fbpx
Wikipedia

Fieseler Fi 156

Die Fieseler Fi 156 Storch ist ein kolbenmotorgetriebenes STOL-Flugzeug, das erstmals 1936 flog. Entwickelt und gebaut wurde es in den Gerhard-Fieseler-Werken in Kassel aufgrund einer Ausschreibung für ein Kurzstart- und -landeflugzeug mit Langsamflugeigenschaften. Der Storch, wie er wegen seines hochbeinigen Fahrgestells genannt wurde, war das Standard-Kurier- und Verbindungsflugzeug der deutschen Luftwaffe im Zweiten Weltkrieg. Er wurde zudem als Beobachtungs- und Sanitätsflugzeug eingesetzt. Er wurde auch an die Luftwaffen Finnlands, Italiens, Bulgariens, Kroatiens, Ungarns, Rumäniens, der Slowakei und der Schweiz geliefert.

Fieseler Fi 156 Storch
Typ: STOL-Verbindungsflugzeug
Entwurfsland:

Deutsches Reich NS Deutsches Reich

Hersteller: Gerhard-Fieseler-Werke
Erstflug: 10. Mai 1936
Indienststellung: 1937
Produktionszeit:

1936 bis 1949

Stückzahl: 2867

Inhaltsverzeichnis

Konstruktion

Fi 156 im Langsamflug, gut zu sehen die Landeklappen und der feste Vorflügel

Das Tragwerk war mit starren Vorflügeln über die gesamte Spannweite, statisch ausgeglichenen Schlitz-Querrudern mit Flettner-Ruder über die halbe Spannweite und großen Landeklappen ausgestattet. Das sorgte für gute Langsamflug- und STOL-Eigenschaften. Die Tragflächen ließen sich zum Straßentransport um 90° nach hinten wegklappen. Eine großzügig verglaste Kabine erlaubte eine ausgezeichnete Rundumsicht. Konstrukteure der Maschine waren Reinhold Mewes und sein Stab, die seit 1934 bei den Gerhard-Fieseler-Werken angestellt waren.

Prototypen

Es wurden zwei Prototypen hergestellt. Der Erstflug wurde von Gerhard Fieseler am 10. Mai 1936 auf dem Flugplatz Kassel-Waldau durchgeführt. Fieseler übertrug Typeneinfliegern die eigentliche Flugerprobung. Nachdem eine Maschine beim Rollen vom Seitenwind umgeworfen worden war, baute man das Fahrwerk mit deutlich mehr Spurweite.

Aus dem Jahr 1942 sind Bilder der Fi 156 mit dem Kennzeichen D-IAFZ überliefert, mit der erstmals eine aktive Grenzschichtabsaugung zur Auftriebserhöhung erprobt wurde. Die abgesaugte Luft wurde in senkrechten Schlitzen am Hinterrumpf hinter dem Kennzeichen wieder ausgeblasen.

Varianten

Nachkriegsversion MS-505 des Storchs (D-EGTY) von Morane-Saulnier bei den Bautzener Flugtagen 2019
  • Fi 156 V1: Prototyp mit Verstellpropeller aus Metall und der damaligen Registrierung D-IKVN (gebaut im Zeitraum 1935–1936)
  • Fi 156 V2: Prototyp mit Holzpropeller. Erstflug am 10. Mai 1936 mit der damaligen Registrierung D-IDVS (gebaut im Zeitraum 1935–1936)
  • Fi 156 V3: Identisch mit dem Prototyp V2. Versuchsmaschine für verschiedene Funkausrüstungen mit der damaligen Registrierung D-IGLI (gebaut im Jahr 1936)
  • Fi 156 V4: Identisch mit dem Prototyp V3. Ausgerüstet mit Schneekufen als Landewerk und Zusatztanks (gebaut im Zeitraum 1936–1937)
  • Fi 156 V5: Produktionsprototyp für die A Serie (gebaut 1937)
  • Fi 156 A-0: Vorserienflugzeuge, identisch mit dem Prototyp V3, 10 Stück produziert (gebaut im Zeitraum 1937–1938)
  • Fi 156 A-1: Die erste Produktionsserie für den Einsatz mit einer Produktionsanweisung durch die Luftwaffe von 16 Stück. Das erste Flugzeug wurde Mitte 1937 in Dienst gestellt. Einige Quellen sprechen lediglich von 6 gebauten Mustern (gebaut im Jahr 1938)
  • Fi 156 B-0: Ausgerüstet mit neuen, einziehbaren Vorflügeln und einigen aerodynamischen Verbesserungen, sowie einer Erhöhung der Geschwindigkeit auf 208 km/h. Da die Luftwaffe die geringen Differenzen nicht für relevant hielt, ist die Fi 156 B nicht für militärische Anwendungen produziert worden. Eine „zivile“ Storch. 14 Stück gebaut.
  • Fi 156 C-0: Vorserienmodell. Stark mit dem A-Modell verwandt (gebaut im Jahr 1939)
  • Fi 156 C-1: Dreisitziges Verbindungsflugzeug, 286 Stück gebaut (gebaut 1939–1940)
  • Fi 156 C-2: Zweisitzige Aufklärer-Version mit einer erhöhten, voll-verglasten, rückseitigen Bewaffnung mit einem MG 15 Maschinengewehr zur Selbstverteidigung. 239 Stück gebaut (gebaut im Jahr 1940)
  • Fi 156 C-3: Ersatz für die C-1 und C-2 mit einem Einheitscockpit für alle Einsatzzwecke. 274 Stück gebaut (gebaut 1940–1941)
  • Fi 156 C-3/Trop: Die C-3-Baureihe mit Anpassungen an die Tropen und den Wüsteneinsatz (Lufteinlassfilter). 1742 Stück gebaut (gebaut 1940–1942)
  • Fi 156 C-5: Erweitert um eine Außenlaststation unter dem Rumpf für eine Kameraausstattung oder Abwurftanks. Einige C-5 wurden mit Schneekufen ausgerüstet (gebaut 1941–1945)
  • Fi 156 C-5/Trop: Die C-5-Baureihe mit Anpassungen an die Tropen und den Wüsteneinsatz (Lufteinlassfilter). (gebaut 1941–1945)
  • Fi 156 C-7: Dreisitziges Verbindungsflugzeug. „Flache“ Verglasung des Cockpits, ähnlich der C-1. 130 Stück gebaut.
  • Fi 156 D-0: Vorserie der Sanitätsversion des C-Modells mit einem größeren Cockpit und einer zusätzlichen Tür im hinteren rechten Bereich des Rumpfes zur Beladung mit Tragen. Ausgerüstet mit dem Argus-As-10P-Triebwerk. 20 Stück gebaut (gebaut im Jahr 1941)
  • Fi 156 D-1: Produktionsversion der D-0. (gebaut 1942–1945)
  • Fi 156 E-0: Verbindungsflugzeug identisch mit der C-1; 10 Vorserienflugzeuge wurden mit einem Raupenfahrwerk für sumpfiges Gelände ausgerüstet. (gebaut 1941–1942)
  • Fi 156 F oder P: Identisch mit der C-3 mit Maschinengewehren in den Seitenfenstern und Bombenschlössern sowie Rauchwerfern. (gebaut im Jahr 1942)
  • Fi 156 U: U-Jagd-Version. Identisch mit der C-3 mit Wasserbomben. (gebaut 1940)
  • Fi 156 K-1: Exportversion der C-1 (gebaut für Schweden)
  • Fi 256: Eine Weiterentwicklung des Storchs mit fünf Plätzen; Zwei Serienmuster gebaut durch Morane-Saulnier
  • MS-500: Nachkriegsversion von Morane-Saulnier mit kleinen Änderungen. Französisch produziert mit einem in Frankreich nachgebauten Argus-Flugmotor
  • MS-501: Mit dem Renault-6Q-Flugmotor
  • MS-502: Verbindungsflugzeug, nahezu identisch mit der MS-500, mit einem Sternmotor Salmson 9ab
  • MS-504: Mit einem Sternmotor Jacobs R-755-A2
  • MS-505: Aufklärungsversion der MS-500 mit einem Sternmotor Jacobs R-755-A2
  • MS-506: Mit einem Lycoming-Flugmotor
  • Mráz K-65 Čáp: Tschechoslowakische Nachkriegsversion

