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Halbe

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Halbe (niedersorbischŁobje) ist eine Gemeinde im Landkreis Dahme-Spreewald in Brandenburg. Sie wird vom Amt Schenkenländchen verwaltet.

Wappen Deutschlandkarte

52.10861111111113.70083333333335Koordinaten:52° 7′ N,13° 42′ O

Basisdaten
Bundesland: Brandenburg
Landkreis: Dahme-Spreewald
Amt: Schenkenländchen
Höhe: 35 m ü. NHN
Fläche: 78,09 km2
Einwohner: 2415 (31. Dez. 2020)
Bevölkerungsdichte: 31 Einwohner je km2
Postleitzahl: 15757
Vorwahl: 033765
Kfz-Kennzeichen: LDS, KW, LC, LN
Gemeindeschlüssel: 12 0 61 216
LOCODE: DE AGR
Gemeindegliederung: 3 Ortsteile und 4 Gemeindeteile
Adresse der Amtsverwaltung: Markt 9
15755 Teupitz
Website:
Bürgermeister: Ralf Kunze
Lage der Gemeinde Halbe im Landkreis Dahme-Spreewald
Teupitzer Straße in Halbe

Inhaltsverzeichnis

Der Ort liegt im weiteren Einzugsbereich der Dahme.

Nachbargemeinden

Halbe grenzt an die Städte Teupitz, Märkisch Buchholz und Baruth/Mark sowie die Gemeinden Groß Köris, Krausnick-Groß Wasserburg und Rietzneuendorf-Staakow.

Halbe hat folgende Ortsteile, bewohnten Gemeindeteile und Wohnplätze:

Ortsteile

Gemeindeteile

Wohnplätze

Wüstungen

16. und 17. Jahrhundert

Halbe wurde erstmals am 22. Juli 1546 in einem Lehnsbrief des Kurfürsten an derer von Landsberg erwähnt. Diese märkische und Lausitzer Adelsfamilie hatte ihren Sitz in einer Burg im benachbarten Teupitz und betrieb von dort aus die Christianisierung des Umlandes. Im Jahr 1624 gab es im Ort 16 Hufnerhöfe, fünf Kötterhöfe sowie einen Hirten und einen Pachtschäfer. Die Gemarkung war 16 Hufen groß. Der Dreißigjährige Krieg forderte auch in Halbe erhebliche Opfer. 1652 lebten lediglich noch zwei Bauern und zwei Kötter im Dorf.

18. Jahrhundert

Im Jahr 1700 hatte sich Halbe erholt. Die Statistik berichtete vom Dorf und einem neu entstandenen Vorwerk Halbe, in der es auch eine Schäferei gab. Dem Besitzer des Vorwerk war es von der Herrschaft Buchholz gestattet worden, bis zu 30 Kühle, 18 Ochsen und Jungvieh zu halten. Die Acker und Wiesen waren dabei offenbar ehemalige Bauerngüter, die „noch meistens bewachsen“ gewesen waren. Außerdem gab es im Vorwerk eine Ziegelscheune sowie einen Weinberg. Im Dorf waren drei Stellen wieder mit „Untertanen“ besetzt, dazu kam ein Hirte. 1711 gab es im Dorf drei Giebel (=Wohnhäuser), die möglicherweise auch Kötterhöfe waren. Dazu kamen ein Hirte, ein Schäfer, ein Knecht und drei Paar Hausleute. Sie zahlten den Schenken von Landsberg für die 16 Hufen jeweils vier Groschen Abgaben. 1716 berichtete die Statistik lediglich vom Dorf mit Vorwerk, dazu die Ziegelscheune und der Weinberg. 1745 gab es wieder zwei Bauernhöfe. Dazu kamen fünf Kötter, die bereits erwähnte Ziegelscheune sowie außerhalb des Dorfes ein Familienhaus. 1749 wurde der Ortsteil Briesen, der sich bis dahin im Besitz derer von Stutterheim befand, an Joachim Seyfried von Schlieben aus dem Adelsgeschlecht derer von Schlieben auf Oderin verkauft. Um 1750 errichtete Hans Ernst von Schlieben in Briesen ein Herrenhaus. Im Jahr 1771 hatte sich die Gebäudezahl auf sechs Giebel erhöht. Es gab einen Hirten, während die Abgaben mit vier Groschen für 16 Hufen gleichgeblieben waren.

