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Leukämie

Klassifikation nach ICD-10
C90.1 Plasmazellenleukämie
C91 Lymphatische Leukämie
C92 Myeloische Leukämie
C93 Monozytenleukämie
C94, C95 Sonstige Leukämien
Klassifikation nach ICD-O-3
9733/3 Plasmazell-Leukämie (C42.1)
9800/3 Leukämie o.n.A.
9801/3 Akute Leukämie o.n.A.
9820/3 Lymphatische Leukämie o.n.A.
9860/3 Myeloische Leukämie o.n.A.

Leukämie (von altgriechischλευκός leukós „weiß“ sowieαἷμα haima „Blut“; wörtlich also Weißblütigkeit), im Deutschen auch als (weißer) Blutkrebs bezeichnet, ist eine maligne Erkrankung des blutbildenden oder des lymphatischen Systems und gehört im weiteren Sinne zu den Krebserkrankungen. Ein anderer früher verwendeter Ausdruck dafür ist Leukose.

Leukämien zeichnen sich durch stark vermehrte Bildung von funktionsuntüchtigen Vorläuferzellen der weißen Blutzellen aus. Diese werden auch Leukämiezellen genannt. Sie breiten sich im Knochenmark aus, verdrängen dort die übliche Blutbildung und treten in der Regel auch stark vermehrt im peripheren Blut auf. Sie können Leber, Milz, Lymphknoten und weitere Organe infiltrieren und dadurch ihre Funktion beeinträchtigen. Die Störung der Blutbildung vermindert die normalen Blutbestandteile. Es entsteht eine Anämie durch Mangel an Sauerstoff transportierenden roten Blutkörperchen, eine Thrombozytopenie, ein Mangel an blutungsstillenden Blutplättchen, und eine Leukopenie, ein Mangel an reifen funktionstüchtigen weißen Blutzellen.

Je nach Verlauf unterscheidet man akute und chronische Leukämien (vgl. Krankheitsverlauf). Akute Leukämien sind lebensbedrohliche Erkrankungen, die unbehandelt in wenigen Wochen bis Monaten zum Tod führen. Chronische Leukämien verlaufen meist über mehrere Jahre und sind im Anfangsstadium häufig symptomarm.

Inhaltsverzeichnis

Chronische Leukämie

Chronische Leukämien werden oft zufällig durch eine Routineuntersuchung festgestellt und beginnen meist schleichend. Als erste Anzeichen können allgemeine Krankheitssymptome wie Unwohlsein und Ermüdung, Leistungsminderung, aber auch Fieber, Nachtschweiß und Gewichtsverlust auftreten. Auftreten können weiterhin Milz- und Lymphknotenschwellungen sowie Juckreiz, Ausschläge und Infektionen.

Akute Leukämie

Es gibt sehr vielfältige Symptome für eine akute Leukämie. Oft können diese aus völliger Gesundheit heraus entstehen und äußern sich wie ein schweres Krankheitsbild, z. B. treten Blässe, Schwäche, Blutungsneigung mit spontanen blauen Flecken oder nach Bagatelltraumen und Petechien auf. Eine Anfälligkeit für Infektionen mit Fieber sowie geschwollene Lymphknoten, Milz- und Lebervergrößerung und manchmal Knochenschmerzen sind ebenfalls charakteristisch. In vielen Fällen klagen die Patienten auch über gehäuftes Nasenbluten und Gingivitis. Weitere Symptome sind Gewichts- und Appetitverlust, Müdigkeit und Nachtschweiß.

Keines dieser Symptome allein ist charakteristisch für eine chronische bzw. akute Leukämie.

Die Klassifikation und Diagnostik der Leukämien basiert auf morphologischen und immunologischen Eigenschaften der Leukämiezellen. In den letzten Jahren gewinnen auch zunehmend zytogenetische und molekularbiologische Merkmale an Bedeutung.

Je nach beteiligtem Zelltyp unterscheidet man zunächst myeloische von lymphatischen Leukämien. Myeloische Leukämien gehen von den Vorläuferzellen der Granulozyten, im weiteren Sinne auch der Erythrozyten und Thrombozyten aus, lymphatische Leukämien betreffen die Lymphozyten und ihre Vorläuferzellen.

Des Weiteren unterscheidet man anhand des Grades der Unreife der im Knochenmark und im Blut vorkommenden Leukämiezellen zwischen akuten und chronischen Leukämien. Bei den akuten Leukämien (früher auch unreifzellige Leukosen genannt) finden sich vor allem Zellen in einem sehr frühen, unreifen Stadium, die nahezu funktionslos sind. Bei den chronischen Leukämien kann man vermehrt Leukämiezellen beobachten, die deutlich weiter entwickelt sind und bereits den reifen Blutzellen ähneln, jedoch noch nicht vollständig funktionstüchtig sind.

Chronische lymphatische Leukämiezellen

Die Verdachtsdiagnose ist häufig bereits aus dem Blutbild und Differentialblutbild zu stellen, die genaue Klassifikation erfordert aber meist eine Knochenmarkpunktion.

Leukämieformen

Die wichtigsten Leukämieformen sind:

Falls die Leukämie von den Prolymphozyten (eine bestimmte Form von Lymphozyten-Vorstufen) ausgeht, spricht man wegen des deutlich aggressiveren Krankheitsverlaufes im Vergleich zur CLL von einer Prolymphozytenleukämie (PLL).

Ebenfalls mit der CLL verwandt ist die Haarzellleukämie (HCL), bei der die Leukämie von sehr weit fortgeschrittenen Lymphozyten-Vorstufen ausgeht. Namengebend sind die haarförmigen Zytoplasma-Fortsätze der Leukämiezellen.

Altersspezifische Inzidenz der häufigsten Leukämiearten, Daten nach

Die einzelnen Leukämietypen weisen eine typische Altersverteilung auf. Die ALL ist die häufigste Leukämie bei Kindern und kommt bei Erwachsenen seltener vor. Die AML steht bei Kindern an zweiter Stelle und ist bei Erwachsenen die häufigste akute Leukämie mit einem Altersgipfel über 60 Jahren. Die CLL tritt bei Kindern praktisch niemals auf und ist eine typische Leukämieform des älteren Menschen. Die CML ist bei Erwachsenen wesentlich häufiger als bei Kindern.

Leukämien entstehen durch genetische Veränderungen von unreifen blutbildenden Vorläuferzellen, sodass diese sich einerseits nicht mehr vollständig zu funktionstüchtigen Blutzellen weiterentwickeln können und andererseits unkontrolliert vermehren (siehe auch Krebsentstehung). Es genügt bereits die Veränderung einer einzigen Vorläuferzelle, die durch das anschließende unkontrollierte Wachstum die gesunden Bestandteile des blutbildenden Systems zurückdrängen kann.

Die Auslöser dieser genetischen Veränderungen sind noch nicht geklärt. Gerade bei akuten Formen sind die Ursachen meist unklar und können nicht in einen kausalen Zusammenhang mit pathogenen Faktoren gebracht werden. Diskutiert werden die nachfolgenden potentiell auslösenden Faktoren:

Mögliche Ursachen der Leukämie bei Kindern

In Deutschland erkranken jährlich 1800 Kinder neu an Krebs, davon rund ein Drittel an Leukämie. Auch hier sind die Ursachen weitgehend unbekannt.

Eine Fallkontrollstudie zeigte ein etwa zwanzigfach erhöhtes Leukämierisiko für Menschen mit einem Down-Syndrom im Vergleich zur Normalbevölkerung.

Es gibt Hinweise, dass Umweltfaktoren (ionisierende sowie nichtionisierende Strahlung sowie Pestizide) potenzielle Risikofaktoren sein können und ein „gut trainiertes kindliches Immunsystem“ einen schützenden Effekt hat. Bei einer Untersuchung von Kindern der Stadt Basra im Südirak wurde ein Anstieg der Leukämierate um rund das Doppelte von 1993 bis 2007 festgestellt. Als mögliche Auslöser kommen unter anderem Benzol, das durch brennende Ölfelder und improvisierte Tankstellen (Kanisterbetankung) in die Umwelt gelangte, oder auch Geschosse aus abgereichertem Uran in Frage.

Die vermutete Ursache Radioaktivität für den Leukämiecluster Elbmarsch bei Hamburg ist umstritten. Ungeklärt ist auch der Einfluss radioaktiver Emissionen auf die temporäre Leukämiehäufung um Jülich.

Ein kausaler Zusammenhang mit Impfungen konnte bei einer populationsbasierten Fall-Kontroll-Studie nicht gezeigt werden. Es gibt im Gegenteil eher Hinweise darauf, dass eine frühe Impfung innerhalb des ersten Lebensjahres das Erkrankungsrisiko bei Kindern senkt.

