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Isoform

Eine Isoform bezeichnet in der Biochemie Gene und ihre Proteine, die durch Genduplikationen entstanden und mit teilweise leichten Veränderungen mehrfach im Genom vorkommen oder Proteinvarianten, die durch alternatives Spleißen entstehen. Isoform beschreibt in der Chemie ein Molekül identischer Zusammensetzung, aber unterschiedlichen Aufbaus im Vergleich zu einem zweiten. Manche Isoenzyme sind Isoformen, wenn sie nicht nur die gleichen Funktionen, sondern auch eine ähnliche Sequenz (und genetische Verwandtschaft) aufweisen. Verwandte Gene und Pseudogene, die durch Genduplikation von einem gemeinsamen Gen-Vorfahren stammen, werden bisweilen als Isoformen bezeichnet. Der wissenschaftlich exakte Ausdruck für diese genomischen Isoformen ist Paralog.

Inhaltsverzeichnis

Nach einer Duplikation können durch Mutationen Veränderungen in beiden ursprünglich identischen Genen entstehen, die sich teilweise auch auf die Aminosäuresequenz des Proteins auswirken. Ebenso verändert sich die Sequenz eines Proteins bei einem alternativen Spleißen, beispielsweise bei einer Verkürzung des Proteins oder noch stärker bei einer Veränderung des Leserasters. Die Entdeckung von vielen Isoformen erklärt die relativ geringe Zahl der Gene, welche im Human Genome Project gefunden wurde: die Möglichkeit, viele unterschiedliche Genprodukte herzustellen, erweitert die Diversität des Genoms um ein Vielfaches. Gen-Isoformen können mittels RT-PCR, Screening von cDNA-Banken, Western-Blots und vielen weiteren Methoden untersucht werden.

  • Jeremy M. Berg, John L. Tymoczko, Lubert Stryer: Biochemie. 6 Auflage, Spektrum Akademischer Verlag, Heidelberg 2007. ISBN 978-3-8274-1800-5.
  • Donald Voet, Judith G. Voet: Biochemistry. 3. Auflage, John Wiley & Sons, New York 2004. ISBN 0-471-19350-X.
  • Bruce Alberts, Alexander Johnson, Peter Walter, Julian Lewis, Martin Raff, Keith Roberts: Molecular Biology of the Cell, 5. Auflage, Taylor & Francis 2007, ISBN 978-0815341062.
  1. Guenter Kahl: The Dictionary of Genomics, Transcriptomics and Proteomics. John Wiley & Sons, 2015, ISBN 978-3-527-67864-8, S. 1136.
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Isoform
isoform, sprache, beobachten, bearbeiten, eine, bezeichnet, biochemie, gene, ihre, proteine, durch, genduplikationen, entstanden, teilweise, leichten, veränderungen, mehrfach, genom, vorkommen, oder, proteinvarianten, durch, alternatives, spleißen, entstehen, . Isoform Sprache Beobachten Bearbeiten Eine Isoform bezeichnet in der Biochemie Gene und ihre Proteine die durch Genduplikationen entstanden und mit teilweise leichten Veranderungen mehrfach im Genom vorkommen 1 oder Proteinvarianten die durch alternatives Spleissen entstehen 2 Isoform beschreibt in der Chemie ein Molekul identischer Zusammensetzung aber unterschiedlichen Aufbaus im Vergleich zu einem zweiten Manche Isoenzyme sind Isoformen wenn sie nicht nur die gleichen Funktionen sondern auch eine ahnliche Sequenz und genetische Verwandtschaft aufweisen Verwandte Gene und Pseudogene die durch Genduplikation von einem gemeinsamen Gen Vorfahren stammen werden bisweilen als Isoformen bezeichnet Der wissenschaftlich exakte Ausdruck fur diese genomischen Isoformen ist Paralog Inhaltsverzeichnis 1 Eigenschaften 2 Beispiele 3 Literatur 4 Weblinks 5 EinzelnachweiseEigenschaften BearbeitenNach einer Duplikation konnen durch Mutationen Veranderungen in beiden ursprunglich identischen Genen entstehen die sich teilweise auch auf die Aminosauresequenz des Proteins auswirken Ebenso verandert sich die Sequenz eines Proteins bei einem alternativen Spleissen beispielsweise bei einer Verkurzung des Proteins oder noch starker bei einer Veranderung des Leserasters Die Entdeckung von vielen Isoformen erklart die relativ geringe Zahl der Gene welche im Human Genome Project gefunden wurde die Moglichkeit viele unterschiedliche Genprodukte herzustellen erweitert die Diversitat des Genoms um ein Vielfaches Gen Isoformen konnen mittels RT PCR Screening von cDNA Banken Western Blots und vielen weiteren Methoden untersucht werden Beispiele BearbeitenGlucokinase Leber Pankreas Hexokinase ubiquitar Lactatdehydrogenasen vom Skelettmuskel M Typ bzw Herzmuskel H Typ nur das H44 Enzym wird in Gegenwart von NAD und Pyruvat inhibiert Kreatinkinasen besitzen zwei Untereinheiten KKmm kommen spezifisch im Skelettmuskel vor KKbb im Gehirn und KKmb im Herzmuskel Ein erhohter Spiegel der KKmb Isoform im Blut deutet z B eindeutig auf einen Herzinfarkt hin Literatur BearbeitenJeremy M Berg John L Tymoczko Lubert Stryer Biochemie 6 Auflage Spektrum Akademischer Verlag Heidelberg 2007 ISBN 978 3 8274 1800 5 Donald Voet Judith G Voet Biochemistry 3 Auflage John Wiley amp Sons New York 2004 ISBN 0 471 19350 X Bruce Alberts Alexander Johnson Peter Walter Julian Lewis Martin Raff Keith Roberts Molecular Biology of the Cell 5 Auflage Taylor amp Francis 2007 ISBN 978 0815341062 Weblinks BearbeitenEintrag zu Isoform im Flexikon einem Wiki der Firma DocCheckEinzelnachweise Bearbeiten Guenter Kahl The Dictionary of Genomics Transcriptomics and Proteomics John Wiley amp Sons 2015 ISBN 978 3 527 67864 8 S 1136 John M Lackie The Dictionary of Cell and Molecular Biology Academic Press 2012 ISBN 978 0 123 84932 8 S 344 Abgerufen von https de wikipedia org w index php title Isoform amp oldid 177620172, wikipedia, wiki, deutsches

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