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Division (Militär)

Eine Division ist ein militärischer Großverband, der sich in den verschiedenen Teilstreitkräften und Staaten unterschiedlich zusammensetzen kann. Eine Division besteht üblicherweise aus rund 10.000 bis 30.000 Soldaten. Unterstellt sind der Division Kampftruppenbrigaden und selbständige Divisionsbataillone oder -regimenter der Kampfunterstützungstruppen, Logistiktruppen und Führungstruppen. Divisionen werden von einem Divisionskommandeur meistens im Dienstrang eines Generalmajors geführt, in der Schweiz eines Divisionärs. Die nächsthöhere Führungsebene in den Landstreitkräften ist das Korps, sofern Divisionen nicht von einer anderen Kommandobehörde geführt werden.

Grundsätzlich wird der Begriff Division für einen Großverband der Landstreitkräfte verwendet. Divisionen der Luftwaffe orientieren sich an der personellen Größenordnung einer Heeresdivision – ihr sind mehrere Geschwader unterstellt. Abweichend davon gibt es in den Seestreitkräften auch erheblich davon abweichende Organisationsformen mit der Bezeichnung Division (s. u.) wie eine Schiffsdivision, die einer Abteilung entspricht.

Eine Division ist im Heer ein operativer Großverband der Landstreitkräfte, der zum Gefecht der verbundenen Waffen befähigt ist und sich aus mehreren Regimentern oder Brigaden sowie verschiedenen Divisions-Unterstützungstruppen zusammensetzt.

Die Wehrmacht, später auch die Rote Armee gliederte ihre Divisionen in drei Regimenter einer Waffengattung, bei Panzerdivisionen ein Panzerregiment und zwei Panzergrenadierregimenter und weitere Divisionsverbände. Die NATO und die Bundeswehr gliederte ihre Divisionen in Brigaden, da diese eine flexiblere taktische Gefechtsführung durch Verbände durch gegenseitige Unterstellung ermöglichte, während in der Regimentsgliederung diese meist reinrassig blieben, oder die Wehrmacht im späten Kriegsverlauf zur Aufstellung von Kampfgruppen überging, die der Übergang zur Brigadegliederung darstellt.

In den Weltkriegen mit ihren Millionenheeren kamen ihnen oft rein operative Aufgaben zu. Typisch ist eine Gliederung mit zwei bis drei Regimentern oder Brigaden mit Infanterie, Kavallerie oder Panzertruppen, ein Regiment oder Brigade Artillerie, sowie verschiedene Kampfunterstützungstruppen wie Pioniere, Sanitäter, Logistiktruppen, Panzerabwehrtruppen in Bataillonsstärke, geführt von einem Divisionsstab mit einem Divisionskommandeur im Generalsrang. Die typische Sollstärke lag zwischen 10.000 und 20.000 Soldaten, in manchen Fällen, wie etwa bei der US-Armee während des Ersten Weltkrieges, auch darüber.

Geschichte

Vorgeschichte

Der Begriff Division bezeichnete ursprünglich einen Teil einer beliebig großen Einheit. So führte Herzog Ferdinand von Braunschweig im Siebenjährigen Krieg eine aus den Kontingenten der Bundesgenossen Preußens zusammengesetzte „Division“, die aus allen Waffengattungen bestand. Als fester Terminus bezeichnete „Division“ bis zum Ende des 18. Jahrhunderts in der Regel eine Teileinheit eines Bataillons.

Über die Brauchbarkeit taktischer Formationen aus Infanterie, Kavallerie und Artillerie, von ihm Legion genannt, stellte 1757 der französische Marschall Moritz von Sachsen in seinen Rêveries Überlegungen an. Eine zwischen Brigaden/Regimentern und der „Armee“ als Großverband stehende organisatorische Struktur im Sinne einer heutigen Division wurde erstmals im Frankreich während des siebenjährigen Krieges geschaffen. Es handelte sich hierbei jedoch um reine Marschverbände, die nach der Herstellung der Linienformation keine taktische Funktion mehr erfüllten. Ihre einzige Aufgabe bestand darin, den Übergang von der Marschformation in Linie zu beschleunigen und zu ordnen, nachdem eine französische Armee während dieses Manövers in Roßbach von einem zahlenmäßig unterlegenen preußischen Heer geschlagen worden war.

Wohl eine taktische Funktion, jedoch keine administrative Dauerhaftigkeit hatten behelfsmäßig gebildete, frei manövrierende, gemischte preußische Verbände in der Schlacht bei Freiberg und der Schlacht bei Vellinghausen, die das strikte Muster der Lineartaktik durchbrachen, aber Ausnahmeerscheinungen ohne weitere Nachwirkung im preußischen Heer blieben. Eingang in die zeitgenössische militärische Theorie fanden derartige Formationen in Guiberts Essai général de tactique von 1770 und Pierre Joseph de Bourcets Principes de la Guerre de Montagnes von 1775, die damit die weitere Entwicklung taktischer Großverbände in den Revolutionskriegen andeuteten: Kolonnen aus Kavallerie, Infanterie und Artillerie, die zentral durch einen Stab geführt, auf mehreren Operationslinien vorrückten um ein gemeinsames operatives Ziel zu erfüllen. In technischer Hinsicht verbesserte die Reform der französischen Artillerie durch Gribeauval die Möglichkeit der Kooperation von Feldartillerie mit den anderen Waffengattungen.

Entstehung in den Koalitionskriegen

Divisionen im heutigen Sinn, sowohl als dauerhafter administrativer Verband, als auch als selbstständig operierende Einheit einer Armee, entstanden infolge der Französischen Revolution unter dem Eindruck des ersten Koalitionskrieges. Wegen der großen Ausdehnung der französischen Streitkräfte durch Freiwillige und die Levée en masse auf über 1 Million Soldaten, sowie durch die Unerfahrenheit vieler militärischer Führer, wurde eine Führungsebene zwischen den Armeebefehlshabern und den Regimentern notwendig. Diese wurde unter maßgeblicher Beteiligung von Lazare Nicolas Marguerite Carnot durch Dekret des Nationalkonvents und des Wohlfahrtsausschusses 21. Februar 1793 geschaffen. Zumindest auf dem Papier wurden die Streitkräfte der Republik nunmehr in Divisionen, Brigaden und Halbbrigaden, gegliedert. Die Infanterieregimenter wurden aufgelöst. Die Divisionen bestanden dabei aus zwei Infanteriebrigaden zu zwei Halbbrigaden mit je drei Bataillonen, einem Kavallerieregiment sowie 32 Feldgeschützen. Kavalleriedivisionen mit berittener Artillerie wurden ebenfalls gebildet. Es handelte sich also um Verbände verbundener Waffen, die als Teil einer größeren Streitmacht eigene Kampfaufgaben selbstständig erfüllen konnten. Damit vereinfachte sich die Führung größerer Streitkräfte und ihre Flexibilität stieg, da den Divisionen jeweils Teilaufgaben übertragen werden konnten. Als vorteilhaft erwies sich auch die Möglichkeit, die Gesamtstreitmacht in Divisionskolonnen auseinandergezogen marschieren zu lassen, da so die „Versorgung aus dem Land“ erfolgen konnte und der Bedarf an großen, hinderlichen Trains abnahm.

Ein Beispiel, wie die neue Gliederung die Operation größerer Verbände positiv beeinflusste, stellt die Schlacht bei Wattignies nahe Maubeuge am 15. und 16. Oktober 1793 dar, bei der es dem französischen Befehlshaber Jean-Baptiste Jourdan gelang, nach einem schnellen Vormarsch auf breiter Front und einem ersten gescheiterten Angriff, seine Truppen schnell umzugruppieren, die österreichischen Truppen auszumanövrieren und zu schlagen. Eine derartige Expertise im Umgang mit den neu geschaffenen Verbänden war allerdings bis zum Ende des ersten Koalitionskrieges eher selten. Vielfach wurde die Kooperation zwischen den einzelnen Divisionen eines Befehlshabers vernachlässigt, so dass es den Koalitionsstreitkräften gelang, Divisionen einzeln zu zerschlagen. Aus diesem Grund wurde diese Innovation lange Zeit Napoléon Bonaparte zugeschrieben, der sie, durch die Schaffung eines neuen operativen Großverbandes in Gestalt der Armeekorps, noch einmal entscheidend verbesserte.

Die Gliederung der Armee in Divisionen wurde, unter dem Eindruck der militärischen Erfolge Napoleons, bald von anderen Streitkräften übernommen. So wurde 1805 die gesamte Preußische Armee auf Vorschlag Scharnhorsts in Divisionen gegliedert. Allerdings wurde auch die gesamte Kavallerie den einzelnen Infanteriedivisionen zugeteilt, die dadurch die Möglichkeit verlor, massiert am Schwerpunkt des Gefechts eine Entscheidung herbeizuführen.

Deutscher Bund

Im Bundesheer des Deutschen Bundes waren die Divisionen je nach truppenstellenden Staaten unterschiedlich gegliedert.
Eine Infanterie-Division der Württembergischen Armee bestand im Frieden aus

  • zwei Infanterie-Brigaden zu zwei Infanterie-Regimentern.

Im Deutschen Krieg 1866 bestand die 1. (königlich württembergische) Division im VIII. Bundes-Armee-Korps aus

1830 wurde aus den Kontingenten der kleinen Bundesstaaten eine Reserve-Division gebildet, die im Konfliktfall die Bundesfestungen verstärken sollte.

