fbpx
Wikipedia

Mexiko

Stadtzentrum von Tenochtitlan – Modell aus dem Nationalmuseum für Anthropologie von Mexiko-Stadt

Das Land ist nach der Hauptstadt der Azteken, Mexico-Tenochtitlan (jetzt Mexiko-Stadt), benannt. Für die Herkunft der Bezeichnung Mexico (mē/ʃ/ĭ'co) gibt es verschiedene, aber unbefriedigende Erklärungen. Wilhelm von Humboldt gibt seinerzeit den Hinweis, dass Mexico vom Namen der aztekischen Kriegsgöttin Mexitli abgeleitet wurde. Nach einer Erklärung stammt der Teil von mĕtl, was die Agavenpflanze (auch: Maguey) bezeichnet. Der Teil soll von xīctli (Nabel) abgeleitet sein und zusammen mit dem im Nahuatl häufigen Ortssuffix co beziehungsweise ko die Bezeichnung „der Platz, wo der Nabel (der Mittelpunkt) der Maguey liegt“ ergeben. Diese Ableitung ist jedoch unmöglich, da in den ersten beiden Fällen die im Nahuatl bedeutungsunterscheidende Vokallänge unterschiedlich ist. Stattdessen wird der Ortsname als regelmäßige Bildung von der in den Quellen gut belegten Volksbezeichnung mē/ʃ/ĭ'tin (Plural) abgeleitet, deren Etymologie jedoch wie bei ähnlichen Namen undurchsichtig ist.

Die Spanier schrieben den /ʃ/-Laut (deutsch: sch) der Nahuatl-Sprache wie damals bei ihnen üblich als x. Seither hat sich die Aussprache des Spanischen allerdings gewandelt, und das alte x wird /x/ (deutsch: ch (nach a, o, u)) ausgesprochen und nun j geschrieben. Da México ein Eigenname ist, wurde die Schreibweise mit x beibehalten; daneben findet sich in spanischen Texten auch die Schreibweise Méjico. In Mexiko selbst wird meist Wert auf die Schreibung mit x gelegt, da sie als eigene, nicht koloniale Schreibung gilt. Die königlich-spanische Akademie (Real Academia Española), die für die Festlegung der spanischen Orthografie zuständig ist, lässt beide Schreibweisen zu. Daneben wird das x teilweise, etwa in „Xola“ und in „Xochimilco“, als /ʃ/ beziehungsweise /s/ ausgesprochen (etwa: „Schola“ beziehungsweise „Sotschimilko“).

Lage und Ausdehnung

Der größte Teil Mexikos (88 %) ist allein dem nordamerikanischen Kontinent zugeordnet, während der südliche Teil bereits zur Landbrücke Zentralamerikas zählt (die ebenfalls dem nordamerikanischen Kontinent zugerechnet wird). Das Land ist mit einer Fläche von 1.972.550 km² fast sechs Mal so groß wie Deutschland, wobei 1.923.040 km² auf Land, 49.510 km² auf Wasser und über 5000 km² auf unbewohnte Inseln entfallen. In Bezug auf die Fläche nimmt Mexiko weltweit den 14. Platz ein.

Mexiko ist über 3000 km lang und hat eine Breite von 200 km bis 2000 km. Im Nordwesten befindet sich die Halbinsel Niederkalifornien mit einer Länge von 1200 km. Im Osten ragt die Halbinsel Yucatán, die sich Mexiko mit Guatemala und Belize teilt, in den Golf von Mexiko.

Die Gesamtlänge der Landesgrenze beträgt 4538 Kilometer, davon entfallen 3326 km auf die gemeinsame Grenze mit den USA im Norden des Landes. Weiterhin grenzt Mexiko im Südosten an Guatemala mit 962 km und an Belize (250 km). Es besitzt 12.540 km Meeresküste, davon 8200 km am Pazifik und 3200 km am Atlantik. Ab der Küste seewärts besitzt Mexiko bis 200 Seemeilen (370 km) exklusive Nutzungsrechte.

Mexiko hat vier Zeitzonen, siehe hierzu Zeitzonen in Mexiko.

Der höchste Punkt Mexikos ist mit 5636 Meter der auf der Grenze zwischen den Bundesstaaten Puebla und Veracruz liegende Vulkan Citlaltépetl. Der tiefste Punkt mit ca. zehn Metern unter dem Meeresspiegel ist die Laguna Salada im Municipio Mexicali im Bundesstaat Baja California.

Klima

Mexiko ist ein klimatisch vielgestaltiges Land, das sowohl über subtropisches und alpines Klima als auch über Wüstenklima verfügt. Es gehört somit in den Übergangsbereich der sommerfeuchten äußeren Tropen mit acht bis zehn humiden Monaten im Südosten des Landes über die ganzjährig ariden Subtropen im Bereich des Wendekreises bis zum Winterregenklima Kaliforniens, das im äußersten Westen (Baja California) gerade noch wirksam wird.

Geologie

Vulkan Citlaltépetl oder Pico de Orizaba, der höchste Berg Mexikos

Der größte Teil Mexikos besteht aus dem zu den amerikanischen Kordilleren gehörenden Hochland von Mexiko, das an markanten Bruchlinien im Osten und Westen herausgehoben wurde. Die Randgebirge sind sehr unterschiedlich gestaltet: Die Sierra Madre Oriental im Osten setzt sich aus parallel streichenden Faltenzügen und steil aufragenden Schichtrippen der Jura- und Kreideformation zusammen. Dagegen baut sich die Sierra Madre Occidental im Westen aus flach lagernden vulkanischen Decken des Tertiärs auf. Beide erscheinen von den hügeligen Küstentiefländern aus als hohe Gebirgsmauern.

Das Hochland erreicht an der Grenze zu den USA 1200 m Meereshöhe. An die Sierra Madre Occidental schließt sich südlich die Cordillera Neovolcánica an, die aus vulkanischen Ablagerungen aus der Zeit des Pliozän bis Quartär besteht und nicht nur durch Riesenvulkane, sondern zusätzlich durch eine Vielzahl von vulkanischen Kegeln und Kratern geprägt ist. Sie bildet den Südrand des Hochlandblocks, der in einer Bruchstufenzone rund 1000 m tief zur Senke des Río Balsas abbricht. Im Süden befindet sich die Sierra Madre del Sur westlich der Sierra Madre de Chiapas. Nordöstlich vorgelagert ist die Halbinsel Yucatán, deren größter Teil zu Mexiko gehört. Sie besteht aus einer Kalksteintafel, die seit dem Tertiär aus dem Meer herausgehoben wurde.

Die höchsten Erhebungen des Landes findet man am Transmexikanischen Vulkangürtel, auch Sierra Nevada genannt: den Citlaltépetl (5636 m), auch als Pico de Orizaba bezeichnet, den höchsten Berg in Mexiko, den derzeit aktiven Popocatépetl (5462 m), den Iztaccíhuatl (5230 m) und den Nevado de Toluca (4680 m).

Drei wichtige Metropolregionen von Mexiko liegen in den Tälern zwischen diesen vier Vulkanbergen: Mexiko-Stadt, Puebla und Toluca.

Natur

Mexiko beheimatet 200.000 verschiedene Spezies, das sind zehn bis zwölf Prozent aller weltweit bekannten Arten. Mit 707 bekannten Arten nimmt Mexiko den ersten Platz bei der Artenvielfalt der Reptilien ein, mit 438 Arten den zweiten Platz bei den Säugetieren und mit 290 bekannten Arten den vierten Platz bei den Amphibien. Die Flora umfasst 26.000 verschiedene Spezies. Darüber hinaus liegt Mexiko bei der Vielfalt an Ökosystemen weltweit an zweiter Stelle. Diese hohe Biodiversität, doch vor allem die große Zahl von endemischen Arten, Gattungen und Familien macht Mexiko zu einem der Megadiversitätsländer dieser Erde. Etwa 2500 Arten sind gesetzlich geschützt.

Der größte Teil der Landesfläche wird aufgrund der besonders hohen Gefährdungslage für die natürliche Vielfalt international zu den Biodiversitäts-Hotspots der Erde gezählt: Das sind die mediterranen Hartlaubgebiete im Norden Niederkaliforniens und die subtropischen Bergwälder Nordmexikos (beide grenzübergreifend mit den USA), sowie sämtliche tropische Ökoregionen südlich des nördlichen Wendekreises (Fortsetzung in allen Nachbarstaaten Mesoamerikas).

Es gibt 68 Nationalparks in Mexiko.

Humangeographie

Bevölkerungsdichte Mexikos 2010 (Einwohner pro km²)

Die größten Städte Mexikos, allesamt Millionenstädte, sind Mexiko-Stadt, Guadalajara, Monterrey, Ecatepec de Morelos, Puebla, Nezahualcóyotl, Juárez, Tijuana, León und Zapopan. Sie befinden sich überwiegend im Landesinneren, dagegen sind die Küstengebiete eher dünn besiedelt.

Zudem gibt es in Mexiko ein Gefälle zwischen Zentrum und Peripherie, in dem Mexiko-Stadt deutlich dominiert. Die Metropolregion fasst 18 Prozent der Gesamtbevölkerung Mexikos. Daneben ist es das wirtschaftliche Zentrum, das etwa ein Drittel des Dienstleistungs- und Handelssektors und zwei Drittel der Vermögenswerte auf sich vereint. Zwei Drittel des Etats für das höhere Schulwesen Mexikos und drei Viertel des Forschungsetats werden in Mexiko-Stadt investiert.
Liste der Städte in Mexiko

Ballungsräume in Mexiko

(Nationaler Beirat von Mexiko für Bevölkerungswachstum, 2010)

Nummer Metropolregion Bundesstaat Einwohner Nummer Metropolregion Bundesstaat Einwohner Bilder
1 Mexiko-Stadt Mexiko-Stadt, México, Hidalgo 20.116.842 12 Mérida Yucatán 973.046
Guadalajara

Zapopan

Monterrey

Tijuana
2 Guadalajara/Zapopan Jalisco 4.434.878 13 Mexicali Baja California 936.826
3 Monterrey Nuevo León 4.106.054 14 Aguascalientes Aguascalientes 932.369
4 Puebla Puebla, Tlaxcala 2.728.790 15 Cuernavaca Morelos 924.964
5 Toluca México 1.936.126 16 Acapulco Guerrero 863.431
6 Tijuana Baja California 1.751.430 17 Tampico Tamaulipas, Veracruz 859.419
7 León Guanajuato 1.609.504 18 Chihuahua Chihuahua 852.533
8 Juárez Chihuahua 1.332.131 19 Morelia Michoacán 829.625
9 Torreón/Gómez Palacio Coahuila, Durango 1.215.817 20 Saltillo Coahuila 823.128
10 Querétaro Querétaro 1.097.025 21 Veracruz Veracruz 811.671
11 San Luis Potosí San Luis Potosí 1.040.443 22 Villahermosa Tabasco 755.425
Bevölkerungspyramide Mexiko 2016
Siehe auch: Demografie Mexikos
Jahr Einwohner
1805 5.700.000
1842 7.000.000
1880 9.600.000
1895 12.632.000
1900 13.607.000
1910 15.160.000
1921 14.335.000
1930 16.553.000
1940 19.654.000
1948 24.461.000
1950 26.282.000
1955 30.557.000
Jahr Einwohner
1960 34.994.000
1965 41.284.000
1970 50.695.000
1975 60.145.000
1990 81.250.000
1996 93.182.000
2000 100.350.000
2006 108.700.000
2010 112.322.757
2017 123.675.325
2020 128.933.000

Die Bevölkerung setzt sich zusammen aus 60 % Mestizen, etwa 30 % Nachkommen der europäischen Siedler (meist Spanier) und 10 % indigenen Völkern (nach anderen Angaben 13 % beziehungsweise 7 %: unter anderem im zentralen Hochland Nahua – Nachkommen der AztekenOtomí, Purépecha, Cora, Tarahumara und Huicholen; an der Nordwestküste Mayo und Yaqui; an der Golfküste Totonaken und Huaxteken; im südlichen Bergland Zapoteken, Mixteken, Mazateken, Mixe und viele kleinere Ethnien; sowie in Yucatan und in den südlichsten Landesteilen die Maya.)

Etwa 1 % Prozent bilden Bevölkerungsgruppen anderer Abstammung (größtenteils aus Afrika). In Bezug auf die Bevölkerungsanzahl nimmt Mexiko den 10. Platz auf der Welt ein.

Der Bevölkerungsanteil der Mexikaner, die von Sklaven aus Subsahara-Afrika abstammen, ging in den letzten 200 Jahren in der Mestizenbevölkerung auf. Im Bundesstaat Veracruz und an der Westküste sind heute noch einige „schwarze“ Mexikaner zu finden. Das einzige auf mexikanischem Boden gesprochene Kreol ist das Gullah. Es wird von den Angehörigen der schwarzen Seminolen in Nacimiento (in der Nähe von Múzquiz, Coahuila) gesprochen. In den Städten gab es eine christliche arabischstämmige Bevölkerung (vor allem mit libanesischer Abstammung). 2015 wurde ihre Zahl auf ungefähr 1 Million geschätzt. Die christliche arabischstämmige Bevölkerung in Mexiko gilt als wohlhabend und erfolgreich, so hatte der reichste Mann Mexikos, Carlos Slim Helú, libanesische Vorfahren.

Es gibt in Mexiko erhebliche und versteckte Diskriminierung gegenüber der indigenen Gemeinschaft. Innerhalb dieser ist die Kindersterblichkeit deutlich höher und die Alphabetisierungsrate und der Lebensstandard sind deutlich niedriger als für die allgemeine Bevölkerung, während die Oberschicht Mexikos vor allem aus arabisch- oder europäischstämmigen Mexikanern besteht. Der Aufstand der Zapatistas von 1994 speiste seine Unterstützung vor allem aus indianischen Gemeinden, die gegen die Vernachlässigung und Diskriminierung der Zentralregierung aufbegehrten.

2016 lag das Median-Alter in Mexiko bei 28 Jahren. Auf 1000 Einwohner kamen 18,5 Geburten und 5,3 Todesfälle. Die Fertilität pro Frau betrug 2016 noch 2,2 Kinder pro Frau (1970 waren es noch 6 Kinder). Die Lebenserwartung lag bei knapp 76 Jahren. Die Bevölkerung wird in den nächsten Jahren zu altern beginnen, jedoch aufgrund des noch jungen Durchschnittsalter bis 2050 auf ca. 150 Millionen Personen anwachsen.

Im Jahre 2015 lebten 12,3 Millionen in Mexiko geborene Personen im Ausland, davon fast alle in den USA. Insgesamt gab es in den Vereinigten Staaten mehr als 30 Millionen Personen mit mexikanischer Abstammung (ohne illegale Einwohner). Mexiko hatte damit eine der größten Diasporagruppen weltweit. Ohne Auswanderung wäre Mexikos heutige Bevölkerung um etwa ein Viertel größer. In Mexiko selbst waren knapp 0,9 % der Bevölkerung im Ausland geboren. Die meisten Migranten in Mexiko kamen aus zentralamerikanischen Ländern, woher die Immigration nach Mexiko aufgrund der besseren wirtschaftlichen Möglichkeiten in den letzten Jahren anstieg.

Sprachen

Die Amtssprache Mexikos ist Spanisch, obwohl dies nicht gesetzlich festgeschrieben ist. Neben dem Spanischen sind in Mexiko auch 62 indigene Sprachen als offizielle Nationalsprachen anerkannt.

Das mexikanische Kulturministerium teilt die in Mexiko gesprochenen Sprachen in elf Sprachfamilien, 68 linguistische Gruppen und 364 Dialekte ein. Die „Kommission für die Entwicklung der indigenen Völker“ hat 2005 in einer Erhebung festgestellt, dass rund sechs Millionen Bürger eine indigene Sprache beherrschen.

Nach der Volkszählung von 2010 sprechen 6,8 % der Bevölkerung indigene Sprachen; 15 % davon sprechen kein Spanisch. Weitere 1,5 % der Bevölkerung verstehen, sprechen aber keine indigenen Sprachen. Zu den Sprachen mit der größten Sprecherzahl gehören Nahuatl (etwa 1,6 Millionen), Mayathan (etwa 800.000), Mixtekisch (etwa 500.000), Tzeltal (etwa 470.000), Zapotekisch (etwa 460.000) und Tzotzil (etwa 430.000). Es gibt insgesamt 16 indigene Sprachen mit mehr als 100.000 Sprechern in Mexiko, mehr als in jedem anderen Land Amerikas. Den größten Anteil an Sprechern gibt es im Süden Mexikos in den Staaten Oaxaca, Yucatán und Chiapas.

Da in einigen indigenen Völkern nur noch ältere Menschen die eigene Sprache beherrschen, kündigte der Leiter des „Instituts für indigene Sprachen“ – Javier López Sánchez – 2013 ein Aktionsprogramm an, um das Aussterben dieser Sprachen zu verhindern. Insbesondere gelten Awakatekisch, Ixil, zwei Varietäten des Otomí und fünf des Zapotekisch als bedroht. Deshalb sollen Dolmetscher und Übersetzer ausgebildet und ein linguistischer Sprachatlas geschaffen werden.

Neben dem Spanischen brachten Einwanderer auch andere Sprachen nach Mexiko, die jedoch nicht als Nationalsprachen betrachtet und auch nicht von offiziellen Statistiken erfasst werden. Dazu zählen unter anderem Englisch, Französisch und Deutsch, aber auch Mandarin, Arabisch und Quechua. Einige Einwanderer bildeten geschlossene Sprachinseln, zum Beispiel die Mennoniten in Chihuahua, die Plautdietsch (einen Dialekt des Niederdeutschen) sprechen, oder die Bewohner von Chipilo in Puebla, die sich die venetische Sprache und Kultur ihrer italienischen Vorfahren bewahrt haben.

Religion

82,7 % der Mexikaner sind Katholiken. Die Römisch-katholische Kirche in Mexiko besteht aus 18 Erzbistümern, darunter als größtes das Erzbistum Mexiko sowie aus 73 Bistümern und 4 Territorialprälaturen.

Es gibt eine wachsende protestantische Minderheit von 7,5 %, die sich jedoch auf viele verschiedene Kirchen aufteilt. Die Anglikanische Gemeinschaft von Mexiko wird von der Anglikanischen Kirche von Mexiko vertreten und umfasst sechs Bistümer.

Die drittgrößte Religionsgemeinschaft Mexikos, mit mehr als 800.000 Gläubigen sind die Zeugen Jehovas. Sie sind in mehr als 13.000 Versammlungen organisiert, die Zusammenkünfte in Dutzenden von Sprachen abhalten. Sie unterstehen dem Zentralamerikanischen Zweigbüro nahe Texcoco, östlich von Mexiko-Stadt, welches auch für sieben weitere Länder verantwortlich ist.

3,5 % der Bevölkerung bezeichnen sich als keiner Religionsgemeinschaft zugehörig und 0,36 % entfallen auf andere Religionen, darunter auch auf den Islam und traditionelle mesoamerikanische Religionen (wie etwa der Huicholen), die häufig synkretistisch mit christlichen Elementen vermischt sind (wie etwa bei den Tarahumara). Die Religion hat in gewissen Schichten der mexikanischen Gesellschaft eine große Bedeutung, vor allem unter der ländlichen Bevölkerung und weniger für die Einwohner der Großstädte.

Soziales

Für den Bereich Soziales ist das Secretaría de Desarrollo Social (SEDESOL) zuständig, das politische Regierungssekretariat für soziale Entwicklung in Mexiko, vergleichbar mit einem entsprechenden Staatsministerium (Sozialministerium).

Zentrale der ISSSTE, Mexiko-Stadt

Öffentliche Fürsorge

Als erster Staat in der Geschichte nennt Mexiko ab 1943 den Begriff „Soziale Sicherheit“ in seiner Verfassung. Das mexikanische Institut für soziale Sicherheit, Instituto Mexicano del Seguro Social (IMSS), bietet der Bevölkerung Kranken-, Renten- und Sozialversicherungen an. Das Institut für soziale Sicherheit und Sozialleistungen für Staatsbedienstete, Instituto de Seguridad y Servicios Sociales de los Trabajadores del Estado (ISSSTE), kümmert sich um Alte, Arbeitslose und Behinderte und bietet Sozialversicherungen für Staatsbedienstete an. 1998 waren 55 bis 60 Prozent der Bevölkerung durch beide Institutionen abgesichert. Sie finanzieren sich durch Beiträge von Arbeitgeber, Arbeitnehmer und der Regierung. In Mexiko gibt es allerdings kein Arbeitslosengeld. 1997 stellten die Ausgaben für die soziale Sicherheit etwa 18,1 % der Budgetausgaben dar.

Gesundheitswesen

Hospital de Especialidades del Centro Médico La Raza, Instituto Mexicano del Seguro Social (IMSS), Mexiko-Stadt
Entwicklung der Lebenserwartung in Mexiko
Zeitraum Lebenserwartung
in Jahren
Zeitraum Lebenserwartung
in Jahren
1950–1955 50,7 1985–1990 69,9
1955–1960 55,3 1990–1995 71,9
1960–1965 58,5 1995–2000 73,7
1965–1970 60,3 2000–2005 74,9
1970–1975 62,6 2005–2010 75,7
1975–1980 65,3 2010–2015 76,5
1980–1985 67,8

Das zuständige Ministerium für Gesundheit in Mexiko ist das Secretaría de Salud (SSA).

Das Gesundheitswesen in Mexiko hat ein zweigliedriges System, bestehend aus der Krankenkasse des Instituto Mexicano del Seguro Social (IMSS) und des Instituto de Seguridad y Servicios Sociales de los Trabajadores del Estado (ISSSTE) einerseits und verschiedener privater Krankenversicherungen andererseits. Die medizinische Versorgung des Landes ist, bis auf Ausnahmen in entlegenen, ländlichen Gegenden, sehr gut, in den Städten sogar hervorragend.

Die Ausbildung in der Medizin und in der Pflege findet überwiegend an den öffentlichen Hochschulen statt. Durch Verbesserungen im Gesundheitswesen wurde in Mexiko in den letzten 60 Jahren die durchschnittliche Lebenserwartung um 25 Jahre auf 76,5 Jahre (2010–2015) erhöht. Die Kindersterblichkeit beträgt (2009) ca. 17/1000 Geburten.

Ein großes Gesundheitsproblem war das hohe Ausmaß von Übergewicht. Laut Daten der WHO waren im Jahr 2014 28,1 % der Bevölkerung stark übergewichtig (adipös).

Armut

Nach der Wirtschaftskrise 1994–1995 (Tequila-Krise) fielen rund 50 % der Bevölkerung in Armut. Der starke Anstieg der Exporte durch das NAFTA und andere Freihandelsabkommen sowie die Neuordnung der Staatsfinanzen unter Präsident Zedillo und später unter Vicente Fox hatten signifikante Erfolge bei der Armutsbekämpfung zur Folge. Gemäß der Weltbank nahm die Armut bis 2004 auf 17,6 % der Bevölkerung ab. Im Jahr 2014 betrug die Armutsquote um 3 %.

Im Jahr 2008 profitierte ein Viertel der Haushalte Mexikos von Finanztransfers durch das staatliche Oportunidades -Programm.

Laut der Nationalen Autonomen Universität von Mexiko haben (Stand 2020) etwa zehn Prozent der Einwohner Mexikos (zwischen 12,5 und 15 Millionen Menschen) keinen eigenen Trinkwasserzugang. Vor allem ländliche Gegenden, aber auch etwa 1,3 Millionen Menschen in Mexiko-Stadt haben keine Trinkwasserleitungen. Außerdem ist die Wasserversorgung auch für die Bevölkerung mit Trinkwasserleitungen schlecht. In vielen Gegenden Mexikos fließt das Wasser nur einmal in der Woche oder seltener, oder es ist durch rissige Leitungen verunreinigt.

Kriminalität

Die Kriminalität in Mexiko ist, vor allem in Folge des Drogenkrieges, sehr hoch.

Im Jahr 2019 starben ca. 35.000 Menschen in Folge des Krieges (bzw. der nicht davon unterscheidbaren Kriminalität). Davon waren rund 3.800 Frauen (ca. 10 %) und 31.200 Männer (ca. 90 %). Im Jahr 2018, als ca. 33.000 infolge der Kriminalität starben, befanden sich fünf mexikanische Städte, gemessen an der Mordrate, unter den 10 gefährlichsten Städten weltweit. Da in Mexiko nur etwa zwei bis sechs Prozent aller begangenen Straftaten aufgeklärt werden, herrscht faktisch Straflosigkeit. Dies liegt auch darin, dass nur etwa 12 Prozent aller Straftaten zur Anzeige gebracht werden, weil die Polizeien in manchen Gegenden selbst von Kartellmitgliedern unterwandert sind bzw. mit der organisierten Kriminalität zusammenarbeiten. Dies führt dazu, dass bspw. im Bundesstaat Guerrero von 2014 bis 2018 die Waffen örtlicher Polizeien in mehr als einem Dutzend Orten (darunter in Acapulco) durch das Militär eingezogen und entmachtet wurden. Die hohe Kriminalität gepaart mit der Straflosigkeit führt dazu, dass sich die Bevölkerung in manchen ländlichen Gebieten in Bürgerwehren (Autodefensas) organisiert, um auf lokaler Ebene ein wenig öffentliche Ordnung zu wahren. Generell ist die Polizei den Drogenkartellen in vielen Belangen (Personal, Ausstattung) unterlegen.

Seit dem 9. Dezember 2005 ist in Mexiko die Todesstrafe offiziell abgeschafft.

Korruption

Politische Korruption ist in Mexiko auf verschiedenen Ebenen verbreitet. Nach einer Studie von Transparency International wurden 2005 1,5 Mrd. Euro Schmiergelder gezahlt, wobei die Bestechungszahlungen von Unternehmen an Geschäftsleute und an ranghohe Politiker noch nicht berücksichtigt sind.

Seit 1990 ist das überparteiliche Instituto Federal Electoral (IFE) für die Vorbereitung und Abhaltung von Wahlen zuständig. Allerdings war Felipe Calderón, Präsident von 2006 bis 2012, mit dem Programmierer des IFEs über seine Frau verwandt (die selber auch Miteigentümerin des IT-Unternehmens ist), was zur Spekulation führte, dass die Zählung der Wahlen 2006 (jedoch betrifft das auch andere Wahlen) nicht transparent abgelaufen ist.

Drogen

Ein großes Problem neben der Korruption von Polizei und Justiz stellt vor allem die Drogenkriminalität dar. Mexiko ist ein wichtiges Transitland für den Drogenhandel von Süd- und Zentralamerika in die USA. Unter Staatspräsident Calderon gelangen der Polizei und dem Militär in den letzten Jahren jedoch einige schwere Schläge gegen die Drogenkartelle. Das Auswärtige Amt warnt Reisende dennoch vor kriminellen Rauschgiftbanden im amerikanisch-mexikanischen Grenzgebiet, sowie in einigen Küstenstädten.

Gewalt gegen Frauen

Laut UNO-Bericht 2017 ist Mexiko für Frauen besonders gefährlich. Aus dem Bericht geht hervor, dass die Rate sexueller Gewalt gegen Frauen außerhalb von Beziehungen die höchste in der Welt ist.

Bildung

Mega-Bibliothek José Vasconcelos in Mexiko-Stadt

Das Secretaría de Educación Pública (SEP) ist das mexikanische Bildungs- und Kultusministerium, zuständig für die Bildung und Kultur. Das Ministerium entwickelt die Bildungsprogramme und liefert die Lehrmittel.

Während der Kolonialzeit war die katholische Kirche für die Bildung zuständig. Nach Mexikos Unabhängigkeit wurden erste Grundlagen des öffentlichen Bildungssystems aufgebaut.

In Mexiko besteht Schulpflicht für die Grund- (Primaria, 6 Jahre) und Mittelschule (Secundaria, 3 Jahre). Die Schulzeit in der Oberschule (Preparatoria) beträgt ebenfalls 3 Jahre. Der Schulbesuch ist kostenlos. Typisch sind Schuluniformen. 2015 betrug die Alphabetisierungsrate für 94,4 % bei der jüngeren Bevölkerung kam Analphabetismus kaum noch vor. In Mexiko stieg die mittlere Schulbesuchsdauer über 25-Jähriger von 5,5 Jahren im Jahr 1990 auf 8,6 Jahre im Jahr 2015 an. Sie ist damit eine der höchsten in Lateinamerika. Die aktuelle Bildungserwartung beträgt bereits 13,3 Jahre. Die Regierung gibt 4 % des BIP für Grund- und Weiterführende Schulen, und etwa 1 % für die Ausbildung an Universitäten aus.

Es gibt im Land zahlreiche staatliche und nichtstaatliche Universitäten, zum Beispiel die Mexikanische Akademie der Wissenschaften oder die Universidad Nacional Autónoma de México, die größte Universität des Landes, die 1551 in Mexiko-Stadt gegründet wurde. Im internationalen Bildungsranking der Times ist sie die beste spanischsprachige und lateinamerikanische Universität. Andere bekannte Universitäten in Mexiko-Stadt sind: Staatliches Polytechnisches Institut (gegründet 1937), Colegio de México, Universidad Autónoma Metropolitana (gegründet 1974), Iberoamerikanische Universität (gegründet 1943), Autonomes Technologisches Institut (gegründet 1946). Weitere wichtige Hochschulen in anderen Städten sind: Universität in Guadalajara (gegründet 1792), Autonome Universität von Puebla (gegründet 1937), Universidad Veracruzana (gegründet 1944), Zentrum des IPN für Forschung und fortgeschrittene Studien in Monterrey (gegründet 1943).

2008 waren insgesamt 2.724.000 Studenten in Mexiko eingeschrieben, davon 66,5 % an den 1.685 staatlichen Universitäten und 33,5 % an den 2167 privaten Universitäten.

Wissenschaft

Zu den bekanntesten Forschungsinitiativen der letzten Jahre in Mexiko gehört der Bau des Großen Millimeterteleskopes (LMT), das zur Observation des durch kosmischen Staub gedeckten Teils des Universums dient. Im Jahre 1962 wurde die Staatliche Kosmische Kommission gegründet, die aber später wieder abberufen wurde. In den letzten Jahren sind Pläne für ihre Wiederberufung aufgetaucht.

Die Ausgaben für Forschung und Entwicklung betragen nur etwa 0,5 % des BIP und sind damit in der OECD am niedrigsten, berücksichtigt man das Einkommensniveau und die Wachstumsraten, lag Mexiko von 1996 bis 2005 durchschnittlich bei rund zehn Prozent.

Der größte Teil der wissenschaftlichen Publikationen entfällt auf die Hauptstadt. 75 % der Dissertationen finden in Mexiko-Stadt statt.

Hauptartikel: Geschichte Mexikos

Präkolumbische Geschichte

Hauptartikel: Mesoamerika und Aztekenreich

Nach dem derzeitigen Forschungsstand liegt die erste Besiedlung (Tlapacoya) um etwa 20.000 bis 22.000 Jahre zurück. Erste Spuren von Ackerbau finden sich ca. 1500 bis 900 v. Chr. Etwa 1500 v. Chr. wurde die Stadt Tlatilco im Tal von Mexiko besiedelt, die erst im 4. Jahrhundert wieder aufgegeben wurde. Tlatilco stand unter anderem unter dem kulturellen Einfluss der Olmeken. Komplexere Kulturen bildeten sich von 900 bis 300 v. Chr. Zwischen 100 und 900 n. Chr. bildeten sich die sogenannten mesoamerikanischen Zivilisationen heraus. Es entwickelten sich die Kulturen der Maya, Olmeken, Tolteken und Azteken. Um 1500 n. Chr. waren die Azteken das beherrschende Volk im Gebiet des heutigen Mexikos.

Spanische Kolonialzeit

Neuspanien zur Zeit seiner größten Ausdehnung (1763). Die hellgrünen Gebiete waren de jure zwar Teil des Vizekönigreichs, standen aber nicht effektiv unter spanischer Kontrolle.

In den Jahren 1517 und 1518 erreichten die ersten spanischen Expeditionen unter Francisco Hernández de Córdoba und Juan de Grijalva die Halbinsel Yucatán. Die neu „entdeckten“ Hochkulturen und die reichlichen Goldgegenstände machten die tierra firme, das Festland, für die Spanier interessant. In den Jahren 1519 bis 1521 gelang es Hernán Cortés, das sogenannte Azteken-Reich mit Hilfe zahlreicher indigener Verbündeter zu stürzen. Gleichzeitig eroberten Francisco de Montejo Yucatán und Pedro de Alvarado das heutige Guatemala, wo sie die letzten Maya-Städte unterwarfen. Das heutige Mexiko wurde zum Vizekönigreich Neuspanien und wegen seines Gold- und Silberreichtums eine der wichtigsten Besitzungen der Spanier. In den folgenden drei Jahrhunderten verbreiteten die Spanier und ihre Missionare den katholischen Glauben und die Spanische Sprache.

19. Jahrhundert

Kaiser Agustín de Iturbide
Republik von Mexiko 1824 – Verabschiedung der Staatsverfassung
Mexikos Gebietsabtretungen seit der Staatsgründung 1821 bis heute
Benito Juárez García

Begünstigt durch die Schwächung Spaniens während der Napoleonischen Kriege auf der Iberischen Halbinsel wurde am 16. September 1810 die Unabhängigkeit von Spanien erklärt, was einen langen Krieg nach sich zog, der am 27. September 1821 zur endgültigen Unabhängigkeit führte.

Erstes Staatsoberhaupt der jungen Nation wurde Agustín de Iturbide, der das Land ab 1822 als Kaiser regierte (Erstes Kaiserreich Mexiko). Bereits 1823 musste er nach einem Militäraufstand abdanken, und Mexiko wurde zur Republik. Im gleichen Jahr löste sich das Gebiet von Guatemala, woraus sich die späteren unabhängigen Staaten Guatemala, El Salvador, Nicaragua, Costa Rica und Honduras bildeten, von Mexiko los und wurde zur Zentralamerikanischen Konföderation.

1835 versuchten die Vereinigten Staaten von Amerika vergeblich, Mexiko die Gebiete um Texas und Kalifornien abzukaufen. 1836 riefen die in Texas lebenden Amerikaner die unabhängige Republik Texas aus. 1845 wurde Texas von den USA annektiert. Darüber hinaus beanspruchten die USA weitere mexikanische Gebiete bis hin zum Rio Grande. Dies führte 1846 mit einer US-Invasion zum Mexikanisch-Amerikanischen Krieg. Nach der Niederlage Mexikos im Jahre 1848 trat das Land mit Unterzeichnung des Vertrages von Guadalupe Hidalgo seine nördlichen Gebiete ab, darunter die späteren US-Bundesstaaten Kalifornien, New Mexico, Arizona, Nevada, Utah und Colorado.

Im Jahr 1853 wurde mit dem Gadsden-Kauf das südliche Gebiet der heutigen US-Bundesstaaten Arizona und New Mexico für 10 Millionen US-Dollar durch die USA erworben, um eine günstigere Route für eine geplante Eisenbahnlinie nach Kalifornien, die jedoch nie gebaut wurde, zu ermöglichen.

Kaiser Maximilian I.

Eine Schuldenkrise führte im Winter 1861/62 dazu, dass Truppen aus Frankreich, dem Vereinigten Königreich und Spanien an der Golfküste des Landes landeten und Teile Mexikos besetzten. In den folgenden Jahren stand das Land unter der Besetzung durch Frankreich, das in dieser Zeit den Habsburger Maximilian als Kaiser (10. April 1864) einsetzte (Zweites Kaiserreich Mexiko). Präsident Benito Juárez, der mit Hilfe der USA die Franzosen aus dem Land vertrieb, beendete endgültig die Ära des mexikanischen Kaiserreiches durch die Hinrichtung Maximilians am 19. Juni 1867 in Querétaro (Abdankung am 14. Mai 1867).

20. Jahrhundert

1905 wurde die zu Frankreich gehörende Clipperton-Insel besetzt, um eigene Besitzansprüche zu untermauern. 1931 einigten sich beide Seiten, den italienischen König Viktor Emanuel III. als Vermittler einzusetzen, der die Insel Frankreich zusprach.

Rebellengebiete während der Mexikanischen Revolution

Die lange Diktatur Porfirio Díaz’ führte 1910 zur Mexikanischen Revolution und 1911 zu seinem Rücktritt. Die revolutionären Kräfte besiegten die Armee, verloren sich aber in internen Streitereien, die das Land 20 Jahre lang in ständiger Unruhe hielten. Am Ende der Revolution kontrollierte die Partei der institutionellen Revolution (PRI) das Land.

Hauptartikel: Mexikanische Revolution

Im Ersten Weltkrieg suchte das Deutsche Kaiserreich 1917 ein Bündnis mit Mexiko gegen die USA; im Falle eines Sieges der Mittelmächte sollte es die 1848 verlorenen Gebiete zurückerhalten. Ein geheimes Telegramm (Zimmermann-Depesche), mit dem der mexikanischen Regierung ein entsprechender Vorschlag unterbreitet werden sollte, wurde jedoch von den Briten abgefangen und trug zum Kriegseintritt der USA gegen das Deutsche Kaiserreich bei.

Während der Revolution wurde 1917 die in großen Teilen bis heute gültige Verfassung verabschiedet. Ein Aufstand katholischer Bauernmilizen gegen antiklerikale Artikel der Verfassung weitete sich 1926 zur Guerra Cristera aus, die 1929 zu Vermittlungen unter US-amerikanischer Führung führte. Die mexikanische Regierung verzichtete auf die Umsetzung der Bestimmungen, die jedoch erst 1992 aus der Verfassung gestrichen wurden.

