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Gold

Gold wurde in früheren Zeiten wegen seiner auffallend glänzenden gelben Farbe metallisch gediegen in der Natur gefunden. Es lässt sich sehr gut mechanisch bearbeiten und korrodiert nicht. Wegen der Beständigkeit seines Glanzes, seiner Seltenheit, seiner scheinbaren Unvergänglichkeit und seiner auffallenden Schwere wurde es in vielen Kulturen vor allem für herausgehobene rituelle Gegenstände und Schmuck verwendet.

Ur- und Frühgeschichte

Die sogenannte Goldmaske des Agamemnon (ca. 1400 v. Chr.) im Nationalmuseum Athen

Gold zählt zu den ersten Metallen, die von Menschen verarbeitet wurden. Die Goldgewinnung ist seit der frühen Kupferzeit nachgewiesen. Die leichte Legierbarkeit mit vielen Metallen, die moderate Schmelztemperatur und die günstigen Eigenschaften der Legierungen machten Gold als Werkstoff sehr attraktiv.

Die ältesten bislang bekannten Goldartefakte der Menschheit sind insgesamt etwa 3.000 goldene Objekte aus dem Gräberfeld von Warna (Bulgarien), die als Grabbeigaben niedergelegt wurden und zwischen 4600 und 4300 v. Chr. datiert werden. Mehr als 7.000 Goldobjekte sind aus dem 4. Jahrtausend v. Chr. aus Gräbern der osteuropäischen Maikop-Kultur bekannt. Der früheste Nachweis in Mitteleuropa liegt mit den beiden Goldscheiben im Depotfund von Stollhof (Niederösterreich) vor und stammt ebenfalls aus dem 4. Jahrtausend v. Chr. Seit dieser Zeit wurde Gold vereinzelt in Form von Schmuckgegenständen aus Südosteuropa importiert.

In Mittel- und Nordeuropa treten goldene Gegenstände vermehrt erst im dritten Jahrtausend v. Chr. als Grabbeigaben auf, vor allem in der endneolithischen Glockenbecherkultur. Beispiele sind die Ohrringe und die Haarspange beim Bogenschützen von Amesbury oder die 2013 gefundenen Goldringe eines Glockenbecher-Grabes aus Wustermark, Landkreis Havelland. Berühmte Beispiele aus der nachfolgenden Bronzezeit sind die Goldauflagen der Himmelsscheibe von Nebra (Frühbronzezeit) und die vier spätbronzezeitlichen Goldhüte.

Die alten Ägypter beuteten Vorkommen in Oberägypten und Nubien aus. So ist auf dem Turiner Papyrus auch die Lage einer Goldmine verzeichnet. Die Römer nutzten Fundstätten in Kleinasien, Spanien (Las Médulas), Rumänien und Germanien.

Die Sage von der Fahrt der Argonauten zum Goldenen Vlies nach Kolchis wurde anscheinend von den Seereisen griechischer Goldsucher angeregt.

In der Tora wird vom Goldenen Kalb erzählt, das sich die Israeliten als Götzenbild herstellten, während Moses die Zehn Gebote empfing, und vom Goldland Ophir. Das Neue Testament erwähnt Gold (neben Weihrauch und Myrrhe) als eines der Huldigungsgeschenke der Weisen aus dem Morgenland für den neugeborenen Jesus (Matthäus 2,11 ).

In Südamerika und Mesoamerika wurde schon sehr früh Gold verarbeitet. So beherrschten beispielsweise die Mochica in Peru bereits Anfang des ersten Jahrtausends die Legierungsbildung (Tumbago) sowie die Vergoldung und stellten Gegenstände für rituelle Zwecke aus mehreren Kilogramm Gold her.

Die Goldgewinnung und -reinigung erfolgte durch Goldwäscherei, Amalgamation und Kupellation (Oxidieren unedlerer Metalle mit Blei, auch Läuterung genannt) oder in Kombination der Verfahren.

Mittelalter und Neuzeit

Der goldene Napoleonbecher (Städtisches Museum Simeonstift, Trier)
Gold-Nuggets
oben: Kalifornien (USA)
unten: Victoria (Australien)

Spätmittelalterliche und frühneuzeitliche Autoren, insbesondere auf dem Gebiet der Alchemie, nahmen eine Entstehung des Goldes durch Vermischung von „sauberem“ Schwefel und Quecksilber an. In der Heilkunde fand gefeiltes Gold unter anderem als Arzneimittel gegen die Epilepsie Verwendung.

Die Gier nach Gold wurde mit der Vormachtstellung der europäischen Seemächte Spanien, Portugal, England und Italien zu einem maßgeblichen Grund für Kriege und Eroberungszüge der Neuzeit. Besonders der Goldreichtum der indigenen Völker in Mittel- und Südamerika lockte nach der Entdeckung Amerikas im Jahre 1492 europäische und insbesondere spanische Eroberer (Conquistadores) an, die Gold in Galeonen nach Europa brachten. Spanien wurde so eine Zeit lang zur reichsten Nation Europas; die indigenen Kulturen wurden durch die Eroberer bzw. durch eingeschleppte Krankheiten zerstört.

Immer wieder lockten Goldfunde große Scharen von Abenteurern an. Im 19. Jahrhundert kam es auf verschiedenen Kontinenten zu Goldrausch genannten Massenbewegungen von Goldsuchern in die Gebiete großer Goldvorkommen. Beispiele hierfür sind der kalifornische Goldrausch im Jahre 1849 und der Goldrausch des Jahres 1897 am Klondike River in Alaska. Auch in Australien (Bathurst, Temora, Teetulpa und Coolgardie) und Südafrika (Witwatersrand) kam es zum Goldrausch.

Der schwankende Goldpreis führt oft zu bedeutenden sozialen Veränderungen: So führte ein fallender Goldpreis in Südafrika zu einer starken Verarmung des von der Goldförderung lebenden Bevölkerungsteils. Im brasilianischen Amazonasraum ist der informelle Goldabbau durch Garimpeiros oft mit schwerwiegenden sozialen und ökologischen Folgen verbunden.

Der durchschnittliche Goldgehalt abgebauter Erze fällt immer weiter, mittlerweile auf unter 5 g/t

Der Goldanteil in der kontinentalen Erdkruste beträgt 4 ppb, also etwa 4 Gramm pro 1000 Tonnen Gestein. Der Anteil schwankt je nach Region – in Lagerstätten, die abgebaut werden, liegt der Goldanteil oft bei mehreren Gramm pro Tonne.

Gold kommt auf der Erde vorwiegend gediegen, das heißt in elementarer, metallischer Form vor. Es findet sich in primären Rohstoffvorkommen als goldhaltiges Gestein (Golderz) sowie in sekundären Vorkommen unter anderem in Seifen-Lagerstätten.

Etwa 43 % des 2017 geförderten Goldes stammen aus der Volksrepublik China, Australien, den Vereinigten Staaten von Amerika, Russland und Kanada. Die tiefsten Goldbergwerke der Welt befinden sich in Südafrika. Dort wird Gold fast 4000 Meter unter der Erdoberfläche abgebaut. Anfang 2011 plante das Bergbauunternehmen AngloGold Ashanti bereits Schächte in bis zu 5000 Metern Tiefe.

2016 fielen rund 17 % der geförderten Goldmengen als Nebenprodukt bei der Raffination anderer Metalle wie Kupfer, Nickel oder der anderen Edelmetalle an, sodass unter Umständen erst die Gewinnung von Gold als Nebenprodukt die Ausbeutung anderer Lagerstätten wirtschaftlich macht.

Insgesamt sind weltweit bisher (Stand 2017) fast 2700 Fundorte für gediegenes Gold dokumentiert.

Ursprung des irdischen Goldes

Video: Woher kommt das Gold?

Die meisten Elemente bis zum Eisen, aber schwerer als Wasserstoff, sind in vergangenen Sternen unter Energieabgabe durch Kernfusionen entstanden (siehe auch Nukleosynthese). Das auf der Erde vorkommende Gold ist – wie alle Elemente, die schwerer sind als Eisen – durch Supernova-Kernkollaps unter Energieaufnahme entstanden.

1994 durchgeführte Computersimulationen sagten voraus, dass bei einer Kollision von zwei Neutronensternen aus dem dabei in den Weltraum herausgeschleuderten Material und den nachfolgenden Reaktionskaskaden neben anderen schweren Elementen rund 30 Erdmassen Gold entstehen. Am 17. August 2017 erfassten die LIGO-Detektoren Gravitationswellen, die als Kollision von zwei Neutronensternen in einer Entfernung von 130 Millionen Lichtjahren gedeutet wurden. Die Reaktionen der herausgeschleuderten Materie konnten daraufhin mit optischen Teleskopen beobachtet werden. Die gemessenen Spektrallinien bestätigten die Voraussage, dass bei diesem Ereignis große Mengen an Gold und anderen schweren Elementen entstanden.

Solange die frühe Erde noch keine feste Kruste hatte, ist alles Gold aufgrund seiner hohen Dichte ins Erdinnere gewandert. Wir finden nur noch Gold, das nach der Krustenbildung auf die Erde gelangt ist oder durch vulkanische Prozesse wieder an ihre Oberfläche kam.

Primäre Lagerstätten (Berggold)

Die folgenden Abschnitte führen einige der wichtigsten Typen primärer Goldlagerstätten auf:

Witwatersrand-Typ (Paläo-Seifenlagerstätte)

Das Witwatersrand-Goldfeld in Südafrika ist mit Abstand das größte der Welt. Bislang hat diese Lagerstätte mehr als 52.000 t Gold geliefert. Die Erzkörper sind frühproterozoische (etwa 1,8 Milliarden Jahre alte) Paläo-Flussschotter, die gediegen Gold, Pyrit und lokal abbauwürdige Konzentrationen von Pechblende (Uranerz) enthalten. Die genaue Genese der Lagerstätte war lange Zeit umstritten. Mittlerweile wird die Lagerstätte als eine reine Paläo-Seifenlagerstätte interpretiert, womit sie unter die sekundären Lagerstätten fiele. Etwa 25 % des gefundenen Goldes weisen eine Form auf, die für einen Transport durch hydrothermale Lösungen typisch ist, während es sich bei 75 % des Goldes um die typischen Nuggets handelt, die für einen fluvialen Transport sprechen, wobei man heute von einer nachträglichen Mobilisation des Goldes ausgeht. Neuere Isotopenuntersuchungen legen nahe, dass eine sehr kleinräumige hydrothermale Mobilisation des Goldes von wenigen Millimetern bis Zentimetern stattfand, sodass dieses Gold wahrscheinlich ursprünglich aus den Flussschottern stammt. Das Vorhandensein von gerundeten Pyrit- und Pechblende-Klasten zeigt aber auf jeden Fall an, dass diese zum ursprünglichen Bestand der Flussschotter gehörten. Sie zeigen damit an, dass die Erdatmosphäre zu diesem Zeitpunkt nur einen geringen Gehalt an Sauerstoff besessen haben kann, da diese Minerale unter oxidierenden Bedingungen nicht stabil sind.

Die Ressourcen der Lagerstätte liegen noch bei mehreren zehntausend Tonnen Gold, allerdings in erheblicher Tiefe. Hier befinden sich die tiefsten Bergwerke der Welt (nahezu 4000 m); ihr Abbau ist deshalb nur bei hohen Goldpreisen wirtschaftlich. Die Lagerstätte macht 40 % des weltweit bisher geförderten Goldes plus Ressourcen aus.

Orogene Gold-Lagerstätten

Epithermaler Gold-Silber Erzgang in Basalt, aufgeschlossen in einem untertägigen Goldbergwerk, Nevada, USA.

Einige der wichtigsten Goldlagerstätten der Erde gehören den orogenen (mesothermalen) Ganglagerstätten an. Diese Lagerstätten kommen meist in metamorph-überprägten und deformierten marinen Sedimenten und Magmatiten vor. Sie entstehen während der Gebirgsbildung und sind damit an alte und junge Faltengürtel gebunden. Bei der Gebirgsbildung werden aus den involvierten Gesteinen metamorphe Fluide freigesetzt, die Quarz, wenig Sulfide und Gold in Spalten absetzen. Die Fluide haben einen neutralen Charakter und Temperaturen zwischen 250 °C und 400 °C. Bei den Sulfiden handelt es sich meist um Pyrit und Arsenopyrit. Die Goldgehalte sind meist sehr hoch, mehr als 10 g/t sind keine Seltenheit. Die Lagerstätten dieses Typs bildeten sich durch die gesamte Erdgeschichte mit bedeutenden Vorkommen in den archaischen Grünsteingürteln Afrikas und Westaustraliens, während des Proterozoikums (USA, Ghana, Brasilien), den paläozoischen Lagerstätten Victorias (Australien) oder den jungen alpidischen Vorkommen in den Alpen („Tauern-Gold“).

Es handelt sich meist um reine Goldlagerstätten ohne Gewinnungsmöglichkeit für andere Metalle. Einige wenige Lagerstätten enthalten allerdings solch hohe Gehalte an Arsen, dass sie zu den wichtigsten Vorkommen dieses Halbmetalls gehören.

Epithermale Gold-Lagerstätten

Epithermale Goldlagerstätten sind eng mit jungem felsischen Magmatismus an Subduktionszonen (Inselbögen, Ozean-Kontinent-Kollisionen) verbunden. Heiße hydrothermale Fluide aus den Magmen bzw. durch den Magmatismus aufgeheizte Hydrothermale Fluide transportieren das Gold und setzten es auf Gängen, in Form von Stockwerksvererzungen oder als Imprägnation im Gestein wieder ab. Es wird in „Low-sulfidation“- und „High-sulfidation“-Epi­thermallagerstätten unterschieden, die sich durch unterschiedliche Fluide und damit verbunden unterschiedliche Mineralführung auszeichnen.„Low-sulfidation“-Lagerstätten formen sich aus neutralen hydrothermalen Wässern mit Temperaturen von 200 bis 300 °C, während „High-sulfidation“-Lagerstätten aus sehr sauren und oxidierenden Fluiden mit bis über 300 °C geformt werden. Beide Typen unterscheiden sich hinsichtlich der Mineralführung. Erzgehalte liegen gewöhnlich zwischen 1 und 10 g Gold pro Tonne sowie einem Goldinhalt von wenigen 10 bis über 1000 t. Einige „High-sulfidation“-Vorkommen beinhalten große Mengen an Silber und Buntmetallen. Neuere Untersuchungen aus aktiven Hydrothermalfeldern in Neuseeland deuten darauf hin, dass sich große Lagerstätten dieses Typs mit 1000 t Goldinhalt in gerade einmal 50.000 Jahren bilden können.

Bedeutende Beispiele für diesen Lagerstättentyp gibt es unter anderem in Papua-Neuguinea, Neuseeland, Mexiko, Peru und Rumänien.

Carlin-Typ

Carlin-Typ-Goldlagerstätte in Nevada, USA

Bei diesem Typ handelt es sich um Lagerstätten in karbonatischen Gesteinen. Die bedeutendsten Vorkommen dieses Typs liegen in Utah und Nevada (USA). Die dortigen Lagerstätten bildeten sich in einem kurzen Intervall vor 42 bis 30 Millionen Jahren. Sie formten sich aus reduzierten, mäßig sauren Fluiden mit Temperaturen von 150 bis 250 °C in Tiefen über 2000 m. Die Erzkörper können wenige bis mehr als 100 Millionen Tonnen Erz enthalten bei Gehalten zwischen 1 und 10 g/t. Gold ist meist an feinverteilten arsenreichen Pyrit gebunden. Dadurch ist die Aufbereitung dieser Erze relativ aufwendig.

IOCG-(Iron-Oxide-Copper-Gold-)Typ

IOCG-Lagerstätten kommen in felsischen Magmatiten wie Graniten und Rhyolithen vor. Es handelt sich dabei um große hydrothermale Brekzienkörper mit hohen Gehalten an Eisen in Form von Hämatit und/oder Magnetit. Diese Lagerstätten entstanden vermutlich unter einem Vulkankomplex. Bei einem Ausbruch führten hydrothermale Fluide zur Bildung von Brekzien aus Magmatiten und setzten Eisenoxide, Kupfersulfide, gediegenes Gold sowie weitere Minerale ab. Die bedeutendsten Lagerstätten dieses Typs befinden sich in mesoproterozoischen Gesteinen Australiens wie Earnest Henry (Queensland), Prominent Hill und Olympic Dam (beide im Bundesstaat South Australia). Letztere stellt einen der größten Erzkörper der Erde dar mit derzeit vermuteten Ressourcen von 8,4 Milliarden Tonnen Erz. Die Erzgehalte liegen zwischen 0,5 und 2 % für Kupfer und 0,5 und 1,5 g/t für Gold. In den meisten Lagerstätten dieses Typs befinden sich reine Kupfer- und Goldvorkommen, während Olympic Dam auch Uran und Silber enthält. Diese Lagerstätte stellt die größte bekannte Uranlagerstätte der Erde dar.

Gediegen Gold (go) zwischen Bornit (bn) und Chalkopyrit (ccp) in Baryt (brt), Südaustralien
Gediegen Gold (intensiv gelb) zwischen Pyrit (blassgelb) und Quarz (dunkelgrau), Südaustralien

Porphyrische Cu-Au-Lagerstätten

Solche Lagerstätten finden sich weltweit in jungen Gebirgskomplexen. Es handelt sich um große Erzkörper in intermediären bis sauren plutonischen Magmatiten. Die Erzminerale (Pyrit, Chalkopyrit, Bornit, Chalkosin, Molybdänit) kommen feinverteilt auf ein Netzwerk aus Klüften im Gestein vor. Die Erzkörper beinhalten einige 10 Millionen bis mehreren Milliarden Tonnen Erz. Die größte Lagerstätte dieses Typs ist Chuquicamata in Chile mit über 10 Milliarden Tonnen Erz. In den USA ist Bingham Canyon die bedeutendste Lagerstätte und einer der größten Goldproduzenten des Landes. Die Erzgehalte sind vergleichsweise gering mit 0,5 bis 1 % Kupfer und 0,1 bis 1 g/t Gold, aber die Größe der Erzkörper lässt eine wirtschaftliche Gewinnung zu. Oftmals sind diese Lagerstätten mit Skarnlagerstätten assoziiert und es finden sich epithermale Goldlagerstätten im weiteren Umfeld.

VHMS-/SHMS-Lagerstätten

Diese Lagerstätten bilden sich im marinen Bereich. Volcanic Hosted Massive Sulfides (VHMS) sind an basische Magmatite (meist Basalte) gebunden, während Sediment Hosted Massive Sulfides (SHMS) in marinen Sedimentgesteinen vorkommen. Meist handelt es sich bei diesen Lagerstätten um reine Buntmetalllagerstätten (Blei, Zink, Kupfer), einige enthalten aber auch gewinnbare Beimengungen von Gold, Silber und anderen Elementen. Die devonische SHMS-Lagerstätte Rammelsberg bei Goslar im Harz stellt mit 28 Millionen Tonnen Erz und einem Goldgehalt von 1 g/t als Beimengung zu den extrem hohen Blei- und Zinkgehalten die bedeutendste deutsche Goldlagerstätte dar.

Sekundäre Lagerstätte (Waschgold/Seifengold)

Fast alle europäischen Flüsse führen Spuren von Gold mit sich. Dieses Gold war zuvor in Form zumeist kleiner, dünner Blättchen in Gestein eingelagert. Durch Verwitterungsprozesse des umgebenden Gesteins wird es freigesetzt und gelangt so ins Flusswasser und wird als Fluss-Seife abgelagert.

Auf den Geröllbänken des Hoch- und Oberrheines wie bei Istein finden sich davon geringe Mengen, insbesondere Flitter. Diese, als Rheingold bezeichneten Sekundärablagerungen, wurden in den vergangenen Jahrhunderten mit mäßigem Ertrag ausgewaschen (siehe dazu Flussgolddukaten). Der einzige offizielle Goldproduzent Deutschlands, ein seit 2008 zur Holcim-Gruppe gehörendes Kieswerk bei Rheinzabern, nutzt ebenfalls diese Vorkommen.

Förderung weltweit

Zeitliche Entwicklung der weltweiten Goldförderung

Die Weltjahresförderung betrug 2008 noch 2.260 Tonnen, 2011 bereits 2.700 Tonnen, etwa hundertmal mehr als im 19. Jahrhundert. Aktuell wird in zwei Jahren mehr Gold gefördert, als in den tausend Jahren des Mittelalters zusammen dokumentiert ist.

Das meiste Gold wurde lange Zeit in Südafrika gefördert, dessen Fördermengen jedoch bereits seit den 1970er Jahren sinken. Im Jahr 2007 förderte Australien die größte Menge. Seit 2008 stammt die größte Fördermenge aus der Volksrepublik China, gefolgt von Australien. Ebenfalls seit 2008 fördern die USA mehr Gold als Südafrika, seit 2010 liegt die Fördermenge der Russischen Föderation über der von Südafrika.

Fördermengen und Reserven
Rang
2011
Land Fördermenge (in t) Reserven
20147
Reichweite
(Jahre ab 2014)7
20071 20114 20147
10 China Volksrepublik Volksrepublik China 275 355 450 3.000 6,7
20 Australien Australien 246 270 270 9.800 36,3
30 Russland Russland 157 200 245 5.000 20,4
40 Vereinigte Staaten Vereinigte Staaten 238 237 211 3.000 14,2
50 Kanada Kanada 101 110 160 2.000 12,5
60 Sudafrika Südafrika 252 190 150 6.000 40,0
70 Peru Peru 170 150 150 2.100 14,0
80 Usbekistan Usbekistan 85 90 102 1.700 16,7
90 Mexiko Mexiko 39 85 92 1.400 15,2
100 Ghana Ghana 84 100 90 2.000 22,2
110 Brasilien Brasilien 40 55 70 2.400 34,3
120 Indonesien Indonesien 118 100 65 3.000 46,2
130 Papua-Neuguinea Papua-Neuguinea 65 70 60 1.200 20,0
140 Chile Chile 42 45 50 3.900 78,0
Vereinte Nationen Andere Länder6 471 630 695 10.000 14,4
Summe (gerundet) 2.380 2.700 2.860 55.000 19,2
1 nach USGS (PDF; 89 kB), U.S. Geological Survey (USGS), Reston (Virginia)
3 nach USGS, U.S. Geological Survey (USGS), Reston (Virginia)
4 nach USGS (PDF; 28 kB), U.S. Geological Survey (USGS), Reston (Virginia)
5 siehe Fußnote 1: Enthält keine Länder, für die keine verlässlichen Daten zur Verfügung standen.
6 für weitere Förderländer siehe (PDF; 99 kB), Tabelle 8, S. 31.20, U.S. Geological Survey (USGS), Reston (Virginia), Mai 2012
7 nach USGS (PDF; 28 kB), U.S. Geological Survey (USGS), Reston (Virginia)

Weltweit existieren nur einige große Goldförderunternehmen, deren Aktien an den Börsen gehandelt werden. Dazu gehören etwa Agnico Eagle Mines, AngloGold Ashanti, Barrick Gold, Freeport-McMoRan Copper & Gold, Gold Fields Ltd., Goldcorp, Kinross Gold, Newmont Mining und Yamana Gold.

Goldbestand weltweit

In der gesamten Geschichte der Menschheit wurden bis Ende 2017 schätzungsweise 190.000 Tonnen gefördert. Dies entspricht einem Würfel mit 21 Metern Kantenlänge (rund 8800 Kubikmetern) reinem Gold, und rund 24,3 g (also etwas mehr als ein Kubikzentimeter) pro Kopf der Weltbevölkerung. Etwa 34.000 Tonnen (Stand 2019) befinden sich im Besitz von Zentralbanken, siehe auch Goldreserve.

Vorkommen in Europa

Die Förderung von Gold in Europa – am meisten in Finnland und Schweden – ist im internationalen Vergleich unbedeutend. Die rumänischen Golderzvorkommen sind wohl die größten in Europa. In Bulgarien finden in den stillgelegten Goldminen Zlata (aktiver Bergbau: 1939–1973) und Krushov Dol (aktiv: 1965–1974) wieder Erkundungen statt. In Barsele (in der Gemeinde Storuman) in Schweden wurde ein Vorkommen erkundet.

