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Maskaron

Ein Maskaron (franz. Fratzengesicht) oder Fratzenkopf (Fratze) ist ein als Halbplastik ausgeführter Schmuck an Bauwerken im Innen- und Außenbereich in der Art einer Drolerie und, in kleinerer Form, an Möbeln, Gefäßen, Waffen und in der Heraldik. Der Maskaron stellt das grotesk oder schreckeinflößend gestaltete, menschenähnliche Antlitz eines Fabelwesens oder einer Gottheit dar. Im Gegensatz zum Neidkopf, der seinen Ursprung im Zauberglauben hat, und zum Wasserspeier, der dem Ableiten von Regenwasser dient, hat der Maskaron reine Schmuckfunktion.

Fayence-Maskaron aus dem 17. Jahrhundert
Andreas Schlüter: Kopf eines sterbenden Kriegers als Maskaron am Zeughaus Berlin
Maskaron mit Brunnenschale im Palais Kinsky in Wien
Mascaron schmückt die Eingangstür des Glockenturms der Kirche Santa Maria Formosa in Venedig.

Inhaltsverzeichnis

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Der Maskaron ist als karikierende Form einer Maskendarstellung seit der Antike bekannt. Im Gegensatz zur Maske ist der Maskaron mit dem Gegenstand, den er ziert, fest verbunden. Es findet sich als Architekturschmuck an Schlusssteinen von Gewölben, Tor- und Fensterbögen, an Konsolen und als Raumdekoration. Die Aussageabsicht schwankt zwischen Scherz und Allegorie. Die starre Maskendarstellung wird häufig durch Elemente der Bewegung – verzerrte Gesichtszüge, geöffneter Mund, aufgeblasene Wangen – erweitert, womit das Phantastische bis zum überraschenden Schauder gesteigert wird. Eine Sonderform stellt der als Wandbrunnen gestaltete Maskaron dar, aus dessen Mund Wasser in eine Brunnenschale fließt.

Ende des 16. Jahrhunderts entwarf der Maler Federico Zuccari für seinen römischen Palazzo ein Gartenportal in der Form eines großen Mascherone, durch den der Garten betreten werden konnte.

Zur Zeit des „Sonnenkönigs“ Ludwig XIV. wurden Maskaronen gelegentlich mit einem Strahlenkranz versehen. Im 19. Jahrhundert wurde der Maskaron als (meist vorgefertigter) Fassadenschmuck für städtische Wohnhäuser wiederentdeckt. Ein übergroßer Maskaron befindet sich an einer Felswand im Giardino Giusti in Verona.

  • 1500: Das Wappen der Ebner von Eschenbach, nebst einem andern in welchem zwey Igel im Schilde stehen. In einer reichen Einfassung mit Figuren. Unten in der Mitte stehet die Jahreszahl 1500, zwischen einer Säule, die mit einem Mascaron verzieret ist.

An Porzellangefäßen wird als Maskaron eine Reliefzier in Gestalt eines Gesichts oder Maske verstanden. Derartige Reliefs finden sich bevorzugt als Griffe von Terrinen und Vasen sowie am Ausguss von Kannen.

Commons: Maskaron – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien
  1. VERZEICHNISS ÜBER DAS v.DERSCHAUISCHE Kunstkabinett zu NÜRNBERG. Nürnberg, bei dem verpflichteten Auctionator Schmidmer, 1825, (online verfügbar bei Google Books)
  2. Wilhelm Ernst Tentzel: Saxonia Numismatica (1712) 3. Buch, Abb. Tab. 12
  3. Beatrix Freifrau von Wolff Metternich, Manfred Meinz: Die Porzellanmanufaktur Fürstenberg. Eine Kulturgeschichte im Spiegel des Fürstenberger Porzellans. Hrsg.: Richard Borek Stiftung und Stiftung Nord / LB.Band2. Prestel, München / Berlin / London / New York 2004, ISBN 3-7913-2921-9,S.504.
Normdaten (Sachbegriff): GND:(, )