1931 trat Mexiko dem Völkerbund bei, der 1946 wieder aufgelöst wurde. Das Land erlangte während des Faschismus für Europäer große Bedeutung als Exilland. Im Spanischen Bürgerkrieg unterstützte das Land gemeinsam mit Frankreich, der Sowjetunion und den Vereinigten Staaten die Republikaner gegen die Nationalisten unter Francisco Franco, die vom Deutschen Reich, Italien und Portugal unterstützt wurden.

Mexiko war das einzige Land (von 17 Mitgliedern des Völkerbundrates), das am 19. März 1938 den Anschluss Österreichs durch Deutschland laut mit Protest belegte. Mexiko wies auf die Folgen für den (Welt-)Frieden hin, wenn die Pflichten aus der Völkerbundsatzung und aus dem internationalen Recht nicht eingehalten werden. Aus Anerkennung für diese Tat wurde 1956 in Wien der Erzherzog-Karl-Platz in Mexikoplatz umbenannt. Im Zweiten Weltkrieg blieb Mexiko bis 1941 neutral und erklärte nach der Versenkung der beiden Öltanker Potrero del Llano und Faja de Oro durch deutsche U-Boote den Achsenmächten den Krieg.

1945 wurde Mexiko Gründungsmitglied der Vereinten Nationen, des Internationalen Währungsfonds sowie der Weltbank und 1948 der Organisation Amerikanischer Staaten.

In einigen Bundesstaaten durften Frauen an Lokal- und Bundesstaatenwahlen früher teilnehmen als auf nationaler Ebene. Yucatán and San Luis Potosí waren die ersten Staaten, die 1922 und 1923 das Wahlrecht auf Frauen übertrugen. 1946 erhielten Frauen überall das kommunale Wahlrecht. Als Adolfo Ruiz Cortines 1952 die Wahl zum Präsidenten gewonnen hatte, löste er seine Zusage ein, eine Abstimmung über das aktive und passive Frauenwahlrecht auf nationaler Ebene ins Parlament einzubringen. Am 22. Dezember 1952 wurde der Gesetzesvorschlag des Präsidenten vom Kongress einstimmig beschlossen und wenige Tage später vom Senat mit einer Gegenstimme ebenfalls angenommen. Die Regelungen wurden am 6. Oktober 1953 in Kraft gesetzt und verkündet. 1954 konnten Frauen sich an Kongresswahlen beteiligen, am 6. Juli 1958 erstmals an Präsidentschaftswahlen.

Die Partei der Institutionalisierten Revolution kontrollierte das Land Mexiko bis zum Ende des 20. Jahrhunderts. Während der Regierungszeit der PRI bestand lange Zeit keine klare Trennung zwischen den Institutionen des Staates und jenen der „offiziellen Partei“, das heißt der PRI. So unterstand etwa die Organisation von Wahlen der PRI. Dies führte zu zahlreichen Berichten über Unregelmäßigkeiten bei den Wahlen wie beispielsweise Fälschung von Wahllisten, mehrfacher Stimmabgabe, Stimmenkauf, Kontrollen der Stimmabgabe, Wahlurnenraub und unkorrekter Stimmenauszählung. Zwischen den 1940er und 1970er Jahren erlebte Mexiko eine Phase starken wirtschaftlichen Wachstums und wachsenden Wohlstands (Mexikanisches Wunder).

Im November 1993 trat das Land der APEC bei und am 1. Januar 1994 gründete Mexiko zusammen mit Kanada und den Vereinigten Staaten das Nordamerikanische Freihandelsabkommen (NAFTA). Am gleichen Tag brach der Chiapas-Konflikt aus, in dem die Zapatistas gegen Diskriminierung und die Auswirkungen der Globalisierung kämpfen. Am 18. Mai 1994 wurde Mexiko das erste Lateinamerikanische Mitgliedsland der OECD. Ende 1994/Anfang 1995 war das Land von der Tequila-Krise betroffen, nachdem die Regierung den festen Wechselkurs des Peso gegenüber dem US-Dollar nicht mehr halten konnte. Nach Finanzhilfen durch die USA, des Internationalen Währungsfonds und der Weltbank konnte die Krise im Laufe des Jahres 1995 beendet werden. Am 1. Januar 1995 wurde Mexiko Gründungsmitglied der Welthandelsorganisation.

Mexikanisches Militär im Kampf im Bundesstaat Michoacán (2007)

Drogenkrieg

Hauptartikel: Drogenkrieg in Mexiko

Als Drogenkrieg in Mexiko werden seit einer entsprechenden Regierungserklärung des Präsidenten Felipe Calderón am 11. Dezember 2006 die bewaffneten Konflikte in Mexiko bezeichnet, die sowohl von Polizei- und Militäreinheiten gegen die im Drogenhandel tätigen kriminellen Organisationen (sog. mexikanischen Drogenkartelle) als auch zwischen den Angehörigen der Drogenkartelle selbst ausgetragen werden.

Mexiko ist eine Wahldemokratie. Das einwandfreie Funktionieren der demokratischen Institutionen des Landes wird allerdings durch Korruption und die schlechte Sicherheitslage im Land behindert.

Verwaltungsgliederung

Mexiko ist eine föderale Republik, die aus 31 Gliedstaaten und der Hauptstadt Mexiko-Stadt (bis 2016 ein Bundesdistrikt, span. Distrito Federal) besteht. Die Gliedstaaten sind in insgesamt über 2400 Municipios aufgeteilt, Mexiko-Stadt in 16 Delegaciones. Die Gliedstaaten werden von Gouverneuren regiert. In der mexikanischen Verfassung sind im Artikel 73 die Befugnisse des mexikanischen Kongresses geregelt, der Artikel 124 bestimmt, dass alle nicht dem Kongress zugewiesenen Kompetenzen bei den Bundesstaaten liegen. In der Realität wurde dieser Föderalismus aber über lange Zeit nicht umgesetzt. Die Dominanz der zentralstaatlichen Exekutive wirkte auch in die Gliedstaaten und Munizipien hinein. Die föderalen Einheiten agierten nicht so sehr aus den ihnen zugewiesenen Rechten und Pflichten heraus, sondern waren in ein System der Aushandlung integriert. Seit 1980 nahm der Staat infolge des Nationalen Systems für fiskalische Koordination 95 Prozent der Steuern ein und gab Teile von ihnen an die untergeordneten Einheiten weiter. Zwar war diese Verteilung formal geregelt, in der Realität gab es aber immer wieder Unstimmigkeiten. Die Zentralregierung hielt oftmals die föderalen Verfahren nicht ein, und über ihm zustehende verfassungsmäßige Rechte konnte der Präsident sogar Gouverneure entlassen und einsetzen.

Infolge der Wahlerfolge der Opposition auf Gliedstaatsebene und der Reduzierung der Macht der PRI kam es zu Entwicklungen im mexikanischen Föderalismus, die diesen stärkten. Unter der Regierung von Carlos Salinas de Gortari wurden 1993 den Gliedstaaten weitere Kompetenzen übertragen. So erhielten sie die Zuständigkeit für Gesundheitsfürsorge und die Primärerziehung. Diese Entwicklungen wurden auch von den nachfolgenden Präsidenten fortgeführt. Vicente Fox versuchte mit dem Programm für einen authentischen Föderalismus 2002–2006 die Dezentralisierung voranzutreiben. Die lokalen Verwaltungen sollten professionaler werden und damit die Kommunen in ihrer Position gestärkt. Die unterschiedlichen föderalen Ebenen sollen zudem in gemeinsamen Kommissionen zusammenarbeiten.

Bundesstaaten Mexikos
Gliedstaat Hauptstadt Gründungsjahr Bevölkerung 2015 Fläche
Aguascalientes Aguascalientes 1835 1.312.544 000000000005625.00000000005.625 km²
Baja California N! Baja California Mexicali 1952 3.315.766 000000000071546.000000000071.546 km²
Baja California Sur! Baja California Sur La Paz 1974 712.029 000000000073943.000000000073.943 km²
Campeche San Francisco de Campeche 1857 899.931 000000000057727.000000000057.727 km²
Chiapas Tuxtla Gutiérrez 1824 5.217.908 000000000073681.000000000073.681 km²
Chihuahua Chihuahua 1824 3.556.574 000000000247487.0000000000247.487 km²
Coahuila Saltillo 1824 2.954.915 000000000151445.0000000000151.445 km²
Colima Colima 1857 711.235 000000000005627.00000000005.627 km²
Mexiko-Stadt nicht vorhanden 1824 8.918.653 000000000001479.00000000001.479 km²
Durango Victoria de Durango 1824 1.754.754 000000000123367.0000000000123.367 km²
Guanajuato Guanajuato 1824 5.853.677 000000000030621.000000000030.621 km²
Guerrero Chilpancingo de los Bravo 1849 3.533.251 000000000063794.000000000063.794 km²
Hidalgo Pachuca de Soto 1869 2.858.359 000000000020856.000000000020.856 km²
Jalisco Guadalajara 1824 7.844.830 000000000078630.000000000078.630 km²
Mexico! México Toluca 1824 16.187.608 000000000022333.000000000022.333 km²
Michoacán Morelia 1824 4.584.471 000000000058667.000000000058.667 km²
Morelos Cuernavaca 1869 1.903.811 000000000004892.00000000004.892 km²
Nayarit Tepic 1917 1.181.050 000000000027862.000000000027.862 km²
Nuevo León Monterrey 1824 5.119.504 000000000064203.000000000064.203 km²
Oaxaca Oaxaca de Juárez 1824 3.967.889 000000000093343.000000000093.343 km²
Puebla Puebla de Zaragoza 1824 6.168.883 000000000034251.000000000034.251 km²
Querétaro Santiago de Querétaro 1824 2.038.372 000000000011658.000000000011.658 km²
Quintana Roo Chetumal 1974 1.501.562 000000000042535.000000000042.535 km²
San Luis Potosí San Luis Potosí 1824 2.717.820 000000000061165.000000000061.165 km²
Sinaloa Culiacán Rosales 1831 2.966.321 000000000057331.000000000057.331 km²
Sonora Hermosillo 1831 2.850.330 000000000184946.0000000000184.946 km²
Tabasco Villahermosa 1824 2.395.272 000000000024747.000000000024.747 km²
Tamaulipas Ciudad Victoria 1824 3.441.698 000000000080148.000000000080.148 km²
Tlaxcala Tlaxcala de Xicohténcatl 1857 1.272.847 000000000003997.00000000003.997 km²
Veracruz Xalapa-Enríquez 1824 8.112.505 000000000071856.000000000071.856 km²
Yucatán Merida!Mérida 1824 2.097.175 000000000039671.000000000039.671 km²
Zacatecas Zacatecas 1824 1.579.209 000000000075416.000000000075.416 km²

Verfassungsentwicklung

Himno Nacional Mexicano, seit 1943 offizielle Hymne Mexikos, jedoch bereits seit 1854 genutzt

Die Politische Verfassung der Vereinigten Mexikanischen Staaten existiert seit 1917. Sie entstand infolge der mexikanischen Revolution und wurde von einer Verfassungsgebenden Versammlung erarbeitet. Die Verfassung stellte einen Kompromiss verschiedenster Interessensgruppen dar, weshalb sie antiklerikale, nationale, antiimperialistische, republikanische, paternalistische und sozial-reformistische Elemente enthält. Dazu kommen aber auch liberale Elemente wie die bürgerlichen Freiheitsrechte, Rechtssicherheit, das allgemeine Wahlrecht, das bis 1953 jedoch auf Männer beschränkt blieb, Sozialstaatlichkeit und die Garantie des Privateigentums, wobei auch weitere Eigentumsformen als verfassungsgemäß anerkannt wurden. Artikel 27, der längste Artikel der mexikanischen Verfassung, schreibt dem Staat das Eigentum an Land und Wasser zu sowie versieht ihn mit dem Recht die Bewirtschaftung an Privatpersonen und Kollektive zu übertragen. Dieser Artikel sollte primär die Macht der Großgrundbesitzer limitieren. Ein ähnliches Ziel zeigt sich in Artikel 123, in dem Arbeitnehmerrechte festgeschrieben werden. Beide Artikel zusammen bildeten für lange Zeit die ideologische Legitimationsbasis der postrevolutionären Regierungen für das revolutionäre Projekt und politische Kontrolle.

Die in der Verfassung formal garantierten Rechte der Bevölkerung traten allerdings lange Zeit hinter die Realität des mexikanischen politischen Systems zurück. Im mexikanischen Korporatismus war die Möglichkeit der Einklagbarkeit der Rechte nicht besonders ausgeprägt und an ihrer Stelle stand ein System von politischen Gefälligkeiten, Loyalitäten und Begünstigungen, die sich in Verhandlungen ausdifferenzierten. Die Durchsetzung der Verfassungsrechte war damit vor allem an die Mobilisierungsfähigkeiten verschiedener gesellschaftlicher Gruppierungen und ihre Bedeutung für die Aufrechterhaltung der Regierung der Partido Revolucionario Institucional gebunden. Staatliche Institutionen und Gerichte sorgten lange Zeit weniger für die Durchsetzungen der Rechte, sondern funktionalisierten diese im Rahmen der geltenden politischen Ordnung.

Die Verfassung Mexikos wurde seit ihrer Proklamation 1917 über 150 Mal geändert, und in den 1990er Jahren wurden die Artikel 27 und 123 im Zuge der ökonomischen Neuausrichtung geändert. Zudem wurde das Verhältnis von Staat und Kirche neu geordnet. Daneben gab es vor allem Reformen, welche die Menschenrechtssituation in Mexiko verbessern sollten. Unter der Präsidentschaft Carlos Salinas de Gortaris wurde der Artikel 102 ergänzt, der die Befugnisse des Generalstaatsanwalts regelt. Der mexikanische Kongress und auch die Parlamente der Bundesstaaten sind verpflichtet, Organe zu schaffen, die die Einhaltung der in der Verfassung garantierten Menschenrechte überwachen sollen, aber keine Befugnisse in Bezug auf Wahlen, Gerichtsverfahren und Arbeitsverhältnisse haben. Unter Ernesto Zedillo Ponce de León wurde in der Verfassung zudem ein Recht auf öffentliche Sicherheit verankert. Trotz dieser Anpassungen der Verfassung hat sich die Menschenrechtslage in Mexiko kaum verbessert, weshalb die gesellschaftliche, politische und kulturelle Einbettung der Verfassungsreformen noch fraglich ist.

Staatsrecht

Seit 1917 ist Mexiko eine präsidiale Bundesrepublik. Der Präsident ist Chef der Bundesregierung und zugleich oberster Repräsentant des Staates. Er wird direkt vom Volk für eine einzige, sechs Jahre dauernde Amtszeit, das sogenannte sexenio, gewählt. Eine Wiederwahl ist (Art. 83 der Verfassung) verboten. Ein vorzeitiges Ende der Amtszeit tritt im Todesfall ein oder wenn der Präsident zurücktritt (Art. 86). Der Präsident hat viel Macht. Er besitzt das Initiativrecht bei Gesetzgebungsverfahren und ein Vetorecht bei Gesetzesinitiativen aus dem Kongress. Darüber hinaus ist der Präsident Oberbefehlshaber des mexikanischen Militärs und ernennt dessen höchste Ränge, eine Reihe hoher Staatsbeamter und den Generalstaatsanwalt. Bis 1996 konnte er zudem das Regierungsoberhaupt des Bundesdistrikts von Mexiko-Stadt ernennen, das seitdem direkt gewählt wird. Mit Zustimmung von Kongress und Ministerrat kann der mexikanische Präsident den Notstand verhängen. Er hat das Recht zur Initiative für Kriegserklärungen, gibt die Richtlinien der Außenpolitik vor und unterzeichnet internationale Verträge. Neben den verfassungsmäßigen Befugnissen prägten über die lange Zeit der Herrschaft der 'Partido Revolucionario Institucional' weitere informelle Regeln das Präsidentenamt. Der Präsident dominierte die Partei, er enthielt sich der Kritik an seinem Amtsvorgänger und musste sich diesen Traditionen unterwerfen, da er sonst aus dem Zentrum der Macht ausgeschlossen werden konnte. Innerhalb der sechsjährigen Amtszeit erreichte er im dritten und vierten Jahr die Hochphase seiner Macht und kümmerte sich gegen Ende der Amtszeit um seine Nachfolge. Trotz der Wahl durch das Volk wurde die Nachfolge nicht transparent, sondern in einem informellen Prozess zwischen verschiedenen Fraktionen und Gruppierungen in der politischen Klasse Mexikos geregelt. Höhepunkt war der Akt der Bekanntgabe ('destape'), bei dem der Präsident seinen Nachfolger per Fingerzeig ('dedazo') benannte.

Mexikos Präsident Vicente Fox (2000–2006) spricht vor dem mexikanischen Parlament

Der Kongress der Union Mexiko (Congreso de la Unión) ist ein Zweikammerparlament. Das Abgeordnetenhaus umfasst 500 Mitglieder, der Senat besteht aus 128 Senatoren. Die 500 Abgeordneten werden alle drei Jahre gewählt. 300 von ihnen werden in einer Direktwahl (Personenwahl) bestimmt, 200 über Listenplätze (Mehrheitswahl) gewählt. Die Senatoren werden auf sechs Jahre gewählt. In jedem der 32 Bundesstaaten werden drei Senatoren bestimmt, zwei von ihnen nach Mehrheitswahlrecht, der dritte Senatorenposten wird der jeweils stärksten Oppositionspartei zugesprochen. Die 32 übrigen Senatorenplätze werden national nach einem proportionalen Repräsentationssystems vergeben. Die Abgeordneten und Senatoren dürfen wie auch der Präsident nach ihrer Amtszeit nicht wiedergewählt werden. Die wichtigste Funktion des Abgeordnetenhauses ist die jährliche Untersuchung, Diskussion und Verabschiedung des Bundeshaushalts, wobei eine Ablehnung nicht vorgesehen ist. Die wichtigste Befugnisse des Senats sind hingegen die Zustimmung zu internationalen Verträgen und die Autorisierung von Truppenentsendungen ins Ausland. Darüber hinaus hat der Kongress das erlassen von Gesetzen und Dekreten, die ökonomische, territoriale und politische Organisation des Landes, die Zustimmung zu Kriegserklärungen, Bildungsförderung und Arbeitsgesetzgebung als Aufgabenbereiche. Die 71 Jahre andauernde Herrschaft der Partido Revolucionario Institucional schlug sich in der Dominanz im Parlament nieder. So besetzte sie von 1970 bis 1988 durchschnittlich 78 Prozent der Kongresssitze. Die zunehmende Delegitimation des Systems und ab 1989 auch die zunehmend erfolgreiche Aktivität der Oppositionsparteien in den Bundesstaaten mit ihren Auswirkungen auf die Zusammensetzung des Senats führten spätestens ab 1997 zum Ende der Dominanz der PRI und damit zu einer Stärkung der Bedeutung des Parlaments.

Die Zentralregierung wirkte über lange Zeit stark in die Bundesstaaten hinein, dieser Einfluss ist bis heute gegeben. Die Gouverneure wurden direkt vom Volk gewählt, waren aber in ihrem Handlungsspielraum stark durch ihren Kontakt zum Präsidenten limitiert und auf dessen Wohlwollen angewiesen. Dies liegt in den vielfältigen Abhängigkeiten der Staaten von der Bundesregierung begründet, da diese den Staaten und Gemeinden einen Teil der Steuereinnahmen zuweist. Daneben haben die Ministerien Vertretungen (Delegaciones) in den Bundesstaaten, Regierungsbezirken und Gemeinden. Über diese werden Bundesmittel insbesondere für Sozialfürsorge und Entwicklungsprogramme vergeben. Insbesondere in ärmeren Bundesstaaten können diese Vertretungen mehr Mittel zur Verfügung haben als der Haushalt des Bundesstaates, sie konnten so teilweise mehr Macht entfalten als die Gouverneure und andere regionale und lokale Politiker. Die Präsidenten versuchten, ihren Einfluss so weiter auszudehnen. Besonders Carlos Salinas de Gortari, Präsident von 1988 bis 1994, tat dies mit seinem 'Nationalen Solidaritätsprogramm'.

Der Oberste Gerichtshof Mexikos, der Suprema Corte de Justicia de la Nación, besteht aus elf Bundesrichtern (Ministros), die vom Präsidenten vorgeschlagen werden und vom Senat bestätigt werden. Ihre Amtszeit ist auf 15 Jahre begrenzt, der Präsident wird aus ihrer Mitte für vier Jahre bestimmt und darf nicht direkt anschließend wiedergewählt werden. In der 71 Jahre andauernden Herrschaft der PRI verlor die Judikative mehr und mehr an Einfluss. Erst mit der Verfassungsreform von 1995 erhielt der Suprema Corte de Justicia de la Nación wieder die Kompetenz, über die Verfassungsmäßigkeit der Politik zu urteilen. Seit dem Jahr 2000 muss der Generalstaatsanwalt vom Senat bestätigt werden.

Wahlsystem

Die Wahlen in Mexiko hatten während der langen Zeit der Dominanz der PRI eher akklamatorischen Charakter, es gab keine Konkurrenz unter den Parteien und damit auch keinen Wahlkampf. Der Kandidat führte im ganzen Land eine Kampagne durch und schloss dabei Bündnisse mit den lokalen Parteivertretern. Seit 1946 organisierte die dem Innenministerium unterstellte Föderale Kommission der Wahlüberprüfung, später in Föderale Wahlkommission umbenannt, die Wahlen. In dieser Kommission stellte die PRI immer die Mehrheit. 1988 zeigte sich das Gremium bei den Konflikten nach der Wahl als nicht handlungsfähig und Präsident Salinas übernahm die Entscheidung und setzte sie durch. Wahlsiege der Opposition waren Verhandlungsergebnisse der Parteien mit dem Präsidenten, nachdem die Wahl bereits stattgefunden hatte.

Folgende Teile dieses Artikels scheinen seit 2014 nicht mehr aktuell zu sein: Das Instituto Federal Electoral ist Geschichte, heute fungiert das Instituto Nacional Electoral an seiner Stelle.
Bitte hilf mit, die fehlenden Informationen zu recherchieren und einzufügen.

Seit dem Ende der 1970er Jahre wurde das Wahlrecht von 1917 immer wieder reformiert. 1991 wurde das Instituto Federal Electoral gegründet, das sich im Laufe der 1990er Jahre als unabhängige Wahlbehörde etablierte, in der auch nichtstaatliche Organisationen und Wahlbeobachter sitzen. Es wurde zwar vom Staat gegründet, konnte aber mehrere Präsidentschaftswechsel überdauern und dabei an Unabhängigkeit und Einfluss gewinnen. Es erstellt und verwaltet die Wählerverzeichnisse und fälschungssichere Identifikationskarten und begleitet die Reformen des Wahlgesetzes. Das Instituto Federal Electoral stieß etwa Reformen an, die den Zugang zu Parteienfinanzierung und Medien für alle Parteien erleichterten. Es überwacht die Wahlen, die Auszählung der Stimmen und verkündet die Wahlergebnisse. Zudem geht es gegen Wahlunregelmäßigkeiten vor. So setzte sich das Instituto Federal Electoral zusammen mit dem Bundeswahlgericht gegen Manipulationen alter PRI-Kreise bei den Gouverneurswahlen in Yucatán und Tabasco in den Jahren 2000 und 2001 durch. Das Instituto Federal Electoral wird von allen mexikanischen Parteien und auch international anerkannt.

Politische Indizes

Von Nichtregierungsorganisationen herausgegebene politische Indizes
Name des Index Indexwert Weltweiter Rang Interpretationshilfe Jahr
Fragile States Index 67,2 von 120 98 von 178 Stabilität des Landes: Warnung
0 = sehr nachhaltig / 120 = sehr alarmierend
2020
Demokratieindex 6,07 von 10 72 von 167 Unvollständige Demokratie
0 = autoritäres Regime / 10 = vollständige Demokratie
2020
Freedom in the World Index 62 von 100 Freiheitsstatus: teilweise frei
0 = unfrei / 100 = frei
2020
Rangliste der Pressefreiheit 46,71 von 100 143 von 180 Schwierige Lage für die Pressefreiheit
0 = gute Lage / 100 = sehr ernste Lage
2021
Korruptionswahrnehmungsindex (CPI) 31 von 100 124 von 180 0 = sehr korrupt / 100 = sehr sauber 2020

Parteienlandschaft

Die Partido Revolucionario Institucional (PRI) war lange Zeit die dominierende Partei in Mexiko, die bis in die 1990er Jahre in Bund, Bundesstaaten und Gemeinden fast uneingeschränkt regierte und bis 2000 den Präsidenten stellte. Sie ging aus der 1929 gegründeten Partido Nacional Revolucionario (PNR) hervor, die unter Plutarco Elías Calles noch territorial organisiert war und nicht sektoral inkorporiert. Als Gegensatz zu Calles mit seinem System regionaler Machteliten etablierte Lázaro Cárdenas del Río in der Partido de la Revolución Mexicana (PRM) eine Gliederung in funktionale Sektoren. So wurden Bauern, städtische Mittel- und Unterschichten und Arbeiter über nationale Organisationen in die Partei eingegliedert. Zwischen 1938 und 1940 galt dies auch für das Militär. Dennoch änderten auch diese Umbildungen unter Cárdenas zunächst nichts an der Dominanz lokaler Machteliten. Dennoch traten nun neben die traditionellen Verbindungen der Caciques neue Netzwerke, die durch Gewerkschaften, Lehrerverbände und weitere nationale und soziale Organisationen geprägt wurden. 1946 wurde die PRI als korporative Partei gegründet. Sie sorgte für eine weitere Verschiebung der Machtverhältnisse von den peripheren Eliten hin zur metropolitanen Modernisierungskoalition und diente über lange Zeit als Verbindungsscharnier zwischen diesen beiden. Die PRI profitierte vom 1946 verabschiedeten Wahlgesetz, das parteilose Kandidaten beschränkte und von Parteien eine nationale Verankerung verlangte, was vom Innenministerium, das die Parteien zuließ, kontrolliert wurde. So nahm der Einfluss und die Macht der lokalen Caciques und der militärischen Caudillos ab, während Akteure, die sich loyal zu den staatlichen Institutionen und Regierenden stellten, ihre Position stärkten. Ab den 1970er Jahren veränderte sich die Lage der PRI. Ihr fiel es zunehmend schwer, die Landbevölkerung, nationale und transnationale Migranten in die Parteistruktur zu integrieren. Selbes galt für die Studentenbewegung von 1968 und die neuen sozialen Bewegungen der 1980er mit Akteuren wie Frauen, Migranten, Unterbeschäftigten, Jugendlichen und Intellektuellen.

Die Partido Acción Nacional (PAN) wurde im Gegensatz zur PRI 1939 als Oppositionspartei gegründet. Sie entstand im katholischen Nordwesten Mexikos im Kontext der antiklerikalen Politik der PRI. Über viele Jahre hinweg war die PAN die einzige zugelassene politische Kraft, die aus sich heraus lebensfähig war. In ihr sammelten sich verschiedene Strömungen wie etwa sozial orientierte, neoliberale und katholisch konservative. Die Neoliberalen in der PAN forcierten seit der Regierung von Carlos Salinas de Gortari Ende der 1980er und Anfang der 1990er Jahre die Zusammenarbeit mit der PRI. Viele Mitglieder der PAN setzten sich für die Durchsetzung von Freiheitsrechten ein. Ab dem Ende der 1980er Jahre begannen sie zusammen mit anderen Parteien verstärkt für demokratische und ordentliche Wahlen sowie für mehr Rechtssicherheit einzutreten. Auf regionaler und kommunaler Ebene konnte die PAN in dieser Seite Wahlsiege erringen, auf Bundesebene brauchte sie im Jahr 2000 die Unterstützung der Partido Verde Ecologista de México (PVEM) sowie weiter außer- und überparteilicher Bündnisse, bekannt als Amigos de Fox, um Vicente Fox zum Gewinn der Präsidentschaftswahl zu führen. 2006 konnte die PAN diese Position verteidigen.

Neben den beiden großen Parteien gab und gibt es einige kleinere linke Parteien, die lange Zeit illegal arbeiten mussten. Die 1919 gegründete Partido Comunista Mexicano (PCM) ist eine der ältesten Parteien Mexikos. Bis zur Ermordung Leo Trotzkis im Jahr 1940 gab es Auseinandersetzungen zwischen Trotzkisten und Stalinisten. Die PCM war immer wieder verboten und konnte sich erst seit der Präsidentschaft José López Portillos von 1976 bis 1982 frei betätigen und erhielt die Zulassung zu Wahlen. In den 1980er Jahren schloss sie sich mit weiteren kleinen linken Parteien zusammen, um bei Wahlen bessere Chancen zu haben und so langsam am Prozess der Demokratisierung mitzuwirken. 1989 ging diese Partei in der neu gegründeten Partido de la Revolución Democrática (PRD) auf, wo sie auf eine gemäßigtere, aus der PRI stammenden Basis traf, die den neuen wirtschaftlichen Regierungskurs nicht mittragen wollten.

Dieser Artikel oder Abschnitt bedarf einer Überarbeitung:Spätestens mit der Bundeswahl 2018 sind die Zuschreibungen von groß und klein ziemlich relativiert worden: Zwei der nachgenannten Parteien gibt es auf Bundesebene nicht mehr, eine ist nie irgendwo angetreten, eine hat die Wahlen überlegen gewonnen; andere Parteien, die Gouverneure stellen oder eben noch stellten, fehlen hier völlig
Bitte hilf mit, ihn zu verbessern, und entferne anschließend diese Markierung.

Neben den drei großen Parteien gibt es noch weitere, kleinere wie die Partido Popular Socialista de México, Partido Nueva Alianza, Partido del Trabajo, die Convergencia por la Democracia und das Movimiento Regeneración Nacional.

Außen- und Sicherheitspolitik

Mexikos Präsident Felipe Calderón (2006–2012) mit US-Präsident Barack Obama, 2009

Die Außenpolitik Mexikos wird von der historischen Erfahrung des 19. Jahrhunderts geprägt. Infolge der ausländischen Interventionen, vor allem nach der französischen Intervention in Mexiko und dann nach der mexikanischen Revolution bestimmte die Doctrina Juárez die mexikanische Außenpolitik. Sie war auf das Prinzip der Nichteinmischung in die inneren Angelegenheiten anderer Länder und das Selbstbestimmungsrecht der Nationen ausgerichtet. Die mexikanische Politik beschränkte sich somit auf Einflussnahme in multilateralen Organisationen. In den 1970er Jahren veränderte sich diese Position, spätestens mit der Schuldenkrise von 1982 war sie hinfällig. Anstelle der Gleichsetzung von revolutionärem Staat mit nationaler Souveränität trat unter der Regierung José López Portillos nun das Verständnis, diese liege in der internationalen Partizipation. Dies führte in der Folge zu verschiedenen Schritten der internationalen Integration. 1986 trat Mexiko dem Allgemeinen Zoll- und Handelsabkommen bei und 1993 der Asiatisch-pazifischen Wirtschaftsgemeinschaft. Mexiko trat 1994 der Organisation für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung bei und zugleich aus der Gruppe der 77 aus. Zudem war das Land 1995 eines der Gründungsmitglieder der Welthandelsorganisation.

Mexiko ist Mitglied der Vereinten Nationen. Seit den 1990er Jahren tritt Mexiko für eine Reform des UN-Sicherheitsrats ein. Dabei positioniert es sich mit der Unterstützung von Kanada, Italien, Pakistan, Südkorea, Spanien, Argentinien, der Türkei und Malta, vereint unter dem Namen Uniting for Consensus, gegen den Vorschlag der G4-Staaten Deutschland, Brasilien, Indien und Japan, die ständige Sitze im Sicherheitsrat beanspruchen. Mexiko richtet sich dabei vor allem gegen den Sitz Brasiliens, da es dadurch das Machtgefüge in Lateinamerika gefährdet sieht. Darüber hinaus ist Mexiko Mitglied der Organisation Amerikanischer Staaten, der Gemeinschaft der Lateinamerikanischen und Karibischen Staaten, der G8+5 und der G20 Wirtschaftsmächte

Seit 2005 wird die mexikanische Grenze zu den USA, hier bei Tijuana, verstärkt ausgebaut.

Außenpolitisch dominierend ist seit dem 19. Jahrhundert die Beziehung zu den Vereinigten Staaten. Diese Dominanz erhielt 1994 mit der Unterzeichnung des Nordamerikanischen Freihandelsabkommens eine neue wirtschaftliche, politische und gesellschaftliche Dimension. Mit diesem Abkommen wurde das neue neoliberale Wirtschaftsmodell extern institutionalisiert. In der Folge kam es zu einer weiteren Intensivierung der Zusammenarbeit zwischen den USA und Mexiko, die weit über die zunehmende ökonomische Integration hinausging. Zunehmend trat die Frage der Sicherheit der Grenze zwischen den Vereinigten Staaten und Mexiko in den Fokus. Dabei geht es zum einen um die Frage der illegalen Immigration von Mexikanern in die Vereinigten Staaten und den Menschenhandel, zum anderen um die der Sicherheit im Zusammenhang mit dem Schmuggel von Waffen, Drogen und Geld im Kontext des mexikanischen Drogenkrieges. Infolge der Terroranschläge vom 11. September 2001 veränderte sich die Beziehung der beiden Staaten. Zum einen rückte der Fokus der US-Politik nun auf andere Regionen, zum anderen waren die USA von der mexikanischen Ablehnung des Irakkrieges enttäuscht. Hinzu kam in den USA 2003 die Verabschiedung der Gesetze Agricultural Jobs, Opportunity, Benefits and Security Act, Land Border Security and Immigration Improvement Act und Border Security and Immigration Reform Act, die eine bei weitem restriktivere Grenz- und Immigrationspolitik verfolgten als Vicente Fox und damit zu Irritationen führten.

Länder mit mexikanischer Botschaft (Stand 2008)

Seit den 1960er Jahren gewannen die Beziehungen Mexikos zu anderen Staaten Lateinamerikas neben denen zu den Vereinigten Staaten zunehmend an Gewicht. Verstärkt beteiligte sich Mexiko an lateinamerikanischen Kooperationen wie der lateinamerikanischen Freihandelszone, die 1981 zur lateinamerikanischen Integrationsvereinigung wurde. Das Land unterstützte zudem diplomatisch, symbolisch und materiell die revolutionären Bewegungen in Lateinamerika. Entgegen den Erwartungen der USA erhielt Mexiko zudem auch nach der Revolution die diplomatischen Beziehungen zu Kuba aufrecht. Gemeinsam mit Venezuela baute Mexiko weiterhin das lateinamerikanische Wirtschaftssystem auf, das Kuba, nicht aber die USA, miteinbezog. Mit dem Rückbezug auf die Vereinigten Staaten in den 1980er Jahren ließ aber die lateinamerikanische Integration Mexikos nach. Die Idee mit Argentinien und Brasilien ein Schuldner-Kartell zu bilden und somit die Schuldenkrise zu überwinden wurde in diesem Zusammenhang verworfen. In den 1990er Jahren schloss Mexiko zwar mit Chile, Kolumbien, Bolivien, Nicaragua und Venezuela Freihandelsabkommen, der Fokus der mexikanischen Außenpolitik wurde jedoch nicht wieder verstärkt auf Lateinamerika gelegt. Dennoch kam es zu einzelnen verstärkten Kooperationen. So wurde der Plan-Puebla-Panamá ausgerufen und die Entwicklung der amerikanischen Freihandelszone forciert, wobei ersterer zeitweise nicht weiter verfolgt wurde und letztere bis heute nicht zustande gekommen ist. Zudem begann Mexiko damit verstärkt Kritik an der Menschenrechtslage auf Kuba zu üben, so dass trotz Annäherung an Argentinien, Brasilien und Uruguay keine Rückbesinnung auf die Lateinamerikapolitik der 1960er und 1970er Jahre gab.

Mexiko war 1975 das dritte lateinamerikanische Land nach Uruguay und Brasilien, das ein Wirtschafts- und Handelsabkommen mit der Europäischen Gemeinschaft abschloss. In den 1980er Jahren folgten weitere Abkommen und Verträge, die die Zusammenarbeit etwa bei wissenschaftlichen und sozialpolitischen Fragen, sowie bei der Drogenbekämpfung, Tourismusförderung, Kulturpolitik und Umweltpolitik förderten. Die Bedeutung Europas für Präsident Fox wurde auch an der Zahl seiner 16 Auslandsreisen in diese Region deutlich. Auch wurden die europäisch-mexikanischen Beziehungen in seiner Amtszeit zunehmend institutionalisiert. Dennoch erfüllte Europa für Mexiko nicht die in es gesetzten Erwartungen, womit in der Außenpolitik zunehmend Asien und dabei vor allem die Volksrepublik China an Bedeutung gewannen.

Militär

F-5-Jagdflugzeug der Luftwaffe

Das mexikanische Militär untersteht dem Secretaría de la Defensa Nacional (SEDENA), das 1884 als Kriegs- und Marinesekretariat (Secretaría de Guerra y Marina) gegründet wurde. 1937 wurde es in Secretaría de la Defensa umbenannt. Für die Mexikanische Kriegsmarine, die Armada de México, ist in Mexiko seither das Secretaría de Marina (SEMAR) zuständig. Die Streitkräfte stehen in der Tradition des Mexikanischen Unabhängigkeitskrieges. Sie haben den Ruf, sich politisch neutral zu verhalten und weniger für Korruption anfällig zu sein als andere staatliche Institutionen und Behörden. Im Gegensatz zur Situation in vielen anderen lateinamerikanischen Staaten mischte sich das mexikanische Militär nicht in ökonomische und politische Transformationen ein. Es agierte nie unabhängig, sondern engagierte sich nur auf Anordnung des Staatspräsidenten oder der Gouverneure.

