fbpx
Wikipedia

Laserdisc

Die Laserdisc (LD), auch Laservisiondisc genannt, ist ein optisches Speichermedium für Videos im Heimgebrauch. Wegen ihrer hohen Qualität wurden LDs auch im professionellen Bereich eingesetzt. Die Abtastung erfolgt berührungslos durch einen Laser. Im Gegensatz zu Tonbändern, Schallplatten, Videobändern und anderen Bildplatten-Techniken gibt es daher mechanisch keine Abnutzung. Das Videosignal wurde im Gegensatz zur Video-CD und DVD analog aufgezeichnet. Dasselbe galt in der Anfangszeit der Laserdisc auch für das Audiosignal, 1987 wurde jedoch neben der analogen Stereo-Audiospur eine digitale eingeführt. Es wurde auch mit digitalen Tonspuren wie zum Beispiel Dolby Digital 5.1 oder DTS experimentiert. Kapitel und Features konnten wie bei der DVD direkt angewählt werden. Mit 30 cm Durchmesser hatte die Laserdisc eine im Vergleich zu anderen optischen Medien durchaus beachtliche Größe. Dieser Durchmesser ist identisch mit dem einer Langspielplatte. Um die Jahrtausendwende wurde sie von der DVD nahezu völlig verdrängt und hat heute nur noch in Sammlerkreisen Bedeutung.

Speichermedium
Laserdisc
Allgemeines
Typ Optisches Speichermedium
Kapazität PAL-Disc pro Seite:
64 Min. (CLV), 32 Min. (CAV)
NTSC-Disc pro Seite:
60 Min. (CLV), 30 Min. (CAV)
Größe 30 / 20 / 12 cm (Durchmesser)
Gebrauch Datenspeicher, analoge Filme
Ursprung
Entwickler MCA, Philips, Pioneer
Markteinführung 1978
Nachfolger DVD
Inoffizielles Laserdisc-Logo, nur von der Firma Pioneer auf ihren Geräten und LD-Publikationen benutzt

Inhaltsverzeichnis

DiscoVision

Das erste System, welches einen Laserstrahl zum Abtasten von Bildinformationen nutzte, wurde von MCA im Jahre 1971 entwickelt und 1972 unter dem Namen DiscoVision der Öffentlichkeit präsentiert. Es gelangte allerdings erst im Jahre 1978 zur Marktreife und wurde im amerikanischen Markt eingeführt.

Aufgrund von Produktionsfehlern bei der Reflexionsschicht der Bildplatten, die zu einem raschen Auftreten von „laser rot“ führten (engl. „rot“ = „Fäulnis“), wurden von MCA und Sony umfangreiche Rückrufaktionen durchgeführt. Noch heute erhaltene doppelseitige DiscoVision-Bildplatten sind daher in der Regel von „laser rot“ befallen und nur mit Bildstörungen oder gar nicht mehr abspielbar. Sie gelten daher eher als Sammlerstücke. Einseitige DiscoVision-Bildplatten sind nicht betroffen.

LaserVision

Parallel wurde von Philips ein System entwickelt und unter dem Namen LaserVision veröffentlicht, das in Europa und den USA angeboten wurde. Die ersten LaserVision-Player wurden am 26. Mai 1982 in den Handel gebracht. In Deutschland wurde das System mit weiterentwickelten Abspielgeräten einige Zeit später eingeführt.

Mit einem Helium-Neon-Laser wurden die analog abgespeicherten, unkomprimiert vorliegenden Bild- und Toninformationen abgetastet, wobei die Toninformationen in HiFi-Stereoton vorlagen und von den Bildinformationen getrennt gespeichert waren.

Während sich das Format in Europa im privaten Markt nicht durchsetzen konnte, war es wegen seiner hohen Qualität in 2 % (1998) der US-Haushalte und 10 % (1999) der Haushalte in Japan anzutreffen. Die LD war das erste Medium mit exklusiven Spezialeditionen, die Extras wie Audiokommentare, Trailer und Hintergrundberichte beinhalteten. Oft wurden die Filmemacher für die LD-Editionen befragt oder fertigten neue Transfers an. Diese Basis etablierte eine Industrie, die heute der BluRay und der DVD zu ihren Erfolgen verhilft.

Ein Laserdiscplayer mit eingelegter LD (Pioneer CLD-D925, 1998)
Eine 12-cm-Laserdisc, auch CD-Video genannt (CD-Größe)

LaserVision interaktiv

Anders als im privaten Bereich entwickelte sich die Bildplatte für kommerzielle Anwendungen. Grundlage dieser Entwicklung waren interaktive Steuerungen (z. B. Teleselect, ILDIS), die die Möglichkeiten des Einzelbildzugriffs in Verbindung mit einem Computer oder einer Datenbank nutzten. Pilotprojekte im Point-of-Sales-Bereich waren die „Berufsbilder“ der Bundesanstalt für Arbeit und „Der Landkreis Celle“. Ein weiterer Einsatzbereich war die Aus- und Weiterbildung. Die Bedeutung solcher Projekte lag vor allem darin, dass damit zukünftige Anwendungen im Bereich der Breitbandkommunikation vorweggenommen und erprobt werden konnten. Am deutlichsten wurde dies im Projekt MEDKOM, wo ein Bildplattenwechsler als zentrales Speichermedium eingesetzt wurde.

LaserDisc

Pioneer entwickelte das LaserVision-System weiter und stellte 1986 das Nachfolgesystem LaserDisc vor, welches im NTSC-Format zusätzlich zu den beiden analogen zwei digitale Tonspuren mit 44,1 kHz enthielt. Im PAL-System fielen die analogen Spuren zugunsten der digitalen weg; für alle vier war hier keine Bandbreite vorhanden.

Im Jahr 1992 wurde „Dolby Digital Surround“ mit 5.1 oder 6.1 EX beim LaserDisc-System eingeführt. Dabei lagen die Toninformationen auf einer der beiden normalerweise analog genutzten Tonspuren als moduliertes HF-Signal vor, das mithilfe eines in aller Regel externen Demodulators in ein Basisband-Signal umgewandelt werden musste, bevor es via S/PDIF an den Verstärker weitergeleitet werden konnte. Einige meist hochpreisige AV-Receiver hatten den Demodulator seinerzeit noch integriert und boten entsprechend einen RF-AC3-Eingang an, etwa der Denon AVC-3800: Entgegen der oft – selbst in Fachliteratur – irreführenden Ausführungen ist das frequenzmodulierte HF-Signal sowohl auf der LaserDisc in seiner Natur digital, wenn auch am RF-Ausgang als moduliertes Breitband-Signal vorliegend. Wäre dies nicht der Fall, wäre eine verlustfreie Rekonstruktion der AC3-Frames nicht möglich.

