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Jesus Christus

Das Neue Testament überliefert die Botschaft von Jesus Christus in verschiedenen Literaturformen für verschiedene Zwecke. Den historischen Jesus kannte wahrscheinlich keiner der Autoren des Neuen Testaments. Die Paulusbriefe (entstanden 50–60) sind die ältesten urchristlichen Schriften. Ihr Autor stellt sich als Augenzeuge des auferstandenen Jesus dar, den er vorher nicht gekannt habe. Die Paulusbriefe enthalten einige Worte Jesu und biografische Details, aber keine Berichte von seinem irdischen Wirken.

Die vier kanonischen Evangelien (entstanden zwischen 70 und 100) erzählen Jesu Wirken und Schicksal auf verschiedene, auf ihre Adressaten zugeschnittene Weise. Vor allem die drei synoptischen Evangelien bieten gemeinsame Stoffe, die meist mit der Zwei-Quellen-Theorie erklärt werden. Ihre Reihenfolge, Auswahl und Darstellung unterscheiden sich aufgrund verschiedener redaktioneller Konzepte; ihre Glaubensaussagen über Jesus stimmen jedoch in den Grundzügen überein und ergänzen einander. Ihre ältesten Bestandteile stammen von Nachfolgern Jesu aus Galiläa, die die Jerusalemer Urgemeinde gründeten und Jesu Worte zuerst mündlich, dann schriftlich weitergaben.

Von den urchristlichen Apokryphen, die nicht in den späteren Kanon des Neuen Testaments aufgenommen wurden, kann vor allem das Thomasevangelium einige authentische Jesusworte enthalten. Sie können aus einer gemeinsamen Überlieferung mit der Logienquelle stammen. Einige außerchristliche Schriften erwähnen Jesus beiläufig oder indirekt.

Alle neutestamentlichen Schriften verkünden Jesus Christus, seine Geschichte, sein Verhältnis zu Gott und seine Bedeutung auf verschiedene, aber im Kern übereinstimmende Weise als Evangelium (Frohbotschaft) für die ganze Welt. Denn ihre Autoren glaubten an die Auferstehung Jesu Christi, die ihnen eine unbeteiligte Mitteilung biografischer Daten unmöglich machte. Jesus war für sie der zur Rettung aller Menschen aus Sünde und Tod in die Welt gekommene Sohn Gottes, der den Gerichtstod auf sich genommen habe, von Gott auferweckt worden sei, nun für alle Zeiten lebe und sich selbst immer neu in Erinnerung rufe, bis er seine Botschaft am Ende der Zeit selbst wahr machen werde.

Dieser Glaube veranlasste die Urchristen, Gemeinden zu bilden, Jesu Worte zu sammeln, aufzuzeichnen und als jeden angehende Botschaft weiterzugeben. Ihre Schriften wollen alle Menschen zum Glauben an den menschgewordenen, für sie stellvertretend getöteten und auferstandenen Gottessohn einladen. So wurde das NT zur Grundlage für das Christentum, das seit etwa 100 als eigene Religion neben dem Judentum hervortrat.

Herz-Jesu-Statue in Osttimor als König mit timoresischen Herrscherinsignien Kaibauk und Belak

Jesus Christus (Latinisierung des griechischenἸησοῦς Χριστός) ist das zum Namen konzentrierte Glaubensbekenntnis der Urchristen. Jesus (griech.Ἰησοῦς Iēsūs) ist die griechische Form des hebräisch-aramäischen Vornamens Jeschua oder Jeschu, beides Kurzformen von Jehoschua. Christus ist die latinisierte Form des griechischen WortesΧριστός Christós, das das hebräische Wort משיח maschiach, (griechische ÜbertragungΜεσσίας‚Gesalbter‘, siehe Messias) übersetzt. In den Schriften des Tanach wird die Salbung mit Öl als göttliche Beauftragung für einen besonderen Dienst beschrieben, insbesondere wurden Jerusalemer Könige und die Hohepriester sowie Priester des Jerusalemer Tempels gesalbt. Als maschiach erwartete man einen Nachkommen König Davids als künftigen Regenten. Im Neuen Testament bezeichnet „der Gesalbte“ (griech.ὅ Χριστός ho Christós) Jesus von Nazaret als den auferstandenen Messias der Endzeit.

Hebräisch Griechische
Übertragung
Griechische
Übersetzung
Lateinische
Übertragung
Deutsche
Übersetzung
יהושוע
Jehoschua
(Jeschua, Jeschu)
Ἰησοῦς
Iēsous
Iesus,
Jesus
Gott rettet
משיח
Maschiach
Μεσσίας
Messias
Χριστός
Christos
Christus
Gesalbter

Deklination

Im Deutschen wurde Jesus Christus bis ins frühe 20. Jahrhundert lateinisch dekliniert: „Jesus Christus ist der Herr“ (Nominativ) – „Im Kreuz Jesu Christi findet ihr Heil“ (Genitiv) – „ich weihe Jesu Christo mein Leben“ (Dativ) – „Das ist das ewige Leben, dass sie Jesum Christum erkennen“ (Akkusativ) – „O Jesu Christe, wahres Licht“ (Vokativ). Heute ist, außer in literarischen Zitaten, nur noch der Genitiv Jesu Christi gebräuchlich.

Interpretationen

Jesus Christus verbindet Name und Titel: Indem der männliche Artikel des Titels entfällt, wird dieser anstelle eines Verbs zu einer Apposition des Vornamens und damit zum Eigennamen des Trägers. Somit ist Jesus Christus ein griechischer Nominalsatz, der aussagt: ‚Jesus (ist) der Gesalbte‘. Damit identifizierten seine Anhänger den historischen Jesus aus Nazareth mit dem erwarteten jüdischen Heilsbringer. Das war für sie so typisch, dass man die Gruppe selbst als „Christianer“ bezeichnete (Apg 11,26 EU, vgl. Tacitus, Annalen 15,44,13).

Obwohl Je(ho)schua/Jesus ein damals häufiger, üblicher Name war, interpretiert ihn der Evangelist Matthäus in Mt 1,21 EU als Hinweis auf eine besondere Würde des Namensträgers: Ein Engel gibt Josef im Traum den Auftrag, das Kind, mit dem seine Verlobte Maria schwanger sei, Jesus zu nennen, „denn er wird sein Volk von seinen Sünden erlösen.“ Die Formulierung ist von Ps 130,8 EU beeinflusst, trifft die hebräische Bedeutung des Namens allerdings nicht genau. Er enthält mit der Vorsilbe Je- eine Kurzform des Gottesnamens JHWH und eine Verbform von jaša („helfen“, „retten“). Er verweist also auf Gottes Handeln („Gott hilft“, „Gott rettet“), etwa in Sir 46,1 EU, oder appelliert daran („Gott helfe“). Ulrich Luz schlussfolgert: „Vermutlich wußte man in einem griechischsprachigen Milieu, daß der Name Jesus irgend etwas mit Gottes Hilfe zu tun hatte.“ Sündenvergebung ist im Matthäusevangelium ein wesentliches Element der irdischen Wirksamkeit Jesu und deutet im Kelchwort Mt 26,28 EU auch seinen Tod.

Der Name Jesus Christus in den Paulusbriefen

Paulus von Tarsus schrieb den Brief an die Philipper in römischer Haft (um 60 n. Chr.) oder etwas früher. Nach der Analyse von Ralph Brucker handelt es sich bei dem sogenannten Philipperhymnus Phil 2,9–11 EU nicht um einen von Paulus übernommenen älteren Hymnus, sondern um Text in gehobenem Stil („Pathosgehalt und ästhetisch-rhetorische Gestaltung“), den Paulus wie den Rest des Briefes selbst verfasst habe. Inhaltlich geht es um die Selbsterniedrigung des Christus Jesus, der gottgleich gewesen sei, aber wie ein Mensch, ja wie ein Sklave gelebt habe und am Kreuz gestorben sei. Darauf folgte seine Erhöhung durch Gott, der ihm einen Namen verliehen habe, der größer sei als alle Namen und dem alle Wesen im Himmel, auf Erden und unter der Erde huldigten „und jeder Mund bekennt: Jesus Christus ist der Herr, zur Ehre Gottes, des Vaters.“ Samuel Vollenweider verweist darauf, dass der Kontext starken Bezug auf die zeitgenössische politische Rhetorik nimmt. Seine eigenen Interessen zurückzustellen, um den Gemeinwesen zu dienen, war darin positiv konnotiert. Das Christuslob in Phil 2,9–11 liest die neuere Exegese vor dem Hintergrund des Kaiserkults im Prinzipat (Titel Kyrios, Akklamation und Proskynese). Aber die Selbstzurücknahme des Herrschers, wie sie auch in hellenistisch-römischen Fürstenspiegeln empfohlen werden konnte, wird durch die Kreuzigung des Christus radikal überboten. So verkehrt der Autor zeitgenössische Konzepte von Ehre und Schande ins Gegenteil.

Unabhängig davon, ob der Philipperhymnus ein liturgischer Text war, geht die Exegese weithin davon aus, dass die Paulusbriefe bei der gottesdienstlichen Versammlung der Adressatengemeinde verlesen wurden und deshalb am Anfang und am Schluss liturgische Christus-Formeln aufweisen. Jesus Christus wird in diesen Formeln „als die Quelle der Gnade betrachtet, die performativ der Gemeinde zugesprochen wird.“

Taufen „auf den Namen Jesus Christus“

Rudolf Pesch findet in der Pfingstpredigt des Petrus in Jerusalem Formulierungen der „ältesten Christologie“; dazu rechnet er die Taufe „auf den Namen Jesu Christi“ (Apg 2,38 EU). Die Abfassung der Apostelgeschichte selbst setzt er um das Jahr 90 n. Chr. an; sie gehört damit nicht zu den ältesten Schriften des Neuen Testaments.

Heilungen „im Namen Jesu Christi“

Die Urchristen sahen Gottes Rettung durch Tod und Auferstehung Jesu Christi verwirklicht. Darum glaubten sie an die heilende Kraft seines Namens. Dieses Heilen war Bestandteil ihrer Glaubenspraxis. So heilt Simon Petrus laut Apg 3,6 EU einen von Geburt an gelähmten Mann „im Namen Jesu Christi“. Er verkündet in Apg 4,12 EU: „Denn es ist uns Menschen kein anderer Name unter dem Himmel gegeben, durch den wir gerettet werden sollen“.

Der Verfasser des Jakobusbriefs riet kranken Christen dazu, die Gemeindeältesten zu sich zu rufen; „sie sollen Gebete über ihn sprechen und ihn im Namen des Herrn mit Öl salben.“ (Jak 5,14 EU) Bernd Kollmann interpretiert diese Krankensalbung ebenso wie die in der Apostelgeschichte erzählten Wunderheilungen: Dahinter stehe die Vorstellung, der erhöhte Christus wirke an den Kranken, „dessen machtvoller N[ame] weit über das Christentum hinaus magische Faszination ausübte (Apg 3,6 EU).“

Die heiligen Schriften des Judentums waren für die Jünger Jesu und das Urchristentum der Schlüssel, Jesu Tod und seine Auferweckung als vorherbestimmten Willen Gottes zu verstehen. Daraus erklären sich viele Jesu zugedachten Titel wie „Sohn Davids“, „zweiter Adam“ sowie Analogiebildungen wie „Adonai“/„Kyrios“, „Maschiach“/„Christos“ usw. Viele historisch-kritische Neutestamentler halten es für wahrscheinlich, dass Jesus sich selber mit keinem von der jüdischen Tradition vorgegebenen Hoheitstitel bezeichnete oder identifizierte.

In der späteren kirchlichen Auslegungsgeschichte hatten die Hoheitstitel unterschiedliches Gewicht: die Bezeichnung „Sohn Gottes“ war für die Trinitätslehre sehr wichtig; „Menschensohn“ verwies (nur noch) auf das wahre Menschsein Christi im Rahmen der Zweinaturenlehre, und Christus verblasste zum zweiten Teil des Doppelnamens Jesus Christus.

Sohn Davids

Als „Sohn Davids“ wird ein Nachfahre von König David bezeichnet. Auf David bezogen sich in der Hebräischen Bibel verschiedene Traditionen. Das Buch Samuel stellte ihn als Eroberer und Begründer eines großen Reiches dar (Davidisch-salomonisches Großreich); er erhielt 2 Sam 7,13f EU zufolge die Zusage ewiger Thronfolge, nachdem er den Wunsch geäußert hatte, JHWH in Jerusalem einen Tempel zu erbauen. Dies habe dann sein Sohn Salomo verwirklicht. Das später verfasste Buch der Chronik steigert die Bedeutung Davids als Vorbereiter des Tempelbaus und Organisator des Tempelkults, so dass Salomo hauptsächlich die Pläne seines königlichen Vaters ausführt. Daran knüpfte die Exilsprophetie nach dem Untergang des Königtums an: Der Messias wurde als später „Spross“ der Davidsdynastie erhofft (Jes 11,1 EU).

Unter den Schriftrollen vom Toten Meer gibt es einen Text, die dieses Messiasbild mit der vom Volk erhofften gerechten Rechtsprechung für die Armen und Heilung der Kranken verbindet: Die sogenannte messianische Apokalypse 4Q521 zählt aus den Psalmen und dem Buch Jesaja Wohltaten auf, die der Messias für die notleidende Bevölkerung vollbringt, und verbindet sie mit der Hoffnung auf Auferstehung. Hier besteht eine Parallele zu Lk 7,22 EU/Mt 11,5 EU. Daniel Stökl Ben Ezra vermutet eine gemeinsame schriftliche Vorlage. Allerdings kann sich der fragmentarisch erhaltene Text 4Q521 statt auf einen auch auf mehrere Messiasse beziehen. Wo Jesus im Neuen Testament Sohn Davids genannt wird, stehen derartige Erwartungen im Vordergrund. Dem hat Jesus nicht widersprochen (Mk 10,46–52 EU).

Aber der neue David sollte Israel auch gewaltsam aus der Hand seiner Feinde befreien: Dem hat Jesus zeichenhaft widersprochen und stattdessen an den machtlosen Messias Sacharjas erinnert (Mk 11,1–10 EU). Er soll auch betont haben, dass der Messias kein Nachfahre, sondern Vorfahre Davids und diesem übergeordnet sei (Mk 12,35f EU): Das spielte offenbar auf den präexistenten „Menschensohn“ an, der aus Gottes Bereich stamme (Dan 7,13f EU).

Christus

Christos übersetzt das hebräische Maschiach („der Gesalbte“) ins Griechische. Die Salbung des Hauptes mit kostbarem Öl durch einen Propheten zeigte in Israel die göttliche Berufung eines neuen Königs an (1 Sam 10 EU). Der Hoheitstitel bezeichnete also Thronanwärter, die so zu Schutz und Hilfe für das Volk beauftragt und verpflichtet wurden. Nach dem Untergang des Königtums (586 v. Chr.) wurde der Titel auf den Hohenpriester übertragen. Erst in nachbiblischen Texten wie den Qumran-Schriftrollen bezeichnete er manchmal auch den seit Jesaja für die Endzeit erwarteten Heilsmittler.

Die Evangelien verwenden den Titel für Jesus im letzten Sinn, jedoch nur selten und nie in Eigenaussagen Jesu. Die Messiaserwartung wurde demnach von außen an Jesus herangetragen. Dabei betonen die Texte, dass er sich von falschen Erwartungen seiner Zeitgenossen abgegrenzt habe. So folgt dem Messiasbekenntnis des Petrus Jesu Hinweis auf sein notwendiges Erlösungsleiden (die erste Leidensankündigung im Markusevangelium).

Da die biblische Tradition Könige, Priester und einen Propheten Israels als von Gott Gesalbte bezeichnet, besagt der Christustitel im Neuen Testament, dass Jesus alle drei Funktionen für sein Volk und die Völker ausübte und übernahm. Im Erzählzusammenhang wird die Messiaswürde Jesu durch sein Lehren und Entscheiden (Bergpredigt), Heilen und Retten (Wunder Jesu), vor allem aber durch seine stellvertretende Schuldübernahme veranschaulicht. Diese Rolle war im Tanach nicht vom Messias, aber vom Gottesknecht (Jes 53) angekündigt worden.

Der Christustitel bezieht sich in den ältesten Bekenntnissätzen und Predigten der Urchristen immer auf Tod und Auferstehung Jesu, setzt sie also voraus und fasst ihre Heilsbedeutung zusammen. Von dieser nachösterlichen Perspektive aus zurückblickend erzählten die Urchristen die Geschichte des vorösterlichen Jesus. Nach Mk 1,11 EU hat Gott sich bei der Taufe Jesu zu ihm bekannt und ihn als seinen geliebten Sohn erwählt. Auf dem Weg nach Jerusalem habe Jesus seine Jünger gefragt (Mk 8,27–30 EU): „Für wen halten mich die Menschen? Sie sagten zu ihm: Einige für Johannes den Täufer, andere für Elija, wieder andere für sonst einen von den Propheten. Da fragte er sie: Ihr aber, für wen haltet ihr mich?“ Darauf habe Simon Petrus als Erster geantwortet: Du bist der Christus! Doch er verbot ihnen, mit jemand über ihn zu sprechen.

Im Blick auf die Wirkungsgeschichte stellt Wilfried Härle fest, dass der Hoheitstitel Christus schnell zum Bestandteil des Doppelnamens Jesus Christus verblasst sei. Er halte trotzdem den jüdischen Kontext, in dem Jesus von Nazareth lebte, in Erinnerung; hierin liege seine Bedeutung.

Sohn Gottes

In der Hebräischen Bibel wurden himmlische Wesen (Ps 89,7 EU) sowie Jerusalemer Könige (2 Sam 7,14 EU; Ps 2,7 EU) manchmal als „Söhne Gottes“ bezeichnet. Diese Bezeichnung für Herrscher war in der nichtjüdischen Umwelt weiter verbreitet. In jüdischen Texten aus hellenistischer Zeit konnten auch einzelne Gerechte „Söhne Gottes“ genannt werden; ein Beispiel ist die Rede der Frevler im Buch der Weisheit (Weish 2,16-18 EU:

„[Der arme Gerechte] prahlt, Gott sei sein Vater.
Wir wollen sehen, ob seine Worte wahr sind,
und erproben, wie es mit ihm ausgeht.
Wenn nämlich der Gerechte (wirklich) Gottes Sohn ist,
wird er sich seiner annehmen.“

Die Erwartung eines Messias konnte sich mit „Sohn Gottes“ als Herrschertitel verbinden, doch zeigt die Auswertung der Schriftrollen vom Toten Meer, dass dieses Phänomen weniger verbreitet war als von der älteren Forschung vermutet. In der neutestamentlichen Exegese ist umstritten, ob gegen Jesus von Nazareth der Blasphemie-Vorwurf erhoben wurde, er bezeichne sich in exklusiver Weise selbst als Sohn Gottes (vgl. Mk 14,61 EU). Falls dies zutrifft, machten sich die ersten Christen diesen Titel zu eigen und interpretierte ihn in ihrem Sinne um.

Die Paulusbriefe (z. B. Röm 1,3 EU) und das Markusevangelium (z. B. Mk 15,39 EU) verwenden vorzugsweise den Sohn-Gottes-Titel, um die Besonderheit dieses Messias gegenüber dem Judentum hervorzuheben. Die Adoptionsaussage Gottes im Zusammenhang der Taufe Jesu „Du bist mein geliebter Sohn“ (Mk 1,11 EU par.) zitiert indirekt Ps 2 EU („Mein Sohn bist du“), der auf ein Krönungsritual für israelitische Könige bezogen wird.

Das Johannesevangelium (Joh 5,19ff EU; 8,35f EU) lässt Jesus von sich oft als „dem Sohn“ oder auch direkt als dem „Sohn Gottes“ reden (Joh 5,25 EU; 9,35–37 EU; 10,36 EU).

Gott

Den neutestamentlichen Schriften zufolge nannte sich Jesus nie selbst „Gott“. Im Johannesevangelium spricht Thomas den Auferstandenen mit „Mein Herr und mein Gott!“ an (Joh 20,28 EU). Sein Glaubensbekenntnis ist, so Johannes Beutler, für die Komposition des vierten Evangeliums von besonderer Bedeutung. Denn Thomas stehe als Identifikationsfigur für die Christen, die Jesus zu Lebzeiten nicht kannten, durch die Osterbotschaft anderer Christen missioniert wurden und dann zu einem eigenen Osterglauben vorstießen. Das Thomasbekenntnis in Joh 20,28 weist zurück auf den Johannesprolog (Joh 1,1 EU; Joh 1,18 EU), so dass das Thema der Gottheit Christi dieses Evangelium rahmt.

Auch in mehreren Briefen wird Jesus ausdrücklich als Gott bezeichnet – allerdings nicht in den Paulusbriefen:

  • „… in seinem Sohn Jesus Christus. Er ist der wahre Gott und ewiges Leben“ (1 Joh 5,20 EU);
  • „das Erscheinen der Herrlichkeit unseres großen Gottes und Retters Christus Jesus“ (Tit 2,13 EU, Paulusschule).
  • Weitere in diese Richtung zielende Aussagen finden sich in Kol 2,2 EU; Hebr 1,8–10 EU; 2 Petr 1,1 EU.

Die Deutung der Doxologie in Röm 9,5 EU stellt ein exegetisches Problem dar; ob Paulus von Tarsus Jesus Christus hier als Gott bezeichnet, ist nämlich eine Frage der Zeichensetzung. Zum Vergleich die traditionelle Übersetzung (hier nach der Lutherbibel von 1912) und die Übersetzung aufgrund der neueren exegetischen Diskussion (hier nach der Lutherbibel 2017, ebenso aber auch die Einheitsübersetzung, die Zürcher Bibel und weitere):

  • (die Israeliten), „aus welchen Christus herkommt nach dem Fleisch, der da ist Gott über alles, gelobt in Ewigkeit.“ (1912)
  • (die Israeliten), „aus denen Christus herkommt nach dem Fleisch. Gott, der da ist über alles, sei gelobt in Ewigkeit.“ (2017)

Eine Gleichsetzung von Jesus mit Gott wird in der Johannesoffenbarung indirekt ausgedrückt, indem Aussagen wie „Ich bin das Alpha und das Omega“ sowohl im Mund Gottes als auch im Mund Jesu erscheinen (Offb 1,8 EU; Offb 22,13 EU).

Hoherpriester

Christus Pantokrator, darunter die in den Himmel aufgenommene Muttergottes auf dem Thron mit dem segnenden Christuskind. Die Stola weist Christus neben seiner Rolle als Gott und Herrscher des Alls auch als Priester aus (Kathedrale von Monreale, zweite Hälfte 12. Jhd.)

Gemäß dem Hebräerbrief ab Kapitel 2 EU läuft das levitische Priestertum im Neuen Bund aus (Heb 7,18–22 EU) und Jesus gilt unter Bezugnahme auf Psalm 110,4 (Ps 110,4 EU) als neuer „Apostel und Hohepriester“ (Heb 3,1 EU) „nach der Ordnung Melchisedeks“ (Heb 5,6 EU).

Menschensohn

Der Titel Menschensohn bezieht sich im Buch Daniel auf einen Heilsmittler der Endzeit. In der Vision vom Endgericht erscheint er als Himmelswesen. Er werde Gottes Reich verkörpern und durchsetzen, nachdem Gott selbst das Endgericht über alle irdische Gewaltherrschaft vollzogen habe. Daraufhin würden alle Menschen ihm dienen, und sein Reich werde ewig sein (Dan 7,2–14 EU).