Grundlage der Behandlung von Leukämien ist die Therapie mit Zytostatika. Weitere Behandlungsprinzipien sind die Hochdosistherapie mit autologer Stammzelltransplantation und die allogene Knochenmark- bzw. Stammzelltransplantation. Dazu wird ähnlich wie bei einer Bluttransfusion ein passender Knochenmarkspender benötigt. Untergeordnete Bedeutung hat die prophylaktische oder therapeutische Strahlentherapie. In den letzten Jahren haben sich neue Therapiemöglichkeiten durch die Anwendung von monoklonalen Antikörpern und neue spezifisch in die Krankheitsprozesse eingreifende Medikamente wie Imatinib und Dasatinib (zwei Tyrosinkinase-Inhibitoren) bei der CML und der Philadelphia-Chromosom-positiven ALL oder ATRA bei der Promyelozyten-Leukämie eröffnet. In der Therapie der Leukämien bestehen zwischen den einzelnen Formen erhebliche Unterschiede, die Einzelheiten der Therapie sind in den entsprechenden Artikeln dargestellt. Eine spezifische Gefährdung durch eine während der Therapie auftretende Neutropenie sind fieberhafte Infektionen, die entsprechend mit Antibiotika behandelt werden müssen.

In den letzten Jahren gab es auch immer weitere Fortschritte der Gentherapie, die nun auf langfristige Therapieerfolge hoffen lassen. Einige Forschungsgruppen arbeiten zum Beispiel daran, T-Zellen von Leukämiepatienten durch Einschleusen bestimmter Gene so zu manipulieren, dass sie auch noch Jahre später Krebszellen eliminieren. Einige Patienten mit ALL oder CLL blieben durch diese Therapie langzeitig in Remission.

Am 1. November 2013 erteilten die USA und am 29. Juli 2014 die europäischen Behörden einem bei Roche entwickelten Wirkstoff die Zulassung. Bei Patienten mit der chronischen lymphatischen Leukämie (CLL) ist schon nach wenigen Therapietagen mit dem Wirkstoff Obinutuzumab (alter Wirkstoffname war Afutuzumab) in Kombination mit dem milden Chemotherapeutikum Chlorambucil ein Rückgang der Blutkrebszellen feststellbar. Nach Abschluss der Therapie waren bei über 20 % der Patienten keine Krankheitszeichen mehr vorhanden.

Erstbeschreibung einer Leukämie durch Rudolf Virchow 1845

Im Unterschied zu anderen Krebsarten, die bereits Galenus im Altertum beschrieben hatte, wurde der Blutkrebs erst im 19. Jahrhundert erkannt und untersucht. Die starke Vermehrung weißer Blutzellen beschrieb erstmals 1845 der schottische Arzt John H. Bennett. Er bezeichnete das Phänomen als vereitertes Blut und vermutete eine Infektion als Ursache. Etwa zur selben Zeit beobachtete Rudolf Virchow bei einer Patientin ebenfalls stark vermehrte weiße Blutzellen, diagnostizierte „weißes Blut“ und führte 1847 das medizinische Fachwort „Leukämie“ ein. (Virchow verstand darunter „eine nicht reaktive, eigengesetzliche, von den Pyämien scharf abgesetzte Vermehrung der weißen Blutkörperchen im peripheren Blut“.) Weiters hatte auch Alfred Armand Velpeau 1827 einen Fall von Leukämie sehr detailliert geschildert. Der erste Fall von akuter lymphatischer Leukämie bei einem Kind wurde 1860 von Michael Anton Biermer, einem Schüler Virchows, beschrieben. Ende des 19. Jahrhunderts bezeichneten Pathologen die Leukämie als Neoplasie der weißen Blutzellen; danach konnte man mehrere Erscheinungsformen der Leukämie unterscheiden. Eine Chemotherapie mit Aminopterin gelang 1947 erstmals Sidney Farber, einem pädiatrischen Pathologen. Allerdings hielten die erzielten Remissionen nicht lange an. In den folgenden Jahren wurden über das US-amerikanische National Cancer Institute (NCI) in Studien an Kindern mit akuter Leukämie (ALL) Kombinationstherapien untersucht, insbesondere in den 1960er Jahren VAMP (Vincristin, Amethopterin, Mercaptopurin, Prednison). Zunächst zeichneten sich länger dauernde Remissionen ab, doch dann traten in der Mehrzahl schwerwiegende Rückfälle auf unter Befall des zentralen Nervensystems. Im weiteren Verlauf kombinierte man die VAMP-Therapie mit einer Strahlentherapie. Eine erste Auswertung an 278 Patienten im Jahr 1979 zeigte, dass diese Kombination, als „totale Therapie“ verstanden, zu deutlich länger andauernden Remissionen führte. Hiermit wurde der erste erfolgversprechende Durchbruch erzielt.

1995 wurden die Deutsche José Carreras Leukämie-Stiftung sowie die Deutsche Leukämie- und Lymphom-Hilfe gegründet, die Stiftung Deutsche Leukämie- & Lymphom-Hilfe etablierte sich 2010.

Kinder mit Down-Syndrom (Trisomie 21) haben ein zwanzigfach gesteigertes Risiko, an einer akuten Leukämie zu erkranken. Bei Neugeborenen mit Trisomie 21 tritt bei fünf bis zehn Prozent eine sogenannte transiente Leukämie (TL), auch als Transientes myeloproliferatives Syndrom (TMD) bezeichnet, auf, die alle Eigenschaften einer akuten megakaryoblastären Leukämie aufweist (akute myeloische Leukämie, megakaryoblastischer Subtyp / AMkL), sich jedoch in den allermeisten Fällen innerhalb der ersten Lebenswoche spontan zurückbildet. Bei etwa 20 % dieser Kinder tritt allerdings in den ersten vier Lebensjahren erneut eine AMkL (auch myeloische Leukämie bei Down-Syndrom (ML-DS), siehe WHO-Klassifikation) auf, die den identischen Phänotyp aufweist. Sowohl bei der TL als auch der ML-DS konnten Mutationen des hämatopoetischen Transkriptionsfaktors GATA1 als ursächlich nachgewiesen werden. Die ML-DS wird mit einer intensiven, angepassten Chemotherapie behandelt. Aufgrund der erhöhten Sensitivität gegenüber Chemotherapie sind die Heilungschancen für die ML-DS mit mehr als 85 % deutlich höher als bei der AML bei Kindern ohne Trisomie 21. Auch die akute lymphoblastäre Leukämie (ALL) kommt bei Kindern mit Down-Syndrom häufiger vor, ist hier aber aufgrund der ungünstigeren Risikofaktoren und der höheren Empfindlichkeit für Nebenwirkungen der Therapie mit einer schlechteren Prognose verbunden.

Abgesehen vom erhöhten Leukämie-Risiko sind Menschen mit Down-Syndrom unterdurchschnittlich anfällig für andere Formen von Krebserkrankungen. In sechs unabhängig voneinander durchgeführten Studien konnte erwiesen werden, dass z. B. Neuroblastome, Nephroblastome, Unterleibskrebs, Brustkrebs, Magenkrebs und Darmkrebs sehr selten auftreten: „Verglichen nach Alter und Geschlecht ist die Wahrscheinlichkeit für eine Person mit Down-Syndrom, an irgendeiner Form von Gewebekrebs zu sterben, um 50 bis 100 Mal niedriger“ als üblich. Zurückgeführt werden kann dies neben dem durch das zusätzliche Erbmaterial offenbar begünstigten Schutzmechanismus des Körpers auch darauf, dass die mit der Trisomie 21 zusammenhängende Disposition für insbesondere Leukämie bekannt ist und eine Erkrankung aufgrund häufigerer Arztbesuche (z. B. wegen der Anfälligkeit für Atemwegserkrankungen) oft in sehr frühen Stadien erkannt und behandelt werden kann. Darüber hinaus leben die meisten Menschen mit Down-Syndrom deutlich gesünder, insbesondere Alkohol und Nikotin werden selten aktiv konsumiert, was das Risiko, an Krebs zu erkranken, zusätzlich senkt.

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Reziproke Translokationen sind für Leukämien und Lymphome typisch, bei soliden Tumoren die Ausnahme. Generell betrachtet sind Translokationen ein Charakteristikum von ca. drei Prozent aller Tumoren. Bei insgesamt 14.000 verschiedenen karyotypischen Veränderungen bei Tumoren sind über 100 wiederkehrende Translokationen beschrieben worden (Stand 1991). Chromosomale Veränderungen bei hämatologischen Erkrankungen sind häufig und vielfältig. Ein tabellarischer Überblick soll einen Eindruck von der Vielfalt der Phänomene geben. Dabei werden zunächst Chromosomen-Translokationen und sodann Chromosomen-Deletionen angeführt. Der weitere Artikel gliedert sich in drei Teile. Zunächst werden die chromosomalen Veränderungen bei myeloischen Leukämien besprochen. Im darauffolgenden Abschnitt werden die lymphatischen Leukämien dargestellt und eine beispielhafte Bruchpunkt-Untersuchung vorgestellt. Zum Abschluss wird noch kurz auf das Burkitt-Lymphom eingegangen.

