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Franziskanische Orden

Franziskanische Orden sind verschiedene vornehmlich römisch-katholische Ordensgemeinschaften, die sich an der von Franziskus von Assisi (1181/1182 bis 1226) für den von ihm gegründeten Bettelorden verfassten Ordensregel orientieren.

Der Ordensgründer Franziskus von Assisi (Tafelbild von Guido di Graciano, nach 1270, Siena, Pinacoteca Nazionale)

Zu den bedeutendsten franziskanischen Theologen und Philosophen des 13. und 14. Jahrhunderts gehörten Antonius von Padua, Alexander von Hales, Bonaventura von Bagnoregio, Roger Bacon, Johannes Duns Scotus und Wilhelm von Ockham. Der Franziskaner-Publizist Thomas Murner war ein Gegner Martin Luthers in der Reformationszeit.

Inhaltsverzeichnis

Die Gemeinschaften, die sich auf den heiligen Franziskus berufen, teilen sich in drei Gruppen:

  1. Der erste Orden, der auf die von Franziskus gegründeten Orden der Minderen Brüder zurückgeht, umfasst die heute Minoriten genannten Konventualen (OFMConv), die Franziskaner (OFM) und die Kapuziner (OFMCap). Bis zur Teilung des Ordens 1517 findet sich auch für den gesamten Orden die Bezeichnung Minoriten (Ordo fratrum minorum, „Minderbrüder“).
  2. Der zweite Orden besteht aus den Nonnen der verschiedenen Zweige der Klarissen, der Colettinnen und der Kapuzinerinnen, deren Regel auf die heilige Klara von Assisi zurückgeht.
  3. Der 1221 gegründete dritte Orden (Terziaren) bestand ursprünglich aus Menschen, die die franziskanischen Ideale außerhalb der Klausur eines Klosters umsetzen wollten. In Deutschland ist der franziskanische Drittorden unter der Bezeichnung Franziskanische Gemeinschaft (FG) organisiert; seit 2012 nennt er sich Ordo Franciscanus Saecularis („franziskanischer Orden in der Welt“). Innerhalb des dritten Ordens bildeten sich besonders im 19. Jahrhundert eine Vielzahl neuer Ordensgemeinschaften, die in sogenannten regulierten dritten Orden zusammengefasst sind, darunter praktisch alle Gemeinschaften der Franziskanerinnen sowie weitere männliche und weibliche Verbände wie die Amigonianer, Elisabethinnen, Franziskanerbrüder vom Heiligen Kreuz, Franziskusbrüder oder Liebfrauenschwestern.

Auch in anderen Konfessionen gibt es franziskanische Gemeinschaften, so anglikanische Franziskaner und evangelische Terziaren. Heute betrachten sich alle genannten Gemeinschaften als Äste der franziskanischen Familie; im deutschsprachigen Raum haben sie sich in der INFAG (Interfranziskanische Arbeitsgemeinschaft) organisiert und treten seit 2005 unter dem logo clara.francesco (Ökumenisch-geschwisterliche Netzwerkinitiative franziskanischer Orden) etwa bei Kirchentagen, beim Weltjugendtag oder bei der Europäischen Ökumenischen Versammlung auf.

Ordensgründung

Franziskus von Assisi hatte zunächst nicht den Plan, einen Orden zu gründen; er wollte lediglich in vollständiger Nachfolge Christi leben gemäß dem Gebot des Evangeliums:

„Wer vollkommen sein will unter Euch, verlasse alles, und was er hat, gebe er den Armen, dann komme er und folge mir nach. (Mt 19,21 EU)“

Als charismatische Persönlichkeit fand er jedoch begeisterte Gefährten, vor allem unter seinen zahlreichen Freunden. Der schließlich von Franziskus gegründete Orden der Minderen Brüder wurde um 1210 von Papst Innozenz III. bestätigt. Die Gemeinschaft lebte auf dem Gelände der kleinen Kirche Portiunkula unterhalb von Assisi. 1212 gelobte hier Klara von Assisi, die 1216/1217 das Regelwerk des 2. Ordens schrieb, ein Leben nach den Evangelischen Räten.

Franziskus von Assisi vor dem Sultan (Giotto di Bondone zugeschriebenes Fresko, ab 1296, Assisi, Basilika San Francesco)

Der Orden der Minderen Brüder entwickelte sich zu einem der vier großen Bettelorden des Mittelalters. Mit der Zeit stellte sich allerdings heraus, dass zu große Freiheit zu Verweltlichung und Auflösung führte. Deshalb wurden die Brüder nach und nach immer fester organisiert und die Ordensregeln stärker an den „klassischen“ benediktinischen Regeln ausgerichtet. Schon zu Lebzeiten von Franziskus von Assisi machte der Orden den Schritt von einer Wanderbewegung zur Sesshaftigkeit; Franziskus selbst geht in seinem Testament am Ende seines Lebens davon aus, dass die Brüder „Kirchen und ärmliche Wohnungen“ haben. 1212 wurde das erste Franziskanerkloster in der Toskana gegründet: der Convento di San Francesco bei Cetona, derzeit als Frateria di Padre Eligio in Verwendung. Schon zwischen 1215 und 1217 fasste der Orden auch außerhalb Italiens Fuß; frühe Chroniken berichten über die – zunächst erfolglose – Ausbreitung nach Deutschland und England. Ab 1217 teilte man den Orden in Provinzen und Kustodien ein. Obere werden als ministri (von lat. minister „Diener“) und custodes (lat. custos „Hüter“) bezeichnet, da Franziskus die in anderen Orden übliche Bezeichnung Prior (von lat. prior „vorderer, bevorzugter“) ausdrücklich abgelehnt hatte zugunsten des Dienstcharakters des Oberenamtes. Die franziskanischen Orden weisen weniger eine zentralistische, eher eine föderale Struktur auf; innerhalb der universellen Lebensgemeinschaft des Gesamtordens ist die Provinz der natürliche Lebensraum für den einzelnen Bruder, in deren Traditionen, Probleme und Anstrengungen er eingebettet ist und in der er bleibt, auch wenn er innerhalb der Provinz in andere Konvente versetzt werden kann. Ein Übertritt in eine andere Provinz ist eher selten.

Alle Brüder trafen sich jährlich zu sogenannten Ordenskapiteln, um miteinander zu diskutieren und Beschlüsse zu fassen. Mit dem schnellen Anwachsen der Zahl der Brüder und der räumlichen Ausdehnung wurde jedoch schon bald die Beschränkung der Kapitelsteilnehmer auf „Kapitulare“ üblich, und eine gewisse Hierarchisierung setzte ein. Für größere Reisen musste der Obere eine förmliche Erlaubnis erteilen, ab etwa 1225 sind Versetzungsschreiben von einer Kustodie in eine andere sowie Ernennungsschreiben für Oberenämter bekannt. Von England her setzte sich ab etwa 1230 die Praxis durch, Oberenämter mit Priestern zu besetzen.

Das Generalkapitel 1219 beschloss, auch heidnische Länder zu besuchen und die Heiden zu missionieren. Franziskus selbst zog in die Kustodie des Heiligen Landes, die damals den gesamten südöstlichen Mittelmeerraum umspannte. Er predigte und versuchte unter anderem, den Sultan zu bekehren. Diese Missionsversuche in Damiette und später in Jerusalem blieben aber ohne Erfolg. Nach seiner Rückkehr 1220 aufgrund von Nachrichten über Streitigkeiten bestimmte er Pietro Catanii zum Leiter des Ordens. 1221 starb Bruder Pietro, und Elias von Cortona übernahm die Ordensleitung.

Auf Anweisung der römischen Kurie verfasste Franziskus 1223 in der Einsiedelei Fonte Colombo eine dritte Fassung der Ordensregel. Sie wurde im Juni auf dem Generalkapitel behandelt und am 29. November von Papst Honorius III. mit der Bulle Solet annuere bestätigt (darum „Bullierte Regel“). 1226 starb der Ordensgründer.

Franziskus hatte die Bestellung von Brüdern für höhere kirchliche Ämter abgelehnt; kein Bruder dürfe, so die nicht bestätigte Regel 1221, ein leitendes Amt in dem Haus versehen, in dem er diene. Die Aufforderung von Kardinal Hugolin von Ostia, Bischöfe aus dem Kreis seiner Brüder vorzuschlagen, wies er zurück mit der Begründung: „Mindere sind meine Brüder deswegen genannt, damit sie sich nicht herausnehmen, Höhere zu werden. Lasset sie daher unter keinen Umständen zu kirchlichen Ämtern emporsteigen, damit sie nicht umso stolzer werden, je ärmer sie sind, und gegen die übrigen sich überheblich zeigen.“ Im Zuge der Klerikalisierung des Ordens wurden jedoch bereits ab der Mitte des 13. Jahrhunderts Ernennungen von Minderbrüdern zu Bischöfen üblich, einige wurden zu Kardinälen erhoben wie etwa der Ordensgeneral Bonaventura 1273. Der erste Papst aus dem Franziskanerorden war Girolamo Masci d’Ascoli als Nikolaus IV. (1288–1292).

Die erste Niederlassung in Deutschland gründeten die Franziskaner 1221 in Augsburg, nachdem eine Reise 1217 erfolglos geblieben war, weil man die Brüder für Ketzer (Katharer) gehalten und vertrieben hatte. Die Brüder wurden auf dem großen Mattenkapitel an Pfingsten 1221 an der Portiuncula-Kapelle in Assisi ausgesandt, und am 16. Oktober 1221 fand in Augsburg ein erstes Kapitel der nach Deutschland gekommenen Brüder statt. Im selben Jahr wurden von dort aus Niederlassungen in Würzburg und Regensburg gegründet, am 30. November brachen die Franziskaner nach Köln auf, wo sie sich 1222 niederließen. 1225 wurden Bremen und Lübeck erreicht, 1230 Riga. Binnen weniger Jahre breitete sich der Orden im Reich bis zur Ostsee aus. Bei ihrer Ankunft in Deutschland war bereits die Lebensweise in eigenen Häusern üblich, die jedoch im Eigentum der bisherigen Besitzer blieben. Mancherorts kamen die Brüder in Spitälern oder in verlassenen Klöstern anderer Orden unter. Häufig wurde ihnen eine Kirche überlassen, mitunter bevor sie ein Wohnhaus an dem Ort hatten.

Die Franziskaner bevorzugten Bischofsstädte und ordneten sich dem dortigen Klerus wie auch den weltlichen Autoritäten unter, bei Wahrung ihrer Eigenständigkeit. Die zu der Zeit expandierenden Städte waren offen für die Zuwanderung armer, aber arbeitsfähiger Menschen; Geld- und Marktwirtschaft sowie bürgerliche Autonomiebestrebungen führten zu sozialen Spannungen. In dieser Situation bot die Lebensweise der neuen, päpstlich anerkannten Wanderprediger ohne „Klaustrum“, also ohne fest umgrenzten Klosterbezirk offenbar überzeugende soziale und religiöse Lösungen. Die Weigerung der Franziskaner, Besitz, Macht über andere und sozialen Aufstieg anzustreben, sind Ursachen für ihre große Verbreitung und Popularität, genauso wie ihre Zuwendung zu den Armen und Ausgegrenzten; in Speyer wohnten sie nach Angabe des Chronisten Jordan von Giano „außerhalb der Mauern bei den Aussätzigen“. Die Minderbrüder stellten eine „vom Evangelium Jesu Christi her gelebte Alternative zur herrschenden Wirtschaft und Gesellschaft, ja zur damals herrschenden Mentalität, Kultur und Religiösität“ dar und waren deshalb erfolgreich. Von Vorteil für ihre Expansion bis zur ersten Hälfte des 14. Jahrhunderts war, dass die Franziskaner an vielen Orten in Mitteleuropa von den Fürsten und Stadtoberen gefördert und zur Klostergründung ermuntert wurden.

