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Leisach

BW

Leisach
Wappen Österreichkarte
Basisdaten
Staat: Österreich
Bundesland: Tirol
Politischer Bezirk: Lienz
Kfz-Kennzeichen: LZ
Fläche: 33,28 km²
Koordinaten: 46° 49′ N,12° 45′ O46.80944444444412.75710Koordinaten:46° 48′ 34″ N,12° 45′ 0″ O
Höhe: 710 m ü. A.
Einwohner: 707 (1. Jän. 2021)
Bevölkerungsdichte: 21 Einw. pro km²
Postleitzahl: 9909
Vorwahl: 04852
Gemeindekennziffer: 7 07 15
NUTS-Region AT333
Adresse der
Gemeinde­verwaltung:
Gemeindeverwaltung von LeisachLeisach
9909 Leisach
Website:
Politik
Bürgermeister: Bernhard Zanon
Gemeinderat: (Wahljahr: 2016)
(11 Mitglieder)

5 Aktiv in Leisach - Bürgermeisterliste Bernhard Zanon - AiL Zanon, 5 Gemeinsam für Leisach - GFL, 1 Liste "DANIEL"

Lage von Leisach im Bezirk Lienz
Vorlage:Infobox Gemeinde in Österreich/Wartung/Lageplan Imagemap
Quelle: bei Statistik Austria

Leisach ist eine Gemeinde im Bezirk Lienz in Tirol in Österreich mit 707 Einwohnern (Stand 1. Jänner 2021). Die Gemeinde liegt im Gerichtsbezirk Lienz.

Katholische Pfarrkirche St. Michael.

Inhaltsverzeichnis

Leisach liegt im Lienzer Talboden. Der Hauptort liegt auf einem Schuttkegel, der sich Richtung Drau vorgeschoben hat. Der Ortsteil Leisach Gries ist Ausgangspunkt der Lienzer Talboden B100. Westlich verengt sich das Drautal in der Lienzer Klause. Der Leisacher Hausberg ist der Spitzkofel (2717 m) im nördlichen Teil der Lienzer Dolomiten. Der nächstgelegene Bahnhof der Pustertalbahn ist der von Lienz. Nachbargemeinden: Amlach, Assling, Lesachtal, Lienz, Untertilliach

Gemeindegliederung

Leisach besteht aus den Katastralgemeinden Burgfrieden (784,62 ha) und Leisach (2.542,79 ha). Die Katastralgemeinde Burgfrieden nimmt den nordwestlichen Teil des Gemeindegebietes ein, wobei die Katastralgemeinde im Süden nur bis zum Beginn der schroffen Abhänge der Gamsalplspitze bzw. des Spitzkofel reicht. Im Südosten bildet der Rötenbach die Grenze zur Katastralgemeinde Leisach, im Nordosten verläuft die Grenze zwischen dem Gradenbach und dem Moosebach. Das davon östlich gelegene Gebiet sowie die gesamte Hochgebirgsregion des Gemeindegebiets entfällt auf die Katastralgemeinde Leisach.

Die Katastralgemeinde Leisach beherbergt mit dem Dorf Leisach (712 m ü. A.) die Hauptsiedlung der Gemeinde. Das Dorf Leisach liegt in der Talniederung der Drau im Norden des Gemeindegebietes an der Grenze zu Lienz und Amlach. Das Dorf liegt großteils links der Drau und umfasst neben dem eigentlichen Dorf auch die Einzelhöfe Kerschbaumer und Tschwabele sowie die Leisacher Alm und die Reiteralm. Rechts der Drau befindet sich die nach dem Zweiten Weltkrieg gegründete Drausiedlung. 2001 gehörten 147 Gebäude und 644 Einwohner zu Leisach. Südlich von Leisach liegt links und rechts der Bundesstraße die Siedlung Leisach-Gries (700 m ü. A.). Dieser Ortsteil entstand ebenfalls nach dem Zweiten Weltkrieg und beherbergt neben einer Wohnsiedlung auch das Gewerbegebiet von Leisach. Leisach-Gries umfasste 2001 46 Gebäude und 145 Einwohner.

