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Masami Akita

Masami Akita (jap. 秋田 昌美 Akita Masami; * 19. Dezember 1956 in der Präfektur Tokio) ist ein japanischer Japanoise-Musiker und Autor. International bekannt wurde er vor allem durch sein 1979 in Tokio gegründetes Noise-Projekt Merzbow.

Zu seiner High-School-Zeit Anfang der 1970er Jahre waren die „aggressiven Bluesrock-Gitarrenklänge“ von Jimi Hendrix, Lou Reed, Robert Fripp sowie die verzerrten Orgelsounds z. B. von Mike Ratledge (Soft Machine) ein erster wichtiger Einfluss für Akita.

Zu dieser Zeit begann er als Gitarrist in Progressive-Rock-Coverbands zu spielen, in den späten 1970ern spielte er Schlagzeug. Während seines damaligen Studiums der Kunst an der Tamagawa Universität (wo er seinen Abschluss machte) beschäftigte er sich intensiv mit Dadaismus und Surrealismus und entdeckte den Free Jazz für sich, besonderen Eindruck hinterließ 1973 ein Konzert der Cecil Taylor Unit. Zunehmend entwickelte er auch ein Interesse für elektroakustische Musik von Pierre Henry, Karlheinz Stockhausen, François Bayle, Gordon Mumma und Iannis Xenakis. Diese Begegnungen veranlassten ihn Ende der 1970er, sich allmählich aus der Rockmusik zurückzuziehen und mit „extremen Formen freier Musik“ zu experimentieren. Erste Gehversuche fanden mit Bandgeräten und Feedbacks statt.

Nebenbei fing er an, als freiberuflicher Autor für diverse Magazine zu schreiben. Dabei schrieb er nicht nur über Kunst, sondern auch über Avantgarde-Musik, Sexualität und postmoderne Kultur.

Im Jahr 1979 gründete er das Noise-Projekt Merzbow, dessen Namen er von Kurt Schwitters Merzbau ableitete. Dabei ließ er sich von Blues, Free Jazz und der jungen Elektronische Musik beeinflussen, schaffte es aber, eine komplett andere Form der Musik zu erzeugen. Er produzierte unter dem Namen Merzbow zahlreiche Aufnahmen, die er mittels Mailorder vertrieb. Das Layout bestand zum Teil aus pornographischen Darstellungen, die er zu Kollagen zusammen schnitt. Daher bezeichnet er die Musik dieser Alben als Pornoise.

Merzbow wird (neben den Bands Hijokaidan und Hanatarash) allgemein als das letzte aktive Urgestein der japanischen Noise-Szene angesehen und begründete auch den lokalen Trend, sich von herkömmlichen zeitgemäßen Standards der elektronischen Musikproduktion abzuwenden (Yoshihide Otomo, Sachiko M). Im Gegensatz zu früheren Zeiten, in denen er mit analogen Synthesizern, Rückkopplungen und Verzerrungseffekten arbeitete, verwendet er heute bei Liveauftritten ein oder zwei Notebooks. Diese Aufführungen finden in Grenzbereichen des Free Jazz, der Neuen Musik und der Performancekunst statt. So ist oft die Musik selbst nur ein Aspekt einer gesamten Performance.

Im Jahre 2001 veröffentlichte er die wohl bisher umfangreichste Einzelveröffentlichung eines Künstlers überhaupt, die Merzbox mit 50 CDs.

Er unternahm auch Kollaborationen mit diversen anderen Künstlern und Bands wie Mike Patton, Asmus Tietchens, Masonna, Russell Haswell, Heiko Daxl, Aryan Kaganof, Hijokaidan, Sunn O))), Boris und Consumer Electronics. Mit Jazzkammer und Maja Ratkje trat er bei Moldejazz auf. Auch gestaltete Trevor Brown, der unter anderem auch für Whitehouse und Brighter Death Now das Layout erstellt, einige seiner Alben.