„Dolby Digital Surround“ war aufgrund der benötigten „analogen“ Tonspur nur bei Bildplatten möglich, die im NTSC-Format aufgezeichnet waren. Die zweite „analoge“ Tonspur enthielt oft eine spanische oder französische Sprachfassung in Mono oder einen Kommentar des Regisseurs.

Im Jahr 1995 wurde auf der digitalen Tonspur „dts Digital Surround“ eingeführt. LaserDiscs und CDs erlauben eine Datenrate von 1235 kbit/s, DVDs eine Datenrate von 754,5 oder 1509,75 kbit/s. Der „dts Digital Surround“-Ton ist sowohl bei LaserDiscs im PAL- als auch bei NTSC-Format verfügbar. Technische Voraussetzung für das Nutzen von DTS-Ton ist ein digitaler Tonausgang am Abspielgerät. Da der Ton von DTS-LaserDiscs in PAL nur mit einem DTS-Dekoder abgehört werden konnte und DTS noch nicht weit verbreitet war, sind LDs mit DTS in PAL selten. Bei solchen in NTSC wurde daher meist zusätzlich eine Abmischung in Dolby Surround auf den analogen Spuren untergebracht.

Im Jahr 1996 wurde mit dem Film „Mikrokosmos“ als Kodierungsverfahren PALplus eingeführt.

In den späten 1990er Jahren brachte Pioneer einige LD-/VCD-/CD-/DVD-Player auf dem Markt. Es waren die einzigen Player, die DVDs und LaserDiscs abspielen konnten. Das letzte Modell, das in Deutschland angeboten wurde, war der Pioneer DVL-919E. Der Preis lag damals bei rund 2800 DM.

Im Gegensatz zur Video-CD (VCD) oder DVD wird das Videobild auf der LD analog gespeichert. Beim Mastering wird das Videosignal moduliert und an den Nulldurchgängen des Signals abwechselnd als „Vertiefung“ und „Nicht-Vertiefung“ gepresst. In einem LD-Spieler folgt ein PLL-Synthesizer diesen Vertiefungen und regeneriert daraus das ursprüngliche Signal. Fehlererkennung und -korrektur sind prinzipbedingt nicht möglich.

Die Bildqualität wird trotz der Beschränkungen durch das PAL- beziehungsweise NTSC-Farbsystem als ausgezeichnet beurteilt.

LDs gibt es in den drei Größen 30 cm (LP), 20 cm (EP) und 12 cm. Die beiden großen Formate können beidseitig bespielt sein.

Für Aufzeichnung gibt es unterschiedliche Prinzipien zur Steuerung der Umdrehungsgeschwindigkeit: CAV oder CLV.

  • CAV (Constant Angular Velocity)
erlaubt Zeitlupe und Standbild in optimaler Qualität, die Spielzeit ist jedoch auf 30 min (NTSC) oder 36 min (PAL) je Seite beschränkt. CAV Disks rotieren immer mit 1500/min (PAL) oder 1800/min (NTSC). Um Spielfilme auf dem beidseitig abspielbaren Medium unterzubringen, wurde das CLV-Verfahren entwickelt.
  • CLV (Constant Linear Velocity oder auch Extended Play genannt)
erlaubt bei gleicher Qualität 60 min (NTSC) oder 64 min (PAL) pro Seite. Hier rotieren die Disks zunächst auch sehr schnell, werden aber im Laufe des Films langsamer, da, wenn der Lesekopf zum äußeren Durchmesser hin gewandert ist, bis zu drei Bilder pro Umdrehung gespeichert sind. Bei CLV sind Zeitlupe und Zeitraffer nur bei Playern mit „digital frame store“ (wie beispielsweise beim Pioneer DVL-909 oder -919) möglich.

Die 12-cm-Version wird häufig als CD-Video bezeichnet, hat aber nichts mit dem DVD-Vorläufer Video-CD zu tun. Es können 6 min Bild und Ton und weitere 20 min nur Ton aufgezeichnet werden. Ein zusätzlicher Nur-Ton-Anteil kann von jedem CD-Spieler wiedergegeben werden. Die reguläre Videospur ist jedoch völlig inkompatibel zu CD- oder DVD-Formaten und kann von entsprechenden Laufwerken nicht gelesen werden.

Audioverfahren auf der Laserdisc

Eine Laserdisc (Doktor Schiwago)

In Deutschland wurden bis 1985 nur Laserdiscs mit analogem Ton veröffentlicht. Sie verfügten über zwei Tonspuren für die Wiedergabe in Stereo oder Zweikanalton, sowie – bei entsprechender Kodierung des Tonsignals – in Dolby Surround Pro Logic.

1986 kamen die ersten Platten mit digitalem Ton (16-bit, 44,1 kHz – entsprechend der Audio-CD) auf den Markt. Dabei handelte es sich um zwei zusätzliche Tonspuren für Stereo- oder Dolby Surround Pro Logic-Wiedergabe, die im Fall von PAL-LaserDiscs die analogen Tonspuren ersetzten, im Fall von NTSC-LaserDiscs aber parallel zu den beiden Analogtonspuren angeordnet wurden. Jede NTSC-LaserDisc mit digitalem Ton enthält also gleichzeitig auch die analogen Tonspuren. Die meisten Player erlaubten es dem Benutzer, jederzeit im Film zwischen analogem und digitalem Ton umzuschalten – wichtig für Laserdiscs, die z. B. den eigentlichen Filmton auf den beiden Digitalspuren hatten, während als Bonusmaterial Kommentare des Regisseurs zu den einzelnen Szenen auf die Analogtonspuren abgelegt wurden; darüber hinaus waren die Analogspuren eher komprimiert abgemischt, während die Digitalspuren bewusst mit maximaler Dynamik aufgenommen wurden – hier konnte man also nach persönlichem Geschmack auswählen. Auch zweisprachige Versionen von Laserdiscs waren damit theoretisch möglich, allerdings wurde von dieser Möglichkeit so gut wie nie Gebrauch gemacht. Unter Benutzung aller vier Tonspuren (zwei analoge, zwei digitale) wären sogar drei- oder viersprachige LaserDiscs möglich gewesen, in diesem Fall allerdings nur mit Ton in mono, bzw. einmal stereo und zweimal mono im Fall einer dreisprachigen LD.