Die Kleidung der Franziskaner „sollte billig und schlicht sein. Sie bestand aus einem locker fallenden, groben braunen Wollgewand mit Kapuze, einem zweiten, kapuzenlosen Gewand sowie Hosen und Gürtelstrick“. Sie erwarben ihren Lebensunterhalt durch Ausübung eines gelernten Handwerks gegen Unterkunft und Nahrungsmittel; falls das nicht ausreichte, sollten die Brüder betteln, was damals nicht kriminalisiert war, sondern eine durchaus gängige Art des Broterwerbs darstellte. Der Zusammenhalt der Ordensmitglieder wurde durch die Gehorssamsstruktur gegenüber den Ordensoberen sowie durch regelmäßige Zusammenkünfte aller auf den Kapiteln gewährleistet.

Bereits frühzeitig begann zur fundierten Aus- und Weiterbildung für die Klerikerbrüder der Aufbau eines eigenen Studiensystems. 1228 wurde in Magdeburg ein Studium begründet, das zum Zentrum eines hierarchisch geordneten ordenseigenen Bildungswesens in Sachsen wurde und für den Orden wie für Wissen und Bildung des Spätmittelalters bedeutsam war. Ab 1395 war das Ordensstudium in Erfurt, das in dem Jahr in die Universität Erfurt inkorporiert wurde, das „studium generale“ der Sächsischen Provinz. Im 15. Jahrhundert wurden die leitenden Positionen in Provinz und Konvent von akademisch gebildeten Franziskanern besetzt, die sowohl als Dozenten als auch als Ordensobere Erfahrungen besaßen.

Spiritualität

Die franziskanische Frömmigkeit ist bestimmt von den Merkmalen, die bereits für die Ordensgründer Franziskus und Klara prägend waren und sich in den Kennzeichen Krippe, Kreuz und Eucharistie zusammenfassen lassen. Die Leben-Jesu-Frömmigkeit des Franziskus betrachtete das arme irdische Leben Jesu von seinem Anfang in der Krippe bis zum Ende am Kreuz und in seiner Bedeutsamkeit für die Erlösung der Menschen, ihre Elemente waren imitatio (Nachahmung) und compassio (Mitleiden), was seinen mystischen Ausdruck in der Stigmatisation fand, die Franziskus erfuhr. Auch das kontemplative Leben der Klara war geprägt von Passionsmystik.

Die von Franziskus verfasste und von Papst Honorius III. am 29. November 1223 approbierte endgültige Ordensregel, die Regula bullata, stellt diese Christusförmigkeit programmatisch an den Anfang:

„Es beginnt die Lebensweise der Minderen Brüder:
Regel und Leben der Minderen Brüder ist dieses, nämlich unseres Herrn Jesu Christi heiliges Evangelium zu beobachten durch ein Leben in Gehorsam, ohne Eigentum und in Keuschheit.“

Regula bullata, Kap. 1

Für Franziskus und Klara setzte sich das Erlösungswerk Jesu Christi in der Feier der heiligen Messe und der Verehrung der Eucharistie fort, die in ihrer Frömmigkeit einen hohen Stellenwert einnahm. Franziskus selber war nicht Priester, und im Franziskanerorden hat der Aspekt der brüderlichen Gemeinschaft heute ein größeres Gewicht als die priesterliche Berufung der einzelnen Brüder. Krippenfrömmigkeit und die Kreuzverehrung, etwa beim Kreuzweg, wurden durch Franziskaner und Klarissen weltweit gefördert und verbreitet.

Von großer Bedeutung ist eine Haltung des Friedens. Franziskus beruft sich auf göttliche Weisung: „Der Herr hat mir geoffenbart, dass wir als Gruß sagen sollen: ‚Der Herr gebe dir den Frieden!‘“ (Testament, 23). Der „wahre Friede“ ist der Frieden, den Gott gibt, aber er ist vom Frieden mit den Menschen nicht zu trennen, und er entspringt wesentlich aus der Begegnung mit den Armen; Franziskus selber hatte am Beginn seiner Berufung Aussätzige gepflegt. In Verbindung mit dem Armutsideal bedeutet das franziskanische Friedensverständnis den Verzicht auf Waffen und Gewalt sowie eine Haltung von Demut und Geduld gegenüber allen Menschen.

Auch der Selbstanspruch, ein bewusstes Leben mit der Schöpfung zu führen, hängt eng mit der Abkehr von irdischem Reichtum zusammen. Durch die Betonung dieses Aspektes erlangen die franziskanischen Orden seit Beginn der ökologischen Bewegung in den 1980er-Jahren ein verstärktes Ansehen. Papst Franziskus wählte 2015 für seine Enzyklika Laudato si’. Über die Sorge für das gemeinsame Haus zum Thema Umwelt- und Klimaschutz als Titel und Incipit den Anfang des Sonnengesangs des heiligen Franziskus.

Grundlegend für die franziskanische Spiritualität ist ein brüderliches Leben in einer evangeliumsgemäßen Lebensweise mit apostolischem, den Armen zugewandten Akzent. Die Aufgaben, die die Brüder übernehmen, erwachsen aus dieser Lebensweise und müssen mit ihr vereinbar sein. Daher sollen nach dem Willen des Franziskus Machtpositionen ausgeschlossen bleiben. In der Regula bullata von 1223 werden ministri (von lat. minister „Diener“) und custodes (lat. custos „Hüter“) als Obere genannt (Kap. 4 und 8). Franziskus selber lehnte die in anderen Orden übliche Bezeichnung Prior (von lat. prior „vorderer, bevorzugter“) ausdrücklich ab zugunsten des Dienstcharakters des Oberenamtes.

Mission

Von Anfang an gingen die Franziskaner hinaus, um das Christentum in nichtchristliche Länder zu bringen. Franziskus selber reiste als Missionar nach Palästina und predigte in Ägypten vor dem Sultan Al-Kamil. Franziskus verstand seinen Auftrag als Friedensdienst und nicht in erster Linie als „Heidenbekehrung“. Bis heute sind Franziskaner in Nordafrika und in Palästina präsent. Dem friedlichen Missionsverständnis entspricht es, dass sie ein vorbildliches christliches Leben unter Andersgläubigen führen. Im 13. und 14. Jahrhundert waren Franziskaner in der Mongolei tätig, so Johannes de Plano Carpini im Auftrag von Papst Innozenz IV., und sie gelangten auch nach China – als erster Johannes von Montecorvino. Mit Christoph Kolumbus kamen auch Franziskaner nach Amerika. Die Namen von Städten wie San Francisco und Los Angeles, entstanden im 18. Jahrhundert, zeigen den Einfluss der Franziskaner. Das System der Conquista stellten sie nicht grundlegend in Frage, und es fanden sich Franziskaner unter den Förderern wie unter den Gegnern der Kolonisation.

Seit dem 19. Jahrhundert sind deutsche Franziskaner in Brasilien tätig. Auch China war bis zum Zweiten Weltkrieg ein Schwerpunkt für das Engagement mehrerer deutscher Ordensprovinzen. Ab den 1980er-Jahren wurden sie auch in Afrika tätig. Inzwischen sind überall einheimische, unabhängige Franziskanerprovinzen entstanden, in denen einheimische und europäische Brüder in „brüderlicher Assistenz“ zusammenarbeiten.

Inquisition und Judenverfolgung

Hauptartikel: Inquisition

Neben den Dominikanern beteiligten sich ab der ersten Hälfte des 13. Jahrhunderts unter anderem auch die Franziskaner an der Untersuchung und Verurteilung von Häretikern im Rahmen der Inquisition, vor allem in Italien, Frankreich und dem Heiligen Römischen Reich. Da Dominikaner und Franziskaner aus christlichen Laienbewegungen hervorgegangen waren und sich ebenso wie die zeitgenössischen häretischen Bewegungen an persönlicher Armut orientierten, eigneten sie sich nach damaliger Meinung besonders gut, um inhaltliche Unterschiede zwischen rechtgläubigen und häretischen Standpunkten aufzuzeigen.

Aussagen über die Juden oder Begegnungen mit Juden sind von Franziskus nicht bekannt. Wie die Dominikaner, so führten auch die Franziskaner Disputationen mit jüdischen Gelehrten und waren enttäuscht, wenn diese das Christentum weiterhin ablehnten. Judenfeindliche Predigten von Franziskanern wurden im 14. und 15. Jahrhundert mehrfach von Päpsten kritisiert. Namentlich Johannes Capistranus trat als fanatischer Promotor der Judenverfolgung auf. Insgesamt ist die Beziehung zwischen den Franziskanern und den Juden aber noch nicht wissenschaftlich aufgearbeitet.

Armutsstreit

Hauptartikel: Armutsstreit

Es ist nicht zu übersehen, dass sich die „kritische Alternative“ des Anfangs der Minderbrüder in Deutschland durch Verbürgerlichung und Klerikalisierung veränderte. „Aus zeitweiligen Ansiedlungen [wurden] nun auf innerstädtische Seelsorge und Gottesdienstangebote ausgelegte und dauerhaft etablierte Franziskanerklöster, orientiert an monastischen Abteien und Kanonikerstiften.“ Für die erfolgreiche Predigt- und Seelsorgetätigkeit brauchte man große Kirchen, die auch vielerorts gebaut wurden, unterstützt von den Gönnern des Ordens. Es entwickelte sich der Typus der Bettelordenskirche, die nach den Ordensstatuten baulich zwar wenig aufwändig zu sein hatten – mit einem kleinen Dachreiter statt eines turmbewehrten Westwerks, mit einer offenen Halle anstelle hierarchisch gegliederter Kirchenschiffe –, aber dennoch mancherorts eine kostspielige Ausstattung erhielten. Bereits 1231 kritisierte dies in Eisenach die den Franziskanern sehr nahe stehende Landgräfin Elisabeth von Thüringen.

Konvent und Basilika San Francesco (Assisi)

Die Zählung der franziskanischen Generalminister begann erst mit Franziskus’ Tod. Der dem Armutsideal anhängende Johannes Parenti wurde zum ersten Generalminister gewählt und hatte das Amt 1227–1232 inne. Sein Gegenspieler war Elias von Cortona, der den Orden bereits in den Jahren vor Franziskus’ Tod geleitet hatte. Er und Papst Gregor IX. trieben die Idee voran, über dem Grab des Ordensgründers in dessen Geburtsstadt Assisi eine Basilika mit Klosteranlage zu bauen. Am 16. Juli 1228, nur zwei Jahre nach seinem Tod, wurde Franziskus heiliggesprochen, und am 17. Juli legte der Papst den Grundstein zur Basilika San Francesco. Zahlreiche Brüder störten sich an der Pracht des Kirchenbaus und an der Größe des Sacro Convento, die im Widerspruch zu den Armutsidealen des Ordens standen. Dennoch löste Elias von Cortona 1232 Johannes Parenti als Generalminister ab und hielt sich bis 1239 in dieser Position. Um den heftig entbrannten sogenannten Armutsstreit einzudämmen, verfügte Gregor IX., dass die gewählte Ordensverwaltung Gelder besitzen dürfe und der Bau von Klöstern den Absichten des Ordensgründers nicht widerspreche. Aber erst Bonaventura von Bagnoregio, Generalminister 1257–1274, gelang es, im Armutsstreit wirkungsvoll zu vermitteln und den Orden auf einen gemäßigten Kurs zu bringen.

Dennoch schwelte der Streit weiter und führte zu Konflikten mit den Päpsten, insbesondere unter Michael von Cesena, Generalminister 1316–1328. Die Minderen Brüder gaben ihre strenge Armut und ihre seelsorgerische Ausrichtung mehr und mehr auf zugunsten von Besitz und Gelehrsamkeit, zugunsten des Lebens in großen städtischen Konventen und des Wirkens an bedeutenden Universitäten. Eine Rolle spielte dabei auch die zunehmende Stiftung von Jahrtagen durch wohlhabende Bürger, wo als Gegenleistung für die Überschreibung von Geld oder Grundstücken von den Stiftungsempfängern Gebete verrichtet und Messen zelebriert werden mussten. Es hatte sich mit Billigung der Kirchenleitung die Praxis entwickelt, dass Franziskanerkonvente und sogar einzelne Brüder Eigentum aus solchen Stiftungen besitzen durften und dazu vom Gelübde der Armut dispensiert wurden.

