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Hypertext Markup Language

Die Hypertext Markup Language (HTML, englisch für Hypertext-Auszeichnungssprache) ist eine textbasierte Auszeichnungssprache zur Strukturierung elektronischer Dokumente wie Texte mit Hyperlinks, Bildern und anderen Inhalten. HTML-Dokumente sind die Grundlage des World Wide Web und werden von Webbrowsern dargestellt. Neben den vom Browser angezeigten Inhalten können HTML-Dateien zusätzliche Angaben in Form von Metainformationen enthalten, z. B. über die im Text verwendeten Sprachen, den Autor oder den zusammengefassten Inhalt des Textes.

HTML (Hypertext Markup Language)
Dateiendung: .html, .htm
MIME-Type: text/html
Entwickelt von: World Wide Web Consortium (W3C)
Erstveröffentlichung: 1992
Aktuelle Version: 5.2 (Stand: 14. Dezember 2017)
Art: Auszeichnungssprache
Erweitert zu: XHTML, HTML5
Standard(s): ISO/IEC 15445

W3C HTML 5 W3C HTML 4.01 W3C HTML 3.2

Website: www.w3.org/html

HTML wird vom World Wide Web Consortium (W3C) und der Web Hypertext Application Technology Working Group (WHATWG) weiterentwickelt. Die aktuelle Version ist seit dem 14. Dezember 2017 HTML 5.2, die bereits von vielen aktuellen Webbrowsern und anderen Layout-Engines unterstützt wird. Auch die Extensible Hypertext Markup Language (XHTML) wird durch HTML5 ersetzt.

HTML dient als Auszeichnungssprache dazu, einen Text semantisch zu strukturieren, nicht aber zu formatieren. Die visuelle Darstellung ist nicht Teil der HTML-Spezifikationen und wird durch den Webbrowser und Gestaltungsvorlagen wie CSS bestimmt. Ausnahme sind die als veraltet (englisch deprecated) markierten präsentationsbezogenen Elemente.

Inhaltsverzeichnis

Vor der Entwicklung des World Wide Web und dessen Bestandteilen, zu denen auch HTML gehört, war es nicht möglich, Dokumente auf elektronischem Weg einfach, schnell und strukturiert zwischen mehreren Personen auszutauschen und miteinander effizient zu verknüpfen. Man benötigte neben Übertragungsprotokollen auch eine einfach zu verstehende Textauszeichnungssprache. Genau hier lag der Ansatzpunkt von HTML. Um Forschungsergebnisse mit anderen Mitarbeitern der Europäischen Organisation für Kernforschung (CERN) zu teilen und von den beiden Standorten in Frankreich und in der Schweiz aus zugänglich zu machen, entstand 1989 am CERN ein Projekt, welches sich mit der Lösung dieser Aufgabe beschäftigte. Am 3. November 1992 erschien die erste Version der HTML-Spezifikation.

Dem Text wird durch Auszeichnungen (englisch markup) von Textteilen eine Struktur gegeben.

Die Auszeichnung erfolgt durch genormte (SGML) Elemente. Die meisten dieser HTML-Elemente werden durch ein Tag-Paar markiert, das heißt durch einen Starttag und einen Endtag. Ein Starttag beginnt immer mit dem Zeichen <. Es folgt der Elementname (z. B. p für einen Absatz oder h1 für eine Überschrift erster Ordnung) und optional eine Liste seiner Attribute (z. B. class="warning" oder id="warning"). Mit einem > wird der Starttag geschlossen. Ein Endtag besteht aus den Zeichen </, dem Elementnamen und dem abschließenden >. Die zusammengehörenden Start- und Endtags bilden zusammen mit dem dazwischenliegenden Inhalt ein Element allgemeiner SGML-Spezifikation. Diese Elemente lassen sich nach Regeln, die in einer Dokumenttypdefinition (DTD) angegeben sind, verschachteln:

Bestimmte Elemente müssen nicht explizit notiert werden. Bei einigen Elementen darf gemäß der SGML-Regel „OMITTAG“ der Endtag fehlen (z. B. </p> oder </li>). Zudem spielt bei Element- und Attributnamen Groß- und Kleinschreibung keine Rolle (z. B. <ul>, <UL>, <uL>). Zum Vergleich: In XHTML sind diese Regeln strenger verfasst.

Neben Elementen mit Start- und Endtag gibt es in HTML auch inhaltsleere Elemente, wie etwa Zeilenumbrüche (br) oder Bilder (img).

Es geht in HTML um beschreibende (englisch descriptive), nicht um verfahrens- (englisch procedural) und darstellungsorientierte (englisch presentational) Textauszeichnung, auch wenn sich HTML in früheren Versionen dafür verwenden ließ. HTML-Elemente sind keine Angaben zur Präsentation, die dem Webbrowser mitteilen, wie er den Text visuell zu formatieren hat. Vielmehr sind Elemente eine strukturierende Auszeichnung, mit der sich Textbereichen eine Bedeutung zuordnen lässt, z. B. <h1></h1> für eine Überschrift, <p></p> für einen Textabsatz und <em></em> für betonten Text. Wie diese Bedeutung letztlich dem Benutzer vermittelt wird (im Falle einer Überschrift z. B. durch vergrößerte, fette Schrift), ist zunächst dem Webbrowser überlassen und hängt von der Ausgabe-Umgebung ab. Denn obwohl HTML-Dokumente in der Regel auf Computerbildschirmen dargestellt werden, können sie auch auf anderen Medien ausgegeben werden, etwa auf Papier oder mittels Sprachausgabe. CSS-Formatvorlagen eignen sich dazu, um auf die Präsentation eines HTML-Dokuments in verschiedenen Medien Einfluss zu nehmen.

Daher gelten Elemente und Attribute zur Präsentation wie <font></font>, <u></u> und noshade als veraltet (englisch deprecated) und sollen nach allgemeiner Auffassung vermieden werden; sie sollten in neu entwickelter Software nicht mehr verwendet und bei der Überarbeitung der dokumentengenerienden Software ersetzt werden.

Das Einlesen des Quelltextes sowie das Verarbeiten der vorhandenen Informationen wird in der Fachsprache auch als Parsen bezeichnet, und die Aufbereitung für das Ausgabemedium als Rendern. Die Sprache HTML beschreibt, wie der Browser (oder ein anderes Programm, wie z. B. ein Texteditor) die Auszeichnungen des Textes zu „verstehen“ hat, nicht, wie er sie dann in der Darstellung umsetzt. So besagt <h1> zwar, dass eine Überschrift folgt, nicht aber, in welcher Schriftgröße oder Schriftschnitt diese darzustellen ist – hier haben sich nur gewisse übliche Standardeinstellungen eingebürgert, die aber nicht Teil der HTML-Spezifikation sind.