In der Katastralgemeinde Burgfrieden, bis 1939 eine eigenständige Gemeinde, befinden sich verstreut mehrere Ortsteile. Folgt man der bei Gries von der Drautalstraße nabzweigenden Pustertaler Höhenstraße so gelang man noch in der Talniederung zur Häusergruppe um die Lienzer Klause. Folgt man der Straße weiter, erreicht man den Weiler Oberburgfrieden (1098 m ü. A.). An der Bundesstraße kurz vor der Grenze zu Assling liegt hingegen die Rotte Anger-Leiten, in der 2001 die Wohnanlage Wimmer Leit'n entstand. Nördlich der Lienzer Klause liegt zudem der Einzelhof Gloriach, südöstlich die Streusiedlung Hintental (840 m ü. A.). Der Einzelhof Angerlehauser befindet sich rechts der Drau. Des Weiteren gehören die Jagdhütten Albrechthütte und Schwandhütte sowie die Almen Forchergasl und Hubergasl zu Burgfrieden, das 2001 insgesamt 28 Gebäude und 92 Einwohner umfasste.

Nachbargemeinden

Bevölkerungsstruktur

2012 lebten in der Gemeinde Leisach 824 Menschen. Gemessen an der Einwohnerzahl lag Leisach zu diesem Zeitpunkt im unteren Mittelfeld der 33 Gemeinden im Bezirk Lienz. Nach der Volkszählung 2001 waren 97,5 % der Bevölkerung österreichische Staatsbürger (Tirol: 90,6 %), bis zum Jahresbeginn 2012 sank der Wert nur unbedeutend auf 97,0 %. Von der Bevölkerung waren 2001 4,1 % im Ausland geboren, wobei der Großteil der nicht in Österreich geborenen Einwohner aus den EU-Mitgliedstaaten stammte. Zur römisch-katholischen Kirche bekannten sich 2001 94,8 % der Einwohner (Tirol: 83,4 %), 1,4 % hatten kein religiöses Bekenntnis, 1,2 % waren evangelisch und 1,1 % islamisch.

Der Altersdurchschnitt der Gemeindebevölkerung lag 2001 in etwa im Landesdurchschnitt. 19,5 % der Einwohner von Leisach waren jünger als 15 Jahre (Tirol: 18,4 %), 62,8 % zwischen 15 und 59 Jahre alt (Tirol: 63,0 %). Der Anteil der Einwohner über 59 Jahre lag mit 17,7 % leicht unter dem Landesdurchschnitt von 18,6 %. Der Altersdurchschnitt der Bevölkerung von Leisach stieg in der Folge deutlich. Der Anteil der unter 15-Jährigen sank per 1. Jänner 2012 auf 14,1 %, während der Anteil der Menschen zwischen 15 und 59 Jahren auf 65,8 % nach oben ging. Der Anteil der über 59-Jährigen stieg auf 20,1 %. Nach dem Familienstand waren 2001 47,8 % der Einwohner von Leisach ledig, 45,2 % verheiratet, 4,5 % verwitwet und 2,5 % geschieden.

Bevölkerungsentwicklung

Die Einwohnerzahl des Gebietes der heutigen Gemeinde Leisach entwickelte sich ähnlich wie jene des Bezirks Lienz. Zwischen 1869 und 1900 sank die Einwohnerzahl um rund 15 % und erreicht zur Jahrhundertwende mit 418 Menschen einen Tiefstand. Danach begann die Einwohnerzahl langsam aber dauerhaft zu steigen. Nachdem 1939 der Ausgangswert von 1869 wieder nahezu erreicht war, stieg die Bevölkerung nach dem Zweiten Weltkrieg durch Neubauprojekte stärker an. Mit Wachstumsraten von rund 10 % bis 20 % pro Jahrzehnt konnte Leisach seinen Bevölkerungsstand zwischen 1939 und 1981 um 60 % steigern, insbesondere durch eine positive Geburtenbilanz. Nach einem leichten, abwanderungsbedingten Schwund in den 1980er Jahren erreichte die Gemeinde mit Geburtenüberschüssen und Zuwanderung 2003 mit 895 Einwohnern ihren bisherigen Höchststand. Seitdem sank die Einwohnerzahl wieder ab, wobei die Gemeinde zwar einen Geburtenüberschuss aber eine stark negative Wanderungsbilanz aufwies.