Antonow OKA-38 Aist (russisch für Storch): Eine unlizenzierte sowjetische Kopie einer Fi 156, angetrieben durch eine Kopie des Renault MV-6-Flugmotors (ähnlich dem Renault 6Q), Produktion war in der Startphase, als das Werk 1941 von den Streitkräften des Dritten Reiches überrannt wurde.

Fi 156 während der Befreiung Benito Mussolinis vom Gran Sasso

Die Konstruktion des Storches ermöglichte ihm eine extrem niedrige Mindestfluggeschwindigkeit von unter 50 km/h. Somit verringerten sich auch die Anforderungen an Start- und Landestrecken. Zum Start reichten dem Storch bei Gegenwind 50 Meter, zum Landen 20 Meter. Das Flugzeug flog langsam genug, um Fernmeldekabel verlegen zu können. Bei entsprechendem Gegenwind konnte der Storch auch „in der Luft stehen“ (Geschwindigkeit über Grund null) oder sich rückwärts bewegen.

Erwin Rommel nutzte 1941 in Afrika einen Fieseler Storch, um persönlich Truppenbewegungen zu beobachten und um, seiner Mentalität folgend, von vorn zu führen.

Ein spektakulärer Einsatz eines Fieseler Storches war das Unternehmen Eiche, die Befreiung des gestürzten italienischen Diktators Benito Mussolini vom Gran Sasso d’Italia am 12. September 1943.

Internationale Anerkennung erlangten die Störche, als am 19. November 1946 eine Douglas C-53 Skytrooper der USAAF am Gauligletscher in der Schweiz verunglückte. Alle zwölf Personen an Bord überlebten den Absturz. Die aufwändigen Rettungsversuche der Amerikaner misslangen allesamt, doch mit den Störchen der Schweizer Flugwaffe konnten die zwölf Verunglückten (darunter zwei US-Generäle und weitere hohe Offiziere) nach fünf Nächten gerettet werden (siehe Flugzeugabsturz auf dem Gauligletscher). In der Schweizer Flugwaffe war der Storch bis 1963 im Dienst.

Deutschland

Verwundetentransport mit Fi 156 an der Ostfront (1944)

Eine erste Vorserie von Fi 156 A-0 wurde 1938 gebaut, gefolgt von den in geringer Stückzahl gebauten Zivilversion B-0 und B-1 sowie den in größerem Umfang gebauten Militärversionen C-0 (Vorserie), C-1 (Verbindungsflugzeug) C-2 (Aufklärer). Die Fi 156C hatte ein bewegliches 7,92-mm-MG 15-Maschinengewehr als Defensivbewaffnung und wurde zunächst von Argus-As-10C-Motoren angetrieben, während die C-3 als Mehrzweckflugzeug den verbesserten As 10P erhielt. Die C-5 konnte zusätzlich eine Zuladung von drei 50-kg-Bomben, einer 135-kg-Mine, einer Kameraausstattung oder einen Zusatztank aufnehmen, der eine Reichweite von 1010 km erlaubte. Die Versionen D-0 mit Argus-As-10C-Motor und D-1 mit As 10P verfügten über eine größere Kabine und konnten durch Aufnahme einer Trage als Sanitätsflugzeuge eingesetzt werden. Eine Version E-0 mit Raupenfahrwerk für Landungen in sumpfigen Gebieten wurde erfolgreich erprobt. Auch eine verbesserte Nachfolgeversion Fi 256 mit fünf Sitzplätzen wurde gebaut. Zusätzlich wurde eine Vertriebsserie aufgelegt, die während des Krieges exportiert wurde. Einige Flugzeuge aus dieser Serie wurden auch an deutsche Dienststellen geliefert.

Fieseler blieb bis 1942 Alleinlieferant, sollte sich dann jedoch verstärkt auf den Bau von Jagdflugzeugen konzentrieren, weshalb die Produktion auf weitere Werke in den besetzten Gebieten ausgeweitet wurde.

Tschechoslowakei

Pestizid-Sprüheinsatz im Weinbau bei Bratislava (1951)

Da Fieseler sich ab 1944 auf die Fertigung der Focke-Wulf Fw 190 konzentrieren sollte, wurde ab Dezember 1943 die Produktion in Kassel eingestellt und zu Leichtbau Budweis (LBB) verlagert. Ab 1944 wurde erneut umgelagert zu Beneš-Mráz in Chotzen im damaligen Reichsprotektorat Böhmen und Mähren. Dort wurden bis zum Kriegsende noch 138 Stück Fi 156 gebaut. Die Produktion wurde auch nach dem Kriegsende unter der Bezeichnung K-65 Čáp [ˈtʃɑp] (tschechisch für Storch) fortgeführt und erst 1949 eingestellt. Auf Basis der K-65 wurde im Anschluss bei Aero die L-60 als Nachfolger entwickelt.

Frankreich

Ab April 1942 fertigte die französische Firma Morane-Saulnier die ersten Fi 156. Nach der Befreiung wurde die Produktion für die Armée de l’air weitergeführt. Das Flugzeug wurde nach Kriegsende mit kleinen Änderungen (z. B. größere Räder, Metallpropeller) zunächst in der Originalvariante als MS 500 gebaut, bis die vorhandenen Argus-Motoren aufgebraucht waren, danach mit weiteren Änderungen (z. B. nach oben zur Tragfläche hin öffnender Tür, außerhalb der Tragflächen laufende Benzinleitungen) als MS 502 „Criquet“ („Grille“) mit Salmson-9ab-240-PS-Sternmotor und als MS 505 mit Jacobs-R755-305-PS-Sternmotor. Es wurden 141 Exemplare für das Deutsche Reich gefertigt und 925 Exemplare für die Armée de l’air. Die Flugzeuge wurden noch im 1954 endenden Krieg um Französisch-Indochina eingesetzt. Im dortigen feuchten Klima zeigten sich allerdings Schwächen der Holzbauweise. Die Tragflächen wurden im Laufe der Produktion der MS 500 sowie für die folgenden Modelle auf Metallbauweise umgestellt. Im Jahr 1965 wurde die Produktion eingestellt.

