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Römpp Lexikon Chemie

Das Römpp Lexikon Chemie (Eigenschreibweise: RÖMPP Lexikon Chemie) erschien in gedruckter Form zum ersten Mal im Jahre 1947. Inzwischen ist das Nachschlagewerk eine Online-Enzyklopädie, die von der Stuttgarter Thieme Gruppe unter dem Namen Römpp Online (Eigenschreibweise: RÖMPP Online) geführt wird. Das Werk umfasst rund 64.000 Stichwörter, die durch 290.000 Querverweise miteinander verknüpft sind, mehr als 23.000 Strukturformeln und Grafiken sowie 41.000 Weblinks (Stand 2020). Es ist zu einem Standardwerk der Chemie und der angrenzenden Wissenschaften geworden.

Inhaltsverzeichnis

Sechste Auflage des „Römpp“ von 1966
Römpp Lexikon Chemie
Auflage Jahr der
Erscheinung
Bände Anzahl
Stichworte
Verlag
Bearbeitung von H. Römpp
1 1948 1 07.700 Franckh
2 1950 2 ca. 12.000 Franckh
3 1952 2 ca. 15.000 Franckh
4 1958 2 24.700 Franckh
5 1962 3 28.850 Franckh
Bearbeitung von H. Römpp und E. Ühlein
6 1967 4 ca. 50.000 Franckh
Bearbeitung E. Ühlein, O.-A. Neumüller et al.
7 1977 6 ca. 40.000 Franckh
Bearbeitung von O.-A. Neumüller et al.
8 1988 6 ca. 40.000 Franckh
Bearbeitung J. Falbe, M. Regitz und Redaktion
9 1992 6 ca. 40.000+ Thieme
10 1999 6 ca. 60.000 Thieme
Ab 2002 elektronische Variante ca. 64.000 Thieme

Anfänge

Die Idee zu einem Lexikon hatte Hermann Römpp schon im Jahr 1938, als er erkannte, dass es im gesamten deutschsprachigen Raum kein umfassendes, und vor allem aktuelles, allgemeines Nachschlagewerk auf dem Gebiet der Chemie gab. Römpp machte sich ab 1942 an die Arbeit dieses zu erstellen. Noch im Zweiten Weltkrieg wurde die Herausgabe einer ersten Version versucht. Die Umstände ließen das Projekt jedoch scheitern, das zum Druck freigegebene Originalmanuskript ging bei Kriegsende verloren. Der Autor ließ sich dadurch nicht entmutigen, da der Durchschlag des Typoskripts ihm noch vorlag. Er entschied sich, an seinem Entwurf weiterzuwerken. Die Arbeiten an der neuen Auflage dauerten, auch durch persönliche Umstände, noch bis in das Jahr 1946.

Die erste Ausgabe des „Chemie-Lexikons“, herausgegeben von Römpp, erschien ab dem Jahre 1947 erst nur in einer gestatteten Stückzahl von insgesamt 5000 bei der Franckh'schen Verlagshandlung in Stuttgart. Das Werk kam zunächst in Einzellieferungen von jeweils etwa 80 Seiten heraus, auch wegen der vorherrschenden Materialkontigentierung (Drucksachen mussten von den Militärbehörden in den Nachkriegsjahren grundsätzlich genehmigt werden, Papierbögen zum Druck wurden Verlegern dann zugeteilt), und war im Frühjahr 1948 komplett. Daraufhin begann Hermann Römpp mit der Überarbeitung und Ergänzung, sodass bereits 1950 die zweite, erneuerte Auflage in zwei Bänden erschien. Das Chemie-Lexikon wurde mittelfristig zu einem großen Erfolg, trotz der im Juni 1948 durchgeführten Währungsreform, welche die Einnahmen daraus erst drastisch schmälerte. Es gingen aber beim Verlag über die Zeit zehntausende Bestellungen ein, auch aus dem Ausland, darüber hinaus war neue Fachliteratur sehr begehrt (die Universität Basel hatte das Lexikon im Lesesaal der Bibliothek verfügbar – angekettet, so dass es auch dort blieb).

