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Sansibar

Das Gebiet besteht aus den beiden Nachbarinseln Unguja (früher ebenfalls Sansibar genannt) und Pemba, jeweils mit Nebeninseln, sowie der abgelegenen kleinen Latham-Insel, alle im Sansibar-Archipel.

Die in geographischer Hinsicht ebenfalls zum Sansibar-Archipel gerechnete Insel Mafia ganz im Süden ist nicht Teil des Gebietes, gehörte aber bis 1885 zum Sultanat Sansibar.

Im Jahr 2007 betrug die Gesamtbevölkerung 1.155.065.

Die Fauna von Unguja dokumentiert die Landbrücke der Insel zum afrikanischen Kontinent während der letzten Eiszeit. Der Sansibar-Leopard war eine der endemischen Subspezies, die sich als neue Art auf der Insel gebildet haben. Um die Insel finden sich Korallenriffe und Seegraswiesen im küstennahen Bereich.

Der Tanzanian Wildlife Act bezieht die Flora und Fauna Sansibars mit ein.

„Haus der Wunder“ in Stone Town

Die ersten Spuren menschlicher Besiedlung stammen aus der LSA-Epoche. Im Zuge der Bantu Expansion setzten sich bantusprachige Gruppen auf den Inseln durch.

Sansibar spielte, als Drehscheibe und Hafen für Waren wie Gold, Elfenbein und Stoffen, eine wichtige Rolle für die Handelsströme des indischen Ozeans. Im 10. Jahrhundert siedelten sich persische Händler an. Diese Vorfahren der Schirasi verbreiteten vermutlich auch den Islam auf den Inseln. In den folgenden Jahrhunderten stieg der arabische Einfluss, speziell aus dem Oman, immer weiter an. Die Bevölkerung ist bis heute von diesen vielfältigen kulturellen Einflüssen geprägt.

1831 verlegte der Sultan des Oman seinen Regierungssitz nach Stone Town. Die Stadt war zu dieser Zeit der wichtigste Knotenpunkt für den Sklavenhandel an der ostafrikanischen Küste. Der Anbau von Gewürznelken und Kokosnüssen waren weitere signifikante wirtschaftliche Aktivitäten. 1861 wurde Sansibar zum unabhängigen Sultanat und kontrollierte, zusätzlich zu den beiden Hauptinseln, umfangreiche Gebiete entlang der ostafrikanischen Küste. Unter der Herrschaft des Sultans Bargasch wurde der Sklavenhandel endgültig verboten. Das Deutsche Kaiserreich und das Vereinigte Königreich verleibten die meisten Küstenterritorien ihren Kolonialreichen ein. Nachdem die beiden Großmächte den sogenannten Sansibar-Helgoland-Vertrag unterschrieben hatten, erlangten die Briten 1890 mit der Proklamation eines Protektorats die Kontrolle über das verbliebene Staatsgebiet.

Am 10. Dezember 1963 erlangte das Sultanat und damalige britische Protektorat Sansibar die Unabhängigkeit.

Am 12. Januar 1964 wurde die Volksrepublik Sansibar und Pemba ausgerufen. Nach einer blutigen Revolution der schwarzen Mehrheitsbevölkerung gegen die arabisch-stämmige Oberschicht – die Inseln waren von 1698 bis zum 6. April 1861 Teil des Sultanats Oman gewesen – erklärte sich Sansibar unabhängig und tendierte sehr bald zum sozialistischen Lager.

Unter starkem politischen Druck von außen schlossen sich Sansibar und das unabhängige Tanganjika am 26. April 1964 zunächst unter dem Namen Vereinigte Republik von Tanganjika und Sansibar zusammen. Die Republik wurde dann rund ein halbes Jahr später am 1. November 1964 in Vereinigte Republik Tansania umbenannt.