Rumänien

Eine weitere Lizenz-Produktion wurde 1943 bei IAR (Întreprinderea de construcţii aeronautice româneşti) in Bukarest begonnen, aber nur zehn Stück wurden noch für Deutschland gefertigt, ehe Rumänien im August 1944 die Seiten wechselte. Anschließend wurden weitere 70 Stück für den eigenen Bedarf gebaut, bis die Produktion 1946 eingestellt wurde.

UdSSR

Sowjetische Storch-Kopie OKA-38 (1940)

Bereits um 1940 entstand bei ANBO in Kaunas (Litauen) eine nichtlizenzierte Kopie des Flugzeugs in der UdSSR, die Antonow OKA-38. Sie war mit einer Kopie des französischen Renault-MV-6-Motors bestückt. Die Fabrik hatte zuvor schon eigene Aufklärungsflugzeuge gefertigt und war daher ausgesucht worden, den Storch-Nachbau zu fertigen. Allerdings wurde die Fabrik während des deutschen Vormarschs am 22. Juni 1941 bombardiert und die gesamte Produktion vernichtet. Sie wurde nicht wiederaufgenommen.

Produktionszahlen der Fi 156 bis 31. März 1945
Version GFW Morane Mraz LBB Summe
Versuchsmuster 3 3
A-0 10 10
B-0 14 14
C-1 286 286
C-2 239 239
C-3 261 13 274
C-3tp 1005 737 1742
C-5 1 1
C-7 47 33 50 130
D-0 20 20
D-1tp 107 10 117
D-2 24 24
C-7/D-2 17 17
F-0 3 3
Vertriebsserie ca. 30 ca. 30
Summe ca. 1979 784 74 73 ca. 2911

Quelle: Unterlagen aus dem Bundesarchiv/Militärarchiv Freiburg, Bestand RL 3

Dreiseitenriss der Fi 156 C-3
Kenngröße Fi 156 C-3
Besatzung ein Pilot und zwei Beobachter
Länge 9,90 m
Spannweite 14,27 m
Flügelfläche 26 m²
Flügelstreckung 7,8
Höhe 3,00 m
Leermasse 930 kg
max. Startmasse 1320 kg
Flächenbelastung 40–51 kg/m²
Antrieb ein luftgekühlter V8-Motor Typ Argus As 10C mit 240 PS Startleistung
Höchstgeschwindigkeit 175 km/h in Meereshöhe
Mindestgeschwindigkeit 45 km/h
Dienstgipfelhöhe 4600 m
Reichweite 377 km
Bewaffnung ein 7,92-mm-MG 15, bis zu drei 50-kg-Bomben
oder eine 135-kg-Wasserbombe oder 48 Schüttbomben

Erhaltene Flugzeuge

Die D-EKLU des Vereins Fieseler Storch für Kassel e.V. auf dem Flughafen Kassel, April 2015
Das Cockpit der D-EKLU, Februar 2020

Das letzte Exemplar der original in Kassel gebauten Fieseler Fi 156 C-3/Trop in der Sanitätsausführung aus dem Jahre 1943 mit dem Kennzeichen D-EKLU ist nach einigen Stationen im Hessischen Landesmuseum, in einem Hangar auf dem Heeresflugplatz Fritzlar und im Kasseler Hauptbahnhof derzeit am Flughafen Kassel-Calden beheimatet. Nach sechsjähriger Restaurierung durch einen Förderverein ist die Maschine im September 2011 bereits zu Testflügen gestartet. Sie ist mittlerweile als so genanntes Normalflugzeug (wieder) zugelassen. Im Zweijahresrhythmus wird das Flugzeug im Rahmen des Flugplatzfestes ausgestellt.

Im Finnischen Luftfahrtmuseum in Vantaa befindet sich ein Storch (Ausführung K-1), der wahrscheinlich in Kassel gebaut wurde. Das Flugzeug (Werknummer 4230/39) war vom finnischen Verteidigungsministerium im Jahr 1938 bestellt worden und diente bis 1960 als Verbindungsflugzeug der finnischen Luftstreitkräfte.

Am Flugplatz Damme fliegt die einzige existierende flugfähige Sanitätsversion des Fieseler Storch (Fi 156 D-2) mit dem Kennzeichen D-EMAV, der 1944 mit der Werk-Nr. 475303 bei Mráz hergestellt wurde.

Ein aus Teilen mehrerer Maschinen zusammengesetztes Flugzeug befindet sich in Privatbesitz, wird jedoch zeitweise in der Flugwerft des Deutschen Museums, Flugwerft Schleißheim ausgestellt. Das Flugzeug ist flugfähig und mit dem Kennzeichen D-EAWD zugelassen. Ein weiterer Storch der Schweizer Flugwaffe mit dem Kennzeichen A-96 und zusätzlich montiertem Skifahrwerk für Gletscherlandungen gehört zum Bestand des Museums und ist derzeit ebenfalls in der Flugwerft ausgestellt. Dieses Flugzeug wird in Kürze wieder in das Haupthaus zurück transportiert und ist dann nach der Wiedereröffnung der Luftfahrthalle im Dezember 2021 dort zu sehen.

Am 6. Mai 2008 fand der Erstflug eines als Fieseler 156 C-7 restaurierten Storchs in Bonn/Hangelar statt. Die Restaurierung erfolgte durch den Luftfahrttechnischen Betrieb Dirk Bende. Er ist mit dem Kennzeichen D-EVDB zugelassen und wird unter anderem auch für Rundflüge und Filmaufnahmen genutzt.

Ein flugfähiger Storch ist in Österreich mit dem Kennzeichen OE-AKA zugelassen. Die 1943 gebaute Maschine war zunächst unter der Typenbezeichnung S14B bei den schwedischen Luftstreitkräften im Einsatz und wurde nach dem Krieg zunächst als Schlepper für Segelflugzeuge am Flugplatz Wiener Neustadt/Ost verwendet. Die Maschine befindet sich heute in Privatbesitz.

In der Dauerausstellung des Wiener Heeresgeschichtlichen Museums befindet sich ein sehr gut erhaltener Fieseler Storch Fi 156 C-3, der von der deutschen Wehrmacht als Verbindungs- und Aufklärungsflugzeug eingesetzt wurde.

Ein weiteres unverändertes Original der Ausführung B befindet sich derzeit als Dauerleihgabe im Hangar II des ehemaligen Fliegerhorstes Crailsheim, wo die Maschine während des Krieges als Bestandteil des III. Infanterieregiments Großdeutschland unter Oberstleutnant Eugen Garski stationiert war. Sie ist dort ins Deckengebälk eingehängt. Die ehemalige Flughalle wird heute als Autohaus und Veranstaltungshalle genutzt; das Exemplar ist zu den Öffnungszeiten frei zugänglich.

Weitere Exemplare befinden sich im britischen RAF Cosford Aerospace Museum (Rufzeichen GM+AK), im schwedischen Flygvapenmuseum in Linköping sowie im Verkehrshaus der Schweiz in Luzern.

