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Feuerlöschpumpe

Feuerlöschpumpen sind speziell für die Brandbekämpfung konstruierte Strömungsmaschinen zur Wasserentnahme. Sie werden hauptsächlich von der Feuerwehr verwendet. Weiterhin gibt es Feuerlöschpumpen, die als vorbeugender Brandschutz bei besonders gefährdeten Objekten stationär installiert werden.

Tragbare Pumpen

Tragkraftspritze (Motorspritze), gebaut 1938. Ähnliche Modelle werden vereinzelt noch heute eingesetzt.

Diese Pumpen werden Tragkraftspritze (TS) genannt, da sie zum Einsatzort getragen werden können und nicht an ein Fahrzeug gebunden sind. In der EN 1028 und EN 14710 werden sie als Motorpumpe definiert, die durch manuelle Kraft transportiert werden kann und nicht dauerhaft in einem Feuerwehrfahrzeug eingebaut ist.

Im deutschsprachigen Raum sind Tragkraftspritzen mit einer Nennförderleistung zwischen 800 Liter und 1.600 Liter pro Minute bei 8 bar Förderdruck verbreitet. Gelegentlich sind auch gelbe Lenzpumpen (2.400 l/min bei 3 bar) anzutreffen. Mit Einführung der neuen Norm werden Tragkraftspritzen in Deutschland als PFPN (Portable Feuerlöschpumpe Normaldruck,englischPortable Fire Pump Normal Pressure) bezeichnet. Hier gibt es neue Leistungsklassen von 1000 Liter bei 10 bar (PFPN 10-1000), 1500 Liter bei 10 bar (PFPN 10-1500) oder 2000 Liter bei 10 bar (PFPN 10-2000).

Die tragbaren Pumpen haben einen eigenen Motor, meist einen Ottomotor, in seltenen Fällen einen Dieselmotor. Als Antrieb fungieren i. d. R. adaptierte serienmäßige Motoren. Weit verbreitet bei älteren westdeutschen Modellen war der luftgekühlte Industriemotor von VW. Die Leistungsgrenze dieser Pumpen steht in engem Zusammenhang mit ihrem Gewicht, das von vier Feuerwehrleuten getragen werden können soll. Dies gilt nicht nur auf ebenem Grund, sondern auch in steileren Gebieten in den Bergen. Sie haben den Vorteil, dass sie entfernt vom Einsatzfahrzeug zur Wasserentnahme aus offenen Gewässern verwendet werden können.

Ältere Modelle haben einen Reversierstarter oder eine Kurbel, in den neuen deutschen Bundesländern weit verbreitet, sowie bei sehr alten westdeutschen Pumpen noch eine Anwurfstange.

Neuere Modelle haben einen elektrischen Starter, oft ergänzt durch einen Reversierstarter für den Fall, dass der elektrische Starter nicht funktioniert.

Durch die Verwendung von Leichtbauteilen (Aluminiummotoren und Tragegestellen) sind moderne Pumpen leistungsfähiger, jedoch nicht schwerer als frühere Modelle.

Daneben gibt es noch besondere Bauformen wie schwimmfähige Pumpen oder auf dem Rücken zu transportierende Tragkraftspritzen, die zum Beispiel bei Waldbrandeinsätzen zum Einsatz kommen können.

Zu den nicht-normierten Pumpen gehören die kompakten Hochdruck-Löschaggregate, die Motorpumpe, Schnellangriffseinrichtung und Tank in einer Einheit zusammenfassen und damit kleineren Löschfahrzeugen oder Rüstwagen Löschkapazitäten für einen Erstangriff bei Klein- und Entstehungsbränden verleihen.

Einbaupumpen

Seitlich verbaute Einbaupumpe in einem Flugfeldlöschfahrzeug
heckseitig in RLF eingebaute Pumpe mit Hochdruckteil, darüber Schlauchhaspel für Hochdruck (Baujahr 1988)

Einbaupumpen sind meist heckseitig, teils in einem Geräteraum rechts oder links am Fahrzeug, in den Tanklöschfahrzeugen und Löschgruppenfahrzeugen fest integriert. Sie werden mit dem Fahrzeugmotor über den Nebenabtrieb angetrieben. Je nach Leistung haben sie zwei bis vier Druckausgänge und sind eventuell mit einem am Fahrzeugdach montierten Monitor oder einer Schnellangriffseinrichtung verbunden. Saugseitig haben sie eine direkte Verbindung mit einem Wassertank und zusätzlich einen A-Sauganschluss. Bei Pumpen, die einen Hochdruckteil haben, ist dieser direkt mit der Schnellangriffseinrichtung und mit einem HD-Ausgang versehen.

Einbaupumpen haben eine zusätzliche Umgehungs-Leitung, über die eine kleine Menge Wasser immer in den Wassertank zurück gepumpt werden kann. Dies vermeidet ein Einfrieren des Tanks sowie das Überhitzen der Pumpe, wenn für längere Zeit kein Wasser gefördert wird. Das im Kreis gepumpte Wasser wird leicht erwärmt und vermeidet in der Pumpe Dampfblasenbildung (Kavitation), was eine Beschädigung der Pumpe zur Folge haben könnte.

Neue Pumpen sind häufig komplett verkleidet, die Handventile können durch elektrisch oder pneumatisch gesteuerte Ventile ersetzt werden.

Flugfeldlöschfahrzeuge, wie sie bei der Flughafenfeuerwehr verwendet werden, haben i. d. R. einen eigenen Motor als Antrieb der Pumpe. Die Förderleistung ist dem Einsatzzweck entsprechend groß.

Pumpen an der Fahrzeugfront

Vorbaupumpe eines LF 16-TS (Firma Ziegler)

Frontseitig montierte Pumpen (Vorbaupumpen, in Deutschland normgemäß auch Frontpumpen genannt), die mit dem Fahrzeugmotor angetrieben werden, sind seit einigen Jahren nicht mehr in den deutschen Normen für Feuerwehrfahrzeuge vorgesehen. Demzufolge sind sie nur noch an Löschfahrzeugen älterer Bauart oder an Fahrzeugen aus dem Katastrophenschutz vorhanden. Ein typisches Beispiel für solch ein Fahrzeug ist das LF 16-TS, das statt eines eigenen Wassertanks eine Tragkraftspritze im Heck verlastet hat. Derartige Fahrzeuge werden dort eingesetzt, wo eine Sammelwasserversorgung nicht vorhanden ist. Sie können jedoch aus jedem Hydranten ihr Wasser entnehmen oder von einem Tanklöschfahrzeug eingespeist und das Wasser weiter fördern.

Entwickelt wurden sie vor allem aus Erfahrungen des Zweiten Weltkrieges, wo bei zusammengebrochenem Hydrantennetz Löschwasser aus Seen, Flüssen, Teichen oder Bombenkratern entnommen werden musste.

