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Präsidentschaftswahl in den Vereinigten Staaten 2016

20122020
58. Präsidentschaftswahl
8. November 2016

Republikanische Partei
Donald Trump / Mike Pence
Wahlleute 304
Stimmen 62.984.828
46,1 %
Demokratische Partei
Hillary Clinton / Tim Kaine
Wahlleute 227
Stimmen 65.853.514
48,2 %

Wahlergebnisse nach Bundesstaat
30 Staaten+ME02
Trump/Pence
20 Staaten+DC
Clinton/Kaine

Präsident der Vereinigten Staaten

Die 58. Wahl zum Präsidenten und zum Vizepräsidenten der Vereinigten Staaten von Amerika fand am 8. November 2016 statt. In deren Ergebnis bildeten 306 republikanische und 232 demokratische Wahlleute das Wahlleutekollegium (Electoral College).

Am 19. Dezember 2016 wurde der Republikaner Donald Trump von diesem Kollegium mit 304 Stimmen zum 45. Präsidenten sowie Mike Pence mit 305 Stimmen zum 48. Vizepräsidenten gewählt. Die demokratische Gegenkandidatur von Hillary Clinton mit Tim Kaine erhielt jeweils 227 Stimmen. Je sieben abweichende Wahlmännerstimmen entfielen auf andere Kandidaten (eine davon wiederum auf Pence). Donald Trumps Präsidentschaft begann mit seiner Amtseinführung am 20. Januar 2017.

Die indirekte Wahl des Präsidenten über das Wahlkollegium machte es möglich, dass zum vierten Mal in der Geschichte der USA ein Präsident trotz einer Minderheit an Stimmen vom Wahlkollegium in sein Amt gewählt wurde.

Es war die erste Präsidentschaftswahl seit der Wahl 1848, bei der die Präsidentschaftskandidaten beider großen Parteien älter als 60 Jahre waren.

Inhaltsverzeichnis

Der vormalige Amtsinhaber Barack Obama von der Demokratischen Partei durfte aufgrund des 22. Zusatzartikels zur Verfassung der Vereinigten Staaten 2016 nach zwei Amtszeiten nicht erneut antreten. Vizepräsident Joe Biden, der sich schon 2008 um eine Präsidentschaftskandidatur bemüht hatte, schloss ein erneutes Antreten im Oktober 2015 aus.

Die parteiinternen Vorwahlen der Demokraten und Republikaner hatten im Februar 2016 im Bundesstaat Iowa begonnen. Der Termin des Super Tuesdays fiel auf den 1. März 2016.

Auf republikanischer Seite setzte sich Donald Trump gegen 16 parteiinterne Konkurrenten durch und wurde am 19. Juli 2016 auf dem Parteitag der Republikaner in Cleveland, Ohio zum Präsidentschaftskandidaten gewählt. In den meisten Meinungsumfragen wurden Trump nur wenig Chancen auf den Gewinn der Präsidentschaftswahl im November vorhergesagt. Republikaner befürchteten eine ähnlich deutliche Niederlage wie 1964 (Barry Goldwater).

Die Vorwahlen bei den Demokraten entwickelten sich früh zu einem Zweikampf zwischen Hillary Clinton und Bernie Sanders. Am 26. Juli 2016 wurde Hillary Clinton auf dem Parteitag in Philadelphia als erste Frau zur Präsidentschaftskandidatin der Demokraten gewählt. Aufgrund ihrer großen politischen Erfahrung und der erhofften breiten Unterstützung durch weibliche Wähler galt Clinton als deutlicher Favorit gegen Donald Trump.

Demokratische Partei

Kandidatur erfolgreich

Staaten/Gebiete gewonnen in den Vorwahlen der Demokraten:
  • Hillary Clinton
  • Bernie Sanders
  • Die ehemalige Senatorin und Außenministerin Hillary Clinton, die an Obama in den Vorwahlen zur Präsidentschaftswahl 2008 gescheitert war, hat ihre Kandidatur im April 2015 offiziell erklärt. Hillary Clinton war – als Ehefrau von Bill Clinton (US-Präsident 1993 bis 2001) – acht Jahre First Lady der USA. Ende 2014 äußerte Obama die Ansicht, dass Hillary Clinton eine großartige Präsidentin sein würde.

    Am 29. April 2015 gab der Senator Bernie Sanders seine Kandidatur bekannt. Sanders war zu dem Zeitpunkt parteilos, gehörte aber vor dem Bekanntgeben seiner Kandidatur bereits der Demokratischen Fraktion im Senat an. Im November 2015 trat er der Demokratischen Partei bei. Er bezeichnet sich selbst als demokratischen Sozialisten und vertritt im Vergleich zu Clinton deutlich linkere Positionen. Martin O’Malley (2007–2015 Gouverneur von Maryland), Lincoln Chafee (Ex-Gouverneur und Ex-Senator für Rhode Island) sowie Ex-Senator Jim Webb gaben ebenfalls ihre Kandidatur bekannt, kamen aber in den Umfragen nie über niedrige einstellige Prozentwerte hinaus; kurz nach der ersten Fernsehdebatte der demokratischen Präsidentschaftsbewerber zogen sich Webb und Chafee im Oktober 2015 aus dem Rennen zurück. Der ehemalige Gouverneur Martin O’Malley zog nach der ersten Vorwahl (in Iowa) ebenfalls seine Kandidatur zurück, nachdem er weniger als 1 % der Stimmen erhalten hatte.

    Es folgte ein Duell zwischen Hillary Clinton und Bernie Sanders. Zunächst lag Hillary Clinton deutlich in Führung, jedoch holte Bernie Sanders auf. Nach dem knappen Gewinn der Vorwahl in Kentucky lag Clinton weniger als 100 Delegiertenstimmen hinter den für die Nominierung benötigten 2384 und appellierte an Bernie Sanders, aufzugeben, um sich auf Donald Trump als Gegner konzentrieren zu können. Sanders hielt jedoch weiter an seiner Kandidatur fest und begründete dies mit dem Umstand, dass die Zählungen die knapp 700 Superdelegierten beinhalten. Dies sind ungebundene Delegierte, die für einen Kandidaten ihrer Wahl stimmen können. Bernie Sanders hoffte die Mehrheit der Stimmen der verpflichteten Delegierten zu erhalten und dann die Superdelegierten umstimmen zu können, wie es 2008 auch Barack Obama gelungen war, und somit doch noch zum Kandidaten der Demokraten zu werden. Ende Juni deutete Sanders in einer Sendung des TV-Senders MSNBC seine Niederlage mit dem Hinweis an, dass er rechnen könne. Er würde bei der Präsidentschaftswahl für Clinton stimmen, da es einzig darum ginge, die Wahl Donald Trumps zum Präsidenten zu verhindern.

    Hillary Clinton wurde am 26. Juli 2016 auf dem Parteitag der Demokraten in Philadelphia als erste Frau zur Präsidentschaftskandidatin gewählt. Dabei erhielt sie die Unterstützung ihres einzigen bedeutenden Konkurrenten aus den Vorwahlen, Bernie Sanders. Jedoch kam es zu Protesten der Anhänger von Sanders. Vor Beginn des Parteitags kündigte die Parteivorsitzende Debbie Wasserman Schultz ihren Rücktritt an, da durch gehackte und veröffentlichte E-Mails deutlich wurde, dass die Parteiführung der Demokraten die Vorwahlen zugunsten von Hillary Clinton beeinflusst hat.Donna Brazile saß von Juli 2016 bis Februar 2017 interimistisch dem Democratic National Committee vor. Sie schrieb in einem im November 2017 erschienenen Buch, sie habe im September 2016 erwogen, Clinton und ihren Running Mate zu ersetzen, nachdem Clinton wegen Lungenproblemen eine Veranstaltung verlassen musste und eine Wahlkampfreise abgesagt hatte. Sie (Brazile) habe US-Vizepräsident Joe Biden und US-Senator Cory Booker als Running Mate erwogen.

    Republikanische Partei

    Kandidatur erfolgreich

    Staaten/Gebiete gewonnen in den Vorwahlen der Republikaner:
  • Donald Trump
  • Ted Cruz
  • Marco Rubio
  • John Kasich
  • überwiegend unentschlossen oder keine verbindliche Vorwahl
  • Bei den Republikanern wurden drei US-Senatoren, die in der ersten Jahreshälfte 2015 ihre Kandidatur erklärten, gute Chancen eingeräumt, dem Texaner Ted Cruz, dem Senator für Kentucky Rand Paul sowie dem Senator für Florida Marco Rubio. Alle drei Kandidaten stehen der Tea-Party-Bewegung nahe. Während Cruz bei den Evangelikalen Rückhalt hat und Paul bei den Libertären, hat Rubio die Unterstützung der Neocons. Von ihnen war zuletzt bis Anfang Mai 2016 Ted Cruz im Rennen.

    Mitt Romney, der gescheiterte Präsidentschaftskandidat von 2012, schloss lange Zeit eine weitere Kandidatur nicht aus, doch Anfang 2015 gab er bekannt, sich nicht noch mal um das Amt bewerben zu wollen. Wie Romney schloss auch John McCain, der 2008 die Wahl verloren hatte, ein erneutes Antreten aus. McCain äußerte im November 2014, Jeb Bush, Lindsey Graham und Marco Rubio seien mögliche gute Bewerber.

    Bis zum Herbst 2015 war der republikanische Vorwahlkampf vor allem von einer Stimmung gegen das sogenannte „Parteiestablishment“ geprägt. Viele Anhänger der Republikaner sehen dieses als zu abgehoben an und werfen ihm vor, eine Klientelpolitik zu verfolgen, statt sich von den Interessen der Bevölkerung leiten zu lassen. Vormalige Favoriten um die Spitzenkandidatur der Partei wie Jeb Bush oder Chris Christie mussten in zahlreichen Meinungsumfragen erhebliche Verluste hinnehmen.

    Seit Ende Juli 2015 dominierte Donald Trump in fast sämtlichen nationalen und bundesstaatlichen Umfragen das Bewerberfeld. Trump sorgte vor allem durch umstrittene Aussagen über Immigration und seine teils harschen Attacken gegen innerparteiliche Mitbewerber für erhebliches Aufsehen. Seine stark polarisierende Wirkung führte zu einer enormen (auch internationalen) Medienpräsenz. Auch hob sich Trump vom übrigen Bewerberkreis durch die Tatsache ab, dass er seinen Wahlkampf überwiegend aus eigenen Mitteln finanzierte. In diesem Zusammenhang warf er seinen Konkurrenten wie Jeb Bush vor, eine „Marionette“ seiner Geldgeber zu sein. Neben Bush erhielten die Senatoren Ted Cruz und Marco Rubio in den Umfragen Zuspruch. Bis Oktober 2015 rangierte Bush konstant hinter Trump und konnte in einzelnen Bundesstaaten leichte Vorsprünge erzielen. Trumps Dominanz im Wahlkampf wurde nach Bekanntgabe seiner Kandidatur sowohl von Medien als auch hochrangigen Republikanern kaum für möglich gehalten. Ab Oktober 2015 hielten einige politische Beobachter eine Nominierung Trumps für gut möglich. Trump spreche Menschen mit unterschiedlichsten Werthaltungen und aus allen sozialen Schichten an, weil er „ihre Sprache spreche“ und als „Anti-Politiker“ das unpopuläre politische Establishment angreife. Er positioniere sich – ähnlich wie Ende der 1960er-Jahre Richard Nixon – als Kandidat einer „schweigenden Mehrheit“ (silent majority).

