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Magen

Vorverdauung

Die eigentliche Verdauung und Resorption findet bei den meisten Tieren und beim Menschen im Darm oder spezieller im Dünndarm statt. Im Magen werden vor allem die Proteine (Eiweiße) in sogenannte Polypeptidketten vorverdaut. Die notwendigen Enzyme zur Eiweißverdauung, Pepsin und Kathepsin, haben durch den niedrigen pH-Wert höchste Aktivität. Sie werden von den Zellen des Magens als inaktive Vorstufen (Pepsinogen) abgesondert und erst durch Kontakt mit der Magensäure aktiviert. Fette passieren den Magen größtenteils ungehindert, sie werden durch die Peristaltik jedoch weicher gemacht (verflüssigt). Kohlenhydrate passieren den Magen genauso ungehindert, da die enzymatische Spaltung der α(1-4)-Glykosidbindung von Amylose durch α-Amylase (aus dem Speichel) durch den sauren pH-Wert im Magen wieder gehemmt wird.

Abtöten von Bakterien

Der saure Magensaft verhindert effektiv das Überleben der meisten Bakterien und schützt so vor Infektionen. Lange Zeit galt die Lehrmeinung, dass im extrem sauren Milieu des menschlichen Magens ein Wachstum von Mikroorganismen prinzipiell nicht möglich sei. Mit der Entdeckung von Helicobacter pylori in der Magenschleimhaut im Jahr 1983 musste diese Ansicht jedoch revidiert werden. Fortan galt H. pylori als die einzige Ausnahme – ein Bakterium, das in der Lage ist, sich unterhalb der schützenden Schleimschicht anzusiedeln. Wissenschaftler der Stanford University konnten 2005/2006 jedoch nachweisen, dass die Flora (vgl. Darmflora) deutlich komplexer ist als bisher angenommen: Sie entdeckten insgesamt 128 weitere den Magen besiedelnde Bakterienarten, darunter auch einen Verwandten der extremophilen Gattung Deinococcus. Insgesamt etwa zehn Prozent der identifizierten Mikroorganismen unterschieden sich genetisch erheblich von allen bisher bekannten Bakterien.

Fälschlicherweise wird der im Magen vorherrschende pH-Wert oft mit konzentrierter Säure verglichen. Der Magensaft hat zwar auch einen sehr niedrigen pH-Wert von 0,8 bis 1,5, die Konzentration der Salzsäure ist jedoch geringer. Dieser niedrige pH-Wert gilt allerdings nur bei leerem Magen. Bei Nahrungszufuhr steigt der Wert und kann abhängig von der Pufferkapazität des Speisebreis auf 4,5 bis 6,5 ansteigen.

Regelmäßige weitere Verdauung

Der Magen ermöglicht es, dass Lebewesen mit wenigen größeren Mahlzeiten pro Tag auskommen. Er ist in der Lage, seine Wandspannung an die jeweilige Inhaltsmenge anzupassen (Akkommodation). Der Pförtner (Pylorus) sorgt dafür, dass alle Stoffe genügend lange im Magen verbleiben und ausreichend mit den Verdauungssäften versetzt werden. Der Speisebrei wird dann langsam und gleichmäßig dem Darm zugeführt.

Anatomie

Makroskopischer Aufbau des Magens. (1) Korpus, (2) Fundus, (3) vordere Magenwand, (4) große Kurvatur, (5) kleine Kurvatur, (6) Kardia, (9) Sphincter pylori, (10) Antrum, (11) Canalis pyloricus, (12) Incisura angularis, (13) Magenrinne, (14) Schleimhautfalten (durch Fensterung)

Von außen gesehen unterscheidet man am Magen die vordere obere Fläche (Paries anterior) und die hintere untere Fläche (Paries posterior), die große Krümmung (Curvatura major), an der das Omentum majus zum Teil befestigt ist, sowie die kleine Krümmung (Curvatura minor), an der das Omentum minus befestigt ist.

Makroskopisch wird er in folgende Bereiche untergliedert:

  • Die Pars cardiaca (auch Cardia oder Kardia, „Mageneingang“) – mit dem Ostium cardiacum („Magenmund“) – stellt den Übergang zwischen Speiseröhre (Oesophagus) und dem Magen dar.
  • Der Fundus ventriculi (oder Fundus gastricus, Fornix ventriculi, Fornix gastricus, „Magengrund“, „Magenkuppel“, „Magengewölbe“) liegt unterhalb des Zwerchfells links und kranial vom Mageneingang und ist mit bei der Nahrungsaufnahme verschluckter Luft gefüllt. Auf dem Röntgenbild erscheint er als Magenblase.
  • Das Corpus ventriculi (oder Corpus gastricum, „Magenkorpus“, „Magenkörper“) macht den größten Anteil des Magens aus.
  • Die Pars pylorica ist enger als das Korpus, wobei der dem Duodenum nähere Teil, der Canalis pyloricus („Pförtnerkanal“), noch enger ist als der entferntere Teil, das Antrum pyloricum („Pförtnerhöhle“), genannt auch Vestibulum pyloricum.
  • Der Pylorus („Pförtner“) ist über das Ostium pyloricum („Pförtnermund“) die Verbindung zum Duodenum. Er erscheint von außen als harte Einschnürung und bildet gegen innen den Schließmuskel (Musculus sphincter pylori).

