fbpx
Wikipedia

Royal Society

Die Royal Society (deutsch Königliche Gesellschaft) ist eine 1660 gegründete britische Gelehrtengesellschaft zur Wissenschaftspflege. Sie dient als nationale Akademie der Wissenschaften des Vereinigten Königreiches für die Naturwissenschaften. Ihre Mitglieder werden als Fellow of the Royal Society (kurz FRS oder F.R.S.) bezeichnet. Die Royal Society verleiht zudem wissenschaftliche Auszeichnungen, insbesondere die Copley-Medaille, die Royal Medal sowie Medaillen, die bestimmten Fachbereichen gewidmet sind.

Royal Society
Rechtsform Registered charity
Gründung 15. Juli 1662
Sitz London
Zweck Wissenschaft und Forschung
Umsatz 111.693.000 Pfund Sterling (2019)
Beschäftigte 200 (2019)
Mitglieder 1700 (2020)
Website
Gebäude der Royal Society in London
Vom 9. Januar 1667 bis Ende Oktober 1674 fanden die wöchentlichen Treffen vorübergehend im Arundel House statt. Ab dem 12. November 1674 traf man sich wieder im Gresham College.

Inhaltsverzeichnis

Die Gesellschaft wurde am 28. November 1660 im Gresham College in London als Verein zur Förderung naturwissenschaftlicher Experimente gegründet. Die zwölf Gründungsmitglieder waren Christopher Wren, Robert Boyle, John Wilkins, William Petty, William Brouncker, Robert Moray, Alexander Bruce, 2. Earl of Kincardine (um 1629–1680), Paul Neile (1613–1686), Jonathan Goddard, William Ball, Abraham Hill (1635–1722) und Lawrence Rooke. Der nicht anwesende William Croone wurde zum Registrator der Gesellschaft ernannt. Am 6. März 1661 wurde Robert Moray zum ersten Präsidenten der Royal Society gewählt. Zu den frühen Mitgliedern zählen u. a. John Evelyn, Robert Hooke, Samuel Pepys, John Wallis, Thomas Willis, Theodor Haak und der Sekretär Henry Oldenburg.

Die Bezeichnung Royal Society erschien erstmals 1661 in gedruckter Form. Am 15. Juli 1662 gewährte Karl II. der Gesellschaft eine erste Royal Charter. Sie bestimmte William Brouncker zu deren Präsidenten und legte die Mitglieder des Councils fest. Der Council der Gesellschaft war jedoch mit ihr unzufrieden und erwirkte einige Änderungen. Die zweite Royal Charter trat am 23. April 1663 in Kraft. Sie legte den Namen der Gesellschaft als Royal Society of London for Promoting Natural Knowledge fest, erkannte Karl II. als Gründer und Patron an und berechtigte sie zum Führen eines Wappens. Die zweite Royal Charter wurde am 13. Mai 1663 bei einem Treffen der Mitglieder verlesen. Sie räumte dem Präsidenten und dem Council außerdem das Recht ein, während einer zweimonatigen Übergangsphase ohne Wahl passende Mitglieder in die Gesellschaft zu berufen. Die auf diese Weise am 20. Mai und 22. Juni 1663 in die Royal Society gewählten Mitglieder werden als „Original Fellows“ bezeichnet. Während der Großen Pest von London wurden die wöchentlichen Treffen ausgesetzt. Das letzte Treffen fand am 28. Juni 1665, das nächste erst wieder am 14. März 1666 statt.

Motto der Royal Society ist „Nullius in Verba“, das sich mit „nach niemandes Worten“ übersetzen lässt (gemeint ist wohl „auf niemandes Worte schwören“ – Nullius in verba iurare). Es steht für den erklärten Willen der Gesellschaft, eine experimentell untermauerte Wissenschaft zu begründen, die sich nicht damit begnügt, Autoritäten zu zitieren. Obwohl es heute selbstverständlich scheint, war dies zum Gründungszeitpunkt ein deutlicher Bruch mit der bis dahin vorherrschenden Wissenschaftsphilosophie.

