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Philipp Wurzbacher

Philipp Wurzbacher (vollständiger Name Johann Philipp Wurzbacher, * 26. Mai 1898 in Selbitz (Oberfranken); † 31. März 1984 in Altdorf bei Nürnberg) war ein deutscher Politiker und SA-Führer, zuletzt im Rang eines SA-Brigadeführers. Er war von 1933 bis 1945 Mitglied des Reichstages.

Deutsches Kaiserreich

Wurzbacher wurde als Sohn eines Fabrikwebers geboren. In seiner Jugend besuchte er die Volksschule in seinem Geburtsort Selbitz. Anschließend absolvierte er eine Ausbildung an der kaufmännischen Fachschule Nürnberg.

Während des Ersten Weltkriegs wurde Wurzbacher ab dem 1. Dezember 1916 im Pionier-Bataillon Nürnberg ausgebildet. Anschließend wurde er zur Minenwerfer-Kompanie der 11. Bayerischen Division versetzt, mit der er 1917 an den Stellungskämpfen am Chemin-des-Dames (Frankreich) teilnahm. Nachdem er aufgrund einer Verwundung mehrere Monate in einem Lazarett verbringen musste, kehrte er wieder zu seiner Einheit zurück.

Weimarer Republik

Nach dem Kriegsende wurde er am 24. Januar 1919 aus dem Heeresdienst entlassen. In der ersten Nachkriegszeit begann Wurzbacher sich in Kreisen der extremen politischen Rechten zu engagieren. Nachdem er zeitweise dem Freikorps Roßbach, der Organisation Consul und dem Bund Wiking angehört hatte, trat er am 21. Oktober 1922 erstmals in die NSDAP ein.

Beruflich betätigte Wurzbacher sich in dieser Zeit als selbständiger Kaufmann (Herstellung und Vertrieb von Handstickereien), später als Verlagsleiter des Völkischen Beobachters in Franken.

Nach dem Verbot der NSDAP im November 1923 und ihrer Neugründung 1925 trat Wurzbacher ihr am 8. August 1927 wieder bei (Mitgliedsnummer 65.782). Nach dem Zerfall der ab 1925 ebenfalls wieder aufgestellten SA in Franken im Jahr 1928 infolge von internen Konflikten wurde Wurzbacher damit betraut, die fränkische SA zusammen mit Julius Streicher neu aufzubauen.

Als Führer der SA-Standarte 1 „Franken“ (Nürnberg) wurde Wurzbacher am 1. Januar 1929 bestätigt und am 8. Mai 1931 zum SA-Standartenführer befördert. Vom 8. Mai 1931 bis zum 13. April 1932 führte Wurzbacher dann die SA-Standarte 14, deren Führung er nach der Aufhebung des 1932 erlassenen zeitweisen SA-Verbots am 1. Juli 1932 erneut übernahm.

Ab 1929 war Wurzbacher außerdem Bezirksvorsteher des Wohlfahrtsamtes Nürnberg-Süd.

Zeit des Nationalsozialismus

Nach der Machtübertragung an die Nationalsozialisten behielt Wurzbacher weiterhin die Führung der SA-Standarte 14 in Nürnberg. Im April 1933 war Wurzbacher an Organisation und Durchführung des antijüdischen Boykotts in Nürnberg beteiligt. Während des Nürnberger Reichsparteitages 1933 wurde er zum SA-Oberführer befördert.

Vom 24. August 1934 bis 1945 war Wurzbacher Führer der SA-Brigade 78 „Mittelfranken“ und wurde schließlich am 1. Mai 1937 zum SA-Brigadeführer befördert. Wurzbacher war Träger des goldenen Ehrenzeichens der NSDAP.

Bei der Reichstagswahl vom März 1933 zog Wurzbacher in das Parlament ein. Bei den Wahlen vom November 1933, März 1936 und April 1938 wurde sein Mandat bestätigt, so dass er dem nationalsozialistischen Reichstag insgesamt bis zum Mai 1945 als Vertreter des Wahlkreises 26 (Franken) angehörte.

Im Zweiten Weltkrieg nahm er vom Kriegsbeginn bis zur Kapitulation im Mai 1945 als Freiwilliger der Wehrmacht teil. Zuerst im Infanterie-Regiment 213, ab 1940 beim Infanterie-Regiment 186 (Ostfront), zuletzt bis Mai 1945 bei der Panzerjägerabteilung der 334. Infanterie-Division in Italien. Bei Kriegsende war er im Range eines Hauptmanns.