    In den Bundesstaaten, in denen ab Anfang Februar 2016 Abstimmungen über die republikanische Nominierung abgehalten wurden, setzte sich überwiegend Donald Trump durch, mit dem seit Mitte März nur noch zwei Kandidaten, der texanische Senator Ted Cruz und der Gouverneur Ohios John Kasich, konkurrierten. Cruz gelang es, neben allen Delegierten seines Heimatbundesstaats eine Reihe eher konservativ geprägter Bundesstaaten zu gewinnen, während Kasich am 15. März sämtliche Delegierte Ohios gewann. Trotz der deutlichen Führung Trumps war es insofern denkbar, dass er bis zum Nominierungsparteitag keine absolute Mehrheit der Delegierten erreichen und damit der Kandidat erst im Lauf dieser Versammlung („brokered convention“) gefunden würde.

    Nachdem Donald Trump am 19. April 2016 mit mehr als 60 % der Stimmen in seinem Heimatstaat New York gewann, baute er seinen Vorsprung an Delegierten so weit aus, dass es nur noch ihm möglich war, die absolute Mehrheit der Delegierten vor dem Parteitag auf sich zu vereinen. Die Nominierung eines anderen Kandidaten wäre damit nur noch in dem Fall möglich gewesen, wenn auch Trump die absolute Mehrheit an Delegierten verfehlt hätte. Dafür wäre auf dem Parteitag ein zweiter Wahlgang nötig gewesen, in dem die meisten Delegierten nicht mehr an das Vorwahlergebnis gebunden wären. Nachdem Trump am 3. Mai 2016 die Vorwahl in Indiana klar für sich entschied, zog sich Trumps Hauptkonkurrent Ted Cruz und wenige Stunden später auch John Kasich aus den Vorwahlen zurück, sodass Trump seitdem als faktischer Kandidat der Republikaner gelten konnte. Anschließend siegte Trump in den Vorwahlen der Staaten Nebraska, West Virginia, Oregon und Washington. Als zusätzlich noch einige der ungebundenen Kandidaten ihre Stimme Trump versicherten, konstatierte Associated Press am 26. Mai 2016, dass Trump die Stimmen von mehr als 1237 Delegierten erreicht habe und somit der Kandidat der Republikaner für die Präsidentschaftswahl sein werde.

    Am 15. Juli 2016 wählte Trump den Gouverneur von Indiana, Mike Pence, als Kandidaten für das Amt des Vizepräsidenten („Running Mate“) aus. In den Medien wurden zuvor auch der ehemalige Sprecher des Repräsentantenhauses Newt Gingrich, New Jerseys Gouverneur Chris Christie und der pensionierte General Michael T. Flynn genannt. Alle drei spielten beratende Rollen in Trumps Kampagne und wurden im Falle eines Wahlsieges als Teil einer Trump-Regierung gehandelt. Pence hatte sich zuvor bei der am 3. Mai stattfindenden republikanischen Vorwahl in seinem Staat positiv zu Trump geäußert, jedoch erklärt, er werde für dessen Kontrahenten Ted Cruz stimmen. Nachdem Trump sich jedoch überraschend klar durchsetzte und in der Konsequenz als Kandidat der Partei feststand, erklärte der Gouverneur seine Unterstützung für Trump im eigentlichen Wahlkampf. Nach Medienangaben spielten Trumps Kinder Don junior, Ivanka und Eric eine zentrale Rolle in der Auswahl des Vizekandidaten. Im Wahlkampf sollte Pence vor allem die mangelnde politische Erfahrung Trumps kompensieren; so war er vor seiner Zeit als Gouverneur (seit 2013) bereits zwölf Jahre Abgeordneter im Repräsentantenhaus. Aus dieser Zeit verfügt er auch über gute Beziehung zu wichtigen Funktionären und Funktionsträgern der Republikaner. Auch soll Pence durch seine als ruhig und sachlich beschriebene Persönlichkeit Trumps extrovertiertes Auftreten ausgleichen sowie evangelikale Wähler ansprechen, die Trump skeptisch gegenüber stehen, aber einen wichtigen Teil der republikanischen Wählerschaft bilden.

    Donald Trump wurde am 19. Juli 2016 auf dem Parteitag der Republikaner in Cleveland zum Präsidentschaftskandidaten gewählt. Sein stärkster Konkurrent in den Vorwahlen, Ted Cruz, verweigerte ihm auf dem Parteitag die Unterstützung. Ein Versuch von Delegierten, die Abstimmungsregeln zu ändern, um die Wahl Trumps zu verhindern, scheiterte. Trump ist der erste Kandidat einer großen politischen Partei seit Dwight D. Eisenhower im Jahr 1952, der nie ein politisches Amt bekleidete. Auch ist er seit dem Juristen und Geschäftsmann Wendell Willkie im Jahr 1940 der erste Bewerber, der weder ein politisches Mandat noch einen hohen militärischen Rang innehatte.

    Zahlreiche namhafte Republikaner zweifelten an der Eignung Trumps zum Präsidenten. Innerhalb des konservativen politischen Lagers gab es Überlegungen, im Fall eines Sieges des Außenseiters Donald Trump einen parteiunabhängigen dritten Kandidaten für die allgemeine Wahl im November aufzustellen. Auch über das Antreten einer bisher nicht kandidierenden Parteigröße beim Nominierungsparteitag wurde spekuliert und besonders häufig der Sprecher des Repräsentantenhauses Paul Ryan genannt, der solche Pläne zwar dementierte, aber nicht in der Absolutheit, wie es in der amerikanischen Medienlandschaft verlangt wird. Am 8. August 2016 gab dann der Republikaner Evan McMullin seine Kandidatur als unabhängiger Kandidat bekannt.

    Libertäre Partei

    Siehe auch: Libertarian Party

    Abstimmungsmöglichkeiten für die Wahlmänner der Libertären Partei
  • Auf dem Stimmzettel
  • Auf ihrem Parteitag in Orlando (Florida) wählte die Libertäre Partei am 29. Mai 2016 den früheren republikanischen Gouverneur von New Mexico, Gary E. Johnson, zu ihrem Kandidaten bei der anstehenden Präsidentschaftswahl. Johnson war schon bei der vorherigen Wahl Spitzenkandidat gewesen und hatte knapp 1 % der landesweiten Stimmen erhalten. In landesweiten Umfragen erreichte er im Mai Werte um 10 %. Dies wurde auf die relative Unbeliebtheit der wahrscheinlichen Kandidaten Donald Trump und Hillary Clinton zurückgeführt. Zum Kandidaten für das Vizepräsidentenamt wurde der ehemalige republikanische Gouverneur von Massachusetts, Bill Weld, gewählt. Sowohl Johnson als auch Weld hatten als Republikaner dem moderaten Flügel ihrer ehemaligen Partei angehört und vertraten vor allem in gesellschaftspolitischen Fragen eher liberale Positionen. Die Libertarian Party war bei den Präsidentschaftswahlen 2016 die einzige dritte Partei, die in allen Bundesstaaten der Vereinigten Staaten sowie in Washington, D.C. wählbar war. Deshalb und wegen der relativ guten Umfragewerte Johnsons forderte dieser, an den TV-Debatten teilnehmen zu dürfen. Dies galt allerdings als unrealistisch, da Johnsons Umfragewerte unterhalb von 15 % lagen; der Untergrenze für eine Zulassung. Nach einem negativen Bescheid reichte er am 1. September gemeinsam mit der Kandidatin der Green Party, Jill Stein, erfolglos Berufung ein.

    Als Kandidaten gewählt

    Grüne Partei

    Abstimmungsmöglichkeiten für die Wahlmänner der Grünen Partei
  • Auf dem Stimmzettel
  • Nicht auf Stimmzettel, handschriftlicher Eintrag möglich
  • Nicht auf Stimmzettel
  • Siehe auch: Green Party (Vereinigte Staaten)

    Constitution Party

    Abstimmungsmöglichkeiten für die Wahlmänner der Constitution Party
  • Auf dem Stimmzettel
  • Nicht auf Stimmzettel, handschriftlicher Eintrag möglich
  • Nicht auf Stimmzettel
  • Siehe auch: Constitution Party

    Unabhängiger Evan McMullin

    Abstimmungsmöglichkeiten für Evan McMullin
  • Auf dem Stimmzettel
  • Nicht auf Stimmzettel, handschriftlicher Eintrag möglich
  • Nicht auf Stimmzettel
  • Am 8. August 2016 erklärte der Republikaner Evan McMullin, als unabhängiger Kandidat anzutreten, wobei er in Arkansas und New Mexico für „Better for America“, in Minnesota für die Independence Party of Minnesota und in South Carolina für die South Carolina Independence Party kandidierte. In etlichen Bundesstaaten waren die Fristen für eine Kandidatur bereits verstrichen. Evan McMullin plante, trotzdem in allen 50 Staaten wählbar zu sein. Dies wollte er dadurch erreichen, dass ihn entweder andere Parteien nominierten, er sich einklagte oder die Wählenden ihn unter handschriftlicher Hinzufügung seines Namens („Write-in“) wählten. McMullin hatte Zugang zu 84 Stimmen im Electoral College, zusätzlich konnte er durch Write-ins auf 245 weitere Stimmen kommen. Am 6. Oktober verkündete McMullin Mindy Finn, eine frühere „Beraterin für Digitale Strategie“ des Republican National Committee sowie des National Republican Senatorial Committee als seine Kandidatin für die Vizepräsidentschaft.

    Für den Wahlprozess selbst war jedoch Nathan Johnson der Kandidat für die Vizepräsidentschaft, ein Freund McMullins: Dieser erfüllte lediglich eine Platzhalterfunktion, weil in vielen Staaten eine Kandidatur nur gültig ist, wenn sie frühzeitig eine Nominierung für die Vizepräsidentschaft enthält. Für den Fall seiner Wahl kündigte Johnson an, sein Amt nicht anzunehmen und es Mindy Finn zu überlassen.

    Trump engagierte im Sommer 2016 dieselbe Agentur, die auch Brexit-Befürworter beauftragt hatten. Diese hatten das EU-Mitgliedschaftsreferendum am 23. Juni 2016 überraschend gewonnen. Das Unternehmen Cambridge Analytica (damaliger CEO Alexander James Ashburner Nix, Vorstand Steve Bannon, nach der Wahl zum Chefberater Trumps ernannt) arbeitet mit Methoden der Psychometrik, einem Ableger der Psychologie, der sich auf Erhebung, Auswertung, Anwendung und Zuordnung sowie dem Direktmarketing und dem Verkauf hauptsächlich im Internet gewonnener persönlicher Daten beschäftigt (siehe Big Data und Psychografie).

    Cambridge Analytica behauptete Ende 2016, es habe auf Big Five (Psychologie) (OCEAN-Modell) basierende Persönlichkeitsprofile von 220 Mio. Erwachsenen in den USA.

    Soziale Medien wie Twitter und Facebook sowie „social bots“ sind grundsätzlich in der Lage, auch in Wahlkämpfen stattfindende Diskussionen zu beeinflussen und neue Themen in Umlauf zu bringen. Im Wahlkampf um die US-Präsidentschaft wurden Social Media und zugehörige Automatisierungstechniken wie Text-Roboter und Bots vielfach verwendet und deren mögliche ausländische Herkunft und Einflussnahme diskutiert. Donald Trumps Umgang mit Internetmedien, den er als langjährige Medienpersönlichkeit perfektioniert hat, galt 2016 als besonders fortgeschritten. Trump hatte bereits zu Beginn seiner Kandidatur einen höheren Bekanntheitsgrad als alle seine republikanischen Konkurrenten zusammen. Am Tage seiner Kandidatur hatte er 3 Millionen Follower auf Twitter, im Dezember 2015 5 Millionen und im Sommer 2016 7,5 Millionen. Hillary Clinton hatte 5,9 Millionen Follower, Bernie Sanders 1,9 Millionen und John Kasich, der letzte verbleibende interne Gegenkandidat, 289.000. Am MIT wurde ein Twitterbot programmiert, der typische Trumptweets imitieren soll.