Seit 1665 wird das Journal Philosophical Transactions herausgegeben. Von 1703 bis 1727 stand Sir Isaac Newton der Royal Society vor. Unter seiner Präsidentschaft wurde ein eigenes Gebäude in London am Strand erworben. 1780 werden der Gesellschaft Räumlichkeiten im Somerset House (London/Strand) zur Verfügung gestellt. Obgleich die Mitglieder der Gesellschaft von Anfang an gewählt wurden, wurden erst seit 1847 die wissenschaftlichen Verdienste des potentiellen Mitglieds wichtigstes Aufnahmekriterium. Frauen wurden erst 1945 als Mitglieder zugelassen, einzige Ausnahme war Königin Victoria.

1857 wurde die Royal Society im Burlington House London / Piccadilly untergebracht. Heute nutzt sie das ehemalige Gebäude der deutschen Botschaft in London, No. 8 & No. 9 Carlton House Terrace, als ihren Sitz. Die Royal Society hat sich zu einer bedeutenden Akademie hochrangiger Wissenschaftler entwickelt.

Fellow of the Royal Society

Die Mitgliedschaft in der Royal Society ist eine Ehrung, die an Personen verliehen wird, die nach Ansicht der Royal Society einen wesentlichen Beitrag zur Verbesserung des naturwissenschaftlichen Wissens einschließlich der Mathematik, der Ingenieurwissenschaften und der Medizin geleistet haben. Bisher gab es insgesamt rund 8000 Fellows. Gegenwärtig gibt es 1675 lebende Fellows. Es gibt folgende Arten von Fellowships:

  • Fellow of the Royal Society (FRS)
  • Foreign Member of the Royal Society (ForMemRS) für ausländische Mitglieder
  • Honorary Fellow of the Royal Society (HonFRS), früher Statute 12 Fellowship, ist die Ehrenmitgliedschaft in der Royal Society für Personen, die sich um die Wissenschaft verdient gemacht haben, ohne die formalen Voraussetzungen
  • Royal Fellows of the Royal Society für Mitglieder der königlichen Familie

Fellows führen die Auszeichnung als Namenszusatz, z. B.: Sir Alec Jeffreys FRS (Fellow of the Royal Society).

Medaillen

Die Royal Society vergibt zehn verschiedene Medaillen, neun „prizes and awards“ und neun „prize lectureships“ in je nach Auszeichnung jährlichem, zweijährlichem oder dreijährlichem Rhythmus. Die Empfänger der Medaillen und „prize lectureships“ werden vom Physical Sciences Awards Committee und vom Biological Sciences Awards Committee bestimmt. Diese Komitees bestehen aus Mitgliedern („Fellows“) der Royal Society.

Bislang vergebene Medaillen:

Englische Bezeichnung Deutsche Bezeichnung Eingerichtet Turnus (aktuell) Bereich
Buchanan Medal Buchanan-Medaille 1897 zweijährlich in ungeraden Jahren Medizin
Copley Medal Copley-Medaille 1731 jährlich alle Wissenschaften
Darwin Medal Darwin-Medaille 1890 zweijährlich in geraden Jahren Biologie
Davy Medal Davy-Medaille 1877 jährlich Chemie
Gabor Medal Gabor-Medaille 1989 zweijährlich in ungeraden Jahren interdisziplinäre Forschung
Hughes Medal Hughes-Medaille 1902 jährlich Physik
King Charles II Medal 1997 unregelmäßig für Staatsoberhäupter, die Forschung fördern
Leverhulme Medal Leverhulme-Medaille 1960 dreijährlich Chemie und Chemieingenieurwesen
Royal Medal Royal Medal 1826 drei Medaillen jährlich 2× Naturwissenschaften, 1× Angewandte Wissenschaften
Rumford Medal Rumford-Medaille 1800 zweijährlich in geraden Jahren Thermische und optische Materialeigenschaften
Sylvester Medal Sylvester-Medaille 1901 zweijährlich Mathematik

Sonstige Preise

Zu den Awards zählt der seit 2003 ausschließlich an weibliche Preisträger vergebene Rosalind Franklin Award. Er ist mit £ 30.000 dotiert und ehrt besondere Leistungen auf dem Gebiete der Wissenschaft, Technologie, Ingenieurwesen und Mathematik (STEM). Für herausragende Leistungen auf dem Gebiet der Informatik wird der nach Robin Milner benannte Royal Society Milner Award vergeben. Preisträger sind Xavier Leroy (2016), Thomas Henzinger (2015), Bernhard Schölkopf (2014), Serge Abiteboul (2013) und Gordon Plotkin (2012).

