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Hamburg

Lage

Hamburg aus Nordosten. Luftaufnahme 2007. Blick elbabwärts; links das Hafengebiet, in der Bildmitte die Binnenalster und die Außenalster.
Ausdehnung der Metropolregion Hamburg ab 2017

Hamburg liegt in Norddeutschland an den Mündungen der Bille und der Alster in die Unterelbe, die etwa 100 Kilometer weiter nordwestlich in die Nordsee mündet. Nahe dieser Mündung befindet sich der aus drei Inseln bestehende Stadtteil Neuwerk. An der Elbe erstreckt sich der Tidehafen etwa von der Veddel bis Finkenwerder, hauptsächlich auf dem Südufer der Norderelbe, gegenüber den Stadtteilen St. Pauli und Altona. Die beiden Ufer sind durch die Elbbrücken im Osten sowie durch den Alten und Neuen Elbtunnel verbunden. Das Land südlich und nördlich des Flusses ist Geest, höher gelegene Flächen, die durch die Sand- und Geröllablagerungen der Gletscher während der Eiszeiten entstanden sind. Die nördlichsten Bereiche der Stadt gehören zum fruchtbaren Jungmoränenland. Die unmittelbar am Fluss liegenden Marschen wurden auf beiden Seiten der Elbe über Jahrhunderte von Nebenarmen der Elbe durchzogen und vom Flutwasser der Nordsee überschwemmt, wobei sich Sand und Schlick abgelagert haben. Inzwischen ist die Elbe beidseitig eingedeicht, Nebenarme wurden trockengelegt, umgeleitet, kanalisiert oder abgedeicht. Alte Deichanlagen erinnern in den Außenorten noch an die Zeit, als bei Hochwasser ganze Viertel überflutet waren. Höchste Erhebung ist mit116,2 m ü. NHN der Hasselbrack in einem Nordausläufer der Harburger Berge.

Die Alster in der Innenstadt wurde schon seit dem Mittelalter zu einem See aufgestaut. Dieser teilt sich in die größere Außenalster und die kleinere, vom historischen Kern der Stadt umschlossene Binnenalster. Die Zuflüsse der Alster – wie die Alster selbst – sind im Stadtgebiet zum Teil kanalisiert. Sie sind zumeist von ausgedehnten öffentlichen Parkanlagen gesäumt. Die zahlreichen Fleete, Flüsschen und Kanäle der Stadt werden von fast 2500 Brücken überspannt. Weithin unbekannt ist, dass sich auf der größten Flussinsel der Elbe, in Wilhelmsburg, einer der letzten Tideauenwälder Europas befindet.

Hamburg grenzt im Norden an Schleswig-Holstein und im Süden an Niedersachsen. Bis auf einige kleinere „Gebietsbereinigungen“, wie den Erwerb der Insel Neuwerk und von Flurstücken beim Stauwerk Geesthacht, bestehen die heutigen Grenzen der Stadt Hamburg seit dem Groß-Hamburg-Gesetz, das am 1. April 1937 in Kraft trat. Die Stadt ist nach Berlin sowohl hinsichtlich ihrer Einwohnerzahl als auch ihrer Fläche die zweitgrößte Stadt Deutschlands.

Südlich der Binnenalster liegt das historische Zentrum der Stadt. Der geographische Mittelpunkt von Hamburg in seinen gegenwärtigen politischen Grenzen soll ein Punkt am Kuhmühlenteich im Stadtteil Uhlenhorst sein. Der nördlichste Punkt Hamburgs ist die Insel Scharhörn, der östlichste Altengamme, der südlichste der Krauel und der westlichste die Insel Nigehörn. Die größte Ausdehnung von der Stadt in Ost-West-Richtung beträgt 39,88 km und in Nord-Süd-Richtung 42,31 km.

Die Stadt Hamburg besteht zu 92 % aus Land- und zu acht Prozent aus Wasserfläche.

Fließgewässer

Schutzgebiete

Geologie

Verwaltungsgliederung

Bezirke

Hauptartikel: Bezirke in Hamburg
Stadtgliederung Hamburgs
Innenstadtplan mit Binnen- und Außenalster

Hamburgs Landesverfassung bestimmt, dass Bezirke zu bilden sind, in denen Bezirksämtern die selbständige Erledigung übertragener Aufgaben obliegt. Die sieben Bezirke sind in insgesamt 104 Stadtteile unterteilt. Die meisten Stadtteile sind weiter in mehrere Ortsteile gegliedert, seit dem 1. Januar 2011 insgesamt 181. Einige Stadtteile im Kernbereich der Bezirke wurden bis 2008 direkt vom betreffenden Bezirksamt verwaltet, für die anderen Stadtteile der Bezirke gab es jeweils ein eigenes Ortsamt; insgesamt waren 13 Ortsämter eingerichtet. Anfang 2008 wurden durch eine Gebietsreform die Grenzen einzelner Stadtteile und Bezirke neu gezogen. So fiel der Stadtteil Wilhelmsburg vom Bezirk Harburg an Mitte, und die Stadtteile Sternschanze im Bezirk Altona und HafenCity im Bezirk Hamburg-Mitte wurden neu geschaffen.

Liste der Hamburger Bezirke (Daten vom 31. Dezember 2018)
Nr. Bezirk Einwohner Fläche
in km²
Flächenanteil
in Prozent
Einwohner
je km²
1 Hamburg-Mitte 302.994 142,2 18,8 2.130
2 Altona 274.702 077,9 10,3 3.526
3 Eimsbüttel 264.869 049,8 06,6 5.318
4 Hamburg-Nord 313.617 057,8 07,7 5.429
5 Wandsbek 438.624 147,5 19,5 2.973
6 Bergedorf 129.599 154,8 20,5 0.838
7 Harburg 167.405 125,2 16,6 1.338
Freie und Hansestadt Hamburg (Gesamt) 1.891.8100. 755,2 100,00 2.505

Exklaven

Insel Neuwerk
In Hamburg überflutetes Gebiet bei der Sturmflut 1962

Zu Hamburg gehören die Nordseeinseln Neuwerk, Scharhörn und Nigehörn sowie der Nationalpark Hamburgisches Wattenmeer, der 2011 zum Gebiet des Weltnaturerbes des Wattenmeeres der Nordsee hinzukam. Als Stadtteil Hamburg-Neuwerk gehören sie zum Bezirk Hamburg-Mitte, der deshalb nördlichster und westlichster Bezirk Hamburgs ist.

Hauptartikel: Cuxhaven-Vertrag

Die Volksdorfer Buschwiese ist eine Hamburger Exklave, die vollständig vom Gebiet der Gemeinde Ammersbek in Schleswig-Holstein umschlossen ist und zum Bezirk Wandsbek gehört.

Nachbarstädte und Gemeinden

Folgende Städte und Gemeinden grenzen an die Stadt Hamburg; sie werden im Uhrzeigersinn beginnend im Nordwesten genannt:

Klima

Hamburg liegt in der kühlgemäßigten Klimazone und ist durch ein Seeklima geprägt. Aufgrund der durch vorherrschende Westwinde maritimen Einflüsse ist das Klima im Winter milder, im Sommer kühler als im östlichen Hinterland.

Die Jahresdurchschnittstemperatur beträgt 9,4 °C. Der wärmste Monat ist der Juli mit durchschnittlich 18,1 °C, der kälteste der Januar mit 1,6 °C. Temperaturen um die 28 °C sind im Hochsommer keine Seltenheit. An der Wetterstation Hamburg-Fuhlsbüttel wurde ein Maximalwert von 37,3 °C (9. August 1992) gemessen. Das absolute Temperaturminimum liegt bei −29,1 °C (13. Februar 1940). Das Klima ist ganzjährig feucht. Im Laufe eines Jahres fallen durchschnittlich 773 mm Niederschlag, an durchschnittlich 52 Tagen im Jahr herrscht Nebel. Der meiste Regen fällt in den 31 Tagen, die um den 29. Juni liegen; der wenigste fällt um den 16. April herum. Im Winterhalbjahr kann es sehr stürmisch werden. Sprichwörtlich ist das Hamburger Schmuddelwetter.

Hamburg
Klimadiagramm
JFMAMJJASOND
64
4
-1
42
4
-1
63
8
1
46
12
3
54
18
7
77
20
11
75
22
13
73
22
13
68
18
10
64
13
6
69
8
2
78
5
0
Temperatur in°C, Niederschlag inmm
Quelle: Deutscher Wetterdienst
Monatliche Durchschnittstemperaturen und -niederschläge für Hamburg
Jan Feb Mär Apr Mai Jun Jul Aug Sep Okt Nov Dez
Max. Temperatur (°C) 3,5 4,4 8,0 12,3 17,5 19,9 22,1 22,2 17,9 13,0 7,5 4,6 Ø 12,8
Min. Temperatur (°C) −1,4 −1,2 1,1 3,3 7,4 10,5 12,7 12,5 9,6 6,0 2,4 0,0 Ø 5,3
Niederschlag (mm) 64,4 42,4 62,9 45,6 53,7 76,9 74,7 73,0 68,4 63,6 69,4 77,7 Σ 772,7
Sonnenstunden (h/d) 1,4 2,2 3,4 5,2 7,0 7,2 6,7 6,7 4,6 3,2 1,7 1,1 Ø 4,2
Regentage (d) 12,1 9,2 11,3 8,9 9,6 11,3 11,4 10,2 10,8 10,5 11,7 12,4 Σ 129,4
Luftfeuchtigkeit (%) 87 84 80 75 71 72 75 76 81 84 86 87 Ø 79,8
T
e
m
p
e
r
a
t
u
r
3,5
−1,4
4,4
−1,2
8,0
1,1
12,3
3,3
17,5
7,4
19,9
10,5
22,1
12,7
22,2
12,5
17,9
9,6
13,0
6,0
7,5
2,4
4,6
0,0
Jan Feb Mär Apr Mai Jun Jul Aug Sep Okt Nov Dez
N
i
e
d
e
r
s
c
h
l
a
g
64,4
42,4
62,9
45,6
53,7
76,9
74,7
73,0
68,4
63,6
69,4
77,7
Jan Feb Mär Apr Mai Jun Jul Aug Sep Okt Nov Dez

Umwelt

Die Umweltsituation ist und war in Hamburg häufig Gegenstand heftiger Auseinandersetzungen. Regelmäßig ist die für zahlreiche Einwohner gesundheitsgefährdende Belastung durch Lärm aufgrund des Straßen-, Bahn- und Luftverkehrs ein Thema. Hamburg hat trotz hohem Kfz-Anteil an den Wegen der Einwohner und einem hohen Pendleraufkommen, das ebenfalls zu einem erheblichen Anteil mit Autos erfolgt, keine Umweltzone, anders als die meisten anderen deutschen Ballungsgebiete. Bei der Luftverschmutzung kommen zu den für Großstädte typischen Belastungen aus Heizungen, Stromerzeugung, drei Müllverbrennungsanlagen und Autoverkehr weitere Belastungen durch hafenbezogenen Schiffsverkehr und Industrie, hier auch mit Geruchsbelästigungen, hinzu.

Hamburg hat bereits seit 1978 eine Behörde, die „Umwelt“ in ihrem Namen führt. Sie bewarb sich für die Stadt erfolgreich um den Titel Umwelthauptstadt Europas, den Hamburg 2011 führen durfte, was bei Umweltverbänden kritisch bewertet wurde.

Naturschutz

Debatten gab es Anfang der 2000er-Jahre um die Erweiterung bei Airbus und im Zusammenhang damit das teilweise Verfüllen des Mühlenberger Lochs und bis 2008 um den Neubau des Kohlekraftwerks Moorburg. Bundesweit bekannt geworden sind Umweltskandale wie die Dioxin-Verseuchung des Boehringer-Geländes in Billbrook und der Giftberg mit Dioxin und Parathion in Georgswerder Anfang der 1980er-Jahre sowie die Probleme mit belastetem oder giftigem Elbschlick, unter anderem in Altenwerder. Zudem ist die Elbvertiefung ein Streitpunkt in der Hamburger Politik.

Luft

Bis zum Jahr 2000 ging die Luftverschmutzung mit NO2 stetig zurück. Dies wurde auf die verbindliche Einführung des Katalysators und die Erneuerung der Kraftfahrzeugflotte zurückgeführt. Seitdem blieb die Belastung auf dem erreichten Niveau oder stieg an einigen Stationen wieder an. Wegen der Überschreitung der NO2-Grenzwerte wurde 2004 erstmals ein Luftreinhalteplan verabschiedet, der Maßnahmen beinhaltete, die eine Einhaltung der NO2-Grenzwerte auf Dauer sicherstellen sollten.

Die weiterhin anhaltenden NO2-Grenzwertüberschreitungen machten jedoch im Jahr 2012 eine Fortschreibung des Hamburger Luftreinhalteplans notwendig. Außerdem konnte die Zahl der pro Kalenderjahr erlaubten 35 Überschreitungen des Tagesmittelgrenzwertes für Feinstaub (PM10) in den Jahren 2005 und 2006 erstmals nicht eingehalten werden. Die 1. Fortschreibung des Hamburger Luftreinhalteplans enthält deshalb verschiedene Maßnahmen zur Reduktion der Schadstoffe NO2 und Feinstaub.

Aufgrund von weiterhin anhaltenden Grenzwertüberschreitungen bei Stickstoffdioxid wurde die Stadt durch ein Urteil des Verwaltungsgerichts Hamburg vom 5. November 2014 (9 K 1280/13) verpflichtet, „den derzeit gültigen Luftreinhalteplan so zu ändern, dass dieser die erforderlichen Maßnahmen zur schnellstmöglichen Einhaltung des über ein Kalenderjahr gemittelten Immissionswertes für NO2 von 40 μg/m³ enthält.“ Die 2. Fortschreibung des Luftreinhalteplans (in Kraft getreten am 30. Juni 2017) dient insbesondere auch der Umsetzung dieses Urteils.

Klimawandel

In Hamburg führt die globale Erwärmung zu einer größeren Zahl von Sommertagen, Heißen Tagen und Tropischen Nächten, was Auswirkungen auf Arbeitsproduktivität, Konzentrationsfähigkeit und die Gesundheit der Stadtbevölkerung hat. Der noch größere Rückgang an für die Landwirtschaft bedeutenden Frost- und Eistagen hat für Hamburg als Stadt weniger große Relevanz. Bezüglich der Entwicklung der Niederschlagsmengen liegen bislang keine ausreichenden Daten vor. Der Anstieg des Meeresspiegels wird zu einem erhöhten Sturmflutrisiko und mehr Sedimenten und einer Verschiebung der Brackwasserzone in der Elbe führen.

Die Stadtverwaltung beobachtet diese Folgen des Klimawandels auf der Grundlage eines „Klimaplans“, um sie zu bewerten und Anpassungsmaßnahmen zu treffen.

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Hauptartikel: Geschichte Hamburgs

Die ältesten festen Behausungen datieren auf das 4. Jahrhundert v. Chr. für die Ortschaft, die von dem antiken Wissenschaftler Claudius Ptolemäus noch als Treva bezeichnet wurde. Vom 4. bis ins 6. Jahrhundert siedelten sich Sachsen im nordelbischen Raum an.

Im 8. Jahrhundert entstand die Hammaburg, in der Karl der Große im Jahr 810 eine Taufkirche errichten ließ, um den heidnischen Norden zu missionieren. 831 begründete Ludwig der Fromme hier ein Bistum, das kurze Zeit später zum Erzbistum wurde. Doch schon kurz nach der Reichsteilung von Verdun 843 überfielen Wikinger die Region, später die slawischen Abodriten, der Erzbischof verlegte seinen Amtssitz nach Bremen.

Hamburg 1730

Graf Adolf III. von Schauenburg und Holstein war im 12. Jahrhundert der Gründer einer Handels- und Marktsiedlung am westlichen Alsterufer. Durch das angeblich von Kaiser Friedrich I. Barbarossa 1189 verliehene Hafenrecht an diese Siedlung und die Handelsprivilegien für die ganze Unterelbe entwickelte sich die Stadt im Mittelalter zu einem florierenden Handelszentrum und galt mit ihren zeitweilig 600 Brauereien als „Brauhaus der Hanse“. Im 14. Jahrhundert entwickelte sich Hamburg als eines der ersten Mitglieder des Kaufmannsbundes Hanse zum wichtigsten deutschen Umschlag- und Stapelplatz zwischen Nord- und Ostsee. Ab 1510 galt Hamburg endgültig als Reichsstadt. 1558 wurde die Hamburger Börse als eine der ersten Deutschlands eröffnet, im Jahre 1678 unter dem Namen Opern-Theatrum die erste deutsche Oper am Gänsemarkt. Zur Reformationszeit wurde der Stadtstaat ohne Blutvergießen evangelisch. Die Stadt Hamburg erlebte ihre kulturelle Blüte vor allem im 17. und 18. Jahrhundert unter anderem mit der Gründung des Hamburgischen Nationaltheaters (1767).

Auch nach dem Niedergang der Hanse und während der Aufklärung und der Industrialisierung blieb die Stadt neben Berlin das bedeutendste Wirtschaftszentrum Norddeutschlands. Hamburg blieb von den Auswirkungen des Dreißigjährigen Krieges verschont und konnte diesen zum Vorteil nutzen, um seine Vormachtstellung im Handel auszubauen. In ihrer wechselvollen Geschichte unterstand die Stadt der dänischen Königskrone (aber nie von Hamburg formal anerkannt), war Teil des Heiligen Römischen Reiches deutscher Nation und Hauptstadt des Départements Elbmündung (Département des Bouches de l’Elbe) im französischen Kaiserreich (Hamburger Franzosenzeit). 1813–1814 wurde Hamburg vom russischen General Bennigsen belagert. Als Freie Stadt trat es 1815 nach dem Wiener Kongress dem Deutschen Bund bei. 1867 wurde es Mitglied des von Otto von Bismarck initiierten Norddeutschen Bundes und blieb 1871 Gliedstaat des nun in Deutsches Reich umbenannten Bundesstaates.

Besondere Ereignisse der Neuzeit waren der große Hamburger Brand 1842, die Choleraepidemie 1892, der erhebliche Flächen- und Bevölkerungszuwachs 1937/38 durch das Groß-Hamburg-Gesetz, die Bombardierungen im Zweiten Weltkrieg 1943, die Zerstörung der jüdischen Gemeinde (→ Geschichte der Juden in Hamburg), die Errichtung des Konzentrationslagers Neuengamme und seiner zahlreichen Nebenlager im Stadtgebiet, die kampflose Übergabe an die englischen Truppen am 3. Mai 1945, die Sturmflut 1962, die Anbindung an das internationale Straßennetz und den Flugverkehr (Finkenwerder und Fuhlsbüttel), die Veränderung im Hafen und die Auseinandersetzungen um die Hafenstraße in den 1980er-Jahren.

Hamburgs Politik war immer auf größtmögliche Freiheit ihres Handels und politische Unabhängigkeit ausgerichtet. Auch heute noch ist Hamburg als Stadtstaat weitgehend selbständig und bietet dem Handel mit dem größten deutschen Seehafen gute Voraussetzungen.

Bevölkerungsentwicklung

Bevölkerungsentwicklung von 1871 bis 2017

Den bislang höchsten Einwohnerstand mit (gemäß Melderegister) 1,899 Millionen erreichte Hamburg im Jahre 2019, zuvor war der Höchststand mit 1,86 Millionen im Jahre 1964. Allerdings liegt seit dem Zensus 2011 die amtlich fortgeschriebene Bevölkerungszahl um ca. 50.000 niedriger.

Nach 1964 führte Stadtflucht (Suburbanisierung) zu einem Bevölkerungsrückgang bis 1986 auf rund 1,6 Millionen Einwohner. Seitdem ist die Bevölkerungszahl auf 1,81 Millionen (Dezember 2016) angestiegen. Für die kommenden Jahre (bis 2030) wird für Hamburg ein weiterer Bevölkerungsanstieg vorausgesagt, in der mittleren Projektion auf etwa 1,9 Millionen Einwohner. Neuerdings (2013) wird auch ein Wachstum auf über zwei Millionen Einwohner diskutiert.

2010 und 2011 wurden in Hamburg erstmals seit Jahrzehnten wieder Geburtenüberschüsse verzeichnet. 2010 brachten Frauen in Hamburg 17.377 Kinder zur Welt, 2011 waren es 17.125. Dem standen 2010 17.060 und 2011 ebenfalls 17.060 Sterbefälle gegenüber. Daraus ergab sich 2011 ein positiver Saldo von 65 Einwohnern. Außerdem sorgten 93.466 Zuzüge bei nur 81.231 Fortzügen zu einer Bevölkerungszunahme von 12.235 Einwohnern gegenüber 2010.

Die durchschnittliche Lebenserwartung lag im Zeitraum 2015/17 bei 78,5 Jahren für Männer und bei 83,2 Jahren für Frauen. Die Männer und Frauen belegen damit unter den deutschen Bundesländern jeweils Rang 5.

Neue Wohnungen sind in Hamburg stark nachgefragt (Foto: Marco-Polo-Terrassen in der HafenCity).

Bevölkerungsstruktur

Herkunft

Ende 2013 hatten 550.000 Einwohner einen Migrationshintergrund (melderechtlich registrierte Personen mit deutscher Staatsangehörigkeit und zugleich ausländischer Herkunft), dies sind etwa 31 Prozent aller Einwohner Hamburgs. Die Zahl an Ausländern (melderechtlich registrierte Personen ohne deutsche Staatsangehörigkeit) bezifferte sich Ende 2012 auf 238.000 Einwohner. Ende 2012 wurden 197.000 Personen eingebürgert und 78.000 waren Aussiedler. Der Ausländeranteil betrug Ende 2013 13,2 Prozent. Vertreten waren 183 Staatsangehörigkeiten.

Von den Einwohnern ohne deutsche Staatsangehörigkeit kamen Ende 2012 51.799 Personen aus der Türkei, 20.635 aus Polen, 11.732 aus Afghanistan und 11.081 aus dem ehemaligen Serbien und Montenegro.

Aus Mitgliedsländern der Europäischen Union kamen mehr als ein Viertel aller in Hamburg gemeldeten Ausländer.

Beschäftigung

2014 waren in Hamburg insgesamt 1.193.400 Menschen erwerbstätig. 339.600 davon waren bei öffentlichen und privaten Dienstleistern, 393.100 im Handel, Verkehr, Gastgewerbe, sowie im Informations- und Kommunikationsbereich, 304.300 im Unternehmensdienstleistungsbereich (Finanzwesen, Unternehmensdienstleistungen, Grundstücks- und Wohnungswesen), 115.900 im produzierenden Gewerbe, 38.200 im Baugewerbe sowie 2.400 in der Land-, Forst- und Fischereiwirtschaft beschäftigt.

Einkommen

Einkommensstruktur in den Stadtteilen
ALG-II-Leistungs­empfänger­struktur in den Stadtteilen

2006 betrug das durchschnittliche steuerpflichtige Einkommen 35.887 Euro brutto jährlich. Weibliche Arbeitnehmer verdienten in Hamburg 2010 durchschnittlich rund 20 Prozent weniger als ihre männlichen Kollegen. An den Flüssen und an der waldreichen Peripherie des Nordostens haben sich drei größere Gebiete etabliert, in denen die Einwohner durchschnittlich über ein besonders hohes Einkommen verfügen: in den Elbvororten im Westen, in den im Nordosten gelegenen Stadtteilen samt den Walddörfern und rund um die Außenalster bzw. nördlich von ihr im Bereich der nördlichen Stadtmitte. Hinzu kommt der im Osten liegende Stadtteil Marienthal. Die höchsten durchschnittlichen Einkünfte haben die Einwohner der Elbvororte. Nienstedten liegt mit durchschnittlich 170.408 Euro (2007) weit vorn, gefolgt von Blankenese mit 110.108 Euro. In den Walddörfern erreichen die Einwohner in Wohldorf-Ohlstedt mit durchschnittlich 105.305 Euro (2007) die höchsten Einkommen. In den Stadtteilen rund um die Außenalster verfügen die Harvestehuder über 88.746 Euro (2007). Hamburg ist die Stadt mit den meisten (Vermögens-)Millionären Deutschlands. Hamburg hatte 2019 außerdem mit 10,9 % die höchste Reichtumsquote im Vergleich der Bundesländer und den höchsten Anteil an Einkommensmillionären.

Der Gürtel der einkommensschwachen Gegenden zieht sich von Billstedt im Osten bis an die östliche Innenstadt; die Elbinsel Wilhelmsburg mit der Veddel und das südlich der Elbe gelegene Harburg; die westlichen Stadtteile Altona-Altstadt, Altona-Nord und St. Pauli. Darüber hinaus sind die östlichen Stadtteile Dulsberg, Barmbek-Nord und Steilshoop und der westliche Stadtteil Lurup betroffen. Das geringste durchschnittliche Einkommen haben die Einwohner der auf der Elbinsel gelegenen Stadtteile Veddel, Kleiner Grasbrook und Steinwerder mit 11.756 bis 15.491 Euro (2007). Danach folgt der Stadtteil Rothenburgsort mit 18.850 Euro. All diesen Stadtteilen ist die Nähe zum Hamburger Hafen und zu den Industrie- und Gewerbegebieten gemein. Der einkommensschwächste Stadtteil im zentralen Stadtgebiet ist Dulsberg mit einem durchschnittlichen Jahreseinkommen von 18.927 Euro. Der Stadtteil weist eine ältere, sehr dichte Bebauung auf.

Leistungsempfänger

Die Quote der Leistungsempfänger nach dem Zweiten Buch Sozialgesetzbuch (kurz SGB II), die Arbeitslosengeld II beziehen, lag hamburgweit im März 2013 bei durchschnittlich 10,3 Prozent und damit unter dem Durchschnitt des Stadtstaates Berlin und des Landes Bremen von 14,5 Prozent. In den einkommensstarken Gebieten, in den nördlichen Stadtteilen, südlichen Randgebieten und im größten Teil des Bezirks Bergedorf sind vergleichsweise wenige Leistungsempfänger registriert. Die Quote liegt dabei teilweise bei unter einem Prozent. In den einkommensschwachen dichtbesiedelten Altbau-Stadtteilen Altona und St. Pauli sowie in Stadtteilen mit Hochhaussiedlungen wie Steilshoop, Lurup und Hausbruch liegt der Anteil der Hilfeempfänger höher. Bei über 22 Prozent Hilfeempfänger liegen die Stadtteile, die sich im Osten von Jenfeld bis in den Süden nach Wilhelmsburg ziehen und durch Industrie und/oder Hochhaussiedlungen wie Mümmelmannsberg oder Kirchdorf-Süd geprägt sind.

Religionen und Weltanschauungen

Hauptkirche St. Michaelis („Michel“), historisches Wahrzeichen Hamburgs

Konfessionsstatistik

Gemäß dem Zensus 2011 waren 29,8 % der Einwohner evangelisch, 9,8 % römisch-katholisch und 60,4 % waren konfessionslos oder gehörten einer anderen Religionsgemeinschaft an. Die Zahl der Katholiken und vor allem die der Protestanten ist seitdem gesunken. Ende 2019 hatte Hamburg 1.844.216 Einwohner, 446.802 (24,2 %) Protestanten, 177.567 (9,6 %) Katholiken und 66,2 % hatten entweder eine andere oder keine Religionszugehörigkeit.

Religionsgeschichte

Hamburg war seit der Reformation eine evangelisch-lutherisch geprägte Stadt. Der Rat der Stadt Hamburg unterzeichnete die lutherische Konkordienformel von 1577.

Durch seine Stellung als wichtige Hafenstadt war es aber schon lange offen für andere Konfessionen. So entstand hier zum Beispiel 1834 die erste deutsche Baptistengemeinde. In Altona wurde bereits 1601 die heute noch bestehende Hamburger Mennonitengemeinde gegründet. Auch für die Apostolischen Gemeinschaften ist die Hansestadt ein wichtiger Ort. Von hier aus erfolgte die Trennung der Allgemeinen Christlichen Apostolischen Mission von den katholisch-apostolischen Gemeinden und die Entwicklung zur Neuapostolischen Kirche. Heute gibt es 16 neuapostolische Kirchen in Hamburg, ebenso ist in Hamburg der Sitz der Neuapostolischen Kirche Norddeutschland. Hamburg ist außerdem seit 1995 Sitz des römisch-katholischen Erzbistums Hamburg mit seinem Zentrum im Neuen Mariendom. Hamburg ist auch der Geburtsort der Jesus Freaks und der Flussschifferkirche, einem Kirchenschiff im Binnenhafen. Seit 1910 gibt es auch in Hamburg Jehovas Zeugen.

Die jüdische Gemeinde hat in Hamburg eine lange Tradition, die Ende des 16. Jahrhunderts mit der Ansiedelung europäischer Juden begann und über die Jahrhunderte verschiedene Synagogen im Hamburger Raum entstehen ließ. Während der Novemberpogrome 1938 wurden die meisten Synagogen zerstört. Der 1611 gegründete jüdische Friedhof in Altona, auf dem sowohl von der Iberischen Halbinsel eingewanderte Juden (Sepharden) als auch mittel- und osteuropäischen Juden (Aschkenasim) bestattet wurden, ist heute noch Zeugnis dieser über Jahrhunderte währenden Geschichte. Auf Grund seines Alters und der Anzahl an wertvollen Grabsteinen zählt der Friedhof zu den bedeutendsten jüdischen Gräberfeldern der Welt. Die Jüdische Gemeinde Hamburg ist heute mit ca. 3500 Mitgliedern eine der größten jüdischen Gemeinden Deutschlands. Das Zentrum jüdischen Lebens in der Stadt befindet sich rund um die Talmud-Tora-Schule am Grindel, im Bezirk Eimsbüttel.

Seit den 1960er-Jahren gibt es einen bedeutenden Anteil muslimischer Bevölkerung. Am 22. Juni 1957 wurde in Stellingen mit der Fazle-Omar-Moschee die erste Moschee, die nach dem Zweiten Weltkrieg in Deutschland entstanden ist, von der Ahmadiyya Muslim Jamaat eröffnet. Auch asiatische Religionen sind in Hamburg in zunehmendem Maße vertreten. Die Anhängerschaft des Buddhismus besteht sowohl aus asiatischen Einwanderern als auch aus deutschstämmigen Konvertiten. Insbesondere die buddhistischen Richtungen Zen und tibetischer Buddhismus genießen eine gewisse Popularität.

Sprache und Mundarten

Bis weit ins 19. Jahrhundert war Niederdeutsch die allgemeine Umgangssprache in der Stadt. Dann wurde es vom Hochdeutschen, das schon seit dem 16. Jahrhundert zunehmend als Schriftsprache Verwendung fand, immer stärker zurückgedrängt und verschwand um die Mitte des 20. Jahrhunderts schließlich weitgehend aus dem öffentlichen Gebrauch. Gegen diesen Trend veröffentlichte die Pressestelle der Bürgerschaft 1980 eine plattdeutsche Fassung der Hamburgischen Verfassung. Der niederdeutsche Einfluss bleibt jedoch auch im Hochdeutschen allgegenwärtig und manifestiert sich besonders im „Missingsch“.

Das Hamburger Platt wird aber noch von vielen Hamburgern verstanden und gesprochen sowie in Literatur, Zeitungskolumnen usw. gepflegt. Dokumentiert wird es im Hamburgischen Wörterbuch sowie in einigen dialektologischen Dissertationen. Der bekannteste Ort der Mundartpflege in Hamburg ist das Ohnsorg-Theater, das Aufführungen in niederdeutscher Sprache anbietet.

Infolge der starken Einwanderung seit den 1960er-Jahren sind in einigen Stadtteilen neben der deutschen Sprache auch andere Sprachen im öffentlichen Raum gegenwärtig: Türkisch, Persisch, Paschto, Kurdisch und Albanisch in Altona, St. Georg, Harburg, Veddel und Wilhelmsburg, Portugiesisch im Hafenviertel („Portugiesenviertel“) sowie vor allem durch Teile der deutschstämmigen Aussiedler bzw. Spätaussiedler auch Russisch und Polnisch.

Nach der Studie der Universität Hamburg aus dem Jahr 2015 gehören rund 25.000 Hamburger, also 1,4 %, der dänischen Minderheit an.

Rechtlichen Status nach der Europäischen Charta der Regional- oder Minderheitensprachen besitzen in Hamburg die Regionalsprache Niederdeutsch (gemäß Teil III der Charta) und die Minderheitensprache Romanes (gemäß Teil II der Charta).

Siehe auch: Hamburger Dialekt

Persönlichkeiten

Die lange Geschichte Hamburgs weist eine große Anzahl von wichtigen Personen aus allen Bereichen auf. Die Liste von Persönlichkeiten der Stadt Hamburg kann daher nur eine Auswahl ohne Bewertung bieten und steht stellvertretend für die zahllosen ungenannten Menschen, die die Stadt prägten und von ihr geprägt wurden. 86 % der nach Personen benannten Straßen sind in Hamburg nach Männern und 14 % nach Frauen benannt.

Haustiere

Hunde

2016 waren im Hamburger Hunderegister 73.394 Tiere eingetragen. Seit 2007 besteht in Hamburg für Hunde außerhalb von Privatgrundstücken und den ungefähr 122 Hundeauslaufzonen eine generelle Leinenpflicht. Sogenannte gefährliche Hunde sind auch innerhalb der Hundeauslaufzonen anzuleinen. Vom Leinenzwang im Stadtgebiet ausgenommen sind Hunde, die erfolgreich eine Gehorsamsprüfung abgelegt haben. Eingezäunte und nicht eingezäunte Auslaufzonen für Hunde finden sich beispielsweise im Alstervorland und Höltigbaum, am Kupferteich, auf der Horner Rennbahn sowie im Öjendorfer Park. Die Gesamtfläche der unterschiedlich großen Hundeauslaufzonen beträgt mehr als 239 Hektar. Außerhalb von Hundeauslaufzonen gilt in öffentlichen Grün- und Erholungsanlagen stets Leinenzwang; ausgenommen sind freigegebene Wege, Pfade und Rasenflächen für gehorsamsgeprüfte Hunde. In einige Hamburger Parkanlagen dürfen Hunde – ausgenommen Führhunde – grundsätzlich nicht mitgenommen werden. Auch ist die Mitnahme von Hunden auf Hamburger Wochenmärkte und Volksfeste (z. B. den DOM) sowie zum Hafengeburtstag nicht gestattet. Nach dem Hamburger Hundegesetz gilt in der Hansestadt eine Chip-, Registrier- und Versicherungspflicht.

Erstmals 1954 war Hamburg Austragungsort für das Deutsche Windhund-Derby. Das Rennen findet seit 2001 auf der Hunderennbahn am Höltigbaum statt. Veranstalter ist der Norddeutsche Windhund-Rennverein.

Pferde

Hauptartikel: Pferdesport in Hamburg

Mindestens 3800 Pferde wurden im Jahr 2013 in Hamburg gehalten.

Hauptartikel: Politik in Hamburg
Sitz der Bürgerschaft (Parlament) und des Senats (Landesregierung): Das prächtige Hamburger Rathaus im historistischen Stil der Neorenaissance, 1897 errichtet. Der Turm ist 112 m hoch und damit eine markante Landmarke im Hamburger Stadtbild.
Plenarsaal der Hamburgischen Bürgerschaft im Hamburger Rathaus
Sitz des Hamburgischen Verfassungsgerichtes und Hanseatisches Oberlandesgericht


Staatsrecht

Die Freie und Hansestadt Hamburg ist als Stadtstaat ein Land (Gliedstaat) der Bundesrepublik Deutschland und zugleich als Stadt eine Einheitsgemeinde. Hamburg verfügt über eine lange Tradition als bürgerliche Stadtrepublik und ist heute gemäß der Landesverfassung ein demokratischer und sozialer Rechtsstaat. Eine Trennung von gemeindlichen und staatlichen Aufgaben erfolgt nicht. Die Staatsgewalt geht vom Volk aus, das das Landesparlament, die Hamburgische Bürgerschaft, wählt, eigene Entscheidungen durch Volksgesetzgebung einbringt und in der Verwaltung, wie in den Deputationen, mitwirkt.

Die Regierung des Landes ist der Senat, dessen Präsident der Erste Bürgermeister ist. Der Erste Bürgermeister wird seit Änderung der Verfassung 1996 direkt durch die Bürgerschaft gewählt, hat seitdem die Richtlinienkompetenz in der Politik und beruft seinen Stellvertreter (Zweiter Bürgermeister) und die übrigen Senatoren, die von der Bürgerschaft bestätigt werden müssen. Jeder Senator leitet als Präses eine der Senatsbehörden, vergleichbar einem von einem Minister geleiteten Ministerium in anderen Ländern.

Zu Hamburgs Verfassungsorganen zählt neben Bürgerschaft und Senat zudem noch das Hamburgische Verfassungsgericht als Landesverfassungsgericht.

Auf der Ebene der jeweiligen Bezirke in Hamburg wird mit den Bezirksversammlungen jeweils eine eigene Volksvertretung gewählt. Diese haben rechtlich allerdings die Stellung von Verwaltungsausschüssen, mit eingeschränkten Kompetenzen.

Auf überregionaler Ebene hat Hamburg einen Sitz (drei Stimmen) im Bundesrat und ist mit sechs Direktmandaten der Wahlkreise Mitte, Altona, Eimsbüttel, Nord, Wandsbek und Bergedorf-Harburg sowie weiteren Abgeordneten über die Landesliste im Bundestag vertreten. Hamburg ist Mitglied im Deutschen Städtetag und entsendet einen Vertreter in den Ausschuss der Regionen.

Eine Länderfusion – also ein Zusammenschluss Hamburgs mit anderen norddeutschen Ländern – wird seit Jahrzehnten unter dem Begriff Nordstaat gelegentlich ins Gespräch gebracht. Aus dieser Diskussion ist eine stärkere länderübergreifende Zusammenarbeit in verschiedenen Bereichen, wie in der Metropolregion Hamburg oder gemeinsamen Einrichtungen, wie dem Statistikamt Nord, hervorgegangen.

Wahl zur Hamburgischen Bürgerschaft 2020

Die Wahl zur 22. Hamburgischen Bürgerschaft fand am 23. Februar 2020 statt.

2015Wahl zur Bürgerschaft 20202025
Vorläufiges Gesamtergebnis Landesliste
%
40
30
20
10
0
39,2
24,2
11,2
9,1
5,3
4,96
1,4
1,3
3,4
Gewinne und Verluste
im Vergleich zu 2015
%p
12
10
8
6
4
2
0
-2
-4
-6
-8
−6,4
+11,9
−4,7
+0,6
−0,8
−2,47
+0,5
+1,3
+0,1

Die amtierende rot-grüne Regierungskoalition gewann im vorläufigen Ergebnis der Landesliste insgesamt an Zustimmung und hat erstmals auch eine Zweidrittelmehrheit. Die SPD blieb dabei stärkste Kraft, verlor jedoch vier Sitze, während der bisherige Regierungspartner Bündnis 90/Die Grünen seine Mandate von 15 auf 33 erhöhte.

Die CDU verlor rund ein Drittel ihres Stimmenanteils und musste mit 11,2 % ihr zweitschlechtestes Ergebnis bei der Wahl eines Landesparlaments seit Parteigründung hinnehmen.

Die Linke gewann leicht hinzu. Die AfD verlor erstmals seit ihrer Gründung 2013 im Vergleich zu einer vorangegangenen überregionalen Wahl, erreichte aber mit 5,3 % erneut die Bürgerschaft.

Auch die FDP verlor ein gutes Drittel ihres Stimmenanteils und scheiterte nach dem vorläufigen Resultat mit 4,961 % an der Fünfprozenthürde. Die Spitzenkandidatin Anna-Elisabeth von Treuenfels-Frowein hat aber ein Direktmandat im Wahlkreises Blankenese gewonnen und wird somit in der Bürgerschaft vertreten sein.