Sansibar verfügt als Teilstaat innerhalb Tansanias über eine eigene Regierung, ein Parlament und einen Präsidenten (seit November 2020 Hussein Ali Mwinyi). Sein höchstes Gericht untersteht nicht dem höchsten Gericht der Union Tansania.

Das Gebiet umfasst fünf der insgesamt 30 Verwaltungsregionen Tansanias (mkoa), zwei auf der Insel Pemba und drei auf der Hauptinsel Unguja:

Region (mkoa) Swahili Hauptstadt Fläche
km²
Bevölkerung
2007
Pemba North Kaskazini Pemba Wete 574 224.951
Pemba South Kusini Pemba Mkoani 332 216.479
Zanzibar North Kaskazini Unguja Mkokotoni 470 160.463
Zanzibar Central/South Kusini Unguja Koani 854 105.456
Zanzibar Urban/West Mjini Magharibi Sansibar 224 447.716
Sansibar Zanzibar Sansibar 1.155.065

Jede dieser Regionen ist wiederum in zwei Distrikte (wilaya) gegliedert, insgesamt bestehen also zehn Distrikte.

Die Distrikte werden ferner in wards (shehia) gegliedert. Mehrere wards bilden jeweils einen Wahlkreis (constituency).

In ländlichen Gebieten gibt es auf der untersten Ebene Dörfer (villages). Ein ward kann ein oder mehrere Dörfer aufweisen. In städtischen Gebieten ist ein ward ein Stadtteil.

Das durchschnittliche Jahreseinkommen beträgt 250 US-Dollar. Über die Hälfte der Bevölkerung lebt unterhalb der Armutsgrenze. Die Kindersterblichkeit in Sansibar beträgt 54 von 1000 Lebendgeburten. Man schätzt, dass etwa 12 % der Kinder unter akuter Mangelernährung leiden.

Die Lebenserwartung bei der Geburt lag 2010 bei 54 Jahren. Dieser Wert lag unter dem damaligen weltweiten Durchschnittswert von 67 Jahren.

Sansibars Straßennetz hat eine Gesamtlänge von 1.600 Kilometer, von denen die wichtigsten Verbindungen asphaltiert oder teilasphaltiert sind. Die restlichen Straßen sind Schotterstraßen oder unbefestigt und werden unregelmäßig instandgesetzt.

Es existieren keine öffentlichen Nahverkehrsmittel in Sansibar; es verkehren jedoch private Sammeltaxen, die als Daladala bezeichnet werden.

In Sansibar haben sich seit dem Ende der 1980er Jahre recht gute Verkehrsverbindungen überwiegend privater Betreiber auf dem Wasserweg zwischen den beiden Hauptinseln und nach Daressalam entwickelt, über den über 90 % des Handels abgewickelt wird. Es gibt auf Unguja und Pemba fünf Häfen, an denen sowohl Frachtschiffe als auch Privatboote anlegen können. Die Zanzibar-Port Corporation (ZPC) ist eine öffentliche Einrichtung, die die Häfen autonom betreibt und entwickelt. Die Kaimauern der wichtigsten Seehäfen Sansibars wurden 1989–1991 mit finanzieller Unterstützung der damaligen Europäischen Wirtschaftsgemeinschaft errichtet.

Sansibars Hauptflughafen, Zanzibar International Airport, liegt in der Nähe der Stadt Sansibar. Von dort gibt es regelmäßige Verbindungen zum Festland, nach Pemba sowie nach Europa und Asien, was zu einem Anstieg des Tourismus auf den Inseln führte.

Sprache und Herkunft

Die Bewohner Sansibars sind unterschiedlicher ethnischer Herkunft, u. a. vom Volk der Schirazi. Die Bevölkerung spricht Swahili, das in weiten Gebieten Ostafrikas als Verkehrssprache dient. Amtssprachen sind Swahili und Englisch. Weiterhin wird in vielen Gegenden Arabisch gesprochen.

Medien

Der TV-Veranstalter in Sansibar heißt Television Zanzibar (TVZ).