Darstellung eines Kapuziners (Schwäbisch Haller Chronik, um 1590)

Gegen diese Tendenzen einer Verwässerung des Armutsideals wandte sich eine Bewegung innerhalb des Ordens, die für eine Rückkehr zu einer strengeren Beachtung der ursprünglichen Ordensregel (regularis observantia, „Observanz“) eintraten. Ähnliche Bestrebungen gab es zu der Zeit auch in anderen Orden. Für die Franziskaner war die radikale Befolgung des Ideals von Bedeutung, die sich durch ein ungesichertes Leben, eine Abwendung von den Städten und die Niederlassung in Einsiedeleien am leichtesten verwirklichen ließ. Erste Gruppen entstanden etwa um die Mitte des 14. Jahrhunderts in Italien, wo Paul von Trinci aus Foligno seine Gefährten 1368 „Brüder von der Familie der Observanz“ nannte, bald aber auch in Spanien und Frankreich. Diese Gruppen, denen im 15. Jahrhundert beispielsweise Bernhardin von Siena, Johannes von Capestrano, Albert von Sarteano (1385–1450) und Jakobus von der Mark (1394–1476) angehörten, erfreuten sich regen Zulaufs und bildeten schon bald die Mehrheit im Minderbrüderorden.

Das Konzil von Konstanz erlaubte 1414 in seiner Konstitution Supplicationibus den Brüdern der strengen Observanz (stricta observantia regularis), sich in allen Provinzen des Ordens niederzulassen, reformwillige Ordensmänner aufzunehmen und eigene General- und Provinzvikare zu wählen, wodurch in den Provinzen eine zweite, eigenständige Verwaltungsebene entstand. 1430 versuchte Papst Martin V. durch die Martinianischen Konstitutionen einen Mittelweg zu eröffnen, den „martinianische“ Konvente als Lebensweise übernehmen konnten, jedoch konnte die Trennung des Ordens dadurch nicht aufgehalten werden. Zur Schwächung des ursprünglichen Stammordens, der so genannten Konventualen, trugen auch äußere Einflüsse bei, etwa der Hundertjährige Krieg, die in den Städten wütende Pest und das Abendländische Schisma.

Die observanten Strömungen waren in verschiedenen Regionen uneinheitlich ausgeprägt. Als gemeinsame Kennzeichnung kann gelten:

  • Annäherung an das von Franziskus grundgelegte Ideal durch strenge Beachtung der Ordensregel, Verzicht auf Dispensen von der Einhaltung der Regel und auf Privilegien,
  • Abkehr von einer Verbürgerlichung des Ordens durch strenge gemeinsame Armut und einfache Kirch- und Klosterbauten,
  • Stärkung der franziskanisch-brüderlichen Lebensform durch kleine Gemeinschaften,
  • Ausgleich einer monastisch-ritualistischen Frömmigkeit durch kontemplatives Gebet,
  • Erneuerung der missionarischen Kraft des Ordens durch ein pastoral orientiertes Studium.

Im Jahr 1517 reagierte Papst Leo X., indem er die Teilung des Ordens in Konventualen und Observanten anerkannte. Ein Generalkapitel des Ordens zu Pfingsten 1517, das auf Anordnung des Papstes die Separationsbewegungen im Orden beenden sollte, blieb erfolglos. Papst Leo X. verfügte in seiner Bulle Ite et vos am 29. Mai 1517 die Trennung des Ordens in zwei eigenständige Ordenszweige: die Konventualen mit 20.000 bis 25.000 Brüdern einerseits und die Observanten mit 30.000 bis 32.000 Brüdern andererseits. Die Observanten, die eine Vereinigung mehrerer unterschiedlicher Reformgruppen wie die Klarener, Amadener und Martinianer darstellen, werden in der Bulle als rechtmäßige Erben des ursprünglichen Ordens betrachtet, sie erhielten das Ordenssiegel und das Recht, den Namen „Minderbrüder“ zu führen. Wenig später spalteten sich auch die Observanten, sodass sich der franziskanische Männerorden (Erster Orden) heute in drei Untergruppen gliedert:

  • Den Konventualen oder Minoriten (Ordo fratrum minorum conventualium) ist gemeinschaftlicher Besitz erlaubt; sie sind an ihrem schwarzen Habit zu erkennen.
  • Die Observanten oder Franziskaner (OFM) (Ordo fratrum minorum (regularis observantiae)) streben eine möglichst enge Befolgung der Franziskusregel an und tragen einen braunen Habit. Sie differenzierten sich seit den 1530er-Jahren in die Alcantariner (auch Discalceaten), die Reformaten und die Rekollekten. Die drei Zweige unterstanden einem gemeinsamen Generalminister, hatten jedoch jeweils eine partielle Selbständigkeit mit eigenen Statuten und eigenen Oberen, bis Papst Leo XIII. sie in der Unio Leonina durch die Apostolische Konstitution Felicitate quadam vom 4. Oktober 1897 wieder vereinigte. Mit weltweit derzeit rund 18.000 Brüdern bilden sie heute die größte Gruppe.
  • Ebenfalls braun gekleidet sind die 1528 von den Observanten abgespalteten Kapuziner, zunächst Fratres minores de vita eremitica, ab etwa 1534 zunehmend Scapuccini genannt. Die Kapuze des Habits weicht in der Form von der der Franziskaner und Minoriten ab und ist direkt am Habit befestigt.

Vom 12. bis 14. Juni 2017 fand aus Anlass des 500. Jahrestages der Ordensteilung und des Reformationsgedenkens in Hofheim am Taunus ein gemeinsames Mattenkapitel mit 70 Brüdern der drei Männerorden in Deutschland statt, an dem auch die Provinziale der Deutschen Franziskanerprovinz, der Deutschen Kapuzinerprovinz und der Deutschen Minoritenprovinz teilnahmen. Man hielt eine künftige Wiedervereinigung der Minderbrüder für möglich und vereinbarte konkrete Schritte einer weiteren Annäherung. Die drei deutschen Provinzen haben zusammen 552 Mitglieder in 79 Niederlassungen (Franziskaner 321, Minoriten 112 und Kapuziner 117).

Italien

  • Der Überlieferung nach vernahm Franziskus im Jahr 1205, vor dem Kreuz von San Damiano in der aufgegebenen Kapelle San Damiano bei Assisi kniend, die Worte „Franziskus, geh und baue mein Haus wieder auf, das, wie du siehst, ganz und gar in Verfall gerät“, worauf er mit der Wiedererrichtung begann.
  • Das Kirchlein Portiuncula erhielt Franziskus 1208 von Benediktinern. Heute steht diese Kirche im Zentrum der 1569–1679 erbauten Basilika Santa Maria degli Angeli bei Assisi.
  • Um 1215 erhielt Franziskus, wohl ebenfalls von Benediktinern, den kleinen Klosterbau Eremo delle Carceri bei Assisi. Um 1400 ließ hier Bernhardin von Siena die Kirche Santa Maria delle Carceri errichten.
  • Ab 1227 entstand die Basilika Santa Chiara (Assisi). In der Kreuzeskapelle befindet sich die Kreuzikone aus San Damiano.
  • 1228 begonnen wurde die bereits erwähnte Basilika San Francesco mit dem Grab des Heiligen und das zugehörige Sacro Convento (Assisi).
  • Die franziskanische Basilika Santa Maria in Aracoeli (Rom) entstand ab 1250.
  • Der Grundstein der franziskanischen Basilika Santa Croce (Florenz) wurde 1294 oder 1295 gelegt.
  • 1318–1377 wurde innerhalb der Stadtmauern von Arezzo die Kirche San Francesco erbaut. Das Kreuz über dem Hochaltar, gestaltet vom so genannten Franziskusmeister, stammt noch aus einem Vorgängerbau außerhalb der Stadtmauern.

Deutschsprachiger Raum

  • Eine 1221 errichtete Provincia Teutonia wurde 1230 geteilt in eine sächsische (Saxonia) und eine rheinische Provinz. Die rheinische Provinz teilte sich nach 1239 in eine niederdeutsche Provinz, die Kölner Provinz (Colonia), und eine oberdeutsche, die Straßburger Provinz (Argentina). Von der Saxonia wurden in derselben Zeit die Dacia (Dänemark) und die Bohemia (Böhmen) abgetrennt.
  • Die ersten Klostergründungen im deutschsprachigen Raum (Augsburg, Würzburg, Regensburg, Mainz, Worms und Speyer) erfolgten im Jahre 1221 durch Brüder, die vom Ordensgründer selbst entsandt worden waren; 1222 kamen Straßburg, Köln und Hagenau im Elsass hinzu, 1224 Erfurt.
  • In Eisenach stiftete Landgräfin Elisabeth von Thüringen 1225 das Franziskanerkloster St. Paul. Die Franziskaner mussten 1525 Eisenach verlassen.
  • Das Lübecker Katharinenkloster mit Katharinenkirche war von 1225 bis zur Reformation 1531 in Funktion. Der Gebäudekomplex gehört heute zum Weltkulturerbe. Von Lübeck aus wurde bald nach 1230 ein Konvent in Riga gegründet.
  • In Ziesar wurden Franziskaner für das Jahr 1226 nachgewiesen, um 1250 siedelten sie in die Altstadt Brandenburg an die Johanniskirche um.
  • Das Franziskanerkloster Ulm bestand von 1229 bis 1531. Im Zuge der Reformation wurde es aufgelöst.
  • 1231 wurde in Seligenthal an der Sieg ein Franziskanerkloster gegründet.
  • 1232 ließen sich Franziskaner in Limburg an der Lahn nieder und blieben dort bis zur endgültigen Klosterschließung im Jahr 1813. Die heutige Stadtkirche wurde von ihnen im 14. Jahrhundert erbaut.
  • Das Franziskanerkloster Koblenz wurde 1236 erstmals urkundlich erwähnt und in französischer Zeit 1802 säkularisiert. Danach wurde es als Bürgerhospital genutzt und 1944 bei Luftangriffen zerstört.
  • Das Franziskanerkloster Graz wurde 1239 gegründet, wobei zwei Minderbrüder, Albert und Marchward, urkundlich bezeugt sind. 1241 fand hier das erste urkundlich nachweisbare Provinzkapitel der österreichischen Minderbrüder statt. 1515 wurde das Kloster von den Franziskaner-Observanten (OFM) übernommen, die es seitdem besitzen. An das Konventsgebäude schließt sich die Franziskanerkirche Graz an.
  • Das Franziskanerkloster in Fritzlar wurde 1244 geweiht. 1517 bekannten sich die Ordensleute zu den Minoriten, 1811 wurde das Kloster aufgehoben.
  • Nach Berlin kamen die Franziskaner in den 1240er-Jahren und gründeten das Graue Kloster. Die Klosterkirche wurde im Zweiten Weltkrieg zerstört und ist als Ruine erhalten.
  • Das Franziskanerkloster mit Bartholomäuskirche in Oppenheim wurde ab etwa 1250 erbaut.
  • Das Franziskanerkloster in Dresden wurde 1272 erstmals urkundlich erwähnt, 1539 im Zuge der Reformation aufgehoben, im 17. bis 19. Jahrhundert abgerissen. Die zugehörige Kirche blieb bis 1945 als Sophienkirche erhalten.
  • Heute ist das älteste durchgehend bestehende Franziskanerkloster Deutschlands das Franziskanerkloster Würzburg der Minoriten. Es wurde 1221 gegründet.