Nachkriegszeit

Nach amerikanischer Kriegsgefangenschaft und Internierungslager wurde Wurzbacher Mitte 1953 in die Heimat entlassen. Wurzbacher verstarb 1984 in Altdorf bei Nürnberg.

Wurzbacher war verheiratet und hatte zwei Kinder. Er wohnte in Nürnberg und Schwarzenbruck.

  • Joachim Lilla, Martin Döring, Andreas Schulz: Statisten in Uniform: Die Mitglieder des Reichstags 1933–1945. Ein biographisches Handbuch. Unter Einbeziehung der völkischen und nationalsozialistischen Reichstagsabgeordneten ab Mai 1924. Droste, Düsseldorf 2004, ISBN 3-7700-5254-4,S.743.
  • in der Datenbank der Reichstagsabgeordneten
  1. Der Selbitzer Bockpfeifer, #13/1969, S. 51
  2. , 26. Januar 2010Vorlage:Toter Link/mdz12.bib-bvb.de (Seite nicht mehr abrufbar, Suche in )
  3. (PDF) Bernhard Kolb, Gerhard Jochem, Juni 2007, abgerufen am 10. Juni 2017 (Januar 2003 / Juni 2007).
  4. Zeno.org, 2017, abgerufen am 10. Juni 2017.
  5. (Memento desOriginals vom 30. Juni 2012 im Webarchiv archive.today) Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe Original- und Archivlink gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.Vorlage:Webachiv/IABot/mdz12.bib-bvb.de, 26. Januar 2010
Normdaten (Person): GND:(, ) | VIAF: |Wikipedia-Personensuche
Personendaten
NAME Wurzbacher, Philipp
ALTERNATIVNAMEN Wurzbacher, Johann Philipp (vollständiger Name)
KURZBESCHREIBUNG deutscher Politiker (NSDAP), MdR
GEBURTSDATUM 26. Mai 1898
GEBURTSORT Selbitz (Oberfranken)
STERBEDATUM 31. März 1984
STERBEORT Altdorf bei Nürnberg

