fbpx
Wikipedia

Paris

360°-Panorama von Paris, fotografiert vom Eiffelturm aus. Eine ausführliche Beschreibung des Panoramas findet sich hier

Lage

Region Île-de-France mit dem 75. Département, der Stadt Paris. Die Vororte (banlieues) von Paris befinden sich in den Départements 92 (Hauts-de-Seine), 93 (Seine-Saint-Denis) und 94 (Val-de-Marne)

Das Stadtgebiet hat eine Fläche von 105,34 Quadratkilometern. Das entspricht ungefähr der Fläche von Mainz und weniger als 12 Prozent der Fläche Berlins. Die Metropolregion erstreckt sich über eine Bodenfläche von 14.518 Quadratkilometern. Das entspricht etwa der Fläche Schleswig-Holsteins. Die Stadt liegt im Zentrum des Pariser Beckens durchschnittlich65 m. Die Seine verlässt, je nach Wasserstand, in25 m das Stadtgebiet. Paris ist umgeben von den beiden großen Stadtwäldern, die der Bevölkerung als Naherholungsgebiete dienen.

Klima

Paris befindet sich in der gemäßigten Klimazone. Die Jahresmitteltemperatur beträgt 10,8 Grad Celsius und die durchschnittliche Jahresniederschlagsmenge 649,6 Millimeter. Der wärmste Monat ist der Juli mit 18,4 Grad Celsius im Mittel, der kälteste der Januar mit durchschnittlich 3,5 Grad Celsius. Der meiste Niederschlag fällt im Mai mit 65,0 Millimetern im Mittel, der wenigste im August mit durchschnittlich 43,0 Millimetern.

Seit 1873 finden in Paris regelmäßige meteorologische Messungen statt. Die tiefste bisher festgestellte Temperatur betrug −23,9 Grad Celsius und stammt vom 10. Dezember 1879. Der Wärmerekord liegt bei 42,6 Grad Celsius und wurde am 25. Juli 2019 im Parc Montsouris gemessen. Der bis dahin höchste Lufttemperaturwert betrug 40,4 Grad Celsius und war am 28. Juli 1947 ebenfalls im Parc Montsouris gemessen worden.

Paris
Klimadiagramm
JFMAMJJASOND
54
7
3
44
8
3
49
12
5
53
15
7
65
19
11
55
22
13
63
24
16
43
25
15
55
21
13
60
16
9
52
10
5
59
8
4
Temperatur in°C, Niederschlag inmm
Quelle: ; Luftfeuchtigkeit, Sonnenscheindauer:
Monatliche Durchschnittstemperaturen und -niederschläge für Paris
Jan Feb Mär Apr Mai Jun Jul Aug Sep Okt Nov Dez
Max. Temperatur (°C) 6,9 8,2 11,8 14,7 19,0 21,8 24,4 24,6 20,8 15,8 10,4 7,8 Ø 15,6
Min. Temperatur (°C) 2,5 2,8 5,1 6,8 10,5 13,3 15,5 15,4 12,5 9,2 5,3 3,6 Ø 8,6
Temperatur (°C) 4,7 5,5 8,4 10,7 14,7 17,5 19,9 20,0 16,6 12,5 7,8 5,7 Ø 12
Niederschlag (mm) 53,7 43,7 48,5 53,0 65,0 54,6 63,1 43,0 54,7 59,7 51,9 58,7 Σ 649,6
Sonnenstunden (h/d) 1,9 2,9 5,1 6,0 7,5 8,1 7,8 7,1 6,0 4,1 2,0 1,5 Ø 5
Regentage (d) 10,2 9,3 10,4 9,4 10,3 8,6 8,0 6,9 8,5 9,5 9,7 10,7 Σ 111,5
Luftfeuchtigkeit (%) 86 81 76 69 71 73 73 74 79 85 87 88 Ø 78,5
T
e
m
p
e
r
a
t
u
r
6,9
2,5
8,2
2,8
11,8
5,1
14,7
6,8
19,0
10,5
21,8
13,3
24,4
15,5
24,6
15,4
20,8
12,5
15,8
9,2
10,4
5,3
7,8
3,6
Jan Feb Mär Apr Mai Jun Jul Aug Sep Okt Nov Dez
N
i
e
d
e
r
s
c
h
l
a
g
53,7
43,7
48,5
53,0
65,0
54,6
63,1
43,0
54,7
59,7
51,9
58,7
Jan Feb Mär Apr Mai Jun Jul Aug Sep Okt Nov Dez
Quelle: ; Luftfeuchtigkeit, Sonnenscheindauer:

Geologie

Das Pariser Becken bildet eine große Schichtstufenlandschaft. Schüsselförmig liegen hier die Schichten des Mesozoikums und des Paläogens (früher Alttertiär) ineinander und sind von der Abtragung zu einer weit gespannten Stufenlandschaft ausgearbeitet worden, deren Stufen sich jeweils nach außen richten.

Nur im östlichen Teil herrschen am Abfall dieser Stufen gegen die Saône-Furche tektonische Bruchlinien vor. Sie bewirken die steilen Abfälle des Plateaus von Langres und der Côte d’Or (bis 636 Meter), die berühmte Weinbaugebiete sind, da sie im Regenschatten der Leeseite größere Sonnenscheindauer haben und zudem noch die Vorteile der Südexposition genießen.

Eine gewisse Ungleichförmigkeit besteht insofern, als die Schichtenfolge im nordöstlichen Teil vollkommener ist als im Westen. Die etwas stärkere Heraushebung des Ostflügels hat auch allgemein größere Höhenunterschiede und eine markantere Herausbildung der Stufen mit sich gebracht. Beckeneinwärts ragt als bedeutende Stufe die der Eozänen-Kalke auf, in deren Innerem die Île-de-France, das Ballungsgebiet von Paris, eingebettet liegt.

Seine

Hauptartikel: Seinebrücken in Paris
Die Île aux Cygnes mit den Bäumen der Allée des Cygnes

Die Seine verbindet Paris mit Burgund im Landesinneren und mit dem Ärmelkanal an der Nordküste. Der hier leichte Übergang über sie war der wichtigste Faktor für die Entstehung und Entwicklung der Stadt, die auf der größten der seinerzeit zahlreichen Seineinseln ihren Ursprung hat. Sie spaltet die Stadt in zwei ungleiche Uferhälften, das nördliche Ufer, das grob betrachtet dem Handel und Finanzen gewidmete rechte Ufer (Rive Droite) und die südliche Stadthälfte am linken Ufer (Rive Gauche), die mit dem Quartier Latin als Viertel der Intellektuellen angesehen wird und als Wohngegend gefragt ist. Seit 1991 ist das Seineufer von Paris zwischen der Pont de Sully und den Brücken Pont d'Iéna (rechtes) und Pont de Bir-Hakeim (linkes Ufer) mit 365 Hektar Fläche Weltkulturerbe.

Inseln

Die Île de la Cité im Herzen der Stadt wurde in der Antike besiedelt und ist damit der älteste Teil der Hauptstadt. 1584 ließ Heinrich III. drei der westlichen Inselspitze vorgelagerte kleine und sumpfige Inseln untereinander verbinden und gliederte sie der größeren an. Damit wuchs die Fläche im Laufe der Jahrhunderte von ursprünglich 8 auf insgesamt 17 Hektar an. So konnte ein „königlicher“ Platz, die Place Dauphine, mit einer einheitlichen Saumbebauung entstehen und aus dem Verkauf der Häuser das Geld zum Bau einer Brücke beschafft werden, welche die Verbindung zu den beiden Seineufern herstellt. Die Pont Neuf (deutsch „Neue Brücke“) ist heute die älteste der in Paris erhaltenen Brücken.

Auch die Île Saint-Louis, die kleinere der nebeneinander liegenden Seineinseln, ist eine Zusammenfügung von zwei Inselchen, der Île aux Vaches und der Île Notre Dame. Im Gegensatz zu ihrer großen Schwester, der Cité, blieb sie bis zum Anfang des 17. Jahrhunderts unbebaut. Im Jahre 1614 beauftragte Ludwig XIII. den Bauunternehmer Christophe Marie mit der Erschließung des Geländes. Marie schüttete den Seinearm zu, umfasste die beiden kleinen Inseln mit einer Kaimauer und ließ Brücken zu den Flussufern errichten. Ab etwa 1618 wurde das Gelände zunächst mit Häusern für Handwerker und Kaufleute bebaut, ab 1638 auch mit luxuriösen Stadtpalästen für hohe Würdenträger. Die Bebauung mit geraden Straßen folgte einem festen Grundplan, der noch heute erkennbar ist.

Die frühere Île des Cygnes (Schwaneninsel) wurde 1773 mit dem Champ de Mars, dem Manöverfeld der Militärschule, verbunden. Ihr Name ging auf die Île aux Cygnes über, einen im Jahr 1825 künstlich in der Seine angelegten Damm, auf dem unter anderem eine Kopie der Freiheitsstatue steht. Der Damm entstand als Fundament für eine auffällige Brücke, die Pont de Bir-Hakeim, deren unteres Niveau die Stützen für den darüber gelegenen Viadukt der Metro aufzunehmen hatte.

Hügel

Die höchste natürliche Erhebung innerhalb der Stadtgrenzen ist der Hügel Montmartre (franz. Butte Montmartre) mit einer Höhe von 129 Metern. Auf den Hügel fährt die Standseilbahn Funiculaire de Montmartre. Der am Nordhang angelegte Weinberg ist, seitdem auch im Parc Georges Brassens, im Parc de Belleville und im Parc de Bercy Wein wächst, nicht mehr der einzige von Paris.

Stadtgliederung

Paris wurde im Jahre 1790 Verwaltungssitz des Départements Seine mit der Ordnungsnummer 75 und ist seit der Neugliederung der Départements der Île-de-France im Jahre 1968 gleichzeitig Stadt und Département. Abgesehen von der geografischen Gliederung in Rive Droite, Rive Gauche und „Inseln“ ist Paris in Stadtbezirke (Arrondissements, abgekürzt Arrdt.) und Viertel (Quartiers) unterteilt. Der Fluss Seine teilt die Stadt in einen nördlichen (Rive Droite, „rechtes Ufer“) und einen südlichen Teil (Rive Gauche, „linkes Ufer“); administrativ ist sie in 20 Stadtbezirke (Arrondissements) unterteilt. Seit dem 11. Juli 2020 sind das 1., 2., 3. und 4. Arrondissement verwaltungsrechtlich in einem einzigen Sektor namens Paris Centre zusammengefasst, gleichwohl bleiben diese Arrondissements in ihrer herkömmlichen Untergliederung weiter bestehen.

Die 20 nummerierten Stadtbezirke tragen die Postleitzahlen 75001 bis 75020 und durchziehen Paris spiralförmig von innen nach außen. Die Spirale beginnt im historischen Stadtkern, der Gegend um den Louvre, das Palais Royal und das Forum des Halles, und endet nach zweieinviertel im Uhrzeigersinn verlaufenden Umdrehungen im Osten der Stadt, dem Arrondissement des Friedhofs Père Lachaise. Jedem Arrondissement steht ein Bürgermeister (maire d’arrondissement) vor, der im Bürgermeisteramt seines Bezirkes (mairie d’arrondissement) residiert (außer für die ersten vier Arrondissements, die ab 2020 im Secteur Centre zusammengefasst sind und von einem einzigen Bürgermeister verwaltet werden). Jeder Bezirk untergliedert sich seinerseits in Viertel, französisch Quartiers.

Karte der Arrondissements
Hauptartikel: Geschichte von Paris

Antike

Lutetia

Der antike Name der Stadt war Lutetia (auch: Lutezia). Lutetia entwickelte sich seit Mitte des 3. Jahrhunderts v. Chr. aus der keltischen Siedlung Lutetia des Stammes der Parisii auf der Seine-Insel, die heute île de la Cité heißt. Erstmalige schriftliche Erwähnung fand der Name Lutetia 53 v. Chr. im sechsten Buch von Julius Caesars Darstellung des gallischen Krieges De bello Gallico.

Als die Römer sich im Jahr 52 v. Chr. nach einem ersten gescheiterten Anmarsch zum zweiten Mal der Stadt näherten, zündeten die Parisii ihren Hauptort Lutetia an und zerstörten die Brücken, bevor sie in Stellung gingen. Die siegreichen Römer überließen ihnen die Insel und bauten auf dem linken Ufer der Seine in dominanter Lage auf dem später Montagne Sainte-Geneviève genannten Hügel eine neue römische Stadt auf. Dort entstanden Thermen, ein Forum und ein Amphitheater. Die Stadt wurde im römischen Reich als Civitas Parisiorum oder Parisia bekannt, blieb aber im besetzten Gallien zunächst recht unbedeutend. Im 4. Jahrhundert setzte sich der heutige Name der Stadt durch.

Vom Namen Lutetia leitet sich der Name des 1905 entdeckten chemischen Elements Lutetium ab.

Mittelalter

Paris 1493

Im 5. Jahrhundert wurde die römische Herrschaft durch die Merowinger beendet. Im Jahre 508 wurde Paris Hauptstadt des Merowingerreiches unter Chlodwig I. (466–511). Danach wurde Paris unter einem seiner Söhne zur Hauptstadt eines fränkischen Teilkönigreichs. Während der Karolingerherrschaft überfielen die Normannen wiederholt die Stadt. Die Kapetinger machten Paris zur Hauptstadt Frankreichs. Philipp II. Augustus (1165–1223) ließ die Stadt befestigen. 1190 wurden eine Mauer am rechten Ufer der Seine und im Jahre 1210 ein Wall am linken Ufer errichtet. Zu jener Zeit gab es am rechten Seineufer zahlreiche Händler. Auf Veranlassung Philipp II. entstand am westlichen Stadtrand der Louvre.

1181 wurde die erste überdachte Markthalle eröffnet und 1301 auf der île de la Cité ein Königspalast gebaut. Die Sorbonne im Süden von Paris hat sich aus mehreren kleinen Schulen entwickelt. Karl V. (1338–1380) ließ am linken Seineufer die Mauer zum Schutz der Stadt vor den Engländern erneuern. 1370 wurde auf seine Veranlassung am rechten Ufer, wo heute die grands boulevards verlaufen, ebenfalls eine Mauer errichtet. Während des Hundertjährigen Krieges war Paris von 1420 bis 1436 von englischen Streitkräften besetzt.

Neuzeit

Paris um 1600: Ein Stich von Claude Chastillon

Während der Hugenottenkriege zwischen 1562 und 1598 blieb die Stadt in katholischem Besitz. In der Bartholomäusnacht am 24. August 1572 wurden in Paris tausende Hugenotten ermordet. Auf Veranlassung Ludwigs XIV. (1638–1715) sind Straßenbeleuchtungen angebracht, die Wasserversorgung modernisiert und die Krankenhäuser Invalides und Salpêtrière erbaut worden. Er ließ die Pariser Stadtmauern abtragen und an deren Stelle den „Nouveau Cours“ errichten, eine Ringstraße aus der später die Grands Boulevards wurden. Die Residenz des Königs wurde nach Versailles verlegt. Dennoch blieb Paris das politische Zentrum Frankreichs, was auf seine hohe Bevölkerungszahl und seine führende wirtschaftliche Rolle im Land zurückzuführen war.

Der Sturm auf die Bastille am 14. Juli 1789

Als im Jahre 1789 die Französische Revolution ausbrach, war es die Bevölkerung von Paris, die den Weg zur Abschaffung der Monarchie und zur Einführung der ersten französischen Republik ebnete. 1844 wurde unter König Louis-Philippe an der Stelle der heutigen Stadtautobahn Boulevard périphérique eine neue Befestigungsanlage errichtet, die Thierssche Stadtbefestigung. Sie hatte eine Länge von 39 Kilometern und war mit ihren 94 Bastionen und 16 Forts die größte Befestigungsanlage der Welt.

Die Île de la Cité im Jahr 1865 vor der Umgestaltung durch Haussmann, fotografiert vom Turm Saint-Jacques, Blick nach Süden, im Hintergrund der Panthéon
1/4 Obligation der Stadt Paris vom 27. Juli 1911

Paris war in den Jahren 1855, 1867, 1878, 1889, 1900 und 1937 Veranstaltungsort von sechs Weltausstellungen, welche die kulturelle und politische Bedeutung der Stadt unterstrichen. Im Zweiten Kaiserreich unter dem Präfekten von Paris Haussmann kam es zu großen Umgestaltungen der Stadt, die noch bis heute das Stadtbild prägen (weitgehender Abriss alter Viertel und Schaffung großer Straßenzüge (Boulevards)). Der katastrophale Verlauf des Krieges von 1870/71 brachte das Ende des Zweiten Kaiserreichs; nach der Belagerung durch deutsche Truppen kapitulierte die Hauptstadt, worauf sich im Frühjahr 1871 die sogenannte Pariser Kommune bildete. Sie bestand aus Arbeitern, Handwerkern und Kleinbürgern und revoltierte gegen die konservative provisorische Regierung der Republik. Paris erlebte zur Zeit der Dritten Republik vor 1914 eine wirtschaftliche und kulturelle Blütezeit in der Belle Époque. An einem Bahnhof, dem Gare de Lyon, an einer Brücke, der Pont Alexandre III und den U-Bahn-Stationen ist der Baustil dieser Zeit beispielhaft zu erkennen. 1900 war Paris Austragungsort der II. und 1924 der VIII. Olympischen Spiele der Neuzeit. Im Ersten Weltkrieg wurde Paris am 30. August 1914 zum ersten Mal von einem deutschen Flugzeug aus der Luft angegriffen, und am 31. Januar 1918 wurde es von deutschen Zeppelinen und Gotha G-Bombern bombardiert, wobei 63 Menschen ums Leben kamen. Der letzte deutsche Luftangriff des Ersten Weltkrieges auf Paris erfolgte im September 1918.

1921 erreichte Paris mit rd. 2,9 Millionen die bis heute höchste Einwohnerzahl seiner Geschichte. Der städtische Wohnungsbau konnte mit der Nachfrage nicht mehr Schritt halten. Ab etwa 1925 begann in Frankreich eine innenpolitisch instabile Phase (siehe Dritte Französische Republik). Es gab schnell wechselnde Regierungen. Dazu trug auch die Weltwirtschaftskrise bei. Sie begann in vielen Ländern im Winter 1929 und in Frankreich verzögert 1931. Am 6. Februar 1934 kam es in Paris zu einer großen antiparlamentarischen Straßenschlacht, an der die faschistische Bewegung Croix de Feu maßgeblich beteiligt war. Nach dem Rücktritt von Édouard Daladier (1934) bildete Gaston Doumergue eine Regierung der nationalen Einheit (frz. Union Nationale) ohne Kommunisten und Sozialisten. Am 26. April und 3. Mai 1936 konnten die Parlamentswahlen von der neu gebildeten Volksfront aus Sozialisten, Kommunisten und Radikalsozialisten mit der Parole «Brot, Frieden, Freiheit» gewonnen werden. Der Sozialist Léon Blum wurde 1936/37 und 1938 Ministerpräsident. Sein Nachfolger wurde zweimal der Radikalsozialist Édouard Daladier.

Die 2e division blindée fährt am 26. August 1944 auf den Champs-Élysées und wird von Menschen zur Befreiung von Paris bejubelt.

Während des Zweiten Weltkrieges kam es im Juni 1940 zur Schlacht um Frankreich, nachdem die Briten während der Schlacht von Dünkirchen das Festland geräumt hatten (26. Mai bis 4. Juni). Vor den auf Paris anrückenden deutschen Truppen wich die französische Regierung über Tours nach Bordeaux aus. Auch Tausende Einwohner flüchteten aus Paris. Nachdem dem Armeeoberkommando 18 unter Generaloberst Georg von Küchler durch einen Unterhändler die Räumung der Stadt durch die 7. Französische Armee zugesichert worden war, zogen Wehrmachtsverbände am 14. Juni kampflos in das menschenleer wirkende Paris ein. Mit der Einnahme von Paris waren keine strategischen Ziele verbunden. Am Arc de Triomphe nahmen Küchler und der Oberbefehlshaber der Heeresgruppe B, Generaloberst Fedor von Bock, den Vorbeimarsch der 18. Armee ab. 1943/44 unterhielt die Kriegsmarine ein Marinelazarett in der Stadt. Von größeren Zerstörungen blieb die Stadt verschont. Bis zur Befreiung am 25. August 1944 war Paris von der deutschen Wehrmacht besetzt. Der deutsche Stadtkommandant von Paris, General Dietrich von Choltitz (1894–1966), kapitulierte an diesem Tag und verweigerte damit einen Befehl Hitlers, Paris zu verteidigen oder „nur als Trümmerfeld in die Hand des Feindes fallen“ zu lassen.

StraßenszeneBoulevard des Capucines (1960)

Gewaltsame Auseinandersetzungen um den Algerienkrieg erschütterten Anfang der 1960er-Jahre auch Paris. Sowohl die rechtsextreme OAS als auch die Unabhängigkeitsbewegung FLN terrorisierten die Stadt mit Bombenanschlägen und Angriffen auf Polizisten und öffentliche Einrichtungen. Am 17. Oktober 1961 wollten rund 30.000 Menschen friedlich für die Unabhängigkeit Algeriens demonstrieren. Im Massaker von Paris schlug die Polizei diese Demonstration gewaltsam nieder; mindestens 150 Demonstranten wurden getötet. Bei der gewaltsamen Auflösung einer Kundgebung des Parti communiste français am 8. Februar 1962 durch die Polizei, kam es in der Métro-Station Charonne erneut zu einem Zwischenfall, bei dem neun Menschen getötet wurden.

Während der Mai-Unruhen 1968 erlebte die Stadt Studentenrevolten und Massenstreiks.

Die Vororte (Banlieues) von Paris waren Ausgangspunkt und Zentrum der Unruhen in Frankreich 2005, während denen es zu zahlreichen gewalttätigen Ausschreitungen von zumeist jugendlichen Einwanderern kam. Bei den Terroranschlägen im Januar 2015, unter anderem auch auf die Redaktionsräume der Satirezeitschrift Charlie Hebdo, wurden insgesamt mindestens 17 Menschen getötet. Bei einer Anschlagserie am 13. November 2015 an sechs Orten in Paris und Saint-Denis mit Geiselnahmen in der Konzerthalle Bataclan, Sprengstoffanschlägen um das Fußballstadion Stade de France, in dem ein Freundschaftsspiel gegen Deutschland vor 80.000 Besuchern stattfand und der Staatspräsident Hollande anwesend war, und mehreren Schießereien starben weit über hundert Menschen.

Die Hauptelemente des Großen Wappens unter den königlichen Lilien beziehen sich auf die Seine (hier an der Kaserne der Garde républicaine in der Rue de Babylone im siebten Arrondissement).
  • Kleines Wappen

  • Flagge

  • Flagge mit Wappen

Die Stadt Paris führt ein großes und ein kleines Wappen sowie eine blau-rote Flagge. Wappen und Wahlspruch sind an vielen Bauwerken angebracht.

Blasonierung: „Unter einem blauen mit goldenen Lilien besäten Schildhaupt schwimmt auf einem blauen Schildfuß in Rot ein silbernes einmastiges Schiff mit einem geblähten silbernen Segel.“
Wappenbegründung: Ein Siegel zeigte bereits 1210 das einmastige Schiff. Es ist ein Hinweis auf die Stadtgründung auf der Altstadtinsel Île de la Cité. Das Wappen ist seit 1358 bekannt. Das Schildhaupt mit den Fleur-de-Lys war eine Wappenvermehrung zur „Guten Stadt“. Verschiedene Wappenvarianten sind bekannt: Mit Mauerkrone, mit einem Wappenspruch auf einem Goldband unter dem oder um den Schild. Auch eine Wappenform mit drei Schiffen ist bekannt.

An dem Kranz aus Eichen- und Wacholderlaub hängen die drei der Stadt verliehenen Orden (von rechts nach links in der Draufsicht): Ordre de la Libération (24. März 1945); Croix de Guerre (1914–1918, 28. Juli 1919), Ehrenlegion (9. Oktober 1900)
Die Devise lautet auf Latein „Fluctuat nec mergitur“ (etwa: „Sie verändert sich, geht aber nicht unter“ oder „Sie schwankt, aber sie geht nicht unter“). Der Wahlspruch ist seit mindestens 1581 in Verbindung mit der Stadt nachgewiesen; Georges-Eugène Haussmann machte die Devise als Präfekt des Départements Seine 1853 zum offiziellen Leitspruch der Stadt.

Die beiden Farben werden meist den Farben der französischen Monarchie vor der Revolution zugeordnet. Dabei steht das Rot heraldisch seit den Römern für den Herrscheranspruch und das Blau war den Bourbonen-Lilien unterlegt. Eine andere, stärker religiöse Erklärung ist, dass Rot für Saint-Denis steht, der den Königen die Macht zugesprochen habe, in dem er das Blut der Märtyrer als Feldzeichen verwendet. Das Blau habe Philippe Auguste (1165–1223) in seine Fahne genommen, weil es als Farbe für die Mutter Gottes (Vierge Marie) steht.

Demografie

Einwohnerentwicklung Paris seit der ersten Volkszählung im Jahre 1801

In der Antike und im Mittelalter ging die Bevölkerung durch die zahlreichen Kriege, Epidemien und Hungersnöte immer wieder zurück. So starben noch 1832 bei einer Choleraepidemie rund 20.000 Menschen. Erst die Industrialisierung im 19. Jahrhundert führte zu einem starken Anstieg der Bevölkerung. 1846 lebten in Paris rund eine Million Menschen, bis 1876 verdoppelte sich diese Zahl auf zwei Millionen. 1921 hatte die Einwohnerzahl von Paris mit knapp drei Millionen ihren historischen Höhepunkt erreicht. Gegenwärtig leben etwas über zwei Millionen Menschen in der Hauptstadt. Im Großraum hingegen hat die Einwohnerzahl stark zugenommen. Lebten 1921 noch 4,85 Millionen Menschen in der Metropolregion, so waren es 94 Jahre später, im Jahre 2015 bereits 12,53 Millionen. Damit zählt Paris zu den Megastädten.

Paris ist stark vom sozioökonomischen Strukturwandel (Gentrifizierung) betroffen: Der durchschnittliche Kaufpreis für Wohnungen lag 2011 bei 8010 Euro pro Quadratmeter, dem Vierfachen des damaligen Preises in Berlin. In beliebten Vierteln wie Saint-Germain-des-Prés konnte er damals bereits 15.000 Euro erreichen. So wurde etwa das 15. Arrondissement, das früher ein Wohnort der Arbeiterschicht gewesen war, zu einem Wohngebiet der wohlhabenden Mittelschicht. Die Preise für Altbauwohnungen sind im Sommer 2019 durchschnittlich auf über 10.000 Euro pro Quadratmeter gestiegen.

Einwanderung

Sozioökonomische Karte nach dem Median der Jahreseinkünfte der Einwohner nach Bezirken (in Euro, 2007)

Paris zieht seit Jahrhunderten Menschen aus verschiedenen Ländern und Kulturen an, sei es wegen politischer Verfolgung, aus wirtschaftlichen Gründen oder wegen der kulturellen Anziehungskraft der Stadt. Gegen Ende des 19. Jahrhunderts zogen vor allem Italiener und osteuropäische Juden in die Stadt. Nach dem Ersten Weltkrieg folgten Armenier (nach dem Völkermord 1915), Polen, Russen und Ukrainer („weiße Russen“ nach der Oktoberrevolution 1917) Schon in der Zwischenkriegszeit, v. a. aber nach dem Zweiten Weltkrieg, kamen zahlreiche Gastarbeiter aus Süd- und Osteuropa nach Frankreich und viele von ihnen ließen sich dort nieder, vor allem im Umland von Paris; so führten oft Spanier und Portugiesen den Haushalt der reichen Pariser Familien. Die jüngste und größte Einwanderungswelle stammte aus den ehemaligen französischen Kolonien, etwa von den Antillen, dem Maghreb, Subsahara-Afrika und Indochina. Vor allem die traditionellen Arbeiterviertel im Osten der Stadt waren Anziehungspunkte von Einwanderern, etwa Belleville (19. und 20. Arrondissement), außerdem das 10., das über ein tamilisch-indisch geprägtes Viertel verfügt, das 11. und das 13. Arrondissement, das heute mit der größten Chinatown Europas ostasiatisch geprägt ist. Teile des 18. Arrondissements sind afrikanisch oder arabisch geprägt, vor allem das Quartier de la Goutte-d’Or. Zwischen dem überwiegend wohlhabenden und weißen Vierteln im Stadtzentrum und im Westen und den multikulturellen Randgebieten im Osten besteht dabei ein deutlicher Unterschied. Durch die erwähnte Gentrifizierung innerhalb der Stadtgrenzen werden zunehmend ärmere Haushalte und Mieter, oft Einwanderer, aus der Stadt heraus gedrängt. In den Vororten von Paris ist der Anteil der nicht-europäischen Einwanderer weit höher, vor allem in den nördlichen und östlichen, wo Armut, Arbeitslosigkeit und soziale Probleme verbreitet sind; es besteht ein Trend zur Segregation und Ghettobildung (siehe dazu auch den Artikel Banlieue). Da Frankreich die ethnische oder religiöse Zugehörigkeit seiner Bewohner nicht statistisch erfasst, gibt es wenig genaue Daten zur ethnischen Zusammensetzung der Pariser Bevölkerung. In Paris selbst sind 20,4 % der Bevölkerung Einwanderer, also nicht in Frankreich geboren, 14,4 % sind außerhalb Europas geboren. Der Anteil der Jugendlichen unter 18 Jahren mit Migrationshintergrund (mindestens ein Elternteil nicht in Frankreich geboren) beträgt 41 %. Mehr als die Hälfte dieser Jugendlichen haben ihre Wurzeln außerhalb Europas. In der Region Île-de-France liegt dieser Prozentsatz bei 37 %, in einigen Vororten bei über 50 %. Insgesamt sind nach einer Erhebung aus dem Jahr 2006 17 % der Bewohner der Region Île-de-France Einwanderer, 35 % haben einen Migrationshintergrund.

Religionen

Etwa 65 % der Einwohner sind getauft, rund 60 % bekennen sich zum römisch-katholischen Glauben, die meisten praktizieren den lateinischen Ritus, einige wenige auch den armenischen und ukrainischen Ritus. Der Erzbischof von Paris ist auch für die Katholiken der östlichen Riten zuständig. Insgesamt gibt es in Paris innerhalb der politischen Grenzen der Stadt 94 katholische Gemeinden, des Weiteren 73 protestantische Kirchen der verschiedensten Konfessionen, 15 griechisch- und russisch-orthodoxe Kirchen, sechs rumänisch-orthodoxe Kirchen, sieben Synagogen für die etwa 220.000 Juden und 19 Moscheen für die rund 80.000 Muslime, überwiegend Sunniten. Nur knapp 12 % der Christen und etwa 15 % der Juden sind praktizierende Gläubige.

Stadtregierung

Das Rathaus (Hôtel de Ville)
Die seit 2014 amtierende Bürgermeisterin Anne Hidalgo

Am 1. Januar 2019 gingen die Gemeinde und das Département Paris unter dem Namen Ville de Paris in einer Gebietskörperschaft mit Sonderstatus auf. Die Stadtregierung wird seit 1977 durch einen Bürgermeister geführt, der vom Stadtrat gewählt wird und gleichzeitig dessen Präsident ist.

Bürgermeisterin ist seit dem 5. April 2014 Anne Hidalgo, nominiert von der Parti socialiste. Ihr Vorgänger Bertrand Delanoë (PS) war 2001 der erste linke Politiker, der in das Rathaus der Hauptstadt einzog. Zuvor stellte mit Jacques Chirac (1977 bis 1995) und Jean Tiberi (1995 bis 2001) die gaullistische RPR den Bürgermeister.

Der erste Bürgermeister der Hauptstadt Jean-Sylvain Bailly wurde am 15. Juli 1789 von der während der Französischen Revolution gebildeten Pariser Selbstverwaltung eingesetzt. Da die Kommune an der diktatorisch organisierten Schreckensherrschaft (La Terreur) beteiligt war, wurde sie 1794 von zwölf getrennten und dezentralisierten Gemeindeverwaltungen ersetzt. Der Staat übernahm die Kontrolle über die Stadt und schuf das Amt des Präfekten der Seine (Préfet de la Seine). Während der Bürgerlichen Revolution von 1848 und der Pariser Kommune von 1870/1871 stand für wenige Monate ebenfalls ein Bürgermeister der Stadt vor.

Am 20. März 1977 wurde Jacques Chirac der erste frei gewählte Bürgermeister von Paris. Die bis dahin einem von der Regierung ernannten Präfekten unterstehende Hauptstadt hatte damit den gleichen Status wie alle übrigen Gemeinden in Frankreich. Eine Ausnahme bildet die Polizei, die weiterhin dem Polizeipräfekten untersteht. Ein Gesetz von 1982 etablierte dann zusätzlich die Ratsversammlungen der Arrondissements. Diese sind beratende Organe, die über begrenzte Befugnisse verfügen. Der Stadtrat (Conseil de Paris) und der Bürgermeister (Maire de Paris) werden jeweils für sechs Jahre gewählt. Die letzte Wahl fand in einem ersten Gang am 15. März 2020 und in einem zweiten am 28. Juni 2020 statt. Die nächste Wahl findet turnusgemäß im Jahr 2026 statt.

Stadtrat (Conseil de Paris)

Der Pariser Stadtrat (Conseil de Paris) besteht aus 163 Mitgliedern. Die Wahlen zum Stadtrat finden alle sechs Jahre im Rahmen der französischen Kommunalwahlen statt. Gewählt wird dabei getrennt nach Arrondissements, wobei jedes Arrondissement eine festgelegte Zahl an Stadträten wählt.

Seit 2014 setzt sich der Stadtrat aus 13 Mitgliedern der Parti Communiste und der Parti de gauche, 16 Mitgliedern der Grünen, 56 Mitgliedern der Parti Socialiste und der Parti radical de gauche, 54 Mitgliedern der Union pour un mouvement populaire und 16 Mitgliedern der Union des démocrates et indépendants und des Mouvement démocrate, 5 Mitgliedern der Fraktion Radical de Gauche, Centre et Indépendants sowie drei fraktionslosen Mitgliedern zusammen. Die nächste Kommunalwahl findet 2020 statt.

Städtepartnerschaften

Paris unterhält eine einzige Städtepartnerschaft weltweit, und zwar mit Rom seit 1956.

Darüber hinaus unterhält Paris mit folgenden Städten sogenannte Freundschafts- und Kooperationsabkommen:

Frankreich erscheint in Tourismus-Statistiken als das meistbesuchte Land der Erde. Die französische Hauptstadt beherbergt eine Vielzahl sehenswerter kirchlicher und weltlicher Bauwerke, Straßen, Plätze und Parks, etwa 160 Museen, rund 200 Kunstgalerien, circa 100 Theater, über 650 Kinos und mehr als 10.000 Restaurants. Das Angebot an kulturellen Veranstaltungen ist mit zahlreichen Konzerten, Ausstellungen, Musik- und Filmfestivals, Modenschauen sowie der Austragung sportlicher Wettbewerbe reichhaltig. Die Uferpromenade der Seine in Paris wurde 1991 in die UNESCO-Liste des Weltkulturerbes aufgenommen.

Im ersten Halbjahr 2016 sanken die Besucherzahlen wichtiger Museen in Paris aus verschiedenen Gründen im niedrigen zweistelligen Prozentbereich. 2015 waren die 15 meistbesuchten Museen und museale Monumente von mehr als einer Million Menschen besucht worden, der Louvre hatte über 8 Millionen Besucher.

Theater

Die Comédie-Française (Salle Richelieu)

Bedingt durch die Tradition des Zentralismus in Frankreich haben die wichtigsten Theater- und Ballettensembles des Landes ihren Sitz in Paris. Das Programm ist mannigfaltig und einem der Veranstaltungskalender, Pariscope oder Officiel des Spectacles, zu entnehmen, die an jedem Zeitungskiosk erhältlich sind. Stark ermäßigte Theaterkarten sind jeden Tag ab 13:00 Uhr für Vorstellungen am Abend desselben Tages an einem der beiden Theaterkioske (Kiosque Théâtre) (vor dem Montparnasse-Bahnhof und neben der Madeleine-Kirche) erhältlich. Die Pariser Oper (heute Opéra national de Paris) und ihre Vorgängerinstitute spielen in der Geschichte der Oper durch stilprägende Uraufführungen eine bedeutende Rolle. Heute betreibt sie zwei Opernhäuser. Die 1875 eröffnete, nach ihrem Architekten Opéra Garnier oder Palais Garnier genannte alte Oper ist mit einer Fläche von 11.237 Quadratmetern das größte Theater der Welt, während die 1989 eingeweihte neue Opéra Bastille sich durch ihre herausragende Bühnentechnik auszeichnet. Seit der Eröffnung der neuen Oper wird das Palais Garnier hauptsächlich, aber nicht ausschließlich für Ballettaufführungen und klassische Opern genutzt. Die Pariser Oper unterhält ein hauseigenes Ballett, das Ballet de l’Opéra de Paris, mit einer angeschlossenen Ballettschule.

