei Monaten der Schwangerschaft inzwischen straffrei. Sehr streng ist die Handhabung in Malta und Polen. In Deutschland kann ein Schwangerschaftsabbruch innerhalb der vollendeten ersten 14 Wochen, gerechnet ab der letzten Monatsblutung (12 Wochen ab Befruchtung) stattfinden, sofern ihm eine Schwangerschaftskonfliktberatung vorausgegangen ist. Bei bestehender medizinischer Notwendigkeit (ernsthafte Gefahr für die Gesundheit der Mutter) ist ein Schwangerschaftsabbruch theoretisch bis zur Geburt möglich (s. o.).

Siehe auch

Gesetzliche Schutzmaßnahmen der Schwangerschaft

An eine Schwangerschaft sind in den meisten europäischen Ländern verschiedene gesetzliche Regelungen zum Schutz von Mutter und Kind gekoppelt, z. B. Kündigungsschutz. Bestimmte Tätigkeiten wie das Heben schwerer Lasten oder Nachtarbeit dürfen nicht mehr ausgeführt werden. In Deutschland beginnt der Mutterschutz sechs Wochen vor dem mutmaßlichen Entbindungstermin und erstreckt sich bis acht Wochen nach der Geburt, bei Frühgeburten und Mehrlingsgeburten bis zwölf Wochen danach.

Absicherung in der Schwangerschaft und Erziehungszeit in Deutschland
Vereinfachte Darstellung
Zeitraum/ -punkt Vor der Schwanger- schaft Beginn der Schwanger- schaft Mitteilung an den Arbeit- geber restliche Zeit der Schwanger- schaft 6 Wochen vor dem errechneten Geburtstermin Tag der Geburt 8 Wochen nach der Geburt bis 4 Monate
nach der Geburt
bis 12 Monate
nach der Geburt
max. bis zur Vollendung des 3. Lebensjahrs (teilw. bis zur Vollendung des 8. Lebensjahrs) Wieder- einstieg in die Arbeit Kinder- erziehung Nach der Kinder- erziehung
Arbeitsentgelt und andere finanzielle Leistungen: Nettogehalt x € / Monat
BGB
Mutterschaftsgeld: 13 € / Tag
§§ MuSchG
Nettogehalt x € / Monat
BGB
Anspruch auf Entgeltfortzahlung, MuSchG Nettogehalt x € / Monat abzgl. Mutterschaftsgeld
§§ MuSchG
Elterngeld
minimal 300 €, max. 1800 €
BEEG
Kindergeld 219 € / Monat, bzw. Kinderfreibetrag, EStG
Recht auf unbezahlte Freistellung: Elternzeit, BEEG
Recht auf Teilzeitarbeit: TzBfG BEEG TzBfG
Besonderer Arbeitsschutz: Mutterschutz, MuSchArbV
Beschäftigungsverbot: ggf. Beschäftigungsverbot gemäß MuSchG Mutterschutz, MuSchG
optional gesetzlich vorgeschrieben
(12 statt 8 Wochen bei Früh- und Mehrlingsgeburten oder ärztlich festgestellter Behinderung)
Kündigungsschutz: MuSchG (der Kündigungsschutz besteht auch nach einer Fehlgeburt nach der 12. Schwangerschaftswoche für 4 Monate fort)
BEEG
Bitte den Hinweis zu Rechtsthemen beachten!

Die jüngste Person, die ein gesundes Kind zur Welt brachte, war die Peruanerin Lina Medina (siehe auch: Mutterschaft Minderjähriger). Der Beginn der Schwangerschaft erfolgte im Alter von vier Jahren, bei der Geburt ihres Sohnes war sie fünfeinhalb Jahre alt. Der weltweite Altersrekord bei einer Entbindung wird derzeit von einer Spanierin aus Barcelona gehalten, die 2006 nach einer künstlichen Befruchtung im Alter von 67 Jahren Zwillinge zur Welt brachte. Die jüngste Mutter von sieben Kindern dürfte ein 16-jähriges Mädchen aus Argentinien sein, das 2008 zum zweiten Mal Drillinge, wieder drei Mädchen, bekommen hat. Nachdem sie mit 14 Jahren als erstes Kind einen Sohn bekommen hatte, brachte sie 2006 Drillinge zur Welt. Vor der Geburt ihres Sohnes hatte sie nach eigener Aussage bereits ein Kind durch eine Fehlgeburt verloren.

Aus dem Urin schwangerer Frauen wurde in den 1930er Jahren in der SowjetunionGravidan“ gewonnen, das angeblich Glücksgefühle hervorrufen soll.

  • Barbara Duden, Jürgen Schlumbohm, Patrice Veit (Hrsg.): Geschichte des Ungeborenen: Zur Erfahrungs- und Wissenschaftsgeschichte der Schwangerschaft, 17.–20. Jahrhunderts. 2. Auflage. Vandenhoeck & Ruprecht, Göttingen 2002, ISBN 3-525-35182-8.
  • Roman Hippéli, Gundolf Keil: Zehn Monde Menschwerdung. Ein Schöpfungsbericht „Vom Ei bis zur Geburt“. Gezeichnet, erzählt und ausgeschmückt mit Themen aus der Reihe Ars phanatomica. Basotherm, Biberach an der Riß 1982; 4. Auflage ebenda 1984.
  • Jürgen Kleinebrecht [Begr.], Klaus Friese, Klaus Mörike, Gerd Neumann, Adolf Windorfer: Arzneimittel in der Schwangerschaft und Stillzeit – ein Leitfaden für Ärzte und Apotheker, Wissenschaftliche Verlagsgesellschaft Stuttgart 2016, 8. völlig neu bearbeitete Auflage, Erscheint auch als Online-Ausgabe: Arzneimittel in der Schwangerschaft und Stillzeit, ISBN 978-3-8047-2948-3.
  • Lennart Nilsson: Ein Kind entsteht. Bilddokumentation über die Entwicklung des Lebens im Mutterleib. Fotos: Lennart Nilsson. Text: Lars Hamberger. Übersetzung: Angelika Kutsch. Mosaik, München 1995, ISBN 3-576-04918-5.
  • Werner Rath, Klaus Friese: Erkrankungen in der Schwangerschaft. Thieme, Stuttgart 2004, ISBN 3-13-136271-5.
  • Franz Renggli: Das goldene Tor zum Leben. Wie unser Trauma aus Geburt und Schwangerschaft ausheilen kann. 1. Auflage. Arkana (Verlagsgruppe Random House GmbH), München 2013, ISBN 978-3-442-34141-2.
  • Christof Schaefer, Horst Spielmann, Klaus Vetter: Arzneiverordnung in Schwangerschaft und Stillzeit. Urban & Fischer, 2006, ISBN 3-437-21332-6.
  • Andrea Stiefel, Christine Geist: Hebammenkunde. Hippokrates, 2005, ISBN 3-8304-5311-6.
  • Renate Berger: Zwischen Leben und Tod, Zur Mutterimago bei Niki de St. Phalle, Ulrike Rosenbach, Mary Kelly und Annegret Soltau. In: Renate Möhrmann (Hrsg.): Verklärt, verkitscht, vergessen, Die Mutter als ästhetische Figur. Metzler, Stuttgart/Weimar 1996, ISBN 3-476-01302-2, S. 354–371.
Wiktionary: Schwangerschaft – Bedeutungserklärungen, Wortherkunft, Synonyme, Übersetzungen
Commons: Schwangerschaft – Sammlung von Bildern
Dieser Artikel behandelt ein Gesundheitsthema. Er dient nicht der Selbstdiagnose und ersetzt nicht eine Diagnose durch einen Arzt. Bitte hierzu den Hinweis zu Gesundheitsthemen beachten!
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Schwangerschaft
schwangerschaft, zeitraum, eine, befruchtete, eizelle, körper, einer, werdenden, mutter, einem, kind, heranreift, sprache, beobachten, bearbeiten, fachsprachlich, auch, gestation, oder, gravidität, lateinisch, graviditas, zeitraum, eine, befruchtete, eizelle, . Schwangerschaft Zeitraum in dem eine befruchtete Eizelle im Korper einer werdenden Mutter zu einem Kind heranreift Sprache Beobachten Bearbeiten Die Schwangerschaft fachsprachlich auch Gestation oder Graviditat lateinisch graviditas ist der Zeitraum in dem eine befruchtete Eizelle im Korper einer werdenden Mutter genannt Schwangere zu einem Kind heranreift Die Schwangerschaft bei Menschen dauert bei normalem Verlauf von der Befruchtung bis zur Geburt durchschnittlich 38 Wochen mit einer Schwankungsbreite von mehreren Wochen 1 In den ersten acht Wochen nach der Befruchtung der Eizelle wird das heranreifende Kind als Embryo bezeichnet Nachdem die inneren Organe ausgebildet sind ab der neunten Entwicklungswoche wird die Bezeichnung Fotus auch Fetus verwendet Schwangere Frau Entwicklungsstadien des Kindes wahrend der Schwangerschaft Eine Frau im achten Monat der Schwangerschaft Inhaltsverzeichnis 1 Sprachliches 2 Feststellung der Schwangerschaft 3 Berechnung des Geburtstermins 4 Schwangerschaftsverlauf 4 1 Erstes Trimenon 4 1 1 Erster Monat 4 1 2 Zweiter Monat 4 1 3 Dritter Monat 4 2 Zweites Trimenon 4 2 1 Vierter Monat 4 2 2 Funfter Monat 4 2 3 Sechster Monat 4 3 Drittes Trimenon 4 3 1 Siebter Monat 4 3 2 Achter Monat 4 3 3 Neunter Monat 4 3 4 Zehnter Monat 4 3 5 Geburt 5 Vorgeburtliche Untersuchungen und Behandlungen 5 1 Ultraschalluntersuchungen 5 2 Pranataldiagnostik 5 3 Risikoschwangerschaft 6 Komplikationen und Probleme 6 1 Schwangerschaftsspezifische Erkrankungen 6 2 Psychische Erkrankungen in der Schwangerschaft 6 3 Suchtmittel und Medikamente 6 4 Infektionen wahrend der Schwangerschaft 6 5 Impfungen 6 6 Allogene immunologische Komplikationen 6 7 Fehlgeburten 6 8 Schwangerschaftsabbruch aus medizinischen Grunden 6 9 Sonstige Beeintrachtigungen 6 10 Sodbrennen in der Schwangerschaft 7 Ernahrung 7 1 Folsaure 7 2 Calcium Eisen und Vitamin D 7 3 Fluor 7 4 Omega 3 Fettsauren 7 5 Jod 7 6 Nusse 8 Vorbereitung auf die Geburt 8 1 Geburtsvorbereitungskurse 8 2 Geburtsort 8 3 Vorgeburtliche Kontaktaufnahme 9 Gesellschaftliche Aspekte 9 1 Allgemeines 9 2 Kunstlerische Behandlung 9 3 Demografie 9 4 Gewollte ungewollte und erzwungene Schwangerschaften 9 4 1 Reproduktionsmedizin 9 4 2 Erzwungene Schwangerschaften 9 4 3 Ungewollte Schwangerschaften 9 4 4 Schwangerschaftsabbruch aus sozialen Grunden 9 4 5 Siehe auch 9 5 Gesetzliche Schutzmassnahmen der Schwangerschaft 10 Sonstiges 11 Literatur 12 Weblinks 13 EinzelnachweiseSprachliches BearbeitenDas Adjektiv schwanger ahd swangar mhd und mnd swanger ist in unveranderter Bedeutung seit dem 8 Jahrhundert nachweisbar also schon in einigen der altesten Zeugnisse der deutschen Sprache Die weitere Herleitung ist nicht ganz klar Eine exakte Entsprechung findet sich nur im niederlandischen zwanger das indes eine spate Entlehnung 16 17 Jh aus dem Deutschen darstellt 2 Sicher verwandt ist sonst nur das altenglische swongor swangor schwer schwerfallig langsam trage in dem sich wohl die ursprungliche auf indogermanisch su e nk schwerfallig schwanger schwer sein zuruckfuhrbare Bedeutung des Wortes west oder urgermanisch swangra erhalten hat anschliessen lasst sich vielleicht auch litauisch sunkus beschwerlich 3 4 Das Substantiv Schwangerschaft wird im Allgemeinen nur in Bezug auf Menschen gebraucht bei anderen lebendgebarenden Saugetieren Eutheria spricht man von Trachtigkeit In der Fachsprache der Medizin wird die Schwangerschaft auch mit den mit lateinischen Begriffen graviditas oder gestatio bezeichnet eingedeutscht auch Graviditat bzw Gestation 5 Ereignisse die wahrend der Schwangerschaft eintreten werden als prapartal antepartal oder peripartal bezeichnet so sie die Mutter betreffen bspw prapartale Blutung hingegen als pranatal antenatal oder perinatal so sie den Fotus betreffen bspw pranatale Wachstumsretardierung Redensartlich gibt es zahlreiche Umschreibungen fur Schwangerschaft Ein verbreiteter Euphemismus ist in Umstanden sein auch in anderen Umstanden oder besonderen Umstanden ihm verdankt sich die Bezeichnung Umstandskleidung fur Kleidungsstucke die dem Babybauch schwangerer Frauen Rechnung tragen Im Englischen entspricht ihm die Wendung interesting condition wortlich interessanter Zustand der eine betrachtliche Rolle in der Deutung eines Werks der Weltliteratur zukommt in William Makepeace Thackerays Roman Vanity Fair 1847 1848 dt Jahrmarkt der Eitelkeit bemerkt der Erzahler beilaufig dass die Protagonistin Amelia Sedley eine der keuschesten Jungfern der englischen