Sport

Fußball ist die populärste Sportart in Sansibar; der Dachverband heißt Zanzibar Football Association. Diese Organisation ist zwar ein Mitgliedsverband der Confederation of African Football (CAF), jedoch kein FIFA-Mitglied, weshalb das Team auch nicht bei Weltmeisterschaften teilnehmen kann. 1981 wurde eine eigene Liga gegründet.

Anglikanische Kathedrale in Sansibar, 1873 bis 1880 auf Veranlassung der von David Livingstone gegründeten Universities’ Mission to Central Africa auf dem Platz des früheren Sklavenmarktes erbaut.

Mehr als 99 % der Bevölkerung Sansibars sind Muslime. Unter den Muslimen sind Sufi-Orden stark verbreitet. Die Qādirīya ist bis heute in den städtischen und ländlichen Milieus von Sansibar die populärste Tarīqa. Andere Orden, die in Sansibar eine größere Anhängerschaft besitzen, sind die Schādhilīya, die Rifāʿīya, die Ahmadīya Dandarāwīya, die Naqschbandīya und die Tarīqa ʿAlawīya. Im 19. Jahrhundert war noch die Schādhilīya die zahlenmäßig stärkste Bruderschaft. Sie war vor allem bei den komorischen Einwanderern verbreitet, die um die 1850er Jahre nach Sansibar strömten.

  • Rita Bake (Hrsg.): Hamburg – Sansibar, Sansibar – Hamburg: Hamburgs Verbindungen zu Ostafrika seit Mitte des 19. Jahrhunderts. Landeszentrale für Politische Bildung, Hamburg 2009, ISBN 3-929728-19-2.
  • Colette Le Cour Grandmaison, Ariel Crozon: Zanzibar aujourd’hui. Karthala, Paris 1998, ISBN 2-86537-792-X.
  • Amina Ameir Issa: The Legacy of Qādirī Scholars in Zanzibar. In: Roman Loimeier, Rüdiger Sesemann (Hrsg.): The Global Worlds of the Swahili. Interfaces of Islam, Identity and Space in 19th and 20th-Century East Africa. Lit, Berlin / Münster 2006, ISBN 978-3-8258-9769-7, S. 343–361.
  • Sascha Wisotzki: Sansibar: 1000 Jahre Globalisierung. Edition Weiss, Berlin 2009, ISBN 978-3-9811876-2-5.
Commons: Sansibar – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien
Wikimedia-Atlas: Sansibar – geographische und historische Karten
  1. Siehe Wortherkunft, vgl. H. Wehr: Arabisches Wörterbuch, Wiesbaden 1968, S. 347, S. 43.
  2. Revolutionary Government of Zanzibar, Office of Chief Government Statistician: (Memento vom 10. Februar 2012 im Internet Archive). Mai 2008 (PDF).
  3. Ceri Shipton, Alison Crowther, et al.:”Reinvestigation of Kuumbi Cave, Zanzibar, reveals Later Stone Age coastal habitation, early Holocene abandonment and Iron Age reoccupation”Azania: Archaeological Research in Africa, Volume 51, 2016 -
  4. Nadra O. Hashim: . Lexington Books, 2009, ISBN 978-0-7391-3708-6.
  5. In: BBC News. 28. Oktober 2015, abgerufen am 7. Februar 2021 (englisch).
  6. In: Encyclopedia Britannica. 4. Juni 2019, abgerufen am 7. Februar 2021 (englisch).
  7. (Memento vom 30. April 2011 im Internet Archive).
    Rainer Achim Blasius, Wolfgang Hölscher, Daniel Kosthorst: Akten zur auswärtigen Politik der Bundesrepublik Deutschland, 1964, Band 1. de Gruyter, Oldenbourg, Berlin, 1997, ISBN 978-3-486-56065-7 ( in der Google-Buchsuche).
  8. In: Tansania-Information. Mission EineWelt, November 2020, abgerufen am 27. Dezember 2020.
  9. Tanzania Government: (Memento vom 13. November 2013 im Internet Archive).
  10. Aus: Per Tidem: Zanzibar Good Governance Strategy. April 2003 (PDF; 480 kB).
  11. Bericht der Weltgesundheitsorganisation über Mangelernährung, 2013 (PDF).
  12. Internationales Arbeitsamt, Abteilung für soziale Sicherheit: Sansibar: Sozialschutzausgaben und Performance Review und Sozial Budget. Genf, Januar 2010, S. 22.
  13. Central Intelligence Agency: Abgerufen am 26. Dezember 2015.
  14. Vgl. Issa: The Legacy of Qādirī Scholars. 2006, S. 348.
  15. Vgl. Issa: The Legacy of Qādirī Scholars. 2006, S. 346.
Normdaten (Geografikum): GND:(, ) | VIAF:

Sansibar
sansibar, teilstaat, bundesstaates, tansania, ostafrika, sprache, beobachten, bearbeiten, dieser, artikel, beschreibt, teilstaat, tansania, weitere, bedeutungen, oder, zanzibar, sind, unter, begriffsklärung, aufgeführt, ˈzanzibaːɐ, englisch, zanzibar, arabisch. Sansibar Teilstaat des Bundesstaates Tansania in Ostafrika Sprache Beobachten Bearbeiten Dieser Artikel beschreibt den Teilstaat von Tansania Weitere Bedeutungen von Sansibar oder Zanzibar sind unter Sansibar Begriffsklarung aufgefuhrt Sansibar ˈzanzibaːɐ englisch Zanzibar arabisch زنجبار DMG Zanǧi bar Bedeutung wahrscheinlich Kuste der Schwarzen vgl Zandsch 1 ist ein halbautonomer Teilstaat des Unionsstaates Tansania in Ostafrika Seine gleichnamige Hauptstadt ist Sansibar Sansibar Zanzibar Flagge SansibarsGeographieStaat TansaniaGewasser Indischer OzeanInseln 2 HauptinselnGeographische Lage 6 8 S 39 20 O 6 1333333333333 39 333333333333 Koordinaten 6 8 S 39 20 OBasisdatenFlache 2654 km Einwohner 1 155 065Bevolkerungsdichte 435 Einw km Hauptstadt SansibarLagekarte Inhaltsverzeichnis 1 Geographie 2 Geschichte 3 Verwaltung 4 Lebensstandards und Gesundheit 5 Infrastruktur und Transport 6 Kultur 6 1 Sprache und Herkunft 6 2 Medien 6 3 Sport 7 Religion 8 Literatur 9 Weblinks 10 EinzelnachweiseGeographie BearbeitenDas Gebiet besteht aus den beiden Nachbarinseln Unguja fruher ebenfalls Sansibar genannt und Pemba jeweils mit Nebeninseln sowie der abgelegenen kleinen Latham Insel alle im Sansibar Archipel Die in geographischer Hinsicht ebenfalls zum Sansibar Archipel gerechnete Insel Mafia ganz im Suden ist nicht Teil des Gebietes gehorte aber bis 1885 zum Sultanat Sansibar Im Jahr 2007 betrug die Gesamtbevolkerung 1 155 065 2 Die Fauna von Unguja dokumentiert die Landbrucke der Insel zum afrikanischen Kontinent wahrend der letzten Eiszeit Der Sansibar Leopard war eine der endemischen Subspezies die sich als neue Art auf der Insel gebildet haben Um die Insel finden sich Korallenriffe und Seegraswiesen im kustennahen Bereich Der Tanzanian Wildlife Act bezieht die Flora und Fauna Sansibars mit ein vergrossern und Informationen zum Bild anzeigen Strand bei Mtoni KigomeniGeschichte Bearbeiten Haus der Wunder in Stone Town Hauptartikel Geschichte des Sansibar Archipels Die ersten Spuren menschlicher Besiedlung stammen aus der LSA Epoche 3 Im Zuge der Bantu Expansion setzten sich bantusprachige Gruppen auf den Inseln durch Sansibar spielte als Drehscheibe und Hafen fur Waren wie Gold Elfenbein und Stoffen eine wichtige Rolle fur die Handelsstrome des indischen Ozeans Im 10 Jahrhundert siedelten sich persische Handler an Diese Vorfahren der Schirasi verbreiteten vermutlich auch den Islam auf den Inseln In den folgenden Jahrhunderten stieg der arabische Einfluss speziell aus dem Oman immer weiter an Die Bevolkerung ist bis heute von diesen vielfaltigen kulturellen Einflussen gepragt 4 5 1831 verlegte der Sultan des Oman seinen Regierungssitz nach Stone Town