Weitere Länder

  • Das Kloster der Minderen Brüder in Paris wurde 1230 gegründet. Heute ist nur noch ein spätgotischer Bau erhalten.
  • Das Franziskanerkloster in Esztergom wurde um 1230 gegründet; 1270 wurden der ungarische König Béla IV. und dessen Frau Maria Laskaris in der Klosterkirche beigesetzt. Das heutige Kloster ist eine Anlage aus der Barockzeit.
  • Das Franziskanerkloster in Oslo wurde 1290 gegründet und beherbergt heute das Oslo Hospital. Bereits die Franziskaner hatten das Kloster zur Versorgung von Kranken genutzt.
  • Horst von der Bey, Johannes-Baptist Freyer: Die Franziskanische Bewegung.
    • Bd. 1: Geschichte und Spritualität. Matthias-Grünewald, Mainz 1996.
    • Bd. 2: Weltweites Engagement heute. Matthias-Grünewald, Mainz 1996.
  • Ferdinand Doelle: Die Observanzbewegung in der sächsischen Franziskanerprovinz bis zum Beginn der Glaubensspaltung: mit Berücksichtigung der Martinianischen Reform in Kursachsen. Münster 1918.
  • Kaspar Elm: Die Franziskanerobservanz als Bildungsreform. In: Hartmut Boockmann, Bernd Moeller, Karl Stackmann (Hrsg.): Lebenslehren und Weltentwürfe im Übergang vom Mittelalter zur Neuzeit. Politik – Bildung – Naturkunde – Theologie. Bericht über Kolloquien der Kommission zur Erforschung der Kultur des Spätmittelalters 1983 bis 1987 (= Abhandlungen der Akademie der Wissenschaften in Göttingen: philologisch-historische Klasse. Folge III, Nr. 179). Vandenhoeck & Ruprecht, Göttingen 1989, ISBN 3-525-82463-7, S. 201–214.
  • Thomas Ertl: Religion und Disziplin. Selbstdeutung und Weltordnung im frühen deutschen Franziskanertum (= Arbeiten zur Kirchengeschichte. Bd. 96). De Gruyter, Berlin u. a. 2006, ISBN 3-11-018544-X (zugleich: Berlin, Freie Universität, Habilitations-Schrift, 2005/2006).
  • Helmut Feld: Die Franziskaner (= UTB 3011 Profile). Ulmer, Stuttgart 2008, ISBN 978-3-8252-3011-1.
  • Johannes-Baptist Freyer (Hrsg.): Mystik in den franziskanischen Orden. Butzon und Bercker, Kevelaer 1993, ISBN 3-7666-9801-X.
  • Anton Grabner-Haider: Die großen Ordensgründer. Marix, Wiesbaden 2007, ISBN 978-3-86539-921-2.
  • Heribert Holzapfel: Handbuch der Geschichte des Franziskanerordens. Herdersche Verlagshandlung, Freiburg im Breisgau 1909.
  • Lázaro Iriarte: Der Franziskusorden. Handbuch der franziskanischen Ordensgeschichte. Aus dem Spanischen übersetzt von Ferdinand Litschka und Hans Norbert Huber. Verlag der Bayerischen Kapuziner, Altötting 1984.
  • Niklaus Kuster, Thomas Dienberg, Marianne Jungbluth (Hrsg.): Inspirierte Freiheit. 800 Jahre Franziskus und seine Bewegung. Herder, Freiburg im Breisgau u. a. 2009, ISBN 978-3-451-31053-9.
  • Justin Lang, Helmuth Nils Loose, Toni Schneiders: Die großen Ordensgründer. Benedikt – Dominikus – Franziskus – Ignatius. Hohe, Erftstadt 2007, ISBN 978-3-86756-042-9.
  • Herbert Schneider: Die Franziskaner im deutschen Sprachgebiet. Leben und Ziele. Dietrich-Coelde-Verlag, Werl 1988,ISBN 3-87163-151-0.
  • Achim Todenhöfer: Apostolisches Ideal im sozialen Kontext. Zur Genese der europäischen Bettelordensarchitektur im 13. Jahrhundert. In: Marburger Jahrbuch für Kunstwissenschaft. Bd. 34, 2007,ISSN 0342-121X, S. 43–75.
Commons: Franziskanische Orden – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien
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  2. Lothar Hardick OFM: Die Entwicklung des Ordens der Minderbrüder nördlich der Alpen. (Testament des hl. Franziskus, Nr. 7). In: Geistliches Vermächtnis IV. Studientag der Franziskanischen Arbeitsgemeinschaft 1977. Werl 1977 (Wandlung in Treue Bd. 20), S. 18–29, jetzt auch in: Dieter Berg (Hrsg.): Spiritualität und Geschichte. Festgabe für Lothar Hardick OFM zu seinem 80. Geburtstag., Werl 1993, ISBN 3-87163-195-7, S. 137–146, hier S. 137.
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  6. Lothar Hardick OFM: Das franziskanische Amtsverständnis (Testament Nr. 12). In: Geistliches Vermächtnis VI. Studientag der Franziskanischen Arbeitsgemeinschaft 1979. Werl 1980 (Wandlung in Treue Bd. 22), S. 46–59, jetzt auch in: Dieter Berg (Hrsg.): Spiritualität und Geschichte. Festgabe für Lothar Hardick OFM zu seinem 80. Geburtstag. Werl 1993, ISBN 3-87163-195-7, S. 91–102, hier S. 94.
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  9. Thomas von Celano: Das Leben des heiligen Franciscus von Assisi: Cap. CIX, nach: Andreas Rüther: Bettelorden in Stadt und Land. Die Straßburger Mendikantenkonvente und das Elsaß im Spätmittelalter (= Berliner historische Studien, Band 26: Ordensstudien XI). Duncker & Humblot, Berlin 1997, ISBN 3-428-09235-X (Dissertation, Freie Universität Berlin, 1994), S. 177f., auch zum folgenden.
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  31. Herbert Schneider: Die Franziskaner im deutschen Sprachgebiet. Leben und Ziele. Dietrich-Coelde-Verlag, Werl 1988, S. 18.
  32. Dieter Berg: Die Franziskaner in Westfalen. In: ders.: Armut und Geschichte. Studien zur Geschichte der Bettelorden im Hohen und Späten Mittelalter. (= Saxonia Franciscana Band 11.) Butzon & Bercker, Kevelaer 2001, ISBN 3-7666-2074-6, S. 307–334, hier S. 319ff.
  33. Bernd Schmies, Volker Honemann: Die Franziskanerprovinz Saxonia von den Anfängen bis 1517: Grundzüge und Entwicklungslinien. In: Volker Honemann (Hrsg.): Von den Anfängen bis zur Reformation. (= Geschichte der Sächsischen Franziskanerprovinz von der Gründung bis zum Anfang des 21. Jahrhunderts, Bd. 1, hrsg. von der Sächsischen Franziskanerprovinz) Paderborn 2015, S. 21–44, hier S. 66.
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  40. Bayerische Franziskanerprovinz (Hrsg.): 1625–2010. Die Bayerische Franziskanerprovinz. Von ihren Anfängen bis heute. Furth 2010, S. 6f.
    Willibald Kullmann: Die Sächsische Franziskanerprovinz, ein tabellarischer Leitfaden ihrer Geschichte. Düsseldorf 1927, 9.14–20.
  41. auf www.franziskanerkloster-wuerzburg.de, Stand 2. Februar 2010. Ein Ansiedlungsversuch in Salzburg scheiterte zunächst, vgl. Vortragstext (Memento vom 20. Dezember 2014 im Internet Archive) auf franziskaner.members.cablelink.at, abgerufen am 20. Dezember 2014.
  42. Franziskanerkirche auf denkmalpflege-hessen.de
  43. Horst Schweigert: Die Franziskaner- und Pfarrkirche Mariä Himmelfahrt in Graz. Ehemalige Minoritenkirche. Reihe Christliche Kunststätten Österreichs, Band 170,ZDB-ID 2182605-5, Verlag St. Peter, Salzburg 1989, S. 2.
Normdaten (Körperschaft): GND:1008636-5(OGND, AKS) | LCCN:n79015671 | VIAF:147415964

