fbpx
Wikipedia

Postbeutel

Der Postbeutel, seltener auch Briefbeutel, fälschlich auch Postsack oder Briefsack genannt, dient zum Transport von Postsendungen wie Postkarten und Briefen. Ein Vorgänger ist das Felleisen. Zu den ältesten Exemplaren im Bundespostmuseum gehören die Feldpostbeutel aus dem Dreißigjährigen Krieg, damit zählt er zu den ältesten noch in Gebrauch befindlichen Transportmitteln für Postsendungen. Heute wird für den Transport von Postsendungen meist auf Briefbehälter zurückgegriffen. Der Postbeutel ist von der Briefkastenleerungstasche zu unterscheiden, welche zum Leeren der Briefkästen dient. Dieser Artikel behandelt hauptsächlich die Postbeutel der Deutschen Bundespost. Postbeutel werden aber auch bei anderen Postdienstleistern verwendet.

Beutelspanne oder auch Beutelgestell mit Beuteln der Größe III in einem Bahnpostwagen der Deutschen Bundespost
links: EMS Postbeutel, rechts: kleiner Briefbeutel der Größe I wie er fast ausschließlich als Wertbeutel eingesetzt wurde

Inhaltsverzeichnis

Die Qualität der Postbeutel machte sie im Zweiten Weltkrieg zur begehrten Kriegsbeute. Wegen der Zerstörung großer Schwerwebereien, die die Säcke herstellten, griff die Post nach 1945 zu improvisierten Speicher- und Transportmaterialien, etwa Postsäcken aus Papier. Auch Jute und Kubazucker kamen als Materialien ins Spiel. Die US-Besatzer spendierten Zeltbahnen, woraus 900.000 Postsäcke genäht wurden. In den 1950er Jahren lieferte die Schweiz Jutesäcke an die Deutsche Post, die aber bald ausschieden, weil sie bei Feuchtigkeit leicht vermoderten und zerfielen und zu viel Staub erzeugten. Durch die Einarbeitung von Hanf und Flachs (vorher auch Asbest) reduzierte sich der Staub.

Der Staub war schon Jahrzehnte vorher als Problem erkannt worden. So trat die Reichspost 1930 als Staub-Gegnerin auf der Hygieneausstellung in Dresden auf: „Kein Knasterduft verdirbt die Sphäre / Zutritt ist Hunden nicht erlaubt / nach Regeln der Gesundheitslehre / sorgfältig wird der Raum entstaubt.“ Es gab Anweisungen, die Beutel zu wenden, und Routinen, die Verteilungsstellen regelmäßig zu kehren. In den 1930er Jahren setzte die Reichspost Tische mit Löchern ein, auf denen die Postsäcke entleert wurden. Die Löcher sollten den Staub nach unten treiben, wo er von einer Saugleitung aufgefangen wurde. Das System versagte wegen der zu geringen Saugleistung. Einrichtungen mit stärkeren Saugleistunge hätten den Raum abgekühlt. Daraufhin bekam die Firma Mix & Genest den Auftrag, eine Entstaubungskammer für Postsäcke zu konstruieren.

Das größte Beutelreinigungswerk wurde 1936 im Postamt O17 am Schlesischen Bahnhof in Berlin eröffnet. Hier konnten 35.000 Postbeutel und -säcke täglich entstaubt, gereinigt und geflickt werden. Dabei kamen neben der Handarbeit auch Entstaubungstrommeln, Schüttelwerke und Filteranlagen zum Einsatz.

Die Reinigung der Beutel regelte das Posttechnische Zentralamt in Darmstadt, indem es nach dem Zweiten Weltkrieg die zerstörten Beutelreinigungswerke wieder instand setzte.

Gewöhnliche Postbeutel bestehen meist aus strapazierfähigem Leinen, Jute oder ähnlichen Textilgeweben. Luftpost oder Express Mail Service (EMS) Beutel bestehen um Gewicht für den teuren Lufttransport zu sparen aus leichteren Stoffarten, zumeist Baumwolle. Bei neueren Beuteln werden auch strapazierfähige Kunststoffgewebe eingesetzt. Bedruckt sind die Beutel mit dem Namen des jeweiligen Postunternehmens. Früher wurden die Postsendungen oft in Bahnpostwagen sortiert und in einer sogenannten Beutelspanne, die für jede Leitregion einen Beutel besaß, verworfen. Seit der Einführung moderner Postzentren mit Postsortierstraßen werden zum Transport meist Postcontainer eingesetzt. Wenn überhaupt, findet man Postbeutel heute nur noch im internationalen Flugposttransport oder als Ablagestellenbeutel.

Die Form der Brief- und Paketpost, die Länge der Beförderungsstrecke, die Art der Beförderungsmittel und der Verwendungszweck bestimmten bei der Deutschen Bundespost Größe, Aufschrift und Beschaffenheit der Beutel.

Briefbeutel

Sortierkraft sortiert die Päckchen nach den Bestimmungsorten und verwirft diese in die aufgebauten Briefbeutel (1953).

Sie waren die Standardbeutel und wurden in allen Bereichen außer für Luftpost und EMS eingesetzt. Je nach Beutelfahne wurden sie so zum Brief-, Päckchen-, Wert-, Einschreib-, Eilpost-, Zeitungs-, Drucksachen-, Massendrucksachen-, Versack- oder Ablagebeutel.

Es waren drei Größen in Gebrauch (Länge × Breite):

  • 1: 125 cm × 41 cm; Diese waren wegen der geringen Größe für den Versand von gewöhnlichen Sendungen ungeeignet und wurden fast nur als Wertbeutel verwendet. Vor allem zum Versand von Barzuschüssen und Barablieferungen zwischen den Postämtern und Poststellen und der Geldsammelkasse.
  • 2: 100 cm × 58 cm; Auch diese Größe wurde überwiegend als Wertbeutel verwendet.
  • 3: 125 cm × 75 cm; Diese Größe war der Standardbeutel der an den Beutelgestellen verwendet wurde. In diese wurden Briefbunde, Stückbriefsendungen, Grobsendungen und Päckchen verworfen und befördert. Wohl weit über 90 % aller Postbeutel entsprachen dieser Art und Größe.

