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Europa

Europa, der Stier und Gefährtinnen, Fresko aus Pompeji

Der Name „Europa“ geht auf das altgriechischeΕὐρώπη (Eurṓpē) zurück. Innerhalb des Griechischen konnte der Name als Kompositum ausεὐρύς, eurýs, „weit, breit“ undὄψ, óps, „Sicht, Gesicht“ aufgefasst werden, woraus sich die Bedeutungen „die mit der weiten Sicht“ oder „die Breitgesichtige“ ergäben.

Europa in Herodots antikem Weltbild

Nach der griechischen Mythologie war Eurṓpē der Name einer phönizischen Königstochter, die Zeus in Stiergestalt schwimmend nach Kreta entführte und dort verführte. Dieser Name stammt nach Auffassung von Etymologen aus einer semitischen Sprache und wurde dann gräzisiert. Diskutiert wird eine Herkunft vom akkadischen erebu „untergehen“ (bezogen auf die Sonne) oder auch vom phönizischen erob „Abend, Westen“ (vgl. den Begriff „Abendland“).

Im 5. Jahrhundert vor Christus bezog der griechische Schriftsteller und Geograph Herodot den Begriff Eurṓpē, der sich als geographischer Terminus damals nur auf die Peloponnes bezogen hatte, auf die Landmassen nördlich des Mittelmeers sowie des Schwarzen Meers, die er so von den Landmassen Asiens (Asía) und Afrikas (Libýe) unterschied.

Europa selbst ist Namensgeber für das 1890 entdeckte chemische Element Europium.

Hauptartikel: Geographie Europas
Topographie Europas

Europa hat im Osten gegenüber Asien keine eindeutige geographische oder geologische Grenze. Deshalb sind die ‚Grenzen Europas‘ eine Frage gesellschaftlicher Übereinkunft. Eine geographische Definition Europas ist immer willkürlich. Nach einer bekannten Formulierung von Bernard-Henri Lévy ist Europa „kein Ort, sondern eine Idee“. Heute folgt man bei der Grenzziehung zwischen Europa und Asien üblicherweise weitgehend der Definition von Philip Johan von Strahlenberg. Danach bilden Uralgebirge und -fluss die Ostgrenze Europas. Zwischen dem Kaspischen Meer und dem Schwarzen Meer verläuft die Grenzlinie durch die Manytschniederung nördlich des Kaukasusgebirges, da an ihrer Stelle einst eine Meeresstraße das Kaspische Meer mit dem Schwarzen Meer verband. Die oben gezeigte Weltkugel zieht – davon leicht abweichend – die Grenze entlang des Kaukasus-Hauptkammes; diese Grenzziehung wird im englisch- und französischsprachigen Raum bevorzugt (→ Innereurasische Grenze).

Insgesamt hat Europa eine Fläche von etwa 10,5 Millionen Quadratkilometern und ist damit nach Australien der zweitkleinste Kontinent. Der nördlichste Punkt des europäischen Festlands ist Kinnarodden auf der Nordkinnhalbinsel in Norwegen, der südlichste ist die Punta de Tarifa in Spanien, der westlichste das Cabo da Roca in Portugal. Die Nord-Süd-Ausdehnung beträgt etwa 3800 km. In Ost-West-Richtung misst das europäische Festland etwa 6000 km, vom Uralgebirge in Russland bis zur Atlantikküste Portugals.

Klima

Oberflächentemperatur des Golfstroms im westlichen Nordatlantik; links unten Florida und Kuba

Der Kontinent liegt hauptsächlich in den gemäßigten Breiten. Das Klima ist in Europa im Vergleich mit Gebieten gleicher geographischer Breite in anderen Erdteilen wegen des Einflusses des relativ warmen Golfstroms milder. Die durchschnittliche Jahrestemperatur von Bordeaux beträgt beispielsweise 12,8 °C, während das auf nahezu gleicher Breite liegende kanadische Halifax (Nova Scotia) nur 6,3 °C erreicht.

In großen Teilen Westeuropas stehen milden Wintern kühle Sommer gegenüber. In Gebieten, die weit vom Meer, also auch von dessen klimatisch ausgleichendem Einfluss entfernt liegen, sind die Temperaturunterschiede in verschiedenen Jahreszeiten stärker. In den größten Teilen Osteuropas ist das Klima durch das Fehlen des Meeres in unmittelbarer Nähe vorwiegend kontinental geprägt. Kalte Winter und heiße Sommer sind in diesen Regionen vorherrschend.

Durch die Erdrotation und die damit verbundene ablenkende Kraft kommen Winde hauptsächlich aus westlicher Richtung. Da in den Küstengebieten Westeuropas deswegen Winde vornehmlich vom Atlantischen Ozean wehen, kommt es fast ganzjährig zu Regen. In Ost- und Mitteleuropa ist die Niederschlagsmenge dagegen vergleichsweise gering, da wiederum der Einfluss des Meeres auf diese Regionen zu gering ausfällt. Gebirge beeinflussen die Niederschlagsmenge ebenfalls stark. So zählen Teile der nordwestlichen Alpen zu den niederschlagsreichsten Gebieten Europas, während zentrale Alpentäler vergleichsweise trocken sind. Die Alpen wirken in diesem Fall als Barriere für Regenfronten.

In Gebieten nahe dem Mittelmeer herrscht überwiegend mediterranes Klima mit subtropischen Winterregen. Den trockenen und sehr warmen Sommern folgen milde und z. T. regenreiche Winter. Die mittlere Lufttemperatur liegt im Sommer zw. 22 °C im westlichen und 27 °C im östlichen Mittelmeer. Im Winter zwischen 8 °C im Ägäischen, während die Nordumrahmung des Mittelmeeres bei Venedig Januartemperaturen von nur 3 °C hat. Im Sommer gibt es vorwiegend Winde aus nördlicher Richtung, den Etesien. Im Winter bringen westliche Winde aus Richtung des Atlantischen Ozeans dagegen häufig Niederschlag mit. Aufgrund der im Herbst und Winter noch relativ hohen Wassertemperaturen erreichen die Niederschlagssummen, insbesondere an Staulagen (Steigungsregen) der östlichen Adriaumrahmung, die höchsten Werte in Europa. Sie liegen in Montenegro maximal bei über 4500 mm/a (Crkvice) und sind damit fast doppelt so hoch wie in den Staulagen der Nordalpen. Es findet insbesondere im Winter durch kalte Windströmungen ein Luftmassenaustausch zwischen polar geprägter Kaltluft und den subtropischen Luftmassen statt. Diese Winde wehen insbesondere an natürlichen Reliefausflüssen wie der Mistral im Rhonetal sowie die Bora über den niedrige liegenden Pässen im Kvarnergolf und vor Istrien.

Im Norden Europas herrscht arktisches Klima, im Südosten an der Wolga dagegen Kontinentalklima mit heißen Sommern und geringem Niederschlag. So kann es z. B. auch sein, dass in Lappland noch Schnee liegt, während in Sizilien über Sommerhitze geklagt wird, es auf den Shetland­inseln andauernd regnet und Andalusien von jahrelanger Trockenheit geplagt wird.

Flora

Die Vegetation in Europa lässt sich anhand des Klimas grob in vier Zonen einteilen: arktisch, boreal, gemäßigt und mediterran. Durch jahrtausendelange Nutzung ist die ursprüngliche Vegetation Europas in der gemäßigten und mediterranen Zone bis auf winzige Reste vernichtet. Im Norden Europas sind in der arktischen Tundra nur Sträucher, Moose und Flechten zu finden. Weiter südlich schließen sich in Skandinavien und dem nördlichen Russland boreale Nadelwälder an (vorwiegend aus Fichten und Kiefern), in die ausgedehnte Moore eingebettet sind. In der gemäßigten Zone würden zwischen dem Atlantischen Ozean und den Karpaten unter natürlichen Bedingungen vermutlich vor allem durch Rotbuchen geprägte Laubwälder wachsen, in den wärmsten Tieflagen auch solche mit sommergrünen Eichen und Hainbuchen. Östlich des Verbreitungsgebietes der Rotbuche, etwa ab der Weichsel und dem Dnjestr bis zum südlichen Ural, wären wohl Mischwälder ausgebildet, in denen Stieleiche, Winter-Linde, Waldkiefer und – im Übergang zur nördlich anschließenden Nadelwaldzone – die Fichte die wichtigste Rolle spielen. Nach Süden schließt an diese Mischwaldzone nördlich des Schwarzen Meeres eine Region an, in der unter natürlichen Bedingungen Steppen­vegetation ausgebildet wäre.

Auch der Mittelmeerraum war ursprünglich wohl weitgehend bewaldet. Dort wäre die Vegetation ohne menschliche Einwirkung von mediterranem Hartlaubwald geprägt, der von immergrünen Eichenarten (v. a. Steineiche) beherrscht wäre, in den südlichsten und wärmsten Lagen auch mit starker Beteiligung von Olivenbäumen, Pistazien und Kiefern. Durch den anthropogenen Einfluss aber wachsen heutzutage vor allem Macchie- oder Garigue-Gewächse. In den kühleren Lagen des Mittelmeergebiets spielen auch verschiedene sommergrüne Eichenarten, etwa die Flaumeiche, eine große Rolle. In den mittleren und höheren Lagen der Gebirge ist die ursprüngliche Vegetation besser erhalten als in den Tieflagen. Hier sind auf relativ kleinem Raum mehrere einander überlagernde Höhenstufen ausgebildet, wobei in Abhängigkeit vom Klima die einzelnen Komponenten einer solchen Höhenstufenzonierung sehr unterschiedlich sein können. In den Bergwäldern der mittleren oberen Höhenlagen sind neben der Rotbuche vor allem Tannen- und Kiefernarten, in den nördlicheren Gebirgen auch Fichte und Lärche von Bedeutung. Oberhalb der Waldgrenze sind in den Gebirgen Zwergstrauchheiden, alpine Rasen, und im Mittelmeerraum auch Dornpolstervegetation zu finden. Nach oben zu wird die geschlossene Vegetation von einzeln wachsenden Fels- und Schuttpflanzen abgelöst.

Laut der umstrittenen Megaherbivorenhypothese jedoch wäre Europa vor dem Einfluss des Menschen weniger bewaldet gewesen, vielmehr hätten abwechslungsreiche Weidelandschaften aus Wiesen, Gebüschen und kleineren Hutewäldern großflächig dominiert, geformt durch Pflanzenfresser wie Auerochse, Wisent, Tarpan und Rothirsch. Diese Hypothese wird u. a. durch die Häufigkeit von Eichen- und Haselpollen sowie das Vorkommen anderer Offenlandarten in Mitteleuropa während des frühen Holozän gestützt.

Heute ist der größte Teil Europas durch agrarische Nutzung geprägt, die verbliebenen Wälder werden intensiv forstlich genutzt. Vom Menschen weniger beeinträchtigte Bereiche gibt es vor allem in den höheren Lagen der Gebirge.

Fauna

Wolf (Canis lupus)

Große Raubtiere wie Braunbär, Eurasischer Wolf oder Luchs sind nur noch im Norden oder Osten in größeren Beständen zu finden. Im äußersten Norden und Osten Europas kommen Rentiere und Elche noch relativ häufig vor. Nach seiner Ausrottung wurde der Wisent aus Zoobeständen wieder in Osteuropa ausgewildert. Rothirsch, Reh und Wildschwein findet man in den meisten Regionen Europas. Eine typisch europäische Großtierart ist die Gämse, die außerhalb der europäischen Gebirge nur in Kleinasien und den asiatischen Teilen des Kaukasus verbreitet ist. In Alpen, Pyrenäen und im Kaukasus leben verschiedene Arten des Steinbocks. Die Saigaantilope war noch im Mittelalter bis in die Ukraine verbreitet, heute ist sie in Europa auf Gebiete am Unterlauf der Wolga beschränkt. Viele Arten sind schon vor Jahrhunderten ausgerottet worden (Ur, Tarpan). Auch der Bestand an Greifvögeln, wie Steinadler, Seeadler und Gänsegeier ist in den letzten Jahrhunderten stark dezimiert worden. Nur in Südeuropa gibt es aufgrund des warmen Klimas eine größere Artenzahl an Eidechsen, Schlangen und Schildkröten. An der Küste leben Seehunde und andere Robbenarten. In den nördlichen Meeren sind die bekanntesten Wale Schwertwal und Schweinswal, im Mittelmeer verschiedene Delfinarten. Die bekanntesten Salzwasserfische sind Heringe und verschiedene Thunfischarten.

Städte und Metropolen

Politische Karte Europas mit den Hauptstädten
Verschiedene historische Grenzziehungen für die Europa-Asien-Grenze

Die Städte und Gemeinden bilden die kleinsten administrativen Einheiten im Verwaltungsaufbau der Staaten. Lissabon war eine der ersten kosmopolitischen Metropolen der Neuzeit, da sie im Zeitalter des Imperialismus Zentrum eines großen Kolonialreiches war. Noch 1950 befanden sich vier Städte in der heutigen Europäischen Union unter den 20 größten der Welt, seitdem wachsen die europäischen Städte kaum noch, verlieren teilweise an Einwohnerzahlen. Diese vier größten heutigen EU-Städte waren London auf dem zweiten Platz hinter New York, Paris auf dem vierten Platz hinter Tokio sowie Mailand und Neapel, die Platz 13 und 19 belegten.

