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Pjotr Grigorjewitsch Grigorenko

Kyrillisch (Ukrainisch)
Петро́ Григо́рович Григоре́нко
Transl.: Petro Hryhorovyč Hryhorenko
Transkr.: Petro Hryhorowytsch Hryhorenko
Kyrillisch (Russisch)
Пётр Григо́рьевич Григоре́нко
Transl.: Pëtr Grigor'evič Grigorenko
Transkr.: Pjotr Grigorjewitsch Grigorenko

Pjotr Grigorjewitsch Grigorenko (ukrainisch transkribierte Schreibweise Petro Hryhorenko; * 3. Oktoberjul. /16. Oktober 1907greg. in Boryssiwka, Gouvernement Taurien, Russisches Kaiserreich; † 21. Februar 1987 in New York, USA) war ein sowjetischer Generalmajor, Dissident und Menschenrechtler.

Pjotr Grigorenko
Konterfei von Pjotr Grigorenko auf einer 2--Münze der Ukraine von 2007

Inhaltsverzeichnis

Pjotr Grigorenko wurde in einer armen Bauernfamilie in Boryssiwka (heute im Rajon Prymorsk der ukrainischen Oblast Saporischschja) am Ufer des Asowschen Meeres geboren. Er arbeitete als Mechaniker, Feuerwehrmann und Lokomotivführer und wurde 1927 Mitglied der Kommunistischen Partei. Zwischen 1929 und 1931 studierte er am Charkower Institut der Technologie und war Mitglied des Zentralkomitees der Komsomol der Ukraine.

Offizier

1931 wurde er Berufssoldat in der Roten Armee und ab Herbst 1937 studierte er an der Generalstabsakademie. Am 23. Februar 1938 wurde er zum Major befördert. 1939 schloss er das Studium mit Auszeichnung ab. Während des Deutsch-Sowjetischen Krieges diente er bei der Fernost- und bei der Baltischen Front und wurde zweimal verwundet. Am 2. Februar 1945 erhielt er den Rang eines Obersten.

Zwischen 1945 und 1961 war er in Forschung und Lehre an der Militärakademie M. W. Frunse beschäftigt. In dieser Zeit wurde er Kandidat der Militärwissenschaften, Professor für Kybernetik und Autor von 83 Werken über Militärgeschichte, -theorie und Kybernetik. 1959 beförderte man ihn zum Generalmajor.

Dissident

In einer Rede auf einer Parteikonferenz in Moskau am 7. September 1961 kritisierte er den Stalinismus und die Politik Nikita Chruschtschows. Daraufhin erhielt er einen strengen Verweis, wurde seines Lehramts an der Militärakademie enthoben und in den Fernöstlichen Militärbezirk versetzt. Im Herbst 1963 gründete er, während eines Urlaubs in Moskau, die illegale „Union des Kampfes für die Wiederbelebung des Leninismus“ deren Mitglieder sich aus Grigorenkos Söhnen sowie einige ihrer Freunde – Studenten und Offiziere bestand. Am 1. Februar 1964 wurde er vom KGB am Chabarowsker Flughafen zusammen mit seinen Söhnen festgenommen, nach Moskau gebracht und im Lefortowo-Gefängnis inhaftiert. Nachdem er nicht, wie verlangt, Reue zeigte und sich von seiner bisherigen Auffassung lossagte, wurde er unter dem Vorwurf antisowjetischer Tätigkeit degradiert, seiner Auszeichnungen und Pensionen beraubt, aus der Kommunistischen Partei ausgeschlossen und für verrückt erklärt.

In den folgenden Jahren hatte er massiv unter weiterer Verfolgung zu leiden, wurde wiederholt verhaftet und zu psychiatrischen Behandlungen gezwungen. 1971 erstellte der ukrainische Psychiater Semen Hlusman ein psychiatrisches Gutachten über Grigorenko, in dem er zu dem Schluss kam, dass Grigorenko geistig gesund war und aus politischen Gründen in psychiatrischen Anstalten einsaß. Für seine Verweigerung, bei Grigorenko eine psychische Erkrankung zu diagnostizieren, wurde Hlusmann 1972 zu sieben Jahren Arbeitslager und drei Jahren Verbannung in Sibirien verurteilt. Auch eine Psychiater-Kommission in Taschkent bescheinigte Grigorenko ein „klares Bewußtsein“. Ein Ärzteteam des Serbski-Instituts in Moskau unter Leitung eines KGB-Oberst stellte bei Grigorenko jedoch eine angebliche „pathologische paranoide Persönlichkeitsentwicklung“ unter Vorhandensein reformerischer Ideen fest.

