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Ikterus

Klassifikation nach ICD-10
R79.8 Sonstige näher bezeichnete abnorme Befunde der Blutchemie

Der Ikterus (früher und lateinisch Icterus; vonaltgriechischἴκτερος, íkteros, „Gelbsucht“), auch Gelbsucht (von mittelhochdeutsch gëlsuht; veraltet auch Gallsucht) genannt, ist eine Gelbfärbung von Haut, Schleimhäuten sowie der Lederhäute der Augen durch eine erhöhte Konzentration von Bilirubin im Blut. Es handelt sich um ein bereits im Altertum in Vorderasien beschriebenes Symptom, das bei unterschiedlichen Erkrankungen auftreten kann.

Im Sprachgebrauch werden Gelbsucht und Leberentzündung oft gleichgesetzt („Gelbsuchtepidemie“ bei gehäuften Hepatitiserkrankungen in den 1960er und 1970er Jahren). Gelbsucht bezeichnet heute keine Krankheit mehr, sondern ein Symptom, welches bei vielen Krankheiten, u. a. auch bei der Hepatitis (zum Beispiel Virushepatitis, deren sporadische Form früher als Icterus simplex oder Icterus catarrhalis bezeichnet wurde) und Erkrankungen der Gallenwege, auftreten kann.

Dem Ikterus liegt eine Störung im Bilirubinstoffwechsel zugrunde. Bilirubin ist ein Abbauprodukt des roten Blutfarbstoffs Hämoglobin. Durch vermehrten Anfall oder verminderte Ausscheidung des Bilirubins kommt es zunächst zum Ansteigen der Serumkonzentration (Hyperbilirubinämie) und anschließend zum Austritt durch das Gefäßendothel mit Einlagerung im Körpergewebe.

Ab einem Serumspiegel von mehr als 35 μmol/l (= 2 mg/dl) tritt die Farbveränderung zuerst an der (sonst weißen) Lederhaut des Auges (Sklera) in Erscheinung (Sklerenikterus). Mit weiter zunehmenden Werten kann man schließlich auch an der Haut und den Schleimhäuten die gelblichen Veränderungen beobachten. Auch die Körperflüssigkeiten sowie andere Organe sind davon betroffen. So kann der Urin dunkelbraun (Bilirubinurie), der Stuhl dagegen hell oder weiß verfärbt sein.

Da die Leber eine zentrale Rolle im zugrundeliegenden Bilirubin-Stoffwechsel spielt, kann man, abhängig von der Lokalisation der Störung, folgende Ursachen des Ikterus unterscheiden:

  • prähepatisch (mit Ursache „vor der Leber“, in der Regel verbunden mit einem erhöhten Anfall von Bilirubin durch Hämolyse)
  • intrahepatisch (aufgrund einer Leberschädigung oder Leberfunktionsstörung) sowie
  • posthepatisch (bei Störung des der Leber nachgeschalteten Gallengangsystems; in der Regel eine Störung des Galleabflusses)

Des Weiteren ist bei etwa fünf Prozent der Bevölkerung aufgrund eines Gendefektes die Bilirubin-Aufnahme in die Leber leicht chronisch vermindert. Diese Störung wird als Gilbert-Syndrom bezeichnet. In diesen Fällen kommt es regelmäßig zu leichten Formen einer Gelbsucht, insbesondere einer Gelbfärbung im Bereich der Bindehaut. Diese Art der Gelbsucht ist, so keine anderen körperlichen Auffälligkeiten zu beobachten sind, harmlos und muss nicht behandelt werden.