Die Form und Lage des Magens ist nicht konstant, sondern vielmehr abhängig von dessen Füllung und der Stellung des Menschen. Die Pars cardiaca ist aber durch Bindegewebe relativ stark befestigt, während der nur am Ligamentum hepatoduodenale befestigte Pylorus sich bei größerem Mageninhalt absenkt, wodurch der Magen die typische Hakenform bildet. Bei Frauen ist der Magen meist tiefer und steiler gelegen als bei Männern.

Histologie

Mikroskopisches Präparat normaler Magenschleimhaut

Mikroskopisch gesehen besteht der Magen aus:

  • der Magenschleimhaut (Tunica mucosa gastrica), die aus den Laminae epithelialis, propria und muscularis mucosae besteht. Sie ist durch Einsenkungen (Foveolae gastricae) in zahlreiche Felder (Areae gastricae) gegliedert, mit einer Vielzahl von Drüsen (Glandulae gastricae).
  • einer Bindegewebsschicht (Tela submucosa) mit Blutgefäßen
  • einer Muskelschicht (Tunica muscularis gastrica) aus glatter Muskulatur, die aus den Fibrae obliquae, dem Stratum circulare und dem Stratum longitudinale besteht
  • einem Überzug der Tunica serosa (Peritoneum)

Der Magen besitzt für die Sekretion von Hormonen und anderen Sekreten in seiner Schleimhaut verschiedene Zellarten, die an typischen Stellen des Magens lokalisiert sind, insbesondere

  • in Korpus und Fundus: Nebenzellen (bilden Schleim), Hauptzellen (bilden Pepsinogen), Parietal- oder Belegzellen (bilden Salzsäure und Intrinsic Factor),
  • im Antrum: G-Zellen (bilden Gastrin).

Embryologie

Der Magen entsteht als spindelförmige Erweiterung des Vorderdarms (der vordere Abschnitt des primitiven Darmrohrs des Embryos). Diese ist über zwei Gekröse (Mesogastrium dorsale und ventrale) an der rückenseitigen beziehungsweise bauchseitigen Körperwand befestigt. Die zunächst in der Längsachse des Embryos stehende Magenanlage erweitert sich rückenseitig zur Curvatura major und wölbt sich bauchseitig zur flach konkaven Curvatura minor ein.

Die endgültige Form und Lage des Magens bildet sich durch unterschiedliches Wachstum der Magenwandabschnitte heraus. Die Lageveränderungen werden auch als „Magendrehungen“ (nicht mit der Erkrankung Magendrehung zu verwechseln) bezeichnet, obwohl dabei nicht passive Drehungen, sondern komplizierte Umbildungsprozesse der Magenanlage stattfinden. Die sogenannte „1. Magendrehung“ kann man sich als eine Verdrehung um die Längsachse nach links um 140 Grad vorstellen. Dadurch gelangt die große Magenkrümmung von der Rückenseite nach ventrolateral (links-bauchwärts), die kleine Magenkrümmung entsprechend nach rechts dorsolateral (seitlich-rückenwärts). Die „2. Magendrehung“ lässt sich als Drehung um die senkrechte Achse um 90 Grad nach links umschreiben. Dadurch gelangt der Mageneingang nach links und der Pylorus nach rechts. Die „3. Magendrehung“ erfolgt wiederum um die Längsachse nach rechts um etwa 45 Grad. Die Curvatura major zeigt nun nach links und kaudoventral, die Curvatura minor nach rechts und kraniodorsal.

Blutversorgung des Magens

Blutversorgung des menschlichen Magens

Der Magen wird arteriell über den Truncus coeliacus versorgt. Dieser kurze Gefäßstamm geht direkt von der Aorta ab und zweigt sich in drei Hauptäste auf: die Arteria hepatica communis, die Arteria gastrica sinistra und die Arteria splenica. Der Magen wird dabei direkt über die Arteria gastrica sinistra oder indirekt über weitere Abgänge der beiden anderen Äste versorgt. Der obere Teil der kleinen Kurvatur erhält sein sauerstoffreiches Blut direkt aus der Arteria gastrica sinistra. Sie läuft mit der Arteria gastrica dextra zusammen, die ursprünglich der Arteria hepatica communis entspringend den unteren Teil der kleinen Kurvatur versorgt. Beide verlaufen am Magen im kleinen Netz (Omentum minus), wo sie sich an der rechten Magenseite entlang schlängeln. Ebenfalls ursprünglich der Arteria hepatica communis entsprungen, versorgt die Arteria gastroomentalis dextra die untere Hälfte der großen Kurvatur. Sie läuft mit der Arteria gastroomentalis sinistra zusammen, die wiederum aus der Arteria splenica entstammt. Beide verlaufen am Magen im großen Netz (Omentum majus). Zusätzlich gibt die Arteria splenica noch einige Arteriae gastricae breves ab, die für die Versorgung des Fundus zuständig sind, sowie eine Arteria gastrica posterior, welche für die Durchblutung der Magenrückwand sorgt.

