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Karl von Drais

Karl Freiherr von Drais, mit vollständigem Namen Karl Friedrich Christian Ludwig Freiherr Drais von Sauerbronn, (* 29. April 1785 in Karlsruhe; † 10. Dezember 1851 ebenda) war ein deutscher Forstbeamter und bedeutender Erfinder in der Biedermeierzeit. Während der Badischen Revolution legte er seine Adelstitel ab und wollte nur noch „Bürger Karl Drais“ genannt werden.

Herkunft und Ausbildung

Karl von Drais (kolorierte Lithographie der 1830er Jahre)

Sein Vater war der badische Hof- und Regierungsrat Karl Wilhelm Ludwig Friedrich von Drais von Sauerbronn, seine Mutter Margarete Ernestine von Kaltenthal. Markgraf Carl Friedrich von Baden übernahm seine Patenschaft. Im Jahr 1790 zog die Familie von Drais von Sauerbronn nach Kirchberg (Hunsrück) in das Haus der Badischen Gendarmerie, 1794 im Zuge der Französischen Revolution nach Durlach. 1799 starb seine Mutter. Er besuchte die Karlsruher Fürstenschule, Vorläuferin des heutigen Bismarck-Gymnasiums. Da die schulischen Leistungen, vor allem im Lateinischen, nicht die besten waren – entschloss sich der Vater, den Sohn an der Forstlehranstalt seines Bruders unterrichten zu lassen. Von 1800 bis 1803 besuchte er die private Forstlehranstalt seines Onkels Friedrich Heinrich Georg von Drais in Pforzheim. Von 1803 bis 1805 studierte Drais Baukunst, Landwirtschaft und Physik an der Ruprecht-Karls-Universität Heidelberg. Von 1805 bis 1807 wurde Drais für die praktische Ausbildung der Forstlaufbahn an das Forstamt Rastatt versetzt, danach unterrichtete er wieder als Beilehrer an der Forstlehranstalt seines Onkels in Schwetzingen und wurde nach erfolgreichem Examen 1808 pro forma als Forstinspektor beim Oberforstamt Schuttern angestellt. 1810 wurde Drais badischer Forstmeister ohne Forstamt und vom Dienst freigestellt, um seiner Tätigkeit als Erfinder nachzugehen. 1818 wurde er von Großherzog Carl zum Professor für Mechanik ernannt und als Forstmeister frühpensioniert.

Brasilien und Karlsruhe

Wegen des bundesweiten Mobbings nach der Nichtbegnadigung des zum Tode verurteilten studentischen Mörders Sand durch Drais' Vater nahm Drais am 5. Januar 1822 an der Expedition von Georg Heinrich von Langsdorff nach Brasilien teil und blieb dort bis zum Juni 1827. 1839 zog Drais nach einem Attentatsversuch auf ihn nach Waldkatzenbach, seit 1842 wohnte er wieder in Mannheim, und 1845 zog er nach Karlsruhe. 1848/49 war Drais Mitglied der Bürgerwehr in der Badischen Revolution und verzichtete auf seinen Adelstitel. 1850 wurde ein Entmündigungsverfahren gegen ihn in Gang gesetzt, seine Schwestern verpflichteten sich jedoch, die nötige Vorsorge zu treffen.

Erfindungen

Zu Drais’ Erfindungen gehören unter anderem eine „Formel für die allgemeine Auflösung der numerischen Gleichungen jeden Grades“ (1810), eine „Notenschriftmaschine“ (1812) die beim Klavierspielen zugleich die Noten aufschrieb, eine „Dyadische Charakterik“ genannte Rechenart mit den Grundzahlen 0 und 1 (1813), eine „Verbesserung der Feuerlöschanstalten“ (1813), ein „Wagen ohne Pferde“ (1813), ein „Erhöhungsperspektiv“ (1816), eine „Schnellschreibmaschine“ mit (nur) vier mal vier Tasten (1825), ein „Holzsparherd“ (1833) mit Rohrleitungssystem, dessen System von Branntweinbrennereien übernommen wurde, und eine „Kochmaschine“ (1834). Die Eisenbahn-Draisine wurde nicht von Drais erfunden, sie soll zuerst einspurig in Wien erschienen (1837) und dann nach Drais benannt worden sein. Drais beanspruchte jedoch die Grundidee („Wagen ohne Pferde“ von 1814). Drais wurden darüber hinaus Erfindungen zugeschrieben oder von ihm nicht erklärte Erfindungen aufgeführt.

Laufmaschine

Das ursprüngliche Design aus Drais’ Beschreibung von 1817

Drais’ bedeutendste Erfindung ist aber das Ur-Fahrrad, die Laufmaschine oder Draisine (1817). Mit ihr wurde zum ersten Mal ein gelenktes Zweirad verwirklicht. 1813 entwickelte Drais einen Wagen mit vier Rädern, die über eine Tretmühle bewegt wurden, den er „Wagen ohne Pferde“ nannte. Die Erfindung des Zweiradprinzips von Drais gilt als „Genieblitz“, dessen Herleitung von vierrädrigen Wagen nicht erklärt werden kann. Drais sagte, dass er die Idee vom Schlittschuhfahren genommen habe. Die dieser Idee entsprungene „Laufmaschine“ verfügte über einen Holzrahmen, zwei gleich große hölzerne Räder, von denen das vordere mit einem Deichsellenker gesteuert werden konnte. Angetrieben wurde sie durch abwechselndes Abstoßen mit den Beinen, während der Fahrer auf einem Sitz zwischen den beiden Rädern saß. Die Fahrtrichtung wurde sowohl durch den Deichsellenker als auch durch das Ausbalancieren des Gefährts, das heißt, ohne dass die Füße den Boden berührten, beeinflusst, Geschwindigkeiten von mehr als 15 km/h waren damit möglich.

Die erste Probefahrt mit seiner Laufmaschine – später von Zeitungen als „Draisine“ bezeichnet – von seinem Wohnhaus in den Mannheimer Quadraten (M 1,8) zum etwa 7 km entfernten Schwetzinger Pferdewechselstation – im heutigen Mannheimer Stadtteil Rheinau am Verkehrs-Kreisel Karlsplatz gelegen. Drais wählte für seine Testfahrt die Chaussee von Mannheim nach Schwetzingen, denn dies war die wohl am besten ausgebaute Straße in Baden – weil sie zum Schloss Schwetzingen führte, welches die früheren pfälzischen Kurfürsten als Sommerresidenz nutzten. Er unternahm die erste Fernfahrt am 12. Juni 1817 und benötigte für den Hin- und Rückweg nur eine knappe Stunde. Mit der knapp 50 Pfund schweren Laufmaschine erreichte er eine Durchschnittsgeschwindigkeit von etwa 15 km/h – für die damalige Zeit eine enorme Geschwindigkeit, was auch bald danach Verbote nach sich zog. Seine zweite größere Ausfahrt unternahm er von Gernsbach über den Berg nach Baden-Baden.

