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Fettverbrennung

Bei der Fettverdauung werden Fettsäuren durch Aufspaltung von Fett gewonnen. Daraufhin werden sie dem Fettstoffwechsel zugeführt und stehen dem Körper für den Energieumsatz zur Verfügung. Das Fett kann sowohl der Nahrung als auch dem körpereigenen Fettgewebe entstammen. Der Brennwert reinen Fettes beträgt 39 kJ/g (9,3 kcal/g). Fettgewebe besteht nicht zu 100 % aus Fett und erreicht daher einen geringeren Brennwert (ca. 7 kcal/g).

Die Fettoxidation ist ein im Körper ständig ablaufender Vorgang. Das Ausmaß hängt vom Grad körperlicher Betätigung und damit vom Energiebedarf ab. Weitere Einflussfaktoren sind der Trainingszustand, Geschlecht und Zusammensetzung der Muskelfasertypen der beanspruchten Muskulatur. Typ-I Muskelfasern arbeiten in der Regel eher mit Fett, während die schnelleren Typ-II Muskelfasern eher Kohlenhydrate als Brennstoff benötigen. Studien zufolge verringert eine kohlenhydratreiche Ernährung die Fettoxidation bei nachfolgenden sportlichen Belastungen um bis zu 35 %. Grund dafür ist, dass zuerst die aufgenommenen Kohlenhydrate in die Muskelzellen aufgenommen und verstoffwechselt werden. Der Effekt kann bis zu acht Stunden nach Einnahme einer Mahlzeit andauern.

Sportler und Mediziner vertreten häufig die Auffassung, der Körper beziehe bei körperlicher Belastung in einem bestimmten Intensitätsbereich seine Energie überwiegend aus dem gespeicherten Körperfett. Dieser Intensitätsbereich sei individuell unterschiedlich und soll zwischen 60 % und 75 % des individuellen Maximalpuls liegen. Während zuerst überwiegend Glucose verstoffwechselt werde, steige die Fettverbrennung innerhalb der ersten halben Stunde nach Trainingsbeginn auf einen bestimmten, für die Intensität charakteristischen Wert.

Die Auffassung, zu Beginn des Trainings würde zunächst überwiegend Glucose verbrannt, ist inzwischen umstritten. Heutzutage nimmt man an, dass der Anteil der Fettverbrennung ausschließlich von der Stärke der Belastung und vom allgemeinen Trainingszustand abhängt.

Fachstudien zufolge hängt die Fettverbrennung durch Sport von mehreren Faktoren ab, unter anderem vom Grad der Sportlichkeit des Körpers und der Entfaltung der Muskeln. Männer verbrennen bei gleicher Belastungsintensität weniger als Frauen. Übergewicht und Insulinresistenz verringern den Verbrauch. In Studien war der Fettstoffwechsel Trainierter bei einer Belastungsintensität von 65 %, Untrainierter bei 50 % der Maximalleistung am effektivsten, wobei eine „erhebliche interindividuelle Streubreite“ zu beachten sei.

Energie wird immer, vor allem beim Sport, abhängig von der Intensität, ab der ersten Minute „verbraucht“ – bzw. in eine andere Energieform umgesetzt. Bei mäßiger Belastung ist der Umsatz geringer als bei hoher. Für die Gewichtsreduktion ist nicht ausschlaggebend, wie viel Fett während der körperlichen Betätigung umgesetzt worden ist, sondern die Energiebilanz, d. h. wie viel Energie insgesamt umgesetzt wird.

Bei extensiver Belastung (z. B. Dauerlauf) besteht die aerobe Energiegewinnung aus Fett- und Kohlenhydratverbrennung (Oxidation freier Fettsäuren und der Glukose) von Beginn an, im Gegensatz zur anaeroben Energiegewinnung bei kurzzeitigen Belastungsspitzen, z. B. beim Sprint. Die Lipidoxidation (Fettverbrennung) ist Studien zufolge bei Jogging oder Walking stärker als beim Radfahren. Seilspringen beansprucht gegenüber Jogging weitere Muskelgruppen, weshalb die Lipidoxidation bei dieser Aktivität noch höher ist.