Magen der Wiederkäuer

Bei Wiederkäuern sind dem eigentlichen, mit einer drüsenhaltigen Schleimhaut ausgekleideten Magen, hier als Labmagen bezeichnet, noch drei Vormagenabschnitte vorgeschaltet. Dies sind Pansen, Netzmagen und Blättermagen. Sie besitzen eine drüsenlose Schleimhaut. In diesen Vormägen finden der mikrobiologische Aufschluss von Zellulose sowie erste Resorptionsvorgänge statt.

Magen der Vögel

Der Magen der Vögel ist in zwei Abschnitte unterteilt. Im eigentlichen Drüsenmagen (Ventriculus glandularis oder Proventriculus) werden ebenfalls Enzyme und Salzsäure abgegeben. Diesem Drüsenmagen ist der Muskelmagen (Ventriculus muscularis) nachgeschaltet. Er besteht aus kräftiger Muskulatur und dient der mechanischen Zerkleinerung der Nahrung und ersetzt so die Funktion der Zähne und des Kauens. Die Drüsen des Muskelmagens sondern ein Sekret ab, das durch die Salzsäure des Proventriculus zu einer Reibeplatte aushärtet (Koilinschicht). Zudem nehmen viele Vögel Steine (oder andere harte Partikel wie Muscheln bei Seevögeln) auf, die zusammen mit dieser Reibeplatte die Nahrung zermahlen. Diese Magensteine werden als Gastrolithen oder als Grit bezeichnet. Bei Vögeln, die sich von leichtverdaulicher oder weicher Nahrung ernähren, ist der Muskelmagen nur gering entwickelt.

Verlust des Magens im Laufe der Evolution

Der Magen ist vor etwa 450 Millionen Jahren erstmals bei den Wirbeltieren (Vertebrata) aufgetreten. Es wird vermutet, dass viele Wirbeltiere den Magen und vielfach auch die zugehörigen Gene (z. B. für Pepsinogen und die Protonen-Kalium-Pumpe) danach wieder verloren hätten, dazu gehören u. a. urtümliche Säugetiere wie das Schnabeltier und der Ameisenigel sowie etwa ein Viertel aller Fischarten, i. e. S. die echten Knochenfische (Teleostei). Der Verlust des Magens bei zahlreichen Abstammungslinien könnte mit dem Fehlen bestimmter Protonenpumpen sowie pepsinogener Enzyme zusammenhängen.

Magenentleerung

Geschluckte Speisen werden vorübergehend gespeichert und dabei zerkleinert. Diese Homogenisierung geschieht während einer Verweildauer von 1–6 Stunden. Durch eine Dehnung des Magens im oberen Korpusbereich durch den Chymus, werden peristaltische Wellen ausgelöst. Der Entleerungsvorgang des Magens hängt von zahlreichen Faktoren ab. Die Magenentleerung erfolgt reflektorisch und portionsweise durch Erschlaffung des Magenpförtners (Pylorus). Sie wird, neben dem vegetativen Nervensystem, zudem durch gastrointestinale Hormone und Peptide (deren genaue Funktion noch nicht geklärt ist) sowie durch die Nahrungszusammensetzung (z. B. Menge, Temperatur) gesteuert. Ein weiterer Mechanismus zur Steuerung der Entleerungsrate sind Chemosensoren im Dünndarm.

Die Flüssigkeitsentleerung ist, durch den niedrigen Magenpförtnerdruck, vor allem vom Druckgradienten zwischen Magen und Zwölffingerdarm abhängig. Flüssigkeiten verlassen den Magen relativ schnell (Halbwertszeit von Wasser auf nüchternen Magen: 10–20 Minuten). Die Entleerung fester Bestandteile ist in erster Linie vom Magenpförtnerwiderstand und der Partikelgröße abhängig. Partikel verlassen den Magen ab einer Zerkleinerung auf zwei Millimeter.

Große oder unverdauliche Nahrungsmittel verlassen den Magen in der Verdauungsruhe (interdigestive Motoraktivität).