Damit hielt die jüdische Apokalyptik in einer Situation der äußersten Existenzbedrohung des Judentums die früheren prophetischen Verheißungen fest, die vom Messias den Völkerfrieden erwartet hatten. Dieser wurde nun nicht mehr als innergeschichtliche Entwicklung, sondern erst vom Kommen Gottes zum Endgericht, also zugleich mit dem Ende der Weltgeschichte, erhofft.

Der Menschensohntitel taucht im NT bis auf eine Ausnahme (Apg 7,56 EU) nur in wörtlicher Rede Jesu auf. In Texten, die der hypothetischen Logienquelle zugeordnet werden, redet er stets in der dritten Person vom kommenden Menschensohn. Die Frage, ob er sich oder einen anderen meinte, gehört zu den wichtigsten Streitthemen der NT-Forschung.

Bei Markus nimmt Jesus schon in Galiläa die Vollmacht des Menschensohns in Anspruch, um Sünden zu vergeben (Mk 2,10 EU) und am Sabbat zu heilen (Mk 2,28 EU). Später kündigt er die Auslieferung des Menschensohns an seine Feinde an (Mk 8,31 EU). Nach Mk 10,35–45 EU sei der Menschensohn zum Dienen, nicht zum Herrschen, und zur Hingabe seines Lebens „für viele“ gekommen: Dieser Ausdruck spielt auf Jes 53 EU an, verbindet also die Menschensohnerwartung mit der Verheißung des leidenden Gottesknechts.

Das Sterben des Menschensohns war in Daniels Vision nicht vorgesehen, weil er dort erst erscheint, nachdem Gott Israels Feinde besiegt hat. Die apokalyptische Umkehr der Machtverhältnisse nach dem Endgericht wird im NT also vom vorherigen stellvertretenden Leiden des Stellvertreters Gottes für Israel abhängig gemacht. Darum konnten die Urchristen Jesu Sterben später als der Menschheit dienenden Machtverzicht des Sohnes Gottes (Phil 2,7 EU) und stellvertretende Übernahme des Endgerichts (Mk 15,34 EU) deuten.

In den Reden über das Endgericht (Mk 13 EU, Mt 25 EU, Lk 21 EU, Joh 3 EU Joh 5,19–30 EU) erscheint der Menschensohn als Weltrichter. Er vertritt also Gott selbst in dieser Funktion.

Nach Ostern ersetzte die Jerusalemer Urgemeinde den Menschensohntitel durch den Kyrios-Titel, um Jesu Erhöhung an Gottes Seite auszudrücken. Nur Stephanus bekannte sich zum erhöhten Menschensohn (Apg 7,56 EU) und wurde dafür vom Sanhedrin zu Tode gesteinigt.

Kyrios

Der Titel Kyrios (griechisch für „Herr“) kommt bezogen auf Jesus in fast allen Schriften des Neuen Testaments außer den Johannesbriefen und dem Titusbrief vor. In den synoptischen Evangelien wird Jesus von Nazareth von seinen Gesprächspartnern häufig als „Herr“ angeredet; kyrie war eine übliche respektvolle Anrede und das griechische Äquivalent für die hebräischen bzw. aramäischen Titel rab(bi) und mar(i). Der Titel spielt bei Markus und Matthäus eine eher untergeordnete Rolle, wird aber von Lukas häufig verwandt (Lk 1,43 EU, Lk 2,11 EU, Lk 24,34 EU, Lk 1,76 EU).

Im zeitgenössischen Judentum wurde der Gottesname JHWH aus Ehrfurcht nicht ausgesprochen und stattdessen das Ersatzwort Adonai gelesen. Die jüdischen Übersetzer der Bibel ins Griechische (Septuaginta) verwandten im 1. Jahrhundert noch Ersatzformen für den Gottesnamen; gelesen wurde aber wohl durchgängig „Kyrios“ an diesen Stellen. Das hebräische Adonai und aramäische Mar wurden im weltlichen und geistlichen Kontext verwendet. So werden im Genesis-Apokryphon, das zu den Schriftrollen vom Toten Meer gehört, Menschen und Gott ohne sprachlichen Unterschied als „Mar“ angesprochen.

Wilhelm Bousset sah den Titelgebrauch bei hellenistischen Urchristen von griechischen Mysterienkulten her beeinflusst, deren Anhänger ihre Kultgötter als „Kyrios“ anriefen. Die Jerusalemer Urgemeinde habe ihn nicht verwendet. Oscar Cullmann dagegen verwies auf den religiösen Gebrauch des Titels auch im Judentum: Die Urgemeinde habe ihn daher ebenfalls verwendet.

Die besonders alte urchristliche liturgische Formel Maranatha (1 Kor 16,22 EU) ist die Transliteration eines aramäischen Satzes; die Verbform kann dabei als Imperativ oder Perfekt aufgefasst werden:

  • „Unser Herr, komm!“ Die Gemeinde betet um das endzeitliche Kommen ihres Herrn, oder
  • „Unser Herr ist gekommen!“ Jesus ist als Herr in der versammelten Gemeinde präsent.

Wegen Offb 22,20 EU ist die erste Möglichkeit wahrscheinlicher. Der liturgische Ruf Maranatha gilt als einer der frühesten Glaubenssätze aus der Urgemeinde neben Phil 2,11 EU („Jesus Christus ist der Herr!“).

Im Neuen Testament bezieht sich der Kyrios-Titel auf die Heiligkeit, Machtfülle und Weltherrschaft Jesu Christi. Besonders Ps 110,1 EU wurde zur Übertragung des Titels von Gott auf Jesus herangezogen (vgl. Mt 22,44 EU):

„So spricht der Herr zu meinem Herrn: Setze dich zu meiner Rechten, und ich lege dir deine Feinde als Schemel unter deine Füße.“

Im zeitgenössischen griechischsprachigen Judentum, zum Beispiel bei Flavius Josephus, wurde der eine Gott Israels oft alsaltgriechischδεσπότης despótēs „Gebieter“ bezeichnet; auch dieser Titel wird im Neuen Testament auf Jesus übertragen (2 Petr 2,1 EU). Hier bereitet sich eine Allherrscher-Christologie vor (Christus als Pantokrator).

Der Messias ist in der jüdischen Tradition ein von Gott erwählter, aber sterblicher Mensch. Dass Juden, die an Jesus als Messias glaubten (siehe Messianische Juden), ihn wie Gott als Kyrios anriefen, ist für Bertold Klappert ein Indiz dafür, dass der historische Jesus den Titel des kommenden Menschensohns von Daniel 7 EU verwendet habe. Weil man respektierte, dass Jesus sich vor Ostern so nannte und nun zu Gott erhöht worden war, habe der Kyriostitel den Menschensohntitel nach Ostern ersetzt.

Lamm Gottes

Hauptartikel: Agnus Dei
Frühe Mosaikdarstellung des Lamm Gottes in der Basilika Santa Prassede

Johannes der Täufer bezeichnet Jesus im Johannesevangelium als Lamm Gottes (altgriechischἀμνός amnós), das die Sünde der Welt trägt (Joh 1,29 EU). Für diese Formulierung werden meist drei alternative Deutungen vorgeschlagen:

  • Bezeichnung für eine endzeitliche messianische Figur, wie sie in apokalyptischer Literatur erwähnt wird;
  • Passahlamm – hierfür spricht die Bedeutung, die das Passahfest für die Passionsgeschichte nach Johannes hat (der Tod Jesu wird mit dem Zeitpunkt des Schlachtens der Pessachlämmer im Tempel synchronisiert (Joh 19,14.31–36 EU);
  • das im Vierten Gottesknechtslied erwähnte Lamm (Jes 53,7 EU), welches den Gottesknecht selbst symbolisiert.

Martin Hasitschka lehnt die genannten gängigen Deutungen ab und hält den Titel für ein allgemein verbreitetes Symbol der Macht- und Wehrlosigkeit.

Paulus von Tarsus bezeichnete Jesus Christus als Passalamm, das geopfert wurde (1 Kor 5,7 EU). In 1 Petr 1,18–19 EU wird Christus mit einem fehlerlosen Opferlamm verglichen, dessen Blut erlösende Kraft habe. In der Johannesoffenbarung ist „Lamm“ (altgriechischἀρνίον arníon) der bevorzugt verwendete Titel Christi (Offb 5,6 EU und öfter); er verbindet das Konzept des tödlich verletzten Opfertiers mit dem des siegreich vorangehenden, mit Gott verbundenen Messias. Der hier gebrauchte Begriff arníon legt für einige Exegeten die Vorstellung eines kräftigen, angriffsbereiten jungen Widders nahe.

Logos

Der Titel Logosλόγος kennzeichnet im NT den Johannesprolog (Joh 1,1.14 EU). Der Autor – wahrscheinlich der Evangelist – übersetzte hier zum einen das hebräische dabar für Gottes unmittelbar wirkende Rede im Tanach mit einem Zentralbegriff der griechischen Philosophie, zum anderen – und das ist einzigartig – identifizierte er ihn mit der Person des Heilsmittlers und bezog ihn auf dessen Präexistenz vor der Schöpfung.

Diese Gleichsetzung unterscheidet den Begriff nach Hans Conzelmann auch von den Begriffen Ebenbild oder Bild Gottes εἰκών (2 Kor 4,4 EU) und Weisheit (1 Kor 1,30 EU) für Jesus bei Paulus.

Zweiter oder letzter Adam

Paulus nennt Jesus den „zweiten“ oder „letzten Adam“ und bezieht ihn damit auf den ersten Menschen in der biblischen Schöpfungsgeschichte. Er beschreibt ihn nicht als seinen Nachkommen, sondern als heilenden Gegensatz: Gegenüber dem aus Erde geschaffenen, durch seine Sünde den Tod für die Menschen auslösenden Adam (Röm 5,12 EU) komme Jesus „vom Himmel“ (1 Kor 15,47 EU) und habe den Tod für die Menschen überwunden (Röm 5,17f EU). Im Gegensatz zur irdischen (1 Kor 15,45 EU) verkörpere Jesus die pneumatische Existenzform, die er selbst wirkend erschaffe (1 Kor 15,47 EU). Wie Adam zum Stammvater der sündigen Menschheit geworden sei, so gehe aus Jesus die himmlische Gemeinde als Leib Christi hervor (1 Kor 15,48 EU; vgl. Kol 1,18 EU).

Weitere Titel und Attribute

Jesus, der gute Hirte (3. Jahrhundert, Katakombe S. Callisto, Rom)
Ikone Christus, der Weinstock (Angelos Akotantos, Kreta, 16. Jahrhundert. Museum für Byzantinische und Christliche Kunst, Athen

Zudem finden sich im NT weitere Titel und Attribute für Jesus Christus:

Der Tod Jesu Christi war für die Urchristen ebenso zentrales Glaubensthema wie seine Auferweckung. Frühe Credoformeln nennen beide Daten immer miteinander. Sie deuten den Tod sprachlich variabel, aber inhaltlich übereinstimmend als Hingabe Jesu bzw. Gottes für seine Anhänger, sein Volk und alle Menschen. Schlüssel dazu waren die Abendmahlsworte (Mk 14,22–25 EU, 1 Kor 11,23–26 EU).

Bald wurden diese Bekenntnissätze erzählend entfaltet. Die Passionsberichte der Evangelien werden auf eine gemeinsame Grundform aus der Jerusalemer Urgemeinde zurückgeführt. Sie beantworten je auf ihre Weise die Frage der Jünger nach dem Sinn des Leidens und Sterbens Jesu mit Hilfe der Schrift (Lk 24,14–17 EU). Spätere Gemeindebriefe haben Jesu Tod theologisch verschieden ausgedeutet.

Passionsbericht bei Markus

Kruzifix (Nkangi kiditu), Bronzeguss, Kongo, frühes 17. Jahrhundert (Brooklyn Museum)
Äthiopisch-orthodoxe Prozessionsikone: Christus mit Dornenkrone und Kreuzabnahme (18. Jahrhundert, Smithsonian National Museum of African Art)

Martin Kähler prägte für das Markusevangelium die Charakterisierung als „Passionserzählung mit ausführlicher Einleitung“. Markus verknüpft Jesu Wirken in Galiläa mit Hilfe der Leidensankündigungen (Mk 8,31 EU; 9,31 EU; 10,33 EU) eng mit seinem Ende in Jerusalem und stellt es als Vorwegnahme der in der biblischen Apokalyptik verheißenen Endzeit dar. Mit Hilfe des Konzepts vom Messiasgeheimnis erklärt er, dass Jesus seine Identität zuerst geheim hielt, um sich erst in seinem Sterben als Messias und Menschensohn zu offenbaren.

Der Bericht beginnt mit Jesu Ankunft in Jerusalem, gefolgt vom letzten Mahl im Rahmen eines Pessach, Festnahme, Prozess, Übergabe, Kreuztragung, Kreuzigung und Grablegung. Eine Mehrheit der Exegeten nimmt an, dass dieser festgefügte Ablauf nicht erst vom Evangelisten Markus geschaffen wurde, sondern auf eine Quelle zurückgeht. Trotz vieler Versuche, diese aus historischen wie theologischen Gründen sehr interessante vormarkinische Quelle zu bestimmen, wurde in der Exegese hierzu kein Konsens erreicht.

Nach der Darstellung des Markusevangeliums nahm Jesus beim Pessachfest mit dem versammelten Zwölferkreis, der für ganz Israel stand und Judas Iskariot einschloss, ein festliches Mahl ein. Er nahm ein Trinkgefäß mit Wein und sagte (Mk 14,24 EU): „Das ist mein Blut des Bundes, das für viele vergossen wird.“ Ob mit dem Ausdruck „für die Vielen“ als Aramaismus eine inklusive Vielzahl gemeint ist, also ein „für alle“, und eine Anspielung auf Jes 52,13 –53,12 EU vorliegt, wird im Anschluss an Joachim Jeremias diskutiert. Falls Jes 52,13 –53,12 EU zum Verständnis herangezogen werden kann, macht dies eine universale Aussage wahrscheinlich, „die die Völkerwelt miteinschließt.“

Das Stundenschema (Mk 15,33 EU) stellt die Kreuzigung Jesu in einen apokalyptischen Verstehenshorizont; eine nahe Parallele ist 4. Buch Esra 6,23f. „Daraus ergibt sich, daß die Stundenangabe … im Zusammenhang mit den Endereignissen zu betrachten ist. In ihr offenbart sich Gottes endgültiges Gericht und Heil.“ Auch die Finsternis bei der Kreuzigung Jesu steht in prophetisch-apokalyptischer Tradition (u. a. Am 8,9 EU). Solche Einzelzüge der Erzählung betonen: Hier vollzieht Gott seinen vorherbestimmten Plan. Hier läuft die Frist ab, die aller Gewaltherrschaft gesetzt ist (Dan 7,12 EU). Der Text verkündet also: Das Endgericht über Israel und die Völkerwelt fand schon statt. Gott selbst habe seinen Sohn hingegeben, um Israel und alle Menschen aus diesem Gericht zu erretten.

Jesus betet am Kreuz mit Worten des 22. Psalms (Mk 15,34 EU): „Mein Gott, mein Gott, warum hast du mich verlassen?“

Dieser Psalm wurde seit dem Exil auf das ungerechte Leiden ganz Israels bezogen. Zu Unrecht zum Tod verurteilte Juden beteten so in Babylonien, Rom, Auschwitz, Bergen-Belsen und anderswo. Jesu Gottverlassenheit hat eine exklusive und eine inklusive Seite. Als der für die Menschheit Gerichtete erleidet er das Gericht stellvertretend für die Menschheit: Nur er kann das, nur er tut das. Niemand anderes kann und soll das noch tun. Als der mit und für alle ungerecht Leidenden schreit er nach Gottes Gerechtigkeit.

Beide Seiten sind nicht von der Geschichte des jüdischen Volkes zu trennen. Denn der Beter von Psalm 22 appelliert an den Gott des Exodus und stellt sein Leiden in Israels Gesamtgeschichte hinein. Er betet und leidet mit seinem und für sein Volk (Claus Westermann).

Markus überliefert einen Abschiedsschwur Jesu beim Passahmahl (Mk 14,25 EU): „Ich werde nicht mehr von der Frucht des Weinstocks trinken bis zu dem Tag, an dem ich von neuem davon trinke im Reich Gottes.“ Demgemäß lehnt er am Kreuz den Betäubungstrank seiner Henker ab (Mk 15,23 EU), nimmt aber nach seiner Gerichtsklage (Mk 15,34 EU) den Weinessig aus der Hand von Juden an, die hofften, der Prophet Elija werde ihn retten.

Das Gericht Gottes ist also für Markus nicht vom Eingehen (Kenosis) Jesu in die Leidens- und Hoffnungsgeschichte Israels zu trennen. Gerade im Sterben Jesu liege Hoffnung. Gott selbst sei darin präsent, leide und sterbe mit seinem Sohn. Gottes Reich werde kommen und alle Gewaltherrschaft überwinden. Jesus selber habe diese Zusage Gottes für alle hoffnungslos Versklavten und Gefolterten ultimativ bekräftigt, indem er sein Leben am Fest der Befreiung Israels für alle Völker hingab. So begründet die älteste narrative Deutung des Kreuzestodes Jesu eine unkündbare Solidarität von Christen mit Juden und allen zu Unrecht Verfolgten.

Deutungsmotive im NT

Die Urchristen deuteten Jesu Leiden und Tod großenteils mit biblischen Kategorien und Motiven. Die folgende Tabelle stellt dies vereinfacht dar, da zum Beispiel die Rezeption des Motivs vom leidenden Gottesknecht (Jes 53) differenziert verlief:

Motiv Vorkommen
Bindung Isaaks Markus, Paulus, Hebräerbrief
Dahingabe Synoptische Evangelien, Paulus, Epheser- und Kolosserbrief, 1. Petrusbrief
Erfüllung der Schrift („muss“) Synoptische Evangelien, Johannes
Fluch Paulus (im Galaterbrief)
Kontrastschema:
gestorben (durch Menschen)
auferweckt (durch Gott)
Lukanisches Doppelwerk
Leidender Gottesknecht (Jes 53 EU) Synoptische Evangelien, Paulus, Hebräerbrief, 1. Petrusbrief
Leiden des Gerechten Matthäus, Lukanisches Doppelwerk,1 Johannesbrief, 1. Petrusbrief
Leiden für Synoptische Evangelien, Paulus, Hebräerbrief, 1. Petrusbrief
Löschung der Schuldurkunde Epheser- und Kolosserbrief
Loskauf
Lösegeld
Erlösung
Matthäus, Markus, Paulus, Epheser- und Kolosserbrief, Pastoralbriefe, 1. Petrusbrief, Offenbarung
Pascha(lamm) Synoptische Evangelien, Johannes, Paulus, Offenbarung
Sterben für die Freunde Johannes
Sühne Matthäus, Markus, 1. Johannesbrief, Paulus, Epheser- und Kolosserbrief, Hebräerbrief, 1. Petrusbrief, Offenbarung
Verfolgung als Schicksal eines Propheten Synoptische Evangelien, Paulus (1. Thessalonicherbrief)
Versöhnung Paulus, Epheser- und Kolosserbrief
Hauptartikel: Auferstehung Jesu Christi
Frauen am Grabe Christi und Himmelfahrt (sog. „Reidersche Tafel“); Elfenbein; Mailand oder Rom, um 400 n. Chr..

Die Auferstehung Jesu von den Toten ist Hauptinhalt der urchristlichen Heilsbotschaft, die im Kern lautete: Jesus wurde für uns gekreuzigt und auferweckt (1 Kor 15,3–5 EU). Diese Glaubensaussage beruhte auf bestimmten Erfahrungen mit Jesus nach seinem Tod. Er kündigt den Jüngern schon vor seinem Kreuzestod seine Auferstehung dreifach an: Mt 16,21–23 EU, Mt 17,22–23 EU und Mt 20,17–19 EU.

Das älteste Evangelium berichtete anfangs wohl noch nicht von Jesu nachösterlichem Erscheinen, sondern kündigte es in Mk 16,5 EU nur an. Auch die neutestamentlichen Briefe führen Jesu Auftreten nach seiner Auferstehung nicht aus. Lukas, Johannes und die Apostelgeschichte beschreiben die Auferstehung genauer.

Die ersten Augenzeugen

Paulus ist der früheste Autor einer neutestamentlichen Schrift und erklärte, den Auferweckten selbst gesehen zu haben. Er übernahm ein frühes Credo, verbunden mit einer Zeugenliste (1 Kor 15,3–8 EU):

„Christus ist für unsere Sünden gestorben, gemäß der Schrift und ist begraben worden. Er ist am dritten Tag auferweckt worden, gemäß der Schrift, und erschien dem Kephas, dann den Zwölf. Danach erschien er mehr als fünfhundert Brüdern zugleich; die meisten von ihnen sind noch am Leben, einige sind entschlafen. Danach erschien er dem Jakobus, dann allen Aposteln.“

Paulus zitierte hier einen traditionellen Text aus einer griechischsprachigen christlichen Gemeinde mit jüdischem Hintergrund, vielleicht in Antiochia am Orontes. Es ist möglich, dass hinter diesem alten Text ein aramäischsprachiges Glaubensbekenntnis der Jerusalemer Urgemeinde steht. Paulus stellte dazu fest, dass viele Augenzeugen noch lebten und befragt werden konnten. Dann fügte er seine eigene Jesusvision hinzu:

„Zuletzt erschien er auch mir, gleichsam der Missgeburt.“

Mit dieser als Berufung erfahrenen Jesusvision (Gal 1,15 EU) begründete er wie der Prophet Jeremia seinen gleichberechtigten Auftrag zur Völkermission. In 2 Kor 3,18 EU betonte er, dass Christen die Herrlichkeit bzw. den Lichtglanz des Herrn wie in einem Spiegel schauten und dadurch selbst verändert, nämlich in das Bild Christi verwandelt würden.

Was genau diese ersten Zeugen „sahen“, war der „Auferweckte“: Dieser Ausdruck bezeichnet Gottes unsichtbares Handeln am getöteten Jesus. Das Bild des Weckens vom Schlaf meint die jenseitige Überwindung des Todes. Das Passivum Divinum drückt Respekt aus: Fromme Juden vermeiden es, Gott beim Namen zu nennen. Ihr Credo deutet aber diesseitige Erfahrungen: Es weist auf eine leibhafte Begegnung mit Jesus hin und zugleich auf seine unvergleichbare, der Sterblichkeit nicht mehr unterworfene Seinsweise.

„Er ist wahrhaftig auferstanden!“ (Lk 24,34 EU): Dieser frühe Bekenntnissatz bezog sich auf das aktive Erscheinen des Auferweckten vor seinen Jüngern. Beide Ausdrücke bezeichnen im Neuen Testament wie in der jüdischen Apokalyptik exklusiv Gottes Handeln. Das „Sehen“ meint dort das Vorhersehen der Zukunft in einer von Gott geoffenbarten „Vision“ (Dan 7,1 EU). Es war demnach kein gewöhnliches Wahrnehmen, sondern ein Erkennen, von dem die Beteiligten nur sagen konnten, dass Gott (AT) bzw. Jesus (NT) es selbst bewirkt habe.