Als Textilgewebe wurde in der Regel graues Leinen verwendet. Aus Mangel an Rohstoffen waren vorübergehend (vor 1952) auch Inlandsbeutel aus Jute zugelassen, die aber wieder durch rundgewebte Leinenbeutel ersetzt wurden, die nahtlos gewebt werden konnten und deren Haltbarkeit mit einer durchschnittlichen Lebensdauer von 20 Jahren fünfmal so groß ist.

Paketsack

Luftpostbeutel mit Abbildung eines Flugzeuges

Paketsäcke waren für den Inlands- und Europaverkehr nur in einer Größe von 133 cm × 83 cm bei einem Umfang von 166 cm in Gebrauch. Die Säcke hatten rechteckige Böden, einen Rucksackverschluß mit Lochösen und zwei Handgriffen. Das Fassungsvermögen wurde der körperlichen Leistungsfähigkeit des Personals angepasst und der Umfang daher auf 102 cm reduziert. Damit wurde die Akzeptanz erhöht, da die Zusammenfassung der Pakete in Säcken die Bearbeitung beschleunigte. Seit der Einführung der Paketrollbehälter Anfang der achtziger Jahre wurden die Paketsäcke nicht mehr verwendet und ausgemustert.

Im außereuropäischen Verkehr wurden Paketsäcke in drei Größen benutzt.

  • 120 cm × 45 cm
  • 120 cm × 55 cm
  • 130 cm × 65 cm

Daneben kamen aber auch Überseebeutel in der Größe III (125 cm × 75 cm), die statt Ösen zum Aufhängen über einen Wulstrand verfügen, zum Einsatz.

Luftpostbeutel

Luftpostbeutel bestanden, um Gewicht für die teure Luftfracht zu sparen, aus besonders leichtem Leinen oder festem Baumwollgewebe in hellblauer Farbe für den Postabgang ins Ausland und in grüner Farbe für den Innerdeutschen Postabgang, der über das Nachtluftpostnetz befördert wurde.

EMS Beutel

Express Mail Service Beutel bestanden aus Baumwolle in den EMS Farben Blau und Rot. Sie gab es in vielen verschiedenen Größen und sie wurden nur von Wertstelle zu Wertstelle mit einem eigenen EMS Ladezettel versandt.

Ablagebeutel

moderner Postablagebeutel der Deutschen Post AG
Ganz rechts in Grau: ein Postablagekasten

Die Zusteller können meist nicht die gesamte Postmenge eines Bezirkes auf einmal mitnehmen. Deshalb werden sogenannte Ablagen gefertigt, mit denen der Briefträger seine Taschen jeweils wieder auffüllt. Diese Ablagen befinden sich entweder in verschließbaren sogenannten Postablagekasten oder werden, wo eine Aufstellung dieser nicht möglich ist, an Ablagestellen hinterlegt. Diese Ablagestellen befinden sich bei Vertrauenspersonen, die einen Postablagevertrag mit der Post geschlossen haben, in dem sie sich verpflichten, den Beutel bis zur Abholung unter Verschluss zu halten oder zu beaufsichtigen. Da diese Beutel vorübergehend aus dem Einflussbereich der Post entfernt sind, sind diese mit einem Ablageschloss versehen, zu dem nur die Post den Schlüssel hat. Diese Beutel gibt es nur in einer Größe, sind aus Baumwolle oder ähnlich leichtem Material und werden als einzige im Bereich der deutschen Post auch heute noch hergestellt und eingesetzt. Ursprünglich wurden zu diesem Zweck normale Briefbeutel eingesetzt, wobei das Verwenden von EMS- oder Luftpostbeuteln untersagt war. Da die Luftpostbeutel zum eigentlichen Zweck nicht mehr gebraucht werden, aber immer noch in hoher Zahl vorhanden sind, werden heutzutage häufig auch diese als Ablagebeutel verwendet.

Innenbeutel

Mit ihnen wurden Ladungsgegenstände, die nachgewiesen oder besonders sorgsam behandelt werden mussten, gesichert von und zur Übergabestelle befördert. Sie waren rot und bestanden aus Baumwollgarn (Nesselstoff). Von den insgesamt vier Größen wurden meist nur die Größe I (40 cm × 25 cm) und die Größe II (60 cm × 35 cm) verwendet. Sie wurden normalerweise, meist zu mehreren, in größere Beutel versackt.

Versteckbeutel

Sie bestanden aus hellrotem, leichten Leinengarn oder aus Baumwolle in der Größe 50 cm × 40 cm und dienten zum Verpacken von umfangreichen und schweren Drucksachen und Warenproben, von Sendungen in Rollenform sowie von Ortsbriefbunden im Verkehr von Postämtern untereinander. Der Bedarf an Beuteln dieser Art war gering, weil für diesen Zweck meist Inlandsbeutel der Größe I benutzt wurden.

Sonderformen

Feuerrettungssack im Vergleich zum kleinsten Normalbeutel und Luftpostbeutel

Ladesäcke (früher Kurssäcke) wurden für den Postenaustausch im Bahnpost- und Kraftpostdienst benutzt. Es handelte sich hierbei gewöhnlich um Briefbeutel der Größe III aus festem Leinen. Als Feuerrettungssäcke wurden auch noch brauchbare Briefbeutel oder Säcke ohne Wulstrand verwendet. Beide Sonderformen gehörten zu den Ausstattungsgegenständen der Postämter, die nachzuweisen waren.