Jeweils noch deutlich erweiterte Editionen folgten in den Jahren 1952, 1958 und 1962, die nun auch mehr neue fremdsprachliche Fachliteratur, die kurz nach dem Zweiten Weltkrieg nur schwer erhältlich war, sowie Entwicklungen in der Chemie und aus ihrem Einsatz (neue Prozesse unter anderem der Wirtschaftswunderzeit, zum Beispiel in der Nahrungsmittelerzeugung, neue Produkte aus Kunststoffen) mit einbezogen. Die erste Ausgabe hatte noch 1.370 Seiten, die zwei Bände von 1950 schon 1.915, und die fünfte Auflage von 1962 bereits 2.933 Seiten. In all diesen Jahren war Hermann Römpp als alleiniger Autor des Lexikons tätig. Noch während der Arbeiten an der sechsten Auflage verstarb er nach langer Krankheit im April 1964.

Nach dem Tode Hermann Römpps übernahm der am Gmelin-Institut in Frankfurt am Main tätige Erhard Ühlein noch 1964 die Arbeit am Chemie-Lexikon. Ühlein, der schon als Schüler mit Römpp in Briefkontakt stand, war seit der zweiten Auflage durch seine Anregungen und Korrekturarbeiten daran beteiligt. Darob entstand eine Freundschaft zwischen den beiden. Selbst diplomierter Chemiker, vollendete Erhard Ühlein 1967 die bereits zum Teil von Römpp selbst bearbeitete sechste Edition, mit nun insgesamt 7.859 Seiten. Kurz nach deren Veröffentlichung begann er mit der Erstellung der nächsten Auflage. Doch bald darauf, Ühlein hatte gerade 150 Stichwörter neu verfasst, wurde diese Arbeit durch seinen eigenen frühen Tod unterbrochen. Erhard Ühlein starb 1969 im Alter von 44 Jahren.

Siebte und achte Auflage

1973 brachte Otto-Albrecht Neumüller, wissenschaftlicher Mitarbeiter am Max Planck-Institut in Mülheim an der Ruhr, seine Erfahrungen als Bibliothekar und Dokumentar mit in die Arbeit am Lexikon, die er sich mit zwei Mitarbeitern teilte. Die Neuausgabe wurde auf Basis eines Karteikartensystems mit ca. 300.000 Eintragungen erarbeitet. Neumüller und seine Mitarbeiter hatten es sich zur Aufgabe gemacht, die sechste Auflage zu erweitern und sämtliche Stichwörter auf ihre Richtigkeit zu überprüfen. Die Erweiterung diente der Integration neuer Erkenntnisse wie beispielsweise der HMO-Theorie, den Quarks und den Woodward-Hoffmann-Regeln. Die Überprüfung wurde u. a. durch die Anpassung von Namen, Bezeichnungen und Formeln an die IUPAC-Nomenklatur notwendig.

Sowohl die siebte als auch die achte Edition sind sechsbändig und umfassen jeweils etwa 40.000 Stichwörter. Die bis 1977 erschienene siebte Auflage erhielt den Literaturpreis des Fonds der Chemischen Industrie. Die achte Ausgabe des Lexikons wurde bis 1988 vervollständigt.
Darüber hinaus wurde unter Neumüller auch ein „Basis-Römpp“ als Taschenlexikon in zwei Bänden herausgegeben, welches später vierbändig als Kompaktausgabe, als „Römpp Basislexikon Chemie“, fortgeführt wurde.

Römpp-Speziallexika, Themengebiete
Fachgebiet Auflagen, Erscheinungsjahr
Deutsch Englisch
Biotechnologie
und Gentechnik
1. Aufl., 1992 2. Aufl., 1999 (keine)
Umwelt 1. Aufl., 1993 2. Aufl., 2000 (keine)
Lebensmittelchemie 1. Aufl., 1995 2. Aufl., 2006 (keine)
Lacke und
Druckfarben
1. Aufl., 1997 (keine) (keine)
Naturstoffe 1. Aufl., 1997 (keine) 1. Aufl., 2000

Verlagswechsel

1988 wechselte der „Römpp“ zum Georg Thieme-Verlag. An die Stelle der kleinen Gruppe an Mitarbeitern Neumüllers trat für die Bearbeitung der ab 1989 erscheinenden neuen Auflagen ein Team aus bis zu 38 Autoren, bestehend aus den beiden Herausgebern Jürgen Falbe und Manfred Regitz und der Fachredaktion. Durch diese Teamarbeit und Verwendung von Computertechnik war es möglich, innerhalb von drei Jahren das gesamte Lexikon zu aktualisieren: 1992 lag die erweiterte und neu bearbeitete neunte Edition komplett vor. 1999 erschien der letzte Band der sechsbändigen zehnten Druckauflage mit nunmehr etwa 60.000 Stichworten.

