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Donald Trump

Herkunft

Donald Trump ist das vierte von fünf Kindern des New Yorker Immobilienunternehmers Fred C. Trump (1905–1999) und der schottischen Fischerstochter Mary Anne MacLeod (1912–2000). Die Eltern seines Vaters, geboren als Friedrich Trump und Elisabeth Christ, waren aus Kallstadt in der Pfalz (damals Teil des Königreichs Bayern) eingewandert.

Trumps Onkel John G. Trump war Elektrotechniker und von 1936 bis 1973 Professor am Massachusetts Institute of Technology. Dort gehörte er mit Robert Jemison Van de Graaff zu den Pionieren bei der Erzeugung elektrischer Höchstspannungen und deren Anwendung in der Krebstherapie, wobei er durch wegweisende Ansätze zur Verringerung der Nebenwirkungen hervortrat. Im Zweiten Weltkrieg war er maßgeblich an der Ausstattung der United States Army mit den neuesten Radargeräten beteiligt.

Neun Onkel und Tanten stammten wie Donald Trumps Mutter aus ärmlichen Verhältnissen von der Hebriden-Insel Lewis and Harris. Nach einem dieser schottischen Onkel wurde er Donald genannt.

Donald Trump machte mehrfach falsche Angaben zur Herkunft seiner Vorfahren: In seinem Buch The Art of the Deal (1987) gab er an, sein Großvater stamme aus Karlstad in Schweden, womit er eine Erzählung seines Vaters aus der Zeit des Zweiten Weltkriegs weitertrug. Mindestens vier Mal seit seinem Amtsantritt als Präsident behauptete Trump fälschlicherweise, sein Vater sei in Deutschland geboren worden. Über die Herkunft seiner Mutter kursierten nur beschönigende Legenden, bis 2016 ein schottischer Journalist den tatsächlichen Sachverhalt aufdeckte, nachdem Trump gegen Armutsflüchtlinge polemisiert hatte.

Kindheit und Ausbildung

Als Donald Trump im Juni 1946 geboren wurde, befand sich der Wohnungsbau, in dem sein Vater Fred als Unternehmer tätig war, in einer schweren Krise. Zwar herrschte nach der Heimkehr von über 6 Millionen Soldaten aus dem Zweiten Weltkrieg eine immense Nachfrage nach Wohnraum, aber wegen des großen Bedarfs an Baumaterialien waren diese für preiswerte Wohnprojekte, auf die sich Fred Trump während des Krieges spezialisiert hatte, kaum zu tragbaren Preisen zu bekommen. Nachdem Präsident Harry S. Truman zur Ankurbelung des Wohnungsbaus die staatliche Förderung durch die Federal Housing Administration erheblich verbessert hatte, startete Fred Trump, der schon zuvor stark von derartigen Fördermaßnahmen profitiert hatte, 1947 ein Großprojekt mit 1.344 Mietwohnungen namens Shore Haven in Brooklyn, das durch die Lokalpresse als „Trump City“ bekannt werden sollte. Und in Queens baute er, ein bislang eher bescheidener und sehr auf Sparsamkeit bedachter Mann, einen repräsentativen Wohnsitz mit 23 Zimmern und 9 Badezimmern. Dazu kamen zwei Cadillacs mit den Nummernschildern FT1 und FT2, für die er auch einen Chauffeur einstellte.

Donald Trump wuchs in dem Bewusstsein auf, etwas Besonderes und Anderen überlegen zu sein. Sein Vater bestärkte ihn darin, indem er sagte, er sei ein „König“ und müsse bei allem, was er tue, ein „Killer“ werden. Schon im Vorschulalter fiel Donald durch seine Aggressivität gegenüber anderen Kindern auf. Wie seine Geschwister besuchte er zunächst die Kew-Forest School in Queens. In der Schule wie auch im Elternhaus galten strenge Regeln, aber Donald ließ sich nicht bändigen und musste deshalb oft nachsitzen. Gute Leistungen zeigte er im Schulsport, insbesondere in den Ballsportarten. Sein Lieblingssport war Baseball, dessen „Mekka“ Mitte der 1950er Jahre New York mit seinen drei Spitzen-Clubs war. Wegen seines massiven Körpereinsatzes war Trump bei Gegnern gefürchtet. Um dem geordneten, ruhigen Leben in Queens zu entfliehen, machte er samstags mit einem Freund heimliche Ausflüge nach Manhattan, wo sie, angeregt durch das Musical West Side Story, das am Broadway ein großer Hit war, sich Springmesser zulegten. Eines Tages im Jahre 1959 entdeckte Fred Trump die Messer-Sammlung seines Sohnes und erfuhr so von den heimlichen Ausflügen. Er beschloss, dass eine radikale Veränderung notwendig sei, und schickte den Sohn an die etwa 100 Kilometer entfernte New York Military Academy in der Kleinstadt Cornwall (New York), ein Privatinternat mit vormilitärischer Ausbildung. Dort herrschte eine strenge Disziplin, und Donald Trump musste auf jeglichen Luxus verzichten und hatte keinerlei Privilegien wegen seiner Herkunft. Er arrangierte sich, und er fand Gefallen daran, Auszeichnungen für das sauberste Zimmer und die glänzendsten Schuhe zu bekommen. Erstmals entwickelte er auch einen Ehrgeiz für gute schulische Leistungen. Im Baseball wurde er Mannschaftskapitän, und so gelangte er wohl erstmals in eine Schlagzeile: Trump Wins Game for NYMA. 1964 verließ er die Akademie mit dem Highschool-Abschluss.

Anschließend studierte Trump Wirtschaftswissenschaft, zunächst von 1964 bis 1966 in New York an der Fordham University und ab 1966 an der Wharton School in Philadelphia, der renommierten wirtschaftswissenschaftlichen Fakultät der University of Pennsylvania mit einem Fachbereich für Immobilienwirtschaft. Während seiner Studienzeit war Trump akademisch, persönlich und politisch unauffällig. Laut seinen Biographen Kranish und Fisher verbrachte er fast so viel Zeit bei der Arbeit mit seinem Vater in New York wie in Lehrveranstaltungen an der Wharton School. Nach dem Studienabschluss 1968 mit dem Bachelorgrad wurde er, nachdem er vier Mal bei attestierter Tauglichkeit als Student zurückgestellt worden war, aus medizinischen Gründen nicht zum Militärdienst und einem damit möglichen Einsatz im Vietnamkrieg einberufen. Nähere Angaben finden sich in den Akten nicht; nach Trumps eigenen Angaben im Jahre 2016 handelte es sich um Fersensporne.

Familie

Donald und Melania Trump während des Wahlkampfes 2016

1977 heiratete Trump das aus der Tschechoslowakei stammende Model Ivana Zelníčková Winklmayr. Aus dieser Ehe gingen die Söhne Donald Jr., genannt Don (* 1977), und Eric (* 1984) sowie die Tochter Ivanka (* 1981) hervor. 1990 reichte Ivana die Scheidung wegen „grausamer und unmenschlicher Behandlung“ (cruel and inhuman treatment) ein, woran die Medien lebhaften Anteil nahmen. In einer eidesstattlichen Aussage zur Scheidung gab Ivana Trump an, von ihrem Mann 1989 vergewaltigt worden zu sein. In einem Fernsehinterview im Jahre 2018 erklärte sie, sie habe die Anschuldigungen auf Anraten ihrer Anwälte erfunden. Von 1993 bis 1999 war Trump mit der amerikanischen Schauspielerin Marla Maples verheiratet, mit der er die Tochter Tiffany (* 1993) hat. 2005 heiratete er das slowenische Model Melania Knauss; 2006 wurde ihr gemeinsamer Sohn Barron geboren, der jüngste Präsidentensohn seit John F. Kennedy, Jr.

Die Söhne Don und Eric haben nach dem Amtsantritt ihres Vaters als Präsident die Leitung des Familienunternehmens The Trump Organization übernommen. Die Tochter Ivanka, die als Model und Unternehmerin erfolgreich war, zählte ebenso wie ihr Ehemann Jared Kushner zu den wichtigsten Beratern des Präsidenten. Trump ist zehnfacher Großvater.

Trumps ältere Schwester Maryanne Trump Barry (* 1937) war bis Februar 2019 Richterin am Berufungsgericht des 3. Bundesgerichtskreises. Sein älterer Bruder Fred jr. (1938–1981), genannt Freddy, arbeitete einige Jahre in der Firma des Vaters mit, zeigte jedoch nicht den Ehrgeiz und die strenge Disziplin, die dieser forderte. Er schlug dann eine Laufbahn als Pilot ein, die er aber wegen seines erheblichen Alkoholkonsums nach einiger Zeit aufgab, und starb im Alter von 43 Jahren an Herzversagen.

Religion

Trump wurde als Kind in der Presbyterianischen Kirche konfirmiert. Im Oktober 2020 erklärte er, sich fortan als nicht konfessionsgebundenen Christen zu sehen.

Einstieg in die Immobilienbranche

Trumps Vater Fred Trump war mit dem Bau von Wohnhäusern in den New Yorker Stadtteilen Brooklyn und Queens sowie in Norfolk (Virginia) zum Multimillionär geworden. Donald Trump arbeitete schon neben dem Studium im Unternehmen des Vaters, Trump Management, mit und konnte nach dem Abschluss 1968 dank der Zurückstellung vom Wehrdienst voll einsteigen. Schon 1971, im Alter von etwa 25 Jahren, übernahm er die Leitung der Firma, während sein 65 Jahre alter Vater die Position eines Chairmans einnahm. Damit hatte er die Verantwortung für 14.000 Mietwohnungen, von denen viele an Geringverdiener vermietet waren.

Das Milieu, mit dem es Donald Trump nun zu tun hatte, wenn er etwa ausstehende Mieten einziehen musste, war ihm fremd und unangenehm. Er lebte selbst in luxuriösen und geordneten Verhältnissen in Queens, und an der Wharton School war er unter angehenden Geschäftsleuten gewesen, von denen nicht wenige aus weitaus reicheren Familien stammten als er selbst. Sein Ziel war es, in Manhattan Fuß zu fassen, und 1971 nahm er sich dort eine Mietwohnung in der Upper East Side. Erstmals einer breiteren Öffentlichkeit bekannt wurde er jedoch nicht wegen unternehmerischer Erfolge, sondern als Angeklagter in einem Prozess wegen Rassendiskriminierung. Am 16. Oktober 1973 erschien sein Name auf den Titelseiten der New York Times und anderer Zeitungen, wo seine Firma Trump Management beschuldigt wurde, schwarze Interessenten bei der Auswahl der Mieter systematisch zu diskriminieren.

Eine weitgehende Rassentrennung bei der Belegung von Mietshauskomplexen war lange Zeit üblich und nicht strafbar gewesen. Die Federal Housing Administration, zuständig für die staatliche Förderung des Wohnungsbaus, hatte sogar von gemischten („unharmonischen“) Belegungen abgeraten. Doch 1968 war der Fair Housing Act in Kraft getreten, der eine derartige Diskriminierung bundesweit verbot. In New York schickte man daraufhin Testpersonen schwarzer und weißer Hautfarbe los, die sich um dieselben Wohnungen bewerben sollten. Dabei fiel Trumps Firma besonders negativ auf, bis hin zu Aussagen von Mitarbeitern, sie hätten die strikte Anweisung, schwarze Interessenten abzuweisen oder auf für sie vorgesehene Wohnanlagen zu beschränken.

Angesichts der Anklage auch gegen sie beide persönlich suchte Trump mit seinem Vater eine Anwaltskanzlei auf, wo man ihnen riet, einen Vergleich anzustreben, bei dem sie straffrei bleiben würden. Aber das kam für Donald Trump nicht infrage. Er wendete sich an den renommierten Anwalt Roy Cohn, von dem ihm ein offener Brief in der New York Times an den gerade wegen des Vorwurfs der Steuerhinterziehung zurückgetretenen US-Vizepräsidenten Spiro Agnew aufgefallen war. Darin warf Cohn Agnew mangelnden Mut vor und sprach sich leidenschaftlich dafür aus, sich in solchen Fällen zu wehren, wie er selbst es mehrfach erfolgreich getan habe. Cohn, der in der McCarthy-Ära als rechte Hand Joseph McCarthys einen zweifelhaften Ruhm erlangt hatte, inzwischen aber eine der einflussreichsten Personen in New York war, willigte ein, Trumps Fall zu verfechten. Der Prozess zog sich zwei Jahre hin und endete 1975 dann doch mit einem Vergleich, der mit der Verpflichtung verbunden war, auf eigene Kosten in der lokalen Presse eine Erklärung abzugeben, dass Angehörige aller Rassen als Mieter von Trump-Wohnungen willkommen seien. Das wurde allgemein als ein Sieg der Minderheiten aufgefasst.

Grand Hyatt New York, Donald Trumps erstes Bauprojekt

Zu dieser Zeit befand sich die Stadt New York in einer schweren Krise. Die Förderung von Wohnungsbauprojekten, die bislang das Kerngeschäft der Trumps waren, musste 1975 aus Geldmangel eingestellt werden. Aber Donald Trump sah in der Krise für seine eigenen Pläne in Manhattan eine Chance. Im Rahmen der Zerschlagung der bankrotten Eisenbahngesellschaft Penn Central standen große Flächen sowie vier einst renommierte Hotels in Manhattan zum Verkauf. Für eines dieser Hotels, das heruntergekommene 62-stöckige Commodore (heute Grand Hyatt New York), fanden sich keine Interessenten. Als Neuling in diesem Gewerbe ohne eigenes Kapital und ohne die nötigen Kontakte hatte Trump allerdings zunächst schlechte Aussichten, und sein Vater war sehr skeptisch, unterstützte ihn aber dennoch. Louise Sunshine, die zuvor das Fundraising für Hugh Carey, den Gouverneur des Bundesstaats New York, betrieben hatte und Fred Trump als einen der größten Spender gewonnen hatte, verschaffte ihm die nötigen Kontakte. Die Hotelkette Hyatt war als möglicher Betreiber des Hotels nach einer Restaurierung und Modernisierung an dem Projekt interessiert, weil sie in New York noch kein Hotel hatte. Gegenüber Penn Central behauptete Trump, er habe bereits eine Vereinbarung mit Hyatt, obwohl das noch nicht der Fall war. Daraufhin räumte ihm die Gesellschaft ein Vorkaufsrecht ein, falls er mit 250.000 Dollar in Vorleistung gehe. Dieses Geld hatte Trump nicht; schon das Honorar für den Architekten Der Scutt musste sein Vater bezahlen. Dennoch behauptete Trump gegenüber der Stadt, deren Genehmigung er für das Projekt benötigte, er habe bereits einen Vertrag mit Penn Central, und erhielt auf dieser Grundlage die Genehmigung, obwohl es inzwischen bessere Angebote von anderen Bewerbern gab. Mit einer persönlichen Bürgschaft seines Vaters für die erforderlichen Kredite gelang es ihm schließlich, das Gebäude mit Hyatt als 50:50-Teilhaber zu erwerben und 1980 als modernes First-Class-Hotel fertigzustellen. Zusätzlich sorgte Abraham D. Beame, der scheidende Bürgermeister von New York und ein langjähriger Freund Fred Trumps, dafür, dass 1977 am letzten Tag seiner Amtszeit eine Steuerbefreiung für Donald Trump gewährt wurde – die erste derartige Ausnahmegenehmigung für ein privates Projekt in der Geschichte New Yorks –, wodurch dieser bis 2017 schätzungsweise 400 Millionen Dollar einsparen sollte.

Ebenfalls 1977 heiratete Trump seine erste Ehefrau Ivana (vgl. Familie). Dies geschah in der Marble Collegiate Church in Manhattan, die seine Eltern gelegentlich besucht hatten. Der dortige Pfarrer Norman Vincent Peale, der die Trauung vollzog, war ein bekannter Vertreter des positiven Denkens. Trump bezeichnete ihn später als seinen einzigen wichtigen Ratgeber neben seinem Vater. Seine Frau nahm er schon bald als Vizepräsidentin in die Firmenleitung auf, und sie war für die Innenraumgestaltung des Grand Hyatt, des Trump Towers und weiterer Gebäude verantwortlich, obwohl sie keine Erfahrung in diesem Bereich mitgebracht hatte.

Der Trump Tower und der Aufstieg zur Berühmtheit

Der Unternehmens- und Wohnsitz Trump Tower in der 5th Avenue in Manhattan

Für das nächste Projekt, den repräsentativen Trump Tower, erwarb Trump ein altes Kaufhaus an der Fifth Avenue, um das Grundstück nutzen zu können. Indem er die Skulpturen an der Art-déco-Fassade zerstören ließ, obwohl er dem Metropolitan Museum versprochen hatte, ihm die Skulpturen gegen eine von der Steuer absetzbare Spendenquittung zur Verfügung zu stellen, zog er sich erneut Kritik in der Presse zu. Für den aufgrund der Bausituation sehr aufwändigen Abriss des Gebäudes setzte er zahlreiche illegale polnische Einwanderer ein, die unter sehr schlechten Bedingungen und für geringen Lohn arbeiten mussten. Um den Bau des neuen Gebäudes zu beschleunigen, ließ Trump sich – wie viele seiner Konkurrenten zu dieser Zeit – auf Firmen und Gewerkschaften ein, die von der Mafia kontrolliert wurden und zu denen sein Anwalt Cohn gute Beziehungen hatte. So blieb die Arbeit am Trump Tower von einer Streikwelle 1982 unbeeinträchtigt. Als das Gebäude 1983 bezugsfertig war, waren die Kosten durch den Verkauf der 266 Wohnungen bereits beglichen. Zu den Käufern gehörten Berühmtheiten wie Steven Spielberg und Michael Jackson. Die Geschäfte im fünfgeschossigen Atrium wurden für bis zu 1 Million Dollar pro Jahr vermietet. Im 26. Stockwerk richtete Trump sein Büro ein, und die drei obersten Stockwerke wurden als äußerst luxuriöses Penthouse mit 53 Zimmern für die mittlerweile fünfköpfige Familie ausgebaut.

Durch dieses mit seinem Namen versehene Gebäude wurde Trump über die Grenzen New Yorks hinaus berühmt. Damit stieg auch seine Kreditwürdigkeit, und so konnte er sich 1985 als weitere Residenz das Anwesen Mar-a-Lago in Florida zulegen. Er erschien auf der Titelseite des Männermagazins GQ, und dessen Besitzer Si Newhouse schlug ihm vor, in seinem Verlag Random House ein Buch mit Trump als angeblichem Autor herauszubringen. Das von einem Ghostwriter verfasste The Art of the Deal wurde 1987 ein Bestseller.

Personen aus seinem damaligen Umfeld schildern, dass Trumps Verhalten sich in diesen Jahren verändert habe. Hatten früher seine Mitarbeiter immer Zugang zu ihm gehabt, so ging er jetzt auf Distanz und umgab sich mit Leuten, die ihm applaudierten und keine Bedenken äußerten. Dazu gehörten auch drei Leibwächter. Außerdem entwickelte er eine Neigung zu Zornesausbrüchen.

Donald und Ivana Trump mit Ronald und Nancy Reagan und König Fahd ibn Abd al-Aziz von Saudi-Arabien bei dessen Empfang im Weißen Haus 1985

Auf der anderen Seite entwickelte er ein großes Interesse an der Berichterstattung über ihn. Es wurde eine tägliche Routine, am Morgen alles zu lesen, was in den letzten 24 Stunden über ihn geschrieben oder gesagt worden war. Anfragen von Journalisten beantwortete er meist selbst und oft umgehend. Und er versuchte, mit positiven Anreizen oder auch mit der Androhung juristischer Konsequenzen auf die Art der Berichterstattung einzuwirken. Dabei ging es ihm auch um die Förderung seiner Geschäfte, aber vor allem darum, jederzeit möglichst prominent Aufmerksamkeit zu erlangen. Da insbesondere den Boulevardzeitungen bald alles berichtenswert erschien, was mit ihm oder Ivana zu tun hatte, begann er – oft als angeblicher Insider unter falschen Namen wie „John Barron“ – Gerüchte zu streuen. Und er gewann viele Fans vor allem unter einfachen Leuten der Blue-Collar-Klasse, die in ihm einen der ihren sahen, der es zu etwas gebracht hatte, und auch unter Einwanderern, für die er die Verkörperung des amerikanischen Traums war.

Spielcasinos in Atlantic City und schwierige 1990er Jahre

Trump wollte bereits im Grand Hyatt ein Spielcasino einrichten, aber seine Versuche, eine Legalisierung des Glücksspiels in New York zu erreichen, waren erfolglos. Doch 1977 war im benachbarten Bundesstaat New Jersey das Glücksspiel legalisiert worden. Trump erwarb eine Lizenz für drei Casinos in Atlantic City und errichtete das bis dahin höchste Gebäude der Stadt, das 39-stöckige Trump Plaza Hotel & Casino, das 1984 fertiggestellt wurde. Im Jahr darauf konnte er von der Hilton Corporation ein weiteres Gebäude erwerben, weil Hilton keine Lizenz für Spielcasinos erhielt. Er nannte es Trump Castle Hotel & Casino und übertrug dessen Leitung zur allseitigen Überraschung seiner Gattin Ivana. Die Gewinne aus dem Casinogeschäft blieben allerdings weit unter Trumps Erwartungen und entwickelten sich rückläufig. 1988 machte das Trump Castle sogar Verluste, und er entzog seiner Ehefrau daraufhin die Verantwortung.

Auch im Falle des Casinos im Trump Plaza beschuldigte Trump die Betreiberfirma, Harrah’s aus Las Vegas, des Missmanagements. Er war davon überzeugt, mit einem dritten, noch größeren Casino-Hotel unter seinem Namen die Glücksspiel-Szene an der Ostküste beherrschen zu können. Deshalb erwarb er 1987 das erst halb fertiggestellte Taj Mahal. Zu seiner Überraschung bekam er – inzwischen hoch verschuldet – aber keine regulären Kredite mehr für dessen Fertigstellung und musste deshalb Hochzinsanleihen in Anspruch nehmen.

Ungeachtet der wachsenden finanziellen Probleme legte sich Trump 1988 noch eine eigene Fluggesellschaft zu, wofür er weitere Kredite aufnahm. Für 365 Millionen Dollar erwarb er von Eastern Air Lines deren nicht mehr rentable Fluglinien zwischen New York, Washington und Boston sowie die 21 zugehörigen Boeing 727. Seine Idee war, die alten Maschinen luxuriös aufzurüsten und damit die Linien wieder rentabel zu machen. Er ließ Ledersitze einbauen, Ahorn-Furniere und Chrombeschläge installieren und die Toiletten mit vergoldeten Waschbecken ausstatten, was für jedes Flugzeug etwa eine Million Dollar kostete. Als im Juni 1989 unter dem Namen Trump Shuttle der Flugbetrieb aufgenommen wurde, machte die Gesellschaft – zumal wegen der Schuldenbelastung – von Anfang an Verluste.

Das Trump Taj Mahal in Atlantic City

Am 10. Oktober 1989, wenige Monate vor der geplanten Eröffnung des Taj Mahal, kamen drei seiner wichtigsten Mitarbeiter im Casino-Bereich bei einem Hubschrauberabsturz ums Leben. Trump zeigte sich davon so betroffen, wie seine Mitarbeiter ihn nie erlebt hatten, und er bezeichnete es später als das schlimmste Erlebnis seit dem Tod seines Bruders Freddy. Er rief persönlich die Angehörigen an und nahm an den Beerdigungen teil. Zwei Wochen vor der Eröffnung des Taj Mahal erschien ein Artikel im Wall Street Journal, in dem der Analyst Marvin Roffman mit der Prognose zitiert wurde, das Casino-Hotel werde über einige Monate einen Boom erleben, aber sich auf Dauer nicht halten können, weil die erforderliche Nachfrage in Atlantic City nicht vorhanden sei. Trump reagierte sofort mit einem Fax an Roffmans Firma, in dem er unter Androhung juristischer Schritte verlangte, Roffman sofort zu entlassen oder eine Entschuldigung vorzulegen. Außerdem rief er Roffman persönlich an und drängte ihn, eine Erklärung zu verfassen, dass das Taj Mahal einer der größten Erfolge sein werde. Roffman wurde von der Firmenleitung genötigt, einen Widerruf zu unterzeichnen, und anschließend entlassen.

Die Eröffnung des „Taj“ im April 1990 wurde eine Woche lang grandios inszeniert. Es kamen über 100.000 Besucher, und auf dem Höhepunkt trat Trump mit dem Stargast Michael Jackson auf. Dass das Casino am zweiten und dritten Tag von der zuständigen Behörde geschlossen wurde, weil große Mengen Spielmünzen verschwunden waren, konnte Trump mit der Behauptung, man sei wegen des unerwartet starken Ansturms beim Zählen der Münzen nicht hinterhergekommen, in den Medien zum Positiven wenden. Hinter den Kulissen war er jedoch sehr aufgebracht und beschuldigte unter anderem zwei der drei kürzlich umgekommenen leitenden Mitarbeiter, für das entstandene Chaos verantwortlich zu sein.

Im Juni 1990 konnte Trump erstmals seine Verbindlichkeiten nicht mehr bedienen. Seine Schulden waren auf 3,2 Milliarden Dollar angewachsen, und von seinen 22 Aktivposten erzielten nur drei einen Gewinn. Ein Zusammenschluss vieler Gläubiger, mit denen er schon seit dem Frühjahr verhandelte, kam zu dem Ergebnis, dass Alle verlieren würden, wenn sie Trump fallen lassen würden, weil insbesondere die Casinos ohne die Verbindung mit seinem Namen kaum zu halten sein würden. Im August 1990 gewährten sie ihm die benötigten weiteren Kredite und erwarben im Gegenzug das Pfandrecht auf große Teile seines Besitzes, darunter die drei Casinos, sein Anwesen Mar-a-Lago, seine Megayacht Trump Princess und sein Privatflugzeug. Außerdem verpflichtete Trump sich, einen Chief Financial Officer einzustellen, der das Finanzwesen der Trump Organization in Ordnung bringen sollte. In dieser Situation erschien sein zweites Buch, Trump: Surviving at the Top, wieder bei Random House.

Auch auf dem Höhepunkt der finanziellen Schwierigkeiten, als er immer weitere fällige Zahlungen nicht leisten konnte, pflegte Trump Tag für Tag das Image des äußerst erfolgreichen Geschäftsmanns und Milliardärs. Tatsächlich nahm er im Dezember 1990 nochmals die Unterstützung seines mittlerweile 85-jährigen Vaters in Anspruch, der, um der Pfändung seiner Schenkung zu entgehen, Spielmünzen im Wert von 3,5 Millionen Dollar für das Trump Castle erwarb, die nie verwendet wurden. Zu diesem Zeitpunkt war das Castle das am stärksten gefährdete seiner Casinos, weil die Kunden zum Taj Mahal abwanderten, und es waren bereits drei Zahlungen für den Schuldendienst überfällig. Für die Abfindung seiner ersten Ehefrau Ivana bei der Scheidung zweigte Trump ohne Genehmigung der Banken 10 Millionen Dollar aus der Firma ab, und bei der Hochzeit mit Marla Maples im Juli 1991 präsentierte diese im Fernsehen einen Ehering im Wert von 250.000 Dollar. Auf Nachfragen seiner aufgebrachten Geldgeber gab er an, der Ring sei nur geliehen gewesen.

1995 gründete Trump, immer noch hoch verschuldet, eine Aktiengesellschaft und ging damit an die Börse. Damit konnten Investoren an der vermeintlich erfolgreichen „Marke Trump“ teilhaben, während er selbst als Chairman die Geschäfte leitete und eine jährliche Vergütung in Millionenhöhe erhielt. Die AG besaß zunächst nur das Trump Plaza in Atlantic City, erwarb aber im folgenden Jahr zu überhöhten Preisen auch die beiden anderen, hoch verschuldeten Casino-Hotels. Damit war sie, ganz entgegen den Erwartungen der Anleger, mit 1,7 Milliarden Dollar verschuldet, während Trump erstmals seit 1989 wieder in der Forbes-Liste der reichsten Amerikaner verzeichnet wurde. In der Folge machte die Gesellschaft wegen des Schuldendienstes Jahr für Jahr Verluste. Der Börsenkurs, der 1996 einen Höchstwert von 35 Dollar erreicht hatte, sank bis 2005 auf 17 Cent. Dann wurde der Handel ausgesetzt, und im Rahmen eines Vergleichs erstattete Trump den Anteilseignern einen Teil ihrer Verluste. Bis 2009 erhielt er jedoch als Manager Vergütungen von insgesamt 44 Millionen Dollar, und ohne die hoch verschuldeten Casinos, die niemals wirklich profitabel waren, stieg er auch offiziell wieder zum Milliardär auf.

The Apprentice

Nach der Krise in den 90er Jahren war die Marke Trump nicht mehr so makellos, wie sie zuvor erschienen war, aber letztlich war es Trumps Image, das ihn gerettet hatte. Nun bot sich eine Gelegenheit, sein Ansehen erheblich zu steigern. Im Jahr 2002 trat der Fernsehproduzent Mark Burnett an ihn heran und unterbreitete ihm seinen Plan der Reality-Show The Apprentice, für die er Trump als den Star verpflichten wollte, um den und dessen Unternehmen sich alles drehen würde. Trump hatte sich nie für Reality-TV interessiert, ließ sich aber schnell davon überzeugen, dass Burnetts Projekt enorme Möglichkeiten bieten würde, die Marke Trump noch bekannter und beliebter zu machen. Burnett versprach ihm, dass er pro Episode nur ein paar Stunden Zeit investieren müsse, und Trump verlangte, dass sein Privatjet in jeder Episode auftauchen müsse und auch das Taj Mahal gezeigt werde. Schon nach dieser ersten Unterredung war der „Deal“ perfekt, ohne dass Trump irgendeinen Rat eingeholt hatte. Und er sicherte sich eine 50-prozentige Beteiligung an dem Projekt.

Eine Fernsehgesellschaft für die Show zu finden, erwies sich für Burnett als schwierig, zumal Trump eine Zusammenarbeit mit der CBS Corporation ablehnte, weil diese zuvor nicht weiter an den von ihm veranstalteten Schönheitswettbewerben Miss USA und Miss Universe interessiert gewesen war. Schließlich wurde Burnett mit NBC, die ihn als erfolgreichen Produzenten der Reality-Serie Survivor schätzte, einig. Trump sollte nach der Vorstellung von NBC jedoch nur für ein Jahr verpflichtet werden, gefolgt von anderen bekannten Unternehmern. Das Konzept der Show war, dass 16 Kandidaten darum kämpften, einen Einjahresvertrag als Mitarbeiter der Trump Organization zu erhalten. Für Trump war nur die recht bescheidene Rolle vorgesehen, zu Beginn jeder Folge die diesmal zu lösende Aufgabe zu erläutern und am Ende zu verkünden, welcher Kandidat aus dem Rennen ausschied.

Trump mit dem ehemaligen Basketballspieler Dennis Rodman bei The Celebrity Apprentice, 2009

Schon nach der ersten Folge war klar, dass das Drehbuch geändert werden musste. Trump hatte ein erstaunliches Talent als Showmaster gezeigt und die Verantwortlichen bei NBC wie auch die 20 Millionen Zuschauer waren begeistert von seinem Auftritt. Trump hielt sich nicht, wie in solchen Shows üblich, an die detaillierten Vorgaben, sondern improvisierte von Anfang an. Sein Spruch „You're fired.“ („Sie sind gefeuert.“) war nicht vorgesehen, sondern kam spontan. Aber er zeigte bald auch andere Seiten, wirkte manchmal nachdenklich und unsicher, beriet sich mit den Mitarbeitern, die neben ihm saßen, und folgte mitunter ihrem Rat. Und er lernte schnell, so einen Spannungsbogen aufzubauen und starke Emotionen bei den Kandidaten hervorzurufen. Die Zuschauerzahlen stiegen im Verlauf der ersten Staffel auf 27 Millionen.

Dank der Popularität von The Apprentice war Trump bald auch sehr gefragt als Gast bei Talkshows, wo er begann, über politische Themen zu sprechen. Im Rückblick gilt der Erfolg seiner Show, deren Star er bis 2015 blieb, als eine Voraussetzung für die Chance, das Präsidentenamt zu erlangen. Nach seinen umstrittenen Äußerungen als Präsidentschaftskandidat (siehe unten) verzichtete NBC im Juni 2015 auf die zukünftige Mitwirkung Trumps bei The Apprentice.

Vermarktung der Marke Trump

Parallel zur Vorbereitung der ersten Staffel von The Apprentice startete Trump ein weiteres Projekt: Er wollte Herrenbekleidung unter seinem Namen auf den Markt bringen. Mit großem persönlichen Einsatz und unter dem Eindruck des Erfolgs der ersten Staffel seiner Show gelang es ihm, den Hersteller Phillips-Van Heusen als Lizenznehmer zu gewinnen, der u. a. unter der Marke Calvin Klein produzierte. Die Vergabe von Lizenzen war mit keinen Kosten und keinerlei Risiken verbunden, und sie verschaffte ihm neben der vor allem angestrebten Allgegenwart seines Namens auch Einkünfte in Form der Lizenzgebühren. Dafür richtete er eine eigene Abteilung im Trump Tower ein, und bis 2016 wuchs die Zahl der vergebenen Lizenzen auf 25 an. Dazu gehören etwa das Mineralwasser Trump Ice und die Parfums Trump Success und Donald Trump the Fragrance.

2002 erschien das lizenzierte Videospiel Donald Trump’s Real Estate Tycoon, das in den 2010er Jahren in Rückschauen als sehr schlecht eingestuft wurde. Dennoch verkaufte es sich zum Zeitpunkt des Erscheinens gut.

Im Jahre 2005 stellte Trump sein Projekt namens Trump University vor. Dabei handelte es sich um Seminare, die vermitteln sollten, wie man als Investor am Immobilienmarkt reich werden könne. Trump versprach, die besten Fachleute als Dozenten zu engagieren und selbst an der Entwicklung der Lehrinhalte mitzuwirken, was jedoch beides nicht eintraf. Die erste Veranstaltung war jeweils kostenlos und diente laut den Anweisungen für die Vortragenden der intensiven Werbung für kostenpflichtige Seminare, deren Preis von 1.495 bis 34.995 Dollar reichte. Interessenten mussten bei der Anmeldung detaillierte Angaben über ihre Vermögensverhältnisse machen, die angeblich dazu dienen sollten, ihnen persönliche Ratschläge geben zu können, aber tatsächlich ausgewertet wurden, um geeignete Adressaten für das teuerste Angebot, Trump Gold Elite, zu identifizieren. Ein weiteres Versprechen war, dass Trump an diesem Projekt nichts verdienen, sondern nur Kenntnisse weitergeben wolle, und die Gewinne für wohltätige Zwecke spenden werde. Auch das trat nicht ein. Bis zur Einstellung des Betriebs 2010 gelang es, fast 600 Personen für Trump Gold Elite zu gewinnen. Viele von ihnen verlangten später eine Rückerstattung, weil sie sich betrogen sahen.

Parallel begann Trump, Namenslizenzen für Bauprojekte zu vergeben, in den USA und in anderen Ländern. Dabei wurde der Eindruck erweckt, es handele sich um Projekte der Trump Organization, während er tatsächlich nur Gebühren für die Verwendung seines Namens kassierte. Außerdem gründete er Trump Mortgage („Trump Hypotheken“) und verbreitete großen Optimismus in Bezug auf den Immobilienmarkt, obwohl sich bereits ein Ende des Booms abzeichnete. Als mit dem Platzen der Immobilienblase in den USA die Finanzkrise ab 2007 einsetzte, gerieten viele der mit Trumps Namen versehenen Projekte in große Schwierigkeiten, während er als bloßer Lizenzgeber die betroffenen Unternehmer teils verklagte, wenn sie um einen Aufschub der ihm geschuldeten Zahlungen baten. Umgekehrt verklagten viele Kleininvestoren, die im Vertrauen auf Trump Wohnungen in einer noch nicht erstellten und lediglich lizenzierten Wohnanlage erworben hatten, ihn wegen Betrugs. Die zahlreichen juristischen Auseinandersetzungen zogen sich über Jahre hin, bis Trump 2016 ein Ende setzte.

Gerichtsverfahren von und gegen „Trump University“, Trump Foundation und Trump Organization

Trump und seine Firmen waren (Stand 2016) in über 3500 Gerichtsverfahren verwickelt, davon in 1900 als Kläger. Gegen seine ab 2005 angebotenen Managementkurse unter dem Namen „Trump University“ (siehe oben) leitete im selben Jahr der New Yorker Attorney General Ermittlungen „wegen Betriebs ohne Genehmigung und Täuschung der Kunden“ ein. Trump soll Kurse angeboten haben, bei denen keine Diplome erworben werden konnten, und trotzdem bis 2011 etwa 40 Millionen US-Dollar eingenommen haben. Der Attorney General Eric Schneiderman forderte das Geld zurück. Trump benannte die „Universität“ in „Trump Entrepreneur Initiative“ um. Schneiderman warf Trump 2013 vor, „seine Berühmtheit“ genutzt und Menschen mit falschen Versprechen persönlich in Werbespots beeinflusst zu haben, zehntausende US-Dollar auszugeben für Unterricht, den sie nie bekamen; es kam zu mehreren Klagen gegen ihn. Kurz nach der Präsidentschaftswahl erklärte sich Trump Mitte November 2016 in einer außergerichtlichen Einigung zur Zahlung von 25 Millionen Dollar bereit, sodass über 6000 Kursteilnehmer entschädigt werden konnten.

Im September 2016 eröffnete der New Yorker Attorney General ein Ermittlungsverfahren gegen die als gemeinnützig konzipierte Donald J. Trump Foundation wegen Verstößen gegen IRS-Regeln und unangemessenem Umgang mit Spendengeldern. Unabhängige Untersuchungen ergaben, dass Trump seit 2008 nicht mehr in die Stiftung eingezahlt hat. Spendengelder Dritter gab Trump unter anderem für ein lebensgroßes Porträt von sich selbst aus (20.000 Dollar), für eine von Tim Tebow signierte Football-Ausrüstung (12.000 Dollar) sowie 2013 für eine illegale Zahlung (25.000 Dollar) an die Generalstaatsanwältin in Florida, Pam Bondi, die daraufhin die Ermittlungen gegen die Trump University in Florida einstellte. Am 24. Dezember 2016 kündigte Trump an, die Foundation aufzulösen und so mögliche Konflikte mit seiner Rolle als US-Präsident zu vermeiden.

Im Juni 2017 berichtete das Wirtschaftsmagazin Forbes, Trump habe Spenden, die seit 2011 an die gemeinnützige Stiftung seines Sohnes Eric zugunsten krebskranker Kinder gezahlt wurden, in sein eigenes Unternehmen gelenkt. Die Spenden seien nicht wie angekündigt an ein Kinderkrankenhaus gegangen, sondern an die Trump Organization oder andere mit Trump verbundene Stiftungen, die das Geld für Veranstaltungen auf Trumps Golfplätzen ausgaben. Trump habe damit mutmaßlich gegen Steuergesetze sowie Regelungen gegen Insichgeschäfte und Täuschung von Geldgebern verstoßen. Im Juni 2018 hat der Bundesstaat New York Trump, seine Söhne Donald junior und Eric sowie seine Tochter Ivanka wegen der mutmaßlich illegalen Verwendung von Geldern aus seiner Familienstiftung verklagt.

Ein New Yorker Bezirksstaatsanwalt und die New Yorker Generalstaatsanwältin Letitia James ermitteln (Stand November 2020) gegen die Trump Organization u. a. wegen des Verdachts auf Banken- und Versicherungsbetrug, Steuerhinterziehung und Manipulation von Geschäftsergebnissen. Im Mai 2021 wurde die Trump Organization darüber informiert, dass die zivilrechtlichen Ermittlungen auf strafrechtliche Ermittlungen ausgeweitet worden sind. Anfang Juli 2021 erhob die New Yorker Bezirksstaatsanwalt mit dem Vorwurf der Steuerhinterziehung (über 15 Jahre), der Bilanzfälschung, des Komplotts und des schweren Diebstahls, Anklage gegen die Trump Organization. Donald Trump wurde dabei nicht persönlich angeklagt.

Vermögen

Trumps Privatjet seit 2011: eine umgebaute Boeing 757, Baujahr 1991

Seit Trump als Unternehmer eine gewisse Bekanntheit erlangt hatte, stellte er durchweg seinen Reichtum als Beleg für eine außerordentliche Geschäftstüchtigkeit heraus, und darauf gründete er schließlich auch seinen Anspruch, in besonderem Maße für das Präsidentenamt qualifiziert zu sein. Die ganzen Jahre waren seine Angaben über sein Vermögen aber nie nachprüfbar und deshalb ein Gegenstand von Kontroversen. Als 1976 die New York Times einen Artikel über ihn brachte, behauptete er, ein Vermögen von 200 Millionen Dollar zu besitzen. Im selben Jahr bezifferte er sein steuerpflichtiges Einkommen auf knapp 25.000 Dollar, und in den Jahren 1978 und 1979 gab er ein negatives Einkommen von insgesamt 3,8 Millionen an. In diesem Zeitraum lieh er sich bei der Chase Manhattan Bank 35 Millionen und 7,5 Millionen von seinem Vater.

Im Verlauf der 1980er Jahre stiegen die Angaben über Trumps Vermögen erheblich. Als die Zeitschrift Forbes 1982 ihre jährliche Liste der 400 reichsten Amerikaner startete, gab Trump ein Vermögen von 500 Millionen Dollar an; Forbes listete ihn und seinen Vater jedoch nur mit gemeinsam schätzungsweise 200 Millionen. Dieser Wert stieg von Jahr zu Jahr und erreichte 1989 mit 1,7 Milliarden ein Maximum. In diesem Jahr wurde bekannt, dass Trump Schulden in Höhe von mehreren Milliarden hatte, und Forbes stufte ihn auf 500 Millionen herab, wodurch er aus der Liste ausschied. Stattdessen veröffentlichte die Zeitschrift einen Artikel, in dem seine Schulden dargestellt wurden und ihm große Probleme attestiert wurden, fällige Zahlungen zu leisten (Cashflow). Sechs Jahre in Folge erschien er nicht mehr in der Forbes-Liste (vgl. oben: Spielcasinos in Atlantic City und schwierige 1990er Jahre).

Während seiner gesamten Karriere ging Trump juristisch gegen Personen und Organisationen vor, die sich kritisch zu seiner Selbstinszenierung als sehr erfolgreicher Unternehmer und zu seinem angeblichen Reichtum äußerten. Ein Beispiel, das besondere Aufmerksamkeit erregte, ist sein Konflikt mit dem New-York-Times-Autor Timothy O’Brien. Dieser äußerte sich in seinem 2005 erschienenen Buch TrumpNation. The Art of Being The Donald, das auf ausführlichen Interviews mit Trump und Mitarbeitern seines Unternehmens beruhte, skeptisch zu den kursierenden Angaben zu Trumps Vermögen (von 1,7 bis 9,5 Milliarden). Daher befragte O'Brien drei nicht namentlich genannte Insider, die das Vermögen auf 150 bis 250 Mio. US-Dollar schätzten. Eine Woche vor der Veröffentlichung des Buchs erfuhr Trump von diesen Details und von der Absicht einer Vorab-Veröffentlichung in der NYT. Er veranlasste ein Schreiben seines Anwalts an den Verleger des Buchs, in dem dieses als falsch, bösartig und verleumderisch bezeichnet wurde, und eine Aufforderung an die NYT, den geplanten Artikel vorab zur Beseitigung von Fehlern vorzulegen. Die Zeitung ließ sich nicht beeindrucken und brachte den Artikel mit der Überschrift What's he really worth? (Wie reich ist er wirklich?). Nach der Veröffentlichung des Buchs verklagte Trump O'Brien und dessen Verleger mit einem veranschlagten Streitwert von 5 Milliarden. Der Rechtsstreit zog sich bis 2011 hin und endete mit einer Niederlage Trumps. In diesem Zusammenhang wurde bekannt, dass Trumps Kreditgeber Deutsche Bank ihn ebenfalls nicht als Milliardär einstufte, sondern auf ein Vermögen von 788 Mio. US-Dollar schätzte. Das wies Trump ebenso zurück.

Bei der Ankündigung seiner Präsidentschaftskandidatur (siehe unten) im Juni 2015 gab Trump ein Vermögen von mehr als acht Mrd. US-Dollar an, was er im Juli 2015 auf über zehn Mrd. erhöhte. Der Unterschied sollte auf eine zunächst unzureichende Bewertung einiger Immobilien zurückgehen. Auf der Grundlage öffentlich zugänglicher Daten schätzte Forbes im Juni 2015 das Vermögen Trumps auf 4,1 Mrd. US-Dollar, das Medienunternehmen Bloomberg im Juli 2015 auf 2,9 Mrd. In der Forbes-Liste „The World’s Billionaires“ vom 20. März 2017 fiel Trump mit einem geschätzten Vermögen von 3,5 Mrd. US-Dollar (3,3 Mrd. Euro) von Platz 324 auf Platz 544 zurück. Als Grund wurden Wertverluste seiner Immobilien vor allem in New York genannt. Im Februar 2018 schätzte Forbes das Vermögen Trumps auf 3,1 Milliarden Dollar. Davon entfielen 1,5 Milliarden auf Immobilienwerte in New York City, 500 Millionen auf Immobilienwerte außerhalb von New York City, 560 Millionen auf Golfclubs, 180 Millionen auf Markengeschäfte und 290 Millionen auf liquide Mittel (cash) und persönliche Vermögensgüter.

Trump hat, anders als die meisten anderen US-Spitzenpolitiker, seine Steuererklärungen nicht veröffentlicht. Im Mai 2017 gab er dem Office of Government Ethics eine Selbstauskunft zu seiner Finanzlage ab, gemäß der er über mindestens 1,4 Mrd. US-Dollar Aktiva verfügte, denen Verbindlichkeiten in Höhe von mindestens 310 Mio. – wahrscheinlich mehr als 500 Mio. US-Dollar – gegenüberstanden. Das Wall Street Journal hatte dagegen im Januar 2017 geschrieben, er schulde allein der Deutschen Bank etwa 2,5 Mrd. US-Dollar; weitere große Kreditgeber seien Wells Fargo, JPMorgan Chase, Fidelity Investments, Prudential plc und The Vanguard Group.

Trump verdankt nach eigener Darstellung sein Vermögen allein seiner Geschäftstüchtigkeit. Sein Vater habe ihm lediglich ein Startkapital in Höhe von einer Million Dollar geliehen, das er mit Zinsen zurückgezahlt habe. Dagegen ergaben im Oktober 2018 veröffentlichte Recherchen der New York Times, dass er seit seiner frühen Kindheit auf vielfältige Weise aus dem Vermögen des Vaters Zuwendungen von über 400 Millionen Dollar erhalten hat.

Laut Recherchen von The New York Times zahlte Trump in 10 der 15 Jahre im Zeitraum von 2005 bis 2020 keine Einkommensteuern an das US-amerikanische Finanzamt, da er angab, mehr Verluste als Einnahmen zu haben. Die NYT gab ebenfalls an, dass Trump Ausgaben in Höhe von 70.000 US-Dollar für Haarstyling während der Jahre als Moderator der TV-Show The Apprentice geltend machte. Des Weiteren hat er laut NYT (mit Stand September 2020) offene Verbindlichkeiten in Höhe von 421 Millionen US-Dollar, die größtenteils aus Krediten seines Golf-Hotels Trump National Doral Miami und seines Hotels im Old Post Office Pavilion stammen, für die er persönlich haftet. Trump hält die Identität der Gläubiger geheim; dies wurde im Wahlkampf der US-Präsidentschaftswahl 2020 thematisiert.

Die Financial Times schrieb kurz vor der US-Präsidentschaftswahl am 3. November 2020, Trump habe mindestens 1,1 Milliarden US-Dollar Schulden.

Politische Aktivitäten seit den 1980er-Jahren

Donald Trumps Verhältnis zu Politikern war lange Zeit ganz auf seine geschäftlichen Interessen ausgerichtet. Er bemühte sich, wie es sein Vater immer getan hatte, intensiv um gute Beziehungen zu Politikern, die ihm einmal nützlich sein könnten, wobei deren politische Positionen keine Rolle spielten. Entscheidend war, welche der Kandidaten, von denen Anfragen kamen, er als Siegertypen einordnete. Dabei kam es durchaus vor, dass er bei einem Wahlkampf beide Seiten unterstützte. Die Beschränkungen für Spenden an Politiker und Parteien umging er, indem er sie z. B. über verschiedene Tochtergesellschaften laufen ließ. Von 1995 bis 2016 spendete er über 3 Millionen Dollar für Kandidaten der beiden großen Parteien.

Ab 1984 bezeichnete er die nukleare Abrüstung bei verschiedenen Gelegenheiten als das für ihn wichtigste politische Problem, um das er sich selbst kümmern wolle. Dies sei durch Gespräche mit seinem Onkel John G. Trump, einem angesehenen Physiker, der 1985 starb, ausgelöst worden. Dazu bedürfe es eines außerordentlichen Verhandlungsgeschicks, über das keiner der ihm bekannten Politiker verfüge. Dieses Ansinnen wurde bald weithin bekannt und zumeist mit Belustigung aufgenommen. Den Friedensnobelpreisträger und Abrüstungs-Aktivisten Bernard Lown, der als einer der ersten Amerikaner den neuen sowjetischen Machthaber Michail Gorbatschow persönlich getroffen hatte, bat Trump 1986 zu einem Gespräch im Trump Tower und eröffnete ihm, er wolle generalbevollmächtigter US-Botschafter in der UdSSR werden und den Kalten Krieg „innerhalb einer Stunde“ beenden. Der sowjetische UNO-Botschafter lud Trump nach Moskau ein. Anfang Juli 1987, zum amerikanischen Nationalfeiertag, reiste Trump nach Moskau.