Für die Kennzeichnung der Postbeutel der Deutschen Bundespost galt:

  • Alle Postbeutel tragen oben links im Eck eine Bruchzahl, die obere Zahl zeigt entweder die Herstellungswoche, oder bei manchen Serien auch die postinterne Herstellernummer, die untere das Herstellungsjahr. Beutelarten die es in verschiedenen Größen gab hatten dahinter noch die Größenangabe.
  • Brief- und EMS Beutel sowie Paketsäcke trugen in schwarzer Farbe den Aufdruck Deutsche Bundespost und hatten einen eingewebten Streifen in den Bundesfarben.
  • Luftpostbeutel trugen in schwarzer Farbe den Aufdruck Deutsche Bundespost und die Bezeichnung Luftpost bzw. später das Piktogramm eines Flugzeugs. Paketsäcke trugen die Aufschrift Paketsack, im Auslandsverkehr wurden diese mit Colis Postaux gekennzeichnet.
  • Innenbeutel trugen nur die Aufschrift Deutsche Bundespost in schwarzer Farbe.
  • Ablagebeutel sind dunkelblau und tragen die gelbe Aufschrift Deutsche Post Briefzustellung sowie ein Posthorn.
Die Beutelschließe, ein wiederverwendbarer Beutelverschluss

Postbeutel die keine Nachzuweisenden Sendungen enthielten wurden im internen Postversand mit einem wiederverwendbaren Beutelverschluss, der Beutelschließe, versehen. Dies war eine aus Plastik oder Blech bestehende Platte, an der eine Feder angebracht war. Durch Umwickeln mit der Schnur wurde der Beutel verschlossen. Zusätzlich wurde unter der Scheibe die so genannte Beutelfahne angebracht, auf der der Bestimmungsort vermerkt war. Wertbeutel und Beutel die während des Versandes den Einflussbereich der Post verließen, zum Beispiel beim Luftpost- oder Bahnpostversand ohne begleitende Postmitarbeiter, wurden die Beutel mit Hilfe einer Plombenschnur und Plombe mittels einer Plombenzange verplombt, diese Beutel wurden mit einem speziellen Beutelmesser geöffnet. Die zugedrückte Plombe zeigte ein Posthorn und den Schriftzug Post. Postablagebeutel wurden mit einem Beutelschloss versehen. Dieses ist der Beutelschließe ähnlich, hat aber, anstatt der Schnur und der Feder, eine Kette die mittels eines Schlosses gesichert wird sowie eine Adressplakette. Die Beutel mussten zur Entleerung grundsätzlich gewendet werden um sicherzustellen, dass kein Brief im Beutel zurückblieb (sog. Brieffalle).

Postbeutel der Feldpost der Bundeswehr.

Die Ermittlung des Beutelbedarfs und die Verwaltung der Beutel oblag der Beutelhauptausgleichstelle beim Posttechnischen Zentralamt in Darmstadt, das auch für die Beschaffung zuständig war. Daneben waren bei den großen Post- und Bahnpostämtern Beutelausgleichstellen eingerichtet. Sie regelten den Bedarf und Umlauf in ihrem Versorgungsbereich, der mehrere Oberpostdirektionen umfasste. In jedem Oberpostdirektionsbezirk gab es eine Beutelsammelstelle für den Ausgleich innerhalb des Bezirkes. Einigen dieser Beutelausgleich- und Sammelstellen wurde die Beutelpflege (Unterhaltung und Ausmusterung der Beutel) übertragen. Diese sorgten für die Reinigung und ggf. die Instandsetzung oder Ausmusterung der Beutel. Dazu verfügten sie über die erforderlichen Geräte wie Beutelstopfmaschine und Beutelreinigungsanlage.

Bereits 1969 gab es bei den Berliner Marken zum Weltkongress des Personals der Post-, Telegrafen- und Telefonbetriebe (IPTT) eine Marke, die Luftpostverladekräfte aus der Schweiz mit Luftpostbeuteln zeigte. Außerdem wurden im letzten Briefmarken-Jahrgang der Deutschen Bundespost Berlin zwei Wohlfahrtsmarken ausgegeben, auf denen u. a. Postbeutel abgebildet waren. In der entsprechenden Bundesausgabe waren in der gleichen Serie nur auf einer Marke Postbeutel abgebildet.

  • Sondermarke von 1944 „Feldpost im Osten“: Feldpostbeamter mit Postbeutel, im Hintergrund ein Bus der Kraftpost

  • Luftpostverladekräfte aus der Schweiz

  • Luftpostbeutel warten auf die Einladung ins Flugzeug

  • Postbeutel im Einsatz bei der Bahnpost um 1900

  • Postbeutel im Einsatz bei Elektro-Paketzustellwagen um 1930

  • Postbeutel im Einsatz mit Motorpostwagen um 1900

  • Zwar keine Briefmarke aber …

  • … eine Vorlage für diese Marke von 1991

Der Künstler Karl Schaper verarbeitete Postbeutel in mehreren seiner Kunstwerke und Bilder, dazu zählen:

  • Das letzte Stück Himmelblau, 1983, Öl auf Postsack, 120×140 cm
  • Soldatenmütze, 1983, Zwei Postsäcke, gefaltet, farbig gefasst, 70×134×58 cm
  • Deutsch-deutscher Dialog, 1984, Spaten, Holzspaten, zwei Postsäcke, Foto, 120×60×15 cm
  • Postamt des Thanatos, 1984, Öl auf Leinwand, 200×300 cm (Nach einem Objekt aus vier Holzleitern, Sperrholzplatten, 14 Postsäcken und 27 Holzpostkarten)
  • Hysterisch-hypernationaler Hampelmann oder: Deutsches Gespenst, 1985, Postsäcke, Weidenstangen, Ölfarbe, 202×85×200 cm
  • Römische Hommage an Brecht, 1985, Zwei Postsäcke, farbig gefasst, zwei Äxte, 220×130×15 cm
  • Hommage à Jean Lurçat in Gedanken an zwei deutsche Staaten, 1985/86, Textilien und Postsäcke auf Leinwand (in Zusammenarbeit mit Susanne Schaper), 400×235 cm
  • Römische Wölfin, 1985, Bemalte Postsäcke auf Leinwand, 150×165×8 cm
  • Vorsicht: Schwurhand!, 1985, Zwei Postsäcke, Holztonne, 155×55×40 cm
  • Zwei Säcke, 1991, Öl auf Leinwand, 120×160 cm

In seinem Werk „Früher begann der Tag mit einer Schußwunde“ von 1969 erwähnt Wolf Wondratschek ein Merkblatt zum § 49 der Allgemeinen Dienstanweisung (ADA), das Unklarheiten im Umgang mit den Begriffen „Wertsack“, „Wertbeutel“, „Versackbeutel“ und „Wertpaketsack“ beseitigen soll. Dieser Text wird seit Jahren als Paradebeispiel der Beamtensprache verbreitet.

„Sollte es sich bei der Inhaltsfeststellung eines Wertsacks herausstellen, dass ein in einem Wertsack versackter Versackbeutel statt im Wertsack in einem der im Wertsack versackten Wertbeutel versackt werden muss, so ist die in Frage kommende Versackstelle unverzüglich zu benachrichtigen.“

angeblich aus einem Merkblatt der Deutschen Post von 1992: Duden – Auf gut Deutsch 2009, Vorsicht Fettnapf, Kalenderblatt vom 18. Dezember 2009

Tatsächlich gab es einen sehr ähnlichen Kommentar zum § 49 der „Dienstanweisung für den Postbetrieb Teil 2“, der sich damit auseinandersetzt, dass im Sprachgebrauch auch in einen Beutel versackt und nicht verbeutelt wird:

In Dienstanfängerkreisen kommen immer wieder Verwechslungen der Begriffe »Wertsack«, »Wertbeutel«, »Versackbeutel« und »Wertpaketsack« vor. Um diesem Übel abzuhelfen, ist das folgende Merkblatt dem § 49 der ADA vorzuheften:

Der Wertsack ist ein Beutel, der auf Grund seiner besonderen Verwendung im Postbeförderungsdienst nicht Wertbeutel, sondern Wertsack genannt wird, weil sein Inhalt aus mehreren Wertbeuteln besteht, die in den Wertsack nicht verbeutelt, sondern versackt werden.

Das ändert aber nichts an der Tatsache, dass die zur Bezeichnung des Wertsackes verwendete Wertbeutelfahne auch bei einem Wertsack mit Wertbeutelfahne bezeichnet wird und nicht mit Wertsackfahne, Wertsackbeutelfahne oder Wertbeutelsackfahne. Sollte es sich bei der Inhaltsfeststellung eines Wertsackes herausstellen, dass ein in einen Wertsack versackter Versackbeutel statt im Wertsack in einen der im Wertsack versackten Wertbeutel hätte versackt werden müssen, so ist die in Frage kommende Versackstelle unverzüglich zu benachrichtigen.

Nach seiner Entleerung wird der Wertsack wieder zu einem Beutel, und er ist auch bei der Beutelzählung nicht als Sack, sondern als Beutel zu zählen.

Bei einem im Ladezettel mit dem Vermerk »Wertsack« eingetragenen Beutel handelt es sich jedoch nicht um einen Wertsack, sondern um einen Wertpaketsack, weil ein Wertsack im Ladezettel nicht als solcher bezeichnet wird, sondern lediglich durch den Vermerk «versackt» darauf hingewiesen wird, dass es sich bei dem versackten Wertbeutel um einen Wertsack und nicht um einen ausdrücklich mit »Wertsack« bezeichneten Wertpaketsack handelt.

Verwechslungen sind insofern im Übrigen ausgeschlossen, als jeder Postangehörige weiß, dass ein mit Wertsack bezeichneter Beutel kein Wertsack, sondern ein Wertpaketsack ist.

  1. Herbert Leclerc: »Die Postabteilung des Bundespostmuseums« – Abschnitt: Briefkästen und Briefbeutel; S. 30
  2. In: DGPT. Abgerufen am 12. Dezember 2020 (deutsch).
  3. Unfallkasse Post und Telekom über den richtigen Umgang mit Rollbehältern
  4. Katalog: Karl Schaper, Objekte und Bilder
  5. Reihe Hanser, Carl Hanser Verlag 9. Auflage 1978, Titel „Bundespost“ Seite 70
Commons: Postbeutel – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien
  • Dortmunder Sackfabrik Otto Sticht GmbH
  • auf den Seiten des WDR.de

Ungesicherte Angaben:

  • auf www.patent-de.com

Postbeutel
postbeutel, sprache, beobachten, bearbeiten, weitergeleitet, postsack, seltener, auch, briefbeutel, fälschlich, auch, postsack, oder, briefsack, genannt, dient, transport, postsendungen, postkarten, briefen, vorgänger, felleisen, ältesten, exemplaren, bundespo. Postbeutel Sprache Beobachten Bearbeiten Weitergeleitet von Postsack Der Postbeutel seltener auch Briefbeutel falschlich auch Postsack oder Briefsack genannt dient zum Transport von Postsendungen wie Postkarten und Briefen Ein Vorganger ist das Felleisen Zu den altesten Exemplaren im Bundespostmuseum gehoren die Feldpostbeutel aus dem Dreissigjahrigen Krieg 1 damit zahlt er zu den altesten noch in Gebrauch befindlichen Transportmitteln fur Postsendungen Heute wird fur den Transport von Postsendungen meist auf Briefbehalter zuruckgegriffen Der Postbeutel ist von der Briefkastenleerungstasche zu unterscheiden welche zum Leeren der Briefkasten dient Dieser Artikel behandelt hauptsachlich die Postbeutel der Deutschen Bundespost Postbeutel werden aber auch bei anderen Postdienstleistern verwendet Beutelspanne oder auch Beutelgestell mit Beuteln der Grosse III in einem Bahnpostwagen der Deutschen Bundespost links EMS Postbeutel rechts kleiner Briefbeutel der Grosse I wie er fast ausschliesslich als Wertbeutel eingesetzt wurde Inhaltsverzeichnis 1 Geschichte 2 Material 3 Beutelarten 3 1 Briefbeutel 3 2 Paketsack 3 3 Luftpostbeutel 3 4 EMS Beutel 3 5 Ablagebeutel 3 6 Innenbeutel 3 7 Versteckbeutel 3 8 Sonderformen 4 Kennzeichnung 5 Verschluss 6 Logistik 7 Philatelie 8 Kunst 9 Amtsdeutsch 10 Literatur 11 Einzelnachweise 12 WeblinksGeschichte BearbeitenDie Qualitat der Postbeutel machte sie im Zweiten Weltkrieg zur begehrten Kriegsbeute Wegen der Zerstorung grosser Schwerwebereien die die Sacke herstellten griff die Post nach 1945 zu improvisierten Speicher und Transportmaterialien etwa Postsacken aus Papier Auch Jute und Kubazucker kamen als Materialien ins Spiel Die US Besatzer spendierten Zeltbahnen woraus 900 000 Postsacke genaht wurden In den 1950er Jahren lieferte die Schweiz Jutesacke an die Deutsche Post die aber bald ausschieden weil sie bei Feuchtigkeit leicht vermoderten und zerfielen und zu viel Staub erzeugten Durch die Einarbeitung von Hanf und Flachs vorher auch Asbest reduzierte sich der Staub Der Staub war schon Jahrzehnte vorher als Problem erkannt worden So trat die Reichspost 1930 als Staub Gegnerin auf der Hygieneausstellung in Dresden auf Kein Knasterduft verdirbt die Sphare Zutritt ist Hunden nicht erlaubt nach Regeln der Gesundheitslehre sorgfaltig wird der Raum entstaubt Es gab Anweisungen die Beutel zu wenden und Routinen die Verteilungsstellen regelmassig zu kehren In den 1930er Jahren setzte die Reichspost Tische mit Lochern ein auf denen die Postsacke entleert wurden Die Locher sollten den Staub nach unten treiben wo er von einer Saugleitung aufgefangen wurde Das System versagte wegen der zu geringen Saugleistung Einrichtungen mit starkeren Saugleistunge hatten den Raum abgekuhlt Daraufhin bekam die Firma Mix amp Genest den Auftrag eine Entstaubungskammer fur Postsacke zu konstruieren Das grosste Beutelreinigungswerk wurde 1936 im Postamt O17 am Schlesischen Bahnhof in Berlin eroffnet Hier konnten 35 000 Postbeutel und sacke taglich entstaubt gereinigt und geflickt werden Dabei kamen neben der Handarbeit auch Entstaubungstrommeln Schuttelwerke und Filteranlagen zum Einsatz Die Reinigung der Beutel regelte das Posttechnische Zentralamt in Darmstadt indem es nach dem Zweiten Weltkrieg die zerstorten Beutelreinigungswerke wieder instand setzte 2 Material BearbeitenGewohnliche Postbeutel bestehen meist aus strapazierfahigem Leinen Jute oder ahnlichen Textilgeweben Luftpost oder Express Mail Service EMS Beutel bestehen um Gewicht fur den teuren Lufttransport zu sparen aus leichteren Stoffarten zumeist Baumwolle Bei neueren Beuteln werden auch strapazierfahige Kunststoffgewebe eingesetzt Bedruckt sind die Beutel mit dem Namen des jeweiligen Postunternehmens Fruher wurden die Postsendungen oft in Bahnpostwagen sortiert und in einer sogenannten Beutelspanne die fur jede Leitregion einen Beutel besass verworfen Seit der Einfuhrung moderner Postzentren mit Postsortierstrassen werden zum Transport meist Postcontainer eingesetzt Wenn uberhaupt findet man Postbeutel heute nur noch im internationalen Flugposttransport oder als Ablagestellenbeutel Beutelarten BearbeitenDie Form der Brief und Paketpost die Lange der Beforderungsstrecke die Art der Beforderungsmittel und der Verwendungszweck bestimmten bei der Deutschen Bundespost Grosse Aufschrift und Beschaffenheit der Beutel Briefbeutel Bearbeiten Sortierkraft sortiert die Packchen nach den Bestimmungsorten und verwirft diese in die aufgebauten Briefbeutel 1953 Sie waren die Standardbeutel und wurden in allen Bereichen ausser fur Luftpost und EMS eingesetzt Je nach Beutelfahne