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Koran

Der Koran (so die eingedeutschte Form von arabisch القرآن al-Qur'ān, DMG al-Qurʾān ‚die Lesung, Rezitation‘, [al-qurˈʔaːn]) ist die heilige Schrift des Islams, die gemäß dem Glauben der Muslime die wörtliche Offenbarung Gottes (arabisch الله, Allah) an den Propheten Mohammed enthält. Er ist in einer speziellen Reimprosa abgefasst, die auf Arabisch als Sadschʿ bezeichnet wird. Der Koran besteht aus 114 Suren, diese bestehen wiederum aus einer unterschiedlichen Anzahl an Versen (آيات / āya, pl. āyāt). Maßgeblich für alle modernen Ausgaben ist die orthographisch standardisierte Kairiner Koranausgabe der Kairoer Azhar-Universität von 1924.

Teil eines Verses aus der 48. Sure al-Fath in einer Handschrift aus dem 8. oder 9. Jahrhundert
Die erste Sure al-Fātiha in einer Handschrift des Kalligraphen Aziz Efendi (1871–1934)

Ein wichtiges Kennzeichen des Korans ist seine Selbstreferentialität. Das bedeutet, dass der Koran sich an vielen Stellen selbst thematisiert. Auch die meisten Glaubenslehren der Muslime hinsichtlich des Korans stützen sich auf solche selbstreferentiellen Aussagen im Koran. Nach dem Glauben der sunnitischen Muslime ist der Koran die unerschaffene Rede Gottes oder zumindest ein Ausdruck davon. Eine Minderheit von Muslimen ist dagegen der Auffassung, dass der Koran erschaffen ist.

Inhaltsverzeichnis

Mohammeds Berufung zum Prophetentum und die erste Offenbarung; Blatt aus einer Kopie des Madschma at-tawarich (Maǧmaʿ at-tawārīḫ), um 1425, timuridisch, aus Herat (heute im Metropolitan Museum of Art, New York)

Der Koran ist die Hauptquelle des islamischen Gesetzes, der Scharia, weitere Quelle der Scharia ist unter anderem die Sunna des Propheten Mohammed. Daneben gilt der Koran auch als ästhetisches Vorbild für arabische Rhetorik und Dichtung. Seine Sprache beeinflusste darüber hinaus stark die Entwicklung der arabischen Grammatik. Neben den erhaltenen Fragmenten der vorislamischen Dichter galt und gilt das koranische Arabisch als Richtschnur für die Korrektheit sprachlichen Ausdrucks.

Im Arabischen wird der Koran mit dem Attribut karīm („edel, würdig“) versehen. Unter deutschsprachigen Muslimen ist der Begriff „der Heilige Qur'an“ gebräuchlich.

Gemäß der Überlieferung nach Mohammeds Cousin Ibn ʿAbbās und seinem Schüler Mudschāhid ibn Dschabr fand die erste Offenbarung in der Höhle im Berg Hira statt. Es sind die ersten fünf Verse der Sure 96. Sie beginnt mit den Worten:

« اقرأ باسم ربّك الّذي خلق »

« iqraʾ bi-smi rabbika ’llaḏī ḫalaq »

„Trag vor im Namen deines Herrn, der erschaffen hat!“

Allgemein wird angenommen, dass Mohammed weder lesen noch schreiben konnte, weshalb die Muslime glauben, dass der Erzengel Gabriel ihm den Befehl gab, das zu rezitieren/vorzutragen, was vorher in sein Herz geschrieben wurde. Daher hat der Koran auch seinen Namen: „Lesung/Rezitation“.

Der islamischen Überlieferung, der Sira-Literatur und der Koranexegese (Tafsir) zufolge trat Mohammed nach der ersten Offenbarung aus der Höhle, und der Erzengel Gabriel baute sich in alle Blickrichtungen vor ihm auf. Von diesem Erlebnis soll Mohammed so erschüttert gewesen sein, dass er zitternd zu seiner Frau Chadidscha heimkehrte, die ihn in eine Decke wickelte, worauf die Sure 74 offenbart wurde:

„Der du dich (mit dem Obergewand) zugedeckt hast, erhebe dich und warne (deine Landsleute vor der Strafe Gottes)! Und preise deinen Herrn …“

Der Überlieferung zufolge soll ʿAlī ibn Abī Tālib Augenzeuge der ersten Offenbarung gewesen sein. In den folgenden 22 Jahren wurde Mohammed der gesamte Koran offenbart, wobei viele Verse Bezug auf aktuelle Geschehnisse der Zeit nehmen. Andere Verse erzählen von den Propheten (Adam, Abraham, Noah, Josef, Moses, ʿĪsā ibn Maryam (Jesus) und weiteren) und wieder andere enthalten Vorschriften und allgemeine Glaubensgrundsätze. Dabei wendet sich der Koran an alle Menschen. Es werden auch Nichtgläubige und Angehörige anderer Religionen angesprochen.

Suren und Verse

Die rechte Seite des binären Manuskripts von Stanford ‘07. Die obere Schicht sind die Verse 265–271 der Sure al-Baqara. Die doppelte Schicht zeigt die Ergänzungen des ersten Korantextes und die Unterschiede zum heutigen Koran

Die Suren und ihre Namen

Der Koran besteht aus 114 mit Namen versehenen Suren. Während man in der nicht-islamischen Welt bei Koranzitaten üblicherweise die Suren mit ihrer Nummer nennt, wird in Veröffentlichungen von muslimischer Seite bei Koranzitaten meist auf deren arabischen Namen verwiesen. Die Benennung der Sure richtet sich nach einem bestimmten Wort, das in ihr vorkommt, beschreibt jedoch nicht unbedingt ihren Hauptinhalt. Einerseits sind viele Suren inhaltlich als unzusammenhängend zu betrachten – die Sure An-Nisā' (die Frauen) beispielsweise enthält zwar einige wichtige Koranstellen mit Bezug auf Frauen, spricht aber ansonsten auch über das Erbrecht sowie über generelle Glaubensinhalte. Ebenso die zweite Sure (al-Baqara – Die Kuh), welche zwar eine Geschichte mit einer Kuh als Schlachtopfer enthält, jedoch einen Großteil der gesetzlichen Regeln und der Glaubensinhalte vermittelt. Andererseits kommt es vor, dass unmittelbar aufeinanderfolgende Suren, wie beispielsweise Ad-Duhā und Asch-Scharh, dieselbe Thematik behandeln – in diesem Falle die Erinnerung an die Wohltaten Gottes – und deshalb oft zusammen gelesen werden.

Die Anordnung der Suren folgt keinem inhaltlichen Muster; vielmehr sind die Suren, mit Ausnahme der ersten Sure Al-Fātiha, grob der Länge nach geordnet (beginnend mit der längsten). Beispielsweise ist die Sure 108 mit nur drei Versen und 42 bzw. 43 Buchstaben am kürzesten, wenn ein Hamza hier als Buchstabe gezählt wird. Auch viele andere Suren weichen von der Anordnung nach der Länge ab, was von den Muslimen als Zeichen dafür gesehen wird, dass die Anordnung nicht willkürlich geschah. Die Muslime sind überzeugt, dass die Anordnung der Suren vom Propheten Muhammad so überliefert wurde. Im Gebet ist es deshalb unerwünscht, eine spätere vor einer früheren Sure zu rezitieren, laut Tradition. Im Gegensatz zum Tanach der Juden und zur Bibel der Christen, die zu bedeutenden Teilen aus chronologisch geordneten Geschichtsbüchern bestehen, gibt es eine solche Ordnung weder innerhalb der Suren noch in ihrer Anordnung, obwohl die chronologische Folge der Suren als bestimmbar angenommen wird.

Mit Ausnahme von Sure 9 beginnen alle Suren des Korans mit der Basmala-Formel (bi-smi llāhi r-rahmâni r-rahīm / بسم الله الرحمن الرحيم /‚Im Namen Allahs, des Erbarmers, des Barmherzigen.‘). Am Anfang von 29 Suren stehen bestimmte abgetrennte Buchstaben, die wegen ihrer ungeklärten Bedeutung auch „geheimnisvolle“ oder „rätselhafte Buchstaben“ genannt worden sind. Es gibt verschiedene Ansätze, um diese abgetrennten Buchstaben zu interpretieren. So deutet Rumi diese mystisch, in Ihnen könne man die Kraft der Offenbarung Gottes erkennen. Rashad Khalifa, ein ägyptisch-amerikanischer Biochemiker und Koranist, hingegen deutet diese Buchstaben als einen Hinweis für einen mathematisch-komplexen Code im Koran, auch Korancode genannt. In modernen Koranausgaben werden am Anfang der Suren neben dem Namen auch die Anzahl der Verse und der Offenbarungsort –Mekka oder Medina– angegeben.

Die verschiedenen Verszählungen

Fragment einer Koran-Handschrift aus dem 14. Jahrhundert mit einer Dschuz'-Markierung am rechten Rand

Die Suren bestehen jeweils aus einer unterschiedlichen Anzahl an Versen (āyāt, sg. āya). Hierbei gibt es grundsätzlich sieben verschiedene Systeme der Verszählung, die schon im 8. Jahrhundert entstanden sind und nach den großen Zentren der Korangelehrsamkeit benannt sind: Kufa, Basra, Damaskus, Homs, Mekka, Medina I und Medina II. Allerdings gibt es nur für zwei dieser Systeme feste, eindeutige Gesamtverszahlen, nämlich 6.236 für Kufa und 6.204 für Basra. Die heutige Verszählung richtet sich üblicherweise nach der 1924 erschienenen ägyptischen Standardausgabe, die der kufischen Verszählung folgt. Neben diesen Verszählungen begegnet in der älteren orientalistischen Literatur noch eine andere Verszählung, die auf Gustav Flügel zurückgeht und keiner islamischen Verszählungstradition verpflichtet ist. Eine Synopse der kairinischen und der Flügel'schen Zählung bietet die vom Reclam-Verlag herausgegebene Koranübersetzung von Max Henning.

Eine weitere Form der Verszählung liegt in der Ahmadiyya-Ausgabe des Korans vor. Hier wird anders als in der ägyptischen Standardausgabe jeweils die Basmala als erster Vers mitgezählt, wodurch sich die Zählung der folgenden Verse jeweils um einen Vers verschiebt (z. Bsp.: 2:30 → 2:31). In den Koranausgaben, die auf der ägyptischen Ausgabe basieren, wird die Basmala dagegen nur bei der ersten Sure Al-Fātiha als eigener Vers mitgezählt. Da die Verszahlen nicht als Teil der Offenbarung gelten, werden sie in den oft kunstvoll ornamentierten Koranbüchern mit einer Umrandung von dem Offenbarungstext ausgeschlossen. Auch andere Seitenzahlen bleiben außerhalb des Offenbarungstextes, der klar ersichtlich abgegrenzt wird.