Deutsches Kaiserreich

Im Heer des Deutschen Reiches 1871–1918 bestand im Frieden eine (Infanterie-)Division aus:

  • zwei Infanterie-Brigaden zu je zwei Infanterie-(Grenadier-/Füsilier-)Regimentern
  • einer Kavallerie-Brigade zu zwei Kavallerie-Regimentern
  • einer Feldartillerie-Brigade zu zwei Feldartillerie-Regimentern

Divisionstruppen gab es, im Gegensatz zu einigen anderen Armeen, noch nicht – Pioniere, Jäger, Fußartillerie und Train waren stattdessen den übergeordneten Armeekorps als Korpstruppen unterstellt.

Bei der Mobilmachung zum Ersten Weltkrieg wurde die Bezeichnung der aktiven Divisionen von Division auf Infanterie-Division geändert. Im Wesentlichen nach ihrem Muster wurden, hauptsächlich aus Reservisten bzw. Landwehrleuten, Reserve-Divisionen und Landwehr- sowie Ersatz-Divisionen gebildet. Die Divisionskavallerie der Infanterie-Divisionen wurde auf ein Regiment vermindert, aus den freigewordenen Kavallerie-Regimentern wurden insgesamt zehn Kavallerie-Divisionen zu je sechs Regimentern gebildet. Die einzige im Frieden bestehende Kavalleriedivision war die preußische Garde-Kavallerie-Division.

Ab 1915 wurden die meisten Divisionen umgegliedert. Sie bestanden ab da aus:

  • einer Infanterie-Brigade zu drei Infanterie-Regimentern
  • einem Feldartillerie-Regiment
  • einer Kavallerie-Eskadron
  • Divisionstruppen (Fernsprech-Abteilung, Flak-Zug, Pionier-Bataillon, Minenwerfer-Kompanie, Sanitäts-Kompanie, Feldlazarette, Divisions-Kraftwagen-Kolonne, Pferde-Lazarett)

Die zuvor zweigliedrigen Infanterie-Brigaden und Artillerie-Regimenter wurden im Ausgleich dreigliedrig.

Österreich-Ungarische Armee

In den Streitkräften Österreich-Ungarns wurde diese Großverbandsebene als Truppendivision (Kavallerie-Truppendivision/Infanterie-Truppendivision) bezeichnet. Die Bezeichnung Division als solche blieb Verbänden in Bataillonsstärke vorbehalten. (Train Division/Haubitz Division). Geführt wurden die Truppendivision von einem Feldmarschalleutnant.

Bei der österreichisch-ungarischen Kavallerie gab es bis 1860 ebenfalls die Bezeichnung Division. Ein Regiment der Kavallerie bestand in der Regel ursprünglich aus drei bis vier (in der Ausnahme auch mehr) Divisionen. Mit Division wurde hier ein Verband in Bataillonsstärke bezeichnet. Jede Division hatte drei Eskadronen, deren jede wiederum aus zwei Kompanien bestand. Die Anzahl der Reiter in den einzelnen Teileinheiten schwankte, lag jedoch normalerweise bei etwa 80 Reitern je Kompanie, bzw. 160 Reitern je Eskadron.

Die einzelnen Divisionen wurden nach ihren formalen Führern innerhalb des Regiments benannt:

  • die 1. Division war die Oberst-Division
  • die 2. Division war die Oberstlieutenant (Oberstleutnant)-Division
  • die 3. Division war die Majors-Division
  • die 4. Division war die 2. Majors-Division
  • die 5. Division (soweit vorhanden) war die 3. Majors-Division

Siehe auch: Liste der Großverbände der k.u.k. Armee

Reichswehr

Hauptartikel: Division (Reichswehr)

In der Reichswehr der Weimarer Republik war eine Division (ohne weiteren Zusatz im Namen) eine Infanterie-Division. Der zweite in der Reichswehr bestehende Divisionstyp war die Kavallerie-Division.

Wehrmacht

Stander des Kommandeurs einer deutschen Division, 1933–1945

Bei den Landstreitkräften der Wehrmacht gab es folgende Typen von Divisionen:

Den Divisionen der Wehrmacht unterstanden meist drei Regimenter der jeweiligen Truppengattung als Kampfverbände mit und sowie (Kampf-)Unterstützungsverbände. Den Jäger-Divisionen und der Ski-Jäger-Division unterstanden nur zwei Jäger-Regimenter.

Innerhalb der oben genannten Divisionstypen gab es unterschiedliche Gliederungen je nach Aufstellungsjahr oder Aufstellungsbefehl (siehe Aufstellungswelle). Die größte Anzahl wies die Truppengattung Infanterie auf, von denen ein Teil motorisiert wurden. Nach Aufstellung von Panzer-Divisionen wurden diese Infanterie-Divisionen mot. als Panzergrenadier-Division bezeichnet. Wesentlicher Unterschied der Jäger-Division zu einer Infanterie-Division war, dass sie nur aus zwei Jägerregimentern – im Gegensatz zu den drei Infanterie-Regimentern der Infanterie-Division – bestand. Im Laufe weiterer Aufstellungswellen galt dies kriegsbedingt jedoch teilweise auch für andere Divisionen.

Im Folgenden ist die Gliederung einer normalen Infanterie-Division der 1. Aufstellungswelle dargestellt. Eine Infanterie-Division der 1. Aufstellungswelle hatte einen Soll-Bestand von 534 Offizieren, 2701 Unteroffizieren, 14.397 Mannschaften und 102 Beamten. Bis 1945 verringerte sich die Sollstärke einer deutschen Infanterie-Division auf 11.909 Mann, davon 352 Offiziere, 1947 Unteroffiziere, 9581 Mannschaften und 29 Beamte. Jedoch wurde die Sollstärke gegen Kriegsende fast nie erreicht.

Infanterie-Division (1. Welle)

Divisionskommando

  • Divisionskommandeur (Generalleutnant oder Generalmajor)
  • Führungsabteilung (10 bis 15 km hinter der Front)
    • Ia 1. Generalstabsoffizier (Oberstleutnant i.G, Vorschläge an Divisionskommandeur zur Führung)
    • O1 1. Ordonnanzoffizier (Major, Gehilfe des Ia)
    • Ic 3. Generalstabsoffizier (Hauptmann i.G, Feindlageoffizier)
    • O3 3. Ordonnanzoffizier (Oberleutnant, Gehilfe des Ic)
    • Divisionsartillerieführer (Kommandeur des Artillerieregiments)
    • Divisionspionierführer (Kommandeur des Pionierbataillons)
    • Divisionsnachrichtenführer (Kommandeur der Nachrichtenabteilung)
    • Divisionskartenstelle unter Führung eines Offiziers mit Druckereizug (mot.)
    • Meldezug (mot. Krad)
  • Adjutantur (15 bis 20 km hinter der Front)
    • IIa Divisionsadjutant (Major, Personalangelegenheiten der Offiziere)
    • IIb Vertreter Divisionsadjutant (Hauptmann, Personalangelegenheiten der Unteroffiziere und Mannschaften)
    • III Divisionskriegsgericht (Kriegsgerichtsrat zuständig für Strafsachen, Disziplinarsachen und Rechthilfeersuchen der nichtmilitärischen Gerichte im Reich)
    • Registratur (schriftliches Befehlswesen, Geheimsachen)
  • Quartiermeisterabteilung (15 bis 20 km hinter der Front)
  • Ib 2. Generalstabsoffizier (Major, Leiter der Quartiermeisterabteilung und für die Divisionsversorgung zuständige Person wie z. B. Nach- und Anschub von Material und Personal einschließlich Gefangenen, Verkehrsführung und Luftschutz im rückwärtigen Divisionsgebiet)
  • O2 2. Ordonnanzoffizier (Gehilfe des Ib, besonders in Ansehung der rückwärtigen Dienste)
  • Ib/WuG (Hauptmann, Ergänzung, Nachschub und Pflege von Waffen, Munition und Gerät aller Art)
  • Ib/Kfz (Hauptmann, Ersatz, Nachschub und Instandsetzung von Kfz.)
  • IVa Divisionsintendant (Intendanturrat, Versorgung mit Verpflegung, Futter, Bekleidung und Ausrüstung)
  • IVb Divisionsarzt (Oberfeldarzt, Vorgesetzter aller Sanitätsdienste der Division)
  • IVc Divisionsveterinär (Oberstabsveterinär, Vorgesetzter aller Veterinärdienste der Division, zuständig für Kriegspferde, Seuchenpolizei, Schlächtereizug und Lebensmittelkontrolle)
  • IVd Katholischer und evangelischer Pfarrer
  • IVz Stabszahlmeister mit Rechnungsstelle (Auszahlung des Wehrsoldes u. a.)

Oft wurde direkt bei der Front eine Führungsstaffel gebildet.

3 Infanterie-Regimenter

  • 3 Infanteriebataillone zu je
    • 4 Schützenkompanien
  • Panzerabwehrkompanie
  • Infanteriegeschützkompanie

Aufklärungsabteilung

  • Reiterschwadron
  • Radfahrerschwadron
  • Schwere Schwadron

Artillerie-Regiment

  • 3 leichte Artillerieabteilungen
  • 1 schwere Artillerieabteilung
  • Beobachtungsabteilung (mot.)