wurden sie so zum Brief Packchen Wert Einschreib Eilpost Zeitungs Drucksachen Massendrucksachen Versack oder Ablagebeutel Es waren drei Grossen in Gebrauch Lange Breite 1 125 cm 41 cm Diese waren wegen der geringen Grosse fur den Versand von gewohnlichen Sendungen ungeeignet und wurden fast nur als Wertbeutel verwendet Vor allem zum Versand von Barzuschussen und Barablieferungen zwischen den Postamtern und Poststellen und der Geldsammelkasse 2 100 cm 58 cm Auch diese Grosse wurde uberwiegend als Wertbeutel verwendet 3 125 cm 75 cm Diese Grosse war der Standardbeutel der an den Beutelgestellen verwendet wurde In diese wurden Briefbunde Stuckbriefsendungen Grobsendungen und Packchen verworfen und befordert Wohl weit uber 90 aller Postbeutel entsprachen dieser Art und Grosse Als Textilgewebe wurde in der Regel graues Leinen verwendet Aus Mangel an Rohstoffen waren vorubergehend vor 1952 auch Inlandsbeutel aus Jute zugelassen die aber wieder durch rundgewebte Leinenbeutel ersetzt wurden die nahtlos gewebt werden konnten und deren Haltbarkeit mit einer durchschnittlichen Lebensdauer von 20 Jahren funfmal so gross ist Paketsack Bearbeiten Luftpostbeutel mit Abbildung eines Flugzeuges Paketsacke waren fur den Inlands und Europaverkehr nur in einer Grosse von 133 cm 83 cm bei einem Umfang von 166 cm in Gebrauch Die Sacke hatten rechteckige Boden einen Rucksackverschluss mit Lochosen und zwei Handgriffen Das Fassungsvermogen wurde der korperlichen Leistungsfahigkeit des Personals angepasst und der Umfang daher auf 102 cm reduziert Damit wurde die Akzeptanz erhoht da die Zusammenfassung der Pakete in Sacken die Bearbeitung beschleunigte Seit der Einfuhrung der Paketrollbehalter Anfang der achtziger Jahre wurden die Paketsacke nicht mehr verwendet und ausgemustert 3 Im aussereuropaischen Verkehr wurden Paketsacke in drei Grossen benutzt 120 cm 45 cm 120 cm 55 cm 130 cm 65 cm Daneben kamen aber auch Uberseebeutel in der Grosse III 125 cm 75 cm die statt Osen zum Aufhangen uber einen Wulstrand verfugen zum Einsatz Luftpostbeutel Bearbeiten Luftpostbeutel bestanden um Gewicht fur die teure Luftfracht zu sparen aus besonders leichtem Leinen oder festem Baumwollgewebe in hellblauer Farbe fur den Postabgang ins Ausland und in gruner Farbe fur den Innerdeutschen Postabgang der uber das Nachtluftpostnetz befordert wurde EMS Beutel Bearbeiten Express Mail Service Beutel bestanden aus Baumwolle in den EMS Farben Blau und Rot Sie gab es in vielen verschiedenen Grossen und sie wurden nur von Wertstelle zu Wertstelle mit einem eigenen EMS Ladezettel versandt Ablagebeutel Bearbeiten moderner Postablagebeutel der Deutschen Post AG Ganz rechts in Grau ein Postablagekasten Die Zusteller konnen meist nicht die gesamte Postmenge eines Bezirkes auf einmal mitnehmen Deshalb werden sogenannte Ablagen gefertigt mit denen der Brieftrager seine Taschen jeweils wieder auffullt Diese Ablagen befinden sich entweder in verschliessbaren sogenannten Postablagekasten oder werden wo eine Aufstellung dieser nicht moglich ist an Ablagestellen hinterlegt Diese Ablagestellen befinden sich bei Vertrauenspersonen die einen Postablagevertrag mit der Post geschlossen haben in dem sie sich verpflichten den Beutel bis zur Abholung unter Verschluss zu halten oder zu beaufsichtigen Da diese Beutel vorubergehend aus dem Einflussbereich der Post entfernt sind sind diese mit einem Ablageschloss versehen zu dem nur die Post den Schlussel hat Diese Beutel gibt es nur in einer Grosse sind aus Baumwolle oder ahnlich leichtem Material und werden als einzige im Bereich der deutschen Post auch heute noch hergestellt und eingesetzt Ursprunglich wurden zu diesem Zweck normale Briefbeutel eingesetzt wobei das Verwenden von EMS oder Luftpostbeuteln untersagt war Da die Luftpostbeutel zum eigentlichen Zweck nicht mehr gebraucht werden aber immer noch in hoher Zahl vorhanden sind werden heutzutage haufig auch diese als Ablagebeutel verwendet Innenbeutel Bearbeiten Mit ihnen wurden Ladungsgegenstande die nachgewiesen oder besonders sorgsam behandelt werden mussten gesichert von und zur Ubergabestelle befordert Sie waren rot und bestanden aus Baumwollgarn Nesselstoff Von den insgesamt vier Grossen wurden meist nur die Grosse I 40 cm 25 cm und die Grosse II 60 cm 35 cm verwendet Sie wurden normalerweise meist zu mehreren in grossere Beutel versackt Versteckbeutel Bearbeiten Sie bestanden aus hellrotem leichten Leinengarn oder aus Baumwolle in der Grosse 50 cm 40 cm und dienten zum Verpacken von umfangreichen und schweren Drucksachen und Warenproben von Sendungen in Rollenform sowie von Ortsbriefbunden im Verkehr von Postamtern untereinander Der Bedarf an Beuteln dieser Art war gering weil fur diesen Zweck meist Inlandsbeutel der Grosse I benutzt wurden Sonderformen Bearbeiten Feuerrettungssack im Vergleich zum kleinsten Normalbeutel und Luftpostbeutel Ladesacke fruher Kurssacke wurden fur den