Lienzer Klause
Lourdeskapelle
  • Katholische Pfarrkirche Leisach hl. Michael: Die fünfjochige Pfarrkirche, dessen westlichstes Joch von einem Erweiterungsbau aus den 1980er Jahren nach Plänen von Clemens Holzmeister umschlossen wird. Im Inneren ist die Kirche von der Gotik bzw. Neugotik geprägt.
  • Lienzer Klause: Am 8. August 1809 konnte der Tiroler und Sextner Landsturm eine zwanzigfache Übermacht von Franzosen und Italienern aufhalten.
  • Lourdeskapelle nächst der Lienzer Klause 1893 erbaut
  • Michaels-Stöckl am östlichen Ortseingang nahe dem Leisacherhof
  • Reiterkirchl auf der Reiteralm 1849 erbaut

Arbeitsstätten und Beschäftigte

Die im Rahmen der Volkszählung durchgeführte Arbeitsstättenzählung ergab 2001 in Leisach 25 Arbeitsstätten mit 170 Beschäftigten (ohne Landwirtschaft), wobei 90 % unselbständig Beschäftigte waren. Die Anzahl der Arbeitsstätten war dabei gegenüber dem Jahr 1991 um acht Betriebe (plus 47 %) gestiegen, die Anzahl der Beschäftigten um 56 Personen (49 %) gewachsen. Wichtigster Wirtschaftszweig war 2001 die Sachgütererzeugung mit sieben Betrieben und 75 Beschäftigten (44 % der Beschäftigten in der Gemeinde) gefolgt vom Bauwesen mit einer Arbeitsstätte und 32 Beschäftigten (19 % der Beschäftigten) und dem Beherbergungs- und Gaststättenwesen mit vier Arbeitsstätten und 22 Beschäftigten (13 % der Beschäftigten). In Leisach befanden sich 2001 lediglich zwei Betriebe mit 20 oder mehr Beschäftigten.

Von den 363 erwerbstätigen Einwohnern aus Leisach gingen 2010 lediglich 58 Personen in der Gemeinde ihrer Beschäftigung nach. 305 mussten zur Arbeit auspendeln. Von den Auspendlern hatten 54 % ihre Arbeitsstätte im benachbarten Ballungszentrum Lienz. Weitere 25 % hatten im übrigen Bezirksgebiet eine Arbeitsstelle gefunden, weitere 15 bzw. 10 % pendelten nach Nordtirol (insbesondere Innsbruck) oder in ein anderes Bundesland aus, einer der Einwohner musste ins Ausland auspendeln. Die 140 Einpendler kamen fast ausschließlich aus dem Bezirk Lienz.

Tourismus

Der Tourismus spielt für Leisach wirtschaftlich eine geringe Rolle. Sowohl im Sommer als auch im Winter erreicht die Tourismusintensität (Nächtigungen pro Einwohner) nur rund den halben Wert des Bezirksdurchschnittes. Die Gemeinde konnte im Tourismusjahr 2011/12 rund 16.000 Übernachtung zählen. Während in der Wintersaison leichte Nächtigungssteigerungen gegenüber der Jahrtausendwende erreicht werden konnten, sanken die Nächtigungszahlen in der Sommersaison stärker ab. So gingen die Übernachtungen in der Sommersaison zwischen 2000 und 2012 von 11.853 auf 8.750 Übernachtungen zurück, in der Wintersaison zwischen 1999/2000 und 2011/12 stiegen die Übernachtungen von 6.576 auf 6.965 Übernachtungen. Von den 8.750 Übernachtungen im Sommer 2012 entfielen 39 % auf Österreicher, 32 % auf Deutsche und 11 % auf Italiener. In der Gemeinde bestehen keine Hotels, weshalb den Gästen nur ein Gasthof, eine Pension sowie Privatzimmervermieter zur Verfügung stehen. Die Gemeinde gehört wie alle übrigen Osttiroler Gemeinden zum Tourismusverband Osttirol, wobei Leisach in der „Ferienregion Hochpustertal“ organisiert ist.