Korvetten der Durango-Klasse der Mexikanischen Marine

Bis in die jüngere Geschichte hinein war es nach den militärischen Auseinandersetzungen im 19. Jahrhundert vor allem infolge von Naturkatastrophen sichtbar. Es kam aber auch zu weiteren Einsätzen im Innern wie bei der Niederschlagung des Eisenbahnerstreiks 1959, der Niederschlagung der Studentenproteste 1968 und der Bekämpfung der Guerilla in den 1970er Jahren. In den 1980er Jahren und spätestens in den 1990er Jahren kam es auch auf Druck der Vereinigten Staaten und dem steigenden Ausmaß der Drogenkriminalität zu Einsätzen gegen die Kartelle. Dabei stellte sich heraus, dass das Militär den Drogenhandel nicht eindämmen konnte, sondern vermehrt für Korruption durch die Narcos anfällig wurde. Unter Präsident Calderón wird das Militär seit Anfang 2007 in dem den Drogenkartellen erklärten Krieg zur Bekämpfung der Drogenmafia verstärkt eingesetzt. Im Zuge der Kooperation bei der Drogenbekämpfung gelang es den Vereinigten Staaten ihren Einfluss auf das mexikanische Militär auszudehnen. So wurde Mexiko Teil des United States Northern Command und ist damit seit Oktober 2002 in das Area of responsibility der Vereinigten Staaten einbezogen. Die neue Einsatzsituation führte zu Veränderungen des mexikanischen Militärs. Es verliert immer weiter den Rückbezug auf die mexikanische Revolution, nimmt immer mehr polizeiliche Aufgaben wahr, verstrickt sich zunehmend in Menschenrechtsverletzungen und ordnet sich immer weiter Sicherheitsinteressen der USA unter. Zum Teil durchlaufen mexikanische Soldaten auch die US-amerikanische Ausbildung.

Die mexikanischen Streitkräfte sind in die Armee, zu der auch die Luftwaffe gehört, und die Marine untergliedert. In Mexiko besteht Wehrpflicht (Servicio Militar Nacional). Alle männlichen Einwohner über 18 werden zum Militärdienst verpflichtet, der zwölf Monate dauert. Mit 16 kann der Dienst freiwillig angetreten werden, auch Frauen können freiwillig dienen. Die Armee besteht aus 192.000 Soldaten, von denen 130.000 zum Heer, 37.000 zur Marine und 8000 zur Luftwaffe gehören. Hinzu kommen 300.000 Reservisten und 25.000 Angehörige paramilitärischer Einheiten. Mexiko gab 2017 knapp 0,5 Prozent seiner Wirtschaftsleistung oder 5,8 Mrd. US-Dollar für seine Streitkräfte aus.

Rechtssystem

Zentrale der Generalstaatsanwaltschaft an der Paseo de la Reforma

Das Rechtssystem Mexikos leidet unter Vertrauensverlust der Bevölkerung und strukturellen Defiziten. Das mexikanische Rechtssystem war in das Herrschaftssystem der PRI eingebunden und wurde damit eher nicht als gesellschaftliche Regelinstanz wahrgenommen, sondern als Anrufungs- und Mobilisierungsinstanz verstanden. Dies führt dazu, dass das System Legitimationsprobleme hat. 72 Prozent der Mexikaner halten es nicht für zwingend geboten, sich an die Gesetze zu halten, 71 Prozent sehen die Menschenrechte in ihrem Land nicht als gesichert an und 20 Prozent befürworten Selbstjustiz. Dies hängt auch damit zusammen, dass das mexikanische Rechtssystem als ein Projekt der Elite konstituiert wurde und damit von Beginn an nicht mit der Lebensrealität der Bevölkerungsmehrheit übereinstimmte. Hinzu kommt etwa die Verwicklung der Polizei in den Drogenhandel und die organisierte Kriminalität und ihre Anfälligkeit für Korruption. Zudem akzeptiert sie in hohem Maße Gewaltanwendung außerhalb des gesetzlichen Rahmens und persönliche Bereicherung.

Für die innere Sicherheit ist in Mexiko das Secretaría de Seguridad Pública zuständig, andere Aufgaben eines normalen Innenministeriums werden hingegen vom Secretaría de Gobernación wahrgenommen. Auf den Ebenen des Bundes, der Bundesstaaten und der Städte und Gemeinden gab es Stand 2009 über 1661 Polizeibehörden mit ca. 350.000 Mitgliedern. Die so zwischen den vielen Polizeiorganisationen verteilten und überlappenden Verantwortungsbereiche, eine unzureichende Koordinierung und eine schlechte Bezahlung begünstigen die oben genannten Missstände. Lediglich auf der Ebene des Bundes wurde mit der Schaffung der Policía Federal eine Zusammenfassung der verschiedenen Polizeien betrieben. Die Procuraduría General de la República ist für die Strafverfolgung auf Bundesebene zuständig, sowie für die Überwachung und Reform des Justizwesens und der Verfassung. Ihr steht der Generalstaatsanwalt vor, der direkt vom Staatspräsidenten ernannt wird und damit in einem direkten Abhängigkeitsverhältnis zur Exekutive steht.

Dem Secretaría de Gobernación ist das Centro de Investigación y Seguridad Nacional (CISEN) unterstellt. Er ist der Nachrichtendienst Mexikos und war in seiner Geschichte immer mehr nach innen gerichtet, denn auf äußere Gegner. Er beobachtete etwa Oppositionelle und Andersdenkende in den Jahren nach der Revolution und der Zeit der Alleinherrschaft der PRI.

Öfen einer Tequila-Destillerie
Mexiko ist der zweitgrößte Stahlproduzent Lateinamerikas, mit rund einem Viertel der Gesamtproduktion.

Mexiko hatte 2020 ein Bruttoinlandsprodukt von 1,1 Billionen USD (2,4 Billionen USD nach Kaufkraftparität). Dies war das 15. höchste der Welt und das zweithöchste in Lateinamerika. Das Bruttoinlandsprodukt pro Kopf lag auf einem vergleichbaren Level mit anderen Schwellenländern wie Brasilien, Volksrepublik China oder der Türkei. Mexiko belegt momentan Rang 12 der Export-Weltrangliste, die meisten Exporte gehen in die USA. Mexikos Konjunktur ist deshalb stark von den USA abhängig. Im Global Competitiveness Index, der die Wettbewerbsfähigkeit eines Landes misst, belegt Mexiko Platz 51 von 137 Ländern (Stand 2017–2018). Korruption ist ein großes Problem in der mexikanischen Wirtschaft.

Das Bruttoinlandsprodukt (im Jahr 2016) teilt sich auf in:

  • Landwirtschaft: 3,7 Prozent des BIP werden erwirtschaftet durch 13,4 Prozent der Beschäftigten
  • Industrie: 33,1 Prozent des BIP werden erwirtschaftet durch 24,1 Prozent der Beschäftigten
  • Dienstleistung: 63,2 Prozent des BIP werden erwirtschaftet durch 62,5 Prozent der Beschäftigten

Mexikos Wirtschaft wurde seit den 1990er Jahren stark dereguliert und privatisiert. Die Dominanz privater Firmen wächst ständig, und die Privatisierung von Eisenbahn, See- und Flughäfen geht ihrem Ende entgegen, ebenso wie die weitere Privatisierung der Banken. Die Liberalisierung des Energiesektors schreitet weiter voran. In den Bereichen Telekommunikation und Petrochemie stehen noch Reformen aus. Die Maquiladora-Industrie verstärkte ihre Position in der mexikanischen Wirtschaft und dominiert vor allem den Textilsektor. Aufgrund der fortschreitenden Industrialisierung, günstigen Demografie, steigendem Binnenkonsum und Nähe zum US-Markt verfügt Mexikos Wirtschaft über beträchtliches Potenzial.

Es existiert ein Nord-Süd Gefälle in Mexikos. Nördliche Bundesstaaten die Nahe an den USA liegen wie Nuevo León oder Sonora sind reicher und stärker industrialisiert als südliche Bundesstaaten wie Chiapas, Guerrero oder Oaxaca die zu den ärmsten Regionen Mexikos zählen. Wichtigstes Wirtschaftszentrum ist allerdings mit Abstand die zentrale Region rund um die Hauptstadt Mexiko-Stadt.

Mexikaner, die im Ausland leben, überwiesen 2016 über 26 Milliarden US$ in ihr Heimatland zurück. Der größte Teil dieser Überweisungen stammt aus den Vereinigten Staaten. Rücküberweisungen sind damit ein wichtiger Wirtschaftsfaktor und macht 2,7 % der Wirtschaftsleistung aus.

Die Arbeitslosenquote war Jahr 2017 mit 3,9 % relativ niedrig. Allerdings ist eine hohe Anzahl der Arbeitskräfte unterbeschäftigt. Schätzungen gehen von einer Unterbeschäftigungsrate von über 20 % aus.

Landwirtschaft: Herstellung von: Mais, Weizen, Sojabohnen, Reis, Bohnen, Wolle, Kaffee, Früchte, Tomaten; Rindfleisch, Geflügel, Milchprodukte, Holzprodukte.
Industrie: Herstellung/Gewinnung von: Nahrung und Getränken (Wein, Tequila), Tabak, Chemikalien, Eisen und Stahl, Erdöl, Baustoffe, mineralische Rohstoffe, Textilien, Kleidung, Kraftfahrzeuge, Verbrauchsgüter, Tourismus
Exporte: Produzierte Waren, Ölprodukte, Silber, Früchte, Gemüse, Avocado, Kaffee, Wolle, Alkohol, Tabak
Exporte nach: USA 81 %, Kanada 2,8 %, Volksrepublik China 1,4 % (2016); $ 373,9 Milliarden fob (2016)
Importe: Metallverarbeitende Maschinen, Fabriken (Teile) zur Stahlverarbeitung, Maschinen für die Landwirtschaft, elektrische Ausrüstung, Autoteile, Maschinen, Flugzeuge und Flugzeugteile
Importe aus: USA 46,5 %, Volksrepublik China 18,8 %, Japan 4,6 % (2016); $ 387,1 Milliarden fob (2016)

Quellen: CIA World Factbook, Länderinformationen des Auswärtigen Amtes zu Mexiko

Energiewirtschaft

El-Cajón-Talsperre wurde von 2003 bis 2007 am Rio Grande de Santiago im Bundesstaat Nayarit für 800 Millionen US-Dollar gebaut

Mexikos Energieerzeugung ist heute noch bis zu 70 Prozent vom Rohöl abhängig. Schätzungen gehen bis 2020 von einer Steigerung des Stromverbrauchs von jährlich 3,2 bis 5,6 Prozent aus.

In Mexiko liegt die Abdeckung der Stromversorgung bei 97 % (2006). In den Stadtgebieten bei fast 100 % und im ländlichen Raum bei ungefähr 95 %.

Die installierte Kapazität zur Stromerzeugung beträgt 58 GW (2008). 75,3 Prozent der installierten Kapazität sind thermisch, 19,0 % Wasserkraft, 2,4 % Kernenergie und 3,3 % Erneuerbare Energie (ausg. Wasserkraft). 2007 hat Mexiko 1,3 TWh Strom in die USA exportiert und 0,6 TWh aus den USA importiert.

2009 betrug die Bruttostromerzeugung 233,4 TWh.:

Wärmekraftwerke 41,18 %
privatwirtschaftliche Stromerzeugung 32,76 %
Wasserkraft 11,33 %
Kohlekraftwerke 7,23 %
Kernenergie 4,50 %
Geothermie 2,89 %
Windkraft 0,11 %

Der größte Lieferant von Ausrüstungen zur Energieerzeugung in Mexiko ist nach eigenen Firmenaussagen Siemens.

Mexiko hat ein hohes Potenzial für die Nutzung erneuerbarer Energien, speziell Windkraft und Solarenergie. Zwischen 2006 und 2015 will Mexiko zusätzliche 14,8 GW Strom durch Erneuerbare Energiesysteme erzeugen.

Der größte Stausee in Mexiko, der Manuel-M.-Torres-Staudamm in Chiapas, staut den Río Grijalva und ist mit einer Leistung von 2400 MW, der viertproduktivste der Welt.

Auch die Produktionsausweitung von Bioethanol als Treibstoff für Autos ist eine Option, wobei zu berücksichtigen ist, dass bereits heute nicht genügend Mais aus heimischer Produktion für die Ernährung der Bevölkerung zur Verfügung steht. Als Rohstoff für die Bioethanolherstellung wird daher Melasse aus der Zuckerindustrie bevorzugt. Das Produktionspotenzial wird auf 56 Millionen Liter pro Jahr geschätzt, der zukünftige Verbrauch auf 164 Millionen Liter.

Das staatliche Monopolunternehmen Comisión Federal de Electricidad (CFE) ist für die Erzeugung und die Verteilung der elektrischen Energie zuständig.

Bodenschätze

PEMEX-Tankstelle, die Erdölgesellschaft Mexikos

Der Erdölsektor nimmt eine zentrale Rolle für die mexikanische Wirtschaft ein. Die Einnahmen aus dem Erdölexport belaufen sich auf 10 % der mexikanischen Exporterlöse.

Mexiko ist der sechstgrößte Produzent von Erdöl weltweit mit 3,7 Million Barrels pro Tag und die zehntgrößte Öl-Exportnation (2007). Nach den USA rangiert Mexiko in der westlichen Hemisphäre auf Rang 2, knapp vor Kanada.

Das staatliche Erdölunternehmen PEMEX ist das größte mexikanische Unternehmen und das größte Unternehmen in Lateinamerika, mit knapp 140.000 Mitarbeitern und einem Umsatz von knapp 100 Milliarden US$ (2006).

Industrie

Zementfabrik (Cemex) Monterrey, Mexiko
New Beetle Cabrio, wird seit 2003 in Puebla gebaut

Die Automobilindustrie (OEM- und Zulieferindustrie) in Mexiko trägt mit 3 % zum gesamt BIP, mit 17,3 % zur produzierenden Industrie und mit 21,4 % zu den Exporten bei und beschäftigt 13 % der Arbeiter in Mexiko (davon sind 84 % in der Zulieferindustrie und 16 % in der Kfz-Herstellung tätig). Sie stellt heute (2012) die größte Branche dar und beschäftigt rund eine Million Menschen. Zahlreiche Freihandelsabkommen mit 43 Ländern ermöglichen hohe Exportquoten. Der Anteil der für den Export produzierten Fahrzeuge stieg im Zeitraum von 1990 bis 2016 von 34 Prozent auf 82 Prozent. Bis 2016 erreichte die Produktion 3,3 Millionen Einheiten, was dem siebent-größten Produzenten weltweit entsprach.

Das Unternehmen Ford investiert 2 Milliarden US$, um das Modell Ford Fiesta in Mexiko zu produzieren. Hierdurch werden ca. 30.000 Arbeitsplätze bei Zulieferern und bei Ford selbst geschaffen.

Viele der in Mexiko produzierten Fahrzeuge werden in die USA und nach Kanada verkauft. So errichtete Toyota ein Werk ab 2004 direkt an der Grenze zu den USA, in dem 50.000 Pick-ups pro Jahr produziert werden.

General Motors de Mexico, S. de R. L. de C.V. ist mit einem Umsatz von 11,8 Milliarden US$ der größte Automobilhersteller in Mexiko und das neuntgrößte Unternehmen des Landes. General Motors ist seit 1935 in Mexiko aktiv und besitzt heute Fabriken in Toluca, Silao, Guanajuato, Ramos Arizpe, Coahuila und in Mexiko-Stadt. GM montiert in Mexiko verschiedene Modelle für den einheimischen Markt und für den Export weltweit. GM Mexiko verkauft in Mexiko die Marken Chevrolet, Pontiac, Cadillac, Saab und Fiat.

Nissan Mexicana S.A. de C.V. produziert seit 1966 Fahrzeuge und Fahrzeugteile in Mexiko und importiert Nissan-Fahrzeuge aus anderen Ländern (z. B. aus Brasilien) für den mexikanischen Markt. Die Firma wurde 1961 gegründet, die Hauptverwaltung (ca. 450 Mitarbeiter) ist in Mexiko-Stadt.

Mit 9000 Mitarbeitern rangierte das Unternehmen 2006 an Platz 16 der größten Unternehmen Mexikos. Die Ausbringung betrug 2007 496.000 Fahrzeuge, 214.000 Fahrzeuge wurden in Mexiko verkauft (Marktanteil 19,5 %).

Volkswagen de México betreibt seit 1964 ein Fertigungswerk in Puebla, in dem ca. 15.000 Mitarbeiter beschäftigt werden. Ungefähr 80 % der dort im Jahr 2008 produzierten 450.000 Fahrzeuge werden exportiert. Planziel für 2012 sind 600.000 Fahrzeuge. In dem Werk wurde noch bis 2003 der VW Käfer gebaut.

Das 1906 gegründete Unternehmen Cemex ist ein global operierender Baustoffhersteller, vor allem von Transportbeton, und einer der größten Zementhersteller der Welt (Jahresumsatz ca. 13 Milliarden US-Dollar; Stand Ende 2017). Neben den beiden Hauptgeschäftsbereichen Zement und Beton betreibt die Cemex weltweit noch fast 400 Abbaustätten von mineralischen Rohstoffen wie Sand, Kies und Bruchstein. Des Weiteren werden Zementklinker und Betonfertigteile produziert. Die monopolähnliche Stellung des Unternehmens führte zu einem Zementpreis, der doppelt so hoch wie in den USA ist.

Landwirtschaft

Landwirtschaftliche Nutzung Mexikos
Eine Frau der indigenen Tarahumara hütet Ziegen im nordwestlichen Mexiko

Der Beitrag der Landwirtschaft zum BIP Mexikos ist in den vergangenen Jahren stetig zurückgegangen und beträgt jetzt (2006) 3,9 %, während der Beitrag 1980 noch 7 % betrug und 25 % im Jahr 1970.

Trotzdem sind noch 18 % der Beschäftigten in der Landwirtschaft tätig (2003), von denen viele im Rahmen der Subsistenzwirtschaft Nahrungsmittel für den eigenen Bedarf produzieren.

Im Norden Mexikos hat sich seit der Conquista mit der Einführung von Schafen und Ziegen eine halbsesshafte Form der Transhumanz (Fernweidewirtschaft) entwickelt, bei der je nach Regen- und Trockenzeit zwischen den Weidegründen auf dem Hochland und an den Hängen der Sierra gewechselt wurde. Dabei legen die Hirten oft Hunderte von Kilometern durch zum Teil kaum zugängliches Gelände zurück.

Landwirtschaftliche Produkte

Obwohl Mais das typische Grundnahrungsmittel in Mexiko ist, liegt der Schwerpunkt der Landwirtschaft in Mexiko im Gartenbau, Südfrüchte und Gemüse. Im Zuge der Realisierung des Freihandelsabkommens NAFTA wurde allgemein erwartet, dass sich viele der mexikanischen Maisanbauer arbeitsintensiveren Produkten zuwenden würden, z. B. Obst, Nüsse, Gemüse, Kaffee und Zuckerrohr.

Allerdings wurde Mexiko mit hochsubventionierten US-amerikanischen Landwirtschaftsprodukten und Fleisch überschwemmt, dessen Preis 20 Prozent unter den Produktionskosten liegt, während in Mexiko Subventionen gestrichen wurden. War Mexiko zu Beginn der 1990er Jahre noch weitestgehend ein Selbstversorger mit Mais, so mussten viele kleinbäuerliche Betriebe aufgeben und die Agrarimporte stiegen. Die vielen Landlosen konnten nicht in den neu entstandenen Zulieferindustrien absorbiert werden. Mexiko muss heute 60 Prozent seines Weizen- und 70 Prozent seines Reisbedarfs importieren.

Auf circa 160.000 kleinen und mittelgroßen Farmen wird Zuckerrohr in 15 Staaten Mexikos angebaut. Die Anbaufläche beträgt ca. 700.000 ha mit einem Zuckerrohrertrag von etwa 72 t/ha. Zurzeit sind 57 Zuckerfabriken in Betrieb. Die mexikanische Zuckerindustrie ist gekennzeichnet durch hohe Produktionskosten und einen Rückstand bei den Investitionen. Die Zuckerproduktion Mexikos ist größer als der Inlandsverbrauch. 2005 stand Mexiko mit einer Produktion von 45.127.000 t an Platz 6 der wichtigsten Zuckerrohr produzierenden Länder.

Tourismus

Der Tourismus ist von steigender Bedeutung für Mexikos Wirtschaft. 2016 wurde das Land von über 35 Millionen Touristen besucht. Die Tourismuseinnahmen beliefen sich im selben Jahr auf 39,7 Mrd. US-Dollar. Häufig besuchte Touristenziele im Land sind die Stätten von Chichén Itzá, die Altstadt von Mexiko-Stadt und die extra für den Tourismus errichtete Stadt Cancún. Das Land besitzt insgesamt 35 UNESCO-Welterbestätten, womit es weltweit den 7. Rang einnimmt. Die größte Gruppe an ausländischen Touristen kommt aus den benachbarten Vereinigten Staaten.

Außenhandel

Mexikanische Bundesstaaten nach BIP pro Kopf in US-Dollar (2012)

Mittlerweile hat Mexiko 32 Freihandelsabkommen mit über 40 Ländern unterzeichnet, unter anderem mit der EU (seit 2000), Japan, Guatemala, Honduras und El Salvador. Seit dem 1. Januar 1994 ist Mexiko Mitglied des Nordamerikanischen Freihandelsabkommens (NAFTA). In den ersten Jahren nach dessen Inkrafttreten hatte sich die wirtschaftliche Situation des Landes nur unwesentlich verbessert. Seit Beginn des Freihandels sind die Ausfuhren bis heute um das Dreifache gestiegen, und mittlerweile entfallen 90 Prozent der mexikanischen Exporte auf Freihandelsabkommen.

Allein die USA nehmen 80 Prozent der Exporte Mexikos ab. 80 Prozent der Exporte entfallen auf Industrieerzeugnisse, 15,6 Prozent auf Rohöl und Raffinerieprodukte sowie 3 Prozent auf landwirtschaftliche Erzeugnisse. Der höchste Zuwachs wird bei den Erdölausfuhren verzeichnet. Bedingt durch die stark gestiegenen Ölpreise konnte ein Wachstum von 27,3 Prozent verzeichnet werden. Jedoch gelang es, in den vergangenen Jahren, den Export zu diversifizieren. So haben die Automobilindustrie, Elektronik, der Tourismus und die Maquila-Fabriken in zollfreien Zonen an Bedeutung zugenommen.

Wirtschaftskennzahlen

Die wichtigen Wirtschaftskennzahlen Bruttoinlandsprodukt, Inflation, Haushaltssaldo und Außenhandel entwickelten sich in den letzten Jahren folgendermaßen:

Veränderung des Bruttoinlandsprodukts (BIP), real
in % gegenüber dem Vorjahr
Jahr 2008 2009 2010 2011 2012 2013 2014 2015 2016 2017
Veränderung in % gg. Vj. 1,4 −5,8 5,1 4,0 4,0 1,4 2,8 3,3 2,9 2,0
Quelle: Weltbank
Entwicklung des BIP (nominal)
absolut (in Mrd. US$) je Einwohner (in Tsd. US$)
Jahr 2015 2016 2017 Jahr 2016 2016 2017
BIP in Mrd. US$ 1.170 1.077 1.150 BIP je Einw. (in Tsd. US$) 9,3 8,4 8,9
Quelle: Weltbank
Entwicklung der Inflationsrate Entwicklung des Haushaltssaldos
in % gegenüber dem Vorjahr in % des BIP
(„minus“ bedeutet Defizit im Staatshaushalt)
Jahr 2015 2016 2017 2018 Jahr 2016 2017 2018
Inflationsrate 2,6 2,8 ~4,8 ~ 3,2 Haushaltssaldo −2,9 ~ −2,9 ~ −2,5
Quelle: GTAI ~ = geschätzt
Haupthandelspartner (2016)
Ausfuhr (in %) nach Einfuhr (in %) von
Vereinigte Staaten Vereinigte Staaten 81,0 Vereinigte Staaten Vereinigte Staaten 46,5
Kanada Kanada 2,8 China Volksrepublik Volksrepublik China 18,8
China Volksrepublik Volksrepublik China 1,4 Japan Japan 4,6
Deutschland Deutschland 1,1 Deutschland Deutschland 3,6
Japan Japan 1,0 Korea Sud Südkorea 3,5
Spanien Spanien 0,9 Kanada Kanada 2,5
Quelle: GTAI
Hauptprodukte des Außenhandels (2016)
Ausfuhrgüter (Anteil in %) Einfuhrgüter (Anteil in %)
Elektronik 16,1 Kfz und -teile 23,5
Maschinen 13,9 Elektronik 16,5
Kfz und -teile 9,6 Maschinen 10,4
Elektrotechnik 8,9 Elektrotechnik 10,2
Nahrungsmittel 4,8 Nahrungsmittel 6,3
Sonstige 46,7 Sonstige 33,1
Quelle: bfai
Entwicklung des Außenhandels
in Mrd. US$ und seine Veränderung gegenüber dem Vorjahr in %
2014 2015 2016
Mrd. US$ % gg. Vj. Mrd. US$ % gg. Vj. Mrd. US$
(1. Hj.)
% gg.Vj.
Einfuhr 400,0 +4,9 395,2 −1,2 387,1 −2,1
Ausfuhr 396,9 +4,5 380,6 −4,1 373,9 −1,8
Saldo −3,1 −14,6 −13,2
Quelle: GTAI

Staatshaushalt

Der Staatshaushalt umfasste 2016 Ausgaben von umgerechnet 255,9 Mrd. US-Dollar, dem standen Einnahmen von umgerechnet 224,3 Mrd. US-Dollar gegenüber. Daraus ergibt sich ein Haushaltsdefizit in Höhe von 3,0 % des BIP.
Die Staatsverschuldung betrug 2016 607 Mrd. US-Dollar oder 58,1 % des BIP. Von der amerikanischen Ratingagentur Standard & Poor’s werden die Staatsanleihen des Landes mit der Note BBB+ bewertet (Stand November 2018). Das Land gilt damit als Schuldner mittlerer Güte.

2006 betrug der Anteil der Staatsausgaben (in % des BIP) folgender Bereiche:

Im Logistics Performance Index, der von der Weltbank erstellt wird und die Qualität der Infrastruktur misst, belegte Mexiko 2018 den 51. Platz unter 160 Ländern. Von allen Ländern in Lateinamerika belegt Mexiko damit den dritten Platz hinter Chile und Panama.

Straßenverkehr

Der Hauptpersonen- und Güterverkehr in Mexiko findet im Straßen- und Autobahnnetz statt. 2012 hatte das Straßensystem des Landes eine Länge von 377.660 km. Im selben Jahr betrug die Länge des Autobahnnetz 7176 km.

Bei der Verkehrssicherheit liegt das Land im weltweiten Mittelfeld. 2013 kamen in Mexiko insgesamt 6,1 Verkehrstote auf 100.000 Einwohner. Zum Vergleich: In Deutschland waren es im selben Jahr 4,3 Tote. Insgesamt kamen damit 15.000 Personen im Straßenverkehr ums Leben. Das Land hat eine im weltweiten Vergleich relativ fortgeschrittene Motorisierungsrate. 2010 kamen im Land 275 Kraftfahrzeuge auf 1000 Einwohner.

Schienenverkehr

Hauptartikel: Schienenverkehr in Mexiko

Luftverkehr

Aeroméxico Boeing 737-752 bei der Landung

Mexiko hat ein flächendeckendes Netz von modernen Flughäfen im Land. Das System gilt als sicher und zuverlässig. Die Flughafen-Infrastruktur gilt als fortgeschrittenste in Lateinamerika. Jede Metropolregion mit über 500.000 Einwohnern hat einen internationalen Flughafen. In Mexiko gibt es 1834 Flugplätze, die drittgrößte Anzahl aller Staaten weltweit.

Die sieben größten Flughäfen des Landes bedienen 90 % des Verkehrsaufkommens (Reihenfolge nach Flugverkehr):

  1. Internationaler Flughafen der Stadt Mexiko 'Benito Juárez'
  2. Internationaler Flughafen von Cancún
  3. Internationaler Flughafen Don Miguel Hidalgo und Costilla (Guadalajara)
  4. Internationaler Flughafen General Mariano Escobedo (Monterrey)
  5. Internationaler Flughafen General Abelardo L. Rodríguez (Tijuana)
  6. Internationaler Flughafen General Juan N. Álvarez (Acapulco)
  7. Internationaler Flughafen General Heriberto Jara Corona (Veracruz)
  8. Internationaler Flughafen Licenciado Gustavo Díaz Ordaz (Puerto Vallarta).

Alle Flughäfen sind in Privatbesitz, mit Ausnahme des Internationalen Flughafens der Stadt Mexiko. Dieser Flughafen ist der größte in Lateinamerika (weltweit Platz 44), dabei befördert er ungefähr 26 Millionen Passagiere jährlich.

In Mexiko gibt es mehr als 70 Fluglinien. Die größte Fluggesellschaft ist Aeroméxico. Kleinere Fluggesellschaften sind Aeroméxico Connect (Aeroméxicos regionale Tochtergesellschaft), Volaris, Interjet, Aeromar, Viva Aerobus, Magnicharters und Republicair.

Einige ehemals bekannte Fluggesellschaften haben in den letzten Jahren ihren Betrieb eingestellt: Aviacsa (2009), Mexicana de Aviación samt Tochtergesellschaft Click Mexicana (2010).

Mexiko und die USA haben vor kurzem eine Vereinbarung der 'open skies' getroffen. Diese erlaubt jetzt auch 'low-cost' Fluggesellschaften 'point-to-point' Verbindungen, Direktflüge zwischen mexikanischen und US-amerikanischen Städten herzustellen. Diese Vorgehensweise soll den Luftverkehr in Nordamerika durch Direktverbindungen kleiner Städte und Umgehung der Luftfahrtdrehkreuze dezentralisieren.

Schifffahrt

Mexiko hat 67 Seehäfen und zehn Binnenhäfen.

Kunst

Die Kunst in Mexiko ist geprägt vom Rückgriff auf präkolumbianische Traditionen und den Einfluss der spanischen Eroberer. Obwohl die Spanier gewaltsam mit hohen Repräsentanten der indianischen Macht brachen, blieb ein starker Bezug auf die vorkoloniale Kunst vorhanden. Darüber hinaus fanden in Mexiko-Stadt unter der Regierung des Vizekönigs Maskenumzüge statt, die die Erinnerung an die aztekische Dynastie aufrechterhalten sollte. Die traditionellen Kunstformen wurden dabei auch mit neuen Motiven verknüpft. So entstanden etwa Federbilder mit Marien-Darstellungen, die auf den von den Spaniern eingeführten christlichen Glauben Bezug nahmen. Die gesamte Federkunst, die zuvor nur dem Adel zustand, erlebte eine Umdeutung in das Christliche und wurde etwa für Bischofskappen und Altardecken verwandt, wobei aber traditionelle aztekische Farbbedeutungen beibehalten wurden. Bis in das 19. Jahrhundert hinein war Pátzcuaro ein Zentrum der Federverarbeitung mit bedeutenden kunsthandwerklichen Einrichtungen. Ein weiteres Feld der Bilddarstellung mit traditionellen Grundlagen waren Karten und genealogische Darstellungen. Dabei zeigten sich in den Karten etwa Verbindungen der aus Europa stammenden Form der Kartografie mit mexikanischen Glyphen.

Während des 19. Jahrhunderts reisten europäische Künstler nach Mexiko und stellten das Land in seiner Vielfalt künstlerisch dar. Der bedeutendste von ihnen war wohl Johann Moritz Rugendas, der Landschaften, Genreszenen und Studien der Natur und der Bevölkerung anfertigte. Eine Blüte erlebte die mexikanische Kunst in der Zeit infolge der mexikanischen Revolution. Künstler wie David Alfaro Siqueiros, José Clemente Orozco und Juan O’Gorman beschäftigten sich in ihrem Werk mit der Revolution und sozialen Fragen sowie der mexikanischen Geschichte bis hinein in die präkolumbianische Zeit. Die berühmtesten mexikanischen Künstler sind bis heute Diego Rivera und Frida Kahlo. Diego Rivera begründete zusammen mit anderen den Muralismus, die Kunstform monumentaler öffentlich Wandgemälde, die in Mexiko weite Verbreitung fand und heute an vielen öffentlichen Gebäuden und auch in anderen Staaten Lateinamerikas und in den USA zu sehen ist. Bedeutende Murales von Rivera finden sich etwa im Palacio National und zeigen Ereignisse der mexikanischen Geschichte. Die zeitgenössische Kunst in Mexiko setzt sich vor allem mit gesellschaftlichen Themen wie Gewalt und Kriminalität auseinander. Beispielhafte Vertreter sind Teresa Margolles, Daniel Guzmán und Eduardo Abaroa.

Architektur

Der weltweit bekannteste mexikanische Architekt der Moderne ist Luis Barragán.

Literatur

Hauptartikel: Mexikanische Literatur

Musik

Populäre Musik in Mexiko besteht aus einer breiten Palette von musikalischen Stilen und Genres. Sie hat ihren Ursprung in der präkolumbianischen und europäischen, vorwiegend spanischen Kultur. Wichtigste Stilrichtungen sind der mexikanische Son und der Corrido, die bereits im 18. Jahrhundert gespielt wurden. Elemente des Corrido finden sich auch im Narcocorrido, der seit Anfang des 21. Jahrhunderts die typische mexikanische Volksmusik verkörpert. Der Ranchera entstand in der Zeit der mexikanischen Revolution zu Anfang des 20. Jahrhunderts und fand seine Ausprägung als Norteña im Norden Mexikos. In den 1920er Jahren wurden die ursprünglich aus Kuba stammenden Tanzstile Bolero und Danzón zu eigenständigen Formen weiterentwickelt. Agustín Lara, ein Schöpfer des mexikanischen Bolero, komponierte auch den Soundtrack zum ersten mexikanischen Tonfilm Santa von 1932. Weltweit bekannte Volkslieder sind: Bésame mucho (Bolero), Cielito lindo (Ranchera), El Rey (Ranchera), Granada (Bolero), La Bamba (Volkslied), La Cucaracha (Corrido), Las mañanitas (Volkslied), México Lindo y Querido (Ranchera), Solamente una vez (Bolero), Somos Novios (Bolero).

Eine Musikgruppe, welche die verschiedensten Stile der traditionellen Musik spielt, wird als Mariachi bezeichnet. Die Mariachi-Musik wurde 2011 von der UNESCO in die Repräsentative Liste des immateriellen Kulturerbes der Menschheit aufgenommen.

Urvater der mexikanischen Rockmusik (rock nacional) ist Carlos Santana, der in den 1960er Jahren den Latin Rock kreierte. Weitere bekannte Popmusiker aus Mexiko sind: Maná, Luis Miguel, Alejandro Fernández, Thalía, Marco Antonio Solís, Pepe Aguilar, Paulina Rubio, Angelica Maria, Alejandra Guzmán, Gloria Trevi und Cristian Castro.

Im Bereich klassische Musik wurde die erste mexikanische Oper La Parténope, komponiert von Manuel de Sumaya, 1711 uraufgeführt. Im 19. Jahrhundert war der Walzer populär und mexikanische Komponisten (Ernesto Elorduy, Juventino Rosas, Felipe Villanueva) schufen eine eigenständige mexikanische Form. Das mexikanische Symphonieorchester Orquesta Sinfónica Mexicana wurde 1928 von Carlos Chávez gegründet. Zu den international anerkanntesten Tenören der Gegenwart gehört der in Mexiko geborene Rolando Villazón.

Film

Hauptartikel: Mexikanischer Film

Die Geschichte des Films in Mexiko begann im Januar 1895 mit dem Kinetoskop und im August 1896 mit dem Cinématographe. In der Folge entwickelte sich eine eigene mexikanische Stummfilmproduktion. Die meisten dieser Filme sind jedoch verschollen beziehungsweise haben sich nicht erhalten. Infolge des Wandels zum Tonfilm wuchs die Filmindustrie und nahm an Bedeutung zu. Dabei gab es erstmals international bekannte Stars wie die Schauspielerin Dolores del Río, die auch in den Vereinigten Staaten von Amerika drehte. Nach dem Ende des Zweiten Weltkriegs bis in den Anfang der 1950er Jahre erlebte der mexikanische Film sein „Goldenes Zeitalter“. Es drehte unter anderem Luis Buñuel in dieser Zeit Filme, die international erfolgreich waren, sowohl beim Publikum als auch auf Festivals. Ein Beispiel dafür ist etwa Buñuels Film Die Vergessenen (Los Olvidados) aus dem Jahr 1950. Ähnliche Erfolge gelangen auch anderen Regisseuren und auch Schauspieler konnten internationalen Ruhm erlangen. Mit dem Ende dieser Ära begann ein langer Zeitraum, in dem eher billige Produktionen mit thematischen Fokus auf Action, Gewalt und Erotik dominierten und internationale Erfolge ausblieben. Dies veränderte sich erst mit dem Ende der 1980er und dem Beginn der 1990er Jahre. Es kam ein neuer mexikanischer Film auf, der mit qualitativ hochwertigen Filmen wie etwa Bittersüße Schokolade (Como aguapara chocolate) aus dem Jahr 1992, der in den USA einer der erfolgreichsten ausländischen Filme des Jahres war, wieder an erfolgreichere Zeiten anknüpfen konnte. Der Trend zu hochwertigen mexikanischen Filmen, die international Interesse auf sich ziehen konnten, setzte sich fort. Nach der Jahrtausendwende konnten etwa Amores Perros und Y Tu Mamá También – Lust for Life (Y Tu Mamá También) internationale Preise und ebenso fremdsprachiges Publikum für sich gewinnen. Zudem etablierten sich auch mexikanische Filmschaffende international. So konnte etwa Guillermo del Toro auch in Hollywood als Regisseur Fuß fassen.