Literatur sich in einer most interesting situation befinde dies allerdings schon im 26 Kapitel also durchaus vor ihrer Hochzeit 6 Ein Kind unter dem Herzen tragen geht auf Martin Luthers Bibelubersetzung zuruck Tob 4 4 EU und 2 Makk 7 27 EU wird aber ebenso wie guter Hoffnung sein fast nur noch ironisch gebraucht Veraltet sind schweren Leibes oder auch gesegneten Leibes sein gehen und gehoben ausgedruckt Mutterfreuden entgegensehen 7 Ein derbes aber weit verbreitetes Idiom ist einen Braten in der Rohre haben 8 Neutral und allgemein gebrauchlich ist ein Kind erwarten unverfanglich ist auch werdende Mutter fur schwangere Frau ideologisch geladen ist jedoch die Bezeichnung ungeborenes Kind und besonders stark aufgeladen werdendes Leben fur den Fotus da sie in der gesellschaftlichen Debatte um den Schwangerschaftsabbruch vor allem von Abtreibungsgegnern der Lebensrechtsbewegung gebraucht wird ihren Gegnern aber als Kampfbegriff gilt 9 In der Rechtswissenschaft wird an ihrer statt oft der zwar eigentlich gleichbedeutende aber diskursiv neutrale lateinische Begriff Nasciturus der geboren werden wird verwendet Feststellung der Schwangerschaft Bearbeiten Hauptartikel Schwangerschaftszeichen und Schwangerschaftstest Positiver Schwangerschaftstest Der Beginn der Schwangerschaft kann erst nach ein paar Tagen nach dem Geschlechtsverkehr auf verschiedene Art und Weise festgestellt werden In der Abgrenzung zu Scheinschwangerschaften unterscheidet man zwischen unsicheren wahrscheinlichen und sicheren Schwangerschaftszeichen Das Ausbleiben der Monatsblutung morgendliches Erbrechen und Ubelkeit sind unsichere Schwangerschaftszeichen Ein Schwangerschaftstest uber die Messung der Konzentration des Schwangerschaftshormons hCG Hormon im Blut oder im Urin gilt als wahrscheinliches jedoch nicht sicheres Schwangerschaftszeichen Als sicher gilt der Nachweis eines Fotus beispielsweise durch Sonografie das Horen von Herztonen oder Fuhlen von Kindsbewegungen Fuhrt man die erste Ultraschalluntersuchung vor oder am Anfang der funften Schwangerschaftswoche durch kann trotz bestehender Schwangerschaft eine embryonale Anlage insbesondere in der Nahe der Eileiter zuweilen noch nicht dargestellt werden Dies wird umgangssprachlich auch als Eckenhocker bezeichnet Berechnung des Geburtstermins Bearbeiten Hauptartikel Schwangerschaftsdauer Die Schwangerschaft dauert von der Befruchtung bis zur Geburt durchschnittlich 268 Tage Ublicherweise wird die Dauer der Schwangerschaft jedoch ab dem ersten Tag der letzten Menstruation gerechnet da dies fur viele Frauen die einzig bekannte Bezugsgrosse darstellt Die Berechnung erfolgt mit der Naegele Regel in die ausserdem die Dauer des Menstruationszyklus einfliesst Die Befruchtung findet nach dieser Rechenweise in der zweiten Schwangerschaftswoche SSW statt Die ab dem ersten Tag der letzten Menstruation gerechnete Schwangerschaft dauert durchschnittlich etwa 280 Tage oder 40 Wochen 10 Traditionell wird die Dauer der Schwangerschaft mit neun Monaten angegeben Mediziner nehmen zur Vereinfachung jedoch Monate zu jeweils vier Wochen an sogenannte Mondmonate die ein bis zwei Tage kurzer als astronomische oder kalendarische Mondmonate sind siehe Lunation die Schwangerschaft dauert demnach zehn Mondmonate statt neun Kalendermonate Exakt am Tag des berechneten Termins kommen 4 Prozent der Kinder zur Welt innerhalb von einer Woche Termin 3 Tage um den errechneten Geburtstermin herum 26 und innerhalb von drei Wochen 10 d um den errechneten Geburtstermin 66 Eine Geburt vor Vollendung der 37 Schwangerschaftswoche 21 Tage wird als Fruhgeburt bezeichnet 1 In Industrielandern wird besonders in einem fruhen Stadium der Schwangerschaft der tatsachliche Fortschritt der Schwangerschaft anhand von Ultraschalluntersuchungen verifiziert Schwangerschaftsverlauf BearbeitenDer Schwangerschaftsverlauf wird eingeteilt in drei Abschnitte zu drei Monaten medizinisch Trimenon oder Trimester beziehungsweise je 13 Schwangerschaftswochen Die Bezeichnung Trimenon wurde von Ernst Moro eingefuhrt Das Alter der Schwangerschaft vom Tag der Empfangnis wird mit post conceptionem p c bezeichnet Da der Empfangnistermin Syn Konzeptionstermin selten genau festgelegt werden kann wird in der Medizin vom ersten Tag der letzten Menstruation an post menstruationem p m gerechnet Das Alter des Embryos Fotus betragt effektiv also etwa zwei Wochen weniger als die Schwangerschaftswoche SSW In der Folge wird ohne weiteren Hinweis die Schwangerschaftsdauer in SSW p m angegeben Erstes Trimenon Bearbeiten Im ersten Trimenon entwickelt sich der Embryo besonders rasch Fur die Schwangere geht der Beginn der Schwangerschaft mit sehr grossen hormonellen Umstellungen einher was bei etwa 50 bis 90 der Betroffenen zu teilweise sehr stark ausgepragter Ubelkeit bei 25 bis 50 auch zu Erbrechen fuhrt die sich aber im weiteren Verlauf der Schwangerschaft meist wieder legt 11 12 Ab der dritten Woche kann die Empfindlichkeit der Brust zunehmen meist einhergehend mit einem Spannungsgefuhl Da die meisten Spontanaborte Abgange bis zur zwolften SSW vorkommen wird bis zu diesem Zeitpunkt oft auf eine Bekanntgabe der Schwangerschaft verzichtet Erster Monat Bearbeiten Schwangerschaftswoche 3 4 Befruchtung und Einnistung Hauptartikel Embryogenese und Embryologie Die naturlicherweise beim Geschlechtsverkehr beziehungsweise bei der u U auch kunstlichen Insemination in die Vagina gelangten Spermien wandern durch die Gebarmutter Uterus bis in die Ampulle des Eileiters Dort treffen sie auf die nach der Ovulation Eisprung vom Fimbrientrichter aufgenommene Eizelle Nach dem Eindringen Impragnation kommt es zur zweiten Reifeteilung mit Verlust eines Polkorperchens Die beiden Chromosomensatze von Eizelle und Spermium verschmelzen miteinander Konjugation und bilden nun eine entwicklungsfahige Zelle Zygote die innerhalb von drei Tagen unter hormoneller Steuerung in die Gebarmutter wandert In dieser Zeit erfolgen die Zellteilungen uber die Morula zur Keimblase oder Blastozyste 24 Stunden nach der Befruchtung beginnt aus den Zellen der fruhen Form der Plazenta Mutterkuchen dem so genannten Synzytiotrophoblast die Produktion des Hormons hCG Dieses stimuliert im Gelbkorper im Eierstock die Ausschuttung eines weiteren Hormons Progesteron welches den Eierstocken signalisiert dass fur die nachste Zeit keine Eisprunge notwendig sind die Menstruation bleibt aus Gleichzeitig haben diese Hormone fur die Auflockerung der Gebarmutterschleimhaut gesorgt um die Einnistung der Blastozyste zu erleichtern Die Einnistung in der Gebarmutterwand beginnt circa am funften Tag nach der Befruchtung und ist nach 14 Tagen abgeschlossen Bis dahin ist die Zwillingsbildung moglich Die Blastozyste teilt sich nun in ihre aussere Schicht den Trophoblasten woraus sich die Plazenta entwickelt und den Embryoblasten aus welchem der Embryo entsteht Das die beiden Teile verbindende Gewebe wird zur Nabelschnur Zweiter Monat Bearbeiten Schwangerschaftswoche 5 8 Anlage der grosseren Organe Der Korper der Schwangeren stellt sich nun auf die Schwangerschaft ein Dies ist sehr haufig mit Beschwerden wie morgendlicher Ubelkeit Brechreiz und Schwangerschaftserbrechen verbunden die durch das Schwangerschaftshormon hCG ausgelost werden Daruber hinaus kommen oft starke Mudigkeit Heisshungerattacken und Stimmungsschwankungen vor Das erste Fruchtwasser beginnt sich zu bilden Das Dehnen der Mutterbander fuhrt manchmal zu einem Ziehen in der Leistengegend Beim Embryo beginnt sich in der sechsten Woche allmahlich die Wirbelsaule zu bilden 13 Das Neuralrohr aus dem Gehirn und Ruckenmark entstehen schliesst sich Ende der sechsten Woche Im Ultraschall kann jetzt die Herzaktivitat nachgewiesen werden In der siebten Woche beginnen Kopf und Rumpf Form anzunehmen Es sind kleine Knospen zu erkennen aus denen sich spater die Gliedmassen entwickeln Der Embryo misst jetzt ca 3 bis 8 mm Scheitel Steiss Lange Ende der achten Woche sind an den Handplatten die Stellen erkennbar wo sich spater die Finger ausbilden werden Augen und Ohranlagen werden sichtbar 14 Allmahlich werden alle Organe und Organsysteme angelegt In der achten SSW misst der Embryo 9 bis 15 mm 15 16 sein Herz schlagt 140 bis 150 mal in der Minute Dritter Monat Bearbeiten Mediendatei abspielen Darstellung von Kindesbewegungen mit 3D Ultraschall mit 12 Schwangerschaftswochen Schwangerschaftswoche 9 12 Weitere Ausdifferenzierung Die Blutmenge im mutterlichen Kreislauf erhoht sich von ca 5 auf 6 5 l um die Versorgung des Fotus zu gewahrleisten Aufgrund der grosseren Blutmenge schlagt das Herz schneller was die korperliche Leistungsfahigkeit herabsetzt Als Folge der hormonellen Gefasserweiterungen konnen Besenreiser oder Krampfadern auftreten Gelegentlich kommt es auch zu einer verstopften Nase Nasenbluten oder Zahnfleischbluten Ostrogene bewirken eine vermehrte Flussigkeitseinlagerung im Gewebe Das Hormon Progesteron fuhrt zu einer Entspannung der Muskulatur Da davon auch die Schliess Muskulatur betroffen ist ist oft ein erhohter Harndrang zu bemerken Dies wird verstarkt durch den erhohten Stoffwechsel zwischen der Schwangeren und dem Embryo auch durch die stetige Erneuerung des Fruchtwassers Ende der neunten Woche sind erste Ansatze fur die Ausbildung von Zehen und Nase zu erkennen in der zehnten Woche auch der Ohrmuscheln Die Netzhaut pigmentiert sich Das Augenpaar steht weit auseinander die Augen sind zunachst offen die Augenlider beginnen sich zu bilden Erste Bewegungen sind moglich Ende der zehnten SSW sind alle Organanlagen vorhanden Die Knospen fur die 20 Milchzahne werden ausgebildet Der Embryo ist am Ende dieser Phase Ende zwolfte Schwangerschaftswoche 5 bis 6 cm gross und wiegt etwa 14 g Die Embryonalperiode wird nun von der Fetogenese abgelost 16 Zweites Trimenon Bearbeiten Im zweiten Schwangerschaftsabschnitt verschwinden meist die anfanglichen Komplikationen wie Ubelkeit Deshalb und weil das Risiko einer Fehlgeburt jetzt deutlich abgenommen hat empfinden viele Frauen diese Zeit als sehr angenehm Hatten manche im 1 Trimenon noch mit Wechselbadern der Gefuhle zu kampfen ist dieses Trimenon meist gekennzeichnet von Ausgeglichenheit und Zufriedenheit Aus diesen Grunden wird das zweite Trimenon von Hebammen als idealer Zeitraum fur Reisen angesehen Die ersten Bewegungen des Fotus werden jetzt spurbar Vierter Monat Bearbeiten Linea nigra Schwangerschaftswoche 13 16 Kindsbewegungen Die stabilere Phase der Schwangerschaft beginnt jetzt Die Hormonproduktion aus dem Eierstock wird nicht mehr benotigt da die Plazenta so weit ausgereift