Verkehr

Leisach wird verkehrstechnisch von der Drautalstraße (B 100) erschlossen, die die Gemeinde mit Lienz im Osten und Sillian im Westen verbindet. Die auf den Sonnenterrassen des Pustertals gelegenen Ortschaften der Gemeinde werden zudem von der Pustertaler Höhenstraße (L 324) durchquert, die von Leisach in die Gemeinden Assling, Anras und Abfaltersbach führt. Ebenfalls durch die Gemeinde entlang der Drau verkehrt die Drautalbahn. Da es auf dem Gemeindegebiet jedoch keinen Bahnhof gibt, befinden sich die nächstgelegenen Zustiege in Thal (Gemeinde Assling) bzw. in Lienz. Des Weiteren wird die Gemeinde durch Busse der Post AG von Lienz aus erschlossen.

Abwasser

Leisach gehört dem Abwasserverband Lienzer Talboden an, zu dem neben Leisach auch zwölf Gemeinden des Unteren Iseltals und des Lienzer Talbodens gehören. Die Abwässer werden in die Kläranlage Dölsach geleitet, 2002 war die Kanalisierung bis auf Burgfrieden und einige Einzelobjekte abgeschlossen. Von den 216 abwasserproduzierenden Objekte waren 2002 85 % an die Kanalisation und die Kläranlage angeschlossen. Der Abfall, der in der Gemeinde anfällt, wird über den Abfallwirtschaftsverband Osttirol (AWVO) entsorgt.

Gemeinderat

Der Gemeinderat besteht aus elf Mitgliedern. Die Wahl 2016 brachte folgende Mandatsverteilung:

  • 5 Mandate: Aktiv in Leisach - Bürgermeisterliste Bernhard Zanon
  • 5 Mandate: Gemeinsam für Leisach
  • 1 Mandat: Liste „DANIEL“

Bürgermeister

Zum Bürgermeister gewählt wurde Bernhard Zanon.

Wappen

Das Gemeindewappen wurde im Jahr 1991 verliehen. Es zeigt in Schwarz eine rote linke Breitblankenflanke mit goldenem Schwert.

Das Schwert steht für die Pfarre zum Erzengel Michael in Leisach, die schwarzen Zinnen für den Ortsteil Burgfrieden. Die Farben der Gemeindefahne sind Gelb und Rot.

Söhne und Töchter der Gemeinde

Mit der Gemeinde verbundene Persönlichkeiten

Commons: Leisach – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien
  1. Gemeindedaten von Leisach
  2. (PDF; 4,1 MB)
  3. (Memento vom 22. September 2013 im Internet Archive) (PDF; 7,2 MB)
  4. Abgerufen am 22. Dezember 2020.
  5. Abgerufen am 22. Dezember 2020.
Normdaten (Geografikum): GND:(, ) | VIAF:

Leisach
leisach, gemeinde, österreich, sprache, beobachten, bearbeiten, bwwappen, österreichkartebasisdatenstaat, österreichbundesland, tirolpolitischer, bezirk, lienzkfz, kennzeichen, lzfläche, koordinaten, 809444444444, koordinaten, ohöhe, einwohner, jän, 2021, bevö. Leisach Gemeinde in Osterreich Sprache Beobachten Bearbeiten BWLeisachWappen OsterreichkarteBasisdatenStaat OsterreichBundesland TirolPolitischer Bezirk LienzKfz Kennzeichen LZFlache 33 28 km Koordinaten 46 49 N 12 45 O 46 809444444444 12 75 710 Koordinaten 46 48 34 N 12 45 0 OHohe 710 m u A Einwohner 707 1 Jan 2021 Bevolkerungsdichte 21 Einw pro km Postleitzahl 9909Vorwahl 04852Gemeindekennziffer 7 07 15NUTS Region AT333Adresse der Gemeinde verwaltung Gemeindeverwaltung von Leisach Leisach 9909 LeisachWebsite 1 PolitikBurgermeister Bernhard ZanonGemeinderat Wahljahr 2016 11 Mitglieder 5 Aktiv in Leisach Burgermeisterliste Bernhard Zanon AiL Zanon 5 Gemeinsam fur Leisach GFL 1 Liste DANIEL Lage von Leisach im Bezirk LienzVorlage Infobox Gemeinde in Osterreich Wartung Lageplan ImagemapQuelle Gemeindedaten bei Statistik Austria Leisach ist eine Gemeinde im Bezirk Lienz in Tirol in Osterreich mit 707 Einwohnern Stand 1 Janner 2021 Die Gemeinde liegt im Gerichtsbezirk Lienz Katholische Pfarrkirche St Michael Inhaltsverzeichnis 1 Geografie 1 1 Gemeindegliederung 1 2 Nachbargemeinden 2 Bevolkerung 2 1 Bevolkerungsstruktur 2 2 Bevolkerungsentwicklung 3 Kultur und Sehenswurdigkeiten 4 Wirtschaft und Infrastruktur 4 1 Arbeitsstatten und Beschaftigte 4 2 Tourismus 4 3 Verkehr 4 4 Abwasser 5 Politik 5 1 Gemeinderat 5 2 Burgermeister 5 3 Wappen 6 Personlichkeiten 6 1 Sohne und Tochter der Gemeinde 6 2 Mit der Gemeinde verbundene Personlichkeiten 7 Weblinks 8 EinzelnachweiseGeografie BearbeitenLeisach liegt im Lienzer Talboden Der Hauptort liegt auf einem Schuttkegel der sich Richtung Drau vorgeschoben hat Der Ortsteil Leisach Gries ist Ausgangspunkt der Lienzer Talboden B100 Westlich verengt sich das Drautal in der Lienzer Klause Der Leisacher Hausberg ist der Spitzkofel 2717 m im nordlichen Teil der Lienzer Dolomiten Der nachstgelegene Bahnhof der Pustertalbahn ist der von Lienz Nachbargemeinden Amlach Assling Lesachtal Lienz Untertilliach Gemeindegliederung Bearbeiten Leisach besteht aus den Katastralgemeinden Burgfrieden 784 62 ha und Leisach 2 542 79 ha Die Katastralgemeinde Burgfrieden nimmt den nordwestlichen Teil des Gemeindegebietes ein wobei die Katastralgemeinde im Suden nur bis zum Beginn der schroffen Abhange der Gamsalplspitze bzw des Spitzkofel reicht Im Sudosten bildet der Rotenbach die Grenze zur Katastralgemeinde Leisach im Nordosten verlauft die Grenze zwischen dem Gradenbach und dem Moosebach Das davon ostlich gelegene Gebiet sowie die gesamte Hochgebirgsregion des Gemeindegebiets entfallt auf die Katastralgemeinde Leisach Die Katastralgemeinde Leisach beherbergt mit dem Dorf Leisach 712 m u A die Hauptsiedlung der Gemeinde Das Dorf Leisach liegt in der Talniederung der Drau im Norden des Gemeindegebietes an der Grenze zu Lienz und Amlach Das Dorf liegt grossteils links der Drau und umfasst neben dem eigentlichen Dorf auch die Einzelhofe Kerschbaumer und Tschwabele sowie die Leisacher Alm und die Reiteralm Rechts der Drau befindet sich die nach dem Zweiten Weltkrieg gegrundete Drausiedlung 2001 gehorten 147 Gebaude und 644 Einwohner zu Leisach