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Jan Alexandrowitsch Nepomnjaschtschi

Jan Nepomnjaschtschi, 2018
Verband Russland Russland
Geboren 14. Juli 1990
Brjansk
Titel Internationaler Meister (2004)
Großmeister (2007)
Aktuelle Elo‑Zahl 2792 (Juli 2021)
Beste Elo‑Zahl 2792 (Mai 2021)
bei der FIDE (englisch)

Jan Alexandrowitsch Nepomnjaschtschi (russischЯн Александрович Непомнящий; wissenschaftliche Transliteration Jan Nepomnjaščij; * 14. Juli 1990 in Brjansk) ist ein russischer Schachgroßmeister. Er wird der Herausforderer von Weltmeister Magnus Carlsen bei der Schachweltmeisterschaft 2021 sein.

Inhaltsverzeichnis

Nepomnjaschtschi erlernte das Schachspiel bereits mit viereinhalb Jahren. Er ist in einer intellektuellen und literaturbegeisterten Familie aufgewachsen; sein Großvater Boris Nepomnjaschtschi war ein in Brjansk bekannter Lyriker. Nepomjaschtschis erste Schachtrainer waren neben seinem Onkel Igor Nepomnjaschtschi Walentin Jewdokimenko sowie Meister Waleri Silberstein und Großmeister Sergei Janowski. Als Siebenjähriger war er bereits Spieler der 1. Kategorie, ein Jahr darauf Meisteranwärter. Er gewann zahlreiche russische und internationale Jugendmeisterschaften. Unter anderem wurde er 2000 in Kallithea (Chalkidiki) Jugendeuropameister U10, 2001 an gleicher Stelle Sieger der Kategorie U12, in Peniscola 2002 verteidigte er seinen Titel. 2002 gewann er die Jugendweltmeisterschaft U12. 2003 gewann er ein Jungmeisterturnier in Kirischi vor Ildar Chairullin, Dmitri Andreikin und Maxim Matlakow. Ein Jahr später gewann er die russische Jugendmeisterschaft U18.

Im Jahr 2005 wurde er in Belfort Jugendweltmeister U16. Im Jahr 2006 qualifizierte er sich mit einem geteilten zweiten Platz in der ersten russischen Liga in Tomsk, einem Qualifikationsturnier für die russische Meisterschaft, erstmals für das Finale der russischen Meisterschaft, die im selben Jahr in Moskau ausgetragen wurde. Im Jahr 2007 wurde er Zweiter nach Michał Krasenkow, den er besiegen konnte, beim Corus-C-Turnier in Wijk aan Zee. Im selben Jahr gewann er erneut das Jungmeisterturnier von Kirischi (nach Wertung vor Rauf Məmmədov, Parimarjan Negi und Sawen Andriasjan). 2007 verlieh ihm die FIDE den Großmeistertitel.

Jan Nepomnjaschtschi, Dortmund 2008

Den bis dahin größten Erfolg seiner jungen Karriere feierte er im Februar 2008, als es ihm gelang, das Aeroflot Open in Moskau zu gewinnen. Er erzielte 7 Punkte aus 9 Partien und wurde alleiniger Erster vor Alexander Motyljow und Alexei Drejew. Sein Sieg erbrachte ihm auch eine Einladung zu den Dortmunder Schachtagen 2008, einem der weltweit angesehensten Eliteturniere, bei dem er den geteilten 2. Platz belegte. Kurz darauf gewann er eines der weltgrößten Open, die Chess Classic in Mainz. Mit diesem Sieg durfte er 2009 um die Schnellschach-Weltmeisterschaft spielen, bei der er im Finale mit 1:3 gegen Lewon Aronjan unterlag. Im März 2010 gewann er in Rijeka die Europameisterschaft mit 9 Punkten aus 11 Partien. Im Dezember 2010 wurde er nach Stichkampf gegen Sergei Karjakin russischer Landesmeister. Bei der FIDE-Schnellschach-Weltmeisterschaft im Juni 2013 in Chanty-Mansijsk wurde er hinter Şəhriyar Məmmədyarov Zweiter. Bei der Blitzschach-Weltmeisterschaft im Juni 2014 in Dubai errang er hinter Magnus Carlsen die Silbermedaille. Im Juli 2018 gewann er mit 5 Punkten aus 7 Partien erstmals die Dortmunder Schachtage. Im Dezember 2020 gewann er in Moskau zum zweiten Mal die Landesmeisterschaft.