Franziskanische Orden
franziskanische, orden, verschiedene, vornehmlich, römisch, katholische, ordensgemeinschaften, sprache, beobachten, bearbeiten, sind, verschiedene, vornehmlich, römisch, katholische, ordensgemeinschaften, sich, franziskus, assisi, 1181, 1182, 1226, für, gegrün. Franziskanische Orden Verschiedene vornehmlich romisch katholische Ordensgemeinschaften Sprache Beobachten Bearbeiten Franziskanische Orden sind verschiedene vornehmlich romisch katholische Ordensgemeinschaften die sich an der von Franziskus von Assisi 1181 1182 bis 1226 fur den von ihm gegrundeten Bettelorden verfassten Ordensregel orientieren Der Ordensgrunder Franziskus von Assisi Tafelbild von Guido di Graciano nach 1270 Siena Pinacoteca Nazionale Zu den bedeutendsten franziskanischen Theologen und Philosophen des 13 und 14 Jahrhunderts gehorten Antonius von Padua Alexander von Hales Bonaventura von Bagnoregio Roger Bacon Johannes Duns Scotus und Wilhelm von Ockham Der Franziskaner Publizist Thomas Murner war ein Gegner Martin Luthers in der Reformationszeit Inhaltsverzeichnis 1 Ordensgemeinschaften 2 Gemeinsamer Ursprung 2 1 Ordensgrundung 2 2 Spiritualitat 2 3 Mission 2 4 Inquisition und Judenverfolgung 2 5 Armutsstreit 3 Observanzbewegung und Ordensteilung 4 Annaherung 5 Fruhe Kirchen und Klosterbauten des Ersten Ordens 5 1 Italien 5 2 Deutschsprachiger Raum 5 3 Weitere Lander 6 Siehe auch 7 Literatur 8 Weblinks 9 EinzelnachweiseOrdensgemeinschaften BearbeitenDie Gemeinschaften die sich auf den heiligen Franziskus berufen teilen sich in drei Gruppen Der erste Orden der auf die von Franziskus gegrundeten Orden der Minderen Bruder zuruckgeht umfasst die heute Minoriten genannten Konventualen OFMConv die Franziskaner OFM und die Kapuziner OFMCap Bis zur Teilung des Ordens 1517 findet sich auch fur den gesamten Orden die Bezeichnung Minoriten Ordo fratrum minorum Minderbruder Der zweite Orden besteht aus den Nonnen der verschiedenen Zweige der Klarissen der Colettinnen und der Kapuzinerinnen deren Regel auf die heilige Klara von Assisi zuruckgeht Der 1221 gegrundete dritte Orden Terziaren bestand ursprunglich aus Menschen die die franziskanischen Ideale ausserhalb der Klausur eines Klosters umsetzen wollten In Deutschland ist der franziskanische Drittorden unter der Bezeichnung Franziskanische Gemeinschaft FG organisiert seit 2012 nennt er sich Ordo Franciscanus Saecularis franziskanischer Orden in der Welt Innerhalb des dritten Ordens bildeten sich besonders im 19 Jahrhundert eine Vielzahl neuer Ordensgemeinschaften die in sogenannten regulierten dritten Orden zusammengefasst sind darunter praktisch alle Gemeinschaften der Franziskanerinnen sowie weitere mannliche und weibliche Verbande wie die Amigonianer Elisabethinnen Franziskanerbruder vom Heiligen Kreuz Franziskusbruder oder Liebfrauenschwestern Auch in anderen Konfessionen gibt es franziskanische Gemeinschaften so anglikanische Franziskaner und evangelische Terziaren Heute betrachten sich alle genannten Gemeinschaften als Aste der franziskanischen Familie im deutschsprachigen Raum haben sie sich in der INFAG Interfranziskanische Arbeitsgemeinschaft organisiert und treten seit 2005 unter dem logo clara francesco Okumenisch geschwisterliche Netzwerkinitiative franziskanischer Orden etwa bei Kirchentagen beim Weltjugendtag oder bei der Europaischen Okumenischen Versammlung auf 1 Gemeinsamer Ursprung BearbeitenOrdensgrundung Bearbeiten Franziskus von Assisi hatte zunachst nicht den Plan einen Orden zu grunden er wollte lediglich in vollstandiger Nachfolge Christi leben gemass dem Gebot des Evangeliums Wer vollkommen sein will unter Euch verlasse alles und was er hat gebe er den Armen dann komme er und folge mir nach Mt 19 21 EU Als charismatische Personlichkeit fand er jedoch begeisterte Gefahrten vor allem unter seinen zahlreichen Freunden Der schliesslich von Franziskus gegrundete Orden der Minderen Bruder wurde um 1210 von Papst Innozenz III bestatigt Die Gemeinschaft lebte auf dem Gelande der kleinen Kirche Portiunkula unterhalb von Assisi 1212 gelobte hier Klara von Assisi die 1216 1217 das Regelwerk des 2 Ordens schrieb ein Leben nach den Evangelischen Raten Franziskus von Assisi vor dem Sultan Giotto di Bondone zugeschriebenes Fresko ab 1296 Assisi Basilika San Francesco Der Orden der Minderen Bruder entwickelte sich zu einem der vier grossen Bettelorden des Mittelalters Mit der Zeit stellte sich allerdings heraus dass zu grosse Freiheit zu Verweltlichung und Auflosung fuhrte Deshalb wurden die Bruder nach und nach immer fester organisiert und die Ordensregeln starker an den klassischen benediktinischen Regeln ausgerichtet Schon zu Lebzeiten von Franziskus von Assisi machte der Orden den Schritt von einer Wanderbewegung zur Sesshaftigkeit Franziskus selbst geht in seinem Testament am Ende seines Lebens davon aus dass die Bruder Kirchen und armliche Wohnungen haben 2 1212 wurde das erste Franziskanerkloster in der Toskana gegrundet der Convento di San Francesco bei Cetona derzeit als Frateria di Padre Eligio in Verwendung Schon zwischen 1215 und 1217 fasste der Orden auch ausserhalb Italiens Fuss fruhe Chroniken berichten uber die zunachst erfolglose Ausbreitung nach Deutschland und England 3 Ab 1217 teilte man den Orden in Provinzen und Kustodien ein Obere werden als ministri von lat minister Diener und custodes lat custos Huter bezeichnet 4 da Franziskus die in anderen Orden ubliche Bezeichnung Prior von lat prior vorderer bevorzugter ausdrucklich abgelehnt hatte zugunsten des Dienstcharakters des Oberenamtes 5 6 Die franziskanischen Orden weisen weniger eine zentralistische eher eine foderale Struktur auf innerhalb der universellen Lebensgemeinschaft des Gesamtordens ist die Provinz der naturliche Lebensraum fur den einzelnen Bruder in deren Traditionen Probleme und Anstrengungen er eingebettet ist und in der er bleibt auch wenn er innerhalb der Provinz in andere Konvente versetzt werden kann Ein Ubertritt in eine andere Provinz ist eher selten 7 Alle Bruder trafen sich jahrlich zu sogenannten Ordenskapiteln um miteinander zu diskutieren und Beschlusse zu fassen Mit dem schnellen Anwachsen der Zahl der Bruder und der raumlichen Ausdehnung wurde jedoch schon bald die Beschrankung der Kapitelsteilnehmer auf Kapitulare ublich und eine gewisse Hierarchisierung setzte ein Fur grossere Reisen musste der Obere eine formliche Erlaubnis erteilen ab etwa 1225 sind Versetzungsschreiben von einer Kustodie in eine andere sowie Ernennungsschreiben fur Oberenamter bekannt Von England her setzte sich ab etwa 1230 die Praxis durch Oberenamter mit Priestern zu besetzen 8 Das Generalkapitel 1219 beschloss auch heidnische Lander zu besuchen und die Heiden zu missionieren Franziskus selbst zog in die Kustodie des Heiligen Landes die damals den gesamten sudostlichen Mittelmeerraum umspannte Er predigte und versuchte unter anderem den Sultan zu bekehren Diese Missionsversuche in Damiette und spater in Jerusalem blieben aber ohne Erfolg Nach seiner Ruckkehr 1220 aufgrund von Nachrichten uber Streitigkeiten bestimmte er Pietro Catanii zum Leiter des Ordens 1221 starb Bruder Pietro und Elias von Cortona ubernahm die Ordensleitung Auf Anweisung der romischen Kurie verfasste Franziskus 1223 in der Einsiedelei Fonte Colombo eine dritte Fassung der Ordensregel Sie wurde im Juni auf dem Generalkapitel behandelt und am 29 November von Papst Honorius III mit der Bulle Solet annuere bestatigt darum Bullierte Regel 1226 starb der Ordensgrunder Franziskus hatte die Bestellung von Brudern fur hohere kirchliche Amter abgelehnt kein Bruder durfe so die nicht bestatigte Regel 1221 ein leitendes Amt in dem Haus versehen in dem er diene Die Aufforderung von Kardinal Hugolin von Ostia Bischofe aus dem Kreis seiner Bruder vorzuschlagen wies er zuruck mit der Begrundung Mindere sind meine Bruder deswegen genannt damit sie sich nicht herausnehmen Hohere zu werden Lasset sie daher unter keinen Umstanden zu kirchlichen Amtern emporsteigen damit sie nicht umso stolzer werden je armer sie sind und gegen die ubrigen sich uberheblich zeigen 9 Im Zuge der Klerikalisierung des Ordens wurden jedoch bereits ab der Mitte des 13 Jahrhunderts Ernennungen von Minderbrudern zu Bischofen ublich einige wurden zu Kardinalen erhoben wie etwa der Ordensgeneral Bonaventura 1273 Der erste Papst aus dem Franziskanerorden war Girolamo Masci d Ascoli als Nikolaus IV 1288 1292 Die erste Niederlassung in Deutschland grundeten die Franziskaner 1221 in Augsburg nachdem eine Reise 1217 erfolglos geblieben war weil man die Bruder fur Ketzer Katharer gehalten und vertrieben hatte Die Bruder wurden auf dem grossen Mattenkapitel an Pfingsten 1221 an der Portiuncula Kapelle in Assisi ausgesandt und am 16 Oktober 1221 fand in Augsburg ein erstes Kapitel der nach Deutschland gekommenen Bruder statt Im selben Jahr wurden von dort aus Niederlassungen in Wurzburg 10 und Regensburg gegrundet am 30 November brachen die Franziskaner nach Koln auf 11 wo sie sich 1222 niederliessen 1225 wurden Bremen und Lubeck erreicht 1230 Riga 12 Binnen weniger Jahre breitete sich der Orden im Reich bis zur Ostsee aus Bei ihrer Ankunft in Deutschland war bereits die Lebensweise in eigenen Hausern ublich die jedoch im Eigentum der bisherigen Besitzer blieben Mancherorts kamen die Bruder in Spitalern oder in verlassenen Klostern anderer Orden unter Haufig wurde ihnen eine Kirche uberlassen mitunter bevor sie ein Wohnhaus an dem Ort hatten 13 14 Die Franziskaner bevorzugten Bischofsstadte und ordneten sich dem dortigen Klerus wie auch den weltlichen Autoritaten unter bei Wahrung ihrer Eigenstandigkeit Die zu der Zeit expandierenden Stadte waren offen fur die Zuwanderung armer aber arbeitsfahiger Menschen Geld und Marktwirtschaft sowie burgerliche Autonomiebestrebungen fuhrten zu sozialen Spannungen In dieser Situation bot die Lebensweise der neuen papstlich anerkannten Wanderprediger ohne Klaustrum also ohne fest umgrenzten Klosterbezirk offenbar uberzeugende soziale und religiose Losungen Die Weigerung der Franziskaner Besitz Macht uber andere und sozialen Aufstieg anzustreben sind Ursachen fur ihre grosse Verbreitung und Popularitat genauso wie ihre Zuwendung zu den Armen und Ausgegrenzten in Speyer wohnten sie nach Angabe des Chronisten Jordan von Giano ausserhalb der Mauern bei den Aussatzigen Die Minderbruder stellten eine vom Evangelium Jesu Christi her gelebte Alternative zur herrschenden Wirtschaft und Gesellschaft ja zur damals herrschenden Mentalitat Kultur und Religiositat dar und waren deshalb erfolgreich 15 Von Vorteil fur ihre Expansion bis zur ersten Halfte des 14 Jahrhunderts war dass die Franziskaner an vielen Orten in Mitteleuropa von den Fursten und Stadtoberen gefordert und zur Klostergrundung ermuntert wurden 16 Die Kleidung der Franziskaner sollte billig und schlicht sein Sie bestand aus einem locker fallenden groben braunen Wollgewand mit Kapuze einem zweiten kapuzenlosen Gewand sowie Hosen und Gurtelstrick Sie erwarben ihren Lebensunterhalt