Sudlich von Leisach liegt links und rechts der Bundesstrasse die Siedlung Leisach Gries 700 m u A Dieser Ortsteil entstand ebenfalls nach dem Zweiten Weltkrieg und beherbergt neben einer Wohnsiedlung auch das Gewerbegebiet von Leisach Leisach Gries umfasste 2001 46 Gebaude und 145 Einwohner In der Katastralgemeinde Burgfrieden bis 1939 eine eigenstandige Gemeinde befinden sich verstreut mehrere Ortsteile Folgt man der bei Gries von der Drautalstrasse nabzweigenden Pustertaler Hohenstrasse so gelang man noch in der Talniederung zur Hausergruppe um die Lienzer Klause Folgt man der Strasse weiter erreicht man den Weiler Oberburgfrieden 1098 m u A An der Bundesstrasse kurz vor der Grenze zu Assling liegt hingegen die Rotte Anger Leiten in der 2001 die Wohnanlage Wimmer Leit n entstand Nordlich der Lienzer Klause liegt zudem der Einzelhof Gloriach sudostlich die Streusiedlung Hintental 840 m u A Der Einzelhof Angerlehauser befindet sich rechts der Drau Des Weiteren gehoren die Jagdhutten Albrechthutte und Schwandhutte sowie die Almen Forchergasl und Hubergasl zu Burgfrieden das 2001 insgesamt 28 Gebaude und 92 Einwohner umfasste Nachbargemeinden Bearbeiten LienzAssling AmlachUntertilliach Lesachtal HE Bevolkerung BearbeitenBevolkerungsstruktur Bearbeiten 2012 lebten in der Gemeinde Leisach 824 Menschen Gemessen an der Einwohnerzahl lag Leisach zu diesem Zeitpunkt im unteren Mittelfeld der 33 Gemeinden im Bezirk Lienz Nach der Volkszahlung 2001 waren 97 5 der Bevolkerung osterreichische Staatsburger Tirol 90 6 bis zum Jahresbeginn 2012 sank der Wert nur unbedeutend auf 97 0 Von der Bevolkerung waren 2001 4 1 im Ausland geboren wobei der Grossteil der nicht in Osterreich geborenen Einwohner aus den EU Mitgliedstaaten stammte Zur romisch katholischen Kirche bekannten sich 2001 94 8 der Einwohner Tirol 83 4 1 4 hatten kein religioses Bekenntnis 1 2 waren evangelisch und 1 1 islamisch 1 Der Altersdurchschnitt der Gemeindebevolkerung lag 2001 in etwa im Landesdurchschnitt 19 5 der Einwohner von Leisach waren junger als 15 Jahre Tirol 18 4 62 8 zwischen 15 und 59 Jahre alt Tirol 63 0 Der Anteil der Einwohner uber 59 Jahre lag mit 17 7 leicht unter dem Landesdurchschnitt von 18 6 Der Altersdurchschnitt der Bevolkerung von Leisach stieg in der Folge deutlich Der Anteil der unter 15 Jahrigen sank per 1 Janner 2012 auf 14 1 wahrend der Anteil der Menschen zwischen 15 und 59 Jahren auf 65 8 nach oben ging Der Anteil der uber 59 Jahrigen stieg auf 20 1 Nach dem Familienstand waren 2001 47 8 der Einwohner von Leisach ledig 45 2 verheiratet 4 5 verwitwet und 2 5 geschieden 1 2 Bevolkerungsentwicklung Bearbeiten Die Einwohnerzahl des Gebietes der heutigen Gemeinde Leisach entwickelte sich ahnlich wie jene des Bezirks Lienz Zwischen 1869 und 1900 sank die Einwohnerzahl um rund 15 und erreicht zur Jahrhundertwende mit 418 Menschen einen Tiefstand Danach begann die Einwohnerzahl langsam aber dauerhaft zu steigen Nachdem 1939 der Ausgangswert von 1869 wieder nahezu erreicht war stieg die Bevolkerung nach dem Zweiten Weltkrieg durch Neubauprojekte starker an Mit Wachstumsraten von rund 10 bis 20 pro Jahrzehnt konnte Leisach seinen Bevolkerungsstand zwischen 1939 und 1981 um 60 steigern insbesondere durch eine positive Geburtenbilanz Nach einem leichten abwanderungsbedingten Schwund in den 1980er Jahren erreichte die Gemeinde mit Geburtenuberschussen