Der ursprünglich auf 7-Bit-ASCII angelegte Standard-Zeichensatz wurde schon in den Frühzeiten des WWW um zahlreiche Sonderzeichen erweitert und als HTML-Entität kodiert. Die Unterstützung universeller Zeichensätze für alle gängigen Sprachen weltweit setzte die Unterstützung von UTF (Unicode) voraus, die heute in allen gängigen Browsern implementiert ist. HTML ist damit auf plattformunabhängige Portierbarkeit angelegt, sofern diese vom verwendeten HTML-Renderer unterstützt werden. Die Wahl des zugrunde liegenden Zeichenvorrats für ein Webdokument erfolgt in den Meta-Elementen im Dateikopf, der Browser stellt sich dann darauf ein.

Ersteller von Webseiten, deren Tastatur eventuell nicht alle Zeichen direkt zur Verfügung stellt, etwa deutsche Umlaute, können auf mehrere Arten Sonderzeichen codieren; so kann ein A-Umlaut („ä“) entweder als HTML-Entität (&auml;), als Unicode dezimal (&#228;) oder als Unicode hexadezimal (&#x00E4;) kodiert werden, vgl. Unicode #Codepunkt-Angaben in Dokumenten. Viele komplex arbeitende Website-Editoren lösen Sonderzeichen automatisch bei der Kodierung des Quelltextes auf.

Bei der Auflösung in Adresszeilen (URLs) wird wiederum anders verfahren, hier werden die nicht direkt unterstützten Zeichen nach dem MIME-Verfahren in ASCII-Zeichen kodiert, so z. B. %20 für ein Leerzeichen, wenn es beispielsweise in einem Dateinamen vorkommt und sich vom regulären Leerzeichen am Ende des Links unterscheiden muss.

HTML ist eine Auszeichnungssprache und wird als solche meist von Programmiersprachen abgegrenzt (siehe dazu Abschnitt Äußere Systematik: Einordnung als Programmiersprache oder Datenformat im Artikel über Auszeichnungssprachen). Eine Gemeinsamkeit mit den meisten Programmiersprachen ist, dass für die Bearbeitung der Quelldokumente keine spezielle Software (siehe auch Liste von HTML-Editoren) nötig ist, sondern ein beliebiger Texteditor ausreicht.

Ein ähnliches Konzept (logische Beschreibung) wie hinter HTML steht hinter dem Satzsystem TeX/LaTeX, das im Unterschied zu HTML jedoch auf die Ausgabe per Drucker auf Papier zielt.

HTML wurde erstmals am 13. März 1989 von Tim Berners-Lee am CERN in Genf vorgeschlagen.

  • HTML (ohne Versionsnummer, 3. November 1992): Urversion, die sich nur an Text orientierte.
  • HTML (ohne Versionsnummer, 30. April 1993): Zu Text kam neben Attributen wie fette oder kursive Darstellung die Bildintegration dazu.
  • HTML+ (November 1993) Geplante Erweiterungen, die in spätere Versionen einflossen, aber nie als HTML+ verabschiedet wurden.
  • HTML 2.0 (November 1995): Die mit RFC 1866 definierte Version führte u. a. Formulartechnik ein. Der Status dieses Standards ist „HISTORIC“. Auch die Vorgänger sind veraltet.
  • HTML 3.0: Nicht erschienen, weil sie mit der Einführung des Netscape-Browsers in der Version 3 bereits vor der geplanten Veröffentlichung veraltet war.
  • HTML 3.2 (14. Januar 1997): Neu waren zahlreiche Features wie Tabellen, Textfluss um Bilder, Einbindung von Applets.
  • HTML 4.0 (18. Dezember 1997): Einführung von Stylesheets, Skripten und Frames. Auch eine Trennung in Strict, Frameset und Transitional erfolgte. Am 24. April 1998 erschien eine leicht korrigierte Version.
  • HTML 4.01 (24. Dezember 1999): Ersetzte HTML 4.0 mit vielen kleineren Korrekturen. War lange Zeit Standard bis 2014.
  • XHTML 1.0 (26. Januar 2000): Neuformulierung von HTML 4.01 mit Hilfe von XML. Am 1. August 2002 erschien eine überarbeitete Version.
  • XHTML 1.1 (31. Mai 2001): Nachdem XHTML in Module aufgeteilt wurde, wurde mit XHTML 1.1 eine strikte Version definiert, bei der die mit HTML 4 eingeführten Varianten Frameset und Transitional entfielen.
  • XHTML 2.0 (closed, 26. Juli 2006): Diese Version sollte nicht mehr auf HTML 4.01 basieren und einige neue Elemente einführen, so z. B. <nl> für Navigationslisten. Die Trennung von Auszeichnung und Stil sollte in dieser Version vollendet werden. – Das W3C beendete die Arbeiten an XHTML 2.0 im Sommer 2009, weil XHTML durch HTML5 ersetzt werden sollte.
  • HTML5 (Recommendation, 28. Oktober 2014): Schuf auf Basis von HTML 4.01 und XHTML 1.0 ein neues Vokabular. Die zu HTML gehörende DOM-Spezifikation wurde ebenfalls überarbeitet und erweitert.
  • HTML 5.1 (Recommendation, 1. November 2016)
  • HTML 5.2 (Recommendation, 14. Dezember 2017): Aktuelle Version.

Allgemeine Struktur

Ein HTML-Dokument besteht aus drei Bereichen:

  1. der Dokumenttypdeklaration (Doctype) ganz am Anfang der Datei, die die verwendete Dokumenttypdefinition (DTD) angibt, z. B. HTML 5,
  2. dem HTML-Kopf (HEAD), der hauptsächlich technische oder dokumentarische Informationen enthält, die üblicherweise nicht im Anzeigebereich des Browsers dargestellt werden
  3. dem HTML-Körper (BODY), der jene Informationen enthält, die gewöhnlich im Anzeigebereich des Browsers zu sehen sind.

Somit sieht die Grundstruktur einer Webseite wie folgt aus:

HTML-Kopf

Im Kopf (englisch head) können sieben verschiedene Elemente verwendet werden:

title
bezeichnet den Titel der Seite, der von den meisten Browsern in der Titelleiste angezeigt wird.
meta
kann vielfältige Metadaten enthalten. Siehe Meta-Element.
base
gibt entweder eine Basis-URI oder einen Basisframe an.
link
dient zur Angabe von logischen Beziehungen zu anderen Ressourcen. Wird am häufigsten zur Einbindung von Stylesheets benutzt.
script
bindet Code in einer bestimmten Skriptsprache ein, hauptsächlich JavaScript.
style
enthält Stilinformationen, hauptsächlich CSS-Deklarationen.
object
bindet eine externe Datei ein. Browser dürfen solche Objekte im Dokumentkopf nicht darstellen. Ab HTML5 ist das object-Tag nicht mehr im HTML-Kopf erlaubt.