Vertretungen und Konsulate

Die wirtschaftliche Bedeutung Hamburgs für den Außenhandel der Bundesrepublik Deutschland („Hamburg, das Tor zur Welt“) sowie die Bedeutung als wichtiges Zentrum von Industrie, Handel und Logistik, als Sitz von ausländischen Unternehmen und mit einer Bevölkerung, in der mehr als 180 verschiedene Staatsangehörigkeiten vertreten sind, hat dazu geführt, dass Hamburg mit 100 Konsulaten (April 2010) nach New York, Frankfurt am Main und Hongkong der viertgrößte Konsularstandort weltweit ist. Über den Hafen bestanden bereits seit der Hansezeit Handelsbeziehungen zu anderen Städten und Ländern. Die ersten Vertretungen wurden von europäischen Staaten eröffnet, bevor im 18. und 19. Jahrhundert auch Staaten aus Nord- und Südamerika hinzukamen. Österreich (seit 1570) und Frankreich (1579) betreiben derzeit die am längsten ansässigen Konsulate. Besonders bekannt ist das Amerikanische Generalkonsulat am Alsterufer 27/28, das ursprünglich von Martin Haller als Doppelvilla erbaut wurde. Es wird oft als das „Weiße Haus an der Alster“ bezeichnet.

Auswärtige Vertretungen Hamburgs

Hamburg seinerseits hatte ebenfalls bereits früh auswärtige Vertretungen. Dies reichte von den gemeinschaftlichen Handelskontoren der Kaufleute der Hansezeit über gemeinsame konsularische Vertretungen mit den verbliebenen Hansestädten Lübeck und Bremen. Heute besteht die Vertretung der Freien und Hansestadt Hamburg beim Bund als Landesvertretung in Berlin. Als gemeinsame Vertretung von Hamburg und Schleswig-Holstein besteht das Hanse-Office bei der Europäischen Union in Brüssel und in St. Petersburg. Gemeinsam mit der Handelskammer Hamburg und anderen Partnern unterhält der Senat zudem die Hamburg-Vertretungen Hamburg Liaison Office in Shanghai und Hamburg Representative Office in Dubai. Zudem besteht im Ausland ein Netzwerk von ehrenamtlichen Botschaftern, den Hamburg Ambassadors, die vom Ersten Bürgermeister ernannt werden und für die Stadt werben sollen.

Städtepartnerschaften

Städtepartnerschaften Hamburgs:
Russland Sankt Petersburg in Russland, seit 1957
Frankreich Marseille in Frankreich, seit 1958
China Volksrepublik Shanghai in der VR China, seit 1986
Deutschland Dresden in Deutschland, seit 1987
Japan Osaka in Japan, seit 1989
Nicaragua León in Nicaragua, seit 1990
Tschechien Prag in Tschechien, seit 1990
Vereinigte Staaten Chicago in den USA, seit 1994
Tansania Daressalam in Tansania, seit 2010

Hamburg unterhält Partnerschaften mit neun Städten, vor allem mit anderen Hafenstädten.

Der erste – mündliche – Partnerschaftsvertrag wurde 1957 mit Leningrad, dem heutigen Sankt Petersburg, Russland, geschlossen. Der Hamburger Senat war gegen den Willen des Auswärtigen Amtes einer Einladung in die Sowjetunion gefolgt. Die Partnerschaft ist die älteste zwischen einer deutschen und einer damals sowjetischen Stadt. Seit 1981 gibt es „Hamburg-Tage“ in Leningrad. Die Partnerschaft umfasst seit 1990 auch finanzielle Unterstützung in sozialen Angelegenheiten. Im Krisenwinter von 1990/1991 halfen Hamburger Bürger mit 400.000 Hilfspaketen gegen den Hunger in Sankt Petersburg. Es gibt einen Austausch von Schülern, Sportlern, Wissenschaftlern und Künstlern.

Im Rahmen der Deutsch-französischen Freundschaft wurde 1958 die Partnerschaft mit Marseille besiegelt. Sie ist geprägt durch den Austausch auf wirtschaftlicher Ebene, Schüler- und Jugendaustausch. Hamburg hat ähnliche Problemstellungen wie die Partnerstadt Marseille. Dies betrifft den Hafen, Hafenausbau, die Entwicklung von alten Hafenflächen, die Architekturen der HafenCity in Hamburg und der Euroméditerrané in Marseille sowie die Integration von Zuwanderern. Zwischen der Schulbehörde Hamburg und der Académie d'Aix-Marseille besteht eine institutionelle Partnerschaft über die Zusammenarbeit beim Schüleraustausch und bei der Lehrerbildung. Die Zusammenarbeit wird um das Projekt der Digitalisierung und der Verringerung von Emissionen erweitert. Es gibt eine Kooperationsvereinbarung zwischen HafenCity GmbH und Euroméditerrannée.

Die 1986 begonnene Partnerschaft mit Shanghai, Volksrepublik China, wurde 1989 nach den Massaker auf dem Platz am Tor des Himmlischen Friedens eingefroren. Der Austausch in kulturellen und wirtschaftlichen Bereichen bestand jedoch weiter. Hamburg und China haben seit Jahrhunderten gute Handelsbeziehungen. Alle zwei Jahre im Herbst findet in Hamburg die dreiwöchige Veranstaltungsreihe „China Time“ mit Vorträgen, Konzerten und Ausstellungen statt. Themen sind Kunst, Kultur, Bildung, Wirtschaft, Recht, Politik, Gesundheit, Bewegungskunst und Heilwissen. Die Städtepartnerschaft beinhaltet insbesondere auch die Partnerschaft zu Shanghais seit 2003 im Bau befindlichen Hafenstadt Lingang New City.

Am 14. Dezember 1987 wurde die Partnerschaft mit der Elbstadt Dresden, damals Deutsche Demokratische Republik, in Dresden und am 16. Dezember 1987 in Hamburg unterzeichnet. Sie war durch Gespräche zwischen Dohnanyi und Erich Honecker bei der 750-Jahr-Feier in Ost-Berlin vereinbart worden. Nach der Wiedervereinigung wurde 1990 ein „Beauftragter der Freien und Hansestadt Hamburg in Dresden und Sachsen“ ernannt. Ab 1991 half Hamburg bei der Strukturierung der Dresdener Verwaltung. Im Jahr 2002 half Hamburg der Stadt Dresden bei der Bewältigung der Folgen der Elbflut. Schwerpunkt ist der regelmäßige Austausch in der Kunstszene und die Reinhaltung der Elbe. Hamburg und Dresden führen beide seit den frühen Nachkriegsjahren eine Partnerschaft mit Sankt Petersburg.

Die Partnerschaft mit Osaka, Japan, wurde 1989 geschlossen, nachdem der Senat seine bisherige außenpolitische Haltung aufgegeben und eine Orientierung in sogenannten Schwerpunktregionen beschlossen hatte. Höhepunkt der Partnerschaft war die Eröffnung des japanischen Gartens in Planten un Blomen. Zu León in Nicaragua besteht seit 1990 eine Partnerschaft, die hauptsächlich von Hamburger Entwicklungshilfe geprägt ist.

Am 19. April 1990 wurde in Hamburg im Rahmen der Ost-West-Annäherung eine Partnerschaft mit der damaligen tschechoslowakischen, heute tschechischen Hauptstadt Prag zwischen dem Ersten Bürgermeister von Hamburg Henning Voscherau und Prags Primátor Jaroslav Korán geschlossen. Moldau und Elbe verbinden Prag und Hamburg. Im Dezember 2012 half Hamburg bei der Bewältigung der Folgen des Moldau-Hochwassers. Die Städtepartnerschaft konzentriert sich auf Verwaltung, Infrastruktur, kulturellen Austausch, Schüleraustausch und Wirtschaftsforen.

Auf Initiative Chicagos besteht seit 1994 eine weitere Städtepartnerschaft. Gründe waren die große Zahl von in Chicago lebenden Nachfahren deutscher Auswanderer des neunzehnten Jahrhunderts und ein großes Interesse Hamburger Schulen an einer deutsch-amerikanischen Partnerschaft. Im Juni 2010 wurde die Städtepartnerschaft mit Daressalam in Tansania durch die Hamburger Bürgerschaft bestätigt und am 1. Juli durch den Hamburger Bürgermeister und den Bürgermeister Daressalams besiegelt.

Weitere Verträge oder Partnerschaften

Der Hamburger Hafen nimmt in Bezug auf Partnerschaften eine Sonderstellung ein. Mit einigen der Häfen zu denen Hamburgs Hafen in Verbindung steht, wurden Hafenpartnerschaften zum regelmäßigen fachlichen Wissensaustausch begründet. Seit 1992 besteht die erste Partnerschaft mit dem Hafen von Yokohama (Japan). Es folgten Hafenpartnerschaften mit Kaohsiung (auf Taiwan), dem Hafen von Shanghai (China; 2004), Montevideo (Uruguay), Dar es Salaam (Tansania; 2010), Shenzhen (China), Busan (Südkorea; 2010), Halifax (Kanada, 2014) und als jüngste Hafenpartnerschaften 2015 die Häfen von Göteborg (Schweden) und Bronka/St. Petersburg (Russland).

Die Partnerschaft mit Daressalam umfasst Klimaschutzprojekte, Zusammenarbeit von Kliniken, Schulen sowie bei Berufsbildung und Kunst.

Zudem existieren unabhängige Bezirkspatenschaften. So unterhält der Bezirk Hamburg-Mitte offizielle Beziehungen zu Shanghais innerem Stadtbezirk Hongkou (seit 2007), der Bezirk Eimsbüttel zur Stadt Warna (Bulgarien; seit 2003) sowie der Bezirk Wandsbek mit Londons Bezirk Waltham Forest (früher Leyton; seit 1949). Bereits aus dem Jahr 1281 stammt ein Beistands- und Partnerschaftsabkommen mit Wöhrden im heutigen Kreis Dithmarschen in Schleswig-Holstein. Dieses wurde vom Hamburger Senat im Juli 2007 offiziell erneuert, zählt aber nicht zu den Städtepartnerschaften im modernen Sinne.

Hamburg ist seit Juni 2019 Teil des Fab-City-Netzwerks, deren Mitglieder bis 2054 alle Konsumgüter selbst herstellen wollen. Damit soll das urbane Wirkungsprinzip des „Product-In, Trash-Out“ durch offene Dokumentation und lokale Produktion ersetzt werden.

Hoheitszeichen

Großes
Staatswappen
Kleines
Staatswappen
Frei verwendbares
Wappenzeichen
Staatsflagge,
Flagge des Senats
Landesflagge Admiralitätswappen Admiralitätsflagge Logo

Hamburg hat drei Wappen, drei Flaggen, ein Wappenzeichen, ein Logo und einen Stander. Die Landesflagge und das Wappenzeichen dürfen von den Bürgern frei verwendet werden, die Verwendung der weiteren Hoheitszeichen ist dem Staat vorbehalten. In der Landesverfassung sind die Gestalt von Wappen und Flagge sowie die Landesfarben weiß-rot geregelt. Letztere entsprechen den traditionellen Farben der Hanse.

Wappen, Logo, Wappenzeichen

Das kleine Staatswappen zeigt eine weiße (bzw. silberne) Burg in rotem Schild und geht auf die Stadtsiegel des 12. und 13. Jahrhunderts zurück. Der mittlere Turm, auf dem ein Kreuz steht, wird als Hinweis auf den Sitz eines Bischofs und als Darstellung des mittelalterlichen Mariendoms gedeutet, welcher der Schutzpatronin der Stadt geweiht war und von der auch die „Mariensterne“ über den Seitentürmen ihren Namen haben sollen. Die Gestaltung der Burg variierte im Laufe der Zeit erheblich. Das Tor war mal geöffnet, mit Fallgitter versehen oder als Ausdruck einer wehrhaften Stadt und der Unabhängigkeit gegenüber anderen Landesherren geschlossen. Seit 1835 besteht das Wappen mit geringen Änderungen in seiner heutigen Form. Das von Senat und Bürgerschaft verwendete große Staatswappen mit Helm, Helmzier und Löwen als Schildhalter entstand im 16. Jahrhundert. Ursprünglich wurde die Burg, entsprechend der Backstein-Bauweise in Hamburg, rot und der Fond weiß dargestellt. Dies wurde beim 1998 vom Designer Peter Schmidt entworfenen Hamburg-Logo wieder aufgenommen. Die Welle symbolisiert darin die Dynamik und Bedeutsamkeit des Hafens, während das offene Tor der roten Burg auf Hamburgs Weltoffenheit hindeutet. Mit dem eigens entwickelten Hamburg-Symbol erfüllte der Senat den Wunsch der Bürger nach einem von jedem verwendbaren Wappenzeichen, als Ausdruck der Zugehörigkeit oder Verbundenheit zu Hamburg.

Flaggen und Admiralität

Die Landesflagge zeigt die Wappen-Burg auf rotem Grund. Mit dem ältesten derartigen Gesetz regelte Hamburg die Flaggenführung auf Schiffen seit 1270. Zunächst ist es eine rote Flagge auf die später das Wappen gesetzt wird. Aufgrund zunehmender Uneinheitlichkeit von Farben und Burg wird die genaue Gestaltung vom Senat 1751 und nochmals 1834 mit durchgreifenderem Erfolg festgelegt. Die Gestaltung der Burg folgt seit 1860 der Wappen-Darstellung. Die Staatsflagge ist dem Senat vorbehalten. Sie zeigt das große Wappen mit weißer Umrahmung auf rotem Grund und wurde 1897 geschaffen. Eine schwarz-rot-golden unterlegte Staatsflagge bildet den Stander, der vom Ersten Bürgermeister und dem Bürgerschaftspräsidenten bei Staatsbesuchen am Fahrzeug geführt wird.

Ein Wappen der Admiralität, die Wappen-Burg mit darunter gelegtem Anker, besteht seit 1642 und wird von staatlichen Wasserfahrzeugen geführt. Ebenso tragen diese die Admiralitätsflagge, die das Wappen auf rotem Grund zeigt, als Bugflagge (Gösch). Sie wird sonst ausschließlich von Behörden verwendet, die der Seeschifffahrt dienen.

Hymne, Stadtname, Stadtpatrone, Wahlsprüche

Die bei offiziellen Anlässen verwendete, aber nicht rechtlich festgeschriebene Landeshymne Hamburgs ist Stadt Hamburg an der Elbe Auen. Das 1828 entstandene Lied wird auch Hammonia genannt, eine neulateinische Form des Stadtnamens (eigentlich Hamburgum). 1370 wird in einem Schreiben der Stadtname erstmals fälschlich als Burg bzw. Stadt des Hammon (= römischer Gott Jupiter) bezeichnet. Tatsächlich leitet sich der Name Hamburg – ausgehend von der Hammaburg im 9. Jahrhundert – vom altsächsischen Wort hamme/ham, für ein in die Marsch vorspringendes erhöhtes (auch bewaldetes) Gelände am Ufer von Fluss oder Sumpf ab. Die Bezeichnung Hammonia, als Name der Schutzgöttin der Stadt, geht auf eine 1710 geschaffene Kantate von Barthold Heinrich Brockes zurück und wird nachfolgend auch häufig als bildliche Allegorie, in Form einer Frauengestalt dargestellt, die die Stadt repräsentiert. Stadtpatronin der Zeit vor der Reformation ist hingegen Maria, der auch der ehemalige Hamburger Mariendom geweiht war.

Der lateinische Inschrift über dem Portal des Rathauses: Libertatem quam peperere maiores digne studeat servare posteritas“ (sinngemäß: „Die Freiheit, die die Alten erwarben, möge die Nachwelt würdig zu erhalten sich bemühen“) wird auch als Wahlspruch der Stadt angesehen, ist als solcher jedoch nicht verankert. Er war bereits an zwei früheren Stadttoren und im mittelalterlichen alten Rathaus zu lesen und weist auf das Selbstbewusstsein eines Stadtstaates hin, der als reichsunmittelbare Freie Reichsstadt jedwede Fürstenherrschaft abgestreift hat. Am Sitz von Parlament und Landesregierung wird er heute auch im Hinblick auf die errungene freiheitlich Demokratie und die republikanische Tradition der Stadt gedeutet. Seit Beginn des 19. Jahrhunderts trägt die Stadt auch offiziell den Beinamen Freie Stadt, als ehemals völlig souveräner Staat und heutiges Bundesland. In gleicher Zeit wurde der bereits zuvor verwendete Zusatz Hansestadt, wie auch in den beiden anderen gemeinsamen Erben der Hanse, der Schwesterstädte Bremen und Lübeck, Teil des Staatstitels.

Der Ausspruch „Hamburg – Das Tor zur Welt“ oder „Deutschlands Tor zur Welt“ besitzt seit langem eine hohe Bekanntheit, im Gegensatz zu anderen kurzfristigen Beinamen oder Sprüchen der Stadtwerbung. Er tauchte erstmals nach dem Beitritt Hamburgs zum deutschen Zollgebiet (1888) auf, einer Zeit, in der sich Hamburg zu einem der führenden Welthäfen entwickelte. In der Präambel der 1952 verabschiedeten Landesverfassung bezeichnet Hamburg sich selbst als „Welthafenstadt“, die „eine ihr durch Geschichte und Lage zugewiesene, besondere Aufgabe gegenüber dem deutschen Volke zu erfüllen [hat]. Sie will im Geiste des Friedens eine Mittlerin zwischen allen Erdteilen und Völkern der Welt sein.“

Auszeichnungen

Zurückgehend auf das Hamburger Stadtrecht des 13. Jahrhunderts dürfen Hanseaten keine Auszeichnungen „fremder Herren“ annehmen. An diese Tradition hält man sich in der Regel bis heute und sie ist insbesondere bei Bediensteten des Staates vorgeschrieben. So lehnte der Hamburger Senator und Bundeskanzler Helmut Schmidt mehrfach die Annahme des Bundesverdienstordens ab.

Da Hamburg auch selbst keine Orden vergibt, ehrt der Senat seit 1813 Persönlichkeiten mit der Ehrenbürgerwürde als wichtigster Auszeichnung (siehe: Liste Hamburger Ehrenbürger). Daneben bestehen eine Reihe weiterer Auszeichnungen, Medaillen, Ehrentitel und Kulturpreise der Stadt und die Vergabe der traditionellen Portugaleser-Münzen (weitere Preise: Bürgermeister-Stolten-Medaille, Biermann-Ratjen-Medaille, Lessing-Preis, Bach-Preis, Lichtwark-Preis, Fritz-Schumacher-Preis, Hubert-Fichte-Preis, Edwin-Scharff-Preis, Aby-M.-Warburg-Preis, Medaille für treue Arbeit im Dienste des Volkes). Darüber hinaus werden von anderen Hamburger Institutionen oder Stiftungen weitere Auszeichnungen und Preise vergeben.

Webauftritt

Der Webauftritt der Stadt Hamburg (hamburg.de) bietet mit Hotelangeboten, Veranstaltungsankündigungen, Jobinformationen und weiteren Informationen ein breites Angebot. Die Stadt Hamburg ist mit 87 Prozent an dem Portal beteiligt, die Hamburger Sparkasse mit 10,5 Prozent und die Sparkasse Harburg-Buxtehude mit 2,5 Prozent. Der Webauftritt hatte im Mai 2015 knapp 5,2 Millionen Besucher.

Neubürger-Service

Der Hamburger Neubürger-Service (Hamburg Welcome Center) im Gebäude der Handelskammer am Alten Wall macht Neubürger, auswärtige/ausländische Unternehmen und ihre Mitarbeiter sowie qualifizierte ausländische Fachkräfte und ausländischen Studenten mit der Infrastruktur und den Behörden der Stadt vertraut.

Hauptartikel: Kultur in Hamburg
Aussicht auf die Stadt Hamburg vom Turm Sankt Michaelis („Michel“, September 2013)

Hamburg hat über 60 Theater, über 100 Musikclubs, etwa 60 Museen, rund 280 Musikverlage und 200 Tonträger-Unternehmen. Außerdem leben und arbeiten in Hamburg mehr als 10.000 selbstständige Künstler. Es gibt fast 30 Kinos und Programmkinos. Über 10,3 Millionen Besucher zählte 2006 die Hamburger Kulturbehörde alleine für Veranstaltungen, die öffentlich gefördert wurden. 4,2 Millionen Besucher zählten die Theaterbühnen der Stadt in der Saison 2005/2006. Hamburg ist mit 2383 Theaterbesuchern je 1000 Einwohner führend in Deutschland und liegt selbst nach Abzug der Musicalbesucher vor den nachfolgenden Ländern Bremen (921) und Berlin (907).

Zudem sind in Hamburg einige Sehenswürdigkeiten von überregionaler Bedeutung beheimatet. In einer weltweiten Umfrage der Deutschen Zentrale für Tourismus wurden 2017 erneut zahlreiche Hamburg Sehenswürdigkeiten unter die Top 100 in Deutschland gewählt, darunter das Miniatur Wunderland auf Platz 1.

Kulinarische Spezialitäten

Hauptartikel: Hamburger Küche

Zu den bekannten Hamburger Gerichten gehören unter anderem Birnen, Bohnen und Speck, Scholle Finkenwerder Art, Stint, Grünkohl, Hamburger Aalsuppe, Labskaus, Snuten un Poten, Rundstück warm, Rote Grütze, Schwarzsauer und Franzbrötchen.

Hamburgensien

Hauptartikel: Hamburgensie

Hamburger Liedgut

Neben der rechtlich inoffiziellen Hymne des Landes („Stadt Hamburg an der Elbe Auen“) gibt es viele Lieder mit Bezug zu Hamburg, wie zum Beispiel „Auf der Reeperbahn nachts um halb eins“ (unter anderem gesungen von Hans Albers) oder „In Hamburg sagt man tschüß“ (unter anderem gesungen von Heidi Kabel) sowie dem Shanty „Ick heff ’mol een Hamborger Veermaster seh’n“. Bis in die 1950er-Jahre wurden Musikstücke mit lokalem Anklang auch gerne von Pankokenkapellen auf der Straße gespielt. Vor dem Zweiten Weltkrieg war „An de Eck steiht’n Jung mit’n Tüdelband“ der Gebrüder Wolf sehr beliebt, neuer ist „Hamburg, meine Perle“ von Lotto King Karl.

Mit den Bands Blumfeld, Die Sterne und Tocotronic ging ab etwa 1990 der Begriff der Hamburger Schule als eigenständiges Genre deutschsprachiger Musik in die Popkultur ein. Erweitert wird die mit Hamburg verbundene alternative Musik mittlerweile von Kettcar und Tomte. Auch die deutschsprachige Hip-Hop-Band Absolute Beginner beschreibt in „City Blues“ ihr Lebensgefühl zu ihrer Heimatstadt; Samy Deluxe in „Hamburg Anthem“.

Als Urgesteine gelten mittlerweile die Hip-Hopper von Fettes Brot, die ursprünglich aus dem Kreis Pinneberg stammen und sich selbst als „Hamburgs Hip-Hop-Dinosaurier“ bezeichnen. 1995 schrieben sie mit „Nordisch by Nature“ ein Loblied über den Norden Deutschlands im Allgemeinen und die Hansestadt im Speziellen. Bekannt ist außerdem Udo Lindenberg, dessen Wurzeln in der Hamburger Szene sind.

Graffito im S-Bahnhof Altona während der Umbauphase, Hamburg 2015

„Hamburger Gruß“

Der Hamburger Gruß „Hummel, Hummel“, beantwortet mit „Mors, Mors“, stammt einer Legende zufolge vom Wasserträger Johann Wilhelm Bentz, der den Spitznamen „Hummel“ trug und bis zu seinem Tod 1854 in Hamburg lebte. Wenn er vorbeikam, riefen ihn die Kinder spöttisch „Hummel, Hummel“. Er antwortete darauf wütend mit „Mors, Mors“ (verkürzend für „Klei mi an’n Mors“, das plattdeutsche Pendant des Götz-Zitates). Thematisiert wird dies am Hummel-Brunnen in der Neustadt (Rademachergang/Breiter Gang), der den Wasserträger darstellt. An den gegenüberliegenden Hausfassaden finden sich Kinderskulpturen, die ihm ihr entblößtes Hinterteil präsentieren.

Der Hamburger Gruß wird allerdings eher außerhalb Hamburgs als Erkennungszeichen oder wie beim Fußball als Schlachtruf verwendet. Zur Begrüßung allgemein üblicher ist zum Beispiel das in Teilen Norddeutschlands verbreitete „Moin“, beziehungsweise „Tschüs“ zur Verabschiedung.

Hamburger Witze

Es gibt eine Reihe traditioneller Figuren, die in Hamburger Witzen vorkommen, insbesondere die Hafenarbeiter Hein und Fiete sowie die Göre Klein Erna mit ihren Verwandten und der Nachbarschaft (gesammelt von Vera Möller). Die Witze um diese Gestalten besitzen tendenziell ziemlich lakonische und häufig auch recht anzügliche Pointen. Ebenso hat sich die Spielart des He lücht in Bezug auf die Hafenrundfahrt herausgebildet.

Hamburger Aalsuppe

Hauptartikel: Aalsuppe

Überregional bekannt ist die besonders reichhaltige Hamburger Aalsuppe, die Backobst enthält und dadurch eine süßsäuerliche Note erhält. Sie wird als Hauptgericht serviert.

Fliegender Hamburger

Hauptartikel: DR 877

Der Verbrennungstriebwagen 877 (später DB-Baureihe VT 04.0) war der erste Dieselschnelltriebwagen der Deutschen Reichsbahn und zugleich der erste Stromlinienzug in planmäßigem Einsatz. Mit ihm wurde ab 1933 zwischen Berlin und Hamburg die damals weltweit schnellste Zugverbindung hergestellt. Er war als „Fliegender Hamburger“ bekannt.

Briefmarken

1/2-Schilling-Dauermarke von Bergedorf (1861–1887)

Bis 1868 waren die Stadt Hamburg und die zeitweise vom Land Hamburg regierte Stadt Bergedorf, berechtigt, eigene Postwertzeichen herauszugeben. Außerdem gibt es einige Beispiele von Hamburger Motiven auf Briefmarken.

Regelmäßige Veranstaltungen

Besucherandrang beim Hafengeburtstag 2017

Hamburg bietet zu jeder Jahreszeit Veranstaltungen, wie den allsonntäglichen Hamburger Fischmarkt und den dreimal im Jahr stattfindenden „Hamburger Dom“, einen großen Jahrmarkt. Der Hafengeburtstag, der im Mai gefeiert wird, ist neben dem Alstervergnügen, das im August rund um die Binnenalster stattfindet, mit mehr als einer Million Besucher die größte Veranstaltung. Die Cruise Days finden alle zwei Jahre im August/September mit 200.000 Zuschauern statt mit der Auslaufparade mehrerer Kreuzfahrtschiffe im besonders beleuchteten Hafen.

Einige Filmfestivals (Filmfest Hamburg, cinefest – Internationales Festival des deutschen Film-Erbes, Lesbisch Schwule Filmtage Hamburg, Fantasy Filmfest); der Christopher Street Day (CSD) sowie die Hamburg Harley-Days, eines der größten deutschen Motorradtreffen finden hier alljährlich statt. Jedes Jahr im Sommer wird der europaweit größte Motorradgottesdienst mit bis zu 40.000 Teilnehmern abgehalten.

Im August findet auf dem Gelände der Theaterfabrik Kampnagel das Internationale Sommerfestival statt, das größte Festival für zeitgenössischen Tanz, Performances, Konzerte und Theater in der Hansestadt. Im Bezirk Altona findet seit 1999 im Juni die altonale statt, ein zweiwöchiges Kultur- und Straßenfest. Im September findet jährlich das Internationale Straßenkunstfestival STAMP und im Winter der Hamburger Weihnachtsmarkt statt.

Musik

Musicals

Theater im Hafen Hamburg – links das Theater für Das Wunder von Bern, rechts der Bau für das Musical König der Löwen

Hamburg ist – mit einigem Abstand – der weltweit drittgrößte Musicalstandort nach New York und London und zählte im Jahr 2007 zwei Millionen Musicalbesucher. Die Stage Entertainment unterhält mit dem Operettenhaus, der „Neuen Flora“, dem Theater im Hafen und dem Theater an der Elbe vier größere Musicaltheater mit einer Besucherkapazität zwischen 1400 (Operettenhaus) und 2030 (Theater im Hafen) Plätzen sowie in der Speicherstadt das „Theater Kehrwieder“ (bis 320 Plätze) in dem zeitweise unter anderem Musicals, Varieté oder Kabarett dargeboten werden. In dem alten Speicher sind ebenfalls die Stage Entertainment Studios und die Joop van den Ende Academy eingerichtet, die auf die Musicalausbildung spezialisiert ist. Auch die seit 1985 bestehende Stage School bildet Darsteller für diesen Bereich aus.

Hinzu kommen zahlreiche kleinere Bühnen, wie beispielsweise das St. Pauli Theater, der Delphi Showpalast oder Schmidts Tivoli und Schmidt Theater, auf denen vornehmlich eigenproduzierte Musicals und Gastaufführungen gespielt werden. Gastspiele sind zudem häufig in zahlreichen anderen Häusern, wie auch den großen Staatstheatern während der sommerlichen Spielzeitpausen, oder in temporären Spielstätten zu sehen. So kehrte Ende 2010 Cats vorübergehend nach Hamburg zurück: Zum Auftakt einer Europa-Tournee gastierte das Musical für zwei Monate in einem eigens angefertigten Musical-Zelt auf dem Heiligengeistfeld.

Am 13. März 2013 feierte das vierte große Musicaltheater – nach dem Operettenhaus, Neuer Flora und Theater im Hafen – in der Hansestadt Richtfest. Das Stage Theater an der Elbe wurde im Frühjahr 2014 fertiggestellt und bietet 1.850 Sitzplätze. Im Stadtteil Hamburg-Hammerbrook, integriert in die bestehende Hamburger Großmarkthalle, eröffnete im März 2015 ein weiteres Musical-Theater, das Mehr! Theater, betrieben von Mehr! Entertainment. Das Theater zeichnet sich durch eine besonders wandlungsfähige Bühne aus, die neben Musicals für viele unterschiedliche Veranstaltungen genutzt werden soll und bis zu 3.500 Zuschauern Platz bietet.

Ein Meilenstein bei der Entwicklung zur Musicalstadt war die Deutschlandpremiere von Andrew Lloyd Webbers Cats 1986 im umgebauten Operettenhaus, das durchgehend fünfzehn Jahre (bis 2001) gespielt wurde. Der Mann, der mit seiner „Stella-Theater-Produktion GmbH“ in der Hansestadt Hamburg den deutschen Musicalboom entfachte, hieß Friedrich Kurz. Weit mehr als 50 Millionen Zuschauer haben hier seit der Premiere von Cats im April 1986 bis heute ein Musical besucht. Mit dem Startenor Peter Hoffmann in der Hauptrolle produzierte Friedrich Kurz 1990 das Musical Das Phantom der Oper. In eigens neu erbauten Theatern folgten die Produktionen von Das Phantom der Oper, das in der Neuen Flora ab 1990 für elf Jahre gespielt wurde und Buddy, das ab 1994 über sechs Jahre im Theater im Hafen lief. Weitere mehrjährig gespielte Musicals in den gleichen Spielstätten waren Tanz der Vampire (Dezember 2003 bis Januar 2006), Dirty Dancing (März 2006 bis Juni 2008), Mamma Mia! (November 2002 bis September 2007), Ich war noch niemals in New York (Dezember 2007 bis September 2010), Sister Act, Dezember 2010 bis August 2012 im Operettenhaus, und Tarzan (Oktober 2008 bis September 2013).

Zu den aktuellen Produktionen der Großtheater gehören Der König der Löwen – seit 2001 im Theater im Hafen, Paramour – seit 2019 in der Neuen Flora, Tina – Das Tina Turner Musical – seit 2019 im Operettenhaus, und seit September 2019 Pretty Woman im Theater an der Elbe.

Oper und Ballett

Staatsoper, Zuschauerraum

Die staatseigene Hamburgische Staatsoper wurde am 2. Januar 1678 als erstes öffentliches Opernhaus Deutschlands in Hamburg gegründet. Kunstsinnige Hamburger Bürger setzten sich seinerzeit für eine „Oper für Jedermann“ in Hamburg ein.

Ratsherr Gerhard Schott, Jurist Peter Lütjens und Organist Johann Adam Reincken setzen nicht nur die Gründung eines öffentlichen Opernhauses im Senat durch, sondern bildeten auch das erste Direktorium dieser auf privatwirtschaftlicher Basis geführten Oper am Gänsemarkt. Hier kam es zur Blüte der Barockoper, innerhalb welcher Georg Friedrich Händel und Georg Philipp Telemann zahlreich Opern für Hamburg schrieben.

Zunächst als schlichter Holzbau des italienischen Architekten Sartorio erbaut, wurde dieses Haus Mitte des 18. Jahrhunderts abgerissen und an seinem heutigen Standort an der Dammtorstraße von dem Architekten Carl L. Wimmel neu erbaut; später dann – wiederum von Martin Haller – prunkvoller umgestaltet. Dieser Bau wurde durch die Luftangriffe des Zweiten Weltkrieges erheblich beschädigt. Heute steht an dieser Stelle ein Fünfziger-Jahre-Kubusbau, dessen Architektur nicht unumstritten ist.

Die Hamburgische Staatsoper ist eine Oper von Weltruf: Montserrat Caballé begann hier ihre Weltkarriere, Plácido Domingo startete von hier aus seine Karriere in Europa, ferner traten unter anderem Opernstars wie Enrico Caruso, Luciano Pavarotti, Mirella Freni, Birgit Nilsson und Maria Callas hier auf.

Seit 2015 ist Kent Nagano Generalmusikdirektor der Hamburgischen Staatsoper und des 1828 gegründeten Philharmonischen Staatsorchesters Hamburg. Opern- und Orchesterintendant ist der Schweizer Georges Delnon. In der Dekade von 2005 bis 2015 war die australische Dirigentin Simone Young Intendantin sowie Generalmusikdirektorin des Hauses.

Eines der weltbesten Ballett-Ensembles, das Hamburg Ballett unter der Leitung von John Neumeier (seit 1973) hat an der Staatsoper seine Heimat. Unter Neumeier entstand auch ein Ballettzentrum mit seiner Ballettschule.

Konzerthäuser

Bis 2017 stand den Hamburgern und Besuchern nur ein Konzerthaus für klassische Musik zur Verfügung: die Laeiszhalle, benannt nach dem Reeder Carl Laeisz und dessen Frau Sophie Christine, die testamentarisch mit einer großzügigen Summe den Bau eines Konzerthauses ermöglichten. Nach den Plänen von Martin Haller und Wilhelm Emil Meerwein wurde das neobarocke Konzerthaus zwischen 1904 und 1908 am heutigen Johannes-Brahms-Platz errichtet. Inzwischen finden dort nicht nur klassische Konzerte statt, sondern auch Konzerte moderner Musikrichtungen, wie beispielsweise Jazz.

Neben der Laeiszhalle wurde am 11. Januar 2017 ein zweites Konzerthaus mit einem Festakt eröffnet: die Elbphilharmonie in der HafenCity. Nahezu zehn Jahre waren von der Idee über die Planung bis zur Fertigstellung vergangen. Dieser repräsentative Bau hat eine Fassade aus Glas, ähnelnd einem Eisberg bzw. einer Meereswoge; sie wurde auf dem ehemaligen Kaispeicher A (Baujahr 1963) am Zipfel des Dalmannkais errichtet. 2150 Sitzplätze bietet der große, weitere 550 der kleine Saal. Ebenso beherbergt das Konzerthaus ein 5-Sterne-Hotel mit Hafenblick sowie 45 Wohnungen. Der Bau stammt von dem Basler Architektenbüro Herzog & de Meuron.

Theater

Hamburg verfügt über zwei staatseigene Sprechtheater, das Deutsche Schauspielhaus und das Thalia Theater sowie eine große Zahl privat geführter Theater. Zu einem der ältesten und durch die zahlreichen TV-Sendungen bekanntesten Theater in Hamburg zählt das Ohnsorg-Theater, in dem Stücke in plattdeutscher Sprache aufgeführt werden. Die größten Bühnen für internationalen zeitgenössischen Tanz und Theater bietet die internationale Kulturfabrik Kampnagel in Winterhude. (Weitere Theater)

Besucherorganisationen

Hamburgs größte Besucherorganisation ist die Hamburger Volksbühne e. V. Sie wurde am 4. Januar 1919 als Verein gegründet und hat über 22.000 Mitglieder. Die TheaterGemeinde Hamburg e. V. wurde 1984 gegründet und hat 14.000 Mitglieder.

Öffentliche Bücherhallen

2015 existierten in Hamburg 36 Bücherhallen, die sich über das gesamte Stadtgebiet verteilen. 1.780.906 Medien (Bücher, Blu-rays, DVDs, Zeitschriften etc.) befanden sich im Medienbestand und wurden von 4.735.154 Besuchern 13.730.455 mal ausgeliehen.

Museen und Ausstellungen

In Hamburg sind etwa 60 Museen beheimatet. Darunter sind sieben staatliche Museen mit weiteren Außenstellen sowie zahlreiche private Museen und Sammlungen. Die Kunsthalle und das Museum für Kunst und Gewerbe zählen zu den wichtigen Kunstmuseen und die Deichtorhallen und das Bucerius Kunst Forum präsentieren bedeutende Ausstellungen. Daneben gibt es Museen zur Regionalgeschichte, wie das Museum für Hamburgische Geschichte, zu den Themen Technik und Arbeit, wie das Museum der Arbeit sowie eine Reihe von Sammlungen aus verschiedenen Bereichen der Wissenschaft vom Museum am Rothenbaum – Kulturen und Künste der Welt bis zum modernen Planetarium.

Einige Ausstellungen haben eher unterhaltenden Charakter, wie das Miniatur Wunderland mit der größten Modelleisenbahn der Welt oder Deutschlands ältestes Wachsfigurenkabinett, das Panoptikum. Das Internationale Maritime Museum ist eines von mehreren Museen, die auf die Themen Schifffahrt, Hafen und dort umgeschlagene Waren ausgerichtet sind. Darunter sind auch verschiedene, teils noch betriebsfähige Museumsschiffe im Hafen oder die BallinStadt, die über die früher von dort aufgebrochenen Auswanderer informiert.

Einige Gedenkorte, wie die KZ-Gedenkstätte Neuengamme, erinnern zudem an die Verfolgungen während der Zeit des Nationalsozialismus und den Zweiten Weltkrieg.

Bauwerke und Stadtentwicklung

Außenalster mit dem Radisson-Hotel und dem Heinrich-Hertz-Turm
Nikolaikirchturm – links die heutige Ruine, rechts der unzerstörte Originalbau


Das älteste Gebäude Hamburgs steht auf Hamburgs Exklave, der Insel Neuwerk in der Elbmündung. Der dortige Leuchtturm Neuwerk wurde 1310 errichtet. Das Gebäude mit einer noch älteren Geschichte auf dem Boden Hamburgs ist die Kirche Sinstorf im Stadtteil Sinstorf mit knapp 1000 Jahren, sie ist jedoch nicht originär von Hamburg erbaut worden.

Hamburg Anno 1651 – Legende:
1. St. Petri, 2. St. Nikolai,
3. St. Katharinen,
5. St. Jakobi,
9. St. Michaelis

Die Stadtansicht wird geprägt durch die Türme der fünf Hauptkirchen St. Petri, St. Jacobi, St. Katharinen und St. Michaelis („Michel“, 1648–1673), dem Wahrzeichen der Stadt, sowie die als Mahnmal für den Zweiten Weltkrieg erhalten gebliebene Turmruine von St. Nikolai. Wenig bekannt ist, dass der Turm das höchste konventionelle Gebäude der Stadt ist und von 1874 bis 1876 das höchste weltweit war.

Sechster Turm ist das 1897 fertiggestellte Rathaus mit seinen 647 teils prunkvoll ausgestalteten Sälen und Zimmern. Auf seiner Rückseite steht die Handelskammer Hamburg mit der Hamburger Börse. Diese architektonische Silhouette soll gewahrt werden, weshalb sich nur wenige andere hohe Gebäude in der weiteren Innenstadt befinden.