    Twitter konnte nach eigenen Angaben mehr als 50.000 aus Russland gesteuerte Bots ausfindig machen, die während des US-Präsidentschaftswahlkampfs 2016 versucht hatten, die öffentliche Meinung zu manipulieren.

    Etwa 20 % der Beiträge auf Twitter während des Wahlkampfs wurden vermutlich von social bots erzeugt. Von den Kandidaten hat sich insbesondere Trump während des Wahlkampfs über seinen Twitter-Account persönlich geäußert. Einige seiner Tweets stießen nicht nur im Lager seiner Gegnerin Clinton auf Kritik.

    Insbesondere beim Phänomen der frei erfundenen Nachrichtenmeldungen, sogenannter „Fake News“, die oft von Privatpersonen erstellt und durch die internen Prozesse von Facebook an weite Teile der Nutzerschaft weitergeleitet wurden, wurde ein Einfluss auf Wahlentscheidungen befürchtet.

    Besondere Bedeutung erlangte auch der mutmaßliche Eingriff russischer Hacker in den Wahlkampf, die zu der Veröffentlichung von vertraulichen Daten und Unterlagen des demokratischen Wahlstabes zugunsten von Trump geführt hatte. WikiLeaks veröffentlichte im Oktober 2016 in mehreren Schüben Dokumente aus dem E-Mail-Account des Wahlkampfleiters der Kandidatin Hillary Clinton, John Podesta. Amerikanische Sicherheitskreise verdächtigten Hacker im Dienst Russlands, die Daten gestohlen zu haben. Die Veröffentlichung durch WikiLeaks am 11. Oktober, genau in einem Moment, als auch Clintons Gegenkandidat Donald Trump in der Öffentlichkeit unter starken Druck geriet, wurde von Clintons Team als Versuch der Beeinflussung der Wahl im Auftrag des russischen Präsidenten interpretiert. Putin wies jegliche Verwicklung seines Landes in die Attacken zurück. Die Washington Post erläuterte jedoch, wie Trump aus den „verzerrten“ (pulled) Informationen der russischen Propaganda-Quelle Sputnik zitiert haben könnte, ohne diese zu hinterfragen. Julian Assange wies in mehreren Stellungnahmen die Vorwürfe einer Zusammenarbeit mit Russland zurück. Er brachte auch die Sperrung seines Internetzugangs in seinem Londoner Botschaftsasyl am 15. Oktober 2016 mit kurz zuvor veröffentlichten Transkripten von drei lukrativ bezahlten Vorträgen Clintons vor Vertretern der Investmentbank Goldman Sachs in Verbindung.

    Im Mai 2017 ermächtigte der zuständige Vize-Präsident des US-Justizministeriums Rod Rosenstein den früheren FBI-Direktor Robert Mueller mit einer Sonderermittlung zur Beeinflussung des Wahlkampfs in den Vereinigten Staaten 2016, nachdem das FBI bereits im Juni 2016 Ermittlungen zu dem Komplex aufgenommen hatte. Mueller erhob im Februar 2018 Anklage gegen 13 russische Staatsbürger und Organisationen wegen Verschwörung zur Beeinflussung der Wahl. Den Beschuldigten werden der Aufbau einer komplexen Organisationsstruktur in Russland zur Vorbereitung und Durchführung der Beeinflussung, sowie der Aufbau einer Serverstruktur in den USA zur Verschleierung der russischen IP-Adressen vorgeworfen. Anschließend seien sie mit zahlreichen falschen Identitäten in sozialen Netzwerken als engagierte Amerikaner aufgetreten, um die öffentliche Meinung in Schlüsselbezirken der USA zu beeinflussen.

    Der Sprachstil der Kandidaten wurde mehrfach wissenschaftlich analysiert. Rein bezogen auf den Flesch-Kincaid-Lesbarkeitsindex hatten bei den Republikanern Trump und der zweitplatzierte John Kasich die einfachste Grammatik. Der demokratische Bewerber Bernie Sanders erschien in der Leseverständlichkeit deutlich komplexer. Bei Sanders war ein Unterschied zwischen einfacher Grammatik und einem durchaus gehobenem Vokabular besonders auffällig.

    Der spätere Wahlsieger Trump benutzte bei öffentlichen Auftritten zumeist kurze, klar strukturierte Sätze und häufig den Imperativ, wie bei seinem Slogan Make America Great Again. Die Worte hatten wenige Silben. Seine Wahlkampfreden verwendeten eine extrem einfache Grammatik, die nach entsprechenden Indizes auch Elfjährige verstehen. Das Vokabular war nur wenig schwieriger. Trump benutzte zudem einen deutlich femininer konnotierten Sprachstil als alle seine Konkurrenten und die demokratische Gegenkandidatin.

    Verschwörungstheorien, Provokationen und Punchlines

    Bereits die parteiinternen Vorwahlkämpfe galten als extrem konfrontativ. Trump verwendete regelmäßig provokative Äußerungen. Er ließ verschiedene Verschwörungstheorien und Außenseiterthesen anklingen und erregte so konstante Aufmerksamkeit. Trump spielte unter anderem auf Gerüchte an, Rafael Cruz, Vater seines Konkurrenten Ted Cruz, sei in die Ermordung Präsident Kennedys verwickelt gewesen. Cruz versuchte im Gegenzug, Trump als für religiöse und konservative Wähler zu links und in der Vergangenheit zu unzuverlässig darzustellen. Trump hatte bereits zu Beginn seiner Kandidatur mehr Follower in den sozialen Medien als alle seine (parteiinternen) Gegenkandidaten zusammen. Er hatte im Show- und Celebrityumfeld seit Jahrzehnten Erfahrung und entsprechende Vernetzung und wurde bevorzugt zitiert und besprochen. Er setzte sich bewusst von der im Politikbetrieb gebräuchlichen Rhetorik ab. Seine meist kurzen Sätze waren eher wie Punchlines strukturiert, indem die wichtigsten Worte am Ende folgten. Sie waren auch für die mediale Wiedergabe sehr gut geeignet. Professionelle politische Akteure, darunter auch Clinton, wichen bei kritischen Fragen und Situationen häufig in Abstraktion aus. Unter Druck benutzten sie eher einschränkende Floskeln und verallgemeinernde Begriffe. Trump hingegen blieb konsequent bei der vereinfachten Satzstruktur und signalisierte so auch Distanz vom professionellen Politikbetrieb. Trump neigte dazu, bei Fragen zu Inhalten und Positionen auszuweichen. Er wiederholte Fragen zu genaueren Vorgehensweisen, anstatt sie zu beantworten, und verwies auf Anekdoten, anstatt sich auf Details festzulegen.

    Auch Clinton griff zu Verschwörungstheorien, indem sie etwa im Februar 2016 erklärte, es gäbe eineenglisch“vast, right-wing conspiracy”, eine „eine riesige rechte Verschwörung“ von Multimilliardären, die das Land kontrollieren und seine Wirtschaft manipulieren wollten, um noch immer reicher zu werden. Ähnliches hatte sie bereits 1998 behauptet. Auch ihre Hinweise auf russische Einflussnahmen, mit denen sie Trump als Spielfigur einer ausländischen Macht hinstellte, wurden als Verschwörungstheorie gedeutet.

    Genderspezifischer Sprachstil

    Trump benutzt nach einer linguistischen Untersuchung einen deutlich femininer konnotierten Sprachstil als alle seine Konkurrenten, auch als Hillary Clinton. Als eher feminin gilt ein Sprachstil, der eher soziale und emotionale Aspekte anspricht, expressiv und dynamisch ist und dies über den stärkeren Gebrauch von Hilfsverben und weiteren entsprechenden Markern umsetzt. Als grundlegendes Dilemma Clintons beschreibt die Untersuchung, an sie werde der Anspruch gestellt, sich maskuliner zu geben, um für eine Führungsrolle in Betracht zu kommen. Clinton verfiel insbesondere in kritischen Zeiten ihrer Karriere in genderspezifisch unterschiedlich verstandene Ausdrucksweisen. Die männlichen Kandidaten könnten demgegenüber Vorteile erzielen, wenn sie einen als eher feminin empfundenen Sprachstil verwenden.

    Trumps Sprachstil wurde nach einer vergleichenden computerlinguistischen Studie femininer eingeschätzt als der Hillary Clintons. Clinton lag nach der Untersuchung etwa im Durchschnitt, sie sprach femininer als George W. Bush, aber männlicher als Barack Obama. Donald Trumps feminine Sprache fiel insoweit auch auf, als der Unterschied in der gemessenen Feminität zwischen Trump und dem zweiten, Ben Carson, ähnlich groß ist wie der Unterschied zwischen Carson und dem männlichsten Kandidaten Jim Webb, der als früherer Republikaner in der Vorwahl der Demokraten angetreten war. Ted Cruz war der letztplatzierte und so sprachlich männlichste Republikaner. Die nach Cruz platzierten Kandidaten Dennis Kucinich, Martin O'Malley und Jim Webb sind allesamt Demokraten.

    Prozentualer Stimmenanteil
    (Popular Vote)
    Clinton
    48,18 %
    Trump
    46,09 %
    Johnson
    3,28 %
    Stein
    1,07 %
    McMullin
    0,54 %
    Andere
    0,84 %
    Wahlergebnis nach County
    Die Veränderung im Stimmverhalten in den Bundesstaaten im Vergleich mit der Präsidentschaftswahl 2012

    Am 8. November 2016 wurde in allgemeiner Wahl, durch die jeweiligen Wahlberechtigten der 50 Bundesstaaten sowie Washington D.C.s das Wahlleutekollegium zur Wahl des 45. Präsidenten der Vereinigten Staaten von Amerika ermittelt. Gemäß der ursprünglichen Festlegung der Wahlmänner, erhielt das republikanische Ticket (Trump/Pence) im Electoral College 306 Abstimmungszusagen und das demokratische Ticket (Clinton/Kaine) 232 Abstimmungszusagen.

    Neben den Red States konnte das republikanische Lager Florida und North Carolina, sowie im Rust Belt des Mittleren Westens Michigan und Wisconsin für sich gewinnen. Die Demokraten gewannen die Wahlmänner der Swing States Virginia, Colorado und Nevada. Die meisten Staaten wählten republikanischer als bei der Präsidentschaftswahl 2012.

    Entgegen dem am 8. November 2016 ermittelten Stimmenverhältnis des Wahlleutekollegiums gab es am 19. Dezember 2016, bei der Präsidentenwahl durch eben jenes Gremium, sieben vom Wählervotum abweichende Stimmabgaben, durch sog. „treulose“ Wahlleute (faithless electors).

    Schätzungen zufolge lag die Wahlbeteiligung am 8. November 2016 bei 60,2 %.