Pumpengehäuse

Einstufige Feuerlöschkreiselpumpe
Der Förderdruck wird von einer Druckstufe aufgebracht und der Förderstrom direkt über den schneckenförmigen Ringkanal dem Druckabgang zugeleitet. Bei höheren Drehzahlen besteht Kavitationsgefahr.
Zweistufige Feuerlöschkreiselpumpe
Der Förderdruck wird von zwei dicht hintereinander liegenden Druckstufen erzeugt. Der Leitapparat und das Laufrad bilden eine Einheit – eine Druckstufe. Der Förderstrom wird in der ersten Druckstufe mit einem Teildruck versehen und in die zweite Druckstufe geleitet. Diese zweite Stufe erhöht den Teildruck des Förderstromes auf den Ausgangsdruck. Beide Laufräder arbeiten auf einer Antriebswelle mit derselben Drehzahl. Eine zweistufige Pumpe ist hinsichtlich Blasenbildung weniger anfällig.
Unterschiede
Beide unterscheiden sich in ihrer Arbeitsweise nur durch die Drehzahl. Bei gleichem Förderdruck ist die Drehzahl einer einstufigen Pumpe höher. Der max. Förderdruck ist gleich.
Wirkungsweise
Mit der Entlüftungseinrichtung wird in den Saugschläuchen und der FP ein Unterdruck erzeugt. Die Atmosphäre drückt das Wasser bis in die Pumpe. Das Wasser trifft axial auf das sich drehende Laufrad und wird von den Schaufeln erfasst und durch die Zentrifugalkraft nach außen beschleunigt. Durch die Erweiterung der Laufradkanäle wird im Laufrad die Geschwindigkeit bereits zum Teil in Druckenergie umgewandelt. In dem nachgeschalteten Leitapparat werden die Kanalquerschnitte ebenfalls stetig vergrößert, so dass die verbliebene Geschwindigkeit bis zum Eintritt in die nächste Stufe so weit heruntergesetzt wird, dass sie der Eintrittsgeschwindigkeit der ersten Stufe entspricht. Durch diese Geschwindigkeitsherabsetzung erfährt das Wasser im Leitapparat eine Druckerhöhung. Laufrad und Leitapparat bilden zusammen eine Stufe. In der zweiten Stufe wiederholt sich der gleiche Vorgang wie in der ersten Stufe. Der Druck der zweiten Stufe wird gegenüber der ersten Stufe verdoppelt. Das Laufrad fördert hier das Wasser in den schneckenförmigen Ringkanal, in dem sich durch den vergrößernden Raum die Geschwindigkeitsverringerung und damit die Druckerhöhung stattfindet. Von hier fließt das Wasser zu den Druckabgängen.
Gesetzmäßigkeiten
Bei geschlossenen Druckabgängen ist der in der Pumpe erzeugte Förderdruck am größten (Förderstrom = 0). Förderstrom und Förderdruck stehen in einer bestimmten Abhängigkeit. Beim Öffnen der Abgänge wird der Förderdruck kleiner, der Förderstrom größer. Der größte Förderstrom wird bei freiem Ausfluss, das heißt bei vollständig geöffneten Abgängen erreicht. Eine für die Löschwasserförderung bedeutungsvolle Eigenschaft der FP ist, dass sie nur den Druck erzeugt, der sich ihr als Widerstand entgegenstellt. Bei größerem Gegendruck ist der Förderstrom kleiner, bei kleinerem Druck größer. An dem Pumpengehäuse sitzt ein kleines Ventil zum Entleeren der Wasserreste aus dem Pumpengehäuse. Dieses sitzt an der tiefsten Stelle des Gehäuses.
Siehe auch: Armatur

Entlüftungseinrichtung

Feuerwehrkreiselpumpen sind nicht selbstansaugend, das heißt, sie benötigen eine Entlüftungseinrichtung, um vor der Aufnahme des Saugbetriebs sämtliche Luft aus Saugschläuchen und Pumpengehäuse zu entfernen. Der umgebende Luftdruck drückt anschließend das anzusaugende Wasser in Schläuche und Pumpengehäuse (siehe Abschnitt Ansaugvorgang). Weit verbreitet sind hierfür Kolbenpumpen oder Membranpumpen, bei älteren Pumpen Gasstrahler. Die Abgase des Motors werden als Treibgas in eine Injektorpumpe geleitet und die Luft wird nach dem Injektorprinzip aus der Pumpe und den Saugschläuchen herausgesaugt, bis diese entlüftet sind.

Die früher verwendeten Flüssigkeitsring- und Trockenring-Entlüftungseinrichtungen wurden bei heutigen Feuerlöschkreiselpumpen durch Kolbenpumpen abgelöst. Die einfachste Entlüftungseinrichtung ist das Auffüllen der Saugleitung und des Pumpengehäuses mit Wasser. Das setzt ein einwandfrei funktionierendes Rückschlagventil im Saugkorb voraus. Diese Methode ist vergleichsweise umständlich und wird praktisch nur beim Ausfall der verbauten Entlüftungseinrichtung angewandt.

Ent- und Belüftungsventil

Es sitzt zwischen dem Pumpengehäuse und der Entlüftungseinrichtung. Bei einem Druckanstieg im Pumpengehäuse (wenn die Pumpe anfängt zu fördern) schließt das Ent- und Belüftungsventil automatisch, damit das Wasser nicht in die Entlüftungseinrichtung gedrückt wird.

Manometer

An einer Feuerlöschkreiselpumpe sind zwei Manometer (oder drei bei einer vorhandenen Hochdruckstufe) vorhanden:

  • Das Unterdruck/Überdruckmanometer dient dem Maschinisten zur Kontrolle des Pumpeneingangsdrucks während des Einsatzes und als Kontrollmanometer bei der Trockensaugprobe (siehe Absatz „Allgemein“):
    1. Im Saugbetrieb (Wasserentnahme offenes Gewässer, Zisterne, Löschwasserbrunnen) fällt die Nadel in den linken, rot markierten Unterdruckbereich, mittels dessen der Unterdruck in der Saugleitung angezeigt wird. Der Unterdruck ist abhängig von der geodätischen Saughöhe und der geförderten Wassermenge.
    2. Im Betrieb mit Pumpeneingangsdruck (Wasserentnahme Hydrant, Zubringerpumpe o. ä.) bewegt sich die Nadel in den rechten, schwarz gekennzeichneten Überdruckbereich. Der Pumpeneingangsdruck sollte 1,5 bar nicht unterschreiten, da die automatische Entlüftungseinrichtung – sofern vorhanden – ab dieser Grenze wieder mit dem Entlüftungsvorgang beginnt. Zudem kann bei zu niedrigem Druck das Rohrleitungsnetz des Wasserversorgers beschädigt werden. Je nach Pumpenbauart soll er üblicherweise 3 bar nicht überschreiten, da sonst die Pumpenräder in der falschen Richtung überbelastet werden können.
  • Das Überdruckmanometer gibt den Pumpenausgangsdruck an. Dieser wird üblicherweise 8 bis 12 bar betragen, kann aber je nach Einsatzzweck (Speisung Turbotauchpumpe, Schaumeinsatz) variieren.
    • Bei einer vorhandenen Hochdruckstufe beträgt der Messbereich bis etwa 40 bar. Der Bereich kann aber bei nicht eingeschalteter Hochdruckstufe identisch mit dem ersten Manometer sein.

Die Manometer moderner Pumpen haben als Maßeinheit das Bar, bei älteren Pumpen wurde die damals gebräuchliche Angabe „mWS“ für Meter Wassersäule verwendet.

Ansaugvorgang

Beim Ansaugen evakuiert die Entlüftungseinrichtung das Pumpengehäuse und die angeschlossenen Saugschläuche.

Dadurch entsteht in dem Pumpengehäuse und in der Saugleitung eine Druckdifferenz zum Umgebungsdruck. Aufgrund dieser Druckdifferenz drückt der Umgebungsdruck das Wasser von außen in die Ansaugleitung. Die Steighöhe des Wassers in der Ansaugleitung richtet sich nach der Druckdifferenz zwischen Umgebungsdruck und Ansaugdruck.

Da der Umgebungsdruck auf Meereshöhe im Durchschnitt bei ca. 1013 mbar absolut, also etwa 1 bar absolut liegt und Wasser eine Dichte von 1 kg/dm³ hat, beträgt die maximale theoretische Saughöhe bei Wasser fördernden Pumpen 10 Meter. Da es in allen Maschinen zu (u. a. Reibungs-)Verlusten kommt, sowie Undichtheiten vorhanden sind, beträgt die (in der Praxis übliche) maximale Saughöhe bei Feuerlöschpumpen zwischen 7 und 8 Meter. Diese ist abhängig von Faktoren wie Luftdruck (und damit Höhe), Strömungsgeschwindigkeit durch die Pumpe (Fördermenge) oder Temperatur des Wassers.