Postenaustausch im Bahnpost und Kraftpostdienst benutzt Es handelte sich hierbei gewohnlich um Briefbeutel der Grosse III aus festem Leinen Als Feuerrettungssacke wurden auch noch brauchbare Briefbeutel oder Sacke ohne Wulstrand verwendet Beide Sonderformen gehorten zu den Ausstattungsgegenstanden der Postamter die nachzuweisen waren Kennzeichnung BearbeitenFur die Kennzeichnung der Postbeutel der Deutschen Bundespost galt Alle Postbeutel tragen oben links im Eck eine Bruchzahl die obere Zahl zeigt entweder die Herstellungswoche oder bei manchen Serien auch die postinterne Herstellernummer die untere das Herstellungsjahr Beutelarten die es in verschiedenen Grossen gab hatten dahinter noch die Grossenangabe Brief und EMS Beutel sowie Paketsacke trugen in schwarzer Farbe den Aufdruck Deutsche Bundespost und hatten einen eingewebten Streifen in den Bundesfarben Luftpostbeutel trugen in schwarzer Farbe den Aufdruck Deutsche Bundespost und die Bezeichnung Luftpost bzw spater das Piktogramm eines Flugzeugs Paketsacke trugen die Aufschrift Paketsack im Auslandsverkehr wurden diese mit Colis Postaux gekennzeichnet Innenbeutel trugen nur die Aufschrift Deutsche Bundespost in schwarzer Farbe Ablagebeutel sind dunkelblau und tragen die gelbe Aufschrift Deutsche Post Briefzustellung sowie ein Posthorn Verschluss Bearbeiten Die Beutelschliesse ein wiederverwendbarer Beutelverschluss Postbeutel die keine Nachzuweisenden Sendungen enthielten wurden im internen Postversand mit einem wiederverwendbaren Beutelverschluss der Beutelschliesse versehen Dies war eine aus Plastik oder Blech bestehende Platte an der eine Feder angebracht war Durch Umwickeln mit der Schnur wurde der Beutel verschlossen Zusatzlich wurde unter der Scheibe die so genannte Beutelfahne angebracht auf der der Bestimmungsort vermerkt war Wertbeutel und Beutel die wahrend des Versandes den Einflussbereich der Post verliessen zum Beispiel beim Luftpost oder Bahnpostversand ohne begleitende Postmitarbeiter wurden die Beutel mit Hilfe einer Plombenschnur und Plombe mittels einer Plombenzange verplombt diese Beutel wurden mit einem speziellen Beutelmesser geoffnet Die zugedruckte Plombe zeigte ein Posthorn und den Schriftzug Post Postablagebeutel wurden mit einem Beutelschloss versehen Dieses ist der Beutelschliesse ahnlich hat aber anstatt der Schnur und der Feder eine Kette die mittels eines Schlosses gesichert wird sowie eine Adressplakette Die Beutel mussten zur Entleerung grundsatzlich gewendet werden um sicherzustellen dass kein Brief im Beutel zuruckblieb sog Brieffalle Logistik Bearbeiten Postbeutel der Feldpost der Bundeswehr Die Ermittlung des Beutelbedarfs und die Verwaltung der Beutel oblag der Beutelhauptausgleichstelle beim Posttechnischen Zentralamt in Darmstadt das auch fur die Beschaffung zustandig war Daneben waren bei den grossen Post und Bahnpostamtern Beutelausgleichstellen eingerichtet Sie regelten den Bedarf und Umlauf in ihrem Versorgungsbereich der mehrere Oberpostdirektionen umfasste In jedem Oberpostdirektionsbezirk gab es eine Beutelsammelstelle fur den Ausgleich innerhalb des Bezirkes Einigen dieser Beutelausgleich und Sammelstellen wurde die Beutelpflege Unterhaltung und Ausmusterung der Beutel ubertragen Diese sorgten fur die Reinigung und ggf die Instandsetzung oder Ausmusterung der Beutel Dazu verfugten sie uber die erforderlichen Gerate wie Beutelstopfmaschine und Beutelreinigungsanlage Philatelie BearbeitenBereits 1969 gab es bei den Berliner Marken zum Weltkongress des Personals der Post Telegrafen und Telefonbetriebe IPTT eine Marke die Luftpostverladekrafte aus der Schweiz mit Luftpostbeuteln zeigte Ausserdem wurden im letzten Briefmarken Jahrgang der Deutschen Bundespost Berlin zwei Wohlfahrtsmarken ausgegeben auf denen u a Postbeutel abgebildet waren In der entsprechenden Bundesausgabe waren in der gleichen Serie nur auf einer Marke Postbeutel abgebildet Sondermarke von 1944 Feldpost im Osten Feldpostbeamter mit Postbeutel im Hintergrund ein Bus der Kraftpost Luftpostverladekrafte aus der Schweiz Luftpostbeutel warten auf die Einladung ins Flugzeug Postbeutel im Einsatz bei der Bahnpost um 1900 Postbeutel im Einsatz bei Elektro Paketzustellwagen um 1930 Postbeutel im Einsatz mit Motorpostwagen um 1900 Zwar keine Briefmarke aber eine Vorlage fur diese Marke von 1991Kunst BearbeitenDer Kunstler Karl Schaper verarbeitete Postbeutel in mehreren seiner Kunstwerke und Bilder dazu zahlen 4 Das letzte Stuck Himmelblau 1983 Ol auf Postsack 120 140 cm Soldatenmutze 1983 Zwei Postsacke gefaltet farbig gefasst 70 134 58 cm Deutsch deutscher Dialog 1984 Spaten Holzspaten zwei Postsacke Foto 120 60 15 cm Postamt des Thanatos 1984 Ol auf Leinwand 200 300 cm Nach einem Objekt aus vier Holzleitern Sperrholzplatten 14 Postsacken und 27 Holzpostkarten Hysterisch hypernationaler Hampelmann oder Deutsches Gespenst 1985 Postsacke Weidenstangen Olfarbe 202 85 