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Magnus Carlsen

Carlsen ist der Sohn des Ingenieur­paares Sigrun Øen und Henrik Albert Carlsen. Seine Mutter ist Chemikerin in einer Umweltbehörde, sein Vater war Manager bei Exxon und SAP, bevor er nach den ersten Erfolgen seines Sohnes diese Arbeit beendete und sich um dessen Karriere kümmerte. Die Familie wohnte ein Jahr in Espoo und danach in Brüssel; 1997 zog sie nach Lommedalen (Bærum) in Norwegen. Von dort zog sie später nach Haslum (Bærum). Carlsen war schon als Zweijähriger in der Lage, ein Puzzlespiel aus 50 Teilen zusammenzusetzen. Er lernte die Schachregeln im Alter von fünf Jahren von seinem Vater, interessierte sich aber zunächst nicht sonderlich für das Spiel. Bereits als Kind fiel er durch sein ausgezeichnetes Gedächtnis auf. Das erste Schachbuch, das er las, war Bent Larsens Finn planen.

Carlsens eineinhalb Jahre ältere Schwester Ellen Øen Carlsen spielte ebenfalls Schach. Sie gewann 2007 als Siebzehnjährige die Nordische Meisterschaft in ihrer Altersklasse. Im Jahr 2014 belegte sie Platz 10 der norwegischen Frauenrangliste. Anfang März 2014 trat sie beim Schachländerkampf zwischen Norwegen und Deutschland in Berlin an. Vom Weltverband FIDE wird sie mittlerweile als „inaktiv“ geführt. Außerdem hat Carlsen zwei jüngere Schwestern.

Sein erstes Schachturnier spielte Magnus Carlsen im Juli 1999. Ein Jahr später gewann er die norwegische Meisterschaft der Unter-Elfjährigen. Sein erstes internationales Turnier spielte er im Oktober 2000 beim Open in Bad Wiessee, wo er 4,5 Punkte aus neun Partien errang. Im September 2001 spielte er für seinen Verein Asker SK bei der Europäischen Mannschaftsmeisterschaft in Panormos. Bei der Weltmeisterschaft U12 in Iraklio 2002 kam er mit neun Punkten aus elf Partien auf Platz zwei. Die erste Norm für den Titel eines Internationalen Meisters erzielte er im Januar 2003 beim Turnier in Gausdal; der Titel wurde ihm im August desselben Jahres verliehen. Im selben Jahr belegte er Platz 3 bei der Jugendeuropameisterschaft und Platz 9 bei der Jugendweltmeisterschaft.

Magnus Carlsen (2005)

Alle drei Großmeisternormen sicherte sich Magnus Carlsen innerhalb von vier Monaten Anfang 2004 in einer Serie hervorragender Turnierergebnisse. Seine erste GM-Norm erzielte er mit einem überragenden Sieg und 10,5/13 Punkten in der Gruppe C des renommierten Corus-Schachturniers in Wijk aan Zee. Es war der erste aufsehenerregende Auftritt des jungen Schachtalentes. Seine beiden weiteren GM-Normen erzielte Magnus Carlsen beim Aeroflot Open in Moskau im Februar sowie bei den Dubai-Open im April 2004.

Bei einem Blitzturnier in Reykjavík im März 2004 sorgte er auch durch einen Sieg gegen Exweltmeister Anatoli Karpow für Schlagzeilen. Durch diese Leistung qualifizierte er sich für das anschließende Schnellschach-Turnier, das im K.-o.-System ausgetragen wurde. In der ersten Runde traf der dreizehnjährige Carlsen auf Kasparow, der mit einer Elo-Bewertung von 2831 überlegen die Weltrangliste anführte. In der ersten Partie mit Weiß hatte Carlsen einen Mehrbauern und erzielte ein Remis, verlor aber danach mit Schwarz in 32 Zügen.

Im Juni 2004 nahm Carlsen an der FIDE-Weltmeisterschaft in Tripolis teil, verlor dort jedoch in der ersten Runde 1,5:2,5 gegen Lewon Aronjan. Im Juli 2005 teilte er in Sandnes den ersten Platz bei der norwegischen Landesmeisterschaft mit seinem Trainer Simen Agdestein, verlor jedoch den Stichkampf um den Titel. Beim nach K.-o.-System ausgespielten Schach-Weltpokal 2005 im Dezember in Chanty-Mansijsk wurde er nach einem Platzierungskampf gegen Gata Kamsky, den er mit 1:3 (1:1 nach Turnierpartien, 0:2 nach Schnellschachpartien) verlor, Zehnter und qualifizierte sich mit diesem Resultat für das von der FIDE wieder eingeführte Kandidatenturnier zur Schachweltmeisterschaft 2007. Carlsen traf in der ersten Runde der Kandidatenkämpfe in Elista auf Lewon Aronjan und verlor mit 5:7 nach Stichkampf.

Im Februar 2006 gewann er zusammen mit Alexander Motyljow das B-Turnier in Wijk aan Zee. Einen Monat später gewann er ein sehr stark besetztes Blitzturnier in Reykjavík, bei dem er unter anderen Viswanathan Anand ausschaltete. Bei der Schacholympiade in Turin spielte er am Spitzenbrett für Norwegen und erzielte sechs Punkte aus acht Partien. Im August erzielte er beim NH Chess Tournament in Amsterdam, bei dem junge Talente gegen erfahrene Großmeister antraten, mit 6,5 Punkten aus zehn Partien das beste Ergebnis der Junioren und erhielt dafür eine Einladung zum hochdotierten Turnier Melody Amber in Monaco. Im September kam er bei der norwegischen Landesmeisterschaft in Moss wie im Vorjahr punktgleich mit Agdestein auf Platz 1. Carlsen, der zu diesem Zeitpunkt schon vor Agdestein in der Weltrangliste stand, revanchierte sich für 2005 und gewann den Stichkampf. Es war Carlsens bisher letzte Teilnahme an norwegischen Meisterschaften. Im April 2007 gewann er die Gausdal Chess Classics mit sieben Punkten aus neun Partien.

2007

Im August 2007 gewann Magnus Carlsen das GM-Turnier in Biel nach einem Stichkampf um den ersten Platz gegen Alexander Onischuk. Im Dezember 2007 erreichte er das Halbfinale im FIDE-Weltpokal, schied dann aber gegen Gata Kamsky aus. Mit dem Erreichen des Halbfinals qualifizierte er sich für den FIDE Grand Prix 2008–2010.

2008

Carlsen 2008 bei der Schacholympiade in Dresden

Im Januar 2008 gewann Carlsen zusammen mit dem Armenier Lewon Aronjan das Corus-Turnier in Wijk aan Zee. Beide erzielten unter den 14 Teilnehmern mit einem Elo-Schnitt von 2742 (Kategorie 20) acht Punkte aus 13 Partien. Beim Schachturnier in Linares belegte Carlsen mit einer Elo-Leistung von über 2800 hinter Weltmeister Anand den zweiten Platz. Im Juni 2008 gewann Carlsen das Aerosvit-Turnier in Foros (Elo-Durchschnitt 2711, Kategorie 19) mit einem ganzen Punkt Vorsprung vor seinen elf Wettbewerbern.

Carlsen beendete das Chess Masters Bilbao 2008 in Spanien (2. bis 13. September) mit drei Siegen, zwei Niederlagen und vier Remis auf dem zweiten Platz hinter Wesselin Topalow. Während dieses Turniers war Carlsen nach inoffiziellen Berechnungen fünf Tage lang vor Anand die Nummer 1 der Weltrangliste, was in zahlreichen Presseberichten thematisiert wurde.

2009

Magnus Carlsen (2009)

Zwischen Anfang 2009 und März 2010 wurde der junge Norweger von Ex-Weltmeister Garri Kasparow trainiert und beraten.

Im Oktober 2009 gewann Carlsen das Superturnier in Nanjing (Kategorie 21) mit acht Punkten aus zehn Partien ungeschlagen mit 2,5 Punkten Vorsprung vor dem Zweitplatzierten Topalow und mit einer Elo-Leistung von 3002. Im November belegte er beim Tal Memorial in Moskau den geteilten 2. Platz und gewann die im Anschluss ausgetragene Blitzschach-Weltmeisterschaft. Im Dezember belegte er beim London Chess Classic (Kategorie 18) mit fünf Punkten aus sieben Partien (+3 =4) den ersten Platz.

2010

Die FIDE-Weltrangliste von Januar 2010 führte Carlsen mit einem Rating von 2810 auf Platz 1 an, damit ist er der jüngste Spieler seit Einführung der Weltrangliste, dem dies gelang. Im Januar 2010 gewann er das Corus-Turnier in Wijk aan Zee (Kategorie 19) mit 8,5 Punkten aus 13 Partien. Im Juni 2010 siegte er beim Kings Tournament (Kategorie 20) im rumänischen Bazna mit 7,5 Punkten aus zehn Partien.

Unter seinen Erwartungen schnitt Carlsen kurz darauf bei der Schacholympiade in Chanty-Mansijsk ab, wo er für Norwegen am ersten Brett spielte und 4,5 Punkte aus acht Partien erreichte. Auch bei den Grand Slam Final Masters in Bilbao im Oktober 2010 blieb seine Leistung deutlich hinter seiner Einstufung zurück, er erreichte bei vier Teilnehmern hinter dem Sieger Wladimir Kramnik und Anand den dritten Platz. Beim Turnier in Nanjing überwand er seine kurzfristige Formkrise, blieb ungeschlagen und siegte mit sieben Punkten aus zehn Partien vor Anand.

Anfang November 2010 gab Carlsen seinen Verzicht auf die Teilnahme am Kandidatenturnier 2011 bekannt.

Carlsen gewann das vom 8. bis 15. Dezember 2010 dauernde London Chess Classic mit vier Siegen, zwei Niederlagen und einem Remis nach Wertung vor Anand und McShane. Nachdem er in der ersten Runde gegen McShane und in der dritten gegen Anand, jeweils mit Schwarz, verloren hatte, steigerte er sich und befreite sich in der vorletzten Runde im Spiel gegen Kramnik – wieder mit Schwarz – noch aus einer äußerst schwierigen Lage, sodass diese Partie remis endete.

2011

Auf der FIDE-Weltrangliste vom Januar 2011 belegte Carlsen mit 2814 Elo-Punkten erneut den ersten Platz.

Bei der letzten Auflage des Turniers Melody Amber in Monaco 2011 erreichte Carlsen den zweiten Platz in der Gesamtwertung (hinter Aronjan) und gewann den Schnellschachteil. Im Juni 2011 gewann er mit 6,5 Punkten aus zehn Partien erneut das Turnier in Bazna, aufgrund besserer Wertung vor dem punktgleichen Sergei Karjakin. Dadurch verdrängte er im Juli 2011 Viswanathan Anand wieder von der Spitze der Weltrangliste, die jener von März bis Juni angeführt hatte.

Im Juli 2011 gewann er das Turnier in Biel mit sieben Punkten aus zehn Partien. Im Oktober 2011 siegte er beim 4. Final-Masters, das in São Paulo und Bilbao ausgetragen wurde, nach Stichkampf gegen Wassyl Iwantschuk.

Auch das 6. Tal Memorial 2011, das vom 16. bis 25. November 2011 in Moskau stattfand, gewann Magnus Carlsen auf Grund der Tie-Break-Regelung (der Spieler mit den meisten Schwarzpartien wird bevorzugt) vor dem punktgleichen Aronjan mit jeweils zwei Siegen und sieben Remisen; Carlsen spielte fünfmal mit den schwarzen Steinen, während Aronjan vier Schwarzpartien bestritt. Nach den meisten anderen Kriterien hätte Aronjan knapp vorne gelegen.

Beim 3. London Chess Classic 2011 belegte Magnus Carlsen hinter Kramnik und Nakamura, gegen den er gewann, mit fünf Remisen und drei Siegen den 3. Platz.

2012

Magnus Carlsen (2012)

Das 74. Tata-Steel-Schachturnier 2012, das vom 13. bis 29. Januar in Wijk aan Zee ausgetragen wurde, beendete Magnus Carlsen – punktgleich mit Caruana und Radjabov (je acht Punkte aus 13 Partien) – auf dem geteilten zweiten Platz; nachdem er in der neunten Runde mit den weißen Steinen gegen Karjakin eine Niederlage hatte hinnehmen müssen, war es ihm in den folgenden vier Runden nicht mehr möglich, den späteren Turniersieger Lewon Aronjan, den Carlsen in der 3. Runde mit den weißen Steinen bezwungen hatte, zu gefährden. Im Juni 2012 gewann Carlsen das 7. Tal Memorial in Moskau. Er kam in diesem Turnier auf 5,5 Punkte aus neun Partien und blieb als einziger Spieler ohne Niederlage. Bei der vom 1. bis 11. Juli 2012 im kasachischen Astana ausgetragenen Schnell- und Blitzschachweltmeisterschaft wurde Magnus Carlsen sowohl im Schnellschach als auch im Blitzschach Vize-Weltmeister. Ebenfalls Zweiter wurde Carlsen beim 45. Internationalen Schachfestival in Biel, das vom 21. Juli bis 3. August 2012 stattfand. Obwohl Carlsen den Turniersieger Wang Hao im Verlauf des Turniers zweimal besiegte und selbst ohne Niederlage blieb, lag er am Ende aufgrund der Drei-Punkte-Regel hinter Wang, da dieser mehr Partien gewonnen hatte. Das Grand-Slam-Finale 2012, das in São Paulo und Bilbao ausgetragen wurde, gewann Carlsen nach Blitzschach-Stichkampf gegen Caruana. Im Dezember 2012 gewann er auch die vierte Auflage der London Chess Classic.