Oktaedrische Goldkristalle aus der Colorado Mine, Kalifornien, USA (Größe 1 cm × 0,9 cm × 0,7 cm)
Gold in dendritischer Form aus der Eagle’s Nest Mine, Kalifornien, USA (Größe 5,5 cm × 4,5 cm × 2,5 cm)

Natürliche Vorkommen an gediegen Gold, das heißt in seiner elementaren Form waren bereits lange vor der Gründung der International Mineralogical Association (IMA) bekannt. Gold ist daher als sogenanntes grandfathered Mineral als eigenständige Mineralart anerkannt.

Gemäß der Systematik der Minerale nach Strunz (9. Auflage) wird Gold unter der System-Nr. „1.AA.05“ (Elemente – Metalle und intermetallische Verbindungen – Kupfer-Cupalit-Familie – Kupfergruppe) beziehungsweise in der veralteten 8. Auflage unter I/A.01 (Kupfer-Reihe) eingeordnet. Die vorwiegend im englischsprachigen Raum verwendete Systematik der Minerale nach Dana führt das Element-Mineral unter der System-Nr. „01.01.01.01“ (Goldgruppe).

In der Natur findet sich Gold üblicherweise in Form von abgerundeten Nuggets, als Schuppen oder Flocken sowie in dendritischen (baumartigen) oder haar- bis drahtförmigen Aggregaten. Selten entwickelt Gold grobkristalline Stufen mit oktaedrischen, dodekaedrischen und würfeligen Kristallen. Es kann mit verschiedenen Mineralen vergesellschaftet sein wie unter anderem Altait, Ankerit, Arsenopyrit, Calaverit, Chalkopyrit, Krennerit, Pyrit, Pyrrhotin, Quarz, Scheelit, Sylvanit (Schrifterz), Tetradymit und Turmalin.

Da Gold ein reaktionsträges Element ist, behält es gewöhnlich seinen Glanz und Farbe und ist daher in der Natur leicht zu erkennen. Dennoch wird es immer wieder mit farblich ähnlichen Mineralen wie Pyrit (Katzengold, Narrengold) und Chalkopyrit verwechselt. Gold ist zudem ein Bestandteil verschiedener Mineralarten. Beispiele für Minerale mit den höchsten Goldgehalten sind unter anderem Bezsmertnovit ((Au,Ag)4Cu(Te,Pb); 78,56 % Au), Tetra-Auricuprid (CuAu; 75,61 % Au), Maldonit (Au2Bi; 65,34 % Au) und Yuanjiangit (AuSn; 62,40 % Au). Insgesamt sind bisher 33 Gold-Minerale bekannt (Stand 2017).

Silberreiches Freigold (blechförmig)
Das 4,9 kg (156 Unzen) schwere „Mojave Nugget“, 1977 in Südkalifornien entdeckt

Im Gegensatz zu den meisten anderen Metallen kommt das chemisch inerte Gold meist gediegen vor und muss nicht durch Reduktion aus Erzen gewonnen werden, wie beispielsweise Eisen. Es wird zunächst nur mechanisch aus dem umgebenden Gestein gelöst. Da Gold chemisch wenig reaktiv ist und somit nur schwierig in lösliche Verbindungen überführt werden kann, werden spezielle Verfahren zur Goldgewinnung angewendet.

Ohne Lupe direkt sichtbares Gold, sogenanntes „Freigold“ in Form von Nuggets oder Goldstaub, ist eine Rarität. Das größte bekannte Goldnugget wurde im September 2018 von Henry Dole in Australien gefunden, mit rund 2400 Unzen (74 kg) Goldanteil. Der zweitgrößte Goldnugget, „Welcome Stranger“ genannt, wurde 1869 in Australien gefunden und wog 2284 Feinunzen (rund 71 kg). Das meiste Gold in den Vorkommen liegt in kleinsten Partikelchen im umgebenden Gestein fein verteilt vor und entgeht somit den Versuchen, es mit einfachen Verfahren manuell zu sammeln.

In der Praxis werden mehrere Verfahren miteinander kombiniert, um die gewünschte hohe Ausbeute zu erhalten. Durch Fortschritte in den Gewinnungsmethoden, Vernachlässigung der Abfallproblematik und bei hohem Marktpreis lohnt sich sogar der Abbau von Erz, das nur ein Gramm Gold pro Tonne enthält. Alte Abraumhalden ehemaliger Goldvorkommen werden deshalb mittels verbesserter Technik nochmals aufgearbeitet.

Gold fällt als Nebenprodukt bei der Raffination anderer Metalle an und wird in großem Umfang wiedergewonnen. Mehr als zehn Prozent des weltweit abgebauten Goldes wird im Kleinbergbau gewonnen. Es wurde geschätzt, dass 20 % bis 30 % des weltweit geförderten Goldes durch nicht industrielles Schürfen, also von Goldsuchern gewonnen wird. Ein Teil davon kann als Konfliktrohstoff betrachtet werden, der eine negative Auswirkung auf die dort lebende Bevölkerung hat und zum sogenannten Ressourcenfluch führen kann.

Goldwaschen

Hauptartikel: Goldwaschen

Das sogenannte Goldwaschen als einfachstes Verfahren zur Goldgewinnung nutzt die hohe Dichte des Metalls. Dabei wird goldhaltiger Sand mit Wasser aufgeschlämmt. Da Gold schwerer ist als der umgebende Sand, setzt es sich schneller am Boden ab und kann abgetrennt werden. Gold aus Flussablagerungen wird so gewonnen. Hobby-Goldsucher wenden meist dieses Verfahren an. Dessen Nachteil besteht jedoch in der geringen Ausbeute bei großem Zeitaufwand des Suchenden. Der Vorteil dieser Methode ist die zuverlässige Ausbeute an groben Goldteilchen, die bei der Cyanidlaugung nicht vollständig erfasst werden. Es lässt sich verbessern durch Einbringen von Fellen in die abströmende Flüssigkeit, in dem sich kleinste Goldpartikelchen in den Fellhaaren verfangen und die Ausbeute erhöhen.

Goldwaschen wird mitunter teilmechanisiert an Land durchgeführt oder mit Schwimmbaggern mit integrierter Wäsche direkt im Fluss. Minentechnisch gewonnenes Erz wird zuvor mechanisch auf geeignete Korngrößen zerkleinert und das zermahlene Gestein in ähnlicher Weise bearbeitet.

Dieses Verfahren geht der nachfolgend beschriebenen weiteren Ausnutzung der goldführenden Sande und Schlämme voraus.

Amalgamverfahren

Nachbau eines Amalgamierwerkes aus dem 19. Jahrhundert im Montanmuseum Altböckstein in Salzburg

Beim Amalgamverfahren wird die Legierungsbildung zwischen Gold und Quecksilber zu Amalgam genutzt. Zur Goldgewinnung und -reinigung werden goldhaltige Sande und Schlämme intensiv mit Quecksilber vermischt. Das Gold, aber auch eventuell andere vorhandene gediegene Metalle wie Silber lösen sich dabei im Quecksilber. Goldamalgam hat eine silberne Farbe; je nachdem, wie viel Quecksilber im Überschuss vorliegt, ist es flüssig bis pastös teigig und der Schmelzpunkt der Legierung ist geringer als der von Gold. Amalgam und Quecksilber sammeln sich wegen der hohen Dichte am Gefäßgrund, das Quecksilber fließt dann ab. Durch Erhitzen des verbleibenden Amalgams (wie bei Feuervergoldung detailliert beschrieben) verdampft das Quecksilber und zurück bleibt kompaktes Rohgold.

Die entstehenden Quecksilberdämpfe stellen eine gesundheitliche Gefahr dar (siehe Quecksilbervergiftung), wenn sie nicht durch eine geschlossene Destillationsanlage oder Absaugung und Abfilterung mit Aktivkohle aufgefangen werden. Private Goldschürfer erhitzen das Amalgam oft in offenen Blechgefäßen mithilfe von Lötlampen und sonstigen Gasbrennern. Das Quecksilber (Siedepunkt 357 °C) dampft dabei in die Umgebungsluft ab und kondensiert umgehend. Dadurch werden Böden, Flüsse und Menschen in der Umgebung mit Quecksilber belastet. Durch das Minamata-Übereinkommen sollen Alternativen zum Amalgamverfahren gefördert werden.

Das Amalgamverfahren wurde bereits in der Antike angewendet.

Cyanidlaugung

Bei größeren Vorkommen, die eine industrielle Erschließung erlauben, wird seit Ende des 19. Jahrhunderts die Cyanidlaugung angewendet. Vor dem Hintergrund, dass sich Gold in sauerstoffhaltiger Natriumcyanid-Lösung (Natriumsalz der Blausäure HCN) als Komplexverbindung löst, werden die metallhaltigen Sande staubfein gemahlen, aufgeschichtet und im Rieselverfahren mit der Extraktionslösung unter freiem Luftzutritt versetzt. Die kleinsten Metallteilchen werden hierbei zuerst aufgelöst, weil sie die relativ größte Reaktionsoberfläche haben.

2 Au + H 2 O + 1 2 O 2 + 4 NaCN 2 Na [ Au ( CN ) 2 ] + 2 NaOH {\displaystyle {\ce {2Au + H2O + 1/2O2 + 4NaCN -> 2Na[Au(CN)2] + 2NaOH}}}

Das Edelmetall findet sich chemisch gebunden im hochgiftigen Sickerwasser. Nach Filtration und Ausfällung mit Zinkstaub wird es als brauner Schlamm erhalten, aus dem nach Waschen und Trocknen durch Reduktion Rohgold wird.

2 Na [ Au ( CN ) 2 ] + Zn Na 2 [ Zn ( CN ) 4 ] + 2 Au {\displaystyle {\ce {2Na[Au(CN)2] + Zn -> Na2[Zn(CN)4] + 2Au}}}

Hier schließt sich die Reinigung des Rohgoldes an. Raffiniert zu Feingold ist es dann standardisiert und marktreif. Die Cyanidlaugen werden in Kreislaufprozessen wiederverwendet. Dennoch entweichen Blausäure und ihre Salze (Cyanide) in die Umwelt, teilweise in größeren Mengen, etwa bei Unglücken, Fehlfunktionen der Anlage oder bei Überschwemmungen. Alle diese Stoffe sind hochgiftig, allerdings leicht zersetzbar. Im Stoffkreislauf der Natur werden sie relativ schnell oxidativ abgebaut oder durch Hydrolyse zersetzt.

Diese Art der Goldgewinnung hinterlässt enorme Abraumhalden und Stäube mit Cyanidspuren. Weitere Umweltschäden entstehen dadurch, dass Schlamm in Ländern mit geringer Umweltüberwachung unkontrolliert in Flüsse abgeleitet wird oder Schlammabsetzbecken bersten, wie im Jahr 2000 im rumänischen Baia-Mare.

Boraxverfahren

Ein umweltfreundlicheres Verfahren stellt die Goldextraktion und -reinigung mithilfe von Borax (Natriumborat) dar. Der Zusatz von Borax als schlackenbildendes Flussmittel beim Schmelzen von verunreinigtem Gold setzt Schmelzpunkt und Viskosität der Schmelze aus Oxiden und Silikaten der Begleitstoffe (nicht des Goldes, wie es oft fälschlicherweise angegeben wird) herab. Dadurch kann das Schmelzen mit einfacheren, kostengünstigen Brennern erfolgen (mit Zusatz von Holzkohle und extra Luftzufuhr unter Verwendung eines Haartrockners und eines Verlängerungsrohrs bis in die Esse oder eines Blasebalgs), wobei die Ausbeute der Extraktion erhöht wird. Das Gold (oder bei Anwesenheit von Silber eine Gold-Silber-Legierung) setzt sich dabei am Boden der Schmelzpfanne ab, die Oxide schwimmen auf. Gelegentlich werden andere Flussmittel zugesetzt (beispielsweise Calciumfluorid, Natriumcarbonat, Natriumnitrat oder Mangandioxid). Würden alle Goldschürfer auf der Welt dieses Verfahren anwenden, könnte die Emission von rund 1000 Tonnen Quecksilber pro Jahr vermieden werden, das sind etwa 30 % der weltweiten Quecksilber-Emissionen.

Anodenschlammverfahren

Gold wird häufig aus Anodenschlämmen gewonnen, die bei der Raffination anderer Metalle, vor allem von Kupfer, zurückbleiben. Während der Elektrolyse wird das edle Gold nicht oxidiert und nicht gelöst; es sammelt sich unter der Anode an. Neben Gold fallen dabei Silber und andere Edelmetalle an, die durch geeignete Verfahren voneinander getrennt werden.

Wiedergewinnung aus Reststoffen (Recycling)

Eine wichtige Quelle des Edelmetalls ist die Aufbereitung von Dental- und Schmuckverarbeitungsabfällen sowie von alten edelmetallhaltigen Materialien, wie selektierter Elektronikschrott und Galvanikschlämme. Die Wiederaufbereitung stellte 2016 rund 30 % des gesamten Goldangebots.

In städtischem Klärschlamm ist Gold in Spuren enthalten, die von der Nutzung, der Verarbeitung und dem Verschleiß von Goldlegierungen (Abrieb von Zahnfüllungen, Schmuckkettenglieder, Verlust und so weiter) stammen. Eine Untersuchung verschiedener Proben aus Arizona ergab neben verschiedenen anderen Edelmetallen einen Gehalt von durchschnittlich 0,3 Gramm Gold pro Tonne Klärschlamm. 2017 konnten in einer Schlackensortieranlage in der Schweiz 65 Kilogramm Gold im Wert von 2,1 Millionen Franken gewonnen werden.

Im September 2013 berieten Österreichs Krematorienbetreiber, wie rechtlich korrekt mit dem Gold verbrannter Verstorbener umzugehen wäre, das bislang verklumpt mit Knochenasche in der Urne den Hinterbliebenen ausgefolgt wird.

Versuche zur Goldgewinnung aus dem Meer

Fritz Haber versuchte in den 1920er Jahren, Gold aus dem Meerwasser zu gewinnen, womit die deutschen Reparationen bezahlt werden sollten. Es wurde damals angenommen, dass Meerwasser zwischen 3 und 10 Milligramm Gold pro Tonne enthält. Der durchschnittliche Gehalt war aber mit 4,4 Mikrogramm Gold pro Tonne Meerwasser etwa um den Faktor 1000 niedriger und für eine wirtschaftliche Verwertung deutlich zu gering. Durch moderne Messmethoden wurde festgestellt, dass der Atlantik und der nordöstliche Pazifik 50–150 Femtomol (fmol) Gold pro Liter Wasser beinhaltet. Das entspricht 0,010–0,030 µg/m³. Im Tiefenwasser des Mittelmeeres lassen sich eher höhere Werte von 100–150 fmol Gold pro Liter Meerwasser messen. Insgesamt ergibt das 15.000 Tonnen Gold in den Weltmeeren.

Goldsynthese

Hauptartikel: Alchemie und Transmutation

Die Hoffnung, Gold künstlich herstellen zu können, wurde von vielen Kulturen über Jahrhunderte gehegt. Dabei entstand unter anderem die Sage vom sogenannten Stein der Weisen, der Gold aus unedlen Metallen entstehen lassen sollte. Die Alchemie wurde gelegentlich als „künstliche Darstellung von Silber und Gold“ oder schlicht als „Goldmacherei“ aufgefasst.

Beispielsweise wird in zwei ostmitteldeutschen Handschriften des 15. Jahrhunderts ein Nikolaus von Paris genannt, nach dessen alchemistischem Traktat Von silber unde von golde Gold hergestellt werden könne, indem Silber und „rotes Eisen“ mit Salmiak versetzt werden, diese Mischung eine Woche in heißem Pferdemist belassen wird, danach gefiltert und auf die Hälfte eingedampft wird und mit der dadurch entstandenen Substanz Silber in 12-karätiges Gold transmutiert werden könne. Wenn dann ein Teil dieses Goldes mit vier Teilen natürlichem Gold gemischt wird, solle 20-karätiges Gold entstehen.

Tatsächlich entsteht Gold allein bei verschiedenen kerntechnischen Prozessen (Kernfusion beziehungsweise Kernfission) in winzigen Mengen.

Umweltauswirkungen

Da Gold in heutigen Minen fast nur noch in Spuren enthalten ist, fallen alleine zur Produktion eines einzigen Goldrings 20 Tonnen Schutt an, was zu einer beträchtlichen Zerstörung ganzer Landschaften führt. Beträchtliche Mengen von hochgiftigem Quecksilber, schon bei der Goldgewinnung mit ausgeschwemmt oder beim Verdampfen wissentlich in die Umwelt freigesetzt, vergiften zudem große Gebiete und Flussläufe dauerhaft. Da Goldgewinnung oft improvisatorische Züge trägt und fernab von effektiver behördlicher Überwachung stattfindet, werden Umweltaspekte häufig untergeordnet behandelt oder ignoriert.

Die negativen Umweltauswirkungen führen häufig zu Konflikten zwischen den Goldschürfern und der einheimischen Bevölkerung. Es gibt jedoch erste Projekte ökologischen Goldabbaus, wie das Oro Verde in Kolumbien. Für Barren, deren Gold aus dieser Mine stammt, wurde im Februar 2011 erstmals das Fair-Trade-Siegel vergeben. Europas erste Lieferanten für Faires Gold waren in Frankreich und Großbritannien, seit einiger Zeit ist es auch in Österreich erhältlich.

Physikalische Eigenschaften

STM-Messung der Rekonstruktion der (100)-Fläche eines Au-Einkristalls

Gold besteht aus nur einem stabilen Isotop, gehört damit zu den 22 Reinelementen und lässt sich leicht mit vielen Metallen legieren. Das Schwermetall ist unlegiert weich wie Zinn mit einer Mohshärte von 2,5 bis 3 (VHN10 = 30–34; silberhaltig 44–58).

Gold lässt sich aufgrund seiner unerreichten Duktilität und Dehnbarkeit zu hauchdünnem Blattgold schlagen und zu besonders dünnen Folien von etwa 2000 Atomlagen und 100 Nanometern Stärke auswalzen. Dies entspricht nur ca. 1/10 der Wellenlänge des roten Lichtes und ergibt eine durchscheinende Folie, die im Durchlicht blaugrün erscheint. Ernest Rutherford verwendete Goldfolie für seinen Streuversuch. Aus einem Gramm Gold kann ein 24 km langer Faden gezogen werden.

Gold kristallisiert ausschließlich in einem kubisch flächenzentrierten Raumgitter und weist damit eine kubisch dichteste Kugelpackung mit der Raumgruppe Fm3m (Raumgruppen-Nr. 225)Vorlage:Raumgruppe/225 auf. Der Gitterparameter beträgt bei reinem Gold 0,4078 nm (entspricht 4,078 Å) bei 4 Formeleinheiten pro Elementarzelle.

Bei Versuchen in der Hochdruckforschung konnte allerdings nachgewiesen werden, dass Gold bei sehr schnell erfolgender Kompression eine andere Struktur annimmt und sogar flüssig wird. Während der Hochdruckversuche wurden kleine Goldproben mithilfe von Laserschocks innerhalb von Nanosekunden extrem stark zusammengepresst. Ab 220 Gigapascal wandelt sich dabei die kubisch flächenzentrierte Struktur in die weniger kompakte kubisch-raumzentrierte Struktur. Bei weiterer Erhöhung des Drucks auf 330 Gigapascal beginnt das Gold zu schmelzen. Der Theorie des Forschungsleiters Richard Briggs vom Lawrence Livermore National Laboratory zufolge soll Gold einen Tripelpunkt oberhalb von etwa 220 Gigapascal haben, bei dem die flächenzentrierte, raumzentrierte und flüssige Phase nebeneinander existieren können.

Goldkristalle, synthetisch im Labor gezüchtet

Reines Gold hat eine metallisch-sattgelbe Farbe, die entsprechend als „goldgelb“ bekannt ist und eine ebensolche Strichfarbe. In feiner Verteilung ist es je nach Korngröße gelblich, ockerbraun bis purpurviolett und wird dann als Goldpurpur bezeichnet. Mit zunehmender Temperatur verliert Feingold an Farbintensität und ist hellgelb glühend bevor es schmilzt. Das geschmolzene Metall ist zitronengelb, leicht grünlich und erhält seine intensive gelborange Farbe erst wieder, wenn es vollständig abgekühlt ist. Vor dem Lötrohr ist Gold leicht schmelzbar zu einer vollkommenen Kugel.

Beimengungen von Kupfer lassen es rosa oder rötlich erscheinen, senken die Schmelztemperatur und steigern zugleich Härte, Festigkeit und Polierbarkeit beträchtlich. Steigende Silberanteile verändern die Farbe des reinen Goldes über hellgelb nach hellgrün und schließlich zu weiß; Schmelztemperatur und Härte verändern sich dabei nur sehr wenig. Die meisten Metalle, so auch die bekannten Platinmetalle, Quecksilber und die Eisenmetalle, führen als Beimischungen dagegen in steigenden Anteilen zu einer Entfärbung in Form einer eher schmutziggelbgrauen bis grauweißen Legierung. So variiert die Farbe von palladiumhaltigem Gold (Porpezit) zwischen lohfarben und hellbraun.

Einige der ungewöhnlichen Eigenschaften wie die goldgelbe Farbe und hohe Duktilität werden aktuell mit dem Einfluss von relativistischen Effekten auf die Elektronenorbitale erklärt. So entsteht die gelbliche Farbe durch Absorption im Frequenzbereich der Komplementärfarbe Blau. Ursache dafür ist die auf Grund relativistischer Effekte vergleichsweise kleine Bandlücke zwischen dem 6s- und den 5d-Orbitalen. Während energiereiche blaue Photonen absorbiert werden und zu Elektronenübergängen führen, werden die anderen, weniger energiereichen Photonen (grün, gelb, rot) aus dem Spektrum sichtbaren Lichts reflektiert, wodurch die gelbe Färbung entsteht.

In der Oberflächenchemie werden verschiedene Flächen von Au-Einkristallen u. a. in der Rastertunnelmikroskopie eingesetzt (siehe Abbildung).

Die spezifische Verdampfungsenthalpie ΔHv von Gold ist mit 1,70 kJ/g wesentlich geringer als beispielsweise diejenige von Wasser (mit 2,26 kJ/g) oder Eisen (6,26 kJ/g, alle für die Siedetemperatur bestimmt). Bei überhitzten Goldschmelzen können daher (wie auch bei anderen Schmelzemanipulationen etwa in der Stahlindustrie) beträchtliche Rauch- und Verdampfungsverluste auftreten, sofern der Schmelzvorgang ohne Abdichtung oder Absaugung und Abscheidung in Aktivkohle erfolgt.

Chemische Eigenschaften

Gold wird von gewöhnlichen (Mineral-)Säuren nicht angegriffen. Lediglich einige stark oxidierende Säuren wie Königswasser (einem Gemisch aus Salzsäure und Salpetersäure) oder Selensäure lösen Gold. In Königswasser bildet sich Tetrachloridogoldsäure:

2 Au + 9 HCl + 5 HNO 3 2 HAuCl 4 + 4 NO 2 + 6 H 2 O + NOCl {\displaystyle {\ce {2Au + 9HCl + 5HNO3 -> 2HAuCl4 + 4NO2 + 6H2O + NOCl}}}

Die Halogene Chlor, Brom und Iod vermögen Gold zu lösen, letzteres sogar in alkoholischer Lösung. In wässrigen Cyanidlösungen ist Gold leicht unter Oxidation durch Sauerstoff als Kaliumdicyanidoaurat(I) löslich. In heißen, sauren hydrothermalen Lösungen ist Gold relativ gut physikalisch löslich. Demzufolge wird es oft in Quarzgesteinen mit vorgefunden. Es wurde beobachtet, dass einige Huminsäuren in der Lage sind, Gold anzulösen.

Rund die Hälfte des am Markt gehandelten Goldes wird zu Schmuck verarbeitet, etwa ein Drittel wird von institutionellen und privaten Investoren erworben (ohne Zentralbanken), 9 % werden in der Industrie einschließlich Zahntechnik verwendet (Durchschnittswerte für 2010–2014). Die Aufkäufe durch Zentralbanken haben stark zugenommen: von 2 % der weltweiten Nachfrage im Jahr 2010 auf 14 % im Jahr 2014.