Panzerabwehrabteilung

  • 3 Panzerabwehrkompanien

Pionier-Bataillon

  • 3 Pionierkompanien
  • Brückenkolonne

Nachrichtenabteilung

  • Fernsprechkompanie
  • Funkkompanie

Feldersatzbataillon

  • 3 Schützenersatzkompanien

Nachschubdienste Divisionsnachschubführer mit

  • 8 Kraftwagenkolonnen
  • 1 Kraftwagenkolonne für Betriebsstoffe
  • Werkstattkompanie
  • Nachschubkompanie

Verwaltungsdienste

  • Bäckereikompanie
  • Schlächtereizug
  • Verpflegungsamt

Sanitätsdienste

  • Sanitätskompanie
  • Sanitätskompanie (mot.)
  • Feldlazarett (mot.)
  • 2 Krankenkraftwagenzüge

Veterinärkompanie

Feldgendarmerietrupp (mot.)

Feldpostamt (mot.)

Nationale Volksarmee

Die Landstreitkräfte der NVA der DDR verfügten über sechs aktive und fünf Mobilmachungsdivisionen. Es gab zwei Typen:

Die NVA Luftstreitkräfte verfügten über folgende Divisionen:

Bundeswehr 1956–1990

Stander des Kommandeurs einer Panzerdivision der Bundeswehr

In der Teilstreitkraft Heer der Bundeswehr gab es verschiedene Divisionstypen.

In den Heeresstrukturen II (1959 bis 1970) bis V (1990 bis 1992) bestand

  • eine Panzerdivision aus 2 Panzerbrigaden und einer Panzergrenadierbrigade
  • eine Panzergrenadierdivision aus 2 Panzergrenadierbrigaden und einer Panzerbrigade
  • sowie Divisionstruppen in Regiments- oder Bataillonsstärke

daneben gab es

Im Rahmen der Truppenreduzierung wurden beide Divisionen aufgelöst.

In der Heeresstruktur III wurden die 2. und 4. Panzergrenadierdivision in eine

  • Jägerdivision

umbenannt: Eine Panzergrenadierbrigade wurden jeweils in eine Jägerbrigade umgegliedert. Mit der Heeresstruktur IV wurde dies unter gleichzeitiger Umbenennung wieder rückgängig gemacht.

Heutige Gliederung von Heeresdivisionen

Deutschland seit 1990

Mit der Heeresstruktur V (N) (1993 bis 1997) wurden die Panzer- und Panzergrenadierdivisionen einheitlich in eine

  • mechanisierte Division mit 3 gleich gegliederten Brigaden umgewandelt, behielten aber aus Traditionsgründen ebenso wie die Brigaden ihren bisherigen Namen.

Beispielhaft die Gliederung einer modernen mechanisierten Division:

Mechanisierte Division
  • Divisionstruppen
    • Stab und Stabskompanie
    • Heeresfliegerverbindungsstaffel
    • (Fernmelderegiment)
      • Fernmeldebataillon/Stabsfernmeldebataillon
      • EloKa-Bataillon
    • (Panzer-)Aufklärungsbataillon
      • Feldnachrichtenkompanie
    • (Jägerregiment (nicht aktiv))
      • zwei Jägerbataillone
      • Sicherungsbataillon
    • Feldjägerbataillon
    • Feldersatzbataillon
    • Heeresflugabwehrregiment/Panzerflugabwehrbataillon mit mehreren Batterien (je Kampftruppenbataillon 1 Heeresflugabwehr-Kanonenbatterie)
    • (Pionierregiment)
      • Pionierbataillon
      • schweres (Brücken-)Pionierbataillon
    • (Nachschubregiment)
      • Instandsetzungsbataillon
      • Transportbataillon
    • (Sanitätsregiment)
      • Sanitätsbataillon
      • Feldlazarett in Bataillonsstärke (nicht aktiv)
    • ABC-Abwehrbataillon/-kompanie
    • Artillerieregiment
      • Stabsbatterie
      • Sicherungsbatterie
      • Artillerieaufklärungsbataillon
      • Panzerartillerie/Feldartilleriebataillon
      • Raketenartilleriebataillon
  • Die Division führt zwei bis sechs Brigaden.

In der Heeresstruktur „Neues Heer für neue Aufgaben“ (1997 bis 2001) wurde 2001 die

neu aufgestellt.

Mit der Struktur Heer der Zukunft (2001 bis 2006) im Rahmen der Transformation der Bundeswehr wurde 2002 die

neu aufgestellt.

Gleichzeitig erfolgte die Kategorisierung des Heeres in Eingreif-, Stabilisierungs- und Unterstützungskräfte und damit eine weitere Typisierung der noch verbliebenen normal durchnummerierten Divisionen.

Nach Umsetzung der Neuausrichtung der Bundeswehr seit 2016 gibt es noch drei Divisionen mit sieben deutschen und zwei niederländischen Brigaden:

Österreich

Das österreichische Bundesheer nach dem Zweiten Weltkrieg verfügte vorübergehend über zwei Divisionen. Einmal die mechanisierte 1. Panzergrenadierdivision mit Sitz in Baden und die Fliegerdivision mit Sitz in Hörsching bzw. Langenlebarn. Beide Divisionen sind in der Zwischenzeit aufgelöst worden. Vorübergehend war noch geplant eine Jägerdivision aus drei Jägerbrigaden aufzustellen. Dazu kam es jedoch nie.

Die 1. Panzergrenadierdivision wurde mit der Heeresumgliederung 1975 aufgestellt. Sie bestand aus drei gemischten Brigaden (3. 4. und 9. Panzergrenadierbrigade) und hatte eine Sollstärke im Mobilmachungsfall von etwa 20.000 Mann. Die drei Brigaden hatten wechselnde Verbände aber die Grundstruktur war wie folgt:

  • 1 Panzerbataillon zu 4 Kompanien zu je 13 Kampfpanzern,
  • 1 Panzergrenadierbataillon zu 4 Panzergrenadierkompanien und einer Jagdpanzerkompanie,
  • 1 Panzerartilleriebataillon zu 3 Batterien,
  • 1 Panzerstabsbataillon mit verschiedenen Unterstützungseinheiten meist 1 Aufklärungskompanie, 1 Panzerpionierkompanie, 1 Fliegerabwehrkompanie, 1 Feldambulanz sowie 1 Stabskompanie mit weiteren Unterstützungskräften.

Teilweise war noch ein Aufklärungsbataillon (3. Brigade wechselnd) und ein Jagdpanzerbataillon (4. und 9. Brigade) zugeteilt. Diese letzten Truppen wechselten jedoch häufig ihre Unterstellung.

Mit der Neugliederung 1991 wurde die Panzergrenadierdivision abgeschafft und die drei, später (1998) zwei verbliebenen Panzergrenadierbrigaden dem Streitkräfteführungskommando direkt unterstellt. Die 9. Panzergrenadierbrigade (Götzendorf) ist in der Zwischenzeit aufgelöst und die verbliebenen Brigaden (3. Mautern und 4. Linz/Ebelsberg) stark verkleinert worden.

Schweiz

Die Schweizer Armee besaß bis zu 12 Divisionen (Armee 61), während des Zweiten Weltkrieges bis 15, die je von einem (Oberst)Divisionär geführt wurden. Ihr Einsatz war auf die Verteidigung des Territoriums der Schweiz im Verteidigungsfall beschränkt. Mit der Reduktion der Bestände durch die Armee XXI wurden die Divisionen 2003 abgeschafft. Mit der Umsetzung der Weiterentwicklung der Armee wurden die Territorialregionen per 1. Januar 2018 in Territorialdivisionen umbenannt.

Siehe auch

Geschichte

In den deutschen Marinen gab es den Begriff der Division auf unterschiedlichen Ebenen.

Erstens gab es Divisionen als Organisationsform der Divisionsebene wie bei der Luftwaffe. In der Bundesmarine gab es zeitweise drei Divisionen:

Diese Organisationsform existiert in der heutigen Deutschen Marine nicht mehr.

Divisionsstander als Kommandozeichen einer Schiffs- oder Bootsdivision

Des Weiteren werden die Teilverbände eines Geschwaders als Divisionen bezeichnet. Nach dem Exerzier-Reglement für die Kaiserliche Marine vom 12. Januar 1886 wurden Geschwader aus mehr als vier Schiffen in Divisionen von bis zu vier Schiffen geteilt. Am 16. Januar 1893 wurde das Exerzier-Reglement abgeändert. Hiernach bestand ein Geschwader nun aus mindestens zwei bis vier Divisionen zu insgesamt mindestens sechs Schiffen, wobei eine Division aus mindestens zwei und höchstens vier Schiffen bestand. Diese Regelung blieb bis 1914 in Kraft. In den Linienschiffgeschwadern der Kaiserlichen Marine gab es eine feste Einteilung in zwei Divisionen mit je vier Schiffen, dieselben wurden in der zweiten Hälfte des Ersten Weltkrieges abgeschafft und Geschwader mit nur noch 4–5 Schiffen insgesamt gebildet, so etwa beim Unternehmen Albion.