2013

Magnus Carlsen (2013)

Im Januar gewann Magnus Carlsen das Tata-Steel-Schachturnier, das er zuletzt 2008 und 2010 gewonnen hatte (damals noch unter dem Namen „Corus-Turnier“). Im April siegte er in London beim Kandidatenturnier für die Schachweltmeisterschaft 2013. Zwar beendete er das Turnier mit einer Niederlage gegen Peter Swidler, da der punktgleiche Wladimir Kramnik aber ebenfalls seine letzte Partie verlor, war Carlsen wegen der größeren Anzahl gewonnener Partien als Herausforderer von Titelverteidiger Viswanathan Anand qualifiziert.

Im November 2013 trat Carlsen in Chennai, der Heimatstadt Anands, zum Weltmeisterschaftskampf gegen ihn an. In der fünften Runde ging er in Führung und baute diese durch weitere Siege in Runde sechs und neun auf 6:3 aus. Mit einem Remis in der zehnten Partie wurde Carlsen wenige Tage vor seinem 23. Geburtstag am 22. November 2013 Weltmeister. Er ist damit der zweitjüngste Schachweltmeister. Nur Garri Kasparow war bei seinem Titelgewinn 1985 mit 22 Jahren und knapp 7 Monaten noch jünger (unberücksichtigt Ruslan Ponomarjow als jüngster FIDE-Weltmeister mit 18 Jahren und 3 Monaten).

2014

Bei der Zürich Chess Challenge vom 29. Januar bis 4. Februar gewann er das Hauptturnier im klassischen Schach. Im anschließenden Schnellschachteil des Turniers, der von Fabiano Caruana gewonnen wurde, spielte er schwächer und erreichte nur den vierten von sechs Plätzen. Dieses Ergebnis reichte jedoch, um auch im Gesamtturnier den ersten Platz zu erreichen.

Im April gewann er das als Gedenkturnier für den im Januar verstorbenen aserbaidschanischen Großmeister Vüqar Həşimov ausgetragene Shamkir Chess. Im Juni gewann er in Dubai sowohl die Weltmeisterschaft im Schnellschach (11 Punkte aus 15 Partien) als auch die Weltmeisterschaft im Blitzschach (17 Punkte aus 21 Partien). Bei der Schacholympiade in Tromsø in seinem Heimatland spielte Carlsen für Norwegen am ersten Brett. In neun Partien erzielte er sechs Punkte, dabei verlor er gegen den Deutschen Arkadij Naiditsch und den Kroaten Ivan Šarić, zum letzten Spiel trat er nicht mehr an.

Beim Weltmeisterschaftskampf in Sotschi vom 7. bis zum 23. November verteidigte Carlsen seinen Titel. Sein Gegner war wiederum Viswanathan Anand, der im März 2014 das Kandidatenturnier gewonnen hatte. Carlsen gewann drei Partien, Anand eine, sieben endeten remis.

2015

Im Januar gewann Carlsen zum vierten Mal das Tata-Steel-Schachturnier in Wijk aan Zee (Niederlande). Im Februar siegte er beim Grenke Chess Classic in Baden-Baden, nach Stichkampf gegen Arkadij Naiditsch. Im Juni wurde Carlsen Siebenter beim Norway Chess 2015. Im September erreichte Carlsen mit 5 Punkten aus neun Runden den zweiten Platz beim Sinquefield Cup in St. Louis.

Carlsen auf dem Weg zur Titelverteidigung als Schnellschachweltmeister 2015 –
in der 2. Runde gegen Dennis Wagner

Zu den Schnell- und Blitzschachweltmeisterschaften 2015 in Berlin vom 10. bis 14. Oktober reiste Carlsen nach seinen Erfolgen des Vorjahres als dreifacher Titelträger bzw. „Großmeister aller Klassen“ an. In der dreitägigen Schnellschach-WM über 15 Runden blieb er bei acht Gewinnpartien und sieben Remisen ohne Partieverlust, lag nach dem ersten Tag auf Rang 8, nach dem zweiten Tag mit 8 Zählern punktgleich mit Sergei Zhigalko bereits an erster Stelle und hatte nach der 15. und letzten Runde am dritten Tag mit 11,5 Zählern einen ganzen Punkt Vorsprung auf Jan Nepomnjaschtschi und Teimour Radjabov. Als eine spannend verlaufene Schlüsselpartie auf dem Weg zur Titelverteidigung ist Carlsens Sieg in der 12. Runde gegen Iwantschuk anzusehen.

Bei der zweitägigen Blitzschach-WM über 21 Runden lag Carlsen nach der zehnten Partie mit 9 Punkten auf Rang 1 vor dem punktgleichen Maxime Vachier-Lagrave, verlor aber die elfte und letzte Partie des Tages gegen Sergei Karjakin. Nach drei weiteren Partieverlusten am Folgetag, darunter die 15. gegen den späteren Weltmeister Alexander Grischuk, wurde Carlsen am Ende Sechster.

Im Dezember nahm Carlsen am Qatar Masters Open in Doha teil, seinem ersten offenen Turnier seit der Arctic Chess Challenge im August 2007. Er kam auf 7 Punkte aus 9 Partien und gewann den Stichkampf um den Turniersieg gegen den punktgleichen Vorjahressieger Yu Yangyi mit 2:0.

2016

Im Januar gewann Carlsen zum fünften Mal das Tata-Steel-Schachturnier. Er erzielte neun Punkte aus 13 Partien (+5 =8 −0) und hatte damit einen Punkt Vorsprung vor Fabiano Caruana und Ding Liren. Im September war Carlsen Teil der norwegischen Mannschaft bei der Schacholympiade. Er erzielte 7,5 Punkte aus zehn Partien und hatte damit einen großen Anteil am fünften Platz der norwegischen Mannschaft. Vom 11. bis 30. November 2016 spielte er um die Schachweltmeisterschaft 2016 gegen den Herausforderer Sergei Karjakin. Am 30. November 2016, seinem 26. Geburtstag, gewann Carlsen den Tie-Break mit +2 =2 −0, nachdem die zwölf regulären Partien mit einem Gleichstand (+1 =10 −1) geendet hatten.

2017

In der zweiten Januarhälfte nahm Carlsen am Tata-Steel-Schachturnier teil. Er wurde hinter Wesley So aus den USA zweiter mit acht Punkten aus 13 Partien (+4 =8 −1). Im April nahm Carlsen als Titelverteidiger nach seinem Sieg im Jahr 2015 am Grenke Chess Open teil. Dabei erreichte er vier Punkte aus sechs Partien (+1 =5 −0) und belegte Rang zwei hinter Lewon Aronjan. In der ersten Junihälfte nahm Carlsen am Altibox Norway Chess Turnier in Stavanger teil. Im zehnköpfigen Starterfeld belegte er beim Sieg von Lewon Aronjan mit vier Punkten aus neun Partien (+1 =6 −2) den neunten Rang. Im Juli gewann er das Schnellschach/Blitzturnier der Grand Chess Tour in Leuven, Belgien, mit 3 Punkten Vorsprung vor Wesley So (25,5/36). Im August 2017 nahm Carlsen am stark besetzten Sinqufield Cup teil. Mit 5,5 Punkten aus neun Partien (+3 =5 −1) belegte er Rang zwei hinter Maxime Vachier-Lagrave. Im Dezember 2017 gewann er die Blitzschach-Weltmeisterschaft in Riad mit 1,5 Punkten Vorsprung vor Sergey Karjakin und Viswanathan Anand.

2018

Ende Januar gewann Carlsen das Tata-Steel-Schachturnier in Wijk aan Zee. Nach 13 gespielten Runden lag er mit 9,0/13 (+5 =8 −0) punktgleich mit Anish Giri auf Platz 1 und setzte sich gegen diesen in zwei Tie-Break-Partien (Blitzschach mit 5 min Bedenkzeit plus 3 Sekunden pro Zug) durch. Er gewann die erste Partie mit Weiß und akzeptierte in der zweiten Partie in klar besserer Position Giris Remisangebot. Im Februar gewann er die inoffizielle Weltmeisterschaft im Fischer-Random-Schach gegen Hikaru Nakamura mit 14:10 Punkten. Im April 2018 gewann Carlsen zum dritten Mal nach 2014 und 2015 das Turnier Shamkir Chess mit 6 Punkten aus neun Partien (+3 =6 −0). Ende August gewann er mit 5,5 Punkten aus neun Partien (+2 =7 −0) punktgleich mit Fabiano Caruana und Lewon Aronjan den Sinquefield Cup 2018.

Im November verteidigte Carlsen in London seinen Weltmeistertitel gegen den im Kandidatenturnier 2018 ermittelten Herausforderer Fabiano Caruana. Nachdem alle zwölf regulären Partien Remis geendet hatten, setzte sich Carlsen im Tiebreak im Schnellschach mit 3:0 durch. Im Dezember gewann er zum vierten Mal die Weltmeisterschaft im Blitzschach.

2019

Im Jahr 2019 gewann Carlsen jedes Turnier mit klassischer Bedenkzeit ohne Niederlage:

Mit insgesamt sieben Turniersiegen ist Carlsen nunmehr alleiniger Rekordsieger des Turniers.

Mit den Punkten für seinen Turniersieg in Zagreb stellte er den von ihm selbst im Jahr 2014 aufgestellten Elo-Rekord von 2882 Punkten ein. Der Sinquefield Cup in St. Louis war das erste Turnier mit klassischer Bedenkzeit, welches er im Jahr 2019 nicht gewann. Zwar verlor er keine Partie mit klassischer Bedenkzeit, unterlag aber im Tie-Break Ding Liren und belegte Rang 2.

Im April gewann er das Cote d’Ivorie Rapid and Blitz in der Elfenbeinküste, wo er als erster Schachweltmeister überhaupt an einem Schachturnier auf dem afrikanischen Kontinent teilnahm.

Bei der ersten Weltmeisterschaft im Chess960 unterlag er im Finale Wesley So deutlich mit 2,5:13,5 und musste seinen (bis dahin nur inoffiziellen) Titel des Chess960-Weltmeisters abgeben.

Im November 2019 gewann Carlsen das Tata Steel Chess India Rapid & Blitz Turnier (Teil der Grand Chess Tour) mit 27 von 36 Punkten vor Vorjahressieger Nakamura (23/36).

Im Dezember 2019 errang er zum dritten Mal den Weltmeistertitel im Schnellschach ungeschlagen mit 11½ Punkten aus 15 Runden (+8 =7 −0) sowie zum fünften Mal den Weltmeistertitel im Blitzschach mit 16½ Punkten aus 21 Runden (+13 =7 −1). Am Ende war er gleichauf mit Hikaru Nakamura. So musste der Tiebreak entscheiden, den Carlsen mit 1½:½ gewann.

2020

Carlsen nahm auch 2020 wieder am Schachturnier in Wijk aan Zee teil und wurde dort ungeschlagen Zweiter.

Seit er am 31. Juli 2018 gegen Şəhriyar Məmmədyarov in Biel verlor, war Carlsen in 125 Turnierpartien mit klassischer Bedenkzeit – das heißt ohne Schnell- oder Blitzschachpartien – ohne Niederlagen, bis die Serie am 10. Oktober 2020 von Jan-Krzysztof Duda beendet wurde. Damit hält Carlsen mit 44 Siegen und 81 Unentschieden den Rekord für die längste Serie eines Weltklassespielers ohne Niederlage.

Da während der COVID-19-Pandemie der Schachbetrieb weltweit praktisch zum Erliegen kam, organisierte Carlsen die Magnus Carlsen Chess Tour, in der er drei der vier Online-Turniere und das abschließende Grand Final gewann. Insgesamt gewann er im Jahr 2020 bei Online-Turnieren 510.587 US-Dollar und war damit der erfolgreichste E-Sportler weltweit.

2021

Die Schachweltmeisterschaft 2021 zwischen Magnus Carlsen und Jan Nepomnjaschtschi findet vom 24. November bis zum 16. Dezember 2021 in Dubai statt.