Jährlich werden außerdem die Bakerian Lecture und die Croonian Lecture gehalten.

Titelblatt der Erstausgabe vom 6. März 1665 von Philosophical Transactions

Hier eine Auflistung einiger wichtiger Präsidenten:

Siehe: Kategorie:Mitglied der Royal Society

2016 gab es rund 1600 Fellows und auswärtige Mitglieder der Royal Society. Fellow kann ein Wissenschaftler aus Großbritannien oder dem Commonwealth werden. Jedes Jahr werden bis zu 52 Fellows und 10 auswärtige Mitglieder neu aufgenommen durch Wahl aus einer Liste von etwa 700 Kandidaten, die die Mitglieder vorschlagen.

Mitglieder des Britischen Königshauses können zu Royal Fellows der Royal Society in geheimer Wahl bestimmt werden. 2013 wurde Prinz Andrew zum Fellow der Royal Society gewählt. Die Stimmzettel enthielten traditionsgemäß nur die Möglichkeit, ein „Ja“ anzukreuzen oder die Stimmzettel ungültig zu machen. Dieses Verfahren führte zu Protesten prominenter Mitglieder der Royal Society.

Daneben gibt es seit 1996 Honorary Fellows, zum Beispiel Bill Bryson, die nicht aufgrund wissenschaftlicher Leistungen, sondern aus anderen Gründen gewählt werden. Zuvor gab es dazu das Verfahren des Statute 12 Arrangements.

Großbritannien

Im 19. und 20. Jahrhundert wurden weitere Königliche Gesellschaften zur Förderung einzelner Wissenschaften gegründet.

Aus der Chemical Society (gegründet 1841), der Society for Analytical Chemistry (gegründet 1874), dem Royal Institute of Chemistry (gegründet 1877) und der Faraday Society (gegründet 1903) entstand 1980 die Royal Society of Chemistry.

Aus der 1733 gegründeten Medical Society of London entstand 1805 die Medical and Chirurgical Society of London, die wiederum Vorläufer der Royal Society of Medicine ist. Außerdem gibt es eine Royal Society of Tropical Medicine & Hygiene, eine Royal Society for the Promotion of Health.

1904 entstand, ebenfalls aus Vorläufervereinigungen, die Royal Society for the Protection of Birds. Daneben gibt es eine Royal Society for the Prevention of Cruelty to Animals, eine Royal Society for the Prevention of Accidents sowie Royal Society for Nature Conservation.

Die Royal Societies nehmen auch oft Funktionen von Berufsverbänden wahr z. B. die Royal Society of British Organists.

Von Georg IV. wurde 1820 die Royal Society of Literature gegründet.

Übriger Commonwealth

Nach dem britischen Vorbild wurde 1882 die Royal Society of Canada mit Sitz in Ottawa ins Leben gerufen.

In Neuseeland existiert die Royal Society of New Zealand als Dachorganisation von über 60 wissenschaftlichen und technologischen Gesellschaften.

  • Bill Bryson (Hrsg.): Seeing Further. The Story of Science and the Royal Society. Harper Press, London 2010, ISBN 978-0-00-730256-7.
  • Thomas Birch: The history of the Royal Society of London for improving of natural knowledge from its first rise, in which the most considerable of those papers communicated to the Society, which have hitherto not been published, are inserted as a supplement to the Philosophical Transactions. 4 Bände, A. Millar, London 1756–1757, (1660–1664), (1665–1671), (1672–1679), (1680–1687).
  • Marie Boas Hall: Promoting experimental learning: experiment and the Royal Society 1660–1727. Cambridge University Press, 1991, ISBN 0-521-40503-3.
  • Thomas Sprat: The history of the Royal Society of London, for the improving of natural knowledge. J. Martyn, London 1667, .
  • Charles Richard Weld: A History of the Royal Society: With Memoirs of the Presidents. J. W. Parker, London 1848, (1660–1745), (1746–1847).
Commons: Royal Society – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien
  1. Thomas Birch: The history of the Royal Society of London for improving of natural knowledge. Band 1, S. 17, .
  2. Thomas Birch: The history of the Royal Society of London for improving of natural knowledge. Band 1, S. 88ff., .
  3. Thomas Birch: The history of the Royal Society of London for improving of natural knowledge. Band 1, S. 236ff., .
  4. E. S. de Beer: The Earliest Fellows of the Royal Society. In: Notes and Records of the Royal Society of London. Band 7, Nummer 2, 1950, S. 172–192, doi:10.1098/rsnr.1950.0014.
  5. Thomas Birch: The history of the Royal Society of London for improving of natural knowledge. Band 2, S. 65, .
  6. Richard Holmes: In: The Observer. 21. November 2010.
  7. . In: Royalsociety.org. Abgerufen am 23. August 2018.
  8. (Memento desOriginals vom 23. Juli 2015 im Internet Archive) Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe Original- und Archivlink gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.Vorlage:Webachiv/IABot/royalsociety.org. Abgerufen am 20. Juli 2015.
  9. In: Royal Society. Royal Society, abgerufen am 5. Mai 2021 (englisch).
  10. Peter Walker: . In: The Guardian, 5. Mai 2013.
Normdaten (Körperschaft): GND:(, ) | LCCN: | VIAF:

Royal Society
royal, society, britische, gelehrtengesellschaft, wissenschaftspflege, sprache, beobachten, bearbeiten, deutsch, königliche, gesellschaft, eine, 1660, gegründete, britische, gelehrtengesellschaft, wissenschaftspflege, dient, nationale, akademie, wissenschaften. Royal Society britische Gelehrtengesellschaft zur Wissenschaftspflege Sprache Beobachten Bearbeiten Die Royal Society deutsch Konigliche Gesellschaft ist eine 1660 gegrundete britische Gelehrtengesellschaft zur Wissenschaftspflege Sie dient als nationale Akademie der Wissenschaften des Vereinigten Konigreiches fur die Naturwissenschaften Ihre Mitglieder werden als Fellow of the Royal Society kurz FRS oder F R S bezeichnet Die Royal Society verleiht zudem wissenschaftliche Auszeichnungen insbesondere die Copley Medaille die Royal Medal sowie Medaillen die bestimmten Fachbereichen gewidmet sind Royal SocietyRechtsform Registered charityGrundung 15 Juli 1662Sitz LondonZweck Wissenschaft und ForschungUmsatz 111 693 000 Pfund Sterling 2019 Beschaftigte 200 2019 Mitglieder 1700 2020 Website royalsociety org Gebaude der Royal Society in London Vom 9 Januar 1667 bis Ende Oktober 1674 fanden die wochentlichen Treffen vorubergehend im Arundel House statt Ab dem 12 November 1674 traf man sich wieder im Gresham College Inhaltsverzeichnis 1 Geschichte 2 Vergebene Auszeichnungen 2 1 Fellow of the Royal Society 2 2 Medaillen 2 3 Sonstige Preise 3 Veroffentlichungen 4 Prasidenten 5 Mitglieder 6 Weitere Konigliche Gesellschaften 6 1 Grossbritannien 6 2 Ubriger Commonwealth 7 Literatur 8 Weblinks 9 EinzelnachweiseGeschichte BearbeitenDie Gesellschaft wurde am 28 November 1660 im Gresham College in London als Verein zur Forderung naturwissenschaftlicher Experimente gegrundet Die zwolf Grundungsmitglieder waren Christopher Wren Robert Boyle John Wilkins William Petty William Brouncker Robert Moray Alexander Bruce 2 Earl of Kincardine um 1629 1680 Paul Neile 1613 1686 Jonathan Goddard William Ball Abraham Hill 1635 1722 und Lawrence Rooke Der nicht anwesende William Croone wurde zum Registrator der Gesellschaft ernannt Am 6 Marz 1661 wurde Robert Moray zum ersten Prasidenten der Royal Society gewahlt 1 Zu den fruhen Mitgliedern zahlen u a John Evelyn Robert Hooke Samuel Pepys John Wallis Thomas Willis Theodor Haak und der Sekretar Henry Oldenburg Die Bezeichnung Royal Society erschien erstmals 1661 in gedruckter Form Am 15 Juli 1662 gewahrte Karl II der Gesellschaft eine erste Royal Charter 2 Sie bestimmte William Brouncker zu deren Prasidenten und legte die Mitglieder des Councils fest Der Council der Gesellschaft war jedoch mit ihr unzufrieden und erwirkte einige Anderungen Die zweite Royal Charter trat am 23 April 1663 in Kraft Sie legte den Namen der Gesellschaft als Royal Society of London for Promoting Natural Knowledge fest erkannte Karl II als Grunder und Patron an und berechtigte sie zum Fuhren eines Wappens Die zweite Royal Charter wurde am 13 Mai 1663 bei einem Treffen der Mitglieder verlesen 3 Sie raumte dem Prasidenten und dem Council ausserdem das Recht ein wahrend einer zweimonatigen Ubergangsphase ohne Wahl passende Mitglieder in die Gesellschaft zu berufen Die auf diese Weise am 20 Mai und 22 Juni 1663 in die Royal Society gewahlten Mitglieder werden als Original Fellows bezeichnet 4 Wahrend der Grossen Pest von London wurden die wochentlichen Treffen ausgesetzt Das letzte Treffen fand am 28 Juni 1665 das nachste erst wieder am 14 Marz 1666 statt 5 Motto der Royal Society ist Nullius in Verba das sich mit nach niemandes Worten