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Motorradbau in Zschopau

In der sächsischen Stadt Zschopau beziehungsweise ihrem Nachbarort Hohndorf wurden von 1922 bis 2016 Motorräder gebaut.

In Zschopau stand 1926 in der Zschopauer Motorenfabrik J. S. Rasmussen AG das erste Motorrad-Fließband der Welt. Sowohl dieses unter dem Markenkürzel DKW als auch das ab 1952 bis 1990 unter MZ firmierende VEB Motorradwerk Zschopau galt mit zuletzt 85.000 Maschinen im Jahr als weltweit größter Motorradhersteller, der zeitweise in rund 100 Länder exportierte. Die in Zschopau hergestellten DKW RT 125 und MZ RT 125 gehören zu den meistgebauten deutschen Motorrädern.

Die Abkürzung MZ, nach 1990 kurzzeitig auch MuZ, steht nacheinander für VEB Motorradwerk Zschopau, Motorradwerk Zschopau GmbH, Motorrad- und Zweiradwerk GmbH (MuZ), sowie MZ Motorrad- und Zweiradwerk GmbH und zuletzt ab 2009 für Motorenwerke Zschopau GmbH.

Inhaltsverzeichnis

Bis zum Zweiten Weltkrieg – Rasmussen, DKW und Auto Union

Hauptartikel: DKW

Von Haushaltsgeräten zum Motorradbau

Spielzeugmotor „Des Knaben Wunsch!“ von 1919, Grundstein für den Zweitaktmotorenbau
Blick auf einen Teil der Werksanlagen (1932)
1928/29 entstand im Südwesten der Stadt am Zschopenberg die „DKW-Siedlung“ als Werkssiedlung des Motorradwerks (1932).

Im Jahre 1906 kaufte der dänische Unternehmer Jørgen Skafte Rasmussen die stillgelegte Barthsche Tuchfabrik im Zschopauer Dischautal und richtete dort einen Zweigbetrieb der Chemnitzer Firma Rasmussen & Ernst ein. Zunächst wurden dort Haushalt- und Werkstattgeräte, Dampfkesselarmaturen sowie Kfz-Zubehör gefertigt. Ab 1912 firmierte das Unternehmen unter Zschopauer Maschinenfabrik J. S. Rasmussen. Während des Ersten Weltkriegs produzierte man Zündkapseln und Granatenzünder, die Beschäftigtenzahl stieg auf über 400.

Ab 1916 wurde der Prototyp eines dampfbetriebenen Kraftfahrzeugs entwickelt, es entstand das Markenzeichen DKW (Dampf Kraft Wagen), das für Fahrräder, Motorräder, Autos und Kühlschränke Verwendung fand. Die Entwicklung des Dampfkraftwagens wurde 1921 endgültig eingestellt. 1919 entwickelte der Ingenieur Hugo Ruppe bei Rasmussen einen kleinen Zweitaktmotor als Spielzeugantrieb (D.K.W. = „Des Knaben Wunsch“) sowie einen Stationärmotor. Beide wurden zur Leipziger Messe 1919 ausgestellt. 1920 wurde ein Ein-PS-Fahrradhilfsmotor (D.K.W.=„Das kleine Wunder“) entwickelt, später bot Rasmussen auch komplette Fahrräder mit Hilfsmotor und verstärktem Rahmen an.

1922 begann in Zschopau unter Chefkonstrukteur Hermann Weber und Verkaufsleiter Carl Hahn senior mit dem Reichsfahrtmodell die Serienproduktion von Motorrädern. 1923 wandelte Rasmussen die Motorenwerke in eine Aktiengesellschaft um. Die Aktien befanden sich fast ausnahmslos in seinem Besitz, seine Ehefrau Therese Rasmussen wird Aufsichtsratsvorsitzende. 1926 entstand in Zschopau das erste Motorrad-Fließband der Welt. Im Jahre 1928 übernahm DKW die Audiwerke AG Zwickau, 1929 war das Werk mit einer Jahresproduktion von 60.000 Motorrädern und einem Umsatz von 60 Mio. Reichsmark die größte Motorradfabrik der Welt. Vom Erfolgsmodell E200/E206 wurden zwischen 1925 und 1928 insgesamt mehr als 68.000 Stück hergestellt.

Aufgrund des rasanten Wachstums, war werksnaher Wohnraum für die im zahlreicher werdenden Beschäftigten knapp. Die Werksleitung wandte sich daher 1927 an den Stadtrat, um die Genehmigung für den Bau einer Werkssiedlung zu erhalten. Diese wurde am 10. Juli 1928 erteilt. Das Land Sachsen stellte für den Bau ein Darlehen in Höhe von 250.000 Reichsmark und Rasmussen selbst gewährte jedem Siedler ein Darlehen von 1.000 Reichsmark (heute rd. 3.630 Euro). Im November 1929 waren die Häuser am Zschopenberg für 68 Familien bezugsfertig.

Infolge der Weltwirtschaftskrise brach 1930 der Umsatz ein und das Werk machte einen Verlust von ca. 2 Mio. Reichsmark. Danach wurde Richard Bruhn, Bankdirektor bei der Sächsischen Staatsbank, Aufsichtsratsvorsitzender bei DKW. Auf Betreiben der Sächsischen Staatsbank fusionierten die Zschopauer Motorenwerke mit ihrer Tochtergesellschaft Audiwerke AG Zwickau, der Horchwerke AG (ebenfalls Zwickau) sowie dem Fahrzeugwerk Siegmar der Wanderer-Werke in Schönau bei Chemnitz 1932 zur Auto Union AG mit Sitz Zschopau. Aus dem Zusammenschluss der vier Marken entstand das Logo mit den vier Ringen, das noch heute von Audi verwendet wird. Der Firmengründer J. S. Rasmussen verließ das Unternehmen 1934 und zog 1939 nach Sacrow bei Potsdam. Die Verlegung des Firmensitzes nach Chemnitz erfolgte 1936 in die umgebauten und erweiterten Gebäude der ehemaligen Presto-Werke.

Während des Zweiten Weltkrieges baute das Unternehmen neben anderen Rüstungsgütern vor allem Stromerzeugungsaggregate und Motorräder (DKW RT 125 und DKW NZ 350) für die Wehrmacht. Vom 21. November 1944 bis Mitte April 1945 existierte im Werk DKW ein Außenlager des KZ Flossenbürg. 500 jüdische Frauen und Mädchen aus dem Lager Auschwitz mussten hier in der Rüstungswirtschaft Zwangsarbeit verrichten. Auf dem Zschopauer Friedhof erinnert seit 2005 ein Gedenkstein an die sechs hier und im Zweigwerk Wilischthal verstorbenen Frauen und Mädchen.

Motorradrennsport

Rennsportmotorrad DKW SS 250 aus dem Jahr 1938

Bereits 1920 gelang DKW mit dem Werksfahrer Max Hucke aus Erfurt beim Dresdner Bahnrennen ein erster Rennsporterfolg. Rasmussen erkannte bereits frühzeitig den werbewirksamen und verkaufsfördernden Effekt des Motorradrennsports. Allerdings wurden die Rennen damals überwiegend auf seriennahen Maschinen gefahren, die Piloten waren oftmals Privatfahrer oder Werksangehörige. DKW erzielte in den folgenden Jahren bei zahlreichen Rennsportveranstaltungen wie bei der damals sehr populären ADAC-Reichsfahrt oder dem Rennen auf der AVUS in Berlin, bedeutende Siege und vordere Plätze, u. a. durch Chefkonstrukteur Hermann Weber und Hans Sprung, den Meister der Einfahrabteilung.

1925 wird mit der ARe 175 erstmals eine spezielle Rennmaschine entwickelt. Zwei Jahre später entsteht unter der Leitung von Chefkonstrukteur Hermann Weber und Versuchsingenieur August Prüßing, der seit 1925 bei DKW tätig ist, die größte Motorradrennsportabteilung der damaligen Zeit. In den folgenden Jahren erringen Fahrer wie Arthur Geiss, Walfried Winkler, Ewald Kluge und Bernd Rosemeyer acht Motorrad-Europameisterschaften und 23 Deutsche Meistertitel. Besonders erfolgreich ist DKW in den Hubraumkategorien bis 175 cm³ und bis 250 cm³.

Auf dem Höhepunkt des Erfolges Mitte der 1930er-Jahre arbeiten in der Rennabteilung etwa 100 Mitarbeiter, darunter Rennleiter Adolf Meurer, Renningenieur Alfred Liebers sowie die Rennmonteure Kurt Haase, Kurt Terpe, Paul Uhlmann und Karl Wagner. Mit dem Gewinn der Silbervase bei der 17. Internationalen Sechstagefahrt in Oberstdorf 1935 durch Geiss, Winkler und Kluge zeigen sich auch die ersten Erfolge im Geländesportbereich. In diese Zeit fallen auch zahlreiche Geschwindigkeitsweltrekorde für Motorräder mit stromlinienförmiger Verkleidung sowie die Aufnahme einer Kleinserienproduktion von Renn- und Geländesportmaschinen, die vor allem an Privatfahrer verkauft werden. 1936/1937 erzielt DKW auch zunehmend Rennsporterfolge in den Seitenwagenklassen bis 600 cm³ (durch Karl Braun mit Beifahrer Erwin Badsching) und bis 1.000 cm³ (durch Hans Kahrmann mit Beifahrer Heinrich Eder und Hans Schumann mit Beifahrer Julius Beer).

Bemerkenswert ist auch der Erfolg bei der 27. Isle of Man Tourist Trophy, dem ältesten und prestigeträchtigsten Motorradrennen der Welt: Als erstem Deutschem gelang Ewald Kluge mit deutlichem Vorsprung auf den zweitplatzierten der Sieg in der Klasse Lightweight auf einer DKW ULD 250. – DKW war damit der erste deutsche Hersteller, dem ein Klassensieg gelang.

Die Rennabteilung wird 1941 kriegsbedingt aufgelöst, August Prüßing übernimmt die Leitung der Rüstungsproduktion im Werk DKW.

Meilensteine

Das 10.000ste Motorrad lief 1924 vom Band, 1926 das 25.000ste, 1928 das 100.000ste. Die Fertigstellung des 500.000 Motorrads, einer DKW SB 500, wurde im Rahmen einer großen Feier begangen, bei der Walfried Winkler den Motor erstmalig in Gang setzte.

Modellübersicht der DKW-Motorräder

Zeitleiste der DKW-Motorräder von 1922 bis 1945
Modell bzw. Baureihe 1920er 1930er 1940er
2 3 4 5 6 7 8 9 0 1 2 3 4 5 6 7 8 9 0 1 2 3 4 5
Reichsfahrtmodell Reichsfahrtmodell
ZL ZL
ZM ZM
SM SM
E E 206/200
E 250/300
Z Z 500 ZSW 500
Z 200
Spezial Spezial 200
Supersport Supersport 500/600
Luxus Luxus 200/300
Luxus 500
Luxus Sport 300
Volksrad ES ES 200
Schüttoff JS Schüttoff JS 500
KM KM 175/200
Sport Sport 500
Sport 350
Block Block 200/250/300/350
Block 175
Block 500
TM TM 200
BM BM 200
SB SB 200/250/300/350
SB 500
RT RT 100
RT 125
KS KS 200
NZ NZ 250/350
NZ 500
  • luftgekühlter Einzylinder-Zweitaktmotor
  • luftgekühlter Zweizylinder-Zweitaktmotor
  • wassergekühlter Zweizylinder-Zweitaktmotor
  • luftgekühlter Einzylinder-Viertaktmotor
  • Nach dem Zweiten Weltkrieg – IFA