durch Ausubung eines gelernten Handwerks gegen Unterkunft und Nahrungsmittel falls das nicht ausreichte sollten die Bruder betteln was damals nicht kriminalisiert war sondern eine durchaus gangige Art des Broterwerbs darstellte Der Zusammenhalt der Ordensmitglieder wurde durch die Gehorssamsstruktur gegenuber den Ordensoberen sowie durch regelmassige Zusammenkunfte aller auf den Kapiteln gewahrleistet 17 Bereits fruhzeitig begann zur fundierten Aus und Weiterbildung fur die Klerikerbruder der Aufbau eines eigenen Studiensystems 1228 wurde in Magdeburg ein Studium begrundet das zum Zentrum eines hierarchisch geordneten ordenseigenen Bildungswesens in Sachsen wurde und fur den Orden wie fur Wissen und Bildung des Spatmittelalters bedeutsam war Ab 1395 war das Ordensstudium in Erfurt das in dem Jahr in die Universitat Erfurt inkorporiert wurde das studium generale der Sachsischen Provinz Im 15 Jahrhundert wurden die leitenden Positionen in Provinz und Konvent von akademisch gebildeten Franziskanern besetzt die sowohl als Dozenten als auch als Ordensobere Erfahrungen besassen 18 Spiritualitat Bearbeiten Die franziskanische Frommigkeit ist bestimmt von den Merkmalen die bereits fur die Ordensgrunder Franziskus und Klara pragend waren und sich in den Kennzeichen Krippe Kreuz und Eucharistie zusammenfassen lassen Die Leben Jesu Frommigkeit des Franziskus betrachtete das arme irdische Leben Jesu von seinem Anfang in der Krippe bis zum Ende am Kreuz und in seiner Bedeutsamkeit fur die Erlosung der Menschen ihre Elemente waren imitatio Nachahmung und compassio Mitleiden was seinen mystischen Ausdruck in der Stigmatisation fand die Franziskus erfuhr Auch das kontemplative Leben der Klara war gepragt von Passionsmystik Die von Franziskus verfasste und von Papst Honorius III am 29 November 1223 approbierte endgultige Ordensregel die Regula bullata stellt diese Christusformigkeit programmatisch an den Anfang Es beginnt die Lebensweise der Minderen Bruder Regel und Leben der Minderen Bruder ist dieses namlich unseres Herrn Jesu Christi heiliges Evangelium zu beobachten durch ein Leben in Gehorsam ohne Eigentum und in Keuschheit Regula bullata Kap 1 19 Fur Franziskus und Klara setzte sich das Erlosungswerk Jesu Christi in der Feier der heiligen Messe und der Verehrung der Eucharistie fort die in ihrer Frommigkeit einen hohen Stellenwert einnahm Franziskus selber war nicht Priester und im Franziskanerorden hat der Aspekt der bruderlichen Gemeinschaft heute ein grosseres Gewicht als die priesterliche Berufung der einzelnen Bruder Krippenfrommigkeit und die Kreuzverehrung etwa beim Kreuzweg wurden durch Franziskaner und Klarissen weltweit gefordert und verbreitet 20 Von grosser Bedeutung ist eine Haltung des Friedens Franziskus beruft sich auf gottliche Weisung Der Herr hat mir geoffenbart dass wir als Gruss sagen sollen Der Herr gebe dir den Frieden Testament 23 Der wahre Friede ist der Frieden den Gott gibt aber er ist vom Frieden mit den Menschen nicht zu trennen und er entspringt wesentlich aus der Begegnung mit den Armen Franziskus selber hatte am Beginn seiner Berufung Aussatzige gepflegt In Verbindung mit dem Armutsideal bedeutet das franziskanische Friedensverstandnis den Verzicht auf Waffen und Gewalt sowie eine Haltung von Demut und Geduld gegenuber allen Menschen 21 Auch der Selbstanspruch ein bewusstes Leben mit der Schopfung zu fuhren hangt eng mit der Abkehr von irdischem Reichtum zusammen Durch die Betonung dieses Aspektes erlangen die franziskanischen Orden seit Beginn der okologischen Bewegung in den 1980er Jahren ein verstarktes Ansehen Papst Franziskus wahlte 2015 fur seine Enzyklika Laudato si Uber die Sorge fur das gemeinsame Haus zum Thema Umwelt und Klimaschutz als Titel und Incipit den Anfang des Sonnengesangs des heiligen Franziskus Grundlegend fur die franziskanische Spiritualitat ist ein bruderliches Leben in einer evangeliumsgemassen Lebensweise mit apostolischem den Armen zugewandten Akzent Die Aufgaben die die Bruder ubernehmen erwachsen aus dieser Lebensweise und mussen mit ihr vereinbar sein Daher sollen nach dem Willen des Franziskus Machtpositionen ausgeschlossen bleiben 22 In der Regula bullata von 1223 werden ministri von lat minister Diener und custodes lat custos Huter als Obere genannt Kap 4 und 8 23 Franziskus selber lehnte die in anderen Orden ubliche Bezeichnung Prior von lat prior vorderer bevorzugter ausdrucklich ab zugunsten des Dienstcharakters des Oberenamtes 24 25 Mission Bearbeiten Von Anfang an gingen die Franziskaner hinaus um das Christentum in nichtchristliche Lander zu bringen Franziskus selber reiste als Missionar nach Palastina und predigte in Agypten vor dem Sultan Al Kamil Franziskus verstand seinen Auftrag als Friedensdienst und nicht in erster Linie als Heidenbekehrung Bis heute sind Franziskaner in Nordafrika und in Palastina prasent Dem friedlichen Missionsverstandnis entspricht es dass sie ein vorbildliches christliches Leben unter Andersglaubigen fuhren Im 13 und 14 Jahrhundert waren Franziskaner in der Mongolei tatig so Johannes de Plano Carpini im Auftrag von Papst Innozenz IV und sie gelangten auch nach China als erster Johannes von Montecorvino Mit Christoph Kolumbus kamen auch Franziskaner nach Amerika Die Namen von Stadten wie San Francisco und Los Angeles entstanden im 18 Jahrhundert zeigen den Einfluss der Franziskaner Das System der Conquista stellten sie nicht grundlegend in Frage und es fanden sich Franziskaner unter den Forderern wie unter den Gegnern der Kolonisation 26 Seit dem 19 Jahrhundert sind deutsche Franziskaner in Brasilien tatig Auch China war bis zum Zweiten Weltkrieg ein Schwerpunkt fur das Engagement mehrerer deutscher Ordensprovinzen Ab den 1980er Jahren wurden sie auch in Afrika tatig Inzwischen sind uberall einheimische unabhangige Franziskanerprovinzen entstanden in denen einheimische und europaische Bruder in bruderlicher Assistenz zusammenarbeiten 27 Inquisition und Judenverfolgung Bearbeiten Hauptartikel Inquisition Neben den Dominikanern beteiligten sich ab der ersten Halfte des 13 Jahrhunderts unter anderem auch die Franziskaner an der Untersuchung und Verurteilung von Haretikern im Rahmen der Inquisition vor allem in Italien Frankreich und dem Heiligen Romischen Reich Da Dominikaner und Franziskaner aus christlichen Laienbewegungen hervorgegangen waren und sich ebenso wie die zeitgenossischen haretischen Bewegungen an personlicher Armut orientierten eigneten sie sich nach damaliger Meinung besonders gut um inhaltliche Unterschiede zwischen rechtglaubigen und haretischen Standpunkten aufzuzeigen Aussagen uber die Juden oder Begegnungen mit Juden sind von Franziskus nicht bekannt Wie die Dominikaner so fuhrten auch die Franziskaner Disputationen mit judischen Gelehrten und waren enttauscht wenn diese das Christentum weiterhin ablehnten Judenfeindliche Predigten von Franziskanern wurden im 14 und 15 Jahrhundert mehrfach von Papsten kritisiert Namentlich Johannes Capistranus trat als fanatischer Promotor der Judenverfolgung auf Insgesamt ist die Beziehung zwischen den Franziskanern und den Juden aber noch nicht wissenschaftlich aufgearbeitet 28 Armutsstreit Bearbeiten Hauptartikel Armutsstreit Es ist nicht zu ubersehen dass sich die kritische Alternative des Anfangs der Minderbruder in Deutschland durch Verburgerlichung und Klerikalisierung veranderte Aus zeitweiligen Ansiedlungen wurden nun auf innerstadtische Seelsorge und Gottesdienstangebote ausgelegte und dauerhaft etablierte Franziskanerkloster orientiert an monastischen Abteien und Kanonikerstiften Fur die erfolgreiche Predigt und Seelsorgetatigkeit brauchte man grosse Kirchen die auch vielerorts gebaut wurden unterstutzt von den Gonnern des Ordens Es entwickelte sich der Typus der Bettelordenskirche die nach den Ordensstatuten baulich zwar wenig aufwandig zu sein hatten mit einem kleinen Dachreiter statt eines turmbewehrten Westwerks mit einer offenen Halle anstelle hierarchisch gegliederter Kirchenschiffe aber dennoch mancherorts eine kostspielige Ausstattung erhielten Bereits 1231 kritisierte dies in Eisenach die den Franziskanern sehr nahe stehende Landgrafin Elisabeth von Thuringen 29 Konvent und Basilika San Francesco Assisi Die Zahlung der franziskanischen Generalminister begann erst mit Franziskus Tod Der dem Armutsideal anhangende Johannes Parenti wurde zum ersten Generalminister gewahlt und hatte das Amt 1227 1232 inne Sein Gegenspieler war Elias von Cortona der den Orden bereits in den Jahren vor Franziskus Tod geleitet hatte Er und Papst Gregor IX trieben die Idee voran uber dem Grab des Ordensgrunders in dessen Geburtsstadt Assisi eine Basilika mit Klosteranlage zu bauen Am 16 Juli 1228 nur zwei Jahre nach seinem Tod wurde Franziskus heiliggesprochen und am 17 Juli legte der Papst den Grundstein zur Basilika San Francesco Zahlreiche Bruder storten sich an der Pracht des Kirchenbaus und an der Grosse des Sacro Convento die im Widerspruch zu den Armutsidealen des Ordens standen Dennoch loste Elias von Cortona 1232 Johannes Parenti als Generalminister ab und hielt sich bis 1239 in dieser Position Um den heftig entbrannten sogenannten Armutsstreit einzudammen verfugte Gregor IX dass die gewahlte Ordensverwaltung Gelder besitzen durfe und der Bau von Klostern den Absichten des Ordensgrunders nicht widerspreche Aber erst Bonaventura von Bagnoregio Generalminister 1257 1274 gelang es im Armutsstreit wirkungsvoll zu vermitteln und den Orden auf einen gemassigten Kurs zu bringen Dennoch schwelte der Streit weiter und fuhrte zu Konflikten mit den Papsten insbesondere unter Michael von Cesena Generalminister 1316 1328 Die Minderen Bruder gaben ihre strenge Armut und ihre seelsorgerische Ausrichtung mehr und mehr auf zugunsten von Besitz und Gelehrsamkeit zugunsten des Lebens in grossen stadtischen Konventen und des Wirkens an bedeutenden Universitaten Eine Rolle spielte dabei auch die zunehmende Stiftung von Jahrtagen durch wohlhabende Burger wo als Gegenleistung fur die Uberschreibung von Geld oder Grundstucken von den Stiftungsempfangern Gebete verrichtet und Messen zelebriert werden mussten Es hatte sich mit Billigung der Kirchenleitung die Praxis entwickelt dass Franziskanerkonvente und sogar einzelne Bruder Eigentum aus solchen Stiftungen besitzen durften und dazu vom Gelubde der Armut dispensiert wurden 30 Observanzbewegung und Ordensteilung Bearbeiten Darstellung eines Kapuziners Schwabisch Haller Chronik um 1590 Gegen diese Tendenzen einer Verwasserung des Armutsideals wandte sich eine Bewegung innerhalb des Ordens die fur eine Ruckkehr zu einer strengeren Beachtung der ursprunglichen Ordensregel regularis observantia Observanz eintraten Ahnliche Bestrebungen gab es zu der Zeit auch in anderen Orden Fur die Franziskaner war die radikale Befolgung des Ideals von Bedeutung die sich durch ein ungesichertes Leben eine Abwendung von den Stadten und die Niederlassung in Einsiedeleien am leichtesten verwirklichen liess Erste Gruppen entstanden etwa um die Mitte des 14 