fbpx
Wikipedia

Julius von Mirbach-Sorquitten

Julius Ulrich Gottlob Emmerich Graf von Mirbach-Sorquitten (seit 1870 Freiherr und seit 1888 Graf) (* 27. Juni 1839 auf Gut Sorquitten; † 26. Juni 1921 ebenda) war ein deutscher Herrschaftsbesitzer und konservativer Politiker. Er war auch ein führender Vertreter des Bimetallismus in Deutschland.

Graf Julius von Mirbach-Sorquitten in seinem Arbeitszimmer (1905)

Inhaltsverzeichnis

Julius von Mirbach-Sorquitten stammte aus dem Adelsgeschlecht von Mirbach. Nach dem Abitur studierte er Rechtswissenschaften in Königsberg, Bonn und Berlin. 1879 wurde er Mitglied, später Ehrenmitglied des Corps Borussia Bonn. Nach der Ablegung des Auskultatorexamens im Jahr 1862 trat er nicht in den preußischen Staats- oder Justizdienst ein, sondern war vier Jahre lang Offizier im 1. Garde-Dragoner-Regiment. Danach hat er sich der Bewirtschaftung seiner ererbten Herrschaft Sorquitten gewidmet. Er hat auch das Gut Heinrichshöfen erworben. Daneben war er Amtsvorsteher und Kreisdeputierter.

Er gehörte seit 1874 auf Lebenszeit dem preußischen Herrenhaus an. Als Mitglied der deutschkonservativen Partei war er mehrfach Mitglied des Deutschen Reichstages. Zum ersten Mal gehörte er dem Parlament zwischen 1878 und 1881 und zum zweiten Mal zwischen 1886 und 1898 an, jeweils als Abgeordneter des Reichstagswahlkreises Regierungsbezirk Gumbinnen 7.

Mirbach war auch zwischen 1878 und 1881 und erneut 1892 bis 1918 Mitglied im Vorstand der Deutschkonservativen Partei. Als Politiker im und außerhalb des Parlaments war er insbesondere als Interessenvertreter der Landwirtschaft tätig. Mirbach war auch Mitglied im Bund der Landwirte. Er stand einer agrarwirtschaftlichen Öffnung gegenüber Russland ablehnend gegenüber und war daher einer der innenpolitischen Gegner von Reichskanzler Leo von Caprivi.

Des Weiteren war er von 1879 bis 1918 Mitvorsitzender der bimetallistischen Vereinigung der Steuer- und Wirtschaftsreformer. Er hat mehrere volkswirtschaftliche Schriften veröffentlicht.

Er wurde 1870 zum Freiherren und im Jahr 1888 in den Grafenstand erhoben. In den Jahren 1850 bis 1856 ließ er das Schloss Sorquitten im neogotischen Stil umbauen.

  • in der Datenbank der Reichstagsabgeordneten
  • Biografie von . In: Heinrich Best:
  1. Kösener Korps-Listen 1910, 19, 378
  2. Fritz Specht, Paul Schwabe: Die Reichstagswahlen von 1867 bis 1903. Eine Statistik der Reichstagswahlen nebst den Programmen der Parteien und einem Verzeichnis der gewählten Abgeordneten. 2. Auflage. Verlag Carl Heymann, Berlin 1904, S. 12.
Normdaten (Person): GND:(, ) | VIAF: |Wikipedia-Personensuche
Personendaten
NAME Mirbach-Sorquitten, Julius von
ALTERNATIVNAMEN Mirbach-Sorquitten, Julius Freiherr von; Mirbach-Sorquitten, Julius Ulrich Gottlob Emmerich Graf von (vollständiger Name)
KURZBESCHREIBUNG deutscher Gutsbesitzer und Politiker, MdR
GEBURTSDATUM 27. Juni 1839
GEBURTSORT Gut Sorquitten
STERBEDATUM 26. Juni 1921
STERBEORT Gut Sorquitten