Die Hamburger Wallanlagen wurden von 1616 bis 1625 um Hamburg herum zum Schutz vor dem Königreich Dänemark errichtet. Mit dem Wall wurde die Alster fortan in Außen- und Binnenalster getrennt, wo sich heute die Lombardsbrücke und Kennedybrücke befinden. Während der ersten Hälfte des 19. Jahrhunderts wurden die Wallanlagen abgetragen und in Grünanlagen entlang des Holstenwalls umgewandelt, in die Parkanlagen Planten un Blomen mit Teilen des Alten Botanischen Gartens und dem Wallringpark, mit den Kleinen und Großen Wallanlagen, sowie dem Alten Elbpark, nahe den St. Pauli-Landungsbrücken an der Elbe.

Die Grenze zwischen Altstadt und Neustadt und die südliche Altstadt wird von Fleeten und Kanälen durchzogen, die über die Binnenalster das Zentrum mit dem Hafen verbinden und früher als Transportwege elementarer Bestandteil der Hamburger Wirtschaft waren.

Relikte des „alten Hamburg“ sind in der Innenstadt in der Deichstraße und dem auf dem anderen Ufer des Nikolaifleets im Cremon zu sehen. Auch das Gängeviertel sowie die Krameramtswohnungen von 1676 bieten einen Einblick in typische Hamburger Bebauung vor der großflächigen Umgestaltung der City im 19. und 20. Jahrhundert.

Jungfernstieg um 1900, im Vordergrund der Alsterpavillon, im Hintergrund St.-Petri- und Rathaus-Türme

Das Altonaer Rathaus am Platz der Republik in Hamburg-Altona-Altstadt ist seit 1898 das (zeitlich dritte) Rathaus der bis 1938 selbständigen Stadt Altona.

Die Hamburger Sternwarte (1909) im Stadtteil Bergedorf, die als Forschungssternwarte der Universität Hamburg betrieben wird, wurde 2008 mit ihren zahlreichen historischen Gebäuden und Instrumenten zum Kulturdenkmal von nationalem Rang ernannt.

Der Bereich um die Binnenalster mit dem Jungfernstieg, dem Ballindamm, den Alsterarkaden (1843–1846) und den Colonnaden gilt als Hamburgs Flaniermeile.

Am Hafen und entlang der Elbe gibt es zahlreiche Sehenswürdigkeiten wie die Speicherstadt, die Landungsbrücken (1839), der 1911 für den Fußgängerverkehr und Fahrzeuge freigegebene Alte Elbtunnel, der Altonaer Fischmarkt mit der Fischauktionshalle (1896) und das Blankeneser Treppenviertel.

Die Speicherstadt als größtes zusammenhängendes Lagerhaus-Ensemble mit ihren Brücken, Wasserwegen und Straßen wurde zwischen 1885 und 1927 in drei Bauabschnitten auf einer Inselgruppe in der Elbe errichtet. Mit dem benachbarten Kontorhausviertel wurde es 2015 zum UNESCO-Welterbe ernannt. Hamburg war damit das letzte deutsche Bundesland, das eine eigene Kulturerbe-Stätte bekam. Beide Viertel stehen für die Entwicklung Hamburgs zu einer weltweiten Handelsmetropole, in der im Gegensatz zum vormaligen alt-hamburgischen Bürgerhaus, eine Trennung von Warenlagerung, Büro- und Wohnnutzung notwendig wurde.

Wie im ganzen norddeutschen Raum ist auch in Hamburg die traditionelle Grundbausubstanz aus Backstein bzw. Klinker. Die zwischen 1920 und 1940 überwiegend mit regionaltypischen Klinkerfassaden errichteten Häuser des Kontorhausviertels bildeten das erste eigene Bürostadtviertel auf dem europäischen Kontinent. Der Bautypus des Kontorhauses, dessen deutsches Zentrum und Ausgangsort in Hamburg lag, erreichte hier den Höhepunkt seiner Entwicklung. So ist die Gestaltung des 1924 erbauten Chilehauses, mit seiner an einen Schiffsbug erinnernden Spitze, ein herausragendes Beispiel der Architektur der Moderne und Paradebeispiel des Backsteinexpressionismus.

Weitere architektonische Besonderheiten in der Hamburger Innenstadt sind der Hauptbahnhof, der Bahnhof Hamburg Dammtor und das Curiohaus (1908–1911). Am Sievekingplatz befindet sich das Justizforum, das aus dem Hanseatische Oberlandesgericht (1912) im Zentrum, dem Strafjustizgebäude und dem Ziviljustizgebäude besteht. Zusammen mit den Grünflächen rundherum und der benachbarten Laeiszhalle (1908) stellt das Justizforum ein Ensemble historischer Architektur dar, das unter Denkmalschutz steht.

Durch schwere Bombardierungen im Zweiten Weltkrieg wurden ganze Stadtteile vollständig zerstört, und städtebauliche Maßnahmen der nachfolgenden Jahrzehnte taten ihr Übriges, so dass heute verhältnismäßig wenig zusammenhängende Quartiere aus alten Gebäuden in Hamburg zu finden sind. So sind beispielsweise in Eimsbüttel, im Grindelviertel oder in Eppendorf noch zusammenhängende Viertel aus gründerzeitlichen Etagenhäusern zu finden, in Harvestehude und entlang des Elbufers viele ältere Villen aus den letzten zwei Jahrhunderten.

Zu den herausstechenden Nachkriegsbauten Hamburgs zählen das dreiflügelige Emporio-Hochhaus (vormals Unilever-Haus) von 1964, das Hotel am Kongresszentrum von 1973, der Baukomplex am Berliner Tor von 1962 bzw. 2004 und die drei Mundsburg-Türme. Die höchsten Bauwerke sind der 279,8 Meter hohe Fernsehsender Heinrich-Hertz-Turm („Tele-Michel“) und ein Sendemast des Rundfunksenders Billwerder-Moorfleet mit 304 m. Markantestes Bauwerk im Hafen ist die 1974 erbaute Köhlbrandbrücke.

Aufgrund der wachsenden Nachfrage nach Büroflächen in Hamburg in den 1960er Jahren, insbesondere für die Hauptverwaltungen von Großkonzernen, wurde zur Entlastung des innerstädtischen Ballungsraums nördlich des Hamburger Stadtparks die Bürostadt City Nord errichtet. Auf einem 117 Hektar großen Gelände haben sich rund 300 Unternehmen mit etwa 29.000 Beschäftigten angesiedelt. Zwar wurden 2018 in Hamburg 10.674 neue Wohnungen fertiggestellt, so viele wie zuletzt im Jahr 1977. Dennoch ist auf dem Hamburger Wohnungsmarkt die Nachfrage höher als das Angebot. Daher kündigte Finanzsenator Dressel 2019 an, ab 2025 Bauland-Eigentümer mit einem Steuerzuschlag für unbebaute Grundstücke zu belasten.

Die größten städtebaulichen Veränderungen in der Innenstadt nach der Jahrtausendwende sind der Bau der HafenCity mit der 2017 eingeweihten Elbphilharmonie, der U-Bahn-Linie U4 und des Kreuzfahrtterminals.

Das Treppenviertel an der Elbe rund um den Süllberg, im noblen Villenviertel Blankenese
Kontorhaus Stubbenhuk


Brücken

Mit etwa 2500 Brücken gilt die Stadt als eine der brückenreichsten in Europa. Bedingt ist diese hohe Zahl durch die Lage der Stadt im Binnendelta der Elbe sowie den Niederungen von Alster und Bille nebst zahlreichen Nebenflüssen, Fleeten und Kanälen. Hinzu kommen der Ausbau des Hafens und dessen Anschluss an ein dichtes Straßen- und Eisenbahnnetz, das die vielen Wasserläufe überbrückt. Eine weitere Besonderheit ist die als Hochbahn ausgebaute U-Bahn, die zu großen Teilen oberirdisch und damit über zahlreiche Brücken durch die Stadt verläuft.

Die tatsächliche Zahl der Brücken ist nicht bekannt. Die Zählung von Brücken gilt als schwierig, weil unterschiedliche Definitionen einer Brücke bestehen. Nach dem Hamburger Landesbetrieb Straßen, Brücken und Gewässer (LSBG) gilt als Fahrzeugbrücke, was mindestens eine lichte Weite von zwei Metern, und als Fußgängerbrücke, was eine Stützweite von mindestens fünf Metern hat. Wenn eine Überführung allerdings mehr als 80 Meter Breite hat, so ist sie ein Tunnel. Die Deutsche Bahn hingegen definiert alles, was mehr als zwei Meter Spannweite hat, als Brücke, so dass auch größere Signalausleger über Gleisen dazu gehören.

Nach einer offiziellen Statistik hatte die Stadt Hamburg im Jahr 2004 einen Bestand von 2496 Brücken, davon wurden 1256 von dem Landesbetrieb (LSBG) betreut, 354 standen als Hafenbrücken unter der Verwaltung der Hamburg Port Authority (HPA) einschließlich der Brücken der Hafenbahn, 477 Brücken gehören zur Deutschen Bahn, 396 zur Hamburger Hochbahn und 13 zur AKN Eisenbahn. Private Brücken, wie zum Beispiel in Hagenbecks Tierpark oder auf Fabrikgrundstücken wurden nicht einbezogen. Hingegen zählen Rohrbrücken, also die Überbauungen für Fernwärme und Wasserleitungen, oder auch größere Schilderträger über Autobahnen und die Blendschutzbauten über die Flughafenumgehung in Fuhlsbüttel dazu.

Stolpersteine

In Hamburg wurden seit 2002 durch den Künstler Gunter Demnig und eine lokale Unterstützer-Initiative 6080 (Stand: Juli 2021) Stolpersteine verlegt, um an das Schicksal der Menschen zu erinnern, die in der Zeit des Nationalsozialismus verfolgt, ermordet, deportiert, vertrieben oder in den Suizid getrieben wurden. Eine detaillierte Aufstellung und weiterführende Informationen enthält die Liste der Stolpersteine in Hamburg.

Parks und Grünanlagen

Der alte Wallgraben in Planten un Blomen mit dem Heinrich-Hertz-Fernsehturm

Über das gesamte Stadtgebiet hinweg sind kleinere Parks und Grünanlagen verteilt, die Hamburg zu einer grünen Stadt machen. Zu den größten Anlagen zählen der Altonaer Volkspark und der Stadtpark. Zu den besonders aufwendig gestalteten Anlagen gehört Planten un Blomen mit der größten japanischen Gartenanlage in Deutschland. Bekannt sind weiterhin der Loki-Schmidt-Garten oder der Jenischpark. Südöstlich befinden sich die weitläufigen Obstanbaugebiete der Vier- und Marschlande. Insgesamt größte Grünanlage ist mit 400 Hektar der Friedhof Ohlsdorf, der größte Parkfriedhof der Welt. Der Alsterpark rund um die Außenalster ist Hamburgs beliebteste Joggingstrecke.

Der Tierpark Hagenbeck verfügt ebenfalls über eine Parkanlage, wird jedoch vor allem durch seine 210 Tierarten zur Sehenswürdigkeit. Der von der Familie Carl Hagenbecks geführte Tierpark war bereits zu seiner Eröffnung als weltweit erster „gitterloser Zoo“ wegweisend für die Gestaltung solcher Anlagen und wird neben den historischen Freigehegen beständig erweitert. Als eigenständige Attraktion entstand so auch 2007 das Tropen-Aquarium Hagenbeck.

Sport

Volksparkstadion (Spielstätte des Hamburger SV), direkt daneben die Barclaycard Arena

Bedeutende Sportstätten Hamburgs sind das Volksparkstadion, die Barclaycard Arena, die Alsterschwimmhalle, die Sporthalle Hamburg (auch als „Alsterdorfer Sporthalle“ bekannt), das Millerntor-Stadion und die Jahnkampfbahn im Hamburger Stadtpark. Der älteste deutsche Sportverein kommt mit der Hamburger Turnerschaft von 1816 aus Hamburg.

Der 1919 aus einer Fusion örtlicher Sportvereine hervorgegangene Hamburger SV spielte von 1963 bis 2018 ohne Unterbrechung in der Fußball-Bundesliga. Mit dem FC St. Pauli kommt ein weiterer Verein, der schon mehrfach in der ersten Fußball-Bundesliga spielte, aus Hamburg. Im Jubiläumsjahr 2010 feiert der Verein seinen fünften Aufstieg in die erste Liga. Im Hockey gehören Hamburger Vereine wie Der Club an der Alster, der Harvestehuder THC, oder der Uhlenhorster HC sowohl bei den Herren als auch den Damen bundesweit zu den dominierenden Klubs. Im Unihockey ist der ETV Hamburg seit 2003 in der 1. Bundesliga der Herren. Im Basketball sind seit der Saison 2014/15 die Hamburg Towers in der ProA aktiv. Sie schafften in der Saison 2018/19 den Aufstieg in die BBL. Der Baseball-Bundesligist Hamburg Stealers war 2000 Deutscher Meister. Im American Football spielen die Hamburg Huskies in der höchsten deutschen Spielklasse der German Football League. In der Box-Bundesliga wird Hamburg durch die Hamburg Giants vertreten.

Von 2002 an waren die Handballer des HSV Hamburg (Handball-Bundesliga, bis 2015; 2. Handball-Bundesliga seit 2018) sowie das Eishockeyteam der Hamburg Freezers (Deutsche Eishockey Liga, bis 2016) in der Barclaycard Arena zu Hause. Der VT Aurubis Hamburg, der in der CU-Arena in Hamburg-Neugraben spielte, gehörte bis 2016 zur 1. Volleyball-Bundesliga der Frauen.

Zu den großen jährlichen Sportereignissen in Hamburg gehören in der zweiten Aprilhälfte der Hamburg-Marathon sowie im Sommer der ITU World Triathlon Hamburg, der Ironman Hamburg, das Radrennen Vattenfall Cyclassics und der HSH Nordbank Run durch die Hafen-City. Alle Ereignisse ziehen an den Wettkampfstrecken durch die Stadt ein Massenpublikum an. Pferdesport hat in der Hansestadt einen hohen Stellenwert. Ein gesellschaftliches Ereignis sind die Hamburger Derbys im Pferderennen (Juli) sowie im Springreiten (Mai). Ebenso seit 1892 die German Open im Herrentennis.

Hamburg gehörte zu den offiziellen Ausrichtungsorten der Fußball-Weltmeisterschaft 1974 und 2006 sowie der Handball-Weltmeisterschaft der Männer 2007 und war im August 2007 Gastgeber der ITU World Championships 2007 im Triathlon. Am 12. Mai 2010 fand im Volksparkstadion das Finale der Europa League statt.

Der Snookerverein SC Hamburg spielt in der 1. Bundesliga Snooker. Der Squashverein Sportwerk Hamburg Walddörfer ist in der 1. Squash-Bundesliga aktiv.
Der Billardverein BC Queue Hamburg spielt in der 2. Bundesliga Pool.

Die 1875 gegründete Sektion Hamburg und Niederelbe des Deutschen Alpenvereins ist mit 23.100 Mitgliedern (Stand: 31. Dezember 2020) die größte Sektion im Norden Deutschlands und die fünftgrößte Sektion des Deutschen Alpenvereins. Sie betreibt mehrere alpine Hütten und das eigenen Angaben nach größte Kletterzentrum Norddeutschlands. Die Sektion ist DAV-Stützpunkt für Klettern und Bouldern.

Hamburg bewarb sich für die Austragung der Olympischen Spiele 2024. Die Stadt zog ihre Bewerbung aber zurück, nachdem sich die Hamburger Bevölkerung in einem Referendum mit 51,6 % gegen die Bewerbung entschieden hatte. Zuvor hatte sich Hamburg bereits um die Olympischen Spiele 2012 beworben, scheiterte jedoch in der nationalen Auswahl an Leipzig.

Nach dem Abstieg des HSVs war Hamburg 2018/19 in keiner der fünf wichtigsten Männer-Teamsportarten mit einer Mannschaft in der ersten Klasse vertreten, dies änderte sich jedoch mit dem Aufstieg der Hamburg Towers in die Basketball-Bundesliga zur Saison 2019/2020 wieder.

Hamburg hat als Handels-, Verkehrs- und Dienstleistungszentrum überregionale Bedeutung und zählt zu den wichtigsten Industriestandorten in Deutschland. Der Hafen zählt zu den weltweit führenden Seehäfen. Wichtigste Wirtschaftszweige sind Logistik, Hafen und maritime Wirtschaft, Luftfahrtindustrie (drittgrößter Standort weltweit), Konsumgüterindustrie (vor allem Lebensmittel), Chemie, Elektrotechnik, Maschinen-, Fahrzeug- und Schiffbau, Mineralölwirtschaft, Banken, Medien und Versicherungen. Neben dem Handels- und Dienstleistungssektor spielen zudem die Bereiche Tourismus, Regenerative Energien und Life Sciences (Medizin und Biotechnologie) eine zunehmend wichtige Rolle. Im Zukunftsatlas 2016 belegte die Stadt Hamburg Platz 18 von 402 Landkreisen und kreisfreien Städten in Deutschland und zählt damit zu den Orten mit „sehr hohen Zukunftschancen“.

Über 160.000 Unternehmen sind Mitglied in der Handelskammer Hamburg, die als älteste deutsche Handelskammer (1665) ihren Sitz im Gebäude der Hamburger Börse hat.

Die Wirtschaftsleistung im Land Hamburg lag, gemessen am Bruttoinlandsprodukt (BIP), bei 94,4 Milliarden Euro im Jahr 2011 (2010: 92,2 Milliarden Euro) und stieg damit im Vergleich zum Vorjahr preisbereinigt um 1,4 Prozent. Die Bruttowertschöpfung im verarbeitenden Gewerbe lag (2010) bei 10,0 Milliarden Euro. Im Vergleich von 272 Regionen der Europäischen Union (ausgehend von Zahlen aus 2011) steht Hamburg nach London, Luxemburg und Brüssel in der Liste der Regionen mit dem höchsten Bruttoinlandsprodukt je Einwohner auf dem vierten Platz und hält diesen Platz auch in Bezug auf den Kaufkraftstandard (KKS = 202 im Vergleich zum EU-Durchschnitt: EU-28 = 100).

Hamburg verzeichnet unter den Bundesländern den zweithöchsten Kaufkraftindex von 108,3 Prozent im Jahr 2021 (nach Bayern und vor Baden-Württemberg und Hessen). Als Region, im Sinne der NUTS-Systematik (Ebene 3), liegt die Kaufkraft Hamburgs bundesweit gesehen jedoch auf Rang 52, während die nordöstliche Nachbarregion, der Kreis Stormarn in Schleswig-Holstein hingegen, den Rang 12 belegt.

Nach dem Regierungswechsel 2001 bemühte sich der Senat, mit dem LeitspruchMetropole Hamburg – Wachsende Stadt“ den Wirtschaftsstandort auszubauen und ein langfristiges Bevölkerungswachstum zu erreichen. Als Ansatzpunkt verfolgte der Senat eine kombinierte Strategie aus der Aktivierung endogener Potenziale und der Stärkung von Hamburgs internationaler Ausstrahlung. Hierdurch wurde auch die Entwicklung Hamburgs zum bevorzugten Standort chinesischer Unternehmen in Deutschland gefördert, von denen die Stadt 2013 mehr als 500 beheimatete – so viele wie keine andere deutsche Stadt. Das Leitbild wurde unter dem CDU-Grünen-Senat im Jahre 2010 inhaltlich weiterentwickelt in „Wachsen mit Weitsicht“. Seit dem Regierungswechsel 2011 lautet das Leitbild des derzeitigen SPD-Senats „Wir schaffen das moderne Hamburg“. Auch dieses Leitbild entwickelt die Schwerpunkte der Wirtschafts- und Stadtentwicklung in den Bereichen Wirtschaft und Innovation, Hafen und Schifffahrt, Verkehr und Infrastruktur weiter. Nach den Wahlen 2015 wurde daraus der Koalitionsvertrag zwischen SPD und Bündnis 90/Die Grünen mit dem Titel „Zusammen schaffen wir das moderne Hamburg“.

Staatsverschuldung

Schuldenstand von Hamburg (in Mio. EUR)
Jahr Schulden
2010
25.120
2011
24.891
2012
24.611
2013
25.083
2014
28.242
2015
28.866
2016
31.128
2017
32.568
2018
34.362
2019
33.691
Quelle: Schuldenstatistik des Statistischen Bundesamts Abruf der Daten durch die GENESIS-Onlinedatenbank.

Der Schuldenstand des Hamburger Haushalts belief sich im Juni 2013 nach Angaben des Statistischen Bundesamtes auf 24,913 Milliarden Euro. Dabei werden viele Auslagerungen in andere Haushalte (Öffentliche Fonds, Einrichtungen und wirtschaftliche Unternehmen, zum Teil auch gemeinsam mit anderen Ländern) nicht berücksichtigt. Bei Einbeziehung dieser Schattenhaushalte ergab sich 2013 ein Gesamtschuldenstand von 37,40 Milliarden Euro. Ferner ist bei diesen Zahlen zu beachten, dass es Bürgschaften gibt, die ausfallen können. Diese beliefen sich 2013 auf über 20 Milliarden Euro. Belastungen durch die HSH Nordbank waren in den Folgejahren noch nicht abzuschätzen, da Ende 2015 Kredite zur Rettung dieser Bank bewilligt wurden und Erlöse aus dem Verkauf dieser Bank Anfang März 2017 noch ungewiss waren.

Am 30. September 2017 war die Pro-Kopf-Verschuldung Hamburgs mit 17.755 Euro die zweithöchste aller deutschen Bundesländer.

Den öffentlichen Schulden standen Ende Juli 2012 private Vermögen in Höhe von 218 Milliarden Euro gegenüber. Statistisch verfügte demnach jeder Hamburger über ein Vermögen von über 120.000 Euro.

2019 hat Hamburg mehr Schulden getilgt als je zuvor. Insgesamt wurden 1,1 Milliarden Euro zurückgezahlt. Von dieser Summe entfallen rund 650 Millionen Euro auf den Kernhaushalt sowie 450 Millionen Euro auf eine Zahlung gegenüber dem HSH Finanzfonds, wo Altlasten aus der Zeit der HSH Nordbank liegen.

Unternehmen

In Hamburg haben mindestens 1 von 30 DAX-, 4 von 50 MDAX- und 6 von 50 SDAX-Unternehmen ihren Hauptsitz (DAX: Beiersdorf AG; MDAX: alstria office REIT-AG, Aurubis AG, Evotec SE und TAG Immobilien AG; SDAX: Deutsche EuroShop AG, Encavis AG, Fielmann AG, Hamburger Hafen und Logistik AG, Jungheinrich AG und New Work SE).

Nach Anzahl der Beschäftigten waren im Jahr 2018 die drei größten Arbeitgeber in Hamburg: Airbus (14.700 Mitarbeiter), Asklepios Kliniken Hamburg (14.600 Mitarbeiter) und Universitätsklinikum Hamburg-Eppendorf (11.348 Mitarbeiter). Stadteigene Unternehmensbeteiligungen werden größtenteils über die HGV Hamburger Gesellschaft für Vermögens- und Beteiligungsmanagement mbH verwaltet.

Hamburg ist auch ein führender Medienstandort, siehe dazu den Artikel Medien in Hamburg.

Verkehr

Verkehrsmittelverteilung

Der öffentliche Personennahverkehr (ÖPNV) hatte 2008 in Hamburg einen Anteil von 18 % an der Verkehrsmittelwahl (Daten von 2008). Der motorisierte Individualverkehr hatte einen Anteil von 42 %, der Fußverkehr 28 % und der Radverkehr 12 %.

Im Vergleich der fünf größten deutschen Städte hatte Hamburg damit den geringsten Anteil des ÖPNV an der Verkehrsmittelwahl (Berlin 26 %, Frankfurt am Main 24 %, München und Köln jeweils 21 %) und, zusammen mit Köln, den höchsten Anteil am Kfz-Verkehr.

Beim Fahrradverkehr lag Hamburg knapp über dem deutschen Durchschnitt. Gegenüber 2002 war eine deutliche Steigerung zu verzeichnen; diese war geringer als in Berlin oder München.

Straßenverkehr

Autobahnen in Hamburg

Im Jahr 2017 gab es in Hamburg 892.367 Kraftfahrzeuge, davon waren 771.573 PKW. Jährlich werden in Hamburg ca. 150.000 neue Kraftfahrzeuge zugelassen.

Hamburg verfügt über gute Straßenverbindungen im Fernverkehr. Mehrere Bundesautobahnen berühren das Stadtgebiet: die A 1 (im Raum Hamburg zudem als Europastraße E 22), A 7 (im Raum Hamburg zudem als Europastraße E 45), A 23, A 24 (im Raum Hamburg zudem als E 26) und A 25. Ferner existieren südlich der Elbe Autobahnabschnitte mit wenigen Kilometern, die als A 252, A 253 und A 255 bezeichnet sind.

Geplant ist eine weiträumige Umfahrung Hamburgs mit der A 20, die von Prenzlau/Rostock kommend derzeit bei Bad Segeberg endet. Sie soll künftig über das nördliche und westliche Umland Hamburgs durch einen neuen, westlich gelegenen Elbtunnel an die A 26 (Hamburg–Stade), von der erst ein Teil gebaut ist, angeschlossen werden. Von dort soll sie durch den Wesertunnel die A 28 und die A 29 anbinden. Diese Planung ist in Schleswig-Holstein umstritten.

Auf hamburgischem Gebiet verlaufen die Bundesstraßen B 3, B 4, B 5, B 73, B 75, B 207, B 431, B 432, B 433 und B 447, die größtenteils radial auf den Innenstadtbereich zuführen. Damit wird der Straßenverkehr dort konzentriert, was zu erheblichen Verkehrsproblemen führt. Tangentialverbindungen zur Umleitung des Durchgangsverkehrs und zur großräumigen Erschließung des Stadtgebietes waren in den 1960er-Jahren als Stadtautobahnen geplant. Die Planungen wurden größtenteils, auch durch massive Proteste aus der Bevölkerung insbesondere der betroffenen Stadtteile, aufgegeben.

Es bestehen jedoch drei Ringstraßen, die halbkreisförmig um die innere (Ring 1) und äußere Innenstadt (Ring 2) herum und als Viertelkreis durch die nordwestlichen Außenbezirke (Ring 3) verlaufen. Dazu kommen einige weitere vierspurige ausgebaute Hauptstraßen. Das so gebildete „Kernnetz“ ist sehr stark durch den Auto- und Schwerlastverkehr belastet, obwohl es häufig als Stadtstraße direkt durch dichtbesiedelte Quartiere führt. So fuhren 2013 durchschnittlich 54.000 Fahrzeuge pro Werktag über die Fruchtallee im Stadtteil Eimsbüttel, davon waren über 3.000 Fahrzeuge des Schwerverkehrs.

Insgesamt hat Hamburg fast 4.000 Kilometer Straßen (August 2006) mit etwa 7.000 Straßennamen. Ein großer Teil dieser Straßen liegt in Tempo-30-Zonen, die 1983 erstmals in Hamburg eingeführt wurden. Hamburg gilt (gemessen daran, wie viel Prozent länger eine Fahrt infolge eines Staus dauert) als staureichste Stadt Deutschlands.

Radverkehr

Hamburger Fahrradhäuschen
StadtRAD-Leihstation am Baumwall

Hamburg verfügt über etwa 1700 Kilometer Radwege in überwiegend marodem Zustand, die oft den geltenden Verwaltungsvorschriften in der Bauausführung nicht entsprechen. Beim ADFC-Fahrradklima-Test 2005, einer Radfahrer-Befragung, hat Hamburg als schlechteste aller 28 beteiligten Städte über 200.000 Einwohner abgeschnitten. Obwohl vom Senat 2008 die Umsetzung einer Radverkehrsstrategie beschlossen wurde, konnte auch 2012 nur Platz 34 von 38 beteiligten Städten dieser Größe erreicht werden. Die Umsetzung des Fahrradverleihsystems StadtRAD wurde von den befragten Radfahrern allerdings mit der besten Note aller deutschen Städte gewürdigt. Bei mehreren anderen Themen, so Falschparker auf Radwegen, deren Breite und Oberflächenbeschaffenheit sowie Ampelschaltungen, hat Hamburg hingegen die schlechtesten oder zweitschlechtesten Bewertungen aller 332 beteiligen Städte erhalten.

Eine Besonderheit sind die Hamburger Fahrradhäuschen, die seit Anfang der 1990er-Jahre vor allem in den dichtbebauten Wohngebieten der Bezirke Altona, Eimsbüttel und Hamburg-Nord stehen. Darin können Fahrräder abgestellt werden, für die in den gründerzeitlichen Gebäuden und auf den stark genutzten Grundstücken anderweitig kaum diebstahl- und vandalismussichere Abstellplätze bestehen.

Auf einigen wenigen bereits ausgebauten Abschnitten von Velorouten sind Straßenabschnitte als Fahrradstraßen ausgewiesen, so etwa entlang des Eilbekkanals und seit 2012 am Falkensteiner Ufer im Verlauf des Elberadwegs. Im Herbst 2014 ließ der Senat am Westufer der Außenalster den Harvestehuder Weg in eine Fahrradstraße umbauen. Dies sorgte zunächst für Diskussionen, weil Parkplätze auf die Fahrbahn verlegt worden waren, um den Autoverkehr auszubremsen. Nach einem knappen Jahr wurden die Parkmarkierungen abgefräst und das Parken auf dem Seitenstreifen wieder erlaubt.

In Hamburg sind etwa 700 von 900 Einbahnstraßenabschnitte innerhalb von Tempo-30-Straßen für Radfahrer entgegen der Fahrtrichtung frei gegeben. Seit etwa 2010 werden im Rahmen des Busbeschleunigung-Programms des Senates bei Straßenumbauten häufiger Radfahrstreifen und Schutzstreifen eingesetzt.

Zu Fahrrad-Fahrten durch die Stadt verfügt Hamburg über ein Netz an Velorouten. Für Fahrten in die Region oder sogar in andere Länder ist Hamburg an zahlreiche nationale und internationale touristische Fernradwege angeschlossen, u. a. an die EuroVelo-Route Nordseeküsten-Radweg, den Elberadweg und den Radfernweg Hamburg–Bremen.

Der rot-grüne Senat der 21. Legislaturperiode gab das Ziel aus, Hamburg bis zur Mitte der 2020er zu „Fahrradstadt“ zu machen. Hierzu sollen die 14 Velorouten mit einer Gesamtlänge von 280 Kilometer bis 2020 fertig gestellt werden, jährlich 50 Kilometer Radwege saniert oder umgewidmet werden und das StadtRAD-Angebot mit der Neuausschreibung 2017 ausgebaut und attraktiver gemacht werden. Daneben ist die Planung von je einem Radschnellweg pro Bezirk geplant, die dann bis 2025 umgesetzt werden sollen.

Der Loop in den Stadtteilen Wilhelmsburg und Veddel sowie die Konzertkultour Fahrradgarderobe haben 2014 den Deutschen Fahrradpreis, gewonnen, einmal in der Kategorie Alltagsmobilität, einmal in Freizeit und Tourismus.

Öffentlicher Personenverkehr

Schienenfernverkehr

Hamburg ist der größte Eisenbahn-Knotenpunkt Nordeuropas. Die Hansestadt kann auf eine lange Eisenbahngeschichte, seit der ersten Strecke 1842, zurückblicken. Im Schienenpersonenfernverkehr gibt es verschiedene ICE-Linien und IC-Linien bis in das europäische Ausland, beispielsweise nach Kopenhagen oder Basel, einzelne Züge fahren nach Breslau, Wien oder Prag. Durch Nachtzüge sind unter anderem München, Basel, Zürich und Wien direkt von Hamburg aus erreichbar. Die meisten Fernzüge führen über den Hauptbahnhof und beginnen und enden oft im Bahnhof Hamburg-Altona. Daneben existieren die Fernbahnhöfe Hamburg Dammtor, Hamburg-Harburg und Hamburg-Bergedorf.

Vom Hamburger Zentral-Omnibusbahnhof (ZOB) beim Hauptbahnhof bestehen Fernbuslinien in das In- und Ausland, besonders nach Osteuropa (Baltikum, Polen). Mehrmals täglich verkehren Busse in Richtung Berlin.

Südlich der Stadtgrenze – im niedersächsischen Maschen – befindet sich der größte Rangierbahnhof Europas (→ Maschen Rangierbahnhof). Er hat Bedeutung für den paneuropäischen Schienengüterverkehr. Hier beginnt oder endet etwa zehn Prozent des deutschen Schienengüterverkehrs. Die Hamburger Hafenbahn besitzt und unterhält das Schienennetz im Hamburger Hafen.

Öffentlicher Stadt- und Regionalverkehr
Hauptartikel: Nahverkehr in Hamburg

Neben zahlreichen Regionalbahn-Linien, die das Hamburger Umland erschließen, bestehen Regional-Express-Verbindungen in Richtung Elmshorn – Neumünster – Kiel bzw. Flensburg – Padborg, Lübeck, Schwerin – Rostock, Elmshorn – Westerland (Sylt), StadeCuxhaven, Bremen und Lüneburg – Uelzen (– Hannover).

Der öffentliche Personennahverkehr (ÖPNV) wird u. a. durch ein Schnellbahn-Netz bedient, das vorwiegend aus sechs S-Bahn- und vier U-Bahn-Linien besteht. Das Netz erschließt auch einige Vororte außerhalb des Stadtgebietes. Außerdem verkehren Regionalbahnen und RE-Züge sowie im Norden der Stadt die Schnellbahnzüge der AKN von (Neumünster –) Kaltenkirchen und Henstedt-Ulzburg bis Hamburg-Eidelstedt bzw. -Norderstedt Mitte.

Zur Erschließung der HafenCity südlich der früher abgetrennten Speicherstadt wurde eine U-Bahn-Strecke vom Bahnhof Jungfernstieg neu gebaut. Die Linie wird als U4 bezeichnet und führt in östlicher Richtung zur Entlastung der U2 weiter bis Billstedt. Sie wurde am 29. November 2012 eröffnet.

Daneben besteht ein flächenmäßig gut ausgebautes, jedoch tendenziell deutlich überlastetes Stadtbusnetz (auch Metrobusse, Eilbusse, zuschlagpflichtige Schnellbusse). Der Hafen wird neben Bus- und Bahnanschlüssen auch von Hafenfähren erschlossen. In den Nächten vor Sonnabenden, Sonn- und Feiertagen werden die wichtigsten Buslinien, U- und S-Bahnen durchgehend betrieben (Nachtverkehrsnetz), wobei Randbereiche durch besondere Nachtbuslinien erschlossen werden. Für die übrigen Nächte gibt es ein Nachtbusnetz mit 19 Linien.

Die Straßenbahn Hamburg wurde Strecke für Strecke bis 1978 eingestellt. Die Wiedereinführung als Stadtbahn war bereits mehrere Male Ziel einer Hamburger Regierung. 2001 und 2011 waren die Vorbereitungen bis zum Planfeststellungsverfahren vorangeschritten. Beide Male wurden diese umfangreichen Arbeiten unmittelbar nach einem Regierungswechsel vom Senat wieder eingestellt.

Alle Verkehrsmittel des Regional- und Nahverkehrs (alle Regionalzüge, auch von privaten Betreibern, S-, U-, A-Bahn sowie Busse und Hafenfähren) können in und um Hamburg mit Fahrkarten des Hamburger Verkehrsverbundes (HVV), der 1965 als erster Verkehrsverbund der Welt gegründet wurde, benutzt werden. Außerdem sind die Ländertickets Schleswig-Holstein-Ticket, Niedersachsen-Ticket und Mecklenburg-Vorpommern-Ticket auch für alle Verkehrsmittel des HVV im „Großbereich Hamburg“ (Schnellbusse mit Zuschlag) gültig.

U-Bahn-Zug des neuesten Typs DT5 der Hamburger Hochbahn AG
S-Bahn-Zug der Baureihe 474/874


Wasserverkehr

Wasserwege
HADAG-Fähre auf der Elbe

Die Niederelbe verbindet Hamburg direkt mit dem offenen Meer, der Nordsee. Seeschiffe können den Hamburger Hafen von dort und von der Ostsee über den elbabwärts gelegenen Nord-Ostsee-Kanal erreichen. Kreuzfahrtschiffe legen an den drei Kreuzfahrtterminals an. Elbaufwärts bestehen weitere Wasserstraßen für die Binnenschifffahrt, die Hamburg über die Elbe (Richtung Magdeburg, Dresden bis Tschechien) und abzweigende Kanäle mit dem weiteren Hinterland und dem Binnenwasserstraßennetz verbinden. So sind über ein kurzes Stück der oberen Unterelbe und der Oberelbe der abzweigende Elbe-Lübeck-Kanal (Verbindung nach Lübeck und zur Ostsee) und der Elbe-Seitenkanal (Verbindung zum Mittellandkanal) zu erreichen.

Fährdienste

Im Stadtgebiet verkehren auf der Elbe und besonders im Hafengebiet sechs Schiffslinien bzw. Fähren der HADAG zum Verbundtarif des HVV. Die Linien 62 und 64 (Fähre ab Teufelsbrück) dienen zur Anbindung des Stadtteils Finkenwerder. Außerdem gibt es eine Fähre ab Blankenese nach Cranz. Als Touristik- und Ausflugslinie besteht eine Verbindung St. Pauli-Landungsbrücken–Blankenese–Wittenbergen–SchulauLühe–Stadersand.

Am Jungfernstieg beginnen die Touristik- und Linienverkehre der Alsterschifffahrt. Bis 1984 übernahmen Alsterdampfer als fester Bestandteil des Verkehrsverbundes Aufgaben im ÖPNV. Heute gibt es eine „Kreuzfahrt-Linie“ und Alsterrundfahrten, teilweise kommen Museumsschiffe zum Einsatz.

Hafen
Hauptartikel: Hamburger Hafen

Der Hamburger Hafen, auch „Deutschlands Tor zur Welt“ genannt, ist der größte Seehafen in Deutschland und der drittgrößte in Europa (nach Rotterdam und Antwerpen, Stand 2016). Weltweit steht der Hamburger Hafen an 15. Stelle. Für einige Spezialgüter, zum Beispiel Teppiche, ist er der größte Umschlaghafen weltweit.

Den größten Umsatz macht der Hafen mit dem Containerumschlag. Es befinden sich mit den Firmen Hamburger Hafen und Logistik AG (HHLA) und der Bremer Firma Eurogate GmbH & Co. KGaA zwei Hauptcontainer-Terminal-Betreiber in Hamburg. Das Hafengebiet umfasst etwa 7399 Hektar (nutzbar 6480 ha), von denen 4331 Hektar (nutzbar 3412 ha) Landflächen sind. Dazu kommen 919 Hektar, die zum Teil seit Jahrzehnten stadtplanerisch für die Hafenerweiterung vorgesehen sind.

Auch für den Hamburg-Tourismus hat der Hafen eine große Bedeutung. Angeboten werden Hafenrundfahrten mit unterschiedlichsten Schiffstypen, angefangen bei einfachen Barkassen bis zu großen Schaufelraddampfern mit Gastronomie. Anziehungskraft haben auch Aussichtspunkte rund um die Elbe (u. a. Altonaer Balkon) oder der Alte Elbtunnel.

Angesichts von Konstruktionsüberlegungen für Containerschiffsgrößen mit einem maximalen Tiefgang von mehr als 16 m hat Hamburg eine Anpassung des Fahrwassers der Unterelbe beim Bund beantragt. Die Stadt Hamburg fordert eine Vertiefung der Unterelbe um 1,50 m. Dieses Projekt befindet sich in der Prüfung. Aus der Zusammenarbeit mit Niedersachsen und Bremen zum Bau des neuen Containerhafens JadeWeserPort hat sich die Stadt Hamburg nach dem Regierungswechsel 2001 zurückgezogen, weil die im Hamburger Hafen anstehenden Investitionsvorhaben von vordringlicher Bedeutung sind.

In direkter Anbindung an die Speicherstadt und den Innenstadtbereich wird der neue Stadtteil HafenCity bebaut. Das Projekt HafenCity soll auf einer Fläche von 155 Hektar Wohnen, Arbeiten und Unterhaltung ermöglichen. Seit dem ersten März 2008 ist die HafenCity formell ein eigener Stadtteil Hamburgs. Unmittelbar zwischen der historischen Speicherstadt und der Elbe entstehen von Norden nach Süden, von Westen nach Osten 13 Teilquartiere, die die Innenstadt Hamburgs um 40 Prozent vergrößern werden.