Jahrhunderts in Italien wo Paul von Trinci aus Foligno seine Gefahrten 1368 Bruder von der Familie der Observanz nannte 31 bald aber auch in Spanien und Frankreich Diese Gruppen denen im 15 Jahrhundert beispielsweise Bernhardin von Siena Johannes von Capestrano Albert von Sarteano 1385 1450 und Jakobus von der Mark 1394 1476 angehorten erfreuten sich regen Zulaufs und bildeten schon bald die Mehrheit im Minderbruderorden Das Konzil von Konstanz erlaubte 1414 in seiner Konstitution Supplicationibus den Brudern der strengen Observanz stricta observantia regularis sich in allen Provinzen des Ordens niederzulassen reformwillige Ordensmanner aufzunehmen und eigene General und Provinzvikare zu wahlen wodurch in den Provinzen eine zweite eigenstandige Verwaltungsebene entstand 1430 versuchte Papst Martin V durch die Martinianischen Konstitutionen einen Mittelweg zu eroffnen den martinianische Konvente als Lebensweise ubernehmen konnten jedoch konnte die Trennung des Ordens dadurch nicht aufgehalten werden 32 33 Zur Schwachung des ursprunglichen Stammordens der so genannten Konventualen trugen auch aussere Einflusse bei etwa der Hundertjahrige Krieg die in den Stadten wutende Pest und das Abendlandische Schisma Die observanten Stromungen waren in verschiedenen Regionen uneinheitlich ausgepragt Als gemeinsame Kennzeichnung kann gelten 34 Annaherung an das von Franziskus grundgelegte Ideal durch strenge Beachtung der Ordensregel Verzicht auf Dispensen von der Einhaltung der Regel und auf Privilegien Abkehr von einer Verburgerlichung des Ordens durch strenge gemeinsame Armut und einfache Kirch und Klosterbauten Starkung der franziskanisch bruderlichen Lebensform durch kleine Gemeinschaften Ausgleich einer monastisch ritualistischen Frommigkeit durch kontemplatives Gebet Erneuerung der missionarischen Kraft des Ordens durch ein pastoral orientiertes Studium Im Jahr 1517 reagierte Papst Leo X indem er die Teilung des Ordens in Konventualen und Observanten anerkannte Ein Generalkapitel des Ordens zu Pfingsten 1517 das auf Anordnung des Papstes die Separationsbewegungen im Orden beenden sollte blieb erfolglos Papst Leo X verfugte in seiner Bulle Ite et vos am 29 Mai 1517 die Trennung des Ordens in zwei eigenstandige Ordenszweige die Konventualen mit 20 000 bis 25 000 Brudern einerseits und die Observanten mit 30 000 bis 32 000 Brudern andererseits 35 Die Observanten die eine Vereinigung mehrerer unterschiedlicher Reformgruppen wie die Klarener Amadener und Martinianer darstellen werden in der Bulle als rechtmassige Erben des ursprunglichen Ordens betrachtet sie erhielten das Ordenssiegel und das Recht den Namen Minderbruder zu fuhren 36 Wenig spater spalteten sich auch die Observanten sodass sich der franziskanische Mannerorden Erster Orden heute in drei Untergruppen gliedert Den Konventualen oder Minoriten Ordo fratrum minorum conventualium ist gemeinschaftlicher Besitz erlaubt sie sind an ihrem schwarzen Habit zu erkennen Die Observanten oder Franziskaner OFM Ordo fratrum minorum regularis observantiae streben eine moglichst enge Befolgung der Franziskusregel an und tragen einen braunen Habit Sie differenzierten sich seit den 1530er Jahren in die Alcantariner auch Discalceaten die Reformaten und die Rekollekten Die drei Zweige unterstanden einem gemeinsamen Generalminister hatten jedoch jeweils eine partielle Selbstandigkeit mit eigenen Statuten und eigenen Oberen bis Papst Leo XIII sie in der Unio Leonina durch die Apostolische Konstitution Felicitate quadam vom 4 Oktober 1897 wieder vereinigte Mit weltweit derzeit rund 18 000 Brudern bilden sie heute die grosste Gruppe Ebenfalls braun gekleidet sind die 1528 von den Observanten abgespalteten Kapuziner zunachst Fratres minores de vita eremitica ab etwa 1534 zunehmend Scapuccini genannt Die Kapuze des Habits weicht in der Form von der der Franziskaner und Minoriten ab und ist direkt am Habit befestigt 37 Annaherung BearbeitenVom 12 bis 14 Juni 2017 fand aus Anlass des 500 Jahrestages der Ordensteilung und des Reformationsgedenkens in Hofheim am Taunus ein gemeinsames Mattenkapitel mit 70 Brudern der drei Mannerorden in Deutschland statt an dem auch die Provinziale der Deutschen Franziskanerprovinz der Deutschen Kapuzinerprovinz und der Deutschen Minoritenprovinz teilnahmen Man hielt eine kunftige Wiedervereinigung der Minderbruder fur moglich und vereinbarte konkrete Schritte einer weiteren Annaherung 38 Die drei deutschen Provinzen haben zusammen 552 Mitglieder in 79 Niederlassungen Franziskaner 321 Minoriten 112 und Kapuziner 117 39 Fruhe Kirchen und Klosterbauten des Ersten Ordens BearbeitenSiehe auch Liste der Franziskanerkloster Italien Bearbeiten Der Uberlieferung nach vernahm Franziskus im Jahr 1205 vor dem Kreuz von San Damiano in der aufgegebenen Kapelle San Damiano bei Assisi kniend die Worte Franziskus geh und baue mein Haus wieder auf das wie du siehst ganz und gar in Verfall gerat worauf er mit der Wiedererrichtung begann Das Kirchlein Portiuncula erhielt Franziskus 1208 von Benediktinern Heute steht diese Kirche im Zentrum der 1569 1679 erbauten Basilika Santa Maria degli Angeli bei Assisi Um 1215 erhielt Franziskus wohl ebenfalls von Benediktinern den kleinen Klosterbau Eremo delle Carceri bei Assisi Um 1400 liess hier Bernhardin von Siena die Kirche Santa Maria delle Carceri errichten Ab 1227 entstand die Basilika Santa Chiara Assisi In der Kreuzeskapelle befindet sich die Kreuzikone aus San Damiano 1228 begonnen wurde die bereits erwahnte Basilika San Francesco mit dem Grab des Heiligen und das zugehorige Sacro Convento Assisi Die franziskanische Basilika Santa Maria in Aracoeli Rom entstand ab 1250 Der Grundstein der franziskanischen Basilika Santa Croce Florenz wurde 1294 oder 1295 gelegt 1318 1377 wurde innerhalb der Stadtmauern von Arezzo die Kirche San Francesco erbaut Das Kreuz uber dem Hochaltar gestaltet vom so genannten Franziskusmeister stammt noch aus einem Vorgangerbau ausserhalb der Stadtmauern Deutschsprachiger Raum Bearbeiten Eine 1221 errichtete Provincia Teutonia wurde 1230 geteilt in eine sachsische Saxonia und eine rheinische Provinz Die rheinische Provinz teilte sich nach 1239 in eine niederdeutsche Provinz die Kolner Provinz Colonia und eine oberdeutsche die Strassburger Provinz Argentina Von der Saxonia wurden in derselben Zeit die Dacia Danemark und die Bohemia Bohmen abgetrennt 40 Die ersten Klostergrundungen im deutschsprachigen Raum Augsburg Wurzburg Regensburg Mainz Worms und Speyer erfolgten im Jahre 1221 durch Bruder die vom Ordensgrunder selbst entsandt worden waren 1222 kamen Strassburg Koln und Hagenau im Elsass hinzu 1224 Erfurt 41 In Eisenach stiftete Landgrafin Elisabeth von Thuringen 1225 das Franziskanerkloster St Paul Die Franziskaner mussten 1525 Eisenach verlassen Das Lubecker Katharinenkloster mit Katharinenkirche war von 1225 bis zur Reformation 1531 in Funktion Der Gebaudekomplex gehort heute zum Weltkulturerbe Von Lubeck aus wurde bald nach 1230 ein Konvent in Riga gegrundet In Ziesar wurden Franziskaner fur das Jahr 1226 nachgewiesen um 1250 siedelten sie in die Altstadt Brandenburg an die Johanniskirche um Das Franziskanerkloster Ulm bestand von 1229 bis 1531 Im Zuge der Reformation wurde es aufgelost 1231 wurde in Seligenthal an der Sieg ein Franziskanerkloster gegrundet 1232 liessen sich Franziskaner in Limburg an der Lahn nieder und blieben dort bis zur endgultigen Klosterschliessung im Jahr 1813 Die heutige Stadtkirche wurde von ihnen im 14 Jahrhundert erbaut 42 Das Franziskanerkloster Koblenz wurde 1236 erstmals urkundlich erwahnt und in franzosischer Zeit 1802 sakularisiert Danach wurde es als Burgerhospital genutzt und 1944 bei Luftangriffen zerstort Das Franziskanerkloster Graz wurde 1239 gegrundet wobei zwei Minderbruder Albert und Marchward urkundlich bezeugt sind 1241 fand hier das erste urkundlich nachweisbare Provinzkapitel der osterreichischen Minderbruder statt 43 1515 wurde das Kloster von den Franziskaner Observanten OFM ubernommen die es seitdem besitzen An das Konventsgebaude schliesst sich die Franziskanerkirche Graz an Das Franziskanerkloster in Fritzlar wurde 1244 geweiht 1517 bekannten sich die Ordensleute zu den Minoriten 1811 wurde das Kloster aufgehoben Nach Berlin kamen die Franziskaner in den 1240er Jahren und grundeten das Graue Kloster Die Klosterkirche wurde im Zweiten Weltkrieg zerstort und ist als Ruine erhalten Das Franziskanerkloster mit Bartholomauskirche in Oppenheim wurde ab etwa 1250 erbaut Das Franziskanerkloster in Dresden wurde 1272 erstmals urkundlich erwahnt 1539 im Zuge der Reformation aufgehoben im 17 bis 19 Jahrhundert abgerissen Die zugehorige Kirche blieb bis 1945 als Sophienkirche erhalten Heute ist das alteste durchgehend bestehende Franziskanerkloster Deutschlands das Franziskanerkloster Wurzburg der Minoriten Es wurde 1221 gegrundet Weitere Lander Bearbeiten Das Kloster der Minderen Bruder in Paris wurde 1230 gegrundet Heute ist nur noch ein spatgotischer Bau erhalten Das Franziskanerkloster in Esztergom wurde um 1230 gegrundet 1270 wurden der ungarische Konig Bela IV und dessen Frau Maria Laskaris in der Klosterkirche beigesetzt Das heutige Kloster ist eine Anlage aus der Barockzeit Das Franziskanerkloster in Oslo wurde 1290 gegrundet und beherbergt heute das Oslo Hospital Bereits die Franziskaner hatten das Kloster zur Versorgung von Kranken genutzt Siehe auch BearbeitenListe der Franziskanerkloster Liste franziskanischer Generalminister Liste bedeutender Franziskaner Franziskaner in Deutschland Monte di PietaLiteratur BearbeitenHorst von der Bey Johannes Baptist Freyer Die Franziskanische Bewegung Bd 1 Geschichte und Spritualitat Matthias Grunewald Mainz 1996 Bd 2 Weltweites Engagement heute Matthias Grunewald Mainz 1996 Ferdinand Doelle Die Observanzbewegung in der sachsischen Franziskanerprovinz bis zum Beginn der Glaubensspaltung mit Berucksichtigung der Martinianischen Reform in Kursachsen Munster 1918 Kaspar Elm Die Franziskanerobservanz als Bildungsreform In Hartmut Boockmann Bernd Moeller Karl Stackmann Hrsg Lebenslehren und Weltentwurfe im Ubergang vom Mittelalter zur Neuzeit Politik Bildung Naturkunde Theologie Bericht uber Kolloquien der Kommission zur Erforschung der Kultur des Spatmittelalters 1983 bis 1987 Abhandlungen der Akademie der Wissenschaften in Gottingen philologisch historische Klasse Folge III Nr 179 Vandenhoeck amp Ruprecht Gottingen 1989 ISBN 3 525 82463 7 S 201 214 Thomas Ertl Religion und Disziplin Selbstdeutung und Weltordnung im fruhen deutschen Franziskanertum Arbeiten zur Kirchengeschichte Bd 96 De Gruyter Berlin u a 2006 ISBN 3 11 018544 X zugleich Berlin Freie Universitat Habilitations Schrift 2005 2006 Helmut Feld Die Franziskaner UTB 3011 Profile Ulmer Stuttgart 2008 ISBN 978 3 8252 3011 1 Johannes Baptist Freyer Hrsg Mystik in den franziskanischen Orden Butzon und Bercker Kevelaer 1993 ISBN 3 7666 9801 X Anton Grabner Haider Die grossen Ordensgrunder Marix Wiesbaden 2007 ISBN 978 3 86539 921 2 Heribert Holzapfel Handbuch