ubersetzen lasst gemeint ist wohl auf niemandes Worte schworen Nullius in verba iurare Es steht fur den erklarten Willen der Gesellschaft eine experimentell untermauerte Wissenschaft zu begrunden die sich nicht damit begnugt Autoritaten zu zitieren Obwohl es heute selbstverstandlich scheint war dies zum Grundungszeitpunkt ein deutlicher Bruch mit der bis dahin vorherrschenden Wissenschaftsphilosophie Seit 1665 wird das Journal Philosophical Transactions herausgegeben Von 1703 bis 1727 stand Sir Isaac Newton der Royal Society vor Unter seiner Prasidentschaft wurde ein eigenes Gebaude in London am Strand erworben 1780 werden der Gesellschaft Raumlichkeiten im Somerset House London Strand zur Verfugung gestellt Obgleich die Mitglieder der Gesellschaft von Anfang an gewahlt wurden wurden erst seit 1847 die wissenschaftlichen Verdienste des potentiellen Mitglieds wichtigstes Aufnahmekriterium Frauen wurden erst 1945 als Mitglieder zugelassen einzige Ausnahme war Konigin Victoria 6 1857 wurde die Royal Society im Burlington House London Piccadilly untergebracht Heute nutzt sie das ehemalige Gebaude der deutschen Botschaft in London No 8 amp No 9 Carlton House Terrace als ihren Sitz Die Royal Society hat sich zu einer bedeutenden Akademie hochrangiger Wissenschaftler entwickelt Vergebene Auszeichnungen BearbeitenFellow of the Royal Society Bearbeiten Siehe auch Liste der Original Fellows der Royal Society Die Mitgliedschaft in der Royal Society ist eine Ehrung die an Personen verliehen wird die nach Ansicht der Royal Society einen wesentlichen Beitrag zur Verbesserung des naturwissenschaftlichen Wissens einschliesslich der Mathematik der Ingenieurwissenschaften und der Medizin geleistet haben Bisher gab es insgesamt rund 8000 Fellows Gegenwartig gibt es 1675 lebende Fellows 7 Es gibt folgende Arten von Fellowships Fellow of the Royal Society FRS Foreign Member of the Royal Society ForMemRS fur auslandische Mitglieder Honorary Fellow of the Royal Society HonFRS fruher Statute 12 Fellowship ist die Ehrenmitgliedschaft in der Royal Society fur Personen die sich um die Wissenschaft verdient gemacht haben ohne die formalen Voraussetzungen Royal Fellows of the Royal Society fur Mitglieder der koniglichen Familie Fellows fuhren die Auszeichnung als Namenszusatz z B Sir Alec Jeffreys FRS Fellow of the Royal Society Medaillen Bearbeiten Die Royal Society vergibt zehn verschiedene Medaillen neun prizes and awards und neun prize lectureships in je nach Auszeichnung jahrlichem zweijahrlichem oder dreijahrlichem Rhythmus Die Empfanger der Medaillen und prize lectureships werden vom Physical Sciences Awards Committee und vom Biological Sciences Awards Committee bestimmt Diese Komitees bestehen aus Mitgliedern Fellows der Royal Society Bislang vergebene Medaillen Englische Bezeichnung Deutsche Bezeichnung Eingerichtet Turnus aktuell BereichBuchanan Medal Buchanan Medaille 1897 zweijahrlich in ungeraden Jahren MedizinCopley Medal Copley Medaille 1731 jahrlich alle WissenschaftenDarwin Medal Darwin Medaille 1890 zweijahrlich in geraden Jahren BiologieDavy Medal Davy Medaille 1877 jahrlich ChemieGabor Medal Gabor Medaille 1989 zweijahrlich in ungeraden Jahren interdisziplinare ForschungHughes Medal Hughes Medaille 1902 jahrlich PhysikKing Charles II Medal 1997 unregelmassig fur Staatsoberhaupter die Forschung fordernLeverhulme Medal Leverhulme Medaille 1960 dreijahrlich Chemie und ChemieingenieurwesenRoyal Medal Royal Medal 1826 drei Medaillen jahrlich 2 Naturwissenschaften 1 Angewandte WissenschaftenRumford Medal Rumford