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Oxapampa

Oxapampa ist eine peruanische Stadt und die Hauptstadt der Provinz Oxapampa. Die Stadt hat 12.826 Einwohner.

Oxapampa
-10.574213-75.4046491814Koordinaten:10° 34′ S,75° 24′ W
Oxapampa
Oxapampa auf der Karte von Peru
Basisdaten
Staat Peru
Region Pasco
Provinz Oxapampa
Stadtgründung 30. August 1891
Einwohner 11.395 (2017)
Detaildaten
Höhe 1814 m
Gewässer Río Huancabamba
Zeitzone UTC−5
Hauptplatz mit der Holzkirche Santa Rosa

Inhaltsverzeichnis

Oxapampa liegt auf 1800 m ü. NN in der Yunga-Höhenzone umgeben von üppigen Bergwäldern. Das Klima ist tagsüber heiß und feucht. Die Nächte sind relativ kühl.

Der Name Oxapampa stammt aus dem Quechua (Yaru-Quechua), setzt sich aus den Wörtern „Stroh“ bzw. „Gras“ (uqsha) und „Ebene“ (pampa) zusammen und kann übersetzt werden als „mit Gras bewachsene Ebene“.

Oxapampa wurde im 19. Jahrhundert von österreichischen und deutschen Siedlern aus Pozuzo im Siedlungsgebiet der indigenen Yanesha' gegründet. Im 20. Jahrhundert migrierten zudem zahlreiche Nachfahren von dalmatinischen Österreichern aus Cerro de Pasco in das zentralperuanische Dorf.

Erste Besiedlung

Die ersten Einwohner im heutigen Oxapampa waren native Stammesgruppen der Yanesha' (auch Amuesha). Im Westen grenzten sie an das Stammesgebiet der Campa und Asháninka; im Osten und Nordosten ans Gebiet der Cashibo. Diese ethnischen Gruppen lebten als Nomaden oder Halbnomaden. Mitte des 17. Jahrhunderts kamen erstmals franziskanische Mönche in die Gegend und begann mit ihrer missionarischen Tätigkeit. Sie errichteten Missionen in Chanchamayo (La Merced), Perené, Huancabamba, Gran Pajonal und Alto Ucayali.

Rebellion und Kolonisation

1742 begann Juan Santos Atahualpa verschiedene Stammesgruppen zwischen Jauja und Tarma zu vereinen und organisierte einen Aufstand gegen die spanische Kolonisation und einzelne Missionsstationen. Auch die Truppen des spanischen Vizekönigs konnten den Aufstand nicht niederschlagen. Während dreizehn Jahren verteidigte Atahualpa das zentrale Tiefland erfolgreich gegen Eindringlinge. Der legendäre Führer stammte nach unbestätigten Angaben von Nachfahren der Inkafamilien in Cusco ab, wurde von Jesuiten aufgezogen und beherrschte mehrere Sprachen. Er hatte sogar die Gelegenheit, mit einem seiner Jesuitenlehrer nach Spanien zu fahren. Nach seinem mysteriösen Tod zwischen 1755 und 1756 herrschten noch lange indianische Stämme über das Gebiet. Erst 1780 wagten es Missionare und Händler wieder ins Tiefland vorzudringen.

Österreichisch-deutsche Kolonisation

In der Zeit der Republik begann die Kolonisation von Pozuzo durch österreichische und deutsche Siedler. Unter der Führung des Barons Damian Schütz von Holzhausen wurde mit dem peruanischen Präsidenten Ramón Castilla ein Vertrag zur Kolonisation des zentralen Tieflandes unterzeichnet. Holzhausen verpflichtete sich, 10.000 Siedler nach Peru zu bringen.

1857 verließen 200 Tiroler und 100 Deutsche aus den preußischen Rheinlanden und von der Mosel unter der geistlichen Führung des Priesters Joseph Egg für immer ihr Heimatland. In einer mehrmonatigen Reise mit dem Schiff Norton erreichten die Kolonisten Peru. Nach der anstrengenden Reise mussten die Ankömmlinge aber noch die Anden überqueren und sahen sich mit der Tatsache konfrontiert, dass die peruanische Regierung den Weg vom Hochland nach Pozuzo nicht gebaut hatte. Trotz des schweren Anfangs kamen schließlich 1889 rund 170 Kolonisten in Pozuzo an und begannen das Gebiet dauerhaft zu besiedeln. Das enge Tal in Pozuzo war schwierig zu bewirtschaften, und das Klima war heiß und feucht. Eine Gruppe mehrheitlich deutscher Kolonisten suchte nach neuen Gebieten, die weniger heiß und einfacher zu bewirtschaften waren. Sie gelangten ins heutige Oxapampa und gründeten am 30. August 1891 die neue Kolonie. 1899 wurde ein Stadtentwicklungsplan erstellt, nach dem den Siedlern fortan die Siedlerstellen (Grundstücke) zugeteilt wurden.