    Demontage und Neubeginn

    MZ (RT) 125, erstes Serienmodell nach dem Wiederbeginn

    Die modernen Fertigungsanlagen des ehemaligen DKW-Werkes wurden 1945/1946 komplett demontiert und in die Sowjetunion transportiert. In Ischewsk im Ischmasch-Werk wurden die Maschinen unter Anleitung einer Gruppe von zwangsverpflichteten DKW-Ingenieuren (Werkleiter Otto Hoffmann, Chefkonstrukteur Hermann Weber, Konstrukteur Walter Heydenreich, Haupttechnologe Johannes Schmidt und Technologe Ernst Volkmar) installiert und wieder in Betrieb genommen. Auf diesen Maschinen wurden Motorräder nach Vorkriegsplänen der DKW NZ 350 produziert. Ein anderer Teil der demontierten Anlagen wurde zunächst in Moskau, ab 1948 in Minsk wieder aufgebaut, darauf wurden Motorräder nach Vorkriegsplänen der DKW RT 125 hergestellt. Bemühungen, den Motorradbau am ursprünglichen Standort wieder aufzunehmen, zeigten sich im DKW-Leichtmotorrad L60, welches im Werk Wilischthal entwickelt wurde. Dabei handelte es sich um eine Neuentwicklung, die aufgrund der seinerzeit geltenden Hubraum-Freigrenze von 60 cm³ erforderlich wurde. Der nur 40 kg schwere Motorradtyp leistete 3 PS. Konstruktive Besonderheiten waren ein bügelförmiger Hinterbau, der Kardanantrieb und die Pendelgabel mit Schwingmetallelementen in der Drehachse. Als das Motorrad auf der Leipziger Frühjahrsmesse 1948 der Öffentlichkeit präsentiert wurde, stand jedoch bereits fest, dass es zu keiner Serienproduktion dieses neuen Motorradtyps kommen würde. Die gesetzliche Hubraum-Freigrenze war inzwischen angehoben worden. Damit eröffnete sich die Möglichkeit, die Produktion der RT 125, einer Vorkriegsentwicklung, wieder aufzunehmen. Die Serienfertigung begann 1950 unter dem Markenzeichen Industrievereinigung Fahrzeugbau (IFA). Trotz der staatlichen Produktionsvorgabe von 5000 Stück wurden 1950 wegen Materialknappheit nur 1700 RT 125 fertiggestellt. 1951 erschien das erste fahrbare Modell des seitenwagentauglichen Motorrades mit 350-cm³-Zweitakt-Boxermotor und Kardanantrieb, die IFA BK 350. Die Serienproduktion der BK lief jedoch erst 1953 an.

    Einführung des Markenkürzels MZ und wirtschaftlicher Aufstieg

    Montage der ES-Baureihe (1964)
    Logo der Motorräder (ES)

    Das Motorradwerk firmierte seit 1952 unter VEB Motorradwerk Zschopau (MZ). Ab 1956 hießen alle Modelle MZ, beginnend mit der im Januar auf den Markt gekommenen RT 125/2. Im gleichen Jahr entwarf der bereits ab 1936 bei DKW in Zschopau angestellte Konstrukteur Arthur Meinig das – mit Veränderungen – bis in die 1980er-Jahre verwendete, prägnante Schwingenlogo.

    Durch den einfachen Aufbau der Fahrzeuge und die untereinander leicht austauschbaren Teile war die MZ ein „Volksmotorrad“, das auf Funktionalität, Haltbarkeit und Modellkontinuität setzte. Ab 1954 wurde eine von MZ patentierte Vollkapselung der Kette eingeführt, wie sie bei anderen Zweiradherstellern so nicht zu finden war. Die IFA BK 350 kam mit gesteigerter Leistung und besserer Geräuschdämmung als MZ BK 350 in den Handel. Im Dezember 1956 folgte die MZ ES 250, im gleichen Monat die MZ ES 175, jeweils mit ausgesprochen komfortablem und gleichzeitig fahrstabilem Schwingenfahrwerk. Mit Einführung der ES 250/1 festigte MZ ab 1961 die überdurchschnittlichen Eigenschaften der Motoren mit äußerst günstigem Drehmomentverlauf. Zusammengenommen mit den motorsportlichen Erfolgen machten diese Eigenschaften MZ-Motorräder auch im westlichen Ausland populär. Die Produktion nahm enorme Ausmaße an, MZ entwickelte sich rasch zu Europas größtem Motorradhersteller.

    Die Fertigung der Baureihe RT lief nach zwölf Produktionsjahren 1962 aus. 310.800 RTs wurden bei MZ gefertigt. Das Motorrad wurde auch von vielen anderen Herstellern, darunter Harley-Davidson und Yamaha, kopiert. Mit ca. fünf Millionen Exemplaren ist die RT 125 wahrscheinlich der meistkopierte Motorradtyp der Geschichte. Die Produktion der MZ ES 125/150 begann 1962. Das Modell hatte einen Blechpressrahmen, der in der Massenproduktion einfacher zu fertigen war als Rohrrahmen. Zusammen mit den daraus abgeleiteten Baureihen ETS 125/150 und TS 125/150 stellt sie mit etwa 900.000 Maschinen das bis heute meistgebaute deutsche Motorrad dar. Zudem war sie weltweit das erste Motorrad mit asymmetrischem Abblendlicht. 1961 wurde auf Initiative von MZ ein Zweitakt-Motorrad-Museum in Augustusburg eröffnet, das inzwischen eine der umfangreichsten Zweiradsammlungen Europas beherbergt. MZ gehörte zu den wenigen Firmen weltweit, die Motorräder mit Seitenwagen ab Werk lieferten, wobei die Super-Elastic – Seitenwagen von Stoye zu den qualitativ besten gebauten Seitenwagen überhaupt zählten.

    Wenn auch nicht so stark wie der Automobilbau, war die weitere Entwicklung bei MZ von der wirtschaftlichen Erstarrung der DDR geprägt. Die bewährten Konzepte wurden fortgeführt, die Entwicklung größerer Motorräder blieb jedoch unterbunden. Der Anspruch, die Weltspitze in der Viertelliterklasse mitzubestimmen, musste allmählich aufgegeben werden. In der Bundesrepublik Deutschland waren die Motorräder über das Waren- und Versandhaus Neckermann verfügbar und erfreuten sich wegen des günstigen Preises und des robusten Aufbaus insbesondere bei Studenten weiterhin großer Beliebtheit. In westdeutschen Städten mit großen Universitäten gehörten sie bis in die 1990er Jahre hinein zum Stadtbild.

    In der DDR waren MZ-Motorräder allgegenwärtig, sie wurden sehr oft auch zu reinen Alltagszwecken gefahren und glichen teilweise den Mangel an Pkw aus. 1975 gab es in der DDR 80,9 Krafträder pro 1000 Einwohner, das heißt, die Ausstattung der dortigen Bevölkerung mit Motorrädern und -rollern übertraf die in der Bundesrepublik (4 Krafträder pro 1000 Ew.) um gut das 20-fache, während der Ausstattungsgrad der Bundesrepublik mit Pkw den der DDR zur gleichen Zeit um das 2,6-fache übertraf.

    Mit der ETZ 250 wurden 1981 Scheibenbremse und 12-V-Elektrik eingeführt, beides damaliger Standard in der Motorradfertigung.

    Motorradrennsport

    Eine 250er-Werks-MZ der Saison 1964


    Die World Trophy-Mannschaften der DDR siegten 1963–1967 und 1969
    auf MZ-Motorrädern bei der Internationalen Sechstagefahrt.

    Von 1957 bis 1973 war MZ in den Hubraumklassen 125 cm³, 250 cm³ und 350 cm³ die führende deutsche Marke im internationalen Motorradrennsport. Zur MZ-Werksmannschaft gehörten unter anderem die Rennfahrer Ernst Degner, Horst Fügner, Werner Musiol, Heinz Rosner, Klaus Enderlein und Günter Bartusch. Der westdeutsche Rennfahrer Dieter Braun fuhr von 1968 bis 1969 deutsche und Weltmeisterschaftsrennen für das westdeutsche Neckermann-MZ-Rennteam. 1968 und 1969 gewann er die Deutsche Motorrad-Straßenmeisterschaft in der Klasse bis 125 cm³ auf Neckermann-MZ. Außer deutschen fuhren auch ausländische Fahrer auf MZ-Maschinen um Weltmeisterschaftspunkte. Die bekanntesten waren Gary Hocking, Mike Hailwood, Luigi Taveri, Alan Shepherd, Derek Woodman, László Szabó und Silvio Grassetti. Obwohl sich die MZ-Rennmaschinen mit den aufkommenden japanischen Maschinen der Marken Honda, Suzuki und Yamaha durchaus messen konnten, war es in den 1960er Jahren aus politischen Gründen auch den besten Fahrern nicht möglich, eine Marken-Weltmeisterschaft für MZ zu erreichen. Bei Weltmeisterschaftsrennen in NATO-Staaten war der MZ-Rennstall von der Teilnahme oft ausgeschlossen, da DDR-Bürger meist keine Einreise-Visa erhielten. 1974 zog sich MZ aus dem Straßenrennsport zurück und löste 1975 die Rennabteilung zugunsten des Motorrad-Geländesports ganz auf.

    Im Jahr 1963 gewann das DDR-Nationalteam auf MZ-Motorrädern erstmals die World Trophy bei der Internationalen Sechstagefahrt. Dieser Wettbewerb ist gleichbedeutend mit der Mannschafts-Weltmeisterschaft im Motorrad-Geländesport. Es folgten fünf weitere Trophy-Siege auf MZ in den Jahren 1964, 1965, 1966, 1967 und 1969. 1968 verletzte sich Werner Salevsky bei einem Sturz, und die MZ-Mannschaft musste das Rennen aufgeben. Ein letzter Erfolg bei der Sechstagefahrt gelang 1987, als die DDR-Trophy- und Silbervase-Mannschaften den Wettbewerb gewannen. MZ wurde dabei durch die Fahrer Jens Scheffler, Harald Sturm, Uwe Weber, Jens Grüner, Mike Heydenreich und Udo Grellmann vertreten.

    Meilensteine

    Im April 1962 wurde „Das 300.000 MZ-Motorrad der 125ccm Klasse“, eine MZ 125/3, endmontiert. Das einmillionste Motorrad seit 1950, eine MZ ETS 250 Trophy Sport, lief am 21. Juni 1970 vom Band. 1983 lief das zweimillionste Motorrad vom Band, eine MZ ETZ 250.

    Nach der politischen Wende 1990

    Privatisierung, Insolvenz und Neugründung

    SAXON Sportstar
    (Baujahr 1994)
    MZ ETZ 301, Lizenzbau 1995 von Kanuni aus Istanbul (Türkei)

    Nach der Wende wurde MZ 1990 privatisiert. Das Unternehmen Motorradwerk Zschopau GmbH meldete am 18. Dezember 1991 Konkurs an. Gründe waren unter anderem der Wegfall der Märkte in Osteuropa und Ostdeutschland. Die von der Treuhandanstalt mit Sanierung und Verkauf beauftragten Unternehmensberater Wolfram Sauerbrey und Petr-Karel Korous zeigten sich außerstande, das Werk in Zschopau an die sich bewerbenden Interessenten, darunter das türkische Kleincomputer- und Maschinenbauunternehmen Kuralkan, das seit 1987 der größte Bauteilelieferant für MZ und im Gegengeschäft Importeur der MZ-Motorräder für den gesamten Nahen Osten war, zu verkaufen. In selbst festgestellter Ermangelung einer Alternative übernahmen sie die lukrativen Anteile der Insolvenzmasse selbst. Als sich kurz nach der Übernahme herausstellte, dass Sauerbrey mehrfach wegen Betrugs und Urkundenfälschung vorbestraft war, zog sich dieser aus der Unternehmensleitung zurück. Sein Geschäftspartner Korous verblieb als geschäftsführender Gesellschafter im neu gegründeten Unternehmen.

    Dieses Nachfolgeunternehmen, die MuZ Motorrad- und Zweiradwerk GmbH, zog 1993 an den Neubaustandort im Großolbersdorfer Ortsteil Hohndorf um, wo sich zu DDR-Zeiten die Zylinderschleiferei befand. Nach einigen Wiederbelebungsversuchen übernahm der malaiische Konzern Hong Leong 1996 das Unternehmen; ab 1999 wurde unter MZ Motorrad- und Zweiradwerk GmbH firmiert.

    Die ETZ-Patente und -Fertigungsanlagen wurden an die türkische Kuralkan Corporation KANUNI MOTORLU ARACLAR A. S. verkauft. In Istanbul wurden die Modelle ETZ 251 und 301 unter dem Herstellernamen MZ Kanuni seit 1994 noch einige Jahre (wahrscheinlich bis 2001) gefertigt.