Deutliche Gelbfärbung der Skleren und Gesichtshaut, in diesem Fall bedingt durch Hepatitis A

Inhaltsverzeichnis

Beim prähepatischen Ikterus kommt es durch den stark gesteigerten Zerfall von roten Blutkörperchen (Erythrozyten) im Rahmen einer Hämolyse zum vermehrten Anfall des unkonjugierten Bilirubins. Derselbe Mechanismus tritt physiologischerweise auch beim Neugeborenenikterus (Icterus haemolyticus neonatorum) auf. Kurz nach der Geburt werden die mit dem fetalen Hämoglobin beladenen Erythrozyten vermehrt abgebaut und durch neu gebildete rote Blutkörperchen ersetzt. Der Neugeborenenikterus ist Zeichen dieser ablaufenden Reaktion und üblicherweise unschädlich. Bei massiv erhöhten Bilirubinwerten kurz nach der Geburt (z. B. durch eine bestehende Rhesus-Inkompatibilität (Erythroblastose) oder bei Frühgeburten) besteht allerdings die Gefahr des Kernikterus, einer Schädigung wichtiger Zentren des zentralen Nervensystems mit einer schlechten Prognose.

Auch bei Bluttransfusionskomplikationen (Untergang von Blutkörperchen), infolge eines Lungeninfarktes und bei großen Blutergüssen kann es zu einem prähepatischen Ikterus kommen.

Da mehrere Schritte des Bilirubinstoffwechsels in der Leber ablaufen, gibt es dementsprechend auch unterschiedliche Entstehungsmöglichkeiten für einen (intra)hepatischen Ikterus. Im Wesentlichen können folgende Abläufe gestört werden:

  • Bilirubinaufnahme in die Leberzellen
  • Bilirubinkonjugation (Umwandlung von wasserunlöslichem, unkonjugiertem in wasserlösliches, konjugiertes Bilirubin mithilfe von Glucuronsäure)
  • Transport von konjugiertem Bilirubin aus der Leberzelle heraus
  • Abfluss aus den Gallenkanälchen der Leber in die intrahepatischen Gallenwege

Störung der Bilirubinaufnahme

Eine unzureichende Aufnahme von unkonjugiertem Bilirubin kann einerseits durch eine Leberzellschädigung, beispielsweise im Rahmen einer Virushepatitis oder eines akuten Leberversagens, oder andererseits durch eine Überlastung des zelleigenen Transportsystems bedingt sein. Einige Medikamente (manche Antibiotika beispielsweise) müssen über dieselben Transportwege ausgeschieden werden und können dabei mit dem Bilirubin konkurrieren.

Störung der Bilirubinkonjugation

Auslösend sind meist Gendefekte der beteiligten Enzyme (v. a. der UDP-Glukuronyltransferase). Die bekanntesten Erkrankungen in diesem Zusammenhang sind das Gilbert-Meulengracht-Syndrom und das Crigler-Najjar-Syndrom.

Störung des Bilirubintransportes

Neben Leberzellschäden verschiedenster Ursache können ebenso vererbte Störungen der notwendigen Strukturen auslösend sein. Hierzu zählen das Dubin-Johnson-Syndrom oder das Rotor-Syndrom. Beim Inanitionsikterus verdrängen mobilisierte Fettsäuren das Bilirubin von den Transportproteinen.

Störung des Galleabflusses

Ähnlich dem posthepatischen Ikterus sind bereits hier, neben dem Bilirubin, auch noch etliche andere Substanzen von der mangelnden Ausscheidung betroffen. Daher wird von einer intrahepatischen Cholestase gesprochen.

Hier liegt eine Störung des Gallenabflusses aus der Leber durch den Ductus choledochus in das Duodenum vor. Da in der Galle neben Bilirubin auch verschiedene andere Substanzen ausgeschieden werden, treten neben der Gelbfärbung von Haut und Schleimhäuten auch verschiedene andere Symptome auf. Gemeinsam werden alle Erscheinungen unter der Bezeichnung Cholestase subsumiert. Am häufigsten sind es Gallensteine, die im Ausführungsgang steckenbleiben und ihn verlegen. Aber auch Tumoren (ausgehend von Bauchspeicheldrüse, Gallenblase, Gallengängen oder dem Zwölffingerdarm) können zu plötzlichen Verschlüssen des Ausführungsganges und damit zu einem Verschlussikterus (oder Obstruktionsikterus) führen. Im Gegensatz zu den Gallensteinen, welche häufig gleichzeitig zu einer Gallenkolik führen, sind tumoröse Veränderungen in diesem Stadium oft noch schmerzfrei. Daher sollte jeder schmerzlose Ikterus als malignomverdächtig eingestuft werden und unverzüglich medizinisch abgeklärt werden (wie alle anderen Formen jedoch auch). Als seltene angeborene Ursache eines posthepatischen Ikterus kommt eine Gallengangatresie im Neugeborenenalter in Frage.