HTML-Körper

Der HTML-Körper (englisch body) enthält die eigentlichen Seiteninformationen. HTML unterscheidet zwischen Block- und Inline-Elementen. Der wesentliche Unterschied ist, dass erstere in der Ausgabe einen eigenen Block erzeugen, in dem der Inhalt untergebracht wird, während die Inline-Elemente den Textfluss nicht unterbrechen. Vereinfacht gesprochen haben Block-Elemente immer ihren eigenen Absatz. Mithilfe von CSS ist es jedoch möglich, Block-Elemente wie ein Inline-Element darzustellen und umgekehrt. Zudem lassen sich alle Elemente via CSS auch als inline-block auszeichnen, mit dem Ergebnis, dass ein solches Element sowohl Eigenschaften eines Block-Elementes als auch eines Inline-Elementes besitzt.

Eine Überschrift erster Ordnung wird so ausgezeichnet:

h1 steht für Heading 1, zeichnet also eine Überschrift der ersten (und in HTML höchsten) Gliederungsstufe aus. Weiter möglich sind h2 bis h6, Überschriften zweiter bis sechster Gliederungsstufe.

Ein Hyperlink:

Hyperlinks sind Verweise auf andere Ressourcen, meistens ebenfalls HTML-Dokumente, die üblicherweise im Browser durch Klick verfolgt werden können. Dieser Link könnte so gerendert werden: Dies ist ein Verweis auf example.com Ebenso ist an diesem Beispiel zu sehen, dass das Link-Element ein Inline-Element ist und keine neue Zeile beginnt.

Normaler Text wird standardmäßig mit p (für Paragraph) angegeben, obwohl ein Text ohne p problemlos möglich wäre, allerdings ist es sehr zu empfehlen, da dadurch zum einen eine Abtrennung zwischen Quelltext und Ausgabe möglich ist, und zum anderen spätestens bei CSS-Programmierung der Befehl zwingend notwendig ist.

So wird ein Text in HTML ausgegeben:

Zur Logik stehen zum Beispiel die Elemente strong oder em bereit, mit denen sich stark hervorgehobener oder betonter Text auszeichnen lässt. Per Voreinstellung (lt. W3C-Empfehlung) werden strong- und em-Elemente durch Fettschrift beziehungsweise kursive Schrift gerendert.

Die Strukturbeschreibung des Textes vereinfacht es, das Rendern dem Betrachter anzupassen, um etwa den Text einem Sehbehinderten vorzulesen oder als Braille auszugeben.

Beim Entwurf der letzten HTML-Version 4 sollte der Tatsache, dass in vielen HTML-Dokumenten noch Elemente und Attribute zur Präsentation eingesetzt werden, Rechnung getragen werden. Das Ergebnis waren schließlich drei Varianten:

Strict

Diese Dokumenttypdefinition (DTD) umfasst den Kernbestand an Elementen und Attributen. Es fehlen die meisten Elemente und Attribute zur Beeinflussung der Präsentation, unter anderem die Elemente font, center und u sowie Attribute wie bgcolor, align und target. Deren Rolle sollen in Strict-Dokumenten Stylesheets übernehmen. Text und nicht-blockbildende Elemente innerhalb der Elemente body, form, blockquote und noscript müssen sich grundsätzlich innerhalb eines Container-Elements befinden, zum Beispiel in einem p-Element.

Transitional

Die Transitional-Variante enthält noch ältere Elemente und Attribute, die auch physische Textauszeichnung ermöglichen. Durch diese DTD soll Webautoren, die noch nicht logische Strukturierung und Präsentation voneinander trennen, die Möglichkeit gegeben werden, standardkonformes HTML zu schreiben. Gleichzeitig soll sie sicherstellen, dass bestehende Webseiten weiterhin durch aktuelle Webbrowser angezeigt werden können.

Frameset

Diese Variante enthält zusätzlich zu allen Elementen der Transitional-Variante noch die Elemente für die Erzeugung von Framesets.

Cascading Style Sheets

Im Laufe der Jahre ist HTML um Elemente erweitert worden, die der visuellen Gestaltung der Dokumente dienen. Das lief der ursprünglichen Idee einer Systemunabhängigkeit entgegen. Eine Rückbesinnung auf die Trennung von Struktur und Layout (besser: Präsentation) wurde durch die Definition von Cascading Style Sheets (CSS) vorgenommen. So soll das Aussehen bzw. die Darstellung des Dokuments in einer separaten Datei, dem sogenannten Stylesheet, festgelegt werden. Dies verbessert die Anpassungsfähigkeit des Layouts an das jeweilige Ausgabegerät und an spezielle Bedürfnisse der Benutzer, beispielsweise eine spezielle Darstellung für Sehbehinderte. Heutzutage ist die CSS-Unterstützung der Browser ausreichend, um damit eine anspruchsvolle Gestaltung zu realisieren.

In den Anfangsjahren von HTML bis in die 2000er Jahre hinein wurde noch nicht streng zwischen Layout und Seitenphysik unterschieden. So wurde Design mit Hilfe von Layout-Attributen wie color="Farbe" oder Layout-Tags wie <font> umgesetzt oder das Aussehen von Tabellen direkt im table-Bereich grob vorgegeben. Dies gilt heute als veraltet und unprofessionell. Außerdem lässt sich der CSS-Code auch in einer Seite ohne ausgelagerte Datei einbinden.

Eine CSS-Datei kann im HTML-Kopf über das link-Element eingebunden werden:

Dynamisches HTML

Schon sehr früh in der Geschichte von HTML wurden Zusatztechniken erfunden, die es ermöglichen, HTML-Dokumente während der Anzeige im Browser dynamisch zu verändern. Die gebräuchlichste ist JavaScript. Man spricht bei solchen interaktiven Dokumenten von dynamischem HTML. Diese Techniken wurden von verschiedenen Browser-Herstellern, allen voran Microsoft und Netscape, unabhängig voneinander entwickelt. Daher gab es erhebliche Probleme bei der Umsetzung der Techniken zwischen den verschiedenen Browsern. Mittlerweile interpretieren alle verbreiteten JavaScript-fähigen Browser das Document Object Model (DOM). Dadurch ist es möglich, in allen Browsern lauffähige Skripte zu schreiben. Es gibt jedoch noch immer Differenzen bei der Unterstützung des DOM-Standards.