    Kandidat
    Vize
    Partei Heimatstaat Wählerstimmen
    („Popular Vote“)
    Wahlmännerstimmen
    („Electoral Vote“)
    Absolut % Am 8. November ermitteltes Stimmenverhältnis im Electoral College Tatsächliche Stimmabgabe durch das Electoral College am 19. Dezember 2016
    Donald Trump
    Mike Pence
    Republikaner New York
    Indiana
    62.984.828 46,09 % 306 304
    Hillary Clinton
    Tim Kaine
    Demokraten New York
    Virginia
    65.853.514 48,18 % 232 227
    Gary Johnson
    William Weld
    Libertarian Party New Mexico
    Massachusetts
    4.489.341 3,28 % 00 00
    Jill Stein
    Ajamu Baraka
    Green Party Massachusetts
    Illinois
    1.457.218 1,07 % 00 00
    Evan McMullin
    Mindy Finn
    Unabhängiger Utah
    District of Columbia
    731.991 0,54 % 00 00
    Andere 1.152.384 0,84 % 00 007
    Gesamt 136.669.276 10000 % 538 538
    Quelle: Federal Election Commission
  • Neuauszählung beendet
  • Neuauszählung abgebrochen oder abgelehnt
    • Wisconsin, Pennsylvania und Michigan: Ende November 2016 kündigte die Grünen-Politikerin Jill Stein an, in diesen Bundesstaaten offiziell eine Nachzählung der Stimmen zu beantragen. Wären alle drei Bundesstaaten nachträglich Clinton zuerkannt worden, hätte sie eine Mehrheit im Electoral College gehabt und damit die Präsidentschaftswahl 2016 gewonnen.
      Computer-Experten hatten die in den drei Bundesstaaten verwendeten Wahlautomaten kritisiert, die anfällig für Hackerangriffe seien und deswegen in anderen Bundesstaaten, unter anderem Kalifornien, nicht benutzt werden dürfen. Clinton hatte in Stimmbezirken, in denen Wahlmaschinen benutzt wurden, signifikant schlechter abgeschnitten als in solchen, wo Stimmzettel verwendet worden waren. Einige Statistikexperten äußerten, dies könne auch an demographischen Unterschieden in den jeweiligen Countys liegen. Für die hohen Kosten der Anfechtung sammelte Stein nach eigenen Angaben in kurzer Zeit Spenden in Höhe mehr als 7,3 Millionen Dollar. Clinton unterstützte die Initiative, beteiligte sich aber nicht aktiv. Trump beantragte am 1. und 2. Dezember 2016, die Neuauszählungen in Pennsylvania und Michigan zu unterbinden. Der Generalstaatsanwalt von Michigan, Bill Schuette, reichte eine Klage gegen eine Nachzählung in Michigan ein.
    Am 5. Dezember 2016 begann die Neuauszählung in Michigan; sie wurde am 9. Dezember vom Obersten Landesgericht Michigans (Michigan Supreme Court) abgebrochen. Am 12. Dezember war die Neuauszählung der Stimmen in Wisconsin beendet. Clinton wurden 713 Stimmen zusätzlich zugesprochen und Trump 844 Stimmen. Am gleichen Tag lehnte ein Richter am Bundesbezirksgericht in Pennsylvania eine Neuauszählung ab.
    Auf dem 33. Chaos Communication Congress sprachen Matt Bernhard und J. Alex Halderman von der Universität Michigan über die Neuauszählung und äußerten: „Evidence supports the integrity of the election outcome, but is not strong enough to definitively rule out a cyberattack on the voting machines, due to the recounts being incomplete.“ („Die Indizien sprechen für die Richtigkeit der Wahl, wenn auch der Abbruch der Auszählung keine definitive Aussage bezüglich eines Cyberangriffs auf Wahlcomputer zulässt.“) „Hacking a U.S. presidential election [is] even easier than we thought!“ („Das Hacken einer US-Präsidentschaftswahl ist noch einfacher als wir dachten!“). Sie fordern eine Reform des US-Wahlsystems und nennen das Härten der eingesetzten Technologien, Verwendung von Papier-Wahlzetteln (ggf. Ausdrucke der Wahlcomputer) sowie verpflichtende Audits mit Hilfe dieser Wahlzettel.
    • Nevada: Am 30. November 2016 beantragte Rocky De La Fuente, Kandidat der American Delta Party/Reform Party, die Neuauszählung in fünf Counties des Bundesstaates, den Clinton gewonnen hatte.
    Am 8. Dezember war die Neuauszählung beendet; es wurden keine signifikanten Unterschiede festgestellt. Das Ergebnis vom 8. November bleibt bestehen.
    • Florida: Am 2. Dezember 2016 reichten drei Wähler eine Klage gegen das Wahl-Gremium, den Kandidaten Trump und den Gouverneur Floridas, Rick Scott, ein mit der Forderung, eine Neuauszählung in allen Wahllokalen Floridas zu finanzieren, weil nach ihrer Auffassung Computerbetrug (hacking), Fehlfunktion der Abstimmungsmaschinen und andere Probleme zu einer Verfälschung des Ergebnisses der ersten Auszählung geführt hatten. Die Klage wurde zunächst angenommen, hätte aber erst weiter behandelt werden können, nachdem die Beklagten auf die Klage reagiert hätten.
    Bis zum 15. Dezember wurde keine komplette Neuauszählung durch den Secretary of State of Florida in Erwägung gezogen, Regierungssprecherin Meredith Beatrice schrieb in einer E-Mail an ABC News, es gebe keine Anhaltspunkte für Wahlprobleme in Florida. Ein Gericht lehnte eine Neuauszählung ab; die Berufung wurde ebenfalls durch das Berufungsgericht des ersten Bezirks in Florida (First District Court of Appeal) abgewiesen.

    Die Wahlleute des Electoral College gaben am 19. Dezember 2016 ihre Stimmen für die Ämter des Präsidenten und des Vizepräsidenten ab. An diesem Tag trafen sich die Wahlleute in den Hauptstädten der Bundesstaaten. Die Stimmzettel wurden versiegelt; sie wurden am 6. Januar 2017 vor einer Sitzung des US-Kongresses in Washington, D.C. ausgezählt. Zwar wurde das offizielle Ergebnis erst im Januar verkündet, jedoch war schon am 19. Dezember deutlich, dass es sieben Abweichler gab. Zwei Wahlleute in Texas, die für Trump hätten stimmen sollen, verweigerten dies und stimmten für John Kasich bzw. Ron Paul. Fünf Wahlleute, die Clinton hätten wählen sollen, stimmten ebenfalls für andere Personen. Im Bundesstaat Washington votierten drei Abweichler für den ehemaligen Außenminister Colin Powell und ein weiterer für die indianische Umweltaktivistin Faith Spotted Eagle; in Hawaii ging eine Stimme an Bernie Sanders. Sieben Wahlleute mit abweichenden Stimmen gab es im Electoral College noch nie. Die bis 2016 höchste Zahl gab es 1808 mit sechs abweichenden Stimmen.

    Es gab bis zum 19. Dezember 2016 Versuche (zum Beispiel durch Briefe, E-Mails oder Anrufe, teilweise auch durch Gewalt- und Mordandrohungen), Wahlmänner der Republikaner dahingehend zu beeinflussen, nicht für Donald Trump zu stimmen. Fast fünf Millionen Menschen unterzeichneten eine entsprechende an das Electoral College gerichtete Online-Petition. Nach Trumps Wahl durch das Electoral College stellte der Kongress am 6. Januar 2017 das Wahlergebnis fest (gemäß United States Code § 15). Am 20. Januar 2017 wurde Donald Trump als Präsident vereidigt und in sein Amt eingeführt, womit seine Präsidentschaft begann.

    Trump behauptete noch Monate nach seinem Wahlsieg, illegal Eingewanderte oder Verstorbene hätten millionenfach Hillary Clinton gewählt. Trump setzte eine Kommission ein, die seine Behauptung belegen sollte. Diese fand aber keine Indizien und wurde aufgelöst.

    • Wolfgang Fach: Trump – ein amerikanischer Traum? Warum Amerika sich verwählt hat. transcript, Bielefeld 2020, ISBN 978-3-8376-5068-6, (PDF;1,4 MB).
    • James B. Stewart: Deep State: Trump, the FBI, and the Rule of Law. Penguin, New York 2019, ISBN 978-0-525-55910-8.
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    • auf dem Informations-Portal zur politischen Bildung
    • In: The New York Times, 25. Juli 2018 (englisch; detaillierte Karte des Wahlergebnisses bis auf die Ebene einzelner Wahlbezirke).

    Umfragen

    Hauptwahl

    • bei RealClearPolitics (englisch)
    • bei RealClearPolitics (englisch)