Über den FIDE Grand Prix 2019 konnte er sich für das Kandidatenturnier 2020 qualifizieren, welches er nach der Wiederaufnahme vorzeitig am 26. April 2021 mit 8½ Punkten aus 14 Partien gewann.

Elo-Entwicklung

Nepomnjaschtschi nahm an der Schacholympiade 2010 mit der zweiten russischen Mannschaft und an der Schacholympiade 2014 mit der russischen Mannschaft teil. Er erreichte 2010 am ersten Brett und 2014 am Reservebrett jeweils das drittbeste Einzelergebnis. Er nahm außerdem an den Mannschaftsweltmeisterschaften 2011 und 2013 teil. 2013 gewann er mit Russland, 2011 erreichte er am dritten, 2013 am vierten Brett das beste Einzelergebnis. An der Mannschaftseuropameisterschaft nahm er 2011 und 2015 teil, er gewann diese 2015 mit Russland und erreichte gleichzeitig das drittbeste Ergebnis am vierten Brett.

In der russischen Mannschaftsmeisterschaft spielte Nepomnjaschtschi 2006 für Tomsk-400, mit denen er im gleichen Jahr den European Club Cup gewann, 2007 für Elara Tscheboksary, 2008 und 2009 für SchSM-64 Moskau, 2010 für Ural Jekaterinburg, 2011 und 2012 für Ekonomist-SGSEU-1 Saratow sowie 2013 und 2014 für SchSM-Nasche Nasledije Moskau.

Ins Deutsche übertragen bedeutet der russische Name Nepomnjaschtschi soviel wie „Derjenige, der sich nicht erinnert“.

Commons: Jan Nepomnjaschtschi – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien
  • auf chessgames.com (englisch)
  1. (Memento vom 17. Juli 2014 im Internet Archive)
  2. Jörg Schulz: Europameisterschaft U10-U18. JugendSchach Ausgabe 9/2002, S. 4–14 (Bericht, Tabellen, Fotos und Partien).
  3. Turnierergebnisse 2000–2007 gemäß Chessbase Megabase 2008
  4. auf TeleSchach
  5. Zahlen gemäß Elo-Listen der FIDE. Datenquellen: (Zeitraum seit 2001), (Zeitraum 1971 bis 2001)
  6. auf olimpbase.org (englisch)
  7. auf chess-results.com
  8. auf olimpbase.org (englisch)
  9. auf olimpbase.org (englisch)
  10. auf olimpbase.org (englisch)
  11. auf olimpbase.org (englisch)
  12. und , jeweils eingesehen am 30. April 2021
Personendaten
NAME Nepomnjaschtschi, Jan Alexandrowitsch
ALTERNATIVNAMEN Непомнящий, Ян Александрович (russisch); Nepomnjaščij, Jan (wissenschaftliche Transliteration); Nepomniachtchi, Ian (englisch)
KURZBESCHREIBUNG russischer Schachgroßmeister
GEBURTSDATUM 14. Juli 1990
GEBURTSORT Brjansk, Sowjetunion