Donald Trump (rechts) schüttelt bei einem Empfang im Weißen Haus dem damaligen Präsidenten Ronald Reagan die Hand (1987)

Im Juli 1987 ließ Trump sich erstmals als Anhänger der Republikaner registrieren und veröffentlichte großformatige Zeitungsanzeigen mit politischen Botschaften, darunter die Forderung, westliche Verbündete nicht länger zu schützen.

1989 ließ er eine ganzseitige Anzeige in der New York Times stornieren, die sich für Antirassismus einsetzte. Anlass war die Vergewaltigung einer Frau weißer Hautfarbe durch 12 junge Männer dunkler Hautfarbe am 18. April im Central Park. Der Fall polarisierte die Medien: Die einen, wie Trump, hetzten gegen Schwarze und befeuerten den Rassismus, die anderen warnten vor einer Lynchjustiz.

Logo von Donald Trumps erster Präsidentschaftskampagne 2000

Mit seiner These, die USA bewegten sich auf eine Katastrophe („disaster“) zu und Länder wie Japan, der Iran und Saudi-Arabien würden über sie lachen, kam er in die Schlagzeilen, und sein bald darauf erschienenes Buch The Art of the Deal wurde ein Bestseller. Im Oktober 1999 wechselte er zu Ross Perots Reform Party und bewarb sich als deren Kandidat bei den parteiinternen Vorwahlen zum Präsidentschaftswahlkampf 2000. Auch in diesem Zusammenhang veröffentlichte er ein Buch (The America We Deserve), in dem er Perots Ablehnung des Nordamerikanischen Freihandelsabkommen (NAFTA) und insbesondere dessen Warnung vor einem Abwandern von Arbeitsplätzen nach Mexiko aufgriff. Er gewann die Vorwahlen in Michigan und Kalifornien, stieg dann aber aus dem Wahlkampf aus. Im August 2001 ließ sich Trump als Demokrat registrieren, und für 2004 und 2008 deutete er an, möglicherweise gegen George W. Bush anzutreten. Da 2004 auch seine Show The Apprentice anlief und er schon zuvor jeweils ein Buch promotet hatte, wurden seine derartigen Bemerkungen aber kaum noch ernst genommen. Nachdem er John McCain als Präsidentschaftskandidaten 2008 unterstützt hatte, schrieb er sich im September 2009 wieder als Republikaner ein. Von Dezember 2011 bis April 2012 gab Trump in der Wählerliste keine Parteizugehörigkeit an, um sich dann wieder – bis heute – als Republikaner registrieren zu lassen. Seine Parteispenden verteilte er bis 2012 fast ausgewogen an die beiden großen Parteien. Zudem spendete er der Clinton Foundation 100.000 US-Dollar und unterhielt lange gute Beziehungen zu Hillary Clinton.

Vor der Präsidentschaftswahl 2012 spielte Trump erneut öffentlich mit dem Gedanken, sich als Kandidat aufstellen zu lassen; im Mai 2011 sagte er ab. Einige Wochen zuvor hatte er Präsident Obama aufgefordert, seine Geburtsurkunde zu veröffentlichen, und stellte sich damit zeitweilig an die Spitze der verschwörungstheoretischen Birther-Bewegung, die Obamas Legitimität als Präsident anzweifelte, weil er angeblich in Afrika geboren sei (siehe Opposition gegen Barack Obama). Damit brach er erstmals das bis dahin geltende Tabu, rassistische Äußerungen in der Politik zu verwenden, und machte sich weit verbreitete Ressentiments zunutze. Aufgrund seiner dadurch bedingten Bekanntheit als politischer Akteur – in bundesweiten Umfragen Mitte April war er der beliebteste republikanische Kandidat – lud ihn die Washington Post als Gast zum White House Correspondents’ Dinner am 30. April 2011 ein. Dort präsentierte ein gut vorbereiteter Obama als Hauptredner in einer pompösen Inszenierung seine Geburtsurkunde auf großen Bildschirmen und machte sich anschließend unter großem Gelächter über Trump lustig, indem er etwa spöttelte, dieser sei jetzt sicher froh, sich wichtigeren Dingen widmen zu können wie den Fragen, ob die Mondlandung wirklich stattgefunden habe oder was in Roswell wirklich geschehen sei. Trump verlor zunehmend die Fassung, errötete schließlich und verließ fluchtartig die Veranstaltung. Diese Blamage wurde allseits als das Ende seiner politischen Ambitionen aufgefasst.

Frühere Positionen

Trumps politische Positionen lagen früher deutlich links des republikanischen Mainstreams; so hat er sich für eine allgemeine Krankenversicherung, für Steuererhöhungen und das Recht auf Abtreibung (Pro-Choice) eingesetzt, sprach sich 2004 gegen den Irakkrieg aus und bezeichnete den Demokraten Bill Clinton als erfolgreichen, den Republikaner George W. Bush aber als den schlechtesten aller US-Präsidenten.

Die Zeitschrift The Economist gelangte in einer Analyse im September 2015 zu der Einschätzung, Trump nehme Ideen aus dem gesamten politischen Spektrum auf: Im Bereich der Einwanderungspolitik stehe er rechts des republikanischen Mainstreams; andererseits kritisierte Trump die Tätigkeit von Hedgefonds und Lobbyisten, lobte die staatlichen Gesundheitssysteme anderer Länder und vertrat wirtschaftspolitisch teils protektionistische Positionen. Einige Positionen aus dem Wahlkampf relativierte oder räumte er nach der Wahl; über einige seiner zentralen Wahlversprechen meinte Trump: „Sie sind nicht mehr so wichtig.“

Der konservative Historiker Bruce Bartlett urteilte im Juni 2017, Trump sei als Präsident viel extremer als erwartet – die moderaten Republikaner hätten jeden Widerstand aufgegeben, und seine politische Agenda sei so weit rechts, dass Ronald Reagan neben Trump wie ein Linksliberaler aussehe.

Außenpolitik

In ganzseitigen Zeitungsanzeigen veröffentlichte Trump 1987 politische Erklärungen, wonach – am Beispiel von Japan und Saudi-Arabien – Staaten für ihren Schutz durch die USA zahlen sollten. Im März 1990 erläuterte Trump im Playboy, Staaten wie Japan und Westdeutschland hätten den USA die Selbstachtung genommen: „Ihre Produkte sind besser, weil sie so hoch subventioniert werden“, während die USA mit ihrem milliardenschweren Verteidigungsbudget dafür sorgen, „dass sie nicht in 15 Minuten von der Erdoberfläche gefegt werden“. Trump damals: „Unsere Verbündeten machen Milliarden damit, uns zu linken.“ Er bezeichnete die transatlantische Militärallianz NATO im Wahlkampf als „obsolet“, eine Position, die er nach seiner Wahl im April 2017 räumte. Er drängt aber auf die Erhöhung der Verteidigungsausgaben der Mitgliedsstaaten – insbesondere Deutschlands, wie er beim Antrittsbesuch Angela Merkels im März 2017 betonte – und fordert eine Neuausrichtung auf die Bekämpfung des Terrorismus.

Trump und Petro Poroschenko, 20. Juni 2017

Jahrelang lobte Trump den russischen Präsidenten Wladimir Putin als Anführer („leader“) und nannte ein gutes Verhältnis zwischen ihm und Putin auch gut für die USA. So hatte er Wladimir Putin, als dieser im Jahr 2007 vom Time-Magazine zur Person des Jahres ernannt worden war, in einem Schreiben gratuliert und sich dabei als einen großen Putin-Fan bezeichnet. Außerdem lud er Putin im Jahr 2013 zu dem jährlich stattfindenden Miss-Universe-Schönheitswettbewerb, dessen Eigentümer er zu der Zeit war und welcher in jenem Jahr in Moskau ausgetragen wurde, ein.

Zur Krimkrise erklärte Trump im Sommer 2016, er habe gehört, dass die Leute auf der Krim lieber bei Russland sein wollten, Putin es nach Trumps Wahlsieg aber nicht wagen werde, in die Ukraine einzumarschieren (was zu dem Zeitpunkt bereits geschehen war). Nach Vorwürfen gegen Trumps Wahlkampfteam, mit russischen Vertretern kollusiv gegen Hillary Clinton zusammengewirkt zu haben, kritisierte Trump im Februar 2017 die Krim-Besetzung durch Russland. Trumps Entscheidung im April 2017, Raketen auf Syrien abzufeuern, bekräftigte die veränderte Haltung zu Russland. Im Dezember 2017 stimmte Trump einer von seinem Vorgänger Obama abgelehnten Waffenlieferung an die Ukraine zu.

Im Februar 2016 erklärte Trump, im Krieg gegen den Terror das Waterboarding und viel Schlimmeres („a hell of a lot worse“) wieder einzuführen, während er im März 2016 angab, die Streitkräfte der Vereinigten Staaten nicht zu Gesetzesverstößen anweisen zu werden und an Verträge gebunden zu sein.

Bildung

Trump möchte sämtliche Kompetenzen im Bildungssystem bei den Bundesstaaten belassen; bundesweite Vorgaben seien zu bürokratisch und wenig effizient – trotz hoher Bildungsausgaben würden die Vereinigten Staaten bei Studien im Vergleich mit anderen westlichen Industrieländern schwach abschneiden. Trump setzt sich dafür ein, dass sich Schüler die Schule selbst aussuchen können, und hat angekündigt, 20 Milliarden US-Dollar für ein wettbewerbsförderndes Gutscheinsystem zu investieren, damit insbesondere Kinder aus ärmeren Verhältnissen auf bessere Schulen gehen können. Außerdem unterstützt Trump Charter Schools.

Einwanderungs- und Flüchtlingspolitik

Nach der Präsidentschaftswahl 2012 hatte Trump erklärt, die Niederlage des republikanischen Kandidaten Mitt Romney hänge mit dessen harter Position in der Einwanderungsfrage zusammen. Romneys zentralen Programmpunkt, illegal Eingewanderte dazu zu bringen, aus freien Stücken das Land zu verlassen („self deportation“), bezeichnete Trump im November 2012 als „verrückt“.

Mitte August 2015 legte Trump in seinem eigenen Präsidentschaftswahlkampf sein erstes politisches Positionspapier vor, das harte Maßnahmen zur Immigration vorschlug: Sämtliche 11 Millionen illegal Eingewanderten sollten ausgewiesen werden. An der Grenze zwischen den Vereinigten Staaten und Mexiko solle eine durchgehende Mauer gebaut werden, deren Kosten Trump der mexikanischen Regierung auferlegen wollte. Zudem sollte das bisher geltende Geburtsortsprinzip des US-Staatsbürgerschaftsrechts aufgegeben werden (siehe Ankerkind).

Trump und Angela Merkel, 17. März 2017

Trumps Haltung gegenüber muslimischen Einwanderern hat Kontroversen ausgelöst. Am 8. Dezember 2015 erregte Trump internationales Aufsehen, als er nach dem Terroranschlag in San Bernardino „großen Teilen der muslimischen Bevölkerung“ einen Hass auf US-Amerikaner unterstellte und ein temporäres Einreiseverbot für alle Muslime forderte. Trumps Äußerungen wurden von Prominenten und Politikern, auch Parteikollegen, scharf kritisiert. In Großbritannien unterzeichneten binnen weniger Tage mehr als 550.000 Personen eine Petition, die ein Einreiseverbot für Trump forderte. Zudem trat Trump für die Einrichtung eines bundesweiten Zentralregisters für Muslime in den USA ein. Nachdem er im Herbst 2015 zunächst die Aufnahme zusätzlicher syrischer Flüchtlinge in der Flüchtlingskrise befürwortet hatte, erklärte er einige Wochen später, alle syrischen Flüchtlinge aus den USA abschieben zu wollen (wörtlich: „they’re going back“). Die damalige Flüchtlingspolitik der deutschen Bundeskanzlerin Angela Merkel nannte er „verrückt“ („insane“).

Energiepolitik, Klimaschutz und Naturschutz

Im November 2012 schrieb Trump auf Twitter, das Konzept der globalen Erwärmung sei von Chinesen geschaffen worden, um der industriellen Fertigung in den USA die Konkurrenzfähigkeit zu nehmen. Anlässlich des Besuchs von Papst Franziskus in den Vereinigten Staaten Ende September 2015 äußerte Trump, er glaube nicht an die anthropogene globale Erwärmung und halte den Klimawandel nicht für ein drängendes Problem, sondern für ein natürliches Phänomen. Klimaschutz-Auflagen für US-Unternehmen halte er für falsch. Nach der Wahl sagte Trump der New York Times, er sehe eine Verbindung zwischen menschlicher Aktivität und Klimawandel, stelle die Frage, wie stark diese Verbindung sei, und denke darüber nach, wie teuer der Klimawandel für US-Unternehmen und die Wettbewerbsfähigkeit sei. Klimaschutzabkommen sehe er sich genau an und sei ihnen gegenüber offen. Kurz zuvor hatte die chinesische Regierung Trumps bisherige Position kritisiert und angekündigt, die eigene Klimaschutzpolitik in jedem Fall fortzuführen, was Experten als mögliche Verschiebung der weltweiten Gewichte in diesem Politikbereich zugunsten von Schwellenländern bezeichneten.

In der Energiepolitik kündigte Trump im Mai 2016 eine „Kehrtwende“ mit einer Lockerung von Umweltvorschriften und einer Rückbesinnung auf fossile Brennstoffe an. Er nannte als Hauptziel, die USA von importierten Energieträgern, namentlich aus dem OPEC-Raum, unabhängig zu machen. Dafür wolle er bisher unerschlossene Vorkommen nutzen, insbesondere auch an und vor der Küste. Dafür wolle er alle unter Obama eingeführten Einschränkungen aufheben und so jährlich mindestens eine halbe Million neue Arbeitsplätze schaffen sowie zugleich Energie billiger machen. Trump lehnte die Windenergie ab. Schon 2012 twitterte er, Windkraftanlagen seien ein „ökologisches und ästhetisches Desaster“, nachdem er in einem Rechtsstreit um die Errichtung eines Windparks nahe einem seiner schottischen Golfplätze unterlegen war. Im November 2016 behauptete er, Windkraftanlagen würden Vögel töten, hohe Subventionen benötigen und nicht in den USA, sondern vor allem in Deutschland und in China hergestellt.

Gleichgeschlechtliche Ehe

Gegenüber einer rechtlichen Gleichstellung homosexueller Ehen zeigte sich Trump kritisch, erklärte aber, die Entscheidung solle den einzelnen Bundesstaaten überlassen bleiben. Nach dem Urteil des Obersten Gerichtshofes zur landesweiten Gleichstellung mit der heterosexuellen Ehe (Obergefell v. Hodges) teilte er mit, die Entscheidung müsse nun akzeptiert werden und tauge nicht mehr als Wahlkampfthema. Anfang September 2015 forderte er die Verwaltungsbeamtin Kim Davis aus Kentucky auf, nicht länger die Ausfertigung von Heiratsurkunden für homosexuelle Paare zu verweigern. Davis hatte durch ihre Weigerung für internationales Aufsehen gesorgt und war wegen ihres Verhaltens zeitweise inhaftiert worden. Andere Präsidentschaftskandidaten wie Mike Huckabee unterstützten Davis und kritisierten Trump für seine Haltung.

Schwangerschaftsabbruch

In seinem zur Präsidentschaftswahl 2000 veröffentlichten Buch The America We Deserve sprach sich Trump für die Möglichkeit von Schwangerschaftsabbrüchen aus („Pro-Choice“). Auch Jahre später bekräftigte er diesen Standpunkt in einem Interview. Während seiner Präsidentschaftskampagne 2016 erklärte Trump hingegen, „Abtreibungen“ abzulehnen („Pro-Life“). Im Falle einer gesundheitlichen Gefährdung der Schwangeren, nach einer Vergewaltigung sowie bei Inzest will er nach eigener Aussage jedoch Ausnahmen zulassen.

Sozialversicherung und Gesundheitspolitik

Wie sämtliche Republikaner des Wahlkampfs 2016 forderte Trump im Wahlkampf eine Rücknahme der 2010 unter Präsident Obama eingeführten Gesundheitsreform („Obamacare“). Diese verschlechtere die Qualität des Gesundheitswesens und führe zu überhöhten Preisen. Nach seiner Auffassung begünstige sie außerdem einseitig die Versicherungskonzerne. Stattdessen befürwortet Trump einen sogenannten free market plan, mit dem durch eine Stärkung des Wettbewerbs im Gesundheitsbereich die Kosten gesenkt und Qualität verbessert werden soll. Im Lauf des Wahlkampfs erklärte Trump immer wieder, dass er Obamas Gesundheitsreform aufheben und ersetzen wolle.

Kürzungen im Bereich von Social Security, Medicare und Medicaid lehnte Trump hingegen im Wahlkampf ab, womit er sich von den meisten republikanischen Mitbewerbern 2016 abhob. Er änderte seine Position allerdings im Amt (siehe Gesundheit). Allerdings plädierte er dafür, die Programme der Sozialversicherung effizienter zu gestalten. Trump setzte sich für eine bessere Versorgung der Veteranen ein.

Steuern und Finanzen

In der Steuerpolitik setzte sich Trump im August 2015 deutlich von den republikanischen Mitbewerbern ab, die sämtlich angebotsorientiert eine Senkung der Steuersätze für Vermögende und Bezieher hoher Einkommen oder einen Einheitssteuersatz (eine Flat Tax) forderten (vgl. Trickle-down-Theorie). Trump behauptete, er wolle das Steuersystem vereinfachen, Reiche – ihn selbst eingeschlossen – stärker besteuern und die Mittelschicht entlasten. Vor allem konservative Medien kritisierten diese Vorschläge als Populismus. Zudem wolle er Steuerflucht intensiver bekämpfen und Steuerschlupflöcher schließen.

Trump legte nach seiner Nominierung als Präsidentschaftskandidat ein neues Steuerkonzept vor, das Entlastungen auch für Reiche entsprechend der Parteilinie vorsieht. Trump behauptete, sein Steuerkonzept sei aufkommensneutral. Durch Effizienzsteigerungen im öffentlichen Dienst und beim Militär sowie Mehreinnahmen durch ein starkes Wirtschaftswachstum wolle er binnen weniger Jahre einen ausgeglichenen Bundeshaushalt erreichen. Trumps Steuerkonzept war abhängig von anderen Politikbereichen wie dem Gesundheitssystem, aus dem Trump Mittel für die Senkung von Steuern generieren will. So ließ er im April 2017 einen wiederum veränderten Plan erarbeiten, dessen Umsetzung als sehr fraglich galt.

Trump unterschrieb kurz nach seinem Amtsantritt ein Dekret, den Dodd–Frank Act zu überprüfen. Trump hatte dieses Gesetz zur Bankenregulierung, das Obama 2010 als Reaktion auf die Finanzkrise unterzeichnet hatte, als „Desaster“ bezeichnet.

Todesstrafe

In ganzseitigen Zeitungsanzeigen forderte Trump 1989/90 – wegen eines Vergewaltigungsfalls um die Central Park Five und den damaligen New Yorker Bürgermeister Ed Koch angreifend – eine Rückkehr zur Todesstrafe; „diese Räuber und Mörder“, die Trump hassen wolle, sollten „gezwungen werden zu leiden“ und der Abschreckung dienen. Damals wurden fünf Jugendliche im Alter von 14 bis 16 Jahren (vier Afroamerikaner und ein Hispanischstämmiger) aus Harlem fälschlich wegen der Vergewaltigung einer weißen Investmentbankerin verurteilt und saßen bis zu 13 Jahre in Haft, bis der tatsächliche Täter gestand. Im Wahlkampf erklärte Trump 2015, er werde als Präsident bei Polizistenmorden die Todesstrafe zwingend vorschreiben. Ob dies durch geltendes Recht abgedeckt ist, ist umstritten. Eine Entscheidung des Obersten Gerichtshofes aus dem Jahr 1976 schließt das obligatorische Verhängen der Todesstrafe für bestimmte Delikte aus.

Waffenrecht

Trump hat im Laufe der Jahre oft seine Position zu konkreten Aspekten des Waffenrechts in den USA gewechselt. Im Jahr 2000 äußerte er sich relativ moderat; später plädierte er für eine weite Auslegung des Zweiten Verfassungszusatzes, der US-Bürgern das Recht auf Waffenbesitz einräumt. Wie die Mehrheit der Republikaner lehnt er Verschärfungen des Waffenrechts ab. Er hat behauptet, sie seien nicht geeignet, Gewalttaten zu verhindern. Er hat unzureichende Therapiemöglichkeiten und Präventionsmaßnahmen für Amokläufe verantwortlich gemacht und behauptet, Gewalttäter würden sich für ihre Taten gezielt Einrichtungen aussuchen, in denen das Tragen von Waffen untersagt ist („gun free zones“), weshalb niemand Amokläufer durch die Anwendung von Gegengewalt frühzeitig stoppen könne. Nach den Pariser Terroranschlägen vom November 2015 behauptete Trump, die strengen Waffengesetze in Frankreich hätten eine Mitschuld an der hohen Opferzahl.

Wirtschaft

Laut eigener Aussage befürwortet Trump den freien Markt, vertritt jedoch unter dem Motto „America First“ den Standpunkt, dass US-Unternehmen ihre ausländischen Produktionsstätten in die Vereinigten Staaten zurückverlagern sollen; dies soll unter anderem durch hohe Strafzölle für Importe und Steuererleichterungen provoziert werden. Außerdem müssten angeblich ungünstige Handelsverträge wie die Transpazifische Partnerschaft (TPP) neu ausgehandelt werden. Diese Positionen sind in konservativen Kreisen wie dem Club for Growth als protektionistisch und „Verachtung“ der freien Marktwirtschaft kritisiert worden.

Trump befürwortete im Wahlkampf eine Anhebung des Mindestlohns auf mindestens 10 US-Dollar, möchte dies jedoch den einzelnen Bundesstaaten überlassen.

Trump bei einer Rede auf der Conservative Political Action Conference (2015)

Am 16. Juni 2015 gab Donald Trump im Trump Tower seine Kandidatur bei der Wahl am 8. November 2016 für die Republikanische Partei bekannt. Er führte seinen Wahlkampf mit dem SloganMake America Great Again“ („Macht Amerika wieder groß(artig)“), den zuvor schon Ronald Reagan 1980 benutzt hatte.

Der Wahlkampf galt als außerordentlich kontrovers und spaltend. Bei Trumps Auftritten kam es in einem bis dahin bei US-Vorwahlen der jüngeren Geschichte nicht gekannten Umfang zu Gewalttätigkeiten zwischen seinen Anhängern und Gegnern. Trump setzte auf populistische Themen wie die Reduktion der Immigration insbesondere von Muslimen sowie eine handels- und außenpolitische Abschottung (Protektionismus und Isolationismus) und attackierte seine Rivalen persönlich. Er verbreitete Verschwörungstheorien und forderte eine Inhaftierung seiner demokratischen Gegenkandidatin Hillary Clinton (Slogan: „Lock Her Up“, „Sperrt sie ein“). Seine einfache Rhetorik, seine provokativen Forderungen und sein konfrontativer Stil polarisierten (siehe Sprache und Stil). Als erfahrene und bekannte Medienfigur erhielt er weitaus mehr mediale Aufmerksamkeit als alle Mitbewerber, insbesondere durch seine routinierte Nutzung sozialer Medien zur direkten Ansprache seiner Anhänger (siehe Verhältnis zu den Medien). Von Beginn an dominierte er so den Wahlkampf und führte in den Umfragen zur parteiinternen Vorwahl der Republikaner ab Ende Juli 2015 kontinuierlich. Eine deutliche Mehrheit blieb ihm gegenüber stets negativ eingestellt.

Trumps mangelnde Politikerfahrung wurde gegen ihn angeführt, gereichte ihm aber bei seinen Anhängern – die überwiegend aus enttäuschten, eher ländlichen Weißen ohne höhere Bildung bestanden (siehe Anhänger als Teil einer „schweigenden Mehrheit“) – zum Vorteil: Trump inszenierte sich als Außenseiter, dessen persönlicher Wohlstand seine Unabhängigkeit sichere, um sich gegen die als korrupt und abgehoben porträtierten politischen Eliten durchzusetzen, was in Trumps weiterem Slogan „Drain the Swamp“ („Trocknet den Sumpf aus“) zum Ausdruck kam. Nicht nur Trumps politische Gegner und viele linksliberale Medien, sondern auch viele einflussreiche Gruppen und Politiker der Republikanischen Partei waren Trump gegenüber skeptisch bis ablehnend und rechneten lange nicht mit der Möglichkeit eines Sieges. Den Widerstand innerhalb der Partei entschärfte Trump mit der Unterzeichnung einer Loyalitätserklärung am 3. September 2015, zog allerdings auch danach wiederholt eine unabhängige Kandidatur in Betracht.

In den Vorwahlen ab dem 1. Februar 2016 setzte sich Trump weitgehend ungefährdet durch und erreichte am 26. Mai 2016 die Mehrheit der Delegiertenstimmen für den Nominierungsparteitag im Juli 2016 in Cleveland, auf dem er zum Präsidentschaftskandidaten der Republikaner gewählt wurde und mit seinem Running Mate Mike Pence gegen die demokratischen Kandidaten Hillary Clinton und Tim Kaine antrat.

Vorwürfe des Rassismus und Sexismus

Anti-Trump-Demonstration. San Francisco, November 2016

Trump wurden immer wieder rassistische und sexistische Äußerungen zur Last gelegt. Kritik an diesen hat er in der Regel durch gesteigerte Aggression beantwortet. So sorgte Trump bereits in seiner Rede zum Einstieg in den Wahlkampf für Empörung, als er über eingewanderte Mexikaner sagte, sie brächten Drogen, Kriminalität und seien Vergewaltiger – „und einige, nehme ich an, sind auch gute Leute“. Mehrfach unterließ es Trump, sich vom Ku-Klux-Klan-Anhänger David Duke zu distanzieren, der Trump seine Unterstützung zugesichert hatte. Nachdem Ende Mai 2016 ein Strafverfahren gegen Trump wegen Betrugs durch seine Trump University in den Fokus der Aufmerksamkeit gerückt war, griff Trump den zuständigen Bundesrichter Gonzalo P. Curiel an und erklärte ihn wegen dessen „mexikanischen Erbes“ für nicht neutral. Juristen und Politiker – auch aus Trumps eigener Partei – kritisierten dies scharf; Paul Ryan etwa bezeichnete seine Äußerung als „Lehrbuchbeispiel“ von Rassismus. Nachdem die Eltern des im Irakkrieg gefallenen muslimischen US-Soldaten Humayun Khan bei der Democratic National Convention aufgetreten waren und Trumps Äußerungen gegen Immigration und den Islam kritisiert hatten, griff Trump diese persönlich an und unterstellte etwa, Khans Mutter habe dort nichts gesagt, weil ihr das ihre Religion vorgeschrieben habe.

In der ersten Fernsehdebatte des Vorwahlkampfs im August 2015 hielt die Moderatorin Megyn Kelly Trump vor, er habe ihm missliebige Frauen seit Jahren mit obszönen Bemerkungen („fette Schweine“, „Hündinnen“, „Schlampen“ und „widerliche Tiere“) belegt. Einen Tag später führte Trump deren kritische Fragen auf Blutungen bei ihr zurück, was allgemein als sexistischer Hinweis auf Menstruationsprobleme gedeutet wurde und für Empörung sorgte. Noch größeres Aufsehen erregten im Oktober 2016 Videoaufzeichnungen eines Gesprächs Trumps mit Billy Bush von 2005, in dem Trump unter anderem meinte: „Ich bin automatisch hingezogen zu Schönen – ich fange einfach an, sie zu küssen. Es ist wie ein Magnet. Einfach küssen. Ich warte nicht mal. Und wenn du ein Star bist, lassen sie es dich tun. Du kannst alles tun. […] Sie an der Muschi packen. Du kannst alles tun.“ („I’m automatically attracted to beautiful – I just start kissing them. It’s like a magnet. Just kiss. I don’t even wait. And when you’re a star they let you do it. You can do anything. […] Grab them by the pussy. You can do anything.“). Die Veröffentlichung führte zu massiver, auch parteiinterner Kritik an Trump, der sich entgegen seiner Gewohnheit entschuldigte. Etwa fünfzig der höchsten republikanischen Amts- und Mandatsträger entzogen ihm innerhalb eines Tages die Unterstützung; einige forderten ihn zum Rückzug aus dem Wahlkampf auf. Die damalige First Lady Michelle Obama sagte, Trumps Äußerungen hätten sie „bis ins Innerste erschüttert“: „Die beschämenden Kommentare über unsere Körper, die Geringschätzung unserer Ambitionen und unseres Intellekts, die Überzeugung, dass man mit einer Frau machen kann, was man will – das ist grausam. Es ist beängstigend.“ Die vorgebrachte Rechtfertigung, es handle sich um „alltägliches Umkleidekabinen-Geschwätz“, sei „eine Beleidigung für anständige Männer überall“. In den Wochen darauf machten mehrere Frauen öffentlich, von Trump sexuell belästigt worden zu sein (siehe Vorwürfe sexueller Übergriffe).

Unterstützer und Geldgeber

Zu Trumps bedeutendsten Geldgebern und Unterstützern bei der Präsidentschaftswahl 2016 gehörten der Milliardär Robert Mercer und dessen Tochter Rebekah. Mercer, ein öffentlichkeitsscheuer Informatiker und Hedgefonds-Manager, verfolgte seit etwa zehn Jahren das Ziel, das politische Establishment zu entmachten. Zu diesem Zweck ließ er mit neuen Methoden, wie er sie auch sehr erfolgreich im Hedgefonds-Bereich eingesetzt hatte, die öffentliche Meinung erforschen und ermittelte dabei eine wachsende Bereitschaft in der Bevölkerung, einen Außenseiter zum Präsidenten zu wählen. 2016 schien den Mercers die Zeit dafür reif zu sein. Nachdem sie zunächst den in den Vorwahlen ausgeschiedenen Kandidaten Ted Cruz – als Außenseiter innerhalb des Establishments – massiv unterstützt hatten, setzten sie danach auf Trump. In beiden Fällen nutzten sie dafür eine Lobby-Organisation (Super-PAC), in die sie insgesamt 13 Millionen Dollar investierten. Nach dem Rücktritt von Trumps Wahlkampf-Manager Paul Manafort gelang es ihnen zudem, den schon lange von ihnen als den Hauptfinanziers von Breitbart News geförderten Stephen Bannon sowie Kellyanne Conway, die bislang das Super-PAC geleitet hatte, und David Bossie, der mit seiner Mercer-finanzierten Organisation Citizens United die gerichtliche Erzwingung der Veröffentlichung von Hillary Clintons Mail-Verkehr auf den Weg gebracht hatte, in Trumps Team zu platzieren.

Bannon konnte schon 2011 die Mercers dafür gewinnen, mit 10 Millionen Dollar in die damals noch unbedeutende Breitbart-Website einzusteigen, und wurde im Gegenzug in den dortigen Vorstand berufen. Im selben Jahr hatte der bisherige Filmproduzent ein erstes Gespräch mit Donald Trump im Trump Tower, wobei es um dessen Überlegungen ging, 2012 gegen Obama anzutreten. Bannon gewann den Eindruck, dass Trump aufgrund seiner Fähigkeit, Menschenmassen zu begeistern, geeignet sein könnte, die amerikanische Politik aufzumischen. Als Andrew Breitbart 2012 überraschend starb, übernahm Bannon die Leitung des Unternehmens und baute es, finanziert durch die Mercers, zur bedeutendsten Plattform der Alt-Right-Bewegung aus. Dabei eröffnete er auch Trump die Möglichkeit, abseits der Mainstream-Medien seine Themen wie die angebliche Geburt Obamas in Afrika oder seine Thesen zur Einwanderungspolitik zu verbreiten. Bannons ebenfalls 2012 mit Peter Schweizer gegründetes und durch die Mercers finanziertes Government Accountability Institute betrieb sehr erfolgreich die Demontage von Trumps Konkurrenten Hillary Clinton und Jeb Bush, u. a. durch die Produktion des Films Clinton Cash, der erstmals bei den Filmfestspielen von Cannes 2016 gezeigt wurde und in dem es um angebliche kriminelle Machenschaften von Bill und Hillary Clinton geht.

Einige Berater aus dem Wahlkampfteam gründeten im Januar 2017 die Non-Profit-Organisation America First Policies, die im Unterschied zu Super-PACs (und anderen Political Action Committees) ihre Spender nicht offenlegen muss und im Juni 2017 eine Million Dollar für eine Werbekampagne gegen den Senator Dean Heller aufbrachte (vgl. oben unter „Gesundheit“).

Wahlsieg

Bis zum Wahltag am 8. November 2016 hielten die meisten Beobachter aufgrund aggregierter Umfragen einen knappen Sieg Clintons für wahrscheinlich. Trump konnte allerdings im „Rust Belt“ des Mittleren Westens einige vormals „blaue“ Staaten und wichtige Swing States wie Florida gewinnen. Clinton erhielt mehr Wählerstimmen (48,18 %) als Trump (46,09 %); Trump erhielt aber mehr Wahlmännerstimmen als Clinton. Laut dem Enthüllungsjournalisten Michael Wolff, der sich auf undementierte Aussagen anonym gebliebener Mitarbeiter des Weißen Hauses berief, hatte Trump selbst gar nicht vor, Präsident zu werden, und war am Wahlabend überrascht vom Ergebnis (siehe auch Erklärungen für den unerwarteten Sieg).

Am Abend des Wahltags hielt Trump eine Siegesrede in New York und betonte, er wolle „der Präsident aller Amerikaner“ sein. Proteste gegen die Wahl Donald Trumps wurden unter dem rasch verbreiteten Slogan „Not My President“ („Nicht mein Präsident“) laut. Dabei kam es vereinzelt auch zu gewalttätigen Ausschreitungen von Demonstranten. Die Grünen-Kandidatin Jill Stein beantragte eine Neuauszählung der Stimmen in den Bundesstaaten Wisconsin, Pennsylvania und Michigan. Nur in Wisconsin wurde dem Antrag stattgegeben, die Neuauszählung brachte Clinton keinen Vorteil.

Bei der Abstimmung des Wahlmännerkollegiums am 19. Dezember 2016 gewann Trump die 58. Wahl zum Präsidenten der Vereinigten Staaten mit 304 Wahlmännerstimmen gegenüber 227 für Hillary Clinton („Electoral Vote“).

Vorwürfe geheimer Absprachen mit russischen Behörden

Während des Wahlkampfs 2016 wurden erstmals Vorwürfe laut, dass Donald Trumps Wahlkampagne sich mit russischen Geheimdiensten abgesprochen habe, um seiner Gegenkandidatin Hillary Clinton zu schaden. Nach der Wahl wurde am 10. Januar 2017 ein Dossier des früheren britischen Geheimdienstmitarbeiters Christopher Steele veröffentlicht, das unverifizierte Indizien zusammenstellte, nach denen Mitarbeiter Trumps Russen zur Koordinierung von Attacken – wie der Veröffentlichung von E-Mails der Wahlkampagne Clintons – getroffen hätten. Zudem sei Trump durch vorherige Überwachung erpressbar. Als bekannt wurde, dass Trumps Nationaler Sicherheitsberater Michael T. Flynn sich während des Wahlkampfs mehrfach mit russischen Behördenvertretern getroffen, Zahlungen empfangen und dies nicht offengelegt hatte – ein möglicher Verstoß gegen den Foreign Agents Registration Act –, trat er nach drei Wochen im Amt am 13. Februar 2017 zurück. Danach endeten laut Medienberichten die geheimen Versuche der von Trump eingesetzten Mitarbeiter, das State Department zur Lockerung der Sanktionen gegen Russland zu bewegen.

Im März 2017 machte der FBI-Direktor James B. Comey öffentlich, dass seine Behörde schon vor der Wahl Ermittlungen gegen Mitglieder von Trumps Wahlkampfteam in dieser Sache aufgenommen hatte. Zugleich haben vier Ausschüsse des Kongresses mit unterschiedlichen Schwerpunkten und Kompetenzen das Thema untersucht. Während die republikanische Mehrheit im Geheimdienstausschuss des Repräsentantenhauses keine russische Einflussnahme auf den Wahlkampf feststellte, bestätigten Demokraten wie Republikaner diese im entsprechenden Senatsausschuss im Mai 2018. Zu den Personen in Trumps Umfeld, die während des Wahlkampfs offenbar Russland-Kontakte hatten, gehören der spätere Justizminister Jeff Sessions, der dies in seiner Senatsanhörung vor Amtsantritt nicht angegeben hatte, Trumps Wahlkampfmanager Paul Manafort, der zuvor für einen ukrainischen Oligarchen gearbeitet hatte, Trumps Schwiegersohn Jared Kushner und sein Rechtsanwalt Michael Cohen. Anfang Juli 2017 wurde bekannt, dass Trumps Sohn Don im Juni 2016 ein Treffen mit einer russischen Anwältin mit Kremlverbindungen im Trump Tower arrangiert hatte, weil er darin laut veröffentlichten E-Mails belastendes Material über Clinton in Aussicht gestellt bekommen hatte. An dem Treffen nahmen auch Manafort und Kushner teil; dadurch ist erwiesen, dass das enge Umfeld Trumps in kollusiver Absicht mit Russen zusammentraf. Donald Trump selbst formulierte offenbar die zugehörige Presseerklärung seines Sohnes. Trumps früherer Anwalt Michael Cohen behauptete laut CNN im Juli 2018, Donald Trump habe von dem Treffen im Voraus gewusst. Cohen wurde unter anderem wegen Falschaussage (bei den Sonderermittlungen) und zweier Fälle von illegaler Wahlkampffinanzierung im Dezember 2018 verurteilt.

Am 4. März 2017 beschuldigte Trump seinen Amtsvorgänger Obama per Twitter, dieser habe während Trumps Wahlkampfes Telefone im Trump Tower abhören lassen. Trump zog Vergleiche zum McCarthyismus und zur Watergate-Affäre und nannte Obama einen „bösartigen (oder kranken) Kerl“ („Bad (or sick) guy!“). Ein Sprecher Obamas wies die Anschuldigung zurück. Die Vorsitzenden der Geheimdienst-Ausschüsse des Kongresses ließen mitteilen, dafür ebenfalls keine Anhaltspunkte zu haben, was der damalige FBI-Direktor James Comey in einer Anhörung am 20. März 2017 bestätigte. Anfang September 2017 gab das Justizministerium bekannt, es gebe keine Hinweise auf Abhörmaßnahmen im Trump Tower. Der juristische Blog Lawfare bezeichnete Trumps unfundierte Behauptungen als Machtmissbrauch.

Am 9. Mai 2017 entließ Trump den FBI-Direktor Comey mit sofortiger Wirkung. In den Tagen zuvor hatte er per Twitter mehrfach Comey und das FBI wegen der Russland-Untersuchungen kritisiert, die Trump und sein persönliches sowie politisches Umfeld unter Druck setzten. Comey hatte kurz zuvor mehr Ressourcen für die Untersuchung der russischen Einflussnahme auf die US-Präsidentschaftswahl angefordert. Beobachter sprachen von einem Angriff auf die Demokratie und zogen Parallelen zum Saturday Night Massacre 1973 während der Watergate-Affäre. Trumps Begründungen für die Entlassung wechselten mehrfach; ein von ihm selbst geschriebener Entwurf eines Begleitschreibens hob offenbar auf Comeys Weigerung ab, die Russlandermittlungen zu beenden.

Am Morgen nach der Entlassung Comeys empfing Trump im Oval Office den russischen Außenminister Sergei Lawrow und den russischen Botschafter in den USA, Sergei Kisljak, dessen Treffen mit Sicherheitsberater Flynn für dessen Rücktritt mitverantwortlich gewesen waren. Der Zeitpunkt dieses Besuchs wurde kritisiert, zumal die amerikanischen Medien nicht zugelassen waren, während Fotos des Treffens von der russischen Nachrichtenagentur TASS veröffentlicht wurden. Trump gab seinen Gästen bei diesem Termin geheimdienstliche Informationen preis, die strenger Geheimhaltung unterlagen. Er räumte ein, Informationen zur Bekämpfung des Terrorismus aus humanitären Gründen weitergegeben zu haben, wozu er berechtigt gewesen sei. Bei diesem Treffen sprach Trump laut New York Times folgendermaßen über die Entlassung: „[Comey] war verrückt, ein echter Spinner. Ich stand sehr unter Druck wegen Russland. Der ist weg.“

Laut New York Times hatte Trump bei einem Treffen Anfang Februar 2017 Comey zu bewegen versucht, die Ermittlungen gegen Michael Flynn einzustellen, was das Weiße Haus dementierte, Comey aber vor dem Geheimdienstausschuss des US-Senats am 8. Juni 2017 nicht ausräumte und zusätzlich Trump der Lüge bezichtigte. Die Washington Post berichtete, Trump habe im März 2017 die Geheimdienstchefs Dan Coats (Director of National Intelligence) und Michael S. Rogers (National Security Agency) gedrängt, öffentlich zu erklären, dass keine Hinweise auf eine Kollusion Trumps mit Russland vorlägen; beide hätten dies als unangebracht abgelehnt.

Am 17. Mai 2017 wurde der frühere FBI-Direktor Robert Mueller vom stellvertretenden Justizminister Rod Rosenstein zum Sonderermittler mit umfassendem Untersuchungsauftrag und Ressourcenzugang für die Russland-Untersuchung ernannt, was insbesondere Kongressabgeordnete der Demokraten gefordert hatten. Trump lässt sich von wechselnden Rechtsanwälten vertreten, nachdem mindestens sechs Kanzleien den Fall wegen Zweifeln an Trumps Beratungswilligkeit abgelehnt hatten. Am 14. Juni 2017 berichtete die Washington Post, Mueller habe strafrechtliche Ermittlungen gegen Trump wegen Behinderung der Justiz aufgenommen. Trump bezeichnete die Untersuchung als „größte Hexenjagd“ der politischen Geschichte der USA.

Die Untersuchung insbesondere der Finanzbeziehungen und der Frage, ob russischen Stellen eine Aufhebung von Sanktionen zugesagt worden ist, ist noch zu keinem Ergebnis gekommen; Trump selbst sind weder Kenntnis noch Auftrag für diese Kontakte nachgewiesen worden. Russische Stellen hatten sich vor der Wahl darüber ausgetauscht, dass sie potenziell schädliche Informationen über Trumps Finanzen besäßen. Die Untersuchung der Finanzverhältnisse von Personen aus Trumps Umfeld hat Vorwürfe der Geldwäsche, die insbesondere gegen das Casino Trump Taj Mahal erhoben worden sind, in den Fokus gerückt. Ab Juli 2017 drohte Trump damit, Mitglieder von Muellers Ermittlerteam wegen möglicher Interessenkonflikte anzugreifen und warnte diesen, sich nicht mit den Finanzverhältnissen der Familie Trump zu beschäftigen. Ende Oktober 2017 wurde Manafort unter anderem wegen Verschwörung gegen die USA und Geldwäsche angeklagt, während der außenpolitische Berater Trumps, George Papadopoulos, einräumte, im Januar 2017 gegenüber dem FBI falsche Angaben zu seinen Russland-Kontakten gemacht zu haben. Der Falschaussage für schuldig erklärten sich auch Flynn (November 2017) und Rick Gates (Februar 2018); sie arbeiten offenbar mit Mueller zusammen.

Am 24. Januar 2018 erklärte Trump seine Bereitschaft, sich von Mueller – auch unter Eid – befragen zu lassen, was seine Rechtsberater später zurücknahmen. Mueller ließ am 16. Februar 2018 dreizehn russische Staatsbürger unter anderem wegen Einflussnahme in den US-Wahlkampf anklagen, ohne einen Bezug zu Trump herzustellen. Der Nationale Sicherheitsberater H. R. McMaster nannte die Belege für Russlands Einmischung „jetzt wirklich unbestreitbar“.

Am 11. April 2018 setzte der US-Senat den Gesetzgebungsprozess in Gang, um eine Entlassung des Sonderermittlers durch den Präsidenten zu erschweren. Im Mai 2018 wurde bekannt, dass ein Spitzel des FBI im Sommer und Herbst 2016 drei Mitarbeiter von Trumps Wahlkampagne insgeheim befragt hat, was den Zorn Trumps („schlimmer als Watergate“) und eine Untersuchung durch den Kongressabgeordneten Devin Nunes auslöste. Nachdem die Parteispitzen im Kongress über diese Maßnahmen informiert worden waren, bezeichnete sie der Republikaner Trey Gowdy als angemessen; für Trumps Vorwurf, seine Kampagne sei infiltriert worden, gibt es keine Hinweise. Nachdem Trump beim Gipfeltreffen in Helsinki mit Putin im Juli 2018 Zweifel an den Erkenntnissen seiner Nachrichtendienste hatte erkennen lassen, erklärten immer mehr Publizisten, sie seien sich nicht sicher, ob Putin nicht doch etwas gegen Trump in der Hand habe, was laut einer Quinnipiac-Umfrage auch 51 Prozent der Amerikaner vermuteten (aber 70 Prozent der Republikaner nicht glaubten). Der republikanische Kongressabgeordnete Will Hurd schrieb, der Präsident sei von Putin manipuliert worden.

Roger Stone, der für Trump seit Ende der 70er gelegentlich gearbeitet hatte, war auch unter Trumps Wahlkampf für diesen tätig und daher im März 2018 als Zeuge im Zuge der Ermittlungen vorgeladen. Nachdem Stone dabei unter Eid falsch aussagte, dieser Rechtsbruch aber erkannt worden war, wurde er im Januar 2019 festgenommen, aber kurz darauf unter Kaution freigelassen, bis er im Februar 2020 zur Haft verurteilt, aber vor Haftantritt von Trump begnadigt wurde.

Im März 2019 legte Sonderermittler Mueller seinen Abschlussbericht vor. Laut einer vierseitigen Zusammenfassung des US-Justizministers William Barr enthielte der Bericht keine Anhaltspunkte, dass es im Wahlkampf 2016 geheime Absprachen zwischen Trumps Lager und Russland gegeben hat. Zwar hätten staatliche russische Akteure versucht, den Wahlkampf zu beeinflussen, doch sei Mueller nicht zu dem Ergebnis gekommen, „dass die Trump-Kampagne oder eine assoziierte Person in diesen Bemühungen mit der russischen Regierung kooperiert oder sich dazu verschworen hat“. In der Frage, ob Trump die Justiz behindert habe, bliebe der Bericht offen und lege „Indizien in beide Richtungen“ vor. Er komme nicht zu dem Schluss, Trump habe ein Verbrechen begangen, entlaste ihn aber auch nicht. Trump nahm dieses Fazit zum Anlass öffentlich von einer „vollständigen Entlastung“ zu sprechen, während juristische Analysten von einer irreführenden Darstellung der Ermittlungsergebnisse sprachen. Mueller beschwerte sich daraufhin bei Barr über dessen „ungenaue“ Zusammenfassung, die zu der „öffentlichen Verwirrung“ beigetragen habe.

Zahlungen wegen angeblicher Affären

Am 8. April 2018 wurden die Räume von Trumps langjährigem Rechtsanwalt Michael Cohen vom FBI durchsucht. Es ging um die Vereinbarung mit der Pornodarstellerin Stormy Daniels, die durch eine Zahlung Cohens in Höhe von 130.000 Dollar einige Tage vor der Präsidentschaftswahl 2016 verpflichtet werden sollte, eine frühere angebliche Affäre mit Trump nicht öffentlich zu machen. Experten gehen davon aus, dass dabei auch Dokumente mit Bezug zur Russland-Untersuchung gefunden wurden. Trump bestreitet, eine Affäre mit Stormy Daniels gehabt zu haben. Trumps Antrag, das dabei gefundene Material vor den Ermittlern ansehen zu dürfen, lehnte am 16. April eine Bundesrichterin ab. Am 20. Juli 2018 bestätigte Rudy Giuliani, inzwischen persönlicher Anwalt Trumps, dass Cohen kurz vor der Präsidentschaftswahl eine Unterhaltung mit Trump aufgenommen hatte, in der es um eine – demnach nicht ausgeführte – Zahlung an das Model Karen McDougal geht. McDougal behauptet, ab 2006 eine etwa einjährige Affäre mit Trump eingegangen zu sein, was Trump bis dahin bestritten hatte. Das FBI ermittelt dazu, ob die Zahlungen einen Verstoß gegen Regeln zur Wahlkampffinanzierung darstellen. Am 21. August 2018 erklärte Michael Cohen sich schuldig, die Zahlung an beide auf Veranlassung Trumps im Rahmen des Präsidentschaftswahlkampfs geleistet zu haben. Trump bestreitet dies weiterhin. Sollte Cohens Version zutreffen, hätten sich beide möglicherweise wegen illegaler Wahlkampffinanzierung strafbar gemacht. Daraufhin wurde bekannt, dass die Ermittler dem Leiter von American Media, David Pecker, Straffreiheit zugesichert haben im Gegenzug dafür, dass Pecker über Trumps Kenntnis von den Zahlungen aussagt. Die Zahlung an McDougal war über American Media abgewickelt worden. AP berichtete, der National Enquirer habe viele schädliche Berichte über Trump exklusiv erworben und dann weggeschlossen, um sie nicht öffentlich werden zu lassen. Auch der Chief Financial Officer der Trump Organization, Allen Weisselberg, erhielt für seine Aussage zu Zahlungen durch Cohen Straffreiheit.