Einteilungen für liturgische Zwecke

Kolophon des neunten Dschuzʾ einer Rabʿa aus dem 12. Jahrhundert im Walters Art Museum

Während Suren und Verse eine sehr unterschiedliche Länge aufweisen, gibt es noch verschiedene andere Einteilungen des Korans, die den Text in gleich lange Abschnitte gliedern. Sie finden vor allem in der Liturgie Verwendung und dienen als Maßeinheiten zur Festlegung von Gebetspensen. Die wichtigsten derartigen Maßeinheiten sind der 30. Teil des Korans, Dschuzʾ genannt (جزء / ǧuzʾ, Plural أجزاء / aǧzāʾ), und der 60. Teil des Korans, Hizb genannt (حزب / ḥizb, Plural أحزاب / aḥzāb). Die Grenzen zwischen den einzelnen Dschuzʾ- und Hizb-Abschnitten befinden sich meistens mitten in einer Sure.

Die Einteilung des Korans in dreißig Teile ist besonders für den Ramadan-Monat wichtig, denn es ist eine beliebte Praxis, verteilt auf die dreißig Ramadan-Nächte eine Chatma, also eine Komplettlesung des Korans, vorzunehmen. Dschuzʾ- und Hizb-Einteilungen sind üblicherweise an den Rändern der Koranexemplare markiert, manchmal sind sogar die einzelnen Viertel des Hizb gekennzeichnet.

Für die gemeinsame Koranrezitation bei feierlichen Anlässen wurden in vormoderner Zeit die Dschuzʾ-Abschnitte auch häufig einzeln abgeheftet und in einem speziellen Holzkasten, der Rabʿa genannt wurde, untergebracht. Verschiedene muslimische Herrscher wie Sultan Kait-Bay oder Sultan Murad III. ließen derartige Rabʿa-Kästen in kostbarer Ausführung anfertigen und stifteten sie den heiligen Stätten in Mekka, Medina und Jerusalem. Dort waren ausgebildete Koranleser damit beauftragt, täglich daraus zu rezitieren.

Von der Lesung zum Buch

Der Koran entstand in einem Zeitraum von knapp zwei Jahrzehnten. Nach dem Ort der Offenbarung wird zwischen mekkanischen und medinensischen Suren unterschieden (s. Nöldekes Chronologie). Die mekkanischen Suren werden noch einmal in früh-, mittel- und spätmekkanische Suren unterteilt.

Der Prozess der Buchwerdung des Korans lässt sich anhand der frühen Entwicklung des arabischen Begriffs qurʾān, der dem deutschen Wort „Koran“ zugrunde liegt, nachverfolgen. Er kommt etwa 70 Mal im Koran selbst vor. Seine ursprüngliche Bedeutung ist „Vortrag, Lesung, Rezitation“ (vgl. Kerygma). In diesem Sinne erscheint er zum Beispiel in zwei Passagen aus mittelmekkanischer Zeit, in denen sich Allah an Mohammed wendet:

„Und übereile Dich nicht mit dem Vortrag (qurʾān), bevor nicht seine Eingebung vollendet ist“

Sure 20:114

„Verrichte das Gebet vom Niedergang der Sonne an bis zum Einbruch der Nachtfinsternis, und die Rezitation (qurʾān) der Morgendämmerung. Bei ihr soll man zugegen sein.“

Sure 75:16–18

In der islamischen Lehrtradition wird das Wort dementsprechend als Verbalsubstantiv zum arabischen Verb qaraʾa (قرأ /‚vortragen, lesen‘) erklärt. Christoph Luxenberg hat hierzu die Vermutung geäußert, dass es sich um eine Entlehnung vom syrischen Wort qeryânâ handelt, das in der christlichen Liturgie eine Perikopenlesung bezeichnet. Tatsache ist, dass das Wort in vorkoranischer Zeit im Arabischen nicht bezeugt ist.

In einigen Versen, die ebenfalls aus mittelmekkanischer Zeit stammen, bezeichnet der Begriff qurʾān bereits einen vorgetragenen Text. So wird in Sure 72:1f dem Propheten mitgeteilt, dass eine Gruppe von Dschinn gelauscht und anschließend gesagt habe: „Siehe, wir haben einen wunderbaren qurʾān gehört, der auf den rechten Weg führt, und wir glauben nun an ihn“.

Im Laufe der Zeit erhielt dann der Begriff die Bedeutung einer in Buchform vorliegenden Sammlung von Offenbarungen. So wird der qurʾān in verschiedenen Passagen, die der frühmedinensischen Zeit zugeordnet werden (Sure 12:1f; 41:2f; 43:2f), als die arabische Version von „dem Buch“ (al-kitāb) ausgewiesen. In Sure 9:111, einer Passage, die auf das Jahr 630 datiert wird, erscheint der qurʾān schließlich als ein heiliges Buch in einer Reihe mit der Tora und dem Evangelium. Zwar ist der Prozess der Buchwerdung damit noch nicht abgeschlossen, doch lässt sich erkennen, dass der Koran bereits als ein Buch aufgefasst wurde. Als einer der letzten geoffenbarten Verse des Korans gilt Sure 5:3. Von diesem Vers wird überliefert, dass Mohammed ihn erstmals wenige Monate vor seinem Tod bei der sogenannten Abschiedswallfahrt den Gläubigen vortrug.

Die Sammlung des Korans

Taschkenter Koran (9. Jahrhundert)

Vor dem Tod des Propheten Mohammed waren bereits verschiedene Teile des Korans niedergeschrieben worden, und nach Abstimmung mit allen, die den Koran sowohl mündlich (Hāfiz) als auch schriftlich bewahrt hatten, entstand nach Mohammeds Tod im Jahre 11 n. H. (632 n. Chr.) zu Zeiten des ersten Kalifen Abū Bakr der erste Koran-Kodex (مصحف muṣḥaf), um ihn vor dem Verlorengehen oder Verwechseln mit anderen Aussagen des Propheten Mohammed zu bewahren.

Der dritte Kalif, Uthman ibn Affan (644–656), ließ diese ersten Koran-Kodizes, die auch z. T. in anderen Dialekten als dem quraischitischen Dialekt – dem Dialekt des Propheten Mohammed – abgefasst waren, einsammeln und verbrennen, um dann einen offiziell gültigen Koran herzustellen. Dabei mussten mindestens zwei Männer bei jedem Vers bezeugen, dass sie diesen direkt aus dem Munde des Propheten gehört hatten. Sechs Verse im Koran sind aber nur von einem Zeugen, nämlich Zaid ibn Thābit, dem ehemaligen Diener des Propheten, auf diese Weise bezeugt worden. Dass diese Verse heute doch im Koran stehen, hängt damit zusammen, dass der Kalif ausnahmsweise das alleinige Zeugnis von Zaid akzeptierte.

Nach der islamischen Überlieferung wurden fünf Abschriften des uthmanischen Kodex in die verschiedenen Städte versandt, und zwar nach Medina, Mekka, Kufa, Basra und Damaskus. Gleichzeitig erging die Anordnung, alle privaten Koranaufzeichnungen zur Vorbeugung falscher Überlieferungen zu verbrennen. Man nahm früher an, dass die Abschrift, die nach Medina gesandt wurde, sich heute in Taschkent befindet und ein zweites Exemplar im Topkapi-Museum in Istanbul verwahrt wird. Beide Exemplare sind aber in kufischer Schrift, die sich in das 9. Jahrhundert n. Chr. datieren lässt, aufgeschrieben worden und somit wohl frühestens 200 Jahre nach Mohammed entstanden. In einer Bibliothek in Birmingham, der Cadbury Research Library, entdeckte man 2015 in einer Koranausgabe des späten 7. Jahrhunderts zwei Pergamentblätter, die sich mittels Radiocarbonmethode auf die Zeit zwischen 568 und 645 datieren ließen. Die Blätter enthalten Teile von Sure 18 bis 20, geschrieben mit Tinte in einer frühen Schriftform des Arabischen, des Hijazi. Damit zählen sie zu den ältesten Koranstücken der Welt.

Sanaa-Manuskript des Korans unter ultraviolettem Licht, das unsichtbaren überschriebenen Text und Textänderungen aufdecken kann.

Auch die heutige Anzahl und Anordnung der Suren gehen auf die Redaktion von Uthman zurück. Der Koran-Kodex des ʿAbdallāh ibn Masʿūd, der nach der Einführung des uthmanischen Kodexes noch eine Zeit weiter benutzt wurde, hatte nur 110 oder 112 Suren, die anders angeordnet waren. Charidschitische Gruppen im Iran bestritten, dass Sure 12 und Sure 42 Bestandteil des ursprünglichen Korans gewesen seien. Handschriftenfunde in der Großen Moschee von Sanaa deuten an, dass Korankodizes aus dem ersten muslimischen Jahrhundert (7. Jahrhundert n. Chr.) bedeutende Unterschiede in der Orthographie, in den Lesarten (d. h. im Inhalt) und den Anordnungen der Suren aufweisen.

Die arabische Schrift des Uthman'schen Kodex kannte noch keine diakritischen Punkte, wie sie in der heutigen arabischen Schrift verwendet werden, um gleich aussehende Konsonanten zu unterscheiden. Deshalb war das mündliche Beherrschen des Textes wichtig, und die Schriftform des Rasm diente vor allem als Gedächtnishilfe.

In den Orten mit Abschriften des uthmanischen Kodexes entwickelten sich verschiedene Lesarten des Korans. Die islamische Tradition hat später sieben solcher Lesetraditionen als „kanonisch“ anerkannt. Erst Anfang des 8. Jahrhunderts wurden die Buchstaben im Korantext mit diakritischen Zeichen versehen. Die Initiative dazu ging auf al-Haddschādsch ibn Yūsuf zurück, den Statthalter des umayyadischen Kalifen Abd al-Malik im Irak, der auf diese Weise alle Uneindeutigkeiten in der Überlieferung des Korans ausräumen wollte. Aus dieser Zeit stammen auch die ersten Belege für die Bedeutung des Korans im öffentlichen Leben der Muslime, denn Abd al-Malik ließ die von ihm geprägten Münzen sowie die Inschriften des von ihm errichteten Felsendoms mit Koranzitaten (insbesondere Sure 112) versehen.