Geschichte im 20. Jahrhundert

1943 wurde von La Merced her eine Straße gebaut und beendete die mehr als 50-jährige Isolation der Kolonisten. Die Straße eröffnete neue Möglichkeiten, vor allem für die Holzwirtschaft, und verwandelte das Gebiet in einen der größten Holzlieferanten in Peru. Der Holzboom war allerdings von kurzer Dauer, da die nutzbaren Wälder bald abgeholzt waren. Ab 1955 begannen im Teil Pichis und Palcazú Firmen mit der Ölförderung. Auch dieser Eingriff ist mit Umweltschäden und sozialen Unruhen der Yanesha und Ashaninca Stammesgruppen verbunden. In den 1980er Jahren stieg das Umweltbewusstsein; am 28. Juni 1986 wurde ein Gebiet von 122.000 ha zum Nationalpark erklärt. Neben dem Nationalpark Yanachaga Chemillén folgten weitere Schutzgebiete mit großer Biodiversität wie z. B. der Schutzwald San Matías – San Carlos. 2010 prämierte die UNESCO die Bemühungen und erklärte die Region zum Biosphärenreservat Oxapampa-Asháninka-Yánesha.

  • Die Kirche Santa Rosa befindet sich im Zentrum der Stadt. Sie wurde 1939/1940 nach Plänen des Franziskanerpaters Otto Müller erbaut.
  • Die Mission Quillazú (7 km nordwestlich von Oxapampa) ist eine der ältesten des Landes und wurde 1881 von Franziskanern gegründet.

in der Reihenfolge des Erscheinens

  • Dionisio Ortiz OFM: Oxapampa. Estudio de una provincia de la selva del Perú, 2 Bände. Editorial San Antonio, Lima 1967.
  • Guillermo Godbersen: Colonización alemana en la selva central del Perú. Servicios Generales Rene, Lima 2003.
  • Herbert Frey Bullón, Sara Salazar Rodas: Colonos alemanes fundadores de Oxapampa. Cimagraf, Lima 2007, ISBN 978-9972-33-467-2.
  1. Oxapampa: Ciudad Geocéntrica y Turística del Perú (Memento vom 22. April 2008 im Internet Archive), Beschreibung der Stadt auf der Website der Provinz Oxpampa.
  2. Siegfried Moll: "Peru wollte deutsche Einwanderer – Teil I" (Memento vom 19. Juli 2011 im Internet Archive), Traunsteiner Tagblatt 28/2007
  3. Siegfried Moll: "Peru wollte deutsche Einwanderer – Teil II" (Memento vom 19. Juli 2011 im Internet Archive), Traunsteiner Tagblatt 29/2007
  4. Dionisio Ortiz OFM: Monografía del Vicariato Apostólico de San Ramón. Talleres de Gráfica 30, Lima 1979, S. 46.
  5. Paloma Prevost Maco, Óscar Ruffner Cárdenas: Inventario Turístico del distrito de Oxapampa. Centro de Estudios y Promoción del Desarrollo, Lima 2003, S. 49.
  6. Pilar García Jordán, Jean-Claude Roux: La construcción de la Amazonía andina (siglos XIX–XX). Procesos de ocupación y transformación de la Amazonía peruana y ecuatoriana entre 1820 y 1960. Abya-Yala, Quito 1995, ISBN 9978-04-082-X, S. 45.