Wenn der Ansaugdruck in der Pumpe unter den Dampfdruck des Wassers sinkt, kommt es in der Pumpe zu Kavitation.

Wenn das Wasser in die Pumpe gelangt und die Pumpe anfängt zu fördern, steigt der Druck im Pumpengehäuse an und schaltet bei modernen Pumpen über eine Vorrichtung (z. B. einen Hubkolben) die Entlüftungseinrichtung aus. Ältere Entlüftungssysteme wie z. B. Gasstrahler werden von Hand ein- oder ausgeschaltet.

Betrieb

Eine Kreiselpumpe ist eine Strömungsmaschine zur Energieerhöhung mittels eines rotierenden Laufrads. Flüssigkeit, die in die Pumpe gerät, wird vom rotierenden Pumpenrad mitgerissen und auf eine Kreisbahn gezwungen. Auf dieser Bahn treibt der durch Fliehkraft aufgebaute Druck die Flüssigkeit radial nach außen, wo sie durch den Ablauf abfließt. Diese Arbeitsweise heißt hydrodynamisches Förderprinzip.

Siehe auch: Kreiselpumpe

Trockensaugprobe

Erfolgt nach dem Betrieb einer Feuerlöschpumpe eine Trockensaugprobe, so wird bei dieser mit Hilfe der Entlüftungseinrichtung ein Grobvakuum erzeugt, um die Pumpe nach dem Betrieb auf eventuelle Undichtigkeiten zu überprüfen. Fehler können defekte Dichtungen oder defekte Gehäuse sein. Außerdem wird die Funktionalität der Entlüftungseinrichtung überprüft. Somit wird die ordnungsgemäße Funktion für den nächsten Einsatz sichergestellt.

Der Sauganschluss wird durch eine Blindkupplung verschlossen, die Druckabgänge werden geschlossen (ohne Blindkupplungen) und die Pumpe wird gestartet. Bei nicht automatischen Entlüftungseinrichtungen wird diese aktiviert. Innerhalb von 30 Sekunden muss die Pumpe einen Unterdruck von mindestens 0,8 bar erzeugen. Nach dem Ausschalten der Pumpe darf sich der Unterdruck innerhalb von einer Minute um maximal 0,1 bar verringern.

Bei den Maschinen einiger Hersteller dient die Trockensaugprobe zudem zur Schmierung der Pumpenelemente mit Hilfe der Stopfbuchsen.

Löschwasserförderung über lange Wegstrecken

Prinzipiell gibt es zwei verschiedene Arten, Wasser über weite Strecken zu transportieren, nämlich zum einen die offene und zum anderen die geschlossene Schaltreihe.

Bei der offenen Schaltreihe wird von einer Pumpe das Wasser bis zu einem Behälter (meist teilweise aufblasbare Faltbehälter, verlastet u. a. auf LF 20 KatS) gepumpt, von dem aus die nächste Pumpe das Wasser wiederum ansaugt und weiterleitet. Ein Vorteil dieser Vorgehensweise liegt darin, dass der Druck, mit dem das Wasser in den Behälter strömt über 3 bar oder weniger als 1,5 bar betragen kann. Nachteile sind der erhöhte Zeit- und Materialbedarf.

Bei der geschlossenen Schaltreihe wird die erste Pumpe direkt über Schläuche mit der nachfolgenden Pumpe verbunden, die wiederum über Schläuche mit einer weiteren Pumpe verbunden wird usw. Vorteile sind hier der zügigere Aufbau sowie der geringere Materialbedarf. Ein Nachteil besteht darin, dass der Eingangsdruck der Verstärkerpumpe zwischen 1,5 und 3 bar liegen muss. Um dies sicherzustellen wird entweder ein Druckbegrenzungsventil vor dem Eingang der Pumpe verwendet oder der Ausgangsdruck bezüglich der Wegstrecke und der Reibungsverluste im Schlauch berechnet.

Bei Einbaupumpen muss bedacht werden, dass das verunreinigte Wasser nicht in den Wassertank kommen darf. Es ist dabei unbedingt die Bypass-Leitung geschlossen zu halten. Ansonsten ist der Tank anschließend gründlich zu spülen. Seinen Hintergrund hat dies zum einen darin, dass Ablagerungen von Schmutz im Tank vermieden werden sollen, zum anderen aber im Katastrophenschutz: Die Feuerwehrfahrzeuge sind mit Trinkwasser aus dem Hydrantennetz befüllt. Im Katastrophen- oder Verteidigungsfall sollen sie in der Lage sein notfalls bei der Sicherstellung der Trinkwasserversorgung zu unterstützen.

Auspumpen von z. B. Kellern oder Tiefgaragen

Die meisten (zumindest neueren) Einbaupumpen haben eine Einstellung für den Lenzbetrieb. Dabei wird bei sehr niedrigem Ausgangsdruck ein möglichst großer Förderstrom ermöglicht. Nützlich ist dies beim Auspumpen vollgelaufener Keller oder Tiefgaragen, bei denen der Ausgangsdruck unerheblich ist, dafür aber eine möglichst große Förderleistung gewünscht ist.

Betreiben wassergetriebener Geräte

Einige Feuerlöschkreiselpumpen neuerer Bauart haben oftmals auch spezielle Einrichtungen zum Betrieb wassergetriebener Geräte. Ein gutes Beispiel stellt der wassergetriebene Lüfter dar. Hier werden Drücke zwischen 12 und 15 bar oder mehr benötigt, um den Lüfter sinnvoll betreiben zu können. Hierzu gibt es einen speziellen Lüfterbetriebsmodus der Pumpe sowie einen zusätzlichen, meist seitlich verbauten B-Eingang für den Rückfluss vom Lüfter.

Die modernen Feuerlöschpumpen sind Kreiselpumpen (Fachbegriff: Feuerlöschkreiselpumpe). Sie sind entweder tragbar oder fest am Feuerwehrfahrzeug als Vorbaupumpe oder im Heck des Fahrzeuges montiert. Sie gehören zur Gruppe der Feuerwehrpumpen, welche sich in Pumpen zur Förderung von Wasser und Pumpen zur Förderung von sonstigen Flüssigkeiten unterteilt. Definiert wird der Begriff "Feuerwehrpumpen": Feuerwehrpumpen sind maschinell angetriebene Strömungsmaschinen zur Förderung von Flüssigkeiten.

Die erste benzinmotorgetriebene Feuerlöschpumpe der Welt stellte Gottlieb Daimler her. Das Patent für diese noch von Pferden gezogene Feuerspritze mit Motorbetrieb erwarb er am 29. Juli 1888. Der Einzylindermotor mit der Leistung von einer Pferdestärke war durch ein Untersetzungsgetriebe mit einer Kolbenpumpe des Feuerspritzenfabrikanten Heinrich Kurtz verbunden.

Klassifizierung von Feuerlöschpumpen

Aktuell werden in Europa die neuen tragbaren Feuerlöschkreiselpumpen analog den Einbaupumpen gemäß EN benannt. Die Benennung lautet beispielsweise „PFPN 10-1000“ (PFPN = Portable Firepump Normal Pressure), was sinngemäß „Portable Feuerlöschkreiselpumpe Normaldruck mit einem Nennförderstrom von 1000 l/min bei einem Nennförderdruck von 10 bar“ bedeutet.