Doch in der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts holten die Städte der restlichen Welt, besonders die der Entwicklungsländer, z. B. Mexiko-Stadt, Manila oder São Paulo, bei den Einwohnerzahlen auf und führen jetzt die Tabelle der Welt an. Trotz Stagnation in älteren Städten gibt es zahlreiche andere Prozesse in der Raumentwicklung des 21. Jahrhunderts, wie z. B. die Gentrifizierung der Innenstädte.

Problematisch beim Vergleich der Metropolen ist, dass es auch oft polyzentrische Ballungsräume gibt, in denen die Kernstädte im Vergleich zum Ballungsraum sehr klein sind (z. B. Rhein-Ruhr, das oberschlesische Industriegebiet oder Mittelengland). Daher tauchen sie, auch wenn sie teilweise sehr groß sind, nicht in der Tabelle unten auf.

Städte mit mehr als 1,5 Millionen Einwohnern in Europa sind:

# Stadt Staat Einwohner­zahl in Mio. Gründungs­jahr
(nach Urkunde
oder Erwähnung)
mit Ballungs­raum
01 Moskau Russland Russland 010,4 013,8 1147
02 London Vereinigtes Konigreich Vereinigtes Königreich 007,4 012,0 0047 n. Chr.
03 Istanbul (West)* Turkei Türkei 006,9** 016,0 0660 v. Chr.***
04 Sankt Petersburg Russland Russland 004,8 005,3 1703
05 Berlin Deutschland Deutschland 003,5 004,5 1237
06 Madrid Spanien Spanien 003,3 005,3 1083
07 Kiew Ukraine Ukraine 002,8 003,3 0840
08 Rom Italien Italien 002,7 003,8 0753 v. Chr.
09 Paris Frankreich Frankreich 002,1 011,5 0053 v. Chr.
10 Minsk Weissrussland Weißrussland 001,7 002,7 1067
11 Bukarest Rumänien Rumänien 001,9 002,6 1459
12 Wien Osterreich Österreich 001,9 002,8 0881; 1. Jh. n. Chr.
13 Hamburg Deutschland Deutschland 001,7 002,6 frühes 9. Jahrhundert
14 Budapest Ungarn Ungarn 001,7 002,4 0089 n. Chr.
15 Warschau Polen Polen 001,7 002,4 1281
16 Barcelona Spanien Spanien 001,6 003,9 0230 v. Chr.
17 München Deutschland Deutschland 001,5 002,4 1158
* Istanbul liegt auf der Grenze zwischen Europa und Asien, der alte Stadtkern und etwa 2/3 des Stadtgebietes gehören zum europäischen Teil
** Anzahl der Einwohner des europäischen Teils Istanbuls
*** als Byzantion auf europäischer Seite

Zeitzonen

Die Staaten Vereinigtes Königreich, Irland, Portugal und Island haben sich der westeuropäischen Zeit (WEZ/WET) zugeordnet, die identisch mit der koordinierten Weltzeit (UTC) ist. Sie entspricht der mittleren Sonnenzeit am Nullmeridian, der durch London und Ostengland verläuft.

Alle mittel- und einige west- und osteuropäischen Staaten nutzen die Mitteleuropäische Zeit (UTC + eine Stunde), dies sind Spanien, Frankreich, Andorra, Monaco, die Niederlande, Belgien, Luxemburg, Dänemark, Schweden, Norwegen, Deutschland, Polen, Österreich, die Schweiz, Liechtenstein, Italien, San Marino, die Vatikanstadt, Tschechien, die Slowakei, Ungarn, Slowenien, Kroatien, Bosnien und Herzegowina, Serbien, Montenegro, Nordmazedonien, der Kosovo, Malta und Albanien.

Die osteuropäische Zeit (UTC + 2 Stunden) nutzen Finnland, Estland, Lettland, Litauen, die Ukraine, Rumänien, Moldau, Bulgarien und Griechenland.

Die Moskauer Zeit (UST + 3 Std.) nutzen Weißrussland und ein Großteil des europäischen Teils Russlands sowie die Türkei.

Die meisten Staaten verwenden von Ende März bis Ende Oktober eine Sommerzeit, bei der die Uhren über diesen Zeitraum hinweg eine Stunde vorgestellt werden. Dies gilt für alle EU-Staaten, auch die meisten europäischen Nicht-EU-Staaten folgen diesem Beispiel, jedoch nicht Island, Russland, Weißrussland und die Türkei.

Hauptartikel: Geschichte Europas
Rekonstruktion von Pfahlbauten aus der Jungsteinzeit

Älteste Nachweise von Vertretern der Gattung Homo stammen derzeit aus der Sierra de Atapuerca in Spanien und sind bis zu 1,2 Mio. Jahre alt. Noch ältere Fossilfunde aus Georgien (außerhalb der heute gültigen Grenzen Europas) sind 1,8 Mio. Jahre alt und werden als „Homo erectus ergaster georgicus“ bezeichnet. Im nordalpinen Europa beginnt der älteste Besiedlungshorizont mit Homo heidelbergensis vor ca. 600.000 Jahren.

Erst vor ca. 40.000 Jahren gelangte Homo sapiens nach Europa (vgl. Ausbreitung des Menschen) und ersetzte nach und nach den Neandertaler. Mit der Jungsteinzeit und der Bronzezeit begann in Europa eine lange Geschichte großer kultureller und wirtschaftlicher Errungenschaften, zunächst im Mittelmeerraum, dann auch im Norden und Osten.

Konstantin der Große mit dem Stadtmodell Konstantinopels

Besonders die griechische Kultur, das Römische Reich und das Christentum hinterließen bis heute ihre Spuren. In der Antike vereinigte das Römische Reich zur Zeit des Augustus erstmals das gesamte südliche Europa zusammen mit den anderen Küstenländern des Mittelmeerraums in einem Großreich. Im Römischen Reich konnte sich die neue Religion des Christentums schnell ausbreiten. Trotz aller Verfolgungen wurde das Christentum in der Spätantike von Konstantin dem Großen gefördert (konstantinische Wende) und unter Kaiser Theodosius I. zur Staatsreligion erhoben – eine Entwicklung, die bis heute fortwirkt. Mit dem Ende der Antike brach im Westen das Imperium Romanum zusammen, bestand im Osten jedoch als (immer mehr griechisch geprägtes) Byzantinisches Reich bis 1453 fort. In dieser Zeit drängten mit der Völkerwanderung eine Vielzahl von meist germanischen Stämmen (Angelsachsen, Franken, Goten u. a.) in das westliche Europa und bildeten den Grundstein für zukünftige Nationen (England, Frankreich, Spanien).

Im Frühmittelalter erklärte das Paderborner Epos den Herrscher des Frankenreichs, Karl den Großen, zum „Vater Europas“ (pater Europæ). Das Mittelalter war unter anderem geprägt von der Konkurrenz zwischen dem neuen römischen Kaiser im Westen (→ Römisch-deutscher Kaiser) und dem byzantinischen Kaiser in Konstantinopel (→ Zweikaiserproblem), auf deren beider Einflusssphären die später weiter vertiefte Spaltung in ein westliches und östliches Europa zurückgeht (→ Morgenländisches Schisma). Missionare verbreiteten das Christentum seit dem Frühmittelalter über Nord- und Osteuropa, so dass ganz Europa im Spätmittelalter christlich wurde. Im westlichen Europa gab es jedoch seit dem Investiturstreit im 11. Jahrhundert Auseinandersetzungen zwischen Kaiser und Papst um die Vorherrschaft. Im Zeitalter der Renaissance entdeckte man im lateinischen Westen das „Wissen der Antike“ wieder, was teils einen kulturellen Aufschwung bewirkte. Die Reformation im 16. Jahrhundert spaltete die westliche Kirche (mit der orthodoxen Kirche war es bereits im Jahr 1054 zum Bruch gekommen) in einen katholischen und evangelischen Teil. Religionskriege waren die Folge. 1618 bis 1648 verwüstete der Dreißigjährige Krieg weite Teile Mitteleuropas.

Seit dem 15. Jahrhundert bauten europäische Nationen (besonders Spanien, Portugal, Russland, die Niederlande, Frankreich und das Vereinigte Königreich von Großbritannien und Nordirland) koloniale Imperien mit großen Besitztümern auf allen anderen Kontinenten auf. Europa ist der Kontinent, der die anderen Erdteile am meisten beeinflusst hat (zum Beispiel durch christliche Missionierung, Kolonien, Sklavenhandel, Warenaustausch und Kultur).

Der Sturm auf die Bastille am 14. Juli 1789

Im 18. Jahrhundert setzte die Bewegung der Aufklärung neue Akzente und forderte Toleranz, die Achtung der Menschenwürde, Gleichheit und Freiheit. In Frankreich kam 1789 durch die Französische Revolution das Bürgertum zur Macht. Im frühen 19. Jahrhundert musste sich halb Europa nach dem Willen des nach der Revolutionszeit zur Macht gekommenen französischen Kaisers Napoleon richten, bis er 1812 in Russland ein Fiasko erlebte. Die konservativen Siegermächte versuchten darauf im Rahmen des Wiener Kongresses die vorrevolutionären Zustände wiederherzustellen, was nur vorübergehend gelang. Die Industrialisierung begann in Teilen Europas im 18. Jahrhundert und veränderte rasant den Alltag breiter Bevölkerungsschichten. Als Folge der Verarmung der Arbeiter entstand im 19. Jahrhundert die kommunistische Bewegung. Daneben war das 19. Jahrhundert stark bestimmt von der Verbreitung demokratischer Ideen und Systeme, der konservativen Reaktion darauf und dem mit ungezügeltem Nationalismus einhergehenden Imperialismus der Großmächte. Sowohl der Erste Weltkrieg (1914 bis 1918) als auch der Zweite Weltkrieg (1939 bis 1945) brachen in Europa aus und richteten riesige Zerstörungen an. Rund 60 Millionen Menschen verloren in Letzterem ihr Leben; geschätzte sechs Millionen davon waren Juden, welche die Nationalsozialisten in ihrem Rassenwahn, wie auch Homosexuelle und „Zigeuner“, auszurotten versuchten.

Europa im Jahr 1899

Nach dem Zweiten Weltkrieg und im Kalten Krieg war Europa in zwei große politisch-ökonomische Blöcke geteilt: sozialistische Nationen in Osteuropa und kapitalistische Nationen in Westeuropa. Man sprach auch vom Eisernen Vorhang, der die Staaten Europas voneinander trennte. Dazwischen gab es einige neutrale Staaten. Erst Perestroika und Glasnost führten in der Sowjetunion Mitte der 1980er Jahre zu einem politischen Kurswechsel. 1989 brach der Ostblock auf, die Berliner Mauer fiel, die Sowjetunion und der Warschauer Pakt lösten sich auf.

Seit den letzten Jahrzehnten des 20. Jahrhunderts wachsen die Kulturen Europas verstärkt zusammen, was sich zum einen durch Institutionen wie die EU, aber auch durch die Bevölkerungs- und Wirtschaftsschwerpunkte zeigt.

Länder Europas

Je nach Ziehung der Grenze zwischen Europa und Asien (siehe: Abschnitt Geographie) gibt es zurzeit 46 bis 49 souveräne Staaten, die ganz oder teilweise in Europa liegen (Hauptstädte in Klammern); die Zugehörigkeit Georgiens und Aserbaidschans sowie die Unabhängigkeit Kosovos sind dabei nicht eindeutig.

(Hauptstädte in Klammern)
Staaten Europas
Auch nicht-europäische Länder sind Mitglied in europäischen Organisationen. Beispiele: EU, Europarat, OSZE, EBU, UEFA
Fußnoten
  1. Liegt je nach Auslegung (teilweise) in Europa, siehe #Teilweise in Europa liegende Staaten
  2. Hat außereuropäische Besitzungen, siehe #Außereuropäische Besitzungen europäischer Länder
  3. Liegt teilweise in Europa, siehe #Teilweise in Europa liegende Staaten
  4. Umstritten. Kosovo wird von der Mehrheit der europäischen Staaten als eigenständig anerkannt. (Siehe Umstrittene Gebiete)

Umstrittene Gebiete

  1. Kosovo Kosovo (Hauptstadt Pristina): Das Parlament in der von der UN verwalteten Provinz Kosovo erklärte am 17. Februar 2008 einseitig seine Unabhängigkeit von Serbien. Serbien, in dessen Verfassung explizit von der serbischen Provinz als unteilbarer Teil der Republik die Rede ist, betrachtet die Region weiterhin als Bestandteil Serbiens. Der Kosovo wird von der Mehrheit der europäischen Staaten (einschließlich Deutschlands, Österreichs und der Schweiz) als eigenständig anerkannt; andere, darunter Griechenland, Russland oder Spanien, erkennen den Kosovo nicht als eigenen Staat an.
  2. Transnistrien Transnistrien (Eigenbezeichnung: Pridnestrowien, Hauptstadt: Tiraspol): 1992 hat sich in Transnistrien ein von der Republik Moldau de facto unabhängiger Staat etabliert, der jedoch von keinem anderen souveränen Staat anerkannt wird.
  3. Krim Autonome Republik Krim (Hauptstadt: Simferopol): Seit der russischen Annexion 2014 umstritten zwischen Russland und der Ukraine.
  4. Volksrepublik Donezk (Hauptstadt: Donetsk) und Volksrepublik Lugansk (Hauptstadt: Luhansk): Erklärten sich im April 2014 für unabhängig. Völkerrechtlich gelten sie weiterhin als Teil der Ukraine.