19. Jahrhundert

Im Jahr 1801 gab es sechs Bauernhöfe, vier Büdner, acht Einlieger, einen Krug und eine Ziegelei; es gab 19 Feuerstellen (=Haushalte). 1822 wurde in Briesen eine Freischule eingerichtet, die sich aus einer 1817 erfolgten Stiftung der Dichterin Wilhelmine von Schlieben finanzierte. Halbe gehörte seit 1836 zum Kreis Teltow in der Provinz Brandenburg. 1840 bestanden in Halbe 26 Wohnhäuser. Um 1850 wurde in Brand eine unvollständig erhaltene Bronzefibel aus dem 3. Jahrhundert n. Chr. gefunden. Halbe entwickelte sich weiter. 1858 gab es 17 Hofeigentümer mit 20 Knechten und Mägden. Hinzu kamen zehn nebengewerbliche Landwirte und 28 Arbeiter. Es gab 38 Besitzungen. Elf von ihnen kamen zusammen auf 755 Morgen und waren zwischen 30 und 300 Morgen groß. 13 weitere waren zwischen fünf und 30 Morgen groß (zusammen 209), 14 waren kleiner als fünf Morgen (zusammen 89 Morgen). Mittlerweile hatten sich in Halbe zahlreiche Gewerke angesiedelt. Es gab einen Schneidermeister, einen Stellmachermeister, zwei Schuhmachermeister, einen Maurergesellen, einen Großschmiedemeister und einen Viktualienhändler – allerdings auch zwölf Arme. 1860 gab es in Halbe zwei öffentliche, 28 Wohn- und 49 Wirtschaftsgebäude. 1866 erhielt Brand eine Bahnstation an der Berlin-Görlitzer Bahn, in den Folgejahren auch die Orte Halbe und Oderin. In der Region entstanden in der Mitte des 19. Jahrhunderts mehrere Ziegeleien und Holz verarbeitende Betriebe, die Baumaterial unter anderem über die neue Bahnstrecke ins stark wachsende Berlin lieferten.

20. Jahrhundert

Im Jahr 1900 gab es in Halbe 85 Häuser. Innerhalb von 35 Jahren verdreifachte sich die Bevölkerung in Halbe: Wohnten 1875 nur 426 Einwohner in dem Ort, waren es 1910 bereits 1221. Hinzu kamen bis zu 800 Saisonarbeiter. In dieser Zeit errichteten die Einwohner eine Vielzahl neuer Gebäude, darunter auch Geschäfte in der Lindenstraße, beispielsweise das Kaufhaus von Moritz Paul und Karl Richter, die Bier-Großhandlung und Mineralwasserfabrik von Gustav Bährens oder die Möbel-Manufaktor Fritz Breitenbach. 1910 übernahm Fritz Paul Jentz, Inhaber des Metropol-Theaters in Berlin, das Rittergut Briesen. 1910 bis 1913 wurde in Briesen das neue Schloss errichtet und der Park von der Gartenbaufirma Späth aus Berlin angelegt. Mit Hilfe von russischen Kriegsgefangenen aus dem Ersten Weltkrieg entstand eine befestigte Straße von Halbe nach Teurow, die zu einem späteren Zeitpunkt in Kirchstraße umbenannt wurde. Nach dem Ende des Ersten Weltkrieges florierte der Ausflugsverkehr auch nach Halbe; es entstanden Kleingärten und Siedlungsgrundstücke. 1924 wurde in Briesen die große Remise mit einer den dorischen Tempeln nachempfundenen Fassade erbaut. Die Anzahl der Gebäude stieg auf 140 Wohnhäuser im Jahr 1931. Im Jahr 1939 gab es in Halbe lediglich noch zwei große landwirtschaftliche Betriebe, die zwischen 20 und 100 Hektar groß waren. Hinzu kamen vier Betriebe mit einer Größe zwischen zehn und 20 Hektar sowie neun Betriebe zwischen fünf und zehn Hektar. Weiteren 68 Betrieben standen lediglich 0,5 bis fünf Hektar zur Verfügung.

1945 im letzten Kriegsjahr des Zweiten Weltkrieges erlitt die Wehrmacht im Raum von Halbe und Märkisch-Buchholz eine ihrer letzten großen Niederlagen. Bei der unter Kessel von Halbe bekanntgewordenen Schlacht kamen gegen Kriegsende geschätzte 60.000 Menschen ums Leben. Ein großer Teil davon wurde auf dem Waldfriedhof Halbe begraben.