Auch die Comédie-Française oder Théâtre français, deren Schauspielensemble sich rühmen darf, 1680 aus der Zusammenlegung von Molières ehemaligem „Illustre Théâtre“ mit anderen Schauspieltruppen hervorgegangen zu sein, hat eine lange Tradition. Berühmte Schauspieler waren unter anderem Sarah Bernhardt und Jean-Louis Barrault. Das heute staatliche Theater spielt ein vorwiegend klassisches Repertoire.

Das Théâtre des Champs-Élysées, von 1911 bis 1913 nach Plänen von Henry van de Velde von Auguste Perret ausgeführt, erregte Anfang des 20. Jahrhunderts durch seine Architektur und skandalumwitterte Aufführungen Aufsehen. Als Musiktheater und Konzerthaus ist es Heimstätte des Orchestre national de France und des Orchestre Lamoureux sowie Stützpunkt der Wiener Philharmoniker in Frankreich.

Aufmerksamkeit gebührt auch den Programmen des Théâtre du Châtelet am Place du Châtelet und dem gegenüberliegenden Théâtre de la Ville (dt. Stadttheater).

Zeitgenössische Komödien, Boulevard- und Vaudeville-Stücke werden in unzähligen kleinen Theatern aufgeführt, wie beispielsweise im Théâtre des Bouffes-Parisiens, das Jacques Offenbach am 5. Juli 1855 gründete. Der Name des Theaters leitet sich ab von „Opéra bouffe“ – „Komische Oper“, wie Offenbach zahlreiche seiner Werke betitelte.

Freunden des Revuetheaters sind die Shows des Moulin rouge, des Lido und des Paradis Latin zu empfehlen. Das Moulin rouge, am 6. Oktober 1889 von Joseph Oller eröffnet, der bereits die Music Hall L’Olympia besaß, leitet seinen Namen ab von der markanten Nachbildung einer roten Mühle auf seinem Dach. Berühmt wurde es durch seine Cancan- und Chahut-Cancan-Tänzerinnen. Nicht ganz so aufwändig, aber unverhohlen erotischer sind die Darbietungen in den Folies Bergère.

Rockkonzerte finden im Zénith im Parc de la Villette und im Palais Omnisports de Paris-Bercy statt. Das Zénith wurde 1983 auf Initiative des damaligen Kulturministers Jack Lang nach Plänen der Architekten Philippe Chaix und Jean-Paul Morel erbaut und am 12. Januar 1984 mit einem Konzert des französischen Sängers Renaud eingeweiht.

Die Arènes de Lutèce (Arenen von Lutetia) gelten als ältestes noch erhaltenes Bauwerk der Hauptstadt. Das römische Amphitheater befindet sich in der Rue Monge, im 5. Arrondissement. Die Arena stammt aus dem 1. Jahrhundert n. Chr. und wurde bis zum Ende des 3. Jahrhunderts genutzt. Circa 17.000 Personen konnten den Theatervorstellungen, aber auch Kämpfe auf Leben und Tod, beiwohnen. Mit dem Aufkommen des Christentums verloren die römischen Zirkusse allgemein an Bedeutung und als im 3. und 4. Jahrhundert die germanischen Stämme in das römische Gallien einfielen, wurden die Arènes de Lutèce stillgelegt und ihre Steine für den Bau von Stadtmauern und anderen Befestigungsanlagen verwendet.

Museen

Hauptartikel: Liste der Pariser Museen
Musée du Louvre mit Pyramide im Mittelpunkt

Das 1793 in der früheren Residenz der französischen Könige eröffnete Musée du Louvre beherbergt eine der weltweit bedeutendsten Sammlungen mit über 380.000 Werken, von denen etwa 35.000 ausgestellt werden. Die Exponate decken einen Zeitraum, der von der Antike bis zum Ende des 19. Jahrhunderts reicht. Das Gebäude liegt im Zentrum von Paris zwischen dem rechten Seineufer und der Rue de Rivoli. Sein Innenhof liegt in einer Linie mit der Avenue des Champs-Élysées und bildet damit den Ursprung der sogenannten Axe historique, der historischen Achse.

Das Musée d’Orsay, Innenansicht

Das Musée d’Orsay entstand in dem ehemaligen gleichnamigen Bahnhof, dem Gare d’Orsay, am südlichen Ufer der Seine gegenüber dem Tuileriengarten. Das Bahnhofsgebäude wurde 1900 von Victor Laloux für die Verbindung Paris–Orléans gebaut, 1939 wegen Kapazitätsproblemen geschlossen und 1978 als historisches Bauwerk eingestuft. Unter Leitung der Architektin Gae Aulenti wurde es von 1980 bis 1986 unter behutsamer Wahrung der alten Bausubstanz zum heutigen Museum umgebaut. Weltweit einzigartig ist die Sammlung französischer Impressionisten. Daneben werden Gemälde, Skulpturen, Fotos und Möbel von herausragender Qualität aus der Zeit von 1848 bis 1914 gezeigt. Vertreten sind fast alle Stilrichtungen dieses Zeitraums sowie Werke vieler Einzelkünstler.

Das 1977 nach Plänen der Architekten Renzo Piano, Richard Rogers und Gianfranco Franchini eröffnete Kunst- und Kulturzentrum Centre Georges-Pompidou (Centre National d’Art et de Culture Georges Pompidou) sorgte durch seine Architektur aus Stahl und Glas für Aufsehen: alle Versorgungsleitungen sind an der Fassade angebracht. Es wurde als interaktives Informationszentrum konzipiert, das freien Zugang zu Wissen garantieren soll. Es beherbergt die Bibliothèque publique d’information (Bpi) und das Musée National d’Art Moderne mit einer hervorragenden Sammlung von Kunstwerken des 20. Jahrhunderts, vor allem Werke des Surrealismus, Fauvismus, Kubismus und des Abstrakten Expressionismus. Das Musikforschungsinstitut IRCAM (Institut de Recherche et Coordination Acoustique/Musique) ist ihm organisatorisch angeschlossen.

Das Musée Picasso besitzt etwa 250 Werke aus allen Schaffensperioden Picassos, insbesondere Gemälde und Skulpturen, sowie Gemälde aus der persönlichen Sammlung des Künstlers, unter anderem von Georges Braque, Paul Cézanne, Henri Matisse, Joan Miró und Amedeo Modigliani. Das Museum befindet sich im ehemaligen Hôtel Salé, einem in den Jahren 1656–1659 im Maraisviertel erbauten Hôtel particulier, dessen Bezeichnung sich von seinem damaligen Bauherrn, dem für die Eintreibung von Salzsteuer zuständigen königlichen Staatsbeamten Pierre Aubert, Spitzname Salé („Gesalzener“) ableitet.

Das Musée national du Moyen Âge (vor 1980: Musée de Cluny) in dem spätgotischen ehemaligen Abtspalast Hôtel de Cluny (1485–1490) beherbergt eine bedeutende Sammlung mittelalterlicher Kunstgegenstände. Es gestattet den Zutritt zu den benachbarten früheren Thermen aus gallo-römischer Zeit. Im September 2000 legte man neben dem Hôtel de Cluny den Mittelalterlichen Garten (frz. Jardin médiéval) mit einer Fläche von zirka 5.000 Quadratmetern an.

Das Grand Palais entstand nach Plänen der Preisträger des Prix de Rome, den Architekten Henri Deglane (1851–1932) und Albert Louvet (1860–1936), als Ausstellungshalle zur Pariser Weltausstellung von 1900. Es besitzt eine 240 Meter lange und 20 Meter hohe Fassade mit ionischen Säulen. Im Gebäude finden bedeutende Kunst- und Gemäldeausstellungen statt. Im Westflügel ist der Palais de la Découverte (Palast der Entdeckung) untergebracht, ein naturwissenschaftliches Museum, das zu praktischen Erkundungen einlädt und ein Planetarium betreibt.

Dem Grand Palais gegenüber steht der zur gleichen Zeit und zu gleichem Zweck von dem Architekten Charles Girault (1880 Prix de Rome) im neobarocken Stil der Belle Époque errichtete Petit Palais. Der mit einem prunkvoll vergoldeten schmiedeeisernen Eingangstor und reichen Deckenmalereien ausgestattete halbrunde Bau, dessen Fassaden fast nur aus Fenstern bestehen, beherbergt seit 1902 das städtische Museum der schönen Künste Musée d’art moderne de la Ville de Paris.

Nahe dem Eiffelturm befindet sich seit 2006 das Musée du quai Branly für Völkerkunde. Mehrere naturkundliche Museen sind im Muséum national d’histoire naturelle zusammengefasst und befinden sich an verschiedenen Standorten, etwa im Bereich des Jardin des Plantes. Am 27. Oktober 2014 eröffnete die Stiftung Louis Vuitton ein Privatmuseum, das die Kunstsammlung von Bernard Arnault beherbergt.

Bauwerke

Brücken

Hauptartikel: Brücken in Paris
Pont Neuf an der Westspitze der Île de la Cité
Blick auf die Seine, Pont des Invalides

Die Seine fließt im Großraum Paris ab der Einmündung der Marne bei Vincennes im Pariser Becken in einem weiten Linksbogen von Südosten durch das Zentrum, um dann in einer engen Rechtskurve bei Boulogne-Billancourt sich wieder bis St. Denis nach Norden zu biegen und dabei noch einmal die City von Norden zu umfassen. Danach biegt sie in einem Bogen um Colombes/Villeneuve-la-Garenne erneut nach Nordwesten ab, um sich dann weiter Richtung Ärmelkanal zu schlängeln. Etwa 40 Brücken (franz. ponts) und einige Stege überspannen die Seine und verbinden die zentralen Arrondissements miteinander. Die Insel Île de la Cité ist über insgesamt 9 Brücken sowohl mit der benachbarten Île Saint-Louis verbunden (Pont Saint-Louis) als auch mit den beiden Ufern (rechtes Ufer, in Fließrichtung: Pont d’Arcole, Pont Notre-Dame, Pont au Change; linkes Ufer: Pont de l’Archevêché, Pont au Double, Petit Pont, Pont Saint-Michel). Der Pont Neuf führt über die Westspitze der Insel und verbindet die Insel mit beiden Ufern. Er ist die älteste der heutigen Pariser Seinebrücken. Die jüngste ist die Passerelle Simone-de-Beauvoir, die seit 2006 ohne Strebepfeiler 194 Meter Spannweite überbrückt. Viele Brücken entstanden im 19. Jahrhundert und sind Eisenkonstruktionen. Abends werden die Brücken nach einem bestimmten, die Baustrukturen betonenden Konzept angeleuchtet. Zusammen mit den Uferbefestigungen bilden die Brücken ein städtebaulich prägendes Merkmal der Stadt. Außer den Seinebrücken gibt es noch ca. 300 andere Brückenbauwerke in der Stadt: über Kanäle und Straßen, über Gleise und in Parks.

Plätze und Straßen

Hauptartikel: Réseau viaire de Paris

Erste urbanistisch relevante Maßnahmen ergriff in Paris Anfang des 17. Jahrhunderts Heinrich IV. mit der Anlage der ersten zwei von insgesamt fünf sogenannten „königlichen Plätzen“.

Die quadratische Place des Vosges (1605–1611), früher Place Royale im Le Marais (4. Arrdt.) bietet ein einzigartig geschlossenes Ensemble von Bauten aus Back- und Quaderstein im Stil des frühen 17. Jahrhunderts. Die Mitte des Platzes ziert das Reiterstandbild von Ludwig XIII.

Zur gleichen Zeit entstand in demselben Stil die dreieckige Place Dauphine (1607–1612) an der westlichen Spitze der Île de la Cité (1. Arrdt.), nach Plänen von Louis Métezeau und Jacques II. Androuet du Cerceau. Die Achse des später zu einem Drittel zerstörten Platzes lässt durch eine Öffnung im Westen den Blick auf die Brücke Pont Neuf und auf das Reiterstandbild von Heinrich IV. frei.

Die Place des Victoires (1675), mit rundem Grundriss, wurde auf Initiative des Höflings François d’Aubusson de la Feuillade nach Plänen von Jules Hardouin-Mansart zu Ehren des Sonnenkönigs Ludwigs XIV. entworfen, um seinem Standbild von Martin Desjardins einen würdigen Rahmen zu geben. Letzteres wurde in der Revolution zerschlagen und erst 1822 durch das heutige Reiterstandbild von Bosio ersetzt. Hier so wie auf den folgenden „Königlichen Plätzen“ ersetzt der schöne hellgelbe Quaderstein, der sich hervorragend für den Steinschnitt eignet, den bisher üblichen Backstein.

Auch die überaus harmonische und in ihrem ursprünglichen Zustand erhaltene Place Vendôme (1690–1720) wurde zu Ehren Ludwigs XIV. angelegt. Die Pläne lieferte abermals Jules Hardouin-Mansart. Das früher hier befindliche Reiterstandbild fiel, wie nahezu alle Abbilder der Mitglieder des französischen Königshauses, der Revolution zum Opfer, was Napoléon I. Gelegenheit gab, hier 1806 in Erinnerung an die Schlacht bei Austerlitz eine 44 Meter hohe Triumphsäule errichten zu lassen.

Die ab 1755 angelegte Place Louis XV (heutige Place de la Concorde) sollte der größte und letzte der „Königsplätze“ von Paris werden. Der Platz blieb unvollendet. Während der Revolution in Place de la Révolution umbenannt, empfing er – an Stelle der zerstörten Reiterstatue Ludwigs XV. – die Guillotine, unter der im Jahre 1793 Ludwig XVI. und die Königin Marie Antoinette enthauptet wurden. Seit 1836 wird der Platz von dem 23 Meter hohen Obelisken von Luxor dominiert. Daneben befinden sich zwei aufwändig gestaltete Brunnen von Jakob Ignaz Hittorff.

An der Place de la Concorde beginnt die Prunk-, Pracht- und Paradestraße Avenue des Champs-Élysées, eine der großen und berühmten „Weltstraßen“. Die 1,5 Kilometer lange und 71 Meter breite Avenue bildet das Kernstück und Rückgrat der einzigartigen vom Osten zum Westen weisenden Axe historique, einer Sichtachse, die im Innenhof des Louvre beginnt, über den Tuileriengarten, die Place de la Concorde und den Triumphbogen bis zur Grande Arche und darüber hinaus reicht. Hier befinden wir uns schon jenseits der westlichen Ausfallstraße, in dem vier Kilometer außerhalb von Paris gelegenen Geschäftsviertel La Défense. Als unter Ludwig XIV. von dem Hofgärtner André Le Nôtre die ersten Bäume (Ulmen) der Champs-Élysées gepflanzt wurden (1670), führte sie noch durch freie Felder. Die beliebte Promenade der Pariser war damals die Straßenkette der aneinandergereihten Boulevards, die selten mit ihren verschiedenen Namen, sondern schlicht Les Grands Boulevards genannt werden.

Weltliche Bauwerke

Antike

Die ältesten Bauwerke der Stadt stehen im Quartier Latin an den Hängen des Montagne Sainte-Geneviève, auf dem sich ab 52 v. Chr. die Römer in dominanter Lage ansiedelten.

Die stark restaurierten Überreste der im 1. Jahrhundert n. Chr. erbauten Arena von Lutetia und die Ruinen der sogenannten Thermen von Cluny (in das Musée national du Moyen Âge) aus der Zeit um 200 n. Chr. sind die einzigen sichtbaren Spuren aus der gallo-römischen Epoche.

Mittelalter
Die im 13. Jhdt. erbaute gotische Sainte-Chapelle

Nach dem Untergang des Römischen Reiches entstanden zunächst vor allem Sakralbauten, während die in Paris weilenden fränkischen Teilkönige sich den ehemaligen Palast der römischen Statthalter auf der Île de la Cité zu eigen machten, der im Laufe der Jahrhunderte mehrmals vergrößert und umgebaut wurde und heute als Palais de la Cité bekannt ist.

Die ältesten erhaltenen Teile des Palais de la Cité sind die in der ersten Hälfte des 13. Jahrhunderts unter Ludwig IX. dem Heiligen von Pierre de Montreuil errichtete Palastkapelle Sainte-Chapelle und die unteren Partien des sogenannten Bonbec-Turmes an der Nordfassade. Die danebenliegenden beiden Tortürme Tour d’Argent (Silberturm) und Tour de César (auch Tour de Montgomery genannte) sowie der nach seiner Uhr Tour de l’Horloge genannte, im 19. Jahrhundert stark veränderte Eckturm entstanden etwas später unter Philippe IV. dem Schönen. Hinter der massiven Doppelturmanlage verbirgt sich die nach dem früheren Palastverwalter (frz. Concierge) benannte Conciergerie, die bereits um 1400 als Gefängnis genutzt wurde und während der Revolution als „Wartesaal für die Guillotine“ diente.

Bereits bald nach 1358 war der Palais de la Cité als Königsresidenz aufgegeben worden, und zwar zu Gunsten des heute verschwundenen Hôtel Saint-Pol, der im Osten von Paris entstandenen Burg von Vincennes und der schon 1190 unter Philippe-Auguste entstandenen Wehranlage des früheren Louvre, deren mächtiger runder Bergfried seinerzeit das rechte Ufer beherrschte.

Das Stadtschloss Louvre, wie wir es heute kennen, ist das Ergebnis von zahlreichen Baukampagnen unter vielen Königen und umfasst Teile aus dem Mittelalter, der Renaissance, der Barockzeit, dem Zweiten Kaiserreich sowie das bedeutende, seit 1981 auf Wunsch des Staatspräsidenten François Mitterrand von dem Architekten Ieoh Ming Pei geschaffene „unterirdische Reich“ des Louvre, das in erster Linie der Schaffung fehlender Infrastrukturen für das hier angesiedelte Museum dient.

Frühe Neuzeit

Aus der zweiten Hälfte des 15. Jahrhunderts und dem 16. Jahrhundert stammen mehrere interessante, hierzulande hôtels particuliers genannte Stadtpaläste des Marais-Viertels, wie beispielsweise das Hôtel de Sens, das zwischen 1475 und 1507 im Auftrag von Tristan von Salazar, Erzbischof von Sens, entstand, das ab 1548 für den Gerichtspräsidenten Jacques de Ligneris errichtete Hôtel Carnavalet, das um 1585 für Diane de France entworfene und jetzt Louis Métezeau zugeschriebene Hôtel d'Angoulême Lamoignon (heutige Bibliothèque historique de la ville de Paris) sowie der Hôtel de Sully genannte Stadtpalast des Finanzinspektors Mesme Gallet, den Roland de Neufbourg 1630 nach den Plänen von Jean I. Androuet du Cerceau vollendete. Er ist heute Sitz des Denkmalpflegevereins (Centre des monuments nationaux).

Auf dem linken Ufer ließ unterdessen Jacques d’Amboise, Abt von Cluny zwischen 1485 und 1510, neben den Ruinen der römischen Thermen das Hôtel de Cluny vollkommen neu erbauen, das den Äbten von Cluny seit 1330 als Stadtresidenz diente. Das dort untergebrachte Musée national du Moyen Âge (Museum des Mittelalters) besitzt den einzigartigen Millefleurs Wandbehang mit Szenen zum Thema der La Dame à la licorne („Die Dame mit dem Einhorn“). Mit dem Brunnen Fontaine des Innocents schufen Pierre Lescot und Jean Goujon 1547 bis 1549 ein Werk, das heute zu den wichtigsten verbleibenden Zeugnissen der frühen Renaissance in Paris gezählt wird. Allerdings wurde die Anordnung der drei originalen Brunnenseiten, die ursprünglich eine Tribüne bildeten, in der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts vollkommen verändert und eine vierte Seite von Pajou und Houdon hinzugefügt.

Das ursprüngliche Pariser Hôtel de Ville (Rathaus) war zwischen 1551 und 1628 auf Anregung von König Franz I. nach Plänen des italienischen Architekten Domenico da Cortona, genannt Il Boccador(o), im Stil der Renaissanceschlösser des Loiretals entstanden. Es brannte 1871 während des Aufstandes der Kommune ab. Das heutige Rathaus ist eine Kopie des Vorgängerbaus. Das Gebäude im Stil des Klassizismus mit 146 Statuen auf der Fassade wurde in den Jahren 1874 bis 1882 nach Plänen der Architekten Théodore Ballu (1817–1885) und Édouard Deperthes (1833–1898) errichtet. Es befindet sich im 4. Arrondissement an der ehemaligen Place de Grève, der heutigen Place de l’Hôtel-de-Ville.

17. Jahrhundert
Die Gartenfassade des Palais du Luxembourg

Dem Palais du Luxembourg, im Jahre 1615 von Maria von Medici als Landschloss weit außerhalb der damaligen Stadtgrenzen bei dem Architekten Salomon de Brosse in Auftrag gegeben, liegen wenigstens teilweise Pläne des Palazzo Pitti in Florenz zugrunde, in dem die Königinmutter und Regentin ihre Kindheit verlebt hatte. Die Gartenseite erfuhr im 19. Jahrhundert erhebliche Veränderungen. Hier tagt seit 1852 der französische Senat, der den zu dem Palais gehörenden, früher königlichen, heute staatlichen Schlosspark Jardin du Luxembourg der Öffentlichkeit zur Verfügung stellt.

Der Palais Royal, nördlich vom Louvre, wurde in den Jahren 1627 bis 1629 von Jacques Lemercier für den ersten Minister Ludwigs XIII., Kardinal Richelieu, gebaut, kam nach dessen Tod an die Krone und nahm seinen heutigen Namen an. Dort wuchs Ludwig XIV. auf. Heute beherbergt der Palais den Staatsrat (Conseil d’État), den Verfassungsrat (Conseil constitutionnel), das Kultusministerium, aber auch die Comédie-Française. An den Hof, in dem Daniel Buren ein interessantes begehbares Kunstwerk schuf, schließt sich ein schöner Garten an.

Weitere wichtige Bauten des 17. Jahrhunderts sind die Barockkirche des Val-de-Grâce-Klosters, das Collège des Quatre-Nations, heute Sitz des Institut de France, das Hôtel des Invalides und das Observatoire.

18. Jahrhundert

Der Élysée-Palast ursprünglich nach seinem Auftraggeber Hôtel d’Évreux und später nach der nahegelegenen Avenue des Champs-Élysées benannt, ist der Amtssitz des französischen Staatspräsidenten. Erbaut wurde er in den Jahren von 1718 bis 1722 nach den Plänen des Architekten Armand-Claude Mollet, der das umliegende Grundstück kurz zuvor an den Grafen von Évreux, Henri-Louis de la Tour d’Auvergne, verkauft hatte und von diesem nun mit dem Bau einer Residenz beauftragt wurde. Nach dem Tod des Grafen im Jahre 1753 erwarb Jeanne-Antoinette Poisson, besser bekannt als Marquise de Pompadour, den Palast und ließ ihn durch ihren Architekten im Inneren stilvoll herrichten. Der Garten wurde auf ihre Vorstellungen hin vergrößert und um Säulengänge und Lauben sowie ein Labyrinth erweitert. Der Palast liegt nördlich der Seine in einer der weltweit wichtigsten Einkaufsstraßen Rue du Faubourg Saint-Honoré, nur einige Schritte von den Champs-Élysées und wenige Gehminuten von dem Concordenplatz entfernt.

Der Palais Bourbon entstand ebenfalls im 18. Jahrhundert, wurde aber später mit einer klassizistischen Fassade versehen. Er liegt am südlichen Ufer der Seine und gab dem 7. Arrondissement seinem Namen. In ihm tagt die Französische Nationalversammlung. Die Kirche Sainte Marie Madeleine liegt dem Palast auf dem nördlichen Ufer in einer Sichtachse gegenüber.

Unter Ludwig XV. entstanden die grandiosen Bauten von Ange-Jacques Gabriel, welche die Nordseite der Place de la Concorde bilden; die La Monnaie oder Hôtel des Monnaies genannte Münzprägewerkstatt, zwischen 1771 und 1777 von Jacques Denis Antoine geschaffen, und die École militaire (Militärschule), ebenfalls ein Werk von Ange-Jacques Gabriel. Der weitaus imposanteste, von weit her sichtbare Bau aus dieser Zeit ist jedoch das Panthéon, ein Kuppelbau, der sowohl in die sakralen als auch in die profanen Bauten der Stadt eingereiht werden kann, da er mehrmals seine Bestimmung gewechselt hat.

Das Panthéon wurde zwischen 1764 und 1790 von Jacques-Germain Soufflot und seinen Schülern als Klosterkirche für die damals hier befindliche Benediktinerabtei errichtet, deren Refektorium sowie ein Turm in dem nahegelegenen Lycée Henri IV erhalten sind, einer der ältesten und bekanntesten Schulen Frankreichs. Nach der Französischen Revolution 1789 wurde die Kirche zur nationalen Ruhmeshalle erklärt. Nach mehreren Umwidmungen im 19. Jahrhundert ist sie seit 1885 erneut Ruhmeshalle Frankreichs. Entsprechend illuster ist die Liste der hier beigesetzten Personen: Voltaire, Victor Hugo, Émile Zola, Jean-Jacques Rousseau, Pierre und Marie Curie. 1849 gelang dem Physiker Léon Foucault mit dem nach ihm benannten Pendel hier der empirische Nachweis der Erdrotation. Das Pendel befindet sich heute in der Kapelle der ehemaligen Abtei St-Martin-des-Champs, die Teil des Musée des arts et métiers geworden ist.

19. Jahrhundert

Das schönste, wenngleich nicht das repräsentativste Bauwerk des 1. Kaiserreiches schufen zwischen 1806 und 1808 Charles Percier und Fontaine mit dem in der sogenannten Cour Napoléon des Louvre errichteten Arc de Triomphe du Carrousel.

Noch während des Baus des Arc de Triomphe du Carrousel gab Napoléon I. 1806 den großen Triumphbogen an der Place de l’Étoile in Auftrag, der erst 1836 unter Louis-Philippe vollendet wurde. Als Inspiration diente der allerdings deutlich kleinere Titusbogen in Rom. Der Triumphbogen steht im Zentrum des Platzes, der seit 1970 Place Charles de Gaulle – Étoile heißt, am westlichen Ende der Avenue des Champs-Élysées und ist Teil der Axe historique (historische Achse), einer Reihe von Monumenten und großen Straßen, die weiter westlich in das Défense-Viertel weisen.

Im gleichen Jahr wurde der Bau eines Ruhmestempels zu Ehren der napoleonischen Grande Armée geplant. Dieses erst 1842 fertiggestellte Gebäude kennen wir heute als Madeleine-Kirche. Ebenfalls im 1. Kaiserreich wurde der Auftrag für die Errichtung der Börse vergeben. 1808 von Alexandre-Théodore Brongniart begonnen, wurde sie nach dessen Tod 1827 von Éloi Labarre vollendet.

Ab der Mitte des 19. Jahrhunderts verwandelte die bis dahin größtenteils noch vom Mittelalter geprägte Stadt sich in eine prestigevolle, beispielhafte und moderne Metropole, die die Bewunderung von Tausenden von ausländischen Weltausstellungsbesuchern hervorrief. Der umwälzenden Stadtsanierung, die nach dem Willen Napoleons III. von dem ihm treu ergebenen Baron Haussmann durchgeführt wurde, verdankt Paris seine breiten Straßen, mehrere Brücken, zahlreiche Plätze und Parks sowie die Anlage der beiden Stadtwälder und nicht zuletzt die Säumung der neuen Straßen mit den für Paris so typischen Häusern im sogenannten „Haussmann-Stil“. Durch Charles Marville sind Fotografien aus der damaligen Umbruchszeit erhalten geblieben, die die alten Straßenzüge und Gebäude kurz vor der Neugestaltung dokumentieren. Krönung dieser schaffensfrohen Epoche wurde das als Palais Garnier bezeichnete Opernhaus der Pariser Oper, das 1875 von Charles Garnier fertiggestellt wurde.

Für den Neubau des Universitätsgebäudes der Sorbonne wurde 1885 die größte Pariser Baustelle des 19. Jahrhunderts eröffnet, wenn man von der Konstruktion des Eiffelturmes, dem Werk eines Ingenieurs, absieht. Erst 1901 wurden die Arbeiten abgeschlossen. Die Sorbonne, eine der ältesten Universitäten nördlich der Alpen, war schon im 13. Jahrhundert im Quartier Latin gegründet worden. Hier studierten und lehrten einige der bedeutendsten Philosophen des Mittelalters.

Die Brücke Pont Alexandre III mit dem Eiffelturm rechts

Das Wahrzeichen der Stadt ist der 300,51 Meter hohe Eiffelturm (Tour Eiffel), (324,8 Meter mit Antenne), eine Konstruktion aus dem Jahre 1889, die für die Weltausstellung nur temporär errichtet werden sollte. Der Stahlfachwerkturm ist nach seinem Erbauer Alexandre Gustave Eiffel benannt. Er ist eine der größten Touristenattraktionen mit mehr als sechs Millionen Besuchern jährlich. Im Jahr 2002 wurde der 200-millionste Besucher gezählt.

Über das ganze Stadtgebiet von Paris verteilt, hauptsächlich an den meistbenutzten Fußgängerwegen, befinden sich die Wallace-Brunnen. Die öffentlichen Trinkwasserspender in Form kleiner gusseiserner Skulpturen sind nach dem Engländer Richard Wallace benannt, der ihre Errichtung finanzierte. Ihrer herausragenden Ästhetik wegen gelten sie weltweit als ein Wahrzeichen der Stadt.

20. Jahrhundert

Nicht unumstritten war der Bau der Tour Montparnasse im Süden der Stadt. Der 210 m hohe Büroturm ist das höchste Gebäude Paris und wurde nach vierjähriger Bauzeit 1973 eröffnet.

In der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts entwickelte Paris unter anderem dank der sogenannten grands projets (Große Projekte) der französischen Staatspräsidenten eine rege Bautätigkeit.

Der Eiffelturm hinter dem Marsfeld, mit dem Geschäftsviertel La Défense im Hintergrund.

Georges Pompidou (Staatspräsident von 1969 bis 1974) war 1970 Initiator des neuen Kunst- und Kulturzentrums Centre Georges-Pompidou. Als Preisträger eines internationalen Wettbewerbes wurden Renzo Piano und Richard Rogers mit der Errichtung der spektakulären Metallkonstruktion beauftragt, die zwischen 1972 und 1977 entstand.

Der konservativere Valéry Giscard d’Estaing (Staatspräsident von 1974 bis 1981) begnügte sich mit der Rehabilitation bereits bestehender Bauten, wie dem Umbau des stillgelegten Orsay-Bahnhofes zu einem Museum und der Einrichtung der Cité des sciences et de l’industrie in der Rohbauruine der Schlachthöfe in La Villette.

Allerdings veranlasste Giscard d’Estaing 1980 auch die Gründung des Institut du monde arabe (Institut der arabischen Welt), ebenfalls ein Kunst- und Kulturzentrum mit angeschlossenem Museum, Bibliothek und Theater. Der Bau wurde jedoch erst zwischen 1983 und 1987 unter seinem Nachfolger François Mitterrand von der französischen Architektengruppe Jean Nouvel, Pierre Soria und Architecture Studio verwirklicht.

François Mitterrand (Staatspräsident von 1981 bis 1995) kündigte seinerseits schon in seiner ersten Pressekonferenz nach seinem Amtsantritt den Umbau des Louvre zu einem „würdigen Museum Frankreichs“ an. Der Auftrag zu diesem Großprojekt ging ohne Ausschreibung an den renommierten amerikanischen Architekten chinesischer Herkunft Ieoh Ming Pei.

Die Notwendigkeit, ein neues Finanzministerium zu bauen, ergab sich unter anderem aus der Tatsache, dass die Kabinette der beiden Minister aufgrund des geplanten Umbaus des Louvre aus dem dortigen Nordflügel weichen mussten. Das neue Ministère des Finances (1984–1989), ein Gemeinschaftswerk von Paul Chemetov und Borja Huidobro, entstand auf einem Gelände im Osten der Stadt, wo zur gleichen Zeit der neue Parc de Bercy angelegt wurde und die Stadt Paris von Pierre Parat und Michel Andrault die Mehrzweck-Sporthalle Palais Omnisports de Paris-Bercy errichten ließ.

Persönliches Prestigeobjekt Mitterrands während seiner ersten Amtszeit wurde die neue Opéra Bastille (1983–1989) am gleichnamigen Platz, auf dem am 14. Juli 1789 mit dem Sturm auf die Bastille die Französische Revolution ausgebrochen war und Mitterrand 1981 seinen Wahlsieg gefeiert hatte. Symbolträchtig war auch die Wahl des Einweihungstages dieser nach Plänen des Architekten Carlos Ott in einer eigenwilligen Form aus Glas und Aluminium entstandenen neuen Oper: die erste Aufführung fand am 13. Juli 1989, dem Vorabend des 200. Jahrestags des Sturms auf die Bastille, statt.

Die Grande Arche von Johan Otto von Spreckelsen, ein torförmig durchbrochener Kubus von gewaltigen Ausmaßen, steht im Défense-Viertel außerhalb von Paris. Er wurde 1989 eingeweiht.

Bereits einige Monate zuvor hatte Mitterrand ein weiteres Projekt ins Leben gerufen, um die alte Nationalbibliothek zu entlasten. Die neue Bibliothèque nationale de France (Nationalbibliothek, 1990–1996) wurde vom Architekten Dominique Perrault entworfen. Die vier Ecken des Gebäudes weisen je einen 79 Meter hohen Turm mit einer durchgehenden Glasfront auf. Die Türme sind L-förmig und symbolisieren ein aufgeschlagenes Buch. Jacques Chirac führte die Tradition der „Bauten der Präsidenten“ fort. Am 20. Juni 2006 weihte er das neue Musée du quai Branly von Jean Nouvel ein. Daneben entstanden in der letzten Hälfte des 20. Jahrhunderts zahlreiche sehenswerte kleinere Bauten, wie beispielsweise die Fondation Cartier (1994, Jean Nouvel) und das American Center (1994, Frank Gehry), jetzt Kinomuseum.

Paris ist auch bekannt für seine vornehmen und eleganten Hotels, die unter anderem an der Rue de Rivoli gegenüber dem Tuilerien-Garten, in der rue Castiglione und an der Place Vendôme angesiedelt sind. Hier findet man das Hôtel Le Meurice, das „Westin“ (früher „Intercontinental“ mit seinem repräsentativen Patio), das Hôtel „Lotti“ und das berühmte „Ritz“.

Panoramabild von Paris vom Panthéon aus gesehen
Panoramabild von Paris vom Montmartre aus gesehen
21. Jahrhundert

2006 eröffnete das Musée du quai Branly. 2014 wurden das Museum Fondation Louis Vuitton im Bois de Boulogne und das geschichtsträchtige Grandhotel Hotel The Peninsula Paris nahe dem Triumphbogen eröffnet. 2015 wurde das Hexagone Balard, ein Gebäudeensemble in welchem das französische Verteidigungsministerium seinen neuen Sitz hat, eröffnet. Es beherbergt 9300 Arbeitsplätze. Ebenfalls 2015 eröffnete die neue Pariser Philharmonie im Parc de la Villette. Der Neubau des Forum des Halles eröffnete im Jahr 2016. 2017 eröffnete der Neue Justizpalast im Nordwesten der Stadt. Der Wolkenkratzer mit 160 Meter Höhe stellt eine bedeutende neue Landmarke dar. Seit 2017 im Bau befinden sich die 180 m und 122 m hohen Tours Duo im 13. Bezirk im Südwesten der Stadt (geplante Fertigstellung 2020).[veraltet] Laufende Großprojekte sind der Umbau und die Aufstockung der Tour Montparnasse, die Erweiterung der Gare du Nord und die Errichtung der 180 m hohen Tour Triangle im 15. Bezirk (geplanter Baubeginn 2020).[veraltet]

Kirchen

Mittelalter

Die frühere Abteikirche Saint-Germain-des-Prés am Boulevard Saint-Germain (6. Arrdt.) erinnert daran, dass der fränkische König Childebert I. aus dem Geschlecht der Merowinger, ein Sohn von Chlodwig I., hier im Jahr 557 eine später sehr bedeutende Abtei gründete. Der Portalturm der heutigen Kirche und die unteren Bereiche der Kirchenschiffe stammen aus dem 11. Jahrhundert, den Chor weihte im Jahr 1163 Papst Alexander II. Das Bauwerk erfuhr bis zum 17. Jahrhundert verschiedene Änderungen. Die Wandmalereien im Kirchenschiff schuf im 19. Jahrhundert Hippolyte Flandrin.