XHTML

Hauptartikel: XHTML

Auf Grundlage von HTML 4.01 (SGML) wurde XHTML 1.0 entwickelt. XHTML genügt den im Vergleich zu SGML strengeren syntaktischen Regeln von XML, ist aber in seinen drei DTD-Varianten semantisch mit der jeweils entsprechenden DTD-Variante von HTML 4.01 identisch.

HTML5

Hauptartikel: HTML5

Die jeweiligen Vorteile von SGML und XML der bisherigen HTML-Versionen wurden vereint in HTML5. Abweichend von den bisherigen HTML-Versionen gibt es in HTML5 keine DTD mehr.

Ajax

Mit der Ajax-Technologie ist es mittels JavaScript möglich, einzelne bereits geladene Webbrowser-Inhalte gezielt zu ändern und nachzuladen, ohne dass die Webseite komplett neu geladen werden muss. Wegen des geringeren Datenaufkommens wird zum einen eine schnellere Webserver-Antwort ermöglicht, und zum anderen lassen sich Reaktionsweisen von Desktop-Anwendungen simulieren.

  • Stefan Münz, Wolfgang Nefzger: HTML Handbuch. Franzis-Verlag, Poing 2005, ISBN 3-7723-6654-6.
  • Stefan Mintert (Hrsg.): XHTML, CSS & Co. Die W3C-Spezifikationen für das Web-Publishing. Addison-Wesley, München 2003, ISBN 3-8273-1872-6.
  • Mark Lubkowitz: Webseiten programmieren und gestalten – HTML, CSS, JavaScript, PHP, Perl, MySQL, SVG und Newsfeeds, mit CD. Galileo Press, Bonn 2004, ISBN 3-89842-557-6.
  • Elisabeth Robson, Eric Freeman: HTML und CSS von Kopf bis Fuß. O’Reilly, Köln 2012, ISBN 978-3-86899-934-1
  • Stephan Heller: Workshop HTML5 & CSS3. Weblayouts professionell umsetzen – ein Einstieg in die Frontendentwicklung. 1. Auflage, 2012; dpunkt.verlag, Heidelberg; ISBN 978-3-89864-807-3.
Commons: HTML – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Tutorials

Wikibooks: Websiteentwicklung – Lern- und Lehrmaterialien
Wikibooks: Handbuch Webdesign – Lern- und Lehrmaterialien

Validierung

Ältere Standards

  1. W3C HTML 5 w3.org
  2. W3C HTML 4.01 w3.org
  3. W3C HTML 3.2 w3.org
  4. HTML 5.2. Recommendation (Empfehlung). W3C, 14. Dezember 2017, abgerufen am 1. Januar 2018 (englisch).
  5. Simon Pieters: HTML 5 differences from HTML 4. w3.org, 18. September 2014, abgerufen am 1. Oktober 2014 (englisch): „HTML 5 replaces these documents. [DOM2HTML] [HTML4] [XHTML1]“
  6. HTML/Regeln/Textauszeichnung im SELFHTML-Wiki
  7. Entities – Tabelle für häufig verwendete Umlaute, Sonderzeichen und Symbole bei e-workers.de; abgerufen am 11. November 2018
  8. Tim Berners-Lee: Information Management: A Proposal. März 1989, abgerufen am 25. November 2014.
  9. HTML, Urversion
  10. David Raggett: A Review of the HTML+ Document Format.
  11. XHTML 2.0, W3C Working Draft
  12. XHTML 2 wird eingestellt. Heise-Meldung, 3. Juli 2009
  13. zur Einstellung der Entwicklung von XHTML 2 Meldung des W3C
  14. HTML5, A vocabulary and associated APIs for HTML and XHTML. Recommendation (Empfehlung). W3C, 28. Oktober 2014, abgerufen am 27. November 2014 (englisch).
  15. HTML object tag. Abgerufen am 26. Juli 2017 (amerikanisches Englisch).
Normdaten (Sachbegriff): GND:4373477-7(OGND, AKS)
VD
Standards des World Wide Web Consortiums
Empfehlungen

ActivityPubARIACanonical XML CDF CSS DOM Geolocation API HTMLHTML5InkML ITSJSON-LD MathML OWL P3P PLS PNG RDFRDF-Schema RIFSCXML SISR SKOS SMILSOAP SRGS SSML SVGSPARQLTimed TextTurtleVoiceXML WSDLXForms XHTMLXHTML+RDFaXInclude XLink XMLXML BaseXML-EncryptionXML EventsXML Information Set XML NamespaceXML SchemaXML SignatureXPathXPointerXProcXQuery XSL XSL-FO XSLT (Elemente)

Arbeitsentwürfe
und Kandidaten

CCXMLCURIESMIL TimesheetssXBL WICDXFrames XBL • XHTML+MathML+SVG • XMLHttpRequest

Anmerkungen

XAdES XFDLXHTML+SMIL XUP

Richtlinien

Web Content Accessibility Guidelines Multimodal Interaction Activity Markup Validation Service