ist dass sie die schwangerschaftserhaltenden Hormone selbst bilden kann Deshalb ist die hCG Konzentration ab der zwolften SSW weniger hoch eine eventuell vorhandene morgendliche Ubelkeit bessert sich jetzt in der Regel Die Gewichtszunahme betragt nach Faustregel ca 1 bis 1 5 kg pro Monat beziehungsweise ca 250 g pro Woche Rotliche oder braunliche Schwangerschaftsstreifen konnen aufgrund der Dehnung des Bindegewebes auftreten Haufig tritt eine dunkle Linie Linea nigra auf die zwischen Bauchnabel und Schambein verlauft Diese hormonbedingte Farbveranderung bildet sich in der Regel nach der Schwangerschaft zuruck Die vermehrten Wassereinlagerungen konnen zur Schwellung von Armen und Beinen beziehungsweise Handen und Fussen fuhren Beim Fotus setzt im vierten Monat ein rasches Wachstum ein die Organe bilden sich weiter aus Die Augenlider schliessen sich und offnen sich erst in drei Monaten wieder Spontane Bewegungen von Kopf Armen und Beinen setzen ein Die Schluckmuskulatur entwickelt sich Die Lunge und das Verdauungssystem entwickeln sich weiter indem der Fotus durch Zusammenziehen und Ausdehnen des Zwerchfells Fruchtwasser ein und ausatmet respektive trinkt er hat Schluckauf Speicheldrusen Magen Nieren und Darm arbeiten bereits Das geschluckte Fruchtwasser wird als Urin wieder ins Fruchtwasser abgegeben welches alle zehn bis zwolf Stunden durch Neuproduktion ausgetauscht wird Uber die Plazenta erhalt der Fotus Nahrstoffe und Antikorper gleichzeitig werden Abfallstoffe ausgeschieden Das sogenannte Woll oder Lanugohaar bildet sich Es bildet sich bis zur Geburt wieder nahezu zuruck Gegen Ende dieses Schwangerschaftsmonats entwickeln sich die Genitalien Das Geschlecht kann bei gunstiger Lage des Ungeborenen per Ultraschall festgestellt werden Der Fotus ist in der 16 SSW ca 10 cm gross und wiegt bis zu 100 g Sein Kopfdurchmesser ist ca 35 mm Funfter Monat Bearbeiten Schwangerschaftswoche 17 20 Kindsbewegungen meist spurbar Die Gebarmutter ist jetzt etwa so gross wie eine Honigmelone und fast in Nabelhohe Ab der 18 bis 20 SSW sind fur die Schwangere gewohnlich die ersten Kindsbewegungen als feines leichtes Kribbeln zu spuren Ein relativ beschwerdefreier Schwangerschaftsabschnitt beginnt In diesem Zeitraum konnen jedoch eventuell Veranderungen der Sehscharfe Ruckenschmerzen und Krampfe in den Beinen auftreten Der Fotus misst am Ende des Monats 14 bis 16 cm und wiegt zwischen 150 und 300 g Sechster Monat Bearbeiten Schwangerschaftswoche 21 24 Kind beginnt auf aussere Reize zu reagieren Gegen Ende des Monats erreicht die Gebarmutter Nabelhohe Die Bruste vergrossern sich unter dem Einfluss der Hormone hCG Ostrogen und Progesteron Eventuell kann Sodbrennen durch Lageveranderung des Magens auftreten Beim Fotus beginnt sich das Unterhautfettgewebe zu vermehren Die Haut selbst wird von einer schutzenden Fettschicht Vernix caseosa auch Kaseschmiere uberzogen Diese ermoglicht spater ein leichteres Gleiten im Geburtskanal Die Haut ist noch rotlich durchschimmernd Finger und Fussnagel sind fast vollstandig entwickelt Die Haare beginnen zu wachsen und die Verknocherung des Skeletts schreitet voran Ein rasches Wachstum des Gehirns setzt ein Gegen Ende des Monats reagiert das werdende Kind auf akustische und optische Reize von aussen Stimmen Schall Licht Ob zu diesem Zeitpunkt bereits Schmerzwahrnehmungen moglich sind ist umstritten Eine Analyse der vorhandenen Forschungsergebnisse kam zu dem Schluss dass Schmerzempfindungen vor dem dritten Trimenon unwahrscheinlich sind 17 Am Ende des sechsten Monats ist der Fotus ca 26 cm gross vom Scheitel bis zur Sohle 18 und wiegt 500 g Drittes Trimenon Bearbeiten Im letzten Schwangerschaftsabschnitt reift der Fotus vollstandig heran und der Korper der werdenden Mutter bereitet sich auf die Geburt vor Fur die Frau kann dieser Abschnitt hauptsachlich wegen des zusatzlichen Gewichts wieder unangenehmer sein vor allem im Sommer Durch eine intensivmedizinische Behandlung ist ein Uberleben des Kindes bei einer Fruhgeburt in diesem Zeitraum schon moglich Siebter Monat Bearbeiten Schwangere Frau in der 26 Woche Schwangerschaftswoche 25 28 Offnen der Augenlider Bei der Schwangeren konnen die Wassereinlagerungen in Armen und Beinen aufgrund des hohen Austauschbedarfes an frischem Fruchtwasser zunehmen Der sich ausbreitende Uterus druckt auf die Verdauungsorgane und die Lunge die Folge sind Kurzatmigkeit und die Gefahr von Hamorrhoiden Das zunehmende Gewicht kann im letzten Trimenon Rucken und Fussschmerzen verursachen Der Ausfluss aus den Brusten Kolostrum kann einsetzen Gegen Ende des Monats offnen sich die Augenlider des Fotus wieder Er misst jetzt etwa 35 cm und wiegt etwa 1000 g Ab ca der 23 SSW hat das Kind bei einer Fruhgeburt eine geringe Chance ausserhalb der Gebarmutter unter hohem intensivmedizinischem Aufwand zu uberleben Die Uberlebenschancen in der 25 SSW betragen ca 32 bis 43 in der 28 SSW 79 Je fruher das Kind geboren wird desto grosser sind die Risiken bleibender gesundheitlicher Schaden Vor Ende der 25 Woche liegt dieses Risiko bei 50 19 Achter Monat Bearbeiten Schwangerschaftswoche 29 32 Erste Ubungswehen Jetzt konnen erste schmerzlose Kontraktionen auch Senkwehen Vorwehen Ubungswehen oder Vorbereitungswehen auftreten Der Bauch verhartet sich durch rhythmisches Zusammenziehen der Gebarmutter Eventuell werden jetzt auch Schliessmuskel und Blasenschwache deutlich was gegebenenfalls durch Training des Schliessmuskels gelindert werden kann Die grosser werdende Gebarmutter verdrangt weiter die anderen im Bauchraum befindlichen Organe Durch den gestorten pH Wert der Vaginalschleimhaut konnen vermehrt Pilzinfektionen oder bakterielle Infektionen auftreten 20 Bis auf die Lunge sind alle Organe des werdenden Kindes fast vollstandig entwickelt Am Ende des Monats misst es rund 40 cm und wiegt 1700 bis 2000 g Neunter Monat Bearbeiten Fotus in Schadellage Schwangerschaftswoche 33 36 Senkung des Kindes Die Schwangere hat im Durchschnitt 10 12 kg zugenommen Gegen Ende der 36 SSW tritt der Kopf des Kindes in das kleine Becken ein die Gebarmutter senkt sich etwas nach unten Die Atmung fallt der Schwangeren so wieder leichter Oft treten jetzt Schlafstorungen auf Ab der 35 SSW ist die Lungenreifung abgeschlossen Die meisten ungeborenen Kinder 92 bis 93 liegen nun in der richtigen Geburtslage mit dem Kopf nach unten 21 Bis zur 37 SSW kann sich das Kind noch von einer Steisslage in die Schadellage drehen Bewegungen sind dem Kind aber nur noch eingeschrankt moglich Gegen Ende des Monats ist es ca 45 cm gross und wiegt etwa 2800 g Zehnter Monat Bearbeiten Schwangerschaftswoche 37 40 Geburt steht bevor Die durchschnittliche Gewichtszunahme der werdenden Mutter im Verlauf der Schwangerschaft betragt ca 10 15 kg Das Gewicht stagniert bei vielen Schwangeren kurz vor der Geburt kann sogar leicht abnehmen Es konnen haufiger Vorwehen eintreten In den letzten Wochen nimmt das Kind vor allem an Gewicht zu Uber die Plazenta nimmt es Antikorper aus dem Blutkreislauf der Mutter auf Das Baby misst bei der Geburt ca 48 cm bis 54 cm und wiegt 2800 g bis 4000 g Der Durchmesser des Kopfes liegt zwischen 9 5 cm und 10 5 cm Geburt Bearbeiten Hauptartikel Geburt Die Schwangerschaft endet in der Regel mit der Niederkunft der Mutter der Geburt des Kindes Sie kann sich durch folgende Symptome ankundigen durch das Einsetzen der Eroffnungswehen Dauer ca 30 bis 60 Sekunden alle zehn Minuten uber einen Zeitraum von ein bis zwei Stunden durch einen eventuell leicht blutigen Ausfluss infolge des sich losenden Schleimpfropfes vom Muttermund einige Tage vor der Geburt den Blasensprung das Platzen der Fruchtblase Durchfall oder Erbrechen Nach der Geburt beginnt die Schwangerschaftsruckbildung also die Regeneration von Bauchdecke Gebarmutter Beckenbodenmuskulatur Vaginalkanal Vagina und Hormonhaushalt Die Ruckbildungsdauer ist individuell verschieden dauert aber ungefahr so lange wie die Schwangerschaft Vorgeburtliche Untersuchungen und Behandlungen Bearbeiten Hauptartikel Schwangerschaftsvorsorge In Deutschland hat jede werdende Mutter einen Anspruch auf Betreuung durch eine Hebamme oder einen Arzt wahrend der Schwangerschaft bei der Geburt und einige Wochen nach der Geburt Empfohlen sind bei komplikationsloser Schwangerschaft zunachst Besuche in einem Abstand von vier Wochen nach Bekanntwerden der Schwangerschaft ab der 32 Schwangerschaftswoche in einem Abstand von zwei Wochen und bei Uberschreitung des Geburtstermins schliesslich alle zwei Tage Alle Befunde werden in den Mutterpass oder Mutter Kind Pass in Osterreich eingetragen Ultraschalluntersuchungen Bearbeiten Hauptartikel Sonografie Die Sonografie umgangssprachlich Ultraschall ist ein bildgebendes Verfahren das die medizinische Praxis der vorgeburtlichen Untersuchungen in den letzten Jahrzehnten sehr verandert hat Sie ermoglicht unter anderem eine Uberwachung der Entwicklung des Fotus die Feststellung von Mehrlingsschwangerschaften und des Geschlechts Ultraschalluntersuchungen gelten als unbedenklich fur den Fotus Bei adiposen Schwangeren ist die Darstellung des Kindes mittels Ultraschall schwieriger oder nicht einwandfrei moglich Da es besonders bei ubergewichtigen Frauen oft zu Fehlbildungen des Kindes kommt empfehlen Experten die Untersuchung in sitzender Position von oben oder in seitlich liegender Position von der Flanke aus durchzufuhren 22 Im Rahmen der allgemeinen Schwangerschaftsvorsorge sehen die deutschen Mutterschafts Richtlinien drei Ultraschall Untersuchungen vor 23 Pranataldiagnostik Bearbeiten Hauptartikel Pranataldiagnostik Das Ziel der Pranataldiagnostik ist es Erkrankungen der werdenden Mutter und Krankheiten oder Behinderungen z B Down Syndrom Trisomie 21 beim heranwachsenden Kind bereits fruhzeitig festzustellen beziehungsweise eine individuelle Wahrscheinlichkeit zu errechnen Eine positive Diagnose impliziert oft einen Schwangerschaftsabbruch aus medizinischer Indikation da eine Behandlung im Mutterleib Therapie in utero nur in wenigen Fallen moglich ist Daher sind viele Untersuchungen umstritten Ethisch fragwurdig ist unter anderem wie ein ungeborenes Leben als lebenswert oder unlebenswert beurteilt werden kann zumal sichere Aussagen zur nachgeburtlichen Entwicklung des Kindes nur in vergleichsweise wenigen Fallen moglich sind Insbesondere die nicht invasiven Methoden der Pranataldiagnostik wie beispielsweise die Nackentransparenz Messung das Erst Trimester Screening oder der Triple Test konnen die Eltern oft stark psychisch belasten da sie nie ein sicheres Ergebnis sondern lediglich Wahrscheinlichkeiten