Die Stadt war zu dieser Zeit der wichtigste Knotenpunkt fur den Sklavenhandel an der ostafrikanischen Kuste Der Anbau von Gewurznelken und Kokosnussen waren weitere signifikante wirtschaftliche Aktivitaten 1861 wurde Sansibar zum unabhangigen Sultanat und kontrollierte zusatzlich zu den beiden Hauptinseln umfangreiche Gebiete entlang der ostafrikanischen Kuste Unter der Herrschaft des Sultans Bargasch wurde der Sklavenhandel endgultig verboten Das Deutsche Kaiserreich und das Vereinigte Konigreich verleibten die meisten Kustenterritorien ihren Kolonialreichen ein Nachdem die beiden Grossmachte den sogenannten Sansibar Helgoland Vertrag unterschrieben hatten erlangten die Briten 1890 mit der Proklamation eines Protektorats die Kontrolle uber das verbliebene Staatsgebiet 6 Am 10 Dezember 1963 erlangte das Sultanat und damalige britische Protektorat Sansibar die Unabhangigkeit Am 12 Januar 1964 wurde die Volksrepublik Sansibar und Pemba ausgerufen Nach einer blutigen Revolution der schwarzen Mehrheitsbevolkerung gegen die arabisch stammige Oberschicht die Inseln waren von 1698 bis zum 6 April 1861 Teil des Sultanats Oman gewesen erklarte sich Sansibar unabhangig und tendierte sehr bald zum sozialistischen Lager Unter starkem politischen Druck von aussen schlossen sich Sansibar und das unabhangige Tanganjika am 26 April 1964 zunachst unter dem Namen Vereinigte Republik von Tanganjika und Sansibar zusammen Die Republik wurde dann rund ein halbes Jahr spater am 1 November 1964 in Vereinigte Republik Tansania umbenannt 7 Verwaltung BearbeitenSansibar verfugt als Teilstaat innerhalb Tansanias uber eine eigene Regierung ein Parlament und einen Prasidenten seit November 2020 Hussein Ali Mwinyi 8 Sein hochstes Gericht untersteht nicht dem hochsten Gericht der Union Tansania 9 Das Gebiet umfasst funf der insgesamt 30 Verwaltungsregionen Tansanias mkoa zwei auf der Insel Pemba und drei auf der Hauptinsel Unguja Region mkoa Swahili Hauptstadt Flache km Bevolkerung 2007Pemba North Kaskazini Pemba Wete 574 224 951Pemba South Kusini Pemba Mkoani 332 216 479Zanzibar North Kaskazini Unguja Mkokotoni 470 160 463Zanzibar Central South Kusini Unguja Koani 854 105 456Zanzibar Urban West Mjini Magharibi Sansibar 224 447 716Sansibar Zanzibar Sansibar 1 155 065 Jede dieser Regionen ist wiederum in zwei Distrikte wilaya gegliedert insgesamt bestehen also zehn Distrikte 2 Die Distrikte werden ferner in wards shehia gegliedert 10 Mehrere wards bilden jeweils einen Wahlkreis constituency 2 In landlichen Gebieten gibt es auf der untersten Ebene Dorfer villages Ein ward kann ein oder mehrere Dorfer aufweisen In stadtischen Gebieten ist ein ward ein Stadtteil Lebensstandards und Gesundheit BearbeitenDas durchschnittliche Jahreseinkommen betragt 250 US Dollar Uber die Halfte der Bevolkerung lebt unterhalb der Armutsgrenze Die Kindersterblichkeit in Sansibar betragt 54 von 1000 Lebendgeburten Man schatzt dass etwa 12 der Kinder unter akuter