Onkogene bei Leukämien – Translokationen
Protein-Klasse Onkogen Translokation Tumor Häufigkeit
Tyrosin-Kinasen c-abl/bcr t(9;22)(q34;q11) CML 95 %
c-abl/bcr t(9;22)(q34;q11) ALL 10 %
axl t(;)(;) CML ? %
TF myc/Ig-Gene t(8;14)(q24;q32) BL 100 %
pre-B-ALL 10 %
T-ALL 10 %
E2A/PBX t(1;19)(q23;p13) pre-B-ALL 10 %
E2A/HLF t(17;19)(q22;p13) pre-B-ALL 10 %
Tal-1/TCR t(1;14)(p32;q11) T-ALL 20 %
Tal-1/SIL t(1;)(p32;) T-ALL 20 %
Tal-2/TCR t(7;9)(q35;p13) T-ALL 10 %
Lyl-1/TCR t(7;19)(q35;p13) T-ALL 5 %
Ttg-1/TCR t(11;14)(pls;q11) T-ALL 10 %
Ttg-2/TCR t(11;14)(p13;q11) T-ALL −10 %
HD-Gene: Hox-11/TCR t(10;14)(q24;q11) T-ALL 7 %
HRX t(11q23) Multilinage ?%
Rezeptoren: RARA/PML t(15;17)(q21;q21) PML 100 %
bcl-Gene: bcl-1/Ig t(11;14)(q32;q21) CentroCyt 30 %
CLL 3 %
bcl-2/Ig t(14;18)(q13;q32) Foll
Diff 20 %
CLL 5 %
bcl-3/Ig t(14;19)(q32;q13) CLL
Andere: DEK/CAN t(6;9)(p23;q34) AML/MDS
SET/CAN t(;)(;) AML,MDS
MLL t(11q23) AML,ALL
TAN-1 t(7;9)(q34;q34.3) T-ALL 42 %
AML-1 t(8;21) AML
IL-3 t(5;14)(q31;q32) pre-B-ALL

Die folgende Tabelle gibt einen Überblick über die chromosomalen Deletionen bei verschiedenen menschlichen Leukämien.

Onkogene bei Leukämien – Deletionen
Proteinklasse Tumor Häufigkeit
ras-Gene AML 50 %
ALL 15 %
CML 5 %
p53 CML 20 %
AML 3–7 %
pre B-ALL 2 %
T-ALL 2 %
BL 30 %
CLL 15 %
RB-1 Ph1+-ALL 30 %
AML 3 %
AMML 25 %
T-ALL 20 %
WT-1 AML 20 %

Translokationen bei chronischer myeloischer Leukämie (CML)

Bei der chronischen myeloischen Leukämie kommt es in 95 Prozent aller bisher untersuchten Fälle durch eine chromosomale Translokation zu einer Fusion des c-abl-Gens auf dem Chromosom 9q34 mit dem bcr-Gen auf dem Chromosom 22q11 mit dem Ergebnis eines alterierten Chromosoms, des Philadelphia-Chromosoms, und der Expression eines chimärischen Proteins, des abl/bcr-Produkts, das in drei Varianten als p190, p210 und p230 vorkommt und Tyrosinkinaseaktivität aufweist. Das Fusionsprotein resultiert in einer konstitutiven Aktivierung der abl-Tyrosinkinase und stimuliert vielfältige Signalwege, z. B. p21 Ras, PI3 Kinase, Jun, myc.

Translokationen bei akuter myeloischer Leukämie (AML)

Bei den akuten myeloischen Leukämien findet sich eine Vielzahl unterschiedlicher Mutationen. Bei der AML finden sich in bis zu 50 Prozent der untersuchten Fälle Mutationen im N-ras-Lokus, in ca. fünf Prozent der untersuchten Fälle Mutationen in p53, in weniger als drei Prozent der untersuchten Fälle Mutationen im RB-1-Gen und in ca. 20 Prozent Veränderungen im WT-1-Lokus. Vereinzelt sind Fusionen von SET/CAN-, DEK/CAN-, MLL- und AML-1-Genen beschrieben worden. Im Folgenden werden die beteiligten Onkogene näher charakterisiert.

Translokationen bei anderen myeloischen Leukämien

Bei der akuten myelomonocytischen Leukämie (AMML) finden sich häufig Mutationen im RB-1 Lokus. Eine Besonderheit bei den AML stellt die Promyelozytenleukämie dar, bei der in mehr als 95 Prozent der untersuchten Fälle eine Translokation t(15;17) (q21;q21) beschrieben ist mit dem Ergebnis einer Fusion von PML und RARa. Das Humane Trithorax-Homolog findet sich auf dem Chromosom 11q23. Die HRX-Translokationen findet sich bei biphänotypischen Leukämien. Trithorax ist ALL-1.

Translokationen bei T-Zell-Leukämien

Die folgende Tabelle gibt eine Übersicht über das Vorkommen von Translokationen bei akuten T-Zell-Leukämien.

Translokationen bei T-Zell-Leukämien
t(8;14)(q24;q11) c-myc 8q24 TCR-alpha/delta 14q11
t(7;19)(q35;p13) TCR-beta 7q35 Lyl-1 19p13
t(1;14)(p32;q11) Tal-1(Scl,Tcl-5) 1p32 TCR-alpha/delta 14q11
t(7;9)(q35;q34) TCR-beta 7q35 Tal-2 9q34
t(11;14)(pl5;q11) Rhom-1(Ttg-1) 11p15 TCR-alpha/delta 14q11
t(11;14)(p13;q11) Rhom-2(Ttg-2) 11p13 TCR-alpha/delta 14q11
t(7;11)(q35;p13) TCR-beta 7q35 Rhom-2 11p13
t(10;14)(q24;q11) Hox-11(Tcl-3) 10q24 TCR-alpha/delta 14q11
t(7;10)(q35;q24) TCR-beta 7q35 Hox-11 10q24
t(7;9)(q34;q34.3) TCR-beta 7q34 Tan-1 9q34.3

Alle betroffenen protoonkogenen Transkriptionsfaktoren (c-myc, Lyl-1, Tal-1,2) sind helix-loop-helix-Proteine; Rhom-1,2 (Ttg-1,2) sind LIM-Domaine-Proteine, Hox-11 (Tcl-3) ist ein Homeoboxgen und Tan-1 ein notch-Homolog. Involviert sind jeweils immer TCR-beta oder TCR-alpha/delta. Vergleichsweise konsistente Mutationen in T-ALLs finden sich auch bei p53 Jonveaux und im RB-Lokus Ahuja und Ginsberg, allerdings ohne Translokationen in den Bereich rearrangierender Loci. Untersucht man die verschiedenen Loci, so findet man folgende Verteilung der translozierenden Regionen.

In die TCR-alpha/delta-Region = 14q11 translozieren:

Chromosomale Lokalisation TCR-alpha/delta-translozierender Onkogene
c-myc 8q24
Tal-1 1p32
Rhom-1 11p15
Rhom-2 11p13
Hox-11 10q24

In die TCR-beta-Region = 7q35 translozieren:

Chromosomale Lokalisation TCR-beta-translozierender Onkogene
Lyl-1 19p13
Tal-2 9q34
Rhom-2 11p13
Hox-11 10q24
Tan-1 9q34.3

Die aufgelisteten Translokationen bei T-ALL haben eine Reihe von Gemeinsamkeiten. Es sind jeweils zwei typische codierende Regionen betroffen: TCR-Gene und Transkriptionsfaktoren. Stets ist das betroffene Allel des TCR als Strukturgen zerstört und das betroffene Allel des Transkriptionsfaktors als Strukturgen intakt, in seiner Regulation aber gestört. Meistens sind die betroffenen Transkriptionsfaktoren zelllinienfremde Gene. Üblicherweise wird ihre Funktion im Rahmen der Zelldifferenzierung vermutet. Im Bereich von 11p13 sind die Bruchpunkte unabhängig vom translozierenden Partnerchromosom in einem kleinen Bereich geclustert. Außerdem finden die Translokationen bei unreifen Zellen statt, so dass man schlussfolgern muss, dass eine aberrante Expression von an der Zelldifferenzierung von nichtlymphatischem Gewebe beteiligten Transkriptionsfaktoren in primitivem lymphoidem Gewebe einen wesentlichen Anteil an der malignen Transformation haben kann.