Vorwürfe sexueller Übergriffe

Nachdem im Oktober 2016 der Videomitschnitt des Vorlaufs zu einer Fernsehsendung von 2005 öffentlich geworden war, in dem Donald Trump geprahlt hatte, mit Frauen „alles“ tun zu können (siehe Sexismusvorwürfe), erklärten in den folgenden Wochen und Monaten insgesamt 19 Frauen, Trump habe sie sexuell bedrängt. Er hat diese Vorwürfe bestritten. Die frühere Apprentice-Teilnehmerin Summer Zervos reichte im Januar 2017 Klage gegen ihn ein. Im Herbst 2017 wurde Trumps Verhalten im Rahmen der MeToo-Debatte intensiv diskutiert. Laut einer Umfrage vom Dezember 2017 erklärten 70 Prozent der Amerikaner, der US-Kongress solle deshalb gegen Trump ermitteln (38 Prozent der Republikaner, 86 Prozent der Demokraten). Die republikanische UN-Botschafterin Nikki Haley meinte, die Frauen sollten gehört werden, die demokratische Senatorin Kirsten Gillibrand forderte Trump auf, wegen der Vielzahl glaubwürdiger Vorwürfe zurückzutreten; anderenfalls solle es eine Untersuchung geben.

Donald Trump beim Amtseid, wie sein Amtsvorgänger mit der Hand auf der Lincoln-Bibel (sowie seiner eigenen Kinderbibel)
Trumps Antrittsrede vom 20. Januar 2017

Trump wurde, nach einem vorhergehenden Präsidentschaftsübergang, der nach seiner Wahl begann, am 20. Januar 2017 in das Präsidentenamt eingeführt. Er stellte seine Antrittsrede unter das Motto America First und versprach, die USA wieder stark, wohlhabend, stolz und sicher zu machen und „wieder anfangen zu gewinnen – gewinnen wie nie zuvor“. Er werde die Interessen der USA, insbesondere bei Arbeitsplätzen, über alles andere stellen.

Am Tag seiner Amtseinführung reichte Trump die Unterlagen für die Teilnahme an der kommenden Wahl 2020 ein, früher als jeder vorige Amtsinhaber, und begann 2017 mit Wahlkampfveranstaltungen.

Personal und Verhältnis zu den Eliten

Trumps Personalpolitik war von Beginn an umstritten. Der rechtskonservative Stephen Bannon war bis Sommer 2017 oberster Berater im Kabinett Trump. Kellyanne Conway, die Trumps Wahlkampf geleitet hatte, beriet ihn bis August 2020 vor allem zu Public Relations. Pressesprecher war bis Juli 2017 Sean Spicer, der seit 2011 Sprecher des Republican National Committee gewesen war; ihm folgte Sarah Huckabee Sanders. Trump designierte am 17. Juli 2017 Anthony Scaramucci zum Kommunikationsdirektor des Weißen Hauses, widerrief dies aber zehn Tage später. Stabschef Reince Priebus wurde im Juli 2017 (auch auf Betreiben von Scaramucci) durch John F. Kelly ersetzt.

Trumps Tochter Ivanka wurde Ende März 2017 „Präsidenten-Assistentin“ ohne Bezüge und mit eigenem Büro im Weißen Haus. Ihren Ehemann Jared Kushner berief Trump zusammen mit seinem Redenschreiber Stephen Miller zum Hauptberater („Senior Advisor“) mit einer Reihe von Sonderaufträgen. Trump schuf Beratergremien wie das Technology Council, das Strategic and Policy Forum und das American Manufacturing Council; diese wurden aber im Lauf des Jahres 2017 aufgelöst.

Trump, James N. Mattis und Mike Pence, Januar 2017

Dem Kabinett Trump gehörten viele politische Neulinge und Quereinsteiger an, darunter einige Wirtschaftsführer und Generäle, die zusammen ein so großes Privatvermögen haben wie ein Drittel der US-Haushalte. Einige waren früher für die Investmentbank Goldman Sachs tätig.

Am Ende des ersten Amtsjahres hatten 34 Prozent der von Trump eingesetzten Führungspersonen ihre Posten wieder verlassen, mehr als bei allen vorigen ersten Präsidenten-Amtsjahren seit 40 Jahren. Zugleich waren hunderte Spitzenpositionen in der Bundesverwaltung unbesetzt geblieben, während hunderte Beamte die Umweltbehörde EPA und das Außenministerium verlassen hatten. Laut Chuck Todd setzte Trump bei seinen Personalentscheidungen zunehmend auf Fernseherfahrenheit, Konfrontativität und Willfährigkeit.

Im Sommer 2017 wurde das prekäre Verhältnis Trumps zu vielen politischen Entscheidungsträgern des Landes, sowohl innerhalb der Exekutive als auch gegenüber der Legislative, verstärkt thematisiert. Journalisten wie David Frum beschrieben, dass die Regierung zunehmend den Präsidenten umgehe. Der US-Senat verband seine Verschärfung der Russland-Sanktionen (mit 97:2 Stimmen) mit einer Klausel, die dem Präsidenten die Aufhebung oder Aussetzung dieser Sanktionen verbietet. Auf Empfehlung seines Beraterteams übertrug Trump die üblicherweise dem Präsidenten vorbehaltene politische Entscheidung über die US-Truppenstärke in Afghanistan gegen alle Gepflogenheiten an Mattis. Diese Entwicklung wurde so gedeutet, dass Experten den Einfluss von Präsident Trump und seinen hochpolitisierten Vertrauten einzugrenzen versuchten. In Fragen wie der von Trump über Twitter verkündeten, nicht abgesprochenen Verbannung von Transgender-Personen aus dem Militär stellten sich die Joint Chiefs of Staff öffentlich gegen Trumps Linie, was laut dem Juraprofessor Jack Goldsmith immer häufiger vorkomme und die Hilflosigkeit des Weißen Hauses demonstriere. Niemals zuvor sei ein Präsident von seinen eigenen Leuten so häufig ignoriert oder ihm öffentlich widersprochen worden.

Vor Trumps erster großer Auslandsreise Ende Mai 2017 hatte sich laut Politico unter internationalen Diplomaten angesichts der Skandale und der chaotischen Unprofessionalität der Regierung Trump die Ansicht durchgesetzt, dass Trump ein „volatiler Clown“ mit kurzer Aufmerksamkeitsspanne sei, der eingehegt werden müsse. So wurde der geplante NATO-Gipfel zum Treffen herabgestuft und die jeweilige Redezeit auf zwei bis vier Minuten begrenzt. Einige internationale Spitzenpolitiker machten sich öffentlich über Trump lustig. Im August 2017 wurden Gesprächsprotokolle der Antrittstelefonate Trumps mit dem mexikanischen Präsidenten und dem australischen Premierminister geleakt, in denen Trump Enrique Peña Nieto bedrängte, sich nicht mehr öffentlich zur Frage einer Mauer zwischen beiden Ländern zu äußern, da Trump dies politisch schade, und in dem Malcolm Turnbull es trotz mehrfacher Versuche nicht vermochte, Trump die bilaterale Regelung zur Aufnahme von illegal Eingewanderten zu erklären.

Trump entließ seinen Stabschef Reince Priebus Ende Juli 2017, was als Kollaps des parteinahen Establishment-Flügels in Trumps Regierung und – nach der gerade gescheiterten Abschaffung von Obamacare – als Kampfansage des Präsidenten an seine eigene Partei im Kongress gedeutet wurde. Daraufhin wurde die Organisation im Weißen Haus als chaotisch und dysfunktional kritisiert. Trump, so etwa ein Editorial des Wall Street Journal, fördere rivalisierende Faktionen innerhalb des eigenen Teams und sei damit auf dem Weg, seine Präsidentschaft in Richtung der (allgemein als gescheitert betrachteten) von Richard Nixon und Jimmy Carter zu bewegen. Goldsmith bezeichnete Trumps Weißes Haus im Juli 2017 als intern zersplittert wie noch keines zuvor.

Mitte August 2017 lenkte ein junger Neonazi nach einem Aufmarsch von Rechtsextremen in Charlotteville vorsätzlich sein Auto in eine Gruppe von Gegendemonstranten. Er tötete dadurch eine 32-Jährige und verletzte 19 Menschen. Trump erklärte zur Empörung weiter Teile der Öffentlichkeit, beide Seite seien für die Eskalation verantwortlich und es gebe auf beiden Seite gute Leute. Trump reagierte auf die Kritik, indem er laut ABC News zunehmend eine nativistische, rassistisch aufgeladene Sprache benutzte und etwa die Entfernung von Denkmalen für Konföderierte – die im amerikanischen Bürgerkrieg die Sklaverei verteidigt hatten – als Angriff auf Geschichte und Kultur der USA bezeichnete. Zudem wiederholte Trump nach dem mutmaßlich islamistischen Terroranschlag in Barcelona am 17. August 2017 die seit langem widerlegte Behauptung, der US-General John J. Pershing habe 1911 Muslime mit in Schweineblut getränkten Patronen erschießen lassen, und suggerierte, diese Maßnahme habe den islamistischen Terrorismus für Jahrzehnte besiegt. Die Unterstützung für Trump unter politischen Entscheidungsträgern schwand daraufhin noch weiter; der bis dahin loyale republikanische Senator Bob Corker hielt Trump etwa vor, er habe bisher weder die nötige Stabilität noch Kompetenz gezeigt, die ein US-Präsident haben müsse.

Eine vom Demokraten Al Green eingeleitete Abstimmung zur Einleitung eines Amtsenthebungsverfahrens, weil Trump „Hass und Feindseligkeit“ schüre, scheiterte am 6. Dezember 2017 mit 58 zu 364 Stimmen im Repräsentantenhaus. Nachdem die Republikaner im Dezember im Kongress eine große Steuerreform mit breiter Absenkung der nominalen Steuersätze beschlossen und damit das erste große legislative Projekt Trumps (das vor allem Superreichen zugutekam) umgesetzt hatten, zeigten sich die Kongressabgeordneten seiner Partei zufrieden mit ihm.

Die Republikaner haben, maßgeblich auf Betreiben des republikanischen Mehrheitsführers im Senat Mitch McConnell, während Trumps Amtszeit mehr als 250 Richter und Richterinnen an Bundesgerichte berufen. Laut Politico traf Trump 2017 viele politische Richtungsentscheidungen, die seine Partei seit Langem verfolgt hatte, darunter einen außen- und umweltpolitischen Kurswechsel und die Besetzung vieler Richterstellen durch Konservative. Vor den Halbzeitwahlen 2018 setzte sich Trump als unumstrittener Anführer seiner Partei durch – mit Beliebtheitswerten bei Republikanern um 90 Prozent, die vor ihm nur George W. Bush nach dem 11. September genossen hatte, Loyalitätserklärungen der meisten Kandidaten seiner Partei und dem Vorwahlsieg fast aller von Trump unterstützten Kandidaten. Dagegen beobachtete die Washington Post, dass Trump den zeremoniellen Traditionen seines Amtes häufig nicht nachkomme und wie ein Pariah wirke, nachdem er weder zur Hochzeit von Prinz Harry und Meghan Markle noch zu den Beerdigungen von Barbara Bush und John McCain eingeladen worden war.

Am 7. Juli 2019 veröffentlichte die britische Zeitung Daily Mail Auszüge aus E-Mails des britischen Botschafters in Washington, Kim Darroch, die nicht für die Öffentlichkeit bestimmt waren. Er habe keine Hoffnung, dass die Trump-Regierung mit der Zeit „wesentlich normaler, weniger dysfunktional, weniger unberechenbar, weniger zerstritten und weniger diplomatisch ungeschickt und unbeholfen“ werden würde. Auf Trump bezogen riet der Botschafter, dass man, um zu ihm durchzudringen, seine „Argumente in einfacher Form, direkt grob“ vorbringen müsse („simple, even blunt“). Die Medienberichte über „heftige Fraktionskämpfe und Chaos“ im Weißen Haus „entsprächen überwiegend der Wahrheit“ und hinsichtlich der Vorwürfe einer Zusammenarbeit von Trumps Wahlkampfteam mit Russland sei „das Schlimmste nicht auszuschließen“.

Während seiner Präsidentschaft hat Trump (Stand Juli 2020) durchschnittlich mehr Botschafterposten an Wahlkampf-Spender anstatt an ausgebildete Diplomaten vergeben, als seine Vorgänger.

Außen- und Sicherheitspolitik

Als Hauptelemente seiner Außenpolitik bezeichnete Trump amerikanische Interessen und die nationale Sicherheit. Der Sieg über den Islamischen Staat (IS) und andere islamistische Terrorgruppen habe die oberste Priorität. Noch am Tag seiner Amtseinführung entließ Trump fristlos etwa 80 US-Botschafter. Zur Leitlinie seiner Außenpolitik erklärte Trump „America First“: Die Interessen des amerikanischen Volkes und der Sicherheit Amerikas sollten allen Bedürfnissen anderer Nationen übergeordnet werden. Trump bezeichnete Israel als Freund der Vereinigten Staaten; Israel sei als einzige echte Demokratie im Nahen Osten eine Kraft der Gerechtigkeit und des Friedens dort. Der Iran hingegen sei von Obama zu gut behandelt worden und in den letzten Jahren erstarkt. Am 6. Dezember 2017 verkündete Trump die Anerkennung Jerusalems als Hauptstadt Israels; die US-Botschaft in Israel werde in einem mehrjährigen Prozess dorthin verlegt werden. Einige Staaten, insbesondere Palästina und die Türkei, kritisierten diese Parteinahme für Israel.

Am 7. April 2017 ließ Trump in einer Abkehr von seiner bisherigen Zurückhaltung im syrischen Bürgerkrieg 60 Tomahawk-Marschflugkörper nach Syrien abfeuern, wodurch offenbar mehr als zehn Menschen getötet wurden (Luftangriff auf den Militärflugplatz asch-Schaʿirat). Diese Intervention steht in der Tradition gezielter Luftschläge durch US-Präsidenten und wurde von vielen westlichen Spitzenpolitikern gutgeheißen, obwohl keine Zustimmung des US-Kongresses vorlag.

Trump mit dem ägyptischen Präsidenten as-Sisi und dem saudischen König Salman in Riad

Trumps erste große Auslandsreise führte Ende Mai 2017 in den Nahen Osten und nach Europa. Als erster US-Präsident seit Jimmy Carter besuchte Trump nicht zuerst ein Nachbarland. Er unterzeichnete Waffengeschäfte mit der saudischen Regierung, ohne deren Menschenrechtsverletzungen anzusprechen, und bot eine vertiefte Sicherheitspartnerschaft zur Bekämpfung des Terrorismus und des Iran an. Im Gegenzug gebe er keine Ratschläge zur inneren Verfasstheit der muslimischen Staaten der Region. Seine Vorgänger George W. Bush und Barack Obama hatten stets Demokratisierung und rechtsstaatliche Reformen angemahnt. Bei den Treffen mit den europäischen Verbündeten zeigte Trump Distanz. Er unterließ es im NATO-Hauptquartier in Brüssel, die Beistandspflicht der NATO-Mitglieder zu bekräftigen, und belehrte die übrigen Staatschefs über ihre Zahlungsverpflichtungen. Beim G7-Gipfel in Taormina blockierte Trump gegen alle anderen Regierungschefs Einigungen in Klimapolitik und Flüchtlingspolitik.

Trump mit dem nordkoreanischen Führer Kim Jong-un in Singapur

Der seit Jahren schwelende Konflikt der USA mit dem nordkoreanischen Regime Kim Jong-uns eskalierte zunächst unter Trump. Nachdem Nordkorea möglicherweise die Fähigkeit erreicht hatte, Interkontinentalraketen auf amerikanisches Territorium zu feuern, drohte Trump im August 2017 mit einem Erstschlag. 2018 entspannte sich der Konflikt; Kim zeigte sich nach Gesprächen mit Trump-Mitarbeitern wie Mike Pompeo gesprächsbereit. Am 30. April 2018 wünschte der südkoreanische Präsident Moon Jae-in Trump den Friedensnobelpreis für dessen Bemühungen. Am 12. Juni 2018 vereinbarten Trump und Kim bei ihrem Gipfeltreffen in Singapur eine Denuklearisierung der koreanischen Halbinsel gegen das Versprechen von Prosperität und einem Ende der Militärübungen der USA mit Südkorea, ohne konkrete Schritte oder einen Zeitplan zu vereinbaren. Die Sanktionen gegen Nordkorea bleiben bestehen. Ein weiteres Gipfeltreffen in Hanoi im Februar 2019 blieb ergebnislos. Am 30. Juni 2019 traf Trump während eines Südkorea-Besuchs spontan Kim Jong-un an der innerkoreanischen Grenze bei Panmunjeom und betrat dabei als erster amtierender US-Präsident nordkoreanischen Boden.

Im Dezember 2017 stimmte Trump einer Waffenlieferung an die Ukraine zu, in der auch Panzerabwehrraketen des Typs Javelin enthalten sind. Trumps Vorgänger Obama hatte einen solchen Schritt abgelehnt.

Am 8. Mai 2018 kündigte Trump an, die USA würden sich aus dem Atomabkommen mit dem Iran zurückziehen würden. Er wolle die Sanktionen gegen den Iran wieder in Kraft setzen.

Am 6. Oktober 2019 teilte Trump, entgegen dem Rat von Vertretern seines eigenen Verteidigungsministeriums und seines Außenministeriums, dem türkischen Staatspräsidenten Erdoğan telefonisch seine Billigung des Einmarsches der Türkei in Nordsyrien mit.

Am 27. Oktober 2019 vermeldete Trump den Tod des Anführers der Terrororganisation Islamischer Staat, Abu Bakr al-Baghdadi. Dieser hatte bei einer Operation von US-Spezialeinheiten im nordwestsyrischen Barischa Suizid begangen, um der Festnahme zu entgehen.

Zum Ende seiner Amtszeit erhöhte Trump die Spannungen zu China. So beorderte das Außenministerium im Juli 2020 die Schließung des chinesischen Konsulats in Houston, während das Weiße Haus Sanktionen gegen einige hochrangige chinesische Offizielle verkündete. Angesichts chinesischer Gegenmaßnahmen unter Xi Jinping befürchteten Beobachter eine Verschlechterung der chinesisch-amerikanischen Beziehungen.

Carl Bernstein, als Watergate-Enthüller berühmt geworden, sprach 2020 im Auftrag des Senders CNN mit Dutzenden aktiven und ehemaligen Mitarbeitern des Weißen Hauses, die Trumps Telefonate mithören oder nachträglich lesen durften. Darunter waren frühere Außenminister, Verteidigungsminister und Stabschefs des Weißen Hauses. Das Fazit: „In Hunderten Telefongesprächen mit Regierungschefs war der Präsident nicht in der Lage, außenpolitische Beziehungen kompetent zu pflegen.“ Trump sei häufig schlecht vorbereitet gewesen und habe wichtige Positionen der USA einfach aufgegeben. Er lasse sich von 'starken Männern' sehr beeindrucken, ja erscheine geradezu devot. Bei Telefonaten mit Putin habe er fast sklavisch dessen Anerkennung gesucht. Er gehe insbesondere mit weiblichen Staats- und Regierungschefs am Telefon rüpelhaft um, besonders mit Bundeskanzlerin Merkel.

Trump erhöhte die Anzahl von US-amerikanischen Drohnenangriffen im Vergleich zu seinem Vorgänger Obama deutlich. Insgesamt wurden in Trumps ersten zwei Amtsjahren mehr Drohnenangriffe durchgeführt als in Obamas acht Jahren insgesamt. Zugleich verbot Trump dem US-Militär, die Opferzahlen amerikanischer Luftschläge zu veröffentlichen – Obama hatte solche Veröffentlichungen seinerzeit vorgeschrieben.

Ende 2020, nach dem Wahlsieg Joe Bidens, beschloss das US-Repräsentantenhaus ein Gesetzespaket für den Verteidigungshaushalt. Trump legte dagegen ein Veto ein; dieses wurde vom US-Senat im Januar 2021 mit der nötigen Zweidrittelmehrheit abgewiesen, was erstmals in Trumps Präsidentschaft geschah. Mit dem 740-Milliarden-Dollar umfassenden Gesetzespaket stoppte der US-Kongress den von Trump geplanten massiven Abzug von US-Soldaten aus Afghanistan, Deutschland und Südkorea.

Kurz vor Ende seiner Amtszeit beschloss Trump, die Huthi-Rebellen im Jemen als Terrororganisation einzustufen. Damit einhergehende Sanktionen für Geschäfte mit den Huthi erschwerten die Auslandsüberweisungen und Lebensmittellieferungen an die jemenitische Bevölkerung, deren Armut bzw. Hungersnot spätestens mit der Militärintervention im Jemen begann.

Innenpolitik

Gesundheit

Mit Tom Price ernannte Trump einen Gegner von Präsident Obamas grundlegender Gesundheitsreform (Obamacare) zum Gesundheitsminister. Den Großteil des Jahres 2017 verbrachten die Republikaner in beiden Kammern des Kongresses damit, auf eine Abschaffung des Bundesgesetzes hinzuarbeiten. Die teilweise von Trump offensiv unterstützten, ganz unterschiedlichen Gesetzesvorschläge scheiterten aber an der internen Uneinigkeit innerhalb der Partei. Die hauptsächlich von Trump vorgeschlagene Reform hätte 24 Millionen Amerikanern den Gesundheitsschutz genommen, insbesondere älteren Bürgern.

2018 löste Trump das von seinem Vorgänger Obama eingerichtete Krisenteam zur Pandemiebekämpfung auf und schlug eine Kürzung des Etats der US-Gesundheitsbehörde CDC vor. Die Auflösung des Krisenteams und der vorbereiteten Pandemiepläne wurden später mitverantwortlich für die schlechte Reaktion der USA auf die COVID-19-Pandemie gemacht.

Trump wurde Anfang Januar 2020 vom National Security Council (NSC) auf die Gefahr einer großen Pandemie hingewiesen; ebenso Ende Januar von seinem Wirtschaftsberater Peter Navarro und von Gesundheitsminister Alex Azar. Trump blieb aber fast untätig. Im September gab Trump zu, die Corona-Gefahr 2020 bewusst heruntergespielt zu haben. Tonbandmitschnitte von Trump-Interviews belegen dies.

Justiz, Immigration und Rassismus

Trump kündigte eine bessere Strafverfolgung an („Law and Order“) und stellte Pläne für eine Grenzmauer zu Mexiko vor, ein zentrales Wahlkampfversprechen, um illegale Einwanderung zu stoppen. Sein Stopp der Finanzhilfen für Sanctuary Cities wurde gerichtlich untersagt; im ersten Jahr der Präsidentschaft sank die Zahl illegal Eingewanderter deutlich. Mit der Executive Order 13769 verfügte Trump am 27. Januar 2017 für Staatsangehörige von sieben Ländern mit mehrheitlich muslimischer Bevölkerung ein 90-tägiges Einreiseverbot, das mehrere Bundesrichter aussetzen ließen. Auch die am 6. März 2017 erlassene, neu formulierte und entschärfte Executive Order 13780 wurde gerichtlich ausgesetzt. Der Supreme Court setzte Teile des Einreiseverbots im Juni und Dezember 2017 vorläufig in Kraft.

Während er die USA gegen Asylbewerber abzuschotten versuchte, instrumentalisierte Trump auch die Flüchtlingskrise ab 2015 in Deutschland. So behauptete er in einem Tweet am 18. Juni 2018 wahrheitswidrig, die Kriminalität in Deutschland sei angestiegen und die Bevölkerung wende sich gegen die Regierung.

Die Hasskriminalität nahm nach der Wahl Trumps stark zu, nachdem sie bereits seit Beginn des Vorwahlkampfs 2015 gestiegen war. Auch im Jahr 2017 blieb das Niveau trotz Rückgangs über dem bis zur Wahl 2016, was viele Beobachter mit Trumps chauvinistischer und konfrontativer Politik in Beziehung gesetzt haben.

Am 11. Januar 2018 stellte Trump bei einem Treffen mit Demokraten und Republikanern zu einer Einwanderungsreform Medienberichten zufolge die Frage „Warum kommen immer noch Leute aus Drecksloch-Staaten zu uns?“. 54 afrikanische Staaten forderten über ihre Botschafter bei den Vereinten Nationen in New York eine Entschuldigung. Trump dementierte die Äußerung, woraufhin der demokratische Senator Dick Durbin die Berichte als korrekt bezeichnete.

Im Juli 2019 äußerte sich Trump herablassend über die mehrheitlich von Afroamerikanern bewohnte Stadt Baltimore, die teilweise zum Wahlbezirk des afroamerikanischen Abgeordneten und Trump-Kritikers Elijah Cummings gehörte. Dessen Wahlkreis sei „ein widerliches, von Ratten und Nagern befallenes Drecksloch“, der „schlimmste“ und „gefährlichste“ Ort der USA. Diese Aussage wurde von der demokratischen Vorsitzenden des Abgeordnetenhauses Nancy Pelosi als rassistisch kritisiert, und der afroamerikanische demokratische Bürgermeister von Baltimore Jack Young bezeichnete Trumps Rhetorik als „schmerzlich und gefährlich“ sowie „völlig unannehmbar“.

Von Sommer 2017 bis einschließlich 2019 wurden im Rahmen einer Nulltoleranzstrategie tausende Asylbewerberfamilien in Auffanglagern voneinander getrennt, obwohl Präsident Trump im Juni 2018 das Ende der Nulltoleranzstrategie angekündigt hatte. So wurden von Juni 2018 bis Herbst 2019 / Anfang 2020 noch etwa 1100 Familien voneinander getrennt. Im Juni 2019 kam es zum Rücktritt von John Sanders, dem Verantwortlichen in der Trump-Administration für die Lager. Stand Januar 2020 waren nach Regierungsangaben seit Beginn von Trumps Präsidentschaft 4368 Minderjährige von ihren Eltern getrennt worden. Laut einer Mitteilung der ACLU waren Eltern von 545 Migrantenkindern, die im Jahr 2017 im Zuge der US-Einwanderungspolitik voneinander getrennt wurden, auch im Oktober 2020 nicht mehr auffindbar.

Nachdem Trump im Juni 2020 eine unter der Präsidentschaft Barack Obamas geschaffene Regelung zum Schutz von Transpersonen vor Diskriminierung zurückgenommen hatte, befand der Oberste Gerichtshof der Vereinigten Staaten, eine Diskriminierung von Mitarbeitern wegen deren sexueller Orientierung und Geschlecht sei rechtswidrig.

Nach 17-jähriger Pause bei Hinrichtungen nach Bundesrecht ordnete Justizminister William Barr am 25. Juli 2019 deren Wiederaufnahme an. Mit Beginn im Juli 2020 wurde an zehn Personen im Jahr 2020 die Todesstrafe nach Bundesrecht vollstreckt – so viele Hinrichtungen pro Jahr auf Bundesebene hatte es seit dem Jahr 1896 nicht gegeben.

Anfang September 2020, d. h. inmitten landesweiter Proteste gegen Rassismus (wie durch die Black-Lives-Matter-Bewegung oder Proteste gegen Rassismus in der National Football League), wies Trump staatliche Stellen an, Mitarbeitende nicht mehr an Anti-Rassismus-Trainings teilnehmen zu lassen, weil sie „unamerikanische Propaganda“ seien. Trump nannte Maßnahmen gegen systemischen Rassismus spalterisch.

Bildung

Trump sprach sich im September 2020 dafür aus, „patriotische Bildung“ zu fördern. Damit wendet er sich gegen eine angebliche Indoktrination von Schülern, die sich für ihr „Weißsein“ schämen müssten. Durch einen Präsidentenerlass bildete Trump ein „Gremium für patriotische Bildung“ mit dem Namen 1776 Kommission. Dieses solle Pädagogen ermuntern, über „das Wunder der amerikanischen Geschichte“ und die Liebe zu Amerika zu lehren.

Wahlrecht

Einen Ende März 2020 – die Wählerregistrierung und Briefwahl erleichternden – von den Republikanern abgelehnten Reformentwurf der Demokraten kommentierte er mit: „Die hatten da ein paar wirklich verrückte Sachen drin. Da hatten die Ausmaße des Wählens drin, wenn man dem je zustimmen würde, würde kein Republikaner in diesem Land je wieder Wahlen gewinnen.“

Umwelt und Energie

Drei Schlüsselpositionen in seinem Kabinett besetzte Trump mit Gegnern aktiver Klimapolitik und Vertretern der Ölindustrie (siehe Klimawandelleugnung), nämlich dem Energieminister Rick Perry, dem Leiter der Umweltbehörde EPA Scott Pruitt (zurückgetreten am 5. Juli 2018) und dem Außenminister Rex Tillerson, der bis dahin Chef des Mineralöl-Konzerns ExxonMobil gewesen war (entlassen am 13. März 2018).

In der Energiepolitik will Trump Ressourcen maximal nutzen und das Land unabhängig von ausländischem Öl machen. Trump ließ 2017 den Weiterbau mehrerer Öl-Pipelines anordnen, die unter Obama wegen Umweltbedenken ausgesetzt waren. Am 1. Juni 2017 zog Trump die USA aus dem von Obama 2015 mitbeschlossenen Übereinkommen von Paris zum Klimaschutz zurück, das fast alle Staaten unterzeichnet hatten. Die weltweite Reaktion war überwiegend sehr kritisch.

Im Dezember 2017 reduzierte Trump per Presidential Proclamation die Flächengröße des Bears Ears National Monument von 1.351.849 Acres auf 201.876 Acres (minus 85 Prozent) und des Grand Staircase-Escalante National Monument von 1.880.461 Acres auf 1.003.863 Acres (minus 47 Prozent).

Mitte Oktober 2018, nach dem Hurrikan Michael, rückte er von seiner Behauptung ab, der Klimawandel wäre ein Hoax. Stattdessen behauptete er, der Klimawandel sei zyklisch und nicht menschengemacht.

Wirtschaft

Trumps Wirtschaftspolitik gilt als deregulierend, isolationistisch und protektionistisch. Neue Arbeitsplätze und ein anhaltendes Wirtschaftswachstum sollen durch eine die Sätze insbesondere für Großunternehmen absenkende Steuerreform geschaffen werden, die Mitte Dezember 2017 vom Kongress beschlossen wurde.

Trump hatte im Wahlkampf angekündigt, den Freihandel zu begrenzen und amerikanische Unternehmen zu verpflichten, im Inland zu produzieren. Peter Navarro, den Trump zum Direktor des Nationalen Handelsrats im Weißen Haus ernannte, wandte sich unter anderem gegen die chinesische Handelspolitik und vermeintliche Währungsmanipulationen sowie den deutschen Handelsbilanzüberschuss. Trump machte Deutschland wiederholt als Verursacher des US-amerikanischen Handelsdefizits aus und drohte unter anderem mit Zöllen gegen deutsche Automobilhersteller. Wie im Wahlkampf angekündigt, zogen sich die USA aus dem Freihandelsabkommen zur Transpazifischen Partnerschaft (TPP) zurück und kündigten Neuverhandlungen zum Nordamerikanischen Freihandelsabkommen (NAFTA) an.

Im vierten Quartal 2017 stieg das Leistungsbilanzdefizit der USA auf den höchsten Stand seit neun Jahren. Im ersten Quartal 2018 stieg es wegen höherer Importe auf 124,1 Milliarden US-Dollar (+ 6,9 zum Vorjahresquartal). Das Defizit entsprach 2,5 Prozent des Bruttoinlandsprodukts.

Die Washington Post stufte Trumps Behauptung, die USA „verlören“ durch ihr Handelsbilanzdefizit jährlich hunderte Milliarden Dollar, als eine seiner größten, am häufigsten wiederholten Lügen ein. Tatsächlich verlören Staaten durch Leistungsbilanzdefizite kein Geld, sie bedeuteten lediglich, dass Bürger des einen Staates mehr Interesse an Gütern des anderen Staates hätten als umgekehrt.

Finanzielle und ethische Aspekte

Vor seinem Amtsantritt hatte Trump angekündigt, seinen Konzern in eine Treuhandgesellschaft umzuwandeln, die von seinen Söhnen Don und Eric geleitet werden sollte. Das wurde jedoch nicht konsequent vollzogen, und es stellte sich heraus, dass er weiterhin Einblick in die Geschäftsberichte hat und jederzeit auf die Profite zugreifen kann. Auch die Ankündigung, die Trump Organization werde während seiner Amtszeit keine Auslandsgeschäfte mehr tätigen, wurde nicht eingehalten. Dies ließ Sorgen über politische, nationale und wirtschaftliche Interessenkonflikte aufkommen, die zu mehreren Klagen gegen Trump führten (Näheres bei Donald Trumps Präsidentschaft#Vorwurf mangelnder Trennung vom Unternehmen). Ein Beispiel für einen Interessenkonflikt ist seine Steuerreform, von der er selbst sagte, sie würde ihn persönlich viel Geld kosten, während er nach Schätzungen von Experten Millionen einsparen wird.

Gegen die Gepflogenheiten und sein Wahlkampfversprechen veröffentlichte Trump auch nach seinem Amtsantritt seine Einkommenssteuererklärung nicht. Für Kritik sorgten auch Kosten von Trumps Kabinettsmitgliedern wegen teurer Flüge und anderer Aufwendungen. Seit Beginn der Präsidentschaft hält sich Trump fast ein Drittel aller Tage auf seinen privaten Anwesen auf. Zum einen verursacht Trump dabei hohe Transport- und Personenschutz-Kosten des Secret Service, zum anderen verdient sein Hotellerie-Unternehmen an eben jenen Kosten, da die Personenschützer des Secret Service auch in denselben Hotels zu übernachten haben. Die Kosten der Trumps für den Steuerzahler wurden schon häufig aufgeschlüsselt und bemängelt.

An den Wochenenden hält er sich häufig auf seinem Privatanwesen Mar-a-Lago in Florida auf, anstatt, wie für US-Präsidenten üblich, auf dem dafür vorgesehenen und vorgehaltenen Camp David. Sein Hobby Golf übte er deutlich häufiger aus als sein Vorgänger Obama, obwohl er diesen dafür kritisiert hatte.

Zweifel an der Amtsfähigkeit

Trumps früherer Ghostwriter Tony Schwartz urteilte Mitte 2015, dieser habe ein „beeindruckendes Level an oberflächlichem Wissen und deutlicher Ignoranz“, sei „so unsicher, so leicht zu provozieren“ und habe „mehr soziopathische Tendenzen“ als jeder andere politische Kandidat seiner Erinnerung. Der parteiinterne Präsidentschaftskonkurrent Jeb Bush prognostizierte Ende 2015, Trump würde als US-Präsident Chaos anrichten. Unter Hinweis auf Trumps Geschäftsbeziehungen und Äußerungen zu Russland und Putin erklärten 2016 die früheren Sicherheitsbehördenleiter Michael Morell und Michael V. Hayden, für Putin sei der unwissende Trump ein nützlicher Idiot. Kurz vor der Amtseinführung Trumps warnte der Investor George Soros vor Trump als einem „Blender und Hochstapler und Möchtegerndiktator“. Der republikanische Senator John McCain äußerte im Februar 2017, er sei besorgt über Trumps widersprüchliche Aussagen und frage sich, ob Trump einige politische Themen verstehe. Der linke Senator Bernie Sanders sah Trump Mitte März 2017 auf eine autoritäre Regierung in Amerika hinarbeiten; er versuche, die Gewaltenteilung abzuschaffen. Seine Angriffe auf die Medien, seine Respektlosigkeiten gegenüber Richtern und seine wiederholte Behauptung, fünf Millionen Menschen hätten bei der Präsidentschaftswahl illegal abgestimmt, seien Lügen, um die Fundamente der amerikanischen Demokratie zu untergraben.

Mehrere Psychiater äußerten ab 2015 ihre Auffassung, bei Trump liege eine narzisstische Persönlichkeitsstörung oder die Dunkle Triade vor, einige bezeichneten ihn wegen seiner emotionalen Instabilität als amtsunfähig. Einige Ärzte vermuten eine neurodegenerative Erkrankung des Präsidenten, unter anderem wegen einer Verschlechterung seiner sprachlichen Ausdrucksfähigkeit. Der Neurologe Ford Vox forderte im Dezember 2017 wegen der Sprachauffälligkeiten, des impulsiven, ungehemmt um sich selbst kreisenden Auftretens und der fehlenden Konzentration und Aufmerksamkeit eine neurologische Untersuchung Trumps.

Es ist umstritten, ob derartige Ferndiagnosen zulässig sind und belastbare Aussagen zulassen. Die 1973 von der American Psychiatric Association (APA) verabschiedete „Goldwater-Regel“ verbietet Psychiatern eine Diagnose ohne Untersuchung. Allen Frances, einer der Autoren des Diagnostic and Statistical Manual of Mental Disorders, hielt es für möglich, dass Trump ein extremer Narzisst sei; da er aber weder darunter leide noch dadurch behindert sei, sei er per definitionem nicht geisteskrank.

Der republikanische Kongressabgeordnete Jason Chaffetz schlug ein Gesetz vor, US-Präsidenten einer ärztlichen Untersuchung ihrer geistigen Gesundheit zu unterziehen, und erklärte, es gehe ihm nicht um Trump, sondern um die Verfügungsgewalt des Präsidenten über den Einsatz von Atomwaffen. Die demokratische Minderheitsführerin im Kongress, Nancy Pelosi, empfahl im Februar 2017 eine medizinische Untersuchung von Trumps geistiger Gesundheit, ihre Parteifreundin Zoe Lofgren schlug im August 2017 eine Kongressresolution zu diesem Zweck vor; dabei geht es um den 25. Zusatzartikel zur Verfassung der Vereinigten Staaten, der dem Kongress die Absetzung eines amtsunfähigen Präsidenten erlaubt. Im Oktober 2017 erschien das Buch The Dangerous Case of Donald Trump, in dem 27 psychiatrische Experten Trump als gefährlich einschätzten; mehr als 60.000 Menschen, die in diesem Bereich arbeiten, haben eine Petition zur Entfernung Trumps gemäß Art. 25 unterschrieben. Als der im Januar 2018 erschienene Enthüllungs-Bestseller Feuer und Zorn: Im Weißen Haus von Donald Trump diese Eindrücke mittels Aussagen von anonym bleibenden Mitarbeitern des Weißen Hauses bestätigte, äußerte sich Trump selbst zu seiner Psyche und bezeichnete sich in einem Tweet als „sehr stabiles Genie“ (very stable genius).

Im September 2018 erschien mit I Am Part of the Resistance Inside the Trump Administration ein anonymes Essay in der New York Times, das davon berichtet, dass mehrere Mitarbeiter der Regierung Anweisungen des Präsidenten nicht befolgten, um Schaden von der Nation abzuwenden. In dem Essay wird Trumps Regierungsstil als impulsiv, feindselig, engstirnig und wirkungslos beschrieben. Dem Essay zufolge gäbe es Lichtblicke in der Regierungsarbeit. Diese kämen aber trotz Trump zustande. Laut dem Essay haben Kabinettsmitglieder in den frühen Tagen der Präsidentschaft darüber diskutiert, den 25. Zusatzartikel zur Verfassung der Vereinigten Staaten zu verwenden, um Trump von der Macht abzusetzen. Um auf die schlechte Amtsführung des Präsidenten aufmerksam zu machen, habe man außerdem über einen Massenrücktritt nachgedacht. Im November 2019 erschien mit A Warning ein anonymes Buch, das inhaltlich an das anonyme Essay anknüpft und von sich behauptet, von demselben Autor zu stammen. Im Oktober 2020 outete sich mit Miles Taylor ein ehemaliger Stabschef des Homeland Security unter Donald Trump, als Autor der beiden Schriften.

In dem im Juni 2020 erschienenen Buch The Room Where It Happened erzählt John R. Bolton über seine Erlebnisse als Nationaler Sicherheitsberater von Trump und charakterisiert ihn darin als inkompetent und korrupt.

In dem im Juli 2020 erschienenem Buch Too Much and Never Enough beurteilt Donald Trumps Nichte Mary L. Trump ihren Onkel ebenfalls als unpassend für das Präsidentenamt.

Michael Cohen, Trumps früherer Anwalt, veröffentlichte mit Disloyal im September 2020 ein Buch über seine Zeit als Anwalt von Präsident Trump, in dem er mit eben diesem abrechnet.

Nach der Erstürmung des Kapitols am 6. Januar 2021 in Washington D.C. traf Generalstabschef Mark Milley geheime Vorkehrungen, um sicherzustellen, dass ein möglicher Befehl Trumps zum Einsatz von Atomwaffen strikt den militärischen Befehlsprozessen und -verfahren folgte (fernab des Umstands, dass die Befehlsgewalt über den Einsatz von Atomwaffen allein der National Command Authority – gebildet in erster Linie aus dem Präsidenten und dem Verteidigungsminister – zusteht). In einem Telefonat mit der Sprecherin des Repräsentatenhauses Nancy Pelosi am 8. Januar 2021 stimmte Milley der Aussage von Pelosi zu, dass Trump verrückt sei. Nach dem Telefonat veröffentlichte Pelosi eine Pressemitteilung, in der sie das Telefonat mit Milley damit begründete, einen „instabilen Präsidenten“ daran zu hindern, „Militärschläge zu beginnen“ oder einen „atomaren Angriff“ zu befehlen.

Amtsenthebungsverfahren

1. Verfahren unter dem Anklagepunkt des Machtmissbrauchs

Durch einen Whistleblower wurde im September 2019 bekannt, dass Präsident Trump im Juli 2019 den kurz davor ins Amt gekommenen ukrainischen Präsidenten Selenskyj telefonisch gedrängt hatte, gegen Joe Biden und dessen Sohn Hunter ermitteln zu lassen. Hunter Biden war 2014 nach dem Umsturz in Kiew in den Verwaltungsrat des ukrainischen Erdgaskonzerns Burisma Holdings berufen worden. 2018 hatte der rechtskonservative US-Journalist Peter Schweizer behauptet, Hunter Biden würde korrupte Geschäfte („corrupt dealings“) in der Ukraine betreiben. Sein Vater Joe Biden war nach dem Rückzug von Bernie Sanders der einzige verbleibende Kandidat der Demokraten für die Präsidentschaftswahl am 3. November 2020. Trump wurde vorgeworfen, einen politischen Konkurrenten mit ausländischer Hilfe ausschalten zu wollen. Die Sprecherin des Repräsentantenhauses Nancy Pelosi leitete am 24. September 2019 offiziell Untersuchungen des Repräsentantenhauses für ein Amtsenthebungsverfahren („official impeachment inquiry“) gegen Trump wegen eines Bruchs des Amtseides und Gefährdung der nationalen Sicherheit ein. Die zentralen Vorwürfe waren, Trump habe eine bereits zugesagte Militärhilfe von fast 400 Mio. Dollar zurückgehalten, um Druck auf Selenskyj auszuüben, und er habe das US-Repräsentantenhaus bei der Aufklärung des Sachverhalts behindert.

Am 18. Dezember 2019 leitete das mehrheitlich demokratische Repräsentantenhaus offiziell ein Amtsenthebungsverfahren mit dem Vorwurf des Machtmissbrauchs und der Behinderung des Kongresses gegen Trump ein, indem es die beiden „articles of impeachment“ mehrheitlich und weitgehend entlang den Parteilinien annahm, die als Grundlage der Anklage des Präsidenten vor dem US-Senat dienen. Pelosi ließ diese Anklage dem Senat am 15. Januar 2020 überbringen. Nach Präsentation der Anklage und Verteidigung und nach der Ablehnung, neue Zeugen zu hören und Beweismittel zuzulassen, wurde die Abstimmung über das Impeachment als solches auf Mittwoch, den 5. Februar 2020 festgelegt. Trump wurde in den beiden Anklagepunkten freigesprochen: im ersten Anklagepunkt Amtsmissbrauch stimmten 48 von 100 Senatoren für seine Verurteilung, im zweiten Anklagepunkt Behinderung des Kongresses 47 von 100. Für eine Verurteilung wären die Stimmen von 67 Senatoren notwendig gewesen. Der Freispruch war aufgrund der republikanischen Mehrheit erwartet worden. Als einzige Stimme aus den eigenen Reihen wandte sich Mitt Romney beim ersten Anklagepunkt gegen den Präsidenten. Kurz darauf entließ Trump die wichtigen Zeugen Gordon Sondland und Alexander Vindman, die ihn schwer belastet hatten.

2. Verfahren unter dem Anklagepunkt der Anstiftung zum Aufruhr

Im Zusammenhang mit Trumps Rolle bei den Demonstrationen vor und sein Verhalten während und nach dem Angriff einer Anhänger-Demonstration, die zur zeitweisen Unterbrechung der Beratungen des Kongress und zur Besetzung des Kapitols führten, wurde von Abgeordneten der Demokratischen Partei im Repräsentantenhaus und auch von einzelnen Republikanern der sofortige Rücktritt Trumps gefordert. Alternativ wurden – jeweils erstmals in der Geschichte der USA – eine Absetzung wegen Amtsunfähigkeit durch Kabinettsbeschluss oder ein zweites Impeachment-Verfahren noch kurz vor Ende seiner Amtszeit gegen ihn erwogen. Die Sprecherin des Repräsentantenhauses Nancy Pelosi teilte u. a. mit, sie habe Kontakt zum ranghöchsten US-Militärkommandeur aufgenommen, um sicherzustellen, dass Trump in der verbleibenden Zeit seiner Präsidentschaft keine Kampfhandlungen einleiten oder einen Atomschlag anordnen könne. Nachdem Vizepräsident Mike Pence die Forderung abgelehnt hatte, Trump durch Anwendung des 25. Verfassungszusatzartikels aufgrund eines Kabinettsbeschlusses wegen Amtsunfähigkeit abzusetzen, wurde am 13. Januar 2021 durch Mehrheitsbeschluss des Repräsentantenhauses mit 232 Ja- gegen 197 Nein-Stimmen das zweite Verfahren zur Amtsenthebung Trumps eingeleitet (das unterstützten auch zehn Abgeordnete der Republikanischen Partei). Pelosi erklärte zur Begründung, Trump sei eine eindeutige und andauernde Gefahr für die Nation. „Der Präsident der Vereinigten Staaten hat zu diesem Aufruhr, dieser bewaffneten Rebellion gegen unser Land angestiftet.“ Das Amtsenthebungsverfahren verfehlte mit 57 zu 43 Stimmen im Senat die nötige Zweidrittelmehrheit; Trump wurde nicht seines Amtes enthoben.

Zivilgesellschaftliche Proteste

Tax March, 15. April 2017

Gegen Donald Trump wurden Proteste seit der Verkündung seiner Präsidentschaftskandidatur im Juni 2015 organisiert. Nach seinem Wahlsieg Ende 2016 verstärkten sich diese. Einige Großdemonstrationen zogen die Beachtung der Weltöffentlichkeit auf sich. Zum Women’s March on Washington am 21. Januar 2017, dem Tag nach der Amtseinführung Trumps, kamen zur bisher mit Abstand größten Protestdemonstration in der Geschichte Nordamerikas etwa eine halbe Million Menschen nach Washington, D.C., in den Vereinigten Staaten insgesamt etwa vier bis fünf Millionen Menschen zusammen. Zum Science March am Tag der Erde 2017 erschienen am 22. April etwa 40.000 in der US-Hauptstadt, weltweit in rund 600 Städten zusammen etwa 250.000 Menschen. Zum Climate March am 100. Tag der Präsidentschaft am 30. April 2017 kamen etwa 15.000 in Washington zusammen; in über 300 weiteren Städten der USA wurde demonstriert.

Im Sommer 2017 begannen einige Schwarze in American-Football-Teams – deren Anhängerschaft sich stark mit derjenigen Trumps überschneidet – aus Protest gegen Diskriminierung und Polizeigewalt während des Abspielens der Nationalhymne vor Spielen zu knien, was Trump im September 2017 auf Twitter zum Anlass nahm, die Teamleitungen zum Durchgreifen aufzufordern und Colin Kaepernick als Hurensohn zu bezeichnen. Daraufhin entschieden sich immer mehr Spieler, Trainer und Eigentümer von Teams der National Football League, während der Hymne in Solidarität gegen Trump zu knien oder in der Kabine zu bleiben. Auch Basketballstars wie LeBron James zeigten Solidarität, Musiker wie Stevie Wonder und Pharrell Williams knieten vor Auftritten. Verschiedene Medien bezeichneten diesen Konflikt als neuen Kulturkampf, mit dem Trump von seinen politischen Problemen abzulenken versuche.

Es kam auch zu situativen Einflussnahmen insbesondere auf einzelne Kongressabgeordnete, etwa bei Bürgerversammlungen zur Gesundheitspolitik, oder an Flughäfen nach Trumps Einreisebeschränkungen für Menschen aus mehrheitlich muslimischen Ländern. Einige dieser Proteste brachten konkrete Erfolge beim Einfluss auf politische und personelle Entscheidungen. Verschiedene Gruppen arbeiten daran, die Proteste zu einer organisierten Widerstandsbewegung auszubauen. Im Oktober 2017 hatte sich der Widerstand gegen Trump institutionalisiert und außerhalb etablierter Parteien eine eigene Infrastruktur geschaffen, die von politischen Großspendern unterhalten wird und die zukünftige Ausrichtung linker Politik in den USA und der Demokratischen Partei prägen könne.

Als der Tötung von George Floyd im Mai 2020 landesweit Proteste gegen Polizeigewalt auslöste, die maßgeblich durch die Bewegung Black Lives Matter getragen wurden, bezeichnete Trump diese Bewegung als anarchistisch und unpatriotisch. Er entsandte Bundestruppen der Homeland Security in die von den Protesten besonders betroffenen Städte, obwohl sich diese zum Teil gegen diese Maßnahme aussprachen. Der Chefkorrespondent der New York Times für das Weiße Haus, Peter Baker, thematisierte Ende Juli 2020 in diesem Zusammenhang Parallelen zwischen Trumps Rhetorik und dem Law-and-Order-Wahlkampf von George Wallace bei der Präsidentschaftswahl 1968.