Theologische Diskussionen über das Wesen des Korans

Im Koran selbst finden sich einige Aussagen über seine himmlische Herkunft. So ist in Sure 85:22 von „einer wohlverwahrten Tafel“ (lauḥ maḥfūẓ) die Rede, auf der sich der Koran befinden soll und in Sure 43:3f wird ausgesagt, dass es zu dem arabischen Koran ein „Urbuch“ (Umm al-kitāb) gibt, das sich bei Gott befindet. Es wird außerdem mitgeteilt, dass der Koran im Monat Ramadan (Sure 2:185) bzw. in der „Nacht der Bestimmung“ (Sure 97 „Al-Qadr“) von Gott herabgesandt wurde. Später wurden diese Aussagen im Bereich des sunnitischen Islams so interpretiert, dass der Koran in der „Nacht der Bestimmung“ in die unterste Himmelssphäre herabgesandt und von hier aus Mohammed während seines zwanzigjährigen Wirkens als Prophet jeweils bei den entsprechenden Offenbarungsanlässen in Einzelteilen übermittelt wurde. Aus den genannten Aussagen im Koran wurde allgemein geschlossen, dass dem Koran ein übernatürliches Wesen zukommt.

Um die Mitte des 8. Jahrhunderts kam es allerdings zu heftigen Diskussionen, als verschiedene Theologen aus dem Kreis der Murdschi'a die Präexistenz des Korans in Zweifel zogen und die Theorie der Erschaffenheit des Korans (ḫalq al-Qurʾān) aufbrachten. Während die Traditionalisten diese Theorie bekämpften, wurde sie von den Muʿtaziliten und Ibaditen übernommen und weiter ausgearbeitet. Die drei Kalifen al-Ma'mūn, al-Muʿtasim und al-Wāthiq erhoben die Lehre von der Unerschaffenheit des Korans sogar zur offiziellen Doktrin im Abbasidenstaat und ließen alle diejenigen, die sich nicht dazu bekennen wollten, im Zuge der Mihna inquisitorisch verfolgen. In dieser Situation entwickelte der Theologe Ibn Kullāb eine Zwischenposition, indem er zwischen dem Inhalt der Offenbarung und seiner „Ausdrucksform“ (ʿibāra) differenzierte. Er lehrte, dass nur Ersteres unerschaffen und anfangsewig sei, während die Ausdrucksform der Rede Gottes in der Zeit variieren könne. Diese Lehre wurde später von den Aschʿariten übernommen.

Zwar bestritten die Muʿtaziliten die Unerschaffenheit des Korans, doch entwickelten sie dafür das Dogma von der „Unnachahmlichkeit des Korans“ (iʿdschāz al-qurʾān). Dieses stützte sich auf verschiedene Stellen im Koran, an denen die Ungläubigen aufgefordert werden einzugestehen, dass sie nicht imstande sind, etwas dem Koran Ebenbürtiges hervorzubringen (vgl. Sure 2:223; 11:13), bzw. an denen deutlich ausgesagt wird, dass, selbst wenn Menschen und Dschinn sich zusammentäten, sie nichts Ebenbürtiges hervorbringen könnten (vgl. Sure 17:88). Der Koran gilt damit gleichzeitig als „Beglaubigungswunder“ für den prophetischen Anspruch Mohammeds. Dieses Iʿdschāz-Dogma hat später im Islam allgemeine Verbreitung gefunden.

Entwicklung der islamischen Koranwissenschaften

Um den Koran herum bildete sich ein ganzes Bündel verschiedener Wissenschaften. Aus dem Bedürfnis nach Auslegung (Exegese) des Offenbarungsinhalts entwickelte sich die Wissenschaft der Koranexegese (ʿilm at-tafsīr). Ausführliche, oft Dutzende Bände füllende Kommentarwerke sind vom 2. muslimischen Jahrhundert an (8. Jahrhundert n. Chr.) entstanden; zu den berühmtesten zählen die von at-Tabarī (gest. 923), az-Zamachscharī (gest. 1144), Fachr ad-Dīn ar-Rāzī (gest. 1209), Qurtubi (gest. 1272), al-Baidāwī (gest. 1290) und Ibn Kathīr (gest. 1373).

Weitere wichtige Themen, mit denen sich die Koranwissenschaften befassen, sind die Asbāb an-nuzūl, die verschiedenen Lesarten des Korans, die abrogierenden und abrogierten Koranverse, und die Koranrezitation.

Mit ihrer bevorstehenden Geburt schüttelt Maryam den Baum für frische Dattelpalmenfrüchte. Die Handlung stammt aus Pseudo-Matthäus-Evangelium.

Die moderne westliche Forschung befasst sich besonders intensiv mit den Anspielungen auf Erzählstoffe aus dem Umfeld des Alten Testaments und der apokryphen Evangelien, die der Koran enthält. Sie werden als Beleg dafür betrachtet, dass der Koran in vielschichtigen und engen Beziehungen zum „religiösen und geistigen Leben des Nahen Ostens der Spätantike steht“.

Heinrich Speyer hat aufgezeigt, dass der Koran in seiner Darstellung vom Fall des Iblis stark von der Schatzhöhle, einem syrischen Text des 6. Jahrhunderts, und dem Leben Adams und Evas, einem um die Zeitenwende entstandenen frühjüdischen und vor 400 n. Chr. christlich überarbeiteten Buch, geprägt ist.

Tilman Nagel kommt aufgrund seiner Forschungen zu dem Ergebnis, dass sich nacheinander vier unterschiedliche Themenkreise im Koran niedergeschlagen haben:

  1. in der frühesten mekkanischen Zeit vor allem gnostische Elemente,
  2. in der mittleren bis späten mekkanischen Zeit Anleihen bei der jüdischen und christlichen Erbauungsliteratur und Hymnik,
  3. in der späten mekkanischen Zeit Themen des heidnisch-arabischen Hanīfentums,
  4. und in den letzten Monaten Mekka und in Medina erneut Anleihen aus dem Judentum.

Unter den Hanīfen, deren Bilder und Themen der Koran aufgreift, ist nach Nagels Auffassung der Dichter Umaiya ibn Abī s-Salt besonders wichtig.

Arabischer Koran mit persischer Interlinearübersetzung
Hauptartikel: Koranübersetzung

Allgemein

Eine wirkliche Übersetzung des Korans gilt in der traditionellen islamischen Theologie als unmöglich, da jede Übersetzung zugleich eine Interpretation enthält. Daher wird das Studium des Korans im arabischen Originaltext empfohlen. Einige Sufis zum Beispiel glauben, es sei segensreicher, sich die arabischen Buchstaben eines Korantextes anzuschauen, auch wenn man kein Arabisch versteht, als eine schlechte Übersetzung zu lesen. Allerdings sind schon im Mittelalter verschiedene persische und türkische Übersetzungen des Korans erstellt worden.

Ab dem Ende des 19. Jahrhunderts wurde der Koran in verschiedene indische Sprachen übersetzt. Den Anfang machte der Brahmo-Gelehrte Girish Chandra Sen mit der Übersetzung in die bengalische Sprache (1881–1883).

Übersetzungen ins Deutsche

Titelblatt der ersten direkt aus dem Arabischen erstellten deutschen Koranübersetzung von Megerlein 1772: Die türkische Bibel, oder des Korans allererste deutsche Uebersetzung direkt aus der Arabischen Urschrift

Die erste Übersetzung ins Deutsche stammt vom Nürnberger Pfarrer Salomon Schweigger 1616. Er übersetzte dabei die erste italienische Fassung aus dem Jahre 1547 von Andrea Arrivabene, die ihrerseits auf einer lateinischen Übersetzung aus dem 12. Jahrhundert basierte. Der Orientalist Friedrich Rückert übertrug in der ersten Hälfte des 19. Jahrhunderts weite Teile des Korans in gebundener Sprache ins Deutsche. Rückerts Übersetzung versucht den Klang des koranischen Arabisch im Deutschen wiederzugeben, hat aber Textstellen nach eigenem Ermessen ausgelassen. Rudi Paret, dessen Übersetzung (Erstausgabe 1962) in Fachkreisen als die philologisch zuverlässigste gilt, setzt demgegenüber bei mehrdeutigen Passagen die zusätzlichen Übersetzungsmöglichkeiten bzw. die wörtliche Bedeutung (mit einem w. gekennzeichnet) in Klammern dahinter. Der Orientalist Navid Kermani kritisiert, dass Paret in seinem Bemühen, den Sinn getreu wiederzugeben, von der Form des Korans absehe: Dadurch sei seine Übersetzung, „gerade in ihrer ostentativen Genauigkeit, nicht nur schlecht, sie ist falsch, sie vermittelt eine falsche Idee vom Koran“.

1939 erschien eine von der Ahmadiyya-Gemeinde herausgegebene Koranübersetzung; sie gilt als erste deutsche, durch Muslime herausgegebene Koranübersetzung. Es folgten danach weitere Übersetzungen, u. a. durch den arabisch-christlichen Theologieprofessor Adel Theodor Khoury (traditionsgebunden, vom Islamischen Weltkongress unterstützt), von Lazarus Goldschmidt, von Ahmad von Denffer und von Max Henning (Reclam), die 1968 auch in der DDR erschien.

Die Übersetzung von Henning ist von Murad Wilfried Hofmann überarbeitet und mit Anmerkungen versehen worden. Die Überarbeitung wird von vielen seiner Glaubensgenossen aus dem deutschen Sprachraum geschätzt, von Seite der Islamwissenschaften teils deutlich kritisiert. Eine zeitgenössische Übersetzung, die auch den arabischen Text und gleichzeitig zu jedem Vers eine Auswahl aus wichtigen, ins Deutsche übersetzten Kommentaren bringt, wurde von einer Gruppe deutschsprachiger Muslimas unter Leitung von Fatima Grimm unter dem Titel Die Bedeutung des Koran herausgegeben. Eine weitere Übersetzung hat Muhammad Rassoul unter dem Titel Die ungefähre Bedeutung des Al-Qur’an Al-Karim in der Islamischen Bibliothek veröffentlicht. Dies ist die Übersetzung, die auf der Website des Zentralrats der Muslime in Deutschland zu finden ist.

Der Koran für Kinder und Erwachsene, eine Bearbeitung in zeitgenössischer deutscher Sprache, die sich auch an Kinder und Jugendliche wendet, wurde im Jahr 2008 von den Islamwissenschaftlerinnen Lamya Kaddor und Rabeya Müller erstellt. Die Neuübersetzung soll nach Lamya Kaddor „den Respekt vor dem heiligen Buch der Muslime mit einem verständlichen Zugang verbinden“.