    Parteiinterne Vorwahlen

    • bei der Huffington Post (englisch)
    • bei RealClearPolitics (englisch)
    • bei der Huffington Post (englisch)
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    Präsidentschaftswahl in den Vereinigten Staaten 2016
    präsidentschaftswahl, vereinigten, staaten, 2016, wahl, sprache, beobachten, bearbeiten, 2012, 2020, präsidentschaftswahl8, november, 2016republikanische, parteidonald, trump, mike, pencewahlleute, stimmen, demokratische, parteihillary, clinton, kainewahlleute. Prasidentschaftswahl in den Vereinigten Staaten 2016 Wahl in den USA Sprache Beobachten Bearbeiten 2012 2020 58 Prasidentschaftswahl8 November 2016Republikanische ParteiDonald Trump Mike PenceWahlleute 304 Stimmen 62 984 828 1 46 1 Demokratische ParteiHillary Clinton Tim KaineWahlleute 227 Stimmen 65 853 514 1 48 2 Wahlergebnisse nach Bundesstaat 30 Staaten ME02 Trump Pence 20 Staaten DC Clinton KainePrasident der Vereinigten StaatenVor der Wahl Barack Obama Demokratische Partei Gewahlt Donald Trump Republikanische Partei Die 58 Wahl zum Prasidenten und zum Vizeprasidenten der Vereinigten Staaten von Amerika fand am 8 November 2016 statt In deren Ergebnis bildeten 306 republikanische und 232 demokratische Wahlleute das Wahlleutekollegium Electoral College Am 19 Dezember 2016 wurde der Republikaner Donald Trump von diesem Kollegium mit 304 Stimmen zum 45 Prasidenten sowie Mike Pence mit 305 Stimmen zum 48 Vizeprasidenten gewahlt Die demokratische Gegenkandidatur von Hillary Clinton mit Tim Kaine erhielt jeweils 227 Stimmen Je sieben abweichende Wahlmannerstimmen entfielen auf andere Kandidaten eine davon wiederum auf Pence Donald Trumps Prasidentschaft begann mit seiner Amtseinfuhrung am 20 Januar 2017 Die indirekte Wahl des Prasidenten uber das Wahlkollegium machte es moglich dass zum vierten Mal in der Geschichte der USA ein Prasident trotz einer Minderheit an Stimmen vom Wahlkollegium in sein Amt gewahlt wurde Es war die erste Prasidentschaftswahl seit der Wahl 1848 bei der die Prasidentschaftskandidaten beider grossen Parteien alter als 60 Jahre waren Inhaltsverzeichnis 1 Ausgangslage 2 Kandidaturen 2 1 Demokratische Partei 2 2 Republikanische Partei 2 3 Libertare Partei 2 4 Grune Partei 2 5 Constitution Party 2 6 Unabhangiger Evan McMullin 3 Soziale Medien Fake News und Stormanover durch Hacker 4 Sprachverwendung im Wahlkampf 4 1 Verschworungstheorien Provokationen und Punchlines 4 2 Genderspezifischer Sprachstil 5 Wahlergebnis 6 Neuauszahlungen 7 Abstimmung der Wahlleute und Zeit danach 8 Literatur 9 Weblinks 9 1 Umfragen 10 EinzelnachweiseAusgangslage BearbeitenDer vormalige Amtsinhaber Barack Obama von der Demokratischen Partei durfte aufgrund des 22 Zusatzartikels zur Verfassung der Vereinigten Staaten 2016 nach zwei Amtszeiten nicht erneut antreten Vizeprasident Joe Biden der sich schon 2008 um eine Prasidentschaftskandidatur bemuht hatte schloss ein erneutes Antreten im Oktober 2015 aus 2 Die parteiinternen Vorwahlen der Demokraten und Republikaner hatten im Februar 2016 im Bundesstaat Iowa begonnen 3 Der Termin des Super Tuesdays fiel auf den 1 Marz 2016 Auf republikanischer Seite setzte sich Donald Trump gegen 16 parteiinterne Konkurrenten durch und wurde am 19 Juli 2016 auf dem Parteitag der Republikaner in Cleveland Ohio zum Prasidentschaftskandidaten gewahlt In den meisten Meinungsumfragen wurden Trump nur wenig Chancen auf den Gewinn der Prasidentschaftswahl im November vorhergesagt Republikaner befurchteten eine ahnlich deutliche Niederlage wie 1964 Barry Goldwater Die Vorwahlen bei den Demokraten entwickelten sich fruh zu einem Zweikampf zwischen Hillary Clinton und Bernie Sanders Am 26 Juli 2016 wurde Hillary Clinton auf dem Parteitag in Philadelphia als erste Frau zur Prasidentschaftskandidatin der Demokraten gewahlt Aufgrund ihrer grossen politischen Erfahrung und der erhofften breiten Unterstutzung durch weibliche Wahler galt Clinton als deutlicher Favorit gegen Donald Trump Kandidaturen Bearbeiten Hauptartikel Vorwahlergebnisse der Prasidentschaftswahl in den Vereinigten Staaten 2016 Demokratische Partei Bearbeiten Kandidatur erfolgreich Fur das Amt der Prasidentin Hillary Clinton ehemalige US Aussenministerin Senatorin fur New York und First Lady als Ehefrau von Bill Clinton 42 US Prasident von 1993 bis 2001 4 Fur das Amt des Vizeprasidenten Tim Kaine Senator fur Virginia ehemaliger Gouverneur von Virginia Hillary Clinton Tim KaineKandidatur aufgegeben Jim Webb Lincoln Chafee Lawrence Lessig Martin O Malley Bernie SandersJim Webb ehemaliger Marinestaatssekretar und Senator fur Virginia Kampagne am 20 Oktober 2015 eingestellt 5 6 Lincoln Chafee ehemaliger Gouverneur von und Senator fur Rhode Island Kampagne am 23 Oktober 2015 eingestellt 7 Lawrence Lessig Professor fur Rechtswissenschaften an der Harvard Law School Harvard University Kampagne am 2 November 2015 eingestellt 8 Martin O Malley ehemaliger Gouverneur von Maryland und Burgermeister von Baltimore Kampagne am 1 Februar 2016 eingestellt 9 Bernie Sanders Senator fur Vermont ehemaliger Kongressabgeordneter und Burgermeister von Burlington Kampagne am 12 Juli 2016 eingestellt 10 Staaten Gebiete gewonnen in den Vorwahlen der Demokraten Hillary ClintonBernie Sanders Die ehemalige Senatorin und Aussenministerin Hillary Clinton die an Obama in den Vorwahlen zur Prasidentschaftswahl 2008 gescheitert war 11 hat ihre Kandidatur im April 2015 offiziell erklart Hillary Clinton war als Ehefrau von Bill Clinton US Prasident 1993 bis 2001 acht Jahre First Lady der USA Ende 2014 ausserte Obama die Ansicht dass Hillary Clinton eine grossartige Prasidentin sein wurde 12 Am 29 April 2015 gab der Senator Bernie Sanders seine Kandidatur bekannt Sanders war zu dem Zeitpunkt parteilos gehorte aber vor dem Bekanntgeben seiner Kandidatur bereits der Demokratischen Fraktion im Senat an Im November 2015 trat er der Demokratischen Partei bei 13 Er bezeichnet sich selbst als demokratischen Sozialisten und vertritt im Vergleich zu Clinton deutlich linkere Positionen Martin O Malley 2007 2015 Gouverneur von Maryland Lincoln Chafee Ex Gouverneur und Ex Senator fur Rhode Island sowie Ex Senator Jim Webb gaben ebenfalls ihre Kandidatur bekannt kamen aber in den Umfragen nie uber niedrige einstellige Prozentwerte hinaus 14 kurz nach der ersten Fernsehdebatte der demokratischen Prasidentschaftsbewerber zogen sich Webb und Chafee im Oktober 2015 aus dem Rennen zuruck Der ehemalige Gouverneur Martin O Malley zog nach der ersten Vorwahl in Iowa ebenfalls seine Kandidatur zuruck nachdem er weniger als 1 der Stimmen erhalten hatte Es folgte ein Duell zwischen Hillary Clinton und Bernie Sanders Zunachst lag Hillary Clinton deutlich in Fuhrung jedoch holte Bernie Sanders auf Nach dem knappen Gewinn der Vorwahl in Kentucky lag Clinton weniger als 100 Delegiertenstimmen hinter den fur die Nominierung benotigten 2384 und appellierte an Bernie Sanders aufzugeben um sich auf Donald Trump als Gegner konzentrieren zu konnen 15 Sanders hielt jedoch weiter an seiner Kandidatur fest und begrundete dies mit dem Umstand dass die Zahlungen die knapp 700 Superdelegierten beinhalten Dies sind ungebundene Delegierte die fur einen Kandidaten ihrer Wahl stimmen konnen Bernie Sanders hoffte die Mehrheit der Stimmen der verpflichteten Delegierten zu erhalten und dann die Superdelegierten umstimmen zu konnen wie es 2008 auch Barack Obama gelungen war und somit doch noch zum Kandidaten der Demokraten zu werden 16 Ende Juni deutete Sanders in einer Sendung des TV Senders MSNBC seine Niederlage mit dem Hinweis an dass er rechnen konne Er wurde bei der Prasidentschaftswahl fur Clinton stimmen da es einzig darum ginge die Wahl Donald Trumps zum Prasidenten zu verhindern 17 18 Hillary Clinton wurde am 26 Juli 2016 auf dem Parteitag der Demokraten in Philadelphia als erste Frau zur Prasidentschaftskandidatin gewahlt Dabei erhielt sie die Unterstutzung ihres einzigen bedeutenden Konkurrenten aus den Vorwahlen Bernie Sanders Jedoch kam es zu Protesten der Anhanger von Sanders 19 Vor Beginn des Parteitags kundigte die Parteivorsitzende Debbie Wasserman Schultz ihren Rucktritt an da durch gehackte und veroffentlichte E Mails deutlich wurde dass die Parteifuhrung der Demokraten die Vorwahlen zugunsten von Hillary Clinton beeinflusst hat 20 Donna Brazile sass von Juli 2016 bis Februar 2017 interimistisch dem Democratic National Committee vor Sie schrieb in einem im November 2017 erschienenen Buch 21 sie habe im September 2016 erwogen Clinton und ihren Running Mate zu ersetzen nachdem Clinton wegen Lungenproblemen eine Veranstaltung verlassen 22 musste und eine Wahlkampfreise abgesagt hatte Sie Brazile habe US Vizeprasident Joe Biden und US Senator Cory Booker als Running Mate erwogen 23 Republikanische Partei Bearbeiten Hauptartikel Donald Trumps Prasidentschaftswahlkampf 2015 16 Kandidatur erfolgreich Fur das Amt des Prasidenten Donald Trump Milliardar Unternehmer und Immobilien Tycoon seit 1971 Vorsitzender und CEO der Trump Organization 24 bis 2017 Fur das Amt des Vizeprasidenten Mike Pence Gouverneur von Indiana ehemaliger Kongressabgeordneter Donald Trump Mike PenceKandidatur aufgegeben Rick Perry Scott Walker Bobby Jindal Lindsey Graham George Pataki Mike Huckabee Rand Paul Rick Santorum Chris Christie Carly Fiorina Jim Gilmore Jeb Bush Ben Carson Marco Rubio Ted Cruz John KasichRick Perry ehemaliger Gouverneur von Texas Kampagne am 11 September 2015 eingestellt 25 26 Scott Walker Gouverneur von Wisconsin Kampagne am 21 September 2015 eingestellt 27 Bobby Jindal Gouverneur von Louisiana und ehemaliger Kongressabgeordneter Kampagne am 17 November 2015 eingestellt 28 29 Lindsey Graham Senator und ehemaliger Kongressabgeordneter aus South Carolina Kampagne am 21 Dezember 2015 eingestellt 30 George Pataki ehemaliger Gouverneur von New York 31 Kampagne am 29 Dezember 2015 eingestellt 32 Mike Huckabee ehemaliger Gouverneur von Arkansas 33 Kampagne am 1 Februar 2016 eingestellt 34 Rand Paul Senator fur Kentucky 35 Kampagne am 3 Februar 2016 eingestellt 36 Rick Santorum ehemaliger Senator und Kongressabgeordneter aus Pennsylvania 37 Kampagne am 3 Februar 2016 eingestellt 38 Chris Christie Gouverneur von New Jersey 39 40 Kampagne am 10 Februar 2016 eingestellt Carly Fiorina Managerin ehemalige Vorstandsvorsitzende von Hewlett Packard und Kandidatin fur den US Senat 2010 in Kalifornien 41 Kampagne am 10 Februar 2016 eingestellt 42 43 Jim Gilmore ehemaliger Gouverneur von Virginia und Kandidat fur den US Senat 2008 44 Kampagne am 12 Februar 2016 eingestellt 45 Jeb Bush ehemaliger Gouverneur von Florida Sohn des ehemaligen Prasidenten George H W Bush und Bruder von Ex Prasident George W Bush 46 Kampagne am 20 