Julius von Mirbach-Sorquitten
julius, mirbach, sorquitten, deutscher, gutsbesitzer, politiker, sprache, beobachten, bearbeiten, julius, ulrich, gottlob, emmerich, graf, mirbach, sorquitten, seit, 1870, freiherr, seit, 1888, graf, juni, 1839, sorquitten, juni, 1921, ebenda, deutscher, herrs. Julius von Mirbach Sorquitten deutscher Gutsbesitzer und Politiker MdR Sprache Beobachten Bearbeiten Julius Ulrich Gottlob Emmerich Graf von Mirbach Sorquitten seit 1870 Freiherr und seit 1888 Graf 27 Juni 1839 auf Gut Sorquitten 26 Juni 1921 ebenda war ein deutscher Herrschaftsbesitzer und konservativer Politiker Er war auch ein fuhrender Vertreter des Bimetallismus in Deutschland Graf Julius von Mirbach Sorquitten in seinem Arbeitszimmer 1905 Inhaltsverzeichnis 1 Leben 2 Literatur 3 Weblinks 4 EinzelnachweiseLeben BearbeitenJulius von Mirbach Sorquitten stammte aus dem Adelsgeschlecht von Mirbach Nach dem Abitur studierte er Rechtswissenschaften in Konigsberg Bonn und Berlin 1879 wurde er Mitglied spater Ehrenmitglied des Corps Borussia Bonn 1 Nach der Ablegung des Auskultatorexamens im Jahr 1862 trat er nicht in den preussischen Staats oder Justizdienst ein sondern war vier Jahre lang Offizier im 1 Garde Dragoner Regiment Danach hat er sich der Bewirtschaftung seiner ererbten Herrschaft Sorquitten gewidmet Er hat auch das Gut Heinrichshofen erworben Daneben war er Amtsvorsteher und Kreisdeputierter Er gehorte seit 1874 auf Lebenszeit dem preussischen Herrenhaus an Als Mitglied der deutschkonservativen Partei war er mehrfach Mitglied des Deutschen Reichstages Zum ersten Mal gehorte er dem Parlament zwischen 1878 und 1881 und zum zweiten Mal zwischen 1886 und 1898 an jeweils als Abgeordneter des Reichstagswahlkreises Regierungsbezirk Gumbinnen 7 2 Mirbach war auch zwischen 1878 und 1881 und erneut 1892 bis 1918 Mitglied im Vorstand der Deutschkonservativen Partei Als Politiker im und ausserhalb des Parlaments war er insbesondere als Interessenvertreter der Landwirtschaft tatig Mirbach war auch Mitglied im Bund der Landwirte Er stand einer agrarwirtschaftlichen Offnung gegenuber Russland ablehnend gegenuber und war daher einer der innenpolitischen Gegner von Reichskanzler Leo von Caprivi Des Weiteren war er von 1879 bis 1918 Mitvorsitzender der bimetallistischen Vereinigung der Steuer und Wirtschaftsreformer Er hat mehrere volkswirtschaftliche Schriften veroffentlicht Er wurde 1870 zum Freiherren und im Jahr 1888 in den Grafenstand erhoben In den Jahren 1850 bis 1856 liess er das Schloss Sorquitten im neogotischen Stil umbauen Literatur BearbeitenFranz Neubert Herausgeber Deutsches Zeitgenossenlexikon Schulze Leipzig 1905 Meyers Grosses Konversations Lexikon Band 13 Leipzig 1908 S 890 891 Digitalisat Herrmann A L Degener Hrsg Wer ist s 4 Ausgabe Degener Leipzig 1909 Hermann Christern Hrsg Deutsches Biographisches Jahrbuch Band 3 1921 Deutsche Verlagsanstalt Stuttgart Berlin u a Wilhelm Kosch fortgefuhrt von Eugen Kuri Biographisches Staatshandbuch Francke Bern u a 1963 Natzmer von Mirbach Sorquitten Julius Ulrich Gottlob Emmerich Graf In Altpreussische Biographie Band 2 1967 Walther Killy und Rudolf Vierhaus Hrsg Deutsche Biographische Enzyklopadie Band 7 Saur Munchen u a 1998 Seite 151Weblinks BearbeitenHinweise auf ostpreussen net Graf von Freiherr von Mirbach Julius Ulrich Gottlob Emmerich in der Datenbank der Reichstagsabgeordneten Biografie von Julius Freiherr Graf Comte Mirbach In Heinrich Best Datenbank der Abgeordneten der Reichstage des Kaiserreichs 1867 71 bis 1918 Biorab Kaiserreich Einzelnachweise Bearbeiten Kosener Korps Listen 1910 19 378 Fritz Specht Paul Schwabe Die Reichstagswahlen von 1867 bis 1903 Eine Statistik der Reichstagswahlen nebst den Programmen der Parteien und einem Verzeichnis der gewahlten Abgeordneten 2 Auflage Verlag Carl Heymann Berlin 1904 S 12 Abgeordnete des Reichstagswahlkreises Regierungsbezirk Gumbinnen 7 Gotthard von Tyszka 1867 Gustav von Saltzwedel 1867 1871 Leopold von Hoverbeck 1871 1875 Robert Viktor von Puttkamer 1875 1877 Eugen Mullner 1877 1878 Julius von Mirbach Sorquitten 1878 1881 Walter Lejeune Dirichlet 1881 1884 Max von Redecker 1884 1886 Julius von Mirbach Sorquitten 1886 1898 Julius von Queis 1898 1903 Ferdinand Rogalla von Bieberstein 1903 1918 Normdaten Person GND 11705030X OGND AKS VIAF 5698885 Wikipedia Personensuche PersonendatenNAME Mirbach Sorquitten Julius vonALTERNATIVNAMEN Mirbach Sorquitten Julius Freiherr von Mirbach Sorquitten Julius Ulrich Gottlob Emmerich Graf von vollstandiger Name KURZBESCHREIBUNG deutscher Gutsbesitzer und Politiker MdRGEBURTSDATUM 27 Juni 1839GEBURTSORT Gut SorquittenSTERBEDATUM 26 Juni 1921STERBEORT Gut SorquittenAbgerufen von https de wikipedia org w index php title Julius von Mirbach Sorquitten amp oldid 213467936, wikipedia, wiki, deutsches

deutschland

buch, bücher, bibliothek

artikel

lesen, herunterladen

kostenlos

kostenloser herunterladen, MP3, Video, MP4, 3GP, JPG, JPEG, GIF, PNG, Bild, Musik, Lied, Film, Buch, Spiel, Spiele