„Der Freyherr Karl von Drais, welcher nach glaubwürdigen Zeugnissen, Donnerstag den 12ten Juny d. J. mit der neuesten Gattung der von ihm erfundenen Fahrmaschinen ohne Pferd von Mannheim bis an das Schwetzinger Rebenhaus und wieder zurück, also 4 Poststunden Wegs in einer Stunde Zeit gefahren ist, hat mit der nemlichen Maschine den steilen, zwey Stunden betragenden Gebirgsweg von Gernsbach hieher in ungefähr einer Stunde zurückgelegt, und auch hier mehrere Kunstliebhaber von der großen Schnelligkeit dieser sehr interessanten Fahrmaschine überzeugt.“

Badwochenblatt vom 29. Juli 1817.

Um seine Erfindung bekannt zu machen, veranstaltete Drais öffentliche Fahrten. Gekrönt wurden diese Veranstaltungen durch eine Fernfahrt von Karlsruhe nach Kehl in der letzten Augustwoche – wahrscheinlich eine Zeitungsente! Zudem veröffentlichte er Artikel in Zeitschriften. Er erhielt am 12. Januar 1818 für seine Erfindung ein Großherzogliches Privileg, das mit einem heutigen Patent vergleichbar ist. Von da an musste in Baden jede Draisine eine Drais-Lizenzmarke auf der Lenkstange haben. Drais erhielt noch ein Brevet in Frankreich.

„Der Freiherr von Drais
Erfinder der Schnelllaufmaschine
Bekannter Schnell- und Scharfdenker.“

(Kolorierte Lithographie der 1830er Jahre)

Drais’ Abstieg

Französische Karikatur von Drais (1818)

Kopien der Laufmaschine erschienen in ganz Europa, so dass Drais schon Anfang der 1820er Jahre keine Exemplare mehr besorgen konnte. Nach seiner Rückkehr aus Brasilien (1827) und dem Tod des Vaters (1830) versuchte er, durch neue Erfindungen zu wirtschaftlichem Erfolg zu gelangen (u. a. Ofen und Pfeifenrohr). 1834 versuchte er wieder in den offiziellen Staatsdienst zu gelangen, das Forstamt Mosbach lehnte jedoch ab. Am 16. November 1835 musste Drais wegen einer Wirtshausschlägerei in Mannheim mit dem englischen Kunstreiter Belling seinen Kammerherrenschlüssel zurückgeben. Das bedeutete für Drais den „gesellschaftlichen Tod“. Selbst evakuiert in Waldkatzenbach (ab 1839) war der Erfinder wohlgelitten und arbeitete beim Dorfschmied. 1845 wieder in Karlsruhe war Drais bereits ein von Alkohol gezeichneter kranker Mann, der Opfer alberner Streiche wurde. In den Jahren 1848 und 1849 wurde er öfter, wenn er am Rathaus in Karlsruhe vorbeifuhr, von der Wache zu einem Schoppen eingeladen. Als Gegenleistung musste er auf seinem Fahrzeug die Treppe vom Portal hinunterfahren, wobei es regelmäßig zum sprichwörtlich geworden „Salto portale“ kam. Ein im April 1850 eingeleitetes Entmündigungsverfahren wurde durch seine Angehörigen abgewendet. Am 10. Dezember 1851 um 17 Uhr starb Drais in Karlsruhe, Zähringerstraße 43. Sein Nachlass wurde auf 30 Gulden und 34 Kreuzer beziffert. Darunter waren eine Kochmaschine, ein Ofenmodell, eine Schnellschreibmaschine und eine Laufmaschine.

Politisches Engagement

Drais war nach seiner Rückkehr von Brasilien zu einem glühenden Demokraten geworden. Als am 11. Mai 1849 die Soldaten in den Garnisonsstädten meuterten und der Großherzog vor seinen unzufriedenen Untertanen floh, zeigte Drais, der wieder in Karlsruhe lebte, öffentlich Flagge. In der „Karlsruher Zeitung“ veröffentlichte er am 12. Mai 1849 die Niederlegung seines Adelstitels: „Ich (…) erkläre hiermit feierlichst und angesichts der deutschen souveränen Nation, dass ich auf dem Altar des Vaterlandes, der Freiheit, Gleichheit und Volkssouveränität alle und jede aus dem Feudalrechte, dessen tausendjähriger Druck Deutschlands Freiheit in Fesseln schlug, entspringende Vorrechte für mich und meine ehelichen und außerehelichen Nachkommen verzichte.“ Unterschrieben war das Bekenntnis als „Drais, Professor, Bürger und Mitglied des souveränen deutschen Volkes.“ Als die Revolution gescheitert war, rächte sich das Regime an Drais. Zur Begleichung der Revolutionskosten strichen die Behörden Drais erst die Pension, danach erklärte ihn ein politisch motiviertes medizinisches Gutachten wegen „Geistesschwäche und partieller Verbohrtheit“ für nicht mehr zurechnungsfähig.

Heinrich Meidinger verfasste anlässlich der Umbettung von Drais' Gebeinen in den neuen Karlsruher Friedhof im Jahr 1891 eine Gegenschrift („Vom Erfinden“ 1892). Darin sprach Meidinger in polemischer Weise Drais ab, ein Erfinder zu sein. Moritz Cantor schrieb in einer Kurzbiographie in der Allgemeinen Deutsche Biographie Drais eine Methode zu, „die gekrümmte Wurfbahn eines Geschosses dadurch zum Schießen um die Ecke zu benutzen, daß man die Kanone auf die Seite lege“ (Um-die-Ecke-Schießen). Das damalige Bild von Drais war eben von den Monarchisten negativ geprägt.

Drais wurde als Erfinder des Laufrads in Deutschland erst spät durch einige Straßenbenennungen gewürdigt, so etwa in Ansbach, Augsburg, Bruchsal, Edingen-Neckarhausen, Freiburg, Ingolstadt, Karlsruhe, Mannheim, Rastatt, Schwandorf und Speyer. In Österreich gibt es nur in Graz – in der Nähe der ehemaligen Fahrradfabrik Cless & Plessing – und Feldkirchen bei Graz jeweils eine Draisgasse. Verschiedene Schulen haben Karl von Drais als Namensgeber, so in Mannheim, Gernsbach und Heddesheim.

1985, zum 200. Geburtstag von Drais, gab es eine Sonderbriefmarke der Deutschen Bundespost.

2017, im Jubiläumsjahr der Draisine, fanden in Baden-Württemberg Veranstaltungen und Ausstellungen zum Thema 200 Jahre Fahrrad statt. Die Söhne Mannheims haben einen Song („Willst du mich begleiten?“) zum Jubiläum geschrieben. Eine 20-Euro-Gedenkmünze ist vom Bundesfinanzministerium herausgegeben worden; erschienen 13. Juli 2017. Jost Pietsch spricht in diesem Zusammenhang von einer „staatlichen Falschmünze“, da die „Tambora-These“ sowie das „Pferdesterben“ nicht im Druck bewiesen sei. In Mannheim wurde unter der Regie von Georg Veit das Musical Karl Drais – Die treibende Kraft aufgeführt. Die Musik stammte von Michael Herberger, die Songtexte schrieb Rino Galiano.