1945 wurden 47 Hektar Staatsforst enteignet und aufgeteilt. Vier kleine Bauern erhielten in Summe vier Hektar, 18 Betriebe erhielten 35 Hektar und ein Betrieb acht Hektar. Von 1945 bis 1948 war das Schloss Sitz der sowjetischen Kommandantur, von 1948 bis 1951 Kreisparteischule der SED und dann bis 1991 Schule. Nach Jahren des Leerstands begann 1996 die Rekonstruktion von Schloss und Schlossparkanlage. Halbe kam ab 1952 zum Kreis Königs Wusterhausen im DDR-Bezirk Potsdam. 1953 gründete sich eine LPG vom Typ I, die 1957 neu gegründet wurde und 1959 in einen Typ III umgewandelt wurde. Sie hatte sechs Mitglieder und bewirtschaftete 19 Hektar landwirtschaftliche Nutzfläche. Im Jahr 1955 entstand das VEB Holzbearbeitungswerk mit 101 Beschäftigten als größter Arbeitgeber im Ort. Die LPG vergrößerte sich und hatte 1960 bereits 22 Mitglieder bei 79 Hektar Fläche. Es gab weiterhin eine LPG Typ I mit 18 Mitgliedern und 79 Hektar Fläche, die sich 1968 mit der LPG in Löpten und der LPG Groß Köris zur LPG Löpten-Halbe-Groß Köris zusammenschlossen. 1973 entstand das VEB Holzkombinat des Kreises Königs Wusterhausen mit dem Werk Halbe. Daneben gab es den Betriebsteil Halbe Möbel und das Schnittholzwerk Halbe des VEB Möbelkombinats neuzera, Betrieb Zernsdorf. Es entstanden die PGH Aufbau, Friseurhandwerk und die LPG Löpten mit dem Betriebsteil Halbe sowie die Oberförsterei Dahmetal Halbe. Am 1. Januar 1974 wurde Teurow eingemeindet.

Seit 1993 liegt die Gemeinde im brandenburgischen Landkreis Dahme-Spreewald.

Bei der brandenburgischen Gemeindereform 2003 wurden Briesen, Freidorf und Oderin am 26. Oktober 2003 eingemeindet.

Bevölkerungsentwicklung von 1875 bis 2020 im Gebiet der heutigen Gemeinde
Jahr Einwohner
1875 426
1890 596
1910 1 221
1925 1 105
1933 1 122
1939 1 229
1946 1 202
1950 1 273
Jahr Einwohner
1964 1 208
1971 1 207
1981 1 350
1985 1 348
1989 1 319
1990 1 291
1991 1 305
1992 1 301
1993 1 269
1994 1 290
Jahr Einwohner
1995 1 309
1996 1 334
1997 1 416
1998 1 472
1999 1 482
2000 1 508
2001 1 510
2002 1 476
2003 2 225
2004 2 360
Jahr Einwohner
2005 2 232
2006 2 219
2007 2 194
2008 2 167
2009 2 169
2010 2 141
2011 2 194
2012 2 208
2013 2 150
2014 2 176
Jahr Einwohner
2015 2 615
2016 2 457
2017 2 402
2018 2 385
2019 2 331
2020 2 415

Gebietsstand des jeweiligen Jahres, Einwohnerzahl: Stand 31. Dezember (ab 1991), ab 2011 auf Basis des Zensus 2011

Gemeindevertretung

Die Gemeindevertretung Halbe besteht neben dem ehrenamtlichen Bürgermeister aus 12 Gemeindevertretern.

Partei / Wählergruppe Stimmenanteil Sitze
Wählergruppe Wir für hier 21,6 % 3
Bürger Bündnis Halbe (BBH) 20,6 % 2
Die Linke 16,2 % 2
Freiwillige Feuerwehr Halbe 13,7 % 2
Einzelbewerber Norbert Wedekind 08,5 % 1
Bündnis 90/Die Grünen 07,9 % 1
Einzelbewerber Raimar Wedekind 07,1 % 1

(Stand: Kommunalwahl am 26. Mai 2019)

Bürgermeister

  • seit 1998: Ralf Kunze (Bürgerbündnis Halbe)

Kunze wurde in der Bürgermeisterwahl am 26. Mai 2019 ohne Gegenkandidat mit 68,8 % der gültigen Stimmen für eine weitere Amtszeit von fünf Jahren gewählt.

Wappen

Das Wappen wurde am 26. August 2003 genehmigt.

Blasonierung: „In Gold ein schräglinker blauer Wellenbalken, begleitet oben von einem schwarz-bordierten silbernen Kreuz und unten von fünf grünen Lindenblättern (3:2).“

Glockenplastik auf dem Waldfriedhof

Siehe Liste der Baudenkmale in Halbe und Liste der Bodendenkmale in Halbe mit den in der Denkmalliste des Landes Brandenburg eingetragenen Kulturdenkmalen.

Seit 1989 finden am Volkstrauertag und seit geraumer Zeit auch am Jahresanfang neonazistische Trauermärsche zum „Heldengedenken“ in Halbe statt. Als Gegendemonstration hat ein von der Landesregierung unterstütztes Aktionsbündnis gegen Gewalt, Rechtsextremismus und Fremdenfeindlichkeit 2006 einen „Tag der Demokraten“ ins Leben gerufen.

Halbe liegt an der Landesstraße L 74 zwischen Teupitz und Märkisch Buchholz. Die Anschlussstelle Teupitz der A 13 ist etwa 4 km entfernt.