Unter anderem setzte sich Andrei Sacharow 1974 in einem Brief an den amerikanischen Präsidenten Richard Nixon und den sowjetischen Staats- und Parteichef Leonid Breschnew für die Freilassung von Grigorenko ein. Amnesty International erklärte Grigorenko 1975 zu einem gewaltlosen politischen Gefangenen (Prisoner of conscience).

Zwischen 1967 und 1969 stellte Grigorenko Kontakt zur ukrainischen Menschenrechtsbewegung her und unterstütze die krimtatarische nationale Bewegung. 1969 demonstrierte er gegen den sowjetischen Einmarsch in Prag. Im Mai 1976 war er, neben Juri Orlow, Alexander Ginsburg und anderen, Gründungsmitglied der Moskauer Helsinki-Gruppe für Menschenrechte und von Februar bis November 1977 der inoffizielle Anführer der Gruppe. Über seinen engen Freund Mykola Rudenko trug er am 9. November 1976 zur Gründung der ukrainischen Helsinki-Gruppe bei.

Emigrant

Nach westlichen Protesten erhielt Grigorenko als klinisch diagnostizierter Geisteskranker am 4. November 1977, unter dem Vorwand zur Behandlung zu seinem Sohn Andrei in die USA reisen zu können, ein Ausreisevisum. Nachdem er und seine Frau in den Vereinigten Staaten ankamen, wurde ihm am 13. Februar 1978 die sowjetische Staatsbürgerschaft entzogen und die Rückkehr in die Sowjetunion verboten. In den USA erhielt er die amerikanische Staatsbürgerschaft und schloss sich, zusammen mit Nadija Switlytschna und Leonid Pljuschtsch der Außenvertretung der ukrainischen Helsinki-Gruppe an. 1979 ließ er sich von einem Team aus Psychologen und Psychiatern der amerikanisch psychiatrischen Gesellschaft untersuchen, das nach einer genauen Untersuchung keinerlei Anzeichen einer psychischen Erkrankung bei ihm feststellen konnte.

Grigorenko erlitt 1983 während eines Vortrages in Kansas City einen Schlaganfall, von dem er sich nie ganz erholte. Seine letzten Lebensjahre verbrachte er bettlägerig in seinem Haus im New Yorker Stadtteil Queens und starb 79-jährig im Beth Israel Hospital in Manhattan. Pjotr Grigorenko wurde auf dem Friedhof der ukrainisch-orthodoxen St. Andrew Memorial Church in South Bound Brook in New Jersey beerdigt.

Pjotr Grigorenko heiratete im September 1927 Maria Grigorenko. 1929 war die Geburt seines ersten Sohnes Anatoly. Im August 1934 starb der zweitgeborene Sohn Georg im Alter von sieben Monaten. Am 18. August 1935 kam ein weiterer Sohn zur Welt, der ebenfalls den Namen George erhielt. Am 1. Juli 1937 wurde Sohn Victor geboren. Im März 1943 ließ er sich von seiner ersten Frau scheiden und heiratete Sinaida Jegorowa. Im September 1945 kam Sohn Andrei zur Welt.

Gedenkstein für Pjotr Grigorenko auf dem Warschauer „Garten der Gerechten“

Pjotr Grigorenko erhielt zahlreiche sowjetische Orden und Ehrungen, die ihm später wieder aberkannt wurden. Darunter den Leninorden, zwei Mal den Rotbannerorden sowie den Orden des Roten Sterns und den Orden des Vaterländischen Krieges I. Klasse.

1993 wurde im Stadtbezirk Darnyzja der ukrainischen Hauptstadt Kiew ein 3 km langer Prospekt nach Pjotr Grigorenko (ukrainischПроспект Петра Григоренка) benannt. Vom Präsidenten der Ukraine Leonid Kutschma wurde ihm im Oktober 1997 postum der ukrainische Orden für Tapferkeit 1. Klasse verliehen. Am 17. Oktober 2007 gab die Nationalbank der Ukraine zu seinem Gedenken eine 2-Hrywnja-Münze heraus und am 7. April 2015 wurde ihm zum Gedenken im „Garten der Gerechten“ in Warschau ein Gedenkstein enthüllt und ein Baum gepflanzt.