  • Seltenere, mit der CML verwandte chronische myeloproliferative Erkrankungen, die jedoch vorwiegend andere Blutzellen als die Leukozyten betreffen, sind die:
    • Polycythaemia vera (PV) – hier steht die Vermehrung der roten Blutzellen im Vordergrund. Es sind meist auch die anderen Zellreihen, also die Leukozyten und die Thrombozyten, betroffen.
    • essentielle Thrombozythämie (ET) – hier steht die Vermehrung der Blutplättchen und deren eventuell eingeschränkte Funktion im Vordergrund.
  • Auch bei den myelodysplastischen Syndromen liegt eine Fehlfunktion der blutbildenden Stammzellen vor. Im Gegensatz zu den Leukämien findet jedoch keine unkontrollierte Vermehrung ebendieser statt.
  • Michael Begemann, Monika Begemann-Deppe: Leben mit Leukämie. Trias, Stuttgart 2000, ISBN 3-89373-568-2 (Ratgeber).
  • Hermann Delbrück: Chronische Leukämien. Rat und Hilfe für Betroffene und Angehörige. 2. Auflage. Kohlhammer, Stuttgart 2004, ISBN 3-17-018369-9 (Ratgeber).
  • Martin Ehrlich: Ueber Leukämie. Dissertation. Dorpat 1862, (PDF; 3,2 MB).
  • Nicola Gökbuget: Akute lymphatische Leukämie. 1. Auflage. UniMed-Verlag, Bremen 2007, ISBN 978-3-89599-218-6 (Fachbuch).
  • Ludwig Heilmeyer, Herbert Begemann: Blut und Blutkrankheiten. In: Ludwig Heilmeyer (Hrsg.): Lehrbuch der Inneren Medizin. Springer-Verlag, Berlin / Göttingen / Heidelberg 1955; 2. Auflage ebenda 1961, S. 376–449, hier: S. 423–431: Die Leukämien (Leukosen).
  • Manfred Vasold: Leukämie. In: Werner E. Gerabek, Bernhard D. Haage, Gundolf Keil, Wolfgang Wegner (Hrsg.): Enzyklopädie Medizingeschichte. De Gruyter, Berlin / New York 2005, ISBN 3-11-015714-4, S. 847.
Wiktionary: Leukämie – Bedeutungserklärungen, Wortherkunft, Synonyme, Übersetzungen
Commons: Leukämie – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien
Wikinews: Leukämie – in den Nachrichten
  • Deutsches Expertennetzwerk von Ärzten und Wissenschaftlern mit Schwerpunkt im Bereich der Leukämieforschung.
  • Unabhängige EU-geförderte Organisation von Ärzten, Wissenschaftlern und Patienten mit Interesse an Leukämie.
  • (Memento vom 18. November 2013 im Internet Archive) Epidemiologische Studie zu Kinderkrebs (u. a. Leukämie) in der Umgebung von Kernkraftwerken – im Auftrag des Bundesamtes für Strahlenschutz 2007.
  • Johan A. Maertens et al.: (PDF; 159 kB) doi:10.1016/j.ejcsup.2007.06.006.
  • Raoul Herbrecht et al.: (PDF; 256 kB) doi:10.1016/j.ejcsup.2007.06.007.
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  2. American Cancer Society, 12. Januar 2015, abgerufen am 16. August 2015 (englisch).
  3. (PDF) Including SEER Incidence and Survival: 1975–2000. National Cancer Institute, Juni 2006, archiviert vomOriginal am21. Februar 2013; abgerufen am 17. August 2015 (englisch).
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  5. O. V. Bukhtoyarov, D. M. Samarin: (Memento vom 12. Februar 2015 im Internet Archive) (PDF) In: Medical Hypotheses. Band 73, Nummer 4, Oktober 2009,ISSN , S. 531–536, doi:10.1016/j.mehy.2009.06.004, .
  6. Robert Koch-Institut und die Gesellschaft der epidemiologischen Krebsregister in Deutschland e. V. (Hrsg.): Krebs in Deutschland 2007/2008. Berlin 2012, ISBN 978-3-89606-214-7,S.120 ( [PDF;886kB; abgerufen am 15. Oktober 2012]). (Memento vom 27. Januar 2017 im Internet Archive)
  7. J. A. Ross, L. G. Spector u. a.: Epidemiology of leukemia in children with Down syndrome. In: Pediatric Blood & Cancer. Band 44, Nummer 1, Januar 2005, S. 8–12,ISSN . doi:10.1002/pbc.20165. . (Review).
  8. Joachim Schüz, Maria Blettner, Jörg Michaelis, Peter Kaatsch: . In: Deutsches Ärzteblatt.Band102,Nr.38. Deutscher Ärzte-Verlag, 23. September 2005,S.A-2557 / B-2158 / C-2038.
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  10. Thomas Lehrnbecher: Wird das Risiko für eine Leukämie durch Impfungen erhöht? In: pädiatrie: Kinder- und Jugendmedizin hautnah.Band22,Nr.3, 1. Juni 2010,S.192, doi:.
  11. Mostafa Ebraheem Morra et al.: Early vaccination protects against childhood leukemia: A systematic review and meta-analysis. In: Scientific Reports.Band7,Nr.1, 22. November 2017,S.15986, doi:, , (freier Volltext).
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  13. Marianne Abele-Horn: Antimikrobielle Therapie. Entscheidungshilfen zur Behandlung und Prophylaxe von Infektionskrankheiten. Unter Mitarbeit von Werner Heinz, Hartwig Klinker, Johann Schurz und August Stich, 2., überarbeitete und erweiterte Auflage. Peter Wiehl, Marburg 2009, ISBN 978-3-927219-14-4, S. 45–48 (Fieber nach Hochdosistherapie und autologer Stammzelltransplantation).
  14. (Memento vom 16. Dezember 2013 im Internet Archive)
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  18. Siddhartha Mukherjee: Der König aller Krankheiten: Krebs – eine Biografie. DuMont Buchverlag, Köln 2012, ISBN 978-3-8321-9644-8.
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Dieser Artikel behandelt ein Gesundheitsthema. Er dient nicht der Selbstdiagnose und ersetzt nicht eine Diagnose durch einen Arzt. Bitte hierzu den Hinweis zu Gesundheitsthemen beachten!
Onkologische Krankheiten, topographisch nach ICD-O-3 Nr. C00–C80, Quelle: mit morphologischen Einträgen ergänzt


C00–C14: Lippe, Mundhöhle und Pharynx

LippenkarzinomMundhöhlenkarzinomZungengrundkarzinomZungenkarzinomZahnfleischkarzinomMundbodenkarzinomNasopharynxkarzinomPharynxkarzinomOropharynxkarzinomHypopharynxkarzinom • Maligner ParotistumorSpeicheldrüsenkrebs

C15–C26: Verdauungsorgane

SpeiseröhrenkrebsMagenkarzinomDünndarmkrebsKolorektales KarzinomGastrointestinaler StromatumorLeberzellkarzinomLebermetastaseGallengangskarzinomGallenblasenkarzinomBauchspeicheldrüsenkrebs

C30–C39: Atemwege und Organe im Brustkorb

NasenhöhlenkarzinomNasennebenhöhlenkarzinomMittelohrkarzinomKehlkopfkrebsLuftröhrenkrebsBronchialkarzinomThymuskarzinomMaligner HerztumorPleuramesotheliomLungenmetastase

C40–C41: Knochen, Gelenke und Gelenkknorpel

OsteosarkomOsteoblastomChondrosarkomChondroblastom • Maligner RiesenzelltumorSynovialsarkomKnochenmetastase

C42: Blut und Immunsystem

PlasmozytomMultiples MyelomMastzellsarkomLeukämieLangerhans-Zell-Histiozytose • Maligne HistiozytoseErdheim-Chester-ErkrankungMonoklonale GammopathieMorbus WaldenströmMittelmeer-LymphomSchwerketten-KrankheitLeichtketten-KrankheitPolycythaemia veraOsteomyelofibroseEssentielle ThrombozythämieMyelodysplastisches Syndrom

C44: Haut

HautkrebsPlattenepithelkarzinomSpinaliomBasaliomMalignes MelanomSchweißdrüsenkarzinomLentigo malignaMorbus BowenLeukoplakieDysplastischer Nävus

C47: Periphere Nerven und autonomes Nervensystem

siehe {{Vorlage:Navigationsleiste Tumoren des Nervensystems}}

C48: Bauchfell und Retroperitoneum

Peritonealkarzinose • Retroperitoneales SarkomRetroperitonealfibroseDesmoid-Tumor

C49: Bindegewebe, Subkutangewebe und sonstige Weichteile

SarkomAngiosarkomFibrosarkomEwing-SarkomKaposi-SarkomLeiomyosarkomRhabdomyosarkomLiposarkomPleomorphes undifferenziertes SarkomNeurofibrosarkom

C50: Brust (Mamma)

BrustkrebsPaget-KarzinomAtypische duktale HyperplasieCystosarcoma phylloides

C51–C58: Weibliche Geschlechtsorgane

VulvakrebsVaginalkarzinomBartholin-Drüsen-KarzinomZervixkarzinomUteruskarzinomBlasenmoleOvarialkarzinom