Nominierung von Verfassungsrichtern

Mit dem Tod von Ruth Bader Ginsburg im September 2020 hat Donald Trump nach Neil Gorsuch und Brett Kavanaugh bereits zum dritten Mal in nur vier Jahren Amtszeit die Möglichkeit, einen konservativen Verfassungsrichter für den Supreme Court nachzunominieren; im Vergleich zu Barack Obama, der in acht Jahren nur zwei neue Verfassungsrichter ernennen konnte. Die Nominierung eines Verfassungsrichters vor der Präsidentschaftswahl 2020 im November wurde von den Demokraten mit Verweis auf dieselbe Situation vor der Präsidentschaftswahl 2017, in der die Nominierung eines neuen Verfassungsrichters durch Barack Obama durch den republikanisch dominierten Senat mit Verweis auf die bevorstehende US-Wahl verwehrt wurde, scharf kritisiert. Anders als vor der Präsidentschaftswahl 2017 kündigte der republikanische Mehrheitsführer im Senat, Mitch McConnell, jedoch wenige Stunden nach Ginsburgs Tod an, dass ein neuer Verfassungsrichter noch deutlich vor der Wahl bestätigt werden würde.

Durch die Nominierung konservativer Verfassungsrichter durch Trump wird das Stimmenverhältnis im Supreme Court mit 6:3 in Richtung der konservativen Richter verschoben; vor Trump herrschte lange Jahre eine Stimmengleichheit von 4:4 aus konservativen und liberalen Richtern, die wechselnde Stimme des vorsitzenden Richters gab den entscheidenden Ausschlag. Da Verfassungsrichter auf Lebenszeit ernannt werden, befürchten Beobachter daher eine deutliche Verschiebung in Richtung konservativ geprägter Urteile des Supreme Courts für die nächsten Jahre und Jahrzehnte.

Kritiker befürchten, dass eine konservative Verschiebung des Stimmenverhältnisses durch Trump mit politischem Kalkül geschieht, da Trump eine mögliche Wahlniederlage im November 2020 nicht anerkennen könnte und nach Diskussionen um Wahlergebnisse der Supreme Court entscheiden müsste.

COVID-19-Infektion

Am 2. Oktober 2020 morgens gab Trump auf Twitter bekannt, dass er und seine Frau positiv auf den Erreger SARS-CoV-2 getestet worden seien. Er war vom 3. bis 5. Oktober im Walter-Reed-Militärkrankenhaus zur Behandlung. Drei Wochen nach dem Ende seiner Amtszeit wurde bekannt, dass seine Blutsauerstoffwerte zeitweise sehr niedrig waren.

Zu Donald Trumps Wahlkampf (seiner Behinderung der Vorbereitung der US Postal Service auf die Briefwahl, seiner SARS-CoV-2-Infektion und den Fernsehduellen mit Joe Biden), siehe Donald Trumps Präsidentschaft und Präsidentschaftswahl am 3. November 2020.

Donald Trump verließ am 20. Januar das Weiße Haus und nahm nicht an der Amtseinführung von Joe Biden teil. Normalerweise nimmt jeder scheidende Präsident an der Amtseinführung seines Nachfolgers teil, dagegen hielt Trump am Morgen des 20. Januar eine Verabschiedung für sich selbst ab und flog nach Mar-a-Lago.

Big Lie

Hauptartikel: Big Lie

Donald Trump akzeptiert immer noch nicht seine Niederlage bei der Präsidentschaftswahl 2020 und schrieb in einem Statement auf seiner Internetseite (die er benutzt, weil seine Accounts bei den sozialen Netzwerken gesperrt sind), die Präsidentschaftswahl 2020 solle von nun an als THE BIG LIE (die große Lüge) bekannt sein. Laut einer Umfrage von CNN Ende April 2021 glauben 70 % der Republikaner diese Lüge. Trump veranstaltete am 26. Juni 2021 erstmals wieder eine Großkundgebung. Dabei wiederholte er seine Wahlbetrug-Behauptung und warf seinem Nachfolger Joe Biden vor, »unsere Nation vor unseren Augen zu zerstören«.

Bei den Republikanern

Donald Trump hat immer noch einen sehr großen Einfluss auf die republikanische Partei. Dieser zeigt sich unter anderem, als er von Senate Minority Leader Mitch McConnell verlangte, er solle einen Untersuchungsausschuss zum Sturm auf das Kapitol in Washington 2021 mit einem Filibuster verhindern, was dieser dann auch tat, oder als er von House Minority Leader Kevin McCarthy verlangte, seine Kritikerin Liz Cheney, die sich oft gegen die Big Lie ausgesprochen hatte, aus der Fraktionsführung der republikanischen Fraktion im Repräsentantenhaus zu werfen und durch Elise Stefanik zu ersetzen, die hingegen sehr oft von Wahlbetrug gesprochen hat. Auch dies geschah.

Verhältnis zu den Medien

Zahlreiche Wahlforscher und Nachrichtenmedien waren vom Wahlsieg Donald Trumps überrascht. Viele eher linke Medien hatten vor der Wahl vor allem kritisch über Trump berichtet, während Clinton allgemein höhere Siegchancen zugerechnet worden waren. Trump war wegen seiner weithin als rassistisch und sexistisch bezeichneten Äußerungen mitunter als unwählbar betrachtet worden. Der Journalismus-Professor Jeff Jarvis bezeichnete Trump als „ein Produkt der US-Medien“ und machte sie wegen ihrer ausgiebigen Berichterstattung über Trump mitverantwortlich für seinen Erfolg. Viele Journalisten hätten „die Bürger aus den Augen verloren“ und eine Kluft entstehen lassen. Der Medienwissenschaftler Bernhard Pörksen verweist im Verhältnis von Trump zu Fox News Channel auf Langzeitrecherchen von The New Yorker und der New York Times, wonach beide Seiten einander Hinweise auf vermeintliche Skandale und angebliche Verschwörungen unter anderem zwecks Diffamierung von Gegnern zuspielen. Trump kommentiere einzelne Sendungen in Echtzeit auf Twitter; seine mehr als 87 Millionen Follower wirkten als Quotentreiber für Fox News.

Der Historiker und Journalist Tim Stanley sieht den Wahlerfolg Trumps vor allem in seiner im Vergleich zu Clinton größeren Präsenz in den Social Media wie Facebook, Instagram und vor allem Twitter begründet, zumal die Mehrheit der Bürger aus diesen hauptsächlich ihre Informationen beziehe. Dies nutzte er, um die Fernseh-Berichterstattung über ihn in den von ihm verachteten Mainstream-Medien zu manipulieren. Prägend für sein offensives Auftreten gegen kritische Presse war der Anwalt und Rechtsberater von Joe McCarthy, Roy Cohn, den er 1973 kennenlernte. Dieser war es auch, durch den Trump im Jahr 1979 Roger Stone kennenlernte, der wiederum seitdem gelegentlich, unter anderem als Lobbyist, für Trump arbeitete, später Berater der Trump-Präsidentschaftskampagne wurde und von Präsident Trump begnadigt wurde, nachdem er zu 40 Monaten Haft verurteilt worden war, weil er im Zuge der FBI-Sonderermittlungen zu Trumps Wahlkampf als Zeuge unter anderem falsch ausgesagt hatte.

Viele Kommentatoren sorgen sich um die Meinungs- und Pressefreiheit während Trumps Präsidentschaft; so sagte der Pulitzer-Preisträger David Maraniss im November 2016, Trump habe „einen Hass freigesetzt, der sich nun teilweise auf den Straßen zeigt, und das ist extrem gefährlich.“ Trump forderte unter anderem, das Prinzip des Quellenschutzes im Journalismus aufzuheben. Er bezeichnete Journalisten und bestimmte Medien vielfach als „korrupt“ oder „verlogen“; sie seien die „eigentliche Opposition“ und „Feinde“ seiner Regierung und des Volkes („enemy of the people“). Trump verhielt sich bei Pressekonferenzen mehrfach ausfällig und ließ kritische Medien teilweise ausschließen. Er griff einige Journalisten persönlich an, die kritisch berichtet oder gefragt hatten, im Präsidentschaftswahlkampf etwa Megyn Kelly (siehe Sexismusvorwürfe) und Serge F. Kovaleski, über dessen Körperbehinderung sich Trump durch Nachäffen lustig gemacht hatte. Ende Juni 2017 tweetete Trump vulgär gegen Mika Brzezinski und Joe Scarborough, die in ihrer MSNBC-Sendung Morning Joe Kritik an Trump geäußert hatten. Sie erklärten, ein enger Berater Trumps habe ihnen einen schädigenden Zeitungsartikel angedroht, wenn sie sich nicht bei Trump entschuldigen würden. Trump ließ das dementieren. Zudem forderte Trump, dass die Bundesbehörden die New York Times und die Washington Post abbestellen. Manche sehen in Trumps polarisierender Politik eine Chance zum Erstarken der Demokratie. So gewann die New York Times von Herbst 2016 bis Februar 2017 über 275.000 Abonnenten dazu; auch die Washington Post und der New Yorker gewannen Abonnenten und stellten Personal unter anderem für Recherche ein.

Ein Tweet am 31. Mai 2017 kurz nach Mitternacht über die „constant negative press covfefe“ sorgte für weltweite Aufmerksamkeit und Spott und wurde sechs Stunden später gelöscht; vermutlich ist die Zeichenfolge „covfefe“, die zum Internetphänomen wurde, ein Schreibfehler für „coverage“ („ständige negative Presseberichterstattung“). Einige Medien berichteten, dass Trump häufig unberaten twittere, während er nachts allein Fernsehen schaue, und dabei Sprachregelungen des Weißen Hauses untergrabe, was auch rechtliche Konsequenzen haben kann, da sich Trump in seinen Tweets ungefiltert zu Themen äußert, die Gegenstand von Ermittlungen sind. Trump warf den Mainstream-Medien am 6. Juni 2017 in einem Tweet vor, seine Nutzung von Social Media verhindern zu wollen, da sie es „hassen“ würden, dass er „die aufrichtige und ungefilterte Botschaft“ überbringe. Trump veröffentlichte im Juli 2017 ein Video, in dem er einem Mann wiederholt ins von einem CNN-Logo überblendete Gesicht schlägt, das ursprünglich aus einer Wrestling-Storyline Trumps von 2007 stammt. CNN bezeichnete dies als Aufforderung zur Gewalt. Der republikanische Senator Ben Sasse warnte Trump daraufhin, nicht Misstrauen als Waffe einzusetzen („to weaponize distrust“), was die verfassungsmäßig verbriefte Meinungsfreiheit gefährde. Ende September 2017 waren in einer Quinnipiac-Umfrage 69 zu 29 Prozent der Amerikaner der Ansicht, Trump solle mit dem Twittern aufhören.

Eine Studie der Harvard Kennedy School ergab, dass Trump in den ersten 100 Tagen Gegenstand von 41 Prozent aller Nachrichtenberichte im nationalen Fernsehen gewesen war, dreimal mehr als jeder Präsident zuvor, von denen 80 Prozent negativ ausgefallen waren (52 Prozent beim konservativen Nachrichtensender Fox News, 93 Prozent bei CNN und NBC und 98 Prozent bei der ARD, die wie viele andere ausländische Medien besonders häufig die Frage der Amtsfähigkeit Trumps aufwarf). Im Jahr 2017 dominierte Trump die über 2,8 Milliarden politischen Tweets aus den USA extrem; er war an allen außer 17 Tagen des Jahres das wichtigste Thema, zudem in jeder Woche bei jeder Nutzergruppe (konservative und linke Aktivisten sowie Washingtoner Eliten). Trump kam demnach 2017 in über 901 Millionen Tweets vor, in mehr als doppelt so vielen wie 2016 und zehnmal so vielen wie Obama in seinem letzten Amtsjahr. Der Journalist David Frum wies im Dezember 2017 darauf hin, dass der konservative Mainstream sich mit Trump arrangiert habe. So vertraten von den 21 konservativen Kommentatoren des National Review, die Anfang 2016 Never Trump (niemals Trump) gefordert hatten, nur noch sechs öffentlich diese Meinung (darunter Jennifer Rubin, William Kristol und John Podhoretz), während sich fast ebenso viele zu öffentlichen Unterstützern Trumps gewandelt hatten. Auch das zunächst skeptische Herausgebergremium des Wall Street Journal äußert sich demnach zunehmend positiv. Laut einer Umfrage im Februar 2018 sagten 54 Prozent der Amerikaner (84 Prozent der Demokraten, etwa 20 Prozent der Republikaner), die Mainstream-Medien würden ihrer Einschätzung nach Trump fair behandeln, während 59 Prozent Trumps Umgang mit den Medien unfair fanden.

Darüber erzürnt, dass Twitter seine per Tweet aufgestellten Behauptungen vom 26. Mai 2020 einem Faktencheck unterzog, verfügte Trump per Dekret, den Schutz sozialer Netzwerke wie Twitter und Facebook vor Strafverfolgung zu beenden und die Befugnis der Netzwerke, durch Nutzer veröffentlichte Inhalte zu moderieren, zu beschneiden. Wenig später kennzeichnete Twitter einen auf den Ausnahmezustand in Minneapolis bezogenen Tweet Donald Trumps als gewaltverherrlichend.

Nachdem das Repräsentantenhaus Ende 2020 ein Gesetzespaket für den Verteidigungshaushalt beschlossen hatte, legte Trump dagegen ein Veto ein. Dieses Veto wurde vom US-Senat im Januar 2021 mit der nötigen Zweidrittelmehrheit abgewiesen. Damit wurde erstmals gegen ein Veto Trumps entschieden. Am Gesetzespaket, das auch Gesetze außerhalb der Verteidigungspolitik enthält, kritisierte Trump unter anderem, dass dieses Gesetzespaket nicht die als »Section 230« bekannten Regelung abschafft bzw. ändert. Diese Regelung sieht zum einen vor, dass Online-Plattformen gegen Beiträge von Nutzern vorgehen können und zum anderen Online-Plattformen nicht für die Beiträge der Nutzern haftbar gemacht werden können.

Nach dem Sturm auf das Kapitol in Washington am 6. Januar 2021 deaktivierte Facebook Inc. Trumps Zugriff auf seine Benutzerkonten bei Facebook und Instagram. Ursprünglich für 24 Stunden angedacht, verlängerte Facebook Inc. die Kontensperre, mit der Ankündigung, diese bis zur Amtseinführung von Joe Biden beizubehalten. Am 8. Januar 2021 teilte Twitter mit, dass das Twitter-Benutzerkonto von Trump (@realdonaldtrump) aufgrund des Risikos einer weiteren Anstiftung zu Gewalt dauerhaft gesperrt wurde.

Zwei Tweets von vom 8. Januar, die von Twitter zeitnah gelöscht wurden

Anhänger als Teil einer „schweigenden Mehrheit“

Der Publizist Ward Baker hielt den Kandidaten Trump im Dezember 2015 deshalb für „so populär, weil ihn die Wähler als authentisch, unabhängig, direkt und stark ansehen – und weil sie glauben, dass er nicht von Interessensgruppen gekauft werden kann“. Nach der Einschätzung des Politikberaters Frank Luntz zeichnen sich Trumps Sympathisanten nicht durch ihre Treue zu konservativen Grundsätzen, sondern vor allem durch ihre Wut über den aktuellen Zustand der US-Politik aus. Trump spreche Menschen mit unterschiedlichsten Werthaltungen und aus allen sozialen Schichten an, weil er „ihre Sprache spreche“ und als „Anti-Politiker“ das unpopuläre politische Establishment angreife. Er positioniere sich – ähnlich wie Ende der 1960er Jahre Richard Nixon – als Kandidat einer „schweigenden Mehrheit“.

Etwa ein Drittel der Anhänger Trumps überwand laut Umfrage- und Wählerbefragungsdaten vom Februar 2016 während der parteiinternen Vorwahl die bisherigen Spaltungen der republikanischen Wählerschaft und war in hoher Kohärenz durch „religiöse, soziale und rassische Intoleranz“ vereint.

Trump umwarb, wie die Washington Post analysierte, seit Jahren ein rechtes Politiksegment, das sich inzwischen zu einem Gegen-Establishment („fringe establishment“) verfestigt und große mediale Präsenz als Gegenöffentlichkeit gewonnen habe; Trump habe verbrannte Erde bei den Etablierten hinterlassen.

Eine Umfrage des Thinktanks Chicago Council nach dem ersten halben Jahr der Präsidentschaft Trumps ergab, dass die Ansichten seiner Kernanhängerschaft sich nicht geändert hatten, während in der Wählerschaft insgesamt die America-First-Politik, insbesondere Außenhandels-Protektionismus und die Ablehnung von Einwanderern, unbeliebter geworden war, überproportional bei Anhängern der Republikaner insgesamt.

Sprache und Stil

Trumps Stil und Sprache gelten als außerordentlich und sind vielfach analysiert worden. Performative Inszenierungen, häufig melodramatischer Art, standen für den entertainment-erfahrenen Trump im Vordergrund, auch vor politischen Inhalten – etwa bei den häufigen, choreographierten Fotos der Unterzeichnung von Erlassen im Oval Office. Der Journalist Michael D’Antonio urteilte, Trump sei „so beschäftigt mit seiner Performance, dass nichts, was er über sich sagt, als aufrichtig bezeichnet werden kann“. Trumps Art des Handschlags mit internationalen Politikern – häufig außerordentlich lang und intensiv, während er etwa Angela Merkel im Oval Office nicht die Hand reichte – ist als Dominanzgeste gedeutet worden.

Satzbau und Wortschatz

Trump nutzte bei Reden kurze, klar strukturierte Sätze mit wenigsilbigen Wörtern, von denen die wichtigsten oft am Ende stehen, und häufig Imperative – wie bei seinem Slogan „Make America Great Again“. Grammatik und Vokabular seiner Wahlkampfreden waren laut Indizes auch Elfjährigen verständlich, die Sprache vieler politischer Konkurrenten und früherer Präsidenten war bzw. ist deutlich komplexer. In den 1980er und 1990er Jahren verwendete Trump deutlich komplexere Satzstrukturen und Vokabeln. Seine Aussagen 2015/16 waren laut einer computerlinguistischen Studie stärker von einem femininen Sprachregister geprägt (Hilfsverben, Ichbezug, emotionale, dynamische Ansprache) als die aller Kandidaten in Präsidentschaftswahlkämpfen seit 2004, auch als die seiner Gegenkandidatin Hillary Clinton.

Konfrontativer und „unpolitischer“ Stil

Trumps Stil gilt als konfrontativ. Die New York Times erstellt seit Februar 2017 eine ständig aktualisierte Liste von über 500 Personen, Orten und Gegenständen, die Trump seit Juni 2015 auf Twitter beschimpft oder beleidigt hat. Markus Feldenkirchen urteilte 2015, Trump mache fast alles anders als herkömmliche Politiker; er benenne gnadenlos alles, was im politischen System der USA faul sei. Trump bemühte sich im Wahlkampf nicht um Einschränkungen oder Abschwächungen, auch nicht gegenüber bestimmten Wählergruppen. Er verwendete dabei oft provokative, tabuverletzende Äußerungen, ließ Verschwörungstheorien und Außenseiterthesen anklingen und erregte so immer wieder Aufmerksamkeit. In seiner Rhetorik von „Starken“ und „Schwachen“ machte er politische Kontrahenten verächtlich, etwa durch Anspielungen zu Familienmitgliedern und Spottnamen wie „Crooked Hillary“ (Gauner-Hillary) oder „little Marco“; den Vietnam-Veteranen John McCain bezeichnete er als keinen echten Helden, weil er sich habe gefangen nehmen lassen. Damit erzeuge er bei den Anhängern das Gefühl persönlicher Nähe in einer Kampfgemeinschaft gegen die Etablierten. Wie bei Silvio Berlusconi kämen dazu bei Trump der großsprecherische Mythos vom selbstgemachten Aufstieg zum Milliardär, die zur Schau gestellte machohafte Virilität und die virtuose Beherrschung der Medien. Konfrontiert mit kritischen Fragen setze Trump – anders als übliche Politiker, die in Abstraktion ausweichen – sein komödiantisches Talent ein und bleibe bei seiner einfachen Sprache, womit er Distanz vom politischen Geschäft signalisiere. Er weiche bei Fragen zu Inhalten und Positionen häufig auf Anekdoten oder auf Personen aus seinem persönlichen Umfeld aus, anstatt sich auf Details festzulegen.

Rhetorik

Die US-Rhetorikprofessorin Jennifer Mercieca (Texas A&M University) untersucht seit 2015 Trumps Rhetorik und Sprachgebrauch. Trump nutze gezielt sprachliche Muster, die schon antike Redner kannten und verwendeten. Er übertreibt und polarisiert; er beschimpft politische Gegner (ad hominem), droht (Argumentum ad baculum) und entpersonifiziert sie. Häufig verwendet er Paralipsen (zum Beispiel Ich sage nicht..., ich sage nur... ) und stellt Vorwürfe so in den Raum, dass man ihn nicht verantwortlich machen kann (Whataboutism).

Wahrheitsgehalt von Trumps Aussagen – Zitate

Trump wird ein postfaktischer Politikstil (englisch„post-truth politics“) zugeschrieben: Der Anteil seiner politischen Äußerungen, die objektiv falsch sind, lag laut Untersuchungen von Websites wie Politifact im Herbst 2017 bei etwa 70 % (Obama: 26 %); New York Times und Washington Post führen jeweils Datenbanken mit falschen Aussagen Trumps im Amt, die im Sommer 2017 die Tausend überschritten. Bis zur Halbzeitwahl im November 2018 waren es über 6.400 Falschaussagen, deren Frequenz Trump im Laufe der Zeit immer weiter steigerte – mit über 1.400 in den sieben Wochen vor der Wahl. Insgesamt zählte die Washington Post in seiner vierjährigen Amtszeit 30.573 falsche oder irreführende Behauptungen, rund die Hälfte davon in seinem letzten Amtsjahr. Machte er in seinem ersten Jahr als Präsident etwa sechs falsche oder irreführende Behauptungen pro Tag, waren es in seinem zweiten Jahr bereits 16, in seinem dritten Jahr 22 und in seinem letzten Jahr 39.

Im Dezember 2018 führte die Faktencheck-Abteilung der Washington Post eine neue Kategorie ein, den bottomless Pinocchio für Aussagen, deren Unwahrheit nachgewiesen wurde und die ein Politiker trotzdem mindestens zwanzigmal wiederholte. Bis dahin erfüllte Trump als einziger Politiker überhaupt diese Kriterien, während die meisten anderen Politiker nachgewiesene Lügen nicht wiederholten. Bis Dezember 2018 hatte Trump in vierzehn Fällen eine bottomless Pinocchio-Wertung erhalten, darunter für die 123-mal wiederholte Falschaussage, seine Steuersenkung sei die größte der Geschichte, oder für die 86-mal wiederholte Behauptung, der Bau der Grenzmauer nach Mexiko habe bereits begonnen. Die Süddeutsche Zeitung warf angesichts der Tatsache, dass diese wiederholten Lügen Trump bei seinen Anhängern nicht schadeten, die Frage auf, ob das Instrument des Faktenchecks überhaupt sinnvoll ist.

Harry G. Frankfurt bezeichnete Trump 2016 als Bullshitter, der anders als ein Lügner gar kein Verhältnis mehr zu Wahrheit und Wirklichkeit habe, sondern einfach irgendwelche Behauptungen in die Welt setze.

Die Sozialwissenschaftlerin Bella DePaulo äußerte 2017 nach Studien zum Lügen, Trump lüge nicht nur häufiger als jeder andere Untersuchte, sondern das Verhältnis seiner Lügen, um selbst besser dazustehen, zu „freundlichen“ kleinen Lügen – üblicherweise bei zwei zu eins – liege bei Trump bei über sechs zu eins. Zudem sei der Anteil seiner Lügen, die andere verletzten, mit 50 % ungewöhnlich hoch (üblich: 1 bis 2 %). In zwei Umfragen im Herbst 2017 äußerten weniger als 40 % der befragten Amerikaner, Trumps Aussagen Glauben zu schenken.

Der republikanische Senator Jeff Flake sagte am 17. Januar 2018 in einer Rede vor dem US-Senat: „Im Jahr 2017 wurde die Wahrheit – die objektive, empirische, nachweisliche Wahrheit – mehr missbraucht und in Mitleidenschaft gezogen als jemals zuvor in der Geschichte unseres Landes, verantwortet von der mächtigsten Persönlichkeit innerhalb unserer Regierung“. Das ständige Wiederholen von Unwahrheiten unterhöhle das Vertrauen in wichtige Institutionen und bringe die Öffentlichkeit dazu, diesen nicht mehr zu glauben. Dies habe zerstörerische Effekte auf die Demokratie.

Die Politikwissenschaftler Nancy L. Rosenblum und Russell Muirhead haben Trump 2019 als Beispiel für „new conspiracism“ genannt, eine neue Form von Verschwörungsglauben. Dieser verzichtet anders als klassische Verschwörungstheorien gänzlich auf Belege und Indizien und stützt sich allein auf insinuierende Fragen und bloße Behauptungen, die oft wiederholt werden. Typischerweise leite Trump solche Behauptungen mit der Phrase ein, eine Menge Leute würde das sagen. Im Vorwahlkampf 2016 etwa verbreitete er belegfrei die Verdächtigung, der Vater seines Konkurrenten Ted Cruz hätte Kontakt zum Kennedy-Attentäter Lee Harvey Oswald gehabt: Auch wenn das nicht völlig zutreffe, sei dennoch etwas dran. Seit seinem Amtsantritt habe Trump beinahe täglich solche Verschwörungsbehauptungen über Fake News, angebliche manipulierte Wahlen oder einen Putsch des Justizministeriums verbreitet.

In einer Rede an die Nation am Unabhängigkeitstag der USA im Juli 2019 behauptete Trump, die US-Amerikaner hätten im Jahr 1775, während des amerikanischen Unabhängigkeitskriegs, Flughäfen eingenommen. Im Zuge des Hurrikans Dorian präsentierte Trump im September 2019 eine im Nachhinein manipulierte Übersichtskarte des National Oceanic and Atmospheric Administration, um seine Behauptung zu belegen, der Bundesstaat Alabama könnte durch den Hurrikan gefährdet sein. Im März 2020 behauptete Trump, Seoul hätte 38 Millionen Einwohner.

In einem Tweet vom 26. Mai 2020 versuchte Trump zu erklären, warum die kalifornische Briefwahl zur US-amerikanischen Präsidentschaftswahl 2020 zu einem Wahlbetrug führen würde. Twitter markierte diesen Tweet nach einem Faktencheck als irreführend. (Siehe dazu: Kontroverse um Briefwahl – Behinderung der US-Bundespost)

Strategien und Kalkül

Die FAZ bezeichnete 2017 leere Drohungen und leere Versprechen als Kennzeichen seines Krisenmanagements. Trumps Verhandlungsführung ist mit der eines Geiselnehmers verglichen worden: Trump drohe, bestimmte Programme zu beenden, um die Gegenseite zu Zugeständnissen zu bewegen. Er verhandle auf distributive Weise, es gehe ihm also unter einer Nullsummenannahme darum, sich vollständig durchzusetzen (Win-lose-Situation) – während Politik üblicherweise auf integrativem Verhandeln beruht, in der alle Seiten sich auf einen komplexen Interessenausgleich einigen (Win-win-Situation). Während distributives Verhandeln auf Bluffen, Drohen und Lügen zurückgreift, geht der integrative Ansatz von Vertrauensbildung, Verständnis für das Gegenüber und Kenntnis der Fakten aus. Trump, so der Journalist Josh Marshall, sei nur eine besonders extreme Form des distributiven Verhandelns gewohnt, die für dauerhafte Arrangements ungeeignet sei. Trumps Verhalten ist als Strategie gedeutet worden, seine Gegner stets im Unklaren zu lassen und immer wieder nicht nur die Positionen, sondern auch den Ort der Auseinandersetzung zu verändern („constantly shifting battlefield“). In seinem Verhalten handelt Trump zudem konsequent entsprechend seinen beiden Haupt-Devisen: “Always get even” („Räche Dich immer“), und “Hit back harder than you were hit” („Schlag härter zurück, als man Dich geschlagen hat“). Der Trump gegenüber kritische Senator Bob Corker lobte diesen im Januar 2018 für diese Unberechenbarkeit, da sie den Vereinigten Staaten eine gute internationale Verhandlungsposition einbringe. Trumps Biograph Timothy L. O’Brien ist dagegen der Ansicht, dass Trumps Handlungsmotivation stets entweder Selbsterhaltung oder Selbstüberhöhung sei: Zu strategischem Denken sei er nicht fähig. Dabei sehen manche Kommentatoren die Gefahr, Trumps Verhalten zu überanalysieren. Die Zeit beschrieb 2017 eine „hermeneutische Not“ der Kommentatoren wegen der „sich ständig überbietenden Performance“ Trumps, dem mit den üblichen Deutungskategorien nicht beizukommen sei: Trump habe den Bürgern den Luxus einer stabilen Demokratie genommen, sich nicht ständig mit Politik beschäftigen zu müssen, und sorge daher für Stress. Dieser Umstand lässt sich entgegen der These, Trump sei zu strategischem Handeln nicht fähig, als Umsetzung der bereits im antiken Griechenland erfolgreichen Chaosstrategie interpretieren. Er setzt dabei auf die Unfähigkeit der Medien, mit seinen politischen Fauxpas sowie persönlichen Skandalen auf dem Laufenden zu halten, sodass er ungehindert von öffentlichem Widerstand handlungsfähig bleibt, da die Öffentlichkeit schon wieder völlig mit der Bewältigung und Analyse der nächsten, von ihm ausgelösten Krise beschäftigt ist. Durch Variation der Frequenz, mit der er zum Fokus im öffentlichen Interesse wird, und des Ausmaßes der notwendigen Berichterstattung, um die Situation zu erfassen, sorgt er für einen konstanten Notstand, ein Hintergrundrauschen, in dem die wirklich kontroversen Entscheidungen untergehen.

Einordnung in die amerikanische Politikgeschichte

Torben Lütjen sieht die Präsidentschaft Trumps als Resultat der zunehmenden Polarisierung zwischen Demokraten und Republikanern, die begann, als die Demokraten bei der Präsidentschaftswahl 1964 wegen ihrer Annäherung an die Bürgerrechtsbewegung die konservativen Südstaaten (Solid South) an den radikal libertären Republikaner Barry Goldwater verloren. Dafür gewannen sie die liberalen Hochburgen der Republikaner im Nordosten, wodurch die regionalen Spannungen innerhalb der Parteien sanken, während die Unterschiede zwischen ihnen wuchsen. Bei der Präsidentschaftswahl 1968 gelang es Richard Nixon, die bis dahin traditionell demokratische weiße Arbeiterschaft zu spalten und mehrheitlich ins konservative Lager zu ziehen. Sein Rechtspopulismus ersetzte sozioökonomische durch soziokulturelle Konfliktlinien und setzte bereits auf dieselben Gegner wie Trump – durch Antiintellektualismus sowie die Medien und eine liberale Elite als Feindbilder.

Einige Stimmen sehen im Erfolg von Trump und Sanders als Teil einer Anti-Establishment-Bewegung das Ende des bisherigen Parteiensystems, das als das fünfte oder sechste seiner Art in der Geschichte der Vereinigten Staaten angesehen wird. Trump wird dabei als Endpunkt eines republikanischen Prozesses angesehen, der mit Wut und Extremismus Wähler mobilisiere, ohne belastbare Zukunftsvisionen anzubieten, mit Akteuren wie Fox News und der Tea-Party-Bewegung. Laut Robert Kagan wurden die Anhänger der Republikaner während Obamas Präsidentschaft dazu ermutigt, den Staat und seine Institutionen als etwas anzusehen, das überwunden werden müsse, was den Erfolg des Außenseiters Trump erkläre.

Der Historiker Joseph J. Ellis interpretiert Trumps Erfolg als eine für die amerikanische Geschichte typische politische Gegenbewegung der White Anglo-Saxon Protestants, in diesem Fall auf den ersten afroamerikanischen Präsidenten, wie zuvor das Entstehen der Jim-Crow-Gesetze und des Ku-Klux-Klans als Reaktion auf die Reconstruction sowie der Erfolg von Nixons und später Reagans Law and Order als Antwort auf die Bürgerrechtsbewegung.

Thomas Assheuer hat 2020 Trump als ein Symptom einer unbegriffenen Krise interpretiert. Trump sei Produkt seines Zeitalters. Die Weltfinanzkrise seit 2007, „als Millionen Bürger ihre Alterssicherung, ihren Job und sogar ihr Heim verloren, während die Verantwortlichen straflos und die Reichen und Superreichen mit einem blauen Auge davonkamen“, habe eine kollektive Verunsicherung verursacht; diese sei von Trump weidlich ausgebeutet worden zum Säen und Schüren von Hass und Spaltung.

Internationale Einordnung

Trumps Erfolg wurde mit rechtspopulistischen Parteien in Europa in Verbindung gebracht. Die New York Times etwa sah Trumps Kampagne auf den Spuren der vor allem Arbeiter ansprechenden Parteien wie der britischen UKIP, die die christliche Identität und ökonomische Integrität als durch Zuwanderung bedroht betrachteten. Teile der Bevölkerung sähen sich als Zurückgelassene im kulturellen Wandel und wegen Arbeitsplatzabwanderung in der globalisierten Wirtschaft als Modernisierungsverlierer, wogegen diese Bewegungen einen „Wohlfahrtschauvinismus“ propagierten, also die Verteidigung des Sozialstaats nur für die Einheimischen. Nach Trumps Wahlsieg kam die Befürchtung auf, er könne eine „nationalistische Internationale“ mit autoritären und rechtsgerichteten Bewegungen weltweit bilden – etwa mit Nigel Farage im Vereinigten Königreich, Marine Le Pen in Frankreich und Wladimir Putin in Russland – und sich so gegen die bisher stabile liberale Ordnung der westlichen Staaten stellen. Das wurde im Frühjahr 2017 durch Trumps zunehmend interventionistische und anti-russische Außen- und Sicherheitspolitik jedoch unwahrscheinlicher.

In Kunst und Popkultur

Im Film Kevin – Allein in New York von 1992 spielte Trump in einem kurzen Cameoauftritt mit. Dies sei seine Bedingung dafür gewesen, dass die Dreharbeiten in der Lobby des Plaza-Hotels erfolgen durften, dessen Eigentümer er damals war.

Die Zeichentrickserie Die Simpsons entwickelte in der im Jahr 2000 ausgestrahlten Folge Barts Blick in die Zukunft (Staffel 11) die Idee, dass Lisa Simpson im Jahr 2030 als erste US-Präsidentin auf Donald Trump folge. 2015 wurde die Rede Trumps zur Erklärung der Präsidentschaftskandidatur ebenfalls in der Serie aufgegriffen.

Nach seinem erfolgreichen Einstieg als Entertainer mit The Apprentice wurde 2005 der Fernsehfilm Trump Unauthorized (deutsch: Donald Trumps große Show) mit Louis Ferreira in der Hauptrolle ausgestrahlt, der auf Büchern seiner Biografin Gwenda Blair beruht.

Am 30. März 2016 veröffentlichten die Rapper YG und Nipsey Hussle den Protestsong FDT (Fuck Donald Trump), der aufgrund seines anstößigen Textes Ermittlungen des Secret Service zur Folge hatte. Im Oktober 2016 startete ein von Dave Eggers ins Leben gerufenes Musikprojekt namens 30 Days, 30 Songs mit dem Ziel, bis zum Tag der Präsidentschaftswahl täglich ein Lied für ein „Trump-freies Amerika“ zu veröffentlichen. Mit der Wahl Trumps wurde das Projekt unter dem Motto 1,000 Days, 1,000 Songs auf die Dauer seiner Amtszeit ausgeweitet. Eine ähnliche Playlist wurde vom Independent-Label Secretly Canadian unter dem Namen Our First 100 Days herausgegeben.

Im Oktober 2016 tauchte in New York City ein Wahrsageautomat mit einer Trump-Puppe als Prophet auf, „The all seeing Trump“ (deutsch„Der allsehende Trump“). Es handelte sich um eine bewegliche Kunstinstallation. Der allsehende Trump hatte eine einwanderungsfeindliche Haltung und einen düsteren Ausblick in die Zukunft. Drückte man auf einen Knopf, ließ er finstere Vorhersagen verlauten und spuckte eine misfortune card (deutschUnglücks-Karte) aus.

Bei der Golden-Globe-Verleihung Mitte Januar 2017 gab die Schauspielerin Meryl Streep statt einer Dankesrede eine Stellungnahme zu Donald Trump ab: „Respektlosigkeit lädt zu Respektlosigkeit ein, Gewalt animiert zu Gewalt.“ Sie fügte hinzu: „Wenn die Mächtigen ihre Position benutzen, um andere zu tyrannisieren, dann verlieren wir alle.“ Trump bezeichnete daraufhin Streep in einem Tweet als eine „der überbewertetsten Schauspielerinnen in Hollywood“ und „Dienerin“ von Hillary Clinton.

Ende Januar 2017 stoppte der Verhüllungskünstler Christo (Verhüllter Reichstag) sein Projekt „Over the River“, die streckenweise Überspannung des Arkansas River im US-Bundesstaat Colorado mit silbrigen Gewebebahnen, nach 20 Jahren Vorbereitung: „Hier ist die US-Bundesregierung unser Vermieter. Sie besitzt das Land. Ich kann kein Projekt machen, das diesem Vermieter zugutekommt.“

Joan Baez bezog sich in ihrem Anfang April 2017 veröffentlichten Song Nasty Man („Garstiger Mann“) auf Trumps Beschimpfung seiner Gegenkandidatin Hillary Clinton während des letzten TV-Duells im Wahlkampf als „nasty woman“.

Zwei Dokumentarfilme, You’ve Been Trumped (2011) und A Dangerous Game (2014), zeichneten den Kampf lokaler Initiativen gegen von Trump geplante Golfplätze nach. Am 18. Oktober 2016 veröffentlichte der Filmemacher Michael Moore die bissige Politik-Dokumentation Michael Moore in TrumpLand. 2018 folgte die Dokumentation Fahrenheit 11/9, in der sich Moore mit der Präsidentschaft von Trump beschäftigt.

In seinem Roman Golden House (2017) persifliert Salman Rushdie Trump in der Figur des Comic-Schurken Joker.

Zur Präsidentschaftswahl in den Vereinigten Staaten 2020 veröffentlichte Roy Zimmerman eine Parodie des Songs The Lion Sleeps Tonight namens The Liar Tweets Tonight auf YouTube.

Frisur („Comb-Over“)

Trumps Frisur, ein sogenannter Comb-Over, bei dem lange Haarsträhnen über kahle Stellen auf dem Kopf gekämmt werden, wurde häufig popkulturell rezipiert. Die britische Boulevardzeitung Daily Mail veröffentlichte 2008 eine Beschreibung des „gravity-defying Donald Trump combover“ („der Schwerkraft trotzender Donald-Trump-Comb-Over“), der laut Schema vier Kämmrichtungen kombiniert. Das Time Magazine veröffentlichte 2011 ein Schema der Frisur, das drei Kämmrichtungen kombiniert. Das Portal BuzzFeed veröffentlichte 2013 einen Artikel mit der Überschrift „The 23 Most Important Comb-Overs of Congress“ („Die 23 wichtigsten Comb-Overs im Kongress“). Darin wird die Frisur des Abgeordneten Steve Chabot mit Trumps „,Round the World‘ technique“ („einmal-um-die-Welt-Technik“) verglichen. Das Magazin Vanity Fair veröffentlichte eine „Illustrierte Geschichte“ seiner Frisur. 2015 erschien eine Videosequenz der Simpsons unter dem Titel Trumptastic Voyage, in dem Homer Simpson durch Trumps Frisur schwebt, die er als „gravity-defying combover“ bezeichnet. Während des Wahlkampfs schrieb der Musiker Jello Biafra ein Stück mit dem Titel Satan’s Combover (Der Comb-Over des Satans). Zahlreiche Medien schrieben über Trumps Kämmtechnik und zeigten Bilder, auf denen seine Frisur vom Wind in Unordnung gebracht wird. Der kanadische Entomologe Vazrick Nazari benannte 2017 die Mottenart Neopalpa donaldtrumpi nach Trump aufgrund der Ähnlichkeit der gelblich-weißen Schuppen auf dem Kopf erwachsener Männchen mit Trumps Frisur. Bei Demonstrationen waren Plakate mit dem Slogan „We Shall Overcomb“ („Wir werden es überkämmen“) zu sehen, der auf den Protestsong We Shall Overcome anspielt. In seinem 2017 erschienenen Enthüllungsbuch Fire and Fury zitiert der Journalist Michael Wolff Trumps Tochter Ivanka mit einer ausführlichen Schilderung von dessen Frisiervorgang:

Sie erklärte den Vorgang oft ihren Freunden: ein total kahler Oberkopf – seit einem Eingriff zur Kopfhaut-Reduktion eine klar abgegrenzte Insel – vorn und an den Seiten umgeben von einem pelzigen Haarkranz. Von dort werden alle Haarspitzen hochgekämmt und in der Mitte zusammengeführt, dann wird alles zurückgekämmt und mit Haarspray fixiert.

Trump demonstrierte 2018 auf einer Wahlkampfveranstaltung, wie er eine kahle Stelle am Hinterkopf verdeckt. 2019 produzierte der schwedische Uhrenhersteller Triwa eine Armbanduhr mit einer Karikatur von Trumps Kopf, deren Zeiger die Form von Haarsträhnen haben. In der Family Guy-Episode Trump Guy (2019) bekommt Peter Griffin als Trumps Pressesprecher die Aufgabe, Räume auf elektrostatische Aufladung zu überprüfen, bevor sie Trump betritt. Als er Trump nach dem Öffnen einer Tür die Hand gibt, stehen dessen Haare vom Kopf ab. In der britischen satirischen Puppenserie Spitting Image wird seit 2020 die Frisur von Donald Trump als eigene Figur mit Gesicht dargestellt, die den kahlen Kopf der Trump-Puppe verlässt. Während des Wahlkampfs 2020 veröffentlichte die New York Times Details aus Trumps Steuererklärung, aus denen Ausgaben von 70.000 Dollar für Haarpflege während seiner früheren Tätigkeit als Moderator der Sendung The Apprentice hervorgingen.

Trumps Stern auf dem Hollywood Walk of Fame
Nahaufnahme des Kopfes der Palpenmottenart Neopalpa donaldtrumpi
  • mit Tony Schwartz: Trump. Die Kunst des Erfolges. Heyne, München 1988, ISBN 3-453-04005-8 (Original: Trump: The Art of the Deal. Random House, 1987, ISBN 978-0-345-47917-4).
  • mit Meredith McIver: Gib niemals auf! Wie ich meine größten Herausforderungen in meine größten Triumphe verwandelte. Übersetzt von Isabel Lamberty-Klaas. Redline, München 2008, ISBN 978-3-636-01596-9 (Original: Never Give Up: How I Turned My Biggest Challenges into Success. Wiley, 2008, ISBN 978-0-470-19084-5).
  • mit Bill Zanker: Nicht kleckern, klotzen! Der Wegweiser zum Erfolg aus der Feder eines Milliardärs. Börsenmedien, Kulmbach 2008, ISBN 978-3-938350-73-7 (Original: Think Big and Kick Ass in Business and Life. Harper, 2007).
  • mit Meredith McIver: Wie man reich wird. Übersetzt von Horst Fugger. FinanzBuch, München 2004, ISBN 3-89879-080-0 (Original: Trump: How to Get Rich. Ballantine, 2004, ISBN 978-0-345-48103-0).
  • GREAT AGAIN! – Wie ich Amerika retten werde. Plassen Buchverlage, Kulmbach 2017, ISBN 978-3-86470-384-3 (Crippled America: How to Make America Great Again. Threshold Editions, New York 2015, ISBN 978-1-5011-3796-9).
  • Michael Moore in TrumpLand. 73 Min. Ein Film von Michael Moore. USA 2016.
  • Die Trumps – Aus der Pfalz ins Weiße Haus. 48 Min. Ein Film von Paul Berczeller. Vereinigtes Königreich 2017.
  • Trump: An American Dream. 4 Folgen (Titelnamen: Manhattan, Der Spieler, Citizen Trump, Politik), 222 Min. Vereinigtes Königreich 2017.
  • Fahrenheit 11/9. 128 Min. Ein Film von Michael Moore. USA 2018.
  • Die Trump-Dynastie – Der Weg zur Macht. 3 Folgen (Titelnamen: In die Wiege gelegt, Hoher Einsatz, Die Trump-Show), 258 Min. USA 2019.
  • Trumps schmutziger Deal – Der Präsident und die Ukraine-Affäre. 58 Min. Ein Film von Jacques Charmelot und Francois Chayé. Frankreich 2020.
  • Das gespaltene Amerika: Trump: America first! (= Frontline. Staffel 38, Folge 3). 106 Min. Ein Film von Michael Kirk. USA 2020.
  • Amerika hat die Wahl: Trump gegen Biden. 110 Min. Ein Film von Michael Kirk und Mike Wiser. USA 2020.
  • Trump und das FBI – Eine amerikanische Affäre. 90 Min. Ein Film von David Carr-Brown und Fabrizio Calvi. Frankreich/Deutschland 2020.
  • Trumps Erbe – Das zerrissene Amerika. 45 Min. Ein Film von Carsten Obländer. Deutschland 2021.