Panoramaansicht der Elbe und des Hamburger Hafens von der Kirche St. Michaelis aus
Luftaufnahme des Hamburger Hafens und des Stadtteils Othmarschen


Luftverkehr

Der internationale Flughafen Hamburg (HAM) – eigene Bezeichnung Hamburg Airport (seit 2016 mit dem Beinamen Helmut Schmidt) – ist vom Passagieraufkommen der fünftgrößte und der älteste noch in Betrieb befindliche Flughafen Deutschlands. Er wurde 1911 in Fuhlsbüttel bei Hamburg eröffnet und liegt etwa 11 km nördlich des Stadtzentrums. Etwa 60 Fluggesellschaften bedienen 125 Zielflughäfen, darunter auch die Langstreckenziele Dubai, New York City und Teheran. Der Flughafen zählt nach einem bis 2008/2009 geführten, umfassenden Ausbauprogramm zu den modernsten in Europa und ist seitdem mit der S-Bahn-Linie S1 an die Innenstadt angeschlossen. Daneben ist er über einige Buslinien des Hamburger Verkehrsverbundes und Fernbuslinien zu erreichen. Zudem wurde die Zahl der PKW-Parkplätze für Besucher auf 12.000 erhöht und die Gastronomie und Einkaufsmöglichkeiten erweitert. Am Flughafen befindet sich auch die Basis der Lufthansa Technik. Wegen der Lärmbelästigung in den relativ dicht besiedelten Einflugschneisen besteht ein Nachtflugverbot. Als Ersatz für den Flughafen Fuhlsbüttel ist seit den 1960er-Jahren der Bau eines neuen Großflughafens in der Nähe von Kaltenkirchen im Gespräch, der bisher nicht realisiert wurde.

Auf dem Gelände der Airbus Operations GmbH (einer Division der Airbus Group, ehemals EADS) – ca. 10 km südwestlich des Hamburger Stadtzentrums – befindet sich der Werksflugplatz Hamburg-Finkenwerder. Dort landen neben den dort endmontierten Maschinen der Airbus-A320-Familie und der zur Lackierung und Innenausrüstung der Kabine aus Toulouse überführten Airbus A380, nur Flugzeuge zur hauseigenen Versorgung, wie der Airbus Beluga sowie Verkehrsflugzeuge, die Werksangehörige von und nach Toulouse bringen.

Der Flughafen Lübeck (LBC) ist mit einer Busverbindung von Hamburg aus erreichbar. Obwohl er rund 70 km von Hamburg entfernt liegt, kommen nach Angaben des Flughafens etwa 40 Prozent der Fluggäste aus Hamburg. Von der Billigfluggesellschaft Ryanair, die von 2005 bis 2014 den Flughafen anflog, wurde er als „Hamburg-Lübeck“ bezeichnet.

Versorger

Wasserversorgung

Wasserwerke Hamburg und Umland

Die Trinkwasserversorgung Hamburgs wird durch die 17 Wasserwerke Baursberg, Bergedorf, Billbrook, Bostelbek, Curslack, Glinde, Großensee, Großhansdorf, Haseldorfer Marsch, Langenhorn, Lohbrügge, Hausbruch, Nordheide, Schnelsen, Stellingen, Süderelbmarsch und Walddörfer sichergestellt, die vom Gleichordnungskonzern Hamburg Wasser betrieben werden. Je nach Jahreszeit werden täglich zwischen 250.000 und 400.000 m³ Trinkwasser bereitgestellt.

Energieversorgung

In den 1990er-Jahren wurden die Gas-, Strom- und Fernwärmeversorgung der Stadt Hamburg in Gestalt der HeinGas Hamburger Gaswerke GmbH sowie der Hamburgische Electricitäts-Werke AG privatisiert. Von 1974 bis 2001 wurde im Stadtteil Moorburg ein Kraftwerk betrieben, das für die Verbrennung von Gas und Öl ausgelegt war. Dieses Kraftwerk wurde durch das Kohlekraftwerk Moorburg ersetzt, das 2015 in Betrieb genommen wurde.

Industrie

Aurubis AG auf der Peute

Hamburg ist mit dem Airbus-Werk im Stadtteil Finkenwerder der größte deutsche, zweitgrößte europäische (nach Toulouse) und weltweit drittgrößte (nach Seattle und Toulouse) Flugzeugbau-Standort. Einige Zulieferer wie Diehl Aerosystems sind ebenfalls in Hamburg aktiv. Der Werft-Standort Hamburg umfasst unter anderem die größeren Firmen Blohm & Voss sowie J. J. Sietas mit den Tochterunternehmen Norderwerft und Neuenfelder Maschinenfabrik, einem der weltweit führenden Hersteller von Schiffskränen. Auch Schiffbau-Zulieferer wie Muehlhan sind in der Hansestadt ansässig. Die Beiersdorf AG hat nicht nur ihren Sitz in Hamburg, sondern produziert dort auch Produkte der Marken Nivea und Tesa. Das Mercedes-Benz-Werk Hamburg der Daimler AG im Stadtteil Heimfeld fertigt Achsen und Komponenten für PKW. Es ging aus dem 1928 gegründeten Vidal & Sohn Tempo-Werk hervor, das u. a. in den 1960er Jahren den Harburger Transporter produzierte. Die Deutschland-Tochter des niederländischen Philips-Konzern, Philips Deutschland GmbH befindet sich in Hamburg, wo unter anderem auch Medizin-Geräte hergestellt werden. Das aus dem Philips-Konzern ausgegliederte Unternehmen NXP Semiconductors produziert im Stadtteil Hausbruch Halbleiter. Im Bereich der Rohstoffverarbeitung sind die Aurubis AG auf der Peute (Europas größte Kupferhütte), Trimet Aluminium sowie das Stahlwerk von ArcelorMittal zu nennen. Es existieren Erdölraffinerien der Firmen Holborn, H&R Ölwerke Schindler und Nynas. Die Sasol Wax GmbH betreibt im Hamburger Hafen zwei Produktionsstandorte. Das Maschinenbauunternehmen Körber AG hat seinen Sitz in Hamburg. Zu dem Konzern gehört unter anderem Hauni Maschinenbau, Weltmarktführer bei Maschinen und Anlagen für die Tabakindustrie und damit einer von mehreren sogenannten Hidden Champions in der Hansestadt. Zu ihnen gehören auch die Maschinenbauer Harburg-Freudenberger und BW Papersystems Hamburg (als E.C.H. Will in Hamburg gegründet, inzwischen Produktion in Wedel). Die Hamburger Unternehmen Jungheinrich (produziert allerdings im benachbarten Norderstedt und in Lüneburg) und Still stellen (Flur-)Förderfahrzeuge her. Der Klavier- und Flügelhersteller Steinway & Sons fertigt im Stadtteil Bahrenfeld, der Schreibgerätehersteller Montblanc im benachbarten Eidelstedt. Uhren verlassen die Manufaktur des Herstellers Wempe Chronometerwerke. Der Sägen-Hersteller Dolmar produziert in Jenfeld. Der Agrarprodukte-Konzern Archer Daniels Midland besitzt die Ölmühle Hamburg an der Nippoldstraße und die Palmölmühle der früheren Noblee & Thoerl GmbH in Harburg. Nestlé, Cargill und Ingredion betreiben ebenfalls Produktionsstandorte in Hamburg. Die Holsten-Brauerei braut in Hausbruch Biere.

Lediglich mit der Verwaltung, nicht aber mit Produktionsstandorten in Hamburg vertreten sind die Nahrungsmittelhersteller Unilever (Deutschland-Zentrale) und Carl Kühne KG sowie die Windenergieanlagen-Hersteller Senvion und Nordex.

Dienstleistungen

Tourismus

Stadtrundfahrt-Bus auf der Krugkoppelbrücke

Hamburg ist das am schnellsten wachsende Tourismusziel in Europa der vergangenen zehn Jahre (Stand 2017). Zwischen 2008 und 2018 stieg die Zahl der Übernachtungen um 88 %. Im Jahr 2018 verbrachten 7,2 Millionen Gäste 14,5 Millionen Nächte in den 397 gewerblichen Beherbergungsbetrieben Hamburgs. Die durchschnittliche Aufenthaltsdauer betrug 2 Nächte. So waren die meisten der 6,2 Millionen Besucher der Stadt im Jahr 2015 Deutsche, während etwa 1,39 Millionen aus dem Ausland kamen.

Entsprechend der steigenden Übernachtungs- und Gästezahlen nahm auch das Angebotsvolumen (Bettenzahl) seit 2008 stetig zu, was wiederum für die Bedeutung Hamburgs als attraktiven Standort für den Tourismus und die entsprechenden Investitionen spricht. Trotz der Vielzahl neuer Betriebe und Betten kann die Bettenauslastung auf einem stabilen Niveau gehalten werden. Für 2018 ergibt sich eine durchschnittliche Bettenauslastung von 58,8 %.

Seit 2013 erhebt Hamburg eine Kultur- und Tourismustaxe, die zu 100 Prozent in touristische, kulturelle und sportliche Projekte investiert wird.

Hamburg ist die deutsche Stadt mit den meisten 5-Sterne-Hotels (Stand 2017).

Medien

Hauptartikel: Medien in Hamburg

Unter anderem werden Der Spiegel, Stern und Die Zeit in Hamburg produziert. Zahlreiche Verlage, darunter die Großverlage Gruner + Jahr sowie die Bauer Verlagsgruppe, die Verlagsgruppe Milchstrasse (mittlerweile Teil des Burda-Verlags) und der Jahreszeiten-Verlag, haben hier ihren Sitz. Auch Axel-Springer kommt ursprünglich aus Hamburg, hat aber seit 1966 seinen Hauptsitz in Berlin. Insgesamt wird gut die Hälfte aller überregionalen Presseprodukte Deutschlands in Hamburg produziert. Zwei bedeutende Tiefdruckereien befinden sich im Großraum Hamburg. Dies sind Gruner Druck, Itzehoe, und die Axel Springer Tiefdruckerei, Ahrensburg, die der prinovis angehören. Außerdem hat die Deutsche Presse-Agentur (dpa) ihren Sitz in der Hansestadt. Die ARD-Redaktion für Nachrichten und Zeitgeschehen ARD-aktuell produziert auf dem NDR-Gelände in Lokstedt unter anderem die Tagesschau, die Tagesthemen, das Nachtmagazin und Tagesschau24, das Informationsprogramm innerhalb der Senderfamilie der ARD.

Hamburg ist traditionell Sitz zahlreicher Firmen aus der Musikbranche, allen voran der Deutschlandzentrale von Warner Music sowie Edel Music. Trotzdem verlor die Stadt im Sommer 2002 Universal Music und den Deutschen Phonoverband an Berlin. Der ausschlaggebende Grund, die Subventionierung des Umzugs durch Berlin, zog seitens Hamburg Kritik nach sich, da Berlin seinen Haushalt mit Hilfe des Länderfinanzausgleiches stützt, in den unter anderem Hamburg einzahlte – Hamburg hätte damit in gewisser Hinsicht die Abwanderung selbst bezahlt.

Weiterhin ist Hamburg Hauptsitz des Norddeutschen Rundfunks (NDR) und seiner (über die NDR Media GmbH) Enkeltochtergesellschaft Studio Hamburg, die zahlreiche Fernsehsendungen und auch Filme entweder selbst produziert, synchronisiert oder ihre Kapazitäten zur Verfügung stellt. Außerdem ist Hamburg Sitz eines ZDF-, RTL- sowie Sat.1-Landesstudios sowie des regionalen Fernsehsenders Hamburg 1.

Um die Belange der örtlichen, nationalen, wie auch internationalen Filmwirtschaft kümmert sich von staatlicher Seite die Filmförderung Hamburg Schleswig-Holstein.

Die Sitze zahlreicher international renommierter Werbeagenturen wie Scholz & Friends, Jung von Matt, TBWA, Zum goldenen Hirschen, Kolle Rebbe, Grabarz&Partner und Designagenturen, darunter Peter Schmidt Group, Landor Associates und Factor Design, machen Hamburg zu einem überregionalen Standort der Werbe- und Designbranche.

Informations- und Telekommunikationssektor

Der Informations- und Telekommunikationssektor (IT-Sektor) gehört zu den Branchen, die den Wirtschaftsstandort Hamburg prägen. Die Zahl der Unternehmen hat sich seit 1996 auf fast 8000 mehr als verdoppelt, und die Branche beschäftigt ca. 45.000 Mitarbeiter (Stand 2. Halbjahr 2006). Hamburg ist einer der zentralen IT-Standorte Deutschlands.

Die Branchenstruktur der Hamburger IT-Unternehmen gliedert sich in die Sektoren Multimedia, Herstellung Geräte, Telekommunikation, Hard- und Softwareberatung und DV-Dienste. Die anteilsmäßig größten Zuwächse der letzten Jahre im IT-Sektor verzeichnet die Multimedia-Branche. Die Zahl der ihr zugehörigen Unternehmen ist seit dem Jahr 2000 um über 50 Prozent auf 2227 Unternehmen angewachsen (Stand 2. Halbjahr 2006). Zu den bekanntesten Internetdienstleistern der Elbmetropole gehören unter anderem SinnerSchrader, Immonet oder Tipp24.

Seit der Jahrtausendwende haben sich in Hamburg vermehrt Social-Media-Unternehmen angesiedelt. Unter anderem haben XING, ElitePartner und Parship ihren Hauptsitz in Hamburg. Unternehmen wie Google, Facebook, Twitter, Yelp und Dropbox unterhalten Niederlassungen in Hamburg. Mit der Freenet Group hat auch ein großer deutscher Telekommunikationsdienst- und Internetanbieter in Hamburg seinen Standort. Des Weiteren umfasst die Multimedia-Branche Online-Vermarkter wie beispielsweise Bauer Media und Quality Channel sowie international bekannte Suchmaschinen wie Google Germany GmbH und Yahoo! Marketplace/Kelkoo Deutschland GmbH.

Ein weiterer Bereich der Multimedia-Branche ist die Games-Branche. Zahlreiche Publisher haben sich angesiedelt, (zum Beispiel dtp entertainment, Codemasters, EIDOS, Bigpoint, InnoGames, Goodgame Studios). Darüber hinaus haben Anbieter mobiler Entertainment-Inhalte (zum Beispiel Fishlabs Entertainment) ihren Sitz in der Hansestadt.

Mit 1900 Unternehmen sind die Software-Unternehmen am zweitstärksten in der Hamburger IT-Wirtschaft vertreten (Stand 2. Halbjahr 2006). In Hamburg sind einige der größten internationalen und deutschen Software-Unternehmen angesiedelt, darunter unter anderem IBM, Lufthansa Systems, Oracle, Adobe Inc., Logica sowie die SAP.

Die Rolle Hamburgs als Medienstadt kommt der IT-Branche entgegen und ermöglicht Synergien mit den verschiedenen Mediengattungen. Hamburger Institutionen wie die Behörde für Wirtschaft, Verkehr und Innovation, die Hamburgische Gesellschaft für Wirtschaftsförderung mbH und Unternehmen der IT- und Medien-Branche haben sich in der Initiative Hamburg@work zusammengeschlossen, um die Zusammenarbeit der beiden Sektoren zu unterstützen und Neuankömmlingen einen Branchen-Überblick zu geben.

Finanzdienstleistungen

Banken

Hamburg ist der bedeutendste Bankenplatz im norddeutschen Raum. Eine von neun Hauptverwaltungen der Deutschen Bundesbank befindet sich in der Willy-Brandt-Straße (ehemals Ost-West-Straße) in Hamburg. Sie ist für die Bundesländer Hamburg, Mecklenburg-Vorpommern und Schleswig-Holstein zuständig. Außerdem ist die älteste deutsche Münzprägeanstalt, die Hamburgische Münze mit dem Münzzeichen „J“, in Hamburg beheimatet.

Zum öffentlichen Bankensektor gehört neben der HSH Nordbank AG (ehemals: Hamburgische Landesbank), die einen ihrer zwei Hauptsitze in der Hansestadt hat, mit der Hamburger Sparkasse (HASPA) auch die größte deutsche Sparkasse. Als weiteres, deutlich kleineres Institut hat die Sparkasse Harburg-Buxtehude ihren Sitz in Hamburg. Auch der Dachverband für Hamburg und Bremen, der Hanseatische Sparkassen- und Giroverband befindet sich in Hamburg.

Die genossenschaftliche Bankengruppe ist in Hamburg mit der überregionalen DZ Hyp AG (der früheren DG HYP) sowie den regionalen Instituten Hamburger Volksbank und Sparda-Bank Hamburg vertreten. Weitere Genossenschaftsbanken mit Sitz in Hamburg sind die MKB Mittelstandskreditbank AG, die Edekabank AG und die NetBank AG.

Auch Großbanken haben Hamburger Wurzeln, die Deutsche Bank mit der Norddeutschen Bank, die Unicredit Bank/Hypovereinsbank mit der Vereins- und Westbank und die UBS mit dem Bankhaus Schröder, Münchmeyer, Hengst & Co. Die Commerzbank hatte in der Anfangszeit als Commerz- und Disconto-Bank sogar ihren Sitz in Hamburg.

Traditionell sind bedeutende Privatbanken in Hamburg beheimatet. Mit der M. M. Warburg Bank hat eine der größten Privatbanken Deutschlands ihren Sitz in Hamburg. Weitere Hamburger Privatbanken sind Joh. Berenberg, Gossler & Co. KG, Bankhaus Wölbern & Co., Donner & Reuschel (zur Signal-Iduna Gruppe), Bankhaus Marcard, Stein & Co, Otto M. Schröder Bank AG, Goyer & Göppel und Max Heinr. Sutor oHG.

Zusätzlich hat die Bank des Otto-Versand, die Hanseatic Bank, ihren Sitz in Hamburg. Aufgrund Hamburgs internationaler Bedeutung als Handelsplatz sind zahlreiche ausländische Banken mit einer Niederlassung in Hamburg vertreten. In einer Rangliste der wichtigsten Finanzzentren weltweit belegte Hamburg den 29. Platz und den zweiten in Deutschland (Stand: 2018).

Versicherungen

Hamburg ist mit 21.850 Beschäftigten nach München und Köln drittgrößter Versicherungsstandort in Deutschland. Der Versicherungsplatz ist mit rund 300 Versicherungsgesellschaften insbesondere von mittelständischen Versicherungsgesellschaften, Versicherungsmaklern und -vermittlern geprägt, wie der Signal Iduna Gruppe einschließlich des Deutschen Rings, der HanseMerkur Versicherungsgruppe, der neue leben, der Hamburger Pensionskasse von 1905, des größten deutschen Versicherungsmaklers Aon Jauch & Hübener und des größten deutschen inhabergeführten Versicherungsmaklers Funk Gruppe.

Große Versicherungskonzerne sind zwar nicht mit ihrem Konzernsitz, wohl aber mit wichtigen Konzernteilen in Hamburg vertreten. Der Allianz Versicherungskonzern mit dem Kreditversicherer Euler Hermes, die Münchener Rück mit der Ergo Lebensversicherung (ehemals Hamburg-Mannheimer), die Generali-Gruppe mit Volksfürsorge und Advocard Rechtsschutzversicherung, die R+V Versicherung mit Condor und KRAVAG und die Bâloise mit der Deutscher Ring Versicherungsgruppe.

Hamburg ist Sitz der Techniker Krankenkasse, der größten Krankenkasse innerhalb der gesetzlichen Krankenversicherung, sowie der DAK-Gesundheit, HEK – Hanseatische Krankenkasse und Continentale Betriebskrankenkasse.

Die sehr lange Tradition der Versicherungswirtschaft in Hamburg wird durch das älteste Versicherungsunternehmen der Welt, die 1676 gegründete Hamburger Feuerkasse und eine von nur drei Versicherungsbörsen weltweit, die mit der Vermittlung und dem Abschluss von Versicherungsverträgen seit Gründung der Hamburger Börse 1558 zum Börsengeschäft gehört, unterstrichen.

Der Versicherungsstandort Hamburg wird durch den Sitz der GDV Dienstleistungs-GmbH des Gesamtverband der Deutschen Versicherungswirtschaft, dem Verband Deutscher Versicherungsmakler, dem 1982 in Hamburg gegründeten und nun im Umland beheimateten Bund der Versicherten und dem börsenähnlichen Policenhandel (Handel mit bestehenden Lebens- und Rentenversicherungspolicen) der BÖAG Börsen in Hamburg abgerundet.

Handel

Börse

Die Hamburger Börse wurde 1558 als erste Börse in Deutschland und vierte in Europa gegründet. Sie hat heute keine nennenswerte Bedeutung mehr für den Aktienhandel, konnte jedoch als BÖAG ein eigenes Profil entwickeln und spezialisierte sich seit Beginn des 21. Jahrhunderts auf den Handel mit Fondsanteilen.

Messen und Kongresse

Hamburg wird zu den führenden Kongressorten weltweit gezählt. Das Congress Center Hamburg (CCH) wurde 1973 als Deutschlands erstes Kongress- und Tagungszentrum zusammen mit einem Hotelturm, Hamburgs höchstem Haus, neben dem Dammtorbahnhof eröffnet. Mit einem 2008 beendeten Ausbau auf 23 Säle mit 12.500 Sitzplätzen und einer multifunktionalen Ausstellungshalle mit 7000 Quadratmetern hofft die Stadt unter die weltweit ersten zehn Kongressorte vorzurücken. Jährlich finden dort etwa 400 Kongresse, Veranstaltungen und Konzerte statt.

Nahe dem CCH und über einen überdachten Gang durch den Park Planten un Blomen erreichbar, befindet sich das Hamburger Messegelände. Die Hamburg Messe wurde bis zum Jahr 2008 auf elf Messehallen mit einer Fläche von 87.000 Quadratmetern erweitert. Über eine Million Besucher verzeichnen die etwa 45 Messen und anderen Veranstaltungen pro Jahr. Darunter international bedeutende Fachmessen wie die traditionsreiche Internorga (Hotellerie- und Gastronomie-Fachmesse) oder die Weltleitmesse der Schifffahrtsindustrie SMM (Shipbuilding, Machinery & Marine technology), die publikumsstarke Bootsausstellung hanseboot, die 2009 zum 50. Mal stattfand.

Bei der Auslastung der Messeflächen war die Hamburg Messe im Jahr 2008 in Deutschland führend. Einschließlich der Flächen des CCH stehen insgesamt 107.000 Quadratmeter an Ausstellungsflächen zur Verfügung, die von der städtischen Hamburg Messe und Congress GmbH vermarktet werden.

Einzelhandel

Neben dem Außenhandel mit Ein- und Ausfuhr sowie dem Großhandel ist der Einzelhandel von Bedeutung. Die Geschäfte für den Massenkonsum liegen in der Spitalerstraße und der Mönckebergstraße. Sehr unterschiedliche Geschäfte findet man in der Straße Neuer Wall. Wegen des nassen Wetters in Hamburg wurde ein Netz von Einkaufspassagen aufgebaut. Sie führen von der Shoppingpassage am Mönckebergbrunnen zur Europa Passage, zum Kaufmannshaus, zum Hanseviertel bis zur Gänsemarktpassage und andere wetterfeste Passagen.

Institutionen, öffentliche Einrichtungen und Stiftungen

Die bedeutendste Einrichtung der Vereinten Nationen in Deutschland, der Internationale Seegerichtshof, residiert in Hamburg. Er wurde 1982 eingerichtet. In ihrem Gebäude an der berühmten Elbchaussee amtieren die UN-Richter seit 1996.

Weiterhin ist Hamburg unter anderem Sitz folgender Institutionen:

Ferner sind in Hamburg drei Hauptzollämter (Hamburg-Hafen, Hamburg-Jonas und Hamburg-Stadt), zwei Bundespolizeiinspektionen (1. Hamburg mit den Bundespolizeirevieren Hamburg-Hauptbahnhof, Hamburg-Altona und Hamburg-Harburg sowie 2. Flughafen Hamburg), ein Dienstsitz der Generalzolldirektion, ein Prüfungsamt des Bundes, ein Wasser- und Schifffahrtsamt und ein Zollfahndungsamt sowie drei von neun Berufsgenossenschaften angesiedelt.

Mit der Führungsakademie und der Helmut-Schmidt-Universität/Universität der Bundeswehr Hamburg befinden sich zudem zwei bedeutende Dienststellen der Bundeswehr in Hamburg.

Aus alter Hamburger Tradition geben einige der reichen Bürger als Mäzen ihrer Stadt etwas von ihrem Reichtum zurück, so dass es in Hamburg mehr als 1400 Stiftungen gibt, die das Leben in allen Lebensbereichen der Stadt unterstützen – auch dies ist ein Rekord in Deutschland.

Feuerwehr

Hauptartikel: Feuerwehr Hamburg

Hamburg verfügt über eine Berufsfeuerwehr mit 23 Feuerwachen und 34 Rettungswachen, sowie 86 Abteilungen der Freiwilligen Feuerwehr.

Bildung und Forschung

Hauptgebäude der Universität Hamburg
Bildung

Hamburg bietet neben seinen allgemein- und berufsbildenden Schulen spezielle Sonderschulen wie zum Beispiel die Sprachheilschulen sowie 19 Hochschulen. 2012 waren in Hamburg 222.700 Schüler an 218 Grund- und 297 weiterführenden Schulen gemeldet, hinzu kamen 19.300 Schüler an 95 privaten Schulen. Die Hoch- und Fachschulen besuchten 75.514 Studenten.

2010 wurden 64.044 Schüler an 178 berufsbildenden Schulen unterrichtet. 2012 beschäftigte die Stadt Hamburg 12.256 Lehrkräfte. Das Durchschnittsalter lag 2011 bei 46,02 und wird aufgrund vieler Neueinstellungen in den nächsten Jahren weiter sinken. Hamburg war damals das einzige deutsche Land mit einem wachsenden Schulsystem. Im restlichen Bundesgebiet sanken die Schülerzahlen und damit der Bedarf an Lehrkräften. Der Senat stellte deshalb von 2013 bis 2019 zusätzliche zwei Milliarden Euro für Sanierungen, Neu- und Umbauten zur Verfügung. 2012 wurden mehr als 10.000 Kinder in über 400 Containern unterrichtet.

Forschung

An der Grenze zwischen Hamburg und Schleswig-Holstein ist der europäische Röntgenlaser European XFEL entstanden. Das Forschungszentrum Deutsches Elektronen-Synchrotron (DESY) hat für die internationale Forschungseinrichtung den auf Supraleiter-Technik ausgelegten 1,7 km langen Teilchenbeschleuniger gebaut. Der Freie-Elektronen-Laser für Röntgenlicht (XFEL steht für X-ray free-electron laser) beschleunigt Elektronen auf sehr hohe Energien und regt sie anschließend zur Aussendung von hochintensiven Röntgenlaserblitzen an. Die einzigartigen Röntgenlaserblitze des XFEL eröffnen völlig neue experimentelle Möglichkeiten in der Strukturbiologie, der Chemie, der Physik und der Materialforschung. 2009 wurde mit seinem Bau begonnen, die Inbetriebnahme erfolgte 2016.

Gesundheit

Ende 2014 waren in Hamburg 12.197 Ärzte, 1.906 Zahnärzte (2013) und 1.445 Apotheker (2013) berufstätig. 2015 standen in 52 (2013) Hamburger Krankenhäusern 12.407 Betten zur Verfügung, es wurden ca. 502.000 Patienten stationär behandelt. Die Bettenauslastung betrug 83,7 % und die durchschnittliche Verweildauer sank von 7,7 Tagen im Jahr 2014 auf 7,5 Tage (2015). Insgesamt waren 2013 28.761 Personen in den Hamburger Kliniken beschäftigt.

Im Vergleich der Bundesländer war Hamburg 2017 das Bundesland, das bundesweit unter Frauen die höchste Suizidrate hatte.