    Verfehlte Modellwechsel, erste Neuentwicklungen

    MZ Silver Star

    Durch den Zukauf von 500-cm³-Viertaktmotoren von Rotax wurde konzeptschwach und glücklos versucht, dem Zusammenbruch der Nachfrage entgegenzuwirken. Diese Maßnahme erwies sich insofern als kontraproduktiv, als man mit dem Einbau des teuren und deutlich schwereren Viertaktmotors aus Fremdproduktion das bisher günstige Preis-Leistungs-Verhältnis der leichten Zweitakter aus Eigenproduktion und damit das jahrzehntelang eingeführte Markenimage radikal konterkarierte. Kostete 1989, dem Jahr des Modellwechsels, eine MZ ETZ 250 noch um 2000 DM und die neue ETZ 251 um die 3000 DM, so sollte die MZ Silver Star, als Retro-Klassiker mit Rotax Motor, 1992 bereits knapp 9000 DM und damit auch deutlich mehr als die technisch vergleichbare Kultmaschine Yamaha SR 500 kosten.

    MuZ Skorpion Replica von 1996 im Zweirad-Museum Neckarsulm

    Als erste Neuentwicklungen erschienen 1994 die Skorpion-Modelle, die von einem 660-cm³-Einzylindermotor von Yamaha angetrieben wurden. Mit vergleichsweise extrem hohen Listenpreisen zwischen 10.000 und 15.000 DM entsprachen auch diese Entwicklungen weder dem jahrzehntelang entwickelten Markenimage, noch waren sie marktkonkurrenzfähig, so dass auch diese Entwicklungen nicht ihre Produktionskosten decken konnten. 1994 wurde ebenfalls die Studie MuZ Kobra, mit einem 850-cm³-Zweizylindermotor der Yamaha TDM, vorgestellt. 1997 erschien als Enduro und Super-Moto-Variante mit dem grundsätzlich baugleichen 660-cm³-Yamaha-Einzylindermotor, der bereits in der Skorpion verbaut wurde, die MZ Baghira und Mastiff.

    Mit der Einführung der neuen MZ RT 125 im Jahr 2000 wurde auch wieder ein eigenentwickelter Motor angeboten – nunmehr ein DOHC-Viertakter mit 125 cm³. Dieser arbeitet seit 2001 auch in den Schwestermodellen SX (Enduro) und SM (Supermoto) und galt als einer der stärksten Viertakt-Motoren seiner Klasse.

    Den sowohl fahrzeug- als auch produktionskostentechnischen Höhepunkt einer verfehlten Modellpolitik stellten die bereits 2000 vorgestellten, aber erst 2003 zur Produktion gelangten 998-cm³-Modelle MZ 1000 S/SF/ST mit Parallel-Twin dar. Ihr DOHC-Motor hatte eine elektronische Saugrohreinspritzung und war bei Markteinführung mit 86 kW (117 PS) und 95 Nm der stärkste Serien-Reihenzweizylinder auf dem Motorradmarkt. Das komplett einstellbare Fahrwerk mit einer 43-mm-Ø-Upside-Down-Gabel, einer Aluminium-Cantilever-Schwinge, einem Brückenrahmen aus Chrom-Molybdän-Stahlrohren und einer schwimmend gelagerten 320-mm-Ø-Doppelscheibenbremse mit Vierkolbensätteln am Vorderrad entsprach dem technischen Standard ihrer Zeit. Trotz einer mit 12118 € für das Modell 1000 S relativ verträglichen Preisgestaltung musste nach lediglich 1180 hergestellten Fahrzeugen bereits 2008 die Produktion wieder eingestellt werden, da die Verkaufszahlen nicht mal annähernd die prognostizierte und wirtschaftlich benötigte Höhe erreichten.

    Wirtschaftliche Probleme und Werksschließung

    Ende August 2005 sah sich das Management veranlasst, umfangreiche Umstrukturierungen durchzuführen. Ende 2006 wurde die gesamte Entwicklungsabteilung geschlossen, alle Mitarbeiter wurden entlassen. Die Qualität der noch produzierten Motorräder ließ auch aufgrund der Entlassung der Mitarbeiter der Qualitätskontrolle stark nach. Das Stammkapital des Unternehmens wurde weitgehend abgezogen. Die Produktion lief jedoch in geringen Stückzahlen weiter. Die Sammlung seltener Entwicklungsmodelle, Versuchsfahrzeuge, Versuchsteile, Vergleichs- und spezieller Messfahrzeuge wurde verkauft.

    Laut Hong Leong wurden seit der Übernahme 1996 über 70 Millionen Euro Verlust eingefahren. Am 6. Juni 2008 wurde bekanntgegeben, dass zum Ende des Jahres 2008 die Produktion endgültig eingestellt wird. Seit September 2008 wurden keine Motorräder mehr produziert. Ende des Jahres 2008 wurde das Werk geschlossen.

    Die letzte Produktpalette vor der Einstellung der Produktion bestand aus folgenden Modellen:

    • die 125-cm³-Einzylinder-Reihe RT, SM und SX,
    • die 660-cm³-Einzylinder-Supermoto (auch als HR-Variante mit kürzerer Federgabel, niedrigerer Sitzposition und kürzerer Schwinge erhältlich), nur noch einzelne Exemplare,
    • die 998-cm³-Zweizylindermaschinen 1000S (Sport), 1000SF (SuperFighter) und 1000ST (SuperTraveller).

    Die Straßenmaschine Skorpion wurde seit 2002 nicht mehr produziert, die MZ Baghira Enduro wurde auf Anfrage bis Ende 2007 weiter gebaut. Danach wurde die Produktion beider Baghira (Enduro/Supermoto) und der Mastiff wegen verschärfter Abgasnormen und des nur noch geringen Absatzes eingestellt.

    Modellübersicht der MZ-Motorräder ab 1945

    Zeitleiste der MuZ/MZ-Motorräder von 1992 bis 2008 (ohne Importfahrzeuge MZ-B und MZ Kanuni)
    Modell bzw. Baureihe 1990er 2000er
    2 3 4 5 6 7 8 9 0 1 2 3 4 5 6 7 8
    Saxon(a) Roadstar/Sportstar 125
    Tour/Fun 251/301
    Saxon 500 R(b) 500 R/500 VR/Tour/Fun/Fun Sport/Country/Voyager
    Silver Star/Red Star/Green Star
    Skorpion Tour/Sport/Traveller/Cup/Race Replica
    Baghira/Mastiff Baghira/Mastiff
    RT 125 RT 125
    125 SX/SM 125 SX/SM
    1000 1000 S/SF/ST
  • luftgekühlter Einzylinder-Zweitaktmotor
  • luftgekühlter Zweizylinder-Zweitaktmotor
  • luftgekühlter Einzylinder-Viertaktmotor
  • wassergekühlter Einzylinder-Viertaktmotor
  • wassergekühlter Zweizylinder-Viertaktmotor

  • (a) Mit Zweitaktmotor der Baureihe ETZ
    (b) Mit Viertaktmotor von Rotax

    Neugründung als Motorenwerke Zschopau GmbH

    Übernahme durch Ralf Waldmann und Martin Wimmer

    Im März 2009 wurde bekannt, dass die ehemaligen Motorradrennfahrer Ralf Waldmann und Martin Wimmer das Motorrad- und Zweiradwerk Zschopau kaufen und sanieren wollten. Nach der Neugründung firmierte das Unternehmen als Motorenwerke Zschopau GmbH. Der Hoffnungsträger für einen Neuanfang war das Projekt eines Elektromotorrollers, der MZ Emmely EL1. Die Produktion des Elektrorollers Charly wurde im November 2009 wieder aufgenommen.

    Im November 2011 erhielt MZ eine Landesbürgschaft, um im Jahr 2012 eine Stückzahl von 1200 Maschinen (Straßenmotorräder T125 und Geländemotorräder Typ 122) bauen zu können.

    Im Februar 2012 gingen 20 der 56 in Hohndorf arbeitenden Mitarbeiter in Kurzarbeit, da der Lieferant für elektrische Antriebssysteme Clean Mobile Insolvenz angemeldet hatte. Dadurch konnten keine Elektrofahrzeuge montiert werden. Am 7. September 2012 meldete Geschäftsführer Martin Wimmer wegen Zahlungsunfähigkeit für die Motorenwerke Zschopau Insolvenz beim Amtsgericht Chemnitz an. Die Produktion sollte aber bis zu einer Entscheidung des Gerichts zunächst fortgeführt werden.

    Insolvenzantrag 2012

    Die Motorenwerke Zschopau GmbH (MZ) musste Anfang September 2012 aufgrund eines kurzfristig nicht zustande gekommenen Darlehens einen Insolvenzantrag beim Amtsgericht Chemnitz stellen. Das Chemnitzer Amtsgericht lehnte den Insolvenzantrag am 10. September als formal unzureichend ab und forderte eine Nachbesserung innerhalb von zwei Wochen. Zunächst ging die Produktion der Elektroroller mit den 49 Mitarbeitern weiter. Das Amtsgericht Chemnitz hat am 30. September 2012 das Insolvenzverfahren eingeleitet. Nach Eröffnung des Insolvenzverfahrens erfolgte nur eine kleine Produktion von Elektro-Dreirädern für die Schweizer Post. Damit waren 20 der ursprünglich 56 Angestellten beschäftigt. Auf zwischen sechs und sieben Millionen Euro beläuft sich die Schuldensumme und verteilt sich auf 170 Gläubiger.

    Gescheiterte Sanierung 2013

    Trotz einer Zahl von mehr als 30 Gesprächen und Werkbesichtigungen mit teilweise namhaften potentiellen Investoren aus dem In- und Ausland gelang es dem Insolvenzverwalter nicht, eine Lösung für die Motorenwerke Zschopau GmbH zu finden. Die unsichere Perspektive ließ die jeweiligen Kandidaten von der notwendigen Millioneninvestition Abstand nehmen. Damit war eine Sanierung Anfang Mai 2013 gescheitert. Die meisten der zuletzt beschäftigten 20 Mitarbeiter erhielten ihre Kündigung. Die Endmontage des Elektrodreirades für die Schweizer Post wurde von 3 verbliebenen Mitarbeitern übernommen. Im Mai 2013 übernahm die neugegründete MuZ Vertriebs GmbH die Ersatzteilversorgung für die nach 1990 hergestellten Modelle Charly II, MZ 125 RT/RT-Classic/SM/SX, Baghira, Mastiff, Bison 175N, ATV 50/100/150/Cabra, MZ 1000 S/SF, Saxon, Rotax-Motor und Skorpion. Mit der Verlegung der MuZ Vertriebs GmbH nach Schneeberg (Erzgebirge), endeten im Oktober 2013 die Aktivitäten von MZ bzw. MuZ in der Zschopauer Region. Die Markenrechte an der Wort- und Bildmarke „MZ“ bzw. „MuZ“ wurden im November 2013 von mindestens vier verschiedenen Anmeldern beansprucht. 2015 erwarb der Bruder des früheren MZ-Werksfahrers Reinhard Klädtke, Dirk Klädtke, Inhaber einer Maschinenbaufirma und schon seit Februar 2014 Mieter zweier ehemaliger Produktionshallen, im Zuge einer Zwangsversteigerung das gesamte MZ-Werksgelände in Hohndorf.

    Teilnahme an der Motorrad-Weltmeisterschaft

    Anthony West auf MZ (2010)

    Im Jahr 2010 stieg MZ mit dem Fahrer Anthony West in die neu geschaffene Moto2-Klasse der Motorrad-Weltmeisterschaft und damit wieder in den Straßenrennsport ein. Anthony West belegte am Ende der Saison mit 26 Punkten WM-Rang 23. In der Motorrad-Weltmeisterschaft 2011 wurde das Engagement ausgebaut und um ein zweites Motorrad erweitert, das mit Max Neukirchner besetzt wurde. Außerdem startete MZ mit Bernd Hiemer in der spanischen Motorradmeisterschaft.