Das leere Grab

Der älteste Passionsbericht, den Markus übernahm, führt das urchristliche Credo erzählend aus und endet daher mit der Entdeckung des leeren Grabes Jesu am „dritten Tag“ von Jesu Tod an (Mk 16,1–8 EU). Der Passionsbericht liefert folgende Darstellung: Nur noch Frauen von Jesu Anhängern waren dabei (Mk 15,40f EU). Einige sahen, wo er begraben wurde (Mk 15,47 EU). Nach dem Sabbat wollten sie den Toten gemäß jüdischer Sitte einbalsamieren und so ehren (Mk 16,1). Dabei fanden sie sein Grab leer. Die Erklärung dafür gab ihnen ein Engel in der Gestalt eines jungen Mannes in weißem Gewand (v. 6–7):

„Er aber sagte zu ihnen: Erschreckt nicht! Ihr sucht Jesus von Nazaret, den Gekreuzigten. Er ist auferstanden; er ist nicht hier. Seht, da ist die Stelle, wohin man ihn gelegt hat. Nun aber geht und sagt seinen Jüngern und dem Petrus: Er geht euch voraus nach Galiläa; dort werdet ihr ihn sehen, wie er es euch gesagt hat.“

Das verweist auf die frühe Zeugenliste. Ihr „Sehen“ wird demnach als Erkenntnis gedeutet: Gott hat diesen zuvor getöteten Galiläer auferweckt. Darum war sein Grab leer. Alle, die ihn nicht sahen, wurden auf einen Weg gesandt, auf dem er sich zu erkennen gab: Das rief sie erneut in die Nachfolge. Der betonte Hinweis auf „den Gekreuzigten“ stellt Gottes endgültiges Lebenschaffen gegen das unrechtmäßige Töten der Menschen und verweist auf die urchristliche Predigt in Jerusalem (Apg 4,10 EU): „Ihr habt ihn gekreuzigt, Gott aber hat ihn auferweckt!“

Nur bei Markus endet der Bericht mit der Flucht der Frauen, die entgegen ihrem Auftrag nichts weitersagen (Mk 16,8 EU). Das erinnert an die Flucht der Männer bei Jesu Festnahme (Mk 14,50 EU) und macht klar, dass die Frauen diese zunächst gar nicht antreffen konnten. Es spielt auch versteckt auf Jes 52,15 EU an, wo von der Erhöhung des verachteten, „für uns“ getöteten Gottesknechts die Rede ist (Jes 53,4f EU).

Danach kann nur Jesu eigenes Erscheinen Entsetzen, Angst und Trauer überwinden, in Freude verwandeln (Mt 28,8 EU) und Glauben an ihn schaffen (Joh 20,20 EU). Damit legt der Text nahe, dass die Jesusvisionen schon bekannt waren und in oder unterwegs nach Galiläa (Emmaus, Lk 24,13 EU) erfolgten: also einige wenige Tage nach der Jüngerflucht und Jesu Tod.

Der historische Gehalt der Grabüberlieferung ist stark umstritten. Einige Neutestamentler (z. B. Rudolf Bultmann, Willi Marxsen, Gerd Lüdemann) halten den Text für eine späte apologetische Legende, die Jesu Auferstehung nachträglich „beweisen“ sollte. Auch Georg Strecker sieht in dieser Erzählung „Merkmale sekundären legendarischen Ursprungs“. Andere (Ulrich Wilckens, Peter Stuhlmacher) gehen davon aus, dass die Auffindung des leeren Grabes „am dritten Tag“ historisch war und erst Markus den Bericht davon mit der Engelsbotschaft und Jesu Erscheinungen verband.

Für die Historizität spricht, dass die Zeugenliste keine Frauen, die Grabgeschichte keine Männer und nur Frauen nennt, die Zeugen der Grablegung Jesu waren. Diese hatten im patriarchalischen Judentum damals kein Zeugenrecht, so dass ihr anfängliches Schweigen plausibel wirkt. Nach Lk 24,11 EU hielten die Männer ihre Nachricht vom leeren Grab für ein „Gerücht“ (Martin Luther übersetzte: „Märchen“) und glaubten ihnen nicht, bis Jesus selbst sie überzeugte. Das legt nahe, dass die Erscheinungen Jesu unabhängig von, aber zeitnah zur Entdeckung des leeren Grabes erfolgten. Dass dieses in Jerusalem bekannt war, könnte Mt 28,13 EU zeigen: „Erzählt den Leuten: Seine Jünger sind bei Nacht gekommen und haben ihn gestohlen, während wir schliefen.“ Solche Polemik gegen die Urchristen überliefert auch die Mischna.

Damals wurden jüdische Märtyrer durch den Ausbau ihrer Gräber geehrt, um ihr Anrecht auf künftige Auferstehung zu betonen (Eduard Schweizer). Das war den Urchristen verwehrt: „Was sucht ihr den Lebenden bei den Toten?“ (Lk 24,5 EU). Darum fehlt Jesu Grab in den ersten Petruspredigten und in den Paulusbriefen. Doch wenn es nicht nachprüfbar leer war, dann hätte sich die Botschaft von seiner Auferweckung in Jerusalem (Apg 2,32 EU) kaum halten können. Dieses Argument wird von den Neutestamentlern Klaus Berger und Martin Karrer sowie Dogmatikern wie Paul Althaus und Karl Barth geltend gemacht.

Die Emmausjünger

Zwei Jünger begegnen Jesus auf dem Weg nach Emmaus. Relief aus dem Benediktinerkloster Santo Domingo de Silos in Nordspanien, entstanden zwischen 1085 und 1100.

Nach Lk 24,13–35 EU begegneten zwei seiner Jünger Jesus auf dem Weg von Jerusalem nach Emmaus. Sie erkennen ihn nicht, teilen ihm aber ihre maßlose Trauer und Enttäuschung mit: „Wir aber hatten gehofft, dass er der sei, der Israel erlösen werde.“ Darauf legt er ihnen die Schrift aus: „Musste nicht der Messias all das erleiden, um so in seine Herrlichkeit zu gelangen?“ Sie bitten ihn, zu bleiben. Er tut es, isst mit ihnen und bricht dabei wie beim Passahmahl vor seinem Tod das Brot. „Da gingen ihnen die Augen auf und sie erkannten ihn; dann sahen sie ihn nicht mehr.“ Darauf tauschen sie ihr Erlebnis aus – „Brannte uns nicht das Herz in der Brust, als er unterwegs mit uns redete und uns den Sinn der Schrift erschloss?“ –, kehren sofort nach Jerusalem um, treffen dort die versammelten Elf und hören deren Bestätigung: „Der Herr ist wirklich auferstanden und ist dem Simon erschienen“.

Der Text repräsentiert lukanische Theologie: Der Evangelist wollte zeigen, wie man auch ohne eigene Vision Christ werden kann. Bibelauslegung, Eucharistie, Austausch der Erfahrungen mit Jesus und gemeinsames Glaubensbekenntnis spiegeln wohl den Ablauf eines urchristlichen Gottesdienstes. Der Name „Kleophas“ (v. 18) für einen der Jünger – der zweite bleibt ungenannt – wurde sichtlich später eingefügt. Wäre der Zeuge historisch, hätte die Urgemeinde seinen Namen in ihre Liste aufgenommen. Der Credosatz, auf den der Text zielt, wird von NT-Historikern als sehr alt und der Geschichte vorgegeben eingeschätzt. Es erinnert daran, dass Petrus den Auferweckten als Erster sah und dies dann Anderen mitteilte. Auch Mk 16,7 EU nennt ihn neben den übrigen Jüngern. Das bestätigt den Anfang der Jerusalemer Zeugenliste.

Die Elfervision

Alle Evangelien berichten von einer Erscheinung Jesu vor dem Kreis der ersten Jünger. Dabei reden die Synoptiker ausdrücklich von elf Jüngern, da Judas Iskariot nicht mehr zu „den Zwölfen“ gerechnet wurde (nach Mt 27,5 EU hatte er sich erhängt). Das Johannesevangelium nennt keine Zahl, jedoch wird Judas auch dort nicht mehr erwähnt. Alle Evangelien begründen mit der Erscheinung Jesu die Beauftragung der Jünger zur Völkermission. Jedes Evangelium formuliert diese anders und zeigt so seine besondere theologische Sicht.

  • Mt 28,1–20 EU übernahm und veränderte die Grabgeschichte: Die Frauen, die sich bei Markus noch fürchteten und nichts weitersagten, freuen und beeilen sich nun, ihren Auftrag auszuführen. Sie begegnen Jesus selbst, der durch sie die Jünger zu einem Berg in Galiläa bestellt. Dort erscheint er ihnen, offenbart seine ihm von Gott übergebene Macht, sagt ihnen seine Geistesgegenwart und Wiederkunft zu und beauftragt sie zur Völkermission. Dieser schließt die Taufe auf seinen Namen und das Halten all seiner Gebote (Bergpredigt, Mt 5–7 EU) ein.
  • Lk 24,36–53 EU und Joh 20,19–23 EU teilen gemeinsame und verschiedene Motive der Jüngersendung: Jesus erschien am Abend des Sabbatfolgetags nach seinem Tod, trat zu den Versammelten (Joh: durch verschlossene Türen), entbot ihnen den Friedensgruß, überwand ihre Angst und ihren Unglauben (Lk: durch Essen, Joh: durch Zeigen der Wundmale), legte ihnen die Schrift aus (Lk) bzw. gab ihnen den Heiligen Geist (Joh), sandte sie in die Welt zur Verkündigung der Sündenvergebung und Buße (Lk) bzw. zum Erlassen oder Behalten der Sünden (Joh).
  • Mk 16,9–20 EU ist ein späterer Anhang an das ursprüngliche Ende des Evangeliums: Er setzt die Jesusbegegnungen Marias (Joh 20 EU) und der Emmausjünger (Lk 24 EU) schon voraus, die Markus noch nicht kannte. Er bringt die verschiedenen Erscheinungsberichte in eine Abfolge, um Widersprüche auszugleichen. Dabei widerspricht er jedoch der Zeugenliste: Dort steht die Elfervision aller Erstberufenen am Anfang, hier am Ende. Der universale Missionsauftrag der Christen enthält nun auch die Vollmacht zum Austreiben von Dämonen, analog zu den bei Markus überlieferten Exorzismen Jesu.

Alle Evangelien betonen die Identität der auferweckten mit der gekreuzigten Person, des neuen mit dem alten Leib: Damit wehren sie wohl die gnostische These vom „Scheintod“ des Erlösers ab. Dass der Auferstandene sich ernährte, hieße aber, dass er nur wiederbelebt, nicht unsterblich war. Doch die Texte verkünden auch, dass er den Naturgesetzen nicht mehr unterworfen war, sondern durch Wände ging (Joh 20,19 EU) und an verschiedenen Orten zugleich erschien (Lk 24,33–36 EU). – Nach 1 Kor 15,50f EU kann der alte den neuen Leib nicht „erben“, sondern der himmlische Leib verwandelt den irdischen völlig. Insofern bestätigte Paulus, der nichts vom leeren Grab Jesu zu wissen schien, die Evangelienberichte indirekt.

Ob und wo Jesus sich den elf Jüngern zeigte – in Galiläa (Mk und Mt) oder in Jerusalem zwei Tage nach Jesu Tod (Lk und Joh) –, ist nicht mehr zu ermitteln. Beides war bei einer Jüngerflucht drei Tage zuvor unmöglich. Darum erklärt jeder Evangelist das Jüngertreffen anders: Bei Matthäus erschien Jesus den Frauen am Grab zusätzlich zu den Engeln. Bei Lukas veranlasst das Emmauserlebnis die sofortige Rückkehr der Elf. Bei Johannes blieb Petrus in Jerusalem und betrat Jesu Grab, während Maria ihn zuerst sah. So verknüpften die Evangelisten die Grabgeschichte auf widersprüchliche Weise mit den Erscheinungen, um das Jüngertreffen zu erklären.

Spätere Erscheinungstexte

  • Mk 9,1–13 EU erinnert mit Jesu Verklärung auf einem Berg in Galiläa an eine nachösterliche Jesusvision (v. 9) für Petrus, Jakobus und Johannes. Diese Namen nennt Gal 2,9 EU als „Säulen“ der Urgemeinde: Man kann also annehmen, dass sie ihr Führungsamt aufgrund einer solchen Jesusvision erhielten. Markus deutet diese als vorösterliche Offenbarung des erwählten Sohnes Gottes in Gegenwart des Mose und des Elija, des Gesetzes und der Propheten.
  • Joh 20,1–18 EU formt die überlieferte Grabgeschichte zu einer Selbstoffenbarung des Auferweckten um. Der Text widerspricht offenbar bewusst der synoptischen Tradition: Maria Magdalena, nicht Petrus sah Jesus zuerst. Dafür betrat Petrus als Erster das leere Grab. Die johannäische Endredaktion widersprach dem nochmals und fügte den „Jünger, den Jesus liebte“ ein: Sie lässt ihn mit Petrus um die Wette laufen und das leere Grab zuerst betreten, um seine Autorität zu untermauern. Das bestätigt: Ohne Jesu eigenes Erscheinen konnte das leere Grab nur Furcht und Entsetzen, aber keinen Glauben an Jesu Auferstehung bewirken. Es bestätigt auch: Frauen waren – ob sie ihn selbst sahen oder nur sein Grab leer fanden – die ersten Osterzeugen.
  • In Joh 21,1–14 EU erscheint Jesus sieben seiner ersten Jünger am Ufer des Sees Genezareth, wo er sie anfangs berief. Er hilft ihnen, einen großen Fischfang zu machen. Der Jünger, den Jesus liebte, erkennt als Erster: „Es ist der Herr!“ Dieser lädt sie zum gemeinsamen Mahl ein, bereitet es vor und isst mit ihnen. Auch dieser Text wurde an einen früheren Schluss des Evangeliums angehängt (Joh 20,31 EU) und gehört zu seiner Endredaktion (v. 24). Er setzt die Episode vom wunderbaren Fischzug (Mt 4,8–22 EU/Lk 5,1–11 EU) voraus, erinnert an die ersten Jüngerberufungen Jesu (Mk 1,16–20 EU), will die Adressaten so zur Mission ermutigen und neu Getaufte zum Abendmahl einladen. – Der Fisch wurde für verfolgte Christen in Rom zum geheimen Erkennungszeichen: griechisch Ichthys (Ιχθυς) ist das Akrostichon Iesus Christus Theu ´Yios Soter (Ιήσους Χριστος Θεου Ύιος Σωτηρ, „Jesus Christus, Sohn Gottes, Erlöser“).

Rekonstruktionsversuche des Osterereignisverlaufs

Was nach Jesu Tod geschah, erzählen die Evangelien in den Grundzügen übereinstimmend:

  • Jesus wurde an seinem Todestag noch vor Anbruch des Sabbats in ein frisches Felsengrab gelegt. Einige Frauen unter seinen Anhängern sahen, wo man ihn begrub.
  • Am Tag nach dem Sabbat wollten sie den Toten einbalsamieren. Dabei fanden sie sein Grab leer vor.
  • Die Jünger kehrten inzwischen getrennt nach Galiläa zurück. Dort oder auf dem Weg dorthin hatten einige von ihnen eine Vision, die sie als Wundertat Gottes erfuhren und beschrieben: Jesus wurde auferweckt.
  • Diese Visionen ähnelten sich, fanden aber unabhängig voneinander, zeitlich und räumlich gestreut statt (Lk 24,34 EU).
  • Daraufhin suchten die Jünger erneut Kontakt, tauschten ihre Erlebnisse aus und kehrten nach Jerusalem zurück: Dort erwarteten Juden gemäß biblischer Prophetie das Weltende.
  • In der Stadt trafen sie die Frauen, die ihnen das leere Grab zeigten. Ihr Bericht davon wurde daraufhin zur Verheißung des „Sehens“ Jesu in Galiläa umgeformt.

Die Rückkehr der Jünger nach Jerusalem erfolgte also wahrscheinlich unabhängig von einer Grabentdeckung der Frauen. Sie kehrten dann nicht unbedingt gleichzeitig, sondern aufgrund je eigener Erfahrungen und Nachrichten vom auferstandenen Jesus dorthin um. Deshalb nehmen zum Beispiel der Kirchenhistoriker Hans von Campenhausen, der Dogmatiker Wolfhart Pannenberg und der Neutestamentler Martin Karrer an, dass die ältesten Notizen von Jüngern, denen Jesus unterwegs nach Galiläa erschien, echte Erlebnisse widerspiegelten, da anders die Gemeindegründung in Jerusalem nach der Jüngerflucht kaum zu erklären sei. Andere Theologen dagegen halten die Erscheinungsberichte für subjektive Projektionen ohne äußeren Anstoß.

Welche Frauen Jesu leeres Grab fanden, warum sie es aufsuchten, welche Jünger den auferweckten Jesus sahen, wann, wo und was sie dabei sahen und hörten: das sind einige der Punkte, die die Evangelien verschieden und zum Teil widersprüchlich überliefern. Sie bestätigen nur die Erstvision des Petrus und einiger anderer ungenannter Jünger aus der Zeugenliste der Urgemeinde, ohne diese näher zu beschreiben. Von den in der Liste genannten Erscheinungen Jesu vor „500 Brüdern“ und „allen Aposteln“ wissen sie nichts. Die „Himmelfahrt“ (Apg 1 EU) galt nur dem Elferkreis; die Massenvision meint eventuell eine Massentaufe wie die nach der Pfingstpredigt (Apg 2,41 EU).

Theologische Deutungsmotive der Ostertexte

  • Gott hat gehandelt

Alle Ostertexte des Neuen Testaments (Zeugenliste, Evangelien und Apostelgeschichte) stimmen darin überein, dass nur Gott selbst Jesus auferwecken konnte. Niemand war dabei. Nur der Auferweckte selbst konnte sich dann seinen Jüngern offenbaren. Von sich aus erkannte ihn niemand. Nur einige der ersten Jünger und Paulus sahen den Auferstandenen. Dieser war nur eine befristete Zeit lang zu sehen (Apg 1,2–5 EU). Das betont den besonderen Charakter des Verkündeten als ein reales Ereignis, das aber außerhalb aller sonst bekannten Wirkungszusammenhänge steht (Wunder). Es ist nicht „von außen“ einsehbar, sondern wurde nur einem kleinen Kreis von Zeugen offenbart. Wer dem Neuen Testament glauben möchte, kann nur dem Glauben dieser ersten Zeugen glauben und ihrem Zeugnis trauen, oder aber nicht.

Hier liegt der Grund für die Bandbreite der Deutungen: In der älteren Diskussion vermuteten Religionskritiker „Betrug“ (Hermann Samuel Reimarus), „Fiktion“ und „subjektive Visionen“ (David Friedrich Strauß) oder aber „Projektion“ (Ludwig Feuerbach, Sigmund Freud). Der Neutestamentler Rudolf Bultmann erklärte die Ostertexte aus einem mythologischem Selbstverständnis der ersten Christen und befand, die Ostertexte enthielten apologetische Legenden, Gerd Lüdemann motivierte sie psychologisch mit dem Umschlag von Schuldgefühlen in Gnadengewissheit. Konservative protestantische Dogmatiker wie Walter Künneth und Wolfhart Pannenberg versuchten, Jesu Auferstehung als „historisches Ereignis“ auszuweisen. Karl Barth betonte gegen Bultmann das objektive Geschehen hinter den Glaubenszeugnissen, das aber prinzipiell nicht historisch verifizierbar sei.

  • Der Auferweckte schenkt Versöhnung und überwindet so den Unglauben

Die Ostertexte betonen die Identität des nun Auferstandenen mit dem zuvor Gekreuzigten. Sie erinnern Jesu Jünger damit an ihr Versagen angesichts seines Todes: Sie hatten ihn verraten, verlassen und verleugnet. Nur er selbst konnte also ihren Unglauben überwinden. Er tat dies, indem er sich mit ihnen versöhnte. Erst das öffnete ihre Augen. Das gemeinsame Essen gab ihnen erneut – und diesmal unwiderruflich – Anteil am Heil. Diesen Aspekt betonen besonders die Evangelien: Das ist der Sinn der Mahlmotive in ihren Erscheinungstexten. Darum feierte die Urgemeinde in jedem Gottesdienst das Abendmahl.

  • Der gekreuzigte Jude aus Galiläa ist der zu Gott erhöhte Sohn Gottes

Mit der Versöhnung zugleich schuf der Auferstandene die Erkenntnis, wer er in Wahrheit ist: der von Gott gesandte und zu Gott erhöhte Christus. Dieser Mensch ist also der endgültige Offenbarer dieses Gottes und sein einzigartiges Ebenbild. Als solchen haben ihn die Urchristen dann verkündet, während sie vor seinem Tod noch, wie er, das Reich Gottes verkündeten (Mt 10,7 EU). Der Titel des Gottessohnes beinhaltete dabei auch schon die Aspekte der ewigen Erwählung (Präexistenz Christi), Präsenz, Weltherrschaft und Wiederkunft.

  • Der Sohn Gottes ist der kommende Weltrichter

Alle Urchristen deuteten Jesu Erscheinen als „Auferweckung“. Das war von ihren jüdischen Glaubensvoraussetzungen her undenkbar: „Auferweckt“ werden sollten die Toten gemeinsam, und zwar erst am Ende der Welt, wenn Gott zum Gericht erscheint. Ein nach jüdischem Recht Verurteilter, der gekreuzigt wurde, galt als von Gott verflucht. Er wäre im jüdischen Glauben nicht auferweckt oder im Endgericht verworfen worden.

Die Texte zeigen nach der verzweifelten Jüngerflucht unübersehbar ihre Freude über die überraschende Wende. Jesu Erscheinen war für sie völlig unerwartet und rief zuerst Furcht hervor: Denn damit kam der Richter, um sein Endgericht vorwegzunehmen und in Kraft zu setzen. Besonders Paulus, der Verfolger der Urgemeinde, erfuhr das: Ihm gegenüber zeigte sich der inthronisierte Menschensohn im Lichtglanz der Herrlichkeit Gottes (Apg 9,3 EU; 2 Kor 3,18 EU). Darauf konnte nur Verstummen, Erblinden und Kniefall folgen. In seiner Berufungsvision fehlen daher das Mahlmotiv, das Sendungsmotiv und der Schriftbeweis: Diesen führte Stephanus bereits, von dessen Missionspredigt (Apg 7 EU) Paulus wohl gehört hatte. Erst nach seiner Taufe empfing er laut Apg 22,16ff EU den Auftrag zur Völkermission.

  • Das Kommen des Richters wird die Welt vollkommen verwandeln

Jesu Auferweckung bekräftigte für die Urchristen die Zukunftserwartung der jüdischen Prophetie (Jes 25,8 EU; 35,10 EU; Hes 37,12–14 EU) und Apokalyptik (Dan 7,2–14 EU) von einer endzeitlichen Verwandlung der Schöpfung und Überwindung des Todes (1 Kor 15 EU; Offb 21,3–5 EU). Darum verkündeten sie ihn als „Ersten der Entschlafenen“ (1 Kor 15,20 EU), sahen mit seiner Auferstehung also die Zukunft aller Toten und den Vorschein der neuen Schöpfung voraus und erwarteten sein Wiederkommen noch zu ihren Lebzeiten (1 Kor 15,51 EU; Mk 13,30 EU).

Daher spielte das leere Grab in der urchristlichen Verkündigung keine primäre Rolle. Es war nur eine sekundäre Bestätigung für die eigentliche Osterbotschaft. Es betonte die Realität des neuen Lebens Jesu und wies die Angeredeten vom Vergangenen weg zur Zukunft: „Was sucht ihr den Lebenden bei den Toten?“ (Lk 24,5 EU)

  • Die Geistesgegenwart des Auferstandenen sendet die, die an ihn glauben, zur Völkermission

Die Gabe des Heiligen Geistes im Pfingstereignis bekräftigte für die Urchristen die Überwindung des Fluchs der Sprachverwirrung (Gen 11 EU), gab ihnen also Hoffnung auf Völkerverständigung und Frieden (Apg 2,1–11 EU). Schon die ersten Petruspredigten verkündeten Jesu Auferweckung daher als Hinzurufen der Völker und Erfüllung des Völkersegens Abrahams (Apg 2,14ff EU; 3,12ff EU; 4,8ff EU). Diese Erfüllung begann wie zu Lebzeiten Jesu mit dem Heilen der geschädigten Kreatur (Apg 5,12ff EU).