Initiativen

Web Accessibility Initiative

Hypertext Markup Language
hypertext, markup, language, auszeichnungssprache, für, webseiten, sprache, beobachten, bearbeiten, html, englisch, für, hypertext, auszeichnungssprache, eine, textbasierte, auszeichnungssprache, strukturierung, elektronischer, dokumente, texte, hyperlinks, bi. Hypertext Markup Language Auszeichnungssprache fur Webseiten Sprache Beobachten Bearbeiten Die Hypertext Markup Language HTML englisch fur Hypertext Auszeichnungssprache ist eine textbasierte Auszeichnungssprache zur Strukturierung elektronischer Dokumente wie Texte mit Hyperlinks Bildern und anderen Inhalten HTML Dokumente sind die Grundlage des World Wide Web und werden von Webbrowsern dargestellt Neben den vom Browser angezeigten Inhalten konnen HTML Dateien zusatzliche Angaben in Form von Metainformationen enthalten z B uber die im Text verwendeten Sprachen den Autor oder den zusammengefassten Inhalt des Textes HTML Hypertext Markup Language Dateiendung html htmMIME Type text htmlEntwickelt von World Wide Web Consortium W3C Erstveroffentlichung 1992Aktuelle Version 5 2 Stand 14 Dezember 2017 Art AuszeichnungsspracheErweitert zu XHTML HTML5Standard s ISO IEC 15445 W3C HTML 5 1 W3C HTML 4 01 2 W3C HTML 3 2 3 Website www w3 org html HTML wird vom World Wide Web Consortium W3C und der Web Hypertext Application Technology Working Group WHATWG weiterentwickelt Die aktuelle Version ist seit dem 14 Dezember 2017 HTML 5 2 4 die bereits von vielen aktuellen Webbrowsern und anderen Layout Engines unterstutzt wird Auch die Extensible Hypertext Markup Language XHTML wird durch HTML5 ersetzt 5 HTML dient als Auszeichnungssprache dazu einen Text semantisch zu strukturieren nicht aber zu formatieren 6 Die visuelle Darstellung ist nicht Teil der HTML Spezifikationen und wird durch den Webbrowser und Gestaltungsvorlagen wie CSS bestimmt Ausnahme sind die als veraltet englisch deprecated markierten prasentationsbezogenen Elemente Inhaltsverzeichnis 1 Entstehung 2 Syntax 3 Zeichenvorrat 4 Sprachtyp 5 Versionen 6 HTML Struktur 6 1 Allgemeine Struktur 6 2 HTML Kopf 6 3 HTML Korper 7 HTML Varianten 7 1 Strict 7 2 Transitional 7 3 Frameset 8 Zusatztechniken und Weiterentwicklungen 8 1 Cascading Style Sheets 8 2 Dynamisches HTML 8 3 XHTML 8 4 HTML5 8 5 Ajax 9 Siehe auch 10 Literatur 11 Weblinks 11 1 Tutorials 11 2 Validierung 11 3 Altere Standards 12 EinzelnachweiseEntstehung BearbeitenVor der Entwicklung des World Wide Web und dessen Bestandteilen zu denen auch HTML gehort war es nicht moglich Dokumente auf elektronischem Weg einfach schnell und strukturiert zwischen mehreren Personen auszutauschen und miteinander effizient zu verknupfen Man benotigte neben Ubertragungsprotokollen auch eine einfach zu verstehende Textauszeichnungssprache Genau hier lag der Ansatzpunkt von HTML Um Forschungsergebnisse mit anderen Mitarbeitern der Europaischen Organisation fur Kernforschung CERN zu teilen und von den beiden Standorten in Frankreich und in der Schweiz aus zuganglich zu machen entstand 1989 am CERN ein Projekt welches sich mit der Losung dieser Aufgabe beschaftigte Am 3 November 1992 erschien die erste Version der HTML Spezifikation Syntax BearbeitenDem Text wird durch Auszeichnungen englisch markup von Textteilen eine Struktur gegeben Die Auszeichnung erfolgt durch genormte SGML Elemente Die meisten dieser HTML Elemente werden durch ein Tag Paar markiert das heisst durch einen Starttag und einen Endtag Ein Starttag beginnt immer mit dem Zeichen lt Es folgt der Elementname z B p fur einen Absatz oder h1 fur eine Uberschrift erster Ordnung und optional eine Liste seiner Attribute z B class warning oder id warning Mit einem gt wird der Starttag geschlossen Ein Endtag besteht aus den Zeichen lt dem Elementnamen und dem abschliessenden gt Die zusammengehorenden Start und Endtags bilden zusammen mit dem dazwischenliegenden Inhalt ein Element allgemeiner SGML Spezifikation Diese Elemente lassen sich nach Regeln die in einer Dokumenttypdefinition DTD angegeben sind verschachteln lt p gt Ein Textabsatz der ein lt em gt betontes lt em gt Wort enthalt lt p gt Bestimmte Elemente mussen nicht explizit notiert werden Bei einigen Elementen darf gemass der SGML Regel OMITTAG der Endtag fehlen z B lt p gt oder lt li gt Zudem spielt bei Element und Attributnamen Gross und Kleinschreibung keine Rolle z B lt ul gt lt UL gt lt uL gt Zum Vergleich In XHTML sind diese Regeln strenger verfasst Neben Elementen mit Start und Endtag gibt es in HTML auch inhaltsleere Elemente wie etwa Zeilenumbruche br oder Bilder img Eine Textzeile lt br gt die hier fortgesetzt wird lt img src E Mail Button jpg alt E Mail gt Es geht in HTML um beschreibende englisch descriptive nicht um verfahrens englisch procedural und darstellungsorientierte englisch presentational Textauszeichnung auch wenn sich HTML in fruheren Versionen dafur verwenden liess HTML Elemente sind keine Angaben zur Prasentation die dem Webbrowser mitteilen wie er den Text visuell zu formatieren hat Vielmehr sind Elemente eine strukturierende Auszeichnung mit der sich Textbereichen eine Bedeutung zuordnen lasst z B span class p lt span span class nt h1 span span class p gt span span class p lt span span class nt h1 span span class p gt span fur eine Uberschrift span class p lt span span class nt p span span class p gt span span class p lt span span class nt p span span class p gt span fur einen Textabsatz und span class p lt span span class nt em span span class p gt span span class p lt span span class nt em span span class p gt span fur betonten Text Wie diese Bedeutung letztlich dem Benutzer vermittelt wird im Falle einer Uberschrift z B durch vergrosserte fette Schrift ist zunachst dem Webbrowser uberlassen und hangt von der Ausgabe Umgebung ab Denn obwohl HTML Dokumente in der Regel auf Computerbildschirmen dargestellt werden konnen sie auch auf anderen Medien ausgegeben werden etwa auf Papier oder mittels Sprachausgabe CSS Formatvorlagen eignen sich dazu um auf die Prasentation eines HTML Dokuments in verschiedenen Medien