Weitere Gebiete

Daneben gibt es noch kleinere Territorien, die nicht integrierter Bestandteil eines Staates, aber auch nicht voll selbständig sind:

Teilweise in Europa liegende Staaten

  • Kasachstan liegt nach der am weitesten verbreiteten geographischen Abgrenzung am Uralfluss mit 5,4 Prozent seiner Landfläche in Europa. Etwa die Hälfte der Einwohner sind Angehörige europäischer Völker (Russen, Ukrainer, Polen, Deutsche). Es ist Mitglied in der UEFA sowie als Nachfolgestaat der Sowjetunion Mitglied der OSZE. Für gewöhnlich wird es politisch und kulturell zu (Zentral-)Asien gezählt.
  • Russland liegt mit bis zu 25 Prozent seiner Fläche in Europa, wenn man den Nordkaukasus dazuzählt. Im europäischen Teil leben, je nach Zuordnung des Nordkaukasus, etwa 65 bis 75 Prozent der Bevölkerung. Das Land ist ethnographisch, historisch und kulturell Teil Europas. In Asien liegen der Ostteil des Uralgebietes, Sibirien und der Ferne Osten Russlands.
  • Die Türkei liegt nach der traditionellen geographischen Abgrenzung an Bosporus und Dardanellen mit 3 Prozent ihrer Fläche in Europa. Etwa 12 Prozent der Bevölkerung leben auf dem europäischen Teil, allem voran in der Altstadt Istanbuls, der größten Stadt und historischen Hauptstadt. Die Türkei ist Mitglied des Europarats, bildet mit der EU eine Zollunion und wird bei internationalen Sport- und Kulturveranstaltungen meist Europa zugeordnet. Auf politischem Gebiet ist die Frage der Zugehörigkeit der Türkei derzeit vor allem im Kontext der Verhandlungen über ihren Beitritt zur EU heftig umstritten.
  • Wenn man die Wasserscheide des Kaukasus als innereurasische Grenze ansieht, dann liegen auch kleinere Teile Georgiens und Aserbaidschans in Europa. Beide Länder sind, wie auch Armenien, Mitglied im Europarat.

Außereuropäische Besitzungen europäischer Länder

Politische Organisationen

Mitgliedschaft in Europäischen Organisationen (Stand: 2021)

In der Mitte des 20. Jahrhunderts wurde als erste gemeinsame europäische Institution der Europarat gegründet, der nach Ende des Ost-West-Konfliktes 47 Staaten umfasst. Ebenfalls von großer Bedeutung ist die Organisation für Sicherheit und Zusammenarbeit in Europa (OSZE), die 1975 als Konferenz für Sicherheit und Zusammenarbeit in Europa (KSZE) damals blockübergreifend gegründet wurde, und der neben europäischen Ländern auch die USA und Kanada angehören.

1951 schlossen sich Belgien, die Niederlande, Luxemburg, Deutschland, Italien und Frankreich zur Montanunion bzw. EGKS (Europäische Gemeinschaft für Kohle und Stahl) zusammen. Der Versuch, eine Europäische Verteidigungsgemeinschaft (EVG) sowie eine Europäische Politische Gemeinschaft (EPG) zu gründen, scheiterte 1954 an der französischen Nationalversammlung. Daraufhin wurden 1957 mit den Römischen Verträgen die Europäische Atomgemeinschaft (Euratom) sowie die Europäische Wirtschaftsgemeinschaft (EWG) gegründet. Ab dem EG-Fusionsvertrag 1967 teilten sich die drei Europäische Gemeinschaften (EGKS, Euratom und EWG) die gemeinsamen Institutionen Kommission, Rat, Parlament und Gerichtshof. Mit dem Vertrag von Maastricht 1993 wurde die EWG in Europäische Gemeinschaft (EG) umbenannt und außerdem die Europäische Union gegründet, die die drei Gemeinschaften umfasste sowie um zwei intergouvernementale Politikbereiche die Gemeinsame Außen- und Sicherheitspolitik und die Zusammenarbeit im Bereich Justiz und Inneres erweiterte. 2002 wurde die EGKS aufgelöst und ihre Funktionen von der EG übernommen. Nach der Ost-Erweiterung in den Jahren 2004, 2007 und 2013 sowie dem Austritt Großbritanniens zählt die EU gegenwärtig 27 Mitgliedsstaaten. Durch den Vertrag von Lissabon ging die EG zum 1. Dezember 2009 vollständig in der EU auf. Heute sind 26 europäische Länder Mitglied der Europäischen Union. Der 27. Mitgliedstaat der EU, die Republik Zypern, zählt geographisch zu Asien.

Ein Großteil der Mitgliedstaaten der ebenfalls in den 1950er Jahren gegründeten Europäischen Freihandelsassoziation (EFTA) ist mittlerweile in die EU übergetreten, nur noch Island, Norwegen, Schweiz und Liechtenstein sind Mitglieder. Die EFTA ist anders als die EU eine reine Freihandelszone ohne supranationale Entscheidungsbefugnisse.

In militärischer Hinsicht ist die NATO (Nordatlantikvertrag-Organisation) in Europa von großer Bedeutung. Sie wurde 1949 aufgrund der sich abzeichnenden Differenzen nach dem Ende des Zweiten Weltkriegs zwischen den Westalliierten und der UdSSR gegründet. Neben den 23 europäischen Mitgliedern sind auch die USA, Kanada und die Türkei Mitglieder der NATO.

Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) der UNO kennt eine Region Europa, die die Russische Föderation und die gesamte Türkei mit einschließt.

Einige Staaten gehören geographisch nicht zu Europa, sind aber Mitglieder europäischer Organisationen

  • Zypern liegt im östlichen Mittelmeer nahe der Küste Asiens, zu dem es deshalb geographisch gezählt wird. Geschichtlich und kulturell ist es jedoch eng mit Europa verbunden und politisch und kulturell Mitglied europäischer Organisationen. Seit Mai 2004 ist die Republik Zypern auch Mitglied der Europäischen Union.
  • Die transkaukasischen Staaten Armenien, Aserbaidschan und Georgien werden geographisch je nach Definition teilweise oder vollständig zu Asien gerechnet. Geschichtlich und kulturell sind jedoch die beiden mehrheitlich christlichen Staaten Armenien und Georgien mit Europa verbunden. Alle drei Staaten sind Mitglieder des Europarates und werden bei internationalen Sport- und Kulturveranstaltungen meist Europa zugeordnet.
  • Israel liegt geographisch in Asien. Bei internationalen Sport- und Kulturveranstaltungen wird es oft in Europa einbezogen, weil es in der arabischen Welt politisch isoliert ist.

Mit über 700 Millionen Einwohnern gehört Europa zu den dichter besiedelten Teilen der Erde. Die durchschnittliche Bevölkerungsdichte beträgt etwa 65 Einwohner pro km². Vor allem in West-, Mittel- und Südeuropa ist die Bevölkerungsdichte relativ hoch, während sie weiter nach Nord- und Osteuropa stark abnimmt. Die zentral gelegene Bevölkerungskonzentration in West-, Mittel- und Südeuropa, die sich bandförmig zwischen der Irischen See und dem Mittelmeer erstreckt, wird unter der Bezeichnung „Blaue Banane“ als wirtschafts- und siedlungsgeographisch bedeutende Megalopolis klassifiziert.

Sprachen

Karte der wichtigsten europäischen Sprachen

Mehr als 90 Prozent der Einwohner Europas sprechen indogermanische Sprachen. Am weitesten verbreitet sind slawische, germanische und romanische Sprachen. Auch Griechisch, Albanisch, die baltischen und keltischen Sprachen sowie das Romani zählen zu den indogermanischen Sprachen.

Die uralischen Sprachen stellen die zweitgrößte Sprachfamilie Europas dar. Sie unterteilen sich weiter in die samojedischen Sprachen, die von einigen wenigen Tausend Menschen im äußersten Nordosten Europas gesprochen werden, und in die finno-ugrischen Sprachen. Hierzu zählen vor allem Finnisch, Ungarisch und Estnisch als Amtssprachen, ferner die in Lappland gesprochenen samischen Sprachen und einige Minderheitensprachen, vor allem in Russland.

Im europäischen Teil der Türkei ist mit Türkisch eine Turksprache Amts- und Titularsprache, ebenso Kasachisch im europäischen Teil Kasachstans. Andere Turksprachen kommen als Minderheitensprachen in Ost- und Südosteuropa vor, so etwa das Gagausische, das Tatarische und das Baschkirische. Mit Kalmückisch wird am Ostrand des Kontinents auch ein Vertreter der mongolischen Sprachfamilie in Europa gesprochen.

Mit Maltesisch ist auf der Insel Malta zudem eine Sprache des semitischen Zweigs der afroasiatischen Sprachen vertreten. Die in Spanien und Frankreich gesprochene baskische Sprache wird keiner größeren Sprachfamilie zugerechnet, ihr Ursprung konnte durch die moderne Sprachwissenschaft nicht rekonstruiert werden und ist nach wie vor unbekannt. Darüber hinaus werden heute in Europa zahlreiche weitere Sprachen aus anderen Sprachfamilien gesprochen, die durch Einwanderer in jüngerer Zeit hierher gelangt sind.

Betrachtet man den Kaukasus-Hauptkamm als Südostgrenze Europas, zählen auch zahlreiche Kaukasische Sprachen, darunter die Adyghe-Abchasischen Sprachen Adygeisch, Kabardinisch, Abasinisch, sowie die verschiedenen Nachisch-Dagestanischen Sprachen zu den Sprachen, die geschlossene Sprachgebiete in Europa haben. Prinzipiell südlich des Hauptkammes angesiedelt sind die Kartwelischen Sprachen Georgisch und Swanisch, die jedoch den Hauptkamm nach Norden stellenweise geringfügig überschreiten. Turksprachen, die in Europa nur an der Nordflanke des Kaukasus gesprochen werden, sind Aserbaidschanisch, Karatschai-Balkarisch, Kumykisch und Nogaisch. Eine Iranische Sprachinsel im zentralen Nordkaukasus bildet weiterhin das Ossetische, im Ostkaukasus bis ins 19. Jahrhundert regional auch Tatisch, deren Sprecheranteil seitdem sehr zurückgeht.

Bezogen auf die Zahl der Bewohner ist in Europa das lateinische Schriftsystem am gebräuchlichsten, gefolgt von dem kyrillischen Alphabet (in Russland, Weißrussland, der Ukraine, Bulgarien, Serbien, Montenegro, Nordmazedonien und Teilen Bosniens und der Herzegowina) und dem griechischen Alphabet. Die lateinische Sprache hat durch die römisch-katholische Kirche bis in die Neuzeit als Schriftsprache des Kontinents überleben können.

Religionen

Das Christentum und der Islam sind die am weitesten in Europa verbreiteten Religionen.

Etwa 75 % der Europäer sind Christen (vor allem katholisch, protestantisch, orthodox).

Durch den stetigen Zuzug von christlichen Assyrern aus Nordmesopotamien beherbergt Europa heute 500.000 Anhänger des Syrischen Christentums.

Zwischen 42 und 53 Millionen, also 6–8 % sind Muslime, wobei die meisten Muslime in den europäischen Teilen Russlands (13–20 Millionen) leben. Ca. 16 Millionen sind muslimische Einwanderer und deren Nachkommen in der Europäischen Union. 9,5 Millionen leben im europäischen Gebiet der Türkei, 2,2 Millionen in Bosnien und Herzegowina und 1,4–2,5 Millionen in Albanien.

Knapp 1,3 Millionen der europäischen Bevölkerung sind Juden, die meisten davon in Frankreich (ca. 449.000), dem Vereinigten Königreich (ca. 295.000), Russland und Deutschland (ca. 118.000). Andere Religionen (Hinduismus, Buddhismus etc.) sind ebenfalls mit weniger als 0,3 % vertreten.

Etwa 17 % der Europäer sind konfessionslos, besonders in Estland, Tschechien, den Niederlanden, Russland und Ostdeutschland, sonst v. a. in den Städten.

Die alleinige Konfessionszugehörigkeit sagt jedoch wenig über den tatsächlichen Grad der Religiosität in einem Land aus. Nach der European Values Study bezeichneten sich etwa ein Drittel der Europäer als unreligiös, 5 % als überzeugte Atheisten.

  • In Russland, dem flächengrößten und bevölkerungsreichsten Staat Europas (der europäische Teil Russlands hat über 100 Mio. Einwohner) sind über 50 % Christen, mindestens 30 % Atheisten bzw. konfessionslos und etwa 14 % Muslime.
  • Im Vergleich dazu hat Deutschland mit über 82 Mio. Einwohnern die zweitgrößte Bevölkerungszahl. Knapp 60 % sind Christen, etwa 5 % Muslime, der Rest vor allem Atheisten und Konfessionslose. Im Osten Deutschlands allerdings machen Konfessionslose bis zu 70 % aus.