(alphabetisch geordnet)

Commons: Donald Trump – Sammlung von Bildern
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donald, trump, präsident, vereinigten, staaten, 2017, 2021, sprache, beobachten, bearbeiten, trump, eine, weiterleitung, diesen, artikel, weitere, bedeutungen, sind, unter, trump, begriffsklärung, aufgeführt, siehe, außerdem, präsidentschaft, donald, john, tru. Donald Trump 45 Prasident der Vereinigten Staaten 2017 2021 Sprache Beobachten Bearbeiten Trump ist eine Weiterleitung auf diesen Artikel Weitere Bedeutungen sind unter Trump Begriffsklarung aufgefuhrt Siehe ausserdem Donald Trumps Prasidentschaft Donald John Trump ˈdɑn eld dʒɑn tɹɐmp 14 Juni 1946 in Queens New York City New York ist ein US amerikanischer Unternehmer Entertainer und Politiker Republikanische Partei Er war von 2017 bis 2021 der 45 Prasident der Vereinigten Staaten Donald Trump 2017 Trump ist Inhaber des Mischkonzerns The Trump Organization und leitete diesen von 1971 bis 2017 als CEO Trotz seiner privilegierten Herkunft und mehrerer Unternehmenskonkurse in der Immobilienbranche gelang es ihm ab 1990 seinen Namen zur Marke und einem Synonym fur den wahrgewordenen American Dream zu machen Als Gastgeber der von 2004 bis 2015 ausgestrahlten Castingshow The Apprentice wurde er zu einer der bekanntesten Personlichkeiten in den Vereinigten Staaten Trump unterstutzte verschiedene politische Parteien ist aber mit kurzer Unterbrechung seit 2009 als Mitglied der Republikaner registriert Als deren Kandidat gewann er die Prasidentschaftswahl 2016 gegen die Demokratin Hillary Clinton Seine eklektische Programmatik enthielt Elemente des Populismus Konservatismus Protektionismus Wirtschaftsliberalismus und Isolationismus Mit einem einfachen Sprachstil provokanten Ausserungen sowie radikalen Vorschlagen zog er die Aufmerksamkeit der Medien in besonderer Weise auf sich und wirkte durch eine intensive Nutzung des Kurznachrichtendienstes Twitter als sein eigenes mediales Sprachrohr Am 18 Dezember 2019 leitete das von den Demokraten beherrschte Reprasentantenhaus ein Amtsenthebungsverfahren gegen Trump mit dem Vorwurf des Machtmissbrauchs und der Behinderung des Kongresses ein Am 5 Februar 2020 wurde er vom republikanisch dominierten Senat freigesprochen Bei der Prasidentschaftswahl 2020 trat Trump zu seiner Wiederwahl an verlor jedoch gegen den Demokraten Joe Biden Bereits vor Bekanntgabe des Wahlergebnisses hatte Trump angekundigt eine Niederlage nicht akzeptieren zu wollen 1 2 Nach erfolglosen Versuchen das Wahlergebnis vor Gericht anzufechten rief er am 6 Januar 2021 in Washington unter anderem dazu auf zu kampfen um uns unser Land zuruckzuholen Anschliessend sturmten Hunderte seiner Anhanger das Kapitol in dem zu diesem Zeitpunkt das Wahlergebnis in einer gemeinsamen Sitzung des Kongresses formal bestatigt werden sollte Die Ersturmung bei der funf Menschen ums Leben kamen hatte keine Auswirkung auf die Bestatigung Bidens als Wahlsieger fuhrte jedoch zu grosser Erschutterung in der politischen Landschaft der Vereinigten Staaten Gegen Trump wurde in der Folge am 13 Januar 2021 ein zweites Amtsenthebungsverfahren wegen Anstiftung zum Aufruhr eingeleitet dieses endete am 13 Februar desselben Jahres ebenfalls mit einem Freispruch 3 Trump gilt unter US amerikanischen Historikern als einer der am wenigsten erfolgreichen Prasidenten der Vereinigten Staaten Im jahrlichen Presidential Historians Survey des Fernsehsenders C SPAN belegte er im Jahr 2021 den 41 Rang unter 44 bewerteten Prasidenten 4 Inhaltsverzeichnis 1 Personliches 1 1 Herkunft 1 2 Kindheit und Ausbildung 1 3 Familie 1 4 Religion 2 Geschaftliches 2 1 Einstieg in die Immobilienbranche 2 2 Der Trump Tower und der Aufstieg zur Beruhmtheit 2 3 Spielcasinos in Atlantic City und schwierige 1990er Jahre 2 4 The Apprentice 2 5 Vermarktung der Marke Trump 2 6 Gerichtsverfahren von und gegen Trump University Trump Foundation und Trump Organization 2 7 Vermogen 3 Politik vor der Prasidentschaft 3 1 Politische Aktivitaten seit den 1980er Jahren 3 2 Fruhere Positionen 3 2 1 Aussenpolitik 3 2 2 Bildung 3 2 3 Einwanderungs und Fluchtlingspolitik 3 2 4 Energiepolitik Klimaschutz und Naturschutz 3 2 5 Gleichgeschlechtliche Ehe 3 2 6 Schwangerschaftsabbruch 3 2 7 Sozialversicherung und Gesundheitspolitik 3 2 8 Steuern und Finanzen 3 2 9 Todesstrafe 3 2 10 Waffenrecht 3 2 11 Wirtschaft 4 Prasidentschaftskandidatur 2015 16 4 1 Vorwurfe des Rassismus und Sexismus 4 2 Unterstutzer und Geldgeber 4 3 Wahlsieg 4 4 Vorwurfe geheimer Absprachen mit russischen Behorden 4 5 Zahlungen wegen angeblicher Affaren 4 6 Vorwurfe sexueller Ubergriffe 5 Prasidentschaft 5 1 Personal und Verhaltnis zu den Eliten 5 2 Aussen und Sicherheitspolitik 5 3 Innenpolitik 5 3 1 Gesundheit 5 3 2 Justiz Immigration und Rassismus 5 3 3 Bildung 5 3 4 Wahlrecht 5 3 5 Umwelt und Energie 5 3 6 Wirtschaft 5 4 Finanzielle und ethische Aspekte 5 5 Zweifel an der Amtsfahigkeit 5 6 Amtsenthebungsverfahren 5 6 1 1 Verfahren unter dem Anklagepunkt des Machtmissbrauchs 5 6 2 2 Verfahren unter dem Anklagepunkt der Anstiftung zum Aufruhr 5 7 Zivilgesellschaftliche Proteste 5 8 Nominierung von Verfassungsrichtern 5 9 COVID 19 Infektion 6 Prasidentschaftskandidatur 2020 7 Nach der Prasidentschaft 7 1 Big Lie 7 2 Bei den Republikanern 8 Rezeption 8 1 Verhaltnis zu den Medien 8 2 Anhanger als Teil einer schweigenden Mehrheit 8 3 Sprache und Stil 8 3 1 Satzbau und Wortschatz 8 3 2 Konfrontativer und unpolitischer Stil 8 3 3 Rhetorik 8 3 4 Wahrheitsgehalt von Trumps Aussagen Zitate 8 3 5 Strategien und Kalkul 8 4 Einordnung in die amerikanische Politikgeschichte 8 5 Internationale Einordnung 8 6 In Kunst und Popkultur 9 Ehrungen und Auszeichnungen 10 Veroffentlichungen Auswahl 11 Siehe auch 12 Dokumentarfilme 13 Literatur 14 Weblinks 15 EinzelnachweisePersonlichesHerkunft Donald Trump ist das vierte von funf Kindern des New Yorker Immobilienunternehmers Fred C Trump 1905 1999 und der schottischen Fischerstochter Mary Anne MacLeod 1912 2000 5 Die Eltern seines Vaters geboren als Friedrich Trump und Elisabeth Christ waren aus Kallstadt in der Pfalz damals Teil des Konigreichs Bayern eingewandert 6 Trumps Onkel John G Trump war Elektrotechniker und von 1936 bis 1973 Professor am Massachusetts Institute of Technology Dort gehorte er mit Robert Jemison Van de Graaff zu den Pionieren bei der Erzeugung elektrischer Hochstspannungen und deren Anwendung in der Krebstherapie wobei er durch wegweisende Ansatze zur Verringerung der Nebenwirkungen hervortrat Im Zweiten Weltkrieg war er massgeblich an der Ausstattung der United States Army mit den neuesten Radargeraten beteiligt 7 Neun Onkel und Tanten stammten wie Donald Trumps Mutter aus armlichen Verhaltnissen von der Hebriden Insel Lewis and Harris 8 Nach einem dieser schottischen Onkel wurde er Donald genannt 9 Donald Trump machte mehrfach falsche Angaben zur Herkunft seiner Vorfahren In seinem Buch The Art of the Deal 1987 gab er an sein Grossvater stamme aus Karlstad in Schweden womit er eine Erzahlung seines Vaters aus der Zeit des Zweiten Weltkriegs weitertrug 10 Mindestens vier Mal seit seinem Amtsantritt als Prasident behauptete Trump falschlicherweise sein Vater sei in Deutschland geboren worden 11 Uber die Herkunft seiner Mutter kursierten nur beschonigende Legenden bis 2016 ein schottischer Journalist den tatsachlichen Sachverhalt aufdeckte nachdem Trump gegen Armutsfluchtlinge polemisiert hatte 8 Kindheit und Ausbildung Als Donald Trump im Juni 1946 geboren wurde befand sich der Wohnungsbau in dem sein Vater Fred als Unternehmer tatig war in einer schweren Krise Zwar herrschte nach der Heimkehr von uber 6 Millionen Soldaten aus dem Zweiten Weltkrieg eine immense Nachfrage nach Wohnraum aber wegen des grossen Bedarfs an Baumaterialien waren diese fur preiswerte Wohnprojekte auf die sich Fred Trump wahrend des Krieges spezialisiert hatte kaum zu tragbaren Preisen zu bekommen 12 Nachdem Prasident Harry S Truman zur Ankurbelung des Wohnungsbaus die staatliche Forderung durch die Federal Housing Administration erheblich verbessert hatte startete Fred Trump der schon zuvor stark von derartigen Fordermassnahmen profitiert hatte 1947 ein Grossprojekt mit 1 344 Mietwohnungen namens Shore Haven in Brooklyn das durch die Lokalpresse als Trump City bekannt werden sollte 13 Und in Queens baute er ein bislang eher bescheidener und sehr auf Sparsamkeit bedachter Mann einen reprasentativen Wohnsitz mit 23 Zimmern und 9 Badezimmern Dazu kamen zwei Cadillacs mit den Nummernschildern FT1 und FT2 fur die er auch einen Chauffeur einstellte 14 Donald Trump wuchs in dem Bewusstsein auf etwas Besonderes und Anderen uberlegen zu sein Sein Vater bestarkte ihn darin indem er sagte er sei ein Konig und musse bei allem was er tue ein Killer werden Schon im Vorschulalter fiel Donald durch seine Aggressivitat gegenuber anderen Kindern auf Wie seine Geschwister besuchte er zunachst die Kew Forest School in Queens In der Schule wie auch im Elternhaus galten strenge Regeln aber Donald liess sich nicht bandigen und musste deshalb oft nachsitzen Gute Leistungen zeigte er im Schulsport insbesondere in den Ballsportarten Sein Lieblingssport war Baseball dessen Mekka Mitte der 1950er Jahre New York mit seinen drei Spitzen Clubs war Wegen seines massiven Korpereinsatzes war Trump bei Gegnern gefurchtet Um dem geordneten ruhigen Leben in Queens zu entfliehen machte er samstags mit einem Freund heimliche Ausfluge nach Manhattan wo sie angeregt durch das Musical West Side Story das am Broadway ein grosser Hit war sich Springmesser zulegten Eines Tages im Jahre 1959 entdeckte Fred Trump die Messer Sammlung seines Sohnes und erfuhr so von den heimlichen Ausflugen Er beschloss dass eine radikale Veranderung notwendig sei und schickte den Sohn an die etwa 100 Kilometer entfernte New York Military Academy in der Kleinstadt Cornwall New York ein Privatinternat mit vormilitarischer Ausbildung Dort herrschte eine strenge Disziplin und Donald Trump musste auf jeglichen Luxus verzichten und hatte keinerlei Privilegien wegen seiner Herkunft Er arrangierte sich und er fand Gefallen daran Auszeichnungen fur das sauberste Zimmer und die glanzendsten Schuhe zu bekommen Erstmals entwickelte er auch einen Ehrgeiz fur gute schulische Leistungen Im Baseball wurde er Mannschaftskapitan und so gelangte er wohl erstmals in eine Schlagzeile Trump Wins Game for NYMA 1964 verliess er die Akademie mit dem Highschool Abschluss 15 Anschliessend studierte Trump Wirtschaftswissenschaft zunachst von 1964 bis 1966 in New York an der Fordham University und ab 1966 an der Wharton School in Philadelphia der renommierten wirtschaftswissenschaftlichen Fakultat der University of Pennsylvania mit einem Fachbereich fur Immobilienwirtschaft Wahrend seiner Studienzeit war Trump akademisch personlich und politisch unauffallig 16 Laut seinen Biographen Kranish und Fisher verbrachte er fast so viel Zeit bei der Arbeit mit seinem Vater in New York wie in Lehrveranstaltungen an der Wharton School 17 Nach dem Studienabschluss 1968 mit dem Bachelorgrad wurde er nachdem er vier Mal bei attestierter Tauglichkeit als Student zuruckgestellt worden war aus medizinischen Grunden nicht zum Militardienst und einem damit moglichen Einsatz im Vietnamkrieg einberufen Nahere Angaben finden sich in den Akten nicht nach Trumps eigenen Angaben im Jahre 2016 handelte es sich um Fersensporne 18 19 Familie Donald und Melania Trump wahrend des Wahlkampfes 2016 1977 heiratete Trump das aus der Tschechoslowakei stammende Model Ivana Zelnickova Winklmayr Aus dieser Ehe gingen die Sohne Donald Jr genannt Don 1977 und Eric 1984 sowie die Tochter Ivanka 1981 hervor 1990 reichte Ivana die Scheidung wegen grausamer und unmenschlicher Behandlung cruel and inhuman treatment ein woran die Medien lebhaften Anteil nahmen 20 In einer eidesstattlichen Aussage zur Scheidung gab Ivana Trump an von ihrem Mann 1989 vergewaltigt worden zu sein 21 In einem Fernsehinterview im Jahre 2018 erklarte sie sie habe die Anschuldigungen auf Anraten ihrer Anwalte erfunden 22 Von 1993 bis 1999 war Trump mit der amerikanischen Schauspielerin Marla Maples verheiratet mit der er die Tochter Tiffany 1993 hat 2005 heiratete er das slowenische Model Melania Knauss 2006 wurde ihr gemeinsamer Sohn Barron geboren der jungste Prasidentensohn seit John F Kennedy Jr Die Sohne Don und Eric haben nach dem Amtsantritt ihres Vaters als Prasident die Leitung des Familienunternehmens The Trump Organization ubernommen Die Tochter Ivanka die als Model und Unternehmerin erfolgreich war zahlte ebenso wie ihr Ehemann Jared Kushner zu den wichtigsten Beratern des Prasidenten Trump ist zehnfacher Grossvater 23 Trumps altere Schwester Maryanne Trump Barry 1937 war bis Februar 2019 Richterin am Berufungsgericht des 3 Bundesgerichtskreises 24 Sein alterer Bruder Fred jr 1938 1981 genannt Freddy arbeitete einige Jahre in der Firma des Vaters mit zeigte jedoch nicht den Ehrgeiz und die strenge Disziplin die dieser forderte Er schlug dann eine Laufbahn als Pilot ein die er aber wegen seines erheblichen Alkoholkonsums nach einiger Zeit aufgab und starb im Alter von 43 Jahren an Herzversagen 25 26 Religion Trump wurde als Kind in der Presbyterianischen Kirche konfirmiert Im Oktober 2020 erklarte er sich fortan als nicht konfessionsgebundenen Christen zu sehen 27 GeschaftlichesEinstieg in die Immobilienbranche Trumps Vater Fred Trump war mit dem Bau von Wohnhausern in den New Yorker Stadtteilen Brooklyn und Queens sowie in Norfolk Virginia zum Multimillionar geworden 28 Donald Trump arbeitete schon neben dem Studium im Unternehmen des Vaters Trump Management mit und konnte nach dem Abschluss 1968 dank der Zuruckstellung vom Wehrdienst voll einsteigen Schon 1971 im Alter von etwa 25 Jahren ubernahm er die Leitung der Firma wahrend sein 65 Jahre alter Vater die Position eines Chairmans einnahm Damit hatte er die Verantwortung fur 14 000 Mietwohnungen von denen viele an Geringverdiener vermietet waren 29 Das Milieu mit dem es Donald Trump nun zu tun hatte wenn er etwa ausstehende Mieten einziehen musste war ihm fremd und unangenehm Er lebte selbst in luxuriosen und geordneten Verhaltnissen in Queens und an der Wharton School war er unter angehenden Geschaftsleuten gewesen von denen nicht wenige aus weitaus reicheren Familien stammten als er selbst Sein Ziel war es in Manhattan Fuss zu fassen und 1971 nahm er sich dort eine Mietwohnung in der Upper East Side Erstmals einer breiteren Offentlichkeit bekannt wurde er jedoch nicht wegen unternehmerischer Erfolge sondern als Angeklagter in einem Prozess wegen Rassendiskriminierung Am 16 Oktober 1973 erschien sein Name auf den Titelseiten der New York Times und anderer Zeitungen wo seine Firma Trump Management beschuldigt wurde schwarze Interessenten bei der Auswahl der Mieter systematisch zu diskriminieren 30 Eine weitgehende Rassentrennung bei der Belegung von Mietshauskomplexen war lange Zeit ublich und nicht strafbar gewesen Die Federal Housing Administration zustandig fur die staatliche Forderung des Wohnungsbaus hatte sogar von gemischten unharmonischen Belegungen abgeraten Doch 1968 war der Fair Housing Act in Kraft getreten der eine derartige Diskriminierung bundesweit verbot In New York schickte man daraufhin Testpersonen schwarzer und weisser Hautfarbe los die sich um dieselben Wohnungen bewerben sollten Dabei fiel Trumps Firma besonders negativ auf bis hin zu Aussagen von Mitarbeitern sie hatten die strikte Anweisung schwarze Interessenten abzuweisen oder auf fur sie vorgesehene Wohnanlagen zu beschranken 31 Angesichts der Anklage auch gegen sie beide personlich suchte Trump mit seinem Vater eine Anwaltskanzlei auf wo man ihnen riet einen Vergleich anzustreben bei dem sie straffrei bleiben wurden Aber das kam fur Donald Trump nicht infrage Er wendete sich an den renommierten Anwalt Roy Cohn von dem ihm ein offener Brief in der New York Times an den gerade wegen des Vorwurfs der Steuerhinterziehung zuruckgetretenen US Vizeprasidenten Spiro Agnew aufgefallen war Darin warf Cohn Agnew mangelnden Mut vor und sprach sich leidenschaftlich dafur aus sich in solchen Fallen zu wehren wie er selbst es mehrfach erfolgreich getan habe Cohn der in der McCarthy Ara als rechte Hand Joseph McCarthys einen zweifelhaften Ruhm erlangt hatte inzwischen aber eine der einflussreichsten Personen in New York war willigte ein Trumps Fall zu verfechten Der Prozess zog sich zwei Jahre hin und endete 1975 dann doch mit einem Vergleich der mit der Verpflichtung verbunden war auf eigene Kosten in der lokalen Presse eine Erklarung abzugeben dass Angehorige aller Rassen als Mieter von Trump Wohnungen willkommen seien Das wurde allgemein als ein Sieg der Minderheiten aufgefasst 32 Grand Hyatt New York Donald Trumps erstes Bauprojekt Zu dieser Zeit befand sich die Stadt New York in einer schweren Krise Die Forderung von Wohnungsbauprojekten die bislang das Kerngeschaft der Trumps waren musste 1975 aus Geldmangel eingestellt werden Aber Donald Trump sah in der Krise fur seine eigenen Plane in Manhattan eine Chance Im Rahmen der Zerschlagung der bankrotten Eisenbahngesellschaft Penn Central standen grosse Flachen sowie vier einst renommierte Hotels in Manhattan zum Verkauf Fur eines dieser Hotels das heruntergekommene 62 stockige Commodore heute Grand Hyatt New York fanden sich keine Interessenten Als Neuling in diesem Gewerbe ohne eigenes Kapital und ohne die notigen Kontakte hatte Trump allerdings zunachst schlechte Aussichten und sein Vater war sehr skeptisch unterstutzte ihn aber dennoch Louise Sunshine die zuvor das Fundraising fur Hugh Carey den Gouverneur des Bundesstaats New York betrieben hatte und Fred Trump als einen der grossten Spender gewonnen hatte verschaffte ihm die notigen Kontakte Die Hotelkette Hyatt war als moglicher Betreiber des Hotels nach einer Restaurierung und Modernisierung an dem Projekt interessiert weil sie in New York noch kein Hotel hatte Gegenuber Penn Central behauptete Trump er habe bereits eine Vereinbarung mit Hyatt obwohl das noch nicht der Fall war Daraufhin raumte ihm die Gesellschaft ein Vorkaufsrecht ein falls er mit 250 000 Dollar in Vorleistung gehe Dieses Geld hatte Trump nicht schon das Honorar fur den Architekten Der Scutt musste sein Vater bezahlen Dennoch behauptete Trump gegenuber der Stadt deren Genehmigung er fur das Projekt benotigte er habe bereits einen Vertrag mit Penn Central und erhielt auf dieser Grundlage die Genehmigung obwohl es inzwischen bessere Angebote von anderen Bewerbern gab Mit einer personlichen Burgschaft seines Vaters fur die erforderlichen Kredite gelang es ihm schliesslich das Gebaude mit Hyatt als 50 50 Teilhaber zu erwerben und 1980 als modernes First Class Hotel fertigzustellen Zusatzlich sorgte Abraham D Beame der scheidende Burgermeister von New York und ein langjahriger Freund Fred Trumps dafur dass 1977 am letzten Tag seiner Amtszeit eine Steuerbefreiung fur Donald Trump gewahrt wurde die erste derartige Ausnahmegenehmigung fur ein privates Projekt in der Geschichte New Yorks wodurch dieser bis 2017 schatzungsweise 400 Millionen Dollar einsparen sollte 33 Ebenfalls 1977 heiratete Trump seine erste Ehefrau Ivana vgl Familie Dies geschah in der Marble Collegiate Church in Manhattan die seine Eltern gelegentlich besucht hatten Der dortige Pfarrer Norman Vincent Peale der die Trauung vollzog war ein bekannter Vertreter des positiven Denkens Trump bezeichnete ihn spater als seinen einzigen wichtigen Ratgeber neben seinem Vater Seine Frau nahm er schon bald als Vizeprasidentin in die Firmenleitung auf und sie war fur die Innenraumgestaltung des Grand Hyatt des Trump Towers und weiterer Gebaude verantwortlich obwohl sie keine Erfahrung in diesem Bereich mitgebracht hatte 34 Der Trump Tower und der Aufstieg zur Beruhmtheit Der Unternehmens und Wohnsitz Trump Tower in der 5th Avenue in Manhattan Fur das nachste Projekt den reprasentativen Trump Tower erwarb Trump ein altes Kaufhaus an der Fifth Avenue um das Grundstuck nutzen zu konnen Indem er die Skulpturen an der Art deco Fassade zerstoren liess obwohl er dem Metropolitan Museum versprochen hatte ihm die Skulpturen gegen eine von der Steuer absetzbare Spendenquittung zur Verfugung zu stellen zog er sich erneut Kritik in der Presse zu Fur den aufgrund der Bausituation sehr aufwandigen Abriss des Gebaudes setzte er zahlreiche illegale polnische Einwanderer ein die unter sehr schlechten Bedingungen und fur geringen Lohn arbeiten mussten Um den Bau des neuen Gebaudes zu beschleunigen liess Trump sich wie viele seiner Konkurrenten zu dieser Zeit auf Firmen und Gewerkschaften ein die von der Mafia kontrolliert wurden und zu denen sein Anwalt Cohn gute Beziehungen hatte So blieb die Arbeit am Trump Tower von einer Streikwelle 1982 unbeeintrachtigt Als das Gebaude 1983 bezugsfertig war waren die Kosten durch den Verkauf der 266 Wohnungen bereits beglichen Zu den Kaufern gehorten Beruhmtheiten wie Steven Spielberg und Michael Jackson Die Geschafte im funfgeschossigen Atrium wurden fur bis zu 1 Million Dollar pro Jahr vermietet Im 26 Stockwerk richtete Trump sein Buro ein und die drei obersten Stockwerke wurden als ausserst luxurioses Penthouse mit 53 Zimmern fur die mittlerweile funfkopfige Familie ausgebaut 35 Durch dieses mit seinem Namen versehene Gebaude wurde Trump uber die Grenzen New Yorks hinaus beruhmt Damit stieg auch seine Kreditwurdigkeit und so konnte er sich 1985 als weitere Residenz das Anwesen Mar a Lago in Florida zulegen Er erschien auf der Titelseite des Mannermagazins GQ und dessen Besitzer Si Newhouse schlug ihm vor in seinem Verlag Random House ein Buch mit Trump als angeblichem Autor herauszubringen Das von einem Ghostwriter verfasste The Art of the Deal wurde 1987 ein Bestseller 36 Personen aus seinem damaligen Umfeld schildern dass Trumps Verhalten sich in diesen Jahren verandert habe Hatten fruher seine Mitarbeiter immer Zugang zu ihm gehabt so ging er jetzt auf Distanz und umgab sich mit Leuten die ihm applaudierten und keine Bedenken ausserten Dazu gehorten auch drei Leibwachter Ausserdem entwickelte er eine Neigung zu Zornesausbruchen 37 Donald und Ivana Trump mit Ronald und Nancy Reagan und Konig Fahd ibn Abd al Aziz von Saudi Arabien bei dessen Empfang im Weissen Haus 1985 Auf der anderen Seite entwickelte er ein grosses Interesse an der Berichterstattung uber ihn Es wurde eine tagliche Routine am Morgen alles zu lesen was in den letzten 24 Stunden uber ihn geschrieben oder gesagt worden war Anfragen von Journalisten beantwortete er meist selbst und oft umgehend Und er versuchte mit positiven Anreizen oder auch mit der Androhung juristischer Konsequenzen auf die Art der Berichterstattung einzuwirken Dabei ging es ihm auch um die Forderung seiner Geschafte aber vor allem darum jederzeit moglichst prominent Aufmerksamkeit zu erlangen Da insbesondere den Boulevardzeitungen bald alles berichtenswert erschien was mit ihm oder Ivana zu tun hatte begann er oft als angeblicher Insider unter falschen Namen wie John Barron Geruchte zu streuen Und er gewann viele Fans vor allem unter einfachen Leuten der Blue Collar Klasse die in ihm einen der ihren sahen der es zu etwas gebracht hatte und auch unter Einwanderern fur die er die Verkorperung des amerikanischen Traums war 38 Spielcasinos in Atlantic City und schwierige 1990er Jahre Trump wollte bereits im Grand Hyatt ein Spielcasino einrichten aber seine Versuche eine Legalisierung des Glucksspiels in New York zu erreichen waren erfolglos Doch 1977 war im benachbarten Bundesstaat New Jersey das Glucksspiel legalisiert worden Trump erwarb eine Lizenz fur drei Casinos in Atlantic City und errichtete das bis dahin hochste Gebaude der Stadt das 39 stockige Trump Plaza Hotel amp Casino das 1984 fertiggestellt wurde Im Jahr darauf konnte er von der Hilton Corporation ein weiteres Gebaude erwerben weil Hilton keine Lizenz fur Spielcasinos erhielt Er nannte es Trump Castle Hotel amp Casino und ubertrug dessen Leitung zur allseitigen Uberraschung seiner Gattin Ivana Die Gewinne aus dem Casinogeschaft blieben allerdings weit unter Trumps Erwartungen und entwickelten sich rucklaufig 1988 machte das Trump Castle sogar Verluste und er entzog seiner Ehefrau daraufhin die Verantwortung 39 Auch im Falle des Casinos im Trump Plaza beschuldigte Trump die Betreiberfirma Harrah s aus Las Vegas des Missmanagements 40 Er war davon uberzeugt mit einem dritten noch grosseren Casino Hotel unter seinem Namen die Glucksspiel Szene an der Ostkuste beherrschen zu konnen Deshalb erwarb er 1987 das erst halb fertiggestellte Taj Mahal Zu seiner Uberraschung bekam er inzwischen hoch verschuldet aber keine regularen Kredite mehr fur dessen Fertigstellung und musste deshalb Hochzinsanleihen in Anspruch nehmen 41 Ungeachtet der wachsenden finanziellen Probleme legte sich Trump 1988 noch eine eigene Fluggesellschaft zu wofur er weitere Kredite aufnahm Fur 365 Millionen Dollar erwarb er von Eastern Air Lines deren nicht mehr rentable Fluglinien zwischen New York Washington und Boston sowie die 21 zugehorigen Boeing 727 Seine Idee war die alten Maschinen luxurios aufzurusten und damit die Linien wieder rentabel zu machen Er liess Ledersitze einbauen Ahorn Furniere und Chrombeschlage installieren und die Toiletten mit vergoldeten Waschbecken ausstatten was fur jedes Flugzeug etwa eine Million Dollar kostete Als im Juni 1989 unter dem Namen Trump Shuttle der Flugbetrieb aufgenommen wurde machte die Gesellschaft zumal wegen der Schuldenbelastung von Anfang an Verluste 42 Das Trump Taj Mahal in Atlantic City Am 10 Oktober 1989 wenige Monate vor der geplanten Eroffnung des Taj Mahal kamen drei seiner wichtigsten Mitarbeiter im Casino Bereich bei einem Hubschrauberabsturz ums Leben Trump zeigte sich davon so betroffen wie seine Mitarbeiter ihn nie erlebt hatten und er bezeichnete es spater als das schlimmste Erlebnis seit dem Tod seines Bruders Freddy Er rief personlich die Angehorigen an und nahm an den Beerdigungen teil 43 Zwei Wochen vor der Eroffnung des Taj Mahal erschien ein Artikel im Wall Street Journal in dem der Analyst Marvin Roffman mit der Prognose zitiert wurde das Casino Hotel werde uber einige Monate einen Boom erleben aber sich auf Dauer nicht halten konnen weil die erforderliche Nachfrage in Atlantic City nicht vorhanden sei Trump reagierte sofort mit einem Fax an Roffmans Firma in dem er unter Androhung juristischer Schritte verlangte Roffman sofort zu entlassen oder eine Entschuldigung vorzulegen Ausserdem rief er Roffman personlich an und drangte ihn eine Erklarung zu verfassen dass das Taj Mahal einer der grossten Erfolge sein werde Roffman wurde von der Firmenleitung genotigt einen Widerruf zu unterzeichnen und anschliessend entlassen 44 Die Eroffnung des Taj im April 1990 wurde eine Woche lang grandios inszeniert Es kamen uber 100 000 Besucher und auf dem Hohepunkt trat Trump mit dem Stargast Michael Jackson auf Dass das Casino am zweiten und dritten Tag von der zustandigen Behorde geschlossen wurde weil grosse Mengen Spielmunzen verschwunden waren konnte Trump mit der Behauptung man sei wegen des unerwartet starken Ansturms beim Zahlen der Munzen nicht hinterhergekommen in den Medien zum Positiven wenden Hinter den Kulissen war er jedoch sehr aufgebracht und beschuldigte unter anderem zwei der drei kurzlich umgekommenen leitenden Mitarbeiter fur das entstandene Chaos verantwortlich zu sein 45 Im Juni 1990 konnte Trump erstmals seine Verbindlichkeiten nicht mehr bedienen Seine Schulden waren auf 3 2 Milliarden Dollar angewachsen und von seinen 22 Aktivposten erzielten nur drei einen Gewinn 46 Ein Zusammenschluss vieler Glaubiger mit denen er schon seit dem Fruhjahr verhandelte kam zu dem Ergebnis dass Alle verlieren wurden wenn sie Trump fallen lassen wurden weil insbesondere die Casinos ohne die Verbindung mit seinem Namen kaum zu halten sein wurden Im August 1990 gewahrten sie ihm die benotigten weiteren Kredite und erwarben im Gegenzug das Pfandrecht auf grosse Teile seines Besitzes darunter die drei Casinos sein Anwesen Mar a Lago seine Megayacht Trump Princess und sein Privatflugzeug Ausserdem verpflichtete Trump sich einen Chief Financial Officer einzustellen der das Finanzwesen der Trump Organization in Ordnung bringen sollte 47 In dieser Situation erschien sein zweites Buch Trump Surviving at the Top wieder bei Random House Auch auf dem Hohepunkt der finanziellen Schwierigkeiten als er immer weitere fallige Zahlungen nicht leisten konnte pflegte Trump Tag fur Tag das Image des ausserst erfolgreichen Geschaftsmanns und Milliardars 48 Tatsachlich nahm er im Dezember 1990 nochmals die Unterstutzung seines mittlerweile 85 jahrigen Vaters in Anspruch der um der Pfandung seiner Schenkung zu entgehen Spielmunzen im Wert von 3 5 Millionen Dollar fur das Trump Castle erwarb die nie verwendet wurden Zu diesem Zeitpunkt war das Castle das am starksten gefahrdete seiner Casinos weil die Kunden zum Taj Mahal abwanderten und es waren bereits drei Zahlungen fur den Schuldendienst uberfallig 49 Fur die Abfindung seiner ersten Ehefrau Ivana bei der Scheidung zweigte Trump ohne Genehmigung der Banken 10 Millionen Dollar aus der Firma ab und bei der Hochzeit mit Marla Maples im Juli 1991 prasentierte diese im Fernsehen einen Ehering im Wert von 250 000 Dollar Auf Nachfragen seiner aufgebrachten Geldgeber gab er an der Ring sei nur geliehen gewesen 50 1995 grundete Trump immer noch hoch verschuldet eine Aktiengesellschaft und ging damit an die Borse Damit konnten Investoren an der vermeintlich erfolgreichen Marke Trump teilhaben wahrend er selbst als Chairman die Geschafte leitete und eine jahrliche Vergutung in Millionenhohe erhielt Die AG besass zunachst nur das Trump Plaza in Atlantic City erwarb aber im folgenden Jahr zu uberhohten Preisen auch die beiden anderen hoch verschuldeten Casino Hotels Damit war sie ganz entgegen den Erwartungen der Anleger mit 1 7 Milliarden Dollar verschuldet wahrend Trump erstmals seit 1989 wieder in der Forbes Liste der reichsten Amerikaner verzeichnet wurde In der Folge machte die Gesellschaft wegen des Schuldendienstes Jahr fur Jahr Verluste Der Borsenkurs der 1996 einen Hochstwert von 35 Dollar erreicht hatte sank bis 2005 auf 17 Cent Dann wurde der Handel ausgesetzt und im Rahmen eines Vergleichs erstattete Trump den Anteilseignern einen Teil ihrer Verluste Bis 2009 erhielt er jedoch als Manager Vergutungen von insgesamt 44 Millionen Dollar und ohne die hoch verschuldeten Casinos die niemals wirklich profitabel waren stieg er auch offiziell wieder zum Milliardar auf 51 The Apprentice Nach der Krise in den 90er Jahren war die Marke Trump nicht mehr so makellos wie sie zuvor erschienen war aber letztlich war es Trumps Image das ihn gerettet hatte Nun bot sich eine Gelegenheit sein Ansehen erheblich zu steigern Im Jahr 2002 trat der Fernsehproduzent Mark Burnett an ihn heran und unterbreitete ihm seinen Plan der Reality Show The Apprentice fur die er Trump als den Star verpflichten wollte um den und dessen Unternehmen sich alles drehen wurde Trump hatte sich nie fur Reality TV interessiert liess sich aber schnell davon uberzeugen dass Burnetts Projekt enorme Moglichkeiten bieten wurde die Marke Trump noch bekannter und beliebter zu machen Burnett versprach ihm dass er pro Episode nur ein paar Stunden Zeit investieren musse und Trump verlangte dass sein Privatjet in jeder Episode auftauchen musse und auch das Taj Mahal gezeigt werde Schon nach dieser ersten Unterredung war der Deal perfekt ohne dass Trump irgendeinen Rat eingeholt hatte Und er sicherte sich eine 50 prozentige Beteiligung an dem Projekt 52 Eine Fernsehgesellschaft fur die Show zu finden erwies sich fur Burnett als schwierig zumal Trump eine Zusammenarbeit mit der CBS Corporation ablehnte weil diese zuvor nicht weiter an den von ihm veranstalteten Schonheitswettbewerben Miss USA und Miss Universe interessiert gewesen war Schliesslich wurde Burnett mit NBC die ihn als erfolgreichen Produzenten der Reality Serie Survivor schatzte einig Trump sollte nach der Vorstellung von NBC jedoch nur fur ein Jahr verpflichtet werden gefolgt von anderen bekannten Unternehmern Das Konzept der Show war dass 16 Kandidaten darum kampften einen Einjahresvertrag als Mitarbeiter der Trump Organization zu erhalten Fur Trump war nur die recht bescheidene Rolle vorgesehen zu Beginn jeder Folge die diesmal zu losende Aufgabe zu erlautern und am Ende zu verkunden welcher Kandidat aus dem Rennen ausschied 53 Trump mit dem ehemaligen Basketballspieler Dennis Rodman bei The Celebrity Apprentice 2009 Schon nach der ersten Folge war klar dass das Drehbuch geandert werden musste Trump hatte ein erstaunliches Talent als Showmaster gezeigt und die Verantwortlichen bei NBC wie auch die 20 Millionen Zuschauer waren begeistert von seinem Auftritt Trump hielt sich nicht wie in solchen Shows ublich an die detaillierten Vorgaben sondern improvisierte von Anfang an Sein Spruch You re fired Sie sind gefeuert war nicht vorgesehen sondern kam spontan Aber er zeigte bald auch andere Seiten wirkte manchmal nachdenklich und unsicher beriet sich mit den Mitarbeitern die neben ihm sassen und folgte mitunter ihrem Rat Und er lernte schnell so einen Spannungsbogen aufzubauen und starke Emotionen bei den Kandidaten hervorzurufen Die Zuschauerzahlen stiegen im Verlauf der ersten Staffel auf 27 Millionen 54 Dank der Popularitat von The Apprentice war Trump bald auch sehr gefragt als Gast bei Talkshows wo er begann uber politische Themen zu sprechen Im Ruckblick gilt der Erfolg seiner Show deren Star er bis 2015 blieb als eine Voraussetzung fur die Chance das Prasidentenamt zu erlangen 55 Nach seinen umstrittenen Ausserungen als Prasidentschaftskandidat siehe unten verzichtete NBC im Juni 2015 auf die zukunftige Mitwirkung Trumps bei The Apprentice 56 Vermarktung der Marke Trump Parallel zur Vorbereitung der ersten Staffel von The Apprentice startete Trump ein weiteres Projekt Er wollte Herrenbekleidung unter seinem Namen auf den Markt bringen Mit grossem personlichen Einsatz und unter dem Eindruck des Erfolgs der ersten Staffel seiner Show gelang es ihm den Hersteller Phillips Van Heusen als Lizenznehmer zu gewinnen der u a unter der Marke Calvin Klein produzierte Die Vergabe von Lizenzen war mit keinen Kosten und keinerlei Risiken verbunden und sie verschaffte ihm neben der vor allem angestrebten Allgegenwart seines Namens auch Einkunfte in Form der Lizenzgebuhren Dafur richtete er eine eigene Abteilung im Trump Tower ein und bis 2016 wuchs die Zahl der vergebenen Lizenzen auf 25 an Dazu gehoren etwa das Mineralwasser Trump Ice und die Parfums Trump Success und Donald Trump the Fragrance 57 2002 erschien das lizenzierte Videospiel Donald Trump s Real Estate Tycoon das in den 2010er Jahren in Ruckschauen als sehr schlecht eingestuft wurde Dennoch verkaufte es sich zum Zeitpunkt des Erscheinens gut 58 59 60 Im Jahre 2005 stellte Trump sein Projekt namens Trump University vor Dabei handelte es sich um Seminare die vermitteln sollten wie man als Investor am Immobilienmarkt reich werden konne Trump versprach die besten Fachleute als Dozenten zu engagieren und selbst an der Entwicklung der Lehrinhalte mitzuwirken was jedoch beides nicht eintraf Die erste Veranstaltung war jeweils kostenlos und diente laut den Anweisungen fur die Vortragenden der intensiven Werbung fur kostenpflichtige Seminare deren Preis von 1 495 bis 34 995 Dollar reichte Interessenten mussten bei der Anmeldung detaillierte Angaben uber ihre Vermogensverhaltnisse machen die angeblich dazu dienen sollten ihnen personliche Ratschlage geben zu konnen aber tatsachlich ausgewertet wurden um geeignete Adressaten fur das teuerste Angebot Trump Gold Elite zu identifizieren Ein weiteres Versprechen war dass Trump an diesem Projekt nichts verdienen sondern nur Kenntnisse weitergeben wolle und die Gewinne fur wohltatige Zwecke spenden werde Auch das trat nicht ein Bis zur Einstellung des Betriebs 2010 gelang es fast 600 Personen fur Trump Gold Elite zu gewinnen Viele von ihnen verlangten spater eine Ruckerstattung weil sie sich betrogen sahen 61 Parallel begann Trump Namenslizenzen fur Bauprojekte zu vergeben in den USA und in anderen Landern Dabei wurde der Eindruck erweckt es handele sich um Projekte der Trump Organization wahrend er tatsachlich nur Gebuhren fur die Verwendung seines Namens kassierte Ausserdem grundete er Trump Mortgage Trump Hypotheken und verbreitete grossen Optimismus in Bezug auf den Immobilienmarkt obwohl sich bereits ein Ende des Booms abzeichnete Als mit dem Platzen der Immobilienblase in den USA die Finanzkrise ab 2007 einsetzte gerieten viele der mit Trumps Namen versehenen Projekte in grosse Schwierigkeiten wahrend er als blosser Lizenzgeber die betroffenen Unternehmer teils verklagte wenn sie um einen Aufschub der ihm geschuldeten Zahlungen baten Umgekehrt verklagten viele Kleininvestoren die im Vertrauen auf Trump Wohnungen in einer noch nicht erstellten und lediglich lizenzierten Wohnanlage erworben hatten ihn wegen Betrugs Die zahlreichen juristischen Auseinandersetzungen zogen sich uber Jahre hin bis Trump 2016 ein Ende setzte 62 Gerichtsverfahren von und gegen Trump University Trump Foundation und Trump Organization Trump und seine Firmen waren Stand 2016 in uber 3500 Gerichtsverfahren verwickelt davon in 1900 als Klager 63 Gegen seine ab 2005 angebotenen Managementkurse unter dem Namen Trump University siehe oben leitete im selben Jahr der New Yorker Attorney General Ermittlungen wegen Betriebs ohne Genehmigung und Tauschung der Kunden ein Trump soll Kurse angeboten haben bei denen keine Diplome erworben werden konnten und trotzdem bis 2011 etwa 40 Millionen US Dollar eingenommen haben Der Attorney General Eric Schneiderman forderte das Geld zuruck Trump benannte die Universitat in Trump Entrepreneur Initiative um 64 Schneiderman warf Trump 2013 vor seine Beruhmtheit genutzt und Menschen mit falschen Versprechen personlich in Werbespots beeinflusst zu haben zehntausende US Dollar auszugeben fur Unterricht den sie nie bekamen es kam zu mehreren Klagen gegen ihn 65 Kurz nach der Prasidentschaftswahl erklarte sich Trump Mitte November 2016 in einer aussergerichtlichen Einigung zur Zahlung von 25 Millionen Dollar bereit sodass uber 6000 Kursteilnehmer entschadigt werden konnten 66 Im September 2016 eroffnete der New Yorker Attorney General ein Ermittlungsverfahren gegen die als gemeinnutzig konzipierte Donald J Trump Foundation wegen Verstossen gegen IRS Regeln und unangemessenem Umgang mit Spendengeldern Unabhangige Untersuchungen ergaben dass Trump seit 2008 nicht mehr in die Stiftung eingezahlt hat 67 Spendengelder Dritter gab Trump unter anderem fur ein lebensgrosses Portrat von sich selbst aus 20 000 Dollar fur eine von Tim Tebow signierte Football Ausrustung 12 000 Dollar sowie 2013 fur eine illegale Zahlung 25 000 Dollar an die Generalstaatsanwaltin in Florida Pam Bondi die daraufhin die Ermittlungen gegen die Trump University in Florida einstellte 68 69 Am 24 Dezember 2016 kundigte Trump an die Foundation aufzulosen und so mogliche Konflikte mit seiner Rolle als US Prasident zu vermeiden 70 Im Juni 2017 berichtete das Wirtschaftsmagazin Forbes Trump habe Spenden die seit 2011 an die gemeinnutzige Stiftung seines Sohnes Eric zugunsten krebskranker Kinder gezahlt wurden in sein eigenes Unternehmen gelenkt Die Spenden seien nicht wie angekundigt an ein Kinderkrankenhaus gegangen sondern an die Trump Organization oder andere mit Trump verbundene Stiftungen die das Geld fur Veranstaltungen auf Trumps Golfplatzen ausgaben Trump habe damit mutmasslich gegen Steuergesetze sowie Regelungen gegen Insichgeschafte und Tauschung von Geldgebern verstossen 71 Im Juni 2018 hat der Bundesstaat New York Trump seine Sohne Donald junior und Eric sowie seine Tochter Ivanka wegen der mutmasslich illegalen Verwendung von Geldern aus seiner Familienstiftung verklagt 72 73 74 Ein New Yorker Bezirksstaatsanwalt und die New Yorker Generalstaatsanwaltin Letitia James ermitteln Stand November 2020 gegen die Trump Organization u a wegen des Verdachts auf Banken und Versicherungsbetrug Steuerhinterziehung und Manipulation von Geschaftsergebnissen 75 76 Im Mai 2021 wurde die Trump Organization daruber informiert dass die zivilrechtlichen Ermittlungen auf strafrechtliche Ermittlungen ausgeweitet worden sind 77 Anfang Juli 2021 erhob die New Yorker Bezirksstaatsanwalt mit dem Vorwurf der Steuerhinterziehung uber 15 Jahre der Bilanzfalschung des Komplotts und des schweren Diebstahls Anklage gegen die Trump Organization 78 Donald Trump wurde dabei nicht personlich angeklagt 79 80 Vermogen Trumps Privatjet seit 2011 eine umgebaute Boeing 757 Baujahr 1991 81 Seit Trump als Unternehmer eine gewisse Bekanntheit erlangt hatte stellte er durchweg seinen Reichtum als Beleg fur eine ausserordentliche Geschaftstuchtigkeit heraus und darauf grundete er schliesslich auch seinen Anspruch in besonderem Masse fur das Prasidentenamt qualifiziert zu sein Die ganzen Jahre waren seine Angaben uber sein Vermogen aber nie nachprufbar und deshalb ein Gegenstand von Kontroversen Als 1976 die New York Times einen Artikel uber ihn brachte behauptete er ein Vermogen von 200 Millionen Dollar zu besitzen Im selben Jahr bezifferte er sein steuerpflichtiges Einkommen auf knapp 25 000 Dollar und in den Jahren 1978 und 1979 gab er ein negatives Einkommen von insgesamt 3 8 Millionen an In diesem Zeitraum lieh er sich bei der Chase Manhattan Bank 35 Millionen und 7 5 Millionen von seinem Vater 82 Im Verlauf der 1980er Jahre stiegen die Angaben uber Trumps Vermogen erheblich Als die Zeitschrift Forbes 1982 ihre jahrliche Liste der 400 reichsten Amerikaner startete gab Trump ein Vermogen von 500 Millionen Dollar an Forbes listete ihn und seinen Vater jedoch nur mit gemeinsam schatzungsweise 200 Millionen Dieser Wert stieg von Jahr zu Jahr und erreichte 1989 mit 1 7 Milliarden ein Maximum In diesem Jahr wurde bekannt dass Trump Schulden in Hohe von mehreren Milliarden hatte und Forbes stufte ihn auf 500 Millionen herab wodurch er aus der Liste ausschied Stattdessen veroffentlichte die Zeitschrift einen Artikel in dem seine Schulden dargestellt wurden und ihm grosse Probleme attestiert wurden fallige Zahlungen zu leisten Cashflow Sechs Jahre in Folge erschien er nicht mehr in der Forbes Liste vgl oben Spielcasinos in Atlantic City und schwierige 1990er Jahre 83 Wahrend seiner gesamten Karriere ging Trump juristisch gegen Personen und Organisationen vor die sich kritisch zu seiner Selbstinszenierung als sehr erfolgreicher Unternehmer und zu seinem angeblichen Reichtum ausserten Ein Beispiel das besondere Aufmerksamkeit erregte ist sein Konflikt mit dem New York Times Autor Timothy O Brien Dieser ausserte sich in seinem 2005 erschienenen Buch TrumpNation The Art of Being The Donald das auf ausfuhrlichen Interviews mit Trump und Mitarbeitern seines Unternehmens beruhte skeptisch zu den kursierenden Angaben zu Trumps Vermogen von 1 7 bis 9 5 Milliarden Daher befragte O Brien drei nicht namentlich genannte Insider die das Vermogen auf 150 bis 250 Mio US Dollar schatzten Eine Woche vor der Veroffentlichung des Buchs erfuhr Trump von diesen Details und von der Absicht einer Vorab Veroffentlichung in der NYT Er veranlasste ein Schreiben seines Anwalts an den Verleger des Buchs in dem dieses als falsch bosartig und verleumderisch bezeichnet wurde und eine Aufforderung an die NYT den geplanten Artikel vorab zur Beseitigung von Fehlern vorzulegen Die Zeitung liess sich nicht beeindrucken und brachte den Artikel mit der Uberschrift What s he really worth Wie reich ist er wirklich Nach der Veroffentlichung des Buchs verklagte Trump O Brien und dessen Verleger mit einem veranschlagten Streitwert von 5 Milliarden Der Rechtsstreit zog sich bis 2011 hin und endete mit einer Niederlage Trumps 84 In diesem Zusammenhang wurde bekannt dass Trumps Kreditgeber Deutsche Bank ihn ebenfalls nicht als Milliardar einstufte sondern auf ein Vermogen von 788 Mio US Dollar schatzte Das wies Trump ebenso zuruck 85 Bei der Ankundigung seiner Prasidentschaftskandidatur siehe unten im Juni 2015 gab Trump ein Vermogen von mehr als acht Mrd US Dollar an was er im Juli 2015 auf uber zehn Mrd erhohte Der Unterschied sollte auf eine zunachst unzureichende Bewertung einiger Immobilien zuruckgehen 86 Auf der Grundlage offentlich zuganglicher Daten schatzte Forbes im Juni 2015 das Vermogen Trumps auf 4 1 Mrd US Dollar das Medienunternehmen Bloomberg im Juli 2015 auf 2 9 Mrd 87 In der Forbes Liste The World s Billionaires vom 20 Marz 2017 fiel Trump mit einem geschatzten Vermogen von 3 5 Mrd US Dollar 3 3 Mrd Euro von Platz 324 auf Platz 544 zuruck