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Flüssigkeit

Eine Flüssigkeit ist Materie im flüssigen Aggregatzustand. Nach einer makroskopischen Definition handelt es sich um einen Stoff, der einer Formänderung so gut wie keinen, einer Volumenänderung hingegen einen recht großen Widerstand entgegensetzt (der Stoff ist nahezu inkompressibel). Nach einer mikroskopischen Definition ist eine Flüssigkeit ein Stoff, dessen Teilchen sich ständig nichtperiodisch bewegen sowie keiner Fernordnung, jedoch einer Nahordnung unterliegen und deren mittlere freie Weglänge in der Größenordnung des Teilchendurchmessers liegt.

Teilchenmodell einer Flüssigkeit

Flüssigkeiten sind also volumenbeständig, formunbeständig und unterliegen einer ständigen Brownschen Bewegung. Der flüssige Zustand ist nicht allein stoffspezifisch, sondern hängt auch von äußeren Faktoren wie der Temperatur und dem Druck ab. Wechselt eine solche Flüssigkeit ihren Aggregatzustand, so spricht man von einer Phasenumwandlung, wobei der Begriff der Phase selbst einen Überbegriff zum Aggregatzustand darstellt.

Mit den Gasen werden die Flüssigkeiten zu den Fluiden zusammengefasst.

Inhaltsverzeichnis

Die temperaturabhängige Volumenausdehnung einer Flüssigkeit wird durch deren Volumenausdehnungskoeffizienten quantifiziert. Der Kompressionsmodul ist ein Maß für die adiabatische Volumenelastizität, das heißt für die „Zusammendrückbarkeit“ einer Flüssigkeit. In der Schwerelosigkeit beziehungsweise bei einer Abwesenheit äußerer Kräfte nehmen Flüssigkeiten aufgrund ihrer Oberflächenspannung eine kugelförmige Gestalt an, da diese Form die Oberfläche minimiert. Flüssigkeiten üben auf die Wand des Gefäßes, in dem sie sich befinden, einen hydrostatischen Druck aus, zum Beispiel den Wasserdruck. Ruhende Flüssigkeiten sind physikalisch hauptsächlich durch diesen Druck gekennzeichnet. Übt man von außen Druck auf Flüssigkeiten aus, so verteilt sich der Druck gleichmäßig in der ganzen Flüssigkeit. Je tiefer man einen Körper in eine Flüssigkeit taucht, desto größer wird der hydrostatische Druck auf den Körper. Dieser hängt allerdings nicht nur von der Tauchtiefe, sondern auch von der Dichte der Flüssigkeit ab. In strömenden Flüssigkeiten treten zusätzliche Größen auf, die durch die Fluiddynamik, ein Teilgebiet der Kontinuumsmechanik, beschrieben werden.

Der Widerstand gegen Formänderung, genauer die Viskosität, kann allerdings beliebig groß sein. Neben den für den allgemeinen Sprachgebrauch typischen Flüssigkeiten wie etwa Getränke, Geschirrspülmittel oder Flüssigbrennstoffe zählen folglich auch beispielsweise Knetmasse und extrem zähe Stoffe wie etwa Glas dazu. Zwischen Flüssigkeit und Festkörper gibt es insofern keine klare Grenze (siehe dazu auch Amorphes Material).

Aufgrund der im Vergleich zum Festkörper fehlenden Translationsperiodizität und der ständigen Teilchenbewegung müssen Flüssigkeiten mit den Mitteln der statistischen Mechanik (z. B. klassische Dichtefunktionaltheorie) beschrieben werden. Wichtig sind hier die atomaren Verteilungsfunktionen. Viele Eigenschaften der Volumenphase von Flüssigkeiten lassen sich mittels Molekulardynamik- oder Monte-Carlo-Simulation berechnen.