Schmuck, Dekoration und Lebensmittelzusatzstoff

Olympische Goldmedaillen bestehen aus mindestens 92,5 % reinem Silber und sind mit mindestens sechs Gramm Gold vergoldet
Hauptartikel: Goldschmiedekunst und Vergolden

Der größte Teil des gewonnenen Goldes wird in der Schmuckindustrie verwendet. Goldschmiede verarbeiten Gold und andere Edelmetalle zu Ringen, Ketten, Armbändern und anderem Schmuck. Der Edelmetallgehalt wird durch die Repunze beglaubigt. Einige Orden sind aus Gold gefertigt (Kutusoworden). Indien und China sind die beiden größten Märkte für Goldschmuck, zusammen sorgen sie für über 50 % der Nachfrage nach Gold in diesem Bereich.

Goldfolie, auch Blattgold genannt, gibt nichtmetallischen Gegenständen, wie Bilderrahmen, Büchern (Goldschnitt), Mobiliar, Figuren, Architekturelementen, Stuck und Ikonen das Aussehen von echtem Gold. Seit der Antike wird Blattgold von Goldschlägern aus hochgoldhaltigen Legierungen hergestellt. Dabei wird Gold dünner als die Wellenlänge des sichtbaren Lichtes gewalzt und geschlagen. Im Auflicht glänzt die Folie goldgelb, im Gegenlicht scheint die Lichtquelle grünlich-blau durch und bildet das Schlagmuster des Metalls ab. Der Vergolder präpariert die Unterlage zunächst mit einem Klebemittel und legt anschließend die Goldfolie auf. Mit 1 Gramm Blattgold kann ein halber Quadratmeter Fläche überzogen werden.

Dekorativ findet Gold vielfältige Anwendungen, zum Beispiel in galvanischen Beschichtungen von Metallen und Kunststoffen. Auf Porzellanglasuren, Zahnersatzkeramiken und Glas lassen sich Goldpigmente einbrennen. Historisch war die Feuervergoldung von Metallen mit Hilfe der Gold-Quecksilber-Legierungen, sogenannter Amalgame, nachweislich schon in der Antike die einzig brauchbare Methode, um dauerhafte Vergoldungen auf Silber, Bronze oder unedlen Metallen herzustellen. Mit der Entwicklung galvanischer Vergoldungsbäder im späten 19. Jahrhundert und 20. Jahrhundert wurde dieser Bereich in den Möglichkeiten qualitativ erweitert und ersetzt.

Goldpigmente wurden historisch in der Glasherstellung seit dem 16. Jahrhundert eingesetzt (Goldrubinglas), werden allerdings weitgehend durch preiswertere Verfahren ersetzt.

Im Speisenbereich wird Gold als Lebensmittelzusatzstoff E 175 verwendet. In Form von Blattgold und Blattgoldflocken dient es zum Vergolden von Speisen, zum Beispiel für Überzüge von Süßwaren und zur Verzierung von Pralinen. In Getränken wird es für Danziger Goldwasser und Schwabacher Goldwasser verwendet. Metallisches Gold gilt als ungiftig, reichert sich im Körper nicht an und wird mit dem Rest der verdauten Nahrung wieder ausgeschieden.

Wertanlage und Währung

Gold dient in Form von Goldmünzen und Barrengold als Wertanlage und als internationales Zahlungsmittel. Gold wird von vielen Zentralbanken der Welt als Währungsreserve eingelagert, obwohl die Währungen nicht mehr durch Goldreserven gedeckt sind.

Anlagegold

Private und institutionelle Anleger investieren in Gold und in Wertpapiere, die den Goldkurs abbilden. In Krisenzeiten (Inflation oder Wirtschaftskrise) wird Gold als stabile Wertanlage gesehen, die Wertsteigerungen relativ zu anderen Wertanlagen erfahren kann. Gold hat kein Ausfallrisiko wie die meisten anderen Geldanlagen, bei denen sich die Verzinsung unter anderem nach dem wahrgenommenen Ausfallrisiko der Marktteilnehmer richtet. Bei dieser Betrachtung ist allerdings zu beachten, dass der Goldpreis im Zeitablauf starken Schwankungen ausgesetzt ist.

Goldpreis

Goldpreis in US-Dollar seit 1792
Hauptartikel: Goldpreis

Der Preis des Goldes wird auf dem offenen Markt bestimmt. Das geschieht seit dem 17. Jahrhundert am London Bullion Market. Seit dem 12. September 1919 treffen sich wichtige Goldhändler in einer Rothschild-Bank in London, um den Goldpreis formal zu fixieren (siehe Goldfixing). Seit 1968 gibt es ein weiteres tägliches Treffen in der Bank um 15 Uhr Londoner Zeit, um den Preis zur Öffnungszeit der US-Börsen erneut festzulegen. Für den standardisierten Goldhandel an Rohstoffbörsen wurde „XAU“ als eigenes Währungskürzel nach ISO 4217 vergeben. Es bezeichnet den Preis einer Feinunze Gold.

Am 17. März 1968 wurde der Goldpreis gespalten und ein zweigliedriges System eingeführt. Der eine Preis konnte sich frei dem Markt anpassen, der andere war fix. 1973 wurde der Goldpreis freigegeben, und der Besitz von Gold war in den USA wieder erlaubt. China hat den Privatbesitz von Gold 1983 wieder erlaubt (siehe Goldverbot).

Der Goldpreis ist unter anderem von den aktuellen Fördermengen, vom Ölpreis und vom Kurs des US-Dollars abhängig, da Gold zumeist in US-Dollar gehandelt wird. Er kann von den Zentralbanken beeinflusst werden, die zusammen etwa 30.750 Tonnen Gold besitzen (Stand Dezember 2011), das sind knapp 19 % der weltweit vorhandenen Goldmenge von 170.000 Tonnen.

Gold als Währung oder Währungsdeckung

Historisch wurde Gold seit Jahrtausenden als Währung eingesetzt. Eine Geldeinheit entsprach einer bestimmten Menge Gold. In Deutschland war während des Deutschen Reichs von 1871 bis 1918 das gesetzliche Zahlungsmittel die Goldmark (siehe auch Kurantmünze), wobei 2,79 Goldmark einem Gramm Gold entsprachen und die Reichsbank gegen Vorlage einer Banknote die entsprechende Menge in physisches Gold eintauschte. Die Golddeckung wurde zu Beginn des Ersten Weltkrieges aufgehoben; und konnte danach nicht wieder eingeführt werden wegen der Reparationen, die die Goldreserven des Deutschen Reiches verschlangen, und wegen der Vervielfachung der in Umlauf gebrachten Papiergeldmenge. Diese faktische Umstellung auf nicht-goldgedecktes Geld (Vertrauenswährung oder Fiat Money) führte bereits während des Krieges zur Abwertung der Mark und ermöglichte die Hyperinflation der 1920er Jahre.

Lange Zeit entsprachen in den Vereinigten Staaten 20,67 US-Dollar einer Unze Gold. 1934 fand eine Abwertung des US-Dollars durch die Neufestlegung des Goldpreises auf 35 US-Dollar je Feinunze statt. Das neue Verhältnis wurde im Bretton-Woods-System von 1944 bestätigt.

Um Gold als Währungsalternative auszuschließen und um die Währungsreserven (Goldreserve) zu erhöhen, war der Goldbesitz in den USA zeitweise verboten. Von 1933 bis 1973 war Goldbesitz nur in Form von Schmuck und Münzsammlungen erlaubt. Präsident Franklin D. Roosevelt ließ Gold über die Executive Order 6102 konfiszieren. Präsident Richard Nixon beendete 1971 das Bretton-Woods-System und schaffte dessen Versprechen ab, dass alle Nationalbanken eine Feinunze Gold für 35 US-Dollars von der US-Notenbank verlangen können.

Da der Goldstandard die herausgegebene Geldmenge und die Höhe der Staatsverschuldung beschränkt, waren die Regierungen daran interessiert, ihre Währungen vom Gold zu lösen. In beiden Weltkriegen wurde der Goldstandard aufgegeben, da die benötigten Geldmittel zur Kriegsproduktion nur per Inflation aufzubringen waren. Heutzutage sind sämtliche Währungen der Welt vom Gold losgelöst, und erst dadurch war die extreme Ausweitung der heutigen Geldmengen und Schulden möglich. Die vorhandene Goldmenge würde zu den aktuellen Kursen nicht als Wertdeckung für eine bedeutsame Währung ausreichen. Das im Januar 2006 vorhandene Gold entsprach einem Marktwert von 2,5 Billionen € und wäre hypothetisch somit gerade einmal geeignet gewesen, die damaligen Staatsschulden Deutschlands und Spaniens zu decken. Im Falle einer erneuten Deckung von bedeutenden Währungen müsste der Goldkurs auf ein Vielfaches ansteigen.

Elektronik

Vergoldete Kontakte einer Leiterplatte
XLR-Anschlussbuchse eines Studiomikrofones mit vergoldeten Kontaktstiften

Die Elektronikindustrie verwendet Gold u. a. aufgrund der guten Verarbeitbarkeit und hervorragenden Kontaktgabe (hohe Korrosionsbeständigkeit, leichte Lötbarkeit):

  • Bonden:
    • Bonddrähte (Verbindungsdrähtchen zwischen den Chips und den Anschlüssen Integrierter Schaltkreise) sowie Bondinseln und Leiterstrukturen werden teilweise aus reinem Gold gefertigt: ein Gramm lässt sich zu einem Bonddraht von mehr als drei Kilometern Länge ziehen. Aus Kostengründen werden zunehmend Bonddrähte aus Aluminium oder Kupfer eingesetzt.
    • Die Montage (Chipbonden) von mikroelektronischen und Laserdioden-Chips erfolgt auf vergoldeten Flächen
  • Leiterplatten (ihre Kupferleiterbahnen und Kontaktierungsstellen) mit Direkt-Steckverbindern werden häufig vergoldet
  • Schaltkontakte für Signalschalter und Relais
  • Vergolden von Steckverbindern und Kontaktflächen („Hauchvergolden“ oder bis 1 µm Schichtdicke)

Medizin

Wegen seiner Korrosionsbeständigkeit und ästhetischen Qualitäten wird es in der Zahnprothetik als Füll- oder Ersatzmaterial für defekte oder fehlende Zähne eingesetzt. Dabei kommen Legierungen zum Einsatz, da reines Gold zu weich wäre. Diese bestehen meist zu rund 80 % aus Gold und zu 20 % aus Beimetallen wie Platin. Die Popularität von Goldzähnen hat in westlichen Ländern zugunsten unauffälligerer Kunststoffimplantate abgenommen, während sie in vielen anderen Teilen der Erde nach wie vor häufig verwendet werden.

Einige Goldsalze werden (intramuskulär verabreicht) heilend zur Rheumatherapie eingesetzt, etwa Aurothioglucose (Aureotan) als langsamwirkendes Langzeittherapeutikum. Die Goldsalze Natriumaurothiomalat und Auranofin werden als Basismedikamente gegen rheumatoide Arthritis (chronische Polyarthritis) angewendet. Goldtherapien erreichen ihre volle Wirkung erst nach mehreren Monaten und sind mit Nebenwirkungen verbunden. Es kann zu allergischen Reaktionen und bei unsachgemäßer Anwendung zu einer Schädigung von Leber, Blut und Nieren kommen. Etwa 50 % der Therapien mit Goldsalzen werden aufgrund der unerwünschten Wirkungen abgebrochen. In neuerer Zeit verdrängen preisgünstigere Medikamente mit besserem Nebenwirkungsprofil die Behandlung mit goldhaltigen Therapeutika.

1913 ließ der Arzneimittelhersteller Madaus das homöopathische Präparat Essentia Aurea: Goldtropfen patentieren, das unter der Marke „Herzgold“ verkauft und gegen Herz- und allgemeine Schwächezustände angewandt wurde.

Seit dem Mittelalter waren, zuerst bei den Arabern, wohl auch vergoldete Pillen in Gebrauch. Meist wurden unter „Goldenen Pillen“ (pillae aureae, pillulae aureae, güldîn körnlîn) jedoch aus verschiedenen Zutaten hergestellte Pillen bezeichnet, die im salernitanischen Antidotarium Nicolai aufgeführt und als „wertvoll wie Gold“ angeboten wurden.

Um 1935 wurden Versuche unternommen, die vor Einführung der Antibioka wenig erfolgreiche Syphilis-Therapie durch Anwendung von Goldpräparaten zu verbessern.

Mitte der 1970er Jahre entwickelte der amerikanische Tierarzt Terry Durkes die Goldimplantation zur Schmerztherapie arthrotischer Gelenke bei Hunden und Pferden, die seit 1996 auch in der Humanmedizin als alternativmedizinisches Verfahren angewandt wird. Ein wissenschaftlicher Wirkungsnachweis liegt nicht vor, das Verfahren ist in keiner Leitlinie genannt.

Optik

Goldbeschichteter Laserspiegel (Kohlendioxidlaser, 10,6 µm Wellenlänge)

Gold reflektiert Infrarotlicht sehr gut (98 % bei Wellenlängen > 700 nm) sowie rotes und gelbes Licht besser als blaues und violettes. Deshalb werden wärmereflektierende Beschichtungen auf Gläsern, Strahlteilern und Spiegeln – auch Laserspiegel für Laser im mittleren Infrarot – sowie auf Hitzeschutzvisieren (Feuerwehr, Gießereien und so weiter) aus Goldschichten hergestellt (Sputtern, Bedampfen, mit Schutzschicht).

Gold ist ein Dotand von Germanium (Germanium-Gold, kurz Ge:Au) – einem Halbleiter zum Nachweis von Infrarot von 1 bis etwa 8 µm Wellenlänge bei Kühlung auf 77 K nach dem Prinzip der Photoleitung.

Nanopartikel

Nanoskopisch vorliegende metallische Goldpartikel, also solche mit einer Größe im Nanometer-Maßstab, sind in jüngster Zeit Schwerpunkt intensiver Forschung geworden, weil ihre Verwendung als heterogene Katalysatoren in organisch-chemischen Reaktionen neue, lösungsmittelfreie Verfahren zulässt. Dies ist Teil eines Prozesses der Umgestaltung der chemischen Produktionsweisen in Richtung einer grünen Chemie. Weiterhin werden Gold-Nanopartikel als inertes Trägermaterial mit verschiedenen Molekülen beschichtet, etwa zur Verwendung in einer Genkanone.

In diesem Zusammenhang wurde entdeckt, dass Gold-Nanopartikel nach Adsorption chiraler Substanzen selbst chirale Strukturen aufweisen können. Die Chiralität dieser Partikel kann durch die Enantiomere der Adsorbentien gesteuert werden, bleibt jedoch erhalten, wenn in achiraler (racemischer) Umgebung verfahren wird.

Feingehalt

Karat Gewichtspromille
Gold in der Legierung
im Handel als Atom % ca.
24 kt 999 Feingold 999 100
22 kt 91623 Gold 916 83
20 kt 83313 Gold 833 68
18 kt 750 Gold 750 50
14 kt 58313 Gold 585 38
10 kt 41623 Gold 417 23
9 kt 375 Gold 375 20
8 kt 33313 Gold 333 18

Die Reinheit von Gold wird historisch in Karat (abgekürzt kt) angegeben. 24 Karat entsprechen purem Gold (Feingold). Mit Einführung des metrischen Systems wurde die Umstellung auf Promille-Angaben vorgenommen. So bedeutet der Stempeleindruck „750“ in Goldware, dass das Metall von 1000 Gewichtsanteilen 750 Anteile (d. h.34) reines Gold enthält, entsprechend 18 Karat („585“ entspricht 14 Karat, „375“ entspricht 9 Karat und „333“ entspricht 8 Karat). Bullionmünzen haben entweder 916,6 Promille (Krugerrand, Britannia, American Eagle) oder 999,9 Promille Gold (Wiener Philharmoniker, Maple Leaf, Nugget, American Buffalo). Die Reinheit kann mit einer Dezimalzahl angegeben werden, zum Beispiel als 0,999 oder 1,000 (Feingold).

Hochwertiger Schmuck wird international üblicherweise aus Goldlegierungen mit einem Feingehalt von 750 oder höher angefertigt. Dabei ist die Wahl des verwendeten Feingehaltes von regionalen und kulturellen Vorlieben beeinflusst. So werden auf dem amerikanischen Kontinent vor allem Legierungen mit 585 ‰ Goldanteil verwendet, während im Nahen Osten sattgelber Goldschmuck ab Feingehalten von etwa 20 bis 22 kt (833–916 ‰) aufwärts besonders geschätzt wird. In Südostasien und im chinesisch, thailändisch und malaiisch beeinflussten Kulturkreis geht dies traditionell sogar bis hin zum Schmuck aus reinem Feingold, der in der dortigen Kultur als besonders hochwertig betrachtet wird.

Die Anteile an eventuell enthaltenen anderen Edelmetallen (Silber, Palladium, Platin, Rhodium, Iridium u. a.) wird bei der Stempelung nicht berücksichtigt.

Goldimitate

Vor allem aufgrund des hohen Preises von Gold wurden Legierungen aus unedlen Metallen entwickelt, die als Goldimitat benutzt werden oder als Unterlage bei der Herstellung von Doublé Verwendung finden. Dies sind in den meisten Fällen ungenormte Kupferlegierungen mit den verschiedensten Zusätzen. Eine Legierung aus mindestens 50 % Kupfer und Zink als Hauptlegierungsanteil (bis über 44 %) ist als Messing bekannt. Die Zugabe von Blei (bis zu 3 %) erhöht die Zerspanbarkeit des Messings. Wichtige Messingsorten sind Tombak (über 67 % Kupfer) und Sondermessing (enthält weitere Metalle).

Aus Edelmetallen werden Legierungen hergestellt, die wie Gold erscheinen können, ohne dass Gold in ihnen enthalten ist. Bei manchen Legierungen wird jedoch Gold selbst in geringen Anteilen hinzugegeben.

Prüfmethoden

Die Prüfung von Gold auf dessen Echtheit und Reinheit und somit die Wertbestimmung erfolgt durch verschiedene Methoden:

  • Wiegen nach Archimedischem Prinzip: Feststellung des spezifischen Gewichts durch die Messung von verdrängtem Wasser und Vergleich mit offiziellen Listen. Eine einfache Methode, die aber nur mit einer Feinwaage exakt ist.
  • Strichprobe und Säuretest: Probierstriche werden mit Probiersäuren (meist Salpetersäure) in unterschiedlicher Konzentration betupft. Mit dieser Methode behelfen sich Goldschmiede, Münzsammler zur annähernden Bestimmung des Feingehaltes im Alltag. Beim Säuretest muss ein Teil des Prüflings abgerieben werden, so wird ein Materialverlust in Kauf genommen.
  • Röntgenfluoreszenzspektrometer: Abtastung mit Röntgenstrahlen im Labor und Auswertung mit einem Computerprogramm. Sehr exakte Bestimmung des Feingehalts von Edelmetallen ohne Materialverlust, jedoch muss die notwendige Ausstattung vorhanden sein.
  • Leitfähigkeitsanalyse mit der Wirbelstromprüfung: Mit Hilfe einer Spule wird ein wechselndes Magnetfeld erzeugt, welches Wirbelströme im Material induziert. Ein Sensor misst die elektrische Leitfähigkeit im Inneren des Metalles, welche mit dem Sollwert abgeglichen wird. Dies ist eine zerstörungsfreie Methode, um auch Münzen oder kleine Barren überprüfen zu können.
  • Magnetwaage: Gold wird als diamagnetisches Material von einem externen Magnetfeld abgestoßen. Diese Kräfte lassen sich am besten mit einer Magnetwaage messen, wodurch man z. B. Gold von Wolfram-Imitaten unterscheiden kann, die sich paramagnetisch verhalten und damit in das Magnetfeld hineingezogen werden.

Allgemeines

Klassische Goldlegierungen für Schmuck gehören dem Dreistoffsystem Gold-Silber-Kupfer an. Ein Grund dafür ist, dass diese Metalle natürlich miteinander vorkommen und es bis ins 19. Jahrhundert in Europa verboten war, Gold mit anderen Metallen als Kupfer und Silber zu legieren. Das Farbspektrum derartiger Goldlegierungen reicht von sattgelb über hellgrün und lachsrosa bis hin zu silberweiß. Diese Legierungen sind leicht herstellbar und gut zu verarbeiten. Je nach Anforderung werden durch Zusatz weiterer Metalle die Legierungseigenschaften wie erwünscht beeinflusst. So senken beispielsweise kleinere Zusätze von Zink, Indium, Zinn, Cadmium oder Gallium die Schmelztemperaturen und die Oberflächenspannung der Metallschmelze bei nur geringfügiger Änderung der Farbe der Legierung. Dies ist eine Eigenschaft, die der Verwendung als Lotlegierungen für andere Goldwerkstoffe entgegenkommt. Andere Zusätze wie Platin, Nickel oder höhere Kupferanteile erhöhen beträchtlich die Härte der Metallmischung, verändern aber die schöne Farbigkeit des Goldes negativ. Zusätze wie Blei (bleihaltiges Lötzinn), Bismut und viele Leichtmetalle machen Goldlegierungen spröde, sodass diese nicht mehr verformbar sind.

Doch nicht nur die Art, sondern auch die Menge der zugesetzten Metalle verändert die Goldlegierungen in gewünschter Weise. Ist eine satte Eigenfarbe erwünscht, sind bei sehr edlen Goldlegierungen mindestens drei Viertel Massenteile Gold erforderlich. Höchste Festigkeit und Härte werden bei den eher blasseren Goldlegierungen mit einem Feingehalt um 585 erreicht, weshalb dieses empirisch gefundene Legierungsverhältnis seit langem verwendet wurde. Legierungen mit einem deutlich geringeren Feingehalt als diese sind hingegen aufgrund der unedlen Beimischungen durch langfristige Korrosionseffekte bedroht.

Weiterhin ist zu unterscheiden, ob die Legierungen als Gussmaterial verarbeitet werden sollen oder wie herkömmlich als Knetlegierungen, also schmiedbar, zur Kaltverformung geeignet sein müssen. Erstere beinhalten Kornfeinungszusätze im Zehntelpromillebereich, die beim langsamen Erstarren der Schmelze in der Gussform das Kristallwachstum günstig beeinflussen, Zusätze von etwas Silicium unterdrücken die Oberflächenoxidation beim Erhitzen in der Luft, verschlechtern aber die Kaltbearbeitungsfähigkeit und Lötbarkeit.

Legieren bedeutet in diesem Zusammenhang letztendlich ein „Verdünnen“ des reinen Goldes und es werden seine geschätzten Eigenschaften wie Farbe, Korrosionsfestigkeit, Preis, Dichte „verdünnt“, doch gewinnt mechanische Festigkeit und Polierfähigkeit hinzu.

Edelmetallanteile und Korrosionsfestigkeit

Die gebrauchsfreundlichen Eigenschaften, das „Edle“ der Goldlegierungen, wird durch das Verhältnis von Edelmetallatomen zur Gesamtanzahl der Atome in der Legierung bestimmt. Deren Eigenschaften wie Korrosionsfestigkeit, Farbwirkung oder intermetallische Bindung werden durch dieses Stückzahlenverhältnis festgelegt. Die Stoffmenge, das Mol und die Stöchiometrie weisen darauf. Der Gewichtsanteil bestimmt nur indirekt die Eigenschaften und ist darüber hinaus sehr von den verwendeten Zusatzmetallen abhängig.

Gold mit der Atommasse 197 und Kupferatome mit der Massenzahl 63 (nur rund ein Drittel) bilden eine Legierung mit dem Atomverhältnis 1:1. Dieses Legierungsbeispiel zeigt ein Gewichtsanteil von 756 Teilen Feingold und suggeriert über das Gewicht einen hohen Edelmetallgehalt. Genau betrachtet jedoch beträgt dieser über den Anteil der Goldatome (die Stückzahl) nur 50 %. Empirisch wird jedoch eine Legierung unter 50 Atomprozent Gold von Säuren angreifbar. Je kleiner die Atommassen der Legierungszusätze, desto drastischer fällt dieser Effekt aus.

So betrachtet sind bei den üblicherweise verwendeten 750er-Goldlegierungen bereits nur die Hälfte der Legierungsatome Gold. Ein extremes Beispiel ist eine 333er-Goldlegierung, denn hier kommen nur 2 Goldatome auf 9 Zusatzatome. Dies erklärt die sehr unedlen Eigenschaften dieses Materials, wie hohe Anlaufneigung, Korrosionsverhalten und geringe Farbtiefe. Viele Goldschmiede und Länder, wie die Schweiz, lehnen es ab, diese Legierung noch als „Gold“ aufzufassen.