Die Kathedrale Notre Dame de Paris auf der Île de la Cité (4. Arrdt.) ist eine der frühesten gotischen Kathedralen Frankreichs. Sie ist Maria, der Mutter Jesu, geweiht (frz.: notre dame = Unsere Liebe Frau). Der Bau wurde im Jahr 1163 unter Bischof Maurice de Sully begonnen und erst 1345 fertiggestellt. Die Ausmaße des Kirchenschiffes betragen 130 mal 48 Meter bei einer Höhe von 35 Metern. Es bietet, Empore eingeschlossen, Raum für 9000 Personen. Die beiden Türme sind 69 Meter hoch, der Dachreiter erreicht 90 Meter.

Innenansicht der Pfarrkirche Saint-Séverin

Die Pfarrkirche Saint-Germain-l’Auxerrois, die dem Ostportal des Louvre (1. Arrdt.) gegenüberliegt, stammt in ihren Grundzügen noch aus der Zeit der Romanik. Sie besitzt allerdings sowohl ein gotisches Strebwerk als auch ein hochgotisches Portal. Die Anbauten an dieser Kirche stammen aus dem Barock. Diese Kirche ist dem heiligen Germanus von Auxerre geweiht (Saint Germain l’Auxerrois).

Die Pfarrkirche Saint-Sulpice südlich vom Boulevard Saint-Germain (6. Arrdt.) ist dem heiligen Sulpicius II. von Bourges geweiht. Sie ersetzte einen romanischen Vorgängerbau aus dem Anfang des 13. Jahrhunderts. Die Arbeiten an der heute existierenden Kirche begannen im Jahre 1649, wurden aufgrund politischer und finanzieller Schwierigkeiten aber erst im 18. Jahrhundert abgeschlossen. Die klassizistische Fassade entwarf Giovanni Servandoni im Jahr 1732. Die Kirche ist berühmt für ihre Cavaillé-Coll-Orgel, eine der größten Orgeln Frankreichs.

Die Palastkapelle Sainte-Chapelle im Palais de la Cité (1. Arrdt.) unweit der Kathedrale ließ Ludwig der Heilige in den 1240er-Jahren erbauen, um sehr kostbare Reliquien aufzunehmen: die Dornenkrone Christi und Teile des „Wahren Kreuzes“. Diese für den gotischen style rayonnant des 13. Jahrhunderts beispielhafte Kapelle gehört zu den schönsten Baudenkmälern der Gotik. Der größte Teil ihrer Wände wird von kostbaren Buntglasfenstern eingenommen, wodurch der hohe Raum von unirdisch wirkendem Licht durchflutet wird.

Neuzeit

Mit dem Bau der Pfarrkirche Saint-Eustache wurde im 16. Jahrhundert begonnen. Die Kirche wurde um 1640 fertiggestellt. Sie befindet sich im 1. Arrondissement und war die Kirche der Händler des benachbarten Marktes, der Hallen von Paris (heute mit dem Forum des Halles bebaut). Der spätgotische Sakralbau weist bereits Züge der aufkommenden Renaissance auf.

Der Dôme des Invalides (Invalidendom, eigentlich Invalidenkuppel) wurde zwischen 1670 und 1691 von Jules Hardouin-Mansart auf dem linken Seineufer erbaut (7. Arrdt.). Diese prächtige Kuppelkirche ist, so wie die benachbarte Soldatenkirche Saint-Louis des Invalides Teil des Hôtel des Invalides und zählt zu den schönsten Bauten des klassizistischen Barocks in Frankreich. Ihr Inneres wurde im 19. Jahrhundert zu einem Grabmal für den französischen Kaiser Napoléon I. umgestaltet. Dessen Leichnam ruht hier seit 1861 nach seiner Überführung aus Sankt Helena 1840, so wie verschiedene andere bedeutende Persönlichkeiten.

Die Basilique du Sacré-Cœur auf der Butte Montmartre

Der Bau der Kirche La Madeleine nördlich der Place de la Concorde (8. Arrdt.) begann 1764 nach dem Entwurf des Architekten Pierre Contant d’Ivry und wurde im Dezember 1791 aufgrund der Französischen Revolution eingestellt. Die Arbeiten wurden von dem Architekten Jean-Jacques-Marie Huvé (1783–1852) wieder aufgenommen und im Jahre 1842 abgeschlossen, die Weihe zur Pfarrkirche erfolgte am 9. Oktober 1845. Die Innenausstattung entstammt vorwiegend den Jahren 1830–1840. Als besonders sehenswert gilt die Statue der Maria Magdalena von Carlo Marochetti. Die Orgel des bedeutenden französischen Orgelbauers Aristide Cavaillé-Coll (1811–1899) gilt als eine der klangvollsten der Stadt.

Die Basilique du Sacré-Cœur (Basilika vom Heiligen Herzen) ist eine römisch-katholische Wallfahrtskirche auf dem Hügel von Montmartre und bildet den höchstgelegenen Punkt der Stadt nach dem Eiffelturm. Der Bau der Kirche im „Zuckerbäckerstil“ wurde 1875 von dem Architekten Paul Abadie begonnen, der sich in einem Wettbewerb gegen 78 Mitbewerber durchgesetzt hatte und dessen Entwurf deutlich durch den römisch-byzantinischen Stil alter Kirchen wie der Hagia Sophia und des Markusdoms in Venedig inspiriert wurde. Abadie verstarb bereits 1884. Ihm folgten bis zur Fertigstellung 1914 sechs Architekten in der Bauleitung nach.

Grünflächen

Die Pariser Straßen sind mit rund 89.000 Bäumen gesäumt. Das städtische Gartenbauamt Direction des Parcs, Jardins et Espaces Verts de Paris unterhält innerhalb der Stadtgrenzen 2.437 Hektar Grünflächen, zu denen außer den beiden großen Stadtwäldern Bois de Vincennes (995 Hektar) und Bois de Boulogne (846 Hektar) auch die 14 innerstädtischen Friedhöfe (92 Hektar) zählen, die Gartenbauschule École Du Breuil (22 Hektar), das Gartenbauzentrum Jardin des Serres d’Auteuil (8,5 Hektar), in dem Blumen und Sträucher gezüchtet werden, und der neue Centre horticole de la Ville de Paris (Blumenproduktion) in Rungis, Fresnes und Achères (insgesamt 477 Hektar).

Als Erholungsgebiet abzuziehen sind die bepflanzten Böschungen der Ringautobahn Boulevard périphérique (51 Hektar). Auf die Grünanlagen von städtischen Sportanlagen, Schulen, Kindergärten und Krippen entfallen 36 Hektar. Die restliche Fläche (386 Hektar) wird von öffentlichen Promenaden, Parks, Gärten, den squares genannten begrünten Plätzen und von Blumenrabatten eingenommen. Die Stadt Paris besitzt darüber hinaus jenseits ihrer Grenzen sechs weitere Friedhöfe, den Wald Bois de Beauregard bei La Celle-Saint-Cloud.

Außer den städtischen Anlagen stehen den Bewohnern und Besuchern von Paris sieben vom Staat unterhaltene Gärten und Parks mit insgesamt 118 Hektar Fläche zur Verfügung.

Promenaden, Parks und Gärten

Künstliche Kaskade im Parc de Bagatelle

Der mit auffällig vielen Statuen geschmückte Tuileriengarten erstreckt sich am rechten Seineufer vom Louvre bis zur Place de la Concorde. Er erinnert an das frühere Schloss der Katharina von Medici, das nach ihr noch viele Herrscher bewohnen sollten, bis es 1871 während der Pariser Kommune zerstört wurde. In dem westlichen Bereich des Gartens befinden sich das ehemalige Ballhaus Jeu de Paume, in dem heute die Galerie nationale du Jeu de Paume untergebracht ist, und die zum Museum umfunktionierte frühere Orangerie.

Einer der beliebtesten städtischen Parks ist der im Jahre 1612 angelegte Jardin du Luxembourg im quartier Latin, der zum Palais du Luxembourg gehört. Der Garten umfasst streng geometrisch angelegte Partien, aber auch freier gestaltete Zonen. Im Jardin du Luxembourg befindet sich außerdem eine zwei Meter hohe Kopie der New Yorker Freiheitsstatue. An den Gittern des Parks sind regelmäßig Foto-Ausstellungen zu sehen.

Der Stadtwald Bois de Boulogne an der westlichen Stadtgrenze bei Boulogne-Billancourt gelegen, ist mit einer Fläche von rund 8,5 Quadratkilometern das größte innerstädtische Erholungsgebiet. Dort befand sich von jeher eine große Waldfläche, der Bois de Rouvray. Bereits der Frankenkönig Dagobert I. kam im 7. Jahrhundert hierher, um zu jagen. 1848 übernahm der Staat den Wald und übertrug ihn 1852 der Stadt Paris. Im Zuge der Umgestaltung von Paris unter Napoleon III. durch Haussmann wurde der Wald unter der Leitung des Gartenarchitekten Jakob Ignaz Hittorff zu einem bewaldeten Park umgebaut. Es entstanden Wege und künstliche Wasserflächen. Fehlplanungen bewirkten, dass die künstlichen Seen nicht gefüllt werden konnten. Einige der Seen lagen am Hang. Hittorff wurde von Haussmann entlassen und durch den Ingenieur Jean-Charles Alphand und den Landschaftsgärtner Jean-Pierre Barillet-Deschamps ersetzt. Die beiden lösten das Wasserproblem durch die Schaffung künstlicher Wasserfälle (Kaskaden).

Der Bois de Vincennes ist der zweite, im Stil englischer Landschaftsgärten angelegte Pariser Stadtwald. Er war von jeher königliches Jagdrevier und beherbergte in früheren Zeiten ein Jagdschloss, das später durch eine Festung ersetzt wurde, die wir heute als Schloss Vincennes kennen. 1860 überließ Napoleon III. den Wald der Stadt Paris mit dem Auftrag, ihn ähnlich wie den Bois de Boulogne neu zu gestalten. Der Landschaftsarchitekt Jean-Charles Alphand ließ das Gelände aufforsten und mit künstlichen Hügeln und drei Seen versehen. Für die Olympischen Sommerspiele von 1900 wurden Sportanlagen gebaut und die Wege für diesen Zweck ausgebaut.

Der 1986 von dem Architekten Bernard Tschumi entworfene neue Stadtpark Parc de la Villette zählt mit 25 Hektar zu den größten Pariser Grünflächen. Er entstand auf dem Gelände des 1974 geschlossenen Schlachthofes von La Villette und wird von dem Canal de l’Ourcq durchquert. Bereits 1984 wurde das Zénith eröffnet, an dessen Gestaltung sich die später errichteten Gebäude orientierten. Sämtliche Elemente des Parks sind in futuristischem Stil gebaut. Der Park beherbergt, neben anderem, die Cité des sciences et de l’industrie (ein Technikmuseum, ähnlich dem schweizerischen Technorama), das kugelförmige IMAX-Kino Géode, die Cité de la musique, das Zénith und das Unterseeboot l’Argonaute.

Die bereits bestehenden Rauchverbote sollen 2019 auf 52 Parks ausgeweitet werden. Auf den 500 Spielplätzen gilt das Verbot bereits seit 2015.

Friedhöfe

Zu den Grünanlagen zählen in Paris auch die Friedhöfe. Zu Beginn des 19. Jahrhunderts wurden außerhalb der damaligen Grenzen der Hauptstadt drei und in Paris ein neuer Friedhof angelegt: der Cimetière de Montmartre im Norden, der Cimetière du Père Lachaise im Osten, der Cimetière du Montparnasse im Süden sowie der Cimetière de Passy. Diese Friedhöfe sind aufgrund ihrer Stille und der Gräber vieler berühmter Persönlichkeiten beliebtes Ziel der Spaziergänger und Touristen.

Grabsteine im Friedhof Père Lachaise

Der Père Lachaise ist der größte Friedhof von Paris und einer der berühmtesten Friedhöfe der Welt. Er ist nach François d’Aix de Lachaise benannt, auf dessen Gärten der Friedhof errichtet wurde. Das Konzept des Père Lachaise wurde 1808 dem neoklassischen Architekten Alexandre-Théodore Brongniart anvertraut, der zu dieser Zeit Generaloberinspekteur der zweiten Sektion für Öffentliche Arbeiten im Département Seine und der Stadt Paris war. Brongniart entwarf die großen Achsen sowie Grabmonumente, von denen aber nur das für die Familie Greffulhe im neogotischen Stil verwirklicht wurde.

Durch das starke Bevölkerungswachstum im 19. Jahrhundert wurde der Platz auf den Friedhöfen in Paris (intra muros) knapp und es wurden mehrere Großfriedhöfe für die Pariser Bevölkerung in den Vorstädten (extra muros) angelegt, welche auch heute noch in Benutzung sind. Die wichtigsten von ihnen sind: Cimetière parisien de Bagneux, Cimetière parisien de Pantin, Cimetière parisien de Saint-Ouen, Cimetière parisien de Thiais und Cimetière parisien d'Ivry. Der größte Friedhof ist der Cimetière parisien de Pantin, der über 200.000 Gräber beherbergt, in denen bis heute weit über eine Million Menschen beigesetzt wurden.

Film

Paris kann auf eine lange und erfolgreiche Filmgeschichte zurückblicken. Pariser Unternehmer und Gesellschaften wie die Gebrüder Lumière, Pathé Frères oder Gaumont waren es, die den Film hinaus in die Welt trugen. So erfanden die Gebrüder Lumière im Jahre 1895 den Cinématographen, ein Gerät das sowohl Filme aufnehmen als auch abspielen konnte. Sie führten ihn am 22. März jenes Jahres erstmals vor. Die Aufführung in der Pariser Société d’encouragement pour l’industrie nationale gilt als eine der ersten Filmvorführungen der Welt. In der Folge bereisten die Lumières die größten Städte Europas, um ihre Erfindung zu verbreiten – mit Erfolg. In den folgenden Jahren machte sich rasch Konkurrenz in Paris breit. Die Pathé Frères stiegen bald zu einem der größten Filmproduzenten Europas auf und exportierten ihre Stummfilme weltweit. In den großen Städten Europas wurden Außenstellen und Kinos gegründet.

Aber auch Paris selbst war in vielen Filmen Drehort und Filmkulisse. Abgesehen von den zahlreichen Aufnahmen der Stummfilmzeit, oft dokumentarischer Natur, war die Stadt sowohl in inländischen, aber auch in ausländischen Spielfilmproduktionen zu sehen.

Sport

Sportveranstaltungen

Paris ist regelmäßiger Austragungsort bedeutender Großveranstaltungen. Hierzu zählen unter anderem die Zieletappe der Tour de France im Straßenradsport, der Marathon de Paris, das Grand-Slam-Turnier French Open (offiziell Tournoi de Roland Garros) im Tennis, das Meeting Areva (vormals Meeting Gaz de France) in der Leichtathletik, die Trophée Eric Bompard (früher Trophée Lalique) im Eiskunstlauf und das Sechs-Nationen-Turnier (frz. Tournoi des Six Nations) im Rugby.

Im Pferdesport ist der Prix de l’Arc de Triomphe, ein Galopprennen über 2.400 Meter für über dreijährige Rennpferde, neben dem Epsom Derby und dem Kentucky Derby eines der prestigeträchtigsten internationalen Pferderennen seiner Kategorie. Das Rennen wird seit dem 3. Oktober 1920 alljährlich am ersten Sonntag im Oktober ausgetragen. Eingeführt wurde es während einer Feier zum Ende des Ersten Weltkrieges.

Paris war Gastgeber der Olympischen Sommerspiele von 1900 und 1924. Darüber hinaus bewarb sich Paris für die Olympischen Sommerspiele von 1956, 1992, 2008 und 2012. Am 13. September 2017 wurden auf der Vollversammlung des Internationalen Olympischen Komitees in Lima die Olympischen Sommerspiele 2024 an Paris vergeben.

Sportstätten

Die Hauptstadtregion beherbergt zahlreiche Sportstätten von nationalem und internationalem Rang, darunter allein fünf moderne Stadien für durchschnittlich 42.000 Zuschauer.

Das Stade de France („Frankreich-Stadion“) liegt in Saint-Denis, einem Vorort nördlich von Paris. Das multifunktionelle und bis zu 80.000 Zuschauer fassende Nationalstadion von Frankreich wurde für die Fußball-Weltmeisterschaft 1998 erbaut und ging als Endspielort des ersten französischen Weltmeistertitels in die Geschichte ein. Sowohl die französische Fußballnationalmannschaft als auch die französische Rugby-Union-Nationalmannschaft tragen ihre Heimspiele im Stade de France aus, das zudem Austragungsort der jährlichen Finalpartien der Rugbyliga Top 14 ist. Im Stade de France fanden unter anderem die jeweiligen Finalspiele der Fußball-Weltmeisterschaft 1998, der Rugby-Union-Weltmeisterschaft 2007, der Fußball-Europameisterschaft 2016, sowie die Leichtathletik-Weltmeisterschaften 2003 statt. Das Finale der Rugby-Union-Weltmeisterschaft 2023 wird ebenfalls hier ausgetragen werden. Es ist auch als Olympiastadion für die Olympischen Sommerspiele 2024 vorgesehen.

Das Prinzenparkstadion (franz. Parc des Princes) ist eine traditionelle Wettkampfstätte im Pariser Stadtkern, die überwiegend vom Fußballverein Paris Saint-Germain genutzt wird und für rund 49.000 Zuschauer konzipiert wurde. Es war das Endspielstadion der ersten Fußball-Europameisterschaft 1960 und der ersten Austragung des Europapokals der Landesmeister 1956. Seit dem Bau des neuen Nationalstadions hat der Prinzenparkstadion an Bedeutung verloren, gehört aber weiterhin zu den modernsten Stadien Europas. Die UEFA (frz. Union des Associations Européennes de Football) verlieh der Sportstätte vier Sterne.

Unmittelbar neben dem Prinzenparkstadion wurde 2013 das moderne Jean-Bouin-Stadion (frz. Stade Jean-Bouin) errichtet. Es bietet mehr als 20.000 Zuschauern Platz und dient dem renommierten Rugbyverein Stade Français Paris als Heimspielstätte. Darüber hinaus war es das Endspielstadion der Rugby-Weltmeisterschaft der Frauen 2014. In Nanterre, einem Vorort westlich von Paris, steht seit 2017 zudem die teilweise überdachte U Arena. Das unmittelbar hinter dem Grande Arche erbaute Multifunktionsgebäude nimmt rund 40.000 Zuschauer auf und dient vor allem dem traditionsreichen Rugbyverein Racing 92 als Heimspielstätte. Beide Bauwerke sind regelmäßig Austragungsorte verschiedener anderer Mannschaftssportarten.

Weitere nennenswerte Einrichtungen sind das 20.000 Zuschauer aufnehmende Sébastien-Charléty-Stadion (frz. Stade Sébastien Charléty) im Pariser Stadtkern oder das Pariser Olympiastadion (frz. Stade Olympique Yves-du-Manoir) in Colombes, einem Vorort nordwestlich von Paris, für etwa 10.000 Zuschauer. Es war unter anderem Austragungsort der Olympischen Sommerspiele 1924. Beide Stadien sind insbesondere Austragungsorte von Leichtathletikveranstaltungen und Partien kleinerer Fußball- oder Rugbyvereine.

Die Longchamp-Pferderennbahn (frz. Hippodrome de Longchamp) ist die wichtigste Pferderennsportanlage in Paris. Das heutige Hippodrom wurde 1857 auf den Mauern der bei der Französischen Revolution zerstörten Abtei Longchamp errichtet. Neben Pferderennen wie dem Prix de l’Arc de Triomphe finden hier auch Springturniere und andere Sportveranstaltungen statt.

Siehe auch: Fußball in Paris

Regelmäßige Veranstaltungen

Soldaten bei der Militärparade am 14. Juli auf den Champs-Élysées

Im Januar findet in Paris die Internationale Modenschau Prêt-à-porter in Porte de Versailles und das Festival Présences (Festival zeitgenössischer Musik) mit zahlreichen Gratiskonzerten in der Maison de Radio France statt.

Der Februar, Monat des Valentinstages, steht Dank einer Initiative des Pariser Fremdenverkehrsamtes, an der sich geschulte Fremdenführer, Museen wie das Musée de la Vie Romantique (9. Arrondissement) sowie das Hôtel Scheffer-Renan und Gaststättengewerbe beteiligen, unter dem Motto „Paris Romantique“.

Im März startet im Parc floral de Paris beim Schloss Vincennes der Pariser Halbmarathon. Auch die Pariser Buchmesse ist im März. In Saint-Denis im Norden von Paris wird das Blues- und Jazzfestival Banlieues Bleues veranstaltet und im Juli das Festival Paris Cinéma.

Der jährliche Parismarathon führt auch die Seine entlang

Im April gehen über 30.000 Teilnehmer des Marathon de Paris auf der Avenue des Champs-Élysées an den Start. Gegen Ende April und Anfang Mai bietet Paris ein Schauspiel ganz besonderer Art: die von Ella Fitzgerald in dem Lied „April in Paris“ besungene Kastanienblüte.

Im Mai wird das renommierteste Pferderennen in Frankreich, das Grand Steeple-Chase de Paris im Hippodrome d’Auteuil und Ende Mai/Anfang Juni die French Open, das zweite Tennisturnier der Grand-Slam-Serie, im Roland-Garros-Stadion, ausgetragen. Von Anfang Mai bis in den Monat Juli werden seit einhundert Jahren alljährlich anlässlich eines Rosenzüchterwettbewerbes im Parc de Bagatelle die erlesensten Kreationen prämiert.

Am Sommeranfang, dem 21. Juni, wird die Fête de la Musique veranstaltet, die von Jack Lang initiiert wurde und nun in ganz Frankreich gefeiert wird: es gibt überall kostenlose Konzerte bekannter und weniger bekannter Bands. Ende Juni findet die Gay-Pride-Parade auf dem Place de la République und der Bastille sowie weiteren Veranstaltungsorten statt.

Die Festivitäten am 14. Juli, dem Nationalfeiertag, finden mit der Militärparade, die auf der Avenue des Champs-Élysées vom Arc de Triomphe beginnt und am Place de la Concorde endet, ihren Höhepunkt.

Während der französischen Sommerferien, in der ein großer Teil der Pariser Bevölkerung die Stadt verlässt, um in die Ferien zu fahren, findet seit dem Jahr 2002 die Veranstaltung Paris-Plages (deutsch: Strände in Paris) vom Quai du Louvre bis zur Pont de Sully, am Port de la Gare und am Bassin de la Villette statt. Damit soll den Daheimgebliebenen auf einigen Kilometern des für den Verkehr gesperrten Seineufers ein Stück Strandleben geboten werden. Diese Veranstaltung dauert meistens vier bis fünf Wochen von Mitte Juli bis Mitte August.

Riesenrad auf der Place de la Concorde

Im September öffnen an einem Wochenende zu den sogenannten Journées du Patrimoine (Tage des Kulturerbes) sonst schwer zugängliche Pariser Paläste und Hôtels particuliers/private Stadtpaläste ihre Tore. Eine einmalige Gelegenheit, den Residenzen hoher Würdenträger einen Besuch abzustatten, wie beispielsweise dem Élysée-Palast oder dem Hôtel Matignon. In diesem Monat veranstaltet die Stadt Paris im Rahmen der Fête des Jardins de Paris in den Pariser Parks und Gärten kostenlose Konzerte, Ausstellungen so wie Theater- und Kinovorführungen. Die Theatersaison wird mit dem Festival d’Automne à Paris (Herbstfestival) eröffnet.

Im Oktober finden im ersten Herbstmonat auf dem Weinberg des Montmartrehügel zum Auftakt der Weinlese eine farbenfrohe Parade, zahlreiche Partys und Weinproben statt. Es gibt an einem Wochenende seit 2002 die Nuit Blanche („Lange Nacht der Kunst“) und alle zwei Jahre findet der Pariser Autosalon statt.

Anfang November empfiehlt sich der Besuch auf einem der nach Allerheiligen blumenüberladenen Friedhöfe.

Im Dezember wird im noblen Hôtel de Crillon der elegante Debütantinnenball Le Bal des débutantes (auch Crillon Ball genannt) veranstaltet. Allerdings werden hier nur Eingeweihte der High Society zugelassen. Wer sich keinen Zutritt zu verschaffen weiß, mag das einmalige Schauspiel der fabelhaft beleuchteten Champs-Élysées bewundern. Dort trägt von Mitte Dezember bis Mitte Januar jeder Baum eine Krone aus Lichterketten.

Das ganze Jahr hindurch steigt, vorbehaltlich günstigen Wetters, alle 15 Minuten der Eutelsat-Fesselballon vom Parc André-Citroën auf. Aus 150 Metern Höhe bietet seine Gondel jeweils 30 Passagieren einen umfassenden Rundblick über den Westen der Stadt.

Gastronomie

Restaurant „Lapérouse“ im 6. Arrondissement
Ein marokkanisches Restaurant im 14. Arrondissement

Die zeitlich ersten Restaurants weltweit im heutigen Sinn entstanden mit der Französischen Revolution in Paris, in der auch das alte Zunftrecht aufgehoben wurde, nach dem beispielsweise Suppenküchen und Pastetenbäcker streng getrennt waren. Namensgeber des Restaurants war der Wirt einer Suppenküche in Paris, Boulanger, der laut Eigenwerbung „göttliche Restaurants“, besonders stärkende bouillons, anbot. 1765 erstritt er sich die Genehmigung, trotz der Zunftregeln neben Suppen auch Hammelfüße mit Sauce zu servieren. Von da an nannte er sich „Restaurateur“ und seine bouillon wurde zum Namensgeber der Restaurants, die verschiedene Speisen anboten.

„Restaurateure sind diejenigen, welche die echten Brühen, genannt Restaurants, herstellen und außerdem alle möglichen Crèmes, Suppen mit Reis und Nudeln, Eier, Makkaroni, Hähnchen, Konfitüren, Kompott und andere gesunde und appetitliche Gerichte anbieten… Der Preis jedes Gerichts ist fest, und sie werden zu jeder Zeit am Tag serviert. Damen dürfen dort verkehren und sich Speisen zubereiten lassen.“

Almanach Dauphin des Jahres 1777; nach Fritz Ruf, 1989

Vor der Revolution gab es in Paris noch weniger als hundert Restaurants, aber schon um 1800 waren es etwa 500 bis 600. Es wurde Sitte, dass sich zugezogene Abgeordnete, die oft wenig repräsentativ wohnten, und wohlhabend gewordene Bürger zu geschäftlichen Besprechungen und privaten Verabredungen im Restaurant trafen. Die Pariser Restaurants wurden mehrheitlich von Köchen und deren Brigaden betrieben, denen nach der Flucht ihrer adligen Arbeitgeber ins Ausland nichts anderes übrig blieb, als sich selbständig zu machen. Dabei brachten sie einen aufwändigen Kochstil mit, der Bürgerlichen bis dahin nicht zugänglich war. So verband sich die Haute Cuisine im Restaurant mit den informellen, die adlige Etikette geringschätzenden, bürgerlichen Umgangsformen. Heute gibt es in Paris Tausende von Restaurants, die dem Gast Speisen der französischen Küche wie auch internationale Gerichte anbieten.

Einkaufen

Paris beherbergt eine Vielzahl an Kaufhäusern, Einkaufszentren und Märkten. Eines der bekanntesten Kaufhäuser sind die Galeries Lafayette. Die große Zentralhalle mit ihrer Glaskuppel ist ein Baumonument und Denkmal. Alle bekannten Hersteller von Mode, Parfüm und Eau de Toilette wie unter anderem Ungaro, Thierry Mugler, Jean Paul Gaultier und Fiorucci sind hier vertreten. Nur wenige Meter vom Galeries Lafayette entfernt befindet sich das Kaufhaus Printemps, deren zentrale Halle ebenfalls mit einer Glaskuppel geschmückt ist. Beide Kaufhäuser bieten Ihren Kunden eine einzigartige Auswahl und Vielfalt an Produkten. Auf der Rive Gauche ist auch das Luxuskaufhaus Le Bon Marché zu finden, das neben Mode in seiner „Grande Épicerie de Paris“ auch mit Leckereien aus aller Welt lockt.

Große Halle in den Galeries Lafayette

In der Nähe der Opéra Bastille liegt der Flohmarkt Marché d’Aligre. Das Angebot reicht von Kleidung, Obst, Keramik und Bildern bis zu Lebensmitteln und Blumen. Der Markt ist morgens, täglich außer montags geöffnet. Überwiegend Kleidung aus allen Bereichen, aber auch moderne Kunstgegenstände hat der Puces de la Porte de Montreuil nahe der Metrostation Porte de Montreuil im Angebot. Kleidung und Haushaltswaren kann man auf dem Marché aux puces de la Porte de Vanves nahe der Metrostation Porte de Vanves erwerben. Der Puces de Saint-Ouen-Clignancourt besteht aus einer Anzahl mehrerer Märkte, die miteinander verbunden sind. Einige der dortigen Händler haben sich auf hochwertige Kunstgegenstände spezialisiert, aber es werden vor allem preiswerte Artikel angeboten.

Das Le Louvre des antiquaires nahe dem Palais Royal und dem Louvre gehört zu den größten und bekanntesten Antiquitätengeschäften in Paris. In rund 250 Räumen und auf drei Etagen werden zahlreiche Waren aus der ganzen Welt angeboten. Neben Möbeln, Gemälden und Teppichen kann man Kristall, Waffen, Spielzeug, Uhren und Schmuck käuflich erwerben. Antiquarische und gebrauchte Bücher werden an den vielen Buchhändlerständen (bouquinistes) an der Seine verkauft.

Paris beherbergt zahlreiche Mode-Boutiquen, die auch Prêt-à-porter bekannter Modehäuser verkaufen. Haute Couture kann man bei Chanel in der Rue Cambon, bei Dior in der Avenue Montaigne und bei Christian Lacroix in der Rue du Faubourg Saint-Honoré sowie in der Avenue Montaigne erwerben. Laufstegmoden bekommt man bei Gianni Versace in der Rue des Saints-Pères, bei Jean Paul Gaultier in der Nähe der Metrostation Bourse und bei Cerruti 1881 nahe der Metrostation Madeleine. Elegante Kleidung einkaufen kann man auch in Saint-Germain, im Le Marais oder in der Galerie Vivienne (nahe Les Halles).

Sehenswürdigkeiten in der Umgebung

Das Schloss Fontainebleau südöstlich von Paris
Das Schloss Versailles westlich von Paris

In La Défense, einem seit Ende der 1950er-Jahre in den westlichen Vororten Courbevoie, Nanterre und Puteaux entstandenen Büro- und Geschäftsviertel, in dem Wolkenkratzer dominieren, befindet sich als westliche Fortführung der berühmten Pariser Achse die sogenannte Grande Arche. Der 110 Meter hohe Kubus ist ein Entwurf des Architekten Johan Otto von Spreckelsen, der von Paul Andreu ausgeführt wurde. Er bildet den westlichen Ausgangspunkt der axe historique, die zusammen mit dem Arc de Triomphe und dem Arc de Triomphe du Carrousel beim Louvre eine Gerade bildet. Die Einweihung erfolgte mit dem Gipfeltreffen der Staatschefs der G7 am 14. Juli 1989 zur 200-Jahr-Feier der Französischen Revolution. Das Gebäude dient dem französischen Handels- und Verkehrsministerium als Sitz.

Das Schloss Fontainebleau in dem gleichnamigen Ort 65 Kilometer südlich von Paris wurde im 16. Jahrhundert unter Franz I. und Heinrich II. an der Stelle eines Jagdschlosses gebaut. Der Architekt war Philibert de l’Orme (1510–1570). Es ist vor allem für seine Renaissanceausstattung berühmt.

Das Schloss Versailles, welches zu den größten Schlossanlagen Europas zählt, liegt in der westlich von Paris gelegenen Stadt Versailles und war Vorbild vieler europäischer Königs- und Fürstenschlösser. Für die Vergrößerung des Jagdschlosses Ludwigs XIII. zog Ludwig XIV. im Jahre 1661 den Architekten Le Vau, den Hofmaler Le Brun und den Gartenarchitekten Le Nôtre heran. Den mittleren Flügel der insgesamt 750 m langen barock-klassizistischen Gartenfront nehmen die vielbewunderte Spiegelgalerie „Galerie des Glaces“ sowie die Ecksalons des Krieges und des Friedens ein. An diese schließen sich im Norden das Staatsgemach des Königs, im Süden das Gemach der Königin an. Beachtung verdienen weiter das zweite Schlafzimmer des Königs im Mittelpunkt des Schlosses, die Kapelle, die Oper, und die erst im 19. Jahrhundert ausgestattete Schlachtengalerie.

Die Basilika Saint-Denis ist eine ehemalige Abteikirche in der Stadt Saint-Denis nördlich von Paris und die Grabstätte der französischen Monarchen, welche seit dem Ende des 10. Jahrhunderts nahezu alle hier begraben liegen. Schon im 5. Jahrhundert stand hier über dem Grab des Dionysius von Paris ein Kloster, das im 7. Jahrhundert unter Dagobert I. zur Abtei erweitert wurde. In dem ab 1136 erneuerten Chor wurde 1142 das Kreuzrippengewölbe erfunden. Damit wurde die Basilika das erste gotische Gebäude der Welt. Die Kirche hat seit 1966 den Status einer Kathedrale.

Das Disneyland Resort Paris in der Planstadt Marne-la-Vallée, etwa 30 Kilometer östlich von Paris, ist ein 19,43 Quadratkilometer großer Freizeitkomplex mit zwei Themenparks – dem Disneyland Park und dem Walt Disney Studios Park – einem Golfplatz, Vergnügungs- und Einkaufszonen, zehn Hotels und einem Stellplatz für Wohnmobile.

Laut einer Studie aus dem Jahr 2014 erwirtschafte der Großraum Paris ein Bruttoinlandsprodukt von 715 Milliarden US-Dollar (KKB). In der Rangliste der wirtschaftsstärksten Metropolregionen weltweit belegte er damit den 6. Platz.

In einer Rangliste der Städte nach ihrer Lebensqualität belegte Paris im Jahre 2018 den 39. Platz unter 231 untersuchten Städten weltweit.

Wirtschaft

Blick vom Triumphbogen auf La Défense

Paris ist das bedeutendste Wirtschaftszentrum Frankreichs. In der Metropolregion Paris hat sich etwa ein Viertel der Produktionsbetriebe des Landes niedergelassen. Durch den riesigen Absatzmarkt, den die Stadt bietet, übt sie von jeher große Anziehungskraft auf Hersteller von Konsumgütern aus. Paris ist bekannt für die Produktion von Luxusgütern (Haute Couture und Schmuck). Zu den wichtigsten Erzeugnissen der Stadt zählen chemische Produkte, Elektrogeräte, Kraftfahrzeuge und Maschinen.

Blick von der Austerlitz-Brücke auf Paris

Fast alle großen Dienstleistungsunternehmen Frankreichs, insbesondere Banken und weitere Unternehmen des Finanzwesens, haben ihren Sitz in Paris. Seit den 1990er-Jahren werden vermehrt Anstrengungen unternommen, multinationale Konzerne anzusiedeln. Die Stadt ist heute eine der wichtigsten Handelsmetropolen in Europa.

Ein nicht zu unterschätzender Vorteil ist die Lage der Stadt inmitten einer der fruchtbarsten Agrarlandschaften in Europa. Die Landwirtschaft war deshalb schon in den früheren Jahrhunderten die bedeutendste Wirtschaftsgrundlage der Region und sicherte die Nahrungsmittelversorgung der Bevölkerung in der Stadt. Heute hat Paris den bedeutendsten Großmarkt der Welt für Lebensmittel, den Großmarkt Rungis.

Die Hauptstadtregion hat dank der starken Konzentration nationaler und internationaler Unternehmen einen Anteil von etwa einem Drittel am Bruttoinlandsprodukt (BIP) des Landes. Sie gehört zu den wohlhabendsten Regionen Europas. Ein Problem ist die Arbeitslosigkeit, die in etwa dem nationalen Durchschnitt entspricht. Seit Anfang der 1990er-Jahre verlor Paris rund eine viertel Million Arbeitsplätze. Ein Grund ist der Abbau von Arbeitsplätzen in der Industrie und die Verlagerung wirtschaftlicher Aktivitäten in benachbarte Gemeinden wie das Geschäftszentrum La Défense.