Siehe auch
  • Uwe Bahnsen, Kerstin von Stürmer: Die Stadt, die auferstand: Hamburgs Wiederaufbau 1948–1960. Convent, Hamburg 2005, ISBN 3-934613-89-6.
  • Behörde für Stadtentwicklung und Umwelt, Freie und Hansestadt Hamburg: Hamburg. Architektur der sich wandelnden Stadt – Stadtentwicklung und Denkmalschutz. JOVIS, Berlin 2010, ISBN 978-3-86859-078-4.
  • Jörg Berlin (Hrsg.): Das andere Hamburg. Freiheitliche Bestrebungen in der Hansestadt seit dem Spätmittelalter. Pahl-Rugenstein Verlag, Köln 1981, ISBN 3-7609-0654-0.
  • Matthias Blazek: Die Geschichte des Hamburger Sportvereins von 1887: 125 Jahre im Leben eines der populärsten Fußballvereine. Mit einem besonderen Blick auf die Vorgängervereine, die Frühzeit des Hamburger Ballsports und das Fusionsjahr 1919. Ibidem, Stuttgart 2012, ISBN 978-3-8382-0387-4.
  • Matthias Blazek: Seeräuberei, Mord und Sühne – Eine 700-jährige Geschichte der Todesstrafe in Hamburg 1292–1949. Ibidem, Stuttgart 2012, ISBN 978-3-8382-0457-4.
  • Hans Bunge, Gert Kähler (Hrsg.): Villen und Landhäuser. Bürgerliche Baukultur in den Hamburger Elbvororten von 1900 bis 1935. Dölling und Galitz, München 2012, ISBN 978-3-86218-031-8.
  • Ulrich Alexis Christiansen: Hamburgs dunkle Welten. Der geheimnisvolle Untergrund der Hansestadt. Ch. Links, Berlin 2008, ISBN 978-3-86153-473-0.
  • Jörg Duppler (Hrsg.): Hamburg zur See. Maritime und militärische Beiträge zur Geschichte Hamburgs. Im Auftrag der Führungsakademie der Bundeswehr, Mittler, Herford 1989, ISBN 3-8132-0318-2.
  • Richard Evans: Tod in Hamburg. Stadt, Gesellschaft und Politik in den Cholera-Jahren 1830–1910. Berlin 1990.
  • Siegfried Gräff: Tod im Luftangriff Ergebnisse pathologisch-anatomischer Untersuchungen anlässlich der Angriffe auf Hamburg in den Jahren 1943–1945, H. H. Nölke Verlag, Hamburg 1948, .
  • Volker Hage: Hamburg 1943. Literarische Zeugnisse zum Feuersturm. Fischer, Frankfurt 2003, ISBN 3-596-16036-7.
  • Freie und Hansestadt Hamburg: Mit Hamburg verbunden – Hamburg-Handbuch 2012/2013.
  • Georg Hindrichson: Zur geographischen Lage des älteren Hamburg. Hamburg 1889.
  • Werner Jochmann, Hans-Dieter Loose: Hamburg, Geschichte der Stadt und ihrer Bewohner. Band 1: Von den Anfängen bis zur Reichsgründung. Hoffmann und Campe, Hamburg 1986, ISBN 3-455-08709-4.
  • Werner Jochmann, Hans-Dieter Loose: Hamburg, Geschichte der Stadt und ihrer Bewohner. Band 2: Vom Kaiserreich bis zur Gegenwart. Hoffmann und Campe, Hamburg 1986, ISBN 3-455-08255-6.
  • Hella Kemper, Kerstin Schmidtfrerick, Eva-Christiane Wetterer: Hummelbuch, Hamburg Brevier. Murmann, Hamburg 2007, ISBN 978-3-86774-009-8.
  • Ute Kleinelümern, Hanno Ballhausen: Alles über Hamburg. Erstaunliches & Kurioses. Zahlen Daten Fakten. Komet, Köln 2008, ISBN 978-3-89836-784-4.
  • Eckart Kleßmann: Geschichte der Stadt Hamburg. Die Hanse / Groenewold / Europäische Verlagsanstalt, Hamburg 2002, ISBN 3-434-52596-3.
  • Franklin Kopitzsch, Daniel Tilgner (Hrsg.): Hamburg Lexikon. 4., aktualisierte und erweiterte Sonderausgabe. Ellert & Richter, Hamburg 2010, ISBN 978-3-8319-0373-3.
  • Martin Krieger: Kleine Geschichte Hamburgs, Beck, München 2014, ISBN 978-3-406-66193-8.
  • Ralf Lange: Hamburg – Wiederaufbau und Neuplanung 1943–1963. Königstein i. Ts. 1994, ISBN 3-7845-4610-2.
  • Hans-Helmut Poppendieck u. a. (Hrsg.): Der Hamburger Pflanzenatlas von A bis Z. Dölling und Galitz, München und Hamburg 2010, ISBN 978-3-937904-93-1.
  • Hermann Rauhe: Musikstadt Hamburg. Eine klingende Chronik. Ellert & Richter, Hamburg 2008, ISBN 978-3-8319-0314-6.
  • Hermann Schnabel: Hamburg: 99× die Nummer eins. 10. Auflage. DV Druck&Design, 2004.
  • Rolf Stephan: Hamburg, ehemals, gestern und heute. Steinkopf, Stuttgart 1985, ISBN 3-7984-0633-2.
  • Daniel Tilgner (Hrsg.): Hamburg von Altona bis Zollenspieker. Das Haspa-Handbuch für alle Stadtteile der Hansestadt. Hoffmann und Campe, Hamburg 2002, ISBN 3-455-11333-8.
  • Erik Verg, Martin Verg: Das Abenteuer das Hamburg heißt. Der weite Weg zur Weltstadt. Ellert & Richter, Hamburg 1997, ISBN 3-8319-0137-6.
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    Hamburg
hamburg, stadtstaat, land, bundesrepublik, deutschland, sprache, beobachten, bearbeiten, dieser, artikel, behandelt, deutschen, stadtstaat, weitere, bedeutungen, sind, unter, begriffsklärung, aufgeführt, freie, hansestadt, landesflaggegroßes, staatswappenlande. Hamburg Stadtstaat und Land der Bundesrepublik Deutschland Sprache Beobachten Bearbeiten Dieser Artikel behandelt den deutschen Stadtstaat Weitere Bedeutungen sind unter Hamburg Begriffsklarung aufgefuhrt Freie und Hansestadt HamburgLandesflaggeGrosses StaatswappenLandeshymne HammoniaBasisdatenAmtssprache Deutsch 1 Staatsform parlamentarische Republik teilsouveraner Gliedstaat eines BundesstaatesPostleitzahlen 20095 21149 22041 22769 27499Telefonvorwahlen 040 04721Kfz Kennzeichen HHKaufkraftindex 108 3 2021 2 Kaufkraft je Einwohner 25 607 EUR 2021 2 BIP nominal 117 6 Mrd EUR 9 2017 3 BIP pro Einwohner 64 957 EUR 1 2017 Schulden 34 798 Mrd EUR 30 Juni 2020 4 Adresse des Senates Rathausmarkt 1 20095 HamburgGemeindeschlussel 02 0 00 000ISO 3166 2 DE HHUN LOCODE DE HAMWebsite www hamburg deBevolkerungEinwohner 1 851 430 Marz 2021 5 davon Auslander 312 802 Marz 2021 6 davon mit Migrationshintergrund 696 711 31 Dez 2020 7 Auslanderanteil 16 9 31 Dez 2018 6 Migrationshintergrundanteil 36 7 31 Dez 2020 8 Einwohner Metropolregion 5 380 000 31 Dezember 2018 9 Bevolkerungsdichte 2452 Einw pro km Marz 2021 5 Arbeitslosenquote 7 6 Juli 2021 10 Geographiegeographische Lage 53 33 N 10 0 O 53 550556 9 993333 Koordinaten 53 33 N 10 0 OHohe 6 m u NHNFlache 755 22 km 11 Rang 15 als Land 2 als Gemeinde Stadtgliederung 12 7 Bezirke 104 StadtteilePolitikErster Burgermeister Peter Tschentscher SPD Zweite Burgermeisterin Katharina Fegebank Grune Burgerschaftsprasidentin Carola Veit SPD Regierende Parteien SPD und GruneSitzverteilung der 22 Burgerschaft Sitzverteilung in der Hamburgischen Burgerschaft 2020 123 Sitze 13 SPD 54Grune 33CDU 15Linke 13AfD 0 7FDP 0 1letzte Parlamentswahl 23 Februar 2020nachste Parlamentswahl Anfang 2025Bundesratsstimmgewicht 3Bezirke in HamburgLogo Hamburg ˈhambʊʁk regional auch ˈhambʊɪ c amtlich Freie und Hansestadt Hamburg niederdeutsch Friee un Hansestadt Hamborg Landercode HH ist als Stadtstaat ein Land der Bundesrepublik Deutschland Der amtliche Name verweist auf die Geschichte Hamburgs als Freie Reichsstadt und als fuhrendes Mitglied des Handelsbundes der Hanse 14 15 Hamburg ist mit rund 1 85 Millionen Einwohnern die zweitgrosste Stadt Deutschlands und die drittgrosste im deutschen Sprachraum Das Stadtgebiet ist in sieben Bezirke und 104 Stadtteile gegliedert 12 16 darunter mit dem Stadtteil Neuwerk eine in der Nordsee gelegene Inselgruppe Der Hamburger Hafen zahlt zu den grossten Umschlaghafen weltweit 17 und macht Hamburg zusammen mit dem internationalen Flughafen zu einem bedeutenden Logistikstandort Wirtschaftlich und wissenschaftlich ist die Metropole vor allem im Bereich der Luft und Raumfahrttechnik der Biowissenschaften und der Informationstechnik sowie fur die Konsumguterbranche und als Medienstandort bedeutend Seit 1996 ist Hamburg zudem Sitz des Internationalen Seegerichtshofs ISGH Hamburg verzeichnet ein starkes Wachstum im Bereich des internationalen Stadttourismus und gilt als eine der Stadte mit der hochsten Lebensqualitat in der Welt 18 Die Speicherstadt und das benachbarte Kontorhausviertel sind seit 2015 Teil des UNESCO Weltkulturerbes 19 20 Weitere bekannte Kulturdenkmaler und Wahrzeichen sind das Hamburger Rathaus und die funf Hauptkirchen Typisch fur das Stadtbild sind weiterhin viele Klinkerfassaden sowie die Wassernahe mit zahlreichen Flussen Fleeten und Kanalen International bekannt sind auch das Vergnugungsviertel St Pauli mit der Reeperbahn sowie das 2017 eroffnete Konzerthaus Elbphilharmonie Inhaltsverzeichnis 1 Geographie 1 1 Lage 1 1 1 Fliessgewasser 1 1 2 Schutzgebiete 1 2 Geologie 1 3 Verwaltungsgliederung 1 3 1 Bezirke 1 3 2 Exklaven 1 3 3 Nachbarstadte und Gemeinden 1 4 Klima 1 5 Umwelt 1 5 1 Naturschutz 1 5 2 Luft 1 5 3 Klimawandel 2 Geschichte 3 Bevolkerung 3 1 Bevolkerungsentwicklung 3 2 Bevolkerungsstruktur 3 2 1 Herkunft 3 2 2 Beschaftigung 3 2 3 Einkommen 3 2 4 Leistungsempfanger 3 3 Religionen und Weltanschauungen 3 3 1 Konfessionsstatistik 3 3 2 Religionsgeschichte 3 4 Sprache und Mundarten 3 5 Personlichkeiten 3 6 Haustiere 3 6 1 Hunde 3 6 2 Pferde 4 Politik und Staat 4 1 Staatsrecht 4 2 Wahl zur Hamburgischen Burgerschaft 2020 4 3 Vertretungen und Konsulate 4 4 Stadtepartnerschaften 4 5 Hoheitszeichen 4 5 1 Wappen Logo Wappenzeichen 4 5 2 Flaggen und Admiralitat 4 6 Hymne Stadtname Stadtpatrone Wahlspruche 4 7 Auszeichnungen 4 8 Webauftritt 4 9 Neuburger Service 5 Kultur 5 1 Kulinarische Spezialitaten 5 2 Hamburgensien 5 2 1 Hamburger Liedgut 5 2 2 Hamburger Gruss 5 2 3 Hamburger Witze 5 2 4 Hamburger Aalsuppe 5 2 5 Fliegender Hamburger 5 2 6 Briefmarken 5 3 Regelmassige Veranstaltungen 5 4 Musik 5 4 1 Musicals 5 4 2 Oper und Ballett 5 4 3 Konzerthauser 5 5 Theater 5 6 Besucherorganisationen 5 7 Offentliche Bucherhallen 5 8 Museen und Ausstellungen 5 9 Bauwerke und Stadtentwicklung 5 9 1 Brucken 5 9 2 Stolpersteine 5 9 3 Parks und Grunanlagen 5 10 Sport 6 Wirtschaft und Infrastruktur 6 1 Staatsverschuldung 6 2 Unternehmen 6 3 Verkehr 6 3 1 Verkehrsmittelverteilung 6 3 2 Strassenverkehr 6 3 3 Radverkehr 6 3 4 Offentlicher Personenverkehr 6 3 4 1 Schienenfernverkehr 6 3 4 2 Offentlicher Stadt und Regionalverkehr 6 3 5 Wasserverkehr 6 3 5 1 Wasserwege 6 3 5 2 Fahrdienste 6 3 5 3 Hafen 6 3 6 Luftverkehr 6 4 Versorger 6 4 1 Wasserversorgung 6 4 2 Energieversorgung 6 5 Industrie 6 6 Dienstleistungen 6 6 1 Tourismus 6 6 2 Medien 6 6 3 Informations und Telekommunikationssektor 6 6 4 Finanzdienstleistungen 6 6 4 1 Banken 6 6 4 2 Versicherungen 6 6 5 Handel 6 6 5 1 Borse 6 6 5 2 Messen und Kongresse 6 6 5 3 Einzelhandel 6 7 Institutionen offentliche Einrichtungen und Stiftungen 6 7 1 Feuerwehr 6 7 2 Bildung und Forschung 6 7 3 Gesundheit 7 Literatur 8 Weblinks 9 EinzelnachweiseGeographie BearbeitenLage Bearbeiten Hamburg aus Nordosten Luftaufnahme 2007 Blick elbabwarts links das Hafengebiet in der Bildmitte die Binnenalster und die Aussenalster Ausdehnung der Metropolregion Hamburg ab 2017 Hamburg liegt in Norddeutschland an den Mundungen der Bille und der Alster in die Unterelbe die etwa 100 Kilometer weiter nordwestlich in die Nordsee mundet Nahe dieser Mundung befindet sich der aus drei Inseln bestehende Stadtteil Neuwerk An der Elbe erstreckt sich der Tidehafen etwa von der Veddel bis Finkenwerder hauptsachlich auf dem Sudufer der Norderelbe gegenuber den Stadtteilen St Pauli und Altona Die beiden Ufer sind durch die Elbbrucken im Osten sowie durch den Alten und Neuen Elbtunnel verbunden Das Land sudlich und nordlich des Flusses ist Geest hoher gelegene Flachen die durch die Sand und Gerollablagerungen der Gletscher wahrend der Eiszeiten entstanden sind Die nordlichsten Bereiche der Stadt gehoren zum fruchtbaren Jungmoranenland Die unmittelbar am Fluss liegenden Marschen wurden auf beiden Seiten der Elbe uber Jahrhunderte von Nebenarmen der Elbe durchzogen und vom Flutwasser der Nordsee uberschwemmt wobei sich Sand und Schlick abgelagert haben Inzwischen ist die Elbe beidseitig eingedeicht Nebenarme wurden trockengelegt umgeleitet kanalisiert oder abgedeicht Alte Deichanlagen erinnern in den Aussenorten noch an die Zeit als bei Hochwasser ganze Viertel uberflutet waren Hochste Erhebung ist mit 116 2 m u NHN der Hasselbrack in einem Nordauslaufer der Harburger Berge Die Alster in der Innenstadt wurde schon seit dem Mittelalter zu einem See aufgestaut Dieser teilt sich in die grossere Aussenalster und die kleinere vom historischen Kern der Stadt umschlossene Binnenalster Die Zuflusse der Alster wie die Alster selbst sind im Stadtgebiet zum Teil kanalisiert Sie sind zumeist von ausgedehnten offentlichen Parkanlagen gesaumt Die zahlreichen Fleete Flusschen und Kanale der Stadt werden von fast 2500 Brucken uberspannt 21 22 Weithin unbekannt ist dass sich auf der grossten Flussinsel der Elbe in Wilhelmsburg einer der letzten Tideauenwalder Europas befindet Hamburg grenzt im Norden an Schleswig Holstein und im Suden an Niedersachsen Bis auf einige kleinere Gebietsbereinigungen wie den Erwerb der Insel Neuwerk und von Flurstucken beim Stauwerk Geesthacht 23 24 25 bestehen die heutigen Grenzen der Stadt Hamburg seit dem Gross Hamburg Gesetz das am 1 April 1937 in Kraft trat Die Stadt ist nach Berlin sowohl hinsichtlich ihrer Einwohnerzahl als auch ihrer Flache die zweitgrosste Stadt Deutschlands Sudlich der Binnenalster liegt das historische Zentrum der Stadt Der geographische Mittelpunkt von Hamburg in seinen gegenwartigen politischen Grenzen soll ein Punkt am Kuhmuhlenteich im Stadtteil Uhlenhorst sein 26 Der nordlichste Punkt Hamburgs ist die Insel Scharhorn der ostlichste Altengamme der sudlichste der Krauel und der westlichste die Insel Nigehorn Die grosste Ausdehnung von der Stadt in Ost West Richtung betragt 39 88 km und in Nord Sud Richtung 42 31 km Die Stadt Hamburg besteht zu 92 aus Land und zu acht Prozent aus Wasserflache 27 Fliessgewasser Bearbeiten Elbe Unterelbe mit Norderelbe Suderelbe Kohlbrand Reiherstieg Rethe Dove Elbe und Gose Elbe Nebenflusse der Elbe Seevekanal Bille Alster Flottbek und Este Nebenflusse der Alster Eilbek Wandse Osterbek Goldbek Isebek Tarpenbek Saselbek Rodenbek Bredenbek AmmersbekSiehe auch Liste von Erhebungen in Hamburg Schutzgebiete Bearbeiten Siehe auch Liste der Naturdenkmale in Hamburg und Liste der Naturschutzgebiete in Hamburg Siehe auch Liste der Landschaftsschutzgebiete in Hamburg und Liste der Wasserschutzgebiete in Hamburg Geologie Bearbeiten Hauptartikel Hamburgs geologischer Untergrund Verwaltungsgliederung Bearbeiten Bezirke Bearbeiten Hauptartikel Bezirke in Hamburg Stadtgliederung Hamburgs Innenstadtplan mit Binnen und Aussenalster Hamburgs Landesverfassung bestimmt dass Bezirke zu bilden sind in denen Bezirksamtern die selbstandige Erledigung ubertragener Aufgaben obliegt 28 Die sieben Bezirke sind in insgesamt 104 Stadtteile unterteilt 12 16 Die meisten Stadtteile sind weiter in mehrere Ortsteile gegliedert seit dem 1 Januar 2011 insgesamt 181 Einige Stadtteile im Kernbereich der Bezirke wurden bis 2008 direkt vom betreffenden Bezirksamt verwaltet fur die anderen Stadtteile der Bezirke gab es jeweils ein eigenes Ortsamt insgesamt waren 13 Ortsamter eingerichtet 29 Anfang 2008 wurden durch eine Gebietsreform die Grenzen einzelner Stadtteile und Bezirke neu gezogen So fiel der Stadtteil Wilhelmsburg vom Bezirk Harburg an Mitte und die Stadtteile Sternschanze im Bezirk Altona und HafenCity im Bezirk Hamburg Mitte wurden neu geschaffen 30 Liste der Hamburger Bezirke Daten vom 31 Dezember 2018 31 Nr Bezirk Einwohner Flache in km Flachenanteil in Prozent Einwohner je km 1 Hamburg Mitte 302 994 142 2 18 8 2 1302 Altona 274 702 0 77 9 10 3 3 5263 Eimsbuttel 264 869 0 49 8 0 6 6 5 3184 Hamburg Nord 313 617 0 57 8 0 7 7 5 4295 Wandsbek 438 624 147 5 19 5 2 9736 Bergedorf 129 599 154 8 20 5 0 8387 Harburg 167 405 125 2 16 6 1 338 Freie und Hansestadt Hamburg Gesamt 1 891 8100 755 2 100 00 2 505Exklaven Bearbeiten Insel Neuwerk In Hamburg uberflutetes Gebiet bei der Sturmflut 1962 Zu Hamburg gehoren die Nordseeinseln Neuwerk Scharhorn und Nigehorn sowie der Nationalpark Hamburgisches Wattenmeer der 2011 zum Gebiet des Weltnaturerbes des Wattenmeeres der Nordsee hinzukam Als Stadtteil Hamburg Neuwerk gehoren sie zum Bezirk Hamburg Mitte der deshalb nordlichster und westlichster Bezirk Hamburgs ist Hauptartikel Cuxhaven Vertrag Die Volksdorfer Buschwiese ist eine Hamburger Exklave die vollstandig vom Gebiet der Gemeinde Ammersbek in Schleswig Holstein umschlossen ist und zum Bezirk Wandsbek gehort 32 Nachbarstadte und Gemeinden Bearbeiten Folgende Stadte und Gemeinden grenzen an die Stadt Hamburg sie werden im Uhrzeigersinn beginnend im Nordwesten genannt in Schleswig Holstein im Kreis Pinneberg PI Wedel Appen Pinneberg Schenefeld Halstenbek Rellingen Ellerbek Amt Pinnau und Bonningstedt im Kreis Segeberg SE Norderstedt im Kreis Stormarn OD Tangstedt Stormarn Jersbek Amt Bargteheide Land Ammersbek Ahrensburg Stapelfeld Amt Siek Barsbuttel Oststeinbek Glinde und Reinbek im Kreis Herzogtum Lauenburg RZ Wentorf bei Hamburg Bornsen und Escheburg beide Amt Hohe Elbgeest und Geesthacht in Niedersachsen im Landkreis Harburg WL Drage Samtgemeinde Elbmarsch Winsen Luhe Stelle Seevetal Rosengarten und Neu Wulmstorf im Landkreis Stade STD Jork im Landkreis Cuxhaven CUX Cuxhaven Festland bei Neuwerk Klima Bearbeiten Siehe auch Liste von Klimadaten am Flughafen Hamburg und Abschnitt Klimawandel auf dieser Seite Hamburg liegt in der kuhlgemassigten Klimazone und ist durch ein Seeklima gepragt Aufgrund der durch vorherrschende Westwinde maritimen Einflusse ist das Klima im Winter milder im Sommer kuhler als im ostlichen Hinterland Die Jahresdurchschnittstemperatur betragt 9 4 C Der warmste Monat ist der Juli mit durchschnittlich 18 1 C der kalteste der Januar mit 1 6 C Temperaturen um die 28 C sind im Hochsommer keine Seltenheit An der Wetterstation Hamburg Fuhlsbuttel wurde ein Maximalwert von 37 3 C 9 August 1992 gemessen Das absolute Temperaturminimum liegt bei 29 1 C 13 Februar 1940 33 Das Klima ist ganzjahrig feucht Im Laufe eines Jahres fallen durchschnittlich 773 mm Niederschlag an durchschnittlich 52 Tagen im Jahr herrscht Nebel Der meiste Regen fallt in den 31 Tagen die um den 29 Juni liegen der wenigste fallt um den 16 April herum Im Winterhalbjahr kann es sehr sturmisch werden Sprichwortlich ist das Hamburger Schmuddelwetter HamburgKlimadiagrammJFMAMJJASOND 64 4 1 42 4 1 63 8 1 46 12 3 54 18 7 77 20 11 75 22 13 73 22 13 68 18 10 64 13 6 69 8 2 78 5 0Temperatur in C Niederschlag in mmQuelle Deutscher Wetterdienst 34 Monatliche Durchschnittstemperaturen und niederschlage fur Hamburg Jan Feb Mar Apr Mai Jun Jul Aug Sep Okt Nov DezMax Temperatur C 3 5 4 4 8 0 12 3 17 5 19 9 22 1 22 2 17 9 13 0 7 5 4 6 O 12 8Min Temperatur C 1 4 1 2 1 1 3 3 7 4 10 5 12 7 12 5 9 6 6 0 2 4 0 0 O 5 3Niederschlag mm 64 4 42 4 62 9 45 6 53 7 76 9 74 7 73 0 68 4 63 6 69 4 77 7 S 772 7Sonnenstunden h d 1 4 2 2 3 4 5 2 7 0 7 2 6 7 6 7 4 6 3 2 1 7 1 1 O 4 2Regentage d 12 1 9 2 11 3 8 9 9 6 11 3 11 4 10 2 10 8 10 5 11 7 12 4 S 129 4Luftfeuchtigkeit 87 84 80 75 71 72 75 76 81 84 86 87 O 79 8T e m p e r a t u r 3 5 1 4 4 4 1 2 8 0 1 1 12 3 3 3 17 5 7 4 19 9 10 5 22 1 12 7 22 2 12 5 17 9 9 6 13 0 6 0 7 5 2 4 4 6 0 0Jan Feb Mar Apr Mai Jun Jul Aug Sep Okt Nov DezN i e d e r s c h l a g 64 4 42 4 62 9 45 6 53 7 76 9 74 7 73 0 68 4 63 6 69 4 77 7 Jan Feb Mar Apr Mai Jun Jul Aug Sep Okt Nov DezQuelle Deutscher Wetterdienst 34 Umwelt Bearbeiten Die Umweltsituation ist und war in Hamburg haufig Gegenstand heftiger Auseinandersetzungen Regelmassig ist die fur zahlreiche Einwohner gesundheitsgefahrdende Belastung durch Larm aufgrund des Strassen Bahn und Luftverkehrs ein Thema Hamburg hat trotz hohem Kfz Anteil an den Wegen der Einwohner und einem hohen Pendleraufkommen das ebenfalls zu einem erheblichen Anteil mit Autos erfolgt keine Umweltzone anders als die meisten anderen deutschen Ballungsgebiete Bei der Luftverschmutzung kommen zu den fur Grossstadte typischen Belastungen aus Heizungen Stromerzeugung drei Mullverbrennungsanlagen und Autoverkehr weitere Belastungen durch hafenbezogenen Schiffsverkehr und Industrie hier auch mit Geruchsbelastigungen hinzu 35 Hamburg hat bereits seit 1978 eine Behorde die Umwelt in ihrem Namen fuhrt Sie bewarb sich fur die Stadt erfolgreich um den Titel Umwelthauptstadt Europas den Hamburg 2011 fuhren durfte was bei Umweltverbanden kritisch bewertet wurde Naturschutz Bearbeiten Debatten gab es Anfang der 2000er Jahre um die Erweiterung bei Airbus und im Zusammenhang damit das teilweise Verfullen des Muhlenberger Lochs und bis 2008 um den Neubau des Kohlekraftwerks Moorburg Bundesweit bekannt geworden sind Umweltskandale wie die Dioxin Verseuchung des Boehringer Gelandes in Billbrook und der Giftberg mit Dioxin und Parathion in Georgswerder Anfang der 1980er Jahre 36 sowie die Probleme mit belastetem oder giftigem Elbschlick unter anderem in Altenwerder 37 Zudem ist die Elbvertiefung ein Streitpunkt in der Hamburger Politik Luft Bearbeiten Bis zum Jahr 2000 ging die Luftverschmutzung mit NO2 stetig zuruck Dies wurde auf die verbindliche Einfuhrung des Katalysators und die Erneuerung der Kraftfahrzeugflotte zuruckgefuhrt Seitdem blieb die Belastung auf dem erreichten Niveau oder stieg an einigen Stationen wieder an Wegen der Uberschreitung der NO2 Grenzwerte wurde 2004 erstmals ein Luftreinhalteplan verabschiedet der Massnahmen beinhaltete die eine Einhaltung der NO2 Grenzwerte auf Dauer sicherstellen sollten 38 Die weiterhin anhaltenden NO2 Grenzwertuberschreitungen machten jedoch im Jahr 2012 eine Fortschreibung des Hamburger Luftreinhalteplans notwendig Ausserdem konnte die Zahl der pro Kalenderjahr erlaubten 35 Uberschreitungen des Tagesmittelgrenzwertes fur Feinstaub PM10 in den Jahren 2005 und 2006 erstmals nicht eingehalten werden Die 1 Fortschreibung des Hamburger Luftreinhalteplans enthalt deshalb verschiedene Massnahmen zur Reduktion der Schadstoffe NO2 und Feinstaub 39 40 Aufgrund von weiterhin anhaltenden Grenzwertuberschreitungen bei Stickstoffdioxid wurde die Stadt durch ein Urteil des Verwaltungsgerichts Hamburg vom 5 November 2014 9 K 1280 13 verpflichtet den derzeit gultigen Luftreinhalteplan so zu andern dass dieser die erforderlichen Massnahmen zur schnellstmoglichen Einhaltung des uber ein Kalenderjahr gemittelten Immissionswertes fur NO2 von 40 mg m enthalt 41 Die 2 Fortschreibung des Luftreinhalteplans in Kraft getreten am 30 Juni 2017 dient insbesondere auch der Umsetzung dieses Urteils 42 43 Klimawandel Bearbeiten In Hamburg fuhrt die globale Erwarmung zu einer grosseren Zahl von Sommertagen Heissen Tagen und Tropischen Nachten was Auswirkungen auf Arbeitsproduktivitat Konzentrationsfahigkeit und die Gesundheit der Stadtbevolkerung hat Der noch grossere Ruckgang an fur die Landwirtschaft bedeutenden Frost und Eistagen hat fur Hamburg als Stadt weniger grosse Relevanz Bezuglich der Entwicklung der Niederschlagsmengen liegen bislang keine ausreichenden Daten vor 44 Der Anstieg des Meeresspiegels wird zu einem erhohten Sturmflutrisiko und mehr Sedimenten und einer Verschiebung der Brackwasserzone in der Elbe fuhren 45 Die Stadtverwaltung beobachtet diese Folgen des Klimawandels auf der Grundlage eines Klimaplans um sie zu bewerten und Anpassungsmassnahmen zu treffen 45 Geschichte BearbeitenDieser Artikel oder Abschnitt bedarf einer Uberarbeitung Naheres sollte auf der Diskussionsseite angegeben sein Bitte hilf mit ihn zu verbessern und entferne anschliessend diese Markierung Hauptartikel Geschichte Hamburgs Die altesten festen Behausungen datieren auf das 4 Jahrhundert v Chr fur die Ortschaft die von dem antiken Wissenschaftler Claudius Ptolemaus noch als Treva bezeichnet wurde Vom 4 bis ins 6 Jahrhundert siedelten sich Sachsen im nordelbischen Raum an Im 8 Jahrhundert entstand die Hammaburg in der Karl der Grosse im Jahr 810 eine Taufkirche errichten liess um den heidnischen Norden zu missionieren 831 begrundete Ludwig der Fromme hier ein Bistum das kurze Zeit spater zum Erzbistum wurde Doch schon kurz nach der Reichsteilung von Verdun 843 uberfielen Wikinger die Region spater die slawischen Abodriten der Erzbischof verlegte seinen Amtssitz nach Bremen Hamburg 1730 Graf Adolf III von Schauenburg und Holstein war im 12 Jahrhundert der Grunder einer Handels und Marktsiedlung am westlichen Alsterufer Durch das angeblich von Kaiser Friedrich I Barbarossa 1189 verliehene Hafenrecht an diese Siedlung 46 und die Handelsprivilegien fur die ganze Unterelbe entwickelte sich die Stadt im Mittelalter zu einem florierenden Handelszentrum und galt mit ihren zeitweilig 600 Brauereien als Brauhaus der Hanse Im 14 Jahrhundert entwickelte sich Hamburg als eines der ersten Mitglieder des Kaufmannsbundes Hanse zum wichtigsten deutschen Umschlag und Stapelplatz zwischen Nord und Ostsee Ab 1510 galt Hamburg endgultig als Reichsstadt 1558 wurde die Hamburger Borse als eine der ersten Deutschlands eroffnet im Jahre 1678 unter dem Namen Opern Theatrum die erste deutsche Oper am Gansemarkt Zur Reformationszeit wurde der Stadtstaat ohne Blutvergiessen evangelisch Die Stadt Hamburg erlebte ihre kulturelle Blute vor allem im 17 und 18 Jahrhundert unter anderem mit der Grundung des Hamburgischen Nationaltheaters 1767 Auch nach dem Niedergang der Hanse und wahrend der Aufklarung und der Industrialisierung blieb die Stadt neben Berlin das bedeutendste Wirtschaftszentrum Norddeutschlands Hamburg blieb von den Auswirkungen des Dreissigjahrigen Krieges verschont und konnte diesen zum Vorteil nutzen um seine Vormachtstellung im Handel auszubauen In ihrer wechselvollen Geschichte unterstand die Stadt der danischen Konigskrone aber nie von Hamburg formal anerkannt war Teil des Heiligen Romischen Reiches deutscher Nation und Hauptstadt des Departements Elbmundung Departement des Bouches de l Elbe im franzosischen Kaiserreich Hamburger Franzosenzeit 1813 1814 wurde Hamburg vom russischen General Bennigsen belagert Als Freie Stadt trat es 1815 nach dem Wiener Kongress dem Deutschen Bund bei 1867 wurde es Mitglied des von Otto von Bismarck initiierten Norddeutschen Bundes und blieb 1871 Gliedstaat des nun in Deutsches Reich umbenannten Bundesstaates Besondere Ereignisse der Neuzeit waren der grosse Hamburger Brand 1842 die Choleraepidemie 1892 der erhebliche Flachen und Bevolkerungszuwachs 1937 38 durch das Gross Hamburg Gesetz die Bombardierungen im Zweiten Weltkrieg 1943 die Zerstorung der judischen Gemeinde Geschichte der Juden in Hamburg die Errichtung des Konzentrationslagers Neuengamme und seiner zahlreichen Nebenlager im Stadtgebiet die kampflose Ubergabe an die englischen Truppen am 3 Mai 1945 die Sturmflut 1962 die Anbindung an das internationale Strassennetz und den Flugverkehr Finkenwerder und Fuhlsbuttel die Veranderung im Hafen und die Auseinandersetzungen um die Hafenstrasse in den 1980er Jahren Hamburgs Politik war immer auf grosstmogliche Freiheit ihres Handels und politische Unabhangigkeit ausgerichtet Auch heute noch ist Hamburg als Stadtstaat weitgehend selbstandig und bietet dem Handel mit dem grossten deutschen Seehafen gute Voraussetzungen Bevolkerung BearbeitenBevolkerungsentwicklung Bearbeiten Hauptartikel Einwohnerentwicklung von Hamburg Bevolkerungsentwicklung von 1871 bis 2017 Den bislang hochsten Einwohnerstand mit gemass Melderegister 1 899 Millionen erreichte Hamburg im Jahre 2019 zuvor war der Hochststand mit 1 86 Millionen im Jahre 1964 Allerdings liegt seit dem Zensus 2011 die amtlich fortgeschriebene Bevolkerungszahl um ca 50 000 niedriger Nach 1964 fuhrte Stadtflucht Suburbanisierung zu einem Bevolkerungsruckgang bis 1986 auf rund 1 6 Millionen Einwohner Seitdem ist die Bevolkerungszahl auf 1 81 Millionen Dezember 2016 angestiegen Fur die kommenden Jahre bis 2030 wird fur Hamburg ein weiterer Bevolkerungsanstieg vorausgesagt in der mittleren Projektion auf etwa 1 9 Millionen Einwohner Neuerdings 2013 wird auch ein Wachstum auf uber zwei Millionen Einwohner diskutiert 47 2010 und 2011 wurden in Hamburg erstmals seit Jahrzehnten wieder Geburtenuberschusse verzeichnet 2010 brachten Frauen in Hamburg 17 377 Kinder zur Welt 2011 waren es 17 125 Dem standen 2010 17 060 und 2011 ebenfalls 17 060 Sterbefalle gegenuber Daraus ergab sich 2011 ein positiver Saldo von 65 Einwohnern Ausserdem sorgten 93 466 Zuzuge bei nur 81 231 Fortzugen zu einer Bevolkerungszunahme von 12 235 Einwohnern gegenuber 2010 Die durchschnittliche Lebenserwartung lag im Zeitraum 2015 17 bei 78 5 Jahren fur Manner und bei 83 2 Jahren fur Frauen Die Manner und Frauen belegen damit unter den deutschen Bundeslandern jeweils Rang 5 48 Neue Wohnungen sind in Hamburg stark nachgefragt Foto Marco Polo Terrassen in der HafenCity Bevolkerungsstruktur Bearbeiten Herkunft Bearbeiten Ende 2013 hatten 550 000 Einwohner einen Migrationshintergrund melderechtlich registrierte Personen mit deutscher Staatsangehorigkeit und zugleich auslandischer Herkunft dies sind etwa 31 Prozent aller Einwohner Hamburgs 49 Die Zahl an Auslandern melderechtlich registrierte Personen ohne deutsche Staatsangehorigkeit bezifferte sich Ende 2012 auf 238 000 Einwohner Ende 2012 wurden 197 000 Personen eingeburgert und 78 000 waren Aussiedler Der Auslanderanteil betrug Ende 2013 13 2 Prozent 49 Vertreten waren 183 Staatsangehorigkeiten Von den Einwohnern ohne deutsche Staatsangehorigkeit kamen Ende 2012 51 799 Personen aus der Turkei 20 635 aus Polen 11 732 aus Afghanistan und 11 081 aus dem ehemaligen Serbien und Montenegro Aus Mitgliedslandern der Europaischen Union kamen mehr als ein Viertel aller in Hamburg gemeldeten Auslander Beschaftigung Bearbeiten 2014 waren in Hamburg insgesamt 1 193 400 Menschen erwerbstatig 339 600 davon waren bei offentlichen und privaten Dienstleistern 393 100 im Handel Verkehr Gastgewerbe sowie im Informations und Kommunikationsbereich 304 300 im Unternehmensdienstleistungsbereich Finanzwesen Unternehmensdienstleistungen Grundstucks und Wohnungswesen 115 900 im produzierenden Gewerbe 38 200 im Baugewerbe sowie 2 400 in der Land Forst und Fischereiwirtschaft beschaftigt 50 Einkommen Bearbeiten Einkommensstruktur in den Stadtteilen ALG II Leistungs empfanger struktur in den Stadtteilen 2006 betrug das durchschnittliche steuerpflichtige Einkommen 35 887 Euro brutto jahrlich Weibliche Arbeitnehmer verdienten in Hamburg 2010 durchschnittlich rund 20 Prozent weniger als ihre mannlichen Kollegen 51 An den Flussen und an der waldreichen Peripherie des Nordostens haben sich drei grossere Gebiete etabliert in denen die Einwohner durchschnittlich uber ein besonders hohes Einkommen verfugen in den Elbvororten im Westen in den im Nordosten gelegenen Stadtteilen samt den Walddorfern und rund um die Aussenalster bzw nordlich von ihr im Bereich der nordlichen Stadtmitte Hinzu kommt der im Osten liegende Stadtteil Marienthal Die hochsten durchschnittlichen Einkunfte haben die Einwohner der Elbvororte Nienstedten liegt mit durchschnittlich 170 408 Euro 2007 weit vorn gefolgt von Blankenese mit 110 108 Euro In den Walddorfern erreichen die Einwohner in Wohldorf Ohlstedt mit durchschnittlich 105 305 Euro 2007 die hochsten Einkommen In den Stadtteilen rund um die Aussenalster verfugen die Harvestehuder uber 88 746 Euro 2007 Hamburg ist die Stadt mit den meisten Vermogens Millionaren Deutschlands 52 Hamburg hatte 2019 ausserdem mit 10 9 die hochste Reichtumsquote im Vergleich der Bundeslander 53 und den hochsten Anteil an Einkommensmillionaren 54 Der Gurtel der einkommensschwachen Gegenden zieht sich von Billstedt im Osten bis an die ostliche Innenstadt die Elbinsel Wilhelmsburg mit der Veddel und das sudlich der Elbe gelegene Harburg die westlichen Stadtteile Altona Altstadt Altona Nord und St Pauli Daruber hinaus sind die ostlichen Stadtteile Dulsberg Barmbek Nord und Steilshoop und der westliche Stadtteil Lurup betroffen Das geringste durchschnittliche Einkommen haben die Einwohner der auf der Elbinsel gelegenen Stadtteile Veddel Kleiner Grasbrook und Steinwerder mit 11 756 bis 15 491 Euro 2007 Danach folgt der Stadtteil Rothenburgsort mit 18 850 Euro All diesen Stadtteilen ist die Nahe zum Hamburger Hafen und zu den Industrie und Gewerbegebieten gemein Der einkommensschwachste Stadtteil im zentralen Stadtgebiet ist Dulsberg mit einem durchschnittlichen Jahreseinkommen von 18 927 Euro Der Stadtteil weist eine altere sehr dichte Bebauung auf 55 Leistungsempfanger Bearbeiten Die Quote der Leistungsempfanger nach dem Zweiten Buch Sozialgesetzbuch kurz SGB II die Arbeitslosengeld II beziehen lag hamburgweit im Marz 2013 bei durchschnittlich 10 3 Prozent und damit unter dem Durchschnitt des Stadtstaates Berlin und des Landes Bremen von 14 5 Prozent In den einkommensstarken Gebieten in den nordlichen Stadtteilen sudlichen Randgebieten und im grossten Teil des Bezirks Bergedorf sind vergleichsweise wenige Leistungsempfanger registriert Die Quote liegt dabei teilweise bei unter einem Prozent In den einkommensschwachen dichtbesiedelten Altbau Stadtteilen Altona und St Pauli sowie in Stadtteilen mit Hochhaussiedlungen wie Steilshoop Lurup und Hausbruch liegt der Anteil der Hilfeempfanger hoher Bei uber 22 Prozent Hilfeempfanger liegen die Stadtteile die sich im Osten von Jenfeld bis in den Suden nach Wilhelmsburg ziehen und durch Industrie und oder Hochhaussiedlungen wie Mummelmannsberg oder Kirchdorf Sud gepragt sind 56 Religionen und Weltanschauungen Bearbeiten Hauptkirche St Michaelis Michel historisches Wahrzeichen Hamburgs Hauptartikel Religion und Weltanschauung in Hamburg Konfessionsstatistik Bearbeiten Gemass dem Zensus 2011 waren 29 8 der Einwohner evangelisch 9 8 romisch katholisch und 60 4 waren konfessionslos oder gehorten einer anderen Religionsgemeinschaft an 57 Die Zahl der Katholiken und vor allem die der Protestanten ist seitdem gesunken Ende 2019 hatte Hamburg 1 844 216 Einwohner 446 802 24 2 Protestanten 58 177 567 9 6 Katholiken und 66 2 hatten entweder eine andere oder keine Religionszugehorigkeit 59 Religionsgeschichte Bearbeiten Hamburg war seit der Reformation eine evangelisch lutherisch gepragte Stadt Der Rat der Stadt Hamburg unterzeichnete die lutherische Konkordienformel von 1577 60 Durch seine Stellung als wichtige Hafenstadt war es aber schon lange offen fur andere Konfessionen So entstand hier zum Beispiel 1834 die erste deutsche Baptistengemeinde In Altona wurde bereits 1601 die heute noch bestehende Hamburger Mennonitengemeinde gegrundet Auch fur die Apostolischen Gemeinschaften ist die Hansestadt ein wichtiger Ort Von hier aus erfolgte die Trennung der Allgemeinen Christlichen Apostolischen Mission von den katholisch apostolischen Gemeinden und die Entwicklung zur Neuapostolischen Kirche Heute gibt es 16 neuapostolische Kirchen in Hamburg 61 ebenso ist in Hamburg der Sitz der Neuapostolischen Kirche Norddeutschland Hamburg ist ausserdem seit 1995 Sitz des romisch katholischen Erzbistums Hamburg mit seinem Zentrum im Neuen Mariendom Hamburg ist auch der Geburtsort der Jesus Freaks und der Flussschifferkirche einem Kirchenschiff im Binnenhafen Seit 1910 gibt es auch in Hamburg Jehovas Zeugen Die judische Gemeinde hat in Hamburg eine lange Tradition die Ende des 16 Jahrhunderts mit der Ansiedelung europaischer Juden begann und uber die Jahrhunderte verschiedene Synagogen im Hamburger Raum entstehen liess Wahrend der Novemberpogrome 1938 wurden die meisten Synagogen zerstort Der 1611 gegrundete judische Friedhof in Altona auf dem sowohl von der Iberischen Halbinsel eingewanderte Juden Sepharden als auch mittel und osteuropaischen Juden Aschkenasim bestattet wurden ist heute noch Zeugnis dieser uber Jahrhunderte wahrenden Geschichte Auf Grund seines Alters und der Anzahl an wertvollen Grabsteinen zahlt der Friedhof zu den bedeutendsten judischen Graberfeldern der Welt 62 Die Judische Gemeinde Hamburg ist heute mit ca 3500 Mitgliedern eine der grossten judischen Gemeinden Deutschlands Das Zentrum judischen Lebens in der Stadt befindet sich rund um die Talmud Tora Schule am Grindel im Bezirk Eimsbuttel Seit den 1960er Jahren gibt es einen bedeutenden Anteil muslimischer Bevolkerung Am 22 Juni 1957 wurde in