Mit dem Motto 200 Jahre Fahrrad gab die Deutsche Post AG am 13. Juli 2017 ein Postwertzeichen im Nennwert von 70 Eurocent heraus. Der Entwurf stammt von Rudolf Grüttner und Sabine Matthes aus Oranienburg.

Am 3. Oktober 2017 würdigte die Gemeinde Waldbrunn im Odenwald, in deren Ortsteil Waldkatzenbach Karl von Drais im politischen Asyl lebte, den Erfinder mit dem Karl-Drais-Radweg. Dieser führt auf einer Länge von 23,6 Kilometer durch alle Ortsteile der Winterhauch-Gemeinde. Entlang des Rundwegs stellen Infotafeln das Leben des Erfinders vor.

  • Grab von Karl Drais auf dem Hauptfriedhof Karlsruhe

  • Drais-Denkmal in der Beiertheimer Allee, Karlsruhe

  • Briefmarke (1985)

  • Drais-Denkmal am Wendepunkt der ersten Probefahrt in Mannheim-Rheinau

  • , Kaufmann, Mannheim 1814.
  • , C. F. Müller, Karlsruhe 1816.
  • Carl Johann Siegmund Bauer: Beschreibung der v. Drais’schen Fahr-Maschine und einiger daran versuchten Verbesserungen, Nürnberg 1817. Reprint hg von H.E.Lessing: Westhafen Verlag, Frankfurt am Main 2016, ISBN 978-3-942836-09-8.
  • Hermann Ebeling: Der Freiherr von Drais: das tragische Leben des „verrückten Barons“. Ein Erfinderschicksal im Biedermeier. Braun, Karlsruhe 1985. ISBN 3-7650-8045-4.
  • Franz Maria Feldhaus: Die Technik. Ein Lexikon der Vorzeit, der geschichtlichen Zeit und der Naturvölker. Engelmann, Leipzig und Berlin 1914.
  • Karl Hasel: Karl Friedrich Frhr. Drais von Sauerbronn, in Peter Weidenbach (Red.): Biographie bedeutender Forstleute aus Baden-Württemberg. Schriftenreihe der Landesforstverwaltung Baden-Württemberg, Band 55. Herausgegeben vom Ministerium für Ernährung, Landwirtschaft und Umwelt Baden-Württemberg. Landesforstverwaltung Baden-Württemberg und Baden-Württembergische Forstliche Versuchs- und Forschungsanstalt, Stuttgart und Freiburg im Breisgau 1980, S. 99–109.
  • Hans-Erhard Lessing: Wie Karl Drais das Fahrrad erfand. Lauinger-Verlag, Karlsruhe 2017. ISBN 978-3-7650-8431-7.
  • Hans-Erhard Lessing: Das Fahrrad – eine Kulturgeschichte. 5. Auflage. Klett-Cotta, Stuttgart 2017. ISBN 978-3-608-91342-2.
  • Hans-Erhard Lessing: Automobilität – Karl Drais und die unglaublichen Anfänge. Maxime-Verlag, Leipzig 2003. ISBN 3-931965-22-8.
  • Heinz Schmitt: Karl Friedrich Drais von Sauerbronn: 1785–1851; ein badischer Erfinder; Ausstellung zu seinem 200. Geburtstag; Stadtgeschichte im Prinz-Max-Palais, Karlsruhe, 9. März – 26. Mai 1985; Städt. Reiss-Museum Mannheim, 5. Juli – 18. August 1985. Stadtarchiv Karlsruhe, Karlsruhe 1985.
  • Jörg Schweigard: Schreckensjahr ohne Sommer. Einer Naturkatastrophe vor 200 Jahren verdankt die Welt die Erfindung des Zweirads. Der badische Tüftler Karl Friedrich von Drais war ein Visionär – trotzdem fiel er beim Großherzog gegen Ende seines Lebens in Ungnade. In: , 8. Dezember 2015.
  • Michael Rauck: Karl Freiherr Drais von Sauerbronn: Erfinder und Unternehmer (1785–1851). Steiner, Stuttgart 1983. ISBN 3-515-03939-2.
  • Sigfrid von Weiher: In: Neue Deutsche Biographie (NDB). Band 4, Duncker & Humblot, Berlin 1959, ISBN 3-428-00185-0, S. 100 f. ().
  • Thomas Schuetz: 2 Räder – 200 Jahre Fahrrad. Freiherr von Drais und die Geschichte des Fahrrads. In: Technikgeschichte, Bd. 84 (2017), H. 1, S. 71–75.
Commons: Karl Drais – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien
  • Digitalisat der Badischen Landesbibliothek
  • des ADFC Mannheim, mit einer Kurzbiografie in mehr als 15 Sprachen und Beschreibung der ausgeschilderten Drais-Route vom Mannheimer Schloss zum Drais-Denkmal in Mannheim-Rheinau
  • von S. Fink und H. E. Lessing
  • von Hans-Erhard Lessing
  • Artikel von/über im Polytechnischen Journal
  1. Wir wissen nichts über seine Neigungen aus dieser Zeit, nur eben, dass er mit dem Latein vergeblich gemartert wurde. Vgl. Ebeling, S. 29.
  2. Drais verwendet Bütten statt Eimer. Vgl. Heinz Schmitt, S. 57.
  3. Markgraf Wilhelm von Baden prellte Drais um dreißig Gulden für diese Erfindung auf der landwirtschaftlichen Ausstellung in Karlsruhe. Vgl. Ebeling, S. 114.
  4. Mit dem geringsten Aufwande … läßt sich das für drei Personen erforderliche Essen … in 4 Stunden wohl durchkochen, ohne dass es nötig ist, das Feuer nachzuschüren. (Karlsruher Zeitung vom 3. Januar 1837)
  5. Im Dezember 2007 wurde bei der Sendung Wer wird Millionär? nach dem Erfinder (Drais) eines Dampfkochtopfs und einer Schnellschreibmaschine mit 16 Tasten gefragt.
  6. Kanone, die um die Ecke schießt; Fleischhackmaschine; Pflugmaschinen; Fuhrwerk, das Pferde von hinten schieben; Flugmaschinen; durch eine Klavitatur zu leitender Telegraph; Tageslichtreflektor; Diamantentaxationsskale. Vgl. Schmitt, S. 61.