Das Christentum erreichte Europa erstmals im 1. Jahrhundert nach Chr. Der Islam breitete sich im 8. Jahrhundert auf der Iberischen Halbinsel aus, wurde aber im Zuge der „Reconquista“ vom 13. bis zum 15. Jahrhundert wieder verdrängt. Europäer verbreiteten das Christentum durch Einwanderung und Mission in Amerika, Australien und in geringerem Maße auch auf anderen Kontinenten (Teile Südostasiens, Afrikas und Ozeaniens). Heute ist Europa weitgehend säkularisiert.

Die römisch-katholische Kirche hat seit 1964 sechs Heilige zu Patronen Europas ernannt.

Siehe auch: Islam in Europa
Europa auf der 20-Cent-Münze

Im 19. Jahrhundert war Europa durch die in England beginnende und auf den ganzen Kontinent übergreifende Industrielle Revolution konkurrenzlos die führende Wirtschaftskraft. Später brachten verschiedene internationale Einrichtungen und Organisationen, wie die EFTA (Europäische Freihandelszone) und die Europäische Gemeinschaft – der heutigen EU – einen Wachstumsschub, der in vielen Teilen Europas bis in die 1970er und teilweise in die 1980er Jahre anhielt. Die Versorgung der Bevölkerung Europas konnte durch die Verringerung von Handelsbeschränkungen ebenfalls weiter ausgebaut werden. Momentan erlebt Osteuropa einen Wirtschaftsboom und schließt zu den westeuropäischen Staaten auf. Besonders hoch ist das Wachstum zurzeit [2006] in den EU-Staaten Lettland, Estland, Litauen und der Slowakei, mit zum Teil zweistelligen Wachstumsraten.

Mit dem Vertrag von Maastricht bildeten zunächst 12 Staaten der EU ab 1999 eine Währungsunion. Ab dem 1. Januar 2002 wurden Euro-Geldscheine und -münzen eingeführt. Heute ist der Euro gesetzliches Zahlungsmittel in 18 EU-Staaten und sechs weiteren europäischen Staaten.

Heute ist Europa ein wohlhabender Kontinent mit großen Industriemetropolen, ertragreicher Landwirtschaft und einem wachsenden Dienstleistungssektor. Dennoch ist seit den 1970er Jahren Arbeitslosigkeit ein weit verbreitetes Problem in vielen europäischen Staaten. Die Industrie und die Dienstleistung konzentrieren sich vor allem auf die Ballungsgebiete. In den meisten Staaten Europas ist das Problem nicht mehr der Mangel an Nahrungsmitteln, sondern die Überproduktion und die Fettleibigkeit. Ausfuhrgüter sind vor allem Maschinen, Stahl, Computer­bedarf und Autos. Einfuhrgüter sind unter anderem Kakao, Tee, Kautschuk, Erdöl, Erdgas und Erze.

Siehe: Kategorie:Kultur (Europa)

Bildhauerei, Malerei, Literatur, Architektur und Musik haben in Europa eine lange Tradition. Viele Städte, wie beispielsweise Paris, Wien, Rom, Berlin und Moskau werden heute als kulturelle Zentren betrachtet. Außerdem besitzen viele Städte wichtige Theater, Museen, Orchester und weitere bedeutende Einrichtungen.

Bildung

Sorbonne-Universität in Paris

In allen Staaten Europas gibt es eine Bildungspflicht, in einigen auch eine Schulpflicht, die oft vom 6. oder 7. bis zum 15. oder 16. Lebensjahr dauert. Die Grundschulzeit beträgt in den meisten Ländern vier bis fünf – in wenigen Staaten auch sieben oder acht Jahre. Danach folgt meist eine weiterführende Schule, die auch verschiedene Schultypen und -arten umfassen kann. Die Analphabetenrate ist in fast allen Ländern durch verschiedene Förderungen des Bildungssystems sehr niedrig. In vielen Ländern gibt es außerdem renommierte Hochschulen und Universitäten, teilweise auch mit bestimmten fachlichen Schwerpunkten.

Sport

Der Sport hat für die Vorstellung eines einheitlichen europäischen Raumes eine besondere Rolle gespielt, da es seit Ende des 19. Jahrhunderts Europameisterschaften (zuerst 1891 im Eiskunstlauf) gibt. Da die Europäische Union auf eine eigene Gestaltung des Sports weitgehend verzichtet hat, in den Fußball-Ligen nationale Monopole gepflegt werden, die sich auch vom europäischen Ausland strikt abgrenzen, ist das Bild des Europas des Berufssports in der öffentlichen Wahrnehmung viel präsenter als das des politischen Europas.

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  1. der Deutschen Stiftung Weltbevölkerung (PDF; 0,6 MB)
  2. 25. Dezember 2018, abgerufen am 20. Januar 2019 (amerikanisches Englisch).
  3. im Online Etymology Dictionary (englisch).
  4. Dieter Hägermann: Karl der Große. Herrscher des Abendlandes. Propyläen Verlag, Berlin und München 2000, ISBN 3-549-05826-8, S. 10.
  5. Europa. In: Brockhaus Enzyklopädie. 21. Auflage. F. A. Brockhaus, Leipzig/Mannheim 2006. „Als Grenze Europas zu Asien gilt seit dem 18. Jahrhundert der Ural … Konventionelle Grenzen zu Asien bilden außerdem der Fluß Ural, das Kaspische Meer, die Manytschniederung, das Schwarze Meer, der Bosporus, das Marmarameer, die Dardanellen sowie das Ägäische Meer“.
  6. Europe. In: The New Encyclopaedia Britannica. 1998. “… West of the Caspian, the European limit follows the Kuma-Manych Depression and the Kerch Strait to the Black Sea”.
  7. Europe. In: National Geographic Atlas of the World. 7. Auflage. National Geographic, Washington, DC 1999, ISBN 0-7922-7528-4,S.68–69.
    Asia. In: National Geographic Atlas of the World. 7. Auflage. National Geographic, Washington, DC 1999, ISBN 0-7922-7528-4,S.90–91. “A commonly accepted division between Asia and Europe … is formed by the Ural Mountains, Ural River, Caspian Sea, Caucasus Mountains, and the Black Sea with its outlets, the Bosporus and Dardanelles.”
  8. .
  9. E. Carbonell u. a.: The first hominin of Europe. In: Nature. Band 452, 2008, S. 465–469.
  10. Dieter Hägermann: Karl der Große, Herrscher des Abendlandes. Berlin u. a. 2000, ISBN 3-549-05826-8, S. 10.
  11. orf.at, 23. November 2019, abgerufen 24. November 2019.
  12. Bernhard Chiari (Hrsg.): „Wegweiser zur Geschichte Kaukasus.“ Verlag Ferdinand Schöningh, Paderborn u. a. 2008, PDF-Download 7 MB (Memento vom 19. Juni 2012 im Internet Archive) (S. 123 ff)
  13. (Memento vom 24. April 2010 im Internet Archive)
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  15. Westfalen-Blatt: Abgerufen am 28. Oktober 2020.
  16. Sabine Berking: Karl-Markus Gauß: Die fröhlichen Untergeher von Roana: Die Frau als Wörterbuch. In: FAZ.NET. ISSN ( [abgerufen am 28. Oktober 2020]).
  17. S. Frisch, U. Hengelhaupt, F. Hohm: „Taschenatlas Europäische Union.“ Gotha 2007 (Summe der auf den Seiten 73–203 angeführten landesspezifischen Zahlen).
  18. Der Anteil der Muslime an der albanischen Bevölkerung wird auf 40–70 % geschätzt, zu Einzelheiten und Nachweisen siehe Islam in Albanien.
  19. Andrea Spalinger: Neue Zürcher Zeitung, 31. Oktober 2020, abgerufen am 2. November 2020.
  20. .
  21. Anja Stichs: (PDF) Eine Hochrechnung über die Anzahl der Muslime in Deutschland zum Stand 31. Dezember 2015. BAMF, 14. Dezember 2016; abgerufen am 15. Dezember 2016 (ISSN ).
  22. vgl. (Memento vom 20. Oktober 2007 im Webarchiv archive.today) Union der Europäischen Konferenzen der Höheren Ordensoberen/innen U.C.E.S.M.
  23. vgl. James Riordan, Arnd Krüger: European Cultures in Sport: Examining the Nations and Regions. Inellect, Bristol 2003, ISBN 1-84150-014-3 (, Zugriff 10. November 2016).
  24. Vgl.Vanessa Conze: In: H-Soz-u-Kult. 22. Januar 2010, abgerufen am 22. Januar 2010.

54.925.316666666667Koordinaten:55° N,25° O

Normdaten (Geografikum): GND:(, ) | LCCN: | VIAF:

Europa
europa, kontinent, erde, hauptsächlich, nordöstlichen, quadranten, beziehungsweise, nordwestlichen, eurasien, sprache, beobachten, bearbeiten, titel, dieses, artikels, mehrdeutig, weitere, bedeutungen, sind, unter, begriffsklärung, aufgeführt, altgriechisch, Ε. Europa Kontinent auf der Erde hauptsachlich im nordostlichen Quadranten beziehungsweise im nordwestlichen Eurasien Sprache Beobachten Bearbeiten Der Titel dieses Artikels ist mehrdeutig Weitere Bedeutungen sind unter Europa Begriffsklarung aufgefuhrt Europa altgriechisch Eὐrwph Eurṓpe ist ein Erdteil der sich uber das westliche Funftel der eurasischen Landmasse erstreckt Obwohl es geographisch gesehen nur ein Subkontinent ist der mit Asien zusammen den Kontinent Eurasien bildet wird es historisch und kulturell begrundet oft als eigenstandiger Kontinent betrachtet Der Begriff Europa ist also nicht rein geographisch definiert sondern bezieht sich auch auf historische kulturelle politische wirtschaftliche rechtliche ideelle Aspekte Europa Flache 10 523 000 km Bevolkerung 746 Millionen Mitte 2019 1 Bevolkerungsdichte 75 Einwohner km Lander ca 50Zeitzonen UTC 0 Island bis UTC 5 Russland Die Einwohner Europas werden als Europaer bezeichnet Mit uber 700 Millionen Einwohnern die auf einer Flache von etwa 10 5 Millionen Quadratkilometern 2 leben gehort Europa zu den dichter besiedelten Teilen der Erde Europa ist stark urbanisiert besonders im Bereich der Hauptstadte und der Megalopolis Blaue Banane Bedeutende politische Bundnisse Europas sind vor allem der Europarat und die Europaische Union Inhaltsverzeichnis 1 Name 2 Geographie 2 1 Klima 2 2 Flora 2 3 Fauna 2 4 Stadte und Metropolen 2 5 Zeitzonen 3 Geschichte 4 Politik 4 1 Lander Europas 4 2 Umstrittene Gebiete 4 3 Weitere Gebiete 4 4 Teilweise in Europa liegende Staaten 4 5 Aussereuropaische Besitzungen europaischer Lander 4 6 Politische Organisationen 5 Bevolkerung 5 1 Sprachen 5 2 Religionen 6 Wirtschaft 7 Kultur 7 1 Bildung 7 2 Sport 8 Siehe auch 9 Literatur 10 Weblinks 11 EinzelnachweiseName Europa der Stier und Gefahrtinnen Fresko aus Pompeji Der Name Europa geht auf das altgriechische Eὐrwph Eurṓpe zuruck Innerhalb des Griechischen konnte der Name als Kompositum aus eὐrys eurys weit breit und ὄps ops Sicht Gesicht aufgefasst werden woraus sich die Bedeutungen die mit der weiten Sicht oder die Breitgesichtige ergaben 3 Europa in Herodots antikem Weltbild Nach der griechischen Mythologie war Eurṓpe der Name einer phonizischen Konigstochter die Zeus in Stiergestalt schwimmend nach Kreta entfuhrte und dort verfuhrte Dieser Name stammt nach Auffassung von Etymologen aus einer semitischen Sprache und wurde dann grazisiert Diskutiert wird eine Herkunft vom akkadischen erebu untergehen bezogen auf die Sonne oder auch vom phonizischen erob Abend Westen vgl den Begriff Abendland 3 Im 5 Jahrhundert vor Christus bezog der griechische Schriftsteller und Geograph Herodot den Begriff Eurṓpe der sich als geographischer Terminus damals nur auf die Peloponnes bezogen hatte 4 auf die Landmassen nordlich des Mittelmeers sowie des Schwarzen Meers die er so von den Landmassen Asiens Asia und Afrikas Libye unterschied Europa selbst ist Namensgeber fur das 1890 entdeckte chemische Element Europium Geographie Hauptartikel Geographie Europas Topographie Europas Europa hat im Osten gegenuber Asien keine eindeutige geographische oder geologische Grenze Deshalb sind die Grenzen Europas eine Frage gesellschaftlicher Ubereinkunft Eine geographische Definition Europas ist immer willkurlich Nach einer bekannten Formulierung von Bernard Henri Levy ist Europa kein Ort sondern eine Idee Heute folgt man bei der Grenzziehung zwischen Europa und Asien ublicherweise weitgehend der Definition von Philip Johan von Strahlenberg Danach bilden Uralgebirge und fluss die Ostgrenze Europas Zwischen dem Kaspischen Meer und dem Schwarzen Meer verlauft die Grenzlinie durch die Manytschniederung nordlich des Kaukasusgebirges da an ihrer Stelle einst eine Meeresstrasse das Kaspische Meer mit dem Schwarzen Meer verband 5 6 Die oben gezeigte Weltkugel zieht davon leicht abweichend die Grenze entlang des Kaukasus Hauptkammes diese Grenzziehung wird im englisch und franzosischsprachigen Raum bevorzugt Innereurasische Grenze 7 Insgesamt hat Europa eine Flache von etwa 10 5 Millionen Quadratkilometern und ist damit nach Australien der zweitkleinste Kontinent Der nordlichste Punkt des europaischen Festlands ist Kinnarodden auf der Nordkinnhalbinsel in Norwegen der sudlichste ist die Punta de Tarifa in Spanien der westlichste das Cabo da Roca in Portugal Die Nord Sud Ausdehnung betragt etwa 3800 km In Ost West Richtung misst das europaische Festland etwa 6000 km vom Uralgebirge in Russland bis zur Atlantikkuste Portugals Klima Oberflachentemperatur des Golfstroms im westlichen Nordatlantik links unten Florida und Kuba Der Kontinent liegt hauptsachlich in den gemassigten Breiten Das Klima ist in Europa im Vergleich mit Gebieten gleicher geographischer Breite in anderen Erdteilen wegen des Einflusses des relativ warmen Golfstroms milder Die durchschnittliche Jahrestemperatur von Bordeaux betragt beispielsweise 12 8 C wahrend das auf nahezu gleicher Breite liegende kanadische Halifax Nova Scotia nur 6 3 C erreicht In grossen Teilen Westeuropas stehen milden Wintern kuhle Sommer gegenuber In Gebieten die weit vom Meer also auch von dessen klimatisch ausgleichendem Einfluss entfernt liegen sind die Temperaturunterschiede in verschiedenen Jahreszeiten starker In den grossten Teilen Osteuropas ist das Klima durch das Fehlen des Meeres in unmittelbarer Nahe vorwiegend kontinental gepragt Kalte Winter und heisse Sommer sind in diesen Regionen vorherrschend Durch die Erdrotation und die damit verbundene ablenkende Kraft kommen Winde hauptsachlich aus westlicher Richtung Da in den Kustengebieten Westeuropas deswegen Winde vornehmlich vom Atlantischen Ozean wehen kommt es fast ganzjahrig zu Regen In Ost und Mitteleuropa ist die Niederschlagsmenge dagegen vergleichsweise gering da wiederum der Einfluss des Meeres auf diese Regionen zu gering ausfallt Gebirge beeinflussen die Niederschlagsmenge ebenfalls stark So zahlen Teile der nordwestlichen Alpen zu den niederschlagsreichsten Gebieten Europas wahrend zentrale Alpentaler vergleichsweise trocken sind Die Alpen wirken in diesem Fall als Barriere fur Regenfronten In Gebieten nahe dem Mittelmeer herrscht uberwiegend mediterranes Klima mit subtropischen Winterregen Den trockenen und sehr warmen Sommern folgen milde und z T regenreiche Winter Die mittlere Lufttemperatur liegt im Sommer zw 22 C im westlichen und 27 C im ostlichen Mittelmeer Im Winter zwischen 8 C im Agaischen wahrend die Nordumrahmung des Mittelmeeres bei Venedig Januartemperaturen von nur 3 C hat Im Sommer gibt es vorwiegend Winde aus nordlicher Richtung den Etesien Im Winter bringen westliche Winde aus Richtung des Atlantischen Ozeans dagegen haufig Niederschlag mit Aufgrund der im Herbst und Winter noch relativ hohen Wassertemperaturen erreichen die Niederschlagssummen insbesondere an Staulagen Steigungsregen der ostlichen Adriaumrahmung die hochsten Werte in Europa Sie liegen in Montenegro maximal bei uber 4500 mm a Crkvice und sind damit fast doppelt so hoch wie in den Staulagen der Nordalpen 8 Es findet insbesondere im Winter durch kalte Windstromungen ein Luftmassenaustausch zwischen polar gepragter Kaltluft und den subtropischen Luftmassen statt Diese Winde wehen insbesondere an naturlichen Reliefausflussen wie der Mistral im Rhonetal sowie die Bora uber den niedrige liegenden Passen im Kvarnergolf und vor Istrien Im Norden Europas herrscht arktisches Klima im Sudosten an der Wolga dagegen Kontinentalklima mit heissen Sommern und geringem Niederschlag So kann es z B auch sein dass in Lappland noch Schnee liegt wahrend in Sizilien uber Sommerhitze geklagt wird es auf den Shetland inseln andauernd regnet und Andalusien von jahrelanger Trockenheit geplagt wird Siehe auch Folgen der globalen Erwarmung in Europa und Liste von Wetterereignissen in Europa Flora Florengebiete in Europa nach Wolfgang Frey und Rainer Losch Die Vegetation in Europa lasst sich anhand des Klimas grob in vier Zonen einteilen arktisch boreal gemassigt und mediterran Durch jahrtausendelange Nutzung ist die ursprungliche Vegetation Europas in der gemassigten und mediterranen Zone bis auf winzige Reste vernichtet Im Norden Europas sind in der arktischen Tundra nur Straucher Moose und Flechten zu finden Weiter sudlich schliessen sich in Skandinavien und dem nordlichen Russland boreale Nadelwalder an vorwiegend aus Fichten und Kiefern in die ausgedehnte Moore eingebettet sind In der gemassigten Zone wurden zwischen dem Atlantischen Ozean und den Karpaten unter naturlichen Bedingungen vermutlich vor allem durch Rotbuchen gepragte Laubwalder wachsen in den warmsten Tieflagen auch solche mit sommergrunen Eichen und Hainbuchen Ostlich des Verbreitungsgebietes der Rotbuche etwa ab der Weichsel und dem Dnjestr bis zum sudlichen Ural waren wohl Mischwalder ausgebildet in denen Stieleiche Winter Linde Waldkiefer und im Ubergang zur nordlich anschliessenden Nadelwaldzone die Fichte die wichtigste Rolle spielen Nach Suden schliesst an diese Mischwaldzone nordlich des Schwarzen Meeres eine Region an in der unter naturlichen Bedingungen Steppen vegetation ausgebildet ware Biogeographische Regionen Europas Auch der Mittelmeerraum war ursprunglich wohl weitgehend bewaldet Dort ware die Vegetation ohne menschliche Einwirkung von mediterranem Hartlaubwald gepragt der von immergrunen Eichenarten v a Steineiche beherrscht ware in den sudlichsten und warmsten Lagen auch mit starker Beteiligung von Olivenbaumen Pistazien und Kiefern Durch den anthropogenen Einfluss aber wachsen heutzutage vor allem Macchie oder Garigue Gewachse In den kuhleren Lagen des Mittelmeergebiets spielen auch verschiedene sommergrune Eichenarten etwa die Flaumeiche eine grosse Rolle In den mittleren und hoheren Lagen der Gebirge ist die ursprungliche Vegetation besser erhalten als in den Tieflagen Hier sind auf relativ kleinem Raum mehrere einander uberlagernde Hohenstufen ausgebildet wobei in Abhangigkeit vom Klima die einzelnen Komponenten einer solchen Hohenstufenzonierung sehr unterschiedlich sein konnen In den Bergwaldern der mittleren oberen Hohenlagen sind neben der Rotbuche vor allem Tannen und Kiefernarten in den nordlicheren Gebirgen auch Fichte und Larche von Bedeutung Oberhalb der Waldgrenze sind in den Gebirgen Zwergstrauchheiden alpine Rasen und im Mittelmeerraum auch Dornpolstervegetation zu finden Nach oben zu wird die geschlossene Vegetation von einzeln wachsenden Fels und Schuttpflanzen abgelost Laut der umstrittenen Megaherbivorenhypothese jedoch ware Europa vor dem Einfluss des Menschen weniger bewaldet gewesen vielmehr hatten abwechslungsreiche Weidelandschaften aus Wiesen Gebuschen und kleineren Hutewaldern grossflachig dominiert geformt durch Pflanzenfresser wie Auerochse Wisent Tarpan und Rothirsch Diese Hypothese wird u a durch die Haufigkeit von Eichen und Haselpollen sowie das Vorkommen anderer Offenlandarten in Mitteleuropa wahrend des fruhen Holozan gestutzt Heute ist der grosste Teil Europas durch agrarische Nutzung gepragt die verbliebenen Walder werden intensiv forstlich genutzt Vom Menschen weniger beeintrachtigte Bereiche gibt es vor allem in den hoheren Lagen der Gebirge Fauna Wolf Canis lupus Grosse Raubtiere wie Braunbar Eurasischer Wolf oder Luchs sind nur noch im Norden oder Osten in grosseren Bestanden zu finden Im aussersten Norden und Osten Europas kommen Rentiere und Elche noch relativ haufig vor Nach seiner Ausrottung wurde der Wisent aus Zoobestanden wieder in Osteuropa ausgewildert Rothirsch Reh und Wildschwein findet man in den meisten Regionen Europas Eine typisch europaische Grosstierart ist die Gamse die ausserhalb der europaischen Gebirge nur in Kleinasien und den asiatischen Teilen des Kaukasus verbreitet ist In Alpen Pyrenaen und im Kaukasus leben verschiedene Arten des Steinbocks Die Saigaantilope war noch im Mittelalter bis in die Ukraine verbreitet heute ist sie in Europa auf Gebiete am Unterlauf der Wolga beschrankt Viele Arten sind schon vor Jahrhunderten ausgerottet worden Ur Tarpan Auch der Bestand an Greifvogeln wie