Stellingen mit der Fazle Omar Moschee die erste Moschee die nach dem Zweiten Weltkrieg in Deutschland entstanden ist von der Ahmadiyya Muslim Jamaat eroffnet Auch asiatische Religionen sind in Hamburg in zunehmendem Masse vertreten Die Anhangerschaft des Buddhismus besteht sowohl aus asiatischen Einwanderern als auch aus deutschstammigen Konvertiten Insbesondere die buddhistischen Richtungen Zen und tibetischer Buddhismus geniessen eine gewisse Popularitat Sprache und Mundarten Bearbeiten Bis weit ins 19 Jahrhundert war Niederdeutsch die allgemeine Umgangssprache in der Stadt Dann wurde es vom Hochdeutschen das schon seit dem 16 Jahrhundert zunehmend als Schriftsprache Verwendung fand immer starker zuruckgedrangt und verschwand um die Mitte des 20 Jahrhunderts schliesslich weitgehend aus dem offentlichen Gebrauch Gegen diesen Trend veroffentlichte die Pressestelle der Burgerschaft 1980 eine plattdeutsche Fassung der Hamburgischen Verfassung Der niederdeutsche Einfluss bleibt jedoch auch im Hochdeutschen allgegenwartig und manifestiert sich besonders im Missingsch Das Hamburger Platt wird aber noch von vielen Hamburgern verstanden und gesprochen sowie in Literatur Zeitungskolumnen usw gepflegt Dokumentiert wird es im Hamburgischen Worterbuch sowie in einigen dialektologischen Dissertationen 63 Der bekannteste Ort der Mundartpflege in Hamburg ist das Ohnsorg Theater das Auffuhrungen in niederdeutscher Sprache anbietet Infolge der starken Einwanderung seit den 1960er Jahren sind in einigen Stadtteilen neben der deutschen Sprache auch andere Sprachen im offentlichen Raum gegenwartig Turkisch Persisch Paschto Kurdisch und Albanisch in Altona St Georg Harburg Veddel und Wilhelmsburg Portugiesisch im Hafenviertel Portugiesenviertel sowie vor allem durch Teile der deutschstammigen Aussiedler bzw Spataussiedler auch Russisch und Polnisch Nach der Studie der Universitat Hamburg aus dem Jahr 2015 gehoren rund 25 000 Hamburger also 1 4 der danischen Minderheit an 64 Rechtlichen Status nach der Europaischen Charta der Regional oder Minderheitensprachen besitzen in Hamburg die Regionalsprache Niederdeutsch gemass Teil III der Charta und die Minderheitensprache Romanes gemass Teil II der Charta Siehe auch Hamburger Dialekt Personlichkeiten Bearbeiten Die lange Geschichte Hamburgs weist eine grosse Anzahl von wichtigen Personen aus allen Bereichen auf Die Liste von Personlichkeiten der Stadt Hamburg kann daher nur eine Auswahl ohne Bewertung bieten und steht stellvertretend fur die zahllosen ungenannten Menschen die die Stadt pragten und von ihr gepragt wurden 86 der nach Personen benannten Strassen sind in Hamburg nach Mannern und 14 nach Frauen benannt 65 Siehe auch Hamburger Ehrenburger Hamburger Burgermeister und Hamburger Hauptpastoren Haustiere Bearbeiten Hunde Bearbeiten 2016 waren im Hamburger Hunderegister 73 394 Tiere eingetragen 66 Seit 2007 besteht in Hamburg fur Hunde ausserhalb von Privatgrundstucken und den ungefahr 122 Hundeauslaufzonen eine generelle Leinenpflicht 67 Sogenannte gefahrliche Hunde sind auch innerhalb der Hundeauslaufzonen anzuleinen 68 Vom Leinenzwang im Stadtgebiet ausgenommen sind Hunde die erfolgreich eine Gehorsamsprufung abgelegt haben 69 Eingezaunte und nicht eingezaunte Auslaufzonen fur Hunde finden sich beispielsweise im Alstervorland und Holtigbaum am Kupferteich auf der Horner Rennbahn sowie im Ojendorfer Park Die Gesamtflache der unterschiedlich grossen Hundeauslaufzonen betragt mehr als 239 Hektar 70 Ausserhalb von Hundeauslaufzonen gilt in offentlichen Grun und Erholungsanlagen stets Leinenzwang ausgenommen sind freigegebene Wege Pfade und Rasenflachen fur gehorsamsgeprufte Hunde 70 In einige Hamburger Parkanlagen durfen Hunde ausgenommen Fuhrhunde grundsatzlich nicht mitgenommen werden 71 Auch ist die Mitnahme von Hunden auf Hamburger Wochenmarkte und Volksfeste z B den DOM sowie zum Hafengeburtstag nicht gestattet 72 73 Nach dem Hamburger Hundegesetz gilt in der Hansestadt eine Chip Registrier und Versicherungspflicht Erstmals 1954 war Hamburg Austragungsort fur das Deutsche Windhund Derby Das Rennen findet seit 2001 auf der Hunderennbahn am Holtigbaum statt Veranstalter ist der Norddeutsche Windhund Rennverein 74 Pferde Bearbeiten Hauptartikel Pferdesport in Hamburg Mindestens 3800 Pferde wurden im Jahr 2013 in Hamburg gehalten Politik und Staat Bearbeiten Hauptartikel Politik in Hamburg Sitz der Burgerschaft Parlament und des Senats Landesregierung Das prachtige Hamburger Rathaus im historistischen Stil der Neorenaissance 1897 errichtet Der Turm ist 112 m hoch und damit eine markante Landmarke im Hamburger Stadtbild Plenarsaal der Hamburgischen Burgerschaft im Hamburger Rathaus Sitz des Hamburgischen Verfassungsgerichtes und Hanseatisches Oberlandesgericht Staatsrecht Bearbeiten Die Freie und Hansestadt Hamburg ist als Stadtstaat ein Land Gliedstaat der Bundesrepublik Deutschland und zugleich als Stadt eine Einheitsgemeinde Hamburg verfugt uber eine lange Tradition als burgerliche Stadtrepublik und ist heute gemass der Landesverfassung ein demokratischer und sozialer Rechtsstaat Eine Trennung von gemeindlichen und staatlichen Aufgaben erfolgt nicht Die Staatsgewalt geht vom Volk aus das das Landesparlament die Hamburgische Burgerschaft wahlt eigene Entscheidungen durch Volksgesetzgebung einbringt und in der Verwaltung wie in den Deputationen mitwirkt Die Regierung des Landes ist der Senat dessen Prasident der Erste Burgermeister ist Der Erste Burgermeister wird seit Anderung der Verfassung 1996 direkt durch die Burgerschaft gewahlt hat seitdem die Richtlinienkompetenz in der Politik und beruft seinen Stellvertreter Zweiter Burgermeister und die ubrigen Senatoren die von der Burgerschaft bestatigt werden mussen Jeder Senator leitet als Prases eine der Senatsbehorden vergleichbar einem von einem Minister geleiteten Ministerium in anderen Landern Zu Hamburgs Verfassungsorganen zahlt neben Burgerschaft und Senat zudem noch das Hamburgische Verfassungsgericht als Landesverfassungsgericht Auf der Ebene der jeweiligen Bezirke in Hamburg wird mit den Bezirksversammlungen jeweils eine eigene Volksvertretung gewahlt Diese haben rechtlich allerdings die Stellung von Verwaltungsausschussen mit eingeschrankten Kompetenzen Auf uberregionaler Ebene hat Hamburg einen Sitz drei Stimmen im Bundesrat und ist mit sechs Direktmandaten der Wahlkreise Mitte Altona Eimsbuttel Nord Wandsbek und Bergedorf Harburg sowie weiteren Abgeordneten uber die Landesliste im Bundestag vertreten Hamburg ist Mitglied im Deutschen Stadtetag und entsendet einen Vertreter in den Ausschuss der Regionen Eine Landerfusion also ein Zusammenschluss Hamburgs mit anderen norddeutschen Landern wird seit Jahrzehnten unter dem Begriff Nordstaat gelegentlich ins Gesprach gebracht Aus dieser Diskussion ist eine starkere landerubergreifende Zusammenarbeit in verschiedenen Bereichen wie in der Metropolregion Hamburg oder gemeinsamen Einrichtungen wie dem Statistikamt Nord hervorgegangen Wahl zur Hamburgischen Burgerschaft 2020 Bearbeiten Hauptartikel Burgerschaftswahl in Hamburg 2020 Die Wahl zur 22 Hamburgischen Burgerschaft fand am 23 Februar 2020 statt 2015 Wahl zur Burgerschaft 2020 2025 Vorlaufiges Gesamtergebnis Landesliste 75 403020100 39 224 211 29 15 34 961 41 33 4 SPDGruneCDULinkeAfDFDPPARTEIVoltSonst Gewinne und Verluste im Vergleich zu 2015 p 12 10 8 6 4 2 0 2 4 6 8 6 4 11 9 4 7 0 6 0 8 2 47 0 5 1 3 0 1SPDGruneCDULinkeAfDFDPPARTEIVoltSonst Die amtierende rot grune Regierungskoalition gewann im vorlaufigen Ergebnis der Landesliste insgesamt an Zustimmung und hat erstmals auch eine Zweidrittelmehrheit Die SPD blieb dabei starkste Kraft verlor jedoch vier Sitze wahrend der bisherige Regierungspartner Bundnis 90 Die Grunen seine Mandate von 15 auf 33 erhohte Die CDU verlor rund ein Drittel ihres Stimmenanteils und musste mit 11 2 ihr zweitschlechtestes Ergebnis bei der Wahl eines Landesparlaments seit Parteigrundung hinnehmen Die Linke gewann leicht hinzu Die AfD verlor erstmals seit ihrer Grundung 2013 im Vergleich zu einer vorangegangenen uberregionalen Wahl erreichte aber mit 5 3 erneut die Burgerschaft Auch die FDP verlor ein gutes Drittel ihres Stimmenanteils und scheiterte nach dem vorlaufigen Resultat mit 4 961 an der Funfprozenthurde Die Spitzenkandidatin Anna Elisabeth von Treuenfels Frowein hat aber ein Direktmandat im Wahlkreises Blankenese gewonnen und wird somit in der Burgerschaft vertreten sein Vertretungen und Konsulate Bearbeiten Amerikanisches Generalkonsulat Alsterufer 27 28 Die wirtschaftliche Bedeutung Hamburgs fur den Aussenhandel der Bundesrepublik Deutschland Hamburg das Tor zur Welt sowie die Bedeutung als wichtiges Zentrum von Industrie Handel und Logistik als Sitz von auslandischen Unternehmen und mit einer Bevolkerung in der mehr als 180 verschiedene Staatsangehorigkeiten vertreten sind hat dazu gefuhrt dass Hamburg mit 100 Konsulaten April 2010 nach New York Frankfurt am Main und Hongkong der viertgrosste Konsularstandort weltweit ist Uber den Hafen bestanden bereits seit der Hansezeit Handelsbeziehungen zu anderen Stadten und Landern Die ersten Vertretungen wurden von europaischen Staaten eroffnet bevor im 18 und 19 Jahrhundert auch Staaten aus Nord und Sudamerika hinzukamen Osterreich seit 1570 und Frankreich 1579 betreiben derzeit die am langsten ansassigen Konsulate Besonders bekannt ist das Amerikanische Generalkonsulat am Alsterufer 27 28 das ursprunglich von Martin Haller als Doppelvilla erbaut wurde Es wird oft als das Weisse Haus an der Alster bezeichnet 76 Auswartige Vertretungen Hamburgs Hamburg seinerseits hatte ebenfalls bereits fruh auswartige Vertretungen Dies reichte von den gemeinschaftlichen Handelskontoren der Kaufleute der Hansezeit uber gemeinsame konsularische Vertretungen mit den verbliebenen Hansestadten Lubeck und Bremen Heute besteht die Vertretung der Freien und Hansestadt Hamburg beim Bund als Landesvertretung in Berlin Als gemeinsame Vertretung von Hamburg und Schleswig Holstein besteht das Hanse Office bei der Europaischen Union in Brussel und in St Petersburg Gemeinsam mit der Handelskammer Hamburg und anderen Partnern unterhalt der Senat zudem die Hamburg Vertretungen Hamburg Liaison Office in Shanghai und Hamburg Representative Office in Dubai Zudem besteht im Ausland ein Netzwerk von ehrenamtlichen Botschaftern den Hamburg Ambassadors die vom Ersten Burgermeister ernannt werden und fur die Stadt werben sollen Siehe auch Liste der Konsulate und Handelsvertretungen in Hamburg Stadtepartnerschaften Bearbeiten Stadtepartnerschaften Hamburgs Russland Sankt Petersburg in Russland seit 1957Frankreich Marseille in Frankreich seit 1958China Volksrepublik Shanghai in der VR China seit 1986Deutschland Dresden in Deutschland seit 1987Japan Osaka in Japan seit 1989Nicaragua Leon in Nicaragua seit 1990Tschechien Prag in Tschechien seit 1990Vereinigte Staaten Chicago in den USA seit 1994Tansania Daressalam in Tansania seit 2010 77 Hamburg unterhalt Partnerschaften mit neun Stadten vor allem mit anderen Hafenstadten 78 Der erste mundliche Partnerschaftsvertrag wurde 1957 mit Leningrad dem heutigen Sankt Petersburg Russland geschlossen Der Hamburger Senat war gegen den Willen des Auswartigen Amtes einer Einladung in die Sowjetunion gefolgt Die Partnerschaft ist die alteste zwischen einer deutschen und einer damals sowjetischen Stadt Seit 1981 gibt es Hamburg Tage in Leningrad Die Partnerschaft umfasst seit 1990 auch finanzielle Unterstutzung in sozialen Angelegenheiten Im Krisenwinter von 1990 1991 halfen Hamburger Burger mit 400 000 Hilfspaketen gegen den Hunger in Sankt Petersburg Es gibt einen Austausch von Schulern Sportlern Wissenschaftlern und Kunstlern 79 Im Rahmen der Deutsch franzosischen Freundschaft wurde 1958 die Partnerschaft mit Marseille besiegelt Sie ist gepragt durch den Austausch auf wirtschaftlicher Ebene Schuler und Jugendaustausch Hamburg hat ahnliche Problemstellungen wie die Partnerstadt Marseille Dies betrifft den Hafen Hafenausbau die Entwicklung von alten Hafenflachen die Architekturen der HafenCity in Hamburg und der Euromediterrane in Marseille sowie die Integration von Zuwanderern 80 81 Zwischen der Schulbehorde Hamburg und der Academie d Aix Marseille besteht eine institutionelle Partnerschaft uber die Zusammenarbeit beim Schuleraustausch und bei der Lehrerbildung 82 Die Zusammenarbeit wird um das Projekt der Digitalisierung und der Verringerung von Emissionen erweitert Es gibt eine Kooperationsvereinbarung zwischen HafenCity GmbH und Euromediterrannee 83 Die 1986 begonnene Partnerschaft mit Shanghai Volksrepublik China wurde 1989 nach den Massaker auf dem Platz am Tor des Himmlischen Friedens eingefroren Der Austausch in kulturellen und wirtschaftlichen Bereichen bestand jedoch weiter Hamburg und China haben seit Jahrhunderten gute Handelsbeziehungen Alle zwei Jahre im Herbst findet in Hamburg die dreiwochige Veranstaltungsreihe China Time mit Vortragen Konzerten und Ausstellungen statt Themen sind Kunst Kultur Bildung Wirtschaft Recht Politik Gesundheit Bewegungskunst und Heilwissen 84 Die Stadtepartnerschaft beinhaltet insbesondere auch die Partnerschaft zu Shanghais seit 2003 im Bau befindlichen Hafenstadt Lingang New City Am 14 Dezember 1987 wurde die Partnerschaft mit der Elbstadt Dresden damals Deutsche Demokratische Republik in Dresden und am 16 Dezember 1987 in Hamburg unterzeichnet Sie war durch Gesprache zwischen Dohnanyi und Erich Honecker bei der 750 Jahr Feier in Ost Berlin vereinbart worden Nach der Wiedervereinigung wurde 1990 ein Beauftragter der Freien und Hansestadt Hamburg in Dresden und Sachsen ernannt Ab 1991 half Hamburg bei der Strukturierung der Dresdener Verwaltung Im Jahr 2002 half Hamburg der Stadt Dresden bei der Bewaltigung der Folgen der Elbflut 85 Schwerpunkt ist der regelmassige Austausch in der Kunstszene und die Reinhaltung der Elbe 81 Hamburg und Dresden fuhren beide seit den fruhen Nachkriegsjahren eine Partnerschaft mit Sankt Petersburg Die Partnerschaft mit Osaka Japan wurde 1989 geschlossen nachdem der Senat seine bisherige aussenpolitische Haltung aufgegeben und eine Orientierung in sogenannten Schwerpunktregionen beschlossen hatte Hohepunkt der Partnerschaft war die Eroffnung des japanischen Gartens in Planten un Blomen Zu Leon in Nicaragua besteht seit 1990 eine Partnerschaft die hauptsachlich von Hamburger Entwicklungshilfe gepragt ist Am 19 April 1990 wurde in Hamburg im Rahmen der Ost West Annaherung eine Partnerschaft mit der damaligen tschechoslowakischen heute tschechischen Hauptstadt Prag zwischen dem Ersten Burgermeister von Hamburg Henning Voscherau und Prags Primator Jaroslav Koran geschlossen Moldau und Elbe verbinden Prag und Hamburg Im Dezember 2012 half Hamburg bei der Bewaltigung der Folgen des Moldau Hochwassers 86 Die Stadtepartnerschaft konzentriert sich auf Verwaltung Infrastruktur kulturellen Austausch Schuleraustausch und Wirtschaftsforen 81 Auf Initiative Chicagos besteht seit 1994 eine weitere Stadtepartnerschaft Grunde waren die grosse Zahl von in Chicago lebenden Nachfahren deutscher Auswanderer des neunzehnten Jahrhunderts und ein grosses Interesse Hamburger Schulen an einer deutsch amerikanischen Partnerschaft Im Juni 2010 wurde die Stadtepartnerschaft mit Daressalam in Tansania durch die Hamburger Burgerschaft bestatigt und am 1 Juli durch den Hamburger Burgermeister und den Burgermeister Daressalams besiegelt Weitere Vertrage oder Partnerschaften Der Hamburger Hafen nimmt in Bezug auf Partnerschaften eine Sonderstellung ein Mit einigen der Hafen zu denen Hamburgs Hafen in Verbindung steht wurden Hafenpartnerschaften zum regelmassigen fachlichen Wissensaustausch begrundet Seit 1992 besteht die erste Partnerschaft mit dem Hafen von Yokohama Japan Es folgten Hafenpartnerschaften mit Kaohsiung auf Taiwan dem Hafen von Shanghai China 2004 Montevideo Uruguay Dar es Salaam Tansania 2010 Shenzhen China Busan Sudkorea 2010 Halifax Kanada 2014 und als jungste Hafenpartnerschaften 2015 die Hafen von Goteborg Schweden und Bronka St Petersburg Russland 87 88 Die Partnerschaft mit Daressalam umfasst Klimaschutzprojekte Zusammenarbeit von Kliniken Schulen sowie bei Berufsbildung und Kunst 89 Zudem existieren unabhangige Bezirkspatenschaften So unterhalt der Bezirk Hamburg Mitte offizielle Beziehungen zu Shanghais innerem Stadtbezirk Hongkou seit 2007 der Bezirk Eimsbuttel zur Stadt Warna Bulgarien seit 2003 sowie der Bezirk Wandsbek mit Londons Bezirk Waltham Forest fruher Leyton seit 1949 90 Bereits aus dem Jahr 1281 stammt ein Beistands und Partnerschaftsabkommen mit Wohrden im heutigen Kreis Dithmarschen in Schleswig Holstein Dieses wurde vom Hamburger Senat im Juli 2007 offiziell erneuert zahlt aber nicht zu den Stadtepartnerschaften im modernen Sinne 91 Hamburg ist seit Juni 2019 Teil des Fab City Netzwerks deren Mitglieder bis 2054 alle Konsumguter selbst herstellen wollen 92 Damit soll das urbane Wirkungsprinzip des Product In Trash Out durch offene Dokumentation und lokale Produktion ersetzt werden 93 Hoheitszeichen Bearbeiten Grosses Staatswappen Kleines Staatswappen Frei verwendbares Wappenzeichen Staatsflagge Flagge des Senats Landesflagge Admiralitatswappen Admiralitatsflagge Logo Hamburg hat drei Wappen drei Flaggen ein Wappenzeichen ein Logo und einen Stander Die Landesflagge und das Wappenzeichen durfen von den Burgern frei verwendet werden die Verwendung der weiteren Hoheitszeichen ist dem Staat vorbehalten In der Landesverfassung sind die Gestalt von Wappen und Flagge sowie die Landesfarben weiss rot geregelt 94 Letztere entsprechen den traditionellen Farben der Hanse Wappen Logo Wappenzeichen Bearbeiten Das kleine Staatswappen zeigt eine weisse bzw silberne Burg in rotem Schild und geht auf die Stadtsiegel des 12 und 13 Jahrhunderts zuruck Der mittlere Turm auf dem ein Kreuz steht wird als Hinweis auf den Sitz eines Bischofs und als Darstellung des mittelalterlichen Mariendoms gedeutet welcher der Schutzpatronin der Stadt geweiht war und von der auch die Mariensterne uber den Seitenturmen ihren Namen haben sollen Die Gestaltung der Burg variierte im Laufe der Zeit erheblich Das Tor war mal geoffnet mit Fallgitter versehen oder als Ausdruck einer wehrhaften Stadt und der Unabhangigkeit gegenuber anderen Landesherren geschlossen Seit 1835 besteht das Wappen mit geringen Anderungen in seiner heutigen Form Das von Senat und Burgerschaft verwendete grosse Staatswappen 95 mit Helm Helmzier und Lowen als Schildhalter entstand im 16 Jahrhundert Ursprunglich wurde die Burg entsprechend der Backstein Bauweise in Hamburg rot und der Fond weiss dargestellt Dies wurde beim 1998 vom Designer Peter Schmidt entworfenen Hamburg Logo wieder aufgenommen Die Welle symbolisiert darin die Dynamik und Bedeutsamkeit des Hafens wahrend das offene Tor der roten Burg auf Hamburgs Weltoffenheit hindeutet 95 Mit dem eigens entwickelten Hamburg Symbol erfullte der Senat den Wunsch der Burger nach einem von jedem verwendbaren Wappenzeichen als Ausdruck der Zugehorigkeit oder Verbundenheit zu Hamburg Flaggen und Admiralitat Bearbeiten Die Landesflagge zeigt die Wappen Burg auf rotem Grund Mit dem altesten derartigen Gesetz regelte Hamburg die Flaggenfuhrung auf Schiffen seit 1270 Zunachst ist es eine rote Flagge auf die spater das Wappen gesetzt wird Aufgrund zunehmender Uneinheitlichkeit von Farben und Burg wird die genaue Gestaltung vom Senat 1751 und nochmals 1834 mit durchgreifenderem Erfolg festgelegt Die Gestaltung der Burg folgt seit 1860 der Wappen Darstellung Die Staatsflagge ist dem Senat vorbehalten Sie zeigt das grosse Wappen mit weisser Umrahmung auf rotem Grund und wurde 1897 geschaffen Eine schwarz rot golden unterlegte Staatsflagge bildet den Stander der vom Ersten Burgermeister und dem Burgerschaftsprasidenten bei Staatsbesuchen am Fahrzeug gefuhrt wird 95 Ein Wappen der Admiralitat die Wappen Burg mit darunter gelegtem Anker besteht seit 1642 und wird von staatlichen Wasserfahrzeugen gefuhrt Ebenso tragen diese die Admiralitatsflagge die das Wappen auf rotem Grund zeigt als Bugflagge Gosch Sie wird sonst ausschliesslich von Behorden verwendet die der Seeschifffahrt dienen 95 Siehe auch Landeswappen Hamburgs Liste der Flaggen deutscher Lander und Liste der Wappen in Deutschland Hymne Stadtname Stadtpatrone Wahlspruche Bearbeiten Die bei offiziellen Anlassen verwendete aber nicht rechtlich festgeschriebene Landeshymne Hamburgs ist Stadt Hamburg an der Elbe Auen Das 1828 entstandene Lied wird auch Hammonia genannt eine neulateinische Form des Stadtnamens eigentlich Hamburgum 1370 wird in einem Schreiben der Stadtname erstmals falschlich als Burg bzw Stadt des Hammon romischer Gott Jupiter bezeichnet Tatsachlich leitet sich der Name Hamburg ausgehend von der Hammaburg im 9 Jahrhundert vom altsachsischen Wort hamme ham fur ein in die Marsch vorspringendes erhohtes auch bewaldetes Gelande am Ufer von Fluss oder Sumpf ab Die Bezeichnung Hammonia als Name der Schutzgottin der Stadt geht auf eine 1710 geschaffene Kantate von Barthold Heinrich Brockes 96 zuruck und wird nachfolgend auch haufig als bildliche Allegorie in Form einer Frauengestalt dargestellt die die Stadt reprasentiert Stadtpatronin der Zeit vor der Reformation ist hingegen Maria der auch der ehemalige Hamburger Mariendom geweiht war Der lateinische Inschrift uber dem Portal des Rathauses Libertatem quam peperere maiores digne studeat servare posteritas sinngemass Die Freiheit die die Alten erwarben moge die Nachwelt wurdig zu erhalten sich bemuhen wird auch als Wahlspruch der Stadt angesehen ist als solcher jedoch nicht verankert Er war bereits an zwei fruheren Stadttoren und im mittelalterlichen alten Rathaus zu lesen und weist auf das Selbstbewusstsein eines Stadtstaates hin der als reichsunmittelbare Freie Reichsstadt jedwede Furstenherrschaft abgestreift hat 97 Am Sitz von Parlament und Landesregierung wird er heute auch im Hinblick auf die errungene freiheitlich Demokratie und die republikanische Tradition der Stadt gedeutet Seit Beginn des 19 Jahrhunderts tragt die Stadt auch offiziell den Beinamen Freie Stadt als ehemals vollig souveraner Staat und heutiges Bundesland In gleicher Zeit wurde der bereits zuvor verwendete Zusatz Hansestadt wie auch in den beiden anderen gemeinsamen Erben der Hanse der Schwesterstadte Bremen und Lubeck Teil des Staatstitels Der Ausspruch Hamburg Das Tor zur Welt oder Deutschlands Tor zur Welt besitzt seit langem eine hohe Bekanntheit im Gegensatz zu anderen kurzfristigen Beinamen oder Spruchen der Stadtwerbung Er tauchte erstmals nach dem Beitritt Hamburgs zum deutschen Zollgebiet 1888 auf einer Zeit in der sich Hamburg zu einem der fuhrenden Welthafen entwickelte 98 In der Praambel der 1952 verabschiedeten Landesverfassung bezeichnet Hamburg sich selbst als Welthafenstadt die eine ihr durch Geschichte und Lage zugewiesene besondere Aufgabe gegenuber dem deutschen Volke zu erfullen hat Sie will im Geiste des Friedens eine Mittlerin zwischen allen Erdteilen und Volkern der Welt sein Auszeichnungen Bearbeiten Zuruckgehend auf das Hamburger Stadtrecht des 13 Jahrhunderts durfen Hanseaten keine Auszeichnungen fremder Herren annehmen An diese Tradition halt man sich in der Regel bis heute und sie ist insbesondere bei Bediensteten des Staates vorgeschrieben So lehnte der Hamburger Senator und Bundeskanzler Helmut Schmidt mehrfach die Annahme des Bundesverdienstordens ab Da Hamburg auch selbst keine Orden vergibt ehrt der Senat seit 1813 Personlichkeiten mit der Ehrenburgerwurde als wichtigster Auszeichnung siehe Liste Hamburger Ehrenburger 99 Daneben bestehen eine Reihe weiterer Auszeichnungen Medaillen Ehrentitel und Kulturpreise der Stadt und die Vergabe der traditionellen Portugaleser Munzen weitere Preise Burgermeister Stolten Medaille Biermann Ratjen Medaille Lessing Preis Bach Preis Lichtwark Preis Fritz Schumacher Preis Hubert Fichte Preis Edwin Scharff Preis Aby M Warburg Preis Medaille fur treue Arbeit im Dienste des Volkes 100 Daruber hinaus werden von anderen Hamburger Institutionen oder Stiftungen weitere Auszeichnungen und Preise vergeben Hauptartikel Liste staatlicher Hamburger Auszeichnungen Webauftritt Bearbeiten Der Webauftritt der Stadt Hamburg hamburg de bietet mit Hotelangeboten Veranstaltungsankundigungen Jobinformationen und weiteren Informationen ein breites Angebot Die Stadt Hamburg ist mit 87 Prozent an dem Portal beteiligt die Hamburger Sparkasse mit 10 5 Prozent und die Sparkasse Harburg Buxtehude mit 2 5 Prozent 101 Der Webauftritt hatte im Mai 2015 knapp 5 2 Millionen Besucher 102 Neuburger Service Bearbeiten Der Hamburger Neuburger Service Hamburg Welcome Center im Gebaude der Handelskammer am Alten Wall macht Neuburger auswartige auslandische Unternehmen und ihre Mitarbeiter sowie qualifizierte auslandische Fachkrafte und auslandischen Studenten mit der Infrastruktur und den Behorden der Stadt vertraut 103 Kultur Bearbeiten Hauptartikel Kultur in Hamburg vergrossern und Informationen zum Bild anzeigen Aussicht auf die Stadt Hamburg vom Turm Sankt Michaelis Michel September 2013 Hamburg hat uber 60 Theater uber 100 Musikclubs etwa 60 Museen rund 280 Musikverlage und 200 Tontrager Unternehmen Ausserdem leben und arbeiten in Hamburg mehr als 10 000 selbststandige Kunstler 104 Es gibt fast 30 Kinos und Programmkinos Uber 10 3 Millionen Besucher zahlte 2006 die Hamburger Kulturbehorde alleine fur Veranstaltungen die offentlich gefordert wurden 104 4 2 Millionen Besucher zahlten die Theaterbuhnen der Stadt in der Saison 2005 2006 Hamburg ist mit 2383 Theaterbesuchern je 1000 Einwohner fuhrend in Deutschland und liegt selbst nach Abzug der Musicalbesucher vor den nachfolgenden Landern Bremen 921 und Berlin 907 105 Zudem sind in Hamburg einige Sehenswurdigkeiten von uberregionaler Bedeutung beheimatet In einer weltweiten Umfrage der Deutschen Zentrale fur Tourismus wurden 2017 erneut zahlreiche Hamburg Sehenswurdigkeiten unter die Top 100 in Deutschland gewahlt darunter das Miniatur Wunderland auf Platz 1 Siehe auch Beliebteste Sehenswurdigkeiten Deutschlands DZT Kulinarische Spezialitaten Bearbeiten Hauptartikel Hamburger Kuche Zu den bekannten Hamburger Gerichten gehoren unter anderem Birnen Bohnen und Speck Scholle Finkenwerder Art Stint Grunkohl Hamburger Aalsuppe Labskaus Snuten un Poten Rundstuck warm Rote Grutze Schwarzsauer und Franzbrotchen Hamburgensien Bearbeiten Hauptartikel Hamburgensie Hamburger Liedgut Bearbeiten Neben der rechtlich inoffiziellen Hymne des Landes Stadt Hamburg an der Elbe Auen gibt es viele Lieder mit Bezug zu Hamburg wie zum Beispiel Auf der Reeperbahn nachts um halb eins unter anderem gesungen von Hans Albers oder In Hamburg sagt man tschuss unter anderem gesungen von Heidi Kabel sowie dem Shanty Ick heff mol een Hamborger Veermaster seh n Bis in die 1950er Jahre wurden Musikstucke mit lokalem Anklang auch gerne von Pankokenkapellen auf der Strasse gespielt Vor dem Zweiten Weltkrieg war An de Eck steiht n Jung mit n Tudelband der Gebruder Wolf sehr beliebt neuer ist Hamburg meine Perle von Lotto King Karl Mit den Bands Blumfeld Die Sterne und Tocotronic ging ab etwa 1990 der Begriff der Hamburger Schule als eigenstandiges Genre deutschsprachiger Musik in die Popkultur ein Erweitert wird die mit Hamburg verbundene alternative Musik mittlerweile von Kettcar und Tomte Auch die deutschsprachige Hip Hop Band Absolute Beginner beschreibt in City Blues ihr Lebensgefuhl zu ihrer Heimatstadt Samy Deluxe in Hamburg Anthem Als Urgesteine gelten mittlerweile die Hip Hopper von Fettes Brot die ursprunglich aus dem Kreis Pinneberg stammen und sich selbst als Hamburgs Hip Hop Dinosaurier bezeichnen 1995 schrieben sie mit Nordisch by Nature ein Loblied uber den Norden Deutschlands im Allgemeinen und die Hansestadt im Speziellen Bekannt ist ausserdem Udo Lindenberg dessen Wurzeln in der Hamburger Szene sind Graffito im S Bahnhof Altona wahrend der Umbauphase Hamburg 2015 Hamburger Gruss Bearbeiten Der Hamburger Gruss Hummel Hummel beantwortet mit Mors Mors stammt einer Legende zufolge vom Wassertrager Johann Wilhelm Bentz der den Spitznamen Hummel trug und bis zu seinem Tod 1854 in Hamburg lebte Wenn er vorbeikam riefen ihn die Kinder spottisch Hummel Hummel Er antwortete darauf wutend mit Mors Mors verkurzend fur Klei mi an n Mors das plattdeutsche Pendant des Gotz Zitates Thematisiert wird dies am Hummel Brunnen in der Neustadt Rademachergang Breiter Gang der den Wassertrager darstellt An den gegenuberliegenden Hausfassaden finden sich Kinderskulpturen die ihm ihr entblosstes Hinterteil prasentieren Der Hamburger Gruss wird allerdings eher ausserhalb Hamburgs als Erkennungszeichen oder wie beim Fussball als Schlachtruf verwendet Zur Begrussung allgemein ublicher ist zum Beispiel das in Teilen Norddeutschlands verbreitete Moin beziehungsweise Tschus zur Verabschiedung Hamburger Witze Bearbeiten Es gibt eine Reihe traditioneller Figuren die in Hamburger Witzen vorkommen insbesondere die Hafenarbeiter Hein und Fiete sowie die Gore Klein Erna mit ihren Verwandten und der Nachbarschaft gesammelt von Vera Moller Die Witze um diese Gestalten besitzen tendenziell ziemlich lakonische und haufig auch recht anzugliche Pointen Ebenso hat sich die Spielart des He lucht in Bezug auf die Hafenrundfahrt herausgebildet Hamburger Aalsuppe Bearbeiten Hauptartikel Aalsuppe Uberregional bekannt ist die besonders reichhaltige Hamburger Aalsuppe die Backobst enthalt und dadurch eine susssauerliche Note erhalt Sie wird als Hauptgericht serviert Fliegender Hamburger Bearbeiten Hauptartikel DR 877 Der Verbrennungstriebwagen 877 spater DB Baureihe VT 04 0 war der erste Dieselschnelltriebwagen der Deutschen Reichsbahn und zugleich der erste Stromlinienzug in planmassigem Einsatz Mit ihm wurde ab 1933 zwischen Berlin und Hamburg die damals weltweit schnellste Zugverbindung hergestellt Er war als Fliegender Hamburger bekannt Briefmarken Bearbeiten 1 2 Schilling Dauermarke von Bergedorf 1861 1887 Hauptartikel Postgeschichte und Briefmarken Hamburgs Bis 1868 waren die Stadt Hamburg und die zeitweise vom Land Hamburg regierte Stadt Bergedorf berechtigt eigene Postwertzeichen herauszugeben Ausserdem gibt es einige Beispiele von Hamburger Motiven auf Briefmarken Regelmassige Veranstaltungen Bearbeiten Besucherandrang beim Hafengeburtstag 2017 Hamburg bietet zu jeder Jahreszeit Veranstaltungen wie den allsonntaglichen Hamburger Fischmarkt und den dreimal im Jahr stattfindenden Hamburger Dom einen grossen Jahrmarkt Der Hafengeburtstag der im Mai gefeiert wird ist neben dem Alstervergnugen das im August rund um die Binnenalster stattfindet mit mehr als einer Million Besucher die grosste Veranstaltung Die Cruise Days finden alle zwei Jahre im August September mit 200 000 Zuschauern statt mit der Auslaufparade mehrerer Kreuzfahrtschiffe im besonders beleuchteten Hafen 106 Einige Filmfestivals Filmfest Hamburg cinefest Internationales Festival des deutschen Film Erbes Lesbisch Schwule Filmtage Hamburg Fantasy Filmfest der Christopher Street Day CSD sowie die Hamburg Harley Days eines der grossten deutschen Motorradtreffen finden hier alljahrlich statt Jedes Jahr im Sommer wird der europaweit grosste Motorradgottesdienst mit bis zu 40 000 Teilnehmern abgehalten Im August findet auf dem Gelande der Theaterfabrik Kampnagel das Internationale Sommerfestival statt das grosste Festival fur zeitgenossischen Tanz Performances Konzerte und Theater in der Hansestadt Im Bezirk Altona findet seit 1999 im Juni die altonale statt ein zweiwochiges Kultur und Strassenfest Im September findet jahrlich das Internationale Strassenkunstfestival STAMP und im Winter der Hamburger Weihnachtsmarkt statt Siehe auch Arabische Kulturwochen Hamburg Musik Bearbeiten Musicals Bearbeiten Theater im Hafen Hamburg links das Theater fur Das Wunder von Bern rechts der Bau fur das Musical Konig der Lowen Hamburg ist mit einigem Abstand der weltweit drittgrosste Musicalstandort nach New York und London und zahlte im Jahr 2007 zwei Millionen Musicalbesucher Die Stage Entertainment unterhalt mit dem Operettenhaus der Neuen Flora dem Theater im Hafen und dem Theater an der Elbe vier grossere Musicaltheater mit einer Besucherkapazitat zwischen 1400 Operettenhaus und 2030 Theater im Hafen Platzen sowie in der Speicherstadt das Theater Kehrwieder bis 320 Platze in dem zeitweise unter anderem Musicals Variete oder Kabarett dargeboten werden In dem alten Speicher sind ebenfalls die Stage Entertainment Studios und die Joop van den Ende Academy eingerichtet die auf die Musicalausbildung spezialisiert ist Auch die seit 1985 bestehende Stage School bildet Darsteller fur diesen Bereich aus Hinzu kommen zahlreiche kleinere Buhnen wie beispielsweise das St Pauli Theater der Delphi Showpalast oder Schmidts Tivoli und Schmidt Theater auf denen vornehmlich eigenproduzierte Musicals und Gastauffuhrungen gespielt werden Gastspiele sind zudem haufig in zahlreichen anderen Hausern wie auch den grossen Staatstheatern wahrend der sommerlichen Spielzeitpausen oder in temporaren Spielstatten zu sehen So kehrte Ende 2010 Cats vorubergehend nach Hamburg zuruck Zum Auftakt einer Europa Tournee gastierte das Musical fur zwei Monate in einem eigens angefertigten Musical Zelt auf dem Heiligengeistfeld 107 Am 13 Marz 2013 feierte das vierte grosse Musicaltheater nach dem Operettenhaus Neuer Flora und Theater im Hafen in der Hansestadt Richtfest Das Stage Theater an der Elbe wurde im Fruhjahr 2014 fertiggestellt und bietet 1 850 Sitzplatze 108 Im Stadtteil Hamburg Hammerbrook integriert in die bestehende Hamburger Grossmarkthalle eroffnete im Marz 2015 ein weiteres Musical Theater das Mehr Theater betrieben von Mehr Entertainment Das Theater zeichnet sich durch eine besonders wandlungsfahige Buhne aus die neben Musicals fur viele unterschiedliche Veranstaltungen genutzt werden soll und bis zu 3 500 Zuschauern Platz bietet 109 Ein Meilenstein bei der Entwicklung zur Musicalstadt war die Deutschlandpremiere von Andrew Lloyd Webbers Cats 1986 im umgebauten Operettenhaus das durchgehend funfzehn Jahre bis 2001 gespielt wurde Der Mann der mit seiner Stella Theater Produktion GmbH in der Hansestadt Hamburg den deutschen Musicalboom entfachte hiess Friedrich Kurz Weit mehr als 50 Millionen Zuschauer haben hier seit der Premiere von Cats im April 1986 bis heute ein Musical besucht 110 Mit dem Startenor Peter Hoffmann in der Hauptrolle produzierte Friedrich Kurz 1990 das Musical Das Phantom der Oper 110 In eigens neu erbauten Theatern folgten die Produktionen von Das Phantom der Oper das in der Neuen Flora ab 1990 fur elf Jahre gespielt wurde und Buddy das ab 1994 uber sechs Jahre im Theater im Hafen lief Weitere mehrjahrig gespielte Musicals in den gleichen Spielstatten waren Tanz der Vampire Dezember 2003 bis Januar 2006 Dirty Dancing Marz 2006 bis Juni 2008 Mamma Mia November 2002 bis September 2007 Ich war noch niemals in New York Dezember 2007 bis September 2010 Sister Act Dezember 2010 bis August 2012 im Operettenhaus und Tarzan Oktober 2008 bis September 2013 Zu den aktuellen Produktionen der Grosstheater gehoren Der Konig der Lowen seit 2001 im Theater im Hafen Paramour seit 2019 in der Neuen Flora Tina Das Tina Turner Musical seit 2019 im Operettenhaus und seit September 2019 Pretty Woman im Theater an der Elbe Oper und Ballett Bearbeiten Staatsoper Zuschauerraum Hamburgische Staatsoper Die staatseigene Hamburgische Staatsoper wurde am 2 Januar 1678 als erstes offentliches Opernhaus Deutschlands in Hamburg gegrundet