Hauptartikel: Magenerkrankung
  • Franz X. Sailer: Chirurgie der Bauchorgane und der Bauchwand: Magen. In: Chirurgie historisch gesehen: Anfang – Entwicklung – Differenzierung. Hrsg. von Franz X. Sailer und F. W. Gierhake, Dustri-Verlag, Deisenhofen bei München 1973, ISBN 3-87185-021-7, S. 42–71.
  • Franz-Viktor Salomon: Magen, Ventriculus (Gaster). In: Salomon u. a. (Hrsg.): Anatomie für die Tiermedizin. Enke-Verlag Stuttgart, 2., erw. Auflage 2008, ISBN 978-3-8304-1075-1, S. 272–293.
  • Hans Adolf Kühn: Krankheiten des Magens und Zwölffingerdarmes. In: Ludwig Heilmeyer (Hrsg.): Lehrbuch der Inneren Medizin. Springer-Verlag, Berlin/Göttingen/Heidelberg 1955; 2. Auflage ebenda 1961, S. 767–804.
Commons: Mägen – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien
Wikiquote: Magen – Zitate
Wiktionary: Magen – Bedeutungserklärungen, Wortherkunft, Synonyme, Übersetzungen
  1. Henryk Szarski (1965), Bull. Acad. Pol. Sci., Biol., 4: 155 f.
  2. Benninghoff, Drenckhahn: Anatomie. 16. Auflage, Elsevier Verlag (2002), S. 655.
  3. Mutschler: Arzneimittelwirkungen. 9. Auflage, Wissenschaftliche Verlagsgesellschaft, Stuttgart 2008, ISBN 978-3-8047-1952-1.
  4. Rehner, Daniel: Biochemie der Ernährung. 3. Auflage. Spektrum Akademischer Verlag, 2010, ISBN 978-3-8274-2041-1, S. 320.
  5. How The Platypus And A Quarter Of Fishes Lost Their Stomachs. Abgerufen am 1. April 2014.
  6. L. Filipe C. Castro, Odete Gonçalves, Sylvie Mazan, Boon-Hui Tay, Byrappa Venkatesh und Jonathan M. Wilson: Recurrent gene loss correlates with the evolution of stomach phenotypes in gnathostome history. Proceedings of the Royal Society B, Vol. 281, No. 1775; 2014. doi:10.1098/rspb.2013.2669
  7. Robert F. Schmidt, Florian Lang, Manfred Heckmann: Physiologie des Menschen. mit Pathophysiologie. 31. Auflage. SpringerMedizin Verlag, Heidelberg 2010, ISBN 978-3-642-01650-9,S.803–809.
  8. Robert F. Schmidt, Florian Lang, Manfred Heckmann: Physiologie des Menschen. mit Pathophysiologie. 31. Auflage. SpringerMedizin Verlag, Heidelberg 2010, ISBN 978-3-642-01650-9,S.797.
Normdaten (Sachbegriff): GND:4036943-2(OGND, AKS)