Darüber hinaus erlaubte das Format auch die Verwendung von DTS und Dolby Digital (auch als AC-3 bezeichnet). Die Datenrate von DTS ist dabei auf fullrate DTS festgelegt (1536 kbit/s), während bei der Normierung der DVD auch eine neue halfrate DTS von 768 kbit/s eingeführt wurde, um Platz zu sparen. Bei Dolby Digital ist die maximale Bitrate geringer als auf DVDs (384 kbit/s zu 448 kbit/s). Eine Dolby-Digital-Tonspur ist nur auf Laserdiscs möglich, die der NTSC-Fernsehnorm entsprechen. Hierzu wurde der Dolby-Digital-codierte Ton auf das RF-Signal des linken Analogkanals auf der NTSC-Laserdisc aufmoduliert (bei NTSC-Laserdiscs konnten wegen der geringeren Videobandbreite neben dem Digitalton zwei analoge Audiokanäle erhalten bleiben). Um das Signal in ein Standarddigitalsignal umzuwandeln, wird zur Decodierung ein AC3-RF-Ausgang am LD-Spieler und ein AC3-RF-Eingang am Verstärker benötigt. Da diese Eingänge nur in den sehr teuren Spitzenklassegeräten eingebaut waren, gab (und gibt) es spezielle AC3-RF-Demodulatoren zu kaufen, die diese Wandlung (AC-3 RF auf AC-3 S/PDIF) erledigen. Hierzu wird der AC3-RF-Ausgang des Laserdiscplayers am RF-Eingang des Demodulators angeschlossen. Der Demodulator wird wiederum per Digitalkabel (Koaxial oder TOSLINK) an den Verstärker angeschlossen. Bekannte Hersteller dieser Geräte waren Yamaha, Kenwood, Sony und Pioneer, heute gibt es sie nur noch von Kleinserienherstellern wie BDE Elektronik. Teilweise gab es auch externe Dolby-Digital-Decoder (wie zum Beispiel den Yamaha DDP-1 oder DDP-2) mit eingebautem RF-Signal-Wandler. Diese Geräte mit (für damalige Zeiten) weitaus besseren AC3-Decodern wurden auch genutzt, wenn der im Verstärker eingebaute Decoder qualitativ minderwertig war oder schlichtweg nur Dolby Surround vorhanden war.

Kurzzeitig gab es auch Versuche, Laserdiscs mit Dolby-Digital-Ton in Deutschland einzuführen. Hierzu wurden NTSC-Laserdiscs mit deutschem Ton gepresst. Das war technisch möglich, da viele der damaligen Player sowohl ein PAL-, als auch ein NTSC-Signal ausgeben konnten. Durchgesetzt hat sich das Format allerdings nicht – in Deutschland sind gerade einmal zwei Laserdiscs mit AC3-Ton erschienen (True Lies und The Long Kiss Goodnight).

Die einzige deutsche Laserdisc mit DTS-Tonspur war Schlafes Bruder, die daneben auch eine von drei deutschen LDs mit anamorpher Bildaufzeichnung war.

Qualität im Vergleich zu VHS und DVD

Auflösung
  • Alle vier nachfolgend genannten Formate bieten im PAL-Format 576 sichtbare horizontale Zeilen (bei NTSC 480 Zeilen).
  • Die Videofrequenzbandbreite von 3 MHz bei VHS ermöglicht jedoch nur etwa 240 Hell-Dunkel-Wechsel pro Bildzeile. Das führt zu einem Bild mit dem ungewöhnlichen Auflösungsverhältnis von etwa 320 × 576.
  • Bei Super-VHS (S-VHS) wurde die Auflösung auf 533 × 576 (PAL) erhöht.
  • Für VHS und S-VHS muss allerdings bedacht werden, dass die genaue horizontale Position (Phasenlage) der möglichen Hell-Dunkel-Wechsel beliebig ist, da es sich um analoge Aufzeichnungsformate handelt. Das führt zu einer besseren Darstellung, als die alleinige Angabe der Auflösung vermuten lassen könnte.
  • LD: durch das verwendete Übertragungsformat (PAL/NTSC) auf 640 × 576 Pixel (PAL) beschränkt
  • DVD: durch genormte Pixelzahlen (orientiert am Fernsehstandard) auf 720 × 576 Pixel (PAL) beschränkt
Bildfehler
  • VHS: zunehmend durch Abnutzung, Drop-Outs, Farbflirren bei satten Blau- oder Rottönen
  • LD: Großflächenflimmern und „laser rot“ (Zersetzung der Reflexionsschicht nach ca. 10–20 Jahren durch Fehler beim Herstellungsprozess bei vielen Laserdiscs aus einigen Fabriken)
  • DVD: Digitale Kompressionsartefakte. Diese zeigen sich oft bei schnellen Kameraschwenks, Aufnahmen mit extrem großer Detaillierung oder sehr weichen Verläufen (Quantisierungsstufen).
Ton
  • VHS: Analog, Mono (Längsspur) beziehungsweise HiFi-Stereo (auf der Schrägspur)
  • LD: Digital, PCM, 2–4 Kanäle, alternativ Mehrkanalton
  • DVD: Digital, PCM oder komprimiert, 1–7 Kanäle, mehrere Tonspuren
Größenvergleich einer Laserdisc (links) mit einer DVD (rechts)

Die Laserdisc wurde zur Zeit ihrer Herstellung überwiegend von High-End-Usern benutzt. Das hatte verschiedene Gründe: Für High-End-User stand die der VHS-Kassette überlegene Bildqualität sowie der ausgezeichnete Ton im Vordergrund. In Deutschland trugen vor allem die Firmen Laser Paradise und Astro zur Verbreitung des Mediums bei. Beide Firmen pressten überwiegend Horror- und Splatterfilme auf das Medium, wie etwa Dawn of the Dead oder auch Tanz der Teufel.

Da die Laserdisc niemals Massenmedium war, gab es sie überwiegend nur in großen Metropolen in den Fachabteilungen der Elektromärkte zu kaufen. Einige wenige engagierte Versandhändler wie beispielsweise „Frankfurt Laserdiscs“ boten sie auch überregional an und sorgten so für eine größere Verbreitung.