  • „Erinnerungen“; C. Bertelsmann Verlag, München, 1981
  • „Aufzeichnungen aus Gefängnis und Irrenhaus“, Bern, Kuratorium Geistige Freiheit, 1970
  • „Der sowjetische Zusammenbruch 1941“, Frankfurt am Main, Possev-Verlag, 1969
  • „Genickschuß - die Rote Armee am 22. Juni 1941“, Pjotr Grigorenko, Alexander Moissejewitsch Nekritsch (rus. Алекса́ндр Моисе́евич Не́крич), Georges Haupt; Europa-Verlag, Wien/Frankfurt a. M./Zürich, 1969
Commons: Pjotr Grigorjewitsch Grigorenko – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien
  • in der Encyclopedia of Ukraine (englisch)
  • von Raissa Orlowa und Lew Kopelew in Die Zeit vom 28. Mai 1982
  • (englisch)
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  • Die Rückseite der UdSSR auf dirty.ru (russisch)
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Normdaten (Person): GND:(, ) | LCCN: | VIAF: |
Personendaten
NAME Grigorenko, Pjotr Grigorjewitsch
ALTERNATIVNAMEN Григоре́нко, Петро́ Григо́рович (ukrainisch); Hryhorenko, Petro Hryhorowytsch (ukrainisch transkribiert); Григоре́нко, Пётр Григо́рьевич (russisch)
KURZBESCHREIBUNG sowjetischer General und Dissident
GEBURTSDATUM 16. Oktober 1907
GEBURTSORT Boryssiwka, Gouvernement Taurien, Russisches Kaiserreich
STERBEDATUM 21. Februar 1987
STERBEORT New York City, Vereinigte Staaten