Farbgoldlegierungen

Farben von Legierungen aus Gold, Silber und Kupfer

Die Zahlangabe 750/ooo – egal ob bei Weißgold, Rotgold oder Gelbgold – besagt immer, dass dieselbe Menge Feingold in der jeweiligen Legierung enthalten ist. Kupfer, Silber oder Palladium und andere Legierbestandteile wechseln jedoch – je nach Farbe der Goldlegierung – in ihrer mengenmäßigen Zusammensetzung.

Rotgold

Rotgold ist eine Goldlegierung, bestehend aus Feingold, Kupfer und gegebenenfalls etwas Silber, um die mechanische Verarbeitbarkeit zu verbessern. Der relativ hohe Kupferanteil, der deutlich über dem des Silbers liegt, ist für die namensgebende „rote“ Färbung und Härte des Materials verantwortlich. Der Farbton ist kupferähnlich.

Regional sind bestimmte Goldfarbtönungen beliebt; so werden im Osten und Süden Europas eher dunklere und farbstarke rötlichere Goldlegierungen verwendet. Umgangssprachlich wurde Rotgold in der DDR als Russengold bezeichnet; teilweise ist in Süddeutschland noch der Begriff Türkengold gebräuchlich. Russengold hat den ungebräuchlichen Feingehalt von 583 und ist daran sehr gut zu erkennen. Die Färbung ist etwas heller als beim Rotgold. Helles, ins Rosa gehendes Gold mit geringem Kupferanteil, das dafür neben Silber auch Palladium enthalten kann, wird als Roségold angeboten.

Gelbgold

Dabei handelt es sich um eine dem Feingold ähnelnde gelbe Goldlegierung aus Feingold mit Silber und Kupfer. Das Verhältnis beeinflusst die Farbe. Mit abnehmendem Goldgehalt reduziert sich die Tiefe des Gelbtons sehr schnell. Üblicherweise ist das Verhältnis der dem Gold zugesetzten Metalle untereinander ca. 1:1; die Tönungen und Farbintensität können stufenlos und beliebig gewählt werden. Die Farbe reicht von hellgelb mit deutlichem Silberanteil bis zu gelborange mit dem umgekehrten Verhältnis zum Kupferzusatz. Gelbgold ist durch ihren hohen Erkennungswert weltweit mit Abstand die beliebteste Goldfarbe.

Grüngold

Grüngold ist eine grünlichgelbe Goldlegierung ohne Kupferzusatz. Die Farbe entsteht durch Annäherung an das Atomverhältnis Gold:Silber 1:1, was im optimalen Fall einem Goldanteil von 646 entspricht, bei dem der deutlichste Grünton auftritt. Da in diesem Falle der Silberanteil schon über 40 % beträgt, ist der Farbton relativ hell. Bis zu einem Drittel des Silbers lässt sich durch Cadmium ersetzen, was den Grünton intensiviert, die günstigen Anlaufeigenschaften und die Schmelztemperatur allerdings reduziert. Die Legierungen sind sehr weich und wenig farbstark. Grüngold wird selten verwendet, üblicherweise zur Darstellung von Laubblättern oder ähnlichem.

Weißgold und Graugold

Ein Ring aus rhodiniertem Weißgold (Palladiumgoldlegierung)

Weißgold als Sammelbegriff bezeichnet Goldlegierungen, die durch Beimischung deutlich entfärbender Zusatzmetalle eine weiß-blassgetönte Goldlegierung ergeben. Als Legierungszusätze werden hauptsächlich das Platinnebenmetall Palladium, (früher sehr häufig) Nickel oder bei niedrigen Goldgehalten Silber verwendet. Die Entfärbung des von Natur aus gelben Goldes tritt kontinuierlich ein und setzt eine gewisse Menge des entfärbenden Zusatzes voraus; der Rest, der dann noch bis zum berechneten Gesamtvolumen fehlt, wird oft aus Kupfer oder Silber gestellt.

Im frankophonen Sprachraum sind diese Werkstoffe treffender als or gris, „Graugold“, bekannt.

Viele Metalle bilden mit Gold „weiße“ Legierungen, so Quecksilber oder Eisen (durch die Legierung mit dem Edelmetall Gold wird Eisen nicht rostfrei). Platin bildet mit Gold eine schwere, teurere und sehr gut aushärtbare Legierung. Die in präkolumbischer Zeit in Südamerika hergestellten Platinobjekte bestehen aus diesem weißlich-beige bis schmutzig-grau aussehenden Material.

Nickelhaltiges Weißgold (eine Gold-Kupfer-Nickel-Zink-Legierung mit variablen 10–13 % Nickelanteil) kann als durch den Nickel­zusatz entfärbte Rotgoldlegierung aufgefasst werden; demzufolge ist es relativ hart und kann bis zur Federhärte gewalzt, gezogen oder geschmiedet werden. Die hohe Grundfestigkeit ermöglicht beispielsweise geringere Wandstärken bei gleicher Stabilität. Weitere Eigenschaften wie hervorragende Zerspanbarkeit und Polierbarkeit sind von großem Vorteil. Dazu kommen noch der niedrige Schmelzpunkt und günstigere Preis, der wiederum daraus resultiert, dass keine weiteren Edelmetalle im Zusatz enthalten sind und die Dichte geringer ist als beim palladiumlegierten Pendant. Für mechanisch beanspruchte Teile wie Broschierungen, Nadeln, Scharniere und Verbindungsteile wird dieses Material von den Schmuckherstellern und Juwelieren aufgrund der Festigkeit sehr geschätzt. Nickelweißgold ist die Basis von weißgoldenen Lotlegierungen. Da jedoch der Nickelanteil auf der Haut allergische Reaktionen hervorrufen kann, wird es mittlerweile in fast allen modernen Schmucklegierungen weitestgehend vermieden.

Die edlere Alternative ist palladiumhaltiges Weißgold, eigentlich treffender als Graugold zu bezeichnen. Es ist vergleichsweise weich, wobei es unterschiedliche Rezepturen von harten bis weichen Legierungen gibt. Es handelt sich um Mehrstofflegierungen mit bis zu sechs Komponenten. Der Grundfarbton der palladiumbasierten Goldmischungen ist allgemein dunkler, eben „grauer“ als der des nickelbasierten Weißgoldes. Der Palladiumzusatz mit ca. 13–16 % muss höher als beim Nickelweißgold gewählt werden, um die Gesamtmischung vergleichbar zu entfärben. Üblicherweise werden diese Weiß-/Graugoldlegierungen nach der Bearbeitung meist rhodiniert. Daher ist es weniger wichtig, dass die Legierung ganz farbrein weiß oder hellgrau erscheint, und es wird bewusst am Palladiumzusatz gespart, welcher den Preis deutlich auftreibt und zudem die Mischung nachteilig dunkler färbt. Nativ sehen diese Werkstoffe demzufolge oft leicht beige aus. Der Vergleich mit Platin oder Silber ist augenfällig. Die Verarbeitungseigenschaften, wie Zerspanbarkeit, die bei maschinellem Drehen beispielsweise von Trauringen gefordert ist, stellen andere Anforderungen an die Werkzeuge. Die Gießeigenschaften (höherer Schmelzpunkt und höhere Oberflächenspannung der Schmelze) unterscheiden sich vom nickelbasierten Pendant. Eine strukturelle Zähigkeit der Legierungen erhöht den Aufwand der Hochglanzpolitur in ungewohnter Weise. Nachteilig ist der erhöhte Preis durch den nicht unbeträchtlichen Palladiumanteil und die höhere Dichte des Materials. Positiv zeigen die Legierungen ihren hohen Anteil an Edelmetallen (Gold-Palladium-Silber) in deren Eigenschaften. Ein Schmuckstück in Palladiumweißgold war im Januar 2007 ca. 20 % teurer als das vergleichbare aus Gelbgold bei gleichem Feingehalt.

Anbieter von Goldlegierungen entwickeln immer wieder neuartige Werkstoffe. So gibt es Weißgoldlegierungen mit Cobalt, Chrom, Mangan-Germanium und anderen Metallen. Verarbeitungsprobleme, Preisentwicklungen oder mangelnde Akzeptanz der Kunden lassen solche neuen Goldlegierungen häufig schnell wieder vom Markt verschwinden.

Da sich „weißes“ Gold nicht elektrochemisch abscheiden lässt, werden Schmuckerzeugnisse aus Weißgold in der Regel auf galvanischem Wege rhodiniert. Dieser Überzug mit Rhodium, einem Platin-Nebenmetall, bewirkt eine Farbverbesserung hin zu einem reinen, silberartigen Weiß sowie eine verbesserte Kratzfestigkeit gegenüber der unbeschichteten Metalloberfläche aus reinem Weißgold. Dieser Rhodiumüberzug muss nicht explizit angegeben werden. Durch Abtragen dieses Überzuges kommt das eigentliche Weiß- oder Graugold wieder zum Vorschein, was bei Trauringen oft zu optischen Beeinträchtigungen führt. In den letzten Jahren werden daher Weißgoldringe bewusst in ihrer Naturfarbe verkauft, um Enttäuschungen beim Verbraucher zu vermeiden.

Titan-Gold-Legierung

Eine aushärtbare Titan-Gold-Legierung mit 99 % Gold und 1 % Titan wird in der Trauringherstellung und Medizintechnik eingesetzt. Der hohe Edelmetallanteil in Verbindung mit hoher Festigkeit machen den Werkstoff interessant. Die gelbe Farbe ist vergleichbar mit der von 750 Gelbgold, jedoch „grauer“. Durch den Titanzusatz ist die Legierung beim Schmelzen sehr empfindlich und reagiert mit Sauerstoff und Stickstoff.

Gold kommt in seinen Verbindungen hauptsächlich in den Oxidationsstufen +1 und +3 vor. Daneben ist −1-, +2- und +5-wertiges Gold bekannt. Goldverbindungen sind sehr instabil und zersetzen sich bei Erwärmung leicht unter Entstehung von elementarem Gold.

  • Gold(III)-oxid (Au2O3) ist aufgrund des edlen Charakters des Elements nicht durch Verbrennung mit Sauerstoff zugänglich. Stattdessen wird von in wässriger Lösung stabilem Trichlorogold-Hydrat (AuCl3(H2O)) (als Säure eigentlich mit Hydrogentrichlorohydroxidoaurat(III) H[AuCl3(OH)] zu bezeichnen) ausgegangen, das, mit Lauge versetzt, als Gold(III)-hydroxid ausfällt. Beim Trocknen spaltet dieses Wasser ab und ergibt Gold(III)-oxid. Oberhalb von 160 °C zerfällt das Oxid wieder in die Elemente.
  • Gold(III)-chlorid (AuCl3) entsteht beim Behandeln von Goldstaub mit Chlor bei ca. 250 °C oder aus HAuCl4 und SOCl2. Es bildet dunkelorangerote Nadeln, die in Wasser, Alkohol und Ether löslich sind. Wasser zersetzt AuCl3 zu Hydroxotrichlorogold(III)-säure, H[Au(OH)Cl3].
  • Tetrachloridogoldsäure, H[AuCl4] Das Tetrahydrat bildet zitronengelbe, lange, an feuchter Luft zerfließliche Kristallnadeln, die sich in Wasser und Alkohol sehr leicht lösen; bei Lichteinwirkung treten violettbraune Flecken auf. HAuCl4 entsteht, wenn die braunrote Gold(III)-chlorid-Lösung mit Salzsäure versetzt wird oder Gold in Königswasser gelöst und mit Salzsäure eingedampft wird. Es wird in der Medizin als Ätzmittel sowie in der Photographie (Goldtonbäder) und in der Galvanotechnik (Vergoldung) verwendet. Das Goldchlorid des Handels ist meist HAuCl4, das gelbe „Goldsalz“ dagegen Natriumgoldchlorid, Na(AuCl4) · 2 H2O.
  • Gold(I)-sulfid und Gold(III)-sulfid
  • Goldcyanide, Natrium- bzw. Kaliumdicyanidoaurat(I), (Na- bzw. K[Au(CN)2]), die beim Vergolden und in der Cyanid-Laugerei eine Rolle spielen. Gewonnen werden sie durch Auflösen von Gold in einer Kalium- oder Natriumcyanidlösung:
2 Au + 1 2 O 2 + H 2 O + 4 KCN 2 K [ Au ( CN ) 2 ] + 2 KOH {\displaystyle {\ce {2Au + 1/2O2 + H2O + 4KCN -> 2K[Au(CN)2] + 2KOH}}}
  • Eine ähnliche Reaktion tritt auf, wenn Gold in einer Thioharnstofflösung gelöst wird. Beispiel anhand der Abwasseraufbereitung:
2 Au + 4 Thioharnstoff ( TH ) + Fe 2 ( SO 4 ) 3 [ Au ( TH ) 2 ] 2 SO 4 + 2 FeSO 4 {\displaystyle {\ce {2Au + 4{Thioharnstoff (TH)}+ Fe2(SO4)3 -> [Au(TH)2]2SO4 + 2FeSO4}}}
  • Caesiumaurid ist ein Beispiel für Gold als Anion mit der formalen Oxidationsstufe −1: CsAu = Cs+Au
  • Gold(V)-fluorid ist ein Beispiel für eine Goldverbindung, die Gold in der Oxidationsstufe +5 enthält.
  • Gold(II)-sulfat, AuSO4, ist eine der wenigen Verbindungen mit Gold in der Oxidationsstufe +2.
  • In der Biologie wird Gold-Thioglucose verwendet, um bei Nagetieren experimentell Fettleibigkeit auszulösen.

Goldverbindungen können aufgrund der Giftigkeit des Verbindungspartners zum Teil sehr giftig sein, etwa Tetrachloridogoldsäure und die Goldcyanide.

Gold und Goldverbindungen sind für Lebewesen nicht essentiell. Da Gold in Magensäure unlöslich ist, ist beim Verzehr (etwa als Dekoration) von reinem, metallischem Gold keine Vergiftung zu befürchten. Reichern sich hingegen Gold-Ionen, zum Beispiel bei übermäßiger Aufnahme von Goldsalzen, im Körper an, kann es zu Symptomen einer Schwermetallvergiftung kommen. Die meisten Pflanzenwurzeln werden durch Gabe (hoher Mengen) an Goldsalzen geschädigt.

Es gibt Menschen, die allergisch auf Goldlegierungen reagieren (Nachweisversuche mittels Natriumthioaurosulfat sind schwierig und unsicher). Diese Goldallergie ist allerdings extrem selten und noch nicht ausreichend untersucht. Bei der Verwendung von Goldfüllungen und anderem goldhaltigen Zahnersatz ist zu beachten, dass Goldlegierungen andere Bestandteile enthalten und eine allergisierende Wirkung meist von anderen Bestandteilen, beispielsweise Zink, ausgelöst werden kann.

Mit Gold, das für wertvoll und kostbar steht, werden andere wertvolle Sachen ebenfalls bezeichnet. Meist wird ein Adjektiv hinzugesetzt, wie „Schwarzes Gold“ für Öl. Wörter und Redewendungen, in denen Gold vorkommt, sind zudem in ihrer Bedeutung meist positiv oder euphemistisch besetzt.

Beispiele:

Es gibt zu diesen positiv besetzten Ausdrücken Gegenbeispiele, so sind goldene Wasserhähne nicht nur Zeichen von großem Luxus, sondern Sinnbild für Dekadenz. Als „Blutgold“ wurden illegal ausgeführte Goldmengen während des Zweiten Kongokriegs bezeichnet, mit denen die beteiligten Milizen ihre Waffenkäufe finanzierten (vgl. auch →Blutdiamanten).

Schrottsammler bezeichnen Kupfer als „Gold“, da sie unter den gängigen Metallen für Kupfer den höchsten Preis erzielen.

Die heraldische Bezeichnung „Gold“ steht für Gelb (wie „Silber“ für Weiß). Gelb und Weiß werden in der Heraldik als „Metalle“ bezeichnet und sollten, wenn beide im gleichen Wappen vorkommen, durch eine „Farbe“ (etwa Rot, Blau, Grün, Schwarz) voneinander getrennt sein (siehe Tingierung).