Diese Aspekte oder Dimensionen der Auferstehung Jesu sind im NT untrennbar, treten aber nicht überall zugleich auf. Die weitere Christologie und Soteriologie entfaltete sie dann je nach Situation der angeredeten Gemeinden.

Jesus Christus war, bzw. ist für seine Verehrer sowohl Repräsentant der Gottheit (Kyrios, Sohn Gottes) als auch die historische Person Jesus von Nazareth. Die Zweinaturenlehre der altkirchlichen Christologie verbindet beide Motive. Sichtbar und im Bild verehrbar ist allerdings nur der Mensch Jesus. Mit der Ausformulierung der Transsubstantiationslehre in der lateinischen Westkirche repräsentierte die konsekrierte Hostie Jesus Christus. Sie konnte in der Monstranz bei der Fronleichnamsprozession mitgeführt, zur Verehrung ausgesetzt und im Tabernakel aufbewahrt werden. Seit dem Hochmittelalter konzentrierte sich die Christusfrömmigkeit der Westkirche auf die Passionsgeschichte und entwickelte hierfür eigene Andachtsformen (Andachtsbilder, z. B. Christus als Schmerzensmann, Kreuzweg, Andachten zu den Wunden Christi, Herz-Jesu-Kult). In der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts wurde auch die Verehrung Jesu als Christkönig bedeutsam.

Charakteristisch für die protestantische Christusfrömmigkeit ist eine Konzentration auf biblisch begründete Motive und die persönliche Zueignung des durch Christus gewirkten Heils (pro me/pro nobis). Im Bild und vor allem Kirchenlied wurde die ältere Passionsfrömmigkeit weiter gepflegt. Im 19. Jahrhundert kam infolge der historisch-kritischen Bibellektüre der Jesus der synoptischen Evangelien stärker in den Blick, was sich auch auf die künstlerische Ausstattung protestantischer Kirchen auswirkte.

Obdachloser Jesus, Skulptur von Timothy P. Schmalz vor der Kathedrale von São Sebastião (Rio de Janeiro)

Die Inkarnation begründete theologisch die Inkulturation Jesu Christi in verschiedene Kulturen im Zuge der weltweiten christlichen Mission. Sowohl für die Missionare als auch die Missionierten diente Jesus Christus als Identifikationsfigur: für die Missionare als siegreicher Christus (Christus victor) mit universalem Anspruch, für die Missionierten als in ihrem ärmlichen Alltag anwesender, mit ihnen leidender Christus (Christus praesens, Christus patiens). Nach dem Zweiten Weltkrieg setzte die Dekolonisation ein, mit der Folge, dass in den ehemaligen Missionsgebieten eigene kontextuelle Theologien formuliert wurden. Dabei zeigte sich zunächst, dass die Vorstellung eines leidenden Gottes in verschiedenen afrikanischen und asiatischen Kulturen fremd war. Jesus Christus wurde von afrikanischen Theologen in Analogie zu einem verehrten Ahn, Herrscher oder Initiationsmeister verstanden. Asiatische Christen interpretierten Christus vor dem Hintergrund von Hinduismus und Buddhismus. Das Leiden der armen Bevölkerung war dann wiederum Anlass zu einem neuen Verständnis des Leidens Christi (Beispiele: Minjung-Theologie in Südkorea; Kazoh Kitamori, Theologie des Schmerzes Gottes). Theologinnen wie die Ghanaerin Mercy Oduyoye sehen den Rückgriff auf traditionelle Kulturen kritisch, insofern diese Kulturen die Unterdrückung von Frauen kulturell und religiös legitimierten.

Lexikonartikel

Exegese des Neuen Testaments

Systematische Theologie (Dogmatik)