Einfluss zu nehmen Daher gelten Elemente und Attribute zur Prasentation wie span class p lt span span class nt font span span class p gt span span class p lt span span class nt font span span class p gt span span class p lt span span class nt u span span class p gt span span class p lt span span class nt u span span class p gt span und noshade als veraltet englisch deprecated und sollen nach allgemeiner Auffassung vermieden werden sie sollten in neu entwickelter Software nicht mehr verwendet und bei der Uberarbeitung der dokumentengenerienden Software ersetzt werden Das Einlesen des Quelltextes sowie das Verarbeiten der vorhandenen Informationen wird in der Fachsprache auch als Parsen bezeichnet und die Aufbereitung fur das Ausgabemedium als Rendern Die Sprache HTML beschreibt wie der Browser oder ein anderes Programm wie z B ein Texteditor die Auszeichnungen des Textes zu verstehen hat nicht wie er sie dann in der Darstellung umsetzt So besagt span class p lt span span class nt h1 span span class p gt span zwar dass eine Uberschrift folgt nicht aber in welcher Schriftgrosse oder Schriftschnitt diese darzustellen ist hier haben sich nur gewisse ubliche Standardeinstellungen eingeburgert die aber nicht Teil der HTML Spezifikation sind Zeichenvorrat BearbeitenDer ursprunglich auf 7 Bit ASCII angelegte Standard Zeichensatz wurde schon in den Fruhzeiten des WWW um zahlreiche Sonderzeichen erweitert und als HTML Entitat kodiert Die Unterstutzung universeller Zeichensatze fur alle gangigen Sprachen weltweit setzte die Unterstutzung von UTF Unicode voraus die heute in allen gangigen Browsern implementiert ist HTML ist damit auf plattformunabhangige Portierbarkeit angelegt sofern diese vom verwendeten HTML Renderer unterstutzt werden Die Wahl des zugrunde liegenden Zeichenvorrats fur ein Webdokument erfolgt in den Meta Elementen im Dateikopf der Browser stellt sich dann darauf ein Ersteller von Webseiten deren Tastatur eventuell nicht alle Zeichen direkt zur Verfugung stellt etwa deutsche Umlaute konnen auf mehrere Arten Sonderzeichen codieren 7 so kann ein A Umlaut a entweder als HTML Entitat amp auml als Unicode dezimal amp 228 oder als Unicode hexadezimal amp x00E4 kodiert werden vgl Unicode Codepunkt Angaben in Dokumenten Viele komplex arbeitende Website Editoren losen Sonderzeichen automatisch bei der Kodierung des Quelltextes auf Bei der Auflosung in Adresszeilen URLs wird wiederum anders verfahren hier werden die nicht direkt unterstutzten Zeichen nach dem MIME Verfahren in ASCII Zeichen kodiert so z B 20 fur ein Leerzeichen wenn es beispielsweise in einem Dateinamen vorkommt und sich vom regularen Leerzeichen am Ende des Links unterscheiden muss Sprachtyp BearbeitenHTML ist eine Auszeichnungssprache und wird als solche meist von Programmiersprachen abgegrenzt siehe dazu Abschnitt Aussere Systematik Einordnung als Programmiersprache oder Datenformat im Artikel uber Auszeichnungssprachen Eine Gemeinsamkeit mit den meisten Programmiersprachen ist dass fur die Bearbeitung der Quelldokumente keine spezielle Software siehe auch Liste von HTML Editoren notig ist sondern ein beliebiger Texteditor ausreicht Ein ahnliches Konzept logische Beschreibung wie hinter HTML steht hinter dem Satzsystem TeX LaTeX das im Unterschied zu HTML jedoch auf die Ausgabe per Drucker auf Papier zielt Versionen BearbeitenHTML wurde erstmals am 13 Marz 1989 von Tim Berners Lee am CERN in Genf vorgeschlagen 8 HTML ohne Versionsnummer 3 November 1992 Urversion die sich nur an Text orientierte 9 HTML ohne Versionsnummer 30 April 1993 Zu Text kam neben Attributen wie fette oder kursive Darstellung die Bildintegration dazu HTML November 1993 Geplante Erweiterungen die in spatere Versionen einflossen aber nie als HTML verabschiedet wurden 10 HTML 2 0 November 1995 Die mit RFC 1866 definierte Version fuhrte u a Formulartechnik ein Der Status dieses Standards ist HISTORIC Auch die Vorganger sind veraltet HTML 3 0 Nicht erschienen weil sie mit der Einfuhrung des Netscape Browsers in der Version 3 bereits vor der geplanten Veroffentlichung veraltet war HTML 3 2 14 Januar 1997 Neu waren zahlreiche Features wie Tabellen Textfluss um Bilder Einbindung von Applets HTML 4 0 18 Dezember 1997 Einfuhrung von Stylesheets Skripten und Frames Auch eine Trennung in Strict Frameset und Transitional erfolgte Am 24 April 1998 erschien eine leicht korrigierte Version HTML 4 01 24 Dezember 1999 Ersetzte HTML 4 0 mit vielen kleineren Korrekturen War lange Zeit Standard bis 2014 XHTML 1 0 26 Januar 2000 Neuformulierung von HTML 4 01 mit Hilfe von XML Am 1 August 2002 erschien eine uberarbeitete Version XHTML 1 1 31 Mai 2001 Nachdem XHTML in Module aufgeteilt wurde wurde mit XHTML 1 1 eine strikte Version definiert bei der die mit HTML 4 eingefuhrten Varianten Frameset und Transitional entfielen XHTML 2 0 closed 11 26 Juli 2006 Diese Version sollte nicht mehr auf HTML 4 01 basieren und einige neue Elemente einfuhren so z B lt nl gt fur Navigationslisten Die Trennung von Auszeichnung und Stil sollte in dieser Version vollendet werden Das W3C beendete die Arbeiten an XHTML 2 0 im Sommer 2009 weil XHTML durch HTML5 ersetzt werden sollte 12 13 5 HTML5 Recommendation 28 Oktober 2014 Schuf auf Basis von HTML 4 01 und XHTML 1 0 ein neues Vokabular Die zu HTML gehorende DOM Spezifikation wurde ebenfalls uberarbeitet und erweitert 14 HTML 5 1 Recommendation 1 November 2016 HTML 5 2 Recommendation 14 Dezember 2017 Aktuelle Version 4 HTML Struktur BearbeitenAllgemeine Struktur Bearbeiten Ein HTML Dokument besteht aus drei Bereichen der Dokumenttypdeklaration Doctype ganz am Anfang der Datei die die verwendete Dokumenttypdefinition DTD angibt z B HTML 5 dem HTML Kopf HEAD der hauptsachlich technische oder dokumentarische Informationen enthalt die ublicherweise nicht im Anzeigebereich des Browsers dargestellt werden dem HTML Korper BODY der jene Informationen enthalt die gewohnlich im Anzeigebereich des Browsers zu sehen sind Somit sieht die Grundstruktur einer Webseite wie folgt aus lt DOCTYPE html gt lt html gt lt head gt