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Einführungen

  • Gotthelf Bergsträßer, Otto Pretzl: Die Geschichte des Korantexts. Teil 3 von: Theodor Nöldeke: Geschichte des Qorāns. 2. Auflage, Dieterich, Leipzig 1938, (). Nachdruck: Olms, Hildesheim 1961,
  • Hartmut Bobzin: Der Koran. Eine Einführung (= C.H.Beck Wissen.Band2109). Beck, München 2018, ISBN 978-3-406-72913-3.
  • Michael Celler: Der Koran für Nichtmuslime. Neu formuliert und kommentiert von Michael Celler. H. J. Maurer, Frankfurt am Main 2009, ISBN 978-3-929345-45-2.
  • Michael Cook: Der Koran. Eine kleine Einführung (= Reclams Universal-Bibliothek.Band18652). Reclam, Ditzingen 2009, ISBN 978-3-15-018652-7.
  • Arthur Jeffery: The Qur’ān as scripture. Books for Libraries, New York 1980, ISBN 0-8369-9263-6.
  • Lamya Kaddor und Rabeya Müller: Der Koran für Kinder und Erwachsene. Beck, 1. Auflage: München 2008, 3. Auflage: München 2010, ISBN 978-3-406-57222-7.
  • Ingrid Mattson: The Story of the Qur’an: Its History and Place in Muslim Life. 2. Auflage, Wiley–Blackwell, Oxford 2013, ISBN 978-0-470-67349-2.
  • Tilman Nagel: Der Koran. Einführung – Texte – Erläuterungen. Beck, München 1998, ISBN 3-406-43886-5.
  • Tilman Nagel (Hrsg.): Der Koran und sein religiöses und kulturelles Umfeld. Oldenbourg, München 2010, ISBN 978-3-486-59052-4 ().
  • Angelika Neuwirth: Koran. In: Helmut Gätje (Hrsg.): Grundriß der arabischen Philologie. Band II: Literaturwissenschaft. Reichert, Wiesbaden 1987, ISBN 3-88226-145-5, S. 96–135.
  • Angelika Neuwirth: Der Koran als Text der Spätantike. Ein europäischer Zugang. 1. Auflage, Verlag der Weltreligionen, Berlin 2010, ISBN 978-3-458-71026-4.
  • Angelika Neuwirth: Studien zur Komposition der mekkanischen Suren: Die literarische Form des Koran – ein Zeugnis seiner Historizität? (= Studien Zur Geschichte Und Kultur Des Islamischen Orients. Neue Folge, Band 10). 2., durch eine korangeschichtliche Einführung erweiterte Auflage, de Gruyter, Berlin/ New York NY 2007, ISBN 978-3-11-019233-9.
  • Theodor Nöldeke, Friedrich Schwally (Bearb.): Geschichte des Qorāns. Drei Teile in einem Band. Olms, Hildesheim/ Zürich/ New York 2005, ISBN 3-487-00105-5.
  • Wilhelm Rudolph: Die Abhängigkeit des Qoran vom Judentum und Christentum. Stuttgart 1922 ().
  • Nicolai Sinai: Die Heilige Schrift des Islam. Die wichtigsten Fakten zum Koran (= Herder spektrum.Band6512). Herder, Freiburg im Breisgau 2012, ISBN 978-3-451-06512-5.
  • Heinrich Speyer: Die biblischen Erzählungen im Qoran. Schulze &Co, Gräfenhainchen 1931. Nachdruck Olms, Hildesheim 1988, ISBN 3-487-00085-7.
  • John Edward Wansbrough, Andrew Rippin (Bearb.): Quranic studies. Sources and methods of scriptural interpretation. Prometheus Books, Amherst NY 2004, ISBN 1-59102-201-0.
  • Alford T. Welch: al-Qurʾān. In The Encyclopaedia of Islam. Band 5: Khe – Mahi. 2. Auflage, Brill, Leiden/ Boston 1986, ISBN 90-04-07819-3, S. 400–429.
  • Hans Zirker: Der Koran. Zugänge und Lesarten. 1. Auflage, Wissenschaftliche Buchgesellschaft, Darmstadt 1999, ISBN 3-534-14309-4.

Deutsche Koranübersetzungen

Älteste deutsche Übersetzungen siehe Koranübersetzung, neue Übersetzungen:

Wiktionary: Koran – Bedeutungserklärungen, Wortherkunft, Synonyme, Übersetzungen
Wikiquote: Koran – Zitate
Commons: Koran – Album mit Bildern, Videos und Audiodateien

Der Koran im Internet Weblinks zu einzelnen Übersetzungen finden sich unter Koranübersetzung

  • aus Rudi Paret: Der Koran. Deutsche Übersetzung, Stuttgart 2. Aufl. 1979, unter Druckausgabe, Handschriften bzw. Lesarten auf corpuscoranicum.de.
  • Berlin-Brandenburgische Akademie der Wissenschaften (Hrsg.): , hrsg. durch Angelika Neuwirth unter Mitarbeit von Ali Aghaei und Tolou Khademalsharieh, Übersetzung der Suren von Nicolai Sinai [im Rahmen des Corpus Coranicum]. Betaversion. Auf: corpuscoranicum.de.
  • In: Virtual Manuscript Room, University of Birmingham. Abgerufen am 6. Juli 2021 (7. Jahrhundert; digitalisiertes Manuskript einer der ältesten Koranausgaben (Kufi)).
  • Abgerufen am 6. Juli 2021 (8./9. Jahrhundert; digitalisiertes Manuskript einer der ältesten Koranausgaben (Kufi)).
  • abgerufen am 30. Juli 2015.
  • Hans Zirker: (pdf; 2,7 MB) In: uni-due.de. 18. August 2020; abgerufen am 6. Juli 2021.