2007 bildet er mit Keiji Haino das Projekt Kikuri und trat damit auch auf dem Moers Festival auf.

Akita arbeitete auch mit anderen Medien und drehte mit Lost Paradise einen Film, der den Seppuku eines japanischen Schulmädchens nachstellt. Akita konzipierte auch diverse Performances, die zum Teil auf diversen japanischen Tänzen basieren.

Akita ist auch für die Tierrechtsorganisation PETA aktiv. Bis etwa 1996 war er mit Reiko Azuma verheiratet, die sich teilweise an seinen Projekten beteiligt. Mittlerweile ist er mit Jenny Akita verheiratet, die sich seit 2001 immer wieder für Coverartworks und oder Fotografien an Merzbow beteiligt.

Max Dax, ehemaliger Chefredakteur der spex, schrieb über Merzbow:

„Merzbow, ein militanter Nichtraucher. Noch nicht einmal durfte in der Loge gebröselt werden. Das Geheimnis seines Erfolgs sei an dieser Stelle dennoch verraten: Vom Apple-Laptop und von einer selbstgebauten Gitarre aus jagt Akita Masami düsenjetgleiche Soundwellen ins Publikum, dazu prügelt Drummer Balazs Pandi wie ein Irrsinniger auf sein Schlagzeug ein. Was das Publikum im Rausch nicht mitbekommt: Alle Obertöne, von denen man meinen könnte, sie kämen von einer wilden Bearbeitung der Becken, kommen vom Laptop. Pandi beschränkt sich darauf, auf die Toms zu hauen – das allerdings in großer, schneller Virtuosität.“

Max Dax (19. Mai 2010)

Die sehr umfangreiche Diskografie von Merzbow umfasst 709 Veröffentlichungen. Deshalb werden hier nur einige Studioalben vom Hauptprojekt "Merzbow" aufgeführt. Die gesamten EPs, Live-Alben, Remixe, Kollaborationen und Kompilationen von Merzbow werden hier nicht erwähnt. Die gesamte Diskographie seiner weiteren Pseudonyme ist hier auch nicht erfasst.

Einige ausgewählte Studioalben von Merzbow:

  • 1980: Metal Acoustic Music
  • 1981: E-Study
  • 1982: Normal Music
  • 1983: Material Action 2 N.A.M.
  • 1984: Age of 369
  • 1985: The Lapinak
  • 1989: Flesh Metal Orgasm
  • 1989: Je Rumpelsturz Desto Burzelblock
  • 1991: Music for Bondage Performance
  • 1994: Flare Gun
  • 1994: Hole
  • 1996: Music for Bondage Performance 2
  • 1996: Pulse Demon
  • 1998: 1930
  • 1998: Maschinenstil
  • 2001: Merzbox
  • 2002: Merzbeat
  • 2005: Merzbuddha
  • 2006: Bloody Sea
  • 2007: Peace for Animals
  • 2008: Hodosan
  • 2009: 13 Japanese Birds – 13 Veröffentlichungen unter dem Namen bis 2010
  • 2010: Ouroborus
  1. Chad Hensley: The Beauty of Noise - An interview with Masami Akita of Merzbow In: EsoTerra #8, 1999,
  2. François Couture: Merzbow Biography In: All Music,
  3. Carlos M. Pozo: Expanded Noisehands - The Noise Music Of Merzbow, (Memento des vom 3. November 2008 im Internet Archive) Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe Original- und Archivlink gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.Vorlage:Webachiv/IABot/noiseweb.com
  4. (Memento des vom 24. November 2010 im Internet Archive) Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe Original- und Archivlink gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.Vorlage:Webachiv/IABot/dissonanz.spex.de
Normdaten (Person): GND:(, ) | LCCN: | NDL: | VIAF: |
Personendaten
NAME Akita, Masami
ALTERNATIVNAMEN 秋田 昌美 (japanisch)
KURZBESCHREIBUNG japanischer Musiker, Künstler
GEBURTSDATUM 19. Dezember 1956
GEBURTSORT Tokio