Oxapampa
oxapampa, peru, sprache, beobachten, bearbeiten, eine, peruanische, stadt, hauptstadt, provinz, stadt, einwohner, 574213, 404649, 1814, koordinaten, karte, perubasisdatenstaat, peruregion, pascoprovinz, stadtgründung, august, 1891, einwohner, 2017, detaildaten. Oxapampa Ort in Peru Sprache Beobachten Bearbeiten Oxapampa ist eine peruanische Stadt und die Hauptstadt der Provinz Oxapampa Die Stadt hat 12 826 Einwohner 1 Oxapampa 10 574213 75 404649 1814 Koordinaten 10 34 S 75 24 W Oxapampa Oxapampa auf der Karte von PeruBasisdatenStaat PeruRegion PascoProvinz OxapampaStadtgrundung 30 August 1891 1 Einwohner 11 395 2017 DetaildatenHohe 1814 mGewasser Rio HuancabambaZeitzone UTC 5Hauptplatz mit der Holzkirche Santa Rosa Inhaltsverzeichnis 1 Geografie 2 Etymologie 3 Geschichte 3 1 Erste Besiedlung 3 2 Rebellion und Kolonisation 3 3 Osterreichisch deutsche Kolonisation 3 4 Geschichte im 20 Jahrhundert 4 Sehenswurdigkeiten 5 Literatur 6 Weblinks 7 EinzelnachweiseGeografie BearbeitenOxapampa liegt auf 1800 m u NN in der Yunga Hohenzone umgeben von uppigen Bergwaldern Das Klima ist tagsuber heiss und feucht Die Nachte sind relativ kuhl Etymologie BearbeitenDer Name Oxapampa stammt aus dem Quechua Yaru Quechua setzt sich aus den Wortern Stroh bzw Gras uqsha und Ebene pampa zusammen und kann ubersetzt werden als mit Gras bewachsene Ebene 1 Geschichte BearbeitenOxapampa wurde im 19 Jahrhundert von osterreichischen und deutschen Siedlern aus Pozuzo im Siedlungsgebiet der indigenen Yanesha gegrundet 2 3 Im 20 Jahrhundert migrierten zudem zahlreiche Nachfahren von dalmatinischen Osterreichern aus Cerro de Pasco in das zentralperuanische Dorf Erste Besiedlung Bearbeiten Die ersten Einwohner im heutigen Oxapampa waren native Stammesgruppen der Yanesha auch Amuesha Im Westen grenzten sie an das Stammesgebiet der Campa und Ashaninka im Osten und Nordosten ans Gebiet der Cashibo Diese ethnischen Gruppen lebten als Nomaden oder Halbnomaden Mitte des 17 Jahrhunderts kamen erstmals franziskanische Monche in die Gegend und begann mit ihrer missionarischen Tatigkeit Sie errichteten Missionen in Chanchamayo La Merced Perene Huancabamba Gran Pajonal und Alto Ucayali Rebellion und Kolonisation Bearbeiten 1742 begann Juan Santos Atahualpa verschiedene Stammesgruppen zwischen Jauja und Tarma zu vereinen und organisierte einen Aufstand gegen die spanische Kolonisation und einzelne Missionsstationen Auch die Truppen des spanischen Vizekonigs konnten den Aufstand nicht niederschlagen Wahrend dreizehn Jahren verteidigte Atahualpa das zentrale Tiefland erfolgreich gegen Eindringlinge Der legendare Fuhrer stammte nach unbestatigten Angaben von Nachfahren der Inkafamilien in Cusco ab wurde von Jesuiten aufgezogen und beherrschte mehrere Sprachen Er hatte sogar die Gelegenheit mit einem seiner Jesuitenlehrer nach Spanien zu fahren Nach seinem mysteriosen Tod zwischen 1755 und 1756 herrschten noch lange indianische Stamme uber das Gebiet Erst 1780 wagten es Missionare und Handler wieder ins Tiefland vorzudringen Osterreichisch deutsche Kolonisation Bearbeiten In der Zeit der Republik begann die Kolonisation von Pozuzo durch osterreichische und deutsche Siedler Unter der Fuhrung des Barons Damian Schutz von Holzhausen wurde mit dem peruanischen Prasidenten Ramon Castilla ein Vertrag zur Kolonisation des zentralen Tieflandes unterzeichnet Holzhausen verpflichtete sich 10 000 Siedler nach Peru zu bringen 1857 verliessen 200 Tiroler und 100 Deutsche aus den preussischen Rheinlanden und von der Mosel unter der geistlichen Fuhrung des Priesters Joseph Egg fur immer ihr Heimatland In einer mehrmonatigen Reise mit dem Schiff Norton erreichten die