In Deutschland gebräuchliche Feuerlöschkreiselpumpen - alt und neu, nach DIN und DIN EN

(portable Pumpen tragen u. U. andere Bezeichnungen)

  • nach DIN 14420 (Norm zurückgezogen): (Schema: Abkürzung "FP"="Feuerlöschkreiselpumpe" - Nennförderstrom / 100 in l/min und Nennförderdruck in bar)
    • FP 2/5 (Feuerlöschkreiselpumpe mit einem Nennförderstrom von 200 l/min bei einem Nennförderdruck von 5 bar)
    • FP 4/5 (Feuerlöschkreiselpumpe mit einem Nennförderstrom von 400 l/min bei einem Nennförderdruck von 5 bar)
    • FP 8/8 (Feuerlöschkreiselpumpe mit einem Nennförderstrom von 800 l/min bei einem Nennförderdruck von 8 bar)
    • FP 16/8 (Feuerlöschkreiselpumpe mit einem Nennförderstrom von 1600 l/min bei einem Nennförderdruck von 8 bar)
    • FP 24/8 (Feuerlöschkreiselpumpe mit einem Nennförderstrom von 2400 l/min bei einem Nennförderdruck von 8 bar)
    • FP 32/8 (Feuerlöschkreiselpumpe mit einem Nennförderstrom von 3200 l/min bei einem Nennförderdruck von 8 bar)
    • Transportable Pumpen tragen anstelle "FP" das Kürzel "TS" für "Tragkraftspritze"
  • nach DIN EN 1028 (seit 11/2002): (Schema: Abkürzung "FP"="Feuerlöschkreiselpumpe" "N="Normaldruck" (oder auf Englisch: "Fire Pump Normal Pressure") - Nennförderdruck in bar - Nennförderstrom in l/min)
    • FPN 6-500 (Feuerlöschkreiselpumpe als TS (im KLF nach alter Norm) für Normaldruck mit einem Nennförderstrom von 500 l/min bei einem Nennförderdruck von 6 bar)
    • FPN 10-1000 (Feuerlöschkreiselpumpe für Normaldruck mit einem Nennförderstrom von 1000 l/min bei einem Nennförderdruck von 10 bar)
    • FPN 10-2000 (Feuerlöschkreiselpumpe für Normaldruck mit einem Nennförderstrom von 2000 l/min bei einem Nennförderdruck von 10 bar)
    • FPN 10-3000 (Feuerlöschkreiselpumpe für Normaldruck mit einem Nennförderstrom von 3000 l/min bei einem Nennförderdruck von 10 bar)
    • FPN 10-4000 (Feuerlöschkreiselpumpe für Normaldruck mit einem Nennförderstrom von 4000 l/min bei einem Nennförderdruck von 10 bar)
  • Transportable Pumpen tragen nun das Kürzel "PFPN" für "Portable Fire Pump Normal Pressure"
normgerechte Verwendung

Die aktuellen deutschen Feuerwehrfahrzeugnormen sehen nur Pumpen der folgenden Arten vor: FPN 10-1000, FPN 10-2000, PFPN 10-1000, PFPN 10-1500 und PFPN 10-2000.

Anschlüsse

Als Anschlüsse hat die TS 8/8 (neu: PFPN 10-1000) einen A-Sauganschluss und zwei B-Druckabgänge. Für gebirgiges Gelände oder für Selbstschutzeinheiten (Behörden) und Militär gibt es leichtere Modelle (TS 4/5, TS 2/5 und TS 0,5/5) mit entsprechend geringerem Förderstrom und geringerem Förderdruck. Sie haben nur einen B-Eingang oder C-Ausgang.

Garantiepunkte

Die Garantiepunkte heutiger Feuerlöschkreiselpumpen definieren drei Leistungswerte, die eine Pumpe mindestens erfüllen muss. Da die Leistung je nach Saughöhe und Wasserförderung variiert, wurden folgende drei Punkte festgelegt:

Nach EN 1028
  • Garantiepunkt 1: Nennförderstrom bei Nennförderdruck und einer geodätischen Saughöhe von 3 Metern bei vom Hersteller festgelegter Nenndrehzahl
  • Garantiepunkt 2: 50 Prozent des Nennförderstroms bei Nennförderdruck und einer geodätischen Saughöhe von 7,5 Metern (bei einer Drehzahl bis zur Höchstdrehzahl)
  • Garantiepunkt 3: 50 Prozent des Nennförderstroms bei 1,2-fachem Nennförderdruck und einer geodätischen Saughöhe von 3 Metern (bei einer Drehzahl unterhalb der Höchstdrehzahl)
Beispiel: PFPN 10-1000 (Tragbare Feuerlöschkreiselpumpe-Normaldruck mit einem Nennförderdruck von 10 bar bei einem Nennförderstrom von 1000l/min)
Garantiepunkt 1 Garantiepunkt 2 Garantiepunkt 3
1000l/min bei 10 bar 500l/min bei 10 bar 500l/min bei 12 bar
3 m 7,5 m 3m
Nach der alten DIN 14 420
  • Garantiepunkt 1: Nennförderstrom bei Nennförderdruck und einer geodätischen Saughöhe von 3 Metern bei vom Hersteller festgelegter Nenndrehzahl.
  • Garantiepunkt 2: 50 Prozent des Nennförderstroms bei 1,5-fachem Nennförderdruck und einer geodätischen Saughöhe von 3 Metern (bei max. 1,2-facher Nenndrehzahl)
  • Garantiepunkt 3: 50 Prozent des Nennförderstroms bei Nennförderdruck und einer geodätischen Saughöhe von 7,5 Metern (bei max. 1,4-facher Nenndrehzahl)
Als Beispiel anhand einer TS 8/8 (Tragkraftspritze mit einem Nennförderstrom von 800l/min bei 8 bar Nennförderdruck)
Garantiepunkt 1 Garantiepunkt 2 Garantiepunkt 3
800l/min bei 8 bar 400l/min bei 12 bar 400l/min bei 8 bar
3 m 3 m 7,5 m

Zu beachten ist, dass die alte DIN-Norm 14 420 durch eine neue europäische Norm (EN 1028) abgelöst wurde. Insbesondere wurden hierbei die Garantiepunkte 2 und 3 vertauscht.

  • Hans Schönherr: Die Roten Hefte, Heft 44a – Pumpen in der Feuerwehr: Teil I: Einführung in die Hydromechanik, Wirkungsweise der Kreiselpumpen. 4. Auflage. Kohlhammer, Stuttgart 1998, ISBN 978-3-17-015172-7.
  • Christian Schwarze: Die Roten Hefte, Heft 44b – Pumpen in der Feuerwehr: Teil II: Feuerlösch-Kreiselpumpen, Zusatzausstattungen, Druckzumisch- und Druckluftschaumanlagen. 5. Auflage. Kohlhammer, Stuttgart 2005, ISBN 978-3-17-018605-7.
  • In: Fromme's Oesterreichischer Feuerwehr-Kalender, Jahrgang 1878, V. Jahrgang, S. 41–47 (Jahrbuch). (Online bei ANNO).Vorlage:ANNO/Wartung/fwk.
Commons: Feuerlöschpumpen – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien
  1. Die roten Hefte 44b: Pumpen in der Feuerwehr Auflage 5, Jahr 2005 ISBN 3-17-018605-1
  2. DIN EN 1028, Feuerlöschpumpen - Feuerlöschkreiselpumpen mit Entlüftungseinrichtung, 2009.
  3. Ausbildung der Freiwilligen Feuerwehren - Maschinist für Löschfahrzeuge, Landesfeuerwehrschule Baden-Württemberg, Neckarverlag, 2002.
  4. Franz-Josef Sehr: Entwicklung des Brandschutzes. In: Freiwillige Feuerwehr Obertiefenbach e. V. (Hrsg.): 125 Jahre Freiwillige Feuerwehr Obertiefenbach. Beselich 2005, ISBN 978-3-926262-03-5,S.114–119.
  5. Jan Tino Demel, (PDF; 1,0 MB), Mai/Juni 2009.
Normdaten (Sachbegriff): GND:(, )