Es gibt noch andere Nachbauten, wie die Criquet von Criquetaviation mit dem neuen, in Australien gefertigten Rotec-2800 (einem 120 PS leistenden Siebenzylinder-Sternmotor). Ab 1991 wurde eine Nachbauversion im 3:4-Maßstab von Viktor Slepcev gezeichnet. Sie verfügt über ähnliche Kurzstart- und Landeeigenschaften wie das Original. In Deutschland fliegt (als Experimental zugelassen) die D-EPEG. Diese Flugzeuge werden als Metallbausatz ohne Bespannung und Motor oder komplett mit Rotax-Motor in Novi Sad gefertigt.

Fieseler Storch Flugsimulator

Blick ins Cockpit des Fieseler Storch Flugsimulators im Kassel Airport (2019)

Als Aufgabenstellung für eine interdisziplinäre Zusammenarbeit vieler Gebiete der Ingenieurwissenschaften führte von Juni 2015 bis Mai 2018 das Fachgebiet Anlagen- und Hochspannungstechnik der Universität Kassel das Projekt Storch Flugsimulator 1.0 durch. Der entstandene Simulator, in dem alle Bedienelemente des historischen Storch-Cockpits im Maßstab 1:1 in Funktion integriert sind, erzeugt über eine gebogene 180° Großbild-Leinwand um den Piloten herum ein realistisches Flugerlebnis. Seit 2019 steht der Simulator in der Trägerschaft des Fieseler Storch Flugsimulator e.V. im Terminal des Kassel Airports allen Interessierten zur Nutzung zur Verfügung und bringt den seit 1935/36 in Kassel entwickelten und gebauten Storch der Öffentlichkeit näher.

  • Gerhard Fieseler: Meine Bahn am Himmel. Der Erbauer des Fieseler Storch und der V 1 erzählt sein Leben. Bertelsmann Verlag, München 1979, ISBN 3-570-01192-5 (Autobiographie).
  • Olaf Groehler: Geschichte des Luftkriegs 1910 bis 1980. Militärverlag der Deutschen Demokratischen Republik, Berlin 1981.
  • Kenneth Munson: Bomber, Patrouillen- und Transportflugzeuge 1939–1945. 3. Auflage, Orell Füssli Verlag, Zürich 1977.
Commons: Fieseler Fi 156 – Album mit Bildern, Videos und Audiodateien
  1. s. Meine Bahn am Himmel. S. 208ff.
  2. s. Meine Bahn am Himmel. S. 213ff. (Der von G. Fieseler konkret benannte Testpilot Willy A. Fiedler war nach anderen Quellen erst ab 1938 bei den Fieseler-Werken tätig.)
  3. s. FliegerRevue X Nr. 83, Seite 29, Verlag PPVMEDIEN,ISSN
  4. s.
  5. s.
  6. s.
  7. s.
  8. s.
  9. s.
  10. Timo Heinonen: Thulinista Hornetiin – 75 vuotta Suomen ilmavoimien lentokoneita. Gummerus Kirjapaino Oy 1992, ISBN 951-95688-2-4, S. 117.
  11. s.
  12. s.
  13. s.
  14. Manfried Rauchensteiner, Manfred Litscher (Hrsg.): Das Heeresgeschichtliche Museum in Wien. Styria, Graz u. a. 2000, ISBN 3-222-12834-0, S. 79.
  15. (Memento vom 4. März 2016 im Internet Archive)
  16. (Memento vom 30. August 2011 im Internet Archive)
  17. Fieseler Storch Flugsimulator e.V.: In: Fieseler Storch Flugsimulator e.V. 23. Oktober 2019, abgerufen am 18. Dezember 2019.
  18. Thomas Siemon: Fluggefühl wie im echten Storch. In: HNA Kasseler Allgemeine. 28. Mai 2018., S. 7
  19. Thomas Siemon: Simulator für Fieseler Storch am Airport Kassel. In: HNA Mündener Allgemeine.Nr.15, 18. Januar 2020., S. 8

Alphabetische Bezeichnungssystem A | B | G | H | I | L | LA | N | O | P | S | T | TRK | V | AC | AF | AI | AN | AR | AS | BB | BH

Numerisches Bezeichnungssystem MoS.1 | MoS.2 | MoS.3 | MoS.5 | MoS.6 | MoS.7 | MoS.21 | MoS.23 | MoS.27 | MoS.28 | MoS.29 | MoS.30 | MoS.31 | MoS.32 | MoS.33 | MoS.34 | MoS.35 | MoS.42 | MoS.43 | MoS-50 | MoS-51 | MoS-53 | MoS-121 | MoS-129 | MoS-130 | MoS-131 | MoS-132 | MoS-133 | MoS-134 | MoS-136 | MoS-137 | MoS-138 | MoS-139 | MoS.140 | MoS-141 | MoS-147 | MoS-148 | MoS-149 | MoS-152 | MS.180 | MS.181 | MoS-185 | MS.200 | MS.221 | MS.222 | MS.223 | MS.224 | MS.225 | MS.226 | MS.227 | MS.229 | MS.230 | MS.231 | MS.232 | MS.233 | MS.234 | MS.235 | MS.236 | MS.237 | MS.250 | MS.251 | MS.275 | MS.278 | MS.300 | MS.301 | MS.302 | MS.315 | MS.316 | MS.317 | MS.325 | MS.330 | MS.340 | MS.341 | MS.342 | MS.343 | MS.345 | MS.350 | MS.405 | MS.406 | MS.410 | MS.408 | MS.411 | MS.412 | MS.430 | MS.433 | MS.435 | MS.450 | MS.470 | MS.472 | MS.474 | MS.470 | MS.475 | MS.476 | MS.477 | MS.479 | MS.500 | MS.502 | MS.504 | MS.505 | MS.506 | MS.530 | MS.560 | MS.570 | MS.571 | MS.600 | MS.602 | MS.603 | MS.700 | MS.701 | MS.703 | MS.704 | MS.730 | MS.731 | MS.732 | MS.733 | MS.735 | MS.755 | MS.760 | MS-880 | MS-881 | MS-883 | MS-885 | MS-890 | MS-892 | MS-893 | MS-894 | MS-1500

Normdaten (Sachbegriff): GND:(, )

