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Perigonblatt

Als Perigonblatt oder Tepalum wird bei Blütenpflanzen ein Blatt der Blütenhülle bezeichnet, wenn die Blütenhülle nicht in Kelch und Krone gegliedert ist. Diese gleichförmige, aus gleichgestalteten und gleichgefärbten Blütenhüllblättern bestehende Blütenhülle wird als Perigon oder einfaches Perianth bezeichnet.

Geöffnete Blüte der Feuer-Lilie (Lilium bulbiferum) mit sechs Perigonblättern in zwei Kreisen.
Magnolia denudata: Geöffnete Magnolienblüte mit relativ gleichgeformten und -gefärbten, schraubig angeordneten Perigonblättern.

Inhaltsverzeichnis

Perigonblätter erfüllen beide Funktionen der Blütenhülle, Schutz im Knospenstadium und Anlockung von Bestäubern.

Perigonblätter stehen in ein, zwei oder mehr Wirteln oder auch schraubig. Das Perigon kann einkreisig, einfach sein (haplo- oder monochlamydeisch) und (homoiochlamydeisch), es kann dann kelchähnlich sein (prophylloid, sepaloid), wie etwa bei Juncus, Fagus oder Rumex, oder es sind alle Tepalen kronblattähnlich (petaloid, corolloid) wie bei der Tulpe.

Im ebenfalls homoiochlamydeischen, zwei- (dichlamydeisch) oder mehrkreisigen, mehrfachen Perigon (Pseudoperigon), können die Blätter im inneren und äußeren Kreis auch unterschiedlich in Größe und Form sein (heterotepal), so etwa beim Schneeglöckchen oder den Orchideengewächsen. Ein zweikreisiges Perigon ist besonders bei Monokotyledonen häufig anzutreffen.

Beim sogenannten heterotepalen Perigon sind die Tepalen unterschiedlich ausgebildet. Oft geht dieser Unterschied so weit, dass der äußere Tepalenkreis bereits als Krone bezeichnet wird, wie etwa bei vielen Commelinaceae oder Bromeliaceae.

Die einzelnen Tepalen können sehr groß und auffällig gefärbt sein, kron-, blütenblattähnlich (petaloid, corolloid, korollinisch) z. B. bei der Tulpe oder Anemone nemorosa, sie können aber auch klein und unscheinbar, kelch-, vor-, hochblattähnlich (hypsophyll-, prophyll-, sepaloid) z. B. bei Scheuchzeria palustris sein.

Wenn die Tepalen ganz oder teilweise verwachsen sind, wird das als Syntepalie und wenn sie frei, unverwachsen sind, als chori- oder apotepal bezeichnet.

Perigonium wurde von Ehrhardt in der Bedeutung von Perianth (Kelch und Krone) eingeführt. Link hat 1798 Perigon für die einheitliche Blütenhülle verwendet. Seitdem ist es in dieser Bedeutung in Gebrauch. Der Begriff Tepalum wurde von Augustin Pyramus de Candolle 1827 in Analogie zu den bereits gebräuchlichen Begriffen Petalum und Sepalum eingeführt. Es ist ein Kunstwort und als Anagramm aus Petalum gebildet.

  1. Manfred A. Fischer, Karl Oswald, Wolfgang Adler: Exkursionsflora für Österreich, Liechtenstein und Südtirol. 3., verbesserte Auflage. Land Oberösterreich, Biologiezentrum der Oberösterreichischen Landesmuseen, Linz 2008, ISBN 978-3-85474-187-9,S.93f.
  2. Peter Leins, Claudia Erbar: Blüte und Frucht. Aspekte der Morphologie, Entwicklungsgeschichte, Phylogenie, Funktion und Ökologie. Schweizerbart, Stuttgart 2000, ISBN 3-510-65194-4,S.38–42.
  3. Gerhard Wagenitz: Wörterbuch der Botanik. Morphologie, Anatomie, Taxonomie, Evolution. Mit englisch-deutschem und französisch-deutschem Register. 2. erweiterte Auflage. Nikol, Hamburg 2008, ISBN 978-3-937872-94-0,S.236, 326 (Lizenzausgabe von 2003).