Steinadler Seeadler und Gansegeier ist in den letzten Jahrhunderten stark dezimiert worden Nur in Sudeuropa gibt es aufgrund des warmen Klimas eine grossere Artenzahl an Eidechsen Schlangen und Schildkroten An der Kuste leben Seehunde und andere Robbenarten In den nordlichen Meeren sind die bekanntesten Wale Schwertwal und Schweinswal im Mittelmeer verschiedene Delfinarten Die bekanntesten Salzwasserfische sind Heringe und verschiedene Thunfischarten Siehe auch Liste der Saugetiere Europas und Liste europaischer Reptilien Siehe auch Liste europaischer Amphibien und Liste europaischer Susswasserfische und Neunaugen Stadte und Metropolen Politische Karte Europas mit den Hauptstadten Verschiedene historische Grenzziehungen fur die Europa Asien Grenze Die Stadte und Gemeinden bilden die kleinsten administrativen Einheiten im Verwaltungsaufbau der Staaten Lissabon war eine der ersten kosmopolitischen Metropolen der Neuzeit da sie im Zeitalter des Imperialismus Zentrum eines grossen Kolonialreiches war Noch 1950 befanden sich vier Stadte in der heutigen Europaischen Union unter den 20 grossten der Welt seitdem wachsen die europaischen Stadte kaum noch verlieren teilweise an Einwohnerzahlen Diese vier grossten heutigen EU Stadte waren London auf dem zweiten Platz hinter New York Paris auf dem vierten Platz hinter Tokio sowie Mailand und Neapel die Platz 13 und 19 belegten Doch in der zweiten Halfte des 20 Jahrhunderts holten die Stadte der restlichen Welt besonders die der Entwicklungslander z B Mexiko Stadt Manila oder Sao Paulo bei den Einwohnerzahlen auf und fuhren jetzt die Tabelle der Welt an Trotz Stagnation in alteren Stadten gibt es zahlreiche andere Prozesse in der Raumentwicklung des 21 Jahrhunderts wie z B die Gentrifizierung der Innenstadte Problematisch beim Vergleich der Metropolen ist dass es auch oft polyzentrische Ballungsraume gibt in denen die Kernstadte im Vergleich zum Ballungsraum sehr klein sind z B Rhein Ruhr das oberschlesische Industriegebiet oder Mittelengland Daher tauchen sie auch wenn sie teilweise sehr gross sind nicht in der Tabelle unten auf Stadte mit mehr als 1 5 Millionen Einwohnern in Europa sind 9 Stadt Staat Einwohner zahl in Mio Grundungs jahr nach Urkunde oder Erwahnung mit Ballungs raum0 1 Moskau Russland Russland 0 10 4 0 13 8 11470 2 London Vereinigtes Konigreich Vereinigtes Konigreich 00 7 4 0 12 0 00 47 n Chr 0 3 Istanbul West Turkei Turkei 00 6 9 0 16 0 0 660 v Chr 0 4 Sankt Petersburg Russland Russland 00 4 8 00 5 3 17030 5 Berlin Deutschland Deutschland 00 3 5 00 4 5 12370 6 Madrid Spanien Spanien 00 3 3 00 5 3 10830 7 Kiew Ukraine Ukraine 00 2 8 00 3 3 0 8400 8 Rom Italien Italien 00 2 7 00 3 8 0 753 v Chr 0 9 Paris Frankreich Frankreich 00 2 1 0 11 5 00 53 v Chr 10 Minsk Weissrussland Weissrussland 00 1 7 00 2 7 106711 Bukarest Rumanien Rumanien 00 1 9 00 2 6 145912 Wien Osterreich Osterreich 00 1 9 00 2 8 0 881 1 Jh n Chr 13 Hamburg Deutschland Deutschland 00 1 7 00 2 6 fruhes 9 Jahrhundert14 Budapest Ungarn Ungarn 00 1 7 00 2 4 00 89 n Chr 15 Warschau Polen Polen 00 1 7 00 2 4 128116 Barcelona Spanien Spanien 00 1 6 00 3 9 0 230 v Chr 17 Munchen Deutschland Deutschland 00 1 5 00 2 4 1158 Istanbul liegt auf der Grenze zwischen Europa und Asien der alte Stadtkern und etwa 2 3 des Stadtgebietes gehoren zum europaischen Teil Anzahl der Einwohner des europaischen Teils Istanbuls als Byzantion auf europaischer SeiteSiehe auch Liste der Hauptstadte der Erde und Liste der grossten Stadte Europas Zeitzonen Die Staaten Vereinigtes Konigreich Irland Portugal und Island haben sich der westeuropaischen Zeit WEZ WET zugeordnet die identisch mit der koordinierten Weltzeit UTC ist Sie entspricht der mittleren Sonnenzeit am Nullmeridian der durch London und Ostengland verlauft Alle mittel und einige west und osteuropaischen Staaten nutzen die Mitteleuropaische Zeit UTC eine Stunde dies sind Spanien Frankreich Andorra Monaco die Niederlande Belgien Luxemburg Danemark Schweden Norwegen Deutschland Polen Osterreich die Schweiz Liechtenstein Italien San Marino die Vatikanstadt Tschechien die Slowakei Ungarn Slowenien Kroatien Bosnien und Herzegowina Serbien Montenegro Nordmazedonien der Kosovo Malta und Albanien Die osteuropaische Zeit UTC 2 Stunden nutzen Finnland Estland Lettland Litauen die Ukraine Rumanien Moldau Bulgarien und Griechenland Die Moskauer Zeit UST 3 Std nutzen Weissrussland und ein Grossteil des europaischen Teils Russlands sowie die Turkei Die meisten Staaten verwenden von Ende Marz bis Ende Oktober eine Sommerzeit bei der die Uhren uber diesen Zeitraum hinweg eine Stunde vorgestellt werden Dies gilt fur alle EU Staaten auch die meisten europaischen Nicht EU Staaten folgen diesem Beispiel jedoch nicht Island Russland Weissrussland und die Turkei Geschichte Hauptartikel Geschichte Europas Rekonstruktion von Pfahlbauten aus der Jungsteinzeit Alteste Nachweise von Vertretern der Gattung Homo stammen derzeit aus der Sierra de Atapuerca in Spanien und sind bis zu 1 2 Mio Jahre alt 10 Noch altere Fossilfunde aus Georgien ausserhalb der heute gultigen Grenzen Europas sind 1 8 Mio Jahre alt und werden als Homo erectus ergaster georgicus bezeichnet Im nordalpinen Europa beginnt der alteste Besiedlungshorizont mit Homo heidelbergensis vor ca 600 000 Jahren Erst vor ca 40 000 Jahren gelangte Homo sapiens nach Europa vgl Ausbreitung des Menschen und ersetzte nach und nach den Neandertaler Mit der Jungsteinzeit und der Bronzezeit begann in Europa eine lange Geschichte grosser kultureller und wirtschaftlicher Errungenschaften zunachst im Mittelmeerraum dann auch im Norden und Osten Konstantin der Grosse mit dem Stadtmodell Konstantinopels Besonders die griechische Kultur das Romische Reich und das Christentum hinterliessen bis heute ihre Spuren In der Antike vereinigte das Romische Reich zur Zeit des Augustus erstmals das gesamte sudliche Europa zusammen mit den anderen Kustenlandern des Mittelmeerraums in einem Grossreich Im Romischen Reich konnte sich die neue Religion des Christentums schnell ausbreiten Trotz aller Verfolgungen wurde das Christentum in der Spatantike von Konstantin dem Grossen gefordert konstantinische Wende und unter Kaiser Theodosius I zur Staatsreligion erhoben eine Entwicklung die bis heute fortwirkt Mit dem Ende der Antike brach im Westen das Imperium Romanum zusammen bestand im Osten jedoch als immer mehr griechisch gepragtes Byzantinisches Reich bis 1453 fort In dieser Zeit drangten mit der Volkerwanderung eine Vielzahl von meist germanischen Stammen Angelsachsen Franken Goten u a in das westliche Europa und bildeten den Grundstein fur zukunftige Nationen England Frankreich Spanien Im Fruhmittelalter erklarte das Paderborner Epos den Herrscher des Frankenreichs Karl den Grossen zum Vater Europas pater Europae 11 Das Mittelalter war unter anderem gepragt von der Konkurrenz zwischen dem neuen romischen Kaiser im Westen Romisch deutscher Kaiser und dem byzantinischen Kaiser in Konstantinopel Zweikaiserproblem auf deren beider Einflussspharen die spater weiter vertiefte Spaltung in ein westliches und ostliches Europa zuruckgeht Morgenlandisches Schisma Missionare verbreiteten das Christentum seit dem Fruhmittelalter uber Nord und Osteuropa so dass ganz Europa im Spatmittelalter christlich wurde Im westlichen Europa gab es jedoch seit dem Investiturstreit im 11 Jahrhundert Auseinandersetzungen zwischen Kaiser und Papst um die Vorherrschaft Im Zeitalter der Renaissance entdeckte man im lateinischen Westen das Wissen der Antike wieder was teils einen kulturellen Aufschwung bewirkte Die Reformation im 16 Jahrhundert spaltete die westliche Kirche mit der orthodoxen Kirche war es bereits im Jahr 1054 zum Bruch gekommen in einen katholischen und evangelischen Teil Religionskriege waren die Folge 1618 bis 1648 verwustete der Dreissigjahrige Krieg weite Teile Mitteleuropas Seit dem 15 Jahrhundert bauten europaische Nationen besonders Spanien Portugal Russland die Niederlande Frankreich und das Vereinigte Konigreich von Grossbritannien und Nordirland koloniale Imperien mit grossen Besitztumern auf allen anderen Kontinenten auf Europa ist der Kontinent der die anderen Erdteile am meisten beeinflusst hat zum Beispiel durch christliche Missionierung Kolonien Sklavenhandel Warenaustausch und Kultur Der Sturm auf die Bastille am 14 Juli 1789 Im 18 Jahrhundert setzte die Bewegung der Aufklarung neue Akzente und forderte Toleranz die Achtung der Menschenwurde Gleichheit und Freiheit In Frankreich kam 1789 durch die Franzosische Revolution das Burgertum zur Macht Im fruhen 19 Jahrhundert musste sich halb Europa nach dem Willen des nach der Revolutionszeit zur Macht gekommenen franzosischen Kaisers Napoleon richten bis er 1812 in Russland ein Fiasko erlebte Die konservativen Siegermachte versuchten darauf im Rahmen des Wiener Kongresses die vorrevolutionaren Zustande wiederherzustellen was nur vorubergehend gelang Die Industrialisierung begann in Teilen Europas im 18 Jahrhundert und veranderte rasant den Alltag breiter Bevolkerungsschichten Als Folge der Verarmung der Arbeiter entstand im 19 Jahrhundert die kommunistische Bewegung Daneben war das 19 Jahrhundert stark bestimmt von der Verbreitung demokratischer Ideen und Systeme der konservativen Reaktion darauf und dem mit ungezugeltem Nationalismus einhergehenden Imperialismus der Grossmachte Sowohl der Erste Weltkrieg 1914 bis 1918 als auch der Zweite Weltkrieg 1939 bis 1945 brachen in Europa aus und richteten riesige Zerstorungen an Rund 60 Millionen Menschen verloren in Letzterem ihr Leben geschatzte sechs Millionen davon waren Juden welche die Nationalsozialisten in ihrem Rassenwahn wie auch Homosexuelle und Zigeuner auszurotten versuchten Europa im Jahr 1899 Nach dem Zweiten Weltkrieg und im Kalten Krieg war Europa in zwei grosse politisch okonomische Blocke geteilt sozialistische Nationen in Osteuropa und kapitalistische Nationen in Westeuropa Man sprach auch vom Eisernen Vorhang der die Staaten Europas voneinander trennte Dazwischen gab es einige neutrale Staaten Erst Perestroika und Glasnost fuhrten in der Sowjetunion Mitte der 1980er Jahre zu einem politischen Kurswechsel 1989 brach der Ostblock auf die Berliner Mauer fiel die Sowjetunion und der Warschauer Pakt losten sich auf Seit den letzten Jahrzehnten des 20 Jahrhunderts wachsen die Kulturen Europas verstarkt zusammen was sich zum einen durch Institutionen wie die EU aber auch durch die Bevolkerungs und Wirtschaftsschwerpunkte zeigt Siehe auch Wiege Europas und Alteuropa Epoche Siehe auch Blaue Banane und Historische Regionen EuropasPolitikLander Europas Je nach Ziehung der Grenze zwischen Europa und Asien siehe Abschnitt Geographie gibt es zurzeit 46 bis 49 souverane Staaten die ganz oder teilweise in Europa liegen Hauptstadte in Klammern die Zugehorigkeit Georgiens und Aserbaidschans sowie die Unabhangigkeit Kosovos sind dabei nicht eindeutig Siehe auch Liste der Lander Europas Hauptstadte in Klammern Staaten Europas Auch nicht europaische Lander sind Mitglied in europaischen Organisationen Beispiele EU Europarat OSZE EBU UEFA Albanien Albanien Tirana Andorra Andorra Andorra la Vella Aserbaidschan Aserbaidschan Baku FN 1 Belgien Belgien Brussel Bosnien und Herzegowina Bosnien und Herzegowina Sarajevo Bulgarien Bulgarien Sofia Danemark Danemark Kopenhagen FN 2 Deutschland Deutschland Berlin Estland Estland Tallinn Finnland Finnland Helsinki Frankreich Frankreich Paris FN 2 Georgien Georgien Tiflis FN 1 Griechenland Griechenland Athen Irland Irland Dublin Island Island Reykjavik Italien Italien Rom Kasachstan Kasachstan Nur Sultan FN 3 Kosovo Kosovo Pristina FN 4 Kroatien Kroatien Zagreb Lettland Lettland Riga Liechtenstein Liechtenstein Vaduz Litauen Litauen Vilnius Luxemburg Luxemburg Luxemburg Malta Malta Valletta Moldau Republik Moldau Chișinău Monaco Monaco Montenegro Montenegro Podgorica Niederlande Niederlande Amsterdam FN 2 Nordmazedonien Nordmazedonien Skopje Norwegen Norwegen Oslo FN 2 Osterreich Osterreich Wien Polen Polen Warschau Portugal Portugal Lissabon Rumanien Rumanien Bukarest Russland Russland Moskau FN 3 San Marino San Marino San Marino Schweden Schweden Stockholm Schweiz Schweiz Bern Serbien Serbien Belgrad Slowakei Slowakei Bratislava Slowenien Slowenien Ljubljana Spanien Spanien