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Wiktionary: Gold – Bedeutungserklärungen, Wortherkunft, Synonyme, Übersetzungen
Wikiquote: Gold – Zitate
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  103. Eintrag zu In: Römpp Online. Georg Thieme Verlag, abgerufen am 3. Mai 2021.
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  105. M. S. Wickleder: AuSO4, a true gold(II) sulfate with an Au24+ cation. In: Z. Anorg. Allg. Chem. Bd. 627, 2001, S. 2112–2114 doi:
  106. .
  107. In: Spiegel online. abgerufen am 8. Januar 2014.
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Gold
gold, edelmetall, chemisches, element, sprache, beobachten, bearbeiten, titel, dieses, artikels, mehrdeutig, weitere, bedeutungen, sind, unter, begriffsklärung, aufgeführt, mittelhochdeutsch, golt, bereits, althochdeutsch, gold, einer, indogermanischen, wurzel. Gold Edelmetall chemisches Element Sprache Beobachten Bearbeiten Der Titel dieses Artikels ist mehrdeutig Weitere Bedeutungen sind unter Gold Begriffsklarung aufgefuhrt Gold mittelhochdeutsch golt bereits althochdeutsch gold zu einer indogermanischen Wurzel ghel gelb 12 ist ein chemisches Element mit dem Elementsymbol Au lateinisch aurum und der Ordnungszahl 79 Es ist ein Ubergangsmetall und steht im Periodensystem in der 1 Nebengruppe Gruppe 11 die auch als Kupfergruppe bezeichnet wird Diese Gruppe enthalt Kupfer und die Edelmetalle Silber und Gold Die drei Metalle werden in der Chemie auch als Munzmetalle bezeichnet Des Weiteren enthalt die Gruppe noch das kunstlich erzeugte radioaktive und extrem kurzlebige Roentgenium welches bisher keine Anwendungen hat Gold wird seit Jahrtausenden fur rituelle Gegenstande und Schmuck sowie seit dem 6 Jahrhundert v Chr in Form von Goldmunzen als Zahlungsmittel genutzt Der Goldabbau Voraussetzung fur Entwicklungen in Kunsthandwerk und Metallverarbeitung aber auch Faktor bei der gegenseitigen Vernichtung von Volkern steht wegen seiner betrachtlichen Umweltauswirkungen weltweit in der Kritik Eigenschaften Xe 4f14 5d10 6s1 79 Au PeriodensystemAllgemeinName Symbol Ordnungszahl Gold Au 79Elementkategorie UbergangsmetalleGruppe Periode Block 11 6 dAussehen metallisch gelbCAS Nummer 7440 57 5EG Nummer 231 165 9ECHA InfoCard 100 028 332ATC Code V10 AX06Massenanteil an der Erdhulle 0 004 ppm 1 Atomar 2 Atommasse 196 966570 4 3 uAtomradius berechnet 135 174 pmKovalenter Radius 136 pmVan der Waals Radius 166 pmElektronenkonfiguration Xe 4f14 5d10 6s11 Ionisierungsenergie 9 225 554 4 eV 4 890 13 kJ mol 5 2 Ionisierungsenergie 20 203 25 eV 4 1 949 3 kJ mol 5 3 Ionisierungsenergie 30 0 1 6 eV 4 2 890 kJ mol 5 4 Ionisierungsenergie 45 0 1 7 eV 4 4 340 kJ mol 5 5 Ionisierungsenergie 60 0 1 9 eV 4 5 790 kJ mol 5 Physikalisch 2 Aggregatzustand festKristallstruktur kubisch flachenzentriertDichte gemessen 19 32 g cm 20 C 6 berechnet 19 302 g cm 7 Mohsharte 2 5 bis 3Magnetismus diamagnetisch Xm 3 5 10 5 8 Schmelzpunkt 1337 33 K 1064 18 C Siedepunkt 3243 K 9 2970 C Molares Volumen 10 21 10 6 m3 mol 1Verdampfungsenthalpie 342 kJ mol 9 Schmelzenthalpie 12 55 kJ mol 1Schallgeschwindigkeit 2030 m s 1Spezifische Warmekapazitat 128 J kg 1 K 1Austrittsarbeit 5 1 eV 10 Elektrische Leitfahigkeit 45 5 106 A V 1 m 1Warmeleitfahigkeit 320 W m 1 K 1Chemisch 2 Oxidationszustande 1 0 1 2 3 5Normalpotential 1 52 V Au3 3 e Au Elektronegativitat 2 54 Pauling Skala IsotopeIsotop NH t1 2 ZA ZE MeV ZP195Au syn 186 10 d e 0 227 195Pt196Au syn 6 1830 d e 1 506 196Ptb 0 686 196Hg197Au 100 Stabil198Au syn 2 69517 d b 1 372 198Hg199Au syn 3 169 d b 0 453 199HgWeitere Isotope siehe Liste der IsotopeNMR Eigenschaften Spin Quanten zahl I g in rad T 1 s 1 Er 1H fL bei B 4 7 T in MHz197Au 3 2 4 47 106 2 77 10 5 1 75SicherheitshinweiseGHS Gefahrstoffkennzeichnung 11 keine GHS PiktogrammeH und P Satze H keine H SatzeP keine P Satze 11 Soweit moglich und gebrauchlich werden SI Einheiten verwendet Wenn nicht anders vermerkt gelten die angegebenen Daten bei Standardbedingungen Inhaltsverzeichnis 1 Geschichte 1 1 Ur und Fruhgeschichte 1 2 Mittelalter und Neuzeit 2 Vorkommen 2 1 Ursprung des irdischen Goldes 2 2 Primare Lagerstatten Berggold 2 2 1 Witwatersrand Typ Palao Seifenlagerstatte 2 2 2 Orogene Gold Lagerstatten 2 2 3 Epithermale Gold Lagerstatten 2 2 4 Carlin Typ 2 2 5 IOCG Iron Oxide Copper Gold Typ 2 2 6 Porphyrische Cu Au Lagerstatten 2 2 7 VHMS SHMS Lagerstatten 2 3 Sekundare Lagerstatte Waschgold Seifengold 2 4 Forderung weltweit 2 5 Goldbestand weltweit 2 6 Vorkommen in Europa 3 Gold als Mineral 4 Gewinnung 4 1 Goldwaschen 4 2 Amalgamverfahren 4 3 Cyanidlaugung 4 4 Boraxverfahren 4 5 Anodenschlammverfahren 4 6 Wiedergewinnung aus Reststoffen Recycling 4 7 Versuche zur Goldgewinnung aus dem Meer 4 8 Goldsynthese 4 9 Umweltauswirkungen 5 Eigenschaften 5 1 Physikalische Eigenschaften 5 2 Chemische Eigenschaften 6 Verwendung 6 1 Schmuck Dekoration und Lebensmittelzusatzstoff 6 2 Wertanlage und Wahrung 6 2 1 Anlagegold 6 2 2 Goldpreis 6 2 3 Gold als Wahrung oder Wahrungsdeckung 6 3 Elektronik 6 4 Medizin 6 5 Optik 6 6 Nanopartikel 7 Reinheit und Echtheit 7 1 Feingehalt 7 2 Goldimitate 7 3 Prufmethoden 8 Goldlegierungen 8 1 Allgemeines 8 1 1 Edelmetallanteile und Korrosionsfestigkeit 8 2 Farbgoldlegierungen 8 2 1 Rotgold 8 2 2 Gelbgold 8 2 3 Grungold 8 2 4 Weissgold und Graugold 8 3 Titan Gold Legierung 9 Verbindungen 10 Biologische Bedeutung 11 Metaphorische Verwendung und Symbolik 12 Heraldik 13 Siehe auch 14 Literatur 15 Weblinks 16 EinzelnachweiseGeschichteGold wurde in fruheren Zeiten wegen seiner auffallend glanzenden gelben Farbe metallisch gediegen in der Natur gefunden Es lasst sich sehr gut mechanisch bearbeiten und korrodiert nicht Wegen der Bestandigkeit seines Glanzes seiner Seltenheit seiner scheinbaren Unverganglichkeit und seiner auffallenden Schwere wurde es in vielen Kulturen vor allem fur herausgehobene rituelle Gegenstande und Schmuck verwendet Ur und Fruhgeschichte Die sogenannte Goldmaske des Agamemnon ca 1400 v Chr im Nationalmuseum Athen Gold zahlt zu den ersten Metallen die von Menschen verarbeitet wurden Die Goldgewinnung ist seit der fruhen Kupferzeit nachgewiesen Die leichte Legierbarkeit mit vielen Metallen die moderate Schmelztemperatur und die gunstigen Eigenschaften der Legierungen machten Gold als Werkstoff sehr attraktiv Die altesten bislang bekannten Goldartefakte der Menschheit sind insgesamt etwa 3 000 goldene Objekte aus dem Graberfeld von Warna Bulgarien die als Grabbeigaben niedergelegt wurden und zwischen 4600 und 4300 v Chr datiert werden 13 Mehr als 7 000 Goldobjekte sind aus dem 4 Jahrtausend v Chr aus Grabern der osteuropaischen Maikop Kultur bekannt 14 Der fruheste Nachweis in Mitteleuropa liegt mit den beiden Goldscheiben im Depotfund von Stollhof Niederosterreich vor und stammt ebenfalls aus dem 4 Jahrtausend v Chr Seit dieser Zeit wurde Gold vereinzelt in Form von Schmuckgegenstanden aus Sudosteuropa importiert In Mittel und Nordeuropa treten goldene Gegenstande vermehrt erst im dritten Jahrtausend v Chr als Grabbeigaben auf vor allem in der endneolithischen Glockenbecherkultur Beispiele sind die Ohrringe und die Haarspange beim Bogenschutzen von Amesbury oder die 2013 gefundenen Goldringe eines Glockenbecher Grabes aus Wustermark Landkreis Havelland 15 16 Beruhmte Beispiele aus der nachfolgenden Bronzezeit sind die Goldauflagen der Himmelsscheibe von Nebra Fruhbronzezeit und die vier spatbronzezeitlichen Goldhute Die alten Agypter beuteten Vorkommen in Oberagypten und Nubien aus 17 So ist auf dem Turiner Papyrus auch die Lage einer Goldmine verzeichnet Die Romer nutzten Fundstatten in Kleinasien Spanien Las Medulas Rumanien und Germanien Die Sage von der Fahrt der Argonauten zum Goldenen Vlies nach Kolchis wurde anscheinend von den Seereisen griechischer Goldsucher angeregt In der Tora wird vom Goldenen Kalb erzahlt das sich die Israeliten als Gotzenbild herstellten wahrend Moses die Zehn Gebote empfing und vom Goldland Ophir Das Neue Testament erwahnt Gold neben Weihrauch und Myrrhe als eines der Huldigungsgeschenke der Weisen aus dem Morgenland fur den neugeborenen Jesus Matthaus 2 11 EU In Sudamerika und Mesoamerika wurde schon sehr fruh Gold verarbeitet So beherrschten beispielsweise die Mochica in Peru bereits Anfang des ersten Jahrtausends die Legierungsbildung Tumbago sowie die Vergoldung und stellten Gegenstande fur rituelle Zwecke aus mehreren Kilogramm Gold her Die Goldgewinnung und reinigung erfolgte durch Goldwascherei Amalgamation und Kupellation Oxidieren unedlerer Metalle mit Blei auch Lauterung genannt oder in Kombination der Verfahren Mittelalter und Neuzeit Der goldene Napoleonbecher Stadtisches Museum Simeonstift Trier Gold Nuggets oben Kalifornien USA unten Victoria Australien Spatmittelalterliche und fruhneuzeitliche Autoren insbesondere auf dem Gebiet der Alchemie nahmen eine Entstehung des Goldes durch Vermischung von sauberem Schwefel und Quecksilber an In der Heilkunde fand gefeiltes Gold unter anderem als Arzneimittel gegen die Epilepsie Verwendung 18 Die Gier nach Gold wurde mit der Vormachtstellung der europaischen Seemachte Spanien Portugal England und Italien zu einem massgeblichen Grund fur Kriege und Eroberungszuge der Neuzeit Besonders der Goldreichtum der indigenen Volker in Mittel und Sudamerika lockte nach der Entdeckung Amerikas im Jahre 1492 europaische und insbesondere spanische Eroberer Conquistadores an die Gold in Galeonen nach Europa brachten Spanien wurde so eine Zeit lang zur reichsten Nation Europas die indigenen Kulturen wurden durch die Eroberer bzw durch eingeschleppte Krankheiten zerstort Immer wieder lockten Goldfunde grosse Scharen von Abenteurern an Im 19 Jahrhundert kam es auf verschiedenen Kontinenten zu Goldrausch genannten Massenbewegungen von Goldsuchern in die Gebiete grosser Goldvorkommen Beispiele hierfur sind der kalifornische Goldrausch im Jahre 1849 und der Goldrausch des Jahres 1897 am Klondike River in Alaska Auch in Australien Bathurst Temora Teetulpa und Coolgardie und Sudafrika Witwatersrand kam es zum Goldrausch Der schwankende Goldpreis fuhrt oft zu bedeutenden sozialen Veranderungen So fuhrte ein fallender Goldpreis in Sudafrika zu einer starken Verarmung des von der Goldforderung lebenden Bevolkerungsteils Im brasilianischen Amazonasraum ist der informelle Goldabbau durch Garimpeiros oft mit schwerwiegenden sozialen und okologischen Folgen verbunden Vorkommen Der durchschnittliche Goldgehalt abgebauter Erze fallt immer weiter mittlerweile auf unter 5 g t Der Goldanteil in der kontinentalen Erdkruste betragt 4 ppb 1 also etwa 4 Gramm pro 1000 Tonnen Gestein Der Anteil schwankt je nach Region in Lagerstatten die abgebaut werden liegt der Goldanteil oft bei mehreren Gramm pro Tonne Gold kommt auf der Erde vorwiegend gediegen das heisst in elementarer metallischer Form vor Es findet sich in primaren Rohstoffvorkommen als goldhaltiges Gestein Golderz sowie in sekundaren Vorkommen unter anderem in Seifen Lagerstatten Etwa 43 des 2017 geforderten Goldes stammen aus der Volksrepublik China Australien den Vereinigten Staaten von Amerika Russland und Kanada 19 Die tiefsten Goldbergwerke der Welt befinden sich in Sudafrika Dort wird Gold fast 4000 Meter unter der Erdoberflache abgebaut Anfang 2011 plante das Bergbauunternehmen AngloGold Ashanti bereits Schachte in bis zu 5000 Metern Tiefe 20 2016 fielen rund 17 der geforderten Goldmengen als Nebenprodukt bei der Raffination anderer Metalle wie Kupfer Nickel oder der anderen Edelmetalle an 21 sodass unter Umstanden erst die Gewinnung von Gold als Nebenprodukt die Ausbeutung anderer Lagerstatten wirtschaftlich macht Insgesamt sind weltweit bisher Stand 2017 fast 2700 Fundorte fur gediegenes Gold dokumentiert 22 Ursprung des irdischen Goldes Mediendatei abspielen Video Woher kommt das Gold Die meisten Elemente bis zum Eisen aber schwerer als Wasserstoff sind in vergangenen Sternen unter Energieabgabe durch Kernfusionen entstanden siehe auch Nukleosynthese Das auf der Erde vorkommende Gold ist wie alle Elemente die schwerer sind als Eisen durch Supernova Kernkollaps unter Energieaufnahme entstanden 1994 durchgefuhrte Computersimulationen sagten voraus dass bei einer Kollision von zwei Neutronensternen aus dem dabei in den Weltraum herausgeschleuderten Material und den nachfolgenden Reaktionskaskaden neben anderen schweren Elementen rund 30 Erdmassen Gold entstehen Am 17 August 2017 erfassten die LIGO Detektoren Gravitationswellen die als Kollision von zwei Neutronensternen in einer Entfernung von 130 Millionen Lichtjahren gedeutet wurden Die Reaktionen der herausgeschleuderten Materie konnten daraufhin mit optischen Teleskopen beobachtet werden Die gemessenen Spektrallinien bestatigten die Voraussage dass bei diesem Ereignis grosse Mengen an Gold und anderen schweren Elementen entstanden 23 Solange die fruhe Erde noch keine feste Kruste hatte ist alles Gold aufgrund seiner hohen Dichte ins Erdinnere gewandert Wir finden nur noch Gold das nach der Krustenbildung auf die Erde gelangt ist oder durch vulkanische Prozesse wieder an ihre Oberflache kam Primare Lagerstatten Berggold Die folgenden Abschnitte fuhren einige der wichtigsten Typen primarer Goldlagerstatten auf Witwatersrand Typ Palao Seifenlagerstatte Das Witwatersrand Goldfeld in Sudafrika ist mit Abstand das grosste der Welt Bislang hat diese Lagerstatte mehr als 52 000 t Gold geliefert 24 Die Erzkorper sind fruhproterozoische etwa 1 8 Milliarden Jahre alte Palao Flussschotter die gediegen Gold Pyrit und lokal abbauwurdige Konzentrationen von Pechblende Uranerz enthalten Die genaue Genese der Lagerstatte war lange Zeit umstritten Mittlerweile wird die Lagerstatte als eine reine Palao Seifenlagerstatte interpretiert womit sie unter die sekundaren Lagerstatten fiele Etwa 25 des gefundenen Goldes weisen eine Form auf die fur einen Transport durch hydrothermale Losungen typisch ist wahrend es sich bei 75 des Goldes um die typischen Nuggets handelt die fur einen fluvialen Transport sprechen wobei man heute von einer nachtraglichen Mobilisation des Goldes ausgeht 25 Neuere Isotopenuntersuchungen legen nahe dass eine sehr kleinraumige hydrothermale Mobilisation des Goldes von wenigen Millimetern bis Zentimetern stattfand sodass dieses Gold wahrscheinlich ursprunglich aus den Flussschottern stammt 26 Das Vorhandensein von gerundeten Pyrit und Pechblende Klasten zeigt aber auf jeden Fall an dass diese zum ursprunglichen Bestand der Flussschotter gehorten Sie zeigen damit an dass die Erdatmosphare zu diesem Zeitpunkt nur einen geringen Gehalt an Sauerstoff besessen haben kann da diese Minerale unter oxidierenden Bedingungen nicht stabil sind Die Ressourcen der Lagerstatte liegen noch bei mehreren zehntausend Tonnen Gold allerdings in erheblicher Tiefe Hier befinden sich die tiefsten Bergwerke der Welt nahezu 4000 m ihr Abbau ist deshalb nur bei hohen Goldpreisen wirtschaftlich Die Lagerstatte macht 40 des weltweit bisher geforderten Goldes plus Ressourcen aus 27 Orogene Gold Lagerstatten Epithermaler Gold Silber Erzgang in Basalt aufgeschlossen in einem untertagigen Goldbergwerk Nevada USA Einige der wichtigsten Goldlagerstatten der Erde gehoren den orogenen mesothermalen Ganglagerstatten an Diese Lagerstatten kommen meist in metamorph uberpragten und deformierten marinen Sedimenten und Magmatiten vor Sie entstehen wahrend der Gebirgsbildung und sind damit an alte und junge Faltengurtel gebunden Bei der Gebirgsbildung werden aus den involvierten Gesteinen metamorphe Fluide freigesetzt die Quarz wenig Sulfide und Gold in Spalten absetzen Die Fluide haben einen neutralen Charakter und Temperaturen zwischen 250 C und 400 C Bei den Sulfiden handelt es sich meist um Pyrit und Arsenopyrit Die Goldgehalte sind meist sehr hoch mehr als 10 g t sind keine Seltenheit Die Lagerstatten dieses Typs bildeten sich durch die gesamte Erdgeschichte mit bedeutenden Vorkommen in den archaischen Grunsteingurteln Afrikas und Westaustraliens wahrend des Proterozoikums USA Ghana Brasilien den palaozoischen Lagerstatten Victorias Australien oder den jungen alpidischen Vorkommen in den Alpen Tauern Gold Es handelt sich meist um reine Goldlagerstatten ohne Gewinnungsmoglichkeit fur andere Metalle Einige wenige Lagerstatten enthalten allerdings solch hohe Gehalte an Arsen dass sie zu den wichtigsten Vorkommen dieses Halbmetalls gehoren Epithermale Gold Lagerstatten Epithermale Goldlagerstatten sind eng mit jungem felsischen Magmatismus an Subduktionszonen Inselbogen Ozean Kontinent Kollisionen verbunden Heisse hydrothermale Fluide aus den Magmen bzw durch den Magmatismus aufgeheizte Hydrothermale Fluide transportieren das Gold und setzten es auf Gangen in Form von Stockwerksvererzungen oder als Impragnation im Gestein wieder ab Es wird in Low sulfidation und High sulfidation Epi thermallagerstatten unterschieden die sich durch unterschiedliche Fluide und damit verbunden unterschiedliche Mineralfuhrung auszeichnen 28 Low sulfidation Lagerstatten formen sich aus neutralen hydrothermalen Wassern mit Temperaturen von 200 bis 300 C wahrend High sulfidation Lagerstatten aus sehr sauren und oxidierenden Fluiden mit bis uber 300 C geformt werden Beide Typen unterscheiden sich hinsichtlich der Mineralfuhrung Erzgehalte liegen gewohnlich zwischen 1 und 10 g Gold pro Tonne sowie einem Goldinhalt von wenigen 10 bis uber 1000 t Einige High sulfidation Vorkommen beinhalten grosse Mengen an Silber und Buntmetallen Neuere Untersuchungen aus aktiven Hydrothermalfeldern in Neuseeland deuten darauf hin dass sich grosse Lagerstatten dieses Typs mit 1000 t Goldinhalt in gerade einmal 50 000 Jahren bilden konnen Bedeutende Beispiele fur diesen Lagerstattentyp gibt es unter anderem in Papua Neuguinea Neuseeland Mexiko Peru und Rumanien Carlin Typ Carlin Typ Goldlagerstatte in Nevada USA Bei diesem Typ handelt es sich um Lagerstatten in karbonatischen Gesteinen Die bedeutendsten Vorkommen dieses Typs liegen in Utah und Nevada USA Die dortigen Lagerstatten bildeten sich in einem kurzen Intervall vor 42 bis 30 Millionen Jahren Sie formten sich aus reduzierten massig sauren Fluiden mit Temperaturen von 150 bis 250 C in Tiefen uber 2000 m Die Erzkorper konnen wenige bis mehr als 100 Millionen Tonnen Erz enthalten bei Gehalten zwischen 1 und 10 g t Gold ist meist an feinverteilten arsenreichen Pyrit gebunden Dadurch ist die Aufbereitung dieser Erze relativ aufwendig IOCG Iron Oxide Copper Gold Typ IOCG Lagerstatten kommen in felsischen Magmatiten wie Graniten und Rhyolithen vor Es handelt sich dabei um grosse hydrothermale Brekzienkorper mit hohen Gehalten an Eisen in Form von Hamatit und oder Magnetit Diese Lagerstatten entstanden vermutlich unter einem Vulkankomplex Bei einem Ausbruch fuhrten hydrothermale Fluide zur Bildung von Brekzien aus Magmatiten und setzten Eisenoxide Kupfersulfide gediegenes Gold sowie weitere Minerale ab Die bedeutendsten Lagerstatten dieses Typs befinden sich in mesoproterozoischen Gesteinen Australiens wie Earnest Henry Queensland Prominent Hill und Olympic Dam beide im Bundesstaat South Australia Letztere stellt einen der grossten Erzkorper der Erde dar mit derzeit vermuteten Ressourcen von 8 4 Milliarden Tonnen Erz Die Erzgehalte liegen zwischen 0 5 und 2 fur Kupfer und 0 5 und 1 5 g t fur Gold In den meisten Lagerstatten dieses Typs befinden sich reine Kupfer und Goldvorkommen wahrend Olympic Dam auch Uran und Silber enthalt Diese Lagerstatte stellt die grosste bekannte Uranlagerstatte der Erde dar Gediegen Gold go zwischen Bornit bn und Chalkopyrit ccp in Baryt brt Sudaustralien Gediegen Gold intensiv gelb zwischen Pyrit blassgelb und Quarz dunkelgrau Sudaustralien Porphyrische Cu Au Lagerstatten Hauptartikel Porphyrische Kupferlagerstatte Solche Lagerstatten finden sich weltweit in jungen Gebirgskomplexen Es handelt sich um grosse Erzkorper in intermediaren bis sauren plutonischen Magmatiten Die Erzminerale Pyrit Chalkopyrit Bornit Chalkosin Molybdanit kommen feinverteilt auf ein Netzwerk aus Kluften im Gestein vor Die Erzkorper beinhalten einige 10 Millionen bis mehreren Milliarden Tonnen Erz Die grosste Lagerstatte dieses Typs ist Chuquicamata in Chile mit uber 10 Milliarden Tonnen Erz In den USA ist Bingham Canyon die bedeutendste Lagerstatte und einer der grossten Goldproduzenten des Landes Die Erzgehalte sind vergleichsweise gering mit 0 5 bis 1 Kupfer und 0 1 bis 1 g t Gold aber die Grosse der Erzkorper lasst eine wirtschaftliche Gewinnung zu Oftmals sind diese Lagerstatten mit Skarnlagerstatten assoziiert und es finden sich epithermale Goldlagerstatten im weiteren Umfeld VHMS SHMS Lagerstatten Diese Lagerstatten bilden sich im marinen Bereich Volcanic Hosted Massive Sulfides VHMS sind an basische Magmatite meist Basalte gebunden wahrend Sediment Hosted Massive Sulfides SHMS in marinen Sedimentgesteinen vorkommen Meist handelt es sich bei diesen Lagerstatten um reine Buntmetalllagerstatten Blei Zink Kupfer einige enthalten aber auch gewinnbare Beimengungen von Gold Silber und anderen Elementen Die devonische SHMS Lagerstatte Rammelsberg bei Goslar im Harz stellt mit 28 Millionen Tonnen Erz und einem Goldgehalt von 1 g t als Beimengung zu den extrem hohen Blei und Zinkgehalten die bedeutendste deutsche Goldlagerstatte dar Sekundare Lagerstatte Waschgold Seifengold Rheingolddukat Fast alle europaischen Flusse fuhren Spuren von Gold mit sich Dieses Gold war zuvor in Form zumeist kleiner dunner Blattchen in Gestein eingelagert Durch Verwitterungsprozesse des umgebenden Gesteins wird es freigesetzt und gelangt so ins Flusswasser und wird als Fluss Seife abgelagert Auf den Gerollbanken des Hoch und Oberrheines wie bei Istein finden sich davon geringe Mengen insbesondere Flitter Diese als Rheingold bezeichneten Sekundarablagerungen wurden in den vergangenen Jahrhunderten mit massigem Ertrag ausgewaschen siehe dazu Flussgolddukaten Der einzige offizielle Goldproduzent Deutschlands