  7. Die Konstruktion solcher pferdeloser Fahrzeuge war nach einer 1996 veröffentlichten These von Hans-Erhard Lessing wegen der seit 1812 steigenden Haferpreise geboten. Erst recht aktuell wurde diese Technik durch katastrophale Ernteausfälle im „Jahr ohne Sommer“ 1816, das von der Explosion des Vulkans Tambora im April 1815 verursacht wurde. Vgl.: H. E. Lessing: Karl von Drais – der Empire-Technologe wird rehabilitiert. In: Mannheimer Geschichtsblätter Neue Folge 3 (1996), S. 275–359. Vgl.: H. E. Lessing: Karl Drais – zwei Räder statt vier Hufe. Karlsruhe 2010, S. 36 ff. Durch den Futtermangel starben viele Pferde. Drais sah seine Erfindung als Mittel an, die fehlenden Pferde als Transportmittel zu ersetzen. Der von Lessing angenommene Zusammenhang zwischen dem Tambora-Ausbruch und der Erfindung von Drais gilt als nicht durch gedruckte Quellen bewiesen - es herrschte allerdings verschärfte Zensur! Vgl.: Christian Wüst: Schleier drüber. Ein Physiker verbreitet die These, ein Vulkanausbruch habe die Erfindung des Fahrrads beflügelt. Historiker glaubten ihm – wohl zu Unrecht. In: Der Spiegel 10/2017 vom 4. März 2017, S. 98. Vgl. Webseite von Jost Pietsch.
  8. Dass Drais 1817 in seiner Funktion als Forstmeister auf der Suche nach einem Gefährt für die engen Waldwege gewesen sei, konnte nur ein amerikanischer Doktorand vermuten in Unkenntnis der Tatsache, dass Drais schon acht Jahre freigestellt in der Stadt lebte. Vgl.: Norman L. Dunham: The Bicycle Era in American History, Harvard University, Boston 1956 – dies wurde vor Jahren noch wiederholt. Vgl.: Gunnar Fehlau: Das Liegerad. 3., vollständig überarbeitete Auflage. Delius Klasing (Verlag), Bielefeld, Edition Moby Dick (Verlag), Kiel 1996 (1993), ISBN 978-3-89595-025-4, S. 10.
  9. In einer Anzeige in der Karlsruher Zeitung vom 12. Mai 1849 verzichtet der ledige Drais auf die Vorrechte „für mich und meine ehelichen und außerehelichen Nachkommen.“ . In der Veröffentlichung der Gedankenspäne (Orden für Spenden zur Bereicherung der Staatskasse) vom 19. Mai 1849 sowie 28. August 1849 ist davon nicht die Rede. Vgl. Schmitt, S. 74.
  10. Auch hier ist der richtige Name „Karl von Drais“ nicht wiedergegeben.
  1. Heinz Schmitt: Karl Friedrich Drais von Sauerbronn. S. 9.
  2. Der Erfinder Karl Friedrich Freiherr Drais von Sauerbronn verlebte einen Teil seiner Kindheit im Hunsrück. In: Rhein-Zeitung Nr. 101, Ausgabe BO, vom 2. Mai 2017, S. 32.
  3. Hans Heinrich Pardey. Vom Gehen zum Fahren. Frankfurter Allgemeine Zeitung vom 28. Februar 2017, Seite T1
  4. Hans-Erhard Lessing: Automobilität. Karl Drais und die unglaublichen Anfänge. Maxime-Verl, 2003, ISBN 3-931965-22-8.
  5. 1808: 400 Gulden, zehn Malter Korn, zwanzig Malter Dinkel, 1½ Fuder Wein, freie Wohnung, zehn Klafter Brennholz, ein Reitpferd;
    1819–1845: 1011 Gulden, 18 Kronen. Vgl. Ebeling, S. 122
  6. Hermann Ebeling: Der Freiherr von Drais. S. 101.
  7. In einem Dokument vom 18. August 1848 strich er den Titel Freiherr durch. Vgl. Ebeling, S. 125.
  8. Ebeling, S. 127.
  9. Heinz Schmitt, S. 54.
  10. Gemeinnützliche Anzeigen. Nro. 2, Badisches Magazin Nro. 174, 25. Juli 1812, , mit Bezug auf Karl Chr. Fr. Krause: Ueber eine verbesserte Tonschriftsprache, Allgemeine musikalische Zeitung No. 30, 24. Juli 1811, ()
  11. Das Patentgesuch für ein Periskop ging am 1. Dezember 1816 an den Rat der Stadt Frankfurt. Vgl. Heinz Schmitt, S. 57.
  12. Ebeling, S. 123.
  13. Ebeling, S. 65.
  14. : Stichwort: . , München, 29. September 2016, abgerufen am 10. Februar 2017 (online).
  15. Pryor Dodge: Faszination Fahrrad. Geschichte – Technik – Entwicklung. Mit einem Vorwort von Hans-Erhard Lessing. Übersetzung aus dem Englischen durch Renate Bauer‑Lessing. Delius Klasing Verlag, Bielefeld 2007, ISBN 978-3-7688-5253-1, S. 8.
  16. Peter Barzel, Michael Bollschweiler, Christian Smolik: Die neue Fahrradtechnik. Material, Konstruktion, Fertigung. BVA – Bielefelder Verlag GmbH & Co. KG, Bielefeld 2008, ISBN 978-3-87073-322-3, S. 8–9.
  17. Ulrich Artmann, Franz Beck, Rüdiger Bellersheim u. a.: Fachkunde Fahrradtechnik. Bearbeitet von Gewerbelehrern, Ingenieuren und Sachverständigen. 3. Auflage. Verlag Europa‑Lehrmittel, Nourney, Vollmer GmbH & Co. KG, Haan‑Gruiten 2009, ISBN 978-3-8085-2293-6, S. 9.
  18. Badwochenblatt für die Großherzogliche Stadt Baden, Ausgabe Nr. 24 vom 29. Juli 1817, S. 188
  19. Ebeling, S. 119.
  20. ohne Belege in Ludwig Croon, S. 167.
  21. Ebeling, S. 125, 126.
  22. Heinz Schmitt: Karl Friedrich Drais von Sauerbronn. S. 14.
  23. Ebeling, S. 128.
  24. Jörg Schweigard: In: Frankfurter Rundschau. 8. Dezember 2015, abgerufen am 4. September 2018.
  25. Hans-Erhard Lessing in: Heinz Schmitt (Hrsg.): S. 28.
  26. P. K. von Engelmeyer: In: Polytechnisches Journal. 315, 1900, S. 169–173.
  27. (Memento desOriginals vom 12. Juni 2017 im Internet Archive) Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe Original- und Archivlink gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.Vorlage:Webachiv/IABot/www.bundesfinanzministerium.de 20-Euro-Gedenkmünze „Laufmaschine von Karl Drais 1817“
  28. Staatliche Falschmünze (abgerufen am 15. Juni 2017)
  29. Der Sonntag (Karlsruhe), 7. Mai 2017, S. 3.
  30. Der Sonntag (Karlsruhe), 7. Mai 2017, S. 3.
  31. 200 Jahre Fahrrad – 1817 Karl Drais (Stand 18. Juli 2017)
  32. In: nokzeit.de. 14. Oktober 2017, abgerufen am 6. Oktober 2020.
Normdaten (Person): GND:(, ) | LCCN: | VIAF: |Wikipedia-Personensuche
Personendaten
NAME Drais, Karl von
ALTERNATIVNAMEN Drais von Sauerbronn, Karl Friedrich Christian Ludwig Freiherr (vollständiger Name)
KURZBESCHREIBUNG deutscher Erfinder in der Goethezeit
GEBURTSDATUM 29. April 1785
GEBURTSORT Karlsruhe
STERBEDATUM 10. Dezember 1851
STERBEORT Karlsruhe