lt title gt Titel der Webseite lt title gt lt meta http equiv content type content text html charset utf 8 gt lt weitere Kopfinformationen gt lt Kommentare werden im Browser nicht angezeigt gt lt head gt lt body gt lt p gt Inhalt der Webseite lt p gt lt body gt lt html gt HTML Kopf Bearbeiten Im Kopf englisch head konnen sieben verschiedene Elemente verwendet werden title bezeichnet den Titel der Seite der von den meisten Browsern in der Titelleiste angezeigt wird meta kann vielfaltige Metadaten enthalten Siehe Meta Element base gibt entweder eine Basis URI oder einen Basisframe an link dient zur Angabe von logischen Beziehungen zu anderen Ressourcen Wird am haufigsten zur Einbindung von Stylesheets benutzt script bindet Code in einer bestimmten Skriptsprache ein hauptsachlich JavaScript style enthalt Stilinformationen hauptsachlich CSS Deklarationen object bindet eine externe Datei ein Browser durfen solche Objekte im Dokumentkopf nicht darstellen Ab HTML5 ist das object Tag nicht mehr im HTML Kopf erlaubt 15 HTML Korper Bearbeiten Der HTML Korper englisch body enthalt die eigentlichen Seiteninformationen HTML unterscheidet zwischen Block und Inline Elementen Der wesentliche Unterschied ist dass erstere in der Ausgabe einen eigenen Block erzeugen in dem der Inhalt untergebracht wird wahrend die Inline Elemente den Textfluss nicht unterbrechen Vereinfacht gesprochen haben Block Elemente immer ihren eigenen Absatz Mithilfe von CSS ist es jedoch moglich Block Elemente wie ein Inline Element darzustellen und umgekehrt Zudem lassen sich alle Elemente via CSS auch als inline block auszeichnen mit dem Ergebnis dass ein solches Element sowohl Eigenschaften eines Block Elementes als auch eines Inline Elementes besitzt Eine Uberschrift erster Ordnung wird so ausgezeichnet lt h1 gt Uberschrift lt h1 gt h1 steht fur Heading 1 zeichnet also eine Uberschrift der ersten und in HTML hochsten Gliederungsstufe aus Weiter moglich sind h2 bis h6 Uberschriften zweiter bis sechster Gliederungsstufe Ein Hyperlink lt a href http example com gt Dies ist ein Verweis auf example com lt a gt Hyperlinks sind Verweise auf andere Ressourcen meistens ebenfalls HTML Dokumente die ublicherweise im Browser durch Klick verfolgt werden konnen Dieser Link konnte so gerendert werden Dies ist ein Verweis auf example com Ebenso ist an diesem Beispiel zu sehen dass das Link Element ein Inline Element ist und keine neue Zeile beginnt Normaler Text wird standardmassig mit p fur Paragraph angegeben obwohl ein Text ohne p problemlos moglich ware allerdings ist es sehr zu empfehlen da dadurch zum einen eine Abtrennung zwischen Quelltext und Ausgabe moglich ist und zum anderen spatestens bei CSS Programmierung der Befehl zwingend notwendig ist So wird ein Text in HTML ausgegeben lt p gt Ich bin ein Beispieltext lt p gt Zur Logik stehen zum Beispiel die Elemente strong oder em bereit mit denen sich stark hervorgehobener oder betonter Text auszeichnen lasst Per Voreinstellung lt W3C Empfehlung werden strong und em Elemente durch Fettschrift beziehungsweise kursive Schrift gerendert Die Strukturbeschreibung des Textes vereinfacht es das Rendern dem Betrachter anzupassen um etwa den Text einem Sehbehinderten vorzulesen oder als Braille auszugeben HTML Varianten BearbeitenBeim Entwurf der letzten HTML Version 4 sollte der Tatsache dass in vielen HTML Dokumenten noch Elemente und Attribute zur Prasentation eingesetzt werden Rechnung getragen werden Das Ergebnis waren schliesslich drei Varianten Strict Bearbeiten Diese Dokumenttypdefinition DTD umfasst den Kernbestand an Elementen und Attributen Es fehlen die meisten Elemente und Attribute zur Beeinflussung der Prasentation unter anderem die Elemente font center und u sowie Attribute wie bgcolor align und target Deren Rolle sollen in Strict Dokumenten Stylesheets ubernehmen Text und nicht blockbildende Elemente innerhalb der Elemente body form blockquote und noscript mussen sich grundsatzlich innerhalb eines Container Elements befinden zum Beispiel in einem p Element Transitional Bearbeiten Die Transitional Variante enthalt noch altere Elemente und Attribute die auch physische Textauszeichnung ermoglichen Durch diese DTD soll Webautoren die noch nicht logische Strukturierung und Prasentation voneinander trennen die Moglichkeit gegeben werden standardkonformes HTML zu schreiben Gleichzeitig soll sie sicherstellen dass bestehende Webseiten weiterhin durch aktuelle Webbrowser angezeigt werden konnen Frameset Bearbeiten Diese Variante enthalt zusatzlich zu allen Elementen der Transitional Variante noch die Elemente fur die Erzeugung von Framesets Zusatztechniken und Weiterentwicklungen BearbeitenCascading Style Sheets Bearbeiten Im Laufe der Jahre ist HTML um Elemente erweitert worden die der visuellen Gestaltung der Dokumente dienen Das lief der ursprunglichen Idee einer Systemunabhangigkeit entgegen Eine Ruckbesinnung auf die Trennung von Struktur und Layout besser Prasentation wurde durch die Definition von Cascading Style Sheets CSS vorgenommen So soll das Aussehen bzw die Darstellung des Dokuments in einer separaten Datei dem sogenannten Stylesheet festgelegt werden Dies verbessert die Anpassungsfahigkeit des Layouts an das jeweilige Ausgabegerat und an spezielle Bedurfnisse der Benutzer beispielsweise eine spezielle Darstellung fur Sehbehinderte Heutzutage ist die CSS Unterstutzung der Browser ausreichend um damit eine anspruchsvolle Gestaltung zu realisieren In den Anfangsjahren von HTML bis in die 2000er Jahre hinein wurde noch nicht streng zwischen Layout und Seitenphysik unterschieden So wurde Design mit Hilfe von Layout Attributen wie color Farbe oder Layout Tags wie lt font gt umgesetzt oder das Aussehen von Tabellen direkt im table Bereich grob vorgegeben Dies gilt heute als veraltet und unprofessionell Ausserdem lasst sich der CSS Code auch in einer Seite ohne ausgelagerte Datei einbinden Eine CSS Datei kann im HTML Kopf uber das link Element eingebunden werden lt link rel stylesheet type text css href stylesheet css gt Dynamisches HTML Bearbeiten