Feuerlöschpumpe
feuerlöschpumpe, pumpen, für, feuerwehren, sprache, beobachten, bearbeiten, weitergeleitet, motorspritze, sind, speziell, für, brandbekämpfung, konstruierte, strömungsmaschinen, wasserentnahme, werden, hauptsächlich, feuerwehr, verwendet, weiterhin, gibt, vorb. Feuerloschpumpe Pumpen fur Feuerwehren Sprache Beobachten Bearbeiten Weitergeleitet von Motorspritze Feuerloschpumpen sind speziell fur die Brandbekampfung konstruierte Stromungsmaschinen zur Wasserentnahme Sie werden hauptsachlich von der Feuerwehr verwendet Weiterhin gibt es Feuerloschpumpen die als vorbeugender Brandschutz bei besonders gefahrdeten Objekten stationar installiert werden Dampfspritze aus Gainfarn in Niederosterreich Tragkraftspritze 1929 Inhaltsverzeichnis 1 Arten von Feuerloschpumpen 1 1 Tragbare Pumpen 1 2 Einbaupumpen 1 3 Pumpen an der Fahrzeugfront 2 Aufbau von Feuerloschpumpen 2 1 Pumpengehause 2 2 Entluftungseinrichtung 2 3 Ent und Beluftungsventil 2 4 Manometer 3 Funktion und Betrieb 3 1 Ansaugvorgang 3 2 Betrieb 3 3 Trockensaugprobe 4 Einsatzarten 4 1 Loschwasserforderung uber lange Wegstrecken 4 2 Auspumpen von z B Kellern oder Tiefgaragen 4 3 Betreiben wassergetriebener Gerate 5 Feuerloschpumpen bei deutschen Feuerwehren 5 1 Klassifizierung von Feuerloschpumpen 5 2 Garantiepunkte 6 Literatur 7 Weblinks 8 EinzelnachweiseArten von Feuerloschpumpen BearbeitenTragbare Pumpen Bearbeiten Tragkraftspritze Motorspritze gebaut 1938 Ahnliche Modelle werden vereinzelt noch heute eingesetzt Diese Pumpen werden Tragkraftspritze TS genannt da sie zum Einsatzort getragen werden konnen und nicht an ein Fahrzeug gebunden sind In der EN 1028 und EN 14710 werden sie als Motorpumpe definiert die durch manuelle Kraft transportiert werden kann und nicht dauerhaft in einem Feuerwehrfahrzeug eingebaut ist 1 Im deutschsprachigen Raum sind Tragkraftspritzen mit einer Nennforderleistung zwischen 800 Liter und 1 600 Liter pro Minute bei 8 bar Forderdruck verbreitet Gelegentlich sind auch gelbe Lenzpumpen 2 400 l min bei 3 bar anzutreffen Mit Einfuhrung der neuen Norm werden Tragkraftspritzen in Deutschland als PFPN Portable Feuerloschpumpe Normaldruck englisch Portable Fire Pump Normal Pressure bezeichnet Hier gibt es neue Leistungsklassen von 1000 Liter bei 10 bar PFPN 10 1000 1500 Liter bei 10 bar PFPN 10 1500 oder 2000 Liter bei 10 bar PFPN 10 2000 2 Die tragbaren Pumpen haben einen eigenen Motor meist einen Ottomotor in seltenen Fallen einen Dieselmotor Als Antrieb fungieren i d R adaptierte serienmassige Motoren Weit verbreitet bei alteren westdeutschen Modellen war der luftgekuhlte Industriemotor von VW Die Leistungsgrenze dieser Pumpen steht in engem Zusammenhang mit ihrem Gewicht das von vier Feuerwehrleuten getragen werden konnen soll Dies gilt nicht nur auf ebenem Grund sondern auch in steileren Gebieten in den Bergen Sie haben den Vorteil dass sie entfernt vom Einsatzfahrzeug zur Wasserentnahme aus offenen Gewassern verwendet werden konnen Altere Modelle haben einen Reversierstarter oder eine Kurbel in den neuen deutschen Bundeslandern weit verbreitet sowie bei sehr alten westdeutschen Pumpen noch eine Anwurfstange Neuere Modelle haben einen elektrischen Starter oft erganzt durch einen Reversierstarter fur den Fall dass der elektrische Starter nicht funktioniert Durch die Verwendung von Leichtbauteilen Aluminiummotoren und Tragegestellen sind moderne Pumpen leistungsfahiger jedoch nicht schwerer als fruhere Modelle Daneben gibt es noch besondere Bauformen wie schwimmfahige Pumpen oder auf dem Rucken zu transportierende Tragkraftspritzen die zum Beispiel bei Waldbrandeinsatzen zum Einsatz kommen konnen Zu den nicht normierten Pumpen gehoren die kompakten Hochdruck Loschaggregate die Motorpumpe Schnellangriffseinrichtung und Tank in einer Einheit zusammenfassen und damit kleineren Loschfahrzeugen oder Rustwagen Loschkapazitaten fur einen Erstangriff bei Klein und Entstehungsbranden verleihen Einbaupumpen Bearbeiten Seitlich verbaute Einbaupumpe in einem Flugfeldloschfahrzeug heckseitig in RLF eingebaute Pumpe mit Hochdruckteil daruber Schlauchhaspel fur Hochdruck Baujahr 1988 Einbaupumpen sind meist heckseitig teils in einem Gerateraum rechts oder links am Fahrzeug in den Tankloschfahrzeugen und Loschgruppenfahrzeugen fest integriert Sie werden mit dem Fahrzeugmotor uber den Nebenabtrieb angetrieben Je nach Leistung haben sie zwei bis vier Druckausgange und sind eventuell mit einem am Fahrzeugdach montierten Monitor oder einer Schnellangriffseinrichtung verbunden Saugseitig haben sie eine direkte Verbindung mit einem Wassertank und zusatzlich einen A Sauganschluss Bei Pumpen die einen Hochdruckteil haben ist dieser direkt mit der Schnellangriffseinrichtung und mit einem HD Ausgang versehen Einbaupumpen haben eine zusatzliche Umgehungs Leitung uber die eine kleine Menge Wasser immer in den Wassertank zuruck gepumpt werden kann Dies vermeidet ein Einfrieren des Tanks sowie das Uberhitzen der Pumpe wenn fur langere Zeit kein Wasser gefordert wird Das im Kreis gepumpte Wasser wird leicht erwarmt und vermeidet in der Pumpe Dampfblasenbildung Kavitation was eine Beschadigung der Pumpe zur Folge haben konnte Neue Pumpen sind haufig komplett verkleidet die Handventile konnen durch elektrisch oder pneumatisch gesteuerte Ventile ersetzt werden Flugfeldloschfahrzeuge wie sie bei der Flughafenfeuerwehr verwendet werden haben i d R einen eigenen Motor als Antrieb der Pumpe Die Forderleistung ist dem Einsatzzweck entsprechend gross Pumpen an der Fahrzeugfront Bearbeiten Vorbaupumpe eines LF 16 TS Firma Ziegler Frontseitig montierte Pumpen Vorbaupumpen in Deutschland normgemass auch Frontpumpen genannt die mit dem Fahrzeugmotor angetrieben werden sind seit einigen Jahren nicht mehr in den deutschen Normen fur Feuerwehrfahrzeuge vorgesehen Demzufolge sind sie nur noch an Loschfahrzeugen alterer Bauart oder an Fahrzeugen aus dem Katastrophenschutz vorhanden Ein typisches Beispiel fur solch ein Fahrzeug ist das LF 16 TS das statt eines eigenen Wassertanks eine Tragkraftspritze im Heck verlastet hat Derartige Fahrzeuge werden dort eingesetzt wo eine Sammelwasserversorgung nicht vorhanden ist Sie konnen jedoch aus jedem Hydranten ihr Wasser entnehmen oder von einem Tankloschfahrzeug eingespeist und das Wasser weiter fordern Entwickelt wurden sie vor allem aus Erfahrungen des Zweiten Weltkrieges wo bei