und Zuwanderung 2003 mit 895 Einwohnern ihren bisherigen Hochststand Seitdem sank die Einwohnerzahl wieder ab wobei die Gemeinde zwar einen Geburtenuberschuss aber eine stark negative Wanderungsbilanz aufwies 1 Lienzer Klause LourdeskapelleKultur und Sehenswurdigkeiten BearbeitenSiehe auch Liste der denkmalgeschutzten Objekte in Leisach Katholische Pfarrkirche Leisach hl Michael Die funfjochige Pfarrkirche dessen westlichstes Joch von einem Erweiterungsbau aus den 1980er Jahren nach Planen von Clemens Holzmeister umschlossen wird Im Inneren ist die Kirche von der Gotik bzw Neugotik gepragt Lienzer Klause Am 8 August 1809 konnte der Tiroler und Sextner Landsturm eine zwanzigfache Ubermacht von Franzosen und Italienern aufhalten Lourdeskapelle nachst der Lienzer Klause 1893 erbaut Michaels Stockl am ostlichen Ortseingang nahe dem Leisacherhof Reiterkirchl auf der Reiteralm 1849 erbautWirtschaft und Infrastruktur BearbeitenArbeitsstatten und Beschaftigte Bearbeiten Die im Rahmen der Volkszahlung durchgefuhrte Arbeitsstattenzahlung ergab 2001 in Leisach 25 Arbeitsstatten mit 170 Beschaftigten ohne Landwirtschaft wobei 90 unselbstandig Beschaftigte waren Die Anzahl der Arbeitsstatten war dabei gegenuber dem Jahr 1991 um acht Betriebe plus 47 gestiegen die Anzahl der Beschaftigten um 56 Personen 49 gewachsen Wichtigster Wirtschaftszweig war 2001 die Sachgutererzeugung mit sieben Betrieben und 75 Beschaftigten 44 der Beschaftigten in der Gemeinde gefolgt vom Bauwesen mit einer Arbeitsstatte und 32 Beschaftigten 19 der Beschaftigten und dem Beherbergungs und Gaststattenwesen mit vier Arbeitsstatten und 22 Beschaftigten 13 der Beschaftigten In Leisach befanden sich 2001 lediglich zwei Betriebe mit 20 oder mehr Beschaftigten Von den 363 erwerbstatigen Einwohnern aus Leisach gingen 2010 lediglich 58 Personen in der Gemeinde ihrer Beschaftigung nach 305 mussten zur Arbeit auspendeln Von den Auspendlern hatten 54 ihre Arbeitsstatte im benachbarten Ballungszentrum Lienz Weitere 25 hatten im ubrigen Bezirksgebiet eine Arbeitsstelle gefunden weitere 15 bzw 10 pendelten nach Nordtirol insbesondere Innsbruck oder in ein anderes Bundesland aus einer der Einwohner musste ins Ausland auspendeln Die 140 Einpendler kamen fast ausschliesslich aus dem Bezirk Lienz 1 Tourismus Bearbeiten Der Tourismus spielt fur Leisach wirtschaftlich eine geringe Rolle Sowohl im Sommer als auch im Winter erreicht die Tourismusintensitat Nachtigungen pro Einwohner nur rund den halben Wert des Bezirksdurchschnittes Die Gemeinde konnte im Tourismusjahr 2011 12 rund 16 000 Ubernachtung zahlen Wahrend in der Wintersaison leichte Nachtigungssteigerungen gegenuber der Jahrtausendwende erreicht werden konnten sanken die Nachtigungszahlen in der Sommersaison starker ab So gingen die Ubernachtungen in der Sommersaison zwischen 2000 und 2012 von 11 853 auf 8 750 Ubernachtungen zuruck in der Wintersaison zwischen 1999 2000 und 2011 12 stiegen die Ubernachtungen von 6 576 auf 6 965 Ubernachtungen Von den 8 750 Ubernachtungen im Sommer 2012 entfielen 39 auf Osterreicher 32 auf Deutsche und 11 auf Italiener 3 In der Gemeinde bestehen keine Hotels weshalb den Gasten nur ein Gasthof eine Pension sowie Privatzimmervermieter zur Verfugung stehen Die Gemeinde gehort wie alle ubrigen Osttiroler Gemeinden zum Tourismusverband Osttirol wobei Leisach in der Ferienregion