Mangelernahrung leiden 11 Die Lebenserwartung bei der Geburt lag 2010 bei 54 Jahren 12 Dieser Wert lag unter dem damaligen weltweiten Durchschnittswert von 67 Jahren Infrastruktur und Transport BearbeitenSansibars Strassennetz hat eine Gesamtlange von 1 600 Kilometer von denen die wichtigsten Verbindungen asphaltiert oder teilasphaltiert sind Die restlichen Strassen sind Schotterstrassen oder unbefestigt und werden unregelmassig instandgesetzt Es existieren keine offentlichen Nahverkehrsmittel in Sansibar es verkehren jedoch private Sammeltaxen die als Daladala bezeichnet werden In Sansibar haben sich seit dem Ende der 1980er Jahre recht gute Verkehrsverbindungen uberwiegend privater Betreiber auf dem Wasserweg zwischen den beiden Hauptinseln und nach Daressalam entwickelt uber den uber 90 des Handels abgewickelt wird Es gibt auf Unguja und Pemba funf Hafen an denen sowohl Frachtschiffe als auch Privatboote anlegen konnen Die Zanzibar Port Corporation ZPC ist eine offentliche Einrichtung die die Hafen autonom betreibt und entwickelt Die Kaimauern der wichtigsten Seehafen Sansibars wurden 1989 1991 mit finanzieller Unterstutzung der damaligen Europaischen Wirtschaftsgemeinschaft errichtet Sansibars Hauptflughafen Zanzibar International Airport liegt in der Nahe der Stadt Sansibar Von dort gibt es regelmassige Verbindungen zum Festland nach Pemba sowie nach Europa und Asien was zu einem Anstieg des Tourismus auf den Inseln fuhrte Kultur BearbeitenSprache und Herkunft Bearbeiten Die Bewohner Sansibars sind unterschiedlicher ethnischer Herkunft u a vom Volk der Schirazi Die Bevolkerung spricht Swahili das in weiten Gebieten Ostafrikas als Verkehrssprache dient Amtssprachen sind Swahili und Englisch Weiterhin wird in vielen Gegenden Arabisch gesprochen Medien Bearbeiten Der TV Veranstalter in Sansibar heisst Television Zanzibar TVZ Sport Bearbeiten Fussball ist die popularste Sportart in Sansibar der Dachverband heisst Zanzibar Football Association Diese Organisation ist zwar ein Mitgliedsverband der Confederation of African Football CAF jedoch kein FIFA Mitglied weshalb das Team auch nicht bei Weltmeisterschaften teilnehmen kann 1981 wurde eine eigene Liga gegrundet Religion Bearbeiten Anglikanische Kathedrale in Sansibar 1873 bis 1880 auf Veranlassung der von David Livingstone gegrundeten Universities Mission to Central Africa auf dem Platz des fruheren Sklavenmarktes erbaut Mehr als 99 der Bevolkerung Sansibars sind Muslime 13 Unter den Muslimen sind Sufi Orden stark verbreitet Die Qadiriya ist bis heute in den stadtischen und landlichen Milieus von Sansibar die popularste Tariqa 14 Andere Orden die in Sansibar eine grossere Anhangerschaft besitzen sind die Schadhiliya die Rifaʿiya die Ahmadiya Dandarawiya die Naqschbandiya und die Tariqa ʿAlawiya Im 19 Jahrhundert war noch die Schadhiliya die zahlenmassig starkste Bruderschaft Sie war vor allem bei den komorischen Einwanderern verbreitet die um die 1850er