Fieseler Fi 156
fieseler, militärisches, kurier, verbindungsflugzeug, sprache, beobachten, bearbeiten, weitergeleitet, fieseler, storch, storch, kolbenmotorgetriebenes, stol, flugzeug, erstmals, 1936, flog, entwickelt, gebaut, wurde, gerhard, fieseler, werken, kassel, aufgrun. Fieseler Fi 156 militarisches Kurier und Verbindungsflugzeug Sprache Beobachten Bearbeiten Weitergeleitet von Fieseler Storch Die Fieseler Fi 156 Storch ist ein kolbenmotorgetriebenes STOL Flugzeug das erstmals 1936 flog Entwickelt und gebaut wurde es in den Gerhard Fieseler Werken in Kassel aufgrund einer Ausschreibung fur ein Kurzstart und landeflugzeug mit Langsamflugeigenschaften Der Storch wie er wegen seines hochbeinigen Fahrgestells genannt wurde war das Standard Kurier und Verbindungsflugzeug der deutschen Luftwaffe im Zweiten Weltkrieg Er wurde zudem als Beobachtungs und Sanitatsflugzeug eingesetzt Er wurde auch an die Luftwaffen Finnlands Italiens Bulgariens Kroatiens Ungarns Rumaniens der Slowakei und der Schweiz geliefert Fieseler Fi 156 StorchTyp STOL VerbindungsflugzeugEntwurfsland Deutsches Reich NS Deutsches ReichHersteller Gerhard Fieseler WerkeErstflug 10 Mai 1936Indienststellung 1937Produktionszeit 1936 bis 1949Stuckzahl 2867 Inhaltsverzeichnis 1 Entwicklung 1 1 Konstruktion 1 2 Prototypen 1 3 Varianten 2 Besondere Flugleistungen 3 Produktion 3 1 Deutschland 3 2 Tschechoslowakei 3 3 Frankreich 3 4 Rumanien 3 5 UdSSR 4 Produktionszahlen 5 Technische Daten 6 Fieseler Storch heute 6 1 Erhaltene Flugzeuge 6 2 Fieseler Storch Flugsimulator 7 Literatur 8 Weblinks 9 EinzelnachweiseEntwicklung BearbeitenKonstruktion Bearbeiten Fi 156 im Langsamflug gut zu sehen die Landeklappen und der feste Vorflugel Das Tragwerk war mit starren Vorflugeln uber die gesamte Spannweite statisch ausgeglichenen Schlitz Querrudern mit Flettner Ruder uber die halbe Spannweite und grossen Landeklappen ausgestattet Das sorgte fur gute Langsamflug und STOL Eigenschaften Die Tragflachen liessen sich zum Strassentransport um 90 nach hinten wegklappen Eine grosszugig verglaste Kabine erlaubte eine ausgezeichnete Rundumsicht Konstrukteure der Maschine waren Reinhold Mewes und sein Stab die seit 1934 bei den Gerhard Fieseler Werken angestellt waren 1 Prototypen Bearbeiten Es wurden zwei Prototypen hergestellt Der Erstflug wurde von Gerhard Fieseler am 10 Mai 1936 auf dem Flugplatz Kassel Waldau durchgefuhrt Fieseler ubertrug Typeneinfliegern die eigentliche Flugerprobung Nachdem eine Maschine beim Rollen vom Seitenwind umgeworfen worden war baute man das Fahrwerk mit deutlich mehr Spurweite 2 Aus dem Jahr 1942 sind Bilder der Fi 156 mit dem Kennzeichen D IAFZ uberliefert mit der erstmals eine aktive Grenzschichtabsaugung zur Auftriebserhohung erprobt wurde Die abgesaugte Luft wurde in senkrechten Schlitzen am Hinterrumpf hinter dem Kennzeichen wieder ausgeblasen 3 Varianten Bearbeiten Nachkriegsversion MS 505 des Storchs D EGTY von Morane Saulnier bei den Bautzener Flugtagen 2019 Fi 156 V1 Prototyp mit Verstellpropeller aus Metall und der damaligen Registrierung D IKVN gebaut im Zeitraum 1935 1936 Fi 156 V2 Prototyp mit Holzpropeller Erstflug am 10 Mai 1936 mit der damaligen Registrierung D IDVS gebaut im Zeitraum 1935 1936 Fi 156 V3 Identisch mit dem Prototyp V2 Versuchsmaschine fur verschiedene Funkausrustungen mit der damaligen Registrierung D IGLI gebaut im Jahr 1936 Fi 156 V4 Identisch mit dem Prototyp V3 Ausgerustet mit Schneekufen als Landewerk und Zusatztanks gebaut im Zeitraum 1936 1937 Fi 156 V5 Produktionsprototyp fur die A Serie gebaut 1937 Fi 156 A 0 Vorserienflugzeuge identisch mit dem Prototyp V3 10 Stuck produziert gebaut im Zeitraum 1937 1938 Fi 156 A 1 Die erste Produktionsserie fur den Einsatz mit einer Produktionsanweisung durch die Luftwaffe von 16 Stuck Das erste Flugzeug wurde Mitte 1937 in Dienst gestellt Einige Quellen sprechen lediglich von 6 gebauten Mustern gebaut im Jahr 1938 Fi 156 B 0 Ausgerustet mit neuen einziehbaren Vorflugeln und einigen aerodynamischen Verbesserungen sowie einer Erhohung der Geschwindigkeit auf 208 km h Da die Luftwaffe die geringen Differenzen nicht fur relevant hielt ist die Fi 156 B nicht fur militarische Anwendungen produziert worden Eine zivile Storch 14 Stuck gebaut Fi 156 C 0 Vorserienmodell Stark mit dem A Modell verwandt gebaut im Jahr 1939 Fi 156 C 1 Dreisitziges Verbindungsflugzeug 286 Stuck gebaut gebaut 1939 1940 Fi 156 C 2 Zweisitzige Aufklarer Version mit einer erhohten voll verglasten ruckseitigen Bewaffnung mit einem MG 15 Maschinengewehr zur Selbstverteidigung 239 Stuck gebaut gebaut im Jahr 1940 Fi 156 C 3 Ersatz fur die C 1 und C 2 mit einem Einheitscockpit fur alle Einsatzzwecke 274 Stuck gebaut gebaut 1940 1941 Fi 156 C 3 Trop Die C 3 Baureihe mit Anpassungen an die Tropen und den Wusteneinsatz Lufteinlassfilter 1742 Stuck gebaut gebaut 1940 1942 Fi 156 C 5 Erweitert um eine Aussenlaststation unter dem Rumpf fur eine Kameraausstattung oder Abwurftanks Einige C 5 wurden mit Schneekufen ausgerustet gebaut 1941 1945 Fi 156 C 5 Trop Die C 5 Baureihe mit Anpassungen an die Tropen und den Wusteneinsatz Lufteinlassfilter gebaut 1941 1945 Fi 156 C 7 Dreisitziges Verbindungsflugzeug Flache Verglasung des Cockpits ahnlich der C 1 130 Stuck gebaut Fi 156 D 0 Vorserie der Sanitatsversion des C Modells mit einem grosseren Cockpit und einer zusatzlichen Tur im hinteren rechten Bereich des Rumpfes zur Beladung mit Tragen Ausgerustet mit dem Argus As 10P Triebwerk 20 Stuck gebaut gebaut im Jahr 1941 Fi 156 D 1 Produktionsversion der D 0 gebaut 1942 1945 Fi 156 E 0 Verbindungsflugzeug