Februar 2016 eingestellt 47 Ben Carson pensionierter Neurochirurg 48 49 Kampagne am 4 Marz 2016 eingestellt 50 Marco Rubio Senator fur Florida und ehemaliger Sprecher des Reprasentantenhauses in Florida 51 Kampagne am 15 Marz 2016 eingestellt 52 Ted Cruz Senator fur Texas 53 Kampagne am 4 Mai 2016 eingestellt John Kasich Gouverneur von Ohio und ehemaliger Kongressabgeordneter 54 Kampagne am 4 Mai 2016 eingestellt Staaten Gebiete gewonnen in den Vorwahlen der Republikaner Donald TrumpTed CruzMarco RubioJohn Kasichuberwiegend unentschlossen oder keine verbindliche Vorwahl Bei den Republikanern wurden drei US Senatoren die in der ersten Jahreshalfte 2015 ihre Kandidatur erklarten gute Chancen eingeraumt dem Texaner Ted Cruz dem Senator fur Kentucky Rand Paul sowie dem Senator fur Florida Marco Rubio Alle drei Kandidaten stehen der Tea Party Bewegung nahe Wahrend Cruz bei den Evangelikalen Ruckhalt hat und Paul bei den Libertaren hat Rubio die Unterstutzung der Neocons Von ihnen war zuletzt bis Anfang Mai 2016 Ted Cruz im Rennen Mitt Romney der gescheiterte Prasidentschaftskandidat von 2012 schloss lange Zeit eine weitere Kandidatur nicht aus 55 56 doch Anfang 2015 gab er bekannt sich nicht noch mal um das Amt bewerben zu wollen 57 Wie Romney schloss auch John McCain der 2008 die Wahl verloren hatte ein erneutes Antreten aus McCain ausserte im November 2014 Jeb Bush Lindsey Graham und Marco Rubio seien mogliche gute Bewerber 58 Bis zum Herbst 2015 war der republikanische Vorwahlkampf vor allem von einer Stimmung gegen das sogenannte Parteiestablishment gepragt Viele Anhanger der Republikaner sehen dieses als zu abgehoben an und werfen ihm vor eine Klientelpolitik zu verfolgen statt sich von den Interessen der Bevolkerung leiten zu lassen Vormalige Favoriten um die Spitzenkandidatur der Partei wie Jeb Bush oder Chris Christie mussten in zahlreichen Meinungsumfragen erhebliche Verluste hinnehmen Seit Ende Juli 2015 dominierte Donald Trump in fast samtlichen nationalen und bundesstaatlichen Umfragen das Bewerberfeld Trump sorgte vor allem durch umstrittene Aussagen uber Immigration und seine teils harschen Attacken gegen innerparteiliche Mitbewerber fur erhebliches Aufsehen Seine stark polarisierende Wirkung fuhrte zu einer enormen auch internationalen Medienprasenz Auch hob sich Trump vom ubrigen Bewerberkreis durch die Tatsache ab dass er seinen Wahlkampf uberwiegend aus eigenen Mitteln finanzierte In diesem Zusammenhang warf er seinen Konkurrenten wie Jeb Bush vor eine Marionette seiner Geldgeber zu sein Neben Bush erhielten die Senatoren Ted Cruz und Marco Rubio in den Umfragen Zuspruch Bis Oktober 2015 rangierte Bush konstant hinter Trump und konnte in einzelnen Bundesstaaten leichte Vorsprunge erzielen 59 Trumps Dominanz im Wahlkampf wurde nach Bekanntgabe seiner Kandidatur sowohl von Medien als auch hochrangigen Republikanern kaum fur moglich gehalten Ab Oktober 2015 hielten einige politische Beobachter eine Nominierung Trumps fur gut moglich 60 Trump spreche Menschen mit unterschiedlichsten Werthaltungen und aus allen sozialen Schichten an weil er ihre Sprache spreche und als Anti Politiker das unpopulare politische Establishment angreife Er positioniere sich ahnlich wie Ende der 1960er Jahre Richard Nixon als Kandidat einer schweigenden Mehrheit silent majority 61 In den Bundesstaaten in denen ab Anfang Februar 2016 Abstimmungen uber die republikanische Nominierung abgehalten wurden setzte sich uberwiegend Donald Trump durch mit dem seit Mitte Marz nur noch zwei Kandidaten der texanische Senator Ted Cruz und der Gouverneur Ohios John Kasich konkurrierten Cruz gelang es neben allen Delegierten seines Heimatbundesstaats eine Reihe eher konservativ gepragter Bundesstaaten zu gewinnen wahrend Kasich am 15 Marz samtliche Delegierte Ohios gewann Trotz der deutlichen Fuhrung Trumps war es insofern denkbar dass er bis zum Nominierungsparteitag keine absolute Mehrheit der Delegierten erreichen und damit der Kandidat erst im Lauf dieser Versammlung brokered convention gefunden wurde 62 Nachdem Donald Trump am 19 April 2016 mit mehr als 60 der Stimmen in seinem Heimatstaat New York gewann baute er seinen Vorsprung an Delegierten so weit aus dass es nur noch ihm moglich war die absolute Mehrheit der Delegierten vor dem Parteitag auf sich zu vereinen Die Nominierung eines anderen Kandidaten ware damit nur noch in dem Fall moglich gewesen wenn auch Trump die absolute Mehrheit an Delegierten verfehlt hatte Dafur ware auf dem Parteitag ein zweiter Wahlgang notig gewesen in dem die meisten Delegierten nicht mehr an das Vorwahlergebnis gebunden waren Nachdem Trump am 3 Mai 2016 die Vorwahl in Indiana klar fur sich entschied zog sich Trumps Hauptkonkurrent Ted Cruz und wenige Stunden spater auch John Kasich aus den Vorwahlen zuruck sodass Trump seitdem als faktischer Kandidat der Republikaner gelten konnte 63 Anschliessend siegte Trump in den Vorwahlen der Staaten Nebraska West Virginia Oregon und Washington Als zusatzlich noch einige der ungebundenen Kandidaten ihre Stimme Trump versicherten konstatierte Associated Press am 26 Mai 2016 dass Trump die Stimmen von mehr als 1237 Delegierten erreicht habe und somit der Kandidat der Republikaner fur die Prasidentschaftswahl sein werde 64 Am 15 Juli 2016 wahlte Trump den Gouverneur von Indiana Mike Pence als Kandidaten fur das Amt des Vizeprasidenten Running Mate aus In den Medien wurden zuvor auch der ehemalige Sprecher des Reprasentantenhauses Newt Gingrich New Jerseys Gouverneur Chris Christie und der pensionierte General Michael T Flynn genannt Alle drei spielten beratende Rollen in Trumps Kampagne und wurden im Falle eines Wahlsieges als Teil einer Trump Regierung gehandelt Pence hatte sich zuvor bei der am 3 Mai stattfindenden republikanischen Vorwahl in seinem Staat positiv zu Trump geaussert jedoch erklart er werde fur dessen Kontrahenten Ted Cruz stimmen Nachdem Trump sich jedoch uberraschend klar durchsetzte und in der Konsequenz als Kandidat der Partei feststand erklarte der Gouverneur seine Unterstutzung fur Trump im eigentlichen Wahlkampf Nach Medienangaben spielten Trumps Kinder Don junior Ivanka und Eric eine zentrale Rolle in der Auswahl des Vizekandidaten Im Wahlkampf sollte Pence vor allem die mangelnde politische Erfahrung Trumps kompensieren so war er vor seiner Zeit als Gouverneur seit 2013 bereits zwolf Jahre Abgeordneter im Reprasentantenhaus Aus dieser Zeit verfugt er auch uber gute Beziehung zu wichtigen Funktionaren und Funktionstragern der Republikaner Auch soll Pence durch seine als ruhig und sachlich beschriebene Personlichkeit Trumps extrovertiertes Auftreten ausgleichen sowie evangelikale Wahler ansprechen die Trump skeptisch gegenuber stehen aber einen wichtigen Teil der republikanischen Wahlerschaft bilden 65 Donald Trump wurde am 19 Juli 2016 auf dem Parteitag der Republikaner in Cleveland zum Prasidentschaftskandidaten gewahlt 66 Sein starkster Konkurrent in den Vorwahlen Ted Cruz verweigerte ihm auf dem Parteitag die Unterstutzung 67 Ein Versuch von Delegierten die Abstimmungsregeln zu andern um die Wahl Trumps zu verhindern scheiterte 68 Trump ist der erste Kandidat einer grossen politischen Partei seit Dwight D Eisenhower im Jahr 1952 der nie ein politisches Amt bekleidete Auch ist er seit dem Juristen und Geschaftsmann Wendell Willkie im Jahr 1940 der erste Bewerber der weder ein politisches Mandat noch einen hohen militarischen Rang innehatte Zahlreiche namhafte Republikaner zweifelten an der Eignung Trumps zum Prasidenten 69 Innerhalb des konservativen politischen Lagers gab es Uberlegungen im Fall eines Sieges des Aussenseiters Donald Trump einen parteiunabhangigen dritten Kandidaten fur die allgemeine Wahl im November aufzustellen 70 Auch uber das Antreten einer bisher nicht kandidierenden Parteigrosse beim Nominierungsparteitag wurde spekuliert und besonders haufig der Sprecher des Reprasentantenhauses Paul Ryan genannt der solche Plane zwar dementierte aber nicht in der Absolutheit wie es in der amerikanischen Medienlandschaft verlangt wird 71 Am 8 August 2016 gab dann der Republikaner Evan McMullin seine Kandidatur als unabhangiger Kandidat bekannt Libertare Partei Bearbeiten Siehe auch Libertarian Party Abstimmungsmoglichkeiten fur die Wahlmanner der Libertaren Partei Auf dem Stimmzettel Auf ihrem Parteitag in Orlando Florida wahlte die Libertare Partei am 29 Mai 2016 den fruheren republikanischen Gouverneur von New Mexico Gary E Johnson zu ihrem Kandidaten bei der anstehenden Prasidentschaftswahl 72 Johnson war schon bei der vorherigen Wahl Spitzenkandidat gewesen und hatte knapp 1 der landesweiten Stimmen erhalten In landesweiten Umfragen erreichte er im Mai Werte um 10 Dies wurde auf die relative Unbeliebtheit der wahrscheinlichen Kandidaten Donald Trump und Hillary Clinton zuruckgefuhrt Zum Kandidaten fur das Vizeprasidentenamt wurde der ehemalige republikanische Gouverneur von Massachusetts Bill Weld gewahlt 73 Sowohl Johnson als auch Weld hatten als Republikaner dem moderaten Flugel ihrer ehemaligen Partei angehort und vertraten vor allem in gesellschaftspolitischen Fragen eher liberale Positionen Die Libertarian Party war bei den Prasidentschaftswahlen 2016 die einzige dritte Partei die in allen Bundesstaaten der Vereinigten Staaten sowie in Washington D C wahlbar war Deshalb und wegen der relativ guten Umfragewerte Johnsons forderte dieser an den TV Debatten teilnehmen zu durfen Dies galt allerdings als unrealistisch da Johnsons Umfragewerte unterhalb von 15 lagen der Untergrenze fur eine Zulassung Nach einem negativen Bescheid reichte er am 1 September gemeinsam mit der Kandidatin der Green Party Jill Stein erfolglos Berufung ein Als Kandidaten gewahlt Fur das Amt des Prasidenten Gary E Johnson ehemaliger republikanischer Gouverneur von New Mexico Fur das Amt des Vizeprasidenten Bill Weld ehemaliger republikanischer Gouverneur von Massachusetts Gary E Johnson Bill WeldGrune Partei Bearbeiten Abstimmungsmoglichkeiten fur die Wahlmanner der Grunen Partei Auf dem Stimmzettel Nicht auf Stimmzettel handschriftlicher Eintrag moglich Nicht auf Stimmzettel Siehe auch Green Party Vereinigte Staaten Fur das Amt der Prasidentin Jill Stein Arztin und Kandidatin ihrer Grunen Partei zur Wahl 2012 74 Fur das Amt des Vizeprasidenten Ajamu Baraka politischer Aktivist Jill Stein Ajamu BarakaConstitution Party Bearbeiten Abstimmungsmoglichkeiten fur die Wahlmanner der Constitution Party Auf dem Stimmzettel Nicht auf Stimmzettel handschriftlicher Eintrag moglich Nicht auf Stimmzettel Siehe auch Constitution PartyFur das Amt des Prasidenten Darrell Castle Anwalt aus Memphis Fur das Amt des Vizeprasidenten Scott Bradley Geschaftsmann aus Utah Darrell