    In der Motorrad-Weltmeisterschaft 2012 plante das MZ-Racing-Team, mit einem Motorrad in der neugegründeten Moto3 an den Start zu gehen. Pilotiert werden sollte dieses von Jonas Folger. Aufgrund von finanziellen Schwierigkeiten seitens MZ konnte Folger aber kein Motorrad zur Verfügung gestellt werden. Im Januar 2012 wurde eine Kooperation zwischen dem MZ-Racing-Team und dem Racing Team Germany bekanntgegeben. Im Zuge dieser Kooperation stellte MZ ein Moto3-Motorrad, das von Toni Finsterbusch bewegt wurde. Die Betreuung an der Rennstrecke übernahm das Racing Team Germany.

    Außerdem startete der Schwede Alexander Lundh in der Moto2 für MZ.

    Motorradmanufaktur ZPmoto

    Seit 2010 firmierte Dirk Klädtke (siehe oben) als Motorradmanufaktur ZPmoto und produzierte seit Oktober 2012 in Kleinserie das Modell ZPsport 449, ein Retromodell mit einem den MZ GS nachempfundenen Design. Die ZPsport 449 wurde Anfang 2013 erstmals ausgeliefert. Ursprünglich sollten jährlich etwa 50 Fahrzeuge hergestellt werden. Da der Motorenhersteller GasGas nach seiner Konkursanmeldung 2015 die Lieferung einstellte, lief die Fertigung 2016 nach 12 Exemplaren aus.

    Die bedeutendsten Museen zur Geschichte und mit DKW- und MZ-Motorradmodellen als technische Kulturgüter, befinden sich im Zschopauer Schloss Wildeck sowie im Jagdschloss Augustusburg (ca. 10 Kilometer von Zschopau entfernt).

    Das Museum auf Schloss Augustusburg wurde am 29. September 1961 eröffnet, war seinerzeit das erste seiner Art in der DDR und widmet sich neben den Modellen aus Zschopau schwerpunktmäßig der Entwicklung des Zweitaktmotors im Motorradbau seit 1885. Die gezeigten Exponate sind ein exemplarischer Querschnitt dieser Entwicklungsgeschichte. Bis 1981 zählte die Ausstellung bereits mehr als 3 Millionen Besucher. Das Museum beansprucht für sich mit 175 Exponaten eine der bedeutendsten und umfangreichsten Zweiradsammlungen Europas zu beherbergen. Darunter sind u. a. Prototypen und Unikate aus Zschopau sowie von anderen Herstellern.

    Seit 2003 besteht in Zschopau selbst die Dauerausstellung „Motorradträume“. Sie befindet sich auf zwei Etagen im Südflügel der Schlosses. Kern der Ausstellung bildet die Sammlung Rasmussen von Jørgen Skafte Rasmussen, dem gleichnamigen Enkel des Firmengründers. Gezeigt werden Motorräder, Stationärmotoren, Unikate und persönliche Gegenstände aus der Anfangszeit von DKW sowie ein Großteil der MZ-Modelle samt Modellen aus dem Straßenrenn- und Endurosport.

    Die Bekanntheit der Stadt Zschopau resultiert vorrangig aus dem Motorradbau im 20. Jahrhundert. Das Stadtmarketing verwendet seit mehreren Jahren den Namenszusatz „Motorradstadt“ auf seiner Internetpräsenz und anderen Werbeschriften. Seit der Januarausgabe 2015 wird dieser Zusatz auch im Amtsblatt verwendet.

    2013 genehmigte das Sächsische Staatsministerium für Wirtschaft, Arbeit und Verkehr den Antrag der Stadtverwaltung zur Aufstellung einer touristisches Unterrichtungstafel, welche sich seither an der A 4 in Fahrtrichtung Westen nähe der Anschlussstelle Chemnitz Ost befindet. In kleineren Ausführungen befinden sich derartige Tafeln auch in beiden Fahrtrichtungen an der Bundesstraße 174 jeweils vor dem Ortseingang.

    Seit dem 16. Juli 2021 hat das Sächsische Innenministerium der Stadt auf ihren Antrag hin offiziell das Recht verliehen, die „sonstige Bezeichnung“ im Sinne der Sächsischen Gemeindeordnung „Motorradstadt“ zu führen. Die Stadtverwaltung ist seither berechtigt, den Namenszusatz beispielsweise auf dem Ortseingangsschild, auf amtlichen Schreiben und im Dienstsiegel zu verwenden. Teilnehmer der feierlichen Zeremonie zur Verleihung waren unter anderem der gleichnamige Enkel des DKW-Firmengründers Jørgen Skafte Rasmussen sowie Carl Horst Hahn, Sohn von Carl Hahn, der in den 1920/30er-Jahren erfolgreich Verkaufsleiter bei DKW war.

    Obwohl sich die Produktion bei MZ nach 1989 stark verringerte und im Jahr 2008 gänzlich beendet wurde, waren zum 1. Januar 2021 in Deutschland noch 94.853 MZ-Krafträder zugelassen, was die MZ-Zulassungszahl innerhalb von 12 Jahren seit Produktionseinstellung mit 17.627 zusätzlichen Fahrzeugen um 22,8 Prozent erhöhte und damit einem seither konstanten Anteil von knapp über 2,0 Prozent aller in Deutschland zugelassenen Motorräder entspricht.

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    • Peter Kurze, Christian Steiner: Motorräder aus Zschopau. DKW, IFA, MZ. 2., aktualisierte und erweiterte Auflage. Delius Klasing, Bielefeld 2007, ISBN 978-3-7688-5255-5.
    • Frank Rönicke: IFA – MZ – 1950–1991. Eine Dokumentation (= Schrader Typen-Chronik). Motorbuch, Stuttgart 2008, ISBN 978-3-613-02948-4.
    • Andy Schwietzer: Typenkompass MZ: Motorräder seit 1950. Motorbuch, Stuttgart 2008, ISBN 978-3-613-02949-1.
    • Woldemar Lange, Jörg Buschmann: DKW Zschopau und der Motorradgeländesport 1920-1941. Bildverlag Böttger, Witzschdorf 2012, ISBN 978-3-937496-50-4.
    • Rene Zapf: Made in Zschopau. Motorräder mit Herz. Chemnitzer Verlag, Chemnitz 2012, ISBN 978-3-937025-86-5.
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    Commons: DKW-Motorräder – Sammlung von Bildern
    Commons: MZ-Motorräder – Sammlung von Bildern
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    Motorradmodelle von DKW
    1920–1945
    (Zschopau)
    Fahrräder
    mit Hilfsmotor

    Fahrradhilfsmotor „Das kleine Wunder“ (1919–1923)

    Motorroller

    Golem Sesselrad (1921–1922) |Lomos Sesselrad (1922–1925) |Transportrad (1925–1926)

    Motorräder

    Reichsfahrtmodell (1922–1925) |ZL (1923–1924) |ZM (1924–1925) |SM (1924–1925) |E 206 (1925–1928) |Z 500 (1926–1928) |E 250 (1927–1928) |E 200 (1928–1929) |E 300 (1928–1929) |ZSW 500 (1929) |Spezial 200 (1928–1929) |Luxus 200 (1929–1932) |Luxus 300 (1929–1930) |Supersport 500 (1929–1932) |Luxus 500 (1929–1931) |Luxus Spezial 200 (1929–1932) |ES 200 (1929–1930) |Z 200 (1929–1931) |Schüttoff JS 500 (1930–1932) |Luxus Sport 300 (1930–1931) |KM 175 (1930–1933) |Supersport 600 (1930–1933) |Block 200 (1931–1932) |Block 300 (1931–1932) |Sport 500 (1931–1932) |Block 350 (1931–1932) |TM 200 (1932–1933) |Sport 350 (1933) |Block 175 (1933) |BM 200 (1933) |Block 500 (1933) |SB 200 (1933–1936) |SB 250 (1936–1938) |SB 350 (1934–1938) |SB 500 (1934–1939) |KM 200 (1934–1936) |RT 100 (1934–1940) |KS 200 (1936–1940) |NZ 250 (1938–1941) |NZ 350 (1938–1945) |NZ 500 (1939–1941) |RT 125 (1940–1944)

    Rennmotorräder

    ARe 175 |ORe 250 |SS 250 |SS 350 |SS 500 |SS 600 |ULD 250

    1945–1970
    (Ingolstadt)
    Mopeds

    Hummel (1956–1958) |Hummel Super (1959–19xx) |Violetta (1956–1958)

    Mokicks

    Hummel 115 (1960–1966) |Hummel 136 (1962–19xx) |Mokick 139 (1965–19xx) |

    Kleinkrafträder

    Hummel 155 (1960–1966) |Hummel 166 (1962–19xx) |159 TS (1965–19xx) |RT 159 (1968–19xx) |RT 159 ES (1971–19xx)

    Motorroller

    Hobby (1954 bis 1957)

    Motorräder

    RT 125 (1949–1957) |RT 200 (1951–1953) |RT 250/1 (1952–1953) |RT 250/2 (1952–1953) |RT 350 (1954–1955) |RT 175 (1954–1955) |RT 200/2 (1951–1953) |RT 175S (1955–1956) |RT 200S (1955–1956) |RT 250S (1955–1956) |RT 350S (1955–1956) |RT 175 VS (1956–1958) |RT 200 VS (1956–1958) |RT 250 VS (1956–1958) |RT 125 (1968–19xx) |RT 125 ES (1971–19xx)