Ein weiterer Anbieter war die Berliner Firma Laser-Eye-Land, die mit Eigenimporten aus Japan, USA, Hongkong und Singapur versuchte, die Verbreitung voranzubringen. Dort wurden auch spezielle „Uncut“-Versionen bekannter Action- und Horrorfilme vertrieben, die auf deutschen Laserdiscs und VHS-Kassetten oft nicht zu erwerben waren.

Die Laserdisc unterschied sich von der VHS-Kassette neben dem Ton und der Bildqualität vor allem in puncto Zusatzmaterial: Auf Laserdisc gab es ausführliches Bonusmaterial wie ein Making of, Interviews, Audiokommentare, entfallene Szenen und oft auch kleine Zeitschriften oder andere Gimmicks. Daran liegt es wohl auch, dass sich immer noch viele alte (und auch neue) Fans um die Laserdisc scharen, sie weiterhin sammeln oder ihre Sammlung komplettieren. Derart aufwendig gestaltete Laserdiscs wurden meist als Box in einer speziellen Sammlerversion veröffentlicht, die allerdings auch recht teuer war. Als 1999 die letzte deutsche Laserdisc gepresst wurde, waren viele Firmen schon auf die aufstrebende DVD umgestiegen. Die Laserdisc wurde erst in ihrer letzten Zeit durch den massiven Preisverfall dem „normalen Konsumenten“ zugänglich und so erinnern sich nun viele an das damalige Interesse für die LD.

Interessant für Neueinsteiger ist die Laserdisc heute durch das „abgeschlossene“ Sammelgebiet. Es gibt nur eine überschaubare Anzahl von Titeln, zum Beispiel etwa 1200 deutsche oder circa 140 NTSC-Titel mit DTS-Ton oder 23 in Widescreen (16:9 oder „Squeeze“) oder 54 Veröffentlichungen von Astro Records and Filmworks.

Laserdisc Recorder

In Japan wurde ab 1992 eine Hi-Vision-LD (oder auch HD-LD / MUSE LD) angeboten. Sie hatte eine noch bessere Bildqualität (HD-TV mit 1035i) gegenüber der normalen LD, setzte sich aber nicht durch und wurde 1997 wieder vom Markt genommen.

Eigene Aufzeichnungen mit Laserdisc-Recordern waren auch möglich, allerdings nur im CAV-Mode. Geräte wie der Sony LVR300 kosteten ungefähr 18.000 US$. Dazu gab es spezielle Rohlinge im Caddy.

Einem breiten Publikum bekannt wurde die Laserdisc durch die Berufsinformationszentren (BIZ) der Bundesagentur für Arbeit, in denen man über viele Jahre Informationsfilme auf Laserdisk („Bildplatte“) ansehen konnte. Es wurde die 30-cm-LP-Version verwendet, die meistens einseitig bespielt war.

Auch zu Schulungszwecken – zum Beispiel bei der Bundeswehr oder der damaligen Deutschen Bundespost, bzw. Deutschen Post AG – wurde die Bildplatte verwendet. Dem Betrachter stand dabei die Möglichkeit offen, interaktiv in den weiteren Verlauf einzugreifen und somit die fortführende Handlung bzw. die folgenden Filmsequenzen (in beschränktem Ausmaß) selbst zu bestimmen. Bei der Deutschen Post AG wurde die Bildplatte Ende der 90er Jahre zugunsten der Video-CD ausgemustert. IBM setzte die Laserdisc zur Schulung ihrer Händler ein. Ein PC mit DOS-Betriebssystem steuerte dabei einen externen Bildplattenspieler.

Einigen ist die Laserdisc auch bekannt durch ihren Einsatz in den Spielhallen-Spielen Dragon’s Lair und Space Ace.

Von 1982 bis 1999 wurden circa 1200 deutschsprachige Spielfilme auf Laserdisc veröffentlicht. Die letzten deutschen LDs erschienen im Herbst 1999. Über die wirklich letzte deutschsprachige Laserdisc gibt es widersprüchliche Angaben:

  • cmv-Laservision selbst nennt: „Sado“ (9/1999) zwei Monate nach „Die Rückkehr der Zombies“ (7/1999)
  • laser-disc.de nennt: „Mike Mendez’ Killers“ (Laser Paradise) und „Schneewittchen“ (Lime Pictures) (10/1999)

Die weltweit letzte LaserDisc wurde 2001 in Japan hergestellt. Der Titel heißt „Tokyo Raiders“ und wurde am 21. September 2001 veröffentlicht.

Die Veröffentlichung von Star Wars: Episode I auf Laserdisc in Japan war bis zum Erscheinen der normalen DVD-Fassung die einzige erhältliche Fassung dieses Films in Dolby-Digital 5.1 EX.

In dem Film "Zurück in die Zukunft II" kann man in der Szene, in welcher Marty und Doc Brown Jennifer in der Zukunft betäubt in einer Seitenstraße ablegen möchten, im Hintergrund eine große Menge Laserdiscs sehen, welche anscheinend entsorgt werden sollen.

  1. Kristine R. Brancolini: New and Emerging Video Technologies: A Status Report. In: Wisconsin Library Association. 29. Oktober 1998, archiviert vomOriginal am15. Oktober 2007; abgerufen am 21. Februar 2008 (englisch).
  2. Julie Flaherty: Bittersweet Times for Collectors of Laser Disk Movies. In: The New York Times. 29. April 1999, abgerufen am 21. Februar 2008 (englisch).
  3. Archivierte Kopie (Memento vom 10. September 2007 im Internet Archive)
  4. Chapter7 Making Digital Audio a Reality. Abgerufen am 17. November 2016.
  5. Rückseite des Denon AVC-3800. Archiviert vomOriginal am24. September 2015; abgerufen am 7. Februar 2015.
  6. Zurück in die Zukunft - Als gestern das heute noch morgen war. In: MobileGeeks Deutschland. 21. Oktober 2015 (mobilegeeks.de [abgerufen am 9. März 2017]).
Commons: Laserdisc – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien
Dieser Artikel ist als Audiodatei verfügbar:
| Informationen | 29:22 min (12,9 MB) Text der gesprochenen Version (10. Januar 2015)
Mehr Informationen zur gesprochenen Wikipedia