Magen
magen, verdauungsorgan, sprache, beobachten, bearbeiten, titel, dieses, artikels, mehrdeutig, weitere, bedeutungen, sind, unter, begriffsklärung, aufgeführt, mittelhochdeutsch, mage, altgriechisch, γαστῆρ, gaster, lateinisch, ventriculus, auch, griechisch, lat. Magen Verdauungsorgan Sprache Beobachten Bearbeiten Der Titel dieses Artikels ist mehrdeutig Weitere Bedeutungen sind unter Magen Begriffsklarung aufgefuhrt Der Magen von mittelhochdeutsch mage altgriechisch gastῆr gaster lateinisch ventriculus auch griechisch lateinisch stomachus ist ein Verdauungsorgan fast aller Tiere Die primitivste Form ist der Gastralraum der Nesseltiere der zugleich Ausscheidungsorgan ist Der Magen ist ein Hohlorgan aus Muskelgewebe das innen mit einer Schleimhaut ausgekleidet ist Im Gegensatz zum einhohligen Magen des Menschen und der meisten Tierarten besitzt der Magen bei Wiederkauern und Vogeln mehrere abgegrenzte Hohlraumsysteme mehrhohliger Magen sowie hochspezialisierte Organe bei Insekten Honigmagen Saugmagen Magenlos sind z B die Karpfenfische man deutet dies als ursprungliche Anpassung an Schnecken und Muschel Nahrung deren Kalkschalen die Magensaure nutzlos machten 1 Anatomische Zeichnung des menschlichen Magens stomach und der umgebenden Strukturen die Leber wurde nach rechts und oben gezogen Hier wurde das grosse Netz zwischen Magen und Querkolon durchtrennt und der Magen angehoben so dass seine Ruckseite und die dahinter liegende Bauchspeicheldruse zu sehen sind Das Fassungsvermogen des menschlichen Magens ist individuell unterschiedlich und betragt etwa 1 5 l 2 In diesem Hohlraum wird der Nahrungsbrei mit dem Magensaft vermengt der im Wesentlichen aus dem eiweissspaltenden Enzym Pepsin und Salzsaure besteht Der Magen bringt auch den Nahrungsbrei auf die gleiche Temperatur ausserdem schichtet und speichert er ihn Im Ruhezustand sondern die Drusen etwa 10 ml Magensaft pro Stunde ab Bei Nahrungsaufnahme kann die Bildung von Magensaft auf bis zu 1000 ml pro Stunde erhoht werden Die Bildung wird sowohl durch Nerven Impulse vor allem vor der Nahrungsaufnahme als auch durch Hormone gesteuert Durch Muskelkontraktionen Peristaltik wird der Nahrungsbrei weiter zum Pfortner transportiert Dieser bildet als Sphinkter Schliessmuskel einen Verschluss zwischen Magen und Darm und kann sich fur den Durchtritt des angedauten Speisebreis Chymus etwa 13 mm weit offnen Dieses geschieht regelmassig um den Nahrungsbrei gleichmassig in den dem Magenausgang folgenden Zwolffingerdarm weiterzuleiten Inhaltsverzeichnis 1 Biologische Bedeutung 1 1 Vorverdauung 1 2 Abtoten von Bakterien 1 3 Regelmassige weitere Verdauung 2 Aufbau beim Menschen und Tieren mit einhohligem Magen 2 1 Anatomie 2 2 Histologie 2 3 Embryologie 2 4 Blutversorgung des Magens 3 Vergleichende Anatomie 3 1 Magen der Wiederkauer 3 2 Magen der Vogel 3 3 Verlust des Magens im Laufe der Evolution 4 Physiologie 5 Fehlbildungen des Magens 6 Erkrankungen des Magens 7 Siehe auch 8 Literatur 9 Weblinks 10 EinzelnachweiseBiologische Bedeutung BearbeitenVorverdauung Bearbeiten Die eigentliche Verdauung und Resorption findet bei den meisten Tieren und beim Menschen im Darm oder spezieller im Dunndarm statt Im Magen werden vor allem die Proteine Eiweisse in sogenannte Polypeptidketten vorverdaut Die notwendigen Enzyme zur Eiweissverdauung Pepsin und Kathepsin haben durch den niedrigen pH Wert hochste Aktivitat Sie werden von den Zellen des Magens als inaktive Vorstufen Pepsinogen abgesondert und erst durch Kontakt mit der Magensaure aktiviert Fette passieren den Magen grosstenteils ungehindert sie werden durch die Peristaltik jedoch weicher gemacht verflussigt Kohlenhydrate passieren den Magen genauso ungehindert da die enzymatische Spaltung der a 1 4 Glykosidbindung von Amylose durch a Amylase aus dem Speichel durch den sauren pH Wert im Magen wieder gehemmt wird Abtoten von Bakterien Bearbeiten Der saure Magensaft verhindert effektiv das Uberleben der meisten Bakterien und schutzt so vor Infektionen Lange Zeit galt die Lehrmeinung dass im extrem sauren Milieu des menschlichen Magens ein Wachstum von Mikroorganismen prinzipiell nicht moglich sei Mit der Entdeckung von Helicobacter pylori in der Magenschleimhaut im Jahr 1983 musste diese Ansicht jedoch revidiert werden Fortan galt H pylori als die einzige Ausnahme ein Bakterium das in der Lage ist sich unterhalb der schutzenden