zusammengebrochenem Hydrantennetz Loschwasser aus Seen Flussen Teichen oder Bombenkratern entnommen werden musste Aufbau von Feuerloschpumpen BearbeitenPumpengehause Bearbeiten Einstufige Feuerloschkreiselpumpe Der Forderdruck wird von einer Druckstufe aufgebracht und der Forderstrom direkt uber den schneckenformigen Ringkanal dem Druckabgang zugeleitet Bei hoheren Drehzahlen besteht Kavitationsgefahr Zweistufige Feuerloschkreiselpumpe Der Forderdruck wird von zwei dicht hintereinander liegenden Druckstufen erzeugt Der Leitapparat und das Laufrad bilden eine Einheit eine Druckstufe Der Forderstrom wird in der ersten Druckstufe mit einem Teildruck versehen und in die zweite Druckstufe geleitet Diese zweite Stufe erhoht den Teildruck des Forderstromes auf den Ausgangsdruck Beide Laufrader arbeiten auf einer Antriebswelle mit derselben Drehzahl Eine zweistufige Pumpe ist hinsichtlich Blasenbildung weniger anfallig Unterschiede Beide unterscheiden sich in ihrer Arbeitsweise nur durch die Drehzahl Bei gleichem Forderdruck ist die Drehzahl einer einstufigen Pumpe hoher Der max Forderdruck ist gleich Wirkungsweise Mit der Entluftungseinrichtung wird in den Saugschlauchen und der FP ein Unterdruck erzeugt Die Atmosphare druckt das Wasser bis in die Pumpe Das Wasser trifft axial auf das sich drehende Laufrad und wird von den Schaufeln erfasst und durch die Zentrifugalkraft nach aussen beschleunigt Durch die Erweiterung der Laufradkanale wird im Laufrad die Geschwindigkeit bereits zum Teil in Druckenergie umgewandelt In dem nachgeschalteten Leitapparat werden die Kanalquerschnitte ebenfalls stetig vergrossert so dass die verbliebene Geschwindigkeit bis zum Eintritt in die nachste Stufe so weit heruntergesetzt wird dass sie der Eintrittsgeschwindigkeit der ersten Stufe entspricht Durch diese Geschwindigkeitsherabsetzung erfahrt das Wasser im Leitapparat eine Druckerhohung Laufrad und Leitapparat bilden zusammen eine Stufe In der zweiten Stufe wiederholt sich der gleiche Vorgang wie in der ersten Stufe Der Druck der zweiten Stufe wird gegenuber der ersten Stufe verdoppelt Das Laufrad fordert hier das Wasser in den schneckenformigen Ringkanal in dem sich durch den vergrossernden Raum die Geschwindigkeitsverringerung und damit die Druckerhohung stattfindet Von hier fliesst das Wasser zu den Druckabgangen Gesetzmassigkeiten Bei geschlossenen Druckabgangen ist der in der Pumpe erzeugte Forderdruck am grossten Forderstrom 0 Forderstrom und Forderdruck stehen in einer bestimmten Abhangigkeit Beim Offnen der Abgange wird der Forderdruck kleiner der Forderstrom grosser Der grosste Forderstrom wird bei freiem Ausfluss das heisst bei vollstandig geoffneten Abgangen erreicht Eine fur die Loschwasserforderung bedeutungsvolle Eigenschaft der FP ist dass sie nur den Druck erzeugt der sich ihr als Widerstand entgegenstellt Bei grosserem Gegendruck ist der Forderstrom kleiner bei kleinerem Druck grosser An dem Pumpengehause sitzt ein kleines Ventil zum Entleeren der Wasserreste aus dem Pumpengehause Dieses sitzt an der tiefsten Stelle des Gehauses Siehe auch Armatur Entluftungseinrichtung Bearbeiten Hauptartikel Entluftungseinrichtung Feuerloschwesen Feuerwehrkreiselpumpen sind nicht selbstansaugend das heisst sie benotigen eine Entluftungseinrichtung um vor der Aufnahme des Saugbetriebs samtliche Luft aus Saugschlauchen und Pumpengehause zu entfernen Der umgebende Luftdruck druckt anschliessend das anzusaugende Wasser in Schlauche und Pumpengehause siehe Abschnitt Ansaugvorgang Weit verbreitet sind hierfur Kolbenpumpen oder Membranpumpen bei alteren Pumpen Gasstrahler Die Abgase des Motors werden als Treibgas in eine Injektorpumpe geleitet und die Luft wird nach dem Injektorprinzip aus der Pumpe und den Saugschlauchen herausgesaugt bis diese entluftet sind Die fruher verwendeten Flussigkeitsring und Trockenring Entluftungseinrichtungen wurden bei heutigen Feuerloschkreiselpumpen durch Kolbenpumpen abgelost Die einfachste Entluftungseinrichtung ist das Auffullen der Saugleitung und des Pumpengehauses mit Wasser Das setzt ein einwandfrei funktionierendes Ruckschlagventil im Saugkorb voraus Diese Methode ist vergleichsweise umstandlich und wird praktisch nur beim Ausfall der verbauten Entluftungseinrichtung angewandt Ent und Beluftungsventil Bearbeiten Es sitzt zwischen dem Pumpengehause und der Entluftungseinrichtung Bei einem Druckanstieg im Pumpengehause wenn die Pumpe anfangt zu fordern schliesst das Ent und Beluftungsventil automatisch damit das Wasser nicht in die Entluftungseinrichtung gedruckt wird Manometer Bearbeiten An einer Feuerloschkreiselpumpe sind zwei Manometer oder drei bei einer vorhandenen Hochdruckstufe vorhanden Das Unterdruck Uberdruckmanometer dient dem Maschinisten zur Kontrolle des Pumpeneingangsdrucks wahrend des Einsatzes und als Kontrollmanometer bei der Trockensaugprobe siehe Absatz Allgemein Im Saugbetrieb Wasserentnahme offenes Gewasser Zisterne Loschwasserbrunnen fallt die Nadel in den linken rot markierten Unterdruckbereich mittels dessen der Unterdruck in der Saugleitung angezeigt wird Der Unterdruck ist abhangig von der geodatischen Saughohe und der geforderten Wassermenge Im Betrieb mit Pumpeneingangsdruck Wasserentnahme Hydrant Zubringerpumpe o a bewegt sich die Nadel in den rechten schwarz gekennzeichneten Uberdruckbereich Der Pumpeneingangsdruck sollte 1 5 bar nicht unterschreiten da die automatische Entluftungseinrichtung sofern vorhanden ab dieser Grenze wieder mit dem Entluftungsvorgang beginnt Zudem kann bei zu niedrigem Druck das Rohrleitungsnetz des Wasserversorgers beschadigt werden Je nach Pumpenbauart soll er ublicherweise 3 bar nicht uberschreiten da sonst die Pumpenrader in der falschen Richtung uberbelastet werden konnen Das Uberdruckmanometer gibt den Pumpenausgangsdruck an Dieser wird ublicherweise 8 bis 12 bar betragen kann aber je nach Einsatzzweck Speisung Turbotauchpumpe Schaumeinsatz variieren Bei einer vorhandenen Hochdruckstufe betragt der Messbereich bis etwa 40 bar Der Bereich kann aber bei nicht eingeschalteter Hochdruckstufe identisch mit dem ersten Manometer sein Die Manometer moderner Pumpen haben als Masseinheit das Bar bei alteren Pumpen wurde die damals gebrauchliche Angabe mWS fur Meter Wassersaule verwendet Funktion und Betrieb BearbeitenAnsaugvorgang Bearbeiten Beim Ansaugen evakuiert die Entluftungseinrichtung das Pumpengehause und die