Madrid FN 2 Tschechien Tschechien Prag Turkei Turkei Ankara in Asien FN 3 Ukraine Ukraine Kiew Ungarn Ungarn Budapest Vatikanstadt Vatikanstadt Vereinigtes Konigreich Vereinigtes Konigreich London FN 2 Weissrussland Weissrussland Minsk Fussnoten a b Liegt je nach Auslegung teilweise in Europa siehe Teilweise in Europa liegende Staaten a b c d e f Hat aussereuropaische Besitzungen siehe Aussereuropaische Besitzungen europaischer Lander a b c Liegt teilweise in Europa siehe Teilweise in Europa liegende Staaten Umstritten Kosovo wird von der Mehrheit der europaischen Staaten als eigenstandig anerkannt Siehe Umstrittene Gebiete Umstrittene Gebiete Kosovo Kosovo Hauptstadt Pristina Das Parlament in der von der UN verwalteten Provinz Kosovo erklarte am 17 Februar 2008 einseitig seine Unabhangigkeit von Serbien Serbien in dessen Verfassung explizit von der serbischen Provinz als unteilbarer Teil der Republik die Rede ist betrachtet die Region weiterhin als Bestandteil Serbiens Der Kosovo wird von der Mehrheit der europaischen Staaten einschliesslich Deutschlands Osterreichs und der Schweiz als eigenstandig anerkannt andere darunter Griechenland Russland oder Spanien erkennen den Kosovo nicht als eigenen Staat an Siehe auch Internationale Anerkennung des Kosovo Transnistrien Transnistrien Eigenbezeichnung Pridnestrowien Hauptstadt Tiraspol 1992 hat sich in Transnistrien ein von der Republik Moldau de facto unabhangiger Staat etabliert der jedoch von keinem anderen souveranen Staat anerkannt wird Krim Autonome Republik Krim Hauptstadt Simferopol Seit der russischen Annexion 2014 umstritten zwischen Russland und der Ukraine Volksrepublik Donezk Hauptstadt Donetsk und Volksrepublik Lugansk Hauptstadt Luhansk Erklarten sich im April 2014 fur unabhangig Volkerrechtlich gelten sie weiterhin als Teil der Ukraine Weitere Gebiete Daneben gibt es noch kleinere Territorien die nicht integrierter Bestandteil eines Staates aber auch nicht voll selbstandig sind Guernsey Guernsey Hauptstadt Saint Peter Port Isle of Man Isle of Man Hauptstadt Douglas Jersey Jersey Hauptstadt Saint Helier Diese drei Gebiete sind Kronbesitzungen der britischen Krone Sie sind kein Bestandteil des Vereinigten Konigreichs Grossbritannien und Nordirland Gibraltar Gibraltar Gibraltar ist ein Britisches Uberseegebiet Als solches steht es zwar unter der Souveranitat des Vereinigten Konigreichs Grossbritannien und Nordirland ist aber kein Teil davon Faroer Faroer Hauptstadt Torshavn Die Faroer sind Teil des Konigreichs Danemark Norwegen Spitzbergen Hauptstadt Longyearbyen Jan Mayen Hauptort Olonkinbyen Diese zwei Gebiete sind Teil des Konigreichs Norwegen und werden deshalb gewohnlich zu Europa gezahlt Aufgrund ihrer Lage zwischen Skandinavien und Gronland Jan Mayen bzw zwischen Skandinavien und dem Nordpol Spitzbergen norwegisch Svalbard ist die geographische Zuordnung zum Kontinent nicht eindeutig Azoren Azoren Hauptstadt Ponta Delgada Madeira Madeira Hauptstadt Funchal Beide Inselgruppen sind autonome Regionen Portugals Ihre Zuordnung zu Europa folgt aufgrund politischer kultureller und historischer Gleichartigkeit Geographisch liegt Madeira naher der afrikanischen als der europaischen Kuste Teilweise in Europa liegende Staaten Kasachstan liegt nach der am weitesten verbreiteten geographischen Abgrenzung am Uralfluss mit 5 4 Prozent seiner Landflache in Europa Etwa die Halfte der Einwohner sind Angehorige europaischer Volker Russen Ukrainer Polen Deutsche Es ist Mitglied in der UEFA sowie als Nachfolgestaat der Sowjetunion Mitglied der OSZE Fur gewohnlich wird es politisch und kulturell zu Zentral Asien gezahlt Russland liegt mit bis zu 25 Prozent seiner Flache in Europa wenn man den Nordkaukasus dazuzahlt Im europaischen Teil leben je nach Zuordnung des Nordkaukasus etwa 65 bis 75 Prozent der Bevolkerung Das Land ist ethnographisch historisch und kulturell Teil Europas In Asien liegen der Ostteil des Uralgebietes Sibirien und der Ferne Osten Russlands Die Turkei liegt nach der traditionellen geographischen Abgrenzung an Bosporus und Dardanellen mit 3 Prozent ihrer Flache in Europa Etwa 12 Prozent der Bevolkerung leben auf dem europaischen Teil allem voran in der Altstadt Istanbuls der grossten Stadt und historischen Hauptstadt Die Turkei ist Mitglied des Europarats bildet mit der EU eine Zollunion und wird bei internationalen Sport und Kulturveranstaltungen meist Europa zugeordnet Auf politischem Gebiet ist die Frage der Zugehorigkeit der Turkei derzeit vor allem im Kontext der Verhandlungen uber ihren Beitritt zur EU heftig umstritten Wenn man die Wasserscheide des Kaukasus als innereurasische Grenze ansieht dann liegen auch kleinere Teile Georgiens und Aserbaidschans in Europa Beide Lander sind wie auch Armenien Mitglied im Europarat Aussereuropaische Besitzungen europaischer Lander Gronland gehort politisch zu Danemark ist aber autonom und seit 1985 kein Teil der Europaischen Union Geographisch liegt Gronland in Nordamerika Zu Spanien gehoren die vor Afrika gelegenen Kanarischen Inseln und die an der Kuste Marokkos gelegenen Hoheitsgebiete u a die Exklaven Ceuta und Melilla Geographisch sind sie Teil Afrikas Zu Portugal gehoren die Ilhas Selvagens die geographisch Teil Afrikas sind Unter der Souveranitat des Vereinigten Konigreichs von Grossbritannien und Nordirland stehen die Gebiete Anguilla Bermuda Britische Jungferninseln Britisches Territorium im Indischen Ozean Falklandinseln Kaimaninseln Montserrat Pitcairninseln St Helena Ascension und Tristan da Cunha Sudgeorgien und die Sudlichen Sandwichinseln Turks und Caicosinseln Zu Frankreich gehoren folgende Uberseegebiete Clipperton Insel Franzosisch Guayana Franzosisch Polynesien Franzosische Sud und Antarktisgebiete Guadeloupe Martinique Mayotte Neukaledonien Reunion Saint Barthelemy Saint Martin Saint Pierre und Miquelon Wallis und Futuna Zum Konigreich der Niederlande gehoren die Lander Aruba Curacao und Sint Maarten sowie die Besonderen Gemeinden Bonaire Saba und Sint Eustatius Norwegen verwaltet im Sudpolarmeer das nicht zum Mutterland gehorende unbewohnte Aussengebiet Bouvetinsel Politische Organisationen Mitgliedschaft in Europaischen Organisationen Stand 2021 In der Mitte des 20 Jahrhunderts wurde als erste gemeinsame europaische Institution der Europarat gegrundet der nach Ende des Ost West Konfliktes 47 Staaten umfasst Ebenfalls von grosser Bedeutung ist die Organisation fur Sicherheit und Zusammenarbeit in Europa OSZE die 1975 als Konferenz fur Sicherheit und Zusammenarbeit in Europa KSZE damals blockubergreifend gegrundet wurde und der neben europaischen Landern auch die USA und Kanada angehoren Europaflagge 1951 schlossen sich Belgien die Niederlande Luxemburg Deutschland Italien und Frankreich zur Montanunion bzw EGKS Europaische Gemeinschaft fur Kohle und Stahl zusammen Der Versuch eine Europaische Verteidigungsgemeinschaft EVG sowie eine Europaische Politische Gemeinschaft EPG zu grunden scheiterte 1954 an der franzosischen Nationalversammlung Daraufhin wurden 1957 mit den Romischen Vertragen die Europaische Atomgemeinschaft Euratom sowie die Europaische Wirtschaftsgemeinschaft EWG gegrundet Ab dem EG Fusionsvertrag 1967 teilten sich die drei Europaische Gemeinschaften EGKS Euratom und EWG die gemeinsamen Institutionen Kommission Rat Parlament und Gerichtshof Mit dem Vertrag von Maastricht 1993 wurde die EWG in Europaische Gemeinschaft EG umbenannt und ausserdem die Europaische Union gegrundet die die drei Gemeinschaften umfasste sowie um zwei intergouvernementale Politikbereiche die Gemeinsame Aussen und Sicherheitspolitik und die Zusammenarbeit im Bereich Justiz und Inneres erweiterte 2002 wurde die EGKS aufgelost und ihre Funktionen von der EG ubernommen Nach der Ost Erweiterung in den Jahren 2004 2007 und 2013 sowie dem Austritt Grossbritanniens zahlt die EU gegenwartig 27 Mitgliedsstaaten Durch den Vertrag von Lissabon ging die EG zum 1 Dezember 2009 vollstandig in der EU auf Heute sind 26 europaische Lander Mitglied der Europaischen Union Der 27 Mitgliedstaat der EU die Republik Zypern zahlt geographisch zu Asien Ein Grossteil der Mitgliedstaaten der ebenfalls in den 1950er Jahren gegrundeten Europaischen Freihandelsassoziation EFTA ist mittlerweile in die EU ubergetreten nur noch Island Norwegen Schweiz und Liechtenstein sind Mitglieder Die EFTA ist anders als die EU eine reine Freihandelszone ohne supranationale Entscheidungsbefugnisse In militarischer Hinsicht ist die NATO Nordatlantikvertrag Organisation in Europa von grosser Bedeutung Sie wurde 1949 aufgrund der sich abzeichnenden Differenzen nach dem Ende des Zweiten Weltkriegs zwischen den Westalliierten und der UdSSR gegrundet Neben den 23 europaischen Mitgliedern sind auch die USA Kanada und die Turkei Mitglieder der NATO Die Weltgesundheitsorganisation WHO der UNO kennt eine Region Europa die die Russische Foderation und die gesamte Turkei mit einschliesst 12 Siehe auch Europaisches Parlament und Europawahl Einige Staaten gehoren geographisch nicht zu Europa sind aber Mitglieder europaischer Organisationen Zypern liegt im ostlichen Mittelmeer nahe der Kuste Asiens zu dem es deshalb geographisch gezahlt wird Geschichtlich und kulturell ist es jedoch eng mit Europa verbunden und politisch und kulturell Mitglied europaischer Organisationen Seit Mai 2004 ist die Republik Zypern auch Mitglied der Europaischen Union Die transkaukasischen Staaten Armenien Aserbaidschan und Georgien werden geographisch je nach Definition teilweise oder vollstandig zu Asien gerechnet Geschichtlich und kulturell sind jedoch die beiden mehrheitlich christlichen Staaten Armenien und Georgien mit Europa verbunden Alle drei Staaten sind Mitglieder des Europarates und werden bei internationalen Sport und Kulturveranstaltungen meist Europa zugeordnet Israel liegt geographisch in Asien Bei internationalen Sport und Kulturveranstaltungen wird es oft in Europa einbezogen weil es in der arabischen Welt politisch isoliert ist Siehe auch Liste europaischer NachbarstaatenBevolkerungMit uber 700 Millionen Einwohnern gehort Europa zu den dichter besiedelten Teilen der Erde Die durchschnittliche Bevolkerungsdichte betragt etwa 65 Einwohner pro km Vor allem in West Mittel und Sudeuropa ist die Bevolkerungsdichte relativ hoch wahrend sie weiter nach Nord und Osteuropa stark abnimmt Die zentral gelegene Bevolkerungskonzentration in West Mittel und Sudeuropa die sich bandformig zwischen der Irischen See und dem Mittelmeer erstreckt wird unter der Bezeichnung Blaue Banane als wirtschafts und siedlungsgeographisch bedeutende Megalopolis klassifiziert Sprachen Karte der wichtigsten europaischen Sprachen Mehr als 90 Prozent der Einwohner Europas sprechen indogermanische Sprachen Am weitesten verbreitet sind slawische germanische und romanische Sprachen Auch Griechisch Albanisch die baltischen und keltischen Sprachen sowie das Romani zahlen zu den indogermanischen Sprachen Die uralischen Sprachen stellen die zweitgrosste Sprachfamilie Europas dar Sie unterteilen sich weiter in die samojedischen Sprachen die von einigen wenigen Tausend Menschen im aussersten Nordosten Europas gesprochen werden und in die finno ugrischen Sprachen Hierzu zahlen vor allem Finnisch Ungarisch und Estnisch als Amtssprachen ferner die in Lappland gesprochenen samischen Sprachen und einige Minderheitensprachen vor allem in Russland Im europaischen Teil der Turkei ist mit Turkisch eine Turksprache Amts und Titularsprache ebenso Kasachisch im europaischen Teil Kasachstans Andere Turksprachen kommen als Minderheitensprachen in Ost und Sudosteuropa vor so etwa das Gagausische das Tatarische und das Baschkirische Mit Kalmuckisch wird am Ostrand des Kontinents auch ein Vertreter der mongolischen Sprachfamilie in Europa gesprochen Mit Maltesisch ist auf der Insel Malta zudem eine Sprache des semitischen Zweigs der afroasiatischen Sprachen vertreten Die in Spanien und Frankreich gesprochene baskische Sprache wird keiner grosseren Sprachfamilie zugerechnet ihr Ursprung konnte durch die moderne Sprachwissenschaft nicht rekonstruiert werden und ist nach wie vor unbekannt Daruber hinaus werden heute in Europa zahlreiche weitere Sprachen aus anderen Sprachfamilien gesprochen die durch Einwanderer in jungerer Zeit hierher gelangt sind Betrachtet man den