Medaille 1800 zweijahrlich in geraden Jahren Thermische und optische MaterialeigenschaftenSylvester Medal Sylvester Medaille 1901 zweijahrlich MathematikSonstige Preise Bearbeiten Zu den Awards zahlt der seit 2003 ausschliesslich an weibliche Preistrager vergebene Rosalind Franklin Award Er ist mit 30 000 dotiert und ehrt besondere Leistungen auf dem Gebiete der Wissenschaft Technologie Ingenieurwesen und Mathematik STEM Fur herausragende Leistungen auf dem Gebiet der Informatik wird der nach Robin Milner benannte Royal Society Milner Award vergeben Preistrager sind Xavier Leroy 2016 Thomas Henzinger 2015 Bernhard Scholkopf 2014 Serge Abiteboul 2013 und Gordon Plotkin 2012 8 Jahrlich werden ausserdem die Bakerian Lecture und die Croonian Lecture gehalten Siehe auch Kategorie Auszeichnung der Royal SocietyVeroffentlichungen Bearbeiten Titelblatt der Erstausgabe vom 6 Marz 1665 von Philosophical Transactions Philosophical Transactions of the Royal Society Proceedings of the Royal Society Biology Letters Open Biology Royal Society Open Science Journal of the Royal Society Interface Notes and Records of the Royal Society Biographical Memoirs of Fellows of the Royal SocietyPrasidenten Bearbeiten Hauptartikel Liste der Prasidenten der Royal Society Hier eine Auflistung einiger wichtiger Prasidenten William Brouncker 1662 1677 Christopher Wren 1680 1682 Samuel Pepys 1684 1686 Isaac Newton 1703 1727 Joseph Banks 1778 1820 William Hyde Wollaston 1820 Humphry Davy 1820 1827 William Parsons 1848 1854 Joseph Dalton Hooker 1873 1878 Thomas Henry Huxley 1883 1885 George Stokes 1885 1890 William Thomson Lord Kelvin 1890 1895 Ernest Rutherford 1925 1930 Patrick Maynard Stuart Blackett 1965 1970 Robert May 2000 2005 Martin Rees 2005 2010 Paul Nurse 2010 2015 Venkatraman Ramakrishnan 2015 2020 Adrian Smith seit 2020 9 Mitglieder BearbeitenSiehe Kategorie Mitglied der Royal Society 2016 gab es rund 1600 Fellows und auswartige Mitglieder der Royal Society 10 Fellow kann ein Wissenschaftler aus Grossbritannien oder dem Commonwealth werden Jedes Jahr werden bis zu 52 Fellows und 10 auswartige Mitglieder neu aufgenommen durch Wahl aus einer Liste von etwa 700 Kandidaten die die Mitglieder vorschlagen Mitglieder des Britischen Konigshauses konnen zu Royal Fellows der Royal Society in geheimer Wahl bestimmt werden 2013 wurde Prinz Andrew zum Fellow der Royal Society gewahlt Die Stimmzettel enthielten traditionsgemass nur die Moglichkeit ein Ja anzukreuzen oder die Stimmzettel ungultig zu machen Dieses Verfahren fuhrte zu Protesten prominenter Mitglieder der Royal Society 11 Daneben gibt es seit 1996 Honorary Fellows zum Beispiel Bill Bryson die nicht aufgrund wissenschaftlicher Leistungen sondern aus anderen Grunden gewahlt werden Zuvor gab es dazu das Verfahren des Statute 12 Arrangements Weitere Konigliche Gesellschaften BearbeitenGrossbritannien Bearbeiten Im 19 und 20 Jahrhundert wurden weitere Konigliche Gesellschaften zur Forderung einzelner Wissenschaften gegrundet Aus der Chemical Society gegrundet 1841 der Society for Analytical Chemistry gegrundet 1874 dem Royal Institute of Chemistry gegrundet 1877 und der Faraday Society gegrundet 1903 entstand 1980 die Royal Society of Chemistry Aus der 1733 gegrundeten Medical Society of London entstand 1805 die Medical and Chirurgical Society of London die wiederum Vorlaufer der Royal Society of Medicine ist Ausserdem gibt es eine Royal Society of Tropical Medicine amp Hygiene eine Royal Society for the Promotion of Health 1904 entstand ebenfalls aus Vorlaufervereinigungen die