Technische und thematische Entwicklung

Die Herausgabe des Hauptwerks in Buchform fand mit der zehnten Neuausgabe ihren Abschluss und wurde nicht mehr weitergeführt. Es wurde stattdessen ab 2002 eine elektronische Variante auf CD-ROM angeboten, die unter der Software Duden-Bibliothek lief und somit für Microsoft Windows, Mac OS und Linux verfügbar war. Außerdem war das Lexikon als USB-Stick-Variante erhältlich.

Bereiche wie Umwelt, Naturstoffe oder Biochemie wurden bereits in der neunten Druckauflage des Lexikons stark ausgebaut. Um jedoch der Bedeutung dieser Fachgebiete besser gerecht zu werden, entschloss sich der Georg Thieme-Verlag, das allgemeiner gehaltene Römpp Chemie-Lexikon durch zusätzliche Speziallexika zu ergänzen.
Seit 2002 liegt das Nachschlagewerk als Online-Version vor, mit momentan (2020) rund 64.000 Stichworteinträgen. An den kontinuierlich stattfindenden Updates aller Fachgebiete haben bis heute mehr als 250 Autoren mitgearbeitet.

In den Übersichtstabellen sind alle zehn im Druck erschienenen Haupt-Editionen und die veröffentlichten Speziallexika, sowie die Fachbereiche der Online-Version aufgeführt.

Römpp Online, Themengebiete
Fachgebiet Herausgeber
Biotechnologie
und Gentechnik
Georg Sprenger (Stuttgart)
Allgemeine Chemie Bernd Dill (Frankfurt)
Frank Böckler (Tübingen)
Lebensmittelchemie Gerhard Eisenbrand (Kaiserslautern)
Reinhard Matissek (Berlin)
Materialwissenschaft
und Werkstofftechnik
Franz Faupel (Kiel)
Naturstoffe Burkhard Fugmann (Leverkusen)
Georg Pohnert (Jena)
Umwelt- und
Verfahrenstechnologie
Thomas Gamse (Graz)
Andreas Rühling (Darmstadt)

Der Stichwortbestand des „Römpp Online“ ist in die sechs Fachgebiete Biotechnologie und Gentechnik, Chemie, Lebensmittelchemie, Materialwissenschaft und Werkstofftechnik, Naturstoffe sowie Umwelt- und Verfahrenstechnologie aufgeteilt.

Die Online-Ausgabe wird ständig weiterentwickelt, bis Mai 2020 sind 126 Updates erfolgt. Registrierten Nutzern bietet sich online beispielsweise eine Suche mit Relevanzranking und wenn gewünscht Downloads für bibliographische Zitationen, die Möglichkeit einer Visualisierung der Abbildungen durch ein Mediacenter und das Erstellen von Playlists. Weiters kann auch ein Heimzugang eingerichtet werden.

In der Rubrik das Stichwort der Woche werden exemplarisch Einträge aus allen Themenbereichen vorgestellt, während sich in der Rubrik Öffentliche Playlists Einträge und zusätzliche Darstellungen finden, die allgemein von Interesse sein könnten, wie im Moment verschiedene Virostatika. Diese Online-Inhalte werden von der Redaktion zusammengestellt.

Darüber hinaus bietet der Verlag an chemischem Wissen Interessierten einen 14-tägigen Testzugang zur Online-Version nach Anmeldung an. Eine Jahreslizenz des Nachschlagewerks kostet etwa 250 Euro.

  1. Verlagsinformation: Über den RÖMPP, abgerufen am 11. November 2020
  2. Römpp-Lexika, Verlagsangebot.
  3. CHF.de Belser, Matthias: Hermann Römpp - Vom Bauernsohn zum namhaften Chemieautor - CLB 68. Jg., Heft 01-02/2017.
  4. GDCH.de Holger, Andreas: Prof. Dr. Hermann Römpp - sein Leben und Werk - GDCh-Mitteilungen, Bd. 16 2002.
  5. thieme-chemistry.com: Herausgeber.
  6. thieme-chemistry.com: RÖMPP Online-Version.
  7. RÖMPP Online, Stichwort der Woche.
  8. RÖMPP Online, Öffentliche Playlists.
  9. der-hedinger.de: RÖMPP Online-Version, jährliche Lizenz.