Schleimschicht anzusiedeln Wissenschaftler der Stanford University konnten 2005 2006 jedoch nachweisen dass die Flora vgl Darmflora deutlich komplexer ist als bisher angenommen Sie entdeckten insgesamt 128 weitere den Magen besiedelnde Bakterienarten darunter auch einen Verwandten der extremophilen Gattung Deinococcus Insgesamt etwa zehn Prozent der identifizierten Mikroorganismen unterschieden sich genetisch erheblich von allen bisher bekannten Bakterien Falschlicherweise wird der im Magen vorherrschende pH Wert oft mit konzentrierter Saure verglichen Der Magensaft hat zwar auch einen sehr niedrigen pH Wert von 0 8 bis 1 5 3 die Konzentration der Salzsaure ist jedoch geringer Dieser niedrige pH Wert gilt allerdings nur bei leerem Magen Bei Nahrungszufuhr steigt der Wert und kann abhangig von der Pufferkapazitat des Speisebreis auf 4 5 bis 6 5 ansteigen 4 Regelmassige weitere Verdauung Bearbeiten Der Magen ermoglicht es dass Lebewesen mit wenigen grosseren Mahlzeiten pro Tag auskommen Er ist in der Lage seine Wandspannung an die jeweilige Inhaltsmenge anzupassen Akkommodation Der Pfortner Pylorus sorgt dafur dass alle Stoffe genugend lange im Magen verbleiben und ausreichend mit den Verdauungssaften versetzt werden Der Speisebrei wird dann langsam und gleichmassig dem Darm zugefuhrt Aufbau beim Menschen und Tieren mit einhohligem Magen BearbeitenAnatomie Bearbeiten Makroskopischer Aufbau des Magens 1 Korpus 2 Fundus 3 vordere Magenwand 4 grosse Kurvatur 5 kleine Kurvatur 6 Kardia 9 Sphincter pylori 10 Antrum 11 Canalis pyloricus 12 Incisura angularis 13 Magenrinne 14 Schleimhautfalten durch Fensterung Von aussen gesehen unterscheidet man am Magen die vordere obere Flache Paries anterior und die hintere untere Flache Paries posterior die grosse Krummung Curvatura major an der das Omentum majus zum Teil befestigt ist sowie die kleine Krummung Curvatura minor an der das Omentum minus befestigt ist Makroskopisch wird er in folgende Bereiche untergliedert Die Pars cardiaca auch Cardia oder Kardia Mageneingang mit dem Ostium cardiacum Magenmund stellt den Ubergang zwischen Speiserohre Oesophagus und dem Magen dar Der Fundus ventriculi oder Fundus gastricus Fornix ventriculi Fornix gastricus Magengrund Magenkuppel Magengewolbe liegt unterhalb des Zwerchfells links und kranial vom Mageneingang und ist mit bei der Nahrungsaufnahme verschluckter Luft gefullt Auf dem Rontgenbild erscheint er als Magenblase Das Corpus ventriculi oder Corpus gastricum Magenkorpus Magenkorper macht den grossten Anteil des Magens aus Die Pars pylorica ist enger als das Korpus wobei der dem Duodenum nahere Teil der Canalis pyloricus Pfortnerkanal noch enger ist als der entferntere Teil das Antrum pyloricum Pfortnerhohle genannt auch Vestibulum pyloricum Der Pylorus Pfortner ist uber das Ostium pyloricum Pfortnermund die Verbindung zum Duodenum Er erscheint von aussen als harte Einschnurung und bildet gegen innen den Schliessmuskel Musculus sphincter pylori Die Form und Lage des Magens ist nicht konstant sondern vielmehr abhangig von dessen Fullung und der Stellung des Menschen Die Pars cardiaca ist aber durch Bindegewebe relativ stark befestigt wahrend der nur am Ligamentum hepatoduodenale befestigte Pylorus sich bei grosserem Mageninhalt absenkt wodurch der Magen die typische Hakenform bildet Bei Frauen ist der Magen meist tiefer und steiler gelegen als bei Mannern Siehe auch Blutgefasse Truncus coeliacus und Magenlymphknoten Histologie Bearbeiten Mikroskopisches Praparat normaler Magenschleimhaut Mikroskopisch gesehen besteht der Magen aus der Magenschleimhaut Tunica mucosa gastrica die aus den Laminae epithelialis propria und muscularis mucosae besteht Sie ist durch Einsenkungen Foveolae gastricae in zahlreiche Felder Areae gastricae gegliedert mit einer Vielzahl von Drusen Glandulae gastricae einer Bindegewebsschicht Tela submucosa mit Blutgefassen einer Muskelschicht Tunica muscularis gastrica aus glatter Muskulatur die aus den Fibrae obliquae dem Stratum circulare und dem Stratum longitudinale besteht einem Uberzug der Tunica serosa Peritoneum Der Magen besitzt fur die Sekretion von Hormonen und anderen Sekreten in seiner Schleimhaut verschiedene Zellarten die an typischen Stellen des Magens lokalisiert sind insbesondere in Korpus und Fundus Nebenzellen bilden Schleim Hauptzellen bilden Pepsinogen Parietal oder Belegzellen bilden Salzsaure und