ein seit 2008 zur Holcim Gruppe 29 gehorendes Kieswerk bei Rheinzabern nutzt ebenfalls diese Vorkommen 30 Forderung weltweit Zeitliche Entwicklung der weltweiten Goldforderung Die Weltjahresforderung betrug 2008 noch 2 260 Tonnen 2011 bereits 2 700 Tonnen etwa hundertmal mehr als im 19 Jahrhundert Aktuell wird in zwei Jahren mehr Gold gefordert als in den tausend Jahren des Mittelalters zusammen dokumentiert ist Das meiste Gold wurde lange Zeit in Sudafrika gefordert dessen Fordermengen jedoch bereits seit den 1970er Jahren sinken Im Jahr 2007 forderte Australien die grosste Menge Seit 2008 stammt die grosste Fordermenge aus der Volksrepublik China gefolgt von Australien Ebenfalls seit 2008 fordern die USA mehr Gold als Sudafrika seit 2010 liegt die Fordermenge der Russischen Foderation uber der von Sudafrika 31 Fordermengen und Reserven Rang 2011 Land Fordermenge in t Reserven 20147 Reichweite Jahre ab 2014 720071 20114 2014710 China Volksrepublik Volksrepublik China 275 355 450 3 000 6 720 Australien Australien 246 270 270 9 800 36 330 Russland Russland 157 200 245 5 000 20 440 Vereinigte Staaten Vereinigte Staaten 238 237 211 3 000 14 250 Kanada Kanada 101 110 160 2 000 12 560 Sudafrika Sudafrika 252 190 150 6 000 40 070 Peru Peru 170 150 150 2 100 14 080 Usbekistan Usbekistan 85 90 102 1 700 16 790 Mexiko Mexiko 39 85 92 1 400 15 2100 Ghana Ghana 84 100 90 2 000 22 2110 Brasilien Brasilien 40 55 70 2 400 34 3120 Indonesien Indonesien 118 100 65 3 000 46 2130 Papua Neuguinea Papua Neuguinea 65 70 60 1 200 20 0140 Chile Chile 42 45 50 3 900 78 0Vereinte Nationen Andere Lander6 471 630 695 10 000 14 4Summe gerundet 2 380 2 700 2 860 55 000 19 21 nach USGS Mineral Commodity Summary Gold 2009 PDF 89 kB U S Geological Survey USGS Reston Virginia 3 nach USGS U S Geological Survey USGS Reston Virginia 4 nach USGS Mineral Commodity Summary Gold 2012 PDF 28 kB U S Geological Survey USGS Reston Virginia 5 siehe Fussnote 1 Enthalt keine Lander fur die keine verlasslichen Daten zur Verfugung standen 6 fur weitere Forderlander siehe 2010 Minerals Year Book Gold PDF 99 kB Tabelle 8 S 31 20 U S Geological Survey USGS Reston Virginia Mai 2012 7 nach USGS Mineral Commodity Summary Gold 2015 PDF 28 kB U S Geological Survey USGS Reston Virginia Weltweit existieren nur einige grosse Goldforderunternehmen deren Aktien an den Borsen gehandelt werden Dazu gehoren etwa Agnico Eagle Mines AngloGold Ashanti Barrick Gold Freeport McMoRan Copper amp Gold Gold Fields Ltd Goldcorp Kinross Gold Newmont Mining und Yamana Gold Goldbestand weltweit In der gesamten Geschichte der Menschheit wurden bis Ende 2017 schatzungsweise 190 000 Tonnen gefordert 32 Dies entspricht einem Wurfel mit 21 Metern Kantenlange 33 rund 8800 Kubikmetern reinem Gold und rund 24 3 g also etwas mehr als ein Kubikzentimeter pro Kopf der Weltbevolkerung Etwa 34 000 Tonnen Stand 2019 befinden sich im Besitz von Zentralbanken siehe auch Goldreserve Vorkommen in Europa Die Forderung von Gold in Europa am meisten in Finnland und Schweden ist im internationalen Vergleich unbedeutend Die rumanischen Golderzvorkommen sind wohl die grossten in Europa In Bulgarien finden in den stillgelegten Goldminen Zlata aktiver Bergbau 1939 1973 und Krushov Dol aktiv 1965 1974 wieder Erkundungen statt 34 In Barsele in der Gemeinde Storuman in Schweden wurde ein Vorkommen erkundet 35 Gold als Mineral Oktaedrische Goldkristalle aus der Colorado Mine Kalifornien USA Grosse 1 cm 0 9 cm 0 7 cm Gold in dendritischer Form aus der Eagle s Nest Mine Kalifornien USA Grosse 5 5 cm 4 5 cm 2 5 cm Naturliche Vorkommen an gediegen Gold das heisst in seiner elementaren Form waren bereits lange vor der Grundung der International Mineralogical Association IMA bekannt Gold ist daher als sogenanntes grandfathered Mineral als eigenstandige Mineralart anerkannt 36 Gemass der Systematik der Minerale nach Strunz 9 Auflage wird Gold unter der System Nr 1 AA 05 Elemente Metalle und intermetallische Verbindungen Kupfer Cupalit Familie Kupfergruppe 37 beziehungsweise in der veralteten 8 Auflage unter I A 01 Kupfer Reihe eingeordnet Die vorwiegend im englischsprachigen Raum verwendete Systematik der Minerale nach Dana fuhrt das Element Mineral unter der System Nr 01 01 01 01 Goldgruppe 38 In der Natur findet sich Gold ublicherweise in Form von abgerundeten Nuggets als Schuppen oder Flocken sowie in dendritischen baumartigen oder haar bis drahtformigen Aggregaten Selten entwickelt Gold grobkristalline Stufen mit oktaedrischen dodekaedrischen und wurfeligen Kristallen Es kann mit verschiedenen Mineralen vergesellschaftet sein wie unter anderem Altait Ankerit Arsenopyrit Calaverit Chalkopyrit Krennerit Pyrit Pyrrhotin Quarz Scheelit Sylvanit Schrifterz Tetradymit und Turmalin 7 Da Gold ein reaktionstrages Element ist behalt es gewohnlich seinen Glanz und Farbe und ist daher in der Natur leicht zu erkennen Dennoch wird es immer wieder mit farblich ahnlichen Mineralen wie Pyrit Katzengold Narrengold und Chalkopyrit verwechselt Gold ist zudem ein Bestandteil verschiedener Mineralarten Beispiele fur Minerale mit den hochsten Goldgehalten sind unter anderem Bezsmertnovit Au Ag 4Cu Te Pb 78 56 Au Tetra Auricuprid CuAu 75 61 Au Maldonit Au2Bi 65 34 Au und Yuanjiangit AuSn 62 40 Au Insgesamt sind bisher 33 Gold Minerale bekannt Stand 2017 39 Gewinnung Navachab Goldbergwerk bei Karibib Silberreiches Freigold blechformig Das 4 9 kg 156 Unzen schwere Mojave Nugget 1977 in Sudkalifornien entdeckt Im Gegensatz zu den meisten anderen Metallen kommt das chemisch inerte Gold meist gediegen vor und muss nicht durch Reduktion aus Erzen gewonnen werden wie beispielsweise Eisen Es wird zunachst nur mechanisch aus dem umgebenden Gestein gelost Da Gold chemisch wenig reaktiv ist und somit nur schwierig in losliche Verbindungen uberfuhrt werden kann werden spezielle Verfahren zur Goldgewinnung angewendet Ohne Lupe direkt sichtbares Gold sogenanntes Freigold 40 in Form von Nuggets oder Goldstaub ist eine Raritat Das grosste bekannte Goldnugget wurde im September 2018 von Henry Dole in Australien gefunden mit rund 2400 Unzen 74 kg Goldanteil 41 Der zweitgrosste Goldnugget Welcome Stranger genannt wurde 1869 in Australien gefunden und wog 2284 Feinunzen 42 rund 71 kg Das meiste Gold in den Vorkommen liegt in kleinsten Partikelchen im umgebenden Gestein fein verteilt vor und entgeht somit den Versuchen es mit einfachen Verfahren manuell zu sammeln In der Praxis werden mehrere Verfahren miteinander kombiniert um die gewunschte hohe Ausbeute zu erhalten Durch Fortschritte in den Gewinnungsmethoden Vernachlassigung der Abfallproblematik und bei hohem Marktpreis lohnt sich sogar der Abbau von Erz das nur ein Gramm Gold pro Tonne enthalt Alte Abraumhalden ehemaliger Goldvorkommen werden deshalb mittels verbesserter Technik nochmals aufgearbeitet Gold fallt als Nebenprodukt bei der Raffination anderer Metalle an und wird in grossem Umfang wiedergewonnen Mehr als zehn Prozent des weltweit abgebauten Goldes wird im Kleinbergbau gewonnen Es wurde geschatzt dass 20 bis 30 des weltweit geforderten Goldes durch nicht industrielles Schurfen also von Goldsuchern gewonnen wird 43 Ein Teil davon kann als Konfliktrohstoff betrachtet werden der eine negative Auswirkung auf die dort lebende Bevolkerung hat und zum sogenannten Ressourcenfluch fuhren kann Goldwaschen Hauptartikel Goldwaschen Das sogenannte Goldwaschen als einfachstes Verfahren zur Goldgewinnung nutzt die hohe Dichte des Metalls Dabei wird goldhaltiger Sand mit Wasser aufgeschlammt Da Gold schwerer ist als der umgebende Sand setzt es sich schneller am Boden ab und kann abgetrennt werden Gold aus Flussablagerungen wird so gewonnen Hobby Goldsucher wenden meist dieses Verfahren an Dessen Nachteil besteht jedoch in der geringen Ausbeute bei grossem Zeitaufwand des Suchenden Der Vorteil dieser Methode ist die zuverlassige Ausbeute an groben Goldteilchen die bei der Cyanidlaugung nicht vollstandig erfasst werden Es lasst sich verbessern durch Einbringen von Fellen in die abstromende Flussigkeit in dem sich kleinste Goldpartikelchen in den Fellhaaren verfangen und die Ausbeute erhohen Goldwaschen wird mitunter teilmechanisiert an Land durchgefuhrt oder mit Schwimmbaggern mit integrierter Wasche direkt im Fluss Minentechnisch gewonnenes Erz wird zuvor mechanisch auf geeignete Korngrossen zerkleinert und das zermahlene Gestein in ahnlicher Weise bearbeitet Dieses Verfahren geht der nachfolgend beschriebenen weiteren Ausnutzung der goldfuhrenden Sande und Schlamme voraus Amalgamverfahren Nachbau eines Amalgamierwerkes aus dem 19 Jahrhundert im Montanmuseum Altbockstein in Salzburg Beim Amalgamverfahren wird die Legierungsbildung zwischen Gold und Quecksilber zu Amalgam genutzt Zur Goldgewinnung und reinigung werden goldhaltige Sande und Schlamme intensiv mit Quecksilber vermischt Das Gold aber auch eventuell andere vorhandene gediegene Metalle wie Silber losen sich dabei im Quecksilber Goldamalgam hat eine silberne Farbe je nachdem wie viel Quecksilber im Uberschuss vorliegt ist es flussig bis pastos teigig 44 und der Schmelzpunkt der Legierung ist geringer als der von Gold 45 Amalgam und Quecksilber sammeln sich wegen der hohen Dichte am Gefassgrund das Quecksilber fliesst dann ab Durch Erhitzen des verbleibenden Amalgams wie bei Feuervergoldung detailliert beschrieben verdampft das Quecksilber und zuruck bleibt kompaktes Rohgold Die entstehenden Quecksilberdampfe stellen eine gesundheitliche Gefahr dar siehe Quecksilbervergiftung wenn sie nicht durch eine geschlossene Destillationsanlage oder Absaugung und Abfilterung mit Aktivkohle aufgefangen werden Private Goldschurfer erhitzen das Amalgam oft in offenen Blechgefassen mithilfe von Lotlampen und sonstigen Gasbrennern Das Quecksilber Siedepunkt 357 C dampft dabei in die Umgebungsluft ab und kondensiert umgehend Dadurch werden Boden Flusse und Menschen in der Umgebung mit Quecksilber belastet Durch das Minamata Ubereinkommen sollen Alternativen zum Amalgamverfahren gefordert werden 46 Das Amalgamverfahren wurde bereits in der Antike angewendet Cyanidlaugung Bei grosseren Vorkommen die eine industrielle Erschliessung erlauben wird seit Ende des 19 Jahrhunderts die Cyanidlaugung angewendet Vor dem Hintergrund dass sich Gold in sauerstoffhaltiger Natriumcyanid Losung Natriumsalz der Blausaure HCN als Komplexverbindung lost werden die metallhaltigen Sande staubfein gemahlen aufgeschichtet und im Rieselverfahren mit der Extraktionslosung unter freiem Luftzutritt versetzt Die kleinsten Metallteilchen werden hierbei zuerst aufgelost weil sie die relativ grosste Reaktionsoberflache haben 2 Au H 2 O 1 2 O 2 4 NaCN 2 Na Au CN 2 2 NaOH displaystyle ce 2Au H2O 1 2O2 4NaCN gt 2Na Au CN 2 2NaOH Das Edelmetall findet sich chemisch gebunden im hochgiftigen Sickerwasser Nach Filtration und Ausfallung mit Zinkstaub wird es als brauner Schlamm erhalten aus dem nach Waschen und Trocknen durch Reduktion Rohgold wird 2 Na Au CN 2 Zn Na 2 Zn CN 4 2 Au displaystyle ce 2Na Au CN 2 Zn gt Na2 Zn CN 4 2Au Hier schliesst sich die Reinigung des Rohgoldes an Raffiniert zu Feingold ist es dann standardisiert und marktreif Die Cyanidlaugen werden in Kreislaufprozessen wiederverwendet Dennoch entweichen Blausaure und ihre Salze Cyanide in die Umwelt teilweise in grosseren Mengen etwa bei Unglucken Fehlfunktionen der Anlage oder bei Uberschwemmungen Alle diese Stoffe sind hochgiftig allerdings leicht zersetzbar Im Stoffkreislauf der Natur werden sie relativ schnell oxidativ abgebaut oder durch Hydrolyse zersetzt Diese Art der Goldgewinnung hinterlasst enorme Abraumhalden und Staube mit Cyanidspuren Weitere Umweltschaden entstehen dadurch dass Schlamm in Landern mit geringer Umweltuberwachung unkontrolliert in Flusse abgeleitet wird oder Schlammabsetzbecken bersten wie im Jahr 2000 im rumanischen Baia Mare Boraxverfahren Ein umweltfreundlicheres Verfahren stellt die Goldextraktion und reinigung mithilfe von Borax Natriumborat dar 47 48 Der Zusatz von Borax als schlackenbildendes Flussmittel beim Schmelzen von verunreinigtem Gold setzt Schmelzpunkt und Viskositat der Schmelze aus Oxiden und Silikaten der Begleitstoffe nicht des Goldes wie es oft falschlicherweise angegeben wird herab 49 Dadurch kann das Schmelzen mit einfacheren kostengunstigen Brennern erfolgen mit Zusatz von Holzkohle und extra Luftzufuhr 50 51 unter Verwendung eines Haartrockners und eines Verlangerungsrohrs bis in die Esse 52 oder eines Blasebalgs wobei die Ausbeute der Extraktion erhoht wird 53 Das Gold oder bei Anwesenheit von Silber eine Gold Silber Legierung setzt sich dabei am Boden der Schmelzpfanne ab die Oxide schwimmen auf Gelegentlich werden andere Flussmittel zugesetzt beispielsweise Calciumfluorid Natriumcarbonat Natriumnitrat oder Mangandioxid 54 Wurden alle Goldschurfer auf der Welt dieses Verfahren anwenden konnte die Emission von rund 1000 Tonnen Quecksilber pro Jahr vermieden werden das sind etwa 30 der weltweiten Quecksilber Emissionen 53 Anodenschlammverfahren Gold wird haufig aus Anodenschlammen gewonnen die bei der Raffination anderer Metalle vor allem von Kupfer zuruckbleiben Wahrend der Elektrolyse wird das edle Gold nicht oxidiert und nicht gelost es sammelt sich unter der Anode an Neben Gold fallen dabei Silber und andere Edelmetalle an die durch geeignete Verfahren voneinander getrennt werden Wiedergewinnung aus Reststoffen Recycling Eine wichtige Quelle des Edelmetalls ist die Aufbereitung von Dental und Schmuckverarbeitungsabfallen sowie von alten edelmetallhaltigen Materialien wie selektierter Elektronikschrott und Galvanikschlamme Die Wiederaufbereitung stellte 2016 rund 30 des gesamten Goldangebots 55 In stadtischem Klarschlamm ist Gold in Spuren enthalten die von der Nutzung der Verarbeitung und dem Verschleiss von Goldlegierungen Abrieb von Zahnfullungen Schmuckkettenglieder Verlust und so weiter stammen Eine Untersuchung verschiedener Proben aus Arizona ergab neben verschiedenen anderen Edelmetallen einen Gehalt von durchschnittlich 0 3 Gramm Gold pro Tonne Klarschlamm 56 2017 konnten in einer Schlackensortieranlage in der Schweiz 65 Kilogramm Gold im Wert von 2 1 Millionen Franken gewonnen werden 57 Im September 2013 berieten Osterreichs Krematorienbetreiber wie rechtlich korrekt mit dem Gold verbrannter Verstorbener umzugehen ware das bislang verklumpt mit Knochenasche in der Urne den Hinterbliebenen ausgefolgt wird 58 Versuche zur Goldgewinnung aus dem Meer Fritz Haber versuchte in den 1920er Jahren Gold aus dem Meerwasser zu gewinnen womit die deutschen Reparationen bezahlt werden sollten 59 Es wurde damals angenommen dass Meerwasser zwischen 3 und 10 Milligramm Gold pro Tonne enthalt Der durchschnittliche Gehalt war aber mit 4 4 Mikrogramm Gold pro Tonne Meerwasser etwa um den Faktor 1000 niedriger und fur eine wirtschaftliche Verwertung deutlich zu gering 60 61 Durch moderne Messmethoden wurde festgestellt dass der Atlantik und der nordostliche Pazifik 50 150 Femtomol fmol Gold pro Liter Wasser beinhaltet Das entspricht 0 010 0 030 µg m Im Tiefenwasser des Mittelmeeres lassen sich eher hohere Werte von 100 150 fmol Gold pro Liter Meerwasser messen Insgesamt ergibt das 15 000 Tonnen Gold in den Weltmeeren 62 Goldsynthese Hauptartikel Alchemie und Transmutation Die Hoffnung Gold kunstlich herstellen zu konnen wurde von vielen Kulturen uber Jahrhunderte gehegt Dabei entstand unter anderem die Sage vom sogenannten Stein der Weisen der Gold aus unedlen Metallen entstehen lassen sollte Die Alchemie wurde gelegentlich als kunstliche Darstellung von Silber und Gold oder schlicht als Goldmacherei aufgefasst 63 Beispielsweise wird in zwei ostmitteldeutschen Handschriften des 15 Jahrhunderts ein Nikolaus von Paris genannt nach dessen alchemistischem Traktat Von silber unde von golde Gold hergestellt werden konne indem Silber und rotes Eisen mit Salmiak versetzt werden diese Mischung eine Woche in heissem Pferdemist belassen wird danach gefiltert und auf die Halfte eingedampft wird und mit der dadurch entstandenen Substanz Silber in 12 karatiges Gold transmutiert werden konne Wenn dann ein Teil dieses Goldes mit vier Teilen naturlichem Gold gemischt wird solle 20 karatiges Gold entstehen 64 Tatsachlich entsteht Gold allein bei verschiedenen kerntechnischen Prozessen Kernfusion beziehungsweise Kernfission in winzigen Mengen Umweltauswirkungen Da Gold in heutigen Minen fast nur noch in Spuren enthalten ist fallen alleine zur Produktion eines einzigen Goldrings 20 Tonnen Schutt an was zu einer betrachtlichen Zerstorung ganzer Landschaften fuhrt 65 Betrachtliche Mengen von hochgiftigem Quecksilber schon bei der Goldgewinnung mit ausgeschwemmt oder beim Verdampfen wissentlich in die Umwelt freigesetzt vergiften zudem grosse Gebiete und Flusslaufe dauerhaft 66 Da Goldgewinnung oft improvisatorische Zuge tragt und fernab von effektiver behordlicher Uberwachung stattfindet werden Umweltaspekte haufig untergeordnet behandelt oder ignoriert 67 Die negativen Umweltauswirkungen fuhren haufig zu Konflikten zwischen den Goldschurfern und der einheimischen Bevolkerung 68 Es gibt jedoch erste Projekte okologischen Goldabbaus wie das Oro Verde in Kolumbien Fur Barren deren Gold aus dieser Mine stammt wurde im Februar 2011 erstmals das Fair Trade Siegel vergeben 69 Europas erste Lieferanten fur Faires Gold waren in Frankreich und Grossbritannien seit einiger Zeit ist es auch in Osterreich erhaltlich EigenschaftenPhysikalische Eigenschaften STM Messung der Rekonstruktion der 100 Flache eines Au Einkristalls Gold besteht aus nur einem stabilen Isotop gehort damit zu den 22 Reinelementen und lasst sich leicht mit vielen Metallen legieren Das Schwermetall ist unlegiert weich wie Zinn mit einer Mohsharte von 2 5 bis 3 VHN10 30 34 silberhaltig 44 58 7 Gold lasst sich aufgrund seiner unerreichten Duktilitat und Dehnbarkeit zu hauchdunnem Blattgold schlagen und zu besonders dunnen Folien von etwa 2000 Atomlagen und 100 Nanometern Starke auswalzen Dies entspricht nur ca 1 10 der Wellenlange des roten Lichtes und ergibt eine durchscheinende Folie die im Durchlicht blaugrun erscheint Ernest Rutherford verwendete Goldfolie fur seinen Streuversuch Aus einem Gramm Gold kann ein 24 km langer Faden gezogen werden 32 Gold kristallisiert ausschliesslich in einem kubisch flachenzentrierten Raumgitter und weist damit eine kubisch dichteste Kugelpackung mit der Raumgruppe Fm3 m Raumgruppen Nr 225 Vorlage Raumgruppe 225 auf Der Gitterparameter betragt bei reinem Gold 0 4078 nm 70 entspricht 4 078 A bei 4 Formeleinheiten pro Elementarzelle 71 Bei Versuchen in der Hochdruckforschung konnte allerdings nachgewiesen werden dass Gold bei sehr schnell erfolgender Kompression eine andere Struktur annimmt und sogar flussig wird Wahrend der Hochdruckversuche wurden kleine Goldproben mithilfe von Laserschocks innerhalb von Nanosekunden extrem stark zusammengepresst Ab 220 Gigapascal wandelt sich dabei die kubisch flachenzentrierte Struktur in die weniger kompakte kubisch raumzentrierte Struktur Bei weiterer Erhohung des Drucks auf 330 Gigapascal beginnt das Gold zu schmelzen Der Theorie des Forschungsleiters Richard Briggs vom Lawrence Livermore National Laboratory zufolge soll Gold einen Tripelpunkt oberhalb von etwa 220 Gigapascal haben bei dem die flachenzentrierte raumzentrierte und flussige Phase nebeneinander existieren konnen 72 Goldkristalle synthetisch im Labor gezuchtet Reines Gold hat eine metallisch sattgelbe Farbe die entsprechend als goldgelb bekannt ist und eine ebensolche Strichfarbe In feiner Verteilung ist es je nach Korngrosse gelblich ockerbraun bis purpurviolett und wird dann als Goldpurpur bezeichnet Mit zunehmender Temperatur verliert Feingold an Farbintensitat und ist hellgelb gluhend bevor es schmilzt Das geschmolzene Metall ist zitronengelb leicht grunlich und erhalt seine intensive gelborange Farbe erst wieder wenn es vollstandig abgekuhlt ist Vor dem Lotrohr ist Gold leicht schmelzbar zu einer vollkommenen Kugel 73 Beimengungen von Kupfer lassen es rosa oder rotlich erscheinen senken die Schmelztemperatur und steigern zugleich Harte Festigkeit und Polierbarkeit betrachtlich Steigende Silberanteile verandern die Farbe des reinen Goldes uber hellgelb nach hellgrun und schliesslich zu weiss Schmelztemperatur und Harte verandern sich dabei nur sehr wenig Die meisten Metalle so auch die bekannten Platinmetalle Quecksilber und die Eisenmetalle fuhren als Beimischungen dagegen in steigenden Anteilen zu einer Entfarbung in Form einer eher schmutziggelbgrauen bis grauweissen Legierung So variiert die Farbe von palladiumhaltigem Gold Porpezit zwischen lohfarben und hellbraun 74 Einige der ungewohnlichen Eigenschaften wie die goldgelbe Farbe und hohe Duktilitat werden aktuell mit dem Einfluss von relativistischen Effekten auf die Elektronenorbitale erklart So entsteht die gelbliche Farbe durch Absorption im Frequenzbereich der Komplementarfarbe Blau Ursache dafur ist die auf Grund relativistischer Effekte vergleichsweise kleine Bandlucke zwischen dem 6s und den 5d Orbitalen 75 76 77 Wahrend energiereiche blaue Photonen absorbiert werden und zu Elektronenubergangen fuhren werden die anderen weniger energiereichen Photonen grun gelb rot aus dem Spektrum sichtbaren Lichts reflektiert wodurch die gelbe Farbung entsteht 78 In der Oberflachenchemie werden verschiedene Flachen von Au Einkristallen u a in der Rastertunnelmikroskopie eingesetzt siehe Abbildung 79 Die spezifische Verdampfungsenthalpie DHv von Gold ist mit 1 70 kJ g wesentlich geringer als beispielsweise diejenige von Wasser mit 2 26 kJ g oder Eisen 6 26 kJ g alle fur die Siedetemperatur bestimmt Bei uberhitzten Goldschmelzen konnen daher wie auch bei anderen Schmelzemanipulationen etwa in der Stahlindustrie betrachtliche Rauch und Verdampfungsverluste auftreten sofern der Schmelzvorgang ohne Abdichtung oder Absaugung und Abscheidung in Aktivkohle erfolgt 80 