Pjotr Grigorjewitsch Grigorenko
pjotr, grigorjewitsch, grigorenko, sowjetischer, general, dissident, sprache, beobachten, bearbeiten, kyrillisch, ukrainisch, Петро, Григо, рович, Григоре, нкоtransl, petro, hryhorovyč, hryhorenkotranskr, petro, hryhorowytsch, hryhorenkokyrillisch, russisch, П. Pjotr Grigorjewitsch Grigorenko sowjetischer General und Dissident Sprache Beobachten Bearbeiten Kyrillisch Ukrainisch Petro Grigo rovich Grigore nkoTransl Petro Hryhorovyc HryhorenkoTranskr Petro Hryhorowytsch HryhorenkoKyrillisch Russisch Pyotr Grigo revich Grigore nkoTransl Petr Grigor evic GrigorenkoTranskr Pjotr Grigorjewitsch Grigorenko Pjotr Grigorjewitsch Grigorenko ukrainisch transkribierte Schreibweise Petro Hryhorenko 3 Oktoberjul 16 Oktober 1907greg in Boryssiwka Gouvernement Taurien Russisches Kaiserreich 21 Februar 1987 in New York USA war ein sowjetischer Generalmajor Dissident und Menschenrechtler Pjotr Grigorenko Konterfei von Pjotr Grigorenko auf einer 2 Munze der Ukraine von 2007 Inhaltsverzeichnis 1 Leben 1 1 Offizier 1 2 Dissident 1 3 Emigrant 2 Familie 3 Ehrungen 4 Veroffentlichungen Auswahl 5 Weblinks 6 EinzelnachweiseLeben BearbeitenPjotr Grigorenko wurde in einer armen Bauernfamilie in Boryssiwka heute im Rajon Prymorsk der ukrainischen Oblast Saporischschja am Ufer des Asowschen Meeres geboren Er arbeitete als Mechaniker Feuerwehrmann und Lokomotivfuhrer und wurde 1927 Mitglied der Kommunistischen Partei Zwischen 1929 und 1931 studierte er am Charkower Institut der Technologie und war Mitglied des Zentralkomitees der Komsomol der Ukraine 1 Offizier Bearbeiten 1931 wurde er Berufssoldat in der Roten Armee und ab Herbst 1937 studierte er an der Generalstabsakademie Am 23 Februar 1938 wurde er zum Major befordert 1939 schloss er das Studium mit Auszeichnung ab 2 Wahrend des Deutsch Sowjetischen Krieges diente er bei der Fernost und bei der Baltischen Front und wurde zweimal verwundet Am 2 Februar 1945 erhielt er den Rang eines Obersten 1 Zwischen 1945 und 1961 war er in Forschung und Lehre an der Militarakademie M W Frunse beschaftigt In dieser Zeit wurde er Kandidat der Militarwissenschaften Professor fur Kybernetik und Autor von 83 Werken uber Militargeschichte theorie und Kybernetik 1959 beforderte man ihn zum Generalmajor Dissident Bearbeiten In einer Rede auf einer Parteikonferenz in Moskau am 7 September 1961 kritisierte er den Stalinismus und die Politik Nikita Chruschtschows Daraufhin erhielt er einen strengen Verweis wurde seines Lehramts an der Militarakademie enthoben und in den Fernostlichen Militarbezirk versetzt Im Herbst 1963 grundete er wahrend eines Urlaubs in Moskau die illegale Union des Kampfes fur die Wiederbelebung des Leninismus deren Mitglieder sich aus Grigorenkos Sohnen sowie einige ihrer Freunde Studenten und Offiziere bestand Am 1 Februar 1964 wurde er vom KGB am Chabarowsker Flughafen zusammen mit seinen Sohnen festgenommen nach Moskau gebracht und im Lefortowo Gefangnis inhaftiert Nachdem er nicht wie verlangt Reue zeigte und sich von seiner bisherigen Auffassung lossagte wurde er unter dem Vorwurf antisowjetischer Tatigkeit degradiert seiner Auszeichnungen und Pensionen beraubt aus der Kommunistischen Partei ausgeschlossen und fur verruckt erklart In den folgenden Jahren hatte er massiv unter weiterer Verfolgung zu leiden wurde wiederholt verhaftet und zu psychiatrischen Behandlungen gezwungen 1 1971 erstellte der ukrainische Psychiater Semen Hlusman ein psychiatrisches Gutachten uber Grigorenko in dem er zu dem Schluss kam dass Grigorenko geistig gesund war und aus politischen Grunden in psychiatrischen Anstalten einsass 3 2 Fur seine Verweigerung bei Grigorenko eine psychische Erkrankung zu diagnostizieren wurde Hlusmann 1972 zu sieben Jahren Arbeitslager und drei Jahren Verbannung in Sibirien verurteilt 4 5 Auch eine Psychiater Kommission in Taschkent bescheinigte Grigorenko ein klares Bewusstsein Ein Arzteteam des Serbski Instituts in Moskau unter Leitung eines KGB Oberst stellte bei Grigorenko jedoch eine angebliche pathologische paranoide Personlichkeitsentwicklung unter Vorhandensein reformerischer Ideen fest 6 Unter anderem setzte sich Andrei Sacharow 1974 in einem Brief an den amerikanischen Prasidenten Richard Nixon und den sowjetischen Staats und Parteichef Leonid Breschnew fur die Freilassung von Grigorenko ein 7 Amnesty International erklarte Grigorenko 1975 zu einem gewaltlosen politischen Gefangenen Prisoner of conscience 8 Zwischen 1967 und 1969 stellte Grigorenko Kontakt zur ukrainischen Menschenrechtsbewegung her und unterstutze die krimtatarische nationale Bewegung 1969 demonstrierte er gegen den sowjetischen Einmarsch in Prag Im Mai 1976 war