anhand statistischer Durchschnittswerte angeben indem sie z B das Alter der Mutter den Zustand des Embryos usw berucksichtigen Hingegen gibt ein DNA Test anhand einer Blutprobe der Mutter ab der 9 Schwangerschaftswoche ein sicheres Ergebnis ab da hierbei die fetale DNA selbst untersucht wird die sich ab dieser Schwangerschaftsphase im mutterlichen Blut nachweisen lasst Mit dieser Methode ist auch ein Vaterschaftstest beim Ungeborenen moglich Risikoschwangerschaft Bearbeiten Siehe auch Risikogeburt Wesentliches Ziel der arztlichen Betreuung ist die Erkennung von moglichen oder bereits vorhandenen Risiken fur Schwangere und ihr Kind Im Jahre 1990 wurden in Deutschland 34 aller Schwangerschaften als Risikoschwangerschaft klassifiziert Die Bayerische Arbeitsgemeinschaft zur Qualitatskontrolle spricht fur das Jahr 2002 von 65 und in Niedersachsen von etwa 73 Der Anteil der Risikoschwangerschaften unter allen Schwangerschaften stieg von 2001 bis 2010 von 68 5 auf 73 4 Prozent 24 Tatsachlich kommen jedoch 95 der in Deutschland geborenen Kinder gesund zur Welt Die hohe Anzahl von so genannten Risikoschwangerschaften lasst sich unter anderem dadurch erklaren dass viele Paare heutzutage Kinder erst recht spat einplanen Risikoschwangere erhalten als Konsequenz durch die Krankenkassen uber die Standardleistungen hinaus weitere arztliche Leistungen wie haufigere Kontrollen Uberweisungen an entsprechende Spezialisten den Einsatz weiterer diagnostischer Mittel wie zum Beispiel Fruchtwasseruntersuchung Hormonanalysen oder gegebenenfalls die Einweisung in ein Geburtshilfliches Zentrum mit intensivmedizinischer Betreuung Folgende Faktoren fuhren unter anderem zur Einstufung einer Risikoschwangerschaft Alter unter 18 Jahre oder uber 35 Jahre Erstgebarende beziehungsweise uber 40 Jahre Spatgebarende Mehrlingsschwangerschaften Vielgebarende die schon mehr als vier Kinder geboren haben Sterilitatsbehandlungen zwei oder mehr der Schwangerschaft vorausgehende Fehlgeburten Komplikationen bei fruheren Geburten Rhesus Inkompatibilitat Lageanomalien des Kindes Schwangerschaftsdiabetes beziehungsweise Zuckerkrankheit Schwangerschaftsbluthochdruck anhaltender Medikamenten Alkohol Nikotin oder anderer Drogenkonsum verzogertes Wachstum oder abnorm grosses Kind Veranderungen des Fruchtwassergehaltes akute Allgemeinerkrankungen oder Infektionen Gebarmutterhalsschwache Cervixinsuffizienz Niereninsuffizienz beziehungsweise fehlende Organe wie eine Niere Gerinnungsstorungen wie Faktor V Leiden MutationKomplikationen und Probleme BearbeitenWahrend einer Schwangerschaft kann es bei der Mutter zu Storungen beziehungsweise Beeintrachtigungen kommen die nur wahrend der Schwangerschaft auftreten medizinisch Gestosen Fur andere Erkrankungen wie zum Beispiel die tiefe Beinvenenthrombose oder die sehr seltene Sinusthrombose stellt die Schwangerschaftssituation ein erhohtes Risiko dar das fur eine tiefe Beinvenenthrombose ist um Faktor 5 erhoht und trifft 1 2 Schwangere pro Tausend Manche chronische Erkrankungen machen sich wahrend der Schwangerschaft weniger bemerkbar so kann die Schubhaufigkeit bei Schwangeren mit Multipler Sklerose oder Rheumatoider Arthritis wahrend der Schwangerschaft reduziert sein 25 Jedes Jahr sterben weltweit ca 600 000 Frauen und Madchen an Komplikationen wahrend der Schwangerschaft oder Geburt davon 99 in Entwicklungslandern 26 In Afrika sudlich der Sahara stirbt eine von 16 Frauen an den Folgen einer Schwangerschaft oder Geburt da die Mehrzahl der Geburten auch bei Komplikationen ohne medizinische Betreuung stattfindet 27 In Industrielandern betragt das Risiko 1 2800 Schwangerschaftsspezifische Erkrankungen Bearbeiten Hauptartikel Gestose Nach dem Zeitpunkt ihres Auftretens wird die Gestose unterteilt in Fruh Erstes Trimenon und Spatgestose Drittes Trimenon Hauptvertreter sind ubermassiges Schwangerschaftserbrechen Hyperemesis gravidarum und schwangerschaftsinduzierter Bluthochdruck Schwangerschaftshypertonie Bluthochdruck kann ein Zeichen einer beginnenden Praeklampsie sein daher wird er in der Schwangerschaftsvorsorge regelmassig gemessen Weitere Symptome sind Wassereinlagerungen Odeme und Eiweissausscheidung im Urin Die Eklampsie ist die schwerste Form einer Gestose Symptome sind Krampfe und oder Bewusstlosigkeit 28 Die Patientinnen hatten meist zuvor eine Praeklampsie Selten kann es auch zu einer Osteoporose kommen Psychische Erkrankungen in der Schwangerschaft Bearbeiten Eine gross angelegte englische Studie berichtet uber die Haufung von Depressionen in der Schwangerschaft siehe auch Schwangerschaftsdepressionen circa 10 aller Frauen sind hiervon betroffen Die Symptome konnen extrem unterschiedlich sein Hauptsymptom ist eine herabgesetzte Stimmung wobei dies nicht Trauer im engeren Sinn sein muss sondern von den betroffenen Patientinnen auch oft mit Begriffen wie innere Leere Verzweiflung und Gleichgultigkeit beschrieben wird Es dominieren negative Zukunftsaussichten und das Gefuhl der Hoffnungslosigkeit Das Selbstwertgefuhl ist niedrig Die depressive Symptomatik in der Schwangerschaft wird oft von schwangerschaftstypischen Themen beeinflusst Dies konnen etwa Befurchtungen in Bezug auf die Mutterrolle oder die Gesundheit des Kindes sein 29 Das erstmalige Auftreten einer psychotischen Storung in der Schwangerschaft ist selten Haufiger verschlimmern sich bestehende psychotische Erkrankungen Dies liegt zum einen an der besonderen biologischen und seelischen Situation der Schwangeren zum anderen kann es durch eine Reduzierung oder ein Absetzen antipsychotischer Medikamente verursacht sein 30 Zwangsstorungen konnen sich in der Schwangerschaft verschlimmern Bei der Panikstorung ist dies ebenfalls der Fall Bei einigen Patientinnen die vorher nur leichte Symptome hatten kann es wahrend der Zeit der Schwangerschaft zu einer massiven Haufung von Panikattacken kommen 31 Siehe auch Gedachtnisstorungen in der Schwangerschaft Suchtmittel und Medikamente Bearbeiten Baby mit typischen Gesichtsmerkmalen des Fetalen Alkoholsyndroms kleine Augen glattes Philtrum schmale Oberlippe ausgelost durch Alkoholkonsum in der Schwangerschaft Psychotrope Substanzen Alkoholkonsum und Rauchen sind schadlich fur das ungeborene Kind 32 33 Alkoholkonsum Eine englische Studie 2012 die etwa 4000 Schwangere umfasste kam zu dem Ergebnis dass sich auch kleine Mengen Alkohol auf die Intelligenz des Kindes negativ auswirken 34 Selbst geringer Alkoholkonsum wahrend der Schwangerschaft kann zu alkoholbedingten Schadigungen Fetal Alcohol Spectrum Disorder FASD fuhren das Vollbild der Storung ist das fetale Alkoholsyndrom FAS eine Kombination schwerwiegender geistiger und korperlicher Schaden die zu den haufigsten angeborenen Behinderungen in Deutschland zahlt Nach Schatzungen werden bundesweit jahrlich 10 000 Babys mit FASD geboren davon etwa 4000 mit FAS 35 Rauchen Rauchende Schwangere haben ein vermehrtes Risiko einer Fehlgeburt eine Verdopplung der Haufigkeit einer Fruhgeburt und weisen ein dreifach erhohtes Risiko einer Totgeburt bzw der perinatalen Mortalitat auf 36 37 Das Risiko dass das Kind eine Aufmerksamkeitsdefizit Hyperaktivitatsstorung ADHS aufweist liegt bei Muttern die wahrend der Schwangerschaft rauchen bei 16 5 sonst bei 4 6 es ist also 3 6 Mal hoher als bei Nichtrauchenden 38 Rauchen wahrend der Schwangerschaft erhoht ferner das Risiko fur ein spateres kindliches Asthma und bewirkt ein deutlich niedrigeres Geburtsgewicht 39 40 41 Insbesondere kann es zum fetalen Tabaksyndrom fuhren Kokain und Heroin Der Konsum von Kokain kann zu Fehlbildungen beim Kind und durch die gefassverengende Wirkung zu Durchblutungsstorungen in unterschiedlichen Organen und zu Schwangerschaftskomplikationen fuhren zum Beispiel zu vorzeitiger Plazentaablosung und Fruhgeburt 42 Plant eine drogenabhangige Frau schwanger zu werden ist die Beendigung des Drogenkonsums vor dem Antritt der Schwangerschaft angezeigt da die Wirkung der Drogen die Gesundheit des Fotus beeintrachtigt 43 Wird eine Heroin oder polytoxikoman abhangige Frau schwanger ist die Aufnahme in ein Substitutionsprogramm angezeigt da die regelhaft vorkommenden Schwankungen zwischen Sattigung Uberdosierung und Entzug eine Gefahr fur die Schwangerschaft an sich und das ungeborene Kind im Besonderen darstellen 42 Der Nutzen einer Substitutionstherapie fur Mutter und Kind ubersteigt die Gefahren eines moglichen Entzugssyndroms des Neugeborenen wenn die Mutter keinen Beikonsum betreibt In einer Studie der TU Dresden wurde nachgewiesen dass ca 58 9 der Personen die an einem Substitutionsprogramm teilnehmen Beikonsum betreiben 44 Die Substitution der Mutter hat Auswirkungen auf die Gesundheit und die Entwicklung des Fotus Es gibt zahlreiche Gegenanzeigen der bei Schwangerschaft im Substitutionsprogramm verabreichten Medikamente Diese sind in den jeweiligen Fach und Gebrauchsinformationen und Beipackzetteln der Hersteller beschrieben und durch die Zulassung der Arzneimittel durch das BfArM beschrieben wie zum Beispiel Methadon Methadon Methaddict Es wurden neurologische Befunde mit Horstorungen geistigen und motorischen Entwicklungsverzogerungen Augenanomalien und eine erhohte Inzidenz von Otitis media beobachtet Es wird empfohlen die Substitution mit Methadon vor der Geburt ausschleichend zu beenden Wenn das Ausschleichen nicht moglich ist muss der Entzug des Neugeborenen auf einer Kinderintensivstation durchgefuhrt werden 45 L Polamidon L Polamidon Ein Zusammenhang zwischen dem Konsum von L Polamidon und dem plotzlichen Kindstod wird angenommen Es wurden neurologische Befunde mit Horstorungen geistige und motorische Entwicklungsverzogerungen und Augenanomalien und eine erhohte Inzidenz von Otitis media beobachtet 46 Buprenorphin Subutex Subutex Es wurden Atemdepressionen bei Neugeborenen beobachtet wenn gegen Ende der Schwangerschaft hohe Dosen Subutex auch nach kurzer Dauer der Substitution konsumiert wurden Die Reproduktionstoxizitat fur Tiere wurde durch experimentelle Studien nachgewiesen Bisher ist das potentielle Risiko in Bezug auf die Reproduktionstoxizitat fur die Schwangere und den Fotus unbekannt 47 Langzeitanwendung wahrend der drei Monate vor der Geburt kann zum neonatalen Abstinenzsyndrom fuhren Beobachtet wurden zum Beispiel Hypertonie neonataler Tremor neonatale Agitation Myoklonus oder Krampfe 48 Ein hohes Risiko fur die Gesundheit des Fotus stellt der Beikonsum der zusatzlich zu der Teilnahme an einem Substitutionsprogramm ausgefuhrt werden kann dar Das Bundesinstitut fur Arzneimittel und Medizinprodukte BfArM warnt Ein