Chemische Eigenschaften Gold wird von gewohnlichen Mineral Sauren nicht angegriffen Lediglich einige stark oxidierende Sauren wie Konigswasser einem Gemisch aus Salzsaure und Salpetersaure oder Selensaure losen Gold In Konigswasser bildet sich Tetrachloridogoldsaure 2 Au 9 HCl 5 HNO 3 2 HAuCl 4 4 NO 2 6 H 2 O NOCl displaystyle ce 2Au 9HCl 5HNO3 gt 2HAuCl4 4NO2 6H2O NOCl Die Halogene Chlor Brom und Iod vermogen Gold zu losen letzteres sogar in alkoholischer Losung In wassrigen Cyanidlosungen ist Gold leicht unter Oxidation durch Sauerstoff als Kaliumdicyanidoaurat I loslich 81 82 In heissen sauren hydrothermalen Losungen ist Gold relativ gut physikalisch loslich 83 Demzufolge wird es oft in Quarzgesteinen mit vorgefunden Es wurde beobachtet dass einige Huminsauren in der Lage sind Gold anzulosen 84 VerwendungRund die Halfte des am Markt gehandelten Goldes wird zu Schmuck verarbeitet etwa ein Drittel wird von institutionellen und privaten Investoren erworben ohne Zentralbanken 9 werden in der Industrie einschliesslich Zahntechnik verwendet Durchschnittswerte fur 2010 2014 Die Aufkaufe durch Zentralbanken haben stark zugenommen von 2 der weltweiten Nachfrage im Jahr 2010 auf 14 im Jahr 2014 85 Siehe auch Tabelle zu Angebot und Nachfrage 1999 2016 Schmuck Dekoration und Lebensmittelzusatzstoff Olympische Goldmedaillen bestehen aus mindestens 92 5 reinem Silber und sind mit mindestens sechs Gramm Gold vergoldet Hauptartikel Goldschmiedekunst und Vergolden Der grosste Teil des gewonnenen Goldes wird in der Schmuckindustrie verwendet Goldschmiede verarbeiten Gold und andere Edelmetalle zu Ringen Ketten Armbandern und anderem Schmuck Der Edelmetallgehalt wird durch die Repunze beglaubigt Einige Orden sind aus Gold gefertigt Kutusoworden Indien und China sind die beiden grossten Markte fur Goldschmuck zusammen sorgen sie fur uber 50 der Nachfrage nach Gold in diesem Bereich 86 Goldfolie auch Blattgold genannt gibt nichtmetallischen Gegenstanden wie Bilderrahmen Buchern Goldschnitt Mobiliar Figuren Architekturelementen Stuck und Ikonen das Aussehen von echtem Gold Seit der Antike wird Blattgold von Goldschlagern aus hochgoldhaltigen Legierungen hergestellt Dabei wird Gold dunner als die Wellenlange des sichtbaren Lichtes gewalzt und geschlagen Im Auflicht glanzt die Folie goldgelb im Gegenlicht scheint die Lichtquelle grunlich blau durch und bildet das Schlagmuster des Metalls ab Der Vergolder prapariert die Unterlage zunachst mit einem Klebemittel und legt anschliessend die Goldfolie auf Mit 1 Gramm Blattgold kann ein halber Quadratmeter Flache uberzogen werden Dekorativ findet Gold vielfaltige Anwendungen zum Beispiel in galvanischen Beschichtungen von Metallen und Kunststoffen Auf Porzellanglasuren Zahnersatzkeramiken und Glas lassen sich Goldpigmente einbrennen Historisch war die Feuervergoldung von Metallen mit Hilfe der Gold Quecksilber Legierungen sogenannter Amalgame nachweislich schon in der Antike die einzig brauchbare Methode um dauerhafte Vergoldungen auf Silber Bronze oder unedlen Metallen herzustellen Mit der Entwicklung galvanischer Vergoldungsbader im spaten 19 Jahrhundert und 20 Jahrhundert wurde dieser Bereich in den Moglichkeiten qualitativ erweitert und ersetzt Goldpigmente wurden historisch in der Glasherstellung seit dem 16 Jahrhundert eingesetzt Goldrubinglas werden allerdings weitgehend durch preiswertere Verfahren ersetzt Im Speisenbereich wird Gold als Lebensmittelzusatzstoff E 175 87 verwendet In Form von Blattgold und Blattgoldflocken dient es zum Vergolden von Speisen zum Beispiel fur Uberzuge von Susswaren und zur Verzierung von Pralinen In Getranken wird es fur Danziger Goldwasser und Schwabacher Goldwasser verwendet Metallisches Gold gilt als ungiftig reichert sich im Korper nicht an und wird mit dem Rest der verdauten Nahrung wieder ausgeschieden Wertanlage und Wahrung Gold dient in Form von Goldmunzen und Barrengold als Wertanlage und als internationales Zahlungsmittel Gold wird von vielen Zentralbanken der Welt als Wahrungsreserve eingelagert obwohl die Wahrungen nicht mehr durch Goldreserven gedeckt sind Anlagegold Hauptartikel Gold als Kapitalanlage und Borsengehandelte Goldprodukte Private und institutionelle Anleger investieren in Gold und in Wertpapiere die den Goldkurs abbilden In Krisenzeiten Inflation oder Wirtschaftskrise wird Gold als stabile Wertanlage gesehen die Wertsteigerungen relativ zu anderen Wertanlagen erfahren kann Gold hat kein Ausfallrisiko wie die meisten anderen Geldanlagen bei denen sich die Verzinsung unter anderem nach dem wahrgenommenen Ausfallrisiko der Marktteilnehmer richtet Bei dieser Betrachtung ist allerdings zu beachten dass der Goldpreis im Zeitablauf starken Schwankungen ausgesetzt ist Goldpreis Goldpreis in US Dollar seit 1792 Hauptartikel Goldpreis Der Preis des Goldes wird auf dem offenen Markt bestimmt Das geschieht seit dem 17 Jahrhundert am London Bullion Market Seit dem 12 September 1919 treffen sich wichtige Goldhandler in einer Rothschild Bank in London um den Goldpreis formal zu fixieren siehe Goldfixing Seit 1968 gibt es ein weiteres tagliches Treffen in der Bank um 15 Uhr Londoner Zeit um den Preis zur Offnungszeit der US Borsen erneut festzulegen Fur den standardisierten Goldhandel an Rohstoffborsen wurde XAU als eigenes Wahrungskurzel nach ISO 4217 vergeben Es bezeichnet den Preis einer Feinunze Gold Am 17 Marz 1968 wurde der Goldpreis gespalten und ein zweigliedriges System eingefuhrt Der eine Preis konnte sich frei dem Markt anpassen der andere war fix 1973 wurde der Goldpreis freigegeben und der Besitz von Gold war in den USA wieder erlaubt China hat den Privatbesitz von Gold 1983 wieder erlaubt siehe Goldverbot Der Goldpreis ist unter anderem von den aktuellen Fordermengen vom Olpreis und vom Kurs des US Dollars abhangig da Gold zumeist in US Dollar gehandelt wird Er kann von den Zentralbanken beeinflusst werden die zusammen etwa 30 750 Tonnen Gold besitzen Stand Dezember 2011 88 das sind knapp 19 der weltweit vorhandenen Goldmenge von 170 000 Tonnen 89 Gold als Wahrung oder Wahrungsdeckung Hauptartikel Goldwahrungssystem Wahrungsdeckung und Goldstandard Historisch wurde Gold seit Jahrtausenden als Wahrung eingesetzt Eine Geldeinheit entsprach einer bestimmten Menge Gold In Deutschland war wahrend des Deutschen Reichs von 1871 bis 1918 das gesetzliche Zahlungsmittel die Goldmark siehe auch Kurantmunze wobei 2 79 Goldmark einem Gramm Gold entsprachen und die Reichsbank gegen Vorlage einer Banknote die entsprechende Menge in physisches Gold eintauschte Die Golddeckung wurde zu Beginn des Ersten Weltkrieges aufgehoben und konnte danach nicht wieder eingefuhrt werden wegen der Reparationen die die Goldreserven des Deutschen Reiches verschlangen und wegen der Vervielfachung der in Umlauf gebrachten Papiergeldmenge Diese faktische Umstellung auf nicht goldgedecktes Geld Vertrauenswahrung oder Fiat Money fuhrte bereits wahrend des Krieges zur Abwertung der Mark und ermoglichte die Hyperinflation der 1920er Jahre Lange Zeit entsprachen in den Vereinigten Staaten 20 67 US Dollar einer Unze Gold 1934 fand eine Abwertung des US Dollars durch die Neufestlegung des Goldpreises auf 35 US Dollar je Feinunze statt 90 Das neue Verhaltnis wurde im Bretton Woods System von 1944 bestatigt Um Gold als Wahrungsalternative auszuschliessen und um die Wahrungsreserven Goldreserve zu erhohen war der Goldbesitz in den USA zeitweise verboten Von 1933 bis 1973 war Goldbesitz nur in Form von Schmuck und Munzsammlungen erlaubt Prasident Franklin D Roosevelt liess Gold uber die Executive Order 6102 konfiszieren Prasident Richard Nixon beendete 1971 das Bretton Woods System und schaffte dessen Versprechen ab dass alle Nationalbanken eine Feinunze Gold fur 35 US Dollars von der US Notenbank verlangen konnen Da der Goldstandard die herausgegebene Geldmenge und die Hohe der Staatsverschuldung beschrankt waren die Regierungen daran interessiert ihre Wahrungen vom Gold zu losen In beiden Weltkriegen wurde der Goldstandard aufgegeben da die benotigten Geldmittel zur Kriegsproduktion nur per Inflation aufzubringen waren Heutzutage sind samtliche Wahrungen der Welt vom Gold losgelost und erst dadurch war die extreme Ausweitung der heutigen Geldmengen und Schulden moglich Die vorhandene Goldmenge wurde zu den aktuellen Kursen nicht als Wertdeckung fur eine bedeutsame Wahrung ausreichen Das im Januar 2006 vorhandene Gold entsprach einem Marktwert von 2 5 Billionen und ware hypothetisch somit gerade einmal geeignet gewesen die damaligen Staatsschulden Deutschlands und Spaniens zu decken Im Falle einer erneuten Deckung von bedeutenden Wahrungen musste der Goldkurs auf ein Vielfaches ansteigen Elektronik Vergoldete Kontakte einer Leiterplatte XLR Anschlussbuchse eines Studiomikrofones mit vergoldeten Kontaktstiften Die Elektronikindustrie verwendet Gold u a aufgrund der guten Verarbeitbarkeit und hervorragenden Kontaktgabe hohe Korrosionsbestandigkeit leichte Lotbarkeit 91 Bonden Bonddrahte Verbindungsdrahtchen zwischen den Chips und den Anschlussen Integrierter Schaltkreise sowie Bondinseln und Leiterstrukturen werden teilweise aus reinem Gold gefertigt ein Gramm lasst sich zu einem Bonddraht von mehr als drei Kilometern Lange ziehen Aus Kostengrunden werden zunehmend Bonddrahte aus Aluminium oder Kupfer eingesetzt Die Montage Chipbonden von mikroelektronischen und Laserdioden Chips erfolgt auf vergoldeten Flachen Leiterplatten ihre Kupferleiterbahnen und Kontaktierungsstellen mit Direkt Steckverbindern werden haufig vergoldet Schaltkontakte fur Signalschalter und Relais Vergolden von Steckverbindern und Kontaktflachen Hauchvergolden oder bis 1 µm Schichtdicke Medizin Wegen seiner Korrosionsbestandigkeit und asthetischen Qualitaten wird es in der Zahnprothetik als Full oder Ersatzmaterial fur defekte oder fehlende Zahne eingesetzt Dabei kommen Legierungen zum Einsatz da reines Gold zu weich ware Diese bestehen meist zu rund 80 aus Gold und zu 20 aus Beimetallen wie Platin Die Popularitat von Goldzahnen hat in westlichen Landern zugunsten unauffalligerer Kunststoffimplantate abgenommen wahrend sie in vielen anderen Teilen der Erde nach wie vor haufig verwendet werden Einige Goldsalze werden intramuskular verabreicht heilend zur Rheumatherapie eingesetzt etwa Aurothioglucose Aureotan 92 als langsamwirkendes Langzeittherapeutikum Die Goldsalze Natriumaurothiomalat und Auranofin werden als Basismedikamente gegen rheumatoide Arthritis chronische Polyarthritis angewendet Goldtherapien erreichen ihre volle Wirkung erst nach mehreren Monaten und sind mit Nebenwirkungen verbunden Es kann zu allergischen Reaktionen und bei unsachgemasser Anwendung zu einer Schadigung von Leber Blut und Nieren kommen Etwa 50 der Therapien mit Goldsalzen werden aufgrund der unerwunschten Wirkungen abgebrochen In neuerer Zeit verdrangen preisgunstigere Medikamente mit besserem Nebenwirkungsprofil die Behandlung mit goldhaltigen Therapeutika 1913 liess der Arzneimittelhersteller Madaus das homoopathische Praparat Essentia Aurea Goldtropfen patentieren das unter der Marke Herzgold verkauft und gegen Herz und allgemeine Schwachezustande angewandt wurde 93 Seit dem Mittelalter waren zuerst bei den Arabern wohl auch vergoldete Pillen in Gebrauch 94 Meist wurden unter Goldenen Pillen pillae aureae pillulae aureae guldin kornlin 95 jedoch aus verschiedenen Zutaten hergestellte Pillen bezeichnet die im salernitanischen Antidotarium Nicolai aufgefuhrt und als wertvoll wie Gold angeboten wurden 96 Um 1935 wurden Versuche unternommen die vor Einfuhrung der Antibioka wenig erfolgreiche Syphilis Therapie durch Anwendung von Goldpraparaten zu verbessern 97 Mitte der 1970er Jahre entwickelte der amerikanische Tierarzt Terry Durkes 98 die Goldimplantation zur Schmerztherapie arthrotischer Gelenke bei Hunden und Pferden die seit 1996 auch in der Humanmedizin als alternativmedizinisches Verfahren angewandt wird 99 Ein wissenschaftlicher Wirkungsnachweis liegt nicht vor das Verfahren ist in keiner Leitlinie genannt Optik Goldbeschichteter Laserspiegel Kohlendioxidlaser 10 6 µm Wellenlange Gold reflektiert Infrarotlicht sehr gut 98 bei Wellenlangen gt 700 nm 100 sowie rotes und gelbes Licht besser als blaues und violettes Deshalb werden warmereflektierende Beschichtungen auf Glasern Strahlteilern und Spiegeln auch Laserspiegel fur Laser im mittleren Infrarot sowie auf Hitzeschutzvisieren Feuerwehr Giessereien und so weiter aus Goldschichten hergestellt Sputtern Bedampfen mit Schutzschicht Gold ist ein Dotand von Germanium Germanium Gold kurz Ge Au einem Halbleiter zum Nachweis von Infrarot von 1 bis etwa 8 µm Wellenlange bei Kuhlung auf 77 K nach dem Prinzip der Photoleitung Nanopartikel Nanoskopisch vorliegende metallische Goldpartikel also solche mit einer Grosse im Nanometer Massstab sind in jungster Zeit Schwerpunkt intensiver Forschung geworden weil ihre Verwendung als heterogene Katalysatoren in organisch chemischen Reaktionen neue losungsmittelfreie Verfahren zulasst Dies ist Teil eines Prozesses der Umgestaltung der chemischen Produktionsweisen in Richtung einer grunen Chemie Weiterhin werden Gold Nanopartikel als inertes Tragermaterial mit verschiedenen Molekulen beschichtet 101 etwa zur Verwendung in einer Genkanone In diesem Zusammenhang wurde entdeckt dass Gold Nanopartikel nach Adsorption chiraler Substanzen selbst chirale Strukturen aufweisen konnen 102 Die Chiralitat dieser Partikel kann durch die Enantiomere der Adsorbentien gesteuert werden bleibt jedoch erhalten wenn in achiraler racemischer Umgebung verfahren wird 103 Reinheit und EchtheitFeingehalt Karat Gewichtspromille Gold in der Legierung im Handel als Atom ca 24 kt 999 Feingold 999 10022 kt 916 2 3 Gold 916 8320 kt 833 1 3 Gold 833 6818 kt 750 Gold 750 5014 kt 583 1 3 Gold 585 3810 kt 416 2 3 Gold 417 239 kt 375 Gold 375 208 kt 333 1 3 Gold 333 18 Die Reinheit von Gold wird historisch in Karat abgekurzt kt angegeben 24 Karat entsprechen purem Gold Feingold Mit Einfuhrung des metrischen Systems wurde die Umstellung auf Promille Angaben vorgenommen So bedeutet der Stempeleindruck 750 in Goldware dass das Metall von 1000 Gewichtsanteilen 750 Anteile d h 3 4 reines Gold enthalt entsprechend 18 Karat 585 entspricht 14 Karat 375 entspricht 9 Karat und 333 entspricht 8 Karat Bullionmunzen haben entweder 916 6 Promille Krugerrand Britannia American Eagle oder 999 9 Promille Gold Wiener Philharmoniker Maple Leaf Nugget American Buffalo Die Reinheit kann mit einer Dezimalzahl angegeben werden zum Beispiel als 0 999 oder 1 000 Feingold Hochwertiger Schmuck wird international ublicherweise aus Goldlegierungen mit einem Feingehalt von 750 oder hoher angefertigt Dabei ist die Wahl des verwendeten Feingehaltes von regionalen und kulturellen Vorlieben beeinflusst So werden auf dem amerikanischen Kontinent vor allem Legierungen mit 585 Goldanteil verwendet wahrend im Nahen Osten sattgelber Goldschmuck ab Feingehalten von etwa 20 bis 22 kt 833 916 aufwarts besonders geschatzt wird In Sudostasien und im chinesisch thailandisch und malaiisch beeinflussten Kulturkreis geht dies traditionell sogar bis hin zum Schmuck aus reinem Feingold der in der dortigen Kultur als besonders hochwertig betrachtet wird Die Anteile an eventuell enthaltenen anderen Edelmetallen Silber Palladium Platin Rhodium Iridium u a wird bei der Stempelung nicht berucksichtigt Goldimitate Vor allem aufgrund des hohen Preises von Gold wurden Legierungen aus unedlen Metallen entwickelt die als Goldimitat benutzt werden oder als Unterlage bei der Herstellung von Double Verwendung finden 104 Dies sind in den meisten Fallen ungenormte Kupferlegierungen mit den verschiedensten Zusatzen Eine Legierung aus mindestens 50 Kupfer und Zink als Hauptlegierungsanteil bis uber 44 ist als Messing bekannt Die Zugabe von Blei bis zu 3 erhoht die Zerspanbarkeit des Messings Wichtige Messingsorten sind Tombak uber 67 Kupfer und Sondermessing enthalt weitere Metalle Aus Edelmetallen werden Legierungen hergestellt die wie Gold erscheinen konnen ohne dass Gold in ihnen enthalten ist Bei manchen Legierungen wird jedoch Gold selbst in geringen Anteilen hinzugegeben Prufmethoden Die Prufung von Gold auf dessen Echtheit und Reinheit und somit die Wertbestimmung erfolgt durch verschiedene Methoden Wiegen nach Archimedischem Prinzip Feststellung des spezifischen Gewichts durch die Messung von verdrangtem Wasser und Vergleich mit offiziellen Listen Eine einfache Methode die aber nur mit einer Feinwaage exakt ist Strichprobe und Sauretest Probierstriche werden mit Probiersauren meist Salpetersaure in unterschiedlicher Konzentration betupft Mit dieser Methode behelfen sich Goldschmiede Munzsammler zur annahernden Bestimmung des Feingehaltes im Alltag Beim Sauretest muss ein Teil des Pruflings abgerieben werden so wird ein Materialverlust in Kauf genommen Rontgenfluoreszenzspektrometer Abtastung mit Rontgenstrahlen im Labor und Auswertung mit einem Computerprogramm Sehr exakte Bestimmung des Feingehalts von Edelmetallen ohne Materialverlust jedoch muss die notwendige Ausstattung vorhanden sein Leitfahigkeitsanalyse mit der Wirbelstromprufung Mit Hilfe einer Spule wird ein wechselndes Magnetfeld erzeugt welches Wirbelstrome im Material induziert Ein Sensor misst die elektrische Leitfahigkeit im Inneren des Metalles welche mit dem Sollwert abgeglichen wird Dies ist eine zerstorungsfreie Methode um auch Munzen oder kleine Barren uberprufen zu konnen 105 Magnetwaage Gold wird als diamagnetisches Material von einem externen Magnetfeld abgestossen Diese Krafte lassen sich am besten mit einer Magnetwaage messen wodurch man z B Gold von Wolfram Imitaten unterscheiden kann die sich paramagnetisch verhalten und damit in das Magnetfeld hineingezogen werden 106 GoldlegierungenAllgemeines Klassische Goldlegierungen fur Schmuck gehoren dem Dreistoffsystem Gold Silber Kupfer an Ein Grund dafur ist dass diese Metalle naturlich miteinander vorkommen und es bis ins 19 Jahrhundert in Europa verboten war Gold mit anderen Metallen als Kupfer und Silber zu legieren Das Farbspektrum derartiger Goldlegierungen reicht von sattgelb uber hellgrun und lachsrosa bis hin zu silberweiss Diese Legierungen sind leicht herstellbar und gut zu verarbeiten Je nach Anforderung werden durch Zusatz weiterer Metalle die Legierungseigenschaften wie erwunscht beeinflusst So senken beispielsweise kleinere Zusatze von Zink Indium Zinn Cadmium oder Gallium die Schmelztemperaturen und die Oberflachenspannung der Metallschmelze bei nur geringfugiger Anderung der Farbe der Legierung Dies ist eine Eigenschaft die der Verwendung als Lotlegierungen fur andere Goldwerkstoffe entgegenkommt Andere Zusatze wie Platin Nickel oder hohere Kupferanteile erhohen betrachtlich die Harte der Metallmischung verandern aber die schone Farbigkeit des Goldes negativ Zusatze wie Blei bleihaltiges Lotzinn Bismut und viele Leichtmetalle machen Goldlegierungen sprode sodass diese nicht mehr verformbar sind Doch nicht nur die Art sondern auch die Menge der zugesetzten Metalle verandert die Goldlegierungen in gewunschter Weise Ist eine satte Eigenfarbe erwunscht sind bei sehr edlen Goldlegierungen mindestens drei Viertel Massenteile Gold erforderlich Hochste Festigkeit und Harte werden bei den eher blasseren Goldlegierungen mit einem Feingehalt um 585 erreicht weshalb dieses empirisch gefundene Legierungsverhaltnis seit langem verwendet wurde Legierungen mit einem deutlich geringeren Feingehalt als diese sind hingegen aufgrund der unedlen Beimischungen durch langfristige Korrosionseffekte bedroht Weiterhin ist zu unterscheiden ob die Legierungen als Gussmaterial verarbeitet werden sollen oder wie herkommlich als Knetlegierungen also schmiedbar zur Kaltverformung geeignet sein mussen Erstere beinhalten Kornfeinungszusatze im Zehntelpromillebereich die beim langsamen Erstarren der Schmelze in der Gussform das Kristallwachstum gunstig beeinflussen Zusatze von etwas Silicium unterdrucken die Oberflachenoxidation beim Erhitzen in der Luft verschlechtern aber die Kaltbearbeitungsfahigkeit und Lotbarkeit Legieren bedeutet in diesem Zusammenhang letztendlich ein Verdunnen des reinen Goldes und es werden seine geschatzten Eigenschaften wie Farbe Korrosionsfestigkeit Preis Dichte verdunnt doch gewinnt mechanische Festigkeit und Polierfahigkeit hinzu Edelmetallanteile und Korrosionsfestigkeit Die gebrauchsfreundlichen Eigenschaften das Edle der Goldlegierungen wird durch das Verhaltnis von Edelmetallatomen zur Gesamtanzahl der Atome in der Legierung bestimmt Deren Eigenschaften wie Korrosionsfestigkeit Farbwirkung oder intermetallische Bindung werden durch dieses Stuckzahlenverhaltnis festgelegt Die Stoffmenge das Mol und die Stochiometrie weisen darauf Der Gewichtsanteil bestimmt nur indirekt die Eigenschaften und ist daruber hinaus sehr von den verwendeten Zusatzmetallen abhangig Gold mit der Atommasse 197 und Kupferatome mit der Massenzahl 63 nur rund ein Drittel bilden eine Legierung mit dem Atomverhaltnis 1 1 Dieses Legierungsbeispiel zeigt ein Gewichtsanteil von 756 Teilen Feingold und suggeriert uber das Gewicht einen hohen Edelmetallgehalt Genau betrachtet jedoch betragt dieser uber den Anteil der Goldatome die Stuckzahl nur 50 Empirisch wird jedoch eine Legierung unter 50 Atomprozent Gold von Sauren angreifbar Je kleiner die Atommassen der Legierungszusatze desto drastischer fallt dieser Effekt aus So betrachtet sind bei den ublicherweise verwendeten 750er Goldlegierungen bereits nur die Halfte der Legierungsatome Gold Ein extremes Beispiel ist eine 333er Goldlegierung denn hier kommen nur 2 Goldatome auf 9 Zusatzatome Dies erklart die sehr unedlen Eigenschaften dieses Materials wie hohe Anlaufneigung Korrosionsverhalten und geringe Farbtiefe Viele Goldschmiede und Lander wie die Schweiz lehnen es ab diese Legierung noch als Gold aufzufassen Farbgoldlegierungen Farben von Legierungen aus Gold Silber