Weitere Links

  • Michael Marx, Nicolai Sinai: In: wiko-berlin.de. 25. Februar 2004; abgerufen am 30. November 2019.
  • Nicolai Sinai, Angelika Neuwirth: In: Corpus Coranicum. Abgerufen am 30. November 2019
  • In: Deutschlandfunk. Abgerufen am 30. November 2019 (Sendereihe vom 1. März 2015 bis 28. Dezember 2018).
    • Thorsten Gerald Schneiders: In: Deutschlandfunk-Sendung „Koran erklärt“. 1. März 2015; abgerufen am 30. November 2019.
  • University of North Carolina at Chapel Hill, archiviert vomOriginal am19. Oktober 2018; abgerufen am 30. November 2019 (englisch).
  • Tilman Nagel (Hrsg.): (PDF, 14,9 MB) (= Schriften des Historischen Kollegs. Kolloquien, Nr. 72). Oldenbourg, München, 2010; abgerufen am 30. November 2019.
  1. Stefan Wild (Hrsg.): Self-referentiality in the Qurʾān. Wiesbaden 2006.
  2. Adel Theodor Khoury: Der Koran. Band 12. Gütersloher Verlagshaus Gerd Mohn, Gütersloh 1987, ISBN 3-579-00336-4, S. 497.
  3. In: missionislam.com. Abgerufen am 17. September 2019 (englisch).
  4. Hans Bauer: In: Zeitschriften der Deutschen Morgenländischen Gesellschaft. Nr. 75, 1921, S. 1–20; im Online-Archiv der Universitäts- und Landesbibliothek Sachsen-Anhalt.
  5. Jalalu'ddin Rumi, Reynold A. Nicholson: The Mathnawī of Jalāluʾddīn Rūmī. Volume V, Containing the text of the fifth and sixth books and indices (= E. J. W. Gibb Memorial series. Bände 4/5). Leyden, London 1933, Vers 1316–1330.
  6. Abgerufen am 8. Juni 2021.
  7. G. Bergsträßer, O. Pretzl: Die Geschichte des Korantexts. Leipzig 1938, S. 237.
  8. Anton Spitaler: Die Verszählung des Koran nach islamischer Überlieferung. München 1935, S. 17f.
  9. G. Bergsträßer, O. Pretzl: Die Geschichte des Korantexts. Leipzig 1938, S. 273.
  10. Alford T. Welch: al-Qurʾān. In The Encyclopaedia of Islam. Band 5, Leiden/ Boston 1986, S. 411a.
  11. Max Henning: Der Koran. (Aus dem Arabischen übersetzt von Max Henning. Einleitung und Anmerkungen von Annemarie Schimmel) Philipp Reclam jun., Stuttgart 1960.
  12. W. Montgomery Watt, Alford T. Welch: Der Islam I. Mohammed und die Frühzeit, islamisches Recht, religiöses Leben. Stuttgart 1980. S. 210.
  13. Zur Rabʿa von Sultan Murad III. aus dem Jahr 1592 für die al-Aqsa-Moschee in Jerusalem. Vgl. hier:
  14. Zur Rezitation der Rabʿa von Sultan Kait-Bay vgl. Quṭb al-Dīn al-Nahrawālī: Kitāb al-I‘lām bi-a‘lām bayt Allāh al-ḥarām. Ed. F. Wüstenfeld. F.A. Brockhaus, Leipzig 1857, S. 225.
  15. Zitiert nach Hartmut Bobzin: Der Koran. Eine Einführung (= Beck'sche Reihe. Band 2109, C. H. Beck Wissen). Original-Ausgabe, 6., durchgesehene Auflage, Beck, München 2007, ISBN 978-3-406-43309-2, S. 19.
  16. Alford T. Welch: al-Qurʾān. In: The Encyclopaedia of Islam. Band 5, Leiden/ Boston 1986, S. 400b.
  17. T. Nöldeke, F. Schwally: Geschichte des Qorāns. Band I, Hildesheim u. a. 2005, .
  18. Alford T. Welch: al-Qurʾān. In: The encyclopaedia of Islam. Band 5, Leiden/ Boston 1986, S. 401a.
  19. T. Nöldeke, F. Schwally: Geschichte des Qorāns. Band I, Hildesheim u. a. 2005 ().
  20. In: birmingham.ac.uk. Universität Birmingham. 22. Juli 2015, abgerufen am 30. November 2019 (englisch).
  21. Theodor Nöldeke: Geschichte des Qorans. Mit einem literarhistorischen Anhang über die muhammedanischen Quellen und die neuere christliche Forschung. 3 Bände; Neuausg. Dietrich, Leipzig 1909/38. Band 2, –42.
  22. Josef van Ess: Theologie und Gesellschaft im 2. und 3. Jahrhundert der Hidschra. Eine Geschichte des religiösen Denkens im frühen Islam. Band 1, De Gruyter, Berlin 1991, S. 33.
  23. Hartmut Bobzin: Der Koran. Eine Einführung. München 2007, S. 104.
  24. Josef van Ess: Theologie und Gesellschaft im 2. und 3. Jahrhundert der Hidschra. Eine Geschichte des religiösen Denkens im frühen Islam. Band 1, Berlin 1991, S. 12.
  25. Hans Zirker: Der Koran. Zugänge und Lesarten. Darmstadt 1999, S. 46 und das Kapitel über die „Art seiner Herabsendung“ (kaifīyat inzāli-hī) in as-Suyūṭī: al-Itqān fī ʿulūm al-qurʾān. Band 1; Kairo 1978; S. 53.
  26. Hartmut Bobzin: Der Koran. Eine Einführung. München 2007, S. 118f.
  27. Josef van Ess: Theologie und Gesellschaft im 2. und 3. Jahrhundert der Hidschra. Eine Geschichte des religiösen Denkens im frühen Islam. Band 4, Berlin 1991, S. 605–612.
  28. Leirvik 2010, pp. 33–34.
  29. T. Nagel: Der Koran und sein religiöses und kulturelles Umfeld. München 2010, S. VIII.
  30. Speyer: Die biblischen Erzählungen im Qoran. (1931) Hildesheim 1988, S. 54–58.
  31. T. Nagel: Der Koran und sein religiöses und kulturelles Umfeld. München 2010, S. VIII.
  32. T. Nagel: Der Koran und sein religiöses und kulturelles Umfeld. München 2010, S. XIII–XVI.
  33. Amit Dey: Bengali Translation of the Quran and the Impact of Print Culture on Muslim Society in the Nineteenth Century. In: Societal Studies. Nr. 4, 2012, S. 1299–1315.
  34. Siehe zum BeispielJohann Büssow, Stefan Rosiny, Christian Saßmannshausen: (PDF; 543 KB) 9. Auflage. In: geschkult.fu-berlin.de. 2016,S. 30, abgerufen am 3. Oktober 2019.
  35. Navid Kermani: Gott ist schön: Das ästhetische Erleben des Koran. Beck, München 1999, ISBN 3-406-44954-9, S. 151.
  36. Der Koran. Arabisch-Deutsch. Übersetzung, Einleitung und Erklärung von Maulana Sadr ud-Din, Verlag der Moslemischen Revue (Selbstdruck), Berlin 1939; 3. unveränderte Auflage 2006, ohne ISBN.
  37. Mirza Baschir ud-Din Mahmud Ahmad (Hrsg.): Koran. Der Heilige Qur-ân. Islam International Publications, 1954; Zuletzt: Mirza Masrur Ahmad: Koran der heilige Qur-ân; arabisch und deutsch. 8., überarbeitete Taschenbuchauflage, Verlag Der Islam, Frankfurt a. M. 2013, ISBN 978-3-921458-00-6.
  38. Der Koran (= Reclams Universal-Bibliothek. Band 351). Reclam, Leipzig 1968,.
  39. Hartmut Kistenfeger: ; Focus-Interview mit Hartmut Bobzin; In: Focus. Nr. 12, 2010, S. 64.
  40. Jos Schnurer: Rezension. In: socialnet.de. abgerufen am 11. Mai 2020.
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Koran
koran, religiöses, hauptwerk, islam, sprache, beobachten, bearbeiten, eingedeutschte, form, arabisch, القرآن, qurʾān, lesung, rezitation, qurˈʔaːn, heilige, schrift, islams, gemäß, glauben, muslime, wörtliche, offenbarung, gottes, arabisch, الله, allah, prophe. Koran religioses Hauptwerk des Islam Sprache Beobachten Bearbeiten Der Koran so die eingedeutschte Form von arabisch القرآن al Qur an DMG al Qurʾan die Lesung Rezitation al qurˈʔaːn ist die heilige Schrift des Islams die gemass dem Glauben der Muslime die wortliche Offenbarung Gottes arabisch الله Allah an den Propheten Mohammed enthalt Er ist in einer speziellen Reimprosa abgefasst die auf Arabisch als Sadschʿ bezeichnet wird Der Koran besteht aus 114 Suren diese bestehen wiederum aus einer unterschiedlichen Anzahl an Versen آيات aya pl ayat Massgeblich fur alle modernen Ausgaben ist die orthographisch standardisierte Kairiner Koranausgabe der Kairoer Azhar Universitat von 1924 Teil eines Verses aus der 48 Sure al Fath in einer Handschrift aus dem 8 oder 9 Jahrhundert Die erste Sure al Fatiha in einer Handschrift des Kalligraphen Aziz Efendi 1871 1934 Ein wichtiges Kennzeichen des Korans ist seine Selbstreferentialitat 1 Das bedeutet dass der Koran sich an vielen Stellen selbst thematisiert Auch die meisten Glaubenslehren der Muslime hinsichtlich des Korans stutzen sich auf solche selbstreferentiellen Aussagen im Koran 2 Nach dem Glauben der sunnitischen Muslime ist der Koran die unerschaffene Rede Gottes oder zumindest ein Ausdruck davon Eine Minderheit von Muslimen ist dagegen der Auffassung dass der Koran erschaffen ist Inhaltsverzeichnis 1 Der Koran als Glaubensgrundlage 2 Einteilung des Textes 2 1 Suren und Verse 2 1 1 Die Suren und ihre Namen 2 1 2 Die verschiedenen Verszahlungen 2 2 Einteilungen fur liturgische Zwecke 3 Geschichte 3 1 Von der Lesung zum Buch 3 2 Die Sammlung des Korans 3 3 Theologische Diskussionen uber das Wesen des Korans 3 4 Entwicklung der islamischen Koranwissenschaften 4 Forschungen zum religionsgeschichtlichen Hintergrund des Korans 5 Ubersetzungen des Korans 5 1 Allgemein 5 2 Ubersetzungen ins Deutsche 6 Siehe auch 7 Literatur 8 Weblinks 9 EinzelnachweiseDer Koran als Glaubensgrundlage Mohammeds Berufung zum Prophetentum und die erste Offenbarung Blatt aus einer Kopie des Madschma at tawarich Maǧmaʿ at tawariḫ um 1425 timuridisch aus Herat heute im Metropolitan Museum of Art New York Der Koran ist die Hauptquelle des islamischen Gesetzes der Scharia weitere Quelle der Scharia ist unter anderem die Sunna des Propheten Mohammed Daneben gilt der Koran auch als asthetisches Vorbild fur arabische Rhetorik und Dichtung Seine Sprache beeinflusste daruber hinaus stark die Entwicklung der arabischen Grammatik Neben den erhaltenen Fragmenten der vorislamischen Dichter galt und gilt das koranische Arabisch als Richtschnur fur die Korrektheit sprachlichen Ausdrucks Im Arabischen wird der Koran mit dem Attribut karim edel wurdig versehen Unter deutschsprachigen Muslimen ist der Begriff der Heilige Qur an gebrauchlich Gemass der Uberlieferung nach Mohammeds Cousin Ibn ʿAbbas und seinem Schuler Mudschahid ibn Dschabr fand die erste Offenbarung in der Hohle im Berg Hira statt 3 Es sind die ersten funf Verse der Sure 96 Sie beginnt mit den Worten اقرأ باسم رب ك ال ذي خلق iqraʾ bi smi rabbika llaḏi ḫalaq Trag vor im Namen deines Herrn der erschaffen hat Allgemein wird angenommen dass Mohammed weder lesen noch schreiben konnte weshalb die Muslime glauben dass der Erzengel Gabriel ihm den Befehl gab das zu rezitieren vorzutragen was vorher in sein Herz geschrieben wurde Daher hat der Koran auch seinen Namen Lesung Rezitation Der islamischen Uberlieferung der Sira Literatur und der Koranexegese Tafsir zufolge trat Mohammed nach der ersten Offenbarung aus der Hohle und der Erzengel Gabriel baute sich in alle Blickrichtungen vor ihm auf Von diesem Erlebnis soll Mohammed so erschuttert gewesen sein dass er zitternd zu seiner Frau Chadidscha heimkehrte die ihn in eine Decke wickelte worauf die Sure 74 offenbart wurde Der du dich mit dem Obergewand zugedeckt hast erhebe dich und warne deine