Zum dritten wurden bis in die 1980er Jahre die Schiffs- und Bootsbesatzungen in Divisionen eingeteilt. Die Division mit der Untergliederungsform der Korporalschaft war eine truppendienstliche Organisationsform, während die Besatzung fachlich in Hauptabschnitte und Abschnitte untergliedert war. Weil diese beiden Organisationsformen im Wesentlichen miteinander übereinstimmten, wurde die Divisionsgliederung abgeschafft.

Viertens wurde in historischen deutschen Marinen wie der preußischen und der Kaiserlichen Marine die Bezeichnung Division für Ausbildungsformationen verwendet, die etwa Bataillonsstärke hatten und mit heutigen Lehrgruppen zu vergleichen sind. Bei jeder Marinestation gab es eine Matrosendivision für die Ausbildung des seemännischen und Waffenpersonals und eine Werftdivision, in der die Schiffstechniker ausgebildet wurden.

Fünftens gab es in der Kriegsmarine Divisionen als kleinsten Großverband, bestehend aus mehreren Flottillen wie zum Beispiel Sicherungsdivisionen.

Heutiger Gebrauch

Die deutsche Marine nutzt den Begriff Division nur noch zur Einteilung in Bootsgeschwader, die geschlossen als taktischer Verband eingesetzt werden. Dabei führt in der Regel der Geschwaderkommandeur die erste Division seines Geschwaders und der S3-Stabsoffizier und Stellvertreter die zweite Division, jeweils bestehend aus zwei bis fünf Booten. In Ausnahmefällen kann ein erfahrener Bootskommandant als Führer einer dritten Division eingeteilt werden.

Einige andere Marinen kennen Divisionen als Gliederung von Schiffsverbänden. Auch heute noch gibt es z. B. bei den japanischen See-Selbstverteidigungsstreitkräften Divisionen als Organisationsverband.

Luftwaffe der Wehrmacht

In der Luftwaffe der Wehrmacht waren die Fallschirmjäger in Divisionen aufgeteilt. Es gab insgesamt 14 Divisionen: 1., 2., 3., 4., 5., 6., 7., 8., 9., 10., 11., 20. und 21. Fallschirmjäger-Division sowie die Fallschirmjäger-Division Erdmann.

Zudem wurden in den Jahren 1942/43 insgesamt 22 Luftwaffen-Felddivisionen aufgestellt. Dies waren Divisionen der Luftwaffe, die im Erdkampf eingesetzt wurden. Am 20. September 1943 erließ Adolf Hitler einen Befehl, dass die Luftwaffen-Felddivisionen unter dem Namen Felddivision (L) in das Heer eingegliedert werden sollten. Aus den Luftwaffensoldaten wurden Heeressoldaten.

Luftstreitkräfte/Luftverteidigung der NVA

Die Luftstreitkräfte/Luftverteidigung der NVA verfügten mit der 1. Luftverteidigungsdivision (1. LVD) und 3. LVD über zwei Großverbände, die bereits im Frieden im Diensthabenden System der Luftverteidigung und im Krieg unter Führung des Kommandos Luftstreitkräfte/Luftverteidigung für Gefechtsaufgaben vorgesehen waren. In einem weiteren Divisionsäquivalent, dem 1981 aufgestellten Führungsorgan der Front- und Armeefliegerkräfte (FO FAFK), aus dem 1984 das Führungsorgan Front- u. Militärtransportfliegerkräfte (FO FMTFK) hervorging, wurden die Luftangriffs-, Luftaufklärungs- und Lufttransportkräfte zusammengefasst. Diese Verbände hätten im Krieg ihr Unterstellungsverhältnis geändert, dem FO FMTFK wäre keine Führungsaufgabe zugefallen.

siehe Hauptartikel: Luftstreitkräfte der Nationalen Volksarmee

Luftwaffe der Bundeswehr

Hauptartikel: Luftwaffendivision

In der Bundeswehr haben Luftwaffendivisionen keinen Auftrag zur selbstständigen Gefechtsführung. Vielmehr dienen sie zur truppendienstlichen Organisation von Verbänden (Geschwader, Regiment, Bereich) und Dienststellen.

  • Der Feldzug von 1866 in Deutschland. Anlagenband. Redigiert von der kriegsgeschichtlichen Abteilung des Großen Generalstabes. Mittler, Berlin 1867, Anlage 28.
  • Hein: Das kleine Buch vom Deutschen Heere. Ein Hand- und Nachschlagebuch zur Belehrung über die deutsche Kriegsmacht. Nach den neuesten Bestimmungen bearbeitet. Lipsius & Tischer, Kiel u. a. 1901, (Reprint: Weltbild-Verlag, Augsburg 1998, ISBN 3-8289-0271-5).
  • Histories of the two hundred and fifty-one divisions of the German Army which participated in the war (1914–1918). Compiled from records of intelligence section of the General Staff, American expeditionary forces, at general headquarters, Chaumont, France, 1919. Government Printing Office, Washington DC 1920 (Nachdruck. London Stamp Exchange, London 1989, ISBN 0-948130-87-3).
  • Hew Strachan: European Armies and the Conduct of War. Routledge, London u. a. 1992, ISBN 0-415-07863-6.
  • Christoph Rass: „Menschenmaterial“. Deutsche Soldaten an der Ostfront. Innenansichten einer Infanteriedivision 1939–1945 (= Krieg in der Geschichte. Bd. 17). Schöningh, Paderborn u. a. 2003, ISBN 3-506-74486-0 (Zugleich: Aachen, Rheinisch-Westfälische Technische Hochschule, Dissertation, 2001) (online).
Wiktionary: Division – Bedeutungserklärungen, Wortherkunft, Synonyme, Übersetzungen
  1. Maurice de Saxe: Mes rêveries ouvrage posthume. Amsterdam, Leipzig 1757, S. 108ff. Digitalisat
  2. Gerhard von Scharnhorst: Relation der Schlacht bey Freyberg, zwischen der Preussischen Armee unter dem Prinzen Heinrich und der Oesterreichischen und Reichsarmee unter dem Prinzen von Stolberg, den 29sten Oct. 1762. In: Neues militärisches Journal 6 (1792), S. 25–59. Digitalisat
  3. Píerre Joseph de Bourcvets: Principes de la Guerre de Montagnes. Paris 1888, bes. S. 61ff. Digitalisat Guibert, Jacques Antoine Hippolyte: Essai général de tactique. 2 Bände. London 1770, 1772, bes. Band II, S. 169ff. Digitalisat.
  4. Der Feldzug von 1866 in Deutschland, Anlagenband Anlage 28.
  5. Günter Wegmann: Das Kriegsende zwischen Ems und Weser 1945. H. Th. Wenner, Osnabrück, 2000, S. 349.
  6. Die Organisation der Armee. Kommunikation Verteidigung, 22. November 2018, abgerufen am 29. Mai 2019.
  7. Exerzier-Reglement für die Flotte, Teil 1, Kapitel 1, § 1, Absatz 2, 4. Enthalten in BArch, RM 3/4022, 72–136). Zitiert nach Heiko Herold: Reichsgewalt bedeutet Seegewalt. Die Kreuzergeschwader der Kaiserlichen Marine als Instrument der deutschen Kolonial- und Weltpolitik 1885 bis 1901 (Beiträge zur Militärgeschichte, Bd. 74, zugleich Phil. Diss. Heinrich-Heine-Universität Düsseldorf), München (Oldenbourg Verlag) 2012. ISBN 978-3-486-71297-1. Seite 25.
  8. Entwurf zum Exerzier-Reglement für die Flotte vom 16. Januar 1893, Teil 1, Kapitel 1, § 1, Absatz 1, 3, Seite 2). Zitiert nach Heiko Herold: Reichsgewalt bedeutet Seegewalt. Die Kreuzergeschwader der Kaiserlichen Marine als Instrument der deutschen Kolonial- und Weltpolitik 1885 bis 1901 (Beiträge zur Militärgeschichte, Bd. 74, zugleich Phil. Diss. Heinrich-Heine-Universität Düsseldorf), München (Oldenbourg Verlag) 2012. ISBN 978-3-486-71297-1. Seite 25.
  9. Walter Lohmann, Hans H. Hildebrand: Die deutsche Kriegsmarine 1939–1945. Sammelwerk in drei Bänden. O.O. 1956. Band I, Hauptkapitel VI, Kapitel 3.
  1. Die Einteilung in Aufstellungswellen bezeichnet unterschiedliche Gliederungen und Ausrüstungen (StAN) von Heeres-Divisionen der Wehrmacht.
Normdaten (Sachbegriff): GND:4150321-1(OGND, AKS)

