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Raymundus Regondi

Raymundus Regondi (als Johannes Franciscus Regondi; * 13. Juni 1652 in Kaisersteinbruch, Ungarn; † 22. März 1715 in Wien) war Abt des Stiftes Altenburg.

Abt Raymund Regondi (Gemälde im Stift Altenburg)
Stift Altenburg, Niederösterreich
Stiftsbibliothek

Inhaltsverzeichnis

Johannes Franciscus Regondi, erster Sohn des Giorgio Regondi und dessen Ehefrau Maria, aus einem angesehenen Mailänder Geschlecht stammend, wurde in eine italienisch-schweizerische Künstlerkolonie im kaiserlichen Steinbruch nahe bei Wien, der Hauptstadt des Heiligen Römischen Reiches Deutscher Nation gelegen, hineingeboren. Kaiser Ferdinand III. hatte den Richter im Steinbruch, seinen Hofbildhauer Pietro Maino Maderno, einen Untertan des Stiftes Heiligenkreuz, 1649 in den Adelsstand erhoben. Bei der Kirchweihe am 30. Juli 1652 kam es zum Eklat. Maderno wurde vom Richteramt enthoben und Ambrosius Regondi, der Onkel des Johannes Franciscus, zum Nachfolger bestellt. Seither wird die Familie Regondi im Archiv der Universität Wien und im Stift Altenburg als nobilitiert bezeichnet.

Studium

1663, im Alter von elf Jahren, begann Johannes Franciscus Regondi an der Universität Wien mit dem Studium der Philosophie, das er am 11. August 1672 mit dem Magister Philosophiac beendete.

Im selben Jahr begann er das Noviziat im Stift Altenburg. Sein Ordensgelübde legte er mit der Namensverleihung Raymundus am 3. August 1673 ab. Anschließend ging er wieder an die Universität Wien zum Theologiestudium. Er war in der Seelsorge tätig und seit 1678 Lektor der Philosophie an der Hauslehranstalt.

Abt des Stiftes Altenburg

Abtwappen von Raymundus Regondi

Der Abt des Stiftes Altenburg Maurus Boxler verstarb 1681. Bei der Abtwahl am 26. Oktober 1681 erhielt Regondi 20 von 24 abgegebenen Stimmen und wurde mit Sondergenehmigung der Wiener Hofkanzlei noch am selben Tag installiert. Sein Wappen war ein geteilter Schild, oben in Blau ein schwarzer Adler, unten in Blau drei silberne Sterne. Der untere Teil stellt das Familienwappen der Regondi dar (Pestkreuz 1648, Regondi-Altar der Kaisersteinbrucher Kirche). Sein Vater Giorgio Regondi war bereits am 10. Jänner verstorben. So sorgte Raymundus Regondi für seine Mutter und seine Geschwister.

Er beauftragte den Znaimer Bildhauer Martin Angerer, zwei Altäre für die Kirche zu errichten.

Papst Innozenz XI. verordnete eine allgemeine Steuer für alle geistlichen Güter in Ungarn, Böhmen und Österreich (die sogenannte Türkensteuer), die von Bischof Sebastian von Passau am 30. August 1683 auch dem Abt Raymundus weitergegeben wurde. Das Stift hatte den vierten Teil eines Jahreseinkommens bei den zuständigen Deputierten in Passau abzuliefern. Für den November 1685 wurde ein Betrag von 12.566 Gulden angegeben.

Belegt ist die Freundschaft von Abt Raymund mit dem großen Prediger Abraham a Sancta Clara. Dieser widmete zwei seiner Werke dem Abt: Grammatica religiosa (1691) und Judas der Erzschelm (1695).

Raymundus Regondi starb am 22. März 1715 in Wien und wurde in Altenburg beigesetzt. Sein Gemälde ist im Stift zu sehen, es hat die Besatzungszeit, im Gegensatz zu vielen anderen Gemälden, überstanden. Nachfolger wurde Abt Placidus Much.

Seine jüngeren Brüder hatten auch den geistlichen Weg gewählt: Gotthard Regondi († 1728) im Stift Altenburg und Marian Regondi im Stift Lilienfeld.

Die Familie Regondi. Nr. 2, 1990, S. 8–11.
Raymundus Regondi. Nr. 12, 1991, S. 11 ff.
Italiener in Kaisersteinbruch, am Beispiel der Brüder Ambrosius und Giorgio Regondi. Nr. 12, 1991, S. 6–13.
Das Archiv der Universität Wien. Nr. 31, 1994, S. 17–20.
  • Ana Maria Altmann: Der Regondi-Altar. In: Festschrift für das löbliche Gotteshaus St. Rochus und St. Sebastian im Kaiserlichen Steinbruch am Leithaberg. Nr. 40, 1995, S. 42–48.
  • Helmuth Furch: Historisches Lexikon Kaisersteinbruch. 2 Bände. Museums- und Kulturverein, Kaisersteinbruch 2002–2004. ISBN 978-3-9504555-8-8.
VorgängerAmtNachfolger
Maurus BoxlerAbt der Abtei Altenburg
1681–1715
Placidus Much
Personendaten
NAME Regondi, Raymundus
KURZBESCHREIBUNG Abt des Stiftes Altenburg
GEBURTSDATUM 13. Juni 1652
GEBURTSORT Kaisersteinbruch
STERBEDATUM 22. März 1715
STERBEORT Wien