Sonstige Literatur

Commons: Jesus Christus – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien
  1. Bernhard Lang: Die Bibel, Ferdinand Schöningh, Paderborn 1992, S. 87.
  2. Bernhard Lang: Die Bibel. S. 86f.
  3. Reinhard Nordsieck: Das Thomasevangelium. Neukirchener Verlag, 2. Auflage. 2004, Einleitung (Forschungsgeschichte) S. 7–23.
  4. Duden: Jesus Christus, der: Lateinisch dekliniert lauten der Genitiv: Jesu Christi, Dativ und Ablativ: Jesu Christo, Akkusativ: Jesum Christum. Im Deutschen ist heute nur noch der lateinische Genitiv gebräuchlich, in der Liturgie auch der Vokativ (Anruf) Jesu Christe („O Jesus Christus!“).
  5. Marinus De Jonge: Christ. In: David Noel Freedman (Hrsg.): The Anchor Bible Dictionary.Band1. Doubleday, New York, N.Y. etc. 1992, ISBN 0-385-19351-3,S.914f. (englisch).
  6. Ben F. Meyer: Jesus Christ. In: David Noel Freedman (Hrsg.): The Anchor Bible Dictionary.Band3. Doubleday, New York, N.Y. etc. 1992, ISBN 0-385-19361-0,S.773 (englisch).
  7. Die Copula („ist“) kann im Griechischen entfallen, vgl. Franz Mußner: Der „historische“ Jesus. In: Ders., Jesus von Nazareth im Umfeld Israels und der Urkirche (= Wissenschaftliche Untersuchungen zum Neuen Testament. Band 111). Mohr Siebeck, Tübingen 1999, S. 43–61, hier S. 44.
  8. Martin Karrer: Jesus Christus im Neuen Testament. Göttingen 1998, S. 47.
  9. Und zwar in der griechischen Fassung des Septuaginta-Psalters: „er selbst wird Israel erlösen von allen seinen gesetzlosen Taten.“ Übersetzung nach: Wolfgang Kraus, Martin Karrer (Hrsg.): Septuaginta Deutsch. Das griechische Alte Testament in deutscher Übersetzung. Deutsche Bibelgesellschaft, Stuttgart 2009, S. 883.
  10. Martin Karrer: Jesus Christus im Neuen Testament. S. 47 und Fn. 76. Vgl. auch Karl Heinrich Rengstorf: Artikel Jesus Christus. In: Theologisches Begriffslexikon zum Neuen Testament. Brockhaus, 9. Auflage, 1993, S. 757. und Martin Noth: Die israelitischen Personennamen im Rahmen der gemeinsemitischen Namengebung. 1928, S. 154.
  11. Ulrich Luz: Das Evangelium nach Matthäus (= Evangelisch-Katholischer Kommentar. Band 1/1). Benziger, Zürich / Neukirchener Verlag, Neukirchen-Vluyn 4. Auflage 1997, S. 101. Vgl. auch die Deutung des Namens Je(ho)schua/Jesus durch den zeitgenössischen jüdischen Philosophen Philon von Alexandria (De mutatione nominum 121f.): „Heil des Herrn“.
  12. Matthias Konradt: Das Evangelium nach Matthäus (= Das Neue Testament Deutsch. Band 1 der Neubearbeitung), Vandenhoeck & Ruprecht, Göttingen 2015, S. 37.
  13. Udo Schnelle: Paulus: Leben und Denken (Reihe: De Gruyter Studium). De Gruyter, 2. überarbeitete und erweiterte Auflage Berlin/Boston 2014, S. 393–398.
  14. Ralph Brucker: „Christushymnen“ oder „epideiktische Passagen“?: Studien zum Stilwechsel im Neuen Testament und seiner Umwelt. Vandenhoeck & Ruprecht, Göttingen 1997, S. 307. (Online) Dass der Text den Kriterien eines antiken Hymnus nicht entspricht, ist Konsens. Klaus Berger schlug deshalb die Bezeichnung „Christus-Enkomion“ vor; da der Text nur die Haltung Christi rühmt, nicht seine einzelnen taten, bevorzugt Brucker (ebd., S. 319) die Charakterisierung als Epainos.
  15. Samuel Vollenweider: Politische Theologie im Philipperbrief? In: Dieter Sänger, Ulrich Mell (Hrsg.): Paulus und Johannes: exegetische Studien zur paulinischen und johanneischen Theologie und Literatur. Mohr Siebeck, Tübingen 2006, S. 457–469, hier S. 463–465. (Online)
  16. Gordon W. Lathrop: Jesus Christus II. Jesus Christus in der Geschichte des Christentums 2. Liturgiegeschichte. In: Religion in Geschichte und Gegenwart (RGG). 4. Auflage. Band 4, Mohr-Siebeck, Tübingen 2001, Sp. 472–475.
  17. Rudolf Pesch: Die Apostelgeschichte. Teilband 1: Apg 1-12 (Evangelisch-Katholischer Kommentar. Band 5/1), 3. Aufl., Zürich/Neukirchen-Vluyn 2005, S. 125 und 127. Zur neueren Diskussion der Taufe auf den Namen Jesus vgl. Lars Hartman: Usages — Some Notes on the Baptismal Name-Formulae. In: David Hellholm, Tor Vegge, Øyvind Norderval, Christer Hellholm: Ablution, Initiation, and Baptism: Late Antiquity, Early Judaism, and Early Christianity (= Beihefte zur Zeitschrift für die neutestamentliche Wissenschaft und für die Kunde der älteren Kirche. Band 176). De Gruyter, Berlin/Boston 2011, S. 397-413. Hellholm verweist für die Vorkommen in der Apostelgeschichte darauf, dass der Verfasser bewusst Septuaginta-Stil, also biblisch klingendes Griechisch, verwende.
  18. Rudolf Pesch: Die Apostelgeschichte. Teilband 1: Apg 1-12 (Evangelisch-Katholischer Kommentar. Band 5/1), 3. Aufl., Zürich/Neukirchen-Vluyn 2005, S. 125 und 127.
  19. Adelheid Ruck-Schröder: Der Name Gottes und der Name Jesu: eine neutestamentliche Studie. Neukirchener Verlag, 1999, ISBN 3-7887-1706-8.
  20. Bernd Kollmann: Name VI. Neues Testament. In: Religion in Geschichte und Gegenwart (RGG). 4. Auflage. Band 6, Mohr-Siebeck, Tübingen 2003, Sp. 35–36.
  21. Matthias Kreplin: Das Selbstverständnis Jesu. Hermeneutische und christologische Reflexion; historisch-kritische Analyse. Mohr Siebeck, Tübingen 2001, S. 83 ff.
  22. Christopher Tuckett: Hoheitstitel, christologische. In: Religion in Geschichte und Gegenwart (RGG). 4. Auflage. Band 3, Mohr-Siebeck, Tübingen 2000, Sp. 1832–1833.
  23. Bernhard Lang, Dieter Zeller: Messias/Christus. In: Manfred Görg, Bernhard Lang (Hrsg.): Neues Bibel-Lexikon.Band2. Benziger, Zürich 1995, ISBN 3-545-23075-9,S.782–785.
  24. Thilo Alexander Rudnig: König ohne Tempel. 2 Samuel 7 in Tradition und Redaktion. In: Vetus Testamentum 61/3 (2011),S. 426-446.
  25. Georg Steins: Die Bücher der Chronik. In: Christian Frevel (Hrsg.): Einleitung in das Alte Testament. 9., aktualisierte Auflage. Kohlhammer, Stuttgart 2016, S. 312–330.
  26. Daniel Stökl Ben Ezra: Qumran. Die Texte vom Toten Meer und das antike Judentum. Mohr Siebeck, Tübingen 2016, S. 325f.
  27. Wilfried Härle: Dogmatik. 5. überarbeitete Auflage. De Gruyter, Berlin/Boston 2018, S. 306.
  28. Martin Karrer: Sohn Gottes II. Als christologischer Titel im Neuen Testament. In: Religion in Geschichte und Gegenwart (RGG). 4. Auflage. Band 7, Mohr-Siebeck, Tübingen 2004, Sp. 1416–1418.
  29. Übersetzung: Wolfgang Kraus, Martin Karrer (Hrsg.): Septuaginta Deutsch. Das griechische Alte Testament in deutscher Übersetzung. Deutsche Bibelgesellschaft, Stuttgart 2009, S. 1060.
  30. Es gibt nur das Zitat von 2 Sam 7,14 EU in 4Q174 und „Sohn Gottes“ als Selbstbezeichnung eines (wahrscheinlich) nichtjüdischen Herrschers in 4Q246; im 4. Buch Esra ist 7,28 als christliche Interpolation zu werten. Vgl. Martin Karrer: Sohn Gottes II. Als christologischer Titel im Neuen Testament. In: Religion in Geschichte und Gegenwart (RGG). 4. Auflage. Band 7, Mohr-Siebeck, Tübingen 2004, Sp. 1416–1418.
  31. Hyam Maccoby: Jesus und der jüdische Freiheitskampf, Ahriman-Verlag, 1996, S. 87.
  32. Johannes Beutler: Das Johannesevangelium. Herder, 2. Aufl. Freiburg/Basel/Wien 2016, S. 530f. und 535.
  33. Zur Fachdiskussion vgl. Ulrich Wilckens: Der Brief an die Römer. Teilband 2: Röm 6-11 (= Evangelisch-Katholischer Kommentar. Band 6/2). Zürich/Neukirchen-Vluyn 1980, S. 189: „In V.5b folgt eine Doxologie, von der umstritten ist, ob sie sich auf Christus (I) bezieht oder auf Gott (II) … Die Gründe für II und gegen I dominieren stark.“ Knapp hierzu auch: Peter Stuhlmacher: Der Brief an die Römer (= Das Neue Testament Deutsch, Neubearbeitung. Band 6). Vandenhoeck & Ruprecht, Göttingen 1998, S. 131. (Online)
  34. Dass hier Jesus spricht, ergibt sich aus Offb 22,12+20 EU. Weitere Gleichsetzungen besprochen bei Franz Graf-Stuhlhofer: Jesus Christus – Gottes Sohn. Leun 32012, S. 24–31; zu den direkten Aussagen S. 39–41.
  35. Herbert Niehr: Das Buch Daniel. In: Christian Frevel (Hrsg.): Einleitung in das Alte Testament. 9., aktualisierte Auflage. Kohlhammer, Stuttgart 2016, S. 618–629, hier S. 625: Völkerengel, Mittler zwischen Gott und Welt, himmlisches Wesen.
  36. Martin Karrer: Jesus Christus im Neuen Testament. Göttingen 1998, S. 340–342.
  37. Petr Pokorný: Theologie der lukanischen Schriften, Vandenhoeck und Ruprecht, Göttingen 1999, S. 116.
  38. P. Maiberger, Artikel „Herr“ (AT), NBL Bd. 2, Spalte 127. Martin Karrer: Jesus Christus im Neuen Testament. Göttingen 1998, S. 344.
  39. Wilhelm Bousset: Kyrios Christos – Geschichte des Christusglaubens von den Anfängen des Christentums bis Irenäus. Vandenhoeck & Ruprecht, 5. Auflage. 1965, S. 75–84.
  40. Oscar Cullmann: Die Christologie des Neuen Testaments. Mohr Siebeck, 5. Auflage. Tübingen 1975, S. 200ff; so auch Werner Georg Kümmel: Die Theologie des Neuen Testaments nach seinen Hauptzeugen Jesus, Paulus, Johannes, Vandenhoeck und Ruprecht, Göttingen 1969, S. 99–103.
  41. Raymond Collins: Maranatha. In: Religion in Geschichte und Gegenwart (RGG). 4. Auflage. Band 5, Mohr-Siebeck, Tübingen 2002, Sp. 778–779.
  42. K. Woschitz: Art. „Herr“ (NT), NBL, Bd. 2, Spalte 129.
  43. Martin Karrer: Christological Titles I. New Testament. In: Encyclopedia of the Bible and Its Reception (EBR). Band 5, de Gruyter, Berlin / Boston 2012, ISBN 978-3-11-018373-3, Sp. 199–202.
  44. Bertold Klappert: Die Auferweckung des Gekreuzigten: Der Ansatz der Christologie Karl Barths im Zusammenhang der Christologie der Gegenwart. Neukirchener Verlag, 3. Auflage. 1981, ISBN 3-7887-0429-2, S. 141, Anmerkung 11.
  45. Johannes Beutler: Das Johannesevangelium. Herder, 2. Aufl. Freiburg/Basel/Wien 2016, S. 104.
  46. Zum Beispiel: TestJos 19,8; äthHen 90,38.
  47. Rainer Metzner: Das Verständnis der Sünde im Johannesevangelium. Humboldt-Universität Berlin, 1998, S. 143–155.
  48. Martin Hasitschka: Befreiung von Sünde nach dem Johannesevangelium. Tyrolia-Verlag, 1989, S. 112ff und 233ff
  49. Marco Frenschkowski: Lamm (Gottes). In: Religion in Geschichte und Gegenwart (RGG). 4. Auflage. Band 5, Mohr-Siebeck, Tübingen 2002, Sp. 49–51.
  50. Hans Conzelmann: Grundriss der Theologie des Neuen Testaments. Christian Kaiser Verlag, München 1967, S. 363–367.
  51. Dieser im Neuen Testament nur marginal für Jesus Christus verwendete Begriff gewann in der Theologiegeschichte konfessionsübergreifend erhebliche Bedeutung. Vgl. Wilfried Härle: Dogmatik. 5. überarbeitete Auflage. De Gruyter, Berlin/Boston 2018, S. 316f.
  52. Walter Schmithals: Einleitung in die ersten drei Evangelien. Walter de Gruyter, Berlin 1985, ISBN 3-11-010263-3, S. 419. und S. 425.
  53. Wolfgang Reinbold: Passion/Passionsüberlieferung/Passionsgeschichte. In: Religion in Geschichte und Gegenwart (RGG). 4. Auflage. Band 6, Mohr-Siebeck, Tübingen 2003, Sp. 974–976.
  54. Joachim Jeremias: Das Lösegeld für Viele. In: Judaica 3 (1947), S. 249–264.
  55. Eckhard Schnabel, Heinz-Werner Neudorfer: Das Studium des NT. R. Brockhaus, 2011, ISBN 978-3-417-29430-9, S. 139.
  56. Joachim Gnilka: Das Evangelium nach Markus (Evangelisch-Katholischer Kommentar zum Neuen Testament, Band 2/2). Neukirchener Verlag, Neukirchen-Vluyn 1979, S. 317.
  57. Joachim Gnilka: Das Evangelium nach Markus (Evangelisch-Katholischer Kommentar zum Neuen Testament, Band 2/2). Neukirchener Verlag, Neukirchen-Vluyn 1979, S. 321.
  58. Ob mit dem Zitat von Ps 22,2 angedeutet werden soll, dass Jesus den ganzen Psalm am Kreuz gebetet habe (der im zweiten Teil eine Hoffnungsperspektive hat), ist in der neutestamentlichen Exegese umstritten. Vgl. als Vertreter dieser Deutung Hartmut Gese: Psalm 22 und das Neue Testament: Der älteste Bericht vom Tode Jesu und die Entstehung des Herrenmahles. In: Zeitschrift für Theologie und Kirche 65/1 (1968), S. 1–22.
  59. Martin Karrer: Jesus Christus im Neuen Testament. S. 173.
  60. Paulus selbst beschrieb die äußeren Umstände nicht näher, vgl. zum sogenannten Damaskuserlebnis Apg 9,1–9 EU.
  61. Friedrich Lang: Die Briefe an die Korinther. Vandenhoeck & Ruprecht, Göttingen 1994, S. 209. (Online)
  62. Friedrich Lang: Die Briefe an die Korinther. Vandenhoeck & Ruprecht, Göttingen 1994, S. 210.
  63. Friedrich Lang: Die Briefe an die Korinther. Vandenhoeck & Ruprecht, Göttingen 1994, S. 275f.
  64. Detlef Häuser: Glaubensbekenntnis und Jesusüberlieferung bei Johannes. S. 114–117.
  65. Paul Althaus: Die Wahrheit des kirchlichen Osterglaubens: Einspruch gegen Emanuel Hirsch. Bertelsmann, Gütersloh 1940.
  66. Hans von Campenhausen: Der Ablauf der Osterereignisse und das leere Grab. 3. durchgesehene und ergänzte Auflage. Winter, Heidelberg 1966.
  67. Vgl. Wolfhard Pannenberg: Systematische Theologie, Band 2. Vandenhoech & Ruprecht, Göttingen 2015, S. 385ff. (Die Rechtfertigung Jesu durch den Vater in seiner Auferweckung von den Toten). Zu Pannenbergs Verständnis der Historizität der Auferstehung vgl. Gunther Wenz: Wolfhard Pannenbergs Systematische Theologie. Vandenhoeck & Ruprecht, Göttingen 2003, S. 183-186. (Online)
  68. Rudolf Bultmann: Die Geschichte der synoptischen Tradition. 10. Auflage. Vandenhoeck & Ruprecht, Göttingen 1995, S. 308-316. (Online). Vgl. auch Hans Graß: Ostergeschehen und Osterberichte. Vandenhoeck & Ruprecht, Göttingen 1956. und ders.: Zur Begründung des Osterglaubens. In: Theologie und Kritik, gesammelte Aufsätze und Vorträge. Vandenhoeck & Ruprecht, Göttingen 1969, S. 180-194. (Online)
  69. Gerd Lüdemann: Die Auferstehung Jesu. Historie, Erfahrung, Theologie. Vandenhoeck & Ruprecht, Göttingen 1994.
  70. Zur Auseinandersetzung mit der psychologischen Deutung Lüdemanns vgl. Wolfhart Pannenberg: Die Auferstehung Jesu — Historie und Theologie. In: Zeitschrift für Theologie und Kirche 91/3 (1994), S. 318-328.
  71. Karl Barth: Kirchliche Dogmatik IV/2. Evangelischer Verlag, Zollikon 1955, S. 156-172.
  72. Ulrich Köpf: Jesus Christus II. Jesus Christus in der Geschichte des Christentums 1. Frömmigkeitsgeschichte. In: Religion in Geschichte und Gegenwart (RGG). 4. Auflage. Band 4, Mohr-Siebeck, Tübingen 2001, Sp. 470–473.
  73. Volker Küster: Jesus Christus II. Jesus Christus in der Geschichte des Christentums 5. Jesus Christus in der christlichen Mission. In: Religion in Geschichte und Gegenwart (RGG). 4. Auflage. Band 4, Mohr-Siebeck, Tübingen 2001, Sp. 479–481.
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Jesus Christus
jesus, christus, zentrale, person, christentums, sprache, beobachten, bearbeiten, dieser, artikel, behandelt, urchristlichen, schriften, darstellen, historischen, person, siehe, jesus, nazaret, weiteren, bedeutungen, siehe, jesus, begriffsklärung, christus, be. Jesus Christus zentrale Person des Christentums Sprache Beobachten Bearbeiten Dieser Artikel behandelt Jesus Christus wie ihn die urchristlichen Schriften darstellen Zur historischen Person siehe Jesus von Nazaret Zu weiteren Bedeutungen siehe Jesus Begriffsklarung und Christus Begriffsklarung Jesus Christus von altgriechisch Ἰhsoῦs Xristos Iesous Christos iɛːˈsuːs kʰriːsˈtos deutsch Jesus der Gesalbte ist nach christlicher Lehre gemass dem Neuen Testament NT der von Gott zur Erlosung aller Menschen gesandte Messias und Sohn Gottes Mit seinem Namen druckten bereits die Urchristen ihren Glauben aus und bezogen die Heilsverheissungen des Alten Testaments AT auf die historische Person Jesus von Nazaret Christus Pantokrator Ikone im Katharinenkloster auf dem Sinai 6 Jhd Inhaltsverzeichnis 1 Die urchristlichen Quellen 2 Der Name 2 1 Deklination 2 2 Interpretationen 2 3 Der Name Jesus Christus in den Paulusbriefen 2 4 Taufen auf den Namen Jesus Christus 2 5 Heilungen im Namen Jesu Christi 3 Christologische Hoheitstitel 3 1 Sohn Davids 3 2 Christus 3 3 Sohn Gottes 3 4 Gott 3 5 Hoherpriester 3 6 Menschensohn 3 7 Kyrios 3 8 Lamm Gottes 3 9 Logos 3 10 Zweiter oder letzter Adam 3 11 Weitere Titel und Attribute 4 Leiden und Kreuzestod 4 1 Passionsbericht bei Markus 4 2 Deutungsmotive im NT 5 Auferstehung 5 1 Die ersten Augenzeugen 5 2 Das leere Grab 5 3 Die Emmausjunger 5 4 Die Elfervision 5 5 Spatere Erscheinungstexte 5 6 Rekonstruktionsversuche des Osterereignisverlaufs 5 7 Theologische Deutungsmotive der Ostertexte 6 Jesus Christus in der Frommigkeitsgeschichte 7 Missionsgeschichte und postkoloniale Christologien 8 Literatur 8 1 Lexikonartikel 8 2 Exegese des Neuen Testaments 8 3 Systematische Theologie Dogmatik 8 4 Sonstige Literatur 9 Weblinks 10 EinzelnachweiseDie urchristlichen QuellenDas Neue Testament uberliefert die Botschaft von Jesus Christus in verschiedenen Literaturformen fur verschiedene Zwecke Den historischen Jesus kannte wahrscheinlich keiner der Autoren des Neuen Testaments 1 Die Paulusbriefe entstanden 50 60 sind die altesten urchristlichen Schriften Ihr Autor stellt sich als Augenzeuge des auferstandenen Jesus dar den er vorher nicht gekannt habe Die Paulusbriefe enthalten einige Worte Jesu und biografische Details aber keine Berichte von seinem irdischen Wirken Die vier kanonischen Evangelien entstanden zwischen 70 und 100 erzahlen Jesu Wirken und Schicksal auf verschiedene auf ihre Adressaten zugeschnittene Weise Vor allem die drei synoptischen Evangelien bieten gemeinsame Stoffe die meist mit der Zwei Quellen Theorie erklart werden 2 Ihre Reihenfolge Auswahl und Darstellung unterscheiden sich aufgrund verschiedener redaktioneller Konzepte ihre Glaubensaussagen uber Jesus stimmen jedoch in den Grundzugen uberein und erganzen einander Ihre altesten Bestandteile stammen von Nachfolgern Jesu aus Galilaa die die Jerusalemer Urgemeinde grundeten und Jesu Worte zuerst mundlich dann schriftlich weitergaben Von den urchristlichen Apokryphen die nicht in den spateren Kanon des Neuen Testaments aufgenommen wurden kann vor allem das Thomasevangelium einige authentische Jesusworte enthalten Sie konnen aus einer gemeinsamen Uberlieferung mit der Logienquelle stammen 3 Einige ausserchristliche Schriften erwahnen Jesus beilaufig oder indirekt Alle neutestamentlichen Schriften verkunden Jesus Christus seine Geschichte sein Verhaltnis zu Gott und seine Bedeutung auf verschiedene aber im Kern ubereinstimmende Weise als Evangelium Frohbotschaft fur die ganze Welt Denn ihre Autoren glaubten an die Auferstehung Jesu Christi die ihnen eine unbeteiligte Mitteilung biografischer Daten unmoglich machte Jesus war fur sie der zur Rettung aller Menschen aus Sunde und Tod in die Welt gekommene Sohn Gottes der den Gerichtstod auf sich genommen habe von Gott auferweckt worden sei nun fur alle Zeiten lebe und sich selbst immer neu in Erinnerung rufe bis er seine Botschaft am Ende der Zeit selbst wahr machen werde Dieser Glaube veranlasste die Urchristen Gemeinden zu bilden Jesu Worte zu sammeln aufzuzeichnen und als jeden angehende Botschaft weiterzugeben Ihre Schriften wollen alle Menschen zum Glauben an den menschgewordenen fur sie stellvertretend getoteten und auferstandenen Gottessohn einladen So wurde das NT zur Grundlage fur das Christentum das seit etwa 100 als eigene Religion neben dem Judentum hervortrat Der NameSiehe auch Liste von Namen und Titeln des Jesus von Nazareth Herz Jesu Statue in Osttimor als Konig mit timoresischen Herrscherinsignien Kaibauk und Belak Jesus Christus Latinisierung des griechischen Ἰhsoῦs Xristos 4 ist das zum Namen konzentrierte Glaubensbekenntnis der Urchristen Jesus griech Ἰhsoῦs Iesus ist die griechische Form des hebraisch aramaischen Vornamens Jeschua oder Jeschu beides Kurzformen von Jehoschua Christus ist die latinisierte Form des griechischen Wortes Xristos Christos das das hebraische Wort משיח maschiach griechische Ubertragung Messias Gesalbter siehe Messias ubersetzt In den Schriften des Tanach wird die Salbung mit Ol als gottliche Beauftragung fur einen besonderen Dienst beschrieben insbesondere wurden Jerusalemer Konige und die Hohepriester sowie Priester des Jerusalemer Tempels gesalbt 5 Als maschiach erwartete man einen Nachkommen Konig Davids als kunftigen Regenten 6 Im Neuen Testament bezeichnet der Gesalbte griech ὅ Xristos ho Christos Jesus von Nazaret als den auferstandenen Messias der Endzeit Hebraisch Griechische Ubertragung Griechische Ubersetzung Lateinische Ubertragung Deutsche Ubersetzungיהושוע Jehoschua Jeschua Jeschu Ἰhsoῦs Iesous Iesus Jesus Gott rettetמשיח Maschiach Messias Messias Xristos Christos Christus GesalbterDeklination Im Deutschen wurde Jesus Christus bis ins fruhe 20 Jahrhundert lateinisch dekliniert Jesus Christus ist der Herr Nominativ Im Kreuz Jesu Christi findet ihr Heil Genitiv ich weihe Jesu Christo mein Leben Dativ Das ist das ewige Leben dass sie Jesum Christum erkennen Akkusativ O Jesu Christe wahres Licht Vokativ Heute ist ausser in literarischen Zitaten nur noch der Genitiv Jesu Christi gebrauchlich Interpretationen Jesus Christus verbindet Name und Titel Indem der mannliche Artikel des Titels entfallt wird dieser anstelle eines Verbs zu einer Apposition des Vornamens und damit zum Eigennamen des Tragers Somit ist Jesus Christus ein griechischer Nominalsatz der aussagt Jesus ist der Gesalbte 7 Damit identifizierten seine Anhanger den historischen Jesus aus Nazareth mit dem erwarteten judischen Heilsbringer Das war fur sie so typisch dass man die Gruppe selbst als Christianer bezeichnete Apg 11 26 EU vgl Tacitus Annalen 15 44 13 Obwohl Je ho schua Jesus ein damals haufiger ublicher Name war 8 interpretiert ihn der Evangelist Matthaus in Mt 1 21 EU als Hinweis auf eine besondere Wurde des Namenstragers Ein Engel gibt Josef im Traum den Auftrag das Kind mit dem seine Verlobte Maria schwanger sei Jesus zu nennen denn er wird sein Volk von seinen Sunden erlosen Die Formulierung ist von Ps 130 8 EU beeinflusst 9 trifft die hebraische Bedeutung des Namens allerdings nicht genau Er enthalt mit der Vorsilbe Je eine Kurzform des Gottesnamens JHWH und eine Verbform von jasa helfen retten Er verweist also auf Gottes Handeln Gott hilft Gott rettet etwa in Sir 46 1 EU oder appelliert daran Gott helfe 10 Ulrich Luz schlussfolgert Vermutlich wusste man in einem griechischsprachigen Milieu dass der Name Jesus irgend etwas mit Gottes Hilfe zu tun hatte 11 Sundenvergebung ist im Matthausevangelium ein wesentliches Element der irdischen Wirksamkeit Jesu und deutet im Kelchwort Mt 26 28 EU auch seinen Tod 12 Der Name Jesus Christus in den Paulusbriefen Paulus von Tarsus schrieb den Brief an die Philipper in romischer Haft um 60 n Chr 13 oder etwas fruher Nach der Analyse von Ralph Brucker handelt es sich bei dem sogenannten Philipperhymnus Phil 2 9 11 EU nicht um einen von Paulus ubernommenen alteren Hymnus sondern um Text in gehobenem Stil Pathosgehalt und asthetisch rhetorische Gestaltung den Paulus wie den Rest des Briefes selbst verfasst habe 14 Inhaltlich geht es um die Selbsterniedrigung des Christus Jesus der gottgleich gewesen sei aber wie ein Mensch ja wie ein Sklave gelebt habe und am Kreuz gestorben sei Darauf folgte seine Erhohung durch Gott der ihm einen Namen verliehen habe der grosser sei als alle Namen und dem alle Wesen im Himmel auf Erden und unter der Erde huldigten und jeder Mund bekennt Jesus Christus ist der Herr zur Ehre Gottes des Vaters Samuel Vollenweider verweist darauf dass der Kontext starken Bezug auf die zeitgenossische politische Rhetorik nimmt Seine eigenen Interessen zuruckzustellen um den Gemeinwesen zu dienen war darin positiv konnotiert Das Christuslob in Phil 2 9 11 liest die neuere Exegese vor dem Hintergrund des Kaiserkults im Prinzipat Titel Kyrios Akklamation und Proskynese Aber die Selbstzurucknahme des Herrschers wie sie auch in hellenistisch romischen Furstenspiegeln empfohlen werden konnte wird durch die Kreuzigung des Christus radikal uberboten So verkehrt der Autor zeitgenossische Konzepte von Ehre und Schande ins Gegenteil 