Landsleute vor der Strafe Gottes Und preise deinen Herrn Der Uberlieferung zufolge soll ʿAli ibn Abi Talib Augenzeuge der ersten Offenbarung gewesen sein In den folgenden 22 Jahren wurde Mohammed der gesamte Koran offenbart wobei viele Verse Bezug auf aktuelle Geschehnisse der Zeit nehmen Andere Verse erzahlen von den Propheten Adam Abraham Noah Josef Moses ʿisa ibn Maryam Jesus und weiteren und wieder andere enthalten Vorschriften und allgemeine Glaubensgrundsatze Dabei wendet sich der Koran an alle Menschen Es werden auch Nichtglaubige und Angehorige anderer Religionen angesprochen Einteilung des TextesSuren und Verse Die rechte Seite des binaren Manuskripts von Stanford 07 Die obere Schicht sind die Verse 265 271 der Sure al Baqara Die doppelte Schicht zeigt die Erganzungen des ersten Korantextes und die Unterschiede zum heutigen Koran Die Suren und ihre Namen Siehe auch Liste der Koransuren Der Koran besteht aus 114 mit Namen versehenen Suren Wahrend man in der nicht islamischen Welt bei Koranzitaten ublicherweise die Suren mit ihrer Nummer nennt wird in Veroffentlichungen von muslimischer Seite bei Koranzitaten meist auf deren arabischen Namen verwiesen Die Benennung der Sure richtet sich nach einem bestimmten Wort das in ihr vorkommt beschreibt jedoch nicht unbedingt ihren Hauptinhalt Einerseits sind viele Suren inhaltlich als unzusammenhangend zu betrachten die Sure An Nisa die Frauen beispielsweise enthalt zwar einige wichtige Koranstellen mit Bezug auf Frauen spricht aber ansonsten auch uber das Erbrecht sowie uber generelle Glaubensinhalte Ebenso die zweite Sure al Baqara Die Kuh welche zwar eine Geschichte mit einer Kuh als Schlachtopfer enthalt jedoch einen Grossteil der gesetzlichen Regeln und der Glaubensinhalte vermittelt Andererseits kommt es vor dass unmittelbar aufeinanderfolgende Suren wie beispielsweise Ad Duha und Asch Scharh dieselbe Thematik behandeln in diesem Falle die Erinnerung an die Wohltaten Gottes und deshalb oft zusammen gelesen werden Die Anordnung der Suren folgt keinem inhaltlichen Muster vielmehr sind die Suren mit Ausnahme der ersten Sure Al Fatiha grob der Lange nach geordnet beginnend mit der langsten Beispielsweise ist die Sure 108 mit nur drei Versen und 42 bzw 43 Buchstaben am kurzesten wenn ein Hamza hier als Buchstabe gezahlt wird Auch viele andere Suren weichen von der Anordnung nach der Lange ab was von den Muslimen als Zeichen dafur gesehen wird dass die Anordnung nicht willkurlich geschah Die Muslime sind uberzeugt dass die Anordnung der Suren vom Propheten Muhammad so uberliefert wurde Im Gebet ist es deshalb unerwunscht eine spatere vor einer fruheren Sure zu rezitieren laut Tradition Im Gegensatz zum Tanach der Juden und zur Bibel der Christen die zu bedeutenden Teilen aus chronologisch geordneten Geschichtsbuchern bestehen gibt es eine solche Ordnung weder innerhalb der Suren noch in ihrer Anordnung obwohl die chronologische Folge der Suren als bestimmbar angenommen wird 4 5 Mit Ausnahme von Sure 9 beginnen alle Suren des Korans mit der Basmala Formel bi smi llahi r rahmani r rahim بسم الله الرحمن الرحيم Im Namen Allahs des Erbarmers des Barmherzigen Am Anfang von 29 Suren stehen bestimmte abgetrennte Buchstaben die wegen ihrer ungeklarten Bedeutung auch geheimnisvolle oder ratselhafte Buchstaben genannt worden sind Es gibt verschiedene Ansatze um diese abgetrennten Buchstaben zu interpretieren So deutet Rumi diese mystisch in Ihnen konne man die Kraft der Offenbarung Gottes erkennen 6 Rashad Khalifa ein agyptisch amerikanischer Biochemiker und Koranist hingegen deutet diese Buchstaben als einen Hinweis fur einen mathematisch komplexen Code im Koran auch Korancode genannt 7 In modernen Koranausgaben werden am Anfang der Suren neben dem Namen auch die Anzahl der Verse und der Offenbarungsort Mekka oder Medina angegeben Die verschiedenen Verszahlungen Fragment einer Koran Handschrift aus dem 14 Jahrhundert mit einer Dschuz Markierung am rechten Rand Die Suren bestehen jeweils aus einer unterschiedlichen Anzahl an Versen ayat sg aya Hierbei gibt es grundsatzlich sieben verschiedene Systeme der Verszahlung die schon im 8 Jahrhundert entstanden sind und nach den grossen Zentren der Korangelehrsamkeit benannt sind Kufa Basra Damaskus Homs Mekka Medina I und Medina II 8 Allerdings gibt es nur fur zwei dieser Systeme feste eindeutige Gesamtverszahlen namlich 6 236 fur Kufa und 6 204 fur Basra 9 Die heutige Verszahlung richtet sich ublicherweise nach der 1924 erschienenen agyptischen Standardausgabe die der kufischen Verszahlung folgt 10 Neben diesen Verszahlungen begegnet in der alteren orientalistischen Literatur noch eine andere Verszahlung die auf Gustav Flugel zuruckgeht und keiner islamischen Verszahlungstradition verpflichtet ist 11 Eine Synopse der kairinischen und der Flugel schen Zahlung bietet die vom Reclam Verlag herausgegebene Koranubersetzung von Max Henning 12 Eine weitere Form der Verszahlung liegt in der Ahmadiyya Ausgabe des Korans vor Hier wird anders als in der agyptischen Standardausgabe jeweils die Basmala als erster Vers mitgezahlt wodurch sich die Zahlung der folgenden Verse jeweils um einen Vers verschiebt z Bsp 2 30 2 31 In den Koranausgaben die auf der agyptischen Ausgabe basieren wird die Basmala dagegen nur bei der ersten Sure Al Fatiha als eigener Vers mitgezahlt Da die Verszahlen nicht als Teil der Offenbarung gelten werden sie in den oft kunstvoll ornamentierten Koranbuchern mit einer Umrandung von dem Offenbarungstext ausgeschlossen Auch andere Seitenzahlen bleiben ausserhalb des Offenbarungstextes der klar ersichtlich abgegrenzt wird Einteilungen fur liturgische Zwecke Kolophon des neunten Dschuzʾ einer Rabʿa aus dem 12 Jahrhundert im Walters Art Museum Wahrend Suren und Verse eine sehr unterschiedliche Lange aufweisen gibt es noch verschiedene andere Einteilungen des Korans die den Text in gleich lange Abschnitte gliedern Sie finden vor allem in der Liturgie Verwendung und dienen als Masseinheiten zur Festlegung von Gebetspensen Die wichtigsten derartigen Masseinheiten sind der 30 Teil des Korans Dschuzʾ genannt جزء ǧuzʾ Plural أجزاء aǧzaʾ und der 60 Teil des Korans Hizb genannt حزب ḥizb Plural أحزاب aḥzab Die Grenzen zwischen den einzelnen Dschuzʾ und Hizb Abschnitten befinden sich meistens mitten in einer Sure Die Einteilung des Korans in dreissig Teile ist besonders fur den Ramadan Monat wichtig denn es ist eine beliebte Praxis verteilt auf die dreissig Ramadan Nachte eine Chatma also eine Komplettlesung des Korans vorzunehmen Dschuzʾ und Hizb Einteilungen sind ublicherweise an den Randern der Koranexemplare markiert manchmal sind sogar die einzelnen Viertel des Hizb gekennzeichnet 13 Fur die gemeinsame Koranrezitation bei feierlichen Anlassen wurden in vormoderner Zeit die Dschuzʾ Abschnitte auch haufig einzeln abgeheftet und in einem speziellen Holzkasten der Rabʿa genannt wurde untergebracht Verschiedene muslimische Herrscher wie Sultan Kait Bay oder Sultan Murad III liessen derartige Rabʿa Kasten in kostbarer Ausfuhrung anfertigen und stifteten sie den heiligen Statten in Mekka Medina und Jerusalem 14 Dort waren ausgebildete Koranleser damit beauftragt taglich daraus zu rezitieren 15 Geschichte Hauptartikel Geschichte des Korantextes Von der Lesung zum Buch Der Koran entstand in einem Zeitraum von knapp zwei Jahrzehnten Nach dem Ort der Offenbarung wird zwischen mekkanischen und medinensischen Suren unterschieden s Noldekes Chronologie Die mekkanischen Suren werden noch einmal in fruh mittel und spatmekkanische Suren unterteilt Der Prozess der Buchwerdung des Korans lasst sich anhand der fruhen Entwicklung des arabischen Begriffs qurʾan der dem deutschen Wort Koran zugrunde liegt nachverfolgen Er kommt etwa 70 Mal im Koran selbst vor Seine ursprungliche Bedeutung ist Vortrag Lesung Rezitation vgl Kerygma In diesem Sinne erscheint er zum Beispiel in zwei Passagen aus mittelmekkanischer Zeit in denen sich Allah an Mohammed wendet 16 Und ubereile Dich nicht mit dem Vortrag qurʾan bevor nicht seine Eingebung vollendet ist Sure 20 114 Verrichte das Gebet vom Niedergang der Sonne an bis zum Einbruch der Nachtfinsternis und die Rezitation qurʾan der Morgendammerung Bei ihr soll man zugegen sein Sure 75 16 18 In der islamischen Lehrtradition wird das Wort dementsprechend als Verbalsubstantiv zum arabischen Verb qaraʾa قرأ vortragen lesen erklart Christoph Luxenberg hat hierzu die Vermutung geaussert dass es sich um eine Entlehnung vom syrischen Wort qeryana handelt das in der christlichen Liturgie eine Perikopenlesung bezeichnet Tatsache ist dass das Wort in vorkoranischer Zeit im Arabischen nicht bezeugt ist 17 In einigen Versen die ebenfalls aus mittelmekkanischer Zeit stammen bezeichnet der Begriff qurʾan bereits einen vorgetragenen Text So wird in Sure 72 1f dem Propheten mitgeteilt dass eine Gruppe von Dschinn gelauscht und anschliessend gesagt habe Siehe wir haben einen wunderbaren qurʾan gehort der auf den rechten Weg fuhrt und wir glauben nun an ihn Im Laufe der Zeit erhielt dann der Begriff die Bedeutung einer in Buchform vorliegenden Sammlung von Offenbarungen So wird der qurʾan in verschiedenen Passagen die der fruhmedinensischen Zeit zugeordnet werden Sure 12 1f 41 2f 43 2f als die arabische Version von dem Buch al kitab ausgewiesen In Sure 9 111 einer Passage die auf das Jahr 630 datiert wird 18 erscheint der qurʾan schliesslich als ein heiliges Buch in einer Reihe mit der Tora und dem Evangelium Zwar ist der Prozess der Buchwerdung damit noch nicht abgeschlossen doch lasst sich erkennen dass der Koran bereits als ein Buch aufgefasst wurde 19 Als einer der letzten geoffenbarten Verse des Korans gilt Sure 5 3 Von diesem Vers wird uberliefert dass Mohammed ihn erstmals wenige Monate vor seinem Tod bei der sogenannten Abschiedswallfahrt den Glaubigen vortrug 20 Die Sammlung des Korans Taschkenter Koran 9 Jahrhundert Vor dem Tod des Propheten Mohammed waren bereits verschiedene Teile des Korans niedergeschrieben worden und nach Abstimmung mit allen die den Koran