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Karakalpakistan

Karakalpakistan, amtlich Republik Karakalpakistan (karakalpakisch Qaraqalpaqstan Respublikasi; kyrillisch Қарақалпақстан Республикасы; usbekisch Qoraqalpogʻiston Respublikasi;russischКаракалпакстан, Karakalpakstan; veraltet auch Karakalpakien), ist eine autonome Republik im Westen Usbekistans am Aralsee. Sie hat 1.817.500 Einwohner und eine Fläche von 164.900 km². Die Hauptstadt ist Nukus.

Qoraqalpogʻiston Respublikasi
Qaraqalpaqstan Respublikasi(karakalpakisch)
Republik Karakalpakistan
Lage der autonomen Republik Karakalpakistan in Usbekistan
Symbole
Basisdaten
Staat Usbekistan
Hauptstadt Nukus
Fläche 164.900 km²
Einwohner 1.817.500 (1. Januar 2017)
Dichte 11 Einwohner pro km²
ISO 3166-2 UZ-QR
43.2558.75Koordinaten:43° 15′ N,58° 45′ O

Inhaltsverzeichnis

Im Osten befindet sich die Kysylkum, im Norden die Aralkum, im Westen das Ustjurt-Plateau, im Mittelteil das Delta des Amudarja.

Das Wasservolumen im Aralsee hat sich in den letzten Jahrzehnten dramatisch verringert, da die früheren Zuflüsse durch die Ströme Amudarja und Syrdarja den See nicht mehr vollständig erreichen.

Dies führte zu großen Veränderungen im Wasserhaushalt der gesamten Region, zu Klima- und Bodenveränderungen und zu immensen Umweltschäden. Die Ufer des Sees haben sich von den früheren Häfen und Kurorten zurückgezogen. Ganze Flotten von Schiffen liegen heute statt im Wasser, in einem Sand- und Salzmeer. Man spricht von „Friedhöfen der Schiffe“.

Die Bevölkerung innerhalb der Republik setzte sich im Jahre 2009 aus folgenden Bevölkerungsgruppen zusammen: 36 % Usbeken, 33 % Karakalpaken (nicht zu verwechseln mit den Karapapaken), 25 % Kasachen, 6 % Turkmenen, Russen und anderen ethnische Minderheiten.

Die autonome Republik hat ein eigenes Parlament, einen eigenen Ministerrat und eine eigene Flagge. Das Karakalpakische ist zusammen mit dem Usbekischen Amtssprache. Aber auch das Russische spielt in der Region eine große Rolle. In der Region sind karakalpakische Separatisten aktiv, die eine Unabhängigkeit der Region fordern. Sie werfen der usbekischen Regierung Unterdrückung und mangelnde Investitionen in Karakalpakistan vor. In den letzten Jahren haben bis zu 200.000 Karakalpaken das Land verlassen, die meisten von ihnen emigrierten nach Russland und Kasachstan.

Einer der Stellvertreter des Vorsitzenden des Oliy Majlis (Parlament Usbekistans) ist gegenwärtig zugleich Vorsitzender des Joqargʻi Kenʻes (Parlament Karakalpakistans).

Karakalpakistan ist in 14 Bezirke (karakalpakisch rayon, usbekisch tuman, russisch rajon) und 7 kreisfreie Städte (karakalpakisch qalas, usbekisch shahar) unterteilt. Die kreisfreien Städte sind Beruniy (usbekischer Name; karakalpakisch: Biruniy), Nukus (Noʻkis), Taxiatosh (Taxıyatas), Toʻrtkoʻl (Toʻrtkuʻl), Xoʻjayli (Xojeli), Chimboy (Chimbay) und Qoʻngʻirot (Qonʻrat). Der Bezirk Kegeyli in seiner heutigen Form entstand 2004 durch die Zusammenlegung der damaligen Bezirke Kegeyli und Boʻzatov (Buzatov; Hauptort war Qozonketkan/Qazanketken).