15 Unabhangig davon ob der Philipperhymnus ein liturgischer Text war geht die Exegese weithin davon aus dass die Paulusbriefe bei der gottesdienstlichen Versammlung der Adressatengemeinde verlesen wurden und deshalb am Anfang und am Schluss liturgische Christus Formeln aufweisen Jesus Christus wird in diesen Formeln als die Quelle der Gnade betrachtet die performativ der Gemeinde zugesprochen wird 16 Taufen auf den Namen Jesus Christus Rudolf Pesch findet in der Pfingstpredigt des Petrus in Jerusalem Formulierungen der altesten Christologie dazu rechnet er die Taufe auf den Namen Jesu Christi Apg 2 38 EU 17 Die Abfassung der Apostelgeschichte selbst setzt er um das Jahr 90 n Chr an sie gehort damit nicht zu den altesten Schriften des Neuen Testaments 18 Heilungen im Namen Jesu Christi Die Urchristen sahen Gottes Rettung durch Tod und Auferstehung Jesu Christi verwirklicht Darum glaubten sie an die heilende Kraft seines Namens Dieses Heilen war Bestandteil ihrer Glaubenspraxis So heilt Simon Petrus laut Apg 3 6 EU einen von Geburt an gelahmten Mann im Namen Jesu Christi Er verkundet in Apg 4 12 EU Denn es ist uns Menschen kein anderer Name unter dem Himmel gegeben durch den wir gerettet werden sollen 19 Der Verfasser des Jakobusbriefs riet kranken Christen dazu die Gemeindealtesten zu sich zu rufen sie sollen Gebete uber ihn sprechen und ihn im Namen des Herrn mit Ol salben Jak 5 14 EU Bernd Kollmann interpretiert diese Krankensalbung ebenso wie die in der Apostelgeschichte erzahlten Wunderheilungen Dahinter stehe die Vorstellung der erhohte Christus wirke an den Kranken dessen machtvoller N ame weit uber das Christentum hinaus magische Faszination ausubte Apg 3 6 EU 20 Christologische HoheitstitelDie heiligen Schriften des Judentums waren fur die Junger Jesu und das Urchristentum der Schlussel Jesu Tod und seine Auferweckung als vorherbestimmten Willen Gottes zu verstehen Daraus erklaren sich viele Jesu zugedachten Titel wie Sohn Davids zweiter Adam sowie Analogiebildungen wie Adonai Kyrios Maschiach Christos usw Viele historisch kritische Neutestamentler halten es fur wahrscheinlich dass Jesus sich selber mit keinem von der judischen Tradition vorgegebenen Hoheitstitel bezeichnete oder identifizierte 21 In der spateren kirchlichen Auslegungsgeschichte hatten die Hoheitstitel unterschiedliches Gewicht die Bezeichnung Sohn Gottes war fur die Trinitatslehre sehr wichtig Menschensohn verwies nur noch auf das wahre Menschsein Christi im Rahmen der Zweinaturenlehre und Christus verblasste zum zweiten Teil des Doppelnamens Jesus Christus 22 Sohn Davids Als Sohn Davids wird ein Nachfahre von Konig David bezeichnet Auf David bezogen sich in der Hebraischen Bibel verschiedene Traditionen 23 Das Buch Samuel stellte ihn als Eroberer und Begrunder eines grossen Reiches dar Davidisch salomonisches Grossreich er erhielt 2 Sam 7 13f EU zufolge die Zusage ewiger Thronfolge nachdem er den Wunsch geaussert hatte JHWH in Jerusalem einen Tempel zu erbauen 24 Dies habe dann sein Sohn Salomo verwirklicht Das spater verfasste Buch der Chronik steigert die Bedeutung Davids als Vorbereiter des Tempelbaus und Organisator des Tempelkults so dass Salomo hauptsachlich die Plane seines koniglichen Vaters ausfuhrt 25 Daran knupfte die Exilsprophetie nach dem Untergang des Konigtums an Der Messias wurde als spater Spross der Davidsdynastie erhofft Jes 11 1 EU Unter den Schriftrollen vom Toten Meer gibt es einen Text die dieses Messiasbild mit der vom Volk erhofften gerechten Rechtsprechung fur die Armen und Heilung der Kranken verbindet 23 Die sogenannte messianische Apokalypse 4Q521 zahlt aus den Psalmen und dem Buch Jesaja Wohltaten auf die der Messias fur die notleidende Bevolkerung vollbringt und verbindet sie mit der Hoffnung auf Auferstehung Hier besteht eine Parallele zu Lk 7 22 EU Mt 11 5 EU Daniel Stokl Ben Ezra vermutet eine gemeinsame schriftliche Vorlage Allerdings kann sich der fragmentarisch erhaltene Text 4Q521 statt auf einen auch auf mehrere Messiasse beziehen 26 Wo Jesus im Neuen Testament Sohn Davids genannt wird stehen derartige Erwartungen im Vordergrund Dem hat Jesus nicht widersprochen Mk 10 46 52 EU Aber der neue David sollte Israel auch gewaltsam aus der Hand seiner Feinde befreien Dem hat Jesus zeichenhaft widersprochen und stattdessen an den machtlosen Messias Sacharjas erinnert Mk 11 1 10 EU Er soll auch betont haben dass der Messias kein Nachfahre sondern Vorfahre Davids und diesem ubergeordnet sei Mk 12 35f EU Das spielte offenbar auf den praexistenten Menschensohn an der aus Gottes Bereich stamme Dan 7 13f EU Christus Christos ubersetzt das hebraische Maschiach der Gesalbte ins Griechische Die Salbung des Hauptes mit kostbarem Ol durch einen Propheten zeigte in Israel die gottliche Berufung eines neuen Konigs an 1 Sam 10 EU Der Hoheitstitel bezeichnete also Thronanwarter die so zu Schutz und Hilfe fur das Volk beauftragt und verpflichtet wurden Nach dem Untergang des Konigtums 586 v Chr wurde der Titel auf den Hohenpriester ubertragen Erst in nachbiblischen Texten wie den Qumran Schriftrollen bezeichnete er manchmal auch den seit Jesaja fur die Endzeit erwarteten Heilsmittler Die Evangelien verwenden den Titel fur Jesus im letzten Sinn jedoch nur selten und nie in Eigenaussagen Jesu Die Messiaserwartung wurde demnach von aussen an Jesus herangetragen Dabei betonen die Texte dass er sich von falschen Erwartungen seiner Zeitgenossen abgegrenzt habe So folgt dem Messiasbekenntnis des Petrus Jesu Hinweis auf sein notwendiges Erlosungsleiden die erste Leidensankundigung im Markusevangelium Da die biblische Tradition Konige Priester und einen Propheten Israels als von Gott Gesalbte bezeichnet 5 besagt der Christustitel im Neuen Testament dass Jesus alle drei Funktionen fur sein Volk und die Volker ausubte und ubernahm Im Erzahlzusammenhang wird die Messiaswurde Jesu durch sein Lehren und Entscheiden Bergpredigt Heilen und Retten Wunder Jesu vor allem aber durch seine stellvertretende Schuldubernahme veranschaulicht Diese Rolle war im Tanach nicht vom Messias aber vom Gottesknecht Jes 53 angekundigt worden Der Christustitel bezieht sich in den altesten Bekenntnissatzen und Predigten der Urchristen immer auf Tod und Auferstehung Jesu setzt sie also voraus und fasst ihre Heilsbedeutung zusammen Von dieser nachosterlichen Perspektive aus zuruckblickend erzahlten die Urchristen die Geschichte des vorosterlichen Jesus Nach Mk 1 11 EU hat Gott sich bei der Taufe Jesu zu ihm bekannt und ihn als seinen geliebten Sohn erwahlt Auf dem Weg nach Jerusalem habe Jesus seine Junger gefragt Mk 8 27 30 EU Fur wen halten mich die Menschen Sie sagten zu ihm Einige fur Johannes den Taufer andere fur Elija wieder andere fur sonst einen von den Propheten Da fragte er sie Ihr aber fur wen haltet ihr mich Darauf habe Simon Petrus als Erster geantwortet Du bist der Christus Doch er verbot ihnen mit jemand uber ihn zu sprechen Im Blick auf die Wirkungsgeschichte stellt Wilfried Harle fest dass der Hoheitstitel Christus schnell zum Bestandteil des Doppelnamens Jesus Christus verblasst sei Er halte trotzdem den judischen Kontext in dem Jesus von Nazareth lebte in Erinnerung hierin liege seine Bedeutung 27 Sohn Gottes In der Hebraischen Bibel wurden himmlische Wesen Ps 89 7 EU sowie Jerusalemer Konige 2 Sam 7 14 EU Ps 2 7 EU manchmal als Sohne Gottes bezeichnet Diese Bezeichnung fur Herrscher war in der nichtjudischen Umwelt weiter verbreitet In judischen Texten aus hellenistischer Zeit konnten auch einzelne Gerechte Sohne Gottes genannt werden 28 ein Beispiel ist die Rede der Frevler im Buch der Weisheit Weish 2 16 18 EU 29 Der arme Gerechte prahlt Gott sei sein Vater Wir wollen sehen ob seine Worte wahr sind und erproben wie es mit ihm ausgeht Wenn namlich der Gerechte wirklich Gottes Sohn ist wird er sich seiner annehmen Die Erwartung eines Messias konnte sich mit Sohn Gottes als Herrschertitel verbinden doch zeigt die Auswertung der Schriftrollen vom Toten Meer dass dieses Phanomen weniger verbreitet war als von der alteren Forschung vermutet 30 In der neutestamentlichen Exegese ist umstritten ob gegen Jesus von Nazareth der Blasphemie Vorwurf erhoben wurde er bezeichne sich in exklusiver Weise selbst als Sohn Gottes vgl Mk 14 61 EU Falls dies zutrifft machten sich die ersten Christen diesen Titel zu eigen und interpretierte ihn in ihrem Sinne um 28 Die Paulusbriefe z B Rom 1 3 EU und das Markusevangelium z B Mk 15 39 EU verwenden vorzugsweise den Sohn Gottes Titel um die Besonderheit dieses Messias gegenuber dem Judentum hervorzuheben Die Adoptionsaussage Gottes im Zusammenhang der Taufe Jesu Du bist mein geliebter Sohn Mk 1 11 EU par zitiert indirekt Ps 2 EU Mein Sohn bist du der auf ein Kronungsritual fur israelitische Konige bezogen wird 31 Das Johannesevangelium Joh 5 19ff EU 8 35f EU lasst Jesus von sich oft als dem Sohn oder auch direkt als dem Sohn Gottes reden Joh 5 25 EU 9 35 37 EU 10 36 EU Gott Den neutestamentlichen Schriften zufolge nannte sich Jesus nie selbst Gott Im Johannesevangelium spricht Thomas den Auferstandenen mit Mein Herr und mein Gott an Joh 20 28 EU Sein Glaubensbekenntnis ist so Johannes Beutler fur die Komposition des vierten Evangeliums von besonderer Bedeutung Denn Thomas stehe als Identifikationsfigur fur die Christen die Jesus zu Lebzeiten nicht kannten durch die Osterbotschaft anderer Christen missioniert wurden und dann zu einem eigenen Osterglauben vorstiessen Das Thomasbekenntnis in Joh 20 28 weist zuruck auf den Johannesprolog Joh 1 1 EU Joh 1 18 EU so dass das Thema der Gottheit Christi dieses Evangelium rahmt 32 Auch in mehreren Briefen wird Jesus ausdrucklich als Gott bezeichnet allerdings nicht in den Paulusbriefen in seinem Sohn Jesus Christus Er ist der wahre Gott und ewiges Leben 1 Joh 5 20 EU das Erscheinen der Herrlichkeit unseres grossen Gottes und Retters Christus Jesus Tit 2 13 EU Paulusschule Weitere in diese Richtung zielende Aussagen finden sich in Kol 2 2 EU Hebr 1 8 10 EU 2 Petr 1 1 EU Die Deutung der Doxologie in Rom 9 5 EU stellt ein exegetisches Problem dar ob Paulus von Tarsus Jesus Christus hier als Gott bezeichnet ist namlich eine Frage der Zeichensetzung Zum Vergleich die traditionelle Ubersetzung hier nach der Lutherbibel von 1912 und die Ubersetzung aufgrund der neueren exegetischen Diskussion hier nach der Lutherbibel 2017 ebenso aber auch die Einheitsubersetzung die Zurcher Bibel und weitere 33 die Israeliten aus welchen Christus herkommt nach dem Fleisch der da ist Gott uber alles gelobt in Ewigkeit 1912 die Israeliten aus denen Christus herkommt nach dem Fleisch Gott der da ist uber alles sei gelobt in Ewigkeit 2017 Eine Gleichsetzung von Jesus mit Gott wird in der Johannesoffenbarung indirekt ausgedruckt indem Aussagen wie Ich bin das Alpha und das Omega sowohl im Mund Gottes als auch im Mund Jesu erscheinen Offb 1 8 EU Offb 22 13 EU 34 Hoherpriester Christus Pantokrator darunter die in den Himmel aufgenommene Muttergottes auf dem Thron mit dem segnenden Christuskind Die Stola weist Christus neben seiner Rolle als Gott und Herrscher des Alls auch als Priester aus Kathedrale von Monreale zweite Halfte 12 Jhd Gemass dem Hebraerbrief ab Kapitel 2 EU lauft das levitische Priestertum im Neuen Bund aus Heb 7 18 22 EU und Jesus gilt unter Bezugnahme auf Psalm 110 4 Ps 110 4 EU als neuer Apostel und Hohepriester Heb 3 1 EU nach der Ordnung Melchisedeks Heb 5 6 EU Menschensohn Der Titel Menschensohn bezieht sich im Buch Daniel auf einen Heilsmittler der Endzeit In der Vision vom Endgericht erscheint er als Himmelswesen 35 Er werde Gottes Reich verkorpern und durchsetzen nachdem Gott selbst das Endgericht uber alle irdische Gewaltherrschaft vollzogen habe Daraufhin wurden alle Menschen ihm dienen und sein Reich werde ewig sein Dan 7 2 14 EU Damit hielt die judische Apokalyptik in einer Situation der aussersten Existenzbedrohung des Judentums die fruheren prophetischen Verheissungen fest die vom Messias den Volkerfrieden erwartet hatten Dieser wurde nun nicht mehr als innergeschichtliche Entwicklung sondern erst vom Kommen Gottes zum Endgericht also zugleich mit dem Ende der Weltgeschichte erhofft Der Menschensohntitel taucht im NT bis auf eine Ausnahme Apg 7 56 EU nur in wortlicher Rede Jesu auf In Texten die der hypothetischen Logienquelle zugeordnet werden redet er stets in der dritten Person vom kommenden Menschensohn Die Frage ob er sich oder einen anderen meinte gehort zu den wichtigsten Streitthemen der NT Forschung Bei Markus nimmt Jesus schon in Galilaa die Vollmacht des Menschensohns in Anspruch um Sunden zu vergeben Mk 2 10 EU und am Sabbat zu heilen Mk 2 28 EU Spater kundigt er die Auslieferung des Menschensohns an seine Feinde an Mk 8 31 EU Nach Mk 10 35 45 EU sei der Menschensohn zum Dienen nicht zum Herrschen und zur Hingabe seines Lebens fur viele gekommen Dieser Ausdruck spielt auf Jes 53 EU an verbindet also die Menschensohnerwartung mit der Verheissung des leidenden Gottesknechts Das Sterben des Menschensohns war in Daniels Vision nicht vorgesehen weil er dort erst erscheint nachdem Gott Israels Feinde besiegt hat Die apokalyptische Umkehr der Machtverhaltnisse nach dem Endgericht wird im NT also vom vorherigen stellvertretenden Leiden des Stellvertreters Gottes fur Israel abhangig gemacht Darum konnten die Urchristen Jesu Sterben spater als der Menschheit dienenden Machtverzicht des Sohnes Gottes Phil 2 7 EU und stellvertretende Ubernahme des Endgerichts Mk 15 34 EU deuten In den Reden uber das Endgericht Mk 13 EU Mt 25 EU Lk 21 EU Joh 3 EU Joh 5 19 30 EU erscheint der Menschensohn als Weltrichter Er vertritt also Gott selbst in dieser Funktion Nach Ostern ersetzte die Jerusalemer Urgemeinde den Menschensohntitel durch den Kyrios Titel um Jesu Erhohung an Gottes Seite auszudrucken Nur Stephanus bekannte sich zum erhohten Menschensohn Apg 7 56 EU und wurde dafur vom Sanhedrin zu Tode gesteinigt Kyrios Der Titel Kyrios griechisch fur Herr kommt bezogen auf Jesus in fast allen Schriften des Neuen Testaments ausser den Johannesbriefen und dem Titusbrief vor In den synoptischen Evangelien wird Jesus von Nazareth von seinen Gesprachspartnern haufig als Herr angeredet kyrie war eine ubliche respektvolle Anrede und das griechische Aquivalent fur die hebraischen bzw aramaischen Titel rab bi und mar i 36 Der Titel spielt bei Markus und Matthaus eine eher untergeordnete Rolle wird aber von Lukas haufig verwandt Lk 1 43 EU Lk 2 11 EU Lk 24 34 EU Lk 1 76 EU 37 Im zeitgenossischen Judentum wurde der Gottesname JHWH aus Ehrfurcht nicht ausgesprochen und stattdessen das Ersatzwort Adonai gelesen Die judischen Ubersetzer der Bibel ins Griechische Septuaginta verwandten im 1 Jahrhundert noch Ersatzformen fur den Gottesnamen gelesen wurde aber wohl durchgangig Kyrios an diesen Stellen 38 Das hebraische Adonai und aramaische Mar wurden im weltlichen und geistlichen Kontext verwendet So werden im Genesis Apokryphon das zu den Schriftrollen vom Toten Meer gehort Menschen und Gott ohne sprachlichen Unterschied als Mar angesprochen Wilhelm Bousset sah den Titelgebrauch bei hellenistischen Urchristen von griechischen Mysterienkulten her beeinflusst deren Anhanger ihre Kultgotter als Kyrios anriefen Die Jerusalemer Urgemeinde habe ihn nicht verwendet 39 Oscar Cullmann dagegen verwies auf den religiosen Gebrauch des Titels auch im Judentum Die Urgemeinde habe ihn daher ebenfalls verwendet 40 Die besonders alte urchristliche liturgische Formel Maranatha 1 Kor 16 22 EU ist die Transliteration eines aramaischen Satzes die Verbform kann dabei als Imperativ oder Perfekt aufgefasst werden Unser Herr komm Die Gemeinde betet um das endzeitliche Kommen ihres Herrn oder Unser Herr ist gekommen Jesus ist als Herr in der versammelten Gemeinde prasent Wegen Offb 22 20 EU ist die erste Moglichkeit wahrscheinlicher 41 Der liturgische Ruf Maranatha gilt als einer der fruhesten Glaubenssatze aus der Urgemeinde neben Phil 2 11 EU Jesus Christus ist der Herr Im Neuen Testament bezieht sich der Kyrios Titel auf die Heiligkeit Machtfulle und Weltherrschaft Jesu Christi Besonders Ps 110 1 EU wurde zur Ubertragung des Titels von Gott auf Jesus herangezogen vgl Mt 22 44 EU 42 So spricht der Herr zu meinem Herrn Setze dich zu meiner Rechten und ich lege dir deine Feinde als Schemel unter deine Fusse Im zeitgenossischen griechischsprachigen Judentum zum Beispiel bei Flavius Josephus wurde der eine Gott Israels oft als altgriechisch despoths despotes Gebieter bezeichnet auch dieser Titel wird im Neuen Testament auf Jesus ubertragen 2 Petr 2 1 EU Hier bereitet sich eine Allherrscher Christologie vor Christus als Pantokrator 43 Der Messias ist in der judischen Tradition ein von Gott erwahlter aber sterblicher Mensch Dass Juden die an Jesus als Messias glaubten siehe Messianische Juden ihn wie Gott als Kyrios anriefen ist fur Bertold Klappert ein Indiz dafur dass der historische Jesus den Titel des kommenden Menschensohns von Daniel 7 EU verwendet habe Weil man respektierte dass Jesus sich vor Ostern so nannte und nun zu Gott erhoht worden war habe der Kyriostitel den Menschensohntitel nach Ostern ersetzt 44 Lamm Gottes Hauptartikel Agnus Dei Fruhe Mosaikdarstellung des Lamm Gottes in der Basilika Santa Prassede Johannes der Taufer bezeichnet Jesus im Johannesevangelium als Lamm Gottes altgriechisch ἀmnos amnos das die Sunde der Welt tragt Joh 1 29 EU Fur diese Formulierung werden meist drei alternative Deutungen vorgeschlagen 45 Bezeichnung fur eine endzeitliche messianische Figur wie sie in apokalyptischer Literatur 46 erwahnt wird Passahlamm hierfur spricht die Bedeutung die das Passahfest fur die Passionsgeschichte nach Johannes hat der Tod Jesu wird mit dem Zeitpunkt des Schlachtens der Pessachlammer im Tempel synchronisiert Joh 19 14 31 36 EU 47 das im Vierten Gottesknechtslied erwahnte Lamm Jes 53 7 EU welches den Gottesknecht selbst symbolisiert Martin Hasitschka lehnt die genannten gangigen Deutungen ab und halt den Titel fur ein allgemein verbreitetes Symbol der Macht und Wehrlosigkeit 48 Paulus von Tarsus bezeichnete Jesus Christus als Passalamm das geopfert wurde 1 Kor 5 7 EU In 1 Petr 1 18 19 EU wird Christus mit einem fehlerlosen Opferlamm verglichen dessen Blut erlosende Kraft habe In der Johannesoffenbarung ist Lamm altgriechisch ἀrnion arnion der bevorzugt verwendete Titel Christi Offb 5 6 EU und ofter er verbindet das Konzept des todlich verletzten Opfertiers mit dem des siegreich vorangehenden mit Gott verbundenen Messias 49 Der hier gebrauchte Begriff arnion legt fur einige Exegeten die Vorstellung eines kraftigen angriffsbereiten jungen Widders nahe 43 Logos Hauptartikel Christentum im Artikel Logos Der Titel Logos logos kennzeichnet im NT den Johannesprolog Joh 1 1 14 EU Der Autor wahrscheinlich der Evangelist ubersetzte hier zum einen das hebraische dabar fur Gottes unmittelbar wirkende Rede im Tanach mit einem Zentralbegriff der griechischen Philosophie zum anderen und das ist einzigartig identifizierte er ihn mit der Person des Heilsmittlers und bezog ihn auf dessen Praexistenz vor der Schopfung Diese Gleichsetzung unterscheidet den Begriff nach Hans Conzelmann auch von den Begriffen Ebenbild oder Bild Gottes eἰkwn 2 Kor 4 4 EU und Weisheit 1 Kor 1 30 EU fur Jesus bei Paulus 50 Zweiter oder letzter Adam Paulus nennt Jesus den zweiten oder letzten Adam und bezieht ihn damit auf den ersten Menschen in der biblischen Schopfungsgeschichte Er beschreibt ihn nicht als seinen Nachkommen sondern als heilenden Gegensatz Gegenuber dem aus Erde geschaffenen durch seine Sunde den Tod fur die Menschen auslosenden Adam Rom 5 12 EU komme Jesus vom Himmel 1 Kor 15 47 EU und habe den Tod fur die Menschen uberwunden Rom 5 17f EU Im Gegensatz zur irdischen 1 Kor 15 45 EU verkorpere Jesus die pneumatische Existenzform die er selbst wirkend erschaffe 1 Kor 15 47 EU Wie Adam zum Stammvater der sundigen Menschheit geworden sei so gehe aus Jesus die himmlische Gemeinde als Leib Christi hervor 1 Kor 15 48 EU vgl Kol 1 18 EU Weitere Titel und Attribute Jesus der gute Hirte 3 Jahrhundert Katakombe S Callisto Rom Ikone Christus der Weinstock Angelos Akotantos Kreta 16 Jahrhundert Museum fur Byzantinische und Christliche Kunst Athen Zudem finden sich im NT weitere Titel und Attribute fur Jesus Christus A und O Anfang und Ende Offb 1 8 EU Arzt Mt 9 12 EU Brautigam Joh 3 29 EU Brot des Lebens Joh 6 35 EU Bruder Hebr 2 11 EU Ebenbild Gottes Kol 1 15 EU Eckstein Eph 2 20 EU Eingeborener Sohn Joh 1 14 18 Lut 3 16 18 Lut und 4 9 Lut Erstgeborener der Schopfung Kol 1 15 EU von den Toten Offb 1 5 EU Freund Joh 15 15 EU Furst des Lebens Apg 3 15 EU Gerechter 1 Petr 3 18 EU Haupt der Gemeinde Eph 1 22 EU Eph 5 23 EU Heiliger Gottes Joh 6 69 EU Guter Hirte Joh 10 11 EU Immanuel Gott mit uns Mt 1 23 EU Knecht Gottes Apg 3 13 EU Konig Joh 18 37 EU 19 3 EU Lk 19 38 EU Leben Lebendiger Joh 11 25 EU Lehrer Meister Joh 13 13 EU Licht der Welt Joh 8 12 EU Mittler zwischen Gott und Mensch 1 Tim 2 5 EU 51 Morgenstern strahlender Offb 22 16 EU Prophet Joh 6 14 EU Rabbi Joh 1 38 EU Retter Rettender der Welt Joh 4 42 EU Sundopfer 2 Kor 5 21 EU Tur Joh 10 7 EU Vorausgehender ins ewige Heiligtum Hebr 6 20 EU Wahrheit Joh 14 6 EU Weg zu Gott Joh 14 6 EU Siehe auch die Ich bin Worte Wahrer Weinstock Joh 15 1 EU Weisheit 1 Kor 1 30 EU Zeuge Offb 1 5 EU Leiden und Kreuzestod Hauptartikel Jesus von Nazareth Ereignisse am Lebensende und Passion Der Tod Jesu Christi war fur die Urchristen ebenso zentrales Glaubensthema wie seine Auferweckung Fruhe Credoformeln nennen beide Daten immer miteinander Sie deuten den Tod sprachlich variabel aber inhaltlich ubereinstimmend als Hingabe Jesu bzw Gottes fur seine Anhanger sein Volk und alle Menschen Schlussel dazu waren die Abendmahlsworte Mk 14 22 25 EU 1 Kor 11 23 26 EU Bald wurden diese Bekenntnissatze erzahlend entfaltet Die Passionsberichte der Evangelien werden auf eine gemeinsame Grundform aus der Jerusalemer Urgemeinde zuruckgefuhrt Sie beantworten je auf ihre Weise die Frage der Junger nach dem Sinn des Leidens und Sterbens Jesu mit Hilfe der Schrift Lk 24 14 17 EU Spatere Gemeindebriefe haben Jesu Tod theologisch verschieden ausgedeutet Passionsbericht bei Markus Kruzifix Nkangi kiditu Bronzeguss Kongo fruhes 17 Jahrhundert Brooklyn Museum Athiopisch orthodoxe Prozessionsikone Christus mit Dornenkrone und Kreuzabnahme 18 Jahrhundert Smithsonian National Museum of African Art Martin Kahler pragte fur das Markusevangelium die Charakterisierung als Passionserzahlung mit ausfuhrlicher Einleitung Markus verknupft Jesu Wirken in Galilaa mit Hilfe der Leidensankundigungen Mk 8 31 EU 9 31 EU 10 33 EU eng mit seinem Ende in Jerusalem und stellt es als Vorwegnahme der in der biblischen Apokalyptik verheissenen Endzeit dar Mit Hilfe des Konzepts vom Messiasgeheimnis erklart er dass Jesus seine Identitat zuerst geheim hielt um sich erst in seinem Sterben als Messias und Menschensohn zu offenbaren 52 Der Bericht beginnt mit Jesu Ankunft in Jerusalem gefolgt vom letzten Mahl im Rahmen eines Pessach Festnahme Prozess Ubergabe Kreuztragung Kreuzigung und Grablegung Eine Mehrheit der Exegeten nimmt an dass dieser festgefugte Ablauf nicht erst vom Evangelisten Markus geschaffen wurde sondern auf eine Quelle zuruckgeht Trotz vieler Versuche diese aus historischen wie theologischen Grunden sehr interessante vormarkinische Quelle zu bestimmen wurde in der Exegese hierzu kein Konsens erreicht 53 Nach der Darstellung des