C60–C63: Männliche Geschlechtsorgane

PeniskarzinomProstatakrebsHodenkrebsNebenhodenkarzinomSamenstrangkarzinom

C64–C68: Harntrakt

NierenkrebsNierenbeckenkarzinomUreterkarzinomBlasenkrebsUrachuskarzinomHarnröhrenkarzinom

C69–C72: Auge und Zentralnervensystem

TränendrüsenkarzinomLidkarzinomAderhautmelanomUvealkarzinomHirnmetastase
weitere siehe {{Vorlage:Navigationsleiste Tumoren des Nervensystems}}

C73–C75: Schilddrüse und sonstige endokrine Drüsen

SchilddrüsenkrebsC-Zell-KarzinomNebennierenkarzinomHypophysenkarzinomPineoblastom • Malignes Paragangliom

C76–C80: Andere

Malignes LymphomHodgkin-LymphomMetastaseLymphknotenmetastaseCUP-Syndrom

Normdaten (Sachbegriff): GND:(, ) | LCCN:

Leukämie
leukämie, erkrankung, blutbildenden, lymphatischen, systems, sprache, beobachten, bearbeiten, klassifikation, nach, 10c90, plasmazellenleukämiec91, lymphatische, myeloische, monozytenleukämiec94, sonstige, nicd, online, version, 2019, klassifikation, nach, 397. Leukamie Erkrankung des blutbildenden und lymphatischen Systems Sprache Beobachten Bearbeiten Klassifikation nach ICD 10C90 1 PlasmazellenleukamieC91 Lymphatische LeukamieC92 Myeloische LeukamieC93 MonozytenleukamieC94 C95 Sonstige LeukamienICD 10 online WHO Version 2019 Klassifikation nach ICD O 39733 3 Plasmazell Leukamie C42 1 9800 3 Leukamie o n A 9801 3 Akute Leukamie o n A 9820 3 Lymphatische Leukamie o n A 9860 3 Myeloische Leukamie o n A ICD O 3 erste Revision online Leukamie von altgriechisch leykos leukos weiss sowie aἷma haima Blut wortlich also Weissblutigkeit im Deutschen auch als weisser Blutkrebs bezeichnet ist eine maligne Erkrankung des blutbildenden oder des lymphatischen Systems und gehort im weiteren Sinne zu den Krebserkrankungen Ein anderer fruher verwendeter Ausdruck dafur ist Leukose Leukamien zeichnen sich durch stark vermehrte Bildung von funktionsuntuchtigen Vorlauferzellen der weissen Blutzellen aus Diese werden auch Leukamiezellen genannt Sie breiten sich im Knochenmark aus verdrangen dort die ubliche Blutbildung und treten in der Regel auch stark vermehrt im peripheren Blut auf Sie konnen Leber Milz Lymphknoten und weitere Organe infiltrieren und dadurch ihre Funktion beeintrachtigen Die Storung der Blutbildung vermindert die normalen Blutbestandteile Es entsteht eine Anamie durch Mangel an Sauerstoff transportierenden roten Blutkorperchen eine Thrombozytopenie ein Mangel an blutungsstillenden Blutplattchen und eine Leukopenie ein Mangel an reifen funktionstuchtigen weissen Blutzellen Je nach Verlauf unterscheidet man akute und chronische Leukamien vgl Krankheitsverlauf Akute Leukamien sind lebensbedrohliche Erkrankungen die unbehandelt in wenigen Wochen bis Monaten zum Tod fuhren Chronische Leukamien verlaufen meist uber mehrere Jahre und sind im Anfangsstadium haufig symptomarm Inhaltsverzeichnis 1 Symptome 2 Klassifikation und Diagnostik 2 1 Leukamieformen 3 Epidemiologie 4 Ursachen 4 1 Mogliche Ursachen der Leukamie bei Kindern 5 Therapie 6 Geschichte 7 Leukamie bei Menschen mit Down Syndrom Trisomie 21 8 Chromosomale Translokationen bei menschlichen Leukamien 8 1 Translokationen bei chronischer myeloischer Leukamie CML 8 2 Translokationen bei akuter myeloischer Leukamie AML 8 3 Translokationen bei anderen myeloischen Leukamien 8 4 Translokationen bei T Zell Leukamien 9 Verwandte Erkrankungen 10 Siehe auch 11 Literatur 12 Weblinks 13 EinzelnachweiseSymptome BearbeitenChronische Leukamie Chronische Leukamien werden oft zufallig durch eine Routineuntersuchung festgestellt und beginnen meist schleichend Als erste Anzeichen konnen allgemeine Krankheitssymptome wie Unwohlsein und Ermudung Leistungsminderung aber auch Fieber Nachtschweiss und Gewichtsverlust auftreten Auftreten konnen weiterhin Milz und Lymphknotenschwellungen sowie Juckreiz Ausschlage und Infektionen Akute Leukamie Es gibt sehr vielfaltige Symptome fur eine akute Leukamie Oft konnen diese aus volliger Gesundheit heraus entstehen und aussern sich wie ein schweres Krankheitsbild z B treten Blasse Schwache Blutungsneigung mit spontanen blauen Flecken oder nach Bagatelltraumen und Petechien auf Eine Anfalligkeit fur Infektionen mit Fieber sowie geschwollene Lymphknoten Milz und Lebervergrosserung und manchmal Knochenschmerzen sind ebenfalls charakteristisch In vielen Fallen klagen die Patienten auch uber gehauftes Nasenbluten und Gingivitis Weitere Symptome sind Gewichts und Appetitverlust Mudigkeit und Nachtschweiss Keines dieser Symptome allein ist charakteristisch fur eine chronische bzw akute Leukamie 1 Klassifikation und Diagnostik BearbeitenDie Klassifikation und Diagnostik der Leukamien basiert auf morphologischen und immunologischen Eigenschaften der Leukamiezellen In den letzten Jahren gewinnen auch zunehmend zytogenetische und molekularbiologische Merkmale an Bedeutung Je nach beteiligtem Zelltyp unterscheidet man zunachst myeloische von lymphatischen Leukamien Myeloische Leukamien gehen von den Vorlauferzellen der Granulozyten im weiteren Sinne auch der Erythrozyten und Thrombozyten aus lymphatische Leukamien betreffen die Lymphozyten und ihre Vorlauferzellen Des Weiteren unterscheidet man anhand des Grades der Unreife der im Knochenmark und im Blut vorkommenden Leukamiezellen zwischen akuten und chronischen Leukamien Bei den akuten Leukamien fruher auch unreifzellige Leukosen genannt finden sich vor allem Zellen in einem sehr fruhen unreifen Stadium die nahezu funktionslos sind Bei den chronischen Leukamien kann man vermehrt Leukamiezellen beobachten die deutlich weiter entwickelt sind und bereits den reifen Blutzellen ahneln jedoch noch nicht vollstandig funktionstuchtig sind 2 Chronische lymphatische Leukamiezellen Die Verdachtsdiagnose ist haufig bereits aus dem Blutbild und Differentialblutbild zu stellen die genaue Klassifikation erfordert aber meist eine Knochenmarkpunktion Leukamieformen Bearbeiten Die wichtigsten Leukamieformen sind akute myeloische Leukamie AML chronische myeloische Leukamie CML wird zu den chronischen myeloproliferativen Erkrankungen gezahlt akute lymphatische Leukamie ALL chronische lymphatische Leukamie CLL gehort zu den niedrigmalignen Non Hodgkin Lymphomen Falls die Leukamie von den Prolymphozyten eine bestimmte Form von Lymphozyten Vorstufen ausgeht spricht man wegen des deutlich aggressiveren Krankheitsverlaufes im Vergleich zur CLL von einer Prolymphozytenleukamie PLL Ebenfalls mit der CLL verwandt ist die Haarzellleukamie HCL bei der die Leukamie von sehr weit fortgeschrittenen Lymphozyten Vorstufen ausgeht Namengebend sind die haarformigen Zytoplasma Fortsatze der Leukamiezellen Epidemiologie Bearbeiten Altersspezifische Inzidenz der haufigsten Leukamiearten Daten nach 3 Die einzelnen Leukamietypen weisen eine typische Altersverteilung auf Die ALL ist die haufigste Leukamie bei Kindern und kommt bei Erwachsenen seltener vor Die AML steht bei Kindern an zweiter Stelle und ist bei Erwachsenen die haufigste akute Leukamie mit einem Altersgipfel uber 60 Jahren Die CLL tritt bei Kindern praktisch niemals auf und ist eine typische Leukamieform des alteren Menschen Die CML ist bei Erwachsenen wesentlich haufiger als bei Kindern Ursachen BearbeitenLeukamien entstehen durch genetische Veranderungen von unreifen blutbildenden