der Geschichte des Franziskanerordens Herdersche Verlagshandlung Freiburg im Breisgau 1909 Lazaro Iriarte Der Franziskusorden Handbuch der franziskanischen Ordensgeschichte Aus dem Spanischen ubersetzt von Ferdinand Litschka und Hans Norbert Huber Verlag der Bayerischen Kapuziner Altotting 1984 Niklaus Kuster Thomas Dienberg Marianne Jungbluth Hrsg Inspirierte Freiheit 800 Jahre Franziskus und seine Bewegung Herder Freiburg im Breisgau u a 2009 ISBN 978 3 451 31053 9 Justin Lang Helmuth Nils Loose Toni Schneiders Die grossen Ordensgrunder Benedikt Dominikus Franziskus Ignatius Hohe Erftstadt 2007 ISBN 978 3 86756 042 9 Herbert Schneider Die Franziskaner im deutschen Sprachgebiet Leben und Ziele Dietrich Coelde Verlag Werl 1988 ISBN 3 87163 151 0 Achim Todenhofer Apostolisches Ideal im sozialen Kontext Zur Genese der europaischen Bettelordensarchitektur im 13 Jahrhundert In Marburger Jahrbuch fur Kunstwissenschaft Bd 34 2007 ISSN 0342 121X S 43 75 Weblinks Bearbeiten Commons Franziskanische Orden Sammlung von Bildern Videos und Audiodateien Website der deutschen Franziskanerprovinz OFS Osterreich Region Ost Okumenisch geschwisterliche Netzwerkinitiative franziskanischer Orden clara francesco Interfranziskanische Arbeitsgemeinschaft INFAG Heiligenlexikon Franziskaner Franziskaner im Reallexikon zur Deutschen Kunstgeschichte Bert Roest und Maarten van der Heijden Franciscan Authors Katalog zu franziskanischen Autoren des 13 18 Jh mit Informationen zu Biographie Editionen und Forschungsliteratur Franziskaner Minoriten Kloster WurzburgEinzelnachweise Bearbeiten infag de Lothar Hardick OFM Die Entwicklung des Ordens der Minderbruder nordlich der Alpen Testament des hl Franziskus Nr 7 In Geistliches Vermachtnis IV Studientag der Franziskanischen Arbeitsgemeinschaft 1977 Werl 1977 Wandlung in Treue Bd 20 S 18 29 jetzt auch in Dieter Berg Hrsg Spiritualitat und Geschichte Festgabe fur Lothar Hardick OFM zu seinem 80 Geburtstag Werl 1993 ISBN 3 87163 195 7 S 137 146 hier S 137 Lothar Hardick OFM Hrsg Chronica fratris Iordani a Iano deutsch Nach Deutschland und England Die Chroniken der Minderbruder Jordan von Giano und Thomas von Eccleston Franziskanische Quellenschriften Band 6 Werl 1957 Karl Suso Frank Franziskaner I Idee und Grundstruktur In Walter Kasper Hrsg Lexikon fur Theologie und Kirche 3 Auflage Band 4 Herder Freiburg im Breisgau 1995 Sp 30 f franziskaner de Bullierte Regel deutscher Text Regula non bullata 6 dazu Alfred Dollmann Bruder und Diener Das Apostolat bei Franziskus und in der Fruhzeit seines Ordens Dietrich Coelde Verlag Werl 1968 S 128 Lothar Hardick OFM Das franziskanische Amtsverstandnis Testament Nr 12 In Geistliches Vermachtnis VI Studientag der Franziskanischen Arbeitsgemeinschaft 1979 Werl 1980 Wandlung in Treue Bd 22 S 46 59 jetzt auch in Dieter Berg Hrsg Spiritualitat und Geschichte Festgabe fur Lothar Hardick OFM zu seinem 80 Geburtstag Werl 1993 ISBN 3 87163 195 7 S 91 102 hier S 94 Herbert Schneider Die Franziskaner im deutschen Sprachgebiet Leben und Ziele Dietrich Coelde Verlag Werl 1988 S 14 Lothar Hardick OFM Die Entwicklung des Ordens der Minderbruder nordlich der Alpen Testament des hl Franziskus Nr 7 In Geistliches Vermachtnis IV Studientag der Franziskanischen Arbeitsgemeinschaft 1977 Werl 1977 Wandlung in Treue Bd 20 S 18 29 jetzt auch in Dieter Berg Hrsg Spiritualitat und Geschichte Festgabe fur Lothar Hardick OFM zu seinem 80 Geburtstag Werl 1993 ISBN 3 87163 195 7 S 137 146 hier S 143f 145f Thomas von Celano Das Leben des heiligen Franciscus von Assisi Cap CIX nach Andreas Ruther Bettelorden in Stadt und Land Die Strassburger Mendikantenkonvente und das Elsass im Spatmittelalter Berliner historische Studien Band 26 Ordensstudien XI Duncker amp Humblot Berlin 1997 ISBN 3 428 09235 X Dissertation Freie Universitat Berlin 1994 S 177f auch zum folgenden Bruno Rottenbach Wurzburger Strassennamen Band 1 Frankische Gesellschaftsdruckerei Wurzburg 1967 S 102 f Franziskanergasse kolumba de Bayerische Franziskanerprovinz Hrsg 1625 2010 Die Bayerische Franziskanerprovinz Von ihren Anfangen bis heute Furth 2010 S 6f Dieter Berg Hrsg Spuren franziskanischer Geschichte Werl 1999 S 19 Bernd Schmies Aufbau und Organisation der Sachsischen Franziskanerprovinz und ihrer Kustodie Thuringen von den Anfangen bis zur Reformation In Thomas T Muller Bernd Schmies Christian Loefke Hrsgg Fur Gott und die Welt Franziskaner in Thuringen Paderborn u a 2008 S 38 49 hier S 39ff Dieter Berg Hrsg Spuren franziskanischer Geschichte Werl 1999 S 19 Bernd Schmies Aufbau und Organisation der Sachsischen Franziskanerprovinz und ihrer Kustodie Thuringen von den Anfangen bis zur Reformation In Thomas T Muller Bernd Schmies Christian Loefke Hrsg Fur Gott und die Welt Franziskaner in Thuringen Paderborn u a 2008 S 38 49 hier S 39ff Lothar Hardick OFM Die Entwicklung des Ordens der Minderbruder nordlich der Alpen Testament des hl Franziskus Nr 7 In Geistliches Vermachtnis IV Studientag der Franziskanischen Arbeitsgemeinschaft 1977 Werl 1977 Wandlung in Treue Bd 20 S 18 29 jetzt auch in Dieter Berg Hrsg Spiritualitat und Geschichte Festgabe fur Lothar Hardick OFM zu seinem 80 Geburtstag Werl 1993 ISBN 3 87163 195 7 S 137 146 hier S 138f Johannes Schlageter Die Anfange der Franziskaner in Thuringen In Thomas T Muller Bernd Schmies Christian Loefke Hrsgg Fur Gott und die Welt Franziskaner in Thuringen Paderborn u a 2008 S 32 37 hier S 33f 36 Dieter Berg Hrsg Spuren franziskanischer Geschichte Werl 1999 S 19 Bernd Schmies Aufbau und Organisation der Sachsischen Franziskanerprovinz und ihrer Kustodie Thuringen von den Anfangen bis zur Reformation In Thomas T Muller Bernd Schmies Christian Loefke Hrsgg Fur Gott und die Welt Franziskaner in Thuringen Paderborn u a 2008 S 38 49 hier S 39ff Gudrun Gleba Kloster und Orden im Mittelalter WBG 4 Auflage Darmstadt 2011 S 107 Bernd Schmies Aufbau und Organisation der Sachsischen Franziskanerprovinz und ihrer Kustodie Thuringen von den Anfangen bis zur Reformation In Thomas T Muller Bernd Schmies Christian Loefke Hrsgg Fur Gott und die Welt Franziskaner in Thuringen Paderborn u a 2008 S 38 49 hier S 40 44 franziskaner net Bullierte Regel Horst von der Bey Johannes Baptist Freyer Hrsg Die Franziskanische Bewegung Band 1 Geschichte und Spritualitat Mainz 1996 S 145ff 157 180 Horst von der Bey OFM Franziskanischer Friedensdienst In Horst von der Bey Johannes Baptist Freyer Hrsg Die Franziskanische Bewegung Band 1 Geschichte und Spritualitat Mainz 1996 S 73 89 Herbert Schneider Die Franziskaner im deutschen Sprachgebiet Leben und Ziele Dietrich Coelde Verlag Werl 1988 S 61 Karl Suso Frank Franziskaner I Idee und Grundstruktur In Walter Kasper Hrsg Lexikon fur Theologie und Kirche 3 Auflage Band 4 Herder Freiburg im Breisgau 1995 Sp 30 f franziskaner de Bullierte Regel deutscher Text Regula non bullata 6 dazu Alfred Dollmann Bruder und Diener Das Apostolat bei Franziskus und in der Fruhzeit seines Ordens Dietrich Coelde Verlag Werl 1968 S 128 Lothar Hardick OFM Das franziskanische Amtsverstandnis Testament Nr 12 In Geistliches Vermachtnis VI Studientag der Franziskanischen Arbeitsgemeinschaft 1979 Werl 1980 Wandlung in Treue Bd 22 S 46 59 jetzt auch in Dieter Berg Hrsg Spiritualitat und Geschichte Festgabe fur Lothar Hardick OFM zu seinem 80 Geburtstag Werl 1993 ISBN 3 87163 195 7 S 91 102 hier S 94 Horst von der Bey Johannes Baptist Freyer Hrsg Die Franziskanische Bewegung Band 1 Geschichte und Spritualitat Mainz 1996 S 131 138 Herbert Schneider Die Franziskaner im deutschen Sprachgebiet Leben und Ziele Dietrich Coelde Verlag Werl 1988 S 88 93 Horst von der Bey OFM Dunkles Erinnern Juden und Franziskaner In Horst von der Bey Johannes Baptist Freyer Hrsg Die Franziskanische Bewegung Band 1 Geschichte und Spritualitat Mainz 1996 S 148 157 bes S 148 152f 155f Johannes Schlageter Die Anfange der Franziskaner in Thuringen In Thomas T Muller Bernd Schmies Christian Loefke Hrsgg Fur Gott und die Welt Franziskaner in Thuringen Paderborn u a 2008 S 32 37 hier S 36f Gudrun Gleba Kloster und Orden im Mittelalter WBG 4 Auflage Darmstadt 2011 S 108 Raynald Wagner Zur Geschichte der Bayerischen Franziskanerprovinz von 1625 bis 1802 In Bayerische Franziskanerprovinz Hrsg 1625 2010 Die Bayerische Franziskanerprovinz Von ihren Anfangen bis heute Furth 2010 S 6 29 hier S 8f Herbert Schneider Die Franziskaner im deutschen Sprachgebiet Leben und Ziele Dietrich Coelde Verlag Werl 1988 S 18 Dieter Berg Die Franziskaner in Westfalen In ders Armut und Geschichte Studien zur Geschichte der Bettelorden im Hohen und Spaten Mittelalter Saxonia Franciscana Band 11 Butzon amp Bercker Kevelaer 2001 ISBN 3 7666 2074 6 S 307 334 hier S 319ff Bernd Schmies Volker Honemann Die Franziskanerprovinz Saxonia von den Anfangen bis 1517 Grundzuge und Entwicklungslinien In Volker Honemann Hrsg Von den Anfangen bis zur Reformation Geschichte der Sachsischen Franziskanerprovinz von der Grundung bis zum Anfang des 21 Jahrhunderts Bd 1 hrsg von der Sachsischen Franziskanerprovinz Paderborn 2015 S 21 44 hier S 66 Horst von der Bey Johannes Baptist Freyer Hrsg Die Franziskanische Bewegung Band 1 Geschichte und Spritualitat Mainz 1996 S 97 nach Kajetan Esser OFM Karl Suso Frank Franziskaner IV Geschichte In Walter Kasper Hrsg Lexikon fur Theologie und Kirche 3 Auflage Band 4 Herder Freiburg im Breisgau 1995 Sp 33 Herbert Schneider Die Franziskaner im deutschen Sprachgebiet Leben und Ziele Dietrich Coelde Verlag Werl 1988 S 18 Dieter Berg Hrsg Spuren franziskanischer Geschichte Werl 1999 S 245 277 Provinzialat der Deutschen Franziskaner Hrsg Franziskaner Magazin fur franziskanische Kultur und Lebensart Sommer 2017 S 29 franziskaner net Franziskaner auf dem Weg zur Ordensvereinigung Die drei Zweige des Ersten Ordens des heiligen Franziskus denken offen uber einen Zusammenschluss nach 19 06 2017 franziskaner net Bericht vom Mattenkapitel der Minderbruder 19 06 2017 orden de Statistik Mannerorden Stand 31 Dezember 2016 abgerufen am 11 Juli 2017 Bayerische Franziskanerprovinz Hrsg 1625 2010 Die Bayerische Franziskanerprovinz Von ihren Anfangen bis heute Furth 2010 S 6f Willibald Kullmann Die Sachsische Franziskanerprovinz ein tabellarischer Leitfaden ihrer Geschichte Dusseldorf 1927 9 14 20 auf www franziskanerkloster wuerzburg de Stand 2 Februar 2010 Ein Ansiedlungsversuch in Salzburg scheiterte zunachst vgl Vortragstext Memento vom 20 Dezember 2014 im Internet Archive auf franziskaner members cablelink at abgerufen am 20 Dezember 2014 Franziskanerkirche auf denkmalpflege hessen de Horst Schweigert Die Franziskaner und Pfarrkirche Maria Himmelfahrt in Graz Ehemalige Minoritenkirche Reihe Christliche Kunststatten Osterreichs Band 170 ZDB ID 2182605 5 Verlag St Peter Salzburg 1989 S 2 Normdaten Korperschaft GND 1008636 5 OGND AKS LCCN n79015671 VIAF 147415964Abgerufen von https de wikipedia org w index php title Franziskanische Orden amp oldid 211837317, wikipedia, wiki, deutsches

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