Kolonisten Peru Nach der anstrengenden Reise mussten die Ankommlinge aber noch die Anden uberqueren und sahen sich mit der Tatsache konfrontiert dass die peruanische Regierung den Weg vom Hochland nach Pozuzo nicht gebaut hatte Trotz des schweren Anfangs kamen schliesslich 1889 rund 170 Kolonisten in Pozuzo an und begannen das Gebiet dauerhaft zu besiedeln Das enge Tal in Pozuzo war schwierig zu bewirtschaften und das Klima war heiss und feucht Eine Gruppe mehrheitlich deutscher Kolonisten suchte nach neuen Gebieten die weniger heiss und einfacher zu bewirtschaften waren Sie gelangten ins heutige Oxapampa und grundeten am 30 August 1891 die neue Kolonie 1899 wurde ein Stadtentwicklungsplan erstellt nach dem den Siedlern fortan die Siedlerstellen Grundstucke zugeteilt wurden 4 Geschichte im 20 Jahrhundert Bearbeiten 1943 wurde von La Merced her eine Strasse gebaut und beendete die mehr als 50 jahrige Isolation der Kolonisten Die Strasse eroffnete neue Moglichkeiten vor allem fur die Holzwirtschaft und verwandelte das Gebiet in einen der grossten Holzlieferanten in Peru Der Holzboom war allerdings von kurzer Dauer da die nutzbaren Walder bald abgeholzt waren Ab 1955 begannen im Teil Pichis und Palcazu Firmen mit der Olforderung Auch dieser Eingriff ist mit Umweltschaden und sozialen Unruhen der Yanesha und Ashaninca Stammesgruppen verbunden In den 1980er Jahren stieg das Umweltbewusstsein am 28 Juni 1986 wurde ein Gebiet von 122 000 ha zum Nationalpark erklart Neben dem Nationalpark Yanachaga Chemillen folgten weitere Schutzgebiete mit grosser Biodiversitat wie z B der Schutzwald San Matias San Carlos 2010 pramierte die UNESCO die Bemuhungen und erklarte die Region zum Biospharenreservat Oxapampa Ashaninka Yanesha Sehenswurdigkeiten BearbeitenDie Kirche Santa Rosa befindet sich im Zentrum der Stadt Sie wurde 1939 1940 nach Planen des Franziskanerpaters Otto Muller erbaut 5 Die Mission Quillazu 7 km nordwestlich von Oxapampa ist eine der altesten des Landes und wurde 1881 von Franziskanern gegrundet 6 Literatur Bearbeitenin der Reihenfolge des Erscheinens Dionisio Ortiz OFM Oxapampa Estudio de una provincia de la selva del Peru 2 Bande Editorial San Antonio Lima 1967 Guillermo Godbersen Colonizacion alemana en la selva central del Peru Servicios Generales Rene Lima 2003 Herbert Frey Bullon Sara Salazar Rodas Colonos alemanes fundadores de Oxapampa Cimagraf Lima 2007 ISBN 978 9972 33 467 2 Weblinks BearbeitenPortal fur Tourismus Handel und Bildung von Oxapampa spanisch Blog einer schweizerisch peruanischer Familie in Oxapampa deutsch Einzelnachweise Bearbeiten a b c Oxapampa Ciudad Geocentrica y Turistica del Peru Memento vom 22 April 2008 im Internet Archive Beschreibung der Stadt auf der Website der Provinz Oxpampa Siegfried Moll Peru wollte deutsche Einwanderer Teil I Memento vom 19 Juli 2011 im Internet Archive Traunsteiner Tagblatt 28 2007 Siegfried Moll Peru wollte deutsche Einwanderer Teil II Memento vom 19 Juli 2011 im Internet Archive Traunsteiner Tagblatt 29 2007 Dionisio Ortiz OFM Monografia del Vicariato Apostolico de San Ramon Talleres de Grafica 30 Lima 1979 S 46 Paloma Prevost Maco oscar Ruffner Cardenas Inventario Turistico del distrito de Oxapampa Centro de Estudios y Promocion del Desarrollo Lima 2003 S 49 Pilar Garcia Jordan Jean Claude Roux La construccion de la Amazonia andina siglos XIX XX Procesos de ocupacion y transformacion de la Amazonia peruana y ecuatoriana entre 1820 y 1960 Abya Yala Quito 1995 ISBN 9978 04 082 X S 45 Abgerufen von https de wikipedia org w index php title Oxapampa amp oldid 212358396, wikipedia, wiki, deutsches

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