identisch mit der C 1 10 Vorserienflugzeuge wurden mit einem Raupenfahrwerk fur sumpfiges Gelande ausgerustet gebaut 1941 1942 Fi 156 F oder P Identisch mit der C 3 mit Maschinengewehren in den Seitenfenstern und Bombenschlossern sowie Rauchwerfern gebaut im Jahr 1942 Fi 156 U U Jagd Version Identisch mit der C 3 mit Wasserbomben gebaut 1940 Fi 156 K 1 Exportversion der C 1 gebaut fur Schweden Fi 256 Eine Weiterentwicklung des Storchs mit funf Platzen Zwei Serienmuster gebaut durch Morane Saulnier MS 500 Nachkriegsversion von Morane Saulnier mit kleinen Anderungen Franzosisch produziert mit einem in Frankreich nachgebauten Argus Flugmotor MS 501 Mit dem Renault 6Q Flugmotor MS 502 Verbindungsflugzeug nahezu identisch mit der MS 500 mit einem Sternmotor Salmson 9ab MS 504 Mit einem Sternmotor Jacobs R 755 A2 MS 505 Aufklarungsversion der MS 500 mit einem Sternmotor Jacobs R 755 A2 MS 506 Mit einem Lycoming Flugmotor Mraz K 65 Cap Tschechoslowakische Nachkriegsversion Antonow OKA 38 Aist russisch fur Storch Eine unlizenzierte sowjetische Kopie einer Fi 156 angetrieben durch eine Kopie des Renault MV 6 Flugmotors ahnlich dem Renault 6Q Produktion war in der Startphase als das Werk 1941 von den Streitkraften des Dritten Reiches uberrannt wurde Besondere Flugleistungen Bearbeiten Fi 156 wahrend der Befreiung Benito Mussolinis vom Gran Sasso Die Konstruktion des Storches ermoglichte ihm eine extrem niedrige Mindestfluggeschwindigkeit von unter 50 km h Somit verringerten sich auch die Anforderungen an Start und Landestrecken Zum Start reichten dem Storch bei Gegenwind 50 Meter zum Landen 20 Meter Das Flugzeug flog langsam genug um Fernmeldekabel verlegen zu konnen Bei entsprechendem Gegenwind konnte der Storch auch in der Luft stehen Geschwindigkeit uber Grund null oder sich ruckwarts bewegen Erwin Rommel nutzte 1941 in Afrika einen Fieseler Storch um personlich Truppenbewegungen zu beobachten und um seiner Mentalitat folgend von vorn zu fuhren Ein spektakularer Einsatz eines Fieseler Storches war das Unternehmen Eiche die Befreiung des gesturzten italienischen Diktators Benito Mussolini vom Gran Sasso d Italia am 12 September 1943 Internationale Anerkennung erlangten die Storche als am 19 November 1946 eine Douglas C 53 Skytrooper der USAAF am Gauligletscher in der Schweiz verungluckte Alle zwolf Personen an Bord uberlebten den Absturz Die aufwandigen Rettungsversuche der Amerikaner misslangen allesamt doch mit den Storchen der Schweizer Flugwaffe konnten die zwolf Verungluckten darunter zwei US Generale und weitere hohe Offiziere nach funf Nachten gerettet werden siehe Flugzeugabsturz auf dem Gauligletscher In der Schweizer Flugwaffe war der Storch bis 1963 im Dienst Produktion BearbeitenDeutschland Bearbeiten Verwundetentransport mit Fi 156 an der Ostfront 1944 Eine erste Vorserie von Fi 156 A 0 wurde 1938 gebaut gefolgt von den in geringer Stuckzahl gebauten Zivilversion B 0 und B 1 sowie den in grosserem Umfang gebauten Militarversionen C 0 Vorserie C 1 Verbindungsflugzeug C 2 Aufklarer Die Fi 156C hatte ein bewegliches 7 92 mm MG 15 Maschinengewehr als Defensivbewaffnung und wurde zunachst von Argus As 10C Motoren angetrieben wahrend die C 3 als Mehrzweckflugzeug den verbesserten As 10P erhielt Die C 5 konnte zusatzlich eine Zuladung von drei 50 kg Bomben einer 135 kg Mine einer Kameraausstattung oder einen Zusatztank aufnehmen der eine Reichweite von 1010 km erlaubte Die Versionen D 0 mit Argus As 10C Motor und D 1 mit As 10P verfugten uber eine grossere Kabine und konnten durch Aufnahme einer Trage als Sanitatsflugzeuge eingesetzt werden Eine Version E 0 mit Raupenfahrwerk fur Landungen in sumpfigen Gebieten wurde erfolgreich erprobt Auch eine verbesserte Nachfolgeversion Fi 256 mit funf Sitzplatzen wurde gebaut Zusatzlich wurde eine Vertriebsserie aufgelegt die wahrend des Krieges exportiert wurde Einige Flugzeuge aus dieser Serie wurden auch an deutsche Dienststellen geliefert Fieseler blieb bis 1942 Alleinlieferant sollte sich dann jedoch verstarkt auf den Bau von Jagdflugzeugen konzentrieren weshalb die Produktion auf weitere Werke in den besetzten Gebieten ausgeweitet wurde Tschechoslowakei Bearbeiten Pestizid Spruheinsatz im Weinbau bei Bratislava 1951 Da Fieseler sich ab 1944 auf die Fertigung der Focke Wulf Fw 190 konzentrieren sollte wurde ab Dezember 1943 die Produktion in Kassel eingestellt und zu Leichtbau Budweis LBB verlagert Ab 1944 wurde erneut umgelagert zu Benes Mraz in Chotzen im damaligen Reichsprotektorat Bohmen und Mahren Dort wurden bis zum Kriegsende noch 138 Stuck Fi 156 gebaut Die Produktion wurde auch nach dem Kriegsende unter der Bezeichnung K 65 Cap ˈtʃɑp tschechisch fur Storch fortgefuhrt und erst 1949 eingestellt Auf Basis der K 65 wurde im Anschluss bei Aero die L 60 als Nachfolger entwickelt Frankreich Bearbeiten Ab April 1942 fertigte die franzosische Firma Morane Saulnier die ersten Fi 156 Nach der Befreiung wurde die Produktion fur die Armee de l air weitergefuhrt Das Flugzeug wurde nach Kriegsende mit kleinen Anderungen z B grossere Rader Metallpropeller zunachst in der Originalvariante als MS 500 gebaut bis die vorhandenen Argus Motoren aufgebraucht waren danach mit weiteren Anderungen z B nach oben zur Tragflache hin offnender Tur ausserhalb der Tragflachen laufende Benzinleitungen als MS 502 Criquet Grille mit Salmson 9ab 240 PS Sternmotor und als MS 505 mit Jacobs R755 305 PS Sternmotor Es wurden 141 Exemplare fur das Deutsche Reich gefertigt und 925 Exemplare fur die Armee de l air Die Flugzeuge wurden noch im 1954 endenden Krieg um Franzosisch