missbrauchlicher nicht bestimmungsgemasser Beikonsum von Drogen Suchtstoffen Arzneimitteln muss insbesondere in der Schwangerschaft und Stillzeit strikt vermieden werden 49 Der Beikonsum der Schwangeren wahrend der Teilnahme an einem Substitutionsprogramm fuhrt laut einer Studie von Ruthard Stachowske die zwischen Oktober 1996 und Dezember 2006 in der Fachklinik und Jugendhilfeeinrichtung Therapeutische Gemeinschaft Wilschenbruch in Luneburg mit 100 untersuchten Schwangerschaften von denen 24 Schwangerschaften unter Substitution mit Beikonsum stattfanden durchgefuhrt wurde zu folgenden Krankheiten 22 von den geborenen Kindern litten unter neonatalem Abstinenzsyndrom bis zu 3 Monate nach dem Entzug hatten Verhaltens und emotionale Storungen 21 7 der befragten Mutter hatten eine Fruhgeburt Von 24 Muttern machten 21 Mutter falsche Angaben bei ihrem Substitutionsarzt wie zum Beispiel gefalschte Drogentests Weitere Krankheiten und Auffalligkeiten werden in der wissenschaftlichen Veroffentlichung der Forschungsarbeit beschrieben 50 Naltrexon Eine Naltrexon Belastung die Verabreichung eines Opioid Gegenspielers soll in der Schwangerschaft nicht vorhanden sein da es dadurch zu Fehlgeburten und vorzeitigem Wehenbeginn kommen kann Die vor und nachgeburtliche Betreuung sollen der betreuende Gynakologe und ein in Abhangigkeitsfragen geschulter Spezialist in Zusammenarbeit durchfuhren 51 Marihuana Zu Auswirkungen von Konsum von Marihuana wahrend der Schwangerschaft sind die Daten inkonsistent Sehr oft werden gleichzeitig andere Substanzen wie Zigaretten und Alkohol konsumiert zudem konnten die Studienergebnisse durch soziodemographische Risikofaktoren verfalscht werden Die verfugbaren Erkenntnisse lassen jedoch befurchten dass das Wachstum des Fotus negativ beeinflusst wird 52 Kokain und Crack Werden wahrend der Schwangerschaft Kokain und Crack konsumiert erhoht sich das Risiko einer Fruhgeburt Auch das Risiko einer Plazentalosung steigt durch den Konsum dieser Drogen wahrend der Schwangerschaft an Des Weiteren erhoht Kokain die Wahrscheinlichkeit von Geburtsfehlern neurologischen Problemen Krampfen und Entwicklungsproblemen Betaubungsmittel und Opiate Findet wahrend der Schwangerschaft ein erheblicher und dauerhafter Konsum von Betaubungsmitteln und Opiaten statt hat dies schadigende Folgen fur das Ungeborene Es kann zu Wachstumsproblemen des Fotus einer Fruhgeburt dauerhaften Schaden des Gehirns und einer unterdurchschnittlichen Kopfgrosse kommen Amphetamine und Aufputschmittel Es gibt wenig Informationen uber jene Nebeneffekte die durch den Konsum von Amphetaminen und Aufputschmitteln wahrend einer Schwangerschaft auftreten Es ist allerdings bekannt dass diese Substanzen den Appetit zugeln wodurch es zu einer Beeintrachtigung des Wachstums des Fotus kommen kann Untersuchungen haben ergeben dass ein erhohtes Risiko von Wachstumsproblemen des Fotus einschliesslich einer kleinen Kopfgrosse besteht Zudem kann es zu einer Plazentalosung dauerhaften Schaden des Gehirns des Fotus kommen Der Konsum von Amphetaminen und Aufputschmitteln wahrend einer Schwangerschaft kann dazu fuhren dass der Fotus stirbt Medikamente Fast alle Medikamente auch nicht apothekenpflichtige konnen auch auf das werdende Kind besondere Auswirkungen haben Daher wird die Einnahme in der Regel mit dem behandelnden Arzt abgesprochen Umfassende Ubersichten zur Arzneimittelanwendung wahrend Schwangerschaft und Stillzeit liegen vor das deutsche Bundesministerium fur Gesundheit bietet seit 2008 die Datenbank www arzneimittel in der schwangerschaft de 53 54 Einige Medikamente haben teratogene Wirkung beispielsweise Thalidomid Contergan das heisst ihre Einnahme kann zu Fehlbildungen fuhren Arzneimittel auch rezeptfreie und pflanzliche sollen wahrend der Schwangerschaft nur nach Rucksprache mit einem Arzt oder Apotheker eingenommen werden Infektionen wahrend der Schwangerschaft Bearbeiten Infektionen konnen zu Fehlgeburten fuhren und auf das ungeborene bzw wahrend der Geburt auf das neugeborene Kind ubertragen werden und schwere Erkrankungen bleibende Schaden und den Tod zur Folge haben Da es bisher fur wenige Infektionskrankheiten Impfungen gibt sollte der Impfschutz der zukunftigen Mutter schon bei Kinderwunsch wahrend der Familienplanung uberpruft und ggf erganzt werden Zum Beispiel konnen die in der Folge genannten Erreger in der Schwangerschaft gefahrlich werden Bakterien Chlamydien Chlamydia trachomatis Chlamydien Konjunktivitis und Pneumonie des Neugeborenen Gonokokken Neisseria gonorrhoeae Gonoblennorrhoe Listeriose Listeria monocytogenes Granulomatosis infantiseptica Streptokokken der Gruppe B Streptococcus agalactiae Sepsis early onset und Meningitis late onset bei Neugeborenen Syphilis Treponema pallidum Lues connata Protozoen Malaria Plasmodium falciparum Toxoplasmose Toxoplasma gondii 55 56 Viren Hepatitis B Hepatitis B Virus HBV Hepatitis E Hepatitis E Virus HEV ausschliesslich asiatischer Genotyp HEV 1 europaischer Typ HEV 3 bei Schwangerschaften irrelevant Herpes simplex Herpes simplex Virus HSV Herpes neonatorum Humanes Immundefizienz Virus HIV Das HI Virus wird nicht zwangslaufig von einer infizierten Schwangeren auf das ungeborene Kind ubertragen Die Wahrscheinlichkeit einer Ubertragung wahrend der Geburt ist jedoch hoch wenn keine geeigneten medizinischen Schutzmassnahmen ergriffen werden Das Risiko einer Infektion eines Kindes durch eine HIV infizierte Mutter wahrend der Schwangerschaft oder wahrend der Geburt wird ohne Behandlung auf etwa 15 bis 30 geschatzt Bei bekannter HIV Infektion der Mutter kann das Risiko einer Ubertragung auf das Kind durch die Gabe antiretroviraler Medikamente und die Geburt durch Kaiserschnitt auf weniger als funf Prozent vermindert werden 57 58 Die notwendigen Massnahmen zur Vorbeugung gegen die Mutter Kind Ubertragung von HIV konnen nur dann erfolgreich eingesetzt werden wenn die HIV Infektion der Mutter bekannt ist Daher empfiehlt die AWMF jeder Schwangeren ein HIV Antikorpertest anzubieten Dessen Durchfuhrung ist an die ausdruckliche Zustimmung der werdenden Mutter gebunden 59 Influenzavirus Lymphozytares Choriomeningitis Virus LCMV Masern Masernvirus Mumps Rubulavirus ausschliesslich selten Fehlgeburt im 1 Trimenon Ringelroteln Parvovirus B19 fetale Anamie Hydrops fetalis Roteln Rubellavirus Rotelnembryofetopathie Windpocken Varizella Zoster Virus VZV Varizellenembryofetopathie perinatal Neonatale Varizellen Zytomegalie Humanes Cytomegalievirus CMV Impfungen Bearbeiten Fallige Impfungen mit Totimpfstoffen konnen den werdenden Muttern nach aktuellen Empfehlungen des in Deutschland dafur zustandigen Robert Koch Instituts im zweiten und dritten Drittel der Schwangerschaft bedenkenlos verabreicht werden im ersten Drittel sollten dagegen nur dringend durchzufuhrende Totstoff Impfungen vorgenommen werden Vor einer Schwangerschaft erfolgte Totstoff Impfungen sind kein Grund zum Aufschub einer Schwangerschaft Kontraindiziert sind Impfungen mit Lebendimpfstoffen wie gegen Masern Mumps und Roteln ab drei Monaten vor einer und wahrend der gesamten Schwangerschaft In der anschliessenden Stillzeit sind Impfungen generell ohne Beschrankungen moglich 60 Zur Impfung gegen COVID 19 siehe auch COVID 19 Impfung in Deutschland Impfung von Schwangeren und StillendenAllogene immunologische Komplikationen Bearbeiten Hat die Schwangere bestimmte Merkmale auf ihren Blutzellen nicht die aber vom Vater auf das Kind im Mutterleib vererbt wurden kann die Mutter diese Merkmale als fremd erkennen Dann bildet die Mutter Antikorper gegen diese Die Antikorper konnen in das Kind eindringen und dort die Merkmal tragenden Blutzellen zerstoren Man spricht bei den Erythrozyten roten Blutkorperchen von Rhesus Inkompatibilitat bei den Thrombozyten Blutplattchen von fetaler oder nach der Geburt neonataler Alloimmun Thrombozytopenie und bei den neutrophilen Granulozyten weisse Blutkorperchen von fetaler bzw neonataler Alloimmun Neutropenie FAIN bzw NAIN Fehlgeburten Bearbeiten Hauptartikel Fehlgeburt In den ersten drei Monaten der Schwangerschaft ist das Risiko eine Fehlgeburt zu erleiden relativ gross Schatzungsweise ein Viertel aller Schwangerschaften enden in den ersten zwolf Wochen Fruhabort Es wird davon ausgegangen dass bis zu 50 der sich in der Gebarmutter einnistenden Eizellen als Fruhabort enden Diese Fehlgeburt wird als verspatete Monatsblutung angesehen und bleibt meist unbemerkt 61 Eine bewusst wahrgenommene Fehlgeburt kann ein stark traumatisches Erlebnis fur eine Frau sein Um eventuellen Enttauschungen und dem sozialen Druck zu begegnen ist es verbreitet bis zum Ende der zwolften Schwangerschaftswoche mit der offiziellen Verkundung der Schwangerschaft zu warten Schwangerschaftsabbruch aus medizinischen Grunden Bearbeiten Hauptartikel Schwangerschaftsabbruch Im Gegensatz zu Fruh und Fehlgeburten wird bei einer Abtreibung die Schwangerschaft willentlich abgebrochen Als medizinischer Grund wird eine gesundheitliche Gefahrdung der Schwangeren oder eine ihr psychisch nicht zumutbare schwere Behinderung des Fotus angesehen Abtreibungen aus medizinischen Grunden sind allerdings recht selten In Deutschland wurden im Jahr 2007 insgesamt 116 871 Schwangerschaften abgebrochen d h 17 pro 100 Geburten 62 2014 waren es 99 700 Schwangerschaftsabbruche lediglich 4 der Falle erfolgten durch medizinische und kriminologische Indikationen 63 Sonstige Beeintrachtigungen Bearbeiten Schwangerschaftsstreifen Striae gravidarum werden sichtbarer nach der Geburt durch Ruckbildung des Bauches Vor wahrend oder nach einer Schwangerschaft kann es zu weiteren Beeintrachtigungen kommen Siehe hierzu Unfruchtbarkeit Schwangerschaft ausserhalb der Gebarmutter Extrauteringraviditat z B Eileiterschwangerschaft Dehnungsstreifen im Gewebe Dammriss bei der Geburt Postpartale Stimmungskrisen Postnatale Depression Schwangerschaftstumor Granuloma gravidarum Pruritische urticarielle Papeln und Plaques der Schwangerschaft schwangerschaftsbedingte Hauterkrankung Etwa 35 bis 50 aller Schwangeren bekommen wahrend ihrer Schwangerschaft eine Gingivitis 64 65 Die Atmung der Mutter verandert sich in der Schwangerschaft Eine erhohte Atemfrequenz und tiefere Atemzuge erhohen die Aufnahme von zusatzlichem Sauerstoff fur das Kind Weil dabei Kohlendioxid vermehrt ausgeatmet wird kommt es zu einer leichten respiratorischen Alkalose des Blutes Der mutterliche Kohlendioxidwert im arteriellen Blut wird mit 32mmHg als ublicher Wert angegeben Gleichzeitig ist die Menge von Bikarbonat im Blut erniedrigt so dass bei mangelnder Pufferkapazitat