sowohl mundlich Hafiz als auch schriftlich bewahrt hatten entstand nach Mohammeds Tod im Jahre 11 n H 632 n Chr zu Zeiten des ersten Kalifen Abu Bakr der erste Koran Kodex مصحف muṣḥaf um ihn vor dem Verlorengehen oder Verwechseln mit anderen Aussagen des Propheten Mohammed zu bewahren Der dritte Kalif Uthman ibn Affan 644 656 liess diese ersten Koran Kodizes die auch z T in anderen Dialekten als dem quraischitischen Dialekt dem Dialekt des Propheten Mohammed abgefasst waren einsammeln und verbrennen um dann einen offiziell gultigen Koran herzustellen Dabei mussten mindestens zwei Manner bei jedem Vers bezeugen dass sie diesen direkt aus dem Munde des Propheten gehort hatten Sechs Verse im Koran sind aber nur von einem Zeugen namlich Zaid ibn Thabit dem ehemaligen Diener des Propheten auf diese Weise bezeugt worden Dass diese Verse heute doch im Koran stehen hangt damit zusammen dass der Kalif ausnahmsweise das alleinige Zeugnis von Zaid akzeptierte Nach der islamischen Uberlieferung wurden funf Abschriften des uthmanischen Kodex in die verschiedenen Stadte versandt und zwar nach Medina Mekka Kufa Basra und Damaskus Gleichzeitig erging die Anordnung alle privaten Koranaufzeichnungen zur Vorbeugung falscher Uberlieferungen zu verbrennen Man nahm fruher an dass die Abschrift die nach Medina gesandt wurde sich heute in Taschkent befindet und ein zweites Exemplar im Topkapi Museum in Istanbul verwahrt wird Beide Exemplare sind aber in kufischer Schrift die sich in das 9 Jahrhundert n Chr datieren lasst aufgeschrieben worden und somit wohl fruhestens 200 Jahre nach Mohammed entstanden In einer Bibliothek in Birmingham der Cadbury Research Library entdeckte man 2015 in einer Koranausgabe des spaten 7 Jahrhunderts zwei Pergamentblatter die sich mittels Radiocarbonmethode auf die Zeit zwischen 568 und 645 datieren liessen Die Blatter enthalten Teile von Sure 18 bis 20 geschrieben mit Tinte in einer fruhen Schriftform des Arabischen des Hijazi Damit zahlen sie zu den altesten Koranstucken der Welt 21 Sanaa Manuskript des Korans unter ultraviolettem Licht das unsichtbaren uberschriebenen Text und Textanderungen aufdecken kann Auch die heutige Anzahl und Anordnung der Suren gehen auf die Redaktion von Uthman zuruck Der Koran Kodex des ʿAbdallah ibn Masʿud der nach der Einfuhrung des uthmanischen Kodexes noch eine Zeit weiter benutzt wurde hatte nur 110 oder 112 Suren die anders angeordnet waren 22 Charidschitische Gruppen im Iran bestritten dass Sure 12 und Sure 42 Bestandteil des ursprunglichen Korans gewesen seien 23 Handschriftenfunde in der Grossen Moschee von Sanaa deuten an dass Korankodizes aus dem ersten muslimischen Jahrhundert 7 Jahrhundert n Chr bedeutende Unterschiede in der Orthographie in den Lesarten d h im Inhalt und den Anordnungen der Suren aufweisen Die arabische Schrift des Uthman schen Kodex kannte noch keine diakritischen Punkte wie sie in der heutigen arabischen Schrift verwendet werden um gleich aussehende Konsonanten zu unterscheiden Deshalb war das mundliche Beherrschen des Textes wichtig und die Schriftform des Rasm diente vor allem als Gedachtnishilfe In den Orten mit Abschriften des uthmanischen Kodexes entwickelten sich verschiedene Lesarten des Korans Die islamische Tradition hat spater sieben solcher Lesetraditionen als kanonisch anerkannt 24 Erst Anfang des 8 Jahrhunderts wurden die Buchstaben im Korantext mit diakritischen Zeichen versehen Die Initiative dazu ging auf al Haddschadsch ibn Yusuf zuruck den Statthalter des umayyadischen Kalifen Abd al Malik im Irak der auf diese Weise alle Uneindeutigkeiten in der Uberlieferung des Korans ausraumen wollte Aus dieser Zeit stammen auch die ersten Belege fur die Bedeutung des Korans im offentlichen Leben der Muslime denn Abd al Malik liess die von ihm gepragten Munzen sowie die Inschriften des von ihm errichteten Felsendoms mit Koranzitaten insbesondere Sure 112 versehen 25 Theologische Diskussionen uber das Wesen des Korans Im Koran selbst finden sich einige Aussagen uber seine himmlische Herkunft So ist in Sure 85 22 von einer wohlverwahrten Tafel lauḥ maḥfuẓ die Rede auf der sich der Koran befinden soll und in Sure 43 3f wird ausgesagt dass es zu dem arabischen Koran ein Urbuch Umm al kitab gibt das sich bei Gott befindet Es wird ausserdem mitgeteilt dass der Koran im Monat Ramadan Sure 2 185 bzw in der Nacht der Bestimmung Sure 97 Al Qadr von Gott herabgesandt wurde Spater wurden diese Aussagen im Bereich des sunnitischen Islams so interpretiert dass der Koran in der Nacht der Bestimmung in die unterste Himmelssphare herabgesandt und von hier aus Mohammed wahrend seines zwanzigjahrigen Wirkens als Prophet jeweils bei den entsprechenden Offenbarungsanlassen in Einzelteilen ubermittelt wurde 26 Aus den genannten Aussagen im Koran wurde allgemein geschlossen dass dem Koran ein ubernaturliches Wesen zukommt Um die Mitte des 8 Jahrhunderts kam es allerdings zu heftigen Diskussionen als verschiedene Theologen aus dem Kreis der Murdschi a die Praexistenz des Korans in Zweifel zogen und die Theorie der Erschaffenheit des Korans ḫalq al Qurʾan aufbrachten Wahrend die Traditionalisten diese Theorie bekampften wurde sie von den Muʿtaziliten und Ibaditen ubernommen und weiter ausgearbeitet Die drei Kalifen al Ma mun al Muʿtasim und al Wathiq erhoben die Lehre von der Unerschaffenheit des Korans sogar zur offiziellen Doktrin im Abbasidenstaat und liessen alle diejenigen die sich nicht dazu bekennen wollten im Zuge der Mihna inquisitorisch verfolgen In dieser Situation entwickelte der Theologe Ibn Kullab eine Zwischenposition indem er zwischen dem Inhalt der Offenbarung und seiner Ausdrucksform ʿibara differenzierte Er lehrte dass nur Ersteres unerschaffen und anfangsewig sei wahrend die Ausdrucksform der Rede Gottes in der Zeit variieren konne Diese Lehre wurde spater von den Aschʿariten ubernommen Zwar bestritten die Muʿtaziliten die Unerschaffenheit des Korans doch entwickelten sie dafur das Dogma von der Unnachahmlichkeit des Korans iʿdschaz al qurʾan Dieses stutzte sich auf verschiedene Stellen im Koran an denen die Unglaubigen aufgefordert werden einzugestehen dass sie nicht imstande sind etwas dem Koran Ebenburtiges hervorzubringen vgl Sure 2 223 11 13 bzw an denen deutlich ausgesagt wird dass selbst wenn Menschen und Dschinn sich zusammentaten sie nichts Ebenburtiges hervorbringen konnten vgl Sure 17 88 Der Koran gilt damit gleichzeitig als Beglaubigungswunder fur den prophetischen Anspruch Mohammeds 27 Dieses Iʿdschaz Dogma hat spater im Islam allgemeine Verbreitung gefunden 28 Entwicklung der islamischen Koranwissenschaften Um den Koran herum bildete sich ein ganzes Bundel verschiedener Wissenschaften Aus dem Bedurfnis nach Auslegung Exegese des Offenbarungsinhalts entwickelte sich die Wissenschaft der Koranexegese ʿilm at tafsir Ausfuhrliche oft Dutzende Bande fullende Kommentarwerke sind vom 2 muslimischen Jahrhundert an 8 Jahrhundert n Chr entstanden zu den beruhmtesten zahlen die von at Tabari gest 923 az Zamachschari gest 1144 Fachr ad Din ar Razi gest 1209 Qurtubi gest 1272 al Baidawi gest 1290 und Ibn Kathir gest 1373 Weitere wichtige Themen mit denen sich die Koranwissenschaften befassen sind die Asbab an nuzul die verschiedenen Lesarten des Korans die abrogierenden und abrogierten Koranverse und die Koranrezitation Forschungen zum religionsgeschichtlichen Hintergrund des Korans Mit ihrer bevorstehenden Geburt schuttelt Maryam den Baum fur frische Dattelpalmenfruchte Die Handlung stammt aus Pseudo Matthaus Evangelium 29 Die moderne westliche Forschung befasst sich besonders intensiv mit den Anspielungen auf Erzahlstoffe aus dem Umfeld des Alten Testaments und der apokryphen Evangelien die der Koran enthalt Sie werden als Beleg dafur betrachtet dass der Koran in vielschichtigen und engen Beziehungen zum religiosen und geistigen Leben des Nahen Ostens der Spatantike steht 30 Heinrich Speyer hat aufgezeigt dass der Koran in seiner Darstellung vom Fall des Iblis stark von der Schatzhohle einem syrischen Text des 6 Jahrhunderts und dem Leben Adams und Evas einem um die Zeitenwende entstandenen fruhjudischen und vor 400 n Chr christlich uberarbeiteten Buch gepragt ist 31 Tilman Nagel kommt aufgrund seiner Forschungen zu dem Ergebnis dass sich nacheinander vier unterschiedliche Themenkreise im Koran niedergeschlagen haben in der fruhesten mekkanischen Zeit vor allem gnostische Elemente in der mittleren bis spaten mekkanischen Zeit Anleihen bei der judischen und christlichen Erbauungsliteratur und Hymnik in der spaten mekkanischen Zeit Themen des heidnisch arabischen Hanifentums und in den letzten Monaten Mekka und in Medina erneut Anleihen aus dem Judentum 32 Unter den Hanifen deren Bilder und Themen der Koran aufgreift ist nach Nagels Auffassung der Dichter Umaiya ibn Abi s Salt besonders wichtig 33 Ubersetzungen des Korans Arabischer Koran mit persischer Interlinearubersetzung Hauptartikel Koranubersetzung Allgemein Eine wirkliche Ubersetzung des Korans gilt in der traditionellen islamischen Theologie als unmoglich da jede Ubersetzung zugleich eine Interpretation enthalt Daher wird das Studium des Korans im arabischen Originaltext empfohlen Einige Sufis zum Beispiel glauben es sei segensreicher sich die arabischen Buchstaben eines Korantextes anzuschauen auch wenn man kein Arabisch versteht als eine schlechte Ubersetzung zu lesen Allerdings sind schon im Mittelalter verschiedene persische und turkische Ubersetzungen des Korans erstellt worden Ab dem Ende des 19 Jahrhunderts wurde der Koran in verschiedene indische Sprachen ubersetzt Den Anfang machte der Brahmo Gelehrte Girish Chandra Sen mit der Ubersetzung in die bengalische Sprache 1881 1883 34 Ubersetzungen ins Deutsche Titelblatt der ersten direkt aus dem Arabischen erstellten deutschen Koranubersetzung von Megerlein 1772 Die turkische Bibel oder des Korans allererste deutsche Uebersetzung direkt aus der Arabischen Urschrift Die erste Ubersetzung ins Deutsche stammt vom Nurnberger Pfarrer Salomon Schweigger 1616 Er ubersetzte