    Motorradbau in Zschopau
    motorradbau, zschopau, deutscher, motorradhersteller, sprache, beobachten, bearbeiten, weitergeleitet, motorradwerk, zschopau, sächsischen, stadt, zschopau, beziehungsweise, ihrem, nachbarort, hohndorf, wurden, 1922, 2016, motorräder, gebaut, zschopau, stand, . Motorradbau in Zschopau deutscher Motorradhersteller Sprache Beobachten Bearbeiten Weitergeleitet von Motorradwerk Zschopau In der sachsischen Stadt Zschopau beziehungsweise ihrem Nachbarort Hohndorf wurden von 1922 bis 2016 Motorrader gebaut 1 2 3 In Zschopau stand 1926 in der Zschopauer Motorenfabrik J S Rasmussen AG das erste Motorrad Fliessband der Welt 4 Sowohl dieses unter dem Markenkurzel DKW als auch das ab 1952 bis 1990 unter MZ firmierende VEB Motorradwerk Zschopau galt mit zuletzt 85 000 Maschinen im Jahr als weltweit grosster Motorradhersteller der zeitweise in rund 100 Lander exportierte 5 1 6 Die in Zschopau hergestellten DKW RT 125 und MZ RT 125 gehoren zu den meistgebauten deutschen Motorradern Die Abkurzung MZ nach 1990 kurzzeitig auch MuZ steht nacheinander fur VEB Motorradwerk Zschopau Motorradwerk Zschopau GmbH Motorrad und Zweiradwerk GmbH MuZ sowie MZ Motorrad und Zweiradwerk GmbH und zuletzt ab 2009 fur Motorenwerke Zschopau GmbH 7 Inhaltsverzeichnis 1 Geschichte 1 1 Bis zum Zweiten Weltkrieg Rasmussen DKW und Auto Union 1 1 1 Von Haushaltsgeraten zum Motorradbau 1 1 2 Motorradrennsport 1 1 3 Meilensteine 1 1 4 Modellubersicht der DKW Motorrader 1 2 Nach dem Zweiten Weltkrieg IFA 1 2 1 Demontage und Neubeginn 1 2 2 Einfuhrung des Markenkurzels MZ und wirtschaftlicher Aufstieg 1 2 3 Motorradrennsport 1 2 4 Meilensteine 1 3 Nach der politischen Wende 1990 1 3 1 Privatisierung Insolvenz und Neugrundung 1 3 2 Verfehlte Modellwechsel erste Neuentwicklungen 1 3 3 Wirtschaftliche Probleme und Werksschliessung 1 3 4 Modellubersicht der MZ Motorrader ab 1945 1 4 Neugrundung als Motorenwerke Zschopau GmbH 1 4 1 Ubernahme durch Ralf Waldmann und Martin Wimmer 1 4 2 Insolvenzantrag 2012 1 4 3 Gescheiterte Sanierung 2013 1 4 4 Teilnahme an der Motorrad Weltmeisterschaft 1 5 Motorradmanufaktur ZPmoto 2 Motorradmuseen zu DKW und MZ in der Region 3 Motorradstadt Zschopau 4 MZ Bestand mit Strassenzulassung in Deutschland 5 Literatur 6 Weblinks 7 EinzelnachweiseGeschichte BearbeitenBis zum Zweiten Weltkrieg Rasmussen DKW und Auto Union Bearbeiten Hauptartikel DKW Von Haushaltsgeraten zum Motorradbau Bearbeiten Spielzeugmotor Des Knaben Wunsch von 1919 Grundstein fur den Zweitaktmotorenbau Blick auf einen Teil der Werksanlagen 1932 1928 29 entstand im Sudwesten der Stadt am Zschopenberg die DKW Siedlung als Werkssiedlung des Motorradwerks 1932 Im Jahre 1906 kaufte der danische Unternehmer Jorgen Skafte Rasmussen die stillgelegte Barthsche Tuchfabrik im Zschopauer Dischautal und richtete dort einen Zweigbetrieb der Chemnitzer Firma Rasmussen amp Ernst ein Zunachst wurden dort Haushalt und Werkstattgerate Dampfkesselarmaturen sowie Kfz Zubehor gefertigt Ab 1912 firmierte das Unternehmen unter Zschopauer Maschinenfabrik J S Rasmussen Wahrend des Ersten Weltkriegs produzierte man Zundkapseln und Granatenzunder die Beschaftigtenzahl stieg auf uber 400 Ab 1916 wurde der Prototyp eines dampfbetriebenen Kraftfahrzeugs entwickelt es entstand das Markenzeichen DKW Dampf Kraft Wagen das fur Fahrrader Motorrader Autos und Kuhlschranke Verwendung fand Die Entwicklung des Dampfkraftwagens wurde 1921 endgultig eingestellt 1919 entwickelte der Ingenieur Hugo Ruppe bei Rasmussen einen kleinen Zweitaktmotor als Spielzeugantrieb D K W Des Knaben Wunsch sowie einen Stationarmotor Beide wurden zur Leipziger Messe 1919 ausgestellt 1920 wurde ein Ein PS Fahrradhilfsmotor D K W Das kleine Wunder entwickelt spater bot Rasmussen auch komplette Fahrrader mit Hilfsmotor und verstarktem Rahmen an 1922 begann in Zschopau unter Chefkonstrukteur Hermann Weber und Verkaufsleiter Carl Hahn senior mit dem Reichsfahrtmodell die Serienproduktion von Motorradern 1923 wandelte Rasmussen die Motorenwerke in eine Aktiengesellschaft um Die Aktien befanden sich fast ausnahmslos in seinem Besitz seine Ehefrau Therese Rasmussen wird Aufsichtsratsvorsitzende 1926 entstand in Zschopau das erste Motorrad Fliessband der Welt Im Jahre 1928 ubernahm DKW die Audiwerke AG Zwickau 1929 war das Werk mit einer Jahresproduktion von 60 000 Motorradern und einem Umsatz von 60 Mio Reichsmark die grosste Motorradfabrik der Welt 4 Vom Erfolgsmodell E200 E206 wurden zwischen 1925 und 1928 insgesamt mehr als 68 000 Stuck hergestellt Aufgrund des rasanten Wachstums war werksnaher Wohnraum fur die im zahlreicher werdenden Beschaftigten knapp Die Werksleitung wandte sich daher 1927 an den Stadtrat um die Genehmigung fur den Bau einer Werkssiedlung zu erhalten Diese wurde am 10 Juli 1928 erteilt Das Land Sachsen stellte fur den Bau ein Darlehen in Hohe von 250 000 Reichsmark und Rasmussen selbst gewahrte jedem Siedler ein Darlehen von 1 000 Reichsmark heute rd 3 630 Euro Im November 1929 waren die Hauser am Zschopenberg fur 68 Familien bezugsfertig 8 Infolge der Weltwirtschaftskrise brach 1930 der Umsatz ein und das Werk machte einen Verlust von ca 2 Mio Reichsmark Danach wurde Richard Bruhn Bankdirektor bei der Sachsischen Staatsbank Aufsichtsratsvorsitzender bei DKW Auf Betreiben der Sachsischen Staatsbank fusionierten die Zschopauer Motorenwerke mit ihrer Tochtergesellschaft Audiwerke AG Zwickau der Horchwerke AG ebenfalls Zwickau sowie dem Fahrzeugwerk Siegmar der Wanderer Werke in Schonau bei Chemnitz 1932 zur Auto Union AG mit Sitz Zschopau Aus dem Zusammenschluss der vier Marken entstand das Logo mit den vier Ringen das noch heute von Audi verwendet wird Der Firmengrunder J S Rasmussen verliess das Unternehmen 1934 und zog 1939 nach Sacrow bei Potsdam Die Verlegung des Firmensitzes nach Chemnitz erfolgte 1936 in die umgebauten und erweiterten Gebaude der ehemaligen Presto Werke Wahrend des Zweiten Weltkrieges baute das Unternehmen neben anderen Rustungsgutern vor allem Stromerzeugungsaggregate und Motorrader DKW RT 125 und DKW NZ 350 fur die Wehrmacht Vom 21 November 1944 bis Mitte April 1945 existierte im Werk DKW ein Aussenlager des KZ Flossenburg 500 judische Frauen und Madchen aus dem Lager Auschwitz mussten hier in der Rustungswirtschaft Zwangsarbeit verrichten Auf dem Zschopauer Friedhof erinnert seit 2005 ein Gedenkstein an die sechs hier und im Zweigwerk Wilischthal verstorbenen Frauen und Madchen Motorradrennsport Bearbeiten Rennsportmotorrad DKW SS 250 aus dem Jahr 1938 Bereits 1920 gelang DKW mit dem Werksfahrer Max Hucke aus Erfurt beim Dresdner Bahnrennen ein erster Rennsporterfolg Rasmussen erkannte bereits fruhzeitig den werbewirksamen und verkaufsfordernden Effekt des Motorradrennsports Allerdings wurden die Rennen damals uberwiegend auf seriennahen Maschinen gefahren die Piloten waren oftmals Privatfahrer oder Werksangehorige DKW erzielte in den folgenden Jahren bei zahlreichen Rennsportveranstaltungen wie bei der damals sehr popularen ADAC Reichsfahrt oder dem Rennen auf der AVUS in Berlin bedeutende Siege und vordere Platze u a durch Chefkonstrukteur Hermann Weber und Hans Sprung den Meister der Einfahrabteilung 1925 wird mit der ARe 175 erstmals eine spezielle Rennmaschine entwickelt Zwei Jahre spater entsteht unter der Leitung von Chefkonstrukteur Hermann Weber und Versuchsingenieur August Prussing der seit 1925 bei DKW tatig ist die grosste Motorradrennsportabteilung der damaligen Zeit In den folgenden Jahren erringen Fahrer wie Arthur Geiss Walfried Winkler Ewald Kluge und Bernd Rosemeyer acht Motorrad Europameisterschaften und 23 Deutsche Meistertitel Besonders erfolgreich ist DKW in den Hubraumkategorien bis 175 cm und bis 250 cm Auf dem Hohepunkt des Erfolges Mitte der 1930er Jahre arbeiten in der Rennabteilung etwa 100 Mitarbeiter darunter Rennleiter Adolf Meurer Renningenieur Alfred Liebers sowie die Rennmonteure Kurt Haase Kurt Terpe Paul Uhlmann und Karl Wagner Mit dem Gewinn der Silbervase bei der 17 Internationalen Sechstagefahrt in Oberstdorf 1935 durch Geiss Winkler und Kluge zeigen sich auch die ersten Erfolge im Gelandesportbereich In diese Zeit fallen auch zahlreiche Geschwindigkeitsweltrekorde fur Motorrader mit stromlinienformiger Verkleidung sowie die Aufnahme einer Kleinserienproduktion von Renn und Gelandesportmaschinen die vor allem an Privatfahrer verkauft werden 1936 1937 erzielt DKW auch zunehmend Rennsporterfolge in den Seitenwagenklassen bis 600 cm durch Karl Braun mit Beifahrer Erwin Badsching und bis 1 000 cm durch Hans Kahrmann mit Beifahrer Heinrich Eder und Hans Schumann mit Beifahrer Julius Beer Bemerkenswert ist auch der Erfolg bei der 27 Isle of Man Tourist Trophy dem altesten und prestigetrachtigsten Motorradrennen der Welt Als erstem Deutschem gelang Ewald Kluge mit deutlichem Vorsprung auf den zweitplatzierten der Sieg in der Klasse Lightweight auf einer DKW ULD 250 DKW war damit der erste deutsche Hersteller dem ein Klassensieg gelang 9 Die Rennabteilung wird 1941 kriegsbedingt aufgelost August Prussing ubernimmt die Leitung der Rustungsproduktion im Werk DKW Meilensteine Bearbeiten Das 10 000ste Motorrad lief 1924 vom Band 1926 das 25 000ste 1928 das 100 000ste Die Fertigstellung des 500 000 Motorrads einer DKW SB 500 wurde im Rahmen einer grossen Feier begangen bei der Walfried Winkler den Motor erstmalig in Gang setzte 10 Modellubersicht der DKW Motorrader Bearbeiten Zeitleiste der DKW Motorrader von 1922 bis 1945Modell bzw Baureihe 1920er 1930er 1940er2 3 4 5 6 7 8 9 0 1 2 3 4 5 6 7 8 9 0 1 2 3 4 5Reichsfahrtmodell ReichsfahrtmodellZL ZLZM ZMSM SME E 206 200E 250 300Z Z 500 ZSW 500Z 200Spezial Spezial 200Supersport Supersport 500 600Luxus Luxus 200 300Luxus 500Luxus Sport 300Volksrad ES ES 200Schuttoff JS Schuttoff JS 500KM KM 175 200Sport Sport 500Sport 350Block Block 200 250 300 350Block 175Block 500TM TM 200BM BM 200SB SB 200 250 300 350SB 500RT RT 100RT 125KS KS 200NZ NZ 250 350NZ 500luftgekuhlter Einzylinder Zweitaktmotor luftgekuhlter Zweizylinder Zweitaktmotor wassergekuhlter Zweizylinder Zweitaktmotor luftgekuhlter Einzylinder ViertaktmotorNach dem Zweiten