Vorlauferzellen sodass diese sich einerseits nicht mehr vollstandig zu funktionstuchtigen Blutzellen weiterentwickeln konnen und andererseits unkontrolliert vermehren siehe auch Krebsentstehung Es genugt bereits die Veranderung einer einzigen Vorlauferzelle die durch das anschliessende unkontrollierte Wachstum die gesunden Bestandteile des blutbildenden Systems zuruckdrangen kann Die Ausloser dieser genetischen Veranderungen sind noch nicht geklart Gerade bei akuten Formen sind die Ursachen meist unklar und konnen nicht in einen kausalen Zusammenhang mit pathogenen Faktoren gebracht werden Diskutiert werden die nachfolgenden potentiell auslosenden Faktoren Chemikalien zum Beispiel Benzol vorangegangene Behandlung mit Zytostatika insbesondere Alkylanzien aufgrund einer anderen Erkrankung beispielsweise eines soliden Tumors ionisierende Strahlung diverse Viren genetische Vorbelastung Auch psychogene Faktoren werden diskutiert 4 5 Mogliche Ursachen der Leukamie bei Kindern Bearbeiten In Deutschland erkranken jahrlich 1800 Kinder neu an Krebs davon rund ein Drittel an Leukamie 6 Auch hier sind die Ursachen weitgehend unbekannt Eine Fallkontrollstudie zeigte ein etwa zwanzigfach erhohtes Leukamierisiko fur Menschen mit einem Down Syndrom im Vergleich zur Normalbevolkerung 7 Es gibt Hinweise dass Umweltfaktoren ionisierende sowie nichtionisierende Strahlung sowie Pestizide potenzielle Risikofaktoren sein konnen und ein gut trainiertes kindliches Immunsystem 8 einen schutzenden Effekt hat 8 Bei einer Untersuchung von Kindern der Stadt Basra im Sudirak wurde ein Anstieg der Leukamierate um rund das Doppelte von 1993 bis 2007 festgestellt Als mogliche Ausloser kommen unter anderem Benzol das durch brennende Olfelder und improvisierte Tankstellen Kanisterbetankung in die Umwelt gelangte oder auch Geschosse aus abgereichertem Uran in Frage 9 Die vermutete Ursache Radioaktivitat fur den Leukamiecluster Elbmarsch bei Hamburg ist umstritten Ungeklart ist auch der Einfluss radioaktiver Emissionen auf die temporare Leukamiehaufung um Julich Ein kausaler Zusammenhang mit Impfungen konnte bei einer populationsbasierten Fall Kontroll Studie nicht gezeigt werden 10 Es gibt im Gegenteil eher Hinweise darauf dass eine fruhe Impfung innerhalb des ersten Lebensjahres das Erkrankungsrisiko bei Kindern senkt 11 Therapie BearbeitenGrundlage der Behandlung von Leukamien ist die Therapie mit Zytostatika Weitere Behandlungsprinzipien sind die Hochdosistherapie mit autologer Stammzelltransplantation und die allogene Knochenmark bzw Stammzelltransplantation Dazu wird ahnlich wie bei einer Bluttransfusion ein passender Knochenmarkspender benotigt Untergeordnete Bedeutung hat die prophylaktische oder therapeutische Strahlentherapie In den letzten Jahren haben sich neue Therapiemoglichkeiten durch die Anwendung von monoklonalen Antikorpern und neue spezifisch in die Krankheitsprozesse eingreifende Medikamente wie Imatinib und Dasatinib zwei Tyrosinkinase Inhibitoren bei der CML und der Philadelphia Chromosom positiven ALL oder ATRA bei der Promyelozyten Leukamie eroffnet In der Therapie der Leukamien bestehen zwischen den einzelnen Formen erhebliche Unterschiede die Einzelheiten der Therapie sind in den entsprechenden Artikeln dargestellt Eine spezifische Gefahrdung durch eine wahrend der Therapie auftretende Neutropenie sind fieberhafte Infektionen 12 die entsprechend mit Antibiotika 13 behandelt werden mussen In den letzten Jahren gab es auch immer weitere Fortschritte der Gentherapie die nun auf langfristige Therapieerfolge hoffen lassen Einige Forschungsgruppen arbeiten zum Beispiel daran T Zellen von Leukamiepatienten durch Einschleusen bestimmter Gene so zu manipulieren dass sie auch noch Jahre spater Krebszellen eliminieren Einige Patienten mit ALL oder CLL blieben durch diese Therapie langzeitig in Remission 14 Am 1 November 2013 erteilten die USA und am 29 Juli 2014 die europaischen Behorden einem bei Roche entwickelten Wirkstoff die Zulassung Bei Patienten mit der chronischen lymphatischen Leukamie CLL ist schon nach wenigen Therapietagen mit dem Wirkstoff Obinutuzumab alter Wirkstoffname war Afutuzumab in Kombination mit dem milden Chemotherapeutikum Chlorambucil ein Ruckgang der Blutkrebszellen feststellbar Nach Abschluss der Therapie waren bei uber 20 der Patienten keine Krankheitszeichen mehr vorhanden 15 Geschichte Bearbeiten Erstbeschreibung einer Leukamie durch Rudolf Virchow 1845 Im Unterschied zu anderen Krebsarten die bereits Galenus im Altertum beschrieben hatte wurde der Blutkrebs erst im 19 Jahrhundert erkannt und untersucht Die starke Vermehrung weisser Blutzellen beschrieb erstmals 1845 der schottische Arzt John H Bennett Er bezeichnete das Phanomen als vereitertes Blut und vermutete eine Infektion als Ursache Etwa zur selben Zeit beobachtete Rudolf Virchow bei einer Patientin ebenfalls stark vermehrte weisse Blutzellen diagnostizierte weisses Blut und fuhrte 1847 das medizinische Fachwort Leukamie ein Virchow verstand darunter eine nicht reaktive eigengesetzliche von den Pyamien scharf abgesetzte Vermehrung der weissen Blutkorperchen im peripheren Blut 16 Weiters hatte auch Alfred Armand Velpeau 1827 einen Fall von Leukamie sehr detailliert geschildert 17 Der erste Fall von akuter lymphatischer Leukamie bei einem Kind wurde 1860 von Michael Anton Biermer einem Schuler Virchows beschrieben Ende des 19 Jahrhunderts bezeichneten Pathologen die Leukamie als Neoplasie der weissen Blutzellen danach konnte man mehrere Erscheinungsformen der Leukamie unterscheiden Eine Chemotherapie mit Aminopterin gelang 1947 erstmals Sidney Farber einem padiatrischen Pathologen Allerdings hielten die erzielten Remissionen nicht lange an In den folgenden Jahren wurden uber das US amerikanische National Cancer Institute NCI in Studien an Kindern mit akuter Leukamie ALL Kombinationstherapien untersucht insbesondere in den 1960er Jahren VAMP Vincristin Amethopterin Mercaptopurin Prednison Zunachst zeichneten sich langer dauernde Remissionen ab doch dann traten in der Mehrzahl schwerwiegende Ruckfalle auf unter Befall des zentralen Nervensystems Im weiteren Verlauf kombinierte man die VAMP Therapie mit einer Strahlentherapie Eine erste Auswertung an 278 Patienten im Jahr 1979 zeigte dass diese Kombination als totale Therapie verstanden zu deutlich langer andauernden Remissionen fuhrte Hiermit wurde der erste erfolgversprechende Durchbruch erzielt 18 1995 wurden die Deutsche Jose Carreras Leukamie Stiftung sowie die Deutsche Leukamie und Lymphom Hilfe gegrundet die Stiftung Deutsche Leukamie amp Lymphom Hilfe etablierte sich 2010 Leukamie bei Menschen mit Down Syndrom Trisomie 21 BearbeitenKinder mit Down Syndrom Trisomie 21 haben ein zwanzigfach gesteigertes Risiko an einer akuten Leukamie zu erkranken Bei Neugeborenen mit Trisomie 21 tritt bei funf bis zehn Prozent eine sogenannte transiente Leukamie TL auch als Transientes myeloproliferatives Syndrom TMD bezeichnet auf die alle Eigenschaften einer akuten megakaryoblastaren Leukamie aufweist akute myeloische Leukamie megakaryoblastischer Subtyp AMkL sich jedoch in den allermeisten Fallen innerhalb der ersten Lebenswoche spontan zuruckbildet Bei etwa 20 dieser Kinder tritt allerdings in