Elo-Entwicklung

Elo-Entwicklung
Turnier Ort Ergebnis/Punktezahl Rang
2004
Smartfish Masters Drammen 3/9 9.–10. Platz
2005
Gausdal 4/9 6.–8. Platz
Biel 4/10 (+0 =8 −2) 6. Platz
2006
Jugend gegen Erfahrung Amsterdam 6,5/10 1. Platz der Junioren
Biel 6/10 (+4 =4 −2) 2. Platz
Tal-Memorial Moskau 3,5/9 (+0 =7 −2) 8.–9. Platz
2007
Corus-Schachturnier Wijk aan Zee 4,5/13 (+0 =9 −4) 13.–14. Platz (geteilt mit Alexei Schirow)
Internationales Turnier Linares 7,5/14 (+4 =7 −3) 2.–3. Platz (geteilt mit Alexander Morosewitsch)
Internationales Turnier Dortmund 3/7 (+0 =6 −1) 6. Platz
Biel 5,5/9 (+4 =3 −2) 1.–2. Platz (geteilt mit Alexander Onischuk)
Schach-Weltpokal 2007 Chanty-Mansijsk 10/14 3. Platz
2008
Corus-Schachturnier Wijk aan Zee 8/13 (+5 =6 −2) 1.–2. Platz (geteilt mit Lewon Aronjan)
Internationales Turnier Linares und Morelia 8/14 (+5 =6 −3) 2. Platz
1. Runde des FIDE Grand Prix 2008–2010 Baku 8/13 (+4 =8 −1) 1.–3. Platz (geteilt mit Vüqar Həşimov und Wang Yue)
Aerosvisit-Turnier Foros 8/11 (+5 =6 −0) 1. Platz
Biel 6/10 (+3 =6 −1) 3. Platz
Final Chess Masters Bilbao 5/9 (+3 =4 −3) 2. Platz
2009
Corus-Schachturnier Wijk aan Zee 7/13 (+2 =10 −1) 5.–6. Platz (geteilt mit Leinier Domínguez)
Internationales Turnier Linares 7,5/14 (+3 =9 −2) 3. Platz
M-Tel Masters Sofia 6/10 (+3 =6 −1) 2.–3. Platz (geteilt mit Wesselin Topalow)
Internationales Turnier Dortmund 5,5/10 2.–4. Platz (geteilt mit Péter Lékó und Dmitri Jakowenko)
Pearl Spring Chess Tournament Nanjing 8/10 (+6 =4 −0) 1. Platz
Tal-Memorial Moskau 5,5/9 (+2 =7 −0) 2. Platz
London Chess Classic London 5/7 (+3 =4 −0) 1. Platz
2010
Corus-Schachturnier Wijk aan Zee 8,5/13 (+5 =7 −1) 1. Platz
Kings Tournament Bazna 7,5/10 (+5 =5 −0) 1. Platz
39. Schacholympiade Chanty-Mansijsk 4,5/8 ?
Final Chess Masters Bilbao 2,5/6 (+1 =3 −2) 3. Platz
Pearl Spring Chess Tournament Nanjing 7/10 (+4 =6 −0) 1. Platz
London Chess Classic London 4,5/7 (+4 =1 −2) 1. Platz
2011
Corus-Schachturnier Wijk aan Zee 8/13 (+5 =6 −2) 3. Platz
Kings Tournament Bazna 6,5/10 (+3 =7 −0) 1.–2. Platz (geteilt mit Sergei Karjakin)
Biel 7/10 (+5 =4 −1) 1. Platz
Final Chess Masters Bilbao 6/10 (+3 =6 −1) 1.–2. Platz (geteilt mit Wassyl Iwantschuk, Sieg im Tiebreak)
Tal-Memorial Moskau 5,5/9 (+2 =7 −0) 1.–2. Platz (geteilt mit Lewon Aronjan)
London Chess Classic London 5,5/8 (+3 =5 −0) 2.–3. Platz (geteilt mit Hikaru Nakamura)
2012
Corus-Schachturnier Wijk aan Zee 8/13 (+4 =8 −1) 2.–4. Platz (geteilt mit Teymur Rəcəbov und Fabiano Caruana)
Tal-Memorial Moskau 5,5/9 (+2 =7 −0) 1. Platz
Biel 7/10 (+4 =6 −0) 2. Platz
Final Chess Masters Bilbao 6,5/10 (+4 =5 −1) 1.–2. Platz (geteilt mit Fabiano Caruana, Sieg im Tie-Break)
London Chess Classic London 6,5/8 (+5 =3 −0) 1. Platz
2013
Corus-Schachturnier Wijk aan Zee 10/13 (+7 =6 −0) 1. Platz
WM-Kandidatenturnier London 8,5/14 (+5 =7 −2) 1. Platz (nach Wertung vor Wladimir Kramnik)
Norway Chess Stavanger 5,5/9 (+3 =5 −1) 2.–3. Platz (geteilt mit Hikaru Nakamura)
Tal-Memorial Moskau 5,5/9 (+3 =5 −1) 2. Platz
Sinquefield Cup St. Louis 4,5/6 (+3 =3 −0) 1. Platz
Weltmeisterschaftskampf gegen Viswanathan Anand Chennai 6,5/10 (+3 =7 −0) Carlsen gewinnt 6,5:3,5 und wird 16. Weltmeister
2014
Zurich Chess Challenge 2014 Zürich 4/5 (+3 =2 −0) 1. Platz
Shamkir Chess 2014 Şəmkir 6,5/10 (+5 =3 −2) 1. Platz
Norway Chess 2014 Stavanger 5,5/9 (+2 =7 −0) 2. Platz
Sinquefield Cup 2014 St. Louis 5,5/10 (+2 =7 −1) 2. Platz
Weltmeisterschaftskampf gegen Viswanathan Anand Sotschi 6,5/11 (+3 =7 −1) Carlsen gewinnt das Match vorzeitig mit 6,5:4,5 und bleibt Weltmeister
2015
Tata-Steel-Schachturnier Wijk aan Zee 9/13 (+6 =6 −1) 1. Platz
Gashimov-Memorial-Turnier Şəmkir 7/9 (+5 =4 −0) 1. Platz
Norway Chess Stavanger 3,5/9 (+2 =3 −4) 8. Platz
Sinquefield Cup St. Louis 5/9 (+3 =4 −2) 2. Platz
London Chess Classic London 5,5/9 (+2 =7 −0) 1. Platz
Qatar-Masters-Turnier Doha 7/9 (+5 =4 −0) 1. Platz
2016
Tata-Steel-Schachturnier Wijk aan Zee 9/13 (+5 =8 −0) 1. Platz
Norway Chess Stavanger 6/9 (+4 =4 −1) 1. Platz
Bilbao Chess Masters Bilbao 17/10 (+4 =5 −1) 1. Platz (spezielle Wertung: Sieger bekommt 3 Punkte)
Weltmeisterschaftskampf gegen Sergei Karjakin New York 6/12 (+1 =10 −1) Carlsen gewinnt den Tie-Break mit 3/4 (+2 =2 −0) und bleibt Weltmeister
2017
Tata-Steel-Schachturnier Wijk aan Zee 8/13 (+4 =8 −1) 2. Platz
Grenke Chess Classics Baden-Baden 4/6 (+1 =5 −0) 3. Platz
Altibox Norway Chess Stavanger 4/9 (+1 =6 −2) 9. Platz
Sinquefield Cup Saint Louis 5,5/9 (+3 =5 −1) 2. Platz
Schach-Weltpokal 2017 Tiflis 4,5/6 (+4 =1 −1) 17.–32. Platz
Isle of Man International Isle of Man 7,5/9 (+6 =3 −0) 1. Platz
2018
Tata-Steel-Schachturnier Wijk aan Zee 9/13 (+5 =8 −0) 1. Platz nach Sieg im Tie-Break (+1 =1 −0) gegen Anish Giri
Grenke Chess Classic Karlsruhe/Baden-Baden 5,5/9 (+2 =7 −0) 2. Platz
Shamkir Chess Şəmkir 6/9 (+3 =6 −0) 1. Platz
Norway Chess Oslo 4,5/8 (+2 =5 −1) 2. Platz
Sinquefield Cup Saint Louis 5,5/9 (+2 =7 −0) 1.–3. Platz (geteilt mit Fabiano Caruana und Lewon Aronjan)
Biel International Chess Festival Biel/Bienne 6/10 (+3 =6 −1) 2. Platz
Weltmeisterschaftskampf gegen Fabiano Caruana London 6/12 (+0 =12 −0) Carlsen gewinnt den Tie-Break mit 3/3 (+3 =0 −0) und bleibt Weltmeister
2019
Tata-Steel-Schachturnier Wijk aan Zee 9/13 (+5 =8 −0) 1. Platz
Shamkir Chess Şəmkir 7/9 (+5 =4 −0) 1. Platz
Grenke Chess Classic Karlsruhe/Baden-Baden 7,5/9 (+6 =3 −0) 1. Platz
Norway Chess Stavanger 13,5 (+2 =7 −0 in klassischen Partien, +6 −1 im Armageddon) 1. Platz
Croatia Grand Chess Tour Zagreb 8/11 (+5 =6 −0) 1. Platz
Sinquefield Cup Saint Louis 6,5/11 (+2 =9 −0 in klassischen Partien, +0 =2 −0 im Schnellschach und +0 =0 −2 im Blitzschach) 2. Platz
Isle of Man International Isle of Man 7,5/11 (+4 =7 −0) 6. Platz
2020
Tata-Steel-Schachturnier Wijk aan Zee und Eindhoven 8/13 (+3 =10 −0) 2. Platz
Norway Chess Stavanger 19,5 (+5 =3 −2 in klassischen Partien, +3 −0 im Armageddon) 1. Platz
  1. Bei diesem Turnier wurde nach jeder Remispartie unmittelbar anschließend eine Armageddon-Partie gespielt. Ein Sieg in der klassischen Turnierpartie wurde mit 2 Punkten gewertet, ein Remis – je nach Ausgang der Armageddon-Partie – mit 0,5 oder 1,5 Punkten.
  2. Bei diesem Turnier wurde nach jeder Remispartie unmittelbar anschließend eine Armageddon-Partie gespielt. Ein Sieg in der klassischen Turnierpartie wurde mit 3 Punkten gewertet, ein Remis – je nach Ausgang der Armageddon-Partie – mit 1,0 oder 1,5 Punkten.

Carlsen verfügt über ein intuitives Spielverständnis und wird in dieser Hinsicht mit José Raúl Capablanca und Anatoli Karpow verglichen. Er kann daher viele verschiedene Stellungstypen gut behandeln. In der Eröffnung ist er nicht auf bestimmte Systeme festgelegt, was eine Vorbereitung auf ihn sehr erschwert. Oft vermeidet er weit ausanalysierte Theorievarianten und strebt Stellungen an, in denen er seine Gegner langfristig unter Druck setzen kann. Dabei zeichnet er sich durch großen Kampfgeist aus. Insbesondere im Endspiel spielt er sehr stark und nutzt gegnerische Fehler effektiv aus. Oft gelingt es ihm, in scheinbar ausgeglichenen Endspielen kleinste Vorteile zu verwerten. Diese Fähigkeit wird von Kommentatoren metaphorisch umschrieben, dass Carlsen „Wasser aus Fels quetschen“ könne. Nach Ansicht von Lewon Aronjan ist Carlsens größte Stärke seine Selbstbeherrschung, die es ihm erlaube, auch nach eigenen Fehlern weiterzukämpfen. Kritik an seinem Stil hat Carlsen selbst zurückgewiesen. Nachdem der deutsche Schach-Ehrenpräsident Robert von Weizsäcker gesagt hatte, Carlsen habe gegen Anand gewonnen, weil er „der bessere Sportler […] und nicht, weil er der bessere Schachspieler“ sei, meinte Carlsen, seine Spielweise verfolge eine durchdachte Strategie. Radosław Wojtaszek lobte die ökonomische Spielweise Carlsens. Er versuche nicht, in jeder Stellung den besten Zug zu finden, was viel Zeit und Energie koste, sondern spiele Züge, die „gut genug“ seien. Mark Dworezki verwies in einem Interview auf Aussagen von Carlsens ehemaligem Trainer Simen Agdestein, wonach Intuition und Furchtlosigkeit die besonderen Merkmale von Carlsens Stil seien. Dessen Rechenfähigkeit sei nicht einzigartig, aber er habe ein vollendetes Stellungsgefühl. Grigory Serper vertritt die Auffassung, dass Carlsens besondere Stärke sein hervorragendes Gedächtnis und die darauf basierende Fähigkeit zur Mustererkennung seien.

Beiträge zur Eröffnungstheorie

Beim Turnier in Shamkir 2018 führte Carlsen gegen Radosław Wojtaszek eine neue Variante gegen die Sizilianische Verteidigung in die Meisterpraxis ein: 1. e4 c5 2. Sc3 d6 3. d4 cxd4 4. Dxd4 Sc6 5. Dd2 mit der Idee, mit b3, Lb2 nebst langer Rochade fortzusetzen. Wojtaszek wählte dagegen einen Aufbau mit Sf6 nebst e6 und verlor die Partie in 31 Zügen. Später wurde für Schwarz ein Aufbau mit 5. ... g6 populärer.

Carlsen–Kasparow
a b c d e f g h
8 8
7 7
6 6
5 5
4 4
3 3
2 2
1 1
a b c d e f g h
Endstellung nach 52. Lf2

In der folgenden Partie erzielte der 13-jährige Carlsen mit den weißen Steinen 2004 in Reykjavík ein Remis gegen den russischen Ex-Weltmeister Kasparow.