Die Behandlung einer Gelbsucht hängt vom Auslöser ab. Gallensteine beispielsweise können durch spezielle Endoskope entfernt werden. In manchen Fällen muss eine erkrankte Gallenblase auch operativ entfernt werden. Haben Medikamente die Leber geschädigt, verschwindet die Gelbsucht meist, wenn diese nicht mehr eingenommen werden. Gegen eine durch Viren ausgelöste Gelbsucht können antivirale Wirkstoffe helfen.

Commons: Ikterus – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien
Wiktionary: Ikterus – Bedeutungserklärungen, Wortherkunft, Synonyme, Übersetzungen
  1. auf bionity.com, abgerufen am 22. Oktober 2016
  2. Franz Köcher: Die babylonische und assyrische Medizin in Texten und Untersuchungen. 6 Bände. Berlin 1963–1980, BAM 188: 1-2; 578:IV-26.
  3. Martha Haussperger: Gab es vor Hippokrates bereits eine empirische Medizin in Vorderasien? In: Würzburger medizinhistorische Mitteilungen. Band 17, 1998, S. 113–128, hier S. 120 f.
  4. Hans Adolf Kühn: Krankheiten der Leber. In: Ludwig Heilmeyer (Hrsg.): Lehrbuch der Inneren Medizin. Springer-Verlag, Berlin/Göttingen/Heidelberg 1955; 2. Auflage ebenda 1961, S. 847–875, hier: S. 854–861: Virushepatitis (Hepatitis epidemica und hämatogene [Serum-] Hepatitis).
  5. Horst Kremling: Zur Entwicklung der klinischen Diagnostik. In: Würzburger medizinhistorische Mitteilungen 23, 2004, S. 233–261; hier: S. 250 (Gelbsucht).
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Ikterus
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Ikterus Anstieg der Gallenfarbstoffe im Blut Sprache Beobachten Bearbeiten Klassifikation nach ICD 10R79 8 Sonstige naher bezeichnete abnorme Befunde der BlutchemieICD 10 online WHO Version 2019 Der Ikterus fruher und lateinisch Icterus von altgriechisch ἴkteros ikteros Gelbsucht auch Gelbsucht von mittelhochdeutsch gelsuht veraltet auch Gallsucht 1 genannt ist eine Gelbfarbung von Haut Schleimhauten sowie der Lederhaute der Augen durch eine erhohte Konzentration von Bilirubin im Blut Es handelt sich um ein bereits im Altertum in Vorderasien beschriebenes 2 3 Symptom das bei unterschiedlichen Erkrankungen auftreten kann Im Sprachgebrauch werden Gelbsucht und Leberentzundung oft gleichgesetzt Gelbsuchtepidemie bei gehauften Hepatitiserkrankungen in den 1960er und 1970er Jahren Gelbsucht bezeichnet heute keine Krankheit mehr sondern ein Symptom welches bei vielen Krankheiten u a auch bei der Hepatitis zum Beispiel Virushepatitis deren sporadische Form fruher als Icterus simplex oder Icterus catarrhalis bezeichnet wurde 4 und Erkrankungen der Gallenwege auftreten kann Dem Ikterus liegt eine Storung im Bilirubinstoffwechsel zugrunde Bilirubin ist ein Abbauprodukt des roten Blutfarbstoffs Hamoglobin Durch vermehrten Anfall oder verminderte Ausscheidung des Bilirubins kommt es zunachst zum Ansteigen der Serumkonzentration Hyperbilirubinamie und anschliessend zum Austritt durch das Gefassendothel mit Einlagerung im Korpergewebe Ab einem Serumspiegel von mehr als 35 mmol l 2 mg dl tritt die Farbveranderung zuerst an der sonst weissen Lederhaut des Auges Sklera in Erscheinung Sklerenikterus Mit weiter zunehmenden Werten kann man schliesslich auch an