Medien

Die Medienlandschaft Mexikos war lange Zeit und ist bis heute politisch dominiert. Zwar sind die Medien mehrheitlich privatisiert und eine direkte Zensur bestand nicht, dennoch gab es keine freie Berichterstattung. Die politischen Eliten und Teile der Unternehmerschaft nahmen und nehmen zum Teil großen Einfluss auf die Berichterstattung. So gab es über lange Zeit das staatliche Papiermonopol, Subventionen, Vermischung von Nachrichten mit Kommentaren und Werbung, bestellte Berichterstattung und platzierte Informationen und Bilder. Dabei wirkte auch die schlechte Bezahlung von Journalisten förderlich, die etwa für Korruption und Bezahlung von staatlichen Stellen und Unternehmen anfällig waren und sind. Firmen wie PEMEX, der Präsident, staatliche Behörden sowie die der Länder und Gemeinden, die Partido Revolucionario Institucional und ihre Unterorganisationen sowie weitere Parteien und Organisationen unterhielten und unterhalten teils lang andauernde Beziehungen zu bestimmten Journalisten, die sie mit Informationen versorgten und deren Berichterstattung dementsprechend gesteuert ausfiel. Noch in den 1990er und 2000er Jahren wurden die Netzwerke zwischen PRI und Journalisten dazu genutzt, PAN- oder PRD-geführte Regierungen und Gouverneure auf Länderebene zu diskreditieren.

Es gab aber auch Journalisten, die die Missstände des Systems thematisierten und etwa auf Verletzungen der Menschenrechte und Mängel des Rechtsstaats hinwiesen. Diese wurden oftmals Opfer staatlicher Repression. In den 1990er Jahren kam es in Nachfolge der Wochenzeitschrift Proceso, die von Julio Scherer García herausgegeben wurde, zu einem Aufschwung des investigativen Journalismus und zur Neugründung von Printmedien in Nordmexiko und Mexiko-Stadt. Insgesamt spielen Zeitungen in Mexiko aber nur eine untergeordnete Rolle, da sie für die Mehrheit der Menschen zu teuer sind und damit nur eine geringe Reichweite haben. Von den 300 Zeitungen, von denen 35 in Mexiko-Stadt erscheinen, ist die Reforma mit 186.000 Exemplaren die größte, gefolgt von El Universal mit 139.000, Exélsior mit 112.000 und La Jornada mit 82.000 Exemplaren.

Das Verhältnis von Staat und Medien ist in Mexiko nur schwach reglementiert. Das Ley Federal de Radio y Televisión stammt aus dem Jahr 1960, als statt Gesetze eher nicht niedergeschriebene Vereinbarungen bestimmend waren. Dieses Mediengesetz entspricht nicht mehr den heutigen Anforderungen, ein neues Gesetz, das den Medienmarkt regulieren, Monopole bekämpfen und den Einfluss der Werbeindustrie begrenzen würde, liegt seit 2002 dem Parlament vor, wurde aber noch nicht verabschiedet. Die Gesetzesinitiative geht auf Forderungen aus den 1970er Jahren zurück und soll zur Einrichtung eines unabhängigen Medienrates führen, zur Stärkung von nicht-kommerziellen Kanälen bei der Vergabe von Lizenzen und zur Legalisierung freier Radiosender. Trotz der Veränderungen im politischen Machtgefüge konnte das Gesetz bis jetzt nicht gegen die schweigenden Mehrheiten in der PRI und der PAN durchgesetzt werden. Es sind rund 2000 Lizenzen für elektronische Medien von der mexikanischen Regierung vergeben worden. 80 Prozent von ihnen werden kommerziell betrieben. Es gibt eine erhebliche Konzentration im Fernsehmarkt. Televisa hat einen Marktanteil von rund 50 Prozent, TV Azteca rund 30 Prozent. Der Rest entfällt auf regionale Sender. Die beiden großen Sendergruppen entfalten ihren Einfluss über auch international erfolgreich vermarktete Programme wie etwa Telenovelas. Televisa gilt als einer der einflussreichsten Medienkonzerne der Welt. In letzter Zeit investierte die Regierung verstärkt in die öffentlichen Programme. So wird die Reichweite der von der Universidad Nacional Autónoma de México und dem Instituto Politécnico Nacional betriebenen Radio- und Fernsehprogramme erweitert.

Im Jahr 2017 sind 11 Journalisten in Mexiko getötet. Laut dem Bericht von Reporter ohne Grenzen steht der Tod der Opfer in direktem Zusammenhang mit deren journalistischen Tätigkeit.

Im Jahr 2019 nutzten 70 Prozent der Einwohner Mexikos das Internet.

Küche

Hauptartikel: Mexikanische Küche

Die mexikanische Küche zeichnet sich durch die Synthese von aztekischen und spanisch-kolonialen, im Süden auch Maya-Traditionen aus. Regional gibt es in Mexiko große Unterschiede zwischen Küste und zentralem Hochland, chiliverliebtem Süden und rindfleischorientiertem Norden.

Die wichtigste Mahlzeit am Tag ist das Mittagessen, entsprechend lang ist auch die Mittagspause eines üblichen Arbeitstages. Abends wird dann meist nur noch ein kleiner Imbiss verzehrt, ein paar Früchte, ein Taco oder ähnliches. In einem heißen, tropischen Land mit großenteils üppiger Vegetation spielen Früchte und bestimmte Gemüsesorten eine dominante Rolle.

Für Mexiko typisch sind die Tortillas, die zu jedem Essen dazugehören. Normalerweise sind auch Chilis oder Chilisaucen auf dem Tisch, deren Schärfe höchst unterschiedlich sein kann. Der schärfste Chili ist der Chile Habanero, ein meist grüner, etwa drei Zentimeter großer Vertreter seiner Gattung. Weitaus milder ist der Chile Jalapeño, der in Scheiben geschnitten in den traditionellen Restaurants zum Essen serviert wird.

Eine in Mexiko ebenfalls beliebte Speise sind die sogenannten Churros. Es handelt sich hierbei um längliche, frittierte Teigstücke, die traditionell mit Zucker oder Schokolade serviert werden.

Trinkwasser wird meist in Flaschen oder Kanistern verkauft, da Leitungswasser häufig nicht zum Trinken geeignet ist. Gerne getrunken wird die von den Spaniern eingeführte Horchata, ein süßliches Reis/Zimt-Getränk, das gekühlt serviert wird. Die üblichen alkoholischen Getränke sind Bier, Tequila, Mezcal und Pulque.

Das mexikanische Essen erfreut sich in den letzten Jahrzehnten wachsender Beliebtheit und einige Gerichte zählen bereits, ähnlich der Italienischen Küche, zu den international bekanntesten.

Sport

Fußballspiel im Aztekenstadion

Die mexikanische Nationalsportart ist Charrería und ist vor allem im Norden des Landes verbreitet. Der Sport basiert auf den Tätigkeiten des Charro und besteht aus verschiedenen Punktwettbewerben, womit er dem Rodeo ähnelt. Eine weitere traditionelle Sportart, die von den Spaniern in Mexiko eingeführt wurde, ist der Stierkampf. Andere populäre und verbreitete Sportarten in Mexiko sind Fußball, Boxen, Baseball und Basketball. Speziell ist auch das mexikanische Show-Wrestling, das unter dem Namen Lucha Libre bekannt ist. Der Fußball in Mexiko ist auf Vereinsebene in einem nationalen Ligasystem organisiert. Die oberste Spielklasse ist die 1943 gegründete Primera División. Zurzeit spielen in ihr 18 Mannschaften, der Meister wird im Playoff-System aus acht Mannschaften ermittelt. Die erfolgreichste Mannschaft ist Club América aus Mexiko-Stadt mit zwölf Meistertiteln, gefolgt vom Deportivo Guadalajara mit elf und Deportivo Toluca mit zehn Titeln. Mexiko richtete die Fußball-Weltmeisterschaft 1970 und die Fußball-Weltmeisterschaft 1986 aus, wobei beide Finalspiele im Aztekenstadion, dem aktuell drittgrößten Fußballstadion der Welt, stattfanden. Die mexikanische Fußballnationalmannschaft nahm an 15 von 20 möglichen WM-Endrunden teil und gehört damit neben Argentinien und Brasilien zu den erfolgreichsten amerikanischen Nationalmannschaften. Die kontinentale Meisterschaft der Fußballverbände Nord- und Mittelamerikas und der Karibik konnte Mexiko bereits zehn Mal gewinnen. International bekannte Fußballer aus Mexiko sind etwa Hugo Sánchez, Rafael Márquez, Ricardo Osorio, Pável Pardo und Javier Hernandez (Chicharito).

Nigel Mansell, gewann 1987 und 1992 den Großen Preis von Mexiko

Die Anfänge des Baseball in Mexiko liegen in den 1870er Jahren. Die höchste Liga ist die Liga Mexicana de Béisbol, die 1925 gegründet wurde und die höchste Klassifizierung der Major League Baseball besitzt, womit sie als eine der besten Ligen weltweit gilt. In ihr spielen derzeit 16 Mannschaften, der Rekordmeister ist Diablos Rojos del México aus Mexiko-Stadt. Über 100 Spieler haben es in die amerikanisch-kanadische Major League Baseball geschafft, darunter Spieler wie Fernando Valenzuela, Vinny Castilla und Aurelio Rodríguez. Die Nationalmannschaft konnte bei vier Panamerikanischen Spielen Bronzemedaillen gewinnen.

Die höchste Basketball-Liga in Mexiko ist die Liga Nacional de Baloncesto Profesional, die im Jahr 2000 gegründet wurde und derzeit 24 Mannschaften umfasst. Boxen ist eine weitere populäre und erfolgreiche Sportart, da mexikanische Boxer einige Weltmeistertitel und Olympiamedaillen erkämpfen konnten. Zu den Boxern aus Puerto Rico besteht traditionell eine besondere Rivalität. Von 1962 bis 1970, von 1986 bis 1992 und seit 2015 findet der Große Preis von Mexiko im Rahmen der Formel 1 statt. Aufgrund ihrer Erfolge ist die Golferin Lorena Ochoa, die seit 2007 die LPGA Tour anführt, sehr populär.

Logo der Olympischen Sommerspiele 1968 in Mexiko-Stadt

Mexiko richtete die Olympischen Sommerspiele 1968 in Mexiko-Stadt aus. Es war bis zum Jahr 2016 das einzige lateinamerikanische Gastgeberland, bis die Olympischen Sommerspiele 2016 in Rio de Janeiro stattfanden. In Mexiko-Stadt nahmen 112 Nationen mit insgesamt 5516 Sportlern teil, es gab 172 Wettbewerbe in 20 Sportarten. Herausragend waren der Weltrekord im Weitsprung von Bob Beamon und der Fosbury-Flop im Hochsprung. Insgesamt wurden bei diesen Spielen besonders viele Rekorde aufgestellt. Mexikanische Athleten gewannen bei Olympischen Spielen bisher 55 Medaillen, womit Mexiko den 39. Rang des ewigen Medaillenspiegels einnimmt. Die Medaillen konnten dabei in verschiedensten Sportarten wie Reiten, Wasserspringen, Schwimmen, Boxen, Polo und Fechten gewonnen werden.

Feiern und Feste

Feiertage
Datum Name Deutscher Name Anmerkungen
1. Januar Año Nuevo Neujahr gesetzlicher Feiertag
6. Januar Día de Reyes Heilige Drei Könige
5. Februar Aniversario de la Constitución Mexicana Tag der Verfassung gesetzlicher Feiertag, wird am nahen Montag gefeiert, z. B. am 3. Februar 2014 oder am 2. Februar 2015
24. Februar Día de la Bandera Tag der Fahne
21. März Natalicio de Benito Juarez Geburtstag von Benito Juárez gesetzlicher Feiertag
April Jueves Santo Gründonnerstag gesetzlicher Feiertag
April Viernes Santo Karfreitag gesetzlicher Feiertag
1. Mai Día del Trabajo Tag der Arbeit gesetzlicher Feiertag
5. Mai El Cinco de Mayo 5. Mai gesetzlicher Feiertag
1. September Informe presidencial Regierungserklärung
16. September Día de la Independencia Unabhängigkeitstag gesetzlicher Nationalfeiertag
12. Oktober Día de la Raza Jahrestag der „Begegnung zweier Welten“ Entdeckung Amerikas durch Christoph Kolumbus (1492)
1. und 2. November Días de los Muertos Tag der Toten
2. November Día de los Fieles Difuntos Allerseelen gesetzlicher Feiertag
20. November Aniversario de Revolución Mexicana Tag der Revolution gesetzlicher Feiertag
12. Dezember Nuestra Señora de Guadalupe Tag der Jungfrau von Guadalupe
25. Dezember Navidad Weihnachten gesetzlicher Feiertag

Bücher

  • Bernecker, Braig, Hölz, Zimmermann (Hrsg.): Mexiko heute. Politik, Wirtschaft, Kultur. Vervuert, Frankfurt am Main 2004, ISBN 3-86527-140-5.
  • Marianne Braig, Markus-Michael Müller: Das politische System Mexikos. In: Klaus Stüwe, Stefan Rinke: Die politischen Systeme in Nord- und Lateinamerika. Eine Einführung. VS Verlag für Sozialwissenschaften, Wiesbaden 2008, ISBN 978-3-531-14252-4, S. 389–416.
  • Frank Jacob, Riccardo Altieri (Hrsg.): Das Moderne Mexiko. Von Unabhängigkeitskampf und Revolution. ALTIJA (Eigenverlag), New York 2016.
  • Jürgen Neubauer: Mexiko. Ein Länderporträt. Ch. Links, Berlin 2012, ISBN 978-3-86153-667-3.
  • William H. Prescott: History of the Conquest of Mexico. Continuum, London/ New York 2009, ISBN 978-1-4411-4699-1.
    • deutsch: Die Eroberung von Mexiko. Der Untergang des Aztekenreiches. Parkland, Köln 2000, ISBN 3-88059-993-9.
  • John Ross: Mexiko. Geschichte-Gesellschaft-Kultur. Unrast, Münster 2004, ISBN 3-89771-018-8.
  • Stefan Rinke: Conquistadoren und Azteken. Cortés und die Eroberung Mexikos. C.H. Beck, München 2019, ISBN 978-3-406-73399-4.

Hörbuch

Wiktionary: Mexiko – Bedeutungserklärungen, Wortherkunft, Synonyme, Übersetzungen
Commons: Mexiko – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien
Wikinews: Mexiko – in den Nachrichten
Wikimedia-Atlas: Mexiko – geographische und historische Karten
Wikivoyage: Mexiko – Reiseführer
Wikisource: Mexiko – Quellen und Volltexte
  1. In: World Economic Outlook Database. World Bank, 2021, abgerufen am 23. Juli 2021 (englisch).
  2. In: World Economic Outlook Database. World Bank, 2021, abgerufen am 23. Juli 2021 (englisch).
  3. In: World Economic Outlook Database. Internationaler Währungsfonds, 2021, abgerufen am 23. Juli 2021 (englisch).
  4. Table: Human Development Index and its components. In: Entwicklungsprogramm der Vereinten Nationen (Hrsg.): Human Development Report 2020. United Nations Development Programme, New York 2020, ISBN 978-92-1126442-5,S.344 (englisch, [PDF]).
  5. Real Academia Española: Abgerufen am 22. April 2021 (spanisch).
  6. 22. September 2020, abgerufen am 13. April 2021 (englisch).
  7. G. Reimer: Wilhelm von Humboldt's gesammelte Werke, Sechster Band. S. 168, Fußnote. Berlin, 1848. G. Riemers, 1848, abgerufen am 10. Februar 2019.
  8. Frances Karttunen: An alanytical dictionary of Nahuatl. University of Texas Press, Austin 1983, ISBN 0-292-70365-1, S. 145.
  9. Ursula Dyckerhoff/Hanns J. Prem: Toponyme und Ethnonyme im Klassischen Aztekischen. Von Flemming, Berlin 1990, ISBN 3-924332-06-1, S. 67.
  10. Demographic Yearbook—Table 3: Population by sex, rate of population increase, surface area and density (United Nations Statistics Division, 2006)
  11. SEMARNAT (Hrsg.): Biodiversidad de México, (Memento vom 7. Oktober 2007 im Internet Archive)
  12. CONEVYT (Hrsg.): Biodiversidad en México, (Memento vom 7. Oktober 2007 im Internet Archive)
  13. CONABIO (Hrsg.): Sistema Nacional sobre la Biodiversidad en México,
  14. Paul L. Knox, Sallie A. Marston: „Humangeographie“. Spektrum Akademischer Verlag, Berlin 2001, ISBN 3-8274-1109-2, S. 127.
  15. Paul L. Knox, Sallie A. Marston: „Humangeographie“. Spektrum Akademischer Verlag, Berlin 2001, S. 516.
  16. Nationaler Beirat von Mexiko für Bevölkerungswachstum, 2009:
  17. Die Zona Metropolitana del Valle de México setzt sich nach der hier verwendeten Definition aus Mexiko-Stadt selbst, 59 angrenzenden Gemeinden des Bundesstaats México und einer Gemeinde des Bundesstaats Hidalgo zusammen
  18. In: World Economic Outlook Database. World Bank, 2021, abgerufen am 23. Juli 2021 (englisch).
  19. Lizcano Fernández, Francisco: (Memento vom 26. Juni 2013 im Internet Archive) (Mexico: Universidad Autónoma del Estado de México, Centro de Investigación en Ciencias Sociales y Humanidades) 38: 185–232; S. 218 OCLC
  20. (Memento vom 10. April 2014 im Internet Archive)
  21. In: World Economic Outlook Database. World Bank, 2020, abgerufen am 31. Januar 2021 (englisch).
  22. (PDF) (Nicht mehr online verfügbar.) Archiviert vomOriginal am27. März 2009; abgerufen im Jahr 2017 (spanisch).
  23. By Ruben Navarrette Jr, CNN Contributor: Abgerufen am 27. Juli 2017.
  24. Abgerufen am 3. August 2017 (englisch).
  25. Abgerufen am 3. August 2017 (englisch).
  26. Diario Oficial de la Federación el 13 de marzo de 2003, (PDF; 200 kB)
  27. Weser-Kurier vom 3. Juni 2013: "64 Sprachen vom Aussterben bedroht"; S. 21; verkürzte Online-Version vom 2. Juni 2013 auf www.weser-kurier.de
  28. Instituto Nacional de Estadística, Geografía e Informática (INEGI): (Volkszählung)
  29. Die Zeit vom 6. November 2003 Nr. 46:
  30. Carolyn J. MacKay. Language Maintenance in Chipilo: a Veneto dialect in Mexico. 1992. International Journal of the Sociology of Language. Vol. 96, S. 129–145.
  31. In Tim L. Merrill, Ramón Miró: Mexico. A Country Study. GPO for the Library of Congress, Washington (D.C.) 1996. Online auf www.countrystudies.us.
  32. Quelle: UN Abgerufen am 6. August 2017.
  33. Abgerufen am 6. August 2017.
  34. (Memento vom 3. Oktober 2017 im Internet Archive), Weltbank 2015
  35. web-Seite Regierung von Mexiko (spanisch)
  36. Tina Rosenberg: The New York Times. 19. Dezember 2008
  37. Sonja Peteranderl, DER SPIEGEL: Abgerufen am 29. August 2020.
  38. WELT: Gewalt: Mordrate in Mexiko 2019 so hoch wie noch nie seit Beginn der Zählung. In: DIE WELT. 21. Januar 2020 ( [abgerufen am 5. Mai 2020]).
  39. MSN: 26. Mai 2020, abgerufen am 8. November 2020.
  40. (PDF) Abgerufen am 6. Juni 2020 (spanisch).
  41. giz: Abgerufen am 5. Mai 2020.
  42. 2. September 2015, abgerufen am 5. Mai 2020.
  43. DER SPIEGEL: Abgerufen am 5. Mai 2020.
  44. Wolf-Dieter Vogel: Polizei in Mexiko: Schlecht bezahlt und gefährlich. In: Die Tageszeitung: taz. 22. November 2012, ISSN ( [abgerufen am 5. Mai 2020]).
  45. , n-tv, 10. Mai 2006.
  46. Uno-Bericht: Lateinamerika und Karibik sind die gefährlichsten Regionen für Frauen. In: Spiegel Online. 23. November 2017 ( [abgerufen am 23. November 2017]).
  47. . Archiviert vomOriginal am 22. Juli 2011. Abgerufen am 12. Januar 2011.
  48. . Global Virtual University. Archiviert vomOriginal am 19. Juli 2010. Abgerufen am 2. Oktober 2007.
  49. Abgerufen am 2. August 2018 (englisch).
  50. . URL abgerufen am 21. Januar 2014.
  51. . URL abgerufen am 21. Januar 2014.
  52. . URL abgerufen am 21. Januar 2014.
  53. . URL abgerufen am 21. Januar 2014.
  54. Mart Martin: The Almanac of Women and Minorities in World Politics. Westview Press Boulder, Colorado, 2000, S. 255.
  55. Jad Adams: Women and the Vote. A World History. Oxford University Press, Oxford 2014, ISBN 978-0-19-870684-7, Seite 314–315.
  56. June Hannam, Mitzi Auchterlonie, Katherine Holden: International Encyclopedia of Women’s Suffrage. ABC-Clio, Santa Barbara, Denver, Oxford 2000, ISBN 1-57607-064-6, S. 186.
  57. In: alef.mx. Abgerufen am 5. Januar 2019 (spanisch).
  58. . URL abgerufen am 21. Januar 2014.
  59. (Memento vom 26. Januar 2011 im Internet Archive). URL abgerufen am 21. Januar 2014.
  60. . URL abgerufen am 21. Januar 2014.
  61. Ioan Grillo: . In: Seattle Post-Intelligencer, 11. Dezember 2006. Abgerufen im 21. Juli 2013.
  62. , Semanario Zeta. 12. Dezember 2011. Abgerufen im 21. Juli 2013.
  63. Abgerufen am 5. Januar 2018 (englisch).
  64. Marianne Braig, Markus-Michael Müller: Das politische System Mexikos. 2008, S. 409.
  65. Abgerufen am 24. November 2017 (englisch).
  66. Marianne Braig, Markus-Michael Müller: Das politische System Mexikos. In Klaus Stüwe, Stefan Rinke: Die politischen Systeme in Nord- und Lateinamerika. Eine Einführung. VS Verlag für Sozialwissenschaften, Wiesbaden 2008, ISBN 978-3-531-14252-4, S. 389–416, auf S. 393.
  67. Marianne Braig, Markus-Michael Müller: Das politische System Mexikos. 2008, S. 394.
  68. (PDF, englisch)
  69. Marianne Braig, Markus-Michael Müller: Das politische System Mexikos. 2008, S. 395.
  70. Marianne Braig, Markus-Michael Müller: Das politische System Mexikos. 2008, S. 396.
  71. Marianne Braig, Markus-Michael Müller: Das politische System Mexikos. 2008, S. 398.
  72. Marianne Braig, Markus-Michael Müller: Das politische System Mexikos. 2008, S. 399.
  73. Fund for Peace, 2020, abgerufen am 31. Januar 2021 (englisch).
  74. The Economist Intelligence Unit, abgerufen am 6. Februar 2021 (englisch).
  75. Freedom House, 2020, abgerufen am 31. Januar 2021 (englisch).
  76. Reporter ohne Grenzen, 2021, abgerufen am 30. April 2021 (englisch).
  77. Transparency International (Hrsg.): Corruption Perceptions Index. Transparency International, Berlin 2021, ISBN 978-3-96076-157-0 (englisch, [PDF]).
  78. Marianne Braig, Markus-Michael Müller: Das politische System Mexikos. 2008, S. 400.
  79. Marianne Braig, Markus-Michael Müller: Das politische System Mexikos. 2008, S. 401.
  80. Marianne Braig, Markus-Michael Müller: Das politische System Mexikos. 2008, S. 410.
  81. Marianne Braig, Markus-Michael Müller: Das politische System Mexikos. 2008, S. 411.
  82. Marianne Braig, Markus-Michael Müller: Das politische System Mexikos. 2008, S. 402.
  83. Marianne Braig, Markus-Michael Müller: Das politische System Mexikos. 2008, S. 403.
  84. Abgerufen am 10. Juli 2017 (englisch).
  85. Marianne Braig, Markus-Michael Müller: Das politische System Mexikos. 2008, S. 408.
  86. Agnes Gereben Schaefer, Benjamin Bahney, Kevin Jack Riley: Security in Mexico: Implications for U. S. Policy Options. (englisch) Rand Corporation, ohne Ort 2009, ISBN 978-0-8330-4719-9, S. 17–19 ( in der Google-Buchsuche)
  87. Abgerufen am 13. Juli 2017 (amerikanisches Englisch).
  88. At a Glance: Global Competitiveness Index 2017–2018 Rankings. In: Global Competitiveness Index 2017-2018. ( [abgerufen am 6. Dezember 2017]).
  89. Abgerufen am 27. Juli 2017 (englisch).
  90. (PDF) Abgerufen im Jahr 2017 (spanisch).
  91. Mexico - Migrant remittance 2016. In: countryeconomy.com. ( [abgerufen am 14. Juli 2018]).
  92. Abgerufen am 6. August 2018 (englisch).
  93. In: CIA World Factbook. Abgerufen am 4. September 2019 (englisch).
  94. (Memento vom 19. Dezember 2009 im Internet Archive)
  95. Matthias Knecht: In Mexiko sind tiefgreifende Reformen notwendig. NZZ vom 30. Juni 2012, S. 15.
  96. , NZZ, 10. Januar 2017
  97. (Memento vom 31. Mai 2008 im Internet Archive)
  98. (Memento vom 16. November 2012 im Internet Archive)
  99. 2008 wurden bei der VW de Mexico ca. 450.000 Fahrzeuge der Modelle Jetta A4, Jetta/Bora A5, Golf Variant und New Beetle Limousine/Cabrio produziert, ein neuer Rekord.Vorlage:Toter Link/www.volkswagen.de (Seite nicht mehr abrufbar, Suche in )
  100. Instituto Nacional de Geografía, Estadística e Informática: . Archiviert vomOriginal am 18. Februar 2007. Abgerufen am 16. Februar 2007.
  101. G. C. Hufbauer, J. J. Schott: . Institute for International Economics. S. 283–363. ISBN 0-88132-334-9. Archiviert vomOriginal am 15. Oktober 2009. Abgerufen am 12. Januar 2011.
  102. Walther L. Bernecker: Mexiko heute: Politik, Wirtschaft, Kultur. Colloquium Verlag, Frankfurt am Main 2004, ISBN 3-86527-140-5. S. 39.
  103. Carolyn L. Deere, Daniel C. Esty: Greening the Americas: Nafta's Lessons for Hemispheric Trade. The MIT Press, Cambridge, MA 2002, ISBN 0-262-54138-6.
  104. Einheimische Maisproduktion in der Krise, in: Blickpunkt Lateinamerika, 4. Oktober 2012, online:
  105. Barbara Eisenmann: Das Netz des Geldes. In: Der Tagesspiegel, 6. Dezember 2014, online:
  106. Sugar Journal, May 2009
  107. Sign on San Diego
  108. Seite nicht mehr abrufbar, Suche in Webarchiven:Vorlage:Toter Link/www.bfai.de
  109. (PDF) World Tourism Organization, abgerufen am 14. August 2018.
  110. Abgerufen am 13. Juli 2017 (amerikanisches Englisch).
  111. Abgerufen am 13. Juli 2017 (amerikanisches Englisch).
  112. Germany Trade and Invest GmbH: Abgerufen am 27. Juli 2017.
  113. Abgerufen am 13. Juli 2017 (amerikanisches Englisch).
  114. Abgerufen am 28. November 2018.
  115. Der Fischer Weltalmanach 2010: Zahlen Daten Fakten, Fischer, Frankfurt, 8. September 2009, ISBN 978-3-596-72910-4.
  116. Abgerufen am 14. September 2018 (englisch).
  117. Abgerufen am 30. März 2018 (britisches Englisch).
  118. . Mexperience – Inlandsflüge Mexiko abgerufen am 19. Januar 2008
  119. . Información de México. Ministerio de Industria, Turismo y Comercio de España.
  120. . CIA Factbook
  121. (Memento vom 31. Mai 2008 im Internet Archive)
  122. (Memento vom 31. Mai 2008 im Internet Archive)
  123. Staatliche Mussen zu Berlin Ethnologisches Museum (Hrsg.): „Koloniale Kunst aus Lateinamerika – Prozesse gegenseitiger Aneignung“. Berlin, ISBN 3-88609-510-X, S. 15.
  124. Staatliche Mussen zu Berlin Ethnologisches Museum (Hrsg.): „Koloniale Kunst aus Lateinamerika – Prozesse gegenseitiger Aneignung“. Berlin, ISBN 3-88609-510-X, S. 46.
  125. Staatliche Mussen zu Berlin Ethnologisches Museum (Hrsg.): „Koloniale Kunst aus Lateinamerika – Prozesse gegenseitiger Aneignung“. Berlin, ISBN 3-88609-510-X, S. 47–49.
  126. Staatliche Mussen zu Berlin Ethnologisches Museum (Hrsg.): „Koloniale Kunst aus Lateinamerika – Prozesse gegenseitiger Aneignung“. Berlin, ISBN 3-88609-510-X, S. 54.
  127. Vgl. Robert Stevenson: Music of Aztec and Inca Territories. University of California Press, Berkeley 1968.
  128. Vgl. Robert Stevenson: Music in Mexiko: A Historical Survey. Thomas Y. Crowell, New York 1952.
  129. Marianne Braig, Markus-Michael Müller: Das politische System Mexikos. 2008, S. 404.
  130. Marianne Braig, Markus-Michael Müller: Das politische System Mexikos. 2008, S. 405.
  131. Marianne Braig, Markus-Michael Müller: Das politische System Mexikos. 2008, S. 406.
  132. Reporter ohne Grenzen e. V.: Abgerufen am 7. Dezember 2017.
  133. Weltbank, abgerufen am 30. April 2021 (englisch).
  134. . Rec.Sports.Soccer Statistics Foundation.
  135. . The Confederation of North, Central American and Caribbean Association Football (CONCACAF). Archiviert vomOriginal am 6. Oktober 2007. Abgerufen am 7. Oktober 2007.
  136. (PDF) 1. Oktober 2007. Archiviert vomOriginal am 25. Oktober 2007. Abgerufen am 7. Oktober 2007.
  137. . San Diego Metropolitan. Dezember 2003. Archiviert vomOriginal am 30. September 2007. Abgerufen am 7. Oktober 2007.
Politische Gliederung Nordamerikas

Mitgliedstaaten der Vereinten Nationen
Antigua und Barbuda | Bahamas | Barbados | Belize | Costa Rica | Dominica | Dominikanische Republik | El Salvador | Grenada | Guatemala | Haiti | Honduras | Jamaika | Kanada | Kuba | Mexiko | Nicaragua | Panama | St. Kitts und Nevis | St. Lucia | St. Vincent und die Grenadinen | Trinidad und Tobago1 | Vereinigte Staaten

Abhängige Gebiete
Amerikanische Jungferninseln | Anguilla | Aruba1 | Bermuda | Bonaire1, Saba und Sint Eustatius | Britische Jungferninseln | Curaçao1 | Grönland | Guadeloupe | Cayman Islands | Martinique | Montserrat | Navassa | Puerto Rico | San Andrés und Providencia | Saint-Barthélemy | Saint-Martin | Saint-Pierre und Miquelon | Sint Maarten | Turks- und Caicosinseln

1liegt auf dem südamerikanischen Festlandssockel, wird aber politisch zu Nordamerika gezählt.