Bezirke in Karakalpakistan
Nr Bezirk Hauptort Nr Bezirk Hauptort Nr Bezirk Hauptort Nr Bezirk Hauptort
1 Amudaryo
Aʻmu daʻrya
Mangʻit
Manʻgʻıt
5 Kegeyli
Kegeyli
Kegeyli
Kegeyli
9 Qoʻngʻirot
Qonʻırat
Qoʻngʻirot
Qonʻırat
13 Toʻrtkoʻl
Toʻrtkuʻl
Toʻrtkoʻl
Toʻrtkuʻl
2 Beruniy
Biruniy
Beruniy
Biruniy
6 Moʻynoq
Moynaq
Moʻynoq
Moynaq
10 Qoraoʻzak
Qaraoʻzek
Qoraoʻzak
Qaraoʻzek
14 Xoʻjayli
Xojeli
Xoʻjayli
Xojeli
3 Chimboy
Chimbay
Chimboy
Chimbay
7 Nukus
Noʻkis
Oqmangʻit
Aqmanʻgʻıt
11 Shumanay
Shomanay
Shumanay
Shomanay
die erstgenannten Namen sind die usbekischen, die zweitgenannten die karakalpakischen
4 Ellikqalʼa
Ellikqala
Boʻston
Bustan
8 Qanlikoʻl
Qanʻlıkuʻl
Qanlikoʻl
Qanʻlıkuʻl
12 Taxtakoʻpir
Taxtakoʻpir
Taxtakoʻpir
Taxtakoʻpir

Vorgeschichte

Die Shilpiq-Festung (Shilpiq Kala) liegt zwischen Nukus und Beruniy in Karakalpakstan
Der Amudarja von der Shilpiq Kala aus gesehen

Die Karakalpaken gehörten im Laufe der Jahrhunderte vielen regionalen Staaten an. Bis ins 16. Jahrhundert waren sie nördlich des Syr-darja-Mittellaufs als Hirtennomaden nachweisbar. Im Zuge des 18. Jahrhunderts zog ein Teil von ihnen unter dem Druck der kasachischen Stämme der Großen Horde aus ihren Ursprungsgebieten ins Ferganatal und schloss sich dort den Usbeken an. Ein anderer Volksteil ließ sich im Amudarjadelta nieder. Am südlichen Kaspischen Meer, im Khanat Chiwa wurden die Karakalpaken sesshaft und wurden Fischer und Ackerbauern. Das Khanat Chiwa war zwar dem Khan der Großen Horde tributpflichtig, aber dieser ließ Chiwa autonom agieren.

Revolutionsjahre

1917 stand das Kaiserreich Russland nicht nur an den Fronten des Ersten Weltkrieges, sondern auch in seinem Inneren fanden zahlreiche Kämpfe statt. In diesem Bürgerkrieg standen sich die zarentreuen „Weißen“ den „Roten“ gegenüber. Diese Kämpfe griffen auch nach Zentralasien über. Im Frühjahr 1917 wurde in Bischkek eine Sektion der Alasch gegründet. Deren politischer Führer, Mustafa Tschokajew, rief im November 1917 in Kokand die Autonomie aus. Ihr folgte im Dezember desselben Jahres die Ausrufung des Alasch-Orda-Staates. Dieser proklamierte Karakalpakistan als „kirgisisches Territorium “ und seine turkstämmige Bewohner als „Kasak-Kirgisen“.

Gründung der Karakalpakischen ASSR

Nach der Zerschlagung der Alasch Orda (1920) wurde der Norden Karakalpakistans mitsamt dem Kysylkum-Gebiet (Navoiy) innerhalb der RSFSR der ersten Kirgisischen ASSR (heutiges Kasachstan) zugeordnet. Der Süden der Region war bis 1924 Teil der Sowjetischen Volksrepublik Choresm. Am 27. Oktober 1924 wurde Karakalpakistan zuerst als autonomes Gebiet (autonome Oblast), ab 20. März 1932 als Karakalpakische Autonome Sozialistische Sowjetrepublik (ASSR) Teil der Russischen SFSR. Mit der sowjetischen Verfassung von 1936 wurde die Karakalpakische ASSR am 5. Dezember 1936 Teil der Usbekischen SSR (seit 1991 unabhängiges Usbekistan).

Postsowjetische Zeit

Der Zerfall der Sowjetunion (ab 1989/90) verschärfte auch in dieser ASSR die „nationale Frage“. Als mögliche Antworten gab es für die Karakalpaken zwei Alternativen: Zum einen der weitere Verbleib bei Usbekistan, den zwischen 1989 und 1992 nur eine Minderheit der Karakalpaken befürwortete, und zum anderen der Austritt der ASSR aus Usbekistan und der Anschluss an das sprachverwandte Kasachstan. Von der Mehrheit der Karakalpaken wurde letztendlich eine Zeit lang die letztere Möglichkeit favorisiert, zumal auch Kasachstan gegenüber Usbekistan territoriale Ansprüche stellte und alle von den Südkasachen bewohnten Gebiete Usbekistans einschließlich der ASSR Karakalpakistan einforderte. Heute genießt Karakalpakistan in Usbekistan weitgehende Autonomie und für die Karakalpaken stellt sich die Frage eines Anschlusses an Kasachstan nicht mehr.