Hauptsitz der Tageszeitung „Le Figaro

Die meisten französischen Fernseh- und Radiosender sowie die größten Medienkonzerne des Landes („Vivendi“, „Groupe Lagardère“, „TF1“) haben ihren Sitz in Paris. Die Stadt ist Erscheinungsort international bedeutender Tageszeitungen („Le Figaro“, „Le Monde“, „Libération“) und bedeutendstes internationales Zentrum des Verlagswesens.

Der Tourismus spielt eine besondere Rolle. Die Region Paris ist mit 42 Millionen Besuchern im Jahr das zahlenmäßig bedeutendste Ziel weltweit, davon besuchen 35 Millionen die Stadt Paris. Luxushotels berechneten 2011 durchschnittlich etwa den dreifachen Preis, der in Berlin gezahlt wird. Ausländische Touristen brachten 2016 Einnahmen in Höhe von 12,9 Milliarden US-Dollar.

In einer Rangliste der wichtigsten Finanzzentren weltweit belegte Paris im Jahr 2018 den 24. Platz.

Verkehr

Fernverkehr

Straßenverkehr auf dem Boulevard du Montparnasse

Paris ist über ein Netz von Autobahnen und Schnellstraßen mit dem ganzen Land verbunden. Eine bedeutende Rolle spielt dabei der Boulevard périphérique (Le Périph’). Diese achtspurige Stadtautobahn leitet den Verkehr rund um Paris und in die Stadt hinein. Fast alle wichtigen französischen Autobahnen führen auf Paris zu und münden aus allen Richtungen in den Boulevard périphérique: Die A 1 aus Lille, die A 4 aus Reims, die A 5 aus Dijon, die A 6 aus Lyon, die A 77 aus Nevers, die A 10 aus Orléans, die A 13 aus Rouen und die A 16 aus Amiens.

Paris besitzt den zweitgrößten Binnenhafen in Europa und ist Knotenpunkt des Eisenbahn- und Straßenverkehrsnetzes in Frankreich. Am Stadtrand befinden sich vier internationale Flughäfen. 69,5 Millionen Passagiere sind im Jahre 2017 auf dem Roissy-Charles de Gaulle abgefertigt worden – dies war die zweithöchste Zahl aller Flughäfen in Europa. Mit 32,0 Millionen Passagieren nimmt Orly den dreizehnten Platz ein. Der dritte Flughafen Paris-Beauvais befindet sich außerhalb des eigentlichen Großraums und wird überwiegend von Billigfluggesellschaften angeflogen. Der vierte Flughafen Paris-Le Bourget wird nur für den Geschäftsflugverkehr genutzt. Er ist der größte seiner Art in Europa. Insgesamt fertigten die vier Pariser Flughäfen im Jahr 2017 etwa 106 Millionen Passagiere ab. Damit zählt Paris neben London und New York zu den großen Luftdrehkreuzen weltweit. Darüber hinaus befindet sich in einiger Entfernung zu Paris der Flughafen Paris-Vatry, der hauptsächlich von Billigfluggesellschaften angeflogen wird.

Die bedeutenden Eisenbahnstrecken in Frankreich beginnen in Paris. In Richtung Lille im Norden, Rennes und Bordeaux im Westen, Lyon und Marseille im Süden sowie Straßburg im Osten gibt es Hochgeschwindigkeitsstrecken, die vom TGV bedient werden. Außerdem gelten die Strecken des Eurostar nach London und des Thalys nach Köln und Amsterdam über Brüssel als bedeutende europäische Verbindungen. ICE und TGV verkehren seit 2007 über Saarbrücken nach Frankfurt am Main sowie nach Stuttgart und München.

Die wichtigsten Personenbahnhöfe sind Gare d’Austerlitz, Gare de l’Est, Gare de Lyon, Gare Montparnasse, Gare du Nord und Gare Saint-Lazare. Dem Eisenbahngüterverkehr dienen unter anderem die Rangierbahnhöfe Le Bourget im gleichnamigen politisch selbständigen Vorort und Vaires, die durch die Große Ringbahn (Grande Ceinture) mit den von beziehungsweise nach Paris führenden Eisenbahnstrecken verbunden sind.

Die Stadt wird von den Pariser Kanälen durchzogen.

Nahverkehr

Eingang zur Pariser Metro

Der Verkehr in Paris wird überwiegend über die U-Bahn abgewickelt. Die Métro Paris ist nach London (1863), Glasgow und Budapest (beide 1896) die viertälteste U-Bahn Europas. Die erste Métrolinie wurde am 19. Juli 1900 eröffnet. Das Pariser U-Bahn-Netz besteht aus 16 Linien (14 vollwertige und zwei Ergänzungslinien) und ist mit 219,9 Kilometern Gesamtlänge eines der größten Netze der Welt. Die Métro wird täglich von rund 5 Millionen Menschen genutzt. Ergänzend zum Métro-Netz gibt es das Réseau Express Régional (RER), dessen Züge Paris mit den Vororten (Banlieues) verbinden. Zum RER-Netz gehören die Linien A bis E, die auf den zentralen Streckenabschnitten Zugfolgen von bis zu zwei Minuten erreichen. Das jetzige RER hat seine Ursprünge in den von der staatlichen französischen Eisenbahngesellschaft SNCF oder ihren Vorgängern stillgelegten Vorortbahnen, von denen eine Linie (der heutige südliche Abschnitt des RER B) schon 1937 von der Pariser Métro übernommen wurde. Von 1862 an bestand auch ein Personenverkehrsangebot auf einer Ringbahn entlang der Thiersschen Stadtbefestigung, dem Chemin de Fer de Petite Ceinture (deutsch „kleine Gürtelbahn“), die auch für den Güterverkehr genutzt wurde. Der Personenverkehr auf der Petite centure wurde 1934 zugunsten von Omnibuslinien eingestellt.

Der weitere Großraum Paris wird von dem Nahverkehrssystem Transilien bedient. Dieses unterscheidet sich von den RER-Zügen unter anderem darin, dass die Transilien-Linien nicht die Stadt unterqueren, sondern in den großen Zentralbahnhöfen enden. Das gesamte Nahverkehrsnetz erschließt sich dem Touristen durch das Ticket Paris Visite oder die günstigeren Tageskarten Mobilis.

Am 21. November 1853 fuhren in Paris die ersten Pferdestraßenbahnen, es waren die ersten in Europa. Mit der Elektrifizierung des Straßenbahnnetzes begann man am 6. November 1881. Der Betrieb wurde am 14. August 1938 eingestellt. Nach 54 Jahren Unterbrechung verkehrt seit dem 6. Juli 1992 wieder eine Straßenbahn durch die Vororte, seit dem 16. Dezember 2006 verkehrt mit der neu gebauten Linie T3 die Straßenbahn auch wieder in Paris selbst. In den letzten Jahren wurden mehrere Neubaustrecken eröffnet und bestehende Strecken erweitert. Heute (Dezember 2014) befahren die insgesamt neun Linien ein 105 Kilometer langes Streckennetz mit 183 Stationen. Die neue Linie T3 führt entlang der Boulevards des Maréchaux in zwei Abschnitten von der Seine-Brücke Pont du Garigliano im Südwesten bis zur Porte de Vincennes im Osten von Paris und von dort zur Porte de la Chapelle im Norden der Stadt. Die seit der Verlängerung im Dezember 2012 gut 22 Kilometer lange Strecke ist überwiegend als Rasengleis ausgeführt und für 270.000 Fahrgäste pro Tag ausgelegt. Zugleich mit dem Streckenbau wurden die Straßen entlang der Strecke architektonisch neu gestaltet, eine Auflage der Pariser Behörden. Dazu gehören auch zahlreiche neu gepflanzte Bäume, Freiluftkunstwerke und neu gestaltete Fahrrad- und Fußwege. Paris ist auch von einem dichten Netz aus Buslinien durchzogen. Die Busse mit den dreistelligen Nummern fahren in die Vororte, die Busse mit zweistelligen Nummern verkehren nur innerhalb der Stadt. Die meisten Omnibusse fahren zwischen 6:30 Uhr und 20:30 Uhr, die wichtigsten Linien länger bis etwa 1 Uhr nachts. Die Nachtbusse Noctilien verkehren täglich die ganze Nacht.

Fahrradvermietsystem Vélib’ Métropole in Paris

Seit Sommer 2007 gibt es zudem ein flächendeckendes Netz von Fahrradmietstationen mit Vélib’ Métropole. Das System umfasst über 20.000 Fahrräder an 1202 Stationen in Paris und einigen Gemeinden im Umland der französischen Hauptstadt und gilt als das größte seiner Art weltweit. Mit der Einführung von Vélib spielt Radverkehr erstmals eine signifikante Rolle im Pariser Stadtverkehr.

Trolleybusse fuhren zum ersten Mal während der Weltausstellung in Paris zwischen dem 15. April 1900 und dem 12. November 1900, ein weiteres Mal zwischen 1912 und 1914 sowie nach einer Unterbrechung durch den Ersten Weltkrieg vom 7. April 1925 bis 8. Juli 1935. Nach einer siebeneinhalbjährigen Pause wurde der Betrieb noch während des Zweiten Weltkrieges am 18. Januar 1943 wieder aufgenommen und am 1. April 1966 endgültig eingestellt.

Luftqualität

Fahrradfahrer auf der Rue du Temple am 27. September 2015, einem autofreien Tag

Paris kämpft mit hoher Luftverschmutzung, die neben der Industrie und Haushalten vom Verkehr stammt. Die durchschnittliche Konzentration an Feinstaub (PM10) beträgt 38 Mikrogramm pro Kubikmeter. Der Grenzwert von 80 Mikrogramm pro Kubikmeter wurde 2015 in manchen Stadtteilen häufig überschritten. Die Stadtverwaltung erließ mehrere Maßnahmen, darunter sowohl zeitlich beschränkte als auch dauerhafte, um die Luftverschmutzung zu verringern und den Kraftverkehr zu reduzieren: Bereits im Jahr 2013 wurde die südliche Seineuferstraße im Bereich der Innenstadt für den Autoverkehr gesperrt und in eine Fußgängerzone umgewandelt, im September 2016 folgte die nördlichen Uferstraße. Im Oktober 2015 ordnete Hidalgo einen autofreien Tag für einen kleinen Teil der Innenstadt an. Seit Mai 2016 werden die Champs-Elysées am jeweils ersten Sonntag des Monats für den Kraftverkehr gesperrt. 2016 wurden am Wochenende nach dem weltweiten autofreien Tag, dem 22. September, über 640 Kilometer für motorisierten Verkehr gesperrt.

Anfang Dezember 2016 bewegten wochenlange hohe PM10-Werte über 80 Mikrogramm pro Kubikmeter, die zu Einschränkungen in der Nutzung von privaten Personenkraftwagen in Paris und den Nachbargemeinden führten: über mehrere Tage wurde u. a. wechselweise das Fahren von Autos mit geraden bzw. ungeraden Kennzeichenzahlen verboten und die kostenfreie Nutzung öffentlicher Verkehrsmittel eingeführt. Seit Sonntag, 15. Januar 2017, wurde eine Umweltzone in der Innenstadt, die Zone à circulation restreinte, eingerichtet, die auch für Fahrzeuge aus dem Ausland gilt. Ausgenommen ist die Stadtautobahn Boulevard périphérique. Die erforderliche Plakette ist nach Schadstoffklassen gestaffelt und erlaubt differenziertere Fahrverbote je nach Belastung. Bürgermeisterin Anne Hidalgo beabsichtigt die Zahl der Personenkraftwagen langfristig zu halbieren und damit vor allem die Luftqualität bezüglich Stickstoffdioxid und der Feinstaubwerte zu verbessern.

Wissenschaft und Bildung

Eingang zur juristischen Fakultät der Sorbonne im Quartier Latin

Die Gegensätze zwischen Paris und dem Rest des Landes werden besonders im Bereich Bildung deutlich, da die angesehensten Bildungsstätten Frankreichs sich in Paris befinden.

Die besten Grandes écoles Frankreichs haben ihren Sitz in Paris, darunter die École polytechnique (eröffnet 1794), École des hautes études commerciales de Paris (HEC), Sciences Po Paris, die École normale supérieure (ENS) sowie die École des hautes études en sciences sociales (EHESS). Die Eliteverwaltungsschule École nationale d’administration (ENA) ist jedoch nach Straßburg ausgelagert worden. Édith Cresson setzte als Premierministerin 1992 gegen erhebliche Widerstände die Verlegung durch. Über zehn Jahre hinweg lief der Betrieb der ENA zugleich in Paris und in Straßburg ab, bevor 2005 der Umzug der gesamten Schule dorthin abgeschlossen wurde, das ehemalige ENA-Gebäude in Paris wird nun von Sciences Po Paris genutzt.

Weitere höhere Bildungseinrichtungen sind das im Jahre 1530 eröffnete Collège de France, das Institut catholique (1875) und die École du Louvre (1882). Die 1257 gegründete Sorbonne ist die älteste Universität in Frankreich. Die Gründung als Theologenschule wird auf Robert von Sorbon (1201–1274), den Hofkaplan Ludwigs des Heiligen, zurückgeführt; die Bestätigungsbulle Clemens’ IV. datiert von 1268. Ursprünglich ein Alumnat für arme Studenten der Theologie, gelangte die Sorbonne (welchen Namen die Anstalt erst seit dem 14. Jahrhundert erhielt) durch berühmte Lehrer, welche an ihr wirkten, sowie durch reiche Ausstattung gegenüber anderen ähnlichen Kollegien zu immer größerem Ansehen. Im Jahre 1968 wurde die Universität von Paris durch eine umfassende Reform in 13 unabhängige Teile aufgegliedert. Fünf von ihnen liegen außerhalb der Stadt. (Siehe: Liste der Universitäten in Frankreich)

Das Ingenieurshaus der Universität Paris-Saclay

Die Académie française ist eine der ältesten Institutionen Frankreichs im Bereich des geistigen Lebens und zugleich die prestigereichste. Sie residiert seit 1801 im Collège des Quatre-Nations gegenüber dem Louvre; dort hat auch der auf Lebenszeit gewählte und wohlbeamtete Secrétaire perpétuel seine Dienstwohnung. Die Académie française ist hervorgegangen aus einem Pariser Literatenzirkel, der sich seit 1629 bei dem heute praktisch unbekannten Autor Valentin Conrart traf und 1634 durch den regierenden Minister Kardinal de Richelieu auf 34 Mitglieder aufgestockt und am 2. Januar 1635 durch Ludwig XIII. zu einer staatlichen Institution erhoben wurde. Die von Richelieu vorgesehenen Statuten und Regelungen wurden 1637 vom Obersten Pariser Gerichtshof, dem Parlement, registriert und damit rechtskräftig. Seit dem Jahre 1803 gehört die Akademie dem Institut de France an.

Bibliotheken in Paris

Von den zahlreichen Bibliotheken in Paris ist die Französische Nationalbibliothek (Bibliothèque nationale de France) die größte. Sie wurde 1368 von König Karl V. auf Basis seiner persönlichen Bibliothek im Louvre gegründet und umfasste zu Beginn 911 Manuskripte. Damals war es allerdings üblich, die Dokumente des Königs nach seinem Tod zu vernichten, so dass die eigentliche Bibliothekssammlung erst mit König Ludwig XI. aufgebaut wurde, der mit diesem Brauch brach. Am 14. Juli 1988 kündigte der französische Staatspräsident François Mitterrand den Neubau des Bibliotheksgebäudes an, der im Dezember 1990 begann. Die neue Bibliothek wurde nach Plänen des Architekten Dominique Perrault entworfen und am 20. Dezember 1996 der Öffentlichkeit übergeben. Die moderne Bibliothek enthält alle Publikationen, die in Frankreich verlegt werden, und umfasst mehr als zehn Millionen Bände.

Ehrenbürger

Nach der Ernennung des Malers, Grafikers und Bildhauers Pablo Picasso zum Ehrenbürger der Stadt Paris im Jahr 1971 wurden bis zum Jahr 2003 keine derartigen Ehrungen mehr vorgenommen. Seither wurden zu Ehrenbürgern ernannt: der US-amerikanische Journalist und schwarze Politaktivist Mumia Abu-Jamal (2003), die französisch-kolumbianische Kämpferin gegen Korruption und kolumbianische Präsidentschaftskandidatin Íngrid Betancourt (2003), die birmanische Politikerin und Friedensnobelpreisträgerin Aung San Suu Kyi (2004), die nigerianische Rechtsanwältin und Bürgerrechtlerin Hauwa Ibrahim (2006). Darüber hinaus ernannte der Stadtrat im Jahr 2008 den chinesischen Bürgerrechtler Hu Jia, den Dalai Lama, die bangladeschische Frauenrechtlerin Taslima Nasrin und Gilad Shalit zu Ehrenbürgern, im Jahr 2010 die iranische Menschenrechtsaktivistin Schirin Ebadi, im Jahr 2011 den iranischen Filmregisseur Jafar Panahi und den brasilianischen Umweltschutzaktivisten Raoni Metuktire.

Söhne und Töchter der Stadt

In Paris geborene Persönlichkeiten

Paris war Geburtsort zahlreicher bekannter Persönlichkeiten. Dazu gehören unter anderen der französische Premierminister und Staatspräsident Jacques Chirac, der französische Staatspräsident Nicolas Sarkozy, der Komponist Georges Bizet, die Schriftstellerin, Philosophin und Feministin Simone de Beauvoir, die Filmregisseure Claude Chabrol, Roman Polański und François Truffaut, der Pädagoge, Historiker und Sportfunktionär Pierre de Coubertin, der Chansonnier, Komponist und Schriftsteller Serge Gainsbourg, der Präfekt und Stadtplaner Georges-Eugène Haussmann, die Chemikerin und Nobelpreisträgerin Irène Joliot-Curie, die Malerin Adélaïde Labille-Guiard, der Maler Édouard Manet, die Schauspielerin Sophie Marceau, der Maler Claude Monet, die Chansonsängerin Édith Piaf, die Schriftstellerin George Sand sowie die Sängerin und Schauspielerin Caterina Valente.

Persönlichkeiten, die vor Ort gewirkt haben

Bekannte Einwohner von Paris

Zu den Persönlichkeiten, die in Paris gewirkt haben, gehören unter anderem die US-amerikanisch-französische Tänzerin, Sängerin und Schauspielerin Josephine Baker, der Schriftsteller Honoré de Balzac, der polnische Komponist Frédéric Chopin, die Schauspielerin Marlene Dietrich, der Metallbauingenieur Gustave Eiffel, der deutsche Schriftsteller Heinrich Heine, der US-amerikanische Sänger und Lyriker Jim Morrison von der Rockgruppe The Doors, der deutschstämmige französische Komponist Jacques Offenbach und die irisch-englischen Literaten Oscar Wilde und James Joyce.

Seit den 1950ern war Paris ein Anziehungspunkt für afroamerikanische Jazzmusiker, die sich dort wesentlich freier bewegen konnten als in den damals noch von der Rassensegregation beherrschten Vereinigten Staaten: Sidney Bechet zog es nach Frankreich, „weil es näher an Afrika liegt“. Bei den Jazzfestivals 1948 in Nizza und Paris triumphierte der junge Miles Davis, der an der Seine Juliette Gréco kennen und lieben lernte. Paris beflügelte nicht nur ihn, sondern auch Bud Powell, Idrees Sulieman oder Benny Waters. Regisseure wie Louis Malle („Fahrstuhl zum Schafott“) und Roger Vadim experimentierten in den 1950ern mit spontan zur Leinwand improvisierten Jazz-Soundtracks. Ende der 1960er emigrierten Musiker wie Anthony Braxton, das Art Ensemble of Chicago oder Frank Wright an die Seine, wo heute (Stand 2007) noch David Murray mit Valérie Malot lebt.

Portal: Paris – Übersicht zu Wikipedia-Inhalten zum Thema Paris
Portal: Frankreich – Übersicht zu Wikipedia-Inhalten zum Thema Frankreich
  • Hanno Ballhausen: Chronik der Metropolen. Paris. Wissen Media, Gütersloh 2004, ISBN 3-577-14599-4.
  • Jean-Pierre A. Bernard: Les deux Paris: les représentations de Paris dans la seconde moitié du XIXe siècle. Champ Vallon, Seyssel 2001, ISBN 2-87673-314-5.
  • Jean Firges: Die Stadt Paris. Geschichte ihrer Entwicklung und Urbanisation. Sonnenberg, Annweiler 2002, ISBN 3-933264-00-6. (Kulturgeschichtliche Reihe, Bd. 3)
  • Leonhard Fuest: Die schwarzen Fahnen von Paris. Die »Stadt der Liebe« im Licht der Melancholie. Corso, Hamburg 2010, ISBN 978-3-86260-003-8.
  • Ursula von Kardorff: Adieu Paris! Streifzüge durch die Stadt der Bohème. Kindler Verlag, München 1974, ISBN 3-463-00590-5.
  • Herbert R. Lottman: Der Fall von Paris 1940. Piper, München 1994, ISBN 3-492-03531-0.
  • Giovanna Magi, Rita Bianucci, Hubert Bressonneau: Kunst und Geschichte von Paris und Versailles. Besichtigung aller bedeutenden Monumente und Museen. Konrad Theiss Verlag, Stuttgart 2002, ISBN 3-8062-1697-5.
  • Gerhard Sälter: Polizei und soziale Ordnung in Paris. Verlag Vittorio Klostermann, Frankfurt 2004, ISBN 3-465-03298-5.
  • Klaus Schüle: Paris. Die politische Geschichte seit der Französischen Revolution. Gunter Narr (Narr-Francke-Attempto), Tübingen 2005, ISBN 3-8233-6183-X.
  • Fritz Stahl: Paris. Eine Stadt als Kunstwerk. Rudolf Mosse Buchverlag, Berlin 1928,.
  • Georg Stefan Troller: Mein Paris. Überarb. Ausgabe. Fischer, Frankfurt 1973, ISBN 3-436-01723-X.
  • Georg Stefan Troller: Dichter und Bohemiens. Literarische Streifzüge durch Paris. Artemis & Winkler, Düsseldorf 2003, ISBN 3-538-07149-7.
  • Richard Wunderer: Paris. Sittengeschichte einer Weltstadt. Weltspiegel, Stuttgart 1967,.
Pariser Zentrum bei Nacht
Weitere Inhalte in den
Schwesterprojekten der Wikipedia:

Commons – Medieninhalte (Kategorie)
Wiktionary – Wörterbucheinträge
Wikinews – Nachrichten
Wikiquote – Zitate
Wikisource – Quellen und Volltexte
Wikivoyage – Reiseführer
  • (mehrsprachig)
  • (mehrsprachig)
  • bei curlie.org (ehemals DMOZ)
  1. Abgerufen am 10. August 2018 (französisch).
  2. Abgerufen am 21. März 2016 (französisch).
  3. Abgerufen am 22. November 2015 (französisch).
  4. Abgerufen am 4. Juni 2015 (französisch).
  5. INSEE, 25. September 2018, abgerufen am 8. Oktober 2018 (französisch).
  6. Meistbesuchte Städte der Welt: London auf Platz eins, Angaben nach MasterCard Global Destination Cities Index; Artikel vom 15. Juni 2015, abgerufen am 13. August 2015
  7. Météo-France, 25. Juli 2019, abgerufen am 26. Juli 2019 (französisch).
  8. Ville de Paris 12. Juni 2020.
  9. Caesar, Bell. Gall, VI, 3, 1: „concilium Luteciam Parisiorum transfert“.
  10. bei sainte-genevieve.net, abgerufen am 28. Mai 2018
  11. Katja Iken: In: Spiegel Online. 16. Oktober 2018, abgerufen am 13. Mai 2020.
  12. (XLS; 9,98 MB) Insee (Institut national de la statistique et des études économiques), 30. Dezember 2019, abgerufen am 30. Dezember 2019 (französisch).
  13. (Homepage Deutsches Historisches Museum)
  14. Explosive Marianne. In: Der Spiegel. 12. Mai 1961 ( [abgerufen am 10. Juni 2013]).
  15. Jacques Fauvet: Une double polarisation. In: Le Monde. 19. Oktober 1961 ().
  16. Jean-Luc Einaudi: La Bataille de Paris: 17 octobre 1961. Seuil, Paris 2001, ISBN 978-2-02-051061-5.
  17. Jean-Paul Brunet: Charonne: lumières sur une tragédie. Flammarion, Paris 2003, ISBN 978-2-08-068341-0.
  18. In: tagesschau.de. Abgerufen am 14. November 2015.
  19. Unterhaltsame Wappenkunde, Heinz Machatscheck, Verlag Neues Leben, Berlin, 1981.
  20. Halay Thierry: Paris et ses quartiers. L’Harmattan, 1998, ISBN 2-7384-6691-5, S. 8.
  21. Henri Tausin: Les Devises des villes de France, Leur origine, leur historique, avec les descriptions des armoiries. Éditions Honoré Champion, Paris 1914,S.128–130 (französisch, ).
  22. In: pariszigzag.fr. Abgerufen am 13. Mai 2020 (französisch).
  23. Gesche Wüpper: In: welt.de. 29. Juli 2011, abgerufen am 10. Dezember 2014.
  24. Der Standard, 5. September 2019, abgerufen am 11. Juli 2021.
  25. Les descendants d’immigrés vivant en Île-de-France, IAU Idf, Note rapide Société, no 531
  26. Légifrance, 28. Februar 2017, abgerufen am 6. Januar 2020 (französisch).
  27. (PDF; 59 KB) Stadt Paris, Délégation générale aux Relations Internationales Les pactes d'amitié et de coopération, September 2015, abgerufen am 10. Juli 2019 (französisch).
  28. Marc Zitzmann: , NZZ, 23, September 2016.
  29. In: schweizerbauer.ch. 31. Mai 2019, abgerufen am 1. Juni 2019.
  30. Alan Berube, Jesus Leal Trujillo, Tao Ran, and Joseph Parilla: Global Metro Monitor. In: Brookings. 22. Januar 2015 ( [abgerufen am 19. Juli 2018]).
  31. Abgerufen am 30. Juli 2018 (englisch).
  32. Vorlage:Toter Link/www.paris-iledefrance.cci.fr (Seite nicht mehr abrufbar, Suche in ) Info: Der Link wurde automatisch als defekt markiert. Bitte prüfe den Link gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis. , abgerufen am 24. August 2012.
  33. , abgerufen am 24. August 2012.
  34. , abgerufen am 24. August 2012.
  35. (Nicht mehr online verfügbar.) Mastercard, archiviert vomOriginal am24. September 2016; abgerufen am 11. Juli 2018.
  36. (Nicht mehr online verfügbar.) Archiviert vomOriginal am27. März 2018; abgerufen am 13. Juli 2018.
  37. , in Le Figaro, 25. März 2010.
  38. AFP: In: theguardian.com. 18. März 2015, abgerufen am 26. April 2016 (englisch).
  39. (PDF; 197 kB) Abgerufen am 26. Juli 2018 (französisch).
  40. Kim Willsher: In: theguardian.com. 26. September 2016, abgerufen am 2. Oktober 2016 (englisch).
  41. Kim Willsher: In: theguardian.com. 3. Oktober 2015, abgerufen am 26. April 2016 (englisch).
  42. AFP: In: theguardian.com. 26. April 2016, abgerufen am 26. April 2016 (englisch).
  43. Nick van Mead: In: theguardian.com. 22. September 2016, abgerufen am 2. Oktober 2016 (englisch).
  44. Le Figaro: , 16. Dezember 2016, abgerufen am 17. Dezember 2016 (französisch)
  45. Kim Willsher: In: theguardian.com. 16. Januar 2017, abgerufen am 14. Juni 2017 (englisch).
  46. Kim Willsher: In: theguardian.com. 8. Januar 2017, abgerufen am 14. Juni 2017 (englisch).
  47. Le Monde: , 16. Januar 2017, abgerufen am 16. Dezember 2017 (französisch).
  48. Stadt Paris: aufgerufen am 17. Oktober 2012
Hauptstädte der Mitgliedstaaten der Europäischen Union

Brüssel (Belgien) |Sofia (Bulgarien) |Kopenhagen (Dänemark) |Berlin (Deutschland) |Tallinn (Estland) |Helsinki (Finnland) |Paris (Frankreich) |Athen (Griechenland) |Dublin (Irland) |Rom (Italien) |Zagreb (Kroatien) |Riga (Lettland) |Vilnius (Litauen) |Luxemburg (Luxemburg) |Valletta (Malta) |Amsterdam (Niederlande) |Wien (Österreich) |Warschau (Polen) |Lissabon (Portugal) |Bukarest (Rumänien) |Stockholm (Schweden) |Bratislava (Slowakei) |Ljubljana (Slowenien) |Madrid (Spanien) |Prag (Tschechien) |Budapest (Ungarn) |Nikosia (Zypern)

01 Ain |02 Aisne |03 Allier |04 Alpes-de-Haute-Provence |05 Hautes-Alpes |06 Alpes-Maritimes |07 Ardèche |08 Ardennes |09 Ariège |10 Aube |11 Aude |12 Aveyron |13 Bouches-du-Rhône |14 Calvados |15 Cantal |16 Charente |17 Charente-Maritime |18 Cher |19 Corrèze |21 Côte-d’Or |22 Côtes-d’Armor |23 Creuse |24 Dordogne |25 Doubs |26 Drôme |27 Eure |28 Eure-et-Loir |29 Finistère |30 Gard |31 Haute-Garonne |32 Gers |33 Gironde |34 Hérault |35 Ille-et-Vilaine |36 Indre |37 Indre-et-Loire |38 Isère |39 Jura |40 Landes |41 Loir-et-Cher |42 Loire |43 Haute-Loire |44 Loire-Atlantique |45 Loiret |46 Lot |47 Lot-et-Garonne |48 Lozère |49 Maine-et-Loire |50 Manche |51 Marne |52 Haute-Marne |53 Mayenne |54 Meurthe-et-Moselle |55 Meuse |56 Morbihan |57 Moselle |58 Nièvre |59 Nord |60 Oise |61 Orne |62 Pas-de-Calais |63 Puy-de-Dôme |64 Pyrénées-Atlantiques |65 Hautes-Pyrénées |66 Pyrénées-Orientales |67 Bas-Rhin |68 Haut-Rhin |69D Rhône |69M Métropole de Lyon (ab 2015) |70 Haute-Saône |71 Saône-et-Loire |72 Sarthe |73 Savoie |74 Haute-Savoie |75 Paris (ab 1968) |76 Seine-Maritime |77 Seine-et-Marne |78 Yvelines (ab 1968) |79 Deux-Sèvres |80 Somme |81 Tarn |82 Tarn-et-Garonne |83 Var |84 Vaucluse |85 Vendée |86 Vienne |87 Haute-Vienne |88 Vosges |89 Yonne |90 Territoire de Belfort |91 Essonne (ab 1968) |92 Hauts-de-Seine (ab 1968) |93 Seine-Saint-Denis (ab 1968) |94 Val-de-Marne (ab 1968) |95 Val-d’Oise (ab 1968)

Départements in Übersee (DOM)
971 Guadeloupe |972 Martinique |973 Französisch-Guayana |974 Réunion |976 Mayotte

Nach 1962 aufgelöste Départements
20 Corse (bis 1975) |2A Corse-du-Sud (1976–2017) |2B Haute-Corse (1976–2017) |75 Seine (bis 1967) |78 Seine-et-Oise (bis 1967)

Kulturstädte:
1985: Athen | 1986: Florenz | 1987: Amsterdam | 1988: West-Berlin | 1989: Paris | 1990: Glasgow | 1991: Dublin | 1992: Madrid | 1993: Antwerpen | 1994: Lissabon | 1995: Luxemburg | 1996: Kopenhagen | 1997: Thessaloniki | 1998: Stockholm

Kulturhauptstädte:
1999: Weimar | 2000: Avignon, Bergen, Bologna, Brüssel, Helsinki, Krakau, Prag, Reykjavík, Santiago de Compostela | 2001: Porto, Rotterdam | 2002: Brügge, Salamanca | 2003: Graz | 2004: Genua, Lille | 2005: Cork | 2006: Patras | 2007: Hermannstadt, Luxemburg und Großregion | 2008: Liverpool, Stavanger | 2009: Linz, Vilnius | 2010: Istanbul, Pécs, Ruhrgebiet | 2011: Tallinn, Turku | 2012: Guimarães, Maribor | 2013: Košice, Marseille | 2014: Riga, Umeå | 2015: Mons, Pilsen | 2016: Breslau, Donostia-San Sebastián | 2017: Aarhus, Paphos | 2018: Leeuwarden, Valletta | 2019: Matera, Plowdiw | 2020–2021*: Galway, Rijeka | 2021–2022*: Novi Sad | 2021–2023*: Timișoara, Eleusis | 2022: Esch an der Alzette, Kaunas | 2023: Veszprém | 2024: Bad Ischl, Bodø, Tartu | 2025: Chemnitz
*Von der EU-Kommission wegen Corona-Pandemie vorgeschlagene Verlängerung

Dieser Artikel wurde am 10. März 2006 in dieser Version in die Liste der lesenswerten Artikel aufgenommen.
Normdaten (Geografikum): GND:(, ) | LCCN: | NDL: | VIAF:

Paris
paris, hauptstadt, französischen, republik, sprache, beobachten, bearbeiten, dieser, artikel, behandelt, stadt, frankreich, weiteren, bedeutungen, siehe, begriffsklärung, paˈʁi, hauptstadt, französischen, republik, hauptort, region, Île, france, rund, millione. Paris Hauptstadt der Franzosischen Republik Sprache Beobachten Bearbeiten Dieser Artikel behandelt die Stadt in Frankreich Zu weiteren Bedeutungen siehe Paris Begriffsklarung Paris paˈʁi ist die Hauptstadt der Franzosischen Republik und Hauptort der Region Ile de France Mit rund 2 18 Millionen Einwohnern ist Paris die viertgrosste Stadt der Europaischen Union sowie mit uber 12 5 Millionen Menschen die grosste Metropolregion der EU 1 2 3 4 ParisWahlspruch Fluctuat nec mergitur lateinisch Sie schwankt aber geht nicht unter Staat FrankreichRegion Ile de France chef lieu Departement Nr Paris 75 Arrondissement Paris chef lieu Kanton keine zu statistischen Zwecken werden die 20 Arrondissements teilweise wie Kantone behandelt Gemeindeverband Metropole du Grand ParisKoordinaten 48 51 N 2 21 O 48 856666666667 2 3516666666667 Koordinaten 48 51 N 2 21 OHohe 28 130 mFlache Aire urbaine 105 34 km 17 174 km2Burgermeister Anne Hidalgo PS Einwohner Aire urbaine 2 175 601 1 Januar 2018 12 532 901Bevolkerungsdichte 20 653 Einw km Postleitzahl 75001 75020 75116INSEE Code 75056Website www paris frBurgermeister Anne Hidalgo PS Lage des Departements in der Region Ile de France Satellitenfoto mit Stadtgrenzen Mit einer vergleichsweise kleinen Stadtflache von 105 34 Quadratkilometern ist Paris mit 20 653 Einwohnern pro Quadratkilometer die am dichtesten besiedelte Grossstadt Europas Das zusammenhangend bebaute stadtische Siedlungsgebiet Unite urbaine de Paris ist 2845 Quadratkilometer gross und geht somit weit uber die politische Grenze der Stadt Paris hinaus 2015 zahlte die Unite urbaine de Paris 10 706 072 Einwohner was einer Bevolkerungsdichte von 3763 Einwohnern je Quadratkilometer entspricht und womit Paris zu den Megastadten zahlt 5 Paris ist das politische wirtschaftliche sowie kulturelle Zentrum des zentralistisch organisierten Frankreichs und mit drei Flughafen und sechs Kopfbahnhofen dessen grosster Verkehrsknotenpunkt Teile des Seineufers zahlen heute zum UNESCO Welterbe Die Stadt ist Sitz der UNESCO und daruber hinaus der OECD und der ICC Sehenswurdigkeiten wie der Eiffelturm die Kathedrale Notre Dame oder der Louvre machen die Stadt zu einem beliebten Touristenziel Mit rund 16 Millionen auslandischen Touristen pro Jahr ist die Stadt hinter London und Bangkok eine der meistbesuchten Stadte weltweit 6 Das heutige Paris entwickelte sich seit dem 3 Jahrhundert v Chr aus der keltischen Siedlung Lutetia auf der Ile de la Cite Spater errichteten die Romer an der Seine eine Stadt die im 6 Jahrhundert zunachst eine Hauptresidenz des Frankischen Reiches wurde Eine Blutezeit der Kunst und Kultur erlebte Paris im 16 Jahrhundert unter Franz I Durch den Absolutismus insbesondere unter Ludwig XIV im 17 Jahrhundert wurde die Stadt um zahlreiche barocke Gebaude und Prachtstrassen bereichert und so zu einem beispielhaften Muster fur barocken Stadtebau Obwohl die Konigsresidenz 1682 nach Versailles verlegt wurde blieb sie aufgrund ihrer politischen und wirtschaftlichen Bedeutung das Zentrum des Landes Mit der Franzosischen Revolution kam ihr ab 1789 eine welthistorische Bedeutung zu Die Industrialisierung fuhrte im 19 Jahrhundert zu einem enormen Bevolkerungszuwachs sodass 1846 erstmals die Grenze von einer Million Einwohnern uberschritten wurde In den folgenden Jahrzehnten bekam die Stadt durch die sogenannte Belle Epoque und sechs Weltausstellungen weltweite Beachtung Inhaltsverzeichnis 1 Geografie 1 1 Lage 1 2 Klima 1 3 Geologie 1 4 Seine 1 5 Inseln 1 6 Hugel 1 7 Stadtgliederung 2 Geschichte 2 1 Antike 2 2 Mittelalter 2 3 Neuzeit 3 Hoheitssymbole 4 Gesellschaft 4 1 Demografie 4 2 Einwanderung 4 3 Religionen 5 Politik 5 1 Stadtregierung 5 2 Stadtrat Conseil de Paris 5 3 Stadtepartnerschaften 6 Kultur und Sehenswurdigkeiten 6 1 Theater 6 2 Museen 6 3 Bauwerke 6 3 1 Brucken 6 3 2 Platze und Strassen 6 3 3 Weltliche Bauwerke 6 3 3 1 Antike 6 3 3 2 Mittelalter 6 3 3 3 Fruhe Neuzeit 6 3 3 4 17 Jahrhundert 6 3 3 5 18 Jahrhundert 6 3 3 6 19 Jahrhundert 6 3 3 7 20 Jahrhundert 6 3 3 8 21 Jahrhundert 6 3 4 Kirchen 6 3 4 1 Mittelalter 6 3 4 2 Neuzeit 6 4 Grunflachen 6 4 1 Promenaden Parks und Garten 6 4 2 Friedhofe 6 5 Film 6 6 Sport 6 6 1 Sportveranstaltungen 6 6 2 Sportstatten 6 7 Regelmassige Veranstaltungen 6 8 Gastronomie 6 9 Einkaufen 6 10 Sehenswurdigkeiten in der Umgebung 7 Wirtschaft und Infrastruktur 7 1 Wirtschaft 7 2 Verkehr 7 2 1 Fernverkehr 7 2 2 Nahverkehr 7 2 3 Luftqualitat 7 3 Wissenschaft und Bildung 8 Personlichkeiten 8 1 Ehrenburger 8 2 Sohne und Tochter der Stadt 8 3 Personlichkeiten die vor Ort gewirkt haben 9 Siehe auch 10 Literatur 11 Weblinks 12 EinzelnachweiseGeografie vergrossern und Informationen zum Bild anzeigen 360 Panorama von Paris fotografiert vom Eiffelturm aus Eine ausfuhrliche Beschreibung des Panoramas findet sich hier Lage Region Ile de France mit dem 75 Departement der Stadt Paris Die Vororte banlieues von Paris befinden sich in den Departements 92 Hauts de Seine 93 Seine Saint Denis und 94 Val de Marne Das Stadtgebiet hat eine Flache von 105 34 Quadratkilometern Das entspricht ungefahr der Flache von Mainz und weniger als 12 Prozent der Flache Berlins Die Metropolregion erstreckt sich uber eine Bodenflache von 14 518 Quadratkilometern Das entspricht etwa der Flache Schleswig Holsteins Die Stadt liegt im Zentrum des Pariser Beckens durchschnittlich 65 m Die Seine verlasst je nach Wasserstand in 25 m das Stadtgebiet Paris ist umgeben von den beiden grossen Stadtwaldern die der Bevolkerung als Naherholungsgebiete dienen Klima Paris befindet sich in der gemassigten Klimazone Die Jahresmitteltemperatur betragt 10 8 Grad Celsius und die durchschnittliche Jahresniederschlagsmenge 649 6 Millimeter Der warmste Monat ist der Juli mit 18 4 Grad Celsius im Mittel der kalteste der Januar mit durchschnittlich 3 5 Grad Celsius Der meiste Niederschlag fallt im Mai mit 65 0 Millimetern im Mittel der wenigste im August mit durchschnittlich 43 0 Millimetern Seit 1873 finden in Paris regelmassige meteorologische Messungen statt Die tiefste bisher festgestellte Temperatur betrug 23 9 Grad Celsius und stammt vom 10 Dezember 1879 Der Warmerekord liegt bei 42 6 Grad Celsius und wurde am 25 Juli 2019 im Parc Montsouris gemessen Der bis dahin hochste Lufttemperaturwert betrug 40 4 Grad Celsius und war am 28 Juli 1947 ebenfalls im Parc Montsouris gemessen worden 7 ParisKlimadiagrammJFMAMJJASOND 54 7 3 44 8 3 49 12 5 53 15 7 65 19 11 55 22 13 63 24 16 43 25 15 55 21 13 60 16 9 52 10 5 59 8 4Temperatur in C Niederschlag in mmQuelle Meteo France Luftfeuchtigkeit Sonnenscheindauer wetterkontor deMonatliche Durchschnittstemperaturen und niederschlage fur Paris Jan Feb Mar Apr Mai Jun Jul Aug Sep Okt Nov DezMax Temperatur C 6 9 8 2 11 8 14 7 19 0 21 8 24 4 24 6 20 8 15 8 10 4 7 8 O 15 6Min Temperatur C 2 5 2 8 5 1 6 8 10 5 13 3 15 5 15 4 12 5 9 2 5 3 3 6 O 8 6Temperatur C 4 7 5 5 8 4 10 7 14 7 17 5 19 9 20 0 16 6 12 5 7 8 5 7 O 12Niederschlag mm 53 7 43 7 48 5 53 0 65 0 54 6 63 1 43 0 54 7 59 7 51 9 58 7 S 649 6Sonnenstunden h d 1 9 2 9 5 1 6 0 7 5 8 1 7 8 7 1 6 0 4 1 2 0 1 5 O 5Regentage d 10 2 9 3 10 4 9 4 10 3 8 6 8 0 6 9 8 5 9 5 9 7 10 7 S 111 5Luftfeuchtigkeit 86 81 76 69 71 73 73 74 79 85 87 88 O 78 5T e m p e r a t u r 6 9 2 5 8 2 2 8 11 8 5 1 14 7 6 8 19 0 10 5 21 8 13 3 24 4 15 5 24 6 15 4 20 8 12 5 15 8 9 2 10 4 5 3 7 8 3 6Jan Feb Mar Apr Mai Jun Jul Aug Sep Okt Nov DezN i e d e r s c h l a g 53 7 43 7 48 5 53 0 65 0 54 6 63 1 43 0 54 7 59 7 51 9 58 7 Jan Feb Mar Apr Mai Jun Jul Aug Sep Okt Nov DezQuelle Meteo France Luftfeuchtigkeit Sonnenscheindauer wetterkontor de Geologie Das Pariser Becken bildet eine grosse Schichtstufenlandschaft Schusselformig liegen hier die Schichten des Mesozoikums und des Palaogens fruher Alttertiar ineinander und sind von der Abtragung zu einer weit gespannten Stufenlandschaft ausgearbeitet worden deren Stufen sich jeweils nach aussen richten Nur im ostlichen Teil herrschen am Abfall dieser Stufen gegen die Saone Furche tektonische Bruchlinien vor Sie bewirken die steilen Abfalle des Plateaus von Langres und der Cote d Or bis 636 Meter die beruhmte Weinbaugebiete sind da sie im Regenschatten der Leeseite grossere Sonnenscheindauer haben und zudem noch die Vorteile der Sudexposition geniessen Eine gewisse Ungleichformigkeit besteht insofern als die Schichtenfolge im nordostlichen Teil vollkommener ist als im Westen Die etwas starkere Heraushebung des Ostflugels hat auch allgemein grossere Hohenunterschiede und eine markantere Herausbildung der Stufen mit sich gebracht Beckeneinwarts ragt als bedeutende Stufe die der Eozanen Kalke auf in deren Innerem die Ile de France das Ballungsgebiet von Paris eingebettet liegt Seine Hauptartikel Seinebrucken in Paris Die Ile aux Cygnes mit den Baumen der Allee des Cygnes Die Ile de la Cite und die Ile Saint Louis Die Seine verbindet Paris mit Burgund im Landesinneren und mit dem Armelkanal an der Nordkuste Der hier leichte Ubergang uber sie war der wichtigste Faktor fur die Entstehung und Entwicklung der Stadt die auf der grossten der seinerzeit zahlreichen Seineinseln ihren Ursprung hat Sie spaltet die Stadt in zwei ungleiche Uferhalften das nordliche Ufer das grob betrachtet dem Handel und Finanzen gewidmete rechte Ufer Rive Droite und die sudliche Stadthalfte am linken Ufer Rive Gauche die mit dem Quartier Latin als Viertel der Intellektuellen angesehen wird und als Wohngegend gefragt ist Seit 1991 ist das Seineufer von Paris zwischen der Pont de Sully und den Brucken Pont d Iena rechtes und Pont de Bir Hakeim linkes Ufer mit 365 Hektar Flache Weltkulturerbe Inseln Die Ile de la Cite im Herzen der Stadt wurde in der Antike besiedelt und ist damit der alteste Teil der Hauptstadt 1584 liess Heinrich III drei der westlichen Inselspitze vorgelagerte kleine und sumpfige Inseln untereinander verbinden und gliederte sie der grosseren an Damit wuchs die Flache im Laufe der Jahrhunderte von ursprunglich 8 auf insgesamt 17 Hektar an So konnte ein koniglicher Platz die Place Dauphine mit einer einheitlichen Saumbebauung entstehen und aus dem Verkauf der Hauser das Geld zum Bau einer Brucke beschafft werden welche die Verbindung zu den beiden Seineufern herstellt Die Pont Neuf deutsch Neue Brucke ist heute die alteste der in Paris erhaltenen Brucken Auch die Ile Saint Louis die kleinere der nebeneinander liegenden Seineinseln ist eine Zusammenfugung von zwei Inselchen der Ile aux Vaches und der Ile Notre Dame Im Gegensatz zu ihrer grossen Schwester der Cite blieb sie bis zum Anfang des 17 Jahrhunderts unbebaut Im Jahre 1614 beauftragte Ludwig XIII den Bauunternehmer Christophe Marie mit der Erschliessung des Gelandes Marie schuttete den Seinearm zu umfasste die beiden kleinen Inseln mit einer Kaimauer und liess Brucken zu den Flussufern errichten Ab etwa 1618 wurde das Gelande zunachst mit Hausern fur Handwerker und Kaufleute bebaut ab 1638 auch mit luxuriosen Stadtpalasten fur hohe Wurdentrager Die Bebauung mit geraden Strassen folgte einem festen Grundplan der noch heute erkennbar ist Die fruhere Ile des Cygnes Schwaneninsel wurde 1773 mit dem Champ de Mars dem Manoverfeld der Militarschule verbunden Ihr Name ging auf die Ile aux Cygnes uber einen im Jahr 1825 kunstlich in der Seine angelegten Damm auf dem unter anderem eine Kopie der Freiheitsstatue steht Der Damm entstand als Fundament fur eine auffallige Brucke die Pont de Bir Hakeim deren unteres Niveau die Stutzen fur den daruber gelegenen Viadukt der Metro aufzunehmen hatte Hugel Die hochste naturliche Erhebung innerhalb der Stadtgrenzen ist der Hugel Montmartre franz Butte Montmartre mit einer Hohe von 129 Metern Auf den Hugel fahrt die Standseilbahn Funiculaire de Montmartre Der am Nordhang angelegte Weinberg ist seitdem auch im Parc Georges Brassens im Parc de Belleville und im Parc de Bercy Wein wachst nicht mehr der einzige von Paris Stadtgliederung Paris wurde im Jahre 1790 Verwaltungssitz des Departements Seine mit der Ordnungsnummer 75 und ist seit der Neugliederung der Departements der Ile de France im Jahre 1968 gleichzeitig Stadt und Departement Abgesehen von der geografischen Gliederung in Rive Droite Rive Gauche und Inseln ist Paris in Stadtbezirke Arrondissements abgekurzt Arrdt und Viertel Quartiers unterteilt Der Fluss Seine teilt die Stadt in einen nordlichen Rive Droite rechtes Ufer und einen sudlichen Teil Rive Gauche linkes Ufer administrativ ist sie in 20 Stadtbezirke Arrondissements unterteilt Seit dem 11 Juli 2020 sind das 1 2 3 und 4 Arrondissement verwaltungsrechtlich in einem einzigen Sektor namens Paris Centre zusammengefasst gleichwohl bleiben diese Arrondissements in ihrer herkommlichen Untergliederung weiter bestehen 8 Die 20 nummerierten Stadtbezirke tragen die Postleitzahlen 75001 bis 75020 und durchziehen Paris spiralformig von innen nach aussen Die Spirale beginnt im historischen Stadtkern der Gegend um den Louvre das Palais Royal und das Forum des Halles und endet nach zweieinviertel im Uhrzeigersinn verlaufenden Umdrehungen im Osten der Stadt dem Arrondissement des Friedhofs Pere Lachaise Jedem Arrondissement steht ein Burgermeister maire d arrondissement vor der im Burgermeisteramt seines Bezirkes mairie d arrondissement residiert ausser fur die ersten vier Arrondissements die ab 2020 im Secteur Centre zusammengefasst sind und von einem einzigen Burgermeister verwaltet werden Jeder Bezirk untergliedert sich seinerseits in Viertel franzosisch Quartiers Karte der Arrondissements Louvre Bourse Temple l Hotel de Ville Pantheon Luxembourg Palais Bourbon l Elysee l Opera l Entrepot Popincourt Reuilly Gobelin l Observatoire Vaugirard Passy Batignolles Monceaux Buttes Montmartre Buttes Chaumont MenilmontantSiehe auch Arrondissement Paris und Liste der Pariser Arrondissements und QuartiersGeschichte Hauptartikel Geschichte von Paris Antike Lutetia Der antike Name der Stadt war Lutetia auch Lutezia Lutetia entwickelte sich seit Mitte des 3 Jahrhunderts v Chr aus der keltischen Siedlung Lutetia des Stammes der Parisii auf der Seine Insel die heute ile de la Cite heisst Erstmalige schriftliche Erwahnung fand der Name Lutetia 53 v Chr im sechsten Buch von Julius Caesars Darstellung des gallischen Krieges De bello Gallico 9 Als die Romer sich im Jahr 52 v Chr nach einem ersten gescheiterten Anmarsch zum zweiten Mal der Stadt naherten zundeten die Parisii ihren Hauptort Lutetia an und zerstorten die Brucken bevor sie in Stellung gingen Die siegreichen Romer uberliessen ihnen die Insel und bauten auf dem linken Ufer der Seine in dominanter Lage auf dem spater Montagne Sainte Genevieve genannten Hugel eine neue romische Stadt auf Dort entstanden Thermen ein Forum und ein Amphitheater Die Stadt wurde im romischen Reich als Civitas Parisiorum oder Parisia bekannt blieb aber im besetzten Gallien zunachst recht unbedeutend Im 4 Jahrhundert setzte sich der heutige Name der Stadt durch 10 Vom Namen Lutetia leitet sich der Name des 1905 entdeckten chemischen Elements Lutetium ab Mittelalter Paris 1493 Im 5 Jahrhundert wurde die romische Herrschaft durch die Merowinger beendet Im Jahre 508 wurde Paris Hauptstadt des Merowingerreiches unter Chlodwig I 466 511 Danach wurde Paris unter einem seiner Sohne zur Hauptstadt eines frankischen Teilkonigreichs Wahrend der Karolingerherrschaft uberfielen die Normannen wiederholt die Stadt Die Kapetinger machten Paris zur Hauptstadt Frankreichs Philipp II Augustus 1165 1223 liess die Stadt befestigen 1190 wurden eine Mauer am rechten Ufer der Seine und im Jahre 1210 ein Wall am linken Ufer errichtet Zu jener Zeit gab es am rechten Seineufer zahlreiche Handler Auf Veranlassung Philipp II entstand am westlichen Stadtrand der Louvre 1181 wurde die erste uberdachte Markthalle eroffnet und 1301 auf der ile de la Cite ein Konigspalast gebaut Die Sorbonne im Suden von Paris hat sich aus mehreren kleinen Schulen entwickelt Karl V 1338 1380 liess am linken Seineufer die Mauer zum Schutz der Stadt vor den Englandern erneuern 1370 wurde auf seine Veranlassung am rechten Ufer wo heute die grands boulevards verlaufen ebenfalls eine Mauer errichtet Wahrend des Hundertjahrigen Krieges war Paris von 1420 bis 1436 von englischen Streitkraften besetzt Neuzeit Paris um 1600 Ein Stich von Claude Chastillon Wahrend der Hugenottenkriege zwischen 1562 und 1598 blieb die Stadt in katholischem Besitz In der Bartholomausnacht am 24 August 1572 wurden in Paris tausende Hugenotten ermordet Auf Veranlassung Ludwigs XIV 1638 1715 sind Strassenbeleuchtungen angebracht die Wasserversorgung modernisiert und die Krankenhauser Invalides und Salpetriere erbaut worden Er liess die Pariser Stadtmauern abtragen und an deren Stelle den Nouveau Cours errichten eine Ringstrasse aus der spater die Grands Boulevards wurden Die Residenz des Konigs wurde nach Versailles verlegt Dennoch blieb Paris das politische Zentrum Frankreichs was auf seine hohe Bevolkerungszahl und seine fuhrende wirtschaftliche Rolle im Land zuruckzufuhren war Der Sturm auf die Bastille am 14 Juli 1789 Als im Jahre 1789 die Franzosische Revolution ausbrach war es die Bevolkerung von Paris die den Weg zur Abschaffung der Monarchie und zur Einfuhrung der ersten franzosischen Republik ebnete 1844 wurde unter Konig Louis Philippe an der Stelle der heutigen Stadtautobahn Boulevard peripherique eine neue Befestigungsanlage errichtet die Thierssche Stadtbefestigung Sie hatte eine Lange von 39 Kilometern und war mit ihren 94 Bastionen und 16 Forts die grosste Befestigungsanlage der Welt Die Ile de la Cite im Jahr 1865 vor der Umgestaltung durch Haussmann fotografiert vom Turm Saint Jacques Blick nach Suden im Hintergrund der Pantheon 1 4 Obligation der Stadt Paris vom 27 Juli 1911 Paris war in den Jahren 1855 1867 1878 1889 1900 und 1937 Veranstaltungsort von sechs Weltausstellungen welche die kulturelle und politische Bedeutung der Stadt unterstrichen Im Zweiten Kaiserreich unter dem Prafekten von Paris Haussmann kam es zu grossen Umgestaltungen der Stadt die noch bis heute das Stadtbild pragen weitgehender Abriss alter Viertel und Schaffung grosser Strassenzuge Boulevards Der katastrophale Verlauf des Krieges von 1870 71 brachte das Ende des Zweiten Kaiserreichs nach der Belagerung durch deutsche Truppen kapitulierte die Hauptstadt worauf sich im Fruhjahr 1871 die sogenannte Pariser Kommune bildete Sie bestand aus Arbeitern Handwerkern und Kleinburgern und revoltierte gegen die konservative provisorische Regierung der Republik Paris erlebte zur Zeit der Dritten Republik vor 1914 eine wirtschaftliche und kulturelle Blutezeit in der Belle Epoque An einem Bahnhof dem Gare de Lyon an einer Brucke der Pont Alexandre III und den U Bahn Stationen ist der Baustil dieser Zeit beispielhaft zu erkennen 1900 war Paris Austragungsort der II und 1924 der VIII Olympischen Spiele der Neuzeit Im Ersten Weltkrieg wurde Paris am 30 August 1914 zum ersten Mal von einem deutschen Flugzeug aus der Luft angegriffen und am 31 Januar 1918 wurde es von deutschen Zeppelinen und Gotha G Bombern bombardiert wobei 63 Menschen ums Leben kamen 11 Der letzte deutsche Luftangriff des Ersten Weltkrieges auf Paris erfolgte im September 1918 1921 erreichte Paris mit rd 2 9 Millionen die bis heute hochste Einwohnerzahl seiner Geschichte 12 Der stadtische Wohnungsbau konnte mit der Nachfrage nicht mehr Schritt halten Ab etwa 1925 begann in Frankreich eine innenpolitisch instabile Phase siehe Dritte Franzosische Republik Es gab schnell wechselnde Regierungen Dazu trug auch die Weltwirtschaftskrise bei Sie begann in vielen Landern im Winter 1929 und in Frankreich verzogert 1931 Am 6 Februar 1934 kam es in Paris zu einer grossen antiparlamentarischen Strassenschlacht an der die faschistische Bewegung Croix de Feu massgeblich beteiligt war Nach dem Rucktritt von Edouard Daladier 1934 bildete Gaston Doumergue eine Regierung der nationalen Einheit frz Union Nationale ohne Kommunisten und Sozialisten Am 26 April und 3 Mai 1936 konnten die Parlamentswahlen von der neu gebildeten Volksfront aus Sozialisten Kommunisten und Radikalsozialisten mit der Parole Brot Frieden Freiheit gewonnen werden Der Sozialist Leon Blum wurde 1936 37 und 1938 Ministerprasident Sein Nachfolger wurde zweimal der Radikalsozialist Edouard Daladier Die 2e division blindee fahrt am 26 August 1944 auf den Champs Elysees und wird von Menschen zur Befreiung von Paris bejubelt Wahrend des Zweiten Weltkrieges kam es im Juni 1940 zur Schlacht um Frankreich nachdem die Briten wahrend der Schlacht von Dunkirchen das Festland geraumt hatten 26 Mai bis 4 Juni Vor den auf Paris anruckenden deutschen Truppen wich die franzosische Regierung uber Tours nach Bordeaux aus Auch Tausende Einwohner fluchteten aus Paris Nachdem dem Armeeoberkommando 18 unter Generaloberst Georg von Kuchler durch einen Unterhandler die Raumung der Stadt durch die 7 Franzosische Armee zugesichert worden war zogen Wehrmachtsverbande am 14 Juni kampflos in das menschenleer wirkende Paris ein Mit der Einnahme von Paris waren keine strategischen Ziele verbunden Am Arc de Triomphe nahmen Kuchler und der Oberbefehlshaber der Heeresgruppe B Generaloberst Fedor von Bock den Vorbeimarsch der 18 Armee ab 13 1943 44 unterhielt die Kriegsmarine ein Marinelazarett in der Stadt Von grosseren Zerstorungen blieb die Stadt verschont Bis zur Befreiung am 25 August 1944 war Paris von der deutschen Wehrmacht besetzt Der deutsche Stadtkommandant von Paris General Dietrich von Choltitz 1894 1966 kapitulierte an diesem Tag und verweigerte damit einen Befehl Hitlers Paris zu verteidigen oder nur als Trummerfeld in die Hand des Feindes fallen zu lassen 14 15 Strassenszene Boulevard des Capucines 1960 Gewaltsame Auseinandersetzungen um den Algerienkrieg erschutterten Anfang der 1960er Jahre auch Paris Sowohl die rechtsextreme OAS 16 als auch die Unabhangigkeitsbewegung FLN 17 terrorisierten die Stadt mit Bombenanschlagen und Angriffen auf Polizisten und offentliche Einrichtungen Am 17 Oktober 1961 wollten rund 30 000 Menschen friedlich fur die Unabhangigkeit Algeriens demonstrieren Im Massaker von Paris schlug die Polizei diese Demonstration gewaltsam nieder mindestens 150 Demonstranten wurden getotet 18 Bei der gewaltsamen Auflosung einer Kundgebung des Parti communiste francais am 8 Februar 1962 durch die Polizei kam es in der Metro Station Charonne erneut zu einem Zwischenfall bei dem neun Menschen getotet wurden 19 Wahrend der Mai Unruhen 1968 erlebte die Stadt Studentenrevolten und Massenstreiks Die Vororte Banlieues von Paris waren Ausgangspunkt und Zentrum der Unruhen in Frankreich 2005 wahrend denen es zu zahlreichen gewalttatigen Ausschreitungen von zumeist jugendlichen Einwanderern kam Bei den Terroranschlagen im Januar 2015 unter anderem auch auf die Redaktionsraume der Satirezeitschrift Charlie Hebdo wurden insgesamt mindestens 17 Menschen getotet Bei einer Anschlagserie am 13 November 2015 an sechs Orten in Paris und Saint Denis mit Geiselnahmen in der Konzerthalle Bataclan Sprengstoffanschlagen um das Fussballstadion Stade de France in dem ein Freundschaftsspiel gegen Deutschland vor 80 000 Besuchern stattfand und der Staatsprasident Hollande anwesend war und mehreren Schiessereien starben weit uber hundert Menschen 20 Siehe auch Liste von Anschlagen in ParisHoheitssymbole Die Hauptelemente des Grossen Wappens unter den koniglichen Lilien beziehen sich auf die Seine hier an der Kaserne der Garde republicaine in der Rue de Babylone im siebten Arrondissement Kleines Wappen Flagge Flagge mit Wappen Die Stadt Paris fuhrt ein grosses und ein kleines Wappen sowie eine blau rote Flagge Wappen und Wahlspruch sind an vielen Bauwerken angebracht Blasonierung Unter einem blauen mit goldenen Lilien besaten Schildhaupt schwimmt auf einem blauen Schildfuss in Rot ein silbernes einmastiges Schiff mit einem geblahten silbernen Segel Wappenbegrundung Ein Siegel zeigte bereits 1210 das einmastige Schiff Es ist ein Hinweis auf die Stadtgrundung auf der Altstadtinsel Ile de la Cite Das Wappen ist seit 1358 bekannt Das Schildhaupt mit den Fleur de Lys war eine Wappenvermehrung zur Guten Stadt Verschiedene Wappenvarianten sind bekannt Mit Mauerkrone mit einem Wappenspruch auf einem Goldband unter dem oder um den Schild Auch eine Wappenform mit drei Schiffen ist bekannt 21 An dem Kranz aus Eichen und Wacholderlaub hangen die drei der Stadt verliehenen Orden von rechts nach links in der Draufsicht Ordre de la Liberation 24 Marz 1945 Croix de Guerre 1914 1918 28 Juli 1919 Ehrenlegion 9 Oktober 1900 22 Die Devise lautet auf Latein Fluctuat nec mergitur etwa Sie verandert sich geht aber nicht unter oder Sie schwankt aber sie geht nicht unter Der Wahlspruch ist seit mindestens 1581 in Verbindung mit der Stadt nachgewiesen Georges Eugene Haussmann machte die Devise als Prafekt des Departements Seine 1853 zum offiziellen Leitspruch der Stadt 23 Die beiden Farben werden meist den Farben der franzosischen Monarchie vor der Revolution zugeordnet Dabei steht das Rot heraldisch seit den Romern fur den Herrscheranspruch und das Blau war den Bourbonen Lilien unterlegt Eine andere starker religiose Erklarung ist dass Rot fur Saint Denis steht der den Konigen die Macht zugesprochen habe in dem er das Blut der Martyrer als Feldzeichen verwendet Das Blau habe Philippe Auguste 1165 1223 in seine Fahne genommen weil es als Farbe fur die Mutter Gottes Vierge Marie steht 24 GesellschaftDemografie Einwohnerentwicklung Paris seit der ersten Volkszahlung im Jahre 1801 In der Antike und im Mittelalter ging die Bevolkerung durch die zahlreichen Kriege Epidemien und Hungersnote immer wieder zuruck So starben noch 1832 bei einer Choleraepidemie rund 20 000 Menschen Erst die Industrialisierung im 19 Jahrhundert fuhrte zu einem starken Anstieg der Bevolkerung 1846 lebten in Paris rund eine Million Menschen bis 1876 verdoppelte sich diese Zahl auf zwei Millionen 1921 hatte die Einwohnerzahl von Paris mit knapp drei Millionen ihren historischen Hohepunkt erreicht Gegenwartig leben etwas uber zwei Millionen Menschen in der Hauptstadt Im Grossraum hingegen hat die Einwohnerzahl stark zugenommen Lebten 1921 noch 4 85 Millionen Menschen in der Metropolregion so waren es 94 Jahre spater im Jahre 2015 bereits 12 53 Millionen Damit zahlt Paris zu den Megastadten Paris ist stark vom soziookonomischen Strukturwandel Gentrifizierung betroffen Der durchschnittliche Kaufpreis fur Wohnungen lag 2011 bei 8010 Euro pro Quadratmeter dem Vierfachen des damaligen Preises in Berlin In beliebten Vierteln wie Saint Germain des Pres konnte er damals bereits 15 000 Euro erreichen 25 So wurde etwa das 15 Arrondissement das fruher ein Wohnort der Arbeiterschicht gewesen war zu einem Wohngebiet der wohlhabenden Mittelschicht Die Preise fur Altbauwohnungen sind im Sommer 2019 durchschnittlich auf uber 10 000 Euro pro Quadratmeter gestiegen 26 Einwanderung Soziookonomische Karte nach dem Median der Jahreseinkunfte der Einwohner nach Bezirken in Euro 2007 Paris zieht seit Jahrhunderten Menschen aus verschiedenen Landern und Kulturen an sei es wegen politischer Verfolgung aus wirtschaftlichen Grunden oder wegen der kulturellen Anziehungskraft der Stadt Gegen Ende des 19 Jahrhunderts zogen vor allem Italiener und osteuropaische Juden in die Stadt Nach dem Ersten Weltkrieg folgten Armenier nach dem Volkermord 1915 Polen Russen und Ukrainer weisse Russen nach der Oktoberrevolution 1917 Schon in der Zwischenkriegszeit v a aber nach dem Zweiten Weltkrieg kamen zahlreiche Gastarbeiter aus Sud und Osteuropa nach Frankreich und viele von ihnen liessen sich dort nieder vor allem im Umland von Paris so fuhrten oft Spanier und Portugiesen den Haushalt der reichen Pariser Familien Die jungste und grosste Einwanderungswelle stammte aus den ehemaligen franzosischen Kolonien etwa von den Antillen dem Maghreb Subsahara Afrika und Indochina Vor allem die traditionellen Arbeiterviertel im Osten der Stadt waren Anziehungspunkte von Einwanderern etwa Belleville 19 und 20 Arrondissement ausserdem das 10 das uber ein tamilisch indisch gepragtes Viertel verfugt das 11 und das 13 Arrondissement das heute mit der grossten Chinatown Europas ostasiatisch gepragt ist Teile des 18 Arrondissements sind afrikanisch oder arabisch gepragt vor allem das Quartier de la Goutte d Or Zwischen dem uberwiegend wohlhabenden und weissen Vierteln im Stadtzentrum und im Westen und den multikulturellen Randgebieten im Osten besteht dabei ein deutlicher Unterschied Durch die erwahnte Gentrifizierung innerhalb der Stadtgrenzen werden zunehmend armere Haushalte und Mieter oft Einwanderer aus der Stadt heraus gedrangt In den Vororten von Paris ist der Anteil der nicht europaischen Einwanderer weit hoher vor allem in den nordlichen und ostlichen wo Armut Arbeitslosigkeit und soziale Probleme verbreitet sind es besteht ein Trend zur Segregation und Ghettobildung siehe dazu auch den Artikel Banlieue Da Frankreich die ethnische oder religiose Zugehorigkeit seiner Bewohner nicht statistisch erfasst gibt es wenig genaue Daten zur ethnischen Zusammensetzung der Pariser Bevolkerung In Paris selbst sind 20 4 der Bevolkerung Einwanderer also nicht in Frankreich geboren 14 4 sind ausserhalb Europas geboren Der Anteil der Jugendlichen unter 18 Jahren mit Migrationshintergrund mindestens ein Elternteil nicht in Frankreich geboren betragt 41 Mehr als die Halfte dieser Jugendlichen haben ihre Wurzeln ausserhalb Europas In der Region Ile de France liegt dieser Prozentsatz bei 37 in einigen Vororten bei uber 50 Insgesamt sind nach einer Erhebung aus dem Jahr 2006 17 der Bewohner der Region Ile de France Einwanderer 35 haben einen Migrationshintergrund 27 Religionen Etwa 65 der Einwohner sind getauft rund 60 bekennen sich zum romisch katholischen Glauben die meisten praktizieren den lateinischen Ritus einige wenige auch den armenischen und ukrainischen Ritus Der Erzbischof von Paris ist auch fur die Katholiken der ostlichen Riten zustandig Insgesamt gibt es in Paris innerhalb der politischen Grenzen der Stadt 94 katholische Gemeinden des Weiteren 73 protestantische Kirchen der verschiedensten Konfessionen 28 15 griechisch und russisch orthodoxe Kirchen sechs rumanisch orthodoxe Kirchen 29 sieben Synagogen fur die etwa 220 000 Juden und 19 Moscheen fur die rund 80 000 Muslime uberwiegend Sunniten Nur knapp 12 der Christen und etwa 15 der Juden sind praktizierende Glaubige PolitikStadtregierung Das Rathaus Hotel de Ville Die seit 2014 amtierende Burgermeisterin Anne Hidalgo Am 1 Januar 2019 gingen die Gemeinde und das Departement Paris unter dem Namen Ville de Paris in einer Gebietskorperschaft mit Sonderstatus auf 30 Die Stadtregierung wird seit 1977 durch einen Burgermeister gefuhrt der vom Stadtrat gewahlt wird und gleichzeitig dessen Prasident ist 30 Burgermeisterin ist seit dem 5 April 2014 Anne Hidalgo nominiert von der Parti socialiste Ihr Vorganger Bertrand Delanoe PS war 2001 der erste linke Politiker der in das Rathaus der Hauptstadt einzog Zuvor stellte mit Jacques Chirac 1977 bis 1995 und Jean Tiberi 1995 bis 2001 die gaullistische RPR den Burgermeister Der erste Burgermeister der Hauptstadt Jean Sylvain Bailly wurde am 15 Juli 1789 von der wahrend der Franzosischen Revolution gebildeten Pariser Selbstverwaltung eingesetzt Da die Kommune an der diktatorisch organisierten Schreckensherrschaft La Terreur beteiligt war wurde sie 1794 von zwolf getrennten und dezentralisierten Gemeindeverwaltungen ersetzt Der Staat ubernahm die Kontrolle uber die Stadt und schuf das Amt des Prafekten der Seine Prefet de la Seine Wahrend der Burgerlichen Revolution von 1848 und der Pariser Kommune von 1870 1871 stand fur wenige Monate ebenfalls ein Burgermeister der Stadt vor Am 20 Marz 1977 wurde Jacques Chirac der erste frei gewahlte