Carlsen–Kasparow ½:½
Reykjavík Rapid, 18. März 2004
Abgelehntes Damengambit (Cambridge-Springs-Variante), D52
1. d4 d5 2. c4 c6 3. Sf3 Sf6 4. Sc3 e6 5. Lg5 Sbd7 6. e3 Da5 7. Sd2 Lb4 8. Dc2 0–0 9. Le2 e5 10. 0–0 exd4 11. Sb3 Db6 12. exd4 dxc4 13. Lxc4 a5 14. a4 Dc7 15. Tae1 h6 16. Lh4 Ld6 17. h3 Sb6 18. Lxf6 (18. … gxf6 19. Dg6+ Kh8 20. Dxh6+ Kg8 21. Dg6+ Kh8 22. Dxf6+ Kg8 23. Te4 und Weiß gewinnt...) Sxc4 19. Se4 Lh2+ 20. Kh1 Sd6 21. Kxh2 Sxe4+ 22. Le5 Sd6 23. Dc5 Td8 24. d5 Dd7 25. Sd4 Sf5 26. dxc6 bxc6 27. Sxc6 Te8 28. Td1 De6 29. Tfe1 Lb7 30. Sd4 Sxd4 31. Dxd4 Dg6 32. Dg4 Dxg4 33. hxg4 Lc6 34. b3 f6 35. Lc3 Txe1 36. Txe1 Ld5 37. Tb1 Kf7 38. Kg3 Tb8 39. b4 axb4 40. Lxb4 Lc4 41. a5 La6 42. f3 Kg6 43. Kf4 h5 44. gxh5+ Kxh5 45. Th1+ Kg6 46. Lc5 Tb2 47. Kg3 Ta2 48. Lb6 Kf7 49. Tc1 g5 50. Tc7+ Kg6 51. Tc6 Lf1 52. Lf2 ½:½

In der Schachbundesliga spielte Carlsen in der Saison 2004/05 für die Schachfreunde Neukölln. Von 2006 bis 2013 war er für die OSG Baden-Baden (bis Juni 2008 OSC Baden-Baden) gemeldet, er kam allerdings nur in den Spielzeiten 2006/07, 2007/08 und 2008/09 zum Einsatz. In Frankreich ist er Mitglied von Clichy Echecs 92. In der niederländischen Meesterklasse hatte er in der Saison 2007/08 einen Einsatz beim Meister Hilversums Schaakgenootschap, in der spanischen Mannschaftsmeisterschaft spielte er 2004 für CA Magic Mérida.

Bereits im März 2005 hatte Garri Kasparow ihn neben Sergei Karjakin und Hikaru Nakamura als den seiner Meinung nach vielversprechendsten Spieler der Zukunft bezeichnet. Im Dezember 2009 lobte Kasparow insbesondere Carlsens Intuition und sein natürliches Talent, die optimale Position der Figuren weit im Voraus zu erkennen.

Carlsen lebt in der Ortschaft Haslum in der norwegischen Kommune Bærum, 15 km von Oslo entfernt, und spielt in seiner Freizeit gerne Fußball.

2010 erhielt er einen Vertrag als Model für die niederländische Bekleidungsfirma G-Star. Die Einnahmen seiner Vermarktungsfirma Magnuschess stiegen von 3,5 Millionen NOK im Jahr 2009 auf 8,4 Millionen NOK (gut 1 Mio. Euro) im Jahr 2010. 2012 belief sich das Jahreseinkommen von Carlsen nach Angaben seines Managers auf etwa 1,2 Millionen US-Dollar. Nach dem Gewinn des Weltmeistertitels ließ Magnus Carlsen seinen Namen als Marke eintragen, um künftig Produkte darunter vermarkten zu können. Im Jahr 2017 erzielte die Firma Magnuschess, die zu 85 Prozent Magnus Carlsen und zu 15 Prozent seinem Vater Hendrik gehört, einen Gewinn von 11,4 Millionen NOK vor Steuern. Im Jahr 2016 waren es 8,7 Millionen NOK.

Im April 2013 wurde Carlsen in die Liste Time 100 aufgenommen. Das Frauenmagazin Cosmopolitan pries ihn als einen der hundert attraktivsten Männer der Welt.

Im Februar 2016 spielte Carlsen anlässlich des 70. Geburtstages der Wochenzeitung Die Zeit simultan gegen 70 überwiegend ausgeloste Gegner und gewann bei einer Niederlage und zwei Remis 67 der Partien.

Der Dokumentarfilm Magnus – Der Mozart des Schachs (2016) von Benjamin Ree zeigt Carlsens Entwicklung bis zum Gewinn des Weltmeistertitels 2013.

Im Jahre 2019 kam es zu einem Streit zwischen Magnus Carlsen und dem Norwegischen Schachverband. Dabei ging es um ein Sponsoringangebot über fünf Millionen Euro für einen Zeitraum von fünf Jahren durch das Glücksspielunternehmen Kindred Group, das der Schachverband aus ethischen Gründen nicht annehmen wollte. Carlsen, der sich für das Geschäft starkgemacht hatte, gründete daraufhin seinen eigenen Schachverein Offerspil Sjakklubb und zahlte die Beiträge der ersten 1000 Mitglieder aus eigener Tasche, um sich mehr Einfluss auf den bis dato 4000 Mitglieder zählenden Schachverband zu sichern.

Carlsen spielt Fantasy Football, eine über das Internet gespielte Simulation von Fußballmanagement, in der Fantasy Premier League, wo er Mitte Dezember 2019 mit seinem fiktionalen Verein Kjell Ankedal auf dem ersten Platz vor über sieben Millionen anderen Spielern lag.

Im Juli 2021 wurde Carlsen vom Weltschachverband FIDE mit der Fair Play Svetozar Gligoric Trophy für das Jahr 2020 ausgezeichnet. Beim Online-Turnier Chessable Masters hatte sein Gegner Ding Liren eine Partie verloren, weil seine Internetverbindung zusammengebrochen war. Carlsen verlor daraufhin absichtlich die nächste Partie, weil er daraus keinen Vorteil ziehen wollte.

Commons: Magnus Carlsen – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien
  • im Katalog der Deutschen Nationalbibliothek
  • auf 365Chess.com (englisch)
  • auf der Website von Carlsens Sponsor Arctic Securities (englisch)
  • Ratingverlauf im Vergleich mit anderen Topspielern
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Normdaten (Person): GND:(, ) | LCCN: | VIAF: |Wikipedia-Personensuche
Personendaten
NAME Carlsen, Magnus
ALTERNATIVNAMEN Carlsen, Sven Magnus Øen (vollständiger Name)
KURZBESCHREIBUNG norwegischer Schachgroßmeister und Schachweltmeister
GEBURTSDATUM 30. November 1990
GEBURTSORT Tønsberg