angeschlossenen Saugschlauche Dadurch entsteht in dem Pumpengehause und in der Saugleitung eine Druckdifferenz zum Umgebungsdruck Aufgrund dieser Druckdifferenz druckt der Umgebungsdruck das Wasser von aussen in die Ansaugleitung Die Steighohe des Wassers in der Ansaugleitung richtet sich nach der Druckdifferenz zwischen Umgebungsdruck und Ansaugdruck Da der Umgebungsdruck auf Meereshohe im Durchschnitt bei ca 1013 mbar absolut also etwa 1 bar absolut liegt und Wasser eine Dichte von 1 kg dm hat betragt die maximale theoretische Saughohe bei Wasser fordernden Pumpen 10 Meter Da es in allen Maschinen zu u a Reibungs Verlusten kommt sowie Undichtheiten vorhanden sind betragt die in der Praxis ubliche maximale Saughohe bei Feuerloschpumpen zwischen 7 und 8 Meter Diese ist abhangig von Faktoren wie Luftdruck und damit Hohe Stromungsgeschwindigkeit durch die Pumpe Fordermenge oder Temperatur des Wassers 3 Wenn der Ansaugdruck in der Pumpe unter den Dampfdruck des Wassers sinkt kommt es in der Pumpe zu Kavitation Wenn das Wasser in die Pumpe gelangt und die Pumpe anfangt zu fordern steigt der Druck im Pumpengehause an und schaltet bei modernen Pumpen uber eine Vorrichtung z B einen Hubkolben die Entluftungseinrichtung aus Altere Entluftungssysteme wie z B Gasstrahler werden von Hand ein oder ausgeschaltet Betrieb Bearbeiten Eine Kreiselpumpe ist eine Stromungsmaschine zur Energieerhohung mittels eines rotierenden Laufrads Flussigkeit die in die Pumpe gerat wird vom rotierenden Pumpenrad mitgerissen und auf eine Kreisbahn gezwungen Auf dieser Bahn treibt der durch Fliehkraft aufgebaute Druck die Flussigkeit radial nach aussen wo sie durch den Ablauf abfliesst Diese Arbeitsweise heisst hydrodynamisches Forderprinzip Siehe auch Kreiselpumpe Trockensaugprobe Bearbeiten Erfolgt nach dem Betrieb einer Feuerloschpumpe eine Trockensaugprobe so wird bei dieser mit Hilfe der Entluftungseinrichtung ein Grobvakuum erzeugt um die Pumpe nach dem Betrieb auf eventuelle Undichtigkeiten zu uberprufen Fehler konnen defekte Dichtungen oder defekte Gehause sein Ausserdem wird die Funktionalitat der Entluftungseinrichtung uberpruft Somit wird die ordnungsgemasse Funktion fur den nachsten Einsatz sichergestellt Der Sauganschluss wird durch eine Blindkupplung verschlossen die Druckabgange werden geschlossen ohne Blindkupplungen und die Pumpe wird gestartet Bei nicht automatischen Entluftungseinrichtungen wird diese aktiviert Innerhalb von 30 Sekunden muss die Pumpe einen Unterdruck von mindestens 0 8 bar erzeugen Nach dem Ausschalten der Pumpe darf sich der Unterdruck innerhalb von einer Minute um maximal 0 1 bar verringern 3 Bei den Maschinen einiger Hersteller dient die Trockensaugprobe zudem zur Schmierung der Pumpenelemente mit Hilfe der Stopfbuchsen Einsatzarten BearbeitenLoschwasserforderung uber lange Wegstrecken Bearbeiten Hauptartikel Loschwasserforderung uber lange Wegstrecken Prinzipiell gibt es zwei verschiedene Arten Wasser uber weite Strecken zu transportieren namlich zum einen die offene und zum anderen die geschlossene Schaltreihe Bei der offenen Schaltreihe wird von einer Pumpe das Wasser bis zu einem Behalter meist teilweise aufblasbare Faltbehalter verlastet u a auf LF 20 KatS gepumpt von dem aus die nachste Pumpe das Wasser wiederum ansaugt und weiterleitet Ein Vorteil dieser Vorgehensweise liegt darin dass der Druck mit dem das Wasser in den Behalter stromt uber 3 bar oder weniger als 1 5 bar betragen kann Nachteile sind der erhohte Zeit und Materialbedarf Bei der geschlossenen Schaltreihe wird die erste Pumpe direkt uber Schlauche mit der nachfolgenden Pumpe verbunden die wiederum uber Schlauche mit einer weiteren Pumpe verbunden wird usw Vorteile sind hier der zugigere Aufbau sowie der geringere Materialbedarf Ein Nachteil besteht darin dass der Eingangsdruck der Verstarkerpumpe zwischen 1 5 und 3 bar liegen muss Um dies sicherzustellen wird entweder ein Druckbegrenzungsventil vor dem Eingang der Pumpe verwendet oder der Ausgangsdruck bezuglich der Wegstrecke und der Reibungsverluste im Schlauch berechnet Bei Einbaupumpen muss bedacht werden dass das verunreinigte Wasser nicht in den Wassertank kommen darf Es ist dabei unbedingt die Bypass Leitung geschlossen zu halten Ansonsten ist der Tank anschliessend grundlich zu spulen Seinen Hintergrund hat dies zum einen darin dass Ablagerungen von Schmutz im Tank vermieden werden sollen zum anderen aber im Katastrophenschutz Die Feuerwehrfahrzeuge sind mit Trinkwasser aus dem Hydrantennetz befullt Im Katastrophen oder Verteidigungsfall sollen sie in der Lage sein notfalls bei der Sicherstellung der Trinkwasserversorgung zu unterstutzen Auspumpen von z B Kellern oder Tiefgaragen Bearbeiten Die meisten zumindest neueren Einbaupumpen haben eine Einstellung fur den Lenzbetrieb Dabei wird bei sehr niedrigem Ausgangsdruck ein moglichst grosser Forderstrom ermoglicht Nutzlich ist dies beim Auspumpen vollgelaufener Keller oder Tiefgaragen bei denen der Ausgangsdruck unerheblich ist dafur aber eine moglichst grosse Forderleistung gewunscht ist Betreiben wassergetriebener Gerate Bearbeiten Einige Feuerloschkreiselpumpen neuerer Bauart haben oftmals auch spezielle Einrichtungen zum Betrieb wassergetriebener Gerate Ein gutes Beispiel stellt der wassergetriebene Lufter dar Hier werden Drucke zwischen 12 und 15 bar oder mehr benotigt um den Lufter sinnvoll betreiben zu konnen Hierzu gibt es einen speziellen Lufterbetriebsmodus der Pumpe sowie einen zusatzlichen meist seitlich verbauten B Eingang fur den Ruckfluss vom Lufter Feuerloschpumpen bei deutschen Feuerwehren BearbeitenDie modernen Feuerloschpumpen sind Kreiselpumpen Fachbegriff Feuerloschkreiselpumpe Sie sind entweder tragbar oder fest am Feuerwehrfahrzeug als Vorbaupumpe oder im Heck des Fahrzeuges montiert Sie gehoren zur Gruppe der Feuerwehrpumpen welche sich in Pumpen zur Forderung von Wasser und Pumpen zur Forderung von sonstigen Flussigkeiten unterteilt Definiert wird der Begriff Feuerwehrpumpen Feuerwehrpumpen sind maschinell angetriebene Stromungsmaschinen zur Forderung von Flussigkeiten Die erste benzinmotorgetriebene Feuerloschpumpe der Welt stellte Gottlieb Daimler her Das Patent fur diese noch von Pferden gezogene Feuerspritze mit Motorbetrieb erwarb er am 29 Juli 1888 Der Einzylindermotor mit der Leistung von einer Pferdestarke war durch ein Untersetzungsgetriebe mit einer