Indochina eingesetzt Im dortigen feuchten Klima zeigten sich allerdings Schwachen der Holzbauweise Die Tragflachen wurden im Laufe der Produktion der MS 500 sowie fur die folgenden Modelle auf Metallbauweise umgestellt Im Jahr 1965 wurde die Produktion eingestellt Rumanien Bearbeiten Eine weitere Lizenz Produktion wurde 1943 bei IAR Intreprinderea de construcţii aeronautice romanesti in Bukarest begonnen aber nur zehn Stuck wurden noch fur Deutschland gefertigt ehe Rumanien im August 1944 die Seiten wechselte Anschliessend wurden weitere 70 Stuck fur den eigenen Bedarf gebaut bis die Produktion 1946 eingestellt wurde UdSSR Bearbeiten Sowjetische Storch Kopie OKA 38 1940 Bereits um 1940 entstand bei ANBO in Kaunas Litauen eine nichtlizenzierte Kopie des Flugzeugs in der UdSSR die Antonow OKA 38 Sie war mit einer Kopie des franzosischen Renault MV 6 Motors bestuckt Die Fabrik hatte zuvor schon eigene Aufklarungsflugzeuge gefertigt und war daher ausgesucht worden den Storch Nachbau zu fertigen Allerdings wurde die Fabrik wahrend des deutschen Vormarschs am 22 Juni 1941 bombardiert und die gesamte Produktion vernichtet Sie wurde nicht wiederaufgenommen 4 Produktionszahlen BearbeitenProduktionszahlen der Fi 156 bis 31 Marz 1945 Version GFW Morane Mraz LBB SummeVersuchsmuster 3 3A 0 10 10B 0 14 14C 1 286 286C 2 239 239C 3 261 13 274C 3tp 1005 737 1742C 5 1 1C 7 47 33 50 130D 0 20 20D 1tp 107 10 117D 2 24 24C 7 D 2 17 17F 0 3 3Vertriebsserie ca 30 ca 30Summe ca 1979 784 74 73 ca 2911 Quelle Unterlagen aus dem Bundesarchiv Militararchiv Freiburg Bestand RL 3Technische Daten Bearbeiten Dreiseitenriss der Fi 156 C 3 Kenngrosse Fi 156 C 3Besatzung ein Pilot und zwei BeobachterLange 9 90 mSpannweite 14 27 mFlugelflache 26 m Flugelstreckung 7 8Hohe 3 00 mLeermasse 930 kgmax Startmasse 1320 kgFlachenbelastung 40 51 kg m Antrieb ein luftgekuhlter V8 Motor Typ Argus As 10C mit 240 PS StartleistungHochstgeschwindigkeit 175 km h in MeereshoheMindestgeschwindigkeit 45 km hDienstgipfelhohe 4600 mReichweite 377 kmBewaffnung ein 7 92 mm MG 15 bis zu drei 50 kg Bomben oder eine 135 kg Wasserbombe oder 48 SchuttbombenFieseler Storch heute BearbeitenErhaltene Flugzeuge Bearbeiten Die D EKLU des Vereins Fieseler Storch fur Kassel e V auf dem Flughafen Kassel April 2015 Das Cockpit der D EKLU Februar 2020 Das letzte Exemplar der original in Kassel gebauten Fieseler Fi 156 C 3 Trop in der Sanitatsausfuhrung aus dem Jahre 1943 mit dem Kennzeichen D EKLU ist nach einigen Stationen im Hessischen Landesmuseum in einem Hangar auf dem Heeresflugplatz Fritzlar und im Kasseler Hauptbahnhof 5 derzeit am Flughafen Kassel Calden beheimatet Nach sechsjahriger Restaurierung durch einen Forderverein ist die Maschine im September 2011 bereits zu Testflugen gestartet Sie ist mittlerweile als so genanntes Normalflugzeug wieder zugelassen Im Zweijahresrhythmus wird das Flugzeug im Rahmen des Flugplatzfestes ausgestellt 6 7 8 9 Im Finnischen Luftfahrtmuseum in Vantaa befindet sich ein Storch Ausfuhrung K 1 der wahrscheinlich in Kassel gebaut wurde Das Flugzeug Werknummer 4230 39 war vom finnischen Verteidigungsministerium im Jahr 1938 bestellt worden und diente bis 1960 als Verbindungsflugzeug der finnischen Luftstreitkrafte 10 11 Am Flugplatz Damme fliegt die einzige existierende flugfahige Sanitatsversion des Fieseler Storch Fi 156 D 2 mit dem Kennzeichen D EMAV der 1944 mit der Werk Nr 475303 bei Mraz hergestellt wurde Ein aus Teilen mehrerer Maschinen zusammengesetztes Flugzeug befindet sich in Privatbesitz wird jedoch zeitweise in der Flugwerft des Deutschen Museums Flugwerft Schleissheim ausgestellt Das Flugzeug ist flugfahig und mit dem Kennzeichen D EAWD zugelassen 12 Ein weiterer Storch der Schweizer Flugwaffe mit dem Kennzeichen A 96 und zusatzlich montiertem Skifahrwerk fur Gletscherlandungen gehort zum Bestand des Museums und ist derzeit ebenfalls in der Flugwerft ausgestellt Dieses Flugzeug wird in Kurze wieder in das Haupthaus zuruck transportiert und ist dann nach der Wiedereroffnung der Luftfahrthalle im Dezember 2021 dort zu sehen 13 Am 6 Mai 2008 fand der Erstflug eines als Fieseler 156 C 7 restaurierten Storchs in Bonn Hangelar statt Die Restaurierung erfolgte durch den Luftfahrttechnischen Betrieb Dirk Bende 14 Er ist mit dem Kennzeichen D EVDB zugelassen und wird unter anderem auch fur Rundfluge und Filmaufnahmen genutzt Ein flugfahiger Storch ist in Osterreich mit dem Kennzeichen OE AKA zugelassen Die 1943 gebaute Maschine war zunachst unter der Typenbezeichnung S14B bei den schwedischen Luftstreitkraften im Einsatz und wurde nach dem Krieg zunachst als Schlepper fur Segelflugzeuge am Flugplatz Wiener Neustadt Ost verwendet Die Maschine befindet sich heute in Privatbesitz In der Dauerausstellung des Wiener Heeresgeschichtlichen Museums befindet sich ein sehr gut erhaltener Fieseler Storch Fi 156 C 3 der von der deutschen Wehrmacht als Verbindungs und Aufklarungsflugzeug eingesetzt wurde 15 Ein weiteres unverandertes Original der Ausfuhrung B befindet sich derzeit als Dauerleihgabe im Hangar II des ehemaligen Fliegerhorstes Crailsheim wo die Maschine wahrend des Krieges als Bestandteil des III Infanterieregiments Grossdeutschland unter Oberstleutnant Eugen Garski stationiert war Sie ist dort ins Deckengebalk eingehangt Die ehemalige Flughalle wird heute als Autohaus und Veranstaltungshalle genutzt das Exemplar ist zu den Offnungszeiten frei zuganglich Weitere Exemplare befinden sich im britischen RAF Cosford Aerospace Museum Rufzeichen GM AK 16 im schwedischen Flygvapenmuseum in Linkoping 17 sowie im Verkehrshaus der Schweiz