Magnus Carlsen
magnus, carlsen, norwegischer, schachspieler, amtierender, schachweltmeister, sprache, beobachten, bearbeiten, carlsen, eine, weiterleitung, diesen, artikel, weiteren, namensträgern, siehe, carlsen, familienname, 2016, name, sven, magnus, Øen, carlsenverband, . Magnus Carlsen norwegischer Schachspieler amtierender Schachweltmeister Sprache Beobachten Bearbeiten Carlsen ist eine Weiterleitung auf diesen Artikel Zu weiteren Namenstragern siehe Carlsen Familienname Magnus Carlsen 2016 Name Sven Magnus Oen CarlsenVerband Norwegen NorwegenGeboren 30 November 1990 Tonsberg NorwegenTitel Internationaler Meister 2003 Grossmeister 2004 Weltmeister seit 2013Aktuelle Elo Zahl 2856 Dezember 2021 Beste Elo Zahl 2882 Mai 2014 und August 2019 Karteikarte bei der FIDE englisch Sven Magnus Oen Carlsen 30 November 1990 in Tonsberg ist ein norwegischer Schachspieler und seit 2013 Schachweltmeister 1 Im Jahre 2004 errang Carlsen den Titel eines Grossmeisters als damals zweitjungster Spieler im Alter von 13 Jahren 4 Monaten und 27 Tagen Erstmals im Januar 2010 erreichte er als bislang jungster Spieler die Spitzenposition der FIDE Weltrangliste und hat sie durchgehend seit Juli 2011 bis heute inne 2 Seine Elo Zahl vom Mai 2014 ist mit 2882 Punkten die hochste seit Einfuhrung der Liste im Jahr 1970 Eine hohere ruckwirkend berechnete historische Elo Zahl hatte nur Bobby Fischer Mit seinen Siegen bei der Schachweltmeisterschaft 2018 im Tie Break gegen Fabiano Caruana bei der Schnellschach Weltmeisterschaft 2019 und der Blitzschach Weltmeisterschaft 2019 ist er Weltmeister im klassischen Schach im Schnell und Blitzschach In der Variante Fischer Random Schach ist er Vize Weltmeister hinter Weltmeister Wesley So Inhaltsverzeichnis 1 Familie 2 Fruhe Erfolge 3 Erreichen des Grossmeistertitels 4 Zugehorigkeit zur Weltspitze 4 1 2007 4 2 2008 4 3 2009 4 4 2010 4 5 2011 4 6 2012 4 7 2013 4 8 2014 4 9 2015 4 10 2016 4 11 2017 4 12 2018 4 13 2019 4 14 2020 4 15 2021 4 16 Elo Entwicklung 5 Liste der Turnierergebnisse ohne Schnellschach 6 Grosste Erfolge 7 Spielstil 7 1 Beitrage zur Eroffnungstheorie 8 Partiebeispiel 9 Sonstiges 10 Literatur 11 Weblinks 12 EinzelnachweiseFamilie BearbeitenCarlsen ist der Sohn des Ingenieur paares Sigrun Oen und Henrik Albert Carlsen Seine Mutter ist Chemikerin in einer Umweltbehorde sein Vater war Manager bei Exxon und SAP bevor er nach den ersten Erfolgen seines Sohnes diese Arbeit beendete und sich um dessen Karriere kummerte 3 Die Familie wohnte ein Jahr in Espoo und danach in Brussel 1997 zog sie nach Lommedalen Baerum in Norwegen Von dort zog sie spater nach Haslum Baerum 4 Carlsen war schon als Zweijahriger in der Lage ein Puzzlespiel aus 50 Teilen zusammenzusetzen 5 Er lernte die Schachregeln im Alter von funf Jahren von seinem Vater interessierte sich aber zunachst nicht sonderlich fur das Spiel 6 7 Bereits als Kind fiel er durch sein ausgezeichnetes Gedachtnis auf Das erste Schachbuch das er las war Bent Larsens Finn planen 8 Carlsens eineinhalb Jahre altere Schwester Ellen Oen Carlsen spielte ebenfalls Schach Sie gewann 2007 als Siebzehnjahrige die Nordische Meisterschaft in ihrer Altersklasse Im Jahr 2014 belegte sie Platz 10 der norwegischen Frauenrangliste Anfang Marz 2014 trat sie beim Schachlanderkampf zwischen Norwegen und Deutschland in Berlin an 9 Vom Weltverband FIDE wird sie mittlerweile als inaktiv gefuhrt Ausserdem hat Carlsen zwei jungere Schwestern 3 Fruhe Erfolge BearbeitenSein erstes Schachturnier spielte Magnus Carlsen im Juli 1999 Ein Jahr spater gewann er die norwegische Meisterschaft der Unter Elfjahrigen Sein erstes internationales Turnier spielte er im Oktober 2000 beim Open in Bad Wiessee wo er 4 5 Punkte aus neun Partien errang Im September 2001 spielte er fur seinen Verein Asker SK bei der Europaischen Mannschaftsmeisterschaft in Panormos Bei der Weltmeisterschaft U12 in Iraklio 2002 kam er mit neun Punkten aus elf Partien auf Platz zwei Die erste Norm fur den Titel eines Internationalen Meisters erzielte er im Januar 2003 beim Turnier in Gausdal der Titel wurde ihm im August desselben Jahres verliehen Im selben Jahr belegte er Platz 3 bei der Jugendeuropameisterschaft und Platz 9 bei der Jugendweltmeisterschaft Erreichen des Grossmeistertitels Bearbeiten Magnus Carlsen 2005 Alle drei Grossmeisternormen sicherte sich Magnus Carlsen innerhalb von vier Monaten Anfang 2004 in einer Serie hervorragender Turnierergebnisse Seine erste GM Norm erzielte er mit einem uberragenden Sieg und 10 5 13 Punkten in der Gruppe C des renommierten Corus Schachturniers in Wijk aan Zee Es war der erste aufsehenerregende Auftritt des jungen Schachtalentes Seine beiden weiteren GM Normen erzielte Magnus Carlsen beim Aeroflot Open in Moskau im Februar sowie bei den Dubai Open im April 2004 Bei einem Blitzturnier in Reykjavik im Marz 2004 sorgte er auch durch einen Sieg gegen Exweltmeister Anatoli Karpow fur Schlagzeilen Durch diese Leistung qualifizierte er sich fur das anschliessende Schnellschach Turnier das im K o System ausgetragen wurde In der ersten Runde traf der dreizehnjahrige Carlsen auf Kasparow der mit einer Elo Bewertung von 2831 uberlegen die Weltrangliste anfuhrte In der ersten Partie mit Weiss hatte Carlsen einen Mehrbauern und erzielte ein Remis verlor aber danach mit Schwarz in 32 Zugen 10 11 Im Juni 2004 nahm Carlsen an der FIDE Weltmeisterschaft in Tripolis teil verlor dort jedoch in der ersten Runde 1 5 2 5 gegen Lewon Aronjan Im Juli 2005 teilte er in Sandnes den ersten Platz bei der norwegischen Landesmeisterschaft mit seinem Trainer Simen Agdestein verlor jedoch den Stichkampf um den Titel Beim nach K o System ausgespielten Schach Weltpokal 2005 im Dezember in Chanty Mansijsk wurde er nach einem Platzierungskampf gegen Gata Kamsky den er mit 1 3 1 1 nach Turnierpartien 0 2 nach Schnellschachpartien verlor Zehnter und qualifizierte sich mit diesem Resultat fur das von der FIDE wieder eingefuhrte Kandidatenturnier zur Schachweltmeisterschaft 2007 Carlsen traf in der ersten Runde der Kandidatenkampfe in Elista auf Lewon Aronjan und verlor mit 5 7 nach Stichkampf Im Februar 2006 gewann er zusammen mit Alexander Motyljow das B Turnier in Wijk aan Zee Einen Monat spater gewann er ein sehr stark besetztes Blitzturnier in Reykjavik bei dem er unter anderen Viswanathan Anand ausschaltete Bei der Schacholympiade in Turin spielte er am Spitzenbrett fur Norwegen und erzielte sechs Punkte aus acht Partien Im August erzielte er beim NH Chess Tournament in Amsterdam bei dem junge Talente gegen erfahrene Grossmeister antraten mit 6 5 Punkten aus zehn Partien das beste Ergebnis der Junioren und erhielt dafur eine Einladung zum hochdotierten Turnier Melody Amber in Monaco Im September kam er bei der norwegischen Landesmeisterschaft in Moss wie im Vorjahr punktgleich mit Agdestein auf Platz 1 Carlsen der zu diesem Zeitpunkt schon vor Agdestein in der Weltrangliste stand revanchierte sich fur 2005 und gewann den Stichkampf Es war Carlsens bisher letzte Teilnahme an norwegischen Meisterschaften Im April 2007 gewann er die Gausdal Chess Classics mit sieben Punkten aus neun Partien Zugehorigkeit zur Weltspitze Bearbeiten2007 Bearbeiten Im August 2007 gewann Magnus Carlsen das GM Turnier in Biel nach einem Stichkampf um den ersten Platz gegen Alexander Onischuk Im Dezember 2007 erreichte er das Halbfinale im FIDE Weltpokal schied dann aber gegen Gata Kamsky aus Mit dem Erreichen des Halbfinals qualifizierte er sich fur den FIDE Grand Prix 2008 2010 2008 Bearbeiten Carlsen 2008 bei der Schacholympiade in Dresden Im Januar 2008 gewann Carlsen zusammen mit dem Armenier Lewon Aronjan das Corus Turnier in Wijk aan Zee Beide erzielten unter den 14 Teilnehmern mit einem Elo Schnitt von 2742 Kategorie 20 acht Punkte aus 13 Partien Beim Schachturnier in Linares belegte Carlsen mit einer Elo Leistung von uber 2800 hinter Weltmeister Anand den zweiten Platz Im Juni 2008 gewann Carlsen das Aerosvit Turnier in Foros Elo Durchschnitt 2711 Kategorie 19 mit einem ganzen Punkt Vorsprung vor seinen elf Wettbewerbern Carlsen beendete das Chess Masters Bilbao 2008 in Spanien 2 bis 13 September mit drei Siegen zwei Niederlagen und vier Remis auf dem zweiten Platz hinter Wesselin Topalow Wahrend dieses Turniers war Carlsen nach inoffiziellen Berechnungen funf Tage lang vor Anand die Nummer 1 der Weltrangliste was in zahlreichen Presseberichten thematisiert wurde 2009 Bearbeiten Magnus Carlsen 2009 Zwischen Anfang 2009 und Marz 2010 wurde der junge Norweger von Ex Weltmeister Garri Kasparow trainiert und beraten 12 13 Im Oktober 2009 gewann Carlsen das Superturnier in Nanjing Kategorie 21 mit acht Punkten aus zehn Partien ungeschlagen mit 2 5 Punkten Vorsprung vor dem Zweitplatzierten Topalow und mit einer Elo Leistung von 3002 Im November belegte er beim Tal Memorial in Moskau den geteilten 2 Platz und gewann die im Anschluss ausgetragene Blitzschach Weltmeisterschaft Im Dezember belegte er beim London Chess Classic Kategorie 18 mit funf Punkten aus sieben Partien 3 4 den ersten Platz 14 2010 Bearbeiten Die FIDE Weltrangliste von Januar 2010 fuhrte Carlsen mit einem Rating von 2810 auf Platz 1 an damit ist er der jungste Spieler seit Einfuhrung der Weltrangliste dem dies gelang Im Januar 2010 gewann er das Corus Turnier in Wijk aan Zee Kategorie 19 mit 8 5 Punkten aus 13 Partien Im Juni 2010 siegte er beim Kings Tournament Kategorie 20 im rumanischen Bazna mit 7 5 Punkten aus zehn Partien Unter seinen Erwartungen schnitt Carlsen kurz darauf bei der Schacholympiade in Chanty Mansijsk ab wo er fur Norwegen am ersten Brett spielte und 4 5 Punkte aus acht Partien erreichte Auch bei den Grand Slam Final Masters in Bilbao im Oktober 2010 blieb seine Leistung deutlich hinter seiner Einstufung zuruck er erreichte bei vier Teilnehmern hinter dem Sieger Wladimir Kramnik und Anand den dritten Platz Beim Turnier in Nanjing uberwand er seine kurzfristige Formkrise blieb ungeschlagen und siegte mit sieben Punkten aus zehn Partien vor Anand Anfang November 2010 gab Carlsen seinen Verzicht auf die Teilnahme am Kandidatenturnier 2011 bekannt 15 16 Carlsen gewann das vom 8 bis 15 Dezember 2010 dauernde London Chess Classic 14 mit vier Siegen zwei Niederlagen und einem Remis nach Wertung vor Anand und McShane Nachdem er in der ersten Runde gegen McShane und in der dritten gegen Anand jeweils mit Schwarz verloren hatte steigerte er sich und befreite sich in der vorletzten Runde im Spiel gegen Kramnik wieder mit Schwarz noch aus einer ausserst schwierigen Lage sodass diese Partie remis endete 17 2011 Bearbeiten Auf der FIDE Weltrangliste vom Januar 2011 belegte Carlsen mit 2814 Elo Punkten erneut den ersten Platz Bei der letzten Auflage des Turniers Melody Amber in Monaco 2011 erreichte Carlsen den zweiten Platz in der Gesamtwertung hinter Aronjan und gewann den Schnellschachteil Im Juni 2011 gewann er mit 6 5 Punkten aus zehn Partien erneut das Turnier in Bazna aufgrund besserer Wertung vor dem punktgleichen Sergei Karjakin Dadurch verdrangte er im Juli 2011 Viswanathan Anand wieder von der Spitze der Weltrangliste die jener von Marz bis Juni angefuhrt hatte Im Juli 2011 gewann er das Turnier in Biel mit sieben Punkten aus zehn Partien Im Oktober 2011 siegte er beim 4 Final Masters das in Sao Paulo und Bilbao ausgetragen wurde nach Stichkampf gegen