Römpp Lexikon Chemie
römpp, lexikon, chemie, nachschlagewerk, sprache, beobachten, bearbeiten, eigenschreibweise, römpp, lexikon, chemie, erschien, gedruckter, form, ersten, jahre, 1947, inzwischen, nachschlagewerk, eine, online, enzyklopädie, stuttgarter, thieme, gruppe, unter, n. Rompp Lexikon Chemie Nachschlagewerk Sprache Beobachten Bearbeiten Das Rompp Lexikon Chemie Eigenschreibweise ROMPP Lexikon Chemie erschien in gedruckter Form zum ersten Mal im Jahre 1947 Inzwischen ist das Nachschlagewerk eine Online Enzyklopadie die von der Stuttgarter Thieme Gruppe unter dem Namen Rompp Online Eigenschreibweise ROMPP Online gefuhrt wird Das Werk umfasst rund 64 000 Stichworter die durch 290 000 Querverweise miteinander verknupft sind mehr als 23 000 Strukturformeln und Grafiken sowie 41 000 Weblinks Stand 2020 1 Es ist zu einem Standardwerk der Chemie und der angrenzenden Wissenschaften geworden Inhaltsverzeichnis 1 Geschichte 1 1 Anfange 1 2 Siebte und achte Auflage 1 3 Verlagswechsel 1 4 Technische und thematische Entwicklung 2 Rompp Online 3 Weblinks 4 EinzelnachweiseGeschichte Bearbeiten Sechste Auflage des Rompp von 1966 Rompp Lexikon Chemie Auflage Jahr der Erscheinung Bande Anzahl Stichworte VerlagBearbeitung von H Rompp1 1948 1 0 7 700 Franckh2 1950 2 ca 12 000 Franckh3 1952 2 ca 15 000 Franckh4 1958 2 24 700 Franckh5 1962 3 28 850 FranckhBearbeitung von H Rompp und E Uhlein6 1967 4 ca 50 000 FranckhBearbeitung E Uhlein O A Neumuller et al 7 1977 6 ca 40 000 FranckhBearbeitung von O A Neumuller et al 8 1988 6 ca 40 000 FranckhBearbeitung J Falbe M Regitz und Redaktion 2 9 1992 6 ca 40 000 Thieme10 1999 6 ca 60 000 ThiemeAb 2002 elektronische Variante ca 64 000 ThiemeAnfange Bearbeiten Die Idee zu einem Lexikon hatte Hermann Rompp schon im Jahr 1938 als er erkannte dass es im gesamten deutschsprachigen Raum kein umfassendes und vor allem aktuelles allgemeines Nachschlagewerk auf dem Gebiet der Chemie gab Rompp machte sich ab 1942 an die Arbeit dieses zu erstellen Noch im Zweiten Weltkrieg wurde die Herausgabe einer ersten Version versucht Die Umstande liessen das Projekt jedoch scheitern das zum Druck freigegebene Originalmanuskript ging bei Kriegsende verloren Der Autor liess sich dadurch nicht entmutigen da der Durchschlag des Typoskripts ihm noch vorlag Er entschied sich an seinem Entwurf weiterzuwerken Die Arbeiten an der neuen Auflage dauerten auch durch personliche Umstande noch bis in das Jahr 1946 Die erste Ausgabe des Chemie Lexikons herausgegeben von Rompp erschien ab dem Jahre 1947 erst nur in einer gestatteten Stuckzahl von insgesamt 5000 bei der Franckh schen Verlagshandlung in Stuttgart Das Werk kam zunachst in Einzellieferungen von jeweils etwa 80 Seiten heraus auch wegen der vorherrschenden Materialkontigentierung Drucksachen mussten von den Militarbehorden in den Nachkriegsjahren grundsatzlich genehmigt werden Papierbogen zum Druck wurden Verlegern dann zugeteilt und war im Fruhjahr 1948 komplett Daraufhin begann Hermann Rompp mit der Uberarbeitung und Erganzung sodass bereits 1950 die zweite erneuerte Auflage in zwei Banden erschien Das Chemie Lexikon wurde mittelfristig zu einem grossen Erfolg trotz der im Juni 1948 durchgefuhrten Wahrungsreform welche die Einnahmen daraus erst drastisch schmalerte Es gingen aber beim Verlag uber die Zeit zehntausende Bestellungen ein auch aus dem Ausland daruber hinaus war neue Fachliteratur sehr begehrt die Universitat Basel hatte das Lexikon im Lesesaal der Bibliothek verfugbar angekettet so dass es auch dort blieb 3 4 Jeweils noch deutlich erweiterte Editionen folgten