Als Grund wurden Wertverluste seiner Immobilien vor allem in New York genannt 88 Im Februar 2018 schatzte Forbes das Vermogen Trumps auf 3 1 Milliarden Dollar Davon entfielen 1 5 Milliarden auf Immobilienwerte in New York City 500 Millionen auf Immobilienwerte ausserhalb von New York City 560 Millionen auf Golfclubs 180 Millionen auf Markengeschafte und 290 Millionen auf liquide Mittel cash und personliche Vermogensguter 89 Trump hat anders als die meisten anderen US Spitzenpolitiker seine Steuererklarungen nicht veroffentlicht 90 Im Mai 2017 gab er dem Office of Government Ethics eine Selbstauskunft zu seiner Finanzlage ab gemass der er uber mindestens 1 4 Mrd US Dollar Aktiva verfugte denen Verbindlichkeiten in Hohe von mindestens 310 Mio wahrscheinlich mehr als 500 Mio US Dollar gegenuberstanden 91 Das Wall Street Journal hatte dagegen im Januar 2017 geschrieben er schulde allein der Deutschen Bank etwa 2 5 Mrd US Dollar weitere grosse Kreditgeber seien Wells Fargo JPMorgan Chase Fidelity Investments Prudential plc und The Vanguard Group 92 Trump verdankt nach eigener Darstellung sein Vermogen allein seiner Geschaftstuchtigkeit Sein Vater habe ihm lediglich ein Startkapital in Hohe von einer Million Dollar geliehen das er mit Zinsen zuruckgezahlt habe Dagegen ergaben im Oktober 2018 veroffentlichte Recherchen der New York Times dass er seit seiner fruhen Kindheit auf vielfaltige Weise aus dem Vermogen des Vaters Zuwendungen von uber 400 Millionen Dollar erhalten hat 93 Laut Recherchen von The New York Times zahlte Trump in 10 der 15 Jahre im Zeitraum von 2005 bis 2020 keine Einkommensteuern an das US amerikanische Finanzamt da er angab mehr Verluste als Einnahmen zu haben Die NYT gab ebenfalls an dass Trump Ausgaben in Hohe von 70 000 US Dollar fur Haarstyling wahrend der Jahre als Moderator der TV Show The Apprentice geltend machte 94 Des Weiteren hat er laut NYT mit Stand September 2020 offene Verbindlichkeiten in Hohe von 421 Millionen US Dollar die grosstenteils aus Krediten seines Golf Hotels Trump National Doral Miami und seines Hotels im Old Post Office Pavilion stammen fur die er personlich haftet 94 Trump halt die Identitat der Glaubiger geheim dies wurde im Wahlkampf der US Prasidentschaftswahl 2020 thematisiert 95 96 Die Financial Times schrieb kurz vor der US Prasidentschaftswahl am 3 November 2020 Trump habe mindestens 1 1 Milliarden US Dollar Schulden 97 Politik vor der PrasidentschaftPolitische Aktivitaten seit den 1980er Jahren Donald Trumps Verhaltnis zu Politikern war lange Zeit ganz auf seine geschaftlichen Interessen ausgerichtet Er bemuhte sich wie es sein Vater immer getan hatte intensiv um gute Beziehungen zu Politikern die ihm einmal nutzlich sein konnten wobei deren politische Positionen keine Rolle spielten Entscheidend war welche der Kandidaten von denen Anfragen kamen er als Siegertypen einordnete Dabei kam es durchaus vor dass er bei einem Wahlkampf beide Seiten unterstutzte Die Beschrankungen fur Spenden an Politiker und Parteien umging er indem er sie z B uber verschiedene Tochtergesellschaften laufen liess Von 1995 bis 2016 spendete er uber 3 Millionen Dollar fur Kandidaten der beiden grossen Parteien 98 Ab 1984 bezeichnete er die nukleare Abrustung bei verschiedenen Gelegenheiten als das fur ihn wichtigste politische Problem um das er sich selbst kummern wolle Dies sei durch Gesprache mit seinem Onkel John G Trump einem angesehenen Physiker der 1985 starb ausgelost worden Dazu bedurfe es eines ausserordentlichen Verhandlungsgeschicks uber das keiner der ihm bekannten Politiker verfuge Dieses Ansinnen wurde bald weithin bekannt und zumeist mit Belustigung aufgenommen Den Friedensnobelpreistrager und Abrustungs Aktivisten Bernard Lown der als einer der ersten Amerikaner den neuen sowjetischen Machthaber Michail Gorbatschow personlich getroffen hatte bat Trump 1986 zu einem Gesprach im Trump Tower und eroffnete ihm er wolle generalbevollmachtigter US Botschafter in der UdSSR werden und den Kalten Krieg innerhalb einer Stunde beenden 99 Der sowjetische UNO Botschafter lud Trump nach Moskau ein 100 Anfang Juli 1987 zum amerikanischen Nationalfeiertag reiste Trump nach Moskau 101 Donald Trump rechts schuttelt bei einem Empfang im Weissen Haus dem damaligen Prasidenten Ronald Reagan die Hand 1987 Im Juli 1987 liess Trump sich erstmals als Anhanger der Republikaner registrieren und veroffentlichte grossformatige Zeitungsanzeigen mit politischen Botschaften 102 darunter die Forderung westliche Verbundete nicht langer zu schutzen 1989 liess er eine ganzseitige Anzeige in der New York Times stornieren die sich fur Antirassismus einsetzte Anlass war die Vergewaltigung einer Frau weisser Hautfarbe durch 12 junge Manner dunkler Hautfarbe am 18 April im Central Park Der Fall polarisierte die Medien Die einen wie Trump hetzten gegen Schwarze und befeuerten den Rassismus die anderen warnten vor einer Lynchjustiz 103 Logo von Donald Trumps erster Prasidentschaftskampagne 2000 Mit seiner These die USA bewegten sich auf eine Katastrophe disaster zu und Lander wie Japan der Iran und Saudi Arabien wurden uber sie lachen kam er in die Schlagzeilen und sein bald darauf erschienenes Buch The Art of the Deal wurde ein Bestseller 104 Im Oktober 1999 wechselte er zu Ross Perots Reform Party und bewarb sich als deren Kandidat bei den parteiinternen Vorwahlen zum Prasidentschaftswahlkampf 2000 Auch in diesem Zusammenhang veroffentlichte er ein Buch The America We Deserve in dem er Perots Ablehnung des Nordamerikanischen Freihandelsabkommen NAFTA und insbesondere dessen Warnung vor einem Abwandern von Arbeitsplatzen nach Mexiko aufgriff Er gewann die Vorwahlen in Michigan und Kalifornien stieg dann aber aus dem Wahlkampf aus 105 Im August 2001 liess sich Trump als Demokrat registrieren und fur 2004 und 2008 deutete er an moglicherweise gegen George W Bush anzutreten Da 2004 auch seine Show The Apprentice anlief und er schon zuvor jeweils ein Buch promotet hatte wurden seine derartigen Bemerkungen aber kaum noch ernst genommen 106 Nachdem er John McCain als Prasidentschaftskandidaten 2008 unterstutzt hatte 107 schrieb er sich im September 2009 wieder als Republikaner ein Von Dezember 2011 bis April 2012 gab Trump in der Wahlerliste keine Parteizugehorigkeit an um sich dann wieder bis heute als Republikaner registrieren zu lassen 108 Seine Parteispenden verteilte er bis 2012 fast ausgewogen an die beiden grossen Parteien Zudem spendete er der Clinton Foundation 100 000 US Dollar und unterhielt lange gute Beziehungen zu Hillary Clinton 109 Vor der Prasidentschaftswahl 2012 spielte Trump erneut offentlich mit dem Gedanken sich als Kandidat aufstellen zu lassen im Mai 2011 sagte er ab 110 Einige Wochen zuvor hatte er Prasident Obama aufgefordert seine Geburtsurkunde zu veroffentlichen und stellte sich damit zeitweilig an die Spitze der verschworungstheoretischen Birther Bewegung die Obamas Legitimitat als Prasident anzweifelte weil er angeblich in Afrika geboren sei siehe Opposition gegen Barack Obama 111 Damit brach er erstmals das bis dahin geltende Tabu rassistische Ausserungen in der Politik zu verwenden und machte sich weit verbreitete Ressentiments zunutze Aufgrund seiner dadurch bedingten Bekanntheit als politischer Akteur in bundesweiten Umfragen Mitte April war er der beliebteste republikanische Kandidat lud ihn die Washington Post als Gast zum White House Correspondents Dinner am 30 April 2011 ein Dort prasentierte ein gut vorbereiteter Obama als Hauptredner in einer pomposen Inszenierung seine Geburtsurkunde auf grossen Bildschirmen und machte sich anschliessend unter grossem Gelachter uber Trump lustig indem er etwa spottelte dieser sei jetzt sicher froh sich wichtigeren Dingen widmen zu konnen wie den Fragen ob die Mondlandung wirklich stattgefunden habe oder was in Roswell wirklich geschehen sei Trump verlor zunehmend die Fassung errotete schliesslich und verliess fluchtartig die Veranstaltung Diese Blamage wurde allseits als das Ende seiner politischen Ambitionen aufgefasst 112 Fruhere Positionen Trumps politische Positionen lagen fruher deutlich links des republikanischen Mainstreams so hat er sich fur eine allgemeine Krankenversicherung fur Steuererhohungen und das Recht auf Abtreibung Pro Choice eingesetzt 113 sprach sich 2004 gegen den Irakkrieg aus 114 und bezeichnete den Demokraten Bill Clinton als erfolgreichen den Republikaner George W Bush aber als den schlechtesten aller US Prasidenten 115 Die Zeitschrift The Economist gelangte in einer Analyse im September 2015 zu der Einschatzung Trump nehme Ideen aus dem gesamten politischen Spektrum auf Im Bereich der Einwanderungspolitik stehe er rechts des republikanischen Mainstreams andererseits kritisierte Trump die Tatigkeit von Hedgefonds und Lobbyisten lobte die staatlichen Gesundheitssysteme anderer Lander und vertrat wirtschaftspolitisch teils protektionistische Positionen Einige Positionen aus dem Wahlkampf relativierte oder raumte er nach der Wahl uber einige seiner zentralen Wahlversprechen meinte Trump Sie sind nicht mehr so wichtig 116 Der konservative Historiker Bruce Bartlett urteilte im Juni 2017 Trump sei als Prasident viel extremer als erwartet die moderaten Republikaner hatten jeden Widerstand aufgegeben und seine politische Agenda sei so weit rechts dass Ronald Reagan neben Trump wie ein Linksliberaler aussehe 117 Aussenpolitik In ganzseitigen Zeitungsanzeigen veroffentlichte Trump 1987 politische Erklarungen wonach am Beispiel von Japan und Saudi Arabien Staaten fur ihren Schutz durch die USA zahlen sollten 118 Im Marz 1990 erlauterte Trump im Playboy Staaten wie Japan und Westdeutschland hatten den USA die Selbstachtung genommen Ihre Produkte sind besser weil sie so hoch subventioniert werden wahrend die USA mit ihrem milliardenschweren Verteidigungsbudget dafur sorgen dass sie nicht in 15 Minuten von der Erdoberflache gefegt werden Trump damals Unsere Verbundeten machen Milliarden damit uns zu linken 119 Er bezeichnete die transatlantische Militarallianz NATO im Wahlkampf als obsolet eine Position die er nach seiner Wahl im April 2017 raumte Er drangt aber auf die Erhohung der Verteidigungsausgaben der Mitgliedsstaaten insbesondere Deutschlands wie er beim Antrittsbesuch Angela Merkels im Marz 2017 betonte 120 und fordert eine Neuausrichtung auf die Bekampfung des Terrorismus 121 Trump und Petro Poroschenko 20 Juni 2017 Jahrelang lobte Trump den russischen Prasidenten Wladimir Putin als Anfuhrer leader 122 und nannte ein gutes Verhaltnis zwischen ihm und Putin auch gut fur die USA 123 So hatte er Wladimir Putin als dieser im Jahr 2007 vom Time Magazine zur Person des Jahres ernannt worden war in einem Schreiben gratuliert und sich dabei als einen grossen Putin Fan bezeichnet Ausserdem lud er Putin im Jahr 2013 zu dem jahrlich stattfindenden Miss Universe Schonheitswettbewerb dessen Eigentumer er zu der Zeit war und welcher in jenem Jahr in Moskau ausgetragen wurde ein 124 Zur Krimkrise erklarte Trump im Sommer 2016 er habe gehort dass die Leute auf der Krim lieber bei Russland sein wollten Putin es nach Trumps Wahlsieg aber nicht wagen werde in die Ukraine einzumarschieren was zu dem Zeitpunkt bereits geschehen war 125 Nach Vorwurfen gegen Trumps Wahlkampfteam mit russischen Vertretern kollusiv gegen Hillary Clinton zusammengewirkt zu haben kritisierte Trump im Februar 2017 die Krim Besetzung durch Russland 126 Trumps Entscheidung im April 2017 Raketen auf Syrien abzufeuern bekraftigte die veranderte Haltung zu Russland Im Dezember 2017 stimmte Trump einer von seinem Vorganger Obama abgelehnten Waffenlieferung an die Ukraine zu 127 Im Februar 2016 erklarte Trump im Krieg gegen den Terror das Waterboarding und viel Schlimmeres a hell of a lot worse wieder einzufuhren wahrend er im Marz 2016 angab die Streitkrafte der Vereinigten Staaten nicht zu Gesetzesverstossen anweisen zu werden und an Vertrage gebunden zu sein 128 129 Bildung Trump mochte samtliche Kompetenzen im Bildungssystem bei den Bundesstaaten belassen bundesweite Vorgaben seien zu burokratisch und wenig effizient trotz hoher Bildungsausgaben wurden die Vereinigten Staaten bei Studien im Vergleich mit anderen westlichen Industrielandern schwach abschneiden 130 Trump setzt sich dafur ein dass sich Schuler die Schule selbst aussuchen konnen und hat angekundigt 20 Milliarden US Dollar fur ein wettbewerbsforderndes Gutscheinsystem zu investieren damit insbesondere Kinder aus armeren Verhaltnissen auf bessere Schulen gehen konnen Ausserdem unterstutzt Trump Charter Schools 131 Einwanderungs und Fluchtlingspolitik Nach der Prasidentschaftswahl 2012 hatte Trump erklart die Niederlage des republikanischen Kandidaten Mitt Romney hange mit dessen harter Position in der Einwanderungsfrage zusammen Romneys zentralen Programmpunkt illegal Eingewanderte dazu zu bringen aus freien Stucken das Land zu verlassen self deportation bezeichnete Trump im November 2012 als verruckt 132 Mitte August 2015 legte Trump in seinem eigenen Prasidentschaftswahlkampf sein erstes politisches Positionspapier vor das harte Massnahmen zur Immigration vorschlug Samtliche 11 Millionen illegal Eingewanderten sollten ausgewiesen werden An der Grenze zwischen den Vereinigten Staaten und Mexiko solle eine durchgehende Mauer gebaut werden deren Kosten Trump der mexikanischen Regierung auferlegen wollte Zudem sollte das bisher geltende Geburtsortsprinzip des US Staatsburgerschaftsrechts aufgegeben werden siehe Ankerkind 133 Trump und Angela Merkel 17 Marz 2017 Trumps Haltung gegenuber muslimischen Einwanderern hat Kontroversen ausgelost Am 8 Dezember 2015 erregte Trump internationales Aufsehen als er nach dem Terroranschlag in San Bernardino grossen Teilen der muslimischen Bevolkerung einen Hass auf US Amerikaner unterstellte und ein temporares Einreiseverbot fur alle Muslime forderte 134 Trumps Ausserungen wurden von Prominenten und Politikern auch Parteikollegen scharf kritisiert 135 In Grossbritannien unterzeichneten binnen weniger Tage mehr als 550 000 Personen eine Petition die ein Einreiseverbot fur Trump forderte 136 Zudem trat Trump fur die Einrichtung eines bundesweiten Zentralregisters fur Muslime in den USA ein 137 Nachdem er im Herbst 2015 zunachst die Aufnahme zusatzlicher syrischer Fluchtlinge in der Fluchtlingskrise befurwortet hatte 138 erklarte er einige Wochen spater alle syrischen Fluchtlinge aus den USA abschieben zu wollen wortlich they re going back 139 Die damalige Fluchtlingspolitik der deutschen Bundeskanzlerin Angela Merkel nannte er verruckt insane 140 Energiepolitik Klimaschutz und Naturschutz Im November 2012 schrieb Trump auf Twitter das Konzept der globalen Erwarmung sei von Chinesen geschaffen worden um der industriellen Fertigung in den USA die Konkurrenzfahigkeit zu nehmen 141 Anlasslich des Besuchs von Papst Franziskus in den Vereinigten Staaten Ende September 2015 ausserte Trump er glaube nicht an die anthropogene globale Erwarmung und halte den Klimawandel nicht fur ein drangendes Problem sondern fur ein naturliches Phanomen Klimaschutz Auflagen fur US Unternehmen halte er fur falsch 142 Nach der Wahl sagte Trump der New York Times er sehe eine Verbindung zwischen menschlicher Aktivitat und Klimawandel stelle die Frage wie stark diese Verbindung sei und denke daruber nach wie teuer der Klimawandel fur US Unternehmen und die Wettbewerbsfahigkeit sei Klimaschutzabkommen sehe er sich genau an und sei ihnen gegenuber offen 143 Kurz zuvor hatte die chinesische Regierung Trumps bisherige Position kritisiert und angekundigt die eigene Klimaschutzpolitik in jedem Fall fortzufuhren was Experten als mogliche Verschiebung der weltweiten Gewichte in diesem Politikbereich zugunsten von Schwellenlandern bezeichneten 141 In der Energiepolitik kundigte Trump im Mai 2016 eine Kehrtwende mit einer Lockerung von Umweltvorschriften und einer Ruckbesinnung auf fossile Brennstoffe an Er nannte als Hauptziel die USA von importierten Energietragern namentlich aus dem OPEC Raum unabhangig zu machen Dafur wolle er bisher unerschlossene Vorkommen nutzen insbesondere auch an und vor der Kuste Dafur wolle er alle unter Obama eingefuhrten Einschrankungen aufheben und so jahrlich mindestens eine halbe Million neue Arbeitsplatze schaffen sowie zugleich Energie billiger machen 144 Trump lehnte die Windenergie ab Schon 2012 twitterte er Windkraftanlagen seien ein okologisches und asthetisches Desaster nachdem er in einem Rechtsstreit um die Errichtung eines Windparks nahe einem seiner schottischen Golfplatze unterlegen war Im November 2016 behauptete er Windkraftanlagen wurden Vogel toten hohe Subventionen benotigen und nicht in den USA sondern vor allem in Deutschland und in China hergestellt 145 Gleichgeschlechtliche Ehe Gegenuber einer rechtlichen Gleichstellung homosexueller Ehen zeigte sich Trump kritisch erklarte aber die Entscheidung solle den einzelnen Bundesstaaten uberlassen bleiben Nach dem Urteil des Obersten Gerichtshofes zur landesweiten Gleichstellung mit der heterosexuellen Ehe Obergefell v Hodges teilte er mit die Entscheidung musse nun akzeptiert werden und tauge nicht mehr als Wahlkampfthema Anfang September 2015 forderte er die Verwaltungsbeamtin Kim Davis aus Kentucky auf nicht langer die Ausfertigung von Heiratsurkunden fur homosexuelle Paare zu verweigern Davis hatte durch ihre Weigerung fur internationales Aufsehen gesorgt und war wegen ihres Verhaltens zeitweise inhaftiert worden Andere Prasidentschaftskandidaten wie Mike Huckabee unterstutzten Davis und kritisierten Trump fur seine Haltung 146 Schwangerschaftsabbruch In seinem zur Prasidentschaftswahl 2000 veroffentlichten Buch The America We Deserve sprach sich Trump fur die Moglichkeit von Schwangerschaftsabbruchen aus Pro Choice Auch Jahre spater bekraftigte er diesen Standpunkt in einem Interview 147 Wahrend seiner Prasidentschaftskampagne 2016 erklarte Trump hingegen Abtreibungen abzulehnen Pro Life Im Falle einer gesundheitlichen Gefahrdung der Schwangeren nach einer Vergewaltigung sowie bei Inzest will er nach eigener Aussage jedoch Ausnahmen zulassen Sozialversicherung und Gesundheitspolitik Wie samtliche Republikaner des Wahlkampfs 2016 forderte Trump im Wahlkampf eine Rucknahme der 2010 unter Prasident Obama eingefuhrten Gesundheitsreform Obamacare Diese verschlechtere die Qualitat des Gesundheitswesens und fuhre zu uberhohten Preisen Nach seiner Auffassung begunstige sie ausserdem einseitig die Versicherungskonzerne Stattdessen befurwortet Trump einen sogenannten free market plan mit dem durch eine Starkung des Wettbewerbs im Gesundheitsbereich die Kosten gesenkt und Qualitat verbessert werden soll Im Lauf des Wahlkampfs erklarte Trump immer wieder dass er Obamas Gesundheitsreform aufheben und ersetzen wolle Kurzungen im Bereich von Social Security Medicare und Medicaid lehnte Trump hingegen im Wahlkampf ab 148 womit er sich von den meisten republikanischen Mitbewerbern 2016 abhob Er anderte seine Position allerdings im Amt siehe Gesundheit Allerdings pladierte er dafur die Programme der Sozialversicherung effizienter zu gestalten 149 Trump setzte sich fur eine bessere Versorgung der Veteranen ein 150 Steuern und Finanzen In der Steuerpolitik setzte sich Trump im August 2015 deutlich von den republikanischen Mitbewerbern ab die samtlich angebotsorientiert eine Senkung der Steuersatze fur Vermogende und Bezieher hoher Einkommen oder einen Einheitssteuersatz eine Flat Tax forderten vgl Trickle down Theorie Trump behauptete er wolle das Steuersystem vereinfachen Reiche ihn selbst eingeschlossen starker besteuern und die Mittelschicht entlasten Vor allem konservative Medien kritisierten diese Vorschlage als Populismus 151 Zudem wolle er Steuerflucht intensiver bekampfen und Steuerschlupflocher schliessen 152 Trump legte nach seiner Nominierung als Prasidentschaftskandidat ein neues Steuerkonzept vor das Entlastungen auch fur Reiche entsprechend der Parteilinie vorsieht 153 Trump behauptete sein Steuerkonzept sei aufkommensneutral Durch Effizienzsteigerungen im offentlichen Dienst und beim Militar sowie Mehreinnahmen durch ein starkes Wirtschaftswachstum wolle er binnen weniger Jahre einen ausgeglichenen Bundeshaushalt erreichen 154 Trumps Steuerkonzept war abhangig von anderen Politikbereichen wie dem Gesundheitssystem aus dem Trump Mittel fur die Senkung von Steuern generieren will So liess er im April 2017 einen wiederum veranderten Plan erarbeiten dessen Umsetzung als sehr fraglich galt 155 Trump unterschrieb kurz nach seinem Amtsantritt ein Dekret den Dodd Frank Act zu uberprufen Trump hatte dieses Gesetz zur Bankenregulierung das Obama 2010 als Reaktion auf die Finanzkrise unterzeichnet hatte als Desaster bezeichnet 156 Todesstrafe In ganzseitigen Zeitungsanzeigen forderte Trump 1989 90 wegen eines Vergewaltigungsfalls um die Central Park Five und den damaligen New Yorker Burgermeister Ed Koch angreifend eine Ruckkehr zur Todesstrafe diese Rauber und Morder die Trump hassen wolle sollten gezwungen werden zu leiden und der Abschreckung dienen 157 Damals wurden funf Jugendliche im Alter von 14 bis 16 Jahren vier Afroamerikaner und ein Hispanischstammiger aus Harlem falschlich wegen der Vergewaltigung einer weissen Investmentbankerin verurteilt und sassen bis zu 13 Jahre in Haft bis der tatsachliche Tater gestand 158 Im Wahlkampf erklarte Trump 2015 er werde als Prasident bei Polizistenmorden die Todesstrafe zwingend vorschreiben Ob dies durch geltendes Recht abgedeckt ist ist umstritten Eine Entscheidung des Obersten Gerichtshofes aus dem Jahr 1976 159 schliesst das obligatorische Verhangen der Todesstrafe fur bestimmte Delikte aus 160 Waffenrecht Trump hat im Laufe der Jahre oft seine Position zu konkreten Aspekten des Waffenrechts in den USA gewechselt 161 Im Jahr 2000 ausserte er sich relativ moderat 162 spater pladierte er fur eine weite Auslegung des Zweiten Verfassungszusatzes der US Burgern das Recht auf Waffenbesitz einraumt Wie die Mehrheit der Republikaner lehnt er Verscharfungen des Waffenrechts ab Er hat behauptet sie seien nicht geeignet Gewalttaten zu verhindern Er hat unzureichende Therapiemoglichkeiten und Praventionsmassnahmen fur Amoklaufe verantwortlich gemacht und behauptet Gewalttater wurden sich fur ihre Taten gezielt Einrichtungen aussuchen in denen das Tragen von Waffen untersagt ist gun free zones weshalb niemand Amoklaufer durch die Anwendung von Gegengewalt fruhzeitig stoppen konne 163 Nach den Pariser Terroranschlagen vom November 2015 behauptete Trump die strengen Waffengesetze in Frankreich hatten eine Mitschuld an der hohen Opferzahl 164 Wirtschaft Laut eigener Aussage befurwortet Trump den freien Markt vertritt jedoch unter dem Motto America First den Standpunkt dass US Unternehmen ihre auslandischen Produktionsstatten in die Vereinigten Staaten zuruckverlagern sollen dies soll unter anderem durch hohe Strafzolle fur Importe und Steuererleichterungen provoziert werden Ausserdem mussten angeblich ungunstige Handelsvertrage wie die Transpazifische Partnerschaft TPP neu ausgehandelt werden 165 Diese Positionen sind in konservativen Kreisen wie dem Club for Growth als protektionistisch und Verachtung der freien Marktwirtschaft kritisiert worden 166 167 168 Trump befurwortete im Wahlkampf eine Anhebung des Mindestlohns auf mindestens 10 US Dollar mochte dies jedoch den einzelnen Bundesstaaten uberlassen 169 Prasidentschaftskandidatur 2015 16 Hauptartikel Donald Trumps Prasidentschaftswahlkampf 2015 16 Trump bei einer Rede auf der Conservative Political Action Conference 2015 Am 16 Juni 2015 gab Donald Trump im Trump Tower seine Kandidatur bei der Wahl am 8 November 2016 fur die Republikanische Partei bekannt Er fuhrte seinen Wahlkampf mit dem Slogan Make America Great Again Macht Amerika wieder gross artig den zuvor schon Ronald Reagan 1980 benutzt hatte Der Wahlkampf galt als ausserordentlich kontrovers und spaltend Bei Trumps Auftritten kam es in einem bis dahin bei US Vorwahlen der jungeren Geschichte nicht gekannten Umfang zu Gewalttatigkeiten zwischen seinen Anhangern und Gegnern Trump setzte auf populistische Themen wie die Reduktion der Immigration insbesondere von Muslimen sowie eine handels und aussenpolitische Abschottung Protektionismus und Isolationismus und attackierte seine Rivalen personlich Er verbreitete Verschworungstheorien und forderte eine Inhaftierung seiner demokratischen Gegenkandidatin Hillary Clinton Slogan Lock Her Up Sperrt sie ein Seine einfache Rhetorik seine provokativen Forderungen und sein konfrontativer Stil polarisierten siehe Sprache und Stil Als erfahrene und bekannte Medienfigur erhielt er weitaus mehr mediale Aufmerksamkeit als alle Mitbewerber insbesondere durch seine routinierte Nutzung sozialer Medien zur direkten Ansprache seiner Anhanger siehe Verhaltnis zu den Medien Von Beginn an dominierte er so den Wahlkampf und fuhrte in den Umfragen zur parteiinternen Vorwahl der Republikaner ab Ende Juli 2015 kontinuierlich Eine deutliche Mehrheit blieb ihm gegenuber stets negativ eingestellt 170 Trumps mangelnde Politikerfahrung wurde gegen ihn angefuhrt gereichte ihm aber bei seinen Anhangern die uberwiegend aus enttauschten eher landlichen Weissen ohne hohere Bildung bestanden siehe Anhanger als Teil einer schweigenden Mehrheit zum Vorteil Trump inszenierte sich als Aussenseiter dessen personlicher Wohlstand seine Unabhangigkeit sichere um sich gegen die als korrupt und abgehoben portratierten politischen Eliten durchzusetzen was in Trumps weiterem Slogan Drain the Swamp Trocknet den Sumpf aus zum Ausdruck kam Nicht nur Trumps politische Gegner und viele linksliberale Medien sondern auch viele einflussreiche Gruppen und Politiker der Republikanischen Partei waren Trump gegenuber skeptisch bis ablehnend und rechneten lange nicht mit der Moglichkeit eines Sieges Den Widerstand innerhalb der Partei entscharfte Trump mit der Unterzeichnung einer Loyalitatserklarung am 3 September 2015 zog allerdings auch danach wiederholt eine unabhangige Kandidatur in Betracht In den Vorwahlen ab dem 1 Februar 2016 setzte sich Trump weitgehend ungefahrdet durch und erreichte am 26 Mai 2016 die Mehrheit der Delegiertenstimmen fur den Nominierungsparteitag im Juli 2016 in Cleveland auf dem er zum Prasidentschaftskandidaten der Republikaner gewahlt wurde und mit seinem Running Mate Mike Pence gegen die demokratischen Kandidaten Hillary Clinton und Tim Kaine antrat Vorwurfe des Rassismus und Sexismus Anti Trump Demonstration San Francisco November 2016 Trump wurden immer wieder rassistische und sexistische Ausserungen zur Last gelegt Kritik an diesen hat er in der Regel durch gesteigerte Aggression beantwortet 171 So sorgte Trump bereits in seiner Rede zum Einstieg in den Wahlkampf fur Emporung als er uber eingewanderte Mexikaner sagte sie brachten Drogen Kriminalitat und seien Vergewaltiger und einige nehme ich an sind auch gute Leute 172 Mehrfach unterliess es Trump sich vom Ku Klux Klan Anhanger David Duke zu distanzieren der Trump seine Unterstutzung zugesichert hatte Nachdem Ende Mai 2016 ein Strafverfahren gegen Trump wegen Betrugs durch seine Trump University in den Fokus der Aufmerksamkeit geruckt war griff Trump den zustandigen Bundesrichter Gonzalo P Curiel an und erklarte ihn wegen dessen mexikanischen Erbes fur nicht neutral 173 Juristen und Politiker auch aus Trumps eigener Partei kritisierten dies scharf Paul Ryan etwa bezeichnete seine Ausserung als Lehrbuchbeispiel von Rassismus 174 Nachdem die Eltern des im Irakkrieg gefallenen muslimischen US Soldaten Humayun Khan bei der Democratic National Convention aufgetreten waren und Trumps Ausserungen gegen Immigration und den Islam kritisiert hatten griff Trump diese personlich an und unterstellte etwa Khans Mutter habe dort nichts gesagt weil ihr das ihre Religion vorgeschrieben habe In der ersten Fernsehdebatte des Vorwahlkampfs im August 2015 hielt die Moderatorin Megyn Kelly Trump vor er habe ihm missliebige Frauen seit Jahren mit obszonen Bemerkungen fette Schweine Hundinnen Schlampen und widerliche Tiere belegt Einen Tag spater fuhrte Trump deren kritische Fragen auf Blutungen bei ihr zuruck was allgemein als sexistischer Hinweis auf Menstruationsprobleme gedeutet wurde und fur Emporung sorgte 175 Noch grosseres Aufsehen erregten im Oktober 2016 Videoaufzeichnungen eines Gesprachs Trumps mit Billy Bush von 2005 in dem Trump unter anderem meinte Ich bin automatisch hingezogen zu Schonen ich fange einfach an sie zu kussen Es ist wie ein Magnet Einfach kussen Ich warte nicht mal Und wenn du ein Star bist lassen sie es dich tun Du kannst alles tun Sie an der Muschi packen Du kannst alles tun I m automatically attracted to beautiful I just start kissing them It s like a magnet Just kiss I don t even wait And when you re a star they let you do it You can do anything Grab them by the pussy You can do anything 176 177 Die Veroffentlichung fuhrte zu massiver auch parteiinterner Kritik an Trump der sich entgegen seiner Gewohnheit entschuldigte Etwa funfzig der hochsten republikanischen Amts und Mandatstrager entzogen ihm innerhalb eines Tages die Unterstutzung einige forderten ihn zum Ruckzug aus dem Wahlkampf auf 178 Die damalige First Lady Michelle Obama sagte Trumps Ausserungen hatten sie bis ins Innerste erschuttert Die beschamenden Kommentare uber unsere Korper die Geringschatzung unserer Ambitionen und unseres Intellekts die Uberzeugung dass man mit einer Frau machen kann was man will das ist grausam Es ist beangstigend Die vorgebrachte Rechtfertigung es handle sich um alltagliches Umkleidekabinen Geschwatz sei eine Beleidigung fur anstandige Manner uberall 179 In den Wochen darauf machten mehrere Frauen offentlich von Trump sexuell belastigt worden zu sein siehe Vorwurfe sexueller Ubergriffe Unterstutzer und Geldgeber Zu Trumps bedeutendsten Geldgebern und Unterstutzern bei der Prasidentschaftswahl 2016 gehorten der Milliardar Robert Mercer und dessen Tochter Rebekah Mercer ein offentlichkeitsscheuer Informatiker und Hedgefonds Manager verfolgte seit etwa zehn Jahren das Ziel das politische Establishment zu entmachten Zu diesem Zweck liess er mit neuen Methoden wie er sie auch sehr erfolgreich im Hedgefonds Bereich eingesetzt hatte die offentliche Meinung erforschen und ermittelte dabei eine wachsende Bereitschaft in der Bevolkerung einen Aussenseiter zum Prasidenten zu wahlen 2016 schien den Mercers die Zeit dafur reif zu sein Nachdem sie zunachst den in den Vorwahlen ausgeschiedenen Kandidaten Ted Cruz als Aussenseiter innerhalb des Establishments massiv unterstutzt hatten setzten sie danach auf Trump In beiden Fallen nutzten sie dafur eine Lobby Organisation Super PAC in die sie insgesamt 13 Millionen Dollar investierten Nach dem Rucktritt von Trumps Wahlkampf Manager Paul Manafort gelang es ihnen zudem den schon lange von ihnen als den Hauptfinanziers von Breitbart News geforderten Stephen Bannon sowie Kellyanne Conway die bislang das Super PAC geleitet hatte und David Bossie der mit seiner Mercer finanzierten Organisation Citizens United die gerichtliche Erzwingung der Veroffentlichung von Hillary Clintons Mail Verkehr auf den Weg gebracht hatte in Trumps Team zu platzieren 180 Bannon konnte schon 2011 die Mercers dafur gewinnen mit 10 Millionen Dollar in die damals noch unbedeutende Breitbart Website einzusteigen und wurde im Gegenzug in den dortigen Vorstand berufen Im selben Jahr hatte der bisherige Filmproduzent ein erstes Gesprach mit Donald Trump im Trump Tower wobei es um dessen Uberlegungen ging 2012 gegen Obama anzutreten Bannon gewann den Eindruck dass Trump aufgrund seiner Fahigkeit Menschenmassen zu begeistern geeignet sein konnte die amerikanische Politik aufzumischen Als Andrew Breitbart 2012 uberraschend starb ubernahm Bannon die Leitung des Unternehmens und baute es finanziert durch die Mercers zur bedeutendsten Plattform der Alt Right Bewegung aus Dabei eroffnete er auch Trump die Moglichkeit abseits der Mainstream Medien seine Themen wie die angebliche Geburt Obamas in Afrika oder seine Thesen zur Einwanderungspolitik zu verbreiten Bannons ebenfalls 2012 mit Peter Schweizer gegrundetes und durch die Mercers finanziertes Government Accountability Institute betrieb sehr erfolgreich die Demontage von Trumps Konkurrenten Hillary Clinton und Jeb Bush u a durch die Produktion des Films Clinton Cash der erstmals bei den Filmfestspielen von Cannes 2016 gezeigt wurde und in dem es um angebliche kriminelle Machenschaften von Bill und Hillary Clinton geht 180 Einige Berater aus dem Wahlkampfteam grundeten im Januar 2017 die Non Profit Organisation America First Policies die im Unterschied zu Super PACs und anderen Political Action Committees ihre Spender nicht offenlegen muss und im Juni 2017 eine Million Dollar fur eine Werbekampagne gegen den Senator Dean Heller aufbrachte vgl oben unter Gesundheit 181 Wahlsieg Bis zum Wahltag am 8 November 2016 hielten die meisten Beobachter aufgrund aggregierter Umfragen einen knappen Sieg Clintons fur wahrscheinlich Trump konnte allerdings im Rust Belt des Mittleren Westens einige vormals blaue Staaten und wichtige Swing States wie Florida gewinnen Clinton erhielt mehr Wahlerstimmen 48 18 als Trump 46 09 Trump erhielt aber mehr Wahlmannerstimmen als Clinton Laut dem Enthullungsjournalisten Michael Wolff der sich auf undementierte Aussagen anonym gebliebener Mitarbeiter des Weissen Hauses berief hatte Trump selbst gar nicht vor Prasident zu werden und war am Wahlabend uberrascht vom Ergebnis siehe auch Erklarungen fur den unerwarteten Sieg 182 Am Abend des Wahltags hielt Trump eine Siegesrede in New York und betonte er wolle der Prasident aller Amerikaner sein Proteste gegen die Wahl Donald Trumps wurden unter dem rasch verbreiteten Slogan Not My President Nicht mein Prasident laut Dabei kam es vereinzelt auch zu gewalttatigen Ausschreitungen von Demonstranten Die Grunen Kandidatin Jill Stein beantragte eine Neuauszahlung der Stimmen in den Bundesstaaten Wisconsin Pennsylvania und Michigan Nur in Wisconsin wurde dem Antrag stattgegeben die Neuauszahlung brachte Clinton keinen Vorteil Bei der Abstimmung des Wahlmannerkollegiums am 19 Dezember 2016 gewann Trump die 58 Wahl zum Prasidenten der Vereinigten Staaten mit 304 Wahlmannerstimmen gegenuber 227 fur Hillary Clinton Electoral Vote 183 Vorwurfe geheimer Absprachen mit russischen Behorden Hauptartikel Sonderermittlung zur Beeinflussung des Wahlkampfs in den Vereinigten Staaten 2016 Wahrend des Wahlkampfs 2016 wurden erstmals Vorwurfe laut dass Donald Trumps Wahlkampagne sich mit russischen Geheimdiensten abgesprochen habe um seiner Gegenkandidatin Hillary Clinton zu schaden Nach der Wahl wurde am 10 Januar 2017 ein Dossier des fruheren britischen Geheimdienstmitarbeiters Christopher Steele veroffentlicht das unverifizierte Indizien zusammenstellte nach denen Mitarbeiter Trumps Russen zur Koordinierung von Attacken wie der Veroffentlichung von E Mails der Wahlkampagne Clintons getroffen hatten 184 Zudem sei Trump durch vorherige Uberwachung erpressbar Als bekannt wurde dass Trumps Nationaler Sicherheitsberater Michael T Flynn sich wahrend des Wahlkampfs mehrfach mit russischen Behordenvertretern getroffen Zahlungen empfangen und dies nicht offengelegt hatte ein moglicher Verstoss gegen den Foreign Agents Registration Act trat er nach drei Wochen im Amt am 13 Februar 2017 zuruck Danach endeten laut Medienberichten die geheimen Versuche der von Trump eingesetzten Mitarbeiter das State Department zur Lockerung der Sanktionen gegen Russland zu bewegen 185 Im Marz 2017 machte der FBI Direktor James B Comey offentlich dass seine Behorde schon vor der Wahl Ermittlungen gegen Mitglieder von Trumps Wahlkampfteam in dieser Sache aufgenommen hatte Zugleich haben vier Ausschusse des Kongresses mit unterschiedlichen Schwerpunkten und Kompetenzen das Thema untersucht Wahrend die republikanische Mehrheit im Geheimdienstausschuss des Reprasentantenhauses keine russische Einflussnahme auf den Wahlkampf feststellte bestatigten Demokraten wie Republikaner diese im entsprechenden Senatsausschuss im Mai 2018 186 187 Zu den Personen in Trumps Umfeld die wahrend des Wahlkampfs offenbar Russland Kontakte hatten gehoren der spatere Justizminister Jeff Sessions der dies in seiner Senatsanhorung vor Amtsantritt nicht angegeben hatte Trumps Wahlkampfmanager Paul Manafort der zuvor fur einen ukrainischen Oligarchen gearbeitet hatte Trumps Schwiegersohn Jared Kushner und sein Rechtsanwalt Michael Cohen 188 Anfang Juli 2017 wurde bekannt dass Trumps Sohn Don im Juni 2016 ein Treffen mit einer russischen Anwaltin mit Kremlverbindungen im Trump Tower arrangiert hatte weil er darin laut veroffentlichten E Mails belastendes Material uber Clinton in Aussicht gestellt bekommen hatte An dem Treffen nahmen auch Manafort und Kushner teil dadurch ist erwiesen dass das enge Umfeld Trumps in kollusiver Absicht mit Russen zusammentraf Donald Trump selbst formulierte offenbar die zugehorige Presseerklarung seines Sohnes 189 Trumps fruherer Anwalt Michael Cohen behauptete laut CNN im Juli 2018 Donald Trump habe von dem Treffen im Voraus gewusst 190 Cohen wurde unter anderem wegen Falschaussage bei den Sonderermittlungen und zweier Falle von illegaler Wahlkampffinanzierung im Dezember 2018 verurteilt 191 Am 4 Marz 2017 beschuldigte Trump seinen Amtsvorganger Obama per Twitter dieser habe wahrend Trumps Wahlkampfes Telefone im Trump Tower abhoren lassen Trump zog Vergleiche zum McCarthyismus und zur Watergate Affare und nannte Obama einen bosartigen oder kranken Kerl Bad or sick guy Ein Sprecher Obamas wies die Anschuldigung zuruck Die Vorsitzenden der Geheimdienst Ausschusse des Kongresses liessen mitteilen dafur ebenfalls keine Anhaltspunkte zu haben was der damalige FBI Direktor James Comey in einer Anhorung am 20 Marz 2017 bestatigte 192 193 Anfang September 2017 gab das Justizministerium bekannt es gebe keine Hinweise auf Abhormassnahmen im Trump Tower Der juristische Blog Lawfare bezeichnete Trumps unfundierte Behauptungen als Machtmissbrauch 194 195 Am 9 Mai 2017 entliess Trump den FBI Direktor Comey mit sofortiger Wirkung In den Tagen zuvor hatte er per Twitter mehrfach Comey und das FBI wegen der Russland Untersuchungen kritisiert die Trump und sein personliches sowie politisches Umfeld unter Druck setzten Comey hatte kurz zuvor mehr Ressourcen fur die Untersuchung der russischen Einflussnahme auf die US Prasidentschaftswahl angefordert 196 Beobachter sprachen von einem Angriff auf die Demokratie und zogen Parallelen zum Saturday Night Massacre 1973 wahrend der Watergate Affare 197 198 Trumps Begrundungen fur die Entlassung wechselten mehrfach ein von ihm selbst geschriebener Entwurf eines Begleitschreibens hob offenbar auf Comeys Weigerung ab die Russlandermittlungen zu beenden 199 Am Morgen nach der Entlassung Comeys empfing Trump im Oval Office den russischen Aussenminister Sergei Lawrow und den russischen Botschafter in den USA Sergei Kisljak dessen Treffen mit Sicherheitsberater Flynn fur dessen Rucktritt mitverantwortlich gewesen waren Der Zeitpunkt dieses Besuchs wurde kritisiert zumal die amerikanischen Medien nicht zugelassen waren wahrend Fotos des Treffens von der russischen Nachrichtenagentur TASS veroffentlicht wurden 200 Trump gab seinen Gasten bei diesem Termin geheimdienstliche Informationen preis die strenger Geheimhaltung unterlagen Er raumte ein Informationen zur Bekampfung des Terrorismus aus humanitaren Grunden weitergegeben zu haben wozu er berechtigt gewesen sei 201 202 Bei diesem Treffen sprach Trump laut New York Times folgendermassen uber die Entlassung Comey war verruckt ein echter Spinner Ich stand sehr unter Druck wegen Russland Der ist weg 203 Laut New York Times hatte Trump bei einem Treffen Anfang Februar 2017 Comey zu bewegen versucht die Ermittlungen gegen Michael Flynn einzustellen was das Weisse Haus dementierte Comey aber vor dem Geheimdienstausschuss des US Senats am 8 Juni 2017 nicht ausraumte und zusatzlich Trump der Luge bezichtigte 204 205 Die Washington Post berichtete Trump habe im Marz 2017 die Geheimdienstchefs Dan Coats Director of National Intelligence und Michael S Rogers National Security Agency gedrangt offentlich zu erklaren dass keine Hinweise auf eine Kollusion Trumps mit Russland vorlagen beide hatten dies als unangebracht abgelehnt 206 Am 17 Mai 2017 wurde der fruhere FBI Direktor Robert Mueller vom stellvertretenden Justizminister Rod Rosenstein zum Sonderermittler mit umfassendem Untersuchungsauftrag und Ressourcenzugang fur die Russland Untersuchung ernannt was insbesondere Kongressabgeordnete der Demokraten gefordert hatten 207 Trump lasst sich von wechselnden Rechtsanwalten vertreten nachdem mindestens sechs Kanzleien den Fall wegen Zweifeln an Trumps Beratungswilligkeit abgelehnt hatten 208 Am 14 Juni 2017 berichtete die Washington Post Mueller habe strafrechtliche Ermittlungen gegen Trump wegen Behinderung der Justiz aufgenommen 209 Trump bezeichnete die Untersuchung als grosste Hexenjagd der politischen Geschichte der USA 210 Die Untersuchung insbesondere der Finanzbeziehungen und der Frage ob russischen Stellen eine Aufhebung von Sanktionen zugesagt worden ist ist noch zu keinem Ergebnis gekommen Trump selbst sind weder Kenntnis noch Auftrag fur diese Kontakte nachgewiesen worden 211 Russische Stellen hatten sich vor der Wahl daruber ausgetauscht dass sie potenziell schadliche Informationen uber Trumps Finanzen besassen 212 Die Untersuchung der Finanzverhaltnisse von Personen aus Trumps Umfeld hat Vorwurfe der Geldwasche die insbesondere gegen das Casino Trump Taj Mahal erhoben worden sind in den Fokus geruckt 213 Ab Juli 2017 drohte Trump damit Mitglieder von Muellers Ermittlerteam wegen moglicher Interessenkonflikte anzugreifen und warnte diesen sich nicht mit den Finanzverhaltnissen der Familie Trump zu beschaftigen 214 Ende Oktober 2017 wurde Manafort unter anderem wegen Verschworung gegen die USA und Geldwasche angeklagt wahrend der aussenpolitische Berater Trumps George Papadopoulos einraumte im Januar 2017 gegenuber dem FBI falsche Angaben zu seinen Russland Kontakten gemacht zu haben 215 Der Falschaussage fur schuldig erklarten sich auch Flynn November 2017 und Rick Gates Februar 2018 sie arbeiten offenbar mit Mueller zusammen 216 217 Am 24 Januar 2018 erklarte Trump seine Bereitschaft sich von Mueller auch unter Eid befragen zu lassen was seine Rechtsberater spater zurucknahmen 218 Mueller liess am 16 Februar 2018 dreizehn russische Staatsburger unter anderem wegen Einflussnahme in den US Wahlkampf anklagen ohne einen Bezug zu Trump herzustellen 219 Der Nationale Sicherheitsberater H R McMaster nannte die Belege fur Russlands Einmischung jetzt wirklich unbestreitbar 220 Am 11 April 2018 setzte der US Senat den Gesetzgebungsprozess in Gang um eine Entlassung des Sonderermittlers durch den Prasidenten zu erschweren 221 Im Mai 2018 wurde bekannt dass ein Spitzel des FBI im Sommer und Herbst 2016 drei Mitarbeiter von Trumps Wahlkampagne insgeheim befragt hat was den Zorn Trumps schlimmer als Watergate und eine Untersuchung durch den Kongressabgeordneten Devin Nunes ausloste 222 Nachdem die Parteispitzen im Kongress uber diese Massnahmen informiert worden waren bezeichnete sie der Republikaner Trey Gowdy als angemessen fur Trumps Vorwurf seine Kampagne sei infiltriert worden gibt es keine Hinweise 223 Nachdem Trump beim Gipfeltreffen in Helsinki mit Putin im Juli 2018 Zweifel an den Erkenntnissen seiner Nachrichtendienste hatte erkennen lassen erklarten immer mehr Publizisten sie seien sich nicht sicher ob Putin nicht doch etwas gegen Trump in der Hand habe was laut einer Quinnipiac Umfrage auch 51 Prozent der Amerikaner vermuteten aber 70 Prozent der Republikaner nicht glaubten Der republikanische Kongressabgeordnete Will Hurd schrieb der Prasident sei von Putin manipuliert worden 224 225 226 Roger Stone der fur Trump seit Ende der 70er gelegentlich gearbeitet hatte 227 war auch unter Trumps Wahlkampf fur diesen tatig und daher im Marz 2018 als Zeuge im Zuge der Ermittlungen vorgeladen Nachdem Stone dabei unter Eid falsch aussagte dieser Rechtsbruch aber erkannt worden war wurde er im Januar 2019 festgenommen aber kurz darauf unter Kaution freigelassen bis er im Februar 2020 zur Haft verurteilt aber vor Haftantritt von Trump begnadigt wurde Im Marz 2019 legte Sonderermittler Mueller seinen Abschlussbericht vor Laut einer vierseitigen Zusammenfassung des US Justizministers William Barr enthielte der Bericht keine Anhaltspunkte dass es im Wahlkampf 2016 geheime Absprachen zwischen Trumps Lager und Russland gegeben hat Zwar hatten staatliche russische Akteure versucht den Wahlkampf zu beeinflussen doch sei Mueller nicht zu dem Ergebnis gekommen dass