den ersten vier Lebensjahren erneut eine AMkL auch myeloische Leukamie bei Down Syndrom ML DS siehe WHO Klassifikation auf die den identischen Phanotyp aufweist Sowohl bei der TL als auch der ML DS konnten Mutationen des hamatopoetischen Transkriptionsfaktors GATA1 als ursachlich nachgewiesen werden Die ML DS wird mit einer intensiven angepassten Chemotherapie behandelt Aufgrund der erhohten Sensitivitat gegenuber Chemotherapie sind die Heilungschancen fur die ML DS mit mehr als 85 deutlich hoher als bei der AML bei Kindern ohne Trisomie 21 Auch die akute lymphoblastare Leukamie ALL kommt bei Kindern mit Down Syndrom haufiger vor ist hier aber aufgrund der ungunstigeren Risikofaktoren und der hoheren Empfindlichkeit fur Nebenwirkungen der Therapie mit einer schlechteren Prognose verbunden Abgesehen vom erhohten Leukamie Risiko sind Menschen mit Down Syndrom unterdurchschnittlich anfallig fur andere Formen von Krebserkrankungen In sechs unabhangig voneinander durchgefuhrten Studien konnte erwiesen werden dass z B Neuroblastome Nephroblastome Unterleibskrebs Brustkrebs Magenkrebs und Darmkrebs sehr selten auftreten Verglichen nach Alter und Geschlecht ist die Wahrscheinlichkeit fur eine Person mit Down Syndrom an irgendeiner Form von Gewebekrebs zu sterben um 50 bis 100 Mal niedriger als ublich 19 Zuruckgefuhrt werden kann dies neben dem durch das zusatzliche Erbmaterial offenbar begunstigten Schutzmechanismus des Korpers auch darauf dass die mit der Trisomie 21 zusammenhangende Disposition fur insbesondere Leukamie bekannt ist und eine Erkrankung aufgrund haufigerer Arztbesuche z B wegen der Anfalligkeit fur Atemwegserkrankungen oft in sehr fruhen Stadien erkannt und behandelt werden kann Daruber hinaus leben die meisten Menschen mit Down Syndrom deutlich gesunder insbesondere Alkohol und Nikotin werden selten aktiv konsumiert was das Risiko an Krebs zu erkranken zusatzlich senkt Chromosomale Translokationen bei menschlichen Leukamien BearbeitenDieser Artikel oder Abschnitt bedarf einer Uberarbeitung Naheres sollte auf der Diskussionsseite angegeben sein Bitte hilf mit ihn zu verbessern und entferne anschliessend diese Markierung Dieser Artikel oder Abschnitt ist nicht allgemeinverstandlich formuliert Die Mangel sind unter Diskussion Leukamie beschrieben Wenn du diesen Baustein entfernst begrunde dies bitte auf der Artikeldiskussionsseite und erganze den automatisch erstellten Projektseitenabschnitt Wikipedia Unverstandliche Artikel Leukamie um Erledigt 1 Reziproke Translokationen sind fur Leukamien und Lymphome typisch bei soliden Tumoren die Ausnahme Generell betrachtet sind Translokationen ein Charakteristikum von ca drei Prozent aller Tumoren Bei insgesamt 14 000 verschiedenen karyotypischen Veranderungen bei Tumoren sind uber 100 wiederkehrende Translokationen beschrieben worden Stand 1991 20 Chromosomale Veranderungen bei hamatologischen Erkrankungen sind haufig und vielfaltig Ein tabellarischer Uberblick soll einen Eindruck von der Vielfalt der Phanomene geben Dabei werden zunachst Chromosomen Translokationen und sodann Chromosomen Deletionen angefuhrt Der weitere Artikel gliedert sich in drei Teile Zunachst werden die chromosomalen Veranderungen bei myeloischen Leukamien besprochen Im darauffolgenden Abschnitt werden die lymphatischen Leukamien dargestellt und eine beispielhafte Bruchpunkt Untersuchung vorgestellt Zum Abschluss wird noch kurz auf das Burkitt Lymphom eingegangen Onkogene bei Leukamien TranslokationenProtein Klasse Onkogen Translokation Tumor HaufigkeitTyrosin Kinasen c abl bcr t 9 22 q34 q11 CML 95 c abl bcr t 9 22 q34 q11 ALL 10 axl t CML TF myc Ig Gene t 8 14 q24 q32 BL 100 pre B ALL 10 T ALL 10 E2A PBX t 1 19 q23 p13 pre B ALL 10 E2A HLF t 17 19 q22 p13 pre B ALL 10 Tal 1 TCR t 1 14 p32 q11 21 T ALL 20 Tal 1 SIL t 1 p32 T ALL 20 Tal 2 TCR t 7 9 q35 p13 T ALL 10 Lyl 1 TCR t 7 19 q35 p13 T ALL 5 Ttg 1 TCR t 11 14 pls q11 T ALL 10 Ttg 2 TCR t 11 14 p13 q11 22 T ALL 10 HD Gene Hox 11 TCR t 10 14 q24 q11 T ALL 7 HRX t 11q23 Multilinage Rezeptoren RARA PML t 15 17 q21 q21 PML 100 bcl Gene bcl 1 Ig t 11 14 q32 q21 CentroCyt 30 CLL 3 bcl 2 Ig t 14 18 q13 q32 FollDiff 20 CLL 5 bcl 3 Ig t 14 19 q32 q13 CLLAndere DEK CAN t 6 9 p23 q34 AML MDSSET CAN t AML MDSMLL t 11q23 AML ALLTAN 1 t 7 9 q34 q34 3 T ALL 42 AML 1 t 8 21 23 AMLIL 3 t 5 14 q31 q32 pre B ALL Die folgende Tabelle gibt einen Uberblick uber die chromosomalen Deletionen bei verschiedenen menschlichen Leukamien Onkogene bei Leukamien DeletionenProteinklasse Tumor Haufigkeitras Gene AML 50 ALL 15 CML 5 p53 CML 20 AML 3 7 pre B ALL 2 T ALL 2 BL 30 CLL 15 RB 1 Ph1 ALL 30 AML 3 AMML 25 T ALL 20 WT 1 AML 20 Translokationen bei chronischer myeloischer Leukamie CML Bearbeiten Bei der chronischen myeloischen Leukamie kommt es in 95 Prozent aller bisher untersuchten Falle durch eine chromosomale Translokation zu einer Fusion des c abl Gens auf dem Chromosom 9q34 mit dem bcr Gen auf dem Chromosom 22q11 mit dem Ergebnis eines alterierten Chromosoms des Philadelphia Chromosoms und der Expression eines chimarischen Proteins des abl bcr Produkts das in drei Varianten als p190 p210 und p230 vorkommt und Tyrosinkinaseaktivitat aufweist Das Fusionsprotein resultiert in einer konstitutiven Aktivierung der abl Tyrosinkinase und stimuliert vielfaltige Signalwege z B p21 Ras PI3 Kinase Jun myc Translokationen bei akuter myeloischer Leukamie AML Bearbeiten Bei den akuten myeloischen Leukamien findet sich eine Vielzahl unterschiedlicher Mutationen Bei der AML finden sich in bis zu 50 Prozent der untersuchten Falle Mutationen im N ras Lokus in ca funf Prozent der untersuchten Falle Mutationen in p53 in weniger als drei Prozent der untersuchten Falle Mutationen im RB 1 Gen und in ca 20 Prozent Veranderungen im WT 1 Lokus Vereinzelt sind Fusionen von SET CAN DEK CAN MLL und AML 1 Genen beschrieben worden Im Folgenden werden die beteiligten Onkogene naher charakterisiert Translokationen bei anderen myeloischen Leukamien Bearbeiten Bei der akuten myelomonocytischen Leukamie AMML finden sich haufig Mutationen im RB 1 Lokus Eine Besonderheit bei den AML stellt die Promyelozytenleukamie dar bei der in mehr als 95 Prozent 24 der untersuchten Falle eine Translokation t 15 17 q21 q21 beschrieben ist mit dem Ergebnis einer Fusion von PML und RARa Das Humane Trithorax Homolog findet sich auf dem Chromosom 11q23 Die HRX Translokationen findet sich bei biphanotypischen Leukamien Trithorax ist ALL 1 Translokationen bei T Zell Leukamien Bearbeiten Die folgende Tabelle gibt eine Ubersicht uber das Vorkommen von Translokationen bei akuten T Zell Leukamien Translokationen bei T Zell Leukamient 8 14 q24 q11 c myc 8q24 TCR alpha delta 14q11t 7 19 q35 p13 TCR beta 7q35 Lyl 1 19p13t 1 14 p32 q11 Tal 1 Scl Tcl 5 1p32 TCR alpha delta 14q11t 7 9 q35 q34 TCR beta 7q35 Tal 2 9q34t 11 14 pl5 q11 Rhom 1 Ttg 1 11p15 TCR alpha delta 14q11t 11 14 p13 q11 Rhom 2 Ttg 2 11p13 TCR alpha delta 14q11t 7 11 q35 p13 TCR beta 7q35 Rhom 2 11p13t 10 14 q24 q11 Hox 11 Tcl 3 10q24 TCR alpha delta 14q11t 7 10 q35 q24 TCR beta 7q35 Hox 11 10q24t 7 9 q34 q34 3 TCR beta 7q34 Tan 1 9q34 3 Alle betroffenen protoonkogenen Transkriptionsfaktoren c myc Lyl 1 Tal 1 2 sind helix loop helix Proteine Rhom 1 2 Ttg 