23.316666666667-102.36666666667Koordinaten:23° N,102° W

Normdaten (Geografikum): GND:(, ) | LCCN: | NDL: | VIAF:

Mexiko
mexiko, staat, nordamerika, sprache, beobachten, bearbeiten, titel, dieses, artikels, mehrdeutig, weitere, bedeutungen, sind, unter, begriffsklärung, aufgeführt, spanisch, méxico, ˈmexiko, spanien, auch, méjico, nahuatl, mexihco, meː, ʃiʔko, amtlich, vereinigt. Mexiko Staat in Nordamerika Sprache Beobachten Bearbeiten Der Titel dieses Artikels ist mehrdeutig Weitere Bedeutungen sind unter Mexiko Begriffsklarung aufgefuhrt Mexiko spanisch Mexico ˈmexiko in Spanien auch Mejico 5 nahuatl Mexihco meː ʃiʔko amtlich Vereinigte Mexikanische Staaten spanisch Estados Unidos Mexicanos ist eine Bundesrepublik in Nordamerika Sie umfasst 32 Gliedstaaten 31 Bundesstaaten und die Bundeshauptstadt Mexiko Stadt Im Norden grenzt Mexiko an die Vereinigten Staaten von Amerika im Suden und Westen an den Pazifischen Ozean im Sudosten an Guatemala Belize und an das Karibische Meer im Osten an den Golf von Mexiko Mit einer Gesamtflache von fast zwei Millionen Quadratkilometern ist Mexiko das funftgrosste Land auf dem amerikanischen Doppelkontinent global liegt das Land an vierzehnter Stelle Weltweit liegt Mexiko mit einer Bevolkerungszahl von etwa 129 Millionen Menschen auf Platz zehn und ist das einwohnerreichste spanischsprachige Land Estados Unidos MexicanosVereinigte Mexikanische StaatenFlagge WappenAmtssprache Spanisch seit 2003 sind 62 indigene Sprachen in Mexiko als Nationalsprachen anerkanntHauptstadt Mexiko StadtStaats und Regierungsform prasidentielle Republik Bundesrepublik Staatsoberhaupt zugleich Regierungschef Prasident Andres Manuel Lopez ObradorFlache 1 972 550 13 km Einwohnerzahl 128 9 Millionen 10 2020 Schatzung 1 Bevolkerungsdichte 65 Einwohner pro km Bevolkerungs entwicklung 1 1 Schatzung fur das Jahr 2020 2 Bruttoinlandsprodukt Total nominal Total KKP BIP Einw nom BIP Einw KKP 2020 3 1 1 Billionen USD 15 2 4 Billionen USD 12 8 421 USD 71 19 130 USD 69 Index der menschlichen Entwicklung 0 779 74 2019 4 Wahrung Mexikanischer Peso MXN Unabhangigkeit 1810 erklart 1821 von Spanien anerkanntNational hymne Himno Nacional Mexicano source source track track track track track track Zeitzone UTC 5 bis UTC 8 UTC 5 bis UTC 7 mit Sommerzeit siehe Zeitzonen in Mexiko Kfz Kennzeichen MEXISO 3166 MX MEX 484Internet TLD mxTelefonvorwahl 52Vorlage Infobox Staat Wartung NAME DEUTSCH Seit Mitte des 2000er Jahrzehnts befindet sich Mexiko in einem Drogenkrieg in dem Stand 2020 grob geschatzt 300 000 Menschen starben 6 Inhaltsverzeichnis 1 Landesname 2 Geographie 2 1 Lage und Ausdehnung 2 2 Klima 2 3 Geologie 2 4 Natur 2 5 Humangeographie 3 Bevolkerung 3 1 Sprachen 3 2 Religion 3 3 Soziales 3 3 1 Offentliche Fursorge 3 3 2 Gesundheitswesen 3 3 3 Armut 3 4 Kriminalitat 3 4 1 Korruption 3 4 2 Drogen 3 4 3 Gewalt gegen Frauen 3 5 Bildung 3 6 Wissenschaft 4 Geschichte 4 1 Prakolumbische Geschichte 4 2 Spanische Kolonialzeit 4 3 19 Jahrhundert 4 4 20 Jahrhundert 4 5 Drogenkrieg 5 Politik 5 1 Verwaltungsgliederung 5 2 Verfassungsentwicklung 5 3 Staatsrecht 5 4 Wahlsystem 5 5 Politische Indizes 5 6 Parteienlandschaft 5 7 Aussen und Sicherheitspolitik 5 8 Militar 5 9 Rechtssystem 6 Wirtschaft 6 1 Energiewirtschaft 6 2 Bodenschatze 6 3 Industrie 6 4 Landwirtschaft 6 5 Tourismus 6 6 Aussenhandel 6 7 Wirtschaftskennzahlen 6 8 Staatshaushalt 7 Verkehrswesen 7 1 Strassenverkehr 7 2 Schienenverkehr 7 3 Luftverkehr 7 4 Schifffahrt 8 Kultur 8 1 Kunst 8 2 Architektur 8 3 Literatur 8 4 Musik 8 5 Film 8 6 Medien 8 7 Kuche 8 8 Sport 8 9 Feiern und Feste 9 Literatur 9 1 Bucher 9 2 Horbuch 10 Weblinks 11 EinzelnachweiseLandesname Bearbeiten Stadtzentrum von Tenochtitlan Modell aus dem Nationalmuseum fur Anthropologie von Mexiko Stadt Das Land ist nach der Hauptstadt der Azteken Mexico Tenochtitlan jetzt Mexiko Stadt benannt Fur die Herkunft der Bezeichnung Mexico me ʃ ĭ co gibt es verschiedene aber unbefriedigende Erklarungen Wilhelm von Humboldt gibt seinerzeit den Hinweis dass Mexico vom Namen der aztekischen Kriegsgottin Mexitli abgeleitet wurde 7 Nach einer Erklarung stammt der Teil me von mĕtl was die Agavenpflanze auch Maguey bezeichnet Der Teil xĭ soll von xictli Nabel abgeleitet sein und zusammen mit dem im Nahuatl haufigen Ortssuffix co beziehungsweise ko die Bezeichnung der Platz wo der Nabel der Mittelpunkt der Maguey liegt ergeben Diese Ableitung ist jedoch unmoglich da in den ersten beiden Fallen die im Nahuatl bedeutungsunterscheidende Vokallange unterschiedlich ist 8 Stattdessen wird der Ortsname als regelmassige Bildung von der in den Quellen gut belegten Volksbezeichnung me ʃ ĭ tin Plural abgeleitet deren Etymologie jedoch wie bei ahnlichen Namen undurchsichtig ist 9 Die Spanier schrieben den ʃ Laut deutsch sch der Nahuatl Sprache wie damals bei ihnen ublich als x Seither hat sich die Aussprache des Spanischen allerdings gewandelt und das alte x wird x deutsch ch nach a o u ausgesprochen und nun j geschrieben Da Mexico ein Eigenname ist wurde die Schreibweise mit x beibehalten daneben findet sich in spanischen Texten auch die Schreibweise Mejico In Mexiko selbst wird meist Wert auf die Schreibung mit x gelegt da sie als eigene nicht koloniale Schreibung gilt Die koniglich spanische Akademie Real Academia Espanola die fur die Festlegung der spanischen Orthografie zustandig ist lasst beide Schreibweisen zu Daneben wird das x teilweise etwa in Xola und in Xochimilco als ʃ beziehungsweise s ausgesprochen etwa Schola beziehungsweise Sotschimilko Geographie BearbeitenLage und Ausdehnung Bearbeiten Mexiko Stadt Guadalajara Monterrey Puebla Veracruz Tijuana Leon Ciudad Juarez Torreon San Luis Potosi Merida Cancun Oaxaca Acapulco La Paz Mexicali Chihuahua Pico de Orizaba USA GUATEMALA BELIZE PAZIFIK ATLANTIK GOLF VON MEXIKO GOLF VON KALIFORNIEN Laguna de Terminos Isla Tiburon Isla Angel de la Guarda Satellitenaufnahme von Mexiko Der grosste Teil Mexikos 88 ist allein dem nordamerikanischen Kontinent zugeordnet wahrend der sudliche Teil bereits zur Landbrucke Zentralamerikas zahlt die ebenfalls dem nordamerikanischen Kontinent zugerechnet wird Das Land ist mit einer Flache von 1 972 550 km fast sechs Mal so gross wie Deutschland wobei 1 923 040 km auf Land 49 510 km auf Wasser und uber 5000 km auf unbewohnte Inseln entfallen In Bezug auf die Flache nimmt Mexiko weltweit den 14 Platz ein 10 Mexiko ist uber 3000 km lang und hat eine Breite von 200 km bis 2000 km Im Nordwesten befindet sich die Halbinsel Niederkalifornien mit einer Lange von 1200 km Im Osten ragt die Halbinsel Yucatan die sich Mexiko mit Guatemala und Belize teilt in den Golf von Mexiko Die Gesamtlange der Landesgrenze betragt 4538 Kilometer davon entfallen 3326 km auf die gemeinsame Grenze mit den USA im Norden des Landes Weiterhin grenzt Mexiko im Sudosten an Guatemala mit 962 km und an Belize 250 km Es besitzt 12 540 km Meereskuste davon 8200 km am Pazifik und 3200 km am Atlantik Ab der Kuste seewarts besitzt Mexiko bis 200 Seemeilen 370 km exklusive Nutzungsrechte Mexiko hat vier Zeitzonen siehe hierzu Zeitzonen in Mexiko Der hochste Punkt Mexikos ist mit 5636 Meter der auf der Grenze zwischen den Bundesstaaten Puebla und Veracruz liegende Vulkan Citlaltepetl Der tiefste Punkt mit ca zehn Metern unter dem Meeresspiegel ist die Laguna Salada im Municipio Mexicali im Bundesstaat Baja California Klima Bearbeiten Mexiko ist ein klimatisch vielgestaltiges Land das sowohl uber subtropisches und alpines Klima als auch uber Wustenklima verfugt Es gehort somit in den Ubergangsbereich der sommerfeuchten ausseren Tropen mit acht bis zehn humiden Monaten im Sudosten des Landes uber die ganzjahrig ariden Subtropen im Bereich des Wendekreises bis zum Winterregenklima Kaliforniens das im aussersten Westen Baja California gerade noch wirksam wird Geologie Bearbeiten Die sechs Vulkane Iztaccihuatl Popocatepetl Malintzin Cofre de Perote Citlaltepetl und Sierra Negra Vulkan Citlaltepetl oder Pico de Orizaba der hochste Berg Mexikos Der grosste Teil Mexikos besteht aus dem zu den amerikanischen Kordilleren gehorenden Hochland von Mexiko das an markanten Bruchlinien im Osten und Westen herausgehoben wurde Die Randgebirge sind sehr unterschiedlich gestaltet Die Sierra Madre Oriental im Osten setzt sich aus parallel streichenden Faltenzugen und steil aufragenden Schichtrippen der Jura und Kreideformation zusammen Dagegen baut sich die Sierra Madre Occidental im Westen aus flach lagernden vulkanischen Decken des Tertiars auf Beide erscheinen von den hugeligen Kustentieflandern aus als hohe Gebirgsmauern Das Hochland erreicht an der Grenze zu den USA 1200 m Meereshohe An die Sierra Madre Occidental schliesst sich sudlich die Cordillera Neovolcanica an die aus vulkanischen Ablagerungen aus der Zeit des Pliozan bis Quartar besteht und nicht nur durch Riesenvulkane sondern zusatzlich durch eine Vielzahl von vulkanischen Kegeln und Kratern gepragt ist Sie bildet den Sudrand des Hochlandblocks der in einer Bruchstufenzone rund 1000 m tief zur Senke des Rio Balsas abbricht Im Suden befindet sich die Sierra Madre del Sur westlich der Sierra Madre de Chiapas Nordostlich vorgelagert ist die Halbinsel Yucatan deren grosster Teil zu Mexiko gehort Sie besteht aus einer Kalksteintafel die seit dem Tertiar aus dem Meer herausgehoben wurde Die hochsten Erhebungen des Landes findet man am Transmexikanischen Vulkangurtel auch Sierra Nevada genannt den Citlaltepetl 5636 m auch als Pico de Orizaba bezeichnet den hochsten Berg in Mexiko den derzeit aktiven Popocatepetl 5462 m den Iztaccihuatl 5230 m und den Nevado de Toluca 4680 m Drei wichtige Metropolregionen von Mexiko liegen in den Talern zwischen diesen vier Vulkanbergen Mexiko Stadt Puebla und Toluca Natur Bearbeiten Mexiko beheimatet 200 000 verschiedene Spezies das sind zehn bis zwolf Prozent aller weltweit bekannten Arten 11 Mit 707 bekannten Arten nimmt Mexiko den ersten Platz bei der Artenvielfalt der Reptilien ein mit 438 Arten den zweiten Platz bei den Saugetieren und mit 290 bekannten Arten den vierten Platz bei den Amphibien Die Flora umfasst 26 000 verschiedene Spezies 12 Daruber hinaus liegt Mexiko bei der Vielfalt an Okosystemen weltweit an zweiter Stelle 13 Diese hohe Biodiversitat doch vor allem die grosse Zahl von endemischen Arten Gattungen und Familien macht Mexiko zu einem der Megadiversitatslander dieser Erde Etwa 2500 Arten sind gesetzlich geschutzt Der grosste Teil der Landesflache wird aufgrund der besonders hohen Gefahrdungslage fur die naturliche Vielfalt international zu den Biodiversitats Hotspots der Erde gezahlt Das sind die mediterranen Hartlaubgebiete im Norden Niederkaliforniens und die subtropischen Bergwalder Nordmexikos beide grenzubergreifend mit den USA sowie samtliche tropische Okoregionen sudlich des nordlichen Wendekreises Fortsetzung in allen Nachbarstaaten Mesoamerikas Es gibt 68 Nationalparks in Mexiko Humangeographie Bearbeiten Bevolkerungsdichte Mexikos 2010 Einwohner pro km Die grossten Stadte Mexikos allesamt Millionenstadte sind Mexiko Stadt Guadalajara Monterrey Ecatepec de Morelos Puebla Nezahualcoyotl Juarez Tijuana Leon und Zapopan Sie befinden sich uberwiegend im Landesinneren dagegen sind die Kustengebiete eher dunn besiedelt 14 Zudem gibt es in Mexiko ein Gefalle zwischen Zentrum und Peripherie in dem Mexiko Stadt deutlich dominiert Die Metropolregion fasst 18 Prozent der Gesamtbevolkerung Mexikos Daneben ist es das wirtschaftliche Zentrum das etwa ein Drittel des Dienstleistungs und Handelssektors und zwei Drittel der Vermogenswerte auf sich vereint Zwei Drittel des Etats fur das hohere Schulwesen Mexikos und drei Viertel des Forschungsetats werden in Mexiko Stadt investiert 15 Liste der Stadte in Mexiko Ballungsraume in Mexiko Nationaler Beirat von Mexiko fur Bevolkerungswachstum 2010 16 Nummer Metropolregion Bundesstaat Einwohner Nummer Metropolregion Bundesstaat Einwohner Bilder1 Mexiko Stadt Mexiko Stadt Mexico Hidalgo 20 116 842 17 12 Merida Yucatan 973 046 Guadalajara Zapopan Monterrey Tijuana2 Guadalajara Zapopan Jalisco 4 434 878 13 Mexicali Baja California 936 8263 Monterrey Nuevo Leon 4 106 054 14 Aguascalientes Aguascalientes 932 3694 Puebla Puebla Tlaxcala 2 728 790 15 Cuernavaca Morelos 924 9645 Toluca Mexico 1 936 126 16 Acapulco Guerrero 863 4316 Tijuana Baja California 1 751 430 17 Tampico Tamaulipas Veracruz 859 4197 Leon Guanajuato 1 609 504 18 Chihuahua Chihuahua 852 5338 Juarez Chihuahua 1 332 131 19 Morelia Michoacan 829 6259 Torreon Gomez Palacio Coahuila Durango 1 215 817 20 Saltillo Coahuila 823 12810 Queretaro Queretaro 1 097 025 21 Veracruz Veracruz 811 67111 San Luis Potosi San Luis Potosi 1 040 443 22 Villahermosa Tabasco 755 425Bevolkerung Bearbeiten Bevolkerungspyramide Mexiko 2016 Siehe auch Demografie Mexikos Jahr Einwohner1805 5 700 0001842 7 000 0001880 9 600 0001895 12 632 0001900 13 607 0001910 15 160 0001921 14 335 0001930 16 553 0001940 19 654 0001948 24 461 0001950 26 282 0001955 30 557 000 Jahr Einwohner1960 34 994 0001965 41 284 0001970 50 695 0001975 60 145 0001990 81 250 0001996 93 182 0002000 100 350 0002006 108 700 0002010 112 322 7572017 123 675 3252020 18 128 933 000 Die Bevolkerung setzt sich zusammen aus 60 Mestizen etwa 30 Nachkommen der europaischen Siedler meist Spanier und 10 indigenen Volkern 19 20 nach anderen Angaben 13 beziehungsweise 7 unter anderem im zentralen Hochland Nahua Nachkommen der Azteken Otomi Purepecha Cora Tarahumara und Huicholen an der Nordwestkuste Mayo und Yaqui an der Golfkuste Totonaken und Huaxteken im sudlichen Bergland Zapoteken Mixteken Mazateken Mixe und viele kleinere Ethnien sowie in Yucatan und in den sudlichsten Landesteilen die Maya Etwa 1 Prozent bilden Bevolkerungsgruppen anderer Abstammung grosstenteils aus Afrika In Bezug auf die Bevolkerungsanzahl nimmt Mexiko den 10 Platz auf der Welt ein 21 Der Bevolkerungsanteil der Mexikaner die von Sklaven aus Subsahara Afrika abstammen ging in den letzten 200 Jahren in der Mestizenbevolkerung auf Im Bundesstaat Veracruz und an der Westkuste sind heute noch einige schwarze Mexikaner zu finden Das einzige auf mexikanischem Boden gesprochene Kreol ist das Gullah Es wird von den Angehorigen der schwarzen Seminolen in Nacimiento in der Nahe von Muzquiz Coahuila gesprochen In den Stadten gab es eine christliche arabischstammige Bevolkerung vor allem mit libanesischer Abstammung 2015 wurde ihre Zahl auf ungefahr 1 Million geschatzt Die christliche arabischstammige Bevolkerung in Mexiko gilt als wohlhabend und erfolgreich so hatte der reichste Mann Mexikos Carlos Slim Helu libanesische Vorfahren 22 Es gibt in Mexiko erhebliche und versteckte Diskriminierung gegenuber der indigenen Gemeinschaft Innerhalb dieser ist die Kindersterblichkeit deutlich hoher und die Alphabetisierungsrate und der Lebensstandard sind deutlich niedriger als fur die allgemeine Bevolkerung wahrend die Oberschicht Mexikos vor allem aus arabisch oder europaischstammigen Mexikanern besteht 23 Der Aufstand der Zapatistas von 1994 speiste seine Unterstutzung vor allem aus indianischen Gemeinden die gegen die Vernachlassigung und Diskriminierung der Zentralregierung aufbegehrten 2016 lag das Median Alter in Mexiko bei 28 Jahren Auf 1000 Einwohner kamen 18 5 Geburten und 5 3 Todesfalle Die Fertilitat pro Frau betrug 2016 noch 2 2 Kinder pro Frau 1970 waren es noch 6 Kinder Die Lebenserwartung lag bei knapp 76 Jahren Die Bevolkerung wird in den nachsten Jahren zu altern beginnen jedoch aufgrund des noch jungen Durchschnittsalter bis 2050 auf ca 150 Millionen Personen anwachsen 24 Im Jahre 2015 lebten 12 3 Millionen in Mexiko geborene Personen im Ausland davon fast alle in den USA Insgesamt gab es in den Vereinigten Staaten mehr als 30 Millionen Personen mit mexikanischer Abstammung ohne illegale Einwohner Mexiko hatte damit eine der grossten Diasporagruppen weltweit Ohne Auswanderung ware Mexikos heutige Bevolkerung um etwa ein Viertel grosser In Mexiko selbst waren knapp 0 9 der Bevolkerung im Ausland geboren Die meisten Migranten in Mexiko kamen aus zentralamerikanischen Landern woher die Immigration nach Mexiko aufgrund der besseren wirtschaftlichen Moglichkeiten in den letzten Jahren anstieg 25 Sprachen Bearbeiten Die Amtssprache Mexikos ist Spanisch obwohl dies nicht gesetzlich festgeschrieben ist Neben dem Spanischen sind in Mexiko auch 62 indigene Sprachen als offizielle Nationalsprachen anerkannt 26 Das mexikanische Kulturministerium teilt die in Mexiko gesprochenen Sprachen in elf Sprachfamilien 68 linguistische Gruppen und 364 Dialekte ein Die Kommission fur die Entwicklung der indigenen Volker hat 2005 in einer Erhebung festgestellt dass rund sechs Millionen Burger eine indigene Sprache beherrschen 27 Nach der Volkszahlung von 2010 sprechen 6 8 der Bevolkerung indigene Sprachen 15 davon sprechen kein Spanisch Weitere 1 5 der Bevolkerung verstehen sprechen aber keine indigenen Sprachen Zu den Sprachen mit der grossten Sprecherzahl gehoren Nahuatl etwa 1 6 Millionen Mayathan etwa 800 000 Mixtekisch etwa 500 000 Tzeltal etwa 470 000 Zapotekisch etwa 460 000 und Tzotzil etwa 430 000 Es gibt insgesamt 16 indigene Sprachen mit mehr als 100 000 Sprechern in Mexiko mehr als in jedem anderen Land Amerikas Den grossten Anteil an Sprechern gibt es im Suden Mexikos in den Staaten Oaxaca Yucatan und Chiapas 28 Da in einigen indigenen Volkern nur noch altere Menschen die eigene Sprache beherrschen kundigte der Leiter des Instituts fur indigene Sprachen Javier Lopez Sanchez 2013 ein Aktionsprogramm an um das Aussterben dieser Sprachen zu verhindern Insbesondere gelten Awakatekisch Ixil zwei Varietaten des Otomi und funf des Zapotekisch als bedroht Deshalb sollen Dolmetscher und Ubersetzer ausgebildet und ein linguistischer Sprachatlas geschaffen werden 27 Neben dem Spanischen brachten Einwanderer auch andere Sprachen nach Mexiko die jedoch nicht als Nationalsprachen betrachtet und auch nicht von offiziellen Statistiken erfasst werden Dazu zahlen unter anderem Englisch Franzosisch und Deutsch aber auch Mandarin Arabisch und Quechua Einige Einwanderer bildeten geschlossene Sprachinseln zum Beispiel die Mennoniten in Chihuahua die Plautdietsch einen Dialekt des Niederdeutschen sprechen 29 oder die Bewohner von Chipilo in Puebla die sich die venetische Sprache und Kultur ihrer italienischen Vorfahren bewahrt haben 30 Kathedrale von Mexiko Stadt am Plaza de la Constitucion Religion Bearbeiten 82 7 der Mexikaner sind Katholiken 31 Die Romisch katholische Kirche in Mexiko besteht aus 18 Erzbistumern darunter als grosstes das Erzbistum Mexiko sowie aus 73 Bistumern und 4 Territorialpralaturen Es gibt eine wachsende protestantische Minderheit von 7 5 die sich jedoch auf viele verschiedene Kirchen aufteilt Die Anglikanische Gemeinschaft von Mexiko wird von der Anglikanischen Kirche von Mexiko vertreten und umfasst sechs Bistumer Die drittgrosste Religionsgemeinschaft Mexikos mit mehr als 800 000 Glaubigen sind die Zeugen Jehovas Sie sind in mehr als 13 000 Versammlungen organisiert die Zusammenkunfte in Dutzenden von Sprachen abhalten Sie unterstehen dem Zentralamerikanischen Zweigburo nahe Texcoco ostlich von Mexiko Stadt welches auch fur sieben weitere Lander verantwortlich ist 3 5 der Bevolkerung bezeichnen sich als keiner Religionsgemeinschaft zugehorig und 0 36 entfallen auf andere Religionen darunter auch auf den Islam und traditionelle mesoamerikanische Religionen wie etwa der Huicholen die haufig synkretistisch mit christlichen Elementen vermischt sind wie etwa bei den Tarahumara Die Religion hat in gewissen Schichten der mexikanischen Gesellschaft eine grosse Bedeutung vor allem unter der landlichen Bevolkerung und weniger fur die Einwohner der Grossstadte Soziales Bearbeiten Fur den Bereich Soziales ist das Secretaria de Desarrollo Social SEDESOL zustandig das politische Regierungssekretariat fur soziale Entwicklung in Mexiko vergleichbar mit einem entsprechenden Staatsministerium Sozialministerium Zentrale der ISSSTE Mexiko Stadt Offentliche Fursorge Bearbeiten Als erster Staat in der Geschichte nennt Mexiko ab 1943 den Begriff Soziale Sicherheit in seiner Verfassung Das mexikanische Institut fur soziale Sicherheit Instituto Mexicano del Seguro Social IMSS bietet der Bevolkerung Kranken Renten und Sozialversicherungen an Das Institut fur soziale Sicherheit und Sozialleistungen fur Staatsbedienstete Instituto de Seguridad y Servicios Sociales de los Trabajadores del Estado ISSSTE kummert sich um Alte Arbeitslose und Behinderte und bietet Sozialversicherungen fur Staatsbedienstete an 1998 waren 55 bis 60 Prozent der Bevolkerung durch beide Institutionen abgesichert Sie finanzieren sich durch Beitrage von Arbeitgeber Arbeitnehmer und der Regierung In Mexiko gibt es allerdings kein Arbeitslosengeld 1997 stellten die Ausgaben fur die soziale Sicherheit etwa 18 1 der Budgetausgaben dar 32 Gesundheitswesen Bearbeiten Hauptartikel Gesundheitssystem von Mexiko Hospital de Especialidades del Centro Medico La Raza Instituto Mexicano del Seguro Social IMSS Mexiko Stadt Entwicklung der Lebenserwartung in Mexiko 33 Zeitraum Lebenserwartung in Jahren Zeitraum Lebenserwartung in Jahren1950 1955 50 7 1985 1990 69 91955 1960 55 3 1990 1995 71 91960 1965 58 5 1995 2000 73 71965 1970 60 3 2000 2005 74 91970 1975 62 6 2005 2010 75 71975 1980 65 3 2010 2015 76 51980 1985 67 8 Das zustandige Ministerium fur Gesundheit in Mexiko ist das Secretaria de Salud SSA Das Gesundheitswesen in Mexiko hat ein zweigliedriges System bestehend aus der Krankenkasse des Instituto Mexicano del Seguro Social IMSS und des Instituto de Seguridad y Servicios Sociales de los Trabajadores del Estado ISSSTE einerseits und verschiedener privater Krankenversicherungen andererseits Die medizinische Versorgung des Landes ist bis auf Ausnahmen in entlegenen landlichen Gegenden sehr gut in den Stadten sogar hervorragend Die Ausbildung in der Medizin und in der Pflege findet uberwiegend an den offentlichen Hochschulen statt Durch Verbesserungen im Gesundheitswesen wurde in Mexiko in den letzten 60 Jahren die durchschnittliche Lebenserwartung um 25 Jahre auf 76 5 Jahre 2010 2015 erhoht 34 Die Kindersterblichkeit betragt 2009 ca 17 1000 Geburten 34 Ein grosses Gesundheitsproblem war das hohe Ausmass von Ubergewicht Laut Daten der WHO waren im Jahr 2014 28 1 der Bevolkerung stark ubergewichtig adipos 35 Armut Bearbeiten Nach der Wirtschaftskrise 1994 1995 Tequila Krise fielen rund 50 der Bevolkerung in Armut Der starke Anstieg der Exporte durch das NAFTA und andere Freihandelsabkommen sowie die Neuordnung der Staatsfinanzen unter Prasident Zedillo und spater unter Vicente Fox hatten signifikante Erfolge bei der Armutsbekampfung zur Folge Gemass der Weltbank nahm die Armut bis 2004 auf 17 6 der Bevolkerung ab Im Jahr 2014 betrug die Armutsquote um 3 36 Im Jahr 2008 profitierte ein Viertel der Haushalte Mexikos von Finanztransfers durch das staatliche Oportunidades 37 Programm 38 Laut der Nationalen Autonomen Universitat von Mexiko haben Stand 2020 etwa zehn Prozent der Einwohner Mexikos zwischen 12 5 und 15 Millionen Menschen keinen eigenen Trinkwasserzugang Vor allem landliche Gegenden aber auch etwa 1 3 Millionen Menschen in Mexiko Stadt haben keine Trinkwasserleitungen Ausserdem ist die Wasserversorgung auch fur die Bevolkerung mit Trinkwasserleitungen schlecht In vielen Gegenden Mexikos fliesst das Wasser nur einmal in der Woche oder seltener oder es ist durch rissige Leitungen verunreinigt 39 Kriminalitat Bearbeiten Die Kriminalitat in Mexiko ist vor allem in Folge des Drogenkrieges sehr hoch Im Jahr 2019 starben ca 35 000 Menschen in Folge des Krieges bzw der nicht davon unterscheidbaren Kriminalitat 40 Davon waren rund 3 800 Frauen ca 10 und 31 200 Manner ca 90 41 Im Jahr 2018 als ca 33 000 infolge der Kriminalitat starben befanden sich funf mexikanische Stadte gemessen an der Mordrate unter den 10 gefahrlichsten Stadten weltweit 42 Da in Mexiko nur etwa zwei bis sechs Prozent aller begangenen Straftaten aufgeklart werden herrscht faktisch Straflosigkeit 43 44 Dies liegt auch darin dass nur etwa 12 Prozent aller Straftaten zur Anzeige gebracht werden weil die Polizeien in manchen Gegenden selbst von Kartellmitgliedern unterwandert sind bzw mit der organisierten Kriminalitat zusammenarbeiten 44 45 46 Dies fuhrt dazu dass bspw im Bundesstaat Guerrero von 2014 bis 2018 die Waffen ortlicher Polizeien in mehr als einem Dutzend Orten darunter in Acapulco durch das Militar eingezogen und entmachtet wurden 45 Die hohe Kriminalitat gepaart mit der Straflosigkeit fuhrt dazu dass sich die Bevolkerung in manchen landlichen Gebieten in Burgerwehren Autodefensas organisiert um auf lokaler Ebene ein wenig offentliche Ordnung zu wahren 44 Generell ist die Polizei den Drogenkartellen in vielen Belangen Personal Ausstattung unterlegen 46 Seit dem 9 Dezember 2005 ist in Mexiko die Todesstrafe offiziell abgeschafft Korruption Bearbeiten Politische Korruption ist in Mexiko auf verschiedenen Ebenen verbreitet Nach einer Studie von Transparency International wurden 2005 1 5 Mrd Euro Schmiergelder gezahlt wobei die Bestechungszahlungen von Unternehmen an Geschaftsleute und an ranghohe Politiker noch nicht berucksichtigt sind 47 Seit 1990 ist das uberparteiliche Instituto Federal Electoral IFE fur die Vorbereitung und Abhaltung von Wahlen zustandig Allerdings war Felipe Calderon Prasident von 2006 bis 2012 mit dem Programmierer des IFEs uber seine Frau verwandt die selber auch Miteigentumerin des IT Unternehmens ist was zur Spekulation fuhrte dass die Zahlung der Wahlen 2006 jedoch betrifft das auch andere Wahlen nicht transparent abgelaufen ist Drogen Bearbeiten Ein grosses Problem neben der Korruption von Polizei und Justiz stellt vor allem die Drogenkriminalitat dar Mexiko ist ein wichtiges Transitland fur den Drogenhandel von Sud und Zentralamerika in die USA Unter Staatsprasident Calderon gelangen der Polizei und dem Militar in den letzten Jahren jedoch einige schwere Schlage gegen die Drogenkartelle Das Auswartige Amt warnt Reisende dennoch vor kriminellen Rauschgiftbanden im amerikanisch mexikanischen Grenzgebiet sowie in einigen Kustenstadten Gewalt gegen Frauen Bearbeiten Laut UNO Bericht 2017 ist Mexiko fur Frauen besonders gefahrlich Aus dem Bericht geht hervor dass die Rate sexueller Gewalt gegen Frauen ausserhalb von Beziehungen die hochste in der Welt ist 48 Bildung Bearbeiten Hauptcampus der Universidad Nacional Autonoma de Mexico Mega Bibliothek Jose Vasconcelos in Mexiko Stadt Das Secretaria de Educacion Publica SEP ist das mexikanische Bildungs und Kultusministerium zustandig fur die Bildung und Kultur Das Ministerium entwickelt die Bildungsprogramme und liefert die Lehrmittel Wahrend der Kolonialzeit war die katholische Kirche fur die Bildung zustandig Nach Mexikos Unabhangigkeit wurden erste Grundlagen des offentlichen Bildungssystems aufgebaut In Mexiko besteht Schulpflicht fur die Grund Primaria 6 Jahre und Mittelschule Secundaria 3 Jahre Die Schulzeit in der Oberschule Preparatoria betragt ebenfalls 3 Jahre Der Schulbesuch ist kostenlos Typisch sind Schuluniformen 49 2015 betrug die Alphabetisierungsrate fur 94 4 50 bei der jungeren Bevolkerung kam Analphabetismus kaum noch vor 51 In Mexiko stieg die mittlere Schulbesuchsdauer uber 25 Jahriger von 5 5 Jahren im Jahr 1990 auf 8 6 Jahre im Jahr 2015 an Sie ist damit eine der hochsten in Lateinamerika Die aktuelle Bildungserwartung betragt bereits 13 3 Jahre 52 Die Regierung gibt 4 des BIP fur Grund und Weiterfuhrende Schulen und etwa 1 fur die Ausbildung an Universitaten aus 53 Es gibt im Land zahlreiche staatliche und nichtstaatliche Universitaten zum Beispiel die Mexikanische Akademie der Wissenschaften oder die Universidad Nacional Autonoma de Mexico die grosste Universitat des Landes die 1551 in Mexiko Stadt gegrundet wurde Im internationalen Bildungsranking der Times ist sie die beste spanischsprachige und lateinamerikanische Universitat Andere bekannte Universitaten in Mexiko Stadt sind Staatliches Polytechnisches Institut gegrundet 1937 Colegio de Mexico Universidad Autonoma Metropolitana gegrundet 1974 Iberoamerikanische Universitat gegrundet 1943 Autonomes Technologisches Institut gegrundet 1946 Weitere wichtige Hochschulen in anderen Stadten sind Universitat in Guadalajara gegrundet 1792 Autonome Universitat von Puebla gegrundet 1937 Universidad Veracruzana gegrundet 1944 Zentrum des IPN fur Forschung und fortgeschrittene Studien in Monterrey gegrundet 1943 2008 waren insgesamt 2 724 000 Studenten in Mexiko eingeschrieben davon 66 5 an den 1 685 staatlichen Universitaten und 33 5 an den 2167 privaten Universitaten Siehe auch Liste der Universitaten in Mexiko Wissenschaft Bearbeiten LMT Radioteleskop fur Millimeterwellen Zu den bekanntesten Forschungsinitiativen der letzten Jahre in Mexiko gehort der Bau des Grossen Millimeterteleskopes LMT das zur Observation des durch kosmischen Staub gedeckten Teils des Universums dient Im Jahre 1962 wurde die Staatliche Kosmische Kommission gegrundet die aber spater wieder abberufen wurde In den letzten Jahren sind Plane fur ihre Wiederberufung aufgetaucht Die Ausgaben fur Forschung und Entwicklung betragen nur etwa 0 5 des BIP und sind damit in der OECD am niedrigsten berucksichtigt man das Einkommensniveau und die Wachstumsraten lag Mexiko von 1996 bis 2005 durchschnittlich bei rund zehn Prozent 54 Der grosste Teil der wissenschaftlichen Publikationen entfallt auf die Hauptstadt 75 der Dissertationen finden in Mexiko Stadt statt 55 Geschichte Bearbeiten Hauptartikel Geschichte Mexikos Prakolumbische Geschichte Bearbeiten Hauptartikel Mesoamerika und Aztekenreich Chichen Itza UNESCO Weltkulturerbe Nach dem derzeitigen Forschungsstand liegt die erste Besiedlung Tlapacoya um etwa 20 000 bis 22 000 Jahre zuruck Erste Spuren von Ackerbau finden sich ca 1500 bis 900 v Chr Etwa 1500 v Chr wurde die Stadt Tlatilco im Tal von Mexiko besiedelt die erst im 4 Jahrhundert wieder aufgegeben wurde Tlatilco stand unter anderem unter dem kulturellen Einfluss der Olmeken Komplexere Kulturen bildeten sich von 900 bis 300 v Chr Zwischen 100 und 900 n Chr bildeten sich die sogenannten mesoamerikanischen Zivilisationen heraus Es entwickelten sich die Kulturen der Maya Olmeken Tolteken und Azteken Um 1500 n Chr waren die Azteken das beherrschende Volk im Gebiet des heutigen Mexikos Spanische Kolonialzeit Bearbeiten Hauptartikel Spanische Eroberung Mexikos und Vizekonigreich Neuspanien Neuspanien zur Zeit seiner grossten Ausdehnung 1763 Die hellgrunen Gebiete waren de jure zwar Teil des Vizekonigreichs standen aber nicht effektiv unter spanischer Kontrolle In den Jahren 1517 und 1518 erreichten die ersten spanischen Expeditionen unter Francisco Hernandez de Cordoba und Juan de Grijalva die Halbinsel Yucatan Die neu entdeckten Hochkulturen und die reichlichen Goldgegenstande machten die tierra firme das Festland fur die Spanier interessant In den Jahren 1519 bis 1521 gelang es Hernan Cortes das sogenannte Azteken Reich mit Hilfe zahlreicher indigener Verbundeter zu sturzen Gleichzeitig eroberten Francisco de Montejo Yucatan und Pedro de Alvarado das heutige Guatemala wo sie die letzten Maya Stadte unterwarfen Das heutige Mexiko wurde zum Vizekonigreich Neuspanien und wegen seines Gold und Silberreichtums eine der wichtigsten Besitzungen der Spanier In den folgenden drei Jahrhunderten verbreiteten die Spanier und ihre Missionare den katholischen Glauben und die Spanische Sprache 19 Jahrhundert Bearbeiten Kaiser Agustin de Iturbide Republik von Mexiko 1824 Verabschiedung der Staatsverfassung Mexikos Gebietsabtretungen seit der Staatsgrundung 1821 bis heute Benito Juarez Garcia Begunstigt durch die Schwachung Spaniens wahrend der Napoleonischen Kriege auf der Iberischen Halbinsel wurde am 16 September 1810 die Unabhangigkeit von Spanien erklart was einen langen Krieg nach sich zog der am 27 September 1821 zur endgultigen Unabhangigkeit fuhrte Hauptartikel Mexikanischer Unabhangigkeitskrieg Erstes Staatsoberhaupt der jungen Nation wurde Agustin de Iturbide der das Land ab 1822 als Kaiser regierte Erstes Kaiserreich Mexiko Bereits 1823 musste er nach einem Militaraufstand abdanken und Mexiko wurde zur Republik Im gleichen Jahr loste sich das Gebiet von Guatemala woraus sich die spateren unabhangigen Staaten Guatemala El Salvador Nicaragua Costa Rica und Honduras bildeten von Mexiko los und wurde zur Zentralamerikanischen Konfoderation 1835 versuchten die Vereinigten Staaten von Amerika vergeblich Mexiko die Gebiete um Texas und Kalifornien abzukaufen 1836 riefen die in Texas lebenden Amerikaner die unabhangige Republik Texas aus 1845 wurde Texas von den USA annektiert Daruber hinaus beanspruchten die USA weitere mexikanische Gebiete bis hin zum Rio Grande Dies fuhrte 1846 mit einer US Invasion zum Mexikanisch Amerikanischen Krieg Nach der Niederlage Mexikos im Jahre 1848 trat das Land mit Unterzeichnung des Vertrages von Guadalupe Hidalgo seine nordlichen Gebiete ab darunter die spateren US Bundesstaaten Kalifornien