Wassyl Iwantschuk Auch das 6 Tal Memorial 2011 das vom 16 bis 25 November 2011 in Moskau stattfand gewann Magnus Carlsen auf Grund der Tie Break Regelung der Spieler mit den meisten Schwarzpartien wird bevorzugt vor dem punktgleichen Aronjan mit jeweils zwei Siegen und sieben Remisen Carlsen spielte funfmal mit den schwarzen Steinen wahrend Aronjan vier Schwarzpartien bestritt Nach den meisten anderen Kriterien hatte Aronjan knapp vorne gelegen 18 Beim 3 London Chess Classic 2011 belegte Magnus Carlsen hinter Kramnik und Nakamura gegen den er gewann mit funf Remisen und drei Siegen den 3 Platz 2012 Bearbeiten Magnus Carlsen 2012 Das 74 Tata Steel Schachturnier 2012 das vom 13 bis 29 Januar in Wijk aan Zee ausgetragen wurde beendete Magnus Carlsen punktgleich mit Caruana und Radjabov je acht Punkte aus 13 Partien auf dem geteilten zweiten Platz nachdem er in der neunten Runde mit den weissen Steinen gegen Karjakin eine Niederlage hatte hinnehmen mussen war es ihm in den folgenden vier Runden nicht mehr moglich den spateren Turniersieger Lewon Aronjan den Carlsen in der 3 Runde mit den weissen Steinen bezwungen hatte zu gefahrden Im Juni 2012 gewann Carlsen das 7 Tal Memorial in Moskau Er kam in diesem Turnier auf 5 5 Punkte aus neun Partien und blieb als einziger Spieler ohne Niederlage Bei der vom 1 bis 11 Juli 2012 im kasachischen Astana ausgetragenen Schnell und Blitzschachweltmeisterschaft wurde Magnus Carlsen sowohl im Schnellschach als auch im Blitzschach Vize Weltmeister Ebenfalls Zweiter wurde Carlsen beim 45 Internationalen Schachfestival in Biel das vom 21 Juli bis 3 August 2012 stattfand Obwohl Carlsen den Turniersieger Wang Hao im Verlauf des Turniers zweimal besiegte und selbst ohne Niederlage blieb lag er am Ende aufgrund der Drei Punkte Regel hinter Wang da dieser mehr Partien gewonnen hatte Das Grand Slam Finale 2012 das in Sao Paulo und Bilbao ausgetragen wurde gewann Carlsen nach Blitzschach Stichkampf gegen Caruana Im Dezember 2012 gewann er auch die vierte Auflage der London Chess Classic 19 2013 Bearbeiten Magnus Carlsen 2013 Im Januar gewann Magnus Carlsen das Tata Steel Schachturnier 20 das er zuletzt 2008 und 2010 gewonnen hatte damals noch unter dem Namen Corus Turnier Im April siegte er in London beim Kandidatenturnier fur die Schachweltmeisterschaft 2013 Zwar beendete er das Turnier mit einer Niederlage gegen Peter Swidler da der punktgleiche Wladimir Kramnik aber ebenfalls seine letzte Partie verlor war Carlsen wegen der grosseren Anzahl gewonnener Partien als Herausforderer von Titelverteidiger Viswanathan Anand qualifiziert 21 Im November 2013 trat Carlsen in Chennai der Heimatstadt Anands zum Weltmeisterschaftskampf gegen ihn an In der funften Runde ging er in Fuhrung und baute diese durch weitere Siege in Runde sechs und neun auf 6 3 aus Mit einem Remis in der zehnten Partie wurde Carlsen wenige Tage vor seinem 23 Geburtstag am 22 November 2013 Weltmeister 22 Er ist damit der zweitjungste Schachweltmeister Nur Garri Kasparow war bei seinem Titelgewinn 1985 mit 22 Jahren und knapp 7 Monaten noch junger unberucksichtigt Ruslan Ponomarjow als jungster FIDE Weltmeister mit 18 Jahren und 3 Monaten 2014 Bearbeiten Bei der Zurich Chess Challenge vom 29 Januar bis 4 Februar gewann er das Hauptturnier im klassischen Schach Im anschliessenden Schnellschachteil des Turniers der von Fabiano Caruana gewonnen wurde spielte er schwacher und erreichte nur den vierten von sechs Platzen Dieses Ergebnis reichte jedoch um auch im Gesamtturnier den ersten Platz zu erreichen 23 Im April gewann er das als Gedenkturnier fur den im Januar verstorbenen aserbaidschanischen Grossmeister Vuqar Hesimov ausgetragene Shamkir Chess 24 Im Juni gewann er in Dubai sowohl die Weltmeisterschaft im Schnellschach 11 Punkte aus 15 Partien 25 als auch die Weltmeisterschaft im Blitzschach 17 Punkte aus 21 Partien 26 Bei der Schacholympiade in Tromso in seinem Heimatland spielte Carlsen fur Norwegen am ersten Brett In neun Partien erzielte er sechs Punkte dabei verlor er gegen den Deutschen Arkadij Naiditsch und den Kroaten Ivan Saric zum letzten Spiel trat er nicht mehr an 27 Beim Weltmeisterschaftskampf in Sotschi vom 7 bis zum 23 November verteidigte Carlsen seinen Titel Sein Gegner war wiederum Viswanathan Anand der im Marz 2014 das Kandidatenturnier gewonnen hatte Carlsen gewann drei Partien Anand eine sieben endeten remis 2015 Bearbeiten Im Januar gewann Carlsen zum vierten Mal das Tata Steel Schachturnier in Wijk aan Zee Niederlande Im Februar siegte er beim Grenke Chess Classic in Baden Baden nach Stichkampf gegen Arkadij Naiditsch 28 Im Juni wurde Carlsen Siebenter beim Norway Chess 2015 29 Im September erreichte Carlsen mit 5 Punkten aus neun Runden den zweiten Platz beim Sinquefield Cup in St Louis 30 Carlsen auf dem Weg zur Titelverteidigung als Schnellschachweltmeister 2015 in der 2 Runde gegen Dennis Wagner Zu den Schnell und Blitzschachweltmeisterschaften 2015 in Berlin vom 10 bis 14 Oktober reiste Carlsen nach seinen Erfolgen des Vorjahres als dreifacher Titeltrager bzw Grossmeister aller Klassen an 31 In der dreitagigen Schnellschach WM uber 15 Runden blieb er bei acht Gewinnpartien und sieben Remisen ohne Partieverlust lag nach dem ersten Tag auf Rang 8 nach dem zweiten Tag mit 8 Zahlern punktgleich mit Sergei Zhigalko bereits an erster Stelle und hatte nach der 15 und letzten Runde am dritten Tag mit 11 5 Zahlern einen ganzen Punkt Vorsprung auf Jan Nepomnjaschtschi und Teimour Radjabov Als eine spannend verlaufene Schlusselpartie auf dem Weg zur Titelverteidigung ist Carlsens Sieg in der 12 Runde gegen Iwantschuk anzusehen 32 Bei der zweitagigen Blitzschach WM uber 21 Runden lag Carlsen nach der zehnten Partie mit 9 Punkten auf Rang 1 vor dem punktgleichen Maxime Vachier Lagrave verlor aber die elfte und letzte Partie des Tages gegen Sergei Karjakin Nach drei weiteren Partieverlusten am Folgetag darunter die 15 gegen den spateren Weltmeister Alexander Grischuk wurde Carlsen am Ende Sechster Im Dezember nahm Carlsen am Qatar Masters Open in Doha teil seinem ersten offenen Turnier seit der Arctic Chess Challenge im August 2007 Er kam auf 7 Punkte aus 9 Partien und gewann den Stichkampf um den Turniersieg gegen den punktgleichen Vorjahressieger Yu Yangyi mit 2 0 2016 Bearbeiten Im Januar gewann Carlsen zum funften Mal das Tata Steel Schachturnier Er erzielte neun Punkte aus 13 Partien 5 8 0 und hatte damit einen Punkt Vorsprung vor Fabiano Caruana und Ding Liren Im September war Carlsen Teil der norwegischen Mannschaft bei der Schacholympiade Er erzielte 7 5 Punkte aus zehn Partien 33 und hatte damit einen grossen Anteil am funften Platz der norwegischen Mannschaft 34 Vom 11 bis 30 November 2016 spielte er um die Schachweltmeisterschaft 2016 gegen den Herausforderer Sergei Karjakin Am 30 November 2016 seinem 26 Geburtstag gewann Carlsen den Tie Break mit 2 2 0 nachdem die zwolf regularen Partien mit einem Gleichstand 1 10 1 geendet hatten 2017 Bearbeiten In der zweiten Januarhalfte nahm Carlsen am Tata Steel Schachturnier teil Er wurde hinter Wesley So aus den USA zweiter mit acht Punkten aus 13 Partien 4 8 1 Im April nahm Carlsen als Titelverteidiger nach seinem Sieg im Jahr 2015 am Grenke Chess Open teil Dabei erreichte er vier Punkte aus sechs Partien 1 5 0 und belegte Rang zwei hinter Lewon Aronjan In der ersten Junihalfte nahm Carlsen am Altibox Norway Chess Turnier in Stavanger teil Im zehnkopfigen Starterfeld belegte er beim Sieg von Lewon Aronjan mit vier Punkten aus neun Partien 1 6 2 den neunten Rang 35 Im Juli gewann er das Schnellschach Blitzturnier der Grand Chess Tour in Leuven Belgien mit 3 Punkten Vorsprung vor Wesley So 25 5 36 Im August 2017 nahm Carlsen am stark besetzten Sinqufield Cup teil Mit 5 5 Punkten aus neun Partien 3 5 1 belegte er Rang zwei hinter Maxime Vachier Lagrave 36 Im Dezember 2017 gewann er die Blitzschach Weltmeisterschaft in Riad mit 1 5 Punkten Vorsprung vor Sergey Karjakin und Viswanathan Anand 2018 Bearbeiten Ende Januar gewann Carlsen das Tata Steel Schachturnier in Wijk aan Zee Nach 13 gespielten Runden lag er mit 9 0 13 5 8 0 punktgleich mit Anish Giri auf Platz 1 und setzte sich gegen diesen in zwei Tie Break Partien Blitzschach mit 5 min Bedenkzeit plus 3 Sekunden pro Zug durch Er gewann die erste Partie mit Weiss und akzeptierte in der zweiten Partie in klar besserer Position Giris Remisangebot Im Februar gewann er die inoffizielle Weltmeisterschaft im Fischer Random Schach gegen Hikaru Nakamura mit 14 10 Punkten 37 Im April 2018 gewann Carlsen zum dritten Mal nach 2014 und 2015 das Turnier Shamkir Chess mit 6 Punkten aus neun Partien 3 6 0 Ende August gewann er mit 5 5 Punkten aus neun Partien 2 7 0 punktgleich mit Fabiano Caruana und Lewon Aronjan den Sinquefield Cup 2018 Im November verteidigte Carlsen in London seinen Weltmeistertitel gegen den im Kandidatenturnier 2018 ermittelten Herausforderer Fabiano Caruana Nachdem alle zwolf regularen Partien Remis geendet hatten setzte sich Carlsen im Tiebreak im Schnellschach mit 3 0 durch Im Dezember gewann er zum vierten Mal die Weltmeisterschaft im Blitzschach 2019 Bearbeiten Im Jahr 2019 gewann Carlsen jedes Turnier mit klassischer Bedenkzeit ohne Niederlage Januar Schachturnier in Wijk aan Zee 5 8 0 Mit insgesamt sieben Turniersiegen ist Carlsen nunmehr alleiniger Rekordsieger des Turniers April Shamkir Chess 5 4 0 und Grenke Chess Classic 6 3 0 Juni Altibox Norway Chess 2 7 0 Juni Juli Croatia Grand Chess Tour 5 6 0 Mit den Punkten fur seinen Turniersieg in Zagreb stellte er den von ihm selbst im Jahr 2014 aufgestellten Elo Rekord von 2882 Punkten ein Der Sinquefield Cup in St Louis war das erste Turnier mit klassischer Bedenkzeit welches er im Jahr 2019 nicht gewann Zwar verlor er keine Partie mit klassischer Bedenkzeit unterlag aber im Tie Break Ding Liren und belegte Rang 2 Im April gewann er das Cote d Ivorie Rapid and Blitz in der Elfenbeinkuste wo er als erster Schachweltmeister uberhaupt an einem Schachturnier auf dem afrikanischen Kontinent teilnahm Bei der ersten Weltmeisterschaft im Chess960 unterlag er im Finale Wesley So deutlich mit 2 5 13 5 und musste seinen bis dahin nur inoffiziellen Titel des Chess960 Weltmeisters abgeben Im November 2019 gewann Carlsen das Tata Steel Chess India Rapid amp Blitz Turnier Teil der Grand Chess Tour mit 27 von 36 Punkten vor Vorjahressieger Nakamura 23 36 38 Im Dezember 2019 errang er zum dritten Mal den Weltmeistertitel im Schnellschach ungeschlagen mit 11 Punkten aus 15 Runden 8 7 0 sowie zum funften Mal den Weltmeistertitel im Blitzschach mit 16 Punkten aus 21 Runden 13 7 1 Am Ende war er gleichauf mit Hikaru Nakamura So musste der Tiebreak entscheiden den Carlsen mit 1 gewann 2020 Bearbeiten Carlsen nahm auch 2020 wieder am Schachturnier in Wijk aan Zee teil und wurde dort ungeschlagen Zweiter Seit er am 31 Juli 2018 gegen Sehriyar Memmedyarov in Biel verlor war Carlsen in 125 Turnierpartien mit klassischer Bedenkzeit das heisst ohne Schnell oder Blitzschachpartien ohne Niederlagen bis die Serie am 10 Oktober 2020 von Jan Krzysztof Duda beendet wurde Damit halt Carlsen mit 44 Siegen und 81 Unentschieden den Rekord fur die langste Serie eines Weltklassespielers ohne Niederlage 39 Da wahrend der COVID 19 Pandemie der Schachbetrieb weltweit praktisch zum Erliegen kam organisierte