dabei die erste italienische Fassung aus dem Jahre 1547 von Andrea Arrivabene die ihrerseits auf einer lateinischen Ubersetzung aus dem 12 Jahrhundert basierte Der Orientalist Friedrich Ruckert ubertrug in der ersten Halfte des 19 Jahrhunderts weite Teile des Korans in gebundener Sprache ins Deutsche Ruckerts Ubersetzung versucht den Klang des koranischen Arabisch im Deutschen wiederzugeben hat aber Textstellen nach eigenem Ermessen ausgelassen Rudi Paret dessen Ubersetzung Erstausgabe 1962 in Fachkreisen als die philologisch zuverlassigste gilt 35 setzt demgegenuber bei mehrdeutigen Passagen die zusatzlichen Ubersetzungsmoglichkeiten bzw die wortliche Bedeutung mit einem w gekennzeichnet in Klammern dahinter Der Orientalist Navid Kermani kritisiert dass Paret in seinem Bemuhen den Sinn getreu wiederzugeben von der Form des Korans absehe Dadurch sei seine Ubersetzung gerade in ihrer ostentativen Genauigkeit nicht nur schlecht sie ist falsch sie vermittelt eine falsche Idee vom Koran 36 1939 erschien eine von der Ahmadiyya Gemeinde herausgegebene Koranubersetzung sie gilt als erste deutsche durch Muslime herausgegebene Koranubersetzung 37 38 Es folgten danach weitere Ubersetzungen u a durch den arabisch christlichen Theologieprofessor Adel Theodor Khoury traditionsgebunden vom Islamischen Weltkongress unterstutzt von Lazarus Goldschmidt von Ahmad von Denffer und von Max Henning Reclam die 1968 auch in der DDR erschien 39 Die Ubersetzung von Henning ist von Murad Wilfried Hofmann uberarbeitet und mit Anmerkungen versehen worden Die Uberarbeitung wird von vielen seiner Glaubensgenossen aus dem deutschen Sprachraum geschatzt von Seite der Islamwissenschaften teils deutlich kritisiert 40 Eine zeitgenossische Ubersetzung die auch den arabischen Text und gleichzeitig zu jedem Vers eine Auswahl aus wichtigen ins Deutsche ubersetzten Kommentaren bringt wurde von einer Gruppe deutschsprachiger Muslimas unter Leitung von Fatima Grimm unter dem Titel Die Bedeutung des Koran herausgegeben Eine weitere Ubersetzung hat Muhammad Rassoul unter dem Titel Die ungefahre Bedeutung des Al Qur an Al Karim in der Islamischen Bibliothek veroffentlicht Dies ist die Ubersetzung die auf der Website des Zentralrats der Muslime in Deutschland zu finden ist Der Koran fur Kinder und Erwachsene eine Bearbeitung in zeitgenossischer deutscher Sprache die sich auch an Kinder und Jugendliche wendet wurde im Jahr 2008 von den Islamwissenschaftlerinnen Lamya Kaddor und Rabeya Muller erstellt Die Neuubersetzung soll nach Lamya Kaddor den Respekt vor dem heiligen Buch der Muslime mit einem verstandlichen Zugang verbinden 41 Siehe auch Portal Islam Ubersicht zu Wikipedia Inhalten zum Thema Islam Lesarten des Korans Liste von Personennamen im Koran Revisionistische Schule der Islamwissenschaft Satanische VerseLiteraturEinfuhrungen Gotthelf Bergstrasser Otto Pretzl Die Geschichte des Korantexts Teil 3 von Theodor Noldeke Geschichte des Qorans 2 Auflage Dieterich Leipzig 1938 DNB 366948229 Volltext als PDF Datei Nachdruck Olms Hildesheim 1961 DNB 453597947 Hartmut Bobzin Der Koran Eine Einfuhrung C H Beck Wissen Band 2109 Beck Munchen 2018 ISBN 978 3 406 72913 3 Michael Celler Der Koran fur Nichtmuslime Neu formuliert und kommentiert von Michael Celler H J Maurer Frankfurt am Main 2009 ISBN 978 3 929345 45 2 Michael Cook Der Koran Eine kleine Einfuhrung Reclams Universal Bibliothek Band 18652 Reclam Ditzingen 2009 ISBN 978 3 15 018652 7 Arthur Jeffery The Qur an as scripture Books for Libraries New York 1980 ISBN 0 8369 9263 6 Lamya Kaddor und Rabeya Muller Der Koran fur Kinder und Erwachsene Beck 1 Auflage Munchen 2008 3 Auflage Munchen 2010 ISBN 978 3 406 57222 7 Ingrid Mattson The Story of the Qur an Its History and Place in Muslim Life 2 Auflage Wiley Blackwell Oxford 2013 ISBN 978 0 470 67349 2 Tilman Nagel Der Koran Einfuhrung Texte Erlauterungen Beck Munchen 1998 ISBN 3 406 43886 5 Tilman Nagel Hrsg Der Koran und sein religioses und kulturelles 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Ubersetzt von Hartmut Bobzin Der Koran Kohlhammer Stuttgart 2010 ISBN 978 3 17 021156 8 arabisch Qurʼ an Ubersetzt von Rudi Paret Die Botschaft des Koran Ubersetzung und Kommentar Patmos Dusseldorf 2009 ISBN 978 3 491 72540 9 englisch Qurʼ an The message of the Qurʼ an Ubersetzt von Muhammad Asad Ahmad von Denffer Yusuf Kuhn Der Koran Einleitung und Anmerkungen von Annemarie Schimmel Philipp Reclam jun Stuttgart 1991 ISBN 3 15 054206 5 Der Koran Wissenschaftliche Buchgesellschaft Darmstadt 2007 ISBN 978 3 534 20459 5 arabisch Qurʼ an Ubersetzt von Hans Zirker Murad Wilfried Hofmann Hrsg Der Koran Das heilige Buch des Islam Hugendubel Kreuzlingen Munchen 2007 ISBN 978 3 7205 3042 2 arabisch Qurʼ an Ubersetzt von Max Henning Hartmut Bobzin Hrsg Der Koran Mit erklarenden Anmerkungen von Wolfdietrich Fischer Ergon Verlag Wurzburg 2000 ISBN 3 933563 70 4 arabisch Qurʼ an Ubersetzt von Friedrich Ruckert Abullah Aymaz Arhan Kardas und Fikret Yasar Hrsg Der Koran Vollstandige Ubersetzung mit umfangreichem Kommentar von Ali Unal Define Verlag Frankfurt am Main 2015 ISBN 978 6 05497303 3 turkisch Kur an i Kerim ve Meali Ubersetzt von Fatima Grimm und Wilhelm Willeke Weblinks Wiktionary Koran Bedeutungserklarungen Wortherkunft Synonyme Ubersetzungen Wikiquote Koran Zitate Commons Koran Album mit Bildern Videos und Audiodateien Der Koran im Internet Weblinks zu einzelnen Ubersetzungen finden sich unter Koranubersetzung Arabischer Text Druckausgabe Kairo 1924 Transliteration und deutsche Ubertragung aus Rudi Paret Der Koran Deutsche Ubersetzung Stuttgart 2 Aufl 1979 unter Druckausgabe Handschriften bzw Lesarten auf corpuscoranicum de Berlin Brandenburgische Akademie der Wissenschaften Hrsg Chronologisch literaturwissenschaftlicher Kommentar zum Koran hrsg durch Angelika Neuwirth unter Mitarbeit von Ali Aghaei und Tolou Khademalsharieh Ubersetzung der Suren von Nicolai Sinai im Rahmen des Corpus Coranicum Betaversion Auf corpuscoranicum de Collections Mingana Islamic Arabic 1572 In Virtual Manuscript Room University of Birmingham Abgerufen am 6 Juli 2021 7 Jahrhundert digitalisiertes Manuskript einer der altesten Koranausgaben Kufi Collections Mingana Islamic Arabic 1563 Abgerufen am 6 Juli 2021 8 9 Jahrhundert digitalisiertes Manuskript einer der altesten Koranausgaben Kufi Koranfragment der Universitat Tubingen aus dem 7 Jhd abgerufen am 30 Juli 2015 Hans Zirker Koran Transliteration pdf 2 7 MB In uni due de 18 August 2020 abgerufen am 6 Juli 2021 Goldkoran BSB Munchen Weitere Links Michael Marx Nicolai Sinai Islamische und Judische Hermeneutik als Kulturkritik Historische Sondierungen und methodische Reflexionen zur Korangenese Wege zur Rekonstruktion des vorkanonischen Koran Berlin 21 25 Januar 2004 In wiko berlin de 25 Februar 2004 abgerufen am 30 November 2019 Nicolai Sinai Angelika Neuwirth Die fruhmekkanischen Suren Einleitung in den Kommentar zu den fruhmekkanischen Suren In Corpus Coranicum Abgerufen am 30 November 2019 Koran erklart In Deutschlandfunk Abgerufen am 30 November 2019 Sendereihe vom 1 Marz 2015 bis 28 Dezember 2018 Thorsten Gerald Schneiders Hintergrunde zur Sendung Der Koran und seine Ubersetzung ins Deutsche In Deutschlandfunk Sendung Koran erklart 1 Marz 2015 abgerufen am 30 November 2019 Resources for the Study of the Qur an University of North Carolina at Chapel Hill archiviert vom Original am 19 Oktober 2018 abgerufen am 30 November 2019 englisch Tilman Nagel Hrsg Der Koran und sein religioses und kulturelles Umfeld PDF 14 9 MB Schriften des Historischen Kollegs Kolloquien Nr 72 Oldenbourg Munchen 2010 abgerufen am 30 November 2019 Einzelnachweise Stefan Wild Hrsg Self referentiality in the Qurʾan Wiesbaden 2006 Koran Sure 2 2 Adel Theodor Khoury Der Koran Band 12 Gutersloher Verlagshaus Gerd Mohn Gutersloh 1987 ISBN 3 579 00336 4 S 497 Revelation Order of the Qur an In missionislam com Abgerufen am 17 September 2019 englisch Hans Bauer Uber die Anordnung der Suren und uber die geheimnisvollen 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Jahrhundert der Hidschra Eine Geschichte des religiosen Denkens im fruhen Islam Band 4 Berlin 1991 S 605 612 Leirvik 2010 pp 33 34 T Nagel Der Koran und sein religioses und kulturelles Umfeld Munchen 2010 S VIII Speyer Die biblischen Erzahlungen im Qoran 1931 Hildesheim 1988 S 54 58 T Nagel Der Koran und sein religioses und kulturelles Umfeld Munchen 2010 S VIII T Nagel Der Koran und sein religioses und kulturelles Umfeld Munchen 2010 S XIII XVI Amit Dey Bengali Translation of the Quran and the Impact of Print Culture on Muslim Society in the Nineteenth Century In Societal Studies Nr 4 2012 S 1299 1315 Siehe zum Beispiel Johann Bussow Stefan Rosiny Christian Sassmannshausen ORIENTierung Ein Leitfaden fur Studierende der Islamwissenschaft an der FU Berlin PDF 543 KB 9 Auflage In geschkult fu berlin de 2016 S 30 abgerufen am 3 Oktober 2019 Navid Kermani Gott ist schon Das asthetische Erleben des Koran Beck Munchen 1999 ISBN 3 406 44954 9 S 151 Der Koran Arabisch Deutsch Ubersetzung Einleitung und Erklarung von Maulana Sadr ud Din Verlag der Moslemischen Revue Selbstdruck Berlin 1939 3 unveranderte Auflage 2006 ohne ISBN Mirza Baschir ud Din Mahmud Ahmad Hrsg Koran Der Heilige Qur an Islam International Publications 1954 Zuletzt Mirza Masrur Ahmad Koran der heilige Qur an arabisch und deutsch 8 uberarbeitete Taschenbuchauflage Verlag Der Islam Frankfurt a M 2013 ISBN 978 3 921458 00 6 Der Koran Reclams Universal Bibliothek Band 351 Reclam Leipzig 1968 DNB 364417447 Hartmut Kistenfeger Manche Stellen habe ich ungern ubersetzt Focus Interview mit Hartmut Bobzin In Focus Nr 12 2010 S 64 Jos Schnurer Lamya Kaddor und Rabeya Muller Der Koran Fur Kinder und Eltern Rezension In socialnet de abgerufen am 11 Mai 2020 Normdaten Werk GND 4032444 8 OGND AKS LCCN n79046204 VIAF 175382719Abgerufen von https de wikipedia org w index php title Koran amp oldid 213602326, wikipedia, wiki, deutsches

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