Es gibt keine wissenschaftlichen Belege dafür, dass ein als Fatburner beworbenes Nahrungsergänzungsmittel die Fettverbrennung steigern würde.

Regelmäßiges sportliches Training ist die einzig effektive Möglichkeit, die Verstoffwechselung von Lipiden während körperlicher Belastung zu erhöhen. Insbesondere Ausdauertraining führt zu einer verbesserten Ausstattung der Muskeln mit Enzymen des Fettstoffwechsels. Darüber hinaus wird sowohl die Mitochondriendichte erhöht als auch der lokale Blutfluss verbessert, beides von günstigem Einfluss auf die Fettoxidation.

  1. Asker E. Jeukendrup: Fettverbrennung und körperliche Aktivität. In: Deutsche Zeitschrift für Sportmedizin. Jg. 56,Nr.9, 2005, ISSN 0344-5925,S.337–338 (germanjournalsportsmedicine.com [PDF]).
  2. Kurt A. Moosburger: „FETTVERBRENNUNG“ IM SPORT: MYTHOS UND WAHRHEIT (PDF; 63 kB)
  3. Gesund Abnehmen: Eine Frage der Ernährung. 29. September 2020, abgerufen am 17. November 2020.

Fettverbrennung
fettverbrennung, sprache, beobachten, bearbeiten, weitergeleitet, fettsäureoxidation, dieser, artikel, beschreibt, verwertung, fett, menschlichen, körper, für, verbrennung, fett, siehe, fettbrand, übergeordnetmetabolismus, fettsäuren, fettstoffwechseluntergeor. Fettverbrennung Sprache Beobachten Bearbeiten Weitergeleitet von Fettsaureoxidation Dieser Artikel beschreibt die Verwertung von Fett im menschlichen Korper Fur die Verbrennung von Fett siehe Fettbrand UbergeordnetMetabolismus der Fettsauren FettstoffwechselUntergeordneta Oxidation b Oxidation w OxidationGene OntologyQuickGO Fettverbrennung genauer Fettsaureoxidation werden diejenigen chemischen Reaktionen genannt bei denen eine Fettsaure durch die Reaktion mit einem Elektronenakzeptor ein oder mehrere Elektronen abgibt Zusatzlich werden in der Biochemie unter dem Begriff Fettsaureoxidation die Stoffwechselwege a Oxidation b Oxidation und w Oxidation zusammengefasst die Teil der Energiebereitstellung des Korpers sind Hier spielt die b Oxidation die grosste Rolle Inhaltsverzeichnis 1 Energieumsatz 2 Fettverbrennung im Sport 3 Siehe auch 4 Weblinks 5 EinzelnachweiseEnergieumsatz BearbeitenBei der Fettverdauung werden Fettsauren durch Aufspaltung von Fett gewonnen Daraufhin werden sie dem Fettstoffwechsel zugefuhrt und stehen dem Korper fur den Energieumsatz zur Verfugung Das Fett kann sowohl der Nahrung als auch dem korpereigenen Fettgewebe entstammen Der Brennwert reinen Fettes betragt 39 kJ g 9 3 kcal g Fettgewebe besteht nicht zu 100 aus Fett und erreicht daher einen geringeren Brennwert ca 7 kcal g Die Fettoxidation ist ein im Korper standig ablaufender Vorgang Das Ausmass hangt vom Grad korperlicher Betatigung und damit vom Energiebedarf ab Weitere Einflussfaktoren sind der Trainingszustand Geschlecht und Zusammensetzung der Muskelfasertypen der beanspruchten Muskulatur Typ I Muskelfasern arbeiten in der Regel eher mit Fett wahrend die schnelleren Typ II Muskelfasern eher Kohlenhydrate als Brennstoff benotigen Studien zufolge verringert eine kohlenhydratreiche Ernahrung die Fettoxidation bei nachfolgenden sportlichen Belastungen um bis zu 35 Grund dafur ist dass zuerst die aufgenommenen Kohlenhydrate in die Muskelzellen aufgenommen und verstoffwechselt werden Der Effekt kann bis zu acht Stunden nach Einnahme einer Mahlzeit andauern 1 Fettverbrennung im Sport BearbeitenSportler und Mediziner vertreten haufig die Auffassung der Korper