Burgermeister von Paris Die bis dahin einem von der Regierung ernannten Prafekten unterstehende Hauptstadt hatte damit den gleichen Status wie alle ubrigen Gemeinden in Frankreich Eine Ausnahme bildet die Polizei die weiterhin dem Polizeiprafekten untersteht Ein Gesetz von 1982 etablierte dann zusatzlich die Ratsversammlungen der Arrondissements Diese sind beratende Organe die uber begrenzte Befugnisse verfugen Der Stadtrat Conseil de Paris und der Burgermeister Maire de Paris werden jeweils fur sechs Jahre gewahlt Die letzte Wahl fand in einem ersten Gang am 15 Marz 2020 und in einem zweiten am 28 Juni 2020 statt Die nachste Wahl findet turnusgemass im Jahr 2026 statt Siehe auch Liste der Burgermeister von Paris Stadtrat Conseil de Paris Der Pariser Stadtrat Conseil de Paris besteht aus 163 Mitgliedern Die Wahlen zum Stadtrat finden alle sechs Jahre im Rahmen der franzosischen Kommunalwahlen statt Gewahlt wird dabei getrennt nach Arrondissements wobei jedes Arrondissement eine festgelegte Zahl an Stadtraten wahlt Seit 2014 setzt sich der Stadtrat aus 13 Mitgliedern der Parti Communiste und der Parti de gauche 16 Mitgliedern der Grunen 56 Mitgliedern der Parti Socialiste und der Parti radical de gauche 54 Mitgliedern der Union pour un mouvement populaire und 16 Mitgliedern der Union des democrates et independants und des Mouvement democrate 5 Mitgliedern der Fraktion Radical de Gauche Centre et Independants sowie drei fraktionslosen Mitgliedern zusammen Die nachste Kommunalwahl findet 2020 statt Stadtepartnerschaften Paris unterhalt eine einzige Stadtepartnerschaft weltweit und zwar mit Rom seit 1956 31 Italien Rom Italien 1956 Daruber hinaus unterhalt Paris mit folgenden Stadten sogenannte Freundschafts und Kooperationsabkommen Japan Kyōto Japan Etablierung 1958 Japan Prafektur Tokio Japan 1982 Agypten Kairo Agypten 1985 Jordanien Amman Jordanien 1987 Deutschland Berlin Deutschland 1987 Jemen Sanaa Jemen 1987 Korea Sud Seoul Sudkorea 1991 Libanon Beirut Libanon 1992 Russland Moskau Russland 1992 Indonesien Jakarta Indonesien 1995 Vereinigte Staaten Chicago Vereinigte Staaten 1996 Vereinigte Staaten San Francisco Vereinigte Staaten 1996 China Volksrepublik Peking Volksrepublik China 1997 Tschechien Prag Tschechien 1997 Saudi Arabien Riad Saudi Arabien 1997 Russland Sankt Petersburg Russland 1997 Chile Santiago de Chile Chile 1997 Georgien Tiflis Georgien 1997 Armenien Jerewan Armenien 1998 Portugal Lissabon Portugal 1998 Bulgarien Sofia Bulgarien 1998 Australien Sydney Australien 1998 Mexiko Mexiko Stadt Mexiko 1999 Polen Warschau Polen 1999 Argentinien Buenos Aires Argentinien 1999 Griechenland Athen Griechenland 2000 Spanien Madrid Spanien 2000 Vereinigte Staaten Washington D C Vereinigte Staaten 2000 Vereinigtes Konigreich London Vereinigtes Konigreich 2001 Brasilien Porto Alegre Brasilien 2001 Schweiz Genf Schweiz 2002 Algerien Algier Algerien 2003 Kanada Quebec Kanada 2003 Brasilien Sao Paulo Brasilien 2004 Marokko Rabat Marokko 2004 Marokko Casablanca Marokko 2004 Tunesien Tunis Tunesien 2004 Danemark Kopenhagen Danemark 2005 Kanada Montreal Kanada 2006 Israel Tel Aviv Jaffa Israel 2010 Katar Doha Katar 2010 Kultur und Sehenswurdigkeiten Hauptartikel Liste von Sehenswurdigkeiten in Paris Frankreich erscheint in Tourismus Statistiken als das meistbesuchte Land der Erde Die franzosische Hauptstadt beherbergt eine Vielzahl sehenswerter kirchlicher und weltlicher Bauwerke Strassen Platze und Parks etwa 160 Museen rund 200 Kunstgalerien circa 100 Theater uber 650 Kinos und mehr als 10 000 Restaurants Das Angebot an kulturellen Veranstaltungen ist mit zahlreichen Konzerten Ausstellungen Musik und Filmfestivals Modenschauen sowie der Austragung sportlicher Wettbewerbe reichhaltig Die Uferpromenade der Seine in Paris wurde 1991 in die UNESCO Liste des Weltkulturerbes aufgenommen Im ersten Halbjahr 2016 sanken die Besucherzahlen wichtiger Museen in Paris aus verschiedenen Grunden im niedrigen zweistelligen Prozentbereich 2015 waren die 15 meistbesuchten Museen und museale Monumente von mehr als einer Million Menschen besucht worden der Louvre hatte uber 8 Millionen Besucher 32 Siehe auch Hotel particulier in Paris Theater Die Comedie Francaise Salle Richelieu Bedingt durch die Tradition des Zentralismus in Frankreich haben die wichtigsten Theater und Ballettensembles des Landes ihren Sitz in Paris Das Programm ist mannigfaltig und einem der Veranstaltungskalender Pariscope oder Officiel des Spectacles zu entnehmen die an jedem Zeitungskiosk erhaltlich sind Stark ermassigte Theaterkarten sind jeden Tag ab 13 00 Uhr fur Vorstellungen am Abend desselben Tages an einem der beiden Theaterkioske Kiosque Theatre vor dem Montparnasse Bahnhof und neben der Madeleine Kirche erhaltlich Die Pariser Oper heute Opera national de Paris und ihre Vorgangerinstitute spielen in der Geschichte der Oper durch stilpragende Urauffuhrungen eine bedeutende Rolle Heute betreibt sie zwei Opernhauser Die 1875 eroffnete nach ihrem Architekten Opera Garnier oder Palais Garnier genannte alte Oper ist mit einer Flache von 11 237 Quadratmetern das grosste Theater der Welt wahrend die 1989 eingeweihte neue Opera Bastille sich durch ihre herausragende Buhnentechnik auszeichnet Seit der Eroffnung der neuen Oper wird das Palais Garnier hauptsachlich aber nicht ausschliesslich fur Ballettauffuhrungen und klassische Opern genutzt Die Pariser Oper unterhalt ein hauseigenes Ballett das Ballet de l Opera de Paris mit einer angeschlossenen Ballettschule Die Opera Garnier Auch die Comedie Francaise oder Theatre francais deren Schauspielensemble sich ruhmen darf 1680 aus der Zusammenlegung von Molieres ehemaligem Illustre Theatre mit anderen Schauspieltruppen hervorgegangen zu sein hat eine lange Tradition Beruhmte Schauspieler waren unter anderem Sarah Bernhardt und Jean Louis Barrault Das heute staatliche Theater spielt ein vorwiegend klassisches Repertoire Das Theatre des Champs Elysees von 1911 bis 1913 nach Planen von Henry van de Velde von Auguste Perret ausgefuhrt erregte Anfang des 20 Jahrhunderts durch seine Architektur und skandalumwitterte Auffuhrungen Aufsehen Als Musiktheater und Konzerthaus ist es Heimstatte des Orchestre national de France und des Orchestre Lamoureux sowie Stutzpunkt der Wiener Philharmoniker in Frankreich Aufmerksamkeit gebuhrt auch den Programmen des Theatre du Chatelet am Place du Chatelet und dem gegenuberliegenden Theatre de la Ville dt Stadttheater Die Opera Bastille Zeitgenossische Komodien Boulevard und Vaudeville Stucke werden in unzahligen kleinen Theatern aufgefuhrt wie beispielsweise im Theatre des Bouffes Parisiens das Jacques Offenbach am 5 Juli 1855 grundete Der Name des Theaters leitet sich ab von Opera bouffe Komische Oper wie Offenbach zahlreiche seiner Werke betitelte Freunden des Revuetheaters sind die Shows des Moulin rouge des Lido und des Paradis Latin zu empfehlen Das Moulin rouge am 6 Oktober 1889 von Joseph Oller eroffnet der bereits die Music Hall L Olympia besass leitet seinen Namen ab von der markanten Nachbildung einer roten Muhle auf seinem Dach Beruhmt wurde es durch seine Cancan und Chahut Cancan Tanzerinnen Nicht ganz so aufwandig aber unverhohlen erotischer sind die Darbietungen in den Folies Bergere Rockkonzerte finden im Zenith im Parc de la Villette und im Palais Omnisports de Paris Bercy statt Das Zenith wurde 1983 auf Initiative des damaligen Kulturministers Jack Lang nach Planen der Architekten Philippe Chaix und Jean Paul Morel erbaut und am 12 Januar 1984 mit einem Konzert des franzosischen Sangers Renaud eingeweiht Die Arenes de Lutece Arenen von Lutetia gelten als altestes noch erhaltenes Bauwerk der Hauptstadt Das romische Amphitheater befindet sich in der Rue Monge im 5 Arrondissement Die Arena stammt aus dem 1 Jahrhundert n Chr und wurde bis zum Ende des 3 Jahrhunderts genutzt Circa 17 000 Personen konnten den Theatervorstellungen aber auch Kampfe auf Leben und Tod beiwohnen Mit dem Aufkommen des Christentums verloren die romischen Zirkusse allgemein an Bedeutung und als im 3 und 4 Jahrhundert die germanischen Stamme in das romische Gallien einfielen wurden die Arenes de Lutece stillgelegt und ihre Steine fur den Bau von Stadtmauern und anderen Befestigungsanlagen verwendet Museen Hauptartikel Liste der Pariser Museen Musee du Louvre mit Pyramide im Mittelpunkt Das 1793 in der fruheren Residenz der franzosischen Konige eroffnete Musee du Louvre beherbergt eine der weltweit bedeutendsten Sammlungen mit uber 380 000 Werken von denen etwa 35 000 ausgestellt werden Die Exponate decken einen Zeitraum der von der Antike bis zum Ende des 19 Jahrhunderts reicht Das Gebaude liegt im Zentrum von Paris zwischen dem rechten Seineufer und der Rue de Rivoli Sein Innenhof liegt in einer Linie mit der Avenue des Champs Elysees und bildet damit den Ursprung der sogenannten Axe historique der historischen Achse Das Musee d Orsay Innenansicht Das Musee d Orsay entstand in dem ehemaligen gleichnamigen Bahnhof dem Gare d Orsay am sudlichen Ufer der Seine gegenuber dem Tuileriengarten Das Bahnhofsgebaude wurde 1900 von Victor Laloux fur die Verbindung Paris Orleans gebaut 1939 wegen Kapazitatsproblemen geschlossen und 1978 als historisches Bauwerk eingestuft Unter Leitung der Architektin Gae Aulenti wurde es von 1980 bis 1986 unter behutsamer Wahrung der alten Bausubstanz zum heutigen Museum umgebaut Weltweit einzigartig ist die Sammlung franzosischer Impressionisten Daneben werden Gemalde Skulpturen Fotos und Mobel von herausragender Qualitat aus der Zeit von 1848 bis 1914 gezeigt Vertreten sind fast alle Stilrichtungen dieses Zeitraums sowie Werke vieler Einzelkunstler Das 1977 nach Planen der Architekten Renzo Piano Richard Rogers und Gianfranco Franchini eroffnete Kunst und Kulturzentrum Centre Georges Pompidou Centre National d Art et de Culture Georges Pompidou sorgte durch seine Architektur aus Stahl und Glas fur Aufsehen alle Versorgungsleitungen sind an der Fassade angebracht Es wurde als interaktives Informationszentrum konzipiert das freien Zugang zu Wissen garantieren soll Es beherbergt die Bibliotheque publique d information Bpi und das Musee National d Art Moderne mit einer hervorragenden Sammlung von Kunstwerken des 20 Jahrhunderts vor allem Werke des Surrealismus Fauvismus Kubismus und des Abstrakten Expressionismus Das Musikforschungsinstitut IRCAM Institut de Recherche et Coordination Acoustique Musique ist ihm organisatorisch angeschlossen Das Musee Picasso besitzt etwa 250 Werke aus allen Schaffensperioden Picassos insbesondere Gemalde und Skulpturen sowie Gemalde aus der personlichen Sammlung des Kunstlers unter anderem von Georges Braque Paul Cezanne Henri Matisse Joan Miro und Amedeo Modigliani Das Museum befindet sich im ehemaligen Hotel Sale einem in den Jahren 1656 1659 im Maraisviertel erbauten Hotel particulier dessen Bezeichnung sich von seinem damaligen Bauherrn dem fur die Eintreibung von Salzsteuer zustandigen koniglichen Staatsbeamten Pierre Aubert Spitzname Sale Gesalzener ableitet Das Musee national du Moyen Age vor 1980 Musee de Cluny in dem spatgotischen ehemaligen Abtspalast Hotel de Cluny 1485 1490 beherbergt eine bedeutende Sammlung mittelalterlicher Kunstgegenstande Es gestattet den Zutritt zu den benachbarten fruheren Thermen aus gallo romischer Zeit Im September 2000 legte man neben dem Hotel de Cluny den Mittelalterlichen Garten frz Jardin medieval mit einer Flache von zirka 5 000 Quadratmetern an Das Petit Palais Das Grand Palais entstand nach Planen der Preistrager des Prix de Rome den Architekten Henri Deglane 1851 1932 und Albert Louvet 1860 1936 als Ausstellungshalle zur Pariser Weltausstellung von 1900 Es besitzt eine 240 Meter lange und 20 Meter hohe Fassade mit ionischen Saulen Im Gebaude finden bedeutende Kunst und Gemaldeausstellungen statt Im Westflugel ist der Palais de la Decouverte Palast der Entdeckung untergebracht ein naturwissenschaftliches Museum das zu praktischen Erkundungen einladt und ein Planetarium betreibt Dem Grand Palais gegenuber steht der zur gleichen Zeit und zu gleichem Zweck von dem Architekten Charles Girault 1880 Prix de Rome im neobarocken Stil der Belle Epoque errichtete Petit Palais Der mit einem prunkvoll vergoldeten schmiedeeisernen Eingangstor und reichen Deckenmalereien ausgestattete halbrunde Bau dessen Fassaden fast nur aus Fenstern bestehen beherbergt seit 1902 das stadtische Museum der schonen Kunste Musee d art moderne de la Ville de Paris Nahe dem Eiffelturm befindet sich seit 2006 das Musee du quai Branly fur Volkerkunde Mehrere naturkundliche Museen sind im Museum national d histoire naturelle zusammengefasst und befinden sich an verschiedenen Standorten etwa im Bereich des Jardin des Plantes Am 27 Oktober 2014 eroffnete die Stiftung Louis Vuitton ein Privatmuseum das die Kunstsammlung von Bernard Arnault beherbergt Bauwerke Brucken Hauptartikel Brucken in Paris Pont Neuf an der Westspitze der Ile de la Cite Blick auf die Seine Pont des Invalides Die Seine fliesst im Grossraum Paris ab der Einmundung der Marne bei Vincennes im Pariser Becken in einem weiten Linksbogen von Sudosten durch das Zentrum um dann in einer engen Rechtskurve bei Boulogne Billancourt sich wieder bis St Denis nach Norden zu biegen und dabei noch einmal die City von Norden zu umfassen Danach biegt sie in einem Bogen um Colombes Villeneuve la Garenne erneut nach Nordwesten ab um sich dann weiter Richtung Armelkanal zu schlangeln Etwa 40 Brucken franz ponts und einige Stege uberspannen die Seine und verbinden die zentralen Arrondissements miteinander Die Insel Ile de la Cite ist uber insgesamt 9 Brucken sowohl mit der benachbarten Ile Saint Louis verbunden Pont Saint Louis als auch mit den beiden Ufern rechtes Ufer in Fliessrichtung Pont d Arcole Pont Notre Dame Pont au Change linkes Ufer Pont de l Archeveche Pont au Double Petit Pont Pont Saint Michel Der Pont Neuf fuhrt uber die Westspitze der Insel und verbindet die Insel mit beiden Ufern Er ist die alteste der heutigen Pariser Seinebrucken Die jungste ist die Passerelle Simone de Beauvoir die seit 2006 ohne Strebepfeiler 194 Meter Spannweite uberbruckt Viele Brucken entstanden im 19 Jahrhundert und sind Eisenkonstruktionen Abends werden die Brucken nach einem bestimmten die Baustrukturen betonenden Konzept angeleuchtet Zusammen mit den Uferbefestigungen bilden die Brucken ein stadtebaulich pragendes Merkmal der Stadt Ausser den Seinebrucken gibt es noch ca 300 andere Bruckenbauwerke in der Stadt uber Kanale und Strassen uber Gleise und in Parks Platze und Strassen Hauptartikel Reseau viaire de Paris Der Obelisk von Luxor auf der Place de la Concorde Erste urbanistisch relevante Massnahmen ergriff in Paris Anfang des 17 Jahrhunderts Heinrich IV mit der Anlage der ersten zwei von insgesamt funf sogenannten koniglichen Platzen Die quadratische Place des Vosges 1605 1611 fruher Place Royale im Le Marais 4 Arrdt bietet ein einzigartig geschlossenes Ensemble von Bauten aus Back und Quaderstein im Stil des fruhen 17 Jahrhunderts Die Mitte des Platzes ziert das Reiterstandbild von Ludwig XIII Blick uber die Avenue des Champs Elysees Zur gleichen Zeit entstand in demselben Stil die dreieckige Place Dauphine 1607 1612 an der westlichen Spitze der Ile de la Cite 1 Arrdt nach Planen von Louis Metezeau und Jacques II Androuet du Cerceau Die Achse des spater zu einem Drittel zerstorten Platzes lasst durch eine Offnung im Westen den Blick auf die Brucke Pont Neuf und auf das Reiterstandbild von Heinrich IV frei Die Place des Victoires 1675 mit rundem Grundriss wurde auf Initiative des Hoflings Francois d Aubusson de la Feuillade nach Planen von Jules Hardouin Mansart zu Ehren des Sonnenkonigs Ludwigs XIV entworfen um seinem Standbild von Martin Desjardins einen wurdigen Rahmen zu geben Letzteres wurde in der Revolution zerschlagen und erst 1822 durch das heutige Reiterstandbild von Bosio ersetzt Hier so wie auf den folgenden Koniglichen Platzen ersetzt der schone hellgelbe Quaderstein der sich hervorragend fur den Steinschnitt eignet den bisher ublichen Backstein Auch die uberaus harmonische und in ihrem ursprunglichen Zustand erhaltene Place Vendome 1690 1720 wurde zu Ehren Ludwigs XIV angelegt Die Plane lieferte abermals Jules Hardouin Mansart Das fruher hier befindliche Reiterstandbild fiel wie nahezu alle Abbilder der Mitglieder des franzosischen Konigshauses der Revolution zum Opfer was Napoleon I Gelegenheit gab hier 1806 in Erinnerung an die Schlacht bei Austerlitz eine 44 Meter hohe Triumphsaule errichten zu lassen Die Place de la Republique Die ab 1755 angelegte Place Louis XV heutige Place de la Concorde sollte der grosste und letzte der Konigsplatze von Paris werden Der Platz blieb unvollendet Wahrend der Revolution in Place de la Revolution umbenannt empfing er an Stelle der zerstorten Reiterstatue Ludwigs XV die Guillotine unter der im Jahre 1793 Ludwig XVI und die Konigin Marie Antoinette enthauptet wurden Seit 1836 wird der Platz von dem 23 Meter hohen Obelisken von Luxor dominiert Daneben befinden sich zwei aufwandig gestaltete Brunnen von Jakob Ignaz Hittorff An der Place de la Concorde beginnt die Prunk Pracht und Paradestrasse Avenue des Champs Elysees eine der grossen und beruhmten Weltstrassen Die 1 5 Kilometer lange und 71 Meter breite Avenue bildet das Kernstuck und Ruckgrat der einzigartigen vom Osten zum Westen weisenden Axe historique einer Sichtachse die im Innenhof des Louvre beginnt uber den Tuileriengarten die Place de la Concorde und den Triumphbogen bis zur Grande Arche und daruber hinaus reicht Hier befinden wir uns schon jenseits der westlichen Ausfallstrasse in dem vier Kilometer ausserhalb von Paris gelegenen Geschaftsviertel La Defense Als unter Ludwig XIV von dem Hofgartner Andre Le Notre die ersten Baume Ulmen der Champs Elysees gepflanzt wurden 1670 fuhrte sie noch durch freie Felder Die beliebte Promenade der Pariser war damals die Strassenkette der aneinandergereihten Boulevards die selten mit ihren verschiedenen Namen sondern schlicht Les Grands Boulevards genannt werden Weltliche Bauwerke Antike Die Arena von Lutetia Die altesten Bauwerke der Stadt stehen im Quartier Latin an den Hangen des Montagne Sainte Genevieve auf dem sich ab 52 v Chr die Romer in dominanter Lage ansiedelten Die stark restaurierten Uberreste der im 1 Jahrhundert n Chr erbauten Arena von Lutetia und die Ruinen der sogenannten Thermen von Cluny in das Musee national du Moyen Age aus der Zeit um 200 n Chr sind die einzigen sichtbaren Spuren aus der gallo romischen Epoche Mittelalter Die im 13 Jhdt erbaute gotische Sainte Chapelle Nach dem Untergang des Romischen Reiches entstanden zunachst vor allem Sakralbauten wahrend die in Paris weilenden frankischen Teilkonige sich den ehemaligen Palast der romischen Statthalter auf der Ile de la Cite zu eigen machten der im Laufe der Jahrhunderte mehrmals vergrossert und umgebaut wurde und heute als Palais de la Cite bekannt ist Die altesten erhaltenen Teile des Palais de la Cite sind die in der ersten Halfte des 13 Jahrhunderts unter Ludwig IX dem Heiligen von Pierre de Montreuil errichtete Palastkapelle Sainte Chapelle und die unteren Partien des sogenannten Bonbec Turmes an der Nordfassade Die danebenliegenden beiden Torturme Tour d Argent Silberturm und Tour de Cesar auch Tour de Montgomery genannte sowie der nach seiner Uhr Tour de l Horloge genannte im 19 Jahrhundert stark veranderte Eckturm entstanden etwas spater unter Philippe IV dem Schonen Hinter der massiven Doppelturmanlage verbirgt sich die nach dem fruheren Palastverwalter frz Concierge benannte Conciergerie die bereits um 1400 als Gefangnis genutzt wurde und wahrend der Revolution als Wartesaal fur die Guillotine diente Bereits bald nach 1358 war der Palais de la Cite als Konigsresidenz aufgegeben worden und zwar zu Gunsten des heute verschwundenen Hotel Saint Pol der im Osten von Paris entstandenen Burg von Vincennes und der schon 1190 unter Philippe Auguste entstandenen Wehranlage des fruheren Louvre deren machtiger runder Bergfried seinerzeit das rechte Ufer beherrschte Das Stadtschloss Louvre wie wir es heute kennen ist das Ergebnis von zahlreichen Baukampagnen unter vielen Konigen und umfasst Teile aus dem Mittelalter der Renaissance der Barockzeit dem Zweiten Kaiserreich sowie das bedeutende seit 1981 auf Wunsch des Staatsprasidenten Francois Mitterrand von dem Architekten Ieoh Ming Pei geschaffene unterirdische Reich des Louvre das in erster Linie der Schaffung fehlender Infrastrukturen fur das hier angesiedelte Museum dient Fruhe Neuzeit Aus der zweiten Halfte des 15 Jahrhunderts und dem 16 Jahrhundert stammen mehrere interessante hierzulande hotels particuliers genannte Stadtpalaste des Marais Viertels wie beispielsweise das Hotel de Sens das zwischen 1475 und 1507 im Auftrag von Tristan von Salazar Erzbischof von Sens entstand das ab 1548 fur den Gerichtsprasidenten Jacques de Ligneris errichtete Hotel Carnavalet das um 1585 fur Diane de France entworfene und jetzt Louis Metezeau zugeschriebene Hotel d Angouleme Lamoignon heutige Bibliotheque historique de la ville de Paris sowie der Hotel de Sully genannte Stadtpalast des Finanzinspektors Mesme Gallet den Roland de Neufbourg 1630 nach den Planen von Jean I Androuet du Cerceau vollendete Er ist heute Sitz des Denkmalpflegevereins Centre des monuments nationaux Die Fontaine des Innocents Auf dem linken Ufer liess unterdessen Jacques d Amboise Abt von Cluny zwischen 1485 und 1510 neben den Ruinen der romischen Thermen das Hotel de Cluny vollkommen neu erbauen das den Abten von Cluny seit 1330 als Stadtresidenz diente Das dort untergebrachte Musee national du Moyen Age Museum des Mittelalters besitzt den einzigartigen Millefleurs Wandbehang mit Szenen zum Thema der La Dame a la licorne Die Dame mit dem Einhorn Mit dem Brunnen Fontaine des Innocents schufen Pierre Lescot und Jean Goujon 1547 bis 1549 ein Werk das heute zu den wichtigsten verbleibenden Zeugnissen der fruhen Renaissance in Paris gezahlt wird Allerdings wurde die Anordnung der drei originalen Brunnenseiten die ursprunglich eine Tribune bildeten in der zweiten Halfte des 19 Jahrhunderts vollkommen verandert und eine vierte Seite von Pajou und Houdon hinzugefugt Das ursprungliche Pariser Hotel de Ville Rathaus war zwischen 1551 und 1628 auf Anregung von Konig Franz I nach Planen des italienischen Architekten Domenico da Cortona genannt Il Boccador o im Stil der Renaissanceschlosser des Loiretals entstanden Es brannte 1871 wahrend des Aufstandes der Kommune ab Das heutige Rathaus ist eine Kopie des Vorgangerbaus Das Gebaude im Stil des Klassizismus mit 146 Statuen auf der Fassade wurde in den Jahren 1874 bis 1882 nach Planen der Architekten Theodore Ballu 1817 1885 und Edouard Deperthes 1833 1898 errichtet Es befindet sich im 4 Arrondissement an der ehemaligen Place de Greve der heutigen Place de l Hotel de Ville 17 Jahrhundert Die Gartenfassade des Palais du Luxembourg Dem Palais du Luxembourg im Jahre 1615 von Maria von Medici als Landschloss weit ausserhalb der damaligen Stadtgrenzen bei dem Architekten Salomon de Brosse in Auftrag gegeben liegen wenigstens teilweise Plane des Palazzo Pitti in Florenz zugrunde in dem die Koniginmutter und Regentin ihre Kindheit verlebt hatte Die Gartenseite erfuhr im 19 Jahrhundert erhebliche Veranderungen Hier tagt seit 1852 der franzosische Senat der den zu dem Palais gehorenden fruher koniglichen heute staatlichen Schlosspark Jardin du Luxembourg der Offentlichkeit zur Verfugung stellt Der Palais Royal nordlich vom Louvre wurde in den Jahren 1627 bis 1629 von Jacques Lemercier fur den ersten Minister Ludwigs XIII Kardinal Richelieu gebaut kam nach dessen Tod an die Krone und nahm seinen heutigen Namen an Dort wuchs Ludwig XIV auf Heute beherbergt der Palais den Staatsrat Conseil d Etat den Verfassungsrat Conseil constitutionnel das Kultusministerium aber auch die Comedie Francaise An den Hof in dem Daniel Buren ein interessantes begehbares Kunstwerk schuf schliesst sich ein schoner Garten an Weitere wichtige Bauten des 17 Jahrhunderts sind die Barockkirche des Val de Grace Klosters das College des Quatre Nations heute Sitz des Institut de France das Hotel des Invalides und das Observatoire 18 Jahrhundert Der Elysee Palast Der Elysee Palast ursprunglich nach seinem Auftraggeber Hotel d Evreux und spater nach der nahegelegenen Avenue des Champs Elysees benannt ist der Amtssitz des franzosischen Staatsprasidenten Erbaut wurde er in den Jahren von 1718 bis 1722 nach den Planen des Architekten Armand Claude Mollet der das umliegende Grundstuck kurz zuvor an den Grafen von Evreux Henri Louis de la Tour d Auvergne verkauft hatte und von diesem nun mit dem Bau einer Residenz beauftragt wurde Nach dem Tod des Grafen im Jahre 1753 erwarb Jeanne Antoinette Poisson besser bekannt als Marquise de Pompadour den Palast und liess ihn durch ihren Architekten im Inneren stilvoll herrichten Der Garten wurde auf ihre Vorstellungen hin vergrossert und um Saulengange und Lauben sowie ein Labyrinth erweitert Der Palast liegt nordlich der Seine in einer der weltweit wichtigsten Einkaufsstrassen Rue du Faubourg Saint Honore nur einige Schritte von den Champs Elysees und wenige Gehminuten von dem Concordenplatz entfernt Der Palais Bourbon entstand ebenfalls im 18 Jahrhundert wurde aber spater mit einer klassizistischen Fassade versehen Er liegt am sudlichen Ufer der Seine und gab dem 7 Arrondissement seinem Namen In ihm tagt die Franzosische Nationalversammlung Die Kirche Sainte Marie Madeleine liegt dem Palast auf dem nordlichen Ufer in einer Sichtachse gegenuber Das Pantheon Unter Ludwig XV entstanden die grandiosen Bauten von Ange Jacques Gabriel welche die Nordseite der Place de la Concorde bilden die La Monnaie oder Hotel des Monnaies genannte Munzpragewerkstatt zwischen 1771 und 1777 von Jacques Denis Antoine geschaffen und die Ecole militaire Militarschule ebenfalls ein Werk von Ange Jacques Gabriel Der weitaus imposanteste von weit her sichtbare Bau aus dieser Zeit ist jedoch das Pantheon ein Kuppelbau der sowohl in die sakralen als auch in die profanen Bauten der Stadt eingereiht werden kann da er mehrmals seine Bestimmung gewechselt hat Das Pantheon wurde zwischen 1764 und 1790 von Jacques Germain Soufflot und seinen Schulern als Klosterkirche fur die damals hier befindliche Benediktinerabtei errichtet deren Refektorium sowie ein Turm in dem nahegelegenen Lycee Henri IV erhalten sind einer der altesten und bekanntesten Schulen Frankreichs Nach der Franzosischen Revolution 1789 wurde die Kirche zur nationalen Ruhmeshalle erklart Nach mehreren Umwidmungen im 19 Jahrhundert ist sie seit 1885 erneut Ruhmeshalle Frankreichs Entsprechend illuster ist die Liste der hier beigesetzten Personen Voltaire Victor Hugo Emile Zola Jean Jacques Rousseau Pierre und Marie Curie 1849 gelang dem Physiker Leon Foucault mit dem nach ihm benannten Pendel hier der empirische Nachweis der Erdrotation Das Pendel befindet sich heute in der Kapelle der ehemaligen Abtei St Martin des Champs die Teil des Musee des arts et metiers geworden ist 19 Jahrhundert Der Arc de Triomphe Das schonste wenngleich nicht das reprasentativste Bauwerk des 1 Kaiserreiches schufen zwischen 1806 und 1808 Charles Percier und Fontaine mit dem in der sogenannten Cour Napoleon des Louvre errichteten Arc de Triomphe du Carrousel Noch wahrend des Baus des Arc de Triomphe du Carrousel gab Napoleon I 1806 den grossen Triumphbogen an der Place de l Etoile in Auftrag der erst 1836 unter Louis Philippe vollendet wurde Als Inspiration diente der allerdings deutlich kleinere Titusbogen in Rom Der Triumphbogen steht im Zentrum des Platzes der seit 1970 Place Charles de Gaulle Etoile heisst am westlichen Ende der Avenue des Champs Elysees und ist Teil der Axe historique historische Achse einer Reihe von Monumenten und grossen Strassen die weiter westlich in das Defense Viertel weisen Im gleichen Jahr wurde der Bau eines Ruhmestempels zu Ehren der napoleonischen Grande Armee geplant Dieses erst 1842 fertiggestellte Gebaude kennen wir heute als Madeleine Kirche Ebenfalls im 1 Kaiserreich wurde der Auftrag fur die Errichtung der Borse vergeben 1808 von Alexandre Theodore Brongniart begonnen wurde sie nach dessen Tod 1827 von Eloi Labarre vollendet Ein Wallace Brunnen im 9 Arrondissement Ab der Mitte des 19 Jahrhunderts verwandelte die bis dahin grosstenteils noch vom Mittelalter gepragte Stadt sich in eine prestigevolle beispielhafte und moderne Metropole die die Bewunderung von Tausenden von auslandischen Weltausstellungsbesuchern hervorrief Der umwalzenden Stadtsanierung die nach dem Willen Napoleons III von dem ihm treu ergebenen Baron Haussmann durchgefuhrt wurde verdankt Paris seine breiten Strassen mehrere Brucken zahlreiche Platze und Parks sowie die Anlage der beiden Stadtwalder und nicht zuletzt die Saumung der neuen Strassen mit den fur Paris so typischen Hausern im sogenannten Haussmann Stil Durch Charles Marville sind Fotografien aus der damaligen Umbruchszeit erhalten geblieben die die alten Strassenzuge und Gebaude kurz vor der Neugestaltung dokumentieren Kronung dieser schaffensfrohen Epoche wurde das als Palais Garnier bezeichnete Opernhaus der Pariser Oper das 1875 von Charles Garnier fertiggestellt wurde Fur den Neubau des Universitatsgebaudes der Sorbonne wurde 1885 die grosste Pariser Baustelle des 19 Jahrhunderts eroffnet wenn man von der Konstruktion des Eiffelturmes dem Werk eines Ingenieurs absieht Erst 1901 wurden die Arbeiten abgeschlossen Die Sorbonne eine der altesten Universitaten nordlich der Alpen war schon im 13 Jahrhundert im Quartier Latin gegrundet worden Hier studierten und lehrten einige der bedeutendsten Philosophen des Mittelalters Die Brucke Pont Alexandre III mit dem Eiffelturm rechts Das Wahrzeichen der Stadt ist der 300 51 Meter hohe Eiffelturm Tour Eiffel 324 8 Meter mit Antenne eine Konstruktion aus dem Jahre 1889 die fur die Weltausstellung nur temporar errichtet werden sollte Der Stahlfachwerkturm ist nach seinem Erbauer Alexandre Gustave Eiffel benannt Er ist eine der grossten Touristenattraktionen mit mehr als sechs Millionen Besuchern jahrlich Im Jahr 2002 wurde der 200 millionste Besucher gezahlt Uber das ganze Stadtgebiet von Paris verteilt hauptsachlich an den meistbenutzten Fussgangerwegen befinden sich die Wallace Brunnen Die offentlichen Trinkwasserspender in Form kleiner gusseiserner Skulpturen sind nach dem Englander Richard Wallace benannt der ihre Errichtung finanzierte Ihrer herausragenden Asthetik wegen gelten sie weltweit als ein Wahrzeichen der Stadt 20 Jahrhundert Nicht unumstritten war der Bau der Tour Montparnasse im Suden der Stadt Der 210 m hohe Buroturm ist das hochste Gebaude Paris und wurde nach vierjahriger Bauzeit 1973 eroffnet In der zweiten Halfte des 20 Jahrhunderts entwickelte Paris unter anderem dank der sogenannten grands projets Grosse Projekte der franzosischen Staatsprasidenten eine rege Bautatigkeit Der Eiffelturm hinter dem Marsfeld mit dem Geschaftsviertel La Defense im Hintergrund Georges Pompidou Staatsprasident von 1969 bis 1974 war 1970 Initiator des neuen Kunst und Kulturzentrums Centre Georges Pompidou Als Preistrager eines internationalen Wettbewerbes wurden Renzo Piano und Richard Rogers mit der Errichtung der spektakularen Metallkonstruktion beauftragt die zwischen 1972 und 1977 entstand Der konservativere Valery Giscard d Estaing Staatsprasident von 1974 bis 1981 begnugte sich mit der Rehabilitation bereits bestehender Bauten wie dem Umbau des stillgelegten Orsay Bahnhofes zu einem Museum und der Einrichtung der Cite des sciences et de l industrie in der Rohbauruine der Schlachthofe in La Villette Allerdings veranlasste Giscard d Estaing 1980 auch die Grundung des Institut du monde arabe Institut der arabischen Welt ebenfalls ein Kunst und Kulturzentrum mit angeschlossenem Museum Bibliothek und Theater Der Bau wurde jedoch erst zwischen 1983 und 1987 unter seinem Nachfolger Francois