200 cm Romische Hommage an Brecht 1985 Zwei Postsacke farbig gefasst zwei Axte 220 130 15 cm Hommage a Jean Lurcat in Gedanken an zwei deutsche Staaten 1985 86 Textilien und Postsacke auf Leinwand in Zusammenarbeit mit Susanne Schaper 400 235 cm Romische Wolfin 1985 Bemalte Postsacke auf Leinwand 150 165 8 cm Vorsicht Schwurhand 1985 Zwei Postsacke Holztonne 155 55 40 cm Zwei Sacke 1991 Ol auf Leinwand 120 160 cmAmtsdeutsch BearbeitenIn seinem Werk Fruher begann der Tag mit einer Schusswunde 5 von 1969 erwahnt Wolf Wondratschek ein Merkblatt zum 49 der Allgemeinen Dienstanweisung ADA das Unklarheiten im Umgang mit den Begriffen Wertsack Wertbeutel Versackbeutel und Wertpaketsack beseitigen soll 6 Dieser Text wird seit Jahren als Paradebeispiel der Beamtensprache verbreitet Sollte es sich bei der Inhaltsfeststellung eines Wertsacks herausstellen dass ein in einem Wertsack versackter Versackbeutel statt im Wertsack in einem der im Wertsack versackten Wertbeutel versackt werden muss so ist die in Frage kommende Versackstelle unverzuglich zu benachrichtigen angeblich aus einem Merkblatt der Deutschen Post von 1992 Duden Auf gut Deutsch 2009 Vorsicht Fettnapf Kalenderblatt vom 18 Dezember 2009 Tatsachlich gab es einen sehr ahnlichen Kommentar zum 49 der Dienstanweisung fur den Postbetrieb Teil 2 der sich damit auseinandersetzt dass im Sprachgebrauch auch in einen Beutel versackt und nicht verbeutelt wird In Dienstanfangerkreisen kommen immer wieder Verwechslungen der Begriffe Wertsack Wertbeutel Versackbeutel und Wertpaketsack vor Um diesem Ubel abzuhelfen ist das folgende Merkblatt dem 49 der ADA vorzuheften Der Wertsack ist ein Beutel der auf Grund seiner besonderen Verwendung im Postbeforderungsdienst nicht Wertbeutel sondern Wertsack genannt wird weil sein Inhalt aus mehreren Wertbeuteln besteht die in den Wertsack nicht verbeutelt sondern versackt werden Das andert aber nichts an der Tatsache dass die zur Bezeichnung des Wertsackes verwendete Wertbeutelfahne auch bei einem Wertsack mit Wertbeutelfahne bezeichnet wird und nicht mit Wertsackfahne Wertsackbeutelfahne oder Wertbeutelsackfahne Sollte es sich bei der Inhaltsfeststellung eines Wertsackes herausstellen dass ein in einen Wertsack versackter Versackbeutel statt im Wertsack in einen der im Wertsack versackten Wertbeutel hatte versackt werden mussen so ist die in Frage kommende Versackstelle unverzuglich zu benachrichtigen Nach seiner Entleerung wird der Wertsack wieder zu einem Beutel und er ist auch bei der Beutelzahlung nicht als Sack sondern als Beutel zu zahlen Bei einem im Ladezettel mit dem Vermerk Wertsack eingetragenen Beutel handelt es sich jedoch nicht um einen Wertsack sondern um einen Wertpaketsack weil ein Wertsack im Ladezettel nicht als solcher bezeichnet wird sondern lediglich durch den Vermerk versackt darauf hingewiesen wird dass es sich bei dem versackten Wertbeutel um einen Wertsack und nicht um einen ausdrucklich mit Wertsack bezeichneten Wertpaketsack handelt Verwechslungen sind insofern im Ubrigen ausgeschlossen als jeder Postangehorige weiss dass ein mit Wertsack bezeichneter Beutel kein Wertsack sondern ein Wertpaketsack ist Literatur BearbeitenHandworterbuch des Postwesens Hrsg Bundesministerium fur das Post und Fernmeldewesen 2 vollig umgearbeitete Auflage Frankfurt am Main 1953 Seite 156 ff 3 vollig neu bearbeitete Auflage 1 Band A F Berlin 1971 Seite 355 ff Katalog Karl Schaper Objekte und Bilder Ausstellung des Deutschen Postmuseums Frankfurt am Main 1992 ISBN 3768530914 Herbert Leclerc Die Postabteilung des Bundespostmuseums in Archiv fur deutsche Postgeschichte Hrsg und Verlag Gesellschaft fur deutsche Postgeschichte Heft 1 1973 S 13 34Einzelnachweise Bearbeiten Herbert Leclerc Die Postabteilung des Bundespostmuseums Abschnitt Briefkasten und Briefbeutel S 30 Von seiner Vielfalt Beschaffenheit und von der Bekampfung des Staubs bei der Post In DGPT Abgerufen am 12 Dezember 2020 deutsch http www ukpt de pages publikationen zeitung php mid 19990403 Unfallkasse Post und Telekom uber den richtigen Umgang mit Rollbehaltern Katalog Karl Schaper Objekte und Bilder Reihe Hanser Carl Hanser Verlag 9 Auflage 1978 Titel Bundespost Seite 70 Wolf Wondratschks Merkblatt zum 49 ADAWeblinks Bearbeiten Commons Postbeutel Sammlung von Bildern Videos und Audiodateien Hersteller von Postbeutel Dortmunder Sackfabrik Otto Sticht GmbH Dortmunder Sackfabrik Otto Sticht auf den Seiten des WDR de Ungesicherte Angaben Vorbereitungs und Auslieferungsverfahren fur Brief und Paketzusteller an den Postkunden und die dazu notigen Komponenten auf www patent de comAbgerufen von https de wikipedia org w index php title Postbeutel amp oldid 209950241, wikipedia, wiki, deutsches

deutschland

buch, bücher, bibliothek

artikel

lesen, herunterladen

kostenlos

kostenloser herunterladen, MP3, Video, MP4, 3GP, JPG, JPEG, GIF, PNG, Bild, Musik, Lied, Film, Buch, Spiel, Spiele