Die Hauptwirtschaftszweige sind die Förderung von Erdöl und Erdgas, die Gewinnung von Salzen und Phosphoriten, der Bewässerungsfeldbau (Baumwolle, Reis), die Schaf- und Seidenraupenzucht sowie die Textilindustrie.

Um ausreichend Wasser für den von Stalin befohlenen Baumwollanbau zu bekommen, wurden hier wie auch in der benachbarten Kasachischen SSR die Wasser der Flüsse Amudarja und Syrdarja in unzählige Kanäle abgeleitet und erreichen somit den Aralsee nicht mehr. Hierdurch ist die einst florierende Landwirtschaft im Amudarja-Delta zugrunde gegangen. Die Region ist mittlerweile großflächig ausgetrocknet, die Böden sind versalzen und die Region ist durch Dünger und Pestizide verseucht, die sich früher im Seeboden abgelagert hatten und nun mit dem Staub in der Region verweht werden. Hierdurch ist unter anderem die Häufigkeit von Atemwegserkrankungen stark gestiegen. Die Rate an Speiseröhrenkrebs gehört zu den höchsten der Welt.

  1. Der Fischer Weltalmanach 2011, Artikel „Karakalpakstan“, S. 496
  2. Abgerufen am 24. April 2018 (englisch).
  3. Klett Verlag: TaschenAtlas Völker und Sprachen, S. 106
  4. Roland Götz und Uwe Halbach: Politisches Lexikon GUS, S. 295.
  5. Roland Götz und Uwe Halbach: Politisches Lexikon GUS, S. 296.
  6. Fred Pearce: . Beacon Press, 2007, ISBN 978-0-8070-8573-8, S. 211.
  7. Aral catastrophe recorded in DNA,
Commons: Karakalpakistan – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien
Verwaltungsgliederung Usbekistans