Mitterrand von der franzosischen Architektengruppe Jean Nouvel Pierre Soria und Architecture Studio verwirklicht Francois Mitterrand Staatsprasident von 1981 bis 1995 kundigte seinerseits schon in seiner ersten Pressekonferenz nach seinem Amtsantritt den Umbau des Louvre zu einem wurdigen Museum Frankreichs an Der Auftrag zu diesem Grossprojekt ging ohne Ausschreibung an den renommierten amerikanischen Architekten chinesischer Herkunft Ieoh Ming Pei Die Notwendigkeit ein neues Finanzministerium zu bauen ergab sich unter anderem aus der Tatsache dass die Kabinette der beiden Minister aufgrund des geplanten Umbaus des Louvre aus dem dortigen Nordflugel weichen mussten Das neue Ministere des Finances 1984 1989 ein Gemeinschaftswerk von Paul Chemetov und Borja Huidobro entstand auf einem Gelande im Osten der Stadt wo zur gleichen Zeit der neue Parc de Bercy angelegt wurde und die Stadt Paris von Pierre Parat und Michel Andrault die Mehrzweck Sporthalle Palais Omnisports de Paris Bercy errichten liess Personliches Prestigeobjekt Mitterrands wahrend seiner ersten Amtszeit wurde die neue Opera Bastille 1983 1989 am gleichnamigen Platz auf dem am 14 Juli 1789 mit dem Sturm auf die Bastille die Franzosische Revolution ausgebrochen war und Mitterrand 1981 seinen Wahlsieg gefeiert hatte Symboltrachtig war auch die Wahl des Einweihungstages dieser nach Planen des Architekten Carlos Ott in einer eigenwilligen Form aus Glas und Aluminium entstandenen neuen Oper die erste Auffuhrung fand am 13 Juli 1989 dem Vorabend des 200 Jahrestags des Sturms auf die Bastille statt Die Grande Arche von Johan Otto von Spreckelsen ein torformig durchbrochener Kubus von gewaltigen Ausmassen steht im Defense Viertel ausserhalb von Paris Er wurde 1989 eingeweiht Bereits einige Monate zuvor hatte Mitterrand ein weiteres Projekt ins Leben gerufen um die alte Nationalbibliothek zu entlasten Die neue Bibliotheque nationale de France Nationalbibliothek 1990 1996 wurde vom Architekten Dominique Perrault entworfen Die vier Ecken des Gebaudes weisen je einen 79 Meter hohen Turm mit einer durchgehenden Glasfront auf Die Turme sind L formig und symbolisieren ein aufgeschlagenes Buch Jacques Chirac fuhrte die Tradition der Bauten der Prasidenten fort Am 20 Juni 2006 weihte er das neue Musee du quai Branly von Jean Nouvel ein Daneben entstanden in der letzten Halfte des 20 Jahrhunderts zahlreiche sehenswerte kleinere Bauten wie beispielsweise die Fondation Cartier 1994 Jean Nouvel und das American Center 1994 Frank Gehry jetzt Kinomuseum Paris ist auch bekannt fur seine vornehmen und eleganten Hotels die unter anderem an der Rue de Rivoli gegenuber dem Tuilerien Garten in der rue Castiglione und an der Place Vendome angesiedelt sind Hier findet man das Hotel Le Meurice das Westin fruher Intercontinental mit seinem reprasentativen Patio das Hotel Lotti und das beruhmte Ritz Panoramabild von Paris vom Pantheon aus gesehen Panoramabild von Paris vom Montmartre aus gesehen 21 Jahrhundert 2006 eroffnete das Musee du quai Branly 2014 wurden das Museum Fondation Louis Vuitton im Bois de Boulogne und das geschichtstrachtige Grandhotel Hotel The Peninsula Paris nahe dem Triumphbogen eroffnet 2015 wurde das Hexagone Balard ein Gebaudeensemble in welchem das franzosische Verteidigungsministerium seinen neuen Sitz hat eroffnet Es beherbergt 9300 Arbeitsplatze Ebenfalls 2015 eroffnete die neue Pariser Philharmonie im Parc de la Villette Der Neubau des Forum des Halles eroffnete im Jahr 2016 2017 eroffnete der Neue Justizpalast im Nordwesten der Stadt Der Wolkenkratzer mit 160 Meter Hohe stellt eine bedeutende neue Landmarke dar Seit 2017 im Bau befinden sich die 180 m und 122 m hohen Tours Duo im 13 Bezirk im Sudwesten der Stadt geplante Fertigstellung 2020 veraltet Laufende Grossprojekte sind der Umbau und die Aufstockung der Tour Montparnasse die Erweiterung der Gare du Nord und die Errichtung der 180 m hohen Tour Triangle im 15 Bezirk geplanter Baubeginn 2020 veraltet Kirchen Mittelalter Notre Dame de Paris Die fruhere Abteikirche Saint Germain des Pres am Boulevard Saint Germain 6 Arrdt erinnert daran dass der frankische Konig Childebert I aus dem Geschlecht der Merowinger ein Sohn von Chlodwig I hier im Jahr 557 eine spater sehr bedeutende Abtei grundete Der Portalturm der heutigen Kirche und die unteren Bereiche der Kirchenschiffe stammen aus dem 11 Jahrhundert den Chor weihte im Jahr 1163 Papst Alexander II Das Bauwerk erfuhr bis zum 17 Jahrhundert verschiedene Anderungen Die Wandmalereien im Kirchenschiff schuf im 19 Jahrhundert Hippolyte Flandrin Die Kathedrale Notre Dame de Paris auf der Ile de la Cite 4 Arrdt ist eine der fruhesten gotischen Kathedralen Frankreichs Sie ist Maria der Mutter Jesu geweiht frz notre dame Unsere Liebe Frau Der Bau wurde im Jahr 1163 unter Bischof Maurice de Sully begonnen und erst 1345 fertiggestellt Die Ausmasse des Kirchenschiffes betragen 130 mal 48 Meter bei einer Hohe von 35 Metern Es bietet Empore eingeschlossen Raum fur 9000 Personen Die beiden Turme sind 69 Meter hoch der Dachreiter erreicht 90 Meter Innenansicht der Pfarrkirche Saint Severin Die Pfarrkirche Saint Germain l Auxerrois die dem Ostportal des Louvre 1 Arrdt gegenuberliegt stammt in ihren Grundzugen noch aus der Zeit der Romanik Sie besitzt allerdings sowohl ein gotisches Strebwerk als auch ein hochgotisches Portal Die Anbauten an dieser Kirche stammen aus dem Barock Diese Kirche ist dem heiligen Germanus von Auxerre geweiht Saint Germain l Auxerrois Die Pfarrkirche Saint Sulpice sudlich vom Boulevard Saint Germain 6 Arrdt ist dem heiligen Sulpicius II von Bourges geweiht Sie ersetzte einen romanischen Vorgangerbau aus dem Anfang des 13 Jahrhunderts Die Arbeiten an der heute existierenden Kirche begannen im Jahre 1649 wurden aufgrund politischer und finanzieller Schwierigkeiten aber erst im 18 Jahrhundert abgeschlossen Die klassizistische Fassade entwarf Giovanni Servandoni im Jahr 1732 Die Kirche ist beruhmt fur ihre Cavaille Coll Orgel eine der grossten Orgeln Frankreichs Die Palastkapelle Sainte Chapelle im Palais de la Cite 1 Arrdt unweit der Kathedrale liess Ludwig der Heilige in den 1240er Jahren erbauen um sehr kostbare Reliquien aufzunehmen die Dornenkrone Christi und Teile des Wahren Kreuzes Diese fur den gotischen style rayonnant des 13 Jahrhunderts beispielhafte Kapelle gehort zu den schonsten Baudenkmalern der Gotik Der grosste Teil ihrer Wande wird von kostbaren Buntglasfenstern eingenommen wodurch der hohe Raum von unirdisch wirkendem Licht durchflutet wird Neuzeit Mit dem Bau der Pfarrkirche Saint Eustache wurde im 16 Jahrhundert begonnen Die Kirche wurde um 1640 fertiggestellt Sie befindet sich im 1 Arrondissement und war die Kirche der Handler des benachbarten Marktes der Hallen von Paris heute mit dem Forum des Halles bebaut Der spatgotische Sakralbau weist bereits Zuge der aufkommenden Renaissance auf Der Dome des Invalides Invalidendom eigentlich Invalidenkuppel wurde zwischen 1670 und 1691 von Jules Hardouin Mansart auf dem linken Seineufer erbaut 7 Arrdt Diese prachtige Kuppelkirche ist so wie die benachbarte Soldatenkirche Saint Louis des Invalides Teil des Hotel des Invalides und zahlt zu den schonsten Bauten des klassizistischen Barocks in Frankreich Ihr Inneres wurde im 19 Jahrhundert zu einem Grabmal fur den franzosischen Kaiser Napoleon I umgestaltet Dessen Leichnam ruht hier seit 1861 nach seiner Uberfuhrung aus Sankt Helena 1840 so wie verschiedene andere bedeutende Personlichkeiten Die Basilique du Sacre Cœur auf der Butte Montmartre Der Bau der Kirche La Madeleine nordlich der Place de la Concorde 8 Arrdt begann 1764 nach dem Entwurf des Architekten Pierre Contant d Ivry und wurde im Dezember 1791 aufgrund der Franzosischen Revolution eingestellt Die Arbeiten wurden von dem Architekten Jean Jacques Marie Huve 1783 1852 wieder aufgenommen und im Jahre 1842 abgeschlossen die Weihe zur Pfarrkirche erfolgte am 9 Oktober 1845 Die Innenausstattung entstammt vorwiegend den Jahren 1830 1840 Als besonders sehenswert gilt die Statue der Maria Magdalena von Carlo Marochetti Die Orgel des bedeutenden franzosischen Orgelbauers Aristide Cavaille Coll 1811 1899 gilt als eine der klangvollsten der Stadt Die Basilique du Sacre Cœur Basilika vom Heiligen Herzen ist eine romisch katholische Wallfahrtskirche auf dem Hugel von Montmartre und bildet den hochstgelegenen Punkt der Stadt nach dem Eiffelturm Der Bau der Kirche im Zuckerbackerstil wurde 1875 von dem Architekten Paul Abadie begonnen der sich in einem Wettbewerb gegen 78 Mitbewerber durchgesetzt hatte und dessen Entwurf deutlich durch den romisch byzantinischen Stil alter Kirchen wie der Hagia Sophia und des Markusdoms in Venedig inspiriert wurde Abadie verstarb bereits 1884 Ihm folgten bis zur Fertigstellung 1914 sechs Architekten in der Bauleitung nach Grunflachen Die Pariser Strassen sind mit rund 89 000 Baumen gesaumt Das stadtische Gartenbauamt Direction des Parcs Jardins et Espaces Verts de Paris unterhalt innerhalb der Stadtgrenzen 2 437 Hektar Grunflachen zu denen ausser den beiden grossen Stadtwaldern Bois de Vincennes 995 Hektar und Bois de Boulogne 846 Hektar auch die 14 innerstadtischen Friedhofe 92 Hektar zahlen die Gartenbauschule Ecole Du Breuil 22 Hektar das Gartenbauzentrum Jardin des Serres d Auteuil 8 5 Hektar in dem Blumen und Straucher gezuchtet werden und der neue Centre horticole de la Ville de Paris Blumenproduktion in Rungis Fresnes und Acheres insgesamt 477 Hektar Als Erholungsgebiet abzuziehen sind die bepflanzten Boschungen der Ringautobahn Boulevard peripherique 51 Hektar Auf die Grunanlagen von stadtischen Sportanlagen Schulen Kindergarten und Krippen entfallen 36 Hektar Die restliche Flache 386 Hektar wird von offentlichen Promenaden Parks Garten den squares genannten begrunten Platzen und von Blumenrabatten eingenommen Die Stadt Paris besitzt daruber hinaus jenseits ihrer Grenzen sechs weitere Friedhofe den Wald Bois de Beauregard bei La Celle Saint Cloud Ausser den stadtischen Anlagen stehen den Bewohnern und Besuchern von Paris sieben vom Staat unterhaltene Garten und Parks mit insgesamt 118 Hektar Flache zur Verfugung Promenaden Parks und Garten Hauptartikel Liste von Parkanlagen in Paris Kunstliche Kaskade im Parc de Bagatelle Der mit auffallig vielen Statuen geschmuckte Tuileriengarten erstreckt sich am rechten Seineufer vom Louvre bis zur Place de la Concorde Er erinnert an das fruhere Schloss der Katharina von Medici das nach ihr noch viele Herrscher bewohnen sollten bis es 1871 wahrend der Pariser Kommune zerstort wurde In dem westlichen Bereich des Gartens befinden sich das ehemalige Ballhaus Jeu de Paume in dem heute die Galerie nationale du Jeu de Paume untergebracht ist und die zum Museum umfunktionierte fruhere Orangerie Einer der beliebtesten stadtischen Parks ist der im Jahre 1612 angelegte Jardin du Luxembourg im quartier Latin der zum Palais du Luxembourg gehort Der Garten umfasst streng geometrisch angelegte Partien aber auch freier gestaltete Zonen Im Jardin du Luxembourg befindet sich ausserdem eine zwei Meter hohe Kopie der New Yorker Freiheitsstatue An den Gittern des Parks sind regelmassig Foto Ausstellungen zu sehen Der Stadtwald Bois de Boulogne an der westlichen Stadtgrenze bei Boulogne Billancourt gelegen ist mit einer Flache von rund 8 5 Quadratkilometern das grosste innerstadtische Erholungsgebiet Dort befand sich von jeher eine grosse Waldflache der Bois de Rouvray Bereits der Frankenkonig Dagobert I kam im 7 Jahrhundert hierher um zu jagen 1848 ubernahm der Staat den Wald und ubertrug ihn 1852 der Stadt Paris Im Zuge der Umgestaltung von Paris unter Napoleon III durch Haussmann wurde der Wald unter der Leitung des Gartenarchitekten Jakob Ignaz Hittorff zu einem bewaldeten Park umgebaut Es entstanden Wege und kunstliche Wasserflachen Fehlplanungen bewirkten dass die kunstlichen Seen nicht gefullt werden konnten Einige der Seen lagen am Hang Hittorff wurde von Haussmann entlassen und durch den Ingenieur Jean Charles Alphand und den Landschaftsgartner Jean Pierre Barillet Deschamps ersetzt Die beiden losten das Wasserproblem durch die Schaffung kunstlicher Wasserfalle Kaskaden Der Bois de Vincennes ist der zweite im Stil englischer Landschaftsgarten angelegte Pariser Stadtwald Er war von jeher konigliches Jagdrevier und beherbergte in fruheren Zeiten ein Jagdschloss das spater durch eine Festung ersetzt wurde die wir heute als Schloss Vincennes kennen 1860 uberliess Napoleon III den Wald der Stadt Paris mit dem Auftrag ihn ahnlich wie den Bois de Boulogne neu zu gestalten Der Landschaftsarchitekt Jean Charles Alphand liess das Gelande aufforsten und mit kunstlichen Hugeln und drei Seen versehen Fur die Olympischen Sommerspiele von 1900 wurden Sportanlagen gebaut und die Wege fur diesen Zweck ausgebaut Der 1986 von dem Architekten Bernard Tschumi entworfene neue Stadtpark Parc de la Villette zahlt mit 25 Hektar zu den grossten Pariser Grunflachen Er entstand auf dem Gelande des 1974 geschlossenen Schlachthofes von La Villette und wird von dem Canal de l Ourcq durchquert Bereits 1984 wurde das Zenith eroffnet an dessen Gestaltung sich die spater errichteten Gebaude orientierten Samtliche Elemente des Parks sind in futuristischem Stil gebaut Der Park beherbergt neben anderem die Cite des sciences et de l industrie ein Technikmuseum ahnlich dem schweizerischen Technorama das kugelformige IMAX Kino Geode die Cite de la musique das Zenith und das Unterseeboot l Argonaute Die bereits bestehenden Rauchverbote sollen 2019 auf 52 Parks ausgeweitet werden Auf den 500 Spielplatzen gilt das Verbot bereits seit 2015 33 Friedhofe Zu den Grunanlagen zahlen in Paris auch die Friedhofe Zu Beginn des 19 Jahrhunderts wurden ausserhalb der damaligen Grenzen der Hauptstadt drei und in Paris ein neuer Friedhof angelegt der Cimetiere de Montmartre im Norden der Cimetiere du Pere Lachaise im Osten der Cimetiere du Montparnasse im Suden sowie der Cimetiere de Passy Diese Friedhofe sind aufgrund ihrer Stille und der Graber vieler beruhmter Personlichkeiten beliebtes Ziel der Spazierganger und Touristen Grabsteine im Friedhof Pere Lachaise Der Pere Lachaise ist der grosste Friedhof von Paris und einer der beruhmtesten Friedhofe der Welt Er ist nach Francois d Aix de Lachaise benannt auf dessen Garten der Friedhof errichtet wurde Das Konzept des Pere Lachaise wurde 1808 dem neoklassischen Architekten Alexandre Theodore Brongniart anvertraut der zu dieser Zeit Generaloberinspekteur der zweiten Sektion fur Offentliche Arbeiten im Departement Seine und der Stadt Paris war Brongniart entwarf die grossen Achsen sowie Grabmonumente von denen aber nur das fur die Familie Greffulhe im neogotischen Stil verwirklicht wurde Durch das starke Bevolkerungswachstum im 19 Jahrhundert wurde der Platz auf den Friedhofen in Paris intra muros knapp und es wurden mehrere Grossfriedhofe fur die Pariser Bevolkerung in den Vorstadten extra muros angelegt welche auch heute noch in Benutzung sind Die wichtigsten von ihnen sind Cimetiere parisien de Bagneux Cimetiere parisien de Pantin Cimetiere parisien de Saint Ouen Cimetiere parisien de Thiais und Cimetiere parisien d Ivry Der grosste Friedhof ist der Cimetiere parisien de Pantin der uber 200 000 Graber beherbergt in denen bis heute weit uber eine Million Menschen beigesetzt wurden Film Hauptartikel Paris in Film Oper und Literatur Paris kann auf eine lange und erfolgreiche Filmgeschichte zuruckblicken Pariser Unternehmer und Gesellschaften wie die Gebruder Lumiere Pathe Freres oder Gaumont waren es die den Film hinaus in die Welt trugen So erfanden die Gebruder Lumiere im Jahre 1895 den Cinematographen ein Gerat das sowohl Filme aufnehmen als auch abspielen konnte Sie fuhrten ihn am 22 Marz jenes Jahres erstmals vor Die Auffuhrung in der Pariser Societe d encouragement pour l industrie nationale gilt als eine der ersten Filmvorfuhrungen der Welt In der Folge bereisten die Lumieres die grossten Stadte Europas um ihre Erfindung zu verbreiten mit Erfolg In den folgenden Jahren machte sich rasch Konkurrenz in Paris breit Die Pathe Freres stiegen bald zu einem der grossten Filmproduzenten Europas auf und exportierten ihre Stummfilme weltweit In den grossen Stadten Europas wurden Aussenstellen und Kinos gegrundet Aber auch Paris selbst war in vielen Filmen Drehort und Filmkulisse Abgesehen von den zahlreichen Aufnahmen der Stummfilmzeit oft dokumentarischer Natur war die Stadt sowohl in inlandischen aber auch in auslandischen Spielfilmproduktionen zu sehen Sport Sportveranstaltungen Paris ist regelmassiger Austragungsort bedeutender Grossveranstaltungen Hierzu zahlen unter anderem die Zieletappe der Tour de France im Strassenradsport der Marathon de Paris das Grand Slam Turnier French Open offiziell Tournoi de Roland Garros im Tennis das Meeting Areva vormals Meeting Gaz de France in der Leichtathletik die Trophee Eric Bompard fruher Trophee Lalique im Eiskunstlauf und das Sechs Nationen Turnier frz Tournoi des Six Nations im Rugby Im Pferdesport ist der Prix de l Arc de Triomphe ein Galopprennen uber 2 400 Meter fur uber dreijahrige Rennpferde neben dem Epsom Derby und dem Kentucky Derby eines der prestigetrachtigsten internationalen Pferderennen seiner Kategorie Das Rennen wird seit dem 3 Oktober 1920 alljahrlich am ersten Sonntag im Oktober ausgetragen Eingefuhrt wurde es wahrend einer Feier zum Ende des Ersten Weltkrieges Paris war Gastgeber der Olympischen Sommerspiele von 1900 und 1924 Daruber hinaus bewarb sich Paris fur die Olympischen Sommerspiele von 1956 1992 2008 und 2012 Am 13 September 2017 wurden auf der Vollversammlung des Internationalen Olympischen Komitees in Lima die Olympischen Sommerspiele 2024 an Paris vergeben Sportstatten Das Prinzenparkstadion Rugby im Stade de France Die Hauptstadtregion beherbergt zahlreiche Sportstatten von nationalem und internationalem Rang darunter allein funf moderne Stadien fur durchschnittlich 42 000 Zuschauer Das Stade de France Frankreich Stadion liegt in Saint Denis einem Vorort nordlich von Paris Das multifunktionelle und bis zu 80 000 Zuschauer fassende Nationalstadion von Frankreich wurde fur die Fussball Weltmeisterschaft 1998 erbaut und ging als Endspielort des ersten franzosischen Weltmeistertitels in die Geschichte ein Sowohl die franzosische Fussballnationalmannschaft als auch die franzosische Rugby Union Nationalmannschaft tragen ihre Heimspiele im Stade de France aus das zudem Austragungsort der jahrlichen Finalpartien der Rugbyliga Top 14 ist Im Stade de France fanden unter anderem die jeweiligen Finalspiele der Fussball Weltmeisterschaft 1998 der Rugby Union Weltmeisterschaft 2007 der Fussball Europameisterschaft 2016 sowie die Leichtathletik Weltmeisterschaften 2003 statt Das Finale der Rugby Union Weltmeisterschaft 2023 wird ebenfalls hier ausgetragen werden Es ist auch als Olympiastadion fur die Olympischen Sommerspiele 2024 vorgesehen Das Prinzenparkstadion franz Parc des Princes ist eine traditionelle Wettkampfstatte im Pariser Stadtkern die uberwiegend vom Fussballverein Paris Saint Germain genutzt wird und fur rund 49 000 Zuschauer konzipiert wurde Es war das Endspielstadion der ersten Fussball Europameisterschaft 1960 und der ersten Austragung des Europapokals der Landesmeister 1956 Seit dem Bau des neuen Nationalstadions hat der Prinzenparkstadion an Bedeutung verloren gehort aber weiterhin zu den modernsten Stadien Europas Die UEFA frz Union des Associations Europeennes de Football verlieh der Sportstatte vier Sterne Unmittelbar neben dem Prinzenparkstadion wurde 2013 das moderne Jean Bouin Stadion frz Stade Jean Bouin errichtet Es bietet mehr als 20 000 Zuschauern Platz und dient dem renommierten Rugbyverein Stade Francais Paris als Heimspielstatte Daruber hinaus war es das Endspielstadion der Rugby Weltmeisterschaft der Frauen 2014 In Nanterre einem Vorort westlich von Paris steht seit 2017 zudem die teilweise uberdachte U Arena Das unmittelbar hinter dem Grande Arche erbaute Multifunktionsgebaude nimmt rund 40 000 Zuschauer auf und dient vor allem dem traditionsreichen Rugbyverein Racing 92 als Heimspielstatte Beide Bauwerke sind regelmassig Austragungsorte verschiedener anderer Mannschaftssportarten Weitere nennenswerte Einrichtungen sind das 20 000 Zuschauer aufnehmende Sebastien Charlety Stadion frz Stade Sebastien Charlety im Pariser Stadtkern oder das Pariser Olympiastadion frz Stade Olympique Yves du Manoir in Colombes einem Vorort nordwestlich von Paris fur etwa 10 000 Zuschauer Es war unter anderem Austragungsort der Olympischen Sommerspiele 1924 Beide Stadien sind insbesondere Austragungsorte von Leichtathletikveranstaltungen und Partien kleinerer Fussball oder Rugbyvereine Die Longchamp Pferderennbahn frz Hippodrome de Longchamp ist die wichtigste Pferderennsportanlage in Paris Das heutige Hippodrom wurde 1857 auf den Mauern der bei der Franzosischen Revolution zerstorten Abtei Longchamp errichtet Neben Pferderennen wie dem Prix de l Arc de Triomphe finden hier auch Springturniere und andere Sportveranstaltungen statt Siehe auch Fussball in Paris Regelmassige Veranstaltungen Soldaten bei der Militarparade am 14 Juli auf den Champs Elysees Im Januar findet in Paris die Internationale Modenschau Pret a porter in Porte de Versailles und das Festival Presences Festival zeitgenossischer Musik mit zahlreichen Gratiskonzerten in der Maison de Radio France statt Der Februar Monat des Valentinstages steht Dank einer Initiative des Pariser Fremdenverkehrsamtes an der sich geschulte Fremdenfuhrer Museen wie das Musee de la Vie Romantique 9 Arrondissement sowie das Hotel Scheffer Renan und Gaststattengewerbe beteiligen unter dem Motto Paris Romantique Im Marz startet im Parc floral de Paris beim Schloss Vincennes der Pariser Halbmarathon Auch die Pariser Buchmesse ist im Marz In Saint Denis im Norden von Paris wird das Blues und Jazzfestival Banlieues Bleues veranstaltet und im Juli das Festival Paris Cinema Der jahrliche Parismarathon fuhrt auch die Seine entlang Im April gehen uber 30 000 Teilnehmer des Marathon de Paris auf der Avenue des Champs Elysees an den Start Gegen Ende April und Anfang Mai bietet Paris ein Schauspiel ganz besonderer Art die von Ella Fitzgerald in dem Lied April in Paris besungene Kastanienblute Im Mai wird das renommierteste Pferderennen in Frankreich das Grand Steeple Chase de Paris im Hippodrome d Auteuil und Ende Mai Anfang Juni die French Open das zweite Tennisturnier der Grand Slam Serie im Roland Garros Stadion ausgetragen Von Anfang Mai bis in den Monat Juli werden seit einhundert Jahren alljahrlich anlasslich eines Rosenzuchterwettbewerbes im Parc de Bagatelle die erlesensten Kreationen pramiert Am Sommeranfang dem 21 Juni wird die Fete de la Musique veranstaltet die von Jack Lang initiiert wurde und nun in ganz Frankreich gefeiert wird es gibt uberall kostenlose Konzerte bekannter und weniger bekannter Bands Ende Juni findet die Gay Pride Parade auf dem Place de la Republique und der Bastille sowie weiteren Veranstaltungsorten statt Die Festivitaten am 14 Juli dem Nationalfeiertag finden mit der Militarparade die auf der Avenue des Champs Elysees vom Arc de Triomphe beginnt und am Place de la Concorde endet ihren Hohepunkt Wahrend der franzosischen Sommerferien in der ein grosser Teil der Pariser Bevolkerung die Stadt verlasst um in die Ferien zu fahren findet seit dem Jahr 2002 die Veranstaltung Paris Plages deutsch Strande in Paris vom Quai du Louvre bis zur Pont de Sully am Port de la Gare und am Bassin de la Villette statt Damit soll den Daheimgebliebenen auf einigen Kilometern des fur den Verkehr gesperrten Seineufers ein Stuck Strandleben geboten werden Diese Veranstaltung dauert meistens vier bis funf Wochen von Mitte Juli bis Mitte August Riesenrad auf der Place de la Concorde Im September offnen an einem Wochenende zu den sogenannten Journees du Patrimoine Tage des Kulturerbes sonst schwer zugangliche Pariser Palaste und Hotels particuliers private Stadtpalaste ihre Tore Eine einmalige Gelegenheit den Residenzen hoher Wurdentrager einen Besuch abzustatten wie beispielsweise dem Elysee Palast oder dem Hotel Matignon In diesem Monat veranstaltet die Stadt Paris im Rahmen der Fete des Jardins de Paris in den Pariser Parks und Garten kostenlose Konzerte Ausstellungen so wie Theater und Kinovorfuhrungen Die Theatersaison wird mit dem Festival d Automne a Paris Herbstfestival eroffnet Im Oktober finden im ersten Herbstmonat auf dem Weinberg des Montmartrehugel zum Auftakt der Weinlese eine farbenfrohe Parade zahlreiche Partys und Weinproben statt Es gibt an einem Wochenende seit 2002 die Nuit Blanche Lange Nacht der Kunst und alle zwei Jahre findet der Pariser Autosalon statt Anfang November empfiehlt sich der Besuch auf einem der nach Allerheiligen blumenuberladenen Friedhofe Im Dezember wird im noblen Hotel de Crillon der elegante Debutantinnenball Le Bal des debutantes auch Crillon Ball genannt veranstaltet Allerdings werden hier nur Eingeweihte der High Society zugelassen Wer sich keinen Zutritt zu verschaffen weiss mag das einmalige Schauspiel der fabelhaft beleuchteten Champs Elysees bewundern Dort tragt von Mitte Dezember bis Mitte Januar jeder Baum eine Krone aus Lichterketten Das ganze Jahr hindurch steigt vorbehaltlich gunstigen Wetters alle 15 Minuten der Eutelsat Fesselballon vom Parc Andre Citroen auf Aus 150 Metern Hohe bietet seine Gondel jeweils 30 Passagieren einen umfassenden Rundblick uber den Westen der Stadt Gastronomie Restaurant Laperouse im 6 Arrondissement Ein marokkanisches Restaurant im 14 Arrondissement Die zeitlich ersten Restaurants weltweit im heutigen Sinn entstanden mit der Franzosischen Revolution in Paris in der auch das alte Zunftrecht aufgehoben wurde nach dem beispielsweise Suppenkuchen und Pastetenbacker streng getrennt waren Namensgeber des Restaurants war der Wirt einer Suppenkuche in Paris Boulanger der laut Eigenwerbung gottliche Restaurants besonders starkende bouillons anbot 1765 erstritt er sich die Genehmigung trotz der Zunftregeln neben Suppen auch Hammelfusse mit Sauce zu servieren Von da an nannte er sich Restaurateur und seine bouillon wurde zum Namensgeber der Restaurants die verschiedene Speisen anboten Restaurateure sind diejenigen welche die echten Bruhen genannt Restaurants herstellen und ausserdem alle moglichen Cremes Suppen mit Reis und Nudeln Eier Makkaroni Hahnchen Konfituren Kompott und andere gesunde und appetitliche Gerichte anbieten Der Preis jedes Gerichts ist fest und sie werden zu jeder Zeit am Tag serviert Damen durfen dort verkehren und sich Speisen zubereiten lassen Almanach Dauphin des Jahres 1777 nach Fritz Ruf 1989 Vor der Revolution gab es in Paris noch weniger als hundert Restaurants aber schon um 1800 waren es etwa 500 bis 600 Es wurde Sitte dass sich zugezogene Abgeordnete die oft wenig reprasentativ wohnten und wohlhabend gewordene Burger zu geschaftlichen Besprechungen und privaten Verabredungen im Restaurant trafen Die Pariser Restaurants wurden mehrheitlich von Kochen und deren Brigaden betrieben denen nach der Flucht ihrer adligen Arbeitgeber ins Ausland nichts anderes ubrig blieb als sich selbstandig zu machen Dabei brachten sie einen aufwandigen Kochstil mit der Burgerlichen bis dahin nicht zuganglich war So verband sich die Haute Cuisine im Restaurant mit den informellen die adlige Etikette geringschatzenden burgerlichen Umgangsformen Heute gibt es in Paris Tausende von Restaurants die dem Gast Speisen der franzosischen Kuche wie auch internationale Gerichte anbieten Einkaufen Paris beherbergt eine Vielzahl an Kaufhausern Einkaufszentren und Markten Eines der bekanntesten Kaufhauser sind die Galeries Lafayette Die grosse Zentralhalle mit ihrer Glaskuppel ist ein Baumonument und Denkmal Alle bekannten Hersteller von Mode Parfum und Eau de Toilette wie unter anderem Ungaro Thierry Mugler Jean Paul Gaultier und Fiorucci sind hier vertreten Nur wenige Meter vom Galeries Lafayette entfernt befindet sich das Kaufhaus Printemps deren zentrale Halle ebenfalls mit einer Glaskuppel geschmuckt ist Beide Kaufhauser bieten Ihren Kunden eine einzigartige Auswahl und Vielfalt an Produkten Auf der Rive Gauche ist auch das Luxuskaufhaus Le Bon Marche zu finden das neben Mode in seiner Grande Epicerie de Paris auch mit Leckereien aus aller Welt lockt Grosse Halle in den Galeries Lafayette In der Nahe der Opera Bastille liegt der Flohmarkt Marche d Aligre Das Angebot reicht von Kleidung Obst Keramik und Bildern bis zu Lebensmitteln und Blumen Der Markt ist morgens taglich ausser montags geoffnet Uberwiegend Kleidung aus allen Bereichen aber auch moderne Kunstgegenstande hat der Puces de la Porte de Montreuil nahe der Metrostation Porte de Montreuil im Angebot Kleidung und Haushaltswaren kann man auf dem Marche aux puces de la Porte de Vanves nahe der Metrostation Porte de Vanves erwerben Der Puces de Saint Ouen Clignancourt besteht aus einer Anzahl mehrerer Markte die miteinander verbunden sind Einige der dortigen Handler haben sich auf hochwertige Kunstgegenstande spezialisiert aber es werden vor allem preiswerte Artikel angeboten Das Le Louvre des antiquaires nahe dem Palais Royal und dem Louvre gehort zu den grossten und bekanntesten Antiquitatengeschaften in Paris In rund 250 Raumen und auf drei Etagen werden zahlreiche Waren aus der ganzen Welt angeboten Neben Mobeln Gemalden und Teppichen kann man Kristall Waffen Spielzeug Uhren und Schmuck kauflich erwerben Antiquarische und gebrauchte Bucher werden an den vielen Buchhandlerstanden bouquinistes an der Seine verkauft Paris beherbergt zahlreiche Mode Boutiquen die auch Pret a porter bekannter Modehauser verkaufen Haute Couture kann man bei Chanel in der Rue Cambon bei Dior in der Avenue Montaigne und bei Christian Lacroix in der Rue du Faubourg Saint Honore sowie in der Avenue Montaigne erwerben Laufstegmoden bekommt man bei Gianni Versace in derRue des Saints Peres bei Jean Paul Gaultier in der Nahe der Metrostation Bourse und bei Cerruti 1881 nahe der Metrostation Madeleine Elegante Kleidung einkaufen kann man auch in Saint Germain im Le Marais oder in der Galerie Vivienne nahe Les Halles Sehenswurdigkeiten in der Umgebung Das Schloss Fontainebleau sudostlich von Paris Das Schloss Versailles westlich von Paris In La Defense einem seit Ende der 1950er Jahre in den westlichen Vororten Courbevoie Nanterre und Puteaux entstandenen Buro und Geschaftsviertel in dem Wolkenkratzer dominieren befindet sich als westliche Fortfuhrung der beruhmten Pariser Achse die sogenannte Grande Arche Der 110 Meter hohe Kubus ist ein Entwurf des Architekten Johan Otto von Spreckelsen der von Paul Andreu ausgefuhrt wurde Er bildet den westlichen Ausgangspunkt der axe historique die zusammen mit dem Arc de Triomphe und dem Arc de Triomphe du Carrousel beim Louvre eine Gerade bildet Die Einweihung erfolgte mit dem Gipfeltreffen der Staatschefs der G7 am 14 Juli 1989 zur 200 Jahr Feier der Franzosischen Revolution Das Gebaude dient dem franzosischen Handels und Verkehrsministerium als Sitz Das Schloss Fontainebleau in dem gleichnamigen Ort 65 Kilometer sudlich von Paris wurde im 16 Jahrhundert unter Franz I und Heinrich II an der Stelle eines Jagdschlosses gebaut Der Architekt war Philibert de l Orme 1510 1570 Es ist vor allem fur seine Renaissanceausstattung beruhmt Das Schloss Versailles welches zu den grossten Schlossanlagen Europas zahlt liegt in der westlich von Paris gelegenen Stadt Versailles und war Vorbild vieler europaischer Konigs und Furstenschlosser Fur die Vergrosserung des Jagdschlosses Ludwigs XIII zog Ludwig XIV im Jahre 1661 den Architekten Le Vau den Hofmaler Le Brun und den Gartenarchitekten Le Notre heran Den mittleren Flugel der insgesamt 750 m langen barock klassizistischen Gartenfront nehmen die vielbewunderte Spiegelgalerie Galerie des Glaces sowie die Ecksalons des Krieges und des Friedens ein An diese schliessen sich im Norden das Staatsgemach des Konigs im Suden das