Karl von Drais
karl, drais, deutscher, forstbeamter, bedeutender, erfinder, biedermeierzeit, sprache, beobachten, bearbeiten, karl, freiherr, drais, vollständigem, namen, karl, friedrich, christian, ludwig, freiherr, drais, sauerbronn, april, 1785, karlsruhe, dezember, 1851,. Karl von Drais war ein deutscher Forstbeamter und bedeutender Erfinder in der Biedermeierzeit Sprache Beobachten Bearbeiten Karl Freiherr von Drais mit vollstandigem Namen Karl Friedrich Christian Ludwig Freiherr Drais von Sauerbronn 29 April 1785 in Karlsruhe 10 Dezember 1851 ebenda war ein deutscher Forstbeamter und bedeutender Erfinder in der Biedermeierzeit Wahrend der Badischen Revolution legte er seine Adelstitel ab und wollte nur noch Burger Karl Drais genannt werden Freiherr Karl von Drais 1820 Inhaltsverzeichnis 1 Leben 1 1 Herkunft und Ausbildung 1 2 Brasilien und Karlsruhe 1 3 Erfindungen 1 4 Laufmaschine 1 5 Drais Abstieg 1 6 Politisches Engagement 2 Nachruf und Ehrungen 3 Schriften 4 Literatur 5 Weblinks 6 Anmerkungen 7 EinzelnachweiseLeben BearbeitenHerkunft und Ausbildung Bearbeiten Karl von Drais kolorierte Lithographie der 1830er Jahre Sein Vater war der badische Hof und Regierungsrat Karl Wilhelm Ludwig Friedrich von Drais von Sauerbronn seine Mutter Margarete Ernestine von Kaltenthal Markgraf Carl Friedrich von Baden ubernahm seine Patenschaft Im Jahr 1790 zog die Familie von Drais von Sauerbronn nach Kirchberg Hunsruck in das Haus der Badischen Gendarmerie 1794 im Zuge der Franzosischen Revolution nach Durlach 1799 starb seine Mutter Er besuchte die Karlsruher Furstenschule Vorlauferin des heutigen Bismarck Gymnasiums Da die schulischen Leistungen vor allem im Lateinischen nicht die besten waren Anm 1 entschloss sich der Vater den Sohn an der Forstlehranstalt seines Bruders unterrichten zu lassen 1 2 3 Von 1800 bis 1803 besuchte er die private Forstlehranstalt seines Onkels Friedrich Heinrich Georg von Drais in Pforzheim Von 1803 bis 1805 studierte Drais Baukunst Landwirtschaft und Physik an der Ruprecht Karls Universitat Heidelberg Von 1805 bis 1807 wurde Drais fur die praktische Ausbildung der Forstlaufbahn an das Forstamt Rastatt versetzt danach unterrichtete er wieder als Beilehrer an der Forstlehranstalt seines Onkels in Schwetzingen und wurde nach erfolgreichem Examen 1808 pro forma als Forstinspektor beim Oberforstamt Schuttern angestellt 4 1810 wurde Drais badischer Forstmeister ohne Forstamt und vom Dienst freigestellt um seiner Tatigkeit als Erfinder nachzugehen 1818 wurde er von Grossherzog Carl zum Professor fur Mechanik ernannt und als Forstmeister fruhpensioniert 5 Brasilien und Karlsruhe Bearbeiten Wegen des bundesweiten Mobbings nach der Nichtbegnadigung des zum Tode verurteilten studentischen Morders Sand durch Drais Vater nahm Drais am 5 Januar 1822 an der Expedition von Georg Heinrich von Langsdorff nach Brasilien teil und blieb dort bis zum Juni 1827 6 1839 zog Drais nach einem Attentatsversuch auf ihn nach Waldkatzenbach seit 1842 wohnte er wieder in Mannheim und 1845 zog er nach Karlsruhe 1848 49 war Drais Mitglied der Burgerwehr in der Badischen Revolution und verzichtete auf seinen Adelstitel 7 1850 wurde ein Entmundigungsverfahren gegen ihn in Gang gesetzt seine Schwestern verpflichteten sich jedoch die notige Vorsorge zu treffen 8 Erfindungen Bearbeiten Zu Drais Erfindungen gehoren unter anderem eine Formel fur die allgemeine Auflosung der numerischen Gleichungen jeden Grades 1810 eine Notenschriftmaschine 1812 die beim Klavierspielen zugleich die Noten aufschrieb 9 10 eine Dyadische Charakterik genannte Rechenart mit den Grundzahlen 0 und 1 1813 eine Verbesserung der Feuerloschanstalten 1813 Anm 2 ein Wagen ohne Pferde 1813 ein Erhohungsperspektiv 1816 11 eine Schnellschreibmaschine mit nur vier mal vier Tasten 1825 ein Holzsparherd 1833 mit Rohrleitungssystem dessen System von Branntweinbrennereien ubernommen wurde Anm 3 und eine Kochmaschine 1834 Anm 4 Anm 5 Die Eisenbahn Draisine wurde nicht von Drais erfunden sie soll zuerst einspurig in Wien erschienen 1837 und dann nach Drais benannt worden sein Drais beanspruchte jedoch die Grundidee Wagen ohne Pferde von 1814 12 Drais wurden daruber hinaus Erfindungen zugeschrieben oder von ihm nicht erklarte Erfindungen aufgefuhrt Anm 6 Laufmaschine Bearbeiten Das ursprungliche Design aus Drais Beschreibung von 1817 Draisine Laufmaschine Drais bedeutendste Erfindung ist aber das Ur Fahrrad die Laufmaschine oder Draisine 1817 Mit ihr wurde zum ersten Mal ein gelenktes Zweirad verwirklicht 1813 entwickelte Drais einen Wagen mit vier Radern die uber eine Tretmuhle bewegt wurden den er Wagen ohne Pferde nannte Anm 7 Anm 8 Die Erfindung des Zweiradprinzips von Drais gilt als Genieblitz dessen Herleitung von vierradrigen Wagen nicht erklart werden kann 13 14 Drais sagte dass er die Idee vom Schlittschuhfahren genommen habe Die dieser Idee entsprungene Laufmaschine 15 verfugte uber einen Holzrahmen zwei gleich grosse holzerne Rader von denen das vordere mit einem Deichsellenker gesteuert werden konnte 16 Angetrieben wurde sie durch abwechselndes Abstossen mit den Beinen wahrend der Fahrer auf einem Sitz zwischen den beiden Radern sass 17 Die Fahrtrichtung wurde sowohl durch den Deichsellenker als auch durch das Ausbalancieren des Gefahrts das heisst ohne dass die Fusse den Boden beruhrten beeinflusst Geschwindigkeiten von mehr als 15 km h waren damit moglich 17 Die erste Probefahrt mit seiner Laufmaschine spater von Zeitungen als Draisine bezeichnet von seinem Wohnhaus in den Mannheimer Quadraten M 1 8 zum etwa 7 km entfernten Schwetzinger Pferdewechselstation im heutigen Mannheimer Stadtteil Rheinau am