Markusevangeliums nahm Jesus beim Pessachfest mit dem versammelten Zwolferkreis der fur ganz Israel stand und Judas Iskariot einschloss ein festliches Mahl ein Er nahm ein Trinkgefass mit Wein und sagte Mk 14 24 EU Das ist mein Blut des Bundes das fur viele vergossen wird Ob mit dem Ausdruck fur die Vielen als Aramaismus eine inklusive Vielzahl gemeint ist also ein fur alle und eine Anspielung auf Jes 52 13 53 12 EU vorliegt wird im Anschluss an Joachim Jeremias diskutiert 54 Falls Jes 52 13 53 12 EU zum Verstandnis herangezogen werden kann macht dies eine universale Aussage wahrscheinlich die die Volkerwelt miteinschliesst 55 Das Stundenschema Mk 15 33 EU stellt die Kreuzigung Jesu in einen apokalyptischen Verstehenshorizont eine nahe Parallele ist 4 Buch Esra 6 23f Daraus ergibt sich dass die Stundenangabe im Zusammenhang mit den Endereignissen zu betrachten ist In ihr offenbart sich Gottes endgultiges Gericht und Heil 56 Auch die Finsternis bei der Kreuzigung Jesu steht in prophetisch apokalyptischer Tradition u a Am 8 9 EU Solche Einzelzuge der Erzahlung betonen Hier vollzieht Gott seinen vorherbestimmten Plan 57 Hier lauft die Frist ab die aller Gewaltherrschaft gesetzt ist Dan 7 12 EU Der Text verkundet also Das Endgericht uber Israel und die Volkerwelt fand schon statt Gott selbst habe seinen Sohn hingegeben um Israel und alle Menschen aus diesem Gericht zu erretten Jesus betet am Kreuz mit Worten des 22 Psalms Mk 15 34 EU Mein Gott mein Gott warum hast du mich verlassen 58 Dieser Psalm wurde seit dem Exil auf das ungerechte Leiden ganz Israels bezogen Zu Unrecht zum Tod verurteilte Juden beteten so in Babylonien Rom Auschwitz Bergen Belsen und anderswo Jesu Gottverlassenheit hat eine exklusive und eine inklusive Seite Als der fur die Menschheit Gerichtete erleidet er das Gericht stellvertretend fur die Menschheit Nur er kann das nur er tut das Niemand anderes kann und soll das noch tun Als der mit und fur alle ungerecht Leidenden schreit er nach Gottes Gerechtigkeit Beide Seiten sind nicht von der Geschichte des judischen Volkes zu trennen Denn der Beter von Psalm 22 appelliert an den Gott des Exodus und stellt sein Leiden in Israels Gesamtgeschichte hinein Er betet und leidet mit seinem und fur sein Volk Claus Westermann Markus uberliefert einen Abschiedsschwur Jesu beim Passahmahl Mk 14 25 EU Ich werde nicht mehr von der Frucht des Weinstocks trinken bis zu dem Tag an dem ich von neuem davon trinke im Reich Gottes Demgemass lehnt er am Kreuz den Betaubungstrank seiner Henker ab Mk 15 23 EU nimmt aber nach seiner Gerichtsklage Mk 15 34 EU den Weinessig aus der Hand von Juden an die hofften der Prophet Elija werde ihn retten Das Gericht Gottes ist also fur Markus nicht vom Eingehen Kenosis Jesu in die Leidens und Hoffnungsgeschichte Israels zu trennen Gerade im Sterben Jesu liege Hoffnung Gott selbst sei darin prasent leide und sterbe mit seinem Sohn Gottes Reich werde kommen und alle Gewaltherrschaft uberwinden Jesus selber habe diese Zusage Gottes fur alle hoffnungslos Versklavten und Gefolterten ultimativ bekraftigt indem er sein Leben am Fest der Befreiung Israels fur alle Volker hingab So begrundet die alteste narrative Deutung des Kreuzestodes Jesu eine unkundbare Solidaritat von Christen mit Juden und allen zu Unrecht Verfolgten Deutungsmotive im NT Die Urchristen deuteten Jesu Leiden und Tod grossenteils mit biblischen Kategorien und Motiven Die folgende Tabelle stellt dies vereinfacht dar da zum Beispiel die Rezeption des Motivs vom leidenden Gottesknecht Jes 53 differenziert verlief 59 Motiv VorkommenBindung Isaaks Markus Paulus HebraerbriefDahingabe Synoptische Evangelien Paulus Epheser und Kolosserbrief 1 PetrusbriefErfullung der Schrift muss Synoptische Evangelien JohannesFluch Paulus im Galaterbrief Kontrastschema gestorben durch Menschen auferweckt durch Gott Lukanisches DoppelwerkLeidender Gottesknecht Jes 53 EU Synoptische Evangelien Paulus Hebraerbrief 1 PetrusbriefLeiden des Gerechten Matthaus Lukanisches Doppelwerk 1 Johannesbrief 1 PetrusbriefLeiden fur Synoptische Evangelien Paulus Hebraerbrief 1 PetrusbriefLoschung der Schuldurkunde Epheser und KolosserbriefLoskauf Losegeld Erlosung Matthaus Markus Paulus Epheser und Kolosserbrief Pastoralbriefe 1 Petrusbrief OffenbarungPascha lamm Synoptische Evangelien Johannes Paulus OffenbarungSterben fur die Freunde JohannesSuhne Matthaus Markus 1 Johannesbrief Paulus Epheser und Kolosserbrief Hebraerbrief 1 Petrusbrief OffenbarungVerfolgung als Schicksal eines Propheten Synoptische Evangelien Paulus 1 Thessalonicherbrief Versohnung Paulus Epheser und KolosserbriefAuferstehung Hauptartikel Auferstehung Jesu Christi Frauen am Grabe Christi und Himmelfahrt sog Reidersche Tafel Elfenbein Mailand oder Rom um 400 n Chr Die Auferstehung Jesu von den Toten ist Hauptinhalt der urchristlichen Heilsbotschaft die im Kern lautete Jesus wurde fur uns gekreuzigt und auferweckt 1 Kor 15 3 5 EU Diese Glaubensaussage beruhte auf bestimmten Erfahrungen mit Jesus nach seinem Tod Er kundigt den Jungern schon vor seinem Kreuzestod seine Auferstehung dreifach an Mt 16 21 23 EU Mt 17 22 23 EU und Mt 20 17 19 EU Das alteste Evangelium berichtete anfangs wohl noch nicht von Jesu nachosterlichem Erscheinen sondern kundigte es in Mk 16 5 EU nur an Auch die neutestamentlichen Briefe fuhren Jesu Auftreten nach seiner Auferstehung nicht aus Lukas Johannes und die Apostelgeschichte beschreiben die Auferstehung genauer Die ersten Augenzeugen Paulus ist der fruheste Autor einer neutestamentlichen Schrift und erklarte den Auferweckten selbst gesehen zu haben 60 Er ubernahm ein fruhes Credo 61 verbunden mit einer Zeugenliste 1 Kor 15 3 8 EU Christus ist fur unsere Sunden gestorben gemass der Schrift und ist begraben worden Er ist am dritten Tag auferweckt worden gemass der Schrift und erschien dem Kephas dann den Zwolf Danach erschien er mehr als funfhundert Brudern zugleich die meisten von ihnen sind noch am Leben einige sind entschlafen Danach erschien er dem Jakobus dann allen Aposteln Paulus zitierte hier einen traditionellen Text aus einer griechischsprachigen christlichen Gemeinde mit judischem Hintergrund vielleicht in Antiochia am Orontes Es ist moglich dass hinter diesem alten Text ein aramaischsprachiges Glaubensbekenntnis der Jerusalemer Urgemeinde steht 62 Paulus stellte dazu fest dass viele Augenzeugen noch lebten und befragt werden konnten Dann fugte er seine eigene Jesusvision hinzu Zuletzt erschien er auch mir gleichsam der Missgeburt Mit dieser als Berufung erfahrenen Jesusvision Gal 1 15 EU begrundete er wie der Prophet Jeremia seinen gleichberechtigten Auftrag zur Volkermission In 2 Kor 3 18 EU betonte er dass Christen die Herrlichkeit bzw den Lichtglanz des Herrn wie in einem Spiegel schauten und dadurch selbst verandert namlich in das Bild Christi verwandelt wurden 63 Was genau diese ersten Zeugen sahen war der Auferweckte Dieser Ausdruck bezeichnet Gottes unsichtbares Handeln am getoteten Jesus Das Bild des Weckens vom Schlaf meint die jenseitige Uberwindung des Todes Das Passivum Divinum druckt Respekt aus Fromme Juden vermeiden es Gott beim Namen zu nennen Ihr Credo deutet aber diesseitige Erfahrungen Es weist auf eine leibhafte Begegnung mit Jesus hin und zugleich auf seine unvergleichbare der Sterblichkeit nicht mehr unterworfene Seinsweise Er ist wahrhaftig auferstanden Lk 24 34 EU Dieser fruhe Bekenntnissatz bezog sich auf das aktive Erscheinen des Auferweckten vor seinen Jungern Beide Ausdrucke bezeichnen im Neuen Testament wie in der judischen Apokalyptik exklusiv Gottes Handeln Das Sehen meint dort das Vorhersehen der Zukunft in einer von Gott geoffenbarten Vision Dan 7 1 EU Es war demnach kein gewohnliches Wahrnehmen sondern ein Erkennen von dem die Beteiligten nur sagen konnten dass Gott AT bzw Jesus NT es selbst bewirkt habe Das leere Grab Der alteste Passionsbericht den Markus ubernahm fuhrt das urchristliche Credo erzahlend aus und endet daher mit der Entdeckung des leeren Grabes Jesu am dritten Tag von Jesu Tod an Mk 16 1 8 EU Der Passionsbericht liefert folgende Darstellung Nur noch Frauen von Jesu Anhangern waren dabei Mk 15 40f EU Einige sahen wo er begraben wurde Mk 15 47 EU Nach dem Sabbat wollten sie den Toten gemass judischer Sitte einbalsamieren und so ehren Mk 16 1 Dabei fanden sie sein Grab leer Die Erklarung dafur gab ihnen ein Engel in der Gestalt eines jungen Mannes in weissem Gewand v 6 7 Er aber sagte zu ihnen Erschreckt nicht Ihr sucht Jesus von Nazaret den Gekreuzigten Er ist auferstanden er ist nicht hier Seht da ist die Stelle wohin man ihn gelegt hat Nun aber geht und sagt seinen Jungern und dem Petrus Er geht euch voraus nach Galilaa dort werdet ihr ihn sehen wie er es euch gesagt hat Das verweist auf die fruhe Zeugenliste Ihr Sehen wird demnach als Erkenntnis gedeutet Gott hat diesen zuvor getoteten Galilaer auferweckt Darum war sein Grab leer Alle die ihn nicht sahen wurden auf einen Weg gesandt auf dem er sich zu erkennen gab Das rief sie erneut in die Nachfolge Der betonte Hinweis auf den Gekreuzigten stellt Gottes endgultiges Lebenschaffen gegen das unrechtmassige Toten der Menschen und verweist auf die urchristliche Predigt in Jerusalem Apg 4 10 EU Ihr habt ihn gekreuzigt Gott aber hat ihn auferweckt Nur bei Markus endet der Bericht mit der Flucht der Frauen die entgegen ihrem Auftrag nichts weitersagen Mk 16 8 EU Das erinnert an die Flucht der Manner bei Jesu Festnahme Mk 14 50 EU und macht klar dass die Frauen diese zunachst gar nicht antreffen konnten Es spielt auch versteckt auf Jes 52 15 EU an wo von der Erhohung des verachteten fur uns getoteten Gottesknechts die Rede ist Jes 53 4f EU Danach kann nur Jesu eigenes Erscheinen Entsetzen Angst und Trauer uberwinden in Freude verwandeln Mt 28 8 EU und Glauben an ihn schaffen Joh 20 20 EU Damit legt der Text nahe dass die Jesusvisionen schon bekannt waren und in oder unterwegs nach Galilaa Emmaus Lk 24 13 EU erfolgten also einige wenige Tage nach der Jungerflucht und Jesu Tod Der historische Gehalt der Grabuberlieferung ist stark umstritten Einige Neutestamentler z B Rudolf Bultmann Willi Marxsen Gerd Ludemann halten den Text fur eine spate apologetische Legende die Jesu Auferstehung nachtraglich beweisen sollte Auch Georg Strecker sieht in dieser Erzahlung Merkmale sekundaren legendarischen Ursprungs 64 Andere Ulrich Wilckens Peter Stuhlmacher gehen davon aus dass die Auffindung des leeren Grabes am dritten Tag historisch war und erst Markus den Bericht davon mit der Engelsbotschaft und Jesu Erscheinungen verband Fur die Historizitat spricht dass die Zeugenliste keine Frauen die Grabgeschichte keine Manner und nur Frauen nennt die Zeugen der Grablegung Jesu waren Diese hatten im patriarchalischen Judentum damals kein Zeugenrecht so dass ihr anfangliches Schweigen plausibel wirkt Nach Lk 24 11 EU hielten die Manner ihre Nachricht vom leeren Grab fur ein Gerucht Martin Luther ubersetzte Marchen und glaubten ihnen nicht bis Jesus selbst sie uberzeugte Das legt nahe dass die Erscheinungen Jesu unabhangig von aber zeitnah zur Entdeckung des leeren Grabes erfolgten Dass dieses in Jerusalem bekannt war konnte Mt 28 13 EU zeigen Erzahlt den Leuten Seine Junger sind bei Nacht gekommen und haben ihn gestohlen wahrend wir schliefen Solche Polemik gegen die Urchristen uberliefert auch die Mischna Damals wurden judische Martyrer durch den Ausbau ihrer Graber geehrt um ihr Anrecht auf kunftige Auferstehung zu betonen Eduard Schweizer Das war den Urchristen verwehrt Was sucht ihr den Lebenden bei den Toten Lk 24 5 EU Darum fehlt Jesu Grab in den ersten Petruspredigten und in den Paulusbriefen Doch wenn es nicht nachprufbar leer war dann hatte sich die Botschaft von seiner Auferweckung in Jerusalem Apg 2 32 EU kaum halten konnen Dieses Argument wird von den Neutestamentlern Klaus Berger und Martin Karrer sowie Dogmatikern wie Paul Althaus 65 und Karl Barth geltend gemacht Die Emmausjunger Zwei Junger begegnen Jesus auf dem Weg nach Emmaus Relief aus dem Benediktinerkloster Santo Domingo de Silos in Nordspanien entstanden zwischen 1085 und 1100 Nach Lk 24 13 35 EU begegneten zwei seiner Junger Jesus auf dem Weg von Jerusalem nach Emmaus Sie erkennen ihn nicht teilen ihm aber ihre masslose Trauer und Enttauschung mit Wir aber hatten gehofft dass er der sei der Israel erlosen werde Darauf legt er ihnen die Schrift aus Musste nicht der Messias all das erleiden um so in seine Herrlichkeit zu gelangen Sie bitten ihn zu bleiben Er tut es isst mit ihnen und bricht dabei wie beim Passahmahl vor seinem Tod das Brot Da gingen ihnen die Augen auf und sie erkannten ihn dann sahen sie ihn nicht mehr Darauf tauschen sie ihr Erlebnis aus Brannte uns nicht das Herz in der Brust als er unterwegs mit uns redete und uns den Sinn der Schrift erschloss kehren sofort nach Jerusalem um treffen dort die versammelten Elf und horen deren Bestatigung Der Herr ist wirklich auferstanden und ist dem Simon erschienen Der Text reprasentiert lukanische Theologie Der Evangelist wollte zeigen wie man auch ohne eigene Vision Christ werden kann Bibelauslegung Eucharistie Austausch der Erfahrungen mit Jesus und gemeinsames Glaubensbekenntnis spiegeln wohl den Ablauf eines urchristlichen Gottesdienstes Der Name Kleophas v 18 fur einen der Junger der zweite bleibt ungenannt wurde sichtlich spater eingefugt Ware der Zeuge historisch hatte die Urgemeinde seinen Namen in ihre Liste aufgenommen Der Credosatz auf den der Text zielt wird von NT Historikern als sehr alt und der Geschichte vorgegeben eingeschatzt Es erinnert daran dass Petrus den Auferweckten als Erster sah und dies dann Anderen mitteilte Auch Mk 16 7 EU nennt ihn neben den ubrigen Jungern Das bestatigt den Anfang der Jerusalemer Zeugenliste Die Elfervision Alle Evangelien berichten von einer Erscheinung Jesu vor dem Kreis der ersten Junger Dabei reden die Synoptiker ausdrucklich von elf Jungern da Judas Iskariot nicht mehr zu den Zwolfen gerechnet wurde nach Mt 27 5 EU hatte er sich erhangt Das Johannesevangelium nennt keine Zahl jedoch wird Judas auch dort nicht mehr erwahnt Alle Evangelien begrunden mit der Erscheinung Jesu die Beauftragung der Junger zur Volkermission Jedes Evangelium formuliert diese anders und zeigt so seine besondere theologische Sicht Mt 28 1 20 EU ubernahm und veranderte die Grabgeschichte Die Frauen die sich bei Markus noch furchteten und nichts weitersagten freuen und beeilen sich nun ihren Auftrag auszufuhren Sie begegnen Jesus selbst der durch sie die Junger zu einem Berg in Galilaa bestellt Dort erscheint er ihnen offenbart seine ihm von Gott ubergebene Macht sagt ihnen seine Geistesgegenwart und Wiederkunft zu und beauftragt sie zur Volkermission Dieser schliesst die Taufe auf seinen Namen und das Halten all seiner Gebote Bergpredigt Mt 5 7 EU ein Lk 24 36 53 EU und Joh 20 19 23 EU teilen gemeinsame und verschiedene Motive der Jungersendung Jesus erschien am Abend des Sabbatfolgetags nach seinem Tod trat zu den Versammelten Joh durch verschlossene Turen entbot ihnen den Friedensgruss uberwand ihre Angst und ihren Unglauben Lk durch Essen Joh durch Zeigen der Wundmale legte ihnen die Schrift aus Lk bzw gab ihnen den Heiligen Geist Joh sandte sie in die Welt zur Verkundigung der Sundenvergebung und Busse Lk bzw zum Erlassen oder Behalten der Sunden Joh Mk 16 9 20 EU ist ein spaterer Anhang an das ursprungliche Ende des Evangeliums Er setzt die Jesusbegegnungen Marias Joh 20 EU und der Emmausjunger Lk 24 EU schon voraus die Markus noch nicht kannte Er bringt die verschiedenen Erscheinungsberichte in eine Abfolge um Widerspruche auszugleichen Dabei widerspricht er jedoch der Zeugenliste Dort steht die Elfervision aller Erstberufenen am Anfang hier am Ende Der universale Missionsauftrag der Christen enthalt nun auch die Vollmacht zum Austreiben von Damonen analog zu den bei Markus uberlieferten Exorzismen Jesu Alle Evangelien betonen die Identitat der auferweckten mit der gekreuzigten Person des neuen mit dem alten Leib Damit wehren sie wohl die gnostische These vom Scheintod des Erlosers ab Dass der Auferstandene sich ernahrte hiesse aber dass er nur wiederbelebt nicht unsterblich war Doch die Texte verkunden auch dass er den Naturgesetzen nicht mehr unterworfen war sondern durch Wande ging Joh 20 19 EU und an verschiedenen Orten zugleich erschien Lk 24 33 36 EU Nach 1 Kor 15 50f EU kann der alte den neuen Leib nicht erben sondern der himmlische Leib verwandelt den irdischen vollig Insofern bestatigte Paulus der nichts vom leeren Grab Jesu zu wissen schien die Evangelienberichte indirekt Ob und wo Jesus sich den elf Jungern zeigte in Galilaa Mk und Mt oder in Jerusalem zwei Tage nach Jesu Tod Lk und Joh ist nicht mehr zu ermitteln Beides war bei einer Jungerflucht drei Tage zuvor unmoglich Darum erklart jeder Evangelist das Jungertreffen anders Bei Matthaus erschien Jesus den Frauen am Grab zusatzlich zu den Engeln Bei Lukas veranlasst das Emmauserlebnis die sofortige Ruckkehr der Elf Bei Johannes blieb Petrus in Jerusalem und betrat Jesu Grab wahrend Maria ihn zuerst sah So verknupften die Evangelisten die Grabgeschichte auf widerspruchliche Weise mit den Erscheinungen um das Jungertreffen zu erklaren Spatere Erscheinungstexte Mk 9 1 13 EU erinnert mit Jesu Verklarung auf einem Berg in Galilaa an eine nachosterliche Jesusvision v 9 fur Petrus Jakobus und Johannes Diese Namen nennt Gal 2 9 EU als Saulen der Urgemeinde Man kann also annehmen dass sie ihr Fuhrungsamt aufgrund einer solchen Jesusvision erhielten Markus deutet diese als vorosterliche Offenbarung des erwahlten Sohnes Gottes in Gegenwart des Mose und des Elija des Gesetzes und der Propheten Joh 20 1 18 EU formt die uberlieferte Grabgeschichte zu einer Selbstoffenbarung des Auferweckten um Der Text widerspricht offenbar bewusst der synoptischen Tradition Maria Magdalena nicht Petrus sah Jesus zuerst Dafur betrat Petrus als Erster das leere Grab Die johannaische Endredaktion widersprach dem nochmals und fugte den Junger den Jesus liebte ein Sie lasst ihn mit Petrus um die Wette laufen und das leere Grab zuerst betreten um seine Autoritat zu untermauern Das bestatigt Ohne Jesu eigenes Erscheinen konnte das leere Grab nur Furcht und Entsetzen aber keinen Glauben an Jesu Auferstehung bewirken Es bestatigt auch Frauen waren ob sie ihn selbst sahen oder nur sein Grab leer fanden die ersten Osterzeugen In Joh 21 1 14 EU erscheint Jesus sieben seiner ersten Junger am Ufer des Sees Genezareth wo er sie anfangs berief Er hilft ihnen einen grossen Fischfang zu machen Der Junger den Jesus liebte erkennt als Erster Es ist der Herr Dieser ladt sie zum gemeinsamen Mahl ein bereitet es vor und isst mit ihnen Auch dieser Text wurde an einen fruheren Schluss des Evangeliums angehangt Joh 20 31 EU und gehort zu seiner Endredaktion v 24 Er setzt die Episode vom wunderbaren Fischzug Mt 4 8 22 EU Lk 5 1 11 EU voraus erinnert an die ersten Jungerberufungen Jesu Mk 1 16 20 EU will die Adressaten so zur Mission ermutigen und neu Getaufte zum Abendmahl einladen Der Fisch wurde fur verfolgte Christen in Rom zum geheimen Erkennungszeichen griechisch Ichthys Ix8ys ist das Akrostichon Iesus Christus Theu Yios Soter Ihsoys Xristos 8eoy Yios Swthr Jesus Christus Sohn Gottes Erloser Rekonstruktionsversuche des Osterereignisverlaufs Kreuz von San Damiano um 1100 Was nach Jesu Tod geschah erzahlen die Evangelien in den Grundzugen ubereinstimmend Jesus wurde an seinem Todestag noch vor Anbruch des Sabbats in ein frisches Felsengrab gelegt Einige Frauen unter seinen Anhangern sahen wo man ihn begrub Am Tag nach dem Sabbat wollten sie den Toten einbalsamieren Dabei fanden sie sein Grab leer vor Die Junger kehrten inzwischen getrennt nach Galilaa zuruck Dort oder auf dem Weg dorthin hatten einige von ihnen eine Vision die sie als Wundertat Gottes erfuhren und beschrieben Jesus wurde auferweckt Diese Visionen ahnelten sich fanden aber unabhangig voneinander zeitlich und raumlich gestreut statt Lk 24 34 EU Daraufhin suchten die Junger erneut Kontakt tauschten ihre Erlebnisse aus und kehrten nach Jerusalem zuruck Dort erwarteten Juden gemass biblischer Prophetie das Weltende In der Stadt trafen sie die Frauen die ihnen das leere Grab zeigten Ihr Bericht davon wurde daraufhin zur Verheissung des Sehens Jesu in Galilaa umgeformt Die Ruckkehr der Junger nach Jerusalem erfolgte also wahrscheinlich unabhangig von einer Grabentdeckung der Frauen Sie kehrten dann nicht unbedingt gleichzeitig sondern aufgrund je eigener Erfahrungen und Nachrichten vom auferstandenen Jesus dorthin um Deshalb nehmen zum Beispiel der Kirchenhistoriker Hans von Campenhausen 66 der Dogmatiker Wolfhart Pannenberg 67 und der Neutestamentler Martin Karrer an dass die altesten Notizen von Jungern denen Jesus unterwegs nach Galilaa erschien echte Erlebnisse widerspiegelten da anders die Gemeindegrundung in Jerusalem nach der Jungerflucht kaum zu erklaren sei Andere Theologen dagegen halten die Erscheinungsberichte fur subjektive Projektionen ohne ausseren Anstoss Welche Frauen Jesu leeres Grab fanden warum sie es aufsuchten welche Junger den auferweckten Jesus sahen wann wo und was sie dabei sahen und horten das sind einige der Punkte die die Evangelien verschieden und zum Teil widerspruchlich uberliefern Sie bestatigen nur die Erstvision des Petrus und einiger anderer ungenannter Junger aus der Zeugenliste der Urgemeinde ohne diese naher zu beschreiben Von den in der Liste genannten Erscheinungen Jesu vor 500 Brudern und allen Aposteln wissen sie nichts Die Himmelfahrt Apg 1 EU galt nur dem Elferkreis die Massenvision meint eventuell eine Massentaufe wie die nach der Pfingstpredigt Apg 2 41 EU Theologische Deutungsmotive der Ostertexte Gott hat gehandelt Alle Ostertexte des Neuen Testaments Zeugenliste Evangelien und Apostelgeschichte stimmen darin uberein dass nur Gott selbst Jesus auferwecken konnte Niemand war dabei Nur der Auferweckte selbst konnte sich dann seinen Jungern offenbaren Von sich aus erkannte ihn niemand Nur einige der ersten Junger und Paulus sahen den Auferstandenen Dieser war nur eine befristete Zeit lang zu sehen Apg 1 2 5 EU Das betont den besonderen Charakter des Verkundeten als ein reales Ereignis das aber ausserhalb aller sonst bekannten Wirkungszusammenhange steht Wunder Es ist nicht von aussen einsehbar sondern wurde nur einem kleinen Kreis von Zeugen offenbart Wer dem Neuen Testament glauben mochte kann nur dem Glauben dieser ersten Zeugen glauben und ihrem Zeugnis trauen oder aber nicht Hier liegt der Grund fur die Bandbreite der Deutungen In der alteren Diskussion vermuteten Religionskritiker Betrug Hermann Samuel Reimarus Fiktion und subjektive Visionen David Friedrich Strauss oder aber Projektion Ludwig Feuerbach Sigmund Freud Der Neutestamentler Rudolf Bultmann erklarte die Ostertexte aus einem mythologischem Selbstverstandnis der ersten Christen und befand die Ostertexte enthielten apologetische Legenden 68 Gerd Ludemann motivierte sie psychologisch mit dem Umschlag von Schuldgefuhlen in Gnadengewissheit 69 Konservative protestantische Dogmatiker wie Walter Kunneth und Wolfhart Pannenberg 70 versuchten Jesu Auferstehung als historisches Ereignis auszuweisen Karl Barth betonte gegen Bultmann das objektive Geschehen hinter den Glaubenszeugnissen das aber prinzipiell nicht historisch verifizierbar sei 71 Der Auferweckte schenkt Versohnung und uberwindet so den Unglauben Die Ostertexte betonen die Identitat des nun