Maskaron
maskaron, sprache, beobachten, bearbeiten, franz, fratzengesicht, oder, fratzenkopf, fratze, halbplastik, ausgeführter, schmuck, bauwerken, innen, außenbereich, einer, drolerie, kleinerer, form, möbeln, gefäßen, waffen, heraldik, stellt, grotesk, oder, schreck. Maskaron Sprache Beobachten Bearbeiten Ein Maskaron franz Fratzengesicht oder Fratzenkopf Fratze ist ein als Halbplastik ausgefuhrter Schmuck an Bauwerken im Innen und Aussenbereich in der Art einer Drolerie und in kleinerer Form an Mobeln Gefassen Waffen und in der Heraldik Der Maskaron stellt das grotesk oder schreckeinflossend gestaltete menschenahnliche Antlitz eines Fabelwesens oder einer Gottheit dar Im Gegensatz zum Neidkopf der seinen Ursprung im Zauberglauben hat und zum Wasserspeier der dem Ableiten von Regenwasser dient hat der Maskaron reine Schmuckfunktion Fayence Maskaron aus dem 17 Jahrhundert Andreas Schluter Kopf eines sterbenden Kriegers als Maskaron am Zeughaus Berlin Maskaron mit Brunnenschale im Palais Kinsky in Wien Mascaron schmuckt die Eingangstur des Glockenturms der Kirche Santa Maria Formosa in Venedig Inhaltsverzeichnis 1 Geschichte 2 Heraldik 3 Numismatik 4 Porzellan 5 Weblinks 6 EinzelnachweiseGeschichte BearbeitenDieser Artikel oder nachfolgende Abschnitt ist nicht hinreichend mit Belegen beispielsweise Einzelnachweisen ausgestattet Angaben ohne ausreichenden Beleg konnten demnachst entfernt werden Bitte hilf Wikipedia indem du die Angaben recherchierst und gute Belege einfugst Der Maskaron ist als karikierende Form einer Maskendarstellung seit der Antike bekannt Im Gegensatz zur Maske ist der Maskaron mit dem Gegenstand den er ziert fest verbunden Es findet sich als Architekturschmuck an Schlusssteinen von Gewolben Tor und Fensterbogen an Konsolen und als Raumdekoration Die Aussageabsicht schwankt zwischen Scherz und Allegorie Die starre Maskendarstellung wird haufig durch Elemente der Bewegung verzerrte Gesichtszuge geoffneter Mund aufgeblasene Wangen erweitert womit das Phantastische bis zum uberraschenden Schauder gesteigert wird Eine Sonderform stellt der als Wandbrunnen gestaltete Maskaron dar aus dessen Mund Wasser in eine Brunnenschale fliesst Ende des 16 Jahrhunderts entwarf der Maler Federico Zuccari fur seinen romischen Palazzo ein Gartenportal in der Form eines grossen Mascherone durch den der Garten betreten werden konnte Zur Zeit des Sonnenkonigs Ludwig XIV wurden Maskaronen gelegentlich mit einem Strahlenkranz versehen Im 19 Jahrhundert wurde der Maskaron als meist vorgefertigter Fassadenschmuck fur stadtische Wohnhauser wiederentdeckt Ein ubergrosser Maskaron befindet sich an einer Felswand im Giardino Giusti in Verona Heraldik Bearbeiten1500 Das Wappen der Ebner von Eschenbach nebst einem andern in welchem zwey Igel im Schilde stehen In einer reichen Einfassung mit Figuren Unten in der Mitte stehet die Jahreszahl 1500 zwischen einer Saule die mit einem Mascaron verzieret ist 1 Numismatik BearbeitenDer Taler auf die Einnahme von Gotha 1567 zeigt auf der Vorderseite einen demonstrativ grossen Kurschild in einer Renaissancekartusche auf der sich oben ein Maskaron befindet 2 Porzellan BearbeitenAn Porzellangefassen wird als Maskaron eine Reliefzier in Gestalt eines Gesichts oder Maske verstanden Derartige Reliefs finden sich bevorzugt als Griffe von Terrinen und Vasen sowie am Ausguss von Kannen 3 Weblinks Bearbeiten Commons Maskaron Sammlung von Bildern Videos und Audiodateien Grosses Kunstlexikon von P W HartmannEinzelnachweise Bearbeiten VERZEICHNISS UBER DAS v DERSCHAUISCHE Kunstkabinett zu NURNBERG Nurnberg bei dem verpflichteten Auctionator Schmidmer 1825 S 82 online verfugbar bei Google Books Wilhelm Ernst Tentzel Saxonia Numismatica 1712 3 Buch Abb Tab 12 Beatrix Freifrau von Wolff Metternich Manfred Meinz Die Porzellanmanufaktur Furstenberg Eine Kulturgeschichte im Spiegel des Furstenberger Porzellans Hrsg Richard Borek Stiftung und Stiftung Nord LB Band 2 Prestel Munchen Berlin London New York 2004 ISBN 3 7913 2921 9 S 504 Normdaten Sachbegriff GND 4226541 1 OGND AKS Abgerufen von https de wikipedia org w index php title Maskaron amp oldid 206436585, wikipedia, wiki, deutsches

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