New Mexico Arizona Nevada Utah und Colorado Hauptartikel Mexikanisch Amerikanischer Krieg Im Jahr 1853 wurde mit dem Gadsden Kauf das sudliche Gebiet der heutigen US Bundesstaaten Arizona und New Mexico fur 10 Millionen US Dollar durch die USA erworben um eine gunstigere Route fur eine geplante Eisenbahnlinie nach Kalifornien die jedoch nie gebaut wurde zu ermoglichen Kaiser Maximilian I Eine Schuldenkrise fuhrte im Winter 1861 62 dazu dass Truppen aus Frankreich dem Vereinigten Konigreich und Spanien an der Golfkuste des Landes landeten und Teile Mexikos besetzten In den folgenden Jahren stand das Land unter der Besetzung durch Frankreich das in dieser Zeit den Habsburger Maximilian als Kaiser 10 April 1864 einsetzte Zweites Kaiserreich Mexiko Prasident Benito Juarez der mit Hilfe der USA die Franzosen aus dem Land vertrieb beendete endgultig die Ara des mexikanischen Kaiserreiches durch die Hinrichtung Maximilians am 19 Juni 1867 in Queretaro Abdankung am 14 Mai 1867 20 Jahrhundert Bearbeiten 1905 wurde die zu Frankreich gehorende Clipperton Insel besetzt um eigene Besitzanspruche zu untermauern 1931 einigten sich beide Seiten den italienischen Konig Viktor Emanuel III als Vermittler einzusetzen der die Insel Frankreich zusprach Rebellengebiete wahrend der Mexikanischen Revolution Die lange Diktatur Porfirio Diaz fuhrte 1910 zur Mexikanischen Revolution und 1911 zu seinem Rucktritt Die revolutionaren Krafte besiegten die Armee verloren sich aber in internen Streitereien die das Land 20 Jahre lang in standiger Unruhe hielten Am Ende der Revolution kontrollierte die Partei der institutionellen Revolution PRI das Land Hauptartikel Mexikanische Revolution Im Ersten Weltkrieg suchte das Deutsche Kaiserreich 1917 ein Bundnis mit Mexiko gegen die USA im Falle eines Sieges der Mittelmachte sollte es die 1848 verlorenen Gebiete zuruckerhalten Ein geheimes Telegramm Zimmermann Depesche mit dem der mexikanischen Regierung ein entsprechender Vorschlag unterbreitet werden sollte wurde jedoch von den Briten abgefangen und trug zum Kriegseintritt der USA gegen das Deutsche Kaiserreich bei Wahrend der Revolution wurde 1917 die in grossen Teilen bis heute gultige Verfassung verabschiedet Ein Aufstand katholischer Bauernmilizen gegen antiklerikale Artikel der Verfassung weitete sich 1926 zur Guerra Cristera aus die 1929 zu Vermittlungen unter US amerikanischer Fuhrung fuhrte Die mexikanische Regierung verzichtete auf die Umsetzung der Bestimmungen die jedoch erst 1992 aus der Verfassung gestrichen wurden 1931 trat Mexiko dem Volkerbund bei der 1946 wieder aufgelost wurde Das Land erlangte wahrend des Faschismus fur Europaer grosse Bedeutung als Exilland Im Spanischen Burgerkrieg unterstutzte das Land gemeinsam mit Frankreich der Sowjetunion und den Vereinigten Staaten die Republikaner gegen die Nationalisten unter Francisco Franco die vom Deutschen Reich Italien und Portugal unterstutzt wurden Mexikoplatz in Wien mit der Franz von Assisi Kirche Mexiko war das einzige Land von 17 Mitgliedern des Volkerbundrates das am 19 Marz 1938 den Anschluss Osterreichs durch Deutschland laut mit Protest belegte Mexiko wies auf die Folgen fur den Welt Frieden hin wenn die Pflichten aus der Volkerbundsatzung und aus dem internationalen Recht nicht eingehalten werden Aus Anerkennung fur diese Tat wurde 1956 in Wien der Erzherzog Karl Platz in Mexikoplatz umbenannt Im Zweiten Weltkrieg blieb Mexiko bis 1941 neutral und erklarte nach der Versenkung der beiden Oltanker Potrero del Llano und Faja de Oro durch deutsche U Boote den Achsenmachten den Krieg 1945 wurde Mexiko Grundungsmitglied der Vereinten Nationen 56 des Internationalen Wahrungsfonds 57 sowie der Weltbank 58 und 1948 der Organisation Amerikanischer Staaten 59 In einigen Bundesstaaten durften Frauen an Lokal und Bundesstaatenwahlen fruher teilnehmen als auf nationaler Ebene Yucatan and San Luis Potosi waren die ersten Staaten die 1922 und 1923 das Wahlrecht auf Frauen ubertrugen 60 1946 erhielten Frauen uberall das kommunale Wahlrecht 61 62 Als Adolfo Ruiz Cortines 1952 die Wahl zum Prasidenten gewonnen hatte loste er seine Zusage ein eine Abstimmung uber das aktive und passive Frauenwahlrecht auf nationaler Ebene ins Parlament einzubringen 61 Am 22 Dezember 1952 wurde der Gesetzesvorschlag des Prasidenten vom Kongress einstimmig beschlossen und wenige Tage spater vom Senat mit einer Gegenstimme ebenfalls angenommen 61 Die Regelungen wurden am 6 Oktober 1953 in Kraft gesetzt und verkundet 61 1954 konnten Frauen sich an Kongresswahlen beteiligen 62 am 6 Juli 1958 erstmals an Prasidentschaftswahlen 63 Die Partei der Institutionalisierten Revolution kontrollierte das Land Mexiko bis zum Ende des 20 Jahrhunderts Wahrend der Regierungszeit der PRI bestand lange Zeit keine klare Trennung zwischen den Institutionen des Staates und jenen der offiziellen Partei das heisst der PRI So unterstand etwa die Organisation von Wahlen der PRI Dies fuhrte zu zahlreichen Berichten uber Unregelmassigkeiten bei den Wahlen wie beispielsweise Falschung von Wahllisten mehrfacher Stimmabgabe Stimmenkauf Kontrollen der Stimmabgabe Wahlurnenraub und unkorrekter Stimmenauszahlung Zwischen den 1940er und 1970er Jahren erlebte Mexiko eine Phase starken wirtschaftlichen Wachstums und wachsenden Wohlstands Mexikanisches Wunder Im November 1993 trat das Land der APEC bei 64 und am 1 Januar 1994 grundete Mexiko zusammen mit Kanada und den Vereinigten Staaten das Nordamerikanische Freihandelsabkommen NAFTA Am gleichen Tag brach der Chiapas Konflikt aus in dem die Zapatistas gegen Diskriminierung und die Auswirkungen der Globalisierung kampfen Am 18 Mai 1994 wurde Mexiko das erste Lateinamerikanische Mitgliedsland der OECD 65 Ende 1994 Anfang 1995 war das Land von der Tequila Krise betroffen nachdem die Regierung den festen Wechselkurs des Peso gegenuber dem US Dollar nicht mehr halten konnte Nach Finanzhilfen durch die USA des Internationalen Wahrungsfonds und der Weltbank konnte die Krise im Laufe des Jahres 1995 beendet werden Am 1 Januar 1995 wurde Mexiko Grundungsmitglied der Welthandelsorganisation 66 Mexikanisches Militar im Kampf im Bundesstaat Michoacan 2007 Drogenkrieg Bearbeiten Hauptartikel Drogenkrieg in Mexiko Als Drogenkrieg in Mexiko werden seit einer entsprechenden Regierungserklarung des Prasidenten Felipe Calderon am 11 Dezember 2006 die bewaffneten Konflikte in Mexiko bezeichnet die sowohl von Polizei und Militareinheiten gegen die im Drogenhandel tatigen kriminellen Organisationen sog mexikanischen Drogenkartelle als auch zwischen den Angehorigen der Drogenkartelle selbst ausgetragen werden 67 68 Politik BearbeitenMexiko ist eine Wahldemokratie Das einwandfreie Funktionieren der demokratischen Institutionen des Landes wird allerdings durch Korruption und die schlechte Sicherheitslage im Land behindert 69 Verwaltungsgliederung Bearbeiten Hauptartikel Liste mexikanischer Staaten Mexiko ist eine foderale Republik die aus 31 Gliedstaaten und der Hauptstadt Mexiko Stadt bis 2016 ein Bundesdistrikt span Distrito Federal besteht Die Gliedstaaten sind in insgesamt uber 2400 Municipios aufgeteilt Mexiko Stadt in 16 Delegaciones Die Gliedstaaten werden von Gouverneuren regiert In der mexikanischen Verfassung sind im Artikel 73 die Befugnisse des mexikanischen Kongresses geregelt der Artikel 124 bestimmt dass alle nicht dem Kongress zugewiesenen Kompetenzen bei den Bundesstaaten liegen 70 In der Realitat wurde dieser Foderalismus aber uber lange Zeit nicht umgesetzt Die Dominanz der zentralstaatlichen Exekutive wirkte auch in die Gliedstaaten und Munizipien hinein Die foderalen Einheiten agierten nicht so sehr aus den ihnen zugewiesenen Rechten und Pflichten heraus sondern waren in ein System der Aushandlung integriert Seit 1980 nahm der Staat infolge des Nationalen Systems fur fiskalische Koordination 95 Prozent der Steuern ein und gab Teile von ihnen an die untergeordneten Einheiten weiter Zwar war diese Verteilung formal geregelt in der Realitat gab es aber immer wieder Unstimmigkeiten 70 Die Zentralregierung hielt oftmals die foderalen Verfahren nicht ein und uber ihm zustehende verfassungsmassige Rechte konnte der Prasident sogar Gouverneure entlassen und einsetzen Infolge der Wahlerfolge der Opposition auf Gliedstaatsebene und der Reduzierung der Macht der PRI kam es zu Entwicklungen im mexikanischen Foderalismus die diesen starkten Unter der Regierung von Carlos Salinas de Gortari wurden 1993 den Gliedstaaten weitere Kompetenzen ubertragen So erhielten sie die Zustandigkeit fur Gesundheitsfursorge und die Primarerziehung Diese Entwicklungen wurden auch von den nachfolgenden Prasidenten fortgefuhrt Vicente Fox versuchte mit dem Programm fur einen authentischen Foderalismus 2002 2006 die Dezentralisierung voranzutreiben Die lokalen Verwaltungen sollten professionaler werden und damit die Kommunen in ihrer Position gestarkt Die unterschiedlichen foderalen Ebenen sollen zudem in gemeinsamen Kommissionen zusammenarbeiten 70 Bundesstaaten Mexikos Gliedstaat Hauptstadt Grundungsjahr Bevolkerung 2015 71 Flache Aguascalientes Aguascalientes 1835 1 312 544 000000000005625 0000000000 5 625 km Baja California N Baja California Mexicali 1952 3 315 766 000000000071546 0000000000 71 546 km Baja California Sur Baja California Sur La Paz 1974 712 029 000000000073943 0000000000 73 943 km Campeche San Francisco de Campeche 1857 899 931 000000000057727 0000000000 57 727 km Chiapas Tuxtla Gutierrez 1824 5 217 908 000000000073681 0000000000 73 681 km Chihuahua Chihuahua 1824 3 556 574 000000000247487 0000000000 247 487 km Coahuila Saltillo 1824 2 954 915 000000000151445 0000000000 151 445 km Colima Colima 1857 711 235 000000000005627 0000000000 5 627 km Mexiko Stadt nicht vorhanden 1824 8 918 653 000000000001479 0000000000 1 479 km Durango Victoria de Durango 1824 1 754 754 000000000123367 0000000000 123 367 km Guanajuato Guanajuato 1824 5 853 677 000000000030621 0000000000 30 621 km Guerrero Chilpancingo de los Bravo 1849 3 533 251 000000000063794 0000000000 63 794 km Hidalgo Pachuca de Soto 1869 2 858 359 000000000020856 0000000000 20 856 km Jalisco Guadalajara 1824 7 844 830 000000000078630 0000000000 78 630 km Mexico Mexico Toluca 1824 16 187 608 000000000022333 0000000000 22 333 km Michoacan Morelia 1824 4 584 471 000000000058667 0000000000 58 667 km Morelos Cuernavaca 1869 1 903 811 000000000004892 0000000000 4 892 km Nayarit Tepic 1917 1 181 050 000000000027862 0000000000 27 862 km Nuevo Leon Monterrey 1824 5 119 504 000000000064203 0000000000 64 203 km Oaxaca Oaxaca de Juarez 1824 3 967 889 000000000093343 0000000000 93 343 km Puebla Puebla de Zaragoza 1824 6 168 883 000000000034251 0000000000 34 251 km Queretaro Santiago de Queretaro 1824 2 038 372 000000000011658 0000000000 11 658 km Quintana Roo Chetumal 1974 1 501 562 000000000042535 0000000000 42 535 km San Luis Potosi San Luis Potosi 1824 2 717 820 000000000061165 0000000000 61 165 km Sinaloa Culiacan Rosales 1831 2 966 321 000000000057331 0000000000 57 331 km Sonora Hermosillo 1831 2 850 330 000000000184946 0000000000 184 946 km Tabasco Villahermosa 1824 2 395 272 000000000024747 0000000000 24 747 km Tamaulipas Ciudad Victoria 1824 3 441 698 000000000080148 0000000000 80 148 km Tlaxcala Tlaxcala de Xicohtencatl 1857 1 272 847 000000000003997 0000000000 3 997 km Veracruz Xalapa Enriquez 1824 8 112 505 000000000071856 0000000000 71 856 km Yucatan Merida Merida 1824 2 097 175 000000000039671 0000000000 39 671 km Zacatecas Zacatecas 1824 1 579 209 000000000075416 0000000000 75 416 km Verfassungsentwicklung Bearbeiten source source track track track track track track Himno Nacional Mexicano seit 1943 offizielle Hymne Mexikos jedoch bereits seit 1854 genutzt Die Politische Verfassung der Vereinigten Mexikanischen Staaten existiert seit 1917 Sie entstand infolge der mexikanischen Revolution und wurde von einer Verfassungsgebenden Versammlung erarbeitet Die Verfassung stellte einen Kompromiss verschiedenster Interessensgruppen dar weshalb sie antiklerikale nationale antiimperialistische republikanische paternalistische und sozial reformistische Elemente enthalt 72 Dazu kommen aber auch liberale Elemente wie die burgerlichen Freiheitsrechte Rechtssicherheit das allgemeine Wahlrecht das bis 1953 jedoch auf Manner beschrankt blieb Sozialstaatlichkeit und die Garantie des Privateigentums wobei auch weitere Eigentumsformen als verfassungsgemass anerkannt wurden Artikel 27 der langste Artikel der mexikanischen Verfassung schreibt dem Staat das Eigentum an Land und Wasser zu sowie versieht ihn mit dem Recht die Bewirtschaftung an Privatpersonen und Kollektive zu ubertragen Dieser Artikel sollte primar die Macht der Grossgrundbesitzer limitieren Ein ahnliches Ziel zeigt sich in Artikel 123 in dem Arbeitnehmerrechte festgeschrieben werden Beide Artikel zusammen bildeten fur lange Zeit die ideologische Legitimationsbasis der postrevolutionaren Regierungen fur das revolutionare Projekt und politische Kontrolle 72 Die in der Verfassung formal garantierten Rechte der Bevolkerung traten allerdings lange Zeit hinter die Realitat des mexikanischen politischen Systems zuruck Im mexikanischen Korporatismus war die Moglichkeit der Einklagbarkeit der Rechte nicht besonders ausgepragt und an ihrer Stelle stand ein System von politischen Gefalligkeiten Loyalitaten und Begunstigungen die sich in Verhandlungen ausdifferenzierten Die Durchsetzung der Verfassungsrechte war damit vor allem an die Mobilisierungsfahigkeiten verschiedener gesellschaftlicher Gruppierungen und ihre Bedeutung fur die Aufrechterhaltung der Regierung der Partido Revolucionario Institucional gebunden Staatliche Institutionen und Gerichte sorgten lange Zeit weniger fur die Durchsetzungen der Rechte sondern funktionalisierten diese im Rahmen der geltenden politischen Ordnung Die Verfassung Mexikos wurde seit ihrer Proklamation 1917 uber 150 Mal geandert und in den 1990er Jahren wurden die Artikel 27 und 123 im Zuge der okonomischen Neuausrichtung geandert Zudem wurde das Verhaltnis von Staat und Kirche neu geordnet 72 Daneben gab es vor allem Reformen welche die Menschenrechtssituation in Mexiko verbessern sollten Unter der Prasidentschaft Carlos Salinas de Gortaris wurde der Artikel 102 erganzt der die Befugnisse des Generalstaatsanwalts regelt Der mexikanische Kongress und auch die Parlamente der Bundesstaaten sind verpflichtet Organe zu schaffen die die Einhaltung der in der Verfassung garantierten Menschenrechte uberwachen sollen aber keine Befugnisse in Bezug auf Wahlen Gerichtsverfahren und Arbeitsverhaltnisse haben Unter Ernesto Zedillo Ponce de Leon wurde in der Verfassung zudem ein Recht auf offentliche Sicherheit verankert 73 Trotz dieser Anpassungen der Verfassung hat sich die Menschenrechtslage in Mexiko kaum verbessert weshalb die gesellschaftliche politische und kulturelle Einbettung der Verfassungsreformen noch fraglich ist Staatsrecht Bearbeiten Siehe auch Liste der Staatsoberhaupter Mexikos Palacio Nacional in Mexiko Stadt am Plaza de la Constitucion Zocalo Seit 1917 ist Mexiko eine prasidiale Bundesrepublik Der Prasident ist Chef der Bundesregierung und zugleich oberster Reprasentant des Staates Er wird direkt vom Volk fur eine einzige sechs Jahre dauernde Amtszeit das sogenannte sexenio gewahlt 74 Eine Wiederwahl ist Art 83 der Verfassung verboten Ein vorzeitiges Ende der Amtszeit tritt im Todesfall ein oder wenn der Prasident zurucktritt Art 86 Der Prasident hat viel Macht Er besitzt das Initiativrecht bei Gesetzgebungsverfahren und ein Vetorecht bei Gesetzesinitiativen aus dem Kongress 73 Daruber hinaus ist der Prasident Oberbefehlshaber des mexikanischen Militars und ernennt dessen hochste Range eine Reihe hoher Staatsbeamter und den Generalstaatsanwalt Bis 1996 konnte er zudem das Regierungsoberhaupt des Bundesdistrikts von Mexiko Stadt ernennen das seitdem direkt gewahlt wird Mit Zustimmung von Kongress und Ministerrat kann der mexikanische Prasident den Notstand verhangen Er hat das Recht zur Initiative fur Kriegserklarungen gibt die Richtlinien der Aussenpolitik vor und unterzeichnet internationale Vertrage Neben den verfassungsmassigen Befugnissen pragten uber die lange Zeit der Herrschaft der Partido Revolucionario Institucional weitere informelle Regeln das Prasidentenamt Der Prasident dominierte die Partei er enthielt sich der Kritik an seinem Amtsvorganger und musste sich diesen Traditionen unterwerfen da er sonst aus dem Zentrum der Macht ausgeschlossen werden konnte 73 Innerhalb der sechsjahrigen Amtszeit erreichte er im dritten und vierten Jahr die Hochphase seiner Macht und kummerte sich gegen Ende der Amtszeit um seine Nachfolge Trotz der Wahl durch das Volk wurde die Nachfolge nicht transparent sondern in einem informellen Prozess zwischen verschiedenen Fraktionen und Gruppierungen in der politischen Klasse Mexikos geregelt Hohepunkt war der Akt der Bekanntgabe destape bei dem der Prasident seinen Nachfolger per Fingerzeig dedazo benannte 73 Mexikos Prasident Vicente Fox 2000 2006 spricht vor dem mexikanischen Parlament Der Kongress der Union Mexiko Congreso de la Union ist ein Zweikammerparlament Das Abgeordnetenhaus umfasst 500 Mitglieder der Senat besteht aus 128 Senatoren Die 500 Abgeordneten werden alle drei Jahre gewahlt 300 von ihnen werden in einer Direktwahl Personenwahl bestimmt 200 uber Listenplatze Mehrheitswahl gewahlt 75 Die Senatoren werden auf sechs Jahre gewahlt In jedem der 32 Bundesstaaten werden drei Senatoren bestimmt zwei von ihnen nach Mehrheitswahlrecht der dritte Senatorenposten wird der jeweils starksten Oppositionspartei zugesprochen Die 32 ubrigen Senatorenplatze werden national nach einem proportionalen Reprasentationssystems vergeben 75 Die Abgeordneten und Senatoren durfen wie auch der Prasident nach ihrer Amtszeit nicht wiedergewahlt werden Die wichtigste Funktion des Abgeordnetenhauses ist die jahrliche Untersuchung Diskussion und Verabschiedung des Bundeshaushalts wobei eine Ablehnung nicht vorgesehen ist Die wichtigste Befugnisse des Senats sind hingegen die Zustimmung zu internationalen Vertragen und die Autorisierung von Truppenentsendungen ins Ausland Daruber hinaus hat der Kongress das erlassen von Gesetzen und Dekreten die okonomische territoriale und politische Organisation des Landes die Zustimmung zu Kriegserklarungen Bildungsforderung und Arbeitsgesetzgebung als Aufgabenbereiche Die 71 Jahre andauernde Herrschaft der Partido Revolucionario Institucional schlug sich in der Dominanz im Parlament nieder So besetzte sie von 1970 bis 1988 durchschnittlich 78 Prozent der Kongresssitze Die zunehmende Delegitimation des Systems und ab 1989 auch die zunehmend erfolgreiche Aktivitat der Oppositionsparteien in den Bundesstaaten mit ihren Auswirkungen auf die Zusammensetzung des Senats fuhrten spatestens ab 1997 zum Ende der Dominanz der PRI und damit zu einer Starkung der Bedeutung des Parlaments 75 Sitz des Suprema Corte de Justicia de la Nacion SCJN in Mexiko Stadt Die Zentralregierung wirkte uber lange Zeit stark in die Bundesstaaten hinein dieser Einfluss ist bis heute gegeben Die Gouverneure wurden direkt vom Volk gewahlt waren aber in ihrem Handlungsspielraum stark durch ihren Kontakt zum Prasidenten limitiert und auf dessen Wohlwollen angewiesen 76 Dies liegt in den vielfaltigen Abhangigkeiten der Staaten von der Bundesregierung begrundet da diese den Staaten und Gemeinden einen Teil der Steuereinnahmen zuweist Daneben haben die Ministerien Vertretungen Delegaciones in den Bundesstaaten Regierungsbezirken und Gemeinden Uber diese werden Bundesmittel insbesondere fur Sozialfursorge und Entwicklungsprogramme vergeben Insbesondere in armeren Bundesstaaten konnen diese Vertretungen mehr Mittel zur Verfugung haben als der Haushalt des Bundesstaates sie konnten so teilweise mehr Macht entfalten als die Gouverneure und andere regionale und lokale Politiker Die Prasidenten versuchten ihren Einfluss so weiter auszudehnen Besonders Carlos Salinas de Gortari Prasident von 1988 bis 1994 tat dies mit seinem Nationalen Solidaritatsprogramm 76 Der Oberste Gerichtshof Mexikos der Suprema Corte de Justicia de la Nacion besteht aus elf Bundesrichtern Ministros die vom Prasidenten vorgeschlagen werden und vom Senat bestatigt werden Ihre Amtszeit ist auf 15 Jahre begrenzt der Prasident wird aus ihrer Mitte fur vier Jahre bestimmt und darf nicht direkt anschliessend wiedergewahlt werden In der 71 Jahre andauernden Herrschaft der PRI verlor die Judikative mehr und mehr an Einfluss Erst mit der Verfassungsreform von 1995 erhielt der Suprema Corte de Justicia de la Nacion wieder die Kompetenz uber die Verfassungsmassigkeit der Politik zu urteilen 76 Seit dem Jahr 2000 muss der Generalstaatsanwalt vom Senat bestatigt werden Wahlsystem Bearbeiten Die Wahlen in Mexiko hatten wahrend der langen Zeit der Dominanz der PRI eher akklamatorischen Charakter es gab keine Konkurrenz unter den Parteien und damit auch keinen Wahlkampf Der Kandidat fuhrte im ganzen Land eine Kampagne durch und schloss dabei Bundnisse mit den lokalen Parteivertretern Seit 1946 organisierte die dem Innenministerium unterstellte Foderale Kommission der Wahluberprufung spater in Foderale Wahlkommission umbenannt die Wahlen In dieser Kommission stellte die PRI immer die Mehrheit 1988 zeigte sich das Gremium bei den Konflikten nach der Wahl als nicht handlungsfahig und Prasident Salinas ubernahm die Entscheidung und setzte sie durch Wahlsiege der Opposition waren Verhandlungsergebnisse der Parteien mit dem Prasidenten nachdem die Wahl bereits stattgefunden hatte 77 Folgende Teile dieses Artikels scheinen seit 2014 nicht mehr aktuell zu sein Das Instituto Federal Electoral ist Geschichte heute fungiert das Instituto Nacional Electoral an seiner Stelle Bitte hilf mit die fehlenden Informationen zu recherchieren und einzufugen Wikipedia WikiProjekt Ereignisse Vergangenheit fehlend Seit dem Ende der 1970er Jahre wurde das Wahlrecht von 1917 immer wieder reformiert 1991 wurde das Instituto Federal Electoral gegrundet das sich im Laufe der 1990er Jahre als unabhangige Wahlbehorde etablierte in der auch nichtstaatliche Organisationen und Wahlbeobachter sitzen Es wurde zwar vom Staat gegrundet konnte aber mehrere Prasidentschaftswechsel uberdauern und dabei an Unabhangigkeit und Einfluss gewinnen Es erstellt und verwaltet die Wahlerverzeichnisse und falschungssichere Identifikationskarten und begleitet die Reformen des Wahlgesetzes 77 Das Instituto Federal Electoral stiess etwa Reformen an die den Zugang zu Parteienfinanzierung und Medien fur alle Parteien erleichterten Es uberwacht die Wahlen die Auszahlung der Stimmen und verkundet die Wahlergebnisse Zudem geht es gegen Wahlunregelmassigkeiten vor So setzte sich das Instituto Federal Electoral zusammen mit dem Bundeswahlgericht gegen Manipulationen alter PRI Kreise bei den Gouverneurswahlen in Yucatan und Tabasco in den Jahren 2000 und 2001 durch Das Instituto Federal Electoral wird von allen mexikanischen Parteien und auch international anerkannt 78 Siehe auch Liste der Bundeswahlkreise in Mexiko Politische Indizes Bearbeiten Von Nichtregierungsorganisationen herausgegebene politische Indizes Name des Index Indexwert Weltweiter Rang Interpretationshilfe JahrFragile States Index 67 2 von 120 98 von 178 Stabilitat des Landes Warnung 0 sehr nachhaltig 120 sehr alarmierend 2020 79 Demokratieindex 6 07 von 10 72 von 167 Unvollstandige Demokratie 0 autoritares Regime 10 vollstandige Demokratie 2020 80 Freedom in the World Index 62 von 100 Freiheitsstatus teilweise frei 0 unfrei 100 frei 2020 81 Rangliste der Pressefreiheit 46 71 von 100 143 von 180 Schwierige Lage fur die Pressefreiheit 0 gute Lage 100 sehr ernste Lage 2021 82 Korruptionswahrnehmungsindex CPI 31 von 100 124 von 180 0 sehr korrupt 100 sehr sauber 2020 83 Parteienlandschaft Bearbeiten Die Partido Revolucionario Institucional PRI war lange Zeit die dominierende Partei in Mexiko die bis in die 1990er Jahre in Bund Bundesstaaten und Gemeinden fast uneingeschrankt regierte und bis 2000 den Prasidenten stellte Sie ging aus der 1929 gegrundeten Partido Nacional Revolucionario PNR hervor die unter Plutarco Elias Calles noch territorial organisiert war und nicht sektoral inkorporiert Als Gegensatz zu Calles mit seinem System regionaler Machteliten etablierte Lazaro Cardenas del Rio in der Partido de la Revolucion Mexicana PRM eine Gliederung in funktionale Sektoren So wurden Bauern stadtische Mittel und Unterschichten und Arbeiter uber nationale Organisationen in die Partei eingegliedert Zwischen 1938 und 1940 galt dies auch fur das Militar Dennoch anderten auch diese Umbildungen unter Cardenas zunachst nichts an der Dominanz lokaler Machteliten Dennoch traten nun neben die traditionellen Verbindungen der Caciques neue Netzwerke die durch Gewerkschaften Lehrerverbande und weitere nationale und soziale Organisationen gepragt wurden 78 1946 wurde die PRI als korporative Partei gegrundet Sie sorgte fur eine weitere Verschiebung der Machtverhaltnisse von den peripheren Eliten hin zur metropolitanen Modernisierungskoalition und diente uber lange Zeit als Verbindungsscharnier zwischen diesen beiden Die PRI profitierte vom 1946 verabschiedeten Wahlgesetz das parteilose Kandidaten beschrankte und von Parteien eine nationale Verankerung verlangte was vom Innenministerium das die Parteien zuliess kontrolliert wurde So nahm der Einfluss und die Macht der lokalen Caciques und der militarischen Caudillos ab wahrend Akteure die sich loyal zu den staatlichen Institutionen und Regierenden stellten ihre Position starkten Ab den 1970er Jahren veranderte sich die Lage der PRI Ihr fiel es zunehmend schwer die Landbevolkerung nationale und transnationale Migranten in die Parteistruktur zu integrieren Selbes galt fur die Studentenbewegung von 1968 und die neuen sozialen Bewegungen der 1980er mit Akteuren wie Frauen Migranten Unterbeschaftigten Jugendlichen und Intellektuellen 84 Die Partido Accion Nacional PAN wurde im Gegensatz zur PRI 1939 als Oppositionspartei gegrundet Sie entstand im katholischen Nordwesten Mexikos im Kontext der antiklerikalen Politik der PRI Uber viele Jahre hinweg war die PAN die einzige zugelassene politische Kraft die aus sich heraus lebensfahig war In ihr sammelten sich verschiedene Stromungen wie etwa sozial orientierte neoliberale und katholisch konservative 84 Die Neoliberalen in der PAN forcierten seit der Regierung von Carlos Salinas de Gortari Ende der 1980er und Anfang der 1990er Jahre die Zusammenarbeit mit der PRI Viele Mitglieder der PAN setzten sich fur die Durchsetzung von Freiheitsrechten ein Ab dem Ende der 1980er Jahre begannen sie zusammen mit anderen Parteien verstarkt fur demokratische und ordentliche Wahlen sowie fur mehr Rechtssicherheit einzutreten Auf regionaler und kommunaler Ebene konnte die PAN in dieser Seite Wahlsiege erringen auf Bundesebene brauchte sie im Jahr 2000 die Unterstutzung der Partido Verde Ecologista de Mexico PVEM sowie weiter ausser und uberparteilicher Bundnisse bekannt als Amigos de Fox um Vicente Fox zum Gewinn der Prasidentschaftswahl zu fuhren 85 2006 konnte die PAN diese Position verteidigen Neben den beiden grossen Parteien gab und gibt es einige kleinere linke Parteien die lange Zeit illegal arbeiten mussten Die 1919 gegrundete Partido Comunista Mexicano PCM ist eine der altesten Parteien Mexikos Bis zur Ermordung Leo Trotzkis im Jahr 1940 gab es Auseinandersetzungen zwischen Trotzkisten und Stalinisten Die PCM war immer wieder verboten und konnte sich erst seit der Prasidentschaft Jose Lopez Portillos von 1976 bis 1982 frei betatigen und erhielt die Zulassung zu Wahlen In den 1980er Jahren schloss sie sich mit weiteren kleinen linken Parteien zusammen um bei Wahlen bessere Chancen zu haben und so langsam am Prozess der Demokratisierung mitzuwirken 85 1989 ging diese Partei in der neu gegrundeten Partido de la Revolucion Democratica PRD auf wo sie auf eine gemassigtere aus der PRI stammenden Basis traf die den neuen wirtschaftlichen Regierungskurs nicht mittragen wollten Dieser Artikel oder Abschnitt bedarf einer Uberarbeitung Spatestens mit der Bundeswahl 2018 sind die Zuschreibungen von gross und klein ziemlich relativiert worden Zwei der nachgenannten Parteien gibt es auf Bundesebene nicht mehr eine ist nie irgendwo angetreten eine hat die Wahlen uberlegen gewonnen andere Parteien die Gouverneure stellen oder eben noch stellten fehlen hier vollig Bitte hilf mit ihn zu verbessern und entferne anschliessend diese Markierung Neben den drei grossen Parteien gibt es noch weitere kleinere wie die Partido Popular Socialista de Mexico Partido Nueva Alianza Partido del Trabajo die Convergencia por la Democracia und das Movimiento Regeneracion Nacional Aussen und Sicherheitspolitik Bearbeiten Mexikos Prasident Felipe Calderon 2006 2012 mit US Prasident Barack Obama 2009 Die Aussenpolitik Mexikos wird von der historischen Erfahrung des 19 Jahrhunderts gepragt Infolge der auslandischen Interventionen vor allem nach der franzosischen Intervention in Mexiko und dann nach der mexikanischen Revolution bestimmte die Doctrina Juarez die mexikanische Aussenpolitik Sie war auf das Prinzip der Nichteinmischung in die inneren Angelegenheiten anderer Lander und das Selbstbestimmungsrecht der Nationen ausgerichtet Die mexikanische Politik beschrankte sich somit auf Einflussnahme in multilateralen Organisationen 86 In den 1970er Jahren veranderte sich diese Position spatestens mit der Schuldenkrise von 1982 war sie hinfallig Anstelle der Gleichsetzung von revolutionarem Staat mit nationaler Souveranitat trat unter der Regierung Jose Lopez Portillos nun das Verstandnis diese liege in der internationalen Partizipation Dies fuhrte in der Folge zu verschiedenen Schritten der internationalen Integration 1986 trat Mexiko dem Allgemeinen Zoll und Handelsabkommen bei und 1993 der Asiatisch pazifischen Wirtschaftsgemeinschaft Mexiko trat 1994 der Organisation fur wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung bei und zugleich aus der Gruppe der 77 aus Zudem war das Land 1995 eines der Grundungsmitglieder der Welthandelsorganisation 86 Mexiko ist Mitglied der Vereinten Nationen Seit den 1990er Jahren tritt Mexiko fur eine Reform des UN Sicherheitsrats ein Dabei positioniert es sich mit der Unterstutzung von Kanada Italien Pakistan Sudkorea Spanien Argentinien der Turkei und Malta vereint unter dem Namen Uniting for Consensus gegen den Vorschlag der G4 Staaten Deutschland Brasilien Indien und Japan die standige Sitze im Sicherheitsrat beanspruchen Mexiko richtet sich dabei vor allem gegen den Sitz Brasiliens da es dadurch das Machtgefuge in Lateinamerika gefahrdet sieht Daruber hinaus ist Mexiko Mitglied der Organisation Amerikanischer Staaten der Gemeinschaft der Lateinamerikanischen und Karibischen Staaten der G8 5 und der G20 Wirtschaftsmachte Seit 2005 wird die mexikanische Grenze zu den USA hier bei Tijuana verstarkt ausgebaut Aussenpolitisch dominierend ist seit dem 19 Jahrhundert die Beziehung zu den Vereinigten Staaten Diese Dominanz erhielt 1994 mit der Unterzeichnung des Nordamerikanischen Freihandelsabkommens eine neue wirtschaftliche politische und gesellschaftliche Dimension Mit diesem Abkommen wurde das neue neoliberale Wirtschaftsmodell extern institutionalisiert In der Folge kam es zu einer weiteren Intensivierung der Zusammenarbeit zwischen den USA und Mexiko die weit uber die zunehmende okonomische Integration hinausging 86 Zunehmend trat die Frage der Sicherheit der Grenze zwischen den Vereinigten Staaten und Mexiko in den Fokus Dabei geht es zum einen um die Frage der illegalen Immigration von Mexikanern in die Vereinigten Staaten und den Menschenhandel zum anderen um die der Sicherheit im Zusammenhang mit dem Schmuggel von Waffen Drogen und Geld im Kontext des mexikanischen Drogenkrieges Infolge der Terroranschlage vom 11 September 2001 veranderte sich die Beziehung der beiden Staaten Zum einen ruckte der Fokus der US Politik nun auf andere Regionen zum anderen waren die USA von der mexikanischen Ablehnung des Irakkrieges enttauscht Hinzu kam in den USA 2003 die Verabschiedung der Gesetze Agricultural Jobs Opportunity Benefits and Security Act Land Border Security and Immigration Improvement Act und Border Security and Immigration Reform Act die eine bei weitem restriktivere Grenz und Immigrationspolitik verfolgten als Vicente Fox und damit zu Irritationen fuhrten 86 Lander mit mexikanischer Botschaft Stand 2008 Seit den 1960er Jahren gewannen die Beziehungen Mexikos zu anderen Staaten Lateinamerikas neben denen zu den Vereinigten Staaten zunehmend an Gewicht Verstarkt beteiligte sich Mexiko an lateinamerikanischen Kooperationen wie der lateinamerikanischen Freihandelszone die 1981 zur lateinamerikanischen Integrationsvereinigung wurde Das Land unterstutzte zudem diplomatisch symbolisch und materiell die revolutionaren Bewegungen in Lateinamerika Entgegen den Erwartungen der USA erhielt Mexiko zudem auch nach der Revolution die diplomatischen Beziehungen zu Kuba