Auferstandenen mit dem zuvor Gekreuzigten Sie erinnern Jesu Junger damit an ihr Versagen angesichts seines Todes Sie hatten ihn verraten verlassen und verleugnet Nur er selbst konnte also ihren Unglauben uberwinden Er tat dies indem er sich mit ihnen versohnte Erst das offnete ihre Augen Das gemeinsame Essen gab ihnen erneut und diesmal unwiderruflich Anteil am Heil Diesen Aspekt betonen besonders die Evangelien Das ist der Sinn der Mahlmotive in ihren Erscheinungstexten Darum feierte die Urgemeinde in jedem Gottesdienst das Abendmahl Der gekreuzigte Jude aus Galilaa ist der zu Gott erhohte Sohn Gottes Mit der Versohnung zugleich schuf der Auferstandene die Erkenntnis wer er in Wahrheit ist der von Gott gesandte und zu Gott erhohte Christus Dieser Mensch ist also der endgultige Offenbarer dieses Gottes und sein einzigartiges Ebenbild Als solchen haben ihn die Urchristen dann verkundet wahrend sie vor seinem Tod noch wie er das Reich Gottes verkundeten Mt 10 7 EU Der Titel des Gottessohnes beinhaltete dabei auch schon die Aspekte der ewigen Erwahlung Praexistenz Christi Prasenz Weltherrschaft und Wiederkunft Der Sohn Gottes ist der kommende Weltrichter Alle Urchristen deuteten Jesu Erscheinen als Auferweckung Das war von ihren judischen Glaubensvoraussetzungen her undenkbar Auferweckt werden sollten die Toten gemeinsam und zwar erst am Ende der Welt wenn Gott zum Gericht erscheint Ein nach judischem Recht Verurteilter der gekreuzigt wurde galt als von Gott verflucht Er ware im judischen Glauben nicht auferweckt oder im Endgericht verworfen worden Die Texte zeigen nach der verzweifelten Jungerflucht unubersehbar ihre Freude uber die uberraschende Wende Jesu Erscheinen war fur sie vollig unerwartet und rief zuerst Furcht hervor Denn damit kam der Richter um sein Endgericht vorwegzunehmen und in Kraft zu setzen Besonders Paulus der Verfolger der Urgemeinde erfuhr das Ihm gegenuber zeigte sich der inthronisierte Menschensohn im Lichtglanz der Herrlichkeit Gottes Apg 9 3 EU 2 Kor 3 18 EU Darauf konnte nur Verstummen Erblinden und Kniefall folgen In seiner Berufungsvision fehlen daher das Mahlmotiv das Sendungsmotiv und der Schriftbeweis Diesen fuhrte Stephanus bereits von dessen Missionspredigt Apg 7 EU Paulus wohl gehort hatte Erst nach seiner Taufe empfing er laut Apg 22 16ff EU den Auftrag zur Volkermission Das Kommen des Richters wird die Welt vollkommen verwandeln Jesu Auferweckung bekraftigte fur die Urchristen die Zukunftserwartung der judischen Prophetie Jes 25 8 EU 35 10 EU Hes 37 12 14 EU und Apokalyptik Dan 7 2 14 EU von einer endzeitlichen Verwandlung der Schopfung und Uberwindung des Todes 1 Kor 15 EU Offb 21 3 5 EU Darum verkundeten sie ihn als Ersten der Entschlafenen 1 Kor 15 20 EU sahen mit seiner Auferstehung also die Zukunft aller Toten und den Vorschein der neuen Schopfung voraus und erwarteten sein Wiederkommen noch zu ihren Lebzeiten 1 Kor 15 51 EU Mk 13 30 EU Daher spielte das leere Grab in der urchristlichen Verkundigung keine primare Rolle Es war nur eine sekundare Bestatigung fur die eigentliche Osterbotschaft Es betonte die Realitat des neuen Lebens Jesu und wies die Angeredeten vom Vergangenen weg zur Zukunft Was sucht ihr den Lebenden bei den Toten Lk 24 5 EU Die Geistesgegenwart des Auferstandenen sendet die die an ihn glauben zur Volkermission Die Gabe des Heiligen Geistes im Pfingstereignis bekraftigte fur die Urchristen die Uberwindung des Fluchs der Sprachverwirrung Gen 11 EU gab ihnen also Hoffnung auf Volkerverstandigung und Frieden Apg 2 1 11 EU Schon die ersten Petruspredigten verkundeten Jesu Auferweckung daher als Hinzurufen der Volker und Erfullung des Volkersegens Abrahams Apg 2 14ff EU 3 12ff EU 4 8ff EU Diese Erfullung begann wie zu Lebzeiten Jesu mit dem Heilen der geschadigten Kreatur Apg 5 12ff EU Diese Aspekte oder Dimensionen der Auferstehung Jesu sind im NT untrennbar treten aber nicht uberall zugleich auf Die weitere Christologie und Soteriologie entfaltete sie dann je nach Situation der angeredeten Gemeinden Jesus Christus in der FrommigkeitsgeschichteJesus Christus war bzw ist fur seine Verehrer sowohl Reprasentant der Gottheit Kyrios Sohn Gottes als auch die historische Person Jesus von Nazareth Die Zweinaturenlehre der altkirchlichen Christologie verbindet beide Motive Sichtbar und im Bild verehrbar ist allerdings nur der Mensch Jesus Mit der Ausformulierung der Transsubstantiationslehre in der lateinischen Westkirche reprasentierte die konsekrierte Hostie Jesus Christus Sie konnte in der Monstranz bei der Fronleichnamsprozession mitgefuhrt zur Verehrung ausgesetzt und im Tabernakel aufbewahrt werden Seit dem Hochmittelalter konzentrierte sich die Christusfrommigkeit der Westkirche auf die Passionsgeschichte und entwickelte hierfur eigene Andachtsformen Andachtsbilder z B Christus als Schmerzensmann Kreuzweg Andachten zu den Wunden Christi Herz Jesu Kult In der ersten Halfte des 20 Jahrhunderts wurde auch die Verehrung Jesu als Christkonig bedeutsam Charakteristisch fur die protestantische Christusfrommigkeit ist eine Konzentration auf biblisch begrundete Motive und die personliche Zueignung des durch Christus gewirkten Heils pro me pro nobis Im Bild und vor allem Kirchenlied wurde die altere Passionsfrommigkeit weiter gepflegt Im 19 Jahrhundert kam infolge der historisch kritischen Bibellekture der Jesus der synoptischen Evangelien starker in den Blick was sich auch auf die kunstlerische Ausstattung protestantischer Kirchen auswirkte 72 Missionsgeschichte und postkoloniale Christologien Obdachloser Jesus Skulptur von Timothy P Schmalz vor der Kathedrale von Sao Sebastiao Rio de Janeiro Die Inkarnation begrundete theologisch die Inkulturation Jesu Christi in verschiedene Kulturen im Zuge der weltweiten christlichen Mission Sowohl fur die Missionare als auch die Missionierten diente Jesus Christus als Identifikationsfigur fur die Missionare als siegreicher Christus Christus victor mit universalem Anspruch fur die Missionierten als in ihrem armlichen Alltag anwesender mit ihnen leidender Christus Christus praesens Christus patiens Nach dem Zweiten Weltkrieg setzte die Dekolonisation ein mit der Folge dass in den ehemaligen Missionsgebieten eigene kontextuelle Theologien formuliert wurden Dabei zeigte sich zunachst dass die Vorstellung eines leidenden Gottes in verschiedenen afrikanischen und asiatischen Kulturen fremd war Jesus Christus wurde von afrikanischen Theologen in Analogie zu einem verehrten Ahn Herrscher oder Initiationsmeister verstanden Asiatische Christen interpretierten Christus vor dem Hintergrund von Hinduismus und Buddhismus Das Leiden der armen Bevolkerung war dann wiederum Anlass zu einem neuen Verstandnis des Leidens Christi Beispiele Minjung Theologie in Sudkorea Kazoh Kitamori Theologie des Schmerzes Gottes Theologinnen wie die Ghanaerin Mercy Oduyoye sehen den Ruckgriff auf traditionelle Kulturen kritisch insofern diese Kulturen die Unterdruckung von Frauen kulturell und religios legitimierten 73 LiteraturLexikonartikel Jurgen Roloff Petr Pokorny Ulrich Kopf Gordon W Lathrop Wolf Krotke Volker Kuster Michael Bergunder William Horbury Heikki Raisanen Balbina Babler Ulrich Rehm Burkhard Mohr Wolf Daniel Hartwich Eric J Ziolkowski Klauspeter Blaser Thomas Dorken Kucharz Jesus Christus In Religion in Geschichte und Gegenwart RGG 4 Auflage Band 4 Mohr Siebeck Tubingen 2001 Sp 463 502 Horst Robert Balz Wilfried Harle Stuart G Hall Brian L Hebblethwaite Richard Hentschke Wolfgang Janke Hans Joachim Klimkeit Joachim Mehlhausen Carl Heinz Ratschow Knut Schaferdiek Henning Schroer Gottfried Seebass Clemens Thoma Jesus Christus In Theologische Realenzyklopadie TRE Band 16 de Gruyter Berlin New York 1987 ISBN 3 11 011159 4 S 670 684 Exegese des Neuen Testaments Klaus Berger Jesus Pattloch Munchen 2004 ISBN 3 629 00812 7 Otto Betz Jesus der Messias Israels Mohr Siebeck Tubingen 1987 ISBN 3 16 145163 5 Martin Hengel Jesus der Messias Israels In Messiah and Christos Studies in the Jewish Origins of Christianity Mohr Siebeck Tubingen 1992 ISBN 3 16 145996 2 S 155 176 Larry W Hurtado Lord Jesus Christ Devotion to Jesus in Earliest Christianity 2 Auflage 2005 William B Eerdman ISBN 0 8028 3167 2 Martin Karrer Jesus Christus im Neuen Testament Grundrisse zum Neuen Testament Das Neue Testament Deutsch Erganzungsreihe Band 11 Vandenhoeck amp Ruprecht Gottingen 1998 ISBN 3 525 51380 1 Ulrich Wilckens Theologie des Neuen Testaments Band 1 2 Geschichte der urchristlichen Theologie Jesu Tod und Auferstehung und die Entstehung der Kirche aus Juden und Heiden Neukirchener Neukirchen Vluyn 2003 ISBN 3 7887 1895 1 Nicholas Thomas Wright Jesus Wer er war was er wollte und warum er fur uns wichtig ist Francke Marburg 2013 ISBN 978 3 86827 384 7 Jean Zumstein Andreas Dittwiler Hrsg Kreuzestheologie im Neuen Testament Mohr Siebeck Tubingen 2002 ISBN 3 16 147775 8 Systematische Theologie Dogmatik Reinhold Bernhardt Jesus Christus Reprasentant Gottes Christologie im Kontext der Religionstheologie Beitrage zu einer Theologie der Religionen 23 TVZ Zurich 2021 ISBN 978 3 290 18436 0 Walter Kasper Jesus der Christus Grunewald Mainz 1986 ISBN 3 7867 0464 3 Hans Kung Jesus Piper Munchen Zurich 2012 ISBN 978 3 492 30226 5 Joseph Ratzinger Jesus von Nazareth Herder Freiburg im Breisgau Erster Teil Von der Taufe im Jordan bis zur Verklarung 3 Auflage 2007 ISBN 978 3 451 29861 5 Zweiter Teil Vom Einzug in Jerusalem bis zur Auferstehung 2011 ISBN 978 3 451 32999 9 Dritter Teil Prolog Die Kindheitsgeschichten 2012 ISBN 978 3 451 34999 7 Walter Simonis Jesus Christus wahrer Mensch und unser Herr Patmos Dusseldorf 2004 ISBN 3 491 70379 4 Sonstige Literatur John Ortberg Weltbeweger Jesus wer ist dieser Mensch Gerth Asslar 2013 ISBN 978 3 86591 877 2 Philip Yancey Der unbekannte Jesus Entdeckungen eines Christen Originaltitel The Jesus I Never Knew SCM R Brockhaus Wuppertal 2010 ISBN 978 3 417 26319 0 Weblinks Commons Jesus Christus Sammlung von Bildern Videos und Audiodateien Wikiquote Jesus von Nazareth Zitate Detlev Dormeyer Jesus Christus In Michaela Bauks Klaus Koenen Stefan Alkier Hrsg Das wissenschaftliche Bibellexikon im Internet WiBiLex Stuttgart 2006 ff Literatur von und uber Jesus Christus im Katalog der Deutschen Nationalbibliothek Werke von und uber Jesus Christus in der Deutschen Digitalen BibliothekEinzelnachweise Bernhard Lang Die Bibel Ferdinand Schoningh Paderborn 1992 S 87 Bernhard Lang Die Bibel S 86f Reinhard Nordsieck Das Thomasevangelium Neukirchener Verlag 2 Auflage 2004 Einleitung Forschungsgeschichte S 7 23 Duden Jesus Christus der Lateinisch dekliniert lauten der Genitiv Jesu Christi Dativ und Ablativ Jesu Christo Akkusativ Jesum Christum Im Deutschen ist heute nur noch der lateinische Genitiv gebrauchlich in der Liturgie auch der Vokativ Anruf Jesu Christe O Jesus Christus a b Marinus De Jonge Christ In David Noel Freedman Hrsg The Anchor Bible Dictionary Band 1 Doubleday New York N Y etc 1992 ISBN 0 385 19351 3 S 914 f englisch Ben F Meyer Jesus Christ In David Noel Freedman Hrsg The Anchor Bible Dictionary Band 3 Doubleday New York N Y etc 1992 ISBN 0 385 19361 0 S 773 englisch Die Copula ist kann im Griechischen entfallen vgl Franz Mussner Der historische Jesus In Ders Jesus von Nazareth im Umfeld Israels und der Urkirche Wissenschaftliche Untersuchungen zum Neuen Testament Band 111 Mohr Siebeck Tubingen 1999 S 43 61 hier S 44 Martin Karrer Jesus Christus im Neuen Testament Gottingen 1998 S 47 Und zwar in der griechischen Fassung des Septuaginta Psalters er selbst wird Israel erlosen von allen seinen gesetzlosen Taten Ubersetzung nach Wolfgang Kraus Martin Karrer Hrsg Septuaginta Deutsch Das griechische Alte Testament in deutscher Ubersetzung Deutsche Bibelgesellschaft Stuttgart 2009 S 883 Martin Karrer Jesus Christus im Neuen Testament S 47 und Fn 76 Vgl auch Karl Heinrich Rengstorf Artikel Jesus Christus In Theologisches Begriffslexikon zum Neuen Testament Brockhaus 9 Auflage 1993 S 757 und Martin Noth Die israelitischen Personennamen im Rahmen der gemeinsemitischen Namengebung 1928 S 154 Ulrich Luz Das Evangelium nach Matthaus Evangelisch Katholischer Kommentar Band 1 1 Benziger Zurich Neukirchener Verlag Neukirchen Vluyn 4 Auflage 1997 S 101 Vgl auch die Deutung des Namens Je ho schua Jesus durch den zeitgenossischen judischen Philosophen Philon von Alexandria De mutatione nominum 121f Heil des Herrn Matthias Konradt Das Evangelium nach Matthaus Das Neue Testament Deutsch Band 1 der Neubearbeitung Vandenhoeck amp Ruprecht Gottingen 2015 S 37 Udo Schnelle Paulus Leben und Denken Reihe De Gruyter Studium De Gruyter 2 uberarbeitete und erweiterte Auflage Berlin Boston 2014 S 393 398 Ralph Brucker Christushymnen oder epideiktische Passagen Studien zum Stilwechsel im Neuen Testament und seiner Umwelt Vandenhoeck amp Ruprecht Gottingen 1997 S 307 Online Dass der Text den Kriterien eines antiken Hymnus nicht entspricht ist Konsens Klaus Berger schlug deshalb die Bezeichnung Christus Enkomion vor da der Text nur die Haltung Christi ruhmt nicht seine einzelnen taten bevorzugt Brucker ebd S 319 die Charakterisierung als Epainos Samuel Vollenweider Politische Theologie im Philipperbrief In Dieter Sanger Ulrich Mell Hrsg Paulus und Johannes exegetische Studien zur paulinischen und johanneischen Theologie und Literatur Mohr Siebeck Tubingen 2006 S 457 469 hier S 463 465 Online Gordon W Lathrop Jesus Christus II Jesus Christus in der Geschichte des Christentums 2 Liturgiegeschichte In Religion in Geschichte und Gegenwart RGG 4 Auflage Band 4 Mohr Siebeck Tubingen 2001 Sp 472 475 Rudolf Pesch Die Apostelgeschichte Teilband 1 Apg 1 12 Evangelisch Katholischer Kommentar Band 5 1 3 Aufl Zurich Neukirchen Vluyn 2005 S 125 und 127 Zur neueren Diskussion der Taufe auf den Namen Jesus vgl Lars Hartman Usages Some Notes on the Baptismal Name Formulae In David Hellholm Tor Vegge Oyvind Norderval Christer Hellholm Ablution Initiation and Baptism Late Antiquity Early Judaism and Early Christianity Beihefte zur Zeitschrift fur die neutestamentliche Wissenschaft und fur die Kunde der alteren Kirche Band 176 De Gruyter Berlin Boston 2011 S 397 413 Hellholm verweist fur die Vorkommen in der Apostelgeschichte darauf dass der Verfasser bewusst Septuaginta Stil also biblisch klingendes Griechisch verwende Rudolf Pesch Die Apostelgeschichte Teilband 1 Apg 1 12 Evangelisch Katholischer Kommentar Band 5 1 3 Aufl Zurich Neukirchen Vluyn 2005 S 125 und 127 Adelheid Ruck Schroder Der Name Gottes und der Name Jesu eine neutestamentliche Studie Neukirchener Verlag 1999 ISBN 3 7887 1706 8 Bernd Kollmann Name VI Neues Testament In Religion in Geschichte und Gegenwart RGG 4 Auflage Band 6 Mohr Siebeck Tubingen 2003 Sp 35 36 Matthias Kreplin Das Selbstverstandnis Jesu Hermeneutische und christologische Reflexion historisch kritische Analyse Mohr Siebeck Tubingen 2001 S 83 ff Christopher Tuckett Hoheitstitel christologische In Religion in Geschichte und Gegenwart RGG 4 Auflage Band 3 Mohr Siebeck Tubingen 2000 Sp 1832 1833 a b Bernhard Lang Dieter Zeller Messias Christus In Manfred Gorg Bernhard Lang Hrsg Neues Bibel Lexikon Band 2 Benziger Zurich 1995 ISBN 3 545 23075 9 S 782 785 Thilo Alexander Rudnig Konig ohne Tempel 2 Samuel 7 in Tradition und Redaktion In Vetus Testamentum 61 3 2011 S 426 446 Georg Steins Die Bucher der Chronik In Christian Frevel Hrsg Einleitung in das Alte Testament 9 aktualisierte Auflage Kohlhammer Stuttgart 2016 S 312 330 Daniel Stokl Ben Ezra Qumran Die Texte vom Toten Meer und das antike Judentum Mohr Siebeck Tubingen 2016 S 325f Wilfried Harle Dogmatik 5 uberarbeitete Auflage De Gruyter Berlin Boston 2018 S 306 a b Martin Karrer Sohn Gottes II Als christologischer Titel im Neuen Testament In Religion in Geschichte und Gegenwart RGG 4 Auflage Band 7 Mohr Siebeck Tubingen 2004 Sp 1416 1418 Ubersetzung Wolfgang Kraus Martin Karrer Hrsg Septuaginta Deutsch Das griechische Alte Testament in deutscher Ubersetzung Deutsche Bibelgesellschaft Stuttgart 2009 S 1060 Es gibt nur das Zitat von 2 Sam 7 14 EU in 4Q174 und Sohn Gottes als Selbstbezeichnung eines wahrscheinlich nichtjudischen Herrschers in 4Q246 im 4 Buch Esra ist 7 28 als christliche Interpolation zu werten Vgl Martin Karrer Sohn Gottes II Als christologischer Titel im Neuen Testament In Religion in Geschichte und Gegenwart RGG 4 Auflage Band 7 Mohr Siebeck Tubingen 2004 Sp 1416 1418 Hyam Maccoby Jesus und der judische Freiheitskampf Ahriman Verlag 1996 S 87 Johannes Beutler Das Johannesevangelium Herder 2 Aufl Freiburg Basel Wien 2016 S 530f und 535 Zur Fachdiskussion vgl Ulrich Wilckens Der Brief an die Romer Teilband 2 Rom 6 11 Evangelisch Katholischer Kommentar Band 6 2 Zurich Neukirchen Vluyn 1980 S 189 In V 5b folgt eine Doxologie von der umstritten ist ob sie sich auf Christus I bezieht oder auf Gott II Die Grunde fur II und gegen I dominieren stark Knapp hierzu auch Peter Stuhlmacher Der Brief an die Romer Das Neue Testament Deutsch Neubearbeitung Band 6 Vandenhoeck amp Ruprecht Gottingen 1998 S 131 Online Dass hier Jesus spricht ergibt sich aus Offb 22 12 20 EU Weitere Gleichsetzungen besprochen bei Franz Graf Stuhlhofer Jesus Christus Gottes Sohn Leun 32012 S 24 31 zu den direkten Aussagen S 39 41 Herbert Niehr Das Buch Daniel In Christian Frevel Hrsg Einleitung in das Alte Testament 9 aktualisierte Auflage Kohlhammer Stuttgart 2016 S 618 629 hier S 625 Volkerengel Mittler zwischen Gott und Welt himmlisches Wesen Martin Karrer Jesus Christus im Neuen Testament Gottingen 1998 S 340 342 Petr Pokorny Theologie der lukanischen Schriften Vandenhoeck und Ruprecht Gottingen 1999 S 116 P Maiberger Artikel Herr AT NBL Bd 2 Spalte 127 Martin Karrer Jesus Christus im Neuen Testament Gottingen 1998 S 344 Wilhelm Bousset Kyrios Christos Geschichte des Christusglaubens von den Anfangen des Christentums bis Irenaus Vandenhoeck amp Ruprecht 5 Auflage 1965 S 75 84 Oscar Cullmann Die Christologie des Neuen Testaments Mohr Siebeck 5 Auflage Tubingen 1975 S 200ff so auch Werner Georg Kummel Die Theologie des Neuen Testaments nach seinen Hauptzeugen Jesus Paulus Johannes Vandenhoeck und Ruprecht Gottingen 1969 S 99 103 Raymond Collins Maranatha In Religion in Geschichte und Gegenwart RGG 4 Auflage Band 5 Mohr Siebeck Tubingen 2002 Sp 778 779 K Woschitz Art Herr NT NBL Bd 2 Spalte 129 a b Martin Karrer Christological Titles I New Testament In Encyclopedia of the Bible and Its Reception EBR Band 5 de Gruyter Berlin Boston 2012 ISBN 978 3 11 018373 3 Sp 199 202 Bertold Klappert Die Auferweckung des Gekreuzigten Der Ansatz der Christologie Karl Barths im Zusammenhang der Christologie der Gegenwart Neukirchener Verlag 3 Auflage 1981 ISBN 3 7887 0429 2 S 141 Anmerkung 11 Johannes Beutler Das Johannesevangelium Herder 2 Aufl Freiburg Basel Wien 2016 S 104 Zum Beispiel TestJos 19 8 athHen 90 38 Rainer Metzner Das Verstandnis der Sunde im Johannesevangelium Humboldt Universitat Berlin 1998 S 143 155 Martin Hasitschka Befreiung von Sunde nach dem Johannesevangelium Tyrolia Verlag 1989 S 112ff und 233ff Marco Frenschkowski Lamm Gottes In Religion in Geschichte und Gegenwart RGG 4 Auflage Band 5 Mohr Siebeck Tubingen 2002 Sp 49 51 Hans Conzelmann Grundriss der Theologie des Neuen Testaments Christian Kaiser Verlag Munchen 1967 S 363 367 Dieser im Neuen Testament nur marginal fur Jesus Christus verwendete Begriff gewann in der Theologiegeschichte konfessionsubergreifend erhebliche Bedeutung Vgl Wilfried Harle Dogmatik 5 uberarbeitete Auflage De Gruyter Berlin Boston 2018 S 316f Walter Schmithals Einleitung in die ersten drei Evangelien Walter de Gruyter Berlin 1985 ISBN 3 11 010263 3 S 419 und S 425 Wolfgang Reinbold Passion Passionsuberlieferung Passionsgeschichte In Religion in Geschichte und Gegenwart RGG 4 Auflage Band 6 Mohr Siebeck Tubingen 2003 Sp 974 976 Joachim Jeremias Das Losegeld fur Viele In Judaica 3 1947 S 249 264 Eckhard Schnabel Heinz Werner Neudorfer Das Studium des NT R Brockhaus 2011 ISBN 978 3 417 29430 9 S 139 Joachim Gnilka Das Evangelium nach Markus Evangelisch Katholischer Kommentar zum Neuen Testament Band 2 2 Neukirchener Verlag Neukirchen Vluyn 1979 S 317 Joachim Gnilka Das Evangelium nach Markus Evangelisch Katholischer Kommentar zum Neuen Testament Band 2 2 Neukirchener Verlag Neukirchen Vluyn 1979 S 321 Ob mit dem Zitat von Ps 22 2 angedeutet werden soll dass Jesus den ganzen Psalm am Kreuz gebetet habe der im zweiten Teil eine Hoffnungsperspektive hat ist in der neutestamentlichen Exegese umstritten Vgl als Vertreter dieser Deutung Hartmut Gese Psalm 22 und das Neue Testament Der alteste Bericht vom Tode Jesu und die Entstehung des Herrenmahles In Zeitschrift fur Theologie und Kirche 65 1 1968 S 1 22 Martin Karrer Jesus Christus im Neuen Testament S 173 Paulus selbst beschrieb die ausseren Umstande nicht naher vgl zum sogenannten Damaskuserlebnis Apg 9 1 9 EU Friedrich Lang Die Briefe an die Korinther Vandenhoeck amp Ruprecht Gottingen 1994 S 209 Online Friedrich Lang Die Briefe an die Korinther Vandenhoeck amp Ruprecht Gottingen 1994 S 210 Friedrich Lang Die Briefe an die Korinther Vandenhoeck amp Ruprecht Gottingen 1994 S 275f Detlef Hauser Glaubensbekenntnis und Jesusuberlieferung bei Johannes S 114 117 Paul Althaus Die Wahrheit des kirchlichen Osterglaubens Einspruch gegen Emanuel Hirsch Bertelsmann Gutersloh 1940 Hans von Campenhausen Der Ablauf der Osterereignisse und das leere Grab 3 durchgesehene und erganzte Auflage Winter Heidelberg 1966 Vgl Wolfhard Pannenberg Systematische Theologie Band 2 Vandenhoech amp Ruprecht Gottingen 2015 S 385ff Die Rechtfertigung Jesu durch den Vater in seiner Auferweckung von den Toten Zu Pannenbergs Verstandnis der Historizitat der Auferstehung vgl Gunther Wenz Wolfhard Pannenbergs Systematische Theologie Vandenhoeck amp Ruprecht Gottingen 2003 S 183 186 Online Rudolf Bultmann Die Geschichte der synoptischen Tradition 10 Auflage Vandenhoeck amp Ruprecht Gottingen 1995 S 308 316 Online Vgl auch Hans Grass Ostergeschehen und Osterberichte Vandenhoeck amp Ruprecht Gottingen 1956 und ders Zur Begrundung des Osterglaubens In Theologie und Kritik gesammelte Aufsatze und Vortrage Vandenhoeck amp Ruprecht Gottingen 1969 S 180 194 Online Gerd Ludemann Die Auferstehung Jesu Historie Erfahrung Theologie Vandenhoeck amp Ruprecht Gottingen 1994 Zur Auseinandersetzung mit der psychologischen Deutung Ludemanns vgl Wolfhart Pannenberg Die Auferstehung Jesu Historie und Theologie In Zeitschrift fur Theologie und Kirche 91 3 1994 S 318 328 Karl Barth Kirchliche Dogmatik IV 2 Evangelischer Verlag Zollikon 1955 S 156 172 Ulrich Kopf Jesus Christus II Jesus Christus in der Geschichte des Christentums 1 Frommigkeitsgeschichte In Religion in Geschichte und Gegenwart RGG 4 Auflage Band 4 Mohr Siebeck Tubingen 2001 Sp 470 473 Volker Kuster Jesus Christus II Jesus Christus in der Geschichte des Christentums 5 Jesus Christus in der christlichen Mission In Religion in Geschichte und Gegenwart RGG 4 Auflage Band 4 Mohr Siebeck Tubingen 2001 Sp 479 481 Dieser Artikel ist als Audiodatei verfugbar source source Speichern Informationen 71 36 min 34 8 MB Text der gesprochenen Version 9 August 2013 Mehr Informationen zur gesprochenen Wikipedia Normdaten Person GND 118557513 OGND AKS LCCN n79084784 VIAF 38323081 Wikipedia PersonensucheAbgerufen von https de wikipedia org w index php title Jesus Christus amp oldid 215861309, wikipedia, wiki, deutsches

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