CastleUnabhangiger Evan McMullin Bearbeiten Abstimmungsmoglichkeiten fur Evan McMullin Auf dem Stimmzettel Nicht auf Stimmzettel handschriftlicher Eintrag moglich Nicht auf Stimmzettel Am 8 August 2016 erklarte der Republikaner Evan McMullin als unabhangiger Kandidat anzutreten wobei er in Arkansas und New Mexico fur Better for America in Minnesota fur die Independence Party of Minnesota und in South Carolina fur die South Carolina Independence Party kandidierte In etlichen Bundesstaaten waren die Fristen fur eine Kandidatur bereits verstrichen 75 Evan McMullin plante trotzdem in allen 50 Staaten wahlbar zu sein Dies wollte er dadurch erreichen dass ihn entweder andere Parteien nominierten er sich einklagte oder die Wahlenden ihn unter handschriftlicher Hinzufugung seines Namens Write in wahlten 76 McMullin hatte Zugang zu 84 Stimmen im Electoral College zusatzlich konnte er durch Write ins auf 245 weitere Stimmen kommen Am 6 Oktober verkundete McMullin Mindy Finn eine fruhere Beraterin fur Digitale Strategie des Republican National Committee sowie des National Republican Senatorial Committee 77 als seine Kandidatin fur die Vizeprasidentschaft 78 Fur den Wahlprozess selbst war jedoch Nathan Johnson der Kandidat fur die Vizeprasidentschaft ein Freund McMullins Dieser erfullte lediglich eine Platzhalterfunktion weil in vielen Staaten eine Kandidatur nur gultig ist wenn sie fruhzeitig eine Nominierung fur die Vizeprasidentschaft enthalt Fur den Fall seiner Wahl kundigte Johnson an sein Amt nicht anzunehmen und es Mindy Finn zu uberlassen 79 Evan McMullin Mindy FinnSoziale Medien Fake News und Stormanover durch Hacker BearbeitenTrump engagierte im Sommer 2016 dieselbe Agentur die auch Brexit Befurworter beauftragt hatten Diese hatten das EU Mitgliedschaftsreferendum am 23 Juni 2016 uberraschend gewonnen Das Unternehmen Cambridge Analytica damaliger CEO Alexander James Ashburner Nix Vorstand Steve Bannon nach der Wahl zum Chefberater Trumps ernannt arbeitet mit Methoden der Psychometrik einem Ableger der Psychologie der sich auf Erhebung Auswertung Anwendung und Zuordnung sowie dem Direktmarketing und dem Verkauf hauptsachlich im Internet gewonnener personlicher Daten beschaftigt siehe Big Data und Psychografie Cambridge Analytica behauptete Ende 2016 es habe auf Big Five Psychologie OCEAN Modell basierende Personlichkeitsprofile von 220 Mio Erwachsenen in den USA 80 81 Soziale Medien wie Twitter und Facebook sowie social bots sind grundsatzlich in der Lage auch in Wahlkampfen stattfindende Diskussionen zu beeinflussen und neue Themen in Umlauf zu bringen 82 Im Wahlkampf um die US Prasidentschaft wurden Social Media und zugehorige Automatisierungstechniken wie Text Roboter und Bots vielfach verwendet und deren mogliche auslandische Herkunft und Einflussnahme diskutiert 83 84 85 Donald Trumps Umgang mit Internetmedien den er als langjahrige Medienpersonlichkeit perfektioniert hat galt 2016 als besonders fortgeschritten 86 Trump hatte bereits zu Beginn seiner Kandidatur einen hoheren Bekanntheitsgrad als alle seine republikanischen Konkurrenten zusammen Am Tage seiner Kandidatur hatte er 3 Millionen Follower auf Twitter im Dezember 2015 5 Millionen und im Sommer 2016 7 5 Millionen Hillary Clinton hatte 5 9 Millionen Follower Bernie Sanders 1 9 Millionen und John Kasich der letzte verbleibende interne Gegenkandidat 289 000 86 Am MIT wurde ein Twitterbot programmiert der typische Trumptweets imitieren soll 87 Twitter konnte nach eigenen Angaben mehr als 50 000 aus Russland gesteuerte Bots ausfindig machen die wahrend des US Prasidentschaftswahlkampfs 2016 versucht hatten die offentliche Meinung zu manipulieren 88 Etwa 20 der Beitrage auf Twitter wahrend des Wahlkampfs wurden vermutlich von social bots erzeugt 89 90 Von den Kandidaten hat sich insbesondere Trump wahrend des Wahlkampfs uber seinen Twitter Account 91 personlich geaussert Einige seiner Tweets stiessen nicht nur im Lager seiner Gegnerin Clinton auf Kritik 92 Insbesondere beim Phanomen der frei erfundenen Nachrichtenmeldungen sogenannter Fake News die oft von Privatpersonen erstellt und durch die internen Prozesse von Facebook an weite Teile der Nutzerschaft weitergeleitet wurden wurde ein Einfluss auf Wahlentscheidungen befurchtet 93 94 Hauptartikel Russische Einflussnahme auf den Wahlkampf in den Vereinigten Staaten 2016 Besondere Bedeutung erlangte auch der mutmassliche Eingriff russischer Hacker in den Wahlkampf 95 die zu der Veroffentlichung von vertraulichen Daten und Unterlagen des demokratischen Wahlstabes zugunsten von Trump gefuhrt hatte WikiLeaks veroffentlichte im Oktober 2016 in mehreren Schuben Dokumente aus dem E Mail Account des Wahlkampfleiters der Kandidatin Hillary Clinton John Podesta Amerikanische Sicherheitskreise verdachtigten Hacker im Dienst Russlands die Daten gestohlen zu haben Die Veroffentlichung durch WikiLeaks am 11 Oktober genau in einem Moment als auch Clintons Gegenkandidat Donald Trump in der Offentlichkeit unter starken Druck geriet wurde von Clintons Team als Versuch der Beeinflussung der Wahl im Auftrag des russischen Prasidenten interpretiert 96 Putin wies jegliche Verwicklung seines Landes in die Attacken zuruck Die Washington Post erlauterte jedoch wie Trump aus den verzerrten pulled Informationen der russischen Propaganda Quelle Sputnik zitiert haben konnte ohne diese zu hinterfragen 97 Julian Assange wies in mehreren Stellungnahmen die Vorwurfe einer Zusammenarbeit mit Russland zuruck 98 Er brachte auch die Sperrung seines Internetzugangs in seinem Londoner Botschaftsasyl am 15 Oktober 2016 mit kurz zuvor veroffentlichten Transkripten von drei lukrativ bezahlten Vortragen Clintons vor Vertretern der Investmentbank Goldman Sachs in Verbindung 99 100 Im Mai 2017 ermachtigte der zustandige Vize Prasident des US Justizministeriums Rod Rosenstein den fruheren FBI Direktor Robert Mueller mit einer Sonderermittlung zur Beeinflussung des Wahlkampfs in den Vereinigten Staaten 2016 nachdem das FBI bereits im Juni 2016 Ermittlungen zu dem Komplex aufgenommen hatte Mueller erhob im Februar 2018 Anklage gegen 13 russische Staatsburger und Organisationen wegen Verschworung zur Beeinflussung der Wahl Den Beschuldigten werden der Aufbau einer komplexen Organisationsstruktur in Russland zur Vorbereitung und Durchfuhrung der Beeinflussung sowie der Aufbau einer Serverstruktur in den USA zur Verschleierung der russischen IP Adressen vorgeworfen Anschliessend seien sie mit zahlreichen falschen Identitaten in sozialen Netzwerken als engagierte Amerikaner aufgetreten um die offentliche Meinung in Schlusselbezirken der USA zu beeinflussen 101 Sprachverwendung im Wahlkampf BearbeitenDer Sprachstil der Kandidaten wurde mehrfach wissenschaftlich analysiert Rein bezogen auf den Flesch Kincaid Lesbarkeitsindex hatten bei den Republikanern Trump und der zweitplatzierte John Kasich die einfachste Grammatik Der demokratische Bewerber Bernie Sanders erschien in der Leseverstandlichkeit deutlich komplexer 102 Bei Sanders war ein Unterschied zwischen einfacher Grammatik und einem durchaus gehobenem Vokabular besonders auffallig 103 Der spatere Wahlsieger Trump benutzte bei offentlichen Auftritten zumeist kurze klar strukturierte Satze und haufig den Imperativ wie bei seinem Slogan Make America Great Again Die Worte hatten wenige Silben 103 Seine Wahlkampfreden verwendeten eine extrem einfache Grammatik die nach entsprechenden Indizes auch Elfjahrige verstehen Das Vokabular war nur wenig schwieriger 104 Trump benutzte zudem einen deutlich femininer konnotierten Sprachstil als alle seine Konkurrenten und die demokratische Gegenkandidatin 105 Verschworungstheorien Provokationen und Punchlines Bearbeiten Bereits die parteiinternen Vorwahlkampfe galten als extrem konfrontativ Trump verwendete regelmassig provokative Ausserungen Er liess verschiedene Verschworungstheorien und Aussenseiterthesen anklingen und erregte so konstante Aufmerksamkeit 86 Trump spielte unter anderem auf Geruchte an Rafael Cruz Vater seines Konkurrenten Ted Cruz sei in die Ermordung Prasident Kennedys verwickelt gewesen 86 Cruz versuchte im Gegenzug Trump als fur religiose und konservative Wahler zu links und in der Vergangenheit zu unzuverlassig darzustellen Trump hatte bereits zu Beginn seiner Kandidatur mehr Follower in den sozialen Medien als alle seine parteiinternen Gegenkandidaten zusammen Er hatte im Show und Celebrityumfeld seit Jahrzehnten Erfahrung und entsprechende Vernetzung und wurde bevorzugt zitiert und besprochen Er setzte sich bewusst von der im Politikbetrieb gebrauchlichen Rhetorik ab Seine meist kurzen Satze waren eher wie Punchlines strukturiert indem die wichtigsten Worte am Ende folgten Sie waren auch fur die mediale Wiedergabe sehr gut geeignet Professionelle politische Akteure darunter auch Clinton wichen bei kritischen Fragen und Situationen haufig in Abstraktion aus Unter Druck benutzten sie eher einschrankende Floskeln und verallgemeinernde Begriffe Trump hingegen blieb konsequent bei der vereinfachten Satzstruktur und signalisierte so auch Distanz vom professionellen Politikbetrieb 103 Trump neigte dazu bei Fragen zu Inhalten und Positionen auszuweichen Er wiederholte Fragen zu genaueren Vorgehensweisen anstatt sie zu beantworten und verwies auf Anekdoten anstatt sich auf Details festzulegen 87 Auch Clinton griff zu Verschworungstheorien indem sie etwa im Februar 2016 erklarte es gabe eine englisch vast right wing conspiracy eine eine riesige rechte Verschworung von Multimilliardaren die das Land kontrollieren und seine Wirtschaft manipulieren wollten um noch immer reicher zu werden Ahnliches hatte sie bereits 1998 behauptet 106 Auch ihre Hinweise auf russische Einflussnahmen mit denen sie Trump als Spielfigur einer auslandischen Macht hinstellte wurden als Verschworungstheorie gedeutet 107 Genderspezifischer Sprachstil Bearbeiten Trump benutzt nach einer linguistischen Untersuchung einen deutlich femininer konnotierten Sprachstil als alle seine Konkurrenten auch als Hillary Clinton Als eher feminin gilt ein Sprachstil der eher soziale und emotionale Aspekte anspricht expressiv und dynamisch ist und dies uber den starkeren Gebrauch von Hilfsverben und weiteren entsprechenden Markern umsetzt Als grundlegendes Dilemma Clintons beschreibt die Untersuchung an sie werde der Anspruch gestellt sich maskuliner zu geben um fur eine Fuhrungsrolle in Betracht zu kommen Clinton verfiel insbesondere in kritischen Zeiten ihrer Karriere in genderspezifisch unterschiedlich verstandene Ausdrucksweisen 108 Die mannlichen Kandidaten konnten demgegenuber Vorteile erzielen wenn sie einen als eher feminin empfundenen Sprachstil verwenden Trumps Sprachstil wurde nach einer vergleichenden