fbpx
Wikipedia

N-Terminus

Als N-Terminus oder Amino-Terminus wird jenes Ende eines Proteins oder Polypeptids bezeichnet, welches bei Eukaryoten und Archaeen eine Aminosäure mit einer freien Aminogruppe (NH2) besitzt. Bei Bakterien beginnen neusynthetisierte Proteine dagegen mit N-Formylmethionin (fMet), bei dem die Aminogruppe formyliert ist.

Ein Tetrapeptid (wie zum Beispiel Val-Gly-Ser-Ala) mit
grün markierter N-terminaler α-Aminosäure (im Beispiel: L-Valin) undblau markierter C-terminaler α-Aminosäure (im Beispiel: L-Alanin).

Das Ribosom startet die Proteinbiosynthese am N-Terminus mit einem Methionin als erster Aminosäure des neu zu bildenden Proteins. Der N-Terminus bleibt zunächst unmodifiziert, während die Carboxygruppe der Aminosäure über eine Peptidbindung mit der NH2-Gruppe der nächsten Aminosäure kovalent verknüpft wird.

Die freie Aminogruppe gibt dem N-Terminus den Namen, kann jedoch später während und nach der Translation verschiedentlich modifiziert werden. So wird der N-Terminus in Eukaryoten häufig im Zuge einer posttranslationalen Modifikation durch eine Acetyltransferase acetyliert, gelegentlich auch myristyliert oder palmityliert. Spezifischere N-terminale Modifikationen sind beispielsweise das Abspalten von Teilen durch Proteolyse oder das nachträgliche Anhängen von Aminosäuren, wie bei der Arginylierung. Durch die Proteolyse eines Proteins können aus dessen C-terminalen Fragmenten neue Proteine entstehen, deren N-terminale Aminosäure kein Methionin mehr ist. Durch Methionin-Aminopeptidasen kann das Methionin am N-Terminus abgespalten werden. Die N-terminale Aminosäure kann den proteolytischen Abbau eines Proteins beschleunigen, was durch die N-End Rule beschrieben wird.

Kurz hinter dem N-Terminus liegt oftmals eine Signalsequenz, z. B. die für sekretorische oder mitochondriale Proteine bei allen Eukaryoten sowie die für Plastiden-Proteine von Pflanzen.

Das entgegengesetzte Molekülende eines beliebigen Peptids wird als Carboxy-Terminus (kurz C-Terminus) bezeichnet.

  1. Michael T. Madigan, John M. Martinko: Brock Mikrobiologie 11. Auflage, Pearson Studium, München 2006, ISBN 3-8273-7187-2.
  2. Brockhaus ABC Chemie, VEB F. A. Brockhaus Verlag Leipzig 1965, S. 1031–1033.

N-Terminus
terminus, jenes, ende, eines, proteins, oder, polypeptids, welches, eukaryoten, archaeen, eine, aminosäure, einer, freien, aminogruppe, besitzt, sprache, beobachten, bearbeiten, oder, amino, terminus, wird, jenes, ende, eines, proteins, oder, polypeptids, beze. N Terminus jenes Ende eines Proteins oder Polypeptids welches bei Eukaryoten und Archaeen eine Aminosaure mit einer freien Aminogruppe besitzt Sprache Beobachten Bearbeiten Als N Terminus oder Amino Terminus wird jenes Ende eines Proteins oder Polypeptids bezeichnet welches bei Eukaryoten und Archaeen eine Aminosaure mit einer freien Aminogruppe NH2 besitzt Bei Bakterien beginnen neusynthetisierte Proteine dagegen mit N Formylmethionin fMet bei dem die Aminogruppe formyliert ist 1 Ein Tetrapeptid wie zum Beispiel Val Gly Ser Ala mit grun markierter N terminaler a Aminosaure im Beispiel L Valin und blau markierter C terminaler a Aminosaure im Beispiel L Alanin Eigenschaften BearbeitenDas Ribosom startet die Proteinbiosynthese am N Terminus mit einem Methionin als erster Aminosaure des neu zu bildenden Proteins Der N Terminus bleibt zunachst unmodifiziert wahrend die Carboxygruppe der Aminosaure uber eine Peptidbindung mit der NH2 Gruppe der nachsten Aminosaure kovalent verknupft wird Die freie Aminogruppe gibt dem N Terminus den Namen kann jedoch spater wahrend und nach der Translation verschiedentlich modifiziert werden So wird der N Terminus in Eukaryoten haufig im Zuge einer posttranslationalen Modifikation durch eine Acetyltransferase acetyliert gelegentlich auch myristyliert oder palmityliert Spezifischere N terminale Modifikationen sind beispielsweise das Abspalten von Teilen durch Proteolyse oder das nachtragliche Anhangen von Aminosauren wie bei der Arginylierung Durch die Proteolyse eines Proteins konnen aus dessen C terminalen Fragmenten neue Proteine entstehen deren N terminale Aminosaure kein Methionin mehr ist Durch Methionin Aminopeptidasen kann das Methionin am N Terminus abgespalten werden Die N terminale Aminosaure kann den proteolytischen Abbau eines Proteins beschleunigen was durch die N End Rule beschrieben wird Kurz hinter dem N Terminus liegt oftmals eine Signalsequenz z B die fur sekretorische oder mitochondriale Proteine bei allen Eukaryoten sowie die fur Plastiden Proteine von Pflanzen Das entgegengesetzte Molekulende eines beliebigen Peptids wird als Carboxy Terminus kurz C Terminus bezeichnet 2 Literatur BearbeitenHans Beyer Wolfgang Walter Lehrbuch der organischen Chemie S Hirzel Verlag Stuttgart 19 Auflage ISBN 3 7776 0356 2 W C Chan P D White Fmoc Solid Phase Peptide Synthesis Reprint 2004 Oxford University Press ISBN 0 19 963724 5 Einzelnachweise Bearbeiten Michael T Madigan John M Martinko Brock Mikrobiologie 11 Auflage Pearson Studium Munchen 2006 ISBN 3 8273 7187 2 Brockhaus ABC Chemie VEB F A Brockhaus Verlag Leipzig 1965 S 1031 1033 Abgerufen von https de wikipedia org w index php title N Terminus amp oldid 168799378, wikipedia, wiki, deutsches

deutschland

buch, bücher, bibliothek

artikel

lesen, herunterladen

kostenlos

kostenloser herunterladen, MP3, Video, MP4, 3GP, JPG, JPEG, GIF, PNG, Bild, Musik, Lied, Film, Buch, Spiel, Spiele