Kaukasus Hauptkamm als Sudostgrenze Europas zahlen auch zahlreiche Kaukasische Sprachen darunter die Adyghe Abchasischen Sprachen Adygeisch Kabardinisch Abasinisch sowie die verschiedenen Nachisch Dagestanischen Sprachen zu den Sprachen die geschlossene Sprachgebiete in Europa haben Prinzipiell sudlich des Hauptkammes angesiedelt sind die Kartwelischen Sprachen Georgisch und Swanisch die jedoch den Hauptkamm nach Norden stellenweise geringfugig uberschreiten Turksprachen die in Europa nur an der Nordflanke des Kaukasus gesprochen werden sind Aserbaidschanisch Karatschai Balkarisch Kumykisch und Nogaisch Eine Iranische Sprachinsel im zentralen Nordkaukasus bildet weiterhin das Ossetische 13 im Ostkaukasus bis ins 19 Jahrhundert regional auch Tatisch deren Sprecheranteil seitdem sehr zuruckgeht Bezogen auf die Zahl der Bewohner ist in Europa das lateinische Schriftsystem am gebrauchlichsten gefolgt von dem kyrillischen Alphabet in Russland Weissrussland der Ukraine Bulgarien Serbien Montenegro Nordmazedonien und Teilen Bosniens und der Herzegowina und dem griechischen Alphabet Die lateinische Sprache hat durch die romisch katholische Kirche bis in die Neuzeit als Schriftsprache des Kontinents uberleben konnen Siehe auch Regional und Minderheitensprachen in Europa Amtssprachen der Europaischen Union und Sprachfamilien in Eurasien Religionen Das Christentum und der Islam sind die am weitesten in Europa verbreiteten Religionen Etwa 75 der Europaer sind Christen vor allem katholisch protestantisch orthodox 14 Durch den stetigen Zuzug von christlichen Assyrern aus Nordmesopotamien beherbergt Europa heute 500 000 Anhanger des Syrischen Christentums 15 16 17 Zwischen 42 und 53 Millionen also 6 8 sind Muslime wobei die meisten Muslime in den europaischen Teilen Russlands 13 20 Millionen leben Ca 16 Millionen 18 sind muslimische Einwanderer und deren Nachkommen in der Europaischen Union 9 5 Millionen leben im europaischen Gebiet der Turkei 2 2 Millionen in Bosnien und Herzegowina und 1 4 2 5 Millionen in Albanien 19 Knapp 1 3 Millionen der europaischen Bevolkerung sind Juden die meisten davon in Frankreich ca 449 000 dem Vereinigten Konigreich ca 295 000 Russland und Deutschland ca 118 000 20 Andere Religionen Hinduismus Buddhismus etc sind ebenfalls mit weniger als 0 3 vertreten Etwa 17 der Europaer sind konfessionslos besonders in Estland Tschechien den Niederlanden Russland und Ostdeutschland sonst v a in den Stadten Die alleinige Konfessionszugehorigkeit sagt jedoch wenig uber den tatsachlichen Grad der Religiositat in einem Land aus Nach der European Values Study bezeichneten sich etwa ein Drittel der Europaer als unreligios 5 als uberzeugte Atheisten In Russland dem flachengrossten und bevolkerungsreichsten Staat Europas der europaische Teil Russlands hat uber 100 Mio Einwohner sind uber 50 Christen mindestens 30 Atheisten bzw konfessionslos und etwa 14 Muslime Im Vergleich dazu hat Deutschland mit uber 82 Mio Einwohnern die zweitgrosste Bevolkerungszahl Knapp 60 sind Christen 21 etwa 5 Muslime 22 der Rest vor allem Atheisten und Konfessionslose Im Osten Deutschlands allerdings machen Konfessionslose bis zu 70 aus Das Christentum erreichte Europa erstmals im 1 Jahrhundert nach Chr Der Islam breitete sich im 8 Jahrhundert auf der Iberischen Halbinsel aus wurde aber im Zuge der Reconquista vom 13 bis zum 15 Jahrhundert wieder verdrangt Europaer verbreiteten das Christentum durch Einwanderung und Mission in Amerika Australien und in geringerem Masse auch auf anderen Kontinenten Teile Sudostasiens Afrikas und Ozeaniens Heute ist Europa weitgehend sakularisiert Die romisch katholische Kirche hat seit 1964 sechs Heilige zu Patronen Europas ernannt 23 Siehe auch Islam in EuropaWirtschaft Europa auf der 20 Cent Munze Im 19 Jahrhundert war Europa durch die in England beginnende und auf den ganzen Kontinent ubergreifende Industrielle Revolution konkurrenzlos die fuhrende Wirtschaftskraft Spater brachten verschiedene internationale Einrichtungen und Organisationen wie die EFTA Europaische Freihandelszone und die Europaische Gemeinschaft der heutigen EU einen Wachstumsschub der in vielen Teilen Europas bis in die 1970er und teilweise in die 1980er Jahre anhielt Die Versorgung der Bevolkerung Europas konnte durch die Verringerung von Handelsbeschrankungen ebenfalls weiter ausgebaut werden Momentan erlebt Osteuropa einen Wirtschaftsboom und schliesst zu den westeuropaischen Staaten auf Besonders hoch ist das Wachstum zurzeit 2006 in den EU Staaten Lettland Estland Litauen und der Slowakei mit zum Teil zweistelligen Wachstumsraten Mit dem Vertrag von Maastricht bildeten zunachst 12 Staaten der EU ab 1999 eine Wahrungsunion Ab dem 1 Januar 2002 wurden Euro Geldscheine und munzen eingefuhrt Heute ist der Euro gesetzliches Zahlungsmittel in 18 EU Staaten und sechs weiteren europaischen Staaten Heute ist Europa ein wohlhabender Kontinent mit grossen Industriemetropolen ertragreicher Landwirtschaft und einem wachsenden Dienstleistungssektor Dennoch ist seit den 1970er Jahren Arbeitslosigkeit ein weit verbreitetes Problem in vielen europaischen Staaten Die Industrie und die Dienstleistung konzentrieren sich vor allem auf die Ballungsgebiete In den meisten Staaten Europas ist das Problem nicht mehr der Mangel an Nahrungsmitteln sondern die Uberproduktion und die Fettleibigkeit Ausfuhrguter sind vor allem Maschinen Stahl Computer bedarf und Autos Einfuhrguter sind unter anderem Kakao Tee Kautschuk Erdol Erdgas und Erze KulturSiehe Kategorie Kultur Europa Bildhauerei Malerei Literatur Architektur und Musik haben in Europa eine lange Tradition Viele Stadte wie beispielsweise Paris Wien Rom Berlin und Moskau werden heute als kulturelle Zentren betrachtet Ausserdem besitzen viele Stadte wichtige Theater Museen Orchester und weitere bedeutende Einrichtungen Bildung Sorbonne Universitat in Paris In allen Staaten Europas gibt es eine Bildungspflicht in einigen auch eine Schulpflicht die oft vom 6 oder 7 bis zum 15 oder 16 Lebensjahr dauert Die Grundschulzeit betragt in den meisten Landern vier bis funf in wenigen Staaten auch sieben oder acht Jahre Danach folgt meist eine weiterfuhrende Schule die auch verschiedene Schultypen und arten umfassen kann Die Analphabetenrate ist in fast allen Landern durch verschiedene Forderungen des Bildungssystems sehr niedrig In vielen Landern gibt es ausserdem renommierte Hochschulen und Universitaten teilweise auch mit bestimmten fachlichen Schwerpunkten Sport Der Sport hat fur die Vorstellung eines einheitlichen europaischen Raumes eine besondere Rolle gespielt da es seit Ende des 19 Jahrhunderts Europameisterschaften zuerst 1891 im Eiskunstlauf gibt Da die Europaische Union auf eine eigene Gestaltung des Sports weitgehend verzichtet hat in den Fussball Ligen nationale Monopole gepflegt werden die sich auch vom europaischen Ausland strikt abgrenzen ist das Bild des Europas des Berufssports in der offentlichen Wahrnehmung viel prasenter als das des politischen Europas 24 Siehe auch Portal Europa Ubersicht zu Wikipedia Inhalten zum Thema Europa NUTS Europas Regionen Europaertum Lander in Europa Geographische Rekorde in Europa Staatswappen der europaischen LanderLiteraturHeinrich Boll Stiftung Deutsche Gesellschaft fur Auswartige Politik Le Monde diplomatique Hrsg Europa Atlas Daten und Fakten uber den Kontinent Berlin 2014 Peter Blickle Hrsg Handbuch der Geschichte Europas 9 Bande Stuttgart 2000 ff Lorraine Bluche Veronika Lipphardt Kiran Klaus Patel Hrsg Der Europaer ein Konstrukt Wissensbestande Diskurse Praktiken Wallstein Verlag Gottingen 2009 ISBN 978 3 8353 0444 4 25 Hortense Horburger Europa Lexikon fur Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer 100 kurzgefasste Stichworte Schuren Verlag Marburg 1999 ISBN 3 89472 169 3 Klaus Oschema Bilder von Europa im Mittelalter Mittelalter Forschungen 43 Thorbecke Ostfildern 2013 Digitalisat Almut Barbara Renger Roland Alexander Issler Hrsg Europa Stier und Sternenkranz Von der Union mit Zeus zum Staatenverbund Grundungsmythen Europas in Literatur Musik und Kunst 1 V amp R unipress Gottingen 2009 ISBN 978 3 89971 566 8 v r de Wolfgang Schmale Europa Kulturelle Referenz Zitatensystem Wertesystem In Europaische Geschichte Online Hrsg vom Leibniz Institut fur Europaische Geschichte 2010 Zugriff am 13 Juni 2012 Hans Jorg Schrotter Kleines Europalexikon Geschichte Politik Recht C H Beck Verlag Munchen 2016 ISBN 978 3 423 50782 0 WeblinksWeitere Inhalte in den Schwesterprojekten der Wikipedia Commons Medieninhalte Galerie Commons Medieninhalte Kategorie Wiktionary Worterbucheintrage Wikinews Nachrichten Wikiquote Zitate Wikisource Quellen und Volltexte Wikivoyage Reisefuhrer Wikidata Wissensdatenbank Wikimedia Atlas Europa geographische und historische Karten Wikinews Politik in Europa in den Nachrichten Zahlen und Fakten Europa Bundeszentrale fur politische Bildung bpb Deutschland Internationales und Landerprofile Statistisches Bundesamt Deutschland Landerportrats aktuelle statistische Kennzahlen von 35 europaischen Landern Bundesamt fur Statistik Schweiz CVCE die Multimedia Referenz zur Geschichte Europas Centre Virtuel de la Connaissance sur l EuropeEinzelnachweise Datenreport 2019 der Deutschen Stiftung Weltbevolkerung PDF 0 6 MB European Continent Map of Europe 25 Dezember 2018 abgerufen am 20 Januar 2019 amerikanisches Englisch a b Eintrag Europe im Online Etymology Dictionary englisch Dieter Hagermann Karl der Grosse Herrscher des Abendlandes Propylaen Verlag Berlin und Munchen 2000 ISBN 3 549 05826 8 S 10 Europa In Brockhaus Enzyklopadie 21 Auflage F A Brockhaus Leipzig Mannheim 2006 Als Grenze Europas zu Asien gilt seit dem 18 Jahrhundert der Ural Konventionelle Grenzen zu Asien bilden ausserdem der Fluss Ural das Kaspische Meer die Manytschniederung das Schwarze Meer der Bosporus das Marmarameer die Dardanellen sowie das Agaische Meer Europe In The New Encyclopaedia Britannica 1998 West of the Caspian the European limit follows the Kuma Manych Depression and the Kerch Strait to the Black Sea Europe In National Geographic Atlas of the World 7 Auflage National Geographic Washington DC 1999 ISBN 0 7922 7528 4 S 68 69 Asia In National Geographic Atlas of the World 7 Auflage National Geographic Washington DC 1999 ISBN 0 7922 7528 4 S 90 91 A commonly accepted division between Asia and Europe is formed by the Ural Mountains Ural River Caspian Sea Caucasus Mountains and the Black Sea with its outlets the Bosporus and Dardanelles World Meteorological Organization s World Weather amp Climate Extremes Archive WMO Region VI Europe Greatest Average Annual Precipitation CIA The World Factbook Major urban areas population E Carbonell u a The first hominin of Europe In Nature Band 452 2008 S 465 469 Dieter Hagermann Karl der Grosse Herrscher des Abendlandes Berlin u a 2000 ISBN 3 549 05826 8 S 10 Auch Sanktionen Arztekammer fur Impfpflicht orf at 23 November 2019 abgerufen 24 November 2019 Bernhard Chiari Hrsg Wegweiser zur Geschichte Kaukasus Verlag Ferdinand Schoningh Paderborn u a 2008 PDF Download 7 MB mgfa de Memento vom 19 Juni 2012 im Internet Archive S 123 ff Christianity in Global Context Trends and Statistics Center for the Study of Global Christianity 2005 Memento vom 24 April 2010 im Internet 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Ordensleben in Europa Schutzpatrone Europas Memento vom 20 Oktober 2007 im Webarchiv archive today Union der Europaischen Konferenzen der Hoheren Ordensoberen innen U C E S M vgl James Riordan Arnd Kruger European Cultures in Sport Examining the Nations and Regions Inellect Bristol 2003 ISBN 1 84150 014 3 Google Buch Zugriff 10 November 2016 Vgl Vanessa Conze Rezension zu L Bluche u a Hrsg Der Europaer ein Konstrukt In H Soz u Kult 22 Januar 2010 abgerufen am 22 Januar 2010 Die Kontinente Kontinente einzeln Afrika Antarktika Asien Australien Europa Nordamerika Sudamerika Kontinentenkomplexe Afrika Eurasien Amerika Eurasien Australien und Ozeanien Landmassen Ostfeste Westfeste Sudfeste 54 9 25 316666666667 Koordinaten 55 N 25 O Normdaten Geografikum GND 4015701 5 OGND AKS LCCN sh85045631 VIAF 130206572Abgerufen von https de wikipedia org w index php title Europa amp oldid 213217770, wikipedia, wiki, deutsches

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