der Haut und den Schleimhauten die gelblichen Veranderungen beobachten Auch die Korperflussigkeiten sowie andere Organe sind davon betroffen So kann der Urin dunkelbraun Bilirubinurie der Stuhl dagegen hell oder weiss verfarbt sein Da die Leber eine zentrale Rolle im zugrundeliegenden Bilirubin Stoffwechsel spielt kann man abhangig von der Lokalisation der Storung folgende Ursachen des Ikterus unterscheiden prahepatisch mit Ursache vor der Leber in der Regel verbunden mit einem erhohten Anfall von Bilirubin durch Hamolyse intrahepatisch aufgrund einer Leberschadigung oder Leberfunktionsstorung sowie posthepatisch bei Storung des der Leber nachgeschalteten Gallengangsystems in der Regel eine Storung des Galleabflusses Des Weiteren ist bei etwa funf Prozent der Bevolkerung aufgrund eines Gendefektes die Bilirubin Aufnahme in die Leber leicht chronisch vermindert Diese Storung wird als Gilbert Syndrom bezeichnet In diesen Fallen kommt es regelmassig zu leichten Formen einer Gelbsucht insbesondere einer Gelbfarbung im Bereich der Bindehaut Diese Art der Gelbsucht ist so keine anderen korperlichen Auffalligkeiten zu beobachten sind harmlos und muss nicht behandelt werden Deutliche Gelbfarbung der Skleren und Gesichtshaut in diesem Fall bedingt durch Hepatitis A Inhaltsverzeichnis 1 Hamolytischer Ikterus prahepatisch 2 Hepatozellularer Ikterus intrahepatisch 2 1 Storung der Bilirubinaufnahme 2 2 Storung der Bilirubinkonjugation 2 3 Storung des Bilirubintransportes 2 4 Storung des Galleabflusses 3 Cholestatischer Ikterus posthepatisch 4 Behandlung 5 Literatur 6 Weblinks 7 EinzelnachweiseHamolytischer Ikterus prahepatisch BearbeitenBeim prahepatischen Ikterus kommt es durch den stark gesteigerten Zerfall von roten Blutkorperchen Erythrozyten im Rahmen einer Hamolyse zum vermehrten Anfall des unkonjugierten Bilirubins Derselbe Mechanismus tritt physiologischerweise auch beim Neugeborenenikterus Icterus haemolyticus neonatorum auf Kurz nach der Geburt werden die mit dem fetalen Hamoglobin beladenen Erythrozyten vermehrt abgebaut und durch neu gebildete rote Blutkorperchen ersetzt Der Neugeborenenikterus ist Zeichen dieser ablaufenden Reaktion und ublicherweise unschadlich Bei massiv erhohten Bilirubinwerten kurz nach der Geburt z B durch eine bestehende Rhesus Inkompatibilitat Erythroblastose oder bei Fruhgeburten besteht allerdings die Gefahr des Kernikterus einer Schadigung wichtiger Zentren des zentralen Nervensystems mit einer schlechten Prognose Auch bei Bluttransfusionskomplikationen Untergang von Blutkorperchen infolge eines Lungeninfarktes und bei grossen Blutergussen 5 kann es zu einem prahepatischen Ikterus kommen Hepatozellularer Ikterus intrahepatisch BearbeitenDa mehrere Schritte des Bilirubinstoffwechsels in der Leber ablaufen gibt es dementsprechend auch unterschiedliche Entstehungsmoglichkeiten fur einen intra hepatischen Ikterus Im Wesentlichen konnen folgende Ablaufe gestort werden Bilirubinaufnahme in die Leberzellen Bilirubinkonjugation Umwandlung von wasserunloslichem unkonjugiertem in wasserlosliches konjugiertes Bilirubin mithilfe von Glucuronsaure Transport von konjugiertem Bilirubin aus der Leberzelle