Die Stationen Halbe, Oderin und Brand Tropical Islands an der Bahnstrecke Berlin–Görlitz werden durch die Regionalbahnlinie RB 24 (Eberswalde–Berlin–Senftenberg) bedient, Brand Tropical Islands zusätzlich durch die Regional-Expresslinie RE 2 (Wismar–Berlin–Cottbus).

  • Ernst Teichmann (1906–1983), Pfarrer in Halbe, Verantwortlicher für das Anlegen des Waldfriedhofs
  • Marlies Lilge (1945–1983), Malerin und Grafikerin, in Halbe geboren
  • Lieselott Enders: Historisches Ortslexikon für Brandenburg: Teltow (= Historisches Ortslexikon für Brandenburg. Band 4). Verlag Hermann Böhlaus Nachfolger, Weimar 1976.
  1. (XLSX-Datei; 213 KB) (Fortgeschriebene amtliche Einwohnerzahlen) (Hilfe dazu).
  2. Gemeindekirchenrat der evangelischen Kirchengemeinde Halbe und Förderverein Dankeskirche Halbe e.V. 100 Jahre Dankeskirche Halbe – Festschrift, 1914–2014, S. 58
  3. Gemeinden 1994 und ihre Veränderungen seit 1. Januar 1948 in den neuen Ländern, Verlag Metzler-Poeschel, Stuttgart, 1995, ISBN 3-8246-0321-7, Herausgeber: Statistisches Bundesamt
  4. , S. 14–17
  5. , Tabelle 7
  6. Amt für Statistik Berlin-Brandenburg (Hrsg.): Statistischer Bericht A I 7, A II 3, A III 3. Bevölkerungsentwicklung und Bevölkerungsstand im Land Brandenburg (jeweilige Ausgaben des Monats Dezember)
  7. (Memento vom 10. April 2018 im Internet Archive)
  8. Deutsche Kriegsgräberstätte:Halbe Deutschland:Volksbund Deutsche Kriegsgräberfürsorge, 7. Mai 2010
  9. . In: Märkische Allgemeine, 22. Dezember 2015
  10. . In: Märkische Allgemeine, 2. August 2016
  11. Abgerufen am 28. Juli 2019.
  12. (Memento vom 21. April 2016 im Internet Archive)
Commons: Halbe – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien
Städte und Gemeinden im Landkreis Dahme-Spreewald
Normdaten (Geografikum): GND:(, ) | VIAF:

Halbe
halbe, gemeinde, landkreis, dahme, spreewald, sprache, beobachten, bearbeiten, dieser, artikel, oder, abschnitt, bedarf, einer, überarbeitung, näheres, sollte, diskussionsseite, angegeben, sein, bitte, hilf, verbessern, entferne, anschließend, diese, markierun. Halbe Gemeinde im Landkreis Dahme Spreewald Sprache Beobachten Bearbeiten Dieser Artikel oder Abschnitt bedarf einer Uberarbeitung Naheres sollte auf der Diskussionsseite angegeben sein Bitte hilf mit ihn zu verbessern und entferne anschliessend diese Markierung Der Titel dieses Artikels ist mehrdeutig Weitere Bedeutungen sind unter Halbe Begriffsklarung aufgefuhrt Halbe niedersorbisch Lobje ist eine Gemeinde im Landkreis Dahme Spreewald in Brandenburg Sie wird vom Amt Schenkenlandchen verwaltet Wappen Deutschlandkarte52 108611111111 13 700833333333 35 Koordinaten 52 7 N 13 42 OBasisdatenBundesland BrandenburgLandkreis Dahme SpreewaldAmt SchenkenlandchenHohe 35 m u NHNFlache 78 09 km2Einwohner 2415 31 Dez 2020 1 Bevolkerungsdichte 31 Einwohner je km2Postleitzahl 15757Vorwahl 033765Kfz Kennzeichen LDS KW LC LNGemeindeschlussel 12 0 61 216LOCODE DE AGRGemeindegliederung 3 Ortsteile und 4 GemeindeteileAdresse der Amtsverwaltung Markt 9 15755 TeupitzWebsite gemeinde halbe deBurgermeister Ralf KunzeLage der Gemeinde Halbe im Landkreis Dahme SpreewaldTeupitzer Strasse in Halbe Inhaltsverzeichnis 1 Geografie 2 Gemeindegliederung 3 Geschichte 3 1 16 und 17 Jahrhundert 3 2 18 Jahrhundert 3 3 19 Jahrhundert 3 4 20 Jahrhundert 4 Bevolkerungsentwicklung 5 Politik 5 1 Gemeindevertretung 5 2 Burgermeister 5 3 Wappen 6 Sehenswurdigkeiten und regelmassige Veranstaltungen 7 Verkehr 8 Personlichkeiten 9 Literatur 10 Einzelnachweise 11 WeblinksGeografie BearbeitenDer Ort liegt im weiteren Einzugsbereich der Dahme Nachbargemeinden Halbe grenzt an die Stadte Teupitz Markisch Buchholz und Baruth Mark sowie die Gemeinden Gross Koris Krausnick Gross Wasserburg und Rietzneuendorf Staakow Gemeindegliederung BearbeitenHalbe hat folgende Ortsteile bewohnten Gemeindeteile und Wohnplatze 2 Ortsteile Briesen Freidorf Oderin Gemeindeteile Brand Massow Staakmuhle Teurow Wohnplatze Forsthaus Hammelstall Forsthaus Semmelei Wustungen Replinchen Kleine MuhleGeschichte Bearbeiten16 und 17 Jahrhundert Bearbeiten Halbe wurde erstmals am 22 Juli 1546 in einem Lehnsbrief des Kurfursten an derer von Landsberg erwahnt Diese markische und Lausitzer Adelsfamilie hatte ihren Sitz in einer Burg im benachbarten Teupitz und betrieb von dort aus die Christianisierung des Umlandes 3 Im Jahr 1624 gab es im Ort 16 Hufnerhofe funf Kotterhofe sowie einen Hirten und einen Pachtschafer Die Gemarkung war 16 Hufen gross Der Dreissigjahrige Krieg forderte auch in Halbe erhebliche Opfer 1652 lebten lediglich noch zwei Bauern und zwei Kotter im Dorf 18 Jahrhundert Bearbeiten Im Jahr 1700 hatte sich Halbe erholt Die Statistik berichtete vom Dorf und einem neu entstandenen Vorwerk Halbe in der es auch eine Schaferei gab Dem Besitzer des Vorwerk war es von der Herrschaft Buchholz gestattet worden bis zu 30 Kuhle 18 Ochsen und Jungvieh zu halten Die Acker und Wiesen waren dabei offenbar ehemalige Bauernguter die noch meistens bewachsen gewesen waren Ausserdem gab es im Vorwerk eine Ziegelscheune sowie einen Weinberg Im Dorf waren drei Stellen wieder mit Untertanen besetzt dazu kam ein Hirte 1711 gab es im Dorf drei Giebel Wohnhauser die moglicherweise auch Kotterhofe waren Dazu kamen ein Hirte ein Schafer ein Knecht und drei Paar Hausleute Sie zahlten den Schenken von Landsberg fur die 16 Hufen jeweils vier Groschen Abgaben 1716 berichtete die Statistik lediglich vom Dorf mit Vorwerk dazu die Ziegelscheune und der Weinberg 1745 gab es wieder zwei Bauernhofe Dazu kamen funf Kotter die bereits erwahnte Ziegelscheune sowie ausserhalb des Dorfes ein Familienhaus 1749 wurde der Ortsteil Briesen der sich bis dahin im Besitz derer von Stutterheim befand an Joachim Seyfried von Schlieben aus dem Adelsgeschlecht derer von Schlieben auf Oderin