Weltkrieg IFA Bearbeiten Demontage und Neubeginn Bearbeiten MZ RT 125 erstes Serienmodell nach dem Wiederbeginn Die modernen Fertigungsanlagen des ehemaligen DKW Werkes wurden 1945 1946 komplett demontiert und in die Sowjetunion transportiert In Ischewsk im Ischmasch Werk wurden die Maschinen unter Anleitung einer Gruppe von zwangsverpflichteten DKW Ingenieuren Werkleiter Otto Hoffmann Chefkonstrukteur Hermann Weber Konstrukteur Walter Heydenreich Haupttechnologe Johannes Schmidt und Technologe Ernst Volkmar installiert und wieder in Betrieb genommen Auf diesen Maschinen wurden Motorrader nach Vorkriegsplanen der DKW NZ 350 produziert Ein anderer Teil der demontierten Anlagen wurde zunachst in Moskau ab 1948 in Minsk wieder aufgebaut darauf wurden Motorrader nach Vorkriegsplanen der DKW RT 125 hergestellt Bemuhungen den Motorradbau am ursprunglichen Standort wieder aufzunehmen zeigten sich im DKW Leichtmotorrad L60 welches im Werk Wilischthal entwickelt wurde Dabei handelte es sich um eine Neuentwicklung die aufgrund der seinerzeit geltenden Hubraum Freigrenze von 60 cm erforderlich wurde Der nur 40 kg schwere Motorradtyp leistete 3 PS Konstruktive Besonderheiten waren ein bugelformiger Hinterbau der Kardanantrieb und die Pendelgabel mit Schwingmetallelementen in der Drehachse Als das Motorrad auf der Leipziger Fruhjahrsmesse 1948 der Offentlichkeit prasentiert wurde stand jedoch bereits fest dass es zu keiner Serienproduktion dieses neuen Motorradtyps kommen wurde 11 Die gesetzliche Hubraum Freigrenze war inzwischen angehoben worden Damit eroffnete sich die Moglichkeit die Produktion der RT 125 einer Vorkriegsentwicklung wieder aufzunehmen Die Serienfertigung begann 1950 unter dem Markenzeichen Industrievereinigung Fahrzeugbau IFA Trotz der staatlichen Produktionsvorgabe von 5000 Stuck wurden 1950 wegen Materialknappheit nur 1700 RT 125 fertiggestellt 1951 erschien das erste fahrbare Modell des seitenwagentauglichen Motorrades mit 350 cm Zweitakt Boxermotor und Kardanantrieb die IFA BK 350 Die Serienproduktion der BK lief jedoch erst 1953 an Einfuhrung des Markenkurzels MZ und wirtschaftlicher Aufstieg Bearbeiten Montage der ES Baureihe 1964 Logo der Motorrader ES Das Motorradwerk firmierte seit 1952 unter VEB Motorradwerk Zschopau MZ Ab 1956 hiessen alle Modelle MZ beginnend mit der im Januar auf den Markt gekommenen RT 125 2 Im gleichen Jahr entwarf der bereits ab 1936 bei DKW in Zschopau angestellte Konstrukteur Arthur Meinig das mit Veranderungen bis in die 1980er Jahre verwendete pragnante Schwingenlogo 12 13 Durch den einfachen Aufbau der Fahrzeuge und die untereinander leicht austauschbaren Teile war die MZ ein Volksmotorrad das auf Funktionalitat Haltbarkeit und Modellkontinuitat setzte Ab 1954 wurde eine von MZ patentierte Vollkapselung der Kette eingefuhrt wie sie bei anderen Zweiradherstellern so nicht zu finden war Die IFA BK 350 kam mit gesteigerter Leistung und besserer Gerauschdammung als MZ BK 350 in den Handel Im Dezember 1956 folgte die MZ ES 250 im gleichen Monat die MZ ES 175 jeweils mit ausgesprochen komfortablem und gleichzeitig fahrstabilem Schwingenfahrwerk Mit Einfuhrung der ES 250 1 festigte MZ ab 1961 die uberdurchschnittlichen Eigenschaften der Motoren mit ausserst gunstigem Drehmomentverlauf Zusammengenommen mit den motorsportlichen Erfolgen machten diese Eigenschaften MZ Motorrader auch im westlichen Ausland popular Die Produktion nahm enorme Ausmasse an MZ entwickelte sich rasch zu Europas grosstem Motorradhersteller Die Fertigung der Baureihe RT lief nach zwolf Produktionsjahren 1962 aus 310 800 RTs wurden bei MZ gefertigt Das Motorrad wurde auch von vielen anderen Herstellern darunter Harley Davidson und Yamaha kopiert Mit ca funf Millionen Exemplaren ist die RT 125 wahrscheinlich der meistkopierte Motorradtyp der Geschichte Die Produktion der MZ ES 125 150 begann 1962 Das Modell hatte einen Blechpressrahmen der in der Massenproduktion einfacher zu fertigen war als Rohrrahmen Zusammen mit den daraus abgeleiteten Baureihen ETS 125 150 und TS 125 150 stellt sie mit etwa 900 000 Maschinen das bis heute meistgebaute deutsche Motorrad dar Zudem war sie weltweit das erste Motorrad mit asymmetrischem Abblendlicht 1961 wurde auf Initiative von MZ ein Zweitakt Motorrad Museum in Augustusburg eroffnet das inzwischen eine der umfangreichsten Zweiradsammlungen Europas beherbergt 14 15 MZ gehorte zu den wenigen Firmen weltweit die Motorrader mit Seitenwagen ab Werk lieferten wobei die Super Elastic Seitenwagen von Stoye zu den qualitativ besten gebauten Seitenwagen uberhaupt zahlten Wenn auch nicht so stark wie der Automobilbau war die weitere Entwicklung bei MZ von der wirtschaftlichen Erstarrung der DDR gepragt Die bewahrten Konzepte wurden fortgefuhrt die Entwicklung grosserer Motorrader blieb jedoch unterbunden Der Anspruch die Weltspitze in der Viertelliterklasse mitzubestimmen musste allmahlich aufgegeben werden In der Bundesrepublik Deutschland waren die Motorrader uber das Waren und Versandhaus Neckermann verfugbar und erfreuten sich wegen des gunstigen Preises und des robusten Aufbaus insbesondere bei Studenten weiterhin grosser Beliebtheit 16 In westdeutschen Stadten mit grossen Universitaten gehorten sie bis in die 1990er Jahre hinein zum Stadtbild In der DDR waren MZ Motorrader allgegenwartig sie wurden sehr oft auch zu reinen Alltagszwecken gefahren und glichen teilweise den Mangel an Pkw aus 1975 gab es in der DDR 80 9 Kraftrader pro 1000 Einwohner das heisst die Ausstattung der dortigen Bevolkerung mit Motorradern und rollern ubertraf die in der Bundesrepublik 4 Kraftrader pro 1000 Ew um gut das 20 fache wahrend der Ausstattungsgrad der Bundesrepublik mit Pkw den der DDR zur gleichen Zeit um das 2 6 fache ubertraf 17 Mit der ETZ 250 wurden 1981 Scheibenbremse und 12 V Elektrik eingefuhrt beides damaliger Standard in der Motorradfertigung Motorradrennsport Bearbeiten Eine 250er Werks MZ der Saison 1964 Die World Trophy Mannschaften der DDR siegten 1963 1967 und 1969 auf MZ Motorradern bei der Internationalen Sechstagefahrt Von 1957 bis 1973 war MZ in den Hubraumklassen 125 cm 250 cm und 350 cm die fuhrende deutsche Marke im internationalen Motorradrennsport Zur MZ Werksmannschaft gehorten unter anderem die Rennfahrer Ernst Degner Horst Fugner Werner Musiol Heinz Rosner Klaus Enderlein und Gunter Bartusch Der westdeutsche Rennfahrer Dieter Braun fuhr von 1968 bis 1969 deutsche und Weltmeisterschaftsrennen fur das westdeutsche Neckermann MZ Rennteam 1968 und 1969 gewann er die Deutsche Motorrad Strassenmeisterschaft in der Klasse bis 125 cm auf Neckermann MZ 16 Ausser deutschen fuhren auch auslandische Fahrer auf MZ Maschinen um Weltmeisterschaftspunkte Die bekanntesten waren Gary Hocking Mike Hailwood Luigi Taveri Alan Shepherd Derek Woodman Laszlo Szabo und Silvio Grassetti Obwohl sich die MZ Rennmaschinen mit den aufkommenden japanischen Maschinen der Marken Honda Suzuki und Yamaha durchaus messen konnten war es in den 1960er Jahren aus politischen Grunden auch den besten Fahrern nicht moglich eine Marken Weltmeisterschaft fur MZ zu erreichen Bei Weltmeisterschaftsrennen in NATO Staaten war der MZ Rennstall von der Teilnahme oft ausgeschlossen da DDR Burger meist keine Einreise Visa erhielten 1974 zog sich MZ aus dem Strassenrennsport zuruck und loste 1975 die Rennabteilung zugunsten des Motorrad Gelandesports ganz auf Im Jahr 1963 gewann das DDR Nationalteam auf MZ Motorradern erstmals die World Trophy bei der Internationalen Sechstagefahrt Dieser Wettbewerb ist gleichbedeutend mit der Mannschafts Weltmeisterschaft im Motorrad Gelandesport Es folgten funf weitere Trophy Siege auf MZ in den Jahren 1964 1965 1966 1967 und 1969 1968 verletzte sich Werner Salevsky bei einem Sturz und die MZ Mannschaft musste das Rennen aufgeben Ein letzter Erfolg bei der Sechstagefahrt gelang 1987 als die DDR Trophy und Silbervase Mannschaften den Wettbewerb gewannen MZ wurde dabei durch die Fahrer Jens Scheffler Harald Sturm Uwe Weber Jens Gruner Mike Heydenreich und Udo Grellmann vertreten Meilensteine Bearbeiten Im April 1962 wurde Das 300 000 MZ Motorrad der 125ccm Klasse eine MZ 125 3 endmontiert 18 Das einmillionste Motorrad seit 1950 eine MZ ETS 250 Trophy Sport lief am 21 Juni 1970 19 vom Band 1983 lief das zweimillionste Motorrad vom Band eine MZ ETZ 250 Nach der politischen Wende 1990 Bearbeiten Privatisierung Insolvenz und Neugrundung Bearbeiten SAXON Sportstar Baujahr 1994 MZ ETZ 301 Lizenzbau 1995 von Kanuni aus Istanbul Turkei Nach der Wende wurde MZ 1990 privatisiert Das Unternehmen Motorradwerk Zschopau GmbH meldete am 18 Dezember 1991 Konkurs an Grunde waren unter anderem der Wegfall der Markte in Osteuropa und Ostdeutschland Die von der Treuhandanstalt mit Sanierung und Verkauf beauftragten Unternehmensberater Wolfram Sauerbrey und Petr Karel Korous zeigten sich ausserstande das Werk in Zschopau an die sich bewerbenden Interessenten darunter das turkische Kleincomputer und Maschinenbauunternehmen Kuralkan das seit 1987 der grosste Bauteilelieferant fur MZ und im Gegengeschaft Importeur der MZ Motorrader fur den gesamten Nahen Osten war zu verkaufen In selbst festgestellter Ermangelung einer Alternative ubernahmen sie die lukrativen Anteile der Insolvenzmasse selbst Als sich kurz nach der Ubernahme herausstellte dass Sauerbrey mehrfach wegen Betrugs und Urkundenfalschung vorbestraft war zog sich dieser aus der Unternehmensleitung zuruck Sein Geschaftspartner Korous verblieb als geschaftsfuhrender Gesellschafter im neu gegrundeten Unternehmen 20 21 Dieses Nachfolgeunternehmen die MuZ Motorrad und Zweiradwerk GmbH zog 1993 an den Neubaustandort im Grossolbersdorfer Ortsteil Hohndorf um wo sich zu DDR Zeiten die Zylinderschleiferei befand Nach einigen Wiederbelebungsversuchen ubernahm der malaiische Konzern Hong Leong 1996 das Unternehmen ab 1999 wurde unter MZ Motorrad und Zweiradwerk GmbH firmiert 22 Die ETZ Patente und Fertigungsanlagen wurden an die turkische Kuralkan Corporation KANUNI MOTORLU ARACLAR A S verkauft In Istanbul wurden die Modelle ETZ 251 und 301 unter dem Herstellernamen MZ Kanuni seit 1994 noch einige Jahre