Verkehrs Kreisel Karlsplatz gelegen Drais wahlte fur seine Testfahrt die Chaussee von Mannheim nach Schwetzingen denn dies war die wohl am besten ausgebaute Strasse in Baden weil sie zum Schloss Schwetzingen fuhrte welches die fruheren pfalzischen Kurfursten als Sommerresidenz nutzten Er unternahm die erste Fernfahrt am 12 Juni 1817 und benotigte fur den Hin und Ruckweg nur eine knappe Stunde Mit der knapp 50 Pfund schweren Laufmaschine erreichte er eine Durchschnittsgeschwindigkeit von etwa 15 km h fur die damalige Zeit eine enorme Geschwindigkeit was auch bald danach Verbote nach sich zog Seine zweite grossere Ausfahrt unternahm er von Gernsbach uber den Berg nach Baden Baden Der Freyherr Karl von Drais welcher nach glaubwurdigen Zeugnissen Donnerstag den 12ten Juny d J mit der neuesten Gattung der von ihm erfundenen Fahrmaschinen ohne Pferd von Mannheim bis an das Schwetzinger Rebenhaus und wieder zuruck also 4 Poststunden Wegs in einer Stunde Zeit gefahren ist hat mit der nemlichen Maschine den steilen zwey Stunden betragenden Gebirgsweg von Gernsbach hieher in ungefahr einer Stunde zuruckgelegt und auch hier mehrere Kunstliebhaber von der grossen Schnelligkeit dieser sehr interessanten Fahrmaschine uberzeugt Badwochenblatt vom 29 Juli 1817 18 Um seine Erfindung bekannt zu machen veranstaltete Drais offentliche Fahrten Gekront wurden diese Veranstaltungen durch eine Fernfahrt von Karlsruhe nach Kehl in der letzten Augustwoche wahrscheinlich eine Zeitungsente Zudem veroffentlichte er Artikel in Zeitschriften Er erhielt am 12 Januar 1818 fur seine Erfindung ein Grossherzogliches Privileg das mit einem heutigen Patent vergleichbar ist Von da an musste in Baden jede Draisine eine Drais Lizenzmarke auf der Lenkstange haben Drais erhielt noch ein Brevet in Frankreich Der Freiherr von Drais Erfinder der Schnelllaufmaschine Bekannter Schnell und Scharfdenker Kolorierte Lithographie der 1830er Jahre Drais Abstieg Bearbeiten Franzosische Karikatur von Drais 1818 Kopien der Laufmaschine erschienen in ganz Europa so dass Drais schon Anfang der 1820er Jahre keine Exemplare mehr besorgen konnte Nach seiner Ruckkehr aus Brasilien 1827 und dem Tod des Vaters 1830 versuchte er durch neue Erfindungen zu wirtschaftlichem Erfolg zu gelangen u a Ofen und Pfeifenrohr 1834 versuchte er wieder in den offiziellen Staatsdienst zu gelangen das Forstamt Mosbach lehnte jedoch ab Am 16 November 1835 musste Drais wegen einer Wirtshausschlagerei in Mannheim mit dem englischen Kunstreiter Belling seinen Kammerherrenschlussel zuruckgeben Das bedeutete fur Drais den gesellschaftlichen Tod 19 Selbst evakuiert in Waldkatzenbach ab 1839 war der Erfinder wohlgelitten und arbeitete beim Dorfschmied 1845 wieder in Karlsruhe war Drais bereits ein von Alkohol gezeichneter kranker Mann der Opfer alberner Streiche wurde In den Jahren 1848 und 1849 wurde er ofter wenn er am Rathaus in Karlsruhe vorbeifuhr von der Wache zu einem Schoppen eingeladen Als Gegenleistung musste er auf seinem Fahrzeug die Treppe vom Portal hinunterfahren wobei es regelmassig zum sprichwortlich geworden Salto portale kam 20 Anm 9 Ein im April 1850 eingeleitetes Entmundigungsverfahren wurde durch seine Angehorigen abgewendet 21 Am 10 Dezember 1851 um 17 Uhr starb Drais in Karlsruhe Zahringerstrasse 43 22 Sein Nachlass wurde auf 30 Gulden und 34 Kreuzer beziffert Darunter waren eine Kochmaschine ein Ofenmodell eine Schnellschreibmaschine und eine Laufmaschine 23 Politisches Engagement Bearbeiten Drais war nach seiner Ruckkehr von Brasilien zu einem gluhenden Demokraten geworden Als am 11 Mai 1849 die Soldaten in den Garnisonsstadten meuterten und der Grossherzog vor seinen unzufriedenen Untertanen floh zeigte Drais der wieder in Karlsruhe lebte offentlich Flagge In der Karlsruher Zeitung veroffentlichte er am 12 Mai 1849 die Niederlegung seines Adelstitels Ich erklare hiermit feierlichst und angesichts der deutschen souveranen Nation dass ich auf dem Altar des Vaterlandes der Freiheit Gleichheit und Volkssouveranitat alle und jede aus dem Feudalrechte dessen tausendjahriger Druck Deutschlands Freiheit in Fesseln schlug entspringende Vorrechte fur mich und meine ehelichen und ausserehelichen Nachkommen verzichte Unterschrieben war das Bekenntnis als Drais Professor Burger und Mitglied des souveranen deutschen Volkes Als die Revolution gescheitert war rachte sich das Regime an Drais Zur Begleichung der Revolutionskosten strichen die Behorden Drais erst die Pension danach erklarte ihn ein politisch motiviertes medizinisches Gutachten wegen Geistesschwache und partieller Verbohrtheit fur nicht mehr zurechnungsfahig 24 Nachruf und Ehrungen BearbeitenHeinrich Meidinger verfasste anlasslich der Umbettung von Drais Gebeinen in den neuen Karlsruher Friedhof im Jahr 1891 eine Gegenschrift Vom Erfinden 1892 Darin sprach Meidinger in polemischer Weise Drais ab ein Erfinder zu sein Moritz Cantor schrieb in einer Kurzbiographie in der Allgemeinen Deutsche Biographie Drais eine Methode zu die gekrummte Wurfbahn eines Geschosses dadurch zum Schiessen um die Ecke zu benutzen dass man die Kanone auf die Seite lege Um die Ecke Schiessen Das damalige Bild von Drais war eben von den Monarchisten negativ gepragt 25 26 Drais wurde als Erfinder des Laufrads in Deutschland erst spat durch einige Strassenbenennungen gewurdigt so etwa in Ansbach Augsburg Bruchsal Edingen Neckarhausen Freiburg Ingolstadt Karlsruhe Mannheim Rastatt Schwandorf und Speyer In Osterreich gibt es nur in Graz in der Nahe der ehemaligen Fahrradfabrik Cless amp Plessing und Feldkirchen bei Graz jeweils eine Draisgasse Verschiedene Schulen haben Karl von Drais als Namensgeber so