Division (Militär)
division, militär, militärischer, großverband, geführt, korps, sprache, beobachten, bearbeiten, eine, division, militärischer, großverband, sich, verschiedenen, teilstreitkräften, staaten, unterschiedlich, zusammensetzen, kann, eine, division, besteht, übliche. Division Militar militarischer Grossverband gefuhrt in Korps Sprache Beobachten Bearbeiten Eine Division ist ein militarischer Grossverband der sich in den verschiedenen Teilstreitkraften und Staaten unterschiedlich zusammensetzen kann Eine Division besteht ublicherweise aus rund 10 000 bis 30 000 Soldaten Unterstellt sind der Division Kampftruppenbrigaden und selbstandige Divisionsbataillone oder regimenter der Kampfunterstutzungstruppen Logistiktruppen und Fuhrungstruppen Divisionen werden von einem Divisionskommandeur meistens im Dienstrang eines Generalmajors gefuhrt in der Schweiz eines Divisionars Die nachsthohere Fuhrungsebene in den Landstreitkraften ist das Korps sofern Divisionen nicht von einer anderen Kommandobehorde gefuhrt werden Taktisches Zeichen einer Nato Infanteriedivision Inhaltsverzeichnis 1 Allgemeines 2 Heer 2 1 Geschichte 2 1 1 Vorgeschichte 2 1 2 Entstehung in den Koalitionskriegen 2 1 3 Deutscher Bund 2 1 4 Deutsches Kaiserreich 2 1 5 Osterreich Ungarische Armee 2 1 6 Reichswehr 2 1 7 Wehrmacht 2 1 8 Nationale Volksarmee 2 1 9 Bundeswehr 1956 1990 2 2 Heutige Gliederung von Heeresdivisionen 2 2 1 Deutschland seit 1990 2 2 2 Osterreich 2 2 3 Schweiz 2 2 4 Siehe auch 3 Marine 3 1 Geschichte 3 2 Heutiger Gebrauch 4 Luftstreitkrafte 4 1 Luftwaffe der Wehrmacht 4 2 Luftstreitkrafte Luftverteidigung der NVA 4 3 Luftwaffe der Bundeswehr 5 Siehe auch 6 Literatur 7 Weblinks 8 Einzelnachweise 9 AnmerkungenAllgemeines BearbeitenGrundsatzlich wird der Begriff Division fur einen Grossverband der Landstreitkrafte verwendet Divisionen der Luftwaffe orientieren sich an der personellen Grossenordnung einer Heeresdivision ihr sind mehrere Geschwader unterstellt Abweichend davon gibt es in den Seestreitkraften auch erheblich davon abweichende Organisationsformen mit der Bezeichnung Division s u wie eine Schiffsdivision die einer Abteilung entspricht Heer BearbeitenEine Division ist im Heer ein operativer Grossverband der Landstreitkrafte der zum Gefecht der verbundenen Waffen befahigt ist und sich aus mehreren Regimentern oder Brigaden sowie verschiedenen Divisions Unterstutzungstruppen zusammensetzt Die Wehrmacht spater auch die Rote Armee gliederte ihre Divisionen in drei Regimenter einer Waffengattung bei Panzerdivisionen ein Panzerregiment und zwei Panzergrenadierregimenter und weitere Divisionsverbande Die NATO und die Bundeswehr gliederte ihre Divisionen in Brigaden da diese eine flexiblere taktische Gefechtsfuhrung durch Verbande durch gegenseitige Unterstellung ermoglichte wahrend in der Regimentsgliederung diese meist reinrassig blieben oder die Wehrmacht im spaten Kriegsverlauf zur Aufstellung von Kampfgruppen uberging die der Ubergang zur Brigadegliederung darstellt In den Weltkriegen mit ihren Millionenheeren kamen ihnen oft rein operative Aufgaben zu Typisch ist eine Gliederung mit zwei bis drei Regimentern oder Brigaden mit Infanterie Kavallerie oder Panzertruppen ein Regiment oder Brigade Artillerie sowie verschiedene Kampfunterstutzungstruppen wie Pioniere Sanitater Logistiktruppen Panzerabwehrtruppen in Bataillonsstarke gefuhrt von einem Divisionsstab mit einem Divisionskommandeur im Generalsrang Die typische Sollstarke lag zwischen 10 000 und 20 000 Soldaten in manchen Fallen wie etwa bei der US Armee wahrend des Ersten Weltkrieges auch daruber Geschichte Bearbeiten Vorgeschichte Bearbeiten Der Begriff Division bezeichnete ursprunglich einen Teil einer beliebig grossen Einheit So fuhrte Herzog Ferdinand von Braunschweig im Siebenjahrigen Krieg eine aus den Kontingenten der Bundesgenossen Preussens zusammengesetzte Division die aus allen Waffengattungen bestand Als fester Terminus bezeichnete Division bis zum Ende des 18 Jahrhunderts in der Regel eine Teileinheit eines Bataillons Uber die Brauchbarkeit taktischer Formationen aus Infanterie Kavallerie und Artillerie von ihm Legion genannt stellte 1757 der franzosische Marschall Moritz von Sachsen in seinen Reveries Uberlegungen an 1 Eine zwischen Brigaden Regimentern und der Armee als Grossverband stehende organisatorische Struktur im Sinne einer heutigen Division wurde erstmals im Frankreich wahrend des siebenjahrigen Krieges geschaffen Es handelte sich hierbei jedoch um reine Marschverbande die nach der Herstellung der Linienformation keine taktische Funktion mehr erfullten Ihre einzige Aufgabe bestand darin den Ubergang von der Marschformation in Linie zu beschleunigen und zu ordnen nachdem eine franzosische Armee wahrend dieses Manovers in Rossbach von einem zahlenmassig unterlegenen preussischen Heer geschlagen worden war Wohl eine taktische Funktion jedoch keine administrative Dauerhaftigkeit hatten behelfsmassig gebildete frei manovrierende gemischte preussische Verbande in der Schlacht bei Freiberg 2 und der Schlacht bei Vellinghausen die das strikte Muster der Lineartaktik durchbrachen aber Ausnahmeerscheinungen ohne weitere Nachwirkung im preussischen Heer blieben Eingang in die zeitgenossische militarische Theorie fanden derartige Formationen in Guiberts Essai general de tactique von 1770 und Pierre Joseph de Bourcets Principes de la Guerre de Montagnes von 1775 die damit die weitere Entwicklung taktischer Grossverbande in den Revolutionskriegen andeuteten Kolonnen aus Kavallerie Infanterie und Artillerie die zentral durch einen Stab gefuhrt auf mehreren Operationslinien vorruckten um ein gemeinsames operatives Ziel zu erfullen 3 In technischer Hinsicht verbesserte die Reform der franzosischen Artillerie durch Gribeauval die Moglichkeit der Kooperation von Feldartillerie mit den anderen Waffengattungen Entstehung in den Koalitionskriegen Bearbeiten Divisionen im heutigen Sinn sowohl als dauerhafter administrativer Verband als auch als selbststandig operierende Einheit einer Armee entstanden infolge der Franzosischen Revolution unter dem Eindruck des ersten Koalitionskrieges Wegen der grossen Ausdehnung der franzosischen Streitkrafte durch Freiwillige und die Levee en masse auf uber 1 Million Soldaten sowie durch die Unerfahrenheit vieler militarischer Fuhrer wurde eine Fuhrungsebene zwischen den Armeebefehlshabern und den Regimentern notwendig Diese wurde unter massgeblicher Beteiligung von Lazare Nicolas Marguerite Carnot durch Dekret des Nationalkonvents und des Wohlfahrtsausschusses 21 Februar 1793 geschaffen Zumindest auf dem Papier wurden die Streitkrafte der Republik nunmehr in Divisionen Brigaden und Halbbrigaden gegliedert Die Infanterieregimenter wurden aufgelost Die Divisionen bestanden dabei aus zwei Infanteriebrigaden zu zwei Halbbrigaden mit je drei Bataillonen einem Kavallerieregiment sowie 32 Feldgeschutzen Kavalleriedivisionen mit berittener Artillerie wurden ebenfalls gebildet Es handelte sich also um Verbande verbundener Waffen die als Teil einer grosseren Streitmacht eigene Kampfaufgaben selbststandig erfullen konnten Damit vereinfachte sich die Fuhrung grosserer Streitkrafte und ihre Flexibilitat stieg da den Divisionen jeweils Teilaufgaben ubertragen werden konnten Als vorteilhaft erwies sich auch die Moglichkeit die Gesamtstreitmacht in Divisionskolonnen auseinandergezogen marschieren zu lassen da so die Versorgung aus dem Land erfolgen konnte und der Bedarf an grossen hinderlichen Trains abnahm Ein Beispiel wie die neue Gliederung die Operation grosserer Verbande positiv beeinflusste stellt die Schlacht bei Wattignies nahe Maubeuge am 15 und 16 Oktober 1793 dar bei der es dem franzosischen Befehlshaber Jean Baptiste Jourdan gelang nach einem schnellen Vormarsch auf breiter Front und einem ersten gescheiterten Angriff seine Truppen schnell umzugruppieren die osterreichischen Truppen auszumanovrieren und zu schlagen Eine derartige Expertise im Umgang mit den neu geschaffenen Verbanden war