Laserdisc
laserdisc, optisches, speichermedium, sprache, beobachten, bearbeiten, auch, laservisiondisc, genannt, optisches, speichermedium, für, videos, heimgebrauch, wegen, ihrer, hohen, qualität, wurden, auch, professionellen, bereich, eingesetzt, abtastung, erfolgt, . Laserdisc optisches Speichermedium Sprache Beobachten Bearbeiten Die Laserdisc LD auch Laservisiondisc genannt ist ein optisches Speichermedium fur Videos im Heimgebrauch Wegen ihrer hohen Qualitat wurden LDs auch im professionellen Bereich eingesetzt Die Abtastung erfolgt beruhrungslos durch einen Laser Im Gegensatz zu Tonbandern Schallplatten Videobandern und anderen Bildplatten Techniken gibt es daher mechanisch keine Abnutzung Das Videosignal wurde im Gegensatz zur Video CD und DVD analog aufgezeichnet Dasselbe galt in der Anfangszeit der Laserdisc auch fur das Audiosignal 1987 wurde jedoch neben der analogen Stereo Audiospur eine digitale eingefuhrt Es wurde auch mit digitalen Tonspuren wie zum Beispiel Dolby Digital 5 1 oder DTS experimentiert Kapitel und Features konnten wie bei der DVD direkt angewahlt werden Mit 30 cm Durchmesser hatte die Laserdisc eine im Vergleich zu anderen optischen Medien durchaus beachtliche Grosse Dieser Durchmesser ist identisch mit dem einer Langspielplatte Um die Jahrtausendwende wurde sie von der DVD nahezu vollig verdrangt und hat heute nur noch in Sammlerkreisen Bedeutung Speichermedium LaserdiscAllgemeinesTyp Optisches SpeichermediumKapazitat PAL Disc pro Seite 64 Min CLV 32 Min CAV NTSC Disc pro Seite 60 Min CLV 30 Min CAV Grosse 30 20 12 cm Durchmesser Gebrauch Datenspeicher analoge FilmeUrsprungEntwickler MCA Philips PioneerMarkteinfuhrung 1978Nachfolger DVDInoffizielles Laserdisc Logo nur von der Firma Pioneer auf ihren Geraten und LD Publikationen benutzt Inhaltsverzeichnis 1 Geschichte der Laserdisc 1 1 DiscoVision 1 2 LaserVision 1 3 LaserVision interaktiv 1 4 LaserDisc 2 Technik 2 1 Audioverfahren auf der Laserdisc 2 2 Qualitat im Vergleich zu VHS und DVD 3 Der Kult um die Laserdisc 4 Verschiedenes 5 Siehe auch 6 Einzelnachweise 7 WeblinksGeschichte der Laserdisc BearbeitenDiscoVision Bearbeiten Das erste System welches einen Laserstrahl zum Abtasten von Bildinformationen nutzte wurde von MCA im Jahre 1971 entwickelt und 1972 unter dem Namen DiscoVision der Offentlichkeit prasentiert Es gelangte allerdings erst im Jahre 1978 zur Marktreife und wurde im amerikanischen Markt eingefuhrt Aufgrund von Produktionsfehlern bei der Reflexionsschicht der Bildplatten die zu einem raschen Auftreten von laser rot fuhrten engl rot Faulnis wurden von MCA und Sony umfangreiche Ruckrufaktionen durchgefuhrt Noch heute erhaltene doppelseitige DiscoVision Bildplatten sind daher in der Regel von laser rot befallen und nur mit Bildstorungen oder gar nicht mehr abspielbar Sie gelten daher eher als Sammlerstucke Einseitige DiscoVision Bildplatten sind nicht betroffen LaserVision Bearbeiten Parallel wurde von Philips ein System entwickelt und unter dem Namen LaserVision veroffentlicht das in Europa und den USA angeboten wurde Die ersten LaserVision Player wurden am 26 Mai 1982 in den Handel gebracht In Deutschland wurde das System mit weiterentwickelten Abspielgeraten einige Zeit spater eingefuhrt Mit einem Helium Neon Laser wurden die analog abgespeicherten unkomprimiert vorliegenden Bild und Toninformationen abgetastet wobei die Toninformationen in HiFi Stereoton vorlagen und von den Bildinformationen getrennt gespeichert waren Wahrend sich das Format in Europa im privaten Markt nicht durchsetzen konnte war es wegen seiner hohen Qualitat in 2 1998 der US Haushalte 1 und 10 1999 der Haushalte in Japan 2 anzutreffen Die LD war das erste Medium mit exklusiven Spezialeditionen die Extras wie Audiokommentare Trailer und Hintergrundberichte beinhalteten Oft wurden die Filmemacher fur die LD Editionen befragt oder fertigten neue Transfers an Diese Basis etablierte eine Industrie die heute der BluRay und der DVD zu ihren Erfolgen verhilft Ein Laserdiscplayer mit eingelegter LD Pioneer CLD D925 1998 Eine 12 cm Laserdisc auch CD Video genannt CD Grosse LaserVision interaktiv Bearbeiten Anders als im privaten Bereich entwickelte sich die Bildplatte fur kommerzielle Anwendungen Grundlage dieser Entwicklung waren interaktive Steuerungen z B Teleselect ILDIS die die Moglichkeiten des Einzelbildzugriffs in Verbindung mit einem Computer oder einer Datenbank nutzten Pilotprojekte im Point of Sales Bereich waren die Berufsbilder der Bundesanstalt fur Arbeit und Der Landkreis Celle Ein weiterer Einsatzbereich war die Aus und Weiterbildung Die Bedeutung solcher Projekte lag vor allem darin dass damit zukunftige Anwendungen im Bereich der Breitbandkommunikation vorweggenommen und erprobt werden konnten Am deutlichsten wurde dies im Projekt MEDKOM wo ein Bildplattenwechsler als zentrales Speichermedium eingesetzt wurde 3 LaserDisc Bearbeiten Pioneer entwickelte das LaserVision System weiter und stellte 1986 das Nachfolgesystem LaserDisc vor welches im NTSC Format zusatzlich zu den beiden analogen zwei digitale Tonspuren mit 44 1 kHz enthielt Im PAL System fielen die analogen Spuren zugunsten der digitalen weg fur alle vier war hier keine Bandbreite vorhanden 4 Im Jahr 1992 wurde Dolby Digital Surround mit 5 1 oder 6 1 EX beim LaserDisc System eingefuhrt Dabei