heraus Abfluss aus den Gallenkanalchen der Leber in die intrahepatischen GallenwegeStorung der Bilirubinaufnahme Bearbeiten Eine unzureichende Aufnahme von unkonjugiertem Bilirubin kann einerseits durch eine Leberzellschadigung beispielsweise im Rahmen einer Virushepatitis oder eines akuten Leberversagens oder andererseits durch eine Uberlastung des zelleigenen Transportsystems bedingt sein Einige Medikamente manche Antibiotika beispielsweise mussen uber dieselben Transportwege ausgeschieden werden und konnen dabei mit dem Bilirubin konkurrieren Storung der Bilirubinkonjugation Bearbeiten Auslosend sind meist Gendefekte der beteiligten Enzyme v a der UDP Glukuronyltransferase Die bekanntesten Erkrankungen in diesem Zusammenhang sind das Gilbert Meulengracht Syndrom und das Crigler Najjar Syndrom Storung des Bilirubintransportes Bearbeiten Neben Leberzellschaden verschiedenster Ursache konnen ebenso vererbte Storungen der notwendigen Strukturen auslosend sein Hierzu zahlen das Dubin Johnson Syndrom oder das Rotor Syndrom Beim Inanitionsikterus verdrangen mobilisierte Fettsauren das Bilirubin von den Transportproteinen Storung des Galleabflusses Bearbeiten Ahnlich dem posthepatischen Ikterus sind bereits hier neben dem Bilirubin auch noch etliche andere Substanzen von der mangelnden Ausscheidung betroffen Daher wird von einer intrahepatischen Cholestase gesprochen Cholestatischer Ikterus posthepatisch BearbeitenHier liegt eine Storung des Gallenabflusses aus der Leber durch den Ductus choledochus in das Duodenum vor Da in der Galle neben Bilirubin auch verschiedene andere Substanzen ausgeschieden werden treten neben der Gelbfarbung von Haut und Schleimhauten auch verschiedene andere Symptome auf Gemeinsam werden alle Erscheinungen unter der Bezeichnung Cholestase subsumiert Am haufigsten sind es Gallensteine die im Ausfuhrungsgang steckenbleiben und ihn verlegen Aber auch Tumoren ausgehend von Bauchspeicheldruse Gallenblase Gallengangen oder dem Zwolffingerdarm konnen zu plotzlichen Verschlussen des Ausfuhrungsganges und damit zu einem Verschlussikterus oder Obstruktionsikterus fuhren Im Gegensatz zu den Gallensteinen welche haufig gleichzeitig zu einer Gallenkolik fuhren sind tumorose Veranderungen in diesem Stadium oft noch schmerzfrei Daher sollte jeder schmerzlose Ikterus als malignomverdachtig eingestuft werden und unverzuglich medizinisch abgeklart werden wie alle anderen Formen jedoch auch Als seltene angeborene Ursache eines posthepatischen Ikterus kommt eine Gallengangatresie im Neugeborenenalter in Frage Behandlung BearbeitenDie Behandlung einer Gelbsucht hangt vom Ausloser ab Gallensteine beispielsweise konnen durch spezielle Endoskope entfernt werden In manchen Fallen muss eine erkrankte Gallenblase auch operativ entfernt werden Haben Medikamente die Leber geschadigt verschwindet die Gelbsucht meist wenn diese nicht mehr eingenommen werden Gegen eine durch Viren ausgeloste Gelbsucht konnen antivirale Wirkstoffe helfen Literatur BearbeitenPschyrembel Klinisches Worterbuch 2011 262 Auflage de Gruyter Berlin 2010 ISBN 978 3 11 021152 8 Bocker Helmut 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