Karakalpakistan
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Karakalpakistan Autonome Republik in Usbekistan Sprache Beobachten Bearbeiten Karakalpakistan amtlich Republik Karakalpakistan karakalpakisch Qaraqalpaqstan Respublikasi kyrillisch Қarakalpakstan Respublikasy usbekisch Qoraqalpogʻiston Respublikasi russisch Karakalpakstan Karakalpakstan veraltet auch Karakalpakien ist eine autonome Republik im Westen Usbekistans am Aralsee Sie hat 1 817 500 1 2 Einwohner und eine Flache von 164 900 km Die Hauptstadt ist Nukus Qoraqalpogʻiston Respublikasi Qaraqalpaqstan Respublikasi karakalpakisch Republik KarakalpakistanLage der autonomen Republik Karakalpakistan in UsbekistanSymboleFlagge Karakalpakistans WappenBasisdatenStaat UsbekistanHauptstadt NukusFlache 164 900 km Einwohner 1 817 500 1 Januar 2017 Dichte 11 Einwohner pro km ISO 3166 2 UZ QR43 25 58 75 Koordinaten 43 15 N 58 45 O Inhaltsverzeichnis 1 Geographie 2 Bevolkerung 3 Politik 4 Verwaltungsgliederung 5 Geschichte 5 1 Vorgeschichte 5 2 Revolutionsjahre 5 3 Grundung der Karakalpakischen ASSR 5 4 Postsowjetische Zeit 6 Wirtschaft Gesundheit und Bewasserungsprobleme 7 Einzelnachweise 8 WeblinksGeographie BearbeitenIm Osten befindet sich die Kysylkum im Norden die Aralkum im Westen das Ustjurt Plateau im Mittelteil das Delta des Amudarja Das Wasservolumen im Aralsee hat sich in den letzten Jahrzehnten dramatisch verringert da die fruheren Zuflusse durch die Strome Amudarja und Syrdarja den See nicht mehr vollstandig erreichen Dies fuhrte zu grossen Veranderungen im Wasserhaushalt der gesamten Region zu Klima und Bodenveranderungen und zu immensen Umweltschaden Die Ufer des Sees haben sich von den fruheren Hafen und Kurorten zuruckgezogen Ganze Flotten von Schiffen liegen heute statt im Wasser in einem Sand und Salzmeer Man spricht von Friedhofen der Schiffe Bevolkerung BearbeitenDie Bevolkerung innerhalb der Republik setzte sich im Jahre 2009 aus folgenden Bevolkerungsgruppen zusammen 36 Usbeken 33 Karakalpaken nicht zu verwechseln mit den Karapapaken 25 Kasachen 6 Turkmenen Russen und anderen ethnische Minderheiten 1 Politik BearbeitenDie autonome Republik hat ein eigenes Parlament einen eigenen Ministerrat und eine eigene Flagge Das Karakalpakische ist zusammen mit dem Usbekischen Amtssprache Aber auch das Russische spielt in der Region eine grosse Rolle In der Region sind karakalpakische Separatisten aktiv die eine Unabhangigkeit der Region fordern 3 Sie werfen der usbekischen Regierung Unterdruckung und mangelnde Investitionen in Karakalpakistan vor In den letzten Jahren haben bis zu 200 000 Karakalpaken das Land verlassen die meisten von ihnen emigrierten nach Russland und Kasachstan Einer der Stellvertreter des Vorsitzenden des Oliy Majlis Parlament Usbekistans ist gegenwartig zugleich Vorsitzender des Joqargʻi Kenʻes Parlament Karakalpakistans Verwaltungsgliederung BearbeitenKarakalpakistan ist in 14 Bezirke karakalpakisch rayon usbekisch tuman russisch rajon und 7 kreisfreie Stadte karakalpakisch qalas usbekisch shahar unterteilt Die kreisfreien Stadte sind Beruniy usbekischer Name karakalpakisch Biruniy Nukus Noʻkis Taxiatosh Taxiyatas Toʻrtkoʻl Toʻrtkuʻl Xoʻjayli Xojeli Chimboy Chimbay und Qoʻngʻirot Qonʻrat Der Bezirk Kegeyli in seiner heutigen Form entstand 2004 durch die Zusammenlegung der damaligen Bezirke Kegeyli und Boʻzatov Buzatov Hauptort war Qozonketkan Qazanketken Bezirke in Karakalpakistan Nr Bezirk Hauptort Nr Bezirk Hauptort Nr Bezirk Hauptort Nr Bezirk Hauptort1 Amudaryo Aʻmu daʻrya Mangʻit Manʻgʻit 5 Kegeyli Kegeyli Kegeyli Kegeyli 9 Qoʻngʻirot Qonʻirat Qoʻngʻirot Qonʻirat 13 Toʻrtkoʻl Toʻrtkuʻl Toʻrtkoʻl Toʻrtkuʻl2 Beruniy Biruniy Beruniy Biruniy 6 Moʻynoq Moynaq Moʻynoq Moynaq 10 Qoraoʻzak Qaraoʻzek Qoraoʻzak Qaraoʻzek 14 Xoʻjayli Xojeli Xoʻjayli Xojeli3 Chimboy Chimbay Chimboy Chimbay 7 Nukus Noʻkis Oqmangʻit Aqmanʻgʻit 11 Shumanay Shomanay Shumanay Shomanay die erstgenannten Namen sind die usbekischen die zweitgenannten die karakalpakischen4 Ellikqalʼa Ellikqala Boʻston Bustan 8 Qanlikoʻl Qanʻlikuʻl Qanlikoʻl Qanʻlikuʻl 12 Taxtakoʻpir Taxtakoʻpir Taxtakoʻpir Taxtakoʻpir Geschichte BearbeitenVorgeschichte Bearbeiten Die Shilpiq Festung Shilpiq Kala liegt zwischen Nukus und Beruniy in Karakalpakstan Der Amudarja von der Shilpiq Kala aus gesehen Die Karakalpaken gehorten im Laufe der Jahrhunderte vielen regionalen Staaten an Bis ins 16 Jahrhundert waren sie nordlich des Syr darja Mittellaufs als Hirtennomaden nachweisbar 4 Im Zuge des 18 Jahrhunderts zog ein Teil von