beziehe bei korperlicher Belastung in einem bestimmten Intensitatsbereich seine Energie uberwiegend aus dem gespeicherten Korperfett Dieser Intensitatsbereich sei individuell unterschiedlich und soll zwischen 60 und 75 des individuellen Maximalpuls liegen Wahrend zuerst uberwiegend Glucose verstoffwechselt werde steige die Fettverbrennung innerhalb der ersten halben Stunde nach Trainingsbeginn auf einen bestimmten fur die Intensitat charakteristischen Wert Die Auffassung zu Beginn des Trainings wurde zunachst uberwiegend Glucose verbrannt ist inzwischen umstritten Heutzutage nimmt man an dass der Anteil der Fettverbrennung ausschliesslich von der Starke der Belastung und vom allgemeinen Trainingszustand abhangt 2 Fachstudien zufolge hangt die Fettverbrennung durch Sport von mehreren Faktoren ab unter anderem vom Grad der Sportlichkeit des Korpers und der Entfaltung der Muskeln Manner verbrennen bei gleicher Belastungsintensitat weniger als Frauen Ubergewicht und Insulinresistenz verringern den Verbrauch In Studien war der Fettstoffwechsel Trainierter bei einer Belastungsintensitat von 65 Untrainierter bei 50 der Maximalleistung am effektivsten wobei eine erhebliche interindividuelle Streubreite zu beachten sei 1 Energie wird immer vor allem beim Sport abhangig von der Intensitat ab der ersten Minute verbraucht bzw in eine andere Energieform umgesetzt Bei massiger Belastung ist der Umsatz geringer als bei hoher Fur die Gewichtsreduktion ist nicht ausschlaggebend wie viel Fett wahrend der korperlichen Betatigung umgesetzt worden ist sondern die Energiebilanz d h wie viel Energie insgesamt umgesetzt wird Bei extensiver Belastung z B Dauerlauf besteht die aerobe Energiegewinnung aus Fett und Kohlenhydratverbrennung Oxidation freier Fettsauren und der Glukose von Beginn an im Gegensatz zur anaeroben Energiegewinnung bei kurzzeitigen Belastungsspitzen z B beim Sprint Die Lipidoxidation Fettverbrennung ist Studien zufolge bei Jogging oder Walking starker als beim Radfahren Seilspringen beansprucht gegenuber Jogging weitere Muskelgruppen weshalb die Lipidoxidation bei dieser Aktivitat noch hoher ist 3 Es gibt keine wissenschaftlichen Belege dafur dass ein als Fatburner beworbenes Nahrungserganzungsmittel die Fettverbrennung steigern wurde 1 Regelmassiges sportliches Training ist die einzig effektive Moglichkeit die Verstoffwechselung von Lipiden wahrend korperlicher Belastung zu erhohen Insbesondere Ausdauertraining fuhrt zu einer verbesserten Ausstattung der Muskeln mit Enzymen des Fettstoffwechsels Daruber hinaus wird sowohl die Mitochondriendichte erhoht als auch der lokale Blutfluss verbessert beides von gunstigem Einfluss auf die Fettoxidation 1 Siehe auch BearbeitenDiat Energiebereitstellung Energiestoffwechsel Fettstoffwechsel Fettverdauung KatabolismusWeblinks BearbeitenFAZ Artikel zur FettverbrennungEinzelnachweise Bearbeiten a b c d Asker E Jeukendrup Fettverbrennung und korperliche Aktivitat In Deutsche Zeitschrift fur Sportmedizin Jg 56 Nr 9 2005 ISSN 0344 5925 S 337 338 germanjournalsportsmedicine com PDF Kurt A Moosburger FETTVERBRENNUNG IM SPORT MYTHOS UND WAHRHEIT PDF 63 kB Gesund Abnehmen Eine Frage der Ernahrung 29 September 2020 abgerufen am 17 November 2020 Abgerufen von https de wikipedia org w index php title Fettverbrennung amp oldid 212488902, wikipedia, wiki, deutsches

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