in den Jahren 1952 1958 und 1962 die nun auch mehr neue fremdsprachliche Fachliteratur die kurz nach dem Zweiten Weltkrieg nur schwer erhaltlich war sowie Entwicklungen in der Chemie und aus ihrem Einsatz neue Prozesse unter anderem der Wirtschaftswunderzeit zum Beispiel in der Nahrungsmittelerzeugung neue Produkte aus Kunststoffen mit einbezogen Die erste Ausgabe hatte noch 1 370 Seiten die zwei Bande von 1950 schon 1 915 und die funfte Auflage von 1962 bereits 2 933 Seiten In all diesen Jahren war Hermann Rompp als alleiniger Autor des Lexikons tatig Noch wahrend der Arbeiten an der sechsten Auflage verstarb er nach langer Krankheit im April 1964 Nach dem Tode Hermann Rompps ubernahm der am Gmelin Institut in Frankfurt am Main tatige Erhard Uhlein noch 1964 die Arbeit am Chemie Lexikon Uhlein der schon als Schuler mit Rompp in Briefkontakt stand war seit der zweiten Auflage durch seine Anregungen und Korrekturarbeiten daran beteiligt Darob entstand eine Freundschaft zwischen den beiden Selbst diplomierter Chemiker vollendete Erhard Uhlein 1967 die bereits zum Teil von Rompp selbst bearbeitete sechste Edition mit nun insgesamt 7 859 Seiten Kurz nach deren Veroffentlichung begann er mit der Erstellung der nachsten Auflage Doch bald darauf Uhlein hatte gerade 150 Stichworter neu verfasst wurde diese Arbeit durch seinen eigenen fruhen Tod unterbrochen Erhard Uhlein starb 1969 im Alter von 44 Jahren 3 4 Siebte und achte Auflage Bearbeiten 1973 brachte Otto Albrecht Neumuller wissenschaftlicher Mitarbeiter am Max Planck Institut in Mulheim an der Ruhr seine Erfahrungen als Bibliothekar und Dokumentar mit in die Arbeit am Lexikon die er sich mit zwei Mitarbeitern teilte Die Neuausgabe wurde auf Basis eines Karteikartensystems mit ca 300 000 Eintragungen erarbeitet Neumuller und seine Mitarbeiter hatten es sich zur Aufgabe gemacht die sechste Auflage zu erweitern und samtliche Stichworter auf ihre Richtigkeit zu uberprufen Die Erweiterung diente der Integration neuer Erkenntnisse wie beispielsweise der HMO Theorie den Quarks und den Woodward Hoffmann Regeln Die Uberprufung wurde u a durch die Anpassung von Namen Bezeichnungen und Formeln an die IUPAC Nomenklatur notwendig Sowohl die siebte als auch die achte Edition sind sechsbandig und umfassen jeweils etwa 40 000 Stichworter Die bis 1977 erschienene siebte Auflage erhielt den Literaturpreis des Fonds der Chemischen Industrie Die achte Ausgabe des Lexikons wurde bis 1988 vervollstandigt 3 4 Daruber hinaus wurde unter Neumuller auch ein Basis Rompp als Taschenlexikon in zwei Banden herausgegeben welches spater vierbandig als Kompaktausgabe als Rompp Basislexikon Chemie fortgefuhrt wurde Rompp Speziallexika Themengebiete 2 Fachgebiet Auflagen ErscheinungsjahrDeutsch EnglischBiotechnologie und Gentechnik 1 Aufl 1992 2 Aufl 1999 keine Umwelt 1 Aufl 1993 2 Aufl 2000 keine Lebensmittelchemie 1 Aufl 1995 2 Aufl 2006 keine Lacke und Druckfarben 1 Aufl 1997 keine keine Naturstoffe 1 Aufl 1997 keine 1 Aufl 2000Verlagswechsel Bearbeiten 1988 wechselte der Rompp zum Georg Thieme Verlag An die Stelle der kleinen Gruppe an Mitarbeitern Neumullers trat fur die Bearbeitung der ab 1989 erscheinenden neuen Auflagen ein Team aus bis zu 38 Autoren bestehend aus den beiden Herausgebern Jurgen Falbe und Manfred Regitz und der Fachredaktion Durch diese Teamarbeit und Verwendung von Computertechnik war es moglich innerhalb von drei Jahren das gesamte Lexikon zu aktualisieren 1992 lag die erweiterte und neu bearbeitete neunte Edition komplett vor 1999 erschien der letzte Band der sechsbandigen zehnten