allerdings bis zum Ende des ersten Koalitionskrieges eher selten Vielfach wurde die Kooperation zwischen den einzelnen Divisionen eines Befehlshabers vernachlassigt so dass es den Koalitionsstreitkraften gelang Divisionen einzeln zu zerschlagen Aus diesem Grund wurde diese Innovation lange Zeit Napoleon Bonaparte zugeschrieben der sie durch die Schaffung eines neuen operativen Grossverbandes in Gestalt der Armeekorps noch einmal entscheidend verbesserte Die Gliederung der Armee in Divisionen wurde unter dem Eindruck der militarischen Erfolge Napoleons bald von anderen Streitkraften ubernommen So wurde 1805 die gesamte Preussische Armee auf Vorschlag Scharnhorsts in Divisionen gegliedert Allerdings wurde auch die gesamte Kavallerie den einzelnen Infanteriedivisionen zugeteilt die dadurch die Moglichkeit verlor massiert am Schwerpunkt des Gefechts eine Entscheidung herbeizufuhren Deutscher Bund Bearbeiten Im Bundesheer des Deutschen Bundes waren die Divisionen je nach truppenstellenden Staaten unterschiedlich gegliedert Eine Infanterie Division der Wurttembergischen Armee bestand im Frieden aus zwei Infanterie Brigaden zu zwei Infanterie Regimentern Im Deutschen Krieg 1866 bestand die 1 koniglich wurttembergische Division im VIII Bundes Armee Korps 4 aus 3 Infanterie Brigaden zu je zwei Infanterie Regimentern Artillerie Batterie Sanitats Zug Jager Bataillon Kavallerie Brigade Divisions Pionierbataillon 1830 wurde aus den Kontingenten der kleinen Bundesstaaten eine Reserve Division gebildet die im Konfliktfall die Bundesfestungen verstarken sollte Deutsches Kaiserreich Bearbeiten Im Heer des Deutschen Reiches 1871 1918 bestand im Frieden eine Infanterie Division aus zwei Infanterie Brigaden zu je zwei Infanterie Grenadier Fusilier Regimentern einer Kavallerie Brigade zu zwei Kavallerie Regimentern einer Feldartillerie Brigade zu zwei Feldartillerie Regimentern Divisionstruppen gab es im Gegensatz zu einigen anderen Armeen noch nicht Pioniere Jager Fussartillerie und Train waren stattdessen den ubergeordneten Armeekorps als Korpstruppen unterstellt Bei der Mobilmachung zum Ersten Weltkrieg wurde die Bezeichnung der aktiven Divisionen von Division auf Infanterie Division geandert Im Wesentlichen nach ihrem Muster wurden hauptsachlich aus Reservisten bzw Landwehrleuten Reserve Divisionen und Landwehr sowie Ersatz Divisionen gebildet Die Divisionskavallerie der Infanterie Divisionen wurde auf ein Regiment vermindert aus den freigewordenen Kavallerie Regimentern wurden insgesamt zehn Kavallerie Divisionen zu je sechs Regimentern gebildet Die einzige im Frieden bestehende Kavalleriedivision war die preussische Garde Kavallerie Division Ab 1915 wurden die meisten Divisionen umgegliedert Sie bestanden ab da aus einer Infanterie Brigade zu drei Infanterie Regimentern einem Feldartillerie Regiment einer Kavallerie Eskadron Divisionstruppen Fernsprech Abteilung Flak Zug Pionier Bataillon Minenwerfer Kompanie Sanitats Kompanie Feldlazarette Divisions Kraftwagen Kolonne Pferde Lazarett Die zuvor zweigliedrigen Infanterie Brigaden und Artillerie Regimenter wurden im Ausgleich dreigliedrig Osterreich Ungarische Armee Bearbeiten In den Streitkraften Osterreich Ungarns wurde diese Grossverbandsebene als Truppendivision Kavallerie Truppendivision Infanterie Truppendivision bezeichnet Die Bezeichnung Division als solche blieb Verbanden in Bataillonsstarke vorbehalten Train Division Haubitz Division Gefuhrt wurden die Truppendivision von einem Feldmarschalleutnant Bei der osterreichisch ungarischen Kavallerie gab es bis 1860 ebenfalls die Bezeichnung Division Ein Regiment der Kavallerie bestand in der Regel ursprunglich aus drei bis vier in der Ausnahme auch mehr Divisionen Mit Division wurde hier ein Verband in Bataillonsstarke bezeichnet Jede Division hatte drei Eskadronen deren jede wiederum aus zwei Kompanien bestand Die Anzahl der Reiter in den einzelnen Teileinheiten schwankte lag jedoch normalerweise bei etwa 80 Reitern je Kompanie bzw 160 Reitern je Eskadron Die einzelnen Divisionen wurden nach ihren formalen Fuhrern innerhalb des Regiments benannt die 1 Division war die Oberst Division die 2 Division war die Oberstlieutenant Oberstleutnant Division die 3 Division war die Majors Division die 4 Division war die 2 Majors Division die 5 Division soweit vorhanden war die 3 Majors Division Siehe auch Liste der Grossverbande der k u k Armee Reichswehr Bearbeiten Hauptartikel Division Reichswehr In der Reichswehr der Weimarer Republik war eine Division ohne weiteren Zusatz im Namen eine Infanterie Division Der zweite in der Reichswehr bestehende Divisionstyp war die Kavallerie Division Wehrmacht Bearbeiten Stander des Kommandeurs einer deutschen Division 1933 1945 Bei den Landstreitkraften der Wehrmacht gab es folgende Typen von Divisionen Infanterie Division ab 1943 Grenadier Division ab 1944 Volksgrenadier Division als Neuaufstellungen Infanterie Division mot spater umbenannt in Panzergrenadier Division Jager Division Skijager Division Gebirgsjager DivisionPanzer DivisionArtillerie DivisionLuftwaffen Felddivision Fallschirmjager Division Marine Grenadierdivision Kavallerie Division Einsatz zumeist als Sicherungsdivision Den Divisionen der Wehrmacht unterstanden meist drei Regimenter der jeweiligen Truppengattung als Kampfverbande mit und sowie Kampf Unterstutzungsverbande Den Jager Divisionen und der Ski Jager Division unterstanden nur zwei Jager Regimenter Innerhalb der oben genannten Divisionstypen gab es unterschiedliche Gliederungen je nach Aufstellungsjahr oder Aufstellungsbefehl siehe Aufstellungswelle Die grosste Anzahl wies die Truppengattung Infanterie auf von denen ein Teil motorisiert wurden Nach Aufstellung von Panzer Divisionen wurden diese Infanterie Divisionen mot als Panzergrenadier Division bezeichnet Wesentlicher Unterschied der Jager Division zu einer Infanterie Division war dass sie nur aus zwei Jagerregimentern im Gegensatz zu den drei Infanterie Regimentern der Infanterie Division bestand Im Laufe weiterer Aufstellungswellen galt dies kriegsbedingt jedoch teilweise auch fur andere Divisionen Im Folgenden ist die Gliederung einer normalen Infanterie Division der 1 Aufstellungswelle A 1 dargestellt Eine Infanterie Division der 1 Aufstellungswelle hatte einen Soll Bestand von 534 Offizieren 2701 Unteroffizieren 14 397 Mannschaften und 102 Beamten Bis 1945 verringerte sich die Sollstarke einer deutschen Infanterie Division auf 11 909 Mann davon 352 Offiziere 1947 Unteroffiziere 9581 Mannschaften und 29 Beamte Jedoch wurde die Sollstarke gegen Kriegsende fast nie erreicht 5 Infanterie Division 1 Welle Divisionskommando Divisionskommandeur Generalleutnant oder Generalmajor Fuhrungsabteilung 10 bis 15 km hinter der Front Ia 1 Generalstabsoffizier Oberstleutnant i G Vorschlage an Divisionskommandeur zur Fuhrung O1 1 Ordonnanzoffizier Major Gehilfe des Ia Ic 3 Generalstabsoffizier Hauptmann i G Feindlageoffizier O3 3 Ordonnanzoffizier Oberleutnant Gehilfe des Ic Divisionsartilleriefuhrer Kommandeur des Artillerieregiments Divisionspionierfuhrer Kommandeur des Pionierbataillons Divisionsnachrichtenfuhrer Kommandeur der Nachrichtenabteilung Divisionskartenstelle unter Fuhrung eines Offiziers mit Druckereizug mot Meldezug mot Krad Adjutantur 15 bis 20 km hinter der Front IIa Divisionsadjutant Major Personalangelegenheiten der Offiziere IIb Vertreter Divisionsadjutant Hauptmann Personalangelegenheiten der Unteroffiziere und Mannschaften III Divisionskriegsgericht Kriegsgerichtsrat zustandig fur Strafsachen Disziplinarsachen und Rechthilfeersuchen der nichtmilitarischen Gerichte im Reich Registratur schriftliches Befehlswesen Geheimsachen Quartiermeisterabteilung 15 bis 20 km hinter der Front Ib 2 Generalstabsoffizier Major Leiter der Quartiermeisterabteilung und fur die Divisionsversorgung zustandige Person wie z B Nach und Anschub von Material und Personal einschliesslich Gefangenen Verkehrsfuhrung und Luftschutz im ruckwartigen Divisionsgebiet O2 2 Ordonnanzoffizier Gehilfe