Philipp Wurzbacher
philipp, wurzbacher, deutscher, politiker, nsdap, sprache, beobachten, bearbeiten, vollständiger, name, johann, 1898, selbitz, oberfranken, märz, 1984, altdorf, nürnberg, deutscher, politiker, führer, zuletzt, rang, eines, brigadeführers, 1933, 1945, mitglied,. Philipp Wurzbacher deutscher Politiker NSDAP MdR Sprache Beobachten Bearbeiten Philipp Wurzbacher vollstandiger Name Johann Philipp Wurzbacher 1 26 Mai 1898 in Selbitz Oberfranken 31 Marz 1984 in Altdorf bei Nurnberg war ein deutscher Politiker und SA Fuhrer zuletzt im Rang eines SA Brigadefuhrers Er war von 1933 bis 1945 Mitglied des Reichstages Philipp Wurzbacher Inhaltsverzeichnis 1 Leben 1 1 Deutsches Kaiserreich 1 2 Weimarer Republik 1 3 Zeit des Nationalsozialismus 1 4 Nachkriegszeit 2 Familie 3 Literatur 4 Weblinks 5 EinzelnachweiseLeben BearbeitenDeutsches Kaiserreich Bearbeiten Wurzbacher wurde als Sohn eines Fabrikwebers geboren In seiner Jugend besuchte er die Volksschule in seinem Geburtsort Selbitz Anschliessend absolvierte er eine Ausbildung an der kaufmannischen Fachschule Nurnberg Wahrend des Ersten Weltkriegs wurde Wurzbacher ab dem 1 Dezember 1916 im Pionier Bataillon Nurnberg ausgebildet Anschliessend wurde er zur Minenwerfer Kompanie der 11 Bayerischen Division versetzt mit der er 1917 an den Stellungskampfen am Chemin des Dames Frankreich teilnahm Nachdem er aufgrund einer Verwundung mehrere Monate in einem Lazarett verbringen musste kehrte er wieder zu seiner Einheit zuruck Weimarer Republik Bearbeiten Nach dem Kriegsende wurde er am 24 Januar 1919 aus dem Heeresdienst entlassen In der ersten Nachkriegszeit begann Wurzbacher sich in Kreisen der extremen politischen Rechten zu engagieren Nachdem er zeitweise dem Freikorps Rossbach der Organisation Consul und dem Bund Wiking angehort hatte trat er am 21 Oktober 1922 erstmals in die NSDAP ein Beruflich betatigte Wurzbacher sich in dieser Zeit als selbstandiger Kaufmann Herstellung und Vertrieb von Handstickereien spater als Verlagsleiter des Volkischen Beobachters in Franken 2 Nach dem Verbot der NSDAP im November 1923 und ihrer Neugrundung 1925 trat Wurzbacher ihr am 8 August 1927 wieder bei Mitgliedsnummer 65 782 Nach dem Zerfall der ab 1925 ebenfalls wieder aufgestellten SA in Franken im Jahr 1928 infolge von internen Konflikten wurde Wurzbacher damit betraut die frankische SA zusammen mit Julius Streicher neu aufzubauen Als Fuhrer der SA Standarte 1 Franken Nurnberg wurde Wurzbacher am 1 Januar 1929 bestatigt und am 8 Mai 1931 zum SA Standartenfuhrer befordert Vom 8 Mai 1931 bis zum 13 April 1932 fuhrte Wurzbacher dann die SA Standarte 14 deren Fuhrung er nach der Aufhebung des 1932 erlassenen zeitweisen SA Verbots am 1 Juli 1932 erneut ubernahm Ab 1929 war Wurzbacher ausserdem Bezirksvorsteher des Wohlfahrtsamtes Nurnberg Sud Zeit des Nationalsozialismus Bearbeiten Nach der Machtubertragung an die Nationalsozialisten behielt Wurzbacher weiterhin die Fuhrung der SA Standarte 14 in Nurnberg Im April 1933 war Wurzbacher an Organisation und Durchfuhrung des antijudischen Boykotts in Nurnberg beteiligt 3 4 Wahrend des Nurnberger Reichsparteitages 1933 wurde er zum SA Oberfuhrer befordert Vom 24 August 1934 bis 1945 war Wurzbacher Fuhrer der SA Brigade 78 Mittelfranken und wurde schliesslich am 1 Mai 1937 zum SA Brigadefuhrer befordert Wurzbacher war Trager des goldenen Ehrenzeichens der NSDAP Bei der Reichstagswahl vom Marz 1933 zog Wurzbacher in das Parlament ein Bei den Wahlen vom November 1933 Marz 1936 und April 1938 wurde sein Mandat bestatigt so dass er dem nationalsozialistischen Reichstag insgesamt bis zum Mai 1945 als Vertreter des Wahlkreises 26 Franken angehorte Im Zweiten Weltkrieg nahm er vom Kriegsbeginn bis zur Kapitulation im Mai 1945 als Freiwilliger der Wehrmacht teil Zuerst im Infanterie Regiment 213 ab 1940 beim Infanterie Regiment 186 Ostfront zuletzt bis Mai 1945 bei der Panzerjagerabteilung der 334 Infanterie Division in Italien Bei Kriegsende war er im Range eines Hauptmanns Nachkriegszeit Bearbeiten Nach amerikanischer Kriegsgefangenschaft und Internierungslager wurde Wurzbacher Mitte 1953 in die Heimat entlassen Wurzbacher verstarb 1984 in Altdorf bei Nurnberg Familie BearbeitenWurzbacher war verheiratet und hatte zwei Kinder Er wohnte in Nurnberg 5 und Schwarzenbruck Literatur BearbeitenJoachim Lilla Martin Doring Andreas Schulz Statisten in Uniform Die Mitglieder des Reichstags 1933 1945 Ein biographisches Handbuch Unter Einbeziehung der volkischen und nationalsozialistischen Reichstagsabgeordneten ab Mai 1924 Droste Dusseldorf 2004 ISBN 3 7700 5254 4 S 743 Weblinks BearbeitenPhilipp Wurzbacher in der Datenbank der ReichstagsabgeordnetenEinzelnachweise Bearbeiten Der Selbitzer Bockpfeifer 13 1969 S 51 Reichstagshandbucher 1938 26 Januar 2010 1 2 Vorlage Toter Link mdz12 bib bvb de Seite nicht mehr abrufbar Suche in Webarchiven Die Juden in Nurnberg 1839 1945 PDF Bernhard Kolb Gerhard Jochem Juni 2007 abgerufen am 10 Juni 2017 Januar 2003 Juni 2007 Geschichte Der Nurnberger Prozess Einhundertsiebzehnter Tag Dienstag 30 April 1946 Vormittagssitzung Zeno org 2017 abgerufen am 10 Juni 2017 Reichstagshandbucher 1936 Memento des Originals vom 30 Juni 2012 im Webarchiv archive today Info Der Archivlink wurde 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