Hochpustertal organisiert ist Verkehr Bearbeiten Leisach wird verkehrstechnisch von der Drautalstrasse B 100 erschlossen die die Gemeinde mit Lienz im Osten und Sillian im Westen verbindet Die auf den Sonnenterrassen des Pustertals gelegenen Ortschaften der Gemeinde werden zudem von der Pustertaler Hohenstrasse L 324 durchquert die von Leisach in die Gemeinden Assling Anras und Abfaltersbach fuhrt Ebenfalls durch die Gemeinde entlang der Drau verkehrt die Drautalbahn Da es auf dem Gemeindegebiet jedoch keinen Bahnhof gibt befinden sich die nachstgelegenen Zustiege in Thal Gemeinde Assling bzw in Lienz Des Weiteren wird die Gemeinde durch Busse der Post AG von Lienz aus erschlossen Abwasser Bearbeiten Leisach gehort dem Abwasserverband Lienzer Talboden an zu dem neben Leisach auch zwolf Gemeinden des Unteren Iseltals und des Lienzer Talbodens gehoren Die Abwasser werden in die Klaranlage Dolsach geleitet 2002 war die Kanalisierung bis auf Burgfrieden und einige Einzelobjekte abgeschlossen Von den 216 abwasserproduzierenden Objekte waren 2002 85 an die Kanalisation und die Klaranlage angeschlossen 4 Der Abfall der in der Gemeinde anfallt wird uber den Abfallwirtschaftsverband Osttirol AWVO entsorgt Politik BearbeitenGemeinderat Bearbeiten Der Gemeinderat besteht aus elf Mitgliedern Die Wahl 2016 brachte folgende Mandatsverteilung 5 5 Mandate Aktiv in Leisach Burgermeisterliste Bernhard Zanon 5 Mandate Gemeinsam fur Leisach 1 Mandat Liste DANIEL Burgermeister Bearbeiten Zum Burgermeister gewahlt wurde Bernhard Zanon 5 Wappen Bearbeiten Das Gemeindewappen wurde im Jahr 1991 verliehen Es zeigt in Schwarz eine rote linke Breitblankenflanke mit goldenem Schwert Das Schwert steht fur die Pfarre zum Erzengel Michael in Leisach die schwarzen Zinnen fur den Ortsteil Burgfrieden Die Farben der Gemeindefahne sind Gelb und Rot 6 Personlichkeiten BearbeitenSohne und Tochter der Gemeinde Bearbeiten Helene Delacher 1904 1943 Zeugin Jehovas und NS Opfer Christoph Zanon 1951 1997 Schriftsteller Elisabeth Zanon 1955 Arztin und Politikerin der OVPMit der Gemeinde verbundene Personlichkeiten Bearbeiten Josef Kugler 1871 1940 Priester und HeimatforscherWeblinks Bearbeiten Commons Leisach Sammlung von Bildern Videos und Audiodateien Offizielle Homepage der Gemeinde Leisach Geschichte Tirol LeisachEinzelnachweise Bearbeiten a b c d Statistik Austria Gemeindedaten von Leisach Landesstatistik Tirol VZ 2001 PDF 4 1 MB Amt der Tiroler Landesregierung Tiroler Landesstatistik Land Tirol Abwasserentsorgung im Bezirk Lienz Memento vom 22 September 2013 im Internet Archive PDF 7 2 MB a b Land Tirol Wahlen Abgerufen am 22 Dezember 2020 Wissenswertes uber Leisach Abgerufen am 22 Dezember 2020 Stadte und Gemeinden im Bezirk Lienz Abfaltersbach Ainet Amlach Anras Assling Ausservillgraten Dolsach Gaimberg Heinfels Hopfgarten in Defereggen Innervillgraten Iselsberg Stronach Kals am Grossglockner Kartitsch Lavant Leisach Lienz Matrei i O Nikolsdorf Nussdorf Debant Oberlienz Obertilliach Pragraten am Grossvenediger St Jakob in Defereggen St Johann im Walde St Veit in Defereggen Schlaiten Sillian Strassen Thurn Tristach Untertilliach Virgen Normdaten Geografikum GND 4600165 7 OGND AKS VIAF 246287462Abgerufen von https de wikipedia org w index php title Leisach amp oldid 211488784, wikipedia, wiki, deutsches

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