computerlinguistischen Studie femininer eingeschatzt als der Hillary Clintons 105 Clinton lag nach der Untersuchung etwa im Durchschnitt sie sprach femininer als George W Bush aber mannlicher als Barack Obama Donald Trumps feminine Sprache fiel insoweit auch auf als der Unterschied in der gemessenen Feminitat zwischen Trump und dem zweiten Ben Carson ahnlich gross ist wie der Unterschied zwischen Carson und dem mannlichsten Kandidaten Jim Webb der als fruherer Republikaner in der Vorwahl der Demokraten angetreten war Ted Cruz war der letztplatzierte und so sprachlich mannlichste Republikaner Die nach Cruz platzierten Kandidaten Dennis Kucinich Martin O Malley und Jim Webb sind allesamt Demokraten Wahlergebnis BearbeitenProzentualer Stimmenanteil Popular Vote Clinton 48 18 Trump 46 09 Johnson 3 28 Stein 1 07 McMullin 0 54 Andere 0 84 Wahlergebnis nach County Die Veranderung im Stimmverhalten in den Bundesstaaten im Vergleich mit der Prasidentschaftswahl 2012 Am 8 November 2016 wurde in allgemeiner Wahl durch die jeweiligen Wahlberechtigten der 50 Bundesstaaten sowie Washington D C s das Wahlleutekollegium zur Wahl des 45 Prasidenten der Vereinigten Staaten von Amerika ermittelt Gemass der ursprunglichen Festlegung der Wahlmanner erhielt das republikanische Ticket Trump Pence im Electoral College 306 Abstimmungszusagen und das demokratische Ticket Clinton Kaine 232 Abstimmungszusagen Neben den Red States konnte das republikanische Lager Florida und North Carolina sowie im Rust Belt des Mittleren Westens Michigan und Wisconsin fur sich gewinnen Die Demokraten gewannen die Wahlmanner der Swing States Virginia Colorado und Nevada Die meisten Staaten wahlten republikanischer als bei der Prasidentschaftswahl 2012 Entgegen dem am 8 November 2016 ermittelten Stimmenverhaltnis des Wahlleutekollegiums gab es am 19 Dezember 2016 bei der Prasidentenwahl durch eben jenes Gremium sieben vom Wahlervotum abweichende Stimmabgaben durch sog treulose Wahlleute faithless electors Schatzungen zufolge lag die Wahlbeteiligung am 8 November 2016 bei 60 2 109 Kandidat Vize Partei Heimatstaat Wahlerstimmen Popular Vote Wahlmannerstimmen Electoral Vote Absolut Am 8 November ermitteltes Stimmenverhaltnis im Electoral College Tatsachliche Stimmabgabe durch das Electoral College am 19 Dezember 2016Donald Trump Mike Pence Republikaner New York Indiana 62 984 828 46 09 306 304Hillary Clinton Tim Kaine Demokraten New York Virginia 65 853 514 48 18 232 227Gary Johnson William Weld Libertarian Party New Mexico Massachusetts 4 489 341 3 28 0 0 0 0 Jill Stein Ajamu Baraka Green Party Massachusetts Illinois 1 457 218 1 07 0 0 0 0 Evan McMullin Mindy Finn Unabhangiger Utah District of Columbia 731 991 0 54 0 0 0 0 Andere 1 152 384 0 84 0 0 0 0 7Gesamt 136 669 276 1000 0 538 538Quelle Federal Election Commission 1 Neuauszahlungen Bearbeiten Neuauszahlung beendet Neuauszahlung abgebrochen oder abgelehnt Wisconsin Pennsylvania und Michigan Ende November 2016 kundigte die Grunen Politikerin Jill Stein an in diesen Bundesstaaten offiziell eine Nachzahlung der Stimmen zu beantragen 110 Waren alle drei Bundesstaaten nachtraglich Clinton zuerkannt worden hatte sie eine Mehrheit im Electoral College gehabt und damit die Prasidentschaftswahl 2016 gewonnen 111 Computer Experten hatten die in den drei Bundesstaaten verwendeten Wahlautomaten kritisiert die anfallig fur Hackerangriffe seien und deswegen in anderen Bundesstaaten unter anderem Kalifornien nicht benutzt werden durfen 112 Clinton hatte in Stimmbezirken in denen Wahlmaschinen benutzt wurden signifikant schlechter abgeschnitten als in solchen wo Stimmzettel verwendet worden waren Einige Statistikexperten ausserten dies konne auch an demographischen Unterschieden in den jeweiligen Countys liegen 113 Fur die hohen Kosten der Anfechtung sammelte Stein nach eigenen Angaben in kurzer Zeit Spenden in Hohe mehr als 7 3 Millionen Dollar 114 Clinton unterstutzte die Initiative beteiligte sich aber nicht aktiv Trump beantragte am 1 und 2 Dezember 2016 die Neuauszahlungen in Pennsylvania und Michigan zu unterbinden Der Generalstaatsanwalt von Michigan Bill Schuette reichte eine Klage gegen eine Nachzahlung in Michigan ein Am 5 Dezember 2016 begann die Neuauszahlung in Michigan 115 sie wurde am 9 Dezember vom Obersten Landesgericht Michigans Michigan Supreme Court abgebrochen 116 Am 12 Dezember war die Neuauszahlung der Stimmen in Wisconsin beendet Clinton wurden 713 Stimmen zusatzlich zugesprochen und Trump 844 Stimmen 117 Am gleichen Tag lehnte ein Richter am Bundesbezirksgericht in Pennsylvania eine Neuauszahlung ab 118 Auf dem 33 Chaos Communication Congress sprachen Matt Bernhard und J Alex Halderman von der Universitat Michigan uber die Neuauszahlung und ausserten Evidence supports the integrity of the election outcome but is not strong enough to definitively rule out a cyberattack on the voting machines due to the recounts being incomplete Die Indizien sprechen fur die Richtigkeit der Wahl wenn auch der Abbruch der Auszahlung keine definitive Aussage bezuglich eines Cyberangriffs auf Wahlcomputer zulasst 119 Hacking a U S presidential election is even easier than we thought Das Hacken einer US Prasidentschaftswahl ist noch einfacher als wir dachten 120 Sie fordern eine Reform des US Wahlsystems und nennen das Harten der eingesetzten Technologien Verwendung von Papier Wahlzetteln ggf Ausdrucke der Wahlcomputer sowie verpflichtende Audits mit Hilfe dieser Wahlzettel 121 Nevada Am 30 November 2016 beantragte Rocky De La Fuente Kandidat der American Delta Party Reform Party die Neuauszahlung in funf Counties des Bundesstaates den Clinton gewonnen hatte 122 Am 8 Dezember war die Neuauszahlung beendet es wurden keine signifikanten Unterschiede festgestellt Das Ergebnis vom 8 November bleibt bestehen 123 Florida Am 2 Dezember 2016 124 reichten drei Wahler eine Klage gegen das Wahl Gremium den Kandidaten Trump und den Gouverneur Floridas Rick Scott ein mit der Forderung eine Neuauszahlung in allen Wahllokalen Floridas zu finanzieren weil nach ihrer Auffassung Computerbetrug hacking Fehlfunktion der Abstimmungsmaschinen und andere Probleme zu einer Verfalschung des Ergebnisses der ersten Auszahlung gefuhrt hatten Die Klage wurde zunachst angenommen hatte aber erst weiter behandelt werden konnen nachdem die Beklagten auf die Klage reagiert hatten 125 Bis zum 15 Dezember wurde keine komplette Neuauszahlung durch den Secretary of State of Florida in Erwagung gezogen Regierungssprecherin Meredith Beatrice schrieb in einer E Mail an ABC News es gebe keine Anhaltspunkte fur Wahlprobleme in Florida 124 Ein Gericht lehnte eine Neuauszahlung ab die Berufung wurde ebenfalls durch das Berufungsgericht des ersten Bezirks in Florida First District Court of Appeal abgewiesen 126 Abstimmung der Wahlleute und Zeit danach BearbeitenDie Wahlleute des Electoral College gaben am 19 Dezember 2016 ihre Stimmen fur die Amter des Prasidenten und des Vizeprasidenten ab 127 128 An diesem Tag trafen sich die Wahlleute in den Hauptstadten der Bundesstaaten Die Stimmzettel wurden versiegelt sie wurden am 6 Januar 2017 vor einer Sitzung des US Kongresses in Washington D C ausgezahlt Zwar wurde das offizielle Ergebnis erst im Januar verkundet 1 jedoch war schon am 19 Dezember deutlich dass es sieben Abweichler gab Zwei Wahlleute in Texas die fur Trump hatten stimmen sollen verweigerten dies und stimmten fur John Kasich bzw Ron Paul Funf Wahlleute die Clinton hatten wahlen sollen stimmten ebenfalls fur andere Personen Im Bundesstaat Washington votierten drei Abweichler fur den ehemaligen Aussenminister Colin Powell und ein weiterer fur die indianische Umweltaktivistin Faith Spotted Eagle in Hawaii ging eine Stimme an Bernie Sanders Sieben Wahlleute mit abweichenden Stimmen gab es im Electoral College noch nie Die bis 2016 hochste Zahl gab es 1808 mit sechs abweichenden Stimmen 128 Prasidentschaftskandidat Vizeprasidentschaftskandidat StimmenDonald Trump Mike Pence 304Hillary Clinton Tim Kaine 227Colin Powell Maria Cantwell Susan Collins Elizabeth Warren 1 1 1John Kasich Carly Fiorina 1Ron Paul Mike Pence 1Bernie Sanders Elizabeth Warren 1Faith Spotted Eagle Winona LaDuke 1 Es gab bis zum 19 Dezember 2016 Versuche zum Beispiel durch Briefe E Mails oder Anrufe teilweise auch durch Gewalt und Mordandrohungen 129 Wahlmanner der Republikaner dahingehend zu beeinflussen nicht fur Donald Trump zu stimmen 130 Fast funf Millionen Menschen unterzeichneten eine entsprechende an das Electoral College gerichtete Online Petition 131 Nach Trumps Wahl durch das Electoral College stellte der Kongress am 6 Januar 2017 das Wahlergebnis fest gemass United States Code 15 132 Am 20 Januar 2017 wurde Donald Trump als Prasident vereidigt und in sein Amt eingefuhrt womit seine Prasidentschaft begann Trump behauptete noch Monate nach seinem Wahlsieg illegal Eingewanderte oder Verstorbene hatten millionenfach Hillary Clinton gewahlt Trump setzte eine Kommission ein die seine Behauptung belegen sollte Diese fand aber keine Indizien und wurde aufgelost 133 Literatur BearbeitenWolfgang Fach Trump ein amerikanischer Traum Warum Amerika sich verwahlt hat transcript Bielefeld 2020 ISBN 978 3 8376 5068 6 Download PDF 1 4 MB James B Stewart Deep State Trump the 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abweichender weniger praferierter Grundlage auch abweichende Wahlbeteiligungsquoten von 59 3 VEP Highest Office und 54 7 VAP Highest Office Im Artikeltext wurde der praferierte Wert ubernommen Turnout Rates VEP Total Ballots Counted 60 2 Trump will Neuauszahlung von Stimmen unterbinden Welt N24 2 Dezember 2016 US Wahl Grune fordert Neuauszahlung in drei Staaten1 tagesschau de 26 November 2016 zugegriffen 26 November 2016 So angreifbar sind die Wahlcomputer der USA Spiegel 2 Dezember 2016 Tom Foreman Tom LoBianco und David Gracey Jill Stein liberals seek voting hack investigation edition cnn com 25 November 2016 abgerufen am 26 November 2016 2 Michigan to move ahead with presidential recount abgerufen am 16 Dezember 2016 Michigan Supreme Court denies Stein s recount appeal abgerufen am 16 Dezember 2016 Completed Wisconsin recount widens Donald Trump s lead by 131 votes abgerufen am 16 Dezember 2016 Recount efforts end Trump wins in Wisconsin Pennsylvania abgerufen am 16 Dezember 2016 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1916 1920 1924 1928 1932 1936 1940 1944 1948 1952 1956 1960 1964 1968 1972 1976 1980 1984 1988 1992 1996 2000 2004 2008 2012 2016 2020 2024 GouverneurswahlenAbgerufen von https de wikipedia org w index php title Prasidentschaftswahl in den Vereinigten Staaten 2016 amp oldid 214397778, wikipedia, wiki, deutsches

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