in Luzern 18 Es gibt noch andere Nachbauten wie die Criquet von Criquetaviation mit dem neuen in Australien gefertigten Rotec 2800 einem 120 PS leistenden Siebenzylinder Sternmotor Ab 1991 wurde eine Nachbauversion im 3 4 Massstab von Viktor Slepcev gezeichnet Sie verfugt uber ahnliche Kurzstart und Landeeigenschaften wie das Original In Deutschland fliegt als Experimental zugelassen die D EPEG Diese Flugzeuge werden als Metallbausatz ohne Bespannung und Motor oder komplett mit Rotax Motor in Novi Sad gefertigt 19 D EMAV Bj 1944 Flugplatzfest Kassel 2010 OE AKA Baujahr 1943 D EVDB auf dem Flugplatz Bonn Hangelar 2009 Fieseler Storch Flugsimulator Bearbeiten Blick ins Cockpit des Fieseler Storch Flugsimulators im Kassel Airport 2019 Als Aufgabenstellung fur eine interdisziplinare Zusammenarbeit vieler Gebiete der Ingenieurwissenschaften fuhrte von Juni 2015 bis Mai 2018 das Fachgebiet Anlagen und Hochspannungstechnik der Universitat Kassel das Projekt Storch Flugsimulator 1 0 durch Der entstandene Simulator in dem alle Bedienelemente des historischen Storch Cockpits im Massstab 1 1 in Funktion integriert sind erzeugt uber eine gebogene 180 Grossbild Leinwand um den Piloten herum ein realistisches Flugerlebnis Seit 2019 steht der Simulator in der Tragerschaft des Fieseler Storch Flugsimulator e V im Terminal des Kassel Airports allen Interessierten zur Nutzung zur Verfugung und bringt den seit 1935 36 in Kassel entwickelten und gebauten Storch der Offentlichkeit naher 20 21 22 Literatur BearbeitenGerhard Fieseler Meine Bahn am Himmel Der Erbauer des Fieseler Storch und der V 1 erzahlt sein Leben Bertelsmann Verlag Munchen 1979 ISBN 3 570 01192 5 Autobiographie Olaf Groehler Geschichte des Luftkriegs 1910 bis 1980 Militarverlag der Deutschen Demokratischen Republik Berlin 1981 Kenneth Munson Bomber Patrouillen und Transportflugzeuge 1939 1945 3 Auflage Orell Fussli Verlag Zurich 1977 Weblinks Bearbeiten Commons Fieseler Fi 156 Album mit Bildern Videos und Audiodateien Motorstarts Argus AS10P eines Storches auf YouTube Starts eines Fieseler Storch auf YouTube fliegender restaurierter Storch auf YouTube Storch mit abgeklappten TragflachenEinzelnachweise Bearbeiten s Meine Bahn am Himmel S 208ff s Meine Bahn am Himmel S 213ff Der von G Fieseler konkret benannte Testpilot Willy A Fiedler war nach anderen Quellen erst ab 1938 bei den Fieseler Werken tatig s FliegerRevue X Nr 83 Seite 29 Verlag PPVMEDIEN ISSN 2195 1233 http www airwar ru enc other2 oka38 html s http www fotocommunity de pc pc display 2931648 s http www tmk kassel de unterseiten sammlungsgebiete mobil verkehr luft storch shtml s http www flugzeugbilder de search4 cgi srch D EKLU amp stype reg amp srng 2 s http www flughafenkassel de t3 index php id flugplatzfest s http www hna de nachrichten stadt kassel kassel storch hebt wieder legendaeres fieseler flugzeugsaniert 1427826 html s http www ilmailumuseo fi index php page Fieseler FI 156K 1 Storch Timo Heinonen Thulinista Hornetiin 75 vuotta Suomen ilmavoimien lentokoneita Gummerus Kirjapaino Oy 1992 ISBN 951 95688 2 4 S 117 s https www planepictures net v3 search php srch D EAWD amp stype reg amp srng 2 s http www deutsches museum de flugwerft sammlungen propellerflugzeuge fieseler fi 156 s http www ltb dirkbende de Fieseler Storch html Manfried Rauchensteiner Manfred Litscher Hrsg Das Heeresgeschichtliche Museum in Wien Styria Graz u a 2000 ISBN 3 222 12834 0 S 79 Archivlink Memento vom 4 Marz 2016 im Internet Archive http www ipmsstockholm org magazine 2001 03 stuff eng detail fi156 htm Archivlink Memento vom 30 August 2011 im Internet Archive http storch aviation com Fieseler Storch Flugsimulator e V Der Storch Flugsimulator 1 0 In Fieseler Storch Flugsimulator e V 23 Oktober 2019 abgerufen am 18 Dezember 2019 Thomas Siemon Fluggefuhl wie im echten Storch In HNA Kasseler Allgemeine 28 Mai 2018 S 7 Thomas Siemon Simulator fur Fieseler Storch am Airport Kassel In HNA Mundener Allgemeine Nr 15 18 Januar 2020 S 8Flugzeuge der Fieseler Werke F 1 Tigerschwalbe F 2 Tiger F 3 Wespe F 4 F 5 F 6 Fi 97 Fi 98 Fi 99 Fi 103 V1 Fi 156 Fi 157 Fi 158 Fi 166 Fi 167 Fi 168 Fi 253 Fi 256 Fi 333Liste der Flugzeugtypen des Herstellers Morane Saulnier Alphabetische Bezeichnungssystem A B G H I L LA N O P S T TRK V AC AF AI AN AR AS BB BH Numerisches Bezeichnungssystem MoS 1 MoS 2 MoS 3 MoS 5 MoS 6 MoS 7 MoS 21 MoS 23 MoS 27 MoS 28 MoS 29 MoS 30 MoS 31 MoS 32 MoS 33 MoS 34 MoS 35 MoS 42 MoS 43 MoS 50 MoS 51 MoS 53 MoS 121 MoS 129 MoS 130 MoS 131 MoS 132 MoS 133 MoS 134 MoS 136 MoS 137 MoS 138 MoS 139 MoS 140 MoS 141 MoS 147 MoS 148 MoS 149 MoS 152 MS 180 MS 181 MoS 185 MS 200 MS 221 MS 222 MS 223 MS 224 MS 225 MS 226 MS 227 MS 229 MS 230 MS 231 MS 232 MS 233 MS 234 MS 235 MS 236 MS 237 MS 250 MS 251 MS 275 MS 278 MS 300 MS 301 MS 302 MS 315 MS 316 MS 317 MS 325 MS 330 MS 340 MS 341 MS 342 MS 343 MS 345 MS 350 MS 405 MS 406 MS 410 MS 408 MS 411 MS 412 MS 430 MS 433 MS 435 MS 450 MS 470 MS 472 MS 474 MS 470 MS 475 MS 476 MS 477 MS 479 MS 500 MS 502 MS 504 MS 505 MS 506 MS 530 MS 560 MS 570 MS 571 MS 600 MS 602 MS 603 MS 700 MS 701 MS 703 MS 704 MS 730 MS 731 MS 732 MS 733 MS 735 MS 755 MS 760 MS 880 MS 881 MS 883 MS 885 MS 890 MS 892 MS 893 MS 894 MS 1500 Normdaten Sachbegriff GND 4154316 6 OGND AKS Abgerufen von https de wikipedia org w index php title Fieseler Fi 156 amp oldid 210958071, wikipedia, wiki, deutsches

deutschland

buch, bücher, bibliothek

artikel

lesen, herunterladen

kostenlos

kostenloser herunterladen, MP3, Video, MP4, 3GP, JPG, JPEG, GIF, PNG, Bild, Musik, Lied, Film, Buch, Spiel, Spiele