verkauft Um 1750 errichtete Hans Ernst von Schlieben in Briesen ein Herrenhaus Im Jahr 1771 hatte sich die Gebaudezahl auf sechs Giebel erhoht Es gab einen Hirten wahrend die Abgaben mit vier Groschen fur 16 Hufen gleichgeblieben waren 19 Jahrhundert Bearbeiten Kaiserbahnhof Halbe Im Jahr 1801 gab es sechs Bauernhofe vier Budner acht Einlieger einen Krug und eine Ziegelei es gab 19 Feuerstellen Haushalte 1822 wurde in Briesen eine Freischule eingerichtet die sich aus einer 1817 erfolgten Stiftung der Dichterin Wilhelmine von Schlieben finanzierte Halbe gehorte seit 1836 zum Kreis Teltow in der Provinz Brandenburg 1840 bestanden in Halbe 26 Wohnhauser Um 1850 wurde in Brand eine unvollstandig erhaltene Bronzefibel aus dem 3 Jahrhundert n Chr gefunden Halbe entwickelte sich weiter 1858 gab es 17 Hofeigentumer mit 20 Knechten und Magden Hinzu kamen zehn nebengewerbliche Landwirte und 28 Arbeiter Es gab 38 Besitzungen Elf von ihnen kamen zusammen auf 755 Morgen und waren zwischen 30 und 300 Morgen gross 13 weitere waren zwischen funf und 30 Morgen gross zusammen 209 14 waren kleiner als funf Morgen zusammen 89 Morgen Mittlerweile hatten sich in Halbe zahlreiche Gewerke angesiedelt Es gab einen Schneidermeister einen Stellmachermeister zwei Schuhmachermeister einen Maurergesellen einen Grossschmiedemeister und einen Viktualienhandler allerdings auch zwolf Arme 1860 gab es in Halbe zwei offentliche 28 Wohn und 49 Wirtschaftsgebaude 1866 erhielt Brand eine Bahnstation an der Berlin Gorlitzer Bahn in den Folgejahren auch die Orte Halbe und Oderin In der Region entstanden in der Mitte des 19 Jahrhunderts mehrere Ziegeleien und Holz verarbeitende Betriebe die Baumaterial unter anderem uber die neue Bahnstrecke ins stark wachsende Berlin lieferten 20 Jahrhundert Bearbeiten Im Jahr 1900 gab es in Halbe 85 Hauser Innerhalb von 35 Jahren verdreifachte sich die Bevolkerung in Halbe Wohnten 1875 nur 426 Einwohner in dem Ort waren es 1910 bereits 1221 Hinzu kamen bis zu 800 Saisonarbeiter In dieser Zeit errichteten die Einwohner eine Vielzahl neuer Gebaude darunter auch Geschafte in der Lindenstrasse beispielsweise das Kaufhaus von Moritz Paul und Karl Richter die Bier Grosshandlung und Mineralwasserfabrik von Gustav Bahrens oder die Mobel Manufaktor Fritz Breitenbach 1910 ubernahm Fritz Paul Jentz Inhaber des Metropol Theaters in Berlin das Rittergut Briesen 1910 bis 1913 wurde in Briesen das neue Schloss errichtet und der Park von der Gartenbaufirma Spath aus Berlin angelegt Mit Hilfe von russischen Kriegsgefangenen aus dem Ersten Weltkrieg entstand eine befestigte Strasse von Halbe nach Teurow die zu einem spateren Zeitpunkt in Kirchstrasse umbenannt wurde Nach dem Ende des Ersten Weltkrieges florierte der Ausflugsverkehr auch nach Halbe es entstanden Kleingarten und Siedlungsgrundstucke 1924 wurde in Briesen die grosse Remise mit einer den dorischen Tempeln nachempfundenen Fassade erbaut Die Anzahl der Gebaude stieg auf 140 Wohnhauser im Jahr 1931 Im Jahr 1939 gab es in Halbe lediglich noch zwei grosse landwirtschaftliche Betriebe die zwischen 20 und 100 Hektar gross waren Hinzu kamen vier Betriebe mit einer Grosse zwischen zehn und 20 Hektar sowie neun Betriebe zwischen funf und zehn Hektar Weiteren 68 Betrieben standen lediglich 0 5 bis funf Hektar zur Verfugung 1945 im letzten Kriegsjahr des Zweiten Weltkrieges erlitt die Wehrmacht im Raum von Halbe und Markisch Buchholz eine ihrer letzten grossen Niederlagen Bei der unter Kessel von Halbe bekanntgewordenen Schlacht kamen gegen Kriegsende geschatzte 60 000 Menschen ums Leben Ein grosser Teil davon wurde auf dem Waldfriedhof Halbe begraben 1945 wurden 47 Hektar Staatsforst enteignet und aufgeteilt Vier kleine Bauern erhielten in Summe vier Hektar 18 Betriebe erhielten 35 Hektar und ein Betrieb acht Hektar Von 1945 bis 1948 war das Schloss Sitz der sowjetischen Kommandantur von 1948 bis 1951 Kreisparteischule der SED und dann bis 1991 Schule Nach Jahren des Leerstands begann 1996 die Rekonstruktion