des Ib besonders in Ansehung der ruckwartigen Dienste Ib WuG Hauptmann Erganzung Nachschub und Pflege von Waffen Munition und Gerat aller Art Ib Kfz Hauptmann Ersatz Nachschub und Instandsetzung von Kfz IVa Divisionsintendant Intendanturrat Versorgung mit Verpflegung Futter Bekleidung und Ausrustung IVb Divisionsarzt Oberfeldarzt Vorgesetzter aller Sanitatsdienste der Division IVc Divisionsveterinar Oberstabsveterinar Vorgesetzter aller Veterinardienste der Division zustandig fur Kriegspferde Seuchenpolizei Schlachtereizug und Lebensmittelkontrolle IVd Katholischer und evangelischer Pfarrer IVz Stabszahlmeister mit Rechnungsstelle Auszahlung des Wehrsoldes u a Oft wurde direkt bei der Front eine Fuhrungsstaffel gebildet 3 Infanterie Regimenter 3 Infanteriebataillone zu je 4 Schutzenkompanien Panzerabwehrkompanie Infanteriegeschutzkompanie Aufklarungsabteilung Reiterschwadron Radfahrerschwadron Schwere Schwadron Artillerie Regiment 3 leichte Artillerieabteilungen 1 schwere Artillerieabteilung Beobachtungsabteilung mot Panzerabwehrabteilung 3 Panzerabwehrkompanien Pionier Bataillon 3 Pionierkompanien Bruckenkolonne Nachrichtenabteilung Fernsprechkompanie Funkkompanie Feldersatzbataillon 3 Schutzenersatzkompanien Nachschubdienste Divisionsnachschubfuhrer mit 8 Kraftwagenkolonnen 1 Kraftwagenkolonne fur Betriebsstoffe Werkstattkompanie Nachschubkompanie Verwaltungsdienste Backereikompanie Schlachtereizug Verpflegungsamt Sanitatsdienste Sanitatskompanie Sanitatskompanie mot Feldlazarett mot 2 Krankenkraftwagenzuge Veterinarkompanie Feldgendarmerietrupp mot Feldpostamt mot Nationale Volksarmee Bearbeiten Die Landstreitkrafte der NVA der DDR verfugten uber sechs aktive und funf Mobilmachungsdivisionen Es gab zwei Typen motorisierte Schutzendivision Panzerdivision Die NVA Luftstreitkrafte verfugten uber folgende Divisionen 1 Luftverteidigungsdivision 1 LVD 3 LVD Fuhrungsorgan Front u MilitartransportfliegerkrafteBundeswehr 1956 1990 Bearbeiten Stander des Kommandeurs einer Panzerdivision der Bundeswehr In der Teilstreitkraft Heer der Bundeswehr gab es verschiedene Divisionstypen In den Heeresstrukturen II 1959 bis 1970 bis V 1990 bis 1992 bestand eine Panzerdivision aus 2 Panzerbrigaden und einer Panzergrenadierbrigade eine Panzergrenadierdivision aus 2 Panzergrenadierbrigaden und einer Panzerbrigade sowie Divisionstruppen in Regiments oder Bataillonsstarke daneben gab es die 1 Gebirgsdivision und die 1 Luftlandedivision Im Rahmen der Truppenreduzierung wurden beide Divisionen aufgelost In der Heeresstruktur III wurden die 2 und 4 Panzergrenadierdivision in eine Jagerdivision umbenannt Eine Panzergrenadierbrigade wurden jeweils in eine Jagerbrigade umgegliedert Mit der Heeresstruktur IV wurde dies unter gleichzeitiger Umbenennung wieder ruckgangig gemacht Heutige Gliederung von Heeresdivisionen Bearbeiten Deutschland seit 1990 Bearbeiten Mit der Heeresstruktur V N 1993 bis 1997 wurden die Panzer und Panzergrenadierdivisionen einheitlich in eine mechanisierte Division mit 3 gleich gegliederten Brigaden umgewandelt behielten aber aus Traditionsgrunden ebenso wie die Brigaden ihren bisherigen Namen Beispielhaft die Gliederung einer modernen mechanisierten Division Mechanisierte Division Divisionstruppen Stab und Stabskompanie Heeresfliegerverbindungsstaffel Fernmelderegiment Fernmeldebataillon Stabsfernmeldebataillon EloKa Bataillon Panzer Aufklarungsbataillon Feldnachrichtenkompanie Jagerregiment nicht aktiv zwei Jagerbataillone Sicherungsbataillon Feldjagerbataillon Feldersatzbataillon Heeresflugabwehrregiment Panzerflugabwehrbataillon mit mehreren Batterien je Kampftruppenbataillon 1 Heeresflugabwehr Kanonenbatterie Pionierregiment Pionierbataillon schweres Brucken Pionierbataillon Nachschubregiment Instandsetzungsbataillon Transportbataillon Sanitatsregiment Sanitatsbataillon Feldlazarett in Bataillonsstarke nicht aktiv ABC Abwehrbataillon kompanie Artillerieregiment Stabsbatterie Sicherungsbatterie Artillerieaufklarungsbataillon Panzerartillerie Feldartilleriebataillon Raketenartilleriebataillon Die Division fuhrt zwei bis sechs Brigaden In der Heeresstruktur Neues Heer fur neue Aufgaben 1997 bis 2001 wurde 2001 die Division Spezielle Operationen neu aufgestellt Mit der Struktur Heer der Zukunft 2001 bis 2006 im Rahmen der Transformation der Bundeswehr wurde 2002 die Division Luftbewegliche Operationen neu aufgestellt Gleichzeitig erfolgte die Kategorisierung des Heeres in Eingreif Stabilisierungs und Unterstutzungskrafte und damit eine weitere Typisierung der noch verbliebenen normal durchnummerierten Divisionen Die Division Eingreifkrafte 1 Panzerdivision verfugt neben zwei Brigaden uber umfangreiche Divisionstruppen Die Division Stabilisierungskrafte 10 Panzer und 13 Panzergrenadierdivision verfugt ebenfalls uber zwei Brigaden jedoch uber keine Divisionstruppen Diese werden ihnen erst fur den Einsatz aus der Heerestruppenbrigade die der DLO unterstellt ist zugeteilt Nach Umsetzung der Neuausrichtung der Bundeswehr seit 2016 gibt es noch drei Divisionen mit sieben deutschen und zwei niederlandischen Brigaden Division Schnelle Krafte Stadtallendorf 1 Panzerdivision Oldenburg 10 Panzerdivision VeitshochheimOsterreich Bearbeiten Das osterreichische Bundesheer nach dem Zweiten Weltkrieg verfugte vorubergehend uber zwei Divisionen Einmal die mechanisierte 1 Panzergrenadierdivision mit Sitz in Baden und die Fliegerdivision mit Sitz in Horsching bzw Langenlebarn Beide Divisionen sind in der Zwischenzeit aufgelost worden Vorubergehend war noch geplant eine Jagerdivision aus drei Jagerbrigaden aufzustellen Dazu kam es jedoch nie Die 1 Panzergrenadierdivision wurde mit der Heeresumgliederung 1975 aufgestellt Sie bestand aus drei gemischten Brigaden 3 4 und 9 Panzergrenadierbrigade und hatte eine Sollstarke im Mobilmachungsfall von etwa 20 000 Mann Die drei Brigaden hatten wechselnde Verbande aber die Grundstruktur war wie folgt 1 Panzerbataillon zu 4 Kompanien zu je 13 Kampfpanzern 1 Panzergrenadierbataillon zu 4 Panzergrenadierkompanien und einer Jagdpanzerkompanie 1 Panzerartilleriebataillon zu 3 Batterien 1 Panzerstabsbataillon mit verschiedenen Unterstutzungseinheiten meist 1 Aufklarungskompanie 1 Panzerpionierkompanie 1 Fliegerabwehrkompanie 1 Feldambulanz sowie 1 Stabskompanie mit weiteren Unterstutzungskraften Teilweise war noch ein Aufklarungsbataillon 3 Brigade wechselnd und ein Jagdpanzerbataillon 4 und 9 Brigade zugeteilt Diese letzten Truppen wechselten jedoch haufig ihre Unterstellung Mit der Neugliederung 1991 wurde die Panzergrenadierdivision abgeschafft und die drei spater 1998 zwei verbliebenen Panzergrenadierbrigaden dem Streitkraftefuhrungskommando direkt unterstellt Die 9 Panzergrenadierbrigade Gotzendorf ist in der Zwischenzeit aufgelost und die verbliebenen Brigaden 3 Mautern und 4 Linz Ebelsberg stark verkleinert worden Schweiz Bearbeiten Die Schweizer Armee besass bis zu 12 Divisionen Armee 61 wahrend des Zweiten Weltkrieges bis 15 die je von einem Oberst Divisionar gefuhrt wurden Ihr Einsatz war auf die Verteidigung des Territoriums der Schweiz im Verteidigungsfall beschrankt Mit der Reduktion der Bestande durch die Armee XXI wurden die Divisionen 2003 abgeschafft Mit der Umsetzung der Weiterentwicklung der Armee wurden die Territorialregionen per 1 Januar 2018 in Territorialdivisionen umbenannt 6 Siehe auch Bearbeiten Dschungeldivision fur den Dschungelkrieg im Pazifikkrieg Australian ArmyMarine BearbeitenGeschichte Bearbeiten In den deutschen Marinen gab es den Begriff der Division auf unterschiedlichen Ebenen Erstens gab es Divisionen als Organisationsform der Divisionsebene wie bei der Luftwaffe In der Bundesmarine gab es zeitweise drei Divisionen Marinefliegerdivision Marinedivision Nordsee Marinedivision Ostsee Diese Organisationsform existiert in der heutigen Deutschen Marine nicht mehr Divisionsstander als Kommandozeichen einer Schiffs oder Bootsdivision Des Weiteren werden die Teilverbande eines Geschwaders als Divisionen bezeichnet Nach dem Exerzier