Perigonblatt
perigonblatt, blatt, einer, nicht, kelch, krone, gegliederten, blütenhülle, sprache, beobachten, bearbeiten, weitergeleitet, perigon, oder, tepalum, wird, blütenpflanzen, blatt, blütenhülle, bezeichnet, wenn, blütenhülle, nicht, kelch, krone, gegliedert, diese. Perigonblatt Blatt einer nicht in Kelch und Krone gegliederten Blutenhulle Sprache Beobachten Bearbeiten Weitergeleitet von Perigon Als Perigonblatt oder Tepalum wird bei Blutenpflanzen ein Blatt der Blutenhulle bezeichnet wenn die Blutenhulle nicht in Kelch und Krone gegliedert ist Diese gleichformige aus gleichgestalteten und gleichgefarbten Blutenhullblattern bestehende Blutenhulle wird als Perigon oder einfaches Perianth bezeichnet 1 Geoffnete Blute der Feuer Lilie Lilium bulbiferum mit sechs Perigonblattern in zwei Kreisen Magnolia denudata Geoffnete Magnolienblute mit relativ gleichgeformten und gefarbten schraubig angeordneten Perigonblattern Inhaltsverzeichnis 1 Aufbau und Funktion 2 Historisches 3 Siehe auch 4 Literatur 5 EinzelnachweiseAufbau und Funktion BearbeitenPerigonblatter erfullen beide Funktionen der Blutenhulle Schutz im Knospenstadium und Anlockung von Bestaubern 2 Perigonblatter stehen in ein zwei oder mehr Wirteln oder auch schraubig 1 Das Perigon kann einkreisig einfach sein haplo oder monochlamydeisch und homoiochlamydeisch es kann dann kelchahnlich sein prophylloid sepaloid wie etwa bei Juncus Fagus oder Rumex oder es sind alle Tepalen kronblattahnlich petaloid corolloid wie bei der Tulpe Im ebenfalls homoiochlamydeischen zwei dichlamydeisch oder mehrkreisigen mehrfachen Perigon Pseudoperigon konnen die Blatter im inneren und ausseren Kreis auch unterschiedlich in Grosse und Form sein heterotepal so etwa beim Schneeglockchen oder den Orchideengewachsen 1 Ein zweikreisiges Perigon ist besonders bei Monokotyledonen haufig anzutreffen 2 Beim sogenannten heterotepalen Perigon sind die Tepalen unterschiedlich ausgebildet Oft geht dieser Unterschied so weit dass der aussere Tepalenkreis bereits als Krone bezeichnet wird wie etwa bei vielen Commelinaceae oder Bromeliaceae Die einzelnen Tepalen konnen sehr gross und auffallig gefarbt sein kron blutenblattahnlich petaloid corolloid korollinisch z B bei der Tulpe oder Anemone nemorosa sie konnen aber auch klein und unscheinbar kelch vor hochblattahnlich hypsophyll prophyll sepaloid z B bei Scheuchzeria palustris sein Wenn die Tepalen ganz oder teilweise verwachsen sind wird das als Syntepalie und wenn sie frei unverwachsen sind als chori oder apotepal bezeichnet Historisches BearbeitenPerigonium wurde von Ehrhardt in der Bedeutung von Perianth Kelch und Krone eingefuhrt Link hat 1798 Perigon fur die einheitliche Blutenhulle verwendet Seitdem ist es in dieser Bedeutung in Gebrauch Der Begriff Tepalum wurde von Augustin Pyramus de Candolle 1827 in Analogie zu den bereits gebrauchlichen Begriffen Petalum und Sepalum eingefuhrt Es ist ein Kunstwort und als Anagramm aus Petalum gebildet 3 Siehe auch BearbeitenNebenkrone oder NebenperigonLiteratur BearbeitenJoachim W Kadereit Christian Korner Benedikt Kost Uwe Sonnewald Strasburger Lehrbuch der Pflanzenwissenschaften Springer Spektrum 37 vollstandig uberarbeitete amp aktualisierte Auflage Berlin amp Heidelberg 2014 ISBN 978 3 642 54434 7 Print ISBN 978 3 642 54435 4 eBook Focko Weberling Morphology of Flowers and Inflorescences Cambridge Univ Press 1992 ISBN 0 521 25134 6 Einzelnachweise Bearbeiten a b c Manfred A Fischer Karl Oswald Wolfgang Adler Exkursionsflora fur Osterreich Liechtenstein und Sudtirol 3 verbesserte Auflage Land Oberosterreich Biologiezentrum der Oberosterreichischen Landesmuseen Linz 2008 ISBN 978 3 85474 187 9 S 93 f a b Peter Leins Claudia Erbar Blute und Frucht Aspekte der Morphologie Entwicklungsgeschichte Phylogenie Funktion und Okologie Schweizerbart Stuttgart 2000 ISBN 3 510 65194 4 S 38 42 Gerhard Wagenitz Worterbuch der Botanik Morphologie Anatomie Taxonomie Evolution Mit englisch deutschem und franzosisch deutschem Register 2 erweiterte Auflage Nikol Hamburg 2008 ISBN 978 3 937872 94 0 S 236 326 Lizenzausgabe von 2003 Abgerufen von https de wikipedia org w index php title Perigonblatt amp oldid 213180869, wikipedia, wiki, deutsches

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