Kunstsinnige Hamburger Burger setzten sich seinerzeit fur eine Oper fur Jedermann in Hamburg ein Ratsherr Gerhard Schott Jurist Peter Lutjens und Organist Johann Adam Reincken setzen nicht nur die Grundung eines offentlichen Opernhauses im Senat durch sondern bildeten auch das erste Direktorium dieser auf privatwirtschaftlicher Basis gefuhrten Oper am Gansemarkt Hier kam es zur Blute der Barockoper innerhalb welcher Georg Friedrich Handel und Georg Philipp Telemann zahlreich Opern fur Hamburg schrieben Zunachst als schlichter Holzbau des italienischen Architekten Sartorio erbaut wurde dieses Haus Mitte des 18 Jahrhunderts abgerissen und an seinem heutigen Standort an der Dammtorstrasse von dem Architekten Carl L Wimmel neu erbaut spater dann wiederum von Martin Haller prunkvoller umgestaltet Dieser Bau wurde durch die Luftangriffe des Zweiten Weltkrieges erheblich beschadigt Heute steht an dieser Stelle ein Funfziger Jahre Kubusbau dessen Architektur nicht unumstritten ist Die Hamburgische Staatsoper ist eine Oper von Weltruf Montserrat Caballe begann hier ihre Weltkarriere Placido Domingo startete von hier aus seine Karriere in Europa ferner traten unter anderem Opernstars wie Enrico Caruso Luciano Pavarotti Mirella Freni Birgit Nilsson und Maria Callas hier auf Seit 2015 ist Kent Nagano Generalmusikdirektor der Hamburgischen Staatsoper und des 1828 gegrundeten Philharmonischen Staatsorchesters Hamburg Opern und Orchesterintendant ist der Schweizer Georges Delnon In der Dekade von 2005 bis 2015 war die australische Dirigentin Simone Young Intendantin sowie Generalmusikdirektorin des Hauses Eines der weltbesten Ballett Ensembles das Hamburg Ballett unter der Leitung von John Neumeier seit 1973 hat an der Staatsoper seine Heimat Unter Neumeier entstand auch ein Ballettzentrum mit seiner Ballettschule Konzerthauser Bearbeiten Die Laeiszhalle Elbphilharmonie Bis 2017 stand den Hamburgern und Besuchern nur ein Konzerthaus fur klassische Musik zur Verfugung die Laeiszhalle benannt nach dem Reeder Carl Laeisz und dessen Frau Sophie Christine die testamentarisch mit einer grosszugigen Summe den Bau eines Konzerthauses ermoglichten Nach den Planen von Martin Haller und Wilhelm Emil Meerwein wurde das neobarocke Konzerthaus zwischen 1904 und 1908 am heutigen Johannes Brahms Platz errichtet 111 Inzwischen finden dort nicht nur klassische Konzerte statt sondern auch Konzerte moderner Musikrichtungen wie beispielsweise Jazz Neben der Laeiszhalle wurde am 11 Januar 2017 ein zweites Konzerthaus mit einem Festakt eroffnet die Elbphilharmonie in der HafenCity Nahezu zehn Jahre waren von der Idee uber die Planung bis zur Fertigstellung vergangen 112 113 Dieser reprasentative Bau hat eine Fassade aus Glas ahnelnd einem Eisberg bzw einer Meereswoge sie wurde auf dem ehemaligen Kaispeicher A Baujahr 1963 am Zipfel des Dalmannkais errichtet 2150 Sitzplatze bietet der grosse weitere 550 der kleine Saal Ebenso beherbergt das Konzerthaus ein 5 Sterne Hotel mit Hafenblick sowie 45 Wohnungen Der Bau stammt von dem Basler Architektenburo Herzog amp de Meuron Theater Bearbeiten Deutsches Schauspielhaus Hamburg verfugt uber zwei staatseigene Sprechtheater das Deutsche Schauspielhaus und das Thalia Theater sowie eine grosse Zahl privat gefuhrter Theater Zu einem der altesten und durch die zahlreichen TV Sendungen bekanntesten Theater in Hamburg zahlt das Ohnsorg Theater in dem Stucke in plattdeutscher Sprache aufgefuhrt werden Die grossten Buhnen fur internationalen zeitgenossischen Tanz und Theater bietet die internationale Kulturfabrik Kampnagel in Winterhude Weitere Theater Besucherorganisationen Bearbeiten Hamburgs grosste Besucherorganisation ist die Hamburger Volksbuhne e V Sie wurde am 4 Januar 1919 als Verein gegrundet und hat uber 22 000 Mitglieder Die TheaterGemeinde Hamburg e V wurde 1984 gegrundet und hat 14 000 Mitglieder Offentliche Bucherhallen Bearbeiten 2015 existierten in Hamburg 36 Bucherhallen die sich uber das gesamte Stadtgebiet verteilen 1 780 906 Medien Bucher Blu rays DVDs Zeitschriften etc befanden sich im Medienbestand und wurden von 4 735 154 Besuchern 13 730 455 mal ausgeliehen 114 Museen und Ausstellungen Bearbeiten Kunsthalle Hamburg In Hamburg sind etwa 60 Museen beheimatet 104 Darunter sind sieben staatliche Museen mit weiteren Aussenstellen sowie zahlreiche private Museen und Sammlungen Die Kunsthalle und das Museum fur Kunst und Gewerbe zahlen zu den wichtigen Kunstmuseen und die Deichtorhallen und das Bucerius Kunst Forum prasentieren bedeutende Ausstellungen Daneben gibt es Museen zur Regionalgeschichte wie das Museum fur Hamburgische Geschichte zu den Themen Technik und Arbeit wie das Museum der Arbeit sowie eine Reihe von Sammlungen aus verschiedenen Bereichen der Wissenschaft vom Museum am Rothenbaum Kulturen und Kunste der Welt bis zum modernen Planetarium Einige Ausstellungen haben eher unterhaltenden Charakter wie das Miniatur Wunderland mit der grossten Modelleisenbahn der Welt oder Deutschlands altestes Wachsfigurenkabinett das Panoptikum Das Internationale Maritime Museum ist eines von mehreren Museen die auf die Themen Schifffahrt Hafen und dort umgeschlagene Waren ausgerichtet sind Darunter sind auch verschiedene teils noch betriebsfahige Museumsschiffe im Hafen oder die BallinStadt die uber die fruher von dort aufgebrochenen Auswanderer informiert Einige Gedenkorte wie die KZ Gedenkstatte Neuengamme erinnern zudem an die Verfolgungen wahrend der Zeit des Nationalsozialismus und den Zweiten Weltkrieg Siehe auch Liste der Museen in Hamburg Bauwerke und Stadtentwicklung Bearbeiten Aussenalster mit dem Radisson Hotel und dem Heinrich Hertz Turm Kohlbrandbrucke Nikolaikirchturm links die heutige Ruine rechts der unzerstorte Originalbau Das alteste Gebaude Hamburgs steht auf Hamburgs Exklave der Insel Neuwerk in der Elbmundung Der dortige Leuchtturm Neuwerk wurde 1310 errichtet Das Gebaude mit einer noch alteren Geschichte auf dem Boden Hamburgs ist die Kirche Sinstorf im Stadtteil Sinstorf mit knapp 1000 Jahren sie ist jedoch nicht originar von Hamburg erbaut worden Hamburg Anno 1651 Legende 1 St Petri 2 St Nikolai 3 St Katharinen 5 St Jakobi 9 St Michaelis Das Wasserschloss in der Speicherstadt Die Stadtansicht wird gepragt durch die Turme der funf Hauptkirchen St Petri St Jacobi St Katharinen und St Michaelis Michel 1648 1673 dem Wahrzeichen der Stadt sowie die als Mahnmal fur den Zweiten Weltkrieg erhalten gebliebene Turmruine von St Nikolai Wenig bekannt ist dass der Turm das hochste konventionelle Gebaude der Stadt ist und von 1874 bis 1876 das hochste weltweit war Sechster Turm ist das 1897 fertiggestellte Rathaus mit seinen 647 teils prunkvoll ausgestalteten Salen und Zimmern Auf seiner Ruckseite steht die Handelskammer Hamburg mit der Hamburger Borse Diese architektonische Silhouette soll gewahrt werden weshalb sich nur wenige andere hohe Gebaude in der weiteren Innenstadt befinden Die Hamburger Wallanlagen wurden von 1616 bis 1625 um Hamburg herum zum Schutz vor dem Konigreich Danemark errichtet Mit dem Wall wurde die Alster fortan in Aussen und Binnenalster getrennt wo sich heute die Lombardsbrucke und Kennedybrucke befinden Wahrend der ersten Halfte des 19 Jahrhunderts wurden die Wallanlagen abgetragen und in Grunanlagen entlang des Holstenwalls umgewandelt in die Parkanlagen Planten un Blomen mit Teilen des Alten Botanischen Gartens und dem Wallringpark mit den Kleinen und Grossen Wallanlagen sowie dem Alten Elbpark nahe den St Pauli Landungsbrucken an der Elbe Die Grenze zwischen Altstadt und Neustadt und die sudliche Altstadt wird von Fleeten und Kanalen durchzogen die uber die Binnenalster das Zentrum mit dem Hafen verbinden und fruher als Transportwege elementarer Bestandteil der Hamburger Wirtschaft waren Relikte des alten Hamburg sind in der Innenstadt in der Deichstrasse und dem auf dem anderen Ufer des Nikolaifleets im Cremon zu sehen Auch das Gangeviertel sowie die Krameramtswohnungen von 1676 bieten einen Einblick in typische Hamburger Bebauung vor der grossflachigen Umgestaltung der City im 19 und 20 Jahrhundert Jungfernstieg um 1900 im Vordergrund der Alsterpavillon im Hintergrund St Petri und Rathaus Turme Das Altonaer Rathaus am Platz der Republik in Hamburg Altona Altstadt ist seit 1898 das zeitlich dritte Rathaus der bis 1938 selbstandigen Stadt Altona Die Hamburger Sternwarte 1909 im Stadtteil Bergedorf die als Forschungssternwarte der Universitat Hamburg betrieben wird wurde 2008 mit ihren zahlreichen historischen Gebauden und Instrumenten zum Kulturdenkmal von nationalem Rang ernannt 115 Der Bereich um die Binnenalster mit dem Jungfernstieg dem Ballindamm den Alsterarkaden 1843 1846 und den Colonnaden gilt als Hamburgs Flaniermeile Am Hafen und entlang der Elbe gibt es zahlreiche Sehenswurdigkeiten wie die Speicherstadt die Landungsbrucken 1839 der 1911 fur den Fussgangerverkehr und Fahrzeuge freigegebene Alte Elbtunnel der Altonaer Fischmarkt mit der Fischauktionshalle 1896 und das Blankeneser Treppenviertel Die Speicherstadt als grosstes zusammenhangendes Lagerhaus Ensemble mit ihren Brucken Wasserwegen und Strassen wurde zwischen 1885 und 1927 in drei Bauabschnitten auf einer Inselgruppe in der Elbe errichtet Mit dem benachbarten Kontorhausviertel wurde es 2015 zum UNESCO Welterbe ernannt 19 116 Hamburg war damit das letzte deutsche Bundesland das eine eigene Kulturerbe Statte bekam Beide Viertel stehen fur die Entwicklung Hamburgs zu einer weltweiten Handelsmetropole in der im Gegensatz zum vormaligen alt hamburgischen Burgerhaus eine Trennung von Warenlagerung Buro und Wohnnutzung notwendig wurde Wie im ganzen norddeutschen Raum ist auch in Hamburg die traditionelle Grundbausubstanz aus Backstein bzw Klinker Die zwischen 1920 und 1940 uberwiegend mit regionaltypischen Klinkerfassaden errichteten Hauser des Kontorhausviertels bildeten das erste eigene Burostadtviertel auf dem europaischen Kontinent 116 Der Bautypus des Kontorhauses dessen deutsches Zentrum und Ausgangsort in Hamburg lag erreichte hier den Hohepunkt seiner Entwicklung So ist die Gestaltung des 1924 erbauten Chilehauses mit seiner an einen Schiffsbug erinnernden Spitze ein herausragendes Beispiel der Architektur der Moderne und Paradebeispiel des Backsteinexpressionismus Weitere architektonische Besonderheiten in der Hamburger Innenstadt sind der Hauptbahnhof der Bahnhof Hamburg Dammtor und das Curiohaus 1908 1911 Am Sievekingplatz befindet sich das Justizforum das aus dem Hanseatische Oberlandesgericht 1912 im Zentrum dem Strafjustizgebaude und dem Ziviljustizgebaude besteht Zusammen mit den Grunflachen rundherum und der benachbarten Laeiszhalle 1908 stellt das Justizforum ein Ensemble historischer Architektur dar das unter Denkmalschutz steht Durch schwere Bombardierungen im Zweiten Weltkrieg wurden ganze Stadtteile vollstandig zerstort und stadtebauliche Massnahmen der nachfolgenden Jahrzehnte taten ihr Ubriges so dass heute verhaltnismassig wenig zusammenhangende Quartiere aus alten Gebauden in Hamburg zu finden sind So sind beispielsweise in Eimsbuttel im Grindelviertel oder in Eppendorf noch zusammenhangende Viertel aus grunderzeitlichen Etagenhausern zu finden in Harvestehude und entlang des Elbufers viele altere Villen aus den letzten zwei Jahrhunderten Zu den herausstechenden Nachkriegsbauten Hamburgs zahlen das dreiflugelige Emporio Hochhaus vormals Unilever Haus von 1964 das Hotel am Kongresszentrum von 1973 der Baukomplex am Berliner Tor von 1962 bzw 2004 und die drei Mundsburg Turme Die hochsten Bauwerke sind der 279 8 Meter hohe Fernsehsender Heinrich Hertz Turm Tele Michel und ein Sendemast des Rundfunksenders Billwerder Moorfleet mit 304 m Markantestes Bauwerk im Hafen ist die 1974 erbaute Kohlbrandbrucke Aufgrund der wachsenden Nachfrage nach Buroflachen in Hamburg in den 1960er Jahren insbesondere fur die Hauptverwaltungen von Grosskonzernen wurde zur Entlastung des innerstadtischen Ballungsraums nordlich des Hamburger Stadtparks die Burostadt City Nord errichtet Auf einem 117 Hektar grossen Gelande haben sich rund 300 Unternehmen mit etwa 29 000 Beschaftigten angesiedelt 117 Zwar wurden 2018 in Hamburg 10 674 neue Wohnungen fertiggestellt so viele wie zuletzt im Jahr 1977 Dennoch ist auf dem Hamburger Wohnungsmarkt die Nachfrage hoher als das Angebot Daher kundigte Finanzsenator Dressel 2019 an ab 2025 Bauland Eigentumer mit einem Steuerzuschlag fur unbebaute Grundstucke zu belasten 118 Die grossten stadtebaulichen Veranderungen in der Innenstadt nach der Jahrtausendwende sind der Bau der HafenCity mit der 2017 eingeweihten Elbphilharmonie der U Bahn Linie U4 und des Kreuzfahrtterminals Das Treppenviertel an der Elbe rund um den Sullberg im noblen Villenviertel Blankenese Altonaer Rathaus Kontorhaus Stubbenhuk Brucken Bearbeiten Elbbrucken mit Hamburg Cruise Center HafenCity Hauptartikel Liste von Brucken in Hamburg Mit etwa 2500 Brucken gilt die Stadt als eine der bruckenreichsten in Europa Bedingt ist diese hohe Zahl durch die Lage der Stadt im Binnendelta der Elbe sowie den Niederungen von Alster und Bille nebst zahlreichen Nebenflussen Fleeten und Kanalen Hinzu kommen der Ausbau des Hafens und dessen Anschluss an ein dichtes Strassen und Eisenbahnnetz das die vielen Wasserlaufe uberbruckt Eine weitere Besonderheit ist die als Hochbahn ausgebaute U Bahn die zu grossen Teilen oberirdisch und damit uber zahlreiche Brucken durch die Stadt verlauft Die tatsachliche Zahl der Brucken ist nicht bekannt Die Zahlung von Brucken gilt als schwierig weil unterschiedliche Definitionen einer Brucke bestehen Nach dem Hamburger Landesbetrieb Strassen Brucken und Gewasser LSBG gilt als Fahrzeugbrucke was mindestens eine lichte Weite von zwei Metern und als Fussgangerbrucke was eine Stutzweite von mindestens funf Metern hat Wenn eine Uberfuhrung allerdings mehr als 80 Meter Breite hat so ist sie ein Tunnel Die Deutsche Bahn hingegen definiert alles was mehr als zwei Meter Spannweite hat als Brucke so dass auch grossere Signalausleger uber Gleisen dazu gehoren 119 Nach einer offiziellen Statistik hatte die Stadt Hamburg im Jahr 2004 einen Bestand von 2496 Brucken davon wurden 1256 von dem Landesbetrieb LSBG betreut 354 standen als Hafenbrucken unter der Verwaltung der Hamburg Port Authority HPA einschliesslich der Brucken der Hafenbahn 477 Brucken gehoren zur Deutschen Bahn 396 zur Hamburger Hochbahn und 13 zur AKN Eisenbahn Private Brucken wie zum Beispiel in Hagenbecks Tierpark oder auf Fabrikgrundstucken wurden nicht einbezogen Hingegen zahlen Rohrbrucken also die Uberbauungen fur Fernwarme und Wasserleitungen oder auch grossere Schildertrager uber Autobahnen und die Blendschutzbauten uber die Flughafenumgehung in Fuhlsbuttel dazu Stolpersteine Bearbeiten In Hamburg wurden seit 2002 durch den Kunstler Gunter Demnig und eine lokale Unterstutzer Initiative 6080 Stand Juli 2021 120 Stolpersteine verlegt um an das Schicksal der Menschen zu erinnern die in der Zeit des Nationalsozialismus verfolgt ermordet deportiert vertrieben oder in den Suizid getrieben wurden Eine detaillierte Aufstellung und weiterfuhrende Informationen enthalt die Liste der Stolpersteine in Hamburg Parks und Grunanlagen Bearbeiten Der alte Wallgraben in Planten un Blomen mit dem Heinrich Hertz Fernsehturm Uber das gesamte Stadtgebiet hinweg sind kleinere Parks und Grunanlagen verteilt die Hamburg zu einer grunen Stadt machen 121 Zu den grossten Anlagen zahlen der Altonaer Volkspark und der Stadtpark Zu den besonders aufwendig gestalteten Anlagen gehort Planten un Blomen mit der grossten japanischen Gartenanlage in Deutschland Bekannt sind weiterhin der Loki Schmidt Garten oder der Jenischpark Sudostlich befinden sich die weitlaufigen Obstanbaugebiete der Vier und Marschlande Insgesamt grosste Grunanlage ist mit 400 Hektar der Friedhof Ohlsdorf der grosste Parkfriedhof der Welt Der Alsterpark rund um die Aussenalster ist Hamburgs beliebteste Joggingstrecke Der Tierpark Hagenbeck verfugt ebenfalls uber eine Parkanlage wird jedoch vor allem durch seine 210 Tierarten zur Sehenswurdigkeit Der von der Familie Carl Hagenbecks gefuhrte Tierpark war bereits zu seiner Eroffnung als weltweit erster gitterloser Zoo wegweisend fur die Gestaltung solcher Anlagen und wird neben den historischen Freigehegen bestandig erweitert Als eigenstandige Attraktion entstand so auch 2007 das Tropen Aquarium Hagenbeck Sport Bearbeiten Hauptartikel Sport in Hamburg und Fussball in Hamburg Volksparkstadion Spielstatte des Hamburger SV direkt daneben die Barclaycard Arena Bedeutende Sportstatten Hamburgs sind das Volksparkstadion die Barclaycard Arena die Alsterschwimmhalle die Sporthalle Hamburg auch als Alsterdorfer Sporthalle bekannt das Millerntor Stadion und die Jahnkampfbahn im Hamburger Stadtpark Der alteste deutsche Sportverein kommt mit der Hamburger Turnerschaft von 1816 aus Hamburg Der 1919 aus einer Fusion ortlicher Sportvereine hervorgegangene Hamburger SV spielte von 1963 bis 2018 ohne Unterbrechung in der Fussball Bundesliga Mit dem FC St Pauli kommt ein weiterer Verein der schon mehrfach in der ersten Fussball Bundesliga spielte aus Hamburg Im Jubilaumsjahr 2010 feiert der Verein seinen funften Aufstieg in die erste Liga Im Hockey gehoren Hamburger Vereine wie Der Club an der Alster der Harvestehuder THC oder der Uhlenhorster HC sowohl bei den Herren als auch den Damen bundesweit zu den dominierenden Klubs Im Unihockey ist der ETV Hamburg seit 2003 in der 1 Bundesliga der Herren Im Basketball sind seit der Saison 2014 15 die Hamburg Towers in der ProA aktiv Sie schafften in der Saison 2018 19 den Aufstieg in die BBL Der Baseball Bundesligist Hamburg Stealers war 2000 Deutscher Meister Im American Football spielen die Hamburg Huskies in der hochsten deutschen Spielklasse der German Football League In der Box Bundesliga wird Hamburg durch die Hamburg Giants vertreten Von 2002 an waren die Handballer des HSV Hamburg Handball Bundesliga bis 2015 2 Handball Bundesliga seit 2018 sowie das Eishockeyteam der Hamburg Freezers Deutsche Eishockey Liga bis 2016 in der Barclaycard Arena zu Hause Der VT Aurubis Hamburg der in der CU Arena in Hamburg Neugraben spielte gehorte bis 2016 zur 1 Volleyball Bundesliga der Frauen Zu den grossen jahrlichen Sportereignissen in Hamburg gehoren in der zweiten Aprilhalfte der Hamburg Marathon sowie im Sommer der ITU World Triathlon Hamburg der Ironman Hamburg das Radrennen Vattenfall Cyclassics und der HSH Nordbank Run durch die Hafen City Alle Ereignisse ziehen an den Wettkampfstrecken durch die Stadt ein Massenpublikum an Pferdesport hat in der Hansestadt einen hohen Stellenwert Ein gesellschaftliches Ereignis sind die Hamburger Derbys im Pferderennen Juli sowie im Springreiten Mai Ebenso seit 1892 die German Open im Herrentennis Hamburg gehorte zu den offiziellen Ausrichtungsorten der Fussball Weltmeisterschaft 1974 und 2006 sowie der Handball Weltmeisterschaft der Manner 2007 und war im August 2007 Gastgeber der ITU World Championships 2007 im Triathlon Am 12 Mai 2010 fand im Volksparkstadion das Finale der Europa League statt Der Snookerverein SC Hamburg spielt in der 1 Bundesliga Snooker Der Squashverein Sportwerk Hamburg Walddorfer ist in der 1 Squash Bundesliga aktiv Der Billardverein BC Queue Hamburg spielt in der 2 Bundesliga Pool Die 1875 gegrundete Sektion Hamburg und Niederelbe des Deutschen Alpenvereins ist mit 23 100 Mitgliedern Stand 31 Dezember 2020 die grosste Sektion im Norden Deutschlands und die funftgrosste Sektion des Deutschen Alpenvereins Sie betreibt mehrere alpine Hutten und das eigenen Angaben nach grosste Kletterzentrum Norddeutschlands 122 Die Sektion ist DAV Stutzpunkt fur Klettern und Bouldern 123 Hamburg bewarb sich fur die Austragung der Olympischen Spiele 2024 Die Stadt zog ihre Bewerbung aber zuruck nachdem sich die Hamburger Bevolkerung in einem Referendum mit 51 6 gegen die Bewerbung entschieden hatte Zuvor hatte sich Hamburg bereits um die Olympischen Spiele 2012 beworben scheiterte jedoch in der nationalen Auswahl an Leipzig Nach dem Abstieg des HSVs war Hamburg 2018 19 in keiner der funf wichtigsten Manner Teamsportarten mit einer Mannschaft in der ersten Klasse vertreten 124 dies anderte sich jedoch mit dem Aufstieg der Hamburg Towers in die Basketball Bundesliga zur Saison 2019 2020 wieder Wirtschaft und Infrastruktur BearbeitenHamburg hat als Handels Verkehrs und Dienstleistungszentrum uberregionale Bedeutung und zahlt zu den wichtigsten Industriestandorten in Deutschland Der Hafen zahlt zu den weltweit fuhrenden Seehafen Wichtigste Wirtschaftszweige sind Logistik Hafen und maritime Wirtschaft Luftfahrtindustrie drittgrosster Standort weltweit Konsumguterindustrie vor allem Lebensmittel Chemie Elektrotechnik Maschinen Fahrzeug und Schiffbau Mineralolwirtschaft Banken Medien und Versicherungen Neben dem Handels und Dienstleistungssektor spielen zudem die Bereiche Tourismus Regenerative Energien und Life Sciences Medizin und Biotechnologie eine zunehmend wichtige Rolle Im Zukunftsatlas 2016 belegte die Stadt Hamburg Platz 18 von 402 Landkreisen und kreisfreien Stadten in Deutschland und zahlt damit zu den Orten mit sehr hohen Zukunftschancen 125 Uber 160 000 Unternehmen sind Mitglied in der Handelskammer Hamburg die als alteste deutsche Handelskammer 1665 ihren Sitz im Gebaude der Hamburger Borse hat Die Wirtschaftsleistung im Land Hamburg lag gemessen am Bruttoinlandsprodukt BIP bei 94 4 Milliarden Euro im Jahr 2011 2010 92 2 Milliarden Euro und stieg damit im Vergleich zum Vorjahr preisbereinigt um 1 4 Prozent Die Bruttowertschopfung im verarbeitenden Gewerbe lag 2010 bei 10 0 Milliarden Euro Im Vergleich von 272 Regionen der Europaischen Union ausgehend von Zahlen aus 2011 steht Hamburg nach London Luxemburg und Brussel in der Liste der Regionen mit dem hochsten Bruttoinlandsprodukt je Einwohner auf dem vierten Platz und halt diesen Platz auch in Bezug auf den Kaufkraftstandard KKS 202 im Vergleich zum EU Durchschnitt EU 28 100 126 Hamburg verzeichnet unter den Bundeslandern den zweithochsten Kaufkraftindex von 108 3 Prozent im Jahr 2021 2 nach Bayern und vor Baden Wurttemberg und Hessen Als Region im Sinne der NUTS Systematik Ebene 3 liegt die Kaufkraft Hamburgs bundesweit gesehen jedoch auf Rang 52 wahrend die nordostliche Nachbarregion der Kreis Stormarn in Schleswig Holstein hingegen den Rang 12 belegt 127 Nach dem Regierungswechsel 2001 bemuhte sich der Senat mit dem Leitspruch Metropole Hamburg Wachsende Stadt den Wirtschaftsstandort auszubauen und ein langfristiges Bevolkerungswachstum zu erreichen Als Ansatzpunkt verfolgte der Senat eine kombinierte Strategie aus der Aktivierung endogener Potenziale und der Starkung von Hamburgs internationaler Ausstrahlung Hierdurch wurde auch die Entwicklung Hamburgs zum bevorzugten Standort chinesischer Unternehmen in Deutschland gefordert von denen die Stadt 2013 mehr als 500 beheimatete so viele wie keine andere deutsche Stadt 128 129 Das Leitbild wurde unter dem CDU Grunen Senat im Jahre 2010 inhaltlich weiterentwickelt in Wachsen mit Weitsicht 130 Seit dem Regierungswechsel 2011 lautet das Leitbild des derzeitigen SPD Senats Wir schaffen das moderne Hamburg 131 Auch dieses Leitbild entwickelt die Schwerpunkte der Wirtschafts und Stadtentwicklung in den Bereichen Wirtschaft und Innovation Hafen und Schifffahrt Verkehr und Infrastruktur weiter Nach den Wahlen 2015 wurde daraus der Koalitionsvertrag zwischen SPD und Bundnis 90 Die Grunen mit dem Titel Zusammen schaffen wir das moderne Hamburg 132 Staatsverschuldung Bearbeiten Schuldenstand von Hamburg in Mio EUR Jahr Schulden2010 25 1202011 24 8912012 24 6112013 25 0832014 28 2422015 28 8662016 31 1282017 32 5682018 34 3622019 33 691Quelle Schuldenstatistik des Statistischen Bundesamts 133 Abruf der Daten durch die GENESIS Onlinedatenbank 134 Der Schuldenstand des Hamburger Haushalts belief sich im Juni 2013 nach Angaben des Statistischen Bundesamtes auf 24 913 Milliarden Euro Dabei werden viele Auslagerungen in andere Haushalte Offentliche Fonds Einrichtungen und wirtschaftliche Unternehmen zum Teil auch gemeinsam mit anderen Landern nicht berucksichtigt Bei Einbeziehung dieser Schattenhaushalte ergab sich 2013 ein Gesamtschuldenstand von 37 40 Milliarden Euro Ferner ist bei diesen Zahlen zu beachten dass es Burgschaften gibt die ausfallen konnen Diese beliefen sich 2013 auf uber 20 Milliarden Euro 135 Belastungen durch die HSH Nordbank waren in den Folgejahren noch nicht abzuschatzen da Ende 2015 Kredite zur Rettung dieser Bank bewilligt wurden und Erlose aus dem Verkauf dieser Bank Anfang Marz 2017 noch ungewiss waren 136 Am 30 September 2017 war die Pro Kopf Verschuldung Hamburgs mit 17 755 Euro die zweithochste aller deutschen Bundeslander 137 Den offentlichen Schulden standen Ende Juli 2012 private Vermogen in Hohe von 218 Milliarden Euro gegenuber 138 Statistisch verfugte demnach jeder Hamburger uber ein Vermogen von uber 120 000 Euro 2019 hat Hamburg mehr Schulden getilgt als je zuvor Insgesamt wurden 1 1 Milliarden Euro zuruckgezahlt Von dieser Summe entfallen rund 650 Millionen Euro auf den Kernhaushalt sowie 450 Millionen Euro auf eine Zahlung gegenuber dem HSH Finanzfonds wo Altlasten aus der Zeit der HSH Nordbank liegen 139 Unternehmen Bearbeiten In Hamburg haben mindestens 1 von 30 DAX 4 von 50 MDAX und 6 von 50 SDAX Unternehmen ihren Hauptsitz DAX Beiersdorf AG MDAX alstria office REIT AG Aurubis AG Evotec SE und TAG Immobilien AG SDAX Deutsche EuroShop AG Encavis AG Fielmann AG Hamburger Hafen und Logistik AG Jungheinrich AG und New Work SE Nach Anzahl der Beschaftigten waren im Jahr 2018 die drei grossten Arbeitgeber in Hamburg Airbus 14 700 Mitarbeiter Asklepios Kliniken Hamburg 14 600 Mitarbeiter und Universitatsklinikum Hamburg Eppendorf 11 348 Mitarbeiter 140 Stadteigene Unternehmensbeteiligungen werden grosstenteils uber die HGV Hamburger Gesellschaft fur Vermogens und Beteiligungsmanagement mbH verwaltet Hamburg ist auch ein fuhrender Medienstandort siehe dazu den Artikel Medien in Hamburg Verkehr Bearbeiten Verkehrsmittelverteilung Bearbeiten Der offentliche Personennahverkehr OPNV hatte 2008 in Hamburg einen Anteil von 18 an der Verkehrsmittelwahl Daten von 2008 Der motorisierte Individualverkehr hatte einen Anteil von 42 der Fussverkehr 28 und der Radverkehr 12 141 Im Vergleich der funf grossten deutschen Stadte hatte Hamburg damit den geringsten Anteil des OPNV an der Verkehrsmittelwahl Berlin 26 Frankfurt am Main 24 Munchen und Koln jeweils 21 und zusammen mit Koln den hochsten Anteil am Kfz Verkehr 142 Beim Fahrradverkehr lag Hamburg knapp uber dem deutschen Durchschnitt Gegenuber 2002 war eine deutliche Steigerung zu verzeichnen diese war geringer als in Berlin oder Munchen Strassenverkehr Bearbeiten Autobahnen in Hamburg Im Jahr 2017 gab es in Hamburg 892 367 Kraftfahrzeuge davon waren 771 573 PKW Jahrlich werden in Hamburg ca 150 000 neue Kraftfahrzeuge zugelassen 143 Hamburg verfugt uber gute Strassenverbindungen im Fernverkehr Mehrere Bundesautobahnen beruhren das Stadtgebiet die A 1 im Raum Hamburg zudem als Europastrasse E 22 A 7 im Raum Hamburg zudem als Europastrasse E 45 A 23 A 24 im Raum Hamburg zudem als E 26 und A 25 Ferner existieren sudlich der Elbe Autobahnabschnitte mit wenigen Kilometern die als A 252 A 253 und A 255 bezeichnet sind Geplant ist eine weitraumige Umfahrung Hamburgs mit der A 20 die von Prenzlau Rostock kommend derzeit bei Bad Segeberg endet Sie soll kunftig uber das nordliche und westliche Umland Hamburgs durch einen neuen westlich gelegenen Elbtunnel an die A 26 Hamburg Stade von der erst ein Teil gebaut ist angeschlossen werden Von dort soll sie durch den Wesertunnel die A 28 und die A 29 anbinden Diese Planung ist in Schleswig Holstein umstritten Auf hamburgischem Gebiet verlaufen die Bundesstrassen B 3 B 4 B 5 B 73 B 75 B 207 B 431 B 432 B 433 und B 447 die grosstenteils radial auf den Innenstadtbereich zufuhren Damit wird der Strassenverkehr dort konzentriert was zu erheblichen Verkehrsproblemen fuhrt Tangentialverbindungen zur Umleitung des Durchgangsverkehrs und zur grossraumigen Erschliessung des Stadtgebietes waren in den 1960er Jahren als Stadtautobahnen geplant Die Planungen wurden grosstenteils auch durch massive Proteste aus der Bevolkerung insbesondere der betroffenen Stadtteile aufgegeben Es bestehen jedoch drei Ringstrassen die halbkreisformig um die innere Ring 1 und aussere Innenstadt Ring 2 herum und als Viertelkreis durch die nordwestlichen Aussenbezirke Ring 3 verlaufen Dazu kommen einige weitere vierspurige ausgebaute Hauptstrassen Das so gebildete Kernnetz ist sehr stark durch den Auto und Schwerlastverkehr belastet obwohl es haufig als Stadtstrasse direkt durch dichtbesiedelte Quartiere fuhrt So fuhren 2013 durchschnittlich 54 000 Fahrzeuge pro Werktag uber die Fruchtallee im Stadtteil Eimsbuttel davon waren uber 3 000 Fahrzeuge des Schwerverkehrs 144 Insgesamt hat Hamburg fast 4 000 Kilometer Strassen August 2006 mit etwa 7 000 Strassennamen Ein grosser Teil dieser Strassen liegt in Tempo 30 Zonen die 1983 145 erstmals in Hamburg eingefuhrt wurden Hamburg gilt gemessen daran wie viel Prozent langer eine Fahrt infolge eines Staus dauert als staureichste Stadt Deutschlands 146 147 Radverkehr Bearbeiten Hamburger Fahrradhauschen StadtRAD Leihstation am Baumwall Hamburg verfugt uber etwa 1700 Kilometer Radwege in uberwiegend marodem Zustand die oft den geltenden Verwaltungsvorschriften in der Bauausfuhrung nicht entsprechen Beim ADFC Fahrradklima Test 2005 einer Radfahrer Befragung hat Hamburg als schlechteste aller 28 beteiligten Stadte uber 200 000 Einwohner abgeschnitten Obwohl vom Senat 2008 die Umsetzung einer Radverkehrsstrategie beschlossen wurde konnte auch 2012 nur Platz 34 von 38 beteiligten Stadten dieser Grosse erreicht werden 148 Die Umsetzung des Fahrradverleihsystems StadtRAD wurde von den befragten Radfahrern allerdings mit der besten Note aller deutschen Stadte gewurdigt Bei mehreren anderen Themen so Falschparker auf Radwegen deren Breite und Oberflachenbeschaffenheit sowie Ampelschaltungen hat Hamburg hingegen die schlechtesten oder zweitschlechtesten Bewertungen aller 332 beteiligen Stadte erhalten Eine Besonderheit sind die Hamburger Fahrradhauschen die seit Anfang der 1990er Jahre vor allem in den dichtbebauten Wohngebieten der Bezirke Altona Eimsbuttel und Hamburg Nord stehen Darin konnen Fahrrader abgestellt werden fur die in den grunderzeitlichen Gebauden und auf den stark genutzten Grundstucken anderweitig kaum diebstahl und vandalismussichere Abstellplatze bestehen Auf einigen wenigen bereits ausgebauten Abschnitten von Velorouten sind Strassenabschnitte als Fahrradstrassen ausgewiesen so etwa entlang des Eilbekkanals und seit 2012 am Falkensteiner Ufer im Verlauf des Elberadwegs 149 Im Herbst 2014 liess der Senat am Westufer der Aussenalster den Harvestehuder Weg in eine Fahrradstrasse umbauen Dies sorgte zunachst fur Diskussionen weil Parkplatze auf die Fahrbahn verlegt worden waren um den Autoverkehr auszubremsen 150 Nach einem knappen Jahr wurden die Parkmarkierungen abgefrast und das Parken auf dem Seitenstreifen wieder erlaubt In Hamburg sind etwa 700 von 900 Einbahnstrassenabschnitte innerhalb von Tempo 30 Strassen fur Radfahrer entgegen der Fahrtrichtung frei gegeben 151 Seit etwa 2010 werden im Rahmen des Busbeschleunigung Programms des Senates bei Strassenumbauten haufiger Radfahrstreifen und Schutzstreifen eingesetzt Zu Fahrrad Fahrten durch die Stadt verfugt Hamburg uber ein Netz an Velorouten 152 Fur Fahrten in die Region oder sogar in andere Lander ist Hamburg an zahlreiche nationale und internationale touristische Fernradwege angeschlossen 153 u a an die EuroVelo Route Nordseekusten Radweg 154 den Elberadweg 155 und den Radfernweg Hamburg Bremen 156 Der rot grune Senat der 21 Legislaturperiode gab das Ziel aus Hamburg bis zur Mitte der 2020er zu Fahrradstadt zu machen Hierzu sollen die 14 Velorouten mit einer Gesamtlange von 280 Kilometer bis 2020 fertig gestellt werden jahrlich 50 Kilometer Radwege saniert oder umgewidmet werden und das StadtRAD Angebot mit der Neuausschreibung 2017 ausgebaut und attraktiver gemacht werden 157 Daneben ist die Planung von je einem Radschnellweg pro Bezirk geplant die dann bis 2025 umgesetzt werden sollen Der Loop in den Stadtteilen Wilhelmsburg und Veddel sowie die Konzertkultour Fahrradgarderobe haben 2014 den Deutschen Fahrradpreis gewonnen einmal in der Kategorie Alltagsmobilitat einmal in Freizeit und Tourismus Offentlicher Personenverkehr Bearbeiten Schienenfernverkehr Bearbeiten Hauptartikel Schienenverkehr in Hamburg Hamburg Hauptbahnhof Hamburg ist der grosste Eisenbahn Knotenpunkt Nordeuropas 158 Die Hansestadt kann auf eine lange Eisenbahngeschichte seit der ersten Strecke 1842 zuruckblicken Im Schienenpersonenfernverkehr gibt es verschiedene ICE Linien und IC Linien bis in das europaische Ausland beispielsweise nach Kopenhagen oder Basel einzelne Zuge fahren nach Breslau Wien oder Prag Durch Nachtzuge sind unter anderem Munchen Basel Zurich und Wien direkt von Hamburg aus erreichbar Die meisten Fernzuge fuhren uber den Hauptbahnhof und beginnen und enden oft im Bahnhof Hamburg Altona Daneben existieren die Fernbahnhofe Hamburg Dammtor Hamburg Harburg und Hamburg Bergedorf Vom Hamburger Zentral Omnibusbahnhof ZOB beim Hauptbahnhof bestehen Fernbuslinien in das In und Ausland besonders nach Osteuropa Baltikum Polen Mehrmals taglich verkehren Busse in Richtung Berlin Sudlich der Stadtgrenze im niedersachsischen Maschen befindet sich der grosste Rangierbahnhof Europas Maschen Rangierbahnhof Er hat Bedeutung fur den paneuropaischen Schienenguterverkehr Hier beginnt oder endet etwa zehn Prozent des deutschen Schienenguterverkehrs Die Hamburger Hafenbahn besitzt und unterhalt das Schienennetz im Hamburger Hafen Offentlicher Stadt und Regionalverkehr Bearbeiten Hauptartikel Nahverkehr in Hamburg Neben zahlreichen Regionalbahn Linien die das Hamburger Umland erschliessen bestehen Regional Express Verbindungen in Richtung Elmshorn Neumunster Kiel bzw Flensburg Padborg Lubeck Schwerin Rostock Elmshorn Westerland Sylt Stade Cuxhaven Bremen und Luneburg Uelzen Hannover Der offentliche Personennahverkehr OPNV wird u a durch ein Schnellbahn Netz bedient das vorwiegend aus sechs S Bahn und vier U Bahn Linien besteht Das Netz erschliesst auch einige Vororte ausserhalb des Stadtgebietes Ausserdem verkehren Regionalbahnen und RE Zuge sowie im Norden der Stadt die Schnellbahnzuge der AKN von Neumunster Kaltenkirchen und Henstedt Ulzburg bis Hamburg Eidelstedt bzw Norderstedt Mitte Zur Erschliessung der HafenCity sudlich der fruher abgetrennten Speicherstadt wurde eine U Bahn Strecke vom Bahnhof Jungfernstieg neu gebaut Die Linie wird als U4 bezeichnet und fuhrt in ostlicher Richtung zur Entlastung der U2 weiter bis Billstedt Sie wurde am 29 November 2012 eroffnet Daneben besteht ein flachenmassig gut ausgebautes jedoch tendenziell deutlich uberlastetes Stadtbusnetz auch Metrobusse Eilbusse zuschlagpflichtige Schnellbusse Der Hafen wird neben Bus und Bahnanschlussen auch von Hafenfahren erschlossen In den Nachten vor Sonnabenden Sonn und Feiertagen werden die wichtigsten Buslinien U und S Bahnen durchgehend betrieben Nachtverkehrsnetz wobei Randbereiche durch besondere Nachtbuslinien erschlossen werden Fur die ubrigen Nachte gibt es ein Nachtbusnetz mit 19 Linien Die Strassenbahn Hamburg wurde Strecke fur Strecke bis 1978 eingestellt Die Wiedereinfuhrung als Stadtbahn war bereits