Masami Akita
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Masami Akita japanischer Musiker Kunstler Sprache Beobachten Bearbeiten Weitergeleitet von Merzbow Masami Akita jap 秋田 昌美 Akita Masami 19 Dezember 1956 in der Prafektur Tokio ist ein japanischer Japanoise Musiker und Autor International bekannt wurde er vor allem durch sein 1979 in Tokio gegrundetes Noise Projekt Merzbow Masami Akita Moers Festival 2007 Inhaltsverzeichnis 1 Biografie 2 Ausgewahlte Diskografie 3 Literatur 4 Weblinks 5 EinzelnachweiseBiografie BearbeitenZu seiner High School Zeit Anfang der 1970er Jahre waren die aggressiven Bluesrock Gitarrenklange von Jimi Hendrix Lou Reed Robert Fripp sowie die verzerrten Orgelsounds z B von Mike Ratledge Soft Machine ein erster wichtiger Einfluss fur Akita 1 Zu dieser Zeit begann er als Gitarrist in Progressive Rock Coverbands zu spielen 2 in den spaten 1970ern spielte er Schlagzeug Wahrend seines damaligen Studiums der Kunst an der Tamagawa Universitat wo er seinen Abschluss machte 3 beschaftigte er sich intensiv mit Dadaismus und Surrealismus und entdeckte den Free Jazz fur sich besonderen Eindruck hinterliess 1973 ein Konzert der Cecil Taylor Unit Zunehmend entwickelte er auch ein Interesse fur elektroakustische Musik von Pierre Henry Karlheinz Stockhausen Francois Bayle Gordon Mumma und Iannis Xenakis Diese Begegnungen veranlassten ihn Ende der 1970er sich allmahlich aus der Rockmusik zuruckzuziehen 2 und mit extremen Formen freier Musik 1 zu experimentieren Erste Gehversuche fanden mit Bandgeraten und Feedbacks statt 1 2 Nebenbei fing er an als freiberuflicher Autor fur diverse Magazine zu schreiben Dabei schrieb er nicht nur uber Kunst sondern auch uber Avantgarde Musik Sexualitat und postmoderne Kultur Im Jahr 1979 grundete er das Noise Projekt Merzbow dessen Namen er von Kurt Schwitters Merzbau ableitete Dabei liess er sich von Blues Free Jazz und der jungen Elektronische Musik beeinflussen schaffte es aber eine komplett andere Form der Musik zu erzeugen Er produzierte unter dem Namen Merzbow zahlreiche Aufnahmen die er mittels Mailorder vertrieb Das Layout bestand zum Teil aus pornographischen Darstellungen die er zu Kollagen zusammen schnitt Daher bezeichnet er die Musik dieser Alben als Pornoise Merzbow wird neben den Bands Hijokaidan und Hanatarash allgemein als das letzte aktive Urgestein der japanischen Noise Szene angesehen und begrundete auch den lokalen Trend sich von herkommlichen zeitgemassen Standards der elektronischen Musikproduktion abzuwenden Yoshihide Otomo Sachiko M Im Gegensatz zu fruheren Zeiten in denen er mit analogen Synthesizern Ruckkopplungen und Verzerrungseffekten arbeitete verwendet er heute bei Liveauftritten ein oder zwei Notebooks Diese Auffuhrungen finden in Grenzbereichen des Free Jazz der Neuen Musik und der Performancekunst statt So ist oft die Musik selbst nur ein Aspekt einer gesamten Performance Im Jahre 2001 veroffentlichte er die wohl bisher umfangreichste Einzelveroffentlichung eines Kunstlers uberhaupt die Merzbox mit 50 CDs Er unternahm auch Kollaborationen mit diversen anderen Kunstlern und Bands wie Mike Patton Asmus Tietchens Masonna Russell Haswell Heiko Daxl Aryan Kaganof Hijokaidan Sunn O Boris und Consumer