Gemach der Konigin an Beachtung verdienen weiter das zweite Schlafzimmer des Konigs im Mittelpunkt des Schlosses die Kapelle die Oper und die erst im 19 Jahrhundert ausgestattete Schlachtengalerie Die Basilika Saint Denis ist eine ehemalige Abteikirche in der Stadt Saint Denis nordlich von Paris und die Grabstatte der franzosischen Monarchen welche seit dem Ende des 10 Jahrhunderts nahezu alle hier begraben liegen Schon im 5 Jahrhundert stand hier uber dem Grab des Dionysius von Paris ein Kloster das im 7 Jahrhundert unter Dagobert I zur Abtei erweitert wurde In dem ab 1136 erneuerten Chor wurde 1142 das Kreuzrippengewolbe erfunden Damit wurde die Basilika das erste gotische Gebaude der Welt Die Kirche hat seit 1966 den Status einer Kathedrale Das Disneyland Resort Paris in der Planstadt Marne la Vallee etwa 30 Kilometer ostlich von Paris ist ein 19 43 Quadratkilometer grosser Freizeitkomplex mit zwei Themenparks dem Disneyland Park und dem Walt Disney Studios Park einem Golfplatz Vergnugungs und Einkaufszonen zehn Hotels und einem Stellplatz fur Wohnmobile Wirtschaft und InfrastrukturLaut einer Studie aus dem Jahr 2014 erwirtschafte der Grossraum Paris ein Bruttoinlandsprodukt von 715 Milliarden US Dollar KKB In der Rangliste der wirtschaftsstarksten Metropolregionen weltweit belegte er damit den 6 Platz 34 In einer Rangliste der Stadte nach ihrer Lebensqualitat belegte Paris im Jahre 2018 den 39 Platz unter 231 untersuchten Stadten weltweit 35 Wirtschaft Blick vom Triumphbogen auf La Defense Paris ist das bedeutendste Wirtschaftszentrum Frankreichs In der Metropolregion Paris hat sich etwa ein Viertel der Produktionsbetriebe des Landes niedergelassen Durch den riesigen Absatzmarkt den die Stadt bietet ubt sie von jeher grosse Anziehungskraft auf Hersteller von Konsumgutern aus Paris ist bekannt fur die Produktion von Luxusgutern Haute Couture und Schmuck Zu den wichtigsten Erzeugnissen der Stadt zahlen chemische Produkte Elektrogerate Kraftfahrzeuge und Maschinen Blick von der Austerlitz Brucke auf Paris Fast alle grossen Dienstleistungsunternehmen Frankreichs insbesondere Banken und weitere Unternehmen des Finanzwesens haben ihren Sitz in Paris Seit den 1990er Jahren werden vermehrt Anstrengungen unternommen multinationale Konzerne anzusiedeln Die Stadt ist heute eine der wichtigsten Handelsmetropolen in Europa Ein nicht zu unterschatzender Vorteil ist die Lage der Stadt inmitten einer der fruchtbarsten Agrarlandschaften in Europa Die Landwirtschaft war deshalb schon in den fruheren Jahrhunderten die bedeutendste Wirtschaftsgrundlage der Region und sicherte die Nahrungsmittelversorgung der Bevolkerung in der Stadt Heute hat Paris den bedeutendsten Grossmarkt der Welt fur Lebensmittel den Grossmarkt Rungis Die Hauptstadtregion hat dank der starken Konzentration nationaler und internationaler Unternehmen einen Anteil von etwa einem Drittel am Bruttoinlandsprodukt BIP des Landes Sie gehort zu den wohlhabendsten Regionen Europas Ein Problem ist die Arbeitslosigkeit die in etwa dem nationalen Durchschnitt entspricht Seit Anfang der 1990er Jahre verlor Paris rund eine viertel Million Arbeitsplatze Ein Grund ist der Abbau von Arbeitsplatzen in der Industrie und die Verlagerung wirtschaftlicher Aktivitaten in benachbarte Gemeinden wie das Geschaftszentrum La Defense Hauptsitz der Tageszeitung Le Figaro Die meisten franzosischen Fernseh und Radiosender sowie die grossten Medienkonzerne des Landes Vivendi Groupe Lagardere TF1 haben ihren Sitz in Paris Die Stadt ist Erscheinungsort international bedeutender Tageszeitungen Le Figaro Le Monde Liberation und bedeutendstes internationales Zentrum des Verlagswesens Der Tourismus spielt eine besondere Rolle Die Region Paris ist mit 42 Millionen Besuchern im Jahr das zahlenmassig bedeutendste Ziel weltweit 36 davon besuchen 35 Millionen die Stadt Paris 37 Luxushotels berechneten 2011 durchschnittlich etwa den dreifachen Preis der in Berlin gezahlt wird 38 Auslandische Touristen brachten 2016 Einnahmen in Hohe von 12 9 Milliarden US Dollar 39 In einer Rangliste der wichtigsten Finanzzentren weltweit belegte Paris im Jahr 2018 den 24 Platz 40 Verkehr Fernverkehr Strassenverkehr auf dem Boulevard du Montparnasse Paris ist uber ein Netz von Autobahnen und Schnellstrassen mit dem ganzen Land verbunden Eine bedeutende Rolle spielt dabei der Boulevard peripherique Le Periph Diese achtspurige Stadtautobahn leitet den Verkehr rund um Paris und in die Stadt hinein Fast alle wichtigen franzosischen Autobahnen fuhren auf Paris zu und munden aus allen Richtungen in den Boulevard peripherique Die A 1 aus Lille die A 4 aus Reims die A 5 aus Dijon die A 6 aus Lyon die A 77 aus Nevers die A 10 aus Orleans die A 13 aus Rouen und die A 16 aus Amiens Paris besitzt den zweitgrossten Binnenhafen in Europa und ist Knotenpunkt des Eisenbahn und Strassenverkehrsnetzes in Frankreich Am Stadtrand befinden sich vier internationale Flughafen 69 5 Millionen Passagiere sind im Jahre 2017 auf dem Roissy Charles de Gaulle abgefertigt worden dies war die zweithochste Zahl aller Flughafen in Europa Mit 32 0 Millionen Passagieren nimmt Orly den dreizehnten Platz ein Der dritte Flughafen Paris Beauvais befindet sich ausserhalb des eigentlichen Grossraums und wird uberwiegend von Billigfluggesellschaften angeflogen Der vierte Flughafen Paris Le Bourget wird nur fur den Geschaftsflugverkehr genutzt Er ist der grosste seiner Art in Europa Insgesamt fertigten die vier Pariser Flughafen im Jahr 2017 etwa 106 Millionen Passagiere ab Damit zahlt Paris neben London und New York zu den grossen Luftdrehkreuzen weltweit Daruber hinaus befindet sich in einiger Entfernung zu Paris der Flughafen Paris Vatry der hauptsachlich von Billigfluggesellschaften angeflogen wird Der internationale Flughafen Paris Charles de Gaulle Die bedeutenden Eisenbahnstrecken in Frankreich beginnen in Paris In Richtung Lille im Norden Rennes und Bordeaux im Westen Lyon und Marseille im Suden sowie Strassburg im Osten gibt es Hochgeschwindigkeitsstrecken die vom TGV bedient werden Ausserdem gelten die Strecken des Eurostar nach London und des Thalys nach Koln und Amsterdam uber Brussel als bedeutende europaische Verbindungen ICE und TGV verkehren seit 2007 uber Saarbrucken nach Frankfurt am Main sowie nach Stuttgart und Munchen Die wichtigsten Personenbahnhofe sind Gare d Austerlitz Gare de l Est Gare de Lyon Gare Montparnasse Gare du Nord und Gare Saint Lazare Dem Eisenbahnguterverkehr dienen unter anderem die Rangierbahnhofe Le Bourget im gleichnamigen politisch selbstandigen Vorort und Vaires die durch die Grosse Ringbahn Grande Ceinture mit den von beziehungsweise nach Paris fuhrenden Eisenbahnstrecken verbunden sind Die Stadt wird von den Pariser Kanalen durchzogen Nahverkehr Hauptartikel Offentlicher Nahverkehr in Paris Eingang zur Pariser Metro Der Verkehr in Paris wird uberwiegend uber die U Bahn abgewickelt Die Metro Paris ist nach London 1863 Glasgow und Budapest beide 1896 die viertalteste U Bahn Europas Die erste Metrolinie wurde am 19 Juli 1900 eroffnet Das Pariser U Bahn Netz besteht aus 16 Linien 14 vollwertige und zwei Erganzungslinien und ist mit 219 9 Kilometern Gesamtlange eines der grossten Netze der Welt Die Metro wird taglich von rund 5 Millionen Menschen genutzt Erganzend zum Metro Netz gibt es das Reseau Express Regional RER dessen Zuge Paris mit den Vororten Banlieues verbinden Zum RER Netz gehoren die Linien A bis E die auf den zentralen Streckenabschnitten Zugfolgen von bis zu zwei Minuten erreichen Das jetzige RER hat seine Ursprunge in den von der staatlichen franzosischen Eisenbahngesellschaft SNCF oder ihren Vorgangern stillgelegten Vorortbahnen von denen eine Linie der heutige sudliche Abschnitt des RER B schon 1937 von der Pariser Metro ubernommen wurde Von 1862 an bestand auch ein Personenverkehrsangebot auf einer Ringbahn entlang der Thiersschen Stadtbefestigung dem Chemin de Fer de Petite Ceinture deutsch kleine Gurtelbahn die auch fur den Guterverkehr genutzt wurde Der Personenverkehr auf der Petite centure wurde 1934 zugunsten von Omnibuslinien eingestellt Der weitere Grossraum Paris wird von dem Nahverkehrssystem Transilien bedient Dieses unterscheidet sich von den RER Zugen unter anderem darin dass die Transilien Linien nicht die Stadt unterqueren sondern in den grossen Zentralbahnhofen enden Das gesamte Nahverkehrsnetz erschliesst sich dem Touristen durch das Ticket Paris Visite oder die gunstigeren Tageskarten Mobilis Am 21 November 1853 fuhren in Paris die ersten Pferdestrassenbahnen es waren die ersten in Europa Mit der Elektrifizierung des Strassenbahnnetzes begann man am 6 November 1881 Der Betrieb wurde am 14 August 1938 eingestellt Nach 54 Jahren Unterbrechung verkehrt seit dem 6 Juli 1992 wieder eine Strassenbahn durch die Vororte seit dem 16 Dezember 2006 verkehrt mit der neu gebauten Linie T3 die Strassenbahn auch wieder in Paris selbst In den letzten Jahren wurden mehrere Neubaustrecken eroffnet und bestehende Strecken erweitert Heute Dezember 2014 befahren die insgesamt neun Linien ein 105 Kilometer langes Streckennetz mit 183 Stationen Die neue Linie T3 fuhrt entlang der Boulevards des Marechaux in zwei Abschnitten von der Seine Brucke Pont du Garigliano im Sudwesten bis zur Porte de Vincennes im Osten von Paris und von dort zur Porte de la Chapelle im Norden der Stadt Die seit der Verlangerung im Dezember 2012 gut 22 Kilometer lange Strecke ist uberwiegend als Rasengleis ausgefuhrt und fur 270 000 Fahrgaste pro Tag ausgelegt Zugleich mit dem Streckenbau wurden die Strassen entlang der Strecke architektonisch neu gestaltet eine Auflage der Pariser Behorden Dazu gehoren auch zahlreiche neu gepflanzte Baume Freiluftkunstwerke und neu gestaltete Fahrrad und Fusswege Paris ist auch von einem dichten Netz aus Buslinien durchzogen Die Busse mit den dreistelligen Nummern fahren in die Vororte die Busse mit zweistelligen Nummern verkehren nur innerhalb der Stadt Die meisten Omnibusse fahren zwischen 6 30 Uhr und 20 30 Uhr die wichtigsten Linien langer bis etwa 1 Uhr nachts Die Nachtbusse Noctilien verkehren taglich die ganze Nacht Fahrradvermietsystem Velib Metropole in Paris Seit Sommer 2007 gibt es zudem ein flachendeckendes Netz von Fahrradmietstationen mit Velib Metropole Das System umfasst uber 20 000 Fahrrader an 1202 Stationen in Paris und einigen Gemeinden im Umland der franzosischen Hauptstadt und gilt als das grosste seiner Art weltweit 41 Mit der Einfuhrung von Velib spielt Radverkehr erstmals eine signifikante Rolle im Pariser Stadtverkehr Trolleybusse fuhren zum ersten Mal wahrend der Weltausstellung in Paris zwischen dem 15 April 1900 und dem 12 November 1900 ein weiteres Mal zwischen 1912 und 1914 sowie nach einer Unterbrechung durch den Ersten Weltkrieg vom 7 April 1925 bis 8 Juli 1935 Nach einer siebeneinhalbjahrigen Pause wurde der Betrieb noch wahrend des Zweiten Weltkrieges am 18 Januar 1943 wieder aufgenommen und am 1 April 1966 endgultig eingestellt Luftqualitat Fahrradfahrer auf der Rue du Temple am 27 September 2015 einem autofreien Tag Paris kampft mit hoher Luftverschmutzung die neben der Industrie und Haushalten vom Verkehr stammt Die durchschnittliche Konzentration an Feinstaub PM10 betragt 38 Mikrogramm pro Kubikmeter 42 Der Grenzwert von 80 Mikrogramm pro Kubikmeter wurde 2015 in manchen Stadtteilen haufig uberschritten 43 Die Stadtverwaltung erliess mehrere Massnahmen darunter sowohl zeitlich beschrankte als auch dauerhafte um die Luftverschmutzung zu verringern und den Kraftverkehr zu reduzieren Bereits im Jahr 2013 wurde die sudliche Seineuferstrasse im Bereich der Innenstadt fur den Autoverkehr gesperrt und in eine Fussgangerzone umgewandelt im September 2016 folgte die nordlichen Uferstrasse 44 Im Oktober 2015 ordnete Hidalgo einen autofreien Tag fur einen kleinen Teil der Innenstadt an 45 Seit Mai 2016 werden die Champs Elysees am jeweils ersten Sonntag des Monats fur den Kraftverkehr gesperrt 46 2016 wurden am Wochenende nach dem weltweiten autofreien Tag dem 22 September uber 640 Kilometer fur motorisierten Verkehr gesperrt 47 Anfang Dezember 2016 bewegten wochenlange hohe PM10 Werte uber 80 Mikrogramm pro Kubikmeter die zu Einschrankungen in der Nutzung von privaten Personenkraftwagen in Paris und den Nachbargemeinden fuhrten uber mehrere Tage wurde u a wechselweise das Fahren von Autos mit geraden bzw ungeraden Kennzeichenzahlen verboten und die kostenfreie Nutzung offentlicher Verkehrsmittel eingefuhrt 48 Seit Sonntag 15 Januar 2017 wurde eine Umweltzone in der Innenstadt die Zone a circulation restreinte eingerichtet die auch fur Fahrzeuge aus dem Ausland gilt Ausgenommen ist die Stadtautobahn Boulevard peripherique Die erforderliche Plakette ist nach Schadstoffklassen gestaffelt und erlaubt differenziertere Fahrverbote je nach Belastung 49 Burgermeisterin Anne Hidalgo beabsichtigt die Zahl der Personenkraftwagen langfristig zu halbieren 50 und damit vor allem die Luftqualitat bezuglich Stickstoffdioxid und der Feinstaubwerte zu verbessern 51 Wissenschaft und Bildung Eingang zur juristischen Fakultat der Sorbonne im Quartier Latin Die Gegensatze zwischen Paris und dem Rest des Landes werden besonders im Bereich Bildung deutlich da die angesehensten Bildungsstatten Frankreichs sich in Paris befinden Hauptsitz der Elite Hochschule Ecole des hautes etudes en sciences sociales EHESS im Quartier Saint Germain des Pres Die besten Grandes ecoles Frankreichs haben ihren Sitz in Paris darunter die Ecole polytechnique eroffnet 1794 Ecole des hautes etudes commerciales de Paris HEC Sciences Po Paris die Ecole normale superieure ENS sowie die Ecole des hautes etudes en sciences sociales EHESS Die Eliteverwaltungsschule Ecole nationale d administration ENA ist jedoch nach Strassburg ausgelagert worden Edith Cresson setzte als Premierministerin 1992 gegen erhebliche Widerstande die Verlegung durch Uber zehn Jahre hinweg lief der Betrieb der ENA zugleich in Paris und in Strassburg ab bevor 2005 der Umzug der gesamten Schule dorthin abgeschlossen wurde das ehemalige ENA Gebaude in Paris wird nun von Sciences Po Paris genutzt Weitere hohere Bildungseinrichtungen sind das im Jahre 1530 eroffnete College de France das Institut catholique 1875 und die Ecole du Louvre 1882 Die 1257 gegrundete Sorbonne ist die alteste Universitat in Frankreich Die Grundung als Theologenschule wird auf Robert von Sorbon 1201 1274 den Hofkaplan Ludwigs des Heiligen zuruckgefuhrt die Bestatigungsbulle Clemens IV datiert von 1268 Ursprunglich ein Alumnat fur arme Studenten der Theologie gelangte die Sorbonne welchen Namen die Anstalt erst seit dem 14 Jahrhundert erhielt durch beruhmte Lehrer welche an ihr wirkten sowie durch reiche Ausstattung gegenuber anderen ahnlichen Kollegien zu immer grosserem Ansehen Im Jahre 1968 wurde die Universitat von Paris durch eine umfassende Reform in 13 unabhangige Teile aufgegliedert Funf von ihnen liegen ausserhalb der Stadt Siehe Liste der Universitaten in Frankreich Das Ingenieurshaus der Universitat Paris Saclay Die Academie francaise ist eine der altesten Institutionen Frankreichs im Bereich des geistigen Lebens und zugleich die prestigereichste Sie residiert seit 1801 im College des Quatre Nations gegenuber dem Louvre dort hat auch der auf Lebenszeit gewahlte und wohlbeamtete Secretaire perpetuel seine Dienstwohnung Die Academie francaise ist hervorgegangen aus einem Pariser Literatenzirkel der sich seit 1629 bei dem heute praktisch unbekannten Autor Valentin Conrart traf und 1634 durch den regierenden Minister Kardinal de Richelieu auf 34 Mitglieder aufgestockt und am 2 Januar 1635 durch Ludwig XIII zu einer staatlichen Institution erhoben wurde Die von Richelieu vorgesehenen Statuten und Regelungen wurden 1637 vom Obersten Pariser Gerichtshof dem Parlement registriert und damit rechtskraftig Seit dem Jahre 1803 gehort die Akademie dem Institut de France an Bibliotheken in Paris Bibliotheken in Paris Von den zahlreichen Bibliotheken in Paris ist die Franzosische Nationalbibliothek Bibliotheque nationale de France die grosste Sie wurde 1368 von Konig Karl V auf Basis seiner personlichen Bibliothek im Louvre gegrundet und umfasste zu Beginn 911 Manuskripte Damals war es allerdings ublich die Dokumente des Konigs nach seinem Tod zu vernichten so dass die eigentliche Bibliothekssammlung erst mit Konig Ludwig XI aufgebaut wurde der mit diesem Brauch brach Am 14 Juli 1988 kundigte der franzosische Staatsprasident Francois Mitterrand den Neubau des Bibliotheksgebaudes an der im Dezember 1990 begann Die neue Bibliothek wurde nach Planen des Architekten Dominique Perrault entworfen und am 20 Dezember 1996 der Offentlichkeit ubergeben Die moderne Bibliothek enthalt alle Publikationen die in Frankreich verlegt werden und umfasst mehr als zehn Millionen Bande PersonlichkeitenEhrenburger Nach der Ernennung des Malers Grafikers und Bildhauers Pablo Picasso zum Ehrenburger der Stadt Paris im Jahr 1971 wurden bis zum Jahr 2003 keine derartigen Ehrungen mehr vorgenommen Seither wurden zu Ehrenburgern ernannt der US amerikanische Journalist und schwarze Politaktivist Mumia Abu Jamal 2003 die franzosisch kolumbianische Kampferin gegen Korruption und kolumbianische Prasidentschaftskandidatin Ingrid Betancourt 2003 die birmanische Politikerin und Friedensnobelpreistragerin Aung San Suu Kyi 2004 die nigerianische Rechtsanwaltin und Burgerrechtlerin Hauwa Ibrahim 2006 Daruber hinaus ernannte der Stadtrat im Jahr 2008 den chinesischen Burgerrechtler Hu Jia den Dalai Lama die bangladeschische Frauenrechtlerin Taslima Nasrin und Gilad Shalit zu Ehrenburgern im Jahr 2010 die iranische Menschenrechtsaktivistin Schirin Ebadi im Jahr 2011 den iranischen Filmregisseur Jafar Panahi und den brasilianischen Umweltschutzaktivisten Raoni Metuktire 52 Sohne und Tochter der Stadt In Paris geborene Personlichkeiten Paris war Geburtsort zahlreicher bekannter Personlichkeiten Dazu gehoren unter anderen der franzosische Premierminister und Staatsprasident Jacques Chirac der franzosische Staatsprasident Nicolas Sarkozy der Komponist Georges Bizet die Schriftstellerin Philosophin und Feministin Simone de Beauvoir die Filmregisseure Claude Chabrol Roman Polanski und Francois Truffaut der Padagoge Historiker und Sportfunktionar Pierre de Coubertin der Chansonnier Komponist und Schriftsteller Serge Gainsbourg der Prafekt und Stadtplaner Georges Eugene Haussmann die Chemikerin und Nobelpreistragerin Irene Joliot Curie die Malerin Adelaide Labille Guiard der Maler Edouard Manet die Schauspielerin Sophie Marceau der Maler Claude Monet die Chansonsangerin Edith Piaf die Schriftstellerin George Sand sowie die Sangerin und Schauspielerin Caterina Valente Personlichkeiten die vor Ort gewirkt haben Bekannte Einwohner von Paris Zu den Personlichkeiten die in Paris gewirkt haben gehoren unter anderem die US amerikanisch franzosische Tanzerin Sangerin und Schauspielerin Josephine Baker der Schriftsteller Honore de Balzac der polnische Komponist Frederic Chopin die Schauspielerin Marlene Dietrich der Metallbauingenieur Gustave Eiffel der deutsche Schriftsteller Heinrich Heine der US amerikanische Sanger und Lyriker Jim Morrison von der Rockgruppe The Doors der deutschstammige franzosische Komponist Jacques Offenbach und die irisch englischen Literaten Oscar Wilde und James Joyce Seit den 1950ern war Paris ein Anziehungspunkt fur afroamerikanische Jazzmusiker die sich dort wesentlich freier bewegen konnten als in den damals noch von der Rassensegregation beherrschten Vereinigten Staaten Sidney Bechet zog es nach Frankreich weil es naher an Afrika liegt Bei den Jazzfestivals 1948 in Nizza und Paris triumphierte der junge Miles Davis der an der Seine Juliette Greco kennen und lieben lernte Paris beflugelte nicht nur ihn sondern auch Bud Powell Idrees Sulieman oder Benny Waters Regisseure wie Louis Malle Fahrstuhl zum Schafott und Roger Vadim experimentierten in den 1950ern mit spontan zur Leinwand improvisierten Jazz Soundtracks Ende der 1960er emigrierten Musiker wie Anthony Braxton das Art Ensemble of Chicago oder Frank Wright an die Seine wo heute Stand 2007 noch David Murray mit Valerie Malot lebt Siehe auch Portal Paris Ubersicht zu Wikipedia Inhalten zum Thema Paris Portal Frankreich Ubersicht zu Wikipedia Inhalten zum Thema Frankreich Liste der Brandkatastrophen in der Ile de France Liste der Hochhauser in der Ile de FranceLiteraturHanno Ballhausen Chronik der Metropolen Paris Wissen Media Gutersloh 2004 ISBN 3 577 14599 4 Jean Pierre A Bernard Les deux Paris les representations de Paris dans la seconde moitie du XIXe siecle Champ Vallon Seyssel 2001 ISBN 2 87673 314 5 Jean Firges Die Stadt Paris Geschichte ihrer Entwicklung und Urbanisation Sonnenberg Annweiler 2002 ISBN 3 933264 00 6 Kulturgeschichtliche Reihe Bd 3 Leonhard Fuest Die schwarzen Fahnen von Paris Die Stadt der Liebe im Licht der Melancholie Corso Hamburg 2010 ISBN 978 3 86260 003 8 Ursula von Kardorff Adieu Paris Streifzuge durch die Stadt der Boheme Kindler Verlag Munchen 1974 ISBN 3 463 00590 5 Herbert R Lottman Der Fall von Paris 1940 Piper Munchen 1994 ISBN 3 492 03531 0 Giovanna Magi Rita Bianucci Hubert Bressonneau Kunst und Geschichte von Paris und Versailles Besichtigung aller bedeutenden Monumente und Museen Konrad Theiss Verlag Stuttgart 2002 ISBN 3 8062 1697 5 Gerhard Salter Polizei und soziale Ordnung in Paris Verlag Vittorio Klostermann Frankfurt 2004 ISBN 3 465 03298 5 Klaus Schule Paris Die politische Geschichte seit der Franzosischen Revolution Gunter Narr Narr Francke Attempto Tubingen 2005 ISBN 3 8233 6183 X Fritz Stahl Paris Eine Stadt als Kunstwerk Rudolf Mosse Buchverlag Berlin 1928 DNB 576502065 Georg Stefan Troller Mein Paris Uberarb Ausgabe Fischer Frankfurt 1973 ISBN 3 436 01723 X Georg Stefan Troller Dichter und Bohemiens Literarische Streifzuge durch Paris Artemis amp Winkler Dusseldorf 2003 ISBN 3 538 07149 7 Richard Wunderer Paris Sittengeschichte einer Weltstadt Weltspiegel Stuttgart 1967 DNB 458705624 Pariser Zentrum bei NachtWeblinksWeitere Inhalte in den Schwesterprojekten der Wikipedia Commons Medieninhalte Kategorie Wiktionary Worterbucheintrage Wikinews Nachrichten Wikiquote Zitate Wikisource Quellen und Volltexte Wikivoyage ReisefuhrerWebprasenz der Stadt Paris mehrsprachig Webprasenz des Fremdenverkehrsburos von Paris mehrsprachig Linkkatalog zum Thema Paris bei curlie org ehemals DMOZ Einzelnachweise INSEE Tableaux de l economie francaise 2018 Abgerufen am 10 August 2018 franzosisch INSEE Les 60 premieres aires urbaines en 2013 Abgerufen am 21 Marz 2016 franzosisch INSEE POP1B Population par sexe et age Aire urbaine de Paris 001 Abgerufen am 22 November 2015 franzosisch INSEE Villes de France Abgerufen am 4 Juni 2015 franzosisch Dossier complet Unite urbaine de Paris 00851 INSEE 25 September 2018 abgerufen am 8 Oktober 2018 franzosisch ForgSight com Meistbesuchte Stadte der Welt London auf Platz eins Angaben nach MasterCard Global Destination Cities Index Artikel vom 15 Juni 2015 abgerufen am 13 August 2015 42 6 C a Paris record absolu de chaleur battu Meteo France 25 Juli 2019 abgerufen am 26 Juli 2019 franzosisch Regroupement des 4 premiers arrondissements le secteur Paris Centre sera cree le 11 juillet Ville de Paris 12 Juni 2020 Caesar Bell Gall VI 3 1 concilium Luteciam Parisiorum transfert Paris au Veme siecle bei sainte genevieve net abgerufen am 28 Mai 2018 Katja Iken Paris 1918 Wie die Franzosen deutsche Bomber austricksen wollten In Spiegel Online 16 Oktober 2018 abgerufen am 13 Mai 2020 Chiffres detailles Series historiques de population 1876 a 2017 XLS 9 98 MB Insee Institut national de la statistique et des etudes economiques 30 Dezember 2019 abgerufen am 30 Dezember 2019 franzosisch www dhm de Homepage Deutsches Historisches Museum Foto des Befehls dhm de Explosive Marianne In Der Spiegel 12 Mai 1961 spiegel de abgerufen am 10 Juni 2013 Jacques Fauvet Une double polarisation In Le Monde 19 Oktober 1961 lemonde fr Jean Luc Einaudi La Bataille de Paris 17 octobre 1961 Seuil Paris 2001 ISBN 978 2 02 051061 5 Jean Paul Brunet Charonne lumieres sur une tragedie Flammarion Paris 2003 ISBN 978 2 08 068341 0 Was wir uber die Anschlage in Paris wissen In tagesschau de Abgerufen am 14 November 2015 Unterhaltsame Wappenkunde Heinz Machatscheck Verlag Neues Leben Berlin 1981 Halay Thierry Paris et ses quartiers L Harmattan 1998 ISBN 2 7384 6691 5 S 8 Henri Tausin Les Devises des villes de France Leur origine leur historique avec les descriptions des armoiries Editions Honore Champion Paris 1914 S 128 130 franzosisch archive org Quelle est l origine du blason de Paris In pariszigzag fr Abgerufen am 13 Mai 2020 franzosisch Gesche Wupper In Paris steigen Immobilienpreise auf Rekordniveau In welt de 29 Juli 2011 abgerufen am 10 Dezember 2014 Wohnraum in Paris kostet erstmals mehr als 10 000 Euro pro Quadratmeter Der Standard 5 September 2019 abgerufen am 11 Juli 2021 Les descendants d immigres vivant en Ile de France IAU Idf Note rapide Societe no 531 www eglises org Voici la liste des eglises evangeliques a Paris Liste der rumanisch orthodoxen Gemeinden in Frankreich a b LOI n 2017 257 du 28 fevrier 2017 relative au statut de Paris et a l amenagement metropolitain Legifrance 28 Februar 2017 abgerufen am 6 Januar 2020 franzosisch Les pactes d amitie et de cooperation PDF 59 KB Stadt Paris Delegation generale aux Relations Internationales Les pactes d amitie et de cooperation September 2015 abgerufen am 10 Juli 2019 franzosisch Marc Zitzmann Paris darbt NZZ 23 September 2016 Rauchverbot in 52 Parks In schweizerbauer ch 31 Mai 2019 abgerufen am 1 Juni 2019 Alan Berube Jesus Leal Trujillo Tao Ran and Joseph Parilla Global Metro Monitor In Brookings 22 Januar 2015 brookings edu abgerufen am 19 Juli 2018 Mercer s 2018 Quality of Living Rankings Abgerufen am 30 Juli 2018 englisch Zahlen auf paris iledefrance cci fr PDF frz 1 2 Vorlage Toter Link www paris iledefrance cci fr Seite nicht mehr abrufbar Suche in Webarchiven Info Der Link wurde automatisch als defekt markiert Bitte prufe den Link gemass Anleitung und entferne dann diesen Hinweis abgerufen am 24 August 2012 Zahlen des Tourismusamtes frz engl abgerufen am 24 August 2012 Vergleich auf der Seite der Deutschen Hotel und Gaststattenzeitung ahgz de vom 10 April 2012 abgerufen am 24 August 2012 Global Destination Cities Index 2016 Nicht mehr online verfugbar Mastercard archiviert vom Original am 24 September 2016 abgerufen am 11 Juli 2018 The Global Financial Centres Index 23 Nicht mehr online verfugbar Archiviert vom Original am 27 Marz 2018 abgerufen am 13 Juli 2018 Velib peine a trouver un second souffle in Le Figaro 25 Marz 2010 AFP Eiffel Tower shrouded in smog as Paris pollution spikes In theguardian com 18 Marz 2015 abgerufen am 26 April 2016 englisch Pollution de l air en 2015 un bilan mitige en Ile de France PDF 197 kB Abgerufen am 26 Juli 2018 franzosisch Kim Willsher Paris mayor heralds reconquest of Seine as riverbank traffic banned In theguardian com 26 September 2016 abgerufen am 2 Oktober 2016 englisch Kim Willsher Paris s first attempt at car free day brings big drop in air and noise pollution In theguardian com 3 Oktober 2015 abgerufen am 26 April 2016 englisch AFP Champs Elysees bans cars once a month to cut Paris smog In theguardian com 26 April 2016 abgerufen am 26 April 2016 englisch Nick van Mead Paris is banning traffic from half the city Why can t London have a car free day In theguardian com 22 September 2016 abgerufen am 2 Oktober 2016 englisch Le Figaro La circulation alternee reconduite samedi a Paris et en proche banlieue 16 Dezember 2016 abgerufen am 17 Dezember 2016 franzosisch Kim Willsher Paris vehicle pollution sticker scheme comes into force In theguardian com 16 Januar 2017 abgerufen am 14 Juni 2017 englisch Kim Willsher Paris mayor unveils plan to restrict traffic and pedestrianise city centre In theguardian com 8 Januar 2017 abgerufen am 14 Juni 2017 englisch Le Monde Crit Air mode d emploi des vignettes antipollution obligatoires a Paris 16 Januar 2017 abgerufen am 16 Dezember 2017 franzosisch Stadt Paris La defense des libertes aufgerufen am 17 Oktober 2012 Hauptstadte der Mitgliedstaaten der Europaischen Union Brussel Belgien Sofia Bulgarien Kopenhagen Danemark Berlin Deutschland Tallinn Estland Helsinki Finnland Paris Frankreich Athen Griechenland Dublin Irland Rom Italien Zagreb Kroatien Riga Lettland Vilnius Litauen Luxemburg Luxemburg Valletta Malta Amsterdam Niederlande Wien Osterreich Warschau Polen Lissabon Portugal Bukarest Rumanien Stockholm Schweden Bratislava Slowakei Ljubljana Slowenien Madrid Spanien Prag Tschechien Budapest Ungarn Nikosia Zypern Siehe auch Mitgliedstaaten der Europaischen UnionFranzosische Departements 01 Ain 02 Aisne 03 Allier 04 Alpes de Haute Provence 05 Hautes Alpes 06 Alpes Maritimes 07 Ardeche 08 Ardennes 09 Ariege 10 Aube 11 Aude 12 Aveyron 13 Bouches du Rhone 14 Calvados 15 Cantal 16 Charente 17 Charente Maritime 18 Cher 19 Correze 21 Cote d Or 22 Cotes d Armor 23 Creuse 24 Dordogne 25 Doubs 26 Drome 27 Eure 28 Eure et Loir 29 Finistere 30 Gard 31 Haute Garonne 32 Gers 33 Gironde 34 Herault 35 Ille et Vilaine 36 Indre 37 Indre et Loire 38 Isere 39 Jura 40 Landes 41 Loir et Cher 42 Loire 43 Haute Loire 44 Loire Atlantique 45 Loiret 46 Lot 47 Lot et Garonne 48 Lozere 49 Maine et Loire 50 Manche 51 Marne 52 Haute Marne 53 Mayenne 54 Meurthe et Moselle 55 Meuse 56 Morbihan 57 Moselle 58 Nievre 59 Nord 60 Oise 61 Orne 62 Pas de Calais 63 Puy de Dome 64 Pyrenees Atlantiques 65 Hautes Pyrenees 66 Pyrenees Orientales 67 Bas Rhin 68 Haut Rhin 69D Rhone 69M Metropole de Lyon ab 2015 70 Haute Saone 71 Saone et Loire 72 Sarthe 73 Savoie 74 Haute Savoie 75 Paris ab 1968 76 Seine Maritime 77 Seine et Marne 78 Yvelines ab 1968 79 Deux Sevres 80 Somme 81 Tarn 82 Tarn et Garonne 83 Var 84 Vaucluse 85 Vendee 86 Vienne 87 Haute Vienne 88 Vosges 89 Yonne 90 Territoire de Belfort 91 Essonne ab 1968 92 Hauts de Seine ab 1968 93 Seine Saint Denis ab 1968 94 Val de Marne ab 1968 95 Val d Oise ab 1968 Departements in Ubersee DOM 971 Guadeloupe 972 Martinique 973 Franzosisch Guayana 974 Reunion 976 Mayotte Nach 1962 aufgeloste Departements 20 Corse bis 1975 2A Corse du Sud 1976 2017 2B Haute Corse 1976 2017 75 Seine bis 1967 78 Seine et Oise bis 1967 Departements in der Region Ile de France 75 Paris 77 Seine et Marne 78 Yvelines 91 Essonne 92 Hauts de Seine 93 Seine Saint Denis 94 Val de Marne 95 Val d OiseKulturstadte und Kulturhauptstadte Europas Kulturstadte 1985 Athen 1986 Florenz 1987 Amsterdam 1988 West Berlin 1989 Paris 1990 Glasgow 1991 Dublin 1992 Madrid 1993 Antwerpen 1994 Lissabon 1995 Luxemburg 1996 Kopenhagen 1997 Thessaloniki 1998 Stockholm Kulturhauptstadte 1999 Weimar 2000 Avignon Bergen Bologna Brussel Helsinki Krakau Prag Reykjavik Santiago de Compostela 2001 Porto Rotterdam 2002 Brugge Salamanca 2003 Graz 2004 Genua Lille 2005 Cork 2006 Patras 2007 Hermannstadt Luxemburg und Grossregion 2008 Liverpool Stavanger 2009 Linz Vilnius 2010 Istanbul Pecs Ruhrgebiet 2011 Tallinn Turku 2012 Guimaraes Maribor 2013 Kosice Marseille 2014 Riga Umea 2015 Mons Pilsen 2016 Breslau Donostia San Sebastian 2017 Aarhus Paphos 2018 Leeuwarden Valletta 2019 Matera Plowdiw 2020 2021 Galway Rijeka 2021 2022 Novi Sad 2021 2023 Timișoara Eleusis 2022 Esch an der Alzette Kaunas 2023 Veszprem 2024 Bad Ischl Bodo Tartu 2025 Chemnitz Von der EU Kommission wegen Corona Pandemie vorgeschlagene Verlangerung Dieser Artikel wurde am 10 Marz 2006 in dieser Version in die Liste der lesenswerten Artikel aufgenommen Normdaten Geografikum GND 4044660 8 OGND AKS LCCN n79058874 NDL 00629026 VIAF 158822968Abgerufen von https de wikipedia org w index php title Paris amp oldid 214318038, wikipedia, wiki, deutsches

deutschland

buch, bücher, bibliothek

artikel

lesen, herunterladen

kostenlos

kostenloser herunterladen, MP3, Video, MP4, 3GP, JPG, JPEG, GIF, PNG, Bild, Musik, Lied, Film, Buch, Spiel, Spiele