Royal Society for the Protection of Birds Daneben gibt es eine Royal Society for the Prevention of Cruelty to Animals eine Royal Society for the Prevention of Accidents sowie Royal Society for Nature Conservation Die Royal Societies nehmen auch oft Funktionen von Berufsverbanden wahr z B die Royal Society of British Organists Von Georg IV wurde 1820 die Royal Society of Literature gegrundet Ubriger Commonwealth Bearbeiten Nach dem britischen Vorbild wurde 1882 die Royal Society of Canada mit Sitz in Ottawa ins Leben gerufen In Neuseeland existiert die Royal Society of New Zealand als Dachorganisation von uber 60 wissenschaftlichen und technologischen Gesellschaften Literatur BearbeitenBill Bryson Hrsg Seeing Further The Story of Science and the Royal Society Harper Press London 2010 ISBN 978 0 00 730256 7 Thomas Birch The history of the Royal Society of London for improving of natural knowledge from its first rise in which the most considerable of those papers communicated to the Society which have hitherto not been published are inserted as a supplement to the Philosophical Transactions 4 Bande A Millar London 1756 1757 Band 1 1660 1664 Band 2 1665 1671 Band 3 1672 1679 Band 4 1680 1687 Marie Boas Hall Promoting experimental learning experiment and the Royal Society 1660 1727 Cambridge University Press 1991 ISBN 0 521 40503 3 Thomas Sprat The history of the Royal Society of London for the improving of natural knowledge J Martyn London 1667 online Charles Richard Weld A History of the Royal Society With Memoirs of the Presidents J W Parker London 1848 Band 1 1660 1745 Band 2 1746 1847 Weblinks Bearbeiten Commons Royal Society Sammlung von Bildern Videos und Audiodateien Literatur von und uber Royal Society im Katalog der Deutschen Nationalbibliothek The Royal Society englisch Mitglieder Kanal der Royal Society auf YoutubeEinzelnachweise Bearbeiten Thomas Birch The history of the Royal Society of London for improving of natural knowledge Band 1 S 17 online Thomas Birch The history of the Royal Society of London for improving of natural knowledge Band 1 S 88ff online Thomas Birch The history of the Royal Society of London for improving of natural knowledge Band 1 S 236ff online E S de Beer The Earliest Fellows of the Royal Society In Notes and Records of the Royal Society of London Band 7 Nummer 2 1950 S 172 192 doi 10 1098 rsnr 1950 0014 Thomas Birch The history of the Royal Society of London for improving of natural knowledge Band 2 S 65 online Richard Holmes The Royal Society s lost women scientists In The Observer 21 November 2010 Fellows Directory Royal Society In Royalsociety org Abgerufen am 23 August 2018 Royal Society Milner Award Memento des Originals vom 23 Juli 2015 im Internet Archive Info Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht gepruft Bitte prufe Original und Archivlink gemass Anleitung und entferne dann diesen Hinweis 1 2 Vorlage Webachiv IABot royalsociety org Abgerufen am 20 Juli 2015 Fellows In Royal Society Royal Society abgerufen am 5 Mai 2021 englisch Royal Society Fellows Peter Walker Royal Society scientists angered by Prince Andrew s election as fellow In The Guardian 5 Mai 2013 Normdaten Korperschaft GND 39272 8 OGND AKS LCCN n79127772 VIAF 157503209 Abgerufen von https de wikipedia org w index php title Royal Society amp oldid 211658431, wikipedia, wiki, deutsches

deutschland

buch, bücher, bibliothek

artikel

lesen, herunterladen

kostenlos

kostenloser herunterladen, MP3, Video, MP4, 3GP, JPG, JPEG, GIF, PNG, Bild, Musik, Lied, Film, Buch, Spiel, Spiele