aufrecht Gemeinsam mit Venezuela baute Mexiko weiterhin das lateinamerikanische Wirtschaftssystem auf das Kuba nicht aber die USA miteinbezog Mit dem Ruckbezug auf die Vereinigten Staaten in den 1980er Jahren liess aber die lateinamerikanische Integration Mexikos nach Die Idee mit Argentinien und Brasilien ein Schuldner Kartell zu bilden und somit die Schuldenkrise zu uberwinden wurde in diesem Zusammenhang verworfen 87 In den 1990er Jahren schloss Mexiko zwar mit Chile Kolumbien Bolivien Nicaragua und Venezuela Freihandelsabkommen der Fokus der mexikanischen Aussenpolitik wurde jedoch nicht wieder verstarkt auf Lateinamerika gelegt Dennoch kam es zu einzelnen verstarkten Kooperationen So wurde der Plan Puebla Panama ausgerufen und die Entwicklung der amerikanischen Freihandelszone forciert wobei ersterer zeitweise nicht weiter verfolgt wurde und letztere bis heute nicht zustande gekommen ist Zudem begann Mexiko damit verstarkt Kritik an der Menschenrechtslage auf Kuba zu uben so dass trotz Annaherung an Argentinien Brasilien und Uruguay keine Ruckbesinnung auf die Lateinamerikapolitik der 1960er und 1970er Jahre gab 87 Mexiko war 1975 das dritte lateinamerikanische Land nach Uruguay und Brasilien das ein Wirtschafts und Handelsabkommen mit der Europaischen Gemeinschaft abschloss In den 1980er Jahren folgten weitere Abkommen und Vertrage die die Zusammenarbeit etwa bei wissenschaftlichen und sozialpolitischen Fragen sowie bei der Drogenbekampfung Tourismusforderung Kulturpolitik und Umweltpolitik forderten Die Bedeutung Europas fur Prasident Fox wurde auch an der Zahl seiner 16 Auslandsreisen in diese Region deutlich Auch wurden die europaisch mexikanischen Beziehungen in seiner Amtszeit zunehmend institutionalisiert Dennoch erfullte Europa fur Mexiko nicht die in es gesetzten Erwartungen womit in der Aussenpolitik zunehmend Asien und dabei vor allem die Volksrepublik China an Bedeutung gewannen 87 Militar Bearbeiten F 5 Jagdflugzeug der Luftwaffe Hauptartikel Mexikanische Streitkrafte Das mexikanische Militar untersteht dem Secretaria de la Defensa Nacional SEDENA das 1884 als Kriegs und Marinesekretariat Secretaria de Guerra y Marina gegrundet wurde 1937 wurde es in Secretaria de la Defensa umbenannt Fur die Mexikanische Kriegsmarine die Armada de Mexico ist in Mexiko seither das Secretaria de Marina SEMAR zustandig Die Streitkrafte stehen in der Tradition des Mexikanischen Unabhangigkeitskrieges Sie haben den Ruf sich politisch neutral zu verhalten und weniger fur Korruption anfallig zu sein als andere staatliche Institutionen und Behorden 85 Im Gegensatz zur Situation in vielen anderen lateinamerikanischen Staaten mischte sich das mexikanische Militar nicht in okonomische und politische Transformationen ein Es agierte nie unabhangig sondern engagierte sich nur auf Anordnung des Staatsprasidenten oder der Gouverneure 88 Korvetten der Durango Klasse der Mexikanischen Marine Bis in die jungere Geschichte hinein war es nach den militarischen Auseinandersetzungen im 19 Jahrhundert vor allem infolge von Naturkatastrophen sichtbar Es kam aber auch zu weiteren Einsatzen im Innern wie bei der Niederschlagung des Eisenbahnerstreiks 1959 der Niederschlagung der Studentenproteste 1968 und der Bekampfung der Guerilla in den 1970er Jahren In den 1980er Jahren und spatestens in den 1990er Jahren kam es auch auf Druck der Vereinigten Staaten und dem steigenden Ausmass der Drogenkriminalitat zu Einsatzen gegen die Kartelle 88 Dabei stellte sich heraus dass das Militar den Drogenhandel nicht eindammen konnte sondern vermehrt fur Korruption durch die Narcos anfallig wurde Unter Prasident Calderon wird das Militar seit Anfang 2007 in dem den Drogenkartellen erklarten Krieg zur Bekampfung der Drogenmafia verstarkt eingesetzt Im Zuge der Kooperation bei der Drogenbekampfung gelang es den Vereinigten Staaten ihren Einfluss auf das mexikanische Militar auszudehnen So wurde Mexiko Teil des United States Northern Command und ist damit seit Oktober 2002 in das Area of responsibility der Vereinigten Staaten einbezogen 89 Die neue Einsatzsituation fuhrte zu Veranderungen des mexikanischen Militars Es verliert immer weiter den Ruckbezug auf die mexikanische Revolution nimmt immer mehr polizeiliche Aufgaben wahr verstrickt sich zunehmend in Menschenrechtsverletzungen und ordnet sich immer weiter Sicherheitsinteressen der USA unter Zum Teil durchlaufen mexikanische Soldaten auch die US amerikanische Ausbildung 89 Die mexikanischen Streitkrafte sind in die Armee zu der auch die Luftwaffe gehort und die Marine untergliedert In Mexiko besteht Wehrpflicht Servicio Militar Nacional Alle mannlichen Einwohner uber 18 werden zum Militardienst verpflichtet der zwolf Monate dauert Mit 16 kann der Dienst freiwillig angetreten werden auch Frauen konnen freiwillig dienen 90 Die Armee besteht aus 192 000 Soldaten von denen 130 000 zum Heer 37 000 zur Marine und 8000 zur Luftwaffe gehoren Hinzu kommen 300 000 Reservisten und 25 000 Angehorige paramilitarischer Einheiten Mexiko gab 2017 knapp 0 5 Prozent seiner Wirtschaftsleistung oder 5 8 Mrd US Dollar fur seine Streitkrafte aus 91 Rechtssystem Bearbeiten Zentrale der Generalstaatsanwaltschaft an der Paseo de la Reforma Das Rechtssystem Mexikos leidet unter Vertrauensverlust der Bevolkerung und strukturellen Defiziten Das mexikanische Rechtssystem war in das Herrschaftssystem der PRI eingebunden und wurde damit eher nicht als gesellschaftliche Regelinstanz wahrgenommen sondern als Anrufungs und Mobilisierungsinstanz verstanden 92 Dies fuhrt dazu dass das System Legitimationsprobleme hat 72 Prozent der Mexikaner halten es nicht fur zwingend geboten sich an die Gesetze zu halten 71 Prozent sehen die Menschenrechte in ihrem Land nicht als gesichert an und 20 Prozent befurworten Selbstjustiz 92 Dies hangt auch damit zusammen dass das mexikanische Rechtssystem als ein Projekt der Elite konstituiert wurde und damit von Beginn an nicht mit der Lebensrealitat der Bevolkerungsmehrheit ubereinstimmte Hinzu kommt etwa die Verwicklung der Polizei in den Drogenhandel und die organisierte Kriminalitat und ihre Anfalligkeit fur Korruption Zudem akzeptiert sie in hohem Masse Gewaltanwendung ausserhalb des gesetzlichen Rahmens und personliche Bereicherung 92 Fur die innere Sicherheit ist in Mexiko das Secretaria de Seguridad Publica zustandig andere Aufgaben eines normalen Innenministeriums werden hingegen vom Secretaria de Gobernacion wahrgenommen Auf den Ebenen des Bundes der Bundesstaaten und der Stadte und Gemeinden gab es Stand 2009 uber 1661 Polizeibehorden mit ca 350 000 Mitgliedern Die so zwischen den vielen Polizeiorganisationen verteilten und uberlappenden Verantwortungsbereiche eine unzureichende Koordinierung und eine schlechte Bezahlung begunstigen die oben genannten Missstande 93 Lediglich auf der Ebene des Bundes wurde mit der Schaffung der Policia Federal eine Zusammenfassung der verschiedenen Polizeien betrieben Die Procuraduria General de la Republica ist fur die Strafverfolgung auf Bundesebene zustandig sowie fur die Uberwachung und Reform des Justizwesens und der Verfassung Ihr steht der Generalstaatsanwalt vor der direkt vom Staatsprasidenten ernannt wird und damit in einem direkten Abhangigkeitsverhaltnis zur Exekutive steht Dem Secretaria de Gobernacion ist das Centro de Investigacion y Seguridad Nacional CISEN unterstellt Er ist der Nachrichtendienst Mexikos und war in seiner Geschichte immer mehr nach innen gerichtet denn auf aussere Gegner Er beobachtete etwa Oppositionelle und Andersdenkende in den Jahren nach der Revolution und der Zeit der Alleinherrschaft der PRI Wirtschaft Bearbeiten Ofen einer Tequila Destillerie Mexiko ist der zweitgrosste Stahlproduzent Lateinamerikas mit rund einem Viertel der Gesamtproduktion Mexiko hatte 2020 ein Bruttoinlandsprodukt von 1 1 Billionen USD 2 4 Billionen USD nach Kaufkraftparitat Dies war das 15 hochste der Welt und das zweithochste in Lateinamerika Das Bruttoinlandsprodukt pro Kopf lag auf einem vergleichbaren Level mit anderen Schwellenlandern wie Brasilien Volksrepublik China oder der Turkei 94 Mexiko belegt momentan Rang 12 der Export Weltrangliste die meisten Exporte gehen in die USA Mexikos Konjunktur ist deshalb stark von den USA abhangig Im Global Competitiveness Index der die Wettbewerbsfahigkeit eines Landes misst belegt Mexiko Platz 51 von 137 Landern Stand 2017 2018 95 Korruption ist ein grosses Problem in der mexikanischen Wirtschaft Das Bruttoinlandsprodukt im Jahr 2016 96 teilt sich auf in Landwirtschaft 3 7 Prozent des BIP werden erwirtschaftet durch 13 4 Prozent der Beschaftigten Industrie 33 1 Prozent des BIP werden erwirtschaftet durch 24 1 Prozent der Beschaftigten Dienstleistung 63 2 Prozent des BIP werden erwirtschaftet durch 62 5 Prozent der Beschaftigten Mexikos Wirtschaft wurde seit den 1990er Jahren stark dereguliert und privatisiert Die Dominanz privater Firmen wachst standig und die Privatisierung von Eisenbahn See und Flughafen geht ihrem Ende entgegen ebenso wie die weitere Privatisierung der Banken Die Liberalisierung des Energiesektors schreitet weiter voran In den Bereichen Telekommunikation und Petrochemie stehen noch Reformen aus Die Maquiladora Industrie verstarkte ihre Position in der mexikanischen Wirtschaft und dominiert vor allem den Textilsektor Aufgrund der fortschreitenden Industrialisierung gunstigen Demografie steigendem Binnenkonsum und Nahe zum US Markt verfugt Mexikos Wirtschaft uber betrachtliches Potenzial Es existiert ein Nord Sud Gefalle in Mexikos Nordliche Bundesstaaten die Nahe an den USA liegen wie Nuevo Leon oder Sonora sind reicher und starker industrialisiert als sudliche Bundesstaaten wie Chiapas Guerrero oder Oaxaca die zu den armsten Regionen Mexikos zahlen Wichtigstes Wirtschaftszentrum ist allerdings mit Abstand die zentrale Region rund um die Hauptstadt Mexiko Stadt 97 Mexikaner die im Ausland leben uberwiesen 2016 uber 26 Milliarden US in ihr Heimatland zuruck Der grosste Teil dieser Uberweisungen stammt aus den Vereinigten Staaten Ruckuberweisungen sind damit ein wichtiger Wirtschaftsfaktor und macht 2 7 der Wirtschaftsleistung aus 98 Die Arbeitslosenquote war Jahr 2017 mit 3 9 relativ niedrig Allerdings ist eine hohe Anzahl der Arbeitskrafte unterbeschaftigt Schatzungen gehen von einer Unterbeschaftigungsrate von uber 20 aus 99 Siehe auch Liste der grossten Unternehmen in Mexiko Landwirtschaft Herstellung von Mais Weizen Sojabohnen Reis Bohnen Wolle Kaffee Fruchte Tomaten Rindfleisch Geflugel Milchprodukte Holzprodukte Industrie Herstellung Gewinnung von Nahrung und Getranken Wein Tequila Tabak Chemikalien Eisen und Stahl Erdol Baustoffe mineralische Rohstoffe Textilien Kleidung Kraftfahrzeuge Verbrauchsguter TourismusExporte Produzierte Waren Olprodukte Silber Fruchte Gemuse Avocado Kaffee Wolle Alkohol TabakExporte nach USA 81 Kanada 2 8 Volksrepublik China 1 4 2016 373 9 Milliarden fob 2016 Importe Metallverarbeitende Maschinen Fabriken Teile zur Stahlverarbeitung Maschinen fur die Landwirtschaft elektrische Ausrustung Autoteile Maschinen Flugzeuge und FlugzeugteileImporte aus USA 46 5 Volksrepublik China 18 8 Japan 4 6 2016 387 1 Milliarden fob 2016 Quellen CIA World Factbook 100 Landerinformationen des Auswartigen Amtes zu Mexiko 101 Energiewirtschaft Bearbeiten Erdolbohrplattform vor Campeche Windkraftanlage La Venta in Oaxaca Mexiko El Cajon Talsperre wurde von 2003 bis 2007 am Rio Grande de Santiago im Bundesstaat Nayarit fur 800 Millionen US Dollar gebaut Mexikos Energieerzeugung ist heute noch bis zu 70 Prozent vom Rohol abhangig Schatzungen gehen bis 2020 von einer Steigerung des Stromverbrauchs von jahrlich 3 2 bis 5 6 Prozent aus In Mexiko liegt die Abdeckung der Stromversorgung bei 97 2006 102 In den Stadtgebieten bei fast 100 und im landlichen Raum bei ungefahr 95 103 Die installierte Kapazitat zur Stromerzeugung betragt 58 GW 2008 75 3 Prozent der installierten Kapazitat sind thermisch 19 0 Wasserkraft 2 4 Kernenergie und 3 3 Erneuerbare Energie ausg Wasserkraft 104 2007 hat Mexiko 1 3 TWh Strom in die USA exportiert und 0 6 TWh aus den USA importiert 105 2009 betrug die Bruttostromerzeugung 233 4 TWh 104 Warmekraftwerke 41 18 privatwirtschaftliche Stromerzeugung 32 76 Wasserkraft 11 33 Kohlekraftwerke 7 23 Kernenergie 4 50 Geothermie 2 89 Windkraft 0 11 Der grosste Lieferant von Ausrustungen zur Energieerzeugung in Mexiko ist nach eigenen Firmenaussagen Siemens 106 Mexiko hat ein hohes Potenzial fur die Nutzung erneuerbarer Energien speziell Windkraft und Solarenergie 107 Zwischen 2006 und 2015 will Mexiko zusatzliche 14 8 GW Strom durch Erneuerbare Energiesysteme erzeugen Der grosste Stausee in Mexiko der Manuel M Torres Staudamm in Chiapas staut den Rio Grijalva und ist mit einer Leistung von 2400 MW der viertproduktivste der Welt Auch die Produktionsausweitung von Bioethanol als Treibstoff fur Autos ist eine Option wobei zu berucksichtigen ist dass bereits heute nicht genugend Mais aus heimischer Produktion fur die Ernahrung der Bevolkerung zur Verfugung steht Als Rohstoff fur die Bioethanolherstellung wird daher Melasse aus der Zuckerindustrie bevorzugt Das Produktionspotenzial wird auf 56 Millionen Liter pro Jahr geschatzt der zukunftige Verbrauch auf 164 Millionen Liter 108 Das staatliche Monopolunternehmen Comision Federal de Electricidad CFE ist fur die Erzeugung und die Verteilung der elektrischen Energie zustandig Bodenschatze Bearbeiten PEMEX Tankstelle die Erdolgesellschaft Mexikos Der Erdolsektor nimmt eine zentrale Rolle fur die mexikanische Wirtschaft ein Die Einnahmen aus dem Erdolexport belaufen sich auf 10 der mexikanischen Exporterlose 109 Mexiko ist der sechstgrosste Produzent von Erdol weltweit mit 3 7 Million Barrels pro Tag und die zehntgrosste Ol Exportnation 2007 Nach den USA rangiert Mexiko in der westlichen Hemisphare auf Rang 2 knapp vor Kanada Das staatliche Erdolunternehmen PEMEX ist das grosste mexikanische Unternehmen und das grosste Unternehmen in Lateinamerika mit knapp 140 000 Mitarbeitern und einem Umsatz von knapp 100 Milliarden US 2006 Siehe auch Erdolwirtschaft in Mexiko Industrie Bearbeiten Zementfabrik Cemex Monterrey Mexiko New Beetle Cabrio wird seit 2003 in Puebla gebaut Die Automobilindustrie OEM und Zulieferindustrie in Mexiko tragt mit 3 zum gesamt BIP mit 17 3 zur produzierenden Industrie und mit 21 4 zu den Exporten bei und beschaftigt 13 der Arbeiter in Mexiko davon sind 84 in der Zulieferindustrie und 16 in der Kfz Herstellung tatig 110 Sie stellt heute 2012 die grosste Branche dar und beschaftigt rund eine Million Menschen Zahlreiche Freihandelsabkommen mit 43 Landern ermoglichen hohe Exportquoten 111 Der Anteil der fur den Export produzierten Fahrzeuge stieg im Zeitraum von 1990 bis 2016 von 34 Prozent auf 82 Prozent Bis 2016 erreichte die Produktion 3 3 Millionen Einheiten was dem siebent grossten Produzenten weltweit entsprach 112 Das Unternehmen Ford investiert 2 Milliarden US um das Modell Ford Fiesta in Mexiko zu produzieren Hierdurch werden ca 30 000 Arbeitsplatze bei Zulieferern und bei Ford selbst geschaffen 113 Viele der in Mexiko produzierten Fahrzeuge werden in die USA und nach Kanada verkauft So errichtete Toyota ein Werk ab 2004 direkt an der Grenze zu den USA 114 in dem 50 000 Pick ups pro Jahr produziert werden 115 General Motors de Mexico S de R L de C V ist mit einem Umsatz von 11 8 Milliarden US der grosste Automobilhersteller in Mexiko und das neuntgrosste Unternehmen des Landes General Motors ist seit 1935 in Mexiko aktiv und besitzt heute Fabriken in Toluca Silao Guanajuato Ramos Arizpe Coahuila und in Mexiko Stadt GM montiert in Mexiko verschiedene Modelle fur den einheimischen Markt und fur den Export weltweit GM Mexiko verkauft in Mexiko die Marken Chevrolet Pontiac Cadillac Saab und Fiat 116 Nissan Mexicana S A de C V produziert seit 1966 Fahrzeuge und Fahrzeugteile in Mexiko und importiert Nissan Fahrzeuge aus anderen Landern z B aus Brasilien fur den mexikanischen Markt Die Firma wurde 1961 gegrundet die Hauptverwaltung ca 450 Mitarbeiter 117 ist in Mexiko Stadt 118 Mit 9000 Mitarbeitern rangierte das Unternehmen 2006 an Platz 16 der grossten Unternehmen Mexikos Die Ausbringung betrug 2007 496 000 Fahrzeuge 214 000 Fahrzeuge wurden in Mexiko verkauft Marktanteil 19 5 119 Volkswagen de Mexico betreibt seit 1964 ein Fertigungswerk in Puebla in dem ca 15 000 Mitarbeiter beschaftigt werden Ungefahr 80 der dort im Jahr 2008 produzierten 450 000 Fahrzeuge werden exportiert 120 Planziel fur 2012 sind 600 000 Fahrzeuge 111 In dem Werk wurde noch bis 2003 der VW Kafer gebaut Das 1906 gegrundete Unternehmen Cemex ist ein global operierender Baustoffhersteller vor allem von Transportbeton und einer der grossten Zementhersteller der Welt Jahresumsatz ca 13 Milliarden US Dollar Stand Ende 2017 Neben den beiden Hauptgeschaftsbereichen Zement und Beton betreibt die Cemex weltweit noch fast 400 Abbaustatten von mineralischen Rohstoffen wie Sand Kies und Bruchstein Des Weiteren werden Zementklinker und Betonfertigteile produziert Die monopolahnliche Stellung des Unternehmens fuhrte zu einem Zementpreis der doppelt so hoch wie in den USA ist 111 Landwirtschaft Bearbeiten Landwirtschaftliche Nutzung Mexikos Eine Frau der indigenen Tarahumara hutet Ziegen im nordwestlichen Mexiko Der Beitrag der Landwirtschaft zum BIP Mexikos ist in den vergangenen Jahren stetig zuruckgegangen und betragt jetzt 2006 3 9 wahrend der Beitrag 1980 noch 7 betrug 121 und 25 im Jahr 1970 122 Trotzdem sind noch 18 der Beschaftigten in der Landwirtschaft tatig 2003 von denen viele im Rahmen der Subsistenzwirtschaft Nahrungsmittel fur den eigenen Bedarf produzieren Im Norden Mexikos hat sich seit der Conquista mit der Einfuhrung von Schafen und Ziegen eine halbsesshafte Form der Transhumanz Fernweidewirtschaft entwickelt bei der je nach Regen und Trockenzeit zwischen den Weidegrunden auf dem Hochland und an den Hangen der Sierra gewechselt wurde Dabei legen die Hirten oft Hunderte von Kilometern durch zum Teil kaum zugangliches Gelande zuruck 123 Landwirtschaftliche Produkte Obwohl Mais das typische Grundnahrungsmittel in Mexiko ist liegt der Schwerpunkt der Landwirtschaft in Mexiko im Gartenbau Sudfruchte und Gemuse Im Zuge der Realisierung des Freihandelsabkommens NAFTA wurde allgemein erwartet dass sich viele der mexikanischen Maisanbauer arbeitsintensiveren Produkten zuwenden wurden z B Obst Nusse Gemuse Kaffee und Zuckerrohr 124 Allerdings wurde Mexiko mit hochsubventionierten US amerikanischen Landwirtschaftsprodukten und Fleisch uberschwemmt dessen Preis 20 Prozent unter den Produktionskosten liegt wahrend in Mexiko Subventionen gestrichen wurden War Mexiko zu Beginn der 1990er Jahre noch weitestgehend ein Selbstversorger mit Mais so mussten viele kleinbauerliche Betriebe aufgeben und die Agrarimporte stiegen 125 Die vielen Landlosen konnten nicht in den neu entstandenen Zulieferindustrien absorbiert werden Mexiko muss heute 60 Prozent seines Weizen und 70 Prozent seines Reisbedarfs importieren 126 Auf circa 160 000 kleinen und mittelgrossen Farmen wird Zuckerrohr in 15 Staaten Mexikos angebaut Die Anbauflache betragt ca 700 000 ha mit einem Zuckerrohrertrag von etwa 72 t ha 127 Zurzeit sind 57 Zuckerfabriken in Betrieb Die mexikanische Zuckerindustrie ist gekennzeichnet durch hohe Produktionskosten und einen Ruckstand bei den Investitionen Die Zuckerproduktion Mexikos ist grosser als der Inlandsverbrauch 128 2005 stand Mexiko mit einer Produktion von 45 127 000 t an Platz 6 der wichtigsten Zuckerrohr produzierenden Lander 129 Tourismus Bearbeiten Der Tourismus ist von steigender Bedeutung fur Mexikos Wirtschaft 2016 wurde das Land von uber 35 Millionen Touristen besucht Die Tourismuseinnahmen beliefen sich im selben Jahr auf 39 7 Mrd US Dollar Haufig besuchte Touristenziele im Land sind die Statten von Chichen Itza die Altstadt von Mexiko Stadt und die extra fur den Tourismus errichtete Stadt Cancun Das Land besitzt insgesamt 35 UNESCO Welterbestatten womit es weltweit den 7 Rang einnimmt Die grosste Gruppe an auslandischen Touristen kommt aus den benachbarten Vereinigten Staaten 130 Aussenhandel Bearbeiten Mexikanische Bundesstaaten nach BIP pro Kopf in US Dollar 2012 Mittlerweile hat Mexiko 32 Freihandelsabkommen mit uber 40 Landern unterzeichnet unter anderem mit der EU seit 2000 Japan Guatemala Honduras und El Salvador Seit dem 1 Januar 1994 ist Mexiko Mitglied des Nordamerikanischen Freihandelsabkommens NAFTA In den ersten Jahren nach dessen Inkrafttreten hatte sich die wirtschaftliche Situation des Landes nur unwesentlich verbessert Seit Beginn des Freihandels sind die Ausfuhren bis heute um das Dreifache gestiegen und mittlerweile entfallen 90 Prozent der mexikanischen Exporte auf Freihandelsabkommen Allein die USA nehmen 80 Prozent der Exporte Mexikos ab 80 Prozent der Exporte entfallen auf Industrieerzeugnisse 15 6 Prozent auf Rohol und Raffinerieprodukte sowie 3 Prozent auf landwirtschaftliche Erzeugnisse 131 Der hochste Zuwachs wird bei den Erdolausfuhren verzeichnet Bedingt durch die stark gestiegenen Olpreise konnte ein Wachstum von 27 3 Prozent verzeichnet werden Jedoch gelang es in den vergangenen Jahren den Export zu diversifizieren So haben die Automobilindustrie Elektronik der Tourismus und die Maquila Fabriken in zollfreien Zonen an Bedeutung zugenommen 132 Wirtschaftskennzahlen Bearbeiten Die wichtigen Wirtschaftskennzahlen Bruttoinlandsprodukt Inflation Haushaltssaldo und Aussenhandel entwickelten sich in den letzten Jahren folgendermassen Veranderung des Bruttoinlandsprodukts BIP realin gegenuber dem VorjahrJahr 2008 2009 2010 2011 2012 2013 2014 2015 2016 2017Veranderung in gg Vj 1 4 5 8 5 1 4 0 4 0 1 4 2 8 3 3 2 9 2 0Quelle Weltbank 133 Entwicklung des BIP nominal absolut in Mrd US je Einwohner in Tsd US Jahr 2015 2016 2017 Jahr 2016 2016 2017BIP in Mrd US 1 170 1 077 1 150 BIP je Einw in Tsd US 9 3 8 4 8 9Quelle Weltbank 134 Entwicklung der Inflationsrate Entwicklung des Haushaltssaldosin gegenuber dem Vorjahr in des BIP minus bedeutet Defizit im Staatshaushalt Jahr 2015 2016 2017 2018 Jahr 2016 2017 2018Inflationsrate 2 6 2 8 4 8 3 2 Haushaltssaldo 2 9 2 9 2 5Quelle GTAI 135 geschatztHaupthandelspartner 2016 Ausfuhr in nach Einfuhr in vonVereinigte Staaten Vereinigte Staaten 81 0 Vereinigte Staaten Vereinigte Staaten 46 5Kanada Kanada 2 8 China Volksrepublik Volksrepublik China 18 8China Volksrepublik Volksrepublik China 1 4 Japan Japan 4 6Deutschland Deutschland 1 1 Deutschland Deutschland 3 6Japan Japan 1 0 Korea Sud Sudkorea 3 5Spanien Spanien 0 9 Kanada Kanada 2 5Quelle GTAI 135 Hauptprodukte des Aussenhandels 2016 Ausfuhrguter Anteil in Einfuhrguter Anteil in Elektronik 16 1 Kfz und teile 23 5Maschinen 13 9 Elektronik 16 5Kfz und teile 9 6 Maschinen 10 4Elektrotechnik 8 9 Elektrotechnik 10 2Nahrungsmittel 4 8 Nahrungsmittel 6 3Sonstige 46 7 Sonstige 33 1Quelle bfai 136 Entwicklung des Aussenhandelsin Mrd US und seine Veranderung gegenuber dem Vorjahr in 2014 2015 2016Mrd US gg Vj Mrd US gg Vj Mrd US 1 Hj gg Vj Einfuhr 400 0 4 9 395 2 1 2 387 1 2 1Ausfuhr 396 9 4 5 380 6 4 1 373 9 1 8Saldo 3 1 14 6 13 2Quelle GTAI 135 Staatshaushalt Bearbeiten Der Staatshaushalt umfasste 2016 Ausgaben von umgerechnet 255 9 Mrd US Dollar dem standen Einnahmen von umgerechnet 224 3 Mrd US Dollar gegenuber Daraus ergibt sich ein Haushaltsdefizit in Hohe von 3 0 des BIP 137 Die Staatsverschuldung betrug 2016 607 Mrd US Dollar oder 58 1 des BIP 137 138 Von der amerikanischen Ratingagentur Standard amp Poor s werden die Staatsanleihen des Landes mit der Note BBB bewertet Stand November 2018 Das Land gilt damit als Schuldner mittlerer Gute 139 2006 betrug der Anteil der Staatsausgaben in des BIP folgender Bereiche Gesundheit 140 6 6 Bildung 137 5 2 2015 Militar 137 0 5 Verkehrswesen BearbeitenIm Logistics Performance Index der von der Weltbank erstellt wird und die Qualitat der Infrastruktur misst belegte Mexiko 2018 den 51 Platz unter 160 Landern Von allen Landern in Lateinamerika belegt Mexiko damit den dritten Platz hinter Chile und Panama 141 Strassenverkehr Bearbeiten Der Hauptpersonen und Guterverkehr in Mexiko findet im Strassen und Autobahnnetz statt 2012 hatte das Strassensystem des Landes eine Lange von 377 660 km Im selben Jahr betrug die Lange des Autobahnnetz 7176 km Bei der Verkehrssicherheit liegt das Land im weltweiten Mittelfeld 2013 kamen in Mexiko insgesamt 6 1 Verkehrstote auf 100 000 Einwohner Zum Vergleich In Deutschland waren es im selben Jahr 4 3 Tote Insgesamt kamen damit 15 000 Personen im Strassenverkehr ums Leben Das Land hat eine im weltweiten Vergleich relativ fortgeschrittene Motorisierungsrate 2010 kamen im Land 275 Kraftfahrzeuge auf 1000 Einwohner 142 Schienenverkehr Bearbeiten Hauptartikel Schienenverkehr in Mexiko Luftverkehr Bearbeiten Luftbild des Internationalen Flughafens der Stadt Mexiko Aeromexico Boeing 737 752 bei der Landung Mexiko hat ein flachendeckendes Netz von modernen Flughafen im Land 143 Das System gilt als sicher 143 und zuverlassig Die Flughafen Infrastruktur gilt als fortgeschrittenste in Lateinamerika 144 Jede Metropolregion mit uber 500 000 Einwohnern hat einen internationalen Flughafen In Mexiko gibt es 1834 Flugplatze die drittgrosste Anzahl aller Staaten weltweit 145 Die sieben grossten Flughafen des Landes bedienen 90 des Verkehrsaufkommens Reihenfolge nach Flugverkehr 144 Internationaler Flughafen der Stadt Mexiko Benito Juarez Internationaler Flughafen von Cancun Internationaler Flughafen Don Miguel Hidalgo und Costilla Guadalajara Internationaler Flughafen General Mariano Escobedo Monterrey Internationaler Flughafen General Abelardo L Rodriguez Tijuana Internationaler Flughafen General Juan N Alvarez Acapulco Internationaler Flughafen General Heriberto Jara Corona Veracruz Internationaler Flughafen Licenciado Gustavo Diaz Ordaz Puerto Vallarta Alle Flughafen sind in Privatbesitz mit Ausnahme des Internationalen Flughafens der Stadt Mexiko Dieser Flughafen ist der grosste in Lateinamerika weltweit Platz 44 146 dabei befordert er ungefahr 26 Millionen Passagiere jahrlich 147 In Mexiko gibt es mehr als 70 Fluglinien 148 148 Die grosste Fluggesellschaft ist Aeromexico Kleinere Fluggesellschaften sind Aeromexico Connect Aeromexicos regionale Tochtergesellschaft Volaris Interjet Aeromar Viva Aerobus Magnicharters und Republicair Einige ehemals bekannte Fluggesellschaften haben in den letzten Jahren ihren Betrieb eingestellt Aviacsa 2009 Mexicana de Aviacion samt Tochtergesellschaft Click Mexicana 2010 Mexiko und die USA haben vor kurzem eine Vereinbarung der open skies getroffen Diese erlaubt jetzt auch low cost Fluggesellschaften point to point Verbindungen Direktfluge zwischen mexikanischen und US amerikanischen Stadten herzustellen 143 Diese Vorgehensweise soll den Luftverkehr in Nordamerika durch Direktverbindungen kleiner Stadte und Umgehung der Luftfahrtdrehkreuze dezentralisieren Schifffahrt Bearbeiten Mexiko hat 67 Seehafen und zehn Binnenhafen Kultur BearbeitenKunst Bearbeiten Die Kunst in Mexiko ist gepragt vom Ruckgriff auf prakolumbianische Traditionen und den Einfluss der spanischen Eroberer Obwohl die Spanier gewaltsam mit hohen Reprasentanten der indianischen Macht brachen blieb ein starker Bezug auf die vorkoloniale Kunst vorhanden Daruber hinaus fanden in Mexiko Stadt unter der Regierung des Vizekonigs Maskenumzuge statt die die Erinnerung an die aztekische Dynastie aufrechterhalten sollte 149 Die traditionellen Kunstformen wurden dabei auch mit neuen Motiven verknupft So entstanden etwa Federbilder mit Marien Darstellungen die auf den von den Spaniern eingefuhrten christlichen Glauben Bezug nahmen 150 Die gesamte Federkunst die zuvor nur dem Adel zustand erlebte eine Umdeutung in das Christliche und wurde etwa fur Bischofskappen und Altardecken verwandt wobei aber traditionelle aztekische Farbbedeutungen beibehalten wurden Bis in das 19 Jahrhundert hinein war Patzcuaro ein Zentrum der Federverarbeitung mit bedeutenden kunsthandwerklichen Einrichtungen Ein weiteres Feld der Bilddarstellung mit traditionellen Grundlagen waren Karten und genealogische Darstellungen Dabei zeigten sich in den Karten etwa Verbindungen der aus Europa stammenden Form der Kartografie mit mexikanischen Glyphen 151 Wahrend des 19 Jahrhunderts reisten europaische Kunstler nach Mexiko und stellten das Land in seiner Vielfalt kunstlerisch dar Der bedeutendste von ihnen war wohl Johann Moritz Rugendas der Landschaften Genreszenen und Studien der Natur und der Bevolkerung anfertigte 152 Eine Blute erlebte die mexikanische Kunst in der Zeit infolge der mexikanischen Revolution Kunstler wie David Alfaro Siqueiros Jose Clemente Orozco und Juan O Gorman beschaftigten sich in ihrem Werk mit der Revolution und sozialen Fragen sowie der mexikanischen Geschichte bis hinein in die prakolumbianische Zeit Die beruhmtesten mexikanischen Kunstler sind bis heute Diego Rivera und Frida Kahlo Diego Rivera begrundete zusammen mit anderen den Muralismus die Kunstform monumentaler offentlich Wandgemalde die in Mexiko weite Verbreitung fand und heute an vielen offentlichen Gebauden und auch in anderen Staaten Lateinamerikas und in den USA zu sehen ist Bedeutende Murales von Rivera finden sich etwa im Palacio National und zeigen Ereignisse der mexikanischen Geschichte Die zeitgenossische Kunst in Mexiko setzt sich vor allem mit gesellschaftlichen Themen wie Gewalt und Kriminalitat auseinander Beispielhafte Vertreter sind Teresa Margolles Daniel Guzman und Eduardo Abaroa Mariendarstellung als Federbild Juan Baptista Cuiris 1550 1580 Die neue Demokratie Murales von David Alfaro Siqueiros im Palacio de Bellas Artes Mexiko Stadt Murales zur Geschichte Mexikos von Diego Rivera im Palacio National Mexiko Stadt Architektur Bearbeiten Der weltweit bekannteste mexikanische Architekt der Moderne ist Luis Barragan Literatur Bearbeiten Hauptartikel Mexikanische Literatur Musik Bearbeiten Populare Musik in Mexiko besteht aus einer breiten Palette von musikalischen Stilen und Genres Sie hat ihren Ursprung in der prakolumbianischen 153 und europaischen vorwiegend spanischen Kultur 154 Wichtigste Stilrichtungen sind der mexikanische Son und der Corrido die bereits im 18 Jahrhundert gespielt wurden Elemente des Corrido finden sich auch im Narcocorrido der seit Anfang des 21 Jahrhunderts die typische mexikanische Volksmusik verkorpert Der Ranchera entstand in der Zeit der mexikanischen Revolution zu Anfang des 20 Jahrhunderts und fand seine Auspragung als Nortena im Norden Mexikos In den 1920er Jahren wurden die ursprunglich aus Kuba stammenden Tanzstile Bolero und Danzon zu eigenstandigen Formen weiterentwickelt Agustin Lara ein Schopfer des mexikanischen Bolero komponierte auch den Soundtrack zum ersten mexikanischen Tonfilm Santa von 1932 Weltweit bekannte Volkslieder sind Besame mucho Bolero Cielito lindo Ranchera El Rey Ranchera Granada Bolero La Bamba Volkslied La Cucaracha Corrido Las mananitas Volkslied Mexico Lindo y Querido Ranchera Solamente una vez Bolero Somos Novios Bolero Eine Musikgruppe welche die verschiedensten Stile der traditionellen Musik spielt wird als Mariachi bezeichnet Die Mariachi Musik wurde 2011 von der UNESCO in die Reprasentative Liste des immateriellen Kulturerbes der Menschheit aufgenommen Urvater der mexikanischen Rockmusik rock nacional ist Carlos Santana der in den 1960er Jahren den Latin Rock kreierte Weitere bekannte Popmusiker aus Mexiko sind Mana Luis Miguel Alejandro Fernandez Thalia Marco Antonio Solis Pepe Aguilar Paulina Rubio Angelica Maria Alejandra Guzman Gloria Trevi und Cristian Castro Im Bereich klassische Musik wurde die erste mexikanische Oper La Partenope komponiert von Manuel de Sumaya 1711 uraufgefuhrt Im 19 Jahrhundert war der Walzer popular und mexikanische Komponisten Ernesto Elorduy Juventino Rosas Felipe Villanueva schufen eine eigenstandige mexikanische Form Das mexikanische Symphonieorchester Orquesta Sinfonica Mexicana wurde 1928 von Carlos Chavez gegrundet Zu den international anerkanntesten Tenoren der Gegenwart gehort der in Mexiko geborene Rolando Villazon Film Bearbeiten Hauptartikel Mexikanischer Film Die Geschichte des Films in Mexiko begann im Januar 1895 mit dem Kinetoskop und im August 1896 mit dem Cinematographe In der Folge entwickelte sich eine eigene mexikanische Stummfilmproduktion Die meisten dieser Filme sind jedoch verschollen beziehungsweise haben sich nicht erhalten Infolge des Wandels zum Tonfilm wuchs die Filmindustrie und nahm an Bedeutung zu Dabei gab es erstmals international bekannte Stars wie die Schauspielerin Dolores del Rio die auch in den Vereinigten Staaten von Amerika drehte Nach dem Ende des Zweiten Weltkriegs bis in den Anfang der 1950er Jahre erlebte der mexikanische Film sein Goldenes Zeitalter Es drehte unter anderem Luis Bunuel in dieser Zeit Filme die international erfolgreich waren sowohl beim Publikum als auch auf Festivals Ein Beispiel dafur ist etwa Bunuels Film Die Vergessenen Los Olvidados aus dem Jahr 1950 Ahnliche Erfolge