ihnen unter dem Druck der kasachischen Stamme der Grossen Horde aus ihren Ursprungsgebieten ins Ferganatal und schloss sich dort den Usbeken an Ein anderer Volksteil liess sich im Amudarjadelta nieder 4 Am sudlichen Kaspischen Meer im Khanat Chiwa wurden die Karakalpaken sesshaft und wurden Fischer und Ackerbauern Das Khanat Chiwa war zwar dem Khan der Grossen Horde tributpflichtig aber dieser liess Chiwa autonom agieren Revolutionsjahre Bearbeiten 1917 stand das Kaiserreich Russland nicht nur an den Fronten des Ersten Weltkrieges sondern auch in seinem Inneren fanden zahlreiche Kampfe statt In diesem Burgerkrieg standen sich die zarentreuen Weissen den Roten gegenuber Diese Kampfe griffen auch nach Zentralasien uber Im Fruhjahr 1917 wurde in Bischkek eine Sektion der Alasch gegrundet Deren politischer Fuhrer Mustafa Tschokajew rief im November 1917 in Kokand die Autonomie aus Ihr folgte im Dezember desselben Jahres die Ausrufung des Alasch Orda Staates Dieser proklamierte Karakalpakistan als kirgisisches Territorium und seine turkstammige Bewohner als Kasak Kirgisen Grundung der Karakalpakischen ASSR Bearbeiten Nach der Zerschlagung der Alasch Orda 1920 wurde der Norden Karakalpakistans mitsamt dem Kysylkum Gebiet Navoiy innerhalb der RSFSR der ersten Kirgisischen ASSR heutiges Kasachstan zugeordnet Der Suden der Region war bis 1924 Teil der Sowjetischen Volksrepublik Choresm Am 27 Oktober 1924 wurde Karakalpakistan zuerst als autonomes Gebiet autonome Oblast ab 20 Marz 1932 als Karakalpakische Autonome Sozialistische Sowjetrepublik ASSR Teil der Russischen SFSR Mit der sowjetischen Verfassung von 1936 wurde die Karakalpakische ASSR am 5 Dezember 1936 Teil der Usbekischen SSR seit 1991 unabhangiges Usbekistan Postsowjetische Zeit Bearbeiten Der Zerfall der Sowjetunion ab 1989 90 verscharfte auch in dieser ASSR die nationale Frage Als mogliche Antworten gab es fur die Karakalpaken zwei Alternativen Zum einen der weitere Verbleib bei Usbekistan den zwischen 1989 und 1992 nur eine Minderheit der Karakalpaken befurwortete und zum anderen der Austritt der ASSR aus Usbekistan und der Anschluss an das sprachverwandte Kasachstan 5 Von der Mehrheit der Karakalpaken wurde letztendlich eine Zeit lang die letztere Moglichkeit favorisiert zumal auch Kasachstan gegenuber Usbekistan territoriale Anspruche stellte und alle von den Sudkasachen bewohnten Gebiete Usbekistans einschliesslich der ASSR Karakalpakistan einforderte 6 Heute geniesst Karakalpakistan in Usbekistan weitgehende Autonomie und fur die Karakalpaken stellt sich die Frage eines Anschlusses an Kasachstan nicht mehr Wirtschaft Gesundheit und Bewasserungsprobleme BearbeitenDie Hauptwirtschaftszweige sind die Forderung von Erdol und Erdgas die Gewinnung von Salzen und Phosphoriten der Bewasserungsfeldbau Baumwolle Reis die Schaf und Seidenraupenzucht sowie die Textilindustrie Um ausreichend Wasser fur den von Stalin befohlenen Baumwollanbau zu bekommen wurden hier wie auch in der benachbarten Kasachischen SSR die Wasser der Flusse Amudarja und Syrdarja in unzahlige Kanale abgeleitet und erreichen somit den Aralsee nicht mehr Hierdurch ist die einst florierende Landwirtschaft im Amudarja Delta zugrunde gegangen Die Region ist mittlerweile grossflachig ausgetrocknet die Boden sind versalzen und die Region ist durch Dunger und Pestizide verseucht die sich fruher im Seeboden abgelagert hatten und nun mit dem Staub in der Region verweht werden Hierdurch ist unter anderem die Haufigkeit von Atemwegserkrankungen stark gestiegen 7 Die Rate an Speiserohrenkrebs gehort zu den hochsten der Welt 8 Einzelnachweise Bearbeiten a b Der Fischer Weltalmanach 2011 Artikel Karakalpakstan S 496 Uzbekistan Regions Major Cities amp Towns Population Statistics in Maps and Charts Abgerufen am 24 April 2018 englisch http www rferl org content article 1079744 html a b Klett Verlag TaschenAtlas Volker und Sprachen S 106 Roland Gotz und Uwe Halbach Politisches Lexikon GUS S 295 Roland Gotz und Uwe Halbach Politisches Lexikon GUS S 296 Fred Pearce When the Rivers Run Dry Water the Defining Crisis of the Twenty first Century Beacon Press 2007 ISBN 978 0 8070 8573 8 S 211 Aral catastrophe recorded in DNA http news bbc co uk 2 hi science nature 3846843 stmWeblinks Bearbeiten Commons Karakalpakistan Sammlung von Bildern Videos und Audiodateien Karakalpakistan FotografieVerwaltungsgliederung Usbekistans Andijon Buxoro Fargʻona Jizzax Karakalpakistan Republik Namangan Navoiy Qashqadaryo Samarqand 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