er neben Juri Orlow Alexander Ginsburg und anderen Grundungsmitglied der Moskauer Helsinki Gruppe fur Menschenrechte und von Februar bis November 1977 der inoffizielle Anfuhrer der Gruppe 1 Uber seinen engen Freund Mykola Rudenko trug er am 9 November 1976 zur Grundung der ukrainischen Helsinki Gruppe bei 9 10 Emigrant Bearbeiten Nach westlichen Protesten erhielt Grigorenko als klinisch diagnostizierter Geisteskranker am 4 November 1977 unter dem Vorwand zur Behandlung zu seinem Sohn Andrei in die USA reisen zu konnen ein Ausreisevisum Nachdem er und seine Frau in den Vereinigten Staaten ankamen wurde ihm am 13 Februar 1978 die sowjetische Staatsburgerschaft entzogen und die Ruckkehr in die Sowjetunion verboten In den USA erhielt er die amerikanische Staatsburgerschaft 11 und schloss sich zusammen mit Nadija Switlytschna und Leonid Pljuschtsch der Aussenvertretung der ukrainischen Helsinki Gruppe an 12 1979 liess er sich von einem Team aus Psychologen und Psychiatern der amerikanisch psychiatrischen Gesellschaft untersuchen das nach einer genauen Untersuchung keinerlei Anzeichen einer psychischen Erkrankung bei ihm feststellen konnte 13 Grigorenko erlitt 1983 wahrend eines Vortrages in Kansas City einen Schlaganfall von dem er sich nie ganz erholte Seine letzten Lebensjahre verbrachte er bettlagerig in seinem Haus im New Yorker Stadtteil Queens 14 und starb 79 jahrig im Beth Israel Hospital in Manhattan 14 15 Pjotr Grigorenko wurde auf dem Friedhof der ukrainisch orthodoxen St Andrew Memorial Church in South Bound Brook in New Jersey beerdigt 16 Familie BearbeitenPjotr Grigorenko heiratete im September 1927 Maria Grigorenko 1929 war die Geburt seines ersten Sohnes Anatoly Im August 1934 starb der zweitgeborene Sohn Georg im Alter von sieben Monaten Am 18 August 1935 kam ein weiterer Sohn zur Welt der ebenfalls den Namen George erhielt Am 1 Juli 1937 wurde Sohn Victor geboren Im Marz 1943 liess er sich von seiner ersten Frau scheiden und heiratete Sinaida Jegorowa Im September 1945 kam Sohn Andrei zur Welt 9 Gedenkstein fur Pjotr Grigorenko auf dem Warschauer Garten der Gerechten Ehrungen BearbeitenPjotr Grigorenko erhielt zahlreiche sowjetische Orden und Ehrungen die ihm spater wieder aberkannt wurden Darunter den Leninorden zwei Mal den Rotbannerorden sowie den Orden des Roten Sterns und den Orden des Vaterlandischen Krieges 17 18 I Klasse 1993 wurde im Stadtbezirk Darnyzja der ukrainischen Hauptstadt Kiew ein 3 km langer Prospekt nach Pjotr Grigorenko ukrainisch Prospekt Petra Grigorenka benannt 19 Vom Prasidenten der Ukraine Leonid Kutschma wurde ihm im Oktober 1997 postum der ukrainische Orden fur Tapferkeit 1 Klasse verliehen 20 Am 17 Oktober 2007 gab die Nationalbank der Ukraine zu seinem Gedenken eine 2 Hrywnja Munze heraus 21 und am 7 April 2015 wurde ihm zum Gedenken im Garten der Gerechten in Warschau ein Gedenkstein enthullt und ein Baum gepflanzt 22 Veroffentlichungen Auswahl Bearbeiten Erinnerungen C Bertelsmann Verlag Munchen 1981 Aufzeichnungen aus Gefangnis und Irrenhaus Bern Kuratorium Geistige Freiheit 1970 Der sowjetische Zusammenbruch 1941 Frankfurt am Main Possev Verlag 1969 Genickschuss die Rote Armee am 22 Juni 1941 Pjotr Grigorenko Alexander Moissejewitsch Nekritsch rus Aleksa ndr Moise evich Ne krich Georges Haupt Europa Verlag Wien Frankfurt a M Zurich 1969 23 Weblinks Bearbeiten Commons Pjotr Grigorjewitsch Grigorenko Sammlung von Bildern Videos und Audiodateien Artikel zu Grigorenko Petro in der Encyclopedia of Ukraine englisch Die Erinnerungen Pjotr Grigorenkos Der Hauptheld ist die Wahrheit von Raissa 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Grigorenko von Semen Hlusman 1971 abgerufen am 6 Marz am 2016 Medicine Betrayed The Participation of Doctors in Human Rights Abuses Seite 73 abgerufen am 6 Marz 2016 Changing American Psychiatry A Personal Perspective Seite 95 abgerufen am 6 Marz 2016 Lebenslauf von Semen Hlusman Memento des Originals vom 16 Marz 2012 auf WebCite Info Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht gepruft Bitte prufe Original und Archivlink gemass Anleitung und entferne dann diesen Hinweis 1 2 Vorlage Webachiv IABot upa psychiatry org ua auf der Webseite der ukrainischen Psychiatrischen Vereinigung abgerufen am 6 Marz 2016 SOWJET UNION Uniform unterm Kittel im Spiegel vom 1 November 1971 abgerufen am 6 Marz 2016 SOWJET UNION Hinter der Maske im Spiegel vom 1 Juli 1974 abgerufen am 6 Marz 2016 Prisoners of conscience in the USSR Memento vom 13 November 2015 im Internet Archive Amnesty International Publications ISBN 0 900058 13 7 abgerufen am 6 Marz 2016 englisch a b Biografie Pjotr 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