lagen die Toninformationen auf einer der beiden normalerweise analog genutzten Tonspuren als moduliertes HF Signal vor das mithilfe eines in aller Regel externen Demodulators in ein Basisband Signal umgewandelt werden musste bevor es via S PDIF an den Verstarker weitergeleitet werden konnte Einige meist hochpreisige AV Receiver hatten den Demodulator seinerzeit noch integriert und boten entsprechend einen RF AC3 Eingang an etwa der Denon AVC 3800 5 Entgegen der oft selbst in Fachliteratur irrefuhrenden Ausfuhrungen ist das frequenzmodulierte HF Signal sowohl auf der LaserDisc in seiner Natur digital wenn auch am RF Ausgang als moduliertes Breitband Signal vorliegend Ware dies nicht der Fall ware eine verlustfreie Rekonstruktion der AC3 Frames nicht moglich Dolby Digital Surround war aufgrund der benotigten analogen Tonspur nur bei Bildplatten moglich die im NTSC Format aufgezeichnet waren Die zweite analoge Tonspur enthielt oft eine spanische oder franzosische Sprachfassung in Mono oder einen Kommentar des Regisseurs Im Jahr 1995 wurde auf der digitalen Tonspur dts Digital Surround eingefuhrt LaserDiscs und CDs erlauben eine Datenrate von 1235 kbit s DVDs eine Datenrate von 754 5 oder 1509 75 kbit s Der dts Digital Surround Ton ist sowohl bei LaserDiscs im PAL als auch bei NTSC Format verfugbar Technische Voraussetzung fur das Nutzen von DTS Ton ist ein digitaler Tonausgang am Abspielgerat Da der Ton von DTS LaserDiscs in PAL nur mit einem DTS Dekoder abgehort werden konnte und DTS noch nicht weit verbreitet war sind LDs mit DTS in PAL selten Bei solchen in NTSC wurde daher meist zusatzlich eine Abmischung in Dolby Surround auf den analogen Spuren untergebracht Im Jahr 1996 wurde mit dem Film Mikrokosmos als Kodierungsverfahren PALplus eingefuhrt In den spaten 1990er Jahren brachte Pioneer einige LD VCD CD DVD Player auf dem Markt Es waren die einzigen Player die DVDs und LaserDiscs abspielen konnten Das letzte Modell das in Deutschland angeboten wurde war der Pioneer DVL 919E Der Preis lag damals bei rund 2800 DM Technik BearbeitenIm Gegensatz zur Video CD VCD oder DVD wird das Videobild auf der LD analog gespeichert Beim Mastering wird das Videosignal moduliert und an den Nulldurchgangen des Signals abwechselnd als Vertiefung und Nicht Vertiefung gepresst In einem LD Spieler folgt ein PLL Synthesizer diesen Vertiefungen und regeneriert daraus das ursprungliche Signal Fehlererkennung und korrektur sind prinzipbedingt nicht moglich Die Bildqualitat wird trotz der Beschrankungen durch das PAL beziehungsweise NTSC Farbsystem als ausgezeichnet beurteilt LDs gibt es in den drei Grossen 30 cm LP 20 cm EP und 12 cm Die beiden grossen Formate konnen beidseitig bespielt sein Fur Aufzeichnung gibt es unterschiedliche Prinzipien zur Steuerung der Umdrehungsgeschwindigkeit CAV oder CLV CAV Constant Angular Velocity erlaubt Zeitlupe und Standbild in optimaler Qualitat die Spielzeit ist jedoch auf 30 min NTSC oder 36 min PAL je Seite beschrankt CAV Disks rotieren immer mit 1500 min PAL oder 1800 min NTSC Um Spielfilme auf dem beidseitig abspielbaren Medium unterzubringen wurde das CLV Verfahren entwickelt CLV Constant Linear Velocity oder auch Extended Play genannt erlaubt bei gleicher Qualitat 60 min NTSC oder 64 min PAL pro Seite Hier rotieren die Disks zunachst auch sehr schnell werden aber im Laufe des Films langsamer da wenn der Lesekopf zum ausseren Durchmesser hin gewandert ist bis zu drei Bilder pro Umdrehung gespeichert sind Bei CLV sind Zeitlupe und Zeitraffer nur bei Playern mit digital frame store wie beispielsweise beim Pioneer DVL 909 oder 919 moglich Die 12 cm Version wird haufig als CD Video bezeichnet hat aber nichts mit dem DVD Vorlaufer Video CD zu tun Es konnen 6 min Bild und Ton und weitere 20 min nur Ton aufgezeichnet werden Ein zusatzlicher Nur Ton Anteil kann von jedem CD Spieler wiedergegeben werden Die regulare Videospur ist jedoch vollig inkompatibel zu CD oder DVD Formaten und kann von entsprechenden Laufwerken nicht gelesen werden Audioverfahren auf der Laserdisc Bearbeiten Eine Laserdisc Doktor Schiwago In Deutschland wurden bis 1985 nur Laserdiscs mit analogem Ton veroffentlicht Sie verfugten uber zwei Tonspuren fur die Wiedergabe in Stereo oder Zweikanalton sowie bei entsprechender Kodierung des Tonsignals in Dolby Surround Pro Logic 1986 kamen die ersten Platten mit digitalem Ton 16 bit 44 1 kHz entsprechend der Audio CD auf den Markt Dabei handelte es sich um zwei zusatzliche Tonspuren fur Stereo oder Dolby Surround Pro Logic Wiedergabe die im Fall von PAL LaserDiscs die analogen Tonspuren ersetzten im Fall von NTSC LaserDiscs aber parallel zu den beiden Analogtonspuren angeordnet wurden Jede NTSC LaserDisc mit digitalem Ton enthalt also gleichzeitig auch die analogen Tonspuren Die meisten Player erlaubten es dem Benutzer jederzeit im Film zwischen analogem und digitalem Ton umzuschalten wichtig fur Laserdiscs die z B den eigentlichen Filmton auf den beiden Digitalspuren hatten wahrend als Bonusmaterial Kommentare des Regisseurs zu den einzelnen Szenen auf die Analogtonspuren abgelegt wurden daruber hinaus waren die Analogspuren eher komprimiert abgemischt wahrend die Digitalspuren bewusst mit maximaler Dynamik aufgenommen wurden hier konnte man also nach personlichem Geschmack auswahlen Auch zweisprachige