Schwangere z B bei Atmungsproblemen schneller eine Azidose entwickeln Sodbrennen in der Schwangerschaft Bearbeiten Neben den bekannten Erscheinungen wahrend einer Schwangerschaft wie Ubelkeit und Ruckenschmerzen kann Sodbrennen zu einem Problem werden Eine Studie hat ergeben dass mehr als 70 Prozent der Frauen wahrend der Schwangerschaft unter anhaltendem Sodbrennen leiden diese Beschwerden also mit zu den haufigsten wahrend der Schwangerschaft zahlen Bei vielen Frauen tritt das Sodbrennen erst im letzten Drittel der Schwangerschaft auf und verschwindet nach der Geburt wieder Fur das Sodbrennen wahrend der Schwangerschaft sind zwei Faktoren verantwortlich Wahrend der Schwangerschaft erzeugt der Mutterkuchen das Hormon Progesteron Es bewirkt eine Entspannung des Uterusmuskels Gleichzeitig wird der Schliessmuskel der zwischen der Speiserohre und dem Magen liegt mitentspannt Die Magensaure kann somit in die Speiserohre aufsteigen Die Speiserohre wird durch die Magensaure gereizt und es entsteht Sodbrennen Ausserdem wird durch das Hormon Progesteron die Verdauung der Frau verlangsamt und das Kind ist am Ende der Schwangerschaft so weit herangewachsen dass es den grossten Teil des Bauchraums in Anspruch nimmt dadurch wird der Magen nach oben gedruckt gleichzeitig wird auch die Magensaure mit nach oben befordert Das Aufsteigen der Magensaure wird durch diese Position des Magens begunstigt Durch haufiges Hinlegen wird der Ruckfluss der Magensaure ebenfalls erleichtert Die typischen Symptome fur Sodbrennen sind ein brennender Magen eine brennende Speiserohre und saures Aufstossen Bei anhaltendem Sodbrennen kann es dazu kommen dass ein Ubelkeitsgefuhl auftritt Laut Wissenschaftlern und Arzten ist das Sodbrennen fur Mutter und Kind nicht schadlich Frauen die unter schwangerschaftsbedingtem Sodbrennen leiden sollten die klassischen Ausloser meiden Wissenschaftler haben festgestellt dass in 60 Prozent der Falle die Ernahrung wahrend der Schwangerschaft das Sodbrennen auslost Schwangere sollten fettiges und reichliches Essen meiden auch zu scharfes Essen ist ein guter Nahrboden fur Sodbrennen Ausserdem sollte man Stress verhindern Um Sodbrennen in der Schwangerschaft zu verhindern sollte die Schwangere enge Kleidung vermeiden Sollte das Sodbrennen fur die Schwangere zu unangenehm werden raten Arzte dazu einen Termin beim Frauenarzt wahrzunehmen um uber eine eventuelle medikamentose Behandlung zu sprechen Man kann Sodbrennen aber auch mit Hausmitteln wie Milch Wasser oder Bananen entgegenwirken 66 Ernahrung BearbeitenGesunde und ausgewogene Ernahrung ist wichtig fur die Entwicklung des ungeborenen Kindes Da viele Frauen wahrend der Schwangerschaft zu Obstipation neigen ist noch mehr als sonst auf eine ballaststoffreiche Mischkost zu achten Diese sollte ausserdem hochwertige Proteine enthalten etwa 15 ausreichend Kohlenhydrate 55 moglichst keine schnell resorbierbaren wegen herabgesetzter Glukosetoleranz und Fette mit uberwiegend ungesattigten Fettsauren 30 Der durchschnittliche Energiebedarf einer Schwangeren betragt ungefahr 2000 bis 2200 kcal d nach dem vierten Monat liegt er bei 2200 bis 2500 kcal d Ubergewicht der Mutter fuhrt haufig zu gesundheitlichen Problemen Geburtsstorungen und Entwicklungsstorungen des Kindes Perinatale Ubergewichtspravention Die Ernahrung spielt nicht nur wahrend der Schwangerschaft sondern bereits vor der Befruchtung eine wichtige Rolle So haben schlanke Frauen die vor und wahrend der Schwangerschaft mindestens dreimal taglich Obst verzehren weniger Probleme in der Schwangerschaft als andere 67 Es wird empfohlen wahrend der Schwangerschaft auf rohe Lebensmittel vom Tier weitestgehend zu verzichten Hierzu zahlen unter anderem Rohmilch und Rohmilchprodukte wie zum Beispiel Weichkase aus Rohmilch rohes Fleisch wie zum Beispiel Mett und Tatar sowie Rohwurst wie zum Beispiel Salami oder Teewurst 68 roher Fisch und geraucherter Fisch sowie Fischerzeugnisse aus dem Kuhlregal Diese Lebensmittel bergen Infektionsgefahren vor allem durch Listerien und Toxoplasmose Das gleiche gilt fur ungewaschenes Obst und Gemuse 69 Vegetarierinnen und Veganerinnen sollten besonders auf eine ausreichende Vitamin B12 Zufuhr achten und dies eventuell arztlich kontrollieren lassen 70 Daruber hinaus gibt es die folgenden speziellen Bedurfnisse wahrend der Schwangerschaft Folsaure Bearbeiten Folsaure auch Vitamin B9 genannt wird besonders zu Beginn der Schwangerschaft in ausreichender Menge benotigt und damit in einem Zeitraum in dem die Schwangere moglicherweise von ihrer Schwangerschaft noch gar nicht weiss oder nur einen Kinderwunsch hat 71 Folsaure dient dazu einem Neuralrohrdefekt vorzubeugen Das Risiko einer schweren Missbildung kann minimiert werden durch Einnahme von Folsaure als Nahrungserganzungsmittel 72 Folsaure ist enthalten in Vollkornprodukten grunem Blattgemuse Spinat Brokkoli Karotten Spargel Rosenkohl Tomaten Eigelb Nussen und Leber Wobei auf Leber wahrend der Schwangerschaft verzichtet werden soll weil die hohe Konzentration von Vitamin A toxisch wirken konnte und die Moglichkeit einer Ubertragung von in der Leber gespeicherten Schadstoffen besteht In mehreren Landern darunter der Schweiz Kanada und den USA wird Folsaure kunstlich Lebensmitteln zugesetzt Calcium Eisen und Vitamin D Bearbeiten Calcium und Eisen werden vom schnell wachsenden Fotus in einem besonders hohen Masse benotigt Calcium ist in besonders hohen Konzentrationen in Hartkase und anderen Milchprodukten enthalten Eisen ist besonders reichhaltig in Fleisch Hulsenfruchten und Vollkornbrot enthalten Leber enthalt zwar viel Eisen jedoch ist der Vitamin A Gehalt so hoch dass er das Kind schadigen kann 73 Bei drohendem Eisenmangel Anamie konnen auch Eisenpraparate eingenommen werden Da Calcium nur bei Vorhandensein von Vitamin D aufgenommen wird und dieses durch Sonnenlicht gebildet wird sollte auf einen ausreichenden Aufenthalt im Freien geachtet werden Auch fettes Fischfleisch beispielsweise Lachs ist eine Quelle von Vitamin D Die Supplementation von Vitamin D in der Schwangerschaft kann unzureichend sein Defizite fanden Lisa Bodnar und Kollegen in einer Studie bei 80 der Afroamerikanerinnen und knapp der Halfte der weissen US amerikanischen Frauen und dies obwohl neun von zehn der insgesamt 400 Schwangeren eine Vitamin Supplementation betrieben 74 Fluor Bearbeiten Fluorid wird nicht nur als wichtig fur die Hartung des Zahnschmelzes sondern auch fur das Knochenwachstum angesehen Lebensmittel mit reichlichem Fluoridgehalt sind Seefische schwarzer Tee und viele Mineralwasser solche mit einem Fluoridgehalt von mehr als 1 5 mg je Liter mussen mit dem Warnhinweis fluoridhaltig versehen werden In vielen Regionen kann die als taglicher Bedarf bezeichnete Menge von ca 1 Milligramm Fluor als Fluorid nicht durch die Ernahrung gedeckt werden Im Handel ist deshalb fluoridiertes Speisesalz und fluoridierte Zahnpasta erhaltlich In manchen Landern wird dem Trinkwasser Fluorid beigefugt was zu besseren Zahnen fuhren soll Omega 3 Fettsauren Bearbeiten Omega 3 Fettsauren konnen vom Korper nicht selbst gebildet werden Aus der Omega 3 Fettsaure Eicosapentaensaure werden hormonahnliche Substanzen gebildet die Einfluss auf die Dauer der Schwangerschaft haben wahrend eine andere Omega 3 Fettsaure Docosahexaensaure fur Aufbau und Funktion von Hirn und Auge z B Bildung von Neuronal Membranen wichtig ist Besonders Seefische wie Lachs Sardelle Sardine Makrele oder Thunfisch liefern die beiden langkettigen Omega 3 Fettsauren Eicosapentaen und Docosahexaensaure Langlebige Raubfische wie Thun oder Schwertfisch weisen jedoch haufig einen relativ hohen Quecksilberanteil auf so dass sie fur Schwangere wenig geeignet sind 75 Roher Fisch sollte vermieden werden 76 In Lein Hanf Walnuss und Rapsol ist die pflanzliche Omega 3 Fettsaure alpha Linolensaure enthalten die bei unseren Ernahrungsgewohnheiten nur unzureichend zu Eicosapentaen und zu Docosahexaensaure verwandelt wird 77 In der Plazenta sitzt ein Protein das die Versorgung des heranwachsenden Kindes vor allem mit Docosahexaensaure sicherstellt auf Kosten der Mutter 78 Ist die Versorgung der Mutter mit Omega 3 Fettsauren besonders gut dann treten weniger Fruhgeburtsbestrebungen auf die Schwangerschaft wird etwas langer plus 1 6 bis 2 6 Tage und es treten weniger Wochenbettdepressionen auf 79 Beim Kind entwickeln sich die Funktionen von Auge und Hirn besser z B um vier Punkte hoherer Intelligenzquotient beim Vierjahrigen 79 Deshalb wurden von den wesentlichen Fachgesellschaften neue Empfehlungen fur Schwangere erarbeitet 79 Wahrend der Schwangerschaft sollten mindestens 200 mg DHA Tag eingenommen werden wobei darauf hingewiesen wurde dass bis 2 7 g Tag Omega 3 Fettsauren in wissenschaftlichen Studien ohne bedeutende Nebenwirkungen vertragen wurden Fruh in der Schwangerschaft sollten Mangel in der Ernahrung erkannt werden 79 Hierzu eignet sich der Omega 3 Index Gehalt an Omega 3 Fettsauren im Langzeitspeicher den roten Blutkorperchen Jod Bearbeiten Jodmangel in der Schwangerschaft kann Ursache fur eine Kropfbildung beim Ungeborenen sein aber auch Ausloser fur mangelhaftes Wachstum eine Storung der Gehirnentwicklung oder Fehl und Totgeburten sein Die Deutsche Gesellschaft fur Ernahrung empfiehlt regelmassig Milch und Milchprodukte zu essen sowie ausschliesslich jodiertes Speisesalz zu verwenden Haufig ist eine zusatzliche Einnahme von Jodidtabletten notwendig 80 Nusse Bearbeiten Nusse gelten als wichtiger Bestandteil einer guten und ausgewogenen Ernahrung Wirkung von Nussen auf die Gesundheit Fruher wurde empfohlen wahrend der Schwangerschaft keine Erdnusse und andere Nusse zu essen Das konne beim Kind in der Zukunft zu einer Unvertraglichkeit oder Allergie fuhren 81 Eine 2014 erschienene Studie hat gezeigt dass gerade die fruhzeitige Konfrontation mit Allergenen spatere Allergien verhindern kann 82 Demnach ist ein Verzehr von Nussen in Massen zu empfehlen Vorbereitung auf die Geburt BearbeitenPositive Verhaltensweisen der Mutter auf das ungeborene Kind Sport in der Schwangerschaft Linda May hat die Auswirkungen von Sport in der Schwangerschaft auf die Gesundheit des kindlichen Herzens untersucht Bei Frauen die in der Schwangerschaft mindestens dreimal pro Woche Sport getrieben haben war die Herzrate des Fotus langsamer und variabler Dies gilt als ein Zeichen fur ein gesundes Herz Die Ungeborenen zeigen einen Trainingseffekt obwohl in erster Linie die Mutter sich anstrengen Die Untersuchung der Babys nach der Geburt zeigte dass sich die Neugeborenen umso trainierter