Intrinsic Factor im Antrum G Zellen bilden Gastrin Embryologie Bearbeiten Der Magen entsteht als spindelformige Erweiterung des Vorderdarms der vordere Abschnitt des primitiven Darmrohrs des Embryos Diese ist uber zwei Gekrose Mesogastrium dorsale und ventrale an der ruckenseitigen beziehungsweise bauchseitigen Korperwand befestigt Die zunachst in der Langsachse des Embryos stehende Magenanlage erweitert sich ruckenseitig zur Curvatura major und wolbt sich bauchseitig zur flach konkaven Curvatura minor ein Die endgultige Form und Lage des Magens bildet sich durch unterschiedliches Wachstum der Magenwandabschnitte heraus Die Lageveranderungen werden auch als Magendrehungen nicht mit der Erkrankung Magendrehung zu verwechseln bezeichnet obwohl dabei nicht passive Drehungen sondern komplizierte Umbildungsprozesse der Magenanlage stattfinden Die sogenannte 1 Magendrehung kann man sich als eine Verdrehung um die Langsachse nach links um 140 Grad vorstellen Dadurch gelangt die grosse Magenkrummung von der Ruckenseite nach ventrolateral links bauchwarts die kleine Magenkrummung entsprechend nach rechts dorsolateral seitlich ruckenwarts Die 2 Magendrehung lasst sich als Drehung um die senkrechte Achse um 90 Grad nach links umschreiben Dadurch gelangt der Mageneingang nach links und der Pylorus nach rechts Die 3 Magendrehung erfolgt wiederum um die Langsachse nach rechts um etwa 45 Grad Die Curvatura major zeigt nun nach links und kaudoventral die Curvatura minor nach rechts und kraniodorsal Blutversorgung des Magens Bearbeiten Blutversorgung des menschlichen Magens Der Magen wird arteriell uber den Truncus coeliacus versorgt Dieser kurze Gefassstamm geht direkt von der Aorta ab und zweigt sich in drei Hauptaste auf die Arteria hepatica communis die Arteria gastrica sinistra und die Arteria splenica Der Magen wird dabei direkt uber die Arteria gastrica sinistra oder indirekt uber weitere Abgange der beiden anderen Aste versorgt Der obere Teil der kleinen Kurvatur erhalt sein sauerstoffreiches Blut direkt aus der Arteria gastrica sinistra Sie lauft mit der Arteria gastrica dextra zusammen die ursprunglich der Arteria hepatica communis entspringend den unteren Teil der kleinen Kurvatur versorgt Beide verlaufen am Magen im kleinen Netz Omentum minus wo sie sich an der rechten Magenseite entlang schlangeln Ebenfalls ursprunglich der Arteria hepatica communis entsprungen versorgt die Arteria gastroomentalis dextra die untere Halfte der grossen Kurvatur Sie lauft mit der Arteria gastroomentalis sinistra zusammen die wiederum aus der Arteria splenica entstammt Beide verlaufen am Magen im grossen Netz Omentum majus Zusatzlich gibt die Arteria splenica noch einige Arteriae gastricae breves ab die fur die Versorgung des Fundus zustandig sind sowie eine Arteria gastrica posterior welche fur die Durchblutung der Magenruckwand sorgt Vergleichende Anatomie BearbeitenMagen der Wiederkauer Bearbeiten Bei Wiederkauern sind dem eigentlichen mit einer drusenhaltigen Schleimhaut ausgekleideten Magen hier als Labmagen bezeichnet noch drei Vormagenabschnitte vorgeschaltet Dies sind Pansen Netzmagen und Blattermagen Sie besitzen eine drusenlose Schleimhaut In diesen Vormagen finden der mikrobiologische Aufschluss von Zellulose sowie erste Resorptionsvorgange statt Magen der Vogel Bearbeiten Der Magen der Vogel ist in zwei Abschnitte unterteilt Im eigentlichen Drusenmagen Ventriculus glandularis oder Proventriculus werden ebenfalls Enzyme und Salzsaure abgegeben Diesem Drusenmagen ist der Muskelmagen Ventriculus muscularis nachgeschaltet Er besteht aus kraftiger Muskulatur und dient der mechanischen Zerkleinerung der Nahrung und ersetzt so die Funktion der Zahne und des Kauens Die Drusen des Muskelmagens sondern ein Sekret ab das durch die Salzsaure des Proventriculus zu einer Reibeplatte aushartet Koilinschicht Zudem nehmen viele Vogel Steine oder andere harte Partikel wie Muscheln bei Seevogeln auf die zusammen mit dieser Reibeplatte die Nahrung zermahlen Diese Magensteine werden als Gastrolithen oder als Grit bezeichnet Bei Vogeln die sich von leichtverdaulicher oder weicher Nahrung ernahren ist der Muskelmagen nur gering entwickelt Verlust des Magens im Laufe der Evolution Bearbeiten Der Magen ist vor etwa 450 Millionen Jahren erstmals bei den Wirbeltieren Vertebrata aufgetreten Es wird vermutet dass viele Wirbeltiere den Magen und vielfach auch