Schon sehr fruh in der Geschichte von HTML wurden Zusatztechniken erfunden die es ermoglichen HTML Dokumente wahrend der Anzeige im Browser dynamisch zu verandern Die gebrauchlichste ist JavaScript Man spricht bei solchen interaktiven Dokumenten von dynamischem HTML Diese Techniken wurden von verschiedenen Browser Herstellern allen voran Microsoft und Netscape unabhangig voneinander entwickelt Daher gab es erhebliche Probleme bei der Umsetzung der Techniken zwischen den verschiedenen Browsern Mittlerweile interpretieren alle verbreiteten JavaScript fahigen Browser das Document Object Model DOM Dadurch ist es moglich in allen Browsern lauffahige Skripte zu schreiben Es gibt jedoch noch immer Differenzen bei der Unterstutzung des DOM Standards XHTML Bearbeiten Hauptartikel XHTML Auf Grundlage von HTML 4 01 SGML wurde XHTML 1 0 entwickelt XHTML genugt den im Vergleich zu SGML strengeren syntaktischen Regeln von XML ist aber in seinen drei DTD Varianten semantisch mit der jeweils entsprechenden DTD Variante von HTML 4 01 identisch HTML5 Bearbeiten Hauptartikel HTML5 Die jeweiligen Vorteile von SGML und XML der bisherigen HTML Versionen wurden vereint in HTML5 Abweichend von den bisherigen HTML Versionen gibt es in HTML5 keine DTD mehr Ajax Bearbeiten Mit der Ajax Technologie ist es mittels JavaScript moglich einzelne bereits geladene Webbrowser Inhalte gezielt zu andern und nachzuladen ohne dass die Webseite komplett neu geladen werden muss Wegen des geringeren Datenaufkommens wird zum einen eine schnellere Webserver Antwort ermoglicht und zum anderen lassen sich Reaktionsweisen von Desktop Anwendungen simulieren Siehe auch BearbeitenEntitaten MIME Encapsulation of Aggregate HTML Documents MHTML Literatur BearbeitenStefan Munz Wolfgang Nefzger HTML Handbuch Franzis Verlag Poing 2005 ISBN 3 7723 6654 6 Stefan Mintert Hrsg XHTML CSS amp Co Die W3C Spezifikationen fur das Web Publishing Addison Wesley Munchen 2003 ISBN 3 8273 1872 6 Mark Lubkowitz Webseiten programmieren und gestalten HTML CSS JavaScript PHP Perl MySQL SVG und Newsfeeds mit CD Galileo Press Bonn 2004 ISBN 3 89842 557 6 Elisabeth Robson Eric Freeman HTML und CSS von Kopf bis Fuss O Reilly Koln 2012 ISBN 978 3 86899 934 1 Stephan Heller Workshop HTML5 amp CSS3 Weblayouts professionell umsetzen ein Einstieg in die Frontendentwicklung 1 Auflage 2012 dpunkt verlag Heidelberg ISBN 978 3 89864 807 3 Weblinks BearbeitenHTML5 A vocabulary and associated APIs for HTML and XHTML W3C Recommendation 28 Oktober 2014 W3C 28 Oktober 2014 abgerufen am 28 Oktober 2014 englisch aktueller HTML Standard HTML5 Differences from HTML4 W3C Working Draft 18 September 2014 W3C 18 September 2014 abgerufen am 25 September 2014 englisch HTML working group W3C 12 Juni 2014 abgerufen am 26 September 2014 englisch HTML SELFHTML Wiki 6 September 2014 abgerufen am 25 September 2014 Ausfuhrliche Darstellung zusammen mit CSS Some early ideas for HTML W3C 9 Januar 2003 abgerufen am 25 November 2014 englisch zum Ursprung von HTML Commons HTML Sammlung von Bildern Videos und Audiodateien Tutorials Bearbeiten Wikibooks Websiteentwicklung Lern und Lehrmaterialien Wikibooks Handbuch Webdesign Lern und Lehrmaterialien Validierung Bearbeiten Checkliste fur Webstandards W3C Validator zur Uberprufung der syntaktischen Richtigkeit eines HTML Dokuments englisch Verschiedene nutzliche Testwerkzeuge Site Check englisch WDG Validator zur Uberprufung einer kompletten WebseiteAltere Standards Bearbeiten Hypertext Markup Language 2 0 W3C 22 September 1995 abgerufen am 25 September 2014 englisch HTML 3 2 Reference Specification W3C Recommendation 14 Jan 1997 W3C 14 Januar 1997 abgerufen am 25 September 2014 englisch HTML 4 0 Specification W3C Recommendation revised on 24 Apr 1998 W3C 24 April 1998 abgerufen am 25 September 2014 englisch HTML 4 01 Specification W3C Recommendation 24 December 1999 W3C 24 Dezember 1999 abgerufen am 25 September 2014 englisch HTML 4 01 Spezifikation Deutsche Ubersetzung edition W3 de 24 Dezember 1999 abgerufen am 25 September 2014 Einzelnachweise Bearbeiten W3C HTML 5 w3 org W3C HTML 4 01 w3 org W3C HTML 3 2 w3 org a b HTML 5 2 Recommendation Empfehlung W3C 14 Dezember 2017 abgerufen am 1 Januar 2018 englisch a b Simon Pieters HTML 5 differences from HTML 4 w3 org 18 September 2014 abgerufen am 1 Oktober 2014 englisch HTML 5 replaces these documents DOM2HTML HTML4 XHTML1 HTML Regeln Textauszeichnung im SELFHTML Wiki Entities Tabelle fur haufig verwendete Umlaute Sonderzeichen und Symbole bei e workers de abgerufen am 11 November 2018 Tim Berners Lee Information Management A Proposal Marz 1989 abgerufen am 25 November 2014 HTML Urversion David Raggett A Review of the HTML Document Format XHTML 2 0 W3C Working Draft XHTML 2 wird eingestellt Heise Meldung 3 Juli 2009 zur Einstellung der Entwicklung von XHTML 2 Meldung des W3C HTML5 A vocabulary and associated APIs for HTML and XHTML Recommendation Empfehlung W3C 28 Oktober 2014 abgerufen am 27 November 2014 englisch HTML object tag Abgerufen am 26 Juli 2017 amerikanisches Englisch Normdaten Sachbegriff GND 4373477 7 OGND AKS V DStandards des World Wide Web ConsortiumsWorld Wide Web Consortium W3C Empfehlungen ActivityPub ARIA Canonical XML CDF CSS DOM Geolocation API HTML HTML5 InkML ITS JSON LD MathML OWL P3P PLS PNG RDF RDF Schema RIF SCXML SISR SKOS SMIL SOAP SRGS SSML SVG SPARQL Timed Text Turtle VoiceXML WSDL XForms XHTML XHTML RDFa XInclude XLink XML XML Base XML Encryption XML Events XML Information Set XML Namespace XML Schema XML Signature XPath XPointer XProc XQuery XSL XSL FO XSLT Elemente Arbeitsentwurfe und Kandidaten CCXML CURIE SMIL Timesheets sXBL WICD XFrames XBL XHTML MathML SVG XMLHttpRequestAnmerkungen XAdES XFDL XHTML SMIL XUPRichtlinien Web Content Accessibility Guidelines Multimodal Interaction Activity Markup Validation ServiceInitiativen Web Accessibility Initiative Abgerufen von https de wikipedia org w index php title Hypertext Markup Language amp oldid 216794307, wikipedia, wiki, deutsches

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