Jan Alexandrowitsch Nepomnjaschtschi
alexandrowitsch, nepomnjaschtschi, russischer, schach, großmeister, sprache, beobachten, bearbeiten, nepomnjaschtschi, 2018verband, russland, russlandgeboren, juli, 1990, brjansktitel, internationaler, meister, 2004, großmeister, 2007, aktuelle, zahl, 2792, ju. Jan Alexandrowitsch Nepomnjaschtschi russischer Schach Grossmeister Sprache Beobachten Bearbeiten Jan Nepomnjaschtschi 2018Verband Russland RusslandGeboren 14 Juli 1990 BrjanskTitel Internationaler Meister 2004 Grossmeister 2007 Aktuelle Elo Zahl 2792 Juli 2021 Beste Elo Zahl 2792 Mai 2021 Karteikarte bei der FIDE englisch Jan Alexandrowitsch Nepomnjaschtschi russisch Yan Aleksandrovich Nepomnyashij wissenschaftliche Transliteration Jan Nepomnjascij 14 Juli 1990 in Brjansk 1 ist ein russischer Schachgrossmeister Er wird der Herausforderer von Weltmeister Magnus Carlsen bei der Schachweltmeisterschaft 2021 sein Inhaltsverzeichnis 1 Leben 2 Nationalmannschaft 3 Vereine 4 Trivia 5 Weblinks 6 EinzelnachweiseLeben BearbeitenNepomnjaschtschi erlernte das Schachspiel bereits mit viereinhalb Jahren Er ist in einer intellektuellen und literaturbegeisterten Familie aufgewachsen sein Grossvater Boris Nepomnjaschtschi war ein in Brjansk bekannter Lyriker Nepomjaschtschis erste Schachtrainer waren neben seinem Onkel Igor Nepomnjaschtschi Walentin Jewdokimenko sowie Meister Waleri Silberstein und Grossmeister Sergei Janowski Als Siebenjahriger war er bereits Spieler der 1 Kategorie ein Jahr darauf Meisteranwarter 2 Er gewann zahlreiche russische und internationale Jugendmeisterschaften Unter anderem wurde er 2000 in Kallithea Chalkidiki Jugendeuropameister U10 2001 an gleicher Stelle Sieger der Kategorie U12 in Peniscola 2002 3 verteidigte er seinen Titel 2002 gewann er die Jugendweltmeisterschaft U12 2003 gewann er ein Jungmeisterturnier in Kirischi vor Ildar Chairullin Dmitri Andreikin und Maxim Matlakow Ein Jahr spater gewann er die russische Jugendmeisterschaft U18 Im Jahr 2005 wurde er in Belfort Jugendweltmeister U16 Im Jahr 2006 qualifizierte er sich mit einem geteilten zweiten Platz in der ersten russischen Liga in Tomsk einem Qualifikationsturnier fur die russische Meisterschaft erstmals fur das Finale der russischen Meisterschaft die im selben Jahr in Moskau ausgetragen wurde Im Jahr 2007 wurde er Zweiter nach Michal Krasenkow den er besiegen konnte beim Corus C Turnier in Wijk aan Zee Im selben Jahr gewann er erneut das Jungmeisterturnier von Kirischi nach Wertung vor Rauf Memmedov Parimarjan Negi und Sawen Andriasjan 4 2007 verlieh ihm die FIDE den Grossmeistertitel Jan Nepomnjaschtschi Dortmund 2008 Den bis dahin grossten Erfolg seiner jungen Karriere feierte er im Februar 2008 als es ihm gelang das Aeroflot Open in Moskau zu gewinnen Er erzielte 7 Punkte aus 9 Partien und wurde alleiniger Erster vor Alexander Motyljow und Alexei Drejew Sein Sieg erbrachte ihm auch eine Einladung zu den Dortmunder Schachtagen 2008 einem der weltweit angesehensten Eliteturniere bei dem er den geteilten 2 Platz belegte 5 Kurz darauf gewann er eines der weltgrossten Open die Chess Classic in Mainz Mit diesem Sieg durfte er 2009 um die Schnellschach