von Schloss und Schlossparkanlage Halbe kam ab 1952 zum Kreis Konigs Wusterhausen im DDR Bezirk Potsdam 1953 grundete sich eine LPG vom Typ I die 1957 neu gegrundet wurde und 1959 in einen Typ III umgewandelt wurde Sie hatte sechs Mitglieder und bewirtschaftete 19 Hektar landwirtschaftliche Nutzflache Im Jahr 1955 entstand das VEB Holzbearbeitungswerk mit 101 Beschaftigten als grosster Arbeitgeber im Ort Die LPG vergrosserte sich und hatte 1960 bereits 22 Mitglieder bei 79 Hektar Flache Es gab weiterhin eine LPG Typ I mit 18 Mitgliedern und 79 Hektar Flache die sich 1968 mit der LPG in Lopten und der LPG Gross Koris zur LPG Lopten Halbe Gross Koris zusammenschlossen 1973 entstand das VEB Holzkombinat des Kreises Konigs Wusterhausen mit dem Werk Halbe Daneben gab es den Betriebsteil Halbe Mobel und das Schnittholzwerk Halbe des VEB Mobelkombinats neuzera Betrieb Zernsdorf Es entstanden die PGH Aufbau Friseurhandwerk und die LPG Lopten mit dem Betriebsteil Halbe sowie die Oberforsterei Dahmetal Halbe Am 1 Januar 1974 wurde Teurow eingemeindet 4 Seit 1993 liegt die Gemeinde im brandenburgischen Landkreis Dahme Spreewald Bei der brandenburgischen Gemeindereform 2003 wurden Briesen Freidorf und Oderin am 26 Oktober 2003 eingemeindet 5 Bevolkerungsentwicklung Bearbeiten Bevolkerungsentwicklung von 1875 bis 2020 im Gebiet der heutigen Gemeinde Jahr Einwohner1875 4261890 5961910 1 2211925 1 1051933 1 1221939 1 2291946 1 2021950 1 273 Jahr Einwohner1964 1 2081971 1 2071981 1 3501985 1 3481989 1 3191990 1 2911991 1 3051992 1 3011993 1 2691994 1 290 Jahr Einwohner1995 1 3091996 1 3341997 1 4161998 1 4721999 1 4822000 1 5082001 1 5102002 1 4762003 2 2252004 2 360 Jahr Einwohner2005 2 2322006 2 2192007 2 1942008 2 1672009 2 1692010 2 1412011 2 1942012 2 2082013 2 1502014 2 176 Jahr Einwohner2015 2 6152016 2 4572017 2 4022018 2 3852019 2 3312020 2 415 Gebietsstand des jeweiligen Jahres Einwohnerzahl 6 7 8 Stand 31 Dezember ab 1991 ab 2011 auf Basis des Zensus 2011Politik BearbeitenGemeindevertretung Bearbeiten Die Gemeindevertretung Halbe besteht neben dem ehrenamtlichen Burgermeister aus 12 Gemeindevertretern Dankeskirche Partei Wahlergruppe Stimmenanteil SitzeWahlergruppe Wir fur hier 21 6 3Burger Bundnis Halbe BBH 20 6 2Die Linke 16 2 2Freiwillige Feuerwehr Halbe 13 7 2Einzelbewerber Norbert Wedekind 0 8 5 1Bundnis 90 Die Grunen 0 7 9 1Einzelbewerber Raimar Wedekind 0 7 1 1 Stand Kommunalwahl am 26 Mai 2019 9 Burgermeister Bearbeiten seit 1998 Ralf Kunze Burgerbundnis Halbe 10 Kunze wurde in der Burgermeisterwahl am 26 Mai 2019 ohne Gegenkandidat mit 68 8 der gultigen Stimmen fur eine weitere Amtszeit von funf Jahren 11 gewahlt 12 Wappen Bearbeiten Das Wappen wurde am 26 August 2003 genehmigt Blasonierung In Gold ein schraglinker blauer Wellenbalken begleitet oben von einem schwarz bordierten silbernen Kreuz und unten von funf grunen Lindenblattern 3 2 13 Sehenswurdigkeiten und regelmassige Veranstaltungen Bearbeiten Glockenplastik auf dem Waldfriedhof Siehe Liste der Baudenkmale in Halbe und Liste der Bodendenkmale in Halbe mit den in der Denkmalliste des Landes Brandenburg eingetragenen Kulturdenkmalen Waldfriedhof Halbe hier sind etwa 24 000 Opfer des Kessels von Halbe und 4 620 namentlich bekannte Opfer des sowjetischen Speziallagers Ketschendorf von 1945 bis 1947 begraben 14 Evangelische Dankeskirche erbaut 1913 1914 von Curt Steinberg 2015 wurde der Turm der Kirche mit Hilfe von Spendengeldern restauriert 15 Kaiserbahnhof Halbe 1865 von August Orth erbautes Bahnhofsgebaude fur den preussischen Konig und spateren deutschen Kaiser 16 Esperanto Bahnhof in Esperanto Esperanto Stacio Schulungszentrum der Esperanto Bewegung im denkmalgeschutzten Empfangsgebaude des Bahnhofs von Halbe in Esperanto Halbo 17 Dorfkirche Oderin entstand im Jahr 1894 vermutlich auf den Uberresten eines Vorgangerbaus aus dem 17 Jahrhundert Der streng gegliederte neugotische Ziegelbau besitzt einen aufwendig gearbeiteten Westturm mit einer polygonalen Apsis Schloss