Raymundus Regondi
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Raymundus Regondi Abt des Stiftes Altenburg Sprache Beobachten Bearbeiten Raymundus Regondi als Johannes Franciscus Regondi 13 Juni 1652 in Kaisersteinbruch Ungarn 22 Marz 1715 in Wien war Abt des Stiftes Altenburg Abt Raymund Regondi Gemalde im Stift Altenburg Stift Altenburg Niederosterreich Stiftsbibliothek Inhaltsverzeichnis 1 Leben 1 1 Studium 1 2 Abt des Stiftes Altenburg 2 Archivalien 3 LiteraturLeben BearbeitenJohannes Franciscus Regondi erster Sohn des Giorgio Regondi und dessen Ehefrau Maria aus einem angesehenen Mailander Geschlecht stammend wurde in eine italienisch schweizerische Kunstlerkolonie im kaiserlichen Steinbruch nahe bei Wien der Hauptstadt des Heiligen Romischen Reiches Deutscher Nation gelegen hineingeboren Kaiser Ferdinand III hatte den Richter im Steinbruch seinen Hofbildhauer Pietro Maino Maderno einen Untertan des Stiftes Heiligenkreuz 1649 in den Adelsstand erhoben Bei der Kirchweihe am 30 Juli 1652 kam es zum Eklat Maderno wurde vom Richteramt enthoben und Ambrosius Regondi der Onkel des Johannes Franciscus zum Nachfolger bestellt Seither wird die Familie Regondi im Archiv der Universitat Wien und im Stift Altenburg als nobilitiert bezeichnet Studium Bearbeiten 1663 im Alter von elf Jahren begann Johannes Franciscus Regondi an der Universitat Wien mit dem Studium der Philosophie das er am 11 August 1672 mit dem Magister Philosophiac beendete Im selben Jahr begann er das Noviziat im Stift Altenburg Sein Ordensgelubde legte er mit der Namensverleihung Raymundus am 3 August 1673 ab Anschliessend ging er wieder an die Universitat Wien zum Theologiestudium Er war in der Seelsorge tatig und seit 1678 Lektor der Philosophie an der Hauslehranstalt Abt des Stiftes Altenburg Bearbeiten Abtwappen von Raymundus Regondi Der Abt des Stiftes Altenburg Maurus Boxler verstarb 1681 Bei der Abtwahl am 26 Oktober 1681 erhielt Regondi 20 von 24 abgegebenen Stimmen und wurde mit Sondergenehmigung der Wiener Hofkanzlei noch am selben Tag installiert Sein Wappen war ein geteilter Schild oben in Blau ein schwarzer Adler unten in Blau drei silberne Sterne Der untere Teil stellt das Familienwappen der Regondi dar Pestkreuz 1648 Regondi Altar der Kaisersteinbrucher Kirche Sein Vater Giorgio Regondi war bereits am 10 Janner verstorben So sorgte Raymundus Regondi fur seine Mutter und seine Geschwister Er beauftragte den Znaimer Bildhauer Martin Angerer zwei Altare fur die Kirche zu errichten Papst Innozenz XI verordnete eine allgemeine Steuer fur alle geistlichen Guter in Ungarn Bohmen und Osterreich die sogenannte Turkensteuer die von Bischof Sebastian von Passau am 30 August 1683 auch dem Abt Raymundus weitergegeben wurde Das Stift hatte den vierten Teil eines Jahreseinkommens bei den zustandigen Deputierten in Passau abzuliefern Fur den November 1685 wurde ein Betrag von 12 566 Gulden angegeben Belegt ist die Freundschaft von Abt Raymund mit dem grossen Prediger Abraham a Sancta Clara Dieser widmete zwei seiner Werke dem Abt Grammatica religiosa 1691 und Judas der Erzschelm 1695 Raymundus Regondi starb am 22 Marz 1715 in Wien und wurde in Altenburg beigesetzt Sein Gemalde ist im Stift zu sehen es hat die Besatzungszeit im Gegensatz zu vielen anderen Gemalden uberstanden Nachfolger wurde Abt Placidus Much Seine jungeren Bruder hatten auch den geistlichen Weg gewahlt Gotthard Regondi 1728 im Stift Altenburg und Marian Regondi im Stift Lilienfeld Archivalien BearbeitenStift Altenburg Archiv Von Abt Bernhard Naber zusammengestellte Lebensdaten Archiv der Universitat Wien Immatriculationen Deutscher Ritterorden Archiv Siegel von Abt Raymundus Regondi 1693 Stift Heiligenkreuz Archiv Kirchenbucher Register Steinmetz Literatur BearbeitenFriedrich Endl Stift Altenburg In Dagobert Frey Hrsg Osterreichische Kunstbucher Band 42 1929 Helmuth Furch In Mitteilungen des Museums und Kulturvereines Kaisersteinbruch ISBN 978 3 9504555 3 3 Die Familie Regondi Nr 2 1990 S 8 11 Raymundus Regondi Nr 12 1991 S 11 ff Italiener in Kaisersteinbruch am Beispiel der Bruder Ambrosius und Giorgio Regondi Nr 12 1991 S 6 13 Das Archiv der Universitat Wien Nr 31 1994 S 17 20 Ana Maria Altmann Der Regondi Altar In Festschrift fur das lobliche Gotteshaus St Rochus und St Sebastian im Kaiserlichen Steinbruch am Leithaberg Nr 40 1995 S 42 48 Helmuth Furch Historisches Lexikon Kaisersteinbruch 2 Bande Museums und Kulturverein Kaisersteinbruch 2002 2004 ISBN 978 3 9504555 8 8 VorgangerAmtNachfolgerMaurus BoxlerAbt der Abtei Altenburg 1681 1715Placidus MuchPersonendatenNAME Regondi RaymundusKURZBESCHREIBUNG Abt des Stiftes AltenburgGEBURTSDATUM 13 Juni 1652GEBURTSORT KaisersteinbruchSTERBEDATUM 22 Marz 1715STERBEORT WienAbgerufen von https de wikipedia org w index php title Raymundus Regondi amp oldid 209571207, wikipedia, wiki, deutsches

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