Weltmeisterschaft spielen bei der er im Finale mit 1 3 gegen Lewon Aronjan unterlag Im Marz 2010 gewann er in Rijeka die Europameisterschaft mit 9 Punkten aus 11 Partien Im Dezember 2010 wurde er nach Stichkampf gegen Sergei Karjakin russischer Landesmeister Bei der FIDE Schnellschach Weltmeisterschaft im Juni 2013 in Chanty Mansijsk wurde er hinter Sehriyar Memmedyarov Zweiter Bei der Blitzschach Weltmeisterschaft im Juni 2014 in Dubai errang er hinter Magnus Carlsen die Silbermedaille Im Juli 2018 gewann er mit 5 Punkten aus 7 Partien erstmals die Dortmunder Schachtage Im Dezember 2020 gewann er in Moskau zum zweiten Mal die Landesmeisterschaft Uber den FIDE Grand Prix 2019 konnte er sich fur das Kandidatenturnier 2020 qualifizieren welches er nach der Wiederaufnahme vorzeitig am 26 April 2021 mit 8 Punkten aus 14 Partien gewann Elo Entwicklung 6 Nationalmannschaft BearbeitenNepomnjaschtschi nahm an der Schacholympiade 2010 mit der zweiten russischen Mannschaft und an der Schacholympiade 2014 mit der russischen Mannschaft teil Er erreichte 2010 am ersten Brett und 2014 am Reservebrett jeweils das drittbeste Einzelergebnis 7 8 Er nahm ausserdem an den Mannschaftsweltmeisterschaften 2011 und 2013 teil 2013 gewann er mit Russland 2011 erreichte er am dritten 2013 am vierten Brett das beste Einzelergebnis 9 An der Mannschaftseuropameisterschaft nahm er 2011 und 2015 teil er gewann diese 2015 mit Russland und erreichte gleichzeitig das drittbeste Ergebnis am vierten Brett 10 Vereine BearbeitenIn der russischen Mannschaftsmeisterschaft spielte Nepomnjaschtschi 2006 fur Tomsk 400 mit denen er im gleichen Jahr den European Club Cup gewann 11 2007 fur Elara Tscheboksary 2008 und 2009 fur SchSM 64 Moskau 2010 fur Ural Jekaterinburg 2011 und 2012 fur Ekonomist SGSEU 1 Saratow sowie 2013 und 2014 fur SchSM Nasche Nasledije Moskau 12 Trivia BearbeitenIns Deutsche ubertragen bedeutet der russische Name Nepomnjaschtschi soviel wie Derjenige der sich nicht erinnert 13 Weblinks Bearbeiten Commons Jan Nepomnjaschtschi Sammlung von Bildern Videos und Audiodateien Nachspielbare Schachpartien von Jan Alexandrowitsch Nepomnjaschtschi auf chessgames com englisch Einzelnachweise Bearbeiten Zentralnyj Jewrejski Resurs Sem40 russ Memento vom 17 Juli 2014 im Internet Archive Biographische Angaben gemass Anna Rudnicka Hod za Yanom russ Jorg Schulz Europameisterschaft U10 U18 JugendSchach Ausgabe 9 2002 S 4 14 Bericht Tabellen Fotos und Partien Turnierergebnisse 2000 2007 gemass Chessbase Megabase 2008 Sparkassen Chess Meeting 2008 im Dortmunder Schauspielhaus auf TeleSchach Zahlen gemass Elo Listen der FIDE Datenquellen fide com Zeitraum seit 2001 olimpbase org Zeitraum 1971 bis 2001 Jan Nepomnjaschtschis Ergebnisse bei Schacholympiaden auf olimpbase org englisch Brettpreise bei der Schacholympiade 2014 auf chess results com Jan Nepomnjaschtschis Ergebnisse bei Mannschaftsweltmeisterschaften auf olimpbase org englisch Jan Nepomnjaschtschis Ergebnisse bei Mannschaftseuropameisterschaften auf olimpbase org englisch Jan Nepomnjaschtschis Ergebnisse bei European Club Cups auf olimpbase 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