Versionen von Laserdiscs waren damit theoretisch moglich allerdings wurde von dieser Moglichkeit so gut wie nie Gebrauch gemacht Unter Benutzung aller vier Tonspuren zwei analoge zwei digitale waren sogar drei oder viersprachige LaserDiscs moglich gewesen in diesem Fall allerdings nur mit Ton in mono bzw einmal stereo und zweimal mono im Fall einer dreisprachigen LD Daruber hinaus erlaubte das Format auch die Verwendung von DTS und Dolby Digital auch als AC 3 bezeichnet Die Datenrate von DTS ist dabei auf fullrate DTS festgelegt 1536 kbit s wahrend bei der Normierung der DVD auch eine neue halfrate DTS von 768 kbit s eingefuhrt wurde um Platz zu sparen Bei Dolby Digital ist die maximale Bitrate geringer als auf DVDs 384 kbit s zu 448 kbit s Eine Dolby Digital Tonspur ist nur auf Laserdiscs moglich die der NTSC Fernsehnorm entsprechen Hierzu wurde der Dolby Digital codierte Ton auf das RF Signal des linken Analogkanals auf der NTSC Laserdisc aufmoduliert bei NTSC Laserdiscs konnten wegen der geringeren Videobandbreite neben dem Digitalton zwei analoge Audiokanale erhalten bleiben Um das Signal in ein Standarddigitalsignal umzuwandeln wird zur Decodierung ein AC3 RF Ausgang am LD Spieler und ein AC3 RF Eingang am Verstarker benotigt Da diese Eingange nur in den sehr teuren Spitzenklassegeraten eingebaut waren gab und gibt es spezielle AC3 RF Demodulatoren zu kaufen die diese Wandlung AC 3 RF auf AC 3 S PDIF erledigen Hierzu wird der AC3 RF Ausgang des Laserdiscplayers am RF Eingang des Demodulators angeschlossen Der Demodulator wird wiederum per Digitalkabel Koaxial oder TOSLINK an den Verstarker angeschlossen Bekannte Hersteller dieser Gerate waren Yamaha Kenwood Sony und Pioneer heute gibt es sie nur noch von Kleinserienherstellern wie BDE Elektronik Teilweise gab es auch externe Dolby Digital Decoder wie zum Beispiel den Yamaha DDP 1 oder DDP 2 mit eingebautem RF Signal Wandler Diese Gerate mit fur damalige Zeiten weitaus besseren AC3 Decodern wurden auch genutzt wenn der im Verstarker eingebaute Decoder qualitativ minderwertig war oder schlichtweg nur Dolby Surround vorhanden war Kurzzeitig gab es auch Versuche Laserdiscs mit Dolby Digital Ton in Deutschland einzufuhren Hierzu wurden NTSC Laserdiscs mit deutschem Ton gepresst Das war technisch moglich da viele der damaligen Player sowohl ein PAL als auch ein NTSC Signal ausgeben konnten Durchgesetzt hat sich das Format allerdings nicht in Deutschland sind gerade einmal zwei Laserdiscs mit AC3 Ton erschienen True Lies und The Long Kiss Goodnight Die einzige deutsche Laserdisc mit DTS Tonspur war Schlafes Bruder die daneben auch eine von drei deutschen LDs mit anamorpher Bildaufzeichnung war Qualitat im Vergleich zu VHS und DVD Bearbeiten AuflosungAlle vier nachfolgend genannten Formate bieten im PAL Format 576 sichtbare horizontale Zeilen bei NTSC 480 Zeilen Die Videofrequenzbandbreite von 3 MHz bei VHS ermoglicht jedoch nur etwa 240 Hell Dunkel Wechsel pro Bildzeile Das fuhrt zu einem Bild mit dem ungewohnlichen Auflosungsverhaltnis von etwa 320 576 Bei Super VHS S VHS wurde die Auflosung auf 533 576 PAL erhoht Fur VHS und S VHS muss allerdings bedacht werden dass die genaue horizontale Position Phasenlage der moglichen Hell Dunkel Wechsel beliebig ist da es sich um analoge Aufzeichnungsformate handelt Das fuhrt zu einer besseren Darstellung als die alleinige Angabe der Auflosung vermuten lassen konnte LD durch das verwendete Ubertragungsformat PAL NTSC auf 640 576 Pixel PAL beschrankt DVD durch genormte Pixelzahlen orientiert am Fernsehstandard auf 720 576 Pixel PAL beschranktBildfehlerVHS zunehmend durch Abnutzung Drop Outs Farbflirren bei satten Blau oder Rottonen LD Grossflachenflimmern und laser rot Zersetzung der Reflexionsschicht nach ca 10 20 Jahren durch Fehler beim Herstellungsprozess bei vielen Laserdiscs aus einigen Fabriken DVD Digitale Kompressionsartefakte Diese zeigen sich oft bei schnellen Kameraschwenks Aufnahmen mit extrem grosser Detaillierung oder sehr weichen Verlaufen Quantisierungsstufen TonVHS Analog Mono Langsspur beziehungsweise HiFi Stereo auf der Schragspur LD Digital PCM 2 4 Kanale alternativ Mehrkanalton DVD Digital PCM oder komprimiert 1 7 Kanale mehrere TonspurenDer Kult um die Laserdisc Bearbeiten Grossenvergleich einer Laserdisc links mit einer DVD rechts Die Laserdisc wurde zur Zeit ihrer Herstellung uberwiegend von High End Usern benutzt Das hatte verschiedene Grunde Fur High End User stand die der VHS Kassette uberlegene Bildqualitat sowie der ausgezeichnete Ton im Vordergrund In Deutschland trugen vor allem die Firmen Laser Paradise und Astro zur Verbreitung des Mediums bei Beide Firmen pressten uberwiegend Horror und Splatterfilme auf das Medium wie etwa Dawn of the Dead oder auch Tanz der Teufel Da die Laserdisc niemals Massenmedium war gab es sie uberwiegend nur in grossen Metropolen in den Fachabteilungen der Elektromarkte zu kaufen Einige wenige engagierte Versandhandler wie beispielsweise Frankfurt Laserdiscs boten sie auch uberregional an und sorgten so fur eine grossere Verbreitung Ein weiterer Anbieter war die Berliner Firma Laser Eye Land die mit Eigenimporten aus Japan USA Hongkong und Singapur versuchte die Verbreitung voranzubringen Dort wurden auch spezielle Uncut Versionen bekannter Action und Horrorfilme vertrieben die auf deutschen