in Mannheim Gernsbach und Heddesheim 1985 zum 200 Geburtstag von Drais gab es eine Sonderbriefmarke der Deutschen Bundespost 27 2017 im Jubilaumsjahr der Draisine fanden in Baden Wurttemberg Veranstaltungen und Ausstellungen zum Thema 200 Jahre Fahrrad statt 28 Die Sohne Mannheims haben einen Song Willst du mich begleiten zum Jubilaum geschrieben 29 Eine 20 Euro Gedenkmunze ist vom Bundesfinanzministerium herausgegeben worden erschienen 13 Juli 2017 30 Jost Pietsch spricht in diesem Zusammenhang von einer staatlichen Falschmunze da die Tambora These sowie das Pferdesterben nicht im Druck bewiesen sei 31 In Mannheim wurde unter der Regie von Georg Veit das Musical Karl Drais Die treibende Kraft aufgefuhrt 32 Die Musik stammte von Michael Herberger die Songtexte schrieb Rino Galiano 33 Mit dem Motto 200 Jahre Fahrrad gab die Deutsche Post AG am 13 Juli 2017 ein Postwertzeichen im Nennwert von 70 Eurocent heraus Der Entwurf stammt von Rudolf Gruttner und Sabine Matthes aus Oranienburg 34 Anm 10 Am 3 Oktober 2017 wurdigte die Gemeinde Waldbrunn im Odenwald in deren Ortsteil Waldkatzenbach Karl von Drais im politischen Asyl lebte den Erfinder mit dem Karl Drais Radweg Dieser fuhrt auf einer Lange von 23 6 Kilometer durch alle Ortsteile der Winterhauch Gemeinde Entlang des Rundwegs stellen Infotafeln das Leben des Erfinders vor 35 Grab von Karl Drais auf dem Hauptfriedhof Karlsruhe Drais Denkmal in der Beiertheimer Allee Karlsruhe Briefmarke 1985 Drais Denkmal am Wendepunkt der ersten Probefahrt in Mannheim RheinauSchriften BearbeitenDyadik angekundigt im Bad Magazin 1813 Nro 61 Einleitung zum Rechensystem Kaufmann Mannheim 1814 Verwandlungs Maschine zum Ersatz des schnellsten Rechnens bey dem Feldmessen etc C F Muller Karlsruhe 1816 Literatur BearbeitenCarl Johann Siegmund Bauer Beschreibung der v Drais schen Fahr Maschine und einiger daran versuchten Verbesserungen Nurnberg 1817 Reprint hg von H E Lessing Westhafen Verlag Frankfurt am Main 2016 ISBN 978 3 942836 09 8 Hermann Ebeling Der Freiherr von Drais das tragische Leben des verruckten Barons Ein Erfinderschicksal im Biedermeier Braun Karlsruhe 1985 ISBN 3 7650 8045 4 Franz Maria Feldhaus Die Technik Ein Lexikon der Vorzeit der geschichtlichen Zeit und der Naturvolker Engelmann Leipzig und Berlin 1914 Karl Hasel Karl Friedrich Frhr Drais von Sauerbronn in Peter Weidenbach Red Biographie bedeutender Forstleute aus Baden Wurttemberg Schriftenreihe der Landesforstverwaltung Baden Wurttemberg Band 55 Herausgegeben vom Ministerium fur Ernahrung Landwirtschaft und Umwelt Baden Wurttemberg Landesforstverwaltung Baden Wurttemberg und Baden Wurttembergische Forstliche Versuchs und Forschungsanstalt Stuttgart und Freiburg im Breisgau 1980 S 99 109 Hans Erhard Lessing Wie Karl Drais das Fahrrad erfand Lauinger Verlag Karlsruhe 2017 ISBN 978 3 7650 8431 7 Hans Erhard Lessing Das Fahrrad eine Kulturgeschichte 5 Auflage Klett Cotta Stuttgart 2017 ISBN 978 3 608 91342 2 Hans Erhard Lessing Automobilitat Karl Drais und die unglaublichen Anfange Maxime Verlag Leipzig 2003 ISBN 3 931965 22 8 Heinz Schmitt Karl Friedrich Drais von Sauerbronn 1785 1851 ein badischer Erfinder Ausstellung zu seinem 200 Geburtstag Stadtgeschichte im Prinz Max Palais Karlsruhe 9 Marz 26 Mai 1985 Stadt Reiss Museum Mannheim 5 Juli 18 August 1985 Stadtarchiv Karlsruhe Karlsruhe 1985 Jorg Schweigard Schreckensjahr ohne Sommer Einer Naturkatastrophe vor 200 Jahren verdankt die Welt die Erfindung des Zweirads Der badische Tuftler Karl Friedrich von Drais war ein Visionar trotzdem fiel er beim Grossherzog gegen Ende seines Lebens in Ungnade In Frankfurter Rundschau 8 Dezember 2015 Michael Rauck Karl Freiherr Drais von Sauerbronn Erfinder und Unternehmer 1785 1851 Steiner Stuttgart 1983 ISBN 3 515 03939 2 Sigfrid von Weiher Drais v Sauerbronn Karl In Neue Deutsche Biographie NDB Band 4 Duncker amp Humblot Berlin 1959 ISBN 3 428 00185 0 S 100 f Digitalisat Thomas Schuetz 2 Rader 200 Jahre Fahrrad Freiherr von Drais und die Geschichte des Fahrrads In Technikgeschichte Bd 84 2017 H 1 S 71 75 Weblinks Bearbeiten Commons Karl Drais Sammlung von Bildern Videos und Audiodateien Die Laufmaschine des Freiherrn Karl von Drais 1817 Digitalisat der Badischen Landesbibliothek karl drais de des ADFC Mannheim mit einer Kurzbiografie in mehr als 15 Sprachen und Beschreibung der ausgeschilderten Drais Route vom Mannheimer Schloss zum Drais Denkmal in Mannheim Rheinau www karldrais de von S Fink und H E Lessing Karl Drais in Baden Baden von Hans Erhard Lessing Artikel von uber Karl von Drais im Polytechnischen JournalAnmerkungen Bearbeiten Wir wissen nichts uber seine Neigungen aus dieser Zeit nur eben dass er mit dem Latein vergeblich gemartert wurde Vgl Ebeling S 29 Drais verwendet Butten statt Eimer Vgl Heinz Schmitt S 57 Markgraf Wilhelm von Baden prellte Drais um dreissig Gulden fur diese Erfindung auf der landwirtschaftlichen Ausstellung in Karlsruhe Vgl Ebeling S 114 Mit dem geringsten Aufwande lasst sich das fur drei Personen erforderliche Essen in 4 Stunden wohl durchkochen ohne dass es notig ist das Feuer nachzuschuren Karlsruher Zeitung vom 3 Januar 1837 Im Dezember 2007 wurde bei der Sendung Wer wird Millionar nach dem Erfinder Drais eines Dampfkochtopfs und einer Schnellschreibmaschine mit 16 Tasten gefragt 1 Kanone die um die Ecke schiesst Fleischhackmaschine Pflugmaschinen Fuhrwerk das Pferde von hinten schieben Flugmaschinen durch eine Klavitatur zu leitender Telegraph Tageslichtreflektor Diamantentaxationsskale Vgl Schmitt S 61 Die Konstruktion solcher pferdeloser Fahrzeuge war nach einer 1996 veroffentlichten These von Hans Erhard Lessing wegen der seit 