die Trump Kampagne oder eine assoziierte Person in diesen Bemuhungen mit der russischen Regierung kooperiert oder sich dazu verschworen hat In der Frage ob Trump die Justiz behindert habe bliebe der Bericht offen und lege Indizien in beide Richtungen vor Er komme nicht zu dem Schluss Trump habe ein Verbrechen begangen entlaste ihn aber auch nicht Trump nahm dieses Fazit zum Anlass offentlich von einer vollstandigen Entlastung zu sprechen wahrend juristische Analysten von einer irrefuhrenden Darstellung der Ermittlungsergebnisse sprachen Mueller beschwerte sich daraufhin bei Barr uber dessen ungenaue Zusammenfassung die zu der offentlichen Verwirrung beigetragen habe 228 229 230 Zahlungen wegen angeblicher Affaren Am 8 April 2018 wurden die Raume von Trumps langjahrigem Rechtsanwalt Michael Cohen vom FBI durchsucht Es ging um die Vereinbarung mit der Pornodarstellerin Stormy Daniels die durch eine Zahlung Cohens in Hohe von 130 000 Dollar einige Tage vor der Prasidentschaftswahl 2016 verpflichtet werden sollte eine fruhere angebliche Affare mit Trump nicht offentlich zu machen Experten gehen davon aus dass dabei auch Dokumente mit Bezug zur Russland Untersuchung gefunden wurden Trump bestreitet eine Affare mit Stormy Daniels gehabt zu haben 231 Trumps Antrag das dabei gefundene Material vor den Ermittlern ansehen zu durfen lehnte am 16 April eine Bundesrichterin ab 232 Am 20 Juli 2018 bestatigte Rudy Giuliani inzwischen personlicher Anwalt Trumps dass Cohen kurz vor der Prasidentschaftswahl eine Unterhaltung mit Trump aufgenommen hatte in der es um eine demnach nicht ausgefuhrte Zahlung an das Model Karen McDougal geht McDougal behauptet ab 2006 eine etwa einjahrige Affare mit Trump eingegangen zu sein was Trump bis dahin bestritten hatte Das FBI ermittelt dazu ob die Zahlungen einen Verstoss gegen Regeln zur Wahlkampffinanzierung darstellen 233 Am 21 August 2018 erklarte Michael Cohen sich schuldig die Zahlung an beide auf Veranlassung Trumps im Rahmen des Prasidentschaftswahlkampfs geleistet zu haben Trump bestreitet dies weiterhin Sollte Cohens Version zutreffen hatten sich beide moglicherweise wegen illegaler Wahlkampffinanzierung strafbar gemacht 234 Daraufhin wurde bekannt dass die Ermittler dem Leiter von American Media David Pecker Straffreiheit zugesichert haben im Gegenzug dafur dass Pecker uber Trumps Kenntnis von den Zahlungen aussagt Die Zahlung an McDougal war uber American Media abgewickelt worden AP berichtete der National Enquirer habe viele schadliche Berichte uber Trump exklusiv erworben und dann weggeschlossen um sie nicht offentlich werden zu lassen 235 236 Auch der Chief Financial Officer der Trump Organization Allen Weisselberg erhielt fur seine Aussage zu Zahlungen durch Cohen Straffreiheit 237 Vorwurfe sexueller Ubergriffe Nachdem im Oktober 2016 der Videomitschnitt des Vorlaufs zu einer Fernsehsendung von 2005 offentlich geworden war in dem Donald Trump geprahlt hatte mit Frauen alles tun zu konnen siehe Sexismusvorwurfe erklarten in den folgenden Wochen und Monaten insgesamt 19 Frauen Trump habe sie sexuell bedrangt Er hat diese Vorwurfe bestritten 238 Die fruhere Apprentice Teilnehmerin Summer Zervos reichte im Januar 2017 Klage gegen ihn ein 239 240 Im Herbst 2017 wurde Trumps Verhalten im Rahmen der MeToo Debatte intensiv diskutiert Laut einer Umfrage vom Dezember 2017 erklarten 70 Prozent der Amerikaner der US Kongress solle deshalb gegen Trump ermitteln 38 Prozent der Republikaner 86 Prozent der Demokraten 241 Die republikanische UN Botschafterin Nikki Haley meinte die Frauen sollten gehort werden die demokratische Senatorin Kirsten Gillibrand forderte Trump auf wegen der Vielzahl glaubwurdiger Vorwurfe zuruckzutreten anderenfalls solle es eine Untersuchung geben 242 Prasidentschaft Hauptartikel Donald Trumps Prasidentschaft Donald Trump beim Amtseid wie sein Amtsvorganger mit der Hand auf der Lincoln Bibel sowie seiner eigenen Kinderbibel Mediendatei abspielen Trumps Antrittsrede vom 20 Januar 2017 Trump wurde nach einem vorhergehenden Prasidentschaftsubergang der nach seiner Wahl begann am 20 Januar 2017 in das Prasidentenamt eingefuhrt Er stellte seine Antrittsrede unter das Motto America First und versprach die USA wieder stark wohlhabend stolz und sicher zu machen und wieder anfangen zu gewinnen gewinnen wie nie zuvor Er werde die Interessen der USA insbesondere bei Arbeitsplatzen uber alles andere stellen 243 Am Tag seiner Amtseinfuhrung reichte Trump die Unterlagen fur die Teilnahme an der kommenden Wahl 2020 ein fruher als jeder vorige Amtsinhaber und begann 2017 mit Wahlkampfveranstaltungen Personal und Verhaltnis zu den Eliten Trumps Personalpolitik war von Beginn an umstritten Der rechtskonservative Stephen Bannon war bis Sommer 2017 oberster Berater im Kabinett Trump Kellyanne Conway die Trumps Wahlkampf geleitet hatte beriet ihn bis August 2020 vor allem zu Public Relations Pressesprecher war bis Juli 2017 Sean Spicer der seit 2011 Sprecher des Republican National Committee gewesen war ihm folgte Sarah Huckabee Sanders Trump designierte am 17 Juli 2017 Anthony Scaramucci zum Kommunikationsdirektor des Weissen Hauses widerrief dies aber zehn Tage spater Stabschef Reince Priebus wurde im Juli 2017 auch auf Betreiben von Scaramucci durch John F Kelly ersetzt Trumps Tochter Ivanka wurde Ende Marz 2017 Prasidenten Assistentin ohne Bezuge und mit eigenem Buro im Weissen Haus Ihren Ehemann Jared Kushner berief Trump zusammen mit seinem Redenschreiber Stephen Miller zum Hauptberater Senior Advisor mit einer Reihe von Sonderauftragen Trump schuf Beratergremien wie das Technology Council das Strategic and Policy Forum und das American Manufacturing Council diese wurden aber im Lauf des Jahres 2017 aufgelost Trump James N Mattis und Mike Pence Januar 2017 Dem Kabinett Trump gehorten viele politische Neulinge und Quereinsteiger an darunter einige Wirtschaftsfuhrer und Generale die zusammen ein so grosses Privatvermogen haben wie ein Drittel der US Haushalte Einige waren fruher fur die Investmentbank Goldman Sachs tatig Am Ende des ersten Amtsjahres hatten 34 Prozent der von Trump eingesetzten Fuhrungspersonen ihre Posten wieder verlassen mehr als bei allen vorigen ersten Prasidenten Amtsjahren seit 40 Jahren Zugleich waren hunderte Spitzenpositionen in der Bundesverwaltung unbesetzt geblieben wahrend hunderte Beamte die Umweltbehorde EPA und das Aussenministerium verlassen hatten Laut Chuck Todd setzte Trump bei seinen Personalentscheidungen zunehmend auf Fernseherfahrenheit Konfrontativitat und Willfahrigkeit Im Sommer 2017 wurde das prekare Verhaltnis Trumps zu vielen politischen Entscheidungstragern des Landes sowohl innerhalb der Exekutive als auch gegenuber der Legislative verstarkt thematisiert Journalisten wie David Frum beschrieben dass die Regierung zunehmend den Prasidenten umgehe 244 Der US Senat verband seine Verscharfung der Russland Sanktionen mit 97 2 Stimmen mit einer Klausel die dem Prasidenten die Aufhebung oder Aussetzung dieser Sanktionen verbietet 245 Auf Empfehlung seines Beraterteams ubertrug Trump die ublicherweise dem Prasidenten vorbehaltene politische Entscheidung uber die US Truppenstarke in Afghanistan gegen alle Gepflogenheiten an Mattis 246 Diese Entwicklung wurde so gedeutet dass Experten den Einfluss von Prasident Trump und seinen hochpolitisierten Vertrauten einzugrenzen versuchten 244 In Fragen wie der von Trump uber Twitter verkundeten nicht abgesprochenen Verbannung von Transgender Personen aus dem Militar stellten sich die Joint Chiefs of Staff offentlich gegen Trumps Linie was laut dem Juraprofessor Jack Goldsmith immer haufiger vorkomme und die Hilflosigkeit des Weissen Hauses demonstriere Niemals zuvor sei ein Prasident von seinen eigenen Leuten so haufig ignoriert oder ihm offentlich widersprochen worden 247 Vor Trumps erster grosser Auslandsreise Ende Mai 2017 hatte sich laut Politico unter internationalen Diplomaten angesichts der Skandale und der chaotischen Unprofessionalitat der Regierung Trump die Ansicht durchgesetzt dass Trump ein volatiler Clown mit kurzer Aufmerksamkeitsspanne sei der eingehegt werden musse So wurde der geplante NATO Gipfel zum Treffen herabgestuft und die jeweilige Redezeit auf zwei bis vier Minuten begrenzt 248 Einige internationale Spitzenpolitiker machten sich offentlich uber Trump lustig 249 Im August 2017 wurden Gesprachsprotokolle der Antrittstelefonate Trumps mit dem mexikanischen Prasidenten und dem australischen Premierminister geleakt in denen Trump Enrique Pena Nieto bedrangte sich nicht mehr offentlich zur Frage einer Mauer zwischen beiden Landern zu aussern da Trump dies politisch schade und in dem Malcolm Turnbull es trotz mehrfacher Versuche nicht vermochte Trump die bilaterale Regelung zur Aufnahme von illegal Eingewanderten zu erklaren 250 Trump entliess seinen Stabschef Reince Priebus Ende Juli 2017 was als Kollaps des parteinahen Establishment Flugels in Trumps Regierung und nach der gerade gescheiterten Abschaffung von Obamacare als Kampfansage des Prasidenten an seine eigene Partei im Kongress gedeutet wurde 251 Daraufhin wurde die Organisation im Weissen Haus als chaotisch und dysfunktional kritisiert Trump so etwa ein Editorial des Wall Street Journal fordere rivalisierende Faktionen innerhalb des eigenen Teams und sei damit auf dem Weg seine Prasidentschaft in Richtung der allgemein als gescheitert betrachteten von Richard Nixon und Jimmy Carter zu bewegen 252 Goldsmith bezeichnete Trumps Weisses Haus im Juli 2017 als intern zersplittert wie noch keines zuvor 247 Mitte August 2017 lenkte ein junger Neonazi nach einem Aufmarsch von Rechtsextremen in Charlotteville vorsatzlich sein Auto in eine Gruppe von Gegendemonstranten Er totete dadurch eine 32 Jahrige und verletzte 19 Menschen Trump erklarte zur Emporung weiter Teile der Offentlichkeit beide Seite seien fur die Eskalation verantwortlich und es gebe auf beiden Seite gute Leute Trump reagierte auf die Kritik indem er laut ABC News zunehmend eine nativistische rassistisch aufgeladene Sprache benutzte und etwa die Entfernung von Denkmalen fur Konfoderierte die im amerikanischen Burgerkrieg die Sklaverei verteidigt hatten als Angriff auf Geschichte und Kultur der USA bezeichnete Zudem wiederholte Trump nach dem mutmasslich islamistischen Terroranschlag in Barcelona am 17 August 2017 die seit langem widerlegte Behauptung der US General John J Pershing habe 1911 Muslime mit in Schweineblut getrankten Patronen erschiessen lassen und suggerierte diese Massnahme habe den islamistischen Terrorismus fur Jahrzehnte besiegt Die Unterstutzung fur Trump unter politischen Entscheidungstragern schwand daraufhin noch weiter der bis dahin loyale republikanische Senator Bob Corker hielt Trump etwa vor er habe bisher weder die notige Stabilitat noch Kompetenz gezeigt die ein US Prasident haben musse 253 Eine vom Demokraten Al Green eingeleitete Abstimmung zur Einleitung eines Amtsenthebungsverfahrens weil Trump Hass und Feindseligkeit schure scheiterte am 6 Dezember 2017 mit 58 zu 364 Stimmen im Reprasentantenhaus 254 Nachdem die Republikaner im Dezember im Kongress eine grosse Steuerreform mit breiter Absenkung der nominalen Steuersatze beschlossen und damit das erste grosse legislative Projekt Trumps das vor allem Superreichen zugutekam 255 umgesetzt hatten zeigten sich die Kongressabgeordneten seiner Partei zufrieden mit ihm 256 Die Republikaner haben massgeblich auf Betreiben des republikanischen Mehrheitsfuhrers im Senat Mitch McConnell wahrend Trumps Amtszeit mehr als 250 Richter und Richterinnen an Bundesgerichte berufen 255 Laut Politico traf Trump 2017 viele politische Richtungsentscheidungen die seine Partei seit Langem verfolgt hatte darunter einen aussen und umweltpolitischen Kurswechsel und die Besetzung vieler Richterstellen durch Konservative Vor den Halbzeitwahlen 2018 setzte sich Trump als unumstrittener Anfuhrer seiner Partei durch mit Beliebtheitswerten bei Republikanern um 90 Prozent die vor ihm nur George W Bush nach dem 11 September genossen hatte Loyalitatserklarungen der meisten Kandidaten seiner Partei und dem Vorwahlsieg fast aller von Trump unterstutzten Kandidaten Dagegen beobachtete die Washington Post dass Trump den zeremoniellen Traditionen seines Amtes haufig nicht nachkomme und wie ein Pariah wirke nachdem er weder zur Hochzeit von Prinz Harry und Meghan Markle noch zu den Beerdigungen von Barbara Bush und John McCain eingeladen worden war 257 258 259 Am 7 Juli 2019 veroffentlichte die britische Zeitung Daily Mail Auszuge aus E Mails des britischen Botschafters in Washington Kim Darroch die nicht fur die Offentlichkeit bestimmt waren Er habe keine Hoffnung dass die Trump Regierung mit der Zeit wesentlich normaler weniger dysfunktional weniger unberechenbar weniger zerstritten und weniger diplomatisch ungeschickt und unbeholfen werden wurde Auf Trump bezogen riet der Botschafter dass man um zu ihm durchzudringen seine Argumente in einfacher Form direkt grob vorbringen musse simple even blunt Die Medienberichte uber heftige Fraktionskampfe und Chaos im Weissen Haus entsprachen uberwiegend der Wahrheit und hinsichtlich der Vorwurfe einer Zusammenarbeit von Trumps Wahlkampfteam mit Russland sei das Schlimmste nicht auszuschliessen 260 Wahrend seiner Prasidentschaft hat Trump Stand Juli 2020 durchschnittlich mehr Botschafterposten an Wahlkampf Spender anstatt an ausgebildete Diplomaten vergeben als seine Vorganger 261 Aussen und Sicherheitspolitik Hauptartikel Donald Trumps Prasidentschaft Aussen und Sicherheitspolitik Hauptartikel Aussenpolitik der Vereinigten Staaten Hauptartikel Nationale Sicherheitsstrategie der Vereinigten Staaten Als Hauptelemente seiner Aussenpolitik bezeichnete Trump amerikanische Interessen und die nationale Sicherheit Der Sieg uber den Islamischen Staat IS und andere islamistische Terrorgruppen habe die oberste Prioritat Noch am Tag seiner Amtseinfuhrung entliess Trump fristlos etwa 80 US Botschafter Zur Leitlinie seiner Aussenpolitik erklarte Trump America First Die Interessen des amerikanischen Volkes und der Sicherheit Amerikas sollten allen Bedurfnissen anderer Nationen ubergeordnet werden Trump bezeichnete Israel als Freund der Vereinigten Staaten Israel sei als einzige echte Demokratie im Nahen Osten eine Kraft der Gerechtigkeit und des Friedens dort Der Iran hingegen sei von Obama zu gut behandelt worden und in den letzten Jahren erstarkt 262 Am 6 Dezember 2017 verkundete Trump die Anerkennung Jerusalems als Hauptstadt Israels die US Botschaft in Israel werde in einem mehrjahrigen Prozess dorthin verlegt werden 263 Einige Staaten insbesondere Palastina und die Turkei kritisierten diese Parteinahme fur Israel 264 Am 7 April 2017 liess Trump in einer Abkehr von seiner bisherigen Zuruckhaltung im syrischen Burgerkrieg 60 Tomahawk Marschflugkorper nach Syrien abfeuern wodurch offenbar mehr als zehn Menschen getotet wurden Luftangriff auf den Militarflugplatz asch Schaʿirat Diese Intervention steht in der Tradition gezielter Luftschlage durch US Prasidenten und wurde von vielen westlichen Spitzenpolitikern gutgeheissen obwohl keine Zustimmung des US Kongresses vorlag Trump mit dem agyptischen Prasidenten as Sisi und dem saudischen Konig Salman in Riad Trumps erste grosse Auslandsreise fuhrte Ende Mai 2017 in den Nahen Osten und nach Europa Als erster US Prasident seit Jimmy Carter besuchte Trump nicht zuerst ein Nachbarland Er unterzeichnete Waffengeschafte mit der saudischen Regierung ohne deren Menschenrechtsverletzungen anzusprechen und bot eine vertiefte Sicherheitspartnerschaft zur Bekampfung des Terrorismus und des Iran an Im Gegenzug gebe er keine Ratschlage zur inneren Verfasstheit der muslimischen Staaten der Region Seine Vorganger George W Bush und Barack Obama hatten stets Demokratisierung und rechtsstaatliche Reformen angemahnt Bei den Treffen mit den europaischen Verbundeten zeigte Trump Distanz Er unterliess es im NATO Hauptquartier in Brussel die Beistandspflicht der NATO Mitglieder zu bekraftigen und belehrte die ubrigen Staatschefs uber ihre Zahlungsverpflichtungen Beim G7 Gipfel in Taormina blockierte Trump gegen alle anderen Regierungschefs Einigungen in Klimapolitik und Fluchtlingspolitik Trump mit dem nordkoreanischen Fuhrer Kim Jong un in Singapur Der seit Jahren schwelende Konflikt der USA mit dem nordkoreanischen Regime Kim Jong uns eskalierte zunachst unter Trump Nachdem Nordkorea moglicherweise die Fahigkeit erreicht hatte Interkontinentalraketen auf amerikanisches Territorium zu feuern drohte Trump im August 2017 mit einem Erstschlag 2018 entspannte sich der Konflikt Kim zeigte sich nach Gesprachen mit Trump Mitarbeitern wie Mike Pompeo gesprachsbereit 265 Am 30 April 2018 wunschte der sudkoreanische Prasident Moon Jae in Trump den Friedensnobelpreis fur dessen Bemuhungen 266 Am 12 Juni 2018 vereinbarten Trump und Kim bei ihrem Gipfeltreffen in Singapur eine Denuklearisierung der koreanischen Halbinsel gegen das Versprechen von Prosperitat und einem Ende der Militarubungen der USA mit Sudkorea ohne konkrete Schritte oder einen Zeitplan zu vereinbaren Die Sanktionen gegen Nordkorea bleiben bestehen Ein weiteres Gipfeltreffen in Hanoi im Februar 2019 blieb ergebnislos Am 30 Juni 2019 traf Trump wahrend eines Sudkorea Besuchs spontan Kim Jong un an der innerkoreanischen Grenze bei Panmunjeom und betrat dabei als erster amtierender US Prasident nordkoreanischen Boden 267 Im Dezember 2017 stimmte Trump einer Waffenlieferung an die Ukraine zu in der auch Panzerabwehrraketen des Typs Javelin enthalten sind Trumps Vorganger Obama hatte einen solchen Schritt abgelehnt 127 Am 8 Mai 2018 kundigte Trump an die USA wurden sich aus dem Atomabkommen mit dem Iran zuruckziehen wurden Er wolle die Sanktionen gegen den Iran wieder in Kraft setzen 268 Am 6 Oktober 2019 teilte Trump entgegen dem Rat von Vertretern seines eigenen Verteidigungsministeriums und seines Aussenministeriums dem turkischen Staatsprasidenten Erdogan telefonisch seine Billigung des Einmarsches der Turkei in Nordsyrien mit 269 Am 27 Oktober 2019 vermeldete Trump den Tod des Anfuhrers der Terrororganisation Islamischer Staat Abu Bakr al Baghdadi Dieser hatte bei einer Operation von US Spezialeinheiten im nordwestsyrischen Barischa Suizid begangen um der Festnahme zu entgehen Zum Ende seiner Amtszeit erhohte Trump die Spannungen zu China So beorderte das Aussenministerium im Juli 2020 die Schliessung des chinesischen Konsulats in Houston wahrend das Weisse Haus Sanktionen gegen einige hochrangige chinesische Offizielle verkundete Angesichts chinesischer Gegenmassnahmen unter Xi Jinping befurchteten Beobachter eine Verschlechterung der chinesisch amerikanischen Beziehungen 270 Carl Bernstein als Watergate Enthuller beruhmt geworden sprach 2020 im Auftrag des Senders CNN mit Dutzenden aktiven und ehemaligen Mitarbeitern des Weissen Hauses die Trumps Telefonate mithoren oder nachtraglich lesen durften Darunter waren fruhere Aussenminister Verteidigungsminister und Stabschefs des Weissen Hauses Das Fazit In Hunderten Telefongesprachen mit Regierungschefs war der Prasident nicht in der Lage aussenpolitische Beziehungen kompetent zu pflegen Trump sei haufig schlecht vorbereitet gewesen und habe wichtige Positionen der USA einfach aufgegeben Er lasse sich von starken Mannern sehr beeindrucken ja erscheine geradezu devot Bei Telefonaten mit Putin habe er fast sklavisch dessen Anerkennung gesucht Er gehe insbesondere mit weiblichen Staats und Regierungschefs am Telefon rupelhaft um besonders mit Bundeskanzlerin Merkel 271 272 273 Trump erhohte die Anzahl von US amerikanischen Drohnenangriffen im Vergleich zu seinem Vorganger Obama deutlich 274 Insgesamt wurden in Trumps ersten zwei Amtsjahren mehr Drohnenangriffe durchgefuhrt als in Obamas acht Jahren insgesamt Zugleich verbot Trump dem US Militar die Opferzahlen amerikanischer Luftschlage zu veroffentlichen Obama hatte solche Veroffentlichungen seinerzeit vorgeschrieben 275 Ende 2020 nach dem Wahlsieg Joe Bidens beschloss das US Reprasentantenhaus ein Gesetzespaket fur den Verteidigungshaushalt Trump legte dagegen ein Veto ein dieses wurde vom US Senat im Januar 2021 mit der notigen Zweidrittelmehrheit abgewiesen was erstmals in Trumps Prasidentschaft geschah Mit dem 740 Milliarden Dollar umfassenden Gesetzespaket stoppte der US Kongress den von Trump geplanten massiven Abzug von US Soldaten aus Afghanistan Deutschland und Sudkorea 276 Kurz vor Ende seiner Amtszeit beschloss Trump die Huthi Rebellen im Jemen als Terrororganisation einzustufen Damit einhergehende Sanktionen fur Geschafte mit den Huthi erschwerten die Auslandsuberweisungen und Lebensmittellieferungen an die jemenitische Bevolkerung deren Armut bzw Hungersnot spatestens mit der Militarintervention im Jemen begann 277 Innenpolitik Gesundheit Hauptartikel Prasidentschaft Trump im Artikel Patient Protection and Affordable Care Act Mit Tom Price ernannte Trump einen Gegner von Prasident Obamas grundlegender Gesundheitsreform Obamacare zum Gesundheitsminister Den Grossteil des Jahres 2017 verbrachten die Republikaner in beiden Kammern des Kongresses damit auf eine Abschaffung des Bundesgesetzes hinzuarbeiten Die teilweise von Trump offensiv unterstutzten ganz unterschiedlichen Gesetzesvorschlage scheiterten aber an der internen Uneinigkeit innerhalb der Partei Die hauptsachlich von Trump vorgeschlagene Reform hatte 24 Millionen Amerikanern den Gesundheitsschutz genommen insbesondere alteren Burgern 278 279 2018 loste Trump das von seinem Vorganger Obama eingerichtete Krisenteam zur Pandemiebekampfung auf und schlug eine Kurzung des Etats der US Gesundheitsbehorde CDC vor Die Auflosung des Krisenteams und der vorbereiteten Pandemieplane wurden spater mitverantwortlich fur die schlechte Reaktion der USA auf die COVID 19 Pandemie gemacht 280 281 282 Trump wurde Anfang Januar 2020 vom National Security Council NSC auf die Gefahr einer grossen Pandemie hingewiesen ebenso Ende Januar von seinem Wirtschaftsberater Peter Navarro und von Gesundheitsminister Alex Azar Trump blieb aber fast untatig 283 284 285 Im September gab Trump zu die Corona Gefahr 2020 bewusst heruntergespielt zu haben 286 Tonbandmitschnitte von Trump Interviews belegen dies 287 Justiz Immigration und Rassismus Trump kundigte eine bessere Strafverfolgung an Law and Order und stellte Plane fur eine Grenzmauer zu Mexiko vor ein zentrales Wahlkampfversprechen um illegale Einwanderung zu stoppen Sein Stopp der Finanzhilfen fur Sanctuary Cities wurde gerichtlich untersagt im ersten Jahr der Prasidentschaft sank die Zahl illegal Eingewanderter deutlich Mit der Executive Order 13769 verfugte Trump am 27 Januar 2017 fur Staatsangehorige von sieben Landern mit mehrheitlich muslimischer Bevolkerung ein 90 tagiges Einreiseverbot das mehrere Bundesrichter aussetzen liessen Auch die am 6 Marz 2017 erlassene neu formulierte und entscharfte Executive Order 13780 wurde gerichtlich ausgesetzt Der Supreme Court setzte Teile des Einreiseverbots im Juni und Dezember 2017 vorlaufig in Kraft Wahrend er die USA gegen Asylbewerber abzuschotten versuchte instrumentalisierte Trump auch die Fluchtlingskrise ab 2015 in Deutschland So behauptete er in einem Tweet am 18 Juni 2018 wahrheitswidrig die Kriminalitat in Deutschland sei angestiegen und die Bevolkerung wende sich gegen die Regierung 288 289 Die Hasskriminalitat nahm nach der Wahl Trumps stark zu nachdem sie bereits seit Beginn des Vorwahlkampfs 2015 gestiegen war Auch im Jahr 2017 blieb das Niveau trotz Ruckgangs uber dem bis zur Wahl 2016 was viele Beobachter mit Trumps chauvinistischer und konfrontativer Politik in Beziehung gesetzt haben 290 291 Am 11 Januar 2018 stellte Trump bei einem Treffen mit Demokraten und Republikanern zu einer Einwanderungsreform Medienberichten zufolge die Frage Warum kommen immer noch Leute aus Drecksloch Staaten zu uns 54 afrikanische Staaten forderten uber ihre Botschafter bei den Vereinten Nationen in New York eine Entschuldigung Trump dementierte die Ausserung woraufhin der demokratische Senator Dick Durbin die Berichte als korrekt bezeichnete 292 Im Juli 2019 ausserte sich Trump herablassend uber die mehrheitlich von Afroamerikanern bewohnte Stadt Baltimore die teilweise zum Wahlbezirk des afroamerikanischen Abgeordneten und Trump Kritikers Elijah Cummings gehorte Dessen Wahlkreis sei ein widerliches von Ratten und Nagern befallenes Drecksloch der schlimmste und gefahrlichste Ort der USA Diese Aussage wurde von der demokratischen Vorsitzenden des Abgeordnetenhauses Nancy Pelosi als rassistisch kritisiert und der afroamerikanische demokratische Burgermeister von Baltimore Jack Young bezeichnete Trumps Rhetorik als schmerzlich und gefahrlich sowie vollig unannehmbar 293 Von Sommer 2017 bis einschliesslich 2019 wurden im Rahmen einer Nulltoleranzstrategie tausende Asylbewerberfamilien in Auffanglagern voneinander getrennt obwohl Prasident Trump im Juni 2018 das Ende der Nulltoleranzstrategie angekundigt hatte So wurden von Juni 2018 bis Herbst 2019 Anfang 2020 noch etwa 1100 Familien voneinander getrennt 294 295 Im Juni 2019 kam es zum Rucktritt von John Sanders dem Verantwortlichen in der Trump Administration fur die Lager 296 Stand Januar 2020 waren nach Regierungsangaben seit Beginn von Trumps Prasidentschaft 4368 Minderjahrige von ihren Eltern getrennt worden 297 Laut einer Mitteilung der ACLU waren Eltern von 545 Migrantenkindern die im Jahr 2017 im Zuge der US Einwanderungspolitik voneinander getrennt wurden auch im Oktober 2020 nicht mehr auffindbar 298 Hauptartikel Donald Trumps Prasidentschaft Trennung von Familien im Rahmen der Nulltoleranzstrategie Nachdem Trump im Juni 2020 eine unter der Prasidentschaft Barack Obamas geschaffene Regelung zum Schutz von Transpersonen vor Diskriminierung zuruckgenommen hatte befand der Oberste Gerichtshof der Vereinigten Staaten eine Diskriminierung von Mitarbeitern wegen deren sexueller Orientierung und Geschlecht sei rechtswidrig 299 Nach 17 jahriger Pause bei Hinrichtungen nach Bundesrecht ordnete Justizminister William Barr am 25 Juli 2019 deren Wiederaufnahme an 300 301 Mit Beginn im Juli 2020 wurde an zehn Personen im Jahr 2020 die Todesstrafe nach Bundesrecht vollstreckt so viele Hinrichtungen pro Jahr auf Bundesebene hatte es seit dem Jahr 1896 nicht gegeben 302 303 Anfang September 2020 d h inmitten landesweiter Proteste gegen Rassismus wie durch die Black Lives Matter Bewegung oder Proteste gegen Rassismus in der National Football League wies Trump staatliche Stellen an Mitarbeitende nicht mehr an Anti Rassismus Trainings teilnehmen zu lassen weil sie unamerikanische Propaganda seien 304 Trump nannte Massnahmen gegen systemischen Rassismus spalterisch 305 Bildung Trump sprach sich im September 2020 dafur aus patriotische Bildung zu fordern Damit wendet er sich gegen eine angebliche Indoktrination von Schulern die sich fur ihr Weisssein schamen mussten Durch einen Prasidentenerlass bildete Trump ein Gremium fur patriotische Bildung mit dem Namen 1776 Kommission Dieses solle Padagogen ermuntern uber das Wunder der amerikanischen Geschichte und die Liebe zu Amerika zu lehren 305 Wahlrecht Einen Ende Marz 2020 die Wahlerregistrierung und Briefwahl erleichternden von den Republikanern abgelehnten Reformentwurf der Demokraten kommentierte er mit Die hatten da ein paar wirklich verruckte Sachen drin Da hatten die Ausmasse des Wahlens drin wenn man dem je zustimmen wurde wurde kein Republikaner in diesem Land je wieder Wahlen gewinnen 306 Umwelt und Energie Hauptartikel Donald Trumps Prasidentschaft Umwelt und Energie Drei Schlusselpositionen in seinem Kabinett besetzte Trump mit Gegnern aktiver Klimapolitik und Vertretern der Olindustrie siehe Klimawandelleugnung namlich dem Energieminister Rick Perry dem Leiter der Umweltbehorde EPA Scott Pruitt zuruckgetreten am 5 Juli 2018 und dem Aussenminister Rex Tillerson der bis dahin Chef des Mineralol Konzerns ExxonMobil gewesen war entlassen am 13 Marz 2018 In der Energiepolitik will Trump Ressourcen maximal nutzen und das Land unabhangig von auslandischem Ol machen Trump liess 2017 den Weiterbau mehrerer Ol Pipelines anordnen die unter Obama wegen Umweltbedenken ausgesetzt waren Am 1 Juni 2017 zog Trump die USA aus dem von Obama 2015 mitbeschlossenen Ubereinkommen von Paris zum Klimaschutz zuruck das fast alle Staaten unterzeichnet hatten Die weltweite Reaktion war uberwiegend sehr kritisch Im Dezember 2017 reduzierte Trump per Presidential Proclamation die Flachengrosse des Bears Ears National Monument von 1 351 849 Acres auf 201 876 Acres minus 85 Prozent und des Grand Staircase Escalante National Monument von 1 880 461 Acres auf 1 003 863 Acres minus 47 Prozent 307 308 Mitte Oktober 2018 nach dem Hurrikan Michael ruckte er von seiner Behauptung ab der Klimawandel ware ein Hoax Stattdessen behauptete er der Klimawandel sei zyklisch und nicht menschengemacht 309 310 311 Wirtschaft Hauptartikel Donald Trumps Prasidentschaft Wirtschaft Steuern und Arbeitsmarkt Trumps Wirtschaftspolitik gilt als deregulierend isolationistisch und protektionistisch Neue Arbeitsplatze und ein anhaltendes Wirtschaftswachstum sollen durch eine die Satze insbesondere fur Grossunternehmen absenkende Steuerreform geschaffen werden die Mitte Dezember 2017 vom Kongress beschlossen wurde Trump hatte im Wahlkampf angekundigt den Freihandel zu begrenzen und amerikanische Unternehmen zu verpflichten im Inland zu produzieren Peter Navarro den Trump zum Direktor des Nationalen Handelsrats im Weissen Haus ernannte wandte sich unter anderem gegen die chinesische Handelspolitik und vermeintliche Wahrungsmanipulationen sowie den deutschen Handelsbilanzuberschuss Trump machte Deutschland wiederholt als Verursacher des US amerikanischen Handelsdefizits aus 312 und drohte unter anderem mit Zollen gegen deutsche Automobilhersteller 313 Wie im Wahlkampf angekundigt zogen sich die USA aus dem Freihandelsabkommen zur Transpazifischen Partnerschaft TPP zuruck und kundigten Neuverhandlungen zum Nordamerikanischen Freihandelsabkommen NAFTA an Im vierten Quartal 2017 stieg das Leistungsbilanzdefizit der USA auf den hochsten Stand seit neun Jahren 314 Im ersten Quartal 2018 stieg es wegen hoherer Importe auf 124 1 Milliarden US Dollar 6 9 zum Vorjahresquartal Das Defizit entsprach 2 5 Prozent des Bruttoinlandsprodukts 315 Die Washington Post stufte Trumps Behauptung die USA verloren durch ihr Handelsbilanzdefizit jahrlich hunderte Milliarden Dollar als eine seiner grossten am haufigsten wiederholten Lugen ein Tatsachlich verloren Staaten durch Leistungsbilanzdefizite kein Geld sie bedeuteten lediglich dass Burger des einen Staates mehr Interesse an Gutern des anderen Staates hatten als umgekehrt 316 Finanzielle und ethische Aspekte Vor seinem Amtsantritt hatte Trump angekundigt seinen Konzern in eine Treuhandgesellschaft umzuwandeln die von seinen Sohnen Don und Eric geleitet werden sollte Das wurde jedoch nicht konsequent vollzogen und es stellte sich heraus dass er weiterhin Einblick in die Geschaftsberichte hat und jederzeit auf die Profite zugreifen kann 317 Auch die Ankundigung die Trump Organization werde wahrend seiner Amtszeit keine Auslandsgeschafte mehr tatigen wurde nicht eingehalten Dies liess Sorgen uber politische nationale und wirtschaftliche Interessenkonflikte aufkommen die zu mehreren Klagen gegen Trump fuhrten 318 Naheres bei Donald Trumps Prasidentschaft Vorwurf mangelnder Trennung vom Unternehmen Ein Beispiel fur einen Interessenkonflikt ist seine Steuerreform von der er selbst sagte sie wurde ihn personlich viel Geld kosten wahrend er nach Schatzungen von Experten Millionen einsparen wird 319 Gegen die Gepflogenheiten und sein Wahlkampfversprechen veroffentlichte Trump auch nach seinem Amtsantritt seine Einkommenssteuererklarung nicht Fur Kritik sorgten auch Kosten von Trumps Kabinettsmitgliedern wegen teurer Fluge und anderer Aufwendungen Seit Beginn der Prasidentschaft halt sich Trump fast ein Drittel aller Tage auf seinen privaten Anwesen auf 320 Zum einen verursacht Trump dabei hohe Transport und Personenschutz Kosten des Secret Service zum anderen verdient sein Hotellerie Unternehmen an eben jenen Kosten da die Personenschutzer des Secret Service auch in denselben Hotels zu ubernachten haben 320 Die Kosten der Trumps fur den Steuerzahler wurden schon haufig aufgeschlusselt und bemangelt An den Wochenenden halt er sich haufig auf seinem Privatanwesen Mar a Lago in Florida auf anstatt wie fur US Prasidenten ublich auf dem dafur vorgesehenen und vorgehaltenen Camp David 318 Sein Hobby Golf ubte er deutlich haufiger aus als sein Vorganger Obama obwohl er diesen dafur kritisiert hatte Zweifel an der Amtsfahigkeit Trumps fruherer Ghostwriter Tony Schwartz urteilte Mitte 2015 dieser habe ein beeindruckendes Level an oberflachlichem Wissen und deutlicher Ignoranz sei so unsicher so leicht zu provozieren und habe mehr soziopathische Tendenzen als jeder andere politische Kandidat seiner Erinnerung 321 Der parteiinterne Prasidentschaftskonkurrent Jeb Bush prognostizierte Ende 2015 Trump wurde als US Prasident Chaos anrichten 322 Unter Hinweis auf Trumps Geschaftsbeziehungen und Ausserungen zu Russland und Putin erklarten 2016 die fruheren Sicherheitsbehordenleiter Michael Morell und Michael V Hayden fur Putin sei der unwissende Trump ein nutzlicher Idiot 323 Kurz vor der Amtseinfuhrung Trumps warnte der Investor George Soros vor Trump als einem Blender und Hochstapler und Mochtegerndiktator 324 Der republikanische Senator John McCain ausserte im Februar 2017 er sei besorgt uber Trumps widerspruchliche Aussagen und frage sich ob Trump einige politische Themen verstehe 325 Der linke Senator Bernie Sanders sah Trump Mitte Marz 2017 auf eine autoritare Regierung in Amerika hinarbeiten er versuche die Gewaltenteilung abzuschaffen Seine Angriffe auf die Medien seine Respektlosigkeiten gegenuber Richtern und seine wiederholte Behauptung funf Millionen Menschen hatten bei der Prasidentschaftswahl illegal abgestimmt seien Lugen um die Fundamente der amerikanischen Demokratie zu untergraben 326 Mehrere Psychiater ausserten ab 2015 ihre Auffassung bei Trump liege eine narzisstische Personlichkeitsstorung oder die Dunkle Triade vor einige bezeichneten ihn wegen seiner emotionalen Instabilitat als amtsunfahig 327 328 Einige Arzte vermuten eine neurodegenerative Erkrankung des Prasidenten unter anderem wegen einer Verschlechterung seiner sprachlichen Ausdrucksfahigkeit Der Neurologe Ford Vox forderte im Dezember 2017 wegen der Sprachauffalligkeiten des impulsiven ungehemmt um sich selbst kreisenden Auftretens und der fehlenden Konzentration und Aufmerksamkeit eine neurologische Untersuchung Trumps 329 Es ist umstritten ob derartige Ferndiagnosen zulassig sind und belastbare Aussagen zulassen Die 1973 von der American Psychiatric Association APA verabschiedete Goldwater Regel verbietet Psychiatern eine Diagnose ohne Untersuchung 330 Allen Frances einer der Autoren des Diagnostic and Statistical Manual of Mental Disorders hielt es fur moglich dass Trump ein extremer Narzisst sei da er aber weder darunter leide noch dadurch behindert sei sei er per definitionem nicht geisteskrank 331 Der republikanische Kongressabgeordnete Jason Chaffetz schlug ein Gesetz vor US Prasidenten einer arztlichen Untersuchung ihrer geistigen Gesundheit zu unterziehen und erklarte es gehe ihm nicht um Trump sondern um die Verfugungsgewalt des Prasidenten uber den Einsatz von Atomwaffen 332 Die demokratische Minderheitsfuhrerin im Kongress Nancy Pelosi empfahl im Februar 2017 eine medizinische Untersuchung von Trumps geistiger Gesundheit ihre Parteifreundin Zoe Lofgren schlug im August 2017 eine Kongressresolution zu diesem Zweck vor dabei geht es um den 25 Zusatzartikel zur Verfassung der Vereinigten Staaten der dem Kongress die Absetzung eines amtsunfahigen Prasidenten erlaubt 333 334 Im Oktober 2017 erschien das Buch The Dangerous Case of Donald Trump in dem 27 psychiatrische Experten Trump als gefahrlich einschatzten mehr als 60 000 Menschen die in diesem Bereich arbeiten haben eine Petition zur Entfernung Trumps gemass Art 25 unterschrieben 335 Als der im Januar 2018 erschienene Enthullungs Bestseller Feuer und Zorn Im Weissen Haus von Donald Trump diese Eindrucke mittels Aussagen von anonym bleibenden Mitarbeitern des Weissen Hauses bestatigte ausserte sich Trump selbst zu seiner Psyche und bezeichnete sich in einem Tweet als sehr stabiles Genie very stable genius 336 Im September 2018 erschien mit I Am Part of the Resistance Inside the Trump Administration ein anonymes Essay in der New York Times das davon berichtet dass mehrere Mitarbeiter der Regierung Anweisungen des Prasidenten nicht befolgten um Schaden von der Nation abzuwenden In dem Essay wird Trumps Regierungsstil als impulsiv feindselig engstirnig und wirkungslos beschrieben Dem Essay zufolge gabe es Lichtblicke in der Regierungsarbeit Diese kamen aber trotz Trump zustande Laut dem Essay haben Kabinettsmitglieder in den fruhen Tagen der Prasidentschaft daruber diskutiert den 25 Zusatzartikel zur Verfassung der Vereinigten Staaten zu verwenden um Trump von der Macht abzusetzen Um auf die schlechte Amtsfuhrung des Prasidenten aufmerksam zu machen habe man ausserdem uber einen Massenrucktritt nachgedacht 337 Im November 2019 erschien mit A Warning ein anonymes Buch das inhaltlich an das anonyme Essay anknupft und von sich behauptet von demselben Autor zu stammen 338 Im Oktober 2020 outete sich mit Miles Taylor ein ehemaliger Stabschef des Homeland Security unter Donald Trump als Autor der beiden Schriften 339 In dem im Juni 2020 erschienenen Buch The Room Where It Happened erzahlt John R Bolton uber seine Erlebnisse als Nationaler Sicherheitsberater von Trump und charakterisiert ihn darin als inkompetent und korrupt In dem im Juli 2020 erschienenem Buch Too Much and Never Enough beurteilt Donald Trumps Nichte Mary L Trump ihren Onkel ebenfalls als unpassend fur das Prasidentenamt Michael Cohen Trumps fruherer Anwalt veroffentlichte mit Disloyal im September 2020 ein Buch uber seine Zeit als Anwalt von Prasident Trump in dem er mit eben diesem abrechnet 340 341 Nach der Ersturmung des Kapitols am 6 Januar 2021 in Washington D C traf Generalstabschef Mark Milley geheime Vorkehrungen um sicherzustellen dass ein moglicher Befehl Trumps zum Einsatz von Atomwaffen strikt den militarischen Befehlsprozessen und verfahren folgte fernab des Umstands dass die Befehlsgewalt uber den Einsatz von Atomwaffen allein der National Command Authority gebildet in erster Linie aus dem Prasidenten und dem Verteidigungsminister zusteht 342 In einem Telefonat mit der Sprecherin des Reprasentatenhauses Nancy Pelosi am 8 Januar 2021 stimmte Milley der Aussage von Pelosi zu dass Trump verruckt sei Nach dem Telefonat veroffentlichte Pelosi eine Pressemitteilung in der sie das Telefonat mit Milley damit begrundete einen instabilen Prasidenten daran zu hindern Militarschlage zu beginnen oder einen atomaren Angriff zu befehlen 343 344 Amtsenthebungsverfahren 1 Verfahren unter dem Anklagepunkt des Machtmissbrauchs Hauptartikel Erstes Amtsenthebungsverfahren gegen Donald Trump und Ukraine Affare Durch einen Whistleblower wurde im September 2019 bekannt dass Prasident Trump im Juli 2019 den kurz davor ins Amt gekommenen ukrainischen Prasidenten Selenskyj telefonisch gedrangt hatte gegen Joe Biden und dessen Sohn Hunter ermitteln zu lassen 345 346 Hunter Biden war 2014 nach dem Umsturz in Kiew in den Verwaltungsrat des ukrainischen Erdgaskonzerns Burisma Holdings berufen worden 2018 hatte der rechtskonservative US Journalist Peter Schweizer behauptet Hunter Biden wurde korrupte Geschafte corrupt dealings in der Ukraine betreiben Sein Vater Joe Biden war nach dem Ruckzug von Bernie Sanders der einzige verbleibende Kandidat der Demokraten fur die Prasidentschaftswahl am 3 November 2020 Trump wurde vorgeworfen einen politischen Konkurrenten mit auslandischer Hilfe ausschalten zu wollen Die Sprecherin des Reprasentantenhauses Nancy Pelosi leitete am 24 September 2019 offiziell Untersuchungen des Reprasentantenhauses fur ein Amtsenthebungsverfahren official impeachment inquiry gegen Trump wegen eines Bruchs des Amtseides und Gefahrdung der nationalen Sicherheit ein Die zentralen Vorwurfe waren Trump habe eine bereits zugesagte Militarhilfe von fast 400 Mio Dollar zuruckgehalten um Druck auf Selenskyj auszuuben und er habe das US Reprasentantenhaus bei der Aufklarung des Sachverhalts behindert 347 348 349 Am 18 Dezember 2019 leitete das mehrheitlich demokratische Reprasentantenhaus offiziell ein Amtsenthebungsverfahren mit dem Vorwurf des Machtmissbrauchs und der Behinderung des Kongresses gegen Trump ein indem es die beiden articles of impeachment mehrheitlich und weitgehend entlang den Parteilinien annahm die als Grundlage der Anklage des Prasidenten vor dem US Senat dienen Pelosi liess diese Anklage dem Senat am 15 Januar 2020 uberbringen Nach Prasentation der Anklage und Verteidigung und nach der Ablehnung neue Zeugen zu horen und Beweismittel zuzulassen wurde die Abstimmung uber das Impeachment als solches auf Mittwoch den 5 Februar 2020 festgelegt 350 Trump wurde in den beiden Anklagepunkten freigesprochen im ersten Anklagepunkt Amtsmissbrauch stimmten 48 von 100 Senatoren fur seine Verurteilung im zweiten Anklagepunkt Behinderung des Kongresses 47 von 100 Fur eine Verurteilung waren die Stimmen von 67 Senatoren notwendig gewesen 351 Der Freispruch war aufgrund der republikanischen Mehrheit erwartet worden Als einzige Stimme aus den eigenen Reihen wandte sich Mitt Romney beim ersten Anklagepunkt gegen den Prasidenten 352 Kurz darauf entliess Trump die wichtigen Zeugen Gordon Sondland und Alexander Vindman die ihn schwer belastet hatten 353 2 Verfahren unter dem Anklagepunkt der Anstiftung zum Aufruhr Hauptartikel Zweites Amtsenthebungsverfahren gegen Donald Trump und Sturm auf das Kapitol in Washington 2021 Im Zusammenhang mit Trumps Rolle bei den Demonstrationen vor und sein Verhalten wahrend und nach dem Angriff einer Anhanger Demonstration die zur zeitweisen Unterbrechung der Beratungen des Kongress und zur Besetzung des Kapitols fuhrten wurde von Abgeordneten der Demokratischen Partei im Reprasentantenhaus und auch von einzelnen Republikanern der sofortige Rucktritt Trumps gefordert Alternativ wurden jeweils erstmals in der Geschichte der USA eine Absetzung wegen Amtsunfahigkeit durch Kabinettsbeschluss oder ein zweites Impeachment Verfahren noch kurz vor Ende seiner Amtszeit gegen ihn erwogen Die Sprecherin des Reprasentantenhauses Nancy Pelosi teilte u a mit sie habe Kontakt zum ranghochsten US Militarkommandeur aufgenommen um sicherzustellen dass Trump in der verbleibenden Zeit seiner Prasidentschaft keine Kampfhandlungen einleiten oder einen Atomschlag anordnen konne 354 Nachdem Vizeprasident Mike Pence die Forderung abgelehnt hatte Trump durch Anwendung des 25 Verfassungszusatzartikels aufgrund eines Kabinettsbeschlusses wegen Amtsunfahigkeit abzusetzen wurde am 13 Januar 2021 durch Mehrheitsbeschluss des Reprasentantenhauses mit 232 Ja gegen 197 Nein Stimmen das zweite Verfahren zur Amtsenthebung Trumps eingeleitet das unterstutzten auch zehn Abgeordnete der Republikanischen Partei Pelosi erklarte zur Begrundung Trump sei eine eindeutige und andauernde Gefahr fur die Nation Der Prasident der Vereinigten Staaten hat zu diesem Aufruhr dieser bewaffneten Rebellion gegen unser Land angestiftet 355 Das Amtsenthebungsverfahren verfehlte mit 57 zu 43 Stimmen im Senat die notige Zweidrittelmehrheit Trump wurde nicht seines Amtes enthoben Zivilgesellschaftliche Proteste Tax March 15 April 2017 Hauptartikel Proteste gegen Donald Trump Gegen Donald Trump wurden Proteste seit der Verkundung seiner Prasidentschaftskandidatur im Juni 2015 organisiert Nach seinem Wahlsieg Ende 2016 verstarkten sich diese Einige Grossdemonstrationen zogen die Beachtung der Weltoffentlichkeit auf sich Zum Women s March on Washington am 21 Januar 2017 dem Tag nach der Amtseinfuhrung Trumps kamen zur bisher mit Abstand grossten Protestdemonstration in der Geschichte Nordamerikas etwa eine halbe Million Menschen nach Washington D C in den Vereinigten Staaten insgesamt etwa vier bis funf Millionen Menschen zusammen Zum Science March am Tag der Erde 2017 erschienen am 22 April etwa 40 000 in der US Hauptstadt weltweit in rund 600 Stadten zusammen etwa 250 000 Menschen Zum Climate March am 100 Tag der Prasidentschaft am 30 April 2017 kamen etwa 15 000 in Washington zusammen in uber 300 weiteren Stadten der USA wurde demonstriert Im Sommer 2017 begannen einige Schwarze in American Football Teams deren Anhangerschaft sich stark mit derjenigen