Reglement fur die Kaiserliche Marine vom 12 Januar 1886 wurden Geschwader aus mehr als vier Schiffen in Divisionen von bis zu vier Schiffen geteilt 7 Am 16 Januar 1893 wurde das Exerzier Reglement abgeandert Hiernach bestand ein Geschwader nun aus mindestens zwei bis vier Divisionen zu insgesamt mindestens sechs Schiffen wobei eine Division aus mindestens zwei und hochstens vier Schiffen bestand Diese Regelung blieb bis 1914 in Kraft 8 In den Linienschiffgeschwadern der Kaiserlichen Marine gab es eine feste Einteilung in zwei Divisionen mit je vier Schiffen dieselben wurden in der zweiten Halfte des Ersten Weltkrieges abgeschafft und Geschwader mit nur noch 4 5 Schiffen insgesamt gebildet so etwa beim Unternehmen Albion Zum dritten wurden bis in die 1980er Jahre die Schiffs und Bootsbesatzungen in Divisionen eingeteilt Die Division mit der Untergliederungsform der Korporalschaft war eine truppendienstliche Organisationsform wahrend die Besatzung fachlich in Hauptabschnitte und Abschnitte untergliedert war Weil diese beiden Organisationsformen im Wesentlichen miteinander ubereinstimmten wurde die Divisionsgliederung abgeschafft Viertens wurde in historischen deutschen Marinen wie der preussischen und der Kaiserlichen Marine die Bezeichnung Division fur Ausbildungsformationen verwendet die etwa Bataillonsstarke hatten und mit heutigen Lehrgruppen zu vergleichen sind Bei jeder Marinestation gab es eine Matrosendivision fur die Ausbildung des seemannischen und Waffenpersonals und eine Werftdivision in der die Schiffstechniker ausgebildet wurden Funftens gab es in der Kriegsmarine Divisionen als kleinsten Grossverband bestehend aus mehreren Flottillen wie zum Beispiel Sicherungsdivisionen 9 Heutiger Gebrauch Bearbeiten Die deutsche Marine nutzt den Begriff Division nur noch zur Einteilung in Bootsgeschwader die geschlossen als taktischer Verband eingesetzt werden Dabei fuhrt in der Regel der Geschwaderkommandeur die erste Division seines Geschwaders und der S3 Stabsoffizier und Stellvertreter die zweite Division jeweils bestehend aus zwei bis funf Booten In Ausnahmefallen kann ein erfahrener Bootskommandant als Fuhrer einer dritten Division eingeteilt werden Einige andere Marinen kennen Divisionen als Gliederung von Schiffsverbanden Auch heute noch gibt es z B bei den japanischen See Selbstverteidigungsstreitkraften Divisionen als Organisationsverband Luftstreitkrafte BearbeitenLuftwaffe der Wehrmacht Bearbeiten In der Luftwaffe der Wehrmacht waren die Fallschirmjager in Divisionen aufgeteilt Es gab insgesamt 14 Divisionen 1 2 3 4 5 6 7 8 9 10 11 20 und 21 Fallschirmjager Division sowie die Fallschirmjager Division Erdmann Zudem wurden in den Jahren 1942 43 insgesamt 22 Luftwaffen Felddivisionen aufgestellt Dies waren Divisionen der Luftwaffe die im Erdkampf eingesetzt wurden Am 20 September 1943 erliess Adolf Hitler einen Befehl dass die Luftwaffen Felddivisionen unter dem Namen Felddivision L in das Heer eingegliedert werden sollten Aus den Luftwaffensoldaten wurden Heeressoldaten Luftstreitkrafte Luftverteidigung der NVA Bearbeiten Die Luftstreitkrafte Luftverteidigung der NVA verfugten mit der 1 Luftverteidigungsdivision 1 LVD und 3 LVD uber zwei Grossverbande die bereits im Frieden im Diensthabenden System der Luftverteidigung und im Krieg unter Fuhrung des Kommandos Luftstreitkrafte Luftverteidigung fur Gefechtsaufgaben vorgesehen waren In einem weiteren Divisionsaquivalent dem 1981 aufgestellten Fuhrungsorgan der Front und Armeefliegerkrafte FO FAFK aus dem 1984 das Fuhrungsorgan Front u Militartransportfliegerkrafte FO FMTFK hervorging wurden die Luftangriffs Luftaufklarungs und Lufttransportkrafte zusammengefasst Diese Verbande hatten im Krieg ihr Unterstellungsverhaltnis geandert dem FO FMTFK ware keine Fuhrungsaufgabe zugefallen siehe Hauptartikel Luftstreitkrafte der Nationalen Volksarmee Luftwaffe der Bundeswehr Bearbeiten Hauptartikel Luftwaffendivision In der Bundeswehr haben Luftwaffendivisionen keinen Auftrag zur selbststandigen Gefechtsfuhrung Vielmehr dienen sie zur truppendienstlichen Organisation von Verbanden Geschwader Regiment Bereich und Dienststellen Siehe auch BearbeitenListe von militarischen Divisionen nach NummernLiteratur BearbeitenDer Feldzug von 1866 in Deutschland Anlagenband Redigiert von der kriegsgeschichtlichen Abteilung des Grossen Generalstabes Mittler Berlin 1867 Anlage 28 Hein Das kleine Buch vom Deutschen Heere Ein Hand und Nachschlagebuch zur Belehrung uber die deutsche Kriegsmacht Nach den neuesten Bestimmungen bearbeitet Lipsius amp Tischer Kiel u a 1901 Reprint Weltbild Verlag Augsburg 1998 ISBN 3 8289 0271 5 Histories of the two hundred and fifty one divisions of the German Army which participated in the war 1914 1918 Compiled from records of intelligence section of the General Staff American expeditionary forces at general headquarters Chaumont France 1919 Government Printing Office Washington DC 1920 Nachdruck London Stamp Exchange London 1989 ISBN 0 948130 87 3 Hew Strachan European Armies and the Conduct of War Routledge London u a 1992 ISBN 0 415 07863 6 Christoph Rass Menschenmaterial Deutsche Soldaten an der Ostfront Innenansichten einer Infanteriedivision 1939 1945 Krieg in der Geschichte Bd 17 Schoningh Paderborn u a 2003 ISBN 3 506 74486 0 Zugleich Aachen Rheinisch Westfalische Technische Hochschule Dissertation 2001 online Weblinks Bearbeiten Wiktionary Division Bedeutungserklarungen Wortherkunft Synonyme UbersetzungenEinzelnachweise Bearbeiten Maurice de Saxe Mes reveries ouvrage posthume Amsterdam Leipzig 1757 S 108ff Digitalisat Gerhard von Scharnhorst Relation der Schlacht bey Freyberg zwischen der Preussischen Armee unter dem Prinzen Heinrich und der Oesterreichischen und Reichsarmee unter dem Prinzen von Stolberg den 29sten Oct 1762 In Neues militarisches Journal 6 1792 S 25 59 Digitalisat Pierre Joseph de Bourcvets Principes de la Guerre de Montagnes Paris 1888 bes S 61ff Digitalisat Guibert Jacques Antoine Hippolyte Essai general de tactique 2 Bande London 1770 1772 bes Band II S 169ff Digitalisat Der Feldzug von 1866 in Deutschland Anlagenband Anlage 28 Gunter Wegmann Das Kriegsende zwischen Ems und Weser 1945 H Th Wenner Osnabruck 2000 S 349 Die Organisation der Armee Kommunikation Verteidigung 22 November 2018 abgerufen am 29 Mai 2019 Exerzier Reglement fur die Flotte Teil 1 Kapitel 1 1 Absatz 2 4 Enthalten in BArch RM 3 4022 72 136 Zitiert nach Heiko Herold Reichsgewalt bedeutet Seegewalt Die Kreuzergeschwader der Kaiserlichen Marine als Instrument der deutschen Kolonial und Weltpolitik 1885 bis 1901 Beitrage zur Militargeschichte Bd 74 zugleich Phil Diss Heinrich Heine Universitat Dusseldorf Munchen Oldenbourg Verlag 2012 ISBN 978 3 486 71297 1 Seite 25 Entwurf zum Exerzier Reglement fur die Flotte vom 16 Januar 1893 Teil 1 Kapitel 1 1 Absatz 1 3 Seite 2 Zitiert nach Heiko Herold Reichsgewalt bedeutet Seegewalt Die Kreuzergeschwader der Kaiserlichen Marine als Instrument der deutschen Kolonial und Weltpolitik 1885 bis 1901 Beitrage zur Militargeschichte Bd 74 zugleich Phil Diss Heinrich Heine Universitat Dusseldorf Munchen Oldenbourg Verlag 2012 ISBN 978 3 486 71297 1 Seite 25 Walter Lohmann Hans H Hildebrand Die deutsche Kriegsmarine 1939 1945 Sammelwerk in drei Banden O O 1956 Band I Hauptkapitel VI Kapitel 3 Anmerkungen Bearbeiten Die Einteilung in Aufstellungswellen bezeichnet unterschiedliche Gliederungen und Ausrustungen StAN von Heeres Divisionen der Wehrmacht TruppenteileTeileinheiten Trupp Gruppe Rotte Zug Kette Schwarm Staffel Einheiten und Verbande Kompanie Staffel Batterie Bataillon Gruppe Geschwader Regiment Geschwader Grossverbande und Kommandobehorden Brigade x Division Wehrbereichskommando Militarkommando xx Korps xxx Armee xxxx Heeresgruppe xxxxx Oberkommando xxxxxx Normdaten Sachbegriff GND 4150321 1 OGND AKS Abgerufen von https de wikipedia org w index php title Division Militar amp oldid 213817859, wikipedia, wiki, deutsches

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