Carlsen die Magnus Carlsen Chess Tour in der er drei der vier Online Turniere und das abschliessende Grand Final gewann Insgesamt gewann er im Jahr 2020 bei Online Turnieren 510 587 US Dollar und war damit der erfolgreichste E Sportler weltweit 40 2021 Bearbeiten Die Schachweltmeisterschaft 2021 zwischen Magnus Carlsen und Jan Nepomnjaschtschi findet vom 24 November bis zum 16 Dezember 2021 in Dubai statt Elo Entwicklung Bearbeiten Elo Entwicklung 41 Liste der Turnierergebnisse ohne Schnellschach BearbeitenTurnier Ort Ergebnis Punktezahl Rang2004Smartfish Masters Drammen 3 9 9 10 Platz2005Gausdal 4 9 6 8 PlatzBiel 4 10 0 8 2 6 Platz2006Jugend gegen Erfahrung Amsterdam 6 5 10 1 Platz der JuniorenBiel 6 10 4 4 2 2 PlatzTal Memorial Moskau 3 5 9 0 7 2 8 9 Platz2007Corus Schachturnier Wijk aan Zee 4 5 13 0 9 4 13 14 Platz geteilt mit Alexei Schirow Internationales Turnier Linares 7 5 14 4 7 3 2 3 Platz geteilt mit Alexander Morosewitsch Internationales Turnier Dortmund 3 7 0 6 1 6 PlatzBiel 5 5 9 4 3 2 1 2 Platz geteilt mit Alexander Onischuk Schach Weltpokal 2007 Chanty Mansijsk 10 14 3 Platz2008Corus Schachturnier Wijk aan Zee 8 13 5 6 2 1 2 Platz geteilt mit Lewon Aronjan Internationales Turnier Linares und Morelia 8 14 5 6 3 2 Platz1 Runde des FIDE Grand Prix 2008 2010 Baku 8 13 4 8 1 1 3 Platz geteilt mit Vuqar Hesimov und Wang Yue Aerosvisit Turnier Foros 8 11 5 6 0 1 PlatzBiel 6 10 3 6 1 3 PlatzFinal Chess Masters Bilbao 5 9 3 4 3 2 Platz2009Corus Schachturnier Wijk aan Zee 7 13 2 10 1 5 6 Platz geteilt mit Leinier Dominguez Internationales Turnier Linares 7 5 14 3 9 2 3 PlatzM Tel Masters Sofia 6 10 3 6 1 2 3 Platz geteilt mit Wesselin Topalow Internationales Turnier Dortmund 5 5 10 2 4 Platz geteilt mit Peter Leko und Dmitri Jakowenko Pearl Spring Chess Tournament Nanjing 8 10 6 4 0 1 PlatzTal Memorial Moskau 5 5 9 2 7 0 2 PlatzLondon Chess Classic London 5 7 3 4 0 1 Platz2010Corus Schachturnier Wijk aan Zee 8 5 13 5 7 1 1 PlatzKings Tournament Bazna 7 5 10 5 5 0 1 Platz39 Schacholympiade Chanty Mansijsk 4 5 8 Final Chess Masters Bilbao 2 5 6 1 3 2 3 PlatzPearl Spring Chess Tournament Nanjing 7 10 4 6 0 1 PlatzLondon Chess Classic London 4 5 7 4 1 2 1 Platz2011Corus Schachturnier Wijk aan Zee 8 13 5 6 2 3 PlatzKings Tournament Bazna 6 5 10 3 7 0 1 2 Platz geteilt mit Sergei Karjakin Biel 7 10 5 4 1 1 PlatzFinal Chess Masters Bilbao 6 10 3 6 1 1 2 Platz geteilt mit Wassyl Iwantschuk Sieg im Tiebreak Tal Memorial Moskau 5 5 9 2 7 0 1 2 Platz geteilt mit Lewon Aronjan London Chess Classic London 5 5 8 3 5 0 2 3 Platz geteilt mit Hikaru Nakamura 2012Corus Schachturnier Wijk aan Zee 8 13 4 8 1 2 4 Platz geteilt mit Teymur Recebov und Fabiano Caruana Tal Memorial Moskau 5 5 9 2 7 0 1 PlatzBiel 7 10 4 6 0 2 PlatzFinal Chess Masters Bilbao 6 5 10 4 5 1 1 2 Platz geteilt mit Fabiano Caruana Sieg im Tie Break London Chess Classic London 6 5 8 5 3 0 1 Platz2013Corus Schachturnier Wijk aan Zee 10 13 7 6 0 1 PlatzWM Kandidatenturnier London 8 5 14 5 7 2 1 Platz nach Wertung vor Wladimir Kramnik Norway Chess Stavanger 5 5 9 3 5 1 2 3 Platz geteilt mit Hikaru Nakamura Tal Memorial Moskau 5 5 9 3 5 1 2 PlatzSinquefield Cup St Louis 4 5 6 3 3 0 1 PlatzWeltmeisterschaftskampf gegen Viswanathan Anand Chennai 6 5 10 3 7 0 Carlsen gewinnt 6 5 3 5 und wird 16 Weltmeister2014Zurich Chess Challenge 2014 Zurich 4 5 3 2 0 1 PlatzShamkir Chess 2014 Semkir 6 5 10 5 3 2 1 PlatzNorway Chess 2014 Stavanger 5 5 9 2 7 0 2 PlatzSinquefield Cup 2014 St Louis 5 5 10 2 7 1 2 PlatzWeltmeisterschaftskampf gegen Viswanathan Anand Sotschi 6 5 11 3 7 1 Carlsen gewinnt das Match vorzeitig mit 6 5 4 5 und bleibt Weltmeister2015Tata Steel Schachturnier Wijk aan Zee 9 13 6 6 1 1 PlatzGashimov Memorial Turnier Semkir 7 9 5 4 0 1 PlatzNorway Chess Stavanger 3 5 9 2 3 4 8 PlatzSinquefield Cup St Louis 5 9 3 4 2 2 PlatzLondon Chess Classic London 5 5 9 2 7 0 1 PlatzQatar Masters Turnier Doha 7 9 5 4 0 1 Platz2016Tata Steel Schachturnier Wijk aan Zee 9 13 5 8 0 1 PlatzNorway Chess Stavanger 6 9 4 4 1 1 PlatzBilbao Chess Masters Bilbao 17 10 4 5 1 1 Platz spezielle Wertung Sieger bekommt 3 Punkte Weltmeisterschaftskampf gegen Sergei Karjakin New York 6 12 1 10 1 Carlsen gewinnt den Tie Break mit 3 4 2 2 0 und bleibt Weltmeister2017Tata Steel Schachturnier Wijk aan Zee 8 13 4 8 1 2 PlatzGrenke Chess Classics Baden Baden 4 6 1 5 0 3 PlatzAltibox Norway Chess Stavanger 4 9 1 6 2 9 PlatzSinquefield Cup Saint Louis 5 5 9 3 5 1 2 PlatzSchach Weltpokal 2017 Tiflis 4 5 6 4 1 1 17 32 PlatzIsle of Man International Isle of Man 7 5 9 6 3 0 1 Platz2018Tata Steel Schachturnier Wijk aan Zee 9 13 5 8 0 1 Platz nach Sieg im Tie Break 1 1 0 gegen Anish GiriGrenke Chess Classic Karlsruhe Baden Baden 5 5 9 2 7 0 2 PlatzShamkir Chess Semkir 6 9 3 6 0 1 PlatzNorway Chess Oslo 4 5 8 2 5 1 2 PlatzSinquefield Cup Saint Louis 5 5 9 2 7 0 1 3 Platz geteilt mit Fabiano Caruana und Lewon Aronjan Biel International Chess Festival Biel Bienne 6 10 3 6 1 2 PlatzWeltmeisterschaftskampf gegen Fabiano Caruana London 6 12 0 12 0 Carlsen gewinnt den Tie Break mit 3 3 3 0 0 und bleibt Weltmeister2019Tata Steel Schachturnier Wijk aan Zee 9 13 5 8 0 1 PlatzShamkir Chess Semkir 7 9 5 4 0 1 PlatzGrenke Chess Classic Karlsruhe Baden Baden 7 5 9 6 3 0 1 PlatzNorway Chess Stavanger 13 5 2 7 0 in klassischen Partien 6 1 im Armageddon Anm 1 1 PlatzCroatia Grand Chess Tour Zagreb 8 11 5 6 0 1 PlatzSinquefield Cup Saint Louis 6 5 11 2 9 0 in klassischen Partien 0 2 0 im Schnellschach und 0 0 2 im Blitzschach 2 PlatzIsle of Man International Isle of Man 7 5 11 4 7 0 6 Platz2020Tata Steel Schachturnier Wijk aan Zee und Eindhoven 8 13 3 10 0 2 PlatzNorway Chess Stavanger 19 5 5 3 2 in klassischen Partien 3 0 im Armageddon Anm 2 1 Platz Bei diesem Turnier wurde nach jeder Remispartie unmittelbar anschliessend eine Armageddon Partie gespielt Ein Sieg in der klassischen Turnierpartie wurde mit 2 Punkten gewertet ein Remis je nach Ausgang der Armageddon Partie mit 0 5 oder 1 5 Punkten Bei diesem Turnier wurde nach jeder Remispartie unmittelbar anschliessend eine Armageddon Partie gespielt Ein Sieg in der klassischen Turnierpartie wurde mit 3 Punkten gewertet ein Remis je nach Ausgang der Armageddon Partie mit 1 0 oder 1 5 Punkten Grosste Erfolge BearbeitenSchachweltmeister 2013 2014 2016 2018 Weltmeister im Chess960 2018 42 Weltmeister im Schnellschach 2014 2015 2019 Weltmeister im Blitzschach 2009 2014 2017 2018 2019 Sieger London Chess Classic 2009 2010 2012 2015 Sieger Shamkir Chess Cup 2014 43 2015 44 2018 2019 Sieger Tata Steel Schachturnier A Turnier 2008 2010 2013 2015 2016 2018 2019 Rekordhalter fur meiste Turniersiege Sieger Tata Steel Schachturnier B Turnier 2006 Sieger des Tal Memorials 2011 2012 Sieger des Sinquefield Cup 2013 45 2018 Sieger des Grenke Chess Classic 2015 2019 Sieger des Norway Chess 2016 2019 2020 Sieger des Isle of Man International 2017 2 Platz der Jugendweltmeisterschaft U12 2002 3 Platz der Jugendeuropameisterschaft U14 2003 Norwegischer Meister 2006 46 2 Platz 2005 Norwegischer U11 Meister 2000Spielstil BearbeitenCarlsen verfugt uber ein intuitives Spielverstandnis und wird in dieser Hinsicht mit Jose Raul Capablanca und Anatoli Karpow verglichen 47 Er kann daher viele verschiedene Stellungstypen gut behandeln In der Eroffnung ist er nicht auf bestimmte Systeme festgelegt was eine Vorbereitung auf ihn sehr erschwert Oft vermeidet er weit ausanalysierte Theorievarianten und strebt Stellungen an in denen er seine Gegner langfristig unter Druck setzen kann Dabei zeichnet er sich durch grossen Kampfgeist aus Insbesondere im Endspiel spielt er sehr stark und nutzt gegnerische Fehler effektiv aus 48 Oft gelingt es ihm in scheinbar ausgeglichenen Endspielen kleinste Vorteile zu verwerten Diese Fahigkeit wird von Kommentatoren metaphorisch umschrieben dass Carlsen Wasser aus Fels quetschen konne 49 Nach Ansicht von Lewon Aronjan ist Carlsens grosste Starke seine Selbstbeherrschung die es ihm erlaube auch nach eigenen Fehlern weiterzukampfen 50 Kritik an seinem Stil hat Carlsen selbst zuruckgewiesen Nachdem der deutsche Schach Ehrenprasident Robert von Weizsacker gesagt hatte Carlsen habe gegen Anand gewonnen weil er der bessere Sportler und nicht weil er der bessere Schachspieler sei meinte Carlsen seine Spielweise verfolge eine durchdachte Strategie 51 Radoslaw Wojtaszek lobte die okonomische Spielweise Carlsens Er versuche nicht in jeder Stellung den besten Zug zu finden was viel Zeit und Energie koste sondern spiele Zuge die gut genug seien 52 Mark Dworezki verwies in einem Interview auf Aussagen von Carlsens ehemaligem Trainer Simen Agdestein wonach Intuition und Furchtlosigkeit die besonderen Merkmale von Carlsens Stil seien Dessen Rechenfahigkeit sei nicht einzigartig aber er habe ein vollendetes Stellungsgefuhl 53 Grigory Serper vertritt die Auffassung dass Carlsens besondere Starke sein hervorragendes Gedachtnis und die darauf basierende Fahigkeit zur Mustererkennung seien 54 Beitrage zur Eroffnungstheorie Bearbeiten Beim Turnier in Shamkir 2018 fuhrte Carlsen gegen Radoslaw Wojtaszek eine neue Variante gegen die Sizilianische Verteidigung in die Meisterpraxis ein 1 e4 c5 2 Sc3 d6 3 d4 cxd4 4 Dxd4 Sc6 5 Dd2 mit der Idee mit b3 Lb2 nebst langer Rochade fortzusetzen Wojtaszek wahlte dagegen einen Aufbau mit Sf6 nebst e6 und verlor die Partie in 31 Zugen Spater wurde fur Schwarz ein Aufbau mit 5 g6 popularer 55 Partiebeispiel BearbeitenCarlsen Kasparow a b c d e f g h 8 87 76 65 54 43 32 21 1 a b c d e f g h Endstellung nach 52 Lf2 In der folgenden Partie erzielte der 13 jahrige Carlsen mit den weissen Steinen 2004 in Reykjavik ein Remis gegen den russischen Ex Weltmeister Kasparow Carlsen Kasparow Reykjavik Rapid 18 Marz 2004 Abgelehntes Damengambit Cambridge Springs Variante D52 1 d4 d5 2 c4 c6 3 Sf3 Sf6 4 Sc3 e6 5 Lg5 Sbd7 6 e3 Da5 7 Sd2 Lb4 8 Dc2 0 0 9 Le2 e5 10 0 0 exd4 11 Sb3 Db6 12 exd4 dxc4 13 Lxc4 a5 14 a4 Dc7 15 Tae1 h6 16 Lh4 Ld6 17 h3 Sb6 18 Lxf6 18 gxf6 19 Dg6 Kh8 20 Dxh6 Kg8 21 Dg6 Kh8 22 Dxf6 Kg8 23 Te4 und Weiss gewinnt Sxc4 19 Se4 Lh2 20 Kh1 Sd6 21 Kxh2 Sxe4 22 Le5 Sd6 23 Dc5 Td8 24 d5 Dd7 25 Sd4 Sf5 26 dxc6 bxc6 27 Sxc6 Te8 28 Td1 De6 29 Tfe1 Lb7 30 Sd4 Sxd4 31 Dxd4 Dg6 32 Dg4 Dxg4 33 hxg4 Lc6 34 b3 f6 35 Lc3 Txe1 36 Txe1 Ld5 37 Tb1 Kf7 38 Kg3 Tb8 39 b4 axb4 40 Lxb4 Lc4 41 a5 La6 42 f3 Kg6 43 Kf4 h5 44 gxh5 Kxh5 45 Th1 Kg6 46 Lc5 Tb2 47 Kg3 Ta2 48 Lb6 Kf7 49 Tc1 g5 50 Tc7 Kg6 51 Tc6 Lf1 52 Lf2 Sonstiges BearbeitenIn der Schachbundesliga spielte Carlsen in der Saison 2004 05 fur die Schachfreunde Neukolln 56 Von 2006 57 bis 2013 58 war er fur die OSG Baden Baden bis Juni 2008 OSC Baden Baden gemeldet er kam allerdings nur in den Spielzeiten 2006 07 2007 08 und 2008 09 zum Einsatz In Frankreich ist er Mitglied von Clichy Echecs 92 59 In der niederlandischen Meesterklasse hatte er in der Saison 2007 08 einen Einsatz beim Meister Hilversums Schaakgenootschap in der spanischen Mannschaftsmeisterschaft spielte er 2004 fur CA Magic Merida 60 Bereits im Marz 2005 hatte Garri Kasparow ihn neben Sergei Karjakin und Hikaru Nakamura als den seiner Meinung nach vielversprechendsten Spieler der Zukunft bezeichnet 61 Im Dezember 2009 lobte Kasparow insbesondere Carlsens Intuition und sein naturliches Talent die optimale Position der Figuren weit im Voraus zu erkennen 62 Carlsen lebt in der