Jahre nach Sansibar stromten 15 Literatur BearbeitenRita Bake Hrsg Hamburg Sansibar Sansibar Hamburg Hamburgs Verbindungen zu Ostafrika seit Mitte des 19 Jahrhunderts Landeszentrale fur Politische Bildung Hamburg 2009 ISBN 3 929728 19 2 Colette Le Cour Grandmaison Ariel Crozon Zanzibar aujourd hui Karthala Paris 1998 ISBN 2 86537 792 X Amina Ameir Issa The Legacy of Qadiri Scholars in Zanzibar In Roman Loimeier Rudiger Sesemann Hrsg The Global Worlds of the Swahili Interfaces of Islam Identity and Space in 19th and 20th Century East Africa Lit Berlin Munster 2006 ISBN 978 3 8258 9769 7 S 343 361 Sascha Wisotzki Sansibar 1000 Jahre Globalisierung Edition Weiss Berlin 2009 ISBN 978 3 9811876 2 5 Weblinks Bearbeiten Commons Sansibar Sammlung von Bildern Videos und Audiodateien Wikimedia Atlas Sansibar geographische und historische KartenEinzelnachweise Bearbeiten Siehe Wortherkunft vgl H Wehr Arabisches Worterbuch Wiesbaden 1968 S 347 S 43 a b c Revolutionary Government of Zanzibar Office of Chief Government Statistician Zanzibar Statistical Abstract 2007 Memento vom 10 Februar 2012 imInternet Archive Mai 2008 PDF Ceri Shipton Alison Crowther et al Reinvestigation of Kuumbi Cave Zanzibar reveals Later Stone Age coastal habitation early Holocene abandonment and Iron Age reoccupation Azania Archaeological Research in Africa Volume 51 2016 1 Nadra O Hashim Language and Collective Mobilization The Story of Zanzibar Lexington Books 2009 ISBN 978 0 7391 3708 6 Zanzibar profile Overview In BBC News 28 Oktober 2015 abgerufen am 7 Februar 2021 englisch Zanzibar In Encyclopedia Britannica 4 Juni 2019 abgerufen am 7 Februar 2021 englisch Lander Lexikon Sansibar Geschichte Memento vom 30 April 2011 im Internet Archive Rainer Achim Blasius Wolfgang Holscher Daniel Kosthorst Akten zur auswartigen Politik der Bundesrepublik Deutschland 1964 Band 1 de Gruyter Oldenbourg Berlin 1997 ISBN 978 3 486 56065 7 eingeschrankte Vorschau in der Google Buchsuche Wahlen in Tansania In Tansania Information Mission EineWelt November 2020 abgerufen am 27 Dezember 2020 Tanzania Government Tanzania Public Administration Memento vom 13 November 2013 imInternet Archive Local Governance in Zanzibar Aus Per Tidem Zanzibar Good Governance Strategy April 2003 PDF 480 kB Supporting treatment of childhood malnutrition in Zanzibar Bericht der Weltgesundheitsorganisation uber Mangelernahrung 2013 PDF Internationales Arbeitsamt Abteilung fur soziale Sicherheit Sansibar Sozialschutzausgaben und Performance Review und Sozial Budget Genf Januar 2010 S 22 Central Intelligence Agency The World Factbook Tanzania Abgerufen am 26 Dezember 2015 Vgl Issa The Legacy of Qadiri Scholars 2006 S 348 Vgl Issa The Legacy of Qadiri Scholars 2006 S 346 Normdaten Geografikum GND 4051641 6 OGND AKS VIAF 236800993Abgerufen von https de wikipedia org w index php title Sansibar amp oldid 214362818, wikipedia, wiki, deutsches

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