in Briesen Tropical Islands in Brand mit der grossten freitragenden Halle der Welt auf dem Gelande des ehemaligen Flugplatzes Brand Seit 1989 finden am Volkstrauertag und seit geraumer Zeit auch am Jahresanfang neonazistische Trauermarsche zum Heldengedenken in Halbe statt Als Gegendemonstration hat ein von der Landesregierung unterstutztes Aktionsbundnis gegen Gewalt Rechtsextremismus und Fremdenfeindlichkeit 2006 einen Tag der Demokraten ins Leben gerufen 18 Verkehr BearbeitenHalbe liegt an der Landesstrasse L 74 zwischen Teupitz und Markisch Buchholz Die Anschlussstelle Teupitz der A 13 ist etwa 4 km entfernt Die Stationen Halbe Oderin und Brand Tropical Islands an der Bahnstrecke Berlin Gorlitz werden durch die Regionalbahnlinie RB 24 Eberswalde Berlin Senftenberg bedient Brand Tropical Islands zusatzlich durch die Regional Expresslinie RE 2 Wismar Berlin Cottbus Personlichkeiten BearbeitenErnst Teichmann 1906 1983 Pfarrer in Halbe Verantwortlicher fur das Anlegen des Waldfriedhofs Marlies Lilge 1945 1983 Malerin und Grafikerin in Halbe geborenLiteratur BearbeitenLieselott Enders Historisches Ortslexikon fur Brandenburg Teltow Historisches Ortslexikon fur Brandenburg Band 4 Verlag Hermann Bohlaus Nachfolger Weimar 1976 Einzelnachweise Bearbeiten Bevolkerung im Land Brandenburg nach amtsfreien Gemeinden Amtern und Gemeinden 31 Dezember 2020 XLSX Datei 213 KB Fortgeschriebene amtliche Einwohnerzahlen Hilfe dazu Dienstleistungsportal der Landesverwaltung Brandenburg Gemeinde Halbe Gemeindekirchenrat der evangelischen Kirchengemeinde Halbe und Forderverein Dankeskirche Halbe e V 100 Jahre Dankeskirche Halbe Festschrift 1914 2014 S 58 Gemeinden 1994 und ihre Veranderungen seit 1 Januar 1948 in den neuen Landern Verlag Metzler Poeschel Stuttgart 1995 ISBN 3 8246 0321 7 Herausgeber Statistisches Bundesamt StBA Anderungen bei den Gemeinden Deutschlands siehe 2003 Historisches Gemeindeverzeichnis des Landes Brandenburg 1875 bis 2005 Landkreis Dahme Spreewald S 14 17 Bevolkerung im Land Brandenburg von 1991 bis 2015 nach Kreisfreien Stadten Landkreisen und Gemeinden Tabelle 7 Amt fur Statistik Berlin Brandenburg Hrsg Statistischer Bericht A I 7 A II 3 A III 3 Bevolkerungsentwicklung und Bevolkerungsstand im Land Brandenburg jeweilige Ausgaben des Monats Dezember Ergebnis der Kommunalwahl am 26 Mai 2019 Ergebnisse der Kommunalwahlen 1998 Burgermeisterwahlen fur den Landkreis Dahme Spreewald Memento vom 10 April 2018 im Internet Archive Brandenburgisches Kommunalwahlgesetz 73 1 Ergebnis der Burgermeisterwahl am 26 Mai 2019 Wappenangaben auf dem Dienstleistungsportal der Landesverwaltung des Landes Brandenburg Deutsche Kriegsgraberstatte Halbe Deutschland Volksbund Deutsche Kriegsgraberfursorge 7 Mai 2010 Turm ist wieder ein Hingucker In Markische Allgemeine 22 Dezember 2015 Heiraten in kaiserlichem Prunk In Markische Allgemeine 2 August 2016 Esperanto Zentrum Die ersten Gaste sind da Abgerufen am 28 Juli 2019 Tag der Demokraten Memento vom 21 April 2016 im Internet Archive Weblinks Bearbeiten Commons Halbe Sammlung von Bildern Videos und Audiodateien Amt SchenkenlandchenStadte und Gemeinden im Landkreis Dahme Spreewald Stadte Golssen Konigs Wusterhausen Lubben Spreewald Lubin Blota Luckau Markisch Buchholz Mittenwalde Teupitz Wildau Gemeinden Alt Zauche Wusswerk Stara Niwa Wozwjerch Bersteland Bestensee Byhleguhre Byhlen Bela Gora Belin Drahnsdorf Eichwalde Gross Koris Halbe Heideblick Heidesee Jamlitz Kasel Golzig Krausnick Gross Wasserburg Lieberose Markische Heide Markojska Gola Munchehofe Neu Zauche Nowa Niwa Rietzneuendorf Staakow Schlepzig Slopisca Schonefeld Schonwald Schulzendorf Schwerin Schwielochsee Gojacki Jazor Spreewaldheide Blosanska Gola Steinreich Straupitz Spreewald Tsupc Blota Unterspreewald Zeuthen Normdaten Geografikum GND 4403736 3 OGND AKS VIAF 152621924Abgerufen von https de wikipedia org w index php title Halbe amp oldid 213729153, wikipedia, wiki, deutsches

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