Kolbenpumpe des Feuerspritzenfabrikanten Heinrich Kurtz verbunden 4 Klassifizierung von Feuerloschpumpen Bearbeiten Aktuell werden in Europa die neuen tragbaren Feuerloschkreiselpumpen analog den Einbaupumpen gemass EN benannt Die Benennung lautet beispielsweise PFPN 10 1000 PFPN Portable Firepump Normal Pressure was sinngemass Portable Feuerloschkreiselpumpe Normaldruck mit einem Nennforderstrom von 1000 l min bei einem Nennforderdruck von 10 bar bedeutet In Deutschland gebrauchliche Feuerloschkreiselpumpen alt und neu nach DIN und DIN EN portable Pumpen tragen u U andere Bezeichnungen nach DIN 14420 Norm zuruckgezogen Schema Abkurzung FP Feuerloschkreiselpumpe Nennforderstrom 100 in l min und Nennforderdruck in bar FP 2 5 Feuerloschkreiselpumpe mit einem Nennforderstrom von 200 l min bei einem Nennforderdruck von 5 bar FP 4 5 Feuerloschkreiselpumpe mit einem Nennforderstrom von 400 l min bei einem Nennforderdruck von 5 bar FP 8 8 Feuerloschkreiselpumpe mit einem Nennforderstrom von 800 l min bei einem Nennforderdruck von 8 bar FP 16 8 Feuerloschkreiselpumpe mit einem Nennforderstrom von 1600 l min bei einem Nennforderdruck von 8 bar FP 24 8 Feuerloschkreiselpumpe mit einem Nennforderstrom von 2400 l min bei einem Nennforderdruck von 8 bar FP 32 8 Feuerloschkreiselpumpe mit einem Nennforderstrom von 3200 l min bei einem Nennforderdruck von 8 bar Transportable Pumpen tragen anstelle FP das Kurzel TS fur Tragkraftspritze nach DIN EN 1028 seit 11 2002 Schema Abkurzung FP Feuerloschkreiselpumpe N Normaldruck oder auf Englisch Fire Pump Normal Pressure Nennforderdruck in bar Nennforderstrom in l min FPN 6 500 Feuerloschkreiselpumpe als TS im KLF nach alter Norm fur Normaldruck mit einem Nennforderstrom von 500 l min bei einem Nennforderdruck von 6 bar FPN 10 1000 Feuerloschkreiselpumpe fur Normaldruck mit einem Nennforderstrom von 1000 l min bei einem Nennforderdruck von 10 bar FPN 10 2000 Feuerloschkreiselpumpe fur Normaldruck mit einem Nennforderstrom von 2000 l min bei einem Nennforderdruck von 10 bar FPN 10 3000 Feuerloschkreiselpumpe fur Normaldruck mit einem Nennforderstrom von 3000 l min bei einem Nennforderdruck von 10 bar FPN 10 4000 Feuerloschkreiselpumpe fur Normaldruck mit einem Nennforderstrom von 4000 l min bei einem Nennforderdruck von 10 bar Transportable Pumpen tragen nun das Kurzel PFPN fur Portable Fire Pump Normal Pressure normgerechte Verwendung Die aktuellen deutschen Feuerwehrfahrzeugnormen sehen nur Pumpen der folgenden Arten vor FPN 10 1000 FPN 10 2000 PFPN 10 1000 PFPN 10 1500 und PFPN 10 2000 Anschlusse Als Anschlusse hat die TS 8 8 neu PFPN 10 1000 einen A Sauganschluss und zwei B Druckabgange Fur gebirgiges Gelande oder fur Selbstschutzeinheiten Behorden und Militar gibt es leichtere Modelle TS 4 5 TS 2 5 und TS 0 5 5 mit entsprechend geringerem Forderstrom und geringerem Forderdruck Sie haben nur einen B Eingang oder C Ausgang Garantiepunkte Bearbeiten Die Garantiepunkte heutiger Feuerloschkreiselpumpen definieren drei Leistungswerte die eine Pumpe mindestens erfullen muss Da die Leistung je nach Saughohe und Wasserforderung variiert wurden folgende drei Punkte festgelegt Nach EN 1028Garantiepunkt 1 Nennforderstrom bei Nennforderdruck und einer geodatischen Saughohe von 3 Metern bei vom Hersteller festgelegter Nenndrehzahl Garantiepunkt 2 50 Prozent des Nennforderstroms bei Nennforderdruck und einer geodatischen Saughohe von 7 5 Metern bei einer Drehzahl bis zur Hochstdrehzahl Garantiepunkt 3 50 Prozent des Nennforderstroms bei 1 2 fachem Nennforderdruck und einer geodatischen Saughohe von 3 Metern bei einer Drehzahl unterhalb der Hochstdrehzahl Beispiel PFPN 10 1000 Tragbare Feuerloschkreiselpumpe Normaldruck mit einem Nennforderdruck von 10 bar bei einem Nennforderstrom von 1000l min Garantiepunkt 1 Garantiepunkt 2 Garantiepunkt 31000l min bei 10 bar 500l min bei 10 bar 500l min bei 12 bar3 m 7 5 m 3mNach der alten DIN 14 420Garantiepunkt 1 Nennforderstrom bei Nennforderdruck und einer geodatischen Saughohe von 3 Metern bei vom Hersteller festgelegter Nenndrehzahl Garantiepunkt 2 50 Prozent des Nennforderstroms bei 1 5 fachem Nennforderdruck und einer geodatischen Saughohe von 3 Metern bei max 1 2 facher Nenndrehzahl Garantiepunkt 3 50 Prozent des Nennforderstroms bei Nennforderdruck und einer geodatischen Saughohe von 7 5 Metern bei max 1 4 facher Nenndrehzahl Als Beispiel anhand einer TS 8 8 Tragkraftspritze mit einem Nennforderstrom von 800l min bei 8 bar Nennforderdruck Garantiepunkt 1 Garantiepunkt 2 Garantiepunkt 3800l min bei 8 bar 400l min bei 12 bar 400l min bei 8 bar3 m 3 m 7 5 m Zu beachten ist dass die alte DIN Norm 14 420 durch eine neue europaische Norm EN 1028 abgelost wurde Insbesondere wurden hierbei die Garantiepunkte 2 und 3 vertauscht 5 Literatur BearbeitenHans Schonherr Die Roten Hefte Heft 44a Pumpen in der Feuerwehr Teil I Einfuhrung in die Hydromechanik Wirkungsweise der Kreiselpumpen 4 Auflage Kohlhammer Stuttgart 1998 ISBN 978 3 17 015172 7 Christian Schwarze Die Roten Hefte Heft 44b Pumpen in der Feuerwehr Teil II Feuerlosch Kreiselpumpen Zusatzausstattungen Druckzumisch und Druckluftschaumanlagen 5 Auflage Kohlhammer Stuttgart 2005 ISBN 978 3 17 018605 7 Spritzen Prufungs Normalien In Fromme s Oesterreichischer Feuerwehr Kalender Jahrgang 1878 V Jahrgang S 41 47 Jahrbuch Online bei ANNO Vorlage ANNO Wartung fwk Weblinks Bearbeiten Commons Feuerloschpumpen Sammlung von Bildern Videos und Audiodateien Tragkraftspritzen aus aller Welt Kostenlose Loschwasserforderungs BerechnungsprogrammeEinzelnachweise Bearbeiten Die roten Hefte 44b Pumpen in der Feuerwehr Auflage 5 Jahr 2005 ISBN 3 17 018605 1 DIN EN 1028 Feuerloschpumpen Feuerloschkreiselpumpen mit Entluftungseinrichtung 2009 a b Ausbildung der Freiwilligen Feuerwehren Maschinist fur Loschfahrzeuge Landesfeuerwehrschule Baden Wurttemberg Neckarverlag 2002 Franz Josef Sehr Entwicklung des Brandschutzes In Freiwillige Feuerwehr Obertiefenbach e V Hrsg 125 Jahre Freiwillige Feuerwehr Obertiefenbach Beselich 2005 ISBN 978 3 926262 03 5 S 114 119 Jan Tino Demel Abschnittsarbeit Die neue Pumpen Normung fuhrt zu geanderten Pumpenkennlinien PDF 1 0 MB Mai Juni 2009 Normdaten Sachbegriff GND 1031462872 OGND AKS Abgerufen von https de wikipedia org w index php title Feuerloschpumpe amp oldid 214427591, wikipedia, wiki, deutsches

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