wahrscheinlich bis 2001 gefertigt 23 Verfehlte Modellwechsel erste Neuentwicklungen Bearbeiten MZ Silver Star Durch den Zukauf von 500 cm Viertaktmotoren von Rotax wurde konzeptschwach und glucklos versucht dem Zusammenbruch der Nachfrage entgegenzuwirken Diese Massnahme erwies sich insofern als kontraproduktiv als man mit dem Einbau des teuren und deutlich schwereren Viertaktmotors aus Fremdproduktion das bisher gunstige Preis Leistungs Verhaltnis der leichten Zweitakter aus Eigenproduktion und damit das jahrzehntelang eingefuhrte Markenimage radikal konterkarierte Kostete 1989 dem Jahr des Modellwechsels eine MZ ETZ 250 noch um 2000 DM und die neue ETZ 251 um die 3000 DM so sollte die MZ Silver Star als Retro Klassiker mit Rotax Motor 1992 bereits knapp 9000 DM und damit auch deutlich mehr als die technisch vergleichbare Kultmaschine Yamaha SR 500 kosten 24 MuZ Skorpion Replica von 1996 im Zweirad Museum Neckarsulm Als erste Neuentwicklungen erschienen 1994 die Skorpion Modelle die von einem 660 cm Einzylindermotor von Yamaha angetrieben wurden Mit vergleichsweise extrem hohen Listenpreisen zwischen 10 000 und 15 000 DM entsprachen auch diese Entwicklungen weder dem jahrzehntelang entwickelten Markenimage noch waren sie marktkonkurrenzfahig so dass auch diese Entwicklungen nicht ihre Produktionskosten decken konnten 25 1994 wurde ebenfalls die Studie MuZ Kobra mit einem 850 cm Zweizylindermotor der Yamaha TDM vorgestellt 26 1997 erschien als Enduro und Super Moto Variante mit dem grundsatzlich baugleichen 660 cm Yamaha Einzylindermotor der bereits in der Skorpion verbaut wurde die MZ Baghira und Mastiff Mit der Einfuhrung der neuen MZ RT 125 im Jahr 2000 wurde auch wieder ein eigenentwickelter Motor angeboten nunmehr ein DOHC Viertakter mit 125 cm Dieser arbeitet seit 2001 auch in den Schwestermodellen SX Enduro und SM Supermoto und galt als einer der starksten Viertakt Motoren seiner Klasse Den sowohl fahrzeug als auch produktionskostentechnischen Hohepunkt einer verfehlten Modellpolitik stellten die bereits 2000 vorgestellten aber erst 2003 zur Produktion gelangten 998 cm Modelle MZ 1000 S SF ST mit Parallel Twin dar Ihr DOHC Motor hatte eine elektronische Saugrohreinspritzung und war bei Markteinfuhrung mit 86 kW 117 PS und 95 Nm der starkste Serien Reihenzweizylinder auf dem Motorradmarkt Das komplett einstellbare Fahrwerk mit einer 43 mm O Upside Down Gabel einer Aluminium Cantilever Schwinge einem Bruckenrahmen aus Chrom Molybdan Stahlrohren und einer schwimmend gelagerten 320 mm O Doppelscheibenbremse mit Vierkolbensatteln am Vorderrad entsprach dem technischen Standard ihrer Zeit Trotz einer mit 12118 fur das Modell 1000 S relativ vertraglichen Preisgestaltung musste nach lediglich 1180 hergestellten Fahrzeugen bereits 2008 die Produktion wieder eingestellt werden da die Verkaufszahlen nicht mal annahernd die prognostizierte und wirtschaftlich benotigte Hohe erreichten 27 22 Wirtschaftliche Probleme und Werksschliessung Bearbeiten Ende August 2005 sah sich das Management veranlasst umfangreiche Umstrukturierungen durchzufuhren Ende 2006 wurde die gesamte Entwicklungsabteilung geschlossen alle Mitarbeiter wurden entlassen Die Qualitat der noch produzierten Motorrader liess auch aufgrund der Entlassung der Mitarbeiter der Qualitatskontrolle stark nach Das Stammkapital des Unternehmens wurde weitgehend abgezogen 28 Die Produktion lief jedoch in geringen Stuckzahlen weiter 29 Die Sammlung seltener Entwicklungsmodelle Versuchsfahrzeuge Versuchsteile Vergleichs und spezieller Messfahrzeuge wurde verkauft Laut Hong Leong wurden seit der Ubernahme 1996 uber 70 Millionen Euro Verlust eingefahren Am 6 Juni 2008 wurde bekanntgegeben dass zum Ende des Jahres 2008 die Produktion endgultig eingestellt wird Seit September 2008 wurden keine Motorrader mehr produziert Ende des Jahres 2008 wurde das Werk geschlossen Die letzte Produktpalette vor der Einstellung der Produktion bestand aus folgenden Modellen die 125 cm Einzylinder Reihe RT SM und SX die 660 cm Einzylinder Supermoto auch als HR Variante mit kurzerer Federgabel niedrigerer Sitzposition und kurzerer Schwinge erhaltlich nur noch einzelne Exemplare die 998 cm Zweizylindermaschinen 1000S Sport 1000SF SuperFighter und 1000ST SuperTraveller Die Strassenmaschine Skorpion wurde seit 2002 nicht mehr produziert die MZ Baghira Enduro wurde auf Anfrage bis Ende 2007 weiter gebaut Danach wurde die Produktion beider Baghira Enduro Supermoto und der Mastiff wegen verscharfter Abgasnormen und des nur noch geringen Absatzes eingestellt Modellubersicht der MZ Motorrader ab 1945 Bearbeiten Zeitleiste der IFA DKW IFA MZ Motorrader von 1949 bis 1991Modell bzw Baureihe 1940er 1950er 1960er 1970er 1980er 1990er9 0 1 2 3 4 5 6 7 8 9 0 1 2 3 4 5 6 7 8 9 0 1 2 3 4 5 6 7 8 9 0 1 2 3 4 5 6 7 8 9 0 1RT bzw 125 RT 125 0 RT 125 1 125 2 125 3 125 4BK 350 BK 350ES ES 175 ES 175 1 ES 175 2ES 250 ES 250 1 ES 250 2ES 300 ES 300ES 125 150 ES 125 1 ES 150 1ETS ETS 250ETS 125 150TS TS 250 TS 250 1TS 125 150ETZ ETZ 250 ETZ 251 ETZ 251 301ETZ 125 150Saxon a Roadstar Sportstar 125Tour Fun 251 301Saxon 500 R b 500 R VRZeitleiste der MuZ MZ Motorrader von 1992 bis 2008 ohne Importfahrzeuge MZ B und MZ Kanuni Modell bzw Baureihe 1990er 2000er2 3 4 5 6 7 8 9 0 1 2 3 4 5 6 7 8Saxon a Roadstar Sportstar 125Tour Fun 251 301Saxon 500 R b 500 R 500 VR Tour Fun Fun Sport Country VoyagerSilver Star Red Star Green StarSkorpion Tour Sport Traveller Cup Race ReplicaBaghira Mastiff Baghira MastiffRT 125 RT 125125 SX SM 125 SX SM1000 1000 S SF STluftgekuhlter Einzylinder Zweitaktmotor luftgekuhlter Zweizylinder Zweitaktmotor luftgekuhlter Einzylinder Viertaktmotor wassergekuhlter Einzylinder Viertaktmotor wassergekuhlter Zweizylinder Viertaktmotor a Mit Zweitaktmotor der Baureihe ETZ b Mit Viertaktmotor von RotaxNeugrundung als Motorenwerke Zschopau GmbH Bearbeiten Ubernahme durch Ralf Waldmann und Martin Wimmer Bearbeiten Im Marz 2009 wurde bekannt dass die ehemaligen Motorradrennfahrer Ralf Waldmann und Martin Wimmer das Motorrad und Zweiradwerk Zschopau kaufen und sanieren wollten 1 30 Nach der Neugrundung firmierte das Unternehmen als Motorenwerke Zschopau GmbH Der Hoffnungstrager fur einen Neuanfang war das Projekt eines Elektromotorrollers der MZ Emmely EL1 31 Die Produktion des Elektrorollers Charly wurde im November 2009 wieder aufgenommen Im November 2011 erhielt MZ eine Landesburgschaft um im Jahr 2012 eine Stuckzahl von 1200 Maschinen Strassenmotorrader T125 und Gelandemotorrader Typ 122 bauen zu konnen Im Februar 2012 gingen 20 der 56 in Hohndorf arbeitenden Mitarbeiter in Kurzarbeit da der Lieferant fur elektrische Antriebssysteme Clean Mobile Insolvenz angemeldet hatte Dadurch konnten keine Elektrofahrzeuge montiert werden 32 Am 7 September 2012 meldete Geschaftsfuhrer Martin Wimmer wegen Zahlungsunfahigkeit fur die Motorenwerke Zschopau Insolvenz beim Amtsgericht Chemnitz an 1 Die Produktion sollte aber bis zu einer Entscheidung des Gerichts zunachst fortgefuhrt werden Insolvenzantrag 2012 Bearbeiten Die Motorenwerke Zschopau GmbH MZ musste Anfang September 2012 aufgrund eines kurzfristig nicht zustande gekommenen Darlehens einen Insolvenzantrag beim Amtsgericht Chemnitz stellen Das Chemnitzer Amtsgericht lehnte den Insolvenzantrag am 10 September als formal unzureichend ab und forderte eine Nachbesserung innerhalb von zwei Wochen Zunachst ging die Produktion der Elektroroller mit den 49 Mitarbeitern weiter 33 Das Amtsgericht Chemnitz hat am 30 September 2012 das Insolvenzverfahren eingeleitet 34 Nach Eroffnung des Insolvenzverfahrens erfolgte nur eine kleine Produktion von Elektro Dreiradern fur die Schweizer Post Damit waren 20 der ursprunglich 56 Angestellten beschaftigt Auf zwischen sechs und sieben Millionen Euro belauft sich die Schuldensumme und verteilt sich auf 170 Glaubiger 35 Gescheiterte Sanierung 2013 Bearbeiten Trotz einer Zahl von mehr als 30 Gesprachen und Werkbesichtigungen mit teilweise namhaften potentiellen Investoren aus dem In und Ausland gelang es dem Insolvenzverwalter nicht eine Losung fur die Motorenwerke Zschopau GmbH zu finden Die unsichere Perspektive liess die jeweiligen Kandidaten von der notwendigen Millioneninvestition Abstand nehmen Damit war eine Sanierung Anfang Mai 2013 gescheitert Die meisten der zuletzt beschaftigten 20 Mitarbeiter erhielten ihre Kundigung Die Endmontage des Elektrodreirades fur die Schweizer Post wurde von 3 verbliebenen Mitarbeitern ubernommen 36 37 38 Im Mai 2013 ubernahm die neugegrundete MuZ Vertriebs GmbH die Ersatzteilversorgung fur die nach 1990 hergestellten Modelle Charly II MZ 125 RT RT Classic SM SX Baghira Mastiff Bison 175N ATV 50 100 150 Cabra MZ 1000 S SF Saxon Rotax Motor und Skorpion 38 Mit der Verlegung der MuZ Vertriebs GmbH nach Schneeberg Erzgebirge endeten im Oktober 2013 39 die Aktivitaten von MZ bzw MuZ in der Zschopauer Region 2 Die Markenrechte an der Wort und Bildmarke MZ bzw MuZ wurden im November 2013 von mindestens vier verschiedenen Anmeldern beansprucht 2015 erwarb der Bruder des fruheren MZ Werksfahrers Reinhard Kladtke Dirk Kladtke Inhaber einer Maschinenbaufirma und schon seit Februar 2014 Mieter zweier ehemaliger Produktionshallen im Zuge einer Zwangsversteigerung das gesamte MZ Werksgelande in Hohndorf Teilnahme an der Motorrad Weltmeisterschaft Bearbeiten Anthony West auf MZ 2010 Im Jahr 2010 stieg MZ mit dem Fahrer Anthony West in die neu geschaffene Moto2 Klasse der Motorrad Weltmeisterschaft und damit wieder in den Strassenrennsport ein Anthony West belegte am Ende der Saison mit 26 Punkten WM Rang 23 In der Motorrad Weltmeisterschaft 2011 wurde das Engagement ausgebaut und um ein zweites Motorrad erweitert das mit Max Neukirchner besetzt wurde Ausserdem startete MZ mit Bernd Hiemer in der spanischen Motorradmeisterschaft In der Motorrad Weltmeisterschaft 2012 plante das MZ Racing Team mit einem Motorrad in der neugegrundeten Moto3 an den Start zu gehen Pilotiert werden sollte dieses von Jonas Folger 40 Aufgrund von finanziellen Schwierigkeiten seitens MZ konnte Folger aber kein Motorrad zur Verfugung gestellt werden 41 Im Januar 2012 wurde eine