Druckauflage mit nunmehr etwa 60 000 Stichworten 3 4 2 Technische und thematische Entwicklung Bearbeiten Die Herausgabe des Hauptwerks in Buchform fand mit der zehnten Neuausgabe ihren Abschluss und wurde nicht mehr weitergefuhrt Es wurde stattdessen ab 2002 eine elektronische Variante auf CD ROM angeboten die unter der Software Duden Bibliothek lief und somit fur Microsoft Windows Mac OS und Linux verfugbar war Ausserdem war das Lexikon als USB Stick Variante erhaltlich Bereiche wie Umwelt Naturstoffe oder Biochemie wurden bereits in der neunten Druckauflage des Lexikons stark ausgebaut Um jedoch der Bedeutung dieser Fachgebiete besser gerecht zu werden entschloss sich der Georg Thieme Verlag das allgemeiner gehaltene Rompp Chemie Lexikon durch zusatzliche Speziallexika zu erganzen 2 Seit 2002 liegt das Nachschlagewerk als Online Version vor mit momentan 2020 rund 64 000 Stichworteintragen An den kontinuierlich stattfindenden Updates aller Fachgebiete haben bis heute mehr als 250 Autoren mitgearbeitet In den Ubersichtstabellen sind alle zehn im Druck erschienenen Haupt Editionen und die veroffentlichten Speziallexika sowie die Fachbereiche der Online Version aufgefuhrt Rompp Online BearbeitenRompp Online Themengebiete Fachgebiet Herausgeber 5 Biotechnologie und Gentechnik Georg Sprenger Stuttgart Allgemeine Chemie Bernd Dill Frankfurt Frank Bockler Tubingen Lebensmittelchemie Gerhard Eisenbrand Kaiserslautern Reinhard Matissek Berlin Materialwissenschaft und Werkstofftechnik Franz Faupel Kiel Naturstoffe Burkhard Fugmann Leverkusen Georg Pohnert Jena Umwelt und Verfahrenstechnologie Thomas Gamse Graz Andreas Ruhling Darmstadt Der Stichwortbestand des Rompp Online ist in die sechs Fachgebiete Biotechnologie und Gentechnik Chemie Lebensmittelchemie Materialwissenschaft und Werkstofftechnik Naturstoffe sowie Umwelt und Verfahrenstechnologie aufgeteilt Die Online Ausgabe wird standig weiterentwickelt bis Mai 2020 sind 126 Updates erfolgt Registrierten Nutzern bietet sich online beispielsweise eine Suche mit Relevanzranking und wenn gewunscht Downloads fur bibliographische Zitationen die Moglichkeit einer Visualisierung der Abbildungen durch ein Mediacenter und das Erstellen von Playlists Weiters kann auch ein Heimzugang eingerichtet werden 6 In der Rubrik das Stichwort der Woche werden exemplarisch Eintrage aus allen Themenbereichen vorgestellt wahrend sich in der Rubrik Offentliche Playlists Eintrage und zusatzliche Darstellungen finden die allgemein von Interesse sein konnten wie im Moment verschiedene Virostatika Diese Online Inhalte werden von der Redaktion zusammengestellt 7 8 Daruber hinaus bietet der Verlag an chemischem Wissen Interessierten einen 14 tagigen Testzugang zur Online Version nach Anmeldung an Eine Jahreslizenz des Nachschlagewerks kostet etwa 250 Euro 9 Weblinks BearbeitenVerlagswebseite zum Rompp Lexikon ChemieEinzelnachweise Bearbeiten Verlagsinformation Uber den ROMPP abgerufen am 11 November 2020 a b c d Rompp Lexika Verlagsangebot a b c d CHF de Belser Matthias Hermann Rompp Vom Bauernsohn zum namhaften Chemieautor CLB 68 Jg Heft 01 02 2017 a b c d GDCH de Holger Andreas Prof Dr Hermann Rompp sein Leben und Werk GDCh Mitteilungen Bd 16 2002 thieme chemistry com Herausgeber thieme chemistry com ROMPP Online Version ROMPP Online Stichwort der Woche ROMPP Online Offentliche Playlists der hedinger de ROMPP Online Version jahrliche Lizenz Abgerufen von https de wikipedia org w index php title Rompp Lexikon Chemie amp oldid 212651546, wikipedia, wiki, deutsches

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