1812 steigenden Haferpreise geboten Erst recht aktuell wurde diese Technik durch katastrophale Ernteausfalle im Jahr ohne Sommer 1816 das von der Explosion des Vulkans Tambora im April 1815 verursacht wurde Vgl H E Lessing Karl von Drais der Empire Technologe wird rehabilitiert In Mannheimer Geschichtsblatter Neue Folge 3 1996 S 275 359 Vgl H E Lessing Karl Drais zwei Rader statt vier Hufe Karlsruhe 2010 S 36 ff Durch den Futtermangel starben viele Pferde Drais sah seine Erfindung als Mittel an die fehlenden Pferde als Transportmittel zu ersetzen Der von Lessing angenommene Zusammenhang zwischen dem Tambora Ausbruch und der Erfindung von Drais gilt als nicht durch gedruckte Quellen bewiesen es herrschte allerdings verscharfte Zensur Vgl Christian Wust Schleier druber Ein Physiker verbreitet die These ein Vulkanausbruch habe die Erfindung des Fahrrads beflugelt Historiker glaubten ihm wohl zu Unrecht In Der Spiegel 10 2017 vom 4 Marz 2017 S 98 Vgl Der grosse Tambora Schwindel Webseite von Jost Pietsch Dass Drais 1817 in seiner Funktion als Forstmeister auf der Suche nach einem Gefahrt fur die engen Waldwege gewesen sei konnte nur ein amerikanischer Doktorand vermuten in Unkenntnis der Tatsache dass Drais schon acht Jahre freigestellt in der Stadt lebte Vgl Norman L Dunham The Bicycle Era in American History Harvard University Boston 1956 dies wurde vor Jahren noch wiederholt Vgl Gunnar Fehlau Das Liegerad 3 vollstandig uberarbeitete Auflage Delius Klasing Verlag Bielefeld Edition Moby Dick Verlag Kiel 1996 1993 ISBN 978 3 89595 025 4 S 10 In einer Anzeige in der Karlsruher Zeitung vom 12 Mai 1849 verzichtet der ledige Drais auf die Vorrechte fur mich und meine ehelichen und ausserehelichen Nachkommen 2 In der Veroffentlichung der Gedankenspane Orden fur Spenden zur Bereicherung der Staatskasse vom 19 Mai 1849 sowie 28 August 1849 ist davon nicht die Rede Vgl Schmitt S 74 Auch hier ist der richtige Name Karl von Drais nicht wiedergegeben Einzelnachweise Bearbeiten Heinz Schmitt Karl Friedrich Drais von Sauerbronn S 9 Der Erfinder Karl Friedrich Freiherr Drais von Sauerbronn verlebte einen Teil seiner Kindheit im Hunsruck In Rhein Zeitung Nr 101 Ausgabe BO vom 2 Mai 2017 S 32 Hans Heinrich Pardey Vom Gehen zum Fahren Frankfurter Allgemeine Zeitung vom 28 Februar 2017 Seite T1 Hans Erhard Lessing Automobilitat Karl Drais und die unglaublichen Anfange Maxime Verl 2003 ISBN 3 931965 22 8 1808 400 Gulden zehn Malter Korn zwanzig Malter Dinkel 1 Fuder Wein freie Wohnung zehn Klafter Brennholz ein Reitpferd 1819 1845 1011 Gulden 18 Kronen Vgl Ebeling S 122 Hermann Ebeling Der Freiherr von Drais S 101 In einem Dokument vom 18 August 1848 strich er den Titel Freiherr durch Vgl Ebeling S 125 Ebeling S 127 Heinz Schmitt S 54 Gemeinnutzliche Anzeigen Nro 2 Badisches Magazin Nro 174 25 Juli 1812 S 685 mit Bezug auf Karl Chr Fr Krause Ueber eine verbesserte Tonschriftsprache Allgemeine musikalische Zeitung No 30 24 Juli 1811 Sp 497 504 Abbildung dazu Das Patentgesuch fur ein Periskop ging am 1 Dezember 1816 an den Rat der Stadt Frankfurt Vgl Heinz Schmitt S 57 Ebeling S 123 Ebeling S 65 Die Brockhaus Enzyklopadie Online Stichwort Drais Karl BROCKHAUS NE GmbH Munchen 29 September 2016 abgerufen am 10 Februar 2017 online Pryor Dodge Faszination Fahrrad Geschichte Technik Entwicklung Mit einem Vorwort von Hans Erhard Lessing Ubersetzung aus dem Englischen durch Renate Bauer Lessing Delius Klasing Verlag Bielefeld 2007 ISBN 978 3 7688 5253 1 S 8 Peter Barzel Michael Bollschweiler Christian Smolik Die neue Fahrradtechnik Material Konstruktion Fertigung BVA Bielefelder Verlag GmbH amp Co KG Bielefeld 2008 ISBN 978 3 87073 322 3 S 8 9 a b Ulrich Artmann Franz Beck Rudiger Bellersheim u a Fachkunde Fahrradtechnik Bearbeitet von Gewerbelehrern Ingenieuren und Sachverstandigen 3 Auflage Verlag Europa Lehrmittel Nourney Vollmer GmbH amp Co KG Haan Gruiten 2009 ISBN 978 3 8085 2293 6 S 9 Badwochenblatt fur die Grossherzogliche Stadt Baden Ausgabe Nr 24 vom 29 Juli 1817 S 188 Ebeling S 119 ohne Belege in Ludwig Croon S 167 Ebeling S 125 126 Heinz Schmitt Karl Friedrich Drais von Sauerbronn S 14 Ebeling S 128 Jorg Schweigard Schreckensjahr ohne Sommer In Frankfurter Rundschau 8 Dezember 2015 abgerufen am 4 September 2018 Hans Erhard Lessing in Heinz Schmitt Hrsg S 28 P K von Engelmeyer Allgemeine Fragen der Technik In Polytechnisches Journal 315 1900 S 169 173 Draisine 200jahre fahrrad de youtube com bundesfinanzministerium de Memento des Originals vom 12 Juni 2017 im Internet Archive Info Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht gepruft Bitte prufe Original und Archivlink gemass Anleitung und entferne dann diesen Hinweis 1 2 Vorlage Webachiv IABot www bundesfinanzministerium de 20 Euro Gedenkmunze Laufmaschine von Karl Drais 1817 karl von drais de Staatliche Falschmunze abgerufen am 15 Juni 2017 Der Sonntag Karlsruhe 7 Mai 2017 S 3 Der Sonntag Karlsruhe 7 Mai 2017 S 3 philatelie deutschepost de 200 Jahre Fahrrad 1817 Karl Drais Stand 18 Juli 2017 Verkannt verfolgt vergessen Karl Drais In nokzeit de 14 Oktober 2017 abgerufen am 6 Oktober 2020 Normdaten Person GND 118702459 OGND AKS LCCN n85175736 VIAF 3265262 Wikipedia Personensuche PersonendatenNAME Drais Karl vonALTERNATIVNAMEN Drais von Sauerbronn Karl Friedrich Christian Ludwig Freiherr vollstandiger Name KURZBESCHREIBUNG deutscher Erfinder in der GoethezeitGEBURTSDATUM 29 April 1785GEBURTSORT KarlsruheSTERBEDATUM 10 Dezember 1851STERBEORT KarlsruheAbgerufen von https de wikipedia org w index php title Karl von Drais amp oldid 212261832, wikipedia, wiki, deutsches

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