Ortschaft Haslum in der norwegischen Kommune Baerum 15 km von Oslo entfernt und spielt in seiner Freizeit gerne Fussball 63 2010 erhielt er einen Vertrag als Model fur die niederlandische Bekleidungsfirma G Star 64 Die Einnahmen seiner Vermarktungsfirma Magnuschess stiegen von 3 5 Millionen NOK im Jahr 2009 auf 8 4 Millionen NOK gut 1 Mio Euro im Jahr 2010 65 2012 belief sich das Jahreseinkommen von Carlsen nach Angaben seines Managers auf etwa 1 2 Millionen US Dollar 66 Nach dem Gewinn des Weltmeistertitels liess Magnus Carlsen seinen Namen als Marke eintragen um kunftig Produkte darunter vermarkten zu konnen 67 Im Jahr 2017 erzielte die Firma Magnuschess die zu 85 Prozent Magnus Carlsen und zu 15 Prozent seinem Vater Hendrik gehort einen Gewinn von 11 4 Millionen NOK vor Steuern Im Jahr 2016 waren es 8 7 Millionen NOK 68 Im April 2013 wurde Carlsen in die Liste Time 100 aufgenommen 69 Das Frauenmagazin Cosmopolitan pries ihn als einen der hundert attraktivsten Manner der Welt 70 Im Februar 2016 spielte Carlsen anlasslich des 70 Geburtstages der Wochenzeitung Die Zeit simultan gegen 70 uberwiegend ausgeloste Gegner und gewann bei einer Niederlage und zwei Remis 67 der Partien 71 Der Dokumentarfilm Magnus Der Mozart des Schachs 2016 von Benjamin Ree zeigt Carlsens Entwicklung bis zum Gewinn des Weltmeistertitels 2013 Im Jahre 2019 kam es zu einem Streit zwischen Magnus Carlsen und dem Norwegischen Schachverband Dabei ging es um ein Sponsoringangebot uber funf Millionen Euro fur einen Zeitraum von funf Jahren durch das Glucksspielunternehmen Kindred Group das der Schachverband aus ethischen Grunden nicht annehmen wollte Carlsen der sich fur das Geschaft starkgemacht hatte grundete daraufhin seinen eigenen Schachverein Offerspil Sjakklubb und zahlte die Beitrage der ersten 1000 Mitglieder aus eigener Tasche um sich mehr Einfluss auf den bis dato 4000 Mitglieder zahlenden Schachverband zu sichern 72 Carlsen spielt Fantasy Football eine uber das Internet gespielte Simulation von Fussballmanagement in der Fantasy Premier League wo er Mitte Dezember 2019 mit seinem fiktionalen Verein Kjell Ankedal auf dem ersten Platz vor uber sieben Millionen anderen Spielern lag 73 Im Juli 2021 wurde Carlsen vom Weltschachverband FIDE mit der Fair Play Svetozar Gligoric Trophy fur das Jahr 2020 ausgezeichnet Beim Online Turnier Chessable Masters hatte sein Gegner Ding Liren eine Partie verloren weil seine Internetverbindung zusammengebrochen war Carlsen verlor daraufhin absichtlich die nachste Partie weil er daraus keinen Vorteil ziehen wollte 74 Literatur BearbeitenSimen Agdestein Wunderjunge Wie Magnus Carlsen der jungste Schachgrossmeister der Welt wurde New in Chess Alkmaar 2004 ISBN 90 5691 134 1 Colin Crouch Magnus force How Carlsen beat Kasparov s record Everyman Chess London 2013 ISBN 978 1 78194 133 1 Tibor Karolyi Endgame Virtuoso Magnus Carlsen New in Chess Alkmaar 2018 ISBN 9789056917760 Adrian Mikhalchishin und Oleg Stetsko Kampfen und Siegen mit Magnus Carlsen Seine besten Schachpartien Edition Olms Oetwil am See 2011 ISBN 978 3 283 01021 8 Aage G Sivertsen Magnus Carlsen Das unerwartete Schachgenie Osburg Hamburg 2017 ISBN 978 3 95510 130 5 Andrew Soltis Magnus Carlsen 60 Memorable Games Batsford London 2020 ISBN 9781849946933 Jonathan Tisdall Magnus Carlsen A Life in Pictures New in Chess Alkmaar 2021 ISBN 9789056919917 Magnus Carlsen im Munzinger Archiv Artikelanfang frei abrufbar Weblinks Bearbeiten Commons Magnus Carlsen Sammlung von Bildern Videos und Audiodateien Literatur von und uber Magnus Carlsen im Katalog der Deutschen Nationalbibliothek Offizielle Website von Magnus Carlsen Nachspielbare Schachpartien von Magnus Carlsen auf 365Chess com englisch Blog auf der Website von Carlsens Sponsor Arctic Securities englisch Chessgraphs com Ratingverlauf im Vergleich mit anderen TopspielernEinzelnachweise Bearbeiten snl no Det store norske leksikon norwegisch abgerufen am 6 August 2019 Top list records of Magnus Carlsen a b Thomas Schumann Am Ende seid ihr alle matt In Stern Nr 45 vom 31 Oktober 2013 S 65 Arne Danielsen Mesteren Magnus Carlsen og sjakkspillet Oslo Cappelen Damm 2010 ISBN 978 82 02 33754 4 S 27 Simen Agdestein Wonderboy Alkmaar 2004 ISBN 90 5691 131 7 S 10 Maik Grossekathofer und Detlef Hacke SPIEGEL Gesprach Ich bin chaotisch und faul spiegel de vom 19 Marz 2010 abgerufen am 3 Juni 2016 D T Tau The prince s gambit A chess star emerges for the post computer age In The New Yorker 21 Marz 2011 S 43 Just checking In New In Chess Nr 7 2006 S 106 Rene Gralla Ohne Rat des Weltmeisters Beim Schach Landerkampf ist Ellen Carlsen der Star Bei neues deutschland de 5 Marz 2014 abgerufen am 6 Marz 2014 Boy meets Beast in Reykjavik Auf ChessBase com 19 Marz 2004 Carlsen hatte bei dieser Begegnung eine Elo Zahl von 2484 gegenuber 2831 von Kasparow My job is to improve my chess Interview mit Magnus Carlsen Auf Chessvibes com 7 September 2009 Goals met Kasparov and Carlsen s new strategy Pressemitteilung vom 4 Marz 2010 Auf chessbase com Aufgerufen am 25 Juni 2010 a b Beim London Chess Classic werden die Partien nach der Drei Punkte Regel wie im Fussball bewertet Carlsen hatte das Turnier sowohl 2009 als auch 2010 auch nach der ublichen Punkteregel gewonnen Magnus Carlsen drops out of World Championship cycle Auf Chessbase com 5 November 2010 Steffan Loffler Das Schach Wunderkind wird erwachsen In Frankfurter Allgemeine Zeitung 17 November 2010 Abgerufen am 22 August 2014 Alexandra Kostenjuks Chessblog Tal Memorial 2011 Carlsen edged out Levon Aronian who finished level with him on 5 5 9 due to the fact he had played more games with black most other tie breaks favoured the Armenian London Chess Classic 2012 Pressemitteilung Nicht mehr online verfugbar Archiviert vom Original am 1 Mai 2013 abgerufen am 27 Januar 2013 TATA Steel Chess Tournament 2013 Standings of grandmaster group A Abgerufen am 7 August 2016 Martin Breutigam Carlsen fordert Schachweltmeister Anand Auf Tagesspiegel de 2 April 2013 abgerufen am 8 November 2013 Carlsen lost Anand als Weltmeister ab Auf FAZ net 22 November 2013 abgerufen am 22 November 2013 Einzelergebnisse der Zurich Chess Challenge 2014 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2015 S 17 Ulrich Stock Magnus Carlsen Der Meister der gerunzelten Stirn Bei Zeit de 13 Oktober 2015 abgerufen am 24 November 2015 Chess Olympiad 2016 games of Magnus Carlsen Abgerufen am 10 September 2017 Heinz Herzog http chess results com Schachturnier Ergebnisserver Chess results com 42nd Olympiad Baku 2016 Open Abgerufen am 10 September 2017 Altibox Norway Chess Pictures from the 2017 tournament Abgerufen am 10 September 2017 amerikanisches Englisch Sinquefield Cup MVL WINS In Chess News 12 August 2017 chessbase com abgerufen am 10 September 2017 Artikel von Peter Doggers auf chess com abgerufen am 14 Februar 2018 Johannes Fischer Tata Steel India Nakamura und Carlsen siegen im Blitz Carlsen ist Gesamtsieger In de chessbase com 26 November 2019 abgerufen am 27 November 2019 Rekordserie gerissen Schach Weltmeister Carlsen verliert nach 125 Partien In spiegel de 11 Oktober 2020 abgerufen am 12 Oktober 2020 Matt Gardner Esports Biggest Winners In 2020 Prizes Plummet Chess Leads Pack Forbes 12 Januar 2021 Zahlen gemass Elo Listen der FIDE Datenquellen fide com Zeitraum seit 2001 olimpbase org Zeitraum 1971 bis 2001 Carlsen adds a new title Chess960 champion 14 Februar 2018 abgerufen am 14 Januar 2020 englisch Peter Doggers Carlsen Beats Caruana in Final Round Wins Shamkir Chess 2014 Abgerufen am 14 Januar 2020 amerikanisches Englisch Peter Doggers Second Shamkir Victory For Magnus Carlsen Abgerufen am 14 Januar 2020 amerikanisches Englisch 2013 Sinquefield Cup www uschesschamps com Abgerufen am 14 Januar 2020 Magnus Carlsen 15 Norwegian Chess Champion 21 September 2006 abgerufen am 14 Januar 2020 englisch Kasparov on coaching Carlsen Interview Abgerufen am 23 Februar 2013 Carlsen in Capablanca s footsteps CBM training Abgerufen am 23 Februar 2013 z B Zsuzsa Polgar It s like trying to squeeze water out of a rock but he has done it successfully before im Live Kommentar zur ersten Partie der Schach WM 2016 Aronian Magnus wichtigstes Geheimnis ist seine Selbstbeherrschung Bei Chess24 com 3 Februar 2015 Schach Streit Weltmeister Carlsen weist Kritik am Spielstil zuruck Der Spiegel 27 November 2013 abgerufen am 19 Januar 2014 Wojtaszek Carlsen s moves good enough rather than best Chess24 com 29 Juni 2016 Interview with Mark Dvoretsky part II Chessbase com 31 Oktober 2016 Magnus Carlsen s Biggest Secret Chess com 21 Januar 2018 Carsten Hansen The Carlsen Variation A New Anti Sicilian to Rattle your Opponents CarstenChess Bayonne 2020 ISBN 978 87 93812 44 4 Rainer Polzin Anand gegen Carlsen 3 November 2013 Bundesliga Neuzugange beim Deutschen Meister OSC Baden Baden Bei Zugzwang de 22 Juni 2006 Aufstellungen der Saison 2013 14 Bei Schachbundesliga de 3 August 2013 Liste des membres Memento vom 9 November 2013 im Internet Archive Bei clichy echecs org Abgerufen am 9 November 2013 Magnus Carlsens Ergebnisse bei spanischen Mannschaftsmeisterschaften auf olimpbase org englisch The Garry Kasparov ChessBase Interview A Bold Opening for Chess Player Magnus Carlsen Thomas Lelgemann Magnus Carlsen Fruhreif auf dem Schach Gipfel Bei derwesten de 6 Januar 2010 Magnus Carlsen als Model Auf Chessbase de 7 Juli 2010 Chess genius Carlsen doubles money Auf Newsinenglish no 3 August 2011 Sarah Lyall Shrewd Marketing Moves for Top Ranked Chess Player The New York Times 8 April 2013 abgerufen am 15 April 2013 Slik blir Magnus Carlsens sjakkimperium Auf vg no 13 Januar 2014 Jonas Christensen Rekordresultat for Magnus Carlsen Dagens Naeringsliv 25 Juni 2018 Garry Kasparov Titans Magnus Carlsen Chess wunderkind 22 In The 2013 TIME 100 TIME 18 April 2013 abgerufen am 22 April 2013 englisch Welt am Sonntag Nr 44 4 November 2018 S 27 Magnus Carlsen begeistert Hamburg In chessbase com 21 Februar 2016 Andre Schulz Carlsen flexing influence in Norway 28 Juli 2019 Chess champion Magnus Carlsen moves to top of world fantasy football rankings In theguardian com 16 Dezember 2019 abgerufen am 17 Dezember 2019 Magnus Carlsen awarded Svetozar Gligoric Trophy 2020 Fide com 15 Juli 2021 Norwegische Schachgrossmeister Agdestein Carlsen J Christiansen Djurhuus Gausel Hammer T Hansen Johannessen K Lie Notkevich Ogaard Ostenstad Salomon Tari Tisdall UrkedalSchachweltmeister Klassische Weltmeister seit 1886 Wilhelm Steinitz Emanuel Lasker Jose Raul Capablanca Alexander Aljechin Max Euwe Michail Botwinnik Wassili Smyslow Michail Tal Tigran Petrosjan Boris Spasski Robert James Fischer Anatoli Karpow Garri Kasparow Wladimir Kramnik Viswanathan Anand Magnus CarlsenFIDE Schachweltmeister 1993 2006 Anatoli Karpow Alexander Chalifman Viswanathan Anand Ruslan Ponomarjow Rustam Kasimjanov Wesselin Topalow Normdaten Person GND 1013571614 OGND AKS LCCN no2014045126 VIAF 172684110 Wikipedia Personensuche PersonendatenNAME Carlsen MagnusALTERNATIVNAMEN Carlsen Sven Magnus Oen vollstandiger Name KURZBESCHREIBUNG norwegischer Schachgrossmeister und SchachweltmeisterGEBURTSDATUM 30 November 1990GEBURTSORT Tonsberg Abgerufen von https de wikipedia org w index php title Magnus Carlsen amp oldid 217874356, wikipedia, wiki, deutsches

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