und Kupfer Die Zahlangabe 750 ooo egal ob bei Weissgold Rotgold oder Gelbgold besagt immer dass dieselbe Menge Feingold in der jeweiligen Legierung enthalten ist Kupfer Silber oder Palladium und andere Legierbestandteile wechseln jedoch je nach Farbe der Goldlegierung in ihrer mengenmassigen Zusammensetzung Rotgold Rotgold ist eine Goldlegierung bestehend aus Feingold Kupfer und gegebenenfalls etwas Silber um die mechanische Verarbeitbarkeit zu verbessern Der relativ hohe Kupferanteil der deutlich uber dem des Silbers liegt ist fur die namensgebende rote Farbung und Harte des Materials verantwortlich Der Farbton ist kupferahnlich Regional sind bestimmte Goldfarbtonungen beliebt so werden im Osten und Suden Europas eher dunklere und farbstarke rotlichere Goldlegierungen verwendet Umgangssprachlich wurde Rotgold in der DDR als Russengold bezeichnet teilweise ist in Suddeutschland noch der Begriff Turkengold gebrauchlich Russengold hat den ungebrauchlichen Feingehalt von 583 und ist daran sehr gut zu erkennen Die Farbung ist etwas heller als beim Rotgold Helles ins Rosa gehendes Gold mit geringem Kupferanteil das dafur neben Silber auch Palladium enthalten kann wird als Rosegold angeboten Gelbgold Dabei handelt es sich um eine dem Feingold ahnelnde gelbe Goldlegierung aus Feingold mit Silber und Kupfer Das Verhaltnis beeinflusst die Farbe Mit abnehmendem Goldgehalt reduziert sich die Tiefe des Gelbtons sehr schnell Ublicherweise ist das Verhaltnis der dem Gold zugesetzten Metalle untereinander ca 1 1 die Tonungen und Farbintensitat konnen stufenlos und beliebig gewahlt werden Die Farbe reicht von hellgelb mit deutlichem Silberanteil bis zu gelborange mit dem umgekehrten Verhaltnis zum Kupferzusatz Gelbgold ist durch ihren hohen Erkennungswert weltweit mit Abstand die beliebteste Goldfarbe Grungold Grungold ist eine grunlichgelbe Goldlegierung ohne Kupferzusatz Die Farbe entsteht durch Annaherung an das Atomverhaltnis Gold Silber 1 1 was im optimalen Fall einem Goldanteil von 646 entspricht bei dem der deutlichste Grunton auftritt Da in diesem Falle der Silberanteil schon uber 40 betragt ist der Farbton relativ hell Bis zu einem Drittel des Silbers lasst sich durch Cadmium ersetzen was den Grunton intensiviert die gunstigen Anlaufeigenschaften und die Schmelztemperatur allerdings reduziert Die Legierungen sind sehr weich und wenig farbstark Grungold wird selten verwendet ublicherweise zur Darstellung von Laubblattern oder ahnlichem Weissgold und Graugold Ein Ring aus rhodiniertem Weissgold Palladiumgoldlegierung Weissgold als Sammelbegriff bezeichnet Goldlegierungen die durch Beimischung deutlich entfarbender Zusatzmetalle eine weiss blassgetonte Goldlegierung ergeben Als Legierungszusatze werden hauptsachlich das Platinnebenmetall Palladium fruher sehr haufig Nickel oder bei niedrigen Goldgehalten Silber verwendet Die Entfarbung des von Natur aus gelben Goldes tritt kontinuierlich ein und setzt eine gewisse Menge des entfarbenden Zusatzes voraus der Rest der dann noch bis zum berechneten Gesamtvolumen fehlt wird oft aus Kupfer oder Silber gestellt Im frankophonen Sprachraum sind diese Werkstoffe treffender als or gris Graugold bekannt Viele Metalle bilden mit Gold weisse Legierungen so Quecksilber oder Eisen durch die Legierung mit dem Edelmetall Gold wird Eisen nicht rostfrei Platin bildet mit Gold eine schwere teurere und sehr gut aushartbare Legierung Die in prakolumbischer Zeit in Sudamerika hergestellten Platinobjekte bestehen aus diesem weisslich beige bis schmutzig grau aussehenden Material Nickelhaltiges Weissgold eine Gold Kupfer Nickel Zink Legierung mit variablen 10 13 Nickelanteil kann als durch den Nickel zusatz entfarbte Rotgoldlegierung aufgefasst werden demzufolge ist es relativ hart und kann bis zur Federharte gewalzt gezogen oder geschmiedet werden Die hohe Grundfestigkeit ermoglicht beispielsweise geringere Wandstarken bei gleicher Stabilitat Weitere Eigenschaften wie hervorragende Zerspanbarkeit und Polierbarkeit sind von grossem Vorteil Dazu kommen noch der niedrige Schmelzpunkt und gunstigere Preis der wiederum daraus resultiert dass keine weiteren Edelmetalle im Zusatz enthalten sind und die Dichte geringer ist als beim palladiumlegierten Pendant Fur mechanisch beanspruchte Teile wie Broschierungen Nadeln Scharniere und Verbindungsteile wird dieses Material von den Schmuckherstellern und Juwelieren aufgrund der Festigkeit sehr geschatzt Nickelweissgold ist die Basis von weissgoldenen Lotlegierungen Da jedoch der Nickelanteil auf der Haut allergische Reaktionen hervorrufen kann wird es mittlerweile in fast allen modernen Schmucklegierungen weitestgehend vermieden Die edlere Alternative ist palladiumhaltiges Weissgold eigentlich treffender als Graugold zu bezeichnen Es ist vergleichsweise weich wobei es unterschiedliche Rezepturen von harten bis weichen Legierungen gibt Es handelt sich um Mehrstofflegierungen mit bis zu sechs Komponenten Der Grundfarbton der palladiumbasierten Goldmischungen ist allgemein dunkler eben grauer als der des nickelbasierten Weissgoldes Der Palladiumzusatz mit ca 13 16 muss hoher als beim Nickelweissgold gewahlt werden um die Gesamtmischung vergleichbar zu entfarben Ublicherweise werden diese Weiss Graugoldlegierungen nach der Bearbeitung meist rhodiniert Daher ist es weniger wichtig dass die Legierung ganz farbrein weiss oder hellgrau erscheint und es wird bewusst am Palladiumzusatz gespart welcher den Preis deutlich auftreibt und zudem die Mischung nachteilig dunkler farbt Nativ sehen diese Werkstoffe demzufolge oft leicht beige aus Der Vergleich mit Platin oder Silber ist augenfallig Die Verarbeitungseigenschaften wie Zerspanbarkeit die bei maschinellem Drehen beispielsweise von Trauringen gefordert ist stellen andere Anforderungen an die Werkzeuge Die Giesseigenschaften hoherer Schmelzpunkt und hohere Oberflachenspannung der Schmelze unterscheiden sich vom nickelbasierten Pendant Eine strukturelle Zahigkeit der Legierungen erhoht den Aufwand der Hochglanzpolitur in ungewohnter Weise Nachteilig ist der erhohte Preis durch den nicht unbetrachtlichen Palladiumanteil und die hohere Dichte des Materials Positiv zeigen die Legierungen ihren hohen Anteil an Edelmetallen Gold Palladium Silber in deren Eigenschaften Ein Schmuckstuck in Palladiumweissgold war im Januar 2007 ca 20 teurer als das vergleichbare aus Gelbgold bei gleichem Feingehalt Anbieter von Goldlegierungen entwickeln immer wieder neuartige Werkstoffe So gibt es Weissgoldlegierungen mit Cobalt Chrom Mangan Germanium und anderen Metallen Verarbeitungsprobleme Preisentwicklungen oder mangelnde Akzeptanz der Kunden lassen solche neuen Goldlegierungen haufig schnell wieder vom Markt verschwinden Da sich weisses Gold nicht elektrochemisch abscheiden lasst werden Schmuckerzeugnisse aus Weissgold in der Regel auf galvanischem Wege rhodiniert Dieser Uberzug mit Rhodium einem Platin Nebenmetall bewirkt eine Farbverbesserung hin zu einem reinen silberartigen Weiss sowie eine verbesserte Kratzfestigkeit gegenuber der unbeschichteten Metalloberflache aus reinem Weissgold Dieser Rhodiumuberzug muss nicht explizit angegeben werden Durch Abtragen dieses Uberzuges kommt das eigentliche Weiss oder Graugold wieder zum Vorschein was bei Trauringen oft zu optischen Beeintrachtigungen fuhrt In den letzten Jahren werden daher Weissgoldringe bewusst in ihrer Naturfarbe verkauft um Enttauschungen beim Verbraucher zu vermeiden Titan Gold Legierung Eine aushartbare Titan Gold Legierung mit 99 Gold und 1 Titan wird in der Trauringherstellung und Medizintechnik eingesetzt Der hohe Edelmetallanteil in Verbindung mit hoher Festigkeit machen den Werkstoff interessant Die gelbe Farbe ist vergleichbar mit der von 750 Gelbgold jedoch grauer Durch den Titanzusatz ist die Legierung beim Schmelzen sehr empfindlich und reagiert mit Sauerstoff und Stickstoff VerbindungenGold kommt in seinen Verbindungen hauptsachlich in den Oxidationsstufen 1 und 3 vor Daneben ist 1 2 und 5 wertiges Gold bekannt Goldverbindungen sind sehr instabil und zersetzen sich bei Erwarmung leicht unter Entstehung von elementarem Gold Gold III oxid Au2O3 ist aufgrund des edlen Charakters des Elements nicht durch Verbrennung mit Sauerstoff zuganglich Stattdessen wird von in wassriger Losung stabilem Trichlorogold Hydrat AuCl3 H2O als Saure eigentlich mit Hydrogentrichlorohydroxidoaurat III H AuCl3 OH zu bezeichnen ausgegangen das mit Lauge versetzt als Gold III hydroxid ausfallt Beim Trocknen spaltet dieses Wasser ab und ergibt Gold III oxid Oberhalb von 160 C zerfallt das Oxid wieder in die Elemente Gold III chlorid AuCl3 entsteht beim Behandeln von Goldstaub mit Chlor bei ca 250 C 107 oder aus HAuCl4 und SOCl2 Es bildet dunkelorangerote Nadeln die in Wasser Alkohol und Ether loslich sind Wasser zersetzt AuCl3 zu Hydroxotrichlorogold III saure H Au OH Cl3 Tetrachloridogoldsaure H AuCl4 Das Tetrahydrat bildet zitronengelbe lange an feuchter Luft zerfliessliche Kristallnadeln die sich in Wasser und Alkohol sehr leicht losen bei Lichteinwirkung treten violettbraune Flecken auf HAuCl4 entsteht wenn die braunrote Gold III chlorid Losung mit Salzsaure versetzt wird oder Gold in Konigswasser gelost und mit Salzsaure eingedampft wird Es wird in der Medizin als Atzmittel sowie in der Photographie Goldtonbader und in der Galvanotechnik Vergoldung verwendet Das Goldchlorid des Handels ist meist HAuCl4 das gelbe Goldsalz dagegen Natriumgoldchlorid Na AuCl4 2 H2O Gold I sulfid und Gold III sulfid Goldcyanide Natrium bzw Kaliumdicyanidoaurat I Na bzw K Au CN 2 die beim Vergolden und in der Cyanid Laugerei eine Rolle spielen Gewonnen werden sie durch Auflosen von Gold in einer Kalium oder Natriumcyanidlosung 2 Au 1 2 O 2 H 2 O 4 KCN 2 K Au CN 2 2 KOH displaystyle ce 2Au 1 2O2 H2O 4KCN gt 2K Au CN 2 2KOH Eine ahnliche Reaktion tritt auf wenn Gold in einer Thioharnstofflosung gelost wird Beispiel anhand der Abwasseraufbereitung 2 Au 4 Thioharnstoff TH Fe 2 SO 4 3 Au TH 2 2 SO 4 2 FeSO 4 displaystyle ce 2Au 4 Thioharnstoff TH Fe2 SO4 3 gt Au TH 2 2SO4 2FeSO4 Caesiumaurid ist ein Beispiel fur Gold als Anion mit der formalen Oxidationsstufe 1 CsAu Cs Au Gold V fluorid ist ein Beispiel fur eine Goldverbindung die Gold in der Oxidationsstufe 5 enthalt Gold II sulfat AuSO4 ist eine der wenigen Verbindungen mit Gold in der Oxidationsstufe 2 108 In der Biologie wird Gold Thioglucose verwendet um bei Nagetieren experimentell Fettleibigkeit auszulosen Goldverbindungen konnen aufgrund der Giftigkeit des Verbindungspartners zum Teil sehr giftig sein etwa Tetrachloridogoldsaure und die Goldcyanide Biologische BedeutungGold und Goldverbindungen sind fur Lebewesen nicht essentiell Da Gold in Magensaure unloslich ist ist beim Verzehr etwa als Dekoration von reinem metallischem Gold keine Vergiftung zu befurchten Reichern sich hingegen Gold Ionen zum Beispiel bei ubermassiger Aufnahme von Goldsalzen im Korper an kann es zu Symptomen einer Schwermetallvergiftung kommen Die meisten Pflanzenwurzeln werden durch Gabe hoher Mengen an Goldsalzen geschadigt Es gibt Menschen die allergisch auf Goldlegierungen reagieren Nachweisversuche mittels Natriumthioaurosulfat sind schwierig und unsicher Diese Goldallergie ist allerdings extrem selten und noch nicht ausreichend untersucht Bei der Verwendung von Goldfullungen und anderem goldhaltigen Zahnersatz ist zu beachten dass Goldlegierungen andere Bestandteile enthalten und eine allergisierende Wirkung meist von anderen Bestandteilen beispielsweise Zink ausgelost werden kann 109 Metaphorische Verwendung und SymbolikMit Gold das fur wertvoll und kostbar steht werden andere wertvolle Sachen ebenfalls bezeichnet Meist wird ein Adjektiv hinzugesetzt wie Schwarzes Gold fur Ol Worter und Redewendungen in denen Gold vorkommt sind zudem in ihrer Bedeutung meist positiv oder euphemistisch besetzt Beispiele Schwarzes Gold Ol Kohle Reifen Rennsport Kaviar Shakudō Kaffee Sklaven Truffel Weisses Gold Marmor Speisesalz Kokain Baumwolle Porzellan Elfenbein Spargel Blaues Gold Trinkwasser in wasserarmen Gebieten Rotes Gold Wein Safran Tomate Grunes Gold Zuckerrohr Jade Flussiges Gold Honig Whisky Bier Gold des Meeres Meeresgold Korallen Gold des Nordens Bernstein Ackergold Kartoffel Katzengold oder Narrengold Pyrit Trompetengold scherzhafte Bezeichnung fur Messing Nasengold Kokain Nasensekret Popel Huftgold kalorienreiche Nahrungsmittel bzw Fettpolster am Korper Betongold Immobilien goldrichtig absolut richtig sich eine goldene Nase verdienen bei Geschaften finanziell sehr erfolgreich sein Goldener Oktober milde sonnige Wetterperiode im Oktober eines Jahres so genannt wegen des goldgelb gefarbten Laubes Herz aus purem Gold Wesenszug der durch Fursorglichkeit Mitmenschlichkeit und Aufopferung gekennzeichnet ist goldene Hande haben handwerklich besonders begabt sein goldene Mitte Goldener Mittelweg Kompromisslosung Goldener Schnitt harmonisch wirkende Teilung einer Strecke Rechteck mit harmonischem Seitenverhaltnis Goldene Hochzeit Es gibt zu diesen positiv besetzten Ausdrucken Gegenbeispiele so sind goldene Wasserhahne nicht nur Zeichen von grossem Luxus sondern Sinnbild fur Dekadenz Als Blutgold wurden illegal ausgefuhrte Goldmengen wahrend des Zweiten Kongokriegs bezeichnet mit denen die beteiligten Milizen ihre Waffenkaufe finanzierten vgl auch Blutdiamanten 110 Schrottsammler bezeichnen Kupfer als Gold da sie unter den gangigen Metallen fur Kupfer den hochsten Preis erzielen HeraldikDie heraldische Bezeichnung Gold steht fur Gelb wie Silber fur Weiss Gelb und Weiss werden in der Heraldik als Metalle bezeichnet und sollten wenn beide im gleichen Wappen vorkommen durch eine Farbe etwa Rot Blau Grun Schwarz voneinander getrennt sein siehe Tingierung Siehe auchGold Tabellen und Grafiken statistische und geographische Daten Kolloidales Gold Losung oder Gel mit winzigen Goldpartikeln tiefrot gefarbt GoldelektrolytLiteraturAndrej V Anikin Gold 3 neuverfasste und erweiterte Auflage Verlag Die Wirtschaft Berlin 1987 ISBN 3 349 00223 4 5000 Jahre Gold und Keramik aus Afrika Heinrich Barth Verlag Koln 1989 DNB 211467049 Harry H Binder Lexikon der chemischen Elemente das Periodensystem in Fakten Zahlen und Daten Hirzel Stuttgart 1999 ISBN 3 7776 0736 3 Eoin H Macdonald Handbook of gold exploration and evaluation Woodhead Cambridge 2007 ISBN 978 1 84569 175 2 Thorsten Proettel Das Wichtigste uber Goldanlagen Ratgeber Vermogensanlage Sparkassen Verlag Stuttgart 2012 Hans Jochen Schneider Gold in Amerika In Die Geowissenschaften Bd 10 Nr 12 1992 S 346 352 doi 10 2312 geowissenschaften 1992 10 346 Christoph J Raub Esther P Wipfler Gold Werkstoff In RDK Labor 2014 Bernd Stefan Grewe Gold Eine Weltgeschichte C H Beck Wissen Bd 2889 C H Beck Munchen 2019 ISBN 978 3 406 73212 6 Weblinks Commons Gold Album mit Bildern Videos und Audiodateien Wiktionary Gold Bedeutungserklarungen Wortherkunft Synonyme Ubersetzungen Wikibooks Wikijunior Die Elemente Elemente Gold Lern und Lehrmaterialien Wikiquote Gold Zitate Literatur von und uber Gold im Katalog der Deutschen Nationalbibliothek Material Archiv Feingold Umfangreiche Materialinformationen und Bilder Mineralienatlas Gold Gold als Mineral Woher kommt unser Gold aus der Fernseh Sendereihe alpha Centauri ca 15 Minuten Erstmals ausgestrahlt am 3 Dez 2000 Einzelnachweise a b David R Lide Hrsg CRC Handbook of Chemistry and Physics 90 Auflage Internet Version 2010 CRC Press Taylor and Francis Boca Raton FL Geophysics Astronomy and Acoustics Abundance of Elements in the Earth s Crust and in the Sea S 14 18 Die Werte fur die Eigenschaften Infobox sind wenn nicht anders angegeben aus www webelements com Gold entnommen IUPAC Commission on Isotopic Abundances and Atomic Weights Standard Atomic Weights of 14 Chemical Elements Revised In Chemistry International 40 2018 S 23 doi 10 1515 ci 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wissensmagazin 5 August 2019 abgerufen am 27 September 2019 Friedrich Klockmann Klockmanns Lehrbuch der Mineralogie Hrsg Paul Ramdohr Hugo Strunz 16 Auflage Enke Stuttgart 1978 ISBN 3 432 82986 8 S 395 Erstausgabe 1891 Porpezite Mindat Physik Journal Februar 2017 S 19 Relativity in Chemistry Math ucr edu abgerufen am 5 April 2009 Hubert Schmidbaur Stephanie Cronje Bratislav Djordjevic Oliver Schuster Understanding gold chemistry through relativity In Chemical Physics Band 311 Nr 1 2 2005 S 151 161 doi 10 1016 j chemphys 2004 09 023 bibcode 2005CP 311 151S Chemie Risse im Periodensystem In spektrum de Abgerufen am 19 Januar 2019 J V Barth H Brune G Ertl R J Behm Scanning tunneling microscopy observations on the reconstructed Au 111 surface Atomic structure long range superstructure rotational domains and surface defects In Phys Rev B Bd 42 1990 S 9307 9318 doi 10 1103 PhysRevB 42 9307 Gesetzliche Begrenzung von Abwasseremissionen aus der Herstellung und Weiterverarbeitung von Edelmetallen und der Herstellung von Quecksilbermetall bei lebensministerium at PDF Datei Memento vom 7 Marz 2014 im Internet Archive S 4 Arnold Holleman Egon Wiberg Lehrbuch der Anorganischen Chemie 91 100 verb und stark erw Auflage Walter de Gruyter Berlin New York 1985 ISBN 3 11 007511 3 Atzen von Gold mit KI I2 Yongfeng Zhu Fang An Juanjuan Tan Geochemistry of hydrothermal gold deposits A review In Geoscience Frontiers 2 2011 S 367 doi 10 1016 j gsf 2011 05 006 Brian J Alloway Schwermetalle in Boden Analytik Konzentration Wechselwirkungen Springer Verlag 1999 ISBN 3 642 63566 0 S 341 doi 10 1007 978 3 642 58384 1 Gold demand gold org englisch Zu den Prozentangaben siehe die Unterabschnitte Jewellery Investment Central Banks Technology Gold demand Jewellery gold org englisch Eintrag zu E 175 Gold in der Europaischen Datenbank fur Lebensmittelzusatzstoffe abgerufen am 16 Juni 2020 World Gold Council World Official Gold Holdings Dezember 2011 Thorsten Proettel Das Wichtigste uber Goldanlagen Ratgeber Vermogensanlage Sparkassen Verlag Stuttgart 2012 Thorsten Proettel Das Wichtigste uber Goldanlagen Ratgeber Vermogensanlage Sparkassen Verlag Stuttgart 2012 S 7 und 24 Leiterplatten Oberflachen abgerufen im September 2015 Wolfgang Miehle Gelenk und Wirbelsaulenrheuma Eular Verlag Basel 1987 ISBN 3 7177 0133 9 S 77 f Auskunft zur Marke Herzgold im Register des Deutschen Patent und Markenamtes DPMA C J S Thompson The dawn of medicine A chapter in the history of pharmacy from the earliest times to the tenth century In Janus Bd 28 1924 S 425 450 hier S 448 Gundolf Keil blutken bloedekijn Anmerkungen zur Atiologie der Hyposphagma Genese im Pommersfelder schlesischen Augenbuchlein 1 Drittel des 15 Jahrhunderts Mit einer Ubersicht uber die augenheilkundlichen Texte des deutschen Mittelalters In Fachprosaforschung Grenzuberschreitungen Bd 8 9 2012 2013 S 7 175 hier S 18 21 und 43 Paul Diepgen Gualtari Agilonis Summa medicinalis Nach den Munchner Cod la Nr 325 und 13124 erstmalig ediert mit einer vergleichenden Betrachtung alterer medizinischer Kompendien des Mittelalters Leipzig 1911 S 72 pillul a e aure a e W Heuck Die Goldtherapie eine notwendige Erganzung der bisherigen Syphilis Therapie Verhandlungen der deutschen Dermatologischen Gesellschaft 17 Kongress gehalten zu Berlin 8 10 Oktober 1935 In Arch Dermatol Syph Bd 172 1935 S 75 79 T E Durkes Gold bead implants In Probl Vet Med Nr 4 1992 S 207 211 PMID 1581658 A Larsen M Stoltenberg G Danscher In vitro liberation of charged gold atoms autometallographic tracing of gold ions released by macrophages grown on metallic gold surfaces In Histochem Cell Biol Band 128 2007 S 1 6 PMID 17549510 Datei Image Metal reflectance png M Bass E W Van Stryland Hrsg Handbook of Optics 2 Auflage vol 2 McGraw Hill 1994 ISBN 0 07 047974 7 C Couto R Vitorino A L Daniel da Silva Gold nanoparticles and bioconjugation a pathway for proteomic applications In Critical reviews in biotechnology elektronische Veroffentlichung vor dem Druck Februar 2016 doi 10 3109 07388551 2016 1141392 PMID 26863269 Pablo D Jadzinsky Guillermo Calero1 Christopher J Ackerson David A Bushnell Roger D Kornberg Structure of a Thiol Monolayer Protected Gold Nanoparticle at 1 1 A Resolution In Science Bd 318 2007 S 430 433 doi 10 1126 science 1148624 Cyrille Gautier Thomas Burgi Chiral Inversion of Gold Nanoparticles In J Am Chem Soc Bd 130 2008 S 7077 7084 doi 10 1021 ja800256r Jochem Wolters Der Gold und Silberschmied Band 1 Werkstoffe und Materialien 2 durchgesehene Auflage Ruhle Diebener Verlag Stuttgart 1984 Kapitel 1 4 8 Kupfer und seine Legierungen Gold auf Echtheit prufen So fliegt jeder Schwindel auf Abgerufen am 3 Mai 2021 Eintrag zu magnetische Waage In Rompp Online Georg Thieme Verlag abgerufen am 3 Mai 2021 Georg Brauer Hrsg unter Mitarbeit von Marianne Baudler u a Handbuch der Praparativen Anorganischen Chemie 3 umgearbeitete Auflage Band II Ferdinand Enke Stuttgart 1978 ISBN 3 432 87813 3 M S Wickleder AuSO4 a true gold II sulfate with an Au24 cation In Z Anorg Allg Chem Bd 627 2001 S 2112 2114 doi 10 1002 1521 3749 200109 627 9 lt 2112 AID ZAAC2112 gt 3 0 CO 2 2 Alles zur Allergologie Gold Blutgold aus dem Kongo In Spiegel online abgerufen am 8 Januar 2014 Periodensystem der Elemente H HeLi Be B C N O F NeNa Mg Al Si P S Cl ArK Ca Sc Ti V Cr Mn Fe Co Ni Cu Zn Ga Ge As Se Br KrRb Sr Y Zr Nb Mo Tc Ru Rh Pd Ag Cd In Sn Sb Te I XeCs Ba La Ce Pr Nd Pm Sm Eu Gd Tb Dy Ho Er Tm Yb Lu Hf Ta W Re Os Ir Pt Au Hg Tl Pb Bi Po At RnFr Ra Ac Th Pa U Np Pu Am Cm Bk Cf Es Fm Md No Lr Rf Db Sg Bh Hs Mt Ds Rg Cn Nh Fl Mc Lv Ts OgAlkalimetalle Erdalkalimetalle Lanthanoide Actinoide Ubergangsmetalle Metalle Halbmetalle Nichtmetalle Halogene Edelgase Chemie unbekannt Dieser Artikel wurde am 23 Juli 2005 in dieser Version in die Liste der lesenswerten Artikel aufgenommen Normdaten Sachbegriff GND 4157819 3 OGND AKS LCCN sh85055692 NDL 00565802 Abgerufen von https de wikipedia org w index php title Gold amp oldid 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