die zugehorigen Gene z B fur Pepsinogen und die Protonen Kalium Pumpe danach wieder verloren hatten dazu gehoren u a urtumliche Saugetiere wie das Schnabeltier und der Ameisenigel sowie etwa ein Viertel aller Fischarten i e S die echten Knochenfische Teleostei 5 Der Verlust des Magens bei zahlreichen Abstammungslinien konnte mit dem Fehlen bestimmter Protonenpumpen sowie pepsinogener Enzyme zusammenhangen 6 Physiologie BearbeitenMagenentleerung Geschluckte Speisen werden vorubergehend gespeichert und dabei zerkleinert Diese Homogenisierung geschieht wahrend einer Verweildauer von 1 6 Stunden Durch eine Dehnung des Magens im oberen Korpusbereich durch den Chymus werden peristaltische Wellen ausgelost Der Entleerungsvorgang des Magens hangt von zahlreichen Faktoren ab Die Magenentleerung erfolgt reflektorisch und portionsweise durch Erschlaffung des Magenpfortners Pylorus Sie wird neben dem vegetativen Nervensystem zudem durch gastrointestinale Hormone und Peptide deren genaue Funktion noch nicht geklart ist sowie durch die Nahrungszusammensetzung z B Menge Temperatur gesteuert 7 Ein weiterer Mechanismus zur Steuerung der Entleerungsrate sind Chemosensoren im Dunndarm Die Flussigkeitsentleerung ist durch den niedrigen Magenpfortnerdruck vor allem vom Druckgradienten zwischen Magen und Zwolffingerdarm abhangig Flussigkeiten verlassen den Magen relativ schnell Halbwertszeit von Wasser auf nuchternen Magen 10 20 Minuten Die Entleerung fester Bestandteile ist in erster Linie vom Magenpfortnerwiderstand und der Partikelgrosse abhangig Partikel verlassen den Magen ab einer Zerkleinerung auf zwei Millimeter 7 Grosse oder unverdauliche Nahrungsmittel verlassen den Magen in der Verdauungsruhe interdigestive Motoraktivitat 7 8 Fehlbildungen des Magens BearbeitenAgastrie MikrogastrieErkrankungen des Magens Bearbeiten Hauptartikel MagenerkrankungSiehe auch BearbeitenMagenknurren Magenband eine medizinische Behandlungsmethode bei krankhafter Adipositas Menenius Parabel vom Magen und den GliedernLiteratur BearbeitenFranz X Sailer Chirurgie der Bauchorgane und der Bauchwand Magen In Chirurgie historisch gesehen Anfang Entwicklung Differenzierung Hrsg von Franz X Sailer und F W Gierhake Dustri Verlag Deisenhofen bei Munchen 1973 ISBN 3 87185 021 7 S 42 71 Franz Viktor Salomon Magen Ventriculus Gaster In Salomon u a Hrsg Anatomie fur die Tiermedizin Enke Verlag Stuttgart 2 erw Auflage 2008 ISBN 978 3 8304 1075 1 S 272 293 Hans Adolf Kuhn Krankheiten des Magens und Zwolffingerdarmes In Ludwig Heilmeyer Hrsg Lehrbuch der Inneren Medizin Springer Verlag Berlin Gottingen Heidelberg 1955 2 Auflage ebenda 1961 S 767 804 Weblinks Bearbeiten Commons Magen Sammlung von Bildern Videos und Audiodateien Wikiquote Magen Zitate Wiktionary Magen Bedeutungserklarungen Wortherkunft Synonyme Ubersetzungen Albertinen Krankenhaus Hamburg Endoskopieatlas mit Bildern und Videos des Magens Lehrstuhl fur Humanbiologie der Technischen Universitat Munchen Magen Darmmotorik mit Hilfe der Videofluoroskopie sichtbar gemacht Der bewegte Darm von Hans Jorg Ehrlein und Michael SchemannEinzelnachweise Bearbeiten Henryk Szarski 1965 Bull Acad Pol Sci Biol 4 155 f Benninghoff Drenckhahn Anatomie 16 Auflage Elsevier Verlag 2002 S 655 Mutschler Arzneimittelwirkungen 9 Auflage Wissenschaftliche Verlagsgesellschaft Stuttgart 2008 ISBN 978 3 8047 1952 1 Rehner Daniel Biochemie der Ernahrung 3 Auflage Spektrum Akademischer Verlag 2010 ISBN 978 3 8274 2041 1 S 320 How The Platypus And A Quarter Of Fishes Lost Their Stomachs Abgerufen am 1 April 2014 L Filipe C Castro Odete Goncalves Sylvie Mazan Boon Hui Tay Byrappa Venkatesh und Jonathan M Wilson Recurrent gene loss correlates with the evolution of stomach phenotypes in gnathostome history Proceedings of the Royal Society B Vol 281 No 1775 2014 doi 10 1098 rspb 2013 2669 a b c Robert F Schmidt Florian Lang Manfred Heckmann Physiologie des Menschen mit Pathophysiologie 31 Auflage SpringerMedizin Verlag Heidelberg 2010 ISBN 978 3 642 01650 9 S 803 809 Robert F Schmidt Florian Lang Manfred Heckmann Physiologie des Menschen mit Pathophysiologie 31 Auflage SpringerMedizin Verlag Heidelberg 2010 ISBN 978 3 642 01650 9 S 797 Normdaten Sachbegriff GND 4036943 2 OGND AKS Abgerufen von https de wikipedia org w index php title Magen amp oldid 212693199, wikipedia, wiki, deutsches

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