Trumps uberschneidet aus Protest gegen Diskriminierung und Polizeigewalt wahrend des Abspielens der Nationalhymne vor Spielen zu knien was Trump im September 2017 auf Twitter zum Anlass nahm die Teamleitungen zum Durchgreifen aufzufordern und Colin Kaepernick als Hurensohn zu bezeichnen Daraufhin entschieden sich immer mehr Spieler Trainer und Eigentumer von Teams der National Football League wahrend der Hymne in Solidaritat gegen Trump zu knien oder in der Kabine zu bleiben Auch Basketballstars wie LeBron James zeigten Solidaritat Musiker wie Stevie Wonder und Pharrell Williams knieten vor Auftritten Verschiedene Medien bezeichneten diesen Konflikt als neuen Kulturkampf mit dem Trump von seinen politischen Problemen abzulenken versuche 356 Es kam auch zu situativen Einflussnahmen insbesondere auf einzelne Kongressabgeordnete etwa bei Burgerversammlungen zur Gesundheitspolitik oder an Flughafen nach Trumps Einreisebeschrankungen fur Menschen aus mehrheitlich muslimischen Landern 357 Einige dieser Proteste brachten konkrete Erfolge beim Einfluss auf politische und personelle Entscheidungen Verschiedene Gruppen arbeiten daran die Proteste zu einer organisierten Widerstandsbewegung auszubauen 358 Im Oktober 2017 hatte sich der Widerstand gegen Trump institutionalisiert und ausserhalb etablierter Parteien eine eigene Infrastruktur geschaffen die von politischen Grossspendern unterhalten wird und die zukunftige Ausrichtung linker Politik in den USA und der Demokratischen Partei pragen konne 359 Als der Totung von George Floyd im Mai 2020 landesweit Proteste gegen Polizeigewalt ausloste die massgeblich durch die Bewegung Black Lives Matter getragen wurden bezeichnete Trump diese Bewegung als anarchistisch und unpatriotisch Er entsandte Bundestruppen der Homeland Security in die von den Protesten besonders betroffenen Stadte obwohl sich diese zum Teil gegen diese Massnahme aussprachen Der Chefkorrespondent der New York Times fur das Weisse Haus Peter Baker thematisierte Ende Juli 2020 in diesem Zusammenhang Parallelen zwischen Trumps Rhetorik und dem Law and Order Wahlkampf von George Wallace bei der Prasidentschaftswahl 1968 360 Nominierung von Verfassungsrichtern Mit dem Tod von Ruth Bader Ginsburg im September 2020 hat Donald Trump nach Neil Gorsuch und Brett Kavanaugh bereits zum dritten Mal in nur vier Jahren Amtszeit die Moglichkeit einen konservativen Verfassungsrichter fur den Supreme Court nachzunominieren 361 im Vergleich zu Barack Obama der in acht Jahren nur zwei neue Verfassungsrichter ernennen konnte Die Nominierung eines Verfassungsrichters vor der Prasidentschaftswahl 2020 im November wurde von den Demokraten mit Verweis auf dieselbe Situation vor der Prasidentschaftswahl 2017 in der die Nominierung eines neuen Verfassungsrichters durch Barack Obama durch den republikanisch dominierten Senat mit Verweis auf die bevorstehende US Wahl verwehrt wurde scharf kritisiert Anders als vor der Prasidentschaftswahl 2017 kundigte der republikanische Mehrheitsfuhrer im Senat Mitch McConnell jedoch wenige Stunden nach Ginsburgs Tod an dass ein neuer Verfassungsrichter noch deutlich vor der Wahl bestatigt werden wurde Durch die Nominierung konservativer Verfassungsrichter durch Trump wird das Stimmenverhaltnis im Supreme Court mit 6 3 in Richtung der konservativen Richter verschoben vor Trump herrschte lange Jahre eine Stimmengleichheit von 4 4 aus konservativen und liberalen Richtern die wechselnde Stimme des vorsitzenden Richters gab den entscheidenden Ausschlag Da Verfassungsrichter auf Lebenszeit ernannt werden befurchten Beobachter daher eine deutliche Verschiebung in Richtung konservativ gepragter Urteile des Supreme Courts fur die nachsten Jahre und Jahrzehnte Kritiker befurchten dass eine konservative Verschiebung des Stimmenverhaltnisses durch Trump mit politischem Kalkul geschieht da Trump eine mogliche Wahlniederlage im November 2020 nicht anerkennen konnte und nach Diskussionen um Wahlergebnisse der Supreme Court entscheiden musste 362 COVID 19 Infektion Am 2 Oktober 2020 morgens gab Trump auf Twitter bekannt dass er und seine Frau positiv auf den Erreger SARS CoV 2 getestet worden seien 363 364 Er war vom 3 bis 5 Oktober im Walter Reed Militarkrankenhaus zur Behandlung 365 366 Drei Wochen nach dem Ende seiner Amtszeit wurde bekannt dass seine Blutsauerstoffwerte zeitweise sehr niedrig waren 367 Prasidentschaftskandidatur 2020Zu Donald Trumps Wahlkampf seiner Behinderung der Vorbereitung der US Postal Service auf die Briefwahl seiner SARS CoV 2 Infektion und den Fernsehduellen mit Joe Biden siehe Donald Trumps Prasidentschaft und Prasidentschaftswahl am 3 November 2020 Nach der PrasidentschaftDonald Trump verliess am 20 Januar das Weisse Haus und nahm nicht an der Amtseinfuhrung von Joe Biden teil Normalerweise nimmt jeder scheidende Prasident an der Amtseinfuhrung seines Nachfolgers teil dagegen hielt Trump am Morgen des 20 Januar eine Verabschiedung fur sich selbst ab und flog nach Mar a Lago Big Lie Hauptartikel Big Lie Donald Trump akzeptiert immer noch nicht seine Niederlage bei der Prasidentschaftswahl 2020 und schrieb in einem Statement auf seiner Internetseite die er benutzt weil seine Accounts bei den sozialen Netzwerken gesperrt sind die Prasidentschaftswahl 2020 solle von nun an als THE BIG LIE die grosse Luge bekannt sein Laut einer Umfrage von CNN Ende April 2021 glauben 70 der Republikaner diese Luge 368 Trump veranstaltete am 26 Juni 2021 erstmals wieder eine Grosskundgebung Dabei wiederholte er seine Wahlbetrug Behauptung und warf seinem Nachfolger Joe Biden vor unsere Nation vor unseren Augen zu zerstoren 369 Bei den Republikanern Donald Trump hat immer noch einen sehr grossen Einfluss auf die republikanische Partei Dieser zeigt sich unter anderem als er von Senate Minority Leader Mitch McConnell verlangte er solle einen Untersuchungsausschuss zum Sturm auf das Kapitol in Washington 2021 mit einem Filibuster verhindern was dieser dann auch tat oder als er von House Minority Leader Kevin McCarthy verlangte seine Kritikerin Liz Cheney die sich oft gegen die Big Lie ausgesprochen hatte aus der Fraktionsfuhrung der republikanischen Fraktion im Reprasentantenhaus zu werfen und durch Elise Stefanik zu ersetzen die hingegen sehr oft von Wahlbetrug gesprochen hat 370 Auch dies geschah 371 RezeptionVerhaltnis zu den Medien Hauptartikel Donald Trumps Umgang mit den Medien Zahlreiche Wahlforscher und Nachrichtenmedien waren vom Wahlsieg Donald Trumps uberrascht Viele eher linke Medien hatten vor der Wahl vor allem kritisch uber Trump berichtet wahrend Clinton allgemein hohere Siegchancen zugerechnet worden waren Trump war wegen seiner weithin als rassistisch und sexistisch bezeichneten Ausserungen mitunter als unwahlbar betrachtet worden Der Journalismus Professor Jeff Jarvis bezeichnete Trump als ein Produkt der US Medien und machte sie wegen ihrer ausgiebigen Berichterstattung uber Trump mitverantwortlich fur seinen Erfolg Viele Journalisten hatten die Burger aus den Augen verloren und eine Kluft entstehen lassen 372 Der Medienwissenschaftler Bernhard Porksen verweist im Verhaltnis von Trump zu Fox News Channel auf Langzeitrecherchen von The New Yorker und der New York Times wonach beide Seiten einander Hinweise auf vermeintliche Skandale und angebliche Verschworungen unter anderem zwecks Diffamierung von Gegnern zuspielen Trump kommentiere einzelne Sendungen in Echtzeit auf Twitter seine mehr als 87 Millionen Follower wirkten als Quotentreiber fur Fox News 373 Der Historiker und Journalist Tim Stanley sieht den Wahlerfolg Trumps vor allem in seiner im Vergleich zu Clinton grosseren Prasenz in den Social Media wie Facebook Instagram und vor allem Twitter begrundet zumal die Mehrheit der Burger aus diesen hauptsachlich ihre Informationen beziehe Dies nutzte er um die Fernseh Berichterstattung uber ihn in den von ihm verachteten Mainstream Medien zu manipulieren Pragend fur sein offensives Auftreten gegen kritische Presse war der Anwalt und Rechtsberater von Joe McCarthy Roy Cohn den er 1973 kennenlernte 374 Dieser war es auch durch den Trump im Jahr 1979 Roger Stone kennenlernte der wiederum seitdem gelegentlich unter anderem als Lobbyist fur Trump arbeitete 227 spater Berater der Trump Prasidentschaftskampagne wurde und von Prasident Trump begnadigt wurde nachdem er zu 40 Monaten Haft verurteilt worden war weil er im Zuge der FBI Sonderermittlungen zu Trumps Wahlkampf als Zeuge unter anderem falsch ausgesagt hatte Viele Kommentatoren sorgen sich um die Meinungs und Pressefreiheit wahrend Trumps Prasidentschaft so sagte der Pulitzer Preistrager David Maraniss im November 2016 Trump habe einen Hass freigesetzt der sich nun teilweise auf den Strassen zeigt und das ist extrem gefahrlich 375 Trump forderte unter anderem das Prinzip des Quellenschutzes im Journalismus aufzuheben Er bezeichnete Journalisten und bestimmte Medien vielfach als korrupt oder verlogen sie seien die eigentliche Opposition und Feinde seiner Regierung und des Volkes enemy of the people Trump verhielt sich bei Pressekonferenzen mehrfach ausfallig und liess kritische Medien teilweise ausschliessen 376 Er griff einige Journalisten personlich an die kritisch berichtet oder gefragt hatten im Prasidentschaftswahlkampf etwa Megyn Kelly siehe Sexismusvorwurfe und Serge F Kovaleski uber dessen Korperbehinderung sich Trump durch Nachaffen lustig gemacht hatte Ende Juni 2017 tweetete Trump vulgar gegen Mika Brzezinski und Joe Scarborough die in ihrer MSNBC Sendung Morning Joe Kritik an Trump geaussert hatten Sie erklarten ein enger Berater Trumps habe ihnen einen schadigenden Zeitungsartikel angedroht wenn sie sich nicht bei Trump entschuldigen wurden Trump liess das dementieren 377 Zudem forderte Trump dass die Bundesbehorden die New York Times und die Washington Post abbestellen 378 Manche sehen in Trumps polarisierender Politik eine Chance zum Erstarken der Demokratie So gewann die New York Times von Herbst 2016 bis Februar 2017 uber 275 000 Abonnenten dazu auch die Washington Post und der New Yorker gewannen Abonnenten und stellten Personal unter anderem fur Recherche ein 379 Ein Tweet am 31 Mai 2017 kurz nach Mitternacht uber die constant negative press covfefe sorgte fur weltweite Aufmerksamkeit und Spott und wurde sechs Stunden spater geloscht vermutlich ist die Zeichenfolge covfefe die zum Internetphanomen wurde ein Schreibfehler fur coverage standige negative Presseberichterstattung 380 Einige Medien berichteten dass Trump haufig unberaten twittere wahrend er nachts allein Fernsehen schaue und dabei Sprachregelungen des Weissen Hauses untergrabe 381 was auch rechtliche Konsequenzen haben kann da sich Trump in seinen Tweets ungefiltert zu Themen aussert die Gegenstand von Ermittlungen sind 382 Trump warf den Mainstream Medien am 6 Juni 2017 in einem Tweet vor seine Nutzung von Social Media verhindern zu wollen da sie es hassen wurden dass er die aufrichtige und ungefilterte Botschaft uberbringe 383 Trump veroffentlichte im Juli 2017 ein Video in dem er einem Mann wiederholt ins von einem CNN Logo uberblendete Gesicht schlagt das ursprunglich aus einer Wrestling Storyline Trumps von 2007 stammt CNN bezeichnete dies als Aufforderung zur Gewalt Der republikanische Senator Ben Sasse warnte Trump daraufhin nicht Misstrauen als Waffe einzusetzen to weaponize distrust was die verfassungsmassig verbriefte Meinungsfreiheit gefahrde 384 Ende September 2017 waren in einer Quinnipiac Umfrage 69 zu 29 Prozent der Amerikaner der Ansicht Trump solle mit dem Twittern aufhoren 385 Eine Studie der Harvard Kennedy School ergab dass Trump in den ersten 100 Tagen Gegenstand von 41 Prozent aller Nachrichtenberichte im nationalen Fernsehen gewesen war dreimal mehr als jeder Prasident zuvor von denen 80 Prozent negativ ausgefallen waren 52 Prozent beim konservativen Nachrichtensender Fox News 93 Prozent bei CNN und NBC und 98 Prozent bei der ARD die wie viele andere auslandische Medien besonders haufig die Frage der Amtsfahigkeit Trumps aufwarf 386 Im Jahr 2017 dominierte Trump die uber 2 8 Milliarden politischen Tweets aus den USA extrem er war an allen ausser 17 Tagen des Jahres das wichtigste Thema zudem in jeder Woche bei jeder Nutzergruppe konservative und linke Aktivisten sowie Washingtoner Eliten Trump kam demnach 2017 in uber 901 Millionen Tweets vor in mehr als doppelt so vielen wie 2016 und zehnmal so vielen wie Obama in seinem letzten Amtsjahr 387 Der Journalist David Frum wies im Dezember 2017 darauf hin dass der konservative Mainstream sich mit Trump arrangiert habe So vertraten von den 21 konservativen Kommentatoren des National Review die Anfang 2016 Never Trump niemals Trump gefordert hatten nur noch sechs offentlich diese Meinung darunter Jennifer Rubin William Kristol und John Podhoretz wahrend sich fast ebenso viele zu offentlichen Unterstutzern Trumps gewandelt hatten Auch das zunachst skeptische Herausgebergremium des Wall Street Journal aussert sich demnach zunehmend positiv 388 Laut einer Umfrage im Februar 2018 sagten 54 Prozent der Amerikaner 84 Prozent der Demokraten etwa 20 Prozent der Republikaner die Mainstream Medien wurden ihrer Einschatzung nach Trump fair behandeln wahrend 59 Prozent Trumps Umgang mit den Medien unfair fanden 389 Daruber erzurnt dass Twitter seine per Tweet aufgestellten Behauptungen vom 26 Mai 2020 einem Faktencheck unterzog verfugte Trump per Dekret den Schutz sozialer Netzwerke wie Twitter und Facebook vor Strafverfolgung zu beenden und die Befugnis der Netzwerke durch Nutzer veroffentlichte Inhalte zu moderieren zu beschneiden 390 Wenig spater kennzeichnete Twitter einen auf den Ausnahmezustand in Minneapolis bezogenen Tweet Donald Trumps als gewaltverherrlichend 391 Nachdem das Reprasentantenhaus Ende 2020 ein Gesetzespaket fur den Verteidigungshaushalt beschlossen hatte legte Trump dagegen ein Veto ein Dieses Veto wurde vom US Senat im Januar 2021 mit der notigen Zweidrittelmehrheit abgewiesen Damit wurde erstmals gegen ein Veto Trumps entschieden 276 Am Gesetzespaket das auch Gesetze ausserhalb der Verteidigungspolitik enthalt kritisierte Trump unter anderem dass dieses Gesetzespaket nicht die als Section 230 bekannten Regelung abschafft bzw andert Diese Regelung sieht zum einen vor dass Online Plattformen gegen Beitrage von Nutzern vorgehen konnen und zum anderen Online Plattformen nicht fur die Beitrage der Nutzern haftbar gemacht werden konnen 392 Nach dem Sturm auf das Kapitol in Washington am 6 Januar 2021 deaktivierte Facebook Inc Trumps Zugriff auf seine Benutzerkonten bei Facebook und Instagram Ursprunglich fur 24 Stunden angedacht verlangerte Facebook Inc die Kontensperre mit der Ankundigung diese bis zur Amtseinfuhrung von Joe Biden beizubehalten 393 Am 8 Januar 2021 teilte Twitter mit dass das Twitter Benutzerkonto von Trump realdonaldtrump aufgrund des Risikos einer weiteren Anstiftung zu Gewalt dauerhaft gesperrt wurde 394 Zwei Tweets von vom 8 Januar die von Twitter zeitnah geloscht wurden Anhanger als Teil einer schweigenden Mehrheit Der Publizist Ward Baker hielt den Kandidaten Trump im Dezember 2015 deshalb fur so popular weil ihn die Wahler als authentisch unabhangig direkt und stark ansehen und weil sie glauben dass er nicht von Interessensgruppen gekauft werden kann 395 Nach der Einschatzung des Politikberaters Frank Luntz zeichnen sich Trumps Sympathisanten nicht durch ihre Treue zu konservativen Grundsatzen sondern vor allem durch ihre Wut uber den aktuellen Zustand der US Politik aus Trump spreche Menschen mit unterschiedlichsten Werthaltungen und aus allen sozialen Schichten an weil er ihre Sprache spreche und als Anti Politiker das unpopulare politische Establishment angreife Er positioniere sich ahnlich wie Ende der 1960er Jahre Richard Nixon als Kandidat einer schweigenden Mehrheit 396 Etwa ein Drittel der Anhanger Trumps uberwand laut Umfrage und Wahlerbefragungsdaten vom Februar 2016 wahrend der parteiinternen Vorwahl die bisherigen Spaltungen der republikanischen Wahlerschaft und war in hoher Koharenz durch religiose soziale und rassische Intoleranz vereint 397 Trump umwarb wie die Washington Post analysierte seit Jahren ein rechtes Politiksegment das sich inzwischen zu einem Gegen Establishment fringe establishment verfestigt und grosse mediale Prasenz als Gegenoffentlichkeit gewonnen habe Trump habe verbrannte Erde bei den Etablierten hinterlassen 398 Eine Umfrage des Thinktanks Chicago Council nach dem ersten halben Jahr der Prasidentschaft Trumps ergab dass die Ansichten seiner Kernanhangerschaft sich nicht geandert hatten wahrend in der Wahlerschaft insgesamt die America First Politik insbesondere Aussenhandels Protektionismus und die Ablehnung von Einwanderern unbeliebter geworden war uberproportional bei Anhangern der Republikaner insgesamt 399 Sprache und Stil Trumps Stil und Sprache gelten als ausserordentlich und sind vielfach analysiert worden Performative Inszenierungen haufig melodramatischer Art standen fur den entertainment erfahrenen Trump im Vordergrund auch vor politischen Inhalten etwa bei den haufigen choreographierten Fotos der Unterzeichnung von Erlassen im Oval Office 400 Der Journalist Michael D Antonio urteilte Trump sei so beschaftigt mit seiner Performance dass nichts was er uber sich sagt als aufrichtig bezeichnet werden kann 401 Trumps Art des Handschlags mit internationalen Politikern haufig ausserordentlich lang und intensiv wahrend er etwa Angela Merkel im Oval Office nicht die Hand reichte ist als Dominanzgeste gedeutet worden 402 Satzbau und Wortschatz Trump nutzte bei Reden kurze klar strukturierte Satze mit wenigsilbigen Wortern von denen die wichtigsten oft am Ende stehen und haufig Imperative wie bei seinem Slogan Make America Great Again 403 Grammatik und Vokabular seiner Wahlkampfreden waren laut Indizes auch Elfjahrigen verstandlich 404 die Sprache vieler politischer Konkurrenten und fruherer Prasidenten war bzw ist deutlich komplexer 405 In den 1980er und 1990er Jahren verwendete Trump deutlich komplexere Satzstrukturen und Vokabeln 406 Seine Aussagen 2015 16 waren laut einer computerlinguistischen Studie starker von einem femininen Sprachregister gepragt Hilfsverben Ichbezug emotionale dynamische Ansprache als die aller Kandidaten in Prasidentschaftswahlkampfen seit 2004 auch als die seiner Gegenkandidatin Hillary Clinton 407 408 Konfrontativer und unpolitischer Stil Trumps Stil gilt als konfrontativ Die New York Times erstellt seit Februar 2017 eine standig aktualisierte Liste von uber 500 Personen Orten und Gegenstanden die Trump seit Juni 2015 auf Twitter beschimpft oder beleidigt hat 409 Markus Feldenkirchen urteilte 2015 Trump mache fast alles anders als herkommliche Politiker er benenne gnadenlos alles was im politischen System der USA faul sei 410 Trump bemuhte sich im Wahlkampf nicht um Einschrankungen oder Abschwachungen auch nicht gegenuber bestimmten Wahlergruppen Er verwendete dabei oft provokative tabuverletzende Ausserungen liess Verschworungstheorien und Aussenseiterthesen anklingen und erregte so immer wieder Aufmerksamkeit In seiner Rhetorik von Starken und Schwachen machte er politische Kontrahenten verachtlich etwa durch Anspielungen zu Familienmitgliedern und Spottnamen wie Crooked Hillary Gauner Hillary oder little Marco den Vietnam Veteranen John McCain bezeichnete er als keinen echten Helden weil er sich habe gefangen nehmen lassen 411 Damit erzeuge er bei den Anhangern das Gefuhl personlicher Nahe in einer Kampfgemeinschaft gegen die Etablierten Wie bei Silvio Berlusconi kamen dazu bei Trump der grosssprecherische Mythos vom selbstgemachten Aufstieg zum Milliardar die zur Schau gestellte machohafte Virilitat und die virtuose Beherrschung der Medien 412 Konfrontiert mit kritischen Fragen setze Trump anders als ubliche Politiker die in Abstraktion ausweichen sein komodiantisches Talent ein und bleibe bei seiner einfachen Sprache womit er Distanz vom politischen Geschaft signalisiere 403 Er weiche bei Fragen zu Inhalten und Positionen haufig auf Anekdoten oder auf Personen aus seinem personlichen Umfeld aus anstatt sich auf Details festzulegen 413 Rhetorik Die US Rhetorikprofessorin Jennifer Mercieca Texas A amp M University untersucht seit 2015 Trumps Rhetorik und Sprachgebrauch Trump nutze gezielt sprachliche Muster die schon antike Redner kannten und verwendeten Er ubertreibt und polarisiert er beschimpft politische Gegner ad hominem droht Argumentum ad baculum und entpersonifiziert sie Haufig verwendet er Paralipsen zum Beispiel Ich sage nicht ich sage nur und stellt Vorwurfe so in den Raum dass man ihn nicht verantwortlich machen kann Whataboutism 414 415 Wahrheitsgehalt von Trumps Aussagen Zitate Trump wird ein postfaktischer Politikstil englisch post truth politics zugeschrieben 416 Der Anteil seiner politischen Ausserungen die objektiv falsch sind lag laut Untersuchungen von Websites wie Politifact im Herbst 2017 bei etwa 70 Obama 26 417 New York Times und Washington Post fuhren jeweils Datenbanken mit falschen Aussagen Trumps im Amt die im Sommer 2017 die Tausend uberschritten 418 419 Bis zur Halbzeitwahl im November 2018 waren es uber 6 400 Falschaussagen deren Frequenz Trump im Laufe der Zeit immer weiter steigerte mit uber 1 400 in den sieben Wochen vor der Wahl 420 Insgesamt zahlte die Washington Post in seiner vierjahrigen Amtszeit 30 573 falsche oder irrefuhrende Behauptungen rund die Halfte davon in seinem letzten Amtsjahr Machte er in seinem ersten Jahr als Prasident etwa sechs falsche oder irrefuhrende Behauptungen pro Tag waren es in seinem zweiten Jahr bereits 16 in seinem dritten Jahr 22 und in seinem letzten Jahr 39 421 Im Dezember 2018 fuhrte die Faktencheck Abteilung der Washington Post eine neue Kategorie ein den bottomless Pinocchio fur Aussagen deren Unwahrheit nachgewiesen wurde und die ein Politiker trotzdem mindestens zwanzigmal wiederholte Bis dahin erfullte Trump als einziger Politiker uberhaupt diese Kriterien wahrend die meisten anderen Politiker nachgewiesene Lugen nicht wiederholten Bis Dezember 2018 hatte Trump in vierzehn Fallen eine bottomless Pinocchio Wertung erhalten darunter fur die 123 mal wiederholte Falschaussage seine Steuersenkung sei die grosste der Geschichte oder fur die 86 mal wiederholte Behauptung der Bau der Grenzmauer nach Mexiko habe bereits begonnen Die Suddeutsche Zeitung warf angesichts der Tatsache dass diese wiederholten Lugen Trump bei seinen Anhangern nicht schadeten die Frage auf ob das Instrument des Faktenchecks uberhaupt sinnvoll ist 422 423 424 Harry G Frankfurt bezeichnete Trump 2016 als Bullshitter der anders als ein Lugner gar kein Verhaltnis mehr zu Wahrheit und Wirklichkeit habe sondern einfach irgendwelche Behauptungen in die Welt setze 425 426 Die Sozialwissenschaftlerin Bella DePaulo ausserte 2017 nach Studien zum Lugen Trump luge nicht nur haufiger als jeder andere Untersuchte sondern das Verhaltnis seiner Lugen um selbst besser dazustehen zu freundlichen kleinen Lugen ublicherweise bei zwei zu eins liege bei Trump bei uber sechs zu eins Zudem sei der Anteil seiner Lugen die andere verletzten mit 50 ungewohnlich hoch ublich 1 bis 2 In zwei Umfragen im Herbst 2017 ausserten weniger als 40 der befragten Amerikaner Trumps Aussagen Glauben zu schenken 427 Der republikanische Senator Jeff Flake sagte am 17 Januar 2018 in einer Rede vor dem US Senat Im Jahr 2017 wurde die Wahrheit die objektive empirische nachweisliche Wahrheit mehr missbraucht und in Mitleidenschaft gezogen als jemals zuvor in der Geschichte unseres Landes verantwortet von der machtigsten Personlichkeit innerhalb unserer Regierung Das standige Wiederholen von Unwahrheiten unterhohle das Vertrauen in wichtige Institutionen und bringe die Offentlichkeit dazu diesen nicht mehr zu glauben Dies habe zerstorerische Effekte auf die Demokratie 428 Die Politikwissenschaftler Nancy L Rosenblum und Russell Muirhead haben Trump 2019 als Beispiel fur new conspiracism genannt eine neue Form von Verschworungsglauben Dieser verzichtet anders als klassische Verschworungstheorien ganzlich auf Belege und Indizien und stutzt sich allein auf insinuierende Fragen und blosse Behauptungen die oft wiederholt werden Typischerweise leite Trump solche Behauptungen mit der Phrase ein eine Menge Leute wurde das sagen Im Vorwahlkampf 2016 etwa verbreitete er belegfrei die Verdachtigung der Vater seines Konkurrenten Ted Cruz hatte Kontakt zum Kennedy Attentater Lee Harvey Oswald gehabt Auch wenn das nicht vollig zutreffe sei dennoch etwas dran Seit seinem Amtsantritt habe Trump beinahe taglich solche Verschworungsbehauptungen uber Fake News angebliche manipulierte Wahlen oder einen Putsch des Justizministeriums verbreitet 429 In einer Rede an die Nation am Unabhangigkeitstag der USA im Juli 2019 behauptete Trump die US Amerikaner hatten im Jahr 1775 wahrend des amerikanischen Unabhangigkeitskriegs Flughafen eingenommen 430 Im Zuge des Hurrikans Dorian prasentierte Trump im September 2019 eine im Nachhinein manipulierte Ubersichtskarte des National Oceanic and Atmospheric Administration um seine Behauptung zu belegen der Bundesstaat Alabama konnte durch den Hurrikan gefahrdet sein 431 Im Marz 2020 behauptete Trump Seoul hatte 38 Millionen Einwohner 432 In einem Tweet vom 26 Mai 2020 versuchte Trump zu erklaren warum die kalifornische Briefwahl zur US amerikanischen Prasidentschaftswahl 2020 zu einem Wahlbetrug fuhren wurde Twitter markierte diesen Tweet nach einem Faktencheck als irrefuhrend 433 Siehe dazu Kontroverse um Briefwahl Behinderung der US Bundespost Strategien und Kalkul Die FAZ bezeichnete 2017 leere Drohungen und leere Versprechen als Kennzeichen seines Krisenmanagements 434 Trumps Verhandlungsfuhrung ist mit der eines Geiselnehmers verglichen worden Trump drohe bestimmte Programme zu beenden um die Gegenseite zu Zugestandnissen zu bewegen Er verhandle auf distributive Weise es gehe ihm also unter einer Nullsummenannahme darum sich vollstandig durchzusetzen Win lose Situation wahrend Politik ublicherweise auf integrativem Verhandeln beruht in der alle Seiten sich auf einen komplexen Interessenausgleich einigen Win win Situation Wahrend distributives Verhandeln auf Bluffen Drohen und Lugen zuruckgreift geht der integrative Ansatz von Vertrauensbildung Verstandnis fur das Gegenuber und Kenntnis der Fakten aus Trump so der Journalist Josh Marshall sei nur eine besonders extreme Form des distributiven Verhandelns gewohnt die fur dauerhafte Arrangements ungeeignet sei 435 Trumps Verhalten ist als Strategie gedeutet worden seine Gegner stets im Unklaren zu lassen und immer wieder nicht nur die Positionen sondern auch den Ort der Auseinandersetzung zu verandern constantly shifting battlefield In seinem Verhalten handelt Trump zudem konsequent entsprechend seinen beiden Haupt Devisen Always get even Rache Dich immer und Hit back harder than you were hit Schlag harter zuruck als man Dich geschlagen hat 436 Der Trump gegenuber kritische Senator Bob Corker lobte diesen im Januar 2018 fur diese Unberechenbarkeit da sie den Vereinigten Staaten eine gute internationale Verhandlungsposition einbringe 437 438 439 Trumps Biograph Timothy L O Brien ist dagegen der Ansicht dass Trumps Handlungsmotivation stets entweder Selbsterhaltung oder Selbstuberhohung sei Zu strategischem Denken sei er nicht fahig 440 Dabei sehen manche Kommentatoren die Gefahr Trumps Verhalten zu uberanalysieren Die Zeit beschrieb 2017 eine hermeneutische Not der Kommentatoren wegen der sich standig uberbietenden Performance Trumps dem mit den ublichen Deutungskategorien nicht beizukommen sei Trump habe den Burgern den Luxus einer stabilen Demokratie genommen sich nicht standig mit Politik beschaftigen zu mussen und sorge daher fur Stress 441 Dieser Umstand lasst sich entgegen der These Trump sei zu strategischem Handeln nicht fahig als Umsetzung der bereits im antiken Griechenland erfolgreichen Chaosstrategie interpretieren Er setzt dabei auf die Unfahigkeit der Medien mit seinen politischen Fauxpas sowie personlichen Skandalen auf dem Laufenden zu halten sodass er ungehindert von offentlichem Widerstand handlungsfahig bleibt da die Offentlichkeit schon wieder vollig mit der Bewaltigung und Analyse der nachsten von ihm ausgelosten Krise beschaftigt ist Durch Variation der Frequenz mit der er zum Fokus im offentlichen Interesse wird und des Ausmasses der notwendigen Berichterstattung um die Situation zu erfassen sorgt er fur einen konstanten Notstand ein Hintergrundrauschen in dem die wirklich kontroversen Entscheidungen untergehen 442 Einordnung in die amerikanische Politikgeschichte Torben Lutjen sieht die Prasidentschaft Trumps als Resultat der zunehmenden Polarisierung zwischen Demokraten und Republikanern die begann als die Demokraten bei der Prasidentschaftswahl 1964 wegen ihrer Annaherung an die Burgerrechtsbewegung die konservativen Sudstaaten Solid South an den radikal libertaren Republikaner Barry Goldwater verloren Dafur gewannen sie die liberalen Hochburgen der Republikaner im Nordosten wodurch die regionalen Spannungen innerhalb der Parteien sanken wahrend die Unterschiede zwischen ihnen wuchsen Bei der Prasidentschaftswahl 1968 gelang es Richard Nixon die bis dahin traditionell demokratische weisse Arbeiterschaft zu spalten und mehrheitlich ins konservative Lager zu ziehen Sein Rechtspopulismus ersetzte soziookonomische durch soziokulturelle Konfliktlinien und setzte bereits auf dieselben Gegner wie Trump durch Antiintellektualismus sowie die Medien und eine liberale Elite als Feindbilder 443 Einige Stimmen sehen im Erfolg von Trump und Sanders als Teil einer Anti Establishment Bewegung das Ende des bisherigen Parteiensystems das als das funfte oder sechste seiner Art in der Geschichte der Vereinigten Staaten angesehen wird Trump wird dabei als Endpunkt eines republikanischen Prozesses angesehen der mit Wut und Extremismus Wahler mobilisiere ohne belastbare Zukunftsvisionen anzubieten mit Akteuren wie Fox News und der Tea Party Bewegung Laut Robert Kagan wurden die Anhanger der Republikaner wahrend Obamas Prasidentschaft dazu ermutigt den Staat und seine Institutionen als etwas anzusehen das uberwunden werden musse was den Erfolg des Aussenseiters Trump erklare 444 Der Historiker Joseph J Ellis interpretiert Trumps Erfolg als eine fur die amerikanische Geschichte typische politische Gegenbewegung der White Anglo Saxon Protestants in diesem Fall auf den ersten afroamerikanischen Prasidenten wie zuvor das Entstehen der Jim Crow Gesetze und des Ku Klux Klans als Reaktion auf die Reconstruction sowie der Erfolg von Nixons und spater Reagans Law and Order als Antwort auf die Burgerrechtsbewegung 445 Thomas Assheuer hat 2020 Trump als ein Symptom einer unbegriffenen Krise interpretiert Trump sei Produkt seines Zeitalters Die Weltfinanzkrise seit 2007 als Millionen Burger ihre Alterssicherung ihren Job und sogar ihr Heim verloren wahrend die Verantwortlichen straflos und die Reichen und Superreichen mit einem blauen Auge davonkamen habe eine kollektive Verunsicherung verursacht diese sei von Trump weidlich ausgebeutet worden zum Saen und Schuren von Hass und Spaltung 446 Internationale Einordnung Trumps Erfolg wurde mit rechtspopulistischen Parteien in Europa in Verbindung gebracht 447 Die New York Times etwa sah Trumps Kampagne auf den Spuren der vor allem Arbeiter ansprechenden Parteien wie der britischen UKIP die die christliche Identitat und okonomische Integritat als durch Zuwanderung bedroht betrachteten Teile der Bevolkerung sahen sich als Zuruckgelassene im kulturellen Wandel und wegen Arbeitsplatzabwanderung in der globalisierten Wirtschaft als Modernisierungsverlierer wogegen diese Bewegungen einen Wohlfahrtschauvinismus propagierten also die Verteidigung des Sozialstaats nur fur die Einheimischen 412 Nach Trumps Wahlsieg kam die Befurchtung auf er konne eine nationalistische Internationale mit autoritaren und rechtsgerichteten Bewegungen weltweit bilden etwa mit Nigel Farage im Vereinigten Konigreich Marine Le Pen in Frankreich und Wladimir Putin in Russland und sich so gegen die bisher stabile liberale Ordnung der westlichen Staaten stellen Das wurde im Fruhjahr 2017 durch Trumps zunehmend interventionistische und anti russische Aussen und Sicherheitspolitik jedoch unwahrscheinlicher 448 449 In Kunst und Popkultur Im Film Kevin Allein in New York von 1992 spielte Trump in einem kurzen Cameoauftritt mit Dies sei seine Bedingung dafur gewesen dass die Dreharbeiten in der Lobby des Plaza Hotels erfolgen durften dessen Eigentumer er damals war 450 Die Zeichentrickserie Die Simpsons entwickelte in der im Jahr 2000 ausgestrahlten Folge Barts Blick in die Zukunft Staffel 11 die Idee dass Lisa Simpson im Jahr 2030 als erste US Prasidentin auf Donald Trump folge 451 2015 wurde die Rede Trumps zur Erklarung der Prasidentschaftskandidatur ebenfalls in der Serie aufgegriffen 452 Nach seinem erfolgreichen Einstieg als Entertainer mit The Apprentice wurde 2005 der Fernsehfilm Trump Unauthorized deutsch Donald Trumps grosse Show mit Louis Ferreira in der Hauptrolle ausgestrahlt der auf Buchern seiner Biografin Gwenda Blair beruht 453 Am 30 Marz 2016 veroffentlichten die Rapper YG und Nipsey Hussle den Protestsong FDT Fuck Donald Trump der aufgrund seines anstossigen Textes Ermittlungen des Secret Service zur Folge hatte 454 Im Oktober 2016 startete ein von Dave Eggers ins Leben gerufenes Musikprojekt namens 30 Days 30 Songs mit dem Ziel bis zum Tag der Prasidentschaftswahl taglich ein Lied fur ein Trump freies Amerika zu veroffentlichen Mit der Wahl Trumps wurde das Projekt unter dem Motto 1 000 Days 1 000 Songs auf die Dauer seiner Amtszeit ausgeweitet 455 Eine ahnliche Playlist wurde vom Independent Label Secretly Canadian unter dem Namen Our First 100 Days herausgegeben Im Oktober 2016 tauchte in New York City ein Wahrsageautomat mit einer Trump Puppe als Prophet auf The all seeing Trump deutsch Der allsehende Trump Es handelte sich um eine bewegliche Kunstinstallation 456 Der allsehende Trump hatte eine einwanderungsfeindliche Haltung und einen dusteren Ausblick in die Zukunft Druckte man auf einen Knopf liess er finstere Vorhersagen verlauten 456 und spuckte eine misfortune card deutsch Unglucks Karte aus 457 Bei der Golden Globe Verleihung Mitte Januar 2017 gab die Schauspielerin Meryl Streep statt einer Dankesrede eine Stellungnahme zu Donald Trump ab Respektlosigkeit ladt zu Respektlosigkeit ein Gewalt animiert zu Gewalt Sie fugte hinzu Wenn die Machtigen ihre Position benutzen um andere zu tyrannisieren dann verlieren wir alle Trump bezeichnete daraufhin Streep in einem Tweet als eine der uberbewertetsten Schauspielerinnen in Hollywood und Dienerin von Hillary Clinton 458 459 Ende Januar 2017 stoppte der Verhullungskunstler Christo Verhullter Reichstag sein Projekt Over the River die streckenweise Uberspannung des Arkansas River im US Bundesstaat Colorado mit silbrigen Gewebebahnen nach 20 Jahren Vorbereitung Hier ist die US Bundesregierung unser Vermieter Sie besitzt das Land Ich kann kein Projekt machen das diesem Vermieter zugutekommt 460 Joan Baez bezog sich in ihrem Anfang April 2017 veroffentlichten Song Nasty Man Garstiger Mann auf Trumps Beschimpfung seiner Gegenkandidatin Hillary Clinton wahrend des letzten TV Duells im Wahlkampf als nasty woman 461 462 Zwei Dokumentarfilme You ve Been Trumped 2011 und A Dangerous Game 2014 zeichneten den Kampf lokaler Initiativen gegen von Trump geplante Golfplatze nach Am 18 Oktober 2016 veroffentlichte der Filmemacher Michael Moore die bissige Politik Dokumentation Michael Moore in TrumpLand 2018 folgte die Dokumentation Fahrenheit 11 9 in der sich Moore mit der Prasidentschaft von Trump beschaftigt In seinem Roman Golden House 2017 persifliert Salman Rushdie Trump in der Figur des Comic Schurken Joker Zur Prasidentschaftswahl in den Vereinigten Staaten 2020 veroffentlichte Roy Zimmerman eine Parodie des Songs The Lion Sleeps Tonight namens The Liar Tweets Tonight auf YouTube 463 Frisur Comb Over Trumps Frisur ein sogenannter Comb Over bei dem lange Haarstrahnen uber kahle Stellen auf dem Kopf gekammt werden wurde haufig popkulturell rezipiert Die britische Boulevardzeitung Daily Mail veroffentlichte 2008 eine Beschreibung des gravity defying Donald Trump combover der Schwerkraft trotzender Donald Trump Comb Over der laut Schema vier Kammrichtungen kombiniert 464 Das Time Magazine veroffentlichte 2011 ein Schema der Frisur das drei Kammrichtungen kombiniert 465 Das Portal BuzzFeed veroffentlichte 2013 einen Artikel mit der Uberschrift The 23 Most Important Comb Overs of Congress Die 23 wichtigsten Comb Overs im Kongress Darin wird die Frisur des Abgeordneten Steve Chabot mit Trumps Round the World technique einmal um die Welt Technik verglichen 466 Das Magazin Vanity Fair veroffentlichte eine Illustrierte Geschichte seiner Frisur 467 2015 erschien eine Videosequenz der Simpsons unter dem Titel Trumptastic Voyage in dem Homer Simpson durch Trumps Frisur schwebt die er als gravity defying combover bezeichnet 468 Wahrend des Wahlkampfs schrieb der Musiker Jello Biafra ein Stuck mit dem Titel Satan s Combover Der Comb Over des Satans 469 Zahlreiche Medien schrieben uber Trumps Kammtechnik und zeigten Bilder auf denen seine Frisur vom Wind in Unordnung gebracht wird 470 471 472 Der kanadische Entomologe Vazrick Nazari benannte 2017 die Mottenart Neopalpa donaldtrumpi nach Trump aufgrund der Ahnlichkeit der gelblich weissen Schuppen auf dem Kopf erwachsener Mannchen mit Trumps Frisur 473 Bei Demonstrationen waren Plakate mit dem Slogan We Shall Overcomb Wir werden es uberkammen zu sehen der auf den Protestsong We Shall Overcome anspielt 474 475 In seinem 2017 erschienenen Enthullungsbuch Fire and Fury zitiert der Journalist Michael Wolff Trumps Tochter Ivanka mit einer ausfuhrlichen Schilderung von dessen Frisiervorgang Sie erklarte den Vorgang oft ihren Freunden ein total kahler Oberkopf seit einem Eingriff zur Kopfhaut Reduktion eine klar abgegrenzte Insel vorn und an den Seiten umgeben von einem pelzigen Haarkranz Von dort werden alle Haarspitzen hochgekammt und in der Mitte zusammengefuhrt dann wird alles zuruckgekammt und mit Haarspray fixiert 476 477 Trump demonstrierte 2018 auf einer Wahlkampfveranstaltung wie er eine kahle Stelle am Hinterkopf verdeckt 478 2019 produzierte der schwedische Uhrenhersteller Triwa eine Armbanduhr mit einer Karikatur von Trumps Kopf deren Zeiger die Form von Haarstrahnen haben 479 In der Family Guy Episode Trump Guy 2019 bekommt Peter Griffin als Trumps Pressesprecher die Aufgabe Raume auf elektrostatische Aufladung zu uberprufen bevor sie Trump betritt Als er Trump nach dem Offnen einer Tur die Hand gibt stehen dessen Haare vom Kopf ab 480 In der britischen satirischen Puppenserie Spitting Image wird seit 2020 die Frisur von Donald Trump als eigene Figur mit Gesicht dargestellt die den kahlen Kopf der Trump Puppe verlasst 481 Wahrend des Wahlkampfs 2020 veroffentlichte die New York Times Details aus Trumps Steuererklarung 482 aus denen Ausgaben von 70 000 Dollar fur Haarpflege wahrend seiner fruheren Tatigkeit als Moderator der Sendung The Apprentice hervorgingen 483 Ehrungen und Auszeichnungen Trumps Stern auf dem Hollywood Walk of Fame Nahaufnahme des Kopfes der Palpenmottenart Neopalpa donaldtrumpi 1983 Tree of Life Award des Judischen Nationalfonds fur Beitrage zu den israelisch amerikanischen Beziehungen 1986 Ellis Island Medal of Honor 484 1989 Goldene Himbeere Negativpreis fur seine Nebenrolle in Ghosts Can t Do It 485 1995 Aufnahme in die Gaming Hall of Fame wegen seiner Spielcasinos 486 2007 Stern auf dem Hollywood Walk of Fame 487 Muhammad Ali Entrepreneur Award 488 2010 Ehrendoktorwurde der Robert Gordon University 489 Widerruf durch die Verleiher 2015 490 New York Ride of Fame 491 2012 Ehrendoktorwurde der Liberty University 492 2013 WWE Hall of Fame Wrestling 493 2015 The Algemeiner Liberty Award fur Beitrage zu den israelisch amerikanischen Beziehungen 494 New Jersey Boxing Hall of Fame 495 Ehrenburgerschaft Key to the City von Doral Florida 496 2016 Time Person of the Year 497 Financial Times Person of the Year Namensgeber fur die fossile Seeigelart Tetragramma donaldtrumpi 498 2017 Namensgeber fur die in Kalifornien Arizona und Mexiko beheimatete Palpenmottenart Neopalpa donaldtrumpi 499 Konig Abdulaziz al Saud Orden der hochste Orden Saudi Arabiens fur auslandische Regierungschefs 500 2018 Vorgesehener Namensgeber fur Dermophis donaldtrumpi eine wurmartige Amphibienart 501 2019 Zweifache Auszeichnung mit der Goldenen Himbeere 2019 fur seine Nebenrollen in Death of a Nation und Fahrenheit 11 9 als er selbst 502 Veroffentlichungen Auswahl mit Tony Schwartz Trump Die Kunst des Erfolges Heyne Munchen 1988 ISBN 3 453 04005 8 Original Trump The Art of the Deal Random House 1987 ISBN 978 0 345 47917 4 Neuausgabe Tony Schwartz Ghostwriter fur Trump So werden Sie erfolgreich Strategien fur den Weg nach oben Redline Munchen 2008 ISBN 978 3 636 01597 6 Neuauflage Tony Schwartz Ghostwriter fur Trump Trump The Art of the Deal Plassen Buchverlage Kulmbach 2017 ISBN 978 3 86470 479 6 mit Meredith McIver Gib niemals auf Wie ich meine grossten Herausforderungen in meine grossten Triumphe verwandelte Ubersetzt von Isabel Lamberty Klaas Redline Munchen 2008 ISBN 978 3 636 01596 9 Original Never Give Up How I Turned My Biggest Challenges into Success Wiley 2008 ISBN 978 0 470 19084 5 mit Bill Zanker Nicht kleckern klotzen Der Wegweiser zum Erfolg aus der Feder eines Milliardars Borsenmedien Kulmbach 2008 ISBN 978 3 938350 73 7 Original Think Big and Kick Ass in Business and Life Harper 2007 mit Meredith McIver Wie man reich wird Ubersetzt von Horst Fugger FinanzBuch Munchen 2004 ISBN 3 89879 080 0 Original Trump How to Get Rich Ballantine 2004 ISBN 978 0 345 48103 0 GREAT AGAIN Wie ich Amerika retten werde Plassen Buchverlage Kulmbach 2017 ISBN 978 3 86470 384 3 Crippled America How to Make America Great Again Threshold Editions New York 2015 ISBN 978 1 5011 3796 9 Siehe auchTrumpismus Tour de TrumpDokumentarfilmeMichael Moore in TrumpLand 73 Min Ein Film von Michael Moore USA 2016 503 Die Trumps Aus der Pfalz ins Weisse Haus 48 Min Ein Film von Paul Berczeller Vereinigtes Konigreich 2017 504 Trump An American Dream 4 Folgen Titelnamen Manhattan Der Spieler Citizen Trump Politik 222 Min Vereinigtes Konigreich 2017 505 Fahrenheit 11 9 128 Min Ein Film von Michael Moore USA 2018 506 Die Trump Dynastie Der Weg zur Macht 3 Folgen Titelnamen In die Wiege gelegt Hoher Einsatz Die Trump Show 258 Min USA 2019 507 508 Trumps schmutziger Deal Der Prasident und die Ukraine Affare 58 Min Ein Film von Jacques Charmelot und Francois Chaye Frankreich 2020 509 Das gespaltene Amerika Trump America first Frontline Staffel 38 Folge 3 106 Min Ein Film von Michael Kirk USA 2020 510 Amerika hat die Wahl Trump gegen Biden 110 Min Ein Film von Michael Kirk und Mike Wiser USA 2020 511 Trump und das FBI Eine amerikanische Affare 90 Min Ein Film von David Carr Brown und Fabrizio Calvi Frankreich Deutschland 2020 512 Trumps Erbe Das zerrissene Amerika 45 Min Ein Film von Carsten Oblander Deutschland 2021 513 Literatur alphabetisch geordnet Wayne Barrett Trump The Greatest Show on Earth The Deals the Downfall the Reinvention Regan Arts New York 2016 ISBN 978 1 68245 079 6 Nachdruck der 1 Auflage von 1992 mit einem neuen 30 seitigen Vorwort Stephan Bierling America First Donald Trump im Weissen Haus Eine Bilanz C H Beck Munchen 2020 ISBN 978 3 406 75706 8 Gwenda Blair Donald Trump The Candidate Simon amp Schuster New York 2007 Paperback Nachdruck 2015 ISBN 978 1 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Selling of an Outsider in the 2016 Presidential Election In Iwan Morgan Mark White Hrsg The Presidential Image A History from Theodore Roosevelt to Donald Trump Bloomsbury London 2020 ISBN 978 1 78831 359 9 S 231 250 hier S 231f Trump ist mit niemandem vergleichbar mit dem Merkel je zu tun hatte Interview In Zeit Online 17 November 2016 The Trump Administration s War On The Press In MediaMatters 18 Mai 2017 Trump attackiert Moderatoren mit drastischen Worten In Zeit Online 29 Juni 2017 Gabriel Sherman What Really Happened Between Donald Trump the Hosts of Morning Joe and the National Enquirer In New York 30 Juni 2017 Roger de Weck Die Kraft der Demokratie Eine Antwort auf die autoritaren Reaktionare Suhrkamp Berlin 2020 S 283 Claus Christian Malzahn Wie Donald Trump die freie Presse starkt In Die Welt 25 Februar 2017 Tobias Dorfer Was bedeutet Trumps covfefe In Zeit Online 31 Mai 2017 Chris Cilliza Covfefe tells you all you need to know about Donald Trump In CNN com 1 Juni 2017 Zu 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