Kooperation zwischen dem MZ Racing Team und dem Racing Team Germany bekanntgegeben Im Zuge dieser Kooperation stellte MZ ein Moto3 Motorrad das von Toni Finsterbusch bewegt wurde Die Betreuung an der Rennstrecke ubernahm das Racing Team Germany 42 Ausserdem startete der Schwede Alexander Lundh in der Moto2 fur MZ Motorradmanufaktur ZPmoto Bearbeiten Seit 2010 firmierte Dirk Kladtke siehe oben als Motorradmanufaktur ZPmoto und produzierte seit Oktober 2012 in Kleinserie das Modell ZPsport 449 ein Retromodell mit einem den MZ GS nachempfundenen Design Die ZPsport 449 wurde Anfang 2013 erstmals ausgeliefert Ursprunglich sollten jahrlich etwa 50 Fahrzeuge hergestellt werden 2 43 Da der Motorenhersteller GasGas nach seiner Konkursanmeldung 2015 die Lieferung einstellte lief die Fertigung 2016 nach 12 Exemplaren aus 3 44 Motorradmuseen zu DKW und MZ in der Region BearbeitenDie bedeutendsten Museen zur Geschichte und mit DKW und MZ Motorradmodellen als technische Kulturguter befinden sich im Zschopauer Schloss Wildeck sowie im Jagdschloss Augustusburg ca 10 Kilometer von Zschopau entfernt Das Museum auf Schloss Augustusburg wurde am 29 September 1961 eroffnet war seinerzeit das erste seiner Art in der DDR und widmet sich neben den Modellen aus Zschopau schwerpunktmassig der Entwicklung des Zweitaktmotors im Motorradbau seit 1885 Die gezeigten Exponate sind ein exemplarischer Querschnitt dieser Entwicklungsgeschichte Bis 1981 zahlte die Ausstellung bereits mehr als 3 Millionen Besucher 45 Das Museum beansprucht fur sich mit 175 Exponaten eine der bedeutendsten und umfangreichsten Zweiradsammlungen Europas zu beherbergen Darunter sind u a Prototypen und Unikate aus Zschopau sowie von anderen Herstellern 46 Seit 2003 besteht in Zschopau selbst die Dauerausstellung Motorradtraume Sie befindet sich auf zwei Etagen im Sudflugel der Schlosses Kern der Ausstellung bildet die Sammlung Rasmussen von Jorgen Skafte Rasmussen dem gleichnamigen Enkel des Firmengrunders Gezeigt werden Motorrader Stationarmotoren Unikate und personliche Gegenstande aus der Anfangszeit von DKW sowie ein Grossteil der MZ Modelle samt Modellen aus dem Strassenrenn und Endurosport 47 Motorradstadt Zschopau Bearbeiten Die Bekanntheit der Stadt Zschopau resultiert vorrangig aus dem Motorradbau im 20 Jahrhundert Das Stadtmarketing verwendet seit mehreren Jahren den Namenszusatz Motorradstadt auf seiner Internetprasenz und anderen Werbeschriften Seit der Januarausgabe 2015 wird dieser Zusatz auch im Amtsblatt verwendet 48 2013 genehmigte das Sachsische Staatsministerium fur Wirtschaft Arbeit und Verkehr den Antrag der Stadtverwaltung zur Aufstellung einer touristisches Unterrichtungstafel welche sich seither an der A 4 in Fahrtrichtung Westen nahe der Anschlussstelle Chemnitz Ost befindet 49 In kleineren Ausfuhrungen befinden sich derartige Tafeln auch in beiden Fahrtrichtungen an der Bundesstrasse 174 jeweils vor dem Ortseingang Seit dem 16 Juli 2021 hat das Sachsische Innenministerium der Stadt auf ihren Antrag hin offiziell das Recht verliehen die sonstige Bezeichnung im Sinne der Sachsischen Gemeindeordnung 50 Motorradstadt zu fuhren Die Stadtverwaltung ist seither berechtigt den Namenszusatz beispielsweise auf dem Ortseingangsschild auf amtlichen Schreiben und im Dienstsiegel zu verwenden Teilnehmer der feierlichen Zeremonie zur Verleihung waren unter anderem der gleichnamige Enkel des DKW Firmengrunders Jorgen Skafte Rasmussen sowie Carl Horst Hahn Sohn von Carl Hahn der in den 1920 30er Jahren erfolgreich Verkaufsleiter bei DKW war 51 52 MZ Bestand mit Strassenzulassung in Deutschland BearbeitenObwohl sich die Produktion bei MZ nach 1989 stark verringerte und im Jahr 2008 ganzlich beendet wurde waren zum 1 Januar 2021 in Deutschland noch 94 853 MZ Kraftrader zugelassen was die MZ Zulassungszahl innerhalb von 12 Jahren seit Produktionseinstellung mit 17 627 zusatzlichen Fahrzeugen um 22 8 Prozent erhohte und damit einem seither konstanten Anteil von knapp uber 2 0 Prozent aller in Deutschland zugelassenen Motorrader entspricht 53 54 Literatur BearbeitenEberhard Pester MZ Konzept des Fortschritts Urania Universum Band 35 Urania Leipzig 1989 S 99 107 Peter Kurze Christian Steiner Motorrader aus Zschopau DKW IFA MZ 2 aktualisierte und erweiterte Auflage Delius Klasing Bielefeld 2007 ISBN 978 3 7688 5255 5 Frank Ronicke IFA MZ 1950 1991 Eine Dokumentation Schrader Typen Chronik Motorbuch Stuttgart 2008 ISBN 978 3 613 02948 4 Andy Schwietzer Typenkompass MZ Motorrader seit 1950 Motorbuch Stuttgart 2008 ISBN 978 3 613 02949 1 Woldemar Lange Jorg Buschmann DKW Zschopau und der Motorradgelandesport 1920 1941 Bildverlag Bottger Witzschdorf 2012 ISBN 978 3 937496 50 4 Rene Zapf Made in Zschopau Motorrader mit Herz Chemnitzer Verlag Chemnitz 2012 ISBN 978 3 937025 86 5 Mat Oxley Gestohlene Geschwindigkeit Der grosste Spionageskandal der Motorsportgeschichte Hrsg Motorrennsport Archiv Jordan Notschriften Verlag Radebeul 2017 ISBN 3 945481 55 4 Weblinks Bearbeiten Commons DKW Motorrader Sammlung von Bildern Commons MZ Motorrader Sammlung von Bildern MZ Story von 1906 bis 2005 PDF 1 8 MB Nicht mehr online verfugbar In mz club schweiz ch Archiviert vom Original am 1 Oktober 2015 abgerufen am 27 Oktober 2020 MotorradTRaume Ausstellung des Museums auf Schloss Wildeck In motorbike dreams com Stadtverwaltung Zschopau abgerufen am 24 Oktober 2020 Wir haben Sie passende Ersatzteile fur MZ Motorrader In muz de MuZ Vertriebs GmbH abgerufen am 24 Oktober 2020 Motorrader Bilder technische Daten Schaltplane In ostmotorrad de Matthias Beye abgerufen am 24 Oktober 2020 IG EastbikesUnited IG zur Erhaltung ostdeutscher Motorrader Einzelnachweise Bearbeiten a b c d Torsten Hampel Zen oder Die Kunst eine Motorradfirma zu warten In Der Tagesspiegel 7 Dezember 2012 abgerufen am 11 Mai 2017 a b c Ralf Hubner Nach dem Ende von MZ Motorradmanufaktur ZPmoto fertigt Maschinen in Zschopau Nicht mehr online verfugbar In lvz online de Leipziger Volkszeitung 23 Oktober 2013 archiviert vom Original am 10 November 2013 abgerufen am 11 Mai 2017 a b Die Fertigung der ZPsport449 lauft aus auf zpmoto de 28 November 2016 abgerufen am 11 Mai 2017 a b Geschichte Die MZ Story mit freundlicher Genehmigung der MZ Motorrad und Zweiradwerk GmbH In mz club schweiz ch Abgerufen am 27 Oktober 2020 Neue Hoffnung fur Motorradhersteller MZ Welt Online vom 18 Marz 2009 abgerufen am 17 Juli 2018 Christian Wust Kult und Kummer In Der Spiegel 23 2000 abgerufen am 11 Mai 2017 Nina Klockner Die Traumfabrik im Osten Memento vom 8 September 2009 im Internet Archive In Financial Times Deutschland 3 Juni 2009 DKW Siedlungsverein Zschopau e V Geschichte 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Versandhandel aus Frankfurt Minute 24 26 Video auf YouTube abgerufen am 25 Marz 2018 Arnold Freiburg Kriminalitat in der DDR Zur Phanomenologie des abweichenden Verhaltens im sozialistischen deutschen Staat Springer Verlag 2013 ISBN 978 3 322 88220 2 S 131 google at abgerufen am 28 Juni 2020 Christian Steiner Motorradbau in Zschopau In Reihe Arbeitswelten Sutton Verlag GmbH Erfurt 2005 ISBN 978 3 89702 845 6 S 62 Auszug bei Google Books Daten amp Fakten In ets250 com Andreas Grun abgerufen am 2 Marz 2021 MuZ Fuhrungswechsel Sauerbrey als Betruger entlarvt In Das Motorrad 22 1992 S 56 Jahresinhaltsverzeichnis online History Memento vom 23 Marz 2018 im Internet Archive 2018 in kanuni com tr abgerufen am 23 Marz 2018 englisch Firmengeschichtliche Informationen des Herstellers Kanuni a b Perspektiven von MZ Bericht auf Motorradonline de vom 31 Januar 2006 abgerufen am 24 Marz 2018 Felix Zimmermann Zweite Chance fur legendaren Zweitakter In Die Welt 27 Marz 1996 abgerufen am 11 Mai 2017 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Schlossbetriebe gGmbH abgerufen am 16 Juli 2021 Daniela Sadowski Motorradausstellung im Schloss Wildeck Zschopau In Forderverein Industriemuseum Chemnitz e V und Industriemuseum Chemnitz Hrsg Museumskurier des Chemnitzer Industriemuseums und seines Fordervereins 17 Jahrgang 40 Ausgabe Druckerei Dammig Dezember 2017 ISSN 1862 8605 S 4 5 Online PDF STADTKURIER AMTSBLATT DER GROSSEN KREISSTADT ZSCHOPAU Ausgabe Januar 2015 Abgerufen am 22 Juli 2021 Motorradstadt Zschopau erhalt touristische Unterrichtungstafeln Abgerufen am 22 Juli 2021 5 Abs 3 S 2 Sachsische Gemeindeordnung Zschopau jetzt offiziell Motorradstadt Abgerufen am 22 Juli 2021 Zschopau ist ab heute offiziell Motorradstadt Gemeinsame Pressemitteilung des Sachsischen Staatsministerium des Innern und der Motorradstadt Zschopau Abgerufen am 22 Juli 2021 Fahrzeugzulassungen FZ Bestand an Personenkraftwagen und Kraftradern nach Marken oder Herstellern 1 Januar 2021 FZ 17 PDF In kba de Kraftfahrtbundesamt April 2021 S 10 bis 11 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175 1933 BM 200 1933 Block 500 1933 SB 200 1933 1936 SB 250 1936 1938 SB 350 1934 1938 SB 500 1934 1939 KM 200 1934 1936 RT 100 1934 1940 KS 200 1936 1940 NZ 250 1938 1941 NZ 350 1938 1945 NZ 500 1939 1941 RT 125 1940 1944 Rennmotorrader ARe 175 ORe 250 SS 250 SS 350 SS 500 SS 600 ULD 250 1945 1970 Ingolstadt Mopeds Hummel 1956 1958 Hummel Super 1959 19xx Violetta 1956 1958 Mokicks Hummel 115 1960 1966 Hummel 136 1962 19xx Mokick 139 1965 19xx Kleinkraftrader Hummel 155 1960 1966 Hummel 166 1962 19xx 159 TS 1965 19xx RT 159 1968 19xx RT 159 ES 1971 19xx Motorroller Hobby 1954 bis 1957 Motorrader RT 125 1949 1957 RT 200 1951 1953 RT 250 1 1952 1953 RT 250 2 1952 1953 RT 350 1954 1955 RT 175 1954 1955 RT 200 2 1951 1953 RT 175S 1955 1956 RT 200S 1955 1956 RT 250S 1955 1956 RT 350S 1955 1956 RT 175 VS 1956 1958 RT 200 VS 1956 1958 RT 250 VS 1956 1958 RT 125 1968 19xx RT 125 ES 1971 19xx MZ Modelle IFA RT 125 MZ 125 BK 350 Modellreihe ES 125 150 175 250 300 Modellreihe ETS 125 150 250 Modellreihe TS 125 150 250 Modellreihe ETZ 125 150 250 251 301 Modellreihe Saxon 500 R Skorpion Baghira Mastiff RT 125 125 SX SM 1000 S ST SF Abgerufen von https de wikipedia org w index php title Motorradbau in Zschopau amp oldid 214360243 Motorradwerk Zschopau, wikipedia, wiki, deutsches

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