erwiesen je mehr sich die Mutter wahrend der Schwangerschaft bewegt hatten May fuhrt als mogliche Erklarung an dass wahrend des Sports Hormone ausgeschuttet werden und durch die Plazenta ins Babyblut gelangen Dort sollen die Hormone das Herz des Ungeborenen stimulieren 83 Uberlastung sollte jedoch vermieden werden da eine hohere Verletzungsgefahr durch gelockerte Bander Sehnen und Gelenke besteht Auch eine Uberhitzung durch Anstrengung vor allem zu Schwangerschaftsbeginn ist nicht gut fur die Embryonalentwicklung Klassische Musik horen Die Auswirkungen von klassischer Musik in der Schwangerschaft haben Volckers und Weisner untersucht Unter Musikeinfluss scheint sich das Kind im Bauch weniger zu bewegen die Herzfrequenz scheint zu sinken 84 Geburtsvorbereitungskurse Bearbeiten Hauptartikel Geburtsvorbereitung Zur Vorbereitung auf die Geburt konnen Schwangere zusammen mit dem Partner einen Geburtsvorbereitungskurs besuchen der als regelmassiger wochentlicher Termin oder als Wochenendkurs von Hebammenpraxen Geburts und Krankenhausern angeboten wird Inhalte dieser Kurse sind unter anderem Aufstellen eines Geburtsplans Wahl des Geburtsorts Geburtspositionen naturliche Schmerzverarbeitung kunstliche Schmerzmittel und Anasthesietechniken Beckenbodentraining Entspannungsubungen psychologische und soziale Aspekte der Familiengrundung Stillen und Sauglingspflege Eine Unterstutzung zur Geburtsvorbereitung ist die Haptonomie Geburtsort Bearbeiten Bis 1950 war es in Deutschland selbstverstandlich zu Hause zu gebaren Seitdem sind die Hausgeburten stetig rucklaufig und heute werden 97 der Kinder in Krankenhausern geboren insbesondere bei Risikoschwangerschaften 85 Daneben gibt es die Alternativen einer Geburt im Geburtshaus In Entwicklungslandern wird aufgrund der allgemein schlechten medizinischen Versorgung nur eine von zwei Geburten von einem Arzt oder einer Hebamme betreut siehe Muttersterblichkeit Vorgeburtliche Kontaktaufnahme Bearbeiten Ungefahr ab der 18 Schwangerschaftswoche konnen Bewegungen des Fotus fur die Schwangere spurbar sein Fruhestens ab der 23 Woche lasst sich der Herzschlag mit einem Stethoskop horen Andere Personen konnen ab dem sechsten Monat Bewegungen des Ungeborenen durch die Bauchdecke spuren Durch moderne medizinische Methoden beispielsweise Sonografie lasst sich nachweisen dass der Fotus bereits im Mutterleib weit entwickelte Sinne besitzt und seine Aussenwelt wahrnehmen kann Stimme der Mutter Musik Bewegung Gesellschaftliche Aspekte Bearbeiten Venus von Willendorf Allgemeines Bearbeiten In den meisten Kulturkreisen besitzt die schwangere Frau einen besonderen gesellschaftlichen Status und es wird ihr eine besondere schonende Behandlung zuteil Gleichzeitig werden Erwartungen an sie gerichtet die grossen psychischen Druck auf sie ausuben konnen beispielsweise Sohne als Stammhalter zu gebaren siehe Indien China Naher Osten In vielen traditionellen Gesellschaften muss einer Schwangerschaft eine Ehe vorausgehen anderenfalls hat dies die soziale Achtung der werdenden Mutter und des unehelichen Kindes zur Folge Dem Bild einer Schwangeren wird oft als Fruchtbarkeitssymbol mystische Bedeutung zugemessen Ein Hinweis auf einen Fruchtbarkeitskult in Mitteleuropa in prahistorischer Zeit ist die Venus von Willendorf 25 000 v Chr mit ihren uberzeichneten weiblichen Geschlechtsmerkmalen grosse Bruste uppiger Bauch prominenter Venushugel Insgesamt begleiten zahlreiche zumeist von der Volkskunde und Ethnologie untersuchte Brauche die Schwangerschaft etwa mit volksmedizinischem oder religiosem Hintergrund 86 Ein moderner Brauch ist die Babyparty Der finnische Gesundheitsdienst schenkt werdenden Eltern die an den vorgesehenen Vorsorgeuntersuchungen teilgenommen haben nach der 22 Schwangerschaftswoche ein Mutterschaftspaket mit einer Babyausstattung fur das erste Lebensjahr Auch in der Familiensoziologie ist die Schwangerschaft ein bedeutsames Thema denn das kommende Kind wird in mannigfachen sozialen Rollen z B als kunftiger Erbe oder Sozialhilfeempfanger schon vorab sozial platziert werden mussen dies beschleunigt z B Hochzeiten und das Verhaltnis der Eltern zueinander und in ihrem sozialen Umfeld etwa in der Ehe wird gleichfalls vorab geandert auffallig in Erbmonarchien Giotto di Bondone Maria Heimsuchung um 1305 Kunstlerische Behandlung Bearbeiten In den Bildenden Kunsten besteht infolge der Bedeutung der Muttergottes im Christentum eine lange Tradition von Darstellungen der Schwangeren Moderne Kunstlerinnen wie Vanessa Beecroft Louise Bourgeois Annegret Soltau oder Ron Mueck haben sich bemuht die Schonheit der schwangeren Frau im Spannungsfeld von Biologie und Selbstbestimmung darzustellen In der Kunstphilosophie ist dafur der schillernde Begriff Wunderbauch gepragt worden 87 In der Literatur ist auf zahlreiche Behandlungen hinzuweisen vor allem auch im Zusammenhang einer unehelichen Schwangerschaft ein klassisches Beispiel ist die Gretchentragodie in Goethes Faust Demografie Bearbeiten Das Durchschnittsalter der Erstgebarenden ist in vielen europaischen Landern angestiegen In Westdeutschland lag es 1975 bei 24 8 Jahren in Ostdeutschland bei 21 8 Jahren Im Jahr 2000 betrug das durchschnittliche Alter westdeutscher Erstgebarender 29 Jahre in Ostdeutschland 28 4 Jahre In den meisten westlichen Industrielandern gibt es ein Geburtendefizit siehe auch Demografie Demografie Deutschlands 88 Gewollte ungewollte und erzwungene Schwangerschaften Bearbeiten Reproduktionsmedizin Bearbeiten Die Reproduktionsmedizin bietet heute ungewollt kinderlosen Paaren eine Reihe von moglichen Massnahmen Fertilitatsbehandlung kunstliche Befruchtung Retortenbaby Leihmutterschaft Erzwungene Schwangerschaften Bearbeiten Unter einer erzwungenen Schwangerschaft versteht man eine solche Schwangerschaft die der Mutter aufgezwungen wurde etwa im Rahmen von Sklaverei einer Zwangsheirat oder eines Genozids Erzwungene Schwangerschaften konnen im Volkerstrafrecht als Kriegsverbrechen 89 Verbrechen gegen die Menschlichkeit oder Volkermord strafbar sein Ungewollte Schwangerschaften Bearbeiten In den Jahren von 2015 bis 2019 wurden jedes Jahr durchschnittlich ca 6 von 100 Frauen weltweit ungeplant schwanger d h insgesamt 121 Millionen Schwangerschaften jahrlich Vor 30 Jahren 1990 bis 1994 hatten noch ca 8 von 100 Frauen im Alter von 15 bis 49 Jahren eine ungewollte Schwangerschaft Weltweit werden jedoch noch immer 61 Prozent der nicht geplanten Schwangerschaften abgebrochen 90 Schwangerschaftsabbruch aus sozialen Grunden Bearbeiten Hauptartikel Schwangerschaftsabbruch Ein Versagen der Verhutung ungenugende Empfangnisverhutung schlechte Familienplanung oder auch Straftaten Vergewaltigung konnen zu ungewollten Schwangerschaften fuhren Derzeit stellen die sozialen Grunde in Deutschland die Hauptmotive fur Abtreibungen Von den 110 694 Schwangerschaftsabbruchen im Jahr 2009 waren nur 2 9 medizinisch oder kriminologisch bei Vorliegen dringender Grunde fur die Annahme dass die Schwangerschaft auf einem Sexualdelikt beruht 91 indiziert Vor einigen Jahrzehnten noch kriminalisiert ist in den meisten westeuropaischen Staaten ein Schwangerschaftsabbruch in den ersten drei Monaten der Schwangerschaft inzwischen straffrei Sehr streng ist die Handhabung in Malta und Polen In Deutschland kann ein Schwangerschaftsabbruch innerhalb der vollendeten ersten 14 Wochen gerechnet ab der letzten Monatsblutung 12 Wochen ab Befruchtung stattfinden sofern ihm eine Schwangerschaftskonfliktberatung vorausgegangen ist Bei bestehender medizinischer Notwendigkeit ernsthafte Gefahr fur die Gesundheit der Mutter ist ein Schwangerschaftsabbruch theoretisch bis zur Geburt moglich s o 92 Siehe auch Bearbeiten Korpergeschichte Psychische Folgen ungewollter Mutterschaft Umstandskleidung Verdrangte SchwangerschaftGesetzliche Schutzmassnahmen der Schwangerschaft Bearbeiten An eine Schwangerschaft sind in den meisten europaischen Landern verschiedene gesetzliche Regelungen zum Schutz von Mutter und Kind gekoppelt z B Kundigungsschutz Bestimmte Tatigkeiten wie das Heben schwerer Lasten oder Nachtarbeit durfen nicht mehr ausgefuhrt werden In Deutschland beginnt der Mutterschutz sechs Wochen vor dem mutmasslichen Entbindungstermin und erstreckt sich bis acht Wochen nach der Geburt bei Fruhgeburten und Mehrlingsgeburten bis zwolf Wochen danach Absicherung in der Schwangerschaft und Erziehungszeit in Deutschland Vereinfachte Darstellung Zeitraum punkt Vor der Schwanger schaft Beginn der Schwanger schaft Mitteilung an den Arbeit geber restliche Zeit der Schwanger schaft 6 Wochen vor dem errechneten Geburtstermin Tag der Geburt 8 Wochen nach der Geburt bis 4 Monate nach der Geburt bis 12 Monate nach der Geburt max bis zur Vollendung des 3 Lebensjahrs teilw bis zur Vollendung des 8 Lebensjahrs Wieder einstieg in die Arbeit Kinder erziehung Nach der Kinder erziehungArbeitsentgelt und andere finanzielle Leistungen Nettogehalt x Monat 611 BGB Mutterschaftsgeld 13 Tag 19 20 MuSchG Nettogehalt x Monat 611 BGBAnspruch auf Entgeltfortzahlung 18 MuSchG Nettogehalt x Monat abzgl Mutterschaftsgeld 19 20 MuSchG Elterngeld minimal 300 max 1800 1 6 BEEGKindergeld 219 Monat bzw Kinderfreibetrag 31 32 62 78 EStGRecht auf unbezahlte Freistellung Elternzeit 15 16 BEEGRecht auf Teilzeitarbeit 8 TzBfG 15 16 BEEG 8 TzBfGBesonderer Arbeitsschutz Mutterschutz MuSchArbVBeschaftigungsverbot ggf Beschaftigungsverbot gemass 3 bis 6 MuSchG Mutterschutz 3 bis 6 MuSchGoptional gesetzlich vorgeschrieben 12 statt 8 Wochen bei Fruh und Mehrlingsgeburten oder arztlich festgestellter Behinderung Kundigungsschutz 17 MuSchG der Kundigungsschutz besteht auch nach einer Fehlgeburt nach der 12 Schwangerschaftswoche fur 4 Monate fort 18 19 BEEGBitte den Hinweis zu Rechtsthemen beachten Sonstiges BearbeitenDie jungste Person die ein gesundes Kind zur Welt brachte war die Peruanerin Lina Medina siehe auch Mutterschaft Minderjahriger Der Beginn der Schwangerschaft erfolgte im Alter von vier Jahren bei der Geburt ihres Sohnes war sie funfeinhalb Jahre alt Der weltweite Altersrekord bei einer Entbindung wird derzeit von einer Spanierin aus Barcelona gehalten die 2006 nach einer kunstlichen Befruchtung im Alter von 67 Jahren Zwillinge zur Welt brachte 93 Die jungste Mutter von sieben Kindern durfte ein 16 jahriges Madchen aus Argentinien sein das 2008 zum zweiten Mal Drillinge wieder drei Madchen bekommen hat 94 Nachdem sie mit 14 Jahren als erstes Kind einen Sohn bekommen hatte brachte sie 2006 Drillinge zur Welt Vor der Geburt ihres Sohnes hatte sie nach eigener Aussage bereits