Electronics Mit Jazzkammer und Maja Ratkje trat er bei Moldejazz auf Auch gestaltete Trevor Brown der unter anderem auch fur Whitehouse und Brighter Death Now das Layout erstellt einige seiner Alben 2007 bildet er mit Keiji Haino das Projekt Kikuri und trat damit auch auf dem Moers Festival auf Akita arbeitete auch mit anderen Medien und drehte mit Lost Paradise einen Film der den Seppuku eines japanischen Schulmadchens nachstellt Akita konzipierte auch diverse Performances die zum Teil auf diversen japanischen Tanzen basieren Akita ist auch fur die Tierrechtsorganisation PETA aktiv Bis etwa 1996 war er mit Reiko Azuma verheiratet die sich teilweise an seinen Projekten beteiligt Mittlerweile ist er mit Jenny Akita verheiratet die sich seit 2001 immer wieder fur Coverartworks und oder Fotografien an Merzbow beteiligt Max Dax ehemaliger Chefredakteur der spex schrieb uber Merzbow Merzbow ein militanter Nichtraucher Noch nicht einmal durfte in der Loge gebroselt werden Das Geheimnis seines Erfolgs sei an dieser Stelle dennoch verraten Vom Apple Laptop und von einer selbstgebauten Gitarre aus jagt Akita Masami dusenjetgleiche Soundwellen ins Publikum dazu prugelt Drummer Balazs Pandi wie ein Irrsinniger auf sein Schlagzeug ein Was das Publikum im Rausch nicht mitbekommt Alle Obertone von denen man meinen konnte sie kamen von einer wilden Bearbeitung der Becken kommen vom Laptop Pandi beschrankt sich darauf auf die Toms zu hauen das allerdings in grosser schneller Virtuositat Max Dax 19 Mai 2010 4 Ausgewahlte Diskografie BearbeitenDie sehr umfangreiche Diskografie von Merzbow umfasst 709 Veroffentlichungen Deshalb werden hier nur einige Studioalben vom Hauptprojekt Merzbow aufgefuhrt Die gesamten EPs Live Alben Remixe Kollaborationen und Kompilationen von Merzbow werden hier nicht erwahnt Die gesamte Diskographie seiner weiteren Pseudonyme ist hier auch nicht erfasst Einige ausgewahlte Studioalben von Merzbow 1980 Metal Acoustic Music 1981 E Study 1982 Normal Music 1983 Material Action 2 N A M 1984 Age of 369 1985 The Lapinak 1989 Flesh Metal Orgasm 1989 Je Rumpelsturz Desto Burzelblock 1991 Music for Bondage Performance 1994 Flare Gun 1994 Hole 1996 Music for Bondage Performance 2 1996 Pulse Demon 1998 1930 1998 Maschinenstil 2001 Merzbox 2002 Merzbeat 2005 Merzbuddha 2006 Bloody Sea 2007 Peace for Animals 2008 Hodosan 2009 13 Japanese Birds 13 Veroffentlichungen unter dem Namen bis 2010 2010 OuroborusLiteratur Bearbeitentestcard 1 beitrage zur popgeschichte Pop und Destruktion Ventil Verlag Mainz o J ISBN 3 931555 00 3 mehrere Artikel uber Merzbow und die ihn umgebende SzeneWeblinks Bearbeitenmerzbow net offizielle Merzbow Webseite englisch japanisch Masami Akita in der Notable Names Database englisch Masami Akita bei Discogs oppositerecords com Auszug aus der Gesamt 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n88289599 NDL 00180230 VIAF 50716672 Wikipedia Personensuche PersonendatenNAME Akita MasamiALTERNATIVNAMEN 秋田 昌美 japanisch KURZBESCHREIBUNG japanischer Musiker KunstlerGEBURTSDATUM 19 Dezember 1956GEBURTSORT TokioAbgerufen von https de wikipedia org w index php title Masami Akita amp oldid 212612380, wikipedia, wiki, deutsches

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