gelangen auch anderen Regisseuren und auch Schauspieler konnten internationalen Ruhm erlangen Mit dem Ende dieser Ara begann ein langer Zeitraum in dem eher billige Produktionen mit thematischen Fokus auf Action Gewalt und Erotik dominierten und internationale Erfolge ausblieben Dies veranderte sich erst mit dem Ende der 1980er und dem Beginn der 1990er Jahre Es kam ein neuer mexikanischer Film auf der mit qualitativ hochwertigen Filmen wie etwa Bittersusse Schokolade Como aguapara chocolate aus dem Jahr 1992 der in den USA einer der erfolgreichsten auslandischen Filme des Jahres war wieder an erfolgreichere Zeiten anknupfen konnte Der Trend zu hochwertigen mexikanischen Filmen die international Interesse auf sich ziehen konnten setzte sich fort Nach der Jahrtausendwende konnten etwa Amores Perros und Y Tu Mama Tambien Lust for Life Y Tu Mama Tambien internationale Preise und ebenso fremdsprachiges Publikum fur sich gewinnen Zudem etablierten sich auch mexikanische Filmschaffende international So konnte etwa Guillermo del Toro auch in Hollywood als Regisseur Fuss fassen Bekannte mexikanische Schauspieler Ramon Novarro Dolores del Rio Gael Garcia Bernal Salma Hayek Bekannte mexikanische Regisseure Luis Bunuel Arturo Ripstein Guillermo del Toro Alejandro Gonzalez Inarritu Medien Bearbeiten Die Medienlandschaft Mexikos war lange Zeit und ist bis heute politisch dominiert Zwar sind die Medien mehrheitlich privatisiert und eine direkte Zensur bestand nicht dennoch gab es keine freie Berichterstattung 155 Die politischen Eliten und Teile der Unternehmerschaft nahmen und nehmen zum Teil grossen Einfluss auf die Berichterstattung So gab es uber lange Zeit das staatliche Papiermonopol Subventionen Vermischung von Nachrichten mit Kommentaren und Werbung bestellte Berichterstattung und platzierte Informationen und Bilder Dabei wirkte auch die schlechte Bezahlung von Journalisten forderlich die etwa fur Korruption und Bezahlung von staatlichen Stellen und Unternehmen anfallig waren und sind Firmen wie PEMEX der Prasident staatliche Behorden sowie die der Lander und Gemeinden die Partido Revolucionario Institucional und ihre Unterorganisationen sowie weitere Parteien und Organisationen unterhielten und unterhalten teils lang andauernde Beziehungen zu bestimmten Journalisten die sie mit Informationen versorgten und deren Berichterstattung dementsprechend gesteuert ausfiel Noch in den 1990er und 2000er Jahren wurden die Netzwerke zwischen PRI und Journalisten dazu genutzt PAN oder PRD gefuhrte Regierungen und Gouverneure auf Landerebene zu diskreditieren 156 Es gab aber auch Journalisten die die Missstande des Systems thematisierten und etwa auf Verletzungen der Menschenrechte und Mangel des Rechtsstaats hinwiesen Diese wurden oftmals Opfer staatlicher Repression 155 In den 1990er Jahren kam es in Nachfolge der Wochenzeitschrift Proceso die von Julio Scherer Garcia herausgegeben wurde zu einem Aufschwung des investigativen Journalismus und zur Neugrundung von Printmedien in Nordmexiko und Mexiko Stadt 156 Insgesamt spielen Zeitungen in Mexiko aber nur eine untergeordnete Rolle da sie fur die Mehrheit der Menschen zu teuer sind und damit nur eine geringe Reichweite haben Von den 300 Zeitungen von denen 35 in Mexiko Stadt erscheinen ist die Reforma mit 186 000 Exemplaren die grosste gefolgt von El Universal mit 139 000 Exelsior mit 112 000 und La Jornada mit 82 000 Exemplaren 157 Das Verhaltnis von Staat und Medien ist in Mexiko nur schwach reglementiert Das Ley Federal de Radio y Television stammt aus dem Jahr 1960 als statt Gesetze eher nicht niedergeschriebene Vereinbarungen bestimmend waren Dieses Mediengesetz entspricht nicht mehr den heutigen Anforderungen ein neues Gesetz das den Medienmarkt regulieren Monopole bekampfen und den Einfluss der Werbeindustrie begrenzen wurde liegt seit 2002 dem Parlament vor wurde aber noch nicht verabschiedet 158 Die Gesetzesinitiative geht auf Forderungen aus den 1970er Jahren zuruck und soll zur Einrichtung eines unabhangigen Medienrates fuhren zur Starkung von nicht kommerziellen Kanalen bei der Vergabe von Lizenzen und zur Legalisierung freier Radiosender Trotz der Veranderungen im politischen Machtgefuge konnte das Gesetz bis jetzt nicht gegen die schweigenden Mehrheiten in der PRI und der PAN durchgesetzt werden 158 Es sind rund 2000 Lizenzen fur elektronische Medien von der mexikanischen Regierung vergeben worden 80 Prozent von ihnen werden kommerziell betrieben Es gibt eine erhebliche Konzentration im Fernsehmarkt Televisa hat einen Marktanteil von rund 50 Prozent TV Azteca rund 30 Prozent 156 Der Rest entfallt auf regionale Sender Die beiden grossen Sendergruppen entfalten ihren Einfluss uber auch international erfolgreich vermarktete Programme wie etwa Telenovelas Televisa gilt als einer der einflussreichsten Medienkonzerne der Welt In letzter Zeit investierte die Regierung verstarkt in die offentlichen Programme So wird die Reichweite der von der Universidad Nacional Autonoma de Mexico und dem Instituto Politecnico Nacional betriebenen Radio und Fernsehprogramme erweitert 159 Im Jahr 2017 sind 11 Journalisten in Mexiko getotet Laut dem Bericht von Reporter ohne Grenzen steht der Tod der Opfer in direktem Zusammenhang mit deren journalistischen Tatigkeit 160 Im Jahr 2019 nutzten 70 Prozent der Einwohner Mexikos das Internet 161 Kuche Bearbeiten Hauptartikel Mexikanische Kuche Tacos Die mexikanische Kuche zeichnet sich durch die Synthese von aztekischen und spanisch kolonialen im Suden auch Maya Traditionen aus Regional gibt es in Mexiko grosse Unterschiede zwischen Kuste und zentralem Hochland chiliverliebtem Suden und rindfleischorientiertem Norden Die wichtigste Mahlzeit am Tag ist das Mittagessen entsprechend lang ist auch die Mittagspause eines ublichen Arbeitstages Abends wird dann meist nur noch ein kleiner Imbiss verzehrt ein paar Fruchte ein Taco oder ahnliches In einem heissen tropischen Land mit grossenteils uppiger Vegetation spielen Fruchte und bestimmte Gemusesorten eine dominante Rolle Fur Mexiko typisch sind die Tortillas die zu jedem Essen dazugehoren Normalerweise sind auch Chilis oder Chilisaucen auf dem Tisch deren Scharfe hochst unterschiedlich sein kann Der scharfste Chili ist der Chile Habanero ein meist gruner etwa drei Zentimeter grosser Vertreter seiner Gattung Weitaus milder ist der Chile Jalapeno der in Scheiben geschnitten in den traditionellen Restaurants zum Essen serviert wird Eine in Mexiko ebenfalls beliebte Speise sind die sogenannten Churros Es handelt sich hierbei um langliche frittierte Teigstucke die traditionell mit Zucker oder Schokolade serviert werden Trinkwasser wird meist in Flaschen oder Kanistern verkauft da Leitungswasser haufig nicht zum Trinken geeignet ist Gerne getrunken wird die von den Spaniern eingefuhrte Horchata ein sussliches Reis Zimt Getrank das gekuhlt serviert wird Die ublichen alkoholischen Getranke sind Bier Tequila Mezcal und Pulque Das mexikanische Essen erfreut sich in den letzten Jahrzehnten wachsender Beliebtheit und einige Gerichte zahlen bereits ahnlich der Italienischen Kuche zu den international bekanntesten Sport Bearbeiten Fussballspiel im Aztekenstadion Die mexikanische Nationalsportart ist Charreria und ist vor allem im Norden des Landes verbreitet Der Sport basiert auf den Tatigkeiten des Charro und besteht aus verschiedenen Punktwettbewerben womit er dem Rodeo ahnelt Eine weitere traditionelle Sportart die von den Spaniern in Mexiko eingefuhrt wurde ist der Stierkampf Andere populare und verbreitete Sportarten in Mexiko sind Fussball Boxen Baseball und Basketball Speziell ist auch das mexikanische Show Wrestling das unter dem Namen Lucha Libre bekannt ist Der Fussball in Mexiko ist auf Vereinsebene in einem nationalen Ligasystem organisiert Die oberste Spielklasse ist die 1943 gegrundete Primera Division Zurzeit spielen in ihr 18 Mannschaften der Meister wird im Playoff System aus acht Mannschaften ermittelt Die erfolgreichste Mannschaft ist Club America aus Mexiko Stadt mit zwolf Meistertiteln gefolgt vom Deportivo Guadalajara mit elf und Deportivo Toluca mit zehn Titeln 162 Mexiko richtete die Fussball Weltmeisterschaft 1970 und die Fussball Weltmeisterschaft 1986 aus wobei beide Finalspiele im Aztekenstadion dem aktuell drittgrossten Fussballstadion der Welt stattfanden 163 Die mexikanische Fussballnationalmannschaft nahm an 15 von 20 moglichen WM Endrunden teil und gehort damit neben Argentinien und Brasilien zu den erfolgreichsten amerikanischen Nationalmannschaften Die kontinentale Meisterschaft der Fussballverbande Nord und Mittelamerikas und der Karibik konnte Mexiko bereits zehn Mal gewinnen International bekannte Fussballer aus Mexiko sind etwa Hugo Sanchez Rafael Marquez Ricardo Osorio Pavel Pardo und Javier Hernandez Chicharito Nigel Mansell gewann 1987 und 1992 den Grossen Preis von Mexiko Die Anfange des Baseball in Mexiko liegen in den 1870er Jahren Die hochste Liga ist die Liga Mexicana de Beisbol die 1925 gegrundet wurde und die hochste Klassifizierung der Major League Baseball besitzt womit sie als eine der besten Ligen weltweit gilt In ihr spielen derzeit 16 Mannschaften der Rekordmeister ist Diablos Rojos del Mexico aus Mexiko Stadt Uber 100 Spieler haben es in die amerikanisch kanadische Major League Baseball geschafft darunter Spieler wie Fernando Valenzuela Vinny Castilla und Aurelio Rodriguez Die Nationalmannschaft konnte bei vier Panamerikanischen Spielen Bronzemedaillen gewinnen Die hochste Basketball Liga in Mexiko ist die Liga Nacional de Baloncesto Profesional die im Jahr 2000 gegrundet wurde und derzeit 24 Mannschaften umfasst Boxen ist eine weitere populare und erfolgreiche Sportart da mexikanische Boxer einige Weltmeistertitel und Olympiamedaillen erkampfen konnten Zu den Boxern aus Puerto Rico besteht traditionell eine besondere Rivalitat 164 Von 1962 bis 1970 von 1986 bis 1992 und seit 2015 findet der Grosse Preis von Mexiko im Rahmen der Formel 1 statt Aufgrund ihrer Erfolge ist die Golferin Lorena Ochoa die seit 2007 die LPGA Tour anfuhrt sehr popular 165 Logo der Olympischen Sommerspiele 1968 in Mexiko Stadt Mexiko richtete die Olympischen Sommerspiele 1968 in Mexiko Stadt aus Es war bis zum Jahr 2016 das einzige lateinamerikanische Gastgeberland bis die Olympischen Sommerspiele 2016 in Rio de Janeiro stattfanden 166 In Mexiko Stadt nahmen 112 Nationen mit insgesamt 5516 Sportlern teil es gab 172 Wettbewerbe in 20 Sportarten Herausragend waren der Weltrekord im Weitsprung von Bob Beamon und der Fosbury Flop im Hochsprung Insgesamt wurden bei diesen Spielen besonders viele Rekorde aufgestellt Mexikanische Athleten gewannen bei Olympischen Spielen bisher 55 Medaillen womit Mexiko den 39 Rang des ewigen Medaillenspiegels einnimmt Die Medaillen konnten dabei in verschiedensten Sportarten wie Reiten Wasserspringen Schwimmen Boxen Polo und Fechten gewonnen werden Feiern und Feste Bearbeiten Feiertage Datum Name Deutscher Name Anmerkungen1 Januar Ano Nuevo Neujahr gesetzlicher Feiertag6 Januar Dia de Reyes Heilige Drei Konige5 Februar Aniversario de la Constitucion Mexicana Tag der Verfassung gesetzlicher Feiertag wird am nahen Montag gefeiert z B am 3 Februar 2014 oder am 2 Februar 201524 Februar Dia de la Bandera Tag der Fahne21 Marz Natalicio de Benito Juarez Geburtstag von Benito Juarez gesetzlicher FeiertagApril Jueves Santo Grundonnerstag gesetzlicher FeiertagApril Viernes Santo Karfreitag gesetzlicher Feiertag1 Mai Dia del Trabajo Tag der Arbeit gesetzlicher Feiertag5 Mai El Cinco de Mayo 5 Mai gesetzlicher Feiertag1 September Informe presidencial Regierungserklarung16 September Dia de la Independencia Unabhangigkeitstag gesetzlicher Nationalfeiertag12 Oktober Dia de la Raza Jahrestag der Begegnung zweier Welten Entdeckung Amerikas durch Christoph Kolumbus 1492 1 und 2 November Dias de los Muertos Tag der Toten2 November Dia de los Fieles Difuntos Allerseelen gesetzlicher Feiertag20 November Aniversario de Revolucion Mexicana Tag der Revolution gesetzlicher Feiertag12 Dezember Nuestra Senora de Guadalupe Tag der Jungfrau von Guadalupe25 Dezember Navidad Weihnachten gesetzlicher FeiertagLiteratur BearbeitenBucher Bearbeiten Bernecker Braig Holz Zimmermann Hrsg Mexiko heute Politik Wirtschaft Kultur Vervuert Frankfurt am Main 2004 ISBN 3 86527 140 5 Marianne Braig Markus Michael Muller Das politische System Mexikos In Klaus Stuwe Stefan Rinke Die politischen Systeme in Nord und Lateinamerika Eine Einfuhrung VS Verlag fur Sozialwissenschaften Wiesbaden 2008 ISBN 978 3 531 14252 4 S 389 416 Frank Jacob Riccardo Altieri Hrsg Das Moderne Mexiko Von Unabhangigkeitskampf und Revolution ALTIJA Eigenverlag New York 2016 Jurgen Neubauer Mexiko Ein Landerportrat Ch Links Berlin 2012 ISBN 978 3 86153 667 3 William H Prescott History of the Conquest of Mexico Continuum London New York 2009 ISBN 978 1 4411 4699 1 deutsch Die Eroberung von Mexiko Der Untergang des Aztekenreiches Parkland Koln 2000 ISBN 3 88059 993 9 John Ross Mexiko Geschichte Gesellschaft Kultur Unrast Munster 2004 ISBN 3 89771 018 8 Stefan Rinke Conquistadoren und Azteken Cortes und die Eroberung Mexikos C H Beck Munchen 2019 ISBN 978 3 406 73399 4 Horbuch Bearbeiten Antje Hinz Mexiko horen Reise durch die Geschichte und Kultur Silberfuchs Verlag Hamburg 2012 ISBN 978 3 940665 30 0 Weblinks Bearbeiten Wiktionary Mexiko Bedeutungserklarungen Wortherkunft Synonyme Ubersetzungen Commons Mexiko Sammlung von Bildern Videos und Audiodateien Wikinews Mexiko in den Nachrichten Wikimedia Atlas Mexiko geographische und historische Karten Wikivoyage Mexiko Reisefuhrer Wikisource Mexiko Quellen und Volltexte Webportal der mexikanischen Regierung spanisch Webseite der mexikanischen Prasidentschaft spanisch Landerinfos des Auswartigen Amts Deutsche Botschaft in Mexiko Karsten Bechle Mexiko DOSSIER Innerstaatliche Konflikte Bundeszentrale fur politische Bildung 9 Dezember 2020 abgerufen am 25 Januar 2021 Maps of Mexico Online Landkarten und Stadtplane von Mexiko Landerprofil des Statistischen BundesamtesEinzelnachweise Bearbeiten Population total In World Economic Outlook Database World Bank 2021 abgerufen am 23 Juli 2021 englisch Population growth annual In World Economic Outlook Database World Bank 2021 abgerufen am 23 Juli 2021 englisch World Economic Outlook Database April 2021 In World Economic Outlook Database Internationaler Wahrungsfonds 2021 abgerufen am 23 Juli 2021 englisch Table Human Development Index and its components In Entwicklungsprogramm der Vereinten Nationen Hrsg Human Development Report 2020 United Nations Development Programme New York 2020 ISBN 978 92 1126442 5 S 344 englisch undp org PDF Real Academia Espanola Diccionario panhispanico de dudas Mexico Abgerufen am 22 April 2021 spanisch Mexico s drug war leaves 39 000 unidentified bodies in its morgues 22 September 2020 abgerufen am 13 April 2021 englisch G Reimer Wilhelm von Humboldt s gesammelte Werke Sechster Band S 168 Fussnote Berlin 1848 Fundstelle Google Books G Riemers 1848 abgerufen am 10 Februar 2019 Frances Karttunen An alanytical dictionary of Nahuatl University of Texas Press Austin 1983 ISBN 0 292 70365 1 S 145 Ursula Dyckerhoff Hanns J Prem Toponyme und Ethnonyme im Klassischen Aztekischen Von Flemming Berlin 1990 ISBN 3 924332 06 1 S 67 http unstats un org unsd demographic products dyb dyb2006 Table03 pdf Demographic Yearbook Table 3 Population by sex rate of population increase surface area and density United Nations Statistics Division 2006 SEMARNAT Hrsg Biodiversidad de Mexico archivierte Webseite 7 Oktober 2007 Memento vom 7 Oktober 2007 im Internet Archive CONEVYT Hrsg Biodiversidad en Mexico archivierte Webseite 7 Oktober 2007 Memento vom 7 Oktober 2007 im Internet Archive CONABIO Hrsg Sistema Nacional sobre la Biodiversidad en Mexico archivierte Webseite 7 Oktober 2007 Paul L Knox Sallie A Marston Humangeographie Spektrum Akademischer Verlag Berlin 2001 ISBN 3 8274 1109 2 S 127 Paul L Knox Sallie A Marston Humangeographie Spektrum Akademischer Verlag Berlin 2001 S 516 Nationaler Beirat von Mexiko fur Bevolkerungswachstum 2009 Delimitacion de las zonas metropolitanas de Mexico 2010 Analisis de resultados Die Zona Metropolitana del Valle de Mexico setzt sich nach der hier verwendeten Definition aus Mexiko Stadt selbst 59 angrenzenden Gemeinden des Bundesstaats Mexico und einer Gemeinde des Bundesstaats Hidalgo zusammen Population total In World Economic Outlook Database World Bank 2021 abgerufen am 23 Juli 2021 englisch Lizcano Fernandez Francisco Convergencia revista de ciencias sociales Memento vom 26 Juni 2013 im Internet Archive Mexico Universidad Autonoma del Estado de Mexico Centro de Investigacion en Ciencias Sociales y Humanidades 38 185 232 S 218 OCLC 643875001 Archivierte Kopie Memento vom 10 April 2014 im Internet Archive Population total In World Economic Outlook Database World Bank 2020 abgerufen am 31 Januar 2021 englisch Los arabes de Mexico Asimilacion y herencia cultural PDF Nicht mehr online verfugbar Archiviert vom Original am 27 Marz 2009 abgerufen im Jahr 2017 spanisch By Ruben Navarrette Jr CNN Contributor In Mexico racism hides in plain view CNN com Abgerufen am 27 Juli 2017 The World Factbook Central Intelligence Agency Abgerufen am 3 August 2017 englisch United Nations Population Division Department of Economic and Social Affairs Abgerufen am 3 August 2017 englisch Diario Oficial de la Federacion el 13 de marzo de 2003 Articulos de la Ley General de Derechos Linguisticos de los Pueblos Indigenas PDF 200 kB a b Weser Kurier vom 3 Juni 2013 64 Sprachen vom Aussterben bedroht S 21 verkurzte Online Version 1 vom 2 Juni 2013 auf www weser kurier de Instituto Nacional de Estadistica Geografia e Informatica INEGI Censo de Poblacion y Vivienda 2010 Principales resultados Volkszahlung Die Zeit vom 6 November 2003 Nr 46 Vagabunden im Namen des Herrn Die deutschstammigen Mennoniten in Mexiko lehren ihre Kinder noch heute dass Turnen und Tanz Teufelszeug sind Ein paar Reformer kampfen nun dagegen an Carolyn J MacKay Language Maintenance in Chipilo a Veneto dialect in Mexico 1992 International Journal of the Sociology of Language Vol 96 S 129 145 Landerinformationen des Auswartigen Amtes zu Mexiko Health Care and Social Security In Tim L Merrill Ramon Miro Mexico A Country Study GPO for the Library of Congress Washington D C 1996 Online auf www countrystudies us Quelle UN World Population Prospects Population Division United Nations Abgerufen am 6 August 2017 a b unpopulation org Global Obesity Levels Obesity ProCon org Abgerufen am 6 August 2017 Poverty amp Equity Data Mexiko Memento vom 3 Oktober 2017 im Internet Archive Weltbank 2015 web Seite Regierung von Mexiko 2 spanisch Tina Rosenberg A Payoff Out of Poverty The New York Times 19 Dezember 2008 Sonja Peteranderl DER SPIEGEL In Mexico City fangen sie jetzt den Regen Wie ein Start up gegen die Wasserkrise kampft DER SPIEGEL Politik Abgerufen am 29 August 2020 WELT Gewalt Mordrate in Mexiko 2019 so hoch wie noch nie seit Beginn der Zahlung In DIE WELT 21 Januar 2020 welt de abgerufen am 5 Mai 2020 MSN Zahl ermordeter Frauen in Mexiko erreicht traurigen Rekord 26 Mai 2020 abgerufen am 8 November 2020 Las 50 ciudades mas violentas del mundo 2018 PDF Abgerufen am 6 Juni 2020 spanisch giz Folter und gewaltsames Verschwindenlassen in Mexiko Abgerufen am 5 Mai 2020 a b c Polizei in Mexiko Mexiko Todliche Exporte 2 September 2015 abgerufen am 5 Mai 2020 a b DER SPIEGEL Mexiko Militar entwaffnet Polizei in Acapulco DER SPIEGEL Panorama Abgerufen am 5 Mai 2020 a b Wolf Dieter Vogel Polizei in Mexiko Schlecht bezahlt und gefahrlich In Die Tageszeitung taz 22 November 2012 ISSN 0931 9085 taz de abgerufen am 5 Mai 2020 1 4 Mrd Euro Schmiergelder n tv 10 Mai 2006 Uno Bericht Lateinamerika und Karibik sind die gefahrlichsten Regionen fur Frauen In Spiegel Online 23 November 2017 spiegel de abgerufen am 23 November 2017 http www mexiko mexico de mexlex Bildung 20und 20Schulwesen html INEGI Alphabetisierungsbericht 14 2005 Archiviert vom Original am 22 Juli 2011 Abgerufen am 12 Januar 2011 Mexiko Alphabetisierungsrate von Jugendlichen Global Virtual University Archiviert vom Original am 19 Juli 2010 Abgerufen am 2 Oktober 2007 Human Development Data 1990 2015 Human Development Reports Abgerufen am 2 August 2018 englisch oecd org PDF 5 8 MB oecd org PDF 135 kB ec europa eu PDF 32 kB un org Member States of the United Nations URL abgerufen am 21 Januar 2014 imf org List of Members URL abgerufen am 21 Januar 2014 worldbank org Member Countries URL abgerufen am 21 Januar 2014 oas org Multilateral Treaties Mexico URL abgerufen am 21 Januar 2014 Mart Martin The Almanac of Women and Minorities in World Politics Westview Press Boulder Colorado 2000 S 255 a b c d Jad Adams Women and the Vote A World History Oxford University Press Oxford 2014 ISBN 978 0 19 870684 7 Seite 314 315 a b June Hannam Mitzi Auchterlonie Katherine Holden International Encyclopedia of Women s Suffrage ABC Clio Santa Barbara Denver Oxford 2000 ISBN 1 57607 064 6 S 186 El voto femenino por primera vez en Mexico 3 de junio de 1955 Alef In alef mx Abgerufen am 5 Januar 2019 spanisch apec org Member Economies URL abgerufen am 21 Januar 2014 Towards a history of events in Chiapas Memento vom 26 Januar 2011 im Internet Archive URL abgerufen am 21 Januar 2014 wto Members and Observers URL abgerufen am 21 Januar 2014 Ioan Grillo Mexico cracks down on violence In Seattle Post Intelligencer 11 Dezember 2006 Abgerufen im 21 Juli 2013 Quinto ano de gobierno 60 mil 420 ejecuciones Semanario Zeta 12 Dezember 2011 Abgerufen im 21 Juli 2013 Mexico Abgerufen am 5 Januar 2018 englisch a b c Marianne Braig Markus Michael Muller Das politische System Mexikos 2008 S 409 Mexico States and Major Cities Population Statistics in Maps and Charts Abgerufen am 24 November 2017 englisch a b c Marianne Braig Markus Michael Muller Das politische System Mexikos In Klaus Stuwe Stefan Rinke Die politischen Systeme in Nord und Lateinamerika Eine Einfuhrung VS Verlag fur Sozialwissenschaften Wiesbaden 2008 ISBN 978 3 531 14252 4 S 389 416 auf S 393 a b c d Marianne Braig Markus Michael Muller Das politische System Mexikos 2008 S 394 Artikel 80 PDF englisch a b c Marianne Braig Markus Michael Muller Das politische System Mexikos 2008 S 395 a b c Marianne Braig Markus Michael Muller Das politische System Mexikos 2008 S 396 a b Marianne Braig Markus Michael Muller Das politische System Mexikos 2008 S 398 a b Marianne Braig Markus Michael Muller Das politische System Mexikos 2008 S 399 Fragile States Index Global Data Fund for Peace 2020 abgerufen am 31 Januar 2021 englisch The Economist Intelligence Unit s Democracy Index The Economist Intelligence Unit abgerufen am 6 Februar 2021 englisch Countries and Territories Freedom House 2020 abgerufen am 31 Januar 2021 englisch 2021 World Press Freedom Index Reporter ohne Grenzen 2021 abgerufen am 30 April 2021 englisch Transparency International Hrsg Corruption Perceptions Index Transparency International Berlin 2021 ISBN 978 3 96076 157 0 englisch transparencycdn org PDF a b Marianne Braig Markus Michael Muller Das politische System Mexikos 2008 S 400 a b c Marianne Braig Markus Michael Muller Das politische System Mexikos 2008 S 401 a b c d Marianne Braig Markus Michael Muller Das politische System Mexikos 2008 S 410 a b c Marianne Braig Markus Michael Muller Das politische System Mexikos 2008 S 411 a b Marianne Braig Markus Michael Muller Das politische System Mexikos 2008 S 402 a b Marianne Braig Markus Michael Muller Das politische System Mexikos 2008 S 403 Angaben zum Militar im CIA World Factbook auf cia gov abgerufen am 16 Juli 2011 Home SIPRI Abgerufen am 10 Juli 2017 englisch a b c Marianne Braig Markus Michael Muller Das politische System Mexikos 2008 S 408 Agnes Gereben Schaefer Benjamin Bahney Kevin Jack Riley Security in Mexico Implications for U S Policy Options englisch Rand Corporation ohne Ort 2009 ISBN 978 0 8330 4719 9 S 17 19 eingeschrankte Vorschau in der Google Buchsuche World Economic Outlook Database April 2017 Abgerufen am 13 Juli 2017 amerikanisches Englisch At a Glance Global Competitiveness Index 2017 2018 Rankings In Global Competitiveness Index 2017 2018 weforum org abgerufen am 6 Dezember 2017 The World Factbook Central Intelligence Agency Abgerufen am 27 Juli 2017 englisch Human Development in Mexico PDF Abgerufen im Jahr 2017 spanisch Mexico Migrant remittance 2016 In countryeconomy com countryeconomy com abgerufen am 14 Juli 2018 The World Factbook Central Intelligence Agency Abgerufen am 6 August 2018 englisch North America Mexico In CIA World Factbook Abgerufen am 4 September 2019 englisch Landerinformationen des Auswartigen Amtes zu Mexiko CFE Weltbank 2004 a b SENER Statistics Memento vom 19 Dezember 2009 im Internet Archive EIA Siemens Homepage Sybille Wilhelm Innovative Technologien fur Lateinamerika Bfai Dezember 2007 Mexico Energy Data Statistics and Analysis Oil Gas Electricity Coal Portal der Wirtschaftskammer Osterreichs a b c Matthias Knecht In Mexiko sind tiefgreifende Reformen notwendig NZZ vom 30 Juni 2012 S 15 Eine erfolgreiche Beziehung unter Stress NZZ 10 Januar 2017 Ford investiert Milliarden in Mexiko Financial Times Deutschland 30 Mai 2008 Memento vom 31 Mai 2008 im Internet Archive Informationsdienst der Automobilindustrie 2004 auto reporter net 27 Januar 2006 Homepage von General Motors Nissan North America Homepage Memento vom 16 November 2012 im Internet Archive Businessweek The Autochannel 2008 wurden bei der VW de Mexico ca 450 000 Fahrzeuge der Modelle Jetta A4 Jetta Bora A5 Golf Variant und New Beetle Limousine Cabrio produziert ein neuer Rekord Homepage Volkswagen AG 1 2 Vorlage Toter Link www volkswagen de Seite nicht mehr abrufbar Suche in Webarchiven Instituto Nacional de Geografia Estadistica e Informatica Banco de Informacion Economica Archiviert vom Original am 18 Februar 2007 Abgerufen am 16 Februar 2007 G C Hufbauer J J Schott NAFTA Revisited Achievements and Challenges Institute for International Economics S 283 363 ISBN 0 88132 334 9 Archiviert vom Original am 15 Oktober 2009 Abgerufen am 12 Januar 2011 Walther L Bernecker Mexiko heute Politik Wirtschaft Kultur Colloquium Verlag Frankfurt am Main 2004 ISBN 3 86527 140 5 S 39 Carolyn L Deere Daniel C Esty Greening the Americas Nafta s Lessons for Hemispheric Trade The MIT Press Cambridge MA 2002 ISBN 0 262 54138 6 Einheimische Maisproduktion in der Krise in Blickpunkt Lateinamerika 4 Oktober 2012 online 3 Barbara Eisenmann Das Netz des Geldes In Der Tagesspiegel 6 Dezember 2014 online 4 Sugar Journal May 2009 http www signonsandiego com news mexico 20071211 1327 mexico sugar html Sign on San Diego Seite nicht mehr abrufbar Suche in Webarchiven 1 2 Vorlage Toter Link www bfai de BFAI Mexikos Zuckerindustrie unter Investitionszwang 24 August 2006 UNWTO 2017 PDF World Tourism Organization abgerufen am 14 August 2018 Wirtschaft t online Auf dem Weg nach ganz vorne 10 Juli 2008 KfW Entwicklungsbank Daten zu Mexiko GDP growth annual Data Abgerufen am 13 Juli 2017 amerikanisches Englisch GDP per capita current US Data Abgerufen am 13 Juli 2017 amerikanisches Englisch a b c Germany Trade and Invest GmbH GTAI Wirtschaftsdaten kompakt Abgerufen am 27 Juli 2017 Bundesagentur fur Aussenwirtschaft Wirtschaftsdaten kompakt a b c d The World Factbook Report for Selected Countries and Subjects Abgerufen am 13 Juli 2017 amerikanisches Englisch Credit Rating Countries List Abgerufen am 28 November 2018 Der Fischer Weltalmanach 2010 Zahlen Daten Fakten Fischer Frankfurt 8 September 2009 ISBN 978 3 596 72910 4 Global Rankings 2018 Logistics Performance Index Abgerufen am 14 September 2018 englisch Global status report on road safety 2015 Abgerufen am 30 Marz 2018 britisches Englisch a b c Domestic Flights in Mexico Mexperience Inlandsfluge Mexiko abgerufen am 19 Januar 2008 a b Infrastructuras Informacion de Mexico Ministerio de Industria Turismo y Comercio de Espana Ranking on the number of airports per country CIA Factbook Acerca del AICM Posicionamiento del Aeropuerto Internacional de la Ciudad de Mexico AICM con los 50 aeropuertos mas importantes del mundo Memento vom 31 Mai 2008 im Internet Archive Acerca del AICM Pasajeros Memento vom 31 Mai 2008 im Internet Archive a b Mexico Infrastructure power and Communications Staatliche Mussen zu Berlin Ethnologisches Museum Hrsg Koloniale Kunst aus Lateinamerika Prozesse gegenseitiger Aneignung Berlin ISBN 3 88609 510 X S 15 Staatliche Mussen zu Berlin Ethnologisches Museum Hrsg Koloniale Kunst aus Lateinamerika Prozesse gegenseitiger Aneignung Berlin ISBN 3 88609 510 X S 46 Staatliche Mussen zu Berlin Ethnologisches Museum Hrsg Koloniale Kunst aus Lateinamerika Prozesse gegenseitiger Aneignung Berlin ISBN 3 88609 510 X S 47 49 Staatliche Mussen zu Berlin Ethnologisches Museum Hrsg Koloniale Kunst aus Lateinamerika Prozesse gegenseitiger Aneignung Berlin ISBN 3 88609 510 X S 54 Vgl Robert Stevenson Music of Aztec and Inca Territories University of California Press Berkeley 1968 Vgl Robert Stevenson Music in Mexiko A Historical Survey Thomas Y Crowell New York 1952 a b Marianne Braig Markus Michael Muller Das politische System Mexikos 2008 S 404 a b c Marianne Braig Markus Michael Muller Das politische System Mexikos 2008 S 405 Informationen zu den Zeitungen in Mexiko auf der Seite der Konrad Adenauer Stiftung kas de abgerufen am 18 Juli 2011 a b Marianne Braig Markus Michael Muller Das politische System Mexikos 2008 S 406 James Young Mexico adds juice to public broadcasters auf variety com abgerufen am 18 Juli 2011 Reporter ohne Grenzen e V Journalisten getotet Abgerufen am 7 Dezember 2017 Individuals using the Internet of population Weltbank abgerufen am 30 April 2021 englisch Mexico List of Champions Rec Sports Soccer Statistics Foundation About CONCACAF The Confederation of North Central American and Caribbean Association Football CONCACAF Archiviert vom Original am 6 Oktober 2007 Abgerufen am 7 Oktober 2007 Kevin Baxter This rivalry packs real punch When boxers from Mexico and Puerto Rico face each other winning for their homeland is key In der LA Times vom 15 Juli 2008 online abgerufen am 4 Juni 2010 LPGA Rolex Women s World Golf Rankings PDF 1 Oktober 2007 Archiviert vom Original am 25 Oktober 2007 Abgerufen am 7 Oktober 2007 2016 Binational Olympics San Diego Metropolitan Dezember 2003 Archiviert vom Original am 30 September 2007 Abgerufen am 7 Oktober 2007 Mexikanische Staatsgebilde und Vorgangerstaaten Vorganger Tenochtitlan und Aztekischer Dreibund Vizekonigreich Neuspanien Erstes Kaiserreich Oberste Exekutivgewalt Mexikos1 Erste Bundesrepublik1 Zentralistische Republik Zweite Bundesrepublik1 Zweites Kaiserreich Mexiko1 1 Vereinigte Mexikanische Staaten Politische Gliederung Nordamerikas Mitgliedstaaten der Vereinten Nationen Antigua und Barbuda Bahamas Barbados Belize Costa Rica Dominica Dominikanische Republik El Salvador Grenada Guatemala Haiti Honduras Jamaika Kanada Kuba Mexiko Nicaragua Panama St Kitts und Nevis St Lucia St Vincent und die Grenadinen Trinidad und Tobago1 Vereinigte Staaten Abhangige Gebiete Amerikanische Jungferninseln Anguilla Aruba1 Bermuda Bonaire1 Saba und Sint Eustatius Britische Jungferninseln Curacao1 Gronland Guadeloupe Cayman Islands Martinique Montserrat Navassa Puerto Rico San Andres und Providencia Saint Barthelemy Saint Martin Saint Pierre und Miquelon Sint Maarten Turks und Caicosinseln 1liegt auf dem sudamerikanischen Festlandssockel wird aber politisch zu Nordamerika gezahlt Mitgliedstaaten der Organisation Amerikanischer Staaten OAS Mitgliedstaaten Antigua und Barbuda Argentinien Bahamas Barbados Belize Bolivien Brasilien Chile Costa Rica Dominica Dominikanische Republik Ecuador El Salvador Grenada Guatemala Guyana Haiti Jamaika Kanada Kolumbien Mexiko Nicaragua Panama Paraguay Peru St Kitts und Nevis St Lucia St Vincent und die Grenadinen Suriname Trinidad und Tobago Uruguay Venezuela Vereinigte Staaten Ehemalige Mitgliedstaaten Honduras KubaMitgliedstaaten des Nordamerikanischen Freihandelsabkommens NAFTA Kanada Mexiko Vereinigte StaatenMitgliedstaaten der Organisation fur wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung Australien Belgien Chile Costa Rica Danemark Deutschland Estland Finnland Frankreich Griechenland Irland Island Israel Italien Japan Kanada Kolumbien Lettland Litauen Luxemburg Mexiko Neuseeland Niederlande Norwegen Osterreich Polen Portugal Schweden Schweiz Sudkorea Slowakei Slowenien Spanien Tschechien Turkei Ungarn Vereinigte Staaten Vereinigtes Konigreich 23 316666666667 102 36666666667 Koordinaten 23 N 102 W Normdaten Geografikum GND 4039058 5 OGND AKS LCCN n81013960 NDL 00567575 VIAF 142468817Abgerufen von https de wikipedia org w index php title Mexiko amp oldid 214145016, wikipedia, wiki, deutsches

deutschland

buch, bücher, bibliothek

artikel

lesen, herunterladen

kostenlos

kostenloser herunterladen, MP3, Video, MP4, 3GP, JPG, JPEG, GIF, PNG, Bild, Musik, Lied, Film, Buch, Spiel, Spiele