1 2 sind LIM Domaine Proteine Hox 11 Tcl 3 ist ein Homeoboxgen und Tan 1 ein notch Homolog Involviert sind jeweils immer TCR beta oder TCR alpha delta Vergleichsweise konsistente Mutationen in T ALLs finden sich auch bei p53 Jonveaux und im RB Lokus Ahuja und Ginsberg allerdings ohne Translokationen in den Bereich rearrangierender Loci Untersucht man die verschiedenen Loci so findet man folgende Verteilung der translozierenden Regionen In die TCR alpha delta Region 14q11 translozieren Chromosomale Lokalisation TCR alpha delta translozierender Onkogenec myc 8q24Tal 1 1p32Rhom 1 11p15Rhom 2 11p13Hox 11 10q24 In die TCR beta Region 7q35 translozieren Chromosomale Lokalisation TCR beta translozierender OnkogeneLyl 1 19p13Tal 2 9q34Rhom 2 11p13Hox 11 10q24Tan 1 9q34 3 Die aufgelisteten Translokationen bei T ALL haben eine Reihe von Gemeinsamkeiten Es sind jeweils zwei typische codierende Regionen betroffen TCR Gene und Transkriptionsfaktoren Stets ist das betroffene Allel des TCR als Strukturgen zerstort und das betroffene Allel des Transkriptionsfaktors als Strukturgen intakt in seiner Regulation aber gestort Meistens sind die betroffenen Transkriptionsfaktoren zelllinienfremde Gene Ublicherweise wird ihre Funktion im Rahmen der Zelldifferenzierung vermutet Im Bereich von 11p13 sind die Bruchpunkte unabhangig vom translozierenden Partnerchromosom in einem kleinen Bereich geclustert Ausserdem finden die Translokationen bei unreifen Zellen statt so dass man schlussfolgern muss dass eine aberrante Expression von an der Zelldifferenzierung von nichtlymphatischem Gewebe beteiligten Transkriptionsfaktoren in primitivem lymphoidem Gewebe einen wesentlichen Anteil an der malignen Transformation haben kann Verwandte Erkrankungen BearbeitenSeltenere mit der CML verwandte chronische myeloproliferative Erkrankungen die jedoch vorwiegend andere Blutzellen als die Leukozyten betreffen sind die Polycythaemia vera PV hier steht die Vermehrung der roten Blutzellen im Vordergrund Es sind meist auch die anderen Zellreihen also die Leukozyten und die Thrombozyten betroffen essentielle Thrombozythamie ET hier steht die Vermehrung der Blutplattchen und deren eventuell eingeschrankte Funktion im Vordergrund Auch bei den myelodysplastischen Syndromen liegt eine Fehlfunktion der blutbildenden Stammzellen vor Im Gegensatz zu den Leukamien findet jedoch keine unkontrollierte Vermehrung ebendieser statt Siehe auch BearbeitenErythramie dort Erythroleukamie Aktion Knochenmarkspende Bayern DKMS Deutsche Knochenmarkspenderdatei LymphomLiteratur BearbeitenMichael Begemann Monika Begemann Deppe Leben mit Leukamie Trias Stuttgart 2000 ISBN 3 89373 568 2 Ratgeber Hermann Delbruck Chronische Leukamien Rat und Hilfe fur Betroffene und Angehorige 2 Auflage Kohlhammer Stuttgart 2004 ISBN 3 17 018369 9 Ratgeber Martin Ehrlich Ueber Leukamie Dissertation Dorpat 1862 utlib ee PDF 3 2 MB Nicola Gokbuget Akute lymphatische Leukamie 1 Auflage UniMed Verlag Bremen 2007 ISBN 978 3 89599 218 6 Fachbuch Ludwig Heilmeyer Herbert Begemann Blut und Blutkrankheiten In Ludwig Heilmeyer Hrsg Lehrbuch der Inneren Medizin Springer Verlag Berlin Gottingen Heidelberg 1955 2 Auflage ebenda 1961 S 376 449 hier S 423 431 Die Leukamien Leukosen Manfred Vasold Leukamie In Werner E Gerabek Bernhard D Haage Gundolf Keil Wolfgang Wegner Hrsg Enzyklopadie Medizingeschichte De Gruyter Berlin New York 2005 ISBN 3 11 015714 4 S 847 Weblinks Bearbeiten Wiktionary Leukamie Bedeutungserklarungen Wortherkunft Synonyme Ubersetzungen Commons Leukamie Sammlung von Bildern Videos und Audiodateien Wikinews Leukamie in den Nachrichten Kompetenznetz Akute und chronische Leukamien Deutsches Expertennetzwerk von Arzten und Wissenschaftlern mit Schwerpunkt im Bereich der Leukamieforschung European Leukemia Net Unabhangige EU geforderte Organisation von Arzten Wissenschaftlern und Patienten mit Interesse an Leukamie Kinderkrebs und Kernkraftwerke Memento vom 18 November 2013 im Internet Archive Epidemiologische Studie zu Kinderkrebs u a Leukamie in der Umgebung von Kernkraftwerken im Auftrag des Bundesamtes fur Strahlenschutz 2007 Johan A Maertens et al 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Entscheidungshilfen zur Behandlung und Prophylaxe von Infektionskrankheiten Unter Mitarbeit von Werner Heinz Hartwig Klinker Johann Schurz und August Stich 2 uberarbeitete und erweiterte Auflage Peter Wiehl Marburg 2009 ISBN 978 3 927219 14 4 S 45 48 Fieber nach Hochdosistherapie und autologer Stammzelltransplantation High Tech Advances in Gene Therapy Overcome Challenges Offer Hope for Patients with Hard to Treat Blood Disorders Memento vom 16 Dezember 2013 im Internet Archive Informationsschrift Roche in Deutschland Ausgabe Nr 6 2014 Ludwig Heilmeyer Herbert Begemann Blut und Blutkrankheiten 1961 S 423 431 Die Leukamien Leukosen hier zitiert S 423 Xavier Thomas First contributors in the history of leukemia In World Journal of Hematology Band 2 Nr 3 6 August 2013 S 62 70 doi 10 5315 wjh v2 i3 62 wjgnet com abgerufen am 21 April 2021 First contributors in the history of leukemia Memento vom 21 April 2021 im Internet Archive Siddhartha Mukherjee Der Konig aller Krankheiten Krebs eine Biografie DuMont Buchverlag Koln 2012 ISBN 978 3 8321 9644 8 Down Syndrom und Krebs Memento vom 17 Juni 2016 im Internet Archive PDF In Leben mit Down Syndrom Deutsches Down Syndrom InfoCenter Nr 49 2005 S 20 F Mitelman B Johansson F Mertens Mitelman Database of Chromosome Aberrations and Gene Fusions in Cancer 14 August 2018 archiviert vom Original am 25 Mai 2016 abgerufen am 22 September 2018 englisch t 1 7 p32 q34 t 1 14 p32 q11 1p32 rearrangements atlasgeneticsoncology org Memento vom 16 Juli 2015 im Internet Archive t 11 14 p13 q11 atlasgeneticsoncology org Memento vom 16 Juli 2015 im Internet Archive Akute myeloische Leukamie mit Translokation t 8 21 q22 q22 In Orphanet Datenbank fur seltene Krankheiten Christoph Wagener Oliver Muller Molekulare Onkologie 3 Auflage Georg Thieme Verlag Stuttgart 2010 ISBN 978 3 13 103513 4 Dieser Artikel behandelt ein Gesundheitsthema Er dient nicht der Selbstdiagnose und ersetzt nicht eine Diagnose durch einen Arzt Bitte hierzu den Hinweis zu Gesundheitsthemen beachten VOnkologische Krankheiten topographisch nach ICD O 3 Nr C00 C80 Quelle 1 mit morphologischen Eintragen erganztC00 C14 Lippe Mundhohle und Pharynx Lippenkarzinom Mundhohlenkarzinom Zungengrundkarzinom Zungenkarzinom Zahnfleischkarzinom Mundbodenkarzinom Nasopharynxkarzinom Pharynxkarzinom Oropharynxkarzinom Hypopharynxkarzinom Maligner Parotistumor SpeicheldrusenkrebsC15 C26 Verdauungsorgane Speiserohrenkrebs Magenkarzinom Dunndarmkrebs Kolorektales Karzinom Gastrointestinaler Stromatumor Leberzellkarzinom Lebermetastase Gallengangskarzinom Gallenblasenkarzinom BauchspeicheldrusenkrebsC30 C39 Atemwege und Organe im Brustkorb Nasenhohlenkarzinom Nasennebenhohlenkarzinom Mittelohrkarzinom Kehlkopfkrebs Luftrohrenkrebs Bronchialkarzinom Thymuskarzinom Maligner Herztumor Pleuramesotheliom LungenmetastaseC40 C41 Knochen Gelenke und Gelenkknorpel Osteosarkom Osteoblastom Chondrosarkom Chondroblastom Maligner Riesenzelltumor Synovialsarkom KnochenmetastaseC42 Blut 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