mehrere Male Ziel einer Hamburger Regierung 2001 und 2011 waren die Vorbereitungen bis zum Planfeststellungsverfahren vorangeschritten Beide Male wurden diese umfangreichen Arbeiten unmittelbar nach einem Regierungswechsel vom Senat wieder eingestellt Alle Verkehrsmittel des Regional und Nahverkehrs alle Regionalzuge auch von privaten Betreibern S U A Bahn sowie Busse und Hafenfahren konnen in und um Hamburg mit Fahrkarten des Hamburger Verkehrsverbundes HVV der 1965 als erster Verkehrsverbund der Welt gegrundet wurde benutzt werden Ausserdem sind die Landertickets Schleswig Holstein Ticket Niedersachsen Ticket und Mecklenburg Vorpommern Ticket auch fur alle Verkehrsmittel des HVV im Grossbereich Hamburg Schnellbusse mit Zuschlag gultig Bahnlinien im Hamburger Verkehrsverbund U Bahn Zug des neuesten Typs DT5 der Hamburger Hochbahn AG S Bahn Zug der Baureihe 474 874 Wasserverkehr Bearbeiten Wasserwege Bearbeiten HADAG Fahre auf der Elbe Die Niederelbe verbindet Hamburg direkt mit dem offenen Meer der Nordsee Seeschiffe konnen den Hamburger Hafen von dort und von der Ostsee uber den elbabwarts gelegenen Nord Ostsee Kanal erreichen Kreuzfahrtschiffe legen an den drei Kreuzfahrtterminals an Elbaufwarts bestehen weitere Wasserstrassen fur die Binnenschifffahrt die Hamburg uber die Elbe Richtung Magdeburg Dresden bis Tschechien und abzweigende Kanale mit dem weiteren Hinterland und dem Binnenwasserstrassennetz verbinden So sind uber ein kurzes Stuck der oberen Unterelbe und der Oberelbe der abzweigende Elbe Lubeck Kanal Verbindung nach Lubeck und zur Ostsee und der Elbe Seitenkanal Verbindung zum Mittellandkanal zu erreichen Fahrdienste Bearbeiten Im Stadtgebiet verkehren auf der Elbe und besonders im Hafengebiet sechs Schiffslinien bzw Fahren der HADAG zum Verbundtarif des HVV Die Linien 62 und 64 Fahre ab Teufelsbruck dienen zur Anbindung des Stadtteils Finkenwerder Ausserdem gibt es eine Fahre ab Blankenese nach Cranz Als Touristik und Ausflugslinie besteht eine Verbindung St Pauli Landungsbrucken Blankenese Wittenbergen Schulau Luhe Stadersand Am Jungfernstieg beginnen die Touristik und Linienverkehre der Alsterschifffahrt Bis 1984 ubernahmen Alsterdampfer als fester Bestandteil des Verkehrsverbundes Aufgaben im OPNV Heute gibt es eine Kreuzfahrt Linie und Alsterrundfahrten teilweise kommen Museumsschiffe zum Einsatz Hafen Bearbeiten Hauptartikel Hamburger Hafen Der Hamburger Hafen auch Deutschlands Tor zur Welt genannt ist der grosste Seehafen in Deutschland und der drittgrosste in Europa nach Rotterdam und Antwerpen Stand 2016 159 Weltweit steht der Hamburger Hafen an 15 Stelle Fur einige Spezialguter zum Beispiel Teppiche ist er der grosste Umschlaghafen weltweit Den grossten Umsatz macht der Hafen mit dem Containerumschlag Es befinden sich mit den Firmen Hamburger Hafen und Logistik AG HHLA und der Bremer Firma Eurogate GmbH amp Co KGaA zwei Hauptcontainer Terminal Betreiber in Hamburg Das Hafengebiet umfasst etwa 7399 Hektar nutzbar 6480 ha von denen 4331 Hektar nutzbar 3412 ha Landflachen sind Dazu kommen 919 Hektar die zum Teil seit Jahrzehnten stadtplanerisch fur die Hafenerweiterung vorgesehen sind Auch fur den Hamburg Tourismus hat der Hafen eine grosse Bedeutung Angeboten werden Hafenrundfahrten mit unterschiedlichsten Schiffstypen angefangen bei einfachen Barkassen bis zu grossen Schaufelraddampfern mit Gastronomie Anziehungskraft haben auch Aussichtspunkte rund um die Elbe u a Altonaer Balkon oder der Alte Elbtunnel Angesichts von Konstruktionsuberlegungen fur Containerschiffsgrossen mit einem maximalen Tiefgang von mehr als 16 m hat Hamburg eine Anpassung des Fahrwassers der Unterelbe beim Bund beantragt Die Stadt Hamburg fordert eine Vertiefung der Unterelbe um 1 50 m Dieses Projekt befindet sich in der Prufung Aus der Zusammenarbeit mit Niedersachsen und Bremen zum Bau des neuen Containerhafens JadeWeserPort hat sich die Stadt Hamburg nach dem Regierungswechsel 2001 zuruckgezogen weil die im Hamburger Hafen anstehenden Investitionsvorhaben von vordringlicher Bedeutung sind In direkter Anbindung an die Speicherstadt und den Innenstadtbereich wird der neue Stadtteil HafenCity bebaut Das Projekt HafenCity soll auf einer Flache von 155 Hektar Wohnen Arbeiten und Unterhaltung ermoglichen Seit dem ersten Marz 2008 ist die HafenCity formell ein eigener Stadtteil Hamburgs Unmittelbar zwischen der historischen Speicherstadt und der Elbe entstehen von Norden nach Suden von Westen nach Osten 13 Teilquartiere die die Innenstadt Hamburgs um 40 Prozent vergrossern werden 160 Panoramaansicht der Elbe und des Hamburger Hafens von der Kirche St Michaelis aus Luftaufnahme des Hamburger Hafens und des Stadtteils Othmarschen Luftverkehr Bearbeiten Airbus A340 vor der Lufthansa Technik Basis Der internationale Flughafen Hamburg HAM eigene Bezeichnung Hamburg Airport seit 2016 mit dem Beinamen Helmut Schmidt ist vom Passagieraufkommen der funftgrosste und der alteste noch in Betrieb befindliche Flughafen Deutschlands Er wurde 1911 in Fuhlsbuttel bei Hamburg eroffnet und liegt etwa 11 km 161 nordlich des Stadtzentrums Etwa 60 Fluggesellschaften bedienen 125 Zielflughafen darunter auch die Langstreckenziele Dubai New York City und Teheran Der Flughafen zahlt nach einem bis 2008 2009 gefuhrten umfassenden Ausbauprogramm zu den modernsten in Europa und ist seitdem mit der S Bahn Linie S1 an die Innenstadt angeschlossen Daneben ist er uber einige Buslinien des Hamburger Verkehrsverbundes und Fernbuslinien zu erreichen Zudem wurde die Zahl der PKW Parkplatze fur Besucher auf 12 000 erhoht und die Gastronomie und Einkaufsmoglichkeiten erweitert Am Flughafen befindet sich auch die Basis der Lufthansa Technik Wegen der Larmbelastigung in den relativ dicht besiedelten Einflugschneisen besteht ein Nachtflugverbot Als Ersatz fur den Flughafen Fuhlsbuttel ist seit den 1960er Jahren der Bau eines neuen Grossflughafens in der Nahe von Kaltenkirchen im Gesprach der bisher nicht realisiert wurde Auf dem Gelande der Airbus Operations GmbH einer Division der Airbus Group ehemals EADS ca 10 km sudwestlich des Hamburger Stadtzentrums befindet sich der Werksflugplatz Hamburg Finkenwerder Dort landen neben den dort endmontierten Maschinen der Airbus A320 Familie und der zur Lackierung und Innenausrustung der Kabine aus Toulouse uberfuhrten Airbus A380 nur Flugzeuge zur hauseigenen Versorgung wie der Airbus Beluga sowie Verkehrsflugzeuge die Werksangehorige von und nach Toulouse bringen Der Flughafen Lubeck LBC ist mit einer Busverbindung von Hamburg aus erreichbar Obwohl er rund 70 km von Hamburg entfernt liegt kommen nach Angaben des Flughafens etwa 40 Prozent der Fluggaste aus Hamburg 162 Von der Billigfluggesellschaft Ryanair die von 2005 bis 2014 den Flughafen anflog wurde er als Hamburg Lubeck bezeichnet Versorger Bearbeiten Wasserversorgung Bearbeiten Wasserwerke Hamburg und Umland Hauptartikel Wasserversorgung in Hamburg Die Trinkwasserversorgung Hamburgs wird durch die 17 Wasserwerke Baursberg Bergedorf Billbrook Bostelbek Curslack Glinde Grossensee Grosshansdorf Haseldorfer Marsch Langenhorn Lohbrugge Hausbruch Nordheide Schnelsen Stellingen Suderelbmarsch und Walddorfer sichergestellt die vom Gleichordnungskonzern Hamburg Wasser betrieben werden Je nach Jahreszeit werden taglich zwischen 250 000 und 400 000 m Trinkwasser bereitgestellt 163 Energieversorgung Bearbeiten In den 1990er Jahren wurden die Gas Strom und Fernwarmeversorgung der Stadt Hamburg in Gestalt der HeinGas Hamburger Gaswerke GmbH sowie der Hamburgische Electricitats Werke AG privatisiert 164 Von 1974 bis 2001 wurde im Stadtteil Moorburg ein Kraftwerk betrieben das fur die Verbrennung von Gas und Ol ausgelegt war Dieses Kraftwerk wurde durch das Kohlekraftwerk Moorburg ersetzt das 2015 in Betrieb genommen wurde Industrie Bearbeiten Aurubis AG auf der Peute Hamburg ist mit dem Airbus Werk im Stadtteil Finkenwerder der grosste deutsche zweitgrosste europaische nach Toulouse und weltweit drittgrosste nach Seattle und Toulouse Flugzeugbau Standort 165 Einige Zulieferer wie Diehl Aerosystems sind ebenfalls in Hamburg aktiv Der Werft Standort Hamburg umfasst unter anderem die grosseren Firmen Blohm amp Voss sowie J J Sietas mit den Tochterunternehmen Norderwerft und Neuenfelder Maschinenfabrik einem der weltweit fuhrenden Hersteller von Schiffskranen Auch Schiffbau Zulieferer wie Muehlhan sind in der Hansestadt ansassig Die Beiersdorf AG hat nicht nur ihren Sitz in Hamburg sondern produziert dort auch Produkte der Marken Nivea und Tesa Das Mercedes Benz Werk Hamburg der Daimler AG im Stadtteil Heimfeld fertigt Achsen und Komponenten fur PKW Es ging aus dem 1928 gegrundeten Vidal amp Sohn Tempo Werk hervor das u a in den 1960er Jahren den Harburger Transporter produzierte Die Deutschland Tochter des niederlandischen Philips Konzern Philips Deutschland GmbH befindet sich in Hamburg wo unter anderem auch Medizin Gerate hergestellt werden Das aus dem Philips Konzern ausgegliederte Unternehmen NXP Semiconductors produziert im Stadtteil Hausbruch Halbleiter Im Bereich der Rohstoffverarbeitung sind die Aurubis AG auf der Peute Europas grosste Kupferhutte Trimet Aluminium sowie das Stahlwerk von ArcelorMittal zu nennen Es existieren Erdolraffinerien der Firmen Holborn H amp R Olwerke Schindler und Nynas Die Sasol Wax GmbH betreibt im Hamburger Hafen zwei Produktionsstandorte Das Maschinenbauunternehmen Korber AG hat seinen Sitz in Hamburg Zu dem Konzern gehort unter anderem Hauni Maschinenbau Weltmarktfuhrer bei Maschinen und Anlagen fur die Tabakindustrie und damit einer von mehreren sogenannten Hidden Champions in der Hansestadt Zu ihnen gehoren auch die Maschinenbauer Harburg Freudenberger und BW Papersystems Hamburg als E C H Will in Hamburg gegrundet inzwischen Produktion in Wedel Die Hamburger Unternehmen Jungheinrich produziert allerdings im benachbarten Norderstedt und in Luneburg und Still stellen Flur Forderfahrzeuge her Der Klavier und Flugelhersteller Steinway amp Sons fertigt im Stadtteil Bahrenfeld der Schreibgeratehersteller Montblanc im benachbarten Eidelstedt Uhren verlassen die Manufaktur des Herstellers Wempe Chronometerwerke Der Sagen Hersteller Dolmar produziert in Jenfeld Der Agrarprodukte Konzern Archer Daniels Midland besitzt die Olmuhle Hamburg an der Nippoldstrasse und die Palmolmuhle der fruheren Noblee amp Thoerl GmbH in Harburg Nestle Cargill und Ingredion betreiben ebenfalls Produktionsstandorte in Hamburg Die Holsten Brauerei braut in Hausbruch Biere Lediglich mit der Verwaltung nicht aber mit Produktionsstandorten in Hamburg vertreten sind die Nahrungsmittelhersteller Unilever Deutschland Zentrale und Carl Kuhne KG sowie die Windenergieanlagen Hersteller Senvion und Nordex Dienstleistungen Bearbeiten Tourismus Bearbeiten Stadtrundfahrt Bus auf der Krugkoppelbrucke Hamburg ist das am schnellsten wachsende Tourismusziel in Europa der vergangenen zehn Jahre Stand 2017 166 Zwischen 2008 und 2018 stieg die Zahl der Ubernachtungen um 88 Im Jahr 2018 verbrachten 7 2 Millionen Gaste 14 5 Millionen Nachte in den 397 gewerblichen Beherbergungsbetrieben Hamburgs Die durchschnittliche Aufenthaltsdauer betrug 2 Nachte 167 So waren die meisten der 6 2 Millionen Besucher der Stadt im Jahr 2015 Deutsche wahrend etwa 1 39 Millionen aus dem Ausland kamen 168 Entsprechend der steigenden Ubernachtungs und Gastezahlen nahm auch das Angebotsvolumen Bettenzahl seit 2008 stetig zu was wiederum fur die Bedeutung Hamburgs als attraktiven Standort fur den Tourismus und die entsprechenden Investitionen spricht Trotz der Vielzahl neuer Betriebe und Betten kann die Bettenauslastung auf einem stabilen Niveau gehalten werden Fur 2018 ergibt sich eine durchschnittliche Bettenauslastung von 58 8 Seit 2013 erhebt Hamburg eine Kultur und Tourismustaxe die zu 100 Prozent in touristische kulturelle und sportliche Projekte investiert wird 169 Hamburg ist die deutsche Stadt mit den meisten 5 Sterne Hotels Stand 2017 170 Medien Bearbeiten Hauptartikel Medien in Hamburg Unter anderem werden Der Spiegel Stern und Die Zeit in Hamburg produziert Zahlreiche Verlage darunter die Grossverlage Gruner Jahr sowie die Bauer Verlagsgruppe die Verlagsgruppe Milchstrasse mittlerweile Teil des Burda Verlags und der Jahreszeiten Verlag haben hier ihren Sitz Auch Axel Springer kommt ursprunglich aus Hamburg hat aber seit 1966 seinen Hauptsitz in Berlin Insgesamt wird gut die Halfte aller uberregionalen Presseprodukte Deutschlands in Hamburg produziert Zwei bedeutende Tiefdruckereien befinden sich im Grossraum Hamburg Dies sind Gruner Druck Itzehoe und die Axel Springer Tiefdruckerei Ahrensburg die der prinovis angehoren Ausserdem hat die Deutsche Presse Agentur dpa ihren Sitz in der Hansestadt Die ARD Redaktion fur Nachrichten und Zeitgeschehen ARD aktuell produziert auf dem NDR Gelande in Lokstedt unter anderem die Tagesschau die Tagesthemen das Nachtmagazin und Tagesschau24 das Informationsprogramm innerhalb der Senderfamilie der ARD Hamburg ist traditionell Sitz zahlreicher Firmen aus der Musikbranche allen voran der Deutschlandzentrale von Warner Music sowie Edel Music Trotzdem verlor die Stadt im Sommer 2002 Universal Music und den Deutschen Phonoverband an Berlin Der ausschlaggebende Grund die Subventionierung des Umzugs durch Berlin zog seitens Hamburg Kritik nach sich da Berlin seinen Haushalt mit Hilfe des Landerfinanzausgleiches stutzt in den unter anderem Hamburg einzahlte Hamburg hatte damit in gewisser Hinsicht die Abwanderung selbst bezahlt Weiterhin ist Hamburg Hauptsitz des Norddeutschen Rundfunks NDR und seiner uber die NDR Media GmbH Enkeltochtergesellschaft Studio Hamburg die zahlreiche Fernsehsendungen und auch Filme entweder selbst produziert synchronisiert oder ihre Kapazitaten zur Verfugung stellt Ausserdem ist Hamburg Sitz eines ZDF RTL sowie Sat 1 Landesstudios sowie des regionalen Fernsehsenders Hamburg 1 Um die Belange der ortlichen nationalen wie auch internationalen Filmwirtschaft kummert sich von staatlicher Seite die Filmforderung Hamburg Schleswig Holstein Die Sitze zahlreicher international renommierter Werbeagenturen wie Scholz amp Friends Jung von Matt TBWA Zum goldenen Hirschen Kolle Rebbe Grabarz amp Partner und Designagenturen darunter Peter Schmidt Group Landor Associates und Factor Design machen Hamburg zu einem uberregionalen Standort der Werbe und Designbranche Siehe auch Liste von Sendeanlagen in Hamburg Informations und Telekommunikationssektor Bearbeiten Der Informations und Telekommunikationssektor IT Sektor gehort zu den Branchen die den Wirtschaftsstandort Hamburg pragen Die Zahl der Unternehmen hat sich seit 1996 auf fast 8000 mehr als verdoppelt und die Branche beschaftigt ca 45 000 Mitarbeiter Stand 2 Halbjahr 2006 171 Hamburg ist einer der zentralen IT Standorte Deutschlands 172 Die Branchenstruktur der Hamburger IT Unternehmen gliedert sich in die Sektoren Multimedia Herstellung Gerate Telekommunikation Hard und Softwareberatung und DV Dienste Die anteilsmassig grossten Zuwachse der letzten Jahre im IT Sektor verzeichnet die Multimedia Branche Die Zahl der ihr zugehorigen Unternehmen ist seit dem Jahr 2000 um uber 50 Prozent auf 2227 Unternehmen angewachsen Stand 2 Halbjahr 2006 173 Zu den bekanntesten Internetdienstleistern der Elbmetropole gehoren unter anderem SinnerSchrader Immonet oder Tipp24 Seit der Jahrtausendwende haben sich in Hamburg vermehrt Social Media Unternehmen angesiedelt Unter anderem haben XING ElitePartner und Parship ihren Hauptsitz in Hamburg Unternehmen wie Google Facebook Twitter Yelp und Dropbox unterhalten Niederlassungen in Hamburg Mit der Freenet Group hat auch ein grosser deutscher Telekommunikationsdienst und Internetanbieter in Hamburg seinen Standort Des Weiteren umfasst die Multimedia Branche Online Vermarkter wie beispielsweise Bauer Media und Quality Channel sowie international bekannte Suchmaschinen wie Google Germany GmbH und Yahoo Marketplace Kelkoo Deutschland GmbH Ein weiterer Bereich der Multimedia Branche ist die Games Branche Zahlreiche Publisher haben sich angesiedelt zum Beispiel dtp entertainment Codemasters EIDOS Bigpoint InnoGames Goodgame Studios Daruber hinaus haben Anbieter mobiler Entertainment Inhalte zum Beispiel Fishlabs Entertainment ihren Sitz in der Hansestadt Mit 1900 Unternehmen sind die Software Unternehmen am zweitstarksten in der Hamburger IT Wirtschaft vertreten Stand 2 Halbjahr 2006 174 In Hamburg sind einige der grossten internationalen und deutschen Software Unternehmen angesiedelt darunter unter anderem IBM Lufthansa Systems Oracle Adobe Inc Logica sowie die SAP Die Rolle Hamburgs als Medienstadt kommt der IT Branche entgegen und ermoglicht Synergien mit den verschiedenen Mediengattungen Hamburger Institutionen wie die Behorde fur Wirtschaft Verkehr und Innovation die Hamburgische Gesellschaft fur Wirtschaftsforderung mbH und Unternehmen der IT und Medien Branche haben sich in der Initiative Hamburg work zusammengeschlossen um die Zusammenarbeit der beiden Sektoren zu unterstutzen und Neuankommlingen einen Branchen Uberblick zu geben Siehe auch Top Level Domain hamburg Finanzdienstleistungen Bearbeiten Banken Bearbeiten Hamburg ist der bedeutendste Bankenplatz im norddeutschen Raum Eine von neun Hauptverwaltungen der Deutschen Bundesbank befindet sich in der Willy Brandt Strasse ehemals Ost West Strasse in Hamburg Sie ist fur die Bundeslander Hamburg Mecklenburg Vorpommern und Schleswig Holstein zustandig 175 Ausserdem ist die alteste deutsche Munzprageanstalt die Hamburgische Munze mit dem Munzzeichen J in Hamburg beheimatet Zum offentlichen Bankensektor gehort neben der HSH Nordbank AG ehemals Hamburgische Landesbank die einen ihrer zwei Hauptsitze in der Hansestadt hat mit der Hamburger Sparkasse HASPA auch die grosste deutsche Sparkasse Als weiteres deutlich kleineres Institut hat die Sparkasse Harburg Buxtehude ihren Sitz in Hamburg Auch der Dachverband fur Hamburg und Bremen der Hanseatische Sparkassen und Giroverband befindet sich in Hamburg Die genossenschaftliche Bankengruppe ist in Hamburg mit der uberregionalen DZ Hyp AG der fruheren DG HYP sowie den regionalen Instituten Hamburger Volksbank und Sparda Bank Hamburg vertreten Weitere Genossenschaftsbanken mit Sitz in Hamburg sind die MKB Mittelstandskreditbank AG die Edekabank AG und die NetBank AG Auch Grossbanken haben Hamburger Wurzeln die Deutsche Bank mit der Norddeutschen Bank die Unicredit Bank Hypovereinsbank mit der Vereins und Westbank und die UBS mit dem Bankhaus Schroder Munchmeyer Hengst amp Co Die Commerzbank hatte in der Anfangszeit als Commerz und Disconto Bank sogar ihren Sitz in Hamburg Traditionell sind bedeutende Privatbanken in Hamburg beheimatet Mit der M M Warburg Bank hat eine der grossten Privatbanken Deutschlands ihren Sitz in Hamburg Weitere Hamburger Privatbanken sind Joh Berenberg Gossler amp Co KG Bankhaus Wolbern amp Co Donner amp Reuschel zur Signal Iduna Gruppe Bankhaus Marcard Stein amp Co Otto M Schroder Bank AG Goyer amp Goppel und Max Heinr Sutor oHG Zusatzlich hat die Bank des Otto Versand die Hanseatic Bank ihren Sitz in Hamburg Aufgrund Hamburgs internationaler Bedeutung als Handelsplatz sind zahlreiche auslandische Banken mit einer Niederlassung in Hamburg vertreten In einer Rangliste der wichtigsten Finanzzentren weltweit belegte Hamburg den 29 Platz und den zweiten in Deutschland Stand 2018 176 Versicherungen Bearbeiten Hamburg ist mit 21 850 Beschaftigten nach Munchen und Koln drittgrosster Versicherungsstandort in Deutschland 177 Der Versicherungsplatz ist mit rund 300 Versicherungsgesellschaften 178 insbesondere von mittelstandischen Versicherungsgesellschaften Versicherungsmaklern und vermittlern gepragt wie der Signal Iduna Gruppe einschliesslich des Deutschen Rings der HanseMerkur Versicherungsgruppe der neue leben der Hamburger Pensionskasse von 1905 des grossten deutschen Versicherungsmaklers Aon Jauch amp Hubener und des grossten deutschen inhabergefuhrten Versicherungsmaklers Funk Gruppe Grosse Versicherungskonzerne sind zwar nicht mit ihrem Konzernsitz wohl aber mit wichtigen Konzernteilen in Hamburg vertreten Der Allianz Versicherungskonzern mit dem Kreditversicherer Euler Hermes die Munchener Ruck mit der Ergo Lebensversicherung ehemals Hamburg Mannheimer die Generali Gruppe mit Volksfursorge und Advocard Rechtsschutzversicherung die R V Versicherung mit Condor und KRAVAG und die Baloise mit der Deutscher Ring Versicherungsgruppe Hamburg ist Sitz der Techniker Krankenkasse der grossten Krankenkasse innerhalb der gesetzlichen Krankenversicherung sowie der DAK Gesundheit HEK Hanseatische Krankenkasse und Continentale Betriebskrankenkasse Die sehr lange Tradition der Versicherungswirtschaft in Hamburg wird durch das alteste Versicherungsunternehmen der Welt die 1676 gegrundete Hamburger Feuerkasse und eine von nur drei Versicherungsborsen weltweit die mit der Vermittlung und dem Abschluss von Versicherungsvertragen seit Grundung der Hamburger Borse 1558 zum Borsengeschaft gehort unterstrichen Der Versicherungsstandort Hamburg wird durch den Sitz der GDV Dienstleistungs GmbH des Gesamtverband der Deutschen Versicherungswirtschaft dem Verband Deutscher Versicherungsmakler dem 1982 in Hamburg gegrundeten und nun im Umland beheimateten Bund der Versicherten und dem borsenahnlichen Policenhandel Handel mit bestehenden Lebens und Rentenversicherungspolicen der BOAG Borsen in Hamburg abgerundet Handel Bearbeiten Borse Bearbeiten Die Hamburger Borse wurde 1558 als erste Borse in Deutschland und vierte in Europa gegrundet Sie hat heute keine nennenswerte Bedeutung mehr fur den Aktienhandel konnte jedoch als BOAG ein eigenes Profil entwickeln und spezialisierte sich seit Beginn des 21 Jahrhunderts auf den Handel mit Fondsanteilen Messen und Kongresse Bearbeiten Neue Messehalle mit Heinrich Hertz Fernsehturm Hamburg wird zu den fuhrenden Kongressorten weltweit gezahlt Das Congress Center Hamburg CCH wurde 1973 als Deutschlands erstes Kongress und Tagungszentrum zusammen mit einem Hotelturm Hamburgs hochstem Haus neben dem Dammtorbahnhof eroffnet Mit einem 2008 beendeten Ausbau auf 23 Sale mit 12 500 Sitzplatzen und einer multifunktionalen Ausstellungshalle mit 7000 Quadratmetern hofft die Stadt unter die weltweit ersten zehn Kongressorte vorzurucken Jahrlich finden dort etwa 400 Kongresse Veranstaltungen und Konzerte statt Nahe dem CCH und uber einen uberdachten Gang durch den Park Planten un Blomen erreichbar befindet sich das Hamburger Messegelande Die Hamburg Messe wurde bis zum Jahr 2008 auf elf Messehallen mit einer Flache von 87 000 Quadratmetern erweitert Uber eine Million Besucher verzeichnen die etwa 45 Messen und anderen Veranstaltungen pro Jahr Darunter international bedeutende Fachmessen wie die traditionsreiche Internorga Hotellerie und Gastronomie Fachmesse oder die Weltleitmesse der Schifffahrtsindustrie SMM Shipbuilding Machinery amp Marine technology die publikumsstarke Bootsausstellung hanseboot die 2009 zum 50 Mal stattfand Bei der Auslastung der Messeflachen war die Hamburg Messe im Jahr 2008 in Deutschland fuhrend Einschliesslich der Flachen des CCH stehen insgesamt 107 000 Quadratmeter an Ausstellungsflachen zur Verfugung die von der stadtischen Hamburg Messe und Congress GmbH vermarktet werden 179 180 Einzelhandel Bearbeiten Neben dem Aussenhandel mit Ein und Ausfuhr sowie dem Grosshandel ist der Einzelhandel von Bedeutung Die Geschafte fur den Massenkonsum liegen in der Spitalerstrasse und der Monckebergstrasse Sehr unterschiedliche Geschafte findet man in der Strasse Neuer Wall Wegen des nassen Wetters in Hamburg wurde ein Netz von Einkaufspassagen aufgebaut Sie fuhren von der Shoppingpassage am Monckebergbrunnen zur Europa Passage zum Kaufmannshaus zum Hanseviertel bis zur Gansemarktpassage und andere wetterfeste Passagen Institutionen offentliche Einrichtungen und Stiftungen Bearbeiten Die bedeutendste Einrichtung der Vereinten Nationen in Deutschland der Internationale Seegerichtshof residiert in Hamburg Er wurde 1982 eingerichtet In ihrem Gebaude an der beruhmten Elbchaussee amtieren die UN Richter seit 1996 Weiterhin ist Hamburg unter anderem Sitz folgender Institutionen Hanseatisches Oberlandesgericht HansOLG Landgericht Hamburg Bundesforschungsanstalt fur Fischerei BFAFi Bundesamt fur Seeschifffahrt und Hydrographie BSH vormals Deutsches Hydrographisches Institut DHI Deutscher Wetterdienst DWD Seewetteramt Bernhard Nocht Institut fur Tropenmedizin BNI Heinrich Pette Institut Leibniz Institut fur Experimentelle Virologie HPI Deutsches Elektronen Synchrotron DESY Gewerkschaft Nahrung Genuss Gaststatten NGG Greenpeace Deutschland Stiftung Schifffahrtsstandort Deutschland Ferner sind in Hamburg drei Hauptzollamter Hamburg Hafen Hamburg Jonas und Hamburg Stadt zwei Bundespolizeiinspektionen 1 Hamburg mit den Bundespolizeirevieren Hamburg Hauptbahnhof Hamburg Altona und Hamburg Harburg sowie 2 Flughafen Hamburg ein Dienstsitz der Generalzolldirektion ein Prufungsamt des Bundes ein Wasser und Schifffahrtsamt und ein Zollfahndungsamt sowie drei von neun Berufsgenossenschaften 181 angesiedelt Mit der Fuhrungsakademie und der Helmut Schmidt Universitat Universitat der Bundeswehr Hamburg befinden sich zudem zwei bedeutende Dienststellen der Bundeswehr in Hamburg Aus alter Hamburger Tradition geben einige der reichen Burger als Mazen ihrer Stadt etwas von ihrem Reichtum zuruck so dass es in Hamburg mehr als 1400 Stiftungen gibt die das Leben in allen Lebensbereichen der Stadt unterstutzen auch dies ist ein Rekord in Deutschland 182 Feuerwehr Bearbeiten Hauptartikel Feuerwehr Hamburg Hamburg verfugt uber eine Berufsfeuerwehr mit 23 Feuerwachen und 34 Rettungswachen sowie 86 Abteilungen der Freiwilligen Feuerwehr 183 Bildung und Forschung Bearbeiten Hauptgebaude der Universitat Hamburg Hauptartikel Bildung und Forschung in Hamburg Bildung Hamburg bietet neben seinen allgemein und berufsbildenden Schulen spezielle Sonderschulen wie zum Beispiel die Sprachheilschulen sowie 19 Hochschulen 184 2012 waren in Hamburg 222 700 Schuler an 218 Grund und 297 weiterfuhrenden Schulen gemeldet hinzu kamen 19 300 Schuler an 95 privaten Schulen Die Hoch und Fachschulen besuchten 75 514 Studenten 185 2010 wurden 64 044 Schuler an 178 berufsbildenden Schulen unterrichtet 2012 beschaftigte die Stadt Hamburg 12 256 Lehrkrafte Das Durchschnittsalter lag 2011 bei 46 02 und wird aufgrund vieler Neueinstellungen in den nachsten Jahren weiter sinken Hamburg war damals das einzige deutsche Land mit einem wachsenden Schulsystem Im restlichen Bundesgebiet sanken die Schulerzahlen und damit der Bedarf an Lehrkraften Der Senat stellte deshalb von 2013 bis 2019 zusatzliche zwei Milliarden Euro fur Sanierungen Neu und Umbauten zur Verfugung 2012 wurden mehr als 10 000 Kinder in uber 400 Containern unterrichtet 186 Forschung An der Grenze zwischen Hamburg und Schleswig Holstein ist der europaische Rontgenlaser European XFEL entstanden Das Forschungszentrum Deutsches Elektronen Synchrotron DESY hat fur die internationale Forschungseinrichtung den auf Supraleiter Technik ausgelegten 1 7 km langen Teilchenbeschleuniger gebaut Der Freie Elektronen Laser fur Rontgenlicht XFEL steht fur X ray free electron laser beschleunigt Elektronen auf sehr hohe Energien und regt sie anschliessend zur Aussendung von hochintensiven Rontgenlaserblitzen an Die einzigartigen Rontgenlaserblitze des XFEL eroffnen vollig neue experimentelle Moglichkeiten in der Strukturbiologie der Chemie der Physik und der Materialforschung 2009 wurde mit seinem Bau begonnen die Inbetriebnahme erfolgte 2016 187 Gesundheit Bearbeiten Ende 2014 waren in Hamburg 12 197 Arzte 1 906 Zahnarzte 2013 und 1 445 Apotheker 2013 berufstatig 2015 standen in 52 2013 Hamburger Krankenhausern 12 407 Betten zur Verfugung es wurden ca 502 000 Patienten stationar behandelt Die Bettenauslastung betrug 83 7 und die durchschnittliche Verweildauer sank von 7 7 Tagen im Jahr 2014 auf 7 5 Tage 2015 188 Insgesamt waren 2013 28 761 Personen in den Hamburger Kliniken beschaftigt 189 Im Vergleich der Bundeslander war Hamburg 2017 das Bundesland das bundesweit unter Frauen die hochste Suizidrate hatte 190 Siehe auchCOVID 19 Pandemie in HamburgLiteratur BearbeitenUwe Bahnsen Kerstin von Sturmer Die Stadt die auferstand Hamburgs Wiederaufbau 1948 1960 Convent Hamburg 2005 ISBN 3 934613 89 6 Behorde fur Stadtentwicklung und Umwelt Freie und Hansestadt Hamburg Hamburg Architektur der sich wandelnden Stadt Stadtentwicklung und Denkmalschutz JOVIS Berlin 2010 ISBN 978 3 86859 078 4 Jorg Berlin Hrsg Das andere Hamburg Freiheitliche Bestrebungen in der Hansestadt seit dem Spatmittelalter Pahl Rugenstein Verlag Koln 1981 ISBN 3 7609 0654 0 Matthias Blazek Die Geschichte des Hamburger Sportvereins von 1887 125 Jahre im Leben eines der popularsten Fussballvereine Mit einem besonderen Blick auf die Vorgangervereine die Fruhzeit des Hamburger Ballsports und das Fusionsjahr 1919 Ibidem Stuttgart 2012 ISBN 978 3 8382 0387 4 Matthias Blazek Seerauberei Mord und Suhne Eine 700 jahrige Geschichte der Todesstrafe in Hamburg 1292 1949 Ibidem Stuttgart 2012 ISBN 978 3 8382 0457 4 Hans Bunge Gert Kahler Hrsg Villen und Landhauser Burgerliche Baukultur in den Hamburger Elbvororten von 1900 bis 1935 Dolling und Galitz Munchen 2012 ISBN 978 3 86218 031 8 Ulrich Alexis Christiansen Hamburgs dunkle Welten Der geheimnisvolle Untergrund der Hansestadt Ch Links Berlin 2008 ISBN 978 3 86153 473 0 Jorg Duppler Hrsg Hamburg zur See Maritime und militarische Beitrage zur Geschichte Hamburgs Im Auftrag der Fuhrungsakademie der Bundeswehr Mittler Herford 1989 ISBN 3 8132 0318 2 Richard Evans Tod in Hamburg Stadt Gesellschaft und Politik in den Cholera Jahren 1830 1910 Berlin 1990 Siegfried Graff Tod im Luftangriff Ergebnisse pathologisch anatomischer Untersuchungen anlasslich der Angriffe auf Hamburg in den Jahren 1943 1945 H H Nolke Verlag Hamburg 1948 http d nb info 451634675 Volker Hage Hamburg 1943 Literarische Zeugnisse zum Feuersturm Fischer Frankfurt 2003 ISBN 3 596 16036 7 Freie und Hansestadt Hamburg Mit Hamburg verbunden Hamburg Handbuch 2012 2013 191 Georg Hindrichson Zur geographischen Lage des alteren Hamburg Hamburg 1889 Werner Jochmann Hans Dieter Loose Hamburg Geschichte der Stadt und ihrer Bewohner Band 1 Von den Anfangen bis zur Reichsgrundung Hoffmann und Campe Hamburg 1986 ISBN 3 455 08709 4 Werner Jochmann Hans Dieter Loose Hamburg Geschichte der Stadt und ihrer Bewohner Band 2 Vom Kaiserreich bis zur Gegenwart Hoffmann und Campe Hamburg 1986 ISBN 3 455 08255 6 Hella Kemper Kerstin Schmidtfrerick Eva Christiane Wetterer Hummelbuch Hamburg Brevier Murmann Hamburg 2007 ISBN 978 3 86774 009 8 Ute Kleinelumern Hanno Ballhausen Alles uber Hamburg Erstaunliches amp Kurioses Zahlen Daten Fakten Komet Koln 2008 ISBN 978 3 89836 784 4 Eckart Klessmann Geschichte der Stadt Hamburg Die Hanse Groenewold Europaische Verlagsanstalt Hamburg 2002 ISBN 3 434 52596 3 Franklin Kopitzsch Daniel Tilgner Hrsg Hamburg Lexikon 4 aktualisierte und erweiterte Sonderausgabe Ellert amp Richter Hamburg 2010 ISBN 978 3 8319 0373 3 Martin Krieger Kleine Geschichte Hamburgs Beck Munchen 2014 ISBN 978 3 406 66193 8 Ralf Lange Hamburg Wiederaufbau und Neuplanung 1943 1963 Konigstein i Ts 1994 ISBN 3 7845 4610 2 Hans Helmut Poppendieck u a Hrsg Der Hamburger Pflanzenatlas von A bis Z Dolling und Galitz Munchen und Hamburg 2010 ISBN 978 3 937904 93 1 Hermann Rauhe Musikstadt Hamburg Eine klingende Chronik Ellert amp Richter Hamburg 2008 ISBN 978 3 8319 0314 6 Hermann Schnabel Hamburg 99 die Nummer eins 10 Auflage DV Druck amp Design 2004 Rolf Stephan Hamburg ehemals gestern und heute Steinkopf Stuttgart 1985 ISBN 3 7984 0633 2 Daniel Tilgner Hrsg Hamburg von Altona bis Zollenspieker Das Haspa Handbuch fur alle Stadtteile der Hansestadt Hoffmann und Campe Hamburg 2002 ISBN 3 455 11333 8 Erik Verg Martin Verg Das Abenteuer das Hamburg heisst Der weite Weg zur Weltstadt Ellert amp Richter Hamburg 1997 ISBN 3 8319 0137 6 Weblinks BearbeitenWeitere Inhalte in den Schwesterprojekten der Wikipedia Commons Medieninhalte Kategorie Wiktionary Worterbucheintrage Wikinews Nachrichten Wikiquote Zitate Wikisource Quellen und Volltexte Wikivoyage Reisefuhrer Portal Hamburg Ubersicht zu Wikipedia Inhalten zum Thema Hamburg Offizielle Website der Freien und Hansestadt Hamburg Hamburg BibliographieEinzelnachweise Bearbeiten 23 HmbVwVfG Amtssprache Hamburgisches Verwaltungsverfahrensgesetz vom 9 November 1977 Abgerufen am 25 September 2014 a b c Kaufkraft der Deutschen wird 2021 auf 23 637 Euro steigen PDF 172 kB In gfk com Gesellschaft fur Konsumforschung GfK 8 Dezember 2020 abgerufen am 5 Marz 2021 Kaufkraftindex Deutschlands in Hohe von 100 Prozent Statistik informiert Nr 58 2018 PDF Abgerufen am 19 Juni 2018 Vorlaufiger Schuldenstand der Lander Destatis 30 Juni 2020 abgerufen am 12 November 2020 a b Monatszahlen Bevolkerung Statistikamt Nord Statistisches Amt fur Hamburg und Schleswig Holstein abgerufen am 21 Juli 2021 a b Monatszahlen Bevolkerung Auslandische Bevolkerung Statistisches Amt fur Hamburg und Schleswig Holstein abgerufen am 21 Juli 2021 Bevolkerung mit Migrationshintergrund in den Hamburger Stadtteilen 2020 In statistik nord de Abgerufen am 8 Juni 2021 Hamburger Stadtteil Profile 2016 PDF 5 2 MB In statistik nord de Statistisches Amt fur Hamburg und 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motorwelt 11 2017 S 23 steht die Information dass in Hamburg 2123 Brucken vorhanden sind Das sind aber etliche Hundert weniger als vom Statistischen Landesamt angegeben siehe auch Cuxhaven Vertrag Gesetz zum Staatsvertrag mit dem Lande Niedersachsen uber die Neuordnung der Rechtsverhaltnisse in Cuxhaven und im Gebiet der Elbmundung 3 Oktober 1961 abgerufen am 29 Marz 2009 Fundstelle HmbGVBl 1961 S 317 Gesetz zum Staatsvertrag zwischen der Freien und Hansestadt Hamburg dem Lande Niedersachsen und dem Lande Schleswig Holstein uber Anderungen der gemeinsamen Landesgrenze im Bereich der Staustufe Geesthacht 10 Juli 1973 abgerufen am 30 Mai 2017 Fundstelle HmbGVBl 1973 S 281 Hamburger Abendblatt vom 9 August 2013 Hartmut Ronge Unnutzes Wissen Hamburg 711 Erstaunliche Fakten Hrsg Emons Verlag ISBN 978 3 95451 520 2 Verfassung der Freien und Hansestadt Hamburg vom 6 Juni 1952 HmbBL I 100 a landesrecht hamburg de abgerufen am 22 Marz 2018 Behordenfinder Hamburg hamburg de abgerufen am 31 Marz 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BSLK S 766 vgl S 17 nak norddeutschland de offline hamburg de Judischer Friedhof in Altona wieder eroffnet abgerufen am 11 Juni 2009 Gesinus Kloeke Der Vokalismus der Mundart von Finkenwarder bei Hamburg Phil Diss Leipzig Hamburg 1913 Mitteilungen aus dem Deutschen Seminar zu Hamburg I 11 Beiheft zum Jahrbuch der Hamburgischen Wissenschaftlichen Anstalt XXX 1912 Hugo Larsson Lautstand der Mundart der Gemeinde Altengamme in den Vierlanden bei Hamburg Hamburg 1917 1 Beiheft zum Jahrbuch der Hamburgischen Wissenschaftlichen Anstalten XXXIV 1916 Mitteilungen aus dem Deutschen Seminar zu Hamburg III Studie aus Hamburg Danische Minderheit doppelt so gross In kn online de Kieler Nachrichten abgerufen am 9 Juni 2015 Rita Bake hamburg de Bezirksversammlung Wandsbek Drucksache 20 3615 abgerufen am 2 Februar 2017 Hamburg Hundegesetz Anleinpflicht fur Hunde abgerufen am 25 Juli 2016 Hamburger Hundeauslaufzonen abgerufen am 25 Juli 2016 a b Hundeauslaufzonen in Hamburg abgerufen am 25 Juli 2016 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