  • J. P. Hansen, I. R. Mcdonald: Theory of simple Liquids. Elsevier Academic Press, 2006, ISBN 978-0-12-370535-8
  • M. P. Allen, D.J. Tildesly: Computer Simulation of Liquids. Oxford University Press, 1989, ISBN 0-19-855645-4
Wiktionary: Flüssigkeit – Bedeutungserklärungen, Wortherkunft, Synonyme, Übersetzungen
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Flüssigkeit
flüssigkeit, materie, flüssigen, aggregatzustand, sprache, beobachten, bearbeiten, eine, materie, flüssigen, aggregatzustand, nach, einer, makroskopischen, definition, handelt, sich, einen, stoff, einer, formänderung, keinen, einer, volumenänderung, hingegen, . Flussigkeit Materie im flussigen Aggregatzustand Sprache Beobachten Bearbeiten Eine Flussigkeit ist Materie im flussigen Aggregatzustand Nach einer makroskopischen Definition handelt es sich um einen Stoff der einer Formanderung so gut wie keinen einer Volumenanderung hingegen einen recht grossen Widerstand entgegensetzt der Stoff ist nahezu inkompressibel Nach einer mikroskopischen Definition ist eine Flussigkeit ein Stoff dessen Teilchen sich standig nichtperiodisch bewegen sowie keiner Fernordnung jedoch einer Nahordnung unterliegen und deren mittlere freie Weglange in der Grossenordnung des Teilchendurchmessers liegt Teilchenmodell einer Flussigkeit Flussigkeiten sind also volumenbestandig formunbestandig und unterliegen einer standigen Brownschen Bewegung Der flussige Zustand ist nicht allein stoffspezifisch sondern hangt auch von ausseren Faktoren wie der Temperatur und dem Druck ab Wechselt eine solche Flussigkeit ihren Aggregatzustand so spricht man von einer Phasenumwandlung wobei der Begriff der Phase selbst einen Uberbegriff zum Aggregatzustand darstellt Mit den Gasen werden die Flussigkeiten zu den Fluiden zusammengefasst Inhaltsverzeichnis 1 Makroskopische Beschreibung und Eigenschaften 2 Mikroskopische Beschreibung und Eigenschaften 3 Siehe auch 4 Literatur 5 WeblinksMakroskopische Beschreibung und Eigenschaften BearbeitenDie temperaturabhangige Volumenausdehnung einer Flussigkeit wird durch deren Volumenausdehnungskoeffizienten quantifiziert Der Kompressionsmodul ist ein Mass fur die adiabatische Volumenelastizitat das heisst fur die Zusammendruckbarkeit einer Flussigkeit In der Schwerelosigkeit beziehungsweise bei einer Abwesenheit ausserer Krafte nehmen Flussigkeiten aufgrund ihrer Oberflachenspannung eine kugelformige Gestalt an da diese Form die Oberflache minimiert Flussigkeiten uben auf die Wand des Gefasses in dem sie sich befinden einen hydrostatischen Druck aus zum Beispiel den Wasserdruck Ruhende Flussigkeiten sind physikalisch hauptsachlich durch diesen Druck gekennzeichnet Ubt man von aussen Druck auf Flussigkeiten aus so verteilt sich der Druck gleichmassig in der ganzen Flussigkeit Je tiefer man einen Korper in eine Flussigkeit taucht desto grosser wird der hydrostatische Druck auf den Korper Dieser hangt allerdings nicht nur von der Tauchtiefe sondern auch von der Dichte der Flussigkeit ab In stromenden Flussigkeiten treten zusatzliche Grossen auf die durch die Fluiddynamik ein Teilgebiet der Kontinuumsmechanik beschrieben werden Der Widerstand gegen Formanderung genauer die Viskositat kann allerdings beliebig gross sein Neben den fur den allgemeinen Sprachgebrauch typischen Flussigkeiten wie etwa Getranke Geschirrspulmittel oder Flussigbrennstoffe zahlen folglich auch beispielsweise Knetmasse und extrem zahe Stoffe wie etwa Glas dazu Zwischen Flussigkeit und Festkorper gibt es insofern keine klare Grenze siehe dazu auch Amorphes Material Mikroskopische Beschreibung und Eigenschaften BearbeitenAufgrund der im Vergleich zum Festkorper fehlenden Translationsperiodizitat und der standigen Teilchenbewegung mussen Flussigkeiten mit den Mitteln der statistischen Mechanik z B klassische Dichtefunktionaltheorie beschrieben werden Wichtig sind hier die atomaren Verteilungsfunktionen Viele Eigenschaften der Volumenphase von Flussigkeiten lassen sich mittels Molekulardynamik oder Monte Carlo Simulation berechnen Siehe auch BearbeitenIdeale Flussigkeit Feuchtigkeit Newtonsches Fluid Nichtnewtonsches Fluid Treibsand unter Druckeinfluss quasi ein Beispiel fur ein nichtnewtonsches FluidLiteratur BearbeitenJ P Hansen I R Mcdonald Theory of simple Liquids Elsevier Academic Press 2006 ISBN 978 0 12 370535 8 M P Allen D J Tildesly Computer Simulation of Liquids Oxford University Press 1989 ISBN 0 19 855645 4Weblinks Bearbeiten Wiktionary Flussigkeit Bedeutungserklarungen Wortherkunft Synonyme Ubersetzungen Aggregatzustande Festkorper Flussigkeit Gas Plasma Bose Einstein Kondensat Normdaten Sachbegriff GND 4017621 6 OGND AKS LCCN sh85077404Abgerufen von https de wikipedia org w index php title Flussigkeit amp oldid 211177764, wikipedia, wiki, deutsches

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