ein Kind durch eine Fehlgeburt verloren 95 Aus dem Urin schwangerer Frauen wurde in den 1930er Jahren in der Sowjetunion Gravidan gewonnen das angeblich Glucksgefuhle hervorrufen soll Literatur BearbeitenBarbara Duden Jurgen Schlumbohm Patrice Veit Hrsg Geschichte des Ungeborenen Zur Erfahrungs und Wissenschaftsgeschichte der Schwangerschaft 17 20 Jahrhunderts 2 Auflage Vandenhoeck amp Ruprecht Gottingen 2002 ISBN 3 525 35182 8 Roman Hippeli Gundolf Keil Zehn Monde Menschwerdung Ein Schopfungsbericht Vom Ei bis zur Geburt Gezeichnet erzahlt und ausgeschmuckt mit Themen aus der Reihe Ars phanatomica Basotherm Biberach an der Riss 1982 4 Auflage ebenda 1984 Jurgen Kleinebrecht Begr Klaus Friese Klaus Morike Gerd Neumann Adolf Windorfer Arzneimittel in der Schwangerschaft und Stillzeit ein Leitfaden fur Arzte und Apotheker Wissenschaftliche Verlagsgesellschaft Stuttgart 2016 8 vollig neu bearbeitete Auflage Erscheint auch als Online Ausgabe Arzneimittel in der Schwangerschaft und Stillzeit ISBN 978 3 8047 2948 3 Lennart Nilsson Ein Kind entsteht Bilddokumentation uber die Entwicklung des Lebens im Mutterleib Fotos Lennart Nilsson Text Lars Hamberger Ubersetzung Angelika Kutsch Mosaik Munchen 1995 ISBN 3 576 04918 5 Werner Rath Klaus Friese Erkrankungen in der Schwangerschaft Thieme Stuttgart 2004 ISBN 3 13 136271 5 Franz Renggli Das goldene Tor zum Leben Wie unser Trauma aus Geburt und Schwangerschaft ausheilen kann 1 Auflage Arkana Verlagsgruppe Random House GmbH Munchen 2013 ISBN 978 3 442 34141 2 Christof Schaefer Horst Spielmann Klaus Vetter Arzneiverordnung in Schwangerschaft und Stillzeit Urban amp Fischer 2006 ISBN 3 437 21332 6 Andrea Stiefel Christine Geist Hebammenkunde Hippokrates 2005 ISBN 3 8304 5311 6 Renate Berger Zwischen Leben und Tod Zur Mutterimago bei Niki de St Phalle Ulrike Rosenbach Mary Kelly und Annegret Soltau In Renate Mohrmann Hrsg Verklart verkitscht vergessen Die Mutter als asthetische Figur Metzler Stuttgart Weimar 1996 ISBN 3 476 01302 2 S 354 371 Weblinks Bearbeiten Wiktionary Schwangerschaft Bedeutungserklarungen Wortherkunft Synonyme Ubersetzungen Commons Schwangerschaft Sammlung von Bildern Schwangerschaft und Geburt Informationen bei Gesundheitsinformation de Online Angebot des Instituts fur Qualitat und Wirtschaftlichkeit im Gesundheitswesen pro familia Schwangerschaftsberatung Frauenarzte im Netz de Information zu Schwangerschaft und Geburt Arzneimittel in der Schwangerschaft Manfred Schubert Zsilavecz Vortrag zu Arzneimittel in der Schwangerschaft PodcastU deDieser Artikel behandelt ein Gesundheitsthema Er dient nicht der Selbstdiagnose und ersetzt nicht eine Diagnose durch einen Arzt Bitte hierzu den Hinweis zu Gesundheitsthemen beachten Einzelnachweise Bearbeiten a b Joachim W Dudenhausen Willibald Pschyrembel Michael Obladen Dieter Grab Praktische Geburtshilfe Walter de Gruyter 2011 ISBN 978 3 11 022869 4 S 19 zwanger een kind dragend In Marlies Philippa et al Etymologisch Woordenboek van het Nederlands Amsterdam University Press Amsterdam 2003 2009 schwanger In Friederich Kluge Etymologisches Worterbuch der deutschen Sprache 25 erweiterte und durchgesehene Auflage bearbeitet von Elmar Seebold De Gruyter Berlin Boston 2011 schwanger In Jacob Grimm Wilhelm Grimm Hrsg Deutsches Worterbuch Band 15 Schiefeln Seele IX S Hirzel Leipzig 1899 Sp 2230 2237 woerterbuchnetz de Wolfgang Caspar Medizinische Terminologie 2 Ausgabe Georg Thieme Verlag Stuttgart 2007 S 151 John Sutherland Introduction zu W M Thackeray Vanity Fair Oxford University Press Oxford und New York 1983 S xxiv sowie Neal B Houston A Brief Inquiry into the Morality of Amelia in Vanity Fair in The Victorian Newsletter 30 1966 S 23 24 Duden Das Synonymworterbuch Ein Worterbuch sinnverwandter Worter 4 Auflage Dudenverlag Mannheim u a 2006 S 803 s v schwanger und schwanger sein Braten In Duden Redewendungen Worterbuch der deutschen Idiomatik 3 uberarb und aktualisierte Auflage Dudenverlag Mannheim u a 2008 S 132 Karin Boke Vom werdenden Leben zum ungeborenen Kind Redestrategien in der Diskussion um die Reform des 218 In Frank Liedtke Martin Wengeler Karin Boke Hrsg Begriffe besetzen Strategien des Sprachgebrauchs in der Politik Westdeutscher Verlag Opladen 1991 S 205 219 Eine Schwangerschaft dauert entsprechend der ursprunglichen Berechnung zehn Lunarmonate d h jeder Monat wird mit 28 Tagen angenommen daraus ergibt sich 10 28 Tage 40 Wochen siehe Mamiweb de 40 Schwangerschaftswochen S Muller Lissner C Benkwitz Schwangerschaftsbedingte Funktionsstorungen In G Adler Klinische Gastroenterologie und Stoffwechsel Springer Verlag 2000 ISBN 3 540 65059 8 S 1005 Franz Kainer Facharzt Geburtsmedizin Elsevier Urban amp Fischer Verlag 2005 ISBN 3 437 23750 0 S 399 Musculoskeletal System Memento vom 2 Januar 2013 im Webarchiv archive today engl Die wichtigsten Ereignisse von der dritten bis zur achten Woche der Entwicklung The Visible Embryo a b F P Hadlock u a Fetal Crown Rump Length Reevaluation of Relation to Menstrual Age 5 18 weeks with High Resolution Real Time US In Radiology 182 1992 S 501 505 Susan J Lee Henry J Peter Ralston Eleanor A Drey John Colin Partridge Mark A Rosen Fetal Pain A Systematic Multidisciplinary Review of the Evidence In Journal of the American Medical Association 294 8 2005 S 947 954 Ab dem sechsten Monat wird die Grosse des Fotus in der Regel nicht mehr vom Scheitel bis zum Steiss sondern bis zur Fusssohle angegeben K Riley u a Survival and neurodevelopmental morbidity at 1 year of age following extremely preterm delivery over a 20 year period a single centre cohort study In Acta Paediatrica 97 2 2008 S 159 165 Pilzinfektionen Scheidenpilz Bundeszentrale fur gesundheitliche Aufklarung Peter Bohi Lageanomalien inkl Beckenendlage Memento vom 28 September 2007 im Internet Archive PDF 1 6 MB Beryl Benacerraf The use of obstetrical ultrasound in the obese gravida In Seminars in Perinatology 37 2013 S 345 347 doi 10 1053 j semperi 2013 06 012 Gemeinsamer Bundesausschuss Mutterschafts Richtlinien Richtlinien uber die arztliche Betreuung wahrend der Schwangerschaft und nach der Entbindung Abgerufen am 3 August 2021 Deutscher Bundestag Hrsg Antwort der Bundesregierung auf die Kleine Anfrage der Abgeordneten Cornelia Mohring Birgit Wollert Sabine Zimmermann Zwickau weiterer Abgeordneter und der Fraktion DIE LINKE Drucksache 18 738 Wirtschaftliche Lage der Hebammen und Entbindungspfleger Nr 18 900 21 Marz 2014 ISSN 0722 8333 S 11 bundestag de PDF R J Kaaja I A Greer Manifestations of chronic disease during pregnancy In JAMA 294 2005 S 2751 2757 PMID 16333011 Ubersichtsarbeit Unicef Muttersterblichkeitsrate Jede Minute stirbt eine Frau an Komplikationen bei der Schwangerschaft oder Geburt Memento vom 2 Mai 2009 im Internet Archive Deutsche Stiftung Weltbevolkerung Praeklampsie Bundeszentrale fur gesundheitliche Aufklarung Werner Rath Klaus Friese Erkrankungen in der Schwangerschaft Thieme 2005 S 347 Werner Rath Klaus Friese 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vom 28 Februar 2009 im Internet Archive Info Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht gepruft Bitte prufe Original und Archivlink gemass Anleitung und entferne dann diesen Hinweis 1 2 Vorlage Webachiv IABot www bw suchtweb de S Carter T Percival J Paterson M Williams Maternal smoking risks related to maternal asthma and reduced birth weight in a Pacific Island birth cohort in New Zealand In N Z Med J 119 1238 21 Juli 2006 S U2081 E Lannero M Wickman G Pershagen L Nordvall Maternal smoking during pregnancy increases the risk of recurrent wheezing during the first years of life BAMSE In Respiratory research Band 7 2006 S 3 ISSN 1465 993X doi 10 1186 1465 9921 7 3 PMID 16396689 PMC 1360665 freier Volltext J J Jaakkola M Gissler Maternal smoking in pregnancy fetal development and childhood asthma In American Journal of Public Health Band 94 Nummer 1 Januar 2004 S 136 140 ISSN 0090 0036 PMID 14713711 PMC 1449839 freier Volltext a b Schwanger und Drogen Substitution und 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Kleinebrecht Begr Klaus Friese Arzneimittel in der Schwangerschaft und Stillzeit ein Leitfaden fur Arzte und Apotheker mit 37 Tabellen 7 uberarb Auflage Wiss Verlags Ges Stuttgart 2009 ISBN 978 3 8047 2524 9 Christof Schaefer u a Hrsg Arzneimittel in Schwangerschaft und Stillzeit mit Zugang zum Elsevier Portal 2011 ISBN 978 3 437 21203 1 Peter Bohi Infektionskrankheiten wahrend der Schwangerschaft Memento vom 28 September 2007 im Internet Archive PDF 235 kB Infektionen mit Toxoplasmen konnen Ungeborenem schaden 19 Mai 1998 Deutsche Gesellschaft fur Ernahrung D Wunder J M Evison Antiretrovirale Medikamente und Schwangerschaft In Therapeutische Umschau 62 1 2005 S 37 42 PMID 15702705 deutschsprachige Ubersichtsarbeit HIV in der Schwangerschaft Bundeszentrale fur gesundheitliche Aufklarung Arbeitsgemeinschaft der Wissenschaftlichen Medizinischen Fachgesellschaften HIV Therapie in der Schwangerschaft und bei HIV exponierten Neugeborenen Kann in der Schwangerschaft geimpft werden Sind 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Toxoplasmose Sicher essen in der Schwangerschaft PDF Bundesverband der Lebensmittelkontrolleure BVLK 2016 abgerufen am 2 Juli 2019 Vegetarisch vegane Ernahrung in der Schwangerschaft Vegetarier Bund Deutschlands e V Kinderwunsch und Schwangerschaft Folsaure oft falsch dosiert oder zu spat zugefuhrt Memento vom 13 Mai 2018 im Internet Archive Frauenaerzte im Netz de abgerufen am 12 Mai 2018 Folsaure und Schwangerschaft Deutsche Gesellschaft fur Ernahrung Schadlichkeit von Leber unmittelbar vor wahrend Schwangerschaft Auf was wir essen de Lisa M Bodnar u a High prevalence of vitamin D insufficiency in black and white pregnant women residing in the northern United States and their neonates In Journal of Nutrition 137 2007 S 447 452 Martin Kotynek Warnung vor Quecksilber im Speisefisch In Suddeutsche Zeitung 8 Marz 2007 Roher Fisch und Schwangerschaft 1 Juli 2002 Deutsche Gesellschaft fur Ernahrung M Plourde S C Cunnane Extremely limited synthesis of long chain polyunsaturates in adults 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Artikel behandelt ein Gesundheitsthema Er dient nicht der Selbstdiagnose und ersetzt nicht eine Diagnose durch einen Arzt Bitte hierzu den Hinweis zu Gesundheitsthemen beachten Normdaten Sachbegriff GND 4053724 9 OGND AKS Abgerufen von https de wikipedia org w index php title Schwangerschaft amp oldid 217606255, wikipedia, wiki, deutsches

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