Laserdiscs und VHS Kassetten oft nicht zu erwerben waren Die Laserdisc unterschied sich von der VHS Kassette neben dem Ton und der Bildqualitat vor allem in puncto Zusatzmaterial Auf Laserdisc gab es ausfuhrliches Bonusmaterial wie ein Making of Interviews Audiokommentare entfallene Szenen und oft auch kleine Zeitschriften oder andere Gimmicks Daran liegt es wohl auch dass sich immer noch viele alte und auch neue Fans um die Laserdisc scharen sie weiterhin sammeln oder ihre Sammlung komplettieren Derart aufwendig gestaltete Laserdiscs wurden meist als Box in einer speziellen Sammlerversion veroffentlicht die allerdings auch recht teuer war Als 1999 die letzte deutsche Laserdisc gepresst wurde waren viele Firmen schon auf die aufstrebende DVD umgestiegen Die Laserdisc wurde erst in ihrer letzten Zeit durch den massiven Preisverfall dem normalen Konsumenten zuganglich und so erinnern sich nun viele an das damalige Interesse fur die LD Interessant fur Neueinsteiger ist die Laserdisc heute durch das abgeschlossene Sammelgebiet Es gibt nur eine uberschaubare Anzahl von Titeln zum Beispiel etwa 1200 deutsche oder circa 140 NTSC Titel mit DTS Ton oder 23 in Widescreen 16 9 oder Squeeze oder 54 Veroffentlichungen von Astro Records and Filmworks Verschiedenes Bearbeiten Laserdisc Recorder In Japan wurde ab 1992 eine Hi Vision LD oder auch HD LD MUSE LD angeboten Sie hatte eine noch bessere Bildqualitat HD TV mit 1035i gegenuber der normalen LD setzte sich aber nicht durch und wurde 1997 wieder vom Markt genommen Eigene Aufzeichnungen mit Laserdisc Recordern waren auch moglich allerdings nur im CAV Mode Gerate wie der Sony LVR300 kosteten ungefahr 18 000 US Dazu gab es spezielle Rohlinge im Caddy Einem breiten Publikum bekannt wurde die Laserdisc durch die Berufsinformationszentren BIZ der Bundesagentur fur Arbeit in denen man uber viele Jahre Informationsfilme auf Laserdisk Bildplatte ansehen konnte Es wurde die 30 cm LP Version verwendet die meistens einseitig bespielt war Auch zu Schulungszwecken zum Beispiel bei der Bundeswehr oder der damaligen Deutschen Bundespost bzw Deutschen Post AG wurde die Bildplatte verwendet Dem Betrachter stand dabei die Moglichkeit offen interaktiv in den weiteren Verlauf einzugreifen und somit die fortfuhrende Handlung bzw die folgenden Filmsequenzen in beschranktem Ausmass selbst zu bestimmen Bei der Deutschen Post AG wurde die Bildplatte Ende der 90er Jahre zugunsten der Video CD ausgemustert IBM setzte die Laserdisc zur Schulung ihrer Handler ein Ein PC mit DOS Betriebssystem steuerte dabei einen externen Bildplattenspieler Einigen ist die Laserdisc auch bekannt durch ihren Einsatz in den Spielhallen Spielen Dragon s Lair und Space Ace Von 1982 bis 1999 wurden circa 1200 deutschsprachige Spielfilme auf Laserdisc veroffentlicht Die letzten deutschen LDs erschienen im Herbst 1999 Uber die wirklich letzte deutschsprachige Laserdisc gibt es widerspruchliche Angaben cmv Laservision selbst nennt Sado 9 1999 zwei Monate nach Die Ruckkehr der Zombies 7 1999 laser disc de nennt Mike Mendez Killers Laser Paradise und Schneewittchen Lime Pictures 10 1999 Die weltweit letzte LaserDisc wurde 2001 in Japan hergestellt Der Titel heisst Tokyo Raiders und wurde am 21 September 2001 veroffentlicht Die Veroffentlichung von Star Wars Episode I auf Laserdisc in Japan war bis zum Erscheinen der normalen DVD Fassung die einzige erhaltliche Fassung dieses Films in Dolby Digital 5 1 EX In dem Film Zuruck in die Zukunft II kann man in der Szene in welcher Marty und Doc Brown Jennifer in der Zukunft betaubt in einer Seitenstrasse ablegen mochten im Hintergrund eine grosse Menge Laserdiscs sehen welche anscheinend entsorgt werden sollen 6 Siehe auch BearbeitenSVCD Optischer Speicher Computer Output on Laserdisk DAPHNE Emulator Einzelnachweise Bearbeiten Kristine R Brancolini New and Emerging Video Technologies A Status Report In Wisconsin Library Association 29 Oktober 1998 archiviert vom Original am 15 Oktober 2007 abgerufen am 21 Februar 2008 englisch Julie Flaherty Bittersweet Times for Collectors of Laser Disk Movies In The New York Times 29 April 1999 abgerufen am 21 Februar 2008 englisch Archivierte Kopie Memento vom 10 September 2007 im Internet Archive Chapter7 Making Digital Audio a Reality Abgerufen am 17 November 2016 Ruckseite des Denon AVC 3800 Archiviert vom Original am 24 September 2015 abgerufen am 7 Februar 2015 Zuruck in die Zukunft Als gestern das heute noch morgen war In MobileGeeks Deutschland 21 Oktober 2015 mobilegeeks de abgerufen am 9 Marz 2017 Weblinks Bearbeiten Commons Laserdisc Sammlung von Bildern Videos und Audiodateien laserdisc holin de Einige Fakten uber die Laserdisc laserdiscarchive co uk Auflistung fast aller je produzierten LD Player mit technischen Daten Bedienungsanleitungen und Fotografien englisch Dieser Artikel ist als Audiodatei verfugbar source source Speichern Informationen 29 22 min 12 9 MB Text der gesprochenen Version 10 Januar 2015 Mehr Informationen zur gesprochenen WikipediaAbgerufen von https de wikipedia org w index php title Laserdisc amp oldid 206764706, wikipedia, wiki, deutsches

deutschland

buch, bücher, bibliothek

artikel

lesen, herunterladen

kostenlos

kostenloser herunterladen, MP3, Video, MP4, 3GP, JPG, JPEG, GIF, PNG, Bild, Musik, Lied, Film, Buch, Spiel, Spiele